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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Lifers - Es gibt kein Entkommen

M.A. Griffin , Ann Lecker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551520920
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zitat:
„So etwas Eigenartiges hatte er noch nie zu Gesicht bekommen. Bei ihrem Anblick lief ihm trotz der schwülen Luft ein eiskalter Schauer über den Rücken. Er wollte nur noch weg von hier. Er hatte genug gesehen.“
(S.64)


Inhalt:
Seit ein paar Tagen ist die beste Freundin von Preston, Alice, verschwunden. Das Letzte, was Preston von ihr gehört hat, ist eine zweideutige SMS. Gemeinsam mit seinem Freund Mace beschließt Preston, sich auf die Suche nach Alice zu machen. Ein geheimnisvolles Gebäude scheint der Schlüssel bei der Suche nach Alice zu sein. In diesem Gebäude stoßen die beiden Freunde auf eine furchteinflößende Maschine. Sie beobachten, wie mehrere Jugendliche in diese Maschine getrieben werden. Bald wird klar, an welchem Ort sie nach Alice suchen müssen. Preston wagt den Schritt und betritt eine grauenvolle Welt. Nun hängt alles von ihm ab. Wenn seine Mission scheitert, wartet der Tod auf ihn.


Meinung:
„Lifers – Es gibt kein Entkommen“ war für mich ein absoluter Spontankauf. Das Cover zusammen mit dem neugierig machenden Klappentext ließen mich nicht lange überlegen und so wanderte das Buch in mein Regal. Da ich wirklich Lust auf die Geschichte hatte, musste das Buch nun auch nicht lange warten.


Vielversprechend starteten die ersten Seiten und ich freute mich auf den weiteren Fortgang. Die Idee der Geschichte hatte aus meiner Sicht eine Menge Potential. Und so erfuhr ich, dass Alice seit einigen Tagen verschwunden war. Preston machte sich große Sorgen, Alice war förmlich vom Erdboden verschluckt. Und dann war da noch diese Sache mit Ryan, der seit einiger Zeit der Freund von Alice war. Preston plagen Gewissensbisse, ist er hier etwa zu weit gegangen? Und so beschließt Preston, Alice zu suchen. Er ahnt nicht, worauf er sich einlässt.


M. A. Griffin präsentiert seine Geschichte in dritter Person Vergangenheit, vorrangig aus der Perspektive von Preston. Die Charaktere waren grundsätzlich vorstellbar beschrieben, dennoch fehlte aus meiner Sicht eine gewisse Charaktertiefe. Auch die Handlungen der Charaktere waren für mich nicht durchgängig nachvollziehbar. M. A. Griffin beschreibt immer wieder vorhandene Emotionen der handelnden Personen, nur leider kamen diese nicht bei mir an, so dass ich sie nicht wirklich spüren konnte. 


Der Grundgedanke der Geschichte des Autors ist auf jeden Fall richtig gut. Und doch hatte ich zunehmend den Eindruck, dass sich die Story unfertig anfühlt, das gewisse Etwas fehlte. Die Szenen wirkten mitunter konstruiert und flossen nicht gradlinig ineinander, so dass ich ein ums andere Mal ein wenig stolperte. Mein Resümee daraus war, dass M. A. Griffin sicherlich viel wollte, doch das nötige Handwerkszeug hierzu nicht überzeugend genug eingesetzt hat.


Alles in allem ist „Lifers – Es gibt kein Entkommen“ eine Geschichte, die man gelesen haben kann, aber nicht muss. Nach einem aufkeimenden Showdown endete die Geschichte dann auch so wie erwartet mit einer kleinen eingebauten Überraschung, was dennoch den Gesamteindruck nicht zählbar beeinflussen konnte.


Urteil:
„Lifers – Es gibt kein Entkommen“ bringt gute Ansätze für unterhaltsame Lesestunden mit, punktet dabei vor allem mit der grundlegenden Idee. Mein Aufenthalt an der Seite von Preston erhält von mir deshalb knappe 3 Bücher.


Für alle, denen Freundschaft wichtig ist, dabei keine Gefahren scheuen und Risiken bewusst annehmen.






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112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

jugendbuch, geheimnis, genetik, scifi, familie

Einzig

Kathryn Evans , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783733502973
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zitat:
„Sie hatte mein Gesicht zerkratzt und versucht, mich wieder zurückzudrängen. Aber ich war die Stärkere gewesen. Ich war neu und voller Energie. Genauso wie diejenige, die sich bald aus mir herauskämpfen würde.“
(S.22)


Inhalt:
Die sechzehnjährige Teva lebt ein, zumindest nach außen, normales Teenagerleben. Doch ihr Leben ist alles andere als normal. Denn sie hat nur ein Jahr Zeit, dann übernimmt die nächste Teva ihren Alltag. 


Teva will sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren und um ihr Leben kämpfen. Ihr Geheimnis allerdings kennen nicht einmal Maddy, ihre beste Freundin, noch ihr Freund Olli. Teva versucht im Alleingang, ihre Existenz zu entschlüsseln. Doch hat sie tatsächlich die Kraft, die unsägliche Verkettung aufzuhalten? Teva stellt sich dieser Herausforderung.


Meinung:
Der Klappentext zu „Einzig“ hat mich unwahrscheinlich neugierig auf die Geschichte gemacht. Kaum war das Buch nun bei mir angekommen, habe ich auch gleich mit dem Lesen begonnen.


Es ging dann auch gleich vielversprechend los. Ich erlebte, was es damit auf sich hatte, wenn jemand anderes ein Leben übernimmt. Ein Leben, von dem man sich logischerweise ungern trennt. Dieser Jemand geht statt deiner in die Schule, nimmt sich deine Klamotten, übernimmt deinen Freund. Alles andere als eine schöne Vorstellung.


Die sechzehnjährige Teva lebt nun das Leben ihrer Vorgängerin. Doch sie weiß auch genau, dass ihre Tage letztendlich auch gezählt sind. Denn an ihrem nächsten Geburtstag wird sie sich trennen müssen, die nächste Teva ist in ihrem Körper schon spürbar. So ist es bereits seit einigen Jahren. Nach einem Jahr ist das Leben vorbei und die nächste übernimmt. Doch Teva will diesen Teufelskreislauf durchbrechen, sich nicht einfach geschlagen geben. Sie kann es nicht akzeptieren, dass an ihrem nächsten Geburtstag Schluss ist. Teva geht ihre Möglichkeiten durch. Sich zu offenbaren, kommt nicht in Frage. Denn dann würde man, laut den Worten ihrer Mutter, die Familie zur Freakshow abstempeln. 


Kathryn Evans lässt die Geschichte aus Tevas Ich-Perspektive in Vergangenheitsform erzählen. Hierdurch erhielt ich einen guten Zugang zu ihrer Idee und schwamm im Lesefluss mit. Nach einem wirklich guten Beginn fand ich mich dann allerdings phasenweise in einer Highschool-Teenie-Plänkelei in allen denkbaren Facetten wider. Einige Klischees wurden sodann auch bedient und eine typische Dreiecksgeschichte bahnte sich an. So kam unwiderruflich der Zeitpunkt, an dem ich mich nur noch an die Hoffnung klammerte, dass der Fortgang der Geschichte nicht nur rein an diese Entwicklung geknüpft sein würde. 


Die Charaktere wurden vorstellbar beschrieben und spiegelten ein entsprechendes Bild in meinen Lesegedanken. Trotz der gewählten Ich-Perspektive verlor ich dennoch immer mehr den Draht zu Teva und konnte ihr Handeln mitunter nicht in Gänze nachvollziehen. Ihre Ängste konnte ich natürlich spüren, doch die durch sie zu treffende Entscheidung ließ lange auf sich warten. Dennoch war ich gespannt, in welchem Zusammenhang die Ereignisse nun stehen würden.


So schritt ich voran und hatte auf den folgenden Seiten das eine oder andere schöne Erlebnis, bis ich nun den Grund für das große Ganze erfuhr. Für mich stellte sich dieser Grund etwas abstrakt dar, die Möglichkeiten, dieses Resultat zu erzielen, scheinen mir in der dargestellten Zeitlinie doch ein wenig an der Realität vorbei. Doch ausschließen kann man natürlich gar nichts.


Die Geschichte endet sodann auch beruhigt, nachdem ein kleiner Showdown das Tempo nochmals ein wenig anziehen ließ. Nun wissend, welches Geheimnis hinter der Geschichte steckt, kann ich das Buch in mein Regal stellen.


Urteil:
„Einzig“ basiert auf einer wirklich guten Idee und sorgt in vielen Ansätzen mit den konstruierten Handlungsfäden für aufkommende Spannung. Meine Stunden an der Seite von Teva verdienen deshalb auf jeden Fall 3 Bücher.


Für alle, die sich vor Andersartigkeit nicht fürchten, ein feststehendes Ergebnis nicht akzeptieren und die Suche nach einer Lösung bedingungslos vorantreiben.




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118 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, paris, schreiben, kathrin lange, damaris liest

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Mila flüchtet nach einem Streit von ihrem Zuhause in Deutschland nach Paris zu einer Freundin. Ausgerechnet in die Stadt, aus der ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt geflohen ist - nach dem Tod ihres Mannes und dem gemeinsamen Sohn. Die Stadt, vor der ihre Mutter sie immer gewarnt hat.


Schon während ihrer Fahrt im Zug beginnen die seltsamen Ereignisse rund um Mila, die sich in Paris dann fortsetzen. Denn dort trifft sie auf den Jungen, über den sie ihr Leben lang geschrieben hat: Nicholas. Doch er ist so ganz anders als in ihren Geschichten...


Meinung:
Schon auf der Messe wurde ich neugierig auf dieses Buch und der finale Klappentext gepaart mit dem gelungenen Cover tat sein Übriges: ich musste die Geschichte sofort lesen.


Kathrin Lange zog mich dann auch schon binnen kürzester Zeit zwischen die Seiten und in Milas Leben. Eine sympathische 17-Jährige, die zu ihrer Freundin nach Paris reist, weil etwas zwischen ihr und ihrer Mutter vorgefallen war. Dass mit dem Mann im Abteil gegenüber etwas merkwürdig ist, spürt man sofort - und so wurde meine Neugier weiter geweckt. Als Mila dann in Paris ankommt - eine letzte "Warnung" ihres Reisebegleiters im Kopf - überschlagen sich die Ereignisse. Denn neben einer seltsamen/gruseligen Obdachlosen und dem freundlichen Eric trifft sie auf ihn: Nicholas, den Jungen, mit dem sie bereits ganze Bücher gefüllt hat und darin viele Dinge erlebt hat.


Die Geschichte wird von einem Erzähler aus wechselnden Sichten von Mila, Nicholas und Eric erzählt. Die Autorin hat ein Händchen dafür, Geheimnisse der Vergangenheit anzudeuten und sie trotzdem nicht anzusprechen - ohne dass dies zu gewollt oder künstlich wirkt.
So wusste ich die ganze Zeit, dass etwas passiert ist, dass es eine Geschichte gibt, die einen tragischen Ausgang nahm, aber keine Details. Zug um Zug rückte Kathrin Lange dann mit mehr heraus - und schlägt doch mit dem Ende von Band 1 nochmal zu à la "Du hast geglaubt, das war alles? Ätsch".


Die fantastische Idee hinter der Geschichte hat es mir völlig angetan. Die Fabelmacht befähigt ihre Träger, alles wahrwerden zu lassen, was sie niederschreiben. Doch es gibt einige Gesetzmäßigkeiten, da die Geschichten ansonsten dafür sorgen, dass alles in geschriebenen Bahnen verläuft.
Durch dieses Schreiber-Leser-Universum gibt es einige schöne Vorstellungen vom Lesen und Wirken von Geschichten, obwohl Kathrin Lange alles andere als poetisch-ausschweifend erzählt. Im Gegenteil. Ihr Stil ist prägnant, in genau richtigen Maße beschreibend, um die gewünschte Atmosphäre zu erschaffen.


Spannung und große Neugier ist von den ersten Seiten an vorhanden. Die Autorin steuert gezielt das Denken ihrer Leser und fesselt damit, immer genau die Portion Informationen herauszurücken, die mindestens notwendig sind, um das Level zu halten. Wendepunkte, teils unerwartet, rissen das Ruder immer wieder um und machten den Ausgang des Buches völlig unklar. Nach dem Showdown, auf den die gesamte Geschichte unausweichlich zuzusteuern schien, sorgt Kathrin Lange mit dem Ende dafür, dass ich noch fieberhafter auf die Fortsetzung warte.


Urteil:
"Die Fabelmacht-Chroniken" bieten eine fantasievolle neue Idee mit enormem Potential. Die durchweg vorhandene Spannung und die interessanten Figuren machen es einem unmöglich, von den Seiten zu lassen. Knappe 5 Bücher für "Flammende Zeichen".


Reihe:
1. Die Fabelmacht-Chroniken – Flammende Zeichen
2. ?
?


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391 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

götter, titanen, josie, liebe, seth

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Anmerkung:
Bei der Reihe "Götterleuchten" handelt es sich um das Spin-Off zur "Dämonentochter-Reihe". Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber "Erwachen des Lichts" spoilert die Vorgängerreihe bis ins kleinste Detail. Sollte jemand die Reihe lesen wollen, dann empfehle ich dies VOR dem Beginn dieser Reihe, so ist auch die Entwicklung des Protagonisten Seth wesentlich besser zu spüren und nachvollziehbarer.


Inhalt:
Seth ist seit einem Jahr der persönliche Vollstrecker von Apollo. Bis er einen neuen Auftrag bekommt, weil der Titan Perses weitere Titanen befreit hat und Göttern sowie Voll-, Halbblütern und Menschen der Untergang droht: Seth soll jemanden abholen, beschützen und zum Covenant, einem sicheren Ort, bringen.
Was Apollo Seth nicht erzählt hat: die Zielperson ist weiblich, nicht auf den Mund gefallen und absolut nervtötend. Außerdem hat sie etwas an sich, das Seth bekannt vorkommt und schneller als Seth lieb ist findet er heraus, was die Olympier damals, als er geboren wurde, so getrieben haben...


Meinung:
Dass ich Jennifer L. Armentrout liebe, dürfte mittlerweile bekannt sein. Natürlich musste ich nach dem Ende der Dämonentochter wissen, wie es mit Seth weitergeht.


Ein Jahr ist vergangen, in dem Seth Aufträge von Apollo erledigt hat. Blutig und alles andere als sauber hat er die Verräter und ehemalige Anhänger von Ares verfolgt und getötet. Ausgerechnet er soll jetzt Bodyguard spielen.
Doch die Psychologiestudentin Josie findet sein Auftauchen auch nicht weniger übel. Nicht dass der Fremde schlecht aussäe oder sie abstoßen würde - im Gegenteil. Aber seine negative Art und der Befehlston gehen mal gar nicht. Und was der Typ über Götter redet...
Als jedoch ein anderer Student mit plötzlich schwarz getränkten Augen auf sie losgeht und ihre Mitbewohnerin sich als Furie (wortwörtlich!) herausstellt, muss sie wohl akzeptieren, dass sich ihr Leben für immer verändert und sie die nächsten Tage an Seths Seite verbringen muss. Und es widerstrebt ihr während der Zeit immer weniger.


Mit Josie hat die Autorin eine weibliche Figur geschaffen, die es mit dem sarkastischen und Sprüche-klopfenden Seth wunderbar aufnehmen kann. Ich mochte die beiden zusammen, auch wenn es teils etwas zu viel war, dass es schon fast albern war. Aber nur fast, Frau Armentrout verzeihe ich einiges.


Da die Figuren ja zum Großteil bereits bekannt waren und von diesen ein Kampf gegen einen Gott bereits überstanden wurde, war ich sehr gespannt, was die Autorin für ihre Leser in Sachen Plot bereithält. Eine nur-Liebesgeschichte wäre, auch wenn sie von JLA ist, nichts für mich. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Bedrohung zeigt sich gleich zu Beginn und neben dem entflohenen Perses, dessen Macht im fünften Band der Dämonentochter bereits aufgezeigt wurde, gibt es jetzt weitere Titanen und dazu noch Schatten, die von Menschen Besitz ergreifen können. Die Motivation der Figuren ist daher begreiflich und die Liebesgeschichte fügt sich in all das wunderbar ein.


Durch die wechselnde Ich-Perspektive ist man hautnah an beiden Hauptfiguren und erlebt unter anderem das Knistern zwischen den beiden direkt mit. Im Original fällt diese Reihe in die New-Adult-Altersgruppe. Daher fand ich im Vorfeld die Einstufung in die Zielgruppe 12-17 etwas seltsam. Nach dem Lesen jedoch finde ich, dass selbst explizite Szenen nicht sehr viel weiter gehen als in anderen Jugendbüchern und von einem Zielpublikum ab ca. 14 gut verkraftet werden kann.
Insbesondere bei Seth hat mir sehr gefallen, wie die Autorin die Emotionen beschrieben hat - denn er ist ja alles andere als unschuldig und unerfahren. Diese Erfahrung wurde perfekt eingearbeitet und ich kann mir eine Zeit vor dem Seth-und-Josie nicht mehr vorstellen. Vor allem bringt mich auch ihr Papa zum Schmunzeln.


Die Spannung schwillt gen Showdown immer weiter an, der eine kleine Überraschung bereithält, ehe der Ausblick aufs weitere Geschehen folgt. Worauf ich mich sehr freue.


Urteil:
Mit "Erwachen des Lichts" hat Jennifer L. Armentrout nicht nur die Geschichte einer alten Figur in einer alten Welt erzählt, sondern diese auf wundervolle Art neu erfunden. Seth hat sich entwickelt, neue Hürden und Herausforderungen stehen an und die knisternde Lovestory zwischen Seth und Josie konnte mich begeistert. Haarscharfe 5 Bücher (inkl. JLA-Lieblingsautorinnen-Bonuspunkt) für den ersten Band der "Götterleuchten"-Reihe.


Reihe:
1. Götterleuchten: Erwachen des Lichts
2. Götterleuchten: Im leuchtenden Sturm
(Erscheinungsdatum: 11.09.2017)
3. Glanz der Dämmerung
(Erscheinungsdatum: 11.12.2017)
4. Originaltitel: The Prophecy






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80 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

genderfluid, mythologie

Magnus Chase - Der Hammer des Thor

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551556691
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Thors Hammer ist mal wieder verschwunden (keine Seltenheit), aber dieses Mal ist er nicht verlorengegangen, sondern im Besitz eines finsteren Riesen, der mit Thor noch eine Rechnung offen hat.
Natürlich sollen Magnus und seine Freunde den Hammer besorgen. Klingt allein schon schwer genug - doch es kommt noch schlimmer. Die muslimische Walküre Sam soll jenen Riesen heiraten (und damit ihr Eheversprechen ihrem Freund gegenüber brechen) und auf Blitzen lastet eine dunkle Weissagung...


Meinung:
Nachdem mir "Das Schwert des Sommers" sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich auch wissen, wie es mit unserem (un)toten Magnus weitergeht.


Rick Riordan zog mich wieder einmal direkt ins Geschehen. Ein "Spion" berichtet vom Verschwinden von Thors Hammer, Sam wird zu einem Einsatz gerufen - und bringt ausgerechnet ein weiteres Kind Lokis nach Valhalla. Im täglichen Gefecht taucht nicht nur ein noch monstermäßigerer Drache auf, als sowieso schon, sondern Magnus hat eine Art geistige Verbindung zu seinem Onkel und dem danebenstehenden Loki.
Binnen kürzester Zeit sind Magnus und seine Freunde mitten in ihrem nächsten Abenteuer à la Wikinger.


Bücher von Rick Riordan lesen sich weg wie nichts. Man fliegt durch die Seiten und hat kaum eine Möglichkeit, damit aufzuhören, bis das Buch ausgelesen ist. So ging es mir auch mit "Der Hammer des Thor".


Durch Alex, dem Neuzugang in Valhalla, ist mir erst richtig bewusst geworden, wie viele besondere Charaktere in dieser Reihe stecken. Neben Magnus, der "zumindest" eine Vergangenheit als Obdachloser hat, gibt es die muslimische Walküre Sam, die trotz einer Welt voller nordischer "Götter" an ihrem Glauben festhält (und die mit logischer Begründung trotz Glaube möglich ist). Dann den tauben Hearthstone, über dessen üble Vergangenheit wir in diesem Buch sehr viel erfahren. Dann natürlich wirklich Alex, der/die nicht nur die Gestalt wie ein Werwesen verändern kann, sondern sogar sein/ihr Geschlecht wechselt.
Der Autor schafft es, all diese Figuren zu einem funktionierenden Team zusammenzubringen, ohne deren einzelne Mitglieder alle verloren wären.


Die Handlung entspricht der klassischen Heldenreise, eine Herausforderung folgt der nächsten, während etliche nordische Mythen eingeflochten/"wiederholt" wurden. Rick Riordan verbindet so wieder einmal Wissen mit Unterhaltung.


Selbst bei kleineren "Durststrecken" in Sachen Spannung wurde das Buch dennoch nie langweilig. Viel zu amüsant ist jeder Absatz, den Magnus von sich gibt. Egal ob Vergleiche zu The Walking Dead, dem Marvel Thor, Game of Thrones oder anderen allseits bekannten aktuellen Filmen und Serien - jeder von ihnen ist so treffend und sorgt für ein Schmunzeln. Doch auch der Humor insgesamt ist nicht zu verachten. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich aufgelacht habe oder meinem Mann Passagen vorgelesen habe.


Nach dem Showdown gab es ein weiteres Highlight für mich: Rick Riordans göttliche Welt ist einfach ein großes Ganzes und ich freue mich über jede Erwähnung der anderen Reihen. So fiebere ich nun dem nächsten Band von Magnus Chase, aber auch "Apollo" entgegen.


Urteil:
Rick Riordan bräuchte eigentlich einen eigenen Maßstab. Verglichen mit anderen Büchern von ihm ist die Magnus Chase Reihe vielleicht - absolut neutral betrachtet - etwas schlechter. Doch das bedeutet nicht, dass sie nicht noch weit besser ist als andere Reihen: Unterhaltsam zusammengestelltes fundiertes Wissen, ein grandioser Humor, besondere Figuren für alle, die nach Diversity schreien, eine durchgehende Spannung und nicht zuletzt eine gute Portion Action lassen gerne über die sehr klassisch aufgebauten "Challenges" und die teils etwas ruhigeren Passagen hinwegsehen. Natürlich 5 Bücher für "Magnus Chase: Der Hammer des Thor".


Reihe:
1. Magnus Chase – Das Schwert des Sommers
2. Magnus Chase – Der Hammer von Thor
3. Originaltitel: The Ship of the Dead






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354 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, flucht, liebe, usa, folter

The Chemist – Die Spezialistin

Stephenie Meyer , Andrea Fischer , Marieke Heimburger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 08.11.2016
ISBN 9783651025509
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Zitat:
„Es würde ihr schwerfallen, mit einer Katastrophe dieses Ausmaßes zu leben, wenn sie der Meinung war, sie hätte etwas dagegen tun können. Mit dem Argument hatte man sie damals für den wahrscheinlich schlimmsten Job der Welt gewonnen.“
(S.42)


Inhalt:
Mit viel Glück hat Juliana den Anschlag auf sich überlebt. Aber ihr Chef musste sterben. Durch einen Anschlag aus den eigenen Reihen. Denn ihr Wissen über die Machenschaften des Dezernats ist tödlich. Und sie wussten zu viel.


Seitdem befindet sich Juliana auf der Flucht. Allein und in jeder Minute vom Tod bedroht. Denn so will man sie sehen – tot. Doch plötzlich ergibt sich wie aus dem Nichts eine Chance auf ein normales Leben, ohne Furcht vor ständiger Verfolgung. Dafür soll Juliana einen letzten Job erledigen. Diese Möglichkeit könnte eine Falle sein. Juliana ist unsicher. Schließlich sagt sie doch zu. Sie will die geringste Chance für sich nutzen. Und doch ist ihr der Tod plötzlich wieder auf den Fersen. 


Meinung:
Von Stephenie Meyer kennt man ja so einige Bücher. Als nun „The Chemist – Die Spezialistin“ auf den Markt gekommen ist, habe ich schon ein Auge auf das Buch geworfen. Zwischenzeitlich war es sogar schon bei mir eingezogen, nur der richtige Zeitpunkt schien noch nicht gekommen. Auch waren die Meinungen zur Geschichte eher durchwachsen. Aber nun war es soweit! „The Chemist“ musste nun gelesen werden. Denn ich wollte mir endlich einen eigenen Eindruck verschaffen.


Gleich zu Beginn stolperte ich in das Leben von Juliana, die sich zu diesem Zeitpunkt Chris nannte. Allgemein wechselte Juliana ihre Namen und Identitäten. Denn sie befand sich auf der Flucht. Vor ihrem ehemaligen Arbeitgeber, der mit einem Anschlag versucht hat, ihr das Leben zu nehmen. Gleich hatte ich den Eindruck, dass Juliana keinen Allerweltsjob hatte. Und schnell bekam ich dafür die Bestätigung. Denn Juliana war eine Spezialistin für Verhöre, für die besonders schwierigen Fälle. Bisher hatte sie jeden zum Reden gebracht, selbst die ganz harten Jungs. 


Nachdem ich mich nun mit Julianas Leben soweit vertraut gemacht hatte, harrte ich neugierig der Dinge, die mich noch erwarten würden. Hier erlebte ich dann jedoch meine erste Durststrecke. Juliana verlor sich immer wieder in Befindlichkeiten und Vermutungen, spekulierte hierbei immer wieder über Möglichkeiten, die sich eventuell und vielleicht ergeben könnten. Nachdem Juliana dann die Chance eröffnet wird, mit einem letzten Auftrag aus ihrer Zwickmühle zu entkommen, schöpfte ich neue Hoffnung auf einen steigenden Spannungspegel. Zuerst schien sich diese Hoffnung auch tatsächlich zu erfüllen, bevor die Autorin dann doch wieder deutlich abbremste. Dennoch konnte mich Stephenie Meyer bei ihrer Geschichte halten und ich verzieh ihr den zeitweiligen Stillstand zu großen Teilen. Denn immer wieder zieht das Tempo dann schon an. Nur das Verhältnis zwischen schnelleren und gemächlicheren Szenen und Handlungen empfand ich als nicht gänzlich optimal.


Die in dritter Person in Vergangenheitsform und aus Julianas Sicht erzählte Geschichte konnte grundsätzlich flüssig von mir gelesen werden. Dabei blieb dennoch durchweg eine gewisse Distanz zu Juliana bestehen. Gern hätte ich mehr von ihr erfahren, doch ihre Geheimnisse behielt sie für sich. Die in die Story eingewobene Liebesgeschichte war darüber hinaus für mich nur in Ansätzen authentisch, dennoch konnte ich diese Entwicklung akzeptieren und mich mit den Beteiligten sogar freuen. 


Im letzten Viertel nimmt die Geschichte dann doch nochmal Fahrt auf. Mein Durchhaltevermögen wurde somit belohnt und ich genoss die Entwicklungen. Spätestens jetzt zeigte sich auch eine Charakterentwicklung, vor allem bei Juliana. Nun fühlte ich mich der Protagonistin etwas näher. Juliana ließ Emotionen zu, war nicht mehr voll und ganz das spröde Wesen aus den vorangegangenen Seiten. Manchmal lohnt es sich definitiv, nicht vorzeitig aufzugeben. Denn auch mit dem Showdown und dem anschließenden Ausklang konnte mich Stephenie Meyer dann doch wieder für so einiges versöhnen.


Urteil:
„The Chemist – Die Spezialistin“ bietet alles in allem eine abgerundete Geschichte, die durch ein wenig mehr Tempo an einigen Stellen sicherlich zu einem absoluten Highlight avanciert wäre. Dennoch konnte ich mich auf die Handlung einlassen und verfolgte diese voller Neugier. Meine Lesestunden an Julianas Seite sind mir deshalb auf jeden Fall gute 3 Bücher wert.


Für alle, die bei Todesgefahr einen kühlen Kopf behalten, mit Schmerzen umgehen können und die Aussicht auf einen guten Ausgang nie verlieren. 


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384 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 153 Rezensionen

fantasy, liebe, cora carmack, sturm, stormheart

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Das Königreich Pavan und die anderen Reiche der Welt werden seit langer Zeit von Unwettern heimgesucht, Stürme, die einfach alles zerstören.
Der einzige Schutz vor solchen Stürmen sind die Sturmlinge, die sich den Unwettern entgegenstellen und so das Überleben des Volkes sichern.


Auch Prinzessin Aurora entstammt einer solchen Sturmlingsfamilie, aber sie hat ein fatales Geheimnis. Noch immer ist es ihre Mutter, die Pavan vor den Stürmen beschützt, denn Aurora hat keine Fähigkeit, sich der Magie zu bedienen und Stürme zu besänftigen. Daher ist es wichtig für die Zukunft ihres Volkes, einen Sturmling zu heiraten – Prinz Cassian aus Lock, doch er ist Teil einer Intrige, von der Aurora durch Zufall hört.
Sie flieht aus dem Palast und lernt eine andere Welt kennen. Eine Welt, in der auch scheinbar Unbegabte gegen Stürme kämpfen. Sie wagt den Schritt und verlässt ihr altes Leben, um sich den Sturmjägern anzuschließen und zu lernen, wie sie ihr Königreich doch noch beschützen kann – doch die Welt scheint gegen sie zu sein.


Meinung:
Bereits von der ersten Ankündigung an war ich von Stormheart fasziniert. So musste ich es natürlich sofort lesen, als es eintraf und fand mich direkt im Leben von Prinzessin Aurora wieder, deren Geheimnis, keine Gabe zu haben, so streng gehütet wird, dass sie beinahe in völliger Isolation lebt. Und trotz allem scheint sie Glück zu haben, denn Prinz Cassian von Lock ist weit weniger ‚schlimm‘, als sie es sich ausgemalt hat. Sie fühlt sich sogar direkt zu ihm hingezogen – bis er sie verrät. Er hat andere Pläne, er will das Königreich für sich und scheint vor nichts zurückzuschrecken, vor allem nicht, seinen Charme und ihre Gefühle auszunutzen. Daher schließt sich Aurora dem impulsiven Lock an, einem jungen Mann in ihrem Alter, der zu den Sturmjägern gehört. Sie widersetzt sich ihren Gefühlen, die sie immer wieder zu ihm ziehen – denn noch einmal wird sie sich nicht von einem Mann verletzen und ausnutzen lassen.


Nach den ersten Seiten war ich noch unsicher, wohin mich die Reise an Auroras Seite führen wird. Sie schien mir doch ein wenig zu naiv, um sofort meine Sympathie zu erhalten. Doch je mehr ich von ihr kennenlernte und in ihre (Gefühls-)Welt eintauchen durfte, desto besser verstand ich sie. Ihre Entwicklung und den Weg, wie sie zu sich selbst findet, hat Cora Carmack sehr gut dargestellt und auch die Romantik kommt keinesfalls zu kurz, auch wenn sich beide Seiten sehr stark dagegen wehren.


Der Leser begleitet mehrere der Figuren aus der personalen Sicht. Aurora und Lock nehmen den größten Teil des Buches ein, jedoch sind die Entwicklungen im Palast ebenso wichtig wie die einer zu Beginn unbekannten Stimme, die die Spannung anheizt, wo ansonsten kleinere Durchhänger entstehen könnten.
So bleibt die Neugier durchweg erhalten und immer neue Ereignisse sorgen für einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Wer genau liest, kann die Andeutungen zwar verstehen und die Entwicklung bzw. das Ergebnis vorhersehen, doch das tut dem Spaß am Buch keinen Abbruch. Viel zu faszinierend ist die erschaffene Welt, die sich vor Aurora auftut. In der Stürme von Magie entfacht sein können, in der sie ein Herz haben, das man ihnen entreißen und deren Magie man für sich nutzen kann. Oder Hexen wie die Jägerin Jinx, die nicht nur die Truppe im Kampf unterstützt, sondern aus Samen binnen kürzester Zeit fruchtende Pflanzen wachsen lassen kann.


Neben den intensiven Gefühlen zwischen Aurora und Lock sind die Dialoge und Neckereien innerhalb der Gruppe ein großes Unterhaltungsplus und so kommt – dem düsteren Szenario angemessen und nicht zu übertrieben – auch eine Prise Humor dazu.




Da ein ‚echter‘ Showdown fehlte, war dieser erste Band für mich beinahe zu schnell vorbei. Viele der von Beginn an offenen Fragen wurden gelöst, aber das Ende und der Epilog fühlen sich dann beinahe an, als hätte man bisher nur den Anfang von allem gelesen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.


Urteil:
„Stormheart – Die Rebellin“ entführt in eine faszinierende Welt, in der Stürme ein Herz haben, Magie präsent ist und eine junge Prinzessin nicht nur ihren eigenen Gefühlen den Kampf ansagt. Trotz kleiner Schwächen entsteht ein Lesesog, dem man sich nicht entziehen kann und die Emotionen, die zu haben sich die Hauptfiguren nicht eingestehen wollen, sorgen für eine prickelnde Romantik, die ebenso mitfiebern lässt. Knappe 5 Bücher für den Auftakt von Cora Cormacks „Stormheart“.




Reihe:
1. Stormheart – Die Rebellin
2. Stormheart – die Kämpferin (Frühjahr 2018)
3. Stormheart – Die Königin (Frühjahr 2019)






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641 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fantasy, liebe, dystopie, amy ewing, das juwel

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Es sind nur noch wenige Wochen bis zum alles entscheidenden Schlag gegen den Adel. Violet und die anderen Palladininnen rekrutieren die letzten Surrogate aus den Verwahranstalten.
Dann kommt die Nachricht, dass Hazels Leben in Gefahr schwebt und Violet trifft eine Entscheidung: sie muss zurück in den Palast der Herzogin vom See und ihre Schwester beschützen.


Meinung:
Nach dem Ende von Band 2 war ich absolut neugierig, wie es mit Hazel, den anderen und natürlich auch der gesamten Einzigen Stadt weitergeht.


Nur wenige Sätze waren notwendig, ehe mich Amy Ewing wieder vollständig in ihre Welt gezogen hatte.
Die Pläne sind ausgereift, die letzten Vorbereitungen werden getroffen.
Während Violet und die anderen Palladininnen als Helden des Bundes gefeiert werden, ist Ash nicht in der Lage, ebenfalls aktiv zu helfen. Vor allem Violet hält ihn zurück, weil sie Angst um ihn hat.


All die gehegten Pläne werden jedoch für Violet zweitrangig, als sie erfährt, dass das Leben ihrer Schwester bedroht wird.
Sie fasst einen absolut egoistischen Entschluss und kehrt getarnt ins Juwel zurück - entgegen der Meinung der anderen - und stößt vor allem Ash, der sich nutzlos fühlt, vor den Kopf.


Dieser Egoismus hat es mir nicht gerade leicht gemacht, Sympathie für Violet zu empfinden, wie es noch in den anderen Büchern der Fall war. Dennoch war ich natürlich gespannt, was sich Amy Ewing für das Finale ausgedacht hat. Leider war auch dies ein Punkt, an dem mich "Der schwarze Schlüssel" nicht vollends überzeugen konnte. Anstatt den Kampf und die Magie der Welt weiterzuentwickeln, kehrt der Leser gemeinsam mit Violet an den Hof zurück. Zurück zu Intrigen und schlechter Behandlung.
Ich wäre an dieser Stelle lieber Ash gefolgt, der trotz Kopfgeld ungetarnt in die Stadt schleicht, um dem Bund zu helfen.


Natürlich gab es auch an Violets Seite immer wieder interessante und neue Informationen, aber meiner Meinung nach dümpelte die Geschichte oft ein wenig herum, obwohl sie weit kürzer ist als die Vorgänger.


Die Spannung steigt daher nur sehr mäßig an, kleine Spitzen werden schnell aufgelöst, lediglich der Showdown rief ein paar Emotionen wach, was nicht einmal der Tod einer Figur ein wenig zuvor vermochte.
Der Ausklang ist dann dem Genre entsprechend positiv gestaltet, das Ende hinterlässt ein positives Gefühl.


Urteil:
Meinen hohen Erwartungen wurde das Finale des "Juwels" leider nicht gerecht. Anstelle einer Weiterentwicklung der Welt erhielt ich eine Wiederholung von Band 1 und Protagonistin Violet sorgt mit ihrem Egoismus nicht gerade für Sympathie. Sehr gute 3 Bücher für den "Schwarzen Schlüssel", der die meiste Zeit des Buches über nicht präsent ist.




Reihe:
1. Das Juwel – Die Gabe
2. Das Juwel – Die weiße Rose
3. Das Juwel – Der schwarze Schlüssel






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fantasy, jugendbuch, auf immer gejagt, erin summerill, königreich der wälder

Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Tessa ist als Tochter einer Shaerdanerin, mit denen das Land kurz vor dem Krieg steht, eine Geächtete. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie kaum eine Chance, den Winter zu überleben. Doch dann kommt der oberste Lord Jamis und schlägt ihr einen Handel vor: Sie soll helfen, ihren früher einzigen Freund und Lehrling ihres Vaters aufzuspüren, dafür bekommt sie das ihr sonst nicht zustehende Haus und Land. Der Handel scheint klar, denn aufgrund der vorliegenden Beweise muss Tessa einfach glauben, dass Cohen, für den sie immer noch Gefühle hegt, ihren Vater getötet hat.
Sie macht sich gemeinsam mit drei Soldaten auf die Jagd nach dem Flüchtigen, dabei kommen aber immer mehr Fragen auf.


Meinung:
Der Klappentext von "Auf immer gejagt" machte mich wahnsinnig neugierig und ich erwartete eine von einem inneren Zwiespalt erfüllte Protagonistin, die Stärke beweist und für ihre Ziele kämpft.
Recht schnell lernte ich Tessa näher kennen, die ihre Geschichte in Ich-Form/Präsens erzählt. Die Trauerzeit um ihren Vater ist zu Ende, bald wird man ihr das Haus und alle Besitztümer wegnehmen. Doch sie kämpft um ihr Überleben und gegen den Hunger und geht auf die - verbotene - Jagd. Ein Fehler, denn sie wird erwischt und gefangen genommen.


Einzig ein Deal mit dem obersten Lord kann ihre Vergehen auslöschen und ihr ein normales Leben ermöglichen. So kurz vor dem Krieg gegen das magieverehrende Nachbarland die einzige Möglichkeit für Tessa. Als sie erfährt, dass ihr bester Freund und ihre heimliche Liebe Cohen ihren Vater getötet hat, setzt sie sich das Ziel, dessen Tod zu rächen und macht sich auf die Verfolgung.


Das Buch begann vielversprechend, doch die ersten aufgebauten Spannungen verliefen sehr schnell ins Nichts und die Geschichte dümpelte aus Mangel an spürbarer Motivation der Figuren etwas vor sich hin. Selbst als Tessa dann tatsächlich auf Cohen trifft, steigt die Spannung nicht großartig an, sondern wird stark von der - meiner Meinung nach - "sehr gewollt wirkenden Distanz durch offensichtliche Missverständnisse"-Beziehung geprägt, was sehr schade war.


Denn die Welt des Buches bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten und gemeinsam mit Tessa konnte ich immer weiter in diese Welt eindringen. Leider blieben erhoffte Überraschungen aus, denn die Andeutungen waren sehr offensichtlich. Lediglich am Ende konnte mich die Autorin überrumpeln und der Pfad für eine interessante Wendung in der Fortsetzung ist gelegt. 


Urteil:
Leider bleibt "Auf immer gejagt" hinter meinen Erwartungen zurück. Über die starke Vorhersehbarkeit und die nur langsam voranschreitende Geschichte trösten auch die Romanze und das interessante Setting nicht hinweg. Sehr gute 3 Bücher für den ersten Band des "Königreichs der Wälder"


Reihe:
1. Auf immer gejagt
2. Originaltitel: Ever the Brave
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eifersucht, möhre, meerschweinche, hund, grisgra

Moppi und Möhre - Abenteuer im Meerschweinchenhotel

Anna Lott , Susanne Göhlich
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551553706
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Darum geht es:
Moppi und Möhre kommen in das Meerschweinchenhotel. Da treffen sie die Meerschweinchen Nacki, Elvis und Grufty. Schäfi, das Schaf, treffen sie auch. An einen Tag fällt Schäfi von Balkon in den Pool. Und der Balkon fällt mit in den Pool. Alle außer Grufty retten Schäfi. Bald finden die Freunde heraus, warum Grufty so brummelig ist.


Mir hat das Buch so gefallen, dass ich es an einem Tag schon fertig hatte. Es war witzig. Moppi und Möhre haben Nacki am Anfang für eine Fleischwurst gehalten. Es war auch spannend, weil Grufty schon sehr lange im Hotel ist. Gemeinsam bringen die Freunde Grufty nach Hause.
Es ist für Kinder ab 6 wie mich leicht zu lesen und ich hoffe, dass es irgendwann weiter gehen wird.


(Diese Meinung wurde von unserem sechsjährigen Sohn verfasst. Lediglich Tipp- und Rechtschreibfehler wurden korrigiert.)

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markus heitz, karten, heitz, mystery, spannend

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
E-Buch Text: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 27.02.2017
ISBN 9783426434529
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Zitat:
„Der Dealer nahm derweil die verheerende Karte und gab sie mit dem verbliebenen Stapel, aus dem gezogen wurde, in den Mischapparat. Der Tod befand sich erneut im Spiel.“
(S.52)


Inhalt:
Der Ex-Spieler Tadeus versucht nach Jahren im Geld- und Drogenrausch sein Leben in den Griff zu bekommen. Tadeus musste aufgrund hoher Spielschulden Privatinsolvenz anmelden. Er arbeitet in einem Casino, täglich konfrontiert mit seiner Sucht. Doch bisher ist er stark geblieben.


Tadeus gerät überraschend in den Besitz einer alten Spielkarte, die eine eigentümliche Macht auf ihn auszuüben scheint. Den Einflüsterungen der Karte kann er sich zunehmend nicht entziehen. Jemand hat ein großes Interesse an dieser Karte und so befindet sich nicht nur Tadeus plötzlich in großer Gefahr. Mehr noch, mächtige Leute sind nun hinter ihm her. 


Gemeinsam mit Hyun, deren Verlobter bei einer illegalen Spielrunde ermordet wurde, versucht er, die Geheimnisse der Karte zu ergründen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Karte zu einem unheilvollen Kartenspiel gehört. Und jemand versucht, dieses Spiel zusammenzuführen. Doch dies muss mit allen Mitteln verhindert werden! Tadeus macht sich mit Hyun auf die Suche nach weiteren Karten. Dass er damit sein Leben auf Spiel setzt, nimmt er in Kauf. Denn auch er kann sich der Anziehung der Karten nicht erwehren.


Meinung:
Schon als ich das erste Mal von „Des Teufels Gebetbuch“ gehört habe, dachte ich mir, dass ich das Buch auf jeden Fall lesen muss. In der Folgezeit ist mir die Geschichte immer wieder über den Weg gelaufen. Nun war es endlich soweit, bei einem Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung habe ich mir „Des Teufels Gebetbuch“ spontan zugelegt. Und habe nicht lange gewartet, mit dem Lesen loszulegen.


Es dauerte auch wirklich nicht lange, da habe ich mich in der Geschichte wohlgefühlt. Ich erlebte zwei Erzählstränge in verschiedenen Gesellschaftsepochen, die sich hervorragend ergänzten und aufeinander aufbauten, dabei die Leseneugier stetig anheizten. Die Charaktere stellten sich hierbei meinem Empfinden nach vorstellbar dar, die gewählten Eigenschaften schlossen Verwechslungen aus. 


Markus Heitz schuf mit den anfänglichen Handlungen eine gute Basis, brachte wissenswerte Informationen und legte damit den Grundstein für einen sich von Beginn an andeutenden Lesegenuss. Nach und nach zog das Tempo immer mehr an, die Geschichte entwickelte eine Sogwirkung auf mich. Auch wenn ich leider durch persönliche Umstände gezwungen war, die Geschichte nicht durchgängig lesen zu können, waren die Geschehnisse und Handlungen dennoch bei jedem Wiedereinstieg sofort präsent. Allein dies ist für mich immer ein Indiz für eine prägnant dargestellte Entwicklung, die mir selbst bei Leseunterbrechungen im Gedächtnis bleibt.


Markus Heitz wählte für die Präsentation seiner Geschichte die Erzählform in dritter Person Vergangenheit aus verschiedenen Sichten. Vorrangig erlebte ich dabei die Handlungen von Tadeus, erhielt aber immer wieder Einblicke in eine Zeit im 18. Jahrhundert, die eine wunderbare Abrundung der Ereignisse darstellten. 


Die Idee des Autors wurde wirklich gut recherchiert, wobei er jedoch immer Wert darauf gelegt hat, die Geschichte nicht mit Informationen zu überfrachten. Der Fokus lag vielmehr auf einer spannenden Handlung und gut verzahnten Geschehnissen, die insgesamt einen mitreißenden Lesemix boten. 


Mit jeder gelesenen Seite wurde ich mehr an die Geschichte gebunden, meine Neugier war entfacht und ich fieberte den weiteren Ereignissen entgegen. Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass weder der Protagonist Tadeus noch andere Charaktere wie z. B. Hyun besonders herausragende Stärken aufweisen mussten, um sich den anstehenden Aufgaben stellen zu können. Diese mussten mehr oder weniger mit herkömmlichen und alltäglichen Mitteln gelöst werden.


Natürlich ließ es sich Markus Heitz auch nicht nehmen, die eine oder andere Spur in seiner Geschichte zu legen, so dass ich auf eine falsche Fährte gelenkt wurde. Umso überraschter war ich, als sich dann jeweils der wahre Hintergrund auftat und der Handlung dann wieder eine andere Richtung zuwies. 


Geschickt gewählt fand ich die Idee des Autors, ein Kartenspiel mehr oder weniger in die Rolle des Antagonisten zu setzen. Die Erklärungen rund um die Geschehnisse herum gaben der sich damit steigernden Gefahr ein Gefühl von Erlebbarkeit und ich so wurde ich regelrecht dazu gezwungen, mich diesem Eindruck zu stellen.


Zum Ende hin zieht Markus Heitz nochmals alle Register, wollte mich nicht einfach mit einem 08/15-Ende aus seiner Geschichte entlassen und so erlebte ich nochmals einen Showdown, der es in sich hatte. Dennoch konnte sich mein Puls nach dem vom Autor gewählten Ausklang nun doch wieder beruhigen. 


Zum Glück musste ich mich nicht gleich abrupt von der Geschichte trennen, sondern konnte noch im Epilog, den folgenden Nachworten und Danksagungen stöbern. Enthalten sind außerdem viele interessante Informationen aus Recherchen des Autors, die Markus Heitz aufgrund der schieren Menge schlichtweg nicht in den eigentlichen Plot aufnehmen wollte, um die Leserinnen und Leser nicht mit einer Informationsfülle zu überfluten. Klasse!


Urteil:
„Des Teufels Gebetbuch“ hält, was es verspricht und konnte mir mit abwechslungsreichen Handlungen, gut inszenierten Entwicklungen und dem spürbaren Hauch einer übernatürlichen Gefahr Lesestunden erster Güte verschaffen. Meine Erlebnisse auf der Suche nach den mysteriösen Spielkarten sind mir deshalb klare 5 Bücher wert.


Für alle, die sich von gefährlichen Gegenspielern nicht aufhalten lassen, dabei übernatürliche Bedrohungen akzeptieren und auf überraschende Entwicklungen eingehen können.


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impress, stefanie hasse

Nadiya & Seth - Dunkle Hoffnung

Stefanie Hasse
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei Impress, 04.05.2017
ISBN 9783646602708
Genre: Fantasy

Rezension:  
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rätsel, code, geheimisse, kryptologie, technik

William Wenton und die Jagd nach dem Luridium

Bobbie Peers
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783646929201
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Inhalt:
William ist ein Genie in Sachen Code-Knacken. Doch seine Eltern verbieten es ihm immer wieder. Doch einem „unlösbaren“ Rätsel, der „Unmöglichkeit“ kann er sich nicht widersetzen und plötzlich verändert sich sein Leben. Doch dass er selbst eigentlich „unmöglich“ ist, zeigt sich erst, als er sich mit einem gefährlichen Gegner konfrontiert sieht.


Meinung:
Nachdem meine Neugier für das Buch geweckt war, konnte ich es nicht lange unberührt im Regal stehen lassen.
Bobbie Peers führt schnell, aber altersgerecht in die Welt von Protagonist William Wenton und seinem doch ungewöhnlichen Hobby ein. William liebt Code-Knacken. Kein Rätsel ist vor ihm sicher. Eine „Gabe“, die er von seinem verschollenen Großvater geerbt hat. Seine Eltern wollen ihn stets davon abhalten, aber dem Ruf, sich an einem „unlösbaren Code“ zu probieren, kann er nicht widerstehen. Doch prompt hat William Aufmerksamkeit, die er besser nicht gehabt hätte und landet an einem dubiosen Institut – einen mächtigen Gegner auf den Fersen.


Die Idee fand ich sehr gut gelungen. Das Institut voller Roboter (mal sinnig, mal unsinnig) und teils sehr gefährlichen Roboter-Pflanzen konnte mich regelrecht begeistern. Doch bei Williams Besuch im Institut hätte ich mir ein wenig mehr Details gewünscht. So fühlten sich die Beschreibungen und Vorgänge dort etwas statisch an, nicht in Williams Geschichte integriert, obwohl sie so viel Potential besitzen (meine Hoffnung ruht auf Band 2).
Während sich um William immer alles weiter zuspitzt und er auf eigene Faust loszieht, kommen tiefere Intrigen zum Vorschein, so schnell, dass sie die Zielgruppe vielleicht überrumpeln könnten.


Spannung ist durch den Fokus auf das Wesentliche durchweg vorhanden, was der Zielgruppe entgegenkommen sollte. Gespickt mit einem leicht zu lesenden Stil fliegt man praktisch durch die Seiten. Natürlich löst der Autor diesen ersten Band mit einem guten Ende auf, doch auch die Fortsetzung verspricht, spannend zu werden.


Urteil:
„William Wenton und die Jagd nach dem Luridium“ ist ein Buch für technikaffine und vor allem an Jungs der Zielgruppe gerichtet. Ein rasanter Stil und viel Action sollte diesen Lesern entgegenkommen. Wer sich angesprochen fühlt, wird über zankende Roboter und Treppensteiger begeistert sein, auch wenn sie den Handlungsfaden kurzfristig in den Hintergrund rücken lassen. 4 Bücher für den Auftakt der William Wenton Reihe.




Reihe:
1. William Wenton und die Jagd nach dem Luridium
2. William Wenton und das geheimnisvolle Portal






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323 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, weltenwandler

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:


Inhalt:
Kell ist einer von zwei noch lebenden Antari, jene Menschen, die zwischen den existierenden Welten hin und herwandern können.
Sie dienen als Boten der eingeweihten Könige von London, eine Stadt, die es in jeder der Welten gibt. Doch zusätzlich schmuggelt Kell Dinge – womit er ein ziemlich großes Chaos anrichtet, das nicht nur Lilas Leben zu einem wahren Abenteuer macht.


Meinung:
Auf manche Bücher stößt man schon im Original und die Neugierde ist geweckt. Schon bei der Vorstellung des Inhalts wusste ich, dass ich das Buch lesen musste und daher ließ ich es nicht lange auf mich warten.


V. E. Schwab fackelt nicht lange und wirft den Leser an die Seite des Antaris Kell und bringt die Magie, die sein Leben zeichnet, sofort zum Vorschein. Er ist ein Wandler zwischen den verschiedenen Londons in den vier Welten und erklärt, dass das „Schwarze London“ von der Magie zerstört wurde. Doch inwieweit das von Bedeutung ist, erfährt der Leser erst im Laufe der Geschichte. Kell war mir teils etwas suspekt und nicht immer erschlossen sich mir seine Beweggründe. In Gegenwart von Lila oder seinem Bruder öffnet er sich zwar ein wenig, aber so endgültig nahe war er mir nie. 


Es folgen weitere Handlungsstränge, alle aus der Sicht eines personalen Erzählers. Neben Kell folgt der Leser hauptsächlich Lila, einem Mädchen aus dem grauen London, das den Wunsch hegt, eine große Piratin zu werden und das nur durch Zufall mitbekommt, dass es weitere Welten gibt, in denen Magie noch präsent ist. Durch das Aufeinandertreffen von Kell und Lila kommt die Geschichte dann richtig in Fahrt.


Das historische Setting mit seinen verschiedenen Londons hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Autorin zeigt die Unterschiede der Entwicklung und der Magie der Bevölkerung deutlich auf und erklärt immer wieder die vorangegangenen geschichtlichen Ereignisse, die für das Jetzt ausschlaggebend sind.


Erst mit den Seiten kristallisiert sich heraus, wer der eigentliche Gegenspieler von Kell ist und welche Macht er tatsächlich besitzt. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und dem Team Kell und Lila werden zahlreiche Hürden in den Weg gelegt, bis sie ihre Aufgabe meistern.


Was die Spannung angeht, hätte ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht und auch die Figuren waren mir teils zu weit entfernt und undurchsichtig, um mich voll und ganz auf sie einzulassen. Nichtsdestotrotz musste ich natürlich erfahren, ob Kell seine sich auferlegte Aufgabe schafft und ich wurde mit einem magischen Showdown belohnt.


Da die jüngsten Entwicklungen dann zeigen, dass hinter manchen Andeutungen mehr steckt, bin ich natürlich gespannt, wie es mit Kell und Lila weitergeht.


Urteil:
„Vier Farben der Magie“ von V. E. Schwab ist der Einstieg in gleich viele Welten mit unterschiedlich ausgeprägter Magie. Das historische Setting ist faszinierend, doch mir persönlich blieb die Distanz zu den Figuren zu groß, um richtig mitfiebern zu können. Knappe 4 Bücher für den Kampf um die Welten.


Reihe:
1. Vier Farben der Magie
2. Die Verzauberung der Schatten
3. Die Beschwörung des Lichts






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111 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

spiegel des bösen, geister, björn springorum, hass, hotel

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zitat:
„Das Verlangen, sich umzudrehen und endlich dem gegenüberzustehen, was ihr aufgelauert hatte, war beinahe übermenschlich stark. Doch sie tat es nicht. Sie wollte es nicht, konnte es nicht.“
(S.84)


Inhalt:
Eigentlich wollte Sophie gar nicht mit ihren Eltern in dieses alte Hotel in den Bergen. Und tatsächlich! Ein paar unbedacht gewählte Worte scheinen dafür verantwortlich zu sein, dass Sophie sich plötzlich in einer anderen Realität wiederfindet. Ihre Eltern sind verschwunden, Sophie hat Angst. Doch das ist noch nicht das Schlimmste. Sophie weiß nur noch nicht, mit welchen Mächten sie es zu tun bekommt. Wird sie es schaffen, ihre Eltern wiederzusehen?


Meinung:
Bei einer Signierstunde im Rahmen der Leipziger Buchmesse hat Björn Springorum sein neues Buch „Spiegel des Bösen“ vorgestellt. Er erzählte hier auch von seinen Ängsten, und wie er diese in seinen Geschichten verarbeitet. Hierdurch und durch den wirklich sympathischen Auftritt des Autors bin ich ziemlich neugierig auf die Geschichte geworden und wollte sie nun unbedingt lesen. 


Gleich zu Beginn der Geschichte konnte ich dann die Erfahrung machen, dass der Autor nicht lange fackelt und seine Idee zum Laufen bringen wollte. Er stieß mich förmlich an die Seite der Protagonistin, so dass ich mich unverzüglich mitten im Geschehen wiederfand. Ich persönlich mag diese schnellen Einstiege in Geschichten, denn so nimmt das Geschehen gleich ein gewisses Tempo an. Der Autor hielt sich dabei nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern nahm direkten Kurs auf die Handlung.


Der Schreibstil des Autors wirkte frisch und konnte mich an die Geschichte binden. Geschickt gesetzte Spannungsmomente in Verbindung mit immer wieder aufkommenden Gruselmomenten ließen mich durch die Seiten fliegen. Für die Darstellung seiner Geschichte wählte Björn Springorum hauptsächlich die Sicht von Sophie in dritter Person Vergangenheit. Um die Geschichte abzurunden nutzte er zusätzlich zwischendurch eine weitere Perspektive, ebenfalls in dritter Person Vergangenheit, die weitere wichtige Einblicke in die Entwicklung gewährt. Die Geschichte war durchweg flüssig zu lesen, Durststrecken gab es nicht.


Die Charaktere waren grundsätzlich vorstellbar beschrieben und man hatte ein Bild von ihnen vor Augen. Ein bisschen mehr Hintergründe zu den handelnden Personen habe ich mir dabei schon gewünscht, dem Lesefluss selbst tat dies jedoch keinen Abbruch. Die eingeflochtene Liebesgeschichte wirkte ein wenig gestellt und inszeniert, was die Glaubhaftigkeit dennoch nur im Ansatz erschüttert.


Eine Entwicklung der Charaktere ist definitiv zu verspüren. Vor allem Protagonistin Sophie schreitet hier mit gutem Beispiel voran. Aber auch die anderen handelnden Personen können nahezu Schritt mit ihr halten.


Bei der Darstellung und Beschreibung der Spannungsmomente zeigt Björn Springurum dann seine wirklichen Stärken. Der Autor schaffte es ein ums andere Mal, mich hier richtig zu fesseln und Gänsehautaugenblicke zu schaffen. Seine Idee setzte er dabei nachvollziehbar um, so dass damit – bis auf kleine Ausnahmen - eine Glaubwürdigkeit erzielt wurde. 


Zug um Zug steigert sich das Tempo der Handlung, die Situation wird immer aussichtsloser. Doch dann erlöste mich der Autor mit einem Showdown, der es erstens in sich hatte und zweitens mit der Auflösung des Ganzen wirklich zufriedenstellt. Für den Ausklang hat sich Björn Springorum sodann noch eine kleine Begebenheit ausgedacht, die der Geschichte ein abgerundetes Ende verleiht. In den nächsten Tagen werde ich definitiv an keinem Spiegel vorbeigehen, ohne zumindest einen Blick aus dem Augenwinkel riskieren zu müssen.


Urteil:
„Spiegel des Bösen“ von Björn Springorum setzt auf eine gruselige Grundatmosphäre mit gut gesetzten Spannungsmomenten, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Meinen Aufenthalt im Grandhotel Rabenfels belohne ich deshalb mit wirklich guten 4 Büchern.


Für alle, die ihre Ängste überwinden können, dabei kein Risiko scheuen und ihre Grenzen überschreiten können.




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85 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

götter, royal blood, fantasy

Göttertochter - Royal Blood

Eleanor Herman , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841422316
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Meinung:
Band 1 trug mich mit jeder Seite weiter in die Jugend von Alexander dem Großen und den Mysterien, die in der alten Welt nach der Zeit der Götter längst vergessen und verloren geglaubt scheinen. Und doch gab es die ersten "Beweise" für Magie, die alte Macht und wundersame Geschöpfe.


Im zweiten Band legt Autorin Eleanor Hermann hier noch einiges drauf. Die Reise all der bereits in Band 1 bekannten Figuren geht weiter, jede macht Entwicklungen durch und der Kreis der so reichlich vorhandenen Handlungsstränge schließt sich immer wieder.
Während sich Prinzregent Alex einem Verräter und einem weiteren Kampf mit den Aesariern konfrontiert sieht, ziehen Heph und Kat nach Ägypten, um die vermeintliche Lösung für den fast aussichtslosen Krieg zu finden.
Im Perserreich stoßen Zo und ihr Gefährte auf erste Gerüchte über eine sich erhebende Bedrohung, doch welches Ausmaß diese erreicht, wird erst im Laufe der Seiten bekannt. Und auch Jacob sieht sich einer Gefahr gegenüber, mit der er niemals gerechnet hätte.


Eleonor Hermann konnte mich mit ihrer Mischung aus Fiktion und historischen Fakten erneut absolut begeistern. Intrigen und royales Machtgerangel mischen sich nun mit übermächtigen Bedrohungen, sodass die Spannung konstant aufrechterhalten wurde.
Der Erzählstil ist nach wie vor gerade bildhaft genug, um sich die Kulisse perfekt vorzustellen, lässt aber genügend Freiraum für die eigene Fantasie.
Was romantische Anwandlungen angeht, versucht sich die Autorin in einer Begründung für die doch irgendwie plötzlich auftretenden Gefühle, doch eine Kritik hieran wäre wirklich eine Beschwerde auf hohem Niveau.


Im Anhang erklärt die Autorin erneut einige der Begebenheiten und historischen Fakten, die sie herangezogen hat, was ich auch dieses Mal höchst interessant fand.


Urteil:
Wo ich Band 1 noch ein wenig kritisierte, überzeugt der zweite Teil von "Royal Blood" nun auf ganzer Länge. Intrigen, Machtspiele, Verrat und Magie - dunkle Flüche, düstere Wesen und starke Persönlichkeiten in der fantastisch angehauchten Welt des alten Griechenlands machen diese Reihe zu etwas ganz besonderem. Verdiente volle 5 Bücher für "Göttertochter".


Reihe:
1. Royal Blood: Schattenkrone
2. Royal Blood: Göttertochter
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773 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 150 Rezensionen

paper prince, erin watt, liebe, royals, intrigen

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Inhalt:
Nachdem Ella abgehauen ist, zerbrechen die Royals wieder zu dem Scherbenhaufen, der die Familie vor Ella war. Während an der Schule das Chaos ausbricht, weil sich die Royal Jungs nicht mehr als Einheit zeigen und sich selbst in der Öffentlichkeit angiften und Vorwürfe machen, scheint im Royal Palast Brookes Plan aufzugehen, sich mit Reeds Hilfe wieder Callum anzunähern.
Nach ihrer Rückkehr schwört sich Ella, ihre verbleibende Zeit auszusitzen, die Royal Jungs zu ignorieren und auch die offenen Anfeindungen in der Schule… doch gegen Reeds offenen Kampf um sie kann sie sich nicht ewig wehren…


Meinung:
Nach dem wirklich fiesen Ende des ersten Bandes stand außer Frage, dass ich den zweiten Band lesen MUSS. Wer „Paper Princess“ kennt, wird es verstehen.
Ich war nicht nur neugierig auf das Warum, sondern auch, welche Hürden das Autorenduo Reed und Ella noch in den Weg werfen würde – und das sind einige!


Im zweiten Band bekommt auch Reed eine Erzählstimme und obwohl er ebenfalls in Ich-Form erzählt, konnte man die Perspektiven sehr gut auseinanderhalten. Hier haben Erin Watt und die Übersetzerin Ulrike Brauns sehr gute Arbeit geleistet.
Anfänglich begleitet der Leser nur ihn und lernt dabei mehr über seine wahren Gefühle, die Selbstzweifel und die Angst kennen, die er mit sich herumschleppt. Was anfänglich nur Andeutungen sind, wird im Laufe der Geschichte ausgesprochen und die Autorinnen haben wieder einiges an Geheimnissen im Gepäck, die nach und nach aufgedeckt werden.


Hauptfokus ist natürlich nach wie vor die Beziehung von Ella und Reed, doch geht Reed dieses Mal in Vorleistung und zeigt offen seine Gefühle, was Ella jedoch aufgrund all der Lügen und unterlassenen Wahrheiten nicht glaubt. Doch Reed gibt nicht auf und zupft immer mehr an der Rüstung, in die sich Ella geworfen hat.


Sie versucht sich nach wie vor zu behaupten, wehrt sich gegen ihr Herz, versucht mit genügend Verstand an ihr aufgezwungenes Leben heranzugehen – findet ihre wahre Stärke dann aber erst später. Mir hat sie erneut sehr gut gefallen, sie schämt sich nicht dafür, dass ihre Hormone für manche Entscheidungen verantwortlich sind – ich finde es sogar authentisch, auch wenn vermutlich einige dies mit Oberflächlichkeit begründen und daher belächeln.


Zahlreiche Nebenfiguren gewinnen mehr an Wichtigkeit, ein Leben voller Dramen und Intrigen, das jeder Daily Soap Konkurrenz und doch süchtig macht. Zug um Zug werden kleine Andeutungen für weitere Offenbarungen gemacht, denen der Leser entgegenfiebert – und tatsächlich rechnet man beim Durchrasen der Kapitel irgendwann mit allem. 
Und sucht doch am Ende nach weiteren Kapiteln, um ein weiteres Mal herauszufinden, was genau geschehen ist.


Urteil:
Auch „Paper Prince“ war ein Lesen wie im Rausch. Das Buch steht in Sachen Sogwirkung dem Auftakt in nichts nach, für so manchen Leser wird es zu viel und ein zu übertriebenes Drama sein, aber für das Buch und die sowieso schon überspitzte Welt ist dies genau richtig.
4 Bücher für den gebrochenen Prinzen Reed und seinen Kampf um Ella.


Reihe:
1. Paper Princess
2. Paper Prince
3. Paper Palace
4. Fallen Heir (Originaltitel)






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286 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, jugendbuch, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Das Städtchen Fairfold ist besonders. Wer hier lebt, weiß um das kleine Volk, das im Wald nebenan lebt. Sie wissen, dass ein Wechselbalg mitten unter ihnen lebt und wie man den kleinen Spielchen der Elfen entgeht. Zahlreiche Touristen pilgern nach Fairfold und in den Wald zu dem gehörnten wunderhübschen Jungen in dem gläsernen magischen Sarg, der bereits seit Generationen dort schläft.


Hazel und ihr Bruder Ben sind mit all den Besonderheiten ihres Wohnortes aufgewachsen, feiern wie alle anderen Partys bei dem gläsernen Sarg und himmeln den "Prinzen" an.
Doch eines Tages ist der gläserne Sarg zerstört und der hübsche Junge verschwunden. Während sich die beiden auf die Suche nach ihm machen, wird Hazel von einem alten Deal eingeholt und geheimnisvolle Warnungen mehren sich.


Meinung:
Schon vom ersten Teaser an war ich neugierig auf den "Elfenprinzen" und das an das Reich der Elfen grenzende Städtchen.


Holly Black wirft den Leser direkt in den Alltag der sechzehnjährigen Hazel. Die Jugend der Stadt feiert oft Partys rund um den mysteriösen Sarg im Wald. Mädchen tanzen darauf und betrunkene Jungen versuchen, den Sarg zu zerstören - mit anschließenden düsteren Folgen, die einem Fluch gleichen. Abgesehen vom Offensichtlichen wird schnell klar, dass an jenem Ort alles anders ist und dass jede Figur ihr ganz eigenes Problem zu bewältigen hat: Hazel, die auf jeder Party einen anderen Jungen küsst, ihr Bruder Ben, der auf der Suche nach der Liebe einen Jungen nach dem anderen erfolglos datet, der Junge Jack, der niemals komplett dazugehören wird. Er ist ein Wechselbalg, das zur Strafe für die Elfenmutter von der Mutter des Menschenoriginals behalten wurde und mit seinem "Bruder" als Zwillinge aufgezogen wurde.


Erst auf den zweiten Blick wird klar, wie komplex Holly Blacks Welt wirklich ist. Mit jedem Rückblick, jeder Erzählung werden neue Fragen aufgeworfen, die erst Stück für Stück entschlüsselt werden. So blieb die Neugier stets entfacht, flammte kurzfristig auf und ebbte wieder ab.


Allen, die aktuell so sehr nach Diversity schreien, wird das Buch eine Wohltat sein. Auch Holly Black erläuterte in einem Interview zum Buch, wie wichtig ihr das "Anderssein" und die Vielfalt ihrer Figuren ist. So sind Hazel und ihr Bruder Ben beide in den schlafenden Elfenprinzen verliebt, während Ben stets auf der Suche nach "dem Einen" ist, der seine innere Leere füllt, hält sich Hazel mit oberflächlichen Liebschaften auf.


Das Grundgerüst und die Idee des Buches fand ich wirklich grandios, auch die Figuren und ihre Entwicklung haben mich vollkommen überzeugt. Doch der Verlauf der Geschichte leider nicht in gleichem Maße, weshalb mich die Autorin irgendwann verloren hat und nicht mehr vollends mitreißen konnte. Ohne zu spoilern kann ich jedoch nicht darauf eingehen.


Was jedoch absolut positiv zu bewerten ist: Meinem Empfinden nach ist das Buch ein Einzelband, aber wer weiß, was noch passieren könnte. Schließlich haben wir es mit Elfen zu tun.


Urteil:
"Der Prinz der Elfen" entführt in eine magische Welt voller Träume, Sehnsüchte und Wünsche. Erfrischend andere Charaktere und ihre stetige Entwicklung treiben den Leser an, immer mehr zu erwarten und weiterzugraben. Sehr gute vier Bücher für Hazel und ihr Leben im elfenheimgesuchten Städtchen Fairfold.




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355 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

fantasy, liebe, finsternis, märchen, dunkelheit

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:


Inhalt:
Im Reich herrscht seit 17 Jahren Finsternis. Luna führt ihr Leben weit abseits der Zivilisation in einem vor Finsterirdischen geschützten Turm.
Luna ist die Erbin des Thrones von Relhok, doch sie wurde in der Nacht, in der die Finsternis losbrach und ihre Eltern getötet wurden, von zwei Helfern gerettet und in den verfluchten Wald gebracht, wo sie seither vor allem beschützt wird.
Doch Luna sehnt sich nach Freiheit, nach mehr. Bei einem ihrer Streifzüge kommt sie einer Gruppe zu Hilfe und nimmt sie mit zum Turm. Plötzlich wird alles anders.


Meinung:
Ich habe Sophie Jordans "Infernale", sowie die "Firelight"-Trilogie sehr gemocht und musste daher natürlich auch zum "Königreich der Schatten" greifen.


Die allumfassende Finsternis des Reiches wurde von der Autorin wunderbar herübergebracht. Seite für Seite verlor ich mich mehr in der Welt, in der alle Pflanzen verrotten, weil die Stunde Mitterlicht nicht für Wachstum ausreicht. Eine Welt, in der die Geschöpfe der Nacht regieren: Fledermäuse, anderthalb Meter groß. Und vor allem Finsterirdische, die aus dem Boden gekrochen kommen und nach den Lebenden gieren.


In diese Welt zog mich Sophie Jordan. Zu Beginn erhielt ich lediglich Einblicke aus Lunas Perspektive. Später kommt noch die Sicht von Fowler dazu. Es passiert selten, dass mich ein Plottwist so stutzen lässt wie der relativ am Anfang des Buches. Es hat mich einige Energie gekostet, das Buch mit dieser neuen Erkenntnis nicht noch einmal von vorne zu beginnen. Ein grandioser Schachzug der Autorin.


Danach ging die Geschichte sehr langsam voran. Es passiert zwar immer wieder etwas, neue Gefahren kommen auf, aber es herrschte nie das Gefühl, dass die Spannung daher rührte. Nein, es war die Entwicklung von Luna und Fowler bzw. ihre Gefühle füreinander und ihre Beziehung. Es war wunderbar, die Welt aus Lunas Perspektive zu erkunden und von Fowler erklären zu lassen.


Sophie Jordans Erzählstil ist wunderbar flüssig zu lesen und sie hat die durch die ewige Dunkelheit entwickelten anderen Sinne perfekt herausgearbeitet, sodass man als Leser wirklich in dieser Welt ankommt.


Gegen Ende spitzt sich alles zu, eine letzte Offenbarung war für mich etwas vorhersehbar, dennoch lässt mich das Ende selbst dann der Fortsetzung entgegenfiebern.


Urteil:
Mit dem "Königreich der Schatten" hat Sophie Jordan eine finstere Welt geschaffen, die von ihren besonderen Figuren und ihrer Entwicklung lebt. Zarte Spannung, sehr gute Plottwists und ein gelungener Weltenentwurf schaffen einen sehr guten Lesesog. Sehr gute 4 Bücher für „Die wahre Königin“.




Reihe:
1. Königreich der Schatten: Die wahre Königin
2. Originaltitel: Rise of Fire






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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Schatten über Elantel

Brandon Sanderson , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704359
Genre: Fantasy

Rezension:


Zitat:
„Dann ließ sie ihn vorsichtig los, trat an die Kante, beugte sich vor und spähte in die neblige Tiefe. Dort unten dümpelten Lichter – Kutschen, Straßenlaternen und Lampen, die von Dienern hochgehalten wurden. Im Nebel schien alles nur aus Blasen und Schatten zu bestehen.“
(S.196)


Inhalt:
Mit seiner Gabe der Allomantie gelingt es Waxillium auch gefährlichste Verbrecher dingfest zu machen. Die Jahre im Rauland haben ihn ebenfalls geprägt. Doch seine jetzige Aufgabe stellt alle bisherigen Gefahren in den Schatten. Sein Gegner scheint übermächtig und ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Gemeinsam mit Wayne und Marasi stellt sich Wax der Aufgabe. Denn wenn die Gefahr nicht gebannt werden kann, droht noch weitaus größeres Unheil.


Meinung:
„Schatten über Elantel“ schien für mich der perfekte Einstieg in die „Nebelgeborenen“-Welt werden zu können. Auch wird das Buch genau damit beworben, für Neueinsteiger in diese Welt geeignet zu sein. Nachdem das Buch nun bei mir angekommen war, stürzte ich mich also gleich in die Seiten.


Tatsächlich begann die Geschichte bereits mit dem Prolog sehr turbulent. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich hier wohlfühlen würde. Etwas entgeistert war ich, als ich das erste Mal mit der Gabe von Wax konfrontiert wurde, denn die Anwendung dieser war für mich zumindest anfangs etwas schwer vorstellbar.


Insofern dauerte es dann doch ein wenig Zeit, bis ich mich an die Gegebenheiten in der von Brandon Sanderson erdachten Welt zurechtfinden konnte. Die Geschichte schritt voran, wobei ich kleinere sich anbahnende Längen übersehen konnte. Hin und wieder erstaunten mich die Gaben und Eigenschaften einiger Charaktere, doch ich gewöhnte mich immer besser ein. Auch dachte ich mitunter, dass mir vielleicht einige Puzzleteile fehlten, aber ich wurde weiter durch die Geschichte getrieben.


Brandon Sanderson präsentiert seine Geschichte in dritter Person Vergangenheit aus dominierender Sicht von Wax. Doch auch anderen Perspektiven gestattet er hin und wieder einen Auftritt.


Und so war ich dann irgendwann wirklich in der Geschichte drin, erlebte gefährliche Situationen und sah immer gespannt dem weiteren Fortgang entgegen. 


Wax selbst zeigt keine übermäßigen Emotionen. Auch die geplante Hochzeit lässt ihn irgendwie kalt. Allzu gern nimmt er die neue Aufgabe an und stellt sich lieber Gefahren, denn an die Hochzeit zu denken. Als ich später erfuhr, welche Erlebnisse diese Fassade ausgelöst hatten, konnte ich das Verhalten dann besser nachvollziehen. Und ab und an zeigt auch Wax plötzlich Gefühle. 


Auch Wayne, der an der Seite von Wax kämpft, ist jemand, an den man sich erst langsam herantasten muss. Im Verlauf der Geschichte gab es dann noch manchen bissigen Dialog gerade zwischen Wax und Wayne, so dass eine Auflockerung der Handlung spürbar wurde. Komplettiert wird das Männerduo durch Marasi, die mir von allen Charakteren her am meisten ans Herz gewachsen ist. Sie hat es wirklich nicht einfach und wird oftmals wie Luft behandelt. Doch Marasi gibt nicht auf und stellt sich den Herausforderungen.


Nachdem ich so einige Kämpfe und Gefahren in der Geschichte erlebt hatte, steigert sich das Tempo gen Showdown nochmals merklich. Brandon Sanderson setzt hierbei auch auf überraschende Elemente und der Lesesog wurde immer größer. Spätestens jetzt konnte mich der Autor von seiner Idee überzeugen und mich in seinen Bann ziehen. Die Erkenntnisse, die ich nun hier zum Ende hin ziehen konnte, waren so jedenfalls nicht absehbar und konnten mich wirklich begeistern. Brandon Sanderson beschließt seine Geschichte dann auch folgerichtig und lässt mich nach den letzten Seiten nun lesebefriedigt zurück.


Urteil:
„Schatten über Elantel“ ist eine nicht gewöhnliche Geschichte, die mich mit den enthaltenen Handlungsbahnen, einer immensen Skurrilität und interessanten Charakteren gut unterhalten konnte. Meine Lesestunden in der „Nebelgeborenen“-Welt sind mir deshalb 4 Bücher wert.


Für alle, die sich in ungewöhnlichen Handlungen zurechtfinden, dabei den Charakteren immer zur Seite stehen können und vor Gefahren nicht zurückschrecken. 




Reihe:
1. Kinder des Nebels
2. Krieger des Feuers
3. Herrscher des Lichts
4. Jäger der Macht
5. Schatten über Elantel
6. The Bands of Mourning (OT)
7. The lost Metal (OT)






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10 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

fortsetzung, band 2

Viking Warriors - Der Ring des Drachen

Richard Dübell
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2017
ISBN 9783473401468
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zitat:
„Dass die mickrigen Waffen dem riesigen Drachen nichts anhaben konnten, kümmerte die Nordmänner nicht. Wikinger erkannten so gut wie jeder andere, wenn sie keine Chance hatten – aber sie versuchten, sie trotzdem zu nutzen.“
(S.49)




Inhalt:
Ragnarök wurde in Gang gesetzt. Nichts und niemand kann die Götterdämmerung aufhalten. Inmitten des Geschehens versucht Viggo, der sich in die Welt der Wikinger versetzt sieht, die ihm gestellten Aufgaben zu lösen. Doch die an ihn gestellten Herausforderungen sind schwierig und gefährlich. Die letzte Aufgabe stellt ihn vor schier unüberwindbare Hürden. Denn um die Aufgabe erfüllen zu können benötigt er den Ring Draupnir, den der Drache Fafnir für sich beansprucht. Und damit Viggo muss sich einem übermächtig wirkenden Gegner stellen.


Meinung:
Den ersten Teil der Trilogie um Viggo habe ich vor nicht allzu langer Zeit gelesen und war wirklich begeistert von der Geschichte. Ich konnte es kaum erwarten, dass die Fortsetzung „Viking Warriors – Der Ring des Drachen“ erhältlich sein würde. Nun war der Zeitpunkt endlich gekommen, und so konnte ich mich auch nicht lange zurückhalten und griff zu der Geschichte.


Schon nach den ersten Seiten fühlte ich mich wieder in der Wikingerwelt angekommen, freute mich auf die bevorstehenden Abenteuer. Ein kleiner Rückblick, der die bisherigen Geschehnisse wirklich gut zusammenfasst, erleichterte mir darüber hinaus den Einstieg doppelt. Direkt von Beginn an entwickelte auch diese Fortsetzung den aus dem ersten Teil bekannten Lesesog, sodass ich mich den Geschehnissen nicht entziehen konnte.


Richard Dübell konnte mich mit seinem flüssigen Schreibstil wiederum begeistern und brachte mir die Handlungen vorstellbar, mit gut gewählten Worten und Formulierungen ohne überbordende Ausschweifungen, nahe. Der Autor wählte für die Erzählung der Geschichte dabei verschiedene Sichten in dritter Person Vergangenheit. Darüber hinaus fügte er einen weiteren Handlungsstrang ein, der die Neugier auf die weiteren Ereignisse in der Geschichte noch steigern konnte.


Die von Richard Dübell entwickelten Charaktere werden hervorragend dargestellt und ich konnte mir diese jederzeit gut vorstellen. Allen voran Protagonist Viggo zeichnet sich in der Geschichte fortwährend eine Entwicklung der handelnden Personen ab. Viggo reift im Verlauf spürbar, seine Entscheidungen werden selbstbewusster und er übernimmt zusehends mehr Verantwortung für sein Handeln. Das gleiche Empfinden hatte ich auch bei Thyra, die mir jedoch vom ersten Erscheinen an bereits eine spürbare Stärke und Entschlossenheit zeigen konnte. Außerdem ist Thyra mein heimlicher Lieblingscharakter in der Geschichte. 


Richard Dübell flechtet wiederum bekannte Entwicklungen aus der nordischen Mythologie in das Handlungsgeschehen ein, bringt dabei fortlaufend eigene Ideen in den Verlauf ein, sodass sich ein eigener Charme entwickelt, dem ich nicht entfliehen konnte.


Die letzten Seiten des Buches kamen erschreckend schnell näher, ich befand mich in einem Leserausch, konnte mich jedoch nicht zurückhalten weiterzulesen. Mit dem sodann folgenden Abschluss erzeugt Richard Dübell erneut eine Neugier auf die weiteren Ereignisse, so dass ich nun dem im Herbst 2017 erscheinenden Finale entgegenfiebere.


Urteil:
„Viking Warriors – Der Ring des Drachen“ setzt nahtlos an das gute Niveau seines Vorgängerbandes an. Geschickt entwickelte Handlungen mit wundervoll eingeflochtenen mythologischen Hintergründen verschafften vergnügliche Lesestunden. Meine Abenteuer an der Seite von Viggo und den furchtlosen Nordmännern belohne ich deshalb mit eindeutigen 5 Büchern.


Für alle, die sich großen Herausforderungen stellen können, dabei die Abenteuerlust nicht verlieren und nach Rückschlägen mit neuer Kraft zurückkommen.


Reihe:
1. Viking Warriors – Der Speer der Götter
2. Viking Warriors – Der Ring des Drachen


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84 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

gamer, science fiction, ernest cline, nerd, aliens

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596296606
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Zitat:
„Heute Abend fiel es mir jedoch schwer abzuschalten. Ich verspürte Angst, Aufregung und Wut. Vielleicht sogar ein bisschen Blutdurst. Fast so, als würde ich in einen echten Krieg ziehen.“
(S.89)


Inhalt:
Armada ist ein angesagtes Onlinespiel. Zack ist ein richtig guter Spieler. Er kämpft gegen Aliens und verteidigt die Erde. Die Theorien, die Zacks verstorbener Vater in seinem Tagebuch festgehalten hat, tut er als Unsinn ab. Doch aus dem Spiel wird plötzlich grausame Realität, denn tatsächlich wird die Erde von Aliens bedroht. Die Menschheit steht am Rande ihres Untergangs. Die Gamer nehmen unerwartet eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Bedrohung an. Es geht nur noch um Eines – das nackte Überleben.


Meinung:
Von „Ready Player One“ war ich voreinst ziemlich begeistert. Als ich dann in der letzten Programmvorschau gesehen habe, dass von Ernest Cline ein neues Buch auf den deutschen Markt kommt, war klar, dass ich diese Geschichte lesen werde. Und so habe ich dann auch gleich zu „Armada – Nur du kannst die Erde retten“ gegriffen, als das Buch bei mir angekommen ist. 


Auf den ersten Seiten wurde ich dann behutsam mit dem Leben von Zack bekanntgemacht. Sein Vater ist noch vor seinem ersten Geburtstag bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Zack spielt unglaublich gern das Onlinespiel Armada, in dem die Erde vor bedrohlichen Aliens verteidigt werden muss. Genau wie sein Vater ist Zack so etwas Ähnliches wie ein Nerd. Allerdings kein typischer Nerd, denn er nimmt sehr wohl auch normal am sozialen Leben teil, setzt aber auf das Onlinespiel auch eine hohe Priorität. Klare Vorstellungen zu seiner Zukunft hat er allerdings nicht. Er arbeitet neben der Schule im Computerladen eines Freundes als Aushilfe.


Wenngleich mir der Einstieg Einblicke und teils auch ausführliche Hintergründe für eine Wissensbasis verschaffte, konnte ich mich des Eindruckes eines etwas zu lang gewählten Anlaufes in die Geschichte nicht erwehren. Es passierte auch hier das Eine oder Andere, doch der Lesedrang steigerte sich anfangs nur in kleinen Schritten. Doch natürlich blieb ich an der Geschichte dran, immer in Erwartung noch zu erwartender Handlungen.


Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. Irgendwann hatte ich den Punkt erreicht, an dem der Autor den Schalter umgelegt hatte und die Geschichte an Tempo gewann. Dies war dann auch der Zeitpunkt, ab dem an Lesepausen kaum mehr zu denken war. Die Seiten blätterten sich weg wie nichts und ich tauchte in die Handlung ein.


Ernest Cline wählte für die Erzählung von „Armada“ die konsequente Präsentation in Ich-Perspektive von Zack in Vergangenheitsform. Nach dem anfänglichen zaghaften Kennenlernen wurden im weiteren Verlauf immer wieder doch überraschende Wendungen und Ansätze eingebaut, so dass ich mehr und mehr gefesselt wurde. Die im Plot enthaltenen Ansätze typisch amerikanischen Patriotismus – vorstellbar aus Filmen wie Independence Day - ließen mich dabei immer wieder innerlich lächeln. Insofern kann ich bestätigen, dass Ernest Cline in „Armada“ nicht darauf verzichtet hat, das ein oder andere Klischee zu bedienen. Dies tat dem Leseeindruck insgesamt allerdings keinen Abbruch, sondern passte im Gegenteil wirklich gut ins Schema.


Nachdem es dem Autor nun gelungen war, mich an seine Geschichte zu binden, erlebte ich spannende Unterhaltung mit spürbaren Bedrohungen. Dabei wurde ich Zeuge von Ideen und Entwicklungen, die eine mögliche Katastrophe vermeiden könnten. Und auch hier überraschte mich Ernest Cline mit der von ihm inszenierten Handlung. Auch wenn manche Szenen aus meiner Sicht doch recht schnell aufgelöst und entschärft wurden, ließ ich mich durch die Geschichte treiben und verfolgte das Geschehen. Ein wenig mehr Emotionalität in den Interaktionen der Charaktere hätte ich mir dabei allerdings in so mancher Entwicklung schon gewünscht. Bei der sich anbahnenden Katastrophe kann ich hier aber auch nicht von einem MUSS sprechen.


Das Ende der Geschichte gestaltete Ernest Cline dann wie erwartet nicht unbedingt überraschend, so doch folgerichtig. Hier konnte ich dann doch noch ein wenig anbahnende Emotionalität zwischen den Zeilen finden und „Armada“ damit lesebefriedigt zur Seite legen. „Armada“ hat zwar grundsätzlich einen Abschluss gefunden, dennoch bin ich der Meinung, dass sich Ernest Cline zumindest ein winziges Hintertürchen für eine Fortsetzung offengelassen hat. Wir werden sehen!


Urteil:
„Armada – Nur du kannst die Erde retten“ beschreibt durchaus denk- und vorstellbare Szenarien einer möglichen Bedrohung der menschlichen Existenz, verzichtet dabei auf selbstdarstellerischen Heroismus der Charaktere, weist dennoch auch auf Probleme und Wesenszüge der unterschiedlichsten Nationen hin. Meine Leseeindrücke neben Zack beim Versuch die Erde zu retten sind mir deshalb gute 4 Bücher wert.


Für alle, die sich übermächtigen Bedrohungen stellen können, den Glauben an einen guten Ausgang nicht verlieren und dabei gern Teil des Geschehens werden.




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188 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

hexen, magie, freundschaft, prophezeiung, fantasy

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Meinung:
Aufgrund des Klappentextes war ich sehr neugierig auf das Buch, hatte aber bereits Angst, dass er zu viel verrät, weil dort bereits erzählt wird, dass Ember und Poppy durch einen mächtigen Fluch direkt nach ihrer Geburt vertauscht wurden. Dennoch war ich neugierig, was mich denn dann noch erwarten könnte (außer dem Herausfinden, dass die beiden vertauscht wurden und in einer völlig ‚falschen‘ Umgebung aufwachsen).


Diese Befürchtung hat sich nach dem Prolog erübrigt. Denn dort wird direkt erzählt, wie der mächtige Zauber gewirkt wurde – und auch wer ihn ausspricht und warum.


Dies ist für mich persönlich der größte Kritikpunkt an der Geschichte. Denn ich als Leser wusste ja von Anfang an, wer wem Böses wollte. Ich konnte mich daher zu keiner Zeit den Täuschungen hingeben, miträtseln, wer „der Täter“ ist und so ging die Spannung nahezu komplett verloren.


So blieben mir „nur“ die äußeren Umstände und wie die Hauptfiguren Ember und Poppy mit ihrem falschen Leben klar kommen. Ich hangelte mich von Kapitel zu Kapitel, von Szene zu Szene, die im personalen Stil aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert wird. Teils wurde zwischen den Figuren so schnell hin und her gesprungen, dass ich kaum Zeit hatte, ihre Emotionen wirken zu lassen. So bestand über das gesamte Buch hinweg eine große Distanz zu den Haupt- sowie den Nebencharakteren, die auch im letzten Viertel, als die Spannung dann etwas anzog, noch nachwirkte.


Was sich im ersten Moment etwas nach typischer Tausch-Geschichte anhört, ist ganz anders als erwartet. Das einzig klischeehafte an der „Prophezeiung der Hawkweed“ ist die Charakterisierung und Beschreibung der Hexen, die düster, hässlich und auf Männer regelrecht abstoßend wirken. Wer jedoch glaubt, die Geschichte zu durchschauen, wird schnell eines Besseren belehrt. Die Figuren handeln so gut wie nie wie erwartet, zahlreiche Twists wenden die Ereignisse – teils aber so schnell herbeigeführt, dass man nicht überrascht, sondern eher verwirrt ist. Auch das Ende ist nicht wie (von mir) erwartet – aber darüber verrate ich natürlich nicht mehr.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt, sie beschreibt Qualen ebenso schonungslos wie den Aufenthalt auf der minimalistischen ‚Toilette‘ im Hexenlager oder eben auch jene Gefühle, die sich zwischen den Figuren entwickeln. Teils wirkte diese Art jedoch etwas kühl und schuf daher zusätzliche Distanz, weshalb mich Showdown und Abschluss auch wenig emotional berührten.


Urteil:
„Die Prophezeiung der Hawkweed“ ist das Gegenteil der erwarteten typischen Geschichte, denn die von Irena Brignull erschaffenen Figuren handeln so gut wie nie wie erwartet und das Buch wartet mit einigen kleinen Twists auf. Leider war die Distanz zu den Figuren zu groß, um mich durch eine Geschichte zu tragen, in der ich als Leser den Figuren das Wissen um den Täter vom Prolog an voraushatte. 3 Bücher für „Die Prophezeiung der Hawkweed“.




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499 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 167 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Scarlett soll in Kürze mit einem Fremden verheiratet werden. Und sie freut sich darauf. Endlich kann sie ihrem Vater entwischen, dem herrischen und brutalen Governor Dragna, der seine Töchter nicht selten schlägt.
Doch im Gegensatz zu ihrer Schwester Donatella ist sie stets auf Sicherheit bedacht. Donatella jedoch will "leben" und so entführt sie kurzerhand gemeinsam mit dem Seefahrer Julian ihre Schwester Scarlett und reist zu der geheimnisvollen Insel, auf dem das magische Spiel "Caraval" mit seinen Schaustellern wartet und dessen Sieger die Erfüllung eines Wunsches winkt.
Doch schneller als ihr lieb ist, erhöht sich der Einsatz für Scarlett.


Meinung:
Schon seit dem ersten Blick auf Cover und Inhalt wusste ich, dass ich mich der magischen Welt von Caraval widmen muss.
Und kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, übte der wundervoll malerische und doch sogleich leichte Schreibstil der Autorin einen Sog auf mich aus, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte.


Ihr Leben lang hat Scarlett davon geträumt, dem magischen Schauspiel von Caraval beizuwohnen, von dem ihre Großmutter immer erzählt und geschwärmt hat. Sie hat etliche Briefe an den geheimnisvollen Veranstalter geschrieben, doch nie wurden diese beantwortet.
Doch ausgerechnet auf den Brief, in dem sie mitteilt, dass es aufgrund ihrer bevorstehenden Hochzeit nun zu spät ist, bekommt sie eine Antwort - inklusive drei Einladungskarten/Eintrittskarten für das magische Spektakel.
Scarlett will nicht hingehen und trotzdem landet sie nur wenig später in einer völlig skurrilen und teils gruseligen Welt der Privatinsel des sagenumwobenen Veranstalters "Legend".


Die fiktive Welt, in der Protagonistin Scarlett wohnt, ist nur sehr spärlich beschrieben, was aber eigentlich nicht stört. Die Fakten sind bekannt, weshalb Scarlett ihrem alten Leben durch die Hochzeit mit einem fremden Grafen entfliehen will - die Sicherheit von ihrer Schwester und ihr selbst steht über allem anderen. Dieser Wunsch - oder beinahe schon Zwang - lässt sie lange Zeit nicht los.
Doch sie muss ihre Ängste überwinden, um die trügerische Welt von Caraval zu durchschauen und die Aufgaben zu lösen - denn der Einsatz hat sich dramatisch erhöht.


Die Welt von Caraval ist voller altertümlicher Magie. Brücken führen an unterschiedliche Orte, die Zeit vergeht anders, bezahlt wird mit Geheimnissen oder Wünschen und diverse Tränke versprechen Heilung oder Unheil. All die Magie geht von einem Mann aus: dem Veranstalter Legend und Kapitel für Kapitel gilt es, mehr über diesen Mann herauszufinden.


Doch er ist nicht das einzige männliche Mysterium in Caraval. An Scarletts Seite kämpft der vermeintliche Seemann Julian, dessen Charme sie sich nur schwer entziehen kann, der jedoch ein Geheimnis birgt. Und auch Dante, der geheimnisvolle Tätowierte, ist nur schwer einzuschätzen.


Es hat Spaß gemacht, mich gemeinsam mit Scarlett, deren Geschichte von einer dritten Person erzählt wird, verwirren zu lassen, falschen Fährten und falschen "Freunden" zu folgen, während wir durch eine farblose Welt oder geheime Gänge wanderten.


Stephanie Garber hat eine wundervolle Gabe für aussagekräftige Vergleiche, sodass sie trotz einfacher Erzählweise eine Atmosphäre schafft, die mitzureißen weiß.
Die Spannung ist jetzt nicht dramatisch hoch, dennoch ist ein Lesesog stets zu spüren und ich hatte das Buch innerhalb eines Tages beendet. Zu sehr war ich an einer Auflösung interessiert, die ich dann auch bekommen habe.
Doch die letzten Seiten versprachen mir neue Geheimnisse, die es in Band 2 zu lüften gilt.


Urteil:
Die magische Welt von "Caraval" hat mich absolut fasziniert, die Rätsel und nicht zuletzt die sehr gut integrierte Lovestory konnten ebenso überzeugen wie der wundervolle Erzählstil von Stephanie Garber. Knappe 5 Bücher für Scarlett und die größte Herausforderung ihres Lebens: den Kampf gegen ihre eigene Angst.


Reihe:
1. Caraval – Es ist nur ein Spiel 
2. ?






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387 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, orient, fluch

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Shahrzad und Chalid lieben sich und können doch nicht zusammen sein. Während Chalid sich selbst quält, sucht Shahrzad außerhalb von Rey nach einer Lösung, den Fluch, der Chalid auferlegt ist, zu brechen.




Meinung:
„Zorn und Morgenröte“ fand ich faszinierend und fesselnd, so musste ich natürlich auch sofort zum Abschluss der Dilogie greifen.


Die Rückkehr in die Welt von Chorasan gelang mir recht gut, jedoch sparte Renée Ahdieh an Rückblicken, um mich an das genaue Ende von Band 1 zu erinnern. So dauerte es ein wenig, um mich wieder voll und ganz auf die Figuren einzulassen und mit ihnen mitzufiebern.


Während Kalif Chalid sich quält und im Geheimen hilft, seine zerstörte Stadt wieder aufzubauen, befindet sich Shahrzad weit entfernt von ihm in einer Zeltstadt, in der sich alle zum Kampf gegen Rey und zum Sturz von Chalid bereitmachen.
Da Shahrzads Vater zu Beginn noch nicht ansprechbar ist und ihr über Magie erzählen kann, greift Shahrzad zum fliegenden Teppich, um weit entfernt nach einer Möglichkeit zu suchen, Chalid vom Fluch zu befreien.


In diesem zweiten Band baut Renée Ahdieh mehr Magie und Wesen aus 1001 Nacht ein, es wird phantastischer und dennoch schafft sie es, ihre orientalische Welt vollkommen glaubhaft darzustellen. Dabei gelingt es ihr immer wieder, den Leser zu überraschen und die Handlung nahezu unvorhersehbar zu gestalten. 
Neben Shahrzad und Chalid steht in diesem zweiten Band auch Shahrzads Schwester Irsa im Mittelpunkt, deren Entwicklung meiner Meinung nach am meisten gelungen ist. Doch auch andere Figuren tragen wichtige – und teils überraschende – Rollen. Ich mochte Renée Ahdiehs gezeichnetes Frauenbild und die Stärke, die sie den Figuren verleiht – insbesondere für diese „alte Welt“, in der Frauen nicht gerade große Anerkennung genießen.


Auch „Rache und Rosenblüte“ fesselt nicht durch übermäßige Spannung, sondern bindet ein durch das Setting und die Erzählung selbst an sich. Renée Ahdiehs Schreibstil ist von zahlreichen Vergleichen ausgeschmückt, die das Setting wunderbar abrunden. Jede der Figuren hat einen besonderen Erzählton, wodurch die Bindung zu ihnen noch viel tiefer wird. Für eine solche düstere Geschichte gibt es immer wieder humorvolle Dialoge. Insbesondere Artan hat es mir mit seinen Sticheleien angetan.


Nach und nach zieht die Spannung dann an und strebt unablässig über zahlreiche Hindernisse hinweg auf den Showdown zu, der einer emotionalen Achterbahnfahrt voller Hoffnungen glich. Fürs Durchhalten wurde ich mit einem Epilog belohnt, der mich das Buch zufrieden ins Regal stellen lässt.


Urteil:
„Rache und Rosenblüte“ dringt tiefer in die phantastische Welt aus Band 1 ein. Mehr Magie, mehr Kämpfe, neue Wesen aus 1001 Nacht und weitere Entwicklungen der Figuren reißen den Leser durch die Seiten. 4 Bücher für Shahrzad und Chalid in ihrem Kampf gegen den Fluch und die Machtgier anderer.


Reihe:
1. Zorn und Morgenröte
2. Rache und Rosenblüte






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