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54 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

cupido, phoenix, paris, hexe, dystopie

Phoenix - Erbe des Feuers

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 09.10.2014
ISBN 9783944544519
Genre: Fantasy

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

nazzeit, schwule freunde, 2.weltkrieg, brutale ss-schergen

Wer das Schweigen bricht

Mechtild Borrmann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783426304181
Genre: Krimi und Thriller

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kloster, nonne, reformation, liebe, glaube

Die Himmelsbraut

Astrid Fritz , , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499258107
Genre: Historische Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

krimi, elizabeth peters, amelia peabody, vicky bliss, kunstgeschichte

Der blutrote Schatten

Elizabeth Peters
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2002
ISBN 9783548252841
Genre: Krimi und Thriller

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Im Schatten von Golgota

Thomas W Krüger
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Krüger, Thomas, 01.04.2013
ISBN 9783981146745
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

verrat, verschwörung, romantik, fantasy, spannung

Tamonia

Dorothe Zürcher
Buch: 252 Seiten
Erschienen bei KaMeRu Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783906082301
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als Renias Schwester Kerla an den elterlichen Hof zurückkehrt, merkt Renia sofort, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ihre Schwester wurde von den Priestern Tamonias auserwählt, eine große Ehre für sie, da ihre Mutter aus dem „barbarischen“ Land Hiskaia stammt und Kerla und Renia, obwohl Töchter eines einflussreichen Herzogs, somit nur halb zu den Tamoniern gehören. Doch Kerla wirkt alles andere als glücklich. Irgendetwas bedrückt sie. Bevor Renia sie zur Rede stellen kann, wird Kerla tot aufgefunden: Sie hat sich selbst im Teich ertränkt. Kurz darauf muss Renia erfahren, dass nun ihr die Aufgabe zukommt, die eigentlich Kerla hätte erfüllen sollen: Sie soll Mechanon gebären, den Erlöser, der als einziger den bösen Kergaron vernichten kann. Eigentlich eine Ehre, wäre Mechanon nicht ein Halbwesen, halb Mensch, halb Dämon. Denn das bedeutet, dass Renia sich von einem Dämon schwängern lassen soll.

Dorothe Zürcher verarbeitet in ihrem Roman einige hochaktuelle Themen. So treiben Erdbeben, die die tamonischen Priester auf Kergaron zurückführen, Flüchtlinge ins Land. Die Tamonier sind jedoch alles andere als bereit, die Flüchtlingsströme bei sich aufzunehmen. Gleichzeitig treffen im Roman immer wieder verschiedene Kulturen und Glaubenseinstellungen aufeinander, die von Vorurteilen geprägt sind. Dorothe Zürcher bewegt sich, was das anbelangt, ganz im Strom ihrer Zeit, was mir Recht gut gefallen hat. Auch der Einfluss, den die Mythen und der Glaube auf das Leben der Gläubigen, insbesondere auf die Protagonistin Renia haben, ist sehr gut dargestellt und machte mich nachdenklich. Gut gefallen hat mir auch das Motiv der Priesterhunde, die sehr lebendig dargestellt sind. Zudem bietet der Roman einige überraschende Wendungen, sodass ich zwischendurch selbst nicht mehr wusste, wem Renia noch glauben kann. Dorothe Zürcher verschleiert die Motive der vielen Schlüsselfiguren geschickt und zwingt den Leser, ganz aus Renias Sicht das Geschehen mitzuerleben.

Allerdings konnte ich nicht alle Wendungen, die von Renia ausgingen, richtig nachvollziehen. Manche Entscheidung von Renia, ihre Gedanken und Gefühle, blieben mir verschlossen. Extrem empfand ich das im zweiten Teil. Der erste hatte mir sehr gut gefallen, er war spannend und erfrischend … anders. In Teil 2 hatte ich jedoch das Gefühl, das nun doch wieder alles in alte Bahnen zurückgelenkt wird, und da kam ich mit Renia einfach nicht mit. Sie trifft etwa in der Mitte des Buches eine wichtige Entscheidung, die alles beeinflusst, aber warum sie das tut, konnte ich nicht verstehen. Es wurde dadurch für mich auch etwas zäh. Zumal mit dem Unverständnis auch meine Sympathie für Renia schwand. Sie ist mir etwas zu naiv in ihrem Glaubenssystem verhaftet, sodass ich mich nur schwer mit ihr identifizieren konnte.
Hinzu kommt, dass mich der Roman streckenweise sehr an den Herrn der Ringe erinnerte. Ich weiß, es gibt auch andere Geschichten, in denen riesige Augen vorkommen, aber dass dieses Auge Renia in ihre Träume verfolgt, klingt doch sehr nach Sauron und da wäre sicherlich auch ein anderes Motiv möglich gewesen, ich denke da zum Beispiel an grüne Tentakel oder so, in der Hoffnung, nicht zu viel zu spoilern ;)
Den Klappentext empfinde ich im Nachhinein als etwas irreführend. Um Kerla geht es in dem Roman eigentlich weniger, sie stirbt bereits auf den ersten 14 Seiten. Meines Erachtens steht Renia und ihre Quest absolut im Mittelpunkt, was meiner Meinung nach im Klappentext deutlicher hätte werden können. So hört es sich nach einem Krimi an, als würde Renia den Mord ihrer Schwester auflösen müssen, aber auch das schafft sie sehr schnell und darum geht es im Roman auch nur am Rande.

Fazit: Der Roman ist solide geschrieben und bietet einiges an Spannung, auch wenn ich mit der Protagonistin nicht ganz warm werden konnte. Von der Story her schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen. Da sich aber recht viele Tippfehler eingeschlichen haben, geben sie den Ausschlag nach unten, es ist aber trotzdem gute 3 Sterne mit Tendenz nach oben und nicht nach unten. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

eifel, band 3, nerd, phantastik

Aus der Tiefe

Judith Vogt
Buch: 392 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 23.03.2015
ISBN 9783945025055
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin begeistert!
Zum Abschluss ihrer Eifler Fantasy-Trilogie greift Judith Vogt noch einmal tief in die Kiste und stürzt ihre Charaktere mit jeder Seite tiefer in die Gefahr. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe mit die 4 Protagonist/innen mit gefiebert und gehofft, dass sie irgendwie wieder raus kommen. Gegenüber Band 1 und 2 ist die Spannung sogar noch einmal höher, weil für die Protagonisten nun alles auf dem Spiel steht. Judith Vogt beweist hier einmal mehr, dass sie liebevolle Charaktere zeichnen, einen guten Spannungsbogen aufbauen und fesselnde Szenen schreiben kann. Um ein paar Stellen hervorzuheben, die mir besonders gut gefallen haben (ich hoffe, ohne zu Spoilern): Der Ausschnitt mit der SoWi-Lehrerin fand ich klasse! Irgendwie sind mir von den Nebencharakteren besonders die Bikerbraut Janine und der Student Nils ans Herz gewachsen. Am besten gefallen hat mir jedoch das Ende, bei dem Gregor endlich … aber das verrate ich nun wirklich nicht.

Ich weiß, das ist eine sehr kurze Rezension, zum einen, weil ich es sehr schwer finde, hier nicht zu spoilern, zum anderen, weil es tatsächlich nicht viel zu beanstanden gibt. Das Beziehungswirrwarr ist für mich zu einem sehr erträglichen Maß geschrumpft und auch Tippfehler sind mir erstaunlich wenig unter gekommen, aktiv erinnere mich an zwei … also wirklich nicht der Rede wert. Deshalb bleibt mir eigentlich nur, eine klare Leseempfehlung auszusprechen: Wer (deutsche) Fantasy liebt, MUSS dieses Buch gelesen haben!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Geheimnis der schottischen Insel (Kindle Single)

Dorothea Stiller
E-Buch Text: 61 Seiten
Erschienen bei null, 02.03.2016
ISBN B01BPAQMYQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Weil Laurens Party außer Kontrolle geraten ist, muss sie für zwei Wochen zu ihrer Tante, die ein Bed&Breackfast auf einer schottischen Insel betreibt – wo absolut nichts los ist! Lauren fürchtet bereits, dass sie dort keine spannende Story für ihr Portfolio findet und keine Chance hat, eine ordentliche Bewerbung für die University of London zustande zu bringen, wo sie Journalismus studieren möchte. Doch alles bitten und flehen nützt nichts, sie muss zu ihrer Tante Elsie.
Auf der Insel angelangt begegnet Lauren als erstes dem netten Schotten Ewan, der sofort ihr Interesse weckt. Der Urlaub entwickelt sich besser als Lauren es erhofft hat, denn auf einem Friedhof erfährt sie etwas über einen geheimnisvollen Todesfall, der sich perfekt für ihr Portfolio eignet. Kompliziert wird es, als der charmante Alec ihr den Hof macht. Eigentlich will Lauren die Aufmerksamkeit genießen. Aber warum hat sie so ein schlechtes Gewissen gegenüber Ewan?

Zunächst ein paar Worte zu Titel und Cover. Sie sind beide sehr ansprechend. Vor allem den Titel finde ich sehr passend, beim Cover wirkt mir die Frau etwas zu alt. Ich gebe zu, ich hatte den Klappentext nicht gelesen, sondern mich allein von Titel und Cover überzeugen lassen, deshalb war ich im ersten Moment ziemlich überrascht, als ich merkte, dass die Protagonistin erst 17 ist. Abgesehen davon bringt das Cover eine schöne und passende Stimmung auf.

Der Inhalt der Kindle Single ist eher klassisch gehalten, nichts desto trotz liest es sich kurzweilig und zu großen Teilen spannend. Die Stunde hat mir durchaus Lesevergnügen bereitet, auch wenn es am Anfang etwas dauert, bis wirklich Spannung aufkommt. Für mich persönlich wies vor allem der Anfang auch einige Schwächen auf. So kam mir das Gespräch zwischen Lauren und ihrer Mutter etwas aufgesetzt vor. Mit der Zeit wurde es aber immer flüssiger und spätestens ab dem Moment, da der mysteriöse Mordfall ins Licht rutscht, hat mich die Autorin ganz gefangen. Daran konnte auch die eher klassisch gehaltene Liebesgeschichte nichts ändern, die zwar gut geschrieben ist, meinem Geschmack aber nicht ganz trifft. Was mich am Ende tatsächlich etwas enttäuscht hat, war die „Auflösung“ des Geheimnisses, allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Die Geschichte empfehlen würde ich Freunden romantisch-mysteriöser Romane! Wer sich gerne an die rauen, schottischen Inseln träumt und dort einem alten Rätsel auf die Spuren gehen möchte, sollte diese Kindle Single nicht verpassen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Marcellus - Blutgericht

Michael Kuhn
Fester Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.11.2013
ISBN 9783981577402
Genre: Historische Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Marcellus - Graf von Arduena

Michael Kuhn
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.11.2012
ISBN 9783981228564
Genre: Historische Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

historischer roman, überleben, merowinger, bedrohung

Marcellus - Der Merowinger

Michael Kuhn
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 25.10.2011
ISBN 9783981228533
Genre: Historische Romane

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303 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, träume, traumwelt, nele

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Anika Beer
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 13.05.2013
ISBN 9783570402023
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da Neles Mutter zur Abteilungsleiterin ernannt wurde, zieht die gesamte Familie aus der Großstadt München ins beschauliche Erlfeld. Bereits in der ersten Nacht träumt Nele etwas seltsames, etwas, das sich fremd anfühlt: sie träumt von einem katzenhaften Mann. Seth.
Als Seth Nele das erste Mal sieht, ist er überzeugt: dieses Mädchen ist etwas Besonderes. Sie ist nicht wie die anderen Träumenden, die er in ihren jeweiligen Traumkammern überwacht, damit sie nicht zu tief in ihre Träume hineinfallen. Denn wenn ein Träumer sich zu weit in die Unendlichkeit verirrt, kann es sein, dass er auf die andere Seite des Nachtglases gerät, und dann könnte das Glas brechen und die Realität zu einem ewigen Traum werden. Seth ist ein Traumwächter, der in der Menschenwelt nur als Kater unterwegs sein kann. Nele ist eine Klarträumerin, das heißt, sie kann ihre eigenen Träume beeinflussen, aber auch in die Träume von anderen eintauchen. Seth will Nele unbedingt in sein Reich holen, denn ihre Fantasie und ihre Macht beeindrucken ihn.
Doch Nele will ganz und gar nicht in der Traumwelt leben. Zumal sie sich in der neuen Schule mit einem Jungen anfreundet, Jari, der ihr bald sehr ans Herz wächst. Und auch Jari fühlt sich zu Nele hingezogen. Doch ihm fällt es schwer, sich auf Nele einzulassen, denn er hat es Zuhause nicht leicht: Seine Mutter ist eine Trinkerin und sein Vater wird mit der Zeit immer brutaler. Jari kann dann nicht anders als sich mit offenen Augen in seine Traumwelt zurückzuziehen. Doch irgendwann gerät er zu tief in seine Träume und seine Wächterhin ist nicht da, um ihn vor dem Fall zu bewahren.

Das Cover und der Klappentext dieses Buches haben mich sofort angesprochen. Das Buch liegt auch sehr gut in der Hand und liest sich, was Gewicht, Schriftgröße u.ä. Dinge anbelangt, wirklich super! Anika Beer hat zudem einen wunderschönen Schreibstil. Bereits die Beschreibung der ersten Szene hat mich ganz wohlig schaudern lassen. Ich habe mich mitten in den Traum von Nele hinein genommen gefühlt. Nele, Seth und Jari sind sorgfältig ausgearbeitet, in ihren Wünschen, Ängste, Zielen, einfach in ihrer ganzen Art. Meiner Meinung nach sind sie sehr liebevoll gestaltete Charaktere. Auch die Idee, wie unser Träumen funktioniert, dass es Traumkammern gibt und ein Reich des Traumes, in dem „Katzen“ nachts über uns wachen … obwohl ich keine Katzen mag (an die Katzenfans: bitte nicht steinigen!) muss ich zugeben, dass die Idee etwas hat.

Deshalb bin ich fast traurig, dass mich das Buch nicht wirklich mitreißen konnte. Ich fürchte, Beer ist mir etwas zu sorgfältig. Mehr als das erste Viertel des Buches beschäftigt sich zunächst damit, Nele, Jari und Seth in ihrer jeweiligen Umwelt zu zeigen. Sicher, Seths und Neles konträre Wünsche sind interessant und Jari ist ein sehr tragischer Charakter, aber das ist mir bereits nach den ersten Seiten klar. Und doch zieht sich diese Grundkonstellation über mehrere Szenen hinweg. Ich habe daher richtig aufgeatmet, als endlich die im Klappentext versprochene Katastrophe hereinbrach. Nur leider wirkt es im Buch selbst nicht halb so dramatisch, wie im Klappentext. Das Chaos breitet sich sehr langsam aus, und auch, bis Nele endlich in Aktion tritt, dauert eine gefühlte Ewigkeit. Das fand ich sehr schade.
Ich habe auch irgendwann in der Mitte angefangen, Teile der Geschichte zu überfliegen. Es gab immer wieder Stellen, die mich einfingen und die ich ganz durchgelesen habe. Aber einige Szenen fand ich unnötig zäh und auch die Szenen, die ich gerne gelesen habe, waren eher tempo-arm. Was die Geschwindigkeit von Geschichten anbelangt, sind die Geschmäcker ja sehr verschieden. Aber für mich war die Geschichte zu langsam. Zumal es auch eher kleinere Aspekte waren, die mich überraschten und die ich nicht bereits sehr früh (eigentlich schon anhand des Klappentextes) geahnt hatte. Der Spannungsbogen flachte daher meinem Empfinden nach zwischendurch extrem ab, verlor sich in liebevollen Beschreibungen, in Details und der Zeichnung der Charaktere. Etwas weniger davon hätte mir persönlich besser gefallen. Tatsächlich konnte mich die Geschichte auch erst im letzten Viertel wirklich mitreißen. Allein von der Geschichte her hätte ich zwei Sterne mit Tendenz nach oben gegeben. Diese Tendenz wird durch die Aufmachung des Buches, also Cover und Layout und auch die Tatsache, dass mir kaum Sprachfehler aufgefallen sind, erfüllt. Daher drei (knappe) Sterne.

Fazit: Wer sich gerne wegträumen mag und dabei ohnehin ruhigere Geschichten bevorzugt, für den ist dieses Buch sicher zu empfehlen. Wer lieber ein flotteres Tempo mit unvorhergesehenen Wendungen und viel Spannung mag, für den ist es meiner Meinung nach ungeeignet.

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190 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

phoenix, hamburg, fantasy, dystopie, hexen

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

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(160)

263 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

der herr der ringe, fantasy, die rückkehr des königs, j. r. r. tolkien, j.r.r. tolkien

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.09.2015
ISBN 9783608939835
Genre: Fantasy

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(169)

280 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

der herr der ringe, hobbits, die zwei türme, fantasy, j.r.r. tolkien

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

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364 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

der herr der ringe, die gefährten, hobbits, fantasy, elben

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.07.2015
ISBN 9783608939811
Genre: Fantasy

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5.631 Bibliotheken, 37 Leser, 14 Gruppen, 65 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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(3.524)

5.466 Bibliotheken, 33 Leser, 16 Gruppen, 50 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

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(3.803)

5.904 Bibliotheken, 55 Leser, 17 Gruppen, 71 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, zauberer

Harry Potter und der Orden des Phönix

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 11.02.2009
ISBN 9783551354051
Genre: Jugendbuch

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(5.167)

7.561 Bibliotheken, 62 Leser, 20 Gruppen, 90 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Feuerkelch

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.02.2008
ISBN 9783551354044
Genre: Jugendbuch

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(1.174)

1.933 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, hogwarts, zauberer

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.02.2007
ISBN 9783551354037
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

die geister des landes

Karl - Geschichten eines Großen

Judith Vogt , Michael Kuhn , ,
Flexibler Einband: 134 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.01.2014
ISBN 9783981577464
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aufmachung
Das Buch ist mit seinen 136 relativ dünn und liegt gut in der Hand. Die Schriftgröße fand ich sehr angenehm. Für mein Empfinden hätte der Rand zur Buchmitte noch ein wenig größer sein können, ich knicke Bücher so ungern auseinander, aber lesen ließ es sich dennoch gut. Auch das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Das Karlssiegel passt natürlich wunderbar, doch auch das kleine Detail mit der blutigen Feder deutet sehr schön auf die teils recht blutigen Geschichten hin.
Die Kurzgeschichten werfen aus verschiedenen Richtungen Blicke auf das Leben Karls des Großen. Dabei werden viele, verschiedene Genre bedient, neben kriminalistischen und mysteriösen Geschichten finden sich auch ein lyrisches Werk sowie historische Abhandlungen. Auch wenn ich Kurzgeschichten immer Recht schwer zu bewerten finde, will ich doch zu jeder eine kurze Beschreibung und einen Eindruck wiedergeben:

Kurzgeschichten
Die Bekehrung des Mahout
Ein Mahout soll Karl dem Großen als Geschenk des Kalifen einen Elefanten überbringen. Leider stirbt das Tier bei der Überführung. Der Mahout bleibt in dem fremden Land mit den rauen Menschen zurück und muss sich nun dort zurecht finden. ~ Eine traurige Geschichte, die schön die auch damals schon vorhandenen Probleme des Aufeinandertreffens fremder Kulturen aufweist.

Die Kinder des Kalbes
Jedes Jahr zu Ostern ermorden Askwin Haduwig Betrunkene Christen, die im Dienste Karls des Großen stehen. Doch warum? ~ Die Zeitsprünge haben mir in dieser Kurzgeschichte sehr gut gefallen. Man weiß bereits zu Beginn, wohin die Geschichte führt und ist dennoch erpicht darauf, zu erfahren, wie es soweit kommen konnte. Spannend und gut geschrieben!

Die Gabe der Zeichnerin (Auszug)
Bereits bevor Karl der Große den Bau des Aachener Domes in Auftrag gab, wurden dort Christen begraben, was sich für die Bauherren als eher hinderlich erweist. ~ Die kurze Szene aus dem gleichnamigen Roman von Martina Kempff ist gut gewählt. Man merkt zwar, dass mehr um die Charaktere herum geschieht, kommt aber dennoch gut in das Geschehen hinein. Nur der Cliff-Hanger am Ende, der vermutlich nicht zu vermeiden war, hat mich etwas gestört.

Die feurigen Schilde
Obwohl er ihre Heilige Irminsul gefällt hat, lehnen sich die Sachsen erneut gegen Karl den Großen auf. Kann er ihren Angriff auch diesmal abwenden? Oder werden sie nun siegen? ~ Geschickt sind in dieser Geschichte die Legenden aufgegriffen und zu einer spannenden Erzählung zusammengestrickt. Gut hat mir auch die szenische Schreibweise gefallen, sehr lebendig!

Charlemagne – Vater Frankreichs?
Hier wird nun ein geschichtswissenschaftlicher Blick auf Karl den Großen geworfen. Die verschiedenen Probleme der Wissenschaft rund um die Person Karls, seine berühmt-berüchtigte karolingische Renaissance und der nationale Gründungsmythos Frank(en)reichs wird hier näher beleuchtet. ~ Ich gebe zu, eine solche Berichtsform hatte ich in der Anthologie nicht erwartet. Es ist gut geschrieben, reizt mich aber nicht so wie Geschichten, in denen Charaktere etwas zu verlieren haben.

Der Rest des Lebens
Lyrische Werke finde ich fast noch schwerer zu beurteilen als Kurzgeschichten. Ich habe lange herum gerätselt, um wen es hier eigentlich geht. So richtig damit anfreunden, konnte ich mich leider nicht.

Der Ring der Fastrada
Fastrada, die vierte Ehefrau Karls des Großen, beichtet dem Ich-Erzähler der Geschichte, einem Bischof, kurz vor ihrem Tod was sie für ihrem Ehemann Karl verbrochen hat. ~ Innerhalb der Geschichte ist sehr viel nacherzählt. Die Form passt zur Geschichte, hat es mir aber zum Teil schwer gemacht, mich ganz auf die Erzählung einzulassen. Was Fastrada beichtet, ist aber durchaus spannend. Und wirft noch einmal ein ganz anderes Licht auf den großen Karl!

Die Schulzen von Büllingen
Karl setzt im betagten Alter zwei ebenfalls bereits Greise Brüder als Schultheißen ein und lässt von einem Untergeben prüfen, ob die beiden überhaupt noch dazu in der Lage sind. ~ Eine nette, kurzweilige Geschichte, die mich zum Schmunzeln brachte.

Einhard
Nach Karls Tod erzählt der gealterte Einhard einem jungen Burschen, wie er die Kaiserkrönung Karls miterlebt hat. ~ Ebenfalls sehr kurzweilig, wobei bei mir am Ende irgendwie das Gefühl zurückblieb, dass noch etwas fehlen würde. Vielleicht „leide“ ich aber auch nur mit Einhard ;)

Traue niemandem!
Gero ist geistliches Oberhaupt von Magadoburg für die Gerichtsbarkeit dort zuständig. Nun hat er endlich die Gelegenheit, den Händler Hatto zu überführen, denn der verkauft widerrechtlich Waffen an die Sachsen und heizt diese zu Überfällen auf Christenmenschen an. ~ Ein spannendes Verhör mit einer mehr als überraschenden Wendung!

Die gefälschte Karlslegende
Hier handelt es sich um historische Überlegung dazu, weshalb Karl der Große als Gründer Aachens stilisiert wurde. ~ Auch diese Informationen sind gut geschrieben und rübergebracht. Der oben genannte „Kritikpunkt“ trifft aber natürlich hier ebenfalls zu.

Eine Stadtrallye auf den Spuren Karls des Großen
Die Protagonisten aus der Trilogie „Die Geister des Landes“ führen den Leser in 9 Stationen durch Aachen, immer auf der Suche nach Hinweisen auf den wahren Karl den Großen, stoßen dabei aber natürlich auch auf viele Legenden. ~ Sehr amüsant geschrieben und ein super schöner Abschluss für die Anthologie!

Komposition und Gesamteindruck
Ganz erschloss sich mir nicht, nach welchen Kriterien die Kurzgeschichten in der Anthologie angeordnet wurden. Das tut aber dem guten Gesamteindruck keinen Abbruch. Abwechslungsreich ist es in jedem Fall. Lediglich die Kurzgeschichten „Der Rest des Lebens“ und „Der Ring der Fastrada“ hätte ich mir anders herum gewünscht, da mir dann vermutlich während dem Lesen von „Der Rest des Lebens“ nicht ganz so viele Fragezeichen über dem Kopf gestanden hätten. Positiv hervorheben möchte ich zudem, dass jeder Autor in wenigen Sätzen erklärte, was ihn mit Karl dem Großen verbunden hat. Das sind zum Teil sehr nette Anekdoten, die ab und an im Nachhinein noch einmal ein anderes Licht auf die Geschichten werfen.

Fazit
Ohne die Historischen Abhandlungen hätte es mir persönlich besser gefallen, aber alles in allem sind die Beiträge sehr solide geschrieben, es liest sich flott und in den allermeisten Fällen war es auch sehr spannend. Mein persönliches Highlight war die Spurensuche am Ende.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kinderbuch, jugenduch, geheimnisvoller schatz, katzen, freundschaft

Der Katzenschatz

Hanna Nolden
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 24.09.2013
ISBN 9783939727323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jonas hasst Katzen. Er verdient sich zwar in den Sommerferien gerne mal ein bisschen Taschengeld dazu, aber dass er dafür ausgerechnet für die schräge alte Frau Rigby, die in einem Haus voller Katzen wohnt, einkaufen muss, ist fast ein bisschen zu viel verlangt. Zum Glück kommt seine beste Freundin Delilah mit. Eigentlich heißt sie Tabea aber seit ihre Eltern sich getrennt haben, färbt sie sich die Haare pinkt, steht auf Japaner und nennt sich Delilah.
Frau Rigby gibt den Kindern eine Limonade aus, und diese Limonade stellt Jonas gesamtes Leben auf den Kopf! Plötzlich kann er Tiere verstehen. Und die Katzen von Frau Rigby sind ziemlich aufdringlich. Sie wollen, dass Jonas ihnen ihren Schatz zurückbringt, der ihnen anscheinend vor hunderten von Jahren gestohlen wurde, vermutlich von den Hunden. Wer den Schatz besitzt, ist das beliebteste Tier der Welt. Jonas stimmt zu, allerdings kommen ihm schnell Zweifel: Wieso sollen denn ausgerechnet die Katzen diesen Schatz bekommen? Seine armen, von den meisten Menschen verachteten Ratten hätten so etwas doch viel dringender notwendig …

Die Moral der Geschichte ist damit relativ schnell greifbar: Tiere sollten gut behandelt werden. Tierversuche oder das Töten ungewollter Tierbabys ist verabscheuenswert. Die Geschichte verläuft dabei relativ geradlinig, große Überraschungen gab es keine. Es liest sich flott und ist größtenteils spannend. Ich hatte an keiner Stelle wirklich das Gefühl, keine Lust mehr zum Lesen zu haben.

Dennoch ist die Geschwindigkeit der Story meiner Meinung nach eher ein Manko. Dadurch kommt keine richtige Charakterentwicklung zustande, was ich schade fand. Denn Wendungen gab es durchaus. Allerdings gingen diese teilweise so schnell vor sich, dass ich eher das Gefühl hatte, in den Figuren wird ein Schalter umgelegt. Ein Mitgrund dafür ist sicherlich, dass viele Passagen zusammengefasst wieder gegeben werden und ich viele Informationen einfach erhalten, ohne sie wirklich nachzuspüren. Sie haben es mir schwer gemacht, mich richtig in Jonas hineinzufühlen und auch die Atmosphäre wollte nicht so Recht aufkommen.

Problematisch finde ich außerdem, zu sagen, für welche Altersgruppe ich die Geschichte sinnvoll finde. Die Idee um den Schatz der Katzen, die Tierschützerinitiative und auch die Abenteuersuche an sich hätte ich fast für jüngere Leser, ab acht, passender gefunden. Gleichzeitig finden sich ziemlich viele Anspielungen auf die Pubertät, was durchaus gelungen ist, aber definitiv eher in den Interessenbereich zwölfjähriger fällt. Das passte für mein Empfinden nicht ganz zusammen.

Fazit: Die Schatzsuche und der Schutz der Tiere ist eine schöne Idee, die Umsetzung konnte mich aber nur bedingt überzeugen. Ein paar Seiten mehr und eventuell eine stärkere Fokussierung auf eine jüngere Leserschaft hätten die Geschichte runder gemacht.

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märchenhaft, ritter, mut, goblinmädchen, kinderbuch

Straka

Sabrina Zelezny
Flexibler Einband: 218 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 20.12.2013
ISBN 9783939727361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Aufgabe eines Goblins ist es, Unruhe zu stiften. Sie verwirren Wolle oder lassen die Milch sauer werden, immer mit dem Ziel, ihre Herren zu maßregeln, wenn diese sich aus irgendeinem Grund falsch verhalten. Das Goblinmädchen Straka kann leider nichts davon. Ihre Milch wird immer süß und wenn sie mit der Wolle arbeitet, werden wunderschöne Freundesbänder daraus. Ihre Menschenfreunde finden das klasse, doch Straka fühlt sich völlig fehl am Platz. Als der Vater ihrer Freunde von Männern des Barons verprügelt wird, trifft sie eine Entscheidung: Sie zieht aus und sucht nach einem Ritter, um bei ihm in die Lehre zu gehen. Straka will ein Rittergoblin werden.
Tatsächlich trifft sie auf den grummeligen Ritter Lumírek, der die Aufgabe hat, die Greifen am Grauen Fluss zu bekämpfen. Unterwegs freundet sich Straka außerdem mit einem Golem und einem jungen Greifen an. Die ungleiche Gruppe muss sich zusammenraufen.

Das Abenteuer um Straka ist absolut herzergreifend. Die kleine Goblindame ist mir schnell ans Herz gewachsen, ebenso wie der Golem Oto und der junge Greif Jaro. Lumírek hatte etwas schwerer bei mir, aber auch er hat eine absolut liebenswerte Seite.
Am Anfang hat sich die Geschichte für mein Empfinden ein bisschen gezogen, doch spätestens ab den Szenen am Grauen Fluss voll in den Bann gezogen.
Der Stil der Autorin ist wie ich es von ihr gewohnt bin solide. Persönlich mag ich ihn zwar lieber bei Geschichten für eine ältere Zielgruppe, aber auch für Kinder ist er durchaus geeignet.
Der Plot ist hervorragend für Kinder geeignet, besonders den Schluss (den ich hier natürlich nicht spoilern möchte) finde ich absolut gelungen.

Positiv hervorheben möchte ich außerdem die kleinen, humoristischen Einlagen. Meine persönliche Lieblingsstelle:
Der Ritter rollte mit den Augen. „Und was schlägst du vor, Fräulein Naseweis?“
„Schabernack“, korrigierte sie instinktiv. „Familie Naseweis wohnt beim Baron.“

Fazit: Die Geschichte hat Witz, Herz und Verstand. Einziges Manko ist der etwas zähe Anfang, deshalb reicht es nur für 4/5, aber nichts desto trotz, eine wunderschöne Story.

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Burgenbrand

Dirk Röse , Susanne Haberland , Christiane Lind , Juliane Stadler
Buch: 270 Seiten
Erschienen bei Burgenwelt Verlag, 01.12.2011
ISBN 9783943531008
Genre: Historische Romane

Rezension:

Leonardos große Liebe – Ein Christ und eine Muslima? Im 13. Jahrhundert ein Ding der Unmöglichkeit. Doch die Begegnung mit der jungen Abira verändert Leonardos Leben von Grund auf.
Der Geschichte ist nett erzählt, allerdings fehlt ihr leider ein wenig der Spannungsbogen und sie ähnelt mehr einer Abhandlung, was allerdings dazu passt, dass der Protagonist sein vergangenes Erlebnis erzählt (2/5)

Heinrich – einmal mit Thomas zur See fahren! Der Waisenjunge Heinrich wünscht sich nichts sehnlicher als seinem Backgesellenalltag zu entgehen und auf einem Schiff anzuheuern, doch dafür ist er zu jung. Kurzerhand nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand und reist als blinder Passagier mit.
Nach einer etwas ausschweifenden Exposition gewinnt die Geschichte an Fahrt und hält einige Wendungen parat. Hervorzuheben ist außerdem der Schreibstil, der gut an die Historie angepasst wurde, und einige Begrifflichkeiten, die auf eine solide Recherche hinweisen. (4/5)

Marzipan und Päpste – Die Halbwaise Sophie ist aufgeregt: in Basel wird ein neuer Papst gekrönt! Und sie ist mit ihrem Vater und ihrem Bruder dabei! Doch dann verlieren die Kinder ihren Vater im Gedränge aus den Augen.
Eine spannende Kurzgeschichte, gut geschrieben aus der Sicht des jungen Mädchens mit einer schönen Botschaft, obwohl die Story einfach gestrickt ist, hat sie mich verzaubert, definitiv eine meiner Favoriten. (5/5)

Seelenruhe – Nach der Schlacht befindet sich Vincent bei den Toten auf dem Feld.
Die Geschichte ist zu kurz, um sie weiter auszuführen. Eine gelungene Momentaufnahme, schön geschrieben und vermittelt einen guten (Achtung: gut meint hier definitiv nicht positiv) Eindruck des Krieges. (4/5)

Burgenbrand – Heinrich begeht einen schweren Fehler und wird in Ungnade aus dem Gefolge gejagt. Das bringt ihn jedoch in eine prekäre Situation: er und seine Freundin Marie bleiben allein in der belagerten Burg zurück.
Anfänglich ist die Story leicht verwirrend. Ein rasches Tempo und eine spannende Plotline, sowie ein solider Schreibstil sorgen dann aber für großes Lesevergnügen. Einzig das Ende fand ich etwas enttäuschend, es war mir ein wenig zu seicht, da hätte ich mir einen größeren Paukenschlag gewünscht. (3/5)

Wenn Gott dich liebt … – Antonio soll zum Sängerknaben ausgebildet werden. Ihn erwartet eine große Karriere, doch zuvor muss noch ein medizinischer Eingriff vorgenommen werden.
Die Geschichte problematisiert den Umgang mit den Sängerknaben. Auch diese Geschichte ist zu kurz, um sie weiter auszuführen, das Lesen lohnt sich aber in jedem Fall. (4/5)

Der Jeshua-Schrein – Wie hätte sich unsere Welt entwickelt, wäre Jesus nicht gekreuzigt worden? Die Geschichte entwirft eine neue Welt um 1500, in dem das römische Reich noch immer in seiner größten Ausdehnung existiert. Statt dem Christentum sorgt die Sekte der Jeshuaiten (Jeshua ist die hebräische Bezeichnung für Jesus) im römischen Reich für Unruhe. Der Centurio Cassius soll ihren Schrein mit dem Leichnam Jeshuas zum römischen Kaiser bringen, wird dabei aber von Jeshuaiten verfolgt.
Die Idee finde ich absolut genial und die Geschichte beginnt auch sehr vielversprechend. Auch das Setting ist im Großen und Ganzen überzeugend dargestellt. Kleinigkeiten fallen ab und an aus dem Rahmen, die vermutlich aber nur auffallen, wenn man etwas tiefer in der Materie drin steckt. Wirklich enttäuscht hat mich dann allerdings das Ende. Da ging es mir mit der Charakterentwicklung des Protagonisten wesentlich zu schnell. Schade! (4/5)

Mein ist die Rache – Ludvig hilft seinem Vater als Steinmetz beim Bau der Kathedrale von Paris mit. Doch bevor die Bauarbeiten abgeschlossen sind, kommt ein Bischof nach Paris, der Gefallen an Ludvigs älterer Schwester Dieudonnée findet. Als ihr Vater sich weigert, die junge Frau in die Obhut des Bischofs zu übergeben, handelt sich die Familie einen mächtigen Gegner ein.
Anfangs war ich etwas skeptisch, weil die Geschichte viel nacherzählt und mit den Gefühlen des allwissenden Ich-Erzählers Ludvig arbeitet, aber weniger „Handlung“ zu finden ist. Allerdings zog mich die Story dann doch in ihren Bann, vor allem, weil sie sehr flüssig geschrieben ist. Einzig das Ende hat mich dann wieder ein bisschen enttäuscht. Der Clou der Geschichte kam mir ein wenig zu überraschend, da vermisse ich kleinere Hints, die Ludvig als allwissender Ich-Erzähler durchaus hätte geben können. (3/5)

Der Vagant – Alardus kann nicht genug bekommen. Ständig will er mehr Wissen, mehr Erkenntnis, mehr … ja mehr, was eigentlich? Auszughaft erzählt die Geschichte Szenen aus Alardus‘ Leben, wie er zum fahrenden Gelehrten wird und schafft somit eine interessante Charaktergeschichte.
Ein Eingangstext erklärt, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Übersetzung aus dem Lateinischen handelt. Eine gute Idee, die die Anthologie um eine weitere Vielfalt bereichert. Da ich das Original nicht kenne, kann ich leider nicht sagen, wie nah die Übersetzung an der Ursprache ist. Stilistisch fand ich es angenehm zu lesen. Letztendlich sind solche „Abhandlungen“ aber natürlich immer eine Geschmacksfrage. Eine klassische Kurzgeschichte ist dieser Text ganz sicher nicht. (3/5)

Der Brunnen – Im Wald bei einem Dorf steht ein Brunnen, der einer Frau voraussagt, ob sie ein Unglück erwartet, ob sie heiratet oder ob sie ein Kind ohne Mann großziehen muss. Lena, Abigails Mutter, hat er letzteres offenbart. Tatsächlich wird sie schwanger und ihr Liebhaber Bero in den Wald gejagt. Jahre später will Abigail wissen, was es mit der Geschichte auf sich hat und ihren Vater finden …
Die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen. Die Thematiken, die angesprochen werden (Alleinerziehende Mütter im MA / Sex vor der Ehe / Vergewaltigung), sind durchaus reizvoll, aber der Geschichte fehlt der zusammenhängende Bogen, sie bleibt am Schluss auch sehr offen. Gerade das hat mir nicht so zugesagt. Mir hätte es besser gefallen, wenn am Ende insbesondere bezüglich des phantastischen Elementes deutlicher wird, was die Story zu bedeuten hatte. (2/5)

Tausend Geschichten und eine – Der junge Assassine Raschid sucht in Damaskus einen alten Weisen auf. Doch der will kein Geld dafür, dass er sein Wissen teilt. Stattdessen verlangt er von Raschid, eine Geschichte zu verfassen.
Durch die Suche nach Raschids Geschichte erhält der Leser einen wunderbaren Einblick in das damalige Leben in Damaskus. Die Geschichte wirkt gut recherchiert, setzt „Fachbegriffe“ an der richtigen Stelle ein und zaubert eine hervorragende, orientalische Atmosphäre. (5/5)

Der Feldzug des Greifen – diese Geschichte wird aus naheliegenden Gründen nicht bewertet

Das Gebet des Spielers – Ein Unwetter zwingt den Mönch Jakob dazu, in einem unwirtlichen Gasthof zu rasten. Die dortige Situation stellt ihn vor eine schwere Herausforderung.
Eine nette Idee. Die personale Sichtweise aus Jakobs Sicht inklusive seinen nachvollziehbaren Gedankengängen ist gelungen. Ab und an sind ein paar modernere Begriffe dazwischen gerutscht (z.B. „grübelte“), ansonsten aber eine solide und gut zu lesende Geschichte (4/5)

Grüne Federn – Aus der Sie-Perspektive erzählt die Geschichte die letzten Herzschläge einer der Hexerei angeklagten jungen Frau.
Eine bewegende Momentaufnahme, die unter die Haut geht. Der Schreibstil führt komplett in die uns fremde Welt hinüber. Sehr lesenswert! (5/5)

Des Henkers Weib – Der Bluteichenschwur – Die junge Gret heuert beim Abdecker und Dorfhenker als Magd an und muss bald zu mehr hinhalten als nur zum Kochen und Putzen. Doch der Henker ahnt nicht, was für ein dunkles Geheimnis sie mit sich trägt.
Die Geschichte rundet für mich noch einmal die Genremischung ab, denn sie hat definitiv einige Horrorelemente drin. Meiner Meinung nach hätte das ruhig noch etwas mehr ausgereizt werden können, das Ende fand ich da fast ein wenig enttäuschend, ich hätte mir mehr Aktionen seitens Gret gewünscht, dadurch, dass man doch sehr in den Charakteren drin steckt, nehme ich es der Story nicht ganz ab, dass der Leser so lange im Unklaren bleibt. Obwohl die Spannung dadurch selbstredend kontinuierlich hoch gehalten wurde. Die Frage, was denn nun geschehen ist und was noch geschehen wird, begleitet einen die ganze Geschichte hindurch. (4/5)

Das Palimpsest – Ein Mönch bekommt die Aufgabe, eine Schrift abzukratzen, um Bögen zum Beschreiben zu erhalten. Doch als er die lateinischen Worte überfliegt, gerät er in einen Gewissenskonflikt: Kann er dieses Stück wirklich zerstören?
An sich ein gut überlegter Ansatz, denn das zerstören von Schriften, die dadurch mitunter komplett verloren gingen, war im Mittelalter angesichts der Papierknappheit gang und gebe, allerdings wundere ich mich ein wenig um das Geschehen um dieses Palimpsest herum. Meines Wissens nach hätte das Verhalten (das ich hier nicht weiter ausführen möchte) des Mönches andere Konsequenzen haben müssen. Gut geschrieben ist es nichts desto trotz. (3/5)

Sein Moment – Ein einfacher Bäckergeselle träumt davon, einmal als Held groß dazustehen.
Die Geschichte ist zu kurz, um mehr zu sagen. Einen ausführlichen, phantastischen Traum hätte ich ganz schön gefunden und mir blieb das Ende leider etwas unklar. Passend zum Titel handelt es sich auch hierbei um eine wirkliche Momentaufnahme (2/5)

Insgesamt glänzt die Auswahl der Geschichte sowohl stilistisch, wie auch inhaltlich mit einer großen Fülle von Abwechslung, was ich als sehr erfrischend empfand. Wer nur ein wenig am Mittelalter interessiert ist, wird hier definitiv mindestens eine Geschichte finden, die nach seinem Geschmack ist. Dadurch ist aber natürlich schon vorprogrammiert, dass vermutlich nicht alle Geschichten Gefallen finden werden. Obwohl jede Art zu Erzählen auf ihre Weise ihren Reiz hat. Umso erstaunlicher, dass es der Herausgeberin gelungen ist, eine so interessante und ausgewogene Vielfalt zustande zu bringen!

Dafür runde ich den Durchschnitt der Sterne der einzelnen Geschichte (3,56) auf, trotz der Tatsache, dass in dieser Ausgabe einige Rechtschreibfehler enthalten sind. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann eine Zweitauflage gibt, in der diese Fauxpas beseitigt wurden. Insgesamt aber ein gelungener Auftakt des jungen Burgenwelt-Verlages mit Entwicklungschancen nach oben.

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