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55 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Befreit

Tara Westover , Eike Schönfeld
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050127
Genre: Biografien

Rezension:

Dieses Buch ist die wahre Geschichte von Tara Westover, die in Idaho in einer Mormonenfamilie aufwuchs, ohne Schulbildung und mit täglicher harter körperlicher Arbeit auf dem Schrottplatz ihres Vaters.
Die bis zum Alter von etwa 20 Jahren nie einen Arzt besucht hatte, weil ihre Familie dies als Teufelswerk ansah und nur den Selbstheilungskräften und den pflanzlichen Tinkturen ihrer Mutter vertraute.
Tara besucht im Alter von 17 Jahren erstmals eine Schule. Von da an tut sich ihr eine ganz neue Welt der Bildung auf, die sie schließlich an die Universität bringt und letztlich sogar ihre Doktorarbeit schreiben und abschließen lässt.
Im Verlauf der Geschichte wird klar, welch ein langer mühsamer Prozess dieser Weg gewesen sein muss.
Es hat Tara unendlich viel Kraft gekostet, sich von ihrer Familie abzunabeln und ihre eigene Geschichte zu finden. Das wird auf jeder Seite ihres Buches deutlich. Zugleich wird auch klar, wieviel Macht Familienbande haben können, wenn die Familie nicht bereit ist, die Kinder ihren eigenen Weg gehen zu lassen.
Ich staune, dass Tara es trotz allem geschafft hat, eine offene fröhliche junge Frau zu werden.
Mit diesem Buch hat sie sich endgültig befreit. Insofern passt der Buchtitel perfekt.
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

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Tags: bildung, bruder, cambridge, familie, gewalt, idaho, mormonen   (7)
 

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Wenn wir wieder leben

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426520307
Genre: Historische Romane

Rezension:

Berlin, 1962: Wanda Scharneck ist in einer liebevollen Kleinfamilie mit Mutter, Schwestern und Tante aufgewachsen. Seit einiger Zeit hat sie ein Studium begonnen. Da lernt sie an der Uni Andras kennen, der Jude ist und sich intensiv mit dem Thema Auschwitz beschäftigt. Wanda beginnt zum ersten Mal, sich Gedanken über ihre Herkunft zu machen, von der sie nichts weiß weil ihre Mutter dieses Thema immer abgeblockt hat. Mit ihrem Beharren auf Information löst sie eine Katastrophe aus...
Danzig, Ende der 20er Jahre: Gundi Friböse ist ein Sonnenscheinchen, die ihren Großvater Pop und die Musik liebt und sich für das glücklichste Mädchen der Welt hält. Mit ihrer Schwester und zwei Freunden musiziert sie mit ihrer Band 'Die Piroggen' regelmäßig in einer Kneipe. Sie träumt von dem einen Lied, das sie schreiben will, ein Lied das keiner je vergisst, der es einmal gehört hat, weil es sein Innerstes berührt...
Und dann kommt dieses Lied tatsächlich, wenn auch nicht von Gundi selbst-- und die Band wird berühmt.
Aber inzwischen ist das Dritte Reich angebrochen und der Erfolg hat einen hohen Preis.

Meine Meinung:
der atmosphärisch dichte Roman spielt in zwei Zeitebenen, Anfang der 60er und während des Dritten Reiches. Das finde ich an sich schon immer spannend, denn so verweben sich zwei Geschichten, die am Ende in der Auflösung eins werden.
So auch hier. Und die Autorin hat sehr deutlich herausgearbeitet, dass die traumatische Vergangenheit der NS Zeit auch Jahrzehnte danach nicht aufgearbeitet ist.
Die agierenden Personen bleiben stellenweise etwas blass und manche Handlung lässt sich nicht ganz nachvollziehen, aber insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und habe vor allem einen interessanten intensiven Einblick in die Danziger Geschichte während der NS Zeit erhalten.
Allerdings finde ich, dass der Verlag die Cover Gestaltung der Bücher von Charlotte Roth überdenken sollte. Die Cover sind sich zu ähnlich und austauschbar. Langeweile kehrt ein.

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Tags: danzig, familie, kz, liebe, musiker, ns-zeit, polen   (7)
 

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

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Das Eis

Laline Paull , Dorothee Merkel
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.03.2018
ISBN 9783608503524
Genre: Romane

Rezension:

In der Arktis kalbt ein Gletscher und gibt die Leiche des seit drei Jahren im Eis verschollenen Umweltaktivisten Tom frei.
Tom war mit seinem Freund und Kollegen Sean in einer Gletscherhöhle unterwegs, die Höhle stürzte ein und nur Sean überlebte.
Sean hatte seit diesem tragischen Ereignis Alpträume und die Entdeckung von Toms Leiche lässt viele Emotionen und Erinnerungen wieder an die Oberfläche kommen.
Und nicht nur das, sondern Sean muss sich einem Gerichtsprozess stellen, der die Ereignisse die zu dem Unfall geführt haben, minutiös aufrollen wird.
Aber es geht hier nicht nur um Sean, sondern auch um eine Arktislobby, die sich zwar vordergründig dem Schutz dieses gefährdeten Ökosystems verschrieben hat, aber hinter den Kulissen lediglich an Macht und Profit interessiert ist.
Der Roman springt in den einzelnen Kapiteln von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück, was am Anfang etwas verwirrt. Zumal jedem Kapitel ein kurzer oder längerer Text über historische Ereignisse oder Erfahrungen in der Arktis vorangestellt ist.
Es dauerte deshalb ein wenig, bis ich mich eingelesen hatte und ich fand die Handlung auch etwas zäh. Doch etwa ab der Mitte des Buches nimmt der Roman deutlich an Fahrt auf und ab da hatte es mich gepackt.
Der Gerichtsprozess ist sehr anschaulich beschrieben und durch die vielen Rückblenden wird auch allmählich klar, wie und warum es überhaupt zu diesem Unfall kommen konnte und welche Interessen von außerhalb auch noch involviert waren.
Der Roman endet dann auch spektakulär und ganz anders als erwartet.

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Tags: anwalt, arktis, gericht, gletscher, leiche, macht, prozess, umwelt   (8)
 

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223 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

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Kleine Feuer überall

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281560
Genre: Romane

Rezension:

Wie in ihrem ersten Roman auch beschreibt Celeste Ng eine Ausgangssituation und rollt von dieser aus das Geschehen von hinten auf. Also von der Vergangenheit bis zu dem beschriebenen Ereignis in der Gegenwart.
Dabei erzählt sie aber nicht nur chronologisch sondern nimmt immer wieder das Agieren der verschiedenen Romanfiguren zum Anlass, einen Abstecher in deren Lebenswelt zu machen. Und dieser Kunstgriff führt erstens zu weiteren interessanten und überraschenden Geschichten - verschachtelt wie in einer Matroschka - und zweitens trägt er dazu bei, nach und nach die Ausgangssituation zu verstehen.
Wie konnte es zu den kleinen Feuern kommen, die in jedem Zimmer des Hauses der Familie Richardson brannten? War es wirklich die jüngste Tochter, Izzy, die die Feuer gelegt hat?
Und am Ende legt man das Buch zur Seite mit dem Gefühl, wirklich verstanden zu haben, warum alles so kommen musste, wie es gekommen ist.
Ich finde sowohl das Cover (ein schönes, großes, gepflegtes Haus in einer sicher guten Wohngegend) als auch den Buchtitel absolut gelungen.
Die 'kleinen Feuer' sind natürlich nicht nur als echte Feuer sondern auch sinnbildlich zu verstehen und so hatte ich auch nachträglich noch ein Aha-Erlebnis.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.
Sie versteht es wirklich wunderbar, sowohl spannende Geschichten zu erzählen als auch unglaublich lebendige Figuren zu erschaffen.

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Tags: adoption, familie, fotografie, freundschaft, liebe   (5)
 

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Das Glück kurz hinter Graceland

Kim Wright , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783548289120
Genre: Romane

Rezension:

Dies ist definitiv ein Buch für Elvis- Fans, aber auch alle Leser/innen mit Spaß an Roadmovies werden auf ihre Kosten kommen.Cory Beth Ainsworth ist eine Musikerin, die sich ihre Brötchen mehr schlecht als recht als Kneipensängerin verdient. Das einzig Geheimnisvolle an ihrem Leben ist ihr Geburtsdatum. Schon lange hegt sie den Verdacht, einen anderen Vater als den Mann zu haben, den ihre Mutter geheiratet hat. Denn die Mutter war im Alter von 18 Jahren ein Jahr als Background Sängerin mit Elvis unterwegs, kam zurück, heiratete überstürzt und sieben Monate später kam Cory zur Welt.Eines Tages findet Cory im Schuppen ihres Vaters ein in Folie verpacktes Auto.Ja, verrückt- und dieses Auto stellt sich dann auch noch als jener Blackhawk heraus, den der legendäre Elvis Presley bis kurz vor seinem Tod gefahren hat.Spätestens ab diesem Moment ist Cory überzeugt, dass Elvis ihr wahrer Vater ist. Und so macht sie sich kurz entschlossen daran, den Wagen nach Graceland zurückzubringen und die Wahrheit über dieses eine Jahr im Leben ihrer Mutter herauszufinden.Parallel zu Corys Reise springt das Buch immer wieder ins Jahr 1977 und erzählt die Erlebnisse von Laura 'Honey Bear', Corys Mutter, in Graceland mit Elvis Presley.Diese Zweidimensionalität hat ihren ganz eigenen Reiz und am Ende des Buches hatte ich wirklich das Gefühl, alles zu wissen und verstanden zu haben. Und auch Cory hat zu sich selbst gefunden.Dieses Buch ist keine literarische Sensation sondern reiht sich ein in die vielen anderen leichten Lektüren, die es auf dem Markt so gibt. Perfekt für ein kurzweiliges Lesevergnügen, aber auch nicht mehr.

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Tags: elvis presley, musik, mutter, roadmovie, singen   (5)
 

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97 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Kühn hat Ärger

Jan Weiler
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492057578
Genre: Romane

Rezension:

Ich gebe zu, ich hatte Jan Weiler bisher in die Schublade 'Seichte Lektüre' gesteckt, ohne allerdings jemals etwas von ihm gelesen zu haben.
Und nun wurde mein vorschnelles Urteil mit diesem sehr lesenswerten Buch mehr als revidiert.
Jan Weiler verpackt hier einen Roman über unsere Gesellschaft in eine Krimihandlung.
Es ist alles dabei: der Junge mit Migrationshintergrund, der sich in ein reiches Mädchen verliebt und ermordet wird- die Bewohner eines Münchener Vorstadtviertels, die auf verseuchtem Grund einer ehemaligen Fabrik leben und in dieser Situation von Behörden und Baufirmen wie auf einem Spielfeld hin- und hergeschoben werden und im Grunde machtlos sind- eine unglaublich reiche Münchener Oberschicht, die meint, alle Probleme seien mit Geld zu lösen- der Polizist Kühn selbst mit seinen vielfältigen persönlichen Problemen.
Alle diese Themen verbindet Jan Weiler geschickt und klug in unglaublich lakonischer Sprache zu einem Roman über unsere heutige gesellschaftliche Wirklichkeit. Bravo!

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Tags: ermittllung, familien, gesellschaft, migranten, reich   (5)
 

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286 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 105 Rezensionen

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Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

Vorab gesagt: das neueste Buch von Juli Zeh habe ich ziemlich schnell an einem Stück durchgelesen, es ist gut geschrieben, liest sich flüssig- ist aber wie ich finde kein Psychothriller, wie so vollmundig angekündigt.Ein Politthriller ist es dagegen schon, wenn ich auch behaupten würde, dass für mich ein Politthriller spannender geschrieben sein sollte. Ein politisches Buch ist es allerdings, mit einem recht düsteren Blick in die nahe Zukunft. Juli Zeh spinnt ein Szenario, in dem Donald Trump auch in einigen Jahren noch Präsident ist, Angela Merkel von der 'Besorgte Bürger Partei' abgelöst wurde und das Interesse an Politik in der deutschen Bevölkerung dramatisch nachgelassen hat. Britta Söldner interessiert das Weltgeschehen nicht. Sie führt ein ganz normales Privatleben mit Mann und Kind und leitet mit ihrem Partner Babak zusammen eine Heilpraxis. Dass die 'Heilpraxis' nur der Deckmantel für eine Firma ganz anderer und unmoralischer Art ist, erfährt man als Leser nach und nach. Denn hier geht es um gute Geschäfte mit dem Tod und mit Selbstmordattentaten. Und dann passiert ein Anschlag, der nichts mit Brittas Firma zu tun hat und von da an läuft alles aus dem Ruder. Britta wird im Verlauf der Romanhandlung doch Stellung beziehen müssen und ihre Sichtweise auf die Welt, ihr Leben und die Gesellschaft ändern.Der Titel 'Leere Herzen' passt insofern zum Buch, als die Handlung weitgehend emotionslos daherkommt. Es werden nur selten Gefühle beschrieben. Es sind kaum Gefühle vorhanden. Das ist es, was wirklich erschreckt. Das Cover greift übrigens ein Motiv aus dem Inhalt auf: Babaks Pünktchenbild. Und das finde ich als Cover zusammen mit dem Titel wirklich genial und passend.

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Tags: dystopie, politik, selbstmordattentat   (3)
 

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(105)

161 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

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Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Brigitte Heinrich , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Madeleine führt nach außen ein schönes erfolgreiches Leben mit einem gutaussehenden Ehemann und ohne Geldsorgen- doch im Inneren ist sie zutiefst unglücklich, weil dieses Leben so gar nicht dem entspricht, was sie sich einmal erträumt hat. Bei einem Besuch bei Ihrer Mutter, zu der sie ein sehr kompliziertes Verhältnis hat, entdeckt sie auf dem Dachboden ihres Elternhauses überraschenderweise Tagebücher aus der Jugend ihrer Großmutter. Und sie stellt fest, dass ihre Großmutter nicht nur die kühle beherrschte Frau war, die sie in Erinnerung hat.
Und diese ist der zweite Handlungsstrang, die Tagebücher von Margie, Madeleines Großmutter. Auch Margie war gefangen in einem vorherbestimmten Leben, das sie nicht wollte, in Wünschen und Erwartungen ihrer Familie. Aber sie schaffte es, kurzzeitig auszubrechen und ein eigenes Leben zu leben.
Dieses Tagebuch verändert nun nach und nach Madeleines eigenes Leben. Sie erkennt, was sie wirklich will und schafft es, sich aus Selbstzweifeln und Erwartungshaltungen ihr nahestehender Menschen zu lösen.
Das 'Coming Out' der beiden Frauen in ihrer jeweils eigenen Zeit ist sehr schön und nachvollziehbar beschrieben.
Ich finde allerdings, dass sich beide Frauen zu oft zu sehr selbst bemitleiden ohne wirklich lange Zeit aktiv etwas an ihrer Situation zu ändern.
1924 war es für Margie wahrscheinlich wirklich schwierig, aus vorbestimmten Rollenmustern auszubrechen, aber für Madeleine in der heutigen Zeit hätte es doch deutlich einfacher sein sollen.
Aber wie auch immer, insgesamt eine wirklich schöne Geschichte mit einem ansprechenden Buchcover, die mich mit dem Gefühl zurückgelassen hat, dass man seinem Leben eine neue Richtung geben kann, wenn man es wirklich will.

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Tags: frau, künstler, paris, tagebuch   (4)
 

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(48)

61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Sonntags fehlst du am meisten

Christine Drews
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548290201
Genre: Romane

Rezension:

Caro versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie ist 44, geschieden und trockene Alkoholikerin. Sie hat ein abgebrochenes Architekturstudium hinter sich und war in ihrem Leben nie mehr als repräsentative Ehefrau, gehätschelte Tochter und alkoholabhängig.Seit ihrem Unfall im Suff vor einem Jahr hat sich ihr Vater von ihr losgesagt und zum ersten Mal im Leben muss Caro auf eigenen Beinen stehen.Sie hat den Entzug geschafft und muss sich selbst nun neu erfinden. Dabei hilft ihr Jakob, den sie in der Klinik kennen und lieben gelernt hat.Die einzelnen Kapitel des Buches springen von der Jetztzeit in verschiedene Jahre der Vergangenheit und wieder zurück und zeichnen so nach und nach ein Bild von Caros Familie. Patriarch in diesem Familienkosmos ist der Vater, der als Junge Furchtbares im Krieg erlebt hat und für den das Wichtigste war, dass seine Mutter und Schwester und später die Ehefrau nie wieder hungern und Leid erleben mussten. Dafür hat er geschuftet und sich vom einfachen Arbeiter zum Inhaber einer angesehenen Firma hochgearbeitet.Seine Tochter liebte er über alles, behütete sie, überschüttete sie mit Fürsorge, aber ließ sie nie selbstständig werden.Die beiden Söhne haben die Berufe ergriffen, die ihr Vater für sie vorgesehen hatte, ihre eigenen Wünsche kamen nicht zur Sprache.In der heilen Familienwelt wurde nicht diskutiert, nicht hinterfragt. Die schöne Fassade war wichtig.Mit viel Verständnis rollt die Autorin Caros Familiengeschichte auf und es wird klar, wie es zu Caros Absturz kommen konnte. Aber Caro wird es schaffen, auch die Aussöhnung mit ihrem Vater.Das Buch liest sich leicht, die Geschichte ist schlüssig erzählt, die Sprünge zwischen den Zeiten steigern das Lesevergnügen.Einen Spannungsbogen gibt es dagegen nicht wirklich, die Erzählung plätschert eher dahin und frühzeitig ist klar, wie alles ausgehen wird.Ich habe das Buch aus der Hand gelegt mit dem Gefühl, recht gut unterhalten worden zu sein, aber ohne bleibenden Eindruck.Und übrigens hat sich mir der Buchtitel immer noch nicht erschlossen. Was hat der mit dem Text zu tun?

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Tags: alkoho, entzugsklinik, familie, krieg, liebe, übervater   (6)
 

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159 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 88 Rezensionen

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Sieh mich an

Mareike Krügel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492058551
Genre: Romane

Rezension:

Von der Leseprobe war ich begeistert. Als ich das Buch dann wirklich in Händen hielt und die ersten Seiten hinter mit hatte, ließ die Begeisterung deutlich nach. Ein ganzes Buch, das an nur einem Tag spielt? Die Beschreibung eines Familientages mit einem ADHS Kind? Das würde doch wohl nicht etwa so weitergehen...
Nun, was soll ich sagen- natürlich habe ich weitergelesen, schon allein weil ich ja eine Rezension schreiben sollte-- und dann... hat es mich gepackt.
Ja, dieses Buch beschreibt einen einzigen Tag im Leben von Katharina, die einen Knoten in ihrer Brust entdeckt hat und noch ein normales Familienwochenende erleben will, bevor sie der Welt ihre Krankheit bekanntgibt. Und die Welt betrifft auch ihre Familie, sie schleppt diese Entdeckung mit sich herum ohne irgend jemandem ein Sterbenswörtchen davon gesagt zu haben. So nimmt dieser Tag seinen Lauf, mit all seinen kleinen und großen Katastrophen- und davon gibt es viele- , und in Katharinas Kopf ist dieses Geheimnis, das sie begleitet, und so reflektiert sie an diesem Tag ihr Leben. Jede Tätigkeit, jedes Gespräch mit den Kindern oder anderen Personen lässt Erinnerungen hochkommen, besondere Erlebnisse oder Gedanken. Ich habe mir tatsächlich irgendwann einen Stift genommen und Textstellen markiert, die ich bemerkens- und merkenswert fand.
Katharina lässt ihr Leben Revue passieren und am Ende des Tages hat sie einen Entschluss gefasst- sie weiß nun wie es weitergehen soll.Und sie handelt.
Ja, dieser Roman rührt an, hat Tiefe und ist trotzdem kurzweilig. Auch der Schreibstil der Autorin gefällt mir in seiner schönen Sprache, manchmal fast philosophisch und dann wieder alltagstauglich.
Das Cover allerdings... passt nicht zum Buch, finde ich. Bei diesem Cover hätte ich eher einen Krimi erwartet.
Also liebe Buchfreunde und Buchfreundinnen: lasst euch vom Cover nicht irritieren und lest dieses Buch!

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Tags: familie, knoten, komik, krankheit, krebs, sterben   (6)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

betrug, eltern-kind-diskussionen, emotio, enttäuschung, erzählungen, hanser verlag, italien, italienische literatur, kurzgeschichten, lieb, liebe, liebewirdüberschätzt, liebe wird überschätzt, nonne, rezension

Liebe wird überschätzt

Valeria Parrella , Annette Kopetzki
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446256507
Genre: Romane

Rezension:


Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn Bücher und/oder Autoren von großen Zeitungen hochgelobt werden und/oder mit Preisen ausgezeichnet, und dann kommt so eine normale Leserin wie ich daher und ist enttäuscht von der Lektüre.
Nun, ich gebe zu, ganz enttäuscht war ich nicht. Die ersten drei Geschichten haben mich wirklich fasziniert: die mit der Tochter, die ihren Eltern die Leviten liest, die von der 50jährigen Frau, der unverhofft die Liebe begegnet und die Geschichte von der Äbtissin, die wegen eines Neugeborenen Amt und Kloster aufgibt um für das Kind da zu sein.
Aber dann habe ich mich dabei ertappt, dass ich zunehmend lustlos weiterlas und die letzten kurzen Erzählungen sogar nur noch flüchtig betrachtete.
Warum? Ich konnte keinen Spannungsbogen mehr ausmachen, ich konnte nicht immer erkennen, was die Erzählungen überhaupt mit dem Buchtitel zu tun hatten. Die Autorin verwendet eine sehr feine Sprache, keine Frage, aber ... vielleicht bin ich ja auch nur zu oberflächlich und verstehe den Sinn der Texte einfach nicht?

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Tags: kurzgeschichten, liebe   (2)
 

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(73)

114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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June

Miranda Beverly-Whittemore , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.05.2017
ISBN 9783458362739
Genre: Liebesromane

Rezension:


'June' ist ein wundervoller Sommer Roman, der perfekt die Stimmung dieser Jahreszeit einfängt. Das sehr gelungene Cover macht Lust, das Buch aufzuschlagen und in einem Stück zu lesen. 
Und so war es dann auch, nach den ersten Seiten konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. 
Mittelpunkt des Romans ist die Kleinstadt St. Jude in Ohio. 

1955. Eigentlich ist St. Jude ein langweiliger Ort, aber in diesem Sommer wird ein Film gedreht und Hollywood Stars kommen in die Stadt und stellen das Leben auf den Kopf. Mittendrin June und ihre Freundin Lindie, für die nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie es einmal war. 

2015. Cassie erbt das verfallene Anwesen Ihrer Großmutter June, das Herrenhaus Two Oaks in St. Jude. Cassie hat sich gerade von Ihrem Freund getrennt und ist psychisch angeschlagen, St. Jude erscheint ihr als Zufluchtsort ideal. Sie lässt sich durch die Tage treiben, doch dann erhält sie eines Tages die unglaubliche Nachricht, dass der Hollywoodstar Jack Montgomery ihr sein millionenschweres Vermögen vermacht hat, weil sie seine Enkelin sei. 
Diese Nachricht zieht eine ganze Kette von Ereignissen nach sich, die Cassie aus ihrer Lethargie reißen und sie mehr über das Leben ihrer Großmutter und auch ihre eigene Lebensgeschichte erfahren lassen als sie je vermutet hätte. 
Und sie findet dabei ihr ganz persönliches Glück. 

Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen, das Buch liest sich leicht und eingängig und doch mit Niveau. Die Hauptfiguren June, Lindie und Cassie sind mit ihren teils widersprüchlichen Charakteren gelungen und auch die Nebenfiguren sind sehr lebendig dargestellt. 

Ich habe das Buch nach der letzten Seite sehr zufrieden zugeklappt und ich entdeckte mit Freude, dass es von der Autorin noch mehr zu lesen gibt! 

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Tags: 1955, hollywood, kleinstadt, sommer, star   (5)
 

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140 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 116 Rezensionen

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Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor

Darcey Bell , Juliane Pahnke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959671019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman fängt eigentlich ganz interessant an:  Stephanie wird von ihrer Freundin Emily gebeten, deren sechsjährigen Sohn Nicky aus der Schule abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Emily würde ihn am Abend abholen. Kein Problem, denn nicht nur die Mütter sondern auch die Söhne sind befreundet und Mütter bzw. Freundinnen helfen sich schließlich selbstverständlich gerne gegenseitig, nicht wahr?

Das Problem ist nur- Emily kommt nicht zurück. Nicht an diesem Abend, nicht am nächsten, nicht in den nächsten Tagen. Sie ist verschwunden.

So weit, so spannend. Nach diesem Plot habe ich einen lesenswerten Thriller erwartet, wurde aber  ziemlich enttäuscht.

Die Geschichte dümpelt vor sich hin, Stephanie macht sich Sorgen, kümmert sich um die Kinder und um den Mann ihrer Freundin, schwadroniert über das Mutterdasein, schreibt einen Mütterblog, macht sich Sorgen, ergeht sich in Andeutungen über ihre eigene dunkle Vergangenheit- und das Ganze zieht sich bis zur Hälfte des Buches. Dann nimmt die Geschichte tatsächlich Fahrt auf als Emily plötzlich wieder auftaucht und ein paar Geheimnisse gelüftet werden – nur um nach wenigen Seiten wieder in Langeweile zu verpuffen.

Mein Fazit: insgesamt habe ich schon schlechtere Debütromane gelesen, den Schreibstil der Autorin finde ich insgesamt ansprechend, aber die Umsetzung der eigentlich guten Idee ist nicht gelungen .

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Tags: ehemann, freundinnen, mütter, thriller   (4)
 

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110 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

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In jedem Augenblick unseres Lebens

Tom Malmquist , Gisela Kosubek
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608983128
Genre: Romane

Rezension:


Toms Leben bricht unerwartet und plötzlich vollkommen zusammen.
Seine Frau Karin ist hochschwanger als bei ihr eine akute Leukämie ausbricht. 
Das Kind wird lebend per Kaiserschnitt auf die Welt geholt, jedoch Karin stirbt innerhalb von wenigen Tagen.
Es handelt sich hier um eine wahre Geschichte. Tom verarbeitet mit dem Schreiben seine persönliche Katastrophe.
Als Leserin bin ich dabei im Krankenhaus, wo Tom sich zwischen Intensiv- und Säuglingsstation bewegt und später zu Hause, als er lernen muss mit seiner Trauer und der kleinen Tochter zu leben, er steht unter Schock und kann nur mit Tabletten schlafen. 
Aber er muss sich dem Leben ohne Karin und mit einem Säugling stellen, der ihn Tag und Nacht fordert, er muss sich mit Behörden abgeben und die Beerdigung organisieren, er ist zu all dem auch noch mit der schweren Krankheit seines Vaters konfrontiert.
Immer wieder wird die Schilderung der Gegenwart durch Erinnerungen an Erlebnisse und besondere Momente mit Karin unterbrochen- mitten in einer Seite, nicht einmal durch einen Absatz getrennt- so dass sich das Buch stellenweise fast wie ein innerer Monolog liest.
Es ist eine sehr intensive Geschichte, schmerzhaft realistisch und ehrlich.

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Tags: geburt, krebs, liebe, tod, umgang mit dem tod   (5)
 

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106 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Der grüne Palast

Peggy Hohmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613529
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieser Roman hat mich begeistert! Das schön gestaltete Buch ist komplett in Briefform verfasst, wodurch sich eine große Nähe zu den handelnden Personen aufbaut.

Dem Roman liegen historische Begebenheiten zugrunde, geschichtlich Interessierte können hier einiges an Interessantem und Wissenswertem über die österreichische Geschichte Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts erfahren.

Die Handlung kurz zusammengefasst: Erzherzogin Leopoldine von Österreich wird (natürlich) aus politischen Gründen von Ihrem Vater, Kaiser Franz I von Österreich mit dem Kronprinzen von Portugal, Dom Pedro verheiratet.  Da sich dieser in Brasilien im Exil aufhält, muss sie sich von Ihrer Heimat trennen- die sie im Übrigen nie wiedersehen wird.

Von der Anbahnung dieser Ehe bis zu Leopoldines Leben und  viel zu frühen Tod in Brasilien erfahren wir durch Briefe verschiedenster Personen aus ihrem nahen Umfeld und Briefen von ihr selbst. Dabei kommen auch Schilderungen des Lebens am Wiener Kaiserhof und anderen europäischen Königshäusern nicht zu kurz . Und es wird sehr deutlich, welcher Kulturschock das Leben für Leopoldine in Brasilien anfangs gewesen sein muss.

Ich hätte mir ein Datum auf den einzelnen Briefen gewünscht. So kann man nur durch gelegentliche Hinweise in den einzelnen Briefen selbst ungefähr ein Jahr oder eine Jahreszeit festmachen.

Dies ist aber nur ein kleiner unwesentlicher  Makel in einem sehr lesenswerten Buch.

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Tags: historischer roman, kaiser, österreich   (3)
 

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Historische Romane

Rezension:


Dieser Roman spielt mit zwei Zeitebenen: im Jahr 1935 geht es um eine Frauen Freundschaft unter Segelfliegerinnen. Diese Freundschaft endet in einer Katastrophe, als sich eine der Beiden verliebt und die andere verhindern will, dass diese Liebe die Zukunftspläne der Freundinnen verändert.
Ein zweiter Handlungsstrang führt ins Jahr 1971. Die Tochter einer der beiden Freundinnen aus dem Jahr 1935 findet während der schweren Krankheit ihrer Mutter deren Lebensgeheimnis heraus, über das die Mutter ihr ganzes Leben lang konsequent geschwiegen hatte. Diese  Erkenntnis verändert auch ihr eigenes Leben radikal.
Das Buch ist gut und flüssig geschrieben und bietet außer spannendem Lesestoff viel zeitgeschichtliches und gesellschaftliches Hintergrundwissen der beiden beschriebenen Jahre. 
Was mich ein bisschen gestört hat, sind die teilweise sehr langatmigen Beschreibungen der jeweiligen Gefühle und Handlungen der Protagonistinnen. Da hätte etwas Straffen nicht geschadet.
Abgesehen  davon hat mir der Roman sehr gefallen.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Travis Delaney - Was geschah um 16:08?

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423717014
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dies ist der erste Band einer Jugendkrimireihe, dessen Hauptperson der 13jährige Travis Delaney ist.

Der Roman beginnt mit einem traurigen Ereignis, nämlich der Beerdigung von Travis Eltern.

Die beiden besaßen eine Detektei und starben während Recherchearbeiten bei einem Autounfall.

Travis ist Einzelkind und lebt nun bei seinen Großeltern.

Als Travis während der Beerdigung einen ihm unbekannten Mann mit einer versteckten Kamera in einem Knopfloch bemerkt, kommt ihm der Gedanke, dass der Tod seiner Eltern vielleicht gar kein Unfall war.

Und nun beginnt er zuerst auf eigene Faust Nachforschungen über den Auftrag anzustellen, mit dem seine Eltern in den Wochen vor ihrem Tod beschäftigt waren.

Dabei ist ihm einiges detektivische Wissen von Vorteil, das ihm seine Eltern in der Vergangenheit vermittelt hatten.

Travis ist ziemlich stur und zielgerichtet, und so lässt er nicht locker, obwohl er von einer gefährlichen Situation in die nächste gerät. Für ihn ist die Aufklärung des Todes seiner Eltern notwendig, um deren Verlust einigermaßen zu verarbeiten und zum Glück hat er ein verständnisvolles Umfeld, das ihn dabei unterstützt.

In diesem Krimi geht es rasant zur Sache, mehr als einmal habe ich die Luft angehalten und gehofft, dass Travis einigermaßen heil aus allem wieder herauskommt. Das hat geklappt und ich finde, alles in allem hat Kevin Brooks hier einen soliden Jugendkrimi hingelegt mit einem sympathischen intelligenten Protagonisten. Der Schreibstil ist klar und strukturiert und mit wenigen Worten kann der Autor den Charakter seiner Figuren eindeutig beschreiben. Der Handlungsablauf verfolgt eine klare Linie, es wird ausnahmslos aus der Sicht von Travis erzählt und der Autor verzettelt sich nicht in Nebensächlichkeiten.

Ich finde, dieser Krimi ist gut auch für eher leseunwillige Jugendliche geeignet, die damit nicht überfordert werden und trotzdem Qualität in die Finger bekommen.

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Tags: krimi-reihe, spannend, sympathischer held   (3)
 

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

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Schwestern bleiben wir immer

Barbara Kunrath
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548288420
Genre: Romane

Rezension:

Alexas schwerbehinderte Tochter Clara starb vor drei Jahren. Seitdem hat sie nicht mehr richtig ins Leben zurückgefunden. Trotz Bilderbuchfamilie mit Mann und zwei weiteren Kindern, Haus und großem Garten und einem oberflächlich glücklichen Leben, ist sie unzufrieden und depressiv. Auch ihre Schwester Katja kann ihr nicht helfen- Katja, die Schöne, Selbstbewusste, Unabhängige, die alles das ist was Alexa gern sein würde.

Nun ist auch noch die Mutter Ines tot. Alexa und Katja hatten keine glückliche Kindheit und seit langer Zeit keinen Kontakt mehr mit der Mutter.

Aber da gibt es noch diese Kiste, in der ihre Mutter Fotos, Briefe und sonstige Erinnerungen verwahrte. Und eines Tages öffnet Alexa die Kiste und sieht den Inhalt durch. Was sie dort findet, führt Katja und sie auf eine Reise in die Vergangenheit, die ihrer beider Leben vollkommen verändert.

Die Handlung nimmt nach einem etwas trägen Anfang rasant an Fahrt auf. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Alexa und Katja erzählt.

Im Buch eingestreut sind immer wieder kursiv Kindheitserinnerungen der Schwestern und man kann gut nachvollziehen, warum das Leben der beiden eine so unterschiedliche Richtung genommen hat.


Ich finde den Roman insgesamt flüssig geschrieben und gut lesbar.

Manches an der Handlung wirkt allerdings etwas konstruiert und bemüht. Gerade am Schluss des Romans überschlagen sich die Ereignisse und ich hatte den Eindruck, dass die Autorin schnell zu einem Ende kommen wollte. Katjas urplötzlicher Jobwechsel nach Irland, bei dem sie ihren Sohn zurücklässt, wirkt nicht ganz nachvollziehbar und auch nicht ihre sofortige wundersame Wandlung, nachdem ihr Liebhaber ihr ins Gewissen geredet hat.

Auch bleiben einige wichtige Personen konturlos und blass, wie etwa Alexas Nachbar Nick oder der wiedergefundene Vater Stefan.

Aber das empfinden andere Leser vielleicht nicht so.

Wirklich beeindruckt hat mich jedenfalls, dass beide Schwestern trotz der unerwarteten Geheimnisse, die im Laufe der Handlung gelüftet werden, glaubwürdig weiterhin eng verbunden bleiben.

Ich habe das Buch im Urlaub in einem Rutsch durchgelesen und fühlte mich gut unterhalten.




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Tags: familie, geheimnis, schwester   (3)
 

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176 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 89 Rezensionen

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Bühlerhöhe

Brigitte Glaser
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351260
Genre: Romane

Rezension:

Baden Baden 1952: Kanzler Adenauer wird im Hotel Bühlerhöhe zum jährlichen Erholungsurlaub erwartet. Aber in diesem Jahr gibt es Hinweise, dass ein Attentat auf ihn geplant ist.

Und so wird ein großes Sicherheitsaufgebot entsandt, um das zu verhindern.

Dazu gehört auch die Jüdin Rosa, die eigentlich in Israel in einem Kibbuz lebt, aber deutsche Wurzeln hat und die Bühlerhöhe aus ihrer Kindheit kennt. Sie soll die Ehefrau des Agenten Ari spielen, um so unauffällig den Kanzler zu schützen.

Rosa und Ari sollen am Bahnhof in Baden Baden das erste Mal aufeinander treffen.

Aber etwas geht schief. Ari ist nicht dort und Rosa muss allein zur Bühlerhöhe reisen.

Im Hotel Bühlerhöhe wirkt Sophie Reisacher als erste Hausdame. Sie strebt nach einem besseren Leben und setzt alles daran, diesen Traum zu verwirklichen.

Diese beiden Frauen spielen die Hauptrollen in der fiktiven Geschichte um Kanzler Adenauer.

Der Kanzler kommt aber eher am Rand vor, quasi als Aufhänger für diesen spannenden Schmöker.

Der Roman bietet wirklich alles für ein kurzweiliges Lesevergnügen: sympathische und unsympathische Figuren, Bösewichte und Undurchschaubare, einfach Gestrickte und komplizierte Persönlichkeiten- und das Ganze garniert mit guter Schwarzwaldluft und handfesten zeitgeschichtlichen Informationen.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich finde, es kommt viel rüber von dem Lebensgefühl der frühen Fünfziger Jahre. Das Dritte Reich, die Judenverfolgung und der Krieg sind noch nicht lange vorbei, die Menschen versuchen gerade erst, eine neue Lebensperspektive zu entwickeln, sie sind noch gezeichnet von der Vergangenheit und all das wird einfach richtig gut in dieser Geschichte verpackt.

An einigen Stellen wirkt die Handlung etwas konstruiert und einige Zufälle sind nicht wirklich realitätsnah, aber das schadet insgesamt nicht und stört das Lesevergnügen höchstens ein kleines bisschen.

Übrigens: das Hotel Bühlerhöhe gibt es wirklich- allerdings steht es heute leer.

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Tags: kurzweilige unterhaltung, lesevergnügen   (2)
 

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(1.148)

1.273 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

buddenbrooks, deutschland, familie, familiengeschichte, familiensaga, generationen, gesellschaft, kaufmannsfamilie, klassiker, kurzfassung, leben, lieblingsbuch, lübeck, thomas mann, verfall

Buddenbrooks

Thomas Mann
Flexibler Einband: 848 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 05.04.2012
ISBN 9783596904006
Genre: Klassiker

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(5.148)

6.751 Bibliotheken, 124 Leser, 14 Gruppen, 370 Rezensionen

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

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(2.349)

2.905 Bibliotheken, 18 Leser, 8 Gruppen, 82 Rezensionen

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Die Frau des Zeitreisenden

Audrey Niffenegger , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 01.08.2004
ISBN 9783100524034
Genre: Fantasy

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(3.665)

4.484 Bibliotheken, 17 Leser, 16 Gruppen, 161 Rezensionen

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Verblendung

Stieg Larsson , Wibke Kuhn ,
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 02.05.2007
ISBN 9783453432451
Genre: Krimi und Thriller

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(3.836)

4.846 Bibliotheken, 30 Leser, 13 Gruppen, 142 Rezensionen

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Die Säulen der Erde

Ken Follett , Gabriele Conrad , Till Lohmeyer ,
Flexibler Einband: 1.152 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.10.1992
ISBN 9783404118960
Genre: Historische Romane

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(12.770)

15.934 Bibliotheken, 109 Leser, 33 Gruppen, 473 Rezensionen

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Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

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