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34 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

hamburg, phoenix, papierverzierer, fantasy, dystopie

Phoenix - Kinder der Glut

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544533
Genre: Science-Fiction

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

cupido, phoenix, hexe, paris, phönix

Phoenix - Erbe des Feuers

Ann-Kathrin Karschnick , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 09.10.2014
ISBN 9783944544519
Genre: Fantasy

Rezension:

Zusammenfassung
Ihre Flucht aus Hamburg führt die Phoenix Tavi und den frisch gebackenen Cupido Leon in die Stadt der Liebe: Paris. Dort ist mittlerweile ein Kampf zwischen den Menschen und den „Seelenlosen“ ausgebrochen, angestachelt durch den Sieg, den Tavi in Hamburg gegen die Kontinentalarmee errungen hat. Um nicht vom Rat der Seelenlosen instrumentalisiert zu werden, gibt sich Tavi zunächst als Mensch aus. Bevor sie sich als Phoenix offenbart, gibt es einige Fragen zu klären: Was hat es mit ihrer sonderbaren und verheerenden Gabe auf sich? Was genau plant der Rat in Paris? Und als ob dies nicht genug wäre, kommt es erneut zu unerklärlichen Mordfällen, diesmal an den Seelenlosen. Und der Mörder – das steht bald fest – kommt aus ihren eigenen Reihen …

Unter den Charakteren begegnen nur wenige bekannte Gesichter, darunter natürlich besonders Tavi und Leon, wer noch wieder auftaucht, verrate ich hier mal nicht ;) Tavi macht in diesem zweiten Band meines Erachtens keine große Entwicklung durch. Sie kämpft immer noch verbissen darum, ihre Ziele durchzusetzen. Notfalls auch mit dem Kopf durch die Wand. Leon hingegen hat mit seinen neu erwachten Kräften zu kämpfen. Er muss sich erstmal in sein Leben als Seelenloser einfinden. Anfangs hat mich sein hilfloses Gehabe ziemlich genervt, aber das legte sich zum Glück relativ schnell und er steigert sich in jedem Fall bis zum Schluss zu einem deutlich aktiveren Akteur.
Bei den neu auftretenden Charakteren sind besonders zwei hervorzuheben: Eleazar, ein Artgenosse Tavis, und der Eisriese Jörenson. Letzterer kam zwar seltener vor, er war mir aber schnell sympathisch und ich hoffe sehr, dass man ihn im abschließenden Band noch ausführlicher kennen lernt. Eleazar ist wesentlich genauer und vor allem sehr ambivalent gezeichnet. Ich bin mal gespannt ob die Person, die dafür verantwortlich ist, dass er zum Seelenlosen wurde, noch einen Gastauftritt in Band 03 erhält. Ohne zu spoilern: Ich musste bei der Auflösung dieses Geheimnisses grinsen. Insgesamt weckte der Charakter gemischte Gefühle bei mir. Karschnick gelingt es ähnlich wie bei der Hexe Katharina in Band 01 die Unsicherheit beizubehalten. Ich schwankte ständig zwischen Vertrauen und Misstrauen was ihn anbelangt.
Ein Manko, das ich in Band 01 zu den Charakteren anmerkte, wurde in Band 02 übrigens aufgelöst, was mich positiv überrascht hat!

Die Spannung ist in Band 02 nicht ganz so rasant gehalten wie Band 01, dafür nimmt sich Karschnick mehr Zeit, Hintergründe der Protagonisten und Nebenfiguren zu durchleuchten. Eine rasante Spannungssteigerung ergab sich etwa im letzten Viertel des Romans. Hier fand sich außerdem Wendung, mit der ich nicht im Geringsten gerechnet hatte und die mir gut gefallen hat. Trotz des etwas seichteren Einstiegs hat mich der Roman gefesselt, das geringere Tempo tut der Lesefreude also meines Erachtens keinen Abbruch.

Sowohl was den Schreibstil als auch was Cover und Satz anbelangt, verweise ich auf meine Ausführungen in Band 01. Der Roman ist wieder solide geschrieben und schön gestaltet.

Fazit:
Ein paar Tippfehler haben sich eingeschlichen, aber davon abgesehen fand ich sowohl die Story als auch die Entwicklung der Charaktere – obwohl ich mir bei Tavi mehr gewünscht hätte, aber das muss ja nicht immer sein – rundum gelungen. Wem Band 01 gefallen hat, der sollte sich Band 02 nicht entgehen lassen! Ich freue mich jetzt auf den Abschluss der Phoenix-Trilogie und bin gespannt, wohin uns Frau Karschnick diesmal führt :)

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nazzeit, schwule freunde, vater, freundschaft, mord

Wer das Schweigen bricht

Mechtild Borrmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783426304181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Robert Lubisch findet im Schreibtisch seines verstorbenen Vaters eine alte Schatulle. Darin befinden sich das vergilbte Bild einer hübschen jungen Frau sowie Entlassungspapiere aus der Kriegshaft und der Ausweis eines SS-Hauptmanns William Peters. In der Hoffnung, eine heimliche Geliebte gefunden zu haben, spürt Robert das Fotoatelier auf, indem das Bild entstanden ist und findet heraus, dass es sich bei dem Foto um Therese Peters handelt, die Frau des SS-Hauptmanns William Peters. In deren ehemaligen Haus wohnt mittlerweile eine Journalistin, die eine interessante Story wittert und zu recherchieren beginnt.

Die Spannung baut sich zunächst langsam auf. Die Suche von Robert und wenig später von der Journalistin Rita Albers wird stets von einem Hauch „Geheimnis“ begleitet. William und Therese Peters verschwinden beide im Jahre 1951 aus unerklärlichen Gründen. Früh regte es meine Fantasie an und ich begann, herum zu überlegen: Was war mit den beiden passiert? Was hat Roberts Vater damit zu tun? Tatsächlich erfährt die noch lebende Therese von der Suche und nimmt uns mit in ihre Erinnerungen, beginnend im Jahr 1939. Die Spannung nimmt dann etwa ab der Mitte des Buches rasant zu. Die beiden Anfangsfragen schwingen dabei stets im Hintergrund mit. Dazu gesellt sich unweigerlich die geschickt verpackte Frage: Was ist Wahrheit? Mit der Auflösung des Geheimnisses hatte ich dann tatsächlich nicht gerechnet. Mechthild Borrmann hat definitiv eine Story vorgelegt, die mich fesselte.

Ihren Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Sie ist nicht sehr ausschweifend. Besonders bei Beschreibungen genügen ihr oft wenige Worte. Allerdings gelingt es ihr damit nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch, die Atmosphäre einzufangen. Die Geschichte wird dabei unglaublich dicht. Bei manchen Passagen überkam mich dann tatsächlich eine Gänsehaut.

Etwas skeptisch war ich anfangs auch, wie das Buch wohl den Umgang mit dem Nationalsozialismus gestalten würde. Meine Befürchtungen wurden jedoch allesamt nicht erfüllt. Der Roman zeigt mit wenigen Charakteren eine spannende Bandbreite von Opfern, Mitläufern, Drahtziehern und Widerständlern. Dabei bleibt alles auf eine schockierende – und Gänsehaut schaffende – Weise „normal“. Ohne in die Sicht der Charaktere zu schlüpfen, gelingt es Borrmann, ihre Hauptfiguren auf ihre je eigene Art erschreckend logisch handeln zu lassen. Die Figuren wirken trotz ihrer Schreckenstaten alle „menschlich“, im Sinne von: echt.

Fazit: Ein Buch, auf das ich mich erst einlassen musste, das mich dann jedoch restlos überzeugt hat. Hervorragend!

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kloster, nonne, reformation, liebe, glaube

Die Himmelsbraut

Astrid Fritz , , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499258107
Genre: Historische Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

krimi, elizabeth peters, amelia peabody, vicky bliss, kunstgeschichte

Der blutrote Schatten

Elizabeth Peters
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2002
ISBN 9783548252841
Genre: Krimi und Thriller

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Im Schatten von Golgota

Thomas W Krüger
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Krüger, Thomas, 01.04.2013
ISBN 9783981146745
Genre: Krimi und Thriller

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

verrat, verschwörung, romantik, fantasy, spannung

Tamonia

Dorothe Zürcher
Buch: 252 Seiten
Erschienen bei KaMeRu Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783906082301
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als Renias Schwester Kerla an den elterlichen Hof zurückkehrt, merkt Renia sofort, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ihre Schwester wurde von den Priestern Tamonias auserwählt, eine große Ehre für sie, da ihre Mutter aus dem „barbarischen“ Land Hiskaia stammt und Kerla und Renia, obwohl Töchter eines einflussreichen Herzogs, somit nur halb zu den Tamoniern gehören. Doch Kerla wirkt alles andere als glücklich. Irgendetwas bedrückt sie. Bevor Renia sie zur Rede stellen kann, wird Kerla tot aufgefunden: Sie hat sich selbst im Teich ertränkt. Kurz darauf muss Renia erfahren, dass nun ihr die Aufgabe zukommt, die eigentlich Kerla hätte erfüllen sollen: Sie soll Mechanon gebären, den Erlöser, der als einziger den bösen Kergaron vernichten kann. Eigentlich eine Ehre, wäre Mechanon nicht ein Halbwesen, halb Mensch, halb Dämon. Denn das bedeutet, dass Renia sich von einem Dämon schwängern lassen soll.

Dorothe Zürcher verarbeitet in ihrem Roman einige hochaktuelle Themen. So treiben Erdbeben, die die tamonischen Priester auf Kergaron zurückführen, Flüchtlinge ins Land. Die Tamonier sind jedoch alles andere als bereit, die Flüchtlingsströme bei sich aufzunehmen. Gleichzeitig treffen im Roman immer wieder verschiedene Kulturen und Glaubenseinstellungen aufeinander, die von Vorurteilen geprägt sind. Dorothe Zürcher bewegt sich, was das anbelangt, ganz im Strom ihrer Zeit, was mir Recht gut gefallen hat. Auch der Einfluss, den die Mythen und der Glaube auf das Leben der Gläubigen, insbesondere auf die Protagonistin Renia haben, ist sehr gut dargestellt und machte mich nachdenklich. Gut gefallen hat mir auch das Motiv der Priesterhunde, die sehr lebendig dargestellt sind. Zudem bietet der Roman einige überraschende Wendungen, sodass ich zwischendurch selbst nicht mehr wusste, wem Renia noch glauben kann. Dorothe Zürcher verschleiert die Motive der vielen Schlüsselfiguren geschickt und zwingt den Leser, ganz aus Renias Sicht das Geschehen mitzuerleben.

Allerdings konnte ich nicht alle Wendungen, die von Renia ausgingen, richtig nachvollziehen. Manche Entscheidung von Renia, ihre Gedanken und Gefühle, blieben mir verschlossen. Extrem empfand ich das im zweiten Teil. Der erste hatte mir sehr gut gefallen, er war spannend und erfrischend … anders. In Teil 2 hatte ich jedoch das Gefühl, das nun doch wieder alles in alte Bahnen zurückgelenkt wird, und da kam ich mit Renia einfach nicht mit. Sie trifft etwa in der Mitte des Buches eine wichtige Entscheidung, die alles beeinflusst, aber warum sie das tut, konnte ich nicht verstehen. Es wurde dadurch für mich auch etwas zäh. Zumal mit dem Unverständnis auch meine Sympathie für Renia schwand. Sie ist mir etwas zu naiv in ihrem Glaubenssystem verhaftet, sodass ich mich nur schwer mit ihr identifizieren konnte.
Hinzu kommt, dass mich der Roman streckenweise sehr an den Herrn der Ringe erinnerte. Ich weiß, es gibt auch andere Geschichten, in denen riesige Augen vorkommen, aber dass dieses Auge Renia in ihre Träume verfolgt, klingt doch sehr nach Sauron und da wäre sicherlich auch ein anderes Motiv möglich gewesen, ich denke da zum Beispiel an grüne Tentakel oder so, in der Hoffnung, nicht zu viel zu spoilern ;)
Den Klappentext empfinde ich im Nachhinein als etwas irreführend. Um Kerla geht es in dem Roman eigentlich weniger, sie stirbt bereits auf den ersten 14 Seiten. Meines Erachtens steht Renia und ihre Quest absolut im Mittelpunkt, was meiner Meinung nach im Klappentext deutlicher hätte werden können. So hört es sich nach einem Krimi an, als würde Renia den Mord ihrer Schwester auflösen müssen, aber auch das schafft sie sehr schnell und darum geht es im Roman auch nur am Rande.

Fazit: Der Roman ist solide geschrieben und bietet einiges an Spannung, auch wenn ich mit der Protagonistin nicht ganz warm werden konnte. Von der Story her schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen. Da sich aber recht viele Tippfehler eingeschlichen haben, geben sie den Ausschlag nach unten, es ist aber trotzdem gute 3 Sterne mit Tendenz nach oben und nicht nach unten. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

eifel, band 3, nerd, phantastik

Aus der Tiefe

Judith Vogt
Buch: 392 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 23.03.2015
ISBN 9783945025055
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin begeistert!
Zum Abschluss ihrer Eifler Fantasy-Trilogie greift Judith Vogt noch einmal tief in die Kiste und stürzt ihre Charaktere mit jeder Seite tiefer in die Gefahr. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe mit die 4 Protagonist/innen mit gefiebert und gehofft, dass sie irgendwie wieder raus kommen. Gegenüber Band 1 und 2 ist die Spannung sogar noch einmal höher, weil für die Protagonisten nun alles auf dem Spiel steht. Judith Vogt beweist hier einmal mehr, dass sie liebevolle Charaktere zeichnen, einen guten Spannungsbogen aufbauen und fesselnde Szenen schreiben kann. Um ein paar Stellen hervorzuheben, die mir besonders gut gefallen haben (ich hoffe, ohne zu Spoilern): Der Ausschnitt mit der SoWi-Lehrerin fand ich klasse! Irgendwie sind mir von den Nebencharakteren besonders die Bikerbraut Janine und der Student Nils ans Herz gewachsen. Am besten gefallen hat mir jedoch das Ende, bei dem Gregor endlich … aber das verrate ich nun wirklich nicht.

Ich weiß, das ist eine sehr kurze Rezension, zum einen, weil ich es sehr schwer finde, hier nicht zu spoilern, zum anderen, weil es tatsächlich nicht viel zu beanstanden gibt. Das Beziehungswirrwarr ist für mich zu einem sehr erträglichen Maß geschrumpft und auch Tippfehler sind mir erstaunlich wenig unter gekommen, aktiv erinnere mich an zwei … also wirklich nicht der Rede wert. Deshalb bleibt mir eigentlich nur, eine klare Leseempfehlung auszusprechen: Wer (deutsche) Fantasy liebt, MUSS dieses Buch gelesen haben!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Geheimnis der schottischen Insel (Kindle Single)

Dorothea Stiller
E-Buch Text: 61 Seiten
Erschienen bei null, 02.03.2016
ISBN B01BPAQMYQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Weil Laurens Party außer Kontrolle geraten ist, muss sie für zwei Wochen zu ihrer Tante, die ein Bed&Breackfast auf einer schottischen Insel betreibt – wo absolut nichts los ist! Lauren fürchtet bereits, dass sie dort keine spannende Story für ihr Portfolio findet und keine Chance hat, eine ordentliche Bewerbung für die University of London zustande zu bringen, wo sie Journalismus studieren möchte. Doch alles bitten und flehen nützt nichts, sie muss zu ihrer Tante Elsie.
Auf der Insel angelangt begegnet Lauren als erstes dem netten Schotten Ewan, der sofort ihr Interesse weckt. Der Urlaub entwickelt sich besser als Lauren es erhofft hat, denn auf einem Friedhof erfährt sie etwas über einen geheimnisvollen Todesfall, der sich perfekt für ihr Portfolio eignet. Kompliziert wird es, als der charmante Alec ihr den Hof macht. Eigentlich will Lauren die Aufmerksamkeit genießen. Aber warum hat sie so ein schlechtes Gewissen gegenüber Ewan?

Zunächst ein paar Worte zu Titel und Cover. Sie sind beide sehr ansprechend. Vor allem den Titel finde ich sehr passend, beim Cover wirkt mir die Frau etwas zu alt. Ich gebe zu, ich hatte den Klappentext nicht gelesen, sondern mich allein von Titel und Cover überzeugen lassen, deshalb war ich im ersten Moment ziemlich überrascht, als ich merkte, dass die Protagonistin erst 17 ist. Abgesehen davon bringt das Cover eine schöne und passende Stimmung auf.

Der Inhalt der Kindle Single ist eher klassisch gehalten, nichts desto trotz liest es sich kurzweilig und zu großen Teilen spannend. Die Stunde hat mir durchaus Lesevergnügen bereitet, auch wenn es am Anfang etwas dauert, bis wirklich Spannung aufkommt. Für mich persönlich wies vor allem der Anfang auch einige Schwächen auf. So kam mir das Gespräch zwischen Lauren und ihrer Mutter etwas aufgesetzt vor. Mit der Zeit wurde es aber immer flüssiger und spätestens ab dem Moment, da der mysteriöse Mordfall ins Licht rutscht, hat mich die Autorin ganz gefangen. Daran konnte auch die eher klassisch gehaltene Liebesgeschichte nichts ändern, die zwar gut geschrieben ist, meinem Geschmack aber nicht ganz trifft. Was mich am Ende tatsächlich etwas enttäuscht hat, war die „Auflösung“ des Geheimnisses, allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Die Geschichte empfehlen würde ich Freunden romantisch-mysteriöser Romane! Wer sich gerne an die rauen, schottischen Inseln träumt und dort einem alten Rätsel auf die Spuren gehen möchte, sollte diese Kindle Single nicht verpassen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Marcellus - Blutgericht

Michael Kuhn
Fester Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.11.2013
ISBN 9783981577402
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein weiteres Mal wird Marcellus von seinem Hof in Arduena fern gehalten. Diesmal fordert der Merowinger Chlodwig höchstpersönlich den Erweis der Treue des Romanen. Marcellus und sein Freund Wulfram sollen für ihn mit Hilfe des Mönchs Hunerich und des merowingischen Bluthundes Odilo den ehemaligen König Chararich sowie seinen Sohn Allowin aus dem Kloster St. Denys holen, in die er die beiden vor einem Jahr verbannt hatte. Chararich und Allowin sollen sich gegen den Merowinger verschworen haben und dieser will sie vor ein Gericht stellen. Doch die beiden sind nicht die einzigen Gegner im Land, mit denen der Merowinger abrechnet …

Auf Marcellus letzter Reise begegnen uns alte Bekannte wie Wulfram, Tassilo, Clodwig, Chlotilde, Theuderich und Silinga, aber Marcellus schließt auch neue Freunde wie Hunerich und Odilo. Hunerich sind dabei die Anfangspassagen des Buches gewidmet und er begleitet Marcellus eigentlich die ganze Zeit über. Gerade deshalb ist es mir allerdings eher negativ aufgefallen, wie blass der Mönch blieb. Zwischendurch habe ich gänzlich vergessen, dass es ihn noch gibt und als sein Name fiel mich mit einem erstaunten „ach, den gibt es ja auch noch“ daran erinnert. Schade! Das bei dieser Figur verschenkte Potential schöpft Kuhn bei Odilo hingegen vollständig aus. Der Bluthund des Merowingers, wie er häufig bezeichnet wird, ist ein höchst ambivalenter und spannender Charakter, der der Geschichte eine gute Würze verliehen hat. Die bekannten Figuren sind mir weder negativ noch positiv aufgefallen, einzig und allein Rotrudis nervt mich auch in diesem Band, obwohl ich sie diesmal stimmiger fand als in Band 02. Tassilo kam mir am Ende etwas zu kurz. Seine Rolle wird über die Geschichte hinweg häufig angedeutet und er erfüllt sie im Finale auch passend. Danach verschwindet er aber sang- und klanglos. Ich hätte gerne noch gewusst, was mit ihm geschehen ist.

Im Band 02 hatte ich ja über Recht viele Tippfehler gemeckert. Das ist in Band 03 seltener ein Problem, aber nach wie vor stimmen häufig Anführungszeichen nicht. Manche fehlen komplett, andere sind zu früh gesetzt, u.ä.

Die Geschichte ist teilweise sehr brutal, der Titel „Blutgericht“ hält hier, was er verspricht. Dennoch hätte der Spannungsbogen meines Erachtens sowohl beim Auftrag bezüglich Chararich und Allowin als auch bei den Vorkommnissen um Ullrich und Ragnachar höher sein dürfen. Es war nicht langweilig zu lesen, aber ich hätte mir mehr Ungewissheit gewünscht, ob die jeweiligen Pläne tatsächlich aufgehen. Die Geschichte verläuft, was das anbelangt, sehr glatt und geradlinig. Nur ein einziges Mal geschieht ein Unglück, das den einen Plan ins Wanken hätte bringen können. Wirklich gut fand ich dahingegend das Finale in der Colonia. Hier war ich mir nicht so sicher, wie es ausgehen würde, da mehrere Faktoren eine Rolle spielten, die ich nicht durchschauen konnte. Mehr von diesen Spannungsspitzen im vorherigen Verlauf der Geschichte hätten das Buch meiner Meinung nach fesselnder gemacht.

Sehr gelungen fand ich, wie Kuhn den Kreis der Trilogie in sich schließt: Das Ende passt gut zum Anfang (um weitere Spoiler zu vermeiden, belasse ich es bei diesem Hinweis).

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Trilogie, der für meinen Geschmack eine Brise mehr Spannung vertragen hätte, dafür vielen Charakteren aber noch einmal gut Kontur verleiht.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Marcellus - Graf von Arduena

Michael Kuhn
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.11.2012
ISBN 9783981228564
Genre: Historische Romane

Rezension:

Marcellus lebt mit seiner Frau Hilka und dem jungen Sohn Pippin in Arduena an der Mosel, wo er sich mit viel Hingabe um den dortigen Weinbau kümmert. Doch sein stetiger Widersacher Chloderich, der Sohn des Rheinfrankenkönigs Sigibert, erhält von König Chlodwig das Gebiet um die Mosel, weil Chlodwig die Soldaten Chloderichs braucht. Kurzerhand vertreibt Chloderich Marcellus von seinem Gut und nimmt Hilka und Pippin als Geiseln. Um seine Familie lebend wiederzusehen, braucht Marcellus die Hilfe von Chlodwig. Doch welche Bedingungen wird der König daran knüpfen?

Die Geschichte weist einen soliden Spannungsbogen auf. Spätestens ab der Gefangennahme von Hilka und Pippin, die sich unweigerlich andeutete, fieberte ich der Befreiung der beiden entgegen. Auch die „Aufgabe“, die Chlodwig Marcellus und seinen Freunden auferlegt, sorgt für einige spannende Höhepunkte. Marcellus muss sich einem Kriegszug anschließen und sowohl der Kampf gegen die Feinde als auch Reibereien im eigenen Lager sorgen für Konflikte. Dabei kommt es durchaus zu überraschenden und auch bedrückenden Wendungen.

Leider empfand ich einige Charaktere als sehr typenhaft, was meine Lesefreude zwischendurch etwas dämpfte. Besonders negativ aufgefallen ist mir hier Rotrudis, deren unbändigen Hass ich schlicht nicht nachvollziehbar fand. Es wird zwar aus der Sicht von Silinga und auch Hilka ab und an erklären, allerdings ist das eine fremde Beobachtung und aus der Sicht von Rotrudis kann ich die Beobachtung der beiden nicht „nachspüren“. Deshalb blieb mir dieser doch wichtige Schlüsselcharakter verschlossen. Auch Marcellus war mir mitunter unsympathisch. Er versinkt in seinem Selbstmitleid, ohne aus seiner Situation Schlüsse zu ziehen. Ich hätte mir ab und an gewünscht, dass er mehr Verantwortung für seine Taten übernimmt und daraus auch lernt. Eine Entwicklung vermisse ich hier und hoffe, dass sich das im letzten Band noch ändert. Dahingegen konnte ich Hilka sehr gut verstehen und auch Silinga weist einen meiner Meinung nach sogar spannenderen Charakter auf als in Band 1.

Ein zweiter Negativpunkt, der zwar nicht direkt die Geschichte betrifft, allerdings die Aufmachung des Buches, sind ein paar grobe und meines Erachtens unangenehme Schnitzer: Das Inhaltsverzeichnis stimmt leider nicht und häufiger sind Anführungszeichen falsch gesetzt – entweder sie fehlen oder sie stehen zu früh in der wörtlichen Rede. Das stört den Lesefluss nicht übermäßig, ist aber einfach Schade. Für eine Neuauflage wäre ein weiteres Korrektorat angebracht.

Abgesehen davon gefällt mir die Gestaltung des Buches aber gut: die Karte und die Spurensuche, die noch einmal an alle Handlungsorte des Romans führen, sind ein echter Hingucker. Wer sich für die Geschichte des Frühmittelalters und für archäologische Hinterlassenschaften interessiert, ist hier an der richtigen Adresse. Auch das Schriftbild und das Cover sind hübsch anzusehen. Allein von der Geschichte und den Charakteren her schwankte ich zwischen drei und vier Füchsen, aber die Spurensuche zerrt den vierten Fuchs definitiv noch aus seinem Versteck.

Fazit: Wer viel Wert auf gute Recherche legt und dafür über grobe Schnitzer im Satz hinüber lesen kann, sollte in jedem Fall einmal in die Leseprobe hineinschnuppern.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

historischer roman, überleben, merowinger, bedrohung

Marcellus - Der Merowinger

Michael Kuhn
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 25.10.2011
ISBN 9783981228533
Genre: Historische Romane

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306 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, träume, traumwelt, nele

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Anika Beer
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 13.05.2013
ISBN 9783570402023
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da Neles Mutter zur Abteilungsleiterin ernannt wurde, zieht die gesamte Familie aus der Großstadt München ins beschauliche Erlfeld. Bereits in der ersten Nacht träumt Nele etwas seltsames, etwas, das sich fremd anfühlt: sie träumt von einem katzenhaften Mann. Seth.
Als Seth Nele das erste Mal sieht, ist er überzeugt: dieses Mädchen ist etwas Besonderes. Sie ist nicht wie die anderen Träumenden, die er in ihren jeweiligen Traumkammern überwacht, damit sie nicht zu tief in ihre Träume hineinfallen. Denn wenn ein Träumer sich zu weit in die Unendlichkeit verirrt, kann es sein, dass er auf die andere Seite des Nachtglases gerät, und dann könnte das Glas brechen und die Realität zu einem ewigen Traum werden. Seth ist ein Traumwächter, der in der Menschenwelt nur als Kater unterwegs sein kann. Nele ist eine Klarträumerin, das heißt, sie kann ihre eigenen Träume beeinflussen, aber auch in die Träume von anderen eintauchen. Seth will Nele unbedingt in sein Reich holen, denn ihre Fantasie und ihre Macht beeindrucken ihn.
Doch Nele will ganz und gar nicht in der Traumwelt leben. Zumal sie sich in der neuen Schule mit einem Jungen anfreundet, Jari, der ihr bald sehr ans Herz wächst. Und auch Jari fühlt sich zu Nele hingezogen. Doch ihm fällt es schwer, sich auf Nele einzulassen, denn er hat es Zuhause nicht leicht: Seine Mutter ist eine Trinkerin und sein Vater wird mit der Zeit immer brutaler. Jari kann dann nicht anders als sich mit offenen Augen in seine Traumwelt zurückzuziehen. Doch irgendwann gerät er zu tief in seine Träume und seine Wächterhin ist nicht da, um ihn vor dem Fall zu bewahren.

Das Cover und der Klappentext dieses Buches haben mich sofort angesprochen. Das Buch liegt auch sehr gut in der Hand und liest sich, was Gewicht, Schriftgröße u.ä. Dinge anbelangt, wirklich super! Anika Beer hat zudem einen wunderschönen Schreibstil. Bereits die Beschreibung der ersten Szene hat mich ganz wohlig schaudern lassen. Ich habe mich mitten in den Traum von Nele hinein genommen gefühlt. Nele, Seth und Jari sind sorgfältig ausgearbeitet, in ihren Wünschen, Ängste, Zielen, einfach in ihrer ganzen Art. Meiner Meinung nach sind sie sehr liebevoll gestaltete Charaktere. Auch die Idee, wie unser Träumen funktioniert, dass es Traumkammern gibt und ein Reich des Traumes, in dem „Katzen“ nachts über uns wachen … obwohl ich keine Katzen mag (an die Katzenfans: bitte nicht steinigen!) muss ich zugeben, dass die Idee etwas hat.

Deshalb bin ich fast traurig, dass mich das Buch nicht wirklich mitreißen konnte. Ich fürchte, Beer ist mir etwas zu sorgfältig. Mehr als das erste Viertel des Buches beschäftigt sich zunächst damit, Nele, Jari und Seth in ihrer jeweiligen Umwelt zu zeigen. Sicher, Seths und Neles konträre Wünsche sind interessant und Jari ist ein sehr tragischer Charakter, aber das ist mir bereits nach den ersten Seiten klar. Und doch zieht sich diese Grundkonstellation über mehrere Szenen hinweg. Ich habe daher richtig aufgeatmet, als endlich die im Klappentext versprochene Katastrophe hereinbrach. Nur leider wirkt es im Buch selbst nicht halb so dramatisch, wie im Klappentext. Das Chaos breitet sich sehr langsam aus, und auch, bis Nele endlich in Aktion tritt, dauert eine gefühlte Ewigkeit. Das fand ich sehr schade.
Ich habe auch irgendwann in der Mitte angefangen, Teile der Geschichte zu überfliegen. Es gab immer wieder Stellen, die mich einfingen und die ich ganz durchgelesen habe. Aber einige Szenen fand ich unnötig zäh und auch die Szenen, die ich gerne gelesen habe, waren eher tempo-arm. Was die Geschwindigkeit von Geschichten anbelangt, sind die Geschmäcker ja sehr verschieden. Aber für mich war die Geschichte zu langsam. Zumal es auch eher kleinere Aspekte waren, die mich überraschten und die ich nicht bereits sehr früh (eigentlich schon anhand des Klappentextes) geahnt hatte. Der Spannungsbogen flachte daher meinem Empfinden nach zwischendurch extrem ab, verlor sich in liebevollen Beschreibungen, in Details und der Zeichnung der Charaktere. Etwas weniger davon hätte mir persönlich besser gefallen. Tatsächlich konnte mich die Geschichte auch erst im letzten Viertel wirklich mitreißen. Allein von der Geschichte her hätte ich zwei Sterne mit Tendenz nach oben gegeben. Diese Tendenz wird durch die Aufmachung des Buches, also Cover und Layout und auch die Tatsache, dass mir kaum Sprachfehler aufgefallen sind, erfüllt. Daher drei (knappe) Sterne.

Fazit: Wer sich gerne wegträumen mag und dabei ohnehin ruhigere Geschichten bevorzugt, für den ist dieses Buch sicher zu empfehlen. Wer lieber ein flotteres Tempo mit unvorhergesehenen Wendungen und viel Spannung mag, für den ist es meiner Meinung nach ungeeignet.

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197 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

phoenix, hamburg, fantasy, dystopie, hexen

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit dem „Experiment“ regiert Deutschland Europa und dichtet es von der restlichen Welt ab. In diesem neuen Europa herrschen die Saiwalo, Geister, die nur dann einen eigenen Körper erhalten, wenn sie ein magisches Wesen dafür opfern. Hexen, Dämonen und auch Phönixe werden entsprechend als „Seelenlose“ gejagt und vom Volk geächtet, schließlich haben die Saiwalo ihren Untertanen glaubhaft versichert, dass die Seelenlosen an dem Experiment und seinen furchtbaren Auswirkungen Schuld seien. In dieser Welt leben die Phönix Tavi und Leon, ein Ermittler der Kontinentalarmee. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und haben eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Doch dann wird Leon mit einem Serienmordfall beauftragt, und die Opfer des Mörders sind ausgerechnet alles Menschen, die Tavi einmal aus dem Feuer gerettet hat. Unweigerlich kreuzen sich die Wege von Tavi und Leon und die Jagd auf den Unbekannten beginnt …

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich auf ein Hamburg im Teslapunk einzulassen, schlicht, da es meine erste Begegnung mit diesem Genre war. Wie die Alternativwelt aufgebaut ist, wurde aber relativ schnell klar, Karschnick gelingt es, ungezwungen die fremden Mechaniken und ihre alternative Funktionsweise darzustellen. Mit Hamburg hat sich die Autorin zudem einen Ort ausgesucht, der mir dank einigen Besuchen gut bekannt ist, weshalb mich das Buch zusätzlich reizte. Manchmal hätte ich mir mehr Kolorit gewünscht. Der Hafen ist wunderbar beschrieben, nur die Alster hat mir irgendwie gefehlt, so hätte es eine Hafenstadt unter vielen sein können. Das stört die Geschichte nicht, ich fand es allerdings schade.

Unabhängig davon war die Story sehr spannend. Nach wenigen Seiten hat mich das Buch voll in seinen Bann geschlagen und das ist auch eine ganze Weile so geblieben. Erst nach 3/4 etwa ist es für mein Empfinden etwas abgeflacht. Wobei daran weniger der Spannungsbogen selbst Schuld war, als mehr die Charaktere. Katharina konnte ich nicht so richtig einschätzen. Leons Unentschlossenheit und Tavis Blauäugigkeit ärgerten mich. Manchmal hätte ich ihnen wirklich gerne in den Allerwertesten getreten. Was mich tatsächlich ein wenig genervt hat, war dieses ständige „Gefühl der Vertrautheit“, da bin ich glaube ich auch etwas gebrandmarkt. Hier hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht, etwas, das ich besser nachvollziehen kann, als diese „magische“ Liebe. Denn dadurch fiel es mir mit der Zeit schwer, mich auf die beiden Perspektivträger einzulassen.

Mit dem Schreibstil hatte das allerdings nichts zu tun. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Teilweise konnte ich die Motorik im Kampf nicht ganz nachvollziehbar, aber das waren Ausnahmen. Besonders gut gefallen haben mir die Wechsel zwischen den beiden Perspektiven. Nur an einer Stelle fehlte mir die innere Sichtweise von Tavi, ab da konnte ich ihr Verhalten (leider) auch nicht mehr ganz nachvollziehen.

Cover und Satz sind sehr ansprechend gestaltet. Vor allem die Feder am Buchrand macht natürlich viel her und ist superschick. Das Cover ist außerdem sehr detailtreu, ich verweise nur mal auf den Dolch, den Tavi in der Hand hält. Ein kleines Accessoire, das mir erst bei näherem Hinsehen aufgefallen ist. Die Schriftart ist zudem angenehm groß. Was ich auch noch positiv hierbei bemerken möchte, ist das Inhaltsverzeichnis. Die einzelnen Kapitel von Tavi und Leon jeweils unterschiedlich zu kennzeichnen, finde ich eine sehr schöne Idee. Alles in allem also wirklich liebevoll und einfach schön gestaltet, ein echter Hingucker!

Fazit: Auch wenn die Geschichte für meinen Geschmack ein paar kleine Mängel aufweist, kann ich sie im Großen und Ganzen sehr empfehlen und zwar allen, die Fantasy lieben und nicht nur denen, die ein Faible für Teslapunk haben. „Phoenix – Tochter der Asche“ hat den DPP meiner Meinung nach durchaus verdient gewonnen!

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fantasy, der herr der ringe, hobbits, j. r. r. tolkien, j.r.r. tolkien

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.09.2015
ISBN 9783608939835
Genre: Fantasy

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fantasy, hobbits, der herr der ringe, j.r.r. tolkien, die zwei türme

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

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fantasy, hobbits, elben, mittelerde, der herr der ringe

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.07.2015
ISBN 9783608939811
Genre: Fantasy

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harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

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fantasy, harry potter, magie, zauberei, freundschaft

Harry Potter und der Orden des Phönix

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 11.02.2009
ISBN 9783551354051
Genre: Jugendbuch

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fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Feuerkelch

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.02.2008
ISBN 9783551354044
Genre: Jugendbuch

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harry potter, fantasy, magie, hogwarts, zauberer

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.02.2007
ISBN 9783551354037
Genre: Fantasy

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die geister des landes

Karl - Geschichten eines Großen

Judith Vogt , Michael Kuhn , ,
Flexibler Einband: 134 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.01.2014
ISBN 9783981577464
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aufmachung
Das Buch ist mit seinen 136 relativ dünn und liegt gut in der Hand. Die Schriftgröße fand ich sehr angenehm. Für mein Empfinden hätte der Rand zur Buchmitte noch ein wenig größer sein können, ich knicke Bücher so ungern auseinander, aber lesen ließ es sich dennoch gut. Auch das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Das Karlssiegel passt natürlich wunderbar, doch auch das kleine Detail mit der blutigen Feder deutet sehr schön auf die teils recht blutigen Geschichten hin.
Die Kurzgeschichten werfen aus verschiedenen Richtungen Blicke auf das Leben Karls des Großen. Dabei werden viele, verschiedene Genre bedient, neben kriminalistischen und mysteriösen Geschichten finden sich auch ein lyrisches Werk sowie historische Abhandlungen. Auch wenn ich Kurzgeschichten immer Recht schwer zu bewerten finde, will ich doch zu jeder eine kurze Beschreibung und einen Eindruck wiedergeben:

Kurzgeschichten
Die Bekehrung des Mahout
Ein Mahout soll Karl dem Großen als Geschenk des Kalifen einen Elefanten überbringen. Leider stirbt das Tier bei der Überführung. Der Mahout bleibt in dem fremden Land mit den rauen Menschen zurück und muss sich nun dort zurecht finden. ~ Eine traurige Geschichte, die schön die auch damals schon vorhandenen Probleme des Aufeinandertreffens fremder Kulturen aufweist.

Die Kinder des Kalbes
Jedes Jahr zu Ostern ermorden Askwin Haduwig Betrunkene Christen, die im Dienste Karls des Großen stehen. Doch warum? ~ Die Zeitsprünge haben mir in dieser Kurzgeschichte sehr gut gefallen. Man weiß bereits zu Beginn, wohin die Geschichte führt und ist dennoch erpicht darauf, zu erfahren, wie es soweit kommen konnte. Spannend und gut geschrieben!

Die Gabe der Zeichnerin (Auszug)
Bereits bevor Karl der Große den Bau des Aachener Domes in Auftrag gab, wurden dort Christen begraben, was sich für die Bauherren als eher hinderlich erweist. ~ Die kurze Szene aus dem gleichnamigen Roman von Martina Kempff ist gut gewählt. Man merkt zwar, dass mehr um die Charaktere herum geschieht, kommt aber dennoch gut in das Geschehen hinein. Nur der Cliff-Hanger am Ende, der vermutlich nicht zu vermeiden war, hat mich etwas gestört.

Die feurigen Schilde
Obwohl er ihre Heilige Irminsul gefällt hat, lehnen sich die Sachsen erneut gegen Karl den Großen auf. Kann er ihren Angriff auch diesmal abwenden? Oder werden sie nun siegen? ~ Geschickt sind in dieser Geschichte die Legenden aufgegriffen und zu einer spannenden Erzählung zusammengestrickt. Gut hat mir auch die szenische Schreibweise gefallen, sehr lebendig!

Charlemagne – Vater Frankreichs?
Hier wird nun ein geschichtswissenschaftlicher Blick auf Karl den Großen geworfen. Die verschiedenen Probleme der Wissenschaft rund um die Person Karls, seine berühmt-berüchtigte karolingische Renaissance und der nationale Gründungsmythos Frank(en)reichs wird hier näher beleuchtet. ~ Ich gebe zu, eine solche Berichtsform hatte ich in der Anthologie nicht erwartet. Es ist gut geschrieben, reizt mich aber nicht so wie Geschichten, in denen Charaktere etwas zu verlieren haben.

Der Rest des Lebens
Lyrische Werke finde ich fast noch schwerer zu beurteilen als Kurzgeschichten. Ich habe lange herum gerätselt, um wen es hier eigentlich geht. So richtig damit anfreunden, konnte ich mich leider nicht.

Der Ring der Fastrada
Fastrada, die vierte Ehefrau Karls des Großen, beichtet dem Ich-Erzähler der Geschichte, einem Bischof, kurz vor ihrem Tod was sie für ihrem Ehemann Karl verbrochen hat. ~ Innerhalb der Geschichte ist sehr viel nacherzählt. Die Form passt zur Geschichte, hat es mir aber zum Teil schwer gemacht, mich ganz auf die Erzählung einzulassen. Was Fastrada beichtet, ist aber durchaus spannend. Und wirft noch einmal ein ganz anderes Licht auf den großen Karl!

Die Schulzen von Büllingen
Karl setzt im betagten Alter zwei ebenfalls bereits Greise Brüder als Schultheißen ein und lässt von einem Untergeben prüfen, ob die beiden überhaupt noch dazu in der Lage sind. ~ Eine nette, kurzweilige Geschichte, die mich zum Schmunzeln brachte.

Einhard
Nach Karls Tod erzählt der gealterte Einhard einem jungen Burschen, wie er die Kaiserkrönung Karls miterlebt hat. ~ Ebenfalls sehr kurzweilig, wobei bei mir am Ende irgendwie das Gefühl zurückblieb, dass noch etwas fehlen würde. Vielleicht „leide“ ich aber auch nur mit Einhard ;)

Traue niemandem!
Gero ist geistliches Oberhaupt von Magadoburg für die Gerichtsbarkeit dort zuständig. Nun hat er endlich die Gelegenheit, den Händler Hatto zu überführen, denn der verkauft widerrechtlich Waffen an die Sachsen und heizt diese zu Überfällen auf Christenmenschen an. ~ Ein spannendes Verhör mit einer mehr als überraschenden Wendung!

Die gefälschte Karlslegende
Hier handelt es sich um historische Überlegung dazu, weshalb Karl der Große als Gründer Aachens stilisiert wurde. ~ Auch diese Informationen sind gut geschrieben und rübergebracht. Der oben genannte „Kritikpunkt“ trifft aber natürlich hier ebenfalls zu.

Eine Stadtrallye auf den Spuren Karls des Großen
Die Protagonisten aus der Trilogie „Die Geister des Landes“ führen den Leser in 9 Stationen durch Aachen, immer auf der Suche nach Hinweisen auf den wahren Karl den Großen, stoßen dabei aber natürlich auch auf viele Legenden. ~ Sehr amüsant geschrieben und ein super schöner Abschluss für die Anthologie!

Komposition und Gesamteindruck
Ganz erschloss sich mir nicht, nach welchen Kriterien die Kurzgeschichten in der Anthologie angeordnet wurden. Das tut aber dem guten Gesamteindruck keinen Abbruch. Abwechslungsreich ist es in jedem Fall. Lediglich die Kurzgeschichten „Der Rest des Lebens“ und „Der Ring der Fastrada“ hätte ich mir anders herum gewünscht, da mir dann vermutlich während dem Lesen von „Der Rest des Lebens“ nicht ganz so viele Fragezeichen über dem Kopf gestanden hätten. Positiv hervorheben möchte ich zudem, dass jeder Autor in wenigen Sätzen erklärte, was ihn mit Karl dem Großen verbunden hat. Das sind zum Teil sehr nette Anekdoten, die ab und an im Nachhinein noch einmal ein anderes Licht auf die Geschichten werfen.

Fazit
Ohne die Historischen Abhandlungen hätte es mir persönlich besser gefallen, aber alles in allem sind die Beiträge sehr solide geschrieben, es liest sich flott und in den allermeisten Fällen war es auch sehr spannend. Mein persönliches Highlight war die Spurensuche am Ende.

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kinderbuch, jugenduch, geheimnisvoller schatz, katzen, freundschaft

Der Katzenschatz

Hanna Nolden
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 24.09.2013
ISBN 9783939727323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jonas hasst Katzen. Er verdient sich zwar in den Sommerferien gerne mal ein bisschen Taschengeld dazu, aber dass er dafür ausgerechnet für die schräge alte Frau Rigby, die in einem Haus voller Katzen wohnt, einkaufen muss, ist fast ein bisschen zu viel verlangt. Zum Glück kommt seine beste Freundin Delilah mit. Eigentlich heißt sie Tabea aber seit ihre Eltern sich getrennt haben, färbt sie sich die Haare pinkt, steht auf Japaner und nennt sich Delilah.
Frau Rigby gibt den Kindern eine Limonade aus, und diese Limonade stellt Jonas gesamtes Leben auf den Kopf! Plötzlich kann er Tiere verstehen. Und die Katzen von Frau Rigby sind ziemlich aufdringlich. Sie wollen, dass Jonas ihnen ihren Schatz zurückbringt, der ihnen anscheinend vor hunderten von Jahren gestohlen wurde, vermutlich von den Hunden. Wer den Schatz besitzt, ist das beliebteste Tier der Welt. Jonas stimmt zu, allerdings kommen ihm schnell Zweifel: Wieso sollen denn ausgerechnet die Katzen diesen Schatz bekommen? Seine armen, von den meisten Menschen verachteten Ratten hätten so etwas doch viel dringender notwendig …

Die Moral der Geschichte ist damit relativ schnell greifbar: Tiere sollten gut behandelt werden. Tierversuche oder das Töten ungewollter Tierbabys ist verabscheuenswert. Die Geschichte verläuft dabei relativ geradlinig, große Überraschungen gab es keine. Es liest sich flott und ist größtenteils spannend. Ich hatte an keiner Stelle wirklich das Gefühl, keine Lust mehr zum Lesen zu haben.

Dennoch ist die Geschwindigkeit der Story meiner Meinung nach eher ein Manko. Dadurch kommt keine richtige Charakterentwicklung zustande, was ich schade fand. Denn Wendungen gab es durchaus. Allerdings gingen diese teilweise so schnell vor sich, dass ich eher das Gefühl hatte, in den Figuren wird ein Schalter umgelegt. Ein Mitgrund dafür ist sicherlich, dass viele Passagen zusammengefasst wieder gegeben werden und ich viele Informationen einfach erhalten, ohne sie wirklich nachzuspüren. Sie haben es mir schwer gemacht, mich richtig in Jonas hineinzufühlen und auch die Atmosphäre wollte nicht so Recht aufkommen.

Problematisch finde ich außerdem, zu sagen, für welche Altersgruppe ich die Geschichte sinnvoll finde. Die Idee um den Schatz der Katzen, die Tierschützerinitiative und auch die Abenteuersuche an sich hätte ich fast für jüngere Leser, ab acht, passender gefunden. Gleichzeitig finden sich ziemlich viele Anspielungen auf die Pubertät, was durchaus gelungen ist, aber definitiv eher in den Interessenbereich zwölfjähriger fällt. Das passte für mein Empfinden nicht ganz zusammen.

Fazit: Die Schatzsuche und der Schutz der Tiere ist eine schöne Idee, die Umsetzung konnte mich aber nur bedingt überzeugen. Ein paar Seiten mehr und eventuell eine stärkere Fokussierung auf eine jüngere Leserschaft hätten die Geschichte runder gemacht.

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märchenhaft, ritter, mut, goblinmädchen, kinderbuch

Straka

Sabrina Zelezny
Flexibler Einband: 218 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 20.12.2013
ISBN 9783939727361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Aufgabe eines Goblins ist es, Unruhe zu stiften. Sie verwirren Wolle oder lassen die Milch sauer werden, immer mit dem Ziel, ihre Herren zu maßregeln, wenn diese sich aus irgendeinem Grund falsch verhalten. Das Goblinmädchen Straka kann leider nichts davon. Ihre Milch wird immer süß und wenn sie mit der Wolle arbeitet, werden wunderschöne Freundesbänder daraus. Ihre Menschenfreunde finden das klasse, doch Straka fühlt sich völlig fehl am Platz. Als der Vater ihrer Freunde von Männern des Barons verprügelt wird, trifft sie eine Entscheidung: Sie zieht aus und sucht nach einem Ritter, um bei ihm in die Lehre zu gehen. Straka will ein Rittergoblin werden.
Tatsächlich trifft sie auf den grummeligen Ritter Lumírek, der die Aufgabe hat, die Greifen am Grauen Fluss zu bekämpfen. Unterwegs freundet sich Straka außerdem mit einem Golem und einem jungen Greifen an. Die ungleiche Gruppe muss sich zusammenraufen.

Das Abenteuer um Straka ist absolut herzergreifend. Die kleine Goblindame ist mir schnell ans Herz gewachsen, ebenso wie der Golem Oto und der junge Greif Jaro. Lumírek hatte etwas schwerer bei mir, aber auch er hat eine absolut liebenswerte Seite.
Am Anfang hat sich die Geschichte für mein Empfinden ein bisschen gezogen, doch spätestens ab den Szenen am Grauen Fluss voll in den Bann gezogen.
Der Stil der Autorin ist wie ich es von ihr gewohnt bin solide. Persönlich mag ich ihn zwar lieber bei Geschichten für eine ältere Zielgruppe, aber auch für Kinder ist er durchaus geeignet.
Der Plot ist hervorragend für Kinder geeignet, besonders den Schluss (den ich hier natürlich nicht spoilern möchte) finde ich absolut gelungen.

Positiv hervorheben möchte ich außerdem die kleinen, humoristischen Einlagen. Meine persönliche Lieblingsstelle:
Der Ritter rollte mit den Augen. „Und was schlägst du vor, Fräulein Naseweis?“
„Schabernack“, korrigierte sie instinktiv. „Familie Naseweis wohnt beim Baron.“

Fazit: Die Geschichte hat Witz, Herz und Verstand. Einziges Manko ist der etwas zähe Anfang, deshalb reicht es nur für 4/5, aber nichts desto trotz, eine wunderschöne Story.

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