Leserpreis 2018

kirsten_broxs Bibliothek

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Alles in Buddha

Victoria Seifried
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453419247
Genre: Romane

Rezension:


Erster Eindruck: Tolles Cover (beim Lesen stellt sich raus, dass es auch das zentrale Element des Romans darstellt, also nicht nur hübsch, sondern auch noch perfekt passend), wertiger Einband mit Prägung, hübsch im Layout innen und bombiger erster Satz. Der Stil ist flüssig, manchmal fast flapsig und der Roman ist durchgängig mit viel Witz und Esprit verfasst. 

Die beiden Hauptfiguren Mia und Hugo sind wunderbar lebendig. Mia versteckt sich hinter einer Mauer aus Lügen und Konstrukten, um ihrem Freund zu gefallen. Nichts ist echt - die Hobbys, die Freunde, ja nicht mal die Augenfarbe. Alles nur Fassade! Das wird sehr lustig geschildert, obwohl es im Grund natürlich tragisch ist. Hugo ist ihr etwas unbeholfener bester Freund. Er ist nicht gerade ein Genie im Umgang mit anderen, besonders Frauen. Sogar mit Mia weiss er in Stresssituationen nicht so recht was anzufangen und so geht er lieber schnell Brötchen holen, als sie sich nach ihrer Trennung von Mark ausheulen will.

Die beiden machen eine Weltreise, obwohl sie gar nicht wissen, wohin sie eigentlich wollen. Sie folgen dem Rat einer geheimnisvollen Verkäuferin, die ihnen nach Feierabend etwas anbietet, was auch direkt zugesagt werden muss. Mia schlägt zu und so reisen sie über Paris und Vegas nach Korea in ein Kloster. Das ist etwas konstruiert und am Ende des Romans wird für die geheimnisvolle Verkäuferin (die dieselbe Halskette wie Mia trägt) keine befriedigende Lösung gefunden. Sie ist wie vom Erdboden verschwunden, ohne dass der Leser erfährt warum. Schade.
Auch schade: Sie nehmen Hugos Kater mit auf die Tour. Er ist während der Reise dauerhaft in irgendwelchen Transportkisten im Flugzeug oder Hotelzimmern und das stört mich sehr. An manchen Stellen haben die beiden Protagonisten sogar selbst Mitleid und es fallen Sätze wie: "Hätten wir ihn lieber zuhause lassen sollen?" Und ich als Leser will schreien: "Ja natürlich verdammt!"

Die Stationen der Reise sind phantastisch und bildhaft beschrieben. Man spürt das Flair von Paris, die Stimmung in Vegas und sogar einige buddisthische Weisheiten werden in Korea ganz natürlich in den Roman eingeflochten. Ich habe den Roman sehr gern gelesen und es hat Riesenspaß gemacht, die beiden auf ihrer Rundreise zu begleiten. Immer wieder erleben sie lustige, spannende oder anrührende Momente und auch die Nebenfiguren gefallen mir großartig. Angefangen vom Künstler in Paris, der eine Teekanne mit sich herumschleppt, über den Barkeeper in Vegas, der Mia zeigt, dass sie gar nicht so toll ist, wenn sie nicht sie selbst ist, bis hin zum Mönch in Korea, der das Klosterleben selbst eigentlich gar nicht leiden kann.
Die Stationen haben mir als Leser super gefallen und der Roman funktioniert (bis auf den Kater) prächtig!

Das Ende fand ich dann leider etwas unbefriedigend. Mia kommt wieder mit Mark zusammen. Er verzeiht ihr problemlos, dass sie ihn während der Reise mit einem Trick ausspioniert hat und so ist es, als wenn nie eine Reise stattgefunden hätte.

Am Besten (neben den tollen Orten und lebendigen Figuren) fand ich die symbolische Halskette. Sie taucht immer wieder im Roman auf und hat scheinbar ein richtiges Eigenleben. Sie glitzert unter den Sternen von Paris, weil Mia sie so sehr liebt. Sie wirkt matt und wird in einem Beutel versteckt, als Mia sich langsam davon löst. Und mit viel Symbolik findet sie, mit Buddhas Hilfe, zu Mia zurück, obwohl sie sie weggeworfen hat. Das ist ein tolles Element im Buch und sehr geschickt gemacht.

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(29)

47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Ersticktes Matt (Floodlands 1)

Nina C. Hasse
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei null, 25.07.2016
ISBN B01J2MYUIO
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(20)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Provinzpudel: Liebe auf vier Pfoten

Kirsten Brox
E-Buch Text: 157 Seiten
Erschienen bei null, 26.08.2016
ISBN B01J5F45RY
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(617)

997 Bibliotheken, 17 Leser, 5 Gruppen, 57 Rezensionen

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Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste

James Dashner , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551312822
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die aktuellen Gegner finde ich im Vergleich zum ersten Teil besser gelungen. Die Kulisse ist rauer, die Monster böser und die Rätsel schwieriger. Der ganze Plot ist vielfältiger und hat mir super gefallen. Die Überraschungen sind nachvollziehbar - für mich hätte es eine Spur weniger häufig passieren können. Ich finde zwar nicht, dass der Roman ziellos wirkt, aber einige Umwege weniger, hätten die Wendemomente mehr betont. Wobei auch so manche Entscheidungen von Thomas (Beispielsweise die mit Brenda ganz am Ende) so schockierend waren, dass ich kaum so schnell lesen konnte, wie ich wissen wollte, was passiert.
Schon im ersten Teil war mir die Distanz zu den Figuren zu groß. Das ist in der Fortsetzung leider noch drastischer geworden. Neben wenigen Hauptfiguren wandern noch ca. 20 andere Personen durch die Handlung - sie haben keine Namen, keine Gesicher, sie interagieren nicht. Das ist doch unrealistisch. Man würde doch von einer Schicksalsgemeinschaft erwarten, dass sie sich austauscht, plant, gemeinsam ängstigt und siegt? Diese  Dinge macht Thomas - aber eben immer allein gegen den aktuellen Gegner.
Besonders hat mir der rattengesichtige Mann am Anfang gefallen und ich wünsche mir inständig, dass er eine Rolle für das Finale spielen darf. Ich schwanke zwischen 3-4 Sternen und weil die Kapitelüberschriften mit dem Puzzle und der Rattenmann so toll waren, gebe ich 4.

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(666)

1.157 Bibliotheken, 16 Leser, 7 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die Auserwählten - Im Labyrinth

James Dashner , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2013
ISBN 9783551312310
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Es läuft nicht gut für Thomas. Nie. Auf keiner Seite des Buchs hat Thomas einen einzigen sorgenfreien Moment. Neben dem Verlust seiner Erinnerungen und den Schwierigkeiten in eine fremde Gruppe zu finden, ist dafür vor allem die lebensbedrohliche Situation verantwortlich.
Der Autor versteht es, mich mit in Thomas Kopf zu nehmen. Mit ihm gemeinsam jeden Tag im schrecklichen Labyrinth zu erleben und zu kämpfen. Grandios gut gefallen hat mir die Art, wie er mit besonderer Sprache die Andersartigkeit all der Bewohner ohne Gedächtnis einfängt. Das fand ich geschickt und nach einer Eingewöhnung nahm ich die eigenartigen Fremdwörter und Satzbauten der Jungs ganz normal wahr und war mir trotzdem sofort bewusst, dass in der Romanwelt eben doch alles anders ist. Die Figuren selbst sind ein bisschen dürftig ausgearbeitet. Einige erkennt man sofort, anderen fehlt einfach das Besondere, das Gesicht, etwas Einzigartiges. Hier wäre etwas mehr Beschreibung bei der Charaktereinführung hilfreich gewesen, damit die Abgrenzung leichter fällt. Übrigens auch bei den Griewern - die Optik wird angerissen, aber es will einfach kein Bild dazu entstehen.
Auf Kosten der besonderen Sprache, die sehr einfach und schnell zu lesen ist, geht leider auch ein wenig "Tiefgang" verloren. Ich bekomme gesagt, dass Thomas Angst hat, aber er schwitzt selten und sein Herz klopft auch nie. Alle Emotionen werden mir nüchtern geschildert und ich bekomme leider etwas Distanz dadurch. Stilistisch passt es aber zum futuristischen und reduzierten Setting, das kann ich nicht leugnen. 
Die Handlung selbst ist dagegen unschlagbar aufregend und die kurzen Kapitel machen enorm süchtig. Ich mochte das Buch kaum weglegen, weil immer noch ein weiteres kurzes Kapitel wartete, dass aber wieder mit einem Cliffhanger endet.  Echter Pageturner!
Das Ende selbst fand ich ebenfalls spitze. Die Handlung löst sich schlüssig auf, es ist tragisch und natürlich habe ich den Autor für die Entscheidung gehasst, das Elend zum Ende nochmal zu toppen - aber ich bleibe wohlbefriedigt zurück und greife sofort zum Folgeband!

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955 Bibliotheken, 48 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Maze Runner-Trilogie - Die Auserwählten

James Dashner , Anke Caroline Burger , Katharina Hinderer
Flexibler Einband: 1.520 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551520685
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Aschamdon

Valerian Çaithoque , Holger Stiebing
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Amizaras, 01.01.2012
ISBN 9783981442106
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(23)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die dunkle Seite des Weiss - Paranormal Berlin 1

Yalda Lewin
E-Buch Text: 331 Seiten
Erschienen bei Aeternica Verlag, 25.02.2013
ISBN B00BLTA5XG
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein ganz spannendes Buch! Ich hätte es auch einfach so aus dem Regal genommen, wenn ich nicht durch ein Forum darauf aufmerksam geworden wäre. Das Cover ist super gelungen. Prägnant und es gibt eines der vielen wichtigen Symbole des Romans wieder.
Besonders gut hat mir die Ich-Perspektive von Jakob gefallen. Ich stelle mir unglaublich schwer vor, sich in den Körper eines Hochsensiblen zu versetzen und an vielen Stellen ist auch das paranormale so authentisch geschrieben, dass ich mich frage: Oh, geht das wirklich?
Die Sprache des Romans ist wunderbar klar.
Was mich an der Vergabe des letzten Sternchens gehindert hat, ist die Unentschlossenheit. Das Buch schwankt stark zwischen dem Kriminalfall und der eingeflochtenen Liebesgeschichte. Ich kenne Bücher, bei denen das für mich gut funktioniert hat. Hier hatte ich allerdings oft das Gefühl: Oh Mist, jetzt ist zwar gerade kurz vor Durchbruch in den Ermittlungen, aber jetzt erfahre ich erst etwas über die Lovestory. Oder eben auch umgekehrt, mitten im Knistern, bricht der Krimi aus. Irgendwie konnte ich mich durch dieses Hin und Her weder in das eine, noch in das andere total vertiefen. Aber beide für sich waren großartig. Eine tolle Liebesgeschichte und ein spannender Krimi!

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(77)

142 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Das Puppenzimmer

Maja Ilisch
E-Buch Text: 375 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 21.06.2013
ISBN B00DJ65NRW
Genre: Fantasy

Rezension:

Maja Ilisch präsentiert hier mit dem Puppenzimmer ein schauriges Debüt. Der Roman ist wunderschön zu lesen. Tolle Beschreibungen, die mich mitten in die Romanwelt werfen, bei denen einfach alle Details stimmen.
Was mich am Meisten beeindruckt hat, ist aber die Charakterisierung der Figuren. Besonders die junge Hauptfigur Florence ist in sich schlüssig, hat ein eigenes Innenleben und macht den Text unglaublich lebendig und anziehend. Die Handlung hat einige überraschende Wendungen, die ich nicht voraussehen konnte. An vielen Stellen hat das Buch echte Pageturner-Qualität und man kann es nur schwer weglegen.
Zwei kleine Kritikpunkte gibt es lediglich: an der sehr gruseligen Stelle mit Blanche (ich mag nicht spoilern, wer das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine) glaube ich, wäre mehr gegangen. Da lässt mir die Autorin für meine Phantasie eine Spur zu viel Platz und einige Details mehr, hätten es noch beeindruckender gemacht. Ich hatte fast das Gefühl, dass die Autorin es hier selbst nicht wagt, mir ganz detailliert zu zeigen, was da gerade Böses passiert.
Und noch ein letzter kleine Punkt, der dann auch das fehlende Sternchen verursacht hat. Das Ende! Der Roman hat zwar kein offenes Ende, er deutet an, wie die Romanhandlung ausgeht, aber er erzählt es nicht. So bleiben Hauptkonflikte für mich ungeklärt und nach einem so brutal guten Buch finde ich einfach keinen befriedigenden Abschluss. Ein bisschen Schade, tut aber dem Gesamtwerk keinen großen Abbruch.
Tolles Buch! Lesen! (Aber nicht im Zug, sonst verpasst ihr die Station, so wie ich fast.)

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(794)

1.308 Bibliotheken, 15 Leser, 6 Gruppen, 94 Rezensionen

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Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An Sebastian Fitzek kommt man als Thrillerfan quasi nicht vorbei. Mich hat bisher allerdings immer das elende Hin- und Her in der Handlung gestört. Für die Dramaturgie ist das großartig, aber ich möchte beim Lesegenuss weniger puzzlen! Mit diesem Buch haben die beiden Autoren diesen Herzenswunsch erfüllt. Ein chronologischer Thriller, der trotzdem überhaupt nicht vorhersehbar ist. Die Spannung ist für mich kaum noch steigerbar, auch das Thema und das Setting sind grandios: ein leeres Krankenhaus auf dem stürmischen Helgoland und quietschende Türen in der Pathologie. Die Gradwanderung der eigentlich sehr ekelerregenden Szenen ist für mich geglückt - alles ist so formuliert, dass man zusammenzuckt, aber das Buch nicht weglegen muss. Ich mag auch die sehr kurzen Kapitel, so hatte ich Lust immer weiter zu lesen. Vielen Dank für aufregende Lesezeiten und schöne Gänsehautmomente! 

*edit* Zurecht wurde angemerkt, dass ich gar nicht sage, warum ich ein Sternchen abgezogen habe. Es lag an der fehlenden psychologischen Tiefe. Alle anderen Fitzek-Bücher haben sehr glaubhafte Figuren, die plausibel handeln. Hier hatte ich ein wenig das Gefühl, muss die Figur sich dem Spannungsbogen beugen.

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(119)

201 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

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Ein König für Deutschland

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.06.2011
ISBN 9783404160181
Genre: Romane

Rezension:


Ich wünschte, ich könnte schreiben wie Eschbach. Seine Szenen sind immer plastisch und zum miterleben, selbst wenn sie gerade ganz banale Inhalte haben. 
Dieser Roman ist ein Plädoyer - und im Nachwort schreibt der Autor es nochmal wortwörtlich hin: "Wahlcomputer sind eine Gefahr für die Demokratie und damit für Freiheit und Frieden - und außerdem vollkommen überflüssig. Die herkömmliche Methode, Kreuze auf Stimmzetteln zu machen, ist erprobt, eingeübt und von unschlagbarer Zuverlässigkeit."
Die Handlung ist realistisch, erschreckend realistisch und die zentrale Botschaft wird ein wenig arg betont. Fast fühlt man sich einem Missionar gegenüber, denn aus jeder Figur und aus jedem Handlungsstrang tropft die Prämisse. Die unzähligen Fußnoten tun ein übriges. Für mich hätte es ein bisschen weniger Holzhammer sein dürfen, dafür fehlt ein richtiges Ende mit Knalleffekt. Man hat den Eindruck, dass das Buch zum Erscheinungstermin vor der Bundestagswahl etwas in Hektik fertig gestellt werden musste und so werden offene Handlungsfäden mit einer sehr heissen Nadel sehr lose zusammen geführt. Thema und Sprache waren jedoch so gut, dass ich es trotzdem bedingt empfehle.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

BRAINFUCK

Alfred Berger
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 16.05.2013
ISBN 9783943408140
Genre: Sonstiges

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Dunkellicht

Martin Ulmer
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 06.06.2014
ISBN 9783944544618
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch selbst ist äußerlich eine wahre Schönheit. Der weiße Teil des Umschlags, so einer mit Klappen vorn und hinten, leuchtet im Dunkeln und auch im Buchblock verzieren hübsche - zum Text passend gewählte - Symbole die Beginne der Kapitel. Ein wirklich hübsches und aufwändiges Buch, für das ich auch mehr bezahlt hätte.
Ich habe es auf einer Messe wegen seines netten Äußeren in die Hand genommen. Gekauft habe ich es dann eigentlich weil der Autor (am Messestand dabei) mir so nett erklärt hat, was ich da ansehe. Und ich habe es nicht bereut. Dunkellicht ist ein schneller Thriller ohne große Atempausen (muss man mögen) in kurzen Kapiteln. Ich mag das sehr. Einige Kleinigkeiten haben mich gestört, zum Beispiel die Tatsache dass es die Figuren Greiner und Steiner gibt, die auch noch Arbeitskollegen sind. Ungeschickt, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Das Buch erzählt seine Geschichte aus der Perspektive verschiedener Figuren, was wie immer Vor- und Nachteile hat. Ein Vorteil ist natürlich der Blick des Lesers, der damit weiter weg und über allem schwebt, denn er kennt ja auch Details, die die Perspektivfigur nicht kennt. Ein Nachteil ist der schonungslose Übergang und jedes Mal die fehlende Zeit, die ich brauche, bis ich in der neuen Perspektivfigur drin bin.
Der Romananfang war mir etwas zu langsam, da wurde mir ein bisschen viel Hintergrundinfo einfach reingeschrieben, ohne dass das mit der Handlung verflochten gewesen wäre. Beim Auftakt einer Trilogie zu verschmerzen, denn immerhin muss das Weltkonzept ja mehr als einen kleinen Thriller tragen.
Echt begeistert hat mich die Figur Dorn. Hier hat der Autor einen wirklich erzbösen und sehr facettenreichen Charakter geschaffen und manchmal wollte ich weiterblättern, wenn es grausam wurde - konnte aber nicht. Die Dorn-Szenen waren allesamt echte Page-Turner.
Richtig schade fand ich das Ende. Auch wenn es ein Trilogie-Auftakt ist, hätte ich mir doch einen Spannungsbogen gewünscht, der zum Ende mehr abfällt. Es fühlt sich ein wenig an, als wenn der erste Teil der Trilogie in Wahrheit ein Drittel eines großen Gesamtromans ist. 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fettnäpfchen, freundschaft, liebe, pornostar, romanheft autor, science fiction, sex

FKK im Streichelzoo

Björn Berenz , Oliver Rohrbeck
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.10.2013
ISBN 9783868043372
Genre: Humor

Rezension:

Dieses Debüt ist mir schon vor einer halben Ewigkeit durch irgendein soziales Netz geblubbert. Den Titel habe ich allerdings im Kopf behalten, weil schon der ja recht außergewöhnlich ist. Und ich habe es behalten, weil die Ansprache des Autors so nett war: Er hatte sich gefreut, dass sein Lieblingssynchronsprecher für das Buch gewonnen werden konnte.
Das Buch selbst ist, ich sage es mal so - semibiographisch. Es geht um einen Autor, dessen Leben deutliche Parallelen (aber ich hoffe auch ganz viele Unterschiede) zu Björn Berenz aufweist. 
Mir hat zunächst einmal die Sprache unglaublich gut gefallen. Das Buch hat so viele tolle und herzerfrischende Vergleiche und auch die Szenen selbst sind witzig. Das spielt definitiv in einer Liga mit meinem Lieblings Humorautor Tommy Jaud. Insbesondere finde ich äußerst geschickt, wie selbst deutlich pornographische Momente ohne jede Anzüglichkeit und mit unbegrenztem Humor erzählt werden. Ich habe an vielen stellen laut gelacht und hatte großen Spaß daran!
Im ersten Teil sind es eher lose aneinander gereihte Szenen, da hat mir etwas der rote Faden gefehlt. Im zweiten Teil ist das für mein Gefühl viel besser gelungen, da rutschen die urkomischen Fragmente zu einer kompakten Gesamthandlung zusammen und diese zweite Hälfte fand ich deshalb auch viel besser. Das Ende war vorhersehbar, aber doch gewitzt und genau, was ich erwartet hatte.
Fazit: Ein wirklich tolles Buch, ich habe direkt den zweiten Roman des Autors bestellt (obwohl mir da der Preis für das e-book eigentlich über meinem persönlichen Limit liegt. Vielleicht etabliert sich hier aber ein neuer Lieblingsautor, da muss man mal Prinzipien brechen :)

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

abenteuer, afrika, dschungel, jack, kirsten brox, lou, magie, maschinen, maske, matamba, morton, mysterium, nil, quelle, steampunk

Matamba

Kirsten Brox
Buch: 296 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.02.2015
ISBN 9783867622271
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: abenteuer, afrika, steampunk, tintenzirkel   (4)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ann-kathrin karschnick, carsten steenbergen, chris schlich, christoph marzi, diana menschig, elke brandt, fabienne siegmund, gabriele gferer, katharina gerlach, kurzgeschichtensammlung, mara laue, moritz b. hampe, nina behrmann, oliver plaschka, tarot

Das Tarot

Fabienne Siegmund , Thilo Corzilius , Tanya Carpenter , Nina Behrmann
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 14.03.2013
ISBN 9783940036209
Genre: Fantasy

Rezension:


Besonders gefallen hat mir der Einstieg, bei der ein wenig motiviert wird, wie man auf die Idee gekommen ist. Die kleinen Anekdoten um die Erstellung (der Autor, der am Freitag den 13. die Tarot-Karte "Tod" per Post als Motto seiner Geschichte bekommt) und die liebevolle Gestaltung machen aus einer normalen Anthologie eine besondere. Ich kann mit Esoterik gar nichts anfangen, deshalb habe ich den Einführungsteil mit Aspekten des Tarot nur überflogen.

Aber das Wesentliche sind natürlich die Geschichten selbst. Besonders beeindruckt hat mich Oliver Plaschkas "Ruthie", die ich zwei Mal gelesen habe, damit mir nur ja kein Detail entgeht. Sehr berührend.
Ein wenig schwierig fand ich die Vielfalt der Genres. In einer Kurzgeschichte ohne Teaser bleibt nur wenig Zeit herauszufinden, in welcher Gattung ich mich gerade bewege und was für eine Welt ich da vorfinde. Und da in der Anthologie eine wirklich bunte Mischung herrscht, von alten Göttern über Dystopien bis hin zu alternativer Vergangenheit, braucht man ein wenig Zeit. Eigentlich darf man glaube ich immer nur eine Geschichte lesen, wirken lassen und dann ganz von vorn anfangen bei der nächsten. 
Insgesamt war ich sehr dankbar für die Empfehlung des Verlegers auf einer Messe.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

berlin, deutscher, deutschland, edelbordell, ermittlerin, ex-kommissarin beim lka, feuer, fotojournalistin, frank, gekauftes sorgerecht, krimi, mord, politik, spannung, thriller

Asphalt

Axel Hollmann
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Midnight, 11.07.2014
ISBN 9783958190023
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Axel Hollmanns Debüt hat mir gut gefallen. Das Setting ist originell und extrem gut getroffen. Die Rockerbande mit dem Chef Odin und seinem Raben war plastisch, glaubhaft und hat mir Freude beim Lesen gemacht. Auch die Beschreibungen selbst waren in der Lage, Bilder im Kopf zu zaubern. Unterstützend gibt es auch einige Bilder der Schauplätze, sprich Fotos aus Berlin - eine gute Idee.
Über die Sprache kann man streiten, sie ist extrem nüchtern und besteht in großen Teilen aus knappen kurzen Hauptsätzen. In Actionszenen fällt das nicht auf und fühlt sich schnell und rasant an, aber in den langsameren Passagen hätte es für mich auch blumiger sein dürfen. Dafür sind einige der Vergleiche und Metaphern echt schlagkräftig und treffend. Solche, wo man kurz innehält, sich das vorstellt - und dann lächelnd weiterliest.
Die Handlung ist spannend und der Roman endet zwar vorhersehbar, aber das Ganze fühlt sich rund und schlüssig an, es bleiben keine hässlichen losen Handlungsfäden übrig.
Einzig die Protagonistin fand ich persönlich nicht überzeugend. Sie ist in meinem Kopf nicht die "toughe Frau" vom Klappentext. Julia ist ein Mädchen! In vielen Szenen beginnt sie angriffslustig und entschlossen. Allerdings kippt das häufig und jemand hilft ihr aus der Patsche oder sie gibt die Führung an eine andere Figur ab. Ein Beispiel ist eine Sexszene relativ zu Beginn. Sie presst ihr Gegenüber an die Wand, macht Avancen - und dann zupft sie ihm Haare aus, damit er sie nimmt. Warum holt sie sich nicht, was sie will? Genau dieses Verhalten ist dann auch auf manche Actionszenen übertragbar.
Einige Szenen kamen mir einfach unglaubwürdig vor. Von Expolizisten hätte ich da eine andere Vorgehensweise erwartet, aber Julia hat - wie ich nach und nach erfahre - ja diverse Vergangenheitserlebnisse, die ihr Verhalten plausibel machen.
Diese gute Arbeit des Autors wird durch die Unterstützung seitens des Verlags ein wenig getrübt.
Ich hätte mir ein sorgfältigeres Lektorat gewünscht. An zu vielen Stellen sind Patzer im Text übersehen worden, die einfach nicht sein sollen. Sätze wie: "Es war kein Geheimnis, dass überall die Auflagen am Einbrechen waren und mehr und mehr Anzeigenkunden nervös wurden." müssen einem guten Lektor einfach ins Auge springen und zu Änderungsvorschlägen führen.
Auch beim Layout ist irgendwie etwas schief gelaufen. So wird bei meinem Kobo das Titelblatt in mehrere Stücke zerschnitten, die ich als einzelne Seiten sehe und manchmal bricht der Text so um, dass in der neuen Zeile nur noch ein Buchstabe steht.
Fazit: Ein Debütroman mit guter Handlung und angenehm gefestigtem Stil, dessen Heldin mich leider nicht restlos überzeugen konnte.

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557 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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ZERO - Sie wissen, was du tust

Marc Elsberg
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.05.2014
ISBN 9783764504922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe dieses Buch gekauft, weil mir Blackout recht gut gefallen hatte. Doch im Vergleich dazu, fand ich Zero um Längen gelungener!
Beruflich bedingt stecke ich tief im Thema Informationssicherheit. Ich hatte deshalb ein wenig Sorge, dass das Buch für mich hier und da langweilig werden könnte. Denn wenn man Leser ohne technischen Hintergrund abholt, dann kann das für einen Fachidioten wie mich schon mal zäh werden. War es nicht!
Stattdessen wurden technische Zusammenhänge geschickt auf das zum Verständnis notwendige gekürzt (teilweise ein wenig ruppig, aber das wird explizit im Nachwort betont) und alles in einen unglaublich spannenden Roman gegossen. Die Idee, wie die bereits verfügbaren Mittel und Methoden zu einem Szenario verschmelzen fand ich sehr aufregend. Hier hat jemand nicht nur die Zusammenhänge verstanden, sondern auch daraus ein funktionsfähiges Konstrukt gebaut, dass wirklich beängstigend ist. Erstklassig!
Besonders im letzten Drittel spitzen sich die Ereignisse zu und ich habe mit der Protagonistin mitgefiebert und war über einige Wendungen wirklich überrascht.
Auch sprachlich ist das Buch hervorragend, Kulissen und Figuren wirken lebendig und ich bewege mich als Leser in einer echten und dreidimensionalen Welt.
Vielen Dank für das große Lesevergnügen - das war mein bisheriger 2014-Favorit!

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Morbus Konstantin

T. Aaron Payton , Hannah Brosch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.08.2013
ISBN 9783867621885
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Morbus Konstantin ist ein Roman der für mich gut funktioniert hat.
Vor allem haben mir die bunten und sehr anschaulichen Szenen gefallen. Der Autor versteht es, ein gutes Maß an Hintergrundinfos und Details zu liefern, sodass ich gemeinsam mit ihm in dem Labor mit Adam oder der Hinterhofgasse mit Pimm dabei war. Die Handlung kann sich nicht so recht entscheiden - ein wenig Detektivgeschichte, ein bisschen Weltherrschaft und - es ist Steampunk - natürlich auch Gesellschaftskritik. Vermutlich wäre eine eindeutigere Positionierung hier schön gewesen, aber auch so nimmt das Buch mich bis zum Ende auf eine unterhaltsame Reise mit. Die Welt funktioniert, sie ist schlüssig in sich, durch ihre Abstrusität innovativ und es kommen auch spannende Plotwenden vor.
Die Figuren sind liebenswert und glaubhaft, vor allem Adam ist großartig gelungen. Ich würde mir weitere Geschichten über ihn wünschen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

geek, geeks, lexikon, ner, nerd, nerdikon, sachbuch, stefanie mühlsteph, witzig

Nerdikon

Stefanie Mühlsteph
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 15.01.2014
ISBN 9783862653041
Genre: Humor

Rezension:

Stephanies Nerdikon ist das perfekte Geschenk für eure Freunde mit eigenartigen Marotten und Hang zu Computern. Sie werden sich selbst darin wiederfinden, auf eine ganz liebevolle Weise in die Komik verzerrt. Ich hatte ein wenig Sorge, ob es eins dieser Werke ist, dass einfach alle Klischees der Reihe nach aufzählt und ins Lächerliche zieht. Das tut es nicht!
Es hat im Gegenteil viele aufwändig recherchierte und interessante Details über die Spezies Nerd. Zudem nimmt das Buch sich selbst nicht allzu ernst und macht beim Lesen deshalb gute Laune. Das wird noch durch die hübsche Aufmachung unterstützt, die mit lockerem Layout und witzigen Illustrationen alles in ein hübsches Licht rückt.
Letztlich ist aber der Inhalt doch dünn, denn ein wirklicher Mehrwert entsteht nicht, wenn man so eine Nerd-Anleitung denn mal gelesen hat. Auch die Abgrenzung vom Nerd zum Geek hat mich nicht final überzeugt.
Fazit also: Hübsche Idee, super umgesetzt, ein Geschenkbuch das niemand brauchte, aber über das sich die Meisten doch freuen.

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Die Eistoten

Christian Buder
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.08.2013
ISBN 9783746629957
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe dieses Buch in einer Verlosung gewonnen und mich sehr gefreut. Schließlich ist doch Alice etwa so alt, wie der Protagonist meines eigenen Debüts. Doch genau diese Vorfreude wurde bitter enttäuscht.

Fangen wir aber vorn an: Das Buch beginnt wie ein klassischer Thriller/Krimi. Es kommt Stimmung auf, mir gefällt die Sprache und die Erzählgeschwindigkeit. Außerdem fühle ich mich in das einsame Bergdorf im Allgäu entführt und im tiefen Winter haben die Schauplätze einen eigenartig gruseligen Charme. Blut auf Schnee ist halt schon für sich genommen atmosphärisch. Der Kriminalfall selbst ist sehr spannend, wobei die Polizei doch etwas unglaubwürdig ist, weil sie so gar keinen Hinweisen nachgeht. Aber sei's drum, das Buch saugt mich tief in die Handlung!

So weit so gut. Doch leider führt durch die Ermittlungen eine für mich komplett unglaubwürdige Figur.
Alice ist 13 und kein Satz von ihr klingt wie von einer 13-jährigen. Auch die Handlungen sind unglaubhaft und obwohl das Buch tatsächlich spannend weitergeht, stört mich mehr und mehr, dass die Dialoge und Handlungen niemals von einem Kind hätten stammen können.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung. Das Mädchen ist gerade in einer Verfolgungssituation. Es darf nicht erwischt werden, es geht um viel - in dieser Situation ruft ihr gleichaltriger Freund an und die beiden sprechen am Telefon.
Alice: "Ich meine, dass deine Adresse stimmte, ich ihn aber nicht angetroffen habe. Wo hast du übrigens die Informationen her? Die Telefonnummer Mulders muss absolut vertraulich gewesen sein. Die haben sich gewundert, wie ich zu der Nummer gekommen bin."

Ihr kennt das, dass eure Kinder auch immer so reden, oder? Und auch dass ihre Freunde dann antworten:
"Ich habe ihr Archiv gehackt. Seit ein paar Monaten haben sie alle Mitarbeiterdaten online, in einem einfachen Netzwerk. War einfach weil sie ein WLAN benutzen mit schlappem WPE-Code. Den hatte ich in ein paar Stunden geknackt. Von da konnte ich an alle Rechner der Redaktion. Von Netzwerksicherheit haben die noch nie etwas gehört."

Kinder eben!

Das allein hätte mich genervt, aber ich bin ab der Hälfte dazu übergegangen mir vorzustellen, Alice sei halt einfach 20. Dann funktioniert das Buch besser, allerdings bleibt das zweite große Problem. Sie sieht und spricht mit Wittkenstein und anderen, über die sie gelesen hat. Wofür dieses Detail überhaupt wichtig ist und was für einen Sinn es hat, dass der Protagonistin Clowns erscheinen, die schwer symbolträchtig für etwas Inneres stehen und halbwegs passende Zitate eingeflochten werden, ist völlig unklar. Es stört, bremst massiv die Handlung und ist überflüssig wie ein Kropf.

Ich hoffe inständig, dass der Autor weitermacht. Und uns einen waschechten Thriller oder Krimi als Nachschlag gibt. Er kann toll schreiben, nur den Philosophen - den sollte er in seiner Autorenzeit mal überhören. :)

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das 2. Gesicht

Nika Lubitsch
E-Buch Text: 182 Seiten
Erschienen bei null, 13.03.2014
ISBN B00J048T9Q
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mein Erstkontakt mit Nika Lubitsch. Sie beschert mir einen spannenden Einstieg, der mich direkt und tief ins Geschehen saugt. Ich kann mich in Julia reinfinden, obwohl ich hin und wieder denke, dass die Reaktionen nicht ganz authentisch sind, sondern eher dem Plot dienen. Sei's drum, die Handlung im Thriller muss ja nun auch stimmen und warum soll eine Protagonistin nicht ein wenig naiv sein.
Noch denke ich, dass das insgesamt doch alles recht vorhersehbar zu sein scheint. Aber ab der Mitte dreht die Geschichte mehrmals, die Wendepunkte kommen überraschend und die Handlung wird dadurch völlig unvorhersehbar und spannend.
Was mich am Roman gestört hat, ist die Sprache. Kurze Sätze, ungelenke Formulierungen und wenig Schönes. Kürze kann ja Stilmittel sein, aber teilweise fühle ich mich an Tweets erinnert, die zwanghaft gekürzt und geschrumpft wurden, bis sie in die Zeichenvorgabe passen. Schade, die spannende Handlung hätte noch gewonnen, wenn die Autorin hier etwas mehr Sorgfalt und Engagement in die Überarbeitung gesteckt hätte. Man hätte an einigen Stellen viel mehr aus dem Setting und den Emotionen machen können.
Die Figuren überzeugen mich auch nicht restlos. Julia ist glaubhaft und dreidimensional, vielleicht auch, weil der Leser viel Zeit mit ihr und ihren Gedanken verbringt. Aber wie all die anderen Figuren - vor allem ihr Mann und ihre Freundin wirklich ticken, ist mir völlig unklar. Sie sind flach und wirken wie leere Hüllen. Da wäre mehr drin gewesen.
Fazit: Spannend ist er. Sogar sehr spannend. Aber die Personen und Sprache verderben mir das Lesevergnügen.

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171 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

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Hüter der Worte

Diana Menschig
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783426511114
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Fantasyromandebüt. Es hat mir leider nicht besonders gut gefallen. Es beginnt vielversprechend, lebendige Sprache, nette Hauptfigur (wobei ein Autor als Protagonist jetzt nicht sooo originell ist und dass er in sein eigenes Buch purzelt habe ich nun schon echt zu oft gelesen/gesehen. Aber nun gut, das steht ja im Klappentext und wenn ich es trotzdem kaufe, bin ich ja selbst schuld).

Und dann kommt der Mittelteil. Ca. 300 Seiten lang springt die Autorin zwischen der Buchwelt, dem Erleben des Protagonisten in der wirklichen Welt und einer dritten Meta-Ebene lustig hin und her. Das geht mir ziemlich konfus voran und mehrmals verliere ich den Faden - zum Ende hin völlig. Zudem ist dieser Mittelteil für mich zu langsam erzählt. Wenn da einer durch einen Wald reitet, dann kann das schon mal 5 Seiten dauern, in denen er sich Bäume und Vögel ansieht, bevor die Handlung einsetzt. Nun will ich aber wenigstens wissen, wie es ausgeht.

Schließlich das enttäuschende Ende. Die Buchauflösung funktioniert wie folgt: zwei Figuren reden miteinander. Eine erklärt in seitenlangen Monologen die Auflösung. Sie hat kratertiefe Lücken, woraufhin in dem "Dialog" die andere Figur jeweils fragt: "Aber wieso ist denn...?" und die Antwort lautet inhaltlich mehr oder weniger: "Das weiß ich nicht genau, das ist eben so."

Da potenzieren sich gleich mehrere Fehler - einerseits das unsägliche tell in seiner übelsten Form, nicht geschlossene Handlungsfäden und daraus resultiert für mich ein unbefriedigendes Leseerlebnis für mich.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

fantasy, liebe, los angeles, seele, seelen, seelenfänger, seelensammler, tod, urban fantasy, urban romance

Seelengier

Susanna Montua
Buch: 285 Seiten
Erschienen bei Koios Verlag in Praesens , 01.05.2013
ISBN 9783902837059
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Fantasythriller mit dicker Kaufempfehlung. Die Buchidee ist großartig und fühlt sich für mich neu und unverbraucht an. Selten habe ich fantastische Elemente so unauffällig elegant in ein realistisches Setting eingewoben gefunden.
Mir hat Miss Woods am Besten gefallen. Sie ist eine Figur mit Tiefe. Ihre eigene kleine Geschichte war mir am Ende viel wichtiger, als die Frage ob oder ob nicht Jeff Maria töten kann, oder am Ende eher: will.
Doch auch diese Haupthandlung reißt mit. Das große Finale kam dann fast ein wenig überstürzt. Da überschlagen sich die Ereignisse gemeinsam mit dem Erzähltempo und ich musste mehrmals innehalten, um alles zu sortieren. Die Lösung ist eine logische Folge, mit der ich aber nicht gerechnet hatte - so wünscht man sich das.
Das Cover hat mir nicht gefallen. Es ist handwerklich gut und optisch gefällt es, aber für mich gibt es den Roman nicht gut wieder. Der Roman war für mich viel realistischer und viel mehr Thriller, als sein Umschlag das ahnen lässt.

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erste liebe, familiendrama, fantasy, feen, geigenspieler, junge liebe, musik, psychische krankheiten, urban fantas

Geigenzauber

Maja Ilisch
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.09.2013
ISBN 9783646600223
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was für ein wunderbares Buch! Es gibt nur einen winzigen Kritikpunkt. Ich empfinde es so gar nicht als Jugendbuch. Es hat eine tiefe Bedeutung auf mehreren Ebenen und ist so emotional und ergreifend, dass ich es mehr als Erwachsenenbuch empfinde, als so manches, das behauptet eins zu sein.
Wie schon im Debüt der Autorin sind die Figuren toll gezeichnet. Man lernt Mia kennen und begleitet ihr Erwachsenwerden durch den Roman, wobei sie sich deutlich vom kleinen Kind zur Jugendlichen entwickelt und zum Schluss sehr erwachsen verhält. Auch Branwell, der anfängliche Lausejunge und Straßenmusikant, ist so lebendig, als wenn er im Raum wäre und obwohl die Figuren nicht so stark äußerlich beschrieben werden, habe ich sie ganz genau vor Augen. Hoffentlich wird das nie verfilmt und macht mir das kaputt!
Ich fand geschickt wie sich am Ende alle Fäden gefunden haben, sei es Mias Verhältnis zu Spiegeln (bei dem ich anfangs gefragt hatte, wo das hinführt), Luisa und natürlich die große Liebe.
Ich habe nachts vom Reiche des Wassers geträumt und ich habe in Kapitel 17 geheult wie ein Schlosshund. Danke Maja, für eine ganz tolle Zeit mit Mia und Branwell.

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