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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

nationalsozialismus, behinderung, erbgutgesetze, im lautlosen, hamburg 1926

Im Lautlosen

Melanie Metzenthin
E-Buch Text: 526 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 11.07.2017
ISBN 9781542095969
Genre: Historische Romane

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14 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

neonazi-szene, münchen

Ein deutsches Mädchen

Heidi Benneckenstein , Tobias Haberl
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Tropen, 14.10.2017
ISBN 9783608503753
Genre: Biografien

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

die mutter meiner mutter, flucht und vertreibung, schuld, vertreibung, biographischer roma

Die Mutter meiner Mutter

Sabine Rennefanz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715404
Genre: Romane

Rezension:

" Die Mutter meiner Mutter " von Sabine Rennefanz ist ihre Aufarbeitung der Vergangenheit von Anna, Sabines Großmutter. 

Nach sechs Jahren des Krieges rückt die Front immer näher, und plötzlich, eines Morgens ist Wilhelm ( Annas Vater ) weg. Von den Russen abgeführt, er wird nie wieder kommen.Anna, ihre Stiefmutter sowie ihre Stiefbrüder müssen nun Hals über Kopf aus ihrem geliebten Heimatort fliehen. Bis sie in Kosakenberg ankommen, werden Wochen vergehen.In Kosakenberg werden sie immer die Fremden bleiben , man wird ihnen mit Misstrauen bis hin zur Feindseligkeit begegnen.Wie sich nun nach fast 60 Jahren herausstellt, waren  die Grauen  mit Beendigung des Krieges für Anna nicht beendet. In Kosakenberg angekommen, wird sie kurze Zeit später bei den Wendlers, einem netten Ehepaar in Kosakenberg, unterkommen und als Magd ihren Dienst tun. Dort erscheint eines Tages Friedrich Stein, der es geschafft hat die Gefangenschaft in Sibirien zu überleben. Gleich bei ihrer ersten Treffen sieht Anna in dem zwanzig Jahre älteren Friedrich seinen Augen nur Kälte und Härte und sie beschleicht ein Gefühl der Angst. Aber durch eine verhängnisvolle Begegnung mit Friedrich, bleibt ihr nichts anderes übrig ihn zu heiraten und fristet von da ein ein Eheleben welches nicht mit Liebe und Warmherzigkeit geprägt ist. Sie wird drei Töchter zur Welt bringen, denen sie wenig Zuneigung schenken wird und kaum an deren Leben teil nimmt.In der Geschichte von Sabine Rennefanz erfährt der Leser nun wie es ihrer Oma in all den Jahren der Ehe ergangen ist. Auch aus der Sicht der Autorin, wie sie die Jahre mit ihren Großeltern erlebt hat, wird ausführlich beschrieben.Mit der Nachricht von Sabines Mutter  "Ich habe etwas über deinen Großvater herausgefunden...." beginnt ein Kapitel der Aufarbeitung vergangener Zeit, bei der es darum geht viele Dinge besser zu verstehen und einiges mit anderen Augen zu sehen.Was ist also in all den Jahren geschehen, was hat der Großvater gemacht dass alle so entsetzt sind und wie gehen die Beteiligten in Zukunft damit um?  Warum haben die drei Töchter schreckliche Alpträume und woher kommt die immense Angst vor dem elterlichen Dachboden? All diese Fragen werden im Laufe der Erzählung, die in dem Sinne nicht autobiographisch ist, aufgelöst.
Meine Meinung:Der Schreibstil ist für mich doch ein wenig ungewöhnlich gewesen. Die Zeitsprünge, mal in Annas Kinder und Jugendzeit, dann Sabines Kinderzeit, zurück in die Gegenwart und wieder zurück zu anderen Protagonisten wie die Tanten oder der Mutter von Sabine Rennefanz. Das war mir ein wenig zu viel hin und her, wenn alles geordneter und in Reihenfolge gewesen wäre hätte ich es angenehmer gefunden.Es ist ein trauriges und schreckliches Schicksal was hier in diesem Buch von Anna, "Der Mutter meiner Mutter", erzählt wurde und es macht wieder deutlich, dass vielen Frauen nach dem Krieg keine Zeit des Glücks vergönnt war.

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63 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

münchen, bomben, geschwister, liebe, verrat

Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783764505776
Genre: Romane

Rezension:

"Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck ist eine sehr  gefühlvolle und tragische Geschichte zweier Menschen die sich als Kinder im April 1945 nach einer schweren Bombardierung in München kennen gelerntlernt haben.
Ein Koffer und ein Kochtopf, mehr ist dem elfjährigen Paul, nach einem heftigen Fliegerangriff auf München nicht geblieben. Allein und verstört versucht er Schutz zu finden, doch wo soll er den in einer zerbomten Stadt ausfindig machen? Plötzlich sieht er ein Mädchen in den Trümmern , ebenfalls alleine und verstört. Es handelt sich um die neunjährige Sarah, die genau wie Paul, beim letzten Angriff ihre Familie verloren hat. Paul kann es nicht fassen,  wie sehr Sarah seiner verstorbenen Schwester Rosalie ähnelt. Er überredet sie, sich ihm anzuschließen und sich für die Zukunft als Rosalie,  seine tote Schwester, auszugeben. Er erklärt ihr, das sie nur so eine Chance habe durchzukommen. Der Hintergedanke von Paul dabei ist aber auch, nicht mehr alleine zu sein. Sarah ist nicht gleich überzeugt, aber als sie auf Theo, den Chef einer Jugendbande treffen, stimmt sie stillschweigend zu und gibt sich von da an als Rosalie aus.Von nun an werden sie für eine lange Zeit unzertrennlich sein.   In den nächsten Jahren , in denen sie mal Glück und mal Pech haben, wächst ihr Zuneigung zueinander immer stärker. Im Waisenhaus, wo Buben und Mädchen streng voneinander getrennt werden, ist es für beide kaum auszuhalten, nicht einmal miteinander reden zu können und bereitet ihnen seelische Schmerzen.Doch dann haben sie Glück und werden als Geschwister von dem liebevollen Ehepaar Hummel adoptiert. Die Hummels haben einen florierenden Großhandel für Obst und Gemüse und jetzt wo der Krieg schon ein paar Jahre zu Ende ist,  geht es wieder aufwärts.Kein Wunsch  bleibt für Paul und Rosalie unerfüllt, werden mit viel Liebe überschüttet und bekommen sogar die Möglichkeit eine Ausbildung mit Abschluss zu absolvieren. Sie  arbeiten in dem elterlichen Unternehmen und lernen wie man ein Unternehmen führt.Im Laufe der Jahre verändert sich etwas zwischen Rosalie und Paul, aus geschwisterlicher Zuneigung entwickelt sich Liebe. Doch als " Geschwister" hat diese Liebe keine Zukunft, niemand weiß, bis auf eine Person, das sie kein Bruder und Schwester sind.  Nun sind sie , durch eine aus der Not entstandenen Lüge, in einer ausweglosen Situation.Wird Paul oder Rosalie ( Sarah ) es gelingen einen Ausweg zu finden, um für immer zusammen sein zu können?
Meine Meinung:
Mit diesem Buch hat die Autorin Lilli Beck ein wunderbares Werk geschaffen das so mit Liebe erfüllt ist, dass man sie förmlich spüren kann.Nicht nur die Hauptprotagonisten Paul und Sarah sind mir ans Herz gewachsen, nein im Laufe der Jahrzehnte kamen noch die Protagonisten Emma und Bernd hinzu, die eine wichtige Rolle im Leben der beiden spielen werden. Ebenso Agathe, die Sarah und Paul, für kurze Zeit ein Zuhause geben konnte. Nicht zu vergessen Wilma und Albert Hummel, die ihre Kinder verloren hatten und nun durch die Adoption, all ihre Liebe Paul und Sarah schenken.Der Schreibstil ist so gefühlvoll, dass all die Liebe, Traurigkeit und Hoffnung zu spüren gewesen ist, so als stünde man mitten im Geschehen. Schon lange habe ich keine so emotionale Geschichte gelesen, die mir noch  lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein absolutes Highlight in diesem Jahr.Eines lehrt dieser Roman, baue dein Leben auf keine Lüge auf, auch wenn es aus der Not heraus geschieht. Interessant fand ich auch die historischen Hintergründe und die politische Lage von Deutschland , die wie nebenbei mit in die Geschichte einfließen.
So wie Lilli Beck schreibt.....Zitat:  Ihr mögt zeitgeschichtliche Schicksalsromane um eine große Liebe? Dann ist "Wie der Wind und das Meer" genau das Richtige für euch. Dem kann ich nur zustimmen und darum vergebe ich die volle Punktzahl, die ist mehr als verdient.

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41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

krieg, norwegen, ulf schiewe, wikinger, harald hardrada

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520024
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Herrscher des Nordens - Thors Hammer" von Ulf Schiewe ist der erste Teil der Saga des Wikingerkönigs Harald Hardrada .
Geschrieben wird das Jahr AD 1027, in dem Harald Sirgurdsson gerade erst zwölf Jahre alt ist. Sein Halbruder Olaf , König von Norwegen , ist sein großes Vorbild und er wünscht sich nichts sehnlicher als ein großer Krieger zu werden und an Olaf's Seite zu stehen. Olaf ist zum Christentum gewechselt, was nicht bei allen Norwegern auf Begeisterung stößt. Auch Åsta, die Mutter von Harald hat ihn taufen lassen, doch konnte dieser nichts mit dem Glauben der Christen anfangen. Er und viele andere in Norwegen sind ihren Göttern treu geblieben, was bei Olaf auf großes Missfallen gestoßen ist und er mit harter Hand regiert hat. Das wiederum hat dazu geführt, dass viele Jarls und freie Bauer nicht mehr an Olaf geglaubt haben und  zu Knut, dem König Dänemarks, überliefen.Als Olaf letztendlich seinen Titel an  Knut verliert, muss er fliehen. Er bittet Harald sich vorzubereiten und genügen Männer aufzustellen, damit , wenn er wiederkommt, sie gemeinsam in den Krieg ziehen können um Olaf seinen Titel zurück zu erobern.Drei Jahre später ist es dann soweit, Olaf kehrt zurück und sie ziehen in die Schlacht. Harald hat die drei Jahre genutzt um sämtliche Kampftechniken zu erlernen.In Stikla Stad , wo die Schlacht stattfinden soll, hat Olaf noch zuvor eine Bitte an Harald. Sollte er hier nicht überleben, soll Harald sich um Magnus kümmern. Magnus, noch ein Kleinkind, ist der Sohn und somit Thronfolger von Olaf. Olaf hat die Schlacht nicht überlebt und so ist es an Harald sein Versprechen an Olaf einzulösen. Er muss alles daran setzen den kleinen Magnus zu beschützen um später, wenn dieser alt genug ist,  für ihn den Thron zurück zu erobern.Hierbei muss er selbst viele Proben bestehen, da ist es gut treue Freunde an seiner Seite zu haben. Sein bester Freund Thorkel ist immer an seiner Seite und beide passen aufeinander auf und würden jeweils das eigene Leben für den anderen geben. Auch  Olafs alte Gefährten, auf die er immer zählen kann,  stehen ihm von nun an zur Seite.Dann ist da noch die Sklavin Aila, sie wird im Laufe der Geschichte ebenfalls zu seiner Begleiterin.
Vor seinen größten Feinden, Sigurd Erlingsson und Rorik, die sich zusammen getan haben ,  muss er sich besonders in Acht nehmen, denn beide sinnen aus unterschiedlichen Gründen auf Rache. Sie werden nicht ruhen bis sie diese gestillt haben.
Es ist eine spannende Reise die Harald nun antreten muss.
Meine Meinung:Dies war mein erstes Buch von Ulf Schiewe und ich kann mit Sicherheit sagen, dass es nicht das letzte gewesen sein wird.Wie ich im Nachwort erfahren habe, wurden zur damaligen Zeit in den skandinavischen Ländern keine Chroniken,wie es im Christentum üblich war, geführt. Alles wurde durch mündliche Überlieferungen von Generation zu Generation weitergegeben. Dann gab es noch die Skalden ( höfische Dichter, Sänger und Verfasser von Heldensagen ), die das Geschehene durch ihre Lieder und Gedichte verbreitet haben.Und doch gibt es  mündlich überlieferte Literatur die es dem Autor ermöglicht hat ein sehr gut recherchierten Roman zu schreiben.  Mit fiktiven Protagonisten vermischt, ist es eine  spannungsgeladener Geschichte, deren Schreibstil es einem nicht schwer macht weiter zu lesen.Die Landschaften und Schauplätze sind bildhaft beschrieben, so das ich sie vor meinem inneren Auge sehen konnte. Ich möchte erwähnen das es auch brutale Szenen gibt, ich persönlich mag das und für mich gehört es bei historischen Romanen, in denen Kriege und Schlachten beschrieben werden, ob bei Wikingern oder anderen Kriegern, dazu.  Und so hat der Autor mir als Leser ermöglicht mir eine Vorstellung von einer Schlacht der damaligen Zeit zu machen.Es hat mir gefallen, viel von den politischen Hintergründen zu erfahren, sie fließen wie nebenbei mit in das Geschehen ein. So ist es interessant gewesen mehr von den Königen, Jarls und den freien Bauern in Norwegen zu erfahren.
Für mich ein absolut lesenswertes Buch, ich bin auf die Fortsetzung gespannt. Im Dezember kann es mit " Herrscher des Nordens - Odins Blutraben " weiter gehen.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Outlander – Das flammende Kreuz

Diana Gabaldon , Barbara Schnell , Birgitta Assheuer
Audio CD
Erschienen bei Argon, 26.10.2017
ISBN 9783839815625
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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174 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

paris, roman, nanny, familie, kindermord

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

" Dann schlaf auch du" von Leila Slimani ist ein Roman, wobei ich fast sagen würde dass er zu einem Thiller neigt, der im letzten Jahr sogar mit dem französischen Literaturpreis Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. 

Für Myriam und Paul scheint das Glück perfekt, sie sind eine glückliches Ehepaar und haben zwei bezaubernde Kinder. 
Damit beide , vor allem Myriam, ihrer beruflichen Karriere nachgehen können, suchen sie ein Kindermädchen, durch die dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte. 
In der fünfzigjährigen Louise glauben sie die perfekte Nanny gefunden zu haben. Doch weit gefehlt, denn anstatt sich auch Mal auf das Familienleben zu besinnen überlassen sie alles Louise, welches sich als großer Fehler erweisen wird. 
Nach dem grausigen Prolog, stellt sich die Frage, wie es soweit kommen konnte. Louise ist nicht nur für die Kinder ein Segen, sie hält auch den Haushalt auf Vordermann. Denn Karriere machen, bedeute das das Familienleben einen faden Beigeschmack bekommt. Die Beziehungen untereinander leidet nämlich, was nicht ausbleibt, wenn man dieses nicht pflegt.
Da sie dagegen nichts unternehmen geraten sie unmerklich immer weiter in den Strudel der Abhängigkeit von Louise. Wie kann man so blind sein , und nicht erkennen das mit der Nanny etwas nicht stimmt. 
Louises Vergangenheit ist alles andere als gut verlaufen, der Bildungsstand ist nicht sehr hoch, sie hat früh ein ungewolltes Kind bekommen, sie ist nach einer lieblosen Ehe Witwe und muss auch noch für die Schulden ihres toten Mannes aufkommen. Irgendwann stören sich die beiden an Louises Herkunft und würden gerne eine andere Möglichkeit finden. Doch da sie sich unentbehrlich gemacht hat, fällt es nicht leicht. Bis zum tragischen Moment, wo es für alle Entscheidungen zu spät ist. 

Meine Meinung: 
Ich lese, neben meinem Lieblingsgenre Historische Romane, immer wieder gerne Krimis oder Thiller. Die Leseprobe hat mich so angesprochen, dass ich mich für dieses Buch entschieden haben. Ich wurde nicht enttäuscht, der Schreibstil ist flüssig und hat einen guten Aufbau. Immer wieder fließen Äußerungen oder Meinungen Dritter , die Louise auf irgend eine Art gekannt haben und es einem so erschließt warum es zu dieser grausigen Tat gekommen sein könnte. 
Ein wirklich empfehlenswertes Buch.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, serienmörder, lone theils, dänemark, journalistin

Die Mädchen von der Englandfähre

Lone Theils , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.05.2017
ISBN 9783499272530
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Die Mädchen von der Englandfähre" ist ein Krimidebüt von Lone Theils.


Nora ist Journalistin, gebürtigige Dänin, lebt aber schon lange in London. Nach einem Interview, das Nora sehr zu schaffen gemacht hat, braucht sie Abwechslung und fährt noch mit ihrem Kollegen nach Brine. Beim schlendern durch die Straßen entdeckt sie einen Antiquitäten Laden in dem ein Koffer sofort Noras Interesse weckt. 
Zu Hause angekommen, findet sie in dem Koffer noch ein paar alte Bilder auf denen junge Mädchen zu sehen sind. Nach längerem Überlegen stellt sie fest wer zwei diese Mädchen sind, Lisbeth und Lulu, beide im Sommer 1985 bei der Überfahrt von Dänemark nach England spurlos verschwunden.
Die dänischen Mädchen gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf und so fragt sie ihren Redakteur ob sie recherchieren kann um eventuell eine Story darüber zu schreiben.
Durch einen Zufall findet sie ein Buch über die makabersten Mordfälle der neueren Zeit. Dort wird sie auf einen Namen aufmerksam und mit einem Mal steckt sie schon mitten in den Recherchen.
Was sie dort alles heraus findet ist unglaublich, immer mehr vertieft sie sich in den Fall und gerät dabei zunehmends in Gefahr, bekommt  ein Bild zugeschickt und eine Droh SMS erhält sie auch. Aber Nora ist unerschütterlich und erkennt die Gefahr nicht rechtzeitig.


Meine Meinung:
Es ist ein spannungsgeladener Kriminalroman, die Protagonistinen mit ihren Charakteren sind manches Mal nicht immer in ihrem Tun zu verstehen, so unglaublich ist das was sie machen. Zu Nora als Hauptprotagonistin hätte ich gerne einen bessere Verbindung gefunden.
Hinzu kommt, das mir ein wenig zu viele Fragen offen geblieben sind, dass tat dem Lesefluss aber kein Abbruch. Der Schreibstil der sehr fließend und  hat mir mit seinem Tempo gut gefallen.
Vielleicht hätte die Autorin noch das ein oder andere vertiefen können, aber trotz alledem ist es ein guter Krimi.

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211 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

münchen, kaufhaus, juden, judenverfolgung, familiengeschichte

Das Haus der schönen Dinge

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426519370
Genre: Historische Romane

Rezension:


Der Titel " Das Haus der schönen Dinge" ist genau das, was das Kaufhaus, welches Jacob und Thea Hirschvogel im Jahr 1897 eröffnen, am besten beschreibt.
Es handelt sich um eine bewegende Geschichte, bei der man die Hirschvogels über drei Generationen begleitet, in der das Kaufhaus in all seiner Pracht an erster Stelle steht.
Nun hat sich das Ehepaar Hirschvogel mit der Eröffnung des neuen Kauhauses einen lang ersehnten​Wunsch erfüllt. Dieses Kaufhaus wird etwas ganz besonderes werden, vor allem Thea hat immer wieder neue Ideen wie sie es exklusiv gestallten können. Immer wieder mit der neuesten Mode aus Paris wo Theas Bruder lebt, sowie aus London wo Jacob seine Geschäftspartner hat. Es gibt ein so großes Angebot, welches die Kundschaft wundern und staunen lässt.
Es dauert nicht lange und die Münchner lieben ihr Hirschvogel und kommen nicht umhin immer wieder ins Kaufhaus einzukehren.
Jacob und Thea sind Juden,  zur damaligen Zeit wurden die großen Kaufhäuser in München fast ausschließlich von Juden betrieben und so blieb es auch schon 1997 nicht aus, das manche den Juden gegenüber nicht freundlich gesinnt waren. Wie schon seit Jahrhunderten, wo Juden immer wieder vertrieben wurden, wird man in diesem Roman mitverfolgen, wie es diesen ergangen ist.


Lily und Benno, die Kinder von Thea und Jacob sind so wie ihre Eltern liebevolle Menschen. Besonders Lily liebt es im Kaufhaus zu wandeln und sich mit zunehmendem Alter immer mehr mit in den Alltag des Hirschvogels einzubringen, ist es doch ihr Wunsch, so wie ihre Mutter im Kaufhaus zu arbeiten. 
Auch später Lilys und Franz's Kinder, Edna und Leopold, leben für das Lebenswerk ihrer Großeltern und bringen ihre eigenen Ideen mit ein und geben dem Kaufhaus eine modernere Note.
Es gibt viele Protagonisten, Freunde und Freundinnen, Ehepartner und deren Kinder sowie die Angestellten des Hirschvogels.Folgedessen geht es nicht nur um das Kaufhaus, sondern auch um Familienverbundenheit,  Freundschaften,  die so manch eine Probe die das Leben stellt bestehen müssen. Um die große tiefe innige Liebe, nicht erfüllte Liebe, aber auch um Intriegen und Hinterlist.
Da der Roman in der Zeit von 1897 bis 1952 spielt, bekommt der Leser einen Einblick in die Zeit des ersten und des grausamen zweiten Weltkriegs​mit all seinen Folgen.
München, die Hochburg des aufkeimenden Nationalsozialismus,  stellt die Hirschvogels und viele jüdische Bürger vor immer größere Herausforderungen. Immer in der Hoffnung, dass​ sich alles wie 1923 nach dem Hitler Putsch, beruhigen wird,  versucht die Familie das Kaufhaus so normal wie möglich am Laufen zu halten. Mit der Zeit  gestaltet  sich dies jedoch zunehmends immer schwieriger, erlassen die Braunen  immer wieder neue Gesetzte gegen die Juden. 
Meine Meinung:
Heidi Rehn hat mit " Das Haus der schönen Dinge" einen sehr gefühlvollen und anspruchsvollen Roman geschaffen.
Wenn das Hirschvogel auch fiktiv ist, so lässt Frau Rehn interessante geschichtliche Hintergründe und Fakten excellent in den Roman einfließen. Viele  Protagonisten haben sympathische Charaktere, so das mir der ein oder andere  sehr ans Herz gewachsen ist.
Wie von der Autorin gewohnt, spiegelt auch dieser Roman wieder mit wieviel Hingabe er geschrieben wurde. Von der ersten Seite an hat er mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. 
Da die Erzählungen drei Generationen, 55 Jahre lang begleitet,  ist es doch sehr umfangreich. So gab es immer wieder Zeitsprünge, die ich aber nicht als störend empfand. Immer wieder gab es unvorhersehbare Ereignisse die der Geschichte eine gute Spannung verlieh. 
Das Buch regt zum Nachdenken an und wird mir lange im Gedächtnis bleiben, für mich ein Buch was ich mit Sicherheit mehr als einmal lesen werde.
Das Cover finde ich wunderschön, auch der Inhalt des Buches ist stilvoll mit einem Stammbaum und einer Karte Münchens gestaltet. Ebenfalls gibt es einen Glossar der sehr hilfreich und interessant ist.
Ich kann diesen historischen Roman wirklich nur weiterempfehlen.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

australien, reisen, reise, reportage, campingbus

Der weiteste Weg

Bruno Blum
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 10.04.2017
ISBN 9783667109149
Genre: Sonstiges

Rezension:


" Der weiteste Weg" von Bruno Blum ist ein Reisebericht dem ich sehr gerne gefolgt bin.


Begleiten kann man hier in diesem Reisebericht den Schweizer Bruno Blum und seine Freundin Yvonne , die von Osteuropa und die Mongolei, den Nahen Osten und Indien, den „roten Kontinent“ mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten,  Japan und seine faszinierende Kultur,  Sonne und Eis, Sturm und Hitze, Höhen und Tiefen, das alles über Zehntausende Kilometer.
Wie man an den wunderschönen Fotos sehen kann ist es eindrucksvoll durch die Länder zu reisen, begleitet von viel Freude aber auch Schwierigkeiten treten auf. So etwas bleibt wohl nicht aus wenn man sich mit einen Campingbus auf den Weg macht. Die Grenzüberschreitungen gestalten sich nicht immer unproblematisch und bei der Verständigung muss man schon Einfallsreichtum aufbringen. Doch mit Sprache sowie Händen und Füßen geht es. Während einer Reise so viel verschiedenen Kulturen kennen zu lernen ist schon sehr beeindruckend.
Zweieinhalb Jahre haben die beiden sich für diese Reise Zeit genommen, ich denke weniger wäre auch in Stress ausgeartet, so konnten sie die Eindrücke und das Gesehene viel besser in sich aufnehmen und verarbeiten.


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist so leicht geschrieben, das man denken könnte man begleitet die beiden aus der Luft und schaut ihnen einfach nur zu. Ich nehme an, dass der Autor nur die für ihn ganz besonderen Erlebnisse dem Leser mitteilt. Denn bei so einer langen Reise würde ich wahrscheinlich ein Buch von 1000 Seiten schreiben  .tDieses umfasst 221, was mich nicht im geringsten gestört hat. Ich fand es sehr interessant und die Bilder die diesen Reisebericht begleiten sind wunderschön ne wecken das Fernweh. Ich ziehe den Hut für den Mut sich in dieses Abenteuer gestürzt zu haben. An manchen Orten die die beiden bereist haben, wäre ich am liebsten geblieben, so schön sind sie.
Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, es liegt immer griffbereit damit ich immer wieder Mal rein schauen kann.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schottland, familie, adoption, liebe, geheimnis

Das Geheimnis von Chaleran Castle: Familiengeheimnis Roman

Elaine Winter
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 11.04.2017
ISBN 9783732531493
Genre: Sonstiges

Rezension:




DAS GEHEIMNIS VON CHALERAN CASTLE von ELAINE WINTER ist ein Roman in dem es um ein Familiengeheimnis, Liebe , Glück und Traurigkeit geht.


Wir haben das Jahr 2016, Felicia ist mit Leidenschaft Reisejournalistin und hat einen neuen Auftrag. Es geht nach Schottland auf Isle of Skye, wo sie attraktive Reiseziele finden möchte, die noch nicht jeder kennt. Auf der Insel angekommen hat sie das Gefühl nach Hause zu kommen, dieses Gefühl haben ja einige Menschen wenn sie das erste Mal an einem fremden Ort kommen. Aber ist das normal?
Als sie die Möglichkeit bekommt sich ein Zimmer auf Auf Chaleran Castle zu mieten überlegt sie nicht lange diese Chance zu nutzen. Die Burgherrin möchte Felicia helfen über die Clans von Schottland zu berichten und gibt ihr eine Kiste in der sich ein Tagebuch und Briefe von dem früheren Burgherrn um 1900 befinden. Was gibt es darin zu entdecken und findet Felicia bei ihrem Auftrag noch einiges über Land und Leute herraus.
Dann passiert ihr noch etwas , etwas was sie sonst auf ihren Reisen immer zu vermeiden versucht hat.


Meine Meinung:
Der Schreibstil von Elaine ist sehr angenehm zu lesen, auch die Beschreibungen der Landschaften die Felicia bereist sind bildlich sehr schön geschrieben, so das ich mir diese gut vorstellen konnte.
Ein wenig mehr Spannung hätte ich mir noch gewünscht, aber es ist eine schöne Geschichte und ich würde sie als leichte Sommerlektüre empfehlen.

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205 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

historischer roman, otto der große, rebecca gablé, ottonen, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:


" Die fremde Königin" von Rebecca Gable ist der Nachfolger von "Das Haupt der Welt" und wie dieser ist auch Die fremde Königin spannungsgeladen und wie von Frau Gable gewohnt historisch hervorragend recherchiert.
Historische wie fiktive Protagonisten sind exzellent miteinander verbunden und begleiten den Leser über 11 Jahre zur Herrschaft König Otto I.


Es wird das Jahr 951 geschrieben als Adelheid, rechtmäßige Königin von Italien, schon seit einiger Zeit in einem Verließ von Berengar festgehalten wird. Dieser ist nämlich der Meinung einen Anspruch auf den Thron zu haben, und hofft das Adelheid ihren Witwenstand aufgibt um sich mit Berengars Sohn zu vermählen.
Aber Otto I erteilt seinem Panzerreitern Gaidemar, einem Bastard, den Auftrag, Adelheid aus der Gefangenschaft zu befreien. Letztendlich gelingt die Flucht und verhilft Adelheid somit dazu die Krone zu behalten, denn sie wird Otto I heiraten. Aus Dankbarkeit zu Gaidemar entsteht ein zartes Band der Freundschaft welche über all die Jahre andauern wird.
Otto I sowie Adelheid sind ein gutes Königspaar die bestrebt sind die Bande zwischen den Ländereien zu festigen und damit zu stärken. Ebenfalls steht das Wohl ihrer Kinder an erster Stelle. Doch leider müssen sie dafür hart gegen Intriegen und Hinterlist kämpfen. Sofern das Land ein wenig zur Ruhe gekommen ist, gibt es die nächsten schlechten Nachrichten und Otto ist gezwungen wieder in den Kampf zu ziehen.
Geidemar ist ein ständiger Begleiter Ottos und auch seine Geschichte ist interessant und sehr berührend. Er ist der Bastard mit königlichen Blut, doch kennt er die Namen seiner Eltern nicht. Er ist Panzerreiter der königlichen Garde, aber besitzt nichts. Kein zu Hause wo er nach den Kriegen zurück kehren kann, keinen Namen und was ihn auch sehr schmerzt, keine Familie.
Eigentlich möchte er nichts anderes tun als für seinen König in die Schlacht zu ziehen. Doch durch gewisse Umstände wird er immer mehr in politische Belange verwickelt und gerät zusehends in immer größere Gefahr.


Das aus dem Vorgänger " Das Haupt der Welt"  einige Protagonisten mit dabei waren hat mich besonders gefreut, denn sie sind mir ans Herz gewachsen gewesen und so war es schön das auch Tugomir seine Rolle hatte.


Meine Meinung:
Als Liebhaber von Frau Gable ihren historischen Romanen, bin ich einmal mehr auf dieses Buch gespannt gewesen.
Jedes Mal bin ich überwältigt mit wieviel Herzblut die Autorin es schafft dem Leser solche Bücher zu präsentieren. Der Schreibstil ist bildgewaltig und mit so einer Spannung durchzogen, das es mir schwer fiel, wenn ich das Buch Mal zur Seite legen musste.
Ich habe wieder viel über die deutsche Geschichte erfahren können, was ich immer interessant finde und im Nachwort kann man nachlesen welche Protagonisten Fiktion und welche real waren. Auch zu den Feldzügen und Schlachten erfährt man einiges.
Interessant fand ich auch wie Frau Gable zu ihren Ideen kommt und was ihr bei den Recherchearbeiten widerfahren ist.
Viele der Protagonisten waren mir sympathisch, aber Gaidemar der Bastard ist mein absoluter Held dieser Geschichte, auch wenn es in diesem Roman um mehrere Protagonisten geht. Nicht so wie im ersten Teil, wo Tugomir der Hauptprotagonist war. 
Von mir bekommt Buch volle Punktzahl, ich bin ja eh der Meinung das Frau Gable eine der besten Autorin für historische Romane ist,  ich habe auch alle von ihr ( natürlich gelesen) bei mir zu Hause an einem besonderen Platz stehen.
Für alle Fans dieses Genres, unbedingt lesenswert.

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(26)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

zweiter weltkrieg, erster weltkrieg, holocaust, juden, familiengeschichte

Die silberne Spieldose

Mina Baites
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477820520
Genre: Historische Romane

Rezension:


" Die silberne Spieldose " von Mina Baites ist eine berührende und zugleich bedrückende Geschichte der jüdischen Familie Blumenthal von 1914 an, über die Anfängen des Nationalsozialismus bis hin ins Jahr 1963.
Hamburg 1914, Johann Blumentha ein Silberschmied, entscheidet sich etwas ganz besonderes für seinen Sohn Paul zu fertigen. Es soll ein Abschiedsgeschenk sein, denn Johann hat beschlossen für sein geliebtes Heimatland im ersten Weltkrieg zu dienen . Eine wunderschöne silberne Spieldose ist es geworden, die über Generationen hinweg erst Paul und später seine Tochter Margarethe wie einen großen Schatz bei sich tragen werden.
Leider ist Johann im Krieg gefallen und kehrt nicht mehr zu seiner geliebten Lotte und dem kleinen Paul zurück. Als Paul alt genug ist übernimmt er das Juweliergeschäft seines Vaters und ist ebenfalls Silberschmied geworden. Er hat eine liebevolle Frau , Clara, geheiratet und ihr Glück scheint perfekt als sie Eltern von Margarethe werden ein kleines bezaubernde Mädchen, welches man einfach in sein Herz schließen muss.
Doch die Zeiten für jüdische Familien werden über die Jahre unerträglich und so bleibt vielen nichts anderes als die Flucht übrig, sofern sie sich rechtzeitig dazu entschieden haben.


Die Autorin hat einen guten Weg gewählt dem Leser eine Einblick in die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus zu geben ohne die Gräueltaten ausführlich zu schildern, denn die sind allzeit bekannt. Man erlebt wie  jüdischen Gemeinden mit ihrem Schicksal im Altag zurecht kommen, wieviel Hoffnung sie tragen, dass sich doch noch alles zum Guten wenden wird um dann festzustellen, dass sie in diesem Land als Nichtarier nicht mehr erwünscht sind. Ehemals Freunde werden nun zu Feinden. Zum Glück gibt es Menschen die all die Jahre zu den Blumenthals halten und ihnen zur Seite stehen obwohl sie damit ihr eigenes Leben riskieren.


Mina Baites hat mit ihren Figuren wunderbare und liebevolle Menschen geschaffen die einem sofort sympathisch  und mir im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen sind.  So blieb es nicht aus, dass ich mit ihnen glücklich , traurig und erschrocken gewesen bin. Ich habe mit ihnen gelitten und bin über die kleinste Zuversicht glücklich gewesen.
Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und berührend und verleiht der Geschichte etwas ganz Besonderes. Ebenfalls gut hat mir die Recherchearbeit gefallen, die dem Roman die Authentizität gibt.


Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte mitgenommen und ich habe die Spannung an machen Stellen kaum ausgehalten, so blieb mir nichts anderes übrig als das Buch kaum aus der Hand zu legen. Es ist ein in sich abgeschlossener Roman wo keine Frage unbeantwortet bleibt, einfach nur wunderschön. Ich freue mich schon auf einen nächsten Roman von Mina Baites ( Iris Klockman ) in den ich abtauchen kann.

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183 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 111 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:




"Ana und Zak" von Brian Katcher ist ein Jugendbuch bei dem es um Liebesgeschichte geht wo die Protagonisten nicht unterschiedlicher sein könnten.
Ana wird nachgesagt kratzbürstig zu sein und bei Zak geht es um einen Draufgänger. Doch sind die beiden wirklich vom Charakter so wie sie sich geben, oder ist es nur eine Fassade die sie aufrecht halten damit keiner sieht wie sie wirklich sind, da das vielleicht uncool ist?
Das zeigt sich als Ana und Zak sich Nachts auf die Suche nach Clayten , Anas Bruder, machen. Eigentlich sind sie alle in Seattle um an einer Quiz Meisterschaft teilzunehmen, doch Clayten hat sich einfach Mal anders entschieden und ist abgehauen um bei einem Science-Fiction-Comic-Convention Spaß zu haben. Sehr egoistisch von Anas Bruder, aber durch diese Situation bleibt Zak und ihr nichts anderes übrig als zusammen zu halten.
Denn Clayten ist erst 13 Jahre alt und so hat Ana mit ihren 18 Jahren die volle Verantwortung. Schon alleine wegen ihren Eltern, die ständig was von den beiden fordern was ihnen kein Spaß macht und folgedessen die Wut in Ana wächst.
Zum ersten Mal in dieser Nacht sehen sich Ana und Zak mit anderen Augen, und das nur dadurch das sie sich anders geben als sonst im täglichen Umfeld. Beide empfinden etwas für einander, sie haben Wünsche und Träume vom Leben wie es laufen könnte. Aber auch einiges an Wut ist in ihnen.


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist frisch, gefühlvoll und mit einem gewissen Humor versetzt. Die Charaktere von Ana und Zak hat der Autor gut gewählt, sie waren mir doch überraschender Weise sehr sympathisch.
Durch das Geschehen welches sich immer wieder steigert, gab es einen guten Spannungsbogen, so das sich das Buch zügig lesen lässt.
Auch die Settings sind gut gewählt.
 Ein guter Jugendroman, auch wenn ich aus der Zeit  schon lange raus bin.

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fähre, nordsee, mord, krimi, ostfriesland

Dünentod

Sven Koch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2014
ISBN 9783426514412
Genre: Krimi und Thriller

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

holocaust, auschwitz, konzentrationslager, polen, 2. weltkrieg

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:


"Der letzte Überlebende" von Sam Pivnik ist ein Buch welches über die Gräueltaten des Nationalsozialismus berichtet, die Sam Pivnik am eigenen Leib erfahren musste.


Szlamek hat in seinem  Heimatort​Bedzin eine​ unbeschwerte Kindheit so seine Erinnerungen, es ist ruhig und friedlich und  alle kommen miteinander aus. 
Auch die Ferien hat er in guter Erinnerung und hat es als sorglos und schön empfunden.
 Seine Eltern sind liebevoll zu ihren Kindern, mit seinen Geschwistern hat er ein Verhältnis wie es so unter Geschwistern eben unter Geschwistern ist.Mit seinem Bruder hat er eine Hassliebe.
Doch als Sam 13 Jahre alt ist, hat sein unbeschwertes Leben für ihn und seine Familie ein jehes Ende. Seine Stadt wurde zum Ghetto als die Nazis in Polen einmaschiert sind.
Sam verliert durch die Entscheidung der Nazis seine gesamte Familie, darum der letzte Überlebende, und für ihn beginnt ein jahrelanges Martyrium in Konzentrationslagern, bei dem er immer wieder bis aufs Nervenzereißen dem Tod entkommt. Wie grausam muss das für Sam gewesen sein.
Dies beschreibt er in seiner Biographie, zu der er sich entschieden hat sie noch im hohen Alter zu schreiben. Es ist schockierend was ein Mensch alles aushalten kann und zu was der Lebenswille fähig ist, denn das ist es was Sam am Leben gehalten hat, er wollte den nächsten Tag erleben, noch einmal ein Stück Brot essen und dann wieder den nächsten Tag, Tag für Tag noch mal erleben.
So wie dieses Buch muss schonungslos von der Zeit des Nationalsozialismus erzählt werden, klar und deutlich ohne etwas zu verschönigen , brutal und schonungslos. So etwas darf nie wieder passieren.
Meine Meinung:
Da Sam Pivnik ohne Umschweife sein Erlebtes mit diesem Buch veröffentlicht hat, wäre ich dafür das es als Schulbuch Pflicht wird es zu lesen. Zu meiner Zeit war es das Buch " Nackt unter Wölfen".
Die Zeit wird durch die Generationen immer mehr in Vergessenheit geraten und das darf einfach nicht passieren. Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema sehr aktuell.
 Mir viel es an vielen Stellen wirklich schwer das gelesene zu verarbeiten, da es mir schier unfassbar vorkam wie Menschen anderen Menschen so etwas antun konnten nur weil sie einen anderen Glauben haben und nicht arisch waren.
Ein interessantes lehrreiches Buch was ich wirklich nur weiterempfehlen möchte.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

madagaskar, tiere, 2017, levin, mord

Im Schatten des Flammenbaums

Anna Levin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734102615
Genre: Romane

Rezension:


" Im Schatten des Flammen Baums" von Anna Levin ist ein bildgewaltiger historischer Roman vor der traumhaften Kulisse Madagaskars,  der mich sehr berührt hat.


Louise Bernard ist eine junge außergewöhnliche​ Frau , sie  lebt 1926 in Paris und hat einen für eine Frau ungewöhnlichen Beruf. Sie ist Mechanikerin in einer Citroën Werkstatt und übt ihre Arbeit mit Begeisterung aus. 
Die  liebevollen Eltern akzeptieren ihren Wunsch in einer von Männern bestimmten Welt zu arbeiten. Auch ihr Zwillingsbruder Adrien hat einmal in der Firma gearbeitet, bis er im Oktober 1924 im Auftrag von Monsieur Citroën,  die Expedition Croisière Noire von Algerien nach Madagaskar begleitet hat. Doch auf einer Entdeckungsreise im Südosten der Insel entdeckte er eine Tierauffangstation und hat sich, zum Kummer von Louise und den Eltern, entschieden dort zu bleiben.
Sie vermisst ihren Bruder so sehr, auch wenn sie nicht leicht beseitet ist, hat sie stets Tränen in ihren Augen wenn sie an ihren geliebten Bruder denkt oder Briefe von ihm liest.
Als Adrien von seinen Lage im Regenwald mit der Tierauffangstation berichtet, entschließt sich Monsieur Citroën einen Wagen B10 für die norwegische Mission auf Madagaskar zu spenden. Die Überführung des B10 von Frankreich nach Madagaskar soll von zwei Mechaniker begleitet werden. Das ist die Chance für Louise ihren Bruder wieder zu sehen, doch sie muss als Frau hart dafür kämpfen in diesem Beruf akzeptiert zu werden. Aber ihre Mühen werden belohnt und so kommt es, dass sie mit auf die Reise gehen kann.
Monsieur Citroën hat Louise ein schönes Geschenk gemacht, vier Wochen kann sie bei ihrem Bruder Adrien und dessen Frau Rana bleiben, bevor es wieder auf den Heimweg nach Paris geht.
Leider wird ihr Aufenthalt auf Madagaskar nicht so verlaufen wie sie es sich gewünscht hat. 
Nach einem herzlichen Wiedersehen sieht Louise in den nächsten Tagen mit wieviel Eifer Adrien, Rana und die Mitarbeiter der Station dafür kämpfen verletzte Tiere zu heilen und nach deren Genesung wieder auszuwildern. 
Louise hat das Glück im richtigen Zeitpunkt bei ihrem Bruder zu sein, sie darf bei der Hochzeitszeremonie von Adrien und Rana die vom Stamm der Tanala ist,  teilnehmen.
Nach diesen vielen schönen Ereignissen und Eindrücken geschieht etwas so Schreckliches , womit niemand gerechnet hat und alles scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Louises ganze Leben bricht wie ein Kartenhaus zusammen, nichts ist mehr wie es einmal war und sie muss all ihre Kraft sammeln um diese schlimme Zeit zu überstehen.


Meine Meinung:
Es gelingt nicht vielen Autoren den Leser von der ersten Seite an mit auf seine Reise zu nehmen. Anna Levin ist dies mit diesem Roman gelungen.
Die bildgewaltige Sprache hat es mir leicht gemacht mir die Landschaft mit all ihrer Schönheit und der Tierwelt vor meinem inneren Auge zu sehen. Die Protagonisten haben tolle Charaktere und waren mir sehr sympathisch. Man kann förmlich spüren mit wieviel Herzblut Anna Levin diesen Roman geschrieben hat.
Ein Roman der einen lange im Gedächtnis bleibt.
Nach diesem ersten Buch der Autorin kann ich mit Sicherheit sagen, dass dem noch viele folgen werden. Ich kann diesen schönen Roman wirklich empfehlen.

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:


"Wenn ich jetzt nicht gehe" von Maria Dueñas ist ein wundervoller historischer sowie abenteuerlicher Roman deren Geschehen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika abspielt. Obwohl Spanien auch noch eine Rolle spielen wird.


Wieviel Kraft kann man aufbringen ein zweites Mal von vorne , quasi bei Null, anzufangen. Wo man doch den Wohlstand erreicht hat, der durch harte Arbeit entstanden ist. 
So ergeht es Maurro Larrea, ein wohlhabenden Mann der es geschafft hat. Er zählt mit zu den reichsten Männern von Mexiko Stadt. Als Vater von zwei Kindern, denen man eine entsprechende Verantwortung gegenüber hat, stelle ich mir die Zeit des Aufstiegs nicht immer einfach vor. Doch mit seiner Entschlossenheit hat er es vollbracht, da zu stehen wo er heute steht.  Dann kommt es durch eine einzige Entscheidung zur Katastrophe schlecht hin.
Nach dem er noch wichtige Dinge erledigt hat, entscheidet er sich die Stadt zu verlassen, eher fluchtartig als ein normaler Wohnorts Wechsel.
Nichts desto trotz entscheidet sich Maurro alles hinter sich zu lassen und noch einmal bei Null anzufangen. Möglich ist das aber nur mit Maurro seinen starken Willen, der einen förmlich ansteckt. Hinzu kommt dass er ein sehr sympathischer Mann ist, dem man alles gute wünscht. Nur mit seinem Diener Santos, der ihm treu ergeben ist, macht er sich auf nach Kuba.
Ganz ungefährlich ist das ganze Unterfangen natürlich nicht, das bringt in die Geschichte eine tolle Spannung.
Dann begegnet ihm Soledad Montalvo, heute würde man sagen eine gestandene taffe Frau,  die sein Leben noch einmal verändern wird.......


Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Maria Dueñas, sie hat einen tollen bildlichen Schreibstil. Wenn ich die Augen geschlossen habe konnte ich die Landschaften förmlich vor mir sehen. Das schaffen nicht alle Schriftsteller, einen so mit zu nehmen.
Auch die Charaktere der übrigen Protagonisten haben mir gut gefallen. Jeder für sich ist gut dargestellt.
Für mich war es eine wunderschöne, tolle Reise bei der ich Maurro gerne begleiten habe.

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

mechthild gläser, jugendbuch, faun, fantasy, jane austen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:




"Emma, der Faun und das vergessene Buch" von Mechthild Gläser ist eine fantastisches Geschichte um Magie und alten Legenden.


Für Emma , jetzt 16 Jahre alt, beginnt ein neues Schuljahr auf Stolzenburg. Ihr Vorsatz, ab jetzt ihr Leben in die Hand zu nehmen und einige Veränderungen anzugehen. 
Ihr Wunsch ist es eine Schüler-Verbindung ähnlich denen in Amerika zu gründen, und als Treffpunkt soll die alte ungenutzte Bibliothek im Westflügel dienen, die schon seit Ewigkeiten nicht genutzt wird. Was bietet sich da mehr als ein Leseclub an.
Mit dabei sind Charlotte, ihre beste Freundin und Hanna ihre neue Zimmergenossin. Voller Begeisterung machen sie sich daran erst einmal Ordnung in der alten Bibliothek zu schaffen um eine gemütliche Atmosphäre zum wohlfühlen zu haben. 
So kommt es das Emma ein sehr altes Buch in einem Geheimversteck findet. Als Emma es sich genauer anschaut glaubt sie  es mit einer alte Chronik von Stolzenburg zu tun zu haben. Sie entdeckt das die Einträge schon vor Jahrhunderten begonnen haben, bis hin vor vier Jahren.
So entschließt sie sich auch etwas hinein zu schreiben, ohne zu ahnen das sie mit ihrem Eintrag etwas auslöst. Als am nächsten Tag Ungewöhnliches geschieht, wundert sie sich, ungläubig bekommt eine erste Ahnung davon was es mit dem Buch auf sich haben könnte und welche Magie darin steckt.
Sie fängt zaghaft an ein wenig rum zu experimentieren, und beschließt dann das Buch für sich zu nutzen. Ihre beste Freundin Charlotte möchte das Emma aufhört in das Buch zu schreiben, da es den Anschein macht gefährlich zu werden.
Ebenfalls auf  Stolzenburg angekomm ist Darcy de Winter mit seinem Freund Toby. Darcy, ehemaliger Schüler auf Stolzenburg, seinen Eltern gehört seit Generationen das Schloss welches jetzt als Internat genutzt wird. Darcy's  Schwester ist vor vier Jahren aus unerklärlichen Gründen im Internat verschwunden. Hofft er sie wieder zu finden?
Dann ist da noch Frederik, ebenfalls ein ehemaliger Schüler von Stolzenburg , der sich neben seinem Studium in Köln,  auf Stolzenburg als Gärtner etwas Geld dazu verdient. Emma schwärmt schon eine ganze Weile für ihn, doch ist er ein wahrer Freund?
Dann sind da noch die alten Legenden die sich um Stolzenburg ranken , und in dem Buch entdeckt Emma immer wieder Einträge bei denen ein Faun , alten Geheimgängen und einer Fee erwähnt werden. Kann sie das Geheimnis mit ihren Freunden lösen? Geraten sie sogar in Gefahr?


Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Mechthild Gläser gewesen, es hat mich von der ersten Seite an mitgenomme. Die Autorin versteht es sehr gut eine bildliche Sprache anzuwenden, so das ich mir Stolzenburg mit seiner Umgebung gut vorstellen konnte. Die Charaktere der Protagonisten haben mir mit ihren Eigenschaften gut gefallen.
Der Schreibstil ist jung, frisch und hat einen tollen Spannungsbogen, so das ich ein großes Lesvergnügen beim Lesen hatte. 
Einfach eine wundervolle Geschichte und absolut lesenswert.
Mechthild Gläser ist mit diesem Buch in meine Autorenliste gewandert, was bedeutet das ich auf jeden Fall noch viel mehr von ihr lesen möchte.

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260 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

london, historischer roman, geheimnis, england, geheimnisse

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

Rezension:


"Das Haus in der Nebelgasse" von Susanne Goga ist ein spannender historischer Roman um die Zeit des 19. Jahrhunderts, in dem eine junge Frau sich auf Spurensuche begibt.
Mathilda, die Hauptprotagonistin, ist eine junge Lehrerin die ihr Leben frei leben kann. Gerne möchte sie ihre Schützlingen ( Mädchen einer Privatschule ) aufs Leben vorbereiten, in dem sie ihnen Werte vermittelt die nicht selbstverständlich zur damaligen Zeit gewesen sind. Mathildas Leben entspricht nicht unbedingt dem der üblichen Damen zur damaligen Zeit. Sie lieb ihre Arbeit als Lehrerin  und so läuten  bei ihr die Alarmglocken als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht zum Unterricht erscheint, es ist nicht nur ein Tag, nein sie bleibt dem Unterricht komplett fern.
Sorgen macht sie sich, da der Vormund von Laura, bei einer zufälligen Begegnung , keinen guten Eindruck auf sie gemacht hat. Fakt ist, dass der Vormund mit Laura ohne erklärlichen Grund verschwunden ist.
Hilferuf von Laura per Postkarte, dass kann und will Mathilda nicht auf sich beruhen lassen.
Nun wirft sie ihre Zurückhaltung über Bord und begibt sich auf die Spurensuche, wobei ihr der Historiker Stephen Fleming behilflich ist. Die Vermieterin hatte ihr zwar empfohlen sich an einem Sammler zu wenden, doch Mathilda hat sich doch anders entschieden.
Mit Stephen begibt sie sich auf auf die Suche, wobei  sie auf ein Geheimnis stoßen das Jahrhunderte zurück liegt.
Mehr möchte ich von dieser spannenden Geschichte nicht verraten.


Meine Meinung:
Susanne Goga, ein Name den ich mir gemerkt habe. Die Autorin hat es geschafft mich von der ersten Seite an mit zu nehmen. Mathilda ist mir sehr sympathisch, aber auch die Charaktere der anderen Protagonisten sind gut geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und spannend zu gleich. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, mein Spekulationsmodus war angeschaltet, und die Geschichte Londons fand ich sehr interessant.
Ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen.

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

berlin, cyberthriller, thriller, hacker, cyberkriminalität

Glashaus: Jeder hat etwas zu verbergen

Christian Gailus
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 31.01.2017
ISBN 9783732526833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Glashaus - Jeder hat etwas zu verbergen von Christian Gailus ist ein Thiller der in der Cyberwelt spielt.


Was kann es schlimmeres geben wenn das Staatsoberhaupt, die Kanzlerin, ausser Gefecht ist und im Koma liegt. Das gibt so manch einem die Gelegenheit an seine Interessen zu denken. So auch Kanzleramtschef Hofer , der Böses im Sinn hat ne nichts Gutes ahnen lässt. Dann ist da noch einen Hacker der sich Goodspeed nennt. Dieser will über den Cyberspace die Macht für seine Zwecke erlangen.
Für die Cyberwelt gibt es nur eine Spezialeinheit  Namens " Glashaus " diese ist auf Cyberkriminalität ausgerichtet um diese zu bekämpfen. Chef dieser Einheit, Jörg Warninger, ein ehemaliger BKA Mitarbeiter. 
Nun gerät die Einheit gleich mal unter Beschuss, mit wem haben sie es zu tun? Mit keinem anderen als Goodspeed, der der Einheit weit überlegen ist.
Was für ein Szenario, Goodspeed beabsichtigt Deutschland ins Chaos zu stürzen.
Eine Möglichkeit gibt es das zu stoppen, hier kommen die Staatsanwältin Julia Murnau und Mark West ( ein Afghanistan Veteran ) ins Spiel. Mit einem Team machen sie sich an die Arbeit.
Wird es ihnen gelingen?


Meine Meinung:
Für mich ein interessantes Thema, was gar nicht so weit her geholt ist, wenn man bedenkt was alles im Netz möglich ist. Es gab einen guten Spannungsbogen, und die Protagonisten sind klar dargestellt. Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen.
Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet, ein guter Thiller.

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

schottland, 1869, 19. jahrhundert, thriller, historischer krimi

Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

Rezension:


" Sein blutiges Projekt -Der Fall von Roderick Macrae " von Graeme Macrae Burnet ist ein hochspannend er und sensibler Psychothriller.


Es ist der Sommer im Jahr 1869, als das unfassbare geschieht. Roderick Macrae genannt Roddy ist man gerade 17 Jahre alt, als er sich zu seinem Ziel, dem Nachbarn Lachlan Mackenzi, aufmacht. Bei sich hat er eine Spitzhacke und einen Spaten.
Bisher ist Roddy als höflicher und netter Junge nicht weiter aufgefallen. Er war ein hervorragender Schüler und hat seine Mitschüler übertroffen. Somit war er zwar ein Einzelgänger und war distanziert zu seinen Klassenkameraden, aber nicht auffällt. Es schien allerdings das er mit einer gewissen Herablassend seinen Mitschülern gegenüber getreten ist. Sein Lehrer sagte dazu, dass es daran gelegen haben mag, das Roderick ihnen im Wissen und lernen weit überlegen war.
Sein Vater führte ein strenges und hartes Regime  und seine Mutter ist verstorben, worüber er nicht hinweg kam. Hinzu kamen die Widrigkeiten die die Familie ertragen mussten.
Aber was hat Roddy an diesem Tag bewogen, so ein schreckliche Tat zu begehen. Er geht in das Haus von Lachlan Mackenzie bringt dort dessen Töchter und auch Lachlan  um. Und das auf brutalster Weise.


Der Autor Graeme Macrae Burnet hat sich auf eine Zeitreise seiner Vorfahren begeben und dabei schreckliches entdeckt. In diesem Buch gibt er an Hand von Gerichtsakten, medizinischen Gutachten und dem Tagebuch von Roddy die damaligen Ereignisse wieder. 


Meine Meinung:
 Für mich ein hochspannendes Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Wenn auch viele Unterlagen, Berichte und Aktenausschnitte mit einfließen, ist der Schreibstil einzigartig. Auch wenn es grauenhaft in der Ausführung der Tat gewesen ist, war ich doch auch sehr berührt und traurig zu gleich.
Ein absolut lesenswertes Buch.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

reise, renaissance, abenteuer, sultan süleyman, abenteuerroman

Danaé und die Weiße Hand

Divna Omaljev
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Schruf & Stipetic, 10.11.2016
ISBN 9783944359229
Genre: Historische Romane

Rezension:


" Danaé und die Weiße Hand " ist ein historischer Roman von Divna Omaljev, bei dem es um Geheimorganisationen, einer noch nicht bekannten Krankheit und die damalige politische Situation verschiedener Nationen geht.

Danaé die Hauptprotagonistin ist durch ihre persönliche Situation gezwungen andere Wege einzuschlagen. Eigentlich ist sie vor ihrer Mutter nach Paris geflohen um dort zu leben und ihrem Beruf als Doktorin nachzugehen. Doch leider ist sie finanziell am Ende. Hinzu kommt das ihr ein fataler Fehler unterlaufen ist, den ihr ihre Mutter Galatea niemals verzeihen wird.
Dann tritt eine ominöse Krankheit unter den französischen Soldaten, die in einem Lager vor der Stadt Paris stationiert sind, auf. Da stößt sie auf Donatien, dem Chef der königlichen Geheimpolizei. Schon einmal hat sie mit Donatien zusammen gearbeitet.

Donatien erteilt Danaé den Auftrag, getarnt als Léandres Assistentin, mit ihm die Reise zu Sultan Süleyman anzutreten. Léandre ist ein Bader, Danaé zweifacher Doktor. Also wiederstrebt es ihr, zumal sie Léandre nicht leiden mag, als Assistentin dargestellt zu werden.
So kommt es das sie sich auf die Reise ins Morgenland machen muss um dem Geheimnis der Krankheit auf der Spur zu kommen. Eine Rolle dabei spielt eine alte Münze die die Form eines Medaillons hat. Darauf zu sehen ist eine weiße Hand......Was hat es damit auf sich?

Auf der Reise erlebt sie allerhand Abenteuer, wird von ihren Gefühlen übermannt und muss ihren Geheimautrag erledigen. Doch das gestaltet sich alles andere als einfach. Doch sie gewinnt neu Freunde und hat sogar Verbündete gefunden.
Mit vielen gut recherchierten historischen Ereignissen bekommt der Leser einen guten Einblick in die damalige Zeit. Auch die Landschafts Beschreibungen kommen nicht zu kurz. So konnte man den prächtigen Palast des Sultans förmlich vor sich sehen. Auch wie es in einem Harem zugeht und wie dort die Hierarchie geregelt ist war sehr interessant.
Wird es Danaé gelingen all ihre Aufgaben, mit den Hindernissen die sich ihr in den Weg stellen , bewältigen? Wer ist ihr Feind wer ihr Freund? 

Meine Meinung:
Es ist ein in sich gut abgeschlossener historischer Roman bei dem auch interessante alte Legenden zur Sprache kommen. Die ein oder ander Frage ist für mich noch offen geblieben und an manchen Stellen war es mir zu weitläufig, was mich ein wenig aus der Geschichte gerissen hat.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend, ebenso sind  die Protagonisten gut dargestellt.
Ein lesenswerter Roman.

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108 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

dübell, historisch, luftfahrt, fliegen, zeppelin

Der Jahrhunderttraum

Richard Dübell
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288277
Genre: Historische Romane

Rezension:


" Der Jahrhunderttraum " von Richard Dübel ist die Fortsetzung von " Der Jahrhundertsturm ".
Es ist kein Problem diesen zweiten Teil der Jahundert Saga zu lesen ohne den ersten gelesen zu haben.  Dieser Teil beginnt 20 Jahre später, wo der erste im Jahr 1871 aufgehört hat, also im Jahr 1891. Ist ist aber trotzdem schön wenn man den ersten liest.

Zum Inhalt:
Louisa und Paul sind die Großeltern Briest, die bei einem Zugunfall verunglückt sind. Nun geht es um die Nachfolger, deren Geschichte erzählt wird.
Die Familie der Großeltern von Briest sind schockiert . Moritz, Ehefrau und die Kinder Amalie, Otto und Levin wollen es nicht glauben und ein Freund der Familie ebenso nicht. Er ist Privatdetektiv, Edgar Trönicke, und wird Nachforschungen anstellen um dem Unglück auf die Spur zu kommen. Vielleicht ist es doch kein Unglück gewesen .
Jeder einzelne Protagonist wird mit seinen Wünschen , Problemen und Erfolge gut dargestellt. So zu Beispiel der Sohn Otto von Briest. Er hat den Traum selber ein Dedektiv zu sein und begleitet Edgar Trönicke um bei seinen Ermittlungen dabei zu sein.
Zur damaligen Zeit fast unmöglich, gibt es eine Frauenbewegung. Sicherlich nicht ganz ungefährlich, trotzdem hat sich Amelies Mutter dieser angeschlossen, und so hat auch Amelie ihre Träume. Noch gefährlicher zu dieser Zeit, Amelie verliebt sich in eine Frau. Sind es nur Schwärmereien oder ist es wahre Liebe, und wird diese Liebe erwidert?
Fliegen gehörte,so glaube ich,  zu den Wünschen und Träumereien vieler jünger Männer. So auch Levin, der gerne das fliegen erlernen möchte. Otto Lilienthal war zur damaligen Zeit ein echter Pionier, was die ersten Flugversuche angeht.

Die Frage.....Werden all die Träume der Protagonisten in Erfüllung gehen? Findet es heraus, es lohnt sich auf jeden Fall.

Meine Meinung:
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie der Autor es schafft solche Romane zu schreiben. Es ist mein absoluter Lieblingsautor. Sein Schreibstil ist mitreißend und spannend zu gleich, immer gut recherchiert und dargestellt.  Ein Mal begonnen zu lesen hat es einen gepackt und man möchte nicht aufhören zu lesen. 

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467 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, die bibliothek der besonderen kinder, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Bibliothek der besonderen Kinder von Ransom Riggs ist der 3. und letzte Teil der Trilogie der besonderen Kinder.

Dieser Teil beginnt direkt da wo " Die Stadt der besonderen Kinder " aufgehört hat.  Und da ich den zweiten Teil gerade zuvor gelesen hatte, ist mir der Einstieg nicht schwer gefallen.
Emma, Jacob und Adisson befinden sich  in der Londoner U - Bahnstation und sitzen in der Klemme. Ihre Freunde vor wenigen Minuten von den Wights entführt, hängen sie in einer Telefonzelle fest. Ausserhalb der Zelle ein Hollow, an dem sie versuchen müssen vorbei zu kommen. 
Als  Jacob dies mit  seiner besonderen Fähigkeit gelingt, können die drei sich auf die Suche nach ihren Freunden und Ms. Peregrine machen. 
Doch es gestaltet sich natürlich alles andere als einfach und birgt eine ganze Menge an Gefahren. Ihr nächster Begleiter wird Sharon, ein Fährmann,  wo man sich nicht sicher sein kann ob er vertrauenswürdig ist. Der bringt die drei in die Zeitschleife nach Devil’s Acre, ein wirklich schrecklicher Ort wo schlimme Dinge passieren und kuriose Gestalten unterwegs sind, sozusagen der Abschaum der Besonderen.
Jetzt muss es ihnen gelingen in Caul, Ms. Peregrine ihr Bruder,  seine Festung zu gelingen. Caul hat nur ein Ziel, er will die Bibliothek der besonderen Seelen in Abaton finden.
In die Festung zu gelangen ist gar nicht so einfach. ABER......Es sind besondere Kinder die immer einen Weg finden. Hier kommt Bentham, Ms. Peregrine ihr anderer Bruder ins Spiel. Er Besitz ein riesiges Haus mit vielen Besonderheiten und einer grandiosen Maschine.
In der Festung angekommen warten viele schwierige Aufgaben auf Jacob und Emma, die sie bewältigen müssen.
Dann ist da noch die Bibliothek in Aboton, ein Ort an dem man nicht sein möchte. Aber trotzdem muss auch dieser Weg gegangen werden, weil ihnen keine andere Wahl blieb.
Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, das sollte jeder Liebhaber von Ransom Riggs alleine raus finden.

Meine Meinung:
Leider ist dies der letzte Teil der Trilogie der besonderen Kinder. Und ich muss gestehen, ich fand es schade zu wissen, nicht mehr von ihnen lesen zu können.
Ich fand den dritten Teil wieder sehr fesselnd und interessant. Ransom Riggs hat es wieder geschafft mich von der ersten Seite an in seinem Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist einfach unbeschreiblich und es herrscht eine ständige spannungsgeladene Atmosphäre.
Ebenfalls hat mir gut gefallen das es einen Glossar mit den Personen, Begriffen und Bildern gibt. So hat der Leser immer die Möglichkeit noch einmal nach zu schlagen.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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