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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

absender, freund, recherchieren, 43 todesfälle, mordkommission

Das Buch der Toten

Jonathan Kellerman , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 573 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 27.02.2007
ISBN 9783442464777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meinen ersten Roman aus der Reihe habe ich aus unserem öffentlichen Bücherschrank gezogen, war also ein Zufallsgriff.
Alex Delaware ist renommierter Psychologe und arbeitet öfter mit seinem Freund bei der mordkomission Mil Sturgis zusammen.

Eines Tages wird ihm ein Album geschickt - eine Mordakte mit Tatortfotos, ohne Absender, Fingerabdrücke oder sonstige Hinweise.
Zusammen mit Sturgis, der in seiner Vergangenheit in diesem Fall bereits einmal ermittelt hatte, macht er sich einem Täter auf der Spur, der sie bis in die High Society L.A.s führt...

Zugegeben, anfangs mag der Schreibstil ein wenig hastig und zügig wirken, aber das legt sich nach ein paar Seiten und man findet eigentlich recht gut rein. Die Story ist sehr gut aufgebaut. Man wird zu keiner Zeit mit zu vielen Informationen bombadiert, alles wird sehr feinsinnig gestreut und läuft am Ende schlüssig zusammen.
Auch die Nebencharaktere wirken plastisch und tief, ohne aber zuviel Raum einzunehmen.

Worüber ich mich besonders gefreut habe ist, dass es Kellerman gelungen ist mit Milo Sturgis einen homosexuellen Hauptcharakter zu konzipieren, der mit allen typischen Schwulenklischees bricht. Er ist ein knallharter Cop, der zielstrebig seine Sache verfolgt.
Zusammen mit Delaware eine interessante Dynamik, auch wenn ich mir noch einen Ticken mehr Interaktion der beiden gewünscht hätte.

Die Ermittlungen laufen schließlich zu einem spannenden Höhepunkt zusammen (wobei ich nichts dagegen gehabt hätte, wäre dieser Höhepunkt noch etwas weiter ausgeschrieben geworden), welche angenehm abklingt.

Was ich persönlich etwas störend fand, war das Zwischenmenschliche bei Alex und seiner Lebensgefährtin. Dieser Konflikt hat nicht gepasst und war in der Story in der Robin (seine Lebensgefährtin) generell keine Rolle spielte irgendwie etwas lästig zu lesen.

Ich hätte mich auch noch gefreut, wenn das psychologisch so hochgelobte Genie von Delaware etwas mehr zum Einsatz gekommen wäre.

Generell kann man diesen Roman losgelöst von der restlichen Reihe lesen, auch wenn einem natürlich schon auffällt, dass die Einführung des ein- oder anderen Charakters etwas zu kurz kommt, da der vermutlich schon aus einem der früheren Romane bekannt ist.

Insgesamt verdiente vier Sterne und ich kann dieses Buch ohne schlechtes Gewissen jedem Krimifan weiterempfehlen.

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(18)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

mord, alkohol, hexe, krimi, bestseller

Der Schatten

Petra Hammesfahr
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.10.2007
ISBN 9783499246951
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Stella nach einem schweren Alkoholrausch zu sich kommt, liegt ihre Schwiegermutter brutal erschlagen im Badezimmer und ihr 14 Wochen Altes Baby ist verschwunden, die einzige Erinnerung ein mysteriöser Schatten der aus "dem Fernseher geflossen kam".

Mit dieser Einleitung wird dem Leser eine spannende Ausgangssituation geboten.
Die Story wechselt kapitelweise zwischen der Gegenwart und der quasi Vorgeschichte, die nach und nach immer mehr interessante Details enthüllt und dennoch lange rätseln lässt, wer der wahre Täter nun ist. Normalerweise hab ich das immer recht schnell raus bei Kriminalromanen, aber diesmal hab ich doch verhältnismäßig lange gebraucht, um auf die richtige Spur zu kommen, das ist schonmal ein Pluspunkt für das Buch.

Das Buch ist storymäßig gut aufgebaut, die Charaktere handeln für mich nachvollziehbar.

Mir fiel es jedoch schwer, irgendwie einen persönlichen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Es gab irgendwie keinen so richtigen Hauptcharakter, bis auf Gabi, deren Art ich irgendwann doch nur noch nervtötend überzogen fand, sind alle Figuren, einschließlich Stella und Heiner doch recht blass geblieben. Die Spannung als solche hielt sich leider auch etwas in Grenzen, da die Autorin das "Dont tell it, show it" Prinzip nicht wirklich beachtet hat. Man hatte das Gefühl, dass nichts "gerade" passiert, sondern, dass alles nur im Nachhinein "erzählt" wird. Das führte leider dazu, dass das Buch doch mehr vor sich hinplätscherte als zu packen. Also es liest sich schon gut durch, aber man bleibt am Ende mit so einem leicht enttäuschten Gefühl zurück, irgendwie hat man mehr erwartet. Vielleicht hätte es dem Buch auch recht gut getan, ein paar Szenen deutlich zu kürzen, manche ausführlichen Beschreibungen fand ich schlichtweg unnötig (wie gleich zu anfang urewig auf Stellas Versoffenheit rumgeritten werden musste, empfand ich fast schon als lästig und machten sie mir irgendwie von vorneherein leicht unsympathisch)

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(17)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 3 Rezensionen

göteborg, irene huss, krimi, schweden, missbrauch

Tod im Pfarrhaus

Helene Tursten , Holger Wolandt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 05.10.2005
ISBN 9783442734474
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Beschreibung klingt erstmal recht vielversprechend. Eine dreiköpfige Pfarrersfamilie wird ermordert und allem Anschein nach ist es die Tat von Satanisten.
Allerdings blieb es meiner Meinung nach bei der guten Idee und einer ziemlich langweiligen Umsetzung.

Fangen wir mit dem Schreibstil als solchem an: Er liest sich flüssig, ist aber nichts besonders, nichts mit Wiedererkennungseffekt.

Zu Irene Huss als Hauptcharakter konnte ich während des ganzen Buchs weder eine Beziehung, noch eine Sympathie aufbauen. Sie ist eine Frau mit erstaunlich vielen Vorurteilen und altmodischen Ansichten. Dazu eine langweilige Anfang 40 Mutter mit perfektem Mann, perfekten Kindern, perfektem Leben. Sie hat weder eine interessante Vergangenheit, noch sonst irgendetwas aufregendes in ihrer Persönlichkeit. Sie ist blass und prüde und die Sympathien endgültig verspielt hatte sie schon bei mir als ihr Köter die Nachbarskatze totgebissen hat und sie dann noch auf ihre trauernden Nachbarn losgegangen ist, von wegen, sie würde sie wegen Körperverletzung gegen ihre Tochter anzeigen, weil der Nachbar nachdem er mitansehen musste, wie seine Katze totgebissen wurde, der Tochter mit einem Besen hinterhergerannt ist... aber einen beiwüßigen unerzogenen Köter zu haben ist wohl völlig okay. Jagdtrieb rechtfertigt auch nicht, dass man seine Hunde nicht erzieht. Soviel dazu. Das bestärkte meinen negativen Eindruck von Irene Huss nur sehr.

Die Handlung an sich, naja... es  plätschert von Anfang bis Ende vor sich hin. Es gibt keine spannenden Stellen, es liest sich sehr ermittlungssachlich, was auf  Dauer recht eintönig wird. Leider macht die Autorin es auch nicht besser, indem sie sich in seitenlangen Beschreibungen darin ergießt, was die Leute anhaben, oder wie die Häuser der Leute aussehen...

Auch die Auflösung des Täters am Schluss war sehr enttäuschend. Mal abgesehen davon, dass ich ab einer bestimmten Sache schon wieder ziemlich sicher war, wer der Täter war und aus welchem Motiv, war die Auflösung eben enttäuschend unspektakulär.

Sehr schwaches Buch, das ich nicht gerade weiterempfehlen würde...

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(79)

163 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

vampire, babylon, fantasy, asrael, anne rice

Engel der Verdammten

Anne Rice , Barbara Kesper
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.11.2001
ISBN 9783442445240
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe das Buch vor zehn Jahren bereits einmal gelesen und es nun zum zweiten Mal zur Hand genommen und es ab der Hälfte abgebrochen.

Die Idee dahinter ist genial. Ein junger Mann im alten Babylon, der Opfer eines Fluches und so zu einem Rachegeist gemacht wird, der seinem jeweiligen Herrscher gehorchen muss...

Die Realität ist leider, dass dieses Buch so vor sich hin schwafelt. Anne Rice hatte ja schon immer die lästige Angewohnheit, in ihren Büchern erstmal den Ich Erzähler mit dem der im Buch das Buch aufschreibt in ellenlangem Gefasel zueinander kommen zu lassen. Und dann gibts viel geschwollenes Blabla über die Lebensgeschichte. Dann wird tatsächlich mal was erzählt, und dann wird wieder der sich langsam einstellende Lesefluss unterbrochen, damit Erzählchara und aufschreibender Chara ellenlang überflüssiges Palaver führen können.
Auch die Erzählung Asraels besteht nur aus viel inhaltlosen Dialogen, halbgaren Charakteren und wenig plastisch beschriebener Story. Es wird halt mehr erzählt, als dass tatsächlich aktiv was passiert. Anne Rice hat das "dont tell it, show it" Prinzip in diesem Buch leider nichtmal ansatzweise zum Umsatz gebracht.

Ich lege wirklich jedem Nahe: Erspart es euch. Es lohnt sich einfach nicht. Man kann es der Vollständigkeit halber lesen, aber es hilft nichtmal gegen Langeweile, weil das Buch an sich schon langweiliger ist als gar nichts zu tun.

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(3.875)

4.983 Bibliotheken, 26 Leser, 9 Gruppen, 113 Rezensionen

thriller, david hunter, krimi, simon beckett, forensik

Die Chemie des Todes

Simon Beckett , Andree Hesse , ,
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2011
ISBN 9783499256462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also, ich bin mal wieder nur durch Zufall (dank unseres öffentlichen Bücherschrankes) in Besitz diieses Büchleins gelangt. Natürlich war mir der Titel und der Name des Autoren ein Begriff und so begann ich sehr gespannt zu lesen, da es sich hier um einen Kriminalroman handelt, der mal nicht aus Sicht eines Ermittlers, sondern aus der Sicht eines Forensikers ist, jemanden, der wichtige Arbeit leistet, was aber in vielen Kriminalromanen eher untergeht.

Was ich definitiv positiv bewerten kann, ist, dass dieses Buch sich sehr süffig liest. Der Schreibstil ist zwar recht einfach und wenig anspruchsvoll, aber er geht runter wie Öl, ich war innerhalb von zwei Tagen mit dem Buch durch.
Sehr interessant auch, wie die forensische Arbeit beleuchtet und erklärt wurde, das war genau richtig portioniert.

Allerdings muss ich sagen, dass ich den Hype, wie so oft nicht so recht nachvollziehen kann.

Fangen wir beim Hauptcharakter an. Ich finde es gerade bei Kriminalromanen sehr gewagt, in der Ich-Perspektive zu schreiben. Gerade durch die Ich Perspektive halte ich es für sehr unglaubwürdig, plötzlich aus Perspektive der Opfer schreiben zu können usw. Es war mir auch nicht möglich, irgendwie eine Beziehung zum Hauptcharakter zu gewinnen. Er war schwammig. Dabei finde ich so grobe Angaben wie wenigstens das Alter oder grobe Angaben zum Aussehen schon sehr hilfreich. David Hunter war einfach eine formlose Gestalt in meinem kopf.

Gehen wir weiter über zur Handlung.
Leider wirklich SEHR vorhersehbar. Ich wusste zB schon unmittelbar als der/die Täter als Charakter eingeführt wurden, dass er der Täter ist. Weil sich der Autor einfach jedem Stereotyp bedient, die es in Kriminalromanen so gibt.
ACHTUNG, HIER KÖNNTE GANZ LEICHTER SPOILER VORHANDEN SEIN
Auch war mir klar, dass die Frau, der David näher kommt, eines der Opfer sein wird, das entführt wird und es dann einen Wettlauf gegen die Zeit gibt.
SPOILER ENDE

Man wird während der Handlung nicht überrascht und wirklich Spannung kam bei mir jetzt auch nicht auf. Es las sich gut, aber eben mehr wie "das Nette für zwischendurch" und nicht wie "DER Roman, den ich unbedingt jedem den ich kenne weiterempfehlen muss"


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(186)

516 Bibliotheken, 19 Leser, 4 Gruppen, 30 Rezensionen

london, fantasy, uralte metropole, engel, hölle

Lycidas

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 862 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2011
ISBN 9783453529106
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe dieses Buch vor zehn Jahren schonmal gelesen und da ich gerade am Bücher aussortieren bin, habe ich mich nun nochmal drangewagt. Meine Erinnerung, dass sich das Buch einfach nur gezogen hat, hat mich nicht getrügt. Ich bin noch nichtmal bei der Hälfte und je mehr ich lese, desto mehr muss ich mich durchquälen. Ich habe jetzt beschlossen, es sein zu lassen.

Das Konzept finde ich nach wie vor großartig. Die uralte Metropole, die Stadt unter der Stadt. Low Fantasy, wie man sie sich wünscht.
Der Hauptcharakter, die 12-jährige Emily Laing hat ein sehr liebenswertes Charakterkonzept, mit dem man sich durchaus identifizieren kann. Sie hat ihre Stärken und Schwächen, was sie zu keinem Übercharakter macht - nichtmal der Fakt, dass sie eine Trickster, eine Halbelfe ist, ändert daran etwas.

Ich habe allerdings beim ersten wie beim zweiten Lesen Schwierigkeiten, einem Konzept zu folgen.
Der Namensgeber des Buches "Lycidas" ist ein erstaunlich flach gezeichneter Charakter und hat auch sehr wenig "Screentime".
Erst am Ende vom ersten Abschnitt des Buches  passiert was mit ihm, indem er innerhalb von sage und schreibe einer ganzen Buchseite in eine Laterne gesperrt wird. Das war unglaublich enttäuschend, man hat nach so einer langen Seitenanzahl doch mal sowas wie einen Zwischenklimax erwartet.
Wie gesagt der Charakter selbst überzeugt absolut nicht. Ich finde ihn stinkend öde und enttäuschend.

Generell ist der Handlungsverlauf sehr zähfließend. Es passiert und passiert und passiert einfach nichts. Seitenlanges  Erzählen und inhaltloses Gelaber nehmen dem Buch seine komplette Dynamik.

Und wie einer meiner Vorschreiber schon erwähnt hat, das Buch lebt von Wiederholungen. Spätestens, wenn man zum zwanzigsten mal "Dieses Kind!" lesen muss, fängt einem eine Ader an der Schläfe an, zu zucken. Ebenso kann man irgendwann nur noch mit den Augen rollen, wenn alle paar Seiten mal wieder betont werden muss, was für arme, arme Waisenkinder Emily und Aurora doch sind und wie sie sich ständig heulend in den Armen liegen, weil sie sich mal sechs Stunden nicht gesehen haben. Man hat es irgendwann halt begriffen, dass Emily kein glückliches Kind war. Wirklich, man hats einfach begriffen. Gefühlt besteht aber das ganze Buch nur daraus, warum es so schrecklich ist, ein Waisenkind zu sein und es wird mehr Fokus auf Emilys Schicksal als Wiasenkind gelegt als auf ihre Charakterentwicklung.

Außerdem übertreibt Marzi es manchmal (auf alle Bücher bezogen jetzt) mit seinem elliptischen Satzbau. Das mag als Stilmittel hin- und wieder sinnvoll sein, um dramatische, spannende Szenen mal anzureißen, aber wenn es dann seitenlang gefühlt nur so geht, dann ist das einfach irgendwann ausgereizt.

Spannungsbögen sucht man ehrlich gesagt auch vergebens. Das Buch hätte was werden können, hätte man es auf die Hälfte der Seitenanzahl komprimiert, dessen bin ich überzeugt, aber so muss ich nun sagen, ich habe einfach keinen Bock mehr, weiterzulesen und werde die Bücher dem Bücherschrank spenden.

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

krimi, katzenkrimi, katze, francis, katzen

Francis

Akif Pirinçci
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 13.05.2008
ISBN 9783442467570
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meiner Meinung nach einer der stärksten Romane aus der Reihe.
Francis beschließt nachdem es in Gustavs Leben nun eine Frau gibt, aufs Land zu gehen und ein neues Leben zu beginnen.
Das verläuft allerdings nicht ganz so reibungslos wie geplant - während einem hefigen Gewitter wird er in den Gully gespühlt und trifft dort auf eine Gruppe aussätziger Katzen, die alle ein nicht ganz so schönes Schicksal in die Kanalisation gezwungen hat.
Man bittet Francis, nachdem dieser die erste Leiche schon unfreiwillige besichtigt hat, den Täter dieser Morde zu finden und so macht er sich von Neugier getrieben auf.
Es bleibt konstant spannend. Man hat oft die ein oder andere Vermutung, aber die werden dann meistens doch zerstört und am Ende kommt es noch zu der ein oder anderen unerwarteten Wendung. Katzenfans und Fans der Felidae Krimis kommen jedenfalls voll auf ihre Kosten und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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Tags: felida, francis, katze   (3)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schandtat

Akif Pirinçci
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei Diana Verlag, 17.04.2008
ISBN B004U5FA8I
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem schwachen Salve Roma! ist dieses Buch hier wieder ein wirklicher Lesespaß.
Francis ist inzwischen schon in die Jahre gekommen und will eigentlich seinen Lebensabend gemütlich mit seiner Sancta, dem treuen Freund Blaubart und seinem Söhnchen Junior verbringen. Der allerdings ist recht interessiert an Papas erstem Fall und diese Erzählung weckt ungute Erinnerungen an etwas lang verdrängtes...

Wo man bei dem Vorgänger doch ziemlich Spannung vermisst hat, wird man hier absolut nicht enttäuscht. Es geht recht spannend los, verschiedene Handlungsbögen verflechten sich ineinander und laufen gegen Ende schlüssig zusammen.
Zwar mag es anfangs recht ungewohnt sein, dass der Autor sich entschieden hat, Übernatürliches mit einzubeziehen, aber seien wir mal ehrlich - sprechende und Mordfälle lösende Katzen? So abstrus ist das dann gar nicht.
Einziges Manko meiner Meinung nach, dass es gegen Ende doch recht durchgehetzt wurde; Als Blaubart durch das "Höllenfeuer" erwischt wurde, da hielt sich Francis Trauer und Erschütterung doch enttäuschend in Grenzen.
Aber nunja. Insgesamt wirklich ein Lesevergnügen, wenn auch mit unerwartetem Storyverlauf.


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87 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, katze, rom, francis, italien

Salve Roma

Akif Pirinçci
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 01.08.2005
ISBN 9783453350922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also, ich war nicht so wirklich begeistert von diesem Band. Habe ihn nun eben zum zweiten Mal gelesen, um mir noch ein genaueres Bild zu machen. Es liest sich sehr langatmig, obwohl die Seitenanzahl durchaus überschaubar ist.
Leider entbehrt es der Handlung jeglichen Tempos oder Vorankommens, weil wirklich gut 70% des Buches aus Beschreibungen von Umgebung bestehen. Seitenlange Beschreibungen, dann gehts mal zwei Seiten mit Handlung weiter und schon wieder seitenlange Beschreibungen. Die Handlung als solche ist viel zu dünn, die Charaktere, die neu vorkommen entbehren außer Antonio jede Tiefe und wirklich spannend ist die Handlung auch nicht. Hätte man sich mehr auf den Mordfall und weniger auf die Beschreibung der Stadt Rom konzentriert wäre daraus sicherlich ein gutes Buch geworden, aber so... Tendenz eher noch zu zwei Sternen.
Eine wirklich schöne Szene gab es als Francis und Miracolo dem Papst begegnet sind und der eine Segnung ausgesprochen hat. Das war irgendwie richtig gefühlvoll und ergreifend geschrieben, aber
Sollte man als Fan der Felidae Reihe vielleicht der Vollständigkeit halber gelesen haben, aber wirklich Lesevergnügen kommt nicht auf.
Generell habe ich das Gefühl, dass es nach Felidae und Cave Canem nur noch bergab geht...

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

krimi, katzen, francis, felidae, katzenkrimi

Das Duell

Akif Pirinçci
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.03.2004
ISBN 9783596159925
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Francis hat plötzlich einen Rivalen. Das findet er natürlich gar nicht super, vor allem nicht als sich herausstellt, dass der es nicht nur locker mit ihm aufnehmen kann, sondern ihn augenscheinlich auch noch um Längen übertrumpft.
Die Dinge ändern sich jedoch, als sich herausstellt, dass es sich bei der aufgefundenen strangulierten Leiche des Artgenossen keinesfalls um einen Fremden handelt, sondern der dem Rivalen und angeblichen Meisterdetektiv durchaus bekannt war. Francis beginnt zu schnüffeln - und stößt auf ein abartiges Geheimnis, mit einem Ende, das so abstrus ist, dass es fast schon wieder genial ist.

Das Buch zeichnet sich wieder durch die brilliante Sprache des Autoren aus, anders wie in Cave Canem hatte ich sogar das Gefühl, dass sich nicht übertriebenermaßen in Beschreibungen ergangen wurde, sondern dass die Handlung gut und flüssig voranging. Ich würde sogar fast soweit gehen und behaupten, dass für die spannende Handlung die Seitenanzahl zu kurz gehalten wurde, 100 Seiten mehr hätten der Storyentwicklung garantiert nicht geschadet. Man hätte auch noch mehr auf einzelne Charaktere eingehen können.
Ein Buch, das ich insgesamt allen Felidae-Roman- und Katzenfans nur empfehlen kann :>

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(65)

127 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

krimi, katzen, katze, katzenkrimi, mord

Cave Canem

Akif Pirinçci
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.08.2001
ISBN 9783442449910
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe dieses Buch nach nun gut zehn Jahren zum zweiten Mal gelesen, da ich mir nicht mehr sicher war, ob ich es in meinem Bücherschrank behalten wollte.

Allerdings kam ich nicht umhin, mich wieder in den Bann ziehen zu lassen. Francis brilliert als genial-zynischer vierpfötiger Detektiv, dessen Charme man sich nur schwer entziehen kann.

Das Buch liest sich ungemein flüssig, wenn man erst mal drin ist und der Hintergrund der Mordserie, die das Revier mal wieder heimsucht und Hunde- und Katzen gegeneinander aufbringt ist gleichsam abstrus wie faszinierend. Ein genialer Krimi, wobei ich mir allerdings bei ein paar Sachen sehr schwer getan habe, mich für drei oder vier Sterne zu entscheiden.

Zwar ist die Sprache des Autoren sehr bildhaft, spitzfindig und einfach nur genial, allerdings kommt es schon hin- und wieder vor, dass sich seitenlang in irgendwelchen detaillierten Beschreibungen ergangen wird, was die Dynamik der Geschichte irgendwie ziemlich dämpft. Mir fehlten ein paar mehr spannende, tragende Stellen, mir kommt es vor als bestünde das Buch mehr aus Beschreibungen als aus aktiver Handlung. Die wirklich essentiellen Stellen sind nämlich unbefriedigend kurz gehalten

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(26)

68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

isabelabed, isabel abedi, imago

Imago

Isabel Abedi
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 28.06.2016
ISBN 9783401508900
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wanja weiß nicht, wer ihr Vater ist und ihre Mutter schweigt. Eines Tages hört sie im Radio eine seltsame Einladung zu einer Ausstellung namens "Vaterbilder".
Es gibt nur jeweils ein Gemälde, das zu einem der Kinder passt und kaum berührt, wird sie in die Welt Imago gezogen...

Der Schreibstil ist flüssig und man liest das Buch recht schnell durch. Allerdings merkt man doch, dass es eben doch eher auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten ist, da sich auch vergleichsweise gruselige Sachen, wie das Thema mit dem schwarzen bedrohlichen Vogel doch recht harmlos lesen.

Die Charaktere sind jeder für sich recht liebevoll konzipiert, haben menschliche Stärken und Schwächen und Probleme und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Auch die Hin- und Hergerissenheit von Wanjas Mutter in Bezug auf ihren Vater ist sehr deutlich spürbar, allerdings ebenfalls dieses zarte, zerbrechliche Band, zwischen einer Mutter und ihrem Kind.

Isabel Abedi hat das alles auf eine sehr feinfühlige Weise herausgearbeitet und ich bin sicher, es gibt viele Kinder (und auch Erwachsene), die sich mit mindestens einer der Hauptpersonen identifizieren können.

Nun, wie bereits erwähnt merkt man leider doch, dass das Buch auf ein eher jugendliches Publikum zugeschnitten ist. Ich hab das Buch zwar recht schnell durchgehabt, aber dieser packende Spannungsfaktor, der blieb bei mir einfach aus. Für mich wirkte nichts in dem Buch wirklich bedrohlich, ich hab mich nicht in die Geschichte hineinversetzt gefühlt. Die Handlung plätscherte eben wie ein harmloses Bächlein vor sich hin, dabei bin ich sicher, dass man da noch viel mehr Tiefe hineinlegen und einen Mittelweg finden hätte können, dass das Buch sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspricht.

Insgesamt ein gutes Buch, dem aber einfach noch das gewisse Etwas fehlt. Ich würde weder davon abraten, noch empfehlen es zu lesen, jeder sollte sich selbst eine Meinung dazu bilden.

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Tags: imago, isabelabed   (2)
 

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(23)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

männersterben, seuche, tödliche krankheit, frauen, aussterben der männer

Yin

Akif Pirinçci
Flexibler Einband: 826 Seiten
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442445639
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Ich habe dieses Buch damals zufällig im Second Hand Buchshop gefunden und dachte, ich nehm es mal mit, weil mir der Name von den Felidae Romanen schon sehr bekannt war.

Es geht eigentlich recht interessant los - zu jeder der Hauptfiguren gibt es eine längere Einleitung für die Hintergrundstory usw. und den Charakteren selbst wird auch wirklich Tiefe verliehen. Auch das Sterben der Männer aufgrund des Virus wird von vielen itneressanten Askepten beleuchtet. Unter anderem eben auch, dass die Menschheit irgendwann aussterben wird, also muss eine Ersatzlösung her.
Soweit so gut. Es dürfte etwa ab der Hälfte des Buches gewesen sein, wo man der Handlung kein Stück mehr folgen kann. Der gesamte Handlungsstrang liest sich total konfus und größtenteils so als hätte der Autor irgendwann zwischendrin selbst den Faden verloren und einfach irgendwas geschrieben. Vor allem irgendwelche erotischen Fantasien zu Frauen. Ich will nicht so weit gehen, es chauvinistisch zu nennen, aber wenn es in einem Buch irgendwann nur noch um Sexualität geht und wer wen wann und wo mit einem Holzdildo die Unschuld raubt, oder leckt oder dass es für alle Frauen das seligste ist, Kinder zu kriegen, dann ist bei mir (und ich bin selbst lesbisch, darum geht es mir nicht) irgendwie eine Grenze erreicht, zumal die Charaktere, die anfangs noch so eine vielversprechende Einführung hatten, wie zB Viola das Model irgendwann total unwichtig werden und verblassen hinter dem ganzen sexuellen Zeug und der konfusen Handlung, die eigentlich keine mehr ist. Die zu anfangs interessant geknüpften Handlungsstränge gehen etwa ab Mitte/Dreiviertel des Buches völlig verloren und man bleibt mit einem sehr unbefriedigten Lesegefühl zurück.
Und auch mit dem Gefühl, dass die Sexualisierung der Frau absolut im Vordergrund steht. Denn alle Hauptcharaktere sind fast ausnahmslos wunderwunderschön, alle werden plötzlich lesbisch und es geht echt nur noch ums Vögeln, verzeihung, wenn ich das so platt ausdrücken muss. Das Buch hat einige Längen, die sich ziehen wie Kaugummi.

Zwei Sterne gebe ich nur, da ich den Schreibstil allgemein gut und flüssig zu lesen finde

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924 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, zauberer, bartimäus, magie, dämon

Bartimäus - Das Auge des Golem

Jonathan Stroud , ,
Flexibler Einband: 669 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.10.2008
ISBN 9783442370030
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nun habe ich auch (erneut) den zweiten Band in Rekordzeit durchgesuchtet und kann guten Gewissens behaupten, dass er in Sachen Witz, Charme und Spannung dem ersten in nichts nachsteht (eher im Gegenteil).

Man merkt, dass die Buchreihe von vorneherein auf eine Trilogie ausgelegt ist, der zweite Band setzt zweieinhalb Jahre nach dem ersten an und man ist sofort wieder drin.

Die Charaktere; Nathanael, inzwischen angestellt bei der Regierung, obliegt die Aufgabe, den ominösen "Widerstand" zur Strecke zu bringen und dafür zieht er erneut Bartimäus zu Rate, der davon natürlich weng begeistert ist. Die beiden durchleben während des ganzen Buches, anknüpfend am ersten Band eine Art Hassliebe und ich komme nicht umhin,  zu behaupten, dass ich die gegenseitigen Sticheleien und Schlagabtäusche wirklich genossen habe - witzig, erfrischend und nie langweilig. Zwei sehr interessante Charaktere, die so gar nicht den Stereotypen entsprechen. Leider hat Nathanael sich - bewusst oder unbewusst sei dahin gestellt - nun mittlerweile doch etwas von den anderen Zauberern beeinflussen lassen, was ihm ein paar sehr unschöne und unterkühlte Charakterzüge verliehen hat. Ich komme trotzdem nicht umhin, ihn irgendwie gern zu haben (was ich faszinierend finde, denn der Junge hat wirklich wenig gute Eigenschaften) - vielleicht auch, weil ich seine charakterliche Entwicklung ungeheuer spannend finde.

Desweiteren wird ein neuer Charakter eingeführt, eine interessante Gegenspielerin zu Nathanael - Kitty, welche schon im ersten Band einen ganz kurzen Auftritt hatte. Ich fand das Mädchen anfangs höcts unsympathisch, was sich jedoch änderte, als nach und nach ihre Geschichte beleuchtet wurde. Man lernt durch sie die schillernder Welt der Zauberer von einer ganz anderen Seite kennen - der Seite der "Gewöhnlichen"  und die Begeisterung für die ach so tollen Zauberer wird beim Lesen dann doch gedämpft.
Die Geschichte wird nun abwechselnd aus Nathanaels, Bartimäus und Kittys Sicht geschildert, was für eine gehaltvolle Abwechslung sorgt.

Begeistert bin ich vor allem von der Tatsache, dass eigentlich in diesem Buch zwei Handlungsstränge nebeneinander her laufen, die sich nur gelegentlich berühren (der Kampf der Widerstandsbewegung gegen die Zauberer und der ominöse Golem, der aufgetaucht ist und man Nathanael beauftragt hat, der Sache auf die Spur zu kommen), aber trotzdem am Schluss so geschickt und stimmig ineinander laufen, dass man das Buch, obwohl der Titelgeber (der Golem) nicht all zu sehr im Vordergrund steht mit einem äußerst zufriedenen Gefühl aus der Hand legt und sich auf den nächsten Band freut.

Absolut verdiente 5 Sterne.

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(279)

520 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

fantasy, zauberer, bartimäus, dschinn, dämonen

Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei cbj, 05.03.2007
ISBN 9783570216958
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe gerade angefangen, die Trilogie zum zweiten Mal zu lesen und bin heute wie damals ungebrochen begeistert.

Jonathan Stroud konzipiert mit Bartimäus eine noch nie dagewesene, faszinierende Welt der Magie.

Nathanael ist erst sechs Jahre alt, als er als Lehrling in die Dienste eines unfähigen, ignoranten Zauberers treten muss. Wenig liebevoll und ständig kleingehalten wächst der Junge bei ihm auf, bis an einem Tag etwas passiert. Eine Demütigung von einem "Freund" seines Meisters, die er nicht auf sich sitzen lassen will. Um sich zu rächen, beschwört er den Dschinn Bartimäus, um für ihn das Amulett von Samarkand zu stehlen... und damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Denn was als kleine Racheaktion begann, nimmt ungeahnte Ausmaße mit schweren Folgen an und ehe sie es sich versehen, landet das unfreiwillige Duo mitten in einem Komplott, die Regierung zu stürzen.

Die Handlung wird abwechselnd aus Nathanaels Sicht (personaler Erzähler) und aus Bartimäus Sicht (Ich-Erzähler) erzählt und bietet damit so eine spannende Abwechslung aus verschiedenen Perspektiven. Die Handlung bleibt vom ersten bis zum letzten Wort absolut spannend und man will das Buch bis zum Ende gar nicht mehr weglegen. Das Buch weist nicht die geringsten Längen oder langweiligen Stellen auf, es ist einfach genau richtig vom Aufbau und vom Erzähltempo.

Die Hauptcharaktere finde ich spannend konzipiert. Da haben wir auf der einen Seite, den Jungen Nathanael, der seine eigenen Grenzen noch nicht kennt und an den Folgen seines eigenen Handels schwer zu knabbern hat. Ein Charakter mit lauter Fehlern und Schwächen und trotzdem kommt man nicht umhin, ihn auf seine ganz eigene Weise liebzugewinnen. Eben weil er nicht einer dieser Übercharaktere ist (wie zB Harry Potter), dem alles in den Schoß fällt, eben weil er schlimme Fehlentscheidungen trifft, weil er menschlich ist. Auf der anderen Seite haben wir da Bartimäus, den Dschinn mit der großen Klappe, der Nathanael gezwungenermaßen gehorchen muss und darauf mal so gar keine Lust hat. Die Charaktere harmonieren herrlich miteinander und ich hatte so viele Momente wo ich herzhaft lachen musste.

Ich kann das Buch nur jedem halbwegs Fantasybegeisterten wärmstens empfehlen und zähle das Buch definitiv zu meinen Lieblingsbüchern.

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415 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 26 Rezensionen

historischer roman, catan, wikinger, siedler, historisch

Die Siedler von Catan

Rebecca Gablé , Klaus Teuber
Flexibler Einband: 796 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.10.2005
ISBN 9783404153961
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich kannte das Spiel und war sehr neugierig, was meine Lieblingsautorin unter diesem Titel geschrieben hat.
Es ist nun schon etwas her, dass ich es gelesen habe, aber ich möchte trotzdem noch eine Rezenssion dazu schreiben, weil ich mich noch sehr gut daran erinnere, wie enttäuschend ich dieses Buch von ihr fand.

Der Klappentext klingt wirklich vielversprechend. Vor allem spannend fand ich, dass sich das Buch inhaltlich so ein bisschen außerhalb von Gablés "Wohlfühlzone" zu bewegen scheint.

Leider finde ich das Buch nicht wirklich gut aufgebaut. Gleich zu Anfang zieht es sich ziemlich, was es schwer macht, wirklich hinein zu kommen und ich hatte mehrmals überlegt, ob ich es nicht zur Seite legen soll. Bis wirklich mal etwas passiert, ist gut die Hälfte des Buches um und anders als bei ihren anderen Büchern tat ich mich doch schwer, einen Lieblings-Hauptcharakter zu finden, mit dem ich mitfiebern könnte. Ich fand eigentlich fast alle Charaktere im Buch unsympathisch. Ich weiß nicht, woran das liegt, da ich von Gablé eigentlich anderes gewöhnt bin.  Ich finde auch den Handlungsverlauf etwas zu abstrus teilweise und das Ende nicht wirklich befriedigend.
Vielleicht liegt es daran, dass es sich wirklich außerhalb der Wohlfühlzone bewegt. Aber vielleicht liegt es auch an mir, dass diese Zeit historisch einfach nicht mein Fall ist.
Die Lesestimmung, die sich bei allen Gablé Büchern sonst bei mir eingestellt hat, blieb diesmal leider aus. Ich habe es gelesen, weil es von ihr ist und sie meine LIeblingsautorin, aber weiterempfehlen kann ich dieses Buch diesmal leider gar nicht.

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228 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

england, fantasy, magie, zauberei, zauberer

Jonathan Strange & Mr. Norrell

Susanna Clarke
Fester Einband: 1.020 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 01.09.2004
ISBN 9783827005229
Genre: Fantasy

Rezension:

[...]Vermutlich sollte man keinen Zauberer in seine Dienste nehmen und sich dann darüber beschweren, dass er sich nicht benimmt, wie andere Leute[...]  (Lord Wellington)

Ich habe etwas hin- und her überlegt, ob ich diesem Buch, das ich nun zum zweiten Mal nach gut zehn Jahren gelesen habe, vier oder fünf Sterne gebe, habe mich dann jedoch für die geringere Bewertung entschieden, da mir zu seiner Formvollendung leider noch ein paar Dinge gefehlt haben.
Dazu jedoch später.

Eines jedoch vorab: Der Vergleich mit Tolkien ist unangebracht. Das wäre als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen (mal abgesehen davon, dass ich persönlich den Herrn der Ringe durchweg schlicht sterbenslangweilig fand), die Bücher könnten allein vom Genre her unterschiedlicher nicht sein. Von daher bitte ich alle, die dieses Buch lesen wollen, nichts auf diesen lächerlichen Vergleich zu geben.

In Jonathan Strange und Mr. Norrell erfindet Susanna Clarke eine höchst interessante Art und Weise, mit der Zauberei zu spielen. Fernab von der Kindlichkeit von Harry Potter (nichts gegen HP, hab ich als Kind geliebt und verbinde schöne Erinnerungen damit) und fernab von klassischen Fantasy Romanen. Dieser Roman ist im Low-Fantasy Bereich angesiedelt und das auf eine Weise, die so noch nicht da war.

Das Buch beginnt, angesiedelt Anfang des 19. Jahrhunderts während der napoleonischen Kriege, recht interessant - Mr. Norrell, ein in Einsamkeit und Abgeschiedenheit lebender etwas kauziger Zauberer, beschließt, dass es an der Zeit ist, die Zauberei nach England zurück zu bringen - den Auftakt dafür legt er, indem er die steinernen Figuren einer Kapelle sprechen und tanzen lässt und eine junge Frau von den Toten zurück holt - das letztendlich verschafft ihm Ansehen und Wertschätzung bei den einflussreichen Leuten und der Politik des Landes dine Wertschätzung, die zu teilen er jedoch nicht geneigt ist.
Norrell muss sich jedoch bald mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er nicht der einzige noch praktizierende Zauberer ist. An dieser Stelle, wo doch im Buch eine ziemlich lange Zeit verstreichen musste (was auch der erste Punkt ist, den ich weniger positiv fand) taucht Jonathan Strange auf.

Und an dieser Stelle möchte ich mich nun zuerst den beiden Charakteren widmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während man Norrell als eher konservativ, misstrauisch, miesepetrig und bieder bezeichnen kann, springt einen die Persönlichkeit von Strange schon vom ersten Augenblick an. Ein energetischer junger Mann, der sich viel selbst beigebracht hat und voller innovatier Ideen steckt. Man mag es kaum glauben, doch zu Anfangs profitieren sie beide vom dem Charakter des jeweils anderen. Das bleibt jedoch nicht lange so.

Während ich beim Lesen regelrecht die faszinierende Charakterentwicklung gespürt habe, die Strange durchlebt - von einem funkensprühenden jungen Mann, zu einem arroganten und exzentrischen Zauberer, der sich bald über jedwede Konventionen hinwegsetzt, habe ich Norrell bald nur noch als unsympathischen, ewig nörgelnden und hinterfotzigen ältlichen Mann empfunden, dessen einzige Funktion im Buch es war, Strange zu torpedieren, (welcher ständig geschillert hat mit seinen Taten). Von Charakterentwicklung keine Spur. Er verblasst regelrecht hinter Jonathan Strange, was ich doch etwas schade finde, da ich ihn anfangs durchaus interessant fand, und das ist der zweite Punkt auf meiner "nicht so positiv Liste", denn das Buch heißt ja "Jonathan Strange und Mr. Norrell" und nicht "Der große Zauberer Jonathan Strange und der nörgelnde alte Mann". Das fand ich dann doch etwas enttäuschend. Ich konnte Norrell schon etwa ab der Hälfte des Buches auf den Tod nicht mehr ausstehen.
Was mir etwas gefehlt hat, muss ich gestehen, war, die Gefühlswelt der Charaktere. Die Charaktere selbst wurden zwar recht schillernd beschrieben, jedoch wurde selten auf Gefühle o. Ä. eingegangen, was es manchmal etwas schwer gemacht hat, zu den Charakteren einen richtigen Bezug zu finden.

Zum Buch insgesamt: Zu Allererst; Ich LIEBE diesen trockenen britischen Humor - es gab Stellen, wo ich niemals erwartet hätte, etwas Lustiges zu lesen, an denen ich mich schlappgelacht habe.

Zu der Langatmigkeit, die viele bemängeln möchte ich mich auch äußern. Ich teile diese Ansicht nur zum Teil. Gewiss, es gibt vereinzelte (!) Passagen, die man herunterkürzen hätte können, die schlichtweg überflüssig waren, aber insgesamt liest sich das Buch doch recht flüssig und süchtigmachend durch.
Sehr spannend empfand ich auch den Einsatz Stranges im Krieg gegen Napoleon Buonaparte unter Lord Wellington, einem historisch wichtigen und berühmten Mann, und amüsant das Zusammentreffen mit dem englischen König, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.

Es tauchen schon recht viele Charaktere auf, aber man wird damit nicht überfordert - Clarke streut neue Charaktere umsichtig und mit Feingefühl, sodass man immer weiß, wer was wo gerade tut ohne dass es einen überfordert oder verwirrt.

Was mich mit am meisten fasziniert hat, war die Legende des Rabenkönigs - dem mächtigsten Zauberer aller Zeiten, der sogar Lord Voldemort blass aussehen lässt. Während des ganzen Buches spürt man irgendwie seine unterschwellige mystische Präsenz, bis hin zum Ende und Susanna Clarke hat da ein sehr Spannendes Mysterium geschaffen, das die einzelnen feinen Fäden dieses Buches am Schluss schlüssig zusammen laufen lässt.

Insgesamt kann ich dieses Buch guten Gewissens empfehlen, denn seine Gesamtheit tröstet über die kleinen Mängel hinweg, die es aufweist :)

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

steampunk, fantasy, maschinen, gwenael chabod, jaleel

Die Seelenlosen

Tanja Meurer
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Incubus Verlag, 21.03.2016
ISBN 9783945569023
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe lange hin- und her überlegt, ob ich dem Buch zwei oder drei Sterne geben soll. Während des Lesens schwankte dieses Empfinden so ein Bisschen hin- und her, bis es dann schließlich doch auf lieb gemeinten drei Sternen hängen geblieben ist, nachdem ich im Geiste Bücher verglich, die ich mit zwei Sternen bewertet hatte.

Ich habe das Buch von einer Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen, welche wohl in einem Blog darauf gestoßen ist. Nachdem es doch leider aufgrund Zeitmangels einige Monate bei mir herumstand, habe ich es nun doch jüngst zur Hand genommen (schon aus Anstand meiner Freundin gegenüber).

Ich muss zugeben: Ich hätte nach  den ersten 100 Seiten beinahe aufgehört zu lesen. Der Schreibstil und vor allem der Einstieg sind sehr hölzern und holprig. Die Autorin ergießt sich hauptsächlich in Handlungen, Beschreibungen und dem Auftauchen neuer Personen, was es vor allem zu Anfangs extrem zähfließend und teilweise auch ein bisschen langweilig macht. Es tauchen viel zu viele Personen auf einmal auf, die man sich alle merken muss und erschwerend hinzu kommt dann auch noch, dass man bei der Hälfte der Namen erstmal lange überlegen muss, wie man sie eigentlich ausspricht. Ratsam ist es mMm vor allem bei größeren Werken vorne eine Liste mit auftauchenden Personen anzulegen (das machen auch die ganz großen Autoren wie zB Rebecca Gablé) und ggf. eine Hilfestellung zur Namensaussprache anzufügen. (davon abgesehen ist mir ohnehin schleierhaft, warum man so gezwungen in einer Fantasy-Steampunk Welt alle Namen und Begriffe auf Französisch schreiben muss. ich sehe keinen Bezug zu Frankreich und die französischen Begriffe für alles nerven auch irgendwie, weil man nie weiß, wie man sie aussprechen soll, wenn man kein Französisch in der Schule hatte.

Nun, also hätte meine Freundin mir nicht versprochen, dass es besser wird mit dem Schreibstil hätte ich das Buch vermutlich tatsächlich abgebrochen, weil mir einfach Spannung und Lesefluss ziemlich fehlen. Die Autorin reiht leider nur Hauptsatz an Hauptsatz aneinander, was den Schreibstil einfach und leider manchmal auch eintönig macht.
Auch wenn sich das leider durch das gesamte Buch zieht, schließe ich mich der Einschätzung meiner Freundin an. Trotz seiner stilistischen und schreiberischen Mängel konnte ich irgendwann gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Was mir sehr gut an dem Buch gefällt ist, die homoerotische Komponente. Ich habe schon lange nach einem Buch in dieser Richtung gesucht und mein Herz machte einen kleinen Hüpfer nicht immer nur die langweilige Standard Mann-Frau hetero Beziehung lesen zu müssen. Was mich auch gleich zu den Hauptcharakteren bringt: Ich mag Gwenael, (trotz dass ich bis zum Schluss nicht weiß, wie man seinen Namen eigentlich ausspricht), sehr gerne. Er hat sowas Kerniges und Markantes, ich mag das Charakterdesign. Und auch für Jaleel hege ich tiefe Sympathien, ich hatte ehrlich gesagt schon die ganze Zeit das Gefühl, dass die beiden ein herrliches Paar abgeben, was sich ja dann sehr zu meiner Freude auch bewahrheitet hat.
Welchen Charakter ich wenig überzeugend fand, war Orin. Nachdem er sogar Erwähnung im Klappentext fand, dachte ich, dass seine Gewichtigkeit in der Geschichte deutlich höher wäre. Die Autorin hat wohl versucht, ihn zu einer sehr eindrucksvollen Persönlichkeit zu schreiben, das ist ihr meiner Meinung nach aber mäßig bis gar nicht gelungen. Ich fand den Charakter langweilig und überflüssig, sehr blass leider. Ich konnte auch während des Lesens keine Chemie zwischen Gwenael und ihm bemerken, hatte das Gefühl, er war einfach nur so ein Mittel-zum-Zweck-Charakter, die Vertrautheit zwischen zwei Personen, die sich seit 26 Jahren kennen, ließ sich vermissen beim Lesen.

Was ich leider auch nicht so glaubwürdig fand ist, die schnell gewachsene Beziehung zwischen Gwenael und Jaleel. Ich meine, man muss bedenken, dass das Buch von über 600 Seiten eine Handlung beherbergt, die im Zeitrahmen von maximal vier Tagen stattfindet. In so kurzer Zeit jemanden kennenzulernen UND noch als neuen Partner zu akzeptieren, während derjenige, dem man 26 Jahre lang sein Leben anvertraut hat einen verrät, ist einfach unglaubwürdig. Und das sage ich trotz dass ich die beiden wirklich klasse zusammen finde. Die beiden wachsen zu einer wundervollen Eigendynamik heran.

Was ich noch richtig toll fand, und erwähnt sein sollte ist, dass die Autorin nicht zurückscheut, eine Erotikszene in ihr Buch mit einzubringen - interessanterweise ist gerade diese Szene völlig frei von jedweder Hölzernheit, die ich sonst während des Großteils des Buches bemängelt habe. Man spürt beim Lesen richtig wie es knistert. Sehr gelungen.

Allerdings muss ich dann negativerweise wieder sagen, dass das Buch manchmal etwas an Dynamik vermissen lässt. Ich hätte mir weniger seitenlange Befragungen und spekulative Dialoge und mehr Action und Tempo gewünscht. So kam es, dass das Buch sich eben leider doch ziemlich gezogen hat und dann war es mit einem ziemlich üblen Cliffhanger so mitten in der Story (!) plötzlich einfach vorbei, was einen als Leser mit einem etwas unbefriedigten Gefühl zurück lässt. Ich habe nichts gegen Bücher, die auf Fortsetzungen angelegt sind, aber ich bin es einfach nicht gewohnt, dass Buchreihen quasi "mitten im Satz" enden und man derart in der Luft hängt.

Zumal finde ich für ein Buch mittlerer Qualität 16 Euro (dafür dass es KEIN Hardcover, sondern nur Taschenbuch ist) auch ziemlich teuer und ich bin mir nicht sicher, ob es mir das wert ist, so viel Geld dafür auszugeben, auch wenn mich natürlich interessiert, wie es weitergeht.

Also, im Gesamtfazit: Ich würde das Buch weiterempfehlen, wenn jemand mich explizit nach einem Fantasybuch mit homoerotischen Elementen fragen würde, würde ich allerdings allgemein nach einem guten spannenden Buch gefragt, wäre dieses hier nicht das erste, das ich nennen würde...

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Tags: gay, steampunk romance   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

düster, mysteriös

Winter der Tränen

Nicodemus Loure
Flexibler Einband: 162 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 01.09.2007
ISBN 9783937536187
Genre: Romane

Rezension:

Es ist schon etwas her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber eines ist mir brennend im Gedächtnis geblieben: Wie unglaublich schlecht und dämlich ich dieses Buch fand.
Ich weiß nicht, woran es liegt. Daran, dass die gesamte Handlung keinen wirklichen roten Faden hergibt, oder dass die Charaktere alle irgendwie stereotype sind und sich bemühen jedes Gothic-Klischee in irgendeiner Form zu bedienen. Der Schreibstil ist so gezwungen pseudo-intelektuell und gestelzt, dass ich alle paar Sätze genervt die Augen verdrehen musste, die Charakterdarstellung wenig nachvollziehbar.
Meine Freundin damals meinte es gut mit mir, indem sie mir dieses Buch aussuchte, aber einen Gefallen hat sie mir nicht wirklich getan.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Killer Kids

Clifford L. Linedecker
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Constable And Robinson, 28.08.2008
ISBN 9781845294342
Genre: Sonstiges

Rezension:

... schlecht geschrieben. Habe das Buch am Straßenrand zum verschenken gefunden und da es ganz interessant klang, mir mal mitgenommen.
Nun, vielleicht sollte man berücksichtigen, dass das Buch Anfang der Neunziger geschrieben wurde, wo man offensichtlich geglaubt hat, ein Fantasy Rollenspiel wie Dungeons and Dragons würde Fantasien eines Sexualsadisten beflügeln. Aber auch der Rest des Buches ist einfach nur mega schlecht. Es fließt viel zu viel persönliche Meinung des Autoren mit ein und ist und wenig fachlich-sachlich gehalten. Mehr wie ein Roman als ein Buch, wie man es von so etwas erwartet. Ich halte es teilweise sogar für gefährlich, weil viele kriminologische Sachen falsch dargestellt werden und Vorurteile geschürt werden, die in der heutigen Zeit keinen Platz mehr haben.
Ich werde das Buch in den Müll schmeißen, weil ich nicht riskieren möchte, dass jemand sowas nochmal lesen muss und kann nur jedem raten, die Finger davon zu lassen.

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Parrot und Olivier in Amerika

Peter Carey , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2013
ISBN 9783596188154
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Büchlein ist mir gleich in unserem hiesigen Oxfam Shop aufgefallen. Sowohl Cover als auch Rückentext waren vielversprechend-extravagant und spannend.

Parrot und Olivier. Zwei Gestrandete des Lebens ,die nach der französischen Revolution in Amerika ein neues Leben zu beginnen versuchen. Der eine ein adliger Snob, der andere ein raubeiniger Künstler.
Eigentlich ein sehr interessante Charakterkonstellation. Allerdings hat es der Autor meiner Meinung nach versäumt, diese beiden schillernden Charaktere in eine bessere Interaktion zu versetzen. Die Geschichten der beiden plätschern träge nebeneinander her und  erst weit nach der Hälfte des Buches beginnen sie MITeinander zu interagieren.

Es tut mir leid, aber dieses Buch liest sich zäh und langweilig. Über Seiten hinweg muss man irgendein sinnentleertes Blabla ertragen, bis man mal wieder eine der rar gesähten Stellen erreicht, wo man sich wirklich denkt WOW, darauf hab ich gewartet! Aber diese Stellen sind selten und man verliert auch irgendwann die Lust, darauf zu warten. Ich hab mich irgendwann nur noch durch dieses Buch gequält und die letzten Seiten hab ich nur noch überflogen, weil ich keine Lust mehr hatte.

Dieses Buch hat weder einen roten Faden, noch kann man die Charaktere wirklich nachvollziehen.

Parrots Präsenz in diesem Buch beschränkt sich hauptsächlich darauf, es dieser unglaublich nervigen Mathilde und deren Mutter irgendwie Recht zu machen, während Olivier sich in seitenlangem langweiligen hochgestochenen Blabla ergießt und wirklich zusammen interagieren tun sie vielleicht gefühlt ganze 10 % vom Buch.

Ich bin einfach nur enttäuscht. Dieses Buch war die reinste Zeitverschwendung und ich bin froh, wenn ich es wieder loswerden kann.

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8.361 Bibliotheken, 71 Leser, 13 Gruppen, 148 Rezensionen

fantasy, bücher, jugendbuch, cornelia funke, tintenwelt

Tintenherz

Cornelia Funke ,
Buch: 567 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783841500120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was ich wirklich positiv an dem Buch bewerten muss, und deshalb die zwei Sterne, ist der Schreibstil von Cornelia Funke. Gefühlvoll, träumerisch, flüssig. Leider wars das auch schon.

Mit den Charakteren bin ich irgendwie schonmal nicht so warm geworden. Irgendwie hatten sie alle kein Gesicht für mich (trotz dass ich als erstes den Film gesehen hatte und das ist bezeichnend). Meggie war... hm. Irgendwie waren alle Charaktere so lala, aber was mich wirklich enttäuscht hat, waren die sogenannten Bösewichte.
Z.B die Beschreibung von Capricorn. Er wird ja als sooo böse und sooo gefährlich buhuhu beschrieben und als er dann wirklich aufgetaucht ist, dachte ich "Wars das schon?" Das ist viel heiße Luft, sonst nix. Und genauso dieser Basta. Die Autorin versucht, einen üblen Sidekick in ihm zu zeichnen, aber irgendwie ist er ein lahmer, nervender Trottel, der nichts kann, außer pseudobedrohlich mit seinem Messer herumzufuchteln.
Das langweilt, weil sich in dem Buch alles einfach ständig wiederholt. Die Hauptcharaktere werden gefühlte tausendmal entführt und können fliehen, dann werden sie wieder entführt und können wieder fliehen und blablablaa~ Wie eine Waschmaschine, die ihm Schongang läuft.
Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne, dass wirklich Spannung aufkommt. Das liest man mal so nebenbei, aber man verschlingt es nicht. Ich habe inzwischen schon den zweiten Band angefangen und es liegt jetzt seit zwei Wochen rum und ich hab keine Motivation weiterzulesen, weil es einfach genauso langweilig ist.
Ich habe auch bis zum Ende des Buches nicht geschnallt, welchen Sinn bsp. Figuren wie Staubfinger (den ich schon mochte, das ist aber nicht der Punkt) und Mortola hatten. Die waren einfach nur da, sonst nichts.
Alles in allem hätte ich mir irgendwie etwas mehr erwartet. Der Hype ist aufjedenfall nicht nachvollziehbar für mich.

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(166)

356 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, russland, moskau, vampire, horror

Wächter der Nacht

Sergej Lukianenko , Christiane Pöhlmann (Übersetzer)
Fester Einband: 501 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 09.11.2006
ISBN 9783898975247
Genre: Fantasy

Rezension:

Mir fiel dieses Buch wie so oft im Oxfam Buchhop auf und da ich bereits davon gehört hatte, hab ich es mir einfach mal mitgenommen. Die Beschreibung, sowie der Einstieg klangen interessant: Ein Abkommenb zwischen Gut und Böse, die LIchten und die DUnklen, damit sich alles im Gleichgewicht hält. Ehrlich gesagt ist die Grundidee schon das einzig gelungene an dem Buch.

Das fängt schon damit an, dass man sich aufgrund der Ich-Perspektive, die ich für extrem unvorteilhaft für ein Buch mit so vielen Charakteren halte, kaum ein Bild von dem Hauptchara machen kann. Weiter geht es damit, dass extrem viele neue Charaktere auftauchen, auf die nicht wirklich eingegangen wird.
Das Buch besteht aus drei kürzeren Geschichten, die wenig kausalen Zusammenhang haben. Kaum dachte man, die erste sei der Aufschwung zu etwas richtig spannenden, packenden,, merkt man: Fehlanzeige: Es geht mit etwas komplett anderem weiter. Man muss sich wieder auf einen Haufen flacher neuer Charaktere einstellen, man kommt nicht wirklich mit, einen roten Faden gibt es nicht. Für mich hebt sich kein Charakter vom anderen ab, sie sind wie gesagt seicht und flach und ich hab auch nicht wirklich mitfiebern können.

Leider besteht auch der Großteil des Buches aus schwadronierendem, langatmigen und manchmal melodramatischem Monolog der Hauptfigur, wo ich dann teilweise schon Zeilen übersprungen habe, weil einfach nichts passiert ist.
Im Grunde ist im ganzen Buch nichts passiert, außer dass schwülstige Reden über Schicksal und blabla geschwunden werden.
Ich bin enttäuscht und kann den Vergleich mit der Berühmtheit von Harry Potter absolut nicht nachvollziehen. Die Buchreihen trennen Welten.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Moths - Nachtschwärmer

Justin C. Skylark
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 14.03.2012
ISBN 9783845902326
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin durch Zufall auf dieses Büchlein gekommen. Da ich es sehr erfrischend und abwechslungsreich finde, dass es in einer Geschichte auch mal um homosexuelle Liebesromanzen geht,  und ich zudem noch ein Faible für düstere (Vampir) Geschichten habe, habe ich es mir endlich mal besorgt.

Zuerst muss ich leider sagen, dass ich es schon happig finde, für ein Buch, das unwesentlich dicker ist, als eine Ausgabe der Spiegel Zeitschrift fast 12 Euro zu zahlen, aber das sei vorerst mal dahin gestellt.

Was mich persönlich schon anspricht, ist der Grundgedanke. Als langjähriger Vampirfan glaubt man irgendwann, alles schonmal irgendwie gelesen zu haben, weshalb mir dieser Aspekt mit den Nachtfaltern, die durchaus etwas sehr Mystisches und auch ein wenig Unheimliches haben, sehr gefallen hat. Auch die Transformation der Figur des Maurice bsp. stieß bei mir auf großen Gefallen.

Ich muss nur leider sagen, dass mir die Geschichte zu kurzlebig war, als dass ich wirklich in das Geschehen hätte hinein finden können. Im Großen und Ganzen waren schöne Szenen drin, mir gefiel die unaufdringliche homosexuelle Liebesgeschichte sehr gut und auch die Charaktere hatten jeder für sich etwas Sympathisches - auch wenn ich finde, dass sie teilweise etwas an Tiefe entbehrt haben. Leider fand ich den Schreibstil großteils noch sehr unausgereift - holprig ein wenig, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich buchreif. Ich hätte es zB sehr schön gefunden, wenn die Geschichte, die meiner Meinung nach durchaus Potential hat, noch wesentlich mehr ausgereift und ausführlicher, detaillierter geschrieben worden wäre. Da wäre so viel noch möglich gewesen und das etwas kurze Lesevergnügen verschafft einem schon einen Dämpfer, weil die Charaktere in dem kurzen Raum nicht wirklich die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und einen richtig in den Bann zu ziehen.

Zeitweise fand ich die Interaktionen der Charaktere doch etwas schnulzig. Ich weiß nicht, wem der Begriff geläufig ist, könnte ich es so beschreiben, dass es mich sehr an eine Fanfiction von einem jungen Mädchen erinnert. Was jetzt nicht abwertend gemeint ist, aber ich habe irgendwie einfach nicht den Eindruck erlangen können, dass es sich hier um Männer Mitte, Ende dreißig handelt.

Was ich auch nicht so recht nachvollziehen konnte, war bsp. warum Maurice Jonathan erzählt, dass er und seine Gattung sich regenerieren können, es aber dann nicht möglich ist, dass sein Ziehvater seine eigenen Verletzungen regeneriert, wenn er doch einer der stärksten von ihnen ist? Das war einfach unglaubwürdig und das ist nur eines der wenigen Details, die mir etwas merkwürdig vorkamen.

Mein Gesamtfazit: Eine originelle Geschichte mit sehr viel Potential, aber mangelhafter Umsetzung.

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599 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 30 Rezensionen

england, historischer roman, mittelalter, krieg, juden

Hiobs Brüder

Rebecca Gablé
Flexibler Einband: 907 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.05.2011
ISBN 9783404160693
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dies hier ist mein erstes Buch von ihr außerhalb der Waringham Saga - ich muss sagen, dass ich etwas höhere Erwartungen hatte.

Ich fand die Ausgangssituation sehr spannend - Losian weiß nicht mehr wer er ist, deshalb sein Name - die früheste Erinnerung, die er hat ist die, dass er sich auf einer Insel befindet, in der Gesellschaft von einem Haufen Schwachsinniger. Diese Männer jedoch halten zusammen und sorgen füreinander und die verschiedenen Charaktere sind von Gablé sehr unterschiedlich und schillernd beschrieben worden.

Auch trat sehr gut hervor, wie der Umgang mit den Menschen im Mittelalter mit geistiger Behinderung war - nämlich sehr schlecht.

Ich finde jedoch, dass gleich der Einstieg etwas unglücklich gewählt ist. Er beginnt nämlich nicht aus der Sicht der Hauptperson, sondern aus der Sicht einem anderen Charakter (Simon de Clare, später einer der engsten Bezugspersonen Losians), was es mMn etwas schwierig macht, sich später auf Losian einzustellen, wessen Auftritt nicht wirklich gut zur Geltung kommt und der Charakter anfangs auch irgendwie etwas seicht wirkt. Das wird später etwas besser, und auch, wenn ich durchaus Sympathien für Losian/Alan hatte, so richtig warm geworden, wie mit Robin aus Das Lächeln der Fortuna, oder mit Julian aus das Spiel der Könige, bin ich nicht (mir hat das Mitfiebern gefehlt, dass ich bei genannten Charakteren eben hatte). Ich mochte ihn, fand ihn aber nicht hundertpro überzeugend.


Was mich am meisten gestört hat, muss ich sagen, war diesmal die Erzählweise. Es las sich zwar flüssig, aber Gablé hatte in diesem Buch auffallend oft die Angewohnheit, alle möglichen Nebensächlichen oder Lückenffüllerszenen sehr explizit auszuschreiben, während sie den Großteil der wirklich spannenden Sachen dann mal eben in ein paar Nebensätzen zusammenfassend erwähnt hat. bestes Beispiel hierfür ist die Szene, in der Regy aus Haimon die Wahrheit über Alans Kreuzfahrermantel herauspresst - ich fand besonders Regy als Charakter ungeheuer spannend und dann wird eine der interessantesten Szenen einfach so lahm zusammen gefasst und nicht lange darauf erfährt Regy freiwillig den Tod durch Alans Hand. Ich war so enttäuscht, dass deiner der faszinierendsten Charaktere aus diesem Buch so lahm abgefertigt wurde. Ohne Regy war es danach auch ziemlich langweilig muss ich gestehen und ich habe diesmal verhältnismäßig lang gebraucht für ein Gablé Buch. Ich fand, im Großen und Ganzen hat sie einfach zu viel Fokus auf die falschen Szenen gelegt und bei Hiobs Brüder muss ich das erste Mal sagen, dass ich das Buch zu lang fand. Die Handlung wäre viel besser in einem kurzen knackigen Roman mit  etwa der Hälfte der Seitenzahl aufgehoben gewesen - das hat diesmal echt den Großteil der Spannung genommen.

Was mir bsp. auch nicht gefiel, war Susanna als Charakter. Und damit meine ich nicht, wie sie konzipiert worden ist, sondern wie sie in der Geschichte gewirkt hat. Sie wirkte ziemlich lieblos daher geschrieben und irgendwie so, als wäre sie nur dazu da, damit Alan  es schwieriger hat an seine geliebte Miriam ran zu kommen (also ein Charakter zum Hassen und fürs Drama)

Auch die Aufteilung des Buches hat mich irgendwie nicht überzeugt. Die ersten zwei Teile ziehen sich ewig - erst findet Losian/Alan sehr unspektakulär zu seinem alten Anwesen zurück, wo er dann mal so nebenbei gesagt bekommt, wer er ist und dann heulen alle rum, warum er sich nicht erinnert und blablabla.

Ich muss sagen, dass der Teil, der zum Schluss kam, nämlich mit dem Fokus auf Simon sehr viel mehr Pep hatte, als beide Teile die davor kamen zusammen.

Und die einzigen beiden Charaktere, die etwas Schwung in die Geschichte gebracht hatten waren Regy, der ja schon ziemlich bald nebensächlich wurde, obwohl da so wahnsinnig viel Potential gewesen wäre (Schön fand ich bsp die Szene, in der Simon in Regys Zelle einen Epilepsieanfall hatte und der ihn dann gehalten und dafür gesorgt hat, dass er sich nicht auf die Zunge beißt - da hätte man insgesamt mehr in der Richtung machen können) und Henry Plantagenet - der Charakter ist, ebenso wie Aliénor von Aquitanien wahnsinnig gut rüber gekommen.

Dennoch war das Buch sonst recht flüssig zu lesen und es hat trotz all dessen Spaß gemacht, zu lesen, aber ich hätte mir einfach mehr erwartet und es ist auch kein Buch, das ich zwingend weiter empfehlen würde...

 

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