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135 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

endzeit, justin cronin, dystopie, vampire, fantasy

Die Spiegelstadt

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Fester Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 31.10.2016
ISBN 9783442311804
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Antes de Morir

Alexander Drews
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 04.07.2016
ISBN 9783958692190
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Irresponsible Desire: Liebesroman (Manhattan Love Stories 1)

Mila Summers
E-Buch Text: 276 Seiten
Erschienen bei null, 02.11.2016
ISBN B01M6CSA6Q
Genre: Sonstiges

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

09.2016, science-fiction, jugendbuch, sci-fi, sciene fiction

ANXO

Liv Modes
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.09.2016
ISBN 9783946172543
Genre: Science-Fiction

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Salvation: Brennende Herzen

Vivian Hall
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Plaisir d'Amour Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783864952197
Genre: Romane

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

catch the billions baby, geld, catch the billions, j.s. wonda, liebe

Catch the Billions, Baby!

J. S. Wonda
E-Buch Text: 333 Seiten
Erschienen bei null, 12.09.2016
ISBN B01M1DN9SO
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


„Catch the Billions, Baby!“
„Catch the Tension, Baby!“
„Catch the fascinating story, Baby!“
CATCH EINFACH BITTE IRGENDWAS, BABY! Ufff.

Ok. Ich mag die Gute Wonda und ihre Bücher – oder auch irgendwie nicht. Versteht mich jetzt bitte VOR der eigentlichen Rezension nicht falsch:
Ich habe das Buch bei 65% abgebrochen, weil ich einfach nicht mehr wollte, konnte, es mich nicht mehr zum Weiterlesen gebracht hatte. Und sowas ärgert mich, weil ich von der guten Wonda einfach was ganz Anderes gewöhnt oder nach den großen Ankündigungen erwartet habe…aber alles schön der Reihe nach.

Wenn ich nach dem Klappentext gehe, denke ich mir gleich: Das wird so ne Geile „heartBREAKeRs“ Film Idee und Sache. Und mal was GANZ GANZ ANDERES! Und da die gute J. S. Wonda auch schreiben kann – JACKPOT! 

Mich daher sofort auf´s eBook gestürzt hatte

Gelesen, gelesen und gelesen habe…

Mich nach langem kämpfen dann nach 65% wieder aus dem eBook verflüchtigt hatte

Oder auch nicht. 
Denn schnell wurde mir klar, dass Olivia, die „angebliche Heiratsschwindlerin“, nix an Spannung reinlegt. Man kann es auch so sehen: Die Gute legt die epilierten Beinchen hoch, denkt vor sich hin, und spielt halt die perfekte, betrogene Frau. Cocktailschlürfend natürlich. Ohne etwas von ihrem Lippenstift am Rand ihres Cocktailglaßes zu hinterlassen. Weil die Gute denkt, sie hat es halt drauf. ^^ Dabei ist die gar nicht so die gerissene, berechnende „Heiratsschwindlerin“, die sich WIRLICH zwecks Geld an vermögende Männer ranschmeißt. Oder doch. Irgendwie. Ich verwirre euch? Gut. Ich war da nämlich auch verwirrt. Kein Plan, ob Olivias Charakter wirklich so geplant war – denn hinter ihren wahren Absichten zu blicken und diese zu glauben, fiel mir nicht leicht. Dazu aber später noch mal was…

Sie zieht den Männern das Geld aus der Tasche auf ner total öden und nicht „interessanten“ Art. Sie erzählt/denkt/ist der Meinung, dass sie den Männern viel mehr hilft, ihre wahre Liebe zu finden. WHUT?!?! Ich weiß nicht, ob es an Olivias Infogeiz lag, aber machte für mich wenig Sinn…und war wenig glaubhaft. Was ich konkret damit sagen will:

BEWEGGRÜNDE wurden hier so nebenbei und, ja, nur vor sich hin erzählt. Ist ja auch total unwichtig, kann ich verstehen, dass darauf kein großen Wert gelegt wird. Ironie OFF 

Mir erst mal zur Beruhigung n Tee reinziehen muss

Ok. Weiter geht´s. ^^ 

Olivia war nämlich dabei, sich einen viel größeren Fisch zu angeln, als ihren „baldigen Ex-Mann“. Und wieso sie das wollte: Wurde erzählt, juckte mich aber nicht. Weil da eben die berechnende Frau fehlte…Olivia ist nämlich viel sanftmütiger, als man es nach so ner Storyline erwartet hätte. Die sehnt sich doch irgendwie nach DEM Mann, der sie wertschätzt. Ist ja auch alles ok, aber dann sollte der Klappentext und diese ganze Vorankündigung mir keine andere Show verkaufen. Denn so ist Olivia leider genauso öde wie all die „Society“ verheirateten Ehefrauen in dem Buch und für mich keine passende Hauptprotagonistin. Und das störte mich gewaltig. Denn den Eindruck, den sie in Sichtweisen ANDERER machte, zeigte mir mal „die Frau, die ihre Reize bewusst einsetzte“ bishin zu „die Frau, die eigentlich keiner Fliege was zu Leide tun konnte“ auf. Und das war meines Erachtens der Nagel im Sarg für diese ganze Handlung. Und der größte Logikfehler in der Charakterisierung.

Dabei KANN es die Autorin doch eigentlich…aber bei diesem Buch hat sie mächtig ins Fettnäpfchen gegriffen…Vielleicht hätte sie aus Olivia wirklich eine Badass-Hollywood-Männerfressende Bi*** machen sollen. Oder vielleicht hätte sie es einfach komplett lassen sollen…Wir werden es wohl nie erfahren…

Fazit:
Liebe J. S. Wonda, ich schätze deinen Stil, ich weiß, dass du es kannst. Aber das hier, das war leider deine schwächste Leistung bisher. So Leid es mir auch tut…

Bewertung:
Für 1 Marke war es ja doch gutgeschrieben (weil die Autorin auch schreiben KANN) daher knappe 2 Marken.

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144 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

märchen, fantasy, kurzgeschichten, anthologie, drachenmond

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

Julia Adrian , Susanne Gerdom , Kate Forsyth , Nina Blazon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2016
ISBN 9783959911818
Genre: Fantasy

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8 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

horror, blut, qindie, kurzgeschichte, halloween

Bloody Qindie präsentiert: Besessen: Halloween-Special

Melanie Meier , matì , Divina Michaelis , Katharina Gerlach
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei Qindie, 10.10.2016
ISBN B01LXEG9JK
Genre: Sonstiges

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, knisternde erotik, schwerer unfall

Strange memories: Verhängnisvolle Entscheidung

Mia B. Meyers
E-Buch Text
Erschienen bei null, 26.09.2016
ISBN B01M1UPXL0
Genre: Erotische Literatur

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65 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Perfect Touch - Ungestüm

Jessica Clare , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404174669
Genre: Erotische Literatur

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

endzeit, recht, verwandeln, raubtieren, abgeschnitten

Die Verdammten

Brett McBean
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 07.04.2014
ISBN 9783865522924
Genre: Fantasy

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

partials, dystopie, krieg, krankheit, liebe

Partials - Ruinen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492702843
Genre: Jugendbuch

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107 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

antwerpen, susanne gerdom, hexen, liebe, magie

Haus der tausend Spiegel

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570310748
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung
Seit längerer Zeit mal wieder ein Buch von Susanne Gerdom. Sie gehört ja zu meinen absoluten Lieblingsautoren, was die Erwartungen nun nicht gerade niedrig hält. Auf „Haus der tausend Spiegel“ hab ich mich echt mega gefreut und … nun ja… war es Liebe oder zerfielen meine Gefühle in tausend Spiegelscherben?

Die Geschichte beginnt mit Annik. Annik ist eine junge Hexe, die gerne studieren möchte, für ihren Studienplatz aber eine Aufgabe vom Rat zugewiesen bekommt. Löst sie diese Aufgabe, bekommt sie einen Platz. Tut sie dies nicht, naja, dann eben nicht. Annik brennt für ihren Studienplatz und setzt alles daran, die ihr gestellte Aufgabe zu meistern. Dabei trifft sie auf jede Menge Menschen. Feinde, neue Freunde und alte Seelen. Jeder wirkt auf seine Weise auf Annik und ihr Leben ein und Annik muss sich bald entscheiden, ob sie wirklich in der Realität lebt oder ob alles, sogar sie, nur ein Traum in tausend Spiegeln ist.  

Annik ist eine junge Frau, die sehr genau weiß, was sie will und was nicht. Sie stellt sich einer Aufgabe, an der schon viele vor ihr gescheitert sind und gibt alles. Sie schreckt nicht zurück, wenn es gefährlich wird, sie hat nicht übermäßig Angst und vor allem ist sie kein gerupftes Huhn, was aus jeder brenzligen Situation gerettet werden muss. Annik weiß was sie tut. Sie ist stark, sie hat Charakter, sie ist neugierig auf das Leben und sie verurteilt nicht sofort andere Menschen, für Dinge, die in ihrer Vergangenheit vorgefallen sind auf die diese Menschen keinen Einfluss hatten. Ich mochte Annik von Anfang an und konnte meine Augen kaum von den Worten lassen, denn ich musste wissen, wie es Annik ergeht! Und was in den Spiegeln auf sie wartet.  

Die Geschichte, die Susanne hier geschrieben hat, ist so viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint und ich habe wirklich bis zum Ende mit gerätselt und überlegt, was jetzt nun in dem großen Haus, in dem Annik sich befindet, los ist. Manchmal war ich etwas wirr, aber dann ging es Annik genauso! Susanne schafft es wieder einmal mit ein paar gut gewählten Worten den Leser so in ihren Bann zu ziehen, dass ich stellenweise mich selbst im Spiegel sah. Dass ich um mein Leben rannte, dass ich mich verirrte und dass ich Rosen roch. Ich weiß nicht, wie Susanne das immer und immer wieder schafft, aber jede ihrer Geschichten ist so einzigartig und fantastisch, dass ich jedesmal traurig bin, wenn es vorbei ist.  

Ganz nebenbei lässt Susanne die Hintergrundgeschichte einfließen, die in meinen Augen mit der eigentlichen Geschichte um Annik und ihre Aufgabe, keine Rolle spielt. Aber dadurch wird die Geschichte selbst viel lebendiger und realer. Die Figuren haben alle eine Vergangenheit, eine Gegenwart und viel wichtiger, eine Zukunft. Eine Zukunft die ich ihnen gebe, weil ich ihr Leben kenne! Und das nur, weil Susanne es mir gezeigt hat. Nebenbei, ohne dass ich es gemerkt hätte.  

Annik gerät in dem herrschaftlichen Haus als Kindermädchen in einen Sog von Liebe, Leidenschaft, Intrigen und Hass, aus dem sie sich nur selbst befreien kann. Ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich, einmal angefangen, das Buch komplett durchlesen musste. Niemals hätte ich Annik Stundenlang warten lassen können, bevor wir gemeinsam weiter dieses dunkle Haus erkunden oder uns dem Kind widmen, das in einem Koffer lebt.  

Die Stimmung innerhalb der ganzen Geschichte ist durchweg schaurig schön. Spiegel, Rosen, Kerzen und Düsternis beherrschen alles und lassen das Ambiente wirklich einmalig rüberkommen. Ich war sofort drin in Anniks Welt und fühlte mich wohl, auch wenn ich andauernd eine Gänsehaut hatte.  

Das Ende hab ich so nicht kommen sehen. Ich war überrascht aber muss sagen, dass es mir wirklich gefallen hat. Es war perfekt für Annik, die wirklich hart für ihre Ziele gearbeitet hat. Aber manchmal bekommt man das, was man will, nicht so, wie man es sich wünscht oder gedacht hat.

Fazit
„Haus der tausend Spiegel“ ist für jeden Fantasy-Fan ein must read! Eintauchen in eine Welt von Susanne Gerdom verspricht immer aufregend zu werden und die Geschichte mit allen Sinnen zu spüren. Klare Leseempfehlung!

Bewertung
 Ohne Frage und ohne weitere Worte: 5 von 5 Marken!



  (7)
Tags: 5, cbt, rezension, tilly   (4)
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, sagen, fantasy, südtirol, irland

Die Geschichtenerzählerin 1

Stella Jante
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei null, 11.06.2014
ISBN B00KXVYTNA
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung
Nachdem das Buch nach ein paar Komplikationen endlich bei mir ankam, konnte ich kaum erwarten, damit anzufangen. Ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Der Klappentext lässt da ja wirklich viel Platz zum Spekulieren. Also ließ ich mich einfach fallen und lernte Mena kennen. Und damit fing der Ärger wohl an…  

Mena, oder auch Philomena Gruber genannt, (Was für ein geiler Name!!) ist die Person, an die ich mich hängte und mit der ich die Geschichte entdeckte. Sie ist 18 und weiß überhaupt nicht, was sie jetzt machen soll. Das ist im Grunde nichts schlimmes, denn viele wissen mit 18 nicht, was sie machen sollen, aber Mena belastet das wirklich. Sie hat das Gefühl, dass alle einen Plan, ein Ziel haben, nur sie trudelt irgendwie so rum. Das wird auch nicht besser, als sie plötzlich aus ihrer Realität gerissen wird und in einer anderen landet, wo sie sich gegen einen Drachen behaupten muss und wie aus dem nichts ein fremder Mann neben ihr steht und ihr hilft.  

Ich mochte Mena. Auch wenn sie hin und wieder wirklich schwankend ist, in der Entscheidung was sie in Zukunft machen will, geht sie doch unbeirrbar ihren Weg und trifft auch unliebsame Entscheidungen, wenn es denn sein muss. Sie hat schon eine Ahnung, wohin ihr Leben gehen soll, aber irgendetwas hemmt sie, die Ahnung umzusetzen. Mena ist eine starke, junge Frau und wurde von der Autorin wirklich klasse dargestellt.  

Ihr plötzlich auftauchender Held ist eine Nummer für sich. Kinnon O´Brien bringt Frauenherzen zum höher schlagen und sorgt ungewollt dafür, dass sich die Frauen um ihn schlagen. Er hat keine Ahnung, warum er auf einmal neben Mena steht und gegen einen Drachen kämpfen muss, aber er macht es, ohne es zu hinterfragen oder an seinem Verstand zu zweifeln. Ich denke, dass sagt eine ganze Menge über Kinnon aus, denn jeder andere wäre wohl selbst erstmal gerannt, wenn man von einer Sekunde auf die andere vor einem Drachen steht. Er rettet die holde Maid und überlegt wie man das feuerspeiende etwas wieder los wird.  

Auch Kinnon mochte ich. Er war wirklich sehr heiß beschrieben, aber ich merkte, dass er darauf keinen Wert legte und „normal“ sein wollte. Er wollte diese Aufmerksam des anderen Geschlechts nicht haben, konnte aber auch nichts dran ändern. Manche Dinge sind, wie sie sind und er hat sich damit arrangiert.  

Beide zusammen sind ein megatolles Team. Sie funktionieren gemeinsam besser als alleine, als hätten sie nur darauf gewartet, dass sie ihr Gegenstück finden. Es dauerte eine Weile, bis sie auch in ihrer Realität aufeinander treffen, aber auch hier klappt alles wunderbar.  

Die Geschichte als solche dreht sich nicht nur um die beiden, obwohl sie natürlich viel Raum einnehmen und gerade Mena eine superwichtige Rolle spielt. Es geht vielmehr um Vertrauen, darum seine Ängste über Bord zu werfen und einfach mal Dinge tun, die man so nicht tun würde. Sein Herz in die Hände eines anderen zu legen und vertrauen, dass er das richtige macht. Und es geht darum, sich zu entwickeln, sich zusammen mit jemand anders neu zu finden und herauszufinden, wer man ist, wer man sein kann und wer man sein will.  

Der Schreibstil ist wirklich einzigartig. Ich wurde von Anfang an in die Geschichte reingezogen und entkam kaum ihrer Kraft, ihrer Anziehung. Die Worte ließen Bilder entstehen und Gefühle, die mich mehr als einmal nach Luft schnappen ließen. Es war alles so real, dass ich mir sicher bin, hier war eine Geschichtenerzählerin am Werk^^.  

Mena und Kinnon müssen eine große Aufgabe bewältigen, und auch wenn sie den Anfang schon gemacht haben, liegt wohl noch ein weiter Weg vor ihnen, der mit Elfen, Feen, Sagengestalten und noch einigen Figuren, die ich sicher noch gar nicht kenne, gespickt ist. Nicht alle sind ihnen wohlgesonnen und nicht weniger wollen direkt ihren Tod. Mena hat sich mit dem Erfüllen ihrer Aufgaben einige Feinde gemacht, die nur auf den richtigen Zeitpunkt warten, um zuzuschlagen.  

Das einzige, was mich nach einer Weile etwas gestört hat, war die drölfzigste Beteuerung von Mena und Kinnon, dass sie doch alles ernst meinen und nie etwas tun, was dem anderen schaden würde. Ja, es gehört zur Entwicklung dazu, weil beide wirklich viel Mist durchgemacht haben, aber die Gespräche glichen sich nach einer Weile. Das hat der Geschichte als solchen keinen Abbruch getan, aber ja… mich hat es nach einer Weile wirklich ein bisschen genervt.

Fazit
„Die Geschichtenerzählerin“ ist mehr als eine Liebesgeschichte, denn der Leser versinkt zwischen irischen Sagen und Alpinen Legenden. Kämpft gegen Drachen, behauptet sich vor Elfen und Feen und lernt, dass es viel mehr auf der Welt gibt, als wir glauben. Stella Jante verbindet unsere Realität mit der Sagenwelt und daraus entsteht eine Geschichte, die realistischer und einzigartiger nicht sein könnte. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man mit den Figuren mitleidet und Hass genauso stark empfinden wie Liebe!

Bewertung
„Die Geschichtenerzählerin“ bekommt von mir volle 5 von 5 Marken. Ich liebte die Geschichte von Mena und Kinnon genauso wie ihre Abenteuer und konnte kaum mit dem Lesen aufhören. Vor den beiden liegt noch ein schwerer Weg und ich muss zugeben, ich bin froh, dass es noch nicht vorbei ist.

  (3)
Tags: 5, indie, rezensio, tilly   (4)
 

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

lyathos, candid, demian, silbermond, michio

Geheimnisse von Blut & Liebe - Phönixträume

Elke Aybar
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei null, 12.09.2016
ISBN B01LXHQH2D
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung
Der dritte Band der „Geheimnisse von Blut und Liebe“-Reihe. Ich hab lange darauf gewartet, denn Elke Aybar lässt ihre Leser gerne mit Cliffhangern zurück. Der dritte Band lässt also auf einige Aufklärungen hoffen und darauf, dass es vorwärts geht. Mit Aurelie. Mit Ruben. David. Es sind so viele, denen ich eine Ruhepause gönnen würde…  

Ich gebe zu, ich hatte kleine Probleme am Anfang, wieder in die Geschichte hineinzukommen. Es dauerte ein paar Seiten, bis ich mich an die Geschehnisse und das Ende von Band zwei erinnerte und erst dann ergab einiges endlich Sinn. Das lag nicht am Schreibstil oder an der Geschichte selbst, sondern daran, dass zwischen dem Lesen von Band 2 und 3 viel Zeit bei mir vergangen war.  
Als ich dann erstmal wieder in der Geschichte drin war, las sie sich wie von selbst. Die Handlung geht straff voran, es passiert dieses und jenes und dann war ich irgendwie schon wieder am Ende angelangt.  

Aurelie ist noch immer hin und her gerissen, sie weiß nicht immer genau, was sie machen oder nicht machen soll. Nur bei einem ist sie sich sicher: Ruben. Sie muss ihm und David helfen. Koste es was es wolle. Von der Aurelie, die ich im ersten Band kennenlernte ist nicht mehr viel da. Sie ist stark, steht hinter ihren Entscheidungen und setzt sich zur Not auch mit Gewalt durch. Sie ist gewachsen, innerlich. Und sie weiß, dass sie nicht länger vor ihrer Vergangenheit wegrennen kann.  

Ich hab mich etwas lange davor gedrückt, diese Rezension zu schreiben. Was aber nicht an der Geschichte lag, sondern daran, dass ich nicht wusste, wie ich meine Gedanken und Gefühle in Worte packen soll. „Phönixträume“ ist ein dritter Band. Es folgt noch ein vierter. Und so ungern ich das auch sage: Man merkt ihm an, dass er ein Zwischenband ist. Es passieren sehr viele Dinge zeitgleich. Es gibt viele Handlungsstränge, die wichtig sind, die weitergeführt werden müssen, damit am Ende alles an seinen Platz rücken kann. Das ist gut so!

Aber dadurch hatte ich immer das Gefühl, als erzähle mir jemand was eben zwischen Band 2 und 4 passierte. Mit fehlte ein bisschen die lauernde Spannung, die in Band 1 und 2 durchweg da waren. Dadurch, dass es viele Handlungsstränge waren, passierte in den einzelnen Handlungen „nicht viel“. Ich will sagen, dass vielleicht mehr Spannung hätte aufgebaut werden können, wenn es weniger verschiedene Charaktere gewesen wären, auf die ich hätte achten müssen. Allerdings sind alle Figuren wichtig und ich MUSS wissen, wie es weitergeht. Die Handlung ist mittlerweile so gewachsen und groß, dass wirklich viel an vielen Ecken passiert. Der rote Faden hat sich derart aufgesplittet, dass ich manchmal nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte.  

Alles, was in der Geschichte passierte, ist wichtig dafür, dass die Geschichte im 4. Band zu einem Ende kommt. Alle roten Fäden werden sicherlich zusammenkommen und es wird in einem Knall enden! Dafür braucht man aber Vorarbeit und Band 3 ist so ein Band, in dem für das Ende vorgelegt wird. Es war ruhig, obwohl viel passierte. Ich lernte neue Figuren kennen, ärgerte mich über Intrigen und fasste Sympathien zu Charakteren, bei denen ich es nicht gedacht hätte.   Demian treibt seine Liebessuche nach Aurelie fort und bringt sie in eine verzwickte Situation. Ruben und David haben sehr viel Zeit, über sich und ihr Leben nachzudenken. Was ist geschehen und was passiert noch? Elodie kämpft ihren eigenen Kampf und trifft auf jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hatte. Und was ist mit Michio? Das sind nur einige der Fragen und Situationen, denen sich der Leser stellen muss.  Und es ist immer wieder der Schreibstil, der mich als Leser in die Geschichte zieht. Elke hat so eine wunderbar weiche Schreibe, dass die Bilder von ganz allein in meinen Kopf kommen. Ich genieße ihre Bücher grundsätzlich mit allen Sinnen und ich weiß nicht, wie sie das macht. ^^

Fazit
„Phönixträume“ ist ein 3. Band, der auf seine ruhige und aufbauende Art und Weise zu überzeugen weiß. In der Geschichte werden die Schienen zum Finale gelegt, viele Figuren müssen schwere Entscheidungen treffen um zu sich selbst zu finden und Altlasten hinter sich zu lassen. Ein würdiger Nachfolger. Und auf jeden Fall ein must read, wenn man die ersten beiden Bände schon gelesen hat.

Bewertung
Hm. Schwer. Ehrlich. Ich leide ja bekanntlich unter „Dem Fluch des dritten Teils“, aber hier war das anders. Dadurch, dass noch ein 4. Band kommt, ist es eben doch etwas ruhiger gehalten. Intrigen werden gesponnen, oft wird mit Worten gekämpft. Ich gebe sehr gute 4 von 5 Marken.

  (5)
Tags: 4, indie, rezension, tilly   (4)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

interessant, witzig, spannend, fantasy, traurig

Magische Meriten 1 - Gefunden


E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.09.2016
ISBN B01LY71E3N
Genre: Sonstiges

Rezension:

Von Dennis Frey hab ich ja nun schon ein paar Kurzgeschichten gelesen und bis jetzt fand ich sie immer super! Aber gefiel mir deswegen auch seine neue Geschichte? Oder sollte ich dabei bleiben, nur seine Kurzgeschichten zu lesen? Und das wichtigste: Konnte die magische Welt bei mir landen?

Gleich vorab: Die Geschichte ist sehr kurz und deswegen wird die Rezension dazu auch keine Romanlänge haben. Dennoch werde ich versuchen, so gut wie möglich meine Gefühle rüber zu bringen. Auch wenn es nicht leicht sein wird. Aber ich weiß, was ich sein könnte… auf einem Spielplatz, auf dem ich lerne.
Was passiert, wenn die Realität auf Magie trifft? Was könnte passieren? Oder sollte ich fragen, was schon längst passiert ist? Dennis Frey schmeißt die beiden so unterschiedlichen Welten zusammen und heraus kommt: "Magische Meriten"! Eine Geschichte über magische Fähigkeiten, mystische Wesen und Menschen, wie du und ich, die gucken müssen, wie sie ihr Leben mit der Magie auf die Reihe bekommen.

Ich habe nichts gesucht und doch so viel gefunden. Zuerst fand ich Flo. Florence sitzt mit ihren Eltern in einem ungewollten Urlaub fest. Regen, Kühe und noch mehr Regen. Mehr gibt es nicht. Und Flo hasst es! Ich mochte Flo von Anfang an. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und auch wenn ihr seltsame Dinge passieren, hat sie keine Angst (oder nur ein bisschen^^). Sie ist neugierig, offen für andere Dinge und akzeptiert, dass es zwischen Himmel und Hölle mehr gibt, als das was sie sieht! Sie lässt sich auf das ein, was sie gefunden hat. Nämlich Ivan…

Ivan. Ivanhoe (mal ehrlich, was ist das bitte für ein geiler Name?! Der HAMMER!!) Er tauchte auf und war da! Er war präsent, anwesend und sorgte dafür, dass das Licht das Dunkle zurückdrängte. Ivan war toll! Und ich mochte ihn auch! Himmel, ja! Er hatte eine spritzige, offene Art. Witz und Charme. Er wusste, wann er handeln musste, wann er lieber schweigen sollte und Ivan vertraute darauf, dass sein Mentor ebenfalls wusste, was er tat. Auch wenn es oftmals haarscharf war und meistens echt brenzlig, blieb er ruhig und sorgte so für einen Ausgleich zu der recht hohen Spannung in der Geschichte.

Flo und Ivan zusammen waren herrlich. Sie tat, was er sagte, weil si wusste, dass es richtig war. Sie vertraute den Anweisungen, aber nicht ohne ihren eigenen Kopf oder gar die Meinung zu verlieren! Es war diese Chemie! Himmel, die Chemie zwischen den beiden, da flogen die verdammten Funken! Es gab keine losen Enden, keine Fragen oder Zweifel. Zwischen den beiden war einfach alles klar. So ungern ich das auch sage, aber Flo und Ivan sind füreinander gemacht und das merkte man einfach. Es war nicht kitschig, es war genial!

Natürlich stehen die beiden nicht im Fokus. Also ja, doch. Irgendwie schon, aber sie gehören in die Geschichte, zu der Geschichte, sie sind nicht DIE Geschichte, sondern ein Teil davon, der dazugehört. Es geht um Magie, um eine Welt die neben unserer existiert und die schrecklich, schön und Furcht einflößend ist. Dennis Frey hat ihr den Einstieg in eine Reihe voller Geheimnisse, magischer Kreaturen und endloser Möglichkeiten geschaffen, der grandioser nicht hätte sein können. Auch wenn „Gefunden“ recht kurz ist, kann ich nur eins sagen: Es. War. GRANDIOS!

Magie, Realität und die alltäglichen Problemchen, mit denen man sich als Teenie so rumschlagen muss, harmonierten perfekt. Es gab keine fremden Finger, die darin herumstocherten und das Geschehen beeinflussten. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die Figuren ihr Ding machten und den Autor nur als Werkzeug nutzen, dafür, dass ihre Geschichte aufgezeichnet wurde. Es war rundum perfekt… nur zu kurz. :-D

Fazit
„Magische Meriten 1-Gefunden“ hat bei mir einen Abdruck bzw. Eindruck hinterlassen. Ich mochte es, wie Dennis Frey die magische mit unserer Welt verbindet und Figuren entwirft, die ich von Anfang an mochte. Auch wenn gegen Ende noch dieses und jenes unklar war (Band 1 einer Reihe eben…^^), ist das ein sehr starker Einstiegsband, der die Messlatte verdammt hoch ansetzt. Wir können gespannt sein, wie es weiter geht.

Bewertung
Verdiente und volle 5 von 5 Marken für einen Reihenstart, der seinesgleichen sucht. Ich hoffe, der Autor weiß, wie hoch die Erwartungen sind. ^^

  (7)
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(3)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Unter Toten 3

D.J. Molles , Wally Anker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453316126
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(195)

305 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 156 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, melanie raabe, entführung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

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(177)

314 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

organspende, transplantation, liebe, depression, münchen

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lustigerweise hatte ich das Buch schon seit über einem Jahr im Auge behalten – aber da sich der Veröffentlichungstermin irgendwie auf ein Jahr später verschob, musste ich mich gedulden…bis jetzt. :D Und als ich auch noch vom Verlag einen tollischen Vorschaukatalog mitsamt Leseprobe zu diesem Buch bekam, stürmte ich zu meiner Buchhandlung des Vertrauens und bestellte es! UND DANN LAS ICH LOS!

„Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".

Oder auch nicht.
Wo mein Leserherz noch Feuer und Flamme von der Leseprobe mitsamt Klappentext und der Idee dahinter war, so schlug ich spätestens nach den ersten 50 Seiten auf den Boden der Tatsachen auf. So bewegend, ernst, wichtig und anders diese Idee dahinter ist…es war vielleicht ZU VIEL für die Autorin. Denn…
Bücher müssen nicht nur gut geschrieben sein…
….oder ein ernstes Thema beinhalten, damit der Leser vor lauter Drama und Gefühlsaufundabs mit dem Protagonisten mitleidet.
…und „nur“ eine etwas andere Idee reicht da auch nicht aus, um einen ganzen Roman damit auszufüllen.
Ich werde jetzt sehr hart sein müssen, aber ich als Käufer & Leser dieses Buches muss meiner Enttäuschung Freigang gewähren.

Aber erst mal das GUTE an dem Buch:

„Organspender“. Ein sehr ernstes Thema in unserer Gesellschaft. Eines, wie ich selbst finde, dass vielen immer noch nicht ernst genug ist. Und daher empfand ich es schon mal als einen großen Pluspunkt, dass die Autorin dieses Thema hier aufgriff und auch noch auf eine etwas andere Art und Weise.
Denn wie es einem nach einer Transplantation gehen kann, dass fragen sich vielleicht nicht wirkliche viele. Schließlich muss man ja dankbar dafür sein, das Organ eines Toten bekommen zu haben um endlich weiterleben zu dürfen. Es warten ja noch ein Dutzend anderer Menschen auf solch eine besondere Chance. Dass die Psyche selbst nach einer erfolgreichen Transplantation sehr viel leidet und mitmachen muss – daran wird meistens gar nicht gedacht.

Gwen, die schon seit einer Weile auf ein neues Herz wartet und endlich durch eine erfolgreiche Transplantation wieder zurück in ihr altes Leben kann, kann es eben nicht. Sie kann nicht zurück, sie kann sich nicht wirklich freuen. Sie kann sich nicht damit abfinden, dass andere Menschen, die das Herz dringender brauchen, ihr Herz nicht bekommen durften. Denn Gwen fühlt sich einfach nicht sicher. Nicht wohl. Sie hat Angst – so viel Angst. Und mit dieser Angst in ihrem Herzen kann sie einfach nicht umgehen. Angst, dass ihr neues Herz von ihrem Körper abgestoßen wird. Angst, dass sie niemals wieder Freude empfinden kann. Angst, dass sie verurteilt wird, wenn sie offen über ihre Ängste redet. Denn wie wirkt das bitte, wenn sie nicht glücklich darüber ist, endlich wieder Leben zu können? Dabei ist Gwen keineswegs Freudlos. Nur nach diesem Erlebnis, diesem Warten, Krank sein, dem Leben im Krankenhaus mit anderen, Wartenden, die bereits gestorben sind, oder noch länger warten als sie…da wirkt das Leben auf einmal ganz anders. Empfindlicher. Klarer. Kürzer. Bedrohlicher. Klein und Erschreckend.

Soweit so gut. Kam ja bei mir an, diese innere Zwickmühle. Diese Angst. Am Anfang. Dann hat die Autorin weitere Dinge wie das „Forum“ und Noah hinzugefügt. Noah ist der Admin eines Forums für „Wartende“ in dem vielen Fragen, viele tragische Geschichten, Hoffnungen und Enttäuschungen auf Beachtung und Unterstützung hoffen. War auch eine nette Idee und passend, wenn man an Gwens Situation denkt. Aber auch für mich als Leser eine clevere Art und Weise, mir „aufzuzeigen“, wie „Wartende“ und „Kranke“ Online nach Hilfe, Rat und auch Gleichgesinnten suchen.
Noah nimmt seine Aufgabe dort sehr ernst und ist praktisch rund um die Uhr per Handy, PC etc. für das Forum und dessen Mitglieder da. Warum genau er das macht, oder WIESO er so daran hängt, dass es den Leuten dort gut geht und sie gehört werden? KEINE AHNUNG. Seine Mutter ist Chirurgin und auch irgendwie ein Teil dieses Forums. Aber da sie nur arbeitet und nicht mal Zeit für ihren Sohn hat, kümmert sich Noah darum. WIESO er das so voller Herzblut macht?? KEINE AHNUNG.

Noah hat mich bis zum Schluss nicht wirklich von sich und seinen Beweggründen überzeugen können. Mir wäre es lieber gewesen, die Autorin hätte ihn „online“ gelassen anstatt auch noch live in Gwens Leben zu werfen. Denn der Kerl war unnötig – meiner Meinung nach. Und ich bin mir sicher: Per E-Mail oder per Chat hätte er mich mehr überzeugt als das ich an seinem Leben teilnehme und mich eben nicht wirklich „da“ fühle. SCHADE! Ich weiß nicht, was die Autorin sich bei diesem GANZEN Roman gedacht hat, aber sie hat zu viel Potenzial verschwendet, als dass ich das Buch im Regal behalten, geschweige denn viel, lobende Worte finden könnte. Und ja: Mir tut es im Herzen weh, denn ich SAH die Tragik und das Potenzial. Aber wieso es dann so den Bach runterging und mich wortwörtlich langweilte…wieso musste es nur so weit kommen? :/ Ist natürlich nur meine Ansicht und Meinung aber bei so einem doch guten Schreibstil und Ansatz…ne. Kann ich nicht verstehen.

Und ich hatte nicht mal Lust auf eine Rezension, weil ich so enttäuscht war, aber ich hab eben eine Vorfreude gehabt und mir extra dieses Buch gekauft und muss hier meine Enttäuschung ablassen.

Ich glaube, hätte die Autorin das Thema „Organspende“ weggelassen…ich wäre eingeschlafen. Und es tut mir wirklich im Herzen weh, denn ich empfand es gut, mal die andere Seite zu lesen. Zu erfahren, wie die Psyche eines Menschen, der endlich ein Herz bekam, damit klarkommt. Aber darum ging es dann nicht mehr wirklich…oder es wurde versucht, aber es kam nicht bei mir an. Auch das Drama, Gwens versuche, sich umzubringen, oder ihr Herz zu verschenken: Ich könnte Lachen vor lauter Verzweiflung, weil ich ihre Verzweiflung ANFANGS noch wahrnahm. Aber sie verblasste mir zu schnell…und Noahs schlechtes Gewissen und Angst um sie – war ok dargestellt. Mehr nicht.

Fazit:
Schwierige Themen sind nicht für jeden Autor etwas Leichtes und das ist auch nicht tragisch - man hat wo anders Stärken und Schwächen. Und man kann es - auch wie hier - gerne versuchen. Aber meiner Meinung nach war der Versuch für ein Verlagsbuch einfach zu ungenügend und nicht erfolgreich.
Aber wie gesagt: Meiner Meinung nach und man MUSS es auch nicht können.
Ich kann es nicht besser beschreiben, als dass es mir nicht genug, nicht gefühlsvoll, nicht ordentlich fokussiert war. Das eine Liebesgeschichte entstehen muss – okay. Nix dagegen. Aber hier waren die Charaktere so blass…da konnten keine Funken sprühen…kein Leid für mich entstehen. Ich konnte einfach nicht lange in der Psyche von Gwen und Noah eintauchen, weil die beiden einfach zu weit weg waren…dabei lief es am Anfang noch gut, ich spürte die Leere, die Gwen verspürte. Nur irgendwie ging sie unter, verschwanden die Gefühle, als die Autorin sich noch auf andere Nebenstränge konzentrierte…das Herz des Buches, es schlug nur gegen Anfang kräftig und dann, dann wehrte es sich meiner Meinung nach, weil man sich nicht gut genug um es gekümmert hatte…und die Gefühle verschwanden. 

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liebe, schweigen, liebesroman, geige, gefühle

Finian Blue Summers

Emma C. Moore
Flexibler Einband: 278 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 25.08.2016
ISBN 9781537247670
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung: Diese Rezension trieft förmlich vor Dramatik und Theatralik xD Ob das jetzt etwas Gutes oder etwas Schlechtes für das Buch bedeuten kann? Findet es heraus ^^

Die Besten Geschichten und Rezensionen fangen doch immer so an:
EIGENTLICH hatte ich NICHT vor, das Buch SOFORT zu lesen, geschweige denn, es zu rezensieren. O.o Aber manches muss getan werden, um euch, ihr Lieben Leser & Stalker, zu schützen. Also opferte ich mich wieder mal GERNE für EUCH und schreibe meine Erfahrungen nieder! Zu eurem Schutz. Kriegsbemalung ins Gesicht schmier

Lasst mich doch gleich mit der Kritik loslegen, um die Spannung sofort zu steigern. ^^
Emma C. Moore schreibt ja eigentlich Jugend-Fantasy Romane unter dem Namen Marah Woolf. Und hier fängt meine Kritik an:
Ich hab vor ein paar Jahren ihren ersten Band der „Bookless“ Reihe gelesen und ja... war doch nicht so wirklich angetan von dem einfachen Schreibstil. O.o Ich fand, so, laut Klappentext, dass die Idee sicherlich toll sein muss. Aber ja…diese Einfachheit in der Schreibe hatte mir das Weiterlesen nicht wirklich verschönert, und so hab ich es abgebrochen. .

Soweit so gut.

Da ich aber dieses Cover einfach traumhaft finde CAROLIN, DU HAST ES HALT DRAUF!!! DU WUNDERGRAFIKERIN DU!!, ich die Autorin auch sehr sympathisch finde (man sieht sie ja eigentlich auf jeder Messe, wo man sie wortwörtlich als Leser anfassen kann :D ) hab ich einen Neuen Versuch gewagt…

….und Ladys & Gentlemans: mit der Gefahr hin, dass ich meinen Ruf als knallharten Kerl aufs Spiel setze…

Ich habe am Ende GEWEINT!
ICH!
JACK!
DER SICH NICHT SO LEICHT UM EINE TRÄNE WICKELN LASSEN KANN!
DER SO VIELE DRAMEN/YOUNG ADULT ROMANE LIEST UND SELTEN EMOTIONAL BERÜHRT WURDE!
WIE ZUM HENKER IST DAS BITTE PASSIERT?!?!
Immer noch ganz fassungslos bin
Ich glaube, ich werde NIE MEHR WIEDER EINEN POST IT MIT FREUDE BESCHRIFTEN GESCHWEIGE DENN ANSCHAUEN KÖNNEN!!! Insider ^^
SELBST DIE ZETTEL IN MEINEM HAPPY MOMENT GLAS WERDEN NIE MEHR WIEDER DIE NORMALE FREUDE IN MIR HERVORRUFEN, WEIL ICH STÄNDIG AN UNERFÜLLTE WÜNSCHE ERINNERT WERDE!

Boahr… 5 Minuten Pause einlege, um mich wieder zu fassen

Räusper

„Finian Blue Summers“ ist auf den ersten Blick ein Young Adult Roman, der süß, unschuldig und voller unerfüllter Wünsche und Hoffnungen ist. Die passende Sommerlektüre für Zwischendurch. Das perfekte, kleine sommerliche Abenteuer, dass nicht nur für Jugendliche geeignet ist. Und doch zeigt das Buch ganz harmlos, still und leise auf, dass es im Leben darum geht, dass man Leben MUSS. Dass man sich nicht abhängig machen sollte, es aber wichtig ist, die Hilfe von Menschen, die einen am Herzen liegen, anzunehmen. Dass die eigene Familie es doch nicht immer mit einem gut meint und dass man sich zur Wehr setzen sollte. Denn man gehört am Ende nur sich selbst und niemand anderem. Und das alles so undramatisch leicht und nicht zwanghaft – gefiel mir sehr. Auch wenn es mir zum Ende hin zum Verhängnis wurde…

Auch die Schreibe, die ich bei anderem Buch der Autorin als ausdruckslos in Erinnerung hatte, war hier irgendwie zwar leicht und locker, aber genau richtig und passend. Es erzeugte eine gewisse Stimmung und Leichtigkeit, die mich nur durch die Seiten fliegen ließ. Wie, als würde ich freihändig auf einem Fahrrad fahren und der Wind weht meine offenen Haare durch die Luft. ^.^
Ja, stellt euch das Bildlich vor und JA, das ist in der Tat der erste Vergleich, der mir da einfällt Und es gefiel mir sehr. Bin da stark überrascht von dem starken Unterschied zu „Bookless“ & hoffe, dass noch weitere, Young Adult Romane kommen werden. Denn es war hier doch mal etwas anders, von der Herangehensweise, die mich ja dann am Ende eiskalt erwischte.

Auch die Beschreibungen, wie Rayne zum ersten Mal Fastfood isst waren ZAUBERHAFT unschuldig. :D Es waren irgendwie alle Szenen so natürlich und leicht ja, wieder dieses Wort, sodass ich förmlich mitten drin saß und alles von der ersten Reihe aus beobachten und miterleben konnte.

Fazit:
Ich weiß nicht, ob ich der Autorin jemals wieder trauen kann. Ob ich jemals wieder so unbekümmert und entspannt eines ihrer Bücher lesen kann. Wie ich jemals wieder einen Post It benutzen kann, ohne daran zurückerinnert zu werden, für was dieser Post It alles benutzt werden kann.
Aber eines weiß ich auf alle Fälle:
Das Buch gehört in meinen Indie-Schrein. Und auch in Eure Regale! Es ist nicht mal hochdramatisch – nein, aber das ist genau der Punkt:
Durch das leise und stille erzählen erwartet man gar nicht, dass da irgendwer die eigenen Emotionen attackieren könnte und so überraschte mich das Buch mit all seinen Seiten. Ein schöner Effekt und ein kleiner, aber abenteuerlicher Sommertrip auf einem lila Fahrrad. Was will ich da mehr? :D

Bewertung:
5 von 5 Marken natürlich. Und eine Überlegung, ob ich die anderen Bücher unter diesem Pseudonym auch noch lesen sollte. ^.^

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5, tilly, rezension, indie

Es bringt den Tod

A.L. Kahnau
E-Buch Text: 206 Seiten
Erschienen bei null, 27.08.2016
ISBN B01KS76XVY
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Meinung
Der dritte Band der „Geheimnisse von Blut und Liebe“-Reihe. Ich hab lange darauf gewartet, denn Elke Aybar lässt ihre Leser gerne mit Cliffhangern zurück. Der dritte Band lässt also auf einige Aufklärungen hoffen und darauf, dass es vorwärts geht. Mit Aurelie. Mit Ruben. David. Es sind so viele, denen ich eine Ruhepause gönnen würde…  

Ich gebe zu, ich hatte kleine Probleme am Anfang, wieder in die Geschichte hineinzukommen. Es dauerte ein paar Seiten, bis ich mich an die Geschehnisse und das Ende von Band zwei erinnerte und erst dann ergab einiges endlich Sinn. Das lag nicht am Schreibstil oder an der Geschichte selbst, sondern daran, dass zwischen dem Lesen von Band 2 und 3 viel Zeit bei mir vergangen war.  
Als ich dann erstmal wieder in der Geschichte drin war, las sie sich wie von selbst. Die Handlung geht straff voran, es passiert dieses und jenes und dann war ich irgendwie schon wieder am Ende angelangt.  

Aurelie ist noch immer hin und her gerissen, sie weiß nicht immer genau, was sie machen oder nicht machen soll. Nur bei einem ist sie sich sicher: Ruben. Sie muss ihm und David helfen. Koste es was es wolle. Von der Aurelie, die ich im ersten Band kennenlernte ist nicht mehr viel da. Sie ist stark, steht hinter ihren Entscheidungen und setzt sich zur Not auch mit Gewalt durch. Sie ist gewachsen, innerlich. Und sie weiß, dass sie nicht länger vor ihrer Vergangenheit wegrennen kann.  

Ich hab mich etwas lange davor gedrückt, diese Rezension zu schreiben. Was aber nicht an der Geschichte lag, sondern daran, dass ich nicht wusste, wie ich meine Gedanken und Gefühle in Worte packen soll. „Phönixträume“ ist ein dritter Band. Es folgt noch ein vierter. Und so ungern ich das auch sage: Man merkt ihm an, dass er ein Zwischenband ist. Es passieren sehr viele Dinge zeitgleich. Es gibt viele Handlungsstränge, die wichtig sind, die weitergeführt werden müssen, damit am Ende alles an seinen Platz rücken kann. Das ist gut so!

Aber dadurch hatte ich immer das Gefühl, als erzähle mir jemand was eben zwischen Band 2 und 4 passierte. Mit fehlte ein bisschen die lauernde Spannung, die in Band 1 und 2 durchweg da waren. Dadurch, dass es viele Handlungsstränge waren, passierte in den einzelnen Handlungen „nicht viel“. Ich will sagen, dass vielleicht mehr Spannung hätte aufgebaut werden können, wenn es weniger verschiedene Charaktere gewesen wären, auf die ich hätte achten müssen. Allerdings sind alle Figuren wichtig und ich MUSS wissen, wie es weitergeht. Die Handlung ist mittlerweile so gewachsen und groß, dass wirklich viel an vielen Ecken passiert. Der rote Faden hat sich derart aufgesplittet, dass ich manchmal nicht wusste, wo ich zuerst hinschauen sollte.  

Alles, was in der Geschichte passierte, ist wichtig dafür, dass die Geschichte im 4. Band zu einem Ende kommt. Alle roten Fäden werden sicherlich zusammenkommen und es wird in einem Knall enden! Dafür braucht man aber Vorarbeit und Band 3 ist so ein Band, in dem für das Ende vorgelegt wird. Es war ruhig, obwohl viel passierte. Ich lernte neue Figuren kennen, ärgerte mich über Intrigen und fasste Sympathien zu Charakteren, bei denen ich es nicht gedacht hätte.   Demian treibt seine Liebessuche nach Aurelie fort und bringt sie in eine verzwickte Situation. Ruben und David haben sehr viel Zeit, über sich und ihr Leben nachzudenken. Was ist geschehen und was passiert noch? Elodie kämpft ihren eigenen Kampf und trifft auf jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hatte. Und was ist mit Michio? Das sind nur einige der Fragen und Situationen, denen sich der Leser stellen muss.  Und es ist immer wieder der Schreibstil, der mich als Leser in die Geschichte zieht. Elke hat so eine wunderbar weiche Schreibe, dass die Bilder von ganz allein in meinen Kopf kommen. Ich genieße ihre Bücher grundsätzlich mit allen Sinnen und ich weiß nicht, wie sie das macht. ^^

Fazit
„Phönixträume“ ist ein 3. Band, der auf seine ruhige und aufbauende Art und Weise zu überzeugen weiß. In der Geschichte werden die Schienen zum Finale gelegt, viele Figuren müssen schwere Entscheidungen treffen um zu sich selbst zu finden und Altlasten hinter sich zu lassen. Ein würdiger Nachfolger. Und auf jeden Fall ein must read, wenn man die ersten beiden Bände schon gelesen hat.

Bewertung
Hm. Schwer. Ehrlich. Ich leide ja bekanntlich unter „Dem Fluch des dritten Teils“, aber hier war das anders. Dadurch, dass noch ein 4. Band kommt, ist es eben doch etwas ruhiger gehalten. Intrigen werden gesponnen, oft wird mit Worten gekämpft. Ich gebe sehr gute 4 von 5 Marken.

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vlogger, liebesroman, tierheim, new york, j. vellguth

#FolgeDeinemHerzen: Liebesroman

J. Vellguth
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 15.06.2016
ISBN B01H2MXIAW
Genre: Liebesromane

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Snowflake (Jahreszeiten-Märchen)

Kaitlin Spencer
E-Buch Text: 156 Seiten
Erschienen bei null, 29.07.2016
ISBN B01JDC39PS
Genre: Sonstiges

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5, tilly, beehive, rezension, indie

Beehive - Die Wahrheit

Katharina Groth
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 23.08.2016
ISBN B01KYFKI84
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung
ACHTUNG! Diese Rezension könnte Spoiler zu Band 1 enthalten!  

Ängstlich und zeitgleich aufgeregt hab ich auf den zweiten und abschließenden Band von Beehive gewartet. Ich hab jede kleine Info darüber eingesogen und so meine eigene Spannung ins unermessliche gesteigert. Tja, nun. Ihr kennt meine Meinung was Erwartungen und Bücher angeht. Hab ich mir hier nun selbst einen Stachel ins Fleisch gestochen oder konnte ich ihn rechtzeitig rausziehen um mich so vor groben Enttäuschungen zu schützen?

Die Geschichte setzt fast genau da an, wo Band 1 endete. Elysa und Calypso sind mit Darian ins Exil geflüchtet, als der Palast angegriffen wurde. Leider ist nicht alles eitel Sonnenschein und Elysa muss nach einer kurzen, aber sehr schmerzhaften Zeit wieder zurück in den Bienenstock und ihre Rolle spielen. Sie muss Erste Biene werden.  
Sie gibt alles, um ihrem vorgeschriebenen Weg gerecht zu werden nur leider ist das nicht immer einfach. Elysa möchte Informationen, erhält diese aber nur Bruchstückhaft bis gar nicht. Das alles macht es ihr nicht leicht …

Elysa ist … anders. Anders als in Band 1 und ich glaube auch anders, als ich sie am Ende in Erinnerung hatte. Sie will stark sein, aber es scheint ihr immer und immer wieder alles über den Kopf zu wachsen. Manchmal wehte sie wie ein Blatt im Wind von einer Seite zur anderen, ohne zu wissen, wohin sie soll, wohin sie gehört und was sie tun soll? Sie möchte das richtige tun, aber was genau ist das richtige? Niemand, aber auch wirklich niemand, scheint es auf den ersten Blick gut mit ihr zu meinen. Es scheinen sie so ziemlich alle zu hassen und das einzig und allein aufgrund ihres Daseins! Elysa kommt dem Statuts „Erste Biene“ zwar näher, steigt aber bei ihren wenigen Freuden ab.  

Ich weiß auch nicht. Ja, Elysa hat es nicht einfach, ganz und gar nicht und ich weiß nicht, ob ich so manche Situation gemeistert hätte. Sie ist stark, auf ihre eigene Weise. Sie macht das richtige, auch auf ihre Weise. Nur ist Elysa meiner Meinung nach ein paar Mal zu oft in Tränen ausgebrochen. Jedenfalls am Anfang. Vielleicht gehörte das zur Verdeutlichung ihrer Entwicklung dazu, aber manchmal fragte ich mich schon, warum zum Teufel sie schon wieder heult. :-D  

Ganz anders war da Calypso. Seine Wandlung kam schleichend. Ich war am Anfang sehr unsicher, ob ich mich nicht in ihm täusche, denn die Autorin versteht es, verschiedene Signale von ihm an den Leser und auch an Elysa zu senden. Mal schlugen unsere Herzen schneller, mal weinte es vor Schmerz und Trauer. Mal hüpfte es vor Freude, dann zerbrach es. Und oftmals passierte das alles einfach hintereinander.  
Calypso ist ein guter König, aber auch er, weiß nicht genau, was richtig und was falsch ist. Er steht hinter dem was er sagt, nur um es auf irgendeine Weise dann doch zu bereuen. Calypso ist ein derart zerrissener Charakter, dass ich oft das Bedürfnis hatte, in schützend an meine Brust zu ziehen um ihm ein paar Minuten Auszeit zu gönnen.  

Ich muss sagen… ich weiß gar nicht, was ich euch sagen soll! So blöd das jetzt auch klingt. Es ist nicht so, dass ich nichts zu sagen hätte. Oh doch, Freunde! Ich könnte euch von Dingen erzählen, da würdet ihr weinend in der Ecke sitzen. Von Situationen, die euch sprachlos machen! Ich würde mit euch Verhaltensweisen auseinandernehmen und diskutieren, warum diese eine Figur dieses oder jenes getan hat. Warum Dinge nicht getan, Worte nicht gesagt worden sind. Warum, warum, warum?  
Aber es geht nicht! Ich hab schon oft gesagt „Ein Wort könnte schon eins zu viel sein“, aber ich glaube, dass es noch nie so wahr war wie bei Beehive 2.  

Der zweite und abschließende Band ist ein einziges Rätsel, was wirklich bis zum Ende braucht um gelöst zu werden! Katharina Groth schafft es mit ihrem einprägsamen Schreibstil Emotionen zu übermitteln und das Kopfkino auf Dauerschleife laufen zu lassen. Ich flog nur so durch die Seiten und selbst die heißeste Hitze konnte mich nicht vom Lesen abhalten. Ich MUSSTE wissen, wie die Geschichte endet …
und nun …  
wünschte ich, …
ich hätte es nie erfahren…  

Fazit
Nie war ein Titel passender als „Beehive: Die Wahrheit“, denn es geht um die Wahrheit. Wahrheiten die man sich selbst und anderen zugestehen muss und solche Wahrheiten, die man lieber verschweigt. Die Wahrheit um die eigene Stärke und Schwäche, und das beides zusammen gehört. Beehive 2 ist ein krönender Abschlussband für Elysas und Calypsos Geschichte.

Bewertung
 Auch wenn Elysa mir zu Anfang recht suspekt war, vergebe ich hier gerne und mit offenen Armen 5 von 5 Marken.


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dystopie, jugendbuch, das juwel, magie, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

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