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sarg, köln, thriller, psychothriller, mord

Der Sarg

Arno Strobel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 17.01.2013
ISBN 9783596191024
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Arno Strobel - DER SARG
Eva erwacht aus einem Traum. Es ist dunkel - orientierungslos sucht sie nach Anhaltspunkten, wo sie sein könnte. Es ist eng - Panik macht sich in ihr breit, als sie beim Versuch sich aufzusetzen mit voller Wucht mit der Stirn gegen die Dunkelheit prallt und zurück aufs Kissen fällt. Hektisch schlägt sie mit den Armen, tritt mit ihren Beinen und windet ihren Körper in ihrem finsteren Gefängnis. Sie schreit, sie weint. Ihre Gedanken sind leer. Ihr Atem geht schneller, die Luft schmeckt alt, riecht verbraucht. Voller Angst versucht sie, diese Schwärze um sie herum zu verstehen. Vorsichtig hebt sie ihre Hand und tastet sich mit ihren Fingerspitzen über das Material der Wände nah über ihrem Kopf, neben ihrem Körper. Es fühlt sich glatt an, wie Satin oder Seide. Die Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag: ein Sarg!
Ihr persönlicher Alptraum beginnt…

Hauptkommissar Bernd Menkhoff (bekannt aus „Das Wesen“) ermittelt zusammen mit seiner Partnerin Jutta Reithöfer in einem Fall, der mehr Fragen aufwirft, als Antworten liefert. Ein Täter, der Frauen bei lebendigem Leib begräbt, sie dort ihrem Schicksal überlässt und selbst die entscheidenden Hinweise zur Auffindung liefert. Und eine Frau, die an ihrem immer wiederkehrenden Alptraum leidet, in einem Sarg eingesperrt zu sein, dort qualvoll erstickt und mit Blutergüssen und schmerzenden Gliedern aufwacht.

Halbwahrheiten, ein abscheuliches Familiengeheimnis, das alles verändert und ein Gewirr aus Habgier, Schmerz und tiefsten Hass machen den beiden Ermittlern das Leben schwer – und diesen Fall so interessant!

Meine Meinung

Arno Strobel versteht es meisterhaft, uns Leser an ein Buch zu fesseln und uns bis zur letzten Seite in Atem zu halten. Er spielt mit unseren Urängsten (lebendig begraben zu sein / Angst vor engen Räumen) und greift aktuelle Themen auf (Missbrauch an Kindern)ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Ein beklemmend- beängstigender Roman, der noch dazu unglaublich realistische Beschreibungen von Emotionen, Gefühlen und Empfindungen enthält, um uns Leser einen eisigen Schauer nach dem anderen über den Rücken laufen zu lassen. Genau diese grandiose Mischung macht es so spannend!

Obwohl dieses Buch bereits sein 4. Meisterwerk ist (abgesehen von Magus und Castello Cristo), hat Arno Strobel in „Der Sarg“ wieder einmal bewiesen, dass er uns ohne weiteres 354 Seiten lang hinters Licht führen kann, ohne dass wir selber auf den Täter kommen!

Fazit

Absolut lesenswert! Hochspannung von Anfang bis Ende. Daumen hoch!

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