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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

leid, cersei, lady stoneheart, verlust, lannister

Das Lied von Eis und Feuer - Die dunkle Königin

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Reinhard Kuhnert
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 08.10.2013
ISBN 9783837122237
Genre: Fantasy

Rezension:


Um die Macht mit aller Gewalt zu halten, schreckt Königin Cersei vor nichts zurück. Doch muss sie bald merken, dass sie sich damit ihr eigenes Grab schaufelt und sie keinerlei Hilfe zu erwarten hat, wenn es Schlag auf Schlag kommt. Währenddessen versucht Jaime den Frieden aufrecht zu erhalten und für Gerechtigkeit zu sorgen, natürlich nur ganz in seinem Sinne. Die Feindesanzahl wird dadurch jedoch nicht kleiner. Brienne dagegen merkt bald, dass ihr Auftrag, Lady Sansa zu finden, nicht dort endet, wo sie es erhofft hat. Und Alayne und Katz müssen sich mit vielem auseinandersetzen und ein Leben führen, dass so ganz anders ist, wie ihr bisheriges.

Auch der achte Band der Reihe beschäftigt sich mit den „Randfiguren“, die aber so gar nicht mehr am Rand stehen, sondern größere Beachtung verdienen. Denn ihr Ränkeschmieden, ihr Wille und ihre Heldentaten sind es, die ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Geschichte sind.

War ich in Band 07 noch etwas enttäuscht darüber, nicht mehr von Tyrion, Jon und Daenerys zu erfahren, so konnte ich aber auch im achten Teil wiederum das Anliegen des Autors verstehen, sich den Anti-Helden und Bösewichten zu widmen und diese näher ins rechte Licht des Geschehens zu rücken.

Für Überraschungen wurden natürlich auch wieder gesorgt und so blieb wieder ein Oho- und ein Aha- und ein Oh-nein-Effekt bei mir übrig. Gleichzeitig verflucht man den Autoren wieder, dass er sich Sachen ausdenkt, die man eigentlich gar nicht lesen will, die aber dann doch wieder so dermaßen genial in die Geschichte passen, dass man letztendlich nur eins fragen will: Wie macht er das bloß?

Nach Beendigung des achten Teils hab ich die Reihe wieder ein Stück mehr ins Herz geschlossen. Ich liebe sie einfach und möchte, dass sie nie ein Ende findet. Aber leider nähere ich mich diesem, denn nach dem zehnten Teil ist erst mal Schluss und ich muss warten, bis der nächste Teil erscheint. Aber zum Glück kann man ja mit diversen Begleitbüchern die Wartezeit überbrücken. Notfalls fange ich wieder von vorne an.

Gerade auch, weil für mich die Stimme von Reinhard Kuhnert zu den Hörbüchern nun dazugehört. Ich könnte mir gar keine andere mehr vorstellen. Reinhard Kuhnert hat sich für jeden eine besondere Art ausgedacht und so kann man beim Hören schon unterscheiden, welche Figur er spricht.

Dies macht die Geschichte umso spannender und interessanter. 

Fazit:
Von mir gibt es deshalb wieder die vollste Hörempfehlung und wie immer muss ich mich wiederholen: Hört oder lest die Reihe! Sie ist genial, spannend, fantasievoll, intrigant, romantisch, blutig und vor allem eins: hörens- und lesenswert bis zum bitteren Ende.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Doctor Who: Die Dynastie der Winter

George Mann , Evelyn Pesch , Lutz Riedel
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783785754191
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Der Doctor und Clara werden erneut zur Hilfe gerufen. Diesmal landet die Tardis in einem Haus auf einem kleinen Mond im Asurmischen Sektor. Die Bewohner sind Justin Winter und sein Personal Joey und Carenza. Das Haus ist verriegelt und Just

in Winter ersucht den Doctor, die Verriegelung aufzuheben. Der Doctor - ungehalten wie immer - versucht, mit der Tardis das Haus zu verlassen, doch auch sie ist gefangen im Haus. Und nicht nur das Eingeschlossen sein ist ein Problem - auch eine dunkle Gestalt, die sich im Haus herumzutreiben scheint, versetzt alle in Angst und Schrecken. Nur der Doctor behält die Nerven.

Auch der zweite Teil, der auf vier Teile angelegten "Dynastie der Winter" hat mich vollends begeistern können. Wie immer wird man zu Anfang in ein Verwirrspiel allergrößter Güte versetzt und kann sich nur nach und nach aus diesem befreien. Allerdings sind alle auf die Hilfe des Doctors angewiesen und so ist man gebannt von Anfang bis Ende.

Lutz Riedel hat eine unvergleichliche Art, die Geschichte lebendig werden zu lassen. Die Stimme ist einzigartig und bietet höchsten Spielraum für diverse Untertöne und alle Arten von Gefühlen.  Ich bin restlos begeistert. Aber nicht nur die Stimme, auch die Geschichte ist wieder genial.

Zu Anfang reagiert die Tardis auf einen Hilferuf und der Doctor und Clara finden sich eingeschlossen in einem Haus auf einem kleinen Mond im Asurmischen Sektor wieder. Zusammen mit drei weiteren Personen sind sie gefangen und der Doctor macht sich natürlich sofort an die Aufklärung des ungewöhnlichen Falles. Und je mehr er herausfindet, umso undurchsichtiger wird alles.

Und so verfängt man sich wieder in einem Netz von diversen Ungereimtheiten, die sich nach und nach aufdecken. Die Bewohner des Hauses kommen sehr sympathisch herüber, doch alle tragen sie Geheimnisse in sich.

Der Doctor ist knurrig und ungeduldig. Für mich noch sehr neu, da ich in der Fernsehserie zur Zeit noch beim elften Doctor bin, während sich hier bei dem Hörbuch schon der Zwölfte zeigt. Seine Begleiterin Clara ist diesmal etwas außen vor und fühlt sich deswegen auch recht unnütz. 

Ich liebe die Serie. Sie bietet einfach einen großen Spielraum, weil man eben mit der Zeit, dem Raum und den Figuren jonglieren kann. Und so ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, Abenteuer zu bestehen und knifflige Fälle zu lösen.

Mit "Doctor Who" ist den Machern eine sehr vielseitige, spezielle Figur gelungen, die sich ständig erweitert, ständig neu erfindet und auch ständig interessant bleibt. Und so wird es nicht langweilig, weil sich eben neue Welten eröffnen, die unerschöpflich sind.

Die Geschichte an sich ist wieder spannend und man hat Mühe, sich zu lösen. Dies liegt auch an der Kürze. Mit 87 Minuten hat man fast 1 1/2 Stunden Unterhaltung pur. Und diese vergehen wie im Fluge. 

Fazit:
Ein würdiger Nachfolger zum ersten Teil.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Winter People - Wer die Toten weckt

Jennifer McMahon , Sybille Uplegger , Elisabeth Günther
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 10.03.2014
ISBN 9783899037357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Im Jahre 1908 leben Sara Harrison Shae und ihr Mann Martin auf einer Farm am Waldrand. Das Leben ist hart, doch Sara und Martin geben ihr Bestes. Ihr ganzer Stolz ist ihre Tochter Gertie, vor allem, da Sara schon mehrere Fehlgeburten hatte und sie den Verlust ihres kleinen Sohnes Charles hinnehmen mussten. Und dann geschieht das Unfassbare: Gertie wird ermordet. Sara verfällt in eine tiefe Depression, bis ihr einfällt, dass eine frühere Verwandte namens Auntie wusste, wie man Tote zum Leben erweckt.
In der Gegenwart merkt die 19jährige Ruthie, dass ihre Mutter spurlos verschwunden ist. Zusammen mit ihrer Schwester Fawn versucht sie herauszufinden, wo ihre Mutter ist. Doch je mehr sie sich in die Hinweise stürzt, umso mehr findet sie heraus, welche Tragödie in dem Haus geschehen ist, in dem sie wohnen. 
Und auch Catherine, deren Mann Garry bei einem Autounfall ums Leben kam, stößt auf Hinweise über die geheimnisvolle Sara Harrison Shae.
Doch welche Verbindung findet sich zwischen den verschiedenen Personen? Und was hat die geheimnisvolle "Teufelshand", die sich im Wald befindet, damit zu tun?

Der Klappentext hat mich unheimlich neugierig gemacht. Tote, die zum Leben erweckt werden, geheimnisvolle Orte im Wald. Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wie genau dies alles zusammenhängt, wollte ich natürlich unbedingt wissen und so begab ich mich in die Hände von Jennifer McMahon, der Autorin und Elisabeth Günther, die das Hörbuch vorliest.

Am Anfang hatte ich noch meine Probleme mit der Stimme von Elisabeth Günther. Sie war mir etwas zu hoch, doch das lag daran, dass ich es gewohnt bin, fast nur männliche Sprecher zu hören. Doch ich ließ mich darauf ein und bin froh, dass das Buch nicht von einem Mann gesprochen wurde. Dafür war die Geschichte zu feinfühlig und - da sie eben aus der Sicht von Frauen erzählt wird - auch nicht für eine männliche Stimme geeignet.

Und als ich dann endlich herausfand, an wen mich die Stimme erinnert, war ich doppelt erfreut. Elisabeth Günther ist die Synchronstimme von Helena Bonham-Carter, einer meiner Lieblingsschauspielerinnen. Aber auch Liv Taylor, bekannt als Arwen aus "Der Herr der Ringe", wird von ihr gesprochen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten vertiefte ich mich dann in das Hörbuch. Es fängt sehr langsam an, alle Protagonisten werden vorgestellt. Und langsam erst ergibt sich das Bild, dass sich hinten auf dem Klappentext abzeichnet. 
Nach und nach werden die einzelnen Teile offenbart. 

Wir befinden uns im Jahre 1908. Sara ist eine depressiv angehauchte Person, die sich ständig und über alles Sorgen macht. Sie hat eine Gabe, Dinge in der Zukunft zu sehen und sieht so voraus, dass sie wahrscheinlich kein gutes Leben führen wird. Umso mehr sorgt sie sich um das Wohlergehen ihrer Tochter Gertie. Sie bemuttert sie zu jeder freien Minute und verhätschelt sie sehr. Ihr Mann Martin findet dies nicht so gut, sagt aber auch nicht wirklich etwas, weil er weiß, was Sara schon alles hat mitmachen müssen.
Als Gertie dann ermordet aufgefunden wird, nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf und man will unbedingt wissen, wer der Mörder ist. Gleichzeitig findet man aber auch Saras Weg sehr interessant. Sie erinnert sich an ihre Verwandte Auntie, die die Möglichkeit gefunden hat, Tote wieder zum Leben zu erwecken. So sieht Sara nur noch einen ungewöhnlichen Ausweg aus ihrer Verzweiflung.

In einem weiteren Strang begeben wir uns in die Gegenwart und lernen die 19jährige Ruthie kennen, die zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Fawn eben in dem Haus wohnt, in dem Sara und Martin gelebt hatten. Ungewöhnliche Dinge passieren. Im Vordergrund steht natürlich das Verschwinden von Ruthies Mutter. Unfreiwillig wird Ruthie zum Mutterersatz für ihre Schwester Fawn und ich finde, dass sie dies fast perfekt macht. Gleichzeitig versucht sie herauszufinden, wo ihre Mutter ist. Und stößt dabei auf ungewöhnliche Hinweise. 

Dann gibt es noch Catherine, eine Künstlerin, die durch einen Autounfall ihren Mann verloren hat. Sie versucht nun herauszufinden, wo ihr Mann seine letzten Stunden verbracht hat und trifft dabei auf ein Tagebuch. Dies gehörte Sara Harrison Shae. 

Wie diese drei Stränge zusammenpassen, wird im Laufe der Geschichte erst klar und so ergibt sich eine spannende Fahrt bis zum Ende des Hörbuches. Auch Elisabeth Günther, die sich immer weiter in mein Innerstes sprach, hatte eine letztendlich wunderbare Art, den verschiedenen Personen Leben einzuhauchen.

Die Spannung baut sich langsam auf und am Ende ergibt sich ein fast überraschendes Bild. 

Die Geschichte an sich ist nichts Neues, die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart auch nicht. Doch war ich letztendlich positiv überrascht, was die Autorin aus der Idee gemacht hat. Es wurde nicht langweilig und bis zum Ende haben die Autorin und auch die Sprecherin es geschafft, mich fesseln zu können.

Fazit: 
Eine gute Mischung aus Fantasy, Thriller und Drama.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Wild Cards - Der höchste Einsatz

George R.R. Martin , Simon Weinert
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 24.10.2016
ISBN 9783764531300
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Wally alias Rustbelt macht sich Sorgen um Lucien, ein Kind aus Afrika, mit dem er eine Brieffreundschaft aufrecht erhält. Doch Wally hat schon länger nichts mehr von Lucien gehört, was sehr ungewöhnlich ist. Der Wunsch, in den Kongo zu reisen, um nach Lucien zu sehen, setzt sich so in Wally fest, wie seine Haut aus Eisen besteht. Zusammen mit dem Ass Gardener alias Jerusha Carter macht er sich auf den Weg dorthin. 
Gleichzeitig finden andere Asse heraus, dass Kinder in Afrika in geheime Labore verschleppt werden. Ihnen wird das Wild Card-Virus injiziert, um eine Armee von Kinder-Assen zu erhalten. Doch schlägt das Virus bei vielen Kinder nur in der Art an, dass sie sich in Joker verwandeln. Für das People`s Paradise of Africa ein Grund, Massenmorde an den Kindern zu begehen. 
Und dann ist da noch Radical, der tödlichste Gegner der Asse, aber auch das mächtigste Ass selbst.

Nach einem genialen Auftakt mit Band 1 "Das Spiel der Spiele" und dem doch sehr enttäuschenden zweiten Teil "Der Sieg der Verlierer" habe ich mich nun dem dritten Teil widmen können - und war wieder völlig gebannt von der Schreibweise, der interessanten Geschichte und dem Spannungsbogen, der sich von Anfang bis Ende aufrecht erhält.

George R.R. Martin und seine Autorenkollegen haben es geschafft, wieder eine actionreiche Geschichte zu schaffen, die mich in den Bann gezogen hat. Ich bin zurückgekehrt ins Wild Card-Universum, in die unendlichen Möglichkeiten, die sich ergeben. Die Mischung aus Fantasy und Science-fiction bietet großen Handlungsraum und jeder Autor, der an der Story beteiligt war, hat sich auch wieder richtig austoben können.

Schon allein die verschiedenenen Asse, die sich die Autoren ausgedacht haben, sind genial. Sei es Bubbles, ein ehemaliges Model, dass nun aus der Haut Blasen entstehen lassen kann und diese durch Kontrolle als Waffe einsetzt. Oder Jonathan Hives, der sich in einen großen Wespenschwarm auflösen kann. Aber auch die Kontrolle über die Toten, diese Fähigkeit hat Hoodoo-Mama. Oder Gardener, die nur Kraft ihrer Gedanken aus jedem Samen eine Pflanze entstehen lassen kann.

Jeder Autor hat sich eine eigene Figur ausgedacht und zusammen haben sie es geschafft, alle miteinander agieren zu lassen.

Die Geschichte an sich ist sehr erschütternd. Kinder werden dazu benutzt, eine Armee aufzustellen. Der ihnen injizierte Wild Card-Virus führt dazu, dass sie entweder zu Assen werden - was aber nur bei wenigen der Fall ist - oder sie werden zu einem sog. Joker. Und wenn sie zu diesem werden, werden sie nicht gebraucht und in Massengräber geworfen. Tausende Kinder kommen dadurch zu Tode und die amerikanischen Asse wie Rustbelt, Gardener, Bubbles, Hoodoo-Mama, Noel, Cameo und Bugsy wollen dies nicht weiter geschehen lassen. Erst machen sie sich unabhängig voneinander auf den Weg in den Kongo, doch letztendlich merken sie, dass sie zusammenarbeiten müssen.

Und dann ist da noch Radical alias Tom Weathers, der sich als mächtigstes Ass erweist und diese Macht natürlich auch dazu ausnutzt, Böses zu tun. Zusammen mit den Geschwistern Nshombo baut er die Armee auf und will damit die Welt überrennen. Er muss aufgehalten werden.

Ich bin immer wieder überrascht, wie es möglich ist, dass viele Autoren zusammen ein Buch schreiben können. Aber es ist geglückt. An "Der höchste Einsatz" waren insgesamt 12 Autoren beteiligt. Dabei hat sich jeder Autor ein oder mehrere Asse ausgedacht. Der bekannteste Autor ist wohl George R. R. Martin, der auch gleichzeitig der Herausgeber ist. Seine Figuren sind: Hoodoo-Mama, Klaus Hausser alias Lohengrin, Jay Ackroyd alias Popinjay, Donation Racine alias Tricolor.

Aber wie gesagt, unendliche Fähigkeiten, unendliche Möglichkeiten. Und so wundert es nicht, dass es im amerikanischen schon etliche Bände zu der Wild Cards-Reihe gibt. Auch wenn ich vom zweiten Band sehr enttäuscht war, mich der dritte aber wieder so richtig mitreißen konnte, bleibe ich der Reihe treu und freue mich auf weitere Erscheinungen. Vor allem, da es sehr interessant ist, dass jedes Buch von anderen Assen handelt bzw. bestimmte Asse in den Mittelpunkt gestellt werden.

Fazit:
Spannend bis zum Schluss. 

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, mystisch, horror, comic

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Cassandra Jean
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2016
ISBN 9783551728265
Genre: Comics

Rezension:


Jakob liebt seinen Großvater, auch weil er ihm immer tolle Geschichten erzählt. Monster, fliegende oder unsichtbare Kinder und ein geheimnisvolles Haus auf einer Insel sind nur Teile der Geschichten. Als der Großvater stirbt, sieht Jakob eines dieser Monster, von denen sein Opa immer erzählt hat. Doch niemand glaubt ihm und auch Jakob denkt langsam, dass er verrückt wird. Als sein Psychiater es für eine gute Idee hält, die Insel aufzusuchen, um sich davon zu überzeugen, dass die Geschichten des Großvaters nur seiner Fantasie entsprungen sind, macht sich Jakob auf, die Wahrheit zu finden.

Zuerst als Roman erschienen, hat die Reihe um die besonderen Kinder nunmehr einen großen Weg zurückgelegt. Mittlerweile als Trilogie erscheinen, gibt es auch einen Film (HIER für mehr Infos), der den ersten Teil abhandelt sowie nun die vorliegende Comic-Adaption mit den wunderschönen Zeichnungen der sehr talentierten Cassandra Jean. 

Auch wenn ich beim Lesen des Romans eigene Bilder im Kopf hatte und auch den Film mittlerweile im Kino gesehen habe, kann die Zeichnerin mich mit ihrer Darstellung vollends überzeugen. Alle Charaktere sind sehr detailgetreu abgebildet, haben ihre eigenen Wesenszüge und es gab mehr als ein Bild, dem ich voll und ganz zustimmen kann.

Hauptsächlich sind die Zeichnungen in tristen Farben gehalten. Als Farbtupfer kommen dann mal blau, grün und gelb ins Spiel. Rot wird spärlich eingesetzt, meist mit mahnender Wirkung oder eben bei den Dingen, die zwingend rot sein müssen.

Das Zusammenspiel von Text und Bild ist perfekt. Ich hatte mehrmals das Gefühl, als wäre das Buch passend zu den Zeichnungen geschrieben worden, wenn ich es nicht einfach besser wüsste. Aber auch der Autor Ransom Riggs schreibt am Ende der Comic-Adaption, dass es Cassandra Jean geschafft habe, die Bilder aus seinem Kopf lebendig werden zu lassen.

Zur Story an sich brauche ich nicht viel zu sagen bzw. ihr könnt es in meiner Rezension zum Roman nachlesen.

Die Besonderheiten der einzelnen Kinder kommen sehr gut zur Geltung und es wurde zeichnerisch sehr gut umgesetzt, wie die Fähigkeiten zu Tage kommen. Manche Kinder wurden etwas vernachlässigt, tun aber auch im ersten Teil nichts großes zur Geschichte beitragen. Der Fokus liegt auf Jake.

Wer Fan der Trilogie ist, muss auch zur Comic-Adaption greifen, da diese für das Kopfkino einfach eine perfekte Ergänzung ist. 

Fazit: 
Die Besonderen Kindern in einem besonderen Buch.

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100 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

skulduggery pleasant, duell der dimensionen, rezension, detektive, derek landy

Skulduggery Pleasant - Duell der Dimensionen

Derek Landy , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.01.2015
ISBN 9783785579053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine neue Gefahr bedroht das beschauliche Irland und letztendlich die gesamte Welt. Viele Sterbliche fangen an, magische Fähigkeiten zu entwickeln. Die meisten Fähigkeiten sind harmlos, doch einigen Jugendlichen steigt die Macht zu Kopf und sie gefährden das Leben anderer. Walküre Unruh und Skulduggery Pleasant finden heraus, wer hinter dem ganzen steckt. Ein Zauberer, der - wie auch Walküre - seinen wahren Namen kennt. Er hat die wahnwitzige Idee, alle Sterbliche zu Zauberern zu machen... ohne Rücksicht auf Verluste. Doch Walküre - die auch noch zufällig zwischen den Dimensionen wechselt - merkt, dass diese neu angestrebte Welt dem Untergang geweiht ist.
Nun hat es Derek Landy geschafft. Der siebte Band konnte mich nicht recht überzeugen. Es war wirr, es war zu viel Handlung, es war einfach "too much". So wirklich zur Handlung hat das Buch erst auf den letzten vier Seiten beigetragen und ich hatte mehrmals beim Lesen das Gefühl, dass es sich hierbei um einen Lückenfüller handelt. Gerade so, als würde dem Autor zur Zeit nichts einfallen, aber Hauptsache mal ein Buch geschrieben.
Es lag nicht am Schreibstil, der war gewohnt sarkastisch, gewohnt gut und gewohnt mein Ding. Nur die Story an sich konnte mich nicht richtig packen. 
Walküre ist zu Anfang sehr gelangweilt, muss sie sich doch um Sterbliche kümmern, die urplötzlich magische Fähigkeiten entwickelt haben. Hier kümmert sie sich zum Beispiel um Jerry, der glaubt, er sei ein Schmetterling. Er kann tatsächlich fliegen, doch will ihm nicht in den Kopf, dass er Magie in sich trägt und so fliegt er eben einfach in der Gegend herum. Das Risiko, dass er gesehen wird, ist natürlich sehr groß und so kommt Walküre zum Einsatz und muss ihn auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Nur blöd, dass Jerry dies nicht kapiert. Walküre wünscht sich mehr Aufregung und bekommt diese auch prompt.
Ab dann wird es rasant. Das Buch strotzt vor Handlung, es gibt kaum Ruhepausen. Viele Personen kommen zum Einsatz. Es gibt mehrere Handlungsstränge. Erst Walküre und Skulduggery, die sich den nun Magie-bessesenen Personen annehmen müssen, dann geht es um vier Jugendliche, die mit ihrer neu gewonnenen Magie Unheil anrichten. Das Sanktuarium wird von Großmeistern überwacht und dann gibt es da noch die Dimensionen-Wechselei von Walküre und ein böser Zauberer mischt auch noch mit. 
Zum Schluss läuft zwar alles zusammen, doch hatte ich das Gefühl, dass es alles nicht so richtig durchdacht war. Es gab einige Ungereimtheiten, der Lesefluss wurde manchmal durch sprunghafte Dialoge gestört. Die Szenen wechselten sehr häufig und es gab Momente, da wusste ich nicht, wo ich mich befand und wer gerade mit wem ein Gespräch führte. 
Zwischendrin gab es kurze Einblendungen vom Zombie-König und Tanith. Doch hilfreich waren diese auch nicht. Im Gegenteil, es haben sich nur noch mehr Fragen aufgetan, die es nun schnellstmöglich zu klären gilt.
Ich hoffe, dass dies im nächsten Band nun auch tatsächlich der Fall ist. 
Am Ende gab es jedoch eine kleine Überraschung, die unheimlich Lust auf den nächsten Band macht. 
Zwei Bände liegen noch vor mir und ich wünsche mir, dass Band 7 einfach nur ein kleiner Ausrutscher war und es in den nächsten Teilen wieder so spannend und interessant wird, wie in den sechs Teilen zuvor.
Fazit:Diesmal nicht so überzeugend.

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119 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alain, Cliff und Margarete wachsen zusammen auf. Während Alain als Sohn einer Künstlerin und eines Sängers behütet aufwächst, Margarete ebenfalls eine schöne Kindheit genießt, ist es Cliff, der sich mit einem trinkenden Vater herumschlagen muss und seiner Mutter hinterhertrauert, der die Karriere wichtiger ist, als ihr Sohn. Eines Tages verschwindet Cliff spurlos. Als er zück nach Berlin kommt, hat sich alles geändert.Denn Cliff ist zum Islam konvertiert und hat sich der IS angeschlossen. Und er plant fürchterliches. Als Alain dahinter kommt, versucht er Cliff an das zu erinnern, was sie früher miteinander verwandt. Dabei kommen alte Gefühle hoch und werden zu neuen Problemen.
Ich bin sehr skeptisch an das Buch herangegangen, das ich in meiner Funktion als Buchflüsterer bei Buecher.de zugesandt bekommen habe. Denn es wird ein aktuelles Thema beleuchtet und in Romanform verpackt: die Bedrohung durch den IS. Mir reichen hier schon die Berichterstattungen in den Medien. Mich dann noch näher damit zu beschäftigen, war mir dann doch suspekt. 
Aber ich bin auch offen für neue Dinge und so ließ ich mich darauf ein. 
Wir begegnen am Anfang dem vierjährigen Alain, der mit seinen Eltern nach Berlin zieht und dort auf Cliff trifft. Cliff, ebenfalls in Alains Alter, ist von der Natur her das genaue Gegenteil von Alain. Trotzdem werden die beiden Freunde. Als dann noch Margarete zu den beiden stößt, könnten die drei eine schöne Kindheit verbringen, wäre da nicht Cliffs Vater, der seinen Frust und seine Depressionen immer wieder an seinem Sohn auslässt. 
Bis dahin ist das Buch eher ein Bericht über die schreckliche Kindheit von Cliff. Verlassen von seiner karrieregeilen Mutter versauert er bei seinem versoffenen Vater und wird immer wieder von Alains Eltern aufgenommen. 
Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Alain, Cliff und Margarete erzählt. Dabei wechselt auch immer wieder die Zeitebene zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. 
Besonders gut gefallen hat mir Cliff in dieser Geschichte. Seine Zerrissenheit ist deutlich spürbar. Seine Kindheit war alles andere als beschaulich. Dass er selbst keine rosige Zukunft vor sich hat, ist sehr sicher. Dass er sich jedoch für einen Weg entscheidet, der so bizarr wie unvernünftig ist, ist ein sehr krasser Weg.
Die Autorin beschreibt ein Szenario, das wahrscheinlich gar nicht so abwegig ist. 
Aber trotzdem war das Buch letztendlich etwas "too much" für mich. Die Autorin setzt meines Erachtens zu viele Dinge auf einmal ein. Erst die schreckliche Kindheit Cliffs, das träumerische Verhalten Alains, die zielstrebige Margarete, Alains Beziehung zu Cliff, Cliffs Nichtbeziehung zu Alain, Cliff und Margarete. Dazwischen immer wieder Alains Eltern und Cliffs selbstzerstörerischer Vater. Der Wechsel zur IS, die Planung des Attentats. Alains Versuch, Cliff zu retten. 
Ich hatte von Antonia Michaelis schon "Nashville oder Das Wolfsspiel" gelesen. Auch hier hat sie sich eines Themas angenommen, welches dramatisch ist. Obdachlose, verübte Morde und die Verwahrlosung eines 11jährigen Jungen. Und doch konnte mich die Geschichte packen.
Mit "Der Attentäter" ist ihr das leider nicht gelungen. Erst das letzte Drittel des Buches war dann interessant und ich wollte wissen, wie Alain, Cliff und Margarete sich letztendlich entscheiden. Und doch hat dies nicht gereicht, mich letztendlich zu überzeugen. Vielleicht aber auch, weil mich das Thema einfach nicht in richtigem Maße interessiert hat.
Fazit:Für Insider des Themas sicherlich interessant.

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60 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, berun, blaustein, krieg, blausteinkriege

Die Blausteinkriege - Sturm aus dem Süden

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453317062
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Intrigen am Hofe des Kaisers von Berun nehmen überhand. Im Süden, im Macouban entsteht ein Aufstand. Alles scheint zu zerbrechen. Und mittendrin versuchen drei Personen alles zu retten. Marten, Sara und Danil haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Schicksal zu verändern. Auf unterschiedlichen Wegen finden sie jedoch heraus, was für die Bedrohung verantwortlich ist. Der wahre Feind gibt sich zu erkennen. Und es scheint keine Hoffnung mehr zu geben...

Vom ersten Teil "Das Erbe von Berun" war ich sehr begeistert, muss aber zugeben, dass ich gebraucht habe, um in den zweiten Teil hineinzukommen. Viele Namen (an die ich mich aus dem ersten Teil leider nicht mehr so erinnern konnte) haben mich sehr verwirrt und ich hätte mir zumindest zu Anfang eine kurze Zusammenfassung des ersten komplexen Teiles gewünscht.

Erst nach und nach ergab sich für mich wieder ein Bild, auch wenn ich mich nicht an alle Einzelheiten mehr erinnern konnte. Und tauchte somit wieder ab in eine gefährliche Welt, die durch einen noch gefährlicheren Feind bedroht wird. 

Und doch konnte mich die Begeisterung, die ich für den ersten Teil empfunden habe, nicht mehr so recht einholen. Mir fehlte etwas. Der Zauber, der mich gefangen hatte, war irgendwie, na ja... weg. 
Die Figuren blieben mir fremd und für manche, die ich in Band 1 noch sehr sympathisch fand, konnte ich gar nichts mehr empfinden. 

Die Geschichte an sich war spannend. Die Entwicklungen, die sich auftun, sind jedoch wieder sehr komplex und im Moment scheue ich mich regelrecht davor, zum dritten Band zu greifen, wenn dieser erscheint. Ich habe Angst, dass ich mich dann komplett ausklinke und die Geschichte nicht mehr auf mich einwirken kann. 

Wieder hat es mir sehr gut gefallen, dass die Autoren mit wenig Fantasieelementen eine Fantasy-Geschichte geschaffen haben. Magie wird nur spärlich (jedoch mehr als im ersten Band) eingesetzt. Es geht eher um das Zwischenmenschliche bzw. die Gefahr, die von außen hereinbricht. Der wahre Feind wird realisiert und nun muss herausgefunden werden, wie man ihn bekämpft.

Die Geschichte wirkt düsterer, was wohl auch die Gefahr symbolisieren soll, die droht. Alles scheint ins Bodenlose zu stürzen und doch gibt es Hoffnungsschimmer, die an manchen Ecken leuchten und nur weiter entzündet werden müssen.

Fazit:
Nicht so recht überzeugend, das gewisse Etwas fehlte. 

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196 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

familie, liebe, anna mcpartlin, roman, irgendwo im glück

Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499272233
Genre: Romane

Rezension:

Maisie Bean hat eine schreckliche Ehe hinter sich. Gewalt und Demütigung lag an der Tagesordnung. Doch sie konnte sich aus der Ehe retten und führt nun zusammen mit ihren beiden Kinder Jeremy und Valerie sowie ihrer demenzkranken Mutter Bridie ein neues Leben. Maisie müht sich ab, die Familie mit zwei Jobs und der Pflege der Mutter am Laufen zu halten. Sie hat Hilfe durch ihren Sohn Jeremy, der mit seinen 16 Jahren schon sehr erwachsen zu sein scheint. Zumindest in den Augen der anderen. Aber er hat auch seine Ängste und Sorgen, aus Pflichtgefühl gegenüber seiner Familie versucht er diese jedoch zu verbergen und den "starken Mann" zu markieren.Und dann passiert das Undenkliche: Jeremy verschwindet. 
Wer die Bücher von Anna McPartlin kennt, weiß, dass diese nicht gerade leichte Kost sind. Es geht um den Tod, verlorene Liebe, neue Anfänge und Schicksalsschläge. Die Protagonisten durchleiden einiges, müssen neu ins Leben finden und stecken so vieles ein, dass sie nicht verdient haben. Und doch steckt in den Büchern eine Leichtigkeit, die ich gar nicht so richtig beschreiben kann.
Auch hier in "Irgendwo im Glück" ist es so, dass die Protagonistin Maisie eine schreckliche Vergangenheit hat. Ihr Mann war brutal, hat sie geschlagen, gedemütigt und ihr das Leben zur Hölle gemacht. Doch sie hat aus diesem Leben herausgefunden und zusammen mit ihren beiden Kindern,  Jeremy und Valerie und ihrer Mutter Bridie einen Neuanfang gewagt.
Nun, ein paar Jahre später, hat sie es geschafft, wieder ein geregeltes Leben zu führen. Ihre Kinder Jeremy und Valerie sind nun 16 bzw. 12 Jahre alt und helfen ihr so gut es geht. Vor allem Jeremy ist sehr gewissenhaft und unterstützt seine Mutter vor allem mit der nun dementen Bridie, die nicht nur durch die Vergesslichkeit, sondern auch durch ihr oft aggressives Verhalten gegenüber Maisie eine große Last geworden ist.Doch Maisie gibt sie nicht auf. Sie erträgt es, dass ihre Mutter manchmal nicht mehr weiß, wer Maisie ist und aus Angst auf sie einschlägt. 
Maisie ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie hat ihren Lebensmut nie verloren, hat sich immer wieder selbst aus der Tiefe heraufgeholt und versucht, dies auch an ihre Kinder weiterzugeben. Maisie nimmt vieles auf sich, findet Lösungen und bietet ihren beiden Kindern vor allem eine Familie. Zwar ohne Vater, dafür aber mit viel Liebe, viel Geborgenheit und vor allem mit einem offenen Ohr. 
Valerie sieht dies manchmal nicht so. Sie ist etwas zickig, was aber an der beginnenden Pubertät liegt.  Trotzdem lernt sie zu schätzen, was ihre Mutter für sie tut. Gleichzeitig will sie jedoch auch ihren Vater sehen, von dem jedoch keiner weiß, wo er sich aufhält. Verständlich, aber für ihre Mutter Maisie nicht gänzlich nachvollziehbar.
Als dann der Ruhepol der Familie, Jeremy, verschwindet, fängt ein neues Kapitel an. Wieder holt die dunkle Zeit Maisie ein. Doch es gibt für sie etwas, dass nicht in Frage kommt: aufgeben. 
Hilfe bekommt sie dabei von dem netten Polizisten Fred Brennan. Erst denkt Maisie, dass er schuld daran ist, dass Jeremy abgehauen ist, doch nach und nach ergibt sich ein schreckliches Bild.
Die Umstände für das Verschwinden sind furchtbar und damit schneidet die Autorin ein Thema an, dass in unserer heutigen Zeit leider immer noch gerne totgeschwiegen wird, obwohl es zu unserem Alltag mittlerweile dazugehört. 
Mit sehr einfühlsamen Worten, einer fesselnden, leichten Schreibweise und vor allem mit den ungewöhnlichen Mischungen der Themen schafft es die Autorin, mich so dermaßen in den Bann zu ziehen, dass die 464 Seiten nur so im Flug vergehen. Ich fühlte mich fast geborgen. Alle (guten) Charaktere waren sympathisch, authentisch. Ich habe sie alle lieb gewonnen.

Maisie und ihre Familie finden einen Weg und sind dann "Irgendwie im Glück".
Fazit:Ein herzzerreissendes Buch voll Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt.

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fantasy, derek landy, skulduggery pleasant, magie, jugendbuch

Skulduggery Pleasant - Passage der Totenbeschwörer

Derek Landy , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785579046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Angriff der Restanten haben Skulduggery Pleasant und Walküre Unruh so einiges zu tun. Eigentlich wollen sie sich auf die Suche nach Tanith Low machen, doch plötzlich gibt es eine Ernennung der besonderen Art. Melancholia St. Clair ist der Todbringer und nicht - wie gedacht - Walküre. Dies bringt natürlich alle durcheinander, macht es für Walküre jedoch auch etwas einfacher... denkt sie. Denn nun kommt ans Licht, was passiert, wenn der Todbringer die Passage der Totenbeschwörer öffnet. Die Hälfte der gesamten Menschheit würde sterben. Und so stürzen sich Skulduggery und Walküre in ihre nächste Mission - ohne zu wissen, dass dadurch dunkle Geheimnisse an die Oberfläche schwappen.
Es ist immer wieder so: wenn man denkt, man kennt sich so langsam in der Welt aus, die der Autor geschaffen hat, kommen Wendungen und Überraschungen, die einem die Luft nehmen und man sich wieder so richtig in ein neues Abenteuer stürzen kann. Auch Derek Landy schafft das mit dem mittlerweile sechsten Teil der Reihe rund um den Skelettdetektiv Skulduggery Pleasant und seine Partnerin Walküre Unruh.
Je weiter man sich in Skulduggerys und Walküres Welt hineinbewegt, umso vielschichtiger, tiefer und düsterer wird diese. Und so hat der Autor natürlich jede Menge schriftstellerische Freiheit, die er auch komplett ausnutzt und somit immer wieder Geschichten aufs Papier bringt, die einem in den Bann ziehen und man das Gefühl hat, dass man eben erst mit dem Buch angefangen hat und plötzlich schon die letzte Seite liest. Man vertieft sich in die Story, leidet mit den Charakteren mit, versucht, sich selbst ein Bild von den Bösen und Guten zu machen und ist letztendlich total verwirrt, weil dann doch wieder alles über den Haufen geworfen wird und sich Unmögliches auftut und die Guten böse sind und die Bösen gut. 
Diesmal muss ich besonders Walküre hervorheben. Sie macht eine deutliche Veränderung durch. Erstens, weil sie nun eine große Schwester ist und sich ständig Sorgen um ihre kleine Schwester Alison macht. Und auch, weil sie endlich merkt, dass sie so nicht weiterleben kann.Ebenso stellt sie auch ihr Verhältnis zu ihrem Spiegelbild in Frage. Ihr "Spiegelbild" (eine Kopie (ein Klon?) ihrer selbst) führt ihr "normales Leben", also Schule, Familie und Freunde, so dass Walküre zusammen mit Skulduggery ihre Ausbildung zum Totenbeschwörer bzw. detektivische Forschungen ausführen kann. Das Spiegelbild jedoch bekommt immer mehr ein eigenes Leben und droht so ihren Platz in der Familie zu übernehmen.
Im sechsten Band der Reihe gibt es außerdem einige Geheimnisse, die aufgedeckt werden. Viele waren überraschend, eigentlich alle und so ergeben sich natürlich einige neue Möglichkeiten, die der Autor auch garantiert in die nächsten Bände mit einfließen lässt. 
Ich bin nun sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht. Vor allem, wie mit der Tatsache umgegangen wird, dass Tanith Low von einem Restanten besessen ist. Und ob Walküre und Skulduggery es schaffen, Tanith zu befreien.
Skulduggery kam mir in diesem Band ungewohnt rührselig vor. Diese Rührseligkeit versteckte er zwar gut in seinen gewohnten sarkastischen Bemerkungen, aber es gab Momente, da hatte selbst ich einen Kloß im Hals, weil es Skulduggery gar nicht ähnlich sieht, sich so zu verhalten. 
Erst am Ende des Buches wird einem klar, warum dies so ist. Die Idee fand ich hervorragend und ich muss zugeben, dass ich die ganze Zeit keinerlei Ahnung hatte und der Autor mich so wieder mal überraschen konnte. 
Diesmal kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Walküre, eigentlich mit Fletcher liiert, verfällt den Reizen des smarten Vampire Caelans und ist sich nun gar nicht mehr sicher, ob sie überhaupt so gut dran ist, wenn sie einen Freund hat. Ihre Gefühle spielen verrückt und letztendlich weiß sie gar nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Diese Dreiecksbeziehung zerrt heftig an ihren Nerven. Und führt zu Unvermeidlichem.
Auch Walküres Familie ist diesmal mehr in die Geschichte eingespannt und auch hier erwartet einem eine Wendung, die so einigen Spielraum zulässt. Hier bin ich sehr gespannt, wo diese Entwicklung hinführt und vor allem, was diese für Walküre selbst bedeutet.
Walküre und Skulduggery haben aber nicht nur mit Familienproblemen, verliebten Vampiren, dunklen Geheimnissen, einer Todbringerin der besonderen Art und natürlich den typischen Problemen zu tun, sondern auch noch mit einem Journalisten, der irgendwie durch Zufall mit in die ganze Sache hineingerät. Und die Bombe platzen lassen könnte.
Fazit:Ein typisches Skulduggery Pleasant-Buch mit allem, was den sarkastischen Skelettdetektiv, seine Partnerin Walküre und die Zaubererwelt von Irland so ausmacht. 

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thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Emma ist traumarisiert. Nach einer Vergewaltigung durch den "Friseur" vermummt sie sich zu Hause und traut sich nicht mehr hinaus. Ihre Leben besteht nunmehr aus Ängsten, Onlinebestellungen und der Internetsuche nach dem Mann, der ihr Gewalt angetan hat. Als sie eines Tages ein Paket für ihren Nachbarn annimmt, stellt sich heraus, dass der Alptraum, in dem Emma lebt, noch lange nicht zu Ende ist.

Wie immer ist es ein sehnsüchtiges Warten auf einen neuen Sebastian Fitzek. Nachdem ich von den letzten Büchern nicht mehr so ganz überzeugt war, hatte ich natürlich jetzt hohe Erwartungen an die Geschichte. Doch ich kann gleich von vornherein sagen, dass mit "Das Paket" meiner Meinung nach "der alte Fitzek" wieder da ist. 

Zuerst möchte ich noch auf das eigentliche Buch eingehen. Es ist ja immer wieder eine kleine Schnitzeljagd, herauszufinden, was denn an dem Buch an sich so besonderes ist. Seien es kleine Post it-Zettel, leuchtende Cover oder versteckte Botschaften. Immer wieder gibt es kleine Gimmicks, die das Buch schon selbst zu etwas Besonderem machen. Diesmal ist es so, dass das Buch selbst als "Paket" verpackt ist. Um an das Buch zu gelangen, muss es erst einmal ausgepackt werden.

So bekommt man noch mehr Lust, sich der eigentliche Geschichten zu widmen.

Aber nun komme ich zu dem Inhalt.
Die Protagonistin Emma ist Psychologin. Eigentlich kommen zu ihr Menschen, die Probleme mit ihrer Psyche haben. Nie hätte sie gedacht, dass sie einmal damit Probleme haben könnte. Doch nach einer Vergewaltigung durch den "Friseur" fängt sie an, sich einzuigeln. Sie verschanzt sich in ihrem Haus, geht nicht mehr nach draußen und verlässt sich ganz und gar auf Onlinebestellungen und den Informationen, die sie im Internet erhält. 

Als sie - entgegen ihren Gewohnheiten - für ihren Nachbarn ein Paket annimmt, aber genau weiß, dass derjenige, der auf dem Adressfeld steht, dort gar nicht wohnt, schwant ihr Übles. Und so kommt es zum nächsten Albtraum in ihrem Leben.

Der Autor fängt gewohnt ruhig damit an, zu erklären, warum Emma in den Abgrund stürzt und legt nach und nach offen, wie es zu allem kam. Dies jedoch nicht auf einem geraden Weg, sondern in solch einem Zick-Zack, dass man nach der Hälfte des Buches wieder auf verlorenem Posten steht und nicht weiß, wo hinten und vorne ist.

Diese Verwirrtaktik beherrscht Sebastian Fitzek wie kein zweiter. Ständig hatte ich Jemanden in Verdacht, der es dann doch nicht war und die eigentliche Person, die an allem die Schuld trägt, ist wieder überraschend diejenige, der ich es am wenigsten zugetraut hätte. Auch die Art der Überführung ist schlau ausgedacht. 

Der Schreibstil des Autors hat mich wieder fesseln können und so war ich auch innerhalb kürzester Zeit wieder durch das Buch durch - natürlich mit Schuldgefühlen, den neuen Fitzek nicht in der Art genossen zu haben, in der er es verdient hat. Aber es war eben zu spannend.

Jedoch gibt es auch Kritikpunkte. VORSICHT SPOILER: Gerade Emmas Kindheit konnte mich nicht richtig überzeugen. Vor allem ihre Vorstellung eines Geistes namens Arthur, der in ihrem Wandschrank lebt und sich für sie einsetzt, wenn ihr Vater mal wieder in Wutausbrüche verfällt, war für mich sehr weit hergeholt. Ebenso, dass Emma nicht herausfand, dass es wirklich ein Mensch ist, der sich dort Nacht für Nacht versteckt. Dies führt zu einigem Punkteabzug, da ich mir nicht vorstellen kann, dass dies über Jahre hinweg unentdeckt bleiben kann. 

Emma an sich fand ich sehr gut dargestellt. Ihre Ängste nach dem Angriff des "Friseurs" waren gut nachvollziehbar. Mit dem alten Leben weiterzumachen, ist natürlich undenkbar. Sie muss langsam wieder hineinfinden und versuchen, ihre Zwangsvorstellungen zu unterdrücken.
Dafür blieben aber andere Figuren eher blass. Vorneweg Emmas Ehemann Philipp, der als Polizist auch ein aufregendes Leben führt. Doch so richtig konnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Auch wenn er eine wichtige Rolle spielt, war er für mich doch eher eine Figur, die mal so nebenbei in die Geschichte miteingebracht wurde.

Auch gab es zwei, drei Szenen, mit denen ich mich nicht so anfreunden konnte. Die Intensität, die diese Szenen in der Geschichte einnahmen, waren fast zu viel des Guten und in meinen Augen auch nur dazu da, die Geschichte noch etwas in die Länge zu ziehen.

Ansonsten jedoch bin ich begeistert, dass der Autor wieder zum alten Niveau gefunden hat und nach den etwas enttäuschenden Romanen wie "Das Joshua-Profil" und "Die Blutschule" (unter dem Pseudonym Max Rhode) wieder auf das altbewährte Schema zurückgegriffen hat. So macht das Lesen von Thrillern Spaß - an der Nase herumgeführt werden bis zum Schluss.

Fazit:
Spannender Thriller mit Nervenkitzel.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

casting, kampf, dystopie, familie, spiele

Casting: Spiel ums Leben

Yvonne Richter
E-Buch Text: 202 Seiten
Erschienen bei Fabulus-Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788043
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lovis und Jo leben in einer Welt, die von Castings beherrscht wird. Wenn man das Casting gewinnt, erhält man einen guten Preis. Essen, Wohnung oder Schule, alles kann gewonnen werden. Doch man muss dafür einiges tun. Es geht klassisch, wie z. B. singen, kochen oder mit seinen Talenten angeben. Aber je höher der Einsatz, umso besser auch der Gewinn. Die Welt besteht nur noch daraus, zu bestehen oder gnadenlos unterzugehen. Wer nichts kann, wird ausgemustert. Lovis und Jo wollen ausbrechen und versuchen einen Weg zu finden, sich aus dem System zu befreien und trotzdem ein gutes Leben zu führen. 
Für diese Rezension muss ich etwas weiter ausholen. Zuerst war ich überrascht, mit welch "kindlicher" Sprache die Geschichte doch erzählt wird. Nach Beendigung des Buches kann ich deutlich sagen, dass es sich eher um ein dystopisches Kinderbuch handelt. Erwartet hatte ich jedoch eine Dystopie für Teenager bzw. junge Erwachsene. Und mit etwas mehr Härte, Brutalität und "Düsternis".
In kurzen, einfachen Sätzen wird die Story erzählt. Hierbei wird allerdings nicht viel Wert auf die Beschreibung der Umgebung oder der Orte gelegt (außer in der zweiten Hälfte des Buches, aber auch nicht so ausgeprägt wie gewünscht), sondern eher auf das Miteinander der einzelnen Charaktere bzw. die Castings. 
Lovis und Jo sind zwei Jugendliche, die sich mit eben diesen Castings über Wasser halten. Diese Castings scheinen allerdings eher Spielshows zu sein, bei denen der Gewinner eben einen Preis erhält, der es ihm möglich macht, seine Zukunft oder seinen Unterhalt zu gestalten. Gewinne sind z. B. eine Wohnung (für einen begrenzten Zeitraum), Essen, Kleidung oder auch ein Schulbesuch. Je "intensiver" das Casting, umso höher auch der Preis. Lovis hat schon einiges gewinnen können, doch zusammen mit Jo, die er bei einem Casting kennenlernt, bei dem es Essen zu gewinnen gibt, versucht er nun, aus dem System auszubrechen und einen Weg zu finden, ein Leben zu führen, ohne ständig an irgendwelchen Spielen teilnehmen zu müssen.
Die Grundidee fand ich sehr ansprechend, nur leider hat es in meinen Augen nicht so mit der Umsetzung geklappt. Dies lag teilweise auch daran, dass das Buch eben sehr kindgerecht gehalten wurde. Auch der Zusatz "Spiel ums Leben" ist für mich falsch gewählt. Denn eigentlich geht es zu keiner Zeit darum, dass jemand sein Leben gefährdet. Gewinnt man nicht, geht man eben leer aus und probiert es bei einer anderen Show.
Lovis und Jo blieben mir auch etwas fremd. Sie sind zwar sehr forsch und auch clever, stürzen sich in Abenteuer und versuchen, ihre Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen, doch konnte ich keinen Bezug zu ihnen herstellen. Sie bleiben blass. Ihr Verhalten war für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Auch war es mir unklar, warum die Erwachsenen sich so sehr von den Kindern bevormunden lassen. Wenn Lovis, Jo und deren Freunde eine Idee hatten, wurde diese von den Erwachsenen anstandslos angenommenen und umgesetzt. Die Autorität wurde dadurch untergraben und es kam mir am Ende so vor, als wären die Erwachsenen die "Dummen", die keine Ahnung hätten und auf die Jugendlichen angewiesen sind.
Auch die Entwicklung dieser dystopischen Welt ist mir etwas zu "schnelllebig". Lovis z. B. kann sich noch erinnern, mit seiner Mutter in einem Haus mit Garten gewohnt zu haben. Aber als die Castings überhand nahmen, wurde alles umgekrempelt und Lovis Mutter arbeitet nun in einer Fabrik, hat ein kleines Kämmerchen für sich zum Schlafen und ihr Sohn pendelt munter von einem Casting zum nächsten, um sich über Wasser zu halten. 
Aber auch bei den anderen Kindern, die nach und nach auftauchen, ist dies so. Viele haben keine Eltern mehr (warum, wird nie erwähnt). Auch sie schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Wer keine Wohnung hat, muss im Park schlafen. Wer kein Essen hat, muss es sich erbetteln oder stehlen. Und irgendwie scheint alles so einfach gestrickt, jeder nimmt dies wortlos hin. Dass es aber vor kurzem (ich denke in etwa 10 Jahre) noch normal war, dass jeder ein geregeltes Leben mit Dach über dem Kopf und Job hat, ist wie aus dem Gedächtnis gelöscht.
Wie gesagt, die Grundidee ist gut, die Details sind jedoch nicht ausgereift. Als Kind würde ich wahrscheinlich gar nicht so viel Sachen in Frage stellen, weshalb ich das Buch - wie oben schon geschrieben - eher als Kinderbuch ansehen würde. Als Erwachsener fehlen mir jedoch die Tiefe, die Ursache sowie weitreichende Erklärungen zu dem Wieso und dem Weshalb.
Die gewählten Namen der Charaktere waren ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig. Allen voran schon "Lovis", der Name des Hauptcharakters. Aber auch die Castingmenschen hatten Namen, bei denen ich mehrmals den Kopf schütteln musste. Kami Katze, QuasselnStrippe oder gar Herr Kon To waren dann doch zuviel des Guten und ich werte das Buch nun endgültig als eine Kindergeschichte ab.
Die Aufmachung des Buches muss ich jedoch wieder positiv bewerten. Alles ist lilafarben gehalten und der Schnitt ist ebenfalls sehenswert. Er ist in rosa gehalten und so wirkt das Buch von außen her sehr edel aufgemacht. 
Das Ende war dann doch etwas überraschend, jedoch viel zu schnell. Auch hier hätte ich mir gerne etwas mehr Erklärung gewünscht.
Fazit:Schade, dass die Idee nicht so gut mit der Umsetzung harmoniert. 

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

game of thrones, mittelalter, sachbuch, georgerrmartin, geschichte

Winter is Coming

Carolyne Larrington , Jörg Fündling
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2016
ISBN 9783806233506
Genre: Sachbücher

Rezension:


- Gewinn oder stirb! - So könnte man kurz und knapp "Das Lied von Eis und Feuer" beschreiben. Wenn Du das Spiel um die Throne nicht mitspielst, dann bist du verloren. Die Faszination um diese Reihe streut sich über die ganze Welt und dies schon seit geraumer Zeit. Die Autorin Carolyne Larrington hat sich diesem Phänomen von einer Seite angenähert. Ihre Interpretation der "Bekannten Welt" zeigt die historischen Hintergründe rund um das fantastische Universum geschaffen von George R. R. Martin.

Nach einen einleitenden Vorwort um die Hintergründe für dieses Buch, widmet sich die Autorin in fünf Kapitel den wichtigsten Themen rund um Game of Thrones.

In Kapitel 1 beispielsweise geht es in Herz des Landes. Es wird angeführt, wie der Rang, die Herkunft und die Ehre der einzelnen Personen und Häuser gehandelt werden. Die Ehre ist dabei sehr groß, wie es sich für Ritter eben ziemt. Doch es gibt natürlich die berühmten Ausnahmen.
Und so werden Vergleiche gezogen zwischen den Buchcharakteren und den historischen Persönlichkeiten unserer Geschichte. Insbesondere die Rosenkriege sind ein Vorbild für den Autor George R.R. Martin gewesen. Dies zeigt sich auch in den Namensähnlichkeiten (York = Stark, Lancaster = Lennister). Das englische 15. Jahrhundert strotzte geradezu vor Ideen für diese Buchreihe.

Hinter allen Charakteren stehen historische Persönlichkeiten - laut der Autorin Carolyne Larrington. Und so findet sich auch ein reales Pendant zu jedem. Diese Interpretation finde ich sehr gelungen und es war interessant zu lesen, wen die Autorin wem zuordnet. Bei manchen stand ich voll und ganz hinter ihr, bei anderen fand ich es weit hergeholt, bis... ja, bis die Autorin glaubhaft ausholte und mich letztendlich dann doch überzeugte. 

Aber es werden auch weitere Themen angesprochen, vor allem dann in den Kapiteln 2 bis 5. Es geht unter anderem um die verschiedenen Orte der uns Bekannten Welt, so z. B. die Eiseninseln, die Mauer, Winterfell, Königsmund oder auch den Nachbarkontinten Essos mit den Städten Braavos, Meeren und Volantis. Aber auch die Häuser werden angesprochen: Baratheon, Stark, Lennister, Targaryen sowie einzelne Personen (Jon Snow, Tyrion Lennister, Cersei Lennister, Daenerys Targaryen usw.).

So vergleicht die Autorin z. B. die Nachtwache mit den Tempelrittern. Dieser Vergleich hat mir besonders gut gefallen, hatte ich selbst schon während des Lesens der Bücher daran denken müssen.
Aber auch der Norden, der Westen und der Osten werden beleuchtet. Auch jenseits der Meerenge halten wir uns auf. Es wird alles analysiert und es werden Parallelen gezogen. 

Das Buch endet mit einem Nachwort der Autorin, in welchem sie persönlich Spekulationen aufstellt, wie es denn nun weitergehen könnte. Sehr interessante Ansätze sind dabei herausgekommen und haben mich persönlich auch zum Nachdenken angeregt.

Es werden viele Passagen aus den Büchern und aus der Serie zitatenweise erwähnt, so dass ich das Buch nur den Lesern empfehlen kann, die die Serie ganz gesehen oder alle Bücher gelesen haben. Ansonsten sind massive Spoiler vorhanden. Zwar werden einige Spoiler aus der sechsten Staffel mit einem Vogel am Rande gekennzeichnet, doch sind diese in meinen Augen zu vernachlässigen. Das ganze Buch ist eigentlich ein großer Spoiler, wenn man nicht in der Materie drin ist. 

Ich kann es eigentlich nur als Beiwerk empfehlen, als sehr gute Ergänzung zu der Buchreihe oder eben der Serie. 

Die Schreibweise der Autorin ist sehr fesselnd, obwohl es sich ja um ein Sachbuch handelt. Es ist eine richtig gute Mischung aus der Zusammenfassung der einzelnen Bände und historischen Begebenheiten und Persönlichkeiten. Ich konnte sehr viel lernen und auch sehr viele Zusammenhänge sehen, über die ich mir vorher keinerlei Gedanken gemacht habe. So werde ich bestimmt einiges nun mit anderen Augen sehen.

Fazit:
Ein gut durchdachtes Buch als interessante Ergänzung zum Game of Thrones-Universum.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

elfe, glitzervögel, blueberry, magie, yolanda

Die Magie der Bücher (Kurzgeschichten)

Nadja Losbohm
E-Buch Text: 54 Seiten
Erschienen bei null, 17.10.2016
ISBN B01M0OUNRT
Genre: Fantasy

Rezension:

Magische Bücher gibt es wirklich. Dies merke ich Tag für Tag aufs Neue. Bücher ziehen einem in den Bann, lassen die Realität verschwinden, entführen in fremde Welten, lassen uns untertauchen und zeigen uns immer wieder, dass die Liebe zum geschriebenen Wort Berge versetzen kann.
In der Anthologie der Autorin zeigt auch sie ihre Liebe zum Schreiben und ihre Liebe zu den magischen Büchern.
In vier Kurzgeschichten ist so einiges Traumhaftes und Magisches versteckt.Es ist eine Freude, die Geschichten zu lesen, die durch so vieles herausstechen. Sei es die Einfachheit, der Aussage, die hinter den Geschichten steckt; die Liebe zu den kleinen Details, die die Storys einzigartig machen. Oder die magischen Momente, die erzählt werden.
In "Die Zauberspiegel" geht es um zwei Königreiche, die zwar gegenseitig voneinander wissen, aber noch keiner zeigte wirklich Interesse, das andere Reich zu besuchen. Als die beiden Königskinder Rosalind und Arian jedoch einen Weg finden, dies ändern zu können, setzen sie alles daran, einander persönlich kennenzulernen. "Die Zauberspiegel" ist die längste Kurzgeschichte der Anthologie und auch die aussagekräftigste.
Mit der Kurzgeschichte "Yolanda" wird man auf einen Weg ins Ungewisse geschickt und erst am Ende mit einem Aha-Effekt entlassen.
"Blueberry's wundersame Reise ins Land der Glitzervögel" hat die Autorin - glaube ich - nur für mich geschrieben. Denn die Story sagt genau das aus, was ich fühle, wenn ich mich in ein Buch vertiefe. Diese Kurzgeschichte gehört zu meinen persönlichen Lieblingen in dieser Anthologie.
Die letzte Story heißt "Die lesende Elfe", ein kurzes Märchen auf drei oder vier Seiten, das einfach nur zuckersüß ist.
Insgesamt hat mir die Anthologie sehr gut gefallen, geht es doch in jeder um magische Bücher und vor allem auch darum, Träume zu haben und zu versuchen, diese Träume auch wahr werden zu lassen. Eine Aussage, die in meinen Augen sehr wichtig ist.
Die Autorin jedenfalls hat sich ihren Traum erfüllt - ihren Traum vom Schreiben. Dies hat sie ja auch schon eindrucksvoll mit ihrer Reihe "Die Jägerin" sowie dem Fantasy-Roman "Alaspis" bewiesen. Aber auch mit ihrem Kinderbuch um den "Hamster Stopfdichvoll" bringt die Kinderherzen zum Leuchten und zum Lachen.
Verraten kann ich, dass die Autorin auch an einem historischen Fantasyroman arbeitet, auf den ich persönlich schon sehr gespannt warte.
Fazit:Magische Welten, magische Bücher, magische Geschichten. 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

nordmeer, philosophie, das buch vom meer, freundschaft, wissen

Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Morten A. Strøksnes , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 29.08.2016
ISBN 9783421047397
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zwei Freunde, ein Boot, ein Eishai und das Meer... Der Erzähler und sein Freund Hugo haben sich vorgenommen, einen Eishai zu fangen, in einem Schlauchboot, auf dem Meer, in Norwegen. Und so fängt eine Geschichte an, die die Liebe zum Meer zeigt. 
Das Buch ist vieles: eine Erzählung über die Liebe zum Meer und dessen Bewohner. Eine Hommage an die Erde, die so ist, wie sie ist. Ein Bildnis des Lebens und der Freundschaft. Aber vor allem ist es ungewöhnlich. Ungewöhnlich liebevoll, ungewöhnlich anders, ungewöhnlich schön.
Die eigentliche Geschichte, das Fangen des Eishais, tritt in den Hintergrund und wird mehr nebenbei erzählt. Im Vordergrund stehen unzählige kleine Erzählungen über "unnütze" und doch hochinteressante Dinge. Allen voran die vielen Vergleiche, die gezogen werden. Hier zuerst das Meer und das Weltall. Der Autor, der auch gleichzeitig der Erzähler ist, hat sich in viele Dinge eingelesen und gibt diese in dem Buch wieder. Es ist vieles. Kleine Geschichten aus der norwegische Geschichte, man erfährt einiges über den Walfang, Leuchttürme, Norwegen, historische Persönlichkeiten (Wissenschaftler, Autoren, Seefahrer) oder eben das Leben in Norwegen. Dramatische Ereignisse wie auch erfreuliche Erlebnisse finden einen Weg in die Erzählung.
Diese "Zwischeninfos" verdrängen eben die eigentliche Geschichte über die beiden Hauptcharaktere Hugo und den Erzähler. Die ständigen Abschweifungen von dem Hauptthema sind jedoch zeitweise richtig spannend und haben auch ständig das gleiche Thema: das Meer.
Unzählige Fußnoten runden die Geschichte ab. Hier störte mich jedoch, dass ich ständig auf die letzten Seiten blättern musste, um die Fußnoten zu lesen. Nach ungefähr der Hälfte des Buches hörte ich damit jedoch auf. Ich hätte mir gewünscht, die Fußnoten auf der zugehörigen Seite lesen zu können. Dies war jedoch aufgrund der Länge mancher Fußnoten nicht möglich.
Eigentlich ist das Buch kein Roman, sondern ein Sachbuch über das Meer und die damit verwandten Themen. Auch skurrile Dinge werden erzählt. Wusstet Ihr, dass bis ins 19. Jahrhundert hinein, Tiere angeklagt und ihnen der Prozess gemacht wurde?
Ich finde es schön, wie der Autor das Meer mit alltäglichen Dingen vergleicht. So z. B. vergleicht er Wassermoleküle mit Buchstaben, die sich zu Worten (Wasser) zusammensetzen, ganze Wörter bilden und letztendlich in Büchern (Meer) enden und damit wunderbare Geschichten erzählen. Aber auch mit Musik wird das Meer verglichen. Mythen, Sagen und Geschichten werden erwähnt. 
Der Autor ist ein wahrer Wortvirtuose und mach aus einfachen Sätzen richtige Kunstwerke. Alles zeigt eins: Wir sind nur ein kleiner Teil in der unermesslichen Weite des Alls. Und doch sind wir einzigartig und groß.
Es scheint ganz so, als hätte der Autor alles aufgesaugt, was auch nur im Entferntesten mit dem Meer zu tun hat.Aber auch negative Dinge werden erwähnt. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes, der Rückgang des Fischfangs, Überfischung, Tote, Unglücke, Untergang von Schiffen, Not, Elend. 
Das Buch an sich muss ich auch noch erwähnen. Es liegt wunderbar in der Hand, was nicht zuletzt auch an der Größe liegt. Es ist etwas kleiner als normale Bücher und der Einband fühlt sich weich und samtig an, da es in Leinen gebunden ist. 
Fazit:Eine wundervolles Buch mit vielen kleinen Untertönen und einer wunderbaren Geschichte über das Leben, das Meer und einen Eishai. 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

www.die-rezensentin.de, emons, thriller, ch: thriller

Kräherwald

Sina Beerwald
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783954519828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tessas Leben ist ein einziges Chaos. Nach der Trennung von ihrem Mann ist sie alleinerziehende Mutter eines 3jährigen Sohnes. Da sie beruflich als Journalistin sehr eingespannt ist, kümmert sich die Tagesoma Frau Rose um ihren Sohn. Und ihr Ex-Mann Philip hat sich zu einem Stalker entwickelt. Als sie dann auch noch eine Leiche am Ufer des Neckars entdeckt, scheint alles vollständig aus den Fugen zu geraten. Tom, ein Freund von Tessa, arbeitet bei der Polizei und liefert Erkenntnisse über den Mord, der mit einem länger zurückliegenden Leichenfund in Verbindung zu stehen scheint. Aber dann gerät Tessas Sohn Julian in das Visier des Serienmörders.
Spannende Geschichten legt man selten aus der Hand. Sie fesseln einen, unterhalten und lassen uns in eine Realität eintauchen, die wir hoffentlich nie erleben werden. So schafft es auch die Autorin, eine spannende Story zu schreiben und mich an das Buch zu fesseln. 
Wir lernen Tessa kennen, die ein für sie sehr unzufriedenes Leben führt. Sie hat sich von ihrem Ex-Mann getrennt, der jedoch die Trennung nicht akzeptieren will und sich zum Stalker entwickelt. Außerdem ist sie verantwortlich für ihren 3jährigen Sohn. Dieser ist jedoch mehr bei seiner Tagesoma Frau Rose. Der Job als Journalistin fordert sie auch. Dann ist da noch Tom, ihr Nachbar und bester Freund... und Leander, den sie erst vor kurzem über Facebook kennengelernt hat.Zu allem Überfluss findet sie auch noch eine Leiche im Neckar. Ein junges Mädchen, angebunden an einen Sonnenschirmständer, eingewickelt in ein Laken und Rosenblätter. 
Und ab da nimmt das Chaos noch größere Ausmaße an.Sehr langsam steigert sich die Geschichte. Zu Anfang lernen wir alle Protagonisten kennen und verstehen. Zumindest die meisten. Gerade Tom, Philip und Leander sind eher undurchsichtige Gesellen und jeder scheint irgendwas zu verbergen oder eine dunkle Vergangenheit zu haben. Nach und nach kommen Sachen ans Licht und es ergibt sich ein konkretes Bild.
Die Autorin führt einem souverän an der Nase herum. Mehrmals hatte ich einen Verdacht, der sich nicht bestätigt hat. Jeder hat ein Motiv. Jeder könnte der Täter sein.
Mit fesselndem Schreibstil bindet die Autorin einem an das Buch und lässt einem auch kaum Atempause. Man fliegt förmlich durch die Geschichte, versucht mit Tessa herauszufinden, wer ihr das Leben zur Hölle macht und leidet natürlich mit.
Und so ist die Geschichte natürlich für jeden Krimifan ein absolutes Muss. 
Interessant ist natürlich auch die gewählte Location. Stuttgart ist die Heimatstadt der Autorin und so kennt sie sich dort auch sehr gut aus. Es werden einige interessante Plätze genannt, die ich bei meinem nächsten Besuch in Stuttgart gerne aufsuchen werde.
Die Spannung ist greifbar und macht das Buch somit zu einem absoluten Pageturner.
Fazit:Spannung pur. 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

game of thrones, george r. r. martin, fantasy, sachbuch

Die Länder von Eis und Feuer

George R.R. Martin
Fester Einband
Erschienen bei Penhaligon, 26.09.2016
ISBN 9783764531706
Genre: Fantasy

Rezension:


Eine exklusive Kartensammlung über die Welt von Eis und Feuer - eine wunderbare Ergänzung zu den Büchern. In 12 detailgetreuen und wunderschön farbig ausgearbeiteten Karten wird einem die Welt von Eis und Feuer noch näher gebracht. Hier kann man sich die einzelnen Orte in Westeros ansehen, aber auch Essos und die anderen Kontinente der fiktiven - von George R.R. Martin geschaffenen - Welt finden sich wieder.

Unterteilt sind die Karten in "Die bekannte Welt", die "Sklavenbucht", das "Dothrakische Meer", "Jenseits der Mauer", "Westeros", "Der Westen", "Freie Städte", "Zentralessos", "Osten", "Königsmund", "Braavos" und "Reisen".

"Die bekannte Welt" umfasst die bekannten Kontinente Westeros, Essos, Sothoryos und Ulthos sowie vorgelagerte Inseln.

Die "Sklavenbucht" ist eine nähere Aufnahme von Mereen, Valyria und Volantis sowie die umliegenden Städte und Dörfer. 

Das "Dothrakische Meer" ist eine Nahaufnahme des Zentrums von Essos.
Wie es auf der anderen Seite der Mauer aussieht, kann man sich näher "Jenseits der Mauer" anschauen. Ebenso auf der Karte "Westeros", die den Kontinent detailreich abbildet. 

Die Karten "Der Westen", "Freie Städte", "Zentralessos" und "Osten" befassen sich mit dem Kontinent Essos, auf dem sich Daenerys Targaryen aufhält. 

"Königsmund" ist eine Stadtkarte der Hauptstadt von Westeros. Hier sind alle wichtigen Gebäude eingetragen, so z. B. der Rote Bergfried, die Septe, Flohloch oder gar Kleinfingers Bordell. 

Die Stadtkarte von "Braavos" gibt einen näheren Einblick in die große Stadt auf dem Kontinent Essos.

Die Karte "Reisen" war für mich persönlich die interessanteste. Hier kann man sehr gut nachvollziehen, wie die einzelnen Charaktere auf den bekannten Kontinenten herumgereist sind. So z. B. Danaerys Reise von Pentos bis nach Vaes Dothrak und von dort nach Quarth, Astapor und Mereen. Oder Tyrions Reise von Königsmund über Pentos bis nach Volantis und nach Mereen. Aber auch Jon Snow, Samwell Tarly, Arya, Asha, Davos, Catelyn, Brienne, Theon, Jaime oder Bran - die Wege sind in unterschiedlichen Farben aufgezeichnet. 
So kann man die Wege nochmals besser nachvollziehen, die die einzelnen Charaktere in den Büchern zurücklegen.
Hier sei vermerkt, dass die Reisen die Bücher 1 bis 10 beinhalten. 

Ich bin sehr begeistert von der Detailtreue, die den Karten innewohnt und werde sicherlich oft danach greifen, um mich besser in Westeros und den anderen Kontinenten zurechtfinden zu können.

Sehr gut finde ich die Lösung für die Aufbewahrung der Karten. Der "Buchschuber" wird mittels eines Magneten geschlossen, so kann nichts herausfallen und die Karten sind geschützt aufbewahrt.

Fazit:
Die Karten sind eine tolle Ergänzung zu den Büchern.

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973 Bibliotheken, 72 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, zauberei, theaterstück

Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Harry Potter ist erwachsen und steht nun am Bahnhof Kings Cross am Gleis 9 3/4 zusammen mit seinen Söhnen James, Albus und der Tochter Lily. Es ist Albus erstes Schuljahr in Hogwarts und alle sind total aufgeregt. Auch Albus. Aber er hat Sorgen. Was ist, wenn er nach Slytherin kommt? Jeder ist sich sicher, dass dies nicht passieren wird. Im Zug lernt er Scorpius kennen. Ausgerechnet den Sohn von Harrys damaligen Feind Draco Malfoy. Wider Erwarten entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Aber das Gerücht geht um, Scorpius sei gar nicht Dracos Sohn, sondern Voldemorts... und so beginnt ein Geschichte voll Dunkelheit, Ängsten und Sorgen. 19 Jahre nach der endgültigen Vernichtung dessen, der nicht genannt werden darf.

Was habe ich mich gefreut, als ich vor langer Zeit erfuhr, dass es einen neuen Harry Potter-Band geben wird. Was habe ich mir Sorgen gemacht, dass er nicht meine Erwartungen erfüllen könnte. Was habe ich mich geweigert, ihn schon im Englischen zu lesen und wie stolz habe ich mich gefühlt, als ich ihn dann endlich ins Deutsche übersetzt in der Hand halten durfte. 

Ich fange zuerst mit der Aufmachung des Buches an, denn dies ist für mich am Einfachsten. Es ist schön, wunderschön. Das Gold strahlt und die Schrift verheißt ein spannendes Abenteuer. Der Klappentext verrät nicht viel, eigentlich gar nichts. 

Doch dann kamen mehr Zweifel. Das Thema Harry Potter wird ja regelrecht ausgeschlachtet. Die ersten sieben Bücher, die Begleitbücher angefangen bei "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind", ein Pop-up-Buch, Filme, die Bücher über die Filme, etliches an Merchandise, ein Theaterstück und jetzt, ganz neu, der ACHTE Band. Eben das Theaterstück. Kann es gut sein? Oder anders: MUSS es gut sein?

Ich überlegte mir sorgfältig, ob ich die Erwartungen einfach ausschalten kann und mich mit einem neuen Blickwinkel auf das Buch einlasse. Es war schwer, aber ich denke, ich habe es geschafft und bin mit neutralem Gefühl an die Geschichte herangegangen.

Meine große Hilfe war dabei, dass es ja keine Geschichte um Harry Potter ist, obwohl er im Titel genannt wird, sondern die Geschichte seines Sohnes, Albus Severus Potter.

Das Buch beginnt 19 Jahre nach der großen Schlacht von Hogwarts. Der Epilog des siebten Bandes wird nochmals wiederholt. Es ist schön, das Wiederlesen mit Harry, Ron, Hermine und Ginny. Und nun auch Albus, Harrys Sohn näher kennenzulernen. Er hat die gleichen Sorgen wie Harry zu Anfang seiner ersten Reise nach Hogwarts. Und man erkennt viele Parallelen zum ersten Buch "Harry Potter und der Stein der Weisen". Der Vater ist eben wie der Sohn.

Oder doch nicht? Es folgt eine Überraschung auf die andere. Albus und Scorpius, Draco Malfoys Sohn, werden beste Freunde und müssen sich so manches gefallen lassen. Denn anders als sein berühmter Vater Harry Potter, ist es Albus nicht gerade gelungen, sich einen Namen in Hogwarts zu machen. Er ist grüblerisch, fühlt sich missverstanden und will eigentlich nur eines: einen anderen Vater. 

Und damit nimmt alles seinen Lauf. Es kommt zu Missverständnisse, Zerwürfnissen und bösen Worten. Und dann taucht Delphi auf, die nur ihrem Onkel Amos Diggory helfen möchte, seinen Sohn Cedric wieder bei sich zu haben (wir erinnern uns, dass Cedric während des Trimagischen Turniers von Voldemort getötet wurde). Und Delphi verdreht Albus den Kopf, was auch nicht gerade einfach für alle Beteiligten ist. 

Das Buch ist aufgebaut, wie das Skript zu einem Theaterstück. Am Anfang einer Szene wird erklärt, wo man sich befindet, danach kommen die einzelnen Dialoge der Mitwirkenden. Gefühlsregungen werden nur selten erklärt. Ich dachte erst: So wird es aber schwer, das Buch zu lesen! Doch ist man nach den ersten Seiten in diesem ungewöhnlichen Konzept drin, ist es gar nicht so schwer. Allein durch die Dialoge weiß man, wie sich die Personen fühlen. 
Einzig die Beschreibung der Umgebung fehlt einem. Aber wenn man die ersten sieben Bücher gelesen hat, weiß man ja, wie es z. B. auf Kings Cross oder in Hogwarts aussieht. 

Die Geschichte ist nicht neu, nichts außergewöhnliches. Und doch sind Wendungen und Überraschungen eingebaut, die einem dann doch an das Buch fesseln. Aber eben aufgrund der ungewöhnlichen Schreibweise auch wieder sehr gewöhnungsbedürftig. 

Ich kann letztendlich gar nicht so richtig sagen, wie das Buch nun auf mich gewirkt hat. Auch wenn ich die Erwartungen weggelassen habe, hat mir dann doch vieles gefehlt. Gerade die Beschreibungen der Orte.

Dafür freut man sich auf ein Wiederlesen mit vielen "alten" Charakteren. Welchen Weg haben sie eingeschlagen? Wie z. B. Neville Longbottom, Minerva McGonagall oder eben Draco Malfoy und Amos Diggory. 

Sehr gut gefallen hat mir Hermine. Mit ihrer forschen Art fällt sie ja schon in den Vorbänden auf, doch diesmal hat sie sich so richtig nicht im Griff. Aber auf gute Art. Und Ron, der mit seinem frechen Mundwerk wieder schön in Fettnäpfchen tritt, im richtigen Moment jedoch auch mit einer sehr cleveren Art Hilfe zu geben weiß. Er und Hermine waren mein Highlight in dem Buch. Die beiden sind einfach ein zuckersüßes Paar.
Während Harry und Ginny eher vernünftig erscheinen und ein "biederes" Leben zu führen scheinen, sind Hermine und Ron diejenigen, bei keinen geregelten Tagesablauf kennen und einfach alles auf sich zukommen lassen. Dies hätte man bei Hermine sicher nicht erwartet.

Gehe ich jetzt weg von den oben genannten Erwartungen, hat mich hier eine schöne Geschichte unterhalten. Allerdings nur für kurze Zeit. Denn aufgrund der Schreibweise ist man relativ schnell mit dem Buch durch. Ich habe versucht, das Lesen herauszuzögern, war jedoch auch nach zwei Tagen (und wenig Zeit zum Lesen) dann doch durch. 

Fazit:
Ich möchte und kann das Buch nicht schlecht bewerten, weil es verglichen zu den ersten sieben Bänden doch eine eigenständige Geschichte rund um Albus Severus Potter.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

thywin, game of thrones, cerse, lannister, eisenmänner

Das Lied von Eis und Feuer - Zeit der Krähen

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Reinhard Kuhnert
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 08.10.2013
ISBN 9783837122220
Genre: Fantasy

Rezension:


Königin Cersei kämpft verbittert um den Thron für ihren Sohn Tommen und scheut sich nicht, dafür über Leichen zu gehen. Ihr Kampf schlägt auch auf ihr Gemüt und sie sieht Feinde, wo gar keine sind. Währenddessen muss Sam mit einer neuen Aufgabe zurechtkommen und Jaime gibt sich Mühe, nicht in Selbstmitleid zu zerfließen. Briennes Suche nach Sansa Stark führt sie an Orte, die besser im Dunkeln bleiben sollten.

Der siebte Teil der Reihe hat mich sehr überrascht. Denn diesmal kommen Charaktere zum Zug, die eigentlich vorher nicht so sehr ins Rampenlicht gerückt sind. Die Kapitel werden diesmal aus Sicht von Cersei, Jaime, Brienne und Sam erzählt und so wird die eigentliche Geschichte aus den vorherigen sechs Bänden erstmal nicht weiterverfolgt. Nur zwei Kapitel (am Anfang und am Ende) sind Arya gewidmet und auch hier wird man am Ende doch etwas ratlos zurückgelassen.

Die in Band 6 aufgebauten Cliffhanger werden einfach „links liegen“ gelassen und man muss sich – laut Nachwort des Autors im dazugehörigen Buch – bis zum nächsten Band gedulden.

Somit muss ich leider sagen, dass Hörbuch Nummer 7 der bisher schwächste Teil der Reihe ist. Doch nicht minder uninteressant. Nur die Herangehensweise war sehr ungewöhnlich.

Die Faszination, die man für die Reihe empfindet, wird hier zwar deutlich gebremst, jedoch ging es mir nach Beendigung des Hörbuches und nach nochmaliger Revue der Geschichte doch auf, warum der Autor diesen „Stop“ eingebaut hat.
Denn gerade bei mir wurde so eine große Neugier aufgebaut und so greife ich garantiert in nächster Zeit zum 8. Hörbuch und freue mich auf ein Wiederhören mit den mir lieb gewonnenen und auch verhassten Figuren aus einer Welt, die unserer so ähnlich ist, aber doch wieder nicht.

In diesem Teil hat mir Cersei am Besten gefallen. Ihre Verbitterung war greifbar, ihr Hass gegenüber allen anderen und ihr Hunger nach Macht zehren sie auf und sie macht sich mehr Feinde, als sie eigentlich weiß. Ihr Verhalten gerade gegenüber ihrem Bruder Jaime, der wahrscheinlich einer der Letzten ist, der noch einigermaßen zu ihr hält, macht die Sache natürlich nicht besser.
Jaime dagegen macht für mich eine Wandlung durch. Wohin diese führt, ist noch schwer zu sagen. Doch hoffe ich insgeheim, dass sie am Ende in Richtung „Gut“ geht.

Auch der Sprecher Reinhard Kuhnert, ohne den ich mir ein "Das Lied von Eis und Feuer"-Hörbuch nun nicht mehr vorstellen kann, leistet wieder eine enorme Arbeit. Allein die unterschiedlichen Sprechweisen und die sehr schön vorgetragenen Gedichte und Lieder machen einen wahren Hörgenuss aus der Geschichte und ich hoffe, dass dieses Niveau auch noch weiter gehalten werden kann. Denn nun bliebe ich der Reihe auf alle Fälle auch in hörbarer Form treu und freue mich so auf den achten Band. 

Fazit:
Der bislang schwächste Teil der Reihe, dennoch wichtig für die ganze Geschichte.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

freibeuter, pirat, francis drake, england, historischer roman

Der Pirat

Mac P. Lorne
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2016
ISBN 9783426517482
Genre: Historische Romane

Rezension:


Francis Drake, der legendäre Pirat, kehrt nach einer Weltumseglung nach England zurück. Im Schiffsbauch befinden sich zahlreiche Schätze. Die Königin, Elizabeth I.,  ist erfreut und schenkt ihm ihre Gunst. Ab sofort beginnt für Drake ein aufregendes Leben, doch überschattet die Affäre seiner Frau Mary mit dem von ihm hingerichteten Thomas Doughty sein Dasein. Er lässt sich jedoch nicht unterkriegen und versucht, mit allen Mitteln, seinem Ruf eines berüchtigen Piratenkapitäns gerecht zu werden und sich gegen die Spanier zu behaupten. Er bricht auf zu einer großen Fahrt, die alles entscheidend ist.

Sir Franics Drake, berüchtigter Pirat, legendäre Person des 16. Jahrhunderts, Günstling der Königin, gefürchteter Kapitän, Draufgänger und Weltumsegler. Um ihn ranken sich viele Gerüchte, viele Sagen, aber auch viele historische Belege. Der Autor hat sich dieser angenommen und dadurch eine Story geschaffen, die mit Worten fesselt und Geschichte lebendig werden lässt. 

Die Person Francis Drake fasziniert mich schon seit längerem. Immer wieder lese ich Artikel im Internet oder auch in Magazinen über den berühmten Piraten, der im Auftrag von Königin Elizabeth I. in legendären Schlachten auf dem Meer, aber auch mit List und Tücke viele Schätze für sie erbeutete und so Reichtum nach England brachte.
Aber es wird auch erwähnt, dass Francis Drake kein angenehmer Zeitgenosse war. Er war streng, kannte keine Gnade und wenn seine Befehle nicht befolgt wurden, verfolgte er die Verweigerung mit strengsten Mitteln. Sein aufbrausendes Temperament kostete ihn viel Sympathie.

Der Autor hat Sir Francis Drake jedoch als sehr sympathischen Mann dargestellt, der es schaffte, sich aus der Gosse hochzuarbeiten und letztendlich als Günstling der Königin dem Beruf nachzugehen, den er am meisten liebte. Die Seefahrt war sein Herzblut und er liebte es, auf dem Meer zu sein. Dies dann mit dem "Nützlichen" zu verbinden und vorbeifahrende Schiffe zu entern, war ein netter Nebeneffekt für ihn.

Mit dem vorliegenden Buch erzählt der Autor mit fesselndem Schreibstil die Lebensgeschichte von Sir Francis Drake. Alles beginnt mit der Heimkehr von einer erfolgreichen Weltumseglung. Drakes Ansehen steigt enorm, doch seine Ehe geht in die Brüche. Seine Ehefrau Mary hatte eine Affäre mit Thomas Doughty, einem anderen Kapitän. Drake hat diesen auf hoher See hinrichten lassen und steht nun vor der Entscheidung, sich von seiner Frau zu trennen oder weiter mit ihr zusammenzuleben.

Da man gleich zu Anfang in Drakes Gedanken involviert wird, kann man gar nicht anders, als immer weiterzulesen. Drakes Leben ist einfach faszinierend. Zuletzt hatte ich von ihm in Rebecca Gablés Buch "Der Palast der Meere" von ihm gelesen und dort kommt Drake nicht gerade gut weg. Deswegen finde ich es immer interessant, wie unterschiedlich manche Personen von Autoren beschrieben werden.

Hier ist Drake auf jeden Fall der Sympathieträger und die spannende Erzählung über sein Leben hat mich persönlich mehr als fasziniert. Aber nicht nur das Leben von Drake ist interessant, nein, auch der historische Aspekt wird lehrreich vermittelt. Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen England und Spanien werden genauso gelehrt, wie die verschiedenen historischen Persönlichkeiten. Allen voran Königin Elizabeth I., die ich gerne persönlich kennengelernt hätte. Aber auch andere, die ich bis jetzt nicht kannte. Der Metallurge Joachim Gans zum Beispiel, ein jüdischer Kanonengießer. Seine Fähigkeiten, Metall zu verarbeiten, hat England sehr helfen können. Von ihm hätte ich gerne mehr erfahren, was aber Dank des Internets bestimmt kein Problem sein sollte.

Am Anfang störte mich noch die unzähligen Begriffe, die mit der Schifffahrt zu tun haben. Sei es der Aufbau des Schiffes, die verschiedenen "Fremd"Wörter, angefangen bei Luv und Lee bis hin zu Segelmanöver und Angriffsformationen. Aber je mehr ich darüber las, umso mehr konnte ich mich auch in die Marterie einarbeiten und ab dem Zeitpunkt gehörten die Beschreibungen einfach dazu und ich wollte sie auch nicht mehr missen. 

Ihr seht, ich bin fasziniert von dem Buch. Mac P. Lorne hat sich dem Thema "Sir Francis Drake" wunderbar angenommen und ich habe einen neuen Autoren gefunden, den ich mir merken bzw. dessen vorhergehende Werke ich mir ansehen muss.

Fazit:
Sir Francis Drake: der Pirat und seine Liebe zum Meer. Eine wunderbare Erzählung seines Lebens.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

hebamme, adelina, mord, mittelalter, apothekerin

Vergeltung im Münzhaus

Petra Schier , any.way , Cathrin Günther , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499269585
Genre: Historische Romane

Rezension:


Im Jahr 1408 wird Köln von einem Mörder heimgesucht. Der Kürschner van Oeche wird im Haus des Münzwechslers Birboim tot aufgefunden und seine Tochter Clara wird angeklagt, ihn ermordet zu haben. Adelina und ihre Familie sind sich jedoch sicher, dass Clara damit nichts zu tun hat. Zusammen mit ihrer Stieftochter Griet macht sich Adelina an die Aufklärung. Da kommt ihnen auch der Hauptmann Cristan Reese zur Hilfe, der nicht nur durch sein kluges Verhalten Eindruck bei Griet hinterlässt. Doch Griets Vergangenheit lastet schwer auf ihr und auch Cristan hat ein Geheimnis, dass ihn alles kosten könnte. Als er Griet ein Angebot macht, dass ihnen beiden zu einem ruhigen Leben verhelfen könnte, kann Griet dies nicht ausschlagen. Und plötzlich stellt sich das Leben aller Beteiligten auf den Kopf. 

Der sechste und auch letzte Band der Adelina-Reihe hat mich sehr wehmütig gemacht. Ich wusste zwar schon lange, dass ich mich von Adelina Burka und ihrer Familie verabschieden muss, doch es nun endgültig zu wissen und das Buch auch noch beendet zu haben, war für mich persönlich sehr emotional. 

Die Reihe hat mich jetzt sehr lange begleitet. Durch ihre sehr lebhafte Art des Schreibens, hat die Autorin mir die Familie Burka so nah gebracht, als würde sie in meiner Nachbarschaft leben. Ich habe viele Abenteuer mit ihnen bestanden, sie durch Tiefen und Höhen begleitet und vor allem Adelinas und in diesem Teil auch Griets Gefühlswelt intensiv miterlebt.

Im nun letzten Band der Reihe passiert natürlich wieder ein Mord. Diesmal muss der Kürschner dran glauben. Ein sehr unangenehmer Geselle. Seine Tochter, die er vor Jahren an einen Hurenwirt verkauft hat, gerät als erstes in Verdacht, ihn getötet zu haben und wird in den Turm gesperrt. 
Und so fangen Adelina und ihre Stieftochter Griet an, zu recherchieren, um Clara aus dem Turm zu holen und den wahren Mörder zu finden. Nur sind sie sich gar nicht so sicher, ob Clara nicht doch etwas mit dem Mord an ihrem Vater zu tun hat.

Im Laufe der Geschichte gibt es natürlich so einige Ungereimtheiten und ständig hat man jemand anderen in Verdacht. Aber es gibt auch ständig neue Informationen. 

Ganz nebenbei gibt es dann auch noch einen zweiten Handlungsstrang, der sich komplett um Griet und Cristan dreht. Die beiden tragen jeweils eine schwerwiegende Vergangenheit mit sich herum und wissen beide, dass sie dadurch unmöglich einen Ehepartner finden können. Und da beide um die Vergangenheit des anderen wissen, schließen sie einen Vertrag, der es ihnen möglich macht, ein ruhiges Leben zu führen. 

Gerade Griets Vergangenheit ist grausam und man wünscht sich nichts mehr, als diese ungeschehen zu machen. Doch sie muss selbst damit klar kommen und braucht dafür auch viel Zeit. Als sie Cristan näher kennenlernt, merkt sie, dass es auch eine Zukunft geben kann, eine Aussicht auf ein Leben in Ruhe und Frieden. Doch Griet ist - verständlicherweise - sehr misstrauisch.

Der schon oben erwähnte bildhafte Schreibstil hat es mir wieder sehr einfach gemacht, dass mein Kopfkino viel zu tun hatte. So hatte ich wieder die Apotheke vor Augen oder auch Cristans Haus, das sich gegenüber dem Haus der Burkas befindet. Aber auch Köln selbst ist lebhaft geschildert. Das Leben dort ist hart, doch die Menschen sind zäh und sympathisch. 

Die Autorin schildert diesmal mehr aus Sicht von Griet und Cristan. Wenn Adelina "zu Wort kommt", wird klar, dass sie in den Hintergrund treten muss. Adelina hat alles gefunden, was sie sich wünscht. Ihr Ehemann, ihre Kinder, ihr Haushalt, ihre Apotheke. Griet ist es, die nun einen Platz im Leben finden muss und so wird ihr natürlich der größte Teil in der Geschichte eingeräumt. 


Ich gehe nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil mich Adelina und alle anderen so lange begleitet haben, weinend, weil die Reihe nun zu Ende ist und ich die mir so ans Herz gewachsenen Personen gehen lassen muss. 
Normalerweise lese ich Bücher nicht doppelt. Hier gibt es wenige Ausnahmen, zu denen natürlich Harry Potter oder der Herr der Ringe gehört. Auch Rebecca Gables Waringham-Saga habe ich schon zweimal verschlungen. Petra Schiers Adelina-Reihe wird sich nun in diese Gruppe einreihen. Ich bin mir sehr sicher, dass ich die Bücher in ein paar Jahren nochmals lesen werde und dies mit gleicher Begeisterung.

Fazit:
Ein emotionales Finale der Reihe.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kinderbuch, kinder, sommer, villa kunterboot, boote

Unser Kunterboot - Sommer der Geheimnisse

Stephanie Schneider , Nina Dulleck
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.07.2016
ISBN 9783570172858
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Jonna lebt zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern auf einem Hausboot. Aber auch ihre besten Freundinnen leben in den Nachbarbooten und so haben alle ganz viel Spaß, weil sie alle stolz darauf sind, nicht in normalen Häusern zu leben. Auch Karl und sein Vater leben auf der "Lorella", die jedoch ziemlich baufällig ist. Und so bleibt den beiden nur eins, die "Lorella" zu verschrotten und in eine normale Wohnung zu ziehen. Doch Jonna und ihre Freundinnen wollen dies nicht akzeptieren und suchen nach einem Weg, dass Karl und sein Vater doch noch weiter auf dem Fluss in ihrem Hausboot leben können.
Der Klappentext des Buches hat sich für mich recht witzig angehört. Eine Schar von Kindern, die mit ihren Eltern auf Hausbooten wohnen und jede Menge Spaß dabei haben. Schließlich ist es ja ungewöhnlich, dass man auf dem Wasser wohnt, statt in einer Wohnung auf dem Land.
Der Anfang hat dann auch noch recht witzig angefangen. Und ich versprach mir, dass es auch genauso weitergeht. Doch dann ließ die Geschichte recht schnell nach. Es wird zwar weiterhin versucht, dass die Verschrottung des alten Hausbootes verhindert wird, aber doch schien dies etwas in den Hintergrund zu rücken. Auch dass sich die Kinder plötzlich eines Aberglaubens bedienen und Elfen mit ins Spiel kommen, hat mich dann auch verwirrt.


Irgendwie passte dies nicht so recht zu den doch bodenständigen Kids. Außerdem schien es, dass den Erwachsenen die Situation nicht so wichtig war und sie sich eher um andere Dinge kümmern wollten. 
Auch fand ich den Schreibstil der Autorin etwas wirr. Mir kam es vor, als hätte sie verzweifelt versucht so viele Abenteuer wie möglich in der Geschichte unterzubringen. Und so ergibt sich eine doch recht zusammenhanglose Story, die sich erst am Ende sammeln kann und so zu einem Abschluss kommt.
Einzig die Illustrationen haben die Geschichte retten können. Mit niedlichen Zeichnungen wird die Geschichte neben dem gedruckten Wort erzählt. So wird das Buch ordentlich aufgewertet. Nina Dulleck hat hier ganze Arbeit geleistet. 
Süß fand ich die Ideen der ganzen Kinder. Die Kreativität ist grenzenlos und zeigt, dass die Kids einfach Spaß haben und sich in ihrer Hausbootsiedlung auch pudelwohl fühlen. Und dass sie sich für Freunde so einsetzen, zeugt von einem tiefen Gefühl der Freundschaft untereinander.Dies fand ich persönlich sehr gut ausgearbeitet.
Fazit:Ein mit süßen Zeichnungen versehenes Kinderbuch, das mich persönlich nicht so überzeugen konnte. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Kwickerwonker

Evangeline Lilly , Johnny Fraser-Allen
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Panini, 25.07.2016
ISBN 9783957989260
Genre: Comics

Rezension:


Vera befindet sich auf einem Jahrmarkt, als ihr ein ungewöhnlicher Wagen auffällt. Von Neugier getrieben, betritt sie ihn und befindet sich plötzlich in der Welt der Kwickerwonker. Marionetten, die mit ihrem Auftreten so manche Verwirrung stiften. Der hochmüt`ge Pa übernimmt das Reden und stellt die komische Truppe vor. Doch dann bringen sie den roten Ballon von Vera zum Platzen und es passieren Dinge, die Vera sich nicht in ihren kühnsten Träumen vorstellen will.

Die Autorin Evangeline Lilly ist uns aus mehrere Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Allen voran wohl mit ihrer Darstellung der Elbin Tauriel in "Der kleine Hobbit". Mir bekannt ist sie auch aus der Fernsehserie "Lost", in der sie Kate spielt, die ein Geheimnis umgibt. Mit ihrem schauspielerischen Können war sie mir schon aufgefallen, dass sie nun auch schriftstellerische Fähigkeiten hat, rundet ihre Talente gekonnt ab.

Mit "Die Kwickerwonker" hat sich Evangeline einen Traum erfüllt, der sie schon seit 20 Jahren begleitet. Aber erst mit zunehmenden Freundschaften und Kontakten in der Filmbranche fand sie einen Illustrator, mit dem zusammen sie endlich ihren Kindheitstraum verwirklichen konnte.

Johnny Fraser-Allen und Evangeline Lilly bilden ein Team, das mit enormer Vorstellungskraft und kindlicher Fantasie, Können und vor allem dem Händchen zur Perfektion nun den ersten Band der "Kwickerwonker"-Reihe veröffentlicht haben.

Kennt Ihr, wie es ist, ein Buch in Händen zu halten und Ihr wisst allein schon vom Einband und Klappentext her, dass es sich um einen Schatz handeln muss? Genauso ging es mir mit "Die Kwickerwonker". Schon als ich es aus dem Briefumschlag befreit hatte, war ich fasziniert vom Cover. Den in diesem liegt schon die ganze Aussagekraft der innenliegenden Geschichte.

Johnny Fraser-Allen, der für die Zeichnungen zuständig war, hat sich selbst übertroffen. Ich habe nach Beendigung des Buches im Internet recherchiert und so einiges über ihn gefunden. Doch hier hat er all seine kindliche Fantasie, sein Können und seine Vorstellungen einbringen können. Für mich als völlige talentfreie Zeichnerin, bei der man mit Müh und Not ein Haus in einfachen Strichen erkennen kann, ist dies natürlich ein total faszinierendes Talent. 

Die Zeichnungen sind mysteriös, bieten viel Platz für Fantasie und spiegeln auch die Charaktere detailgetreu wieder. Die Marionetten sind einzigartig und doch wieder ein großes Ganzes und passen einfach perfekt zu der von der Autorin geschaffenen Geschichte um das neugierige Kind Vera, dass mit seinem Besuch im Waggon der Kwickerwonker etwas völlig, für sie Unvorhergesehenes auslöst und ihr Leben damit in eine andere Bahn lenkt.

Nach erstmaligem Lesen war ich gebannt von der Geschichte, die in Limerick-Form erzählt wird. Erst beim zweiten Mal fielen mir viele, viele Kleinigkeiten auf. Denn hier konnte ich dann die Verse mit den Bildern in Verbindung bringen. Die einzelnen Kwickerwonker werden vorgestellt. Der hochmütg´ge Pa, die miese Mama, Thaddäus, der Tropf, die stumme Stella, die gierige Gesa, der hungrige Heinrich, der schicke Schorsch, die faule Frieda und der eitle Emil. Sie zusammen bilden die Kwickerwonker, Marionetten, die ihr Leben in einem Waggon führen, der von Jahrmarkt zu Jahrmarkt tingelt.

Und Vera, die mit ihrer Neugier und ihrer eben verzogenen Art ein großes Unglück für sich selbst auslöst.

Die Geschichte wirkt düster und niedlich zugleich. Die Zeichnungen sind in bedeckten Farben gehalten, nur ab und zu mit kräftigen Farbtönen durchsetzt und wirken so auf mich wieder teilweise fröhlich. Der Hintergrund der Geschichte allerdings ist nicht so fröhlich. Doch gleichzeitig auch wieder erheiternd. Um dies zu verstehen, muss die Geschichte wahrscheinlich selbst gelesen werden.

Peter Jackson, bekannt als Regisseur von "Der Herr der Ringe" und "Der kleine Hobbit" sowie diversen anderen Filmen epischen Ausmaßes, hat sich in einem Vorwort verewigt, während Evangeline und der Illustrator Johnny Fraser-Allen sich im hinteren Teil nochmals verausgabt haben. Hier erzählen die beiden, wie sie sich kennengelernt haben und wie die Zusammenarbeit zustande kam. Ebenso wird ausführlich berichtet, wie die Zeichnungen entstanden sind und warum Evangeline das Gedicht, das sie als Kind geschrieben hat, mehrmals umdichten musste, bis es letztendlich in der endgültigen Form veröffentlicht wurde. Als kleines Bonbon bekommt man aber das Original-Gedicht auch zu lesen. Diese Ergänzung war für mich als Laie total interessant, da ich mir nun vorstellen kann, welche Arbeit hinter all dem gesteckt hat. Das Endergebnis kann sich aber auf alle Fälle sehen lassen.

Auf der Rückseite steht, dass das "düster und visuell eindrucksvolle Märchen...sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern" wird. Ich stimme bei Erwachsenen natürlich zu, doch bei Kindern sollte abgewägt werden, wie deren kindliches Gemüt ausgeprägt ist. Die düster vorherrschende Stimmung finde ich persönlich für zartbesaitete Kinder nicht geeignet. 

Das leidliche Thema "Preis" muss natürlich auch angesprochen werden. Das Buch umfasst 72 Seiten. Illustriert und mit Text beschrieben. Die eigentliche Geschichte umfasst nur das Gedicht und die wunderschönen Zeichnungen. Der zweite Teil des Buches besteht aus Berichten, Zeichnungen und Erklärungen. Ich habe nicht lange gebraucht, um das Buch zu lesen, aber trotzdem finde ich den Preis von 14,99 Euro mehr als gerechtfertigt. Denn wer so viel Liebe in ein Buch steckt, der verdient es auch, dafür bezahlt zu werden. Und man muss bedenken, dass man damit auch einen kleinen Schatz in seinem Bücherregal stehen hat.

Fazit:
Ich halte es wie Peter Jackson. Man wird diesen Unfug lieben. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl. Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Kwickerwonker und bin gespannt, welche Abenteuer noch zu bestehen sind.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy

Wild Cards. Die erste Generation 01 - Vier Asse

George R.R. Martin , Christian Jentzsch , Simon Weinert , Catherine Beck
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 27.06.2016
ISBN 9783764531539
Genre: Fantasy

Rezension:


Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, doch eine neue Bedrohung legt sich über die Menschheit. Das Xenovirus Takis-A, ein außerirdisches Virus, dringt in die Menschen ein und verwandelt sie. Wenn man eine Wild-Card erwischt, wird man entweder zum Ass mit enormen Fähigkeiten, oder endet als deformierter Joker in den Absteigen der Städte. Doch alle haben eins gemeinsam. Sie müssen sich mit den restlichen nicht infizierten Menschen arrangieren und sich einen Platz in der Gesellschaft suchen. Selbst wenn man ein Held ist, ist dies schwer. Und als Schurke manchmal zu leicht...

Wie kann es sein, dass mich eine Reihe so dermaßen verwirrt zurücklässt? War ich von Band 1 der Wild Cards-Reihe "Das Spiel der Spiele" noch so begeistert, konnte mich der zweite Teil "Der Sieg der Verlierer" so gar nicht vom Hocker reißen. 

Nun kehrt Wild Cards mit "Die erste Generation" zurück und beschreibt die Entstehung der ganzen Asse und Joker. Und wieder bin ich restlos begeistert von der Vielfalt der einzelnen Charaktere, deren Wesenszüge und vor allem ihrer Gesinnung gegenüber der Menschlichkeit. 
Aber von vorne...


Dass das Virus, das die Verwandlung der Menschen auslöst, außerirdischen Ursprungs ist, wusste ich ja schon aus den vorherigen erschienen Bänden. Auch der mysteriöse außerirdische Wissenschaftler, der für alles verantwortlich ist, wurde hier und da mal erwähnt. Dr. Tachyon kommt von dem Planeten Takis und wollte eigentlich verhindern, dass das Virus sich ausbreitet. Unvorhersehbare Umstände, unter anderem eine legendäre Luftschlacht mit dem besten Piloten namens Jetboy, führten dazu, dass sich die Menschheit nun verändert.

Und so gibt es eben die sog. Asse, Menschen, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet sind (durch Wände gehen können, unsichtbar werden, fliegen, telepathische Kräfte, usw). Diese benutzen ihre Fähigkeiten sehr oft für das Gute. Aber es gibt natürlich auch schwarze Schafe unter den Assen, die als Bad Boy fungieren und sich mit ihren Fähigkeiten eben selbst bereichern wollen. 
Wenn man das Pech hatte, als Wild Card einen Joker zu ziehen, dann musste man mit schrecklichen Deformierungen rechnen. Gut kommt man noch weg, wenn man sich in eine geschmeidige Katze verwandelt oder bei bloßen Berührungen Hämatome bekommt. Schlecht ist es, wenn einem Hörner aus dem Kopf wachsen oder sich Beulen an den unmöglichsten Stellen bilden. 

Und so gibt es eben Ass gegen Joker. Als Ass hast du es gut und wirst gefördert, als Joker lebst du als Abschaum in den dunkelsten Ecken oder eben in Jokertown.
Aber auch hier gibt es die Bad Boys, die gar nicht so "bad" sind und sich dann doch eher dem Guten zuwenden und eben im Verborgenen handeln.

Gleich zu Anfang erfährt man, wie es zu dem Ausbruch des Virus überhaupt kam. Der legendäre Pilot Jetboy lieferte sich einen spektakulären Luftkampf mit einem außerirdischen Raumschiff und sieht keinen andere Ausweg, als sich selbst zu opfern, um die Menschheit zu retten. Nur Pech, dass es trotzdem zum Ausbruch des Wild-Card-Virus kommt. 
Und so lernen wir verschiedene Charaktere kennen. Zu Anfang Croyd, der als Sleeper bekannt wird. Seine Fähigkeiten ändern sich stetig, denn immer wenn er schläft (dies immer einen längeren Zeitraum über), verändert erst ich und weiß selbst nicht, was er denn dann genaues kann. Er war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er eher zu denen gehört, die seine Fähigkeiten nicht für "Gutes" einsetzt, obwohl er letztendlich doch Gutes tut.

Oder Dr. Tachyon, der quasi der Auslöser der ganzen Misere ist. Er versucht mit allen Mitteln, das Virus aufzuhalten, trotzdem wird es freigesetzt und so sagt er dem Virus den Kampf an. Doch hat er einen langen Weg vor sich. Viele Steine werden ihm in den Weg gelegt und seine Mittel sind manchmal auch nicht ganz hasenrein.

So verfolgt man den Weg einige Charaktere. Und damit kommen wir auch wieder zu dem besondern. Denn jeder Charakter wurde von einem anderen Autor erfunden und so ergibt sich eine Anthologie der besonderen Art. Auch wenn jedes Kapitel über eine andere Figur handelt, ergibt sich am Ende doch ein großes Ganzes und man verliert sich in einer genialen Geschichte, die eine Mischung aus den verschiedensten Superhelden enthält. Als Herausgeber hatte George R.R Martin, von dem ebenfalls ein Kapitel enthalten ist, wieder das richtige goldene Händchen gehabt und so weiß man nun, warum alles so ist, wie es ist. 

Die verschiedenen Schreibstile waren diesmal sehr spürbar und es gab natürlich auch Kapitel, die mir nicht so sehr zugesagt haben. Aber im Endeffekt kann ich sagen, dass mich dieser neue Band über die "Wild Cards" wieder sehr gefesselt hat und ich auch wieder begeistert von der Idee bin, die George R. R. Martin zusammen mit seinen Autorenkollegen hier entwickelt hat.

Wenn man bedenkt, dass die Bücher im amerikanischen auch schon vor längerer Zeit erschienen sind und erst jetzt nach und nach ins Deutsche finden, bin ich überrascht, mit welch mannigfaltiger Denkweise die Autoren gehandelt haben. Zuvor sind die Bücher schon als Zweiteiler im Heyne-Verlag erschienen. Nun hat sich Penhaligon des Wild-Card-Universums angenommen und bringt neu überarbeitete Bücher heraus. 

Ich persönlich kann empfehlen, sollte man sich dem Wild-Card-Universum widmen wollen, mit diesem Buch hier anzufangen und dann erst zu den beiden anderen bisher erschienenen "Das Spiel der Spiele" und "Der Sieg der Verlierer" zu greifen. Denn diese beide Bänden sind sehr verwirrend, da auf Erklärungen wie es zu dem Ausbruch des Virus kam, weitestgehend verzichtet wird und man sich so einiges selbst zusammenreimen muss. Mit "Wild Cards: Vier Asse" wird jedoch von Anfang an erklärt, worum es überhaupt geht.

Gestört hat mich jedoch der Überschuss an männlichen Charakteren, die mit ihrem heldenhaften Einsatz oder ihrem lästerlichen Verhalten alles dominieren. Weibliche Charaktere finden sich nur wenige und wenn fallen sie in das vorherrschende Frauenbild der zu rettenden Damen, die ohne Hilfe eines männlichen Protagonisten verloren wären. Da aber die Autoren auch vorwiegend männlich sind und diese sich natürlich einen männlichen "Helden" oder "Antihelden" schaffen wollten, ist es klar, dass die Männer hier im Vorteil sind. Trotzdem muss ich hier Punktabzug geben. In den neueren Bänden sind die Frauen schon emanzipierter und wissen sich selbst zu helfen.

Fazit:
Wieder fesselnd und spannend. Das Wild Card-Universum hat mich zurückerobert. 

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Evolution Z: Stufe Zwei

David Bourne
E-Buch Text: 180 Seiten
Erschienen bei null, 07.07.2015
ISBN B0118BR0OI
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ray, Scott und Josh haben es geschafft und sich nach Fort Benning durchgeschlagen. Nun kehrt etwas wie Ruhe ein. Nur Scott und Ray haben immer noch nicht ihre Familien wiedergefunden. Allerdings versuchen sie sich in die Gemeinschaft zu integrieren und mit ihren Fähigkeiten wertvolle Hilfe zu leisten.Plötzlich ergibt sich eine Möglichkeit, die das Leben aller verändern könnte.
Diesmal konnte ich wieder einige Parallelen zu verschiedenen Fernsehserien und Filmen ziehen. Vor allem zu "The Walking Dead". Dies hat mir das Lesevergnügen dann doch genommen. Es ergab sich nichts Neues und es stehen auch hier eher wieder die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Nur waren diese auch wieder sehr schnell abgehandelt. Die Figuren wirkten wieder blass und es konnte kein Bezug zu ihnen aufgenommen werden. Ich hätte mir hier etwas mehr Tiefe gewünscht.
Ich habe auch nichts gegen Gefühle bei Männern, doch fand ich es eher unpassend, wie Ray und Scott sich gedanklich immer wieder für ihre tolle Freundschaft "lobten". Diese Gefühlsduselei passte zu den beiden einfach nicht.Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit den beiden auch nicht so viel anfangen konnte.
Nur Josh - der leider nur kurze Auftritte hat - war für mich ein interessanter Charakter, obwohl er auch etwas mehr Eigeninitiative hätte zeigen können. Er verlässt sich zu sehr auf seine Eltern, ich traue ihm jedoch viel mehr zu.
Die Story plätschert wieder vor sich hin, bis Personen auftauchen, die Schwung in die Geschichte bringen. Und doch kommt der Autor nicht mehr aus der Schiene heraus, dass alles einfach nichts Neues und schon mal da gewesen war.So verlor ich dann doch das Interesse an der Geschichte und hätte es am Ende nicht doch noch eine interessante Wendung gegeben, hätte ich die Reihe wahrscheinlich abgebrochen. Aber so werde ich mich doch noch dem dritten Teil widmen.
Eins ist mir aber dann doch noch unangenehm aufgestoßen. Der Autor weist in seiner "Danksagung", die eigentlich eher eine "Bittstellung" ist, darauf hin, dass er Selfpublisher ist und deswegen auch auf Rezensionen und Empfehlungen angewiesen ist. Dies ist in meinen Augen jedoch nicht mehr erwähnenswert, das es ja jedem Selfpublisher so geht. Danke wird hier eigentlichem keinem gesagt, weshalb man die "Danksagung" eher in ein "Nachwort" ändern sollte.
Fazit:Wider Erwarten war der erste Teil besser. 

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