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Am Leben

Franziska Greising
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Zytglogge, 10.05.2016
ISBN 9783729609136
Genre: Romane

Rezension:

Franziska Greising hat sich auf die Spuren von Rösli Näf begeben, ihren Neffen befragt, Orte ihres Lebens und Wirkens in Frankreich besucht, auf sich wirken und allmählich Personen des Romans „Am Leben“ immer lebendiger werden lassen. Beeindruckend porträtiert sie einen Teil des Lebens der Rösli Näf, jener Schweizer Krankenschwester und Mitarbeiterin des Schweizer Roten Kreuzes, geboren 1911, die schon mit Albert Schweizer zusammen arbeitete und während des 2. Weltkrieges die Kinderkolonie La Hille in Südfrankreich leitete, eines der 200 Internierungslagern in Frankreich.

Der Roman mit realem Hintergrund vermittelt auf beeindruckende Weise Wissen über die Zeit, beschreibt Lebensumstände jüdischer Familien, besonders der Kinder, die über Belgien nach Frankreich in „sichere“ Kinderheime geschickt wurden. Sehr detailreich schildert die Autorin vom Alltag in diesem Kinderheim, geleitet von Rose, von den Spenden und Zuteilungen aus der Schweiz, von Paten und der Unterstützung durch das ( Schweizer) Rote Kreuz, die Kinderhilfe und die umliegende Bevölkerung. Bei Erreichen der Volljährigkeit müssen die Kinder „La Hille“ verlassen und werden in das naheliegende Arbeitslager „Le Vernet“ gebracht. Interessant zu lesen war, wie das Wissen um die Zustände allgemein bekannt war, welche Bemühungen bestanden, sich gegenseitig zu helfen, z.B. sparen die Kinder von „La Hille“ sich Lebensmittel vom Mund ab, um sie nach „Le Vernet“ zu schicken. Auch die Weitsicht und lange Planung war beeindruckend, z.B. ließ Rose die Kinder immer französich sprechen und den vorort üblichen Akzent miteinüben, damit sie später, wenn sie fliehen müßten, nicht als jüdische Flüchtlinge auffielen, sondern als Einheimische angesehen würden. Rose hatte stets im Sinn, die Kinder zu retten und sie heil aus dem Krieg herauszuführen; aber troz ihrer Wachsamkeit hat sie manche Gefahren nicht wahr haben wollen. Sehr spannend und interessant zu lesen waren auch die Beschreibungen von Fluchtversuchen über die Schweizer Grenze...., von Menschlichkeit und den Bemühungen, im Stillen zu helfen oder darüber, wie sich die Menschen ändern können, wenn man ihnen einen Posten gibt bzw., was sie alles aus Angst um ihre eigene Familie mitmachen.

Aber auch Mittäterschaft oder der Aspekt der Mitschuld, ob im juristischen oder philosphischen Sinne, wird angesprochen. Die Rolle Frankreichs, insbesondere der Vichy-Regierung und ihrer Auslieferungsbereitschaft nach Auschwitz wird genauso thematisiert wie die damalige Handlungsstrategie der Schweiz, die ja immer so bedacht auf ihre Neutralität pocht. Zu Beginn der Kriegsjahre noch sehr engagiert, kam wohl nicht nur in den Kreisen, die mit der Wehrmacht lukrative Handelsbeziehungen unterhielt, Angst auf, diese könnten einbrechen. Auch das Schweizer Rote Kreuz sorgte sich, die Schweiz könne sich den Ruf eines „Judenzentrums“ zuziehen und schloß die Grenzen. Als Rose versuchte, jüdischen Jugendlichen zur Flucht zu verhelfen, wurde sie entlassen.

Insgesamt fand ich den auf geschichtlichen Begebenheiten basierenden Roman ausgesprochen interessant; ich habe viele Details um Alltägliches der damaligen Umstände erfahren und die couragierte Rösli Näf etwas kennengelernt. Aber das Buch vermittelt noch viel mehr und gibt Denkanstöße, denn gerade in der heutigen Zeit, in der u.a. Länder Grenzen schließen um Flüchtlingen den Ausweg zu versperren und die eigene, auch finanzielle, Sicherheit zu wahren, zeigt dieses Buch ebenso die Notwendigkeit von Mitmenschlichkeit und Zivilcourage auf.

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Superfood Suppen

Julie Morris
Fester Einband
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag , 28.11.2016
ISBN 9783868261509
Genre: Sachbücher

Rezension:

Julie Morris erläutert in ihrem Buch „Superfood Suppen“ zunächst die Regeln für deren Herstellung, einzelne Zutaten und Grundlagen, z.B. Basiszutaten sowie Superfoods wie Heilpilze, Meeresgemüse/Algen, Superbeeren, -wurzelgemüse, -samen und -körner.
Da alle Suppen im Buch nicht nur hervoragend schmecken, sondern noch weitere Wirkung haben sollen, werden Symbole eingeführt, die diese direkt in den Rezepten kennzeichnen: Schönheit, knochenstärkend, reinigend/entgiftend, herzgesund, immunstärkend, kalorienarm, proteinreich.

Zunächst finden sich Basisbrühen, die als Grundlage für die Rezepte benötigt werden: Gemüse-, Pilz-, Miso- oder Meeresbrühe, jeweils schnell zubereitet und lange haltbar. Und dann folgen die Suppenrezepte, eingeteilt in die Kapitel:
- funktionale Brühen
- gekühlte Suppenrezepte
- cremig-feine Suppenrezepte
- Klare Suppen & Nudelsuppen
- dicke Suppenrezepte
- Eintöpfe & Chilis
und anschließend ein Kapitel mit Beiwerk für Suppen ( z.B. Garnierungen, Cremes, kleine Kokoshappen). Im Anhang kann man einer Liste entnehmen, wodurch die einzelnen Superfoods ersetzt bzw. welche ersatzlos weggelassen werden können.

Die Suppenrezepte finde ich alle äußerst kreativ; niemals hätte ich die Zutaten in dieser Art zusammengefügt. Ein paar Beispiele, die aber nur einen kleinen Ausschnitt aufzeigen können sind Ingwer-Yamswurzel-Cremesuppe mit Sanddorn, gekühlte Kurkuma-Kokosnuss-Suppe, Physalis-Pfirsich-Gazpacho, Acocado-Nori-Suppe mit Knusperreis, Süsskartoffel-Maca-Suppe mit grünem Harissa, Pastinaken-Birnen-Suppe, weisse-Bohnen-Winterkürbis-Suppe mit Grünkohl und sogar ein Superfood-Eintopf für Hunde. Die Rezepte sind gut erklärt, oft gibt es ein Foto dazu, jedesmal die o.g. Symbole und immer wieder farbig hinterlegte Infokästchen mit „Wohlfühlwissen“, „Superfood-Tipps“ oder anderen Empfehlungen.

Manche Zutaten kann man ersetzen, weglassen oder sich einfach nur durch das Rezept inspirieren lassen. Ganz besonders hilfreich finde ich auch die grundlegenden Erklärungen zur Suppenherstellung. Mit der Anleitung, in welcher Reihenfolge und mit welchen Arbeitsschritten die einzelnen Zutaten in die Suppe gelangen, zusammengesetzt aus vielen Bausteinen und nach erläuterten Regeln, fällt es auch gar nicht schwer, selber Rezepte zu entwickeln, auf die man sonst nicht gekommen wäre und wozu Julie Morris ausdrücklich ermutigt. Ich war schon immer ein großer Suppen- und Eintopfliebhaber und freue mich über die ganz neue Sicht und Interpretation, ganz ungewöhnliche Zutaten zusammenzubringen.

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low carb, salat, salate, kochbuch, rezepte

Shaking Salad Low Carb

Karin Stöttinger
Fester Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 09.01.2017
ISBN 9783710601040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Sowohl low carb als auch Salate im Glas liegen voll im Trend; hier gibt es also eine Kombination davon.

Die low-carb-Rezepte sind unterteilt in die Kategorien vegetarisch, vegan, Fisch, Fleisch und süß; zum Schluß gibt es kohlenhydratreiche cheat meals, um low carb zu unterbrechen und den Stoffwechsel anzukurbeln.

Manche Rezepte fand ich ganz nett, besonders die Schichtsalate mit verschiedenen Gemüsesorten., also Rohes. Wenn Pfannkuchen, Kaiser- oder Sauerrahmschmarrn oder gekochte Mittagessen wie „Nürnberger Bratwürstchen mit weißen Bohnen, Kartoffelchips, weichgekochten Eiern und Tomatensauce auf dem Teller angerichtet noch ganz nett aussehen, würde ich diese warmen Mittagessen zusammengestopft im Glas und mit Dressing übergossen, selbst im kalten Zustand nicht als apetitlichen Salat bezeichnen. Ich mag Salat lieber knackig und frisch und nicht durchgeweicht und pampig. Nicht nur die abgekühlten Mittagessen, auch andere Rezepte hätte ich nicht unter dem Titel „Shaking SalaD“ erwartet, z.B. den Eistee mit Bananenscheiben im Glas, dazu gibt es Ingwerkekse oder den Mandelmehlkuchen im Glas gebacken.

Die Rezepte lassen sich gut nacharbeiten; manche brauchen etwas länger, insbesondere, wenn man zunächst eine warme Mahlzeit dafür zubereiten und abkühlen lassen muß. Mir gefällt, dass es zu fast allen Rezepten ein Foto gibt; die privaten Fotos würde ich allerdings nicht vermissen... Gut gefallen hätten mir Nährwertangaben und direkt im Kopf des Rezeptes die geschätzte Zubereitungszeit, da sie stark variiert.

Auch wenn einige nette Salate dabei waren, haben andere mich nicht ganz so umgehauen, und das Buch konnte mich insgesamt nicht wirklich überzeugen.

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Das große kleine Buch: Hausmittel für innere Ruhe

Karin Buchart
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 09.11.2016
ISBN 9783710400902
Genre: Sachbücher

Rezension:

Karin Burchart stellt in diesem Buch 25 Rezepte vor für Kräutertees, Salben, Auszüge, Kompressen, Badezusätze, Tinkturen, Schlafpolster u.m., die helfen, entspannter zu werden. Schon allein das Sammeln der Kräuter, mit dem damit verbundenen entspannten Aufenthalt in der Natur trägt zur inneren Ruhe bei. Zurückgegriffen wird dabei auf bekannte Kräuter wie Lavendel, Melisse, Hopfen, Salbei oder Zutaten wie Honig vom Imker oder Zirbenspäne, aber auch auf einzelne regionale Kräuter der Autorin, die mir bislang unbekannt waren und die ich hier gar nicht selber sammeln könnte, z.B. Bertram und Engelwurz.
Die 25 verschiedenen Rezepte finde ich sehr abwechslungsreich; jedes Rezept füllt eine Seite und auf der gegenüberliegenden findet sich ein ansprechendes Foto dazu. Die gut und verständlich erklärten Anleitungen der einfachen Zubereitungen macht das Nacharbeiten sehr einfach.
Gerade diese Überschaubarkeit der Rezepte in diesen „grossen kleinen Büchern“ gefällt mir so gut, denn so fällt es leicht, ein Rezept nach dem anderen auszuprobieren, seine Favoriten zu finden und nebenbei in den Alltag einzubauen.

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Das große kleine Buch: Räuchern mit Kräutern und Harzen

Barbara Haider , Hans Haider
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 06.12.2016
ISBN 9783710400148
Genre: Sachbücher

Rezension:

Barbara und Hans Haider erzählen von Bräucne des Räucherns, nicht nur zu den Rauhnächten, sondern auch für den Hausputz, Schwellenübertritt und zum Heilen, wobei auch geschichtlicher Hintergrund erwähnt wird. Das Sammeln und Trocknen von Kräutern, Binden von Kräuterbuschen, sowie das Sammeln von Harzen wird ebenso erklärt wie das Räuchern an sich. Abschließend folgen Kurzbeschreibungen von verschiedenen einheimischen Pflanzen, Hölzern und Harzen mit Anwendungsgebieten.

Mir gefällt diese Serie der „grossen kleinen Bücher“ sehr gut, denn jedes einzelne bietet ein abgeschlossenes Thema, das für den Einstieg genau ausführlich genug behandelt wird und man vor zu vielen Informationen auch nicht den Überblick verliert; sehr gut geeignet ist es auch zum Mitnehmen, z.B. wenn man Räucherpflanzen, Holz und Harze sammeln möchte. Viele Fotos, die die beiden passionierten Räucherexperten zu den einzelnen Themen ergänzen, ebenso ihr reicher Erfahrungsschatz machen alles noch viel anschaulicher.

Fazit: ein tolles kleines Buch, das einen befähigt, sein eigenes Räucherwerk zu sammeln, aufzubereiten und zu verräuchern

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Ayurveda

Hans Heinrich Rhyner
Fester Einband
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag , 14.11.2016
ISBN 9783868261479
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hans Heinrich Rhyner beschreibt in diesem Handbuch die Sicht- und Wirkungsweise des Ayurveda, erläutert u.a. Grundbegriffe, Zusammenhänge, Doshas und gibt dem Leser mehrere Tests an die Hand, mit Hilfe derer eine Selbstbestimmung und -findung gut gelingt. Im Gegensatz zu anderen Tests dieser Art, konzentriert sich Herr Rhyner auf wenige Fragen, so dass die Auswertung leichter und eindeutiger ausfällt. Neben Hilfen zur optimierten Leistung durch angepasste Ernährung, werden auch Lebensstil und -raumgestaltung durchleuchtet, verschiedene Krankheiten und medizinische Möglichkeiten des Ayurveda als Alternative oder Ergänzumg zur herkömmlichen westlichen Medizin erklärt. Sehr gut gefällt mir die Sichtweise, dass bei einer Krankheit etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, das man ausgleichen und zurück ins Gleichgewicht bringen kann.

Ich habe schon einige Bücher zum Thema Ayurveda gelesen und einzelne Zusammenhänge nicht nachvollziehen können. Herr Rhyners Erklärungen beginnen im Kleinen und verdeutlichen die Sichtweise sehr anschaulich und verständlich. Seine Fragebögen und Auswertungen fand ich sehr eindeutig und hilfreich; viele Skizzen und Schaubilder unterstützen die Erklärungen. Gerade für Leser wie mich, denen viele Fachbegriffe nicht geläufig sind, sind die vielen Tabellen und Diagramme, zu denen man zurückblättern kann, eine enorme Erleichterung.

Neben den vielen Erklärungen erzählt Herr Rhyner von persönlichen Erfahrungen und einschneidenden Erlebnissen auf seinem Weg zu und mit dieser Weltsicht, berichtet mit einer nunmehr 40jährigen Erfahrung in Umgang, Unterricht und Praxis auch von Fallbeispielen und Behandlungen.

Mich haben die komplexen Zusammenhänge im Ayurveda und die Leichtigkeit mit der Herr Rhyner diese zu vermitteln versteht, ebenso sehr beeindruckt wie seine aufgeführten Möglichkeiten, sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ob mit typgerechten Lebensmittel, Zubereitungen, vorgestellten Yogaübungen, der richtigen Sicht auf die eigene Arbeit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Wellness, Zimmeraufteilung u.v.m.

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100 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

freundschaft, neapel, roman, studium, italien

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:


Bei „Die Geschichte eines neuen Namens“ handelt es sich um die Fortsetzung „Meine geniale Freundin“ und den zweiten Band der vierteiligen neapolitanischen Saga.


Die beiden Freundinnen Lila und Elena versuchen der Armut zu entkommen, wobei ihnen im Neapel der 60er Jahre zwei Möglichkeiten bleiben: Heirat und Versorgtsein oder Bildung, Leistung und Selbstverantwortlichkeit.

Lila wählt den Weg, sich mit 16 Jahren reich zu verheiraten, erlebt Gewalt, Demütigungen und Mißachtung in ihrer Ehe, provoziert ihren Mann, tritt zuweilen rücksichtslos und egoistisch auf. Manchmal lebt sie ihre Macht aus, hilft Elena, auch durch finanzielle Unterstützung, den anderen Weg aus der Armut zu verfolgen. Elena setzt auf Bildung, studiert und schreibt ein Buch.


Die Freundschaft der Beiden erlebt Höhen und Tiefen, in denen sich auch Neid und Konkurrenzdenken wiederfinden.



Ich hatte den ersten Teil dieser Saga nicht gelesen, wohl aber den Hype darum mitbekommen. Um in die Geschichte einzusteigen, war dieses auch nicht unbedingt von Nöten, denn vorne im Buch werden alle Beteiligten vorgestellt sowie die Handlungen des ersten Bandes kurz zusammengefaßt. Schon bei anderen Serien habe ich mit einer späteren Folge begonnen und, weil sie mir so gut gefiel, die Serie dann von Anfang an gelesen; bei dieser Saga verhält es sich jedoch leider nicht so.

Der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht; die Durchleuchtung der Frauenrolle in den Sechziger Jahren fand ich sehr ansprechend. Auch in Deutschland gehörten die beiden im Roman vorgestellten Alternativen ja durchaus zum Üblichen; bis 1977 mußte sich eine Ehefrau, die berufstätig sein wollte, dieses von ihrem Ehemann genehmigen lassen, der den Arbeitsvertrag seiner Frau jedoch jederzeit kündigen konnte. Auch Gewalt in der Ehe wird zu Zeiten, in denen man diese noch nicht als Straftat anzeigen konnte, häufiger vorgekommen sein. Die Heirat mit 16 Jahren allerdings fand ich nicht ganz so überzeugend, würde ich eher im tiefen Mittelalter vermuten, als in einer Zeit, in der die Volljährigkeit mit 21 Jahren begann.

Insgesamt fand ich die Darstellung der Frauenrolle zu dieser Zeit schon interessant, stellenweise jedoch nicht so ganz überzeugend. Der Roman läßt mich etwas zwiegespalten zurück, denn obwohl er sich durchaus flüssig lesen läßt, finde ich viele der langatmig erzählten Details eher überflüssig und trivial, hatte doch etwas mehr erwartet.

Der Roman hat mich nicht wirklich überzeugen können und den Hype darum kann ich nicht nachvollziehen. Nein, mich hat das „FerranteFever“ nicht gepackt und ich werde keine weiteren Folgen dieser Saga lesen.

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Alte Heiler

Judith Koch
Fester Einband
Erschienen bei Freya, 30.09.2016
ISBN 9783990252819
Genre: Sachbücher

Rezension:

Judith Koch vermittelt in diesem Buch das Wissen zum Anlegen einer natürlichen, funktionierenden Hausapotheke, die man schon mit nur 8 – 10 verschiedenen Heilpflanzen perfekt bestücken kann.

Hierzu stellt die Kräuterpädagogin die zehn wichtigsten Pflanzen vor: Große Brennessel, Quendel, Wiesen-Schafgarbe, Schwarzen Hollunder, Echte Kamille, Echte/Kanadische Goldrute, Giersch, Spitzwegerich, Gewöhnliches Hirtentäschel und Weißdorn. Zu jeder dieser Heilpflanzen gibt es einen Steckbrief mit Bestandteilen, verwendeten Teilen, Eigenschaften, Volksnamen sowie als Ergänzung eine Liste mit Pflanzen, die nicht zu den zehn erläuterten gehören, aber zu dieser vorgestellten Pflanze passen. Die dargestellten Portraits werden ergänzt durch Geschichten, Legenden, Aberglaube und Nützlichem, wie z.B. der Anwendung als Spray gegen Blattläuse, Jauchenherstellung oder Einsatz als Färberpflanze. Dem schließt sich die Anwendung in der Volksmedizin oder als phytotherapeutische Anwendung an, wobei die Hauptbestandteile sehr detailliert erläutert und ihre Nutzung mit ansprechenden Rezepten aufgezeigt wird, ob als Kaltauszug, Spülung, Urtinktur, Tee, Badezusatz, Shampoo und mehr. Abgerundet wird das jeweilige Heilpflanzenportrait durch Sammeltipps sowie alten und neuen Rezepten für Speisen und Getränke. Zu jeder Heilpflanze finden sich viele Fotos, die oft unterschiedliche Entwicklungsstadien der jeweiligen Pflanze zeigen, so dass es auch Nichtgeübten leicht fallen sollte, unbekannte Pflanzen wiederzuerkennen.

Der Umfang, in dem die Heilpflanzenportraits dargestellt werden, hat mich schwer beeindruckt. Dieses ist nicht mein erstes Buch zum Thema Heilpflanzen, aber eindeutig das, welches die Pflanzen am umfangreichsten nahebringt. Der Ansatz, sich auf zehn Pflanzen zu konzentrieren, diese bestmöglich kennenzulernen und dann auch anwenden zu können, bringt es für mich genau auf den Punkt, denn mich überfordert es, mit einem großen Bestimmungsbuch durch Wald und Wiesen zu streifen um entdeckte Pflanzen darin nachzuschlagen. Da die vorgestellten zehn Pflanzen für eine Hausapotheke und viele Rezepte ausreichen, finde ich diesen Einstieg in das Sammeln und Verarbeiten einfach perfekt; hat man diese Pflanzen mit Nutzung verinnerlicht, steht einer weiteren Entfaltung ja nichts im Wege, wobei auch die Listen mit jeweils dazu passenden Pflanzen sehr hilfreich sind. Ausgesprochen gut hat mir die ganzheitliche Betrachtung der Pflanzen gefallen, inkl. der Legenden, Aberglaube und Nutzungen sowie der, schon fast wissenschaftlich ausgearbeiteten Bestandteile der Pflanzenteile mit Nutzen.

Fazit: fundierte, detailreiche und umfassende Wissensvermittlung zu zehn heimischen Heilpflanzen

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Alte Volkskunst Weben - ein Werkbuch

Dietlinde Fiala , Maria Mangge
Flexibler Einband
Erschienen bei Stocker, L, 01.01.1986
ISBN 9783702005047
Genre: Sachbücher

Rezension:


Dietlinde Fiala und Maria Mangge vermitteln in ihrem Buchweitgefächertes Wissen über die Kunst des Webens, beginnend mit der Geschcihte der Weberei. Danach werden Teile und Funktionen verschiedener Webstuhltypen vorgestellt, z.B. Webrahmen, Tischwebstuhl, Hautelisse und mehrschaftiger Trittwebstuhl; im Anschlauß daran zeigen sie die Verarbeitungstechniken des Schärens, Aufbäumens, Einziehen der Kette, das Weben, Spulen und den Gewebeabschluß auf. Eine kleine Materialkunde zu pflanzlichen und tierischen Fasern sowie verschiedene Knüpftechniken, Band- und Perlweben , Bindungen und ein paar Webschriften runden dieses Werkbuch ab.

Viele Fotos, Zeichnungen, Skizzen und Musterschriften verdeutlichen das Erklärte und machen es verständlicher. Insgesamt bietet dieses Buch eine gute Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten des Webens und der dafür verwendeten Geräte und führt in die Grundlagen sehr anschaulich ein. Mich hatte besonders der Umgang mit großen mehrschäftigen Trittwebstühlen interessiert, den ich nun, auch Dank der Musterpatronen, viel besser verstehe; allerdings bräuchte ich zur Umsetzung weiterführende Anleitungen.

Dieses Buch liefert leichtverständlich einen Überblick und eine gute Einführung in das Thema Weben, so umfassend und hilfreich, dass es trotz seines Alters seinesgleichen sucht – ein echter Klassiker!

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Vom Zauber des Duftes

Ingrid Kleindienst-John
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Freya, 30.09.2016
ISBN 9783990252697
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ingrid Kleindienst-John erklärt in ihrem Buch „Vom Zauber des Duftes“ zunächst Grundlegendes, z.B. wie wir riechen, uns an Düfte erinnern, unser Riechvermögen schulen können u.a. durch Training mit einem Duft-Notizheft und Geschichtliches zum Parfum. Und dann folgt eine Materialliste für die Grundausstattung, bei der mir auffällt, dass sie versucht, diese möglichst klein und kostengünstig zu halten und Zubehör aus der Küche ( z.B. Kaffeefilter) miteinbezieht. Sie erläutert Qualitätsmerkmale bei ätherischen Ölen, die Bestandteile eines Parfums: Basis-, Herz- und Kopfnote sowie „zwittrige“ Düfte und geht auf Fixateure / Fixative ein, die gleichzeitig Basisnote sind. Ergänzend dazu stellt die Autorin eine andere Ordnungsmöglichkeit dar, wie z.B. holzig, ledrig, balsamisch, grün, krautig.
Im umfangreichen Kapitel mit Grundrezept und Anleitungen unterscheidet sie zudem Ölparfums, alkoholische Parums, edt, edc, Creme-Parfum und Herrenparfums. Die darauf folgenden Rezepte sind nach Jahreszeiten geordnet; besonders interessant finde ich das alte Rezept ( um 1900) für ein Eau de Cologne, die Kombinationsvorschläge für eigene Parfums und im Anhang die ausführliche Tabelle mit einer guten Auswahl unterschiedlicher ätherischer Öle. Der Anhang beinhaltet ebenfalls Informationen zu Hydrolaten und Wässern, ein Glossar sowie Tabellen als Berechnungshilfe.

Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut, denn selbst absolute Laien werden zunächst mit Grundlagenwissen in das Thema eingeführt; die genaue Einteilung nach Basis-, Herz- und Kopfnote
mit Steckbrief der Pflanzen und Öle finde ich ausgesprochen hilfreich. Die Zubereitungsschritte werden nicht nur im Text, sondern ergänzend durch Foto-Strecken in Schritt-für-Schritt-Anleitungen ganz deutlich und leicht verständlich vermittelt.
Sehr schön finde ich dabei auch die vielen ausführlichen Pflanzenvorstellungen und Duftprofile, mit Hilfe derer man im Vorfeld schon sehr genau filtern kann, welche ätherischen Öle denn unbedingt zur eigenen Ausstattung gehören müssen.
Obwohl ich das Buch sehr interessant und hilfreich finde und auch einiges über Düfte gelernt habe, wurde mir beim Lesen deutlicher, dass bei mir eher der Weg das Ziel ist, dass ich nicht nach vorgegebenen oder selbstentwickelten Rezepten ätherische Öle aus einem Baukasten zusammentropfen möchte, sondern lieber ganzheitlich arbeite: die Pflanzen selber sammle und mit verschiedenen Zusammenstellungen experimentiere.
Für mich finde ich die vielen ausführlichen Pflanzensteckbriefe und Einteilung in Basis-, Herz- und Kopfnote, ganz besonders auch die Regel für das Grundrezept ( Verhältnis der verschiedenen Noten zueinander) sehr interessant und die zusammenfassende Tabelle im Anhang äußerst hilfreich.

Fazit: Das Buch vermittelt sowohl grundlegendes als auch spezielles Wissen zu einer Vielzahl an ätherischen Ölen, zur Verwendung der verschiedenen Pflanzenteile, zum Aufbau von Duftkompositionen im richtigen Verhältnis von Basis, Herz- und Kopfnote, der Entwicklung und Herstellung eigener Parfums und bietet viele, leicht nachzuarbeitende Rezepte.

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Jetzt koche ich ayurvedisch

Nicky Sitaram Sabnis , Anneliese Kompatscher
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 31.10.2016
ISBN 9783038009276
Genre: Sachbücher

Rezension:


Im ersten Fünftel des Buches werden die Grundlagen des Ayurveda sowie der daraus resultierenden Empfehlungen zur Ernährung vermittelt. Es wird auf Doshas und deren Ausgleich sowie auf Agni eingegangen; ein kurzer Konstitutionstest schließt sich an. Sehr gut gefällt mir in diesem Buch, dass unmißverständlich erklärt wird, wie normal Mischtypen sind und sich die Zusammenstellung im Laufe des Tages und Lebens ändert. Auch die Übersicht der „Gewürze von A-Z“ finde ich ausgesprochen hilfreich, denn ihr kann man genau entnehmen, was einzelne Doshas reduziert oder erhöht.


Den Großteil des Buches machen die Rezepte aus, die in verschiedene Kapitel unterteilt sind:

- Suppen und Eintöpfe, z.B. Mango-, Karotten-Chili-, Koriander-Shrimps-, Verjüngungs-Suppe

- Linsen und Hülsenfrüchte, z. B. Linsenbratlinge auf Kürbismus, feurige Kidneybohnen mit Tofu

- Getreide, z.B. einfacher Gemüsegries, Bulgur-Kürbis-Risotto, Couscous mit Steinpilzen

- Gemüse, z.B. Blumenkohl in rotem Curry, Auberginen Sandwich mit Bohnenpüree, Rotkohl-Burger, Süsskartoffel-Schnitzel, Karotten-Ziegenkäse-Frikadellen, Gemüse-Tofu-Kokoscurry

- Fisch, z.B. Riesengarnelen in Mandel-Kokos-Sauce, Kabeljau in Tamarindensauce

- Fleisch, z.B. Lamm in Cashew-Ingwer-Sauce, scharfes Hähnchen Vindalu nach Goa-Art, Tandoori Chicken, knusprige Ente an Mumbai-Masala-Sauce, Hähnchen-Gemüse-Spiess

- Beilagen und kleine Speisen, z.B. indische Bratkartoffeln, Glasnudeln mit Shrimps, Eier in Tomaten-Kokos-Sauce, kleine Gemüsepfannkuchen, Naan-Brot, Buchweizen-Theplas

- Chutneys, Raitas, Relishes, z.B. kokos-Chutney, Knoblauch-Teccha, Kohlrabi-Raita

- Einfache Basissaucen, z.B. Ghati-, Tridosha-, pikante Tandoori-, exotische Safran-Sauce

- Nachspeisen, z.B. Reisplätzchen mit Erdbeersauce, Karottenhalva, Mangocreme, warmer Süßkartoffelpudding, Kokosbällchen, Hirsepudding mit Granatapfeljus

- Getränke, z.B. Chai, Verdauungsdrink, Sternanis-Orangen Tee, Fitmacher Saft, Kräuter-Lassi

- Frühstücksgerichte, z.B. Süsse Polenta, Bananencurry, Mandelmus, Obstauflauf, Pho Pho


Die Rezepte sind jeweils für 4 Personen/Portionen berechnet; die verwendeten Gewürzmichungen ( Marsalas) finden sich auf Extraseiten im Buch. Jedes Rezept weist eine Symbolleiste zur schnellen Orientierung auf, darin ist der Schwierigkeitsgrad angegeben ( fast alle Rezepte sind mit „leicht“, wenige mit „mittel“ gekennzeichnet); die Sybole stehen für vegan, vegetarisch, glutenfrei und laktosefrei. Zu vielen, aber nicht zu allen Gerichten gibt es ein Foto.


Die Rezepte finde ich allesamt sehr ansprechend; mir gefällt die einfache Zubereitung, die Abwechslung und Vielfalt. Die benötigten Zutaten lassen sich leicht besorgen und trotzdem sind viele der vorgestellten Rezepte neu und spannend.

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The Taste of Havana

Lutz Jäkel , Dayami Grasso Toledano
Fester Einband
Erschienen bei Fackelträger Verlag, 18.10.2016
ISBN 9783771646721
Genre: Sachbücher

Rezension:

Für „Taste of Havana“ hat Dayami ( Grasso Toledano) Freunde und Verwandte in Havana und Umgebung besucht, gemeinsam mit ihnen gekocht dabei gesungen, gelacht, gemeinsam gegessen und ihre Geschichten zusammengetragen. Dabei ist viel mehr als nur ein Kochbuch entstanden, das ein Gefühl für Land, Leute und Gerichte vermittelt; es wird ergänzt durch eine Internetseite, auf der man Filme und Fotos sehen kann, die beim Entstehen des Buches entstanden und die u.a. einzelne Köche des Buches zu Wort kommen lassen. Um dieses Koch- und Geschmackserlebnis abzurunden hat die Sängerin / Entertainerin Dayami Lieder, die beim Kochen wiederentdeckt oder entwickelt wurden mit Freunden zusammen als CD produziert, die man auf der website als download oder als CD erstehen kann. Auch schon im Buch wird mehrfach darauf hingewiesen, dass sich viele traditionelle kubanische Lieder mit dem Essen, dem Kochen oder dem Verkauf von Lebensmitteln befassen, wahrscheinlich auch stark beeinflußt durch die Feilbietungsrufe und -gesänge der Strassenhändler.

Das Buch selber ist wundervoll gestaltet, mit viel Liebe zum Detail. Unzählige Fotos und persönliche Erzählungen der vorgestellten Köche vermitteln einen Eindruck über die Lebensbedingungen, Träume und Möglichkeiten – ob zu Zeiten der Mangelwirtschaft, in der es galt besonders kreativ mit Bohnen und Reis zu kochen oder zur heutigen Zeit. Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen, die fast nebenbei erfolgten, wie z.B. über subventionierte Lebensmittel, Wohnraum oder Verdienst, die ja auch Vorteile gegenüber dem Kapitalismus haben.
Gut gefallen hat mir ebenfalls, mit wieviel Lebensfreude und Kreativität man Engpässe ausgleicht, z.B. Muffinbacken in abgeschnittenenen Bierdosen oder wie kreativ kleine Möglichkeiten des Nebenerwerbs genutzt werden.
Die meisten im Buch vorgestellten Köche haben nach 1994 die Chance ergriffen, im Rahmen der „Perido Especial“ ein bißchen Privatwirtschaft zu betreiben und in ihrer Küche sowie Esszimmer ein familiengeführtes Restaurant ( Paladar) eröffnet. Vorgestellt werden kleine, mittlerweile auch größere Paladars und Restaurants, ein durchdachtes Konzept mit Selbstversorgung und vegetarischen Gerichten sowie kleine „Geheimtipps“; jeder vorgestellte Koch trägt mit einem oder mehreren Gerichten seinen Teil des Buches bei. Dass die kubanische Küche geprägt ist durch u.a. spanische, afrikanische, chinesische Einflüsse und oft auch von Versorgungsengpässen, spiegelt sich in den über 80 vorgestellten typischen und kreativen Rezepten wieder. Für drei Zutaten werden im Anhang Alternativen angegeben, sonst erhält man eigentlich alles Benötigte problemlos.

Unter den Rezepten finden sich z.B. Gefüllte Maisblätter, Okraschoten mit Kochbanane, süßer Kürbisflan, Rolandos Hackfleischpfanne Havanna-Art, herzhafter Maisbrei, gefüllte Kartoffelknödel, frittierte Malangapuffer, Calamares in Tomatensauce mit Paprikasalat, kreolischer Eintopf, würzige Rippchen, Bananenpüree, Spanferkel am Spiess, geräuchertes kreolisches Huhn und diverse Mixgetränke. Die Rezepte sind gut erklärt, durch große, appetitliche Fotos ergänzt, und lassen sich einfach nachkochen.

Gerade dieser Mix aus vorgestellten Freunden und Verwandten, die von sich, ihrem Leben sowie dem kubanischen Lebensgefühl erzählen und ihre vielfältigen, abwechslungsreichen Lieblingsrezepte verraten, unterstrichen von den vielen Fotos, macht das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem, rundet das Koch- und Geschmackserlebnis so wundervoll ab und weckt Urlaubswünsche....

Fazit: kubanische Rezepte, Geschichten und Lebensgefühl genussvoll präsentiert

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Buchweizen - das Powerkorn

Anja Völkel , Kirsten Maria Peter
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei pala, 14.10.2016
ISBN 9783895663611
Genre: Sachbücher

Rezension:

Anja Völkel stellt zunächst kurz das Pseudogetreide Buchweizen vor, das genau wie Quinoa oder Amaranth, glutenfrei ist. Sie berichtet über Anbau ( hierbei hat mich die kurze Vegetationszeit von 10-12 Wochen sehr überrascht), traditionelle Nutzung als Heilpflanze sowie Zubereitung als Brei oder Grütze und erklärt die grundlegenden Zubereitungsen wie Garen, keimen Lassen, Mahlen, Quetschen und Rösten.

Über 100 Rezepte, die meist für 4 Personen bemessen sind, folgen – unterteilt in die Kapitel:

- Müsli und Frühstück
- Brot, Brötchen und pikantes Gebäck
- Kuchen und süßes Gebäck
- Fingerfood
- Feines aus der Pfanne
- Leckeres aus dem Ofen
- Salate
- Suppen
- Desserts und Naschereien

Bei uns gibt es hin und wieder Buchweizenpfannekuchen oder Galettes; wir mögen diesen nussigen, etwas herberen Geschmack sehr. Auf die Idee, Buchweizenmehl so vielfältig einzusetzen wäre ich alleine nie gekommen und bin ganz begeistert über die Vielfalt der Rezepte. Erst habe ich mir einzelne mit post-its markiert, aber das macht gar keinen Sinn, da ich fast jedes Rezept ausprobieren möchte..., die verschiedenen Brötchen, die Buchweizen-Preiselbeer-Torte, Grütze, Frischkornbrei, Rhabarber-Tassenkuchen, den Nudelteig ( bislang kaufe ich Sobas im Asia-Laden), Flamm- oder Gemüsekuchen, Polenta, verschiedene Salate und Enegiekugeln...

Manche Rezepte sind ganz neu, andere einfach so umgewandelt, dass Buchweizen miteinbezogen wurde. Schon beim Durchblättern des Buches läuft einem das Wasser im Mund zusammen; und ich bin ganz gespannt auf das neue Geschmackserlebnis mit Buchweizen, werde ein- bis zweimal pro Woche ein Rezept aus dieser wundervollen Sammlung ausprobieren.

Fazit: einzigartige, umfang- und abwechslungsreiche Rezeptsammlung um das heimische Superfood Buchweizen

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Natürliches Parfum selbst gemacht

Brigitte Bräutigam
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2015
ISBN 9783730602010
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch vermittelt einen guten Überblick über Duftwahrnehmung, Gewinnungsmethoden, Qualitätsmerkmale, Lagerung und Haltbarkeit von ätherischen Ölen, erläutert verschiedene Inhaltsstoffe und die Begriffe Kopf-, Herz- und Basisnote; zu diesen werden reichlich Düfte zugeordnet. Man erfährt, welches Zubehör man zur eigenen Parfumherstellung benötigt, wie man seinen eigenen Parfumduft erarbeitet und findet und wie dieses Parfum entsteht. Zum Nacharbeiten gibt es über 50 Parfumrezepte, eingeteilt nach Duftmerkmalen ( blumig, fougère, chypre, orientalisch, citrus), selbst an Raumdüfte wurde gedacht. Am Ende des Buches finden sich ein paar Arbeitsblätter wie eine Übersichtstabelle der ätherischen Öle, Duftkarte und Verdünnungstabelle.

Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut, denn selbst absolute Laien werden zunächst mit Grundlagenwissen in das Thema eingeführt und sind nach Lesen des Buches in der Lage, genau das Zubehör zu kaufen, das benötigt wird. Sehr schön finde ich dabei auch die vielen ausführlichen Duftprofile, mit Hilfe derer man im Vorfeld schon sehr genau filtern kann, welche ätherischen Öle denn unbedingt zur eigenen Ausstattung gehören müssen. Wer nach diesem Buch arbeiten möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er vorab einiges an Zubehör und Ölen benötigt.

Obwohl ich das Buch sehr interessant und hilfreich finde und auch einiges über Düfte gelernt habe, wurde mir beim Lesen deutlicher, dass bei mir eher der Weg das Ziel ist, dass ich nicht nach vorgegebenen oder selbstentwickelten Rezepten ätherische Öle aus einem Baukasten zusammentropfen möchte, sondern lieber ganzheitlich arbeite: die Pflanzen selber sammle und mit verschiedenen Zusammenstellungen experimentiere. Für mich finde ich die Steckbriefe sehr interessant, in denen neben Zusammensetzung und Duftprofil auch jeweils Hinweise zur Gewinnung des ätherischen Öles gegeben werden.

Fazit: Das Buch vermittelt sowohl grundlegendes als auch spezielles Wissen zu einer Vielzahl an ätherischen Ölen, zum Aufbau von Duftkompositionen, der Entwicklung und Herstellung eigener Parfums und bietet viele, leicht nachzuarbeitende Rezepte.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Urban BBQ

Adi Bittermann , Herbert Lehmann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Pichler Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG, 21.03.2016
ISBN 9783854317258
Genre: Sachbücher

Rezension:

In „Urban BBQ: Grillen auf Balkon und Terrasse“ werden zunächst rechtliche Hinweise und Tipps zum Grillen sowie verschiedenen Grillzubereitungen, z.B. sous-vide, gegeben. Als beste Lösung, auch um nicht mit den Nachbarn anzuecken, wird au Elektro- oder Gasgrill mit Haube und umfangreichem Zubehör gesetzt.

Die Rezepte sind eingeteilt in folgende Kapitel:
- Burger, Pizza & Co
-vegetarische Gemüse
- Fleisch und Meeresfrüchte
- Steaks, Ripperl & Co
- Süße Träume
Ganz eindeutig läßt sich diese Trennung aber nicht ziehen; so findet man z.B. auch pizzaähnliche Gerichte im vegetarischen Kapitel. In den beiden Fleisch und Meeresfrüchte-Kapiteln finden sich auch Zubereitungen im Vakuumbeutel, am Stück, als Spiesse und mit geschlossenem Deckel. Für mich waren allerdings die anderen Kapitel wesentlich interessanter, die Rezepte ungewöhnlicher; ob Pizza, Quesadilla, Nudelauflauf oder mit Oliven und Tomaten belegtes Fladenbrot ( in einer speziellen Grillpfanne gebacken), Poffertjes ( ebenfalls in Spezialpfanne), Bratapfel ( im Gemüsekorb) oder Waffeln ( spezieller Waffelform).

Die Möglichkeiten, mit Spezialzubehör besondere Grillspezialitäten zuzubereiten, fand ich interessant und mir war bis zum Lesen dieses Buches auch gar nicht bekannt, dass die Fa. Weber so vielfältiges Spezial-Grillzubehör anbietet. Da wir mit unserem Grill äußerst zufrieden sind ( so ein kleiner, rauchfreier mit Gebläse und Korbeinsatz für ein paar Grillkohlen sowie großer Grillhaube) steht für uns auch keine Anschaffung eines großen Webergrills inkl. Zubehör an.
Trotzdem gefällt mir die vorgestellte Nutzung in der Art eines Backofens sehr gut und selbst mit unserem kleinen Grill werden wir die Rezepte aus dem Buch zubereiten können. Die Zubereitung jedes Rezeptes wird ausführlich beschrieben, läßt sich leicht nacharbeiten und ein großes Foto zeigt das fertige Grillgut. Gut gefallen hätte mir ein Tipp oder kleine Lösung zur Zubereitung, sofern man nicht über weiteres Zubehör verfügt.

Fazit: Ein Buch mit ganz außergewöhnlichen Grill- und Backrezepten, als Anleitung und Inspiration – allerdings benötigt man sehr viel Spezialzubehör

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

low carb, kochbuch, lchf, diät, rezepte

Easy. Überraschend. Low Carb.

Bettina Matthaei , Oliver Brachat
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531127
Genre: Sachbücher

Rezension:

Im Titel dieses Buches ist zwar nur das „Low Carb“ in Großbuchstaben geschrieben, tatsächlich wird aber das im Untertitel abgekürzte LCHF ( Low Carb High Fat) als die ideale Lösung einer Diät in den Mittelpunkt gestellt, allerdings mit dem Vermrk im Buch, dass der, der es nicht ganz so fettig mag auch etwas Fett weglassen kann.

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel:

Aufstriche und Brote
- Fleisch
- Fisch
- Vegetarisch
- Schnelle Gerichte
- Frühstücksideen und Desserts

Mich hatten besonders die Rezepte für Low Carb Brote interessiert, von denen es im Buch tatsächlich eine große Auswahl gibt. Allerdings hatte ich etwas mit Leguminosenmehl oder anderen ansprechenden Zutaten erwartet. In der Sammlung finden sich Brotrezepte, in denen gemahlener sowie ganzer Leinsamen, Flohsamenschalen, Sojamehl, Sojakleie und evtl. auch Fettsaaten zusammengerührt werden. Da den Zutaten das Klebeeiweiss fehlt, werden sie häufig mit Ei „zusammengeklebt“. Vielleicht war ich da etwas naiv als ich davon ausgegangen bin, dass Brot immerhin ein geschützter Begriff ist und demzufolge hatte ich etwas anderes erwartet. Wenn ich ehrlich bin, muß ich gestehen, dass ich von diesen Broten keines wirklich ansprechend finde oder nachbacken werde.

Bei den Aufstrichen sind mehrere dabei, deren Grundzutat aus Butter besteht, die mit diversen Zutaten püriert wird. Das ist mir als Brotbelag echt zu fettig; ich benutze schon ewige Zeiten kein Schmierfett auf meinen Broten und könnte mich bei solchen Fettmengen schütteln. Gut, in der Einleitung steht ja, man könne den Fettanteil reduzieren; aber wie soll das bei solchen Rezepten funktionieren?

In den folgenden Kapiteln gibt es ganz nette, wenn auch nicht unbedingt aufregende Rezepte, z.B. eine in Alufolie gebackene Dorade mit Selleriepüree oder, im vegetarischen Kapitel Gnocchis, die mit Mandeln bestreut werden, Röstis aus Butternut- und Halloumi-Kürbis; gefüllte Tomaten, eine Pilzpfanne mit Spätzle oder gebratene Selleriescheiben in Mandelkruste. Besonders das Kapitel „Schnelle Gerichte“, in dessen Einführung man darauf eingeht, wie wichtig eine gute Mahlzeit ist, auch wenn man unter Zeitdruck steht, läßt mich enttäuscht zurück. Hier gibt es Anleitungen zu Eiern im Hackfleischmantel, Carpaccio mit Kapern und Parmesan, Lauchsuppe mit Ceddar und Hackfleisch, pürierte Gemüsesuppen, ein mit Käse überbackenes Brot. Für mich sind das alles Rezepte die man nicht braucht, weil sie so selbstverständlich und Jahrzehnte als sind, schon zur Routine der Generationen vor uns gehörten. Da wird auch der hohe Fettgehalt stimmen, denn damals war schwere körperliche Arbeit auch noch angesagter als heute.
„Bei den Frühstücksideen und Desserts“, die „ohne Zucker und -austauschstoffe“ auskommen fallen mir zunächst die Kaffeerezepte auf, bei denen in jeweils 500 ml Kaffee eine besondere Zutat eingerührt wird z.B. Morning Coffee „Kokos ( 2 TL Kokosöl), „Mandel“ ( 1EL Mandelmus), „Sahne ( 4 EL Sahne), gefolgt von diversen Marmeladenersatz-Rezepten, bei denen etwas Obst mit Chiasamen und wechselnden Nussmussorten verrührt wird. Bei mir bleibt hier der Eindruck: Kennst Du ein Rezept davon, kennst Du alle.

Mein Eindruck zu diesem Buch:
Die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig, die Rezepte sind leicht verständlich ( sogar kindgerecht) und einfach nachzukochen, jeweils mit einem großformatigen, ansprechenden Foto und den Nährwerten ergänzt. Leider sind viele der Rezepte, abgesehen von den Broten, jedoch weder neu noch aufregend - viele wiederholen sich und genaugenommen ist keines dabei, dass mich derart anspricht, dass ich es nachkochen würde.
Nach der ansprechenden Ankündigung dieses Buches hatte ich einfach mehr erwartet und bin enttäuscht; selbst die ersehnten Brotrezepte können mich nicht überzeugen.
Ein wenig ärgert mich, wenn mir sogar erklärt wird, wie ich Käse schneiden oder Eier kochen muß; das würde ich in einem Kochbuch für Kinder erwarten. Ich habe bei einigem in diesem Buch den Eindruck, dass viel heiße Luft mitserviert und mitverkauft wird. Schon in der Einleitung fand ich die Erklärungen sehr seltsam, dass man die Beilagen ja auch austauschen könnte ( Wer käme von alleine nicht auf diese Idee?) und dass es dafür extra „ein Goodie“ (!!!) gäbe: „Am Ende des Buches haben wir ein Beilagenregister aufgeführt“. In anderen Büchern ist das kein Goodie, sondern man nennt es Inhaltsverzeichnis, das häufig erst in alphabetischer Reihenfolge und dann nach Rezeptgruppen aufgeführt wird.

Fazit: Neue „Brot“rezepte, ansonsten unaufregende, einfache Klassiker, z.T. mit modernen Zutaten angereichert

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Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen

Werner David , Werner David , Matthias David , Margret Schneevoigt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei pala, 17.10.2016
ISBN 9783895663581
Genre: Sachbücher

Rezension:

Werner David erläutert in seinem Buch Wissen über Wildbienen, deren lebensnotwendigen Wildpflanzen und ihre unterschiedlichen Behausungen. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Tipps wird der Nachbau unterschiedlicher praxiserprobter Nisthilfen aufgezeigt und unterschiedliches Nistmaterial zur Befüllung vorgestellt.

Besonders gut habt mir die Nisthilfe in einer Konservendose gefallen, weil sie sich sehr gut mit Kindern herstellen läßt. Insgesamt finde ich die vielen Anleitungen sehr hilfreich, leicht verständlich erklärt und gut nachzuarbeiten, z.B. auch jene aus Holz oder Ton.
Im Kapitel „So bitte nicht!“ habe ich für mich viele neue Informationen gefunden, u.a. über die in Baumärkten angebotenen Insektenhotels, die zwar schön aussehen, deren Größe und Füllmaterial für Wildbienen kaum von Interesse sind. Die weitaus bessere Lösung besteht im Selberbauen von kleinen Nisthilfen, was mit Hilfe dieses Buches und der darin enthaltenen, vielfältigen Anleitungen gar nicht schwer fällt. Zusätzlich bietet das Buch eine Übersicht über Wildbienenarten, eingeteilt nach Art der benötigten Nisthilfe sowie Adressen und Bezugsquellen für diverse, fertige Nisthilfen.

Fazit: Ein sehr informatives Buch mit vielen, ergänzenden Fotos über verschiedene Wildbienenarten, ihre unterschiedlichen Lebens- und Nistbedingungen und den eigenen Bau artspezifischer Nistmöglichkeiten

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

plätzchen, backen, bernd neuner, rezepte, bassermann verlag

Plätzchen & Stollen

Bernd Neuner
Fester Einband
Erschienen bei Bassermann, 05.10.2015
ISBN 9783809434740
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bernd Neuner, seit 1990 Konditormeister, hat in diesem Backbuch 31 bewährte Rezepte zusammengestellt, die meist eine lange Tradition aufweisen und im Laufe der Jahre immer weiter verbessert wurden. Außerdem verrät er, was er anders macht um eine gleichbleibende Qualität zu sichern, nämlich genaues Abwiegen, Abbacken einzelner Bleche mit Unter- und Oberhitze und das Nutzen von Weinsteinbackpulver, welches in den Rezepten angegeben wurde, aber auch 1:1 durch normales Backpulver ersetzt werden kann.

Unter den Rezepten finden sich viele Plätzchen-Klassiker wie Haselnuss- und Kokosmakronen, Zimtsterne, Vanillekipferl, oder Butterausstecher, aber auch raffinierte wie Orangen-, Schokotaler oder Feigenbusserl, aber auch Früchtebraot, Mohn-, Haselnuss-, Christstollen, Gewürzkuchen, Bratapfel- und Glühwein-Cupcakes. Zu jedem Rezept gibt es eine leicht verständliche Anleitung sowie ein schönes, großes Foto des fertigen Gebäckes, das oft ganz reizend dekoriert wurde.

Das Buch bietet eine schöne Rezeptauswahl an Weihnachtsgebäck-Klassikern, mit präzisen Anleitungen und Tipps und das zu einem erstaunlich kleinen Preis.

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110 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

elefanten, trauer, liebe, spiritualität, familie

Die Spuren meiner Mutter

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 29.08.2016
ISBN 9783570102367
Genre: Romane

Rezension:


Jodi Picoult erzählt in „Die Spuren meiner Mutter“ die Geschichte der 13jährigen Jenna, die bei ihrer Großmutter lebt und mit Hilfe eines Mediums sowie eines Detektives versucht, ihre vor 10 Jahren verschwundene Mutter, Alice, zu finden. Damals betrieben ihre Eltern, beide Wissenschaftler, ein Elefantenschutzgebiet, in dem es einen tragischen Unfall gab, bei dem eine Mitarbeiterin getötet und Alice verletzt wurde und seit ihrem kurzen Krankenhausaufenthalt verschollen ist. Jennas Vater, Thomas, lebt seitdem in seiner eigenen Welt, in einem Sanatorium.


Jodi Picoult versteht es meisterlich, mehrere Erzählstränge zu einer wundervollen und zugleich spannenden Geschichte zu verweben. Jenna liest in den Aufzeichnungen und Forschungsberichten ihrer Mutter und so ganz nebenbei erfährt der Leser viel Wissenswertes über Elefanten, z.B. über ihre Zusammengehörigkeit, ihre Art um verstorbene Familienmitglieder zu trauern, nach einiger Zeit auch loszulassen und weiterzuziehen. Andere Erzählperspektiven befassen sich mit Virgils Sicht, jetzt Detektiv, vor zehn Jahren ermitteltnder Polizist beim Unfall im Elefantenschutzgebiet, oder aus Sicht Serenitys oder Alice'.

Nach und nach kommen Jennas Erinnerungen fetzenhaft zurück ....



Die Geschichte wird sehr fesselnd erzählt und auch die verschiedenen Erzählstränge tragen zu ihrer Spannung bei, weil man abwechselnd Neues aus der Vergangenheit und der Gegenwart erfährt und sich das Bild langsam aufbaut. Da jedes Kapitel als Überschrift den Namen des Erzählers trägt, sind diese Wechsel auch keinesfalls irritierend.

Insgesamt hat mir dieser Roman ausgesprochen gut gefallen, er war gefühlvoll, bewegend und spannend. Sehr interessant eingeflochten fand ich die Forschungsergebnisse über Elefanten und ihre Trauerarbeit, die die von Jenna auf eine sehr beeindruckende Art begleitet und ergänzt haben. Mehrere Male dachte ich beim Lesen des Buches, die Rätsel gelöst zu haben und doch war das Ende völlig unerwartet und überraschend für mich.


Zum Schluß des Buches erklärt die Autorin in einem kurzen Kapitel, welche tatsächlichen Begebenheiten hinter den Beschreibungen der Elefanten, ihrer tragischen Erlebnisse und den Schutzgebieten stehen, denn hier wurde Reales verarbeitet und etwas entfremdet. Ferner findet der Leser angegebene Internetseiten um sich intensiver mit dem Thema mißbrauchte Elefanten im Zoo, Zirkus, Safari und auch mit Wildern und Hilfsmöglichkeiten auseinander zu setzen.


Dieses war der erste Roman von Jodi Picoult, den ich gelesen habe; er hat mich bewegt, begeistert und auf weitere Bücher der Autorin neugierig gemacht.



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(62)

70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Attila Hildmann hat nun, gut 4 Jahre nach seiner 30 Tage Challange, seine 7-Tage-Detox-Diät herausgebracht.
Das Buch beginnt mit einer doppelseitigen Selbstdarstellung Attila Hildmanns uns seiner behnbrechenden Erfolge, gefolgt von grundlegenden Erklärungen zum neuen Programm, ein bißchen Belobhudelung über die sensationellen Erfolge der 7-Tage-detox-Diät: Tatsächlich wollten alle 21 (!!!) Testteilnehmer nach der Woche weitermachen, was selbst Attila Hildmann völlig überrascht hat. Es geht weiter mit so fantastischen Erkenntnissen, dass man bei drei Mahlzeiten, die mit vier Stunden Abstand eingenommen werden sollen, zwischen der letzten Abendessen und dem Frühstück nichts essen soll. Es folgen Details zum Programm, z.B. der Nutzung des Mengenrechners im Internet, bei dem man Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Schwere der körperlichen Arbeit und Sportgewohnheiten eingeben kann. Attila Hildmann stellt die Idee als absolute Novität und seine eigene Erfindung dar – das Miteinbeziehen des persönlichen Grundumsatzes gibt es bei WW u.a. schon seit Jahrzehnten. Nach Berechnen seines Mengenfaktors kann man sich in der Facebook-Gruppe anmelden und die umgerechneten Zutatenmengen als Einkaufszettel auf sein handy schicken lassen. Für jeden dieser sieben Tage gibt es je zwei Rezepte zum Frühstück, Mittag- und Abendessen, also insgesamt 42, die sich z.T. sehr ähneln inkl. der 9 smoothies. Mit zum Programm gehört Sport: tägliches Grundtraining ( Radfahren, Laufen, oder Schwimmen) sowie jeden 2. Tag Krafttraining. Am Ende des Buches findet sich der „Vegan for fit“ Parcours, der 27 Übungen mit einem kleinen Foto ( manchmal gibt es sogar ein zweites) und einer Erklärung in einem Satz nahebringen soll. Das hätte man besser weggelassen; ich glaube diese unzureichende Einführung, die sich ja an eher Sportunerfahrene richtet, birgt mehr Gefahren als Hilfe.

Auf S. 8 betont Attila Hildmann: „ WIR machen es richtig – ohne zu hungern“. Für mich hat der Mengenrechner eine Portionsgröße von 0,6 berechnet, also ein wenig mehr als eine halbe der dargestellten Portionen. Nun, das macht mich neugierig und so muß ich ein mich besonders ansprechendes Rezept, beispielhaft, mal genauer anschauen:

Das Haferflocken-Pfannenbrot mit Blaubeeren auf Banane von S. 37:

Die aufgelisteten Zutaten sind für 2 Personen ( 4 Brote berechnet: 170g Haferflocken, Meersalz, Backpulver, 2 Bananen, 160 g Blaubeeren, 2 EL Ahornsirup. Für eine 0,6 fache Portion darf ich also: 51g Haferflocken, gut ½ Banane, 48g Blaubeeren sowie 0,6EL Ahornsirup meine Mahlzeit nennen. Das macht für mich eine Mahlzeit von 100g und 142 cal. - und die nächste Mahlzeit gibt es erst in 4 Stunden. Klar nehm ich so ab, besonders wenn ich dazu auch noch täglich Sport mache.
Aber „ohne zu hungern“, wie angekündigt, machen wir es jetzt leider auch nicht. Ich frage mich, wieviel Sinn macht dieses ( und die anderen, ähnlichen Rezepte), was hat es mit dem vorherigen Hochloben der tollen und ausgeklügelten Inhaltsstoffe auf sich und überprüfe das mal. Besonders interessieren mich die 0,6 EL Ahornsirup, der genauso sehr ein Vitamin B-Räuber ist wie normaler Zucker und mir die Süße der Blaubeeren völlig reichen würde. Was bekomme ich also für diese 31,2cal: 8,05g KH ( davon Zucker 7,14g !!!!) und 24,6mg Kalium. Wie gesagt, den will ich ja gar nicht und würde statt dessen lieber eine mittelgroße Möhre von 60g und viel mehr sättigendem Volumen zu mir nehmen, die mich im Vergleich zum Ahornsirup auch gleich mit Nährstoffen „überschütten“ würde, nämlich bei nur 25cal. mit 195mg (!!!!!) Kalium hat sie nur 5,84g KH ( davon nur 2,77g Zucker).

Bei anderen Rezepten fällt mir ebenfalls auf, dass ich bei einer Portionsgröße von 0,6 nur Miniportionen erhalte, die mit kleinen kalorienreicheren Zutaten folglich meine Portion zu klein werden lassen, um zu sättigen. Gerade ein großer Gemüseanteil auf dem Teller sorgt doch für das Sattwerden, das nun mal (wissenschaftlich nachgewiesen) mit der Füllmenge des Magens erfolgt.

Für mich sind die vorgestellten Rezepte also keine Option, zumal die Verarbeitung der topmodernen Superfoods aus aller Welt ständig favorisiert wird. Mich stört da noch nicht mal der Kostenfaktor, sondern, dass es genug regionale Superfoods gibt, die man saisonal und regional problemlos erhält. Ich brauche diese Schickimicki-Modesuperfoods nicht, die so gefragt sind, dass Regenwälder für Ihren Anbau abgeholzt werden müssen oder die Anbauflächen nicht mehr für die dort lebende Bevölkerung zur Verfügung steht. Diesen Aspekt sollte man nicht vernachlässigen, erst recht, wenn man damit wirbt, dass bei besimmten eigenen Produkten 10cent für die Tigerrettung miteinberechnet wurden und gespendet werden oder wenn man von fairem Essen spricht.

Abgesehen davon halte ich Beeren u.a. Zutaten, die mich getrocknet oder anderweitig verarbeitet erreichen nicht für wirklich frisch und deshalb besonders hochwertig. Da lob ich mir heimische, frische, regionale Zutaten, die man saisonal in guter Qualität erhält und die außerdem auch keine langen Wege hinter sich haben.

Die Bücher Attila Hildmanns fand ich bislang prima, das hier ist für mich ein echter Fehlgriff.
Die Überschrift des Klappentextes lautet: "Mehr geht nicht in einer Woche" - ich fürchte, auch nicht, wenn man jedes Jahr ein oder zwei "neue" Bücher herausgeben will.

Fazit: Das ist kein Programm für mich, das ist Hungern mit täglichen Sporteinheiten und Mahlzeiten mit nicht wirklich korrekten Zutaten.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

IS und Al-Qaida

Mohammad Abu Rumman , Hassan Abu Hanieh , Günther Orth
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Dietz, J H, 20.05.2016
ISBN 9783801204839
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die beiden Autoren, jordanische Islamismus-Experten, zeigen die ideellen Unterschiede zwischen dem IS, Al Qaida und der Al-Nusra-Front auf , berichten von taktischen Zusammenschlüssen mit Treueschwüren und den Differenzen der einzelnen Gruppierungen, die dann wieder zur Spaltung oder Ablegerbildung führten.
Besonders interessant fand ich dabei die grundlegenden Unterschiede, z.B. dass es Al Qaida urprünglich nicht um Land oder Eroberung, sondern nur um Aktionen gegen die USA ging, wie die einzelnen Verstrickungen unter den verschiedenen Gruppierungen „ins Rollen“ kamen, begünstigt durch Chaos und Bürgerkrieg und kaum aufzuhalten sind und auch den genauen Aufbau der IS-Hierarchie mit Räten wie Shura-Rat, und der eigenen Medienabteilung sowie ihren zugeteilten Aufgaben. Genau diese Aufgaben werden auch detaillierter benannt; in diesem Zusammenhang erfährt der Leser auch mehr über z.B. Einnahmen, Finanzierung und Gönner des IS.
Die Autoren stellen klar, dass eine Schwächung des IS das Problem nicht lösen kann, sondern, dass ein Teil einer politischen Lösung sein muss, die Sunniten als Partner daran zu beteiligen, da viele sich unterdrückt, wahllos und unbeachtet fühlen und keine Möglichkeit sehen, ihre eigenen Interessen zu vertreten. Im Schlußkapitel analysieren die Autoren, welche Strategien überhaupt in Betracht gezogen werden könnten und im Anhang werden Führungsfiguren des IS sowie der Nusra-Front benannt und beschrieben.

Sehr kompentent, gut recherchiert und konkret erläutern die Autoren in sechs Kapiteln wie die Macht des IS wuchs und die Nusra-Front gegenüber dem IS ins Hintertreffen geriet und welche berichten über Differenzen und Rivalität zwischen IS und Al-Qaida. Unglaublich viele Fakten, Daten und Namen werden vermittelt und durch ebensoviele Fußnoten belegt, dass mir manchmal schwer gefallen ist ( besonders die vielen oft zeilenlangen Namen haben mich verwirrt), den roten Faden nicht zu verlieren. Sehr geholfen hat mir dabei, dass es am Ende jeden Kapitels eine Zusammenfassung als Fazit gab. Insgesamt fand ich die sachlich dargestellten Zusammenhänge sehr interessant und informativ und kann die Lektüre dieses Buches nur empfehlen.

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Nach dem Krieg

Hellmuth Karasek
Fester Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 19.09.2016
ISBN 9783958900042
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dem Vorwort, geschrieben von Karaseks Gattin, entnehme ich, Karasek das Buch nicht mehr selber fertigstellen konnte, sondern es in seinem Sinne von seinem Freund Michael Seufert beendet wurde.

Zu Beginn des Buches wird das Kriegsende beschrieben, eine Zeit, in der sich die jungen deutschen Frauen lieber den GIs für Nylons, Zigaretten, Coca-Cola und Kaugummis hingaben und die armen Russen, die keine Geschenke gegen Zärtlichkeit und Sex austauschen konnten als Vergewaltiger verschrieen wurden.

Das restliche Buch, abgesehen vom letzten Kapitel widmet sich zum einen Karaseks Kindheit, Schulausbildung, Flucht, weiterem Lebenslauf; sehr interessant fand ich hierbei seine Beschreibungen, wie die Regierung in Ost und West um die erwünschte Meinung war ( köstlich der Witz zur Butter).
Ausführlich beschreiben die Autoren den Wandel der Moralvorstellung im Laufe der Jahrzehnte, erzählen von GI-Liebchen, Rosemarie Nitribitt,Vera Brühne, von Büchern, Liedern, Karnevals-, Schlagern mit jeweiligen Textwiedergaben ( zum Teil nur auszugsweise) und Kinofilmen, deren Inhaltsgaben mit Interpretation schon fast für einen Kinoführer ausreichen würden. Bei den amerikanischen Filmen werden die aufgezählt, in denen die Sehnsucht nach Europa, insbesondere nach Paris und Rom im Mittelpunkt stehen. Thematisiert werden ebenso Ereignisse jener Zeit wie die Krönung Eilizabeth II, Kennedys Ermordung oder Werke Loriots. Allesamt sollen sie den Zeitgeist und die verklemmte Moral dokumentieren, wozu Herr Karasek auch viele eigene mißglückte oder erfolgreiche Eroberungsversuche anführt und nicht vor der Preisgabe von Details aus den Leben anderer zurückschreckt, sie zum Teil namentlich benennt und sie als homophil outet ( selbst wikipedia wußte es von einigen noch nicht einmal). Mich persönlich interessieren solche Vorlieben anderer überhaupt nicht und ich würde sie in der Bildzeitung oder Regenbogenpresse erwarten, finde es eher niveaulos als literarisch, andere derart vorzuführen – und weder nötig um die Nachkriegsjahre oder, wie wir Amerikaner wurden, zu verstehen. Ferner gibt es Kapitel z.B. zum Billardspielen, zum „Wort zum Sonntag“, zum Feiern, Saufen, zu Kreppsohlen und Cordhosen, zu Elvis, den Beatles und James Dean ...

Und schließlich, im letzten, dem 53. Kapitel ( S. 308-322), das den Titel trägt „Entenschwanz und Nietenhose – wie wir Amerikaner wurden“ dreht es sich endlich um die zweite Hälfte des Buchtitels, in dem nochmals GI-Liebchen aufgeführt werden, aber auch Kinofilme, Care-Pakete, und die aus den USA herübergeschwappten Vorzüge wie Supermärkte, Jeans, Joggen, Aerobic, Hometrainer, Fastfood, Schönheits-OPs sowie der amerikanische Führungsstil in Konzernen und Politik.

Wie wir Amerikaner wurden, habe ich dabei nicht so ganz erfahren, diese Auflistung war mir etwas zu dürftig, zumal sich viele dieser wenigen Anichten ja auch noch wiederholten und uns genauso wenig zum Amerikaner machten wie heutzutage Reis oder Sushi essen, Karaoke singen, Mangas lesen zum Japaner. Die Memoiren aus Karaseks Sturm- und Drangzeit, insbesondere seine Herausforderungen unter Adenauer und dem Kuppelparagraphen endlich Sex mit einer Frau haben zu können, fand ich genauso überflüssig wie seine oben bereits erwähnten Nachreden anderer, die mir z.T. wie eine persönliche Abrechnung erschienen.

Die Stimmung, Lebensumstände und das Lebensgefühl nach dem Krieg sowie in den 50er und 60er Jahren wurden gut vermittelt, obwohl ich die Zitate der Liedtexte und langen Nacherzählungen der aufgeführten Kinofilme nicht gebraucht hätte, denn diese kennen auch die meisten, die damals noch nicht gelebt haben – diese vielen Seiten wirkten auf mich, als solle lediglich der Umfang des Buches damit erhöht werden.

Fazit: In diesem Buch ist nicht alles drin, was draufsteht.

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7 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Wunder wirken Wunder

Eckart Hirschhausen , Eckart Hirschhausen
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.11.2016
ISBN 9783844524543
Genre: Humor

Rezension:

Diese CD bietet Lifemitschnitte von Eckart von Hirschhausens Programm „Wunder wirken Wunder“, wobei ich davon ausgehen, das es sich um eine gekürzte Version des gleichnamigen Buches handelt, obwohl davon nichts auf der Hülle vermerkt ist. Das Buch erstreckt sich über 496 Seiten, die Hörbuch-CD hat eine Spielzeit von 1:17 Std., weshalb ich eine Kürzung vermute.

Eckhart von Hirschhausen durchleuchtet Aspekte sowohl der Schul- als auch der alternativen Medizin, erzählt dabei eigene Erlebnisse, Annekdoten, gibt Beispiele, benennt Studien und Statistiken, die sich u.a. um die Verschreibung verschiedener Therapien drehen, aber auch um Placebos und der Schlußfolgerung, dass manches durch Zuwendung, sich Zeit nehmen oder abwarten schon eine Besserung erfahre. Ergänzt wird dieses durch einen 5-Fragen-Katalog, mit dem man als Patient Therapien hinterfragen kann/sollte, denn nicht zwangsläufig muß die verordnete Therapie die beste sein; hierzu gibt es auch Beispiele für „Routine“-Eingriffe, die an Gattinnen von Ärzten und Rechtsanwälten auffallend seltener durchgeführt werden...

Manchmal habe ich beim Hören einer CD den Eindruck, dass ich im Vergleich zum Buch etwas verpasst habe, z.B. habe ich gelesen, dass das Buch viele Diagramme und Fotos enthalten soll. Der CD liegt ein kleines booklet bei und ich hoffe, dass dieses sowie die Beschreibungen der Statistiken die Darstellungen im Buch ausgleichen. Diesesmal ist mir ganz besonders aufgefallen, dass die Hörbuchversion aber durchaus Aspekte bietet, die man durch das Buch nicht erhält; besonders bei der Beschreibung eines Falles, über einen Jungen, der in den Gummistiefeln seines Großvaters eine Treppe herunterfällt, hört man deutlich, wie nahe dieses Hirschhausen geht und, dass dieses Programm nicht nur humorvoll sein will. Auch die Überlegungen zu hoch- und niederbegabten Kindern fand ich höchst interessant.

Die CD fand ich sehr charmant und trotz der humorvollen Art zuweilen sehr nachdenklich stimmend; gerne hätte sie eine etwas längere Spieldauer haben dürfen.

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I make you sexy Kochbuch 2


Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei riva, 05.12.2015
ISBN 9783868838022
Genre: Sachbücher

Rezension:

Im zweiten Kochbuch zum Abnehm-Programm BodyChange finden sich 100 internationale Rezepte; etliche von ihnen wurden von Programmteilnehmern kreiert und vorgestellt. Neben den Rezepten gibt es auch viele persönliche Erfolgsstorys von bisherigen Teilnehmern.

Zu Beginn wird das Programm und Komponenten wie „Beschleuniger“, „Verhinderer“, „Turbos“, „Obst-Milch-Bausteine“ sowie der „Loadday“ ganz kurz vorgestellt. Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel:
- Deutschland, Österreich und Schweiz
- USA und TexMex
- Südamerika
- Asien
- Italien und Spanien
- Afrika und Orient
- Shakes und Smoothies

Wir sind ganz begeistert von der großen Vielfalt an tollen Rezepten, die jeweils durch ein Foto der fertigen Speise ergänzt wurden; alle ausprobierten waren sehr lecker und einfach zuzubereiten. Die benötigten Zutaten lassen sich einfach besorgen, z.B. Linsennudeln/-mehl konnten wir problemlos im Reformhaus oder Bioladen erstehen. Die Rezepte lassen sich auch sehr einfach abwandeln, wenn man beispielsweise nicht ( ganz so viel) Fleisch essen möchte oder als Inspiration für eigene Kreationen nutzen.

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Heimliche Entzündungen

Silvia Bürkle , Günther Westenberger
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag , 31.10.2016
ISBN 9783868261516
Genre: Sachbücher

Rezension:

Silvia Bürle, u.a. Diplomingenieurin für Ernährungstechnikmit Schwerpunkt Diätik, Buchautorin und Dozentin im Bereich der Ernährungsberatung, erläutert „heimliche Entzündungen“ und den Aspekt der richtigen Ernährung um sanft vorzubeugen und zu lindern.

Zunächst beleuchtet sie, was eigentlich bei einer Entzündung genau passiert ( z.B. die fünf Entzündungszeichen) und unterscheidet zwischen akuter, chronischer und stillen Entzündung.
Sehr anschualich wird der Ablauf einer Entzündung, die Arbeit des Immunsystems sowie Risikofaktoren für die Entzündung beschrieben und eine antientzündliche Ernährung genau erklärt.
Viele schützende und lindernde Lebensmittel, Gewürze und deren Zubereitung oder Nutzung werden vorgestellt und am Ende des Buches findet sich eine kleine, abwechslungsreiche Rezeptauswahl, bei der Lebensmittel mit besonders hoher entzündungshemmender Wirkung im Mittelpunkt stehen.

Die im Buch gegebenen Erklärungen werden gut verständlich und schlüssig vermittelt; als Leser findet man ganz konkrete Ernährungshinweise, die sich gut nachvollziehen und einhalten lassen.
Ganz besonders interessant fand ich auch die Betrachtung der Entzündungen unter Einbeziehung der Psyche; diese Sicht der Krankheiten/Zustände findet man ja noch häufig im Sprachgebrauch, hat aber den Bezug zu ihrem Ursprung oft verloren. Diese Beschreibungen als einen Aspekt des Gesamtbildes einer Entzündung/Erkrankung zu sehen, finde ich sehr aufschlußreich; bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung davon auszugehen, dass jemand von etwas „die Nase voll hat“, bei einer Magenschleimhautentzündung hat wohl jemand „zuviel heruntergeschluckt“. – um nur zwei der Beispiele zu nennen, bei denen die dazugehörigen Vorgänge im Körper auch erläutert wurden.

Fazit: ein interessantes und hilfreiches Buch, das den Leser in die Lage versetzt, mit seiner Ernährung (heimliche) Entzündungen zu lindern oder ihnen vorzubeugen.

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