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154 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

männer, frauen, beziehungen, kurzgeschichten, japan

Von Männern, die keine Frauen haben

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 04.10.2014
ISBN 9783832197810
Genre: Romane

Rezension:

Murakami hat mal wieder einen Kurzgeschichtenband veröffentlicht, das macht es aber nicht weniger großartig als seine anderen Romane, nein man hat sogar mehr Murakami!
Ich kann nur immer wieder betonen wie genial und großartig ich Murakamis Werke finde, es gibt keinen anderen Autor der mich so fasziniert und dessen Romane ich mit so viel Leidenschaft und Vorfreude lese.
Auch hier wurde ich nicht enttäuscht, er hat es wieder mal geschafft Geschichten zu erschaffen die einen mit vielen Fragen und einem Gefühl zurücklassen das ich nicht zu beschreiben vermag.
Diesmal geht es um einsame Männer, die entweder Affären haben oder Frauen kennenlernen die sie später jedoch wieder verlassen und sie noch einsamer sind als zuvor. Die Geschichten enden aprupt und es ist einem selbst überlassen welches Ende man dieser Story verpasst und welche Schlüsse man daraus zieht. Und genau das liebe ich so sehr, diese Melancholie in seinen Geschichten, die Protagonisten die zurückgelassen werden und man genau weiß wie sie sich wohl fühlen mögen.
Ich mag diese bedrückende Stimmung, das Gefühl welches man nach dem Lesen seiner Bücher hat und wünsche mir doch jedes Mal das es nicht endet, manch einer kann nicht verstehen wie man es lieben kann melancholisch und nachdenklich zurückgelassen zu werden, aber genau das ist es was Murakami so echt macht. Seine Romane und Geschichten sind echt, real, nah, die Menschen steigen auf und fallen dann in Abgründe, manchmal sind Dinge plötzlich so vorbei ohne das man es vorhersehen konnte, manchmal verschwinden Menschen einfach aus dem Leben und man weiß nicht wieso und was aus Ihnen geworden ist und manchmal, manchmal erträumt man sich eben auch seine eigene Welt.

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(88)

195 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

freundschaft, liebe, aristoteles, dante, coming of age

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Benjamin Alire Sáenz , Brigitte Jakobeit ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.07.2014
ISBN 9783522201926
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ari und Dante lernen sich eines Tages im Schwimmbad kennen und man merkt sofort, diese beiden sind füreinander geschaffen. Ari findet sich und sein Leben langweilig, er redet nicht gerne, kann nicht schwimmen und tut sich schwer Emotionen zu zeigen, Dante ist offen, laut, ehrlich, emotional und vermittelt einem das Gefühl, einem liegt die Welt zu Füßen.
Durch Dante verändert sich Ari und Aris Welt ist nun eine ganz andere, er lernt das Gefühl von Lebenslust, Spaß, Ernst, Emotionen und die Bedeutung von Freundschaft kennen. Manchmal ist Ari ein wenig schwer von Begriff, aber Dante hilft ihm dann auf die Sprünge.
Dante tritt für seine Werte und Vorstellungen vom Leben und für seine Freunde ein, er zeigt Ari, dass das Leben schön sein kann und das mehr aus einer Freundschaft entstehen kann.
Den Inhalt dieses Buches zu beschreiben fällt mir schwer, Aris und Dantes Freundschaft ist so intensiv, wundervoll, ehrlich und rührt einen zu Tränen. Dieses Buch ist einfach großartig, poetisch geschrieben und vermittelt einem das Gefühl von Freiheit.
Ari und Dante sind jeder auf seine eigene Art und Weise faszinierend und symphatisch und es ist einfach wundervoll zu sehen wie sie die Welt des anderen verändern, entdecken und zueinander finden.
Dieses Buch gehört zu jenen die einem lange im Gedächtnis bleiben und die während man sie liest wirklich in eine wunderbare Welt eintauchen lässt, das einem den Glauben an wahre Freundschaft zurückgibt und man sich einen Freund wie Dante wünscht.
Ich habe es mit Genuss gelesen und wurde sprachlos und melancholisch zurückgelassen, einfach weil es vorbei war.
Danke für dieses großartige Buch!

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(588)

1.119 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 178 Rezensionen

magie, magisterium, fantasy, cassandra clare, holly black

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783846600047
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zu allererst möchte ich mal sagen, wie wunderschön ich das Cover finde, super gut gelungen und macht einem total Lust darauf, dass Buch zu lesen, denn das Cover verspricht eine tolle magische Geschichte.

Leider hat mich die Schönheit des Covers geblendet, denn der Inhalt konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen, im großen und ganzen würde ich es auch als reines Kinderbuch beschreiben, welches meiner Meinung nach auch keinesfalls mit Harry Potter mithalten kann. Im Gegenteil wer dieses Buch mit Harry Potter vergleicht, der hat anscheinend nie Harry Potter gelesen!
Der Schreibstil ist zwar flüssig aber eben auch sehr sehr einfach, die Dialoge sind langweilig und die großköttrige Art des Protagonisten Callum Hunt ist alles andere als lustig oder frech.
Oftmals werden Worte benutzt die scheinbar eine wichtige Rolle in der Welt des Magisteriums spielen aber nie genauer erläutert wurden, schade eigentlich, denn so versteht man oft gar nicht worum es eigentlich geht. Kindern mag das vielleicht entgehen aber den Erwachsenen Lesern sicher nicht.

Callum Hunt ist ein unscheinbarer Junge mit einem Hinkebein der sein Leben lang unter der Obhut seines Vaters stand und gepredigt bekommen hat, dass Zauberei schlecht ist und man Magiern nicht trauen soll, umso mehr wünscht sich Call bei der anstehenden Aufnahmeprüfung für das Magisterium- der Schule für Zauberei, durchzufallen, ebenso ganz im Sinne seines Vaters.
Doch alles kommt anders und Call schafft es auf die Schule, fortan tut er alles um von der Schule geschmissen zu werden, doch es klappt nicht und irgendwann fängt er sich für die Welt der Magie zu interessieren und ist sich gar nich mehr so sicher, ob er wirklich kein Schüler mehr sein will.
Er schließt Freundschaften und baut so einigen Mist, einer seiner Freunde soll ein Makar sein und dann gibt es da immer noch den Feind, von dem alle sprechen. Am Ende des Buches muss Call einen Kampf austragen und fragt sich danach umso mehr, was er eigentlich für eine Rolle in dem ganzen Schlamassel spielt.

Die Idee hinter dem Buch ist wirklich gut und ich hatte von den beiden Autorinnen wirklich viel erwartet, leider bin ich ziemlich enttäuscht und werde alle weiteren Bände wohl nicht mehr lesen!


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(711)

1.253 Bibliotheken, 16 Leser, 3 Gruppen, 274 Rezensionen

liebe, unfall, tod, freundschaft, dani atkins

Die Achse meiner Welt

Dani Atkins , Birgit Moosmüller , Dr. Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783426515396
Genre: Liebesromane

Rezension:

An dem letzten gemeinsamen Abend bevor Rachel und ihre Freunde an verschiedene Unis gehen, wollen sie noch einmal zusammen essen gehen und feiern, doch alles kommt anders als gedacht und am Ende des Abends ist Jimmy, Rachels bester Freund, tot und Rachel schwer verletzt. Dabei hatten sie doch gerade eben noch zusammengesessen und gelacht, Jimmy hatte Rachel am nächsten Tag etwas wichtiges sagen wollen.
Nach diesem Unfall ist für Rachel nichts mehr wie es einmal war, sie zieht sich zurück, zieht nach London und trennt sich auch von ihrem Verlobten Matt, alles was ihr bleibt ist eine riesige Narben in ihrem Gesicht.
Einige Jahre später wird Rachel von ihrer besten Freundin Sarah in ihren Heimatort zu dessen "Polterabend" eingeladen, zudem auch alle anderen aus der damaligen Clique kommen werden. An besagten Abend plagen Rachel wieder einmal fürchterliche Kopfschmerzen, die sie seit jenem schrecklichen Unfall plagen, sie nimmt Tabletten und macht sich auf zur Party. Dort angekommen muss sie feststellen, dass ihr ehemaliger Verlobter Matt nun mit Cathy, Rachel und sie waren sich nie sehr nahe und Cathy hat Matt am Abend des Unfalls davon abgehalten Rachel zu helfen, verlobt ist.
Als ihr alles zuviel wird, verlässt sie die Party und macht sich auf den Weg zu Jimmys Grab, dort stürzt sie, als sie wieder aufwacht und im Krankenhaus liegt ist ihre Welt wieder einmal völlig aus den Fugen geraten, denn plötzlich steht Jimmy an ihrem Krankenbett, sie hat keine Narbe mehr und ihr Vater ist auch nie an Krebs erkrankt...

Bekommt Rachel eine zweite Chance?

Die Geschichte ist simpel aber wirklich schön, man fragt sich welches Leben von Rachel nun Realität ist und ob ihre Welt schon am Tag des Unfalls im Restaurant aus den Fugen geraten ist oder erst bei ihrem Sturz. Das Ende ist keine so große Überraschung dennoch konnte ich mir bis kurz zuvor dessen nicht sicher sein und das ist ja schließlich der Sinn.
Das zweite Leben in dem Rachel erwacht ist ein ganz anderes, alles ist viel besser und sie bekommt eine neue Chance mit Jimmy.
Eine Story die deutlich macht wie schnell das Leben das man einst vor sich sah in einem Bruchteil einer Sekunde vorbei sein kann und man nur selten noch einmal erleben darf wie es hätte sein können!


Was wäre also wenn du selbst plötzlich in einem ganz anderen Leben erwachst und alles anders machen könntest?


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(42)

102 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

england, australien, 2. weltkrieg, geheimnisse, familiendrama

Das geheime Versprechen

Annette Dutton
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783426513736
Genre: Romane

Rezension:

Dies war mein zweiter Roman der Autorin und wieder konnte mich der Schreibstil voll überzeugen, Annette Dutton hat eine Art zu schreiben die mich völlig begeistert, es gibt viele Bücher die schön und leicht geschrieben sind, aber sie schreibt fließend, wortgewandt und irgendwie ruhig, man hat das Gefühl ihr Schreibstil umgibt einen wie eine warme Decke, ein Tee und Kaminfeuer und das egal wie sensibel und traurig die Geschichte ist, die sie schreibt.

Die Story an sich konnte mich nicht zu 100% überzeugen, oder besser gesagt begeistern, das mag aber einfach auch daran liegen, dass mich Geschichten die im Nazideutschland oder der Nachkriegszeit spielen noch nie fesseln konnten, es ist ein interessantes Thema sicher aber es ist nicht "meins".
Leah wird 1939 mit einem Kindertransport aus Deutschland nach England gebracht, im Glauben daran, dort ein besseres Leben führen zu können und wenig später dort ihre Familie wiederzutreffen. Auf dem Weg dorthin lernt sie Michael kennen, Leah kommt in eine wohlhabende Familie, Michael hat es nicht ganz so gut und wenig Hoffnung darauf, dass diese Familie es schafft seine Eltern nach England zu bringen. Die beiden verbindet eine besondere Freundschaft und so treffen die beiden sich während ihrer Zeit in England, in Leahs neuer Familie gibt es noch zwei Kinder mit denen sie sich auf Anhieb gut versteht, auch ihre Pflegeeltern sind scheinbar nett.

Doch eines Tages wird Leah schwanger, alle haben Michael im Verdacht, erst Jahrzehnte später soll die Wahrheit ans Licht kommen und in der Zwischenzeit einige Leben zerstört werden.
Leah wird in ein Mutter Kind Heim abgeschoben, wo ihr Kind nach der Geburt an eine bessere Familie vermittelt werden soll, Leah gilt nun als hoffnungsloser Fall, ihre Eltern sieht sie auch nie wieder.

Die Kapitel teilen sich in Vergangenheit und Gegenwart auf, denn Leahs Sohn lebt mittlerweile in Australien und hat eine Tochter, Sarah. Diese liest eines Tages einen Artikel über die vergessenen Kinder aus Deutschland und in ihr keimt der Verdacht auf, dass ihr Vater eines dieser Kinder sein könnte und stellt Nachforschungen an. Erst mit ihr soll nun die ganze Geschichte erzählt werden.

Mir hat es sehr gefallen, dass es immer einen Rückblick auf früher gab, erklärt wurde wie sich das leben von Leah, ihrem verschollenem Sohn und auch Michael entwickelt haben und man stellt fest, dass etwas so viel größeres und schrecklicheres hinter all dem steht und sich daraus entwickeln sollte.

Spannung, Geschichte, Liebe und Politik, alles vereint in diesem Buch, einige Dinge kamen ein wenig zu kurz oder passten meiner Meinung nach nicht perfekt dazu aber im großen und ganzen ein wirklich tolles empfehlenswertes Buch!

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(168)

394 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

dystopie, perry, aria, jugendbuch, aria und perry

Geborgen - In unendlicher Weite

Veronica Rossi , , ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2014
ISBN 9783789146220
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Reihe um die Geschichte von Aria und Perry hat mich schon in den ersten beiden Teilen total fasziniert und angesprochen, nun hat diese Liebesgeschichte ihr Ende gefunden.

Im dritten Teil dreht sich alles um die Suche und das Finden der blauen Stille, den Kampf mit Hess und Sable und der Suche nach Cinder, demjenigen der von Sable und Hess entführt wurde und für alle die einzige Rettung sein könnte.

Alles beginnt damit, dass Aria schwerverletzt nach der Zerstörung Reveries durch einen Äthersturm zum Stamm der Tiden zurückkehrt und die Gefühle für Perry erneut sehr in den Vordergrund geraten, letzendlich finden sie sogar wieder zusammen.
Gemeinsam machen sie und ein paar andere sich auf den Weg zu Sable und Hess, dort wollen sie Cinder befreien und Hovercrafts stehlen um damit zur Blauen Stille zu fahren. Doch alles geht schief und sie geraten in Gefangenschaft und Perry wird gefoltert. Überraschenderweise stellt Hess sich ebenfalls gegen Sable und will Perry und Co zur Flucht verhelfen, außerdem trifft Aria auf ihren Vater Loran, der am Ende eine Schlüsselrolle spielt.
Sable ist allerdings so hintertrieben, dass er den Plan von Hess durchschaut und den Plan vereitelt, trotzallem gelint Aria und den anderen die Flucht und kehren zu den Höhlen der Tiden zurück.
Sable sucht den Stamm dort auf und bietet Perry einen Handel an auf den dieser sich einlässt, nichtsahnend welchen perfiden Plan Sable ausgeheckt hat.
Gemeinsam machen sich Sable und der Stamm der Tiden sich in den Hovercrafts auf den Weg zur blauen Stille, mit Cinders Hilfe wollen sie den Äthersturm durchbrechen und dahinter den ersehnten Zufluchtsort erreichen.
Sable hintergeht die Truppe und Aria muss einen großen Verlust verkraften, in der blauen Stille angekommen zeigt Sable deutlich wie er sich das weitere Zusammenleben vorstellt und duldet keinen Widerstand.

Können sich Aria und die Tiden sich ein letztes Mal aufbäumen und Sable zu Fall bringen?


Aria und Perry sind für mich einfach ein perfektes Paar, ich mag die wilde Art von Perry mit der er Aria aus meiner Sicht völlig verändert und offener gemacht hat. Einer meiner Lieblingscharaktere, vorallem in diesem Teil, ist allerdings Roar, ein wahnsinng symphatischer Kerl der sich mit seiner lieben und fürsorglichen verletzlichen Art total in mein Herz geschlichen hat. Meinetwegen hätte Aria auch mit ihm zusamm sein können ;)

Sable ist der wohl widerlichste Charakter der Trilogie, hier ist es der Autorin gelungen einen wirklich abscheulichen und furchteinflößenden Charakter zu erschaffen. Selten wurde die Macht eines Mannes so eindrucksvoll dargestellt wie hier, sodass es einem wirklich kalt den Rücken runterläuft.


Ein gelungener Abschluss der Reihe, ein wunderschöne Geste am Ende gegenüber demjenigen der ein neues Leben in der Blauen Stille erst möglich gemacht hat!

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(933)

2.133 Bibliotheken, 94 Leser, 8 Gruppen, 236 Rezensionen

bücher, fantasy, bibliomantik, magie, libropolis

Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.09.2014
ISBN 9783841421654
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Bücher, da weiss man schon vor dem Lesen, dass es einem gefallen wird, dass man es lieben wird, nicht selten wird dies verursacht vom Autor wie hier Kai Meyer, der eh großartig ist, sondern auch vom Klappentext und der Gestaltung des Covers. "Die Seiten der Welt" ist so ein Buch, schon bevor ich den Klappentext gelesen hatte wusste ich, dass ich es mögen werde. Ein Buch über Bücher, über die Liebe und Leidenschaft zu Büchern, ein Buch über phantastische Gestalten wie Schimmelrochen, Origamis, Seelenbücher und Bücher mit Schnäbeln? Das kann nur wunderbar sein.

Kai Meyer hat eine außergewöhnlich schöne Geschichte geschrieben die wahnsinnig viel Phantasie enthält und eine Welt in der Bücher geliebt, gesammelt und sogar gejagt werden. Hier können Leselampen und Sessel sprechen und Bücher können Kämpfe austragen, Gestalten aus Büchern werden zur Wirklichkeit, sogenannte Exlibri, Werke wie Romeo und Julia werden aufgegriffen und es gibt Refugien die sich sozusagen selbst erschaffen haben, in denen noch etliche mehr von diesen wundersamen Wesen gibt und im Verborgenen inmitten von London existieren.

Furia lebt abgeschieden in den Wäldern von Cotwolds, für sie gibt es keine moderne Technik, sie lebt mit ihrem Vater, einem Bibliomanten, und ihrem kleinen Bruder Pip in einem alten Haus, dass eine unendlich große Bibliothek beherbergt, von der man nicht weiß wohin sich dessen Gänge eigentlich ganz erstrecken. Außerdem gehören noch ein paar Angestellte, eine sprechende Leselampe und ein sprechender Sessel dazu, ebenfalls voller Bibliomantik.Außerdem ist Furia verzweifelt auf der Suche nach ihrem Seelenbuch, solches besitzt jeder Bibliomant.
Eines Tages nimmt Furias Vater sie mit auf einen Sprung, ein Sprung durch Bücher um dort eines der seltenden leeren Bücher zu finden, doch etwas geht schief und Furias Vater stirbt und sie selbst findet sich in einem Kampf gegen die Akademie und einer Umgarnten wieder, die es auf ein ganz bestimmtes Buch in Furias Besitz abgesehen hat. Furia ahnt nicht, dass es jenes Buch sein wird, in dem sie mit ihrem "Freund" Severin schreibt, einem Jungen aus einer anderen Zeit, ein Junge von dem sie erst später erfahren wird, wer er wirklich ist.
Auf ihrer abenteuerlichen Flucht kommt sie nach Libropolis und knüpft dort neue Freund- aber auch neue Feindschaften, entdeckt versteckte Refugien und lüftet das eine und andere Geheimnis.

Ein wirklich wundervolles Buch, so eindrucksvoll geschrieben, dass man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann und sich Libropolis und die ganzen anderen kuriosen Gestalten wunderbar vorstellen kann!
Wer Bücher liebt und in einem Buch noch mehr über Bücher lesen und eintauchen möchte, der darf sich dieses grandiose Werk auf keinen Fall entgehen lassen!

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(197)

346 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

alzheimer, familie, liebe, demenz, krankheit

Einfach unvergesslich

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.08.2014
ISBN 9783492060011
Genre: Romane

Rezension:

Claire ist an Alzheimer erkrankt, dabei ist sie noch relativ jung und die Prognose verheerend, denn ihre Form von Alzheimer schreitet sehr schnell voran. Nicht nur Claire muss nun mit dieser Krankheit zurechtkommen, sondern auch ihre Mutter, die sich von nun an wieder um sie kümmert, Caitlin ihre älteste Tochter die ihr Studium geschmissen hat weil sie ungewollt schwanger geworden ist und deren Leben nun völlig anders aussieht als gedacht, Esther ihre jüngste die sich fragt warum ihre Mami auf einmal nicht mehr normal vorlesen kann und nicht zu vergessen ihr Mann Greg der die Liebe seines Lebens schwinden sieht.
Am Ende jedes Kapitels gibt es einen "Erinnerungsbrief" der Teil in dem im Buch häufig erwähnten Erinnerungsbuch ist an dem Claire schreibt, das einzige was ihr an Erinnerungen scheinbar bleiben wird.
Man wird direkt mit Claire und ihrer Alzheimerkrankheit konfrontiert und es ist erschütternd wie gut dies in dem Buch rüberkommt, das hatte ich nicht erwartet.
Es wird sehr deutlich wie schlimm diese Krankheit für Betroffene und Angehörige sein muss denn der Betroffene merkt in einigen Momenten selbst, dass er nicht mehr Herr seiner Sinne ist und muss erschreckend feststellen, dass ihm Dinge die früher wichtig waren es jetzt nicht mehr sind. Wie zum Beispiel ihr Mann Greg, die Liebe ihres Lebens, er ist derjenige den sie scheinbar am schnellsten vergisst und zu dem sie sich zusehends distanziert. Doch Greg ist ein toller Mann und versucht das Beste aus der Krankheit zu machen und findet einen wundervollen und herzerwärmenden Weg seine Claire zurückzubekommen!Das hat mir mit Abstand am besten gefallen in dieser Geschichte.
Die Nebenhandlung von Caitlin hingegen fand ich weniger interessant, ungewollt schwanger genau wie ihre Mutter früher, das ist mir zu einfach. Aber ich denke die ganze Geschichte war einfach auch ein Weg die Situation dieser Familie deutlich zu machen und an vielen Stellen die Verwirrung von Claire deutlich zu machen. Im Vordergrund stand für mich aber ganz klar die Liebesgeschichte von Greg und Claire.
Ein Buch das erschüttert und in einem den Wunsch regt niemals an Alzheimer zu erkranken und auch kein Angehöriger sein zu wollen. Ebenso ein Buch das einen zum schmunzeln bringt und das Herz erwärmt!

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(155)

263 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

vampire, vampir, prophezeiung, blut, dark heroine

Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir

Abigail Gibbs , Diana Bürgel , Katrin Behringer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.04.2014
ISBN 9783492702973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen, ich hab mich sehr damit gequält es überhaupt zu Ende zu lesen, es fehlt einfach dermaßen an Spannung, symphatischen Charakteren und logischen Verhaltensweisen, einfach furchtbar.
Es geht schon damit los, dass Violet nur wenige Tage nach ihrer Entführung in das Herrenhaus der Vampire, damit beginnt sich dort wohlzufühlen und das nachdem sie mitangesehen hat wie eine Horde Vampire einen grausamen Mord begangen haben. Violet ist in meinen Augen einfach nur naiv und dumm, leicht zu beeinflussen und hat überhaupt keinen erkennbaren Charakter.
Das gleiche kann ich eigentlich auch nur von Kaspar sagen, ich hasse seine Stimmungsschwankungen und die Art wie er mit Violet umgeht, am schlimmsten aber finde ich die Art und Weise wie Violet darauf anspringt. Diese komplette "Beziehung" der beiden ist total verwirrend und abgedroschen, keine Handlung ist für mich nachvollziehbar und je näher sich die beiden kommen desto schlimmer finde ich das ganze.
Außerdem fehlt die Spannung, endlose Seiten ziehen sich damit hin, dass beschrieben wird wie Violet durch das Haus schleicht, in Kaspars Zimmer ist und einfach nur rumhängt, zwischendurch ein paar intime Momente mit Fabian oder Kaspar, ein Angriff, ein Dinner, ein Ball und letzendlich die Bisse von Kaspar die Violet auf abartige Weise antörnen.
Zum Schein sieht es so aus als wenn Violet wirklich mit sich hadert sich verwandeln zu lassen, obwohl völlig klar ist, dass sie schon längst eine Entscheidung getroffen hat und sich somit gegen ihre Familie wendet, auch aus völlig sinnlosen Gründen, denn wie kann man sich für einen "Vampirfamilie" entscheiden statt für seine eigene, gegen seine Eltern, gegen seine krebskranke Schwester!??Klar Violets Vater hat den Tod von Kaspars Mutter in Auftrag gegeben aber schließlich ist dessen Familie auch nicht ganz unschuldig und liebenswert.
Mal davon abgesehen, dass sie anscheinend letzendlich eh keine Wahl hat, da sie eine Dark Heroine ist- was meiner Meinung nach auch völlig klar war.
Also wirklich, ich schäme mich immer wenn ich so einen katastrophale Rezi schreibe weil ich immer finde das es nicht richtig ist etwas das mit viel Mühe geschrieben wurde so in der Luft zerrissen wird, aber ich kann diesem Buch leider überhaupt nichts positives abgewinnen!

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(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Bund der Illusionisten 3: Brennender Wind

Glenda Larke
E-Buch Text: 673 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.07.2013
ISBN 9783641096212
Genre: Fantasy

Rezension:

Puh, gefühlte Jahre habe ich an diesem Buch gelesen, tatsächlich waren es sogar ein paar Monate, es lag aber nicht unbedingt daran, dass ich das Buch so schlecht war, sondern an einer einfachen Leseflaute.
Trotzdem muss ich auch sagen, dass ich froh war als ich die letzten Seiten zu packen hatte denn die ganze Story hat sich dann doch sehr in die Länge gezogen. Im letzten Teil dieser Reihe spielt Arrant die Hauptrolle, an der Seite seines Vaters in Kardiastan muss er sich beweisen denn er ist der nächste Illusionistenerbe, doch leider hat er seine Magorkräfte immer noch nicht im Griff und stößt so auf viel Widerstand der anderen. Alle voran der Familie Korden und dessen ältester Sohn Firgan, der es ebenfalls auf den Titel abgesehen hat. Mit allen Mitteln versucht er Arrant bloßzustellen um zu beweisen, dass er als Illusionistenerbe nicht geeignet ist. Firgan greift letzendlich zu sehr schmutzigen Mitteln vor der auch seine eigenen Geschwister nicht sicher sind, letzendlich führt es sogar dazu, dass Arrants Stein zerschnitten wird und ihm so seine Magorkräfte nicht mehr zur Verfügung stehen. Aber Arrant hat auch einige Freunde und so ist er nicht ganz allein...
Außerdem wird die Illusion immer weiter von der Verheerung "verschlungen" und Arrant muss mit ansehen oder eher fühlen wie sein Bruder Tarran, mit dem er in Gedanken kommunizieren kann, Schmerzen leidet und vermutlich bald gar nicht mehr da sein wird. Etwas womit er sich nicht abfinden kann und sich entschließt die Illusion zu retten, in einer waghalsigen Aktion macht er sich auf den Weg um seinen größten Kampf zu kämpfen.

Insgesamt hat mir die Trilogie gut gefallen, jedoch haben die vielen Längen die es in jedem Buch gab das Lesen doch ein wenig schwer gemacht und oftmals wurde sich mit unwichtigen Details aufgehalten.
Wer es gern ausführlich mag und dem es nichts ausmacht hin und wieder auf Spannung zu verzichten, der ist hier auf jeden Fall gut beraten.

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(345)

681 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, mathematik, matt haig, menschsein, menschen

Ich und die Menschen

Matt Haig ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.04.2014
ISBN 9783423260145
Genre: Romane

Rezension:

In "Ich und die Menschen" wird mit viel Witz und Charme ganz wunderbar die Rasse Mensch beschrieben und man kommt nicht umhin das außerirdische Wesen liebzugewinnen, dass sich anfangs mit einer bösen Absicht in den Körper von Andrew Martin eingeschleust hat.
Alles beginnt damit, dass der sonst so hoch angesehene und mathematisch hochbegabte Professor Andrew Martin nackt durch die Straßen von London wandert und nicht mehr Herr seiner Sinne scheint.
Niemand ahnt, dass der echt Andrew Martin tot ist und ein Außerirdischer seinen Körper übernommen hat und so stiftet er in seinem Umfeld, besonders bei seiner Frau, große Verwirrung.
Anfangs findet das Wesen vom anderen Stern die Menschen, und ganz besonders Andrew Martins Frau, einfach nur abstoßend, Gefühle und Emotionen sind ihm nicht bekannt, auch kann er überhaupt nicht verstehen, wie man Nahrung zu sich nehmen kann oder besser gesagt es muss. Bis, ja bis er ein Erdnussbuttersandwich isst und so hat man das Gefühl, hier ist der Anfang. Denn nach und nach findet er alles was die Menschen tun gar nich mehr so abwegig, und der Hund im Haus scheint ihn ganz besonders gut zu verstehen. Er kommt von seiner Mission, alle Menschen zu vernichten, denen Prof. Martin von seinem wissenschaftlichem Durchbruch erzählt haben könnte, ab.
Letzendlich entscheidet er sich für die Menschen, für Schmerzen, Emotionen, Essen, Liebe und Musik.

Dieses Buch ist pure Freude, es zu lesen macht einfach unheimlich viel Spaß und eigentlich möchte man nicht, dass es zu Ende geht. Mit viel Humor, philosophischen Weisheiten, Musik und Liebe hat der Autor ein echtes Meisterwerk geschaffen.

Ein ganz wundervoller Roman, der einem zeigt, dass man auch die kleinen Dinge im Leben schätzen sollte, denn ein einfaches Erdnussbuttersandwich kann alles verändern.

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(66)

164 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

insel, backpacker, australien, manuela martini, perlen

Die Insel

Manuela Martini
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.02.2014
ISBN 9783401069760
Genre: Jugendbuch

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(382)

722 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

dystopie, liebe, june, day, krieg

Legend - Berstende Sterne

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785574928
Genre: Jugendbuch

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(22)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

organspende, liebe, freundschaft, mord, thriller

Blind Walk

Patricia Schröder
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Coppenrath Verlag, 01.06.2014
ISBN 9783649620273
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext klang sehr vielversprechend und auch die Geschichte fand ich anfangs sehr interessant und mysteriös, leider wird die Geschichte zum Ende hin sehr unrealistisch und verliert massiv an Spannung.

Eine Gruppe Jugendlicher wird in irgendeinem Wald für einen sogenannten Blind Walk ausgesetzt, mit wenig persönlicher Habe und nur mit dem wichtigsten Überlebensutensilien ausgestattet geht es letzendlich darum zurück in die Stadt zu finden und natürlich um den Kick.
Hauptcharaktere ist Lida, die sich wie eine Klette an ihren "Freund" Jesper gehängt hat und ihn gezwungen hat sie auf dieses "Event" mitzunehmen. Gleich zu Anfang herrscht in der zusammengewürfelten Gruppe eine angespannte Stimmung und man ahnt, dass es nicht lange dauern wird bis der erste Streit entsteht. Lida würde ich als neutral aber nervig beschreiben, Jesper als Macho und Frauenheld, Thore als aggressiven "Anführer", Birk als den Aussenseiter, Joy als die coole, Natasche als Zicke und Isabel die unscheinbare, die auch noch an epileptischen Anfällen leidet und keine Medikamente dabei hat. Außerdem finden sie kurz nach ihrer ersten Nacht im Wald die Leiche des Fahrers der sie in den Wald gebracht hat, ab diesem Zeitpunkt stehen alle unter noch größerem Druck und die Angst vor einem unbekannten Mörder macht sich breit, aber viel schlimmer noch ist die Angst vor einem Mörder innerhalb ihrer Gruppe.
Es passieren einige Zwischenfälle auf der Suche nach dem richtigen Weg so fällt Birk zum Beispiel in einen Graben, Isabel hat epileptische Anfälle und hat böse Vorahnungen was den Tod ihrer "Mitstreiter" angeht und Lida wird von einem mysteriösem unbekannten in einem See unter Wasser gezogen.
Daraufhin scheint Lida tot, denn keiner aus der Gruppe kann sie sehen oder hören, sie befindet sich in einem "Aggregatzustand" wie sie es nennt, besser gesagt sie ist ein Geist.
Lida stellt viele Vermutungen an was den Mörder angeht und so hegt sie einen starken Verdacht gegen Natascha, die ihr in dem See nicht geholfen hat, außerdem ist sie Jesper gegenüber ebenfalls misstrauisch.
In ihrem Geisteszustand trifft sie auf Sten, der ebenfalls als Geist im Wald umherirrt und dessen Geschichte parallel erzählt wird. Die beiden beobachten das Geschehen in der Gruppe und versuchen das Rätsel um den Mörder zu lösen, außerdem, wie sollte es auch anders sein verlieben sie sich ineinander.

Als Isabel von einem Taucher in einem See aus einem Boot gezogen und verschleppt wird, beginnt die wahnsinnige Suche nach der Wahrheit.

Tja was soll ich sagen, erst war ich positiv überrascht, dann schwer enttäuscht, die Spannung ist irgendwann einfach raus und das Ende einfach nur langweilig, Organhandel und der Blind Walk scheinen so willkürlich und passen meiner Meinung nach nicht zusammen. Die Aufklärung ist fad und erschließt sich mir nicht, ich finde es immer schade wenn man anfangs mit Spannung bei der Stange gehalten wird und am Ende nix dahinter steckt. So war es leider auch hier.

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(382)

711 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 153 Rezensionen

zeitreise, liebe, zeitreisen, zeitsplitter, dystopie

Zeitsplitter - Die Jägerin

Cristin Terrill , Barbara Imgrund
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.02.2014
ISBN 9783414823908
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Em und Finn sind auf der Flucht, auf der Flucht vor der Zukunft denn diese ist die Hölle und mit Hilfe von Zeitreisen versuchen sie diese zuverhindern.
Wir lernen Em und Finn eingesperrt in unterschiedlichen Zellen kennen und können uns nur schwer vorstellen wie schrecklich es sein muss von dem Menschen den man liebt einzig und allein die Schmerzensschreie der Folter zu hören, zwischendurch ein paar kurze Gespräche und die Hoffnung darauf, entkommen zu können.
Schließlich gelingt dies sogar und die beiden müssen erneut durch die Zeit reisen um Nummer 1 auf ihrer Liste zu töten, den Doktor.

Es ist schwierig den Inhalt des Buches wiederzugeben ohne zu viel zu verraten, denn Vergangenheit und Gegenwart sind unmittelbar miteinander verbunden.
Und gerade das macht die Geschichte so wahnsinnig interessant und spannend, in den ersten Kapitel fragt man sich noch wer denn überhaupt der Doktor ist und nach einigen weiteren Kapitel muss man mit Entsetzen feststellen, dass dieser niemand anderes als der nette James von früher ist.
Nach und nach laufen die einzelnen Kapitel der Vergangenheit und der Gegenwart zusammen und man erkennt immer mehr Zusammenhänge.
Etwas gefehlt hat mir, dass nicht weiter auf die Zeitreisemaschine eingegangen wird, es wird zwar erklärt, dass sie von James erschaffen wurde aber das war´s dann leider auch. Man erfährt nicht wie sie aussieht oder wie sie funktioniert, ich weiß gar nicht ob ich das für allzu relevant halte, denke aber das es trotzdem ganz gut für die Vollständigkeit der Geschichte gewesen wäre.
Sehr gelungen war widerrum die Zeitreise an sich, die Logik hat einfach gestimmt, oftmals stößt man auf fatale Logikfehler und das macht dann die Story völlig zunichte, das war hier anders, top!
Die Charaktere wurden wenig detailiert beschrieben, andererseits fand ich sie sehr eindeutig, sodass sich viele Eigenschaften durch die Handlungen erklärt haben.
Zeitsplitter bietet viel Spannung und eine toll ausgedachte Geschichte die  mit einer düsteren und angsteinflößenden Stimmung vervollständigt wird.

Es sind noch viele Fragen offen geblieben und so freue ich mich auf den zweiten Teil!

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208 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

dystopie, partials, liebe, krieg, zukunft

Partials - Fragmente

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492702836
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kira hat sich allein auf die Suche nach einem Heilmittel für RM gemacht und streift allein durch die Straßen von New York, außerdem hofft sie mehr über ihre Herkunft zu erfahren und herauszufinden wieso sie scheinbar kein vollständiger Partial ist.
Auf ihrem Weg trifft sie auf Afa, einem ehemaligem IT Spezialisten von ParaGen, außerdem jemand der sich mit Sprengstoff und Fallen sehr gut auskennt, dieser lebt seit 12 Jahren allein und versteckt in einem ehemaligem Fernsehstudio, was man auch deutlich an seinem mentalem Zustand merkt, er hortet allerhand Unterlagen und Dokumente von ParaGen und Kira kann ihn dazu überreden mit ihr auf die Suche zu gehen. Doch bevor sie weitere Schritte gehen können, finden zwei Partials sie in dem Gebäude, es stellt sich heraus das es sich hierbei um Samm und Heron handelt und ihnen keine Gefahr droht, denn die beiden wollen sie vor Dr. Morgan schützen die schon im ersten Teil Jagd auf Kira gemacht hat und mittlerweile mit ihren Truppen auf Long Island eingefallen ist.
In Kira regt sich der Gedanke, dass in ihr weitaus mehr Geheimnisse stecken als bisher befürchtet, ein Grund mehr um mehr über ParaGen, ihren Vater und Nandita herauszufinden.
Kira, Samm, Heron und Afa ziehen gemeinsam weiter nach Chicago, denn dort steht ein weiteres ParaGen Gebäude in dem sie auf die Antwort auf alles hoffen, doch dort angekommen müssen sie feststellen, dass dort keine wichtigen Informationen übrig geblieben sind und so beschließen sie, mit Widerstand von Heron, noch einen Schritt weiterzugehen, nach Denver, dem Hauptsitz von ParaGen.
Ihnen droht das vergiftete Ödland und viele anderen Gefahren, und tatsächlich müssen sie mit einigen Verlusten zurechtkommen.
In Denver angekommen entdecken sie eine weitere kleine Kolonie Menschen, die es scheinbar geschafft haben, ein Gegenmittel für RM zufinden, denn dort leben Kinder und es werden stetig neue geboren und geimpft, weder Kira, noch Samm ahnen um welchen Preis es hierbei geht und das vorallem Kira hier tatsächlich Antworten auf ihre Fragen bekommt. Aber sie hätte sich nie ausmalen können was sie für die Menschheit und die Partials bedeutet.

Wieder ein gelungener Teil mit einem wirklich fiesen und spannendem Ende, was für die zwischenzeitig sehr langwierigen Passagen entschuldigt.
Ich finde es einfach toll was der Autor hier für eine Story geschaffen hat und wie sich alles zusammenfügt. Jedem Leser bleibt selbst überlassen für was oder wen man Kira hält und in welchem Zusammenhang sie zu ParaGen steht, ebenfalls die mysteriöse Nandita, die hier zwar oft erwähnt wird und scheinbar eine tragende Rolle spielt, ihre Person selbst aber noch im verborgenem bleibt. Letzendlich wird man überrascht was die beiden angeht.
Weniger interessant fand ich die Kapitel in denen es um Marcus und Haru im Krieg gegen die Partials auf Long Island geht, sie gehören zwar dazu aber ich fand diese einfach nicht so spannend.
Leider hat das Buch auch wieder seine Längen und so finde ich, hätte man den Teil kürzer fassen können, indem Samm, Kira, Heron und Afa durch die Lande ziehen und ständig darüber diskutieren was richtig und was falsch ist, aber wie gesagt das Ende reißt es raus.
Außerdem ist noch viel Luft für einen dritten Teil, denn es sind immer noch einige offen gebliebene Fragen und vorallem, was passiert jetzt mit Kira?
Sehr gelungen und bekommt eine klare Leseempfehlung!

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155 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

geisterblumen, psychothriller, michele jaffe, geister, familie

Geisterblumen

Michele Jaffe , Peter James
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2013
ISBN 9783841421142
Genre: Krimi und Thriller

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115 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

flucht, thriller, hilfe, gedächtnis, vergessen

Never Forget

April Henry , Sonja Häußler
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arena, 23.01.2014
ISBN 9783401069678
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cady wacht in einer Hütte auf und weiß nicht wer sie ist, wo sie ist oder wie sie überhaupt dorthin gekommen ist, fest steht zwei Männer reden darüber sie zubeseitigen, wenig später wird sie von einem der Männer in den Wald gezerrt um dort umgebracht zu werden. Doch wie automatisch weiß sie sich zur Wehr zu setzen und kann entkommen, was folgt ist eine völlig verrückte und gefährliche Flucht und gleichzeitig die Suche nach der Antwort auf die Frage, wer ist sie und wie ist sie in diese Situation geraten?
Auf ihrer Flucht lernt sie Ty kennen, ein schlauer Kerl der zunächst ihr einziger vertrauter ist,  trotz der Ungereimtheiten um ihre Person und ihrer eigenen Erinnerungen glaubt er ihr und hilft ihr bei ihrer Suche.
Und die ist interessanter und von hohem Wert als Cady bisher gedacht hat, denn mit der Zeit kehren auch einige ihrer Erinnerung von vor der Hütte zurück und plötzlich steht sie ihrem ärgsten Feind und der ihrer Eltern bereits gegenüber.

Vom ersten Moment an hat mich die Story gefesselt, man weiß nichts und je abgedroschener Cadys Flucht wird, desto mehr glaubt man sie sei wirklich verrückt, erst mit der Rückkehr ihrer Erinnerungen erfährt auch der Leser selbst erst wer Cady ist, was ihre Eltern mit der ganzen Geschichte zu tun haben und vor allem in welcher Gefahr sie sich befindet und von welch hohem Wert Informationen von Cady und ihren Eltern für die Menschheit sind.
Leider muss man sagen, dass das Ende wesentlich unspektakulärer war als die ganze Flucht von Cady und das sammeln von Informationen, daher war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht, dass die Geschichte dann so schnell abgehandelt wurde.
Trotzdem war ich die ganze Zeit über sehr gut unterhalten und habe das Buch förmlich verschlungen, von daher eine ganz klare Leseempfehlung!

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, kinder, utopie, kampf., dystopie

Alterra: Der Krieg der Kinder

Maxime Chattam
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 12.09.2011
ISBN 9783426412190
Genre: Sonstiges

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(26)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

schlafen, nacht, traum, träume, mädchen

Marie Marne und das Tor zur Nacht

Christoph Werner
Fester Einband: 245 Seiten
Erschienen bei Osburg Verlag, 18.02.2014
ISBN 9783955100377
Genre: Romane

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(1.388)

2.105 Bibliotheken, 27 Leser, 6 Gruppen, 220 Rezensionen

liebe, selection, dystopie, kiera cass, jugendbuch

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 20.02.2014
ISBN 9783737362429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem America im ersten Teil dieser Reihe ganz klar zu den Favoriten bzw. sogar DIE Favoritin für Prinz Maxon war, ändert sich dies im Laufe des zweiten Bandes dramatisch. Eher gesagt es ist ein ständiges Hin und Her und genau das macht mich total irre, es ist einfach zu viel Hin und Her und daher bekommt "Die Elite" auch nur drei Sterne von mir.
Am Anfang des zweiten Teils ist America weiterhin Maxons Favoritin, zwischen den beiden funkt es gewaltig und Maxon würde amliebsten sofort alle anderen Mädchen nach Hause schicken, doch America ist sich nicht sicher ob sie der Krone gewachsen ist, noch dazu geistert ihr immer noch Aspen im Kopf herum.
Jetzt im einzelnen darauf einzugehen wann America sich für Maxon entscheidet und wann für Aspen wäre einfach unnötig denn im Endeffekt sind wir am Ende wieder am Anfang und America hat leider immer noch keine Entscheidung getroffen.
Fakt ist, dass America mich schier wahnsinnig gemacht hat, im ersten Teil von Selection war sie mir sehr symphatisch und ich mochte es, dass sie sich so von den anderen Mädchen abgehoben hat, leider hat sich das in diesem Teil total geändert und America ist zickig, eifersüchtig und für meinen Geschmack einfach zu sprunghaft. Was mich auch sehr gestört hat, war das Maxon sie ständig auf Abruf gehalten hat und ihr gesagt hat sie wäre die einzige Wahl für ihn, kurz danach aber wieder mehr Zuneigung für eine andere gezeigt hat, aber das ist noch nicht alles denn auch America hat diese "Lockvogeltaktik" angewandt, auch sie hat Maxon gegenüber immer wieder beteuert wie gern sie an seiner stehen würde, Aspen gegenüber hatte sie aber auch Gefühle und war sich in einem Moment zu 100% sicher die richtige Wahl mit Maxon zu treffen, zwei Sekunden später dachte sie aber ähnlich über Aspen. "Was denn nun?!" war einer der häufigsten Gedanken während des Lesens. Es kam auch einfach keine romantische Stimmung mehr auf und der Zauber zwischen Maxon und America war schon nach kurzer Zeit verflogen.

Das Ende hat mir auch nicht wirklich gut gefallen, denn ich denke es wäre besser gewesen wenn America den Palast verlassen hätte und es vielleicht später noch eine Wendung gegeben hätte, so verlor das ganze einiges an Glaubwürdigkeit der Königsfamilie.
Ich finde auch es hätte der Geschichte noch einen neuen Rahmen gegeben, so frage ich mich ob der dritte Teil auch wieder nur ein ewiges Hin und Her sein wird, obwohl man letzendlich erahnen kann wie es ausgehen wird.

Das alles klingt ziemlich vernichtend, trotzdem mag ich die Geschichte an sich einfach sehr gern und kann nicht behaupten ich hätte es trotz allem nicht gern gelesen!

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

roman, familie, party, emily gillmor murph, freunde

Jetzt und hier und vielleicht für immer

Emily Gillmor Murphy , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426512326
Genre: Romane

Rezension:

Olive ist in ihrem ersten Jahr am College in Dublin als sie Tom auf einer Studentenparty kennenlernt, sie findet ihn abstoßend, denn er scheint der Typ Mann zu sein dem es einfach nur darum geht sich zu betrinken und ne Frau ins Bett zu kriegen. Nichts worauf Olive Lust hat.
Tom kommt aus ärmlichen Verhältnissen und kennt bisher nichts anderes im Leben als saufen und Frauen aufreißen, als er Olive auf einer Party sieht und sie ihn abblitzen lässt, schließt er mit seinen Kumpels eine Wette ab, Olive ins Bett zu kriegen.
Tom versucht es zuerst auf seine typische Art, als er merkt, dass er damit nicht weit kommt und Olives Zimmergenossin ihm den Tipp gibt, dass Olive eine Frau ist die umgarnt und erobert werden möchte, versucht er das und hat Erfolg.
Die beiden kommen zusammen und haben eine schöne Zeit, bis Olive auf einer Party von der Wette erfährt und Tom somit alles verliert und völlig abstürzt...
Als Nebenhandlung geht es um die familiären Hintergründe der beiden, Toms Elternhaus war nie das beste, seine Eltern sind geschieden und er kommt mit der neuen Familie seines Vaters nicht zurecht, außer mit seiner kleinen Halbschwester, sein Vater scheint ihn zu hassen. Toms Mutter ist depressiv und schwankt zwischen Liebe und Hass zu Tom und so versucht er ständig weit weg von alledem zu sein.
Olive kommt aus einer normalen Familie, im Vordergrund steht die Beziehung zu ihrem Bruder, der schizophren ist und so für die Familie eine "Belastung"darstellt, im Laufe der Geschichte nimmt dieser sich sogar das Leben und verändert somit Olive und auch das Familienleben.

Mir hat bei diesem Buch ein wenig die Tiefe gefehlt, ich mochte die Nebenhandlung mit Olives Bruder sehr gern, fand es aber schade, dass er stirbt, Olive trauert zwar aber danach spielt er kaum noch eine Rolle. Tom als Typ fand ich sehr unsymphatisch, er konnte bei mir kein Mitleid erwecken und so war er für mich einfach der kaputte, versoffene Frauenheld.
Eine nette Story für zwischendurch aber eben eher so 08/15, besonders wenn man die ganzen anderen Lovestorys kennt, die zur Zeit sehr beliebt sind und eine nach der anderen erscheint.

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262 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

london, familie, vater, roman, tochter

Alice, wie Daniel sie sah

Sarah Butler , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.03.2014
ISBN 9783426514092
Genre: Romane

Rezension:

Der Klappentext klang so vielversprechend und das Cover fand ich ebenfalls wunderschön, doch leider entsprach die Story dann nicht so recht meinen Ansprüchen.

Daniel, seit Jahren ein Obdachloser in den Straßen Londons, immer auf der Suche nach Dingen die andere nicht mehr haben wollen um dann etwas daraus zu basteln oder sie mit Farben zu vergleichen, außerdem auf der verzweifelten Suche nach seiner Tochter Alice, die nichts von ihm weiß.
Alice ist eine Nomadin, ständig auf Reisen, ständig auf der Suche nach etwas neuem, bis der bevorstehende Tod ihres Vaters sie zurück nach London holt, kurz nach ihrer Ankunft dort stirbt er dann auch und Alice muss sich mit ihren beiden Schwestern Tilly und Cee herumschlagen, die sie nie als "Herzschwestern" ansehen konnte. Alice soll sich ums Haus kümmern, es herrichten und verkaufen, Alice hat allerdings andere Sorgen, ist da doch ihr Exfreund Kal den sie noch nicht vergessen hat, außerdem die Frage was ihr Vater ihr kurz vor seinem Tod nicht verraten wollte, sondern nur ihren Schwestern und die Sorge darum was als nächstes kommt, wohin die Reise geht, denn zuhause fühlt sie sich nicht wirklich.
Alice und Daniel befinden sich in der gleichen Stadt, er weiß, dass es sie gibt, doch sie weiß nichts von ihm und so tastet er sich vorsichtig an sie heran, nachdem er durch Zufall auf die Todesanzeige von ihrem "Vater" Malcolm gestoßen ist. Er legt ihr kleine Geschenke vor´s Haus und wagt es eines Tages sogar an der Tür zu klingeln. Sie gehen in ein Cafe und Danile zeigt ihr einen seiner Lieblingsorte. Einige Zeit später, kurz bevor Alice wieder abzureisen plant, spaziert diese rastlos durch London und schläft an jenem Platz ein, einen Tag später taucht auch Daniel dort auf und die beiden verbringen einen weiteren Tag zusammen, Daniel erzählt ihr von seinem Farbsehen und erklärt ihr seine Welt, Alice spürt eine besondere Verbundenheit zu diesem Mann und fragt sich insgeheim ob sie nicht mit ihm verwandt sein könnte.
Doch manchmal ist es besser nicht zu fragen und nichts zu sagen.

Ich hatte mehr erwartet, ich hatte gedacht diese Geschichte würde einen ganz besonderen Reiz ausüben, dieses Farbsehen von Daniel und die Art und Weise wie sie wohl zusammfinden würden, machte mich neugierig. Leider sprang der Funke nicht über, kein Zauber, keine großen Emotionen.
Daniel hat mir als Charakter auf jeden Fall mehr gefallen und auch mehr "Gefühle" hervorgerufen als Alice, die bleibt irgendwie schwach, man lernt sie nicht richtig kennen, in Daniel´s Gedanken konnte ich mich gut hineinversetzen, fand es toll wie er sich bemüht hat und schön, dass er seine Tochter letzendlich kennenlern durfte auch wenn nie ausgesprochen wurde was die beiden verbindet.
Die restlichen Charaktere wie die Schwestern oder Malcolm blieben auch eher im Hintergrund, Cee und Tilly wussten wohl von Daniel, verrieten Alice aber auch nichts.
Schade!

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142 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

märchen, robben, meer, insel, magie

Seeherzen

Margo Lanagan , Mayela Gerhardt , ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499211607
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei diesem Buch dachte ich zwischendurch "Hm, das ja irgendwie alles quatsch", jetzt, einige Tage nach beenden denke ich "Wow, was für eine tolle ideenreiche und zauberhafte Geschichte". Ich denke man muss es erstmal verstehen, sacken lassen und drüber nachdenken.

Miskaella wächst auf Rollrock Island auf, einer Fischerinsel, inmitten einer Familie und Bewohnern die sie nicht mögen, hässlich und merkwürdig finden, das schwarze Schaf in der Familie.
Das Meer hat auf Miskaella schon immer eine besondere Faszination ausgeübt, besonders gerne mag sie die Robben beobachten und als die Robben ihr eines Tages ins Dorf folgen, erregt sie damit nur noch mehr Argwohn und Spott der Bewohner von Rollrock Island und muss fortan mit einem Kreuz aus Bändern auf dem Rücken herumlaufen, dass diesen "Fluch" zurückhalten soll. Sie wird immer älter und beschließt eines Tages wieder zu den Robben zu gehen und nimmt ihr Band ab, in jener Nacht liebt sie einen Robbenmann, der seine tierische Hülle abgelegt hat und zu ihr ans Ufer gekommen ist.
Miskaella wird schwanger und gebärt einen Robbenjungen, da ihre Mutter bei einer ihrer anderen Töchtern ist weil diese im Kindsbett liegt, kann Miskaella das Kind für eine ganze Weile geheimhalten, merkt jedoch, dass der kleine Junge unglücklich ist und ständig schreit. Sie weiß, dass sie ihn dem Meer und zurückgeben muss um zu einer Robbe zu werden.
Miskaella hat die Gabe aus Robben Menschen zu machen, sie weiß es und die Inselbewohner wissen es auch. Eines Tages kommt ein Mann zu ihr und bittet sie gegen Geld eine Frau aus einer Robbe zu holen, die dieser dann zu seiner Ehefrau machen kann, sie sind doch so schön und unbefleckt.
Miskaella schon etwas älter und verbittert, sieht darin ihre Chance und bietet künftig ihre Dienste allen Männern von Rollrock Island an und viele Jahre später gibt es auf Rollrock keine rothaarige Inselfrau mehr, sondern nur noch wunderschöne Robbenfrauen.

Die Robbenfrauen können allerdings keine Mädchen gebären und diese anschließend an Land großziehen und so bleiben ihnen nur ihre Jungen, doch das macht sie so unglücklich, dass sie anfangen Selbstmord zu begehen.  Bis einige Jungs in einer alten Kneipe einen verschlossenen Raum finden indem die Mäntel, also Felle, der Frauen lagern, einer von Ihnen beschließt, seiner Mutter und allen anderen Müttern das Fell und damit ihre Freiheit zurückzugeben.

Ich denke der Titel des Buches ist ganz toll gewählt und bedeutet nicht nur, dass die Robbenfrauen, gerne Seeherzen aßen sondern viel mehr die Herzen der Frauen darstellt.
Ich finde die Geschichte jedenfalls außergewöhnlich schön und bin vom Einfallsreichtum der Autorin sehr fasziniert, ich glaube so etwas gab es bisher noch nicht.
Der Schreibstil ist ein wenig altertümlich, später auch modern, denn die Zeitspanne des Buches ist groß.
Die Story ist sehr umfangreich und meine Inhaltsgabe wirklich nur sehr grob, denn es gibt so viel Personen und Nebenhandlungen die es noch zu erzählen gäbe, dennoch denke ich war dies der für mich wichtigste und beste Teil.
Das Cover ist wunderschön und das Buch wird mein Regal wohl auch nicht mehr verlassen!

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

trauerbewältigung, tom avery, jugendbuch

Der Schatten meines Bruders

Tom Avery , Wieland Freund , Andrea Wandel
Fester Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 03.02.2014
ISBN 9783407820495
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kaia fand ihren Bruder tot in seinem Zimmer, einige Monate ist das nun her und seither ist nichts mehr so wie es mal war, ihre Mutter trinkt und kümmert sich nicht mehr um sie, ist am Tod ihres Sohnes völlig zerbrochen. Kaia ist einsam, den Anschluss zu ihren Mitschülern und ehemaligen Freundinnen hat sie verloren und so bleibt ihr nur noch ihr liebstes Hobby, Bäume.
Kaia schreibt soll über ihre Ferien schreiben, jedoch erlebt sie nicht viel und so fängt sie an dort über ihre Gefühle und Erlebnisse im Bezug auf den Tod ihres Bruders zu schreiben. Man kann fühlen wie einsam sich Kaia fühlt und wie schrecklich die Situation in ihre Klasse für sie sein muss. Eines Tages sieht sie diesen Jungen, verwildert und ungepflegt sieht er aus, er kommt in ihre Schulklasse und fortan betrachtet sie ihn als ihren besten Freund, denn er kann zuhören. Sprechen tut er nicht aber das macht Kaia überhaupt nichts aus, sie hat jemanden an ihrer Seite der in den Augen ihrer Mitschüler ebenso ein "Freak" ist wie sie, dadurch ist sie nicht mehr allein. Durch ihn sieht sie die Welt wieder anders und entdeckt ihre Stärken wieder, und mit der Zeit nähern sich auch ihre ehemaligen Freunde wieder an.

Dieses kleine Büchlein, mit gerade mal 150 Seiten ist einfach berührend und toll geschrieben, es enthält so viele schöne Worte und Zitate wie z.b. "Schneide tief in einen Baum, und beim Wachsen wächst seine Narbe mit. Sie heilt nicht. Sie verschwindet nicht. Sie wird groß wie der Baum." oder wie Kaia sich selbst sieht "Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt", in all diesen Sätzen liegt so viel Wahrheit und Tiefgründigkeit, dass einem die Bedeutung erst im Nachhinein erst bewusst wird.

Auch wenn die Geschichte nicht sonderlich lang ist und auch eher wie ein Kinderbuch geschrieben und gestaltet ist, so ist es doch etwas ganz besonderes und lässt den Leser mit schönen aber gemischten Gefühlen zurück.
Kaia ist am Ende wieder ein glückliches Mädchen und auch ihre Mutter hat sich aus dem dunklem Loch nach oben gekämpft und zu alldem hat dieser kleine Junge beigetragen, der am Ende aber wohl nur ein Schatten ihres Bruders war.
Unbedingt lesen!

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