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175 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

drachenmond verlag, marie graßhoff, die schöpfer der wolken, fantasy, sensationell

Die Schöpfer der Wolken

Marie Graßhoff
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959910989
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Ciara kann in den Träumen anderer Menschen lesen wie in Büchern. Ihr ältester Bruder, der Schriftsteller Koba, ist der Einzige, der davon weiß. Als dieser jedoch auf unerklärliche Weise verstirbt, ändert sich für die junge Frau alles.
Kobas letztem Wunsch folgend, reist sie mit seinem neusten Manuskript nach Shanghai, um es dort einem dubiosen Verleger zu überreichen. Doch in der fremden Stadt kreuzen Menschen ihre Wege, die so sind wie sie.

Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Als Erdbeben beginnen, den ganzen Planeten zu erschüttern, die Uhren verrücktspielen und fremde Dimensionen aus den Spiegeln dringen, begeben sich die jungen Erwachsenen gemeinsam auf die Suche nach dem wahren Grund ihrer Talente – und nach dem Grund dafür, warum die Welt um sie herum nach und nach zerbricht.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

    "Koba. Ich kann nicht schlafen, denn seit du nicht mehr da bist, ist das Haus so kalt wie meine Gedanken."

Das Cover ist ein Traum, es strahlt so viel Inhalt aus und passt auch perfekt zur Geschichte. Man kann im Rauch oben Menschen und Federn erkennen, unten sieht man die Skyline einer Stadt, Vögel und Wolken. Wenn man das Buch gelesen hat betrachtet man das Cover mit anderen Augen. Ich finde das Cover wunderschön gestaltet, mit so viel Liebe zum Detail.

Der Schreibstil von Marie Graßhoff ist...anders. Ich kann es gar nicht beschreiben, sie schreibt so wundervoll poetisch, ich war ab der ersten Seite gefesselt. Es gibt immer wieder Briefe an Koba in dem Buch und diese ließen mir jedes Mal eine Gänsehaupt den Rücken runter laufen, diese waren so gefühlvoll und emotional geschrieben, einfach wunderbar. Ansonsten ist das Buch in der allwissenden Erzählform geschrieben und jedes Kapitel handelt von einem anderen Charakter, dadurch lernt man alle besser kennen, diese sind aber auch wunderschön geschrieben, ich kann es gar nicht beschreiben.

Zu Beginn lernt man alle Charaktere, Ciara, Wesley, Xia, Brendan und Andrew, kennen. Ciara ist die Schwester von Koba, welcher kürzlich verstorben ist und sie mit einem Manuskript seines Buches nach Shanghai schickt. Die Personen kennen sich nicht, doch im Lauf der Geschichte begegnen sie sich und stellen fest, dass sie alle ganz besondere Fähigkeiten haben, welche mit den kürzlichen Naturkatastrophen zusammenhängen.

Ich weiß gar nicht, wie ich das Buch bewerten soll, ohne zu spoilern. Ich wusste nicht, auf was ich mich einlasse, ich wusste nur, dass Marie einfach nur toll schreibt. Als ich begonnen habe zu lesen, war ich sofort von dem Schreibstil gefesselt, man kommt somit sehr gut in die Geschichte und kann sich auch sofort mit den Charakteren anfreuden. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, es waren viele verschiedene Personen, doch man kann sie recht einfach auseinander halten. Ich mochte eigentlich alle auf Anhieb, außer Ciara, mit ihr konnte ich mich bis zum Ende nicht anfreunden.

Im Laufe der Geschichte passiert nicht so viel, es geht oft um ihre Kräfte und was gerade mit der Welt passiert. Und obwohl nicht immer Action dabei ist und sehr viel geredet wird, wurde es nie langweilig, man hat als Leser immer das Gefühl, dass jedes Wort, das man liest, sehr wichtig ist und wenn man aufpasst, erkennt man am Ende die großen Zusammenhänge besser. Ich fand die Kapitel, in denen alle zusammen waren fast am besten, da es eine so bunte Mischung an Charakteren ist und jeder seine Eigenheiten hat. Von allen mochte ich Wes am liebsten, er ist ein witziger und doch starker Charakter, der, wenn es darauf ankommt, ernst sein kann und sich auch für andere einsetzt. Xia war auch toll, sie ist richtig tough und lässt sich nichts sagen. Brendan hingegen ist der ruhige der Gruppe, redet nicht viel, ist aber sehr besonnen. Andrew ist der mysteriöse Kerl, Andrew ist nicht sein richtiger Name und man erfährt, wie auch die anderen Charaktere, bis zum Ende nicht, wie er wirklich heißt.

Durch Andrew finden sie auch alle zusammen, er hat nach ihnen gesucht, da er weiß, was sie können und wie sie die Welt retten können. Er war sehr interessant, da man wirklich gar nichts über ihn weiß und erst im Laufe der Geschichte mehr heraus findet. Als Leser stellt man also Theorien auf, versucht die Zusammenhänge zu erkennen und ist sehr gespannt auf die Auflösung, zumindest ging es mir so. Gegen Ende wurde alles klar und Andrew war kein Mysterium mehr. Auch über Koba erfährt man immer mehr und da war ich dann hin und wieder schon schockiert, was da alles ans Licht kam. Doch es war irgendwie alles logisch, man hätte es sich eigentlich denken können.

Das Ende war dann... unerwartet. Ich hätte nicht mit diesem Ende gerechnet und habe auch nicht alles verstanden, doch insgesamt war es trotzdem sehr schön. Ungefähr ab Mitte der Geschichte hat man leider nicht mehr so viel von Brendan gehört, ihn mochte ich aber gern und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren.

Die Idee hinter dem Buch ist auch außergwöhnlich. So etwas habe ich in dieser Form noch nicht gelesen und die Autorin hat es wirklich super umgesetzt, gepaart mit dem schönen Schreibstil kann man das Buch nur lieben. Ich mag Geschichten, bei denen nicht immer etwas passiert, sondern die Geschichte sich langsam entwickelt sowieso lieber, also ist dieses Buch perfekt für mich. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn man muss es selbst lesen, um es verstehen zu können.

Fazit:

Das erste Buch, das ich von Marie Graßhoff gelesen habe und sicher nicht das letzte! Es war einfach nur schön zu lesen, der Schreibstil war magisch und die Geschichte selbst außergewöhnlich. Ich kann nur volle 5 von 5 Sterne vergeben.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

glück, erotik, love, die romantiker, auch wenn du mich vergisst

Auch wenn du mich vergisst

Eva Maria Klima
E-Buch Text
Erschienen bei Eva Maria Klima, 29.02.2016
ISBN B01CEHFDP8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Als die alleinerziehende Mutter und Hobbyautorin Evelin zu Recherchezwecken nach Berlin fährt, beschließt sie, ihre Schwester zu besuchen, um die alten Streitigkeiten zwischen ihnen ein für alle Mal zu begraben. Dort begegnet sie Samuel, einem äußerst attraktiven und charismatischen Mann und erlebt eine heiße Nacht mit ihm.
Samuel fühlt sich auf wundersame Weise von Evelin und ihrem Leben angezogen. Ihm wird jedoch schnell klar, dass er seine sexuellen Vorlieben mit ihr nie ausleben könnte. Daher findet er einen Kompromiss, der ihm als die perfekte Lösung erscheint:

Eine Frau für den Körper und eine für die Seele. Doch kann das funktionieren?
Quelle: amazon.de

Meinung:

    "Da musst du jetzt durch! Du vertröstest sie seit Jahren. So schlimm wird es schon nicht werden."

Das Cover ist wirklich schön, man sieht ein sich fast küssendes Paar und darunter einen kleinen Teil Venedigs. Dies deutet alles schon auf ein romantisches Buch hin und passt somit sehr gut. Gelungen ist auch, dass Evelin auf dem Cover wirklich rote Haare hat, wie im Buch und man nicht einfach irgendein Bild genommen hat. Ich selbst finde das Cover einfach wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Samuel und Evelin geschrieben, dadurch kann man beide Charaktere besser kennen lernen. Eva Maria Klima schreibt sehr bildlich,  wodurch man sich die Szenen gut vorstellen kann, aber auch die Gefühle spürt man richtig, vor allem gegen Ende und als Samuel und Evelin sich das erste Mal treffen. Man kommt also sehr schnell voran und wird zu Beginn sofort in die Geschichte gezogen.

Zu Beginn lernt man Evelin kennen, eine alleinerziehende Mutter und Autorin. Da sie sich in Berlin mit Leuten treffen möchte, die ihr bei ihrem neuen Roman helfen, fährt sie zu ihrer Schwester, mit der sie kein so gutes Verhältnis hat, um dort zu übernachten. Bei ihr trifft sie auf einen alten Jugendfreund, aber auch auf den Mann ihrer Schwester, mit dem sie schon öfters Probleme hatte.

Endlich habe ich es geschafft ein Buch von Eva Maria Klima zu lesen, so lange sehen sie mich schon aus dem Regal an. Dies ist ein relativ kurzes Buch mit nur 300 Seiten, daher hatte ich es auch schnell durch. Ich kann nicht sagen, was ich mir genau erwartet habe, das allerdings nicht. Gleich zu Beginn wird BDSM zu einem Thema gemacht und ich dachte schon, dass ich Shades of Grey nochmal lesen werde, aber das war dem nicht so, denn das Thema nimmt in diesem Roman eher eine Nebenrolle ein. Wirklich erfrischend und abwechslungsreich, Samuel und Evelin stehen hier einfach im Vordergrund. BDSM ist hier das Mittel zum Zweck, denn Evelin möchte einen Roman darüber schreiben und trifft sich mit einigen Doms um sie zu dem Thema zu befragen. Ohne diese Treffen wäre sie Samuel nicht wieder begegnet.

Doch es gibt noch mehr interessante Themen in dem Buch, wie etwa der Streit zwischen Kathi, Evelins Schwester, und Evelin selbst. Vor einigen Jahren gab es einen Zwischenfall mit Kathis Mann Terenz und diese Differenz scheint immer noch nicht beigelegt. Meist liest man in Büchern von perfekten Familien und Geschwisterliebe, das ist hier nicht der Fall, denn Evelin und Kathi sind fast wie Fremde. Man spürt bei jedem Wort, das Kathi sagte, die Verachtung für Evelin und darum mochte ich sie ab Seite eins nicht. Ihr Charakter wirkt unsympathisch, berechnend und hasserfüllt, das gleiche trifft auch auf Terenz zu, dieser ist allerdings auch noch aufdringlich und machte sich somit bei mir sehr unbeliebt.

Wie schon erwähnt ist Evelin eine alleinerziehende Mutter und man sieht im Laufe der Geschichte richtig, wie gut sie das meistert. Es wird auch erwähnt, wie es dazu kam und welche Probleme sie mit den Kindern hatte. Ihre Geschichte ist traurig und trotzdem ist sie eine so starke Frau geworden, ihr Charakter entwickelt sich auch noch weiter und man sieht sie zusammen mit Samuel richtig aufblühen. Diese Wandlung mitanzusehen hat mir sehr gut gefallen, endlich keine Protagonistin, die von Anfang an super toll und verliebt ist. Ja, auch ihre Beziehung entwickelt sich langsam, was ich persönlich lieber mag als die Liebesgeschichten bei denen sich die Protagonisten sofort ineinander verlieben.

So gesehen passiert in dem Buch nicht viel, es hat ja leider auch nur 290 Seiten, aber dennoch wurde es nie langweilig zu lesen. Durch die verschiedenen Charaktere, Doms, Terenz, Kathi, Samuel und Evelins Tochter,  hat man hier einen bunten Mix und es wird nie langweilig. Schön waren dann auch die Szenen bei Evelin daheim, wenn sie mit ihren Kindern etwas unternimmt. Wer sich nun fragt, ob Samuel dem typischen Klischee von Mann entspricht: ja. Er ist gut aussehend und stinkreich, da er eine eigene Firma besitzt, diese Tatsache wird hier aber nicht hervorgehoben, sondern rückt in den Hintergrund. Mittelpunkt der Geschichte ist die langsame Liebesgeschichte und auch die Familie, was ich als tolle Mischung empfinde.

Gegen Ende wurde dann nochmal Schwung in die Sache gebracht durch eine überraschende Wendung. Hier fiebert man als Leser nochmal richtig mit und hofft, dass alles gut ausgehen wird. Es passte auch irgendwie zu dem Buch, das Drama wurde nicht zu groß aufgeblasen, wirkte nicht zu unrealistisch und hat sich gut in den Rest der Geschichte eingefügt. Meist sind die Dramen bei Liebesromanen einfach nur übertrieben, hier aber hatte ich dieses Gefühl gar nicht. Zum Schluss hat mich die Autorin dann nochmal überrumpelt, aber mit dem letzten Kapitel hat sie es wieder hingebogen, ich wollte schon das Buch gegen die Wand schleudern, weil es so einfach nicht enden konnte.

Was mir beim Lesen noch aufgefallen ist, ist dass es öfter Erwähnungen von Dingen gibt, die darauf schließen lassen, was als nächstes passiert. Damit meine ich, dass z.B. auf einer Seite steht, dass eine Rechnung von einem unbekannten Spender bezahlt wird und einige Kapitel später stellt sich heraus, dass es ihr Verehrer war. Solche ähnlichen Situationen gab es oft, hier hätte ich vielleicht darauf geachtet, dass es nicht ganz so auffällig geschrieben wird, aber ansonsten habe ich nicht wirklich etwas zu bemängeln. Die Geschichte hat anders begonnen als erwartet und auch anders geendet als erwartet, ein wirklich tolles Buch.

Fazit:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es gab so viele verschiedene Charaktere, da ist für jeden etwas dabei. Evelin war eine super Protagonistin und auch Samuel war der perfekte Gentlemen, trotzdem hat mir etwas, und ich kann nicht sagen was, für die vollen 5 Sterne gefehlt, daher vergebe ich supertolle 4 Sterne.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

arakkur, pascal wokan

Arakkur: Das Seelenband

Pascal Wokan
E-Buch Text: 370 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.10.2017
ISBN B076MKCKYM
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

An diesem Ort hat alles begonnen und hier wird es auch enden!

Vor den Toren von Amerys tobt eine grausame Schlacht um die Zukunft des gesamten Landes. Alle Hoffnung scheint verloren, nachdem Elhan, der letzte der Avar, verschwunden ist. Nun liegt es an Alrael, Cathien und Draia den drohenden Untergang abzuwenden und einen uralten Krieg zwischen Leben und Tod zu entscheiden. Die alles entscheidende Schlacht beginnt …
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

    "In diesem Werk beschäftige ich mich mit einem uraltem Mysterium, dem sogenannten Order der Erwachten."

Das Cover ist wie bei den anderen Bänden auch schon ziemlich dunkel gehalten, hauptsächlich sieht man wieder die Schlucht auf diesem. Wenn man genauer hinsieht erkennt man noch ein rotes Auge, zumindest sieht es für mich so aus. Insgesamt fügt es sich aber sehr gut in die Reihe ein und bildet einen schönen Abschluss.

Pascals Schreibstil ist wie immer toll, er schreckt nicht vor unschönen Formulierungen bei blutigen Szenen zurück und beschreibt diese auch toll. Das Buch ist wieder in der allwissenden Erzählform geschrieben, wobei sich jedes Kapitel mit einem anderen Charakter beschäftigt. Die Hauptrollen nehmen wieder Cathien, Alrael und Elhan ein, wobei es auch immer wieder Kapitel von anderen Personen gibt. Dadurch bekommen man von allen Figuren sehr viel mit. Es gibt immer wieder sehr gute Beschreibungen der Umgebung und auch die Gefühle werden super transportiert.

Dieser Teil schließt wieder an den zweiten Band an, dadurch hat man keinen großen Zeitsprung im Geschehen. Die Vorlianer stoßen immer weiter vor und Alrael schmiedet mit Sylon Pläne, um diese aufzuhalten. Währenddessen trifft Elhan einen alten Freund wieder und Cathien reißt durch Andural um zur Hauptstadt zu gelangen.

Ich habe mich schon so sehr auf den dritten Band der Arakkur-Saga gefreut und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Dies ist wieder ein Buch, das ich sehr schwer rezensieren kann, da ich nichts daran auszusetzen habe und daher auch nicht weiß, was ich schreiben soll, aber versuchen wirs. Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse von Band eins und zwei, das finde ich sehr hilfreich, da oftmals einige Monate zwischen den Büchern liegen und sich viele Leser nicht mehr an alles erinnern können. Danach geht es auch schon los. In diesem Band sind die kurzen Einführungen in die Kapitel aus einem Buch, welches es in dem Buch gibt. Diese Einleitungen liebe ich besonders, es war als würde man eine zweite Geschichte lesen, die unabhängig von der Hauptstory existieren kann. Hier erfährt man immer mehr von den Erwachten und den Erhobenen, zusammengetragen von einem gewissen Phinius, der dies nieder schreibt. Diese kurzen Absätze waren einfach nur spannend und genial geschrieben ich wollte am Ende schon vorblättern und nur noch diese lesen, da ich so neugierig war.

Wie auch schon in den ersten Teilen geht es hauptsächlich um Elhan, Cathien und Alrael. Ich weiß nicht warum, aber bis zum Ende mochte ich Cathien nicht, sie ist hier eine typische Frau die meint, dass sie alles besser weiß und immer mitten im Geschehen sein muss, ich konnte manchmal nur die Augen verdrehen, weil sie mir schon so auf die Nerven ging. Es wurde auch in diesem Band nicht wirklich besser. Elhan hingegen hat sich auf der Beliebtheitsskala nach oben gearbeitet und hier mochte ich ihn schon sehr gerne. Er ist ein starker und mutiger Mann geworden, der sich allen Gefahren und selbst dem Tod stellt. Ich habe seine Geschichte gespannt verfolgt, obwohl er meist allein unterwegs war. Alrael steht immer mitten im Geschehen, es toben Schlachten gegen die Vorlianer und auch in seinem Kopf hört er immer noch die Stimme. Was es mit dieser auf sich hat erfährt man ebenfalls in diesem Band und ich muss sagen, dass es hier so viele Plot Twists gab, die einfach unerwartet kamen, dass ich oftmals mit offenem Mund hier saß.

Auch kommt hier Sylon öfter vor und ich mag diesen Charakter einfach so gern, da er schlagfertig ist und immer ausspricht was er denkt. Aber es gibt auch andere Charaktere, die Aufmerksamkeit verdienen, wie Grimm, Konar, Draia und Dal, alles wichtige Figuren, die entscheidenden Rollen spielen. Zum Glück bekam man hier mehr von ihnen zu lesen und hat auch einige Hintergrundinformationen zu ihnen erhalten. Überhaupt wie Dal in das ganze hinein passt, fand ich faszinierend und sehr gut ausgearbeitet. Wenn man all diese kleinen Informationen aufnimmt und sich merkt, stellt man erst fest was für einen Aufwand der Autor betrieben hat und wie gut dies alles durchdacht ist.

Schlachten gibt es in diesem Band auch zur Genüge, alle sehr blutig und brutal, genau nach meinem Geschmack. Es wirkt als wären die ersten beiden Bände ein lange Einführung in Andural und Geschichte gewesen und hier wurde dann die gesamte Action verpackt. Und das ist wirklich viel Action. Die Schlachten waren alle sehr gut geschrieben, es war nie absurd oder wirkte gestellt, ich hatte große Freude an diesen Szenen. Die entscheidende Schlacht war wieder viel zu schnell vorbei, aber trotzdem gut aufgezogen und natürlich gab es auch hier noch eine überraschende Wendung.

Insgesamt hat mich das Buch also wieder vom Hocker gehauen und mich (leider nur) ein paar Tage begleitet. Ich finde es sehr schade, dass es noch vorbei ist, doch das Ende war schön geschrieben, die Figuren haben bekommen was sie verdient haben und die Geschichte wurde abgeschlossen.

Fazit:

Ein grandioser letzter Band, der den Vorgängern in nichts nachsteht und zusätzlich noch mehr Action und Wendungen bereit hält. Der Leser wird wieder in eine phantastische Welt entführt und kann dort Cathien, Alrael und Elhan auf ihrem Weg begleiten. Ich war gefesselt und vergebe daher 5 von 5 Sterne.


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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

zeilengold verlag, winter, kurzgeschichte, anthologie, der zauber des winters

Der Zauber des Winters

Lillith Korn , Ney Sceatcher , Nicole Obermeier , Kat Rupin
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 20.11.2017
ISBN 9783946955054
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.

Lillith Korn ~ Ney Sceatcher ~ Nicole Obermeier ~ Kat Rupin ~ Sabrina Schuh

Lin Rina ~ Bettina Auer ~ Mariella Heyd ~ Salome Fuchs ~ Christin Thomas
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Wer sagt uns, was real ist und was nicht? Wer kneift uns, wenn wir glauben zu träumen?"

Das Cover ist wirklich gut gelungen, der erste Entwurf war nicht so toll, aber hier ist es winterlich blau und mit dem Rentier und dem Schlitten kommt man sofort in Weihnachtsstimmung. Dies ist ein Cover, das ich sehr gern in meinem Regal stehen hätte und einfach anschaue, wenn ich gerade winterliche Stimmung brauche. Es sieht einfach zauberhaft aus.

Es befinden sich insgesamt 10 Kurzgeschichten in dem Buch, ich werde zu jeder kurz etwas sagen, da es so einfacher ist, als eine Rezension zu der gesamten Anthologie zu schreiben.

Hazel und Mara - Lilith Korn

Die erste Geschichte ist gleich sehr zauberhaft, mit Feen und Elfen und hat mich dabei sehr gut unterhalten. Lilith Korn schreibt wirklich toll und ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen. Sie ist gut durchdacht, spannend, witzig und hat trotzdem etwas sehr weihnachtliches an sich. Mara ist unsere Protagonistin und erlebt zusammen mit Hazel, einer Fee ein weihnachtliches Abenteuer. Diese Geschichte hat mir gut gefallen, mehr gibt es nicht zu sagen

Die Geschichte der ewigen Nacht - Ney Sceatcher

Achtung, ich könnte beginnen zu schwärmen. Bereits vor ein paar Monaten hat Ney mir ihre Geschichte für die Anthologie zum lesen gegeben und ich hatte schon damals eine Gänsehaut. Sie hat die Geschichte so wunderschön geschrieben, diese ist eindeutig mein Favorit in dem gesamten Buch. Neys Geschichte ist verträumt, magisch, traurig und winterlich, ich könnte sie immer und immer wieder lesen, beim zweiten Mal war sie genauso gut wie beim ersten Mal. Der Schreibstil ist magisch und konnte mich sofort in dem Bann ziehen, er ist einfach typisch Ney.

Das Feuer in mir - Nicole Obermeier

Diese Geschichte ist auch eine meiner liebsten, da sie einfach anders ist und nicht zu Weihnachten, aber zum Winter passt. Ich habe sie gelesen und es kamen so viele Gefühle darin vor, dass ich gar nicht wollte, dass die Geschichte endet. In nur wenigen Seiten hat die Autorin eine traurige Geschichte erzählt und dann noch ein Happy End gezaubert, durch den tollen Schreibstil war ich sofort gefangen.

Wellen in der Nacht - Kat Rupin

Diese Geschichte hat mir leider nicht ganz so gut gefallen, da mir einfach die winterliche Stimmung gefehlt hat. Zwar spielt die Geschichte im Winter, doch für mich war sie zu traurig und passt dadurch nicht zum Rest. Der Schreibstil an sich ist allerdings angenehm zu lesen.

Weihnachtswunder am Hindukusch - Sabrina Schuh

Diese Geschichte war einfach nur toll, es geht um einen US Private, der zu Weihnachten in einem Kriegsgebiet ist und nicht bei seiner Familie zu Hause sein kann. Die Idee der Geschichte ist sehr berührend, wenn auch ein wenig unrealistisch, trotzdem hat sie mir sehr gut gefallen und ich musste über den Protagonisten oftmals schmunzeln. Schuh schreibt sehr bildlich, was in einer Kurzgeschichte schon hilfreich sein kann.

Die Schneespielerin - Lin Rina

Diese Geschichte steht auch ganz weit oben, ich mochte sie sehr gerne. Hier kommt der weihnachtliche Geist gut durch, denn es geht um Familie, Schnee und Liebe, was will man mehr von einer weihnachtlichen Geschichte. Auch die Idee mit der Musikerin, die es schneien lassen kann, gefiel mir sehr gut, durch den leichten Schreibstil war ich leider zu schnell fertig.

Unter den Sternen - Bettina Auer

Eine ganz verträumte Geschichte, die ich in einer solchen Form nicht erwartet hätte. Hierbei handelt es sich um eine Liebesgeschichte, die toll umgesetzt wurde. Einen bleiben Eindruck konnte sie bei mir nicht hinterlassen, aber zum lesen war sie trotzdem sehr schön. Der Schreibstil der Autorin ist auch angenehm und da sie auch schon ein anderes Buch geschrieben hat, welches eher kurz ist, kann sie sehr gut viel in wenig Seiten verpacken.

Zwischen Schokomännern und Weihnachtsküssen - Mariella Heyd

Endlich wieder etwas zu lesen von Mariella, seit "Die Braut des blauen Raben" warte ich auf neuen Stoff und diese Kurzgeschichte ist wieder so typisch schön für sie. Es gab Spannung, Liebe und natürlich Schnee. Ihre Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen und der Schreibstil war wie immer toll, sodass man schnell hinein kommt und eine Verbindung zu den Charakteren aufbaut.

Jack & Luchs - Salome Fuchs

Dies ist eine bezaubernde Geschichte über Weihnachtswunder und die Familie. Ich finde ja, dass Familiengeschichten super in die Weihnachtszeit passen und daher hat mich auch diese Geschichte sehr berührt. Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen und, wie ich finde, mehr erzählerisch als die der anderen Autoren.

Das Fest der Liebe - Christin Thomas

Weihnachten als Geschäft? Dies ist Thema in dieser Geschichte und natürlich geht es auch noch um ein Kind. Es gab einige witzige Stellen, die mir sehr gut gefallen haben und auch der Kern der Geschichte, welcher einen ernsten Hintergrund hat, kam sehr gut zur Geltung. Ich habe diese Geschichte sehr gern gelesen und sie hat mich wahrlich berührt. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und angenehm zu lesen.

Fazit:

In dieser Anthologie finden sich einige sehr schöne Geschichten, die perfekt in die Weihnachtszeit passen. Nicht alle sind perfekt, aber als gesamtes Buch hat es mir wirklich gut gefallen und daher vergebe ich für diese tollen winterlichen Geschichten 5 von 5 Sterne.

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651 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, kampf, titanen

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Eben noch verlief Josies Leben normal. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Typ mit goldenen Augen auf und behauptet, sie sei eine Halbgöttin. Somit ist sie dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Um ihre Bestimmung zu erfüllen, muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Dabei zur Seite steht ihr der impulsive Seth. Bald merkt Josie, dass er ihr gefährlicher werden könnte als die entfesselten Mächte der Unterwelt …
Quelle: harpercollins.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   "In der Villa war es so still, wie es in meinem Kopf gewesen wäre, wenn man mich nach meinen Wünschen gefragt hätte."

Das Cover ist wirklich gut gelungen, es gefällt mir gut, da es etwas düsterer ist und man die Gesichter nicht von vorne sieht. Darauf abgebildet sind Josie und Seth, sie sehen fest entschlossen aus, was die Sternkonstellationen auf dem Cover zu bedeuten haben weiß ich allerdings nicht. Ansonsten ist das Cover eher unspektakulär.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt einfach und flüssig zu lesen. Sie ziert sich auch nicht Kraftausdrücke zu verwenden und verwendet solche ziemlich oft. Durch ausführliche Beschreibungen kann man sich als Leser auch die Umgebung sehr gut vorstellen und bekommt ein gutes Bild von den Charakteren. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive, immer abwechselnd aus Sicht von Josie und Seth, wodurch man beide Charaktere besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Setz kennen, der ein Apollyon ist und von dem Gott Apollo beauftragt wird eine gewisse Josie zu finden und zu beschützen. Sie ist nämlich entscheidend im Kampf gegen die Titanen. Seth sucht diese also auf und nimmt sie mit zu einem sicher Ort, allerdings muss sie erst verstehen, dass sich ihr Leben nun ändert und ihre Kräfte zu beherrschen.

Ich habe die Dämonentochter-Reiche von der Autorin nicht gelesen und überlege nun, dies doch zu tun, da mir dieses Buch wirklich gut gefallen hat und nicht ganz so schrecklich wie Obsidian war. Ich bin sehr gut in das Buch gekommen, auch wenn ich Seth nicht kannte. Es wurde alles, was in der anderen Reihe passiert ist ausreichend erklärt und dadurch hatte ich nicht das Gefühl, als hätte ich einige wichtige Informationen nicht. Der Einstieg fiel mir also insgesamt sehr leicht und durch den einfachen Schreibstil kam ich auch schnell voran. Schon bald trat auch Josie auf die Bildfläche und dann bekam man als Leser mehr Informationen zu den Göttern und ihren Abkömmlingen.

Die Idee hinter dem Buch finde ich sehr interessant, seit Rick Riordan liebe ich alles, das mit griechischen Göttern zu tun hat und auch hier habe ich mir sehr darauf gefreut, obwohl hauptsächlich ein Gott, Apollo, vorkommt und es ansonsten um Halbgötter und ähnliche Abkömmlinge geht. Trotzdem gab es viele lehrreiche Stellen zu den Göttern im allgemeinen, diese STellen mochte ich am liebsten. Josie selbst ist auch kein normaler Mensch, sie ist eine Halbgöttin, weiß allerdings noch nichts von ihrem Glück. Als sie und Seth das erste Mal aufeinander treffen merkt man schon die sexuelle Anziehung zwischen ihnen, welche sich im Laufe des Buches immer mehr steigert. Ich habe einige Meinungen gelesen, die meinten, dass es eigentlich nur um die beiden und ihre Beziehung geht, was in gewisser Weise auch stimmt, mich persönlich hier aber nicht so sehr gestört hat, da die richtige Geschichte mit den Titanen nicht zu kurz kommt, meiner Meinung nach. Das einzige, das mich wirklich gestört hat war, dass auf jeder Seite erwähnt werden musste, wie gut Seth aussieht und dass er immer ohne Shirt herumläuft.

Wo wir schon bei Seth sind, abgesehen davon, dass er ein Eightpack hat und besser als jeder andere Mensch aussieht, ist er einfach nur überheblich und ein Bad Boy wie er im Buche steht. Wer meinen Blog öfter liest weiß, dass ich gar nicht verstehen kann, wie man solche Kerle anziehend finden kann. Seth ist einfach nur arrogant und schert sich um niemanden, außer sich selbst, es gab sehr viele Momente, bei denen ich das Buch einfach wegwerfen wollte, da es so klischeehaft ist, wie er sich oft benimmt. Aber bei den Büchern von Armentrout wundert mich das nicht mehr, da alle ihre Jungs gleich sind. Ich sehe in allen Parallelen, die sich nicht abstreiten lassen, aber anscheinend verkauft sich das im Moment sehr gut.

Josie ist im Gegensatz zu Seth ruhig, besonnen und unsicher. Sie findet sich selbst nicht überdurchschnittlich schön und denkt öfter nach, bevor sie etwas tut. Zwar handelt sie hin und wieder auch überstürzt, aber sie hat dich einen klugen Kopf. Leider verfällt sie auch hier sofort dem Jungen und himmelt ihn auf jeder Seite an. Bei einem Fantasy Buch stört mich so etwas nicht, wenn es nur hin und wieder vorkommt, aber dies ist mehr ein New Adult Roman mit Fantasy. Ich fand es aber gut, dass es hier auch Sex gab und die Autorin sich schon nicht mehr im Jugendbuch Bereich bewegt, denn in einem solchen hätte man Sex nicht gefunden. Diese Szene war meiner Meinung nach gut geschrieben und hat auch sehr gut die Gefühle transportiert.

Hin und wieder gab es auch mal witzige Momente, vor allem, wenn Apollo dabei war. Spannung gab es eher am Ende, doch diese wurde nicht gut genug ausgebaut und der große "Kampf" war mit nur ein paar Sätzen sofort beendet. Dies hätte ich mir besser und länger beschrieben gewünscht oder einfach anders, denn hier war ich dann doch enttäuscht. Dadurch, dass man sehr schnell voran kommt ist man rasch beim Schluss angelangt und erwartet sich noch etwas vollkommen Unerwartetes, was hier aber ausbleibt und somit dem ganzen die Luft auslässt. Ein phänomenaler Abschlusskampf gepaart mit Spannung hätte hier mehr bewirken können, da wurde leider sehr viel Potential verschenkt, wie ich finde.

Insgesamt kann ich sagen, dass nicht so viel passiert ist, es aber einige Stellen gab, die mir sehr gut gefallen haben und mich gut unterhielten. Dies ist das beste Fantasybuch von Armentrout das ich gelesen habe, ich wollte die Autorin schon aufgeben, aber nun gebe ich ihr doch noch eine Chance. Obsidian hat mir leider gar nicht gefallen und auch hier wurde mit dem Bad Boy Klischee komplett übertrieben, der Rest war allerdings ziemlich gut.

Fazit:

Das Buch hat mich positiv überrascht und ich möchte wirklich gern die nächsten beiden Teile lesen. Es geht einfach flott und leicht zu lesen und dadurch ist es perfekt für Zwischendurch. An Rick Riordan kommt es nicht heran, aber es hat doch etwas an sich, das mich überzeugen konnte, daher vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Herbstprinzessin: Winterbrise

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 62 Seiten
Erschienen bei null, 02.11.2017
ISBN B074KCF5QX
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Nachdem Hannah die Ausbildung zur Jahreszeit angetreten hat, wird sie von allen drei Jahreszeiten besucht, die ihr gewisse Grundlagen vermitteln. So muss sie sich mit einer ihrer Grundängste auseinandersetzen und auch Winters kühlen Unterricht über sich ergehen lassen, der ihr alles andere als positiv in Erinnerung bleiben wird – besonders, da er nichts Besseres zu tun hat, als sie einfach mit einem großen Problem alleinzulassen. Zum Glück gibt es aber noch Tobi, den Frühling, der ihr aus der Patsche hilft und sie so vor weiteren Peinlichkeiten mit der Polizei bewahrt.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

    "Der Monat kam und irgendwie fühlte ich mich gerädert, was bei dem gestrigen Tag mit Winter auch kein Wunder war."

Zum Cover muss ich nun nichts mehr sagen, es ist gleich wie auch bei Teil eins und zwei und daher könnt ihr meine Meinung dazu bei der Rezension zu Band 1 und Band 2 nachlesen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer super flüssig zu lesen. Sie schreibt sehr bildlich und obwohl das Buch so kurz ist, verpackt sie ausreichend Gefühle und Beschreibungen in diesem. Diese Episode ist wieder aus Sicht von Hannah geschrieben. Satzbau und auch Wortwahl sind hier wieder der Geschichte angemessen und ich als Leser fühle mich in der Welt sofort wohl, da der Schreibstil so angenehm ist.

Das Buch schließt sofort an das Ende des zweiten Bandes an, Hannah ist noch erschöpft und startet so in ihren neuen Arbeitstag. Schon bald aber kommen Eulen zu ihr und ihr Tag wird immer komischer. Auch ihre Ausbildung muss sie fortsetzen und sich dazu noch mit ihrer Schwester beschäftigen.

Dies wird eine sehr kurze Rezension, denn der dritte Band der Reihe ist nochmal kürzer ausgefallen, als die ersten beiden. Insgesamt hatte das Buch 55 Seiten, ich habe es in meiner Mittagspause ausgelesen. Trotzdem hat es mir wieder gut gefallen und ich war sofort in der Geschichte. Hannah ist nun schon voll in ihrer Ausbildung, hat aber noch mit den normalen Strapazen eines Menschen zu kämpfen. Die Geschichte geht sehr flüssig von normalen Alltag in Ausbildung über, was ich sehr gut gemacht finde. Hannah ist und bleibt auch ein sympathischer Charakter, der immer wieder Stärke beweist.

Insgesamt passiert in diesem Band nicht sehr viel, es geht hauptsächlich um ein Stück Land, um Hannah und ihre Kräfte und ein wenig um die anderen Jahreszeiten. Man erfährt auch etwas mehr von Winter und kann kurz hinter seine kalte Fassade blicken, dies allerdings nur kurz am Schluss. Die Geschichte geht diesmal schneller voran und es wird sich wirklich nur auf die Jahreszeiten konzentriert, der Rest, der passiert, ist eher Nebensache und trägt zum Gesamtbild bei. Sehr gut gefallen hat mir aber die Szene mit Hannahs Schwester, diese mag ich nämlich sehr gerne. Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte verraten.

Das Ende war das gemeinste von allen, ein kleiner Cliffhanger, gerade als es anfing spannend zu werden. Nun heißt es warten auf den nächsten Teil.

Fazit:

Wieder eine tolle Episode für diese Serie, leider für mich der schwächste Teil bis jetzt. Ich denke aber, dass das daran liegt, dass die Episode so kurz ist. Es hat mich trotzdem sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf die nächsten Teile, für diesen vergebe ich 4 von 5 Sterne.


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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Im Bann des Gedankenlesers

Andrea Ego
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.10.2017
ISBN 9783744890311
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die angehende Druidin Sono flüchtet auf Geheiss ihres Lehrers mit einem verfeindeten Erdendruiden, um ihn vor geheimnisvollen Angreifern zu schützen. Doch plötzlich gerät sie selbst ins Visier eines machthungrigen Gedankenlesers, der sie manipulieren und ihre Kräfte für seine Rachepläne nutzen will. Gemeinsam mit dem Druiden macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, der vermutlich über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sie. Doch der Weg führt mitten in die Stadt des Gedankenlesers ...

Wird Sono es rechtzeitig schaffen, ihre Kräfte zu beherrschen? Und was wird aus ihr und dem Erdendruiden, der sie noch stärker in seinen Bann zu ziehen droht als der Gedankenleser?
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

    "Als ich ihn das erste Mal sah, saß er schweigend an einen Baum gelehnt auf der trockenen Erde."

Das Cover ist nicht so meins, da es leider gar nicht ausstrahlt, um was es in dem Buch eigentlich geht. Es sieht eher nach einer düsteren Urban-Fantasy Geschichte aus, aber in dem Buch bekommt man viel mehr geboten. Auf dem Cover zu sehen ist ein Mädchen mit wehenden schwarzen Haaren, im Hintergrund einen dunklen Wald. Ziemlich düster und ich wäre so nie darauf aufmerksam geworden.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut, sie schreibt sehr flüssig und konnte mich sofort in ihren Bann ziehen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, dadurch kann man sich sehr gut in Sono hineinversetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Auch schreibt Andrea Ego sehr bildlich, sodass ich immer ein gutes Bild der Umgebung hatte. Sie baute auch immer wieder Metaphern ein, vor allem wenn es Magie im Spiel war.

Zu Beginn lernen wir Sono kennen, sie ist im Begriff eine Priesterin und danach eine Druidin zu werden. Sie ist halbwegs glücklich in ihrem Leben, dieses verändert sich aber schlagartig, als sie auf Ciarann trifft, einen Erdendruiden. Zusammen mit ihm erlebt sie einige spannende Momente und begegnet schließlich dem Gedankenleser, welcher etwas in Sono sieht und ihre Kräfte für sich haben will.

Vor ein paar Monaten hat mich die Autorin angeschrieben und gefragt, ob ich ihr Buch testlesen wollen würde und da mir die ersten beiden Kapitel so gut gefallen haben, habe ich zugesagt. Nun ist es so weit und ich habe es gelesen. Sono war mir sofort sympathisch, sie wirkte schon sehr erwachsen und reif. Man wird sofort in das Geschehen geworfen und bekommt keine langen Erklärungen, was mir sehr gut gefällt. Mit der Zeit erfährt man auch noch mehr über Sono, ihren Stamm und wie das Leben in ihrer Welt aussieht. Ich wusste zuerst auch nicht, wie der Gedankenleser in das gesamte Setting passt, doch das hat sich alles mit der Zeit ergeben.

Die Welt selbst finde ich sehr interessant, es gibt einen Herzog der über das Reich herrscht und einige Druidenstämmte, die wichtigsten hierbei sind die Wasserdruiden und die Erdendruiden. Diese beiden Stämme sind unter sich allerdings verfeindet und haben nichts miteinander zu tun, daher sind auch alle so überrascht als Sono, eine Angehörige des Wasserstamms, einen Erdendruiden rettet. In dem eher mittelalterlichen Setting passen die magischen Elemente von dem Buch wie die Faust aufs Auge, auch die Götter fügen sich super in das Gesamtbild ein. Im Laufe der Geschichte entdeckt man immer mehr von der Welt, da Sono mit Ciarann viel reist und herum kommt, das hat mir wirklich gut gefallen, da sich nicht alles in einem Dorf abgespielt hat.

Wie sich die Magie in dem Buch entfalten soll, wurde mir erst mit der Zeit klar, da es zuerst keine Anzeichen für besondere Kräfte gab. Schon bald aber merkt man, dass Sono kein gewöhnlicher Mensch ist. Allgemein haben viele Leute in dem Buch Kräfte, Sono, Ciarann, Gael, welcher Sonos bester Freund ist, und eben der Gedankenleser. Hier finde ich die Kräfte von Ciarann eigentlich am tollsten, da er sehr viel damit bewerkstelligen kann. Die Kräfte spielen im Buch eine große Rolle und dadurch kann man alle Facetten von den Charakteren kennen lernen. Später im Buch, als der Gedankenleser eine wesentliche Rolle einnimmt, bekommen auch die Kräfte mehr Aufmerksamkeit und das hat mit sehr gut gefallen, da hier der Fantasyanteil gut durch kam und man nicht nur einen eher mittelalterlichen Roman liest.

Aber es geht nicht nur darum, das Buch hat noch so viel mehr zu bieten, als ich erhofft hatte. Es gibt eine Liebesgeschichte, welche wieder sehr dramatisch aufgezogen wurde, eine Wiedervereinigung von Familie, Intrigen und Lügen. So viele tolle Elemente, die sich in diesem Buch perfekt zusammenfügen. Besonders gern mochte ich die Szenen, in denen Sono bei ihrer Mutter in der Stadt ist und auch den Herzog habe ich gern gemocht. Beide spielen eine wichtige Rolle in einem Teil des Buches und ich möchte hier nicht zu viel verraten.

Durch die wechselnden Orte und Charaktere wird das Buch nie langweilig und man lernt viele Menschen kennen, die man, zumindest ich, sofort ins Herz schließt. Natürlich kommt auch die Spannung hier nicht zu kurz, es gibt immer wieder Neues zu entdecken und gegen Ende passiert so viel auf einmal, dass ich nur noch geschickt dasaß. Zuerst dachte ich mir, ca 80 Seiten vor dem Ende, dass es das war, dass hier nichts mehr kommen kann und dann hat die Autorin nochmal so einen starken Schluss geschrieben, dass ich heute in der Arbeit meine Mittagspause verlängert habe, um das Buch zu beenden. Es war einfach nur noch spannend und so gut geschrieben, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Was das Buch noch zu etwas Besonderem macht, sind die vielschichtigen Charaktere. Mit allen konnte ich sofort eine Verbindung aufbauen und ich mochte jeden einzelnen wirklich gern. Sie sind zwar sehr unterschiedlich, aber das macht nichts, dadurch hat man eine gute Mischung. Allerdings konnte ich Ciarann oftmals nicht verstehen, er wurde mit gegen Ende immer unsympathischer, obwohl ich nicht genau benennen kann woran es genau liegt. Zuerst war er wirklich ein toller Charakter, doch er entwickelte sich in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat und die ihn nur noch grob und eifersüchtig wirken ließ.

Das Ende war sehr schön abgeschlossen, lässt aber trotzdem noch Raum für einen zweiten Band, sollte sich die Autorin dazu entscheiden einen zu schreiben. Ich finde es immer so schwer eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, das man so toll fand, darum entschuldigt, falls diese Rezension nicht so prickelnd ist.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr überrascht, ich hätte nicht gedacht, dass es mich sofort so sehr fesseln wird. Die verschiedenen Charaktere und die abwechslungsreiche Handlung haben mich vollends überzeugen können, ich vergebe dafür 5 von 5 Sterne.

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373 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

mona kasten, coldworth city, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, denn schon bald sehen sich Raven und Wade einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen kann.

Ein Superhelden-Roman für die riesige Fangemeinde erfolgreicher Serien wie Jessica Jones, Agents of S.H.I.E.L.D., X-Men oder Supernatural.
Quelle: droemer-knaur.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    ""Wann?" Der Mann in dem abgetragenen Ledermantel hatte leise gesprochen, obwohl der Lärmpegel in der Bar ziemlich hoch war."

Das Cover finde ich sehr passend zu einem Buch in diesem Sci-Fi Genre. Es strahlt zwar auch etwas dystopisches aus, aber das macht nichts. Darauf zu sehen ist ein Frauengesicht, welches in eine Skyline übergeht, dies finde ich persönlich sehr cool gestaltet. Es verrät nicht viel von dem Inhalt und die Frau auf dem Bild stört mich auch nicht, obwohl ich Gesichter eher nicht auf Covern mag. Auch die Farben sind super gewählt, schwarz und blau sieht einfach super zusammen aus.

Der Schreibstil von Mona Kasten ist wie immer sehr flüssig und leicht zu lesen, ihre Sätze nicht zu komplex und auch ihr Wortschatz ist dem Inhalt angepasst. Das Buch ist in der allwissenden Erzählform geschrieben, Hauptaugenmerk ist hierbei allerdings auf Raven gerichtet. Einige Kapitel beschäftigen sich mehr mit Knox oder Wade, dies kommt jedoch eher selten vor. Durch die gewählte Erzählform liest man trotzdem noch sehr viele Gedanken von den Charakteren, aber auch die Umgebung ist sehr gut beschrieben.

Zu Beginn lernt man als Leser Raven, eine Mutantin, kennen, die sich vor der AID versteckt und unter falschen Namen in einer Bar arbeitet. Sie ist zusammen mit ihrem Bruder geflohen und jetzt jagt sie in der Nacht Verbrecher. Als sie einen jungen Mann kennen lernt, der zu wissen scheint, was und wer sie ist, stellt sich ihr ganzes falsches Leben auf den Kopf.

Dies ist nun mein viertes Buch von Mona Kasten und ich war wieder richtig begeistert! Zwar hat mir ihre Again-Reihe wesentlich besser gefallen, doch auch dieses Buch konnte mich sehr unterhalten. Da ich vorab schon einige Rezensionen gelesen habe, die sich damit beschäftigt haben, dass das Buch ein billiger Abklatsch von X-Men ist, war ich natürlich skeptisch und sogar ich, als jemand, der die X-Men Filme nur einmal gesehen hat, konnte Parallelen feststellen. Allerdings haben mich diese wirklich nicht gestört oder beim Lesen behindert. Der Beginn viel mir sehr leicht, man fängt sofort von Raven und ihrer Arbeit zu lesen und es wird auch schnell klar, welche Fähigkeiten sie hat. Ich mag so einen EInstieg viel lieber als langgezogene.

Die Idee mit den Mutanten fand ich sehr interessant, nichts Neues, aber dennoch interessant. Gespannt habe ich also gelesen und ich muss sagen, dass diese in dem Buch dann doch ein wenig zu kurz kamen. Es gab so viele verschiedenen Mutanten, konzentriert wurde sich allerdings nur auf Wade und Raven, sowie deren Fähigkeiten. Es gab noch so viele andere interessante Mutanten, die ich gerne in Action gesehen hätte, das hat mir etwas gefehlt. Dafür wurden die Gaben von Raven und Wade sehr gut beschrieben und auch nachvollziehbar trainiert.

Ich muss auch den vielen Kritiken zustimmen, die sagen, dass es einfach X-Men ist, denn allein schon der Untergrund, welcher sich für Gleichberechtigung von Mutanten und deren Training einsetzt ist 1:1 von X-Men. Was ich noch bekritteln muss, ist manchmal die Logik in dem Buch. Der Untergrund ist in einem Hotel, welches mitten in der Stadt steht. Wie ist es möglich, dass sie noch niemand gefunden hat? Können in diesem Hotel auch normale Gäste schlafen? Dies wurde nie erklärt, hier wären Information wirklich nötig gewesen. Oder auch wie die Mutanten auf ihren Missionen so einfach in Gebäude der AID einbrechen können. Es gab eine Stelle, da hat Raven eine Tür nur mit ihrer Kraft aufgebrochen, hierfür haben sie zuerst eine ID-Karte geklaut und diese hat nicht funktioniert. Die AID kennt Mutanten, sie weiß zu was diese fähig sind, wieso haben sie keine stärkeren Sicherheitsmaßnahmen eingebaut? Wieso haben sie nur zwei Wachen? Dies war eher unglaubwürdig.

Weiters war das Buch an einigen Stellen sehr vorhersehbar, ich wusste schon drei Dinge ganz am Anfang, obwohl sie erst am Ende aufgelöst wurden. Dies ist aber ein typisches Jugendbuchelement, daher kann man darüber hinwegsehen. Aber auch einige Kampfausgänge, Traingsszenen oder auch Liebesszenen konnte man schon früh erahnen und hatte dadurch keinen wirklichen Überraschungseffekt mehr.

Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten, durch den tollen Schreibstil kam ich sehr schnell mit dem Lesen voran. Es gab Momente, da kam mir Raven zu weinerlich vor, meistens allerdings mochte ich sie ziemlich gerne. DIe anderen Charaktere blieben leider eher blass, vor allem Knox, ihr Bruder. Ich habe sehr wenig über ihn und auch andere Nebencharaktere erfahren, dies könnte aber auch an der Kürze des Buches liegen. Vielleicht, oder eher hoffentlich, kommt hier im zweiten Teil noch mehr. Ich würde so gerne mehr über Katsu, Knox und Thalia wissen. Die Geschichte selbst war auch genau nach meinem Geschmack, es geht eher langsam voran und dann passiert ziemlich viel auf einmal. Allerdings ist dies immer vom Autor abhängig, ob ich das mag oder nicht. Bei Mona Kasten war es der erste Fall. Für mich persönlich kam die Spannung also nicht zu kurz, ich fand es super von den Trainings, den Gesprächen und den Missionen zu lesen. Etwas weniger Informationen gab es leider auch vom Untergrund und seinen Mitgliedern, man hat hier immer nur die gleichen kennen gelernt, aber dies kann sich ja noch ändern.

Das Ende war dann nochmal spannend, es passierte so viel auf einmal und es wirkte für mich auch gar nicht erzwungen. Raven hat sich im Laufe des Buches weiter entwickelt, auch ihre Kräfte, und dies wurde auf den letzten Seiten nochmal deutlich. Dadurch hat mir das Ende dann nochmal gut gefallen, überhaupt das letzte Kapitel fand ich sehr schön.

Fazit:

Die Geschichte entwickelt sich eher langsam und es passiert bis zu Ende auch nicht sonderlich viel, trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht Raven in den Untergrund zu begleiten und ihre Entwicklung zu beobachten. Das Buch hat mir einige tolle Lesestunden bereitet und ich hoffe doch, dass es einen zweiten Teil geben wird. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

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335 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, der goldene hof, richelle mead, adel, neue welt

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet.
Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   "Ich hatte nie vorgehabt, das Leben einer anderen zu stehlen."

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, allerdings stört mich die Schriftart, die passt irgendwie nicht dazu. Darauf abgebildet ist Elizabeth, dies erkennt man an den blonden Haaren. Ich finde die Details von den Haaren super, es strahlt etwas Erhabenes aus und deutet somit ein wenig auf den Inhalt hin.

Der Schreibstil ist toll, ich habe bis jetzt noch kein Buch der Autorin gelesen, Vampire Academy allerdings schon zu Hause, und muss sagen, dass ich positiv begeistert war. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, dadurch kann man das Geschehen rund um Elizabeth sehr gut verfolgen und bekommt auch viele ihrer Gedanken mit. Ansonsten schreibt die Autorin sehr anschaulich und hält sich in diesem Buch mit einem eher einfachen Schreibstil auf.

Zu Beginn lernen wir hier Elizabeth kennen, sie ist eine Aristokratin in Osfrid und gerade dabei pleite zu werden. Als eine ihrer Bediensteten das Angebot bekommt, an den goldenen Hof zu gehen, fädelt sie alles so ein, dass sie anstatt Ada gehen kann. Dort erwarten sie einige Hindernisse und auch ein Mann, den sie zuerst nicht beachtet hätte.

Dieses Buch habe ich wieder zusammen mit der tollen Ney gelesen. Das Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste und als es dann auf deutsch rauskam, musste ich es haben. Voller Vorfreude gingen wir beide nun an das Buch heran und wurden eigentlich eher schlecht als recht unterhalten.

Ich möchte mit dem Klappentext und dem allgemeinen Inhalt beginnen. Die Rückseite des Buches führt den Leser hier in die Irre, denn es scheint so, als würde sich alles um den goldenen Hof und ihre Ausbildung drehen, was es eigentlich nicht tut. Zuerst werden wir ein wenig in das Leben von Elizabeth eingeführt, welche Veranstaltungen sie besucht, wen sie heiraten wird, dass ihre Eltern gestorben sind (was übrigens sehr sehr oft erwähnt wird) und wie sehr sie sich Veränderung wünscht. So nehmen also die Dinge ihren Lauf und sie kommt zum goldenen Hof. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mir eine Story a la Selection erwartet, nur dass sie hier ihre Talente verstecken muss, da sie erst ausgebildet wird. Allerdings wird diese Ausbildung ziemlich schnell abgehandelt, die acht Monate werden in 100 Seiten verpackt und das wars. Von den einzelnen Unterrichtsstunden hat man sowieso nur sehr wenig mitbekommen, meist ging es um irgendein unnötiges Drama oder einen Zickenkrieg. Dann waren sie auch schon in Adoira und auf der Suche nach Männern.

Es bleiben also rund 380 Seiten für die Männersuche, bereits hier habe ich mich gefragt, was denn noch alles passieren soll. Im Grunde plätschert die Geschichte vor sich hin, es werden immer wieder Dramen eingeworfen um die Spannung zu steigern, doch dies hat bei mir nicht funktioniert. Auch gab es zu viele Männer, die sich für unsere perfekte Elizabeth interessiert haben. Doch dabei ist sie nicht perfekt. Sie kann zwar all die Dinge, die Aristokratinnen können müssen, aber ansonsten war sie eher eingebildet und egoistisch. Manche sagen nun, dass sie Cedirc (zu dem komme ich noch) nur helfen will, aber da man bereits da gemerkt hat, dass sie ihn sehr gerne mag, kommt mir das eher wie eine selbstsüchtige Tat vor, damit sie ihn nicht verliert. Und sie nervt einfach. Es gab Stellen, da dachte ich mir, sie hat sich gebessert, doch dann sagt sie wieder etwas absolut dummes und es war vorbei. Sie strahlte ab Seite eins nichts aus, das sie für mich sympathisch gemacht hätte, sie war einfach nur eingebildet und jammerte wegen allem rum.

Abgesehen von der schwachen Geschichte, die gegen Ende nur noch unnötig war und nichts mehr mit dem versprochenen Inhalt zu tun hatten gab es noch einige Nebencharaktere. Cedirc, der Love Interest, ist der Sohn des Betreibers vom goldenen Hof und leider auch ziemlich langweilig. Er hat das Potential dazu, ein guter Freund zu sein, aber mehr auch nicht. Ich weiß nichts über ihn, er bleibt für mich zu ungreifbar und flach. Außer seiner Liebe für Elizabeth und seinem Geldmangel habe ich keine Ahnung, was er sonst so tut, was schade ist, da er ein interessanter Kerl hätte sein können.
Elizabeth hat natürlich auch Freunde am goldenen Hof gefunden, die wichtigsten sind Tamsin und Mira. Tamsin möchte unbedingt gewinnen, da sie irgendein Problem hat. Sie erscheint sehr ehrgeizig, doch auch etwas überheblich. Ebenso wieder über Cedric erfährt man nichts von ihr, daher blieb sie auch für mich nicht greifbar. Dahingegen fand ich Mira einfach nur interessant, sie hat eine dunklere Hautfarbe und wird daher und er Gesellschaft nicht als gleichgestellt angesehen, doch ihr ist das egal. Auch hat sie einige Geheimnisse, welche sie des Nachst schon mal nach draußen treiben. Durch ihre starke Art und ihren unerschütterlichen Willen sich selbst frei zu kaufen und nicht an irgendeinen Mann versteigert zu werden, machte sie mir sehr sympathisch.

Wobei wir schon beim Konzept des goldenen Hofes wären, welches mir nicht gefallen hat. Die Mädchen werden in Osfrid ausgebildet, dann nach Adoira verschifft, oder auch die neue Welt genannt, um dort den Männern vorgeführt zu werden. Danach können Männer die Mädchen umwerben, wenn sie eines wollen, müssen sie einen Mindestpreis bezahlen, können aber auch mehr bieten. Die Mädchen müssen jedoch nicht den Höchstbietenden nehmen, sondern können sich jemanden aussuchen, trotzdem ist dies einfach eine Zurschaustellung von Menschen, die einfach nach ihrem Äußeren beurteilt werden. Dies hat mir nicht gefallen, ich fand es einfach nur schrecklich.

Weiters spielen hier Religionen eine sehr große Rolle, was mich ebenfalls gestört hat, da es nicht um politische oder religöse Themen gehen sollte, dem Inhalt nach. Jedoch sind dies die Hauptthemen in dem Buch und somit gestaltet sich alles schon schwieriger. Man hat sich auf eine andere Geschichte eingestellt und bekommt Religionskriege und politische Intrigen. Auch die neue Welt erinnert doch sehr an Amerika. Siedler nehmen den Einheimischen ihren Grund weg und bauen Kolonien auf, wie klingt das? Einfallsreichtum hat die Autorin hier leider nicht bewiesen, denn es hätte genauso gut ein Geschichtsbuch sein können, wenn man die Namen der Städte abgeändert hätte.

Die letzten 200 Seiten waren für mich auch nur noch unnötiges Drama, die Geschichte wurde gewollt in die Länge gezogen und was passierte, hatte für mich wenig Zusammenhang mit dem Rest. Es wirkte so, als wolle die Autorin nochmal etwas Spannendes einbauen, hat dabei aber kläglich versagt. Das Gute ist, dass das Ende nicht offen war und man somit einen abgeschlossenen Band hat.

Fazit:

Ich habe eine andere Geschichte erwartet. Dieses Buch war die meiste Zeit für mich einfach anstrengend zu lesen und die Protagonistin hat es durch ihre eigenartige Art nicht leichter gemacht. Wäre sie sympathischer gewesen, hätte ich mir beim lesen sehr viel leichter getan. Leider kann ich nur 2 von 5 Sterne vergeben.


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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ao - bewahrer des lichts, fantas, pascal wokan;, magie, pascal woka

AO: Bewahrer des Lichts

Pascal Wokan
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei independently published, 24.08.2017
ISBN B0754K9NQ3
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Vashaels Leben ändert sich unerwartet, als eines der sagenumwobenen Ao in ihm erwacht. Ein Licht, das seinem Träger unbeschreibliche Macht verleiht. Er wurde auserwählt ein Bewahrer zu sein und ist fortan dazu verpflichtet, in den Norden zu reisen, um dem Orden des Lichts beizutreten. Bereits seit Jahrtausenden beschützt der Orden das Land vor einer finsteren Bedrohung und hütet so manche dunkle Geheimnisse. Schon bald muss Vashael allerdings erkennen, dass bislang weitaus mehr Geheimnisse im Verborgenen geblieben sind, als bisher angenommen. Er und seine neuen Gefährten stehen fortan einer nahezu unlösbaren Aufgabe gegenüber und müssen lernen, was Mut, Vertrauen und wahre Freundschaft bedeuten. Denn die Bedrohung ist näher als vermutet und ihnen offenbart sich ein Schicksal, das die Fundamente der gesamten Welt erschüttern könnte …
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

    "Melus fluchte laut, als er über seine lange Robe stolperte und der Länge nach zu Boden fiel."

Das Cover ist sehr gelungen und passend zum Inhalt. Es strahlt schon ein Jugendbuchfeeling aus, was dies auch ist. Das AO wird hier sehr gut dargestellt, denn auch im Buch wird es immer als Lichtkugel beschrieben, die blau leuchtet. So bekommt man durch das Cover schon einen kleinen Blick auf das AO, was ich sehr schön umgesetzt finde.

Der Schreibstil von Pascal Wokan ist einfach nur toll, ich komme aber nicht drum herum, dass Buch mit "Arakkur" zu vergleichen. Hier werden sehr viel weniger Details in Kämpfen beschrieben und gerade das kann der Autor so gut, das habe ich richtiggehend vermisst. Ansonsten schreibt er wieder aus der allwissenden Erzählform, wobei die Kapitel wieder in Personen unterteilt sind und man in jedem Kapitel jemand anderem folgt. Auch der Satzbau und die Wortwahl sind hier eher einfach gehalten und nicht allzu anspruchsvoll.

Zu Beginn lernen wir Cyrion, Belenia und Vashael kennen, alles drei sind ganze junge Bewahrer und müssen noch lernen mit ihrem AO umzugehen. Jedoch gibt es noch eine ganz andere Bedrohung als jene, gegen welche die Bewahrer schon seit langer Zeit kämpfen und es scheint so, als wären die drei ein wesentlicher Bestandteil der Lösung für das Problem.

Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Pascal gefreut, allerdings ist dies ein Jugendbuch und da war ich dann doch schon skeptisch, da ich von diesem Genre wegkommen möchte. Aber wie kann ich ein Buch von ihm nicht lesen? Der Schreibstil hat mich sofort wieder gefangen genommen, er hat eine ganz besondere Art zu schreiben und ich war sofort in der neuen Welt und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Auch seine Art die Gefühle zu transportieren finde ich einfach toll. Ich habe einzig die brutalen Beschreibungen vermisst, denn die schreibt Pascal Wokan meiner Meinung nach einfach am besten.

Die drei Hauptcharaktere waren mit sofort sympathisch, Belenia ist ein eher schweigsamer Typ, daher konnte ich sie zuerst nicht richtig einschätzen. Nichtsdestotrotz hat sie etwas an sich, dass mich neugierig machte und mich sie sofort mögen ließ. Cyrion ist ein kleiner verwöhnter Lord, der immer alles bekommen hat, das er wollte, dies machte ihn zuerst nicht gerade zu meinem Liebling, allerdings verbessert er sich mit der Zeit wirklich sehr. Der Dritte im Bunde, Vashael, tat mir sofort leid und ich habe ihn gleich ins Herz geschlossen. Sein Charakter ist ein typischer Tollpatsch, der immer alles bekommen hat und trotzdem nicht geliebt wird von seinem Vater. Insgesamt ist das eine sehr interessante Mischung an Charakteren und ich war sofort gespannt, wie sich diese drei weiter entwickeln und was noch alles passieren wird.

Die Geschichte selbst ist typisch für den Autor, es wird lange auf das Ende hingearbeitet und die Spannung aufgebaut, der Schluss ist dann wie immer das Beste an dem Buch. Ich war sehr gespannt auf die Ausbildung zum Bewahrer und wie die drei ihr AO beherrschen und das kam auch sicherlich nicht zu kurz. Das AO erinnerte mich immer an Regina aus Once Upon A Time mit ihren Feuerkugeln, ungefähr so habe ich mir ein AO vorgestellt, nur dass diese aus dem Körper heraus kommen und sozusagen ein Teil des Bewahrers sind und nicht nur einfache Magie. Die ganze Idee hinter den AOs hat mich fasziniert, auch die verschiedenen Formen, welche es annehmen kann waren interessant.

Bewahrer beschützen seit jeher die Sphäre des Lichts, durch diese kommt man in andere Länder, man kann sich das ungefähr wie ein Portal vorstellen. Dies ist für die eigentliche Geschichte aber nicht so wichtig, da wir den drei jungen Bewahrern folgen und ihre Ausbildung mit ansehen. Mit der Zeit stoßen sie allerdings auf einige Geheimnisse und durch Informationen, welche Vashael mitbringt, fügt sich alles bald zusammen. Die Umsetzung der Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen, Pascal Wokan kann mich einfach nicht enttäuschen. Es ist nicht so brutal oder ausgereift wie sein anderes Werk, aber dies ist auch ein Jugendbuch, daher ist das schon ok. All die verschiedenen Länder wurden, meiner Meinung nach, leider nicht immer gut beschrieben, sie sind zwar nur in ein anderes Land gereist aber außer der Wüste konnte ich mir nicht viel vorstellen.
Auch an Namen wurde nicht gespart, es kommen sehr viele Personen vor und mit der Zeit fiel mir auf, dass eine dieser Personen sich merkwürdig verhält und ich begann zu rätseln, was es damit auf sich hat. Am Ende war ich dadurch nicht mehr so schockiert, als alles seinen Lauf genommen hat, da es schon sehr viele Anzeichen dafür gab. Hätte man die Hinweise subtiler versteckt, hätte man noch einen großen Überraschungsmoment einbauen können, das finde ich etwas schade.

Im Großen und Ganzen ist es allerdings wieder ein tolles Werk, das mich sofort begeistert hat und aus meiner Leseflaute gerissen hat. Das Ende macht nochmal Lust auf mehr, vor allem da der Epilog aus Sicht einer Person geschrieben ist, von der man vorher nicht so viel zu lesen bekommen hat. Dieser Charakter hat mir aber sehr gefallen und ich hoffe, dass ich im zweiten Band mehr von ihm zu lesen bekommen.

Fazit:

Wieder ein tolles Buch, das mir sehr gefallen hat. Es ist etwas leichter zu lesen und nicht immer anspruchsvoll, daher würde ich es fanatischen Jugendbuchlesern empfehlen, oder auch Leuten, die etwas leichteres als High-Fantasy suchen. Nichtsdestotrotz hat es mich super unterhalten und mich mit Lust auf den nächsten Band zurück gelassen. Ich vergebe, wie immer 5 von 5 Sterne.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Haus der gebrochenen Schwingen

Aliette de Bodard , Simon Weinert
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2017
ISBN 9783426519868
Genre: Fantasy

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Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Paris liegt nach dem großen magischen Krieg in Trümmern. Gefallene Engel kämpfen um die Herrschaft über die zerstörte Stadt. Noch steht Selene an der Spitze der Macht, doch seit dem Verschwinden ihres Mentors Lucifer Morningstar trachten andere nach ihrem Thron. Als ein tödlicher Fluch entfesselt wird, scheint Selenes Ende gekommen. Drei Außenseiter könnten ihre Rettung sein: der gefangene Magier Philippe, die junge Gefallene Isabelle und die Alchimistin Madeleine, deren menschlicher Körper abhängig ist von Engels-Essenz, einer zerstörerischen magischen Droge. Doch mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten könnten sie Selene auch endgültig zu Fall bringen ...
Quelle: droemer-knaur.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Anfangs ist es fast angenehm, das Fallen."

Das Cover verspricht meiner Meinung nach zu viel. Man sieht einen Engel mit Flügel, der am Boden kniet und ein zerstörtes Paris im Hintergrund. Allein schon darum würde ich mir eine epische Geschichte mit Engeln vorstellen. An sich ist das Cover ziemlich gut gestaltet, es sieht einfach anders aus und zieht daher Aufmerksamkeit auf sich. Zum Inhalt passt es meiner Meinung allerdings nicht.

Der Schreibstil der Autorin war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sehr viel mit bildlichen Beschreibungen und Umschreibungen arbeitet. Dies war oftmals ziemlich anstrengend zu lesen und dadurch bin ich auch immer nur langsam voran gekommen. Geschrieben ist das Buch aus der allwissenden Erzählform, dadurch lernt man jeden Charakter besser kennen, ist aber auch öfter verwirrt, da in den Kapiteln auch zwischen den Charakteren gewechselt wird. Hier musste ich oftmals nochmal nachlesen, um zu verstehen, von wem ich gerade lese.

Zu Beginn lernt man sehr viele Charaktere kennen, einer davon ist Philippe, der gerade einen gefallenen Engel gefunden hat. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle gelangt er ins Haus Silberspitzen und wird dort gefangen gehalten. Selene, die Anführerin und Madeleine betreuen ihn aber auch trotzdem.

Ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch rezensieren soll. Ich habe mich durchgekämpft, aber auf den letzten 100 Seiten habe ich aufgegeben. Der Beginn war ziemlich vielversprechend, man wurde sofort in diese postapokalyptische Paris geworfen und wusste nicht, was denn passiert ist. Es laufen hier einige Leute herum, die magisch begabt sind, oder eben Gefallene, das hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Doch bereits da hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil und ich konnte keine 50 Seiten auf einmal lesen. Durch die vielen Beschreibungen und Charaktere war ich dann auch sehr schnell verwirrt.

Was mir aber gut gefallen hat, war die Aufteilung der Häuser. In diesem Paris wird alles von Häusern beherrscht, manche sind stärker und manche schwächer, aber jedes hat seine eigene Rangordnung und seine eigenen Stärken. Silberspitzen war das erste Haus, das auch von Lucifer Morgenstern erbaut wurde. Manche Häuser werden von Gefallenen, manche von Menschen und manche von Magiern geführt, allerdings konnte sich mir bis dahin, wo ich gelesen habe, nicht erschließen, was es mit den Magiern auf sich hat. Dafür, dass in dem Buch alles ganz genau beschrieben und erklärt wird, hat man sich mit den Umständen wenig Mühe gegeben. Die Umgebung selbst wurde allerdings wieder grandios beschrieben, sodass man sich als Leser wirklich alles vorstellen kann. Hätte man ein wenig von diesen Beschreibungen den verschiedenen Gruppen zukommen lassen, wäre das sicherlich förderlich für das Buch gewesen.

Lucifer Morgenstern habe ich bereits erwähnt, ich hatte inständig gehofft, dass er noch öfter vorkommen würde, doch leider hat er eher eine Randrolle eingenommen. Es wurde nicht viel über ihn berichtet und wenn dann nur in Zusammenhang mit Selene, die seine letzte Schülerin war. Leider haben auch die Charaktere zu wenig Tiefgang für mich bekommen, sie blieben mir alle fremd und ich war schon froh, als ich sie auseinander halten konnte. Man erfährt sehr wenig über die wichtigsten Personen, was übrigens nicht nur drei, sondern eher sechs sind, und kann sich dadurch auch schlechter mit ihnen identifizieren und ihre Handlungen weniger nachvollziehen.

Bald verging mir auch die Lust an der Geschichte, obwohl das Buch eigentlich nur 480 Seiten hat. Ich hatte das Gefühl, als würde man sich nicht voran bewegen, immerzu wurde etwas entdeckt, oder geredet, oder sich getroffen oder Intrigen gespannt, dies passierte allerdings auf einem so langsamen und langweiligen Level, dass es einfach nicht den Anschein hatte, als würde sich die Geschichte weiter entwickeln. Kurz gesagt war alles sehr langatmig und es passiert ewig lange nichts, bevor wieder neue Dinge hinzu kommen. Kurz bevor ich aufgehört habe, würde eine neue Gruppe eingeführt, welche ich ziemlich toll fand, allerdings nur eine Nebenrolle bekommen hat. Über diese hätte ich gerne mehr erfahren, doch es wirkte einfach so, als wären sie nur Platzhalter, damit man doch noch ein wenig Spannung schaffen und die Leser weiter hinhalten kann. Dadurch kam für mich die Geschichte und der Spannungsaufbau zu kurz und ich verlor das Interesse.

Müsste ich jemandem erklären, um was es in dem Buch ging, dann würde ich nichts zu erzählen wissen, da sich mir der Sinn des ganzen einfach nicht erschließen will und ich keinen roten Faden erkennen kann. Gut, es gibt eine Bedrohung, welche manchmal auftaucht, es gibt Streit zwischen den Häusern, aber trotzdem wurde ich nicht schlau, was genau diese drei Charaktere, Isabelle, Philippe und Madeleine damit zu haben. SIe kommen mindestens genauso oft vor wie Selene oder auch Emanuelle. In meinem Kopf befindet sich nur ein sehr großes Fragezeichen und ich wollte mich nicht mehr durch die letzten 100 Seiten quälen, wahrscheinlich hätte ich noch 4 Wochen gebraucht (ja, ich habe für 380 Seiten 4 Wochen gebraucht).  Es reizt mich auch nicht zu wissen, wie es nun ausgeht, ich habe kein Bedürfnis danach, das Buch zu beenden. Vielleicht lese ich es irgendwann weiter, allerdings bezweifle ich sogar das.

Fazit:

Leider konnte mich das Buch gar nicht fesseln, geschweige denn begeistern. Das Setting und der Weltenbau waren wirklich klassen, allerdings wurde dies durch die ewig langen Beschreibungen und die, für mich zu flachen, Charaktere wieder zu Nichte gemacht. Ich konnte mich nicht überwinden das Buch zu Ende zu lesen, auch wenn ich es wirklich versucht habe. Das gibt von mir leider nur 1 von 5 Sterne.


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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

*herbst*

Herbstprinzessin: Sommertaufe

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 66 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 02.10.2017
ISBN B073S9YDBT
Genre: Fantasy

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Hannah lebt mit ihrer Zwillingsschwester, ihrem Kater Jack the Ripper und ihren Großeltern in einer Kleinstadt namens Madison. Nach einem schweren Verkehrsunfall fällt sie ins Koma und wird von den Ärzten als gehirntot erklärt. In dem Moment materialisiert sich ihr Bewusstsein in einem Zwischenreich, wo Gaia auf sie wartet. Sie macht Hannah ein verlockendes Angebot: Die junge Frau erhält noch für einige Wochen ihr Leben zurück, wenn sie dafür die Ausbildung zur Jahreszeit antritt.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

    "Nachdem sowohl der Montag als auch der Dienstag anders verlaufen waren, als ich es gewohnt war, konnte mich eigentlich nichts mehr wirklich verwundern."

Das Cover ist gleich wie beim ersten Teil gestaltet, es hat sich nur der Titel geändert, daher hat sich an meiner Coverbeschreibung nichts geändert. Ich finde es immer noch richtig schön und herbstlich, es strahlt auch eine angenehme Wärme durch die dunklen und roten Farben aus.

Der Schreibstil ist toll, das Buch ist aus Sicht von Hannah geschrieben, dadurch kann man sich in ihre Figur sehr gut hineinversetzen. Wortwahl und Satzbau sind eher einfach gehalten, es würde aber auch nicht funktionieren, wenn man bei diesem 70 Seiten Buch lange und verschachtelte Sätze schreibt, so wird das Wichtigste untergebracht und ich hatte nie das Gefühl, dass etwas zu kurz oder zu schlecht beschrieben war.

Die Geschichte schließt nahtlos an den ersten Teil an und nun hat sich Hannah schon mit ihrem neuen Leben abgefunden. Sie muss allerdings noch einiges lernen und bekommt hierbei Hilfe von den anderen Jahreszeiten.

Ich habe mich wieder sehr auf neue Informationen zu den Jahrezeiten und Hannahs neuem Leben gefreut, in diesem Teil passiert nicht allzu viel, aber es ist dennoch wichtig, da sie viele neue Dinge lernt, die sie als Jahreszeit braucht. Zu Beginn gab es nochmal eine kurze Zusammenfassung vom ersten Band, dadurch kam ich dann auch wieder sehr schnell in die Geschichte. Hier dreht sich alles hauptsächlich um Hannah, andere Figuren, welche man in dem ersten Band kennen gelernt hat, kommen gar nicht oder sehr wenig vor. Kurz taucht ihre Großmutter auf, diese hatte noch den größten Part bekommen.

Dennoch war es nicht langweilig, da neue Charaktere eingeführt wurden. Der Sommer, der Frühling und der Winter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Man hat von ein paar auch etwas mehr erfahren, allerdings bleibt mir persönlich der Winter immer noch ein Rätsel. Ich finde die Idee mit den Jahreszeiten einfach toll, auch dass diese immer wechseln und nicht konstant von einer Person ausgeführt werden. Die drei Jahreszeiten lehren Hannah einige Fähigkeiten, die sie braucht um eine Prüfung zu bestehen und Hannah meistert diese Lehrstunden ziemlich gut, auch wenn es immer wieder Momente gibt, in denen sie die anderen nicht so mag.

Der Aufbau der Geschichte weicht hier mehr vom ersten Band ab, da es keinen richtigen Höhepunkt gibt. Es ist mehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die alle nicht überraschend kamen und daher sicher für einige Leser langweilig sein könnten, aber ich fand diesen Teil trotzdem sehr gut, da man einige Hintergrundinformationen erfuhr und auch mehr über die Aufgaben von einer Jahreszeit. Dies wollte ich schon im ersten Teil wissen und nun verstehe ich einige Dinge besser. Von daher ist dieser Band sehr informativ.

Das Ende war kein so gemeiner Cliffhanger, trotzdem freue ich mich schon sehr auf die nächste Episode, da ich sehr gespannt bin, wie es mit Hannah weiter geht und wie sie ihre Prüfung absolvieren wird.

Fazit:

Wieder einmal konnte mich die Autorin vollends begeistern, das Buch war allerdings zu kurz. Ich möchte unbedingt weiter lesen! Nichtsdestotrotz hat mich diese zweite Episode gefesselt, daher vergebe ich wieder 5 von 5 Sterne für diese tolle

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

die braut des blauen raben, winterlich, raben, mariellaheyd, düster

Die Braut des blauen Raben

Mariella Heyd
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 04.10.2017
ISBN 9783946955030
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie fallen sie plötzlich scharenweise in Czarny Kruku ein und alte Ängste erwachen unter den Bewohnern. Sinnt der verlorene Junggeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Und was hat das alles mit der Rabenfrau Waleska zu tun? Voller Panik jagen die Dorfbewohner das Mädchen in die Wälder, ohne zu ahnen, welch dunkle Geheimnisse sich dort verbergen.
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

   „Der geflochtene Weidenkorb ächzte, als Lobna ihn auf den Küchentisch in Manteias bescheidenem Häuschen stellte. Es gab nur zwei Zimmer, die karg eingerichtet waren.“

Das Cover ist ein Traum! Ich habe es gesehen und war verliebt. Darauf sieht man das Gesicht einer Frau von der Seite, welches von einem Schleier verdeckt wird. Darunter steht der Titel und ansonsten gibt es noch kleiner Verzierungen auf dem Cover. Ich finde, dass dies wirklich gut zu der Geschichte passt, da ja alles mit einer Hochzeitswahl beginnt und man auch nicht zu viel von dem Cover erfährt.

Mariellas Schreibstil hat sich seit „Elfenfehde“ wirklich gesteigert, ich durfte jedes Buch von ihr testlesen, so auch dieses, und mit ist wirklich aufgefallen, dass sie schon sehr professionell schreibt und von Buch zu Buch besser wird. Auch hier sind die Dialoge nicht zugestellt und die Umgebung gut beschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Der Satzbau ist nicht zu kompliziert, aber dennoch etwas anspruchsvoller, damit meiner ich, anspruchsvoller als bei anderen Jugendbüchern. Mariella Heyd schafft es in ihren Büchern die Gefühle toll zu transportieren und hat mir damit schon öfter eine Gänsehaut verursacht, so auch bei diesem Buch.

Zu Beginn lernen wir hier Lobna kennen, die in einem kleinen Dorf in Polen lebt. Wir schreiben das Jahr 1840 und den Leuten geht es gut, obwohl sie keine Handelsbeziehungen pflegen. Lobna kümmert sich um die alte Manteia, die blind ist und angeblich hellsehen kann. Es steht ebenfalls der Tag ihrer Hochzeit bevor, denn jedes Jahr würfeln sich die heiratsfähigen Frauen einen jungen Mann, den sie dann heiraten werden, doch in diesem Jahr würfelt Lobna Dariusz, der schon seit 10 Jahren verschwunden ist.

Ich wusste wieder mal nicht, auf was ich mich einlasse. Ich kannte weder den Inhalt, noch das Genre also bin ich völlig ohne Vorurteile an das Buch heran gegangen. Lobna war mir sofort sympathisch, da sie sich sehr schön um andere, auch um Leute, die nicht zur Familie gehören, kümmert. Sie und Manteia waren wirklich süß zusammen, wie sich immer unterhalten und gegenseitig necken. Die alte Dame kam mir sofort magisch vor, und ich habe nur darauf gewartet, dass sie sich in eine wunderschöne Zauberin oder so verwandelt. Natürlich ist das nicht passiert.

Lobna hat zwei Schwestern, von denen ich mir die Namen nicht merken kann, da alle Charaktere in dem Buch polnische Namen haben, da es ja auch in Polen spielt. Auf jeden Fall sind diese beiden ebenso nett wie Lobna, dich ich konnte sie nicht sosehr ins Herz schließen. Auch diese beiden nehmen beim Würfeln teil und werden so verheiratet. Dieses System habe ich zuerst nicht verstanden. Wie soll man sich einen Mann erwürfeln? Aber als der Tag dann kam, habe ich es verstanden doch noch immer wusste ich nicht, wieso sie dies so handhaben. Nichtsdestotrotz ist eine neue Idee und ich war ehrlich verblüfft, wie gut Mariella diese in das Buch eingebaut hat. Lobna erwürfelt also Dariusz, der schon vor Jahren aus dem Dorf weggelaufen ist und sie soll ihn im Wald suchen.

Ich konnte nicht nachvollziehen, wie die Dorfbewohner so etwas erwarten konnten, wieso soll sie jemanden suchen, der wahrscheinlich schon tot ist? Doch anscheinend glauben viele, dass er ein Hexer ist. Hier wurde es dann interessant, denn vor dieser Anschuldigung wurde immer wieder eine Rabenfrau erwähnt, die einmal in dem Dorf wohnte und Albträume über die Bürger bringen soll. Ich hatte keine Ahnung, ob dies alles nur Geschichten waren, oder ob es wirklich eine solche Frau gibt. Es wäre ein tolles Fantasy-Element und ich hatte gehofft, dass dies wirklich wahr ist.

Alles, was sich dann im Wald ereignete war einfach nur toll, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich alles erfahren wollte, alle Geheimnisse die es zu entdecken gibt und alle Geschichten, die erzählt wurden. Im Laufe des Buches kommt der neue Charakter Mariusz  hinzu, den ich sehr faszinierend fand. Er erinnerte mich ein wenig an Adam aus „Die Schöne und das Biest“, da er sehr geheimnisvoll war und sich immer verborgen hielt, doch schnell gewann ich ihn sehr lieb und habe mir so meine Theorien zu im gesponnen.

Auch in diesem Buch gab es eine Liebesgeschichte, es ist ja ein Romantasy Roman und ich muss sagen, dass sie keine Insta-Lovestory war, sondern sich langsam aufgebaut hat, dies hat mir sehr gut gefallen. Auch haben die Charaktere wirklich gut zusammen gepasst (es gab nicht nur ein Liebespaar, die bezieht sich auf alle). Zum Ende hin wurde es dann immer spannender und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Man erfährt auf den letzten 50 Seiten sehr viel Neues langsam fügt sich alles zu einem großen Ganzen zusammen. Diese ganzen Geheimnisse und Wirrungen haben mit sehr gut gefallen, da sie auch einen gewissen Spannungsbogen aufgebaut haben und mit einige „Wow“-Momemnte eingebrahct haben.  Die letzten Seiten flogen nur dahin und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, Ok, ich habe es sowieso an einem Tag ausgelesen, aber trotzdem waren die letzten Kapitel die spannendsten. Es passierte einfach noch so viel unerwartetes, dass man einfach weiterlesen muss.

Mariella hat mit diesem Buch wieder einen richtigen Knaller erschaffen, der mich vollends überzeugen konnte.

Lobna ist ein liebes Mädchen, das nicht auf ihr eigenes WOhl bezogen ist, sondern immer auf ihre Schwester und Mateia achtet. Die ist zuvorkommend und packt an wo sie nur kann.

Mariusz ist sehr geheimnisvoll und eher verschlossen, mit der Zeit taut er aber auf und man sieht, dass er ein netter Kerl ist, der sich auch für andere opfern würde.

Fazit:

Ein tolles Buch, dass mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Wieder einmal kann ich nur 5 Sterne vergeben, da es definitiv zu meinen Lieblingen zählt.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Sieben Minuten nach Mitternacht: Roman - (Illustrierte Ausgabe) von Ness. Patrick (2011) Gebundene Ausgabe


Fester Einband
Erschienen bei null
ISBN B00IVQVL0S
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

    "Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist."

Das Cover von meiner Ausgabe ist sehr schlicht, es ist einfach besch mit Titel und einem kleinen Bild darauf. Das Bild stellt das Monster dar, wenn man den Umschlag entfernt sieht man das Bild nochmal auf den gesamten Buchdeckel gedruckt, es sieht einfach wunderschön aus. Durch diese minimalistische Gestaltung kann man sich relativ unvoreingenommen auf die Geschichte einlassen, was ich persönlich bei diesem Buch toll finde.

Der Schreibstil von Ness ist traumhaft, ich bin sofort in das Buch gekommen und habe den Schreibstil sogleich gemocht. Er schreibt eher verträumt und mit vielen Metaphern, die Geschichte wird aus der allgemeinen Erzählperspektive geschrieben, wobei das Augenmerk auf Conor liegt. Oftmals wechseln die Szenen zwischen Jetzt und Vergangenheit, wenn Conor an ein Ereignis denkt, das in diesem Kapitel wichtig ist. Dadurch war ich zuerst verwirrt, doch schon bald habe ich mich daran gewöhnt und konnte vollkommen gefesselt weiter lesen.

Zu Beginn lernen wir Conor kennen, der zusammen mit seiner Mutter lebt. Diese ist schwer krank und Conor muss sich um vieles selbst kümmern. Jede Nacht hat er einen Albtraum, in einer Nacht aber kommt ihn ein Monster besuchen und ab da denkt Conor endlich einen Zuhörer gefunden zu haben.

Es ist sehr schwer dieses Buch zu rezensieren, ohne zu spoilern, daher werde ich mich kurz halten. Zuerst möchte ich auf die tollen Zeichnungen in dem Buch eingehen. Immer, wenn das Monster auftaucht sind wunderschöne Zeichnungen dabei, welche sich oftmals über zwei Seiten erstrecken. Sie zeigen immer die aktuelle Szene mit dem Monster und sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass ich diese immer ganz genau angeschaut habe. Ich dachte, dass diese im gesamten Buch vorhanden sind, bis mir aufgefallen ist, dass sie wirklich nur bei den Stellen mit dem Monster eingearbeitet wurden. Alle Zeichnungen sind in schwarz und weiß, manchmal wird mit Negativ- Effekten gearbeitet, was diese noch schöner wirken lässt.

Mir war Conor sofort sympathisch, da er mir auch leid getan hat wegen seiner Mutter. Das Buch erzählt seine Geschichte ab dem Moment, in dem das Monster das erste Mal bei ihm auftaucht. Als Leser weiß man zuerst nicht, was das Monster von ihm will und ob es gut oder böse ist, dies erfährt man erst im Laufe der Geschichte. Ich möchte nichts vom Inhalt verraten, da dies bei dem 210 Seiten langen Buch zu viel verraten würde und ich finde, dass man es selber lesen sollte. Die Entwicklung der Geschichte hat mir aber sehr gut gefallen und auch wie das Monster in alles eingebaut wurde. Es wurden Probleme von Conor beschrieben und wie er damit umgeht, aber auch schön Erinnerungen an frühere Erlebnisse sind in das Buch eingeflossen.

Die Geschichte ist einfach wunderschön erzählt, die Ängste, die Befürchtungen und die Gefühle von Conor sind toll ausgearbeitet worden und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, seine Geschichte hat mich berührt und am Ende sprachlos zurück gelassen. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Ende nicht gerechnet habe, zumindest nicht in dieser Form und das der Autor mich damit fast zu Tränen gerührt hätte.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr berührt, die Geschichte war einfach nur toll und die Umsetzung war perfekt für mich. Ich kann dem Buch nur fünf von fünf Sternen geben, da es mich auch sofort gepackt und nicht mehr losgelassen hat.

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315 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 116 Rezensionen

zodiac, sternzeichen, fantasy, romina russell, weltall

Zodiac

Romina Russell ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ihre Mitschüler die Zukunft anhand genauester Berechnungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse vorhersagen, schaut Rho nur zu den Sternen auf und wartet auf ein Zeichen. Deswegen gilt sie bei den Lehrern als unverbesserliche Träumerin und ist kurz davor durch ihre Prüfung zu fallen. Doch als eine schreckliche Katastrophe das Sternbild Krebs heimsucht, bei der unzählige Menschen sterben, war Rho die einzige, die die Gefahr in den Sternen hat kommen sehen. Völlig überraschend wird sie zur neuen Wächterin von Krebs ernannt, zur obersten Sterndeuterin ihrer Heimat. Aber Rho entdeckt ein Omen in den Sternen, das nichts Gutes verheißt: Die Katastrophe von Krebs war kein Unfall. Andere werden folgen. Und vielleicht wird ganz Zodiac untergehen. Doch wer glaubt einem unerfahrenen Teenager, der ein Monster in den Sternen sieht?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Wenn ich an zu Hause denke, sehe ich Blau."

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, man sieht zwei Sternbilder darauf und das Universum in Hintergrund, dadurch steht die Location für das Buch schon einmal fest. Ich mag es, wenn man sieht in welchem Umfeld das Buch spielen wird und hier sieht man sofort, dass es im Weltall angesiedelt ist. Durch die warmen Farben wirkt das Cover sehr angenehm auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, man kommt sehr schnell voran und das obwohl es sehr viele neue Begriffe gibt und man auch schon mal über einen solchen stolpert. Dadurch dass das Buch aus Sicht von Rho geschrieben ist, einer 16-jährigen, sind die Gedanken auch sicherlich einfacher formuliert. Die Autorin verwendet öfter Metaphern als Stilmittel, hält ihren Wortschatz ansonsten aber eher simpel. Die Fachausdrücke, welche in dem Buch verwendet werden, werden in einem Glossar nochmal erklärt.

Zu Beginn lernt man Rho kennen, sie spielt in einer Band und ist erst 16 Jahre alt. Als ein Angriff ihren Heimatplaneten Krebs zerstört, flüchtet sie zusammen mit Freunden und wird schließlich neue Wächterin von Krebs. Rho ist sich sicher, dass sie in den Sternen eine Bedrohung sieht, doch niemand will ihr glauben.

Ich habe das Buch wieder zusammen mit der tollen Neyla gelesen. Der Anfang hat mir gut gefallen, man wird sofort in die Geschichte geworfen, da es nur ein paar Kapitel gibt, bevor etwas passiert. Diese Kapitel sind zur Einführung ganz gut, man lernt einige Begriffe kennen und ist durch das Glossar nicht ganz ahnungslos. Rho mochte ich auch sofort, denn sie wirkt auf der einen Seite kindlich und naiv und dann manchmal doch schon mehr erwachsen und klüger. Auch ihre Scheu vor dem Rampenlicht konnte ich gut nachvollziehen. Auch ziemlich zu Beginn lernt man Mathia kennen, einen Leitstern von Krebs, und den Mann den Rho schon seit Jahren anhimmelt. Dieser jedoch war mir mehr unsympathisch, da er immer herablassend geredet hat und sich auch gegenüber Rho so verhalten hat.

Als dann der erste Angriff geschah war ich schon voll im Geschehen und wollte wissen wie es weiter geht. Es war wirklich spannend zu lesen, wie der Angriff im Weltall aussieht. Rho und ihre Freunde aus der Band überleben und können flüchten, da wurde mir dann auch immer klarer, was denn der Psy ist. Dieser spielt im gesamten Buch noch eine wichtige Rolle. Im Prinzip kann man es als psychische Macht bezeichnen, die die Menschen aus dem Universum beziehen. Rho hat ebenfalls in den Sternen gelesen und eine schwarze Materie gesehen, die langsam die Häuser zerstört. Natürlich geht sie damit an die Öffentlichkeit nachdem sie zur Wächterin erwählt wurde (dies ging ziemlich schnell). Zuerst glaubt ihr auch keiner, wie soll es anders sein, bis der mysteriöse Hysan auf der Bildfläche erscheint. Er ist ein Abgesandter des Hauses Waage und steht sofort auf ihrer Seite.

Rho allerdings gibt nicht auf und macht sie auf um die anderen Häuser zu warnen, zusammen mit Mathias und Hysan. Ab da war es eigentlich nur noch viel herumfliegen und reden. So langweilig wie sich dies noch anhören wird, so gern habe ich es gelesen. Für mich gab es keine Längen und ich wollte immer wissen, was als nächstes passiert, denn die Autorin hat hier alles Schlag auf Schlag geschrieben, was manchmal wirklich zu schnell ging, aber meisten dazu beitrug, dass ich weiterlesen wollte. Die spannendste Stelle war für mich, als sie auf Zwillinge ankam und mit deren Wächterin sprach. Hier war sie länger auf einem Planeten und hat auch etwas bewirkt. Danach ging es mit dem Fliegen weiter.

Was mich gestört hat war, dass niemand Rho geglaubt hat, nie, und dann plötzlich gab es einen Umschwung, welcher nur wieder zu einem nächsten Umschwung geführt hat. Die Kampfszenen, welche eingebaut wurden, waren spannend aber leider immer etwas kurz für meinen Geschmack. Hier hätte auch gerne etwas mehr Action verpackt werden können. Gegen Ende wurde es dann noch besser, aber für meinen Geschmack nicht gut genug.

Auch die Liebesgeschichte war für mich sehr vorhersehbar, es wurde bereits auf den ersten Seiten erwähnt, wie toll Rho Mathias findet und er sie als nicht mehr als ein Kind betrachtet. Als dann noch Hysan auftauchte war das Liebesdreicek vorprogrammiert, dies kann sich wirklich jeder denken. Es war für mich auch klar mit wem sie zusammen kommen wird, auch was mit dem zweiten Kandidaten passiert. Hier gab es also nicht sonderlich viele Überraschungen.

Dann gab es noch sehr viele Nebenfiguren, die alle ihren Teil zur Handlung beigetragen haben, aber im Prinzip sehr unwichtig waren. Damit meine ich, dass man nicht von allen die Namen erwähnen hätte müssen, denn ich konnte mir sowieso nicht alle merken. Auch hätte man einige Figuren weglassen können und die Geschichte wäre gleich ausgegangen. Auch blieben die beiden Hauptfiguren Hysan und Mathias etwas flach für mich, im Prinzip weiß ich gar nichts über sie. Sie waren einfach da und haben ihre Sätze aufgesagt, aber über ihren Charakter könnte ich nicht viel sagen. Rho wurde hier besser beschrieben, obwohl ich auch von ihr nicht sonderlich viel weiß, dennoch hat sie mehr Farbe in meinen Augen als die anderen beiden.

Am Ende wurde es nochmal spannend, wie ich schon erwähnt habe, ich hätte mir aber etwas anderes vorgestellt, es gab keinen fiesen Cliffhanger, der sich aber wirklich angeboten hätte. Mit dieser Wendung, die ich mir gewünscht hätte, wäre es nochmal spannender gewesen und ich hätte mir sofort den zweiten Teil gekauft, leider kam es aber anders, nicht so spannend. Somit weiß ich nicht, ob ich den zweiten Teil lesen werde, obwohl mir der erste relativ gut gefallen hat und mich sehr unterhalten hat. Im Moment habe ich kein dringendes Bedürfnis danach zu erfahren, wie es nun ausgeht.

Fazit:

Leider konnte ich zu den Charakteren keine wirkliche Bindung aufbauen und auch Rho nervte manchmal wirklich, da sie einfach nur naiv wirkte. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich vergebe dafür 3 von 5 Sterne.

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205 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

krankheit, nicola yoon, du neben mir, jugendbuch, liebe

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon , Simone Wiemken
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570310991
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren…
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "Ich habe viel mehr Bücher gelesen als du. Es spielt keine Rolle, wie viele du gelesen hast. Bei mir sind es mehr."

Das Cover finde ich ziemlich schön, mir persönlich gefällt das Filmcover besser als das vom Hardcover. Darauf zu sehen sind Olly und Maddy wie sie sich durch eine Glasscheibe berühren, dies ist eine Anspielung auf die Krankheit von Maddy, wegen der sie nicht nach draußen gehen kann. Der Titel ist auch eher dezent gehalten und lenkt nicht vom eigentlichen Bild ab, insgesamt kann man also sagen, dass das Cover ziemlich schön ist.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, sie schreibt einfach, was den Gedanken von Maddy geschuldet ist, denn das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben. Zwischendurch sind auch immer wieder Textnachrichten oder E-Mails eingebaut, was das Ganze etwas auflockert. Wortwahl und Satzbau sind sehr passend gewählt und geschrieben, nicht zu kompliziert und locker leicht, dadurch kommt man sehr schnell voran.

Zu Beginn lernt man Madeline kennen, die eine seltene Immunkrankheit hat und dadurch das Haus nicht verlassen darf. Sie hat diese Regel nie in Frage gestellt, bis gegenüber eine neue Familie einzieht und sie Olly trifft, den Jungen von nebenan. Plötzlich will sie mehr vom Leben.

Ich habe mich immer gegen dieses Buch gewehrt, ich wusste, dass es nichts für mich ist und trotzdem habe ich wegen des Hypes innerhalb von 3 Tagen gelesen. Begonnen hat das Buch ziemlich gut, ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne, auch die Zeichnungen und Textnachrichten, die immer wieder eingebaut wurden, haben mich positiv überrascht. Besonders die Listen und die E-Mails haben mir sehr gefallen, da ich so etwas in Büchern allgemein sehr gerne mag.

Die Protagonistin Maddy wirkte zuerst sehr naiv auf mich, sie hat nie irgendetwas hinterfragt und alles als gegeben hingenommen. Ihre ganze Welt bestand nur aus Büchern, lernen und ihrer Pflegerin Carla, die sich jeden Tag um sie gekümmert hat. Maddy war mir sympathisch, aber hatte eben diese kindliche Naivität an sich, die mich gestört hat. Erst als die neuen Nachbarn und damit Olly einzogen hat sich ihre Welt verändert und das schon auf den ersten Blick. Ja, hier haben wir den klassischen Fall von Insta-Liebe, allerdings wirklich einen extremen. Sie sehen sich einmal durch die Glasscheibe und sofort ist es Liebe, das war mir dann doch etwas schnell und kam mir sehr unrealistisch vor.

An sich war die Liebesgeschichte aber ganz ok, wenn man von der Schnelle der Entwicklung absieht. Sie sind wirklich süß zusammen und Olly ist ein richtig toller Freund aber ihre Beziehung ruht auf E-Mails und Handzeichen, im Prinzip kennen sich die beiden eigentlich gar nicht gut und haben sich trotzdem verliebt, das kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen. Durch Maddys Immunschwäche kann sie das Haus nicht verlassen, daher bittet sie Carla Olly hereinzulassen und damit ihre Mutter zu hintergehen. Auf der einen Seite konnte ich Maddy verstehen, aber auf der anderen würde ich zuerst mit meiner Mutter darüber reden und ihr die Situation erklären, wenn das alles nichts hilft dann kann man immer noch etwas Unerlaubtes machen.

Ihre Mutter kam mir auch etwas komisch vor, da sie immer sehr auf Maddy aufpasst und das ziemlich extrem. Es wurde auch alles so beschrieben, als hätte Maddy keine Wahl und hätte sich schon mit ihrem Leben abfinden müssen, doch als Olly auftaucht will sie alles machen, sie will raus und reisen und leben. In der ersten Hälfte des Buches wurde das alles auch gut ausgebaut, es wurde erklärt und es wurde sich getroffen und dann ging es bergab. Durch eine Verstrickung von einigen Ereignissen kommt es zu einer Begebenheit, die alles verändert und das Buch in meinen Augen ziemlich schlecht macht. Ich konnte ab diesen Zeitpunkt nichts mehr glauben, es gefiel mir nicht mehr und ich habe Zweifel an wirklich jedem Wort bekommen. Weiters sind die Dinge viel zu schnell passiert, Maddy war immer so hilflos und wurde auch so dargestellt und plötzlich kann sie alles allein entscheiden und wird unabhängig.

Ich mochte sie nicht mehr, ich hielt sie nur noch für doof und auch die Geschichte. Da ich das Buch zusammen mit Nadine gelesen habe, konnten wir uns zu zweit darüber aufregen und uns darüber auslassen, wir können beide die vielen positiven Meinungen dazu nicht nachvollziehen. Hätte das Buch nicht diese komische Wendung genommen, hätte es mir sehr gut gefallen können, aber so wurde diese Krankheit für eine Liebesgeschichte ausgenutzt, die, wenn wir uns ganz ehrlich sind, im echten Leben so nicht auftreten wird. Doch damit war es noch nicht genug, man musste noch eine Wendung einbauen, noch eine Überraschung, die man schon ab der Hälfte vorhersehen konnte. Diese war mir dann auch noch zu viel, so viel Drama in einem Buch kann doch nicht gut sein. Meiner Meinung nach hat die Autorin sehr übertrieben und eine schwere Immunkrankheit als Basis für ihre übertriebene Liebesgeschichte hergenommen hat. Denn diese wird meiner Meinung nach zu schön dargestellt, Maddy geht es immer gut und sie findet ihr Leben toll, bis ein Junge kommt und ihr zeigt, was sie nicht hat.

Das Ende war dann für mich richtig bescheuert, wie alles geendet hat mir persönlich gar nicht gefallen und ich habe die Autorin dafür gehasst, dass sie so einen tollen Anfang in ein so schlechtes Ende verwandelt hat. Die einzigen Personen, die ich da noch mochte, waren Olly und Carla, denn die waren einfach toll. Olly war ein absoluter Traumtyp und Carla wäre die perfekte Mutter, aber Maddy und ihre Mom, die waren wirklich schlimme Charaktere am Ende. Ja schön, es war ein Happy End und alles, aber es hat mir einfach nicht gefallen, da es an der Umsetzung hapert.

Fazit:

Für mich war leider nur der erste Teil des Buches gut, der Rest war eher naja. Ich konnte mit dem Verlauf der Geschichte nichts anfangen und für mich war alles zu übertrieben. Wäre es in eine andere Richtung gegangen, dann hätte mir das Buch gut gefallen, aber so kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.


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329 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, jennifer l. armentrout, scorched, alkohol, piper

Scorched

Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492310277
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

   „Es war die absolut dämlichste Aktion, an der ich mich je beteiligt hatte. Und das sagte einiges, da ich in meinen zweiundzwanzig Jahren auf dem Planeten Erde schon eine Menge dämlicher Dinge getan hatte.“

Das Cover ist an sich wirklich schön, wäre da nicht das Mädchen. In dem Buch erfährt man, dass Andrea rote Haare hat, das Mädchen auf dem Cover ist blond und ich komme mit solchen Unterschieden gar nicht klar. Hier hätte man wenigstens auf die Haarfarbe achten können. ANsonsten versprüht es typisch romantischen Flair und passt somit auch sehr gut zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr schön zu lesen, da sie anschaulich und gefühlvoll schreibt. Durch eher einfache Formulierungen und keinen komplizierten Wortschatz kommt man sehr schnell voran und stolpert nicht über Wörter oder verschachtelte Sätze. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, hier wechseln sich die Sichtweisen von Tanner und Andrea ab, dadurch kann man zu beiden Protagonisten eine Beziehung aufbauen.

Zu Beginn lernen wir hier Tanner und Andrea kennen, sie sind mit Syd und Kyler befreundet, jedoch kommen sie sich oft in die Haare. Zusammen fahren die vier dann in eine Hütte um Urlaub zu machen und dort kommen sich die beiden langsam näher und merken, dass sie einander gar nicht so sehr hassen.

Der erste Teil der Reihe hat mir wirklich gut gefallen, dann habe ich all die negativen Meinungen zu Band zwei gelesen und habe mich schon auf eine Enttäuschung vorbereitet. Gelesen habe ich das Buch mit der lieben Michele, die ebenso niedere Erwartungen wie ich hatte. Zuerst aber hat das Buch einen wirklich tolle Eindruck gemacht, der Beginn war solide und man konnte sich bereits etwas auf die Geschichte einstellen, da es nur um die Frage ging, ob Tanner und Andrea mitfahren. Hier hat man schon die Spannung zwischen den beiden bemerkt, da sie sich immer gezankt haben, dies war aber nicht übertrieben und man konnte dies als Leser sogar nachvollziehen.

Was ich sofort anmerken muss ist, dass Tanner endlich kein Bad Boy ist, dies habe ich schon auf den ersten Seiten bemerkt. Er neckt Andrea, dies aber meistens auch nur, weil sie anfängt. Dennoch hat er nicht jede Woche ein anderes Mädchen in seinem Bett und auch im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass er sich um seine Freunde und vor allem um Andrea kümmert. Er steht ihr immer zur Seite, zwingt sie zu nichts und lässt ihr auch mal ihren Freiraum. Solche Jungs finde ich in diesem Genre immer wieder erfrischend, denn meist sind die bösen Buben diejenigen, die das Genre beherrschen. Die komplette Geschichte baut sich mit netten Charakteren allerdings ganz anders auf und auch hier wird anderweitig Drama eingebracht.

Und zwar mit Andrea. Sie hat einige Probleme, dies wird schon im Klappentext erwähnt. Diese wurden sicherlich wegen der Spannung und dem Drama eingeführt, dennoch hat sie reale Probleme, die jeden anderen im echten Leben ebenso treffen könnten und hier hat die Autorin wirklich eine Meisterleistung abgelegt, denn genau wie Andrea handelt, handeln tausende Menschen auf der ganzen Welt, soll heißen, dass sie sich die Problem oftmals nicht eingestehen wollen und erst nach einem krassen Erlebnis oder einer Eingebung bereit sind, Hilfe anzunehmen. Abgesehen von ihren Problemen ist Andrea eine tolle Frau, sie hat Kurven und kann sich sehr gut gegen Jungs verteidigen, wenn es denn sein muss.

Die Geschichte beginnt eher schleichend und wird langsam rasanter. Auf der Hütte entwickeln sich die Gefühle der beiden dann zusehends mehr, als Leser hat man es natürlich schon ab Seite eins gefühlt, doch da beginnen die beiden sich näher zu kommen und ich fand das wirklich schön zu lesen. Es ging mir persönlich nicht zu schnell und war auch nicht unglaubwürdig, wie es bei solchen Büchern öfter der Fall ist.

Syd und Kyler spielen hier eher eine Nebenrolle, kommen jedoch als einzige Figuren öfter vor. Wer den ersten Band gelesen hat, kennt die beiden bereits, wenn nicht bekommt man hier trotzdem ein paar Informationen, was ich ganz gut fand, denn so kann man die Bücher auch unabhängig von einander lesen. Meist waren sie aber nur zu wichtigen Momenten zugegen oder wenn einer der beiden Protagonisten jemanden zum Reden brauchte, abgesehen davon haben sie keinen großen Dienst verrichtete, das Buch konzentriert sich also voll und ganz auf Tanner und Andrea.

Die letzten 150 Seiten waren dann noch voller Drama, was mich hier gar nicht so gestört hat, da es gar nicht so weit her geholt war. Diese Ereignisse haben schließlich auch zum Ende geführt, welches ich wirklich schön war. Ich empfand es nicht als unrealistisch und es war zwischendurch einfach nur romantisch. Ich muss ja gestehen, dass ich die Bücher von Armentrout nicht wirklich mag, ich mag Obsidian nicht und allgemein ihre Fantasy-Bücher, jedoch haben mir Frigid und Scorched sehr gut gefallen, vielleicht sollte ich weitere YA Romane von ihr lesen. Hier konnte ich jedenfalls alle nachvollziehen und habe auch die Beweggründe der Figuren verstanden, das Ende hat alles noch abgerundet.

Fazit:

Ich kann sagen, dass mich das Buch positiv überrascht hat. Natürlich gab es viel Drama und einige Probleme, doch da diese jeden treffen können, fand ich es wirklich gelungen. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

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244 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

zamonien, fantasy, walter moers, blaubär, moers

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Walter Moers
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.11.2013
ISBN 9783813505726
Genre: Romane

Rezension:

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Inhalt:

Ein Blaubär, wie ihn keiner kennt, entführt den Leser in eine Welt, in der Phantasie und Humor auf abenteuerliche Weise außer Kontrolle geraten sind. In 13 1/2 Lebensabschnitten kämpft sich der Held durch ein märchenhaftes Reich, in dem alles möglich ist - nur nicht die Langeweile!
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

    "Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt - meins nicht."

Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, man erfährt davon nichts und doch weist es schon auf eine eher witzige Geschichte hin. Es sieht so aus, als würde der Blaubär seinen Kopf hinter einem Vorhang hervorstecken. Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten, man könnte auch nie etwas inhaltlich wichtiges darauf abbilden, da es dann zu voll werden würde.

Der Schreibstil von Walter Moers ist einfach phantastisch. Er beschreibt vieles sehr detailreich und seine Charaktere bekommen ganz genaue Beschreibungen. Dies kann für einige Leser langweilig sein, doch ich fand es einfach nur toll, durch viele Landschaftsbeschreibungen bekommt man auch eine sehr gute Vorstellung von Zamonien. Moers schreibt als Blaubär, d.h. Blaubär erzählt seine Geschichte, dadurch fließen öfters witzige Kommentare mit ein, die Blaubär zu den jeweiligen Ereignissen denkt.

Zu Beginn lernen wir den Blaubär kennen, er wacht auf und ist eben einfach da. Er treibt in einer Nussschale übers Meer und da beginnen seinen 13 1/2 Leben. Von Zwergpiraten aufgenommen wächst er heran und bestreitet von da an ein Abenteuer nach dem anderen.

Ich möchte in dieser Rezension nicht allzu viel zu dem Inhalt sagen, denn ich finde, dass man das selbst lesen sollte. Eigentlich wollte ich dieses Buch auch gar nicht lesen, aber ein Arbeitskollege von mir hat es mir einfach gegeben und nun bin ich froh darüber, denn ich habe es geliebt! Zu Beginn wusste ich nicht, was ich von allem halten sollte, da es so viele neue Namen, Bezeichnungen und Dinge gab, die mir völlig unbekannt waren, ich meine, wer kennt schon einen Wolpertinger? Dennoch habe ich sofort gemerkt, dass dies ein witziges Buch wird, allein schon dadurch wie Blaubär seine Geschichte erzählt hat.

Moers hatte mich somit sofort in seiner Gewalt, die 700 Seiten haben mich auch nicht mehr abgeschreckt. Das Buch ist aufgeteilt in 13 1/2 Kapitel, in jedem wird ein Leben des Blaubär beschrieben, in jedem ist er wo anders und trifft andere Leute. Dies waren wirklich tolle Kapitel, es hat sich keines gezogen und die Abenteuer, die der Bär erlebt hat wirkten auch echt, so echt es für so ein Buch eben geht. Ich folgte dem Blaubär also durch Zamonien und habe so viele Gestalten in mein Herz geschlossen, ganz besonders Rumo, der erst in späteren Kapiteln auftaucht.

Die Gestaltung des Buches selbst ist auch sehr schön, denn Moers hat zwischendurch immer wieder Zeichnungen von Gestalten oder Orten eingebaut, welche er selbst gezeichnet hat. Dadurch kann man sich einige Dinge besser vorstellen, vor allem die Zeichnung von Nachtigaller hat mir geholfen, denn einen Mensch/Wesen mit sieben Gehirnen, die von seinem Kopf abstehen, konnte ich mit dann doch eher schwerlich vorstellen. In dem Text selbst schleichen sich oft Lexikoneinträge von Zamonien ein, wo diese herkommen, oder warum sie einfach so mitten drin auftauchen wird noch erklärt, vorher habe ich es selbst auch nicht verstanden. Durch diese Einträge bekommt man als Leser Erläuterungen zu den verschiedenen Wesen oder sonstigen Erscheinungen in Zamonien.

Besonders gefallen hat mir auch, dass die Figuren nicht nur in einem Kapitel aufgetaucht sind, sondern dass man manche später in dem Buch nochmal getroffen hat. Blaubär durchwandert so ziemlich ganz Zamonien, auch das Meer, denn er möchte in die Hauptstadt, welche Atlantis ist. Hier hat man dann die Fantasie des Autors gemerkt, denn Atlantis hat vier Bezirke und diese sind nochmal unterteilt, alle Namen von diesen sind Anagramme von Atlantis und das waren ziemlich viele, ich habe sie nicht mal fertig gelesen. Mein Arbeitskollege hat mir dann auch gesagt, dass sehr viele Namen in dem Buch Anagramme von echten Schriftstellern sind, was mich dann noch ziemlich beeindruckt hat, denn dies ist nicht leicht, solche witzigen Namen aus anderen Namen zu formen.

Ich war immer wieder erstaunt, wie man sich solch phantastischen Wesen und Orte einfach aus dem Finger ziehen kann und es dann auch noch schafft ein Buch über 700 Seiten zu schreiben, welches an keiner Stelle langweilig wird. Auch das Ende hat mir ziemlich gut gefallen, denn es kamen nochmal bekannte Gesichter vor und es war auch die allerspannendste Stelle in dem gesamten Buch. Neben Blaubär war außerdem Mac, ein Flugdrache mein Liebling, denn er ist einfach nur toll und superwitzig. Die Figuren in dem Buch sind alle witzig, trotzdem gab es Figuren, die weniger komisch waren und dafür mehr ernst. Am Ende kam dann noch der "Bösewicht", was ich mir von diesem Buch gar nicht erwartete hätte, dadurch hat mich der Autor wieder einmal sehr überrascht. Ich habe meinem Kollegen schon gesagt, dass er mir die anderen Bücher bitte auch borgen soll, ich bin nun bekennender Moers Fan!

Fazit:

Der Autor konnte mich mit diesen 700 Seiten komplett überzeugen, er hat so liebevoll Charaktere erschaffen und einen Ort, an den man sich immer zurückziehen kann: Zamonien. Ich vergebe dafür volle 5 von 5 Sterne.

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196 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

christian handel, drachenmond verlag, märchenadaption, märchen, hexe

Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

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Inhalt:

Fürchtest du dich, bei Mondschein das Grab einer Hexe zu betreten?

Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose durch die Lande. Sie bekämpfen Trolle, retten Jungfrauen vor Wassermännern und vertreiben Kobolde aus Mühlen und Bauernhäusern.

Als sie von den Bewohnern eines kleinen Dorfs angeheuert werden, den spukenden Geist einer Hexe unschädlich zu machen, geraten sie allerdings in ein alptraumhaftes Abenteuer, das sie an ihre Grenzen führt. Und das ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt, das eine von ihnen vor der anderen gern für immer verborgen hätte …
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

    "Geisterkinder führten uns zum Haus der Hexe."

Das Cover ist sehr passend zu der Geschichte gestaltet, es zeigt zwei Frauen, die sich in Umhänge gehüllt einem Haus nähern, welches im Nebel versinkt. Die beiden Frauen sind Schneeweißchen und Rosenrot und das Haus ist jenes der Hexe, dadurch hat man auf dem Cover schon den gesamten Handlungsort des Buches dargestellt, ohne dass viel verraten wird. Auch die Rosen und der Nebel rundherum sorgen für eine Gänsehaut Stimmung.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich toll, ich konnte sofort in die Geschichte finden und mir alles sehr gut vorstellen, da es, trotz der kurzen Länge, sehr schön beschrieben war. Auch kann Handel die Gefühle seiner Figuren kurz und prägnant ausdrücken und diese doch gut vermitteln. Durch den oft träumerischen Schreibstil bekommt das Märchen etwas wahrlich märchenhaftes. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Schneeweißchen.

Zu Beginn lernen wir die beiden Hauptpersonen des Buches kennen, Schneeweißchen und Rosenrot, die Hexen jagen. Gerade haben sie einen Auftrag bekommen und sind auf dem Weg in dem Wald, dort treffen sie auf das Haus der toten Hexe und wollen nun heraus finden, wie sie diese vertrieben bzw. töten können.

Ich liebe Märchenadaptionen und in diesem Buch werden gleich zwei Märchen miteinander verwoben. Der Autor hat dies wirklich toll gemacht und auch die Interpretation der Figuren ist hinreißend. Die beiden Protagonisten waren mir sofort sympathisch, sie sind energisch und halten immer zusammen, komme was wolle. Rosenrot, oder kurz Rose, hat mehr Feuer, sie hat einen so großen Hass auf alles Magische, verbreitet durch ihr Auftreten auch Schwung und Energie. Schneeweißchen (ich kann mir ihren Namen einfach nicht merken), ist hingegen eher ruhig und handelt überlegter, sie ist sehr gründlich bei den Aufträgen, so auch hier.

Bereits als die zur Lichtung mit dem Haus kamen, wusste ich, welche Hexe da wohnt bzw. gewohnt hat. Dadurch hat sich meine Vorfreude gesteigert. Nach und nach kamen immer mehr magische Elemente dazu, von Visionen bis hin zu Geistern war alles dabei. Es wird auch erklärt, was es mit dieser Hexe auf sich hat und was sie getan hat, dies ist in Form einer Geschichte in der Geschichte dargestellt, was ich über alles liebe. Hier was es sehr spannend die Verflechtung der beiden Handlungen zu beobachten.

Das gesamte Buch spielt in nur 2 Tagen, dies kommt einem beim Lesen viel länger vor, da die beiden so viel entdecken und man sehr viel über Schneeweißchen und auch etwas über Rose erfährt. Ein Element in dem Buch hat mich wirklich überrascht, trotzdem fand ich es wirklich super. Kleiner Hinweise: Liebesgeschichte. In diesen zwei Tagen, die die beiden in dem Haus verbringen passiert so einiges, es wird eine sehr düstere und bedrückte Stimmung aufgebaut, die sich auch auf mich ausgewirkt hat, während ich das Buch gelesen habe. Das passiert eher selten, aber hier hat der Autor es erreicht. Durch gezieltes Einsetzen von Visionen, Magie und Überraschungen gab es einige Spannungsmomente, Schreckmomente und bedrückende Momente.

Wie alles dann am Ende zusammenspielt und was aus Rose und Schneeweißchen wurde, hat mir auch super gefallen. Es gab hier einen kurzen Drama Moment und dann den letzten Kampf, doch am Ende wurde alles geklärt, sodass es keinen Cliffhanger gibt. Das Buch ist auch ein Einzelband, einen Novelle, somit hätte es mich auch geärgert, wenn es nicht abgeschlossen gewesen wäre. Es gibt jedoch ein Schmankerl für die Leser, denn es befindet sich noch eine Kurzgeschichte, eine Adaption, zu dem Rattenfänger von Hameln in dem Buch. Diese kurze aber feine Geschichte hat mir den Atem verschlagen und passte von der Düsternis und der Stimmung perfekt zur eigentlichen Geschichte.

Fazit:

Ein tolles Buch, das mich sofort fesseln konnte und mir von Anfang bis Ende einfach nur gut gefallen hat. Ich vergebe dafür volle 5 von 5 Sterne!

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasyepe, alrael, dark fantas, vorlia, empfehlung

Arakkur - Das ferne Land

Pascal Wokan
E-Buch Text: 553 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 02.07.2017
ISBN B073PMHPZX
Genre: Fantasy

Rezension:

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Achtung, dies ist Band zwei der Reihe! Daher kann die Rezension Spoiler zu Band eins enthalten!

Inhalt:

Es gibt kein Licht ohne Schatten.

Das Schicksal Andurals wurde in einer gewaltigen Schlacht an den Hängen der großen Schlucht entschieden und der Feind aus den fernen Landen besiegt. Nun brodelt es im Landesinneren und Rebellen unter der Führung eines Mannes namens Friedensstifter drohen die Fundamente des gesamten Reiches zu stürzen. In diesen Zeiten liegt es nun an Cathien Bündnisse zu schmieden, an Alrael den Schatten seiner Vergangenheit gegenüberzutreten und an Elhan uralten Rätseln und Prophezeiungen auf den Grund zu gehen. Denn der Feind erstarkt von neuem und plant die Kontrolle über die Schlucht vollends zu ergreifen. Ein Krieg zwischen Leben und Tod entfacht, die Zukunft Andurals steht auf dem Spiel…
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

    "Manchmal befürchte ich, dass alles nur ein Spiel ist."

Das Cover ist wie beim ersten Teil auch schon sehr schön gestaltet, düster und doch aufregend. Es wird nicht viel vom Inhalt verraten und doch kann auf eine spannende und düstere Geschichte schließen. Passend zu Teil eins sind die Farben in einem dunklen Blau und Schwarz gehalten, nur unterbrochen durch hellere Wolken. Ich finde das Cover wieder wunderbar, passend und es macht Lust auf mehr.

Der Schreibstil von Pascal Wokan ist wieder einmal spannend, er schreibt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, alle in der allgemeinen Erzählform. Durch die Wechsel der Personen kann man den drei Handlungssträngen wieder sehr gut folgen und es wird eine gewisse Spannung aufgebaut. Oftmals ist der Schreibstil auch sehr malerisch, vor allem wenn die Figuren in den Lebensfluss eintauchen, dies lockert den, ansonsten eher düsteren Stil etwas auf.

Elhan wandert durch Andural, während Cathien mit den Herzögen verhandelt um sich gegen Vorlia zu rüsten. Alrael hingegen kommt seinen königlichen Pflichten nach. Seit den Geschehnissen in der Schlucht und dem Kampf hat sich einiges getan, jeder verfolgt einen anderen Plan doch schon bald werden sie wieder zusammengeführt und auch die Armee aus Vorlia rückt immer weiter vor.

Volle Vorfreude ging ich an das Buch heran, der erste Teil hat mir wirklich gut gefallen und auch der zweite Band hat mich nicht enttäuscht. Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich wieder in die Welt Andurals eintauchen konnte, da ich doch schon einiges wieder vergessen habe, da der der Autor hat so einen tollen Stil, dass ich mich bald wieder zurecht fand. Wie auch schon im ersten Band werden hier wieder drei Handlungsstränge parallel erzählt, Elhan, Cathien und Alrael sind nach den Ereignissen in Kallyen getrennte Wege gegangen und hier entwickelt sich alles weiter.

Wie auch schon im ersten Band mochte ich die Kapitel von Alrael am liebsten, er ist der interessanteste Charakter von den dreien, da er dreist, gebildet, unhöflich und angeberisch ist. Eigenschaften, die ein König eigentlich nicht haben sollte, welche seinen Charakter und seine Handlung dafür umso interessanter machen, da er sich in einigen Zwickmühlen einbildet, dass er es schon alleine schafft und das nicht immer der Fall ist.

Elhan kann ich noch immer nicht genau zuordnen, manchmal war seine Geschichte sehr interessant und manchmal mochte ich sie gar nicht, er ist ein Charakter, den ich weder hasse noch super gerne mag. Dies kann daran liegen, dass man nicht viel von ihm erfährt, seine Vergangenheit bleibt weiterhin ein großes Fragezeichen, aber dafür strahlt seine Zukunft, denn er soll der Erlöser sein. Schon im ersten Band ist er erwacht, somit ist er nun ein Avar und in diesem Band der Trilogie kann er seine Kräfte schon sehr gut einsetzen, was bei einigen Kampfszenen wirklich spannend war. Hauptsächlich wandert er hier durch Andural, trifft Leute und lüftet Geheimnisse, dies sind aber alles wichtige Ereignisse und ich muss auch sagen, dass ich ihn lieber als in Band eins mochte, da er nun etwas an Farbe gewonnen hat.

Cathiens Handlungsstrang finde ich persönlich immer noch nicht unterhaltsam. Wie auch schon im ersten Teil ist sie mir etwas unsympathisch, da aber sehr viele Kapitel von ihr handeln, musste ich mich mit ihrem Charakter arrangieren. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Allianzbildung, möchte andere Herzogtümer von der Gefahr überzeugen, die von Vorlia ausgeht und trifft sich mit den Herzögen. Gegen Ende wurde es dann aber spannender, als die Truppen von Vorlia einmarschiert sind geht es bei ihr auch wilder zu und da las ich dann gerne, wie sich alles entwickelt.

Neu war der Handlungsstrang von Dal und Daria, beide kommen aus Vorlia. Ich möchte hier nicht zu viel vorweg nehmen, doch ihre Handlung beginnt in Vorlia und endet in Andural, wobei ich die Szenen in Vorlia nicht sonderlich spannend fand und mir die beiden Charaktere auch ziemlich unsympathisch waren.

Durch die Zwischenspiele lernt man auch noch andere Charaktere besser kennen, diese dienen aber oftmals nur dem Verständnis, dadurch kann man also sagen, dass es sehr viele Charaktere gibt, die man unterscheiden muss und sich manchmal auch konzentrieren muss, um alle auseinander zu halten. Die erste Hälfte des Buches konnte mich nicht richtig packen, das lag aber eher daran, dass ich es in einer Leseflaute begonnen habe und dann auch noch krank wurde, die letzten 130 Seiten habe ich dann aber an einem Tag gelesen, da ich wissen wollte, was noch in Andural und Vorlia passiert und ich wurde nicht enttäuscht. Es gab noch viele unvorhersehbare Wendungen, spannende Kämpfe und Zusammenkünfte, auf die man schon seit Seite eins wartete. Jedes Kapitel begann auch wieder mit einem Teil einer Geschichte, dies war immer nur ein Absatz und erst am Ende wurde klar, was es damit auf sich hatte, diese Aufmachung gefällt mir persönlich sehr gut und man erfährt über die Person, die diese Geschichte erzählt, so einiges. Hier war ich oft erstaunt und am Ende blieb mir der Mund offen.

Auch hier spielt der Lebensfluss wieder eine große Rolle, sowie die Atemseele. Beides Dinge die wirklich gut eingearbeitet wurden und auch besser zur Geltung kommen als im ersten Band. Hier merkt man schon, dass es ein Fantasy Buch ist, denn im ersten Band waren die phantastischen Elemente verschwindend gering. Allmählich verstehe ich auch all diese besonderen Vorkommnisse.

Und dann war es auch schon vorbei. Dieser Teil ist gute 100 Seiten kürzer als der erste. Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn es 100 Seiten länger gewesen wäre, denn als die Geschehnisse fahrt aufnahmen, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Autor konnte mich somit wieder in die Welt von Andural entführen und hat mich auf voller Linie überzeugt. Das Ende war einfach wieder gemein, dadurch kann ich es gar nicht erwarten, dass der dritte und finale Band nun endlich erscheint!

Fazit:

Ein grandioser zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht! Ich würde wieder völlig gefesselt von dieser besonderen Welt, daher bekommt das Buch 5 von 5 Sterne.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

kinderbuch, märchenbuch, kurzgeschichten, hans christian anderse, die schönsten märchen

Die schönsten Märchen

Hans Christian Andersen , Floriana Storrer-Madelung , Vilhelm Pedersen , Lorenz Frölich
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101505
Genre: Klassiker

Rezension:

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Inhalt:

Vor über hundert Jahren traten Hans Christian Andersens unvergleichliche Märchenerzählungen ihren Siegeszug durch Europa, ja um die ganze Welt an und bezaubern bis heute Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Dieser exklusiv zusammengestellte Auswahlband vereint die 20 schönsten und beliebtesten Andersen-Märchen, darunter unvergängliche Perlen wie „Däumelinchen“, „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche Entlein“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Die Eisjungfrau“ oder "Der standhafte Zinnsoldat".
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

    "So viel Glück habe ich mir nicht träumen lassen, als ich noch das hässliche Entlein war!"

Das Cover finde ich wirklich sehr schön, es zeigt wie ein Mann an einem Tisch gerade etwas schreibt und von dem Papier gehen die Ideen in die Höhe, dies ist ein sehr schönes Bild für Märchen und wie sie entstehen. Da dies eine Sammlung von solchen ist passt es also sehr gut dazu und man sieht auf den ersten Blick, was man erwarten darf.

Der Schreibstil von Hans Christian Andersen ist ziemlich außergewöhnlich, finde ich. Man merkt genau, dass seine Märchen immer einen ernsten Hintergrund haben, dies spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Er umschreibt sehr viele Sachen mit wunderbaren Formulierungen und versteckt oft einen tieferen Sinn dahinter, trotzdem sind viele seiner Märchen auch Kindertauglich und durch den fantastischen Stil kann man sich alles genau vorstellen.

Es ist schwer ein Märchenbuch zu rezensieren, daher wird diese Rezension nicht allzu lang werden. Ich habe mich schon lange auf dieses Buch gefreut, da ich Märchen über alles liebe, am liebsten mag ich "Ritter Blaubart", zwar kein schönes Märchen, aber trotzdem eins meiner liebsten. In diesem Werk sind die schönsten Märchen von Hans Christian Andersen zusammengefasst und es war wirklich toll diese zu lesen, da man bei einigen wirklich den tieferen Sinn sieht, vor allem wenn man schon älter ist.

Nehmen wir "Das hässliche Entlein", dieses Märchen zeigt uns, dass es nicht immer nur um die äußere Schönheit geht und man nicht immer einen Menschen danach beurteilen soll. Solche Botschaften sind oft in den Märchen versteckt, dies finde ich bei seinen Märchen wirklich toll. Schade ist bei diesem Buch, dass es keine Bilder gibt, natürlich ist es kein Märchenbuch im klassischen Sinne, aber trotzdem wären hin und wieder Bilder ganz passend gewesen.  Es sind aber sehr schöne Märchen ausgewählt worden, einige kennt jeder und andere sind ganz unbekannt, sodass man auch Neues entdecken kann. Insgesamt also eine gelungene Sammlung. Ich fand es super wieder in die Welt der Märchen abzutauchen, werde aber bei meinem alten Märchenbuch bleiben, da es einfach schöner ist, diese mit Bildern zu lesen.

Folgende Märchen sind in dem Buch enthalten:

    Die Prinzessin auf der Erbse
    Des Kaisers neue Kleider
    Die kleine Meerjungfrau
    Däumelinchen
    Der Schmetterling
    Das hässliche Entlein
    Fünf aus einer Erbsenschote
    Die Schneekönigin
    Das kleine Mädchen mit den Schwelfelhölzchen
    Es ist ganz gewiss
    Die Tochter des Schlammkönigs
    Der standhafte Zinnsoldat
    Der fliegende Koffer
    Die Teekanne
    Die Eisjungfrau
    Was Vater tut, ist immer recht
    Die schönste Rose der Welt
    Die wilden Schwäne
    Das Heinzelmännchen und die Madam
    Tante Zahnweh

Fazit:

Eine sehr schöne Märchensammlung für Erwachsene, die noch schöner mit Bildern gewesen wäre. Ansonsten wirklich toll zusammengestellt, daher bekommt dieses Buch von 4 von 5 Sterne.

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(25)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

jahreszeiten, götter, #herbstprinzessin, nicky p. kiesow, #lesen

Herbstprinzessin: Donnergrollen

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 57 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 02.09.2017
ISBN B072TLDDF6
Genre: Fantasy

Rezension:

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Inhalt:

In ihrer idyllischen Kleinstadt führt Hannah ein beschauliches und normales Leben, bis ein schreckliches Ereignis all ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft zunichtemacht. Nur das Angebot einer mysteriösen Frau, die sich als Erdmutter vorstellt, könnte Hannah ihr altes Leben wiedergeben. Doch will die junge Frau wirklich zu einer der Jahreszeiten ausgebildet werden, um fortan in Gaias Diensten zu stehen? Eine Entscheidung, die Hannahs Leben für immer verändern wird.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

    „Mir hatte mal jemand erzählt, jedes richtige Märchen müsste mit >Es war einmal…< beginnen.“

Das Cover ist wirklich sehr gelungen, es ist herbstlich mit den bereits bunten Blättern und allgemein sind die vorherrschenden Farben in braun und orange gehalten, also die Farben des Herbstes. Das Mädchen, Hannah liegt inmitten dieser Blätter und wirkt wirklich prinzessinenhaft.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll, ich habe bereits 4 andere Bücher von ihr gelesen und sie schreibt sehr verträumt und bildlich, dadurch kommt die gesamte Atmosphäre und auch die Umgebung sogar in einer so kurzen Geschichte sehr gut rüber. Nicky P. Kiesow beschreibt die Dinge sehr gut und auch ihr Satzbau sowieso die Wortwahl sind dem Buch angemessen, man kommt rasch voran und stolpert nicht über lange Sätze oder komplizierte Wörter.

Zu Beginn lernt man Hannah kennen, sie arbeitet in dem Blumenladen von ihrer Großmutter. Als ihre alte Flamme wieder in die Stadt kommt und sich mit ihr treffen möchte ist sie richtig aufgeregt. Zusammen gehen sie dann auf ein Eis, doch der Tag endet anders, als sie es erwartet hätte.

Diese Rezension wird eher kurz ausfallen, da das Buch nur 66 Seiten hat und ich nicht alles verraten möchte. Als Nicky einen Aufruf gestartet hat, an Blogger, wer ihr neues Buch vorab lesen möchte, war ich sofort dabei und ich wurde nicht enttäuscht. DIese Geschichte ist dennoch ganz anders als die anderen Bücher der Autorin, denn darin kommt die Erdgöttin Gaia vor und die Geschichte ist nicht ganz so verrückt, wie die anderen Bücher von der Autorin (im guten Sinne verrückt, ich mag ihre Bücher total gern, nicht dass mich jemand falsch versteht!).

Ich fand Hannah sofort sympathisch und auch ihre Oma, bei der sie ja im Blumenladen gearbeitet hat und ich habe gar nicht mehr gewusst, um was es in dem Buch denn geht, aber wäre hier nichts Schlimmes passiert, hätte ich es auch gut gefunden, denn ich habe es wirklich genossen Hannah zu folgen, auch auf ihr Treffen mit ihrem früheren Schwarm. Hannahs Oma ist wirklich toll, sie kümmert sich rührend um ihre Enkelin und das fand ich auch toll zu lesen.

Im Laufe der Geschichte passiert also etwas Schreckliches, wie der Klappentext schon sagt und ab da wurde es dann noch spannender, denn ich verfolgte das Gespräch zwischen Gaia und Hannah gebannt und zog jedes Wort der Erdmutter in mich auf, da sie interessante Fakten an Hannah weitergereicht hat. Da verstand ich dann auch endlich, was denn nun der Titel mit dem Buch zu tun hat und alles ergab Sinn und dann war es einfach aus. Einfach so. Puff. Das konnte ich nicht glauben, denn es war gerade so gut und nun muss ich wieder ewig warten, bis ich heraus finde, wie es mit Hannah weiter geht.

Den gesamten Aufbau der Geschichte und auch die Charaktere waren gut aufgezogen, es wirkte nicht zu überstürzt und alles wurde ausreichend erklärt, was bei solchen Episoden nicht immer der Fall ist. Ich muss sagen, dass das bis jetzt mein Lieblingsbuch der Autorin ist und das obwohl ich mit Gaia und dem ganzen Zeug seit Morgentau nichts mehr anfangen kann. Die Charaktere kann man auch in dieser kurzen Zeit schon ins Herz schließen und das Schicksal von Hannah ging mir persönlich auch nahe.

Fazit:

Das beste Buch der Autorin für mich, es konnte mich bis zum Ende fesseln und auch sonst überzeugen, daher vergebe ich 5 von 5 Sterne, die Idee ist auch ziemlich toll!

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218 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

märchenadaption, julianna grohe, räuberherz, romance, 2017

Räuberherz

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.06.2017
ISBN 9783959912105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Inhalt:

Als wäre sie in eine schräge Version von „Die Schöne und das Biest“ geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt.
Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt?
Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden?
Vielleicht etwas viel Gefährlicheres?
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

    "Das Mädchen, das er auserwählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Straße entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen."

Das Cover ist wirklich schön, es verrät nicht viel vom Inhalt und strahlt doch etwas düsteres aus, welches durch das dunkle Rot noch verstärkt wird. Die Rosen stellen eine Verbindung zu dem Märchen "Die Schöne und das Biest" her, diese sind auf dem Print noch sehr schön verziert, dies sieht man auf dem Bild leider nicht. Insgesamt ist es ein tolles Cover geworden.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt leicht und toll. Julianna Grohe schreibt sehr anschaulich und bedient sich einiger Stilmittel, welche gut eingesetzt werden und auch nicht zu oft auftreten. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Ella in der Ich-Form, dadurch bekommt man sehr viele ihrer Gedanken zu lesen und kann sich gut mit ihr identifizieren, denn die Autorin gestaltet all ihre Figuren sehr authentisch. Der Satzbau sowie die Wortwahl sind nicht komplex und erschweren dadurch auch nicht das Lesen.

Zu Beginn lernen wir Ella kennen, sie ist von zu Hause abgehauen, da ihr Vater Probleme hat und sie es nicht mehr ausgehalten hat. Doch dann wird sie in ihrem Heim von einem Fremden überrascht, der sie entführt. In seiner Villa soll Ella nun für Crys und seine Freundin putzen, kochen und sich um die Tiere kümmern. Schon bald merkt sie, dass in diesem Haus nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Lange habe ich auf ein neues Buch von Julianna Grohe gewartet und es dann auch gleich vorbestellt. Der Klappentext hat mich schon etwas stutzig gemacht, aber bei einer meiner liebsten Autorinnen, dachte ich mir, dass ich nichts falsch machen könne. Der Beginn war auch schon sehr spannend, das erste Kapitel handelt gleich von Crys und wie er Ella beobachtet, alle folgenden Kapitel sind dann aus Ellas Sicht geschrieben. Die Handlung nimmt rasch an Fahrt auf, Ella geht nur einen Tag zur Schule bevor sie entführt wird und in dieser Zeit erfährt man auch einige Dinge über sie, wie etwas warum sie von zu Hause abgehauen ist, dass sie pummelig ist und nicht die Allerschönste und dass sie von ihren Mitschülern gehänselt wird.

Ab dem Moment, in dem sie in der Villa von Crys, ihrem Entführer, wach wird, schreitet die Handlung langsam voran, es gibt viele Szenen in denen Ella mit Summer oder Cry redet, flüchten will oder das Haus erkundet während sie ihre Arbeiten erledigt. Hier kam eher selten Spannung auf, trotzdem flog ihr nur so durch die Seiten, da der Schreibstil so angenehm zu lesen war und ich wissen wollte, was denn nun als nächstes passiert. Diese Grundidee, dass Ella entführt wird um den Haushalt zu führen, welcher ein Geheimnis verbirgt, fand ich ziemlich spannend und ich war neugierig, was es denn nun mit Chris und den seltsamen Vorfällen in der Villa auf sich hat. Diese wurde auch gut umgesetzt, dennoch hatte ich zwei Probleme mit dem Buch, welche mit während des Lesens nicht mehr aus dem Kopf gingen.

Einerseits haben wir hier das Stockholm Syndrom. Dieses wird hier romantisiert und mit dem kam ich nicht klar. Ella wird zuerst nicht gut von Crys behandelt, einmal würgt er sie sogar, er hat Topmodel Freundinnen und stört sich nicht daran Ella immer wieder daran zu erinnern, dass er sie hässlich findet. Trotzdem verliebt sie sich in ihn, zwar merkt sie, dass ihre Gefühle so nicht sein sollten und problematisch sind, aber das hält sie nicht davon ab sich Crys immer wieder zu nähern. Ich habe bereits ein Buch mit diesem Syndrom gelesen, doch hier war es mir zu viel, ich konnte es nicht nachvollziehen, da Crys einfach nur ein Arsch zu Ella war und sich auch im Laufe der Geschichte nicht sonderlich geändert hat.

Mein zweites Problem war das Alter der beiden. Crys ist Mitte zwanzig und Ella ist zu Beginn des Buches noch 16 Jahre alt. Wäre sie schon erwachsen würde es mich nicht so stören, aber dieser Unterschied von 10 Jahren war mit in diesem Zusammenhang zu viel und ich bekam den Gedanken nicht aus dem Kopf. Durch diesen großen Altersunterschied wurde mir der Lesespaß bei einigen Stellen sehr versaut.

Crys ist ab der ersten Seite ein Arsch, das ändert sich erst gegen Ende des Buches. Man erfährt im Laufe der Geschichte mehr über ihn und auch, was das Übernatürliche in dem Buch ist, trotzdem mochte ich ihn nicht lieber. Zwar ist er ein sehr interessanter Charakter, da er anders, aufbrausend und doch auch einfühlsam sein kann, doch Sympathie konnte ich für ihn nur wenig aufbringen, Mitleid schon gar nicht. Ella hingegen war mir sofort sympathisch, da sie keine typische Heldin ist, sondern auch ihre Fehler hat und ist nicht immer lieb und nett, sie kann ihre eigene Meinung sagen und steht auch dazu. Sie behält sich diese Eigenschaft und verliert sie nicht, nur weil ein Schönling daherkommt.

Das Übernatürliche habe ich in dieser Form noch nicht gesehen, es hat mir aber sehr gut gefallen. Erst gegen Ende wird bekannt, was Crys denn nun wirklich ist bzw. was sein Fluch ist. Hier gab es hin und wieder schon Hinweise, da er öfter von seinen Freunden Besuch bekam und sich jedes Jahr eine neue Freundin suchen musste, da es dieses mit der Zeit immer schlechter ging. Ständig habe ich mich gefragt wieso und die Auflösung hat mir letztendlich sehr gut gefallen, das hat die Autorin geschickt eingefädelt. Auch die Tiere, Arthur der Hund und James der Kater, war einfach nur süß und sehr gut ausgearbeitet, sie spielen eine tragende Rolle in dem Buch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Ebenso den Gärtner, der freiwillig bei Crys wohnt und für ihn arbeitet. Allgemein waren alle Charaktere auf ihre Art besonders und haben einen wichtigen Part gespielt, es kamen keine überflüssigen Szenen vor und es wurde, meiner Meinung nach, auch nicht in die Länge gezogen da jede Szene wichtig war für das Ende des Buches.

Das Ende selbst hat mir eher mäßig gefallen, es gibt bessere und wie ich schon sagte bin ich kein Fan von Crys. Hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht, aber man kann nun mal nicht alles haben. Durch den spannenden Abschluss aber gab es nochmal einen kleinen Höhepunkt, ich habe begannt gelesen, wie es mit den Charakteren ausgeht und war einfach gefesselt.

Ella ist ein mutiges Mädchen, das sich nichts befehlen lässt und immer versucht ihren Kopf durchzusetzen. Sie verliert nie ihre Art und bleibt sich selbst treu.

Crys ist ein unbeherrschter Mann, der sich oftmals nicht im Griff hat und seine Wut an Ella auslässt. Manchmal blitzt eine andere Seite durch, diese Momente sind aber eher selten.

Fazit:

Wären nicht diese beiden großen Minuspunkte, würde ich ohne nachzudenken 5 Sterne geben, aber da ich mit dem Alter und dem Stockholm Syndrom in diesem Buch nicht zurecht kam, ansonsten aber alles super war und mich richtig fesseln konnte, kann ich leider nur 3 von 5 Sterne vergeben.

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venedig, liebe, julie heiland, unsterblichkeit, fantasy

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.
„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?
Unendlich romantisch und absolut spannend – der neue phantastische Roman von Julie Heiland!
Quelle: fischerverlage.de

Meinung:

   ""Ich liebe dich", formen meine Lippen stumm."

Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, endlich keine Menschen auf dem Cover. Hier sieht man eine Perle in schwarzen Rosen, was sehr schön aussieht aber auch einen tieferen Sinn haben kann, welcher sich erschließt wenn man das Buch liest.  Das Cover passt somit zum Inhalt und auch zum Titel, der ja Pearl ist. Ich finde es sehr gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist eher einfach gehalten, durch oftmals kurze Sätze kommt man sehr schnell voran. Es werden sehr viele Metaphern verwendet, welche wirklich gut eingesetzt waren und meistens ziemlich schön waren. Ansonsten verwendet die Autorin keine komplexen Satzbauten oder Wörter. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, wobei die Kapitel auch mal aus Sicht von einem anderen Charakter geschrieben sind, dies war zuerst verwirrend, da alles in der Ich-Form war, aber daran hatte ich mich bald gewöhnt.

Zu Beginn lernen wir hier Pearl kennen, sie ist eine Suchende, die gestorben ist ohne die wahre Liebe zu finden, nun lebt sie so lange bis sie diese gefunden hat. Zusammen mit zwei anderen Suchenden lebt sie in Venedig und versucht immer wieder ihr Glück. Als dann Jäger in die Stadt kommen und Jagd auf sie machen, wird alles komplizierter, vor allem da sie auch noch Noah trifft und sich zu ihm hingezogen fühlt.

Ich habe das Buch zusammen mit Ney gelesen, da sie meinte, dass Nadine (Verlegerin vom Zeilengold Verlag) meinte, dass das Buch gut ist. Daher hatten wir auch sehr hohe Erwartungen, welche bei mir nur mäßig erfüllt wurden. Der Beginn war ziemlich vielversprechend, Pearl war mir sofort sympathisch und auch die gesamte Umgebung war toll, denn Venedig ist eine tolle Stadt. Man erfährt also zunächst etwas mehr über Pearl und häppchenweise kommen Informationen über Suchende dazu, was sie sind, warum sie entstanden sind usw. Auch ihre beiden Freunde, Damien und Alexa, mochte ich gern, Damien wirkte auf mich manchmal wie der schwule beste Freund von Pearl, da er sich so verhielt, da fiel es mir schwer ihn als Mann der auf Frauen steht zu sehen. Alexa ist die Älteste von ihnen und verlässt nur noch selten das Haus, da sie schon ziemlich alle Hoffnung verloren hat.

Die Idee mit den Suchenden gefiel mit sehr gut, es war mal was anderes und ich habe etwas Ähnliches noch nie gelesen. Es werden nicht alle Informationen gleich hergegeben, daher war ich auch verwirrt, dass Jäger, die früher Suchende waren, andere SUchende umbringen möchten. Doch auch das wurde mit der Zeit aufgeklärt. Der Großteil der Geschichte ist aus Treffen von Noah und Pearl gestaltet, Ney und ich haben vier Kapitel pro Tag gelesen und in jedem zweiten ungefähr haben sich die beiden, zufällig oder auch nicht, getroffen. Dieses Muster wurde dann mit der Zeit langweilig und ich hoffte, dass bald etwas anderen kommen wurde. Doch leider wurde es mit der Zeit immer absurder und unlogischer, den Höhepunkt erreichte das Ganze dann als der Tod auch noch auftauchte. Gegen Ende konnte ich nur noch den Kopf schütteln, da es so absurd war, es passte einfach nichts mehr zusammen und ich verstand einige Dinge nicht mehr.

Suchende, zur Erklärung, sind unsterblich und werden erst menschlich, wenn sie die wahre Liebe gefunden haben. Dazu müssen beide dem anderen sagen, dass sie ihn lieben und dann müssen sie sich küssen, ist es die wahre LIebe, dann wird der Suchende erlöst, wenn nicht wird der Mensch seiner Liebe beraubt und hat somit fast keine Gefühle mehr. Mit diesem Konzept gab es einige Dinge, die mir unlogisch erschienen, eine davon war eben gegen Ende und die andere hat mit einer Suchenden zu tun. Manche Suchende werden böse, wenn sie die Hoffnung aufgeben und rauben Menschen einfach so die Liebe. Dazu gab es in dem Buch eine Stelle, welche aber keine Auswirkungen auf den Rest des Buches hatte und einfach so eingeworfen wurde, wie es mir vorkam. Solche gab es aber öfter und waren auch für mich dadurch uninteressant.

Die Liebesgeschichte zwischen Noah und Pearl hingegen war, im großen und ganzen, ziemlich schön, da es keine Liebe auf den ersten Blick war, sondern sich langsam entwickelt hat. Sowas sollte es viel öfter geben in Büchern, das ist einfach viel schöner zu lesen. Noah ist wirklich ein netter Kerl, wenn er bei Pearl ist, auch wenn er zuerst eher uninteressiert wirkt. Dies wird allerdings am Ende erklärt. Sie haben wirklich tolle Sachen zusammen gemacht, bei denen ich mich mit Pearl gefreut habe, da sie ihr gefallen haben und ich kann mir richtig vorstellen, wie schön es sein muss, diese Dinge in Venedig zu unternehmen.

**Abschnitt enthält Spoiler**

Doch auch hier gab es dann wieder Unstimmigkeiten. Wie jeder Mensch mit Verstand aus dem Klappentext erahnen kann, ist Noah ein Jäger, ihr größter Feind eben, und Pearl weiß das nicht. Als sie es aber herausfindet ist sie nicht schockiert oder ähnliches, sie nimmt es einfach hin und trifft sich weiter mit ihm. Es scheint ihr egal zu sein, dass er Ihresgleichen eigentlich tötet. Das ging mir nicht ein, sie zeigte keinerlei Reaktion auf diese Entdeckung.

**Spoiler Ende*

Die Jäger können Suchende nicht so einfach töten, das habe ich zuerst nicht verstanden, wurde dann aber auch erklärt. Sie können sie nur betäuben und dann lebendig begraben. Dies erfährt man aus den Kapiteln, welche aus Sicht von Hubertus, einem Jäger geschrieben sind. Er ist einer der Jäger in Venedig und möchte Pearl töten. Hubertus hat seine wahre Liebe schon bald wieder verloren, daher ist er sehr verbittert und gönnt niemanden sein Glück. Irgendwie konnte ich ihn verstehen, aber er war doch etwas verrückt. Seine Kapitel waren auch spannend, da man mehr über seine Pläne erfuhr, und wie er sogar den Prinzen, seinen Jägerfreund betrügt.

Das Ende war ganz ok, bis auf ein paar Sachen. Es gab einen kleinen Kampf zwischen Suchenden und Jägern, welchen ich selbst nicht als spannend empfunden habe, es erinnerte mich mehr an eine Szene aus einem Psychofilm. Alles in allem hat es aber zum Rest des Buches gepasst und einen guten Abschluss gebildet, der aber sehr vorhersehbar war. Es gab im gesamten Buch über nicht sehr viele Überraschungen, warum sollte es beim Ende anders sein. "Pearl" ist eine Einzelband, daher gab es keinen Cliffhanger oder andere böse Überraschungen.

Pearl hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es jemanden für sie gibt. Auch ihre schwere Vergangenheit macht es ihr nicht leicht, aber sie ist stark und schafft alles. Durch ihren Mut und ihr Einfallsreichtum kommt sie auch aus brenzligen Situationen schnell heraus.

Noah ist ein netter Mensch, der alles hat, außer einer Freundin. Er ist sehr hilfsbereit und zu seinem Adoptivvater ein Engel. Außerdem ist er beliebt und kann richtig romantisch sein, da er immer Gedichte dabei hat.

Fazit:

Ein gutes Buch, das für mich leider gegen Ende sehr unlogisch wurde und keinen richtigen Höhepunkt aufwies. Dadurch, dass es schnell zu lesen geht und ansonsten ganz gut war, vergebe ich 3 von 5 Sterne.

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Das Runen-Amulett

Anja S. Kroack
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Lysandra Books Verlag, 21.03.2017
ISBN 9783946376231
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

»Durch Wald und Flur trieb es ihn. Doch fand er seine Liebste nicht. Das Böse die Hoffnung schien, heller strahlte es als das hellste Licht.«

Unfreiwillig folgt die 18-jährige Sophia ihrem Vater nach Rabenstein, einem Ort am Ende der Welt. Das Haus, in dem sie von nun an leben soll, führt sie schon bald auf die Spuren der tragischen Geschichte seiner Vorbesitzer. Als Sophia auf dem heruntergekommenen Anwesen ein silbernes Amulett findet, erlangt eine wiedererwachte Sagengestalt die Kontrolle über ihr Dasein. Dem dunklen Zauber dieses Mannes kann sie sich nicht entziehen. Hat der attraktive Außenseiter Finn dagegen überhaupt eine Chance im Wettlauf um Sophias Herz und ihr Leben?
Quelle: lysandrabooks.de

Meinung:

    ""Ins alte Haus der Arnsteins wollen Sie ziehen?" Entsetzt riss die Frau ihre Augen auf."

Das Cover von dem Buch ist magisch, durch die Schriftart und das Amulett, welches mit seinem Edelstein und den Schriftzeichen schon etwas mysteriöses ausstrahlt. Der Titel und das Cover passen also schon einmal sehr gut zusammen, auch zum Inhalt passt es, da das Amulett eine zentrale Rolle spielt. Mir persönlich gefällt das Cover ziemlich gut, bei genauerem Betrachten könnte es aber auch von einem Kinderbuch sein, dies ist allerdings Auslegungssache.

Der Schreibstil der Autorin hat mir zuerst einige Schwierigkeiten bereitet, doch schon bald habe ich mich daran gewöhnt und das Buch innerhalb von ein paar Stunden ausgelesen. Die Autorin schreibt schön flüssig, allerdings ist ihr Schreibstil ungewohnt anders, was allerdings auch sehr erfrischend ist. Erzählt wird die Geschichte in der allgemeinen Erzählperspektive, zwischendurch werden auch Passagen vom Reiter eingeworfen. Durch den anschaulichen Erzählstil und die gut ausgearbeiteten Charaktere behält das Buch immer an Spannung und auch die Phantasie des Lesers wird angeregt.

Zu Beginn lernt man Sophia kennen, die mit ihrem Vater in ein kleines Dorf zieht. Bei ihrem Glück ziehen sie auch noch in das angeblich verfluchte Haus, daher ist sie auch nicht begeistert. Auch ihr seltsamer Nachbar macht es nicht besser, oder Manuel, der ihr immer wieder Signale sendet. Als sie dann noch ein altes Amulett findet und anfängt verrückte Dinge zu erleben, ist sie überzeugt, dass hier etwas nicht stimmt.

Ich bekam das Buch in der Bloggerbox von Lexy, auch schon vorher habe ich davon gehört, auf meinem Radar war es trotzdem nicht. Ich begann also sofort zu lesen und habe es auch schnell beendet, da es nicht sonderlich dick ist. Zuerst hat es sich etwas gezogen, doch als ich richtig drinnen war, war es super! Ich hatte keine Ahnung, was hier magisches passieren soll, daher habe ich gespannt auf den Moment gewartet, dann dem es raus kommt, dieser war aber auch erst recht spät.

Die Stadt in der die Geschichte spielt ist interessant aufgebaut, da Sophie kein Auto hat muss sie auch immer mit dem Rad fahren oder sich von jemandem bringen lassen. Zuerst wohnen sie und ihr Vater bei Manuel und seiner Mutter in einem Gasthaus, das sie ihr Haus noch renovieren müssen, hier lernt man schon einieg Charakter kennen, wie Manuel, der noch öfter in dem Buch vorkommt. Ich mochte ihn nicht sonderlich, denn er war richtig komisch, allein schon von der Art, wie er geredet hat. Dann gibt es noch Finn, ihren Nachbar, der von Beginn an der Bad Boy ist und nichts von sich preis gibt. Er war ein sehr interessanter Charakter, der mir gut gefallen hat, auch wenn es manchmal einige unlogsche Sachen gab, die nicht erklärt wurden.

dav

Sophie selbst und ihr Vater waren ganz nette Charaktere, wobei Sophie oftmals blass und nicht lebensfroh gewirkt hat. Sie hat alles einfach hingenommen und nicht versucht ihr Schicksal zu ändern, fast so, als wäre ihr einfach alles egal. Sie mochte ich erst ab der zweiten Hälfte gern. Das alte Haus war jetzt auch nicht so furchteinflößend wie ich es mir vorgestellt habe, es war einfach alt und vollgemüllt, aber unheimlich? Nein. Aber in der zweiten Hälfte kamen dann auch die magischen Elemente dazu, hier war ich dann schon interessiert und die Auflösung hat mir auch ziemlich gut gefallen, da es mit alten Mythen und Legenden zu tun hat und ich sowas ja liebe. Diese wurden auch hier gut eingeflochten und mit der Gegenwart verstrickt, das ist der Autorin in diesem Buch wirklich gelungen.

Einzig gestört hat mich, dass der Anfang etwas schwierig und langwierig war und dann alles ziemlich schnell ging, einige Dinge wurden nicht gut genug erklärt und andere zu ausführlich. Auch konnte ich nicht immer die Handlungen von Sophie nachvollziehen, oftmals konnte ich nur den Kopf schütteln. Das hat mich wirklich gestört, das Ende kam für mich auch ziemlich schnell, obwohl das Ende an sich nicht schlecht war und mir gut gefallen hat. Alles in allem also ein solides Werk, das allerdings noch ein paar Schwächen hat.

Sophie war zuerst sehr verschlossen und in sich gekehrt, sie bricht alle Regeln die ihr Vater, mit dem sie keine sonderlich gute Beziehung hat, aufstellt. Mit der Zeit wird sie aber offener, dennoch wirkt es manchmal so, als würde sie ihr Hirn nicht benutzen. Sie war hin und wieder schon ziemlich anstrengend.

Fazit:

Ein solides Buch, das allerdings noch ein paar Schwächen hat. Trotzdem hat es mich gut unterhalten und mir gut gefallen, auch wenn es nur für ein paar Stunden gereicht hat. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

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