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Die Andere (Die booksnacks Kurzgeschichten Reihe)

Yngra Wieland
E-Buch Text
Erschienen bei booksnacks.de, 30.05.2018
ISBN 9783960873211
Genre: Sonstiges

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afrika, boot, flucht, flüchtlingspolitik, flüchtlingsunterkunft, helfer, mord, parabelstück, politik

Der gute Mensch von Assuan

Peter S. Kaspar
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Carpathia Verlag, 13.04.2017
ISBN 9783943709155
Genre: Romane

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Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.02.2018
ISBN 9783596032518
Genre: Romane

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Die geheime Blutreliquie

Elisabeth Heiß
Flexibler Einband
Erschienen bei Ancient Mail, 12.04.2018
ISBN 9783956522444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich gebe ja gerne jungen Nachwuchsautorinnen und –autoren die Chance, von mir gelesen zu werden. Allein aus dem Grund, weil es immer wieder „versteckte“ Perlen unter ihnen gibt, die trotz (oder gerade wegen?) ihrer Unabhängigkeit interessante und gute Bücher schreiben.


Zu diesem Kreis gehört auch die Österreicherin Elisabeth Heiß, die mit „Die geheime Blutreliquie“ ihr zweites Buch rund um persönlich erlebte Forschungsreisen und den Tempelritter Henri veröffentlicht hat. Um in die Geschichte einzusteigen und einen Blick dafür zu bekommen, worum es Elisabeth mit ihren Büchern geht, lohnt sich meines Erachtens nach die Lektüre des ersten Bandes „Die Pyramide des Templers“, weil dort die handelnden Personen vorgestellt und eingeführt werden. Auch versteht der Leser dann den Anfang des Buches besser.


In ihrem neuen Buch nimmt Elisabeth die Leser wieder mit auf eine (Forschungs-) Reise nach Frankreich, wo sie mit ihrem Mann Herbert wieder einige Templerstätten aufsucht und dabei das ein oder andere „waghalsige“ Abenteuer bestehen muss. Immer mit dabei die teilweise locker-leichten Plänkeleien des Polizisten-Pärchens, die dem Leser auch mal ein Schmunzeln zwischen den ganzen ernsten und hochinteressanten Fakten rund um die Templer, die Kirche und den Umweltschutzproblemen abringen können (und müssen!).


Hinzu kommt zum Ende des Buches eine eher ungewöhnliche, abenteuerliche und haarsträubende Reise von Elisabeth und Herbert und ihren Freunden nach Rom ins Innere des Vatikans („leider“ endet das Kapitel wieder mit einem fiesen Cliffhanger; der Leser muss sich also noch bis zum dritten Buch gedulden, um zu erfahren, um was für eine für die Kirche höchst brisante Information es sich handelt).


Die zweite Erzählebene um den Tempelritter Henri entpuppt sich einmal mehr als das „heimliche“ Highlight der Erzählung. Hier wird nicht gegeizt mit Fakten rund um das Leben und Wirken der Tempelritter; auch erfährt der Leser ein paar Hintergründe zur Alchemie und die Verfolgung der Templer seitens der Kirche. Auch in diesem Erzählstrang kann der Leser sich (trotz aller Ernsthaftigkeit) das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen.


Elisabeth Heiß verfolgt mit der Veröffentlichung ihrer Bücher ganz sicher nicht den Anspruch auf den Literaturnobelpreis; dafür ist die Erzählweise zu „einfach“ gehalten. Sie will dafür aber die Leserinnen und Leser sensibilisieren gegenüber denen, die die „Macht“ haben und das gemeine „Fußvolk“ für dumm verkaufen und manipulieren (wollen). Die Menschen sollten aufhören, ach so wichtigen Erscheinungen wie Facebook und/ oder Möchtegernpolitikern hinterherzulaufen, um jeden Post, jede scheinbar wahre Nachricht in sich aufzusaugen und dies dann auch noch medienwirksam ohne jegliches Hinterfragen zu verbreiten.


Ich wünsche Elisabeth Heiß weiterhin viel Erfolg bei ihren Nachforschungen und beim nächsten Buch einen günstigen, aber fähigen und gewissenhaften Lektor; wenn keine oder weniger Fehler im Buch vorhanden sind, macht das Lesen doppelt so viel Spaß und geht leichter von der Hand *blinzel*.


4 verdiente Sterne!

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Tags: die geheime blutreliquie, elisabeth heiß, henri, rom, südfrankreich, templerorden, vatikan, visionen   (8)
 

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kindheitserinnerunge, neutra, schwei

Als Max noch Dietr war

Max Moor ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2015
ISBN 9783499629211
Genre: Romane

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Das Schneemädchen

Eowyn Ivey , Claudia Arlinghaus , Margarete Längsfeld , Martina Tichy
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.12.2013
ISBN 9783499258220
Genre: Romane

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Vom Dazwischen

Victoria Hohmann
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei VHV-Verlag, 12.03.2018
ISBN 9783981862133
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

1857, 19. jahrhundert, armut, booksnack;, der fremde, historisch, irische kinder, irland, julia lalena stöcken, kurzgeschichte, short stories, spielt im 19. jahrhundert, steinwächter, verantwortung übernehmen

Der Steinwächter (Kurzgeschichte, Historisch) (Die booksnacks Kurzgeschichten Reihe)

Julia Lalena Stöcken
E-Buch Text
Erschienen bei booksnacks.de, 28.03.2018
ISBN 9783960873099
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich den historischen Booksnack „Der Steinwächter“ von Julia Lalena Stöcken lesen. Vielen Dank an den Booksnacks-Verlag für das digitale Rezensionsexemplar.


Culann und Mur, zwei Kinder im Irland des 19. Jahrhunderts, leben allein zwischen steinernen Hütten und versuchen, ihr von Hunger geprägtes Leben zu meistern. Als ein Fremder auftaucht, müssen sie eine Entscheidung treffen…


Wenn man die Geschichte von Culann und Mur liest, stellt man sich als Leser unweigerlich die Frage „Wie verzweifelt waren die Eltern, dass sie ihre Kinder allein zurückgelassen haben?“ Für Culann und Mur ist es ein Spiel – sie können schalten und walten wie sie wollen, lernen durch das unabhängige Leben aber auch Verantwortung für sich zu übernehmen, um ihr Überleben zu sichern, um im Notfall die „im Moment“ richtige Entscheidung zu treffen.


Mich hat diese Kurzgeschichte tief bewegt!

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Tags: booksnack;, der steinwächter, irland, julia lalena stöcken, verantwortung übernehmen   (5)
 

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autobiografisch, curacao, drogen, frank pulina, korruption, verzweiflung

Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies

Frank Pulina
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Verlag DeBehr, 12.03.2018
ISBN 9783957535030
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Curacao – der „Normalsterbliche“ denkt bei dem Namen zunächst an das blaue gleichnamige Getränk oder an die Karibikinsel. Frank Pulina dürfte diesen Assoziationen noch eine weitere hinzufügen: das Paradies in Höllenform. Er hat die dunkle Seite des Paradieses kennengelernt und darüber ein Buch geschrieben. In „Das Curacao-Komplott – Hinter Gittern im Paradies“ verarbeitet er seine haarsträubende Geschichte zu einem autobiografischen Roman.


Ich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen, da der erste Abschnitt aus (positiven) Erinnerungen an seine Kindheit in Thüringen und an seine jetzige Frau und Touren nach Weimar besteht und ich keinen Bezug zum Rest aufbauen konnte. Im Lauf der Geschichte wird allerdings klar, dass Frank Pulina (der im Buch Jo heißt) schon während seiner unverschuldeten Haft auf Curacao den Gedanken hatte, über seine Erlebnisse ein Buch zu schreiben. Und so stellen die Erinnerungen einen krassen Gegensatz zum Rest der Geschichte dar.


Der Leser erfährt hierbei auch viel wissenswertes aus der Arbeit eines Piloten, wobei dieser Beruf bei allen Gedanken an Freiheit über den Wolken von Frank Pulina etwas entromantisiert wird, da immer mehr Technik die Arbeit im Cockpit übernimmt und die Piloten mehr Zeit mit der Organisation von Flugrouten und Papierkram verbringen als mit der (unmittelbaren) Steuerung eines Flugzeugs.


Anyway, die Geschichte, die Frank aka Jo auf Curacao erlebt, ist an Kuriosität kaum zu überbieten und hat mich einigermaßen sprachlos und baff zurückgelassen. Hier war einfach jemand zur falschen Zeit am falschen Ort, hat sich (unbewusst) mit den falschen Leuten eingelassen und wird dafür gnadenlos bestraft.


Zwar war ich überrascht, wie „human“ die Häftlinge miteinander umgehen und auch über das gute Verhältnis der Wärter zu den Gefangenen. Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Zeit im Gefängnis zur Hölle auf Erden für Frank Pulina geworden ist. Sehr deutlich beschreibt der Autor hier seine Angst, seine Unsicherheit in Bezug auf „Wann komme ich hier wieder raus?“ und „Warum glaubt mir keiner?“ Mehr als einmal überkommen ihn Zweifel, wie lange er der Situation noch gewachsen ist, was sich auch in seinem zweifachen Zusammenbruch zeigt.


Doch allen Widrigkeiten zum Trotz lässt der Protagonist sich nicht unterkriegen, glaubt immer wieder an die Freiheit und dass das Ganze nur ein endlos langer Alptraum ist, aus dem er irgendwann erwacht. Und so wendet sich (natürlich) alles mehr oder weniger zum Positiven (sonst wäre das Buch nicht entstanden *g*).


Alles in Allem hat Frank Pulina einen gut lesbaren und spannenden autobiografischen Roman geschrieben und ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt.


Verdiente 4*.

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Tags: autobiografisch, curacao, drogen, frank pulina, korruption, verzweiflung   (6)
 

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erste hilfe, historisch, historisches, medizin, ratgeber, sachbuch

Der kleine Samariter: Erste Hilfe vor hundert Jahren (Wiebers Medizinische Reihe)

E. Litzberski
Flexibler Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Wiebers Verlag, 01.11.2017
ISBN 9783942606202
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Ist Gott ein Fisch? (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Yngra Wieland
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 01.03.2018
ISBN 9783960873228
Genre: Sonstiges

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kafka, klassiker, tagebuch, tagebücher

Tagebücher

Franz Kafka
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.06.2008
ISBN 9783596181179
Genre: Klassiker

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50er jahre, 60er jahre, 70er jahre, biographie, blues, folk, jazz, musik, rock, rock'n'roll, usa

Starting at Zero

Jimi Hendrix , Kristof Kurz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.09.2013
ISBN 9783453200463
Genre: Biografien

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

agathachristie, agatha christie, detektiv, england, fesselnde story, finten, herculepoirot, hercule poirot, krimi, krimi-reihe, mord, serienmord, serienmörder

Die Morde des Herrn ABC

Agatha Christie , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650037
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

elli h. radinger, leben in der wildnis, naturbeschreibungen, naturgesetze und naturliebe, selbstfindung, tiere und menschen, wilde wölfe, wolfsexpertin, wolfsforschung, wolfsküsse, yellowstone, yellowstone-nationalpark

Wolfsküsse

Elli H. Radinger
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.08.2013
ISBN 9783746671048
Genre: Sachbücher

Rezension:

Elli H. Radinger – ein Name, der mir bis vor wenigen Wochen nicht wirklich geläufig bzw. gänzlich unbekannt war. Doch als ich das Cover und die Inhaltsangabe ihres Buches „Wolfsküsse“ gesehen und gelesen hatte, war mir klar, dass ich mir diesen Namen merke.


Dank eines E-Book-Rezensionsexemplars vom Aufbau-Verlag kam ich dann auch in den Genuss dieses (so viel vorab schon mal als Fazit) wunderbar entschleunigenden Buches.


Elli H. Radinger hat ihr „altes“ Leben als Rechtsanwältin aufgegeben und widmet sich seit Jahrzehnten der Wolfsforschung und -beobachtung. In entspannter und lockerer Erzählweise beschreibt sie in „Wolfsküsse“, wie es zum Bruch mit ihrem alten Leben kam, auf welche Hindernisse sie stieß und erzählt auch vom (teilweise vorhandenem) Unverständnis seitens ihrer Freunde und Familie, ihr gesichertes Leben hinter sich zu lassen. Doch allen Schwierigkeiten zum Trotz hat Elli H. Radinger nicht aufgegeben und gehört nun zu den weltweit erfahrensten Wolfsforschern.


In ruhiger Sprache beschreibt sie ihre ersten Begegnungen mit Wölfen und wie der Bann nach einem „Wolfskuss“ endgültig gebrochen war.
Ihre Schilderungen des Rudellebens der Wölfe, ihrer sozialen Kompetenz, ihrem Umgang mit kranken und alten Wölfen – all das berührt zutiefst die Seele des Lesers und man möchte eigentlich sofort die Sachen packen und in den Yellowstone Nationalpark fliegen, um mit Frau Radinger auf Wolfsbeobachtung zu gehen.
Die Liebe zur Natur und der Respekt vor selbiger spürt man bei der Lektüre auf jeder Seite. Und so fängt der Leser automatisch an, sein eigenes Verhalten diesbezüglich kritisch zu hinterfragen und evtl. zu verbessern. Wenn die Menschen doch nur aufhören würden, sich als „Krone der Schöpfung“ aufzuführen…Ein Traum, der wohl nie in Erfüllung gehen wird.


Bei allem „rosaroten“ Blick durch die Brille einer begeisterten Wolfsbeobachterin stellt sie allerdings auch kritische Fragen. Beispielsweise nach GPS-Halsbändern, die den Forschern erlauben, einen Wolf auf „Schritt und Tritt“ zu verfolgen, dementsprechend Unmengen an Daten zu sammeln und die den Wölfen unter Betäubung angelegt werden (müssen).
Diese kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen „Beruf“ kommt bei Frau Radinger sehr authentisch daher und hat mich begeistert zurückgelassen.


Zum Schluss ermuntert Frau Radinger den Leser, sich von nichts und niemandem abhalten zu lassen, seine Träume zu verwirklichen.


Abgerundet wird das Buch von tollen (im E-Book leider nur S/W) Fotos und einem kurzen Serviceteil bzgl. aktuellen Zahlen, wie viele Wölfe in Deutschland leben und wo man weitere Informationen erhält.

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Tags: elli h. radinger, wolfsforschung, wolfsküsse, yellowstone   (4)
 

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203 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 122 Rezensionen

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Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

"Genau das war er. Ein Stern, den man von seinem Ankerplatz losgeschnitten hat und der nun ins Leere taumelt, der sich dreht und dreht und dreht, ohne den geringsten Funken Hoffnung, jemals wieder an Bodenhaftung zu gewinnen." (S. 117)


Hach, ist das schön…Endlich hat sich mal jemand Zeit genommen und hat aufgeschrieben, wie wir Männer ticken :-). Nickolas Butler heißt dieser Jemand und das Buch heißt „Die Herzen der Männer“.


Okay, wer jetzt glaubt, das Buch sei ein allgemeiner Ratgeber über das Leben als Mann, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Falsch liegt man auch, wenn man denkt, dass alle Männer so ticken wie von Butler beschrieben.

Butler hat sich in seinem Roman mit unterschiedlichen Charakteren beschäftigt, die jedoch alle etwas gemeinsam haben, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint bzw. die Aussage eher „zwischen den Zeilen“ steht: alle Söhne lieben ihre Mütter und stehen selbigen in Zeiten der Not bei.


Zum einen haben wir Nelson, den wir mehr oder weniger das ganze Buch über begleiten: ein nicht nur von seinem Vater nicht akzeptierter Loser, der sich die Liebe bzw. Anerkennung durch Fleiß und Strebsamkeit bei den Pfadfindern „erkämpfen“ will, letzten Endes aber immer wieder scheitert (zumindest als Kind).

Dann haben wir Jonathan, der in Ansätzen so etwas wie eine Freundschaft zu Nelson pflegt, ihm in gewissen Situationen im Pfadfinderlager beisteht und ihm ein ganzes Leben lang verbunden ist.

Dann ist da Trevor, der Sohn von Jonathan, der dem Zynismus und Lebensstil seines Vaters nichts abgewinnen kann, letzten Endes aber merkt, dass sein Vater recht hat, was die (wahre) Liebe anbelangt.

Und dann ist da noch Thomas, der Sohn von Trevor, der als einziger in der Riege nichts mit dem Getue der Pfadfinder anfangen kann und entsprechend unmotiviert ein letztes Mal mit seiner Mutter Rachel in das Pfadfinderlager fährt.


Während die ersten Abschnitte zunächst aus „Männersicht“ geschrieben sind, ist es im dritten Abschnitt eher die Sicht von Rachel, der Mutter von Thomas, die dem Leser begegnet. Anfangs war ich davon auch etwas irritiert, weil der Wechsel zwischen Männer- und Frauensicht schon recht krass war. Dann aber hatte ich mich dran gewöhnt und konnte das Buch bis zum Schluss noch in vollen Zügen genießen.


Die Sprache ist oft recht nüchtern, ja teilweise geradezu patriotisch gehalten, es fallen derbe Sprüche und Worte – so kennt man viele Männer. Im Gegensatz dazu wirken die Beschreibungen des Pfadfindercamps und die Umgebung, die morgendliche Stimmung fast lyrisch bzw. poetisch.


Wie gesagt, „Die Herzen der Männer“ ist kein Spiegelbild aller Männer dieser Welt – bei manchen Passagen hat man sich schon fast geschämt, ein Mann zu sein. Aber trotzdem bewegt und berührt dieses Buch!

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164 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

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Das Geheimnis der Muse

Jessie Burton , Peter Knecht
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.03.2018
ISBN 9783458363293
Genre: Romane

Rezension:

„Am Ende gelingt ein Kunstwerk nur dann, wenn […] sein Schöpfer den unverrückbaren Glauben daran besitzt, der es ins Dasein bringt.“ (S. 455)


Wow, ich bin immer noch platt. Als ich vor zwei Tagen die letzte Seite von „Das Geheimnis der Muse“ von Jessie Burton gelesen und das Buch zugeklappt hatte, war ich drauf und dran, gleich wieder zu starten, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass ich mein zweites Jahreshighlight schon wieder durchgelesen hatte. Ich brauchte auch erst mal ´ne Weile, um aus dem London des Jahres 1967 wieder in die Gegenwart des Jahres 2018 zu finden.


Jessie Burton hat mit ihrem zweiten Roman definitiv einen Anwärter auf die Silber- oder Goldmedaille in meiner persönlichen Jahresbücherolympiade geschrieben – so viel steht schon mal fest.


Sie erzählt mit einer auf der einen Seite unglaublich locker-leicht anmutenden, auf der anderen mit einer künstlerisch-anspruchsvollen Sprache die Geschichte zweier Frauen, die tragisch miteinander verknüpft sind.

Im London des Jahres 1967 fängt Ich-Erzählerin Odelle Bastien eine Stelle als Schreibkraft im fiktiven Londoner Skelton Institute of Art an. Dort wird sie von ihrer Chefin Marjorie Quick unter ihre Fittiche genommen und ermuntert, ihre schriftstellerische Karriere voranzutreiben und auszubauen.

Im schwül-heißen Andalusien des Jahres 1936 trifft der Leser auf die 19-jährige Olive Schloss, die sich heimlich an einer Londoner Kunstschule beworben hat, letzten Endes aber in Spanien bleibt und dort ihr „Heil“ sucht.


In abwechselnden Abschnitten, in denen wir sowohl Odelle als auch Olive und ihre jeweiligen Sorgen, Ängste, Nöte als auch Sehnsüchte, Begierden und das jeweils passende „Lebensgefühl“ der dargestellten Zeit kennenlernen, wird die Story um ein geheimnisvolles Bild und ihre Entstehung fächerartig vor dem Leser ausgebreitet. Mir war irgendwann klar, dass nicht jede Figur in diesem Roman die ist, die sie zu sein scheint. Dass ich dann am Ende aber doch richtig gelegen habe mit meiner Vermutung, hat mich doch stark verblüfft, da ich beim „Who done it?“ in Krimis von z. B. Agatha Christie regelmäßig in einer Sackgasse lande :-).


Durch die wechselnde Erzählperspektive hat der Leser natürlich immer schon Informationen, die z. B. Odelle fehlen, um hinter das Geheimnis des Gemäldes zu kommen. Trotzdem fiebert man gespannt mit den Protagonistinnen mit, möchte sie manchmal schütteln ob ihrer Naivität und ihnen zurufen „Tut endlich was, ihr könnt etwas ändern!“, erinnert sich dann aber an die jeweiligen (politischen) Verhältnisse in den Jahren 1967 bzw. 1936 und die Schwierigkeiten, denen die Frauen in beiden Zeitebenen  ausgesetzt waren und landet so schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen und genießt als Leser einfach nur diese großartige und teilweise auch traurige Geschichte.


Wer auch immer sich für Kunst, Kunstgeschichte oder die Anfänge der spanischen Revolution interessiert, sollte unbedingt diesen durchweg großartig geschriebenen Roman lesen!


Ich ziehe meinen Hut vor Jessie Burton!

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Tags: andalusien, das geheimnis der muse, jessie burton, kunst, kunstgeschichte, london, malaga, spanien, spanische revolution   (9)
 

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Seither denk ich dauernd an Dich

DIE ZEIT
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Arche, 13.01.2017
ISBN 9783716027615
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Klavierstunde

Joan Weng
E-Buch Text: 30 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 08.01.2018
ISBN 9783960873167
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, wie Autorinnen und Autoren von Kurzgeschichten es schaffen, auf wenigen Seiten so viel Spannung zu bannen, dass man als Leser hinterher völlig platt ist.


So erging es mir mit dem neuesten gelesenen Booksnack „Klavierstunde“ von Joan Weng. Die Autorin schafft es mit ihrer (mit Bedacht?) gewählten und etwas antiquiert angehauchten Sprache (wobei das in keinster Weise negativ zu verstehen ist – im Gegenteil: anders hätte man die Geschichte nicht schreiben können!!!), den Leser zu packen und man spürt die Zweifel, die Selbstvorwürfe der Ich-Erzählerin in jedem Satz.


Die ganze Geschichte ist ein Blick in die Vergangenheit der Protagonistin, die sich die Frage stellen (muss?), ob sie (indirekt) eine Mörderin ist oder ob sie gar nicht anders reagieren konnte. Packend inszeniert, doch dabei den Witz nicht außer Acht lassend, wird der Leser hineingeworfen und jeder stellt sich am Ende die gleiche Frage: „Hätte ich einen Mord verhindern können oder war ich als Kind mit der mir übertragenen Aufgabe schlichtweg überfordert?“
 

Starke, zum Grübeln anregende Kurzgeschichte!

  (39)
Tags: booksnack;, frage der schuld, joan weng, klavierstunde, kurzgeschichte, spannung   (6)
 

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aggressiv, app, bayern, biergarten, dialekt, handy, iphone, klug-humorvoll, kurzgeschichte, lyl boyd, masskrug, mißverständnisse, ... regt zum nachdenken an, vip, zeitgeist

Dialekt

Lyl Boyd
E-Buch Text: 13 Seiten
Erschienen bei BoD E-Short, 22.01.2018
ISBN 9783746080628
Genre: Sachbücher

Rezension:

Lyl Boyd ruft und der King folgt wie ein Lemming :-). In diesem Fall ist das aber auch berechtigt, da mich Lyl Boyd bisher noch nicht enttäuscht hat mit seinen stets eine aktuelle Frage der Gesellschaft in selbige stellenden Kurzgeschichten.


So hat er es auch mit „Dialekt“ geschafft, mich zum Schmunzeln, ja sogar zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen. Der Titel suggeriert mehr Dialekt, als letztendlich in der Geschichte vorkommt, was ich aber nicht weiter schlimm finde, da die Message dahinter eine ganz andere ist. An den passenden Stellen gibt es trotzdem verschriftlichten „Lokalkolorit“, wenn auch auf andere Art und Weise, wie man das im Vorfeld vermuten könnte.


Innerhalb weniger Seiten erschafft Lyl Boyd einen ganz eigenen Kosmos innerhalb des Genres „Kurzgeschichten“. Er lässt den Leser stets über das eigene Verhalten in „stinknormalen“ Alltagssituationen nachdenken, entpuppt sich als guter Beobachter der menschlichen Spezies, hält ihr den Spiegel vor, überlässt es aber jedem selbst, wie er in Zukunft mit dem gerade zuvor gelesenen Thema umgeht.


Lyl Boyd ist aus der Szene der Kurzgeschichtenschreiber nicht mehr wegzudenken und ich bin gespannt, welchem Thema sich seine nächste Geschichte widmet.

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Tags: biergarten, dialekt, kurzgeschichte, lyl boyd   (4)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Garten, Baby!

Christine Zureich
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 23.02.2018
ISBN 9783961010158
Genre: Romane

Rezension:

„Da denkst du, du weißt, was du tust. Denkst: Ich grabe den Boden um. Dabei ist es das Leben, das dich umgräbt. […] Und zwar gründlich. Alles neu.“


So kann´s gehen: Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich auf „Garten, Baby!“ von Christine Zureich aufmerksam geworden, da die Inhaltsangabe recht an- und vielversprechend klang.


Nun, nach Ende der Lektüre sehe ich etwas klarer und merke: ein paar gute Ansätze und ein ansprechender Klappentext machen noch lange kein gutes Buch aus.
Ein Garten mit selbst gezüchteten Zucchini, Tomaten etc. mitten in einer Wohnsiedlung mit Mehrfamilienhäusern in einer deutschen Großstadt – davon träumt wohl so mancher Bewohner selbiger. Doro und ihr Freund Rob haben sich diesen Traum mit Hilfe eines sog. „Urban Garden“ erfüllt. Und so wird der Leser zwischen der Tomaten- und Zucchiniernte oder dem Umgraben Zeuge von Familiendramen, Ehekrach, Wasserrohrbrüchen, löchrigen Decken und Wänden und in wenigen (guten) Ansätzen von philosophischen Gesprächen zwischen den Bewohnern.


Wenn aber das oben genannte Zitat gefühlt der beste Satz des ganzen Buches ist, dich der stakkatoartige Schreibstil nervt, die Protagonisten blass bleiben und der Humor eher versteckt als offensichtlich ist (was ja eigentlich auch positiv sein kann…), dann weiß man, dass Christine Zureich den Leser (also mich) nicht erreicht hat mit ihrem Debüt-Roman.


Einen Stern gibt´s für das Cover, den zweiten für die paar guten Ansätze. Mehr ist leider nicht drin. Schade eigentlich…

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fernando pessoa

A Little Larger Than the Entire Universe: Selected Poems (Penguin Classics) by Fernando Pessoa (2006-10-05)

Fernando Pessoa
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin Classics, 01.01.1745
ISBN B01K0TKQX6
Genre: Sonstiges

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Der Klang der Freiheit

Gill Lewis , André Mumot , Jo Weaver
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 12.02.2018
ISBN 9783845826011
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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Kalli Wermaus

I. L. Krauß
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 07.12.2017
ISBN 9783740734176
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Okay, okay, wenn ich jemals irgendwo irgendwann irgendwem gegenüber behauptet haben sollte, ich würde keine Fantasy mehr lesen – ihr habt mich erwischt und die Behauptung wurde ad absurdum gestellt. Ich habe es dieses Jahr nämlich bereits drei Mal (3!) getan. Und – geht´s mir schlecht? Nein *lol*.


Als ich von der Autorin I. L. Krauß zur Leserunde ihres Buches „Kalli Wermaus – Das Licht der Welt“ eingeladen wurde, habe ich mich erst mal schlau gemacht, wer oder was Kalli Wermaus ist. Nach der XXL-Leseprobe war aber recht schnell klar, dass ich die Einladung dankend annehme, konnte sie mich doch schon durch ihren Witz und ihre tollen Zeichnungen positiv überraschen.


Jo, unnu? Habe ich (so viel sei schon verraten) eine weitere Reihe, die ich verfolgen werde. In „Kalli Wermaus – Das Licht der Welt“ muss ein stinknormaler Junge aus dem beschaulichen und schönen Allgäu (ich habe da früher als Kind selbst Urlaub gemacht – die schweißtreibenden Bergtouren im Hochsommer für ´ne wunderschöne Wanderstock-Anstecknadel *Achtung, Ironie* lösen immer noch ebensolche verursachenden Gedanken in mir aus *g*) die Welt vor dem Bösen retten.
Stinknormaler Junge? Nein, Kalli ist alles andere als stinknormal. Nach dem Biss einer Wermaus verwandelt er sich nämlich in jeder Vollmondnacht in eben dieses possierliche Tierchen und darf sich im vorliegenden Band (es gibt bereits einen Vorgänger, den man aber nicht kennen muss, um in die Geschichte eintauchen zu können!) mit Hilfe seiner Freunde (großartig hier sein Pferd Aristo und die Krähen Tornado und Phantom, die mich in ihrer Art nicht nur einmal an Waldorf und Stadler aus der Muppet-Show erinnert haben) auf die Suche nach dem „Licht der Welt“ machen, dass die Formidolosen „entführt“ haben, um die Welt ins Chaos zu stürzen.


Dieses Chaos zeigt sich anhand der Anschläge von 9/11 sowie der aktuellen Debatte um Flüchtlinge und politischen Parteien und Organisationen, die angeblich eine Alternative darstellen usw. Es ist also bei aller vorhandenen Fantasy ein Buch mit Anspruch, was kind- bzw. jugendgerecht hoch brisante Themen aufgreift, die uns ALLE angehen und darüber hinaus Werte wie Toleranz, Respekt, Geschwister- und Tierliebe vermittelt. Außerdem zeigt uns die Autorin mit Kalli, dass einem (fast) alles gelingen kann, auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht danach aussieht (hierzu sei auf das Ende verwiesen, welches ich natürlich NICHT verrate).


Die Höchstnote zücke ich (diesmal) nur deshalb nicht, weil die Geschichte zum Schluss doch sehr rasant (ich bin kaum hinterhergekommen) und dann urplötzlich vorbei ist. Das mag aber durchaus im Sinne der Autorin liegen, die bereits dabei ist, den Nachfolger zu schreiben.


Also, alles in allem eine (im wahrsten Sinne des Wortes) fantastische Geschichte, die Lust auf den Vorgänger und den Nachfolger macht!

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Tags: fantasy, i l krauß, kalli wermaus, licht der welt   (4)
 
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