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189 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

hexen, schwestern, jessica spotswood, magie, töchter des mondes

Töchter des Mondes - Schicksalsschwestern

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 15.01.2015
ISBN 9783863960261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Wartezeit auf dieses Buch erschien mir wie eine halbe Ewigkeit. Umso verwunderlicher, dass ich bereits nach kurzer Zeit wieder in die Geschichte hinein gefunden habe, denn so mancher Charakter ist mir nicht mehr ganz so gut in Erinnerung geblieben. Die Geschichte beginnt direkt an der Stelle, an der der zweite Band endete. So war ich natürlich sofort Feuer und Flamme, denn ich war unglaublich geschockt und konnte nicht glauben, was Cate angetan wurde. Die Ereignisse überschlugen sich zuletzt vollkommen! Was dieses Buch vor allem ausmacht, ist die permanent hohe Spannung. Anders als in den ersten beiden Bänden folgt einem Problem das nächste und trotz allem hat man nie das Bedürfnis nach ein paar ruhigen Seiten. Auch Cate und allen anderen Hexen bringt dies nur Vorteile, wenn man alles im Großen und Ganzen betrachtet. Endlich bekommen sie die Chance das Volk für sich zu gewinnen und diesem die Augen zu öffnen.  Jede der Cahill-Schwestern wird mittlerweile täglich mit der Prophezeiung konfrontiert. Immer wieder erinnern die aktuellen Geschehnisse an den vermeindlichen Ausgang der Unternehmung. Tess' Visionen verursachen eine große Anspannung unter allen Hexen der Schwesternschaft und dazu kommt noch die Tatsache, dass Cate, Maura und Tess Zeichen einer nie zuvor dagewesenen Rebellion gegen die derzeitigen Machthaber und Unterdrücker sind.  Cate ist immer noch die zentrale Figur der Reihe. Anders als in den vorherigen Bänden kommt sie nun aber sehr aus sich heraus. Vielleicht liegt es an ihrem unbändigen Hass, den sie nicht immer unterdrücken kann oder an ihrem Schmerz und der Angst vor der Prophezeiung. Was auch immer sie antreibt - sie handelt und bewegt etwas! Dass sie Schwester Inez allerdings kein Contra gibt, das habe ich nicht so ganz verstanden. Im zweiten Teil hat der Leser ja bereits erfahren, dass Tess die prophezeite Hexe ist, die alles zum Guten wenden wird oder alles nur noch verschlimmert. Hierfür bleibt sie mir in der Geschichte allerdings viel zu blass. Dass sie nicht im Mittelpunkt des Geschehens steht, mag durchaus seine Gründe haben, doch auf viel zu wenigen Seiten war wirklich die Rede von ihr, sodass man eigentlich meinen könnte, Cate sei die prophezeite Hexe. Sehr schade! Auch Maura bleibt etwas auf der Strecke. Ihr Name wird außerdem zu sehr in den Dreck gezogen, wodurch sie vermutlich von allen Lesern richtig gehasst wird. Was mir allerdings schon im letzten Teil aufgefallen ist: Keiner beachtet ihr Alter. Maura ist genauso wie Tess eigentlich noch ein Kind und trifft falsche Entscheidungen. Sie kann nicht wirklich abschätzen, welch enorme Auswirkungen ihre Taten haben können, auch wenn die Auslöschung von Finns Gedächtnis grausam gegenüber ihrer Schwester war. Mit zwei Schwestern aufzuwachsen ist nicht immer ganz einfach und Eifersucht spielt eine große Rolle. So sollte man nicht allzu scharf mit ihr ins Gericht gehen! Finn erinnert sich an die Zeit, in der Cate noch in Catham mit ihren Schwestern gelebt hat. Ab der Zeit der Schwesternschaft ist alles vergessen, womit Cate nur schwer umgehen kann. Zum weiteren Verlauf der Liebesgeschichte möchte ich nur wenig sagen, denn es würde einen großen Teil der Spannung nehmen. Für mich jedenfalls hat die Autorin hier sehr gute Arbeit geleistet und der Ausgang ist wunderbar passend und zufriedenstellend. Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und berührend. Jessica Spotswood gelingt es mit ihrem dritten Band ein Feuerwerk an Gefühlen zu verursachen, welches gewaltiger als je zuvor ist. Besonders auf den letzten Seiten wechseln sich andauernd Erleichterung, Wut, Glück, Hass, Zufriedenheit und Trauer ab. So beweist sie vielen Lesern noch einmal, dass der erste Band einer Reihe nicht immer der beste ist. Erzählt wird die Geschichte weiterhin aus der Ich-Perspektive von Cate.

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298 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

hexen, fantasy, jessica spotswood, töchter des mondes, maura

Töchter des Mondes - Sternenfluch

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2013
ISBN 9783863960254
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Trotz dieser langen Wartezeit auf Band 2, fiel es mir relativ leicht, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Gleich zu Beginn befinden wir uns mit Cate in New London. Um ihre Schwestern und Finn zu schützen, entschied sie sich für ein Leben bei der Schwesternschaft. Da sie niemandem die Wahrheit über ihre Entscheidung erzählen konnte, plagen sie große Schuldgefühle und Sorgen.

Mittlerweile leidet die gesamte Gesellschaft unter der Bruderschaft. Diese haben erfahren, dass die mächtigste Hexe eine Seherin ist und nun wollen sie sie so schnell wie möglich beseitigen. Es wird zwar gemutmaßt, dass Cate diese Hexe ist, doch dies ist nicht vollkommen sicher. Auch Tess oder Maura könnten es sein. Somit steht schnell fest, dass die beiden Schwestern umgehend der Schwesternschaft beitreten müssen.

Cate kommt nur sehr schwer mit dieser neuen Situation zurecht. Auf der einen Seite möchte sie unbedingt helfen und endlich etwas gegen diese Schreckensherrschaft unternehmen, doch auf der anderen Seite sind da immer wieder die Selbstzweifel. Sie fragt sich, was sie schon dagegen ausrichten kann und suhlt sich schon fast in ihrem Selbstmitleid. Erst als sie Finn wiedersieht, der mit der Bruderschaft nach New London gekommen ist, wacht sie auf. Sie bekommt neues Selbstbewusstsein und schöpft neuen Mut.
Mir persönlich ist sie immer noch sympathisch. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen und wäre vermutlich auch verzweifelt und mehr als deprimiert gewesen. Sie ist immer noch die Vernünftige, die erst nachdenkt, bevor sie handelt.

Ganz im Gegensatz zu Maura. Schnell wird klar, dass sie Cate für das Abwarten verurteilt. Maura möchte am liebsten sofort einen Angriff auf die Bruderschaft starten, ohne groß an Konsequenzen zu denken. Weder Cate noch Tess dringen zu ihr durch oder können gar normal mit ihr reden. Sie wirkte oftmals wie ferngesteuert. Kalt und gefühllos sind zwei weitere Eigenschaften, die ich ihrem Charakter nun hinzugefügt habe. Für mich war sie im ersten Band schwer einzuschätzen, doch nun scheint sie ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ihre Eifersucht auf Cate endet in einem totalen Chaos und mittlerweile hasse ich sie richtig.

Die Protagonistin Tess ähnelt ihrer großen Schwester Cate in vielen Dingen. Mehr als Cate jedoch bemüht sie sich um ein gutes Verhältnis zu Maura. Sie ist ein sehr liebes Mädchen und möchte es am liebsten jedem Recht machen. Was den Angriff auf die Bruderschaft angeht, möchte sie auch lieber noch den passenden Augenblick abwarten. Dies treibt natürlich einen großen Keil zwischen Maura und sie. Die ganze Zeit über hört man nicht viel von ihr, denn sie hält sich im Allgemeinen sehr im Hintergrund. Ich habe sie schon im ersten Teil sehr lieb gewonnen und das hat sich bis jetzt auch nicht geändert.

Nach dem Wiedersehen mit Finn stellt dieser Cate natürlich sofort zur Rede. Er ist unglaublich enttäuscht von ihr und denkt, dass sie ihn nicht mehr liebt. Finn erfährt in diesem Gespräch den wahren Grund für Cates Entscheidung und möchte ab sofort als Mitglied der Bruderschaft Informationen an die Hexen weitergeben. Zwischen den Liebenden ist nun wieder alles in bester Ordnung und die beiden treffen sich mehrmals heimlich. Ihre Liebe ist ihnen aber keinesfalls vergönnt und so wird die Romanze schon bald gefährlicher als jemals zuvor.

Der Schreibstil von Jessica Spotswood war gewohnt angenehm und flüssig zu lesen. Er erleichterte mir den Einstieg in die Geschichte um einiges, denn sie baute einige Rückblenden aus Band 1 in die Geschichte ein. An Spannung mangelte es der Geschichte auf keinen Fall und viel Gefühl ist auch vorhanden. Manchmal war der Verlauf der Geschichte ein wenig zu vorhersehbar, doch es gab auch einiges Überraschungsmomente.

Das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger. Es entfachte in mir ein riesiges Gefühls-Wirrwarr, denn für kurze Zeit ist man als Leser glücklich und zufrieden. Doch schon auf der nächsten Seite kann man seinen Augen nicht mehr trauen. Was ich dort lesen musste, war verstörend, schrecklich, unglaublich traurig. Trotzdem empfand ich Genugtuung. Es kommt so ziemlich alles zusammen und ich möchte eigentlich sofort den dritten Band lesen. Ich kann es kaum erwarten, ihn in Händen zu halten!

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483 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

erotik, devoted, sex, liebe, college

Devoted - Geheime Begierde

S. Quinn , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.08.2013
ISBN 9783442480357
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ja, „Shades of Grey“ lässt grüßen, aber in einer etwas anderen, erwachseneren Art und Weise, weshalb mir dieses Buch besser gefallen hat. Zu Beginn platzt man mitten in das Geschehen, als Sophia ihre Zusage für das Stipendium auf der Schauspielschule bekommt. Man ist direkt dabei und in der Handlung drin.

Sophia ist nicht so penetrant und nervend naiv und über Marc´s Leben erfährt man durch die Gespräche zwischen Denise und Sophia etwas mehr. Auch ist Marc Blackwell ein nicht ganz so extremer Kontrollfreak mit Vertrag und so weiter, was das Zwanghafte aus dieser Handlung nimmt.

Die Protagonistin Sophia ist sehr viel komplexer als zum Beispiel eine „Anastasia Steele“. Auch ihr Bezug zur Natur und die schönen Beschreibungen des College´s und der Umgebung mit dem Park und dem Wald fand ich sehr gelungen. Das Verhältnis zwischen Sophia und ihrer Freundin Jen ist etwas ganz besonderes. Sie kennen sich schon ewig und erzählen sich auch alles, was ich als sehr erfrischend empfand.

Dass Marc so schnell seiner Schülerin verfällt, war etwas unglaubwürdig. Gerade er, der sich immer unter Kontrolle hat, kann bei ihr nach drei Tagen Unterricht nicht mehr an sich halten? Gleichwohl er weiß, dass ein Lehrer-Schüler-Verhältnis ein absolutes Tabu ist?

Trotzdem verhalten sich die Charaktere hier viel natürlicher und authentischer als in "Shades of Grey" und ich habe mich beim Lesen nicht so viel über deren Gedankenwelt und Handlungsweise geärgert. Obwohl Sophia auch oftmals etwas arglos erscheint, empfinde ich es hier nicht so nervig. Die erotischen Szenen waren eher selten aber durchaus überzeugend. Zumindest hat hier eine 22-Jährige schon einmal sexuelle Erfahrungen gehabt.

Der Schreibstil und die Dialoge sind sehr einfach gehalten und man kommt schnell durch das Buch. Es ist jetzt für mich kein anspruchsvolles Buch, aber das soll es ja auch nicht sein – es hat mich tatsächlich gefesselt, einfach aus dem Grund meiner Neugier, wie es sich zwischen den beiden Protagonisten entwickeln wird. Bei „Shades of Grey“ hat es nicht dafür ausgereicht, mir den zweiten Teil zu holen, bei "Devoted" würde ich dem Folgeband eine Chance geben.

Die letzten Seiten haben mir nicht ganz so gut gefallen, da die Szene sehr unglaubwürdig ist und mir plötzlich alles zu schnell ging. Trotzdem hat es mich neugierig auf den zweiten Band gemacht. 

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497 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

dystopie, godspeed, science fiction, raumschiff, liebe

Godspeed - Die Ankunft

Beth Revis ,
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.08.2013
ISBN 9783791516783
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf die Veröffentlichung dieses Buches habe ich lange hingefiebert. Aufgrund der beiden überragenden Vorgängerbänden hatte ich hohe Erwartungen an den finalen Band und wurde keineswegs enttäuscht. Vielmehr überrascht Beth Revis mit einer nochmals aufwühlenderen Geschichte, die die ersten Teile in den Schatten stellt.

Trotz der etwas längeren Wartezeit auf Band 3 fiel es mir nicht schwer, wieder in die Welt von Junior und Amy abzutauchen. Zu Beginn wird man ohne Umschweife direkt in die Geschichte hineingeworfen und findet sich mit den beiden Protagonisten in der Raumkapsel wieder. In wenigen Minuten erreicht man mit ihnen die Zentauri-Erde, auf der viele Gefahren lauern. Dass sie hier gefährliche Lebewesen vorfinden werden, war allen klar. Doch diese sind lange nicht ihr einziges Problem ...

Der Schreibstil ist gewohnt schnörkellos und leicht verständlich. Auch wird die Geschichte wieder abwechselnd aus Amys und Juniors Sicht erzählt. So werden dem Leser hier große Einblicke ermöglicht. Gleichzeitig Juniors Angst vor dem Unbekannten und seinem möglichen Versagen als Ältester, als auch Amys Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihren Eltern und das Leben in einer neuen Welt.
Einige unvorhersehbare Entwicklungen und vor allem die unbekannte Gefahr sorgen für die benötigte Spannung und eine düstere und unheimliche Grundstimmung.

Amy handelt vor allem zu Beginn oft unüberlegt und verursacht somit viele zusätzliche Schwierigkeiten, denn die Experten der Sol-Erde, die von Amy gleich nach der komplizierten und problematischen Landung aufgetaut werden, möchten die Führung übernehmen. Dies ist Junior natürlich gar nicht recht, denn immer noch hat er Orions Worte im Hinterkopf. Sind sie wirklich dazu verdammt, deren Soldaten oder Sklaven zu sein? Zudem lernt sie einen jungen Mann der Sol-Erde kennen, der sich für sie zu interessieren scheint. Daraufhin muss sie sich ernsthaft die Frage stellen, ob ihre Liebe zu Junior wirklich echt ist, oder ob sie aus mangelnder Alternative herrührt.

Junior ist immer noch überfordert mit der gegebenen Situation. Nun ringt er darum, vom Anführer der Sol-Erde als Ältester respektiert und Ernst genommen zu werden. Dies gelingt ihm aber eher schlecht als recht. Mit der Zeit jedoch sind beide Parteien bemüht, zusammen zu arbeiten und eine gemeinsame Lösung zu finden, mit der jeder leben kann. Junior ist immer noch der ruhige und vernünftige Typ, der die Situation oftmals rettet, indem er in hitzigen Situationen einen klaren Kopf behält. Dies schätzen die Leute der Sol-Erde natürlich und trauen ihm immer mehr zu. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich stolz auf ihn, denn er springt wirklich über seinen Schatten und geht mit gutem Vorbild voran.

Auch das Ende überzeugt auf ganzer Linie. Alle Fragen, die während dem Lesen aufgetaucht sind, werden hier beantwortet. Somit rundet Beth Revis ihre Geschichte gekonnt ab und vollendet ihr Meisterwerk.

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287 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

dystopie, krieg, liebe, ben, magda

Das verbotene Eden: Magda und Ben

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.08.2013
ISBN 9783426653289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Einstieg erzählt der Autor, wie es dazu kam, dass Männer und Frauen einander derart hassen und sich bekriegen. Magda und Ben sind noch jung und verfolgen tagtäglich die Ausbreitung eines tödlichen Virus, der die gesamte Weltbevölkerung bedroht. Auslöser für den Hass ist keinesfalls der Virus. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob dies schon einmal erwähnt wurde, doch mich persönlich hat das sehr überrascht. Erschreckend und beängstigend finde ich diesen Rückblick allerdings auch, da es sich jederzeit tatsächlich so zutragen könnte. So abwegig ist dieser Gedanke gar nicht. Sehr beängstigend wie ich finde!

Nach diesen mitreißenden Kapiteln über die Zeit vor dem Zusammenfall fiel es mir ausgesprochen leicht in die Zeit danach wieder hineinzufinden. Besonders auffallend ist diese düstere Grundstimmung, die Herr Thiemeyer schafft. Ich bin sehr angetan von seinem Schreibstil, da er unnötig lange Beschreibungen vermeidet und die Handlungsstränge stetig vorantreibt. Nie hatte ich das Gefühl, dass Kapitel nur hinzugefügt wurden, um eine höhere Seitenzahl zu erreichen.

Gwen ist mittlerweile zu einer starken Persönlichkeit gereift. Ihre Liebe zu Logan ist unerschütterlich und sie ist fest entschlossen, ihn zu finden. So bringt sie sich wieder einmal in Gefahr und zieht mit den Brigantinnen in den Krieg gegen die Männer. Doch da gibt es noch dieses eine Geheimnis, das sie niemandem anvertrauen kann. Wird sie es schaffen und ihre große Liebe wiederfinden?

Logan hat bis zum Schluss gekämpft. Nun scheint die Situation ausweglos, doch er gibt nicht auf. Sein überaus schlauer Plan geht auf, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm und wieder muss er einen anderen Weg finden, sich zu befreien. Seine Kämpfernatur und sein Durchhaltevermögen sind gefordert, doch ob er wirklich so lange durchhält?

Der riesige Spannungsbogen endet mit einem Wechselbad der Gefühle. Die letzten Kapitel sind nochmals fast überladen mit Action, Trauer, Angst, Freude, Hass, Humor und viel Herz. Nach einem spektakulären Kampf lässt der Autor die Geschichte dann ganz ruhig ausklingen. Ich war und bin einfach nur begeistert!

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234 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

untote, seele, liebe, fantasy, dead beautiful

Dead Beautiful - Unendliche Sehnsucht

Yvonne Woon , Nina Frey
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.07.2012
ISBN 9783423760492
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte beginnt einige Zeit nach den Geschehnissen am Gottfried-Institut. Es liegt einige Zeit dazwischen und es gibt auch keinen Rückblick, der es mir erleichtert hat, in die Geschichte hinein zu finden. Renée träumt vom Tod ihrer ehemaligen Lehrerin, bei dem sie eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Als dieser Albtraum jedoch zur Realität wird, versteht sie die Welt nicht mehr. War es reiner Zufall? Renée ist zutiefst schockiert und verängstigt.

Diese Vision ist kein Einzelfall. Immer wieder tauchen sie im Buch auf und geben Renée entscheidende Hinweise zur Lösung des Rätsels. Weshalb sie diese Visionen allerdings hat, bleibt lange Zeit unklar und erst am Ende erfährt man dann den wahren Grund. Auch ist nicht klar, ob sie Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sieht. Um das Geheimnis der Unsterblichkeit zu lüften, ist Renée dazu gezwungen, sich nochmals mit dem Tod ihrer Eltern und ihrer eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen.

Renée plagen während der gesamten Geschichte große Zweifel und Ängste. Dies wirkt sich auch auf die Grundstimmung des Buches aus. Die Trennung von Dante setzt ihr sehr zu und auch der Zeitdruck lässt sie fast verzweifeln. Jede neue Erkenntnis belastet sie zusätzlich, denn Renée muss tief in ihrer Vergangenheit graben, um an die gewünschte Information zu kommen. Auch das Mysterium um den Tod ihrer Eltern muss von einer ganz anderen Seite betrachtet werden. Oft weiß sie nicht, wem sie eigentlich noch vertrauen kann. Nur Noah spendet ihr Trost und zeigt ihr auf wunderschöne Weise einen anderen Weg, den sie einschlagen kann. Renée ist hin und hergerissen. Als Leser kann man sich gut in ihre Lage versetzen und versteht ihre Bedrücktheit vollkommen. Sie ist mir immer noch sehr sympathisch.

Dante taucht nicht sehr oft in der Geschichte auf. Ich persönlich war mir ziemlich sicher, dass sein Geheimnis nichts Gutes mit sich bringen kann und mit jeder weiteren Seite wurde ich skeptischer. Liebt er Renée wirklich so sehr, wie er behauptet? Ich war mir sehr unsicher! Zeitgleich wurde er mir immer unsympathischer. Dabei hat man keinen offensichtlichen Grund dafür, doch verhindern konnte ich es nicht.

Der Schreibstil ist genauso leicht verständlich und flüssig zu lesen wie im ersten Band. Wie bereits erwähnt, ist die Grundstimmung eine andere bzw. ist sie noch drückender und bedrohlicher. Man rechnet vor allem im letzten Drittel ständig mit einem Angriff oder einem Überfall. Die Geschichte ist meiner Meinung nach noch spannender als im ersten Teil und das Rätsel, vor dem Renée steht, regt einen immer wieder zum Lesen an.

Der Höhepunkt und das Ende sind dann letztendlich meine Kritikpunkte. Beides kommt völlig überstürzt und abrupt. Man hat es noch gar nicht so richtig realisiert, bis es plötzlich vorbei ist. Danach bleibt der Leser mit vielen Fragezeichen zurück, die ihn noch die ganze Nacht hindurch quälen. Mir persönlich ging es einfach viel zu schnell!

Fazit: Insgesamt fand ich "Dead Beautiful - Unendliche Sehnsucht" spannender und mitreißender als Band 1. Trotzdem gibt es für mich auch hier Schwachstellen. Der Höhepunkt kam ganz plötzlich und währte viel zu kurz. Auch das Ende ist nicht zufriedenstellend. Abgesehen davon hatte ich schöne Lesestunden mit diesem Buch und lege es jedem ans Herz, der schon "Dead Beautiful - Deine Seele in mir" lieb gewonnen hat.

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216 Bibliotheken, 2 Leser, 14 Gruppen, 48 Rezensionen

hexen, werwölfe, engel, vampire, dämonen

Nox , Das Erbe der Nacht

Michael Borlik , Michael Böttler
Fester Einband: 474 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 14.07.2010
ISBN 9783522201155
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, da es eine in sich abgeschlossene Geschichte ist. Heutzutage findet man ja fast nur noch Buchreihen! Bereits der Anfang hat es in sich, denn im Prolog muss man gut aufpassen. Hier wird die ganze Vorgeschichte erläutert, die entscheidend für das Verständnis des gesamten Buches ist. Also sollte man diesen auf keinen Fall kurz vor dem Einschlafen lesen und vor allem keinesfalls ganz weglassen! Ich persönlich habe mich anfangs etwas schwer getan, die Zusammenhänge alle zu verstehen und musste teilweise nachlesen. Als negativ werte ich dies allerdings nicht.

In diesem Buch findet man auf keinen Fall neuartige Fantasy-Wesen, denn Engel, Vampire und Werwölfe tauchen in sehr viele Geschichten dieses Genres auf. Die Entstehungsgeschichte ist jedoch eine andere. Alle drei Arten sind hier die sogenannten Kinder der Nacht. Der Engel Lilith und der Dämon Lucius verliebten sich ineinander und zeugten sie. Nachdem das Portal, durch das sowohl Engel als auch Dämonen in die Welt der Menschen gelangten, verschlossen wurde, kehrten die Engel in den Himmel zurück. Die Dämonen allerdings konnten nicht entkommen und wurden fast vollständig ausgelöscht. Zurück blieben nur die Kinder der Nacht.

Tara war mir gleich zu Beginn sympathisch. Ich mag ihre direkte und offene Art. Sie trägt zwei Blutlinien in sich - Blut eines Vampirs und Blut einer Hexe - und ist somit selbst ein Kind der Nacht. Dadurch kommt sie gut mit anderen Kindern der Nacht klar. Durch die ständige Flucht vor dem Rat der Nox hatte sie nie ein sesshaftes Leben gehabt und musste immer wieder mit ihrer Familie umziehen. Sie lebt in ständiger Angst und ist nach der Entführung ihrer Eltern ziemlich verzweifelt. Zum Glück trifft sie nacheinander auf drei junge Männer, die ihr helfen wollen. Mit der Zeit entwickelt Tara sich zu einer starken, mutigen und selbstbewussten Frau, die beharrlich ihr Ziel verfolgt und sich - wenn es sein muss - auch den gefürchtetsten Kreaturen entgegenstellt.

Sky ist der selbstsichere und selbstverliebte Typ, bei dem man nur mit den Augen rollen kann, wenn er einen seiner berühmten Sprüche loslässt. Er glaubt von sich, dass er unbesiegbar ist, und würde Tara nie um Hilfe bitten, denn dafür ist er viel zu stolz. Trotzdem muss man ihn irgendwie mögen, auch wenn er öfter einmal eine Trotzphase hat wie ein bockiges Kind. Er hat auf jeden Fall eine harte Schale und einen weichen Kern. Er ist immer für eine Überraschung gut und beschert dem Leser einige überraschende Wendungen.

Den Schreibstil des Autors finde ich sehr angenehm. Die Geschichte ist leicht und flüssig zu lesen. Sie ist spannend, mitreißend und unterhaltsam. Insgesamt steht dieses Buch keiner Reihe in irgendwas nach. Die Charaktere sind facettenreich und alle Handlungsorte werden gut beschrieben.

Das große Finale beinhaltet viel Spannung und hat mir sehr gut gefallen! Es hätten ein wenig mehr actionreiche Kampfszenen vorhanden sein können, doch zwingend notwendig waren sie nicht.

Fazit: "Nox - Das Erbe der Nacht" überzeugt mit einer großen Portion Spannung, authentischen Charakteren, überraschenden Wendungen und einigen witzigen Momenten. Ich persönlich hoffe, dass es keine Fortsetzung geben wird und momentan sieht es nicht schlecht aus. Der Autor hat bei mir ins Schwarze getroffen, denn ich hatte viele schöne Lesestunden und kann das Buch nun sehr empfehlen!

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334 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

meer, liebe, elodie, meerestosen, patricia schröder

Meerestosen

Patricia Schröder
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2013
ISBN 9783649603214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Meerestosen" knüpft fasst unmittelbar an die Geschehnisse aus dem zweiten Band an. Dabei schildert die Autorin nochmals gut die Geschehnisse aus dem ersten Band und erleichtert einem den Einstieg um einiges. Trotzdem habe ich ein wenig Zeit gebraucht, um mich vollkommen auf die Geschichte einlassen zu können. Vermutlich hätte ich einen Tag nach meiner vorherigen Lektüre vergehen lassen sollen.

Auffallend anders ist hier die Grundstimmung der Geschichte. Sie ist sehr viel angespannter und zieht einen zugleich runter. Dies liegt wohl an Elodies Verzweiflung, die man zu jedem Zeitpunkt spürt.

Wie bereits erwähnt ist Cyril ihr Fels in der Brandung. Er nimmt eine bedeutende Rolle im finalen Band ein und überrascht den Leser immer wieder aufs Neue. Ich persönlich hatte das Gefühl, ihn erst jetzt richtig kennenzulernen. Plötzlich ergeben viele seiner Handlungen einen Sinn. Ich war sehr überrascht, wie lange ich eigentlich im Dunkeln getappt bin, denn Cyril ist auf keinen Fall derjenige, der er zu sein scheint. Im negativen oder positiven Sinn? Lest selbst! Ihr werdet überrascht und teilweise sprachlos sein.

Elodie hat mir anfangs sehr leid getan. Am Ende des zweiten Bandes hatte ich als Leser das Gefühl, dass die beiden es doch irgendwie schaffen können, doch dann kommt plötzlich alles anders. Die Trennung, sowie ein schlimmer Verlust, setzt ihr sehr zu. Ihre Verzweiflung ist deutlich zu spüren und mit jeder neuen Erkenntnis schwindet die Zuversicht auf Erfolg. Trotz allem entwickelt sie sich Stück für Stück zu einer selbstständigen und entschlossenen Person, die beharrlich ihr Ziel verfolgt. Cyril baut sie auf und wird für Elodie eine der wichtigsten Personen in ihrem Leben.

Gordy nimmt eine nicht ganz so große Rolle in diesem Band ein. Dadurch, dass er seiner eigenen Bestimmung nachgehen muss, weiß Elodie die meiste Zeit nicht, wo er sich aufhält und wie es ihm geht. Dies ist auch ein kleiner Kritikpunkt meinerseits. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie er seine Aufgabe zu bewältigen versucht und wie es ihm in dieser Zeit ergangen ist. Kapitel aus der Sicht von Gordian hätten der Geschichte meiner Meinung nach gut getan, denn so ist die Geschichte leider etwas einseitig.

Der Schreibstil gefällt mir auch im letzten Band wieder sehr gut. Das Buch lässt sich vollkommen flüssig lesen und ist leicht verständlich. Trotzdem muss ich sagen, dass mir Elodies Herzschmerz ein wenig zu viel war. Aufgrund dessen ist die Spannung leider mehrmals auf der Strecke geblieben. Zum Ende hin ist dies glücklicherweise kein Thema mehr bzw. kaum noch.

Das große Finale hat mich dann ziemlich beeindruckt. Elodie ist so entschlossen, dass sie letztendlich ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt um alle anderen zu retten. Alle Nixe werden gut mit eingebunden und tragen einen großen Teil zur Rettung der Insel und all seiner Bewohner bei. Auch der Epilog ist eine ganz tolle Idee und zaubert dem Leser abschließend noch ein Lächeln ins Gesicht.

Fazit: Mit "Meerestosen" ist Patricia Schröder ein würdiger Abschluss der wohl wunderschönsten Buchreihe rund um Nixe gelungen. Ein weiteres Mal begleitet der Leser Elodie auf ihrer gefährlichen und scheinbar aussichtslosen Reise durch die Meere und entlang der Küsten. Nur ganz knapp schrammt das Buch an der vollen Punktzahl vorbei, da ich zwei kleine Kritikpunkte anbringen musste. Das Lesevergnügen schmälern diese aber nur ganz minimal. Klare Leseempfehlung!

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(225)

504 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

vampire, dystopie, liebe, vampir, fantasy

Unsterblich - Tor der Dämmerung

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453268579
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als absoluter Fan der Plötzlich-Fee-Reihe stand für mich sofort fest, dass ich auch dieses Buch lesen muss! Auch wenn oder gerade weil ich nicht mehr ganz so begeistert von Vampiren bin, war ich der festen Überzeugung, dass Julie Kagawa mir diese Fantasy-Wesen wieder näher bringt. Und siehe da: Sie hat es tatsächlich geschafft!

Was zunächst auffällt, ist die völlig andere Grundstimmung in "Unsterblich - Tor der Dämmerung". Schluss mit Harmonie und Fröhlichkeit! Hier herrscht eine sehr angespannte und bedrohliche Stimmung - verursacht durch Vampire und Verseuchte. Ähnlich wie Allison steht man ständig unter Strom und rechnet zu jedem Zeitpunkt mit Gefahr.

Vampire und Verseuchte werden hier beide als gefühllose und grausame Wesen betrachtet, die die Menschheit einzig und allein als Nahrungsquelle betrachten. Überraschenderweise sind die Verseuchten die weitaus größere Gefahr. Angenommen hatte ich natürlich, dass die Vampire als "Killermaschinen" gelten, da sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Da sie jedoch eng verwandt sind mit den Verseuchten, verhält es sich hier anders. Vampire sind um einiges berechenbarer und quälen ihre Opfer nicht.

Allison lebt in der Vampirstadt New Covington, die von Vampiren beherrscht wird. Ihre Eltern starben schon früh. Seitdem haust sie zusammen mit Gleichaltrigen in baufälligen Gebäuden und klaut regelmäßig Essen. Vor allem der quirlige Junge Stick liegt ihr am Herzen, mit dem sie ihre Ausbeute teilt. Die Zeit vor der Schwindsucht und dem Befall der Städte durch die Vampire hat sie nicht erlebt. Ein anderes Leben kennt sie nicht und doch weiß sie genau, dass es anders ablaufen müsste. Sie hasst die Vampire und fürchtet sie zugleich, denn diese streifen jede Nacht durch die Straßen New Covingtons und verschleppen Menschen.
An das neue "Leben" als Vampir kann sie sich nur sehr schwer gewöhnen. Sie versteht einfach nicht, weshalb sie ihr altes Leben aufgeben muss und niemanden ihrer Freunde treffen darf. Sie klammert sich regelrecht daran und hofft, dass niemand erfährt, was sie wirklich ist.

Kanin ist der etwas ungewöhnliche Vampir in der Geschichte. Er bietet Allison die Verwandlung an und schenkt ihr das Leben. Seine genauen Beweggründe erfährt der Leser leider nicht. Auch die Beziehung zwischen Allie und ihm ist etwas unklar. Er ist ihr Mentor und bringt ihr alle lebensnotwendigen Dinge bei. Trotzdem hat man das Gefühl, dass ihm etwas an ihr liegt. Kanin nimmt leider nur im ersten Teil eine große Rolle ein. Ich hoffe, dass man im zweiten Teil wieder mehr von ihm hört.

Zeke hat ähnlich wie Allison kein Zuhause. Auf ihn trifft sie etwas später im Buch und er ist wohl auch der Grund, weshalb sie weiterhin daran glaubt, unter Menschen leben zu können und ihr altes Leben fortführen zu können. Noch nie hat sie einen so hilfsbereiten und selbstlosen jungen Mann gesehen. Für seine Familie geht er oft ein hohes Wagnis ein und bei so mancher Kampfszene sieht man ihn vor den eigenen Augen schon blutend am Boden liegen. Vor allem im letzten Drittel, als er ein wenig an seinem Glauben zweifelt, hat er mich sehr fasziniert durch seine Offenheit und Akzeptanz.

Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil nicht ganz der selbe wie in den Plötzlich Fee Büchern. Die Grundstimmung ist düsterer, doch Julie Kagawa konnte mich mit ihrem Schreibstil schon immer verzaubern. Ihre Darstellung der Zukunft ist vollkommen authentisch und wird durch viele kleine Details gestützt. Gut gefallen hat mir auch die Abwechslung zwischen rasanten Kampfszenen und den etwas ruhigeren Kapiteln. Ebenfalls mitreißend war Allies Kampf gegen den allgegenwärtigen Blutdurst. Diese ständige Auflehnung und Verweigerung ist sehr faszinierend. Ständig bangt man um sie und hofft, dass sie auch dieses Mal wieder widerstehen kann.

Das Ende des ersten Bandes kommt dann irgendwann ganz schnell. Vor kurzem sind die Charaktere noch in einen Kampf ums Überleben verwickelt und plötzlich sind sie am Ziel angekommen. Mit diesem völlig offenen Abschluss muss der Leser dann erst einmal zurecht kommen und hoffen, dass der zweite Band bald erscheint.

Fazit: Mit "Unsterblich - Tor der Dämmerung" hat Julie Kagawa bei mir wieder einmal ins Schwarze getroffen. Wer hier mit einem schnulzigen Vampirroman rechnet, der liegt vollkommen falsch. Gerade die actionreichen und teilweise sehr blutigen Kampfszenen machen dieses Buch aus und fesseln einen bis zum Schluss. Gerne gebe ich für diese vielen schönen Lesestunden die volle Punktzahl und freue mich schon riesig auf die Fortsetzung!

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242 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, unterwelt, götter, hades, henry

Die unsterbliche Braut

Aimée Carter ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783862784790
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die unsterbliche Braut" musste nach dem gelungenen ersten Teil unbedingt gelesen werden. Ich war mir ziemlich sicher, dass die Fortsetzung aufgrund des Klappentextes spannend und actionreich werden wird. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht.

Die ersten Seiten beginnen noch sehr gut. Es ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Kämpfe mit Calliope und der drohende Weltuntergang - verursacht durch Kronos - machten es unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.

Dann jedoch geht die Spannung abrupt verloren. Der Leser hat immer wieder mit Kates heftigen Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Die Wechsel zwischen Eifersucht, Hoffnung und Niedergeschlagenheit bringen einen zum verzweifeln. Diese ziehen sich durchs ganze Buch, weshalb man es ab einem gewissen Punkt immer mal wieder weglegen musste. Die ganze Handlung bleibt auf der Strecke und die große Bedrohung wird zur Nebensache.

Kate ist nach den langen 6 Monaten äußerst euphorisch, denn Henry wird in der Unterwelt auf sie warten. Leider läuft alles ganz anders, denn ihr zukünftiger Ehemann zeigt ihr fast ausschließlich die kalte Schulter und wird am Hochzeitstag von Kronos entführt. Da Kate noch nie zuvor in der Unterwelt war, muss sie Persephone bitten, ihr den Weg zum Tor zu zeigen. Dort wird ihr Verlobter gefangen gehalten. Mehrmals setzt ihr Verstand aus, da sie sich in ihrem Selbstmitleid suhlt, anstatt zu handeln. Mir als Leser wurde sie von Kapitel zu Kapitel unsympathischer.

Henry ging mir wegen seiner Unnahbarkeit und Verschlossenheit regelrecht auf den Zeiger! Man bekommt keinen Einblick in seine Gefühlswelt und alle Entscheidungen und Handlungen waren für mich unverständlich. Auf der einen Seite möchte er Kate zu seiner Frau nehmen und versichert ihr, dass er sie liebt und auf der anderen Seite bemitleidet auch er sich selbst wegen seiner Verflossenen.

Die einzigen Personen, die mir gut gefallen haben, waren Ava und James. Trotz der großen Bedrohung wirken sie gefasst und geben ihr Bestes. Vor allem Ava hilft Kate immer wieder aus ihrem großen Loch und muntert sie auf. James möchte natürlich auch, dass Kate glücklich ist, und zeigt ihr, welche Möglichkeiten sie hat. Ob er dies jedoch tut, weil er selbst in sie verliebt ist, weiß ich nicht. Das konnte ich sehr schlecht einschätzen, doch er würde ihr nie schaden wollen.

Auch der große Kampf war alles andere als spannend. Wieder drehte sich alles nur um die Gefühle der Protagonisten. Tja, und dann kam der Schluss. Dies war ein ziemlicher Wendepunkt, denn genau an dieser Stelle hatte ich endlich wieder das Bedürfnis weiterzulesen. Leider waren dann aber keine Seiten mehr übrig, die das Buch retten konnten.

Fazit: "Die unsterbliche Braut" konnte mich leider eher weniger überzeugen. Kate und Henry haben es mir aufgrund ihrer chaotischen Gefühlswelt ziemlich schwer gemacht. Auch die Spannung wurde jedes Mal im Keim erstickt, weil wieder über das Thema Henry diskutiert wurde. Dies zieht sich durch das ganze Buch und erst der Schluss hat mir dann wieder gut gefallen. Ich bin stark am überlegen, ob ich den dritten Teil überhaupt lesen werde und vergebe diesmal leider nur 2 Punkte!

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(266)

619 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 113 Rezensionen

götter, liebe, hades, mythologie, fantasy

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2012
ISBN 9783862783267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Griechische Mythologie hat es mir seit der Göttlich-Trilogie sehr angetan. So wollte ich auch unbedingt dieses Buch lesen. Die Aufmachung gefällt mir hier sehr gut. Deshalb musste das Buch auch sofort her, sodass ich es lesen konnte. Meine Erwartungen wurden übertroffen!

Die Geschichte beginnt mit Kates Umzug nach Eden. Gleich als ihre Mutter sie bittet, mit ihr zu Eden Manor zu fahren, ist einem klar, dass es eine große Rolle im Buch spielen wird. Die Geheimniskrämerei bestätigt einem dann sofort diese Vermutung. Man merkt kaum, wie die Zeit vergeht, denn bereits nach kurzer Zeit hatte ich schon die Hälfte des Buches gelesen.

Aimée Carter versteht es, ihre Leser in den Bann zu ziehen. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Auch wenn die Prüfungen größtenteils geheim bleiben, gibt es immer einen Anlass, um weiterzulesen. Der Schreibstil an sich ist leicht verständlich und flüssig zu lesen.

Das Buch beinhaltet viele tolle und unterschiedliche Charaktere. Was mir hier gut gefallen hat: Auch die Nebencharaktere spielen eine wichtige und große Rolle. Sie werden nicht nur erwähnt. Genauer werde ich nur auf drei Protagonisten eingehen, doch eigentlich kann man nicht von Haupt- und Nebencharakteren sprechen. Jeder von ihnen hat eine wichtige Aufgabe und Funktion.

Kate hat es sehr schwer im Leben. Ihre Mutter liegt im Sterben und der Umzug in den kleinen Ort Eden gefällt ihr auch überhaupt nicht. Sie hat keine Freunde, da sie sich lange Zeit um ihre Mutter gekümmert hat und nicht mehr zur Schule gegangen ist. Nun soll sich dies aber ändern. An ihrer neuen Schule lernt sie den etwas schrägen James kennen. Bereits nach kurzer Zeit sind sie sehr gute Freunde. Nachdem sie Ava, die ebenfalls die Schule besucht, rettet, trifft sie Henry. Sie ist hin und weg von ihm. Ihre letztendliche Entscheidung war nachvollziehbar, wenn auch riskant. Im Großen und Ganzen konnte ich mich mit ihr gut identifizieren. Für meine Mutter würde ich auch alles tun. Sie ist selbstlos und versucht immer, es allen recht zu machen. Man freut sich mit ihr und leidet mit ihr. Wie alle anderen Personen ist sie sehr authentisch.

Henry konnte ich erst gar nicht einschätzen. Seine Absichten und Gefühle bleiben dem Leser oft verborgen. Selbst am Ende der Geschichte bleibt man skeptisch. Er trauert um seine verlorene Liebe Persephone, die ihn für einen Sterblichen verlassen hat. Ihre arrangierte Ehe ging gleich am zweiten Tag den Bach hinunter und seitdem suhlt er sich in seinem Selbstmitleid. Zudem ist er sehr unnahbar nach dieser langen Zeit, in der er alleine regieren musste. Kate ist seine letzte Chance. Denn wenn Kate versagt, wird ein anderer über die Unterwelt herrschen und er selbst wird vergehen. Doch ist er so abgeneigt von dem Gedanken? Als Leser könnte man fast meinen, dies käme ihm ganz recht. Erst nach längerer Zeit öffnet er sich etwas und lässt ein paar Gefühle zu. Das ein oder andere Mal ist man etwas von seinen Stimmungsschwankungen genervt und kann nur den Kopf schütteln, doch im Allgemeinen glaube ich, dass er doch ein großes Herz hat.

James muss man einfach mögen. Er ist immer so locker und unbeschwert. Ich fand es ganz toll, wie er auf Kate zugegangen ist, als sie neu an der Schule war. Er steht ihr bei und hilft ihr die richtige Entscheidung zu treffen. Er spielt ebenfalls eine sehr große Rolle im Verlauf der Geschichte. Da ich nicht zu viel verraten möchte, füge ich nur noch eine Kleinigkeit hinzu. Sein Versprechen, sie nach diesen 6 Monaten am Tor von Eden Manor wieder abzuholen, fand ich sehr süß. Als wahrer Freund hält er dieses Versprechen dann trotz allem auch.

Die letzten 70 Seiten in etwa kann man dann nicht mit Unterbrechung lesen. Sie sind einfach zu spannend und aufwühlend. Das Ende lässt Fragen offen und ist trotzdem nicht zu fies. Jedenfalls möchte man unbedingt den zweiten Band "Die unsterbliche Braut" lesen. Dieser wird mit großer Sicherheit ebenfalls so spannend. Wenn nicht sogar ein bisschen mehr! Ich freue mich darauf!

Fazit: "Das göttliche Mädchen" konnte mich sehr begeistern! Absolut authentische Charaktere sowie echte Gefühle und hinterhältige Intrigen machen dieses Buch zu einem wahren Lesegenuss. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und empfehle euch, dieses Buch zu lesen!

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998 Bibliotheken, 16 Leser, 10 Gruppen, 149 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, tris, krieg

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2012
ISBN 9783570161562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem alles verändernden Simulationsangriff, der die Altruan vollständig vernichten sollte, fliehen Tris, Four, Caleb und weitere. Sie suchen Schutz bei den Amite, die sie bereitwillig aufnehmen. Nach kurzer Zeit jedoch sind sie gezwungen, ein weiteres Mal zu fliehen. Nun aber nagen große Zweifel an Beatrice. Sie hat während des Aufenthalts ein Gespräch belauscht und so von einem Geheimnis erfahren, für das die Altruan ihr Leben ließen. Four möchte davon allerdings nichts wissen und sich den Fraktionslosen anschließen, die entschlossen sind, zu kämpfen.
Tris erkennt die Dringlichkeit, diesem Hinweis nachzugehen und das Geheimnis zu lüften, doch Four stellt sie vor die Wahl. Schweren Herzens entschließt sie sich, der Information nachzujagen, die ihr Leben für immer verändern soll ...

Nachdem ich mir dieses Buch gekauft habe, stand es lange in meinem Bücherregal und verstaubte. Ich kann nicht einmal sagen weshalb, denn vom ersten Teil war ich sehr begeistert. Nun endlich habe ich es gelesen und ärgere mich gleich noch mehr. Es ist sogar noch ein bisschen besser als sein Vorgänger!

Die von Frau Roth erschaffene Welt ist nicht mehr die, die sie einmal war. Das System der Fraktionen ist zum Scheitern verurteilt, denn diese sind gespalten und zum Teil sogar schon vernichtet. Nur sehr wenige Altruan haben überlebt, Viele Ferox haben sich den Ken angeschlossen, während der andere Teil Zuflucht bei den Amite sucht. Die Candor stehen vollkommen zwischen den Fronten, denn sie wollen sich auf keine Seite stellen. Immer mehr Unbestimmte outen sich oder werden dazu gezwungen und auch die Fraktionslosen mischen immer mehr mit.

Ich hatte wenig Probleme, in die Geschichte hinein zu finden. Gleich von Beginn an war ich wie gebannt und verlor mich in dieser erschreckenden Welt. Auch der Schreibstil trug einen großen Teil dazu bei. Mit diesem wird nicht jeder so gut zurechtkommen wie ich. Im zweiten Band sind noch viel brutalere Geschehnisse enthalten, die zum Teil unglaublich nüchtern erzählt werden. Doch gibt es auch viele Momente, in denen mich vor allem die Gespräche zwischen Tris und Tobias zu Tränen rührten.

Die Beziehung zwischen den beiden verkompliziert sich zusehends. Dies entwickelt sich zu einem totalen Gefühlschaos beider. Beatrice handelt oftmals sehr egoistisch und ohne jeglichen Selbsterhaltungstrieb. Zudem ist sie unehrlich und hat Geheimnisse vor Tobias. Sie stürzt sich in Situationen, die äußerst gefährlich sind und mehrmals fast ihr Leben fordern. Four ist davon alles andere als begeistert. Nachdem er versucht hat normal mit ihr darüber zu reden, fühlt er sich irgendwann gezwungen, sie kräftig zu wach zu rütteln und zu ermahnen, dies nicht noch einmal zu tun.
Trotzdem ist auch Tobias nicht ehrlich zu ihr und verheimlicht ihr vieles. So wächst das Misstrauen zwischen den beiden.
Dieses ständige Auf und Ab muss einem zusagen, sonst kommt mal wohl eher nicht gut mit dem zweiten Teil zurecht, da sich diese Ereignisse durch das ganze Buch ziehen.

Tris ist nach ihrer Heldentat während des Simulationsangriffs sehr beliebt und fühlt sich mehr denn je als Teil ihrer Fraktion. Sie kann jedoch ihre schlimme Tat nicht verarbeiten. Der Mord an ihrem guten Freund nagt an ihr und frisst sie innerlich auf. Da sie sich niemandem anvertrauen kann, kann sie ihre Gefühle nicht rauslassen und so Vergebung erfahren.
Sie spielt die toughe, unerschütterliche Frau, die sie allerdings nicht ist. Ich im Hinblick auf ihre toten Eltern kann sie nicht nach vorne blicken. Sie fühlt sich schuldig, was vermutlich auch ein Grund für ihre waghalsigen Aktionen ist. Diese bringen allerdings Konsequenzen mit sich und sie wird ein weiteres Mal vor die Wahl gestellt.

Tobias verrät in Band 2 viel über seine Vergangenheit und seine Beweggründe. Seine Pläne für die Zukunft werden deutlich, die Beatrice nicht gefallen. Oft wirkt er hart und gefühllos, doch wird deutlich, dass er sich sehr große Sorgen um Beatrice macht. Er versucht sie zu beschützen und bewirkt damit jedoch nur das Gegenteil.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir auch diesmal sehr gut - wenn nicht sogar noch besser. Die Farben sind genial und der Baum einfach wunderschön. Der Titel passt gut, auch wenn man erst nach dem Lesen mehr damit anfangen kann als zu Beginn. Der Klappentext ist passend und der Trailer zum Buch wieder unglaublich spannend. Die Musik verursacht ein Kribbeln und macht einfach neugierig!

Das letzte Kapitel zeigt dem Leser die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es öffnet einem die Augen und lässt einen mit einem großen Fragezeichen zurück. Auf den Cliffhanger war ich diesmal schon vorbereitet. Jedoch hätte ich niemals mit einem solch verstörenden Ende gerechnet! Es ist einfach unglaublich und ermöglicht einen großartigen Trilogieabschluss.

Fazit: "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" ist der spannungsgeladene und actionreiche zweite Teil einer grandiosen Reihe. Viele Charaktere überraschen den Leser mehrmals und so ist eine klare Trennung von Gut und Böse kaum noch möglich. So wurde für viele schöne Lesestunden gesorgt. Wer jedoch den ersten Band schon aufgrund der Brutalität kritisiert hat, wird mit Teil 2 nicht glücklich werden. Ich bin mehr als begeistert und vergebe deshalb sehr gerne die volle Punktzahl!

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(288)

579 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

dystopie, enders, starters, lissa price, callie

Enders

Lissa Price , Birgit Reß-Bohusch
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.05.2013
ISBN 9783492702645
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Callie ist es gelungen die Body Bank dem Erdboden gleich zu machen. Trotzdem schweben sie und ihr Bruder in Lebensgefahr, denn der Old Man konnte sich in Sicherheit bringen, bevor das Gebäude eingestürzt ist. Nun will er sich an Callie rächen und bedroht sie massiv. Auf der Flucht vor ihm lernt sie Hyden kennen, der ebenfalls einen Chip implantiert bekommen hat. Gemeinsam wollen sie alle Starters von den Chips befreien, die lebensgefährlich sind.
Nach und nach dringen immer mehr schreckliche Geheimnisse an die Oberfläche und Callie muss sich die Frage stellen, wem sie überhaupt noch trauen kann ...

Mir fiel es nicht ganz einfach an die Ereignisse aus dem letzten Band anzuknüpfen, da ich den ersten Teil bereits vor längerer Zeit gelesen hatte. Auch die kurzen Rückblenden halfen mir nicht so wirklich weiter. Somit hat es seine Zeit gedauert, bis ich wieder mitkam.

Nach meiner kurzzeitigen Verwirrung ging das Buch dann aber flüssig zu lesen und ich hatte keine weiteren Probleme. Wie schon im letzten Band erzählt Callie die Geschichte aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit. Nach dem holprigen Start konnte ich das Buch bereits nach kurzer Zeit kaum mehr aus der Hand legen, da die Geschichte einen von vorn bis hinten fesselt und nicht mehr loslässt. Sie ist durchzogen von sehr viel Action, Spannung, Intrigen und überraschenden Wendungen.

Cassie ist immer noch das pflichtbewusste und fürsorgliche Mädchen, das der Leser bereits in Band 1 kennengelernt hat. Ihre Sorgen kann sie nur kurze Zeit hinter sich lassen, denn immer noch wird so vom Old Man tyrannisiert, der auch ihren Bruder und Michael bedroht.
Was ihr ganzes Liebesleben angeht, so wird man aus ihr nicht schlau. Michael scheint sie kaum als potenziellen Partner zu betrachten und zwischen Hyden und ihr entsteht auch nicht wirklich eine Liebesbeziehung. Ihre Motive und Überzeugungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar. Trotzdem ist sie stark und entschlossen, den Old Man mit Hydens Hilfe zu besiegen und all seine Opfer aus dieser Tyrannei zu befreien.

Hyden mochte ich von Anfang an. Schon nach kurzer Zeit hat auch Cassie ein gutes Verhältnis zu ihm. Trotzdem ist er manchmal verschlossen und unnahbar - was nicht zuletzt an seiner Angst vor Berührungen jeglicher Art liegt. Man hat auch als Leser ein mulmiges Gefühl und vermutet, dass er irgendetwas zu verbergen hat. Doch wieso sollte er Geheimnisse vor Cassie hüten, die das gleiche Ziel verfolgt wie er?

Das Cover gefällt mir gut. Schon allein deshalb, da ich feststellen musste, dass ich kein einziges richtig weißes Buch besitze. Es hebt sich optisch von den anderen Büchern ab und sieht zusammen mit "Starters" einfach toll im Regal aus. Den Titel kann man einfach nicht nicht passend finden und der Klappentext macht einen sehr neugierig. Vor allem der letzte Satz hat mich zum Nachdenken angeregt.

Das große Finale am Ende des Buches kam dann überraschend schnell. Man leidet mit Cassie mit und hofft einfach, dass sie das Ruder in letzter Sekunde noch rumreißen kann. Man spürt ihre Verzweiflung und ihren Kampfgeist, der trotz allem nie erlischt. Das Ende war für mich zufriedenstellend.

Fazit: Mit "Enders" konnte mich die Autorin Lissa Price nicht vollkommen überzeugen. Das Eintauchen in die Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht wie vermutet und auch mit der Protagonistin Cassie hatte ich mehrmals Probleme, da sie Entscheidungen traf, die für mich unverständlich waren. Ihre Beziehung zu Hyden war für mich eher unglaubwürdig und Michael hat mir einfach nur leid getan. Trotzdem muss man sagen, dass die Autorin die Geschichte an sich schön weitergeführt hat und für viele Überraschungsmomente sorgte. Der Abschluss der Dilogie ist gelungen, jedoch nicht perfekt!

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(86)

175 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

dämonen, engel, fantasy, dark kiss, seele

Dark Kiss

Michelle Rowen , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.05.2013
ISBN 9783862787319
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon lange schwärmt Samantha für ihren Mitschüler Stephen. Als sie ihn auf einer Party trifft, scheint sich ihr Wunsch zu erfüllen. Er möchte sie küssen, doch was soll die Warnung, die er ausspricht? Sam ist so überwältigt, dass sie nicht weiter darüber nachdenkt und sich küssen lässt. Daraufhin wird ihr schwarz vor Augen, sie hat eine Vision von einem schwarzen Loch und einem Jungen mit wunderschönen blauen Augen.

Schon bald merkt Samantha, dass dieser Kuss sie tatsächlich verändert hat. Andauernd schauen ihr Jungs hinterher, ihr ist kalt und zudem plagt sie ein ständiger Heißhunger.

Dann trifft sie tatsächlich auf den Jungen mit kobaltblauen Augen und ist vom ersten Augenblick an wie hypnotisiert. Bei ihm fühlt sie sich geborgen und richtig wohl. Doch der Junge namens Bishop ist gefährlicher als gedacht. Samantha muss mit ansehen, wie Bishop einen völlig harmlosen und unbewaffneten Jungen auf der Straße niedersticht.
Kurz danach ist die Leiche verschwunden und Sam bleibt völlig verstört und alleine zurück. Am nächsten Tag sieht sie das Mordopfer wieder - unverletzt.
Was geht in ihrer Heimatstadt nur vor sich? Wem kann sie noch vertrauen? Und wer er ist dieser geheimnisvolle Junge?

"Dark Kiss" beginnt nach kurzer Vorstellung der Charaktere Samantha und Carly gleich mit dem Kuss, der Sams Leben für immer verändern wird. Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen und ist im ersten Moment genauso ahnungslos wie die Protagonistin selbst. Sie beginnt ihren Heimatort mit ganz anderen Augen zu sehen und erfährt, in welch misslicher Lage sie sich nun befindet.

Die Autorin erfindet für ihre Buchreihe eine ganz neue Art von Lebewesen. Diese beschreibt sie auch richtig gut. Deren Merkmale und Verhaltensweisen werden sehr anschaulich beschrieben, sodass man fast denken könnte, sie gehören schon immer zur Fantasy-Welt.

Samantha ist eine Protagonistin, die man aufgrund ihrer sarkastischen Art und inneren Stärke einfach mögen muss! Sie wird als unauffälliges und fast schon zurückhaltendes und schüchternes Mädchen beschrieben. Diesen Eindruck bekommt man als Leser aber kaum, da sie sich selbst sehr verändert durch den Kuss und ihre daraufhin folgenden Aufgaben. Sie wächst mit ihnen und entwickelt sich immer mehr zu einer starken und selbstbestimmten Persönlichkeit. Dass sie so sehr von Bishop angezogen wird, irritiert sie, denn noch nie hat sie ein annähernd ähnliches Gefühl gespürt. Sam ist hin und hergerissen, ob sie ihm vertrauen kann und ringt mit ihren Gefühlen für ihn.

Bishop, der Junge mit den kobaltblauen Augen, ist zur Erde gesandt worden, um ein sehr großes Problem wieder in den Griff zu bekommen. Immer mehr Menschen werden zu Grays, die wieder weitere Seelen aussagen. Sehr kostbare Seelen, wie sich bald herausstellt. Doch wie der Klappentext bereits vermuten lässt, ist etwas schief gelaufen. Wieso kann sich Bishop nach seiner Ankunft in Trinity an nichts mehr erinnern und wieso sieht er die dringend benötigten Lichtsäulen nicht? Er ist auf Sams Hilfe angewiesen, doch ist dies der einzige Grund, weshalb er sie bei sich haben möchte? Lange wird man nicht schlau aus ihm, doch ab einem bestimmten Zeitpunkt sieht man die Dinge ganz klar.

Ein weiterer unverzichtbarer Charakter ist Kraven - das Gegenstück zu Bishop. Er ist ein Dämon und soll bei Bishops Mission helfen. Dass die beiden eine Gray verschonen müssen, passt ihm gar nicht. Aus seinem Mund klingt fast jedes Wort wie eine Beleidigung und jeder Satz trieft vor Sarkasmus. Trotzdem musste ich immer lächeln und mochte Kraven von der ersten Sekunde an. Auch wenn er als der Böse dargestellt wird, ist einem Schwarz-Weiß-Denken nicht möglich.

Samanthas beste Freundin Carly spielt erst am Ende eine wichtige Rolle. Vorher ist sie eher die richtige Ansprechpartnerin. Auch sie verändert sich im Laufe der Geschichte sehr.

Anders als bei vergleichbaren Büchern ist "Dark Kiss" nicht von unzähligen überraschenden Wendungen durchzogen. Trotzdem fiebert man jede Sekunde mit und hat viele schöne Lesestunden.
Das große Finale kam dann jedoch überraschend schnell und gewaltig. Den berühmten fiesen Cliffhanger lässt die Autorin trotz jetzt schon sicherem zweiten Teil weg.

Das Cover gefällt mir gut. Ich habe mich sowieso jedes Mal gefragt, weshalb Engel weiße Flügel haben sollten. Hier sind sie schwarz und sehen einfach richtig toll aus. Viele Informationen hält der Klappentext für den Leser bereit. Ob hier nun schon zu viel verraten wird, kann ich diesmal schlecht beurteilen. Man weiß jedenfalls genau, um was es geht. Warum eine Gray so gefährlich ist, hätte ich vermutlich noch nicht verraten, doch natürlich wird man durch dieses Detail auch neugierig. Der Titel ist vollkommen passend und ansprechend.

Fazit: Mit "Dark Kiss" hat Michelle Rowen völlig neue und faszinierende Fantasy-Wesen geschaffen, die für mich gar nicht mehr wegzudenken sind. Auch die Charaktere konnten mich das ein oder andere Mal mit ihrem Sarkasmus und den lustig-bissigen Kommentaren zum Lachen bringen. Trotzdem hat die Geschichte noch mehr Potenzial, das hoffentlich im nächsten Band vollends ausgeschöpft wird.

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196 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

atlanta, dämonen, riley blackthorne, dämonenjäger, jana oliver

Die Dämonenfängerin - Höllenflüstern

Jana Oliver , Maria Poets
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.04.2013
ISBN 9783841421128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Noch nie hatte Riley so schlimme Tage hinter sich. Erst wird ihr Vater getötet und anschließend wieder reanimiert, dann greifen massenweise Dämonen die Zunft an, und weil dies anscheinend noch nicht genug ist, erfährt sie, dass Ori sie nie geliebt hat und nur hinter ihrer Seele her war. Da ihr Ex-Freund Simon fest davon überzeugt ist, dass Riley für den Höllenfürsten arbeitet, schwärzt er sie beim Vatikan an. Auch auf Beck kann sie im Moment nicht zählen, denn dieser ist unglaublich wütend auf sie. Nur Mort scheint ihr noch zu vertrauen, bei dem sie kurzfristig untergekommen ist.
Riley ist fest entschlossen die Stadt zu verlassen, doch dann erfährt sie von Becks misslicher Lage. Sie stellt sich den Dämonenjägern und bekommt den Auftrag herauszufinden, wer für all die schrecklichen Dinge verantwortlich ist. Schon bald erfährt sie, dass noch weitaus schlimmere Dinge auf Atlanta und seine Bewohner zukommt ...

Sehnlichst habe ich den dritten Band der Dämonenfängerin-Reihe erwartet und nun ist es endlich soweit! Der Einstieg in die Geschichte fällt diesmal nicht ganz so leicht, da es kein zusammenfassendes Kapitel über alle bisherigen Geschehnisse gibt. Dennoch dauerte es nur sehr kurze Zeit bis ich wieder mitgekommen bin.

Die Situation in Atlanta ist sehr angespannt und das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Als Leser rechnet man praktisch auf jeder neuen Seite damit, dass die Dämonen wieder einen Angriff starten, bei dem viele ums Leben kommen. Die Spannung wird während der gesamten Geschichte aufrecht gehalten, sodass man das Buch ungern aus der Hand legt. Wie gewohnt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Riley und Beck geschildert. Trotz allem muss man auch hier wieder sagen, dass man den etwas jugendlichen Schreibstil mögen muss. Sollte dies nicht der Fall sein, dann werdet ihr mit der Reihe eher nichts anfangen können, auch wenn die Story echt toll ist.

Die Protagonistin Riley kann einem nur leidtun. Während sie in Band 1 noch sehr viele Freunde hatte, die sie unterstützt haben, sind es jetzt nur noch drei. Ihr toter Vater, Mort und Peter stehen hinter ihr und helfen ihr so gut sie können. Als Peter ihr sagt, dass Beck sie nicht hasst, glaubt sie ihm nicht. Dieser hält sich von ihr fern und ist immer genervt, sobald er sie mitnehmen soll.
Schon bald beginnt Riley aber zu verstehen, wie Beck "tickt" und versteht ihn besser denn je.
Im dritten Band der Reihe merkt man deutlich, dass sie erwachsen wird und die Dinge auch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.

Auch Beck verändert sich mit der Zeit. Anfangs noch unnahbar und launisch, später offener und freundlicher. Auch der Umgang mit Riley verhält sich später ganz anders als zu Beginn. Sie sind froh einander zu haben und gehen respektvoll miteinander um. Doch je mehr Riley über Beck erfährt, desto näher kommt sie seinem großen Geheimnis und seiner dunklen Vergangenheit ...

Band 3 klärt auch viele Fragen, die mir seit dem ersten Band im Kopf herumschwirren. So zum Beispiel die Frage nach dem Warum. Warum gibt es so viele Dämonen in Atlanta und wie hat das alles begonnen. Ich bin nun um einiges schlauer, doch ein paar kleine Dinge müssen noch mehr beleuchtet werden.

Gut gefallen hat mir, dass die Dämonenjäger auch eine große Rolle in der Geschichte spielen. Man erfährt mehr über deren Arbeit und findet sie später auch richtig sympathisch. Im letzten Band hätte man eine Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Dämonenfängern für unmöglich gehalten, doch nun kämpfen sie Seite an Seite gegen das Böse, welches durch Intrigen langsam die Oberhand gewinnt.

Das Cover ist - wie schon das letzte - ein echter Hingucker. Ich finde sie viel schöner als das Cover des ersten Bandes, doch leider passen sie nicht dazu. Im Regal sieht das nicht ganz so toll aus. Da bin ich etwas pingelig, aber die Ansicht ist mir sehr wichtig. Ich fände es toll, wenn man sich das neue Cover für den ersten Band in einer Buchhandlung bestellen könnte. Der Titel gefällt mir auch wieder richtig gut, während mir der Klappentext ein klein wenig zu viel verrät.

Das große Finale des Buches hat mich fasziniert und gefesselt. Einige Geschehnisse kamen völlig überraschend! Schön fand ich, dass die Autorin alle Personen mit einbezogen hat. Riley hat eine sehr große und fast unmögliche Aufgabe vor sich, bei der sie viel Unterstützung von allen Parteien erhält.

Fazit: "Die Dämonenfängerin 03. Höllenflüstern" ist ein weiterer grandioser Teil einer Reihe, die nur minimale Schwächen aufweist und absolut süchtig macht! Spannung pur, echte Gefühle und überraschende Wendungen machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss. Der vierte Band "Engelsfeuer" ist für mich ein Muss und ich freue mich bereits auf einen genialen Showdown!

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(80)

191 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

dystopie, liebe, fantasy, adelice, cocoon

Cocoon - Die Lichtfängerin

Gennifer Albin , Jakob Schmidt
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei INK, 11.10.2012
ISBN 9783863960285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Adelice hat eine besondere Fähigkeit. Sie sieht die Fäden Arras, die Webmuster, die ihre Welt zum Leben erwecken. Die Gilde der Zwölf hat Arras erschaffen, damit niemand mehr Hunger leiden muss. Die sogenannten Webjungfern, die neue Fäden verweben und manchmal auch Fäden entfernen, sorgen für das perfekte Wetter zu bestimmten Uhrzeiten und einen schmerzfreien Tod. Die Gilde kontrolliert alles und jeden. Doch dies ist den wenigsten bewusst.

Jedes Mädchen träumt von einer Karriere als Webjunger. Adelice Eltern wollen jedoch auf keinen Fall, dass ihre Gabe entdeckt wird. Als dies jedoch auffliegt, wird Adelice sofort in den Konvent gebracht, nachdem ihre Eltern vor ihren Augen ermordet wurden. Jeder Fluchtversuch misslingt ihr.
Schon bald hat Adelice keine Wahl mehr: Sie tauscht ihre Freiheit gegen das Leben ihrer Schwester.
Noch weiß sie nicht, dass man sie bereits sehr lange erwartet hat...

Die erschaffene Welt gefiel mir richtig gut. Allein die Vorstellung, dass beim Ziehen eines Fadens ein ganzer Landstrich verschwindet, ist beängstigend und faszinierend zugleich. Das System ist nicht sehr kompliziert und anders als viele andere Leser fand ich es nicht sehr schwer, mir dies alles vorzustellen. Dieses Buch ist auf keinen Fall eine typische Dystopie, da man diese Welt und ihre Regierung auf den ersten Blick gar nicht so erschreckend findet. Erst mit der Zeit findet man heraus, wie skrupellos und erbarmungslos die Gilde der Zwölf sein kann.

Adelice ist ein Mädchen, deren Charakter man ganz schlecht beschreiben kann. Es gibt sehr viele Widersprüche. Erst ist sie zurückhaltend und schüchtern und dann wieder vorlaut, impulsiv und frech. Adelice weiß auf jeden Fall, was sie will und verfolgt dieses Ziel mit eisernem Willen. Ihre Gefühle waren für mich nicht immer ganz klar. Es gab Stellen, da war ich mir nicht sicher, wen sie nun wirklich liebt.

Jost war mir von der ersten Sekunde an sympathisch. Auch wenn er als Chefbutler aufpassen sollte, was er sagt, tut er dies gegenüber Adelice nicht. Seine Sticheleien und bissigen Kommentare haben mir gut gefallen. Im Verlauf der Geschichte erfährt man als Leser mehr über seine Vergangenheit, welche sehr traurig ist.

Für mich war Erik der spannendste Charakter, da man fast bis zum Schluss nicht weiß, auf welcher Seite er steht. So richtig schlau bin ich auch nicht aus ihm geworden. Hier erhoffe ich mir, dass man im zweiten Band mehr erfährt.

Gennifer Albin hat einen sehr detailreichen Schreibstil. Sie hat sich große Mühe gegeben, alles rund um das Weben genauer zu erklären, um es dem Leser leichter zu machen, sich alles vorzustellen. Meiner Meinung nach ist ihr das gut gelungen. Die Geschichte war sehr leicht und flüssig zu lesen. Was mich hier besonders gewundert hat: Viele detailreiche Beschreibungen wirken sich bei mir immer negativ auf den Lesefluss aus, da mir dann schnell langweilig wird. Hier jedoch blieb das völlig aus!
Die Geschichte wird aus Adelice Sicht im Präsens geschrieben, wodurch man natürlich viele Einblicke in ihre Gefühlswelt erhält. Die Gedanken und Gefühle der anderen Personen kann man jedoch nur erahnen, wodurch die Spannung aufrechterhalten wird.

Beim Cover gefällt mir das Frauengesicht nicht so gut. Mittlerweile langweilen mich diese ein wenig. Ich vermute, dass zusätzlich die Fäden Arras abgebildet wurden. Diese und auch die hellen Farben allgemein finde ich sehr schön. Der Klappentext ist ansprechend und verrät trotzdem nicht zu viel. Einen Trailer gibt es leider nicht.

Das Ende ist sehr vielversprechend. Es wird auf jeden Fall einen zweiten Band geben, von dem aber noch nichts weiter bekannt ist. Es blieben einige Fragen unbeantwortet, weshalb ich mich schon sehr auf eine Fortsetzung freue.

Fazit: "Cocoon - Die Lichtfängerin" hat mir schöne Lesestunden bereitet. Die Geschichte hat großes Potenzial und verspricht einen weiteren spannenden Teil. Mich hat die Welt von Arras begeistert und vollkommen überzeugt. Die völlig neue Idee macht diese Geschichte zu einer tollen und einzigartigen Dystopie!

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(101)

268 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

geister, fantasy, liebe, jugendbuch, dreiecksbeziehung

Zwischen Ewig und Jetzt

Marie Lucas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 01.03.2013
ISBN 9783841422149
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Julia gemeinsam mit ihrer Mutter in eine andere Stadt zieht, möchte sie einfach nur vergessen, ihr altes Leben hinter sich lassen und ganz neu anfangen. Sie möchte diesmal nicht das Mädchen sein, mit dem keiner etwas zu tun haben will. Dies gelingt ihr auch, indem sie ihre Identität verleugnet und sich mit Lügen eine neue aufbaut. Schnell findet sie sich an der Seite des beliebtesten Mitschülers Felix wieder, der ihr neuer fester Freund ist. Dann allerdings passiert etwas Unerwartetes: Sie trifft auf den Außenseiter Niki, in den sie sich sofort verliebt. Da ihn alle als Spinner bezeichnen und sich von ihm fernhalten, lässt sie diese Gefühle nicht zu und wendet sich von ihm ab.
Als jedoch Julias Opa stirbt, wird es für sie unmöglich sich von Niki fernzuhalten, denn dieser kann mit Toten sprechen und hat eine überaus dringende Nachricht für sie...

Anfangs war ich sehr skeptisch und nicht sicher, ob ich das Buch lesen soll, da das Thema nichts Außergewöhnliches mehr ist. Bei der Betrachtung des Covers bin ich dann doch neugierig geworden, da es mir unwahrscheinlich gut gefällt. Die Entscheidung für ein Schwarz-Weiß-Cover mit pinkem Schriftzug war in jedem Fall die richtige. Nicht nur die Silhouetten und das Skelett im Boden passen perfekt. Die Farbwahl spiegelt auch sehr gut den Inhalt wider. Das Schwarz-Weiß könnte hier für die Vergänglichkeit bzw. Vergangenes stehen, was gut zu den Seelen passt, mit denen Niki spricht. Das Pink steht natürlich für die Liebesgeschichte, die auf jeden Fall einen großen Teil des Buches einnimmt.

Wie der Klappentext schon vermuten lässt, beinhaltet die Geschichte eine Dreiecksgeschichte zwischen Julia, Felix und Niki, die meiner Meinung nach einen zu großen Teil der Handlung ausmacht. Julia ist sehr unentschlossen. Es ist ein großes Hin und Her, da sie nicht weiß, wen sie will. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie zwar erst unentschlossen ist, sich dann aber etwas schneller entscheidet.

Es kam zwar keine große Langeweile auf, doch die Spannung litt sehr darunter. Leider gab es dadurch auch keinen großen Höhepunkt, auf den ich nur ungern verzichte. Der Schreibstil ist einfach und direkt. Die Geschichte ist insgesamt in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es vor allem um das Kennenlernen zwischen Julia und Niki und die Nachricht, die Niki ihr übermittelt hat. Im zweiten Teil dreht sich die Geschichte größtenteils nur um das Liebeschaos, wobei Julias Aufgabe total in Vergessenheit gerät. Im letzten Teil geht es dann um großen Liebeskummer. Die Lösung für Julias Problem fliegt ihr praktisch zu, weshalb ich mich sehr geärgert habe. Dies sollte für mich den Großteil des Buches ausmachen, da im Buch beschrieben wird, wie absolut unzufrieden Julia mit der Situation ist!

Julia konnte mich als Hauptprotagonistin nicht so ganz von sich überzeugen. Auch wenn das Buch aus ihrer Sicht im Präsens geschrieben wurde, kann ich ihre Entscheidungen auf keinen Fall gutheißen und verstehe sie auch nicht so wirklich. Trotzdem ist sie ein nettes Mädchen, das mir trotz allem nicht unsympathisch ist.

Oberflächlich, unfreundlich, Felix! Das dachte ich mir zumindest die erste Zeit. Im Laufe der Handlung hat sich meine Meinung dann aber immer mehr geändert. Zuletzt konnte ich ihn gut leiden. Dass er Julia wirklich liebt, habe ich ihm geglaubt und umso erstaunter bin ich von seinen "guten Taten".

Niki ist anfangs etwas unfreundlich zu Julia. Er erwartet von anderen Schülern schon nichts anderes mehr, als dass sie ihn meiden und oftmals sogar hassen. Oft wird er "Niki Gruft" genannt, da sein Vater ein Bestattungsunternehmen führt und er selbst mit Toten spricht. Das jedoch glaubt ihm keiner. Leider muss ich sagen, dass mir Niki immer noch ziemlich fremd ist. Trotzdem kann ich gut verstehen, weshalb Julia in ihn verliebt ist.

Das Geheimnis, das am Ende der Geschichte enthüllt wird, hat mich nicht sonderlich überrascht. Im Allgemeinen war der Abschluss in Ordnung - nicht genial, aber auch nicht schlecht.

Fazit: "Zwischen Ewig und Jetzt" ist ein schönes Buch für zwischendurch. Im Gegensatz zur Spannung, kommen die Gefühle auf keinen Fall zu kurz. Zusätzlich zur fehlenden Spannung kommt noch Julias Unentschlossenheit, was mich dazu veranlasste, insgesamt einen Punkt abzuziehen. Das Thema an sich wurde dann doch gut durch eigene Ideen ergänzt, weshalb das Buch insgesamt 4 Punkte erreicht!

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502 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

dystopie, partials, jugendbuch, krieg, kira

Partials - Aufbruch

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492702775
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie schufen sie zum Schutz der Menschen. Sie schufen sie, um den schrecklichen Isolationskrieg zu gewinnen. Doch wussten sie nicht, dass die Partials ihr eigentliches Verderben sein werden.
Der freigesetzte RM-Virus vernichtete fast die gesamte Menschheit. Seit diesem Angriff, der vor etwa 11 Jahren stattgefunden hat, hat niemand mehr einen Partial zu Gesicht bekommen.

Diejenigen, die überlebt haben, kämpfen noch immer an den Folgen des Virus. Die 16-jährige Kira Walker arbeitet auf der Säuglingsstation und muss jedes Mal hilflos dabei zusehen, wie Hunderte von Babys jedes Jahr nach deren Geburt sterben. Das jüngste Kind ist derzeit 14 Jahre alt und ein Heilmittel wurde bisher immer noch nicht gefunden!

Als Kira von einem Bergungseinsatz zurückkehrt, erfährt sie, dass ihre Ziehschwester Madison schwanger ist. Daraufhin schwört sie ihr, dass sie einen Weg finden wird, wie ihr Kind überlebt. Schon nach kurzer Zeit kommt Kira eine Idee: Alle Untersuchungen von Menschen lieferten nicht die richtigen Ergebnisse, doch wieso untersucht man nicht die Individuen, die gesund sind?
Gemeinsam mit ihren Freunden tritt sie die wohl gefährlichste Mission überhaupt an: Sie möchte einen Partial gefangen nehmen und untersuchen...

Zu Beginn wird gleich deutlich, in welcher Grundstimmung die Menschen sich durch alle schrecklichen Ereignisse befinden. Bedrückt, düster, traurig. Kira Walker beobachtet, wie der Chefarzt ein totes Baby untersucht, und fühlt sich schrecklich. Man merkt ihr an, dass sie unbedingt helfen will. Und vor allem merkt man, wie dringend die Ärzte versuchen, endlich ein Heilmittel zu finden, denn alles dreht sich nur darum.

Die gesamte Welt, in der Kira lebt, wird sehr präzise beschrieben. Ich war davon sehr gefesselt und immer wieder total schockiert. So zum Beispiel das Zukunftsgesetz, welches festlegt, dass Frauen ab einem bestimmten Alter jedes Jahr ein Kind zur Welt bringen müssen, sodass eines vielleicht einmal überlebt. Im Moment liegt dieses Alter bei 18 Jahren und eine Senkung auf 16 Jahre wird derzeit beratschlagt. Aufgrund dessen wird von Kindern in Kiras Alter schon sehr viel verlangt. Zu viel, denn sie werden gezwungen schon sehr früh "erwachsen" zu werden und dann auch zur Arbeit zu gehen.

Da es sehr viele Charaktere in diesem Buch gibt, mit denen Kira im Laufe der Handlung etwas zu tun hat, werde ich auf nur drei besonders wichtige Charaktere genauer eingehen. Im Allgemeinen hat jeder Charakter seine Ecken und Kanten. Jeden beschäftigt so ziemlich das Gleiche, doch alle haben unterschiedliche Ansichten. So entwickeln sich manche Charaktere dann zu Verbündeten und andere zu richtigen Feinden.

Auf Kira will und muss ich natürlich näher eingehen, denn sie ist die Hauptprotagonistin. Gleich von Beginn an wird klar, dass sie dieses Heilmittel unbedingt finden möchte und ihr Leben dafür geben würde. Es schmerzt sie sehr zusehen zu müssen, wie immer und immer wieder Kinder sterben, denen nicht einmal mehr Namen gegeben werden. Zudem wird vor allem im Mittelteil des Buches deutlich, dass sie sehr schlau ist. Medizin, Biologie und die Forschung in diesen Bereichen liegt ihr sehr. Sie versteht sehr komplexe Zusammenhänge, obwohl sie im Moment "nur" Praktikantin im Krankenhaus ist. Ihre Gedankengänge und Schlussfolgerungen waren immer stimmig und ihre Begeisterung für diese Themen übertrug sich auch immer mehr auf mich. Kira überraschte mich mit einer Entschlossenheit, von der ich nur selten gelesen habe und Optimismus, der sich immer wieder auf die ganze Gruppe überträgt.

Marcus ist Kiras fester Freund, den sie auch später heiraten möchte. Als Kira ihm von ihrem Plan erzählt, ist er strikt dagegen. Auch möchte er Kira von ihrem Vorhaben abhalten, da er sie schützen möchte. Marcus nimmt eine eher kleinere Rolle in der Geschichte ein, doch beeinflusst er Kira sehr stark. Seine Entscheidungen sind für mich absolut nachvollziehbar, auch wenn ich glaube und hoffe, dass er im nächsten Band eine große Rolle spielen wird.

Zuletzt möchte ich noch auf Samm näher eingehen. Zu Beginn war er für mich in jedem Fall der Feind. Gefährlich und unberechenbar. Wenn man ihn dann jedoch im Laufe der Handlung näher kennenlernt und etwas über seine Vergangenheit und Zukunft erfährt, ändert sich schnell die Meinung. Er wurde mir richtig sympathisch und ich hatte viel Mitleid mit ihm. Dann jedoch ging alles ganz schnell und er wurde für mich zum Verräter. Mit der Zeit wurde mir dann klar, dass Schwarz-Weiß-Denken hier nicht möglich ist. Letztendlich würde ich sagen, dass er alles in seiner Macht stehende getan hat, um Kira bei ihrer Suche nach einem Heilmittel helfen zu können. Auch bei ihm hoffe ich auf ein Wiedersehen im zweiten Band.

Das Buch ist insgesamt in drei Teile gegliedert. Der erste Teil war vor allem erschreckend. Hier bringt Dan Wells dem Leser seine erschaffene Welt näher. Im zweiten Teil erfährt man viel über Kiras Arbeit. Die Untersuchungen werden genauestens beschrieben und es wird die ein oder andere hinterlistige Machenschaft aufgedeckt. Im letzten Teil erreicht die Spannung dann endlich einen gewaltigen Höhepunkt. Man rast richtig durch die Seiten und möchte nur noch wissen, ob Kira es letztendlich schafft.
Im Allgemeinen fand ich den Schreibstil sehr mitreißend und spannend. Dan Wells lässt sich nicht durch unnötig lange Beschreibungen und Verschnörkelungen aufhalten und widmet sich voll und ganz der Handlung. Dies tut der gesamten Geschichte unglaublich gut. Es kam nie Langeweile auf, wodurch ich dieses Buch unglaublich gerne gelesen habe und es auf jeden Fall wieder lesen werde.

Der Klappentext verrät ein klein wenig zu viel. Dass die Partials vor dem Untergang stehen, hätte meiner Meinung nach nicht erwähnt werden sollen. Der Titel ist passend und völlig in Ordnung. Das Cover gefällt mir gut. Die Farben haben auf mich eine ziemlich bedrohliche Wirkung und die verlassene Stadt im Hintergrund passt super! Einen Trailer gibt es leider nicht. Ich schaue mir diese eigentlich sehr gerne an, deshalb finde ich das sehr schade.

Fazit: "Partials 01. Aufbruch" ist für mich ein richtiges Highlight. Das Buch hat mich derart mitgerissen, dass ich es nur sehr ungern aus der Hand gelegt habe. Die Charaktere waren authentisch und individuell gestaltet. Die gesamte erschaffene Welt ist unglaublich realistisch und erschreckend. Alle überraschenden Wendungen und neuen Erkenntnisse ließen sich nicht voraussehen und erzeugten zusätzliche Spannung. Es ist der erste Teil einer Reihe, auf die ich mich rießig freue!

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625 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 127 Rezensionen

zeitreise, liebe, england, jugendbuch, fantasy

Zurück nach Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.02.2013
ISBN 9783453534261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem sie einen Brief von ihrer Mutter bekommen hat, ist Emily fest entschlossen Hollyhill zu finden - das Dorf, in dem ihre Mutter aufgewachsen ist. Doch wieso ist der Ort auf keiner Karte zu finden? Trotz aller Bedenken ist sie zuversichtlich, was sich allerdings schnell ändert. Dann begegnet sie Matt. Er scheint der einzige Mensch weit und breit zu sein, der Hollyhill kennt! Noch ahnt Emily nicht, dass diese Reise ihr ganzes Leben verändern wird ...

Bei diesem Buch weiß man natürlich gleich von Anfang an, dass es sich um einen Zeitreise-Roman handelt. Trotzdem unterscheidet diese Geschichte sich von anderen dieses Genres. Weshalb das so ist, werde ich allerdings nicht verraten.
Die Geschichte beginnt mit einem Gespräch zwischen Emily und ihrer besten Freundin. Emily hat den Brief ihrer Mutter gelesen und sofort beschlossen, noch diese Woche zu fliegen. Die Bedenken ihrer Großmutter ignoriert sie und stürzt sich sogleich in dieses Abenteuer. Da ihre Eltern schon sehr früh gestorben sind, kann ich gut verstehen, dass sie diese Chance ergreift.

Es gab diesmal zwei Dinge, die mir ganz besonders gut gefallen haben.
Zum einen waren das die Charaktere. Sie sind alle ganz unterschiedlich. Jeder Protagonist hat seine Ecken und Kanten. Dadurch wirken sie sehr authentisch und viele davon habe ich ins Herz geschlossen. So zum Beispiel Joe, der etwas verrückte Stylist. Er ist sehr aufgedreht und könnte vermutlich den ganzen Tag plappern, doch ist er sehr hilfsbereit und freundlich.

Emily ist ein sehr aufgewecktes, neugieriges Mädchen. Was sehr deutlich wird: Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich zudem nicht einschüchtern. Zudem lässt sie keine von Matts Bemerkungen unkommentiert und gibt ihm gerne Contra. Sie leidet sehr unter dem Verlust ihrer Eltern, was natürlich ganz klar ist. Genau deshalb ist sie für mich eine starke Persönlichkeit, da sie in einer ganz wichtigen Situation eben nicht das tut, was vermutlich jeder von uns gemacht hätte. Mehr wird allerdings nicht verraten, denn ich möchte nichts vorwegnehmen.

Matt ist ein Geheimniskrämer. Außerdem weiß man bei ihm nie so genau, ob er nun die Wahrheit sagt oder lügt. Zu Beginn ist er auch ein echter Griesgram und lässt Emily deutlich spüren, dass er sie nicht in Hollyhill haben möchte. Dass er dann für sie verantwortlich ist, macht die ganze Sache auch nicht besser. Erst nach und nach findet er den richtigen Draht zu ihr. Am Ende des Buches blieb für mich eine sehr entscheidende Frage, was ihn angeht, unbeantwortet.

Zum anderen gefiel mir der Schreibstil. Er ist sehr einfach gehalten und lässt durchaus Platz für die eigene Fantasie. Vor allem die Dialoge zwischen Matt und Emily haben mich gut unterhalten. Sie strotzen nur so vor Ironie und Sarkasmus. Die Geschichte enthält sowohl Spannung als auch große Gefühle und traurige Szenen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und man kann dort auch nicht einfach das Buch aus der Hand legen. Der Schluss enthält zum Glück keinen riesigen Cliffhanger und doch ist man neugierig, denn anscheinend verschweigt Matt doch noch so einiges. Geplant ist übrigens eine Trilogie. Ich bin gespannt!

Das Cover sticht wirklich aus der Masse hervor. Die Farbauswahl gefällt mir sehr gut und ich hoffe, dass auch die beiden anderen Bücher diese knalligen Farben bekommen! Der Text am Buchrücken ist genau richtig. Er verrät zwar nicht viel, doch regt er zum Kaufen an. Der Titel muss ja schließlich passend sein, wenn Emily nach Hollyhill reist. Somit wurde hier alles richtig gemacht.

Fazit: "Zurück nach Hollyhill" ist ein schöner Zeitreise-Roman, der durch wichtige Details aus der breiten Masse hervorsticht. Alexandra Pilz hat tolle Charaktere geschaffen, die alle ihre ganz bestimmten Ecken und Kanten haben. Ich hatte viele unterhaltsame Lesestunden und freue mich bereits auf Band 2!

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(1.081)

1.856 Bibliotheken, 21 Leser, 7 Gruppen, 160 Rezensionen

götter, liebe, griechische mythologie, helen, fantasy

Göttlich verliebt

Josephine Angelini ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit dem brisanten Kampf gegen Automedon fühlt Helen, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Seit Kurzem hat sie schreckliche Visionen, die sie Tag und Nacht verfolgen und auch ihre Kräfte scheinen nochmals zu wachsen. Zudem steht ein weiterer Krieg gegen die Götter bevor, doch anstatt zusammenzuhalten, herrscht großes Misstrauen gegenüber Orion. Dieser soll den Tyrannen darstellen, welcher laut Orakel alles in Schutt und Asche legen wird.
Als sich die Fronten allmählich verhärten und alles auf dem Spiel steht, hat Helen keine andere Wahl mehr und muss eine endgültige Entscheidung treffen ...

Endlich liegt er vor mir: der dritte und gleichzeitig letzte Band der Göttlich-Trilogie. Als die ersten Seiten gelesen waren, bin ich schon weit abgetaucht gewesen in diese wunderschöne Geschichte, doch halt! Wer war nochmal Matt? Und was ist eigentlich grob im letzten Band passiert? Helena? Wo bin ich?
Diese und viele andere Fragen gingen mir während des Lesens durch den Kopf und oft musste ich nachschlagen, da es auch nicht besser wurde, als ich weitergelesen habe.

Mit der Zeit wurde es zunehmend leichter mitzukommen und mithilfe des gewohnt flüssigem, leichtem Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Helens Visionen hätten kenntlich gemacht werden müssen, denn das stoppt den Lesefluss immer wieder und war etwas störend.

Helen hat ihr Gefühlschaos immer noch nicht in den Griff bekommen. Sie möchte Lucas nicht aufgeben, doch alle Hoffnung scheint verloren. Ihre Liebe zu Orion reicht nicht aus, weshalb sie sich große Vorwürfe macht. Als sich die Lage dann zuspitzt, gibt sie nicht klein bei und kämpft um ihre Familie und Freunde.
Dass ihr Vater kaum aufwacht, nachdem er schwer verletzt wurde, belastet sie sehr. Oft fühlt Helen sich, trotz ihrer Kräfte, hilflos und nutzlos.Trotzdem schaut sie immer nach vorne und gibt alles.

Lucas ist oft deprimiert wegen Helen und Orion. Es quält ihn zu sehen, wie nahe sie sich sind und wie viel Zuneigung sie dem anderen schenken. Trotzdem ist er Helen nicht böse, sondern akzeptiert die Situation, wie sie ist. Es war schön zu sehen, wie wichtig ihm seine Familie ist und wie sehr er sich um jedes Familienmitglied sorgt und kümmert.

Von Orion erfährt man im dritten Band auch endlich ein bisschen mehr über seine Vergangenheit. Es war erschreckend, wie viel er schon als kleines Kind einstecken musste. Daran hat man ganz deutlich gemerkt, wie stark er wirklich ist. Als er von der Prophezeiung der Furien erfährt, ist er natürlich geschockt. Von diesem Zeitpunkt an sucht er gemeinsam mit Helen und Lucas nach einer Lösung des Problems und fühlt sich immer mehr als ein Teil der Familie.

Der finale Kampf gegen die Götter war beeindruckend und unglaublich spannend. Eine überraschende Wendung jagte die nächste und machte es mir etwa ab Seite 300 einfach unmöglich, das Buch auch nur einmal zur Seite zu legen.

Die Gestaltung des Covers gefällt mir wieder richtig gut. Auch optisch passt es einfach super zu den anderen beiden Bänden und sieht im Regal wirklich wunderschön aus. Der Titel ist perfekt, doch leider verrät der Klappentext meiner Meinung nach viel zu viel. Beim Trailer fand ich das Lied nicht unbedingt passend, doch das ist immer Geschmacksache.

Fazit: "Göttlich verliebt" habe ich mit gemischten Gefühlen zugeklappt. Auf der einen Seite war ich total sprachlos und fasziniert, was die Autorin hier geschaffen hat, doch auf der anderen Seite bin ich nun sehr traurig, dass es vorbei ist. Dieses Buch ist definitiv ein Highlight des Jahres und jedem zu empfehlen! Einfach göttlich!

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509 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

zeitreise, liebe, new york, vergangenheit, jugendbuch

Timeless

Alexandra Monir , Antoinette Gittinger
Fester Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 18.06.2012
ISBN 9783453267589
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Michele bei ihren Großeltern ankommt, ist sie sich sicher, dass ihr Leben ab jetzt trist und einsam werden wird. Dann aber entdeckt sie zufällig das Tagebuch ihrer Vorfahrin, die sie zu sich ruft. Der völlig perplexen Michele wird klar: Sie ist in der Zeit zurückgereist. Auf ihren Reisen durch die Zeit lernt sie jedoch nicht nur ihre Vorfahren kennen. Sie begegnet dem Jungen aus ihren Träumen ...

Da ich schon seit längerer Zeit keinen Zeitreise-Roman mehr gelesen habe, war die Vorfreude auf dieses Buch enorm. Schon den Anfang fand ich super! Die Autorin beginnt gleich mit einem riesigen Schock für Michele. So musste man nicht lange warten, bis es richtig spannend wurde. Schon bei Micheles erstem Tag bei ihren Großeltern geht es drunter und drüber.

Endlich hatte ich wieder das Gefühl, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Wenn doch, war es eine Qual! Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und weshalb dies alles mit Michele geschieht! Alexandra Monir bringt die Dinge mit ihrem Schreibstil wirklich auf den Punkt, ohne dass dabei Spannung und Emotionen leiden.

Michele ist - im Gegensatz zu ihren Großeltern und ihrer entfernten Verwandtschaft - ein ganz normales Mädchen. Nicht erpicht auf Luxus und Aufmerksamkeit. Als sie dann das Herrenhaus ihrer Großeltern sieht, kommt es ihr eher wie ein Traum vor. Man merkt ganz deutlich, wie sehr ihr dieses neue Leben missfällt. Weit entfernt von ihrer Mutter muss sie sich jedoch trotzdem irgendwie zurechtfinden und findet schließlich sogar eine neue Freundin. Ihre Gefühle für den geheimnisvollen Jungen aus ihren Träumen sind sehr authentisch und durchaus nachvollziehbar.

Philip, der Junge aus Micheles Träumen, ist für sein Alter bereits sehr erwachsen. Er ist ein sehr höflicher, aufgeschlossener und liebevoller Mann. Auch er hat Michele schon einmal gesehen. Doch wie ist das möglich? Nie zuvor ist sie in die Vergangenheit gereist. Verwechselt er sie etwa mit einem anderen Mädchen?

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Natürlich ist es nichts Besonderes mehr, wenn ein Mädchengesicht abgebildet ist, doch der Sternenhimmel im Hintergrund und Micheles Halskette fand ich richtig toll. Der gewählte Titel könnte nicht besser passen, doch noch besser hätte er mir gefallen, wenn er einen Zusatz hätte wie etwa der zweite Teil "Timeless - Schatten der Vergangenheit". Beim Klappentext habe ich extra den Text auf dem Buchrücken gewählt, da der im Buch viel zu viel verrät. Hier steht zwar nicht annähernd so viel, doch meiner Meinung nach hört es sich trotzdem spannend an und regt zum Lesen an.

Fazit: "Timeless" hat mich total überrascht und begeistert! Die Geschichte ist wunderschön und hat mich schon auf den ersten Seiten mitgerissen. Zudem sind einige Tränen gekullert, was an für sich schon sehr viel sagt. Ich kann euch dieses Buch wirklich mit gutem Gewissen ans Herz legen! "Timeless - Die Schatten der Vergangenheit" wird voraussichtlich am 17. Juni 2013 erscheinen und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, mehr zu erfahren!

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(69)

206 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

liebe, romeo, romeo und julia, julia, fantasy

Romeo für immer

Stacey Jay , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 11.10.2012
ISBN 9783863960223
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem Romeo den Zorn der Söldner auf sich gezogen hat, fristet er ein jämmerliches Dasein in einem langsam verwesenden Körper. Doch dann bekommt der eine letzte Chance von den Beschützern. Er soll ein Mädchen dazu bringen, an die große Liebe zu glauben, um ein Beschützer zu werden. Wenn er dies nicht schafft, kehrt er in seinen verwesenden Körper zurück. Ohne groß zu überlegen, geht er auf das Angebot ein. Was ihm nicht gesagt wurde: Er hat die Aufgabe Ariel in ihn verliebt zu machen - und das im Körper von Dylan, den Ariel über alles hasst. Als ob dies noch nicht schlimm genug wäre, erfährt er, dass von seinem Gelingen bzw. Scheitern das Schicksal der gesamten Welt abhängt ...

Nach dem sehr gelungenen Ende des ersten Bandes konnte ich es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. Das letzte Kapitel war wunderschön. Der Beginn von "Romeo für immer" war dann wirklich überraschend. Das letzte Kapitel aus dem ersten Band ist hier das erste! Für mich war dies auch definitiv eine Premiere, aber ich fand die Idee gut. Es trägt dazu bei, dass man sich wieder zurechtfindet.

Es dauert nicht lange und schon steckt Romeo in Dylans Körper. Auch nachdem er erfährt wo er gelandet ist, ist er sich seines Sieges sicher. Denn wie schwer kann es schon sein, ein einsames Mädchen in den beliebtesten Jungen der Stadt verliebt zu machen? In diesen Kapiteln plätschert die Geschichte so vor sich hin, doch richtig spannend war es nicht.

Erst als sich seine Aufgabe als schwieriger als gedacht herausstellt, wird es spannend, denn ihm bleibt nicht viel Zeit. Leider wird es ab diesem Moment auch etwas unglaubwürdig, da es meiner Meinung nach nicht möglich ist, jemanden in so kurzer Zeit davon zu überzeugen, dass "wahre Liebe" existiert. Zudem taucht hier erstmals Kitsch auf, der in Teil 1 nie Thema war und den ich auch nie vermisst habe.

Dass die Autorin trotzdem auch noch von Julia erzählt, hat mir gut gefallen. Deren Situation ist nämlich keinesfalls besser. Lebendig begraben und auch noch an den Anfang dieser Horrorgeschichte katapultiert! Ist dies etwa die Rache der Beschützer? Muss sie alles noch einmal durchleben?

Romeo ist mir im ersten Band richtig sympathisch geworden. Nun musste ich aber so manches Mal den Kopf schütteln. Er hat seine lange Zeit ohne Gefühle hinter sich gelassen. Jetzt wird ihm schmerzlich bewusst, wie sehr ihm gutes Essen und auch Zuneigung gefehlt hat. Oft kann er seinen Drang nach Nähe kaum unterdrücken und dies artet dann fast aus.

Ariel findet dies natürlich auch mehr als komisch, denn weshalb bekommt sie nun Zuneigung von ihrem ehemaligen Feind? Sie ist oft misstrauisch und ermahnt sich wieder und wieder, keine Gefühle zuzulassen. Mit der Zeit öffnet sie sich jedoch und was mir am meisten gefallen hat: Sie beginnt, sich selbst zu akzeptieren. Aufgrund ihrer Narben hat sie kein bis Selbstbewusstsein und versteckt sich hinter ihren Haaren.

Der Schreibstil ist unverändert angenehm und flüssig. Mir fehlte einzig allein das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und hatte Freude dabei.

Das Cover passt optisch gut zum ersten Band. Der Schriftzug hat mir gut gefallen, doch die optische Gestaltung ist nichts "Besonderes" in dem Sinne. Der Klappentext macht sehr neugierig und spiegelt den Inhalt auch gut wieder. Der Titel wurde natürlich an Teil 1 angelehnt und ist somit ebenfalls passend.

Fazit: Mit "Romeo für immer" hat die Autorin ein durchaus unterhaltsames Buch geschaffen, das mich aufgrund meiner hohen Erwartungen jedoch nicht ganz zufrieden stellen konnte. Stellenweise war es mir zu kitschig und unglaubwürdig. Trotz allem sollten sich Fans dieses Buch nicht entgehen lassen!

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(80)

176 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

magie, engelsfors, schweden, thriller, mystery

Feuer

Sara B. Elfgren , Mats Strandberg ,
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2013
ISBN 9783791528557
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit dem unerbittlichen Kampf gegen Max, der von den Dämonen gesegnet wurde, ist einige Zeit vergangen. Doch besiegt wurde das Böse noch lange nicht, und es bereitet sich schon auf den nächsten Schlag vor. Unterstützung erhalten die 5 Mädchen Minoo, Anna-Karin, Vanessa, Ida und Linnéa nur wenig. Doch ihnen bleibt keine Zeit mehr, denn nun geht es nicht nur um deren Leben. Ganz Engelsfors schwebt in großer Gefahr. Werden sie nun endlich zusammenhalten und gemeinsam alles geben, um ihre Heimat vor dem Bösen zu bewahren?

Da ich mir von Band 1 deutlich mehr erwartet hätte, war ich gespannt, ob der zweite Teil nun eher meinen Vorstellungen entspricht. Wie ihr sicher an meiner Bewertung oben schon sehen könnt, wurde ich keinesfalls enttäuscht!

Anfangs sah es erst nicht so gut aus, denn es gibt leider keine Zusammenfassung oder ähnliches von Band 1. Dadurch fiel es mir sehr schwer, mich zurechtzufinden. Mir war nicht mehr ganz klar, wer nun wer ist und wie der große Kampf am Ende ablief. Erst mit der Zeit dezimierten sich dann die vielen Fragezeichen in meinem Kopf. Auch wenn ich das Buch immer mal wieder weglegen konnte, hatte ich viel Spaß beim Lesen, denn langweilig ist dieses Buch auf keinen Fall!

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Ganz besonders gut hat mir das immerwährende, unterschwellige Gefühl einer Bedrohung gefallen. Es bewirkte eine ständige Gespanntheit, wie es nun weitergeht mit den 5 Mädchen.

Diese haben übrigens auch diesmal wieder ihre eigenen alltäglichen Probleme und Sorgen, die zum Glück aber nicht ständig im Vordergrund stehen. Dies war damals beim ersten Band mein Hauptkritikpunkt, der großen Punktabzug bewirkte, da ich tatsächlich etwas sauer war. Der Klappentext versprach meiner Meinung nach einfach etwas anderes, als man dann tatsächlich gelesen hat. Hier merkt man eindeutig, dass sie ständig verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung sind und sich den Kopf zermartern, wie sie dieses gewaltige Problem lösen können.

Minoo, die in ersten Teil die Seelen von Rebecka und Elias befreit hat, hat nun große Angst vor ihren Fähigkeiten. Sie weiß nicht einmal, was sie eigentlich ist, denn sie ist keine Hexe, die einem bestimmten Element angehört. Das Einzige, das sie mit Sicherheit weiß: ihre Kräfte wirken ähnlich wie die der Dämonen und dies kann auf keinen Fall gut sein, oder?

Anna-Karin ist nach dem großen Brand mit ihrer Mutter vom Land in die Stadt gezogen. Sie vermisst all die Tiere vom Bauernhof, doch am meisten vermisst sie ihren Großvater, der nun im Altersheim wohnt. Auch wenn sie ihn oft besucht, trauert sie um die gemeinsame Zeit. Als sie im Wald spazieren geht, bemerkt sie, dass irgendetwas mit der Natur nicht stimmt. Auch ihr Großvater scheint dies zu merken. Wie viel weiß er wirklich über das, was in Engelsfors vor sich geht?

Vanessa ist völlig unzufrieden mit ihrer Situation. Ihre Eltern haben Wille immer noch nicht akzeptiert und sie will ihren Stiefvater Nicke nicht akzeptieren, da sie davon überzeugt ist, dass er hinterhältig ist und keinesfalls gut für ihre Mutter. Dann plötzlich steht sie vor einer großen Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern könnte.

Ida war für mich die größte Überraschung im ganzen Buch. Sie entwickelt sich unglaublich zum Guten und überrascht sich selbst damit. Ihr wird nun endlich klar, was wirklich wichtig ist im Leben und dass wahre Freunde viel mehr wert sind als viele falsche Freunde. Mir persönlich ist die oftmals nörgelnde und zickige Ida sehr ans Herz gewachsen.

Für Linnéa ist jede Sekunde, die Vanessa mit Wille verbringt, eine Qual. Sie weiß nicht, wie sie mit ihren Gefühlen für sie umgehen soll und ob sie Vanessa überhaupt davon erzählen sollte. Elias' Tod bedrückt sie noch immer und auch ihre Familiensituation zieht sie total runter. Da kann sie nun Probleme mit dem Jugendamt wohl kaum auch noch gebrauchen.

Die Geschichte an sich ist sehr gut durchdacht und man rätselt von Anfang an, wer nun wirklich der "Böse" ist und wie alles zusammenhängt. Die Lösung ist sehr überraschend und von selbst kommt man auch gar nicht auf die Person, die wirklich hinter allem steckt. Das gibt von mir schon mal einen extra Pluspunkt, da ich es immer sehr schade finde, wenn man schon viel früher die Lösung des Rätsels kennt als die Protagonisten selbst.

Das Cover finde ich wieder ein wenig zu ausdruckslos. Optisch passt es zwar sehr gut zum ersten Band, doch es ist kein Anreiz zum Kauf. Der Klappentext wiederum ist ansprechend und macht schon sehr neugierig - genauso wie der Trailer, den ich weiter unten findet. Der Titel passt meiner Meinung nach nicht so gut zum Buch. Ich frage mich immer noch, weshalb die Autoren das Buch "Feuer" genannt haben.

Fazit: Auch wenn mir der Einstieg relativ schwerfiel, hatte ich großen Spaß beim Lesen. "Feuer" enthält überaus spannenden Szenen und überraschenden Wendungen. Als die Autoren das Buch mit einem unvorhersehbaren Ende abschlossen, haben sie mich vollends von ihrer Geschichte überzeugt. Fans werden auf keinen Fall enttäuscht und auch diejenigen, die den ersten Band nicht ganz überragend fanden, sollten dem zweiten Band eine Chance geben!

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1.357 Bibliotheken, 26 Leser, 7 Gruppen, 114 Rezensionen

dystopie, liebe, ky, xander, cassia

Die Ankunft

Ally Condie ,
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 08.01.2013
ISBN 9783841421517
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cassia und Ky haben ihr Ziel endlich erreicht. Gemeinsam haben sie sich dazu entschlossen, sich der Erhebung anzuschließen, doch nun werden sie wieder voneinander getrennt. Während Ky zum Piloten ausgebildet wird, muss Cassia nach Central reisen.
Auch Ky wohnt in Central und arbeitet dort als Funktionär, bis sich schließlich eine schreckliche Seuche im Land ausbreitet. Es bedeutet das Ende der Gesellschaft und einer Übernahme durch die Erhebung steht nun nichts mehr im Wege, denn diese sind im Besitz des rettenden Heilmittels.
Dann aber geht alles fürchterlich schief und Cassia, Ky und Xander stecken in großer Gefahr ...

Nun endlich ist es soweit! Der dritte Teil wurde veröffentlicht und somit erhalte ich, genauso wie viele andere Leser auch, lang ersehnte Antworten auf alle meine Fragen. Wer ist der Steuermann? Was ist Xanders großes Geheimnis? Wird man nun endlich gegen die Gesellschaft vorgehen können, diese hinter sich lassen und in Freiheit leben können?

Zu Beginn der Geschichte wird viel über die Tätigkeiten von Cassia, Ky und Xander erzählt. Dies hält auch sehr lange an, weshalb ich den Start durchaus als holprig bezeichnen würde. Die Geschichte an sich ist oft schleppend und erst im letzten Drittel wird es dann richtig spannend. Dort nämlich treffen alle drei endlich wieder aufeinander und handeln gemeinsam.

Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm. Zusätzlich sind wie gewohnt Gedichte enthalten, die allerdings nicht annähernd so oft auftauchen, wie in den beiden vorherigen Bänden. Die Kapitel werden immer abwechselnd aus der Sicht von Cassia, Ky und Xander erzählt. Dies ist auch erforderlich, da sie - wie bereits erwähnt - erst im letzten Drittel zusammen finden. Meine Fragen wurden alle früher oder später beantwortet und auch einige überraschende Wendungen sorgen schöne Lesestunden.

Bei Cassia ist mir aufgefallen, dass sie reifer geworden ist. Ihre Entscheidungen und Handlungen sind jederzeit nachvollziehbar. Da sie sich nun endlich für Ky entschieden hat, ist sie mir sofort sympathischer. Weshalb? Xander kann nun endlich loslassen und hat die Möglichkeit, Gefühle für jemand anderen zuzulassen.

Ky nimmt in diesem Band eine weniger große Rolle ein als Xander. Lange Zeit liefert er einfach nur Heilmittel aus und sehnt sich nach Cassia. Es gibt wenige Momente der Zweisamkeit zwischen ihm und Cassia. Seine Meinung gegenüber dem Steuermann hat sich nicht geändert und dies kann ich auch durchaus verstehen, denn mir war er nicht gerade sympathisch als er endlich auftauchte.

Xander hat mir während des zweiten Bandes sehr gefehlt. Er ist und war mir schon immer sehr sympathisch. Es hat mich sehr überrascht, dass er eine so große Rolle spielt im finalen Teil, doch mir hat das gut gefallen. Eine große Rolle spielt er auch für den Steuermann, doch ich möchte natürlich nicht zu viel verraten.

Der Titel ist meiner Meinung nach nicht ganz passend, da Cassia, Ky & Co. noch lange nicht "angekommen" sind. Das Ende ist sehr offen und lässt viel Platz für die eigene Fantasie. Da Cassia sich im Endeffekt auf jeden Fall von der Gesellschaft distanziert hat und frei ist, passt das Cover in jedem Fall. Den Klappentext finde ich sehr spannend und ansprechend.

Fazit: Alle Leser, die den zweiten Band gelungen fanden, werden auch Freude am finalen Teil der Reihe haben. Leider war mir der Anfang etwas zu holprig und erst das letzte Drittel hat mich so richtig in seinen Bann gezogen. Trotzdem bin ich sehr froh, endlich Antworten auf all meine Fragen erhalten zu haben. Das offene Ende hat mir auch sehr gut gefallen, weshalb "Cassia & Ky 03. Die Ankunft" letztendlich gute 3 Punkte von mir erhält.

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tryll, trolle, fantasy, amanda hocking, wendy

Verborgen

Amanda Hocking , Violeta Topalova
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.08.2012
ISBN 9783570161449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon immer wusste Wendy Everly, dass sie nicht richtig dazugehört. Ihre Mutter versuchte sie umzubringen, weshalb sie nun mit ihrem Bruder bei ihrer Tante wohnt. Schule langweilte sie immer nur, bis sie eines Tages Finn begegnet. Von ihm erfährt Wendy, dass sie eine Tryll ist und nun zu ihrer richtigen Familie zurückkehren sollte. Was sie nicht weiß: ihre Mutter Elora ist Königin des Volkes und sie die rechtmäßige Thronerbin. Schon bald soll sie die Aufgaben ihrer Mutter übernehmen und ein Volk regieren, dessen System ihr völlig fremd ist und sie nicht akzeptieren will...

Schon der Klappentext lässt auf ein sehr spannendes und packendes Buch schließen. Auch der Titel hat mich sehr neugierig gemacht, da ich mir unter dem Begriff "Tryll" absolut nichts vorstellen konnte. Ich war mir nur sicher, dass es sich diesmal nicht um die typischen Fabelwesen handeln wird. Das Cover wäre für mich allerdings kein triftiger Grund gewesen, das Buch zu lesen, denn es sticht nicht besonders aus der Masse heraus.

Als ich erstmals gelesen habe, dass es sich bei dem Begriff "Tryll" um ein anderes Wort für Troll handelt, war ich etwas skeptisch, da man sofort an kleine dicke Wesen denkt, mit Latzhose und spitzen Ohren wie etwa Hugo aus dem gleichnamigen Computerspiel. Beim Weiterlesen wird man dann aber darüber aufgeklärt, dass die Tryll ganz normalen Menschen gleichen und nur etwas hübscher sind. Zudem besitzen sie bestimmte Fähigkeiten, die von Generation zu Generation weitervererbt werden.

Der Schreibstil hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Sobald man angefangen hat zu lesen, taucht man in Wendys Welt ein und vergisst alles um einen herum, bis man es schließlich durchgelesen hat. Man vergisst völlig die Zeit und verliert sich in Amanda Hockings wundervollen Beschreibungen und überraschenden Szenen, die das gesamte Buch durchziehen.

Wendy ist für mich eine sehr starke Persönlichkeit. Allein die Tatsache, dass sie mit ihrer Situation so gut umgehen kann, spricht eindeutig dafür. Dass ihre Mutter sie umbringen wollte und immer meinte, sie sei nicht ihre Tochter, hat sie gut verkraftet. Ihrer Tante und ihrem Bruder gegenüber ist sie jedoch sehr undankbar, da sie gar nicht zu merken scheint, wie sehr sich beide um sie bemühen. Das Kastensystem der Tryll ist Wendy sehr fremd und sie sieht auch keinen Grund dafür, sich weiter darum zu kümmern, zu welcher Kaste ihre Mitmenschen gehören. Dies bringt aber auch einige Probleme mit sich, denn nun gibt es zwei Jungen in ihrem Leben, die ihr gehörig den Kopf verdrehen.

Finn ist ein Tracker. Dies bedeutet, dass er Changelinge wie Wendy, die bei menschlichen Familien aufwachsen, ausfindig macht, und sie zu ihren richtigen Eltern zurückbringt. Was er allerdings nicht ahnt: Wendy möchte gar nicht zu ihren richtigen Eltern. Eigentlich möchte er ihr Vertrauen gewinnen, sodass sie mit ihm kommt, doch es fällt ihm schwer, die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe nicht zu überschreiten, was sowohl ihn als auch Wendy sehr verwirrt.

Der große Höhepunkt der Geschichte unfassbar spannend und richtig herzzerreißend, weshalb bei mir auch einige Tränen gekullert sind. Man hat dieses eine Bild im Kopf und hofft so sehr, dass die Vision nicht zur Wirklichkeit wird. Das Ende ist sehr vielversprechend und nach diesem genialen Auftakt bin ich mir sicher dass auch der zweite Teil nicht enttäuschen wird.

Fazit: "Die Tochter der Tryll 01. Verborgen" hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen, denn auch wenn ich schon oft gelesen habe, dass es beeindruckend ist, hätte ich mir niemals einen solchen Pageturner erhofft. Amanda Hocking verursacht mit ihrem mitreißenden Schreibstil ein nie da gewesenes Wechselbad der Gefühle! Dieses Buch ist ein absolutes Must-Read für jeden Fantasy-Liebhaber!

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