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103 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

italien, adriana popescu, sommer, liebe, ein sommer und vier tage

Ein Sommer und vier Tage

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 13.03.2017
ISBN 9783570403372
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Sich mal so richtig verknallen! Das wär´s, denkt sich die 16-jährige Paula, der ihr wohlbehütetes Leben manchmal ganz schön auf die Nerven geht. Paula würde viel lieber ferne Länder bereisen, ein Abenteuer erleben und sich mal so richtig, richtig verlieben. Als sie während der Busfahrt nach Amalfi ins Sommerferienlager versehentlich an einer norditalienischen Raststätte zurückgelassen wird – ausgerechnet mit dem süßesten Typen der Gruppe –, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und lässt sich für vier köstliche, völlig losgelöste Tage mit ihm allein durch Italien treiben ...
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Der Cursor blinkt auffordernd vor sich hin. Mit jeder Sekunde wirkt er hektischer, als würde er sich meinem aufgeregten Herzschlag anpassen wollen."

Das Cover ist sehr sommerlich gestaltet, es ist in warmen Tönen gehalten und darauf sieht man Paula, die freudig mit eine Kamera springt. Der Hintergrund lässt eine kleine Gasse in einer italienischen Stadt erahnen, was ich sehr schön finde. Somit passt das Cover gut zum Buch und strahlt richtige Sommerstimmung aus.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm zu lesen, man kommt durch den einfachen Satzbau sehr schnell voran. Es sind öfter italienische Wörter in dem Buch, welche aber meist selbsterklärend sind, aus dem Kontext abgeleitet werden können oder auch von Paula übersetzt werden, dadurch hatte ich auch kein Problem, diese zu verstehen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Paula geschrieben.

Zu Beginn lernen wir Paula kennen, die auf dem Weg in ein Lerncamp ist. Beim Einsteigen in den Bus lernt sie Lewis kennen und die beiden freunden sich sofort an. ALs sie bei einer Raststätte vergessen werden, machen sie sich allein auf den Weg durch Italien und erkunden die Städte, die Paula schon immer sehen wollte.

Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet habe, daher bin ich einfach an das Buch herangegangen und wurde auch nicht enttäuscht. Es ist eine sehr sommerliche Geschichte, die mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt hat, man freut sich zusammen mit Paula auf Italien und möchte am liebsten selbst da hin. Paula war mir ab der ersten Seite sympathisch, sie ist ein typisches Mädchen, das noch nicht ganz weiß, was es im Leben will. Als die Reise dann begann, war sofort klar, dass zwischen ihr und dem Schönling Lewis mehr sein wird, aber auch hier dürfen die typischen Zicken nicht fehlen. Diese spielen zum Glück aber nur eine kleine Rolle und kommen nicht viel vor.

Nachdem die beiden also bei der Raststätte vergessen wurden, beginnt das Abenteuer erst richtig und ich fand es einfach nur schön zu lesen, wie sie sich durchschlagen und allein durch Italien reisen. Die Orte waren super gewählt und ich habe sofort Lust bekommen, auch nach Florenz und ans Meer zu reisen. Zuerst war es mir etwas unverständlich, wie man mit jemandem, den man kaum kennt einfach so durchs Land reisen kann, aber die beiden haben eine tolle Chemie. Es wirkt hier alles so einfach und schön. Ihre einzelnen Stationen konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, ich habe mich immer mit Paula gefreut, wenn sie eine Sehenswürdigkeit besucht haben, vor allem in Rom, da ich selbst auch schon in dieser Stadt war.

Neben den Städten geht es aber hauptsächlich auch um die aufkeimende Liebe zwischen Paula und Lewis, diese ist hier nicht sofort da, sondern kommt schleichend, langsam. Solche Bücher mag ich persönlich sehr gerne, da es nicht Liebe auf den ersten Blick ist, sondern sich langsam entwickelt und man als Leser diesen Reifungsprozess gut mitverfolgen kann, dies passiert auch eher im realen Leben als eine sofortige Liebe. Obwohl sofort klar war, dass die beiden sehr gut zusammen passen, hat es doch eine Weile gedauert.

Das Buch überzeugte mich aber nicht nur die tolle Liebesgeschichte und die Reise durch Italien, sondern auch durch witzige Szenen, liebevolle Charaktere und reale Situationen. Wer schon mal in Italien war weiß, dass sich da viele Diebe herumtreiben und das hat die Autorin auch sehr gut eingebaut, ebenso wie trampen und andere reale Vorkommnisse. Es war auch lustig, da Lewis nicht wirklich italienisch kann und Paula immer reden musste, da kann man sich schon mal über Leute lustig machen. Ganz toll fand ich dann auch Luca, der im Laufe der Geschichte auftauchte. Sie lernen ihn einfach so kennen und werden Freunde, das hat mir sehr gut gefallen. Aber natürlich werden auch ernste Themen eingebaut, was die Autorin meiner Meinung nach gut kann, denn sie schreibt es sofort nieder und spinnt nicht irgendwelche Geheimnisse um ihre Figuren.

Mir wurde dieses Buch als Sommerbuch empfohlen und ich kann sagen, dass es einfach perfekt ist, es strahlt so viel Urlaub, Sonne, Strand und Sommer aus, wie es nur geht. Dazu eine lockere, leichte Liebesgeschichte und zwei tolle Protagonisten, da kann man sich nur in das Buch verlieben. Ich selbst hatte keine hohen Erwartungen, aber das Buch konnte mich vollends überzeugen und ich habe es sehr schnell beendet. DIe Protagonisten sind mehr sehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichte zu verfolgen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da dies ein Einzelband ist, war das Ende abgeschlossen und passend zum Rest der Geschichte gestaltet. Zwar gab es immer wieder Stellen, die etwas unrealistisch waren, aber das stört bei dieser Geschichte gar nicht.

Paula war zuerst ein Mädchen, das sich nicht viel getraut hat, aber mit der Zeit immer abenteuerlustiger und offener wurde. Im Laufe des Buches hat sie sich sehr weiter entwickelt und auch gelernt, was wichtig im Leben ist und dass ihre Bedürfnisse an erster Stelle stehen sollten.

Lewis ist ein witziger Kerl, der seine Gefühle oft unter eine Maske der Fröhlichkeit versteckt, dennoch hat er Freude am Leben und zeigt, dass Vorurteile nicht immer stimmen müssen.

Fazit:

Das Buch hat mich positiv überrascht und ich habe es sehr schnell gelesen. Ich wollte gern noch mehr von Paula und Lewis erfahren, da mir ihre Geschichte sehr gut gefallen hat. Da ich nichts auszusetzen habe, vergebe ich 5 von 5 Sterne.

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202 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

dschinny, aladdin, jessica khoury, liebe, magie

Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

SIE ist die mächtigste aller Dschinnys. ER ist ein gewitzter Dieb. Gemeinsam sind sie unschlagbar. Doch zunächst sind sie ein Dreamteam wider Willen, denn ER möchte alles aus seinen drei Wünschen rausholen, SIE schnellstmöglich ihre Freiheit zurückgewinnen. Aber nach und nach erkennen die beiden, dass alles Glück dieser Welt bereits an ihrer Seite ist. Doch wenn eine Dschinny und ein Mensch sich verlieben, erwartet sie beide der Tod. Also müssen die beiden, um ihr Glück UND die Freiheit zu gewinnen, alle Regeln brechen.
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Ich spüre den Jungen in dem Moment, in dem er einen Fuß in die Höhle setzt."


Das Cover ist wirklich schön gestaltet, es sieht schon so magisch aus. Viele haben das Mädchengesicht ganz oben nicht erkannt, aber ich finde, dass man das sehr gut sieht. Dies soll Zahra, die Dschinny sein und darunter ist dann über das komplette Cover verteilt der Titel, wobei ich zugeben muss, dass man die Schrift nicht sonderlich gut lesen kann, da es schon sehr verschnörkelt ist.

Der Schreibstil der Autorin ist anders, aber gut anders. Sie schreibt aus der Perspektive von Zahra, wodurch man viele ihrer Gedanken und Beweggründe mitbekommt. Allgemein schreibt die Autorin sehr verträumt und oftmals liest es sich wie ein Märchen. Durch die bildliche Ausdrucksweise und die vielen Umschreibungen wird man allerdings nicht im Lesefluss gestört und kommt sehr rasch voran.

Zu Beginn lernt man als Leser die Dschinny und Aladdin kennen. Er befreit sie aus der Höhle und läuft mit ihr zusammen gleich Darian, dem zukünftigen Prinzen in die Hände, welcher die Lampe will. Aladdin und Zahra können entkommen und ab da schmiedet jeder seine eigenen Pläne.

Ich habe das Buch wieder zusammen mit Ney gelesen und wir wurden beide nicht enttäuscht. Man wird sofort in das Geschehen hineingeworfen und es gibt keine langwierige Einleitung in das Buch. Auch die ersten beiden Wünsche werden bald ausgesprochen und da fragte ich mich, was denn dann noch vieles passieren kann, denn ich dachte, dass es ja hauptsächlich um die Dschinny und die damit verbundenen Wünsche geht.

Aladdin ist eins meiner liebsten Märchen und daher freute ich mich umso mehr auf das Buch. Er wird wie auch bei Disney und als Straßendieb dargestellt, allerdings hat er hier eine andere Vergangenheit, welche sich super in das Gesamtbild eingefügt hat. Die Lampe hat er auch hier nur durch Zufall gefunden und man merkte sofort, dass zwischen ihm und Zahra etwas ist, auch wenn es sich nur langsam entwickelt hat. Zahra, die Dschinny und die zweite Hauptperson war mir auch gleich sympathisch, zwar mochte ich sie zuerst nicht so gern wie Aladdin, aber das hat sich mit der Zeit dann schnell geändert. Allerdings merkte man ihr auch an, dass sie ein Dschinny ist und aus allen Wünschen selbst einen Vorteil ziehen will.

Dies ist auch der Grund, warum die Geschichte eben in diese bestimmte Richtung geht. Zahra manipuliert Aladdin sich etwas zu wünschen, weil sie selbst einen Plan hat. Es wird dann aber richtig spannend und die Seiten fliegen nur so dahin, obwohl nicht wirklich viel passiert. Die beiden sind im Palast des Königs und erleben dort einige Sachen, doch hier tritt dann ein andere wichtiger Charakter auf die Bildfläche und zwar Prinzessin Caspida. SIe ist eine sehr starke Frau und kümmert sich rührend um ihren drogensüchtigen Vater, den König. Ich mochte sie wirklich gerne, da sie weiter dachte als es Prinzessinnen normalerweise tun und auch immer ihr Volk im Blick hatte.

Die drei haben also unausweichlich etwas miteinander zu tun und bald spitzt sich die Angelegenheit zu und es wird spannend, denn gegen Ende kommt alles anders, als man zuerst gedacht hat. Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, denn es gab nicht wirklich etwas, das mich an dem Buch gestört hätte, es war super geschrieben, die Geschichte war glaubhaft und die Charaktere liebevoll erschaffen. Der letzte Kampf war auch richtig spannend und ich habe das Buch wieder mal zu schnell beendet, da ich einfach wissen wollte, wie es nun weiter geht. Ich muss aber sagen, dass mir der Schluss richtig gut gefallen hat, alles war stimmig und hat Sinn ergeben, dadurch wirkte nichts überstürzt und an den Haaren herbei gezogen. Es gab auch eine Anspielung auf ein anderes Märchen, was mich hoffen lässt, dass es dazu vielleicht auch bald ein Buch geben wird.

Fazit:

Ich kann nur sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und ich nichts zum aussetzen finde. Allerdings hat mir ein klitzekleiner Funken gefehlt, somit vergebe ich nur 4 supertolle Sterne, denn irgendwas, wobei ich nicht sagen kann war, hat auf die 5 gefehlt.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kahlen, siren, rezension, akinl, see

The Siren

Kiera Cass
Flexibler Einband
Erschienen bei iUniverse, 01.01.1000
ISBN B00CB2300C
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Throughout the ages, the Ocean has occasionally rescued young women from drowning. To repay their debt, these young women must serve for 100 years as Sirens, remaining young and beautiful and using their deadly voices to lure strangers into watery graves. To keep their true nature secret, Sirens must never speak to humans, and must be careful never to stay in the same place for too long. But once her century of service is over, each Siren gets a chance to start over - a chance to live the mortal life that was almost stolen from her. Kahlen became a Siren after her family died in a terrible shipwreck, decades ago. And though a single word from her can kill, she can't resist spending her days on land, watching ordinary people and longing for the day when she will be able to speak and laugh and live freely among them again. Kahlen is resigned to finishing her sentence in solitude...until she meets Akinli. Handsome, caring, and kind, Akinli is everything Kahlen ever dreamed of. And though she can't talk to him, they soon forge a connection neither of them can deny... and Kahlen doesn't want to. Falling in love with a human breaks all of the Ocean's rules, and if the Ocean discovers Kahlen's feelings, she'll be forced to leave Akinli for good. But for the first time in a lifetime of following the rules, Kahlen is determined to follow her heart.
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "It's funny what you hold on to, the things you remember when everything ends."

Das Cover ist passend zum Titel, man sieht darauf ein Mädchen, ich denke mal Kahlen, die vor dem Meer steht und darauf hinaus sieht. Im Prinzip ein sehr einfaches Cover, das mir trotzdem sehr gut gefällt. Das englische Cover schimmert auch noch so schön, was diesem einen schönen Touch verleiht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach, man merkt richtig, dass dies ihr erstes Buch war. Die Charaktere haben keinen Tiefgang und auch ansonsten wird nicht viel beschrieben, dafür gibt es aber sehr viele Gedanken. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, dadurch kommt man nur Kahlen näher, was aber nichts macht. Durch den einfachen und lockeren Schreibstil kommt man sehr schnell voran, aber wer Selection gelesen hat, ist diesen fluffigen Schreibstil gewohnt.

Zu Beginn lernen wir Kahlen kennen, sie ist eine Sirene und arbeitet für das Meer. Bis jetzt hat ihr dieses Leben nichts ausgemacht, doch dann trifft sie auf Akinli und plötzlich möchte sie lieber bei ihm sein.

Puh, ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Ich denke ich fange einfach mal mit dem Negativen an. Von Beginn an habe ich mich gefragt, wieso es allen egal ist, dass sie immer Menschen töten müssen. Es hinterfragt niemand und jeder ist damit einverstanden, das leuchtete mir nicht ganz ein. Kahlen sagt zwar immer wieder, dass es sie bedrückt, aber so sehr bedrückt wirkt sie nun auch wieder nicht. Und für was braucht die See Menschen? Sie ist doch kein Monster, dass sich von Menschen ernährt. Diese Tatsache wurde im gesamten Buch nicht erläutert, es wird einfach so hingenommen, dass das Meer mindestens einmal im Jahr einen Haufen Menschen zum überleben braucht. Ist klar oder, ich meine sonst stirbt das Wasser.

Kahlen ist kein tiefgründiger Charakter, ebenso wenig wie die anderen Personen. Ihre Schwestern, die anderen Sirenen, waren nicht wirklich wichtig für die Geschichte sie waren eben da und hin und wieder erfährt etwas über sie, wobei diese Dinge komplett irrelevant für die eigentliche Geschichte sind und nur als Seitenfüller dienen. Es gab sehr viele Stellen darüber, was Padma, die jüngste Sirene, in ihrem vorherigen Leben erlebt hat, doch was hatte dies mit der eigentlichen Geschichte zu tun? Nichts. Damit wurden nur Seiten gefüllt, ansonsten wäre das Buch auch ziemlich kurz geworden. Die meisten Charaktere blieben also ziemlich oberflächlich und waren dadurch einfach nur unsympathisch, vor allem das Meer mochte ich gar nicht, da ich es auch nicht verstanden habe. Ehrlich, in welchen Geschichten frisst denn das Meer Menschen?

Die Geschichte plätschert also vor sich hin, man bekommt immer wieder häppchenweise Informationen über Sirenen und wie das alles abläuft, wobei ich mir immer noch nicht viel dabei vorstellen kann. Dann treffen sich Kahlen und Akinli und da wurde es dann etwas besser, denn Akinli ist ein toller Typ, er mag Kahlen, auch wenn sie nie redet, denn die Stimmen von Sirenen führen Menschen ja in den Tod. Sie verständigt sich über Zeichen und übers schreiben mit ihm und die beiden sind wirklich süß zusammen. Diese Szenen mochte ich total gerne. Die See mag es aber nicht, wenn sich ihre Sirenen in einen Menschen verlieben, daher hält Kahlen das alles geheim. irgendwann fliegt es aber auf und es gibt eine Menge Drama. Sehr viel unverständliches Drama, das die Geschichte nur aufpushen sollte, damit sie länger wird und nicht ganz so langweilig ist. Im Prinzip dreht sich alles nur um Kahlen und Akinli und wie die beiden zusammen finden, das wäre ja schön, wenn nicht alles andere so unlogisch und unausgereift wäre.

Man merkt hier richtig, dass dies das erste Werk der Autorin ist, denn zwischen The Siren und The Selection liegen Welten. In diesem Buch liegt der Fokus eindeutig auf der Liebesgeschichte und das Rundherum wirkt einfach zusammengewürfelt und nicht gut durchdacht, daher sind auch einige unlogische Dinge in dem Buch. Es ist also schön zu lesen, wenn man etwas für Zwischendurch braucht, aber wenn man etwas anspruchsvolleres sucht, ist man mit diesem Buch nicht gut beraten.

Es gab aber auch etwas, das mir sehr gut gefallen hat. Aisling, die ältere Schwester von Kahlen, die schon bald von dem Fluch erlöst wird, hat ein Geheimnis und ich mochte sie und die Auflösung wirklich gern, es hatte etwas ganz trauriges und schönes an sich. Hierbei muss ich sagen, dass die Autorin genau meinen Geschmack getroffen hat, leider war Aisling nicht sehr oft in dem Buch und auch diese schöne Szene mit ihr dauerte nicht lange an.

Das Ende war dann ziemlich vorhersehbar, trotzdem aber auch interessant zu lesen, das hat mir wieder sehr gut gefallen, das war fast das Beste an dem Buch. Da es ein Einteiler ist, gab es auch keinen fiesen Cliffhanger und war gut abgeschlossen.

Fazit:

Ein leichtes Buch, das man lesen kann, aber nicht wirklich muss. Es trifft sicherlich auch nicht den Geschmack von vielen. Dadurch, dass es noch ziemlich unausgereift ist, vergebe ich gut gemeinte 2 von 5 Sterne.

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1.699 Bibliotheken, 38 Leser, 3 Gruppen, 165 Rezensionen

fantasy, jennifer estep, frostkuss, mythos academy, götter

Mythos Academy - Frostkuss

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492280310
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.
Quelle: piper.de

Meinung:

    "»Ich kenne dein Geheimnis.«
    Daphne Cruz schob ihr Gesicht näher an den Spiegel über dem Waschbecken und trug eine weitere Schicht hellen Lipgloss auf. Sie ignorierte mich demonstrativ, wie es alle hübschen, beliebten Mädchen taten."

Das Cover finde ich jetzt nicht so berauschend, es ist ganz ok, aber mehr auch nicht. Darauf sind nämlich nur zwei Augen zu sehen, der Rest des Gesichts geht in Rauch und Weiß unter, wobei ich nicht weiß, wieso gerade alles weiß sein muss, selbst die Haare. Vielleicht weil Gwen mit Nachnamen Frost heißt? Es ist also ein sehr schlichtes und einfaches Cover, welches man aber ausbauen könnte. Die blauen Rauchfäden ganz unten gefallen mit allerdings ganz gut.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und nicht sehr anspruchsvoll. Das Buch ist aus SIcht von Gwen geschrieben, allerdings gibt es hier sehr viele unnötige Gedankengänge, die man, wenn man sie schon einbauen muss, besser und spannender hätte schreiben können. Der Satzbau und auch die Wortwahl sind einfach gehalten, dadurch kommt man schnell voran.

Zu Beginn lernen wir hier Gwen Frost kenne, sie geht auf die Mythos Academy, da sie eine Gyspy ist und dort ihre Gabe erlenen soll. Als sie in der Bibliothek arbeitet wird ein Mädchen, Jasmin ermordert und es scheint keinen richtig zu kümmern. Gwen möchte also mit Hilfe ihrer Gabe herausfinden, was passiert ist und gerät in einen uralten Krieg.

Hört sich doch spannend an, oder? Dachte ich auch, aber das Buch war durchzogen von Klischees und es war alles total vorhersehbar. Ich habe es zusammen mit Ney gelesen. Ich habe mit schon schwer getan überhaupt in die Geschichte zu finden, denn Gwen war mir zuerst richtig unsympathisch. Sie wirkte wie der Typ Mädchen, denen alles egal ist und die ihr Ding durchziehen, dabei aber auch noch sehr arrogant sind. Dann war auch schon von vorn herein klar, dass sie etwas besonderes ist, denn Außenseiten sind ja immer was besonderes. Wobei wir schon das erste Klischee hätten. Und dann läuft sie auch noch in einen Jungen, lässt ihr Zeug fallen und er hilft ihr dabei es einzusammeln. Klischee ahoi, aber wie sollte es anders sein ist er der geheimnisvolle Junge, der jedes Mädchen um den Finger wickelt, vor dem sich aber auch alle irgendwie fürchten (wie funktioniert dann das mit den Mädchen?) und der nichts von sich preis gibt. Ab der ersten Erwähnung von diesem Jungen war klar, dass die beiden sicher zusammen kommen. Das muss nicht in Band eins sein, auch nicht in Band zwei oder drei, vielleicht erst in Band sechs, aber es passiert sicher. Dann gibt es aber auch noch das taffe und beliebte Mädchen, dass sich als gar nicht so dumm herausstellt, wie man denkt und die dem Außenseiter dann hilft. *hust* Klischee *hust.

Ok, genug Sarkasmus, das könnte wirklich jedes x-beliebige andere Jugendbuch sein, denn im Moment wird man von solchen Stories ja überschüttet. Die Idee, dass alle auf Mythos von Vikingern, Göttern, Spartanern und sonstigen Helden abstammen fand ich ziemlich cool und ich habe gehofft, dass man mehr über diese erfährt. Leider bleiben wir hier auch bei den nordischen Göttern und erfahren nur mehr über Loki und den Chaoskrieg. Die einzelenne Gruppen haben aber gewisse Merkmale und jeder läuft mit einer Waffe herum. Gwen nicht, die sie fühlt sich nicht so, als wäre sie etwas besonderes, daher passt sie auch beim Waffentraining nie wirklich auf. Als sie dann begann den Mord an Jasmine zu untersuchen, kam ich mir wie in einem schlechten Krimi vor, denn sie hatte keine Ahnung, wo sie beginnen soll und stolpert auch nur über Hinweise, mehr als dass sie sie findet.

Doch irgendwie war es dann auch spannend zu lesen, wie alles zusammen hängt. Klar war das meiste davon schon vorher klar, aber es zu lesen ist nochmal was ganz anderes. Es gab einen Kampf, wobei ich mich fragte, woher sie plötzlich kämpfen kann, wenn sie doch immer behauptet, dass sie beim Training nicht aufpasst. Helden können aber immer alles. Logisch. Zwischendruch gab es aber Szenen, die sich enfach nur gezogen haben, ich wollte schon Kapitel überspringen, hab mich dann aber zusammen gerissen und alles gelesen. Das Ende war aber das schlimmste vom Buch, ich musste mich richtig zwingen, dass ich die letzten 20 Seiten noch lesen, da sowieso nichts SPannendes mehr passieren konnte und es mich auch nicht interessierte.

Zu diesen langweiligen Szenen kamen dann auch noch so viele Überlegungen von Gwen selbst, die es nicht gebraucht hätte, das Buch war manchmal wirklich einschläfernd. Durch die Vorhersehbarkeit war es auch nicht sonderlich spannend. Nehmen wir denn Ball her, zuerst überlegt sie einemal, ob sie überhaupt hingehen soll, aber natürlich geht sie hin und natürlich trifft sie ihren Schwarm da und natürlich ist der mit einer anderen dort, was wieder zu unnötigen Gedanken und Gelaber führt, das für mich zu viel war. Dies alles trug nichts zur richtigen Geschichte bei und ich empfand es einfach nur als störend.  Was mich noch störte war, dass Gwen ungefähr in jedem zweiten Satz erwähnte, dass ihre Mutter tot ist und sie keine Freunde hat. Mädchen, jeder Leser hat das nach den ersten 50 Erwähnungen verstanden.

Ich war richtig froh, als ich fertig war mit dem Buch, ich habe noch den zweiten Teil hier stehen und werde den auch lesen, aber ob ich danach weiter lese wage ich einmal zu bezweifeln. Außer Band zwei haut mich total um. Ich glaube das wird aber nichts mehr, oder wie Danny Glover in Lethal Weapon sagte: "Ich bin zu alt für diesen Scheiß".

Fazit:

Ein Buch, das eine gute Grundidee hat, das sich aber so vielen Klischees bedient, dass es für mich nicht mehr unterhaltsam war. Ich vergebe daher 2 von 5 Sterne.

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252 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

elle kennedy, new adult, the score, off-campus, liebe

The Score – Mitten ins Herz

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492309400
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

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Inhalt:

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie – zumindest in dieser Nacht – nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   "Als ich am Freitagabend das Fitnesscenter auf dem Campusgelände verlasse, befinden sich auf meinem Handy sechs Textnachrichten."

Das Cover gefällt mir, wie bei den beiden ersten Bänden, auch sehr gut, es strahlt schon aus, dass es sich hier um eine superschöne Liebesgeschichte handelt. Darauf zu sehen sind Allie und Dean, zum Glück ohne Gesichter, die kurz davor sind, sich zu küssen. Das Motiv gefällt mir unheimlich gut und es ist nach Band eins bis jetzt mein Lieblingscover. Es passt auch wieder gut zur Geschichte, da es sich wieder um eine Romanze handelt.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm. Sie schreibt abwechselnd aus der Sicht von Dean und Allie und dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen. Ihre Wortwahl und auch ihr Satzbau sind immer gut gewählt und nicht zu kompliziert, allerdings kommt mir persönlich zu oft das Wort "Pussy" oder "Baby" vor, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass im echten Leben jemand so redet.

Zu Beginn lernen wir hier Allie kennen, sie studiert Schauspiel und hat sich erst kürzlich von ihrem Freund Sean getrennt. Daher muss sie auch bei Dean schlafen, damit er nicht unangemeldet bei ihr auftaucht. Die beiden haben Spaß, reichlich Alkohol fließt und sie landen im Bett. Allie wollte das nicht, da sie nicht für unverbindliche Beziehungen gemacht ist, aber vielleicht funktioniert es ja mit Dean, dem Frauenheld.

Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe geliebt und daher musste ich auch den dritten Band lesen. Dean ist der Frauenheld der Gruppe und verpflichtete sich nicht gerne, daher gibt es nur unverbindlichen Sex bei ihm. Ich habe mich also gefragt, wie das Buch daher aussehen könnte und wurde nicht enttäuscht. Allie ist das genaue Gegenteil von Dean, sie ist ein Beziehungsmensch und kann mit unverbindlichen Sex nicht viel anfangen. Nachdem die beiden aber miteinander schlafen, bekommt sie Dean nicht mehr aus dem Kopf und auch er möchte noch einmal mit ihr schlafen.

Der Einstieg passiert hier wieder recht flott, man kennt die Charaktere bereits aus den ersten beiden Büchern, somit bedarf es nicht mehr vielen Erklärungen. Auch der erste Sex ist schnell da und dann geht es auch schon weiter. In diesem Buch ist dies sowieso ein größeres Thema, als in den anderen. Es gibt hier, meiner Meinung nach, viel mehr Sex als in den ersten beiden Bänden, was mich persönlich nicht stört. Meist waren die Szenen immer realistisch, auch was das Drumherum anging, ich hatte nie das Gefühl, dass hier irgendwas erzwungen gewesen wäre. Hier gab es dann aber auch einfühlsame und schöne Szenen, man merkte im Lauf der Geschichte, dass die beiden Gefühle für einander entwickeln. So etwas gefällt mir sehr gut, wenn die Liebe nicht ab der ersten Seite da ist, sondern sich langsam entwickelt.

Es gab eine Szene, die ich nie mehr vergessen werde. Ich sage nur: Dean - Badewanne - Vibrator. Ich saß also allein in meinem Zimmer, hab gelesen und musste wegen dieser Stelle einfach so lachen! Es gab noch einige andere Stellen, die richtig witzig waren, aber diese hat mir am besten gefallen. Man sieht also, dass das Buch nicht nur Sex, sondern auch Witz und viel Charme hat. Vor allem Dean kann nicht oft ernst sein, er stellt sich öfter mal dumm hin, was dann wieder zu witzigen Dialogen führt.

Was mir auch sehr gefallen hat ist, dass es hier keine dunklen Geheimnisse gibt, so wie es in allen anderen Büchern vorkommt. So in der Art, dass zu Beginn etwas erwähnt wird, was den Charakter belastet, und diese Sache erst am Ende aufgedeckt wird. Das gabs in diesem Buch nicht, und es hat auch nicht gefehlt, es war gut so, wie es war. Aber ein wenig Drama darf nicht fehlen, dieses kam aber erst recht spät, erst auf den letzten 70 Seiten. Und das hat mich dann wirklich umgehauen. Das Ende war aber wieder toll geschrieben, wie auch schon bei den anderen Teilen und hat wieder einen Hinweis für den nächsten Teil enthalten, in welchem es um Tucker gehen wird.

Die Autorin hat mich mit ihrer tollen Schreibart und ihren Geschichten sofort in den Bann gezogen, sie gibt jedem einen guten Hintergrund und eine Tiefe, die oftmals bei anderen Büchern fehlt. Selbst Dean, den man sich als nicht sehr einfühlsam vorstellt, verwandelt sie in einen Mädchenschwarm, und das nicht nur wegen seines Aussehens. Wer alle Bücher gelesen hat weiß, dass es quer durch die Bank alle möglichen Charaktere gibt, Mauerblümchen, Frauenhelden, liebe Typen, unscheinbare Helden, einfach alles und genau das mag ich so an diesen Büchern. Es hebt sich einfach von den anderen NA Büchern ab.

Fazit:

Wieder ein toller Teil der Reihe, der mich wieder richtig begeistern konnte, vor allem durch die gute Liebesgeschichte und die witzigen Szenen. Ich vergebe wieder 4 von 5 Sterne.

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42 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

tod, leben, ney sceatcher, himmel, to

Als das Leben mich aufgab

Ney Sceatcher
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 14.06.2017
ISBN 9783946955023
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.

Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

    "Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich bald sterben würde, hätte ich gelacht."

Das Cover sieht wirklich toll aus, es strahlt irgendwie schon etwas sehr Trauiges aus und vermittelt daher auch gut die Stimmung in dem Buch. Da ich ein großer Fan von Blau bin, hat es mir auch daher schon sehr gut gefallen. Durch die Federn und die Vögel bekommt das Cover nochmal einen anderen Touch.

Der Schreibstil der Autorin ist hier meist verträumt und einfach, es wird aber auch sehr tiefgründig geschrieben (wenn ihr versteht, was ich meine) und die Gefühle, welche sie vermitteln wollte, kommen toll beim Leser an. Der Satzbau und auch die Wortwahl sind nicht sehr anspruchsvoll, daher kommt man sehr schnell voran und auch die manchmal humorvollen Szenen, aber auch durch viele nachdenkliche Szenen, möchte man immer weiter lesen. Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive von Mai.

Zu Beginn lernen wir Mai kenne, sie sitzt im Warteraum des Himmels, doch kann anscheinend ihr irdisches Leben noch nicht loslassen. Daher wird sie mit ein paar Briefen zurückgeschickt und muss diese Leute aus ihrem früheren Leben ausfindig machen und ihnen diese Briefe geben, erst dann kann sie weiterziehen. Durch Naoma bekommt sie auf der Erde dann noch unverhoffte Hilfe.

Ney hat mir ihr Buch schon vor ein paar Wochen geschickt, warum ich es erst jetzt gelesen habe, weiß ich auch nicht so recht. Ich setzte mich also am Abend hin und wollte nur mal den Prolog lesen, zack, waren schon 80 Seiten gelesen, das Buch konnte mich also sofort fesseln. Normalerweise lese ich Fantasy, ein solches Buch gehört eher weniger zu denen, die ich mir aussuchen würde, aber das es von Ney ist, musste es gelesen werden.

Ich wusste nicht so recht, was ich von der Idee halten sollte, daher habe ich es einfach auf mich zukommen lassen. Mai mochte ich ab der ersten Seite, da sie wie ein Mauerblümchen, aber auch wie ein starkes Mädchen wirkt, hier gibt es also eine sehr gute Mischung. Gespannt wartete ich darauf, dass sie endlich auf die Erde kam, um ihre Briefe zu verteilen, das stellte ich mir ohne Erinnerungen etwas schwierig vor, aber gleich zu Beginn begegnet sie einem Mädchen, welches ihr im Lauf der Geschichte noch helfen wird. Was ich besonders witzig fand, auch wenn andere Leute sie darauf angesprochen haben, war, dass Mai im gesamten Buch ohne Schuhe ihre Aufgabe verrichtet. Sie ist ja tot und fühlt nichts mehr, aber hier musste ich dann doch sehr oft schmunzeln.

    "Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe."

Es war sehr schön zu lesen, wie Mai alle Leute, denen die Briefe gehörten, fand und wie diese reagierten. Bei manchen dauerte es länger und bei manchen ging es ziemlich flott, dass sie die Briefe bekamen. Wer so neugierig wie ich ist, will natürlich wissen, was denn nun in diesen Briefen steht. Auch das erfährt man als Leser, man bekommt alle Briefe zu lesen und die waren wirklich toll geschrieben, ich spürte richtig, wie sich Mai beim Schreiben gefühlt haben muss. Aber es geht nicht nur um die Briefe, es geht auch um Lektionen, welche Mai im Laufe der Geschichte lernt, Lektionen über das Leben. Dadurch, dass sie einige ihrer früheren Freunde wieder trifft, wird ihr einiges klar und sie denkt sehr viel über das Leben nach. Diese Stellen regen wirklich zum Nachdenken an, da es jeden von uns betrifft. Daher rate ich, dass man das Buch nur liest, wenn man nicht gerade in einem Tief ist, sonst zerstört das Buch einen emotional.

Nach einige Zeit kam dann auch der mysteriöse Raven dazu. Man erfährt hier sehr wenig über ihn und auch wirkte es nicht so, als würde er eine wichtige Rolle in dem Buch spielen (Ney hat mir aber verraten, dass es noch mehr von ihm geben wird *top secret*). Ich konnte ihn nie einschätzen und habe auch keine wirkliche Verbindung zu diesem Charakter aufbauen könne. Dafür aber mochte ich Naoma umso lieber, sie ist sehr wiff und hilft Mai wirklich so gut es geht, das fand ich wirklich süß. Hier spielt also auch das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle, denn Mai und Naoma verbringen sehr viel Zeit zusammen und näher sich daher an.

Das Ende war dann auch wunderschön und ich musste fast weinen. (Nein Ney, du hast mich nicht zum Weinen gebracht) Das Buch hätte für mich ruhig noch länger sein können, als diese 200 Seiten, denn es hat mich sehr berührt und mir gezeigt, auf was es im Leben ankommt.

Dann gibt es noch die Gestaltung des Buches, auf die ich hinweisen möchte. Es sind einige sehr schöne Illustrationen enthalten und bei jeden Kapitel (welche hier Lektionen heißen) gibt es eine Lektion am Anfang. Eine solche ist z.B.:

   "Du wirst dich nicht an dein ganzes Leben erinnern können. Also behalte all die schönen Gedanken und vergiss, was dich innerlich zerbrechen lässt."

Stellt euch die Arbeit vor, 43 solcher, wirklich guten, Lektionen zu schreiben und so schön zu formulieren! Da bewundere ich Ney wirklich sehr dafür, denn sie hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Die Lektionen haben mir fast am besten gefallen, da diese gut durchdacht und wirklich schön geschrieben waren.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr berührt, ich hätte das niemals erwartet, Ney hätte das niemals erwartet, das Universum hätte das niemals erwartet, aber so war es. Es war einfach wunderschön zu lesen, daher vergebe ich volle 5 von 5 Sterne.

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(57)

109 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, dämonen, intrigen, königsdämonen, lieb

Ein Thron aus Knochen und Schatten

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783959912938
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Sie war die Hexenkönigin, die gekommen war, um erneut ihren Thron aus Knochen und Schatten zu besteigen.«

Alisons schonungslose Ausbildung schreitet weiter voran, obwohl sie und Dorians königliches Gefolge das Lager im Reich der Kaskaden verlassen müssen.

Während sie versucht, die aufsteigenden Gefühle für ihren Trainer tief in sich zu vergraben und ihrer neuen Rolle als Anführerin gerecht zu werden, schmieden sowohl Dämonen als auch Menschen Pläne, die die Welt für immer verändern könnten. Alison muss sich endgültig entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Die der Dämonen oder die der Menschen?
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

   "Tante Lucy hielt inne, hob ihr wettergegerbtes Gesicht gen Nachthimmel und wartete auf etwas, das mir noch verborgen bliebt."

Das Cover ist wieder einmal super gestaltet. Ich schätze, dass die Frau darauf Morrigan sein soll, bin mir hier aber nicht sicher. Trotzdem passt es zum ersten Teil und strahlt etwas ganz Düsteres aus. Durch die Kleinigkeiten, welche eingearbeitet wurden, wirkt es gleich noch besser. Man sieht dem Buch an, das es Fantasy ist und das gefällt mir persönlich sehr gut.

Der Schreibstil von Laura Labas ist wieder einmal herausstehend gut. In dem Buch wechseln sich die Sichtweisen immer ab, wenn man aus Alys Sicht liest, schreibt die Autorin in der Ich-Form, ansonsten in der Er-Form. Es werden sehr viele Stilmittel verwendet, meist Metaphern, dies mag ich persönlich sehr gerne und hier werden diese auch gut eingesetzt. Der Satzbau sowie auch die Wortwahl sind nicht zu kompliziert, daher kommt man schön voran.

Zu Beginn sind wir wieder bei Aly, die noch immer bei den Dämonen ist und dort ihre Ausbildung absolviert. Nebenbei lernen wir auch mehr über Evan und über seine Geschichte nach dem Ausbruch. Aly und Garteh kommen sich ebenfalls näher, sowie die entscheidende Mission näher rückt.

Es ist schon länger her, dass ich den ersten Band gelesen habe und ich musste mir meine Rezension von Band eins nochmal durchlesen, um wieder zu wissen, was ungefähr passierte. Darum habe ich mir auch beim Einstieg etwas schwer getan, was aber nicht an dem Buch lag! Es ging einfach super spannend weiter und am meisten habe ich mich natürlich auf Aly und Gareth gefreut, ich wollte so unbedingt, dass sie zusammen kommen und habe daher jeder Szene von ihnen entgegen gefiebert.

In diesem Band gibt es, zumindest kommt es mir so vor, mehr Sichtwechsel, als im ersten Band. Ich muss gestehen, dass ich irgendwann die Kapitel von Evan am liebsten gelesen habe, habe aber auch keine Ahnung warum. Seine Geschichte, wie es mit ihm und Crystal nach der FLucht weiter ging, hat mich einfach sehr interessiert und es gab hier immer wieder Wendungen und spannende Stellen. Es gab aber auch Kapitel von der Seherin Cleo und von der Hexe Morrigan. Zuerst war ich verwirrt, wer denn diese beiden sind, aber mit der Zeit wurde alles klarer und die Informationen, welche man in den einzelnen Kapiteln erhält, haben sich zu einem gesamten Bild zusammen gesetzt. Daher wusste ich auch bis zum Ende nicht, wer denn nun dieser Colin ist und was er mit der ganzen Geschichte zu tun hat, denn recht bald zu Beginn gibt es ein Kapitel aus seiner Sicht. Das hat mich da wenig interessiert und ich habe ihn fast vergessen, aber bei der Autorin darf man nichts vergessen und immer in Hinterkopf behalten, dass jeder wichtig ist.

Die meisten Kapitel handelten natürlich von Aly und ihrem Training. Mittlerweile hat sie sich ja schon mit ein paar anderen Jägern angefreundet und dieser Kreis wird in diesem Band noch mehr ausgebaut und Aly versteht endlich, wie wichtig Freunde sind. Hier bekommen wir auch sehr viel von Noah und Gareth zu lesen, wobei Noah mich meistens einfach nur nervte. Ich mochte ihn im ersten Band richtig gern, aber hier hat er sich oftmals so richtig dumm verhalten, dass ich ihn einfach schlagen wollte. So schnell kanns gehen. Dahingegen mochte ich Gareth aber lieber, durch ein Kapitel aus seiner Sicht bekommt man auch endlich Einsicht in ihn und ab da zählte er wirklich zu meinen Lieblingen. Zwischen Gareth und Aly gab es auch wieder sehr viele witzige Szenen, aber sie kamen sich auch endlich näher.

Durch den Mix von Spannung, Witz und auch Intrigen hat es Laura Labas hier wieder geschafft mich vollkommen zu fesseln. Ich wollte immer wissen, was denn nun als nächstes passiert und konnte ein paar Dinge gar nicht glauben. Es gibt hier aber etwas Romantik, mit dem hätte ich schon gar nicht gerechnet! Zwischendurch gab es schon mal Passagen, die nicht so spannend waren, oder bei denen nur geredet wurde und nichts passierte, dennoch gingen diese auch sehr schnell vorbei. Ich weiß gar nicht, warum ich so lange für das Buch gebraucht habe, die letzten 100 Seiten habe ich aber an einem Tag gelesen. Das Buch hatte wirklich alles, was Fantasy braucht! Es wurde auch die Spaltung zwischen Königs- und Schattendämonen verdeutlicht, welche in Band eins noch nichts so sehr hervorgetreten ist.

Das Ende war, wie sollte es anders sein, richtig gemein! Der erste Band hatte auch einen Cliffhanger, allerdings war dieser nicht so böse wie dieser. Ich habe gelesen und die Seiten wurden weniger und dann war das Ende da und ich konnte nicht glauben, was die Autorin ihren Lesern da antut. Ich brauche Band drei!

Fazit:

Für mich ist dieser Band nochmal besser als der erste, er konnte mich richtig überzeugen. Es gib tolle Fantasy-Elemente, die mit dem Rest des Buches super harmonieren, daher vergebe ich für diesen Band 5 von 5 Sterne.

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219 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

angie thomas, rassismus, the hate u give, jugendbuch, usa

The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Ich hätte nicht auf diese Party gehen sollen."

Das Cover gefällt mir ziemlich gut, es ist nicht überfüllt und das den wesentlichen Inhalt des Buches, dies ist in diesem Fall Starr. Man sieht sofort, dass es sich um ein dunkelhäutiges Mädchen handelt und sie hält ein Schild, auf dem "The hate u give" oben steht, welches in dem Buch eine tiefere Bedeutung hat. Mir gefällt das Cover sehr gut, da es passend zum Inhalt ist und auch nicht zu überfüllt ist und dadurch ablenkt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach, also wirklich einfach. Trotzdem ist dieser sehr angenehm zu lesen und fesselnd, durch den einfachen Satzbau kommt man sehr schnell voran und sollten Wörter vorkommen, die man nicht kennt, kann man im Glossar nachschlagen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Starr erzählt, hierdurch bekommt man einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken. Man kann hier richtig durch die Seiten fliegen, da der Schreibstil fesselnd ist und es schon fast wie eine Erzählung zu lesen ist.

Zu Beginn lernen wir hier Starr kennen, die auf einer Party ist. Dort trifft sie Khalil, einen alten Freund von ihr. Als es aber Schüsse zu hören gibt, flüchten die beiden und werden auf dem nach Hause Weg von einem Polizisten aufgehalten. Die Dinge nehmen ihren Lauf und Khalil wird von diesem erschossen, danach beginnt für Starr ein Kampf mit ihrem Gewissen und mit der weißen Gesellschaft.

Das Buch wurde im englischsprachigen Raum so gehypt, dieser Hype schwappte dann auch auf den deutschen Raum über und ich muss zugeben, dass das Buch wirklich sehr gut ist und ein wichtiges Thema behandelt. Ich war sofort gefesselt, als ich begonnen habe zu lesen, Starr ist ein so sympathischer Charakter, den man einfach mögen muss. Auch Khalil mochte ich sofort, und dann ... dann war er tot (Ney, das erinnert mich an Grischa :D). Ich weiß nicht, ob sowas in den USA wirklich passiert, wenn es aber so ist, dann sollte sich was ändern. Das Buch sollten viele Leute lesen, denn es wird gezeigt, wie die Judikative und die Exekutive mit dunkelhäutigen Menschen verfahren und wie diese Leben.

Starr und ihre Familie leben in einem Haus, das sie sich nur leisten können, da ihre Eltern sehr hart arbeiten. Familie wird in dem Buch allgemein ganz groß geschrieben und diese Szenen haben mir immer am allerbesten gefallen. Es waren so schöne Stellen dabei, und trotzdem gibt es auch Streitereien, wie es eben im echten Leben auch sein kann. Starr hat einen Halbbruder, Seven, dessen Mutter mit dem Drogendealer King zusammen ist. Dadurch ist Seven sehr oft bei Starr daheim und ich fand es einfach nur toll, dass Starrs Mutter Seven einfach so als ihren Sohn annimmt und sich genauso sehr um ihn kümmert wie auch um ihre eigenen Kinder. Aber nicht nur die Familie, sondern auch die Freunde spielen eine sehr große Rolle. Es wird der Zusammenhalt gezeigt, und auch, wie es Starr damit geht, dass sie als Schwarze auf eine weiße Schule geht.

Es gibt zwei Starrs, sagt sie immer, die Ghetto Starr und die weiße Starr. Wenn sie in der Schule mit ihren Freunden zusammen ist, verstellt sie sich und kann nie sie selbst sein, da sie ANgst hat, dass sie sie für ein "Angry Black Girl" halten könnten. Hier sei vor allem ihre angebliche Freundin Hailey genannt, sie lässt in dem Buch, laut Starr, immer wieder rassistische Bemerkungen fallen und ich konnte sie einfach nicht verstehen. Warum rede ich so mit einer Freundin? Ich denke, dass hier schon sehr übertrieben wurde, und dass jeder, der so eine Freundin in der Realität hat, sich bald von dieser befreit. Sehr toll fand ich aber, dass Starr mit Chris, einem Weißen, zusammen ist. Es gibt hier kein kitschiges Kennenlernen, die Liebesgeschichte ist auch nicht Mittelpunkt der Geschichte, nein, sie waren einfach schon zusammen. Bei ihm kann Starr eine Mischung aus beiden Starrs sein und das tut ihr gut, allerdings sollte sie sie selbst sein können, doch das wird im Laufe des Buches ja noch.

Hauptpunkt des Buches ist der Fall von Khalil, wie die Gesellschaft damit umgeht und auch wie STarr damit umgeht. Das Buch hat zwar 500 Seiten, aber trotzdem flogen sie nur so dahin und es war sehr spannend zu lesen, wie unterschiedlich Menschen auf einen Tod reagieren und wie sich Aussagen unterscheiden bzw. Einfluss nehmen können. Die heftigen Ausbrüche in Garden Heights, den´m Viertel in dem Starr lebt, waren dann auch noch ein sehr großes Thema und ich fand es erschreckend, wie ruhig STarr und ihre Familie darauf reagieren. Sie ziehen sich einfach in ein Zimmer ohne Außenwände zurück, damit sie keine Kugeln treffen können, es wirkte wie Routine für sie. Dies war eine Szene, die mich selbst sehr schockiert hat.

Starr erweist sich im Laufe des Buches immer wieder als mutig und erwachsen, dies wird vor allem im letzten Teil des Buches deutlich. Ich bewundere sie für ihre Stärke und wie sie mit der gesamten Situation umgeht. Dennoch gab es auch einen Punkt in dem Buch, welcher mir nicht so gut gefallen hat. Es gibt auch hier sehr viel Rassismus, allerdings richtet sich dieser gegen Weiße und nicht gegen Schwarze, irgendwie scheint das nur keinen zu stören. Klar passt es gut zu dem Buch, allerdings war es mir manchmal zu viel. Ansonsten hat mir aber alles sehr gut gefallen, es gab tolle Szenen und erschütternde Szenen, alles in einem guten Buch verpackt.

Starr ist ein starker Teenager, der manchmal aufmüpfig sein kann, dennoch hat sie ein sehr großes Herz und setzt sich auch für ihre Ansichten ein. Durch ihre tolle Art, fühlt man sich als Leser sofort verbunden mit ihr.

Fazit:

Das Buch hat mich wirklich berührt und mir auch sehr gut gefallen, es begeistert durch die authentische Geschichte und die liebevollen Charaktere. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne!

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(70)

182 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, nemesis, anna banks, liebe, nemesis - geliebter feind

Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten?
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Wenn ich nicht so ein Feigling wäre, würde ich von Nunas Rücken springen und mich absichtlich in die Felsen des Unterlands stürzen. Aus dieser Höhe wäre der Tod kurz und schmerzlos."

Das Cover gefällt mir gar nicht und führt den Leser auch irgendwie in die Irre. Das Mädchen darauf sieht richtig Badass aus und so als wäre sie taff und es strahlt irgendwie Jugendfantasy aus, doch hier würde ein sich küssendes Paar besser passen. Außerdem sieht das Mädchen ziemlich komisch aus, muss ich sagen.

Der Schreibstil ist nichts für mich. Leider habe ich erst nach ungefähr 250 Seiten gemerkt, dass ich schon einmal ein Buch von der Autorin gelesen habe und dieses auch nicht mochte. DIe Autorin schreibt sehr ausführlich, d.h. dass alles bis ins kleinste Detail beschrieben wird, aber nichts spannend, sondern langweilig. Dann waren die DIaloge oftmals so an den Haaren herbei gezogen, so würde nie jemand reden oder reagieren. An sich war die Wahl der Wörter und der Satzbau aber einfach und dadurch kommt man doch etwas flotter voran. Die Kapitel sind immer abwechselnd aus Sicht von Sepora und Tarik geschrieben, Seporas Kapitel sind in der Ich-Form und die von Tarik in der Er-Form, das hat mich ein wenig gestört.

Zu Beginn lernt man hier Sepora kennen, die von zu Hause abhaut und durch die Wüste nach Theoria flüchtet. Dann gibt es noch Tarik, der König von Theoria, der mit ganz normalen Problemen eines Königs zu kämpfen hat. Irgendwann kreuzen sich ihre Wege aber.

Ich habe dieses Buch wieder zusammen mit Ney und Neyla gelesen und wir haben alle drei gekämpft, dass wir es beenden.

Der Anfang war ziemlich schwierig, es gab so viele neue Begriffe und auch die Welt an sich war anders. Wobei ich schon meinen ersten Kritikpunkt habe. Es gibt kein Worldbuilding. Es gibt irgendwelche fliegenden Berge, eine Wüste und dann Theoria, dann noch ein paar andere Königreiche, welche sowieso egal sind. Ich hatte keine Vorstellung von nichts, ich weiß weder, wie der Palast aussieht, noch wie ich mir die fliegenden Berge vorstellen soll, denn anscheinend gibt es ja auch normales Land. Die Welt bliebt für mich blass, ohne die Beschreibungen, die jede Fantasy-Welt braucht, konnte ich mich nicht zurecht finden und mir auch nichts vorstellen, außer die Wüste.

Abgesehen davon hatte ich auch mir Sepora ein Problem. Sie war mir ab Seite eins unsympathisch und ich kann nicht genau benennen warum. Tariks Kapitel habe ich viel lieber gelesen, denn bei Sepora passierte einfach nichts, sie redet immer so, als wär sie der ärmste Mensch auf der Welt und das wurde mit der Zeit ziemlich nervig. In ihren Kapiteln ging auch nichts voran, sie lief gefühlt 250 Seiten lang durch die Wüste und auch danach kam kein Schwung in ihre Geschichte. Bei Tarik hatte ich wenigstens das Gefühl, als würde sich wenigstens ein bisschen etwas tun. Ich war auch versucht abzubrechen, da es in diesem Buch keinen Höhepunkt gab, keine Spannung kam auf, es plätscherte einfach vor sich hin. Und dann diese unnötigen Beschreibungen von allem (ausgenommen natürlich der Welt), es war einfach schwierig.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss es auch noch eine 0815 Geschichte sein: Ein wunderschönes Mädchen reißt von zu Hause aus und läuft einem supertollen Jungen in die Arme. Zuerst hassen sie sich doch plötzlich, von einer Seite auf die andere, lieben sie sich heiß und innig. Ehrlich, das gibt es so oft und ich hatte mir hier wirklich etwas anderes erwartet, denn das Buch ist als Romantasy eingestuft. Von Fantasy habe ich hier wirklich nicht viel mitbekommen, ausgenommen ein paar Sachen, aber auch diese waren unlogisch. Die ersten 200 Seiten liest man immer wieder von Spektorium, das aus Sepora heraus kommt, wie wichtig dieses Zeug ist und was für eine Bürde es für Sepora ist. Erstmal, warum kommt das aus ihr raus? Warum nur sie? Warum leuchtet Spektorium und wird als Energiequelle genutzt, wo es doch mehr wie Metall behandelt wird? Wie funktioniert das alles? Ich habe es leider nicht verstanden und meine Fragen wurden in dem Buch auch nicht beantwortet. Außerdem wurde Spektorium dann irgendwann nebensächlich und ich dachte schon, dass die Autorin darauf vergessen hätte. Das zweite Fantasy-Element in dem Buch waren fliegende Schlangen. Ganz richtig, riesige Schlangen, auf denen Menschen reiten. Ich frage mich, wie groß und breit und lang eine solche Schlange ist, dass man wirklich mit einem Sattel darauf sitzen kann. Aber dem nicht genug können diese auch noch fliegen und haben Flügel. Vorstellen kann ich mir diese Tiere nicht, auch nicht wie das alles geht, aber ok. Bei diesem Buch darf man nichts hinterfragen.

Was ich noch am besten fand war, dass es Lingots gibt, dies sind Menschen die erkennen können, ob jemand lügt oder nicht. Diese Gabe wurde oft und gut eingesetzt und hat einige Gespräche interessanter gemacht, als andere.

Ich hatte ja die Hoffnung, dass es am Ende nochmal spannend wird, dass es ein episches Battle gibt, eine unverhoffte Wendung, dass Riesen alle Menschen fressen, irgendwas, aber auch hier wurde ich enttäuscht. Das Ende war für mich unlogisch, ich konnte von keinem der Charaktere die Beweggründe verstehen und auch wie sich am Ende alles gefügt hat. Ich war ziemlich enttäuscht.

Sepora wirkt für mich wie ein sture 10-jährige, die überempfindlich ist und wo alles nach ihrem Kopf gehen muss. Läuft etwas nicht so, wie sie es will regt sie sich sofort auf. Als stark würde ich sie auch nicht wirklich bezeichnen, durch ihr oftmals überstürztes Handeln wirkt sie eher unkontrolliert.

Tarik ist sehr ruhig und wird auf mich wie ein schwacher König. Ich hätte gern einen starken König gesehen, aber er knickt bei Sepora sofort ein, obwohl er immer meint, dass das nicht so ist.

Fazit:

Für mich ist das Buch leider eine ziemliche Enttäuschung und ich werde auch den Folgeteil nicht lesen. Durch undurchdachte Charaktere und eine schwach ausgebaute Welt kann ich meinerseits nur einen von fünf Sternen geben.

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

2017, magisch welt der elfen

Secrets - Das Geheimnis der Feentochter

Maria M. Lacroix , Anja Uhren
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912044
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Als Nessyas Freundin von einem grausamen Feenprinz in sein Reich entführt wird, kann ihr nur der Heeresführer der Seelenfresser helfen. Doch sein Preis ist hoch.
Als Magielose war Nessya im Síd den Feenhügeln eine Schande für ihre Mutter und floh deshalb in die Welt der Menschen, nach Dublin. Um Emma zu retten, muss sie Jahre später dorthin zurückkehren, wo ihre Flucht einst begann, und sich auf einen Pakt mit dem gefährlichsten aller Fay einlassen ...

Band 1 der magischen Geschichte um die Welt unter dem Feenhügel.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für dieses Vorableseexemplar!

   "Ich töte sie alle. Alle, die mich gedemütigt und über mich gelacht hatten, doch auch dann war meine Rache noch nicht gestillt."

Das Cover strahlt bereits etwas sehr magisches aus, dies ist natürlich passend zum Inhalt. Darauf ist ein Mädchen in einem Kleid zu sehen, ein Vollmond und Nebel, was gibt es magischeres? Die lila Töne verleihen dem Ganzen nochmal ein gewisses Flair und ich war sofort begeistert. Zwar hätte ein anderes Cover eventuelle besser zur Geschichte gepasst, da dieses doch eher einem Jugendbuch ähnelt, aber trotzdem finde ich es sehr gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig, ich bin dadurch sofort in die Geschichte gekommen und fand mich zurecht. Sie beschreibt alles ausreichend und auch ihr Satzbau ist sehr angenehm. Da die Kapitel manchmal von Nessya und manchmal von Cathal handeln, konnte ich mir von beiden ein gutes Bild machen und ich las sehr gerne die unterschiedlichen Sichtweisen. Das Buch ist in der allwissenden Erzählform geschrieben, was ich persönlich fast schon lieber mag, als die Ich-Form. Es wurden keine komplizierten oder hochgestochene Wörter verwendet, wodurch man im Lesefluss nicht gestört wird.

Zu Beginn lernt man Nessya kenne, sie scheint ein Mensch zu sein und ist mit ihrem Leben auch zufrieden. Gerade macht sie Urlaub auf einer kleinen Insel, doch als sie eine Leiche findet und dann auch noch den Mörder, welcher ein Fay ist, und nicht nur irgendein Fay, sondern der Heerführer der Sluaghs, ändert sich ihr ganzes Leben und sie wird an ihre Vergangenheit erinnert.

Müsste ich das Buch kurz beschreiben, würde es sich in etwa so anhören: OMG, wie geil war das denn, das Buch ist der Hammer, es ist Perfektion, alles hat gepasst, lest es alle, ich brauche Teil 2!

Man sieht also schon, dass ich sehr angetan von dem Buch bin, aber mal mit der Ruhe. Es war schon eine Weile her, dass ich den Klappentext gelesen habe und ich würde jedem empfehlen, diesen nicht zu lesen, da er meiner Meinung nach zu viel verrät. Ich ging also recht unwissend an das Buch heran und wurde sofort in seinen Bann gezogen. Die Geschichte beginnt ziemlich rasant, was mir hier wirklich sehr gut gefallen hat, natürlich gab es sehr viele neue Begriffe und ich habe eine Weile gebraucht, bis ich mir alles merken konnte, aber dann ging es ziemlich schnell.

Schon zu Beginn lernen sich Cathal und Nessya kennen, zwar unter ungewöhnlichen Umständen, aber doch. Bereits hier hat man gemerkt, dass man kein Jugendbuch in der Hand hält, sondern Fantasy, denn bereits in den ersten Kapiteln kam das Wort "Sex" ziemlich oft vor. Wenn wir schon beim Sex sind, muss ich sagen, dass dieser in dem Buch eine kleine ROlle spielt, er wird immer wieder erwähnt und es war klar, dass es dann auch so eine Szene in dem Buch geben würde. Diese wurde von der Autorin sehr geschickt in die Geschichte eingebaut und auch wunderbar beschrieben, das soll heißen, dass nicht seitenlange Beschreibungen über das Aussehen von einem Penis  vorkamen, sondern einfach der Akt an sich toll beschrieben wurde.

Abgesehen vom Sex gab es natürlich magische Wesen, welche hier die Fay sind. Diese kann man sich als Elfen vorstellen, wobei diese Gruppe nochmal unterteilt werden kann und zwar in Seelie und Unseelie. Wie man an den Namen erahnen kann, sind die Seelie das kleinere Übel der beiden, denn man kann keinem von beiden wirklich trauen. Die nächste große Gruppe der Wesen sind die Sluaghs, sie rauben ihren Opfern die Seele und gehören weder den Seelie noch den Unseelie an, Cathal ist ihr Führer und kann sie auch befehligen. Es gibt auch noch andere Gruppen, diese werde ich aber nicht aufzählen, da diese beiden die wichtigsten sind. Diese Wesen wurden einfach so toll und bildhaft beschrieben, dass ich sie mir richtig gut vorstellen konnte, auch der Feenhügel, ihre Heimat war sehr faszinierend für mich. Eine solche Idee gab es zwar schön öfter, allerdings nicht in dieser Ausführung und gerade das hat mich so gut an dem Buch gefallen. Wie die Autorin Magie und Menschen verbunden hat und wie Nessya in das Gesamtbild passt.

Die Geschichte beginnt rasant und geht rasant weiter, der Leser hat nur wenige Verschnaufpause, doch die Autorin macht das wirklich gut, es wirkt nicht erzwungen und die Handlungen sind auch nachvollziehbar. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, da es mich nicht losgelassen hat. Bereits in der Menschenwelt war alles spannend, da man hier das Zusammenfinden von Nessya und Cathal verfolgen konnte, aber als sie dann noch im Feenreich waren, war es um mich geschehen. Es gab so viele spannende Momente, ich habe immer mitgefiebert. Gegen Ende ging dann alles doch recht schnell, aber dies war wirklich minimal. Es wurde dennoch gut durchdacht und hat mich vollends überzeugen können. Einen Cliffhanger gab es dann auch noch, welcher allerdings nicht ganz so fies ist.

Am besten an der Geschichte hat mir, denke ich, die Beziehung zwischen Cathal und Nessya gefallen. Sie entwickelt sich während des Buches weiter und man kann richtig sehen, wie sich auch die beiden Charaktere verändern. Ihre Beziehung ist außergewöhnlich und einzigartig, dadurch hat das Buch nochmal einen Pluspunkt gesamt, denn meist nerven mich Liebesbeziehungen nur noch, aber hier war ich einfach nur begeistert!

Nessya ist ein sturer Mensch, aber sie kümmert sich immer um ihre Freunde und stellt sich selbst hinten an. Auch wenn sie oftmals aufbrausend sein kann und nicht immer den richtigen Weg einschlägt, stellt sie sich mutig allen Gefahren.

Cathal strahlt eine düstere Aura aus, doch ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen. Er ist nicht der, der er zu sein scheint und ein Blick hinter sein Äußeres lohnt sich hier wirklich.

Zum Abschluss habe ich hier noch ein sehr eindeutig zweideutiges Zitat, bei welchem ich wirklich lachen musste (P.S. es geht nicht um DIESEN Schwanz :D)

    "Bei genauerem Hinsehen werdet Ihr feststellen, Lord Azariel, dass ich Flügel und einen Schwanz          habe. Einen äußerst langen Schwanz. Dieser >Aufzug> ist meine gewohnte Aufmachung. Habt Ihr eine Vorstellung, wie störend Kleidung wäre?"

    "Nein", knurrte Azariel. "Denn ich bin ein hoher Seelie und habe weder Flügelauswüchse noch einen langen Schwanz."

    Cathal lächelte. "So genau wollte ich das gar nicht wissen, Lord Azariel."

Fazit:

Das Buch hat mich einfach umgehauen, die Idee ist super, die Charaktere sind super, alles ist super. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, 5 von 5 Sterne.


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(13)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

andrea schneeberger, tallulah, götter, vampire, tallulah und der goldene kolibri

Tallulah und der goldene Kolibri

Andrea Schneeberger
E-Buch Text: 278 Seiten
Erschienen bei Tempus Logus Verlag, 17.02.2017
ISBN B01MXVCQVQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Seit sie denken kann, fühlt sich die 17-jährige Tallulah von der Nacht angezogen: Wenn es dunkel wird, schlendert sie durch den Park oder besucht die Spätvorstellung im Kino – heimlich natürlich, denn ihr überfürsorglicher Vater würde das niemals erlauben: Vielleicht zurecht, denn eines nachts wird sie auf einem solchen Streifzug überfallen und erst in letzter Sekunde vom geheimnisvollen Zacharias Leopold gerettet, der behauptet, ein Vampyyri zu sein.

Trotz seiner kauzigen Art ist er Tallulah sympathisch, doch ein Widersehen ist ausgeschlossen, wie er sagt – schließlich sei sie eine der verfeindeten Yövaeltaja.

Tallulah beginnt, dem merkwürdigen Vorfall auf eigene Faust nachzugehen, doch als plötzlich alte Briefe ihrer seit Kindertagen verschollenen Mutter auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse: Unheimliche Gestalten huschen durch Vaalea und ein dunkler Schatten legt sich über ihre Heimatstadt. Warum scheinen die Menschen plötzlich alle Hoffnung zu verlieren? Kann Tallulah das Licht zurückholen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen, goldenen Kolibri auf sich?

Ein abenteuerlicher Fantasy-Roman über eine starke Heldin im Kampf für das Gute.
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Ein schüchterner Mond, der sich hinter dunklen Wolken verkroch, stand am Himmel, als Tallulah das Fenster öffnete."

Das Cover ist einfach wunderschön, ich habe mich sofort in den schönen Kolibri und die warmen Farben verliebt. Ich muss sagen, dass ich nur wegen des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin. Darauf sieht man Tallulah und einen Kolibri, wobei ich selbst Menschen auf Covern nicht immer schön finde. Hier allerdings passt es sehr gut und wurde auch toll umgesetzt!

Der Schreibstil der Autorin war nicht meins, es gab mir oft zu wenige Beschreibungen, daher konnte ich mir nichts in dem Buch vorstellen. Einige Dialog waren für mich zu überzogen, was heißen soll, dass sie zu gestellt waren, so als würde man ein Theater anschauen und genau merken, dass die Darsteller alles Wort für Wort auswendig gelernt haben. Ansonsten ist der Satzbau gut und auch die Wortwahl angenehm, man kommt durch den locker leichten Schreibstil schnell voran.

Zu Beginn lernt man Tallulah kennen. Sie schleicht sich gerne Nachts hinaus und geht ins Kino, in welches sie durch einen Freund, Igor, gratis kommt. Doch bei einem ihrer nächtlichen Ausbrüche wird sie von zwei Männern überfallen. Ein unbekannter Junge hilft ihr und sie beginnen zu reden und schon bald findet Tallulah heraus, dass er ein Vampyyri ist. Ab da ändert sich alles für sie.

Ich habe das Buch für eine Leserunde gewonnen und mich auch sehr darauf gefreut, denn der Klappentext verspricht so einiges! Man beginnt zu lesen und wird sofort in die Geschichte geworfen, dies mag ich eigentlich ziemlich gern, allerdings gab es hier wirklich wenige Erklärungen, das hätte ruhig ausgebaut werden können. Die Handlung schritt ziemlich rasch voran, kam war Tallulah ausgebüchst, hat sie auch schon Zacharias, einen Vampyyri getroffen. Zacharias fand ich sehr sympathisch, auch wenn er oft dumme Sprüche reißt. Diese nehmen aber irgendwann überhand, vor allem, wenn er mit Tallulahs Vater redet, da fand ich ihn nur noch nervig.

Zacharias bringt Tallulah nach Hause und schon ist der nächste Tag angebrochen. An dem erfährt sie dann von den drei verschiedenen Gestalten, die es in dem Buch gibt. Das fand ich wirklich interessant, da diese von finnischen Göttern erschaffen wurden und auch einige Legenden eingeflossen sind. Die Idee dahinter war einfach nur toll und ich hätte so gern mehr über die verschiedenen Fraktionen erfahren, aber leider gab es auch hier sehr wenige Erklärungen. Was mich auch störte war, dass Tallulah das einfach hinnimmt. Es gibt Vampire, und weiter? Sie hinterfragt es nicht wirklich, hat keine Angst, sondern nimmt es hin.

Rasch geht die Handlung weiter, alles passiert Schlag auf Schlag, Charaktere warne oftmals nur dazu dar, dass die Handlung vorangebracht wurde. Für mich ging alles zu schnell, es waren einige gute Passagen dabei, die habe ich wirklich gern gelesen, aber es wirkte nicht echt für mich. Oftmals musste ich den Kopf schütteln, da so viel Potential hier einfach verschenkt wurde. Ein Lichtblick allerdings war, als Igor wieder mehr in der Geschichte auftauchte, denn er war mein liebster Charakter. Allerdings kann ich nicht viel zur Geschichte sagen, da ich sonst spoilern würde.

Gegen Ende starben dann einige Figuren, es störte Tallulah aber nicht sonderlich. Sie kam oft sehr emotionslos rüber, außer bei Zacharias, denn den liebt sie sofort und auf der Stelle nach einem Tag. Abgesehen davon wirkte sie eher kalt und war somit nicht wirklich greifbar, ihr waren die anderen Menschen oft egal und auch sie selbst war sich egal. Darum mochte ich auch Igor so gern, er zeigte Gefühle und war echt, er wirkte einfach echt. Das Ende kam dann sehr abrupt, innerhalb von 5 Seiten wurden der ganze "Kampf" abgehandelt und fertig. Hier wäre ein Ausarbeitung gut gewesen, denn das Ende hat mir eigentlich nicht gefallen. Es wirkte zu unecht, und war auch viel zu schnell da.

Viel mehr kann ich nicht sagen, ohne dass ich viel von der Handlung verrate, aber ihr könnt euch ja selbst ein Bild machen.

Fazit:

Ein Buch, das viele tolle Ansätze hat, die aber leider nicht weiter ausgearbeitet wurden. Es hat wirklich sehr viel Potential, aber es wurde nicht richtig genutzt, daher bekommt es von mir leider nur 2 von 5 Sterne.


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1.330 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 140 Rezensionen

wolf, rotkäppchen, märchen, cyborg, cinder

Wie Blut so rot

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551582874
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meht auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Achtung! Dies ist Teil zwei der Reihe und kann Spoiler zu Band eins enthalten! Die Rezension zu Band eins findet ihr hier: Cinder.

Inhalt:

Cinder is back and trying to break out of prison--even though she'll be the Commonwealth's most wanted fugitive if she does--in this second installment from Marissa Meyer.

Halfway around the world, Scarlet Benoit's grandmother is missing. It turns out there are many things Scarlet doesn't know about her grandmother, or the grave danger she has lived in her whole life. When Scarlet encounters Wolf, a street fighter who may have information as to her grandmother's whereabouts, she is loath to trust this stranger, but is inexplicably drawn to him, and he to her. As Scarlet and Wolf unravel one mystery, they encounter another when they meet Cinder. Now, all of them must stay one step ahead of the vicious Lunar Queen Levana.
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Scarlet was descending toward the Alley behind the Rieux Tavern when her portscreen chimed from the passenger seat, followed by an automated voice: [...]"

Das Cover gefällt mir, wie auch schon bei Cinder, wirklich gut. Passend auch hier zum Inhalt, sieht man darauf einen roten Umhang, denn die Hauptperson in diesem Buch ist Rotkäppchen nachempfunden. Ansonsten ist es eher einfach gehalten und trotzdem sehr aussagekräftig. Mir gefällt es gut und passt auch toll zum ersten Band dazu.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm und leicht zu lesen, sie schreibt sehr anschaulich, dadurch kann man sich alles gut vorstellen. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht von Cinder, Kai, Scarlet, Thorne oder auch Levana geschrieben, dadurch lernt man alle Charaktere besser kennen und kann sich von den Handlungssträngen ein besseres Bild machen. Durch die unterschiedliche Denkweise wusste ich auch immer aus wessen Sicht ich gerade lese, das kann die Autorin wirklich gut. Ansonsten schreibt sie eher einfach und locker.

Dieser Teil befasst sich hauptsächlich mit Scarlet. Ihre Großmutter wurde entführt und sie weiß nicht, wo sie ist. Scarlet macht sich also auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf Wolf, einen mysteriösen Fremden, der ihr helfen möchte. Cinder bricht in der Zwischenzeit aus dem Gefängnis aus und nimmt einen anderen Insassen, Thorne, mit, der hat zufällig ein Schiff, mit dem sie flüchten und sich ebenfalls auf die Suche nach Scarlet Großmutter machen, allerdings aus anderen Gründen.

Auch den zweiten Teil der Luna-Chroniken habe ich wieder zusammen mit Ney gelesen. Der Anfang konnte mich nicht so sehr packen, wie damals Cinder, aber mit der Zeit hat sich das Buch in eine tolle Richtung entwickelt. Zu Beginn hatte ich immer das Gefühl, dass sich die Story nicht wirklich weiter entwickelt, sondern 100 Seiten lang einfach nur das Gleiche passiert. Aber zum Glück wurde das dann besser.

Beginnen wir bei Cinder. Ihre Flucht war recht unspektakulär und auch etwas unglaubwürdig, denn bei dieser hat sie plötzlich ihre Luna-Kräfte perfekt beherrscht, einige Kapitel vorher aber, meinte sie, dass sie noch nicht wirklich weiß, wie sie diese einsetzen soll. Das war sehr widersprüchlich und für mich auch zu viel des GUten. Dass sie Thorne mitgenommen hat fand ich dann toll, da er ein lustiger Charakter ist. Zwar wird er oft ziemlich dumm dargestellt, aber er trägt einen wesentlichen Teil zur Geschichte bei. Er war zuerst immer der witzige Nebencharakter, den man aber doch irgendwie lieb gewinne konnte und am Ende war er gar nicht mehr wegzudenken, auch wenn er das Offensichtliche nicht sieht.

Der Handlungsstrang von Scarlet war für mich zuerst eher schleppend, aber mit der Zeit nahm alles Fahrt auf und die Seiten flogen nur so dahin. Das kennen lernen mit Wolf war mit persönlich zu lang und ich wollte hier oftmals nicht weiterlesen. Aber sobald die Geschichte voran schritt, war ich richtig froh, wenn ich ein Kapitel von ihr lesen durfte. Hier wurden einige Elemente aus dem Märchen beibehalten bzw. ist vieles daran angelehnt. Die Großmutter kümmert sich um Scarlet, sie hat immer einen roten Pullover an, es gibt jemandern der Wolf heißt, fehlt nur noch, dass er die Großmutter gefressen hätte. Man merkte aber auf jeden Fall, woher die Idee für dieses Buch kam, das hat mir sehr gut gefallen. Einige Kapitel sind auch aus Sicht von Wolf geschrieben, die fand ich auch interessant, da ich ihn nicht wirklich einschätzen konnte. Ich wusste nicht, ob ich ihm nun trauen soll, oder eben nicht und hoffte, dass mir die Kapitel von ihm bei der Entscheidung helfen würden, aber das taten sie nicht. Auf jeden Fall gab es mit ihm viele unerwartete Überraschungen, aber vieles war auch sehr vorhersehbar.

Dann gab es auch einige Kapitel aus Sicht von Kai, das hat mich besonders gefreut, da ich ihn richtig gern mag. Seine Kapitel waren fast am interessantesten, da er ja nun König ist und mit der Suche nach Cinder beschäftigt. Wie wir aus Band eins wissen, mag er sie ja eigentlich und ist daher in einem Konflikt, da er sie beschützen will, gleichzeitig aber auch Levana fern halten möchte. Es hätten ruhig mehr Kapitel von ihm eingebaut werden können.

Es war von Beginn an klar, dass die Handlungsstränge von Cinder und Scarlet irgendwann zusammengeführt werden, wäre ja unsinnig wenn nicht. So habe ich gespannt auf diesen Moment gewartet und muss sagen, dass das eigentlich sehr gut gemacht wurde. Das Ende im allgemeinen war ziemlich spannend geschrieben. Natürlich war klar, dass hier nicht wirklich etwas total schlimmes passiert, aber trotzdem habe ich mit den Charakteren mitgefiebert und gehofft, dass keiner stirbt. Man kann ja nie wissen.  Dann gab es, wie sollte es anders sein, wieder einen Cliffhanger, der hier eigentlich ziemlich spannend war. Trotzdem habe ich nicht das Bedürfnis, dass ich sofort mit Teil 3 beginne, aber den werden Ney und ich auch wieder zusammen lesen.

Fazit:

Mich konnte das Buch nicht ganz so packen wie der erste Teil, vielleicht habe ich es auch einfach zur falschen Zeit gelesen. Trotzdem war es wieder sehr unterhaltsam und ich freue mich auf den dritten Teil der Reihe. Das Buch bekommt 4 von 5 Sterne.

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649 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 96 Rezensionen

liebe, mord, paper palace, erin watt, reed

Paper Palace

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492060738
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Achtung, dies ist Band 3 der Reihe und kann Spoiler zu den ersten beiden Bänden enthalten!

Inhalt:

Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Wo waren Sie heute Abend zwischen zwanzig und dreiundzwanzig Uhr? Wie lange ging die Affäre mit der Freundin Ihres Vaters? Warum haben Sie sie umgebracht, Reed?"

Das Cover ist einfach wieder traumhaft schön. Es passt zwar gar nicht zur Geschichte, aber in seiner Schlichtheit sieht es einfach toll aus. Hier sieht man ein Tor, welches wie von einem Schloss wirkt. Passend zu den ersten beiden Teilen und genauso schlicht gehalten. Gelungen, einfach und etwas verträumt, genau mein Geschmack.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr angenehm zu lesen, durch die einfachen Sätze und den eher einfachen Wortschatz, kommt man sehr schnell voran und kann sich gut im Buch verlieren. Ich wurde nie durch schwierige Wörter oder umständlich formulierte Sätze in meinem Lesefluss gestört. Auch dieser Band ist wieder abwechselnd aus Sicht von Ella und Reed geschrieben, somit bekommt man von beiden Charakteren sehr viel mit. Die Autorin hat auch bei den Gedanken immer einen anderen Schreibstil verwendet, sodass man immer wusste, aus wessen Sicht man gerade liest.

Nachdem Brooke tot ist und Reed des Mordes beschuldigt wird, geht es drunter und drüber. In der Schule haben es Ella und Reed nicht einfach und zu Hause beginnt Steve plötzlich in der Rolle des Vaters aufzugehen. Doch die beiden wollen nicht kampflos aufgeben und versuchen alles, um Reeds Unschuld zu beweisen.

Dies ist der dritte Band in der Royal-Reihe und wie sicherlich jeder schon mitbekommen hat, gehen bei diesen Büchern die Meinungen auseinander. Ich persönlich fand des ersten ganz ok, den zweiten ziemlich gut und diesen wieder recht gut. Viele meinen, dass dieser Band der Schwächste ist, aber ich fand ich sehr unterhaltsam, auch wenn es ein Möchtegern-Thriller war. Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, da zu Beginn nochmal das Ende vom vorherigen Band aufgegriffen wird, somit vergisst man nichts Wichtiges.

Die Grundidee, dass hier das YA mit dem Thriller Genre verbunden wird, war jetzt nicht so meins, aber die Autorin hat es recht gut umgesetzt. Zwar war es sehr vorhersehbar und die Auflösung war auch nicht überraschend, aber na gut. Beginnen wir vorne. Ich mochte Steve nicht, nicht als er wieder auftauchte und in diesem Band schon gar nicht. Er war Monate lang verschwunden und tut dann so, als wäre nichts passiert und als wäre Ella sein Eigentum. Sie hat keine eigene Meinung bei ihm und muss sich alles gefallen lassen. Dadurch wurde Steve schon sehr unsympathisch, dies hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht sonderlich verändert. Es gab Stellen, da wirkte er fast wie ein liebender Vater, aber diese waren von sehr kurzer Dauer, meist war er ein Kontrollfreak und hat Ella nur das machen lassen, was er für OK befunden hat.

Reed muss sich in dem ganzen Buch mit dem Mord an Brooke herumschlagen. Es tauchen immer neue Beweise auf und neue Zeugen sagen aus, manche dieser DInge wirkten an den Haaren herbei gezogen, aber da dies kein richtiger Thriller ist, sei es vergeben.  Reed hat sich zwar seit dem ersten Band sehr gebessert, aber ich mag ihn trotzdem nicht und verstehe auch nicht wirklich, wie ihn so viele Leser anhimmeln können. Für mich ist er zu aggressiv und verliert zu leicht die Kontrolle, es gab immer wieder Stellen, an denen ich die Augen verdrehen musste und mich fragte, warum Ella mit diesem Kerl zusammen ist. Die Beziehung zu Ella entwickelt sich hier aber sehr weiter, man fühlt, dass sich die beiden lieben und sie versuchen auch oft genug zusammen zu sein. Auch hier gab es unrealistische Szenen, welche mich aber trotzdem zu schmunzeln brachten, ich sage nur: Musikraum. Auch sexuelle heben sie ihre Beziehung immer mehr an, diese sexuelle Spannung fühlt man als Leser schon richtig seit dem ersten Band und in diesem Teil gab es, denke ich, die meisten erotischen Szenen. Wer nun aber wilden Sex erwartet ist mit diesem Buch falsch beraten.

Es gab zwar Sex, aber nicht so viel wie in anderen YA Romanen. Ella kam mir dennoch in dem ganzen Buch über sehr verzweifelt vor, sie hat sich Reed immer in die Arme geschmissen, grade so, dass sie ihn nicht angefleht hat, mit ihr zu schlafen. So verzweifelt kann doch wirklich kein Mensch sein, auch als Reed angeklagt wurde und eventuell ins Gefängnis muss, kann sie nur daran denken, dass sie vorher noch so oft wie möglich mit ihm schlafen muss. DIes war mir dann doch etwas zu viel des GUten. Wenn Ella nicht gerade läufig war, dann war sie eigentlich ein toller Charakter, man spürt bei ihr, wie wichtig ihr die Familie ist und sieht auch, dass sie alles für die Royals tun würde.

Den Verlauf der Geschichte fand ich nicht so spannend, dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich habe es in zwei Tagen durchgelesen (ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so schnell mit einem Buch fertig war). Es war dann doch irgendwie süß zu lesen, vor allem, da ich Easton so gerne mag. Er bringt immer die tollen Sprüche ein und auch die wenigen Auftritte von Val haben mir ziemlich gut gefallen. Die Probleme, mit denen Ella und Reed immer konfrontiert werden, kann ich mir im echten Leben gar nicht vorstellen, vergleicht man das Buch aber mit der Serie Gossip Girl, kann man Parallelen erkennen, daran sieht man wieder, dass sowas die Zuschauer bzw. Leser anzieht. Am liebsten mochte ich die Probleme in der Schule, diese Schüler da faszinieren mich einfach, einfach, weil sie so anders sind. Jordan hat mich auch in diesem Band wieder fasziniert und ich fände es toll, wenn es auch über sie ein Buch geben würde. Aber vielleicht ist sie ja Eastons Flamme, wer weiß?

Das Ende war nicht sonderlich überraschend, aber trotzdem ein schöner Abschluss für die Geschichte von Reed und Ella. WIe es in diesem Genre üblich ist, war alles total übertrieben und sehr schnulzig, aber genau das macht auch den Flair von solchen Büchern aus, finde ich.

Fazit:

Ein schöner Abschluss der Geschichte, ich konnte wieder richtig abschalten und habe immer mit Ella und Reed mitgefiebert. Ich vergebe für dieses Ende 4 von 5 Sterne.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

noras welten, leserunde, weltenreise, noras welten durch den nimbus, noras welten 1

Noras Welten / Durch den Nimbus

Madeleine Puljic
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.05.2017
ISBN 9783745037616
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Ich bin eine Gefangene der Geschichte.
Etwas, das dort nicht hingehört.«

Nora Winter hat Angst vor Büchern, und das aus gutem Grund: Was sie liest, muss sie am eigenen Leib erleben. Mit Hilfe eines Hypnosetherapeuten will sie das Problem in den Griff bekommen, doch damit beginnen ihre Schwierigkeiten erst recht.
Gegen ihren Willen landen die beiden in einer Welt, die eigentlich nicht existieren dürfte – zwischen Rittern, Magiern, Drachen und Intrigen. Es gibt nur einen Weg zurück: Sie müssen die Geschichte bis zum Ende durchstehen.
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Ein leises Summen erklang. Dr. Benjamin Pawell sah auf die Uhr an der gegenüberliegenden Wand. Es war zehn Minuten vor sechs."

Das Cover gefällt mir ziemlich gut, darauf sieht man Nora und im Hintergrund einen Drachen. HIer bekommt man auch schon ein paar Hinweise auf die Geschichte, denn wieso sollten sonst ein Drache und eine Burg auf dem Cover sein? Allgemein ist es sehr stimmig und passt auch gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, sie schreibt wirklich toll und man kommt schnell voran. Ihr Satzbau ist gut, nicht zu lang, aber doch etwas anspruchsvoller als bei anderen Jugendbüchern. Geschrieben ist die Geschichte aus der allgemeinen Erzählperspektive und wechselt zwischen Ben und Nora hin und her. Dadurch kann man beide Charaktere besser kennen lernen und eine Beziehung aufbauen.

Zu Beginn lernen wir hier Nora kennen. Sie hat ein Problem und geht mit diesem zum Psychiater, Ben. Sie fällt in Bücher sobald sie in ihnen liest, Ben soll sie hypnotisieren um sie das Lesen verlernen zu lassen. Doch er hat andere Pläne, diese führen die beiden aber in das Buch Eldinor und dort sind sie immerhin Fremde.

Ich habe Madeleine beim Bücherquatsch getroffen und sie war so lieb und alle ihre Bücher haben sich toll angehört! Leider hatte sie keins dabei, aber dann hab ich diese Leserunde entdeckt und daran teilnehmen können. Als ich begonnen habe, war ich nach dem ersten Kapitel etwas skeptisch, da ich nicht ganz sicher war, was mich erwartet, aber als sie dann in Eldinor waren, war ich begeistert! DIe Welt war perfekt durchdacht, die Figuren waren nicht so typisch wie in anderen Büchern und die Geschichte war einfach anders. Durch das Eingreifen von Ben und Nora verändert sich die Geschichte noch, aber im insgesamt war sie toll.

Die beiden Hauptpersonen entwickeln sich in der Geschichte sehr weiter, jeder in eine andere Richtung. Sie werden von Keldan aufgenommen und Nora wird danach immer zickiger. Sie ändert ständig ihre Meinung, schert sich nicht mehr wirklich um Ben und verändert sich allgemein sehr. Die Nora von Beginn gibt es am Ende nicht mehr. Ben hingegen behält immer das Ziel im Blick, sein Charakter wird aber stärker und lässt sich nicht so einfach von der Welt einlullen.

Doch ist die Welt nun echt oder nicht? Diese Frage hat sich mir die ganze Zeit gestellt, denn eigentlich ist es ja nur eine Geschichte. Die Autorin hat hier aber so viele tolle Gedanken untergebracht, dass ich oft nicht sicher war, ob das wirklich alles so funktioniert, wie Nora sich das denkt. Natürlich gibt es in dieser tollen Welt auch Prinzen, Drachen, Zauberer und Prinzessinnen. Ein sehr gelungene Mischung und ich konnte diese Figuren alle lieb gewinnen. Man war sich nie sicher, wer denn nun wirklich zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, dies hat sich auch gegen Ende nochmal gezeigt, als es einen Verrat gab, mit dem ich nie gerechnet hätte. Ich wusste auch nicht, wie ich Keldan einschätzen sollte, denn er konnte doch nicht so nett sein, das glaubte ich nicht.  Aber ich verrate natürlich nicht, wie es wirklich ausging, aber ich kann sagen, dass die Autorin immer wieder Überraschungen eingebaut hat.

Während des Lesens habe ich immer wieder zwischen Lachen und vor-Spannung-platzen gewechselt, so verschiedenen konnten die Kapitel sein, aber das schaffen nicht viele Autoren. Der Humor in dem Buch ist wirklich gelungen und passend.

Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet (auch weil ich gedacht habe, dass es ein Einzelband ist), ich war wirklich überrascht. Hätte es so geendet, hätte ich die Autorin gehasst, aber dann kam noch das letzte Kapitel und der Epilog, welche mich nochmal vollends überzeugen konnten und sofort Lust auf mehr machten.

Nora wurde mit während des Buches immer unsympathischer, ich konnte sie nicht immer verstehen und sie wirkte egoistisch.

Ben fand ich toll, er ist klug und hat immer einen Plan. Zwar verhält er sich auf oft doof, aber das mach er immer wieder gut.

Keldan ist ein Zauberer, der König werden will. Doch dies will er nicht durch Krieg, sondern so friedlich wie möglich erreichen.

Fazit:

Ein wirklich tolles Buch, das sofort Lust auf mehr von der Autorin macht. Ihr Schreibstil ist einfach super gut und ich freue mich schon, wenn ich mehr von ihr lesen kann. Ich vergebe 5 von 5 Sterne!


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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Pretty Little Liars

Sara Shepard
Fester Einband
Erschienen bei Turtleback Books, 01.09.2007
ISBN B005O7NOGQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Aria, Emily, Spencer, Hanna and Alison have been best friends since the third grade. They go everywhere together, thinking no-one can come between them. If anyone is the ringleader of the group it is Alison, and the other girls cannot help but confide all their secrets to her.

One night, during a sleepover, Alison goes missing. Her body is never found. The girls mourn her death but move apart after time, assuming their secrets have disappeared with Alison too.

Three years later and Aria is having an affair with her teacher; Emily is questioning her sexuality; Hanna is a thief; and Spencer is flirting with her sister's fiance. They all think their secrets are safe, until they starting receiving messages from the mysterious A - who knows exactly what they are all up to, and is threatening to spill the beans . . .
Quelle: amazon.de

Meinung:

   "Imagine it's a couple of years ago, the summer between seventh and eight grade."

Das Cover ist einfach gehalten, darauf ist eins der Mädchen abgebildet, allerdings als Puppe. Die Schrift ist sehr verschnörkelt, passt aber wirklich gut dazu. Dadurch, dass jeder Teil in einer anderen Farbe und mit einem anderen Mädchen darauf gestaltet ist, passen sie insgesamt wieder gut zusammen.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker und einfach, dadurch kommt man flott voran. Es wird sehr viel beschrieben, vor allem was die Mädchen an haben. Es gibt auch einige leere Gespräche, allerdings ist es für eine so kurze Lektüre, welche man ZWischendurch einmal lesen kann, ok. Die Umgebung ist nicht immer gut beschrieben, aber wenn man, wie ich, die Serie zuerst gesehen hat, macht das überhaupt nichts. Sara Shepard schreibt sehr einfach und ihr Satzbau wird ebenso einfach gehalten.

Jeder sollte die Geschichte inzwischen ein wenig kennen, es geht um fünf Freunde, von denen eine im Sommer verschwindet. Die anderen vier verlieren sich aus den Augen. Im neuen Schuljahr hat jede ihre eigenen Probleme und andere Freunde oder Bekanntschaften. Doch als sie nachrichten von A bekommen, kommen sie sich wieder näher, denn A kennt all ihre Geheimnisse, welche allerdings nur Alison wusste. Doch diese ist ja verschwunden.

Lange stand dieses Buch in meinem Regal, ich habe mir die ersten sechs Bände einmal sehr günstig gekauft, hatte bis jetzt aber keine Motivation sie zu lesen, sind ja doch 16 Bände insgesamt. Die Lying Game Reihe der Autorin hat mir sehr gut gefallen und nachdem ich das Serienfinale angesehen habe, habe ich sofort mit dem Buch begonnen, da ich nicht wollte, dass es vorbei ist. Während ich gelesen habe, hatte ich immer die Schauspieler im Kopf, das lässt sich nicht ändern, aber das Buch ist doch ein wenig anders. Es gibt Personen, die in der Serie nicht vorkommen und die Mädels sehen auch etwas anders aus. Im Große und Ganzen ist die Geschichte allerdings gleich.

Jedes Kapitel ist aus einer andern Sicht geschrieben, einmal liest von Hanna, dann von Aria oder Emily und dann wieder von Spencer. Dadurch kann man jede Geschichte individuell gut verfolgen und lernt jeden Charakter besser kennen. Jede Geschichte folgt einem anderen Handlungsstrang, welche am Ende dann alle zu einem verschmelzen. Sozusagen ist der erste Band nur eine Einführung, man lernt jeden kennen und bekommt Hintergrundwissen, was mit Alison passiert ist und was den Mädchen widerfahren ist. Sozusagen ist dies der Grundstein für die restliche Reihe.

Ich muss sagen, dass mir die Mädchen alle, außer Emily, ziemlich unsympathisch waren. Sie werden richtig hochnäsig und eingebildet dargestellt, sie denken nur an sich selbst. Alsion war ihr Mittelpunkt und sie haben alles gemacht, was sie wollte. Was ich hier nicht verstand war, dass Alison immer gemein zu ihnen war und sie ihr trotzdem alles anvertraut haben. Es hat sich herauskristallisiert, dass unter den anderen vier auch enge Beziehungen entstanden sind, daher frage ich mich, warum sie genau Alison alles erzählt haben. So dumm können sie wirklich nicht sein, obwohl sie in den Büchern oftmals so dargestellt werden.

Spencer ging mit definitiv am meisten auf den Keks. Sie raucht, spannt ihrer Schwester den Freund aus, schert sich nur darum, wie sie in allem die Beste werden kann und vergönnt ihrer Schwester nichts. Ich mochte sie ja in der Serie, aber hier ist sie wirklich sehr extrem, ich hoffe, dass das noch besser wird. Dann kam Hanna, ich kann nicht benennen , was es ist, aber sie ist einfach schrecklich. Sie hat wirklich starke Komplexe, will ihren Freund zum Sex zwingen und stiehlt alles, was ihr nicht festgenagelt ist. Anscheinend hat sie das von ihrer Mutter, denn die "regelt" alles mit der Polizei und kümmert sich nicht wirklich um Hanna. Emily und Aria sind ok, nicht perfekt, aber auch nicht nervig. Dann gibt es noch Maya, sie mag ich wirklich gerne, weil sie einfach echt wirkt, wie ein richtiger Mensch, SIe ist nicht so gestellt wie die anderen und hat auch keine erzwungene schlimme Vergangenheit, somit mochte ich die Stellen mit ihr am liebsten. Mona hingegen war wieder so jemand, der einfach künstlich dumm wirkt, es mag schon sein, dass sie sehr schlau ist, das weiß man ja von ihrer Vergangenheit, aber sie wird absichtlich dumm gemacht. Sowas wirkte sehr erzwungen und hat mich etwas gestört.

Dadurch, dass das Buch, wie schon erwähnt, eher eine Einführung in die Geschichte ist, gab es auch nicht so viele Nachrichten von A. Trotzdem beginnt man schon zu grübeln, wer denn A nun ist. Ich weiß von der Serie ja schon wer A ist, und im Buch gibt es nur ein A, kein A und Uber A und A.D. Daher achte ich besonders auf Hinweise und gucke, ob man wirklich einfach drauf kommen kann, oder ob die Autorin das sehr ausgeklügelt geschrieben hat (was ich nicht denke, da es bei Lying Game auch einfach war).

Das Ende war dann, für mich, nicht sehr überraschend, ich wusste ja, was passiert. Aber ich fand es toll, wie sie alle wieder zusammen gefunden haben und die vier Handlungen sozusagen zu einer wurden. Sara Shepard beherrscht es einfach den Leser zu fesseln und ein gutes, wenn auch nicht immer spannendes, Buch zu schreiben.

Fazit:

Ein tolles Buch, das sich auch mit der erfolgreichen Serie messen kann. Man kann es separat oder ergänzend lesen, es ist immer was für Zwischendurch und mich konnte es auf jeden Fall überzeugen, daher bekommt es 4 von 5 Sterne.

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767 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

mona kasten, liebe, feel again, monakasten, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Er sollte nur ein Projekt sein – doch ihr Herz hat andere Pläne.

Sawyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   "Was zum Teufel mache ich hier eigentlich? Diese Frage stellte ich mir nicht zum ersten Mal an diesem Abend."

Das Cover ist, wie auch schon bei den anderen Teilen der Reihe sehr schön gestaltet und fügt sich dadurch toll in das Gesamtbild ein. Die Farbe gefällt mir persönlich nicht so gut, hier hätte man eventuelle eine andere wählen können, aber die Personen, welche durch die, wie abgekratzte Farbe aussehenden Striche, getrennt sind, sehen wieder toll aus und passen auch gut zu den anderen Bänden.

Mona Kastens Schreibstil ist gewohnt locker und leicht, sie schreibt sehr anschaulich und kann Emotionen sehr gut transportieren, dadurch baut man als Leser eine engere Bindung zu den Charakteren auf. Die Autorin schaffte es mit ihrem eigenen Stil auch, dass man sich mit den Figuren verbunden fühlt und somit mit ihnen mitfühlen kann. Ansonsten schreibt sie sehr einfach und man kommt schnell voran, der Satzbau ist nicht zu verschachtelt und die Worte sind immer passend gewählt.

In diesem Band dreht sich alles um Sawyer, die niemanden an sich ran lässt und lieber alleine ist. SIe lässt sich auf nichts Ernstes ein, doch als sie Isaac für ein Projekt braucht und sie immer mehr Zeit zusammen verbringen, merkt sie, dass es doch anders sein kann. Durch ihren Deal sollen beide profitieren, aber Sawyer ist sich unsicher, ob sie das wirklich durchziehen kann.

Ich habe die ersten beide Teile der Reihe geliebt, obwohl ich gegenüber Mona Kasten immer skeptisch war. Ebenso gefreut habe ich mich also auf den finalen Band der Reihe und ich muss sagen, dass dies der Schwächste der Reihe für mich war. Schnell fand ich wieder in die Geschichte hinein und ich habe mich auf Sawyer gefreut, da sie wirklich schlagkräftig und kein typisches Mädchen ist. Zumindest in den ersten beiden Teilen, denn hier wirkt sie wie ein anderer Mensch. Aber das war nicht so schlimm, hin und wieder kam immer noch Badass-Sawyer durch. Was mich allerdings ab Beginn weg an ihr genervt hat, war, dass sie immer wieder Anspielungen auf die Vergangenheit machte, spätestens nach dem dritten Mal hatte ich auch verstanden, dass sie es schwer gehabt hat, aber dies ständig zu wiederholen war für mich einfach nervig, vor allem da sowieso klar war, dass das große Geheimnis erst gegen Ende des Buches gelüftet werden würde.

Umso besser hat mir aber Isaac gefallen. Allein schon wegen ihm würde ich das Buch jedem empfehlen, da er endlich kein Bad Boy ist, sondern einfach ein normaler Kerl, der eben nicht so begehrt bei Mädchen ist. Ich wollte ihn sofort kennen lernen und mit ihm befreundet sein, hier hat die Autorin einen wirklich tollen Charakter geschaffen. Auch die Idee, dass Isaac von einer Farm kommt, eine große Familie hat und nur einige sehr gute Freunde fand ich gelungen, da sich mit ihm sicherlich einige Leser identifizieren können.

Als er und Sawyer also den Deal machen, war sofort klar, dass hier noch mehr passiert. Allerdings hat es sich etwas gezogen, bis wirklich was passiert ist. Diese Zeit würde mit Fotoshootings, Shoppen, Freunden und Arbeit gefüllt, hier kamen mir allerdings einzelne Szenen etwas überflüssig vor. Dies war in den ersten beiden Büchern nicht so und ich hätte mir gewünscht, dass auch dieser Teil wieder so toll wird, leider hatte ich zwischendurch keine Lust mehr zu lesen, da die Geschichte nur langsam dahin plätscherte. Hier muss man aber sagen, dass der Beginn und das Ende sehr gut waren, sie waren spannend und gut durchdacht, nur eben der Mittelteil hatte für mich viele Schwächen.

Sehr gefallen haben mir die Szenen, in denen Isaacs Familie vorkam, so herzlich wie die alle sind, hätte ich die auch gern kennen gelernt. Überhaupt spielte das Thema Familie in diesem Buch eine große Rolle, da auch oft Saywers Schwester Riley vorkam und man diese und Isaacs Familie sehr ins Herz schließen konnte. Es gab viele schöne, traurige und lustige Szenen mit den Familien der beiden und die Autorin hat hier die Gefühle wirklich sehr gut rübergebracht, von mir aus hätte es noch mehr davon geben können. Ganz besonders mochte ich die kleinen Geschwister von Isaac, die sind einfach total süß und haben die Atmosphäre in dem Buch oftmals aufgelockert.

Da das Buch aber ein YA (oder NA? Keine Ahnung) Roman ist, gibt es, wer hätte es gedacht, eine Liebesgeschichte. Diese war ein wirkliches Highlight, da es keine sofortige Liebe war, sondern erst langsam wachsen und gedeihen musste, dadurch konnte man als Leser alles genau verfolgen und nachvollziehen, es wirkte nichts an den Haaren herbei gezogen. Ich persönlich mag es sehr gerne, wenn solche Bücher eine Liebesgeschichte haben, die etwas realistischer ist und dies habe ich in diesem Buch bekommen. Es hat sich alles so schön langsam entwickelt und es gab so viele Ereignisse, die alles beeinflusst haben, das fand ich einfach toll.

Das Ende war dann wieder sehr schön und hat dazu beigetragen, dass ich nicht nur 3 Sterne vergebe. Es hat mich berührt und war etwas unverhofft, aber genau dadurch war es ganz besonders toll.

Sawyer gibt sich nach außen immer unnahbar, aber innerlich ist sie genauso verletzlich wie jeder andere. Trotzdem ist eine starke Frau, die niemanden braucht um im Leben klar zu kommen.

Isaac ist zuerst ein Nerd, doch mit der Zeit verwandelt er sich immer mehr in den lieben und tollen Jungen, den die Mädchen anhimmeln. Er ist ein richtiger Familienmensch und kümmert sich rührend um seine Freunde und Geschwister.

Fazit:

Für mich leider der schwächste Band der Reihe, doch da mich das Ende nochmal vollends überzeugen konnte und auch der Anfang wirklich toll war, vergebe ich 4 von 5 Sterne.


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reiseführer, slowenien, romantik, liebesgeschichte, mythen

Fantastische Reisen: Liebesgeschichten, Mythen und Legenden - PIRAN: Nicht nur für Reisende!

Pia Kovarik
E-Buch Text: 38 Seiten
Erschienen bei null, 22.06.2017
ISBN B0735H1S8G
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/


Inhalt:

Es gibt besondere Orte auf dieser Welt, an denen so manche magische Dinge passieren und Piran ist für mich einer dieser Orte. – Pia Kovarik –

Ein Reiseführer der etwas anderen Art – NICHT NUR FÜR REISENDE!

Begleiten Sie das frisch verliebte Paar Louisa und Franz durch das fantastische Piran und lassen Sie sich von den erzählten Liebesgeschichten, Mythen und Legenden verzaubern.

Enthaltene Erzählungen:
· Das Venezianerhaus
· Die Legende des Heiligen Georg
· Pirans Campanile – Erzengel Michael
· Die Meerjungfrau
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

    "Es waren einmal eine junge Frau und ein junger Mann, die sich in den engen Gassen von Piran zum ersten Mal über den Weg liefen."

Das Cover ist schön gestaltet, darauf kann man Piran erkennen und es wird sofort Urlaubsstimmung versprüht. Der Hintergrund sieht aus wie ein Reiseführer, aber durch den Titel und die Gestaltung von diesem sieht es wieder eher wie ein sommerlicher Roman bzw. Kurzgeschichte aus.

Der Schreibstil der Autorin wird immer besser, in diesem Band war er verträumt, wie es sich für Geschichten, die erzählt werden gehört. Pia Kovaric hat es geschafft eine Liebesgeschichte durch Legenden aufzupeppen und dies ganz geschickt versponnen, der Schreibstil wechselt dabei auch von einer Erzählform in die andere, dies hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ansonsten ist die Sprache eher einfach gehalten, die Sätze sind nicht zu kompliziert.

Zu Beginn lernen wir hier Louisa und Franz kennen, sie treffen sich zufällig und Franz möchte Louise unbedingt die Legenden seiner Heimat erzählen. Als sie sich endlich dazu überreden lässt erzählt er ihr vier Legenden von Piran, welche jeweils durch Szenen von Louisa und Franz getrennt sind.

ALs mich Pia fragte, ob ich auch ihren neuen Kurzroman lesen wollte, war ich erstmal skeptisch, da es sich wirklich wie ein Reiseführer angehört hat, aber meine Bedenken waren alle unbegründet, die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich dachte, dass es sich hier um vier Kurzgeschichten handelt, tatsächlich sind in diesen 38 Seiten keine vier, sondern nur eine Geschichte verpackt worden, in welche die anderen vier geschickt eingesponnen wurden.

Die Geschichte von Louise und Franz hat mir gut gefallen, es wirkt wie eine typische Urlaubsromanze und es bleibt dem Leser überlassen, sich auszumalen, wie sie endet. Eine schöne Idee. Die einzelnen Legenden von Piran wurden sehr schön erzählt, es kam mir vor als würde ich ein Buch über Legenden lesen und nicht so als würde Franz diese Legenden erzählen. Es waren insgesamt vier Legenden, als Leser folgt man diesen durch die ganze Stadt und durch die Bilder die immer wieder in dem Buch eingebaut wurden, kann man sich alles noch besser vorstellen. Am besten hat mir die erste und die letzte Geschichte gefallen, aber ich möchte nicht zu viel verraten, da das Buch ja nur 38 Seiten hat. Ich kannte die Stadt vorher noch nicht, aber kann sie mir nun sehr gut vorstellen und würde die beschriebenen Orte gern selbst sehen.

Fazit:

Ein sehr schöne Sommerlektüre, die mich richtig in Urlaubsstimmung versetze hat. Dafür vergebe ich tolle 5 von 5 Sterne!

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arakkur, fantasy, pascal wokan;, episc, spannender auftak

Arakkur - Die große Schlucht

Pascal Wokan
E-Buch Text: 422 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 02.04.2017
ISBN B06XZZ516T
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Hinunter
In die Schlucht
In den Tod

Alle Blicke richten sich auf die umkämpfte und lebensfeindliche Schlucht, denn in ihrem Inneren wächst die Knolle, die das Leben der Reichen und Mächtigen verlängert und seit Jahrzenten blutige Kriege zwischen den Herzogtümern des Landes entfacht. Während der König um Macht und Einfluss fürchtet, tritt ein neuer Feind auf den Plan und droht das Reich zu stürzen. Doch das Land birgt ein Geheimnis und weckt ungeahnte Kräfte in Auserwählten. Elhan, der als Sklave in die Schlucht geworfen wurde, muss das Geheimnis ergründen und den Weg seines Schicksals gehen...
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Schnee fiel vom Himmel. Kronprinz Ashron runzelte die Stirn und sah hinauf zum ersten Mond."

Das Cover finde ich wirklich toll, es strahlt schon etwas sehr düsteres aus und diese Geschichte ist wirklich düster. Gezeigt wird darauf ein Spalt, dies soll wahrscheinlich ein Teil der Schlucht sein, diese Idee ist wirklich grandios, da endlich keine Menschen auf dem Cover sind, dies hätte bei diesem Buch nicht gepasst.

Der Schreibstil ist grandios, ich kann ihn gar nicht beschreiben. Dies ist das erste Werk des Autors, aber ich kann sagen, dass er das mit dem Schreiben schon sehr gut beherrscht, sehr anschaulich und spannend, ich war von der ersten Seite an gefesselt. Es haben sich zwar öfter Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen, aber dies sei verziehen, denn der Rest ist einfach gelungen. Die Sätze sind auch schon mal länger oder verschachtelt, aber dies hat mich nie im Lesefluss gestört.

Zu Beginn lernt man in dem Buch die drei Hauptcharaktere kennen, Cathien, Elhan und Alrael, im Laufe der Handlung lernt man jeden besser kennen und begleitet diesen auf seinem Weg. Alrael ist der Kronprinz von Andural und in seinem Handlungsstrang verfolgen wir, wie er den Plänen seines Vaters, dem König, auf die Schliche kommt bzw. selbst darin verstrickt wird. Cathien ist die Tochter eines Herzogs und auf dem Weg zum König um um eine Audienz zu bitten. Elhan ist ein Sklave, der gerade nach Arakkur gebracht wird, um Knollen abzubauen.

Ich wäre nie auf das Buch aufmerksam geworden, hätte ich es nicht bei der Leserunde auf Lovelybooks entdeckt. Es hat mich sofort angesprochen und als ich begonnen habe zu lesen, war ich sofort begeistert.  Die Geschichte folgt den oben genannten Personen und jedes Kapitel ist aus einer anderen Sicht geschrieben, dadurch habe ich gute Einblicke in jeden der Charaktere bekommen und schon bald einen Favoriten gewählt. Lange habe ich Cathien am liebsten auf ihrem Weg begleitet, dann Alrael und dann Elhan, jeder dieser Charaktere hat sich in seiner eigenen Geschwindigkeit entwickelt. Viele würden es als störend empfinden, wenn die Sicht in jedem Kapitel wechselt, aber ich mag sowas richtig gern und in diesem Buch wurde dieses Konzept sehr gut ausgeführt.

Zuerst konnte ich mir nichts unter Arakkur vorstellen, es war eben eine Schlucht, in der etwas abgebaut wird, aber mit der Zeit wurde es klarer und die Schlucht immer wichtiger. In der Schlucht selbst wächst eine Knolle, diese verlängert das Leben desjenigen der sie regelmäßig isst. Darin arbeiten Sklaven, denn der Handel mit diesen ist in einigen Herzogtümern Gang und Gebe, doch einige dieser Sklaven sind keine Verbrecher oder Mörder. Viele dieser Dinge wurden erst im Laufe des Buches erklärt, am Beginn war ich oft verwirrt, da es so viele neue Begriffe und Dinge gab, doch dies hat sich bald gelegt.

Die Idee mit der Schlucht ist wirklich mal neu, auch das ganze drumherum und wie die Magie eingebaut wurde. Etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen, daher hat mich das Buch auch so fasziniert. Es gibt viele Intrigen und Geheimnisse, einige werden aufgedeckt, doch gleich folgen neue und dies hat mich immer angehalten zum Lesen. Spannung kam nie zu kurz und ich hatte zwar oft eine Vermutung, was denn so abgeht, aber fast alle haben sich als falsch herausgestellt, der Autor versteht es den Leser in die Irre zu führen. Pascal Wokan ist ein sehr talentierter, junger Autor, der wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient, da er sehr unvorhersagbar schreibt und den Leser immer wieder überraschen kann.

Dies ist ein Fantasyroman, der auch ohne Liebesgeschichte ganz toll auskommt. Somit wird auch nicht von der hauptsächlichen Story abgelenkt. Es wird sich wirklich nur auf die Handlungen von den drei Protagonisten konzentriert, es gibt meiner Meinung ein paar Ansätze für eine Liebesgeschichte, allerdings entsteht keine, was ich persönlich toll finde. Arakkur braucht dies auch gar nicht, die Story ist so auch schon wunderbar.

Die Auflösungen und Zusammenführungen der drei Handlungsstränge waren sehr gut durchdacht und auch das Ende regt den Leser dazu an, sich auf den nächsten Band zu freuen, der Epilog war einfach nur spannend und so unerwartet, so wie auch der Rest des Buches.

Cathien ist eine sehr starke Frau, die alle Hürden überspringt und sich sehr um ihre Familie sorgt.

Alrael ist ein wenig eingebildet, ein Prinz, der sich mehr für Bücher als für Kriege und Politik interessiert, aber dennoch sich um das Volk kümmert.

Elhan ist ein Slave, von dem nicht viel bekannt ist, dies ändert sich aber mit der Zeit. Er ist wirklich etwas Besonderes.

Fazit:

Das Buch konnte mich voll und ganz überzeugen, ein Fantasyroman, der einfach alles hat. Darum bekommt das Buch auch volle 5 von 5 Sterne. Ich kann es wirklich jedem weiter empfehlen!

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fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   "Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt."

Das Cover gefällt mir wirklich gut, ich finde es genauso schön wie das englische Cover. Hier sieht man die Hälfte einer Krone und mit dem zweiten Band wird das Bild vervollständigt, dies ist eine schöne Idee. Auf der Krone sind verschiedene Tiere zu sehen, die alle in dem Buch auftauchen oder sogar eine größere Rolle spielen. Der letzte Zacke der Krone löst sich in Nebel und Raben auf, wirklich schön gestaltet, es wirkt wie ein guter Fantasy-Roman.

Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Es wird aus der allgemeinen Erzählperspektive geschrieben und durch die häufigen Sichtwechsel ist dies recht verwirrend. Ansonsten ist hier ein eher schwaches Worldbuiling vorhanden, die Autorin hat sich leider nicht die Zeit genommen, um ihre Welt auszubauen, somit wurden immer nur kleine Teile sehr kurz beschrieben, allerdings konnte ich mir dadurch nicht sehr viel vorstellen. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, die Charaktere haben nicht zu viel Tiefe bekommen, dennoch habe ich es gern gelesen.

Zu Beginn lernt man alle Königinnen kenne, jede lebt bei einer anderen Familie und an ihrem sechzehnten Geburtstag gibt es ein Fest, an dem die wahre Königin sich erhebt und die anderen beiden tötet. Hier erlebt man die Zeit bis zu diesem Fest mit den drei Schwestern, das Fest selbst kommt auch noch vor.

Ich schließe mich einigen Rezensionen, da ich zuerst etwas schwer in die Geschichte gekommen bin. Es gab ungefähr 100 Namen und keine Erklärungen, durch die häufigen Perspektivenwechsel wurde das Ganze noch zusätzlich erschwert. Nach ungefähr 100 Seiten und nach ein paar Erklärungen konnte ich jeden Namen zuordnen und die Geschichte fing an spannend zu werden.  Die Namen waren dann doch nicht so schwer zu merken, da sie öfter vorkamen, allerdings wurde einmal ein Händler namentlich benannt, dies hätte man sich sparen können, da dieser nur einmal im gesamten Buch vorkam. Durch solche unnötigen Namensnennungen wurde es wieder erschwert, vor allem da immer wieder neue Charaktere eingefügt wurden.

Die Perspektive wechselt nicht nur zwischen den drei Königinnen, manchmal liest man auch Szenen aus Sicht von einer Priesterin, einer Freundin oder einem Familienmitglied. In dem Buch waren dann manchmal die Absätze so schlecht gekennzeichnet, dass ich mir hier schwer getan habe. Doch dies ist nicht Schuld der Autorin und fließt nicht in die Rezension ein. Durch diese häufigen Wechsel konnte man sich aber von allen Königinnen und auch von deren Freunden bzw. Familien ein gutes Bild machen. Es blieben aber auch einige Charaktere eher flach und farblos, da nicht viel Platz für Beschreibungen von ihnen blieb. Zu Beginn waren diese Wechsel auch sehr verwirrend, aber mit der Zeit habe ich immer schon darauf gewartet, dass ein Kapitel aus Sicht von Arsinoe oder Mirabell kommt, da ich diese beiden sehr gerne mag.

Mit der Zeit wurde auch klarer, was es mit diesen ganzen Gaben und Clans auf sich hat, dies habe ich anfangs gar nicht verstanden. Das ganze Prinzip fand ich dann aber ziemlich cool und ich hätte gern mehr von den einzelnen Gaben der Clans erfahren. Diese Idee fand ich einfach nur toll und sie hat mich sehr fasziniert, auch wie mit den Königinnen in den unterschiedlichen Clans umgegangen wird und was sie glauben, wer die wahre Königin sein wird. Hiervon hätte ich mir wirklich mehr gewünscht, denn hauptsächlich wurde wirklich nur auf die Königinnen eingegangen und wie sie sich auf das Fest vorbereiten.

Einige Nebencharaktere sind mit beim Lesen aber auch sehr ans Herz gewachsen, wie z.B. Jules und Joseph. Ich mag die beiden total gern und hoffe, dass sie im zweiten Band noch oft vorkommen. Die Freundschaften, die die Autorin erschaffen hat, waren sowieso alles atemberaubend toll, dies war wirklich ein Highlight für mich, da sie zu ihrer Königin stehen, egal ob sie glauben, dass sie gewinnt oder eben nicht. Mit vielen dieser Charaktere würde auch eine engere Beziehung zu einer der Königinnen aufgebaut, die perfekte Grundlage für Verrat und ich habe immer darauf gewartet. Wie könnte man bei so einem Buch auch bessere Intrigen schreiben, als einen Mann in das Leben einer Frau treten zu lassen und ihn sie dann verraten lassen. Es war wirklich nervenaufreibend, da ich wusste, dass da noch etwas passieren muss und bei jeder Szene habe ich gehofft, dass nichts Schlimmes passiert. Allgemein gibt es in diesem Buch sehr viel Verrat und viele Intrigen, die ich persönlich sehr gerne mag und ich mag es auch dieser herauszufinden oder mich zusammen mit einer der Hauptpersonen verraten zu fühlen.

Die drei Königinnen selbst könnten unterschiedlicher nicht sein. Wir haben hier Katharine, Arsinoe und Mirabelle und während die eine als schwach und dürr beschrieben wird, ist die andere einfältig und dumm und die dritte anmutig und stark. Auf dieser Grundlage lässt sich also sehr viel machen und die Autorin hat dies meiner Meinung nach auch sehr gut ausgenutzt, denn jede der Königinnen ist mit Vorurteilen bestückt und als Leser findet man im Laufe des Buches heraus, ob diese stimmen oder nicht. Sie entwickeln sich alle drei aber auch weiter und verändern sich, meist in eine Richtung, die man so nicht wirklich kommen sieht. Ich mochte ihre Geschichten einfach so gern und hätte sie gern noch weiter begleitet, aber leider war dann das Buch aus.

Dies ist wieder so ein Buch, in dem bis hin zum Ende nicht so viel passiert (wie auch These broken stars, Cinder oder Grischa), aber ich scheine solche Bücher richtig gern zu mögen. Das SPannendste passiert hier in den letzten 50-100 Seiten, dies ist für viele Leser sicher nicht so toll, aber wenn ihr, so wie ich, gerne solche Geschichten lest, dann ist das Buch perfekt für euch. Es wird im Grunde in den ersten 350 Seiten alles für das Ende vorbereitet, und dies hat mich dann doch wieder überrascht, es gab wirklich tolle und spannende Momente. Und einen sehr fiesen Cliffhanger, ich brauche einfach Band 2, da ich wissen will, wie es weiter geht. Sozusagen hat mich das Ende wirklich sehr begeistert.

Arsinoe ist die freieste der Königinnen, sie ist sehr nett und nicht so schwach und dumm, wie sie von den anderen beschrieben wird. Sie hat auch einen sehr ausgeprägten Kampfgeist.

Katharine ist die Jüngste und eher schwach. Sie kann sich nicht wirklich zur Wehr setzen und lässt vieles einfach so über sich ergehen.

Mirabelle ist sehr stark und klug, allerdings unterwirft sie sich nicht so einfach dem Tempel und hinterfragt sehr oft Anweisungen von den Priesterinnen.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr positiv überrascht und ich habe 300 Seiten einfach mal so an einem Tag gelesen, das sagt schon alles. Es ist wirklich spannend und toll und ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne, hoffentlich ist Teil 2 genauso gut!

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intrig

Zwielicht (Das Schicksal der Suedlichen Lande)

M. D. Grand
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 30.05.2017
ISBN 9781546431442
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Achtung! Die ist Band zwei der Reihe und kann Spoiler enthalten!

Inhalt:

Sieben Jahre nach der Schlacht von Keron lebt Leam als Berater und Chronist am Hofe des Königs, doch der Krieg und das Leben haben Spuren an ihm hinterlassen. Nicht nur seine unglückliche Liebe zu Ravelia macht ihm schwer zu schaffen – auch König Tamir nutzt jede Gelegenheit, um seinen Konkurrenten vom Palast und der Königin fernzuhalten. Als eine Reihe mysteriöser Morde das Land erschüttert, wird daher dem ehemaligen Dieb die Pflicht auferlegt, in den Westen zu reisen um der Sache auf den Grund zu gehen. Seine Erfahrungen und sein Wissen führen ihn schnell auf eine Spur, doch mit jedem Schritt, der Leam dem Mörder näher bringt, spinnt sich auch das Netz aus Lügen, Geheimnissen und Intrigen immer enger um ihn, bis ihm am Ende nur noch eine Wahl bleibt: zu kämpfen oder zu sterben.
Quelle: amazon.de

Meinung:

   "Schon von Weitem hörte man das Kinderlachen, das laute Getrappel und das wilde Geschrei, das aus den Gärten der Königsfamilie drang

Das Cover ist passend zu dem vom ersten Teil gestaltet, es sieht auch wieder toll aus! Es verrät nicht viel vom Inhalt, passt aber doch irgendwie dazu, ich bin total begeistert. Diesmal ist das Cover eher blau gehalten, mit den geometrischen Figuren und Planten drauf. Ich kann mir schon vorstellen, wie schön die beiden Bände nebeneinander im Regal aussehen!

Der Schreibstil von Marlen Grand ist wie auch schon in Band eins einfach umwerfend! Sie schreibt sehr anschaulich und somit kann man sich als Leser die Gegend und die Personen sehr gut vorstellen. Was mir auch gut gefällt ist, dass sie nicht immer ganz so einfach schreibt und man sich gefordert vorkommt. Ich liebe ihren Schreibstil einfach, er ist perfekt für mich und passt sehr gut zu dem Fantasy-Buch.

Das Buch spielt sieben Jahre nach dem Ende von Band eins, hier ist Leam am Hofe und ebenso ein Lord. Doch der König will ihn loswerden, da er weiß, dass Leam und Velia etwas für einander empfinde, somit kommen ihm die seltsamen Morde im ganzen Land gerade recht. Er entsendet Leam, um diese aufzuklären und dadurch wird Leam immer weiter weg vom Hof getrieben und in dunkle Angelegenheiten verstrickt.

Ich konnte es nicht abwarten endlich Band 2 dieser tollen Reihe zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat zwar einen ganz anderen Charakter als Band eins, aber trotzdem ist es sehr gut und fesselnd.

Als das Buch bei mir angekommen ist, habe ich sofort begonnen zu lesen und ich muss zugeben, es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder in der Geschichte drin war, aber dann war ich sofort wieder begeistert. In diesem Band dreht sich alles um Leam und da er schon im ersten Teil einer meiner liebsten Charaktere war, habe ich mich hier besonders auf ihn gefreut. Der Beginn war eher ein leichter Einstieg, es wird aber nicht so viel vom ersten Band erklärt, hier hat man Leam gesehen, wie er am Hofe lebt und wie er sich in dieser Zeit angepasst hat. Dieser Leam hat mir persönlich nicht gefallen, als Dieb ist er einfach viel cooler. Ich mochte aber, wie er sich um die Kinder des Königs kümmerte und auch, dass er immer noch an Ceryan dachte, obwohl dieser schon jahrelang tot ist.

Ich hatte ja irgendwo die Hoffnung, dass Ceryan in diesem Band wieder zum Leben erweckt wird, durch einen dunklen Zauber oder so und Leam dann verflucht ist, weil er diesen ausgeführt hat (Marlen, wär das nicht eine coole Idee?!), aber leider kam es nicht so. Allerdings wurde Ceryan öfter erwähnt und das hat mich schon sehr gefreut, da ich den Typ einfach liebe. Auch Ravelia bekam hier wieder viele Szenen, man konnte Leams Liebe zu ihren förmlich mit Händen greifen, manchmal wurde hier zwar etwas dick aufgetragen, aber das war nicht so schlimm, hat mir allerdings ein paar Augendreh-Momente eingebracht.

In diesem Band spielen sich sehr viele Erlebnisse in Lafunta, Kartuna und Gandor ab, somit lernt man auch andere Städte in Avandoria kennen. Diese sind alle sehr unterschiedlich und werden von verschiedenen Diebesbanden regiert, diese Idee fand ich sehr gelungen und auch, wie dies in die Geschichte von Leam eingebaut wurde. Die Gilden selbst fand ich sehr interessant und ich hätte auch gerne mehr über sie erfahren, aber vielleicht wird dies noch im nächsten Band, es waren einfach so viele interessante Charaktere dabei. Neben den Diebesgilden wurden auch Magier eingeführt, die mir von Anfang an sehr unsympathisch waren, sie wirkten eingebildet und sehr besserwisserisch, daher kann man Weon und seine Magierkompanen nicht mögen. Sie spielen im Laufe des Buches aber noch eine entscheidende Rolle.

Leam erlebt hier sehr viele Abenteur, davon haben die meisten nichts mit Magie zu tun, allgemein gab es hier weniger Magie als im ersten Band, was dem Buch aber nicht geschadet hat. Die magischen Elemente die eingebaut wurden waren toll platziert und traten immer wieder auf, dadurch bekommt man als Leser nie den Eindruck, als würde man ein normales mittelalterliches Buch lesen. Es ist wirklich spannend Leam auf seinem Weg zu begleiten und die ganzen Intrigen und Geheimnisse mit ihm zusammen aufzudecken. Ich könnte nicht sagen, ob mir dieser oder der erste Band besser gefallen haben. Auch die Entwicklung von Leam selbst fand ich sehr schön, da er von dem verwöhnten Lord zu dem Dieb wurde, der er eins einmal war, wie jeder in mag.

Das Ende hat sofort wieder Lust auf mehr gemacht, da es einfach super spannend war und man sofort wissen will, wie es mit Leam und den südlichen Landen weiter geht. Bitte Marlen, schreib schnell weiter.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, ich finde es immer so schwer Bücher, die ich mag, zu rezensieren, da schwärme ich meistens nur davon. Also: Das Buch ist megasupertoll!

Fazit:

Ein starker zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht und sich sehen lassen kann. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte sie unbedingt lesen! Volle 5 von 5 Sterne.

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Cinder. Marissa Meyer (The Lunar Chronicles) by Marissa Meyer (2012-01-01)

Marissa Meyer
Flexibler Einband
Erschienen bei Puffin Books, 01.01.1765
ISBN B01K3LRHP6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Humans and androids crowd the raucous streets of New Beijing. A deadly plague ravages the population. From space, a ruthless lunar people watch, waiting to make their move. No one knows that Earth's fate hinges on one girl. . . .

Cinder, a gifted mechanic, is a cyborg. She's a second-class citizen with a mysterious past, reviled by her stepmother and blamed for her stepsister's illness. But when her life becomes intertwined with the handsome Prince Kai's, she suddenly finds herself at the center of an intergalactic struggle, and a forbidden attraction. Caught between duty and freedom, loyalty and betrayal, she must uncover secrets about her past in order to protect her world's future.
Quelle: amazon.de

Meinung:

   "The screw through Cinder's ankle had rusted, the engraved cross marks worn to a mangled circle."

Das Cover finde ich einfach so toll, ich wollte die Reihe auf englisch haben, da mir die deutschen Cover nicht gefallen und die Bücher auch so teuer sind. Auf dem Cover sieht man Cinders Fuß und darin die ganze Maschinerie. Durch den High Heel bekommt das Cover gleich einen kleinen touch von Cinderella, was mir sehr gut gefällt. Ich finde es super, dass das Bild auf dem Cover einen wirklichen Bezug zum Inhalt hat.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und flüssig, sie schreibt in der dritten Person und kann dadurch Kapitel schreiben, die nicht aus Sicht von Cinder sind. Marrisa Meyer schafft es sehr gut alles zu beschreiben und obwohl ich viele mechanische Ausdrücke auf Englisch nicht kannte, hatte ich ein gutes Bild von Cinder. Ihr Sätze sind nicht allzu kompliziert, da es ja ein Jugendbuch ist und die Dialoge waren spannend geschrieben.

Zu Beginn lernen wir hier Cinder kennen, die in einer Familie lebt, die sie nicht haben will. Eine ihrer beiden Stiefschwestern mag sie aber gern, neben ihr ist Iko, ein Android, Cinders einzige Freundin. Cinder ist ein Cyborg, d.h. sie hat einen Metallfuß und eine Metallhand, außerdem hat sie einen Display immer vor Augen, der ihr Informationen liefert. Sie ist Mechanikerin, und darum will ihre Stiefmutter, Adri, auch nicht, dass sie auf den kommenden Ball geht, doch als sie als Versuchskaninchen für ein Heilmittel auserkoren wird, ändert sich ihr Leben.

Das Buch habe ich zusammen mit Ney gelesen und ich bin so froh, dass es nicht länger ungelesen herumsteht, da es einfach toll ist.

Ich habe nicht gewusst, auf was ich mich da einlasse, da es eine sehr moderne Version von Cinderella ist, aber ich wurde nicht enttäuscht. Cinder war mir ab Seite eins sehr sympathisch, sie ist eine gute Protagonistin und auch als Aschenputtel macht sie sich nicht schlecht, nur anstatt in Staub, kriecht sie in Öl. Ok, doofe Anspielung. Cinder ist Mechanikerin und auch sehr selbstbewusst, dies hat mir bei ihr sofort gefallen, sie lässt sich nicht alles von ihrer Stiefmutter anschaffen und wehrt sich auch schon mal gegen sie. So gesehen ist sie besser als Aschenputtel.

Am Anfang wird man sehr in die Welt eingeführt, dies fand ich sehr gut, da man sich dadurch alles viel besser vorstellen konnte, auch wie die Menschen da leben. Weiters wurde die Seuche, die sich unter den Bürgern ausbreitet erläutert, man kann sie sich ungefähr wie die Pest vorstellen. Sozusagen war der Beginn ein Haufen an Erklärungen, was dem Buch aber nicht sonderlich geschadet hat. Schon bald wurde es aber spannender, da Cinder in den Palast muss, um als Testobjekt für ein Heilmittel zu fungieren. Ab da wurden immer wieder viele Anspielungen fallen gelassen, welche einen schon wissen ließen, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Auf jeden Fall passiert den Großteil des Buches über nicht allzu viel, hauptsächlich geht es um das Heilmittel, Cinder und auch den Prinzen, Kai.

Kai ist der Thronfolger und sein Vater liegt im Sterben. Durch einige Kapitel, die aus seiner Sicht geschrieben sind, bekommt man einen schönen Einblick in seine Probleme und er wirkt einfach sehr erwachsen durch seine Entscheidungen, obwohl er nicht viel älter als Cinder ist. Kais größtes Problem ist die Lunar Königin Levana. Schon seit Jahren befinden sich die Erde und der Mond in Friedensverhandlungen und nun liegt diese Last auf Kai. Die Königin wurde schon relativ früh erwähnt und ich konnte sie bereits ab der ersten Erwähnung nicht leiden. Sie ist sehr hinterlistig und im Laufe des Buches passieren noch so viele Dinge, dass man sie einfach hassen muss.

Wie es in einem Jugendbuch so üblich ist, gibt es auch hier eine Liebesgeschichte. Diese ist aber nicht erzwungen oder gar Liebe auf den ersten Blick, in diesem Buch entwickelt sie sich langsam, die Charaktere nähern sich nur zögerlich an und dies ändert sich im Buch auch nicht sehr. Auch gefallen hat mir, dass diese Liebesgeschichte eher im Hintergrund steht und einfach nebenbei passiert, es liegt hier nicht der Fokus auf die Liebe selbst. DIes stört mich bei Fantasy und SiFi Büchern oft, dass eine tolle Idee in den Hintergrund rückt, da man die Liebe in den Vordergrund stellt. Die Autorin hat die eigentliche Handlung aber sehr gut mit der Liebesgeschichte verknüpft, sodass alles einen Sinn ergab und nichts an den Haaren herbei gezogen wirkte.

Die Autorin hat dann noch ein wenig Fantasy in dieses dystopische Sciene-Fiction-Märchen eingebaut. Kurz zur Erklärung, das Buch spielt nach dem vierten Weltkrieg, es gibt aber auch Lebensformen im Weltall. Daher ist hier ein schöner Genre-Mix entstanden. Als hätte das noch nicht gereicht, haben die Lunars noch die Gabe ihr Umgebung zu manipulieren, dies wird im Buch zwar wissenschaftlich erklärt, allerdings würde ich es eher unter Fantasy einordnen. Diese Gabe ermöglicht es ihnen, sich z.B. schöner aussehen zu lassen als sie sind oder Menschen dazu zu bringen, etwas zu tun. Dies fand ich sehr cool und die Autorin hat dies auch geschickt in die Geschichte eingebaut.

Das Ende war dann nicht ganz so unerwartet, da man schon vorher viele Hinweise bekommen hat und wenn man die einfach richtig gedeutet hat, wusste man, was passieren wird. Natürlich gab es trotzdem noch einige Überraschungen, die ich nicht habe kommen sehen, aber das Ende an sich war dann einfach nur noch gemein. Man liest das letzte Kapitel und schwupps ist das Buch ein, ein perfekter Cliffhanger also. Ich bin sehr gespannt, wie die Autorin Cinder in den zweiten Band einbringt und wie es weiter geht, denn es gibt noch einige offene Fragen, wie es z.B. mit Königin Levana weitergeht, wie es mit Cinder weitergeht, was Kai nun tut usw.

Cinder ist eigentlich eine ruhige Person, sie kann aber auch schon mal laut werden und sich wehren. Sie hängt an nichts und niemanden, außer an ihrer Schwester Peony.

Kai hat es sehr schwer und versucht sein bestes, um so gut wie möglich zu regieren. Er will es der Mehrheit recht machen und würde auch sein Leben für das seiner Bürger geben.

Levana ist eine hinterhältige Königin, die alles daran setzt mehr Einfluss auf der Erde zu bekommen. Sie würde dabei auch über Leichen gehen.

Fazit:

Das Buch konnte mich voll und ganz überzeugen, mit Ney lese ich irgendwie immer nur gute Bücher. Tolle Umsetzung und tolle Adaption des Märchens, ich gebe Cinder 5 von 5 Sterne. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen!

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liebe, morgen lieb ich dich für immer, jennifer l. armentrout, rezension, vergangenheit

Morgen lieb ich dich für immer

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.03.2017
ISBN 9783570311417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Inhalt:

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft...

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Der Stapel mit den staubigen leeren Schuhkartons war höher und breiter als ihr schmaler Körper, und er schwankte, als sie den Rücken dagegen presste, die knochigen Knie bis zur Brust hochgezogen."

Das Cover finde ich sehr schön, das einzige was mich daran stört ist aber, dass Mallory in dem Buch rote Haare hat und auf dem Cover Blonde. Ansonsten finde ich dieses verwischte Aussehen sehr toll gemacht und es strahlt sofort etwas herzliches aus. Das Cover wurde auf jeden Fall getroffen.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker und leicht, dadurch kommt man sehr rasch voran und stolpert auch nicht über Fremdwörter. Einzig und allein Mallorys Dialoge haben mich sehr beim Lesen behindert, denn sie stottert viel und dann ... war der Satz ... mit tausenden Punkten ... untertrennt und ... das war ... sehr störend beim Lesen. Es gab mir manchmal auch zu viele innere Monologe, aber insgesamt ist der Schreibstil toll.

Zu Beginn lernen wir hier Mallory kenne, sie hatte eine sehr schwere Kindheit und kann darum nicht gut mit anderen Menschen umgehen. Seit langer Zeit will sie wieder auf eine öffentliche Schule gehen und dort trifft sie auf Rider, ihren Kinderfreund, der mit ihr zusammen bei der schrecklichen Pfelegefamilie gelebt hat.

Wie man schon aus dem Klappentext entnehmen kann, handelt es sich hier um eine Liebesgeschichte. Ich war also auf etwas sehr schnulziges vorbereitet und ging auch so an das Buch heran. Der Einstieg fiel mir wirklich leicht, was auch dem Schreibstil zugeschrieben werden kann. Beginnen tut die Geschichte mit einem kurzem Rückblick, danach geht es auch schon mit der Schule los, alles in allem ein guter EInstieg meiner Meinung nach.

Doch dann lernte ich Mallory besser kennen und ich muss sagen, dass ich einfach nicht mit ihr warm geworden bin. Sie hat einfach eine Art, die mir nicht gefallen hat. Sie ist sehr Ich-bezogen, was in einem gewissen Maß und bei diesem Hintergrund ok ist, aber es ging 540 Seiten lang so und dann auch noch diese ständigen Feststellungen, wie toll Rider doch aussieht. Spätestens nach der 100 Erwähnung hat es auch der Letzte verstanden. Dies ist mir so richtig aufgefallen, als Mallory und Rider einen Streit hatten und sie nur an sein gut aussehendes Gesicht denken konnte. Dies hat mich sehr gestört, da dies in der Realität wirklich nicht so ist.

Dann gab es aber auch Rider, er hat die Macken von Mallory gut behoben. Er ist endlich kein Bad-Boy, er ist lieb, zuvorkommend, klug und begabt. Allein schon deswegen hat mir das Buch gleich besser gefallen, endlich eine Geschichte, die sich in der YA Welt nicht der Bad-Boys bedient. Ich konnte aber auch bei Rider nicht immer alles nachvollziehen, dies hat schon bei Seite 50 oder so begonnen. Er hat eine Freundin und hält trotzdem Mallorys Hand und benimmt sich wie ihr Freund, das fand ich wirklich nicht ok und ich habe es auch nicht verstanden.

Die Liebesgeschichte war von vornherein klar, auch das Ende konnte mich nicht wirklich überraschen, trotzdem war der Prozess der beiden schön zu lesen. Allerdings für mich zu lange, denn man hätte das Buch auch locker um 200 Seiten kürzen können. Es gab hier viele Stellen, die sich für mich einfach zu sehr gezogen haben und die Botschaft die das Buch am Ende vermitteln soll, hätte man auch in 300 Seiten gut verpacken können. Wobei ich auch schon bei dem Punkt bin, dass das Buch wirklich wichtige Dinge anschneidet. Und genau das ist der Knackpunkt, sie werden nur angeschnitten und es wird nicht näher darauf eingegangen. So viel Potential wurde verschenkt, so viele wichtige Dinge nicht besprochen, dies hätte meiner Meinung besser ausgearbeitet werden können.

Weiters gab es dann noch zwei Ereignisse in dem Buch, welche an sich wirklich schockierend sind, aber dennoch nur dafür genutzt werden um Mallory die Augen zu öffnen. Im Prinzip werden diese schrecklichen Dinge nur geschrieben, damit Mallory einsieht, dass sie nicht die einzige mit Problemen ist und sich ändern muss. Auch daraus hätte man so viel machen können, aber dennoch ging es nur um Mallory, es geht immer nur um sie. Ich hoffe sehr, dass es ein zweites Buch über die anderen Charaktere geben wird.

Das Ende allerdings hat mich mehr als nur begeistert, es war sehr schön geschrieben und ich hatte richtig Gänsehaut. Diese Miniwendung kurz vor Schluss war zwar nicht der Knaller, aber irgendwie musste die Autorin eben Spannung rein bringen, da es ja keinen richtigen Plot gab, es plätscherte einfach so vor sich dahin.

Mallory ist einfach komisch, sie hat zwar sehr viel durchgemacht, aber gerade deswegen sollte sie nicht immer nur an sich denken. Ja ich weiß, sie versucht es immer allen recht zu machen, aber gegen Ende wurde es dann schon zu viel. Ansonsten ist sie lieb und still und hält sich eher im Hintergrund.

Rider ist sehr beliebt, aber auch richtig toll und ein Sunny-Boy. Er ist wirklich toll und sehr nett, glaubt aber nicht an sich selbst und hat sich irgenwie schon aufgegeben.

Fazit:

Das gewisse Etwas hat zwar gefehlt, doch insgesamt war das Buch schön zu lesen und das Ende hat mich echt umgehauen! Leider reicht es meiner Meinung trotzdem nur für 3 Sterne.

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(29)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

zwerge, ralph gawlick, fantasy, fünf reich, magier

Fünf Reiche - Die Schlacht um Hegrem

Ralph Gawlick
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.03.2015
ISBN 9781500790844
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die mittelalterliche Fantasywelt von Cel besteht aus den fünf Reichen Agurkai, Cuzamen, Werstak, Krut und Verkcajk. Jedes dieser Reiche hat die Kontrolle über eines der fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft und Zeit. Vier dieser Reiche leben in ständigem Krieg und Konflikten. Lediglich das Reich Verkcajk, welches das Element der Zeit beherrscht, ist an den Konflikten in der Welt von Cel (noch) nicht beteiligt. Im ersten Teil "Die Schlacht um Hegrem" steht der junge Rengate Syn aus dem Reich Krut, in welchem verschiedene Menschenrassen und Zwerge in ständigen Konflikten leben, im Mittelpunkt des Geschehens. Er kehrt von seiner Kriegerprüfung, die er in den Zwergenstollen zu bestehen hatte, in sein Dorf Grom zurück. Doch dieses wurde von den verfeindeten Mongiden komplett niedergebrannt. Er macht sich auf den Weg, die anderen Dörfer seines Volkes vor dem Feldzug der Feinde zu warnen. Er und sein väterlicher Freund Karthus aus dem Dorf Herm brechen zusammen mit dem Zauberer Mergok, der die Kräfte der Erde beherrscht, auf, um den Untergang ihrer Hauptstadt Hegrem zu verhindern ...
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Die Welt von Cel war geteilt in fünf Reiche, Agurkai, Cuzamen, Werstak, Krut und Verkcajk."

Das Cover finde ich eigentlich gut gelungen, darauf zu sehen ist eine Uhr und in jedem Viertel ist eine andere Provinz von Cel abgebildet. Zumindest kommt es mir so vor, aber ich schätze schon, dass dies so gemeint war. Ansonsten ist das Cover düster und schlicht. Zwar weiß ich nicht, was die Uhr mit der Geschichte zu tun hat, aber es sieht schön aus.

Der Schreibstil des Autors ist noch unausgereift, es gab sehr viele Wiederholungen und auch oftmals zu viele Details. Der Satzbau, sowie die Wortwahl, sind an das Setting angepasst, dies war gut. Der Autor schafft es auch, blutige Szenen gut umzusetzen, dies können nicht alle. Weiters kommt man beim Lesen sehr schnell voran, was sicherlich auch an dem Schreibstil liegt. Insgesamt kann dieser aber sicherlich noch sehr verbessert werden.

Zu Beginn lernen wir hier sehr viele Charaktere kennen, von denen mir aber nur Syn und Turek sehr im Gedächtnis geblieben sind. Turek ist ein Zwerg, der von seinen Artgenossen verstoßen wurde und nun im Menschenreich überleben muss, von ihm liest man allerdings nicht so viel. Syn ist sozusagen die Hauptperson, der hat eben erst seine Prüfung zum Mann abgelegt, und sofort muss er in den Krieg ziehen, denn die Mongiden wollen die Hauptstadt einnehmen.

Ich bin gut in die Geschichte gekommen, allerdings habe ich mir die ganzen neuen Wörter nicht gemerkt, bis jetzt weiß ich nur den Namen Hegrem und Cel, den Rest habe ich schon wieder vergessen. Syn ist der erste Charakter, der auftaucht und ich fand ich sogleich sympathisch. Ihn auf seiner Reise zu begleiten war sehr schön, allerdings auch recht kurz, da das Buch selbst selber sehr kurz ist. Dadurch wurden viele Stellen nicht sehr gut ausgearbeitet und auch die Schlacht kam zu kurz.

Puh, ich weiß gar nicht, wie ich eine gute Rezension schreiben soll. Es waren einfach viele Dinge zu schnell erzählt, wie auch die Liebesgeschichte. Es gab eine, und es gab auch schon Anzeichen dafür, allerdings ging mir hier alles zu schnell. Ewig wurde berichtet, die das Heer zur Hauptstadt zieht, aber die Schlacht am Ende war sehr schnell vorbei. Es gab aber auch andere Unstimmigkeiten, denn zuerst sind alle in Eile und plötzlich nicht mehr, es haben viele Dinge einfach nicht harmoniert. Dann gab es auch noch die Kapitel, die von anderen Charakteren, wie etwa Turek, spielten, allerdings wurde diese immer nur angeschnitten und sollen wahrscheinlich Lust auf die nächsten Bände machen, doch mich haben sie einfach nur gestört, da diese Kapitel nichts WIchtiges zur Story in diesem Band beigetragen haben, hier hätte es gereicht kurz über die Charaktere im letzten Kapitel zu schreiben, aber nicht einfach zwischendurch.

Positiv anzumerken ist jedoch, dass sich der Autor nicht davor scheut seine Charaktere richtig blutig zu töten oder zu foltern. Es gab in dem auch zwei Szenen, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind und genau so sollte es auch sein. Ich liebe eklige Stellen und diese waren wirklich eklig! Auch gab es oftmals Geschichten in der Geschichte und wer meine Rezensionen liest weiß, dass ich so etwas liebe. Zwar waren diese auch nicht so ausgefeilt, aber trotzdem ein Pluspunkt, da dadurch die Hauptstory einfach besser wird.

Auch die Charaktere waren allesamt interessant, ihnen fehlte es aber auch an Tiefe, denn ich könnte nun keinen von ihnen richtig beschreiben. SIe haben aber in der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt und man konnte alle lieben lernen, wobei ich hier "lieben" in einer sehr abgeschwächten Form meine. Mit diesen Charakteren meine ich allerdings die von der Hauptstory rund um Syn, die anderen haben, wie schon gesagt, keine wichtige Rolle gespielt. Aber die in der Hauptgeschichte waren zu keinem Zeitpunkt überflüssig.

Das Ende war ein typischer Cliffhanger, sodass man auch den zweiten Band lesen möchte. Ich selbst fand den nicht sehr fies, da mir die Charaktere, die nicht zu Syns Story gehören, ziemlich egal waren, aber manch anderer mag dies nicht so sehen.

Fazit:

Es fehlte das gewisse Etwas, darum würde ich sagen, dass es gut für Zwischendurch ist. Ich hätte mir auch mehr Fantasy erhofft, aber hier ging es hauptsächlich um Menschen. Ich schwanke zwischen 2-3 Sterne, sagen wir mal 2,5, was aufgerundet 3 sind.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Antonia: Vampirjägerin

Isabelle Wallat
E-Buch Text: 244 Seiten
Erschienen bei null, 06.04.2017
ISBN B06XQVV1WM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Es gibt Vampire. Sie jagen in der Nacht, kennen keine Gnade und werden niemals aufhören. Sie sind die Monster unter dem Bett, die Schrecken aus unseren Albträumen. Doch es gibt etwas, das sie fürchten. Eine von ihnen. Eine uralte Jägerin, die Vampire zur Strecke bringt - Antonia. Vor eintausend Jahren begann ihre Jagd nach dem Monster, das aus ihr einen Vampir machte, wodurch sie ihre geliebte Tochter verlor. Diese Jagd wird ein blutiges Ende nehmen. Denn nicht nur Antonias Leben steht auf dem Spiel, sondern auch ihr Herz.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

   "Ella wachte mit einem Schreck aus dem Schlaf auf. Instinktiv strichen ihre Finger hinunter zu ihrem Bauch, der schon deutlich runder geworden war."

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Es ist ziemlich düster und hat Blutspritzer drauf, das passt gut zum Inhalt, da dieser auch sehr blutig ist. Weiters sieht man darauf auch noch Antonia mit einem eher ernsten Blick. Das Cover passt also sehr gut zum Buch selbst und ist wirklich gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und da sie in der dritten Person schreibt, mit Fokus auf Antonia, bekommt man sehr viel mit, auch von der Umwelt. Ich konnte mir immer alles vorstellen und auch die Gefühle wurden glaubhaft transportiert. Die Kapitel wurden immer so unterteilt, dass ein Kapitel ein Abschnitt in Antonias Leben ist, dies hat die Autorin sehr gut gelöst und auch die Übergänge gut gewählt.

Zu Beginn lernt man hier Antonia kennen, die gerade Ella besucht. Dann beginnt sie ihre Geschichte zu erzählen und man erfährt, wie sie zu einem Vampir wurde und kann sie ab da auf ihrem Weg begleiten und sieht, wie sie leidet, von Rache getrieben wird und die Liebe findet.

Wie man weiß gibt es tausende Vampirbücher auf dem Markt, doch dieses konnte mich wieder einmal begeistern. Die Geschichte ist mal anders als alle anderen und bringt frischen Wind in die Vampirwelt. Zuerst wusste ich nicht wirklich, auf was ich mich einlasse. Angefangen hat es schon mal sehr vielversprechend, da es in dieser Welt nicht nur Vampire, sondern auch andere Fabelwesen gibt und ich war gespannt, welche es geben würde. Natürlich wollte ich auch wissen, was es mit Ella auf sich hat, dadurch wurde meine Neugierde schon auf den ersten paar Seiten geweckt.

Als Antonia dann begann ihre Geschichte zu erzählen, wurde es richtig toll, denn jedes Kapitel ist ein Abschnitt auf Antonias Weg. So ist zum Beispiel das erste Kapitel nur über ihre Verwandlung und danach geht es weiter, indem jedes Kapitel in einer anderen Zeit und einer anderen Stadt spielt. Hier begleiten wir Antonia auf ihrem Weg um ihren Verwandler zu töten, denn sie hasst ihn für das, was er ihr angetan hat. Ihr Schöpfer ist jedoch klug und versteckt sich sehr gut und immer, wenn sie nah an ihm dran ist, hat er kleine Helfer, die ihm zur Flucht verhelfen. Manche diese Helfer sind andere Geschöpfe wie Hexen, Nekromanten oder Ghule. Man sieht schon, dass hier viele verschiedene Geschöpfe vereint werden.

Und genau das hat die Autorin auch gut gemacht. Es gibt für jedes Geschöpfe eine Erklärung und jedes spielt seine ROlle in diesem Buch. Es war immer wieder toll, wenn eine Neues aufgetaucht ist und ich war gespannt, wie Antonia die neue Bedrohung meistert. Besonders gefallen hat mir das Kapitel mit dem Sukkubus und dem Nekromanten, da diese Geschöpfe wirklich einzigartig und auch richtig grausam waren.

Natürlich gibt es in diesem Buch aber auch eine Liebesgeschichte. Diese sah ich sofort kommen und mich hat es gewundert, dass sie sich erst so spät in dem Buch entwickelt hat. Ich fand sie danach aber trotzdem sehr süß und wie sie zusammengehalten haben war toll. Dass sie sich auch noch so vielen Jahren nicht auf die Nerven gingen, fand ich bewundernswert, denn dann muss es wahre Liebe sein. Die Autorin hat diese Liebesgeschichte also sehr gut in den Rest der Story eingebaut und sie wirkte zu keinem Zeitpunkt unpassend, erzwungen oder lächerlich.

Antonias Schöpfer war als Bösewicht auch recht gut gewählt, obwohl er nicht so toll wie manch andere Bösewichte war. Er hat zwar immer wieder fiese Pläne usw. geschmiedet, allerdings nie verwirklicht, da er einfach immer zu lange gewartet hat und dies obwohl er so fort die Möglichkeit zur Verwirklichung gehabt hätte. DIes habe ich nicht ganz verstanden und das ließ ihn dann auch nicht mehr als eine so große Bedrohung erscheinen. Hier schienen mir manche Helfer von ihm um einiges boshafter als er und manchmal war mit ihnen mehr Action verbunden.

Neben diese beiden wichtigen Charakteren, Antonia und ihrem Schöpfer, gibt es noch eine dritte Hauptfigur. Konstantin. Er ist der perfekte Gentlemen und ebenfalls ein Vampir. Zwar kommt er nicht während der gesamtes Geschichte vor, aber wenn er da ist, ist er der perfekte Krieger. Ich mochte ihn wirklich gern, denn er hat ein so gutes Herz und bringt auch oft Witz in die Story, da Antonia oft auf ihre Rache fixiert ist und so alles andere aus dem Blick verliert.

Das Ende war dann ebenso gut gewählt, der Epilog schließt an den Prolog an und alles ergibt einen Sinn. Insgesamt war das Ende aber zuerst sehr fies und dann aber wunderschön, ein gelungener Abschluss für dieses tolle Buch.

Antonia ist eine starke Frau, die sich allerdings oft von ihrer Rache und Wut leiten lässt. Aber sie hat auch ein Herz und würde ihr Leben für ihre Lieben geben.

Konstantin ist der nette und liebe Vampir, jagt allerdings alles, das Menschen wehtut. Sozusagen ein Ritter in schwarzer Rüstung.

Fazit:

Wieder mal ein tolles Vampirbuch, das sich von der Masse abhebt und mehr Aufmerksamkeit brauchen würde. Die kleinen Schwächen machen gar nichts, darum bekommt das Buch supertolle 5 von 5 Sterne!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rick riordan, the trials of apollo, lieblinge, meg

Trials of Apollo - The Dark Prophecy

Rick Riordan
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Puffin, 02.05.2017
ISBN 9780141363950
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Achtung! Dies ist Band zwei der Reihe und kann Spoiler zum ersten Band enthalten!

Inhalt:
Zeus has punished his son Apollo--god of the sun, music, archery, poetry, and more--by casting him down to earth in the form of a gawky, acne-covered sixteen-year-old mortal named Lester. The only way Apollo can reclaim his rightful place on Mount Olympus is by restoring several Oracles that have gone dark. What is affecting the Oracles, and how can Apollo/Lester do anything about them without his powers?

After experiencing a series of dangerous--and frankly, humiliating--trials at Camp Half-Blood, Lester must now leave the relative safety of the demigod training ground and embark on a hair-raising journey across North America. Somewhere in the American Midwest, he and his companions must find the most dangerous Oracle from ancient times: a haunted cave that may hold answers for Apollo in his quest to become a god again--if it doesn't kill him or drive him insane first. Standing in Apollo's way is the second member of the evil Triumvirate, a Roman emperor whose love of bloodshed and spectacle makes even Nero look tame. To survive the encounter, Apollo will need the help of son of Hephaestus Leo Valdez, the now-mortal sorceress Calypso, the bronze dragon Festus, and other unexpected allies--some familiar, some new--from the world of demigods. Come along for what promises to be a harrowing, hilarious, and haiku-filled ride. . . .
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "When our dragon declared war on Indiana, I knew it was going to be a bad day."

Das Cover von diesem Teil ist wieder typisch für Rick Riordan Bücher gestaltet. Es bunt, hat den Helden, in diesem Fall Apollo alias Lester, drauf und dann noch ein paar Monster, die auch in dem Buch vorkommen. Darüber sieht man den Titel, welcher wirklich toll gestaltet ist, überhaupt gefällt mir bei Apollo, dass das O eine Sonne darstellt, perfekt für den Sonnengott.

Rick Riordans Schreibstil ist einfach toll. Er schreibt witzig und sehr anschaulich, auch ist sein englisch nicht allzu schwer, da es ja eigentlich Kinderbücher sind. Die Kampfsezenen beschreibt er immer gut und spannend, ebenso die Szenen, in denen nicht wirklich viel passiert. DIese werden durch Apollos Gedanken aufgelockert, die immer witzig sind. Das Buch ist wieder aus Sicht von Apollo in der Ich-Form geschrieben, dadurch kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen und ihn lieb gewinnen.

Dieser Teil schließt fast sofort an das Ende vom ersten an. Apollo, Leo und Calypso sind auf dem Weg nach Indianapolis um das zweite Mitglied des Trumvirate zu finden. Dort treffen sie auf zwei Freunde und alte Bekannte von Apollo und finden bei ihnen Schutz. Natürlich will der Herrscher, der sich selbst New Hercules nennt Apollo und die anderen töten, bevor sie zum Oracel kommen und ich vernichten.

Puh, ich weiß gar nicht, wie ich eine Bewertung über dieses Buch schreiben soll. Es passiert einfach so viel in diesen 400 Seiten und ich weiß nicht, wo ich beginnen soll.

Also zu Beginn habe ich etwas gebraucht, bis ich wieder in der Geschichte war, da ich den ersten Teil vor einem Jahr gelesen habe. Doch es wurde zum Glück einiges wiederholt und so war es dann nicht mehr so schwer. Apollo mochte ich sofort wieder, er ist einfach genial. Die Geschichte geht also sehr rasant weiter und die Helden stolpern von einem Abenteuer ins nächste. Sehr gefallen hat mir, wie Apollo sich immer wieder an DInge erinnert und dadurch seinen Beitrag leistet.

Apollo, Leo und Calypso werden in der Stadt sofort angegriffen und finden Schutz bei Emmie und Josephine, die in einer alten, lebenden U-Bahn Station leben. Diese Idee fand ich genial, denn wie oft liest man in Büchern schon von einem lebenden Haus? Rick Riordan schafft es einfach immer wieder mich zu begeistern. Die Tochter von den beiden ist verschwunden, dies ist schon mal die erste Quest, die Apollo in diesem Band bestreiten muss. Er soll das Kind zurückbringen. Dieses Ereignis hängt aber wieder mit seiner eigentlichen Aufgabe zusammen und auch die kleineren Quests, die im Laufe der Geschichte dazu kommen, tragen zum großen Ganzen bei. Dies ist immer wieder faszinierend, wie sich so viele kleinere Geschichten zu einer großen zusammen spinnen können.

Wie es für Rick Riordan üblich ist, gibt es hier wieder sehr viele Monster, von denen die meisten strohdumm sind. Dies sind dann immer wieder die witzigsten Szenen, wenn Apollo mit den Monstern redet und sie immer wieder hinters Licht führt. Manchmal musste ich einfach die Augen verdrehen, da die Monster sich wirklich sehr sehr blöd anstellten, aber genau dies macht auch den Charme von Rick Riordans Büchern aus. Ich bewundere ihn auch dafür, dass er sich immer so tolle Charaktere ausdenkt und seine selbst erfundenen mit Göttern kombiniert.

Auch in diesem Band kam wieder Meg vor. Ich mag sie nicht besonders, sie ist mir eher unsympathisch und der einzige Charakter in der ganzen Reihe, der mich bis jetzt nicht überzeugen konnte. Sie berührt mich einfach nicht und ich mochte die Szenen mit ihr eher weniger. Dafür gab es dann aber wieder sehr viele Stellen ohne sie, die wirklich toll waren, wie die in der Arena, oder wenn Apollo das Klo putzen musste. Das Buch besteht eigentlich abwechselnd aus witzigen und ernsten Szenen, dies ist einfach die perfekte Mischung, damit es nie langweilig wird. Zwischendurch gibt es auch ernste Gespräche und Apollo tat mir manchmal wirklich leid, aber alles in allem war es einfach schon wieder in das Universum der griechischen Götter abzutauchen und Apollo auf seiner Reise zu begleiten.

Leo und Calypso spielen in diesem Teil nicht ganz so wichtige Rollen, hier steht Apollo allein im Vordergrund. Hin und wieder bekommt man aber auch bekannte Charaktere zu Gesicht, wie etwas Thalia Grace. Durch diese erkennt man, dass diese drei Reihen, "Percy Jackson", "Helden des Olymp" und "Trials of Apollo" einfach zusammen gehören und ich würde auch empfehlen sie in dieser Reihenfolge zu lesen. Aber auch neue Charaktere kommen hinzu, die frischen Wind in die Geschichte bringen. All diese altbekannten und neuen Charaktere harmonieren aber perfekt miteinander und man hat als Leser das Gefühl, als wäre das eine große Familie.

Das Ende war gut gemacht, es war nicht zu offen, d.h. dieser Band ist abgeschlossen und wenn man nicht weiterlesen möchte, wird man auch nicht durch einen fiesen Cliffhanger dazu gezwungen. Es lässt aber auch genug Platz für die restlichen Bände.

Fazit:

Wieder ein toller Roman von Rick Riordan, ich liebe den Autor einfach für seine tollen Geschichten. Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sterne, aber ich denke Apollo hat sich seine 5 Sterne redlich verdient.

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