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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Listen to my heart

Marie Fredriksson , Helena von Zweigbergk
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 21.11.2016
ISBN 9783841904881
Genre: Biografien

Rezension:

Marie Fredrikkson, bekannt als Sängerin der schwedischen Popband Roxette, beschreibt in ihrer Biografie ungeschönt die Folgen ihrer schweren Erkrankung. Doch nicht nur ihr aktuelles Leben wird beleuchtet, auch ihre berufliche Karriere. Ihre Anfänge als Solokünstlerin bis hin zu der Erfolgswelle, die mit Roxette gestartet ist. Marie führte ein wahres Luxusleben bis zu dem verhängnisvollen Tag, an welchem sie die Diagnose Hirntumor bekam.
Mit Roxette verbinde ich meine Jugend. Songs wie "The Look", "Joyride" oder "It must have been Love" gehören genauso dazu, wie auch "Dangerous" oder "Sleeping in my car". Ich habe alle CDs zu Hause und höre diese auch heute noch sehr gerne. Es gab Zeiten, da sammelte ich jeden Schnipsel über die Band, war natürlich in Per verliebt, fand Marie einfach super und immer, wenn ich in einer Zeitschrift (bevorzugt die Bravo) einen Artikel fand, wurde dieser ausgeschnitten und aufgehoben. Ich war froh, etwas über meine Lieblingsband zu lesen, auch weil ich so etwas Neues erfuhr. Internet war ja damals noch nicht so. Ich verließ mich auf Fernseh, Radio und Zeitungen.
Jahre später traf mich Maries Diagnose, die 2002 gestellt wurde, sehr hart. Ihren Leidensweg konnte man mitverfolgen, diesmal ausführlicher Dank des Internets. Doch man erfuhr eben nicht alles oder gar falsche Dinge.
Nun liegt ihre Biografie vor. Schweren Herzens bin ich an dieses Buch herangegangen, wollte ich einerseits natürlich wissen, wie es Marie ergangen ist, andererseits wollte ich das Bild, das ich von Marie hatte, nicht zerstören. Die quirlige, stimmgewaltige Frau, die es schafft, auf der Bühne ganze Säle zum Rocken zu bringen. Und nun sollte ich lesen, wie eine Krankheit ihr Leben zerstört? Doch ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn Marie schonungslos ehrlich ist und mit nichts hinterm Berg hält, so hat man fast niemals das Gefühl, dass Marie sich ganz aufgegeben hat. Natürlich gab es Zeiten, in denen Marie schwere Gedanken hatte, doch stets hatte sie auch zwei besondere Worte in ihrem Kopf: Kämpfen und Leben. Und Marie ist eine Kämpfernatur. Sie kämpft, um zu leben. Und versucht auch, ihr Leben als Sängerin mit dem Leben als Kranke zu verbinden. Was ihr teilweise auch sehr gut gelungen ist.
Doch ihr Körper macht einfach den Streß nicht mehr mit. Es war nicht der Tumor, der letztendlich gesiegt hat, sondern die nachfolgenden Behandlungen, wie die Bestrahlung des Gehirns. Die Folgen führen dazu, dass Marie nicht mehr lange stehen kann, ihr Bein macht nicht mehr mit. Ihr Fuß krampft und sie muss sitzen. Dies war auch der Grund, dass sie die letzte Tour sitzend gesungen hat.
Marie war aufgeweckt, quirlig und rotzfrech. Sie stand gerne im Mittelpunkt, suchte Aufmerksamkeit. Dies wurde ihr von der Krankheit genommen. Nunmehr liebt sie die Stille, zieht sich zurück und genießt das Familienleben mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern.
In ihrer Biografie geht es aber auch um ihre Anfänge als Sängerin. Um den Kampf um Erfolg und auch darum, als Frau ernst genommen zu werden. Als sie Per Gessle kennenlernt, gründet sie mit ihm zusammen die Band Roxette. Und wird zum Überflieger. Der Erfolg setzt ein und ein turbulentes Leben beginnt. Aber nicht nur mit Roxette ist Marie erfolgreich, auch als Solokünstlerin konnte sie vor allem in Schweden viel Erfolg verbuchen.
Marie führte ein bewegtes Leben. Sie bereut nichts, würde alles wieder so machen. Sie ist eine bewundernswerte und vor allem starke Frau. Ich wünsche ihr nur das Allerbeste.
Fazit: Eine wortgewaltige Biografie über eine bewegende Frau.

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59 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

dystopie

Evolution (2). Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401601687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jem, Lucie und ihre Freunde sind unfreiwilligerweise in der Zukunft gelandet, obwohl sie eigentlich nur an einem Schüleraustausch in den USA teilnehmen wollten. Viele Gefahren lauern dort auf sie, vor allem durch die Squids, tintenfischähnliche Wesen, die Dank der Evolution nun an Land leben können.  Auf der Flucht vor ihnen wird Jem von allen getrennt. Während Lucie, Marek, Zoe und die anderen auf eine Stadt mit Überlebenden treffen, muss sich Jem in der Wildnis gegen feindliche Tiere wehren. Auf seiner Suche nach Lucie bekommt er unerwartete Hilfe. Lucie unterdessen merkt, dass nicht alle ihre Helfer es gut meinen und auch in ihrer Freundesgruppe gibt es einen, der nach seinen eigenen Regeln tanzt. Doch ein Ziel haben alle vor Augen: die geheimnisvollen Zeitspringer zu finden und wieder nach Hause zurückzukehren.
Nachdem Teil 1 "Die Stadt der Überlebenden" schon so spannend aufgehört hat, geht es nun rasant in Teil 2 weiter. Der Schreibstil und die interessante Grundidee fesseln einem förmlich ans Buch. Man fliegt durch die Geschichte, bekommt aber an den richtigen Stellen Atempausen, um das Gelesene zu verarbeiten und sich auch mal Gedanken zu den einzelnen Charakteren machen zu können. Ganz eindeutig stechen hier vor allem Lucie und Jem, aber auch Marek, Ragnar und Leod hervor.
Lucie ist außer sich vor Sorge um Jem und kann nicht verstehen warum ihr keiner helfen will, ihn zu suchen. Sie selbst versucht, einen Weg zu finden, wird hier allerdings von einer Person blockiert, von der sie es zwar erwartet hat, es dieser aber nicht zutraute. 
Währenddessen sucht Jem ebenfalls eine Lösung, um in die Stadt zu Lucie zu gelangen. Doch auch ihm werden unerwartet Steine in den Weg gelegt. Er nutzt diese jedoch genial, um Lösungen zu finden.
Ragnar und Leod, zwei Bewohner der Stadt der Überlebenden, versuchen Lucie und ihren Freunden dann doch zu helfen und geraten deswegen in Gefahr. Während Marek seine Grundeinstellung überdenkt und dabei auf Dinge stößt, die er zu seinem Vorteil nutzt.
Mit geschickter Finesse wird hier eine dystopische Welt geschildert. Die Natur erobert sich die Erde zurück und dies anscheinend auf einem grausamen Weg. Man kann keinem vertrauen und tut man es doch, scheint man verloren. Es gibt nur winzig kleine Lichtblicke und selbst hier kann man sich nicht sicher sein, wer Freund und wer Feind ist. 
Selbst die, die einem ans Herz wachsen und für das Gute einstehen, treffen Entscheidungen, die einem zweifeln lassen.
Der Autor flicht hier gut die Hilflosigkeit ein, die an allen nagt. Der kleinste Hoffnungsschimmer, der sich den Freunden bietet, wird dankend angenommen, doch scheint mir auch so einiges unüberlegt, obwohl letztendlich ja eigentlich keine andere Wahl vorhanden ist.
Dieses Auf und Ab ist sehr faszinierend, vor allem da sich einige Personen dadurch total verändern und somit neue Fahrt aufkommt. Es wird einfach nicht langweilig.
Man bleibt am Ball, will unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem: was erwartet alle am Ende ihres Weges?
Hier muss man sich jedoch bis Juli 2017 gedulden denn solange spannt uns der Autor noch auf die Folter. Denn erst dann erscheint der dritte Teil der Trilogie. Ich hoffe, dass ich dann genauso mitfiebern kann wie bei den ersten beiden Bänden. Aber eigentlich mache ich mir keine Sorgen, denn wo Thiemeyer draufsteht, ist Spannung garantiert.
Hervorheben möchte ich auch die wunderschönen Cover, die nicht passender sein können. Hat man die Bücher gelesen und sieht sich danach nochmals die Cover an, merkt man, dass diese das Wichtigste aus den Geschichten widerspiegeln. 
Ihr merkt, ich bin restlos begeistert.
Fazit: Ein Ausflug in eine Zukunft ohne Wiederkehr? Hier müssen abwarten. 

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264 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

fantasy, bücher, traci che, abenteuer, jugendbuch

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Sefia muss mitansehen, wie ihre Tante Nin entführt wird. Nun will sie herausfinden, warum dies geschehen ist. Sie bringt es in Verbindung mit dem geheimnisvollen Buch, das sich in ihrem Rucksack befindet. Je mehr sie der Wahrheit auf die Spur kommt, umso undurchdringlicher wird alles. Hilfe kommt unerwartet von Archer, einem Jungen, den sie aus einer Kiste befreit. Leider ist er stumm und kann sich nur durch Zeichensprache verständigen. Doch je größer das Abenteuer wird, in das sie hineingezogen werden, umso froher ist Sefia, einen Freund wie Archer zu haben. Und was hat das Buch mit all dem zu tun?


Leider kann ich den Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Ich hatte viel Mühe, überhaupt einigermaßen in die Geschichte hineinzukommen. Dies hatte vor allem damit zu tun, dass man in der Handlung immer hin und her springen muss. Einmal ist man mit Sefia und Archer unterwegs, einmal in einer geheimnisvollen Bibliothek (deren Sinn ich nicht so ganz verstanden habe) und einmal in dem geheimnisvollen Buch, dass Sefia mit sich führt.


Diese drei Handlungsstränge haben erst so gar nichts miteinander zu tun, bis sich in der Mitte des Buches zwei Stränge zusammentun. Der dritte Strang bleibt jedoch unbeachtet bzw. hier kann man sich erst am Ende ungefähr vorstellen, was es mit ihm auf sich hat. 


Auch der Erzählstil der Autorin war nicht so ganz meins. Irgendwie hatte ich immer Probleme, am Ball zu bleiben. Manchmal kamen nichtsaussagende Passagen bzw. wurde etliches mehrere Male wiederholt. 


Letztendlich habe ich auch den Sinn, der hinter dem Ganzen stand, einfach nicht begreifen können. Mir hat sehr viel Erklärung gefehlt. Gerade für den ersten Band einer Reihe ist dies sehr schwach. So hatte es für mich den umgedrehten Effekt, eher nicht zum zweiten Band zu greifen, da ich gar nicht richtig weiß, wieso ich weiterlesen soll.


Verwirrend war für mich auch, dass die Autorin gleich mit vielen Namen um sich schmeißt, sei es der Name der Protagonisten, der Orte oder anderer Dinge. Auch bin ich mir nicht sicher, ob die Geschichte in der realen Welt spielt oder ob eine fiktive Welt als Schauplatz dient. Es gibt Andeutungen dafür, aber es wird nichts bestätigt. Dies ist so ein Rätsel, dass ich mir aufgelöst gewünscht hätte.
Leider gibt es auch keine Karte, auf welcher man den Weg von Sefia und Archer nachvollziehen kann.


Auch die Charaktere konnten mich nicht recht überzeugen. Zu Sefia bekam ich überhaupt keinen Draht. Sie war mir zu emotionslos, zu blass und zu zielstrebig, während Archer eher das Gegenteil bewirkte. Er drückte mir zu sehr auf die Mitleidsschiene, war teilweise zu perfekt. 


Mir hat einfach die Tiefe gefehlt. Es gibt zwar einen roten Faden, den Sefia und Archer verfolgen, doch irgendwie kommen sie nicht so recht voran. Erst am Ende - einem sehr rasanten Ende, in das sehr viel hineingepackt wurde - gab es einige Aufklärung, jedoch auch wieder nicht genug. Hier wurde wohl das Ziel verfolgt, die Leser mittels eines Cliffhangers davon zu überzeugen, auch die nächsten Teile zu kaufen.


"Ein Meer aus Tinte und Gold" hat mich mal wieder davon überzeugt, dass man nicht jeden Hype mitmachen muss und wirklich danach gehen sollte, was das Bauchgefühl sagt. Ich war von Anfang an schon irgendwie nicht so begeistert vom Klappentext, habe mich dann allerdings von den vielen positiven Rezensionen und Meinungen umstimmen lassen. 


Ein echter Pluspunkt für das Buch ist das wunderschöne Cover. Es lädt echt zum Träumen ein, zeigt ein Buch und ein Schiff, zwei Details, die im Buch ausführlich beschrieben werden. Das viele Gold stellt Wellen dar, was für mich das Auf und Ab des Buches symbolisiert. Hier ist wieder mal der Carlsen Verlag großzügig zu loben. Der hat dafür echt ein Händchen. Im Regal ist das Buch natürlich ein richtiges Goldstück.
Auch im Inneren finden sich immer wieder schöne Details. Seien es Fingerabdrücke, Bucheinträge oder "verbrannte" Buchseiten". So macht das Lesen natürlich Spaß, da man nicht nur Buchstaben hat, sondern richtige kleine Hingucker.


Fazit:
Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

steampunk, zirkus, luftschiff, verrat, geheimnis

Die verlorene Puppe

Judith Vogt , Christian Vogt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 24.11.2016
ISBN 9783867622752
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Ferenc heuert als Artist beim fliegenden Circo Apocalástico an. Dort arbeitet er zusammen mit der Schlangenfrau Yue am Trapez. Doch Yue und er sind nicht die einzige Attraktion. Ein echtes Mammut begeistert das Publikum genauso wie die bärtige Dame Selma, der Magier Herr Iko und noch viele weitere fantastische Artisten. Während einer Aufführung werden sie angegriffen. Das Zirkuszelt verbrennt und sie werden zusammen mit ihrem Luftschiff entführt. Die Entführer wollen in ein fernes Land, von welchem noch kein Europäer zuvor lebend zurückkam.
Schon auf der Fahrt dorthin merkt Ferenc, dass einige der Zirkustruppe ein falsches Spiel spielen. Doch findet er nicht heraus, wer. Und warum wollen die Entführer gerade die ferne Hochkultur aufsuchen, um die sich grausame Sagen ranken?
Ferenc macht sich an die Aufklärung und kommt dabei einem Ränkespiel auf die Spur, die nicht nur die Zirkusgruppe, sondern auch Europa in Gefahr versetzt.


Schon mit "Die zerbrochene Puppe" konnte mich das Autorenduo um die Finger wickeln. Nun legen sie mit ihrem neuen Roman noch mal einen drauf.
Auch wenn die Geschichte wieder in der Welt von "Eis & Dampf" spielt und hier auch Personen aus dem Vorgängerroman auftauchen, ist "Die verlorene Puppe" einzeln lesbar. Es werden an den richtigen Stellen Erklärungen eingeflochten, die es möglich machen, ohne Vorkenntnisse an das Buch heranzugehen.
Dies war nämlich meine einzige Sorge, weil es schon 2 1/2 Jahre her ist, dass ich "Die zerbrochene Puppe" gelesen hatte. Doch sie war unbegründet.


Auch hier muss ich sagen, dass mich der Schreibstil sofort wieder eingefangen hat. Ich war gleich mitten in der Geschichte, die damit beginnt, dass wir Ferenc kennenlernen. Ferenc ist ein Roma, der auf der Suche nach einem Zuhause beim Circo Apocalástico anheuert. Er war schon vorher Artist in einem Zirkus, aber aus vorerst nicht erwähnten Gründen ist er von dort weggegangen, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen.


Der Circo Apocalástico ist eine Ansammlung der seltsamsten Figuren. Die Schlangenfrau Yue ist wohl noch das harmloseste dort. Die bärtige Dame Selma, die lebende Kanonenkugel Fernando, der Blitzmagier Herr Iko oder der Starke Agosto sind nur einige der wunderbar ausgearbeiteten Charaktere, die sich im Zirkus tummeln.


Doch ist alles nicht so, wie es scheint. Bei einer Aufführung wird das Luftschiff des Zirkus gestohlen. Die Diebe sind ungewöhnliche Gestalten und ihr Ziel ist das Land der Mexica, einem gefürchteten Stamm, der eigentlich nur aus Legenden und Sagen besteht, ist von dort doch noch keiner lebend zurückgekehrt.


Und ab hier wird es wunderbar undurchsichtig, obwohl Ferenc doch so viel herausfindet. Trotzdem tappt man bis fast zuletzt im Dunkeln und die Autoren führen einem gewitzt an der Nase herum. Durch geschickt miteinander verwobene Ereignisse wird eine Handlung gesponnen, die es fast unmöglich macht, ihr nicht zu folgen. Die Spannung ist greifbar, die Charaktere sind fein ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten. So kann man sich in viele gut hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen. Auch die "Bösen" sind gut gezeichnet und bieten das perfekte Gegenspiel zum Guten.


Gerne wäre ich länger in dieser mysteriösen Welt geblieben. Eine Welt, die von Steampunk nur so protzt, die mit Geheimnissen gefüllt ist und in der man sich - in sicheren Gefilden - sehr wohl fühlen kann.


Ich bin sehr gespannt, mit welchen neuen Geschichten das Autorenpaar uns noch erfreuen wird und vor allem, ob man mit alten Bekannten nochmals ein Wiederlesen feiert. Insoweit steht ihnen ja Allerlei offen.


Fazit:
Ein Ausflug in ferne Länder mit Spannung, Fantasie und einer gehörigen Portion Steampunk.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

maria koschny, hörbuch, die tribute von panem

Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe (2 mp3-CD

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Matthias Scheuer
Audio CD
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 17.07.2015
ISBN 9783837308785
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Katniss und Peeta müssen nunmehr ihr Leben nach den Spielen auf die Reihe kriegen. Stets unter strengster Bewachung spielen sie ihre Rolle als Liebespaar, entwickeln sich jedoch unabhängig voneinander weiter und müssen aufpassen, dass sie und ihre Familien nicht bestraft werden.
Doch dann kommt es anders, als gedacht. Die 75. Hungerspiele stehen bevor - ein Jubeljubiläum - und dafür haben sich die Spielemacher des Kapitols etwas ganz Besonderes ausgedacht. Unter den Siegern der letzten 75 Spiele werden die Tribute ausgelost. Da Katniss der einzige weibliche Sieger von Distrikt 12 ist, heißt dies für sie, sich wieder den Spielen auf Leben und Tod zu stellen.


Der zweite Teil der Panem-Reihe hat mich genauso in den Bann gezogen, wie schon sein Vorgänger. Katniss ist für mich ein starkes, selbstbewusstes Mädchen, das versucht, es jedem Recht zu machen, aber trotzdem mit allen Mitteln seinen Willen durchsetzt. Regeln sind ihr fremd und doch weiß sie, wenn sie sich nicht daran hält, wird nicht sie bestraft, sondern ihre Familie. 


Ich dachte ja oft, dass Katniss eher der emotionslose Mensch ist bzw. eher an sich denkt, als an andere. Dies hat sie ja am Ende des ersten Teils widerlegt und mir bewiesen, dass sie durchaus Gefühle hat. Deswegen ist ihr Sinneswandel, nunmehr zu bewirken, dass Peeta die Spiele überlebt, koste es was es wolle, für mich ein großer Schritt dahin, sich für ihre Lieben einzusetzen. Ihre Schwester Prim und ihre Mutter standen immer an erster Stelle, doch nun hat sie sich eine große Familie aufgebaut, zu der nun auch Peeta und seine Angehörigen gehören. 
Dieser Sinneswandel macht sie stärker und unabhängiger, als sie es vorher schon war.


Aber nicht nur Katniss hat sich stark verändert, auch Peeta. War er vor Beginn der ersten Spiele noch ein ängstlicher Jugendlicher, der innerhalb weniger Momente erwachsen werden musste, ist er sich nun auch seiner Verantwortung bewusst und macht sich Gedanken über seine Zukunft. Aber auch ihm geht es um das Überleben des anderen und der Familie.


Wieder wird das Hörbuch von Maria Koschny gelesen, der deutschen Synchronstimme von Jennifer Lawrence. Und wieder war ich mittendrin, konnte mir die jeweiligen Szenen aus dem Buch und auch aus dem Film sehr gut vorstellen und habe mich einfach fallen lassen, während Katniss mir die Geschichte vorgelesen hat. Es prasselt viel auf einem ein und man hat teilweise Mühe, sich alles wirklich so vorzustellen, wie es denn erzählt wird, aber trotzdem hat das Kopfkino einfach viel zu tun. Für mich persönlich macht dies auch ein gutes Hörbuch aus. Nicht nur die Geschichte muss fesseln, der Sprecher muss es auch schaffen, diese Geschichte überzeugend rüberzubringen. Maria Koschny hat dies auf alle Fälle geschafft.


Freundschaft und Liebe sind zwei der wichtigsten Eigenschaften auf der Welt. Katniss und Peeta zeigen uns dies auf eindrucksvolle Weise.


Ich mag die Panem-Reihe, auch wenn sie eine düstere Welt vorhersagt. Eine Welt voll Schrecken, Tod und Diktatur. Eine Welt ohne Zukunft. Katniss und Peeta sind jedoch der Lichtblick, den viele brauchen. Ihre Aktionen sind der Hoffnungsschimmer für ein besseres Leben.


Fazit:
Eine faszinierende (Hör)Buchreihe mit Suchtcharakter. 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

abenteuer, drachen, fremde welten, zauberei, magie

Saint Lupin´s Academy - Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522653602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anne sieht sich plötzlich einer schweren Mission ausgesetzt. Sie muss zusammen mit ihrer Freundin Penelope und dem Zauberlehrling Hiro eine Prophezeiung aufdecken. Dabei hat sie nur drei Tage Zeit oder es endet tödlich. Anne weiß gar nicht so recht, was zu tun ist, ist sie irgendwie unbeabsichtigt in den ganzen Schlamassel geraten. Aber Mission ist Mission und so muss sich Anne allem stellen. Und merkt dabei, dass nicht nur ihr Leben und das ihrer Freunde auf dem Spiel steht, sondern das der ganzen Welt.
Zutritt nur für echte Abenteuer - so steht es vorne auf dem Buch. Und ich muss sagen, dass es wirklich nur für echte Abenteurer ist. Denn man wird sogleich mitten in die Geschichte geworfen. Es geht zackig, man hat fast keine Atempause, die Bedingungen sind hart und teilweise auch sehr ungerecht. Und die Zeit ist der wichtigste Gegenspieler. Schon wenn man bedenkt, dass die Reise mit einem Drachenfeuerball acht Stunden dauert. Und man nur 72 Stunden Zeit hat, die Prophezeiung zu lösen.
Anne ist ein 13jähriges Mädchen, dass mir eigentlich sehr leid tut. Sie ist ein Waisenkind, muss in einem Waisenhaus aufwachsen, in welchem es nur Haferbrei zu essen gibt und es Schichtbetrieb gibt, um im Kohlebergwerk zu arbeiten. Die Oberin beutet die Kinder aus, gibt ihnen nichts zurück und man merkt von Anfang an, dass sie nichts Gutes im Schilde führt und nur ihr eigenes Wohlergehen im Sinne hat.
Als Anne die Chance bekommt, an einer renommierten Abenteuerakademie aufgenommen zu werden, möchte sie diese nutzen. Doch - wie bei einem echten Abenteuer - kommt natürlich etwas dazwischen. Und ab da nimmt alles seinen prophezeiten Lauf.
Wie gut, dass Anne zwei Freunde an der Seite hat. Penelope ist eine wuselige Person, die das Herz am rechten Fleck hat. Ihre Verteidigungsstrategie ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig (was wohl an der mangelnden Übung liegen mag), doch schafft sie es, Anne immer wieder aufzubauen und auch auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.  Hiro, denn Anne und Penelope erst später kennenlernen, erweist sich jedoch als ebenso guter Freund und mit der Zeit wird aus den drei ein richtig gutes Gespann.
In dem Buch geht es natürlich in erster Linie um Abenteuer, aber auch Mut, Freundschaft, Hass und Neid werden behandelt. Habsucht, Gier und Boshaftigkeit kämpfen gegen Gerechtigkeit, Freude und Liebe. Die Botschaft ist letztendlich: Zusammenhalt ist wichtig. Freunde sind wichtig und das Pflegen der Freundschaft natürlich auch.
Für Anne hält das Abenteuer einige Überraschungen parat. Und im Laufe des Abenteuers kommen auch noch einige neue Freunde hinzu. So ein kleiner Sperling namens Jeffrey, der für Anne ebenso unentbehrlich wird wie Penelope und Hiro. Aber auch der Drache Nana oder die Akademielehrerin Jocelyn werden zu treuen Gefährten.
Der Schreibstil der Autors ist für Kinder geradezu perfekt. Die Geschichte ist flüssig lesbar, alles ist verständlich geschrieben und gerade für Kinder ein wahres Abenteuer. Mich als Erwachsenen hat es manchmal allerdings etwas gestresst, da es einfach zu viel des Guten war. Die Zufälle haben sich gehäuft, die Lösungen waren zu sehr "parat", die Abenteuerer hatten teilweise keine große Mühe, sich etwas zu erarbeiten. Hier hätte ich mir wenige Probleme gewünscht, dafür aber schwierigere Lösungen. Aber es handelt sich hier ja auch nicht um ein Buch für Erwachsene, weshalb dieses Kriterium nicht in die Punktevergabe miteinfließt.
Fazit: Ein echtes Abenteuer mit echten Freunden.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

hass, freiwillig, töten, erste begegnung, ehefrau

Honig und Gift: Eine Kurzgeschichte aus der Welt von Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 31 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538775
Genre: Sonstiges

Rezension:

Chalid bereitet sich auf seine Hochzeit vor. Ein Fest, dass für ihn jeden Tag stattfindet. Immer mit einer neuen Frau. Auf Chalid haftet ein Fluch. Nach einer mit ihm verbrachten Nacht, muss seine Frau sterben. Zum 72. Mal findet dieses Ereignis nun statt. Doch Chalid ist diesmal stutzig. Denn seine neue Ehefrau hat sich freiwillig gemeldet, mit ihm die Ehe einzugehen - und dann zu sterben.
Mit "Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist. 
Mit "Honig und Gift" haben wir eine Art Vorgeschichte zu "Zorn und Morgenröte".  Hier wird aus Chalids Sicht erzählt, wie er das erste Mal auf Shahrzad trifft. Seine Gedanken und Gefühle werden beschrieben. Wir lernen Chalid besser kennen und können nun nachvollziehen, warum er so handelt, wie er handelt. Sein Zwiespalt ist greifbar. 
Auf 10 Seiten wird kurz und knackig die Story wiedergegeben. 
Es ist besser, den eShort nach dem Lesen des Buches "Zorn und Morgenröte" zu lesen, da man ansonsten mit der Kurzgeschichte nichts anfangen kann. Sie ist eine sehr gute Ergänzung zu dem ersten Teil der Reihe.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und man ist auch gleich wieder mit allen Charakteren vertraut und es fühlt sich ein bisschen wie nach Hause kommen an, da man sofort wieder mitten in der orientalischen Welt gefangen ist.
Der eShort ist darauf ausgelegt, die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" zu verkürzen, der im März 2017 erscheinen soll.  Außerdem gibt es zweite weitere eShorts: "Motte und Licht" sowie "Fluch und Flammen".
Fazit: Ein gelungener Lückenfüller.

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

renee ahdieh, rache und rosenblüte, honig und gift, motte und licht, zorn und morgenröte

Motte und Licht: Eine Kurzgeschichte aus der Welt von Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 86 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538768
Genre: Sonstiges

Rezension:

Despina möchte nichts sehnlicher, als für Ava, die Gemahlin des Kalifen als Leibdienerin da zu sein. Doch ihre Dienste scheinen nicht benötigt zu werden. Als sie dann auch noch auf Jalal Azaf al-Churi, dem Hauptmann der Palastwache trifft, scheint das Chaos perfekt. Nicht nur, dass sie in einem unbedachten Moment auf Ava trifft, nein, auch Jalal geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Seine charmante, jedoch provozierende Art reizt sie sehr, zieht sie aber auch irgendwie an. 
Mit " Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.
"Motte und Licht" beleuchtet jedoch eine anderen Charakter, der in "Zorn und Morgenröte" auch eine große Rolle spielt. Despina, die als Leibdienerin von Sharzard fungiert, wird hier näher vorgestellt. Ihre Schlagfertigkeit ist einzigartig. Vor allem, als sie auf Jalal trifft. Er ist als Herzensbrecher bekannt. Despina weiß um diese Tatsache und lässt ihn eiskalt abblitzen.  Für Jalal ist dies jedoch eine Herausforderung
Der eShort soll die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" verkürzen und gibt Einblick in das Leben von Despina und Jalal. Ich hoffe, von diesen beiden im zweiten Teil mehr zu erfahren. Denn Despina ist mir sehr ans Herz gewachsen, auch wegen ihrer Schlagfertigkeit. Sie kann sich verbal wehren und lässt so manche bissige Bemerkung fallen. In einem Interview, welches im Anschluss an die Kurzgeschichte folgt, verrät die Autorin, dass sie Despina und Jalal eine wichtige Rolle in ihrem neuen Buch eingeräumt hat, was mich sehr freut. 
Dieser eShort umfasst 44 Seiten, von mir aus hätte er sehr viel länger sein können. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin vielleicht irgendwann ein Spin-Off über Despina und Jalal schreiben würde und hier ausführlicher die erste Begegnung und die vielen weiteren beschreiben würde. 
Zweite weitere eShorts werden ebenfalls angeboten. "Honig und Gift" sowie "Fluch und Flammen" sollen ebenfalls Lückenfüller sein.
Fazit: Despina und Jalal, zwei wie Katz und Maus...

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Tags: fluch und flammen, honig und gift, motte und licht, rache und rosenblüte, renee ahdieh, zorn und morgenröte   (6)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

brand, stadt, renee ahdieh, orientalisches märchen, rache und rosenblüte

Fluch und Flammen: Eine Kurzgeschichte aus der Welt von Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 37 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538782
Genre: Sonstiges

Rezension:

Chalid ist auf dem Weg nach Hause, als er und seine Truppen die Flammen schon von Weitem sehen. Verzweifelt versucht er herauszufinden, was passiert ist. Als er in der Stadt eintrifft, sucht er zuerst nach Sharzad, doch kann er sie nicht ausfindig machen. Ist sie verletzt? Hat sie sich in Sicherheit bringen können? Als er auf Jalal trifft, stellt ihn dieser vor eine bittere Wahl.
Mit " Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.
In diesem eShort wird wieder Chalids Sicht geschildert. Seine Ängste, seine Zweifel und sein Pflichtgefühl werden in den Vordergrund gerückt. Mit 11 Seiten ist die Geschichte nicht sehr lang, doch wird in ihr einiges komprimiert dargestellt. Vor allem Chalids Sorge und Sharzad steht im Mittelpunkt und damit seine Gefühlswelt.
Eigentlich ist "Fluch und Flammen" eine kurze Zusammenfassung des Endes von "Zorn und Morgenröte", eben nur aus Chalids Sicht.
Trotzdem war es eine gute Auffrischung und verkürzt natürlich auch die Wartezeit auf den im März erscheinenden zweiten Roman "Rache und Rosenblüte", auf welchen ich mich persönlich schon sehr freue.
Unheimlich gefühlvoll wird von der Autorin die Szene geschildert. Man merkt deutlich die Liebe zu der Geschichte und das Herzblut, dass in alle Worte gesteckt wurde.
Die zwei weiteren eShorts, die als Lückenfüller dienen, heißen "Motte und Licht" sowie "Honig und Gift".
Fazit: Ein emotionaler Ausflug in Chalids Gefühlswelt.

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Tags: 1001 nacht, orientalisches märchen, rache und rosenblüte, renee ahdieh, zorn und morgenröte   (5)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

westeros, bran, drachen, tyrion, theon greyjoy

Das Lied von Eis und Feuer 09

George R.R. Martin , Andreas Helweg , Reinhard Kuhnert
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 26.05.2014
ISBN 9783837125283
Genre: Fantasy

Rezension:

Tyrion muss fliehen und es verschlägt ihn auf ein Schiff in Richtung Meereen bzw. Quarth. Sein Ziel: Daenerys. Diese wiederum hat mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Hunger, Not und Intrigen. Und Jon Schnee findet sich in seiner Rolle als Lord Kommandant der Nachtwache immer mehr zurecht.Doch das Spiel um die Throne wird immer undurchsichtiger und die Eifersucht der einzelnen Häuser kostet Leben und bringt einem an den Rand der Verzweiflung.

© Sina FrambachDas ist ein begeisterter Fan der Reihe bin, braucht nicht nochmals erwähnt zu werden. Und so stimmt es mich schon sehr traurig, dass ich mittlerweile beim neunten Teil der Reihe angelangt bin und meine Reise durch Westeros schon bald vorzeitig beendet sein wird. Vor mir liegt nur noch Band Nr. 10 und dann heißt es erstmal warten. Wie lange, weiß man nicht. Doch hoffe ich, dass der Autor mich bzw. die ganze Fangemeinschaft nicht mehr lange warten lässt.
Der neunte Teil widmet sich wieder den Personen, die meiner Meinung nach die Wichtigsten der ganzen Handlung sind. Allen voran Jon Schnee, Daenerys Targaryen und Tyrion Lennister. Als zweiten Handlungsstrang verfolgen wir Ramsey Bolton und Theon Graufreund. Zwischendurch gibt es Einwürfe aus Rosengarten.
© Sina FrambachDie Handlung nimmt Fahrt auf, Hintergründe werden offengelegt und man bekommt wieder einen Einblick in das Gefühlsleben der einzelnen Charaktere.Insbesondere die Entwicklung von Theon Graufreund und Daenerys waren interessant und teilweise wieder sehr überraschend.
Das Buch fordert einem aber auch einiges an Orientierung ab. So war ich manchmal etwas verwirrt, da wieder eine Unmengen an Namen ins Spiel kommen und neue Wege offen gelegt werden.
© Sina FrambachAber auch alte Personen drängen sich wieder in den Vordergrund, werden zu interessanten Charakteren, die durch ihr Handeln einiges verändern können.
Der Autor fasziniert mich wieder mit seinem Einfallsreichtum und seinen unergründlichen Wegen in immer neue Abenteuer.

Das der Sprecher Reinhard Kuhnert hier wieder eine Glanzleistung geliefert hat, brauche ich ebenfalls nicht zu erwähnen. Wie schon mehrmals geschrieben, kann ich mir keinen anderen Sprecher für diese Reihe vorstellen. Mit Leib und Seele ist er dabei und haucht den einzelnen Charakteren mit seiner Stimme Leben ein. 
Fazit:Westeros ist immer wieder eine Reise wert. 

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313 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

zauberer, harry potter, phantastische tierwesen, newt, tierwesen

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Newt Scamander, Magizoologe und Forscher aus Leidenschaft, kommt mit einem Koffer voll phantastischer Tierwesen nach New York, um dort seinen Wissenschaften nachzugehen. Doch durch unglückliche Umstände wird sein Koffer mit dem von Jacob Kowalski vertauscht, der eigentlich nur einen Wunsch hat: eine Bäckerei zu eröffnen. Natürlich ist nun das Chaos vorprogrammiert, denn aus dem Koffer entfliehen einige Tiere und machen New York unsicher. Newt, der zwischenzeitig von Tina Goldstein, einer Mitarbeiterin des Zaubereiministeriums von New York, in Gewahrsam genommen wurde, versucht alles, um seine Tiere wieder einzufangen. Doch nicht nur seine Tiere stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen, auch ein Obscurus, der schon einige Tote verbuchen kann, droht 
damit, die Magierwelt öffentlich zu machen.

Ach, was war der Film so schön. Im Kino sitzen und wieder in die magische Welt voll Zauberer, Hexen und phantastischer Tierwesen eintauchen. Ein Heimkommen, ein Wiedersehen. Auch wenn die Geschichte viele Jahre vor dem Auftauchen von Harry Potter und seinen Freunden spielt.

Wir befinden uns in den 20er Jahren mitten in New York und entdecken die Zaubererwelt in den USA. Und wir müssen uns umgewöhnen. Die Muggel heißen hier No-Maj. Das Zaubereiministerium heißt MACUSA und die Zaubererschule Ilvermorny. Alles anders, aber doch vertraut. Deswegen sprach ich oben von Heimkommen.

Nun legt uns JK Rowling mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" das Originaldrehbuch vor. Und genau so ist auch das Innenleben des Buches, ein Drehbuch. D. h. es ist in Szenen aufgeteilt, gibt an, ob man sich Innen oder Außen aufhält, ob es einen Schnitt gibt, eine Nahaufnahme, einen Off-Screen, eine Totale usw.

Für mich war es nicht mehr ungewohnt, diese Art von Buch zu lesen, war ich ja schon begeistert von "Harry Potter und das verwunschene Kind", welches ebenfalls in der Art des Drehbuchs geschrieben ist.

Nicht zuletzt wegen der schauspielerischen Glanzleistung von Eddie Redmayne, der Newt Scamander verkörpert, ist der Film für mich ein voller Erfolg. Es wird gezaubert, es wird geheimnisvoll, es wird fantastisch, es wird einzigartig.

Als ich das Drehbuch gelesen habe, kam ich mir vor, als wäre ich wieder im Kino. Die Szenen waren eins zu eins wie im Film. Selbst die Dialoge kamen mir so vor, als wären sie die selben. Ich hatte ein tolles Kopfkino, hatte die Schauspieler vor Augen, konnte mir die Special-Effects vorstellen und hatte einfach meinen Spaß beim Lesen.

Das Drehbuch zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist eine tolle Ergänzung für die Sammlung zu Hause und ist ein Muss für jeden Harry Potter-Fan. 

Insbesondere muss ich den Charakter der Queenie Goldstein hervorheben, die mir in dem Film auch schon sehr gut gefallen hat. Sie ist eine verträumte Hexe, die mit ihrer einfühlsamen Art und ihrer leicht losen Mundwerk die Herzen im Sturm erobert.

Das Skript ist einfach toll, lässt sich leicht lesen und das Buch ist auch noch ein richtiger Hingucker. Das in blau gehaltene Cover lädt zum Träumen ein. Die goldenen Buchstaben sind teils erhaben. Carlsen ist ja bekannt für wunderschöne Cover. So macht sich das Buch natürlich auch gut im Regal.

Die Geschichte selbst ist spannend, zauberhaft und magisch. 

Fazit:
Charaktere, die einem ans Herz wachsen, eine spannende Geschichte und phantastische Tierwesen. 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

roboter, science-fiction, zukunft, verlag knaur, fiktion

Mr. Sapien träumt vom Menschsein

Ariel S. Winter , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519325
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Mr. Sapien steht kurz vor der Abschaltung und so macht er sich auf nach Barren Cove, um dort der Hektik der Stadt zu entfliehen. An der englischen Küste angekommen, stößt er auf seine Vermieter und ihre ungewöhnliche Art des Zusammenlebens. Die Asimovs haben ein Geheimnis. Unter ihnen soll der letzte Mensch leben. Für Mr. Sapien, einen bekennenden Menschenfreund, natürlich ein Ansporn, sich näher mit der Familie zu beschäftigten.

Als ich den Klappentext las, dachte ich, dass mich ein Roman darüber erwartet, dass ein Roboter den Sinn des Lebens sucht und ihn dadurch findet, dass er mit einem der letzten Menschen der Erde darüber sinniert.
So verstehe ich zumindest die Zusammenfassung des Klappentextes. Doch schon von den ersten Seiten an befand ich mich in einer Geschichte, die ich nicht so recht verstand. 

Es hat lang gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass es sich gar nicht um die Geschichte von Mr. Sapien dreht, sondern das Buch gespickt ist mit Rückblicken auf die Geschichte der Vermieter der Hütte, in der sich Mr. Sapien eingemietet hat. 

Wir lernen Mary kennen, eine Roboterfrau, die zusammen mit ihrem (Roboter)Vater und ihrem (Roboter)Bruder am Strand in Barren Cove leben. Ihr Vater hat einen kleinen Menschenjungen bei sich aufgenommen. Beachstone. Mary fühlt sich gleich zu dem Jungen hingezogen und kümmert sich rührend um ihn.

Sie kauft in der Stadt bei einem Menschen Lebensmittel ein, hält das Haus sauber, versucht Beachstone ein gutes Leben zu bieten und - da der Junge sehr oft krank ist - pflegt ihn gesund.

Marys Bruder Kent ist jedoch eifersüchtig auf den Menschenjungen und fängt an, seine Schwester und auch den Jungen zu schikanieren, jedoch immer wieder gebremst von Marys Vater. Als dieser "stirbt" und abgeschaltet wird, zeigt Kent sein wahres Gesicht. 

So weit, so gut. Doch dann wird es total verworren. Abwechselnd gibt es Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart, jedoch erst erkennbar, wenn man schon einige Zeilen oder gar Absätze gelesen hat. Dabei wird aus Mr. Sapien, der ja laut Titel anscheinend eine Hauptfigur ist, immer mehr an den Rand gedrängt. Er ist eigentlich gar nicht wichtig für die Geschichte.

Außerdem verwirrten mich die Aussagen der einzelnen Charaktere. Mary zum Beispiel kümmert sich rührend um Beachstone und beschützt ihn, ist aber zeitgleich so naiv, nicht zu sehen, dass ihr Bruder Kent etwas im Schilde führt, obwohl er keinen Hehl daraus macht, dass er Beachstone nicht mag.

Dann ist mir auch der Sinn der ganzen Geschichte nicht so klar. Es gab viele Ungereimtheiten und auch meist keine Erklärungen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Roboter aussehen. Die Beschreibung des Dörfchens Barren Cove war auch sehr spärlich. Außer dem Strand und einer Straße mit Geschäften im Dorf sowie einer "Kneipe" für Roboter erfuhr man fast gar nichts.

Außerdem ergaben manche Szenen für mich einfach keinen Sinn. So lernt Mr. Sapien eine Roboter-Clique kennen, die ihn dazu verleitet, "Drogen" zu nehmen (Drogen in Form von Chips bzw. Sims, die in den dafür vorgesehen Slot eingeführt werden und Halluzinationen verursachen). Warum ist das für die Geschichte wichtig? Welche Aussage steckt dahinter?

Ich kam einfach mit der Erzählweise des Autors nicht klar. Ständige Zeitenwechsel, ungenaue Erklärungen, konfuse Szenen. Es war einfach nicht meins.

Im Grunde wird eine Familiengeschichte erzählt, eine tragische Geschichte voll Eifersucht, Liebe, Zuneigung, Neid, Intrigen. Und doch wird wiederum gar nichts erzählt, da einfach nicht richtig etwas passiert. Zusammenhanglose Szenen werden aneinandergereiht. Es entsteht der Eindruck, als hätte der Autor vergessen, den roten Faden einzubauen. 

Fazit:
Die Grundidee fand ich sehr ansprechend, die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.

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172 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Thomas wird als kleiner Junge von seinen kranken Eltern weggeholt. Bei der Organisation ANGST wird er daraufhin verschiedenen Tests unterzogen, den Thomas ist immun gegen "Den Brand", einen Virus, der auf der Erde die Menschen in zombieähnliche Verrückte verwandelt. Zusammen mit einigen anderen Kindern wird er auf die kommende Zukunft vorbereitet. Doch je mehr Zeit Thomas bei der Forschungseinrichtung verbringt, umso mehr wird ihm klar, das ANGST nicht das verfolgt, was sie ihm glauben machen. Auch Teresa, die mit ihm ausgebildet wird, hat ihre Zweifel, doch wird sie immer mehr in die Fänge von ANGST gezogen. Als eine Gruppe von Kindern in ein Experiment geschickt wird, das Thomas und Teresa mitentwickelt haben, versucht Thomas alles, um die Kinder zu retten.

Mit „Phase Null“ hat sich der Autor nun an die Vorggeschichte seiner Trilogie „Die Auserwählten“ herangetraut. Er erklärt, wie es dazu kam, dass die Kinder im ersten Teil „Im Labyrinth“ überhaupt im Labyrinth gelandet sind.

Dabei geht es hauptsächlich im Thomas, der schon als kleines Kind von der Organisation ANGST rekrutiert wird. Er bekommt eine spezielle Ausbildung, wird Tests unterzogen und dahingehend getrimmt, dass er ja jemand besonderes ist, weil er gegen den Virus Der Brand immun ist. Mit seiner Hilfe könne ein Heilmittel gefunden werden, welches die Menschheit vor dem Aussterben rettet. Thomas hat nie etwas anderes gelernt und fängt an, den Angestellten und Ärzten von ANGST zu vertrauen. Auch Teresa, die ebenfalls etwas besonderes zu sein scheint, unterstützt ANGST in ihrem Bemühen.

Die Geschichte fängt damit an, dass Thomas sich zurechtfinden muss in seinem neuen Leben. Dabei ist sehr auffällig, dass er ja mit fünf oder sechs Jahren in die Forschungseinrichtung geholt wird, jedoch sein Verhalten schon einem größeren Kind zugeordnet werden kann. Dies ist schon etwas besonderes, denn normalerweise würde ein so kleines Kind doch nach seinen Eltern fragen. Doch Thomas macht dies nicht. Er nimmt es als gegeben hin, dass er nun Teil eines Experiments ist. Nur eins kann er nicht verstehen, warum er anfangs keinen Kontakt zu den anderen Kindern aufnehmen darf. 

Es wird ein langer Zeitraum abgehandelt und Thomas und Teresa werden immer weiter in die Machenschaften von ANGST verstrickt. Und so wird man selbst auch auf den ersten Teil der Trilogie „Im Labyrinth“ vorbereitet. 
Wie es zu allem kommt, ist sehr interessant. Vor allem, wenn man die Trilogie schon kennt. Insoweit gebe ich auch den Rat, zuerst die Trilogie zu lesen und dann die Prequels „Kill Order“ und „Phase Null“ zu lesen, da man sich sonst einiges vorweg nimmt.

Auch wenn sich angeblich gar nicht so viel in der Geschichte tut, ist es auch Dank des Schreibstils des Autors sehr spannend, Thomas Werdegang zu verfolgen und selbst herauszufinden, wie es zu allem kam.

Da das Buch in kurze Kapitel aufgeteilt ist, kommt einem die Geschichte sehr kurzweilig vor. Und doch kommt es auch in einer sehr düsteren Art daher. Passend zu der apokalyptischen Stimmung, die vorherrschend ist.

Fazit:
Die Vorgeschichte zur Trilogie. 

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332 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

dystopie, virus, prequel, maze runner, die auserwählten

Die Auserwählten - Kill Order

James Dashner , Anke Caroline Burger , Katharina Hinderer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.08.2015
ISBN 9783551520760
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Sonneneruptionen haben das Leben auf der Erde zu einem Graus gemacht. Wer nicht bei dem Ausbruch ums Leben kam, sucht nach anderen Überlebenden. Alec, Mark und Trina haben sich in eine Siedlung gerettet und versuchen, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Doch eines Tages tauchen Berks am Himmel auf. Aus den Flugzeugen heraus schießen Soldaten auf die flüchtende Menschenmenge der Siedlung. Kleine Pfeile treffen Dutzende von Menschen. Alec, Mark und Trina schaffen es zusammen mit ein paar Freunden, nicht getroffen zu werden. Doch müssen sie feststellen, dass die Getroffenen sich sofort verändern. Sie mutieren zu Franks, die mit ihrem irrationalen Verhalten sogar vor Mord nicht zurückschrecken. Mark und seine Freund machen sich auf den Weg zu einem sicheren Ort und müssen bald feststellen, dass alles aus dem Ruder läuft.

Nachdem ich vom ersten Teil „Die Auserwählten - Das Labyrinth“ sehr begeistert war, mich die nächsten beiden Teile „Die Brandwüste“ und „Die Todeszone“ schon nicht mehr so begeistern konnten, war ich trotzdem gespannt, wie der Autor denn nun erklärt, wie es denn überhaupt zu dem Ausbruch des Virus gekommen ist, der die Hälfte der Menschheit in sog. Cranks verwandelt. 
Und ich muss sagen, dass es ihm sehr gut gelungen ist, mich in eine Welt zu versetzen, in der der nackte Kampf ums Überleben in jeder Minute stattfindet.

Wir lernen die Charaktere Alec, Mark und Trina kennen. Drei sehr unterschiedliche Personen, die sich jedoch zusammengerauft haben, um ihr Überleben zu sichern. Alec ist ein ehemaliger Soldat, kennt sich sehr gut in militärischen Belangen aus und übernimmt auch die Führung der Gruppe. Mark und Trina waren Studenten, die ihr Leben in vollen Zügen genossen hatten, durch die Katastrophe dann jedoch schlagartig erwachsen werden mussten.

Die drei haben sich sehr gut mit ihrer neuen Situation arrangiert, versuchen auch, andere dazu zu bewegen, sich in das neue Leben einzufinden. Nach Ausbruch des Virus jedoch überschlagen sich die Dinge und es müssen neue Lösungen her. Für Alec ist dies eine neue Herausforderung. Er nimmt sich gleich der Problemlösung an und führt Mark und Trina sowie weitere Überlebende an, um die Lösungen auch durchzuführen.

Weitestgehend geht es jedoch um Mark, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Man bekommt hautnah mit, was Mark durchmacht, was ihn quält, erfreut, traurig macht und vor allem, wie er versucht, selbst eine Lösung zu finden. Dabei ist er Alec eine große Hilfe. Seine Liebe zu Trina lässt Mark auch über sich hinauswachsen und führt zu manchen Situationen, in denen man zeitweise nur mit dem Kopf schütteln kann, weil sich Mark unüberlegt in Gefahren stürzt.

Zu Trina dagegen konnte ich keine Verbindung aufbauen. Sie war zeitweise sehr teilnahmslos, hat sich an nichts beteiligt, sondern einfach darauf verlassen, dass Mark und Alec schon dafür Sorge tragen, dass ihnen nichts passiert. 

Der Schreibstil des Autors ist jedoch fesselnd und so konnte ich mich von dem Buch fast nicht loseisen. Ich musste wissen, wie die drei ihren Weg finden, um ihr Überleben zu sichern und dabei kamen ständig neue Wendungen ins Spiel. So führte ein solider Spannungsbogen durch das ganze Buch. Die Vorgeschichte zu „Die Auserwählten“ hat damit für die später spielende Trilogie so einiges Neues erklären können. Trotzdem würde ich empfehlen, erst die Trilogie zu lesen und sich dann den Prequels („Kill Order“ und „Phase Null“) zu widmen, sonst nimmt man sich für die Trilogie doch einiges vorweg.

Insgesamt konnte ich für „Kill Order“ wieder mehr Begeisterung aufbringen, als für den zweiten und dritten Teil der Trilogie.

Fazit:
Ein spannendes Prequel, welches viele offenen Fragen aus der Trilogie beantworten kann. 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

marco polo, historischer roman, oliver plaschka, bis ans ende der wel, historische reis

Marco Polo: Bis ans Ende der Welt

Oliver Plaschka
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2016
ISBN 9783426281383
Genre: Historische Romane

Rezension:


Marco Polo macht sich zusammen mit seinem Vater Nicoló und seinem Onkel Maffeo auf, um die Wunder Asiens zu erkunden. Sie reisen bis zum Hofe des Kublai Khan und Marco schafft es, dessen Gunst zu gewinnen. Marco steigt zu einem der wichtigsten Männer im Reich das Khan auf. Dies alles erzählt er zumindest Rustichello, der zusammen mit ihm im Gefängnis in Genua einsitzt. Rustichello weiß nicht, ob er den Erzählungen glauben kann, denn was Marco zu berichten weiß, ist schier unglaublich.

Der Autor entführt uns ins Jahr 1298, wo er uns zuerst Rustichello vorstellt. Er verbringt schon längere Zeit im Gefängnis in Genua. In der Nachbarzelle wird ein neuer Gefangener eingesperrt. Ein Venezianer, der mit großen Worten seine Geschichte erzählt und sich letztendlich als Marco Polo vorstellt. Rustichello lauscht andächtig den Abenteuern des Mannes und fragt sich mehrmals, ob solch unfassbaren Dinge tatsächlich geschehen können.

Man kommt sich ein bisschen vor wie in 1001 Nacht. Man liest Szenen aus dem Gefängnis, wenn sich Rustichello und Marco unterhalten. Dann wieder fängt Marco an zu erzählen, wie es ihm im fernen Asien ergangen ist. An spannenden Stellen hört er auf, und man befindet sich dann wieder im Gefängnis in Genua. So geht es immer weiter. Ich finde, durch diese Art wird die Spannung gehalten, man möchte wissen, wie es weitergeht und was Marco noch so alles erlebt hat.

Der Autor hat einen wirklich fesselnden Schreibstil, der einem an das Buch bindet. Und das ist auch Nötig, denn mit knapp 900 Seiten ist das Buch nicht mal so eben was für Zwischendurch. Es braucht Talent, über einen so langen Zeitraum den Leser bei der Stange zu halten. Wie schon geschrieben, dem Autor ist dies auch sehr gut gelungen. 

Die Abenteuer Marco Polos sind schon wirklich haarsträubend. Mit 15 Jahren ist er aufgebrochen, zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel das ferne Asien zu besuchen. Ihr Weg führt sie von Venedig über diverse Orte in Asien bis hin in das wundersame Xanadu (heute Shang-du in China). Dort trifft er auf den Khan des Landes, Kublai. Und auf weitere für ihn faszinierende Personen. So den Sohn des Khans, Chinkim, die Tochter des Khans, Kokachin und auch einen Kurier namens Zurficar. 
Diese Personen entwickeln sich neben vielen weiteren zu wichtigen Charakteren in der Geschichte.

Die Spannung wird sehr langsam aufgebaut und doch ist man von Anfang an mittendrin in der unglaublichen Lebensgeschichte Marco Polos. Ich habe mir mehrere Artikel im Internet über Polo angeschaut und kann sagen, dass der Autor sich von den zeitlichen Geschehnissen her weitestgehend daran gehalten hat. Einige kleine Dinge hat er abgeändert, was er aber auch im Nachwort selbst anmerkt. Dies tut jedoch der Geschichte keinen Abbruch.

Ob Marco Polo wirklich zu einem der mächtigsten Männer in Reich des Kublai Khan aufgestiegen ist, kann natürlich nicht mehr richtig belegt werden - außer Zeitreisen werden erfunden ;) - und doch hat alles eine gewisse Glaubwürdigkeit. 

Marco Polo wird einem in seiner (Reise)Geschichte als sehr besonnener Mann vorgestellt. Er tut, was ihm aufgetragen wird, gibt jedoch auch seine Meinung dazu ab. Und doch hat er eine Abenteuerlust, die gestillt werden muss. Dies wirkt sich dann natürlich auch auf sein Umfeld aus und so stürzt er so manchen in Verzweiflung, manche sind jedoch auch sehr froh über seine Entschlüsse.
Rustichello dagegen, Marco Polos Mitgefangener, hängt fast an dessen Lippen, als Marco über seine Reise und seine Abenteuer erzählt. Er schüttelt zwar den Kopf ob der mysteriösen Dinge, die Marco passieren, doch zählt für ihn in erster Linie die Aussicht darauf, ein gutes Buch zu schreiben und erfolgreich zu werden. 
Bis er merkt, dass Marco Polo nicht mehr nur der Erzähler ist, der er am Anfang war, sondern mehr und mehr zu einem Freund wird. Und so ist es für Rustichello auch fast ein Muss, auch mal anzuzweifeln, was Marco erzählt.

Viele Namen erwarten einem. Sei es für Personen, Städte oder Länder. Wenn man jedoch in den hinteren Teil des Buches blättert, gibt es eine Auflistung aller Namen und deren Bedeutung. So konnte ich immer wieder nachschauen, falls ich mir unsicher war. Sehr gut finde ich, dass es auch eine Auflistung gibt, wie die Namen zu Marco Polos Zeit waren und wie die Städte heute heißen. Google Maps war mein ständiger Begleiter auf Marcos Reise. 

Wer sich auf die Geschichte einlässt, den erwartete ein exotischer Mix aus Abenteuer, Liebe, Intrige und Krieg, ein spannender historischer Roman über ein unbekanntes Land mit großartigen Charakteren.

Fazit:
Eine wortgewaltige Reise ins Land der Mongolen.

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Tags: bis ans ende der wel, droemer knaur, historische reis, marco polo, oliver plaschka, spannung   (6)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

kinderbuch, sam hearn, comic, sherlock holmes, john watson

Die Schule der Detektive, Band 01

Sam Hearn , Leena Flegler , Sam Hearn
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 02.02.2017
ISBN 9783505139734
Genre: Kinderbuch

Rezension:


John Watson kommt nach einem Schulwechsel an die Baker-Street-Schule. Gleich am ersten Schultag lernt er Martha kennen, die ihn herumführt und die Schüler vorstellt. Darunter ist auch Sherlock Holmes. Und ab da ist Johns Leben ein einziges Abenteuer. Schon der erste Schulausflug ins Museum führt dazu, dass John, Martha und Sherlock einem Juwelendieb auf der Spur sind. Und wie wir Sherlock kennen, ist seine Kombinationsgabe natürlich hervorragend, selbst in seinen jungen Jahren.

Als Buchflüsterer bei buecher.de weiß man nie, was einem für ein Buch erwartet. Diesmal war ich sehr überrascht, ein Kinderbuch erhalten zu haben, welches eine Mischung aus Comic, Kinderbuch und Internet- sowie Zeitungsartikeln ist.

Sherlock Holmes ist jedem bekannt, die meisten kennen ihn jedoch im Erwachsenenalter. Es gibt eine Buchreihe, in welcher es um den jungen Sherlock Holmes (Young Sherlock Holmes) geht, doch Sherlock in Zeichentrickformat war für mich dann doch noch einen Ticken neuer.

Zu Anfang lernt man erst mal John Watson kennen, der durch einen Schulwechsel an der Baker-Street-Schule landet und dort auf Martha trifft. Martha hilft ihm am ersten Tag, sich zurechtzufinden. Und so trifft John auch auf Sherlock. Es herrscht gleich Sympathie zwischen den beiden und schon bald sind Sherlock, John und Martha unzertrennlich. Erst recht, als es im Museum zu einem Diebstahl des Alpinsteines kommt.

Sherlock Holmes, bekannt dafür, dass er durch brillante Kombinationsgabe jeden Fall lösen kann, wird uns nun in jungen Jahren vorgestellt. Und auch hier ist er schon leicht arrogant dargestellt, trotzdem kommt ab und zu etwas kindliches zum Vorschein.

Natürlich tauchen auch weitere uns bekannte Figuren auf. Alle eben nur etwas jünger. Allen voran James Moriarty, Sherlocks fieser Gegenspieler. Auch als Jugendlicher ist er schon sehr fies und will sich alles unter den Nagel reißen. 

Dann gibt es da noch den Schulhund namens Baskerville, was natürlich auch eine Anspielung auf den von Arthur Conan Doyle geschriebenen Fall "Der Hund von Baskerville" ist. 

Ach, es gibt so viele Anspielungen, die meisten habe ich bestimmt nicht verstanden. Aber nicht nur der "alte Sherlock" wird hier jung dargestellt, es gibt auch weitere Dinge, die einem bei näherer Betrachtung auffallen. Zuerst einmal die Baker-Street-Schule, dann wohnt Martha in der Baker Street 221 b, in der zufällig das obere Stockwerk freisteht und die Kinder es nun als Hauptquartier nutzen. 
Der Reichenbachfall wird erwähnt, aber auch die verschiedenen Schauspieler von Sherlock Holmes werden geschickt miteingeflochten. So gibt es z. B. einen Journalisten namens Benedict Cabbagebat.

Der junge Sherlock "raucht" Lakritzpfeifen, spielt gerne Geige, findet im Kostümfundus von Marthas Mutter Mütze und Mantel und auch sein Bruder Mycroft spielt eine Rolle.

Alles in allem eine gelungene Umsetzung als Kinderbuch, da es einiges vereint, was für Kinder wichtig ist. Bilder, kurze Texte, spannende Szenen, ein niedlicher Hund, tolle Charaktere und natürlich der Diebstahl eines teuren Juwels.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und mitgerätselt, wer denn wohl der Dieb ist, aber wie in allen Sherlock-Fällen komplett daneben gelegen. 

Die Zeichnungen sind ebenfalls liebevoll gestaltet. Ich muss nur zugeben, dass ich manchmal nicht wusste, wo genau bei dem Comic denn das nächste Bild weitergeht, weil es zeitweise dann etwas wirr war. Aber das tat der tollen Geschichte keinen Abbruch.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch mit allem, was dafür nötig ist. 

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Tags: baker street, baskerville, comic, john watson, kinderbuch, sam hearn, sherlock holmes   (7)
 

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135 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

magie, schweden, zauberer, lars vasa johansson, glück

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:


Anton ist am Tiefpunkt seines Lebens. Seinen 45. Geburtstag verbringt er auf einem Parkplatz, wo er sich 10 Minuten Ruhe gönnt, um sich selbst zu gratulieren. Als er dann auch noch von seinem Manager erfährt, dass sämtliche Auftritte als Zauberer in der nächsten Zeit storniert wurden und er damit keine Einnahmequelle hat, möchte er nur noch die Nacht im Hotel verbringen und sich dann wieder auf den Nachhauseweg machen. Doch auch eine ruhige Nacht ist ihm nicht vergönnt und so macht er sich übermüdet und sauer auf den Weg nach Hause. Ein rotes Sofa macht ihm dann einen Strich durch die Rechnung und demoliert sein Auto. Auf der Suche nach Hilfe, trifft Anton im Wald auf ein Mädchen, welches ihn auffordert, ihr beim Blumenpflücken zu helfen. Doch Anton lehnt ab.
Kurz darauf trifft er auf Gunnar und Greta, die ihm mitteilen, dass er mit einem Todesfluch belegt ist. Anton glaubt nicht daran, muss aber bald merken, dass er vielleicht doch netter zu allen hätte sein sollen.

Welch skurrile Geschichte! Ich war total fasziniert von der bildgewaltigen Umsetzung.
Anton ist ein recht eigenwilliger Mensch. Er ist arrogant, denkt nur an sich, gibt allen anderen die Schuld und meint, dass er recht zufrieden mit seinem Leben ist.

Bis er auf ein rotes Sofa stößt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Sofa steht mitten im Weg und Anton fährt mit seinem Auto dagegen. Und ab da nimmt das Pech seinen Lauf. Anton zieht es förmlich an. Er wird zu einem regelrechten Pechvogel. Sein Leben besteht nur noch aus einer Abfolge unglücklicher Situationen. 

Die Geschichte spielt im schönen Schweden. Die Hintergrundkulisse passt perfekt zu der Story und bietet auch viel Platz für Skurilitäten.

Schon die Charaktere muss man einfach gern haben. Sei es Anton oder das verschrobene Ehepaar Gunnar und Greta, dass Anton kennenlernt. Die beiden stehen mit guten Ratschlägen zur Seite, haben aber auch ihre Macken.

Skandinavische Autoren haben es meiner Meinung nach einfach drauf, wenn es um herrlich schräge Geschichten geht.
Dies fängt allein schon damit an, dass Anton als Berufszauberer von Altersheim zu Altersheim tingelt, und dort Vorstellungen gibt.

Das Buch ist so aufgebaut, dass die eigentliche Geschichte in der Gegenwart spielt, aber immer wieder Szenen aus der Vergangenheit eingeblendet werden. Anton denkt oft an seine Kindheit und die Teenagerzeit. 
Man bekommt tiefe Einblicke in Antons Leben und das Leben seines damals besten Freundes Sebastian. 

Das Buch ist einerseits sehr komisch, gerade weil Anton vom Pech verfolgt ist. Andererseits jedoch merkt man, dass auch noch etwas tiefgründigeres dahinter steckt, eben durch die Rückblicke. 

Das Buch lebt von den "märchenhaften" Momenten, den mehr oder minder fabelhaften Wesen und den vielen, schrulligen Menschen, denen Anton begegnet. 
Als Anton sich auf sein Schicksal einlässt, beginnt sein aktiver Part und es wird skurril, unwirklich, traumhaft sarkastisch, und vor allem eins: unglaublich.
Anton fängt an, sein Leben zu überdenken. Und sein Handeln zu ändern.

Fazit: 
Es geht um Glück, um Zukunftsängste, magische Wesen, Verständnis, Freunde und vor allem darum, zu sich selbst zu finden. 

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Tags: anton hat kein glück, glück, schweden, zauberei   (4)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

die tribute von panem, dystopie, hörbuch, hungerspiele, zukunftsvision

Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele (2 MP3-CD)

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Eduardo García
Audio CD
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 17.07.2015
ISBN 9783837308778
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als Prim als Kandidatin für die 74. Hungerspiele ausgelost wird, meldet sich ihre Schwester Katniss Everdeen an ihrer Stelle als freiwilliger Tribut. Zusammen mit Katniss muss der Junge Peeta ebenfalls für den 12. Distrikt an den Spielen teilnehmen. Sieger ist derjenige, der die Spiele überlebt. Es gibt keine Regeln, alles ist erlaubt. Katniss weiß, dass es nur einen Gewinner geben kann und sie 23 weitere Spieler aus den 12 Distrikten zum Feind hat. Und sie weiß, dass sie sich nicht gegen das Kapitol auflehnen darf und doch hat sie keine andere Wahl, als zu versuchen, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten. Sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. 

Die Bücher habe ich verschlungen. Und auch die Filme, die ich dieses Jahr erst alle sehen durfte, konnten meiner Faszination für diese dunkle Dystopie keinen Abbruch tun. Und mein "Wissen" über die Reihe nun mit den Hörbüchern aufzufrischen, war fast ein Muss.

Und so begann ich mit dem ersten Hörbuch "Tödliche Spiele". Und war gleich positiv überrascht. Denn schon nach kurzem Vorlesen der Sprecherin Maria Koschny war ich total gefangen, unter anderem auch, weil die Sprecherin die Synchronstimme von Jennifer Lawrence ist, die die Katniss in den Filmen spielt.

Und da sie mir von der Stimme her bekannt vorkam, bin ich nach kurzer Recherche auch darauf gestoßen, dass sie schon "Phantasmen" von Kai Meyer als Hörbuch eingelesen hat und ich dieses ziemlich zu Anfang des Jahres gehört hatte.

Zur Story an sich brauche ich wahrscheinlich nicht mehr viel zu sagen. "Die Tribute von Panem" ist einer der bekanntesten Dystopien, wenn nicht sogar der Anfang der großen Welle, die uns danach überschwemmt hat. Es folgten einige sehr gute, einige weniger gute und viele sehr schlechte Nachfolger. 

Die ungewöhnliche Story ist detailreich beschrieben. Vor allem Katniss Kampf ums Überleben, ihr Einfallsreichtum, ihr Mut und ihre Liebe zu ihrer Schwester. Hier bringt die Sprecherin es natürlich sehr gut rüber, wie sich Katniss fühlt. Schließlich hat sie ja die Rolle der Jennifer Lawrence in den Filmen synchronisiert. Und so gab es bestimmt den ein oder anderen Gefühlsausbruch, den sie mit in das Hörbuch einfließen lassen konnte. 

In einfachen, aber wirkungsvollen Worten nimmt die Autorin einem mit auf die Reise in die Arena, man leidet mit Katniss und den anderen Kandidaten, freut sich über Erfolge, trauert um die Verstorbenen.

Fazit:
Mit Liebe zum Detail und einer ungewöhnlichen Story hat sich die Autorin mit diesem Geschichte einen verdienten Platz in den Bestsellerlisten geschaffen. Das Hörbuch dazu ist eine perfekte Ergänzung. 

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Doctor Who: Die Dynastie der Winter

James Goss , Evelyn Pesch , Lutz Riedel
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783838781617
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Der Doctor und Clara werden abermals zu einem Mitglied des Winter-Clans gerufen, weil dieser die unheilvolle Karte benutzt, die der Doctor einem Vorfahren der Winters gegeben hat. Die Karte besagt, dass am schlimmsten Tag seines Lebens der Inhaber den Doctor rufen kann, damit er hilft.

Der Doctor reagiert missmutig und will endlich klären, was es mit der Karte auf sich hat, denn wahrscheinlich ist es sein zukünftiges Ich, das die Karte vergeben hat. 
Vorher jedoch muss er sich um das Problem kümmern, wegen welchem er gerufen wurde. Shadrak Winter ist Kardinal des Kults des Primären Selbst, dessen Sitz in einer Weltraumkathedral liegt. Winter weiß, dass er heute Nacht ermordet werden soll und der Doctor soll ihm helfen, zu überleben. Jedoch ist der Kardinal von einer Krankheit befallen, den sog. Sündvollen, blutegelähnliche Wesen, die sich unter der Haut einnisten. Sie ernähren sich von den Sünden des Wirts. Und nun sind auch der Doctor und Clara in Gefahr.

Diesmal muss ich sagen, dass ich von der Geschichte nicht allzu begeistert war, die Umsetzung jedoch wieder mehr als gelungen ist. 
Lutz Riedel, der auch als Synchronsprecher für Timothy Dalton, Tom Wilkinson und Jonathan Price fungiert, legt sich diesmal richtig ins Zeug. Der Hauptaugenmerk liegt diesmal auf dem Doctor, der sich einen wahren Sündenkrieg mit dem Sündvollen und dem Kardinal Winter liefert. Leider konnte mich aber die Geschichte an sich nicht richtig mitziehen. 

Aber so ist das eben. Nicht jede Geschichte ist für jeden gleich gelungen. Und so warte ich auch noch auf den vierten Teil, um mir dann letztendlich ein Gesamtbild von der Tetralogie "Die Dynastie der Winter" bilden zu können.

Hier bewerte ich jedoch nur das einzelne Hörbuch, den dritten Teil der Tetralogie. Der Doctor kommt mir diesmal sehr hilflos rüber. Das bin ich von ihm gar nicht gewohnt. Auch wenn er wieder versucht, eine Lösung für das Problem zu finden, ist er doch zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu retten. Seine Gedanken kreisen ständig um ihn (was ja eigentlich immer so ist), doch macht er sich eigentlich unterbewusst doch auch Sorgen um seine Begleiter. Diesmal jedoch nicht. Diese Hilflosigkeit passt nicht zu ihm. Sein starker Charakter, seine jahrhundertelange Erfahrung und sein Verstand lassen dies eigentlich gar nicht zu. Erst gegen Ende kommt er zur Vernunft und versucht auch anderweitig Lösungen zu finden. Dafür ist Clara diesmal sehr selbständig und gibt alles, um sich, den Doctor und auch die Bewohner der Kathedrale zu retten.

Die Sündvollen, die als Bösewichte eingesetzt werden, finde ich persönlich nicht sehr gelungen. Dies liegt aber auch daran, dass ich (Blut)Egel vom Aussehen her gar nicht mag und deshalb mein Kopfkino nicht mitarbeiten wollte. Normalerweise springt dies sofort an, wenn ich ein Hörbuch höre. Am Anfang war dies auch so, doch nach Erwähnung der Sündvollen blieb alles schwarz.

Und so konnte ich mich nicht richtig auf die Geschichte einlassen, bekam keinen Zugang zu den Charakteren. Jedoch konnte mich der Sprecher wieder überzeugen. Wie oben schon geschrieben, gab er sein bestes und ich muss sagen, dass mir die Art des Hörbuches somit besser gefallen hat, als seine beiden Vorgänger. Und so konnte ich dann letztendlich doch mit einem befriedigenden Gefühl aus der Geschichte herausgehen und mich dann auch gleich dem vierten und abschließenden Teil der Reihe widmen. 
Ich hoffe, dass sich hier dann auch aufklärt, was es mit der geheimnisvollen Karte auf sich hat. Diese Frage brennt mir ja doch auf der Seele. 

Es ist immer wieder faszinierend, wie die Macher der Reihe sich Gedanken machen können, dass die Zeitabläufe der Reihe sich so dermaßen miteinander vermischen, dass letztendlich doch eine logische Geschichte dabei herauskommt.
Waren wir in den ersten drei Teilen nämlich in der Zukunft, begeben wir uns im vierten Teil in die Vergangenheit und erleben Abenteuer mit der berühmten Jean d'Arc. Dies nur schon mal vornweg.

Abschließend kann ich zum dritten Teil der "Dynastie der Winter" sagen, dass mich zwar die Geschichte nicht überzeugen konnte, der Sprecher dies aber wieder mehr als wett macht. Somit gut es kleine Punktabzüge.

Fazit:
"Die Sünden" holen einem immer ein. Die Strafen dafür sind meist jedoch nicht angemessen.

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308 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, roman, london, bibliothek

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:


Mit Müh und Not entkommen Jacob, Emma und Addison dem Wights. Sie machen sich auf die Suche nach ihren entführten Freunden und landen in der Zeitschleife Devils Acre. Dort treffen sie auf Bentham, der ihnen so einiges erklären kann. Jacob entwickelt seine Fähigkeit, Hollows zu kontrollieren und kommt damit auch so Einigem auf die Spur. Aber da ist noch Caul, der sich die Seelen der Besonderen zu eigen machen will. Und Jacob scheint die einzige Hoffnung der Besonderen zu sein.

Nach den ersten beiden grandiosen Teilen habe ich mich nun endlich dem dritten Teil widmen können und war wieder begeistert. Es gibt kaum eine Trilogie, die es schafft, mich von Anfang bis (fast zum) Ende zu fesseln. Aber Ransom Riggs hat dies mit seiner Besonderen Kinder-Reihe geschafft.

Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, ist man mitten in der Geschichte. Denn sie beginnt dort, wo der zweite Band aufgehört hat. Es geht gleich rasant los und man fiebert mit, ob Jacob, Emma und Addison sich aus den Fängen der Wights befreien können.

Aber auch die Zeitschleife, in die sie sich begeben, ist hochinteressant. Denn hier tummeln sich alle Arten von Besonderen. Eine eigene kleine Stadt. Dort erfahren Emma und Jacob alles über die Bibliothek der Besonderen, Abaton.

Diesmal kommt der dritte Teil sehr düster daher. Es gibt fast keine Verschnaufpause und man stürmt von einem Abenteuer ins nächste. Trotzdem fühlt man sich nicht überfordert und fiebert von Anfang bis (fast zum) Ende mit. Man kommt nur schwer in Versuchung, das Buch zur Seite zu legen und sich anderen Dingen zu widmen. 
Es tauchen altbekannte Figuren auf, aber auch neue bahnen sich einen Weg in unsere Herzen. Hier gibt es ja unendliche neue Fähigkeiten, die Personen angedichtet werden können und dann entsprechend auch eingesetzt werden.

Der Schreibstil des Autors ist lebhaft und bildgewaltig. So kann man sich alles bis ins kleinste Detail vorstellen. Das Kopfkino hat gehörig zu tun.

Da schon der erste Teil "Die Insel der besonderen Kinder" wunderbar verfilmt wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch der zweite und dritte Teil ebenso fantastisch umgesetzt werden können. 

Wieder gibt es Bilder im Buch, die das Übernatürliche darstellen sollen. Allerdings muss ich sagen, dass ich von den ausgewählten Bildern diesmal doch enttäuscht bin. Es gibt nur wenige, die unerklärlich sind. Ansonsten gibt es eher normale Bilder. Der Autor erklärt am Ende auch wieder, dass die Bilder aus den Beständen von Sammlern stammen und nicht "gephotoshopt" sind. Aber auch hier bleiben leichte Zweifel.

Und nun das Aber:
Das Ende... es hat mich furchtbar enttäuscht. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es kam mir zu banal rüber, fast so, als wäre dem Autor kurz vor Ende die Idee ausgegangen und er bediente sich an einem einfachen Stilelement. Ich hätte mir etwas komplexeres gewünscht, etwas ausgefeilteres. 

Aufgrund dessen, muss ich leider einige Punkte abziehen. 

Fazit:
Das Ende hat es leider vermasselt.

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

mops, magie, schweden, krimi, fantasy

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:


Lennart Malmkvist ist ein ehrgeiziger junger Mann. Seine Ziele hat er fast alle erreicht. Kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Vertrages für seine Firma, stirbt jedoch ein guter Bekannter und hinterlässt nicht nur einen Scherzartikelladen, sondern auch einen ziemlich seltsamen Mops namens Bölthorn. Lennart weiß damit nichts anzufangen und möchte das Erbe ausschlagen. Doch dann passieren Dinge, die nicht nur Lennart zum Grübeln bringen, sondern auch sein Leben gehörig durcheinander wirbeln. Und so lässt er sich auf das Abenteuer Mops und eigenen Laden ein. Schon bald lernt er, dass es noch andere Dinge auf der Erde gibt. Dinge, die man sich nicht vorstellen kann. 

Schon der Titel des Buches lädt dazu ein, sich dem Inhalt näher zu widmen. Und so konnte ich im Rahmen einer Leserunde zusammen mit dem Autor das Buch ausgiebig genießen.

Der witzige und sarkastische Schreibstil des Autors lässt einem förmlich durch das Buch fließen. Dazu kommt eine spannende und interessante Geschichte und schon haben wir eine Story, die sich zu einem Monatshighlight entwickelt hat.

Wir lernen am Anfang Lennart kennen, einen jungen Mann, der in einer angesehenen Firma angestellt ist und sich durch seine Engagement und seinen Ehrgeiz eine hohe Position angeeignet hat. Er genießt das Vertrauen des Chefs und ist mit sich selbst sehr zufrieden, weil er genau das tut, was er tun möchte. Glaubt er zumindest.

Er lebt in einem teuren Viertel von Göteborg und teilt sich das Mietshaus unter anderem mit der quirligen Italienerin Maria, die neben italienischen Arien auch das italienische Essen zelebriert. Sie kocht leidenschaftlich gerne und hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle anderen auch damit zu versorgen. So auch Lennart und zum zweiten auch den Besitzer des Scherzartikelladens, Buri Bolmen.

Eben dieser wird eines Tages ermordet in seinem Laden aufgefunden. Lennart wird daraufhin von er Polizei als Zeuge verhört und kurz darauf zu einer Testamentseröffnung geladen. Dort wartet eine Überraschung auf ihn: er erbt den Laden und den Mops des Ladenbesitzers. Der Mops, der auf den urigen Namen Bölthorn hört, stellt Lennarts Leben von da an gehörig auf den Kopf. Denn er kann etwas, was man einem Mops gar nicht zutraut. Sprechen!

Von da an läuft alles mehr schlecht als recht. Es kommt zu einigen Überraschungen, sehr vielen Ungereimtheiten, neuen, ungewöhnlichen Bekanntschaften und etlichen magischen Momenten.

Die Geschichte ist ungewöhnlich. Zwar ist es nicht neu, dass es um Magie geht, doch die Umsetzung finde ich sehr interessant. Vor allem, dass hier mit Hilfe eines Hundes neue zauberhafte Elemente eingebracht werden.

Der Autor hat hier Charaktere geschaffen, die man einfach lieben muss. Allen voran natürlich der Mops Bölthorn, dicht gefolgt von Lennart und seinen Freunden Maria und Frederik. 

Dann gibt es natürlich die Gegenspieler, die im ersten Moment sympathisch erscheinen, sich dann aber zu etwas entwickeln, mit dem man nicht gerechnet hat. Oder Personen, die man gar nicht mag und sich dann herausstellt, dass sie doch gar nicht so doof sind.

Das mag ich an Romanen. Die Entwicklungen sollen unvorhersehbar sein. Die richtige Mischung aus Gut und Böse soll dazu führen, dass man nicht mehr loslassen kann. 
Und so war es hier eben.

Dazu kommt der fantastische Teil. Magie spielt eine große Rolle und Lennart wird langsam an dieses Thema herangeführt. Da er eher der Skeptiker ist, braucht es natürlich seine Zeit, ihn davon zu überzeugen. Aber Bölthorn hat hier so seine ganz eigenen Methoden.

Fazit:
Ein zauberhafter Roman rund um einen jungen Mann, dessen Leben gehörig durcheinander gewirbelt wird. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

prequel, hamburg, scifi, dystopie

Hamburg Rain 2085. Nachtschicht: Prequel

Rainer Wekwerth
E-Buch Text: 34 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 01.11.2016
ISBN 9783426443705
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Sarah ihr Apartment betritt, findet sie alles verwüstet vor. Ein ungeheuerlicher Verdacht wühlt in ihr und bestätigt sich auch sogleich. Ihr 14jähriger Sohn Patrick ist entführt worden. Als sie jedoch die Aufzeichnungen der Überwachungskameras ansieht, kann sie nichts Ungewöhnliches feststellen. Bei näherer Überprüfung ist allerdings ihr Mann für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen. In was ist Sarah hineingeraten? Was hat ihr Mann mit allem zu tun? Und wo ist ihr Sohn?
Endlich geht es weiter mit der spannenden Serie Hamburg Rain. Eine Stadt, die zusammengewachsen ist und aus einem mächtigen Komplex besteht, der den Dauerregen ausschließt, der seit Jahren fällt. Tief unten in dem riesigen Gebäude findet man die Kriminellen, den Abschaum Hamburgs wieder. Je höher man jedoch kommt, umso ruhiger, gesitteter und vor allem reicher geht es zu. Aber auch intriganter.
Wie in der ersten Staffel "Hamburg Rain 2084" schon mehrmals mitbekommen, sind es die Kriminellen, die sich darauf spezialisiert haben, nach oben zu steigen. Sei es, um sich selbst ein besseres Leben zu erfüllen oder eher die reicher Gestellten um einiges zu erleichtern. 
Nun befinden wir uns auf Ebene 103, schon ziemlich hoch in dem, was in Hamburg im Jahre 2085 Rang und Namen hat. Sarah kommt nach Hause und findet ein Bild der Verwüstung. Die Wohnung wurde durchsucht, alles liegt durcheinander. Und es fehlt nur eins: ihr Sohn Patrick. Als sie sich mit dem Nachtwächter unterhält und einen Blick auf die Videos der Überwachungskameras wirft, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht. Für einen kurzen Moment ist ihr Mann auf den Videos zu sehen, sonst niemand. Wie also kann es sein, dass die Wohnung so aussieht und ihr Sohn entführt wurde? Es müssen Manipulationen vorgenommen worden sein.
Sarah fängt an zu recherchieren und weiß, dass es mit Patricks Existenz zu tun haben muss. Denn diese verbirgt ein Geheimnis. 
Spannend führt Patrick Wekwerth, der den Auftakt der Reihe - wie schon in der ersten Staffel - geschrieben hat, wieder in die Reihe ein. Man frägt sich, warum, wieso, weshalb und wird dann wieder eines besseren belehrt, dass es noch mehr Warum, Wieso und Weshalb gibt. Dies wird sich wahrscheinlich wieder im Laufe der zweiten Staffel aufklären. Denn es haben sich wieder verschiedenen Autoren zusammengetan. Jeder "spendiert" eine Folge der Serie und letztendlich ergibt sich dann wieder ein Gesamtbild.
Mir hat der Auftakt nun sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, wieder ein Teil der Reihe sein  und mit den Bewohnern von Hamburg verschiedene Ebenen der Stadt erkunden zu dürfen.  
Fazit: Spannender Auftakt zur zweiten Staffel.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

leid, cersei, lady stoneheart, verlust, lannister

Das Lied von Eis und Feuer - Die dunkle Königin

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Reinhard Kuhnert
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 08.10.2013
ISBN 9783837122237
Genre: Fantasy

Rezension:


Um die Macht mit aller Gewalt zu halten, schreckt Königin Cersei vor nichts zurück. Doch muss sie bald merken, dass sie sich damit ihr eigenes Grab schaufelt und sie keinerlei Hilfe zu erwarten hat, wenn es Schlag auf Schlag kommt. Währenddessen versucht Jaime den Frieden aufrecht zu erhalten und für Gerechtigkeit zu sorgen, natürlich nur ganz in seinem Sinne. Die Feindesanzahl wird dadurch jedoch nicht kleiner. Brienne dagegen merkt bald, dass ihr Auftrag, Lady Sansa zu finden, nicht dort endet, wo sie es erhofft hat. Und Alayne und Katz müssen sich mit vielem auseinandersetzen und ein Leben führen, dass so ganz anders ist, wie ihr bisheriges.

Auch der achte Band der Reihe beschäftigt sich mit den „Randfiguren“, die aber so gar nicht mehr am Rand stehen, sondern größere Beachtung verdienen. Denn ihr Ränkeschmieden, ihr Wille und ihre Heldentaten sind es, die ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Geschichte sind.

War ich in Band 07 noch etwas enttäuscht darüber, nicht mehr von Tyrion, Jon und Daenerys zu erfahren, so konnte ich aber auch im achten Teil wiederum das Anliegen des Autors verstehen, sich den Anti-Helden und Bösewichten zu widmen und diese näher ins rechte Licht des Geschehens zu rücken.

Für Überraschungen wurden natürlich auch wieder gesorgt und so blieb wieder ein Oho- und ein Aha- und ein Oh-nein-Effekt bei mir übrig. Gleichzeitig verflucht man den Autoren wieder, dass er sich Sachen ausdenkt, die man eigentlich gar nicht lesen will, die aber dann doch wieder so dermaßen genial in die Geschichte passen, dass man letztendlich nur eins fragen will: Wie macht er das bloß?

Nach Beendigung des achten Teils hab ich die Reihe wieder ein Stück mehr ins Herz geschlossen. Ich liebe sie einfach und möchte, dass sie nie ein Ende findet. Aber leider nähere ich mich diesem, denn nach dem zehnten Teil ist erst mal Schluss und ich muss warten, bis der nächste Teil erscheint. Aber zum Glück kann man ja mit diversen Begleitbüchern die Wartezeit überbrücken. Notfalls fange ich wieder von vorne an.

Gerade auch, weil für mich die Stimme von Reinhard Kuhnert zu den Hörbüchern nun dazugehört. Ich könnte mir gar keine andere mehr vorstellen. Reinhard Kuhnert hat sich für jeden eine besondere Art ausgedacht und so kann man beim Hören schon unterscheiden, welche Figur er spricht.

Dies macht die Geschichte umso spannender und interessanter. 

Fazit:
Von mir gibt es deshalb wieder die vollste Hörempfehlung und wie immer muss ich mich wiederholen: Hört oder lest die Reihe! Sie ist genial, spannend, fantasievoll, intrigant, romantisch, blutig und vor allem eins: hörens- und lesenswert bis zum bitteren Ende.

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Doctor Who: Die Dynastie der Winter

George Mann , Evelyn Pesch , Lutz Riedel
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783785754191
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Der Doctor und Clara werden erneut zur Hilfe gerufen. Diesmal landet die Tardis in einem Haus auf einem kleinen Mond im Asurmischen Sektor. Die Bewohner sind Justin Winter und sein Personal Joey und Carenza. Das Haus ist verriegelt und Just

in Winter ersucht den Doctor, die Verriegelung aufzuheben. Der Doctor - ungehalten wie immer - versucht, mit der Tardis das Haus zu verlassen, doch auch sie ist gefangen im Haus. Und nicht nur das Eingeschlossen sein ist ein Problem - auch eine dunkle Gestalt, die sich im Haus herumzutreiben scheint, versetzt alle in Angst und Schrecken. Nur der Doctor behält die Nerven.

Auch der zweite Teil, der auf vier Teile angelegten "Dynastie der Winter" hat mich vollends begeistern können. Wie immer wird man zu Anfang in ein Verwirrspiel allergrößter Güte versetzt und kann sich nur nach und nach aus diesem befreien. Allerdings sind alle auf die Hilfe des Doctors angewiesen und so ist man gebannt von Anfang bis Ende.

Lutz Riedel hat eine unvergleichliche Art, die Geschichte lebendig werden zu lassen. Die Stimme ist einzigartig und bietet höchsten Spielraum für diverse Untertöne und alle Arten von Gefühlen.  Ich bin restlos begeistert. Aber nicht nur die Stimme, auch die Geschichte ist wieder genial.

Zu Anfang reagiert die Tardis auf einen Hilferuf und der Doctor und Clara finden sich eingeschlossen in einem Haus auf einem kleinen Mond im Asurmischen Sektor wieder. Zusammen mit drei weiteren Personen sind sie gefangen und der Doctor macht sich natürlich sofort an die Aufklärung des ungewöhnlichen Falles. Und je mehr er herausfindet, umso undurchsichtiger wird alles.

Und so verfängt man sich wieder in einem Netz von diversen Ungereimtheiten, die sich nach und nach aufdecken. Die Bewohner des Hauses kommen sehr sympathisch herüber, doch alle tragen sie Geheimnisse in sich.

Der Doctor ist knurrig und ungeduldig. Für mich noch sehr neu, da ich in der Fernsehserie zur Zeit noch beim elften Doctor bin, während sich hier bei dem Hörbuch schon der Zwölfte zeigt. Seine Begleiterin Clara ist diesmal etwas außen vor und fühlt sich deswegen auch recht unnütz. 

Ich liebe die Serie. Sie bietet einfach einen großen Spielraum, weil man eben mit der Zeit, dem Raum und den Figuren jonglieren kann. Und so ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, Abenteuer zu bestehen und knifflige Fälle zu lösen.

Mit "Doctor Who" ist den Machern eine sehr vielseitige, spezielle Figur gelungen, die sich ständig erweitert, ständig neu erfindet und auch ständig interessant bleibt. Und so wird es nicht langweilig, weil sich eben neue Welten eröffnen, die unerschöpflich sind.

Die Geschichte an sich ist wieder spannend und man hat Mühe, sich zu lösen. Dies liegt auch an der Kürze. Mit 87 Minuten hat man fast 1 1/2 Stunden Unterhaltung pur. Und diese vergehen wie im Fluge. 

Fazit:
Ein würdiger Nachfolger zum ersten Teil.

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Winter People - Wer die Toten weckt

Jennifer McMahon , Sybille Uplegger , Elisabeth Günther
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 10.03.2014
ISBN 9783899037357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Im Jahre 1908 leben Sara Harrison Shae und ihr Mann Martin auf einer Farm am Waldrand. Das Leben ist hart, doch Sara und Martin geben ihr Bestes. Ihr ganzer Stolz ist ihre Tochter Gertie, vor allem, da Sara schon mehrere Fehlgeburten hatte und sie den Verlust ihres kleinen Sohnes Charles hinnehmen mussten. Und dann geschieht das Unfassbare: Gertie wird ermordet. Sara verfällt in eine tiefe Depression, bis ihr einfällt, dass eine frühere Verwandte namens Auntie wusste, wie man Tote zum Leben erweckt.
In der Gegenwart merkt die 19jährige Ruthie, dass ihre Mutter spurlos verschwunden ist. Zusammen mit ihrer Schwester Fawn versucht sie herauszufinden, wo ihre Mutter ist. Doch je mehr sie sich in die Hinweise stürzt, umso mehr findet sie heraus, welche Tragödie in dem Haus geschehen ist, in dem sie wohnen. 
Und auch Catherine, deren Mann Garry bei einem Autounfall ums Leben kam, stößt auf Hinweise über die geheimnisvolle Sara Harrison Shae.
Doch welche Verbindung findet sich zwischen den verschiedenen Personen? Und was hat die geheimnisvolle "Teufelshand", die sich im Wald befindet, damit zu tun?

Der Klappentext hat mich unheimlich neugierig gemacht. Tote, die zum Leben erweckt werden, geheimnisvolle Orte im Wald. Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wie genau dies alles zusammenhängt, wollte ich natürlich unbedingt wissen und so begab ich mich in die Hände von Jennifer McMahon, der Autorin und Elisabeth Günther, die das Hörbuch vorliest.

Am Anfang hatte ich noch meine Probleme mit der Stimme von Elisabeth Günther. Sie war mir etwas zu hoch, doch das lag daran, dass ich es gewohnt bin, fast nur männliche Sprecher zu hören. Doch ich ließ mich darauf ein und bin froh, dass das Buch nicht von einem Mann gesprochen wurde. Dafür war die Geschichte zu feinfühlig und - da sie eben aus der Sicht von Frauen erzählt wird - auch nicht für eine männliche Stimme geeignet.

Und als ich dann endlich herausfand, an wen mich die Stimme erinnert, war ich doppelt erfreut. Elisabeth Günther ist die Synchronstimme von Helena Bonham-Carter, einer meiner Lieblingsschauspielerinnen. Aber auch Liv Taylor, bekannt als Arwen aus "Der Herr der Ringe", wird von ihr gesprochen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten vertiefte ich mich dann in das Hörbuch. Es fängt sehr langsam an, alle Protagonisten werden vorgestellt. Und langsam erst ergibt sich das Bild, dass sich hinten auf dem Klappentext abzeichnet. 
Nach und nach werden die einzelnen Teile offenbart. 

Wir befinden uns im Jahre 1908. Sara ist eine depressiv angehauchte Person, die sich ständig und über alles Sorgen macht. Sie hat eine Gabe, Dinge in der Zukunft zu sehen und sieht so voraus, dass sie wahrscheinlich kein gutes Leben führen wird. Umso mehr sorgt sie sich um das Wohlergehen ihrer Tochter Gertie. Sie bemuttert sie zu jeder freien Minute und verhätschelt sie sehr. Ihr Mann Martin findet dies nicht so gut, sagt aber auch nicht wirklich etwas, weil er weiß, was Sara schon alles hat mitmachen müssen.
Als Gertie dann ermordet aufgefunden wird, nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf und man will unbedingt wissen, wer der Mörder ist. Gleichzeitig findet man aber auch Saras Weg sehr interessant. Sie erinnert sich an ihre Verwandte Auntie, die die Möglichkeit gefunden hat, Tote wieder zum Leben zu erwecken. So sieht Sara nur noch einen ungewöhnlichen Ausweg aus ihrer Verzweiflung.

In einem weiteren Strang begeben wir uns in die Gegenwart und lernen die 19jährige Ruthie kennen, die zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Fawn eben in dem Haus wohnt, in dem Sara und Martin gelebt hatten. Ungewöhnliche Dinge passieren. Im Vordergrund steht natürlich das Verschwinden von Ruthies Mutter. Unfreiwillig wird Ruthie zum Mutterersatz für ihre Schwester Fawn und ich finde, dass sie dies fast perfekt macht. Gleichzeitig versucht sie herauszufinden, wo ihre Mutter ist. Und stößt dabei auf ungewöhnliche Hinweise. 

Dann gibt es noch Catherine, eine Künstlerin, die durch einen Autounfall ihren Mann verloren hat. Sie versucht nun herauszufinden, wo ihr Mann seine letzten Stunden verbracht hat und trifft dabei auf ein Tagebuch. Dies gehörte Sara Harrison Shae. 

Wie diese drei Stränge zusammenpassen, wird im Laufe der Geschichte erst klar und so ergibt sich eine spannende Fahrt bis zum Ende des Hörbuches. Auch Elisabeth Günther, die sich immer weiter in mein Innerstes sprach, hatte eine letztendlich wunderbare Art, den verschiedenen Personen Leben einzuhauchen.

Die Spannung baut sich langsam auf und am Ende ergibt sich ein fast überraschendes Bild. 

Die Geschichte an sich ist nichts Neues, die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart auch nicht. Doch war ich letztendlich positiv überrascht, was die Autorin aus der Idee gemacht hat. Es wurde nicht langweilig und bis zum Ende haben die Autorin und auch die Sprecherin es geschafft, mich fesseln zu können.

Fazit: 
Eine gute Mischung aus Fantasy, Thriller und Drama.

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