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139 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

ulrike schweikert, fantasy, liebe, jugendbuch, léon und claire

Léon & Claire

Ulrike Schweikert
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.12.2016
ISBN 9783570164273
Genre: Jugendbuch

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(93)

303 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

fantasy, liebe, magie, high fantasy, drachenmond verlag

Indigo und Jade

Britta Strauß
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 22.04.2016
ISBN 9783931989934
Genre: Fantasy

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(157)

316 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 39 Rezensionen

weihnachten, weihnachtsmann, finnland, trauer, geschenke

Wunder einer Winternacht

Marko Leino , Gabriele Schrey-Vasara , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.11.2009
ISBN 9783499248467
Genre: Jugendbuch

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(760)

1.677 Bibliotheken, 49 Leser, 2 Gruppen, 209 Rezensionen

tod, briefe, liebe, trauer, freundschaft

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

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(234)

573 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 105 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ZUM INHALT:

Alle zehn Jahre
ist es das Schicksal aller Bewohner im Tal des dunklen Waldes, dass sie ihre jungen Töchter dem uralten Zauberer präsentieren und dieser eine erwählt, die ihn in seinen dunklen Turm am Waldrand begleiten muss und für diesen Zeitraum an seiner Seite lebt.
Niemand weiß was dort geschieht und die Frauen kehren völlig verändert zurück, um ihre Heimat kurze Zeit später zu verlassen.
Agnieszka steht dieser Prozess kurz bevor, doch die Siebzehnjährige sorgt sich nicht großartig. Neben ihrer Freundin Kasia und in allen möglichen Lebensbereichen ist sie nicht gerade ein Musterbeispiel was Perfektion betrifft und die Geschichte hat gezeigt, dass die vorbildlichsten Mädchen ausgewählt wurden.
Dann ist der Tag plötzlich gekommen. Sie wird auserwählt. Und bevor sie überhaupt realisiert was da gerade geschehen ist, befindet sich Agnieszka in den kargen Mauern ihres Gefängnisses für die nächsten Jahre.
Noch ahnt sie nicht welche Geheimnisse das Gemäuer und sein Herr bergen, aber ihr Leben wird sich auf magische Weise ändern, während das Herz des Waldes dunkle Pläne schmiedet...
MEINUNG:

Vom ersten Augenblick an, als ich dieses Buch entdeckte und den Klappentext dazu las stand fest, dass ich diese Fantasy Geschichte lesen muss.
Und ich habe es nicht bereut, auch wenn der Erzählstil der Autorin zeitweise große Geduld erforderte.

Die Hauptfigur wird von ihrem Schicksal völlig überrumpelt, um am Ende die Schlüsselrolle für eine in Vergessenheit geratene, tragische Vergangenheit zu übernehmen. Der Weg dorthin ist steinig und Agnieszka lernt sich selbst neu kennen, indem sie ihr Herz für eine Welt öffnet, die tief in ihr verborgen liegt.

Zu Beginn ist Agnieszka allerdings der Inbegriff eines Tollpatsches. Alles womit sie sich befasst wird in Mitleidenschaft gezogen und die dadurch entstehenden Auseinandersetzungen zwischen ihr und dem Zauberer sind amüsant zu verfolgen, während der Leser auch immer mehr über den zurückgezogen lebenden Magier, seine Aufgabe und den mysteriösen Wald erfährt.

Nach und nach formen sich aus den puzzleartigen Informationen interessante Hintergründe, die nicht zu viel verraten und mit großen Einfallsreichtum für Überraschungen sorgen. Bis zum Ende fügen sich viele Einzelteile unvorhersehbar zu einem gut durchdachten Gesamtwerk, welches an Fantasywerke wie “Der Hobbit“ erinnert.

Im Mittelpunkt steht dabei der todbringende Wald. Wer ihn betritt, kehrt meist nicht zurück. Was er übrig lässt sind Monster: verrückt, gezeichnet, verstümmelt und nur darauf aus das Dunkle weiterzugeben, um die Menschen zu verderben. Er ist eine unzerstörbare Seuche, die sich immer weiter auszubreiten droht und alles mit sich reißt, wenn das Geheimnis seiner Macht nicht entschlüsselt wird.

Mit diesem Kernthema hat die Autorin eine großartige Idee geschaffen und die meiste Zeit habe ich fieberhaft die Seiten durchgelesen, denn es entsteht ein umfangreiches Szenario über die Geschichte des Königreichs, alte Legenden, besondere Gaben und ein Grauen, dass schon ewig währt.

Trotz gut ausgearbeiteter Charaktere fehlte der Geschichte aber oftmals ein wichtiger Bestandteil: Emotionen. Gerade im weiteren Verlauf der Handlung fiel auf, dass die Gefühle der Figuren inmitten vieler (tragischer) Ereignisse abebbte, obwohl sie enorme Entwicklungen durchlebten. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass sich die Autorin zunehmend in ihre detailreiche Ausarbeitung verrannte und dabei den Faden zu ihren Protagonisten verlor.
Ein Dämpfer für eine ansonsten wundervolle Geschichte mit einer faszinierenden Auflösung, die vieles wieder ausgleicht.

FAZIT:

"Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik besticht mit einer grandiosen und gut ausgearbeiteten Idee. Im Mittelpunkt steht ein düsterer Wald, der die Menschheit ins Verderben stürzen will und ein Mädchen, das ungeahnte Fähigkeiten birgt an der Seite eines mächtigen Zauberers. Ein fantastisches Epos über Freundschaft, Magie, Verrat und der Suche nach Vergebung.
Insgesamt empfehlenswert.

Erzählstil: ❁❁❁ | Idee: ❁❁❁❁❁ | Ausarbeitung: ❁❁❁❁❁ | Charaktere: ❁❁❁❁ | Tempo/Spannung: ❁❁❁

Gesamtwerk:

4 von 5 (4,0)
Katies Fantastische Bücherwelt

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(202)

523 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

fantasy, liebe, magie, nina blazon, schwestern

Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2015
ISBN 9783570163641
Genre: Jugendbuch

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(432)

1.362 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 185 Rezensionen

mondprinzessin, mond, ava reed, liebe, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Geschichte um die die Mondprinzessin hat große Wellen geschlagen, für viel positives, aber auch kritisches Feedback gesorgt und am Ende sogar den goldenen LovelyBooks Leserpreis in der Kategorie Science Fiction/ Fantasy erhalten. Deshalb wollte ich mir unbedingt selbst eine Meinung dazu bilden.

Mit ca. 252 Seiten lässt diese märchenhafte Erzählung nicht gerade viel Raum für eine umfangreiche Ausarbeitung und das zählt auch zu meinem größten Kritikpunkt.

Es fehlte eigentlich überall an Tiefe, beginnend beim Waisenhaus bis hin zum bitteren Ende. Das lässt die Geschehnisse sehr sprunghaft, schnelllebig und oberflächlich wirken, obwohl sehr viel Potenzial vorhanden war, um mindestens doppelt so viele Seiten zu Papier zu bringen.
Gerade emotionale Ereignisse und Beschreibungen zum Setting blieben dadurch oftmals auf der Strecke, auch wenn mit Lynn und Juri zwei liebenswürdige Hauptfiguren geschaffen wurden und der Mond einen interessanten Schauplatz darstellte.

Die Idee, dass die Erde nur einer von vielen bewohnten Planeten ist und die Geschichte dahinter fand ich großartig, zauberhaft und unglaublich kreativ. Lynn erfährt erst mit 17 Jahren, dass sie eigentlich ein Sternenkind ist und dazu noch eine Prinzessin, auf die, nach altem Brauch der Mondbewohner, viele schwerwiegende Verpflichtungen zukommen u.a. die Verheiratung mit einem Prinzen der anderen Planeten, um das Bündnis und den Frieden zu wahren.

Das sie ihr Leben bis dahin als ganz normaler Mensch in einem Waisenhaus zugebracht hat, macht die Situation nach ihrer Rückkehr nicht gerade einfach. Dinge, die sie nur aus Märchen, Sagen und Fantasygeschichten kennt sind plötzlich Wirklichkeit. Ein sprechender Waschbär namens Tia ist ihr Sternenbegleiter, Teleportation ist Normalität, es gibt weitere bewohnte Nachbarplaneten, Tage und Nächte dauern 2 Wochen und besondere Gaben gehören zum Leben dazu.

Lynn ist eine sympathische Hauptfigur, die von den einschneidenden Veränderungen völlig überrumpelt wird und sich überhaupt nicht prinzessinenhaft benimmt. Sie ist und bleibt ein ganz normales Mädchen, was überhaupt keine Zeit bekommt mit ihrem neuen Leben klar zu kommen. Genau das imponiert ihrem Retter, dem Mondkrieger, Juri. Obwohl eine Verbindung der Beiden keine Zukunft hat, kommen sie sich schnell näher, während ein alter Feind endlich beenden möchte, was vor vielen Jahren fehlschlug.

ZITAT
"Bis heute versuche ich zu verstehen, wie sehr man jemanden lieben muss, damit man daran zerbrechen kann."

Erzählt wird “Mondprinzessin“ aus den Sichten von Juri und Lynn, zwischendurch kommt auch mal der düstere Unbekannte zu Wort, während die Autorin viel zu offensichtlich versuchte den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Hat bei mir nicht funktioniert und so fiel der Verdacht schon früh auf eine bestimmte andere Figur, auch wenn ich nicht durchgehend sicher war. Am Ende war die Überraschung deshalb nicht so groß.

Apropos Ende: Die Geschichte mag märchenhaft erscheinen, die Erzählweise ist es an vielen Stellen auch, aber ein Happy End bleibt aus. Mich störte das nicht, ich kann auch gut mit konsequenten Abschlüssen leben, nicht aber mit unaufgeklärten Ereignissen zu wichtigen Figuren, die nach diesem überstürzten Finale im Raum stehen blieben.



“Mondprinzessin“ von Ava Reed ist ein wundervolles, viel zu kurzweiliges Buch in dem Fantasie zur Wirklichkeit wird. Zauberhafte Ideen rund um Mondkrieger, Sternenkinder und ihre Begleiter, besondere Gaben und einem Mädchen, das sich plötzlich als Prinzessin in einem Mondschloss wiederfindet wurden nur durch eine zu grobe Ausarbeitung getrübt.

Es gibt zwar wesentlich bessere Werke in diesem Bereich, aber trotzdem eine Empfehlung für Leser, die einem fantastischen Kurztrip zu den Sternen nicht abgeneigt sind.

Erzählstil: ❁❁❁❁ | Idee: ❁❁❁❁ | Ausarbeitung: ❁❁ | Charaktere: ❁❁❁❁ | Tempo/Spannung: ❁❁❁❁

Gesamtwerk:

Gerade noch
4 von 5 (3,6)

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(212)

579 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

märchen, winter, schnee, fantasy, fluch

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Emma lebt im winterlichen Silberglanz, musste ohne Mutter aufwachsen und versucht sich und ihren alkoholkranken Vater mit Schwerstarbeit über die Runden zu bringen. Frühling, Sommer, Herbst sind weit entfernte Sagen und die Sonne kennt die junge Frau nur als silberne kalte Scheibe am Himmel.

In diesem Königreich gibt es einzig und allein die erbarmungslose Kälte und um den jungen König Casper ranken sich viele Mysterien. Er soll ein Herz aus Eis haben, aber Niemand lehnt sich gegen ihn auf, denn schon einige Menschen verschwanden spurlos, nachdem sie zu viel erzählt haben.
Als Emma durch Zufall in der edlen Schokoladen Fabrik von Madame Weltfremd Arbeit findet, erfüllt sich ein großer Traum. Die Madame kann nicht nur Pralinen zaubern, sondern auch wundervolle Märchen. So beginnt die Geschichte von der silbernen Königin, die Emma's Leben völlig verändern wird...



Wer Emma's wundervolle, winterliche Geschichte noch nicht erleben durfte, sollte dies unbedingt schnell nachholen. “Die silberne Königin“ verzaubert vor Allem zur dunklen Jahreszeit mit einer frostig, märchenhaften Atmosphäre, die auf wundervolle Weise übermittelt welche Macht in Worten steckt.

ZITAT:
"Menschen waren Geschichten, und Geschichten waren Menschen, deshalb konnte das eine das andere auf eine Weise berühren, die nur das Herz verstand."

Und mein Herz war schon nach der allerersten Seite berührt, in der mich die einfühlsamen Worte der Autorin in eine völlig fremde und zugleich vertraute düstere Welt entführten.

Emma, sowie alle weiteren Figuren wirkten mit ihren charakteristischen Merkmalen lebendig, erfüllten meinen Kopf mit Bildern und ich hatte während des Lesens immer das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Dabei wird nichts beschönigt. Emma's Vater ist zunächst ein kaltherziger Trunkenbold, der seine Probleme ersäuft, die Madame wirkt häufig streng und seltsam und Casper konnte man die meiste Zeit nur zur Hölle wünschen. An dieser Stelle hat mich Emma's großes Herz beeindruckt und dennoch ging es ihr zeitweise genauso, was sie absolut menschlich erscheinen ließ.

Aber es gab auch so viele wunderschöne Momente in einer Welt voller Entbehrungen, Kummer und Trostlosigkeit, die vor Allem durch das Märchen in der Geschichte entstanden, aber auch mit kleinen, scheinbar unbedeutenden Gesten veranschaulicht wurden, die immer wieder ihren Weg in die Geschichte fanden.

Die raue aber beschauliche Kulisse von gefährlichen Silberminen, einem Schloss aus Eis, kargen Hütten, einer duftenden Bäckerei und der gemütlichen Chocolaterie in der traumhafte Kreationen entstehen sind nur ein Teil von einer großartig erschaffenen Kulisse, die das Gesamtbild perfektionieren.

Katharina Seck hat vollbracht, was nicht vielen Autoren gelingt. Etwas Einzigartiges und Neues zu erschaffen, dabei die Figuren zum Leben zu erwecken und den Leser mit ihrer erzählerischen Kunst in ihre Welt voller Wunder, Fantasie und einem düsteren Schauplatz zu entführen. Und diese Geschichte ist wirklich märchenhaft, denn am Ende siegt das Gute, ein weiches Herz und große Worte.

Ein von vorne bis hinten gelungener Einzelband, den ich bestimmt auch noch ein zweites Mal und mehr lesen werde.


“Die silberne Königin“ von Katharina Seck ist ein märchenhaftes Buch, hinter dem so viel mehr als einfache Worte stehen. Märchenliebhaber, Dystopie Fans und Fantasy begeisterte Leser kommen in dieser winterlich-düsteren und facettenreichen Geschichte auf ihre Kosten.

Lasst die Königin in eure Herzen hinein und ihr werdet begeistert sein.

Erzählstil: ❁❁❁❁❁ | Idee: ❁❁❁❁❁ | Ausarbeitung: ❁❁❁❁ | Charaktere: ❁❁❁❁❁ | Tempo/Spannung: ❁❁❁❁

Gesamtwerk:

5 von 5 (4,6)

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(140)

372 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

anna pfeffer, jugendbuch, tod, liebe, freundschaft

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(315)

758 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 33 Rezensionen

fantasy, liebe, tod, summer, nina blazon

Ascheherz

Nina Blazon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.09.2012
ISBN 9783570308233
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Diese Rezension fällt mir etwas schwer, denn “Ascheherz“ hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Bisher haben mich die Werke von Nina Blazon entweder absolut begeistert oder genau das Gegenteil hervorgerufen. Hier bin ich das erste mal etwas unschlüssig...

Eigentlich gefielen mir Setting, Atmosphäre und auch die geheimnisvollen Gegebenheiten rund um die Existenz von “Summer“. Und doch hat es mich nicht durchgehend mitreißen können. Dafür war der Story-Verlauf einfach zu sprunghaft, wirkte auf mich teils sehr ungeordnet und eine klare Linie zeichnete sich nicht durchgehend ab.

Die Hauptfigur lernt der Leser zunächst als relativ normales Mädchen kennen, das sich als Theater Schauspielerin ihr Nötigstes zum Leben verdient, aber ständig das Gefühl hat verfolgt zu werden und das nicht nur in ihren Träumen. Da sie sich an nichts außer ein paar rätselhaften Fragmenten aus ihrer Vergangenheit erinnern kann, lebt Summer in ständiger Angst und gibt sich anderen gegenüber unnahbar, was ich recht gut nachvollziehen konnte.

Auch die vorsichtige Annäherung zwischen, dem sonderbaren, scheinbar aus dem Nichts aufgetauchten, Anzej und ihr konnte überzeugen und brachte mit der gemeinsamen Flucht vor dem “Blutmann“ schon eine große Portion Atmosphäre ins Spiel, die nicht nur düster und mysteriös war, sondern auch mit fantastischen Erzählungen über die fremden Nordlande punktete.

Aber schon bei der Überfahrt dorthin wird Summer bewusst, dass mit ihrem Begleiter/Beschützer etwas ganz und gar nicht stimmt und die Flucht beginnt von Vorne, diesmal nicht nur noch vor dem “Blutmann“...

Zitat:

"Jeder, der mich ruft, gibt mir einen Namen. Aber eines bleibt immer gleich: Ich schenke den Tod!"

Bis hierhin verlief die Handlung noch stimmig, doch  im weiteren Verlauf wurde das Szenario immer unstrukturierter. Im einen Moment prasseln tausend neue Eindrücke, Namen und Figuren auf den Leser ein und im nächsten ziehen sich einzelne Szenen endlos dahin, weshalb kurze Abschnitte nur überflogen wurden. Dadurch kam bei mir teils mehr Verwirrung auf, als Faszination an der kreativen Idee, die wieder den Einfallsreichtum der Autorin zeigt.

Liebevoll beschriebene Orte, Figuren/Wesen unterschiedlichster Art, Hintergründe zur Geschichte der Todesfeen und Sucher und die eigentlich einnehmende Liebesgeschichte zwischen Summer und ihrem zunächst schlimmsten Alptraum konnten sich nicht komplett entfalten, weil vieles sehr gehetzt wirkt. Genauso wie einige interessante (Neben-)Charaktere noch mehr Ausarbeitung vertragen hätten, denn gerade das Haifisch Mädchen hatte meine Neugier geweckt, ebenso die Tierläufer. Es gab verschiedenste bemerkenswerte Ideen, die ich gerne noch näher betrachtet hätte.

Im Endeffekt wurde in dieses Werk eine Vielzahl kreativer und fantastischer Ideen eingearbeitet für die ein einzelnes Buch in dieser Form unzureichend war. Ausnahmsweise bin ich hier der Meinung, dass detailreichere Ausarbeitungen, zu den umfangreichen Ansätzen, dieser Fantasy Geschichte gerechter geworden wäre.

So konnte “Ascheherz“ von Nina Blazon im Vergleich zu anderen Werken dieser Autorin nicht durchgehend überzeugen, hat aber trotzdem Eindruck hinterlassen.


“Ascheherz“ hätte mit einer grandiosen Grundidee und einem riesigen Spektrum weiterer fantastischer Ideen ein Highlight werden können. Leider wirkte der gesamte Geschichtsaufbau oftmals überladen und ohne Struktur. Die Faszination um Summers Dasein hat mich in vielen Momenten trotzdem gepackt und konnte mit einem stimmigen Ende rühren.
Für Leser die umfangreiche Fantasywelten mögen und bei der Ausarbeitung auch gerne mal ein Auge zudrücken.

Erzählstil+Umsetzung: 4 von 5
I dee+Ausarbeitung: 3 von 5
Charaktere: 4  von 5
Verlauf/Tempo: 3 von 5

Gesamtwerk:

3 ½ von 5

Insgesamt ein beeindruckendes Szenario, aber die Gesamtumsetzung nur mittelmäßig.

  (2)
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(81)

155 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

drachen, fantasy, jugendbuch, liebe, dracyr

Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2014
ISBN 9783570402245
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch habe ich lange vor mir hergeschoben und im Nachhinein hätte ich das wohl auch noch ein bisschen länger machen können. Nicht weil es schlecht war, oh nein, mich hat es absolut fasziniert. Leider dachte ich es ist ein Einzelband und nun sitze ich vor einem unvollständigen Ende von einem Buch, welches bereits Anfang 2014 erschienen ist und viele Fragen offen lässt, auch wenn es mich insgesamt zufrieden gestellt hat.

Kay und ihr Schicksal haben mich schon nach den ersten gelesenen Seiten völlig eingenommen. Für Kay gibt es nichts mehr wofür es sich zu leben lohnt, nachdem der dunkle und grausame Dracyrmeister ihre gesamte Familie ausgelöscht hat.
Rache für den Mord ist von nun an ihr letzter Lebensinhalt und der Tod des kaltblütigen Herrschers ihr Hauptziel. Eingeschleust in den düsteren Herrschaftssitz merkt Kay aber schon bald, dass es doch noch einiges gibt, wofür sich ein Leben lohnt und so hadert sie mit ihren Plänen. Dabei ist sie nicht die Einzige, die der dunklen Macht des Drachenherrschers ein Ende setzen will!
Ein geheimes Bündnis plant schon lange den Sturz des Herrschertums, doch nur Kay schafft es mit ihrer besonderen Gabe in den inneren Kreis, wird zum Spielball zwischen Gut und Böse und verliert ihr Herz immer mehr an den eigentlichen Feind...

Bevor ich ausschweife und zu viel verrate, möchte ich es dabei belassen und jedem Highfantasy/Romantasy Fan dieses Buch ans Herz legen. Was die Autorin hier erschaffen hat ist einfach großartig und bildgewaltig aufgebaut.

Die vielen Charaktere wurden gelungen ausgearbeitet, hatten allesamt ihre ganz eigenen Charakterzüge und es war problemlos möglich zu den meisten Figuren direkt Bilder entstehen zu lassen.

Dabei bemerkt man im ersten Augenblick gar nicht, wie detailreich und aussagekräftig der Erzählstil ist, weil er einfach so dahinfließt und ganz nebenbei eine fantastische Welt entstehen lässt, die den Leser mit sich reißt.

Dazu kommen die Drachen bzw. Dracyr, die perfekt in Szene gesetzt wurden. Gefühlvoll, herrschaftlich, atemberaubend und mit einer geistigen Kommunikation, der nur wenige Menschen gewachsen sind. Dieser Hauptbestandteil hat mich persönlich am meisten begeistert, denn die Wesen in dieser Geschichte sind einzigartig, intelligent, beherrscht und trotzdem schwer zähmbar und freiheitsliebend. Sie haben ein großes Herz, wenn sie es erstmal öffnen und bleiben trotzdem wild.
Mich haben diese Verbindungen zwischen Mensch und Dracyr immer wieder gerührt.

Spannend und abwechslungsreich erkundet der Leser in dieser Geschichte Hintergründe, die unvorhersehbar gestaltet wurden und sich erst dann offenbaren, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und selbst dann hält der Verlauf einige Überraschungen, Rückschläge und Umwege bereit, die es absolut schwer machen, sich von diesem fantastischen Werk zu lösen.

Einziger Kritikpunkt gilt einigen Verhaltensweisen der Hauptfiguren, denn obwohl Kay und auch der Sohn des Herrschers Damian eine enorme Charakterentwicklung erleben, fielen sie ab und an in alte Muster zurück, die dann nicht mehr passen wollten. Genauso fehlte es teilweise an Weitsicht bei Kay, obwohl die Zeichen eindeutig waren.

“Dracyr-Das Herz der Schatten“ ist zwar kein reines High Fantasy Meisterwerk, sondern eher eine gesunde Mischung aus Romantasy und Elementen aus dem High Fantasy Bereich, aber genau diese Zusammensetzung macht dieses Buch zu etwas Besonderem, was mir richtig gut gefallen hat.

Ein gelungener Auftakt, der einiges offen lässt und dringend eine Fortsetzung benötigt.


Ein bildgewaltiger und gleichermaßen detailreicher Erzählstil, kantige Charaktere, Drachen, die nicht einfach nur Drachen sind und eine fantastische und herzerwärmende Liebesgeschichte voller Hindernisse, machen dieses Buch einzigartig und absolut empfehlenswert. Eine Fantasy Geschichte über den Kampf gegen seine inneren Dämonen und Verbindungen zwischen Mensch und "Tier", die weit über das Vorstellbare hinaus gehen. 

Kinofeeling zwischen Buchseiten!

Erzählstil+Umsetzung: 5 von 5
Idee+Ausarbeitung: 4 von 5
Charaktere: 4  von 5
Verlauf/Tempo: 5 von 5

Gesamtwerk:

Eine Empfehlung für Fantasy Fans, die es einfallsreich, düster und romantisch mögen.
4 ½ von 5

  (2)
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(117)

252 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 61 Rezensionen

lisa rosenbecker, fantasy, liebe, gabe, magie

Arya & Finn

Lisa Rosenbecker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 23.11.2015
ISBN 9783959911344
Genre: Fantasy

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

endzeit, ödland, postapokalypse, enklaven, bergwerke

Ödland - Das Versteck im Moor

Christoph Zachariae
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei Lucid Dreams, 17.12.2013
ISBN B00HDP6QT4
Genre: Fantasy

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(316)

697 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

fantasy, engel, laini taylor, chimären, karou

Zwischen den Welten - Daughter Of Smoke And Bone

Laini Taylor
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596191987
Genre: Jugendbuch

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(246)

587 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 93 Rezensionen

märchen, liebe, fee, magie, die dreizehnte fee

Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Julia Adrian , So Lil` Art
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959911337
Genre: Fantasy

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(35)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

jonathan stroud, lockwood, trauer, die spur ins schattenland, spiegel bestsellerauto

Die Spur ins Schattenland

Jonathan Stroud , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.07.2016
ISBN 9783570225974
Genre: Kinderbuch

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dystopie, reihe, ödland

ÖDLAND Erstes Buch Der Keller ( 17. Juli 2015 )


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1608
ISBN B015YMEL5S
Genre: Sonstiges

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(185)

419 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

dämonen, fantasy, rache, blut, kampf

Ein Käfig aus Rache und Blut

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959912914
Genre: Fantasy

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265 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

meer, liebe, selkie, seehund, fantasy

Sturmherz

Britta Strauß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783931989774
Genre: Fantasy

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(155)

274 Bibliotheken, 2 Leser, 7 Gruppen, 46 Rezensionen

dämonen, weltuntergang, fantasy, elfen, feen

Dämonenhunger

Timothy Carter , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.07.2009
ISBN 9783426503324
Genre: Fantasy

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(927)

1.529 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, prinzessin, der erwählte

Selection – Der Erwählte

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733500962
Genre: Jugendbuch

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(34)

78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

vampire, nina blazon, heirat, totenbraut, jasna

Totenbraut

Nina Blazon
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473543915
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bevor ich mich mit Worten überschlage, möchte ich gerne erwähnen, dass ich bei diesem Buch den Klappentext vollkommen ausreichend finde und alles was mir noch wichtig erscheint, in meine Beurteilung einfließt.

Nina Blazon ist eine bekannte Autorin. Der Name wird oft erwähnt, gehört und überall sieht man ihre Bücher. Auch ich habe Einige hier und trotzdem sind sie über lange Zeit, im übertragenen Sinne, eingestaubt.

Nun endlich hatte ich mich ihrem Roman Totenbraut gewidmet und es nicht bereut!
Ihre Haupfigur Jasna erzählt von ihrem tristen Leben mit fünf Schwestern, ihre sechste starb bei einem Unglück und schon von der ersten Zeile an war ich fasziniert vom Erzählstil der Autorin, der erstmal mit vielen befremdlichen Begriffen um sich warf, aber direkt unter die Haut kroch.
In dieser Zeit war vieles anders und das wurde dementsprechend authentisch wiedergegeben

Jasna hat keine Wahl, als ihr unglücklicher Vater sie, Hals über Kopf, an einen reichen Gutsherren, für dessen Sohn als Braut verkauft und nein, sie hatte wirklich keine andere Wahl, wie es in so vielen anderen Geschichten schon eher der Fall ist.

"Bisher hatte ich geglaubt, einen Platz in der Welt zu haben." Zitat S. 80

Sie musste sich ihrem Schicksal ergeben, auch wenn sie versuchte auszubrechen. Und hier hat mich die Figur erst richtig gefangen, denn sie spricht und handelt in den meisten Fällen nach ihrem Willen, obwohl das in dieser Zeit untypisch und sogar gefährlich ist.

Das der Gutsherr Jovan nicht wirklich der ist für den er sich ausgibt war mir auch schnell klar. Ich dachte an Vampire, Untote, die aus den Gräbern auferstehen, aber von einem Vampirroman ist dieses Buch weit entfernt. Zum Glück! Ich kann sie nicht mehr lesen. =)

Nein, diese Geschichte erzielt seine Spannung und düster dichte Atmosphäre einzig und allein durch den Aberglauben und Brauchtum dieser Zeit, der zu finsteren Annahmen führt, wenn auch nur ein Rad in Bewegung gesetzt wird.

Jasna lebt einsam und als Fremde auf dem Gut mit drei Türmen. Im Dorf werden viele Geschichten um die verfluchte Familie erzählt, die sie zu einer unfreiwilligen Ausgestoßenen machen.

Ihr angetrauter Mann ist für sie ein rätselhafter und nicht liebenswürdiger Mensch. Und als seltsame Dinge passieren, steckt sie nicht den Kopf in den Sand, sondern versucht hinter die Geheimnisse ihrer angeheirateten Sippschaft zu kommen.

"Ich hatte immer geglaubt, dass Macht nach Triumph und Sieg schmeckt, aber nun erfuhr ich, dass sie bitter und schal war." Zitat S. 285

Wie sich die Geschichte dann weiter entwickelt ist einfach grandios. Eine Mischung aus History,Crime und Thrill' hat mich dieses Buch fast in einem Rutsch durchlesen lassen und dabei wurde die ganze Handlung vom Beginn bis zum Schluss genial durchdacht.

Der Schreibstil und die bildliche Erzählweise gingen unter die Haut und die Betrachtungsweise von damaligen Krankheiten war erstaunlich und gut recheriert.
Dazu gibt es im Nachwort sogar Hinweise und geschichtliche Belege zu den derzeitigen Gepflogenheiten, die mich fasziniert haben.

Werwölfe, Vampire, Hexen, Geister. All das bietet Totenbraut. Nur nicht so wie man es erwartet!
Irrglaube und das Krankheiten Teufelswerk sind, sind die Ursprünge für intrigante Hetzjagten, die aus Hass, Rachegelüsten und Neid entstanden.
Im Mittelpunkt die willensstarke Jasna, die durch ihren Wahrheitsdrang immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Habgier und Geheimnisse verstrickt wird und (am Ende) um ihr Leben und die Freiheit kämpfen muss.

FAZIT/BEWERTUNG:

Totenbraut von Nina Blazon wirkt erstmal unscheinbar, aber birgt ein kleines Wunderwerk, das mich mit seinen unterschiedlichen Einflüssen und einem melancholisch düsteren Erzählstil völlig in der Hand hatte und aus der komplexen Entwicklung am Ende ein grandios durchdachtes Ganzes bildet.
Für mich hat sich dieses Buch zu einem Pageturner entwickelt und für großes Kopfkino gesorgt, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Lesetipp!

5 von 5

@Katies fantastische Bücherwelt

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dystopie, deadline 24, annette john, deadline, jugendbuch

Deadline 24

Annette John
Fester Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.01.2011
ISBN 9783407810816
Genre: Jugendbuch

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dystopie, endzeit, schwarmintelligenz, kollektiv, science fiction

Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit

Josin L. McQuein
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Egmont INK.digital, 03.04.2014
ISBN 9783863965327
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Die Welt besteht aus 3 Dingen:
Dem Arclight, eine riesige hell erleuchtete Festung in der die letzten Menschen im Schutz des Lichts leben.
Dem Grau, welches der Übergang zur Finsternis ist.
Und der Dunkelheit, dem öden Niemandsland, aus dem kein Mensch zurückkehrt, wenn er es einmal betreten hat!
Außer Marina....

Sie ist die einzige Überlebende, als sie im Grau von ihren Rettern gefunden wird. Doch ihr Überleben hat Konsequenzen, denn bei der Mission kommen nur sie und zwei weitere im sicheren Arclight an. Sie ist das Mädchen ohne Erinnerungen, die Neue und die Außenseiterin.
Nur in Anne-Marie findet Marina eine Freundin, während sie den Hass der Hinterbliebenen zu spüren bekommt. Vor Allem Tobias meidet das seltsame Mädchen. Denn durch sie ist sein Vater nie wieder zurück gekehrt.

>>Licht ist Sicherheit; Licht ist Leben.
Die erste Regel des Arclight. << S. 52

Arclight-Niemand überlebt die Dunkelheit hat mich durch die interessante Gestaltung angezogen. Der Umriss eines Mädchens inmitten der düsteren Farbgebung und einem heraustechenden Schriftzug macht dieses Buch zu einem Blickfang. Außerdem ziert auch den Innenteil der Buchklappen diese Abbildung in passenden Blautönen.

Genauso wie das Cover kommt auch der Inhalt daher. Atmosphärisch düster von der ersten Seite an, erfährt der Leser zunächst wie es Marina im Arclight ergeht und wie hilflos sie sich in ihrer Situation fühlt. Auch kommt recht schnell der erste Spannungsmoment zum Vorschein und es wird schnell klar, dass dieses Mädchen etwas Besonderes ist.

Marina hört nämlich die Stimmen der "Blassen" und auch sonst verfügt sie über einen ausgeprägten Hörsinn, wovon Niemand etwas erfahren darf. Außerdem plagen sie ständig Träume, die sie nicht zuordnen kann, aber ahnt das es sich um ihre Vergangenheit handeln muss, die ein Rätsel ist.

Neben der Hauptfigur spielt noch Tobias eine große Rolle, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Während anfangs noch betont wird, wie sehr er Marina für das Verschwinden seines Vaters verantwortlich macht, schlägt seine Stimmung viel zu plötzlich und unerklärlich in Zuneigung für sie um.

Allgemein gesehen, blieben die Protagonisten für mein Empfinden auch viel zu oberflächlich, während mich die Idee der Geschichte aber fesseln konnte. Denn hinter einer zerstörten Welt, in dem nun die "Blassen" in der Finsternis regieren und die letzten Menschen sich in einer von künstlichem Licht erhellten Anlange verschanzen, weil die Monster dieses nicht vertragen, steckt noch die ein oder andere einfallsreiche Überraschung in diesem Endzeit Szenario.
Hier hat die Autorin viel Fantasie und Ideenreichtum bewiesen und konnte mich vor Allem mit der Geschichte rund um die vermeintlichen Monster beeindrucken.

Leider wurde die tolle Grundidee aber sehr durchwachsen und mit einem holprigen Schreibstil umgesetzt. Anstelle immer wieder unwichtigen Details wären mehr tiefergehende Informationen hilfreich gewesen, denn auch nach dem gelungenen Finale blieben für mich zu viele Fragen unbeantwortet.

Fazit

Pro: düstere Atmosphäre, einfallsreiche Entwicklung,
Kontra: Schreibstil, fehlender Tiefgang, zu viele offene Fragen

Mit "Arclight-Niemand überlebt die Dunkelheit" hat Josin L. McQuein eine gruselig düstere und einfallsreiche Endzeit Atmosphäre erschaffen, die zwar einige Schwächen aufweist, aber bei mir ein Gänsehaut Gefühl verursachen konnte und mich durch die interessante Grundidee gefesselt hat.

Schon allein die unvorhersehbare Auflösung rund um Marina hat dieses Buch für mich lesenswert gemacht.

Meine Bewertung:

Idee: 4/5
Charakterdarstellung: 3/5
Schreibstil: 3/5
Aufbau: 3/5
Umsetzung: 3/5
Spannung: 4/5

Gesamtbewertung

3 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

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zombies, zombie, spanien, apokalypse, horror

Apokalypse Z

Manel Loureiro , Sybille Martin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453315525
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch verschlungen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es perfekt ist, sondern einfach nur unheimlich spannend, fesselnd und realitäts- und zeitnah niedergeschrieben wurde.
Es hat mir gefallen, dass der Autor diese Apokalypse aus der Sicht eines anonymen jungen Anwalts darstellt und dabei nicht mittendrin einsteigt, sondern aus seiner Perspektive, als Zivilist, beschreibt wie es mit einer kleinen und in unserer Welt recht unbedeutsamen Meldung in den Nachrichten beginnt.

In Zeiten von Unruhen achtet man kaum noch darauf, wenn ein paar Rebellen in Russland einen Anschlag auf ein Gebäude verüben. Man hört es, nimmt es zur Kenntnis, denkt sich vielleicht noch seinen Teil dazu und damit hat es sich.

Aber genau mit diesem Ereignis beginnt die Katastrophe in diesem "Bericht" und der Verfasser schreibt die Dinge/seine Gedanken eigentlich nur auf, weil seine Frau vor zwei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen ist und es ihm, auf Anraten seines Psychologen, als zusätzliche Therapie helfen soll.

Daraus entsteht ein überwiegend glaubhaftes Endzeit Szenario, welches den Ausbruch des Virus', die Verbreitung, bis hin zum Totalausfall der ganzen Weltordnung in Worte umsetzt und auch immer wieder zeigt wie abhängig die verschiedenen Länder voneinander sind und den Domino Effekt, wenn das erste Land zusammenbricht. In diesem Fall als erstes Russland.

Dabei konnte mich vor Allem die realistische Beleuchtung auf die ganze Welt beeindrucken. Denn der Autor beschreibt sehr zeitnah wie eine Kanzlerin Merkel, ein Obama und die ganze Weltpolitik darauf reagieren könnten,während sich das Virus in aller Welt ausbreitet.

>>Bewaffnete Truppen marschieren durch New York, Chicago, Boston und so weiter. Die Amis spinnen doch. Was wollen sie damit erreichen? Das Virus erschrecken?" << S. 33

Am Anfang dieser Post Apokalypse passte einfach Alles.
Ein authentischer Haupt Protagonist, der langsam aber sicher feststellt, dass die Welt immer weiter aus dem Ruder läuft.
Sein Befinden das Achterbahn fährt und immer wieder die beklemmende und aussichtslose Lage widerspiegelt.
Und der sich zunächst verkriecht, in Alkohol flüchtet, um mit der Zeit an den Erkenntnissen zu wachsen und sich letztendlich für ein Überleben entscheidet und anpasst, ohne die Hoffnung zu verlieren.
Natürlich ist der junge Anwalt ein Ausnahme Charakter mit vielen Schwächen aber auch Stärken und Glück, denn die Mehrheit der Weltbevölkerung geht an ihrer eigenen Furcht, Unwissenheit und Panik zu Grunde.

So kämpft er sich von einem Fluchtpunkt zum Nächsten und bekommt, wie auch der Leser, nach und nach einen schockierenden Einblick auf's Ausmaß dieser Katastrophe, nachdem alltägliche Dinge wie Internet, TV und Radio längst nicht mehr existent sind. Als der Widerstand gebrochen ist vermehren sich die Monster nämlich wie Ameisen und was bleibt ist die Hoffnung zu überleben und nach einer sicheren Zuflucht zu suchen.

Auch trifft er auf Überlebende, die gelungen darstellen, dass der größte Feind des Menschen(neben der gegenwärtigen Zustände), auch in dieser Apokalypse, immer noch der Mensch ist und das unausweichliche Ende noch vorantreibt. Ein Selbstläufer sozusagen.

>>Ich glaube, es war Roosevelt, der gesagt hat: Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht. << S. 188

Während mich das bildlich gut umgesetzte Szenario, die grausam, brutalen Beschreibungen und der Haupt Charakter fesseln konnten und es auch an nachvollziehbaren Erklärungen (soweit das aus dieser Perspektive möglich ist) nicht mangelt war ich bei der Umsetzung immer wieder zwiegespalten.

Anfangs noch auf seinem Blog niedergeschrieben, später als Tagebuch, wurden ab der Hälfte des Buches die Einträge zeitweise doch sehr unglaubwürdig. Auch durch den nicht so recht dazu passenden Abschluss.
Es gab immer wieder zu lange Passagen mit vielen Details in heiklen Situationen, die die Glaubwürdigkeit eines Tagebuchs zunehmend schmälerten und die Erzählform aus einer anderen Sicht vorteilhafter gestaltet hätten. Das heißt allerdings nicht, dass die Story dadurch kippt, sondern ist lediglich eine verschmerzbare Feststellung, die im Verlauf zu Tage kommt.
Der laienhafte Schreibstil hingegen wirkt sehr realistisch.

Auch die Idee ist nicht neu, aber das wusste ich als Leser schon von Vornherein, weil der Klappentext verrät, dass dieses Buch ähnlich wie andere Geschichten dieses Genres aufgebaut ist. Interessant bei solchen Szenarien ist der Aufbau und aus meiner Sicht hat Manel Loureiro mit diesem Debüt einen Roman geschaffen, der sich hinter anderen seiner Art nicht verstecken muss und gegenüber seinen älteren Brüdern stellenweise sogar mehr Tiefe beinhaltet.

Zur Gestaltung bleibt mir nicht viel zu sagen, denn eine bestimmte Szene im Buch hat sich in meinem Kopf genau so verbildlicht. Perfekt passend,und düster wie der gesamte Inhalt, die genauso viel Unheil darstellt, wie am Ende auch auf den Leser zukommt (und noch mehr...!). Dazu kommt eine stabile Verarbeitung, die keine Wünsche offen lässt.(ACHTUNG: Dieses Buch ist nicht gebunden, wie von Amazon angegeben, sondern ein größeres Taschenbuch/Klappbroschur!)

Dieses Buch wird wohl ein Einzelband bleiben, über den sich jeder Leser, nach dem Ende, weiter Gedanken machen kann! ;-)

Fazit:

Pro: Glaubhafte Entwicklung, authentische Hauptfigur mit Ecken und Kanten, spannender Verlauf
Kontra: kein überraschendes Ende, Art der Einträge wirkt zeitweise unrealistisch

"Apokalypse Z" von Manel Loureiro ist zwar kein neuer Meilenstein dieses Genres, kann sich aber ohne Probleme in die Riege anderer bekannter und gelungener Bände aus dieser Richtung einreihen.
Mich konnte vor Allem die glaubhafte Entwicklung der Hauptfigur und die des Endzeit Szenarios von diesem düsteren Werk überzeugen.
Während derzeit viele dieser Romane aus dem Boden schießen und man die Spreu vom "ernst zu nehmenden" Weizen trennen muss, gehört diese Geschichte ganz klar zur zweiten Sorte!

Dieses Debüt ist nicht ganz perfekt, aber ich finde es lesens- und empfehlenswert für jeden Apokalypse/Zombie Fan und die, die es werden wollen!

Bewertung:

Idee: 3/5
Charakterdarstellung: 5/5
Schreibstil: 4/5
Aufbau 5/5
Umsetzung: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamtbewertung

4 von 5
Sterne

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

Ähnlich wie:
-Tagebuch der Apokalypse Trilogie
-Operation Zombie

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