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Wachstumsschmerz

Sarah Kuttner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2013
ISBN 9783596194179
Genre: Romane

Rezension:

Mit ihrem Freund endlich zusammenzuziehen, hat sich Luise irgendwie anders vorgestellt. Plötzlich tanzen die beiden nämlich nicht mehr zu Manfred Krug oder haben Sex auf dem Küchentisch, sondern bekriegen einander.
Wird ihre vierjährige Beziehung auch weiterhin bestehen bleiben oder sind sie von einer gemeinsamen Zukunft noch zu weit entfernt?

Woran sollen wir denn wachsen?
Luise und Flo sind seit nun mehr als vier Jahren zusammen. Mit Ende zwanzig beschließt das Paar, gemeinsam einen großen Schritt in Richtung Zukunft zu wachsen und bezieht eine Wohnung. Das Leben der beiden gestaltet sich aber doch etwas schwieriger, als sie es sich vorgestellt hatten. Luise braucht immer mehr Zeit für sich selbst, während Flo immer mehr "Wir-Zeit" haben möchte. Die Differenzen werden vor allem für die junge Frau zu einem Drahtseilakt der Nerven. Statt weiterhin ausgiebig zu Manfred Krug zu tanzen oder auf dem Küchentisch Sex zu haben, zieht sich Luise zurück. Erstmals wird ihr bewusst, wie unzufrieden sie mit ihrem persönlichen Werdegang zu sein scheint. Ist der Job in der Schneiderei wirklich das, was sie wollte? Kann sie sich vorstellen, Flo zu heiraten, mit ihm Kinder zu bekommen?
Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, die Last der letzten Monate scheint ihr vor die Füße zu fallen und erstmals teilt sie ihre Gedanken mit ihrem Partner. Doch wird Flo sie verstehen können oder wird einer von beiden ausziehen müssen?

Auch mir hat das Lesen ein wenig geschmerzt
Wachstumsschmerz ist ein unglaubliches schönes Buch. Man merkt, wie sehr Flo und Luise einander lieben, doch dem Leser wird auch schnell bewusst, dass Luise erst ihr eigenes Leben in die richtigen Bahnen lenken muss, bevor sie für so einen großen Schritt wie das Zusammenziehen wahrhaftig bereit ist. Ich habe viel mit Luise gelitten und oftmals wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen und sie trösten. Die junge Frau ist ein sehr offener und direkter Mensch, sie kann nicht anders, als die Wahrheit auszusprechen, selbst wenn sie damit ihren Mitmenschen mehr oder weniger seelischen Schaden zufügt. Das hat mich selbst sehr zum Denken angeregt, da ich mich in ihr mehr oder weniger wiederfinden konnte (nicht zuletzt auch konnte ich ihre Beziehung mit Florian auf meine eigene projezieren). Dieses Buch lädt zum Nachdenken an. Sarah Kuttner hat einen wunderschönen, frechen Schreibstil. Nach knapp zwei Tagen hatte ich den Roman schon wieder durchgelesen. Auch, wenn das Ende mehr oder weniger offen war und ich gerne noch ein wenig länger an Luises Leben teil genommen hätte, würde ich es immer und immer wieder lesen (werde ich bestimmt auch noch einmal). Klare Empfehlung!

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Die Einsamkeit der Primzahlen

Paolo Giordano , Bruno Genzler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499291289
Genre: Romane

Rezension:

Nur ein paar Stunden lässt Mattia seine Zwillingsschwester alleine im Park zurück. Dem Siebenjährigen ist in diesem Moment noch nicht bewusst, wie sehr er seine Tat noch bereuen wird.
Als Alice das erste Mal alleine Ski fährt, ahnt keiner, dass ihr Leben sich von nun an um 180 Grad wendet. Und als die beiden sechs Jahre später aufeinandertreffen, weiß niemand, was sie tief im Inneren für immer verbindet.

Wovon erzählt Girodano?
"So langsam solltest du dich für einen Jungen entscheiden!", Viola bläst ihre Backen auf, sie wird langsam ungeduldig. Doch Alice weiß nicht, ob sie ihrer neuen Freundin über den Weg trauen kann. Noch vor ein paar Tagen wurde das junge Mädchen von Viola und ihrer Clique aufgrund ihrer körperlichen Behinderung gemobbt und jetzt will ihr diese einen Freund suchen? Und sowieso, kein Junge dieser Schule scheint bei ihr einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Bis ihr Mattia auffällt. Ein eher unscheinbarer Junge und doch zieht er sie sofort in seinen Bann. Als die beiden sich auf einer Party wiedersehen, lernen sie sich ein wenig näher kennen. Es entsteht eine Freundschaft, die mehr als zwei Jahrzehnte andauern wird.
Doch was alle anderen sehen, scheinen Mattia und Alice nie zu begreifen - sie lieben sich, selbst wenn da ein winziger, unüberbrückbarer Raum zwischen ihnen ist (der in all den Jahren wahrscheinlich immer größer wurde).
Werden sie jemals eine gemeinsame Zukunft miteinander verbringen? Wird Alice Mattias Tat verzeihen können?

Mein Leseeindruck
Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein sehr tiefgründiges Jugendbuch. Deshalb würde ich es eher der Altersklasse 16 und aufwärts "empfehlen".
Bis ungefähr zur Hälfte wollte ich die Geschichte zu keiner Sekunde aus der Hand legen, doch irgendwann schien mir die Geduld für die beiden Hauptpersonen auszugehen. Ihre zwischenmenschliche Beziehung ist ein einziges Auf und Ab. Die Beiden lieben einander, das ist ihnen selbst klar, irgendwie. Doch sie scheinen keinen gemeinsamen Nenner zu finden. Man möchte Mattia und Alice am liebsten in einen kleinen Raum einsperren und ihnen raten, endlich zu ihren Gefühlen zu stehen - doch das geht leider nicht.
Die Verbindung zwischen den zwei Protagonisten ist von eher außergewöhnlicher Natur, doch immens stark. Aber dieses "nicht aus dem Knick kommen", verlangsamt die Handlung immens. Gerade deswegen verliert der Leser zwar Lust daran auf die nächste Seite zu blättern, die Geschichte weiterhin zu verfolgen, trotzdem möchte man ja erfahren, was aus dieser Jugendfreundschaft noch entstehen könnte oder ob am Ende jeder seinen eigenen Weg gehen wird (sehr klug gelöst vom Autor). Doch selbst am Ende bleiben viele Fragen zurück... Ehrlich gesagt hat mich das auch wenig enttäuscht, deswegen kann ich keine so richtige Weiterempfehlung aussprechen.
Das Buch selbst jedoch in einer wirklich schönen Sprache verfasst wurden. Es lässt sich flüssig lesen und bietet trotzdem genug Platz für geistigen Anspruch.

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419 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 110 Rezensionen

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Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Emily auf ihr Notizheft starrt, kommt sie ins Grübeln. Wieviele Menschen da draußen teilen wohl ihre Leidenschaft für Worte?
Nach nur wenigen Klicks gehört auch sie einer immer größer werdenden Internetbewegung an, die sich tumblr nennt (eine Art Bloggerportal, auf dem Nutzer Bilder, Texte und Videos auf einer eigenen Seite veröffentlichen und teilen können). Ihre Seite nennt sie liebevoll "Dear my blank". Dass sie damit schon bald eine Welle der Begeisterung auslösen wird, scheint sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu ahnen.

Heutzutage noch Briefe schreiben - wozu denn?
Emily schreibt gerne Briefe. Da fällt es ihr viel leichter, zu ihren wahren Emotionen zu stehen, die richtigen Worte zu finden. Dass die Zeilen aber niemals ihren Empfänger erreichen werden, scheint die 15-Jährige nicht zu stören - sie schickt das Geschriebene nämlich nie ab. Vielmehr ist es ihr Ziel, ihren Emotionen einen Platz zu schenken, an dem sie sein dürfen. Manchmal traut man sich einfach nicht, zu seinen Worten zu stehen, einem anderen Menschen Zugang zu seiner Gedankenwelt zu gewähren.
Im Laufe der Zeit beginnt das junge Mädchen sich darüber Gedanken zu machen, ob es da draußen noch andere Leute geben könnte, die es ihr gleich tun. Und so entsteht die Idee, eine Plattform zu erschaffen, auf der Menschen im Internet anonyme Briefe verschicken können. Dear my blank soll die Anlaufstelle bilden. In nur einer Nacht, wird der tumblr zum viralen Hit und schon bald schicken Menschen aus aller Welt virtuelle Briefe an Emily. Das Postfach scheint aus allen Nähten zu platzen.
Mit ihrem Buch will Emily Trunko ihre schönsten, bisher unveröffentlichten, Briefe einen ganz besonderen Platz schenken.

Mein Leseeindruck
Dass sich dieses Buch nicht fortlaufend lesen lässt, sollte jedem klar sein. Vielmehr soll es dem Leser das Gefühl übermitteln, dass er mit seinen Emotionen nicht alleine ist (auch, wenn es ihm vielleicht manchmal so scheint). Deshalb fand ich die Unterteilung in "Familie", "Herzschmerz" und und und, sehr gelungen! Dabei lassen sich die knappen Texte schnell und flüssig lesen.
Da ich selbst auch gerne Briefe schreibe, stand das Handlettering ganz oben auf meiner Wunschliste. Leider aber ist mir doch sehr einfach gehaltene Sprache immer wieder sauer aufgestoßen. Logisch, jeder weiß sich anders auszudrücken, aber dafür dann 15€ zu bezahlen.. Auch die Illustrationen waren mir an einigen Stellen schon wieder too much - liegt aber am Auge des jeweiligen Betrachters. Meiner Meinung nach soll das Buch eher die Altersgruppe 14 bis 16 ansprechen. Dort wäre es optimal aufgehoben!
Dennoch eine wunderbar liebevolle Aufmachung, bei der jeder sofort spürt, wie wichtig Trunko dieses Buch gewesen sein muss! Schön ist auch, dass die Bloggerin jeden Leser einzeln dazu auffordert, ihr einmal einen solchen Brief zukommen zu lassen.
Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren :)

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453 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Ein ganz neues Leben

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 523 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 31.12.2016
ISBN 9783499270642
Genre: Romane

Rezension:

Wie so viele unter uns, saß auch ich letztes Jahr im Kino zwischen Popcorn und Taschentüchern und schaute "Ein ganzes halbes Jahr". Zuvor hatte ich natürlich das Buch gelesen und war über dessen Ausgang so 'wütend', dass ich es erst einmal in die letzte Ecke meines Regals verbannte (ich meine, hallo?! Wie konnte Will das nur wirklich durchziehen?). So weigerte ich mich anfangs auch, die Fortsetzung Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes zu lesen.
Am Ende aber brennt es dem Leser doch unter den Fingernägeln zu wissen, wie es nun tatsächlich mit Louisa weitergeht und so möchte ich dir nun dieses Buch vorstellen.

Für all diejenigen, an denen die dramatische Liebesgeschichte vorbeigegangen ist - Worum gehts?
Als Will Traynor sich dazu entscheidet, sein Leben zu beenden, bricht für Louisa eine Welt zusammen. In den letzten sechs Monaten hat sie schließlich alles nur Menschenmögliche vollbracht, um den querschnittsgelähmten Mittzwanziger davon zu überzeugen, dass das Leben wahrhaftig schön sein kann. Doch am Ende kann die Liebe nicht siegen, Will scheint müde von seinem eigenen Dasein, ihm liegt kein tieferer Sinn zugrunde. Wie auch - er möchte keinen weiteren Tag in diesem blöden Rollstuhl verbringen. Und so identifiziert er sich zum Ende des ersten Teils mit der Freitodbegleitung in der Schweiz.
Unser eigentliches Buch beginnt 18 Monate nach diesem Schritt. Louisa konnte noch immer nicht in ihr neues, altes Leben finden und taumelt zwischen ihrem langweiligen Job in einer Bar und der "Weiterleben-Gruppe" (zu der sie ihr Vater gezwungen hat).
Als sie eines Abends volltrunken auf dem Hausdach ihrer Wohnung balanciert, wird sie von einer ihr fremde Stimme erschreckt. Von da an wird sich ihr Leben noch einmal schlagartig verändern.
Doch wird sie wieder Fuß fassen können und endlich ihren Träume nachjagen?

Mein Leseeindruck

Dass eine Fortsetzung niemals geplant war, gibt die Autorin schon zu Anfangs zu (jaja, den Fans sei Dank).
Da ich mich, wie weiter oben schon erwähnt, anfangs gegen diese Buch sträubte, konnte ich mir eine kritischere Meinung bilden. Jojo Mojes ist es auf jeden Fall gelungen, ihre Leser wieder einmal in ihren Bann zu ziehen. Trotz mehr als 500 Seiten Lesestoff, ist es zu keinem Zeitpunkt langweilig und / oder langatmig geworden. Toll war auch, dass nicht nur Louisas Leben von allen Seiten beleuchtet wird, auch die anderen Charaktere finden ihren Platz. Ich musste oft schmunzeln und habe regelrecht mit Louisa und ihrer Mutter mitgefiebert.
Es ist sicherlich klar, dass diese Fortsetzung nicht an seinen Vorreiter herankommen kann, aber das sollte es auch keinesfalls!
Absolut lesenswert, selbst wenn man Will Traynor verflucht!

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113 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Das Lächeln der Leere

Anna S. Höpfner
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.08.2014
ISBN 9783570309261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es?
Mit gerade einmal 14 Jahren weist sich Anna in eine Klinik für Essstörungen ein. Nicht, weil sie das will. Eher aus Angst davor, in einem städtischen Klinikum zu landen und dort diese grauenhaften Kalorienshakes trinken zu müssen. Nicht einmal mehr 40 Kilo bringt das junge Mädchen auf die Waage und empfindet sich dennoch noch immer als viel zu dick. Ihr Leben ist ein ständiger Kampf zwischen dem Wunsch endlich wieder gesund zu sein, das intuitive Kalorienzählen endlich abzustellen und der Hoffnung, noch mehr abnehmen zu können.
Eindrucksvoll beschreibt die Autorin in ihrem autobiografischen Roman den steinigen Weg aus der Magersucht heraus. Zusammen mit anderen Leidensgenossinnen bestreiten sie so nicht nur den harten Klinikalltag, sondern bieten Ana (umgangssprachliche Bezeichnung für Anorexia nervosa) die Stirn. Doch wird Anna je wieder gesund sein?

Fazit
Die noch sehr junge Autorin verfügt über eine wahnsinnige Wortgewalt. Ich als Leser musste immer wieder staunen, dass Höpfner dieses Buch in einem zarten Alter von gerade einmal 15 Jahren zu Papier gebracht hat. Trotz der sehr anspruchsvollen Zeilen, sind ihre Worte für jedermann verständlich.
Das Buch teilt sich in die verschiedenen Wochen des Klinikaufenthalts. Woche für Woche fiebert man mit und hofft, dass Anna wenigstens ein paar Gramm zugenommen hat, damit endlich gemeinsam mit ihren Zimmergenossinnen essen darf, ...
Da der heutige Markt überflutet scheint von Büchern, die sich um das Thema Essstörung drehen, rümpfte auch ich anfangs ein wenig die Nase. Meist wird dabei aber der Weg in die Krankheit Magersucht erzählt. Deshalb war es hier viel spannender, Anna beim gesund werden zuzuschauen. Meiner Meinung nach baut sich direkt eine Beziehung zwischen Leser und Autor auf.
Leider aber war mir die Geschichte dann doch etwas zu knapp gehalten, beziehungsweise nicht trefflich genug. Zeitweise schien es, als sei der Kampf gegen Ana einem Sonntagsspaziergang gleichzusetzen. Schade..
Trotzdem absolut lesenswert!

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360 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

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Wir wollten nichts. Wir wollten alles

Sanne Munk Jensen , Glenn Ringtved , Ulrich Sonnenberg , Cornelia Niere
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.01.2015
ISBN 9783789139208
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von einem Paar Handschellen zusammengehalten, liegt das junge Pärchen auf dem kalten Tisch der Gerichtsmedizin. Ihre Körper sind aufgequollen. Es ist Tagen, wenn nicht sogar schon Wochen her, seitdem sich zwei Jugendliche dazu entschieden haben, in den kalten Limfjord zu springen.
Was muss passieren, um den Entschluss zu fassen, sein Leben frühzeitig zu beenden?

Worum geht es?
Liam und Louise genießen ihr Leben miteinander. Als sie sich damals das erste Mal im Bus begegnet sind, wussten sie sofort, dass es Liebe auf den ersten Blick ist. Sie verbringen nicht nur einen Großteil ihrer Zeit zusammen, sondern ziehen auch relativ zeitnah in die erste gemeinsame Wohnung. Zugegeben, dort scheint es ein wenig chaotisch und die Möbelstücke sind ein kunterbuntes Wirrwarr. Doch vielleicht ist es genau deshalb so wunderschön.
Dass  Louise jedoch immer seltener zur Schule geht und sich kaum noch bei ihren Eltern blicken lässt, scheint sie weniger zu interessieren. Natürlich sorgen sich Mama und Papa und es wird nicht besser, als die 16-Jährige ihren Vater ganz aufgebracht um Geld bittet.

Nur wenige Tage später, wird sie und ihr zwei Jahre älterer Freund tot aus einem kalten Gewässer Dänemarks gezogen. Louises Vater beginnt sich zu fragen, was seinen Liebling zu dieser Entscheidung getrieben haben muss. Sie ist doch wohl behütet aufgewachsen.

Stück für Stück beginnt er, den hinterbliebenen Spuren zu folgen. Er weiß, dass irgendwo das Tagebuch seiner Tochter auf ihn wartet und wenn er dieses endlich in den Händen halten kann, wird er die ganze Wahrheit erfahren. Doch wo zum Teufel steckt dieses Ding nur!?

Mein Leseeindruck
Durch eine gute Freundin wurde ich auf diesen Jugendroman aufmerksam. Sie meinte schon zu Anfang, dass dieser eine gewisse Art der Leere in ihr hinterlassen habe. Ich bin kein Mensch, der bei Büchern emotional wird 8auch wenn ich oftmals mitfiebere, schmunzle, ...), hier aber musste ich am Ende dann doch das ein oder andere Tränchen verdrücken.

Dadurch das Buch immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt, führt die Geschichte am Ende zusammen. So wird dem Leser keine Ruhe gelassen und man hechtet nur von Seite zu Seite, um endlich im Hier und Jetzt ankommen zu dürfen. Gelesen wird aus der Sichtweise von Louise, die quasi über Allem "schwebt". Dadurch war es einem möglich, ihre Gefühle und Handlungen jederzeit zu verinnerlichen und auch sehr gut zu verstehen.

Dennoch würde es als eher "schwere Kost" bezeichnen. Nicht, weil es ewig lange, verschachtelte Sätze beinhaltet, sondern weil die Geschichte schlicht und ergreifend emotional ist.


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183 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Es wird keine Helden geben

Anna Seidl ,
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2016
ISBN 9783841504029
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für Miriam beginnt ihr Tag, wie jeder andere auch. Schnell noch in die Lieblingsjeans gehüpft, muss sie sich beeilen, um nicht zu spät zum Unterricht zu erscheinen. Ihre Freundinnen warten bereits ungeduldig. Noch ahnen die jungen Mädchen nicht, dass dieser Tag kein gewöhnliches Ende nehmen wird.Um sich vor einem Angriff zu schützen, flüchten die fünf Freundinnen gemeinsam auf die Toilette. Dabei werden sie Augenzeuge dieser Gräueltat, denn auch Tobi bezahlt mit seinem Leben.

Worum geht's?
Miriam ist ein ganz gewöhnlicher 15-Jähriger Teenager. Sie lästert mit ihren Freundinnen, geht liebend gern auf Partys und hasst Hausaufgaben. In ihrem Leben scheint alles perfekt zu laufen, vor allem jetzt, wo sie mit Tobi zusammen ist. Doch mit nur einem Wimpernschlag scheint sich ihr ganzes Leben schlagartig zu verändern. Kurz vor dem Pausenklingeln hören die Schülerin und ihre Klassenkameraden, wie plötzlich Schüsse durch die Gänge hallen. In ihren Köpfen herrscht gähnende Leere und zeitgleich schrillen Alarmglocken. Jeder weiß, dass er diesen Amoklauf überleben will! Diese jungen Menschen haben doch gerade erst damit begonnen, große Pläne für ihre Zukunft zu schmieden.
Alles, was nach diesen Schreckensminuten noch folgt, scheint Miriam nichtig. Wie soll sie denn in einer Welt weiterleben, in der sie gar nicht mehr sein möchte?
Stück für Stück findet sie zurück in ein altes, neues Leben und versucht dabei die Frage ihrer Freundin zu beantworten - Sind die Schuld daran?

Würde ich es noch einmal lesen?
Anna Seidl verfügt über eine unglaubliche Sprachgewalt. (Ich hoffe, dass ganz bald noch weitere Meisterwerke von ihr zu lesen sind.) Das Buch konnte ich keine einzige Sekunde aus der Hand legen.
Nicht nur, weil es sich sehr flüssig lesen lässt, sondern auch, weil man unbedingt erfahren möchte, wie es mit Miriam, Tobi und ihren Freundinnen nun weitergeht. Was treibt einen Menschen dazu, unschuldige Menschen zu töten?
Wenn die Geschichte vorbei ist, beginnt der Leser automatisch, sich eigene Gedanken zum Thema Amoklauf zu machen. (Mich hat es dazu angeregt, über den Umgangston mit meinen Mitmenschen nachzudenken).
Auch habe ich das Buch meiner ehemaligen Deutschlehrerin als Schullektüre vorgeschlagen. Es ist etwas ganz anderes zum schnöden Faust und Co. Um meine Frage also zu beantworten, ja, ich würde es auf alle Fälle noch einmal lesen! Und vielleicht auch noch ein drittes Mal.

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Girl on the Train

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.06.2015
ISBN 9783764505226
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es?
Jeden Tag aufs Neue fährt Rachel mit dem Zug zu ihrer vermeintlichen Arbeitsstelle nach London. In den Morgenstunden kann sie sich seelenruhig in Selbstmitleid baden, die erst Dose Gin-Tonic leeren und dabei ihrer eigenen Welt entfliehen. Immer wieder hält die alte Lok gegenüber einer Siedlung. Von diesem Haltepunkt aus, erhascht Rachel einen perfekten Blick auf die umliegenden Gärten und Häuser. Im Laufe der letzten Monate hat es ihr eine Dachterrasse ganz besonders getan. Dort oben steht oftmals ein junges, sich scheinbar sehr liebendes, Pärchen. In Rachels Kopf schwirren die schönsten Geschichten umher und was sich nicht mehr zwischen die Synapsen quetschen lässt, findet Platz in einem kleinem Notizbuch. Um ihren zwei Lieblingsmenschen den letzten Schliff zu verpassen, bekommen sie den Namen Jess und Jason.
Eines Morgens jedoch ist Rachel gezwungen mit anzusehen, wie Jess einen ihr unbekannten Mann küsst. Sie kann ihren Augen kaum trauen und bemerkt, wie ihre so mühsam aufgebaute Scheinwelt in tausend Teile zu zerbrechen droht. In ihr kocht die blanke Wut auf. Wie kann Jess ihren Mann nur so hintergehen? Ist sie etwa unglücklich? Was muss sie nur für ein Miststück sein?!
Am nächsten Morgen scheint die junge Frau spurlos verschwunden. Überall in den Nachrichten ist ihr hübsches Gesicht zu sehen "VERMISST".
Trägt Rachel Schuld daran?
Stück für Stück beginnt die Protagonistin, ihr Puzzle aus Erinnerungslücken wieder zusammenzusetzen und macht dabei eine grausige Entdeckung.

Mein Fazit
Nachdem ich den Film letztes Jahr schon im Kino sehen konnte, war mir klar, dass ich auch das Buch dazu lesen möchte.
Der Thriller wurde aus drei verschiedenen Sichtweisen verfasst, die am Ende zu einem Punkt zusammenlaufen. Anfangs fiel es mir schwer, wirklich dahinter zubleiben. Nach den ersten fünfzig Seiten jedoch, gelingt es dem Leser problemlos, die Gedanken- und Handlungsstränge der drei Frauen nachzuvollziehen.
Das Ende jedoch war für mich enttäuschend. Nicht, weil es mir bekannt war, nein. Eher, weil es sehr unrealistisch scheint und Paula Hawkins bei dem Versuch, das Ganze auf sechs Seiten zu pressen, kläglich gescheitert ist. Es wirkt eher unbeholfen und nimmt mit dem Buch damit seine Ganze doch sehr aufschlussreich gestaltete Geschichte. Hier erwartet man definitiv mehr Spannung!

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