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488 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

tiger, liebe, indien, fluch, kuss des tigers

Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

Colleen Houck , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453534360
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Anfangs hatte ich so meine Zweifel, wie die Autorin die Geschichte umsetzen könnte, ohne gerade die Tigerverwandlungsgeschichte lächerlich hinzustellen. Doch das ist ihr gut gelungen, wie ich finde. Natürlich gibt es schon Geschichten mit unzähligen anderen Tieren, die sich in Menschen verwandeln bzw. umgedreht. Doch die Autorin hat dem ganzen einen märchenhaften Touch verliehen, was mir gut gefallen hat. Das Setting ist ebenfalls zauberhaft und dadurch wird eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen, die den Leser wunderbar in den indischen Dschungel entführt. Colleen Houck hat offensichtlich ein Herz für Indien, denn man hat das Gefühl, dass sie dieses Land ziemlich gut kennt. Der Leser erfährt viel über die indische Kultur und auch die Umgebung wird detailliert beschrieben, so dass es nicht schwerfällt, sich alles genau vorzustellen, auch wenn man selbst noch nie dort war. Grundsätzlich mag ich es sehr, wenn Autoren detailliert schreiben, doch hier war es mir stellenweise doch etwas zu viel des Guten. Colleen Houck hat sich oftmals in Banalitäten verloren, was leider irgendwann langweilig wurde und der Geschichte ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat. Was die Protagonisten im Schrank hängen haben, was sie anziehen oder essen muss meiner Meinung nach nicht ausführlich erörtert werden. Sowas könnte man getrost der Fantasie des Lesers überlassen. Mit fast 550 Seiten ist das Buch nicht unbedingt eines der dünnen Bücher, hätte es aber durchaus sein können, wenn die Autoren nicht alles so sehr ausgeschmückt hätte. 
Darüber hinwegtrösten konnte mich die doch recht spannende Geschichte um den Prinzen Ren und seinen Bruder Kishan, die beide in Tiger verwandelt wurden. Wie und warum das passiert ist, erfährt man schon im Prolog und die Idee finde ich wirklich gut gelungen. Der Autorin mangelt es nicht an Ideen, was man schon daran sehen kann, was Kelsey und Ren im indischen Dschungel erleben müssen. Die Spannungskurve ist in solchen Momenten hoch, doch wird immer wieder gestört, durch oben angesprochenen Banalitäten. 
Die Charaktere sind relativ tiefgründig, auch wenn mich ein paar Klischees dann doch gewaltig genervt haben (beispielsweise: wunderschöner Prinz verliebt sich in wunderschönes Mädchen, welches aber absolut keine Ahnung hat, dass es wunderschön ist - ja, das kennen wir schon aus unzähligen anderen Büchern). Ren und Kishan sind für mich die interessanteren Charaktere, denn Kelsey, die Ich-Erzählerin, wurde mir im Laufe der Geschichte einfach ein wenig zu zickig und handelte oftmals vollkommen unsinnig, so dass man sie am liebsten einfach mal kräftig schütteln möchte, um sie zur Vernunft zu bringen. Ihre Gedankengänge konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, auch wenn er manchmal zu ausschweifend wurde. Trotzdem liest er sich leicht und flüssig und nicht immer fand ich ihre detaillierten Beschreibungen unpassend.
Fazit:
Trotz einiger Schwächen hat "Kuss des Tigers" durchaus seine guten Seiten. Die Autorin hat tolle Ideen, das Setting gefällt mir unheimlich gut und Spannung ist durchaus vorhanden, wird jedoch immer wieder unterbrochen durch unnütze Informationen, bei denen es nicht schlimm gewesen wäre, wenn diese gefehlt hätten. Da die Geschichte trotzdem spannend ist, möchte ich natürlich auch wissen, wie sie weiter geht und was die Protagonisten in Indien noch so alles erleben werden.
Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, feen, fee, 1. band, magie

Feenkind - Der See des Abschieds

Elvira Zeißler
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.02.2013
ISBN 9781482356922
Genre: Fantasy

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(28)

59 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

gift, giftschmecker, jugendroman, spannung, abenteuer

Der Giftschmecker

Fletcher Moss , Frank Böhmert
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.07.2014
ISBN 9783551520647
Genre: Jugendbuch

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(32)

96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kinderbuch, janine wilk, leid, selbstvertrauen, märchen

Das Reich der Tränen

Janine Wilk , Karin Lindermann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522183895
Genre: Kinderbuch

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(89)

184 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

internat, engel, fantasy, racheengel, liebe

Tanz der Engel

Jessica und Diana Itterheim ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.02.2013
ISBN 9783746629117
Genre: Fantasy

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(26)

59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

drachen, 1001 nacht, fantasy, flammenwüste, wüste

Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Akram El-Bahay
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838759845
Genre: Fantasy

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(44)

114 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

geister, jugendbuch, michelle harrison, schlaf nicht ein, loewe

Schlaf nicht ein

Michelle Harrison , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785577264
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Elliot, der Ich-Erzähler dieser Geschichte, hat seit einem Unfall, bei dem er fast gestorben wäre, unheimliche Erlebnisse. Nachts, wenn er schläft, sieht er Geister und immer wieder entfernt er sich aus seinem eigenen Körper. Diese beängstigenden Erfahrungen werden immer schlimmer, bis er eines Tages Probleme bekommt, wieder in seinen Körper zurückzukommen...
Das klingt nicht nur unheimlich, das ist es auch. Michelle Harrison hat es geschafft, mir immer wieder Gänsehaut zu bescheren, denn sie beschreibt die Momente, in denen Elliot Kontakt zu Geistern hat, so detailliert und gruselig, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin. Diese Szenen fand ich unheimlich spannend. 
Elliot ist ein recht sympathischer Protagonist, der verständlicherweise sehr ängstlich reagiert, diese Angst im Laufe der Geschichte jedoch immer mehr in den Griff bekommt. Er versucht, die Gründe für seine Schlafstörungen und die Geistersichtungen herauszubekommen und gerät immer wieder in unheimliche Begegnungen. Hilfreich ist es da natürlich auch nicht unbedingt, dass er anfängt, in einem Museum zu arbeiten, in dem es angeblich spuken soll. Dort lernt er Ophelia kennen, die ein recht ungewöhnlicher Charakter ist, dafür jedoch auch wahnsinnig interessant. Ihre Vergangenheit offenbart sich für Elliot und auch den Leser erst nach und nach und sorgt für einige Überraschungen. Überhaupt ist es der Autorin gelungen, den Leser nicht nur mit einem tollen Schreibstil zu fesseln, sondern auch mit überraschenden Wendungen, die zumindest ich so nicht vorhergesehen habe. Die Spannungskurve ist durchgängig relativ hoch, denn immer wieder begegnen Elliot Geister oder reale Menschen machen ihm das Leben schwer. 
Fazit:
Die unheimliche Atmosphäre, interessante Charaktere, überraschende Wendungen und ein toller Schreibstil fesseln den Leser an das Buch. Gruselschauer sind garantiert, denn die Autorin hat wirklich Talent, unheimliche Szenen gekonnt zu beschreiben. 

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(42)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

gestaltwandler, fantasy, naomi, liebe, roman

Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen

J. J. Bidell
E-Buch Text
Erschienen bei Elke Becker, 22.04.2011
ISBN B004XR5268
Genre: Fantasy

Rezension:


Der erste Band der "Im Schatten des Mondlichts"-Reihe führt den Leser ein in die Welt der Werkatzen. Naomi ist eine sympathische junge Frau, die sich endlich von den Fesseln ihrer Großmutter befreien möchte, die sie bisher an der viel zu kurzen Leine gehalten hat. Nun beginnt für Naomi ein ganz neues Abenteuer, denn sie beginnt ihr Studium weit weg von ihrer Familie. Wir lernen Naomi kennen, die froh ist, endlich zu tun, was sie selbst will und andererseits doch ihre Familie vermisst. Naomi lernt in kurzer Zeit neue Freunde kennen, beginnt sich einzuleben und wohlzufühlen, verliebt sich und ist einfach glücklich. Bis zu dem Tag, an dem sie sich immer seltsamer zu fühlen beginnt... 
Bis zu diesem Moment plätschert die Geschichte größtenteils vor sich hin, was allerdings nicht unbedingt heißt, dass sie langweilig ist. Die Autorin lässt sich Zeit, ihre Charaktere und deren Eigenarten vorzustellen. So lernt man alle gut kennen, keiner bleibt oberflächlich und der ein oder andere sorgt dann noch für so manche Überraschung. J.J. Bidell hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt detailliert die Umgebung, in der sich Naomi nun befindet. Größtenteils wird die Geschichte aus Naomis Sicht erzählt, ab und an wechselt die Perspektive jedoch auch zu anderen ihrer Charaktere. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über die wichtigsten Ereignisse. Auch für die mystischen Elemente der Geschichte lässt die Autorin sich Zeit. Man erfährt, was es auf sich hat, mit der Verwandlung und dem Leben der Werkatzen allgemein. Naomi muss sich erst zurechtfinden in dieser neuen Situation, doch sie ist nicht alleine und bekommt unerwartete Hilfe. J.J. Bidell bringt hier ihre eigenen Ideen ein, so dass man nicht das Gefühl hat, das alles so schon einmal gelesen zu haben, was mir wirklich gut gefallen hat. 
Auch Band 2 "Die Fährte" verspricht spannend zu werden, denn die Geschichte endet recht offen, so dass man einfach weiterlesen muss, um zu erfahren, wie es mit Naomi, Roman und ihren Freunden weitergeht.
Fazit:
"Im Schatten des Mondlichts: Das Erwachen" ist der tolle Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie. J.J. Bidell versteht es, den Leser mit einem schönen, detaillierten Schreibstil, gut ausgearbeiteten und größtenteils sympathischen Charakteren und einer spannenden Geschichte zu unterhalten und zu fesseln. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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3.016 Bibliotheken, 37 Leser, 14 Gruppen, 399 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, aliens, lux

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551583314
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Obsidian - Schattendunkel" ist wohl wieder einmal eines dieser Bücher, welches die Lesegemeinschaft absolut entzweit. Durchaus verständlich für mich, da man vieles so ähnlich schon einmal gelesen hat, doch mich hat das nicht wirklich gestört, denn Jennifer L. Armentrout konnte mich trotzdem mit eigenen Ideen und interessanten Charakteren für sich gewinnen. 
Katy, die Ich-Erzählerin der Geschichte, ist eine Buchbloggerin (was für mich schon ein Grund war, dieses Buch lesen zu wollen), die nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter in eine neue Stadt zieht. Dort dauert es nicht lange, bis sie auf Daemon trifft, der ihr nicht gerade freundlich gesinnt zu sein scheint. Ganz im Gegensatz zu seiner Schwester Dee, mit der Katy sich schon nach kurzer Zeit anfreundet. Dass die beiden Geschwister ein Geheimnis umgibt, bleibt Katy nicht lange verborgen und im Laufe der Geschichte offenbart sich dieses natürlich auch. 
Besonders gut gefallen hat mir die Chemie zwischen Daemon und Katy (auch wenn sie mich stellenweise ein wenig genervt hat mit ihrer Schwärmerei). Die beiden liefern sich ständig hitzige Wortgefechte und können doch nicht voneinander lassen. So geht das durch das komplette Buch hindurch und es macht einfach Spaß, die Beziehung zwischen den beiden zu verfolgen. 
Die Grundidee der Geschichte ist recht spannend, auch wenn ich einige Handlungen von Katy nicht unbedingt nachvollziehen konnte. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich die Protagonisten weiter, man erfährt, warum Daemon so ist, wie er eben ist und das in Katy viel mehr steckt, als man anfangs noch dachte.
Die Spannungskurve ist anfangs eher niedrig und steigert sich erst etwa ab der Mitte des Buches, wenn Katy erfährt, welches Geheimnis Daemon und Dee vor ihr zu verbergen versuchen. Trotzdem wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Größtenteils dreht sich dieser erste Teil der Reihe eher darum, die Figuren einzuführen und deren Beziehung zueinander aufzubauen. Grundsätzlich ist dieses Buch in sich abgeschlossen, allerdings möchte ich persönlich gerne mehr erfahren über Katy und ihre Beziehung zu Daemon und natürlich hoffe ich, dass sich die Spannung noch ein wenig steigert im nächsten Teil, der bereits in diesem Herbst erscheinen soll.
Die Autorin hat einen schönen fesselnden Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Witzige Szenen ließen mich immer mal wieder schmunzeln.
Fazit:
"Obsidian - Schattendunkel" ist ein gelungener Auftakt, bei dem ich hoffe, dass das vorhandene Potenzial in den nächsten Teilen noch ordentlich ausgeschöpft wird. Parallelen zu anderen Büchern sind nicht von der Hand zu weisen, doch trotzdem konnte die Autorin mich mit interessanten Charakteren, viel Witz, einer spannenden Handlung und vor allem der Chemie zwischen den Hauptfiguren überzeugen. Ich bin gespannt auf die im Herbst erscheinende Fortsetzung.

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297 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

märchen, hänsel und gretel, diana menschig, thriller, schwarzwald

So finster, so kalt

Diana Menschig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426514931
Genre: Fantasy

Rezension:


Märchenadaptionen lese ich immer wieder gerne, ganz besonders dann, wenn sie schön gruselig sind. "Hänsel und Gretel" fand ich schon in der Grimm´schen Fassung recht unheimlich und Diana Menschig hat das dann nochmal getoppt, indem sie dieses Märchen mit alten Sagen aus dem Schwarzwald vermischt. Die Atmosphäre, die sie dabei erschafft, ist durchweg düster und unheimlich. Die Geschichte spielt sich mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit ab, in der erzählt wird, welche Ereignisse dazu führten, dass plötzlich Kinder in dem kleinen Dörfchen im Schwarzwald verschwinden. Diese Mischung hat mir unheimlich gut gefallen und vervollständigt das Bild für den Leser ganz wunderbar. 
Merle, die nach dem Tod ihrer Großmutter in ihre Heimat zurückkehrt, ist eine typische Karrierefrau, die eigentlich alles erreicht hat, was man mit Geld erreichen kann. Doch wirklich glücklich ist sie in letzter Zeit nicht mehr damit. Sie macht sich immer wieder Gedanken darüber, was sie vom Leben wirklich will und an diesem Punkt in ihrem Leben lernt sie den geheimnisvollen Jakob kennen, der ihr dabei helfen soll, herauszufinden, was es mit dem alten Dokument aus dem Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter auf sich hat. Merle ist eine recht sympathische Protagonistin, auch wenn ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehbar für mich waren. So misstraut sie im einen Moment Jakob, wirft sich ihm im nächsten jedoch wieder an den Hals. Leider hatte ich bei der Autorin ebenfalls den Eindruck, dass sie nicht so recht wusste, was genau sie mit Jakob anstellen wollte. Einerseits wird immer mal wieder betont, dass er seine eigenen Ziele verfolgt und der Eindruck verstärkt, dass man ihm nicht trauen kann, doch wirklich aufgelöst wird am Ende nicht, warum das so sein sollte. Dieser Faden in der Geschichte wird einfach losgelassen und als Leser fragt man sich unwillkürlich, ob da nicht etwas vergessen wurde. 
Ganz besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin das Märchen in die Geschichte eingeflochten hat. Eines ist gewiß: alles ist ganz anders als es in der Grimm´schen Version von "Hänsel und Gretel" war. Bei diesen Szenen läuft dem Leser unwillkürlich der ein oder andere Gänsehautschauer über den Rücken, denn düsterer geht es kaum. Doch nicht nur "Hänsel und Gretel" kommt hier zum Zuge, auch Teile von anderen Märchen erkennt der Leser wieder.
Fazit:
Trotz kleiner Schwächen konnte mich Diana Menschig mit ihrer Version von "Hänsel und Gretel" wirklich beeindrucken. Die Mischung zwischen Gegenwart, Märchen und Sagen gefällt mir besonders gut. Der Spannungsbogen ist größtenteils hoch und die Atmosphäre schön düster. Empfehlenswert nicht nur für Märchenfans.

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113 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

tunnel, thriller, horror, klammroth, unfall

Klammroth

Isa Grimm
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.03.2014
ISBN 9783785761076
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Klammroth" ist eines dieser Bücher, die ich einfach nicht aus der Hand legen konnte, bis das letzte Wort gelesen war. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und mischt gekonnt Thriller- mit ein paar Mystery-Elementen. Das macht die Geschichte noch spannender, als sie ohnehin schon ist. Anais ist eine etwas ungewöhnliche Protagonistin, die in ihrem Leben schon viel durchmachen musste. Große Sympathien konnte ich für sie nicht empfinden und doch hat mich ihre Geschichte berührt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man immer mehr von ihrer Vergangenheit und den Ereignissen, die in Klammroth stattgefunden haben. Isa Grimm schafft dabei eine beklemmende Atmosphäre, die einen nicht mehr loslässt und immer wieder mit Gruselmomenten für Gänsehaut sorgt. Unerwartete Wendungen sorgen immer wieder für Verblüffung beim Leser und genau wie Anais weiß man nicht so wirklich, wem sie hier trauen kann und wer ihr ans Leder will. Auch Anais selbst sorgt für Überraschungen, von denen sie selbst nicht einmal etwas ahnt. Dadurch ist die Spannungskurve natürlich dementsprechend durchgängig recht hoch. Gerade zum Ende hin passieren schockierende Dinge, die nicht unbedingt für zartbesaitete Leser geeignet sind, denn stellenweise geizt die Autorin nicht mit grausamen Umschreibungen.
Die Kapitel in diesem Buch sind recht kurz gehalten, meist mit einem kleinen Cliffhanger, so dass man oft gar nicht anders kann, als einfach weiterzulesen.
Fazit:
Isa Grimm ist eine tolle Neuentdeckung für mich. Mit "Klammroth" vereint sie gekonnt Thriller und Mystery. Unheimliche und oftmals gruselige Ereignisse, ein packender Schreibstil und überraschende Wendungen machen es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. 

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

drachen, fantasy, jugendbuch, dracyr, liebe

Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2014
ISBN 9783570402245
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als großer Fan von Susanne Gerdom konnte ich mir "Dracyr - Das Herz der Schatten" natürlich nicht entgehen lassen. High Fantasy lese ich unheimlich gerne, wenn die vom Autor erschaffene Welt, die dort lebenden Geschöpfe und die Geschichte mich fesseln können. Und genau das hat Susanne Gerdom wieder einmal geschafft. Mühelos gelang es mir, schon von den ersten Worten an, in eine Welt voller Dracyr und Magie einzutauchen. Kay, die eigentlich nur auf Rache für ihre Familie sinnt, schließt man als Leser schnell in sein Herz, denn sie ist mutig und liebenswert. Damian, der Sohn des Dracyrlords, der Kays Familie auseinandergerissen hat, kann man nur schwer einschätzen und gerade das macht ihn so wahnsinnig interessant. Im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum er so ist, wie er eben ist. Die Chemie zwischen den beiden ist faszinierend und passt einfach wunderbar zu der Geschichte, die die Autorin hier erzählt. Auch die anderen (Neben-)Charaktere sind allesamt großartig ausgearbeitet und der ein oder andere hat so einige Überraschungen für den Leser parat. Überhaupt ist diese Geschichte fesselnd und sehr spannend geschrieben. Susanne Gerdom hat einen wunderbaren Schreibstil, mit dem sie den Leser an das Buch zu fesseln weiß und der das Kopfkino ganz von allein zum Laufen bringt. Detailliert und liebevoll beschreibt sie nicht nur ihre Protagonisten und die Welt, in der ihre Geschichte spielt, auch die Dracyr kommen hier nicht zu kurz. Diese Wesen sind einfach nur wunderbar und für mich die wahren Helden der Geschichte. So faszinierend, kraftvoll, liebenswert und gleichzeitig doch auch voller Angst vor einer höheren Macht, möchte man sie - genau wie Kay - einfach nur beschützen, auch wenn sie das eigentlich gar nicht nötig hätten.
Fazit:
Susanne Gerdom zählt nicht umsonst zu meinen Lieblingsautorinnen. Mit "Dracyr - Das Herz der Schatten" entführt sie den Leser nach Albrastor, in dem Dracyr und deren Schattenreiter herrschen. Mit vielen überraschenden Wendungen, facettenreichen Charakteren, den liebenswerten Dracyr und ihrem wunderbaren Schreibstil fesselt die Autorin den Leser regelrecht an das Buch und lässt darauf hoffen, dass die Geschichte bald fortgesetzt wird. Ein absolutes Muss für High Fantasy-Fans und solche, die es noch werden wollen.

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(84)

278 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

zwerge, ring, heike eva schmidt, rosengarten, zeitreise

Die gestohlene Zeit

Heike Eva Schmidt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426513118
Genre: Fantasy

Rezension:


Nachdem mich das Debüt der Autorin ("Purpurmond") damals leider ein wenig enttäuscht hatte, obwohl ich ihre Ideen durchaus gut fand, hoffte ich, dass es mir mit diesem Buch nicht ebenso gehen würde. Glücklicherweise hat Heike Eva Schmidt dieses Mal meinen Geschmack schon viel eher getroffen. Die Idee, einen Teil der Geschichte in der Zwergenwelt spielen zu lassen, finde ich wirklich toll. Dieses kleine Volk ist absolut faszinierend und die Sagen, die in diese Geschichte verflochten wurden, haben mir gut gefallen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die verschiedenen Zeitebenen hier unterzubringen. So werden die Protagonisten aus ihrer gewohnten Zeit mal eben in die Zukunft katapultiert, nachdem sie gefühlt nur ein paar Tage im unterirdischen Reich von Zwergenkönig Laurin leben mussten. Dieser Zwergenkönig ist ein ziemlich bösartiger und hässlicher Wicht, genau wie seine Untertanen auch. Sein größter Wunsch ist es, Emma für sich zu gewinnen (und das zur Not auch mit Gewalt), weil diese seiner großen Liebe Similde (die vor vielen Jahrhunderten ebenfalls vor ihm geflüchtet ist) zum Verwechseln ähnlich sieht. Emma möchte sich in dieses Schicksal natürlich nicht so ohne weiteres fügen und flüchtet gemeinsam mit Jonathan, der schon seit langer Zeit ein Gefangener Laurins ist. Zurück aus den Höhlen der Zwerge erwartet die beiden jedoch eine große Überraschung und es sind noch einige Hindernisse zu bewältigen.
Glücklicherweise hat Heike Eva Schmidt dieses Mal ihre Charaktere nicht ganz so jung ausgewählt. Bei "Purpurmond" war ich sehr genervt von der jungen Protagonistin, was hier jedoch glücklicherweise nicht der Fall war. Emma ist mutig und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Ein wenig zu schnell kam mir nur die Zeit vor, die Emma und Jonathan benötigten, um sich an die neue Zeit zu gewöhnen, in der sie gelandet sind. Das hätte man vielleicht noch ein wenig mehr in den Vordergrund rücken können. 
Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen und man kann sich gut in die Umgebung hineinversetzen, die sie hier beschreibt.
Die Geschichte ist fast durchgängig spannend und ganz besonders gut gefallen haben mir hier die garstigen Zwerge. Diese sind toll beschrieben und ganz besonders Laurin sorgt immer wieder für Gänsehaut. Interessante Nebencharaktere sind ebenfalls vertreten, denn nicht nur die Zwerge machen Emma und Jonathan das Leben schwer. 
Fazit:
"Die gestohlene Zeit" gefällt mir viel besser als das Debüt der Autorin. Die Mischung aus märchenhaften Sagen, Fantasy und Zeitreise hat mir sehr gut gefallen. Die Zwerge sind ganz anders, als man sie sonst oft beschrieben bekommt und gerade das fand ich absolut faszinierend. Eine wirklich tolle Geschichte.

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 23 Rezensionen

afrika, thriller, korruption, zentralafrika, dschungel

Mission Munroe - Die Touristin

Taylor Stevens , Leo Strohm
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2012
ISBN 9783442478231
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Mission Munroe - Die Touristin" ist das Debüt der Autorin Taylor Stevens. Wenn man dieses Buch liest, kann man sich kaum vorstellen, dass es tatsächlich das erste Buch von ihr sein soll, denn sie schreibt unglaublich fesselnd, beschreibt die Umgebung, in der die Geschichte spielt so, dass man sich fühlt, als wäre man selbst im afrikanischen Dschungel unterwegs und verleiht ihren Charakteren eine unglaubliche Tiefe, so dass es wirklich schwer fällt, dieses Buch aus der Hand zu legen. 
Vanessa Munroe ist eine Protagonistin, die man so gut wie gar nicht einschätzen kann. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind oft schwer nachzuvollziehen, ergeben aber durchaus Sinn, wenn man ihre Lebensgeschichte kennt. Diese wird im Laufe der Geschichte immer mehr offenbart, so dass man die Chance hat, sie besser kennen zu lernen und doch überrascht und schockiert diese Frau immer wieder. Einerseits ist sie durch ihre Vergangenheit ziemlich kaputt, will sich das jedoch nicht anmerken lassen. Durch die schlimmen Ereignisse, die ihren Charakter ausmachen, wird sie zu einer harten, mutigen und unberechenbaren Frau, die jedoch auch immer wieder schwache Momente erlebt. Durch ihre Erfahrungen und ihre Klugheit rettet sie sich aus den schlimmsten Situationen. Auch ihre männlichen Begleiter stehen dieser Frau in nichts nach. Auch deren Ziele kann man nicht einschätzen und so weiß man - genau wie Vanessa - nicht, wem sie hier trauen kann und wem nicht. 
Die Autorin lotst ihre Protagonisten erbarmungslos durch unwegsames und ziemlich feindlich gesinntes Land. Man merkt, dass sie sich dort offenbar auskennt, denn nicht nur ihre Beschreibungen der Umgebung, sondern auch die politischen Ränke, die dort geschmiedet werden, beschreibt sie recht detailliert, ohne jedoch zu langweilen. 
Die Spannungskurve ist durch die vielen überraschenden Wendungen durchgängig sehr hoch, so dass Munroe, ebenso wie der Leser, kaum dazu kommt, sich zu erholen.
Fazit: 
Genau so muss ein Thriller sein: Überraschend, fesselnd, unglaublich spannend und mit absolut undurchschaubaren Charakteren, die noch dazu fantastisch ausgearbeitet sind und ordentlich Ballast mit sich rumschleppen. Wer verrät hier wen, wem kann man trauen und kann man aus diesem Dschungel überhaupt entkommen? 
Für mich eines der besten Debüts der letzten Zeit!

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652 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 137 Rezensionen

geister, fantasy, kai meyer, phantasmen, tod

Phantasmen

Kai Meyer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.03.2014
ISBN 9783551582928
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Alleine die Vorstellung, dass Geister überall auf der Erde an der Stelle zu sehen sind, an der sie gestorben sind, ist absolut unheimlich. Diese Geister stehen anfangs einfach nur da und leuchten vor sich hin, doch eines Tages beginnen sie zu lächeln und damit ändert sich alles. Um nicht zu spoilern möchte ich gar nicht mehr vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall ist dieses Buch ganz anders, als ich anfangs erwartet hätte. Kai Meyer fesselt den Leser schon von der ersten Seite an dieses Buch, denn die Geschichte ist nicht nur fantastisch geschrieben, sondern auch ungewöhnlich und sehr spannend. 
Rain und ihre Schwester Emma treffen durch einen Zufall auf Tyler. Alle drei haben jemanden bei einem Flugzeugabsturz verloren und wollen ein letztes Mal Abschied nehmen, indem sie auf die Geister der Verstorbenen warten. Genau in diesem Augenblick erscheint das erste Mal das Lächeln auf den Gesichtern der Geister und von nun an sind die drei aufeinander angewiesen und auf der Flucht. Diese drei Protagonisten sind - ebenso wie alle anderen, die noch auftauchen werden - wahnsinnig interessant und passen in kein wirkliches Schema. Rain, die Ich-Erzählerin in dieser Geschichte, hat ein schlimmes Trauma zu verarbeiten, bei dem der Leser erst im Laufe der Geschichte erfährt, worum es sich überhaupt handelt. Emma ist einfach absolut anders als die meisten Menschen und Tyler würde fast alles tun, um seine geliebte Flavie noch einmal zu sehen. Alle drei haben ungewöhnliche Vorgeschichten, die ihnen hier jedoch zugute kommen, denn anders wären die Geschehnisse kaum durchzustehen. Überraschend waren oft nicht nur die Geschehnisse im Buch, sondern auch, wie die Charaktere damit umgehen. Oftmals handeln sie vollkommen anders, als erwartet, was mir hier aber sehr gut gefallen hat, denn diese Handlungen wirkten keinesfalls aufgesetzt oder unnatürlich, sondern passten einfach zum jeweiligen Protagonisten dazu.
Fazit:
Kai Meyer entwickelt sich immer mehr zu einem meiner Lieblingsautoren. Ungewöhnliche Charaktere, die man kaum einschätzen kann und die ebenso wie die Handlung immer wieder überraschen, sein fantastischer Schreibstil, eine außergewöhnliche Story - für mich perfekte Unterhaltung!

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711 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 153 Rezensionen

zeitreise, liebe, zeitreisen, zeitsplitter, dystopie

Zeitsplitter - Die Jägerin

Cristin Terrill , Barbara Imgrund
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.02.2014
ISBN 9783414823908
Genre: Jugendbuch

Rezension:


In "Zeitsplitter - Die Jägerin" hat die Autorin Cristin Terrill gekonnt die Geschehnisse aus Gegenwart und Zukunft miteinander verwebt. Em reist zurück in die Gegenwart, um die Erfindung der Zeitmaschine aufzuhalten, da diese die Welt nicht gerade zu einem schöneren Ort macht und oft auch missbraucht wird. Wir lernen Em als taffe und mutige Protagonistin kennen, die sich nicht unterkriegen lässt. Die Geschichte ist aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben, doch das Besondere daran ist, dass wir gleichzeitig die Ereignisse aus Sicht der Em aus der Zukunft und Marina aus der Gegenwart (also der selben Person) erleben und das ist wirklich ungewöhnlich und spannend. Ganz besonders toll daran fand ich, dass man die Charakterentwicklung so extrem bemerkt. Ist Marina aus der Gegenwart noch total oberflächlich und naiv, so muss sie sich aufgrund der Ereignisse, die ihr noch bevorstehen und die Em aus der Zukunft schon erlebt hat, total verändern, um überhaupt überleben zu können. Dieser Unterschied kommt wunderbar zum Ausdruck und ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Em aus der Zukunft wesentlich besser gefallen hat, als Marina. Marina ist sehr fixiert auf ihren besten Freund James, für den sie so gut wie alles tun würde, denn zusätzlich zu ihrer Freundschaft hat sie sich nun auch noch in ihn verliebt. James ist ein interessanter Charakter, der auf den ersten Blick gar nicht so tiefgründig wirkt, der jedoch Facetten an sich hat, die selbst Marina nicht an ihm erwartet hätte. Neben den beiden ist noch James Freund Finn einer der Hauptprotagonisten. Finn ist ein großartiger Charakter, der sich ebenso wie Marina weiterentwickelt und immer einen witzigen Spruch auf den Lippen hat. 
Die Autorin hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die spannend von Anfang bis zum Ende ist, denn es passieren immer wieder völlig unerwartete Dinge, die es den dreien wirklich schwer machen. Cristin Terrill hat einen angenehmen Schreibstil, der den Leser nur so über die Seiten fliegen lässt. Laut Klappentext schreibt sie bereits an der Fortsetzung zu "Zeitsplitter - Die Jägerin". Meiner Meinung nach hätte hier auch ein Einzelband gereicht. Nicht, weil die Geschichte kein Potenzial zu einem Mehrteiler hätte, sondern weil man die Geschichte durchaus als abgeschlossen betrachten kann (auch wenn mich das Ende anfangs sehr verwirrt hat und ich erst viel später darauf gekommen bin, wie das alles zusammenhängt). Ich bin natürlich trotzdem gespannt, was die Autorin da noch so rausholen wird und werde auf jeden Fall auch die Fortsetzung wieder lesen.
Fazit:
Mit "Zeitsplitter - Die Jägerin" erzählt Cristin Terril eine ungewöhnliche Zeitreisegeschichte, die spannender kaum sein könnte. Die Entwicklung der Charaktere ist großartig zu beobachten und hat mir ganz besonders gut gefallen. Davon gerne mehr!

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869 Bibliotheken, 10 Leser, 7 Gruppen, 130 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, teri terry, zersplittert, trilogie

Zersplittert

Teri Terry , Petra Knese , Marion Hertle
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2014
ISBN 9783649611844
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Auch der zweite Band der Reihe hat mich wieder sehr begeistert. In diesem Teil findet Kyla immer mehr zu ihren Erinnerungen aus ihrem früheren Leben zurück. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, zu erfahren, wer sie eigentlich ist, sondern sie muss sich auch entscheiden, was der richtige Weg für sie ist. Dabei wird sie sehr beeinflusst und es fällt ihr gar nicht so leicht, zu durchschauen, wer jetzt eigentlich auf ihrer Seite steht und wer nicht. 
Wie zu erwarten, hat Teri Terry auch in diesem Teil wieder einige Überraschungen auf Lager. Die Motivation bestimmter Charaktere kann man immer nur erahnen und ist zum Schluß umso überraschter, wenn einem - zeitgleich mit Kyla - aufgeht, welche Ziele da eigentlich verfolgt wurden. Das hat mir unheimlich gut gefallen, denn ich persönlich liebe es ja, wenn alles ein wenig im Dunklen bleibt und nicht gleich offengelegt wird. Kyla hat es nicht leicht, verliert aber trotzdem nie ihren Mut. Ihr Charakter macht eine große Wandlung durch, was sicher auch daran liegt, dass sie immer mehr von ihrer Vergangenheit erfährt. Doch auch andere Protagonisten entwickeln sich weiter, was wieder für einige Überraschungen sorgt. Es tauchen neue Menschen in Kylas Leben auf, denen zu vertrauen ihr nicht immer leicht fällt. Kyla muss Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen werden. Daran nicht zu zerbrechen ist sicher nicht einfach, doch Kyla ist ein richtiges Stehaufmännchen und hat eine starke Persönlichkeit, auch wenn ihr das anfangs vielleicht gar nicht so bewusst sein mag. Das macht sie nur noch sympathischer und liebenswerter. 
Andere Charaktere schätzt man vollkommen anders ein, als sie tatsächlich sind. Ausgearbeitet sind sie allesamt wirklich fantastisch, jeder besitzt hier die nötige Tiefe. 
Die Autorin flechtet immer wieder Ereignisse aus dem ersten Band in die Handlung ein, so dass es dem Leser leichter fällt, sich wieder an die vorangegangenen wichtigen Handlungsstränge zu erinnern. Gelesen haben sollte man den ersten Band jedoch trotzdem, denn sonst fällt es schon schwer, der Geschichte zu folgen (und man hat etwas verpasst, wenn man das nicht tut). Viele Fragen aus dem ersten Band werden hier beantwortet, doch natürlich kommen auch wieder neue hinzu. Deshalb kann ich es kaum erwarten, bis Band 3 endlich erscheint, um all diese Fragen aufzuklären. Ich bin wirklich gespannt, was Kyla noch so erfahren muss und wie sie mit ihrem Wissen umgeht.
Fazit:
Nachdem ich schon von  "Gelöscht" absolut begeistert war, konnte mich "Zersplittert" genauso fesseln. Zwar ist hier wesentlich mehr Action und weniger von der bedrückenden Atmosphäre, die den ersten Band durch Kylas Unwissen ausgemacht hat, doch dafür entwickeln sich die Charaktere in ungeahnte Richtungen weiter und man erfährt viel mehr über Kylas Vergangenheit. Auch hier hat die Autorin es wieder geschafft, den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle zu entführen, die mit einem großen Knall endet und hoffen lässt, dass der dritte Band ganz schnell im Buchladen zu finden sein wird.

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1.544 Bibliotheken, 30 Leser, 8 Gruppen, 205 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, teri terry, gelöscht, zukunft

Gelöscht

Teri Terry , Marion Hertle
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2013
ISBN 9783649611837
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Gelöscht" ist der erste Band der Trilogie um Kyla, die geslated wurde. Ihre Erinnerungen wurden gelöscht, denn das passiert Mitte des 21. Jhd. mit jugendlichen Verbrechern. Kyla kommt in eine ihr vollkommen fremde Familie und muss sich dort einfügen und zu einem Teil dieser Familie werden. Überwacht wird sie nicht nur von ihrem Levo - einem Armband, das ihre Werte rund um die Uhr bewacht und sie damit unter anderem von neuerlichen Gewalttätigkeiten abhalten soll - sondern auch von einigen anderen Menschen. Doch Kyla ist ganz anders, als all die anderen Slater und weiß irgendwann nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
Dieser erste Band führt uns ein in die gar nicht allzu weit entfernte Zukunft, die teilweise wirklich erschreckend ist. Die Überwachung durch die Lorder, die nicht gerade zimperlich ihre Gesetze durchsetzen, ist allgegenwärtig und auch relativ undurchschaubar. Immer wieder gibt es schockierende Situationen, die einem vergegenwärtigen, wie brutal sie vorgehen und das schon wegen Kleinigkeiten. In so einer Welt möchte keiner leben, denn Überwachung und Gehorsam steht an erster Stelle. Durch diese immer gegenwärtige Gefahr ist die Spannungskurve kontinuierlich hoch, denn immer hat man im Hinterkopf, dass Kyla Gefahr droht, wenn sie nicht so mitspielt, wie es von den Lordern erwartet wird.
Teri Terry hat dadurch eine recht bedrückende Atmosphäre geschaffen, die den Leser durch das komplette Buch hindurch begleitet. Auch die Gefühle von Ich-Erzählerin Kyla hat sie gut beschrieben, gerade was das Hineingeworfen-Werden in eine komplett fremde Umgebung angeht, mit fremden Menschen, die man jetzt Familie nennen muss. Die Flashbacks (meist in Form von Träumen), die Kyla immer wieder ereilen, obwohl es so etwas doch eigentlich gar nicht geben darf, haben immer wieder die Spannung gesteigert, denn genau wie Kyla fragt auch der Leser sich, was dieses Mädchen wohl in ihrer Vergangenheit angestellt haben mag, um überhaupt geslated worden zu sein. 
Kyla ist ein Mädchen, dass man sofort ins Herz schließt, denn sie ist kein kleines schwächliches Ding, das nur das tut, was sie soll und darf. Auch Ben hat mir als Protagonist sehr gut gefallen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und hinter jedem von ihnen steckt so viel mehr, als man anfangs erahnt.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und lässt sich flüssig lesen. Schockierende und überraschende Wendungen sind Bestandteil dieses Buches und es fällt wirklich schwer, es einfach mal aus der Hand zu legen.
Das Ende ist ziemlich offen, also am besten gleich Band 2 ("Zersplittert") bereitlegen.
Fazit:
"Gelöscht" ist spannend, unglaublich fesselnd, immer wieder überraschend und gut geschrieben. Die Vorstellung, seine Erinnerungen einfach gelöscht zu bekommen, ist erschreckend. Kylas Gefühle sind gut nachvollziehbar und die Autorin versteht es, überraschende Wendungen in die Geschichte einzubauen und den Leser so vom gelegentlichen Schlafen abzuhalten.

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1.598 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 198 Rezensionen

märchen, cyborg, cinderella, cinder, dystopie

Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551582867
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Viele begeisterte Rezensionen habe ich zu diesem Buch schon gelesen und nachdem ich diesen ersten Band nun gelesen habe, kann ich diese absolut nachvollziehen. "Wie Monde so silbern" ist so komplett anders, als erwartet. Glücklicherweise verrät der Klappentext nicht viel über die Welt, in der Cinder lebt. Auch ich werde das hier nicht tun, denn diese Überraschung möchte ich euch nicht verderben. Ich jedenfalls habe nicht schlecht gestaunt, nachdem ich quasi mitten in die Geschichte geworfen wurde, ohne lange Vorrede oder Erklärungen. Die Einzelheiten dröseln sich im Laufe der Geschichte immer mehr auf. Die Autorin hat das wirklich geschickt gemacht, denn man kann gar nicht anders, als immer weiter zu lesen, weil man unbedingt mehr über die Welt, über Cinder und all die anderen wirklich interessanten Charaktere erfahren will. Auch die Story an sich ist unglaublich spannend. Gerade zum Schluß konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und mein Herz klopfte mir bis zum Hals, was mir nur ganz ganz selten passiert. Dieses Buch hat mich komplett gefangen genommen. 
Marissa Meyer hat einen fantastischen Schreibstil. Sie beschreibt Gefühle, Szenen und die Umgebung so, dass man sich direkt hineinversetzt fühlt. Dabei wird es allerdings nie langweilig, denn auch wenn das Kopfkino hier wunderbar funktioniert, wird die Autorin nie zu ausschweifend, sondern hat - meiner Meinung nach - genau das richtige Maß gefunden. 
Die Charaktere sind, wie oben schon beschrieben, wirklich interessant, gut ausgearbeitet und überraschen immer mal wieder mit Handlungen, die man ihnen so gar nicht zugetraut hätte. 
Mit überraschenden Wendungen spart Marissa Meyer ebenfalls nicht. Ihre Geschichte, die grob auf dem Märchen "Aschenputtel" aufbaut, hat mit diesem Märchen nur oberflächlich zu tun. Doch diese Grundidee passt wunderbar hier hinein, alles fügt sich zu einem harmonischen Bild zusammen und ich muss ehrlich gestehen, dass mich schon lange kein Buch mehr so in den Bann gezogen und begeistert hat. Der zweite Band der Luna-Chroniken "Wie Blut so rot" ist glücklicherweise ebenfalls schon erschienen, so dass mir lange Wartezeiten erspart bleiben. Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es nach diesem offenen Ende des ersten Bandes weitergeht.
Fazit:
"Wie Monde so silbern" ist ganz anders und noch viel besser, als erwartet. Marissa Meyer überrascht mit ihrem fantastischen Schreibstil, einer ungewöhnlichen und sehr modernen Umsetzung des Aschenputtel-Märchens und großartig ausgearbeiteten Charakteren. Ich bin absolut begeistert und kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. 

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

dystopie, gameshow, countdown, liebe, level

Level 6 - Unsterbliche Liebe

Michelle Rowen , Christiane Meyer
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2014
ISBN 9783862788781
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Klappentext zu "Level 6 - Unsterbliche Liebe" hörte sich so interessant und spannend an, dass ich dieses Buch einfach lesen musste. Leider konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, da ich mit den Protagonisten einfach nicht warm wurde und mir die Lösung der Probleme oftmals einfach viel zu leicht vonstatten ging. 
Die Ideen der Autorin haben mir sehr gefallen, auch ihr Schreibstil liest sich gut und man kann sich gut in die Handlung hineinversetzen. Nur gelang mir dies leider nicht mit Ich-Erzählerin Kira. Für meinen Geschmack blieb sie zu oberflächlich und unsympathisch und ihr Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen. Auch Rogan blieb für mich recht blass und klischeebehaftet. Einzig sein Vater konnte mein Interesse mehr schüren, denn dieser sorgte für so manche Überraschung.
In den sechs Levels, die Kira und Rogan gemeinsam bewältigen müssen, geht es um Leben und Tod, weshalb den beiden nur selten Zeit zum Verschnaufen bleibt. Dementsprechend hoch ist natürlich die Spannungskurve. Gerade zum Ende hin, wird der Leser mit überraschenden Wendungen und spannenden Szenen an das Buch gefesselt. 
Gerne hätte ich noch ein wenig mehr über die Umstände erfahren, die zu der Auslöschung von so vielen Menschen in dieser zukünftigen Welt geführt haben. Man erfährt zwar, dass es eine "Große Plage" gegeben hat, doch was genau das für eine Plage war und wodurch sie ausgelöst wurde, erfährt man nicht. Das fand ich ein wenig schade, denn gerade das macht dystopische Romane für mich so interessant. 
"Level 6 - Unsterbliche Liebe" ist in sich abgeschlossen, hätte jedoch noch genug Stoff für eine Fortsetzung zu bieten. 
Fazit:
Grundsätzlich ist die Idee zu "Level 6 - Unsterbliche Liebe" wirklich toll, die Spannungskurve beständig hoch und überraschende Wendungen gibt es ebenfalls, doch trotzdem konnte mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen. Die Charaktere blieben blass und unsympathisch, die eigentlich auswegslos scheinenden Situationen wurden viel zu einfach gelöst und die Dialoge wirkten teilweise ein wenig hölzern. 
Deswegen vergebe ich 3,5 von 5 Punkten!

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151 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

schöffin, ehrenmord, berlin, krimi, kurden

Unschuldslamm

Judith Arendt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 04.01.2014
ISBN 9783548285641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Unschuldslamm" ist ein Krimi, der ganz besonders durch seine sympathischen Protagonisten besticht. Die Autorin hat ein ganz besonderes Talent dafür, ihren Charakteren Tiefe zu verleihen, ohne zu weit abzuschweifen. Ruth Holländer, die als Schöffin berufen wird, geschieden und alleinerziehend ist und noch dazu ein französisches Bistro betreibt, ist herrlich normal mit all ihren Macken. Ihr erster Fall ist für sie kein leichter, denn viel zu sehr kann sie sich in das Opfer und ihre Familie hineinversetzen und leidet mit ihnen mit. Ihr Gefühl sagt ihr, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint und sie ahnt gar nicht, wie recht sie damit tatsächlich hat. Gerade durch dieses Menschliche an ihr, kann der Leser gar nicht anders, als sie in ihr Herz schließen. Ruth ist stark, hat gleichzeitig aber ihre Schwächen und Ängste und so kann man sich gut in sie hinein versetzen.
Die Geschichte ist aktuell und spannend, denn erst nach und nach werden die Hintergründe der Tat aufgeklärt. Kleine Rückblicke in die Vergangenheit des Opfers lassen den Leser mehr sehen, als Ruth und doch wird erst zum Ende hin klar, wer der Täter ist und welches Motiv er hatte. Interessant zu lesen ist es, wie die Schöffenarbeit überhaupt vonstatten geht, welche Rechte und Pflichten so jemand eigentlich hat. Der Kriminalfall läuft quasi neben der Handlung um Ruth, die immer mal wieder mit ihrem Ex aneinander gerät und eigentlich immer nur am arbeiten ist.
Der Schreibstil der Autorin liest sich wunderbar flüssig und ist locker und in den richtigen Situationen auch recht umgangssprachlich gehalten.
Die Geschichte ist zwar nicht durchgängig spannungsgeladen, denn hier wird viel mehr Wert auf die Charaktere gelegt, doch trotzdem hat dieses Buch nie gelangweilt.
Fazit:
"Unschuldslamm" ist ein Krimi mit interessanten, sympathischen und vielschichtigen Charakteren, die so wunderbar menschlich wirken, dass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Der Kriminalfall ist aktuell und wird in Rückblenden aufgerollt. Zwar hat der Leser immer mal wieder Verdachtsmomente, doch die Autorin streut gekonnt kleine Stolpersteine ein, die immer wieder verunsichern und so ist man sich erst zum Schluß sicher, wer es denn nun tatsächlich war.

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121 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

fantasy, england, buchladen, magie, bücherladen

Taberna Libraria – Die Magische Schriftrolle

Dana S. Eliott
Flexibler Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.12.2013
ISBN 9783426514382
Genre: Fantasy

Rezension:


Der Klappentext zu "Taberna Libraria - Die magische Schriftrolle" klingt unheimlich interessant, weswegen ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Leider hapert es hier an der Umsetzung. Schon der Schreibstil hat mir leider nicht gefallen. Zwar liest er sich relativ flüssig, doch oftmals merkt man einfach, dass dieses Buch von zwei Autorinnen geschrieben wurde, denn mal ist der Schreibstil ok, mal einfach nur schrecklich abgehackt. Ganz besonders fällt das bei den Dialogen auf, die sehr gestellt wirken und überhaupt sehr unnatürlich. Das hat den Lesespaß ganz gewaltig gestört und ich hoffe, dass die beiden dieses Problem im nächsten Band besser in Griff bekommen. 
Grundsätzlich ist die Geschichte ganz nett, denn es tauchen viele fantastische Wesen auf. Diese Vielfalt hat mir hier wirklich gut gefallen. Auch die Welt, die quasi neben unserer existiert ist schön ausgearbeitet und bietet viel zu entdecken. Genauso gut hat mir der Buchladen gefallen, den Corrie und Silvana erstanden haben. Da fühlt man sich als Leseratte direkt daheim.
Leider haben die Charaktere zu wenig Tiefe. Vielleicht wäre weniger hier doch mehr gewesen und man hätte den Fokus etwas mehr auf die Ausarbeitung der Protagonisten legen sollen. Dafür tauchen relativ viele Figuren auf, die für die Handlung wichtig sind, so dass man gerne mal ein wenig den Überblick verliert, wer denn nun eigentlich wer war und welche Eigenschaften und Fähigkeiten hatte. Zwar gibt es durchaus interessante Charaktere, doch auch diese benötigen mehr Ausarbeitung. Corrie und Silvana sind recht sympathisch, auch wenn beide manchmal arg naiv handeln (was ganz besonders auf Corrie zutrifft).
Die Handlung ist relativ rasant, denn eigentlich passiert immer etwas. Meiner Meinung lassen sich viele Probleme zu einfach lösen. Da hätte man viel mehr herausholen können.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, quasi mitten in der Handlung und lässt neugierige Leser somit natürlich hoffen, dass Band 2 bald ebenfalls erscheinen wird.
Fazit: 
"Taberna Libraria - Die magische Schriftrolle" ist wieder mal eines dieser Bücher, die mich zwiegespalten zurücklassen. Einerseits gefällt mir die Welt, die die Autorinnen geschaffen haben und die Vielfalt der Wesen sehr gut, andererseits ist der Schreibstil oftmals sehr abgehackt und die Dialoge wirken aufgesetzt. Die Charaktere, von denen einfach viel zu viele auftauchen, hätten mehr Tiefe gut vertragen, ebenso wie die Handlung. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sommer, unfall, freundinnen, vergangenheit, jugend

Die Schatten eines Sommers

Lia Norden , any.way , Cathrin Günther , Cordula Schmidt
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2013
ISBN 9783499253522
Genre: Romane

Rezension:


"Die Schatten eines Sommers" ist ein Buch, wie man es nicht jeden Tag zu lesen bekommt, was schon alleine daran liegt, dass drei Autorinnen jeweils einer der Protagonistinnen ihre Stimme leihen und jede für sich in der Ich-Perspektive erzählen darf. Das hat mir hier unheimlich gut gefallen, hat man so doch einen perfekten Einblick in die Ereignisse und das Gefühlsleben dieser drei ehemaligen Freundinnen. Abgerundet wird die Geschichte mit Rückblicken in die Vergangenheit, denn der Grund für den Tod von Dorit, der vierten im Bunde, hängt mit einem Sommer zusammen, in dem die vier beinah unzertrennlich waren. Um welches Ereignis es sich handelt, erfährt der Leser erst nach und nach, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Was genau ist passiert, warum haben die Freundinnen sich aus den Augen verloren und möchten eigentlich gar nicht in ihr altes Heimatdorf zurück? Diese Fragen beantworten die Autorinnen gekonnt Stück für Stück, wobei jede von ihnen gleichermaßen zu Wort kommt. Diese drei passen schreibstil-technisch so gut zusammen, dass es perfekt passt und doch jede der Protagonistinnen eine ganz eigene Weise zu erzählen hat. Der Wechsel der Perspektiven macht das Ganze noch spannender, denn oft wird die Erzählung jeweils an einer Stelle unterbrochen, an der gerade etwas wichtiges passiert, so dass man einfach weiterlesen muss. Zwar gibt es hier auch ruhige Momente, die die Spannung aber keinesfalls schmälern, denn so erfährt der Leser, wie die Beziehung zwischen diesen drei so unterschiedlichen Freundinnen tatsächlich ist. Das gibt den Charakteren die nötige Tiefe und lässt die Geschichte nochmal in einem anderen Licht erscheinen. 
Fazit:
"Die Schatten eines Sommers" ist ein recht ungewöhnlicher Krimi, schon alleine weil drei Autorinnen hier zusammenarbeiten. Das macht jedoch den Reiz aus, verleiht doch jede "ihrer" Protagonistin ihre ganz eigene Stimme. Durch viele Rückblicke und den jeweiligen Erzählungen aus der Ich-Perspektive kann man die Protagonistinnen wunderbar kennenlernen und die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

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566 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 86 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, ursula poznanski, liebe, verschwörung

Die Verschworenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.10.2013
ISBN 9783785575475
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nachdem mir der erste Band "Die Verratenen" schon unheimlich gut gefallen hat und zu meinen Lieblingsbüchern gehört, war ich sehr auf "Die Verschworenen" gespannt. Ursula Poznanski hat mich - wie zu erwarten - nicht enttäuscht und mich von den ersten Seiten direkt wieder in die Welt von Ria, Sandor, Aureljo und ihren Freunden hineingezogen und mich erst wieder losgelassen, als ich das Buch beendet hatte. Die Autorin hat einen unvergleichlich spannenden Schreibstil und ein Talent dafür, interessante Charaktere mit Ecken und Kanten zu erschaffen und deren Gefühle so gut zu beschreiben, dass man sich fühlt, als wäre man mittendrin in der Handlung. Wie auch schon im ersten Band fungiert auch hier Ria als Ich-Erzählerin. Gemeinsam mit ihr deckt der Leser unglaubliche Geheimnisse auf, die ihr Weltbild einmal mehr zum Schwanken bringen. Überraschende Wendungen sind also vorprogrammiert und ich bin mir ganz sicher, dass im dritten Band noch mehr Unglaubliches zum Vorschein kommen wird. Die Spannungskurve ist dementsprechend fast durchgängig hoch, auch wenn es immer wieder Momente gibt, in denen Ria Zeit hat, nachzudenken - über die Situation, in der sie und ihre Freunde sich befinden und über das, was das Richtige ist. Gut gefallen hat mir, dass man mehr lernt, von dem Leben in den Sphären und auch über das des Schwarzdorn-Clans. Auch die Szenen unter der Erde sind spannend und atmosphärisch so geschrieben, dass unweigerlich ein beklemmendes Gefühl aufkommt. Man kann sich also wunderbar in Ria hineinversetzen und lechzt geradezu nach einem kleinen bisschen Sonnenlicht, genau wie sie auch. Die Geschichte endet wieder recht offen und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, was Ria sich einfallen lässt, um eine Katastrophe zu verhindern. Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf den nächsten Band warten.
Fazit:
Wie schon Band 1 "Die Verratenen" konnte mich "Die Verschworenen" absolut überzeugen. Die Geschichte ist spannend, überraschend und fantastisch geschrieben. Die Protagonisten entwickeln sich weiter und zeigen ihre Schwächen und Stärken, was sie umso liebenswerter macht. Für mich schon jetzt eine der besten Trilogien von einer der besten deutschen Autorinnen überhaupt.

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245 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

lynn raven, liebe, high fantasy, seelenkuss, magie

Seelenkuss

Lynn Raven
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.12.2013
ISBN 9783570162958
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Seelenkuss" ist der erste Roman, den ich von Lynn Raven gelesen habe und es wird ganz sicher nicht der letzte bleiben. Schon oft habe ich begeisterte Leser über die Autorin schwärmen hören, doch nun konnte ich mir endlich selbst ein Bild machen und bin wirklich beeindruckt und begeistert. Lynn Raven hat einen wunderschönen. detaillreichen und bildhaften Schreibstil, der mir unheimlich gut gefallen hat. Zwar war es anfangs noch ein wenig schwer, sich mit den ganzen ungewöhnlichen Namen, die doch recht zahlreich auftauchen. zurecht zu finden, doch das legt sich nach einer kleinen Einlesephase und man wird hineingezogen in eine fantastische Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. 
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, wirken sympathisch und liebenswert. Besonders gut gelungen ist der Autorin - meiner Meinung nach - Javreen, der den größten Teil der Geschichte damit kämpft, sein Gedächtnis zurückzuerlangen und der deshalb umso geheimnisvoller ist. Auch Darejan ist eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Sie ist eine starke junge Frau, die mutig dafür kämpft, ihre Schwester und ihren guten Freund zu retten. Lynn Raven scheut sich nicht davor, auch liebgewonnene (Neben-)Protagonisten mal eben auszuradieren, was jedoch gut zu der Geschichte gepasst hat. 
Der Spannungsbogen ist relativ hoch, denn zur Ruhe kommen Darejan und Javreen nie so wirklich. Trotzdem gibt es auch ruhige Momente, die aber nie langweilen, auch wenn sie detailliert beschrieben werden. Gerade die Beziehung zwischen diesen beiden Hauptcharakteren fand ich unheimlich interessant zu beobachten. 
Die Welt, die Lynn Raven hier erschaffen hat, bietet bis zum Schluß immer wieder neue interessante Dinge zu entdecken. Ob das nun die Völker, Tierarten oder einfach Pflanzen sind - die Autorin hat sie mit viel Liebe beschrieben und so ein perfektes Kopfkino geschaffen. 
Fazit:
"Seelenkuss" ist High Fantasy, wie sie sein muss: wunderschön geschrieben, mit viel Liebe zum Detail, interessanten und liebenswerten Charakteren und einer spannenden Story, die den Leser fesselt und das Buch erst aus der Hand legen lässt, wenn er weiß, wie es endet.

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