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missbrauch, psychothriller, hypnose, rache, psychiater

Jasper - Das Böse in dir

Astrid Korten
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Independently published, 26.02.2017
ISBN 9781520704173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Jasper – Das Böse in dir“ ist ein Thriller, ein Psychothriller, in dem es um Entwicklung und Ursachen menschlicher Grausamkeit geht. Korten beschreibt, wie Menschen im Bösen Befriedigung finden und Grausamkeit gewissermaßen poetisch inszenieren. Die Autorin hat sich mit Techniken und Möglichkeiten der Hypnose vertraut gemacht und speziell zum Beschreiben des Vorgangs der Persönlichkeitsumwandlung fachlich beraten lassen. Die der Vorstellung der Persönlichkeitsumwandlung innewohnende Ungeheuerlichkeit wird bei der Beschreibung der Hypnosesitzungen Annas bei Kreiler deutlich, besonders auch, weil Kreiler Anna zwingt, sich an die Qualen zu erinnern, die sie bei Jakob durchlitt, der sie hörig gemacht hatte und ihr einen Genuss der Folter suggerierte. Mit dieser changierenden Gefühlslage Annas unter Kreilers schamlosem Antrieb stellt die Autorin eine schauerliche Stimmung her. Sie lässt Leser mit Anna durch verschiedene Bewusstseinsebenen schwimmen, in denen Anna plötzlich nicht mehr sie selbst, sondern Katharina ist, dann wieder sie selbst zu einem anderen Zeitpunkt. Dabei irritiert Korten mit Sprüngen, die für wohlkalkulierte Desorientierung auch beim Lesen sorgen, und macht so Annas Lage literarisch erfahrbar. Auch das krasse Umschlagen von Situationen mit einer scheinbar normalen Anna in den Wahnsinn sorgt für Nervenkitzel. Die beängstigende Stimmung steigert sich. Annas Erinnerungen an die Folter werden immer grausamer, während Katharina beginnt, bedrohliche Bilder zu zeichnen und ihr liebstes Kuscheltier verstümmelt und „tötet“.

Astrid Korten versteht es, die beiden großen Linien mit nur wenigen sachlichen und persönlichen Verbindungen (Ermittler) nebeneinander herzuführen, ohne dass sie isoliert erscheinen. Die Auflösung erfolgt erst am Schluss. Die Verbindung der Linien wird unmittelbar durch die Grausamkeiten hergestellt, die beiden inne sind: das Weitergeben von erlebtem Bösen. Die Gesamtstimmung wird immer düsterer und die Bedrohlichkeit steigert sich zum Schluss stark durch eine Kulmination der Informationen.

Die Linien sind folgerichtig konzipiert und kompositorisch herausragend ist das Geschick der Autorin bei der Informationsverteilung. Der Perspektivenwechsel an neuralgischen Punkten sorgt wie auch die Sprünge in die Vergangenheit für Abwechslung. Antizipationen werden gesetzt und über Perspektivenwechsel hinweg eingehalten bzw. überraschend gewendet. Nebenfiguren wie z. B. ein diensteifriger Polizist und Mitarbeiter Breckendorfs, oder die kluge Pathologin beleben durch knappe, treffende Charakterisierung in prägnanten Auftritten die Szenen. Ein Schlusspunkt wird abgesehen von der Auflösung der Rätsel dann auch durch den Rahmen gesetzt, der in Aachen 1944 mit dem zweifelhaften Entrinnen vom Todesurteil beginnt und 2006 an gleicher Stelle mit dem Tod endet.

Stilistisch arbeitet Korten mit harten Gegensätzen. Sie stellt beispielsweise Rede und widersprechende Gedanken ohne Überleitung hintereinander, was der Kontrastierung zuträglich ist. Für Grausamkeiten findet Korten Bilder, die in ihrer scheinbaren Harmlosigkeit um so eindrücklicher sind: bei dem Polen sind es die Märchen, die seine Mutter ihm erzählt hat, bevor sie im Armenhaus verhungerte, bei Kollmann das zunächst scheinbar fürsorgliche Auftreten des Großvaters, in dem bereits die Gefahr spürbar war, gepaart mit der Hilflosigkeit des Kindes dem gegenüber. Für das Gefühl, dem Bösen ausgeliefert zu sein, werden poetische Wendungen gefunden, wie z. B. die, dass das Böse weder Blüte noch Erntezeit kenne, sondern immer reif und frisch sei. Die Grausamkeiten werden detailliert beschrieben und die Sexualverbrechen erhalten dabei erotische Konnotationen. Sehnsüchte werden mit aussagekräftigen Verben und bildhaften bzw. dramatischen Wendungen betont.

Literarisch gesehen kann „Jasper – Das Böse in Dir“ als hervorragende Spannungsliteratur empfohlen werden. Mit sexueller Gewalt, psychologischer Folter und historischer Tragik werden mehrere populäre Interessensgebiete bedient.

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

neid, hass, gewalt in der ehe, thriller, liebe

Zeilengötter

Astrid Korten
E-Buch Text
Erschienen bei AK Astrid Korten, 30.11.2016
ISBN B01NCAQL36
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich durfte den Roman vorab lesen.

„Zeilengötter – Bis dass der Tod uns scheidet“ hat mich von der ersten Sekunde an fasziniert. Wow! Was für ein spannender Psychothriller in einer ungewöhnlichen, überzeugenden Sprache. Er ist leise und klug, und mündet in einem atemberaubenden, sehr bösem Finale.

Zeilengötter beginnt mit dem Prolog „Tag Null“. Malin wird von Adrian entführt. Dann wird in einer Rückblende die Geschichte von Malin und Adrian erzählt. Malin, eine junge Literaturstudentin wird von dem bekannten Autor Adrian Bartósz umworben. Sie lässt sich auf eine Beziehung ein, obwohl sie ein ungutes Gefühl bei der Sache hat. Und tatsächlich zeigt Adrian nach der Eheschließung Malin sein wahres Gesicht.

Zwei Jahre später kann Malin der Hölle entkommen und zieht nach Paris. Hier fängt der zweite Teil an und wir rasen dem „Tag Null“ entgegen. Als Malin ihren Exmann Adrian auf einer Lesung erneut begegnet, hat das für beide verheerende Folgen. Mehr möchte ich nicht verraten.

Der Thriller wird aus Sicht von Adrian und - in der Ich-Perspektive - von Malin geschildert. Das allein ist beeindruckend, denn die Autorin schafft einerseits eine kalte Distanz (Adrian) und andererseits eine beklemmende Nähe (Malin) zu dem Geschehen. Das i-Tüpfelchen ist die Sprache. Sie fesselt ungemein und man ist und bleibt von der ersten Seite an gefangen. Der erste Abschnitt zeigt die Hölle der Malin. Im zweiten Abschnitt kommt das ganze Ausmaß der Beziehung zum Tragen.

Ich kann „Zeilengötter“ sehr empfehlen. Er ist ein echtes Kleinod unter den Psychothrillern. Die Autorin überzeugt mit einer ungewöhnlichen Sprache, die zum Thema des Romans passt, und beweist sich wieder aufs Neue. Großes Kompliment.

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212 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

stephen king, thriller, mind control, bill hodges-trilogie, spannend

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

familiengeschichte, shoa, geheimnis, geschichte, fragen

Anna und Armand

Miranda Richmond Mouillot , Astrid Finke
Fester Einband
Erschienen bei Limes, 14.03.2016
ISBN 9783809026549
Genre: Biografien

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

thriller, überwachung, manipulation, psychopath, predictive policing

Eiskalte Verschwörung

Astrid Korten
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 21.10.2015
ISBN 9783827194374
Genre: Krimi und Thriller

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233 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, gulag, russland, leo demidow, moskau

Kolyma

Tom R. Smith ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.08.2010
ISBN 9783442472352
Genre: Krimi und Thriller

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1.264 Bibliotheken, 25 Leser, 4 Gruppen, 79 Rezensionen

thriller, noah, verschwörung, amnesie, sebastian fitzek

Noah

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.12.2014
ISBN 9783404171675
Genre: Krimi und Thriller

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

horror, wald, graham masterton, festa verlag, irrenanstalt

Irre Seelen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783865521644
Genre: Krimi und Thriller

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

paris, liebe, briefe, träume, tod

Die verlorenen Zeilen der Liebe

Astrid Korten
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 01.03.2016
ISBN 9781477879542
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lilly ist jung, schön, unerfahren. Sie stürzt sich mit naivem Lebenshunger in ihr neues Leben in Paris. Weit weg von den prüfenden Blicken der Eltern und der älteren Schwester, wird das Literaturstudium zur Nebensächlichkeit. Sie kellnert lieber im illustren Café de Flore.
Lilly träumt nicht nur vom bunten Treiben in der Stadt der Liebe, sondern auch vom Wunsch sich den großen Gefühlen hinzugeben. Sie ist sich gewiss, dass sie die wahre Liebe finden wird. Doch Lilly scheitert und es ist ein Scheitern auf der ganzen Linie.

Sich von Altlasten der Familie zu lösen, ist keine alltägliche Erfahrung. Wie fremd und unheimlich sie werden kann, erfährt der Leser, nachdem Lilly einen Mann kennenlernt, den Korten zurecht den Namen „Monsieur Inconnu“ gibt. Das Unbekannte überfordert und die Figur fällt dabei mit dramatischen Folgen aus einer Welt, dass sich danach die Gewissheit des Umgangs mit Anderen und mit Dingen nie mehr im selben Sinn fraglos einstellen mögen.

Für den Leser werden Lillys Erfahrungen in Paris zum Albtraum, weil sie die Antworten, mit denen sie die praktische Irritation, die die Geister der Vergangenheit heraufbeschwören, auszuräumen versucht.

Astrid Kortens Roman über „Die verlorenen Zeilen der Liebe“ verfolgt die Irritationen, die sich einer jungen Frau gerade dann besonders aufdrängen, wenn die Protagonistin über ihre Gefühlswelt nachdenken möchte – wenn sie also meint, dass die Art ihres sozialen Zusammenlebens und das Nachdenken über Moral und Sittlichkeit, von ihr kaum infrage gestellt werden.

Dann ist man einerseits beeindruckt von diesem literarischen Kleinod, andererseits in Lillys Verspieltheit selbst geistesversunken, und wird regelrecht gezwungen, die in der Korrespondenz der Verstorbenen beunruhigenden Herausforderungen ernst zu nehmen. Auch die Verwicklungen, die sich aus ihm ergeben, irritieren und sind stets literarisch provozierend formuliert.

Das Buch ist eine Poesie, wie es, mit seiner Sprache, die man wohl, wie die Geister der Vergangenheit, von denen es erzählt, betörend nennen muss, den Leser geradezu süchtig macht, ihn verführt und ihm fast den Willen raubt. Korten führt den Leser nicht nur nach Paris, sondern auch in die abgeschlossene Welt einer Nervenheilanstalt, wo die Protagonistin auf weltentrückte Figuren stößt.  Der Roman lässt seinen Leser nicht mehr los, und wenn er dann glaubt, wohin das alles führen wird, dann wird er getäuscht. Ein Roman, der zurecht mit geballter Sympathie überschüttet wird und die Charts stürmt.


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