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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

afrika, savanne, austauschschüler, drache kokosnus, kinderbuch

Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren

Ingo Siegner , Ingo Siegner , Philipp Schepmann
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei cbj audio, 24.07.2017
ISBN 9783837138382
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:
 
Als gebürtige Hannoveranerin habe ich natürlich schon viel von Ingo Siegner und seinem kleinen Drachen Kokosnuss gehört. Der ehemalige Reisegruppenleiter hat irgendwann begonnen seine vielen Geschichten, die er den Kindern erzählt aufzuschreiben und sich dafür das Illustrieren beigebracht.
Da seine Zielgruppe aber sehr junge Leser sind, hielt ich sie eher für uninteressant. Doch seit einigen Monaten lese ich nicht mehr nur gerne Jugendbücher, sondern auch Kinder- und Bilderbücher, wenn sie gut gemacht sind und mit diesem 25. Jubiläumsband habe ich es dann probiert. Einige Autoren verstehen es nämlich nicht nur die Kinder, sondern auch die vorlesenden Eltern abzuholen. Sie versehen ihre Texte mit witzigen Anekdoten und Anspielungen und bleiben dennoch verständlich für die Kinder. Doch das hinzubekommen ist gar nicht so einfach und häufig sehe ich auch Beispiele für pädagogisch wertvolle Kinderbücher, die die Kinder überfordern oder ausgelutschte Geschichten, die gerade noch so die Kinder fesseln. Wie häufig im Leben gilt: einen gesunden Mittelweg finden.
Und genau das gelingt Ingo Siegner mit seinen lebendigen Erzählungen und humorvollen Details. Ein paar Highlights waren da z.B. veränderte Redewendungen und witzige Namen.
 
Vom kleinen Drachen Kokosnuss gibt es mittlerweile ja sehr viele Bände, weshalb ich gespannt war, ob ich ohne Vorwissen einfach so einsteigen kann. Jetzt kann ich sagen, dass es auf jeden Fall ohne Probleme möglich ist. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass interessant sein könnte, mehr über die Tiere und ihre Abenteuer zu wissen, doch es war nicht notwendig.
 
Doch worum geht es überhaupt? Im Fokus steht ein kleiner Drache namens Kokosnuss, der zusammen mit diversen anderen Tieren Abenteuer erlebt. In einem Interview mit dem Autor habe ich mal gelesen, dass er die Tierarten vorher immer gut recherchiert, um ihre Eigenheiten mit in das Buch zu bringen. Während der Lektüre des Buches ist mir genau das positiv aufgefallen, denn Kinder können so einiges lernen und gleichzeitig Spaß haben.
 
Als ich das Buch begonnen habe, hatte ich kurz Panik vor dem Schreibstil, weil mir ein endloser Satz begegnete. Doch dann wurde schnell klar, dass es sich dabei um ein Tier handelt, dass ohne Punkt und Komma redet und von den anderen auch darauf hingewiesen wird.
Insgesamt hat mir an der Geschichte besonders gut die Mischung aus lehrreichen Inhalten und einer spaßigen Erzählung gefallen, die im Vordergrund steht. Dabei werden einige Themen behandelt, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können, wie Freunde finden, Abenteuer erleben, sich in der Fremde zurechtfinden und Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Dabei wird es stellenweise spannend, wobei die Situation meist schnell und pfiffig gelöst wird. Am Ende des Buches ist aber alles gut, sodass Kinder leicht mit dem Buch abschließen können.
 
Die Illustrationen stammen vom Autor selbst und haben einen ganz eigenen Stil, der mir gut gefällt. Schön knallige Farben, die gute Laune machen.
 
Fazit: Ein Kinderbuch, das einfach gute Laune macht, aber auch nebenbei auf viele Situationen des Lebens vorbereitet, wie Freunde zu finden. Durch humorvolle Details auch für Erwachsene ein Genuss. Mit der großen Schrift auch gut für Erstleser geeignet.

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Tags: ingo siegner, kinderbuch   (2)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, zauberei, hexe, magie, roman

Rock & Roll Magic: First Love

Michaela Basner
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei tredition, 27.12.2016
ISBN 9783734578939
Genre: Sonstiges

Rezension:

In 'Rock & Roll Magic: First Love' geht es um Emilia, eine junge Hexe, die mit ihrem magischen Kater bei ihren Eltern wohnt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Cassandra sieht sie sich eine Band an, deren Sänger Finn sie sofort in den Bann zieht. Während des Buches versuchen sowohl Emilia, als auch Finn miteinander in Kontakt zu kommen, was durch dieverse Zufälle immer wieder vereitelt oder begünstigt wird.
Das Buch war irgendwie eine witzige Mischung aus 'Bibi Blocksberg' und einem Roman für Erwachsene, denn es kam durchaus rüber, dass Finn sehr sexy ist. ;-)
Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich der Hexenkater Alfons, der eigentlich auf Emilia aufpassen soll. Seine Kommentare waren manchmal frech und witzig, manchmal aufbauend und hilfreich.
Gut gefallen hat mir außerdem wie unterschiedlich die beiden Freundinnen sind und dennoch auf einer Wellenlänge.
In dem Buch werden unterbewusst sogar ein paar Werte übermittelt, wie z.B., dass es wichtigeres im Leben gibt, als herausragend schön zu sein.
Man merkt dem Buch aber an einigen Stellen an, dass es nicht von einem Verlag herausgegeben wurde. Hin und wieder fehlt ein Wort oder ähnliches. Doch bei Selfpublishern drücke ich da immer ein großes Auge zu, vor allem beim ersten Buch.

Fazit: Eine witzige Mischung aus Liebesgeschichte und Hexenroman, die mir einige spaßige Lesestunden beschert hat. Den zweiten Band würde ich definitiv auch kaufen.

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nico fauser, cartoons, bildban, sketch, cartoon

Auweia!

Nico Fauser
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442176571
Genre: Comics

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass Nico Fauser einen Sammelband für einige seiner Cartoons rausbringt, habe ich nicht lange überlegen müssen. Der Künstler ist in Deutschland mittlerweile sehr bekannt, da er regelmäßig in Tageszeitungen und anderen Medien abgedruckt wird. Besonders bemerkenswert finde ich dabei, dass er seinen Weg sehr früh gefunden hat, denn die erste Veröffentlichung war mit 15 Jahren. Mittlerweile verzeichnet der Künstler, laut eigenen Angaben, auf seiner Homepage mehr als 300.000 monatliche Besucher. Hut ab!
Viel sagen kann man denke ich zu einem solchen Sammelband nicht, weshalb ich kurz auf die Qualität des Buches ansich und die Cartoons eingehe.
Das Buch ist ein flexibles Taschenbuch, das einen sehr wertigen Eindruck macht. Auf dem gewählten Papier kommen die Farben der Illustrationen schön knallig rüber.
Die Cartoons von Nico Fauser kannte ich teilweise, womit ich natürlich gerechnet habe und was überhaupt nicht schlimm ist. So ein Buch hat man ja schnell "durchgelesen" und es war von Anfang an dafür gedacht es immer mal wieder hervorzuholen und zu schmunzeln. Und das passiert nahezu auf jeder Seite, da es der Autor einfach zuverlässig versteht, die menschlichen Eigenheiten einzufangen und uns in ironischer Weise vor Augen zu führen. Dabei spielt er natürlich mit Klischees und Vorurteilen, ohne irgendwie gehässig und verletztend zu wirken. Häufig bewundere ich die Ideen hinter den Cartoons. Sicher, wenn man sie vor sich hat, sind sie logisch...aber da muss man ja erstmal drauf kommen. Und das immer und immer wieder. Hoffentlich werden dem Autoren die Ideen so bald nicht ausgehen.
Ich habe mir jetzt jedenfalls direkt das nächste Buch von ihm bestellt, 'Was wir denken, wenn wir uns ein Ei kochen' und freue mich auf die nächsten Schmunzler.

Fazit: Pfiffig und witzig, wie man Nico Fauser kennt. Als Sammelband super geeignet, um ihn immer wieder hervorzuholen. Auch toll zum Verschenken.

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Tags: bildban, cartoo, cartoons, comic, humor, nico fauser, sketch   (7)
 

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stefan george, dichter, 20. jahrhundert, ästhetik, poesie

Die Stunde der Welt

Frank Schirrmacher
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Blessing, 09.05.2017
ISBN 9783896675897
Genre: Biografien

Rezension:

Frank Schirrmacher war Sachbuchautor, Journalist und lange Zeit einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das nun neu erschienene Buch 'Die Stunde der Welt' ist ursprünglich 1996 als Studie veröffentlicht worden. Der Autor war bekannt für seine gesellschaftspolitischen Debatten und bekam für seine Werke verschiedene Preise verliehen, ehe er 2014 verstarb.
In diesem Buch geht es um fünf Dichter, die zur Zeit der k.u.k.-Monarchie (Östereichisch-Ungarische Monarchie) gelebt haben. Dazu gehören:

Rainer Maria Rilke (04.12.1875 - 29.12.1926)
Georg Trakl (03.02.1887 - 03.11.1914)
Hugo von Hofmannsthal (01.02.1874 - 15.07.1929)
Stefan George (12.07.1868 - 04.12.1933)
Gottfried Benn (02.05.1886 - 07.07.1956)

Da ich bisher um Poesie eher einen weiten Bogen gemacht habe, ging ich mit einem gewissen Respekt an die Lektüre dieses Buches. Zwar nehmen die Gedichte der Dichter gar nicht so viel Platz in dem Buch ein, aber Frank Schirrmachers Schreibstil war am Anfang fast genauso herausfordernd. Menschen, die häufig literarische Sachbücher lesen, werden weniger Probleme damit haben, doch ich musste anfangs manche Sätze zweimal lesen. Nach einer Weile habe ich allerdings Zugang zu seinen Worten gefunden und konnte den Inhalt mehr genießen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass Frank Schirrmachers Studie immer wieder von Auschnitten der fünf Dichter, sowie Fotos der damaligen Zeit unterbrochen wird, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht.
Im Grunde hatte ich zwei Erwartungen an das Buch: Poesie verständlich näher gebracht bekommen, indem jemand anders sie für mich analysiert und einen Einblick in die damalige Zeit zu bekommen. Beides ist sehr gut gelungen, sodass ich meinen Vorsatz mehr Gedichte zu lesen in Zukunft garantiert umsetzen werde. Wobei meiner Meinung nach sogar gerne mehr von den fünf Dichtern abgedruckt hätte werden können. Der Einblick in die Zeit des 20. Jahrhunderts war dabei so lebhaft, dass ich teilweise von der Schwermut der Dichter, insbesondere Trakl, angesteckt wurde. Obwohl die Werke der fünf Männer schon seit hundert Jahren existieren, könnte man stellenweise denken, sie seien extra für die heutige Zeit mit Flüchtlingen und weltweitem Terror verfasst worden. Wahrscheinlich haben sie mich deshalb auch so berührt.

Fazit: Insgesamt ein sehr schönes Buch für Leute, die gerne einen Einblick in die Zeit der k.u.k.-Monarchie oder die Denkweisen Schirrmachers erlangen wollen. Der einzige Punkt, der zu einem Abzug führt, ist die Anzahl an abgedruckter Gedichte, die gerne hätte höher sein können.

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Tags: 20. jahrhundert, dichter, gedichte, k.u.k. monarchie, literatur des 20. jahrhunderts, poesie   (6)
 

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andrea schacht, katzen, doppelband

Spionin im Kurbad - Pantoufle. Ein Kater zur See

Andrea Schacht
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734104596
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als ich das Buch in die Hand genommen habe, ist mir zunächst aufgefallen, wie leicht das Buch ist. Ich habe einige Bücher mit halb so viel Seiten, die das gleiche wiegen. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen.
Bei diesem Roman handelt es sich um eine Neuauflage von zwei älteren Bänden in einem. Die Autorin Andrea Schacht hat schon einige historische Romane, aber auch Krimis und Fantasy geschrieben, in denen Katzen vorkommen. Ursprünglich war sie Wirtschaftsingenieurin und lebt nun ihren Traum Bücher zu schreiben.

Das erste Buch ist 'Spionin im Kurbad' und aus dem Jahr 2012. Sina (eigentlich Seraphina) eine heruntergekommene Katze, die ihre Jungen durchbringen muss. Das Leben draußen ist hart, aber Sina hat sich bewusst dafür entschieden, um ihre Freiheit zu haben. Eigentlich macht sie einen großen Bogen um Menschen, doch als sie Altea die Wurst vom Brot stibitzen will, wird sie erwischt und nicht bestraft. Im Gegenteil scheint die Frau Verständnis für ihre Situation zu haben und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen diesen. Als sich dann auch noch Bouchon, ein anderer Kater, in ihr Reich verirrt, merkt man schnell wie gegensätzlich die beiden sind. Bouchon ist gut genährt und lebt bei seinem Herrchen Dr. Natalis. Sina hat Mitleid mit dem naiven Tier und sie hilft ihm. Doch ein Mörder wird aktiv und das Mensch-Katzen-Gespann geht dem auf die Spur. Dabei steht nicht unbedingt die Spannung im Vordergrund, sondern das Miteinander der Protagonisten, wobei man einiges über die Vergangenheit erfährt. Ich habe besonders Sina sehr ins Herz geschlossen und war immer wieder erstaunt, wie gut das Leben als Katze dargestellt wird. Ob Andrea Schacht in einem früheren Leben mal eine Samtpfote war? Der Roman ist in der Ich-Perspektive aus Sinas Sicht in der Vergangenheit geschrieben und liest sich sehr locker. Im Gegensatz zu einigen Jugendromanen aus Katzensicht, kennen die Vierbeiner hier alle menschlichen Begriffe, sodass das Buch deutlich reifer wirkt.

Das zweite Buch ist 'Pantoufle ein Kater zur See' aus dem Jahr 2009. Es geht um Janed, die ihr Heim und Job aufgrund einer Sturmflut verliert und deshalb nach Amerika auswandern will. Da muss natürlich auch ihr Kater Pantoufle, den sie vor einiger Zeit gerettet hat mit. Der ist allerdings nicht besonders mutig und kann sich viele schönere Orte als ein Schiff vorstellen. Doch was tut man nicht alles für das geliebte Frauchen? Außerdem lernt er eine andere Katze kennen, mit der er sich sehr gut versteht und zusammen decken sie kriminelle Machenschaften auf. Dabei stand für mich, genau wie in Spionin im Kurbad, eher das Miteinander der Personen im Vordergrund. Man merkt auch hier, dass die Autorin Katzen sehr mag. Der Roman ist auch in der Ich-Form in der Vergangenheit verfasst, die Kapitel wieder angenehm kurz.

Fazit: Zwei süße Geschichten, die von den Beziehungen zwischen den Menschen und Katzen leben. Man merkt der Autorin an, dass sie die Vierbeiner liebt und gut kennt.

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Tags: andrea schacht, doppelband, katzen   (3)
 

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kinderbuc, spion, agen

Der Club der unsichtbaren Spione

Gitty Daneshvari
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783641178246
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Shelley und Jonathan sind gar nicht so unauffällig, wie ich nach dem Titel vermutet hätte. Klar, beide haben keine besonders herausragenden Eigenschaften oder äußere Details, die sie aus der Masse hervorstechen lassen, doch wer hat das schon? Shelley hat sogar eine ganz eigene, witzige Art zu sprechen, die ich eher als auffällig einschätzen würde. Doch das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Beide wurden nach einem Training, das eher nicht so gut lief damit beauftragt die Entführung des Vize-Präsidenten zu lösen. Schwierig, schwierig...ob die beiden das schaffen werden?
Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass permanent die Aussage durchschimmert: Egal, wie du bist, du bist gut so. Das ist eine Sache, für die ich selbst auf meinem Instagram-Kanal @ilkamiilka einstehe und deshalb konnte das Buch eigentlich nur noch gut werden. Der Schreibstil von Gitty Daneshvari ließt sich in der Übersetzung von Bettina Spangler ziemlich locker und flüssig. Ich habe jede Seite in diesem Buch genossen und mitgerätstelt, wie es wohl ausgeht. Für Leser ab 10 Jahren, dürfte die eigentliche Story natürlich noch spannender gewesen sein, aber auch mir hat es einige schöne Stunden beschert.
Geschrieben ist das Buch in der 3. Person in der Vergangenheit und weist eine angenehme Kapitellänge auf.
Zu Beginn jedes Kapitels befindet sich eine hübsche Grafik mit einem Zitat eines anderen Kindes, das oft einen witzig, ironischen Ton hat. Teilweise habe ich richtig gelacht.
Das Cover und die Illustrationen sind allgemein sehr schön und das Vorsatzpapier (Papier, das den Buchdeckel mit dem eigentlichen Buch verbindet) sticht in einem knalligen gelb toll hervor.

Fazit: Ein tolles Kinderbuch ab 10 mit einer schönen Kernaussage neben der Story.

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Tags: agen, kinderbuc, spion   (3)
 

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kinderbuch, familie, stran, urlaub, homosexualität

Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien

Dana Alison Levy
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.05.2017
ISBN 9783641165482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei 'Die verflixten Fletcher Boys machen Ferien' handelt es sich um ein Kinderbuch ab 10 Jahren, zu dem ein erster Band existiert, der vorher nicht gelesen worden sein muss. Geschrieben wurde das Buch von der Autorin Dana Alison Levy, die in der Autorenbeschreibung sehr nett und witzig wirkt. Die tollen Illustrationen und das wundervoll sommerliche Cover stammen aus der Feder von Maria Karipidou.
In dem Buch geht es um die Fletcher Familie, die Urlaub auf den Rock-Islands macht. Dabei hat es mich zunächst irritiert von 'Dad' und 'Papa' zu lesen, bis mir ein Licht aufgegangen ist, dass es sich um ein homosexuelles Paar handelt. (Hätte man den Klappentext gelesen, wäre das nicht passiert. Ich lasse mich nur immer lieber überraschen.) Wahrscheinlich wurde das im ersten Band auch erklärt. Nachdem ich durchgeblickt habe, war das überhaupt kein Problem mehr und mal eine angenehme Abwechslung. Die Konstellation ist ein bisschen jungsdominiert mit den drei Söhnen, aber das war überhaupt nicht störend. Besonders gefreut haben die Buchkatzen sich übrigens über Zeus, der ebenfalls ein Main-Coon-Kater ist. ;-)
Gut gefallen hat mir die Kombination aus viel Witz und unterschwelligem Humor in Kombination mit dem Heranführen der Kinder an die (in Büchern leider noch ungewöhnliche) Familienzusammenstellung. Meiner Meinung nach sollten mehr Bücher von dem Standardschema einer Familie abweichen.
Das Buch hat eine angenehme Schriftgröße und Kapitellänge, sodass es auch für die jüngeren Leser motivierend sein dürfte. Erzählt wird in der 3. Person in der Vergangenheit.

Fazit: Insgesamt ein tolles Buch ab 10, das Kindern zeigt, dass eine Familie nicht immer aus Mutter, Vater und zwei Kindern bestehen muss. Besonders gefallen haben mir die vielen Szenen, bei denen ich schmunzeln musste.

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Tags: familie, familienurlaub, homosexualität, kinderbuch, stran, urlaub   (6)
 

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jane austen, klassiker, stolz und vorurteil, netherfield, roman

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass der Penguin Verlag 'Stolz und Vorurteil' mit einem wunderschönen Cover neu rausbringt, habe ich mich riesig gefreut. Denn schon lange habe ich mir vorgenommen diesen Klassiker mal zu lesen, schlummert er doch schon ewig auf meinem eBook-Reader. Doch irgendwie hatte ich bisher zu großen Respekt davor, da das Buch im Original ja aus dem Jahre 1813 stammt. Die Übersetzung von Andrea Ott macht das Lesen allerdings leichter als gedacht. Wenn man dann erstmal eingelesen ist, fällt einem die ältere Sprache gar nicht so auf.
Aber ich war nicht nur überrascht wie leicht mir die Lektüre fiel, sondern auch wieviel Spaß ich dabei hatte. Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir vorher immer wie ein Pflichtprogramm vorkam. So ein Klassiker, den man eben gelesen haben muss. Aber weit gefehlt, die Art wie Jane Austen schreibt, kam mir viel reifer und emanzipierter vor, als ich es 1813 vermutet hätte. Im Vordergrund steht die vom Vater gewünschte Verlobung seiner Tochter Elisabeth, der es mit seinen fünf Töchtern nicht so leicht hat. Doch sie will sich nicht so einfach in ihr Schicksal fügen. Dieser Konflikt steht im Vordergrund des Buches und füllt 635 Seiten, doch aufgrund der vielen Hindernisse, die auf Missverständnissen und menschlichen Eigenheiten beruhen, wurde es mir nicht langweilig. Ich lese sonst aber auch gerne seitenstarke historische Romane und bin daran gewöhnt, dass die Handlung manchmal eher vor sich hin plätschert. In Kombination mit dem britischen Flair des Landadels ist es für mich ein sehr schönes, ruhiges Buch, das ich immer ganz entspannt mit einer Tasse Kaffee genossen habe. Ich bin aber auch ein großer Fan von Großbritannen.

Fazit: Diese neugestaltete Auflage des Klassikers eignet sich perfekt zum Verschenken, auch gern an sich selbst. Wenn man erstmal Zugang zu der Sprache gefunden hat, wird man von einer angenehm emanzipierten Protagonistin überrascht. Das wird bestimmt nicht mein letztes Buch von Jane Austen gewesen sein.

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Tags: adel, großbrittanien, historisch, jane austen, klassike   (5)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

buddha, lotos verlag, glück, thomas hohensee, gelassenheit

10 Dinge, die jeder von Buddha lernen kann

Thomas Hohensee
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Lotos, 26.09.2016
ISBN 9783778782675
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Titel im Stil der Onlineartikel, die danach gieren gelesen zu werden, hat mich erst stutzig gemacht. Häufig soll ein solcher Titel über den mangelnden Inhalt hinwegtäuschen, wobei man sich am Ende fragt, wo denn die zehn grandiosen Fakten geblieben sind. Anders im Werk von Thomas Hohensee, das ich garantiert immer mal wieder hervorholen werde. Die zehn Fakten gliedern das Buch in seine Kapitel, sodass man einer klaren Struktur folgt. Mit seinen 192 Seiten ist es schnell durchgelesen. Doch die Wirkung war, bei mir zumindest, immens. Dauernd saß ich da und fühlte mich verstanden, teilweise auch ertappt. In der heutigen Zeit, wenn man das im meinem Alter überhaupt schon so altklug sagen darf, wird man häufig von einer Hektik ergriffen, neigt dazu die vielfältigen Möglichkeiten, die wir haben, als Last zu empfinden. Mir geht es häufig so, der Autor sprach mir quasi direkt aus der Seele und ich glaube, dass es vielen Lesern so gehen dürfte. Einerseits wollen wir alles perfekt machen, vor anderen gut darstehen und überall mitmachen. Dabei kommt die Entspannung häufig viel zu kurz.
Der Untertitel 'mehr Gelassenheit, Glück und Liebe ins Leben bringen' trifft für mich den Kern dieses Buches. Viele Denkansätze sind mir dabei bewusst gewesen, doch man neigt dazu sie zu verdrängen. Deshalb werde ich das Buch garantiert wieder hervorholen, wenn ich in alte Verhaltensmuster verfalle und mich selbst unnötig stresse.
Sehr gut gefallen hat mir übrigens die Art, wie Buddha beschrieben wurde, nicht so idealisierend. Vor der Lektüre dieses Buches wusste ich nahezu überhaupt nichts über Buddha. Doch der Autor streut immer wieder Informationen über ihn und seinen Lehren ein, ohne den Beigeschmack eines Geschichtsbuches zu erzeugen. Genau die richtige Mischung. So wie der Schreibstil des Autoren insgesamt, lehrreich, aber leicht zu lesen.

Fazit: Ein idealer Einstieg in die Lehren Buddhas. Ich fühlte mich häufig in Verhaltensweisen ertappt und habe einige lehrreiche Ratschläge für die eigene Gelassenheit mitgenommen.

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Tags: buddha, gelassenheit, ratgeber   (3)
 

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beeindruckend, französich, pierre lemaitre, erster weltkrie, highlight

Wir sehen uns dort oben

Pierre Lemaitre , Christian De Metter
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Splitter-Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783958393936
Genre: Comics

Rezension:

'Wir sehen uns dort oben' von Pierre Lemaitre ist ein Buch, das nachhallt. Schon während der Lektüre hat es mich stets zum Nachdenken angeregt und dieser Prozess endete auch nicht, als ich es aus der Hand legte. Das liegt zum einem an dem Thema, denke ich. Der erste Weltkrieg ist ein Thema, das mich stets berührt. Krieg allgemein. Das Leben, das die Protagonisten führen weicht einfach so krass von meinem ab, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst die Lächerlichkeit der eigenen Probleme vor Augen zu führen. Nach solch einem Kontakt mit der (fiktiven) Vergangenheit bin ich meist unglaublich dankbar für mein eigenes Leben. So auch diesmal, da der Autor ein glaubhaftes Gefühl für die damalige Zeit vermittelt.
In diesem Buch geht es überwiegend um die zwei Soldaten Albert und Édouard, die für Frankreich im ersten Weltkrieg gekämpft haben und die durch mehrere (unglückliche) Fügungen des Schicksaals sowas wie Freunde werden. Der Begriff 'Freunde' ist irgendwie passend und unpassend zugleich - das Verhältnis der beiden ist durchaus speziell. So wie alles irgendwie speziell an den Charakteren dieses Buches ist, worin für mich auch der besondere Reiz lag. Die Handlung folgt einem eher gemächlichen Spannungsbogen, dennoch war mir nie langweilig. Das lag an der Art, wie die Charaktere beschrieben wurden. Selten habe ich Büche gelesen, in denen der Unterschied zwischen der Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung der Personen so deutlich wurde. Dies gelang durch die Perspektivwechsel, die zwar mitten im Kapitel stattfanden, aber durch einen Absatz gut gekennzeichnet waren. So wurde einem erst erklärt, wie Person A ins Gespräch ging, häufig völlig überzeugt, der anderen Person überlegen zu sein. Man fühlte sich sicher, sah den Ausgang des Gesprächs schon vor sich. Doch dann erwischte es einen ebenso kalt wie Person A, als Person B offenbarte, wie sie dachte. Dabei kamen die Personen keinesweges alles gut weg, häufig meine ich Kritik gegen bestimmte Denkweisen herausgelesen zu haben. Während man in manchen Büchern von nahezu perfekten "Menschen" umgeben ist, musste man hier manchmal mühsam suchen, positive Züge an den Charakteren zu entdecken. Als Beispiel sei hier Merlin genannt, der mich unglaublich fasziniert hat, da meine Emotionen beim Lesen zwischen Fassungslosigkeit, Ekel und Bewunderung schwankten. Da war wirklich alles vertreten.
Das Ende ist für mich genau die richtige Mischung aus traurigem und glücklichem Anteil. Es wirkt realistisch.

Fazit: Zu Recht Gewinner des großen französichen Literaturpreises Prix Goncourt. Unglaublich vielschichtige Charaktere, von denen das Buch lebt.

Mehr Bewertungen auf www.buchkatzen.weebly.com

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Tags: erster weltkrie, französich, pierre lemaitre   (3)
 

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tod, fantasy, thriller, fluch, todesschläfer

Oneiros - Tödlicher Fluch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426505908
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf Drängen einer guten Freundin, die totaler Markus Heitz-Fan ist, habe ich 'Oneiros' gelesen. Zum Glück! Die Zwerge fand ich schon überaus gelungen, aber an seine anderen Werke hatte ich mich noch nicht gewagt.
Das Buch hat mehrere Erzählstränge, die sich unregelmäßig abwechseln, aber alle ungefähr zur gleichen Zeit spielen. Dabei fiel es mir nie schwer, mich zu orientieren, wer gerade erzählt und was sie/ er zuletzt getan hat. Das gelingt auch nicht allen Autoren.
Die Person, die meistens im Fokus steht, ist Konstantin, mal kein Forensiker, wie in so vielen Trhillern, aber auch im engen Kontakt mit dem Tod. Der Gute ist nämlich Bestatter und zwar kein schlechter. Das Buch startet in einer Szene in seinem Unternehmen. Noch ahnt weder der Leser noch Konstantin, dass ihn bald seine Vergangenheit einholen wird. Denn Konstantin ist ganz besonders, mehr möchte ich hier nicht erzählen. Im Laufe des Buches werden dann noch eine Art verrückte Wissenschaftlerin und ein selbsternannter Polizist eingeführt, wobei sich die Geschichten immer mehr verpflechten und die Personen auch an manchen Stellen aufeinander treffen. Die Neugierde zu wissen, wie es weitergeht, hat mich dabei beharrlich durch das Buch getrieben, sodass ich es relativ schnell verschlungen habe. Als ich eben gesehen habe, dass es 624 Seiten hat, war ich erstmal total überrascht, weil es mir gar nicht so vorkam. Ein besseres Kompliment kann man einem Buch wahrscheinlich nicht machen. Die Übergänge zwischen den Kapiteln waren zwar immer spannend, gerade durch die Perspektivwechsel, aber auf einen übermäßigen Einsatz von Cliffhangern wurde zum Glück verzichtet.
Beim Lesen des Buches bereist man übrigens verschiedene Städte und Länder, die der Autor genau so detailliert beschrieben hat, ohne langatmig zu werden, dass ich das Gefühl bekam, selbst dabei zu sein.
Konstantin war mir sehr sympathisch und obwohl er ein Mann ist, konnte ich mich immer gut in ihn hineinversetzen.
Übrigens: Meine Freundin meinte, dass Markus Heitz häufig einzelne Personen in mehreren, voneinander unabhängigen Büchern auftauchen lässt. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich werde auf jeden Fall auch die anderen noch lesen.

Fazit: Mal ganz andere Fantasy! Deutschland als Handlungsort fand ich sehr spannend und die Story konnte mich durchweg überzeugen.

5 von 5 Pfoten

von buchkatzen.weebly.com

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Tags: fantasy, markus heitz, urban-fantasy   (3)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blanvalet;, mutterschutz, sandra runge, elternzeit, dont worry be mami

Don't worry, be Mami

Sandra Runge
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 27.02.2017
ISBN 9783764505769
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung:

Vorsichtig ausgedrückt, war ich vorher skeptisch wie es werden würde, einen Ratgeber zu rezensieren. Was ist, wenn er so trocken ist, dass ich mich wirklich dadurch quälen muss?
Doch die Autorin und Rechtsanwältin Sandra Runge, die auf ihrem Blog über die Rechte von Eltern schreibt, versteht es die Informationen verständlich rüberzubringen, ohne es total oberflächlich zu halten. Aufgrund ihres Berufs, kann man sicherlich auch davon ausgehen, dass die Informationen stimmen, allerdings würde ich mich im Einzelfall vorher nochmal gut informieren.
Für mich war das Buch eher so ein Überblick, was man überhaupt als Eltern alles beachten muss. Da ich selbst ja noch keine Kinder habe und auch nicht aktiv in der Planung bin, wurde ich das eine oder andere mal verwundert angesehen, als ich das Buch in der Hand hatte. Doch ich denke, dass es nicht schaden kann, sich schon mal damit auseinanderzusetzen.
Das Buch liest sich wirklich sehr angenehm und behandelt die vielen Fragen, die der Autorin selbst im Laufe ihrer Zeit als Mutter gekommen sind und dem Input durch die Leser ihres Blogs. Somit hatte ich das Gefühl, dass ein sehr breites Gebiet abgedeckt wurde. Jetzt bin ich quasi geimpft auf was ich alles achten muss.
Das Buch eignet sich somit sehr gut für Leute, die irgendwann mal Kinder wollen, gerade eins "ausbrüten" oder schon Eltern sind.
Interessant fand ich zum Beispiel das Kapitel über Hebammen und das sogenannte Hebammensterben. Erstens hätte ich nicht gedacht, dass es so schwer sein kann eine Hebamme zu finden.

Fazit: Der ideale Ratgeber für werdende Eltern, solche, die es schon sind und planen zu sein. Die Autorin vermittelt das Wissen auf eine sehr lockere Art, sodass man sich nicht belehrt fühlt.

5 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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Warum AC/DC die Größten sind

Anthony Bozza , Violeta Topalova
Fester Einband: 175 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.11.2010
ISBN 9783453266810
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiighway to hell!", so die Playlist läuft, jetzt fühle ich mich bereit diese Rezension zu schreiben.
Es fällt mir schwer dieses Buch zu bewerten. Da es nur etwas mehr als 200 Seiten hat, habe ich von Anfang an nicht mit sehr vielen Informationen gerechnet. Doch letztlich war ich dann doch ein bisschen enttäuscht.
Kurz als Vorwissen: Die Musik von AC/DC hat mich seit jeher begeistert. Es führt regelmäßig auf diversen Feiern zu einer kurzeitigen Eskalation. Dennoch habe ich mich nie näher mit der Band befasst, weil ich gerne einfach die Musik höre, ohne die Personen näher zu betrachten. Als ich jedoch die Gelegenheit bekam dieses Buch über das Bloggerportal zu lesen, bin ich doch neugierig geworden. Ich war mir nach dem Klappentext und Titel nicht ganz sicher, ob ich eher eine a) Hommage an die Band oder b) Biografie erwarten sollte.
Beides war es irgendwie nicht. Biografie auf gar keinen Fall, aber auch kein reiner Lobgesang des Autors auf die Band. Anthony Bozza hat einige andere Künstler nach ihrer Meinung zu AC/DC gefragt und dies wiedergegeben. Ein paar Fakten erhält man auch, doch die Band hält sich wohl eher bedeckt mit ihrem Privatleben. Das finde ich auch gut und total verständlich, doch dann sollte man vielleicht kein Buch über sie schreiben? Wobei es ja anscheinend auch Biografien mit echtem Informationsgehalt über sie gibt, wie eine kurze Internetrecherche ergeben hat.

Fazit: Es fällt mir schwer eine Zielgruppe für dieses Buch zu definieren oder einen Grund zu finden, warum man das Buch lesen sollte. Wer ein starker Fan ist und einfach gerne von anderen in der eigenen Meinung unterstützt wird, könnte großen Gefallen daran finden. Für mich war es eher uninteressant, aber ich schätze die Mühe und Leidenschaft, die der Autor in dieses Thema gesteckt hat, warum ich immer noch eine mittlere Wertung vergebe.

3 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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230 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, entführung, familie, spannung, amy gentry

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ‚Good as gone‘ wird ein Thema behandelt, mit dem ich persönlich hoffentlich niemals in Kontakt komme: Kindesentführung. Allein die Vorstellung jagt mir einen Schauer über den Rücken. Diese jahrelange Ungewissheit, ob dein Kind noch lebt oder nicht, ob es leidet … das wünsche ich niemanden.
Umso spannender darüber zu lesen. Die Geschichte handelt von Julie, die vor acht Jahren entführt wurde, plötzlich wieder auftaucht. Das, wovon alle Eltern entführter Kinder träumen dürften, ist passiert. Zunächst kann es die Familie, die übrigens noch eine zweite Tochter Jane hat, gar nicht glauben. Dass einem das eigene Kind nach so einer langen Trennung etwas fremd vorkommt ist doch normal, oder? Doch Anna, die Mutter von Julia, erkennt ihre Tochter einfach nicht wieder. Als die nagenden Zweifel an der Identifikation ihrer Tochter immer stärker werden und auch ein Detektiv die gleichen Schlüsse zieht wie sie, beschließt sie mehr über die junge Frau herauszufinden. Dabei weiht sie weder ihren Mann, noch Jane ein. Man erfährt also hauptsächlich, wie Anna denkt, fühlt und handelt.

Zwischendurch wird diese Haupthandlung immer wieder von Vergangenheitsschnipseln unterbrochen, die mich am Anfang leider ziemlich verwirrt haben. Generell mag ich eine zeitlich oder personell aufgeteilte Erzählweise immer sehr gerne, doch es dauerte eine Weile, bis überhaupt klar wurde, in welchem Zusammenhang sie zur Haupthandlung stehen.
Je mehr man über Julie erfährt, desto stärker rückt auch eine kirchliche Komponente in den Vordergrund.
All diese Punkte könnten einen wirklich spannenden Thriller ergeben, doch leider plätschert das Geschehen eher so vor sich hin. In Büchern habe ich generell einen langen Atem, da ich häufig historische Romane mit über tausend Seiten lese, doch bei einem Thriller habe auch ich eigentlich andere Erwartungen. Schade, da die Idee eigentlich echt gut ist und viel Potenzial zum Aufbau von Spannung bietet.

 Das Cover finde ich ansich übrigens sehr schön. Schlicht, aber dennoch spannend. Im Gegensatz zu dem Originalcover in gelb und pink, ist das deutsche mehr nach meinem Geschmack. Die Verarbeitung des Buches ist ebenfalls von guter Qualität.
 
Fazit: Kein schlechtes Buch, aber auch nicht das, was man sich unter Thriller vorstellt. Würden Klappentext und Cover eine andere, ruhigere Stimmung andeuten, wäre ich nicht so überrascht gewesen. Die Bewertung fällt mir sehr schwer, da das Buch einige gute Stellen hat und man die Gefühle von Anna wirklich greifen kann. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein – nur eben nicht in einem Thriller. Letztlich habe ich mich jetzt entschieden dennoch nur eine mittlere Bewertung zu geben, weil ich als Käufer, der einen spannenden Thriller sucht lieber ein anderes Buch lesen würde. Dann müsste man das Buch (Klappentext, Cover) anders vermarkten.

 
3 von 5 Pfoten

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Tags: drachenmondlesechallenge, kindesentführung, kind verschwunden, kirche, kirchen-thriller, spiegelbestseller, thriller   (7)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

musik, parallelwelt, catron, magie, licht und dunkel

Quo

Anja Berger
Flexibler Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.02.2017
ISBN 9783741263637
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich gerade den ersten Teil der Licht und Dunkel-Reihe verschlungen und mit 5 Pfoten bewertet habe, lag es natürlich nah, gleich mit dem zweiten Band weiterzumachen. Besonders, da der erste Band super spannend endet und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Zu Anfang erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Story aus dem ersten Band. In meinem Fall war das natürlich nicht notwendig, aber generell finde ich es immer super, wenn man nochmal die wichtigsten Begebenheiten frisch im Kopf hat.
Die Musikstudentin Kira ist ja mehr oder weniger zufällig in eine Parallelwelt der Erde gelangt, die von gefährlichen Kreaturen – den Dunklen – angegriffen wird. Als man bemerkt, welch starke Magie in ihr wohnt, wollen der Magier Skjaldan und der Barde Elmaryn sie in die Magierschule des Lichts „Quo“ bringen. Doch durch verschiedene Umstände wird Kira von diesen getrennt, schlägt sich eine Weile alleine durch und wird dann von den Mitgliedern der Magierschule der Dunkelheit „Catron“ gefangen genommen. Doch es gelingt ihr ihre Vorurteile gegenüber der Dunkelheit abzulegen, die mit den angreifenden Dunklen nichts zu tun haben. Eigentlich haben nämlich beide Magierschulen das gleiche Ziel: die Dunklen zu vernichten und das Gleichgewicht der Welt zu richten. Um die Magier in Catron von ihren guten Absichten zu überzeugen spielt sie das Lied des Lichts, das den Stein der Dunkelheit weckt. Dieser zeigt ihr ganz deutlich, dass sie das Gleichgewicht wieder herstellen muss. Hier endet Band 1.

In Band zwei geht es darum, dass Kira – nun Magierin der Weltenkraft – den Stein des Lichts in Quo ebenfalls erwecken will. Doch die Vorurteile sitzen tief und die starke Macht, die sie damit erhalten würde, löst in vielen Leuten Misstrauen aus. In diesem Band erlebt man wieder viele spannende Abenteuer dieser wunderbaren Fantasywelt, die mich schon im ersten Teil in ihren Bann gezogen hat. Außerdem beweist die Autorin auch hier wieder ein Händchen für die Gestaltung ihrer Charaktere. Sowohl die Guten, als auch die Bösen haben mich sehr gut unterhalten, häufig konnte ich Personen auch nicht gleich einem Lager zuordnen, was es nochmal spannender gemacht hat. Man hat einige alte Bekannte aus dem ersten Band wieder getroffen, wobei mir besonders Skjaldan, Shadar und Elmaryn ans Herz gewachsen sind. Achja und natürlich der backende Weltentorwächter Edvik, der ist der Hammer!

Der eher lange Band liest sich sehr gut weg, ohne Längen zu haben, was sicherlich auch an den wechselnden Erzählern der einzelnen Kapitel liegt. Außerdem erschafft die Autorin eine wirklich abwechslungsreiche Welt, die sehr bildhaft beschrieben wird, ohne sich zu sehr im Detail zu verlieren. Zwischendurch war ich manchmal ein bisschen verwirrt in der Story, was aber auch daran liegt, dass viele Fragen einfach noch offen sind und bestimmt im nächsten Band beantwortet werden, der übrigens noch Ende des Jahres erscheinen soll. (Hier bitte meinen Kreischanfall einfügen :O <3 ) Toll finde ich auch, dass der zweite Band dem ersten in nichts nachsteht und auch das Ende nicht so überstürzt runtergeschrieben wirkt. Man hat einfach das Gefühl, dass die Autorin sich die Zeit genommen hat, die das Buch verdient.

Doch damit ein Buch von mir die volle Pfotenzahl bekommt, sind weitere Dinge nötig, wie ein ansprechendes Cover und eine liebevolle Gestaltung. Diesen Punkt meistert „Quo“ mit Bravur. Das Cover, das ich leider nur als eBook betrachten konnte, passt wunderbar zum ersten Band und auch allgemein zu der Story. Würde ich es im Laden sehen, blieb mein Blick garantiert daran hängen. Wie schon im ersten Band zeichnet sich das Innenlayout durch die schöne Gestaltung der Kapitelanfänge aus, mit einem Zitat der Person, aus dessen Sicht es geschrieben ist. Um sich die Welt besser vorzustellen, ist vor jedem Länderwechsel eine Karte eingefügt.

Fazit: Der zweite Band der Licht und Dunkel-Reihe kann ebenfalls durch seine fantasievolle Welt und tollen Personen begeistern. Wieder kann ich den nächsten Band kaum abwarten.
5 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

andreas dutter, olivia mikula, drachenmond verlag, snow heart, fantasy

Snow Heart

Olivia Mikula
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.01.2017
ISBN 9783959911108
Genre: Fantasy

Rezension:


Dieses Buch habe ich im Rahmen der Leserunde im März der Drachemond-Lesechallenge gelesen. Im Monat davor haben wir uns mit Arya & Finn befasst, was mich vorher gar nicht so angesprochen hat und dann direkt begeistert.
Bei Snow Heart kann ich nicht behaupten, dass es genau andersrum war, aber es hat mich sehr überrascht. Da ich noch nie zuvor ein Buch von Olivia Mikula (Pseudonym von Andreas Dutter) gelesen habe und mal wieder den Klappentext vorher ignoriert habe, hätte ich alleine vom Cover auf eine ganz andere Geschichte getippt. Aber anders ist ja nicht immer besser und je mehr Zeit seit dem Lesen des Buches vergangen ist, desto besser finde ich es. Es wäre ja langweilig, wenn jedes Buch gleich wäre.
Für mich sehr ungewohnt war einfach diese moderne Erzählweise, mit Flüchen und lauter Serienanspielungen. Manchmal fand ich sie sehr passend, dann wieder etwas zu viel. Doch das schien allen in der Leserunde so zu gehen. Ich hatte beinahe den Eindruck, entweder hasst oder liebt man das Buch - wobei ich mich eher in der Mitte einordnen würde. Generell fand ich die Anspielungen zwar manchmal nicht so gut, aber irgendwie passen sie zu Andreas Dutter, so wie er sich auch auf seinem YouTube-Kanal präsentiert.
Gut gefallen haben wir die kreativen Ideen und einige Charaktere, wie Wyatt oder Casparas Oma. Die Protagonisitin selbst fand ich ganz gut gelungen.
Das Erzähltempo in dem Buch war ziemlich hoch, sodass zwar nie Langeweile aufkam, dafür manchmal aber kurzzeitige Verwirrung, wenn man nicht hinterherkam. Doch innerhalb kurzer Zeit sind mir die Zusammenhänge dann doch klar geworden.
Die Gestaltung ist - typisch für den Drachenmond-Verlag - einfach wunderschön. Nicht nur das Cover ist ein echter Hingucker, sondern auch die Verzierungen innerhalb des Buches. Wirklich ein Schmuckstück.

Fazit: Ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht komplett überrascht hat und das man einfach selber lesen muss, um sich da eine Meinung zu bilden. Ich werde auf jeden Fall auch die älteren Bände von ihm lesen, weil ich sehr gespannt bin, wie er sonst so schreibt. Insgesamt hat es mich sehr gut unterhalten, aber aufgrund mancher Anspielungen und des sehr raschen Tempos, reicht es nicht ganz zur vollen Punktzahl.

4 von 5 Pfoten
von buchkatzen.weebly.com

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3.498 Bibliotheken, 45 Leser, 7 Gruppen, 191 Rezensionen

dystopie, liebe, die bestimmung, jugendbuch, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.09.2014
ISBN 9783570309360
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch wollte ich schon ewig lesen, seit es draußen ist eigentlich. Eine sehr gute Freundin hat mir die Reihe damals empfohlen, unter Androhung von Gewalt, wenn ich es nicht lesen würde. ;-) Doch trotz dieser starken äußerlichen Motivation hat es sich einfach bisher nicht ergeben. Bis letzte Woche, als es kurz vor der Leipziger Buchmesse bei mir ankam, im Zuge einer Wanderbuchaktion der Drachenmond-Lesechallenge. Also habe ich es gleich ganz vorsichtig eingepackt, weil die liebe Patrizia, die mir das Buch geschickt hat, ebenso pingelig mit dem Zustand des Buches ist, wie ich. Da ich alleine acht Stunden an dem Wochenende in öffentlichen Verkehrsmitteln verbracht habe, hatte ich das Buch schon zu mehr als der Hälfte gelesen, als ich wiederkam. Und ich konnte einfach nicht aufhören.

Da ich den Film schon gesehen hatte, hielt ich es für fast ausgeschlossen, dass mich das Buch dermaßen fesseln würde. Ja, Bücher sind meist besser, aber den Film fand ich eigentlich auch ziemlich gut. Es ist halt schwer so viel Handlung in einen deutlich kürzeren Zeitraum zu quetschen. Umso überraschter war ich, als ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Patrizia hatte mir vorher verraten, dass sie schon mal versucht hat das Buch zu lesen, aber irgendwie keinen Zugang dazu gefunden hat. So unterschiedlich kann es sein. Normalerweise bin ich glaube ich eine eher langsame Leserin, doch der einfach Stil ließ sich wirklich schnell lesen. Wobei ich das nicht negativ meine – es hat zum Buch gepasst, schnörkellos, direkt.
Die Personen, besonders Tris, waren mir im Film zwar sympathisch, konnten mich im Buch einfach noch mehr überzeugen. In vielen Situationen habe ich so mit ihr mitgefiebert, dass ich erst später gemerkt habe, dass ich total verkrampft den Atem angehalten habe. Doch auch in normalen Situationen, hatte sie einfach viel mehr Tiefgang als im Film. Außerdem war es sehr interessant was für zusätzliche Informationen man erhalten hat, wenn man bisher nur den Film gesehen hat.
Eine der wenigen Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Besonders spannend fand ich die Vorstellung, dass sich die Menschheit wirklich in diese Richtung entwickeln könnte. Die Geschichte konnte mich voll überzeugen und ich will nicht wieder so viel Zeit vergehen lassen, bis ich mich ihr annehme. Zum Glück sind die Folgebände ja bereits erschienen.
Da mich auch das Cover angesprochen hat, konnte ich sogar die maximale Punktzahl vergeben.

Fazit: Eine spannende Dystopie, die mich durch ihre Personen überzeugte und stets ein beklemmendes Gefühl in mir ausgelöst hat, dass sowas wirklich passieren könnte. Wer den Film schon gesehen hat, kommt hier trotzdem auf seine Kosten.

5 von 5 Pfoten
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hausboot, kinderbuch, empathisc, einfühlsa, tolle illustratione

Unser Kunterboot - Das Ding mit der Faulen Paula

Stephanie Schneider , Nina Dulleck
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 06.03.2017
ISBN 9783570172865
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Jonna, die weibliche Hauptperson, die mit ihrer Familie auf einem Hausboot lebt, erzählt in Gegenwart und im Ich-Erzähler von einem spannenden Detektivfall, den sie löst, als sie mit verstauchtem Knöchel zuhause bleiben muss, statt auf Klassenfahrt zu fahren. Zunächst ist sie nicht begeistert, als sie zu ihrem Nachbarn Krösus auf dessen Hausboot „faule Paula“ muss, bekommt dabei aber mit, dass er ein Geheimnis hat. Das muss sie natürlich ermitteln und ihren den Jungs zeigen, dass auch Mädchen richtig gute logische Schlüsse ziehen können.
Dieses Kinderbuch, enthält keine Fantasyelemente und könnte sich rein theoretisch genauso abspielen. Auch wenn es im echten Leben sicherlich mehr Komplikationen gegeben hätte.
Das empfohlene Lesealter liegt bei 7 Jahren, Jonna würde ich so auf 9 schätzen. Angegeben war glaube ich nichts, aber von ihrem Verhalten und der Tatsache, dass die erste Klassenfahrt ansteht, könnte das passen. Aufgrund der schönen Illustrationen von Nina Dulleck, eignet sich das Buch aber auch als Vorlesebuch für etwas jüngere Leser, aber dazu später mehr. Da das Buch ein paar kleine Spitzen gegen Jungs enthält, würde ich es vorrangig für Mädchen empfehlen.

Besonders gefallen haben mir die vielen süßen Details, die zeigen, dass diese Hausbootgemeinschaft einen ganz außerordentlichen Zusammenhalt hat. Ein bisschen wie eine Öko-Hippi-Gemeinschaft auf dem Wasser, die aber trotzdem ganz modern leben. Das Leben das die Kinder führen dürfte sich in einigen Punkten von den potentiellen Lesern unterscheiden, was es bestimmt noch spannender macht. Vielleicht ist das auch nur ein Vorurteil, aber ich habe häufig das Gefühl, dass die Kinder heute nicht mehr so einfach leicht zu bespaßen sind, wie meine Generation damals. Jonna und ihre Freunde, die einfach glücklich sind, wenn sie draußen spielen können und Detektiv spielen super cool finden, erinnern mich an mich selbst damals. Vielleicht ist das Buch dadurch besonders reizvoll und zeigt den Kindern, dass es auch anders geht.
Der Leser lernt besonders die Kinder und einige wenige Erwachsene besser kennen, die alle so ihre Stärken und Schwächen haben, was sie angenehm menschlich macht. Da wird auch mal ein bisschen gestritten und genölt, nur um am Ende festzustellen, dass die Gesellschaft der anderen alles viel schöner macht.
Insgesamt werden einige Werte vermittelt, ohne wie eine Moralpredigt zu wirken. Freundschaft und Zusammenhalt sind dabei besonders wichtig, aber auch das teilweise eher bescheidene Leben auf dem Hausboot zeigt, dass nicht der Besitz von Dingen glücklich macht.

Die Qualität des Buches konnte mich sehr überzeugen, das Papier ist schön dick und dürfte einiges aushalten. Die Illustrationen von Nina Dulleck sind wirklich bezaubernd. Bisher hatte ich nichts von der Illustratorin gesehen, werde nun aber gezielt auch von ihr illustrierte Bücher kaufen. Die Grafiken sind so fröhlich und bunt, was sie super geeignet für die Geschichte macht. Immer wenn ich an dem Buch vorbeigegangen bin, hat mich das fröhliche Cover sofort dazu verführt es in die Hand zu nehmen und über die tolle Prägung im Deckel zu streichen. Innerhalb des Buches gab es dann zwei wirklich große Illustrationen, die sich über beide Seiten erstrecken und die wirklich ein Highlight waren. Aber auch die kleineren Grafiken, die über das ganze Buch verteilt sind, haben immer super zu dem Inhalt gepasst.

Kleiner Randfakt: Als ich gesehen habe, dass die Autorin aus Hannover kommt, habe ich mich gleich gefreut, da ich dort geboren wurde und in der Region aufgewachsen bin.

Fazit: „Unser Kunterboot – das Ding mit der faulen Paula“ konnte mich mit seiner liebevollen Geschichte und Gestaltung total begeistern. Selbst als erwachsene Leserin wollte ich gerne hinter das Geheimnis kommen, das Jonna lüften will. Insgesamt sehr schön für Mädchen ab 7 oder zum Vorlesen für Jüngere.

5 von 5 Pfoten
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vegetarisch, rezepte, kochbuch, gemüse, bauernmarkt

Vegetarisch mit Liebe

Jeanine Donofrio , Jack Mathews
Fester Einband
Erschienen bei Südwest, 06.03.2017
ISBN 9783517095431
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich muss zugeben, dass ich sogar bei Kochbüchern zu einem SuB neige, Schande über mich. Um all die Rezepte zu kochen, die in meinem Regal auf mich warten, bräuchte ich ein überdurchschnittlich langes Leben. Ein Grund mehr häufiger gesund zu kochen ;-)
In der Woche koche ich fast immer fleischlos. Zu einem richtigen Vegetarier reicht es bisher noch nicht … allein wenn ich an Muttis Braten denke <3. In meinen bisherigen Kochbüchern findet sich natürlich auch immer mal wieder ein Rezept ohne Fleisch, doch diese sind deutlich in der Unterzahl. Es ist einfach ganz angenehm wahllos jedes Rezept aufschlagen zu können und nicht nach einem Ersatz für das Fleisch zu suchen.
Der erste Eindruck als ich das Buch ausgepackt habe, war richtig vielversprechend. Eine tolle optische Aufmachung und ein sehr wertiges Gefühl, wenn man es in der Hand hält. So ein typisches Kochbuch zum Verschenken – gerne auch an sich selbst. Für die Leute, die sie kennen: Die Bücher von Jamie Oliver sind ähnlich dick und wertig. Jedenfalls hat es mich sofort daran erinnert. Eins dieser Bücher, durch die man gerne durchblättert, um sich Inspirationen zu holen. Oder in der Handtasche, um sich gegen jegliche Art von Überfällen wehren zu können, bei dem Gewicht.
Der Aufbau ist nicht in Rezeptkategorien eingeteilt, sondern nach Gemüse. Die Begründung: Man weiß vor dem Einkaufen ja gar nicht welche Lebensmittel man überhaupt oder in ausreichender Frische und Qualität erstehen kann. Mir selbst ist es schon häufig genug so gegangen, weil ich einen eher kleinen Supermarkt um die Ecke habe, den ich aus Bequemlichkeit meist nutze. Um dennoch einige Gerichte kochen zu können, empfiehlt die Autorin eine Reihe von Basiszutaten, die man immer da haben sollte, wie Nudeln, Reis etc. Außerdem halte ich mich meist eh nicht akribisch an die Rezepte, sondern sehe sie eher als Vorschlag.
Die Gerichte sind manchmal so einfach, dass ich dafür ein eigenes Rezept ein bisschen merkwürdig fand. Beispielsweise mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeltes Gemüse aus dem Backofen. Doch um auch die Anfänger einzufangen, macht es vielleicht schon Sinn. Dennoch haben mich die meisten Gerichte direkt angesprochen und es fiel mir gar nicht so leicht mich für eins zu entscheiden, was ich testkochen wollte. Letztlich wurde es dann: Karotten-Tomaten-Tagliatelle, weil ich die Idee Grünkohl zu Nudeln zu reichen so interessant fand. Leider gab es nur gefrorenen bereits gehackten Grünkohl. Wäre die Auswahl beim Spinat nicht auf Rahmspinat beschränkt gewesen, wäre ich vielleicht darauf ausgewichen. Da wären wir also wieder beim Thema: Lebensmittel nicht vorrätig.
Zunächst hatte ich den Eindruck, dass die Mengenangaben ein bisschen niedrig angesetzt sind, aber ich bin da auch nicht so das Maß der Dinge. (Reibt sich verlegen übers Bäuchlein) Außerdem würde ich das nach dem Kochen nun nicht mehr bestätigen. Verwirrt hatte mich wohl, dass die reine Nudelmenge recht klein war.
Das Rezept war klar struktuiert und man konnte ihm leicht folgen. Auch für Anfänger dürfte alles verständlich formuliert sein. Etwas schade ist die fehlende Zeitangabe, aber letztlich weicht die bei mir eh meist ab..
Am wichtigsten war ja eh, dass das Gericht super lecker war und ich mich dem liebsten Teil: "Man gebe Wein in den Koch" widmen konnte ;-)

Fazit: Übersichtlich und einfach beschrieben, keine meterlange Zutatenliste - somit super geeignet, auch wenn es mal schnell gehen muss. :)

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(22)

40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

magie, sterne, berger, anja, catron

Catron

Anja Berger
Flexibler Einband: 664 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.05.2016
ISBN 9783844811025
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:

Da ich so gut wie nie die Klappentexte von Büchern lese, bin ich ganz ohne Erwartungen an dieses Buch gegangen. Das ist von Vorteil, um keine falsche Vorstellung von dem Inhalt zu bekommen, wobei ich ihn jetzt im Nachhinein auch sehr passend fand. So oder so wäre ich aber wahrscheinlich nicht enttäuscht worden, weil ich total begeistert von dem Buch bin. Anscheinend habe ich momentan eine Glücksträhne mit meinen Büchern. *Klopft auf Holz*
In diesem Buch geht es also um die musikalische Studentin Kira, die eine andere Welt gelangt und diese retten soll. Im Prinzip alles schon hundertmal da gewesen, aber es sind ja die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen. Sehr gut gefallen hat mir da zum Beispiel, dass durch die vielen Erzählperspektiven die unterschiedlichen Sichtweisen sehr gut zur Geltung kamen. So konnte man auch mal in die Köpfe der vermeintlich bösen Magier schlüpfen. Das Buch hat auch viele Personen, wobei ich anfangs manchmal die Magier, die mit „S“ beginnen, vertauscht habe. Aber wenn man es regelmäßig liest kommt man da eigentlich nicht durcheinander.
Ich würde das Buch im klassischen High-Fantasy-Bereich ansiedeln, was mal wieder eine angenehme Abwechslung darstellt. Geschichten á la Heldenreise hat man zwar schon häufiger gelesen, aber für mich fühl es sich immer an wie nach Hause zu kommen. Die Kombination aus dieser tollen fiktiven Welt und einigen Charakteren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, macht das Buch für mich so schön. Es hat ähnliche Gefühle in mir ausgelöst, wie die Gilde der schwarzen Magier von Trudi Canavan, die ich verschlungen habe. Irgendwie scheine ich auf ältere Magier zu stehen. :D
Besonders gut gefallen hat mir auch, dass zu Anfang jeden Kapitels eine kleine Grafik war und ein Zitat, was die Person gerade denkt, aus deren Sicht das nächste Kapitel geschrieben ist. Außerdem sind Karten enthalten, sodass man sich die räumliche Situation leichter vorstellen kann. Das Cover kam zwar auf dem Ebook-Reader nicht wirklich zur Geltung, aber von den Fotos her finde ich es wirklich ansprechend. Außerdem harmoniert es gut mit dem nächsten Band.
Da der Band ziemlich spannend endet, habe ich mir direkt den Nachfolger „Quo“ geholt.

Fazit: Ein origineller High-Fantasy-Roman, der viele neue Ideen aufweist.

5 von 5 Pfoten

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Tags: bo, books on demand   (2)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

inquisition, fantasy, hexenverfolgung, akademie, kirch

Der Weg des Inquisitors

Frank Rehfeld
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2016
ISBN 9783734160561
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:

„Der Weg des Inquisitors“ ist mein erstes Buch des Autors Frank Rehfeld gewesen und hat mir sehr gut gefallen. Torin wurde als Waise von der Kirche aufgezogen und ist somit stark gefestigt in seinem Glauben an Gott. Sich der Inquisition anzuschließen und zu verteidigen woran er glaubt, liegt aus seiner Sicht also nahe. Denn in der großen Wüste lauert eine Gefahr, die bekämpft werden muss. Torin lässt sich also von dem Großinquisitor Balosta ausbilden und erlebt viele Dinge, die einen gefühlsmäßig mitnehmen oder durch actionreiche Szenen mitfiebern lassen.
Fantasy-Bücher mit dem Hintergrund der Inquisition habe ich noch nie gelesen, sodass es mal eine angenehme Abwechslung war. Dabei fand ich besonders die Figuren sehr interessant, z.B. Berryl, der geistig nicht ganz auf der Höhe ist, aber sich stark weiterentwickelt. Vor dem Lesen habe ich überlegt, ob es mich nicht abschrecken wird, wenn ich aus Sicht eines Menschen lese, der angebliche Hexen verfolgt. Doch in diesem Buch ist es vollkommen klar, warum Torin so handelt wie er es tut. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich in der damaligen Zeit, mit einem derart starken Glauben, nicht genauso gehandelt hätte. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die abwechslungsreiche Fantasy-Welt, die mich völlig hat vergessen lassen, dass ich eigentlich auf dem Sofa sitze.
Das Buch hat eine angenehme Länge, sodass man es an einem Wochenene durchlesen kann, wie ich es getan habe. Aber auch über einen längeren Zeitpunkt verteilt kann man dem Buch, meines Erachtens nach, sehr gut folgen, ohne ständig den Faden zu verlieren. Dies liegt auch an dem leicht verständlichen Stil des Autors. Leider hat sich das Buch zum Anfang etwas gezogen, fand ich.
In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass das Cover als zu langweilig und trist empfunden wurde, mich hat es jedoch direkt angesprochen. Da mir der Autor vorher ja unbekannt war, habe ich es mir nur aufgrund des schönen Covers näher angesehen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

Fazit:
Ein toller Einstieg in die Bücher von Frank Rehfeld, die Lust machen auch die älteren Bände zu lesen. Nur der Anfang hat sich etwas gezogen.

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Tags: blanvalet, der weg des inquisitors, drachenmond-lesechallenge, fanatismus, fantasy, frank rehfeld, glaub, hexenverfolgung, inquisition, kirch   (10)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, fuchs, jacob, ritter, neid

Reckless - Lebendige Schatten, 9 CDs

Cornelia Funke , Rainer Strecker
Audio CD
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 06.09.2012
ISBN 9783837306385
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Gut war, dass ich den Vorgänger gerade nochmal gehört habe, denn Cornelia Funke wirft einen direkt in die Handlung. Eine kleine Wiederholung zum Einstieg wäre hier ganz nett gewesen, aber auch nicht unbedingt nötig.
Im ersten ging es darum Will zu retten, was Jacob selbst dem Tode näher gebracht hat. Deshalb ist es nun das Ziel auch Jacob im Diesseits zu halten. Dabei ist die Geschichte wieder vollgepackt mit Handlung, wobei die gleiche Anmerkung wie für den ersten Teil gilt: etwas weniger wäre mehr. Eigentlich freue ich mich immer riesig darüber, wenn einem nicht langweilig wird, aber da ich Funkes malerische Beschreibungen immer sehr genieße, verweile ich gerne länger in einer Szene.
In diesem Teil sind mir einige Charaktere, wie z.B. Fuchs auch noch mehr ans Herz gewachsen. Außerdem hat mir die vermehrte Verwendung von technischen Elementen sehr gut gefallen. Geht fast in die Richtung Steampunk, wobei auch ohne technischen Hintergrund alles klar wird.
Das Ende finde ich auch sehr gelungen und macht definitiv Lust auf den nächsten Band. Hoffentlch erscheint dann auch bald der vierte.

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(25)

37 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

zeitreise, anna, hörbuch, 16. jahrhund, jugend

Zeitenzauber - Die magische Gondel

Eva Völler , Hannah Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.08.2011
ISBN 9783785745588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Ich liebe einfach Geschichten, die einem Einblicke in andere Zeiten und Orte gewähren. Beides war hier der Fall. Obwohl ich noch nie in Venedig war, habe ich nun ein Bild vor Augen - wie realistisch es ist, sei erstmal dahingestellt. Denn die Hauptsache ist, dass es Spaß gemacht hat zu hören.
Wesentlich dazu beigetragen hat auch die Hörbuchfassung, da ich die Stimme der Sprecherin super passend fand und ihre Betonung schön jugendlich frech. Anscheinend hat die Sprecherin gewechselt, denn in der gekürzten Variante wurde die Stimme oft kritsiert.
Bevor ich zur eigentlichen Geschichte komme, möchte ich auch noch das wunderschöne Cover loben, das auch sehr gut zu den nachfolgenden Bänden passt.
Die Story hat zwar viele bekannte Elemente, aber schafft es dennoch ihren ganz eigenen Charme aufzubauen. Die etwas naive Hauptfigur passt schon, da es ja auch ein Jugendbuch ist. Aber auch die anderen Personen fand ich interessant, z.B. Jacobo, obowohl so selten vorkam.
Die Beschreibungen sind schön lebhaft, aber ufern nicht aus. Bis zum Schluss war ich ziemlich gespannt, wie es denn nun ausgeht.
Ich war wirklich froh, dass es eine ungekürzte Lesung war, um nichts zu verpassen. Sicherlich werde ich mir bald Band 2 anhören. Dieser hier war übrigens wieder ein Reread, wobei ich nichts mehr vom ersten Mal wusste.

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(108)

240 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

lisa rosenbecker, fantasy, liebe, gabe, magie

Arya & Finn

Lisa Rosenbecker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 23.11.2015
ISBN 9783959911344
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:

Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde der Drachenmond-Lesechallenge gelesen und bin total dankbar darüber, da ich es vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Wer meine Beiträge in der Leserunde gelesen hat, wird gemerkt haben, wie sehr mich dieses Buch begeistert hat.
Lisa Rosenbeckers Sprache ist schlicht und doch bunt - leicht zu verstehen, aber nicht platt. Hat mir sehr gut gefallen. Die Welt, in der es spielt ist keine High-Fantasy-Welt, sondern könnte auch die Erde zu früheren Zeiten darstellen, angereichert mit einigen Fantasy-Elementen. Mir hat das persönlich sehr gut gefallen, weil man so auch sehr schnell den Einstieg gefunden hat.
Die Geschichte hat mich eh unheimlich schnell gefesselt. Man begleitet ja eine Gruppe aus fünf Leuten bei ihrer Reise durch die Welt und alle sind mir sofort ans Herz gewachsen. Der liebenswürdige Riese, der lieber kocht, als andere zu verprügeln. Der kleine Ilias ist ja purer Zucker. Elena und ich brauchten sogar ein ganz bisschen um warm zu werden, aber das ging dann doch ganz schnell. Tja und Arya und Finn, was soll ich dazu noch sagen. In Büchern mag ich Charaktere wie Finn einfach unglaublich gerne, die ziemlich von sich überzeugt sind oder zumindest so tuen. Die vielen Kabbeleien mit Arya haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und ich wäre so gerne mal mit ihnen zusammen und würde mit ihnen über Gott und die Welt reden.
Das Tempo der Geschichte war genau richtig für mich. Wer allerdings permanent Handlung braucht, könnte es als langatmig empfinden. Kam jedenfalls in der Leserunde ein bisschen raus. Mir gefallen lange Dialoge immer ziemlich gut, weil ich so das Gefühl habe die Leute viel besser kennenzulernen.
Ich weiß nicht, ob das generell Lisa Rosenbeckers Stil ist, aber mich hat sie damit total gefangen und ich werde mir auch die nachfolgenden Bände kaufen, wenn sie erscheinen. Bis zum Ende dachte ich nämlich, dass es ein Einzelband ist und war erstmal ein bisschen verwirrt nach dem spannenden Ende. Das ging nämlich alles ein bisschen schnell dann. Aber wenn es weiter geht, macht das ja Sinn. Ich freue mich so doll, sonst müsste ich das Buch wahrscheinlich dauernd rereaden. Werde mir definitiv noch die Printausgabe holen.

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fantasy, zauberer, dämonen, bartimäus, dschinn

Das Amulett von Samarkand

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei cbj, 05.03.2007
ISBN 9783570216958
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, Bartimäus jetzt zu rereaden, aber ich habe nach einem Buch gesucht, dass ich meinem Freund empfehlen kann, um mal wieder die Lust am Lesen zu verspüren und habe dann einfach gleich mitgelesen. Und ich war unglaublich begeistert.
Mein Gedächtnis scheint leider wirklich grauenhaft zu sein, denn ich wusste von dem Buch eigentlich gar nichts mehr, außer, dass es um einen Dschinn namens Bartimäus geht und es recht witzig ist. Aber wie lustig ich es finde, hatte ich echt gar nicht mehr auf dem Schirm. Es ist mal was ganz Anderes, richtig erfrischend. Ungewöhnlich ist nämlich, dass es überwiegend aus der Sicht eines Dschinns geschrieben ist und der junge Zauberer zunächst echt kein freundliches Kerlchen ist. Trotzdem schafft der Autor es, dass man ihn nicht völlig unsymphatisch findet, indem er hier und da Details aus seiner Vergangenheit einstreut, wo er einem dann wieder leid tut. Ich habe mehr als einmal laut losgelacht, was ich bei einem Fantasyroman eher selten habe. Dennoch kann man das Buch durchaus ernst nehmen und es wird ziemlich viel Spannung aufgebaut, was dieser Lovelace da eigentlich plant.
Außerdem spielt die Geschichte in einem frühen London, womit man mich natürlich eh gefangen hat. Hach ja, London.
Das größte Kompliment ist wohl, dass auch mein Freund es nicht aus der Hand legen konnte.
Achja noch kurz zum Cover. Ich mag die Cover generell sehr gerne und finde sie passen auch richtig gut zusammen. Die Farbe vom ersten ist vielleicht nicht so der Hit, aber es passt zu der grauen Welt, wie sie beschrieben wird.

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