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71 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

favourite, naomi novik, magie, wald

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

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(172)

467 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, nina blazon, zwillinge

Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2015
ISBN 9783570163641
Genre: Jugendbuch

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(127)

558 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

mondprinzessin, mond, fantasy, ava reed, liebe

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Geschichte um die die Mondprinzessin hat große Wellen geschlagen, für viel positives, aber auch kritisches Feedback gesorgt und am Ende sogar den goldenen LovelyBooks Leserpreis in der Kategorie Science Fiction/ Fantasy erhalten. Deshalb wollte ich mir unbedingt selbst eine Meinung dazu bilden.

Mit ca. 252 Seiten lässt diese märchenhafte Erzählung nicht gerade viel Raum für eine umfangreiche Ausarbeitung und das zählt auch zu meinem größten Kritikpunkt.

Es fehlte eigentlich überall an Tiefe, beginnend beim Waisenhaus bis hin zum bitteren Ende. Das lässt die Geschehnisse sehr sprunghaft, schnelllebig und oberflächlich wirken, obwohl sehr viel Potenzial vorhanden war, um mindestens doppelt so viele Seiten zu Papier zu bringen.
Gerade emotionale Ereignisse und Beschreibungen zum Setting blieben dadurch oftmals auf der Strecke, auch wenn mit Lynn und Juri zwei liebenswürdige Hauptfiguren geschaffen wurden und der Mond einen interessanten Schauplatz darstellte.

Die Idee, dass die Erde nur einer von vielen bewohnten Planeten ist und die Geschichte dahinter fand ich großartig, zauberhaft und unglaublich kreativ. Lynn erfährt erst mit 17 Jahren, dass sie eigentlich ein Sternenkind ist und dazu noch eine Prinzessin, auf die, nach altem Brauch der Mondbewohner, viele schwerwiegende Verpflichtungen zukommen u.a. die Verheiratung mit einem Prinzen der anderen Planeten, um das Bündnis und den Frieden zu wahren.

Das sie ihr Leben bis dahin als ganz normaler Mensch in einem Waisenhaus zugebracht hat, macht die Situation nach ihrer Rückkehr nicht gerade einfach. Dinge, die sie nur aus Märchen, Sagen und Fantasygeschichten kennt sind plötzlich Wirklichkeit. Ein sprechender Waschbär namens Tia ist ihr Sternenbegleiter, Teleportation ist Normalität, es gibt weitere bewohnte Nachbarplaneten, Tage und Nächte dauern 2 Wochen und besondere Gaben gehören zum Leben dazu.

Lynn ist eine sympathische Hauptfigur, die von den einschneidenden Veränderungen völlig überrumpelt wird und sich überhaupt nicht prinzessinenhaft benimmt. Sie ist und bleibt ein ganz normales Mädchen, was überhaupt keine Zeit bekommt mit ihrem neuen Leben klar zu kommen. Genau das imponiert ihrem Retter, dem Mondkrieger, Juri. Obwohl eine Verbindung der Beiden keine Zukunft hat, kommen sie sich schnell näher, während ein alter Feind endlich beenden möchte, was vor vielen Jahren fehlschlug.

ZITAT
"Bis heute versuche ich zu verstehen, wie sehr man jemanden lieben muss, damit man daran zerbrechen kann."

Erzählt wird “Mondprinzessin“ aus den Sichten von Juri und Lynn, zwischendurch kommt auch mal der düstere Unbekannte zu Wort, während die Autorin viel zu offensichtlich versuchte den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Hat bei mir nicht funktioniert und so fiel der Verdacht schon früh auf eine bestimmte andere Figur, auch wenn ich nicht durchgehend sicher war. Am Ende war die Überraschung deshalb nicht so groß.

Apropos Ende: Die Geschichte mag märchenhaft erscheinen, die Erzählweise ist es an vielen Stellen auch, aber ein Happy End bleibt aus. Mich störte das nicht, ich kann auch gut mit konsequenten Abschlüssen leben, nicht aber mit unaufgeklärten Ereignissen zu wichtigen Figuren, die nach diesem überstürzten Finale im Raum stehen blieben.



“Mondprinzessin“ von Ava Reed ist ein wundervolles, viel zu kurzweiliges Buch in dem Fantasie zur Wirklichkeit wird. Zauberhafte Ideen rund um Mondkrieger, Sternenkinder und ihre Begleiter, besondere Gaben und einem Mädchen, das sich plötzlich als Prinzessin in einem Mondschloss wiederfindet wurden nur durch eine zu grobe Ausarbeitung getrübt.

Es gibt zwar wesentlich bessere Werke in diesem Bereich, aber trotzdem eine Empfehlung für Leser, die einem fantastischen Kurztrip zu den Sternen nicht abgeneigt sind.

Erzählstil: ❁❁❁❁ | Idee: ❁❁❁❁ | Ausarbeitung: ❁❁ | Charaktere: ❁❁❁❁ | Tempo/Spannung: ❁❁❁❁

Gesamtwerk:

Gerade noch
4 von 5 (3,6)

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319 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

märchen, winter, fantasy, katharina seck, schnee

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Emma lebt im winterlichen Silberglanz, musste ohne Mutter aufwachsen und versucht sich und ihren alkoholkranken Vater mit Schwerstarbeit über die Runden zu bringen. Frühling, Sommer, Herbst sind weit entfernte Sagen und die Sonne kennt die junge Frau nur als silberne kalte Scheibe am Himmel.

In diesem Königreich gibt es einzig und allein die erbarmungslose Kälte und um den jungen König Casper ranken sich viele Mysterien. Er soll ein Herz aus Eis haben, aber Niemand lehnt sich gegen ihn auf, denn schon einige Menschen verschwanden spurlos, nachdem sie zu viel erzählt haben.
Als Emma durch Zufall in der edlen Schokoladen Fabrik von Madame Weltfremd Arbeit findet, erfüllt sich ein großer Traum. Die Madame kann nicht nur Pralinen zaubern, sondern auch wundervolle Märchen. So beginnt die Geschichte von der silbernen Königin, die Emma's Leben völlig verändern wird...



Wer Emma's wundervolle, winterliche Geschichte noch nicht erleben durfte, sollte dies unbedingt schnell nachholen. “Die silberne Königin“ verzaubert vor Allem zur dunklen Jahreszeit mit einer frostig, märchenhaften Atmosphäre, die auf wundervolle Weise übermittelt welche Macht in Worten steckt.

ZITAT:
"Menschen waren Geschichten, und Geschichten waren Menschen, deshalb konnte das eine das andere auf eine Weise berühren, die nur das Herz verstand."

Und mein Herz war schon nach der allerersten Seite berührt, in der mich die einfühlsamen Worte der Autorin in eine völlig fremde und zugleich vertraute düstere Welt entführten.

Emma, sowie alle weiteren Figuren wirkten mit ihren charakteristischen Merkmalen lebendig, erfüllten meinen Kopf mit Bildern und ich hatte während des Lesens immer das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Dabei wird nichts beschönigt. Emma's Vater ist zunächst ein kaltherziger Trunkenbold, der seine Probleme ersäuft, die Madame wirkt häufig streng und seltsam und Casper konnte man die meiste Zeit nur zur Hölle wünschen. An dieser Stelle hat mich Emma's großes Herz beeindruckt und dennoch ging es ihr zeitweise genauso, was sie absolut menschlich erscheinen ließ.

Aber es gab auch so viele wunderschöne Momente in einer Welt voller Entbehrungen, Kummer und Trostlosigkeit, die vor Allem durch das Märchen in der Geschichte entstanden, aber auch mit kleinen, scheinbar unbedeutenden Gesten veranschaulicht wurden, die immer wieder ihren Weg in die Geschichte fanden.

Die raue aber beschauliche Kulisse von gefährlichen Silberminen, einem Schloss aus Eis, kargen Hütten, einer duftenden Bäckerei und der gemütlichen Chocolaterie in der traumhafte Kreationen entstehen sind nur ein Teil von einer großartig erschaffenen Kulisse, die das Gesamtbild perfektionieren.

Katharina Seck hat vollbracht, was nicht vielen Autoren gelingt. Etwas Einzigartiges und Neues zu erschaffen, dabei die Figuren zum Leben zu erwecken und den Leser mit ihrer erzählerischen Kunst in ihre Welt voller Wunder, Fantasie und einem düsteren Schauplatz zu entführen. Und diese Geschichte ist wirklich märchenhaft, denn am Ende siegt das Gute, ein weiches Herz und große Worte.

Ein von vorne bis hinten gelungener Einzelband, den ich bestimmt auch noch ein zweites Mal und mehr lesen werde.


“Die silberne Königin“ von Katharina Seck ist ein märchenhaftes Buch, hinter dem so viel mehr als einfache Worte stehen. Märchenliebhaber, Dystopie Fans und Fantasy begeisterte Leser kommen in dieser winterlich-düsteren und facettenreichen Geschichte auf ihre Kosten.

Lasst die Königin in eure Herzen hinein und ihr werdet begeistert sein.

Erzählstil: ❁❁❁❁❁ | Idee: ❁❁❁❁❁ | Ausarbeitung: ❁❁❁❁ | Charaktere: ❁❁❁❁❁ | Tempo/Spannung: ❁❁❁❁

Gesamtwerk:

5 von 5 (4,6)

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188 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

jugendbuch, umzug, schwarzer humor, todesarten, tod

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

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675 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 33 Rezensionen

fantasy, liebe, tod, summer, nina blazon

Ascheherz

Nina Blazon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.09.2012
ISBN 9783570308233
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Diese Rezension fällt mir etwas schwer, denn “Ascheherz“ hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Bisher haben mich die Werke von Nina Blazon entweder absolut begeistert oder genau das Gegenteil hervorgerufen. Hier bin ich das erste mal etwas unschlüssig...

Eigentlich gefielen mir Setting, Atmosphäre und auch die geheimnisvollen Gegebenheiten rund um die Existenz von “Summer“. Und doch hat es mich nicht durchgehend mitreißen können. Dafür war der Story-Verlauf einfach zu sprunghaft, wirkte auf mich teils sehr ungeordnet und eine klare Linie zeichnete sich nicht durchgehend ab.

Die Hauptfigur lernt der Leser zunächst als relativ normales Mädchen kennen, das sich als Theater Schauspielerin ihr Nötigstes zum Leben verdient, aber ständig das Gefühl hat verfolgt zu werden und das nicht nur in ihren Träumen. Da sie sich an nichts außer ein paar rätselhaften Fragmenten aus ihrer Vergangenheit erinnern kann, lebt Summer in ständiger Angst und gibt sich anderen gegenüber unnahbar, was ich recht gut nachvollziehen konnte.

Auch die vorsichtige Annäherung zwischen, dem sonderbaren, scheinbar aus dem Nichts aufgetauchten, Anzej und ihr konnte überzeugen und brachte mit der gemeinsamen Flucht vor dem “Blutmann“ schon eine große Portion Atmosphäre ins Spiel, die nicht nur düster und mysteriös war, sondern auch mit fantastischen Erzählungen über die fremden Nordlande punktete.

Aber schon bei der Überfahrt dorthin wird Summer bewusst, dass mit ihrem Begleiter/Beschützer etwas ganz und gar nicht stimmt und die Flucht beginnt von Vorne, diesmal nicht nur noch vor dem “Blutmann“...

Zitat:

"Jeder, der mich ruft, gibt mir einen Namen. Aber eines bleibt immer gleich: Ich schenke den Tod!"

Bis hierhin verlief die Handlung noch stimmig, doch  im weiteren Verlauf wurde das Szenario immer unstrukturierter. Im einen Moment prasseln tausend neue Eindrücke, Namen und Figuren auf den Leser ein und im nächsten ziehen sich einzelne Szenen endlos dahin, weshalb kurze Abschnitte nur überflogen wurden. Dadurch kam bei mir teils mehr Verwirrung auf, als Faszination an der kreativen Idee, die wieder den Einfallsreichtum der Autorin zeigt.

Liebevoll beschriebene Orte, Figuren/Wesen unterschiedlichster Art, Hintergründe zur Geschichte der Todesfeen und Sucher und die eigentlich einnehmende Liebesgeschichte zwischen Summer und ihrem zunächst schlimmsten Alptraum konnten sich nicht komplett entfalten, weil vieles sehr gehetzt wirkt. Genauso wie einige interessante (Neben-)Charaktere noch mehr Ausarbeitung vertragen hätten, denn gerade das Haifisch Mädchen hatte meine Neugier geweckt, ebenso die Tierläufer. Es gab verschiedenste bemerkenswerte Ideen, die ich gerne noch näher betrachtet hätte.

Im Endeffekt wurde in dieses Werk eine Vielzahl kreativer und fantastischer Ideen eingearbeitet für die ein einzelnes Buch in dieser Form unzureichend war. Ausnahmsweise bin ich hier der Meinung, dass detailreichere Ausarbeitungen, zu den umfangreichen Ansätzen, dieser Fantasy Geschichte gerechter geworden wäre.

So konnte “Ascheherz“ von Nina Blazon im Vergleich zu anderen Werken dieser Autorin nicht durchgehend überzeugen, hat aber trotzdem Eindruck hinterlassen.


“Ascheherz“ hätte mit einer grandiosen Grundidee und einem riesigen Spektrum weiterer fantastischer Ideen ein Highlight werden können. Leider wirkte der gesamte Geschichtsaufbau oftmals überladen und ohne Struktur. Die Faszination um Summers Dasein hat mich in vielen Momenten trotzdem gepackt und konnte mit einem stimmigen Ende rühren.
Für Leser die umfangreiche Fantasywelten mögen und bei der Ausarbeitung auch gerne mal ein Auge zudrücken.

Erzählstil+Umsetzung: 4 von 5
I dee+Ausarbeitung: 3 von 5
Charaktere: 4  von 5
Verlauf/Tempo: 3 von 5

Gesamtwerk:

3 ½ von 5

Insgesamt ein beeindruckendes Szenario, aber die Gesamtumsetzung nur mittelmäßig.

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

drachen, fantasy, jugendbuch, dracyr, liebe

Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2014
ISBN 9783570402245
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch habe ich lange vor mir hergeschoben und im Nachhinein hätte ich das wohl auch noch ein bisschen länger machen können. Nicht weil es schlecht war, oh nein, mich hat es absolut fasziniert. Leider dachte ich es ist ein Einzelband und nun sitze ich vor einem unvollständigen Ende von einem Buch, welches bereits Anfang 2014 erschienen ist und viele Fragen offen lässt, auch wenn es mich insgesamt zufrieden gestellt hat.

Kay und ihr Schicksal haben mich schon nach den ersten gelesenen Seiten völlig eingenommen. Für Kay gibt es nichts mehr wofür es sich zu leben lohnt, nachdem der dunkle und grausame Dracyrmeister ihre gesamte Familie ausgelöscht hat.
Rache für den Mord ist von nun an ihr letzter Lebensinhalt und der Tod des kaltblütigen Herrschers ihr Hauptziel. Eingeschleust in den düsteren Herrschaftssitz merkt Kay aber schon bald, dass es doch noch einiges gibt, wofür sich ein Leben lohnt und so hadert sie mit ihren Plänen. Dabei ist sie nicht die Einzige, die der dunklen Macht des Drachenherrschers ein Ende setzen will!
Ein geheimes Bündnis plant schon lange den Sturz des Herrschertums, doch nur Kay schafft es mit ihrer besonderen Gabe in den inneren Kreis, wird zum Spielball zwischen Gut und Böse und verliert ihr Herz immer mehr an den eigentlichen Feind...

Bevor ich ausschweife und zu viel verrate, möchte ich es dabei belassen und jedem Highfantasy/Romantasy Fan dieses Buch ans Herz legen. Was die Autorin hier erschaffen hat ist einfach großartig und bildgewaltig aufgebaut.

Die vielen Charaktere wurden gelungen ausgearbeitet, hatten allesamt ihre ganz eigenen Charakterzüge und es war problemlos möglich zu den meisten Figuren direkt Bilder entstehen zu lassen.

Dabei bemerkt man im ersten Augenblick gar nicht, wie detailreich und aussagekräftig der Erzählstil ist, weil er einfach so dahinfließt und ganz nebenbei eine fantastische Welt entstehen lässt, die den Leser mit sich reißt.

Dazu kommen die Drachen bzw. Dracyr, die perfekt in Szene gesetzt wurden. Gefühlvoll, herrschaftlich, atemberaubend und mit einer geistigen Kommunikation, der nur wenige Menschen gewachsen sind. Dieser Hauptbestandteil hat mich persönlich am meisten begeistert, denn die Wesen in dieser Geschichte sind einzigartig, intelligent, beherrscht und trotzdem schwer zähmbar und freiheitsliebend. Sie haben ein großes Herz, wenn sie es erstmal öffnen und bleiben trotzdem wild.
Mich haben diese Verbindungen zwischen Mensch und Dracyr immer wieder gerührt.

Spannend und abwechslungsreich erkundet der Leser in dieser Geschichte Hintergründe, die unvorhersehbar gestaltet wurden und sich erst dann offenbaren, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und selbst dann hält der Verlauf einige Überraschungen, Rückschläge und Umwege bereit, die es absolut schwer machen, sich von diesem fantastischen Werk zu lösen.

Einziger Kritikpunkt gilt einigen Verhaltensweisen der Hauptfiguren, denn obwohl Kay und auch der Sohn des Herrschers Damian eine enorme Charakterentwicklung erleben, fielen sie ab und an in alte Muster zurück, die dann nicht mehr passen wollten. Genauso fehlte es teilweise an Weitsicht bei Kay, obwohl die Zeichen eindeutig waren.

“Dracyr-Das Herz der Schatten“ ist zwar kein reines High Fantasy Meisterwerk, sondern eher eine gesunde Mischung aus Romantasy und Elementen aus dem High Fantasy Bereich, aber genau diese Zusammensetzung macht dieses Buch zu etwas Besonderem, was mir richtig gut gefallen hat.

Ein gelungener Auftakt, der einiges offen lässt und dringend eine Fortsetzung benötigt.


Ein bildgewaltiger und gleichermaßen detailreicher Erzählstil, kantige Charaktere, Drachen, die nicht einfach nur Drachen sind und eine fantastische und herzerwärmende Liebesgeschichte voller Hindernisse, machen dieses Buch einzigartig und absolut empfehlenswert. Eine Fantasy Geschichte über den Kampf gegen seine inneren Dämonen und Verbindungen zwischen Mensch und "Tier", die weit über das Vorstellbare hinaus gehen. 

Kinofeeling zwischen Buchseiten!

Erzählstil+Umsetzung: 5 von 5
Idee+Ausarbeitung: 4 von 5
Charaktere: 4  von 5
Verlauf/Tempo: 5 von 5

Gesamtwerk:

Eine Empfehlung für Fantasy Fans, die es einfallsreich, düster und romantisch mögen.
4 ½ von 5

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189 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, lisa rosenbecker, liebe, magie, gabe

Arya & Finn

Lisa Rosenbecker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 23.11.2015
ISBN 9783959911344
Genre: Fantasy

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

endzeit, ödland, postapokalypse, enklaven, bergwerke

Ödland - Das Versteck im Moor

Christoph Zachariae
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei Lucid Dreams, 17.12.2013
ISBN B00HDP6QT4
Genre: Fantasy

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524 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, engel, krieg, chimären, daughter of smoke and bone

Zwischen den Welten - Daughter Of Smoke And Bone

Laini Taylor
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596191987
Genre: Jugendbuch

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314 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

märchen, fee, liebe, magie, lilith

Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Julia Adrian , So Lil` Art
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959911337
Genre: Fantasy

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

jonathan stroud, lockwood, trauer, die spur ins schattenland, spiegel bestsellerauto

Die Spur ins Schattenland

Jonathan Stroud , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.07.2016
ISBN 9783570225974
Genre: Kinderbuch

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ÖDLAND Erstes Buch Der Keller ( 17. Juli 2015 )


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1608
ISBN B015YMEL5S
Genre: Sonstiges

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204 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

dämonen, fantasy, rache, blut, dämon

Ein Käfig aus Rache und Blut

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959912914
Genre: Fantasy

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225 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

meer, liebe, selkie, seehund, fantasy

Sturmherz

Britta Strauß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783931989774
Genre: Fantasy

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270 Bibliotheken, 2 Leser, 7 Gruppen, 45 Rezensionen

dämonen, weltuntergang, fantasy, elfen, feen

Dämonenhunger

Timothy Carter , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.07.2009
ISBN 9783426503324
Genre: Fantasy

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854 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

prinzessin, selection, liebe, rebellion, kiera cass

Selection – Der Erwählte

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733500962
Genre: Jugendbuch

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

vampire, jasna, nema, dorf, historisches

Totenbraut

Nina Blazon
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473543915
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bevor ich mich mit Worten überschlage, möchte ich gerne erwähnen, dass ich bei diesem Buch den Klappentext vollkommen ausreichend finde und alles was mir noch wichtig erscheint, in meine Beurteilung einfließt.

Nina Blazon ist eine bekannte Autorin. Der Name wird oft erwähnt, gehört und überall sieht man ihre Bücher. Auch ich habe Einige hier und trotzdem sind sie über lange Zeit, im übertragenen Sinne, eingestaubt.

Nun endlich hatte ich mich ihrem Roman Totenbraut gewidmet und es nicht bereut!
Ihre Haupfigur Jasna erzählt von ihrem tristen Leben mit fünf Schwestern, ihre sechste starb bei einem Unglück und schon von der ersten Zeile an war ich fasziniert vom Erzählstil der Autorin, der erstmal mit vielen befremdlichen Begriffen um sich warf, aber direkt unter die Haut kroch.
In dieser Zeit war vieles anders und das wurde dementsprechend authentisch wiedergegeben

Jasna hat keine Wahl, als ihr unglücklicher Vater sie, Hals über Kopf, an einen reichen Gutsherren, für dessen Sohn als Braut verkauft und nein, sie hatte wirklich keine andere Wahl, wie es in so vielen anderen Geschichten schon eher der Fall ist.

"Bisher hatte ich geglaubt, einen Platz in der Welt zu haben." Zitat S. 80

Sie musste sich ihrem Schicksal ergeben, auch wenn sie versuchte auszubrechen. Und hier hat mich die Figur erst richtig gefangen, denn sie spricht und handelt in den meisten Fällen nach ihrem Willen, obwohl das in dieser Zeit untypisch und sogar gefährlich ist.

Das der Gutsherr Jovan nicht wirklich der ist für den er sich ausgibt war mir auch schnell klar. Ich dachte an Vampire, Untote, die aus den Gräbern auferstehen, aber von einem Vampirroman ist dieses Buch weit entfernt. Zum Glück! Ich kann sie nicht mehr lesen. =)

Nein, diese Geschichte erzielt seine Spannung und düster dichte Atmosphäre einzig und allein durch den Aberglauben und Brauchtum dieser Zeit, der zu finsteren Annahmen führt, wenn auch nur ein Rad in Bewegung gesetzt wird.

Jasna lebt einsam und als Fremde auf dem Gut mit drei Türmen. Im Dorf werden viele Geschichten um die verfluchte Familie erzählt, die sie zu einer unfreiwilligen Ausgestoßenen machen.

Ihr angetrauter Mann ist für sie ein rätselhafter und nicht liebenswürdiger Mensch. Und als seltsame Dinge passieren, steckt sie nicht den Kopf in den Sand, sondern versucht hinter die Geheimnisse ihrer angeheirateten Sippschaft zu kommen.

"Ich hatte immer geglaubt, dass Macht nach Triumph und Sieg schmeckt, aber nun erfuhr ich, dass sie bitter und schal war." Zitat S. 285

Wie sich die Geschichte dann weiter entwickelt ist einfach grandios. Eine Mischung aus History,Crime und Thrill' hat mich dieses Buch fast in einem Rutsch durchlesen lassen und dabei wurde die ganze Handlung vom Beginn bis zum Schluss genial durchdacht.

Der Schreibstil und die bildliche Erzählweise gingen unter die Haut und die Betrachtungsweise von damaligen Krankheiten war erstaunlich und gut recheriert.
Dazu gibt es im Nachwort sogar Hinweise und geschichtliche Belege zu den derzeitigen Gepflogenheiten, die mich fasziniert haben.

Werwölfe, Vampire, Hexen, Geister. All das bietet Totenbraut. Nur nicht so wie man es erwartet!
Irrglaube und das Krankheiten Teufelswerk sind, sind die Ursprünge für intrigante Hetzjagten, die aus Hass, Rachegelüsten und Neid entstanden.
Im Mittelpunkt die willensstarke Jasna, die durch ihren Wahrheitsdrang immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Habgier und Geheimnisse verstrickt wird und (am Ende) um ihr Leben und die Freiheit kämpfen muss.

FAZIT/BEWERTUNG:

Totenbraut von Nina Blazon wirkt erstmal unscheinbar, aber birgt ein kleines Wunderwerk, das mich mit seinen unterschiedlichen Einflüssen und einem melancholisch düsteren Erzählstil völlig in der Hand hatte und aus der komplexen Entwicklung am Ende ein grandios durchdachtes Ganzes bildet.
Für mich hat sich dieses Buch zu einem Pageturner entwickelt und für großes Kopfkino gesorgt, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Lesetipp!

5 von 5

@Katies fantastische Bücherwelt

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125 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

dystopie, deadline 24, annette john, deadline, jugendbuch

Deadline 24

Annette John
Fester Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.01.2011
ISBN 9783407810816
Genre: Jugendbuch

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, liebe, science fiction, action, schwarmintelligenz

Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit

Josin L. McQuein
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Egmont INK.digital, 03.04.2014
ISBN 9783863965327
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Die Welt besteht aus 3 Dingen:
Dem Arclight, eine riesige hell erleuchtete Festung in der die letzten Menschen im Schutz des Lichts leben.
Dem Grau, welches der Übergang zur Finsternis ist.
Und der Dunkelheit, dem öden Niemandsland, aus dem kein Mensch zurückkehrt, wenn er es einmal betreten hat!
Außer Marina....

Sie ist die einzige Überlebende, als sie im Grau von ihren Rettern gefunden wird. Doch ihr Überleben hat Konsequenzen, denn bei der Mission kommen nur sie und zwei weitere im sicheren Arclight an. Sie ist das Mädchen ohne Erinnerungen, die Neue und die Außenseiterin.
Nur in Anne-Marie findet Marina eine Freundin, während sie den Hass der Hinterbliebenen zu spüren bekommt. Vor Allem Tobias meidet das seltsame Mädchen. Denn durch sie ist sein Vater nie wieder zurück gekehrt.

>>Licht ist Sicherheit; Licht ist Leben.
Die erste Regel des Arclight. << S. 52

Arclight-Niemand überlebt die Dunkelheit hat mich durch die interessante Gestaltung angezogen. Der Umriss eines Mädchens inmitten der düsteren Farbgebung und einem heraustechenden Schriftzug macht dieses Buch zu einem Blickfang. Außerdem ziert auch den Innenteil der Buchklappen diese Abbildung in passenden Blautönen.

Genauso wie das Cover kommt auch der Inhalt daher. Atmosphärisch düster von der ersten Seite an, erfährt der Leser zunächst wie es Marina im Arclight ergeht und wie hilflos sie sich in ihrer Situation fühlt. Auch kommt recht schnell der erste Spannungsmoment zum Vorschein und es wird schnell klar, dass dieses Mädchen etwas Besonderes ist.

Marina hört nämlich die Stimmen der "Blassen" und auch sonst verfügt sie über einen ausgeprägten Hörsinn, wovon Niemand etwas erfahren darf. Außerdem plagen sie ständig Träume, die sie nicht zuordnen kann, aber ahnt das es sich um ihre Vergangenheit handeln muss, die ein Rätsel ist.

Neben der Hauptfigur spielt noch Tobias eine große Rolle, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Während anfangs noch betont wird, wie sehr er Marina für das Verschwinden seines Vaters verantwortlich macht, schlägt seine Stimmung viel zu plötzlich und unerklärlich in Zuneigung für sie um.

Allgemein gesehen, blieben die Protagonisten für mein Empfinden auch viel zu oberflächlich, während mich die Idee der Geschichte aber fesseln konnte. Denn hinter einer zerstörten Welt, in dem nun die "Blassen" in der Finsternis regieren und die letzten Menschen sich in einer von künstlichem Licht erhellten Anlange verschanzen, weil die Monster dieses nicht vertragen, steckt noch die ein oder andere einfallsreiche Überraschung in diesem Endzeit Szenario.
Hier hat die Autorin viel Fantasie und Ideenreichtum bewiesen und konnte mich vor Allem mit der Geschichte rund um die vermeintlichen Monster beeindrucken.

Leider wurde die tolle Grundidee aber sehr durchwachsen und mit einem holprigen Schreibstil umgesetzt. Anstelle immer wieder unwichtigen Details wären mehr tiefergehende Informationen hilfreich gewesen, denn auch nach dem gelungenen Finale blieben für mich zu viele Fragen unbeantwortet.

Fazit

Pro: düstere Atmosphäre, einfallsreiche Entwicklung,
Kontra: Schreibstil, fehlender Tiefgang, zu viele offene Fragen

Mit "Arclight-Niemand überlebt die Dunkelheit" hat Josin L. McQuein eine gruselig düstere und einfallsreiche Endzeit Atmosphäre erschaffen, die zwar einige Schwächen aufweist, aber bei mir ein Gänsehaut Gefühl verursachen konnte und mich durch die interessante Grundidee gefesselt hat.

Schon allein die unvorhersehbare Auflösung rund um Marina hat dieses Buch für mich lesenswert gemacht.

Meine Bewertung:

Idee: 4/5
Charakterdarstellung: 3/5
Schreibstil: 3/5
Aufbau: 3/5
Umsetzung: 3/5
Spannung: 4/5

Gesamtbewertung

3 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

zombies, zombie, spanien, apokalypse, horror

Apokalypse Z

Manel Loureiro , Sybille Martin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453315525
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch verschlungen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es perfekt ist, sondern einfach nur unheimlich spannend, fesselnd und realitäts- und zeitnah niedergeschrieben wurde.
Es hat mir gefallen, dass der Autor diese Apokalypse aus der Sicht eines anonymen jungen Anwalts darstellt und dabei nicht mittendrin einsteigt, sondern aus seiner Perspektive, als Zivilist, beschreibt wie es mit einer kleinen und in unserer Welt recht unbedeutsamen Meldung in den Nachrichten beginnt.

In Zeiten von Unruhen achtet man kaum noch darauf, wenn ein paar Rebellen in Russland einen Anschlag auf ein Gebäude verüben. Man hört es, nimmt es zur Kenntnis, denkt sich vielleicht noch seinen Teil dazu und damit hat es sich.

Aber genau mit diesem Ereignis beginnt die Katastrophe in diesem "Bericht" und der Verfasser schreibt die Dinge/seine Gedanken eigentlich nur auf, weil seine Frau vor zwei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen ist und es ihm, auf Anraten seines Psychologen, als zusätzliche Therapie helfen soll.

Daraus entsteht ein überwiegend glaubhaftes Endzeit Szenario, welches den Ausbruch des Virus', die Verbreitung, bis hin zum Totalausfall der ganzen Weltordnung in Worte umsetzt und auch immer wieder zeigt wie abhängig die verschiedenen Länder voneinander sind und den Domino Effekt, wenn das erste Land zusammenbricht. In diesem Fall als erstes Russland.

Dabei konnte mich vor Allem die realistische Beleuchtung auf die ganze Welt beeindrucken. Denn der Autor beschreibt sehr zeitnah wie eine Kanzlerin Merkel, ein Obama und die ganze Weltpolitik darauf reagieren könnten,während sich das Virus in aller Welt ausbreitet.

>>Bewaffnete Truppen marschieren durch New York, Chicago, Boston und so weiter. Die Amis spinnen doch. Was wollen sie damit erreichen? Das Virus erschrecken?" << S. 33

Am Anfang dieser Post Apokalypse passte einfach Alles.
Ein authentischer Haupt Protagonist, der langsam aber sicher feststellt, dass die Welt immer weiter aus dem Ruder läuft.
Sein Befinden das Achterbahn fährt und immer wieder die beklemmende und aussichtslose Lage widerspiegelt.
Und der sich zunächst verkriecht, in Alkohol flüchtet, um mit der Zeit an den Erkenntnissen zu wachsen und sich letztendlich für ein Überleben entscheidet und anpasst, ohne die Hoffnung zu verlieren.
Natürlich ist der junge Anwalt ein Ausnahme Charakter mit vielen Schwächen aber auch Stärken und Glück, denn die Mehrheit der Weltbevölkerung geht an ihrer eigenen Furcht, Unwissenheit und Panik zu Grunde.

So kämpft er sich von einem Fluchtpunkt zum Nächsten und bekommt, wie auch der Leser, nach und nach einen schockierenden Einblick auf's Ausmaß dieser Katastrophe, nachdem alltägliche Dinge wie Internet, TV und Radio längst nicht mehr existent sind. Als der Widerstand gebrochen ist vermehren sich die Monster nämlich wie Ameisen und was bleibt ist die Hoffnung zu überleben und nach einer sicheren Zuflucht zu suchen.

Auch trifft er auf Überlebende, die gelungen darstellen, dass der größte Feind des Menschen(neben der gegenwärtigen Zustände), auch in dieser Apokalypse, immer noch der Mensch ist und das unausweichliche Ende noch vorantreibt. Ein Selbstläufer sozusagen.

>>Ich glaube, es war Roosevelt, der gesagt hat: Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht. << S. 188

Während mich das bildlich gut umgesetzte Szenario, die grausam, brutalen Beschreibungen und der Haupt Charakter fesseln konnten und es auch an nachvollziehbaren Erklärungen (soweit das aus dieser Perspektive möglich ist) nicht mangelt war ich bei der Umsetzung immer wieder zwiegespalten.

Anfangs noch auf seinem Blog niedergeschrieben, später als Tagebuch, wurden ab der Hälfte des Buches die Einträge zeitweise doch sehr unglaubwürdig. Auch durch den nicht so recht dazu passenden Abschluss.
Es gab immer wieder zu lange Passagen mit vielen Details in heiklen Situationen, die die Glaubwürdigkeit eines Tagebuchs zunehmend schmälerten und die Erzählform aus einer anderen Sicht vorteilhafter gestaltet hätten. Das heißt allerdings nicht, dass die Story dadurch kippt, sondern ist lediglich eine verschmerzbare Feststellung, die im Verlauf zu Tage kommt.
Der laienhafte Schreibstil hingegen wirkt sehr realistisch.

Auch die Idee ist nicht neu, aber das wusste ich als Leser schon von Vornherein, weil der Klappentext verrät, dass dieses Buch ähnlich wie andere Geschichten dieses Genres aufgebaut ist. Interessant bei solchen Szenarien ist der Aufbau und aus meiner Sicht hat Manel Loureiro mit diesem Debüt einen Roman geschaffen, der sich hinter anderen seiner Art nicht verstecken muss und gegenüber seinen älteren Brüdern stellenweise sogar mehr Tiefe beinhaltet.

Zur Gestaltung bleibt mir nicht viel zu sagen, denn eine bestimmte Szene im Buch hat sich in meinem Kopf genau so verbildlicht. Perfekt passend,und düster wie der gesamte Inhalt, die genauso viel Unheil darstellt, wie am Ende auch auf den Leser zukommt (und noch mehr...!). Dazu kommt eine stabile Verarbeitung, die keine Wünsche offen lässt.(ACHTUNG: Dieses Buch ist nicht gebunden, wie von Amazon angegeben, sondern ein größeres Taschenbuch/Klappbroschur!)

Dieses Buch wird wohl ein Einzelband bleiben, über den sich jeder Leser, nach dem Ende, weiter Gedanken machen kann! ;-)

Fazit:

Pro: Glaubhafte Entwicklung, authentische Hauptfigur mit Ecken und Kanten, spannender Verlauf
Kontra: kein überraschendes Ende, Art der Einträge wirkt zeitweise unrealistisch

"Apokalypse Z" von Manel Loureiro ist zwar kein neuer Meilenstein dieses Genres, kann sich aber ohne Probleme in die Riege anderer bekannter und gelungener Bände aus dieser Richtung einreihen.
Mich konnte vor Allem die glaubhafte Entwicklung der Hauptfigur und die des Endzeit Szenarios von diesem düsteren Werk überzeugen.
Während derzeit viele dieser Romane aus dem Boden schießen und man die Spreu vom "ernst zu nehmenden" Weizen trennen muss, gehört diese Geschichte ganz klar zur zweiten Sorte!

Dieses Debüt ist nicht ganz perfekt, aber ich finde es lesens- und empfehlenswert für jeden Apokalypse/Zombie Fan und die, die es werden wollen!

Bewertung:

Idee: 3/5
Charakterdarstellung: 5/5
Schreibstil: 4/5
Aufbau 5/5
Umsetzung: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamtbewertung

4 von 5
Sterne

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

Ähnlich wie:
-Tagebuch der Apokalypse Trilogie
-Operation Zombie

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143 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

dystopie, rick yancey, aliens, roman, evan walker

Die fünfte Welle

Rick Yancey
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.04.2014
ISBN 9783641120153
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Cassie und der Rest der Bevölkerung staunt nicht schlecht als ein riesiges Raumschiff am Himmel gesichtet wird. Zunächst geschieht überhaupt nichts und die Versuche Kontakt zu dieser anderen Lebensform aufzunehmen scheitert.
So geht das Leben die nächsten Tage seinen gewohnten Gang und Cassie zur Schule, wo sie ihren Mitschüler Ben Parish anhimmelt.
Doch dann kommt das erste Zeichen von dem Mutterschiff. Die erste Welle. Mitten im Unterricht kommt die Welt, durch einen gigantischen EMP zum Stillstand.
In mittelalterliche Zustände zurückversetzt bricht schnell Panik aus, denn es wird klar, dass die Außerirdischen der Menschheit nicht freundlich gesonnen sind.
Es folgen zerstörerische Tsunamis und ein Virus, den nur wenige überleben.
Cassie's Eltern sterben und ihren kleinen Bruder Sammy verliert sie an einen Rettungstrupp, der verspricht die anderen Flüchtlinge später zu holen.
Zu spät bemerkt sie, dass an der Sache etwas faul ist und die vermeintlichen Helfer, nachdem sie die Kinder abtransportiert haben, den Rest der Flüchtlinge kaltblütig ermorden. Als einzige Überlebende schlägt sich Cassie im Wald durch und weiß sie darf Niemandem mehr trauen. Aber sie wird beobachtet, verletzt und trifft auf ihren Retter Evan Walker. Cassie legt ihr Leben in seine Hände, um gesund werden und ihren kleinen Bruder suchen zu können.

Währenddessen kommt Sammy beim vielleicht letzten und größten Widerstands Lager an, merkt schnell, dass es dort nicht wirklich leichter wird und wartet vergeblich auf seine Schwester.

In der selben Anlage, gar nicht weit entfernt, absolviert ein junger Freiheitskämpfer seine harte Ausbildung zum Soldaten für den Krieg gegen die "Anderen". Ben Parish!

Doch die 5.Welle ist schon längst angerollt und der Schein ist trügerisch...

>> Die Anderen sind uns so weit voraus wie der dümmste Mensch dem schlauesten Hund. Wir sind für sie keine Konkurrenz. << S. 13 Cassie

Rick Yancey hat mit dieser neuen Reihe auf jeden Fall einen sauberen Start hingelegt.
Schon lange vor Erscheinen dieses ersten Bandes hatte ich, aufgrund, der gelungenen Gestaltung und der Inhaltsangabe ein Auge auf diese Sci-Fi Apokalypse geworfen.

Beginnend mit einem verwirrenden, aber absolut fesselnden Prolog, der nach diesen zwei Seiten schon zeigt, dass der Autor weiß wie man Atmosphäre schafft, lernt man im Anschluss direkt die sympathische und intelligente Hauptfigur Cassie kennen.
Doch nicht nur durch sie wird dieses interessant und wendungsreich zusammen gesponnene Netz bestehend aus vielen Fragzeichen und Geheimnissen, erzählt, sondern auch ihr kleiner Bruder Sammy und ihr Schulschwarm Ben Parish bringen die Geschichte durch ihre Erlebnisse beim Wiederstand gekonnt voran.

Dabei gibt es immer wieder Rückblenden aus der Vergangenheit und der Leser gelangt etappenweise immer näher zu des Rätsels Lösung. Begleitet wurde ich dabei von einem fesselnden, aber einfach gehaltenen Schreibstil und muss den Einfallsreichtum dieser Geschichte unbedingt loben.

Ich könnte jetzt zwar in Frage stellen warum die Außerirdischen so kompliziert handeln, wenn sie der Menschheit doch weit überlegen sind, aber ohne diese verzwickte und gut durchdachte Story, wäre das Buch wohl nie entstanden und ein Verlust bei diesem schriftstellerischen Talent gewesen.

Während Cassie für mich der größte Sympathieträger, durch ihre nachvollziehbaren Verhaltensweisen und Gedankengänge, war, konnte mich Ben Parish nicht vollkommen überzeugen. Er bleibt aus meiner Sicht zu abgestumpft und undurchsichtig. Sammy muss man einfach lieben und Evan Walker spielte mit mir und auch der Hauptfigur gekonnt "Wer bin ich?".

Kritik gibt es für gewisse Längen im Mittelteil bei Ben's Ausbildung und das einige Dinge vorhersehbar waren, die mich aber nicht davon abgebracht haben, immer wieder überraschende Momente zu erleben.

Ein spannendes, von Nervenkitzel getriebenes Finale mit vielen Antworten und einem Ende, dass zwar recht geschlossen wirkt, aber viel Raum für eine Fortsetzung lässt, machen diesen ersten Band zu einem Buch, dass man gelesen haben sollte und einer Reihe die ich weiter verfolgen werde!

>>Es ist schwierig, sich auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommt,wenn man das, was als Nächstes kommt, nicht kennt. << S. 44 Cassie

Fazit:

Pro: sehr gut durchdachtes Szenario, starke Charaktere, atmosphärisch , viele Spannungs-und Überraschungsmomente
Kontra: teilweise vorhersehbar, im Mittelteil mit Längen behaftet

Rick Yancey spielt in die "Die 5. Welle" geschickt mit seinen Figuren und dem Leser. Die menschlichen Schwächen werden beleuchtet, ausgenutzt und in dieser intelligenten Sci-Fi Apokalypse gelungen bearbeitet.
Ein Blick in ein düsteres Szenario, dass mit starken Protagonisten, Tiefgang, viel Nervenkitzel, sowie einer perfekt durchdachten und ausgebauten Idee im Kopf bleibt.
Ich warte gespannt auf den zweiten Teil dieser Reihe und gebe einen Tipp: Lesen!!

Bewertung:

Idee: 5/5
Charakterdarstellung: 4/5
Schreibstil: 4/5
Aufbau: 5/5
Umsetzung: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamtbewertung

4 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

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115 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

flucht, thriller, hilfe, gedächtnis, vergessen

Never Forget

April Henry , Sonja Häußler
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arena, 23.01.2014
ISBN 9783401069678
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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711 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 153 Rezensionen

zeitreise, liebe, zeitreisen, zeitsplitter, dystopie

Zeitsplitter - Die Jägerin

Cristin Terrill , Barbara Imgrund
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.02.2014
ISBN 9783414823908
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht's?

Eine Gefängniszelle, an einem dunklen Ort, in einer düsteren Zukunft.

Hier beginnt die Geschichte von Em, die in Gefangenschaft lebt. Monatelang eingekerkert ist der Mittelpunkt ihres Daseins ein anziehender, kleiner Abfluss und ihr scheinbarer Seelenverwandter Finn, aus der Zelle gegenüber. Mit ihm zusammen hat sie Schreckliches durch gestanden.
Doch was ist geschehen?
Heute soll sie es herausfinden! Nach langem Überdenken will Em dem unguten Gefühl auf die Spur kommen und schafft es den Deckel des Abflusses zu öffnen.
Dort findet sie einen kleinen Zettel mit vielen verschiedenen Hinweisen, die zu unterschiedlichen Zeiten mit derselben Handschrift verfasst wurden: Ihrer eigenen!
Em begreift, dass sie nicht zum ersten Mal an diesem Ort gefangen ist. Sie ist durch die Zeit gereist, um etwas zu ändern und der letzte Hinweis ist deutlich: Du musst ihn töten.
Mithilfe eines Wachmanns entkommen Finn und Em in einer Zeitmaschine, die sie schon 14 Mal in die Vergangenheit geschleust hat, um eine Mission zu erfüllen.
Noch ahnt Em nicht, was sie dort erwartet und wie schwer es ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen...

Vier Jahre zurück lebt Marina ein glückliches und erfülltes Teenager Leben und hat Alles was man sich vorstellen kann. Sie hat ihr Herz an den Nachbarjungen James verloren und wünscht sich nichts sehnlicher, als mit ihm zusammen zu sein. Sie scheint ihrem Ziel so nah, als James von einer 3 wöchigen Projektreise zurückkehrt und sie zu einer Veranstaltung einlädt.
Doch da taucht sein nervtötender bester Freund mal wieder auf: Finn Abbott!

"Es ist so seltsam, dass sie jetzt Dinge erlebt, die ich nie erlebt habe. Es entfernt mich von ihr-von mir-, als wären wir tatsächlich zwei verschiedene Menschen." S. 133

Charaktere

Die Zukunft:
Die Folter und Verhöre haben Em über die Monate abgehärtet. Sie hasst die Menschen, die ihr dieses Martyrium angetan haben und versuchen ihre größte Schwäche auszunutzen, um sie zu brechen.
Obwohl Finn sie über Alles liebt und es so scheint, als gebe es nichts größeres als ihre Liebe zueinander, stehen die Erinnerungen immer mehr zwischen ihnen. Em wird schwächer und die Vergangenheit droht ihr gesamtes Vorhaben zunichte zu machen.
Die Vergangenheit:
Marina ist hübsch, oberflächlich, verkehrt mit den It Girls ihrer Schule und bekommt eigentlich Alles was sie will.
Mit James und seinen Macken ist sie schon jahrelang befreundet und vertraut. Während sie sich zwischenzeitlich in ihn verliebt hat und diesen guten Fang unbedingt an Land ziehen möchte, lässt er nur schwer durchblicken, ob da tiefere Gefühle für sie sind.
Und dann funkt auch noch James neuer, immer gut gelaunter, Kumpel Finn Abbott dazwischen und macht das Ganze nur noch komplizierter...

"Die Last der Zukunft senkt sich auf mich und droht mit jedem Atemzug, meinen Brustkasten einzudrücken." S. 247

Meine Meinung zu

Mit "Zeitsplitter- Die Jägerin" habe ich mich das erste Mal an einen Zeitreise Roman gewagt und ich wurde nicht enttäuscht.

Cristin Terrill vereint in einer düsteren Atmosphäre gekonnt Zukunft und Vergangenheit. Dabei werden vielen Fragen aufgeworfen und der Handlungsverlauf, den die Autorin einschlägt konnte mich auf jeden Fall überzeugen.

Die Hauptfigur Em entführt den Leser direkt in die düstere Zukunft und gibt im Verlauf, durch Rückblenden, immer mehr von ihrem alten Ego Marina preis.
Schon allein dieser Aufbau war ungemein fesselnd, weil die Neugier nur Stück für Stück befriedigt wurde.
Schlag auf Schlag eröffnen sich immer neue Bruchstücke des ganzen Ausmaßes dieser vielschichtigen Story, wodurch ich kaum zum Luft holen kam und dieses Buch nicht mehr beiseite legen konnte.

Nachdem Em es erneut schafft in die Vergangenheit zu reisen, versucht sie mit dem aktuellen Hinweis, ihre Mission zu erfüllen, aber sie rechnet nicht damit, dass die Vergangenheit sie schlagartig einholen könnte, weil ihr zuvor noch so Vieles verborgen bleibt.
An ihrer Seite ist Finn, mit dem sie eine besondere Verbindung hat und der sich, ohne zu zögern, für sie opfern würde.
Ihr größter Gegner ist dabei der James der Zukunft, denn er macht es ihnen immer wieder nach, um ihre Pläne zu vereiteln.

Dieses ganze Szenario ist stellenweise etwas verwirrend, aber die Autorin hat ihr Werk gut durchdacht und konnte mich mit ihrer ideenreichen, leicht verständlichen und bildlichen Umsetzung in dieses Werk hinein katapultieren.
Ich habe miterlebt, gelitten und gefühlt, weil die Figuren sehr authentisch und liebevoll dargestellt wurden und die Story nie langweilig wird.

Auch unerwartete Wendungen finden in dieser Geschichte immer wieder einen Platz, die mich überrascht, sowie hoffnungsvoll und zeitweise traurig gestimmt haben.
Es kommt also ein großes Spektrum an Emotionen vor, die gelungen und einfach mitreißend die Seiten nur so dahin fliegen lassen.

Außergewöhnlich ist auch das Zusammenspiel der Protagonisten. Anfangs noch skeptisch, konnte mich selbst diese einfallsreiche Umsetzung letztendlich in ihren Bann ziehen, obwohl sich Cristin Terrill damit auf gefährliches Terrain begeben hat.

Das grandiose und packende Finale, welches noch viele Rätsel aufgibt, rundet diesen gelungenen Start einer Dilogie perfekt ab und macht das Warten auf die Fortsetzung zur Qual.

Ich hätte niemals mit einer so ideenreichen Umsetzung gerechnet, die Alles bietet was man sich als Leser nur wünschen kann.
Genial!

Fazit:

Pro: Alles!
Kontra: Gaaanz selten etwas verwirrend.

Mit viel Liebe zum Detail hat Cristin Terrill mit "Zeitsplitter-Die Jägerin" einen grandiosen Auftakt gestartet. Ich bin förmlich mit dieser Geschichte und den ausdrucksstarken Figuren verschmolzen.
Dieses Jugendbuch beinhaltet einfach Alles was ich ich mir unter einer gelungenen Story vorstelle:
Spannung, Emotionen, viele interessante Ideen, einen logischen und nachvollziehbaren Verlauf, ein einnehmender Schreibstil und ein packendes Finale, welches mich teilweise ratlos zurück gelassen hat und mich mit viel Freiraum für Spekulationen der Fortsetzung entgegenfiebern lässt.
Ich bin überzeugt, dass die Autorin noch so einige Überraschungen zu bieten hat und kann den zweiten Teil gar nicht abwarten.
Von mir bekommt dieser Start, verdient, die volle Punktzahl!

Bewertung:

Idee: 5/5
Charakterdarstellung: 5/5
Schreibstil: 5/5
Aufbau/Umsetzung: 4/5

Gesamtbewertung
5 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

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(86)

167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

dämonen, geister, kami garcia, fantasy, dämone

The Legion - Der Kreis der Fünf

Kami Garcia , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.10.2013
ISBN 9783570162705
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht's?

"Nichts fürchtete ich mehr als die Dunkelheit. Ich sah gern, was auf mich zukam, und im Schutz der Finsternis konnte sich alles Mögliche verbergen." S. 10

Nach einem Kinobesuch geht für die sechzehnjährige Kennedy die Welt unter, denn sie findet ihre Mutter leblos Zuhause vor.

Vom Vater schon als Kind verlassen und die einzige Verwandte eine Fremde für sie, bleibt ihr nur die Möglichkeit in ein Internat zu gehen.

Doch in der Nacht vor ihrer Abreise wird sie plötzlich von Etwas angegriffen, dass in ihrer Vorstellung nicht existent ist. Ein Geist versucht Kennedy das Leben auszuhauchen.

Im letzten Moment tauchen die Zwillingsbrüder Jared und Lukas auf und retten ihr das Leben.

Auf der Flucht erfährt sie, dass Geister und Dämonen tatsächlich real sind und dieser Angriff kein Zufall war.

Kennedy gehört zum Kreis der Fünf. Eine fünfköpfige Geheimgruppe, die seit langen Zeiten versucht die Dämonen, die die Rachegeister befehligen, zu vernichten.

Genauso wie ihre Mutter, sind an diesem Tag die Eltern der Anderen umgekommen und nun liegt es an ihnen diese Aufgabe zu erfüllen.

Doch während alle Mitglieder schon lange auf dieses Vermächtnis vorbereitet wurden, tut sich für Kennedy eine unfassbar neue Welt auf...

 

Charaktere

Als Kennedy mit ihrem angeblichen Schicksal konfrontiert wird, ist das Alles für sie schwer fassbar. Plötzlich sieht sie sich Mächten gegenüber stehen, von denen sie nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Dazu kommt, dass jeder im Kreis ein besonderes Talent im Kampf gegen die bösen Mächte besitzt. Nur sie scheint davon nichts abbekommen zu haben. Aus diesem Grund sieht sie ihre Mitgliedschaft auch ziemlich skeptisch und befürchtet, dass man sie für die Falsche hält. Sie fühlt sich fehl am Platz und ihr talentfreies Geister bekämpfen und die vielen Fehler, die ihr unterlaufen steigern ihre Zweifel umso mehr.

Die Zwillinge Jared und Lukas sehen sich zwar ziemlich ähnlich, aber das war es auch schon mit ihren Gemeinsamkeiten. Während Jared sich undurchschaubar und wortkarg gibt, ist Lukas meist Derjenige der Ton angibt. Zwischen den Beiden hängt ein unausgesprochener Zwist und das lässt vor Allem Lukas immer wieder seinen Bruder mit verbalen Seitenhieben spüren. Eines verbindet die Beiden trotzdem: Ihr großes Interesse an Kennedy! Der eine gibt sich zurückhaltend, während der Andere immer direkter auf sie zu geht.

Alara, der zweite weibliche Part, in der Gruppe ist durch und durch tough, kommt aus reichem Hause, weiß was sie will oder eben auch nicht und zu ihrem Mut kommt noch das perfekte Aussehen dazu.

Neben ihr fühlt sich Kennedy einfach nur minderwertig und sie beneidet Alles an dieser Person.

Zu Guter Letzt ist da das Nesthäkchen, Priest. Er ist der MacGyver der Truppe und bastelt aus den einfachsten Dingen nützliche Waffen, die den Fünf im Kampf gegen die Geister und Dämonen stets nützlich sind.

 

"Wenn man es nicht besser wusste, hätte man die vier für ganz normale Teenager halten können, die auf dem Weg zur Schule noch einen kurzen Kaffeestopp eingelegt hatten - der Typ, über den niemand etwas wusste, weil er keinen an sich heranließ, das Wunderkind, das drei Klassen übersprungen hatte und jede Rechenaufgabe im Schlaf lösen konnte, das Mädchen, auf das alle Jungs abfuhren, sich aber nicht trauten, es anzusprechen, und der süße Typ, der einem wie der Junge von nebenan vorkam und doch zu viele Geheimnisse mit sich herumtrug, um sich dafür zu qualifizieren." S. 162

 

Meine Meinung 

Geister, Dämonen, eine Legion und das düster wirkende Cover haben bei mir natürlich direkt die Hoffnung auf ein gruseliges Gänsehaut Abenteuer geweckt.

Leider gab es für mich davon etwas zu wenig in diesem Auftakt. Die Geisterszenen waren zwar nett, aber allesamt nichts Neues, denn man hat sie in der Form schon mal irgendwo gelesen. Hier fehlt es einfach an Ideen.

Unterhaltsam ist die Geschichte aber trotzdem und der Verlauf fesselt mit viel Tempo und einer gut gemischten Geisterjäger Truppe, die mich auch von der Darstellung her überzeugen konnten.

Kennedy zum Beispiel konnte ich irgendwie gut verstehen. Nachdem sie ihre Mum verloren hat, wird sie plötzlich auch noch mit paranormalen Wesen konfrontiert und muss eine ziemlich angefahrene Geschichte glauben. Dazu kommt, dass ihre Mutter, die der wichtigste Mensch in ihrem Leben war und der sie Alles anvertraut hat, anscheinend Geheimnisse vor ihr hatte. Ich würde mir da auch ziemlich verloren vorkommen!

 

Auch der Aufbau punktet, weil das Ziel der Fünf, die Teile einer besonderen Waffe zur Vernichtung des hier relevanten Dämons zu finden, natürlich nicht ohne Hindernisse abläuft. Deshalb geraten sie auch mal in größere Schwierigkeiten und Kennedys Verschwinden bleibt ja schließlich auch nicht unbemerkt.

Natürlich ist das Ganze auch ziemlich vorhersehbar, weil ja klar ist wohin die Handlung führt. Gestört hat mich dieser zielgerichtete und strukturierte Ablauf aber nicht und es gibt immer wieder abwechslungsreiche Zwischszenen.

Positiv zu erwähnen sind auch die Illustrationen von den Tagebucheinträgen, die die Mitglieder von ihren verstorbenen Verwandten übernommen haben.

Zum offenen Schluss wird es dann noch einmal richtig spannend und dort war neben der Anfangsszene, die düstere und gruselige Atmosphäre aus meiner Sicht am Besten gelungen.

Das im Finale nicht Alles so abläuft, wie sich die Protagonisten das vorgestellt hatten und ihnen dadurch wohl nun noch viel Schlimmeres bevorsteht, treibt die Neugier auf die Fortsetzung umso mehr an.

 

Fazit:

Pro:  Unterhaltsam, temporeich, sympathische und gut gemischte Charaktere

Kontra: nicht viele neue Ideen, vorhersehbar

 

Mich konnte "The Legion-Der Kreis der Fünf" von Kami Garcia, trotz wenig neuer Ideen und einem Gruselfaktor unter meinen Erwartungen auf seine Seite ziehen.

Symphatische Charaktere, ein Handlungsverlauf der niemals langweilig wird und ein interessantes Finale haben mich davon überzeugt, dass auch die Fortsetzung in meinem Regal einen Platz finden wird.

Nun bin ich gespannt was auf die fünf jungen Legionäre im nächsten Teil zukommen wird!

 

Bewertung:

Idee: 4/5

Charakterdarstellung: 4/5

Schreibstil: 5/5

Aufbau/Umsetzung: 4/5 

 

 

Gesamtbewertung

4 von 5

©Katies fantastisch dystopische Bücherwelt

 

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