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313 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

fantasy, liebe, verrat, venda, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

*Achtung, da es die Rezension zu einer Fortsetzung ist, könnten sich kleinere Spoiler zu Band 1 darin befinden. Das Fazit kann man aber ohne weiteres lesen! *

Im letzten Band wurde Lia, die geflohene Prinzessin, von Kaden entführt und nun befindet sie sich gerade in Venda. Die Prinzessin versucht einen Ausweg aus der Situation zu finden, während sie zugleich versucht mehr über ihre Gabe und sich selbst herauszufinden.

Als das Buch angekommen ist, habe ich mich sehr gefreut, da mir der erste Teil gut gefallen hat und ich nach dem Cliffhanger von Band 1 doch sehr gespannt darauf war die wie Autorin die Geschichte weiterspinnen wird. Mit der Fortsetzung der Handlung in "Das Herz des Verräters" hat sie mich mehr als überrascht. Es startet gleich ohne Umschweife und man wird von dem ein oder anderen Plot-Twist überrascht. Besonders interessant fand ich in diesem Band auch wieder die Interaktionen zwischen Lia und Rafe und Kaden. Gerade Kaden kommt man während dem Lesen sehr nahe und da er Lia ja versucht zu beschützen, aber gleichzeitig, dem Kommizar und seiner Heimat loyal gegenüber bleiben möchte, gerät er in einen großen Konflikt. Er hat mir deshalb als Charakter in Band 2 am Besten gefallen!

Auch Lia konnte ich in der Fortsetzung viel mehr abfinden, als in Band 1. Sie hat gezeigt, dass sie Prinzessinnenpotenziall hat und ich bin überrascht, welch erfolgreiche Wandlung sie während des Abenteuers durchgemacht hat. Manchmal musste ich wegen ihrer Sturrköpfigkeit auch mal die Augen verdrehen, aber das geschah immer mit einem Schmunzeln auf den Lippen. ;)
Enttäuscht hat mich dagegen Rafe. In Band 1 habe ich ihn als mysteriösen jungen Mann kennengelernt, der eine natürliche Anziehung auf Lia ausübte. Davon war in der Fortsetzung nichts zu spüren. Er wurde von einem interessanten Hauptcharakter eher zur schlaffen Nebenfigur. Das fand ich sehr schade!

FAZIT:
Eine gelungene Fortsetzung, die mich neugierig den dritten Band erwarten lässt. Einen Stern ziehe ich allerdings ab, da es zwischenzeitlich immer wieder kleine Längen gab und mich einer der Protagonisten doch sehr enttäuscht hat, da die Autorin ihn, meiner Meinung nach, zu links liegen gelassen hat.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

osage-morde, verbrechen, wahre geschichte, mord, fbi

Das Verbrechen

David Grann , Henning Dedekind
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei btb, 25.04.2017
ISBN 9783442757268
Genre: Biografien

Rezension:

David Grann schildert in seinem Sachbuch den ersten Falls des Federal Bureau of Investigation, kurz FBI. Dabei handelt es sich um die grausamen, finsteren Osage-Morde die sich im Bundesstaat Oklahoma abspielten. Da es zur damaligen Zeit sehr viel Korruption gab, gelang die Aufklärung des Verbrechens erst, als sich das FBI einschaltet.

Als ich das Buch erhalten habe, war ich zuerst doch ein wenig erschocken, dass es dicker ist als erwartet. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass David Grann mit seiner Wiedergabe der Ereignisse, die den Osage-Stamm vor vielen Jahren erschütterte, weit ausholt. Ich fürchtete, mich vor seitenfüllenden, unspannenden Details. Umsonst. Denn schon wenige Seiten später, konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, da ich bereits tief in der amerikanischen Geschichte versunken war.

Man merkt schnell, dass David Grann genau versteht, wovon er schreibt und das hinter jedem Kapitel eine Menge ausgezeichneter Recherchearbeit steckt. Eine Arbeit die sich, wie ich finde, absolut gelohnt hat! Statt es aber wie ein Geschichtebuch klingen zu lassen, wandelt er es in eine spannende Erzählung um, bei der meine Augen an den Seiten klebten. Besonders gefallen hat mir auch die Dreiteilung des Buches. Zuerst berichtet er von den Osage-Frauen, danach verfolgt man die Geschichte aus der Sicht eines FBI-Mannes und den letzten Part zeigt den Autor selbst wie er Jahre später versucht so viele Informationen wie möglich über die Osage-Morde zu sammeln.

Das Buch liest sich stellenweise mehr wie ein spannender Kriminalroman, da man selbst miträtselt wer hinter den Morden stecken könnte. Außerdem war ich mehr als schockiert, wie korrupt die Polizeigewalt damals war. Gerechtigkeit stand immer hinter dem finanziellen Gewinn. Untermalt wurde die geschichtliche Erzählung mit Bildern, die meisten davon von wichtigen, betroffenen Mitgliedern des Osage-Stammes. Der Autor geht in seinem Buch nämlich auch sehr stark auf einige Menschen ein, so dass ich zu einigen von ihnen eine starke Beziehung aufbauen konnte und viel über sie nachgedacht habe. Generell hat mich das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und mich tief betroffen gemacht. Ein ausgezeichnetes Buch!

FAZIT: Das fesselndste Sachbuch das ich seit langem gelesen habe! David Grann versteht es den Leser in den Bann zu ziehen und ein wichtiges Stück amerikanischer Geschichte detailreich und doch spannend zu erzählen. Sehr empfehlswert, insbesondere für Geschichtsinteressierte und Krimifans!

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Tags: fbi, mord, osage-morde, osage-stamm, verbrechen, wahre geschichte   (6)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte

Salman Rushdie , Sigrid Ruschmeier
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 10.04.2017
ISBN 9783328101420
Genre: Romane

Rezension:

Es geschehen seltsame Dinge in New York, die sich mit Logik nicht mehr erklären lassen. So schwebt etwa ein Gärtner einige Zentimeter über dem Boden. Oder das Monster eines Graphic-Novel-Designers erwacht zum Leben. Grund dafür ist die Dschinn-Prinzessin Dunia.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bereits sehr viel Gutes über den Autor Salman Rushdie gehört habe. Außerdem liebe ich die Verbindung von Märchen und Realismus, die sich in seinen Büchern wiederfindet. Leider verflog meine anfängliche Vorfreude schnell, da ich das Buch schon nach wenigen Kapiteln wieder zur Seite legte und für zwei Tage nicht aufnahm. Es zog mich einfach nicht an. Schließlich nahm ich es in den Pausen immer zur Hand und hoffte, dass es mich doch noch packen würde. Leider nicht. Ich habe es fertig gelesen, aber eher gezwungenerweise als mit wirklicher Lesefreude.

Die Idee die Salman Rushie verfolgt ist das ganze Buch über spürbar und sie war wohl auch das was mir am besten gefallen hat. Gemeinsam mit seinen interessanten Gedanken, die sorgsam in die Geschichte eingewebt wurden. Demzufolge erinnerte mich das Buch an einen kostbaren persischen Teppich, den man mit glitzernden Augen bewundert. Was mir aber bei dem Buch sehr gefehlt hat war die emotionale Nähe zu den Charakteren. Sie fühlten sich für mich wie leere Puppen an, wie Schachfiguren die der Autor auf seinem Spielbrett hin und her schiebt. Ich fand zu niemandem Zugang und somit fehlten beim Lesen einfach die Emotionen. Das fand ich sehr, sehr schade!

Zudem fehlte mir der Schwung in der Geschichte. Es geht immer so dahin, aber es kommt nie wirklich zu einem Höhepunkt der mich gespannt mitfiebern lässt. Das machte das Verfolgen der Handlung langweilig. Die schöne Sprache hat das für mich wieder etwas erträglicher gemacht, da man sich, wenn schon beim Plot nichts passiert, zumindest auf die wunderschön geformten, oft über mehrere Zeilen gehenden, Sätze von Salman Rushdie konzentrieren konnte. Rundum aber war es für mich eher anstrengend als unterhaltsam das Buch zu lesen. Ich werde den Autor nicht gleich verwerfen, da mich seine Sprache durchaus bezaubert hat, aber mit diesem Buch konnte ich mich leider gar nicht anfreunden.

FAZIT:
Auch wenn Salman Rushdie mit seiner wunderschönen, außergewöhnlichen Sprache überzeugt, so war es für mich doch eher ermüdend das Buch zu lesen da die Handlung einfach nicht sehr aufregend gestaltet war und mir die emotionale Nähe zu den Charakteren fehlte.

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247 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

magonia, mariadheadley, schiff, magoni, vögel

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aza hat seit ihrer Geburt mit einer seltsamen Lungenkrankheit zu kämpfen, welche die Ärzte in Staunen versetzt. Sie ist der einzige Mensch auf der Welt der darunter leidet und die Krankheit wurde sogar nach ihr benannt. Azas Lunge kommt mit der Luft einfach nicht zurecht und schon seit ihrer Geburt steht für die Ärzte fest, dass das Mädchen keine großen Lebenschancen hat. Doch bevor Aza ihren sechzehnten Geburtstag erlebt, geschieht etwas Außergewöhnliches. Plötzlich findet sie sich zwischen Vögelmenschen wieder, die in einem Schiff den Himmel durchqueren und sie, Aza Ray Boyle, soll die Kapitänstochter sein.

Ein Schiff im Himmel. Was für eine tolle Idee! Der Klappentext hat mich schon sehr neugierig gemacht und ich war gespannt wie es sein würde Aza durch ihr Abenteuer zu folgen. Tatsächlich wurde ich von dem World-building sogar überrascht. Die Autorin beschreibt nicht nur ein Schiff im Himmel, sondern ein ganzes Leben dass sich dort oben abspielt. Die Welt die sie beschreiben hat zeugt von großer Originalität und ich war durchwegs begeistert. Es war interessant zu sehen, das Fantasywelten nicht immer düstel und unheimlich sein müssen, sondern auch eine gewisse Schönheit besitzen.

Zu Aza konnte ich schnell eine tiefe Beziehung aufbauen, da sie ein Mädchen ist mit dem ich mich privat wohl auch anfreunden würde. Sie ist humorvoll, freundlich und gegeben durch die gesundheitlichen Umstande auch etwas bissig. Sie ist ein interessanter Charakter, den ich gerne näher kennengelernt habe und von der ich hoffe auch im zweiten Band noch viel mehr zu erfahren. Die Wandlung die sie in diesem Buch vollzogen hat fand ich sehr spannend zu verfolgen.

Leider kann ich dem Buch nicht fünf Sterne geben, da mir die Spannung zwischendurch zu sehr abgesunken ist. Der Anfang hat mich durch Azas gesundheitliche Situation sehr bewegt, danach lernte ich die Menschen im Himmel kennen, doch dann fehlte mir ein wenig der Schwung in der Geschichte. Leider mochte ich auch Azas Freund Jason nicht sehr gerne. Man merkt dass die Autorin versucht hat die Charaktere außergewöhnlich zu machen, doch ich fand Aza außergewöhnlich genug, so dass mir Jasons "Andersheit" eher gewollt vorkam, als natürlich. Am Ende nahm das Buch wieder an Fahrt auf und ich fieberte mit. Die letzten Seiten haben mich wieder sehr berührt und ich freue mich auf die Fortsetzung!

FAZIT:
Ein außergewöhnliches, erfrischend anderes Fantasybuch! Zwischendurch hat das Buch etwas nachgelassen, aber Anfang und Ende konnte mich mitreißen und begeistern. Für den kleinen "Durchhänger" ziehe ich ein Sternchen ab, doch ansonsten fand ich das Buch wrklich schön.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nationalsozialismus, geschichte, 2. weltkrieg, widerstand im dritten reich

Die Weiße Rose

Miriam Gebhardt
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 03.04.2017
ISBN 9783421047304
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Wiederstandsgruppe in der deutschen Geschichte. Die Gruppe von Aktivisten wendeten sich mit ihren Flugblättern an das Volk um sie zu ermutigen sich gegen den Nationalsozialismus und die Führung Hitlers zu stellen. In diesem Buch stellt Miriam Gebhardt nicht nur die Mitglieder vor sondern erzählt die ganze, leider sehr kurze, Geschichte der Organisation Die weiße Rose.

Wenn es darum geht ein Vorbild zu nennen, gibt es viele Menschen denen sofort die junge Sofie Scholl in den Sinn kommt. Kein Wunder, sie war eine mutige, intelligente Frau die das Wohlergehen aller über ihr eigenes Leben gestellt hat. Das ist wirklich bewunderswert und dafür verdient sich es für immer in Erinnerung der Menschen zu bleiben. Ein Thema, dass die Historikerin Miriam Gebhardt in ihrem Buch aber auch anspricht ist, dass man mit der Gruppe Die weiße Rose (die erst viel später diesen Namen erhalten hatte) oft nur die Geschwister Scholl verbindet, obwohl es so viel mehr Mitglieder gibt die ihr Leben durch die Zugehörigkeit der Organisation verloren haben.

Für mich was es sehr interessant und bewegend das Buch zu lesen. Begonnen hat es mit einer ausführlichen Biografie über die wichtigsten Mitglieder. Dabei versuchte die Historikerin Miriam Gebhardt vor allem herauszufinden, ob es ein bestimmtes "Rezept" gibt, wie aus jungen Menschen Widerstandskämpfer und kritische Denker werden. Eine spannende Überlegung. Besonders gut fand ich auch, dass Miriam Gebhardt die Biografien nicht einfach nur abgedruckt hat, sondern immer wieder mit den Biografien anderer Mitglieder in Relation gesetzt um daraus auf die Entwicklung zu schließe.

Für ein Sachbuch war es auch fesselnd geschrieben, mit einem flotten Schreibstil der es mir stellenweise unmöglich machte das Buch niederzulegen. Die Geschichte ist mir sehr nahe gegangen und die Tatsache, dass das vor vielen Jahren tatsächlich passiert ist, hält mich immer noch in Atem. Die Mitglieder sind wirklich beeindruckende Menschen. Oft wurden im Buch auch Briefe und Aussagen von ihnen zitiert und einige davon habe ich mir herausgeschrieben, da ich sie sehr beeindruckend und bewegend finde. So möchte ich meine Rezension mit einem Zitat von Christoph Probst abschließen: "Das Leben des Einzelnen ist immer eingebettet in den Zustand der Welt, wenngleich es seine eigenen Gesetze und Strebungen hat. Was nun, wenn diese welt immer tiefer ins Unheil gleitet? Diese Vorstellung ist mit der des jungen, blühenden Lebens nicht vereinbar."

FAZIT:
Die Historikerin Miram Gebhardt erzählt detailgenau über das Leben der Mitglieder und den Aufbau der Widerstandsorganisation "Die weiße Rose". Ein Sachbuch, dass einen tiefen Einblick in das Leben der jungen Leute gibt, die mit ihren Flugblättern und ihrem Einsatz ein Zeichen gesetzt haben. Absolute Empfehlung!

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Tags: geschichte, nationalsozialismus   (2)
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Du bist der Hammer!

Jen Sincero , Elisabeth Schmalen
Flexibler Einband
Erschienen bei Ariston, 06.03.2017
ISBN 9783424201550
Genre: Sachbücher

Rezension:

Jen Sincero war alles andere als zufrieden mit ihrem Leben, bis sie entschied etwas zu ändern. Sie meldete sich bei zahlreichen Selbsthilfekursen an, las ein Beratungsbuch nach dem anderen und versuchte es sogar mit Meditation. Und siehe da - langsam aber stetig schaffte sie es aus dem Alltagstrott herauszukommen und das Leben zu leben das sie glücklich macht. Ihre Erfahrungen, wie sie es geschafft hat und warum es auch du schaffen kannst, erzählt sie in ihrem Motivationsbuch "Du bist der Hammer!" oder, der ebenfalls sehr passende englische Titel, "You are a badass!".

Ich selbst kann die Selbsthilfebücher die ich gelesen habe an einer Hand abzählen. Ehrlich gesagt, bin ich kein großer Fan davon, aber da ich über alle Ecken viel Gutes über das Buch von Jen Sincero gehört habe, bin ich neugierig geworden. Als ich gesehen habe, dass es auf deutsch herauskommt, wollte ich es natürlich sofort lesen. Passenderweise stehe ich gerade jetzt an einem Punkt in meinem Leben, an dem es sehr viele Entscheidungen zu treffen gibt und durch das Lesen von "Du bist der Hammer!" fühle ich mich, überraschenderweise, gestärkt.

Ich sage ganz bewusst überraschenderweise, da ich, um ehrlich zu sein, nicht damit gerechnet habe das mir das Buch SO gut gefallen würde. Bei ein paar Sachen schaltete sich natürlich meine Skepsis ein, aber im Laufe des Lesens fiel es mir immer leider diese abzulegen, da ich auch gemerkt habe das die Autorin selbst anfangs skeptisch war und sich einfach versucht hat darauf einzulassen. Mir hat das Buch auch so gut gefallen, da Jen Sincero tatsächlich ihren Leser verstehen zu versucht. Sie teilt ihre eigenen Zweifel mit und zeigt wie man damit umgeht,was es bedeutet sich auf Neues einzulasssen und wie man aus verschiedenen Situationen das Beste macht. Die Art WIE sie das Buch geschrieben hat, voller Verständnis, mit viel Witz und Charme und trotzdem fokusiert, dass hat mich begeistert!

Dadurch dass sie einen flotten Schreibstil hatte, viele Anekdoten miteingebaut hat und immer wieder neue Facetten aufzeigte, hat mich das Buch gefesselt. Es fühlte sich manchmal nicht an als würde ich Papier zwischen den Fingern halten, sondern als wäre ich in einem Vortragssaal, Jen Sincero auf der Bühne, die mit voller Leidenschaft davon erzählt wie großartig jeder einzelne von uns ist. Toll fand ich auch die vielen Zitate die sie in ihr Buch eingebaut hat, von Autoren, Schauspieler aber auch Philosophen und sogar einem Mönch! Natürlich immer passend zum Kapitel. Rundum also ein durchaus gelungenes Buch aus dem ich mir sehr viel mitnehmen konnte.

FAZIT:
Die Rückseite des Buches klingt verheißungsvoll: "Das vermutlich unterhaltsamste Motivationsbuch, das je geschrieben wurde." Ich weiß zwar nicht wessen Meinung das ist, aber ich kann dem nur zustimmen. Jen Sincero schreibt mit Witz, lässt aber den "Ernst der Lage" trotzdem nicht aus dem Auge und gibt gute Tipps wie man das Lenkrad selbst in die Hand nimmt und endlich ein "fantastisches Leben" beginnt. Sehr empfehlenswert!

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

sachbuch, liebe, friedemann karig, polygamie, 2017

Wie wir lieben

Friedemann Karig
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.02.2017
ISBN 9783351050382
Genre: Sachbücher

Rezension:

In seinem Buch "Wie wir lieben - Vom Ende der Monogamie" schreibt Friedemann Karig über die Liebe des 21. Jahrhunderts. Im speziellen geht er dabei auf die Themen Eifersucht und Treue ein. Dabei sieht er sich aber nicht nur das heutige Zeitalter der Liebe an, sondern geht zurück bis an die Wurzeln um festzustellen wie Liebe schon zu Urzeiten aussah und warum die Monogamie, seiner Meinung nach, uns Menschen nicht angeboren ist.

In letzter Zeit greife ich hin und wieder gerne zu einem Sachbuch, da ich es spannend finde einen anderen Blick auf die Welt zu erhalten indem ich etwas mehr über bestimmte Themen erfahre. Ein Thema dass die Menschen früher, heute und auch morgen beschäftigt bzw. beschäftigen wird, ist die Liebe. Ein Thema das eigentlich in vielen Büchern, sowohl in Romanen, Jugendbüchern als auch manchmal in Thrillern, behandelt wird. Bei "Wie wir lieben" handelt es sich jedoch um ein Sachbuch und Karig nähert sich auf wissenschaftliche Weise an das Thema heran. Eine spannende Abwechslung wie ich finde.

Leider empfand ich das Buch manchmal als etwas langatmig und statt wissenschaftlich neutral zu bleiben, indem er Argumente für die eine und andere Seite aufbringt und versucht die Argumente der einen Seite zu entkräften, stellt er sich von Anfang an explizit auf eine Seite. Das fand ich etwas schade. Die Auseinandersetzung hätte bestimmt mehr Schwung in das Buch gebracht. Spannend fand ich jedoch die Beispiele die der Autor aufzeigte, denn er hat Beziehungsgeschichten von verschiedenen Personen in seinem Buch niedergeschrieben. Interessant fand ich auch, dass er das Thema von so vielen verschiedenen Standpunkten betrachtete und im Laufe der Kapitel auch immer vertiefend auf einen Bereich der Liebe eingegangen ist.

FAZIT:
Ein interessantes Buch, dem ich nicht immer ganz zustimmen konnte, dass mir aber einen spannenden Einblick in verschiedenen Beziehungen gegeben hat. Stellenweise war das Buch etwas langatmig aber rundum fand ich es gut zu lesen.

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Tags: monogamie, sachbuch   (2)
 

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154 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ana ist ehrgeizig, schreibt gute Noten und lässt sich niemals etwas zu Schulden kommen. Zak lässt sein Leben an ihm vorbeiziehen, verbringt viel Zeit mit Comics und Fantasyspielen. Niemals hätte Ana gedacht, dass sie irgendetwas mit Zak verbindet. Doch als sie mit ihm zu einer Comiccon-Messe aufbricht um ihren kleinen Bruder zu finden, merkt sie, dass das Leben nicht immer nur aus Arbeit besteht und dabei findet sie auch heraus dass sie und Zak doch gar nicht so schlecht zusammenpassen.

Ich muss zugeben, dass der Inhalt sich anhört wie eine klassische YA-Romanze. Zwei Menschen die meinen überhaupt nicht zusammenzupassen, finden plötzlich heraus dass sie doch Gemeinsamkeiten haben und verlieben sich. Das ist absolut nichts Neues. Das Buch hat mich aber durch das nerdige Cover angezogen und ich bin richtig froh, dass ich es gelesen habe. Innerhalb eines Abends habe ich die ganze Geschichte verschlungen, da sie mir so gut gefallen hat. Ana und Zak sind auf ihre eigene Art liebenswürdig und der Autor, Brian Katcher, bringt mit seinem lockeren, humorvollen Schreibstil Schwung in die Geschichte. So geschah es nicht nur einmal, dass ich lachte oder zumindest schmunzelte. Vom Inhalt darf man sich keine tiefgründige, Leben verändernde Geschichte, aber ein unterhaltsames Zwischendurch-Buch das mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen hat. Ein tolles Abenteuer! Ich freue mich, dass ich Ana und Zak auf ihrem Abenteuer durch die Comiccon begleiten durfte.

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Tags: jugendroman   (1)
 

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346 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kaum haben die Sommerferien angefangen, taucht plötzlich Gotties alter bester Freund Thomas wieder auf. Vor einigen Jahren ist er weggefahren und sie kann ihm immer noch nicht ganz verzeihen, dass er sich bei ihr nie gemeldet hat. Gleichzeitig durchlebt sie auch noch ein Gefühlschaos, da sie auch ihren Exfreund Jason, der gleichzeitig der beste Freund ihres Bruder ist, wiedersieht. Doch was Gottie am meisten belastet ist die Zeit - denn diese scheint den Sommer hindurch verrückt zu spielen.

Ich habe mich sehr drauf gefreut das Buch zu lesen und so war ich nach den ersten Kapitel doch eher etwas enttäuscht. Gottie und ihre Familie wurden so außergewöhnlich und skurill dagestellt, so dass es mir sehr gestellt vorkam. Doch meine anfängliche Enttäuschung verflog ganz schnell wieder, denn bald hatte ich mich nicht nur in die Charaktere und ihre Schrullen verliebt, sondern auch entdeckt dass die Geschichte einen interessanten Twist bietet. Diesen werde ich natürlich nicht verraten, aber so viel soll gesagt sein: Gerechnet hätte ich damit wirklich nicht.

Gottie hab ich unglaublich lieb gewonnen. Nicht nur aufgrund ihre Begeisterung für Naturwissenschaften und ihrer großen Neugier. Sie muss ja gefühlsmäßig im Sommer einiges durchmachen und dabei gab es ganz viele Situationen in denen ich mich dachte: "Ich weiß genau was du meinst." Gerade was das Erwachsen-werden angeht, konnte ich mich selbst sehr in ihr wiederfinden. Ein anderes Thema das in dem Buch behandelt wird ist der Tod ihres Großvaters, dem sie sehr nahestand. Ich fand es bewunderswert auf welche Weise die Autorin dieses behandelt hat und welchem Ausmaß sie ihm beigemessen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr frisch, voller Witz und Charme. Man fühlt sich beim Lesen sommerlich und jung, das hat mir gut gefallen! Zwar gibt es durchaus einige traurige Stellen im Buch, aber überwiegend versucht die Autorin die Geschichte nicht zu düster zu machen. Schön fand ich auch, der große Teil an Naturwissenschaft, wobei ich ehrlich gesagt mit den meisten Dingen ziemlich überfordert war. Es gibt der Geschichte einfach noch eine weitere Prise Äußergewöhnlichkeit.

FAZIT:
Ich muss zum Glück keine Quantenmechanik anwenden um herauszufinden, dass dieses Buch fünf Sterne verdient hat. Das war für mich in dem Moment klar als ich es zugeschlagen und mich wohlgefühlt habe. Ein schönes Leseerlebnis!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Wir müssen über Kevin reden

Lionel Shriver , Christine Frick-Gerke , Gesine Strempel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492310512
Genre: Romane

Rezension:  
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

magie, harry houdini

Der Illusionist

Steven Galloway , Benjamin Schwarz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442714599
Genre: Romane

Rezension:

 Michael Strauss hat eine ungewöhnliche Krankheit, Konfuabulation. Er ist also davon überzeugt, das Dinge, die faktisch nicht wahr nicht, passiert sind. So glaubt er das er Harry Houdini nicht nur kannte, sondern den großen Illusions- und Entfesselungskünstler sogar umgebracht hat.

Das Buch besteht grundsätzlich aus zwei Geschichten. Einmal verfolgt man als Leser die Lebensgeschichte vom weltberühmten Magier Harry Houdini, der besonders für seine außergewöhnlichen Entfesselungstricks bekannt ist. Zum anderen erfährt man wie der Konfabulierer Michael Strauss Harry Houdini getötet hat und dabei sein eigenes Leben zerstörte. Diese beiden Geschichte hat der Autor intelligent miteinander verknüpft und zu einer großen, beeindruckenden Erzählung werden lassen, die mich gut unterhalten konnte. Besonders bei Houdinis-Kapitel fühlte ich mich manchmal als wäre ich eine gespannte Zuschauerin bei einer seiner spektakulärern Shows. Interessanterweise hat der Autor auch nicht darauf verzichtet den Lesern einen kleinen Blick hinter diese Show zu gewähren, indem er manche Tricks von Harry Houdini erklärte.

Allein schon für Harry Houdinis Geschichte hat es sich gelohnt das Buch zu lesen, doch die Sicht von Martin Strauss brachte noch einen spannenden Twist hinein, auf den ich ungerne verzichtet hätte. Unter dem Einwand der Krankheit Konfabulation zeigt der Autor damit wie schwer wiegend manche Entscheidungen und Taten in der Vergangenheit oft sind und das Reue nur ein kleines Wort ist. Manchmal kann man Fehler zwar nicht rückgängig, aber immer, wieder gut machen. Das ist, finde ich eine schöne Message, die der Autor Steven Galloway geschickt in seinem Buch verpackte.

Generell kann ich die Wortgewandtheit des Autors nur in den höchsten Tönen loben. Er schreibt fließend, gefinkelt und lässt den Lesern gerade an den wichtigsten Stellen genau die richtige Magie fühlen. Auch wenn Harry Houdini ein sehr außergewöhnlicher Mensch ist und einen doch sehr eigensinnigen Kopf hat, ist es Steven Galloway gut gelungen, dem Leser einen Blick in dieser verzweigte Gedankenwelt werfen zu lassen. Mich konnten Houdinis Kapitel immer sehr faszinieren. Wie viel davon jetzt Fiktion und wie viel Wahrheit ist - im Nachwort heißt es das der Großteil davon erfunden aber vieles auch aus Biografien übernommen worden ist. Ich denke auch hier wurde ein guter Mittelweg gefunden.

FAZIT:
Eine faszinierende Geschichte, über die Macht des Glaubens und der Magie, über Harry Houdini und einen Mann der glaubt er habe den, womöglich, größten Entfesselungskünstler der Welt umgebracht. Ich war durchwegs hingerissen und kann das Buch sehr weiterempfehlen!

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Tags: harry houdini, magie   (2)
 

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72 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

nasa, rassentrennung, emanzipation, usa, gleichberechtigung

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen

Margot Lee Shetterly , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2017
ISBN 9783959670845
Genre: Biografien

Rezension:

Im Jahr 1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NASA (damals noch NACA) erstmalige afroamerikanische Frauen ein. Unter ihnen befindet sich Dorothy Vaughan, eine Lehrerin die ein außergewöhnliches mathematisches Talent hat und für die NASA als "menschlicher Computer" arbeiten soll. Später wird sie vorgesetzt der brillianten afroamerikansichen Mathematikerin Katherine Johnson, deren Berechnungen maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen sind. Dafür erhielt sie 2015 von Präsident Obama die Johnson's Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA.

Der Start ins Buch fiel mir schwer. Margot Lee Shetterly ist eine Wissenschaftlerin und ihr Buch erinnert ein wenig daran. Es ist sehr sachlich aufgebaut, Fußnoten stören den Lesefluss und man wird mit unglaublich vielen Fakten, Zahlen und Namen bombardiert. Das war anfangs etwas unangenehm. Doch man findet sich schnell damit zurecht und während ich mir am Anfang noch dachte, ob ich mir überhaupt etwas von den vielen Daten behalten werde, so verfolg diese Frage von Kapitel für Kapitel. Denn wie es sich herausstellt, ist es gar nicht so wichtig ob der Mann der die Frauen eingestellt hat Tom, Paul oder Louis heißt. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass vor über fünfzig Jahren afroamerikanische Frauen angefangen haben bei der NACA zu arbeiten und dass das ein erster Schritt in die richtige Richtung ist und noch dazu ein großer Schritt für die Gleichberechtigung.

Deshalb fand ich es unglaublich spannend und inspirierend zu sehen wie die Frauen mit dieser Situation zurechtkamen und besonders Dorothy fand ich sehr beeindruckend da sie nicht nur ihre Arbeit hervorragend machte sondern sich nebenbei auch noch um ihre Familie kümmerte und eine liebevolle Mutter war. Auch wenn das Buch sehr sachlich beschreibt und ich mir manchmal gewünscht hätte, die Autorin hätte sich für einen erzählenden Stil entschieden, so fiel es mir nie schwer mich in die Gedanken- und Gefühlswelt der afroamerikanischen Frauen zu versetzen.

Unglaublich finde ich die Recherchearbeit die hinter diesem Werk steckt. Jede dieser 350 Seiten (ohne Biographie und Anmerkungen) ist gefüllt mit Informationen, die sich die Autorin nicht einfach aus den Haaren ziehen konnte. Schließlich beschreibt sie ja bereits geschehene Ereignisse. Schön fand ich auch, dass sie am Anfang des Buches erklärt, woher ihr Interesse für dieses Thema kommt und warum sie sich dazu entschieden hat dieses Buch zu schreiben. Eine tolle Autorin von der ich gerne noch mehr lesen möchte!

FAZIT :
Ein spannendes, inspirierendes Buch das die wahren Geschichten von afroamerikanischen Frauen erzählt, die bei der NASA als "menschliche Computer" arbeiteten und das in der Zeit der Rassentrennung. Ich war durchwegs begeistert und kann es nur weiterempfehlen!

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Tags: forschung, gleichberechtigung, nasa, rassentrennung   (4)
 

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(424)

948 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 233 Rezensionen

fantasy, prinz, prinzessin, der kuss der lüge, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Prinzessin Lia ist alles andere als einverstanden damit den Prinzen aus dem anderen Königreich, den sie noch nie getroffen hat, zu heiraten und da sie das königliche Leben einfach nicht ausstehen kann, beschließt sie mit ihrer besten Freundin Pauline an ihrem Hochzeitstag zu fliehen. Die Flucht gelingt, doch ihr Vater und die rivalen Reiche versuchen Lia zu finden und auch der Prinz macht sich auf der Suche nach der Prinzessin.

Ich hatte das Glück die Geschichte schon vor dem Erscheinungsdatum lesen zu dürfen, da ich über Lesejury.de an einer Leserunde teilgenommen habe. Ich habe mich auch riesig gefreut, als das Manuskript eingetroffen ist, da ich auf englischen Blogs schon mehrmals gute Meinungen über das Buch gelesen habe und deshalb dem Erscheinungsdatum entgegen gefiebert habe. Die Idee des Buches, eine Prinzessin die an ihrem Hochzeitstag verschwindet, fand ich toll und auch die Sache mit ihrer Gabe war spannend aufgebaut.

Generell war es aber leider so, dass ich mit Lia und dem was sie tat nicht immer ganz einverstanden war. Besonderes als sie Pauline angelogen hat, war ich doch sehr enttäuscht von ihr da ich sie immer sehr loyal fand und ich bin auch aus ihren Gründen, wieso sie das getan hat, nicht schlau geworden. Vielleicht plant die Autorin dass diese Lüge im folgenden Band etwas auslöst, ansonsten wurde dadurch nur bewirkt dass einem die Protagonistin viel unsympatischer wurde. Das war schade, da Lia sonst ein nettes Mädchen ist, auch wenn ich ihr Hin und Her zwischen Rafe und Kaden manchmal etwas anstrengend fand. Lia machte es mir in dem Buch also nicht immer einfach. Ansonsten mochte ich die Charaktere sehr gerne, besonders Kaden, Pauline und Rafe aber auch Berdi.

Die Autorin hat das Buch sehr spannend aufgebaut. Neben Lias Perspektive, gibt es auch noch die Perspektive von einem Attentäter und dem Prinzen und die Perspektive von Kaden und Rafe, man weiß aber nie wer wer ist. Ist Kaden der Prinz? Ist Rafe der Prinz? Ist keiner von beiden der Prinz? Das Herumrätseln hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Spannung während dem Lesen enorm erhöht. Ein kluger Schachzug von der Autorin! Auch ihr Schreibstil gefiel mir gut, da sie eine gute Balance zwischen Details und dem Großen und Ganzen gefunden hat.

Tatsächlich kann ich mich den Meinungen nur anschließen - "Der Kuss der Lüge" ist wirklich ein tolles Buch, aber ich hätte mir stellenweise doch auch etwas mehr erwartet, weshalb ich dem Buch vier gute Sterne gebe. Da mir gerade der Twist am Ende sehr gut gefallen hat, freue ich mich auf die Fortsetzung.

FAZIT:
Ein spannender Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie, der für Band 2 noch Luft nach oben lässt. Trotzdem konnte mich das Buch fesseln und ich freue mich schon sehr darauf zu sehen, wie es mit Prinzessin Lia weitergehen wird!

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

kochen, englische küche, diana henry, kochbuch, diverse gerichte

Simple

Diana Henry , Margot Fischer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 13.01.2017
ISBN 9783869137599
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich liebe das Konzept "Einfach kochen - viel genießen!". Zwar probiere ich gerne auch mal komplizierte Gerichte aus, für die man ein paar Stunden länger in der Küche steht, aber meistens bin ich doch froh wenn man schnell etwas einfaches zubereiten kann. Deshalb war mein Interesse an diesem Buch auch groß, denn schon der Titel zeigte mir genau dass was ich will: Simple.

Die Rezepte sind tatsächlich sehr simple. Die britische Autorin beschreibt unkompliziert und in wenigen Sätzen wie man ein herrliches Pasta-Gericht, leckere Suppen und fruchtige Desserts mit wenigen Handgriffen zubereitet. Weniger erfeut war ich allerdings mit der Zutatenliste, da sich in fast jedem dritten Rezept etwas gab, dass ich weder zuhause, noch schnell beim Supermarkt kaufen kann. Am Ende des Buches schreibt die Autorin sogar, dass man bei den meisten Rezepten nicht darum herumkommt im Internet zu bestellen. Das fand ich leider nicht so gut. Zum simple kochen, gehören für mich nämlich auch simple Zutaten dazu. Deshalb war ich ein wenig enttäuscht.

Dennoch habe ich einige Rezepte gefunden die mir zugesagt haben und die ich ausprobieren werden. Ich möchte mit meiner Rezension auch nicht vom Kauf des Buches abraten - da sowohl Gestaltung als auch den Inhalt toll finde, aber ich möchte eben auf die teils sehr exotischen Zutaten hinweisen, da ich mir sicher bin, dass es einige Hobbyköche/köchinnen gibt, denen das genauso wenig gefällt wir mir.

FAZIT:
Tolle, liebevolle Gestaltung, wunderbares Design und viele Gerichte mit einfacher Zubereitung! Die zwei Sterne Abzug gibts von mir, da die Gerichte leider oft sehr exotische Zutaten beeinhalten, von denen man die meisten nicht in einem Supermarkt erhält (die Autorin selbst rät, online zu bestellen).

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Tags: kochen, rezeptbuch   (2)
 

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ritzen, adoption, missbrauch, schauspieler, beziehungen

A Little Life

Hanya Yanagihara
E-Buch Text: 734 Seiten
Erschienen bei Picador, 21.05.2015
ISBN 9781447294849
Genre: Romane

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

verlust, familie, gier, hoffnung, erlösung

Das schwarze Buch der Gier

Beile Ratut
Fester Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Ruhland, 04.09.2013
ISBN 9783885091028
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch geht es um Alba, die mit jungen Jahren mit dem Verlust ihres Bruders Samuel konfrontiert ist, da dieser in ein fremdes Auto steigt. Alba kann mit dem schmerzlichen Ereignis nicht abschließen und quält sich ihr Leben lang damit.

Gut gefallen hat mir die Einsicht in Albas Gefühlswelt. Die Autorin hat sehr sensibel, aber gleichzeitig auch sehr schmerzlich beschrieben wie sich der Verlust für das junge Mädchen und schließlich auch die erwachsene Frau anfühlt. Das machte das Lesen für mich nicht sehr einfach, da ich emotional sehr betroffen von den Geschehnissen war. Trotzdem wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da die Geschichte mich sehr fesselte und in ihren Bann zog.

Ich bin aber froh, dass das Buch schließlich ein gutes Ende genommen hat, da nicht nur Alba, sondern auch ich, die Leserin, es nach all der Traurigkeit gebraucht habe. Einen Stern ziehe ich jedoch ab, da mir, besonders im Mittelteil, auffiel das Gedanken immer wieder wiederholt wurden und so zog sich die Geschichte hier ein wenig, schließlich ist Alba ein interessanter Charakter über den man mehr erfahren möchte und nicht immer nur das Gleiche. Ansonsten war es aber, wie schon gesagt, spannend und ohne Frage sehr zermürbend und traurig.

FAZIT:
Ein trauriges Buch, das mich sehr betroffen gemacht hat. Auch wenn es mir gut gefallen hat, weiß ich nicht ob ich es weiterempfehlen würde, da der Inhalt doch sehr heftig ist. Ich vergebe vier Sterne.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

rom, italien, juden, krieg, mutterliebe

Im ersten Licht des Morgens

Virginia Baily , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.12.2016
ISBN 9783453359130
Genre: Romane

Rezension:

Eines Tages im Jahr 1943 muss Chiara miterleben wie eine Gruppe Juden in ein Arbeitslager transportiert wird. Dabei schafft sie es einen kleinen jüdischen Jungen zu retten - Daniele Levi. Sie nimmt ihn mit nach Hause und kümmert sich fort an um ihn wie einen Sohn. Viele Jahre später, als der rebellische Daniele sie schon lange verlassen hat, ruft plötzlich ein Mädchen an und sagt, dass sie Danieles Tochter ist.

Schon als ich das erste Mal den Klappentext des Buches gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Ich bin ein großer Fan von Geschichten die in der Zeit des ersten oder zweiten Weltkriegs stattfinden, da dies einfach eine Zeit ist, die niemals vergessen werden sollte. Eine Zeit voller Angst, Schrecken und Leid. Auch die Idee von dem Buch - das eine junge Frau ihr Leben aufs Spiel setzt um einen fremden Jungen vor dem Arbeitslager zu retten, fand ich toll. Ich habe so etwas schon einmal gelesen und war begeistert, deshalb freute ich mich so eine ähnliche Geschichte noch einmal zu erleben.

Leider war meine Vorfreude größer, als die Freude während des Lesens. Ich fand leider überhaupt keinen Zugang zur Geschichte. Dauernd passierte es mir, dass ich Chiara und ihre Schwester Cecilia verwechselte und später passierte mir das auch mit den anderen Charakteren. Irgendwie fehlten mir für sie Gesichter, denen ich die Namen zuordnen konnte. Dabei fand ich Chiara als Protagonistin sogar sehr gut gewählt, da ich ihre positive Einstellung sehr schätzte und es toll fand, dass sie sich nicht von der Situation überwältigen ließ sondern versuchte die Kontrolle zu behalten. Auch Daniele mochte ich gerne, da er ein interessanter Charakter war. Doch so gut mir die beiden Personen auch gefallen habe, es fiel mir trotzdem schwer Zugang zu ihnen zu finden und mit ihnen mitzufühlen.

Anfangs konnte mich die Handlung sogar noch ein wenig fesseln, doch durch die vielen Zeitsprünge der unterschiedlichen Kapitel fehlte es mir an Zeit die Personen anfangs richtig kennenzulernen. Mir hätte es besser gefallen, wenn man zuerst mehr von der Vergangenheit, die Zeit als Chiara Danielle aufgenommen hat, erfahren hätte und später dann erst zur Gegenwart zurückgekommen wäre. Durch die vermischten Kapitel, fühlte ich mich immer aus dem Geschehen herausgerissen.

Leider gab es für mich auch eine Stelle die, meiner Meinung nach, absolut unrealisitisch war. Maria, Danielles Tochter, möchte nämlich Chiara in Italien besuchen, obwohl sie Chiara nur durch Telefongespräche kennt. Welche Mutter würde ihrer 16-jährigen Tochter erlauben alleine in Italien eine fremde Frau zu besuchen, die sie nicht einmal persönlich kennt? Auch der Schreibstil konnte
das für mich nicht mehr retten. Leider war das Buch, an das ich doch einige Erwartungen hatte, eher eine Enttäuschung für mich. Ich vergebe dennoch zwei Sterne, da ich die Idee und auch die Charaktere Daniele (über den ich gerne viel mehr gewusst hätte) und Chiara interessant fand.

FAZIT:
Die Idee des Buches konnte mich sofort begeistern, doch leider wurde diese Begeisterung durch die Umsetzung geraubt. Weder die Charaktere, der Aufbau noch der Plot-Twist konnte mich überzeugen und so war das Buch für mich leider eher eine Enttäuschung.

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Tags: familie, italien, kind, mutter, zweiter weltkrieg   (5)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schizophrenie, psychose, psychogramm, biografie, künstler

Heute kauf ich alle Farben

Karin Anema , Marianne Holberg , Annette Löffelholz , Marianne Holberg
Fester Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 01.10.2016
ISBN 9783825179694
Genre: Biografien

Rezension:

In dem Buch geht es um die wahre Lebensgeschichte von Ton Hafkamp, bei dem im Alter von 21 Jahren eine Psychose diagnostiziert wird. Die Autorin Karin Anema lässt sich seine Geschichte erzählen und schreibt sie in diesem Buch nieder. Der Leser folgt Ton dabei durch sein Leben und erfährt, wie der junge Mann durch seine Krankheit eingeschränkt wird. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und versucht mit Kunst seine Emotionen auszudrücken.

Dadurch, dass das Buch einer wahren Begebenheit zugrunde liegt, nämlich dem Lebensweg des Künstlers Ton Hafkamp, war es für mich noch interessanter dieses Buch zu lesen. Denn damit wird es dem Leser ermöglicht wirklich herauszufinden, was in Ton, im Buch immer Twan genannt, vorgeht. Man bekommt beim Lesen nicht nur mit wie es für Twan selbst ist mit einer Psychose zu leben, sondern auch wie abweisend manche Menschen darauf reagieren. Dabei kann Twan ja nichts dafür.

Twan selbst ist ein unglaublich interessanter Mensch. Er liest gerne und versucht sich weiterzubilden. Oft gibt es im Buch Anmerkungen, da Twan so viel Wissen wie möglich über seine Krankheit zusammengesammelt hat. Denn wenn ich eines aus dem Buch mitnehmen konnte, dann das der Betroffene oft selbst nicht genau was genau in ihm vorgeht.

Karin Anema, die sich von Twan seine Lebensgeschichte erzählen lies und sie schließlich in einem Buch veröffentlichte, hat meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet und seine Geschichte gut auf den Punkt gebracht. Sie hat sich dafür entschieden die Geschichte in der Ich-Form zu schreiben, was auf der einen Seite gut ist, da man dadurch Twan noch näher kommen konnte aber auf der anderen Seite hätte ich das Buch auch gerne in der dritten Person gelesen. Einfach um neben Twan auch etwas mehr Fokus auf seine Umwelt zu legen. Das hätte, meiner Meinung nach, doch sehr gut gepasst. Ansonsten habe ich das Buch interessiert gelesen.

FAZIT:
Eine aufwühlende, schöne Geschichte über einen Künstler der nicht nur mit seiner Psychose, sondern vor allem auch mit seinem Alltag zu kämpfen hat. Mir hat das Buch einen guten Einblick in das Leben eines betroffenen Menschen gegeben!

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Tags: biografie, künstler, psychogramm, psychose, schizophrenie   (5)
 

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238 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Neve hat Glück, den hätte Lauri sie nicht zufällig im Wald gefunden wäre sie vermutlich erfroren. Er nimmt das verletzte Mädchen, das er im Schnee gefunden hat, mit auf seine Hütte und pflegt es gesund. Dabei verliebt er sich in sie. Schnell jedoch merkt er, wie unruhig Neve ist und das es mit ihr nicht stimmt. Zuerst denkt er es liegt an ihrem Ex-Freund Gideon, der sie nicht gehen lassen möchte, doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen das schlafende Kräfte in ihr geweckt hat.

Ich bin jemand der sehr gerne saisonale Bücher liest, deshalb habe ich mich darauf gefreut mich mit "Das Frostmädchen" auf den Winter einzustimmen. Das ist mir auch sehr gut gelungen, da die Autorin nicht nur in zahlreichen Stellen auf die schöne Winterlandschaft und den Schnee hinweist, sondern auch dadurch das wirklich die ganze Geschichte auf dem Winter aufgebaut ist. So wird Neve zum Beispiel eines Morgens durch den Gesang einer wunderschönen Frau in das Winterreich gelockt. Generell lässt sich sagen, dass der Schreibstil sehr schön, beinahe melodisch ist. Zum einen fand ich das sehr passend, aber manchmal war es auch etwas anstrengend der Handlung zu folgen.

Was mir dann leider nicht so gut gefallen hat, war das alles so schnell über die Bühne lief. Mir kommt das doch etwas unrealistisch vor, das Neve zuerst vor Lauris Berührung zurückzuckt, da sie sehr schlechte Erfahrungen mit ihrem Ex-Freund gemacht hat, und ihn wenige Sekunden später dann aber küsst und ihm vollkommen vertraut. Das fühlte sich nicht sehr real, sondern eher konstruiert an. Deshalb konnte mich die Gefühle zwischen Lauri und Neve das ganze Buch durchweg leider nicht erreichen.

Dennoch hat die Geschichte mich sehr mitgerissen, da ich einerseits von der Landschaft verzaubert war, andererseits das Winterreich spannend fand und auch die Aufgabe die Neve gestellt bekommt. Die Autorin schaffte es zwar nicht mich für die Liebesgeschichte zu begeistern, aber dafür für das schöne Wintermärchen, das mein Herz erobert hat. Besonders der Schluss hat mir nochmal ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

FAZIT:
Ein Buch, das einige Schwachstellen beeinhaltet, mich aber dennoch in seinen Zauber ziehen konnte und deshalb von mir vier winterliche Sterne bekommt. Hätte die Autorin sich für die Liebesgeschichte etwas mehr Zeit gelassen, wäre ihr der fünfte Stern auf jeden Fall auch noch sicher gewesen. Rundum aber ein wirklich schönes Wintermärchen!

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Tags: buch, winter   (2)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

japan, nachkriegszeit, nagasaki

Damals in Nagasaki

Kazuo Ishiguro

Erschienen bei LUCHTERHAND LITERATURVLG, 01.06.1993
ISBN 9783630618210
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem Buch geht es um die Geschichte zweier Frauen nach dem Krieg in Nagaski. Die eine Frau ist Etsuko, die gerade schwanger geworden ist und hofft ein gesundes Kind zur Welt zu bringen und die andere ist Sachiko, die schon eine Tochter hat und davon träumt mit ihrem neuen Freund Frank nach Amerika auszuwandern.

Da ich erst vor kurzem ein gutes Buch von einem japanischen Autor gelesen habe und generell auch ein großer Fan von der japanischen Mentalität bin, war ich schon sehr gespannt darauf die Geschichte von Ishiguro zu lesen. Es ist das erste Mal das ich ein Werk von ihm in der Hand hatte, allerdings habe ich in anderen Rezensionen schon gelesen das viele sehr begeistert von seiner Art Geschichten zu erzählen sind.

Anfangs beginnt die Geschichte sehr ruhig, doch man merkt schon bald das ein dunkler, zuerst undefinierbarer Schatten über die Erzählung. Zu Beginn fand ich das überaus interessant und aufregend, aber im Laufe der Geschichte hatte ich immer wieder das Gefühl ich würde nur lesen um endlich anzukommen. Um endlich den Höhepunkt der Geschichte zu erleben, doch dieser lies auf sich warten.

Leider hat dies meine Lesefreude etwas gedämpft. Darüber hinaus konnte mich die Geschichte jedoch sehr fesseln. Denn obwohl man, durch den Klappentext, denken könnte der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Nachkriegszeit, stellt man schnell fest das es um einen Selbstmord geht, der im Laufe des Buches zu verarbeiten versucht wird. Hierzu hat Kazou Ishiguro hat interessante Charaktere erstellt, welche die perfekten Figuren für die Handlung darstellen. Besonders die, man könnte fast sagen, gleichgültige Mutter fand ich sehr spannend. Auch der Schreibstil von Ishiguro konnte mich überzeugen. Auf den ersten Blick merkt man, dass er sehr einfache Worte benutzt aber gleichzeitig schafft er es mit ihnen eine Atmosphäre aufzubauen, die mich als Leser das ganze Buch über umhüllt hat.

FAZIT:
Die Geschichte konnte mich zwar in ihren Bann ziehen und las ich das Buch in einem Zug durch aber leider wurde meine Lesefreude durch eine seltsame Unruhe ein wenig getrübt.

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Tags: japan, nachkriegszeit, nagasaki   (3)
 

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164 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

mata hari, paulo coelho, spionage, spionin, roman

Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch schreibt der Erfolgsautor Paulo Coelho über die bekannte Entkleidungskünstlerin Mata Hari, eine Persönlichkeit die wirklich existiert hat. Zuvor habe ich noch nie von ihr gehört, aber während des Lesens konnte ich sie sehr gut kennenlernen und im Laufe der Handlung hat sie meinen Respekt gewonnen. Sie ist wirklich eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die vielleicht in der falschen Zeit lebte. In einer Zeit in der ein freies Leben nicht nur selten, sondern auch sehr abschätzig betrachtet wurde.

Meiner Meinung nach hat Paulo Coelho es geschafft Fikton perfekte mit wahren Begebenheiten zu vermischen. Man fühlt sich sofort als Teil der Geschichte und ich fühlte mich schnell in Mata Hari ein. Während sie von vielen ihrer Generation missverstanden wurde, fiel es mir nicht schwer sie zu verstehen. Zwar ist das Buch nicht sehr dick, aber dafür hat man das Gefühl jedes Wort wurde mit Bedacht gewählt und der Autor konnte mich mit seinem ruhigen, gleichmässigen aber doch eindringlichen Schreibstil überzeugen.

FAZIT: Ein tolles Buch das mich in seinen Bann ziehen konnte und eine bewegende Geschichte erzählt.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ohne Gnade

Bryan Stevenson , Jürgen Neubauer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492310031
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bryan Stevenson, der Autor von diesem Buch, ist ein amerikanischer Jurist und Bürgerrechtler. Er ist auch Gründer der Equal Justice Initiative, kurz EJI, die unschuldige Häftlinge und zum Tode verurteilte unterstützt. In seinem Werk "Ohne Gnade" erzählt er hierbei einige Fälle mit denen er zu tun hatte, wie seine Arbeit ihn selbst verändert hat und zu was für grausamen Taten das amerikanische Rechtssystem fähig ist.

Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich nicht sehr mit der Justiz in den USA auseinandergesetzt. Natürlich hört man in den Nachrichten immer wieder von erschreckenden Vorfällen, aber genauso wie viele andere schlimme Nachrichten ziehen sie vorüber. Doch nachdem ich jetzt Bryan Stevensons Buch gelesen habe, werde ich dieses Thema mit ganz anderen Augen betrachten. Das erreichte der Autor vor allem dadurch das er uns nicht nur harte Fakten präsentierte, sondern besonders indem er die vielen Geschichten, die er durch seine Arbeit als Bürgerrechtler erlebt hat, erzählt.

Er schreibt dabei über Fälle die er behandelt hat, wie etwa denn von Walter, der unschuldig im Gefängnis landete, dessen Pflichtanwälte ihn nicht richtig vertraten und der zum Tode verurteilt wurde. Schmerzlich erzählt Bryan Stevenson dass Menschen mit dunkler Hautfarbe leichtfertig verurteilt wurde und manchmal nicht einmal einen richtigen Prozess bekommen. Vielen dieser unschuldigen Menschen kann er helfen - doch manchmal kommt selbst er gegen die Justizwillkür nicht an. Man merkt wirklich, dass ihm seine Arbeit am Herzen liegt. Er bringt auch seine eigenen Gefühle und Gedanken in das Buch mit ein und so musste ich das Buch einige Male beiseite legen und die Tränen zurückblinzeln. Ich hatte beim Lesen wirklich sehr intensive Gefühle.

Stevenson selbst ist meiner Meinung nach absolut bewunderswert! Er kämpft mit einer unvergleichlichen Hartnäckigkeit für Gerechtigkeit und tut alles Mögliche um den Menschen, die unschuldig hinter Gittern sitzen, zu helfen. Echt beeindruckend! Mir hat er mit seiner Geschichte einen ganz neuen Einblick gegeben, einen Einblick der mich zutiefst schockiert aber auch berührt hat. Auf der einen Seite zeigt er das unfaire Justizsystem der USA, auf der anderen Seite zeigt er aber auch, dass man Dinge nicht hinnehmen muss sondern gegen sie ankämpfen kann. So habe ich mir aus dem Buch wirklich sehr viel mitnehmen können und ich kann es deshalb nur weiterempfehlen.

FAZIT:
Bryan Stevenson hat eine starke Stimme und die Geschichten die er erzählt sind nicht einfach zu verarbeiten, besonders da man weiß dass sie keine Fiction sondern die harte Realität sind. Ein absolut lesenswertes Buch, das mir wirklich sehr zu Herzen gegangen ist.

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(29)

56 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, throne of glass, jugendbuch, sarah j maas

Empire of Storms

Sarah J. Maas
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 08.09.2016
ISBN 9781619636071
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(74)

207 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

usa, geister, mutter, nathan hill, chicago

Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

Rezension:

Auf den einen zum anderen Tag wird das Leben von Samuel, Literaturprofessor an einer Universität, auf den Kopf gestellt. Er erfährt das seine Mutter, die ihn in seiner Kindheit verlassen hat, einen wichtigen Politiker mit Steinen beworfen hat und deshalb gerade einen Prozess durchläuft. Kurz darauf erfährt er von seinem Verlagsagenten, dass sein Vertrag gekündigt wird da er das vor vielen Jahren versprochene Werk immer noch nicht geschrieben hat. Doch Samuel, der schon immer davon träumte ein Schriftsteller zu sein, bietet seinem Agenten an, eine Enthüllungsgeschichte über seine Mutter, die in den Medien "Packer-Attacker" (Packer ist der Nachname des Politikers, denn sie angegriffen hat) genannt wird, zu schreiben.

Ich habe über das englische Original "The Nix" sehr viel Gutes gehört und deshalb musste ich das Buch, als es in Deutsch erschien, unbedingt lesen. Deshalb hatte ich, zugegeben, große Erwartungen an den Roman, wusste jedoch nicht in welche Richtung diese Erwartungen tatsächlich gingen. Spielte eigentlich auch keine Rolle, denn "Geister" übertraf sie bei weitem. Schon nach wenigen Kapiteln war ich Teil einer Geschichte, die mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat. Ich habe zwar einige Zeit gebraucht um den Roman zu lesen, doch das lag weniger an der Dicke des Buches und mehr daran, dass ich es sehr bewusst gelesen habe und es hin und wieder sogar zur Seite gelegt habe um über das Gelesene nachzudenken.

Ich musste er das Buch beenden bevor ich sagen konnte, was das Hauptthema des Buches ist, da Nathan Hill sehr viele gesellschaftliche Probleme unserer Zeit angesprochen hat. Besonders beeindruckt hat mich auch, wie nebenbei er diese etwa erwähnt hat und diese obwohl sie nicht im Fokus standen, dem Leser vor Augen geführt hat. Meiner Meinung dreht es sich in dem Buch vor allem um Entscheidungen. Im Laufe der Geschichte ändert sich ja nicht nur Samuels Leben, sondern auch das zahlreicher Nebencharaktere - eben weil sie große Entscheidungen getroffen haben. Nathan Hill zeigt uns hier, wie Menschen mit Fehlentscheidungen umgehen, richtige Entscheidungen treffen und vor allem was passiert wenn man keine Entscheidungen trifft und sich einfach im Fluss des Lebens treiben lässt. Da ich selbst gerade anfange erwachsen zu werden und mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen, hat dieses Buch deshalb bei mir genau ins Schwarze getroffen und mich sehr bewegt.

Nicht nur das Thema Entscheidungen hat mich in diesem Buch berührt, auch die Geschichten der unterschiedlichen Charaktere bewegten mich sehr und sie haben mich während des Lesens sehr viel durchleben lassen. Sehr gut gefallen hat mir auch der ruhige Schreibstil von Nathan Hill, welcher das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Toll fand ich auch, dass er im Laufe des Buches auch einige Kapitel im Stil einer Entscheide-du-Geschichte gemacht hat. Eine tolle Idee, die wieder das Thema Entscheidungen hervorhebt und gleichzeitig auch Abwechslung bringt. Ich kann also wirklich sagen, dass mich das Buch schwer beeindruckt und auch beeinflusst hat. Es ist eines dieser Bücher die zeigen, das man nur ein Leben hat und man selbst diejenige oder derjenige ist, die/der die Zügel in der Hand hat. Deshalb möchte ich meine Rezension, von einem Buch das ohne Frage einer meiner Jahreshighlights ist, mit folgendem Zitat abschließen:

"Jede wirkliche Veränderung sollte dir zunächst einmal Angst machen. Wenn sie dir keine Angst macht, dann ist es keine wirkliche Veränderung."

FAZIT:
Nathan Hill hat mich "Geister" ein beeindruckendes Debüt geschrieben, das mich zutiefst bewegt hat. Deshalb zählt es für mich auch zu den besten Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe und ich werde das Buch auch nächstes Jahr ganz bestimmt noch einmal lesen.

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Tags: demonstration, entscheidungen, vergangenheit   (3)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

krieg, afghanistan, künstliche gelenke, amputation, lagerkoller

Anatomie eines Soldaten

Harry Parker , Johannes Sabinski
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Benevento, 09.11.2016
ISBN 9783710900020
Genre: Romane

Rezension:

Erzählt wird dieses Buch, dass das Thema Krieg behandelt, außergewöhnlicher Weise aus der Sicht unterschiedlicher Gegenstände. Diese sind zum Beispiel Handtaschen, Waffen, Schuhe, Briefe und medizinische Geräte. Zu meiner großen Überraschung gab es aber auch sehr abstrakte Gegenstände wie etwa ein Kapitel das auch der Sicht von Schnee erzählt wird.

Der Klappentext des Buches hat mich direkt angezogen, doch besonders interessant für mich wurde das Buch erst als ich erfuhr, dass der Autor selbst große Teile seiner Vergangenheit in die Geschichte miteingebracht hat. Er selbst war Teil der britischen Armee und verlor im Einsatz in Afganisthan seine beiden Füße. Dadurch habe ich das Buch mit ganz anderen Augen gelesen.

Natürlich gewinnt man durch die besondere Erzählweise des Buches einen anderen Eindruck, als wie man es vielleicht durch eine Personenerzählung tut. Es dauerte etwas bis ich mich damit zurecht gefunden habe und obwohl ich die Idee sehr schön finde, hätte es mir besser gefallen wenn die Geschichte aus der Sicht von den jeweiligen Protagonisten erzählt worden wäre. Dadurch hätte ich noch mehr Einblick in das Gefühlsleben erhalten. Es fiel mir so nicht so einfach den Protagonisten nahe zu kommen.

Abgesehen davon, hat mich die Geschichte sehr gut gefallen und mich auf zutiefst berührt. Der Autor hat sehr viele private Gedanken und Erfahrungen eingebracht, weshalb es sich für mich nur noch schmerzlicher anfühlte. Der Schreibstil ist trotz der Sichtweise, die mich nicht ganz erreichen konnte, ist sehr realistisch und gefühlvoll. Er rundet die bewegende Geschichte perfekt ab und damit kann ich das Buch sehr empfehlen!

FAZIT:
Eine außergewöhnliche Erzählweise, die mich leider aber nicht ganz erreichen konnte. Abgesehen davon fand ich das Buch sehr bewegend und es war ein besonderes Leseereignis.

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