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hundertjährige, lebenssinn, japan, logotherapie, centenar

Ikigai

Francesc Miralles , Héctor García (Kirai) , Maria Hoffmann-Dartevelle
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Allegria, 10.03.2017
ISBN 9783793423171
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autoren beschreiben es perfekt: „Ziel dieses Buches ist es, Sie in die Geheimnisse der japanischen Hundertjährigen einzuweihen, Ihnen zu zeigen, wie man ein gesundes, erfülltes Leben führen kann und was man zu tun vermag, um sein eigenes Ikigai zu entdecken.“ (S. 15)


Ikigai bedeutet übersetzt in etwa: Das Glück immer beschäftigt zu sein. Hierbei scheint ein wichtiger Aspekt zu sein, dass man seine Arbeit sinnvoll findet, bestenfalls sogar liebt. Nebenbei wird die Wichtigkeit von sozialen Kontakten, Ernährung, Bewegung ( nicht Sport, sondern Bewegung, wie z.B. Gartenarbeit) beschrieben.


Das Buch wurde sehr abwechslungsreich geschrieben und gestaltet: Listen, Merksätze, Gedichte, Auszüge aus Interviews mit Alten, sogar dargestellte Bewegungsabläufe ( z.B. zum Yoga) erleichtern es dem Leser ungemein, für sich selber zu ergründen, was ihm wichtig ist, ihn antreibt, glücklich macht und seine Zeit beim Erleben verfliegen läßt.


Für mich waren die Ausführungen zu Resilienz und Antifragilität sowie die Einführung und Unterscheidung verschiedener Bewegungsprogramme und Darstellungen einzelner Übungen besonders interessant.


Fazit: hilfreiches Buch um sein Ikigai zu finden und sich Gedanken darüber zu machen, wie man glücklich 100 Jahre alt werden möchte.

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Magische Brühen

Claudia Lenz
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Südwest, 19.09.2016
ISBN 9783517095172
Genre: Sachbücher

Rezension:

Im Vorwort verrät die Autorin Claudia Lenz, dass Sie in New York den neuen trend der Brühe to go entdeckt habe, die gerade herzhaften smoothies den Rang ablaufen würden und erklärt weiter, dass es sich nicht nur um einen neuen Trend, sondern um die Wiederentdeckung von Rezepten aus Uromas Küche handeln würde.
Nun gut, zunächst bin ich davon ausgegangen, dass das Foto zu Beginn des Buches die Autorin zeigt, die ich auf Anfang bis Mitte 20 schätzen würde. Selbstverständlich verfügt sie über eine andere Lebenserfahrung als, die zwar einiges älter, aber doch meilenwert davon entfernt ist, ihre Urgroßmutter sein zu können. Bannig erstaunt war ich, als ich nach dem Lesen am Ende des Buches auf ein Foto der Autorin stieß; sie könnte die Mutter der vorne im Buch abgebildeten jungen Frau sein, was mich etwas irritiert.

Das Buch über „Magische Brühen“, Suppen, Suppeneinlagen und einzelne Gerichte hat einen Umfang von 124 Seiten, inklusive Inhaltsverzeichnis. Die ersten 50 Seiten bieten eine Einführung in das Thema, das meiner Ansicht nach auch jedem anderen, der schon über minimale Erfahrung im Kochen verfügt, nicht viel Neues bieten wird; für mich finden sich in diesem Abschnitt nur Selbstverständlichkeiten. Es werden unterschiedliche Grundzutaten wie Markknochen, Sandknochen, Karkasse und Gräten nicht nur erwähnt, sondern auch erklärt, z.B. dass Gräten die Rippen und Flossenstrahlen vom Fisch sind. Ferner wird erläutert, wie gut frische Zutaten sind, regionale aufgrund des kurzen Weges vorzuziehen wären und man durch die Zugabe von verdorbenen Zutaten wie ranzigem Öl oder vergammelten Zutaten die Suppe verderben kann; hier der Tipp vorher zu überprüfen, ob das Öl ranzig ist. Es gibt eine kleine Einführung zu Vitaminen, Nährstoffen und dem Erkennen von frischem Fleisch und guter Qualität und auch Hinweise zu den Geräten, die in der Küche zum Kochen von Brühen und Suppen benötigt werden, z.B. braucht man einen großen Topf ( mindestens 6 l sollte er fassen) oder für Gemüsecremesuppen einen Pürierstab oder Kartoffelstampfer. Wer noch nie etwas eingefroren hat, erfährt nun auch, dass man die heiße Mahlzeit abkühlen läßt, bevor man sie in den Kühl- oder Gefrierschrank verräumt; ebenso wird Unterschied zwischen wallen und sprudelnd koch lassen erklärt und, dass die Suppe wallen ( = simmern) sollte.

Ab S. 48 folgen Rezepte für Basisbrühen und -fonds: Rindfleisch-, Kalbsknochen, reine Knochenbrühe, Kalbs-, Hühner-, Gänse-, Lammbrühe, Fischbrühe aus Meeresfischen und zwei Gemüsebrühen. Zwischendurch lockern doppelseitige Fotos von mit Brühe gefüllten Gläsern oder Suppenkellen dieses Kapitel auf. Ab S. 68 folgen Rezepte für Suppeneinlagen, wie Markklöschen, Eierstich oder Krüterpfannkuchen aber auch Rezepte für mit Bärlauch angereichtes Salz oder Schmalzzubereitungen, bei denen dem Schmal Paprikapulver und Minze oder Knoblauch oder Pilzpulver zugefügt wird sowie eine Seite mit Kräute- und Gewürzmischungen für Brühen.
Ab S. 90 folgen „Besondere Brühen und Suppen“, zu denen Rindfleischsuppe, Kartoffelsuppe, Linseneintopf, Linsensuppe von roten Linsen, eine Muschelbrühe und mehrere asiatische Brühen und Suppen zählen.
Ab S. 112 schließen „Brühen mit Biss“ den Rezeptteil mit z.B. Bohneneintopf vom Lamm, Borschtsch, Risotto mit Leber, Tomatensuppe mit weißen Bohnen oder Tafelspitz ab.

Die Rezepte sind anfängertauglich beschrieben, viele wurden durch ein Foto ergänzt, einzelne auch durch einen Tipp, z.B. dass man die Suppe auch einfrieren kann.

Für mich hat selbst der Rezeptteil nicht wirklich Neues geboten; ich bereite Suppen stets aus frischen Zutaten zu und greife auch sonst nicht zu fix-Produkten; selbst für die Sauce des Tafelspitzes verwende ich frischem Meerrettich aus dem Garten. Zudem waren mir die asiatischen Suppenrezepte bekannt, da ich hierzu ein spezielles Kochbuch besitze ( Suppen aus China: Vegane Rezepte für den Alltag).
Gerade weil ich Suppen und Eintöpfe liebe, hatte ich mir unter „Magisch“ und „Suppenwunder“ irgendetwas Neues erhofft, etwas Aufregenderes als die Zusammenstellung von für mich Selbstverständlichem.
Eigentlich möchte ich gar nicht glauben, dass manche bislang nur Tütensuppen zubereitet haben und die vorgestellten Rezepte nicht kennen – aber offensichtlich scheint es diese zu geben und genau denen oder absoluten Kochanfängern würde ich dieses Buch auch wärmstens empfehlen: Es bietet ihnen eine einfache Einführung in das Kochen von Brühen und Suppen, solide und bewährte Grundrezepte, auch für Suppeneinlagen und Suppen.

Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich auf 3 Sterne aufrunde

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Weidenkörbe flechten

Jonathan Ridgeon
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Heel, 30.09.2016
ISBN 9783958433649
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Weidenkörbe flechten“ von Jonathan Ridgeon ist in der Reihe „Land & Werken“ im Heel Verlag erschienen.

Nach einer einführenden Materialkunde und vorgestellten Vorbereitungsarbeiten werden verschiedene Projekte, die sich vom Schwierigkeitsgrad her steigern, Schritt-für-Schritt in Text und dazugehörigen Fotos erklärt. Begonnen wird mit Stakenkörben, zunächst verschiedene Modelle mit rundem ( dem ersten, einfachen Korb, einem Einkaufs-/Mehrzweckkorb, einem Korb für Feuerholz ), danach mit ovalem ( Werkzeugkorb) und abschließend mit rechteckigem Boden (Garten-, Blumen-, Kräuterkorb und Aufbewahrungskorb). Dann werden Schwingenkörbe erklärt und als Projekte eine flache Schale, ein Kartoffelkorb sowie ein Pflück- und Erntekorb zum Nacharbeiten vorgestellt.
Bei jedem Projekt werden neue Fähigkeiten vermittelt, aufeinander aufbauend, und die man anwenden können sollte, wenn man das folgende Werkstück nacharbeiten möchte. Sehr gut gefällt mir die aufbauende Art des Buches, die nicht nur gut verständlich Techniken wie verschiedene Flechtungen und Abschlüsse vermittelt, sondern auch klarstellt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und, dass man auf seinen Korb auch stolz sein sollte, wenn er nicht „perfekt“ ist – sondern dies zum Anlass nehmen sollte, direkt noch einen davon herzustellen, jetzt, da man weiß, wie es geht.

Für mich stellt dieses Buch einen perfekten workshop dar; die einzelnen Schritte werden gut verständlich und sehr anschaulich vermittelt. Hilfreich zu den textlichen Erklärungen sind die Schritt-für-Schritt-Fotos und vielen Skizzen, die u.a. die verschiedenen Flechtungen und Abschlüße sehr detailliert zeigen. Das Nacharbeiten des ersten Korbes fand ich als absoluter Anfänger recht einfach und ich freue mich schon auf das Flechten der nächsten Körbe.

Fazit: sehr detailliert und anschaulich erklärter workshop, der die Technik des Weidenkorbfelchtens in vielen, aufeinander aufbauenden Projekten vom ersten Handgriff bis zum fertigen Korb selbst Laien perfekt vermittelt.

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Mein Garten für freilaufende Hühner

Jessi Bloom , Kate Baldwin
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Haupt Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783258079981
Genre: Sachbücher

Rezension:

Jessi Blum lebt in den USA, ist Gartenarchitektin, die Nachhaltigkeit und Selbstversorgung in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten stellt. Seit Jahren hält sie selber freilaufende Hühner in ihrem Garten, hat viele Beobachtungen gemacht und Erfahrungen gesammelt, die sie in diesem Buch weitergibt und ausführlich erläutert, wie man seinen Garten schön und zugleich hühnerfreundlich gestaltet: Angefangen von der Grundausstattung, die die Hühner benötigen, sinnvoller Gartenaufteilung mit verschiedenen Beispielplänen, geeigneten und wenig sinnvollen Pflanzen über Zaun- und Abteilungselementen, Nachbarschaftsfragen bis hin zu verschiedenen Hühnerrassen, ihrer Eingewöhnung, verschiedenen Hühnerställen, Gesundheitsfragen, Fressfeinden u.m. beschreibt sie alles sehr detailgetreu und mit viel Liebe zum Huhn.

Die Auflistungen der Pflanzen finde ich sehr hilfreich, besonders jene, die für Hühner eine Grenze darstellen. Sehr ansprechend bleiben auch die kapitelweise Vorstellungen mehrerer Familien mit Garten und darin lebenden Hühnern, da sie beispielhaft für verschiedene Gartengrößen stehen.
Unser Garten ist recht klein und die Hühner, die darin leben haben ein eingezäuntes Terrain mit Schuppen und, zumindest im Winter, Zugang zum Gewächshaus. Dieses Buch hat mir einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich der Mädels-WG trotz des geringen weiteren Platzangebotes einzelne Bereiche zugänglich machen kann, ohne den kompletten Garten freizugeben. Auch viele Beschreibungen und Erfahrungsberichte zur Hühnerhaltung haben mir etliche neue Ansätze aufgezeigt; ebenso waren dabei die vielen Erläuterungen inklusive der vielen Fotos von individuellen Stall-Lösungen und ganz besonders die Betrachtungen zum Hühnertraktor, den wir mit einfachen Mittel nun nachbauen können sowie Gedanken zur Gartenaufteilung, sehr hilfreich.
Die Beschreibungen, denen die Wertschätzung der Hühner als charaktervolle Lebewesen, die im Garten durch Scharren, Düngen, Schädlingsbekämpfung und Unkrautvernichtung mithelfen, Eier liefern und wunderbar zu beobachten sind, waren sehr erfrischend und anschaulich zu lesen.

All jene, die noch gar keine Erfahrung in der Hühnerhaltung sammeln konnten, sich aber mit dem Gedanken tragen, einige dieser charmanten Wesen im Garten anzusiedeln und frei laufen zu lassen, werden in diesem Buch wohl Antworten auf all ihre Fragen finden. Zudem bietet der Anhang viele Informationen zu Büchern, Webseiten und weiteren Informationsquellen mit Hinweisen zu den rechtlichen Grundlagen im deutschsprachigen Raum sowie Adressen von Versendern von Bruteiern, Küken, Legehennen, Zubehör, Samen sowie Pflanzen. Besonders hervorheben möchte ich noch, dass die Seiten und ganz besonders der Anhang bei der Übersetzung des Buches für den deutschen Markt überarbeitet wurden und damit viele Hilfestellungen mitliefern.

Fazit: ein sehr detaillierter, äußerst hilfreicher und umfassender Ratgeber um den eigenen Garten hühnergerecht zu gestalten

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Gartenreiseführer Deutschland

Christina Freiberg , e.V. Deutsche Gesellschaft f. Gartenkunst und Landschaftskultur , Ronald Clark
Flexibler Einband
Erschienen bei Callwey, 09.02.2017
ISBN 9783766722003
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bei dieser vollständig überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage handelt es sich leider um das erste Buch dieser Art, das ich in Händen halte, was ich außerordentlich bedauere.


Schon beim ersten Durchblättern bin ich völlig überwältigt: Nach Bundesländern sortiert, jeweils mit Nummern in einer Karte des BL werden insgesamt 1.500 sehenswerte Parks, Schlossgärten und offene Privatgärten in ganz Deutschland vorgestellt. Zu jedem Garten finden sich neben der Adresse inkl. Telefonnummer, emailadresse und Internetseite auch Angaben, ob die Anlage im Hauptbereich rollstuhlgerecht ausgebaut wurde, zur Größe, den Öffnungszeiten, dem Eintrittspreis, Möglichkeiten einer Führung, Angaben zur Anfahrt, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Parkplätzen und der Möglichkeit, Hunde mitzuführen. Die Beschreibungen der einzelnen Anlagen, besonders die eines geschichtlichen Hintergrundes, unterschiedlich lang aus, sind allesamt sehr informativ. Zu etlichen Gartenanlagen gibt es ein Foto; für genauere Informationen kann man ja problemlos die angegebenen Internetseiten aufrufen.


Im Abschnitt „meines“ Bundeslandes kleben mittlerweile sehr viele post-its; die Anzahl der Gärten, von denen ich noch nie etwas gehört oder gelesen habe, fällt recht üppig aus – und das, obwohl ich in regionalen Freizeitführern oder online schon häufig danach gesucht habe.

Auch für Wochenendfahrten oder der Anreise zu Urlaubsorten finde ich dieses Buch einfach ideal, denn es bietet ganz komfortabel eine große Auswahl an schönen Ausflugszielen für Gartenliebhaber.


Das Buch, dessen Herausgeber die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. ist, weist eine Informationsstärke von über 750 Seiten auf, wurde hervorragend recherchiert und stellt eine großartige Hilfe beim Entdecken schöner Gärten dar.



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Permakultur

David Holmgren
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachen Verlag, 15.12.2016
ISBN 9783927369764
Genre: Sachbücher

Rezension:

David Holmgren begründete 1973 gemeinsam mit Bill Mollison die Permakultur, erprobt und entwickelt seitdem diese Grundidee weiter, die er in diesem Buch vermittelt.

In je einem ausführlichen Kapitel werden die 12 Permakuturprinzipien sehr anschaulich und detailliert erläutert, auch weit über die Landwirtschaft hinaus für eine Vielzahl an Lebensbereichen; insgesamt ergeben diese Gestaltungsprinzipien ein ganzheitlichen System.
Jedem Prinzip wird neben der Überschrift eine Redewendung oder flapsiger Spruch zugeordnet, so dass sich das Einprägen der Prinzipien ganz einfach gestaltet. Die Erläuterungen fallen manchmal etwas weitschweifend aus, bleiben insgesamt trotzdem sehr interessant und vielseitig; zwischendurch lockern wenige Graphiken und Schaubilder den Text etwas auf.

Fazit: anspruchsvolles, hochinteressantes Fachbuch, das die der Permakultur zugrundeliegende Philosophie mit ihren 12 Permakulturprinzipien sehr kompetent und verständlich vermittelt.

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basteln, diy, frühling, ideen, anleitungen

Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer

Tina Defaux , Laura Kirschbacher , Anna Schneider
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Neuer Umschau Buchverlag, 28.02.2017
ISBN 9783865288387
Genre: Sachbücher

Rezension:

In „Made at home“ von Tina Defaulx und Laura Kirschbacher soll es laut Untertitel „Die schönsten Bastel- und Dekoideen für Frühjahr und Sommer“ geben. Es handelt sich um das zweite Bastelbuch der beiden Autorinnen, wobei mir ihr erstes Werk nicht bekannt ist.

Zunächst fiel mir die Spriralbindung auf, die ich ganz praktisch finde; selbst wenn man das Buch zum Fotokopieren einzelner Seiten aufbiegen sollte, sieht das Buch hinterher nicht mißhandelt aus, war mein erster Eindruck. Tatsächlich muß man aber gar keine Seiten fotokopieren, denn die Ausschneideseiten sind beidseitig bedruckt und manche Seiten kann man sich sogar online herunterladen.

Eigentlich hatte ich ein Buch mit vielen tollen Bastelanleitungen erwartet, halte nun aber eines in Händen, das ganz anders ist. Abzüglich des Vorwortes sowie des Inhaltsverzeichnisses beginnt der Bastelteil auf S. 4 und endetauf S. 193, ist also insgesamt 189 Seiten schwer; zu jeder „Anleitung gibt es ein Foto oder Bild, aber auch Bilder, oder Spruchseiten, die sich nicht auf Basteleien beziehen, sind reichlich vertreten, genauso wie Seiten, auf denen man persönliche Eintragungen vornehmen kann, z.B. zu der Überschrift „Meine Osterideen“ oder „Platz für fruchtige Ideen“ oder Wunsch-/Geschenkelisten zu Ostern etc. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass auf diese Art viele Zusatzseiten den Inhalt dieses Buches strecken mussten.

Die eingehefteteten Bastelbögen berühren mich eher peinlich, als dass sie mich glücklich machen. Genaugenommen würde ich die meisten im Kindergarten zur Schulung des Umgangs mit einer Schere einsetzen, denn viel mehr als Ausschneiden passiert mit den Vorlagen nicht:
ein Bogen mit acht beidseitig bedruckten Ostereiern, die man hinterher als Girlande zusammensetzen kann
- Geschenkanhänger für Mama und Papa mit identischem Text ( peinlich)
- zwei Bögen mit je drei Beer-Etiketten, die man auf seine Bierflaschen kleben kann
- ein Bogen mit Doppeleis in verschiedenen Farben, die man um einen Eisstiel kleben und als Memory nutzen soll – etwas sinnbefreit, denn dieses Memory-Spiel besteht nur aus sechs Pärchen
- eine Einladungskarte, die sich einigermaßen gut für einen Kindergeburtstag nutzen läßt – die Idee mit dem Rubbelfeld aus Acrylfarbe und Klebstoff ist ein alter Hut
-
- ein Bogen mit acht Etiketten für eine Gartenparty
- ein Bogen mit sechs doppelseitig gedruckten Fruchtscheiben ( auf dem Cover zu sehen), aus denen man mal wieder eine Girlande basteln sollte- zwei Bögen mit je vier doppelseitig bedruckten kleinen Quadraten ( 7x7cm) um sie als kleines Erinnerungsalbum zusammenzubinden und mit Eintragungen, Einklebungen und Fotos ganz persönlich zu gestalten

Dann gibt es auch noch Schablonen, die für Batelanleitungen benötigt werden:
eine Seite für einen geflteten Hasenkopf, bei dem die Knicklinien aufgedruckt sind
ein Hasenumriß, den man als Schnittmuster nutzen kann
- der Umriß einer gezeichneten Geflügelfeder, die man aus Papier ausschneiden kann zum Basteln eines Traumfängers ( ich würde da ja lieber mit dem Kindergartenkind einen Waldspaziergang machen um Federn zu sammeln)
- Strickzeichnungen von „Birthstones“, die man auf gekaufte, schwarze Pantoffeln übertragen soll – allesamt sehr sehr simpel ( einfachste Vorlage: ein Kreis als eine Perle nutzbar)
- der Umriß eines Gummibaumblattes; wenn man aus grünem Papier ca. 16 dieser Blätter ausschneidet, kann man sich einen eigenen Gummibaum zusammenkleben
- Umris Eishörnchen mit Kugel Eis und Dekokirsche, als Schnittmuster für Ellenbogen-Patches

Anleitungen gibt es auch z.B. zur Ostereierdekoration ( Beschriftung mit geprägtem Wort auf diesen Plastikstreifen, die Buchstabe für Buchstabe mit Beschriftungsgerät eingestanzt werden), für Hasenöhrchenkekse, die man an den Gläserrand stecken kann, für Schneeglöckchen, die man aus den Spitzen eines Eierkartons schneidet, für Hasenohren, die man sich unter die Zunge seiner Schuhe einklemmen kann, für einen Grill, der aus einem Blumentopf gebstelt wird, für ein Minigewächshaus ( = abgeschnittener oberer Teil einer Plastikflasche), für kleine Trotteln, die man an einer Tasche als Deko annähen oder in einer anderen Anleitung verschiedenfarbig als Glasmarkierer nutzen kann. Es gibt noch mehr Bastelanleitungen dieser „aufregenden“ Art und ein paar, die ich sogar recht witzig oder interessant fand:

ein genähter und gebatikter Tellerrock, dessen Farbgestaltung eine Melone abbildet
- ein Krockett-Schläger, der mit einer Flamingo-Gießkanne verziert wird, wäre für mich als Alice-im-Wunderland-Fan eine tolle Deko. Wenn ich wüßte, wo es eine solche Kanne gibt, hätte ich sie schon lange. Was fange ich mit einer Anleitung an, dren Zutaten oder Bezugsquelle ich nicht bekommen kann?
- Das Drucken mit Lavendelöl – Das war eigentlich mein absolutes Highlight dieses Buches – bis ich gelesen habe, dass man dafür einen Laserdrucker benötigt, es mit einem Tintenstrahldrucker nicht funktioniert.

Was soll ich zu diesem Buch noch sagen, was nicht erwähnt wurde?

Ich fasse mal zusammen: Für mich sind in diesem Buch hauptsächlich kindergartenkindergerechte Bastelarbeiten enthalten; bei manchen wird ein klein wenig Hilfe eines Größeren benötigt, stellt aber insgesamt keinen großen Anspruch an erwachsene Bastler. Manche Basteleien sind geradewegs peinlich, andere kann man nicht ausführen, weil das Zubehör nicht zu besorgen ist und neu oder originell fand ich kaum etwas. Durch viele Seiten zum Eintragen oder nicht zu en Basteleien gehörende Bilder wird der Umfang des Buches ganz schön gestreckt.

Den Kaufpreis von 24,95E. Finde ich in keinster Weise gerechtfertigt und kann dieses Buch überhaupt nicht empfehlen.

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Todschick

Gisela Burckhardt
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.11.2014
ISBN 9783453603226
Genre: Sachbücher

Rezension:

Spätestens seit dem Brand der Tazreen Fashion Fabrik (2012) sowie dem Einsturz des Rana Plaza (2013) und der damit verbundenen Bilder und Berichterstattungen kann niemand mehr sagen, er hätte von den Arbeitsbedingungen in Bangladesh nichts gewußt. Die breite Öffentlichkeit scheint genauer hinzusehen, aber trotzdem nicht genügend Informationen zu erhalten.

Gisela Burckhardt, u.a. Vorstandsmitglied von FEMNET, hat hinter die kulissen geschaut und Näherinnen in Bangladesh befragt, verschiedene Nähfabriken der „besseren Art“ unter die Lupe genommen, Gründe und Hintergründe durchleuchtet und hat einen sehr gut recherchierten und belegten Bericht darüber geschrieben.

Angefangen mit den skandalös bleibenden und sich nur ganz langsam wandelnden Zuständen in Bangladesh, z.B. den gekauften Baugenhmigungen oder -abnahmen, der schleppenden oder unterlassenen juristischen Aufarbeitung der Unfälle, aus denen sich die Betreiber der Fabriken frei kaufen konnten über die Arbeitsbedingungen, Arbeitsgesetze, Unterbindung von Gewerkschaften, bis zu Bezahlung oder Darstellung des Frauenbildes.
Arbeitsplätze in Bangladesh erfordern niedrigre Qualifikationen, werden entsprechend gering bezahlt, sind lebensgefährlich und die Bekleidungsindustrie verursacht zudem enorme Umweltschäden. Mehr als die Hälfte dieser Waren landen in europäischen Warenhäusern; Bangladesh hat sich zum zweitwichtigstes Importland von Bekleidung für Deutschland entwickelt.
Die Profite mit Kleidung aus Bangladesh sind weltweit enorm, wobei nur 1-3% des Endpreises Arbeitskosten ausmachen und eindeutig einhergehen mit Ausbeutung der Arbeitskräfte, niedrigen Umweltstandarts, wie z.B. gedankenloser Umgang mit Giftstoffen, die inzwischen in unseren Gewässern angekommen sind.

Gisela Burckhardt zeigt auch die Folgen der beiden oben genannten Unfälle, die übrigens nur einzelne von vielen sind, auf, belegt, dass sowohl Premiumlabel als auch Billigmarken in denselben Fabriken fertigen lassen und hinterfragt die Bereitschaft der profitorientierten Bekleidungsfirmen, die sich ganz unterschiedlich in ihren Verantwortung sehen. Einige leisteten auf freiwilliger Basis
kleine Zahlung in Opferentschädigungs- und Vorsorgefonds und andere schleichen sich bis zum heutigen Tag aus der Verantwortung und lehnen Zahlungen ab. Die vielen Vorschläge und Empfehlungen auf freiwilliger Basis regen ganz offensichtlich eher zu kreativen Umgehungsstrategien als zu ethisch korrekten Maßnahmen an und demzufolge bleibt die Forderung nach und Verabschiedung von Gesetzen, die die Sozialstandarts für die komplette Wertschöpfungskette regeln, unumgänglich.

Eindeutig ist aber nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne von uns ist in der Pflicht, sich für die Einhaltung von Sozialstandarts in der gesamten Lieferkette einzusetzen. Im Buch stellt Gisela Burckhardt drei Siegel vor, die als vertrauenswürdig gelten; aber durch ethischen Konsum, u.a. auch durch Tausch statt Neukauf oder dadurch, sich zu informieren und gezielt einzukaufen, läßt sich von jedem Einzelnen etwas verändern.

Das Buch „Todschick“ ist 2014 erschienen; in ihm finden sich viele schöne Worte von Firmen und Regierungen, aber was ist inzwischen daraus geworden? Ich hoffe, dass es bald ein Folgebuch gibt, für das genauso gut recherchiert wurde und die Veränderungen aufzeigt und weiterhin informiert, nicht vergessen läßt und immer mehr Menschen umdenken läßt.

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Pfeffer

Valerie Aikman-Smith , Renate Christ
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Jan Thorbecke Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783799511339
Genre: Sachbücher

Rezension:

Valerie Aikman-Smith stellt zunächst in einem „kleinen Pfefferlexikon“ verschiedene Pfeffersorten wie bunten, grünen, Malabar-, Sancho-, Tellicherry-Pfeffer sowie Pfefferzubereitungen, z.B. geräuchert oder eingelegt und Pfefferähnliche wie Rosa oder Szechuan-Pfeffer vor.
Dem schließt sich der Rezepte-Teil mit über 45 Rezepten an, der sich in mehrere Kapitel gliedert. Unter „Vorspeisen und Snacks“ gibt es beispielsweise Tee-Eier, geröstete Kichererbsen, selbstgemachten Ricotta mit Pfefferkruste, mit Pfeffer aromatisierter Honig oder Feta im Weinblatt. Als „Hauptgerichte“ kann der Leser unter anderem Gepfefferte Rinder-Pho, Indisches Pfefferhähnchen, Rinderrippe auf koreanische Art, Grünes Kokos-Garnelen-Curry oder Gebackenen Tofu mit würziger Ahornsirupmarinade und Buchweizennudeln nachkochen.
Das Kapitel „Süßes“ wartet mit Sommerlichen Shortcakes mit gepfefferten Erdbeeren, Ziegenkäse-Panacotta mit kandierten Pfefferkirschen, Pfeffer-Schokoladen-Mousse mit Bourbon, Mexikanischem Kriokant und Pfeffernüssen auf; und unter „Eingemachtes, Senfe und Öle“ finden sich Rezepte für Pfeffermischungen, Mit Pfeffer eingelegtes Obst und Gemüse, Pfeffriges Pfirsich-Chutney, Tomatenkonfitüre mit geräuchertem Pfeffer, Senfe und Aromatisierte Öle. Abschließend bietet das Buch als „Getränke“ die Rezepte für Chai-Tee, Chai-Äpfel, Mango-Pfeffer-Boba ( Boba = große Tapiokaperlen), Pfeffer-Zitronen-Wodka und Pfeffer-Lemon-Drop.

Die Rezepte wurden alle gut erklärt, sind einfach und gelingsicher nachzuarbeiten; sehr gut gefällt mir, dass jedes Rezept durch ein Foto der fertigen Speise oder des Getränkes abgerundet wird. Die Auswahl der Rezepte in den einzelnen Kapiteln würde ich schon als gelungen und vielfältig bezeichnen, wenngleich einige für mich nicht wirklich neu waren. Wohlmöglich kann dieses aber auch daran liegen, dass ich schon seit vielen Jahren selber koche, viele Kochkurse zu unterschiedlichen Länderküchen und Themen besucht habe und über eine ausgewogene Kochbuchsammlung verfüge. Gerade das Kapitel „Süßes“ hatte mich besonders gereizt, jedoch weder Erdbeeren, Kirschen oder Schokolade in Kombination mit Pfeffer sind wirklich neue Ideen, der Mexikanische Krokant schon eher.

Da, wie schon erwähnt, die Rezeptauswahl breitgefächert wurde, bietet dieses Buch wohl für jeden Interessantes zum Nachkochen, ganz besonders für Neugierige mit noch nicht allzuviel Kocherfahrung.

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Jetzt bin ich Gärtner!

Dorothée Waechter
Fester Einband
Erschienen bei Jan Thorbecke Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783799511452
Genre: Sachbücher

Rezension:


Die Gartenbau-Ingenieurin Dorothée Waechter richtet ihr Buch „Jetzt bin ich Gärtner!“, genau wie der Untertitel es schon verrät, an Leser, die sich einen Garten einrichten möchten bzw. mit der Gartennutzung und -arbeit ganz neu beginnen.

Alles Grundlegende wie Bodenbeschaffenheit- und verbesserung, benötigte Gartengeräte, Zeigerpflanzen, gute und schlechte Nachbarn, eine Auswahl an vorgestellten Pflanzen ( Blumen, Gemüse, Gräser, Obst u.m.), Pflege, Samengewinnung und noch mehr wird erklärt, begleitet von vielen hilfreichen Tipps, für den, der einen Garten neu anlegen möchte. Zum Beispiel wird eine Methode vorgestellt, mit der man Flächen von 1qm in neun Felder unterteilt und erst einmal dort etwas Gemüse anbaut, ohne direkt den ganzen Garten planen zu müssen. Bis zur nächsten Saison hat man schon eigene Erfahrungen gesammelt und weiß schon genauer, was man selber im Garten möchte. Ähnlich verhält es sich mit der Aufteilung des Gartens selber, die man erst erfühlen und erleben kann, bevor man sich an endgültiges Ausarbeiten, wie z.B. das Anlegen von Wegen macht, genau dort, wo man nach eigener Nutzung Trampelpfade hinterlassen hat. Nicht nur klassische Hausmittel gegen einzelne Schädlinge, sondern auch das Hinterfragen, warum einzelne Pflanzen von einer Krankheit oder von Schädlingen befallen wurde, z.B. „Schnecken sind dann da, wenn es auf der einen Seite zarte Blätter und Triebe gibt und auf der anderen Seite die Nächte feucht sind.“ Selbstverständlich werden auch Problemlösungen dazu geliefert.


Die Pflanzenvorstellungen mit kurzem Text finde ich nur bedingt hilfreich, denn leider fehlt zu den meisten ein ergänzendes Foto. Da sich dieses Buch hauptsächlich an Gartenneulinge richtet, wäre dieses aber besonders sinnvoll und hilfreich; ich mußte viele der Pflanzen im Internet nachsehen um eine Vorstellung davon zu erhalten. Auf den meisten Doppelseiten gibt es ein grünes „Gut zu wissen“-Kästchen, in dem komprimiert gute Tipps zum jeweilige Thema stehen, was ich sehr gelungen finde. Auch die Erklärungen und Anleitungen in diesem Buch sind sehr verständlich und auf ganz sympatische, lockere Art vermittelt worden und ermöglichen einen guten, entspannten Einstieg in die Gartenplanung und -arbeit.

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Die spirituelle Weisheit der Bäume

Pierre Stutz , Andrea Göppel
Fester Einband
Erschienen bei Patmos Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783843608756
Genre: Sachbücher

Rezension:

Pierre Stutz, tätig als spiritueller Lehrer, hält Vorträge, gibt Kurse und hat schon über vierzig Bücher veröffentlicht, die in sechs Sprachen übersetzt wurden. Seit seiner Kindheit steht er im inneren Dialog mit Bäumen, erkennt im Austausch mit ihnen Lebensweisheiten und inspirierende Gedankenanstöße.

In diesem knapp 60-seitigen Buch nimmt er den Leser mit auf eine Entseckungsreise, beschreibt in eigenen Gedichten und Gedanken Erkenntnisse, Weisheiten und Wahrheiten, wobei er auch immer wieder andere zu Wort kommen läßt, unter anderem Peter Wohlleben, Hildegard von Bingen und Rainer Maria Rilke; selbst Filminhalte und Rettungsaktionen zum Regenwald werden mit angesprochen.

Sehr beeindruckend fand ich die stimmungsvolle Beschreibungen, die sowohl auf Bäume als auch auf die Menschen und andere Lebewesen zutreffen, die beschreiben, wie wichtig es ist, im Leben tief verwurzelt zu sein, in sich zu ruhen, einmalig zu sein und trotz Verletzungen und Beschneidungen aufzublühen, kraftvoll im Leben zu stehen und über sich hinauszuwachsen.

Wundervolle Fotos von Bäumen der Fotografiemeisterin und Buchgestalterin Andrea Göppel ergänzen die Texte und lassen den Leser noch etwas tiefer eintauchen und seinen Gedanken nachfühlen.

Mir gefällt das Buch sehr gut; sowohl die Texte als auch die Fotos wirken sehr ansprechend und inspirierend. Allerdings finde ich das Buch recht dünn und hätte gerne noch mehr davon gehabt.

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Veggie-Love

Ditte Ingemann , Julia Gschwilm
Fester Einband
Erschienen bei Jan Thorbecke Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783799511506
Genre: Sachbücher

Rezension:



Ditte Ingemann hat in „Veggie Love“ 80 Rezepte für den ganzen Tag zusammengestellt, bei denen frisches und gesundes Gemüse im Mittelpunkt steht. Zunächst gibt es ein paar Informationen zu Gemüsesorten und deren Bestandteilen sowie Tipps zur richtigen Lagerung und Verarbeitung. Alle Rezepte lassen sich innerhalb von maximal 30 Minuten zubereiten, wobei die Back- oder Kochzeit nicht zur Zubereitung gezählt wird.


Es folgen Rezepte, eingeteilt in die Kapitel Salat, Frühstück, Suppen, Hauptgerichte und Beilagen, wobei mir die jeweils große Abwechslung sehr gut gefällt. So kann man beispielsweise zum Frühstück einen Greenie, die Gemüseversion eines Smoothies, Gemüsepfannen mit Ei, gebackene Avocado mit Gemüsefüllung, Frühstücksbrei, Chiamus, Muffins, Salat oder einen bunten Salat geniessen. Insgesamt werden chinesische, indische, griechische, mexikanische u.a. Zutaten und Einflüsse in internationalen Rezepten verarbeitet und auch bodenständige mit z.B. Grünkohl, Kürbis, Blumenkohl sind hier vertreten.


Meine Lieblingsrezepte aus dem Buch sind Frühstücksbrei mit Karotten und Apfelkompott ( wird schon am Abend vorher zubereitet), Tomatensalat mit Feta & Schnittlauchöl, Tabouleh mit Minze & Petersilie, dr nordische Salat mit Haselnüssen, Sanddorn % Himbeeren, die Tomatensuppe mit roten Linsen, die Karottensuppe mit Kokosmilch & Kichererbsen, die Thaisuppe mit knackigem Gemüse, grüne Eier-Wraps mit Kohlfüllung, Blumenkohlfrikadellen, Grüne Hotdogs und Blumenkohlpizza mit Pesto & Rucola ( Low Carb Hit: der Boden ist aus Blumenkohl).


Wie in anderen Kochbüchern auch, gibt es aufregende und auch unaufgergtee Rezepte; die Mischung hierbei finde ich sehr gelungen, ebenso die weite Fächerung von warmen und kalten Suppen und Salaten. Mich erfreut auch die internationale Rezeptwahl, denn so läßt sich das ein oder andere Gemüse geschmacklich vielleicht neu entdecken. Bei einzelnen Gerichten wird mit Käse miteinbezogen, dessen Weglassenoder Ersetzen für Veganer kein Problem darstellen sollte. Zu jedem der gut erklärten und leicht nachzuarbeitendem Rezepte findet sich ein ganzseitiges Foto der zubereiteten Speise; manche Rezepte werden ergänzt durch einen Tipp, der sich manchmal auch an die Fleischliebhaber richtet und mitteilt,was zum entsprechenden Rezept besonders gut passt.


Sehr gelungen finde ich auch den Gemüse-Saisonkalender, der nach Monaten geordnet sehr umfangreich ausfällt und hilft, regionale Produkte saisonal einzukaufen bzw. seine Gartenbeete damit etwas besser planen zu können.


Fazit: schöne, leicht nachzukochende Rezepte, dabei abwechslungsreich: mal bodenständig, mal orientalisch, mal asiatisch oder mexikanisch...

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Meine besten Bärlauchrezepte

Eckart Witzigmann
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 23.02.2017
ISBN 9783710401022
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eckart Witzigmann erzählt im Vorwort, wie er vor ungefähr 40 Jahren als erster ganz zufällig den Bärlauch für die Küche wiederentdeckt hat und stellt dann seine zwanzig besten Bärlauch-Rezepte vor. Jedes wartet mit einer guten Beschreibung auf und fast alle mit einem Foto des zubereiteten Produktes.


Es finden sich unter anderem Rezepte für Bärlauch-Butter, - creme, - öl, -pesto, -mayonnaise, Kräuter-Bärlauch-Salat, Bärlauch-Spinat-Knödel oder Spinat-Bärlauch-Knöpfle, Aufläufe und Zubereitungen mit Hecht oder Zicklein. Bei etlichen Rezepten war ich überrascht, denn sie beinhalten einige bislang ungenutzte Zutaten, die meine Zubereitungen recht bodenständig und diese hier sehr raffiniert wirken lassen, so dass ich diese hier unbedingt ausprobieren muß.


Die Vielfalt der Rezepte dieses Büchleins finde ich gelungen, allerdings hätten es ruhig mehr als nur zwanzig sein dürfen. Ich freue mich schon auf reichliche Ernte und das Ausprobieren der Rezepte.

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Traumhafte Landgärten durch die Jahreszeiten

Martina Meidinger , Evi Pelzer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Callwey, 24.01.2017
ISBN 9783766722539
Genre: Sachbücher

Rezension:

In „Traumhafte Gärten durch die Jahreszeiten“ erläutert Martina Meidinger den phänologischen Kalender, bei dem mit Ausnahme des Winters die Jahreszeiten dreigeteilt betrachtet und anhand von „Zeiger“pflanzen einteilt werden. Diese Einteilung in zehn Zeitabschnitte gefällt mir ausgesprochen gut, da sie durch die Einbeziehung der Zeigerpflanzen das regionale Klima konkret miteinbezieht, z.B. erfolgt der Rosenschnitt während der Forsythienblüte im Erstfrühling.


Anhand dieser Einteilung werden Blüte, Pflanz- und Gartenarbeiten, Ernte und Überwinterungsmaßnahmen im Laufe des Jahres betrachtet und durch viele wunderschöne Fotos und Beschreibungen der vorgestellten fantasievollen Gärten ergänzt, wobei der Leser Einblick in insgesamt elf Gärten erhält: vier davon werden im Verlauf des Jahres präsentiert. Schon alleine die Beschreibungen der leidenschaftlichen Gärtner, wie sie ihren Garten gestalten, welche Vorlieben sie haben und wie sie ihren Garten einteilen und gestalten, fand ich sehr inspirierend. Ich liebe diese Art von üppigen Garten, die so liebevoll und persönlich gestaltet wurden und dadurch so einzigartig sind, die manchmal etwas verspielt oder romantisch sind, bestimmte Pflanzenvorlieben oder Leidenschaften in den Vordergrund stellen – eben Gärten mit Charme und Seele, die nicht komplett am Reißbrett geplant werden, sondern sich im Laufe des Gärtnerlebens mit diesen zusammen weiter entwickeln und genaugenommen niemals „fertig“ sein können.


Im Buch findet man unzählige Gestaltungs- und Dekorationsideen, durch Fotos von Evi Pelzer wunderschön in Szene gesetzt sowie ebenso zahlreiche Anregungen und Pflegehinweise im Jahresverlauf um sein eigenens privates Paradies phantasievoll gestalten zu können.

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Gärten des Jahres

Konstanze Neubauer , Mely Kiyak
Fester Einband
Erschienen bei Callwey, 30.01.2017
ISBN 9783766722522
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch beinhaltet die 50 schönsten Privatgärten, die von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert wurden. Gegen eine Teilnahmegebühr konnten Planungsbüros, Garten- und Landschaftsarchitekten, ihre Arbeiten einreichen; einige der Profis sind mit mehreren Arbeiten vertreten.

Gezeigt wird eine große Vielfalt unterschiedlichster Privatgärten. Detaillierte Angaben zu Besonderheiten des Grundstücks, des Konzepts, der verwendeten Materialien und der Auswahl der Pflanzen runden die 50 Gartenporträts mit Grundriss ab. Hierbei hätte ich mir das ein oder andere Mal auch ein Foto des Gartens vor der Neugestaltung gewünscht um den Unterschied zum vorherigen Zustand, der manchesmal als verwahrlost bezeichnet wurde, betrachten zu können.

Der kleinste vorgestellte Garten weist eine Größe von 190qm auf, zwei andere liegen im Bereich um die 220qm, es gibt auch einzelne bis 500 qm. Der größte Garten umfasst 25 ha, wobei „nur“ 49.000qm neu angelegt wurden, der zweitgrößte Garten bemißt sich auf 15.000qm – die meisten Gärten liegen im mittleren Bereich mit Tendenz zur Größe eines Parkes. Da sieht man im Hintergrund schon mal einen Tennisplatz und weitläufige Rasenflächen; bei einem Foto ( S. 48) habe ich mich gefragt, ob es sich um eine kreisrunde sandbefüllte Terrasse oder einen Teil eines privaten Golfplatzes handelt – und ein Schwimmbad oder Schwimmteich findet sich in mehr als der Hälfte der gestalteten Gärten; das wirkte auf mich schon sehr uniform.

Gerade die Gestaltung kleinerer Gärten hatte mich besonders interessiert, denn ich würde sie zum einen als lebensnaher und zum anderen auch als größere Herausforderung zur kreativen Gestaltung ansehen. Gärten, die man umgangssprachlich eher als inszenierte Parkanlage bezeichnen würde, hätte ich nicht in diesem Umfang im Buch erwartet. Wahrscheinlich verbinde ich eine andere, volksnähere Vorstellung mit dem Begriff „Privatgärten“ als Landschaftsgärtner oder Gartenarchitekten und doch hätte mir vor dem Lesen klar sein müssen, dass dieses Buch einen ganz anderen Schwerpunkt setzt.

Einzelne Bauerngärten oder buntere, nicht nur mit dem Lineal geplante Gärten gibt es in diesem Buch auch zu bestaunen, obwohl der Schwerpunkt eindeutig auf Designerstücken mit klaren Linien, Schwimmbad bzw. Schwimmteich oder riesigen Rasenflächen mit mehreren gleichmäßig verteilten Terrassen liegt.

Die aufgezeigten Gärten mit Erläuterungen zum Plan und evtl. Einbeziehen vorhandener Elemente sowie vielen Fotos fand ich sehr interessant, anschaulich und zum Teil auch inspirierend; wer ein großes Gartengrundstück sein eigen nennen darf oder einfach nur schön inszenierte Gärten betrachten möchte, findet hier eine Fülle an Ideen.

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Aus Liebe zu den Pflanzen

Stefano Mancuso , Christine Ammann
Fester Einband
Erschienen bei Kunstmann, A, 15.02.2017
ISBN 9783956141706
Genre: Sachbücher

Rezension:


Stefano Mancuso, selber rennomierter Pflanzenforscher, der unter anderem auch schon „Die Intelligenz der Pflanzen“ beschrieben hat, widmet sich in „Aus Liebe zu dem Pflanzen“ zwölf leidenschaftlichen Botanikern, Genetikern, Philosophen, Landwirten, und Pflanzenliebhabern, denen dank ihrer Beobachtungsgabe, Neugier sowie ihrem Forschergeist entscheidende Entdeckungen gelangen. Manusco stellt diese Entdecker aus fünf Jahrhunderten vor, wobei einige dabei sind, dessen Forschungen und Schlußfolgerungen, aber nicht unbedingt ihre Namen den meisten von uns bekannt sein dürften.


Vorgestellt werden z.B. George Washington Curver, der erste dunkelhäutige Uniabsolvent der USA, der u.a. die Fruchtfolge und den vielfältigen Einsatz von Erdnüssen erkannt und entwickelt hat, oder Nikolai Iwanowitsch Wawilow, der Vater der Samengutbank oder Ephraim Wales Bull, der Züchter der Concord-Traube oder Marcello Malpighi, der Begründer der Pflanzenanatomie. Aber auch Forschungen bekannter Universal-/ Gelehrter wie Goethe, Leonardo da Vinci oder der Familie Darwin finden sich in diesem höchst interessanten Buch.


Manusco versteht es, dieses Wissen gut verständlich und spannend zu vermitteln, läßt miteinfliesen, wie einzelne Entdeckungen oder Versuchsreihen zum Ergebnis führten, aber auch, welchen Schwierigkeiten, Vorurteilen und gegensätzlichen Meinungen die Entdecker ausgesetzt waren. Manche waren als spleenig verschrieen, wie z.B. Charles Harrison Blackley, der Erforscher des Heuschnupfens, der zu seinen vielen Selbstversuchen auch direkt die Form der heutigen Allergietests entwickelt hat. Mich hat zutiefst beeindruckt, mit welchem Eifer er geforscht hat, ohne auf sein eigenes Befinden Rücksicht zu nehmen. Aber auch finanzielle Aspekte, aus Zeiten bevor es einen Patentschutz gab, fand ich sehr interessant; manchesmal hat eben nicht der Entdecker und Erforscher die Lorbeeren ernten können...

Leider ist dieses wunderbare Buch nur 170 Seiten stark und man hat es viel zu schnell durchgelesen. Im Vorwort erklärt Stefano Manusco warum in diesem Buch nur über männliche Entdecker berichtet wird, verspricht aber, dass bei genügend Interesse an „Aus Liebe zu den Pflanzen“ ein weiteres folgen wird über das Leben von Frauen und Männern, die die Pflanzen lieben. Ich bin auf jeden Fall dabei und warte nun auf diese Fortsetzung.

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Das große kleine Buch: Wo wächst`s am besten?

Veronika Schubert
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 23.02.2017
ISBN 9783710401428
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zunächst werden die vier Klimazonen Österreichs kurz unterschieden und typische Stauden zugeordnet zum pannonischen Raum, dem Alpenvorland, dem alpinen und dem illyrischen Raum.
Betont wird, dass die Bodenbeschaffenheit mindestens genauso wichtig ist wie die klimatischen Bedingungen.

Danach werden die verschiedenen Bodenarten ( Sand, Ton, Schluff und Lehm) unterschieden und ansatzweise wird auf Möglichkeiten der Bodenverbesserung eingegangen. Es folgen kurze Kapitel zu unterschiedlichen Standorten mit einer Liste sich dort wohlfühlender Stauden: sonnig, schattig, am Teichufer und für außergewöhnliche Standorte wie Frostlöcher/Kaltluftseen in Tälern, pralle Sonne, Gebirge/Trockensteinmauern, unter flachwurzelnden Bäumen oder in feuchten Schattenlagen.

Ich muß gestehen, dass ich andere Erwartungen an dieses Buch hatte. Zum einen war mich nicht bewußt, wie intensiv in diesem kleinen Buch auf die klimatischen Unterschiede eingegangen wird, zumindest gibt der Titel dieses nicht preis, und zum anderen hatte ich nicht mit der einfachen Unterscheidung zwischen sonnig, schattig, Steingarten gerechnet. Diese Unterschiede waren mir schon vorher bewußt und z.B. Sumpf- oder Teichpflanzen würde ich nicht an einen anderen Standort verbannen; wer kommt schon auf die Idee Sumpfdotterblumen, Sumpf-Schwertlilien oder andere Sumpfpflanzen in den Steingarten oder Sukkulenten in den Sumpf zu setzen? Vielmehr war ich davon ausgegangen, dass auch die Bodenbeschaffenheit anhand von Zeigerpflanzen besprochen würde und gerade diese Zeigerpflanzen in Zusammenhang mit dort gut gedeihenden Pflanzen gebracht würden. Die einzelnen Listen der Stauden mit unterschiedlichen Bedürfnissen fand ich interessant und die, die mir nicht bekannt waren, ließen sich leicht im Internet finden, wobei es mir schon gefallen hätte, wenn es im Buch einzelne kleine Fotos dazu gegeben hätte.

Das Buch ist ganz nett, enthält für mich aber weniger neue Informationen als ich erhofft hatte. Der beste Tipp war, auf die Pflanzschildchen zu achten, die in den Töpfen stecken, wenn man die Pflanzen im Gartenmarkt kauft; ich denke auch, dass man den dort angegebenen Standort beherzigen sollte.

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Das große kleine Buch: Gesund abnehmen mit der Kraft der Kräuter

Nina Kienreich
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 23.02.2017
ISBN 9783710401374
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nina Kienreich arbeitet als freiberufliche Diätologin und Ernährungswissenschaftlerin mit Zusatzausbildung zur TEH®-Ernährungsberaterin.

Zunächst erläutert sie, wie Schlankmacher aus dem Pflanzenreich beim Abnehmen helfen, z.B. durch die Erhöhung des Gemüseanteils einer Mahlzeit, durch Bitter- und Ballaststoffe als Appetitzügler, durch Entgiftung, Entwässerung, Absenkung des Blutzucker- und Insulinspiegels unterstützt sowie durch sekundäre Pflanzenstoffe, durch Aromastoffe, was Frustessern helfen kann.

Im Anschluß an eine gesonderte Erklärung zu Bitterstoffen, die häufig weggezüchtet wurden, werden 15 Kräuter und Gewürze vorgestellt, die hilfreich den Stoffwechsel unterstützen können, z.B. Bärlauch, Galgant, Gelber Enzian, Kerbel, Kurkuma, Löwenzahn, Mariendistel, jeweils ergänzt durch ein Foto sowie ein Rezept. Außerdem erleichtern ein dreiwöchiger Plan für eine ausleitende Teekur nebst einem Ernährungsplan für je einen vegetarischen und einen Mischkost-Tag den Einstieg in die Entschlackung und Abnahme.

Das nächste Kapitel stellt weitere Lebensmittel vor, die zusätzlich auf dem Speiseplan stehen sollten, ebenfalls durch ein Foto und Rezept ergänzt, z.B. Beeren, Bittergemüse, Grüner Tee, Haferkleie, Hülsenfrüchte, Meerrettich, Leinsamen.

Die Erklärungen sind leicht verständlich, die Rezepte ansprechend und einfach nachzubereiten. Den Gedanken, Kräuter und Wildpflanzen mit ursprünglichem und nicht gezüchtetem Geschmack zu nutzen finde ich sehr ansprechend, denn so kann ich auch von einer zu vernachlässigenden Menge an Pestiziden und Düngern ausgehen. Gerade die ersten wild wachsenden Pflanzen im Frühjahr, die schon seit vielen Generationen für Frühjahrskuren zum Entschlacken genutzt werden, scheinen erwiesenermaßen gegen die im Winter zugelegten Fettreserven hilfreich einsetzbar zu sein. Zudem werden Pflanzen vorgestellt, die entweder nicht hier wachsen oder unter Artenschutz stehen, also nicht selbst gesammelt, aber problemlos im Geschäft oder einer Apotheke zu erstehen sind.

Insgesamt finde ich sowohl die vorgestellte Vielfalt an Pflanzen, die beim Entschlacken und Abnehmen unterstützen können als auch die mitgegebenen Rezepte sehr hilfreich.

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Das große kleine Buch: Heilsames aus dem Kräutergarten

Karin Buchart
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 23.02.2017
ISBN 9783710400919
Genre: Sachbücher

Rezension:

Karin Burchart stellt in diesem Buch zwölf Kräutergärtnerinnen vor, jeweils auf einer Seite mit Text und auf der gegenüberliegenden auf einem Foto. Die meisten von ihnen bieten ihre Produkte im eigenen Hofladen oder auch in workshops an und ich habe den Eindruck, dass alle Mitglieder im TEH Verein sind. Ihre genauen Adressen mit Wegbeschreibung sowie Internetauftritt findet man am Schluß des Buches. Diese zwölf Kräutergärtnerinnen haben jeweils einen anderen Schwerpunkt in ihrem Garten, z.B. als Jahreskreis-, Kräuter- oder Räucherpflanzengarten und jede von ihnen steuert in diesem Buch ihr Lieblingsrezept bei, z. B. Wintertropfen, eine Räuchermischung, 7-Kräuter-Smoothie, Wilde Brötchen, Fußbalsam, Blütenessig oder Hustensirup.

Als Fan dieser grossen, kleinen Bücher sammle ich diese Reihe; allerdings muß ich gestehen, dass dieses Büchlein zwar schön ist, aber andere dieser Serie mich mehr begeistert haben. Die Vorstellung der einzelnen Kräutergärtnerinnen und ihrer individuellen Sicht und Auslegung ihres Gartens fallen sehr kurz aus; wahrscheinlich sind diese Beschreibungen für Leser, die in ihrer Nähe wohnen und die Gärten besichtigen möchten, viel interessanter als für mich, deren Anreise viel zu weit wäre. Die zwölf vorgestellten Rezepte haben mich sehr angeprochen, wobei es gerne ein paar mehr hätten sein dürfen.

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sibirien, alter, tochter, freundschaft, bäume

Betrunkene Bäume

Ada Dorian , Adam Nümm
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 24.02.2017
ISBN 9783957130709
Genre: Romane

Rezension:

Erich, schon über 80 Jahre alt, lebt alleine, trauert falschen Entscheidungen und seiner großen Liebe nach, die er in seiner Zeit als Wissenschaftler in Sibirien kennengelernt hat. Als Katharina, von zu Hause ausgerissen, weil der Vater die kleine Familie verlassen hat, in der Nachbarwohnung lebt, helfen die beiden sich gegenseitig, führen Gespräche und schmieden gemeinsame Pläne...

Die Geschichte ist sehr breit gefächert angelegt, erstreckt sich über Erlebnisse aus mehreren Jahrzehnten und greift dabei viele verschiedene Themen auf, die leider für meinen Geschmack dabei meist etwas zu kurz kommen. Auch die vielen spontanen Zeitsprünge haben manches Mal den gerade aufkommenden Fluss der Geschichte ausgebremst und keine wirkliche Tuchfühlung mit ihr aufkommen lassen, weshalb sie mich letztendlich auch nicht mitreißen oder begeistern konnte. Trotzdem läßt sich die Erzählung um Erich, Katharina und die anderen gut anhören, denn Adam Nümm liest mit einer sehr angenehmen Stimme, auch bei verteilten Rollen, vor – und dennoch handelt es sich bei „betrunkene Bäume“ um eine Erzählung, die bei mir nach dem Hören nicht nachwirkt.

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Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies

Linda Lomelino , Jenny-Anne von Russdorf
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 30.01.2017
ISBN 9783038009610
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dies ist nicht mein erstes Buch von Linda Lomelino; ich bin immer ganz begeistert, wie liebe- und kunstvoll sie ihre Rezepte im Buch umsetzt, mit sehr guten Beschreibungen, vielen tollen Fotos und der Hingabe zum Detail. Bei diesem Buch wurde selbst das Äußere sehr edel gestaltet mit kupferfarbener Folienprägung der Schrift und einem Kupferschnitt.

In „Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies“ dreht sich alles um den Mürbeteig, dessen Zubereitung und verschiedene Verarbeitungen zunächst im Grundlagenkapitel gut bebildert erläutert wird. Hier erfährt man auch, wie Streusel- und Blätterteig hergestellt und variiert werden können, wie man einen Teigdeckel flechtet und verschiedene Muster oder Dekorationen herstellt; unter anderem finden sich hier auch eine Auswahl an Kuchenfüllungen, Vorbereitungen, Erklärungen zum Abbacken.

Die folgenden Rezepte sind unterteilt in die Kapitel:

- Gedeckte Kuchen, z.B. klassischer Apfelkuchen, Pfirsich-Erdbeer-Kuchen mit gebräunter Butter,
Kirschkuchen mit Mandeln, Pflaumenkuchen mit Pistazien, Rum und Mandeln

- Crumbles, z.B. Beeren mit Streusel, Apfel-Crumbel mit Honig und Pekannüssen, karamelliger
Birnen-Streusel-Auflauf

- Galettes, z.B. mit Erdbeeren und Rhabarber, mit Aprikosen, Brombeeren und Thymian und zum
Abschluss dieses Kapitels auch eine Galette mit Buchweizenmehl, gefüllt mit
Nektarinen und Himbeeren

- Küchlein und Tartes, z.B. Himbeer-Teigtaschen, frittierte Apfeltaschen mit Karamell, Pie Pops,
Teigtaschen mit Birne und Ingwer, einfache Tarte mit frischen Beeren

- ungedeckte Kuchen, z. B Limetten-Tarte mit Kokos und weisser Schokolade, Zitrus-Tarte mit
karamellisiertem Baiser, Coconut Cream Pie, Banoffee Pie mit Honeycomb

- Beilagen, z.B. Vanilleeis, Karamellsauce mit Rum, Ahornsirup-Rahm, Mascarpone und Crème
fraîche selbstgemacht

Wie schon eingangs erwähnt, sind die Rezepte sehr gut erklärt und leicht nachzuarbeiten. Die Kuchen, die ich ausprobiert habe, waren sehr lecker; mein absoluter Favoritist der Apfel-Zimtschnecken-Kuchen, der mit einer Decke von Zimtschnecken gedeckt ist. Bei den meisten Rezepten finden sich direkt die dazugehörigen Fotos des Kuchens; allerdings sind auch einige dieser Kuchenfotos vor oder hinter dem Rezept auf eigenen Seiten und manchmal hätte ich mir eine Beschriftung des Bildes gewünscht um es zweifelsfrei zuzuorden.

Ganz gespannt war ich auf die Rezepte der Galettes, die zu meinem Erstaunen, mit Ausnahme des letzten Rezeptes, mit Weizenmehl gebacken wurden. Da bin ich dann wohl ein wenig zu traditionell eingestellt, denn gerade der etwas kräftigere Geschmack des Buchweizenmehls macht für mich den Reiz einer Galette aus. Ich denke, es dürfte aber gar kein Problem sein, die Zutaten einfach auszutauschen.

Insgesamt gefallen mir die Rezepte sehr gut, die Auswahl finde ich sehr gelungen; Buch sowie Rezepte tragen eindeutig Linda Lomelinos Handschrift.

Fazit: gute Auswahl an hauptsächlich süßem, aber auch herzhaftem Mürbeteiggebäck, prima erklärt und in Szene gesetzt

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

wien, humor, polen, integration, auswandern

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

Radek Knapp
E-Buch Text: 128 Seiten
Erschienen bei Deuticke Verlag, 20.02.2017
ISBN 9783552063440
Genre: Romane

Rezension:

Radek Knapp erzählt in „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ die Geschichte des polnischen Jungen Walerian, dessen jugendliche Mutter ihn als er ein Jahr alt war bei den Großeltern abgegeben hat, ihn als er 12 Jahre alt war wiederholte und nach Wien entführte. Langsam erlernt er die Sprache, empfindet sich als Experte von Grenzen und ihren Überschreitungen und findet heraus, dass die wirklich interessanten Dinge nicht in der Schule sondern auf dem Weg dorthin gelehrt werden. Walerian erzählt, wie er nach sich selber und seiner Heimat sucht und sie letztendlich dort findet, wo er selber ist.

Das kleine Büchlein erzählt diese scharfsinnige Geschichte auf 123 Seiten sprachlich wunderschön, mit viel Wortwitz und auch skurrilem Humor. Viele Abschnitte habe ich mehrfach gelesen, weil sie einfach so schön waren, einen Witz oder eine Weisheit so vortrefflich beschrieben.

Mir hat dieses Büchlein so gut gefallen, dass ich es demnächst wohl noch einmal lesen und geniessen werde.

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finnland, schicksal, zufall, verlust, depression

Dinge, die vom Himmel fallen

Selja Ahava , Stefan Moster
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 14.02.2017
ISBN 9783866482425
Genre: Romane

Rezension:

Selja Ahavas errstes Buch „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ hatte mich schon sehr angesprochen und ich war ganz gespannt auf ihr neues Werk, das sie ebenso poetisch und kreativ geschrieben hat.
Erzählt werden Geschichten über die unberechenbaren Launen des Schicksals, wobei diese auf ganz leichte Weise ineinander verwoben werden.

Zu Beginn lernen wir Saara und ihre Familie kennen, die im „Sägespänehaus“ wohnen, es immer ein wenig weiter renovieren, bis eines Tages aus heiterem Himmel ein Eisbrocken vom Himmel fällt und Saaras Mutter tödlich trifft. Durch Aufzählungen, Beschreibungen, Träume und Albträume, Geschichten und Märchen, die Saara erzählt um nichts von ihrer Mutter zu vergessen, lernt der Leser diese kennen. Zu schmerzlich trifft Vater und Tochter der Verlust und so ziehen sie zu Tante Annu, die in der Nähe ein Gutshaus besitzt, das sie sich von einem kleinen Teil ihres ersten Jackpott-Lottogewinnes kaufte. Langsam ist bei ihr der Alltag eingekehrt und sie hat sich mit ihrem neuen Leben mittlerweile gut arrangiert – bis sie zum zweiten Mal einen großen Lottogewinn ihr eigen nennen darf. Sie hat Angst vor dem Schicksal, das sie herausgefordert hat und fällt in einen dreiwöchigen Dornröschenschlaf. Daraus erwacht, macht sie sich auf die Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und beginnt eine Brieffreundschaft mit einem Mann in Schottland, der schon dreimal von einem Blitz getroffen wurde. Auch Saara und ihr Vater werden an weiteren unvorhersehbaren Außergewöhnlichkeiten teilhaben.

Wie schon eingangs erwähnt, hat mir der poetische, manchmal märchenhafte Erzählstil Selja Ahavas sehr gut gefallen, den ich an sich schon außergewöhnlich finde. Die erzählten Geschichten von Schicksal oder Zufall hinterfragen aber auch, wie man damit umgeht. Manchmal wirft es den Betroffenen aus der Bahn und andere nehmen es ohne zu hinterfragen einfach als gegeben hin und wünschen sich, einfach in Ruhe so weiterleben zu können, wie vorher.
Aber gerade in der kleinen Familie um Saara werden die Folgen des Schicksalschlages so leicht und doch so tiefgreifend erzählt – von dem überforderten Vater, der sich der Realität entzieht und dem Mädchen, das seine Mutter braucht und weiterleben läßt, manchmal in beängstigenden Szenen und Märchenvorstollungen.

Fazit: Eine wunderschön erzählte Geschichte über Schicksalsschläge, die Unberechenbarkeit des Lebens und die Macht des Zufalls, die verschiedene Umgehensweisen aufzeigt.

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glühbirne, edison, stromkrieg, westinghouse, erfinder

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Graham Moore erzählt in „Die letzten Tage der Nacht“ die Geschichte des Stromkrieg zwischen Edison und Westinghouse. Der junge und unerfahrene Anwalt Paul Cravath wird von Westinghouse ausgewählt um seine Interessen im Rechtsstreit um das Glühbirnenpatent zu vertreten, da er so unbescholten scheint und Westinghouse davon ausgeht, dass fast jeder in der Stadt auf einer Lohnliste Edisons steht oder ihm sonstwie verbunden ist. Manchesmal fehlt es Paul an Erfahrung und ihm unterlaufen auch Fehler, aber er gibt sein Bestes und begleitet den Fall bis zum Schluß.

Aber es geht nicht nur um diesen Rechtsstreit, sondern auch darum, was einen antreibt und, dass es passieren kann, sich zusehr an einem Punkt zu verbeissen und Wichtiges außer Acht zu lassen.
Sehr interessant schildert Moore die einzelnen Charaktere und ihre Motivation: Westinghouse erschafft Dinge, Tesla Ideen und Edison ein Imperium – drei miteinander absolut inkompatible Herangehensweisen mit Wissenschaft, Industrie und Geschäft umzugehen ( S.139). Ausgesprochen spannend fand ich die Beschreibung Teslas und seiner Eigenheiten.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und ihnen ist jeweils ein passendes Zitat einer Berühmtheit vorangstellt, was mir sehr gut gefällt.

Der Roman ist sehr fesselnd geschrieben; man mag ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Von Beginn an hatte ich den Eindruck, dass sehr gut recherchiert wurde und der Kampf um das Monopol sachlich korrekt erzählt wird. Im Anhang wird genau aufgelistet, welche Begebenheiten etwas verändert, ergänzt oder gekürzt wurden, wobei es sich eher um Kleinigkeiten handelt.

Fazit: Ein toller Roman, der die Geschichte des Stromkrieges zwischen Edison und Westinghouse korrekt, spannend und interessant vermittelt.

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Sag ihren Namen

Francisco Goldman , Roberto de Hollanda ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 08.03.2013
ISBN 9783498025212
Genre: Romane

Rezension:

Francisco Goldman beschreibt in diesem Buch, drei Jahre nach dem tragischen Badeunfall seiner zwanzig Jahre jüngeren lebensfrohen Frau, seine große Liebe, ihr gemeinsames Leben und seinen Verlust. Aura, lebenslustig und trotzdem häufig voller Selbstzweifel, Eigenheiten, Unsicherheiten, wurde schon seit Jugendzeiten immer wieder von Todessehnsüchten eingeholt; meistens ist sie sehr impulsiv und bringt ihn dazu, sich wieder viel jünger zu fühlen und Dinge, meist aus großer Liebe zu ihr, zu tun, die er selber häufig nicht für möglich gehalten hätte. Er erzählt von erlebten und verpaßten Alltäglichkeiten, über Wichtiges und Nichtiges, über ihr Leben und ihre Familie, ihre gemeinsamen Gespräche, Erlebnisse, Tagebuchaufzeichnungen aus Zeiten vor ihrer. Stets bemüht, Erinnerungen lebendig zu halten und die Trauer um verpaßte Gelegenheiten oder Entscheidungen, die er vielleicht hätte anders treffen sollen zu erspüren. Zum Schluß bereist er die Orte der gemeinsamen Vergangenheit und der Spielorte ihres gerade noch fertiggestellten Romans um sie für Aura zu besichtigen.


Francisco Goldman hat sehr einfühlsam über seine große Trauer und seinen tiefen Schmerz geschrieben, über seinen Weg, sich an jede Kleinigkeit zu erinnern, wie an einen Schatz, darum, all diese Erinnerungen lebendig zu halten, damit nicht das, was die beiden gemeinsam waren Stück für Stück verschwindet. Das Buch ist wundervoll geschrieben; zwischendurch werden Gedanken, Zitate und Gedichte eingefügt; die Schilderungen wirken sehr berührend und stimmen beim Lesen nachdenklich, denn viel zu schnell können unvorhersehbare Ereignisse alles über den Haufen werfen.

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