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Orpheus

Salih Jamal
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.09.2018
ISBN 9783741298301
Genre: Romane

Rezension:

„Das Böse zehrt aus Bösem. Lass es einfach nicht rein und sei geduldig, es wird heilen.“ (S. 247)


Ich muss jetzt mal was zugeben: die Geschichte von Orpheus und Eurydike war mir bisher unbekannt. Was vielleicht daran liegt, dass ich mich mit der griechischen Mythologie kaum bis gar nicht auseinandergesetzt habe. Man kann schließlich nicht in allen Töpfen rühren *g*. Und trotzdem war ich auf das neue Buch von Salih Jamal -„Orpheus“ - ziemlich gespannt; hatte mich doch im letzten Jahr schon sein Erstlingswerk „Briefe an die grüne Fee“ gefesselt und begeistert.


Nun, jetzt soll ich eine Liebesgeschichte, einen Thriller, eine modern interpretierte Sage und einen mehr als passenden Soundtrack in EINEM bewerten? Puh, schwere Kost – aber okay, so wie die Leber wächst auch der Mensch an seinen Aufgaben *g*. Let´s go:


In Rückblenden erfahren die Leserinnen und Leser die tragische Liebesgeschichte des Sängers Orpheus und seiner Geliebten Nienke, die durch Zufall in ein Geflecht aus Brutalität, Tod und Orpheus´ Familie betreffende (tödliche) Geheimnisse verstrickt wird und dem auch Orpheus zum Opfer fällt.


Dabei bedient sich Salih Jamal einmal mehr einer schonungslos offenen Sprache – nichts wird beschönigt, nichts bleibt ungesagt. Und so klappt dem Leser ein ums andere Mal der Kiefer nach unten, bekommt er große, angst- und schreckerfüllte Augen und fragt sich, woher der Autor das Selbstbewusstsein nimmt, solch eine harte Ausdrucksweise zu verwenden. Okay, wenn man in manche Psychothriller oder Horrorbücher reinliest, bekommt man noch heftigeres Zeugs zu lesen – von daher kann der Leser sich bei Salih Jamal „entspannen“. Zumal das nur die eine Seite der sprachlichen Medaille ist. Die andere ist nämlich geprägt von Zärtlichkeit, Philosophie, Lyrik und – ja, man muss es so sagen: von Musik.


Allen Kapiteln stellt Salih Jamal nämlich ein Musikstück passend zum Inhalt voran (der „Soundtrack“ ist bei Youtube zu finden) und hat dabei ein unglaublich faszinierend gutes Gespür für die Stimmung des Kapitels und des Songs bewiesen. Die Bandbreite reicht von Klassik über Pop bis hin zu Death Metal, was meiner Meinung nach sehr gut die epische Bandbreite menschlicher Gefühlsregungen zeigt. „Negativ-Aspekt“ davon ist allerdings, dass ich Stücke wie die „Cello Suite No. 1“ von Johann Sebastian Bach oder „Wish you were here“ von Pink Floyd nun mit anderen Ohren und Gefühlen hören werde, da mir dann automatisch die entsprechende Szene in „Orpheus“ einfällt. Aber gut, andere Songs wie „A kind of magic“ von Queen funktionieren problemlos ob ihres transportierten Gefühls und es gibt auch schlechtere Gedanken, als sich bei guter Musik an herausragende Bücher zu erinnern – von daher: alles gut, Salih *g*.


Mit „Orpheus“ hat Salih Jamal (der für mich zu den hoffnungsvollsten Newcomern einer „jungen“ Garde deutscher Schriftsteller gehört) einen mehr als würdigen Nachfolger von „Briefe an die grüne Fee“ veröffentlicht (auch wenn man beide Bücher nicht unmittelbar miteinander vergleichen kann) und ich wünsche dem Buch trotz „harter Kost“ ein großes Publikum und Salih Jamal weiterhin viel Erfolg!

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Tags: eurydike, musik, orpheus, salih jamal   (4)
 

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Judenbuche

Annette von Droste-Hülshoff , Joseph Kiermeier-Debre
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.1997
ISBN 9783423026079
Genre: Klassiker

Rezension:

Millionen von Schülern hassen sie und unsereiner liest es freiwillig…Die Rede ist hier von „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff.


Nach Beendigung der Lektüre kann ich die entsetzten Gesichter und die Unlust, sich Zeile für Zeile wochenlang über die Novelle auszulassen, sogar verstehen. Mir selber ist es nämlich (trotz meines fortgeschrittenen Alters *hust*) ähnlich gegangen, dass ich mir nach der letzten Zeile die Frage gestellt habe „Und nun?“


Annette von Droste-Hülshoff hätte wahrscheinlich auch nie geglaubt, dass ihre Geschichte, die zum Teil auf wahren Begebenheiten basiert, zweihundert Jahre später wie eine Leiche seziert wird (auch wenn es auf Grund der Todesfälle durchaus passend ist *g*). Warum sie die Vorfälle und Begebenheiten in der „Judenbuche“ so vage gehalten, die Story so schnell erzählt und mit riesengroßen Zeitsprüngen versehen hat, erschließt sich mir nicht ganz. Okay, vielleicht konnte sie ja in die Zukunft gucken und wusste, dass Millionen Schüler…Lassen wir das. :-)


Tatsache ist, dass mich die „Judenbuche“ nicht vollends überzeugen konnte, auch wenn die Autorin (wenn man sich den vorherrschenden Antisemitismus damals und heute so anschaut) topaktuelle Themen verarbeitet hat. Nur leider ein bisschen zu viel…

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Tags: annette von droste-hülshoff, antisemitismus, die judenbuche, novelle   (4)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mascha Kaléko

Jutta Rosenkranz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2012
ISBN 9783423346719
Genre: Biografien

Rezension:  
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1.546 Bibliotheken, 18 Leser, 13 Gruppen, 118 Rezensionen

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Drachenläufer

Khaled Hosseini , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 11.11.2004
ISBN 9783833301490
Genre: Romane

Rezension:

„Es mag unfair sein, aber es kommt manchmal vor, dass die Ereignisse weniger Tage oder vielleicht auch nur eines einzigen Tages genügen, um den Verlauf eines ganzen Lebens zu verändern, …“. (S. 154)


Tja, nu sitz ich hier und versuche einen Anfang für eine Rezension zu „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini zu finden.


Dabei weiß ich gar nicht, ob eine Rezension diesem Buch überhaupt gerecht werden kann – mögen Kritiker auch behaupten, es sei „pro amerikanisch“, „kitschig“… All das kann ich nach der Lektüre weder verstehen und noch weniger unterstützen.


Die Geschichte von Amir und Hassan, zwei Jungen im Kabul der 1970er Jahre, ist durchzogen von Verrat, (Familien-)Geheimnissen, Schuldgefühlen und -bewusstsein, aber auch von einem klaren Blick auf die afghanischen Verhältnisse vor und nach der Besetzung durch die Russen und später durch die unsäglichen Taliban, die zunächst als Helden gefeiert wurden.


Die beschriebene vorherrschende Brutalität, mit der die Taliban jedoch dann gegen einzelne Volksgruppen oder Andersdenkende vorgehen, treibt dem Leser bei schreckgeweiteten Augen tiefe Furchen in die Stirn, weil man nicht glauben will oder kann, was man gerade gelesen hat.


Und trotzdem schafft es Khaled Hosseini den Leser auch zu berühren – angefangen mit der Beschreibung Kabuls und anderer afghanischer Städte, der Kultur (nicht nur des Drachenfliegens, die ich in der Art und Weise ziemlich brutal finde – ich würde mir nicht gerne beim Drachenfliegen die Finger an Glasscherben blutig schneiden wollen *g*) und der Entwicklung der Romanfiguren – allen voran hier natürlich Amir, aus dessen Sicht die gesamte Geschichte geschrieben ist.


Tja, mehr bleibt mir eigentlich nicht zu schreiben – ich bin noch zu gefangen in der Geschichte. Auf jeden Fall war „Drachenläufer“ nicht mein letztes Buch von Khaled Hosseini und ich danke einem ganz besonderen Menschen für die Leihgabe!

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Tags: afghanistan, drachenläufer, khaled hosseini   (3)
 

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Forschungspoesie: Gedichte über das Menschsein

Antonia Löschner
E-Buch Text: 36 Seiten
Erschienen bei null, 05.02.2018
ISBN B079M846ZZ
Genre: Gedichte und Drama

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Das lyrische Stenogrammheft

Mascha Kaléko
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423280983
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Mascha Kaléko (1907-1975) war mir bis dato (so gut wie) kein Begriff; man hat mal hier und dort einen Hinweis auf sie erhalten, eine Rezension gelesen, sich aber nie näher mit ihr befasst.


Das hat sich nun dank einer besonderen Person grundlegend geändert! Schon beim ersten Durchblättern von „Das lyrische Stenogrammheft“ musste ich herzhaft grinsen, beschreibt sie doch beispielsweise am Ende des selbigen in „Brief an eine Reisetante“, wie es zu Hause geht, während die Tante in Sizilien weilt:


„Ich danke dir für deinen Brief. (Das Ansichtskarten-Kitschmotiv Kann ich dir nie vergeben.) Nun bitt ich dich so sehr ich kann, Wenn du schon schreibst, auch dann und wann Das Porto aufzukleben.

Zu Frage eins: Wie es mir geht, Und wie´s um Möpschen Susi steht, Erwidre ich beklommen: Was mich betrifft, ich bin gesund. Doch leider hat der liebe Hund Zwei Kilo abgenommen.“ (S. 194)


Mascha Kaléko beherrschte die Kunst, Alltagssituationen wie sie jeder von uns kennt, in wunderbar locker-leichte Lyrik zu verpacken, um „zwischen den Zeilen“ Kritik am System zu üben. Jede Leserin/ Jeder Leser wird sich irgendwo in den Gedichten wiederfinden – sei es, wenn es darum geht, die „verflossene“ Liebe zu beweinen, wenn es darum geht, sonntags an montags und somit an Arbeit zu denken oder einem Kind ein „Gute Nacht“-Gedicht aufzusagen, damit es gut schläft und träumt.


Viele Gedichte von Mascha Kaléko sind von einer tiefen Melancholie durchzogen (ein beliebtes Motiv ist der Herbst, der Regen, Sturm…) und trotzdem blitzt immer wieder ein Funken der Hoffnung zwischen den Zeilen hervor und man stellt sich beim Lesen vor, wie die Gedichte wohl wirken, wenn man sie mit einer Tasse Tee auf dem Sofa liest, während es draußen regnet…


Die immer wieder eingestreuten Kurzprosatexte sind mal poetisch, mal satirisch, aber immer auf den Punkt gebracht und zeigen die Vielseitigkeit von Mascha Kaléko.


„Das lyrische Stenogrammheft“ war mein erstes, jedoch definitiv nicht letztes Büchlein von Mascha Kaléko und dürfte in Zukunft zu meinen bevorzugten Lektüren gehören.

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Tags: alltagssituationen, das lyrische stenogrammheft, großstadtliebe, kurzprosa, lyrik, mascha kaleko   (6)
 

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Der Wegwerfer

Heinrich Böll , Hannes Binder
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Officina Ludi Schöne Drucke & Bücher, 01.08.2017
ISBN 9783946257042
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Japanische Märchen

Noriko Ogita , Noriko Ogita , Florence Bovey
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2016
ISBN 9783730603376
Genre: Sonstiges

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67 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Ulysses

James Joyce , Georg Goyert
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783730601570
Genre: Klassiker

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41 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 18 Rezensionen

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Geträumte Welten - Anthologie fantastischer Autoren

Daniela Zörner , Michael Haag , Frank W. Werneburg , Yves Patak
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 01.10.2018
ISBN 9783742720634
Genre: Fantasy

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Franz Kafka: Ein Landarzt

Kat Menschik
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783869711324
Genre: Sonstiges

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21 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Heringshappen

Ute Haese
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.09.2018
ISBN 9783740804213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Heringshappen“, dem nunmehr 8. Fall für das lizenz- jedoch nicht talentfreie!!! Privateye Hanna Hemlokk und ihre geniale „Erfinderin“ Ute Haese konnte ich in den vergangenen Tagen ein kleines „Jubiläum“ feiern – markiert der vorliegende Band doch den bereits fünften, den ich gelesen habe.


Ich hoffe und baue ja immer noch darauf, dass der Emons-Verlag spätestens zum 10. Jubiläum die ersten drei Bände in sein Programm aufgenommen hat, damit ich meine „Hanna Hemlokk“-Serie vervollständigen kann *blinzel*.


In ihrem (wie bereits erwähnt) 8. Fall ist im fiktiven Bokau und somit der Heimat von Hanna Hemlokk ziemlich was los. Ein „Gourmet“-Koch wird von einer Kuh zertrampelt, ein Horrorclown treibt sein Unwesen und wer die real existierende „Vorlage“ für den mega-unsympathischen Bürgermeisterkandidaten markiert, ist auch schnell klar – von daher sei hier auch nicht weiter darauf eingegangen *g*. Des Weiteren hat Hanna diesmal einiges an Problemen mit ihren Freunden, welche sie aber auf ihre berühmt-berüchtigte großartige Art und Weise löst.


Mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verraten, weil es einen Großteil der Story „zerstören“ würde. Allerdings setzt Hanna Hemlokk aka Ute Haese mit „Heringshappen“ dieses Mal auch ein klares politisches Statement, welches mir außerordentlich gut gefällt und mit dem ich auch absolut konformgehe. Überhaupt ist der aktuelle Fall der (meines Erachtens nach) politischste, der bisher in der Reihe veröffentlicht wurde. Wie üblich werden von der Historikerin Ute Haese auch wieder spannende und nicht allgegenwärtige geschichtliche Fakten ausgegraben und in die Handlung mit eingebaut, ebenso wie „Handlungsanweisungen“ für den Umgang mit Schildkröten.


Die Auflösung hebt sich Ute Haese wieder bis zum Grande Finale auf und verblüfft mit dem Strippenzieher bzw. Täter und sein Motiv für die begangenen Morde.


Alles in Allem hat mir „Heringshappen“ wieder ein paar vergnügliche Lesestunden bereitet und ich bin gespannt, wer im neunten Band Bürgermeister in Bokau geworden ist und ob sich Hanna´s Lunge wieder beruhigt (gute Besserung! *g*).


Große Klasse und absolute Leseempfehlung!

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Tags: hanna hemlokk, küstenkrimi, ute haese   (3)
 

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169 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Der träumende Delphin

Sergio Bambaren , Sabine Schwenk , Heinke Both
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.1999
ISBN 9783492229418
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschiednehmen heißt. Nicht zulassen, daß unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.“ (S. 33)


Nachdem ich Ende letzten Jahres endlich „Der kleine Prinz“ gelesen habe, bekam ich den Hinweis auf „Der träumende Delphin“ von Sergio Bambaren. Das Buch wird unter Fans ungefähr genauso hoch gehandelt wie sein menschliches Pendant. Ein guter Grund, das Buch zu verschenken, um es mir anschließend auszuleihen *lol*.


Nun, im Grunde braucht man über den träumenden Delphin nichts Anderes sagen als zum kleinen Prinzen, nämlich, dass es ein zeitloser Klassiker für Träumer und solche, die es (wieder) werden wollen, ist. Die Geschichte lässt sich trotz ihres Tiefgangs wunderbar innerhalb kürzester Zeit lesen, bezaubert mit der „Weisheit“ des Meeres, lässt die Leserinnen und Leser über seine eigenen Träume nachdenken und endet mit der Aussage, dass man nie zu alt ist, um selbige zu verwirklichen. Mögen die Träume unserer Kindheit als Erwachsene auch noch so tief verborgen sein – durch irgendein Ereignis im Leben schwimmen sie irgendwann wieder an die Oberfläche und dann sollten wir sie zulassen und versuchen, zumindest einen Teil davon zu verwirklichen.


Ich widme diese Rezension meinen drei wunderbaren Kindern – mögen sie später im Leben ihre „perfekte Welle“ finden!

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Tags: der träumende delphin, sergio bambaren, träume verwirklichen, zeitlos   (4)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Der Totenversteher

Sue Schwerin von Krosigk , Wilfried Schwerin von Krosigk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bebra verlag, 13.09.2018
ISBN 9783898095501
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In schöner Regelmäßigkeit bedient das Autorenduo Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk ihre „Fangemeinde“ mit Kriminalromanen rund um Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen (kurz Hasi). Und ebenso urkomisch (so viel sei als Fazit an dieser Stelle schon verraten) wie seine beiden Vorgänger, ist auch der neueste Fall der Serie, „Der Totenversteher“.


Die wieder in Berlin angesiedelte Story geizt nicht mit Kritik am System der Investmentbetrüger und skrupellosen Immobilienhaien, die das Leben in Großstädten durch horrende Mietpreise immer unbezahlbarer machen, stellt den Leserinnen und Lesern Opfer des Systems vor, lässt gestandene Polizisten an ihrer Aufgabe, dem (diesem) Staat zu dienen, zweifeln und stellt so die Frage nach „Auf welcher Seite stehe ich?“ in den Raum.


Trotz aller Ernsthaftigkeit kommt natürlich auch der schräge Humor der Autoren nicht zu kurz. Im Gegenteil: in „Der Totenversteher“ jagt ein Schmunzelgag der nächsten Lachattacke, die Hauptperson Hasi brilliert mit (kindlicher) Naivität und führt so die „Bösewichter“ und Wichtigtuer richtiggehend vor und erweist sich nebenbei noch als ungemein geschickter Vermittler zwischen getrenntlebenden Partnern. Die Dialoge sind mal britisch-humorig, mal tragikomisch und leicht philosophisch, dann aber auch im passenden Moment zurückhaltend reduziert. Die Esoterik- und Geisterbeschwörer-Szene bekommt auch diesmal wieder kräftig einen auf die (humorige) Mütze, was die Autoren aber nicht davon abhält, die im letzten Band „Die Pergamon-Morde“ gestorbene zweite Kultfigur (Hasi´s Tante Pudel) als Geist wiederauferstehen und kräftig mitmischen zu lassen. Ich habe echt Tränen gelacht.


Ich kann nur hoffen, dass es mit Hasi weitergeht und empfehle allen, die humorvoll-ernsthafte und trotz aller Toten unblutige Krimis lieben, dieses Buch zu lesen! Großes Kino!

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Tags: humor, krimi, sue und wilfried schwerin von krosigk   (3)
 

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Der Cocktail

Peter Winter
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.09.2017
ISBN 9783744831581
Genre: Romane

Rezension:

In den letzten Jahren habe ich viel und häufig Kurzgeschichten gelesen. Für Bus und Bahn, aber auch als „Pausensnack“ eignen sie sich wunderbar, um vor oder nach bzw. während eines stressigen Bürotages (ja, auch in einem Archiv kann es stressig und anstrengend sein *g*) kurz „abzuschalten“, die Gedanken zu sortieren und runterzukommen.


Im letzten Jahr hat der Autor Peter Winter seine Kurzgeschichtensammlung „Der Cocktail“ veröffentlicht. Da ich bei der Buchverlosung kein Glück hatte, bekam ich es von einer der glücklichen Gewinnerinnen ausgeliehen. Nun arbeite ich Stück für Stück meinen „Stapel ungelesener Leih- und Wanderbücher“ ab, um mich in absehbarer Zeit wieder vollumfänglich meinem eigenen SuB zu widmen.


Genug der Vorrede. Die elf Geschichten aus „Der Cocktail“ lassen sich gut innerhalb eines Tages lesen, hallen aber trotzdem noch tagelang nach. Sie sind mal tragisch, mal komisch, mal tragikomisch, aber immer auf den Punkt gebracht und zum Nachdenken anregend.


Sie stellen in einer Zeit, in der jeder sich (am liebsten) selbst am nächsten ist, Fragen nach dem Glück oder der Liebe des Lebens, lassen die Leserinnen und Leser teilhaben an der Einsamkeit der Menschen im Alter oder unmittelbar vor ihrem Tod, über ungenutzte Chancen im Leben – für jeden (ernsten) Gemütszustand ist etwas dabei.


Am nachhaltigsten beeindruckt und tief bewegt hat mich die Geschichte „Steine“. Sie zeigt, wie wichtig es ist, auf kleine „Schrulligkeiten“ des Partners zu achten, sie zu akzeptieren und zu respektieren. Sonst sieht man womöglich erst am Ende (sprich: nach dem Tod des Partners), wie wichtig gerade DIESE Leidenschaft für den Partner war und ist traurig, dass man sie nicht wertgeschätzt hat.


Also, liebe Leserinnen und Leser: wer gerne mal ernste, manchmal aber auch augenzwinkernde (Kurz-)Geschichten liest und mal wieder „Durst“ auf einen Cocktail der besonderen Art hat, dem sei das beschriebene Buch hiermit empfohlen.

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Tags: der cocktail, kurzgeschichten, leben, liebe, peter winter, tod   (6)
 

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Schall und Rauch

Lyl Boyd
E-Buch Text
Erschienen bei Books on Demand, 03.09.2018
ISBN 9783752847512
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn es mal einen Preis für den/ die fleißigste(n) Kurzgeschichtenautor(in) geben sollte, müsste Lyl Boyd unbedingt nominiert und ausgezeichnet werden. In regelmäßigen Abständen serviert er seiner treuen Anhängerschaft eine neue Kurzgeschichte. Diese Geschichten greifen immer (gesellschaftspolitische) und –relevante Themen auf, die zum Nachdenken, meistens aber auch zum Schmunzeln anregen.


So auch „Schall und Rauch“, dem neuesten Output von Lyl Boyd. Hierin wird sich der Frage angenommen, welche Zahnputzmethode am besten und gesündesten ist und ob eine elektrische oder die herkömmliche Zahnbürste bessere Ergebnisse erzielt. Dass alles verpackt in einer teils komischen, aber (wie mir scheint) auch gut recherchierten Storyline. Wie bei Lyl Boyd üblich bleibt es den Leserinnen und Lesern selbst überlassen, welche Essenz und Lehre sie aus der am Ende offenen Geschichte ziehen.


Schön und kurzweilig.

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Tags: kurzgeschichte, lyl boyd, schall und rauch, shortstory   (4)
 

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Halifax (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

J. Monika Walther
E-Buch Text: 18 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 14.07.2017
ISBN 9783960871859
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: booksnack;, halifax, kurzgeschichte   (3)
 

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Weltherz

Markus Steiner
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei MALIK, 01.09.2017
ISBN 9783890294896
Genre: Biografien

Rezension:  
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Kafka

Robert Crumb , David Zane Mairowitz , Ursula Grützmacher-Tabori
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Reprodukt, 01.01.2017
ISBN 9783943143546
Genre: Comics

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Tags: franz kafka, graphic novel   (2)
 

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131 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Der Graf von Monte Christo

Alexandre Dumas , Thomas Zirnbauer
Flexibler Einband: 1.504 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2011
ISBN 9783423139557
Genre: Klassiker

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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INSPIRATION

Marianne Labisch , Andreas Schwietzke
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei p.machinery, 01.08.2018
ISBN 9783957651372
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Sind wir mal ehrlich: wer von uns hat nicht schon mal in einer Ausstellung vor einem Gemälde, einem Foto oder einem 3 D-Objekt gestanden und hat sich gefragt, was die Künstlerin oder den Künstler inspiriert hat und hat sich daraufhin eine Geschichte zurechtgelegt, die im jeweiligen Moment in sich schlüssig ist?


Marianne Labisch als Herausgeberin der Anthologie „Inspiration“ hat verschiedene Autorinnen und Autoren eingeladen, um sich von den „Digitalen Welten des Andreas Schwietzke“ (so der Untertitel) inspirieren zu lassen und passend zu den ausgesuchten Bildern Geschichten zu schreiben.


Und so sind in dieser mehr als beachtenswerten Anthologie zu 23 Werken des Künstlers Geschichten entstanden. Obwohl jeder Text und jedes Bild für sich steht, zieht sich durch die meisten Geschichten thematisch ein roter Faden – nämlich die Ressourcenverschwendung und die Zerstörung der Natur durch den Menschen. Auch Themen wie Menschlichkeit, Toleranz gegenüber Andersdenkenden, aber auch der würdevolle Umgang mit dem Tod spielen eine Rolle.


Dass nicht jede Geschichte die Geschmacksnerven der einzelnen Leserinnen und Leser trifft, sollte jedem klar sein, der schon öfter mit Anthologien zu tun hatte und liegt auch in der Natur der Sache. Ich will jetzt gar nicht auf meine persönlichen Highlights und „Flops“ eingehen, weil das meiner Meinung nach dazu führen würde, dass potenzielle Käufer sich die entsprechenden Geschichten „vorbelastet“ durchlesen und womöglich meine Meinung dazu im Kopf haben und dadurch nicht mehr objektiv sind.


Abgerundet und zusätzlich aufgewertet wird das Buch durch ein abschließendes Interview, welches Marianne Labisch mit Andreas Schwietzke geführt hat und absolut lesenswert ist, weil es interessant, offen und ehrlich skizziert, woher er selber seine Inspiration holt. Was ich erstaunlich fand, war, dass meine Meinungen zu den Geschichten das ein oder andere Mal in etwa mit denen von Andreas Schwietzke übereinstimmen (obwohl ich das Interview erst wirklich am Schluss gelesen habe!).


Wer also ein Interesse an (digitaler) Kunst, inhaltlich wertvollen Geschichten und einem hochwertig gestalteten Buch hat, sollte z. B. ein paar Packungen Zigaretten weniger kaufen und stattdessen in diese Anthologie investieren.

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Tags: andreas schwietzke, anthologie, digitale kunst, inspiration, marianne labisch   (5)
 

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Die Liebe in 1000 Farben

Xenia Hügel , Irene von Müller-Liebig
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei net-Verlag, 18.09.2018
ISBN 9783957202406
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Das Literatur und Kunst eine gute Kombination ergeben, hat Marcel Proust schon in seinem Magnum Opus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ bewiesen. Die dort „zitierten“ Bilder gehören zum Teil zu den großen Meisterwerken der Kunstgeschichte.


Auf einem etwas niedrigeren, aber keineswegs niederen Niveau (damit hier keine Missverständnisse aufkommen!) verbindet die Autorin Xenia Hügel ihre Lyrik zum Thema Liebe mit Bildern der Künstlerin Irene von Müller-Liebig.


Das mit „Die Liebe in 1000 Farben“ betitelte, wunderschön gestaltete Hardcoverbuch befasst sich auf jeweils einer Doppelseite mit einem Bild und dem dazu passenden Text (bzw. umgekehrt). Die Lyrik der Autorin hat eine ganz eigene Sprachnote – die Texte wollen erobert, erarbeitet werden und kein „Schnellschuss“ sein. Das ist meiner Meinung nach wunderbar gelungen. Die Leserinnen und Leser sollten sich daher unbedingt Zeit für dieses Kleinod lassen – lasst Text und Bild auf euch wirken, bis sie sich tief in euch eingegraben haben.


Die zu den Texten passenden Bilder sind mal in fröhlichen, mal in weniger fröhlichen Farben gemalt; sie stellen mal ganz plastische Dinge wie etwa ein Herz oder eine Krone dar, mal muss der Betrachter etwas länger schauen, um einen Bezug Bild/Text herstellen zu können, aber immer ist es der Künstlerin gelungen, einen Aspekt des Textes künstlerisch wertvoll zu „verpacken“.


Ob es wirklich die im Titel genannten 1000 Farben sind, die die Künstlerin Irene von Müller-Liebig verwendet hat – nun gut, das mag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist aber, dass es ein außergewöhnlich schönes Buch geworden ist mit großartigen Bildern und großartiger Lyrik. Besonders die Texte „Unsere Zeit“ sowie „Familie“ und „Verbunden“ (jeweils in Kombination mit den dazugehörigen Bildern) haben sich mir ins Gedächtnis eingebrannt.


Wer ein hochwertiges Geschenk für jemanden braucht, der mit den Themen Liebe und Kunst etwas anfangen kann, sei dieses schöne Buch wärmstens ans Herz gelegt.

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Tags: irene von müller-liebig, kunst, liebe, lyrik, xenia hügel   (5)
 

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Was man von hier aus sehen kann

Mariana Leky
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 15.08.2018
ISBN 9783832198398
Genre: Romane

Rezension:

Dank einer kleinen, feinen Wanderbuchrunde bin ich auf „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky gekommen.


Hauptsächlich aus der Sicht der Ich-Erzählerin Luise geschrieben, beschreibt Mariana Leky in ihrem Roman das Leben einer kleinen Dorfgemeinschaft im Westerwald und ihren Alltagssorgen. Es wimmelt nur so von schrulligen Figuren und absurd-komischen, aber auch tragischen Situationen, die den Leserinnen und Lesern von einem zarten Lächeln über ein lauthalses Lachen bis hin zu „O Gott – warum?“-Schockstarre jedwede Form von Gefühlsäußerungen abringen.


Das Ganze wird vorgetragen in einer zumeist locker-leichten Sprache und doch haben wir es hier bei Weitem nicht mit einem Roman der Trivialliteratur zu tun – dafür ist es dann doch zeitweise zu poetisch und philosophisch, wie folgende Zitate belegen:


„Das Okapi ist ein abwegiges Tier, viel abwegiger als der Tod, und es sieht vollkommen zusammenhanglos aus mit seinen Zebraunterschenkeln, seinen Tapirhüften, seinem giraffenhaft geformten rostroten Leib, seinen Rehaugen und Mausohren. Ein Okapi ist absolut unglaubwürdig, in der Wirklichkeit nicht weniger als in den unheilvollen Träumen einer Westerwälderin.“ (S. 14)

„Es wird in deinem Leben Momente geben, in denen du dich fragen wirst, ob du überhaupt irgendetwas richtig gemacht hast“, sagte er. „Das ist ganz normal. Es ist auch eine sehr schwere Frage. Um die hundertachtzig Kilo, würde ich sagen. Aber es ist eine, auf die es eine Antwort gibt. Sie taucht meist spät im Leben auf. Ich weiß nicht, ob Selma und ich dann noch da sein werden. Deshalb sage ich dir das jetzt: Wenn es so weit ist, wenn diese Frage auftaucht und dir nicht sofort etwas einfällt, dann erinnere dich daran, dass du deine Großmutter und mich sehr glücklich gemacht hast, so glücklich, dass es für ein ganzes Leben von vorne bis hinten reicht. Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass wir nur für dich erfunden worden sind. Und wenn es einen guten Grund gibt, erfunden zu werden, dann bist das du.“ (S. 198/ S. 199)


„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein ganz und gar wunderbares Buch, dass von seiner Stimmung, seinem teils schwarzem Humor, aber auch der Zuversicht und Hoffnung, dass alles im Leben seinen Sinn und Platz hat, lebt.


Absolute Leseempfehlung!

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Tags: humorvoll, mariana leky, okapi, philosophisch, träume, was man von hier aus sehen kann   (6)
 

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Geschichten aus Nian - Lindenreiter

Paul M. Belt , Azrael ap Cwanderay
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Hunter Verlag, 01.08.2018
ISBN 9783947086511
Genre: Fantasy

Rezension:

Wow, wow, wow…Eigentlich ist jedes weitere Wort zu dem Buch „Geschichten aus Nian – Lindenreiter“ von Autor Paul M. Belt überflüssig, da es einem als Laienrezensent sowieso schwerfällt, überhaupt die passenden Worte für diese wunderschöne(n) Geschichte(n) zu finden, weil man Angst haben muss, diesem Werk damit nicht gerecht zu werden.
Da „Wow, wow, wow…“ allerdings keine differenzierte und aussagekräftige Rezension darstellt, versuche ich an dieser Stelle trotzdem mein Glück und lass den Gedanken freien Lauf *g*.

Zunächst fällt das wunderschön gestaltete Cover regelrecht ins Auge. Es zeigt den titelgebenden Lindenreiter und lässt einen sofort abtauchen in eine Welt, die anders ist als unsere, die jedoch trotzdem gewisse Ähnlichkeiten aufweist. So gibt es auch in Nian unterschiedliche Dialekte (von „friesisch“ bis „bayrisch“), die dem geneigten Leser ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Auch gibt es in Nian Schulen, Städte, Autos, Helikopter (in Nian PETs genannt) und Bibliotheken. Allerdings sind alle Lebewesen in Nian winzig klein. Alle Lebewesen? Nein, Bäume und Pflanzen haben ihre ursprüngliche Größe behalten und wirken aus der Sicht der Nianianer riieesiig. In Nian werden die Kinder vor der Nähe zu Bäumen ob der von ihnen ausgehenden tödlichen Gefahr gewarnt. Und doch gibt es sie: die Träumer, die von einem Ritt auf einem Lindenblatt träumen und Kinder, die durch „Andersartigkeit“ auffallen und entsprechend geärgert oder ausgelacht werden. Und doch sind sie es, die bestimmte und besondere Fähigkeiten in sich tragen, die sie zum Schluss immer zu den Gewinnern machen. „Die Geschichten aus Nian“ werben also für das Anderssein und dass man an sich und seine Träume glauben soll.

Ein weiterer, nicht unerheblicher Aspekt zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch: die Liebe zur Natur bzw. den Respekt, den man vor ihr haben sollte. So lernt man als Leser viel über die „Eigenarten“ der verschiedenen Bäume und Pflanzen, ist berührt von ihrer Sprache, die so leicht und doch so majestätisch daherkommt und will am liebsten sofort selber mit ihnen sprechen, um zu hören, was sie wirklich von uns Menschen denken.
Und noch etwas möchte ich hervorheben: die immer wieder eingestreuten, wunderschön gestalteten Zeichnungen, die zuvor gelesene Teilaspekte der Geschichte kongenial wiedergeben. Überhaupt haben der Autor und sein „Team“ (Coverdesignerin, Lektorin, Verleger usw.) viel Herzblut in die „Geschichten aus Nian“ investiert und das merkt man von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal wieder Spaß daran haben würde, eine Fantasygeschichte zu lesen. Es ist jedoch seehr viieel meehr: es ist ein Märchen, ein Traum aus dem man am liebsten nicht mehr aufwachen möchte.

Danke an den Verlag 3.0 für das Rezensionsexemplar und dem Autor Paul M. Belt dafür, dass er diese wunderbare Welt Nian geschaffen hat!

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Die Verwandlung

Richard Horne , Richard Horne , Eric Corbeyran , Kai Wilksen
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 24.08.2010
ISBN 9783868732665
Genre: Klassiker

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Tags: die verwandlung, franz kafka, graphic novel   (3)
 
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