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schiff, irrgarte, wimmelbilder, bilderbuch für erwachsene, detektiv

Pierre, der Irrgarten-Detektiv, jagt Mr. X

Ic4design , Hiro Kamigaki , Birgit Franz , Ic4design
Fester Einband
Erschienen bei Prestel, 25.09.2017
ISBN 9783791373140
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Kind habe ich immer gerne Puzzle betrachtet, die Wimmelbild-Motive zeigen. Beim Durchblättern dieses Buches kamen sofort Kindheitserinnerungen in mir hoch.
Dies ist bereits der dritte Band von Pierre, dem Irrgarten-Detektiv. Doch der lässt sich ohne Vorkenntnisse problemlos betrachten und verstehen. Zunächst ist mir die Größe dieses Buches positiv aufgefallen. Es hat ein ziemlich großes Format, sodass ich häufig gestaunt habe, wieviel Aufwand die Illustrationen gemacht haben müssen, da sie voller kleiner Details stecken. Es gibt überall Dinge zu entdecken und ich wette man hat nie alles gesehen.
In diesem Wimmelbuch geht es um Pierre, einen berühmten Detektiv, der den geheimnisvollen Mr. X jagen soll. Dieser möchte den Würfel von der Spitze des des Empire Maze Buildings, einem Wolkenkratzer, klauen. Und dabei müssen wir ihm helfen. Unsere Hauptmission ist also, nach einer am Anfang des Buches beschriebenen Anleitung, in jedem Bild das Hauptlabyrinth zu meistern, um schlussendlich zu Mr. X zu kommen. Doch wie bereits erwähnt platzen die Bilder vor Details und um systematisch alles zu erkunden, gibt es auf jeder Doppelseite noch kleine „Nebenmissionen“, bei denen man bestimmte Dinge suchen muss.

Fazit: Ein super detailreiches Wimmelbuch, das so schnell nicht langweilig wird. Macht auch alleine Spaß, aber ist mit anderen zusammen nochmal spannender.

5 von 5 Pfoten

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kinderbuch, geheimnis, luna, katzenbär, mut

Luna und der Katzenbär lüften ein Geheimnis

Udo Weigelt , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174784
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bereits zum fünften Mal haben Udo Weigelt und Joëlle Tourlonias ein Buch über Luna und den Katzenbären erschaffen. Die vorherigen Bände habe ich nicht gelesen, aber sie schon häufiger in Bücherläden in den Händen gehalten, weil mich der Illustrationsstil gleich überzeugt hat. Ich gebe es zu, niedlich ist voll mein Ding, aber dennoch schafft die Künstlerin mit einem ganz persönlichen Stil aufzuwarten.
Inhalt: Als Luna und ihr Katzenbär Karlo bemerken, dass aus dem Schuppen im Garten Geräusche von einem Zug kommen, müssen sie das natürlich untersuchen. Mutig gehen sie nachsehen und was sie da entdecken, führt dazu, dass sie sich mit einer großen Angst von Luna auseinandersetzen müssen. Sie müssen nämlich in das super gruselige Haus, an dem sie immer vorbei muss, wenn sie Brötchen holt. Am Ende merkt Luna, dass es gar keinen Grund gab sich zu fürchten. Doch wieso müsst ihr selbst herausfinden.

Meine Meinung: Wie bereits erwähnt finde ich die Illustrationen einfach zauberhaft. Doch auch die Geschichte konnte mich überzeugen, weil ich es gut finde, wie den Kindern die Angst vor dem Unbekannten genommen werden soll. Auch ohne die vorherigen vier Bände gelesen zu haben, konnte man der Geschichte gut folgen. Das Einzige was für mich nicht klar wurde, was dieser Katzenbär überhaupt ist. Ist es ein Fantasiewesen? Ein Kuscheltier? Oder eine Art imaginärer Freund? Ich nehme an, dass solche Details in dem ersten Band erklärt werden. Da in einem Bilderbuch nur wenig Text zur Verfügung steht, finde ich es völlig legitim, dass die Beschreibung nicht in jedem Band wiederholt wird.
Die Texte sind auch für Kinder gut verständlich und gut lesbar dargestellt. Die Menge ist ideal zum Vorlesen oder junge Leser.

Fazit: Ein farbenfrohes, niedlich illustriertes Bilderbuch, dass Kindern die Angst vor dem Unbekannten nehmen soll.

5 von 5 Pfoten

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50 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

cyberpunk, erfinder, zeitenkollision, zukunft, armand baltazar

Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar , Tanja Ohlsen , Armand Baltazar
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174470
Genre: Comics

Rezension:

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Bewertung des Buches wird dadurch nicht beeinflusst und spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider.

Ich scheine eine absolute Glückssträhne zu haben, was toll illustrierte Bücher angeht. *Klopf auf Holz.* Nachdem ich die wunderbaren Graphic Novel 'Die Stadt der Träumenden Bücher' gelesen habe, nahm ich also 'Timeless' zur Hand und wurde sehr überrascht. Aus dem Klappentext ging nämlich nicht hervor, dass dieses Buch reich illustriert ist. Der Autor ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Pixar, hat also viel Erfahrung im Bereich Animation. Laut Danksagung hat sich sein Sohn vor vielen Jahren eine Geschichte gewünscht, die so ziemlich alles durcheinanderwürftelt: Von Dampfzeitmaschinen über Sci-Fi-Elementen und allem dazwischen. Zunächst hielt der Autor das nicht für umsetzbar, doch je länger die Idee in seinem Kopf rumspukte, desto ernsthafter dachte er an die Umsetzung. Insgesamt hat es zehn Jahre gedauert dieses gewaltige Werk fertigzustellen, weil auch alle Illustrationen vom Autoren selbst sind. Er wollte nach eigenen Angaben etwas schaffen, dass eine Mischung aus Buch und Film ist. Manche Informationen und Eindrücke ergeben sich aus dem Text, andere aus den Bildern. Im Gegensatz zum Graphic Novel ist der Textanteil wesentlich größer. Es ist wirklich etwas Neues für mich gewesen.

Zum Inhalt: Die Welt, in der wir es leben, gibt es so nicht mehr. Denn eine gewaltige Katastrophe, die Zeitkollision genannt, hat eine Welt erschaffen, in der sich mehrere Zeitstränge parallel aufhalten. Es gibt also einerseits unsere Zeit, aber auch parallel dazu Menschen und Gebäude aus anderen Zeiten. Doch wie das immer so ist mit den Menschen: manche haben keine Toleranz für alles, was anders ist. Diego Ribera lebt in dieser zusammengewürfelten Zeit, als sein Vater plötzlich entführt wird, weil er als Erfinder diese Zeitkollision rückgängig machen soll. Diego unternimmt nun mit drei anderen Teenagern eine waghalsige Reise, um seinen Vater zu retten.

Meine Meinung: Dieses neue Format, das sich wie eine Mischung aus Buch und Film verhält, lässt sich sehr flüssig lesen. Durch die unterstützenden Illustrationen hat man immer klare Bilder vor Augen und kann sich die ganze Geschichte wunderbar vorstellen. Das wird noch durch den bildhaften Schreibstil des Autors unterstützt.
In einer Rezension habe ich gelesen, dass es der Leserin schwer fiel sich in die Personen hinzuversetzen und dass sie nicht besonders warm mit einigen von ihnen geworden ist. So unterschiedlich kann das sein, denn ich persönlich mochte die vier Teenager und ihre Konflikte sehr gerne, konnte gut mit ihnen fühlen, mich freuen und bangen.
Die Geschichte ist insgesamt sehr spannend und ich wollte zu jeder Zeit wissen, wie es denn nun weitergeht. Trotz dem großen Umfangs ließ es sich schnell lesen, was sicherlich auch an der großen Zahl der Illustrationen lag.

Fazit: Die vielzähligen Illustrationen machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis. Doch auch inhaltlich weiß Timeless zu überzeugen. Zu empfehlen für Freunde von Fantasy und Science Fiction, Liebhaber toller Illustrationen und auch Kinder, die sonst vielleicht weniger lesen.

5 von 5 Pfoten

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kinderbuch, detektive & krimis

Drei Weihnachtsengel auf heißer Spur

Wolfram Hänel , Susanne Göhlich
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.10.2017
ISBN 9783570174159
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Bewertung des Buches wird dadurch nicht beeinflusst und spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider.

Aufbau: Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt, von denen man ab dem 1. Dezember jeden Tag eins lesen "soll". Ein Buch-Adventskalender also. Ich kenne das Prinzip bereits von einem Buch, aus dem meine Klassenlehrerin in der Grundschule immer vorgelesen hat. Die Idee hat mir schon damals gut gefallen und wurde jetzt sogar noch etwas verbessert, indem die Seiten des betreffenden Tages zunächst geöffnet werden müssen. Das folgende Bild zeigt, dass immer zwei Seiten zusammenhängen. Im Buch wird die Trennung mittels Brieföffner empfohlen, was allerdings gar nicht nötig ist, da sich die Seiten prima mit der Hand öffnen lassen. Um das Buch rechtzeitig zu rezensieren, habe ich es bereits im November gelesen. Dabei habe ich zwischen den Kapiteln häufig einen Tag verstreichen lassen, um beurteilen zu können, wie gut man wieder in die Geschichte hineinfindet. Die Kapitel selbst sind mit einer Länge von zwei voll beschriebenen Seiten eher kurz, sodass sie ideal zum Vorlesen oder für junge Leser sein dürften.

Inhalt: Max und Mia sind mit ihrer Mutter in die Schweiz zu dem Onkel gezogen. Anscheinend brauchten die Eltern der beiden ein bisschen Abstand, aber der Vater kommt regelmäßig zum Besuch und alle verstehen sich dann auch gut. Doch plötzlich ist ihr Freund Carlo verschwunden, einfach so ohne ein Wort. Auch die Pizzeria seines Vaters scheint verlassen. Da muss etwas faul sein, beschließen die Geschwister. Als sich die komischen Zufälle im Dorf dann noch häufen, beginnen sie mit ihren Ermittlungen. Meine Meinung: Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Die Länge der einzelnen Kapitel passt sehr gut, um wirklich jeden Tag ein Kapitel zu schaffen. Zusätzlich ist das Buch sehr süß gestaltet, mit vielen Illustrationen. Der Stil gefällt mir nicht ganz so gut wie in anderen Büchern, aber das ist ja Geschmackssache, weshalb ich dafür keinen Punkt abziehe. Was ich sehr gut finde ist, dass sich das Buch auch mit akutellen Problemen wie Klimaerwärmung und der Ausbeutung von Tourismusorten beschäftigt. Das Ende des Buches ist teilweise nicht so ganz realistisch, finde ich im Kinderbuchbereich aber völlig in Ordnung. Der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich habe, ist dass sich der Protagonist zu Anfang mancher Kapitel in Belanglosigkeiten verliert. Er sagt dann auch immer sowas wie: "Ihr wundert euch wahrscheinlich, warum ich euch das erzähle, aber es ist wichtig, weil...". Doch auf einer Länge von zwei Seiten, bleibt nicht mehr viel Platz für wirklich interessante Inhalte. Da das allerdings nur in wenigen Kapiteln so war, habe ich das Buch dennoch mit großer Freude gelesen.

Fazit: Ein tolles Buch zur Adventszeit, in dem man über 24 Tage eine Ermittlung begleitet. Klasse finde ich, dass die Seiten vor dem Lesen erst aufgetrennt werden müssen. 4 von 5 Pfoten

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, graphic novel, moers, comic, bücher

Die Stadt der Träumenden Bücher - Buchhaim

Walter Moers , Florian Biege
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Knaus, 06.11.2017
ISBN 9783813505016
Genre: Comics

Rezension:

Diese Graphic Novel wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Bewertung der Graphic Novel wird dadurch nicht beeinflusst und spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider.

Schon ewig wollte ich 'Die Stadt der Träumenden Bücher' lesen. Es hatte irgendwie eine faszinierende Wirkung auf mich, der Klappentext wirkte ein bisschen skurril und das Cover etwas veraltet, aber ich hatte schon so viel Gutes gehört. Als ich dann gesehen habe, dass eine Graphic Novel zu dem Buch erscheint, war ich sofort aufgeregt und wollte es haben. Meine Liebe zu Büchern hat nämlich einen ernsthaften Konkurrenten: die Liebe zu Illustrationen. Deshalb habe ich spätestens seit ich die Graphic Novel Frida gelesen habe, Gefallen an diesem Medium gefunden. Comics mochte ich früher auch schon sehr gerne, allerdings hat mir da immer die langlebige Verarbeitung gefehlt.

Inhalt: Zum Inhalt will ich gar nicht viele Worte verlieren, weil ich davon ausgehe, dass überwiegend leidenschaftliche Leser der Bücher von Walter Moers sich dieses Liebhaberstück zulegen. Nur so viel: Es geht um Hyldegunst von Mythenmetz, der aus einer Welt kommt, die verrückt nach Literatur ist. Man begleitet ihn auf seinen Abenteuern den Autor eines herausragenden Manuskripts zu finden, das ihm sein verstorbener Dichtpate vererbt hat.

Meine Meinung: Wow! Ich kam und komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Was für eine unglaubliche Graphic Novel. Zunächst das Auffälligste, die wundervollen Illustrationen. Die Bilder wirken so plastisch, als könnte man die Welt betreten. Mehr als einmal musste ich mit den Fingern über die Seiten streichen, um mich zu vergewissern, dass ich nichts als Papier fühlen würde. Die Farbgebung ist unglaublich atmosphärisch und zieht sich stimmig durch das gesamte Buch. Hier wurde wirklich sehr viel Arbeit investiert, um ein einmaliges und atemberaubendes Erlebnis zu schaffen. Man merkt einfach, dass es nicht darum ging, möglichst schnell viel Geld zu verdienen, sondern etwas Besonderes zu schaffen. Gerade nach dem Lesen der Danksagung hatte ich das Gefühl, dass dieses Projekt dem Autoren und Illustratoren sehr am Herzen lag, was immer die Wunschvorstellung jedes Buchliebhabers sein dürfte.
Aber nicht nur die Bilder konnten überzeugen. Diese Geschichte, die selbst quasi eine Hommage an Bücher und das Lesen selbst ist, hat beinahe etwas Magisches. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und nicht jeder ist, was er erst zu sein scheint. Insgesamt sehr vielfältig und spannend, sodass ich nun unbedingt das Buch lesen will. Toll ist auch das detaillierte angehängte Glossar, dass einem viele zusätzliche Infos näher bringt.

Fazit: Eine herrliche Graphic Novel, die mich beim Betrachten der atemberaubenden Illustrationen die Zeit hat vergessen lassen. Gut für Einstieger und alte Freunde von Walter Moers Werk. Ich kann es kaum erwarten, dass im Januar der nächste Teil erscheint.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Club der unsichtbaren Spione jagt den Virus-Dieb

Gitty Daneshvari , Bettina Spangler
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570173312
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei diesem Kinderbuch der Autorin Gitty Daneshvari handelt es sich um einen zweiten Band. Dieser wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was allerdings keine Auswirkungen auf meine Bewertung hat.

Inhalt: Wie sich am Ende des ersten Teils angedeutet hat, bittet der britische Geheimnisdienst Jonathan und Shelley um Hilfe bei einem Fall. Was ihr jetzt vielleicht nicht wisst: Bei den beiden handelt es sich um Kinder, aber nicht so Oberstreber oder atheltische Wunderkinder. Nein, um zwei ganz normale Kinder - man könnte fast sagen stinklangweilig. Doch genau deshalb wird ihre Hilfe angefordert, denn sie gehören zum Club der unsichtbaren Spione, der ausschließlich aus solchen Kindern besteht, die durch keinerlei besondere Eigenschaften auffallen und somit in Erinnerun bleiben würden. Sie sind quasi menschliche Chameleons, werden von ihren eigenen Familien manchmal vergessen und nur selten mit dem richtigen Namen angeredet. Was für Hilfe der britische Geheimdienst von den beiden braucht und ob es ihnen gelingt die Weltbevölkerung zu retten, müsst ihr selbst herausfinden.

Meine Meinung: So, jetzt kann ich es endlich sagen: Das Buch ist spitze! Ich hatte ein bisschen Sorgen, dass der zweite Teil etwas von seinem Witz verlieren würde, doch dem ist nicht so. Der Reiz des Buches liegt für mich in den Charakteren. Manchmal liest man ja ein Buch, bei dem die Handlung gut ist, aber man merkt, dass der/die Autor/in nicht genügend Zeit in die Entwicklung der Personen gesteckt hat. Das kann man hier wirklich nicht behaupten. Ich liebe die Eigenheiten, die jede Person hat: die zurückhaltende Art von Jonathan, die verrückte Art von Shelly, die verrückte Krankenschwester-Agentin, die besessen vom Tod ist usw. Ich musste quasi permanent schmunzeln.

Für mich sticht dieses Buch aus der Flut an Kinderbüchern ein bisschen hervor. Wo sich Autoren in immer tollkühneren Abenteuern und ausgefeilteren Helden überbieten, schafft die Autorin zwei "Helden", mit denen sich normale Kinder identifizieren können. Wie auch im ersten Teil wird jedes Kapitel durch ein Zitat eines unsichtbaren Spiones eingeleitet, das seine Misere als langweiliges Kind aufzeigt, wie folgendes Foto zeigt.

Der Fall selber ist für mich als Thrillerleser natürlich nicht unbedingt fesselnd, aber darauf lege ich den Fokus dann natürlich nicht. Die Zielgruppe dürfte schon mitfiebern, da man auch erst auf eine falsche Fährte gelockt wird. Das Buch verzichtet dabei auf übermäßig spannende/ gruselige Stellen, sodass es bestimmt nicht zu Einschlafproblemen kommt. Schön finde ich auch die Gestaltung des Buches, die farbenfroh an das erste Buch anknüpft.

Fazit: Gitty Daneshvaris Art zu schreiben hat mich schon im ersten Teil überzeugt und ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene interessant. Die Idee ganz normale Kinder zu Ermittlern zu machen gefällt mir sehr gut, weil die jungen Leser so die Chance haben sich mit dem Protagonisten zu identifizieren und von eigenen Abenteuern zu träumen. Der besondere Reiz des Buches liegt in den witzigen Dialogen. Ich kann das Buch uneingeschränkt für Mädchen und Jungen des angegebenen Alters empfehlen.

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Der durchgeknallte Spielecontroller

David Baddiel , Violeta Topalova , Jim Field
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei cbt, 04.09.2017
ISBN 9783570164846
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ui, auf dieses Buch war ich richtig gespannt. Als alte Zockerin, die gerne liest, war dieses Buch wie für mich gemacht. Ich bin also mit ziemlichen hohen Erwartungen an das Buch gegangen, was schnell mal nach hinten losgehen kann. Ob ich enttäuscht wurde, erfährst du in diesem Artikel.
In diesem Buch ab 9 Jahren geht es um die Zwillinge Ellie und Fred, zwei Nerds, wie sie im Buche stehen. Hust, ich habe mein jüngeres Ich dezent in Ellie wiedererkannt. Nach dem Motto "Sport ist Mord" verbringen sie ihre Zeit am liebsten mit Videospielen. Doch aufgrund eines tragischen Unfalls, den ich jetzt keineswegs vorwegnehmen kann, geht Ellies Controller kaputt. Weltuntergang, der war doch perfekt ... wie für sie gemacht quasi. Doch auf etwas zweifelhafte Weise gelangt sie in den Besitz eines neuen Controllers, der alles in ihrem Leben verändern wird.
Jetzt kann ich es ja verraten. Das Buch hat meine Erwartungen noch übertroffen. Die Geschichte ist nämlich super und in sich stimmig, das hatte ich ja schon gehofft. Womit ich jedoch nicht gerechnet habe, war a) der Humor des Buches und b) die tollen Illustrationen innen drin, nachdem ich das Cover nur ganz gut fand. Stellenweise habe ich wirklich über Formulierungen gelacht - das Buch ist definitiv auch für Erwachsene spannend. Bei einigen der lustigen Stellen glaube ich sogar, dass Kinder die Anspielungen noch gar nicht verstehen würden. Aber keine Sorge, das Buch ist so voll davon, dass auch die auf ihre Kosten kommen. Die Illustrationen weichen ein bisschen von denen ab, die ich sonst sehe, da der Illustrator die Flächen mit Mustern (Rastern) gefüllt hat, wie es auch in Mangas getan wird.

Fazit: Ein super witziges Buch für Jung und Alt. Nicht nur für Kinder interessant, die gerne Videospiele spielen.

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bilderbuch, bloss nicht blinzeln, kinderbuch, illustration, rezension

Bloß nicht blinzeln!

Tom Booth , Katja Gabriel , Tom Booth
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei cbj, 04.09.2017
ISBN 9783570174524
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Danke an den cbj-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Auswirkungen auf meine Bewertung hat das allerdings nicht.

Trotz meiner 25 Jahre lese ich gerne Kinder- und Jugendbücher. Selbst Bilderbücher finde ich äußerst ansprechend, wenn die Illustrationen toll gemacht sind. Dieses Buch hat jedoch das Ziel seine Leserschaft zu einem Wettstreit herauszufordern, wer am längsten nicht blinzeln kann. Dabei kam ich mir alleine dann doch etwas albern vor, weshalb ich mir als Unterstützung die dreijährige Nachbarstochter geschnappt habe. Das hat einen enormen Unterschied ausgemacht, was haben wir gelacht. Die Altersempfehlung ist passend, wahrscheinlich könnte es sogar von etwas jüngeren Lesern verwendet werden. Auf jeden Fall kann ich jetzt bestätigen, dass da in Kindern ein Ehrgeiz geweckt wird, als Sieger hervorzugehen.
Wenn man das Buch einfach normal liest, fallen einem sofort die schönen Illustrationen ins Auge. Der Stil unterscheidet sich ein wenig von anderen Bilderbüchern in meinem Regal. Nach meinem Empfinden ist er recht digital und glatt, was aber auch mal eine nette Abwechslung ist. Ansonsten bevorzuge ich Zeichnungen, die einen traditionellen Stil haben.
Der Text in dem Buch ist ziemlich kurz, was ich nicht als störend empfinde, da es hier eher um den Mitmachfaktor geht.
Mein persönliches Highlight war übrigens die Schildkröte, aber seht es euch einfach selbst an.

Fazit: Ein Bilderbuch, das wirklich zum Mitmachen animiert und mal was ganz anderes ist. Tolle Zeichnungen und süße Details.

5 von 5 Pfoten

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Tags: bilderbuch, kinderbuch   (2)
 

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graphic novel, frida kahlo, künstlerin

Frida - Ein Leben zwischen Kunst und Liebe

Vanna Vinci
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Prestel Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783791383873
Genre: Comics

Rezension:

Frida Kahlo dürften die meisten schonmal gehört haben. Dass es sich um eine Künstlerin handelt, ist ebenfalls noch recht bekannt, doch dann hört es bei den meisten auf. Inklusive mir - bis vor ein paar Tagen. Doch irgendwie hat mich diese Frau mit den markanten Zügen stets fasziniert. Außerdem wollte ich schon länger mal in den Bereich Graphic Novel hineinschnuppern, da ich früher begeistert Comics und Mangas gelesen habe.

Vanna Vinci ist die Autorin und Illustratorin dieses Werks und kommt aus Italien. Ihre Art zu illustrieren passt meiner Meinung nach sehr gut zu dieser Biografie, da sie farbenfroh und lebendig ist. Das Graphic Novel ist so aufgebaut, dass Frida Kahlo in einem Dialog mit einer zunächst unbekannten Person ihr Leben Revue passieren lässt. Durch die graphische Darstellung wurde mir beim Lesen bewusst, wie besonders ihr Leben war. Wenn man einen Grad vergeben könnte wieviel ein Mensch erlebt hat, wäre dieser bei der Künstlerin ausgesprochen hoch, im positiven, wie im negativen Sinne. Sie musste viel erleiden, hat es aber dennoch geschafft den Lebensmut nicht zu verlieren. Ich war während der Lektüre ständig am Staunen und musste unwillkürlich darüber nachdenken, dass ich selbst wahrscheinlich nicht so stark gewesen wäre.
Mein Interesse in Frida Kahlo und Graphic Novels ist nun geweckt und wird garantiert weiter ausgebaut.

Fazit: Auch für Graphic Novel Neulinge ein großes Vergnügen. Durch die ausdrucksstarken Zeichnungen von Vanna Vinci breitet sich Frida Kahlos Leben vor einem aus wie ein Film. Spannendes Leben, spannende Umsetzung.

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Tags: frida kahlo, graphic novel, künstlerin   (3)
 

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afrika, savanne, austauschschüler, drache kokosnus, kinderbuch

Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren

Ingo Siegner , Ingo Siegner , Philipp Schepmann
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei cbj audio, 24.07.2017
ISBN 9783837138382
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:
 
Als gebürtige Hannoveranerin habe ich natürlich schon viel von Ingo Siegner und seinem kleinen Drachen Kokosnuss gehört. Der ehemalige Reisegruppenleiter hat irgendwann begonnen seine vielen Geschichten, die er den Kindern erzählt aufzuschreiben und sich dafür das Illustrieren beigebracht.
Da seine Zielgruppe aber sehr junge Leser sind, hielt ich sie eher für uninteressant. Doch seit einigen Monaten lese ich nicht mehr nur gerne Jugendbücher, sondern auch Kinder- und Bilderbücher, wenn sie gut gemacht sind und mit diesem 25. Jubiläumsband habe ich es dann probiert. Einige Autoren verstehen es nämlich nicht nur die Kinder, sondern auch die vorlesenden Eltern abzuholen. Sie versehen ihre Texte mit witzigen Anekdoten und Anspielungen und bleiben dennoch verständlich für die Kinder. Doch das hinzubekommen ist gar nicht so einfach und häufig sehe ich auch Beispiele für pädagogisch wertvolle Kinderbücher, die die Kinder überfordern oder ausgelutschte Geschichten, die gerade noch so die Kinder fesseln. Wie häufig im Leben gilt: einen gesunden Mittelweg finden.
Und genau das gelingt Ingo Siegner mit seinen lebendigen Erzählungen und humorvollen Details. Ein paar Highlights waren da z.B. veränderte Redewendungen und witzige Namen.
 
Vom kleinen Drachen Kokosnuss gibt es mittlerweile ja sehr viele Bände, weshalb ich gespannt war, ob ich ohne Vorwissen einfach so einsteigen kann. Jetzt kann ich sagen, dass es auf jeden Fall ohne Probleme möglich ist. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass interessant sein könnte, mehr über die Tiere und ihre Abenteuer zu wissen, doch es war nicht notwendig.
 
Doch worum geht es überhaupt? Im Fokus steht ein kleiner Drache namens Kokosnuss, der zusammen mit diversen anderen Tieren Abenteuer erlebt. In einem Interview mit dem Autor habe ich mal gelesen, dass er die Tierarten vorher immer gut recherchiert, um ihre Eigenheiten mit in das Buch zu bringen. Während der Lektüre des Buches ist mir genau das positiv aufgefallen, denn Kinder können so einiges lernen und gleichzeitig Spaß haben.
 
Als ich das Buch begonnen habe, hatte ich kurz Panik vor dem Schreibstil, weil mir ein endloser Satz begegnete. Doch dann wurde schnell klar, dass es sich dabei um ein Tier handelt, dass ohne Punkt und Komma redet und von den anderen auch darauf hingewiesen wird.
Insgesamt hat mir an der Geschichte besonders gut die Mischung aus lehrreichen Inhalten und einer spaßigen Erzählung gefallen, die im Vordergrund steht. Dabei werden einige Themen behandelt, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können, wie Freunde finden, Abenteuer erleben, sich in der Fremde zurechtfinden und Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Dabei wird es stellenweise spannend, wobei die Situation meist schnell und pfiffig gelöst wird. Am Ende des Buches ist aber alles gut, sodass Kinder leicht mit dem Buch abschließen können.
 
Die Illustrationen stammen vom Autor selbst und haben einen ganz eigenen Stil, der mir gut gefällt. Schön knallige Farben, die gute Laune machen.
 
Fazit: Ein Kinderbuch, das einfach gute Laune macht, aber auch nebenbei auf viele Situationen des Lebens vorbereitet, wie Freunde zu finden. Durch humorvolle Details auch für Erwachsene ein Genuss. Mit der großen Schrift auch gut für Erstleser geeignet.

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liebe, zauberei, hexe, magie, roman

Rock & Roll Magic: First Love

Michaela Basner
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei tredition, 27.12.2016
ISBN 9783734578939
Genre: Fantasy

Rezension:

In 'Rock & Roll Magic: First Love' geht es um Emilia, eine junge Hexe, die mit ihrem magischen Kater bei ihren Eltern wohnt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Cassandra sieht sie sich eine Band an, deren Sänger Finn sie sofort in den Bann zieht. Während des Buches versuchen sowohl Emilia, als auch Finn miteinander in Kontakt zu kommen, was durch dieverse Zufälle immer wieder vereitelt oder begünstigt wird.
Das Buch war irgendwie eine witzige Mischung aus 'Bibi Blocksberg' und einem Roman für Erwachsene, denn es kam durchaus rüber, dass Finn sehr sexy ist. ;-)
Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich der Hexenkater Alfons, der eigentlich auf Emilia aufpassen soll. Seine Kommentare waren manchmal frech und witzig, manchmal aufbauend und hilfreich.
Gut gefallen hat mir außerdem wie unterschiedlich die beiden Freundinnen sind und dennoch auf einer Wellenlänge.
In dem Buch werden unterbewusst sogar ein paar Werte übermittelt, wie z.B., dass es wichtigeres im Leben gibt, als herausragend schön zu sein.
Man merkt dem Buch aber an einigen Stellen an, dass es nicht von einem Verlag herausgegeben wurde. Hin und wieder fehlt ein Wort oder ähnliches. Doch bei Selfpublishern drücke ich da immer ein großes Auge zu, vor allem beim ersten Buch.

Fazit: Eine witzige Mischung aus Liebesgeschichte und Hexenroman, die mir einige spaßige Lesestunden beschert hat. Den zweiten Band würde ich definitiv auch kaufen.

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cartoons, nico fauser, comic, bildban, sketch

Auweia!

Nico Fauser
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442176571
Genre: Comics

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass Nico Fauser einen Sammelband für einige seiner Cartoons rausbringt, habe ich nicht lange überlegen müssen. Der Künstler ist in Deutschland mittlerweile sehr bekannt, da er regelmäßig in Tageszeitungen und anderen Medien abgedruckt wird. Besonders bemerkenswert finde ich dabei, dass er seinen Weg sehr früh gefunden hat, denn die erste Veröffentlichung war mit 15 Jahren. Mittlerweile verzeichnet der Künstler, laut eigenen Angaben, auf seiner Homepage mehr als 300.000 monatliche Besucher. Hut ab!
Viel sagen kann man denke ich zu einem solchen Sammelband nicht, weshalb ich kurz auf die Qualität des Buches ansich und die Cartoons eingehe.
Das Buch ist ein flexibles Taschenbuch, das einen sehr wertigen Eindruck macht. Auf dem gewählten Papier kommen die Farben der Illustrationen schön knallig rüber.
Die Cartoons von Nico Fauser kannte ich teilweise, womit ich natürlich gerechnet habe und was überhaupt nicht schlimm ist. So ein Buch hat man ja schnell "durchgelesen" und es war von Anfang an dafür gedacht es immer mal wieder hervorzuholen und zu schmunzeln. Und das passiert nahezu auf jeder Seite, da es der Autor einfach zuverlässig versteht, die menschlichen Eigenheiten einzufangen und uns in ironischer Weise vor Augen zu führen. Dabei spielt er natürlich mit Klischees und Vorurteilen, ohne irgendwie gehässig und verletztend zu wirken. Häufig bewundere ich die Ideen hinter den Cartoons. Sicher, wenn man sie vor sich hat, sind sie logisch...aber da muss man ja erstmal drauf kommen. Und das immer und immer wieder. Hoffentlich werden dem Autoren die Ideen so bald nicht ausgehen.
Ich habe mir jetzt jedenfalls direkt das nächste Buch von ihm bestellt, 'Was wir denken, wenn wir uns ein Ei kochen' und freue mich auf die nächsten Schmunzler.

Fazit: Pfiffig und witzig, wie man Nico Fauser kennt. Als Sammelband super geeignet, um ihn immer wieder hervorzuholen. Auch toll zum Verschenken.

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Tags: bildban, cartoo, cartoons, comic, humor, nico fauser, sketch   (7)
 

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stefan george, dichter, 20. jahrhundert, ästhetik, poesie

Die Stunde der Welt

Frank Schirrmacher
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Blessing, 09.05.2017
ISBN 9783896675897
Genre: Biografien

Rezension:

Frank Schirrmacher war Sachbuchautor, Journalist und lange Zeit einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das nun neu erschienene Buch 'Die Stunde der Welt' ist ursprünglich 1996 als Studie veröffentlicht worden. Der Autor war bekannt für seine gesellschaftspolitischen Debatten und bekam für seine Werke verschiedene Preise verliehen, ehe er 2014 verstarb.
In diesem Buch geht es um fünf Dichter, die zur Zeit der k.u.k.-Monarchie (Östereichisch-Ungarische Monarchie) gelebt haben. Dazu gehören:

Rainer Maria Rilke (04.12.1875 - 29.12.1926)
Georg Trakl (03.02.1887 - 03.11.1914)
Hugo von Hofmannsthal (01.02.1874 - 15.07.1929)
Stefan George (12.07.1868 - 04.12.1933)
Gottfried Benn (02.05.1886 - 07.07.1956)

Da ich bisher um Poesie eher einen weiten Bogen gemacht habe, ging ich mit einem gewissen Respekt an die Lektüre dieses Buches. Zwar nehmen die Gedichte der Dichter gar nicht so viel Platz in dem Buch ein, aber Frank Schirrmachers Schreibstil war am Anfang fast genauso herausfordernd. Menschen, die häufig literarische Sachbücher lesen, werden weniger Probleme damit haben, doch ich musste anfangs manche Sätze zweimal lesen. Nach einer Weile habe ich allerdings Zugang zu seinen Worten gefunden und konnte den Inhalt mehr genießen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass Frank Schirrmachers Studie immer wieder von Auschnitten der fünf Dichter, sowie Fotos der damaligen Zeit unterbrochen wird, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht.
Im Grunde hatte ich zwei Erwartungen an das Buch: Poesie verständlich näher gebracht bekommen, indem jemand anders sie für mich analysiert und einen Einblick in die damalige Zeit zu bekommen. Beides ist sehr gut gelungen, sodass ich meinen Vorsatz mehr Gedichte zu lesen in Zukunft garantiert umsetzen werde. Wobei meiner Meinung nach sogar gerne mehr von den fünf Dichtern abgedruckt hätte werden können. Der Einblick in die Zeit des 20. Jahrhunderts war dabei so lebhaft, dass ich teilweise von der Schwermut der Dichter, insbesondere Trakl, angesteckt wurde. Obwohl die Werke der fünf Männer schon seit hundert Jahren existieren, könnte man stellenweise denken, sie seien extra für die heutige Zeit mit Flüchtlingen und weltweitem Terror verfasst worden. Wahrscheinlich haben sie mich deshalb auch so berührt.

Fazit: Insgesamt ein sehr schönes Buch für Leute, die gerne einen Einblick in die Zeit der k.u.k.-Monarchie oder die Denkweisen Schirrmachers erlangen wollen. Der einzige Punkt, der zu einem Abzug führt, ist die Anzahl an abgedruckter Gedichte, die gerne hätte höher sein können.

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andrea schacht, katzen, doppelband

Spionin im Kurbad - Pantoufle. Ein Kater zur See

Andrea Schacht
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734104596
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als ich das Buch in die Hand genommen habe, ist mir zunächst aufgefallen, wie leicht das Buch ist. Ich habe einige Bücher mit halb so viel Seiten, die das gleiche wiegen. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen.
Bei diesem Roman handelt es sich um eine Neuauflage von zwei älteren Bänden in einem. Die Autorin Andrea Schacht hat schon einige historische Romane, aber auch Krimis und Fantasy geschrieben, in denen Katzen vorkommen. Ursprünglich war sie Wirtschaftsingenieurin und lebt nun ihren Traum Bücher zu schreiben.

Das erste Buch ist 'Spionin im Kurbad' und aus dem Jahr 2012. Sina (eigentlich Seraphina) eine heruntergekommene Katze, die ihre Jungen durchbringen muss. Das Leben draußen ist hart, aber Sina hat sich bewusst dafür entschieden, um ihre Freiheit zu haben. Eigentlich macht sie einen großen Bogen um Menschen, doch als sie Altea die Wurst vom Brot stibitzen will, wird sie erwischt und nicht bestraft. Im Gegenteil scheint die Frau Verständnis für ihre Situation zu haben und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen diesen. Als sich dann auch noch Bouchon, ein anderer Kater, in ihr Reich verirrt, merkt man schnell wie gegensätzlich die beiden sind. Bouchon ist gut genährt und lebt bei seinem Herrchen Dr. Natalis. Sina hat Mitleid mit dem naiven Tier und sie hilft ihm. Doch ein Mörder wird aktiv und das Mensch-Katzen-Gespann geht dem auf die Spur. Dabei steht nicht unbedingt die Spannung im Vordergrund, sondern das Miteinander der Protagonisten, wobei man einiges über die Vergangenheit erfährt. Ich habe besonders Sina sehr ins Herz geschlossen und war immer wieder erstaunt, wie gut das Leben als Katze dargestellt wird. Ob Andrea Schacht in einem früheren Leben mal eine Samtpfote war? Der Roman ist in der Ich-Perspektive aus Sinas Sicht in der Vergangenheit geschrieben und liest sich sehr locker. Im Gegensatz zu einigen Jugendromanen aus Katzensicht, kennen die Vierbeiner hier alle menschlichen Begriffe, sodass das Buch deutlich reifer wirkt.

Das zweite Buch ist 'Pantoufle ein Kater zur See' aus dem Jahr 2009. Es geht um Janed, die ihr Heim und Job aufgrund einer Sturmflut verliert und deshalb nach Amerika auswandern will. Da muss natürlich auch ihr Kater Pantoufle, den sie vor einiger Zeit gerettet hat mit. Der ist allerdings nicht besonders mutig und kann sich viele schönere Orte als ein Schiff vorstellen. Doch was tut man nicht alles für das geliebte Frauchen? Außerdem lernt er eine andere Katze kennen, mit der er sich sehr gut versteht und zusammen decken sie kriminelle Machenschaften auf. Dabei stand für mich, genau wie in Spionin im Kurbad, eher das Miteinander der Personen im Vordergrund. Man merkt auch hier, dass die Autorin Katzen sehr mag. Der Roman ist auch in der Ich-Form in der Vergangenheit verfasst, die Kapitel wieder angenehm kurz.

Fazit: Zwei süße Geschichten, die von den Beziehungen zwischen den Menschen und Katzen leben. Man merkt der Autorin an, dass sie die Vierbeiner liebt und gut kennt.

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Tags: andrea schacht, doppelband, katzen   (3)
 

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kinderbuc, spion, agen

Der Club der unsichtbaren Spione

Gitty Daneshvari
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783641178246
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Shelley und Jonathan sind gar nicht so unauffällig, wie ich nach dem Titel vermutet hätte. Klar, beide haben keine besonders herausragenden Eigenschaften oder äußere Details, die sie aus der Masse hervorstechen lassen, doch wer hat das schon? Shelley hat sogar eine ganz eigene, witzige Art zu sprechen, die ich eher als auffällig einschätzen würde. Doch das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Beide wurden nach einem Training, das eher nicht so gut lief damit beauftragt die Entführung des Vize-Präsidenten zu lösen. Schwierig, schwierig...ob die beiden das schaffen werden?
Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass permanent die Aussage durchschimmert: Egal, wie du bist, du bist gut so. Das ist eine Sache, für die ich selbst auf meinem Instagram-Kanal @ilkamiilka einstehe und deshalb konnte das Buch eigentlich nur noch gut werden. Der Schreibstil von Gitty Daneshvari ließt sich in der Übersetzung von Bettina Spangler ziemlich locker und flüssig. Ich habe jede Seite in diesem Buch genossen und mitgerätstelt, wie es wohl ausgeht. Für Leser ab 10 Jahren, dürfte die eigentliche Story natürlich noch spannender gewesen sein, aber auch mir hat es einige schöne Stunden beschert.
Geschrieben ist das Buch in der 3. Person in der Vergangenheit und weist eine angenehme Kapitellänge auf.
Zu Beginn jedes Kapitels befindet sich eine hübsche Grafik mit einem Zitat eines anderen Kindes, das oft einen witzig, ironischen Ton hat. Teilweise habe ich richtig gelacht.
Das Cover und die Illustrationen sind allgemein sehr schön und das Vorsatzpapier (Papier, das den Buchdeckel mit dem eigentlichen Buch verbindet) sticht in einem knalligen gelb toll hervor.

Fazit: Ein tolles Kinderbuch ab 10 mit einer schönen Kernaussage neben der Story.

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Tags: agen, kinderbuc, spion   (3)
 

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kinderbuch, familie, stran, urlaub, homosexualität

Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien

Dana Alison Levy
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.05.2017
ISBN 9783641165482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei 'Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien' handelt es sich um ein Kinderbuch ab 10 Jahren, zu dem ein erster Band existiert, der vorher nicht gelesen worden sein muss. Geschrieben wurde das Buch von der Autorin Dana Alison Levy, die in der Autorenbeschreibung sehr nett und witzig wirkt. Die tollen Illustrationen und das wundervoll sommerliche Cover stammen aus der Feder von Maria Karipidou.
In dem Buch geht es um die Fletcher Familie, die Urlaub auf den Rock-Islands macht. Dabei hat es mich zunächst irritiert von 'Dad' und 'Papa' zu lesen, bis mir ein Licht aufgegangen ist, dass es sich um ein homosexuelles Paar handelt. (Hätte man den Klappentext gelesen, wäre das nicht passiert. Ich lasse mich nur immer lieber überraschen.) Wahrscheinlich wurde das im ersten Band auch erklärt. Nachdem ich durchgeblickt habe, war das überhaupt kein Problem mehr und mal eine angenehme Abwechslung. Die Konstellation ist ein bisschen jungsdominiert mit den drei Söhnen, aber das war überhaupt nicht störend. Besonders gefreut haben die Buchkatzen sich übrigens über Zeus, der ebenfalls ein Main-Coon-Kater ist. ;-)
Gut gefallen hat mir die Kombination aus viel Witz und unterschwelligem Humor in Kombination mit dem Heranführen der Kinder an die (in Büchern leider noch ungewöhnliche) Familienzusammenstellung. Meiner Meinung nach sollten mehr Bücher von dem Standardschema einer Familie abweichen.
Das Buch hat eine angenehme Schriftgröße und Kapitellänge, sodass es auch für die jüngeren Leser motivierend sein dürfte. Erzählt wird in der 3. Person in der Vergangenheit.

Fazit: Insgesamt ein tolles Buch ab 10, das Kindern zeigt, dass eine Familie nicht immer aus Mutter, Vater und zwei Kindern bestehen muss. Besonders gefallen haben mir die vielen Szenen, bei denen ich schmunzeln musste.

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Tags: familie, familienurlaub, homosexualität, kinderbuch, stran, urlaub   (6)
 

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jane austen, stolz und vorurteil, klassiker, england, roman

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass der Penguin Verlag 'Stolz und Vorurteil' mit einem wunderschönen Cover neu rausbringt, habe ich mich riesig gefreut. Denn schon lange habe ich mir vorgenommen diesen Klassiker mal zu lesen, schlummert er doch schon ewig auf meinem eBook-Reader. Doch irgendwie hatte ich bisher zu großen Respekt davor, da das Buch im Original ja aus dem Jahre 1813 stammt. Die Übersetzung von Andrea Ott macht das Lesen allerdings leichter als gedacht. Wenn man dann erstmal eingelesen ist, fällt einem die ältere Sprache gar nicht so auf.
Aber ich war nicht nur überrascht wie leicht mir die Lektüre fiel, sondern auch wieviel Spaß ich dabei hatte. Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir vorher immer wie ein Pflichtprogramm vorkam. So ein Klassiker, den man eben gelesen haben muss. Aber weit gefehlt, die Art wie Jane Austen schreibt, kam mir viel reifer und emanzipierter vor, als ich es 1813 vermutet hätte. Im Vordergrund steht die vom Vater gewünschte Verlobung seiner Tochter Elisabeth, der es mit seinen fünf Töchtern nicht so leicht hat. Doch sie will sich nicht so einfach in ihr Schicksal fügen. Dieser Konflikt steht im Vordergrund des Buches und füllt 635 Seiten, doch aufgrund der vielen Hindernisse, die auf Missverständnissen und menschlichen Eigenheiten beruhen, wurde es mir nicht langweilig. Ich lese sonst aber auch gerne seitenstarke historische Romane und bin daran gewöhnt, dass die Handlung manchmal eher vor sich hin plätschert. In Kombination mit dem britischen Flair des Landadels ist es für mich ein sehr schönes, ruhiges Buch, das ich immer ganz entspannt mit einer Tasse Kaffee genossen habe. Ich bin aber auch ein großer Fan von Großbritannen.

Fazit: Diese neugestaltete Auflage des Klassikers eignet sich perfekt zum Verschenken, auch gern an sich selbst. Wenn man erstmal Zugang zu der Sprache gefunden hat, wird man von einer angenehm emanzipierten Protagonistin überrascht. Das wird bestimmt nicht mein letztes Buch von Jane Austen gewesen sein.

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Tags: adel, großbrittanien, historisch, jane austen, klassike   (5)
 

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buddha, lotos verlag, glück, thomas hohensee, gelassenheit

10 Dinge, die jeder von Buddha lernen kann

Thomas Hohensee
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Lotos, 26.09.2016
ISBN 9783778782675
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Titel im Stil der Onlineartikel, die danach gieren gelesen zu werden, hat mich erst stutzig gemacht. Häufig soll ein solcher Titel über den mangelnden Inhalt hinwegtäuschen, wobei man sich am Ende fragt, wo denn die zehn grandiosen Fakten geblieben sind. Anders im Werk von Thomas Hohensee, das ich garantiert immer mal wieder hervorholen werde. Die zehn Fakten gliedern das Buch in seine Kapitel, sodass man einer klaren Struktur folgt. Mit seinen 192 Seiten ist es schnell durchgelesen. Doch die Wirkung war, bei mir zumindest, immens. Dauernd saß ich da und fühlte mich verstanden, teilweise auch ertappt. In der heutigen Zeit, wenn man das im meinem Alter überhaupt schon so altklug sagen darf, wird man häufig von einer Hektik ergriffen, neigt dazu die vielfältigen Möglichkeiten, die wir haben, als Last zu empfinden. Mir geht es häufig so, der Autor sprach mir quasi direkt aus der Seele und ich glaube, dass es vielen Lesern so gehen dürfte. Einerseits wollen wir alles perfekt machen, vor anderen gut darstehen und überall mitmachen. Dabei kommt die Entspannung häufig viel zu kurz.
Der Untertitel 'mehr Gelassenheit, Glück und Liebe ins Leben bringen' trifft für mich den Kern dieses Buches. Viele Denkansätze sind mir dabei bewusst gewesen, doch man neigt dazu sie zu verdrängen. Deshalb werde ich das Buch garantiert wieder hervorholen, wenn ich in alte Verhaltensmuster verfalle und mich selbst unnötig stresse.
Sehr gut gefallen hat mir übrigens die Art, wie Buddha beschrieben wurde, nicht so idealisierend. Vor der Lektüre dieses Buches wusste ich nahezu überhaupt nichts über Buddha. Doch der Autor streut immer wieder Informationen über ihn und seinen Lehren ein, ohne den Beigeschmack eines Geschichtsbuches zu erzeugen. Genau die richtige Mischung. So wie der Schreibstil des Autoren insgesamt, lehrreich, aber leicht zu lesen.

Fazit: Ein idealer Einstieg in die Lehren Buddhas. Ich fühlte mich häufig in Verhaltensweisen ertappt und habe einige lehrreiche Ratschläge für die eigene Gelassenheit mitgenommen.

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beeindruckend, französich, pierre lemaitre, erster weltkrie, highlight

Wir sehen uns dort oben

Pierre Lemaitre , Christian De Metter
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Splitter-Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783958393936
Genre: Comics

Rezension:

'Wir sehen uns dort oben' von Pierre Lemaitre ist ein Buch, das nachhallt. Schon während der Lektüre hat es mich stets zum Nachdenken angeregt und dieser Prozess endete auch nicht, als ich es aus der Hand legte. Das liegt zum einem an dem Thema, denke ich. Der erste Weltkrieg ist ein Thema, das mich stets berührt. Krieg allgemein. Das Leben, das die Protagonisten führen weicht einfach so krass von meinem ab, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst die Lächerlichkeit der eigenen Probleme vor Augen zu führen. Nach solch einem Kontakt mit der (fiktiven) Vergangenheit bin ich meist unglaublich dankbar für mein eigenes Leben. So auch diesmal, da der Autor ein glaubhaftes Gefühl für die damalige Zeit vermittelt.
In diesem Buch geht es überwiegend um die zwei Soldaten Albert und Édouard, die für Frankreich im ersten Weltkrieg gekämpft haben und die durch mehrere (unglückliche) Fügungen des Schicksaals sowas wie Freunde werden. Der Begriff 'Freunde' ist irgendwie passend und unpassend zugleich - das Verhältnis der beiden ist durchaus speziell. So wie alles irgendwie speziell an den Charakteren dieses Buches ist, worin für mich auch der besondere Reiz lag. Die Handlung folgt einem eher gemächlichen Spannungsbogen, dennoch war mir nie langweilig. Das lag an der Art, wie die Charaktere beschrieben wurden. Selten habe ich Büche gelesen, in denen der Unterschied zwischen der Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung der Personen so deutlich wurde. Dies gelang durch die Perspektivwechsel, die zwar mitten im Kapitel stattfanden, aber durch einen Absatz gut gekennzeichnet waren. So wurde einem erst erklärt, wie Person A ins Gespräch ging, häufig völlig überzeugt, der anderen Person überlegen zu sein. Man fühlte sich sicher, sah den Ausgang des Gesprächs schon vor sich. Doch dann erwischte es einen ebenso kalt wie Person A, als Person B offenbarte, wie sie dachte. Dabei kamen die Personen keinesweges alles gut weg, häufig meine ich Kritik gegen bestimmte Denkweisen herausgelesen zu haben. Während man in manchen Büchern von nahezu perfekten "Menschen" umgeben ist, musste man hier manchmal mühsam suchen, positive Züge an den Charakteren zu entdecken. Als Beispiel sei hier Merlin genannt, der mich unglaublich fasziniert hat, da meine Emotionen beim Lesen zwischen Fassungslosigkeit, Ekel und Bewunderung schwankten. Da war wirklich alles vertreten.
Das Ende ist für mich genau die richtige Mischung aus traurigem und glücklichem Anteil. Es wirkt realistisch.

Fazit: Zu Recht Gewinner des großen französichen Literaturpreises Prix Goncourt. Unglaublich vielschichtige Charaktere, von denen das Buch lebt.

Mehr Bewertungen auf www.buchkatzen.weebly.com

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Tags: erster weltkrie, französich, pierre lemaitre   (3)
 

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tod, fantasy, thriller, todesschläfer, fluch

Oneiros - Tödlicher Fluch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426505908
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf Drängen einer guten Freundin, die totaler Markus Heitz-Fan ist, habe ich 'Oneiros' gelesen. Zum Glück! Die Zwerge fand ich schon überaus gelungen, aber an seine anderen Werke hatte ich mich noch nicht gewagt.
Das Buch hat mehrere Erzählstränge, die sich unregelmäßig abwechseln, aber alle ungefähr zur gleichen Zeit spielen. Dabei fiel es mir nie schwer, mich zu orientieren, wer gerade erzählt und was sie/ er zuletzt getan hat. Das gelingt auch nicht allen Autoren.
Die Person, die meistens im Fokus steht, ist Konstantin, mal kein Forensiker, wie in so vielen Trhillern, aber auch im engen Kontakt mit dem Tod. Der Gute ist nämlich Bestatter und zwar kein schlechter. Das Buch startet in einer Szene in seinem Unternehmen. Noch ahnt weder der Leser noch Konstantin, dass ihn bald seine Vergangenheit einholen wird. Denn Konstantin ist ganz besonders, mehr möchte ich hier nicht erzählen. Im Laufe des Buches werden dann noch eine Art verrückte Wissenschaftlerin und ein selbsternannter Polizist eingeführt, wobei sich die Geschichten immer mehr verpflechten und die Personen auch an manchen Stellen aufeinander treffen. Die Neugierde zu wissen, wie es weitergeht, hat mich dabei beharrlich durch das Buch getrieben, sodass ich es relativ schnell verschlungen habe. Als ich eben gesehen habe, dass es 624 Seiten hat, war ich erstmal total überrascht, weil es mir gar nicht so vorkam. Ein besseres Kompliment kann man einem Buch wahrscheinlich nicht machen. Die Übergänge zwischen den Kapiteln waren zwar immer spannend, gerade durch die Perspektivwechsel, aber auf einen übermäßigen Einsatz von Cliffhangern wurde zum Glück verzichtet.
Beim Lesen des Buches bereist man übrigens verschiedene Städte und Länder, die der Autor genau so detailliert beschrieben hat, ohne langatmig zu werden, dass ich das Gefühl bekam, selbst dabei zu sein.
Konstantin war mir sehr sympathisch und obwohl er ein Mann ist, konnte ich mich immer gut in ihn hineinversetzen.
Übrigens: Meine Freundin meinte, dass Markus Heitz häufig einzelne Personen in mehreren, voneinander unabhängigen Büchern auftauchen lässt. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich werde auf jeden Fall auch die anderen noch lesen.

Fazit: Mal ganz andere Fantasy! Deutschland als Handlungsort fand ich sehr spannend und die Story konnte mich durchweg überzeugen.

5 von 5 Pfoten

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blanvalet;, mutterschutz, sandra runge, elternzeit, dont worry be mami

Don't worry, be Mami

Sandra Runge
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 27.02.2017
ISBN 9783764505769
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung:

Vorsichtig ausgedrückt, war ich vorher skeptisch wie es werden würde, einen Ratgeber zu rezensieren. Was ist, wenn er so trocken ist, dass ich mich wirklich dadurch quälen muss?
Doch die Autorin und Rechtsanwältin Sandra Runge, die auf ihrem Blog über die Rechte von Eltern schreibt, versteht es die Informationen verständlich rüberzubringen, ohne es total oberflächlich zu halten. Aufgrund ihres Berufs, kann man sicherlich auch davon ausgehen, dass die Informationen stimmen, allerdings würde ich mich im Einzelfall vorher nochmal gut informieren.
Für mich war das Buch eher so ein Überblick, was man überhaupt als Eltern alles beachten muss. Da ich selbst ja noch keine Kinder habe und auch nicht aktiv in der Planung bin, wurde ich das eine oder andere mal verwundert angesehen, als ich das Buch in der Hand hatte. Doch ich denke, dass es nicht schaden kann, sich schon mal damit auseinanderzusetzen.
Das Buch liest sich wirklich sehr angenehm und behandelt die vielen Fragen, die der Autorin selbst im Laufe ihrer Zeit als Mutter gekommen sind und dem Input durch die Leser ihres Blogs. Somit hatte ich das Gefühl, dass ein sehr breites Gebiet abgedeckt wurde. Jetzt bin ich quasi geimpft auf was ich alles achten muss.
Das Buch eignet sich somit sehr gut für Leute, die irgendwann mal Kinder wollen, gerade eins "ausbrüten" oder schon Eltern sind.
Interessant fand ich zum Beispiel das Kapitel über Hebammen und das sogenannte Hebammensterben. Erstens hätte ich nicht gedacht, dass es so schwer sein kann eine Hebamme zu finden.

Fazit: Der ideale Ratgeber für werdende Eltern, solche, die es schon sind und planen zu sein. Die Autorin vermittelt das Wissen auf eine sehr lockere Art, sodass man sich nicht belehrt fühlt.

5 von 5 Pfoten
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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Warum AC/DC die Größten sind

Anthony Bozza , Violeta Topalova
Fester Einband: 175 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.11.2010
ISBN 9783453266810
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiighway to hell!", so die Playlist läuft, jetzt fühle ich mich bereit diese Rezension zu schreiben.
Es fällt mir schwer dieses Buch zu bewerten. Da es nur etwas mehr als 200 Seiten hat, habe ich von Anfang an nicht mit sehr vielen Informationen gerechnet. Doch letztlich war ich dann doch ein bisschen enttäuscht.
Kurz als Vorwissen: Die Musik von AC/DC hat mich seit jeher begeistert. Es führt regelmäßig auf diversen Feiern zu einer kurzeitigen Eskalation. Dennoch habe ich mich nie näher mit der Band befasst, weil ich gerne einfach die Musik höre, ohne die Personen näher zu betrachten. Als ich jedoch die Gelegenheit bekam dieses Buch über das Bloggerportal zu lesen, bin ich doch neugierig geworden. Ich war mir nach dem Klappentext und Titel nicht ganz sicher, ob ich eher eine a) Hommage an die Band oder b) Biografie erwarten sollte.
Beides war es irgendwie nicht. Biografie auf gar keinen Fall, aber auch kein reiner Lobgesang des Autors auf die Band. Anthony Bozza hat einige andere Künstler nach ihrer Meinung zu AC/DC gefragt und dies wiedergegeben. Ein paar Fakten erhält man auch, doch die Band hält sich wohl eher bedeckt mit ihrem Privatleben. Das finde ich auch gut und total verständlich, doch dann sollte man vielleicht kein Buch über sie schreiben? Wobei es ja anscheinend auch Biografien mit echtem Informationsgehalt über sie gibt, wie eine kurze Internetrecherche ergeben hat.

Fazit: Es fällt mir schwer eine Zielgruppe für dieses Buch zu definieren oder einen Grund zu finden, warum man das Buch lesen sollte. Wer ein starker Fan ist und einfach gerne von anderen in der eigenen Meinung unterstützt wird, könnte großen Gefallen daran finden. Für mich war es eher uninteressant, aber ich schätze die Mühe und Leidenschaft, die der Autor in dieses Thema gesteckt hat, warum ich immer noch eine mittlere Wertung vergebe.

3 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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thriller, entführung, amy gentry, spannung, familie

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ‚Good as gone‘ wird ein Thema behandelt, mit dem ich persönlich hoffentlich niemals in Kontakt komme: Kindesentführung. Allein die Vorstellung jagt mir einen Schauer über den Rücken. Diese jahrelange Ungewissheit, ob dein Kind noch lebt oder nicht, ob es leidet … das wünsche ich niemanden.
Umso spannender darüber zu lesen. Die Geschichte handelt von Julie, die vor acht Jahren entführt wurde, plötzlich wieder auftaucht. Das, wovon alle Eltern entführter Kinder träumen dürften, ist passiert. Zunächst kann es die Familie, die übrigens noch eine zweite Tochter Jane hat, gar nicht glauben. Dass einem das eigene Kind nach so einer langen Trennung etwas fremd vorkommt ist doch normal, oder? Doch Anna, die Mutter von Julia, erkennt ihre Tochter einfach nicht wieder. Als die nagenden Zweifel an der Identifikation ihrer Tochter immer stärker werden und auch ein Detektiv die gleichen Schlüsse zieht wie sie, beschließt sie mehr über die junge Frau herauszufinden. Dabei weiht sie weder ihren Mann, noch Jane ein. Man erfährt also hauptsächlich, wie Anna denkt, fühlt und handelt.

Zwischendurch wird diese Haupthandlung immer wieder von Vergangenheitsschnipseln unterbrochen, die mich am Anfang leider ziemlich verwirrt haben. Generell mag ich eine zeitlich oder personell aufgeteilte Erzählweise immer sehr gerne, doch es dauerte eine Weile, bis überhaupt klar wurde, in welchem Zusammenhang sie zur Haupthandlung stehen.
Je mehr man über Julie erfährt, desto stärker rückt auch eine kirchliche Komponente in den Vordergrund.
All diese Punkte könnten einen wirklich spannenden Thriller ergeben, doch leider plätschert das Geschehen eher so vor sich hin. In Büchern habe ich generell einen langen Atem, da ich häufig historische Romane mit über tausend Seiten lese, doch bei einem Thriller habe auch ich eigentlich andere Erwartungen. Schade, da die Idee eigentlich echt gut ist und viel Potenzial zum Aufbau von Spannung bietet.

 Das Cover finde ich ansich übrigens sehr schön. Schlicht, aber dennoch spannend. Im Gegensatz zu dem Originalcover in gelb und pink, ist das deutsche mehr nach meinem Geschmack. Die Verarbeitung des Buches ist ebenfalls von guter Qualität.
 
Fazit: Kein schlechtes Buch, aber auch nicht das, was man sich unter Thriller vorstellt. Würden Klappentext und Cover eine andere, ruhigere Stimmung andeuten, wäre ich nicht so überrascht gewesen. Die Bewertung fällt mir sehr schwer, da das Buch einige gute Stellen hat und man die Gefühle von Anna wirklich greifen kann. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein – nur eben nicht in einem Thriller. Letztlich habe ich mich jetzt entschieden dennoch nur eine mittlere Bewertung zu geben, weil ich als Käufer, der einen spannenden Thriller sucht lieber ein anderes Buch lesen würde. Dann müsste man das Buch (Klappentext, Cover) anders vermarkten.

 
3 von 5 Pfoten

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musik, parallelwelt, catron, magie, licht und dunkel

Quo

Anja Berger
Flexibler Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.02.2017
ISBN 9783741263637
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich gerade den ersten Teil der Licht und Dunkel-Reihe verschlungen und mit 5 Pfoten bewertet habe, lag es natürlich nah, gleich mit dem zweiten Band weiterzumachen. Besonders, da der erste Band super spannend endet und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Zu Anfang erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Story aus dem ersten Band. In meinem Fall war das natürlich nicht notwendig, aber generell finde ich es immer super, wenn man nochmal die wichtigsten Begebenheiten frisch im Kopf hat.
Die Musikstudentin Kira ist ja mehr oder weniger zufällig in eine Parallelwelt der Erde gelangt, die von gefährlichen Kreaturen – den Dunklen – angegriffen wird. Als man bemerkt, welch starke Magie in ihr wohnt, wollen der Magier Skjaldan und der Barde Elmaryn sie in die Magierschule des Lichts „Quo“ bringen. Doch durch verschiedene Umstände wird Kira von diesen getrennt, schlägt sich eine Weile alleine durch und wird dann von den Mitgliedern der Magierschule der Dunkelheit „Catron“ gefangen genommen. Doch es gelingt ihr ihre Vorurteile gegenüber der Dunkelheit abzulegen, die mit den angreifenden Dunklen nichts zu tun haben. Eigentlich haben nämlich beide Magierschulen das gleiche Ziel: die Dunklen zu vernichten und das Gleichgewicht der Welt zu richten. Um die Magier in Catron von ihren guten Absichten zu überzeugen spielt sie das Lied des Lichts, das den Stein der Dunkelheit weckt. Dieser zeigt ihr ganz deutlich, dass sie das Gleichgewicht wieder herstellen muss. Hier endet Band 1.

In Band zwei geht es darum, dass Kira – nun Magierin der Weltenkraft – den Stein des Lichts in Quo ebenfalls erwecken will. Doch die Vorurteile sitzen tief und die starke Macht, die sie damit erhalten würde, löst in vielen Leuten Misstrauen aus. In diesem Band erlebt man wieder viele spannende Abenteuer dieser wunderbaren Fantasywelt, die mich schon im ersten Teil in ihren Bann gezogen hat. Außerdem beweist die Autorin auch hier wieder ein Händchen für die Gestaltung ihrer Charaktere. Sowohl die Guten, als auch die Bösen haben mich sehr gut unterhalten, häufig konnte ich Personen auch nicht gleich einem Lager zuordnen, was es nochmal spannender gemacht hat. Man hat einige alte Bekannte aus dem ersten Band wieder getroffen, wobei mir besonders Skjaldan, Shadar und Elmaryn ans Herz gewachsen sind. Achja und natürlich der backende Weltentorwächter Edvik, der ist der Hammer!

Der eher lange Band liest sich sehr gut weg, ohne Längen zu haben, was sicherlich auch an den wechselnden Erzählern der einzelnen Kapitel liegt. Außerdem erschafft die Autorin eine wirklich abwechslungsreiche Welt, die sehr bildhaft beschrieben wird, ohne sich zu sehr im Detail zu verlieren. Zwischendurch war ich manchmal ein bisschen verwirrt in der Story, was aber auch daran liegt, dass viele Fragen einfach noch offen sind und bestimmt im nächsten Band beantwortet werden, der übrigens noch Ende des Jahres erscheinen soll. (Hier bitte meinen Kreischanfall einfügen :O <3 ) Toll finde ich auch, dass der zweite Band dem ersten in nichts nachsteht und auch das Ende nicht so überstürzt runtergeschrieben wirkt. Man hat einfach das Gefühl, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat, die das Buch verdient.

Doch damit ein Buch von mir die volle Pfotenzahl bekommt, sind weitere Dinge nötig, wie ein ansprechendes Cover und eine liebevolle Gestaltung. Diesen Punkt meistert „Quo“ mit Bravur. Das Cover, das ich leider nur als eBook betrachten konnte, passt wunderbar zum ersten Band und auch allgemein zu der Story. Würde ich es im Laden sehen, blieb mein Blick garantiert daran hängen. Wie schon im ersten Band zeichnet sich das Innenlayout durch die schöne Gestaltung der Kapitelanfänge aus, mit einem Zitat der Person, aus dessen Sicht es geschrieben ist. Um sich die Welt besser vorzustellen, ist vor jedem Länderwechsel eine Karte eingefügt.

Fazit: Der zweite Band der Licht und Dunkel-Reihe kann ebenfalls durch seine fantasievolle Welt und tollen Personen begeistern. Wieder kann ich den nächsten Band kaum abwarten.
5 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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andreas dutter, olivia mikula, drachenmond verlag, snow heart, fantasy

Snow Heart

Olivia Mikula
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.01.2017
ISBN 9783959911108
Genre: Fantasy

Rezension:


Dieses Buch habe ich im Rahmen der Leserunde im März der Drachemond-Lesechallenge gelesen. Im Monat davor haben wir uns mit Arya & Finn befasst, was mich vorher gar nicht so angesprochen hat und dann direkt begeistert.
Bei Snow Heart kann ich nicht behaupten, dass es genau andersrum war, aber es hat mich sehr überrascht. Da ich noch nie zuvor ein Buch von Olivia Mikula (Pseudonym von Andreas Dutter) gelesen habe und mal wieder den Klappentext vorher ignoriert habe, hätte ich alleine vom Cover auf eine ganz andere Geschichte getippt. Aber anders ist ja nicht immer besser und je mehr Zeit seit dem Lesen des Buches vergangen ist, desto besser finde ich es. Es wäre ja langweilig, wenn jedes Buch gleich wäre.
Für mich sehr ungewohnt war einfach diese moderne Erzählweise, mit Flüchen und lauter Serienanspielungen. Manchmal fand ich sie sehr passend, dann wieder etwas zu viel. Doch das schien allen in der Leserunde so zu gehen. Ich hatte beinahe den Eindruck, entweder hasst oder liebt man das Buch - wobei ich mich eher in der Mitte einordnen würde. Generell fand ich die Anspielungen zwar manchmal nicht so gut, aber irgendwie passen sie zu Andreas Dutter, so wie er sich auch auf seinem YouTube-Kanal präsentiert.
Gut gefallen haben wir die kreativen Ideen und einige Charaktere, wie Wyatt oder Casparas Oma. Die Protagonisitin selbst fand ich ganz gut gelungen.
Das Erzähltempo in dem Buch war ziemlich hoch, sodass zwar nie Langeweile aufkam, dafür manchmal aber kurzzeitige Verwirrung, wenn man nicht hinterherkam. Doch innerhalb kurzer Zeit sind mir die Zusammenhänge dann doch klar geworden.
Die Gestaltung ist - typisch für den Drachenmond-Verlag - einfach wunderschön. Nicht nur das Cover ist ein echter Hingucker, sondern auch die Verzierungen innerhalb des Buches. Wirklich ein Schmuckstück.

Fazit: Ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht komplett überrascht hat und das man einfach selber lesen muss, um sich da eine Meinung zu bilden. Ich werde auf jeden Fall auch die älteren Bände von ihm lesen, weil ich sehr gespannt bin, wie er sonst so schreibt. Insgesamt hat es mich sehr gut unterhalten, aber aufgrund mancher Anspielungen und des sehr raschen Tempos, reicht es nicht ganz zur vollen Punktzahl.

4 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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