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Die silberne Spieldose

Mina Baites
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477824511
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Jude und Besitzer eines Juwelierladens Johann Blumenthal meldet sich im Jahr 1914 freiwillig für den Kriegsdienst, um für Deutschland an vorderster Front zu kämpfen. Bevor er geht, schenkt er seinem Sohn Paul eine selbstgemachte silberne Spieldose, damit dieser eine Erinnerung an seinen Vater hat, solange er im Krieg ist. Doch für das jüdische Volk wird es zusehends schwieriger, in Deutschland frei zu leben. Der Hass wird größer. Dies wirkt sich auch vehement auf die Familie Blumenthal aus. Paul, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, kämpft mit den Vorurteilen, die herrschen und fasst schweren Herzens einen Plan, um sich und seine Familie zu retten, der jedoch auch das Leben kosten kann.
Der Krieg, ein schwieriges Thema. Der Zweite Weltkrieg aus Sicht eines Juden - ein noch schwierigeres. Und ein bewegendes.Vieles wird uns im Unterricht beigebracht. Wir lernen, was passiert ist. Wir lernen, warum es passiert ist. Wir lernen, dass es nie wieder passieren darf.
Doch wie es wirklich war, kann uns keiner sagen. Nur derjenige, der selbst daran beteiligt war. Und selbst dann kann man das ganze Ausmaß nicht richtig verstehen. Grausam und erschütternd, unverständlich und schwierig.
Die Autorin hat sich nun an dieses Thema gewagt und eine Familiensaga geschaffen, die einem mit jedem geschriebenen Wort immer mehr in den Bann zieht. Von Anfang an mit dem liebende Vater Johann Blumenthal, der sich freiwillig an der Front meldet, von dessen herzlichen Frau Lotte, die große Sorgen durchmachen muss. Der Sohn Paul, der sich später in Carla verliebt und von vielen anderen sympathischen und vor allem mutigen Charakteren - der Bann bliebt bei jedem bestehen und man klebt an der Geschichte, nein, man erlebt die Geschichte.
In ruhigem Schreibstil wird erzählt, wie schwer es die Juden in der damaligen Zeit hatten. Welch Leid sie ertragen mussten und welche Schritte gegen sie unternommen wurden. Dabei führt uns die Autorin noch nicht einmal in das KZ, sondern schildert Gegebenheiten, die im Alltag passierten. Anfeindungen durch ehemalige Freunde, Zerstörung von Eigentum, Erlass von Gesetzen gegen Juden. Hass, der in Wellen um sich schlägt und das Leben zur Hölle macht.
Und mittendrin immer wieder die silberne Spieldose, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie wirkt unscheinbar, drängt sich nicht in den Vordergrund und doch ist sie ein wichtiger Bestandteil und macht einen großen Teil der Geschichte aus.
Die Charaktere sind durchweg sympathisch, haben ihre Eigenarten und auch Fehler, und doch ist es gerade das, was sie unheimlich menschlich wirken lässt. Manches kann man nicht nachvollziehen, doch liegt dies auch daran, dass die Zeiten anders waren, dass die Wege nicht einfach waren und vor allem, dass die Liebe, die zwischen den Charakteren herrscht, dazu führt, dass man zu Mitteln greift, die einem als der letzte Ausweg erscheinen.
Die Autorin hat ihr Herzblut in die Geschichte gesteckt, wie sie in einer gemeinsamen Leserunde dazu berichtet hat. Diese Geschichte zu erzählen, hat sie selbst viele Nerven gekostet und auch so manche ruhelose Nacht. Denn die bewegende Story führt dazu, dass man selbst anfängt, sich so hineinzuversetzen, dass man meint, selbst dabei zu sein. Das Kopfkino hatte jede Menge zu tun und tat sogar manchmal mehr, als man wollte. Aber genau das macht eine gute Geschichte einfach aus. Man spinnt sie weiter, erweckt eine Nebenstory, zieht neue Fäden ein und lässt das Buch einfach leben.
Die Autorin hat verraten, dass sie nichts, was sie je geschrieben hat, so berührt hat wie diese Geschichte.
Mich hat sie ebenfalls sehr berührt. Dies wird ein Buch sein, dass ich nur einmal lesen kann, da mir die Thematik einfach zu sehr unter die Haut geht. Trotzdem möchte ich es nicht missen, dass ich die Geschichte gelesen habe.
Fazit:Ein intensives Buch.

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hamburg, südafrika, juden, baites, holocaust

Die silberne Spieldose

Mina Baites
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477820520
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Jude und Besitzer eines Juwelierladens Johann Blumenthal meldet sich im Jahr 1914 freiwillig für den Kriegsdienst, um für Deutschland an vorderster Front zu kämpfen. Bevor er geht, schenkt er seinem Sohn Paul eine selbstgemachte silberne Spieldose, damit dieser eine Erinnerung an seinen Vater hat, solange er im Krieg ist. Doch für das jüdische Volk wird es zusehends schwieriger, in Deutschland frei zu leben. Der Hass wird größer. Dies wirkt sich auch vehement auf die Familie Blumenthal aus. Paul, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, kämpft mit den Vorurteilen, die herrschen und fasst schweren Herzens einen Plan, um sich und seine Familie zu retten, der jedoch auch das Leben kosten kann.
Der Krieg, ein schwieriges Thema. Der Zweite Weltkrieg aus Sicht eines Juden - ein noch schwierigeres. Und ein bewegendes.Vieles wird uns im Unterricht beigebracht. Wir lernen, was passiert ist. Wir lernen, warum es passiert ist. Wir lernen, dass es nie wieder passieren darf.
Doch wie es wirklich war, kann uns keiner sagen. Nur derjenige, der selbst daran beteiligt war. Und selbst dann kann man das ganze Ausmaß nicht richtig verstehen. Grausam und erschütternd, unverständlich und schwierig.
Die Autorin hat sich nun an dieses Thema gewagt und eine Familiensaga geschaffen, die einem mit jedem geschriebenen Wort immer mehr in den Bann zieht. Von Anfang an mit dem liebende Vater Johann Blumenthal, der sich freiwillig an der Front meldet, von dessen herzlichen Frau Lotte, die große Sorgen durchmachen muss. Der Sohn Paul, der sich später in Carla verliebt und von vielen anderen sympathischen und vor allem mutigen Charakteren - der Bann bliebt bei jedem bestehen und man klebt an der Geschichte, nein, man erlebt die Geschichte.
In ruhigem Schreibstil wird erzählt, wie schwer es die Juden in der damaligen Zeit hatten. Welch Leid sie ertragen mussten und welche Schritte gegen sie unternommen wurden. Dabei führt uns die Autorin noch nicht einmal in das KZ, sondern schildert Gegebenheiten, die im Alltag passierten. Anfeindungen durch ehemalige Freunde, Zerstörung von Eigentum, Erlass von Gesetzen gegen Juden. Hass, der in Wellen um sich schlägt und das Leben zur Hölle macht.
Und mittendrin immer wieder die silberne Spieldose, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Sie wirkt unscheinbar, drängt sich nicht in den Vordergrund und doch ist sie ein wichtiger Bestandteil und macht einen großen Teil der Geschichte aus.
Die Charaktere sind durchweg sympathisch, haben ihre Eigenarten und auch Fehler, und doch ist es gerade das, was sie unheimlich menschlich wirken lässt. Manches kann man nicht nachvollziehen, doch liegt dies auch daran, dass die Zeiten anders waren, dass die Wege nicht einfach waren und vor allem, dass die Liebe, die zwischen den Charakteren herrscht, dazu führt, dass man zu Mitteln greift, die einem als der letzte Ausweg erscheinen.
Die Autorin hat ihr Herzblut in die Geschichte gesteckt, wie sie in einer gemeinsamen Leserunde dazu berichtet hat. Diese Geschichte zu erzählen, hat sie selbst viele Nerven gekostet und auch so manche ruhelose Nacht. Denn die bewegende Story führt dazu, dass man selbst anfängt, sich so hineinzuversetzen, dass man meint, selbst dabei zu sein. Das Kopfkino hatte jede Menge zu tun und tat sogar manchmal mehr, als man wollte. Aber genau das macht eine gute Geschichte einfach aus. Man spinnt sie weiter, erweckt eine Nebenstory, zieht neue Fäden ein und lässt das Buch einfach leben.
Die Autorin hat verraten, dass sie nichts, was sie je geschrieben hat, so berührt hat wie diese Geschichte.
Mich hat sie ebenfalls sehr berührt. Dies wird ein Buch sein, dass ich nur einmal lesen kann, da mir die Thematik einfach zu sehr unter die Haut geht. Trotzdem möchte ich es nicht missen, dass ich die Geschichte gelesen habe.
Fazit:Ein intensives Buch.

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london, 18.jahrhundert, historischer roman, romantik, der spion mit dem strumpfband

Der Spion mit dem Strumpfband

Lisa McAbbey
E-Buch Text: 207 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 16.02.2017
ISBN 9783732535958
Genre: Sonstiges

Rezension:

Clarissa Greenly arbeitet nach dem Bankrott ihrer Familie in einer Buchhandlung, um das hart erkämpfte Geld unter anderem auch für die Schulden ihres Vaters auszugeben. Ihr Vater sitzt nämlich im Gefängnis und kommt dort erst frei, wenn er schuldenfrei ist. Da das Geld von der Arbeit in der Buchhandlung nicht ausreicht, hat sich Clarissa als Spionin für die Spinne anstellen lassen. Nunmehr arbeitet sie im Verborgenen für die königliche Familie. Als ihr ein neuer Auftrag erteilt wird, kann sie nicht ahnen, dass der Mann, den sie ausspionieren soll, ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Denn der Earl von Hawkhurst hat eine Ausstrahlung, bei der sich Clarissa sicher ist, dass er ihr Untergang sein wird. Doch weiß sie von der Spinne, dass der Earl auch ein Hochverräter sein soll und sie dringend an das rote Notizbuch kommen muss, das sich bei ihm zu Hause befindet. 
Schon mit ihrem Roman "Die Eroberung des Normannen" hat mir die Autorin eindrucksvoll bewiesen, wie gekonnt sie mit Worten umgehen kann. Mit ihrem aktuellen Roman hat sie sogar nochmal eine Schippe draufgelegt und so fliegt man förmlich durch die Geschichte, getragen von einem sehr faszinierenden Schreibstil. 
Zu Anfang lernen wir Clarissa kennen, die eher schüchtern daherkommt. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass sie auch ein loses Mundwerk haben kann, wenn es darauf ankommt. Es ist also schon vorprogrammiert, dass sie mit dem unnahbaren James Bauclerc, dem Earl von Hawkhurst aneinandergeraten muss. 
Es handelt sich hier um eine historische Liebesgeschichte, immer wieder gespickt mit einigen Einwürfen bezüglich der Belagerung der Insel Menorca durch die Franzosen im Jahre 1756. Doch dies steht nicht im Vordergrund, sondern eben Clarissa und James. 
Die Autorin lässt die Clarissa und James immer wieder aneinandergeraten. Und meist trennen die beiden sich in Streit. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind köstlich. Ich hätte stundenlang lesen können, wie die beiden miteinander umgehen, sich um den Bart streichen, in Streit ausbrechen oder gar in verfängliche Situationen geraten.Dies natürlich auch nur, weil Clarissa in verschiedenen Verkleidungen vor den Earl tritt, um ja herauszufinden, wo sich dieses rote Notizbüchlein denn befindet. Dabei hat Clarissa so einige Ideen. Ihre Verkleidung als junger Mann bei einer Ausstellung oder als Dirne sind da nur zwei Beispiele. 
Und doch wirkt es, als wäre ein großer Graben zwischen den beiden, bedingt eben durch ihr aktuelles Leben. Clarissa, als verarmte Lady, die mit allen Mitteln versucht, sich und ihrem Vater ein neues Leben aufzubauen. James auf der anderen Seite, der alles besitzt. 
Außerdem befinden wir uns im schönen London, eine Stadt, die ich - könnte ich zeitreisen - im Mittelalter gerne besuchen würde. Die Faszination und der Flair sind unwiderstehlich anziehend und passt einfach für das Setting.
Der Adel, das Nachtleben und die tägliche Routine sind eine perfekte Mischung gerade für diese Story. 
Die Liebesgeschichte steht klar im Vordergrund, erst nach und nach kommt dabei auch raus, was es mit diesem roten Notizbuch auf sich hat, dass Clarissa stehlen soll.
Ich muss aber sagen, dass mich die Autorin schon von den ersten Seiten her hatte. Denn die Beschreibung der Arbeit von Clarissa in dem Buchladen hat viele, viele Pluspunkte gebracht. Denn was wünscht sich eine Leserin nicht mehr, als von Büchern und vom Lesen zu lesen. ;)
Auch die anderen Charaktere waren sehr sympathisch, angefangen bei Besitzer des Buchladens bis hin zu Clarissas Vater Francis oder James Mutter Violet, die - ganz im Sinne ihres Namens - nur violette Kleider trägt. Gerade diese schrulligen Kleinigkeiten sind mir extrem aufgefallen. Und haben die Personen und die Geschichte noch liebenswerter gemacht.
Fazit:Ein gelungener Liebesroman vor der Welthauptstadt London im Jahre 1756. 

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zeitreise, steampun, zeitagen, novelle, zukunft

Die Zeitagenten

Joachim Sohn
Buch: 230 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 09.02.2017
ISBN 9783945045077
Genre: Science-Fiction

Rezension:

London, 2239: Die Zeitagenten Johann und Karl werden zu einem mysteriösen Mordfall gerufen. Bei der Leiche lag ein Zettel aus dem 19. Jahrhundert. Johann und Karl machen sich an die Aufkärung. Dabei werden sie immer weiter in die Vergangenheit geschickt, bis ins Jahr 1879, wo sie an einer Flaschenpoststation neue Hinweise erhalten. Doch auch hier ist ihre Reise nicht beendet. Das 13. Jahrhundert scheint mehr Auflösung zu bringen. 
Ein kleines Büchlein mit einer kleinen Geschichte? Oh nein, ein kleines Büchlein mit einer großen Geschichte voll Abenteuer, Zeitsprüngen und der Suche nach der Aufklärung eines Mordes. Der Autor hat auf 230 Seiten eine spannende Story geschaffen, die mich durchweg unterhalten hat. 
© Sina Frambach
Ich hatte zwar ein paar Probleme mit den Zeitsprüngen, die leider nur durch Absätze gekennzeichnet waren (hier wären vielleicht kleine Zwischen-Überschriften hilfreich gewesen), ansonsten bin ich mit Spannung durch die Zeit mitgereist und habe versucht mitzurätseln. Die Aufklärung des Rätsels ist zwar schnell erledigt, aber es hängt viel, viel mehr damit zusammen.
Die Charaktere, allen voran Johann und Karl waren mir sehr sympathisch. Gerade Karl, der mit seinem jugendlichen "Leichtsinn" so manch interessante Wendung in die Geschichte brachte. Aber auch für Johann eine sehr große Hilfe ist. 
© Sina Frambach
Aber auch die anderen Charaktere sind sehr gut rübergebracht. Man kann das Handeln sehr gut mitverfolgen. Die geschichtlichen Aspekte, die in die Geschichte eingeflochten wurden, haben sich sehr gut eingefügt bzw. die fiktive Geschichte wurde um die historischen Begebenheiten gesponnen. So hatte man fast das Gefühl, dass es sich zu den Zeiten, in denen sich die Zeitagenten aufhalten, auch wirklich so abgespielt hat.
Die Time-Agent-Organisation 2223 ist eine interessante Idee des Autors und bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die bestimmt auch ausgeschöpft werden. Dies beweist auch der kleine Cliffhanger, der am Ende eingebaut wurde.
Wie immer bei den Büchern aus dem Art Skript Phantastik Verlag ist das Design des Buches zu erwähnen. Mit viel Liebe zum Detail ist alles gestaltet. Sei es das Cover, der Klappentext oder das gesamte Innenleben. Hier findet man immer wieder Zeichnungen, die die Geschichte unterstreichen. 
© Sina FrambachDas Buch ist kleiner als ein normales Taschenbuch. Beim Lesen hatte ich am Anfang etwas Probleme, das Buch zu halten. Doch mit der Zeit habe ich eine Technik entwickelt, so dass es dann doch gut klappte.Bei der Geschichte handelt es sich um eine Novelle, also eine kürzere Erzählung. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas fehlen würde.
Ich freue mich, weitere Geschichten des Autors zu lesen, gerade von der TAO 2223.
Im Art Skript Phantastik Verlag ist auch noch eine weitere Novelle von M.W. Ludwig mit dem interessanten Namen "Der Earl von Gaudibert" erschienen. 
© Sina Frambach
Fazit:Eine Zeitreise der besonderen Art. 

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oetinger, endgame, endzeit, james frey, schlechter schreibstil

Endgame. Die Entscheidung

James Frey
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 14.11.2016
ISBN 9783789104046
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Endgame steuert langsam auf das Ende zu. Der Himmelsschlüsse und der Erdschlüssel müssen nun mit dem Sonnenschlüssel vereint werden. Macabee scheint am Ende als Sieger hervorzugehen. Doch An Liu ist ihm dicht auf den Fersen. Genau wie Sarah und Jago, die ebenfalls kurz vor dem Ziel stehen, aber mit allen Mitteln versuchen, das Spiel zu stoppen und alle zu retten. 
Man weiß nie, wer Verbündeter ist und wer Feind. Und Hilfe kommt meist auch von unerwarteter Seite.


Nach dem eher schwachen ersten Band, dem besseren Zweiten und den sehr guten Kurzgeschichten habe ich nun Band drei abschließen können. Auch hier habe ich mich nur der Geschichte gewidmet und das Rätsel, aus dem das ganze Buch besteht, ignoriert. 


Von Anfang an war ich wieder in der Geschichte drin. Im Gegenteil zum zweiten Band wurde hier nicht lange gefackelt und es ging sofort zur Sache. Es wird gekämpft, um jeden Preis. Ob es nun für das Gute oder das Schlechte ist, ist in diesem Fall Nebensache. Jeder will gewinnen. Die einen, in dem sie das Spiel so spielen, wie sie es von keppler22b, einem der Schöpfer gesagt bekommen haben. Die anderen, um das Spiel zu beenden und alle zu retten. 


Es sind nur noch wenige Spieler übrig. Sarah, Jago, Aisling, Hilal, Macabee, An Liu, Shari. Und jeder geht seinen eigenen Weg. Bis ein paar merken, dass Zusammenarbeit vielleicht besser ist. Nicht nur, um für das Gute einzutreten, wie Sarah und Jago, sondern auch um das Ende der Welt einzuleiten, wie An. 


Die Gegensätze sind in dieser Geschichte sehr groß. Man kann beide Seiten irgendwie verstehen. Doch überwiegt natürlich das Gute in mir und so fieberte ich mit, ob es Sarah und Jago wohl gelingen wird, die Erde zu retten.


Es gibt einige überraschende Wendungen in dem Buch. Gerade diese Wendungen haben in meinem Augen den dritten Teil zum Besten der Reihe gemacht, obwohl ich am Ende nicht so richtig überzeugt war. Dies lag eben an diesem Ende, weil es zu plötzlich kam und mich unbefriedigt zurückließ.


Außerdem ist mein Kopfkino nicht richtig angesprungen. Ich hatte eigentlich beim Lesen der ersten beiden Bände von jedem ein Bild im Kopf. Diesmal gelang dies nicht so recht. Viele Figuren blieben blass, die Tiefe hat mir gefehlt. Es ging hauptsächlich darum, zu gewinnen, komme, was wolle. Und so wurde fast keinerlei Rücksicht auf Gefühle genommen.


Außer bei Sarah und An, wobei mir hier zu sehr auf die Mitleidsschiene getreten wurde. Und ich somit auch nicht richtig mitfühlen konnte.


Allerdings gab es eine Stelle im Buch (kurz vor Schluss), da saß ich dann doch mit offenem Mund da. Ich konnte einfach nicht glauben, dass der Autor tatsächlich so eine Szene schreibt und mir damit alles über den Haufen warf. Denn so kam es, dass ich das mir vorgestellte Ende komplett in die Tonne werfen konnte und mir flux noch etwas Neues aus den Fingern saugen musste. Obwohl mir dazu auch fast keine Zeit blieb, weil eben alles viel zu schnell ging.


Und doch ging eine gewisse Faszination von der Geschichte aus. Auch weil man diese nun schon seit einiger Zeit so verfolgt, sei es eben durch die ersten beiden Bände oder auch die Kurzgeschichten, die Einblick in das Leben der Spieler geben.


Die Reise ist nun zu Ende. Endgame ist gespielt. Ich bin gespannt, was es Neues aus der Feder des Autor geben wird, da mich der Schreibstil des Autors völlig überzeugen konnte. Nur die Geschichte war eben nicht so ganz das, was ich erwartet habe.


Auch hier ist das Buch wieder mit Rätseln gespickt. Schon der Einband ist rätselhaft, da die Prägungen im Cover Worte bilden, die man teilweise nicht versteht, teilweise in anderen Sprachen gedruckt sind. Diverse Abbildungen im Buch sind ebenfalls Bestandteil des Rätsels und wer aufmerksam liest, merkt, dass im Text auch immer etwas eingebaut ist.


Es winkt wieder eine dicke Belohnung, wer das Rätsel löst. Ich wünsche allen, die miträtseln viel Glück.


Fazit:
Ein passendes sehr schnelles Ende mit überraschenden Wendungen. 

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jugendbuch, den mund voll ungesagter dinge, heyne, ezi, rezension

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sophie zieht mit ihrem Vater vom heimischen Hamburg ins bayerische München. Ungewollt. Nur, weil ihr Vater eine neue Beziehung führt. Sophie ist bockig, sträubt sich gegen jegliche guten Ratschläge und möchte nur zurück in ihr altes Leben. Sie versinkt fast in ihrem Selbstmitleid.Als die das Nachbarsmädchen Alex kennenlernt, kommt Sophie langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus. Sie lernt wieder Lachen und hat Spaß. Bis auf einer Party ein Kuss ihr ganzes neues Leben nochmals gehörig auf den Kopf stellt und Alex aus eben diesem nicht mehr wegzudenken ist.
Es gibt Bücher, gegen die sträubt man sich zu Anfang. So ging es mir mit "Den Mund voll ungesagter Dinge". Ich bin kein Liebesroman-Fan. Und als ich von buecher.de aufgrund der Buchflüsterer-Aktion den Roman zugesandt bekam, legte ich diesen erst mal beiseite. Ich hatte ja noch Zeit zum Lesen. Ist nicht dringend. Ich schiebe ihn nochmals eins runter in meinem SuB. 
Nun rückte der Abgabetermin der Rezension immer näher. Also machte ich mich doch ans Lesen... Aber was mich da erwartete, ließ mir den Mund offen stehen und auch voll ungesagter Dinge bleiben. Bis zur letzten Seite...
In rasantem Tempo habe ich diese Geschichte verschlungen, mich jede freie Minute an das Buch geklammert und mich auf diese wundervolle, wunderbare, wunderschöne Geschichte eingelassen, die mich mit der unverwechselbaren Art der Autorin so sehr in den Bann gezogen hat, dass ich wirklich Mühe habe (ja, immer noch habe) mich nun auf ein anderes Buch, eine andere Geschichte einzulassen.
Das Buch ist zu kurz - es hat 400 Seiten und ist einfach zu kurz. Sophie, Alex und all die anderen wunderbaren Charaktere, die sich hier verewigt haben, können doch noch so viel mehr. Viel mehr von sich zeigen, viel mehr reden, viel mehr Sein. Ich hätte wirklich ewig weiterlesen können, so sehr haben mich alle für sich einnehmen können.
Sophie, die Protagonistin des Buches, kam mir zu Anfang wie ein gequälte Seele vor. Ein Mensch, der emotionslos und passiv wirkt, sich nicht entfalten kann, nicht aus sich raus kann, sich selbst immer in den Schatten stellt. Bis sie auf Alex trifft, ein Mädchen voll Energie, voll Lebenslust und vor allem voller Sympathie.Sophie merkt dies auch und lässt sich auf Alex ein. Das Schneckenhaus wird zu eng, Sophie klettert daraus hervor und wird zu dem Mädchen, dass sie sein muss. 
Und so startet ein funkensprühendes Feuerwerk an Emotionen, gepaart mit liebevollen Anekdoten, detailreichen Momenten und einer wunderschönen Hommage an das jugendliche Leben.
Ich bin wirklich geflasht von der Geschichte, da mich Anne Freytag damit aus einem Tief herausgeholt hat. Aus einem Tief voll uninteressanter Bücher, die ich in den letzten Wochen angefangen und wieder weggelegt habe. Sie hat mir gezeigt, dass diese Bücher einfach zum falschen Zeitpunkt zu mir kamen und ich (ein Hoch auf die Deadline bei der Rezensionsabgabe) nur einen doch so verhassten und nun geliebten Liebesroman gebraucht habe.
Der Schreibstil ist unverwechselbar Anne Freytag, die mich ja auch schon mit "Mein bester letzter Sommer" so ins Herz treffen konnte.Ich habe gelacht, geliebt und mehr als einmal eine Träne vergossen. Gerade die letzten Seiten sind anrührend schön und hinterlassen tiefe Spuren. 
Für jeden, wirklich jeden, der ein wenig Herzschmerz, eine gefühlvolle Lovestory oder nur einen Roman über Freundschaft, Vertrauen und Liebe braucht, ist dieses Buch einfach das Ding.Lasst Euch verzaubern und mitnehmen.
Fazit:Perfekt. 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kinderheim, waisenkind, roman, schicksal

Mein Leben als Zucchini

Gilles Paris , Melanie Walz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaus, 23.01.2017
ISBN 9783813507706
Genre: Romane

Rezension:

Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist. Im Heim erlebt Zucchini seine bisher schönste Kindheit. Er hat gut Freunde, geht regelmäßig zur Schule und als ein neues Mädchen im Heim einzieht, lernt er auch zu lieben und zu vertrauen. Camille und Zucchini sowie die anderen Kinder lernen, erwachsen zu werden und das dazu auch jede Menge Probleme gehören, die nicht allein ihre sind, sondern gemeinsam bewältig werden müssen.
Gleich auf den ersten Seiten merkt man, dass es sich bei der Geschichte um keine Komödie handelt. Es fängt tragisch mit dem Tod von Zucchinis Mutter an. Er erschießt sie versehentlich mit einem Revolver, den er in ihrer Kommode gefunden hat. Da Zucchini mit seinen 9 Jahren nicht strafmündig ist und sein Vater mit einer anderen Frau durchgebrannt ist, wie er vom Gendarmen Raymond, der Zucchini gleich ins Herz geschlossen hat, ins Kinderheim Fontaines gebracht. 
Und dort erlebt Zucchini einen spannenden Tag nach dem anderen. Damit meine ich nicht, das Aufregendes passiert, sondern dass jeder Tag vollgepackt ist mit den Problemen aller. Und dass sich alle damit befassen.
Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist aneinandergereihte Aufzählungen von Ereignissen oder kurze, knappe Aussagen. Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Und hier kommen die Antworten, die wir als Erwachsene gerne geben. "Das geht Dich nichts an", "Dafür bist du zu jung" oder "Weil ich es sage". 
Der kindliche Schreibstil hat mir zu Anfang so gar nicht gefallen, doch je mehr ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, umso besser konnte ich verstehen, warum diese Art gewählt wurde. So konnte ich mich letztendlich sehr gut in die Kinder hineinversetzen.
Zucchini hat keine einfache Kindheit. Dies merkt man auch an seinem Verhalten. Er ist ein herzensguter kleiner Kerl, doch weiß er nicht, wie eine richtige Familie aussieht. Er lernt erst den Zusammenhalt und Liebe kennen, als er ins Kinderheim kommt. 
Die Kinder sind allesamt wunderbar skurril. Jedes hat sein Päckchen zu tragen, sei es, weil die Eltern verstorben sind, weil sich diese nicht um sie kümmern oder keine Zeit für sie haben. Und doch sind alle Kinder starke Persönlichkeiten. Sie helfen sich untereinander, tritzen sich aber auch. Aber alle wollen eigentlich nur das eine: eine Familie. Und so geben sie sich untereinander Halt. 
Das Buch ist vieles: traurig, lustig, nachdenklich, bewegend, erfrischend, kindlich, mutig, liebend, fantastisch, packend. Aber auf alle Fälle eins: wunderschön.
Ich bin letztendlich total verliebt in die Geschichte, in Zucchini und die Art des Erzählens.
Ein Animationsfilm zu dem Buch erschien im Februar 2017. Ich werde mir diesen Film garantiert anschauen.
Fazit:Eine liebevolle und vor allem einfühlsame Geschichte rund um das Finden einer Familie. 

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334 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

weltall, science fiction, dystopie, these broken stars: jubilee und flynn, rebellion

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf Avon herrschen kämpferische Verhältnisse. Auf der einen Seite stehen die Soldaten, die die Rebellen bekämpfen sollen. Auf der anderen Seite die Rebellen, die sich gegen das System auflehnen. Captain Jubilee Chase, Soldatin und Verfechterin des Rechts, wird eines Tages von Flynn Cormac, einem Anführer der Rebellen entführt, damit er sie als Druckmittel für Verhandlungen benutzen kann. Durch unglückliche Zusammenhänge kann Jubilee fliehen, doch nach zuvor vielen geführten Gesprächen mit Flynn kommen ihr Zweifel an allem, für das sie bisher einstand. Aber auch Flynn ist sich nicht mehr sicher, ob er das Richtige tut. Und was hat es mit der geheimnisvollen Anlage auf sich, die von einem auf den anderen Moment verschwunden ist?
Nachdem ich vom ersten Teil so begeistert war, war natürlich klar, dass ich die Reihe weiterverfolgen möchte. Doch leider konnte mich der 2. Teil nicht mehr so erreichen, wie der erste. Dies lag an dem sehr langen Einstieg in die Geschichte. Die Autorin verzettelt sich zu Anfang in vielen, langen Erklärungen, die man in kurzer Weise immer wieder in die Geschichte hätte einbauen können. So vergehen viele Seiten ohne richtige Handlung.
Dies hat mir persönlich Mühe bereitet, entsprechend am Ball zu bleiben. Erst im letzten Drittel des Buches kam Fahrt auf, was vielleicht auch an dem Wiederlesen mit zwei Protagonisten aus dem ersten Buch lag.
Die Charaktere konnten mich auch nicht recht überzeugen, allen voran Jubilee, die mir mit ihrer Art und ihrer Handlungsweise manchmal sehr auf den Keks ging. Sie wurde zwar gut erklärt und man konnte ihre Gedanken mitverfolgen, doch konnte ich diese nicht ganz nachvollziehen und ihr Handeln teilweise auch nicht billigen. 
Auch andere Charaktere passten nicht so recht in die Geschichte bzw. ich konnte mir keinen Reim darauf machen, was die Autorinnen mit ihnen bezwecken wollen. 
Flynn an sich fand ich sehr sympathisch. Er war emotional und impulsiv. Durch und durch Rebell. Doch auch bereit zuzuhören und die Meinung der Gegenseite zu überdenken.
Er war für mich ein Ruhepol in der ansonsten sehr ruhelosen Story.
Und auch, wenn am Ende endlich "Action" reinkam, war ich doch nicht recht zufrieden mit dem Ablauf der Geschichte. Es blieb vieles offen, jetzt nicht, was den roten Faden betrifft, der ja im dritten Teil weiterverfolgt wird, sondern was es letztendlich mit Jubilee und Flynn auf sich hat. Hier setzte ich meine ganze Hoffnung in den dritten Teil und wünsche mir wenigstens eine teilweise Aufklärung des zweiten Bandes.
Und trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band, der hoffentlich nicht so militärisch-politisch daherkommt, wie Teil 2, und wieder etwas mehr den Fokus auf den Science-fiction- und Fantasy-Bereich wirft.
Auch wenn mir die Story um Jubilee und Flynn nicht so gut gefallen hat, sind doch einige Infos im Buch vorhanden, die sich vor allem auf die Firma LaRoux Industries ud deren Machenschaften beziehen, was heißt, dass noch so einiges zu erwarten ist.
Die Spannung bleibt hier also erhalten.
Fazit:Jubilee und Flynn konnten mich nicht begeistern. Die Story um die geheimnisvolle Anlage umso mehr.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Kindsräuber (Nora Bendzkos Galgenmärchen 2)

Nora Bendzko
E-Buch Text: 738 Seiten
Erschienen bei null, 01.03.2017
ISBN B06XD7LK4J
Genre: Sonstiges

Rezension:


Alene und ihr Vater Stanislav leben in Prag zur Zeit des 30jährigen Krieges. Durch Alenes Spinnerei und Stanislavs Arbeit als Zimmermann reicht ihr Geld gerade zum Überleben aus. Erschwerend kommt hinzu, dass Alene unehelich schwanger ist.
Eines Tages trifft sie auf Patrik, den sie aus ihrer Kindheit kennt. Er sagt ihr, dass er für das Königspaar gerade eine Hochschwangere sucht, um dieser ein Angebot zu machen, welches großzügig mit Geld belohnt werden soll. Alene sieht eine Zukunft ohne Hunger, ohne Ängste und ohne Sorgen. Doch dann erscheint ihr ein Junge, dunkel, verbrannt und geheimnisvoll. Und droht ihr, in 3 Tagen ihr Kind zu holen, wenn sie nicht herausfindet, was es mit ihm auf sich hat.


Dieses "Galgenmärchen" ist genau das, was es beschreibt - ein Kampf auf Leben und Tod, verpackt in märchenhafte Züge mit einer Spur Fantasie und Historie. Eine Mischung, die mir persönlich sehr zusagt. Kommt dann noch ein bildhafter und fesselnder Schreibstil hinzu, kann nichts mehr schief gehen. 
Genau dies schafft die Autorin. Sie zieht einem in den Bann mit ihrer düsteren Art, die sich auch das ganze Buch zieht.


Alene, die Protagonistin des Buches, hat es nicht leicht. Wenig Geld, gerade, dass es zum Leben reicht, keine Zukunft, da sie unehelich schwanger ist und nicht mal weiß, wer der Vater ist. Unglückliche Umstände führten dazu. Ein kranker Vater, der der sich aufopfernd um sie kümmert. Da kommt ein unmoralisches Angebot des Königspaars gerade recht.


Bis dahin scheint es ja für Alene nun gut zu laufen - bis auf das Gewissen, das sich zeitweise meldet. Und der tote, verbrannte Junge, der Alene zu drohen scheint. 


Drei Tage hat Alene Zeit, herauszufinden, was die Beweggründe des toten Jungen sind. Und ab da wird die schon düstere Geschichte noch eine Spur dunkler. Und spannender.




Wäre der Alltag nicht gewesen, hätte ich mich der Märchenadaption nicht entziehen können und hätte sie in einem Rutsch durchgelesen.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin außerordentlich. Schon mit "Wolfssucht", ebenfalls eine düstere Adaption eines Märchens (Rotkäppchen), konnte sie mich gefangen nehmen.


Diesmal nimmt sich die Autorin das Märchen "Rumpelstilzchen" der Brüder Grimm vor und versetzt uns in das Prag zur Zeit des 30jährigen Krieges.


Man merkt der Autorin die Liebe zum geschriebenen Wort förmlich an. Manche Sätze sind einfach perfekt ausgearbeitet, spiegeln die jeweilige Stimmung im Buch und der Protagonisten dar und auch die detail- und bildhafte Art lässt das Kopfkino anspringen und ordentlich arbeiten. 


So konnte ich mir die Protagonisten Alene und Patrik sehr gut vorstellen und mich auch - vor allem in Alene - gut hineinversetzen. Die Ängste, die Sorgen, die Zweifel, die Alene begleiten, sind fast greifbar. Auch die Hilflosigkeit in manchen Szenen ist sehr gut vorstellbar.


Das Buch macht - trotz des düsteren Beigeschmacks - Spaß und die Zeit vergeht wie im Fluge.


Ich hoffe, noch viele weitere solcher Adaptionen aus der Feder der Autorin lesen zu dürfen.


Auch das Cover ist erwähnenswert, da es die düstere Stimmung perfekt widerspiegelt.


Fazit:
Dunkle Geheimnisse, düstere Plätze, eine ungewöhnliche Umsetzung des Märchens Rumpelstilzchen zur Zeit des 30jährigen Krieges in Prag. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Percy Jackson Comic: Im Bann des Zyklopen

Rick Riordan , Robert Venditti , Attila Futaki , Attila Futaki
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.07.2013
ISBN 9783551775627
Genre: Comics

Rezension:


Percy freut sich auf die Ferien, die er wieder im Camp Half-blood verbringen darf. Doch kurz vorher sagt ihm seine Mutter, dass er nicht gehen darf. Percy kommt dies komisch vor. Als er am letzten Schultag dann noch von Laistrygonen, Menschenfresser aus dem Norden angegriffen wird und auch noch Annabeth bei ihm auftaucht, kann er nicht anders und macht sich zusammen mit Annabeth und Tyson, einem Mitschüler, zum Camp auf. 
Im Camp angekommen, herrscht dort Chaos. Thalias Baum, der das Camp davor schützt, von Außen angegriffen zu werden, stirbt. Nur eins kann ihn retten: das Goldene Vlies. Eine Aufgabe wie gemacht für Percy und seine Freunde. Er macht sich auf, das Vlies zu finden. Und auch seinen Träumen nachzugehen, in denen ihm Glover erscheint und ihn anfleht, ihn zu retten.


Im Gegensatz zum ersten Teil hat sich Percy stark verändert. Obwohl er erst 13 Jahre alt ist, wirkt er sehr erwachsen und vernünftig. Er macht sich Gedanken über die Zukunft. 
Diese Gedanken rücken jedoch jäh in den Hintergrund, als er in der Schule angegriffen wird und sich danach unverzüglich ins Camp zurück begibt. 


Ab diesem Zeitpunkt wird es rasant. Als Percy erfährt, dass Thalias Baum stirbt, will er natürlich sofort helfen, bekommt jedoch Steine in den Weg gelegt. Nur gut, dass er seine Freunde hat. 


Es kommt auch eine weitere interessante Person dazu. Tyson, ein Mitschüler von Percy. Er scheint etwas zurückgeblieben und schwerfällig. Als sich dann jedoch herausstellt, dass Tyson ein Zyklop ist, nimmt die Geschichte eine spannende Wendung. 


Aber auch die Träume, die Percy über Glover hat, bringen Spannung in die Geschichte. Der Weg, um ihn zu retten, ist nicht leicht und Percy muss zusammen mit Annabeth und Tyson einige Gefahren durchstehen.


Das zweite Buch der Reihe habe ich noch nicht gelesen, aber der Comic lässt keine Fragen offen und das Ende birgt eine kleine Überraschung.


Durch die Hardcover-Ausgabe bekommt das Buch einen sehr hochwertigen Touch. Die Zeichnungen an sich sind wieder sehr gut gelungen. Mit vielen Details wird die Geschichte in Bildern erzählt. Der Text ist zwar knapp, aber gibt das Wesentliche wieder. So fliegt man förmlich durch die Story und hat auch keinen Leerlauf.


Durch einen interessanten Plot ergibt sich eine spannende Geschichte, die teilweise wieder gespickt ist mit geschichtlichen und mystischen Vorkommnissen. So ergibt sich ein spannender Mix aus Historie und Fantasy. 


Dass hier natürlich die Story aus dem zweiten Buch stark verkürzt wiedergegeben wird, sollte einem im Hinterkopf bleiben. Es wird alles auf das Wichtigste reduziert, Nebensächlichkeiten, die im Buch an sich weiter ausgeführt werden, werden nur angerissen oder ganz ausgelassen. Ich werde mich sicherlich der Geschichte auch nochmals in Romanform widmen. 


Mir kam es allerdings so vor, als wären die Zeichnungen etwas "härter" geworden. Aber vielleicht spiegelt dies auch die Ernsthaftigkeit wider, die vermittelt werden soll. Percy und seine Freunde haben nichts zu lachen, dafür reicht ihnen die Zeit nicht. Und trotzdem merkt man, dass die Freundschaft und der Zusammenhalt stärker wird bzw. sich eine Gemeinschaft bildet. 


Dies macht für mich auch den Reiz der Geschichte aus.


Fazit:
Eine spannende Geschichte mit einigen Wendungen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

erbe, görlitz, jack the ripper, london, testament

Jack the Ripper und der Erbe in Görlitz

Katrin Lachmann
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 15.12.2016
ISBN 9783958130708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Marco Petzold lebt als Fahrradkurier mehr schlecht als recht. Doch hat er sein Leben einigermaßen im Griff. Bis ihn ein Brief von einem Anwalt erreicht, in welchem ihm mitgeteilt wird, dass er nach London kommen soll, um ein Erbe anzutreten. Zusammen mit der Anwaltsgehilfin Carolin macht sich Marco auf nach England. Dort werden ihm Unterlagen übergeben, mit denen sich Marco und Carolin näher beschäftigen. Immer wieder taucht der Name Jack the Ripper auf. Je näher Marco in die Materie eintaucht, merkt er, dass er dabei ist, das Geheimnis zu lösen, welches sich um den Mörder rankt. Doch nicht nur Marco will Gewissheit, auch andere machen Jagd auf die Unterlagen. Und auf Marco.
Ich gebe zu, ich bin zu Anfang sehr skeptisch an das Buch herangegangen. Doch mit jeder Seite, die ich las, bin ich mehr in den Bann gezogen worden, habe ich mich auf die Geschichte einlassen können und mit Begeisterung am Rätselraten teilgenommen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und die Autorin hat dies mit Bravour geschafft. 
Da ich das Buch zusammen mit der Autorin in einer Leserunde gelesen habe, hatte ich auch noch das Glück, diverse Fragen zu den Hintergründen stellen zu können, die mir auch sehr ausführlich beantwortet wurden. So hatte ich natürlich den Vorteil, hinter die Kulissen schauen zu dürfen und die Beweggründe der Autorin auch nachvollziehen zu können.
Die Geschichte fängt schon spannend an, in dem ein Rückblick ins Jahr 1890 gewährt wird. Hier wird durch eine geheimnisvolle Frau im roten Kleid gleich ein Spannungsbogen geschaffen, der sich durch das ganze Buch zieht. Denn die Autorin gibt immer wieder kleine Rückblicke in die Vergangenheit, die sich auf Jack the Ripper beziehen. Die Opfer bekommen einen Platz eingeräumt, aber auch andere Personen wie Ärzte oder Kommissare. So ergibt sich eine gute Mischung aus historischen Hintergründen und aktuellem Gegenwartsgeschehen.
Marco hat mir zwar teilweise in seinem Handeln nicht gefallen, aber - nach Nachfrage bei der Autorin - konnte ich dann verstehen, dass er ebenso Ecken und Kanten hat, wie die anderen Protagonisten. 
Natürlich gibt es dann auch die Gegenseite, diejenigen, die unbedingt selbst herausfinden wollen, wer denn Jack the Ripper war. Und der auch jedes Mittel recht ist. So ergibt sich ein guter Gegenpart und das Wettrennen kann seinen Lauf nehmen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar. So fliegt man durch die Geschichte. Leider ist das Buch nur 208 Seiten stark. Ich hätte gerne noch länger gelesen und mich mit Marco zusammen am Rätselraten beteiligt. Die Autorin gab aber - wenn auch nur kleinen - Lichtblick, dass es vielleicht mal eine Fortsetzung geben könnte. 
Sehr schön fand ich, dass die Autorin immer wieder kleine Architekturhinweise miteingebaut hat. Gerade, da die Geschichte in Görlitz spielt. Hier scheint es viele wunderschöne Ecken zu geben, die ich gerne mal live sehen würde.
Auch die verschiedenen Wendungen und Überraschungen, die die Autorin eingebaut hat, trugen dazu bei, dass man das Buch am Liebsten nicht aus der Hand legen möchte.
Fazit: Ein spannender Krimi mit vielen überraschenden Wendungen. 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Listen to my heart

Marie Fredriksson , Helena von Zweigbergk
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 21.11.2016
ISBN 9783841904881
Genre: Biografien

Rezension:

Marie Fredrikkson, bekannt als Sängerin der schwedischen Popband Roxette, beschreibt in ihrer Biografie ungeschönt die Folgen ihrer schweren Erkrankung. Doch nicht nur ihr aktuelles Leben wird beleuchtet, auch ihre berufliche Karriere. Ihre Anfänge als Solokünstlerin bis hin zu der Erfolgswelle, die mit Roxette gestartet ist. Marie führte ein wahres Luxusleben bis zu dem verhängnisvollen Tag, an welchem sie die Diagnose Hirntumor bekam.
Mit Roxette verbinde ich meine Jugend. Songs wie "The Look", "Joyride" oder "It must have been Love" gehören genauso dazu, wie auch "Dangerous" oder "Sleeping in my car". Ich habe alle CDs zu Hause und höre diese auch heute noch sehr gerne. Es gab Zeiten, da sammelte ich jeden Schnipsel über die Band, war natürlich in Per verliebt, fand Marie einfach super und immer, wenn ich in einer Zeitschrift (bevorzugt die Bravo) einen Artikel fand, wurde dieser ausgeschnitten und aufgehoben. Ich war froh, etwas über meine Lieblingsband zu lesen, auch weil ich so etwas Neues erfuhr. Internet war ja damals noch nicht so. Ich verließ mich auf Fernseh, Radio und Zeitungen.
Jahre später traf mich Maries Diagnose, die 2002 gestellt wurde, sehr hart. Ihren Leidensweg konnte man mitverfolgen, diesmal ausführlicher Dank des Internets. Doch man erfuhr eben nicht alles oder gar falsche Dinge.
Nun liegt ihre Biografie vor. Schweren Herzens bin ich an dieses Buch herangegangen, wollte ich einerseits natürlich wissen, wie es Marie ergangen ist, andererseits wollte ich das Bild, das ich von Marie hatte, nicht zerstören. Die quirlige, stimmgewaltige Frau, die es schafft, auf der Bühne ganze Säle zum Rocken zu bringen. Und nun sollte ich lesen, wie eine Krankheit ihr Leben zerstört? Doch ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn Marie schonungslos ehrlich ist und mit nichts hinterm Berg hält, so hat man fast niemals das Gefühl, dass Marie sich ganz aufgegeben hat. Natürlich gab es Zeiten, in denen Marie schwere Gedanken hatte, doch stets hatte sie auch zwei besondere Worte in ihrem Kopf: Kämpfen und Leben. Und Marie ist eine Kämpfernatur. Sie kämpft, um zu leben. Und versucht auch, ihr Leben als Sängerin mit dem Leben als Kranke zu verbinden. Was ihr teilweise auch sehr gut gelungen ist.
Doch ihr Körper macht einfach den Streß nicht mehr mit. Es war nicht der Tumor, der letztendlich gesiegt hat, sondern die nachfolgenden Behandlungen, wie die Bestrahlung des Gehirns. Die Folgen führen dazu, dass Marie nicht mehr lange stehen kann, ihr Bein macht nicht mehr mit. Ihr Fuß krampft und sie muss sitzen. Dies war auch der Grund, dass sie die letzte Tour sitzend gesungen hat.
Marie war aufgeweckt, quirlig und rotzfrech. Sie stand gerne im Mittelpunkt, suchte Aufmerksamkeit. Dies wurde ihr von der Krankheit genommen. Nunmehr liebt sie die Stille, zieht sich zurück und genießt das Familienleben mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern.
In ihrer Biografie geht es aber auch um ihre Anfänge als Sängerin. Um den Kampf um Erfolg und auch darum, als Frau ernst genommen zu werden. Als sie Per Gessle kennenlernt, gründet sie mit ihm zusammen die Band Roxette. Und wird zum Überflieger. Der Erfolg setzt ein und ein turbulentes Leben beginnt. Aber nicht nur mit Roxette ist Marie erfolgreich, auch als Solokünstlerin konnte sie vor allem in Schweden viel Erfolg verbuchen.
Marie führte ein bewegtes Leben. Sie bereut nichts, würde alles wieder so machen. Sie ist eine bewundernswerte und vor allem starke Frau. Ich wünsche ihr nur das Allerbeste.
Fazit: Eine wortgewaltige Biografie über eine bewegende Frau.

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

dystopie

Evolution (2). Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401601687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jem, Lucie und ihre Freunde sind unfreiwilligerweise in der Zukunft gelandet, obwohl sie eigentlich nur an einem Schüleraustausch in den USA teilnehmen wollten. Viele Gefahren lauern dort auf sie, vor allem durch die Squids, tintenfischähnliche Wesen, die Dank der Evolution nun an Land leben können.  Auf der Flucht vor ihnen wird Jem von allen getrennt. Während Lucie, Marek, Zoe und die anderen auf eine Stadt mit Überlebenden treffen, muss sich Jem in der Wildnis gegen feindliche Tiere wehren. Auf seiner Suche nach Lucie bekommt er unerwartete Hilfe. Lucie unterdessen merkt, dass nicht alle ihre Helfer es gut meinen und auch in ihrer Freundesgruppe gibt es einen, der nach seinen eigenen Regeln tanzt. Doch ein Ziel haben alle vor Augen: die geheimnisvollen Zeitspringer zu finden und wieder nach Hause zurückzukehren.
Nachdem Teil 1 "Die Stadt der Überlebenden" schon so spannend aufgehört hat, geht es nun rasant in Teil 2 weiter. Der Schreibstil und die interessante Grundidee fesseln einem förmlich ans Buch. Man fliegt durch die Geschichte, bekommt aber an den richtigen Stellen Atempausen, um das Gelesene zu verarbeiten und sich auch mal Gedanken zu den einzelnen Charakteren machen zu können. Ganz eindeutig stechen hier vor allem Lucie und Jem, aber auch Marek, Ragnar und Leod hervor.
Lucie ist außer sich vor Sorge um Jem und kann nicht verstehen warum ihr keiner helfen will, ihn zu suchen. Sie selbst versucht, einen Weg zu finden, wird hier allerdings von einer Person blockiert, von der sie es zwar erwartet hat, es dieser aber nicht zutraute. 
Währenddessen sucht Jem ebenfalls eine Lösung, um in die Stadt zu Lucie zu gelangen. Doch auch ihm werden unerwartet Steine in den Weg gelegt. Er nutzt diese jedoch genial, um Lösungen zu finden.
Ragnar und Leod, zwei Bewohner der Stadt der Überlebenden, versuchen Lucie und ihren Freunden dann doch zu helfen und geraten deswegen in Gefahr. Während Marek seine Grundeinstellung überdenkt und dabei auf Dinge stößt, die er zu seinem Vorteil nutzt.
Mit geschickter Finesse wird hier eine dystopische Welt geschildert. Die Natur erobert sich die Erde zurück und dies anscheinend auf einem grausamen Weg. Man kann keinem vertrauen und tut man es doch, scheint man verloren. Es gibt nur winzig kleine Lichtblicke und selbst hier kann man sich nicht sicher sein, wer Freund und wer Feind ist. 
Selbst die, die einem ans Herz wachsen und für das Gute einstehen, treffen Entscheidungen, die einem zweifeln lassen.
Der Autor flicht hier gut die Hilflosigkeit ein, die an allen nagt. Der kleinste Hoffnungsschimmer, der sich den Freunden bietet, wird dankend angenommen, doch scheint mir auch so einiges unüberlegt, obwohl letztendlich ja eigentlich keine andere Wahl vorhanden ist.
Dieses Auf und Ab ist sehr faszinierend, vor allem da sich einige Personen dadurch total verändern und somit neue Fahrt aufkommt. Es wird einfach nicht langweilig.
Man bleibt am Ball, will unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem: was erwartet alle am Ende ihres Weges?
Hier muss man sich jedoch bis Juli 2017 gedulden denn solange spannt uns der Autor noch auf die Folter. Denn erst dann erscheint der dritte Teil der Trilogie. Ich hoffe, dass ich dann genauso mitfiebern kann wie bei den ersten beiden Bänden. Aber eigentlich mache ich mir keine Sorgen, denn wo Thiemeyer draufsteht, ist Spannung garantiert.
Hervorheben möchte ich auch die wunderschönen Cover, die nicht passender sein können. Hat man die Bücher gelesen und sieht sich danach nochmals die Cover an, merkt man, dass diese das Wichtigste aus den Geschichten widerspiegeln. 
Ihr merkt, ich bin restlos begeistert.
Fazit: Ein Ausflug in eine Zukunft ohne Wiederkehr? Hier müssen abwarten. 

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288 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, bücher, traci che, abenteuer

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Sefia muss mitansehen, wie ihre Tante Nin entführt wird. Nun will sie herausfinden, warum dies geschehen ist. Sie bringt es in Verbindung mit dem geheimnisvollen Buch, das sich in ihrem Rucksack befindet. Je mehr sie der Wahrheit auf die Spur kommt, umso undurchdringlicher wird alles. Hilfe kommt unerwartet von Archer, einem Jungen, den sie aus einer Kiste befreit. Leider ist er stumm und kann sich nur durch Zeichensprache verständigen. Doch je größer das Abenteuer wird, in das sie hineingezogen werden, umso froher ist Sefia, einen Freund wie Archer zu haben. Und was hat das Buch mit all dem zu tun?


Leider kann ich den Hype um dieses Buch nicht nachvollziehen. Ich hatte viel Mühe, überhaupt einigermaßen in die Geschichte hineinzukommen. Dies hatte vor allem damit zu tun, dass man in der Handlung immer hin und her springen muss. Einmal ist man mit Sefia und Archer unterwegs, einmal in einer geheimnisvollen Bibliothek (deren Sinn ich nicht so ganz verstanden habe) und einmal in dem geheimnisvollen Buch, dass Sefia mit sich führt.


Diese drei Handlungsstränge haben erst so gar nichts miteinander zu tun, bis sich in der Mitte des Buches zwei Stränge zusammentun. Der dritte Strang bleibt jedoch unbeachtet bzw. hier kann man sich erst am Ende ungefähr vorstellen, was es mit ihm auf sich hat. 


Auch der Erzählstil der Autorin war nicht so ganz meins. Irgendwie hatte ich immer Probleme, am Ball zu bleiben. Manchmal kamen nichtsaussagende Passagen bzw. wurde etliches mehrere Male wiederholt. 


Letztendlich habe ich auch den Sinn, der hinter dem Ganzen stand, einfach nicht begreifen können. Mir hat sehr viel Erklärung gefehlt. Gerade für den ersten Band einer Reihe ist dies sehr schwach. So hatte es für mich den umgedrehten Effekt, eher nicht zum zweiten Band zu greifen, da ich gar nicht richtig weiß, wieso ich weiterlesen soll.


Verwirrend war für mich auch, dass die Autorin gleich mit vielen Namen um sich schmeißt, sei es der Name der Protagonisten, der Orte oder anderer Dinge. Auch bin ich mir nicht sicher, ob die Geschichte in der realen Welt spielt oder ob eine fiktive Welt als Schauplatz dient. Es gibt Andeutungen dafür, aber es wird nichts bestätigt. Dies ist so ein Rätsel, dass ich mir aufgelöst gewünscht hätte.
Leider gibt es auch keine Karte, auf welcher man den Weg von Sefia und Archer nachvollziehen kann.


Auch die Charaktere konnten mich nicht recht überzeugen. Zu Sefia bekam ich überhaupt keinen Draht. Sie war mir zu emotionslos, zu blass und zu zielstrebig, während Archer eher das Gegenteil bewirkte. Er drückte mir zu sehr auf die Mitleidsschiene, war teilweise zu perfekt. 


Mir hat einfach die Tiefe gefehlt. Es gibt zwar einen roten Faden, den Sefia und Archer verfolgen, doch irgendwie kommen sie nicht so recht voran. Erst am Ende - einem sehr rasanten Ende, in das sehr viel hineingepackt wurde - gab es einige Aufklärung, jedoch auch wieder nicht genug. Hier wurde wohl das Ziel verfolgt, die Leser mittels eines Cliffhangers davon zu überzeugen, auch die nächsten Teile zu kaufen.


"Ein Meer aus Tinte und Gold" hat mich mal wieder davon überzeugt, dass man nicht jeden Hype mitmachen muss und wirklich danach gehen sollte, was das Bauchgefühl sagt. Ich war von Anfang an schon irgendwie nicht so begeistert vom Klappentext, habe mich dann allerdings von den vielen positiven Rezensionen und Meinungen umstimmen lassen. 


Ein echter Pluspunkt für das Buch ist das wunderschöne Cover. Es lädt echt zum Träumen ein, zeigt ein Buch und ein Schiff, zwei Details, die im Buch ausführlich beschrieben werden. Das viele Gold stellt Wellen dar, was für mich das Auf und Ab des Buches symbolisiert. Hier ist wieder mal der Carlsen Verlag großzügig zu loben. Der hat dafür echt ein Händchen. Im Regal ist das Buch natürlich ein richtiges Goldstück.
Auch im Inneren finden sich immer wieder schöne Details. Seien es Fingerabdrücke, Bucheinträge oder "verbrannte" Buchseiten". So macht das Lesen natürlich Spaß, da man nicht nur Buchstaben hat, sondern richtige kleine Hingucker.


Fazit:
Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

steampunk, zirkus, luftschiff, verrat, geheimnis

Die verlorene Puppe

Judith Vogt , Christian Vogt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 24.11.2016
ISBN 9783867622752
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Ferenc heuert als Artist beim fliegenden Circo Apocalástico an. Dort arbeitet er zusammen mit der Schlangenfrau Yue am Trapez. Doch Yue und er sind nicht die einzige Attraktion. Ein echtes Mammut begeistert das Publikum genauso wie die bärtige Dame Selma, der Magier Herr Iko und noch viele weitere fantastische Artisten. Während einer Aufführung werden sie angegriffen. Das Zirkuszelt verbrennt und sie werden zusammen mit ihrem Luftschiff entführt. Die Entführer wollen in ein fernes Land, von welchem noch kein Europäer zuvor lebend zurückkam.
Schon auf der Fahrt dorthin merkt Ferenc, dass einige der Zirkustruppe ein falsches Spiel spielen. Doch findet er nicht heraus, wer. Und warum wollen die Entführer gerade die ferne Hochkultur aufsuchen, um die sich grausame Sagen ranken?
Ferenc macht sich an die Aufklärung und kommt dabei einem Ränkespiel auf die Spur, die nicht nur die Zirkusgruppe, sondern auch Europa in Gefahr versetzt.


Schon mit "Die zerbrochene Puppe" konnte mich das Autorenduo um die Finger wickeln. Nun legen sie mit ihrem neuen Roman noch mal einen drauf.
Auch wenn die Geschichte wieder in der Welt von "Eis & Dampf" spielt und hier auch Personen aus dem Vorgängerroman auftauchen, ist "Die verlorene Puppe" einzeln lesbar. Es werden an den richtigen Stellen Erklärungen eingeflochten, die es möglich machen, ohne Vorkenntnisse an das Buch heranzugehen.
Dies war nämlich meine einzige Sorge, weil es schon 2 1/2 Jahre her ist, dass ich "Die zerbrochene Puppe" gelesen hatte. Doch sie war unbegründet.


Auch hier muss ich sagen, dass mich der Schreibstil sofort wieder eingefangen hat. Ich war gleich mitten in der Geschichte, die damit beginnt, dass wir Ferenc kennenlernen. Ferenc ist ein Roma, der auf der Suche nach einem Zuhause beim Circo Apocalástico anheuert. Er war schon vorher Artist in einem Zirkus, aber aus vorerst nicht erwähnten Gründen ist er von dort weggegangen, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen.


Der Circo Apocalástico ist eine Ansammlung der seltsamsten Figuren. Die Schlangenfrau Yue ist wohl noch das harmloseste dort. Die bärtige Dame Selma, die lebende Kanonenkugel Fernando, der Blitzmagier Herr Iko oder der Starke Agosto sind nur einige der wunderbar ausgearbeiteten Charaktere, die sich im Zirkus tummeln.


Doch ist alles nicht so, wie es scheint. Bei einer Aufführung wird das Luftschiff des Zirkus gestohlen. Die Diebe sind ungewöhnliche Gestalten und ihr Ziel ist das Land der Mexica, einem gefürchteten Stamm, der eigentlich nur aus Legenden und Sagen besteht, ist von dort doch noch keiner lebend zurückgekehrt.


Und ab hier wird es wunderbar undurchsichtig, obwohl Ferenc doch so viel herausfindet. Trotzdem tappt man bis fast zuletzt im Dunkeln und die Autoren führen einem gewitzt an der Nase herum. Durch geschickt miteinander verwobene Ereignisse wird eine Handlung gesponnen, die es fast unmöglich macht, ihr nicht zu folgen. Die Spannung ist greifbar, die Charaktere sind fein ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten. So kann man sich in viele gut hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen. Auch die "Bösen" sind gut gezeichnet und bieten das perfekte Gegenspiel zum Guten.


Gerne wäre ich länger in dieser mysteriösen Welt geblieben. Eine Welt, die von Steampunk nur so protzt, die mit Geheimnissen gefüllt ist und in der man sich - in sicheren Gefilden - sehr wohl fühlen kann.


Ich bin sehr gespannt, mit welchen neuen Geschichten das Autorenpaar uns noch erfreuen wird und vor allem, ob man mit alten Bekannten nochmals ein Wiederlesen feiert. Insoweit steht ihnen ja Allerlei offen.


Fazit:
Ein Ausflug in ferne Länder mit Spannung, Fantasie und einer gehörigen Portion Steampunk.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

maria koschny, hörbuch, die tribute von panem

Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe (2 mp3-CD

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Matthias Scheuer
Audio CD
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 17.07.2015
ISBN 9783837308785
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Katniss und Peeta müssen nunmehr ihr Leben nach den Spielen auf die Reihe kriegen. Stets unter strengster Bewachung spielen sie ihre Rolle als Liebespaar, entwickeln sich jedoch unabhängig voneinander weiter und müssen aufpassen, dass sie und ihre Familien nicht bestraft werden.
Doch dann kommt es anders, als gedacht. Die 75. Hungerspiele stehen bevor - ein Jubeljubiläum - und dafür haben sich die Spielemacher des Kapitols etwas ganz Besonderes ausgedacht. Unter den Siegern der letzten 75 Spiele werden die Tribute ausgelost. Da Katniss der einzige weibliche Sieger von Distrikt 12 ist, heißt dies für sie, sich wieder den Spielen auf Leben und Tod zu stellen.


Der zweite Teil der Panem-Reihe hat mich genauso in den Bann gezogen, wie schon sein Vorgänger. Katniss ist für mich ein starkes, selbstbewusstes Mädchen, das versucht, es jedem Recht zu machen, aber trotzdem mit allen Mitteln seinen Willen durchsetzt. Regeln sind ihr fremd und doch weiß sie, wenn sie sich nicht daran hält, wird nicht sie bestraft, sondern ihre Familie. 


Ich dachte ja oft, dass Katniss eher der emotionslose Mensch ist bzw. eher an sich denkt, als an andere. Dies hat sie ja am Ende des ersten Teils widerlegt und mir bewiesen, dass sie durchaus Gefühle hat. Deswegen ist ihr Sinneswandel, nunmehr zu bewirken, dass Peeta die Spiele überlebt, koste es was es wolle, für mich ein großer Schritt dahin, sich für ihre Lieben einzusetzen. Ihre Schwester Prim und ihre Mutter standen immer an erster Stelle, doch nun hat sie sich eine große Familie aufgebaut, zu der nun auch Peeta und seine Angehörigen gehören. 
Dieser Sinneswandel macht sie stärker und unabhängiger, als sie es vorher schon war.


Aber nicht nur Katniss hat sich stark verändert, auch Peeta. War er vor Beginn der ersten Spiele noch ein ängstlicher Jugendlicher, der innerhalb weniger Momente erwachsen werden musste, ist er sich nun auch seiner Verantwortung bewusst und macht sich Gedanken über seine Zukunft. Aber auch ihm geht es um das Überleben des anderen und der Familie.


Wieder wird das Hörbuch von Maria Koschny gelesen, der deutschen Synchronstimme von Jennifer Lawrence. Und wieder war ich mittendrin, konnte mir die jeweiligen Szenen aus dem Buch und auch aus dem Film sehr gut vorstellen und habe mich einfach fallen lassen, während Katniss mir die Geschichte vorgelesen hat. Es prasselt viel auf einem ein und man hat teilweise Mühe, sich alles wirklich so vorzustellen, wie es denn erzählt wird, aber trotzdem hat das Kopfkino einfach viel zu tun. Für mich persönlich macht dies auch ein gutes Hörbuch aus. Nicht nur die Geschichte muss fesseln, der Sprecher muss es auch schaffen, diese Geschichte überzeugend rüberzubringen. Maria Koschny hat dies auf alle Fälle geschafft.


Freundschaft und Liebe sind zwei der wichtigsten Eigenschaften auf der Welt. Katniss und Peeta zeigen uns dies auf eindrucksvolle Weise.


Ich mag die Panem-Reihe, auch wenn sie eine düstere Welt vorhersagt. Eine Welt voll Schrecken, Tod und Diktatur. Eine Welt ohne Zukunft. Katniss und Peeta sind jedoch der Lichtblick, den viele brauchen. Ihre Aktionen sind der Hoffnungsschimmer für ein besseres Leben.


Fazit:
Eine faszinierende (Hör)Buchreihe mit Suchtcharakter. 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

abenteuer, drachen, kinder, waisenhau, fremde welten

Saint Lupin´s Academy - Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522653602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anne sieht sich plötzlich einer schweren Mission ausgesetzt. Sie muss zusammen mit ihrer Freundin Penelope und dem Zauberlehrling Hiro eine Prophezeiung aufdecken. Dabei hat sie nur drei Tage Zeit oder es endet tödlich. Anne weiß gar nicht so recht, was zu tun ist, ist sie irgendwie unbeabsichtigt in den ganzen Schlamassel geraten. Aber Mission ist Mission und so muss sich Anne allem stellen. Und merkt dabei, dass nicht nur ihr Leben und das ihrer Freunde auf dem Spiel steht, sondern das der ganzen Welt.
Zutritt nur für echte Abenteuer - so steht es vorne auf dem Buch. Und ich muss sagen, dass es wirklich nur für echte Abenteurer ist. Denn man wird sogleich mitten in die Geschichte geworfen. Es geht zackig, man hat fast keine Atempause, die Bedingungen sind hart und teilweise auch sehr ungerecht. Und die Zeit ist der wichtigste Gegenspieler. Schon wenn man bedenkt, dass die Reise mit einem Drachenfeuerball acht Stunden dauert. Und man nur 72 Stunden Zeit hat, die Prophezeiung zu lösen.
Anne ist ein 13jähriges Mädchen, dass mir eigentlich sehr leid tut. Sie ist ein Waisenkind, muss in einem Waisenhaus aufwachsen, in welchem es nur Haferbrei zu essen gibt und es Schichtbetrieb gibt, um im Kohlebergwerk zu arbeiten. Die Oberin beutet die Kinder aus, gibt ihnen nichts zurück und man merkt von Anfang an, dass sie nichts Gutes im Schilde führt und nur ihr eigenes Wohlergehen im Sinne hat.
Als Anne die Chance bekommt, an einer renommierten Abenteuerakademie aufgenommen zu werden, möchte sie diese nutzen. Doch - wie bei einem echten Abenteuer - kommt natürlich etwas dazwischen. Und ab da nimmt alles seinen prophezeiten Lauf.
Wie gut, dass Anne zwei Freunde an der Seite hat. Penelope ist eine wuselige Person, die das Herz am rechten Fleck hat. Ihre Verteidigungsstrategie ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig (was wohl an der mangelnden Übung liegen mag), doch schafft sie es, Anne immer wieder aufzubauen und auch auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.  Hiro, denn Anne und Penelope erst später kennenlernen, erweist sich jedoch als ebenso guter Freund und mit der Zeit wird aus den drei ein richtig gutes Gespann.
In dem Buch geht es natürlich in erster Linie um Abenteuer, aber auch Mut, Freundschaft, Hass und Neid werden behandelt. Habsucht, Gier und Boshaftigkeit kämpfen gegen Gerechtigkeit, Freude und Liebe. Die Botschaft ist letztendlich: Zusammenhalt ist wichtig. Freunde sind wichtig und das Pflegen der Freundschaft natürlich auch.
Für Anne hält das Abenteuer einige Überraschungen parat. Und im Laufe des Abenteuers kommen auch noch einige neue Freunde hinzu. So ein kleiner Sperling namens Jeffrey, der für Anne ebenso unentbehrlich wird wie Penelope und Hiro. Aber auch der Drache Nana oder die Akademielehrerin Jocelyn werden zu treuen Gefährten.
Der Schreibstil der Autors ist für Kinder geradezu perfekt. Die Geschichte ist flüssig lesbar, alles ist verständlich geschrieben und gerade für Kinder ein wahres Abenteuer. Mich als Erwachsenen hat es manchmal allerdings etwas gestresst, da es einfach zu viel des Guten war. Die Zufälle haben sich gehäuft, die Lösungen waren zu sehr "parat", die Abenteuerer hatten teilweise keine große Mühe, sich etwas zu erarbeiten. Hier hätte ich mir wenige Probleme gewünscht, dafür aber schwierigere Lösungen. Aber es handelt sich hier ja auch nicht um ein Buch für Erwachsene, weshalb dieses Kriterium nicht in die Punktevergabe miteinfließt.
Fazit: Ein echtes Abenteuer mit echten Freunden.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

hass, freiwillig, töten, erste begegnung, ehefrau

Honig und Gift

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 31 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538775
Genre: Sonstiges

Rezension:

Chalid bereitet sich auf seine Hochzeit vor. Ein Fest, dass für ihn jeden Tag stattfindet. Immer mit einer neuen Frau. Auf Chalid haftet ein Fluch. Nach einer mit ihm verbrachten Nacht, muss seine Frau sterben. Zum 72. Mal findet dieses Ereignis nun statt. Doch Chalid ist diesmal stutzig. Denn seine neue Ehefrau hat sich freiwillig gemeldet, mit ihm die Ehe einzugehen - und dann zu sterben.
Mit "Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist. 
Mit "Honig und Gift" haben wir eine Art Vorgeschichte zu "Zorn und Morgenröte".  Hier wird aus Chalids Sicht erzählt, wie er das erste Mal auf Shahrzad trifft. Seine Gedanken und Gefühle werden beschrieben. Wir lernen Chalid besser kennen und können nun nachvollziehen, warum er so handelt, wie er handelt. Sein Zwiespalt ist greifbar. 
Auf 10 Seiten wird kurz und knackig die Story wiedergegeben. 
Es ist besser, den eShort nach dem Lesen des Buches "Zorn und Morgenröte" zu lesen, da man ansonsten mit der Kurzgeschichte nichts anfangen kann. Sie ist eine sehr gute Ergänzung zu dem ersten Teil der Reihe.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und man ist auch gleich wieder mit allen Charakteren vertraut und es fühlt sich ein bisschen wie nach Hause kommen an, da man sofort wieder mitten in der orientalischen Welt gefangen ist.
Der eShort ist darauf ausgelegt, die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" zu verkürzen, der im März 2017 erscheinen soll.  Außerdem gibt es zweite weitere eShorts: "Motte und Licht" sowie "Fluch und Flammen".
Fazit: Ein gelungener Lückenfüller.

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renee ahdieh, rache und rosenblüte, honig und gift, motte und licht, zorn und morgenröte

Motte und Licht

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 86 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538768
Genre: Sonstiges

Rezension:

Despina möchte nichts sehnlicher, als für Ava, die Gemahlin des Kalifen als Leibdienerin da zu sein. Doch ihre Dienste scheinen nicht benötigt zu werden. Als sie dann auch noch auf Jalal Azaf al-Churi, dem Hauptmann der Palastwache trifft, scheint das Chaos perfekt. Nicht nur, dass sie in einem unbedachten Moment auf Ava trifft, nein, auch Jalal geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Seine charmante, jedoch provozierende Art reizt sie sehr, zieht sie aber auch irgendwie an. 
Mit " Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.
"Motte und Licht" beleuchtet jedoch eine anderen Charakter, der in "Zorn und Morgenröte" auch eine große Rolle spielt. Despina, die als Leibdienerin von Sharzard fungiert, wird hier näher vorgestellt. Ihre Schlagfertigkeit ist einzigartig. Vor allem, als sie auf Jalal trifft. Er ist als Herzensbrecher bekannt. Despina weiß um diese Tatsache und lässt ihn eiskalt abblitzen.  Für Jalal ist dies jedoch eine Herausforderung
Der eShort soll die Wartezeit auf den zweiten Band "Rache und Rosenblüte" verkürzen und gibt Einblick in das Leben von Despina und Jalal. Ich hoffe, von diesen beiden im zweiten Teil mehr zu erfahren. Denn Despina ist mir sehr ans Herz gewachsen, auch wegen ihrer Schlagfertigkeit. Sie kann sich verbal wehren und lässt so manche bissige Bemerkung fallen. In einem Interview, welches im Anschluss an die Kurzgeschichte folgt, verrät die Autorin, dass sie Despina und Jalal eine wichtige Rolle in ihrem neuen Buch eingeräumt hat, was mich sehr freut. 
Dieser eShort umfasst 44 Seiten, von mir aus hätte er sehr viel länger sein können. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin vielleicht irgendwann ein Spin-Off über Despina und Jalal schreiben würde und hier ausführlicher die erste Begegnung und die vielen weiteren beschreiben würde. 
Zweite weitere eShorts werden ebenfalls angeboten. "Honig und Gift" sowie "Fluch und Flammen" sollen ebenfalls Lückenfüller sein.
Fazit: Despina und Jalal, zwei wie Katz und Maus...

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Tags: fluch und flammen, honig und gift, motte und licht, rache und rosenblüte, renee ahdieh, zorn und morgenröte   (6)
 

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brand, stadt, renee ahdieh, orientalisches märchen, rache und rosenblüte

Fluch und Flammen

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 37 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538782
Genre: Sonstiges

Rezension:

Chalid ist auf dem Weg nach Hause, als er und seine Truppen die Flammen schon von Weitem sehen. Verzweifelt versucht er herauszufinden, was passiert ist. Als er in der Stadt eintrifft, sucht er zuerst nach Sharzad, doch kann er sie nicht ausfindig machen. Ist sie verletzt? Hat sie sich in Sicherheit bringen können? Als er auf Jalal trifft, stellt ihn dieser vor eine bittere Wahl.
Mit " Zorn und Morgenröte" hat mich die Autorin in einen orientalischen Traum versinken lassen. Mit ihrem an "1001 Nacht" angelehnten Roman begeben wir uns an den Hofe von Chalid, dem Kalif von Chorasan, der von einem Fluch besessen ist.
In diesem eShort wird wieder Chalids Sicht geschildert. Seine Ängste, seine Zweifel und sein Pflichtgefühl werden in den Vordergrund gerückt. Mit 11 Seiten ist die Geschichte nicht sehr lang, doch wird in ihr einiges komprimiert dargestellt. Vor allem Chalids Sorge und Sharzad steht im Mittelpunkt und damit seine Gefühlswelt.
Eigentlich ist "Fluch und Flammen" eine kurze Zusammenfassung des Endes von "Zorn und Morgenröte", eben nur aus Chalids Sicht.
Trotzdem war es eine gute Auffrischung und verkürzt natürlich auch die Wartezeit auf den im März erscheinenden zweiten Roman "Rache und Rosenblüte", auf welchen ich mich persönlich schon sehr freue.
Unheimlich gefühlvoll wird von der Autorin die Szene geschildert. Man merkt deutlich die Liebe zu der Geschichte und das Herzblut, dass in alle Worte gesteckt wurde.
Die zwei weiteren eShorts, die als Lückenfüller dienen, heißen "Motte und Licht" sowie "Honig und Gift".
Fazit: Ein emotionaler Ausflug in Chalids Gefühlswelt.

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Tags: 1001 nacht, orientalisches märchen, rache und rosenblüte, renee ahdieh, zorn und morgenröte   (5)
 

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westeros, bran, drachen, tyrion, theon greyjoy

Das Lied von Eis und Feuer 09

George R.R. Martin , Andreas Helweg , Reinhard Kuhnert
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 26.05.2014
ISBN 9783837125283
Genre: Fantasy

Rezension:

Tyrion muss fliehen und es verschlägt ihn auf ein Schiff in Richtung Meereen bzw. Quarth. Sein Ziel: Daenerys. Diese wiederum hat mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Hunger, Not und Intrigen. Und Jon Schnee findet sich in seiner Rolle als Lord Kommandant der Nachtwache immer mehr zurecht.Doch das Spiel um die Throne wird immer undurchsichtiger und die Eifersucht der einzelnen Häuser kostet Leben und bringt einem an den Rand der Verzweiflung.

© Sina FrambachDas ist ein begeisterter Fan der Reihe bin, braucht nicht nochmals erwähnt zu werden. Und so stimmt es mich schon sehr traurig, dass ich mittlerweile beim neunten Teil der Reihe angelangt bin und meine Reise durch Westeros schon bald vorzeitig beendet sein wird. Vor mir liegt nur noch Band Nr. 10 und dann heißt es erstmal warten. Wie lange, weiß man nicht. Doch hoffe ich, dass der Autor mich bzw. die ganze Fangemeinschaft nicht mehr lange warten lässt.
Der neunte Teil widmet sich wieder den Personen, die meiner Meinung nach die Wichtigsten der ganzen Handlung sind. Allen voran Jon Schnee, Daenerys Targaryen und Tyrion Lennister. Als zweiten Handlungsstrang verfolgen wir Ramsey Bolton und Theon Graufreund. Zwischendurch gibt es Einwürfe aus Rosengarten.
© Sina FrambachDie Handlung nimmt Fahrt auf, Hintergründe werden offengelegt und man bekommt wieder einen Einblick in das Gefühlsleben der einzelnen Charaktere.Insbesondere die Entwicklung von Theon Graufreund und Daenerys waren interessant und teilweise wieder sehr überraschend.
Das Buch fordert einem aber auch einiges an Orientierung ab. So war ich manchmal etwas verwirrt, da wieder eine Unmengen an Namen ins Spiel kommen und neue Wege offen gelegt werden.
© Sina FrambachAber auch alte Personen drängen sich wieder in den Vordergrund, werden zu interessanten Charakteren, die durch ihr Handeln einiges verändern können.
Der Autor fasziniert mich wieder mit seinem Einfallsreichtum und seinen unergründlichen Wegen in immer neue Abenteuer.

Das der Sprecher Reinhard Kuhnert hier wieder eine Glanzleistung geliefert hat, brauche ich ebenfalls nicht zu erwähnen. Wie schon mehrmals geschrieben, kann ich mir keinen anderen Sprecher für diese Reihe vorstellen. Mit Leib und Seele ist er dabei und haucht den einzelnen Charakteren mit seiner Stimme Leben ein. 
Fazit:Westeros ist immer wieder eine Reise wert. 

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newt scamander, harry potter, zauberer, phantastische tierwesen, phantastische tierwesen und wo sie zu finden sind

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Newt Scamander, Magizoologe und Forscher aus Leidenschaft, kommt mit einem Koffer voll phantastischer Tierwesen nach New York, um dort seinen Wissenschaften nachzugehen. Doch durch unglückliche Umstände wird sein Koffer mit dem von Jacob Kowalski vertauscht, der eigentlich nur einen Wunsch hat: eine Bäckerei zu eröffnen. Natürlich ist nun das Chaos vorprogrammiert, denn aus dem Koffer entfliehen einige Tiere und machen New York unsicher. Newt, der zwischenzeitig von Tina Goldstein, einer Mitarbeiterin des Zaubereiministeriums von New York, in Gewahrsam genommen wurde, versucht alles, um seine Tiere wieder einzufangen. Doch nicht nur seine Tiere stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen, auch ein Obscurus, der schon einige Tote verbuchen kann, droht 
damit, die Magierwelt öffentlich zu machen.

Ach, was war der Film so schön. Im Kino sitzen und wieder in die magische Welt voll Zauberer, Hexen und phantastischer Tierwesen eintauchen. Ein Heimkommen, ein Wiedersehen. Auch wenn die Geschichte viele Jahre vor dem Auftauchen von Harry Potter und seinen Freunden spielt.

Wir befinden uns in den 20er Jahren mitten in New York und entdecken die Zaubererwelt in den USA. Und wir müssen uns umgewöhnen. Die Muggel heißen hier No-Maj. Das Zaubereiministerium heißt MACUSA und die Zaubererschule Ilvermorny. Alles anders, aber doch vertraut. Deswegen sprach ich oben von Heimkommen.

Nun legt uns JK Rowling mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" das Originaldrehbuch vor. Und genau so ist auch das Innenleben des Buches, ein Drehbuch. D. h. es ist in Szenen aufgeteilt, gibt an, ob man sich Innen oder Außen aufhält, ob es einen Schnitt gibt, eine Nahaufnahme, einen Off-Screen, eine Totale usw.

Für mich war es nicht mehr ungewohnt, diese Art von Buch zu lesen, war ich ja schon begeistert von "Harry Potter und das verwunschene Kind", welches ebenfalls in der Art des Drehbuchs geschrieben ist.

Nicht zuletzt wegen der schauspielerischen Glanzleistung von Eddie Redmayne, der Newt Scamander verkörpert, ist der Film für mich ein voller Erfolg. Es wird gezaubert, es wird geheimnisvoll, es wird fantastisch, es wird einzigartig.

Als ich das Drehbuch gelesen habe, kam ich mir vor, als wäre ich wieder im Kino. Die Szenen waren eins zu eins wie im Film. Selbst die Dialoge kamen mir so vor, als wären sie die selben. Ich hatte ein tolles Kopfkino, hatte die Schauspieler vor Augen, konnte mir die Special-Effects vorstellen und hatte einfach meinen Spaß beim Lesen.

Das Drehbuch zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist eine tolle Ergänzung für die Sammlung zu Hause und ist ein Muss für jeden Harry Potter-Fan. 

Insbesondere muss ich den Charakter der Queenie Goldstein hervorheben, die mir in dem Film auch schon sehr gut gefallen hat. Sie ist eine verträumte Hexe, die mit ihrer einfühlsamen Art und ihrer leicht losen Mundwerk die Herzen im Sturm erobert.

Das Skript ist einfach toll, lässt sich leicht lesen und das Buch ist auch noch ein richtiger Hingucker. Das in blau gehaltene Cover lädt zum Träumen ein. Die goldenen Buchstaben sind teils erhaben. Carlsen ist ja bekannt für wunderschöne Cover. So macht sich das Buch natürlich auch gut im Regal.

Die Geschichte selbst ist spannend, zauberhaft und magisch. 

Fazit:
Charaktere, die einem ans Herz wachsen, eine spannende Geschichte und phantastische Tierwesen. 

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roboter, science-fiction, zukunft, verlag knaur, fiktion

Mr. Sapien träumt vom Menschsein

Ariel S. Winter , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519325
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Mr. Sapien steht kurz vor der Abschaltung und so macht er sich auf nach Barren Cove, um dort der Hektik der Stadt zu entfliehen. An der englischen Küste angekommen, stößt er auf seine Vermieter und ihre ungewöhnliche Art des Zusammenlebens. Die Asimovs haben ein Geheimnis. Unter ihnen soll der letzte Mensch leben. Für Mr. Sapien, einen bekennenden Menschenfreund, natürlich ein Ansporn, sich näher mit der Familie zu beschäftigten.

Als ich den Klappentext las, dachte ich, dass mich ein Roman darüber erwartet, dass ein Roboter den Sinn des Lebens sucht und ihn dadurch findet, dass er mit einem der letzten Menschen der Erde darüber sinniert.
So verstehe ich zumindest die Zusammenfassung des Klappentextes. Doch schon von den ersten Seiten an befand ich mich in einer Geschichte, die ich nicht so recht verstand. 

Es hat lang gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass es sich gar nicht um die Geschichte von Mr. Sapien dreht, sondern das Buch gespickt ist mit Rückblicken auf die Geschichte der Vermieter der Hütte, in der sich Mr. Sapien eingemietet hat. 

Wir lernen Mary kennen, eine Roboterfrau, die zusammen mit ihrem (Roboter)Vater und ihrem (Roboter)Bruder am Strand in Barren Cove leben. Ihr Vater hat einen kleinen Menschenjungen bei sich aufgenommen. Beachstone. Mary fühlt sich gleich zu dem Jungen hingezogen und kümmert sich rührend um ihn.

Sie kauft in der Stadt bei einem Menschen Lebensmittel ein, hält das Haus sauber, versucht Beachstone ein gutes Leben zu bieten und - da der Junge sehr oft krank ist - pflegt ihn gesund.

Marys Bruder Kent ist jedoch eifersüchtig auf den Menschenjungen und fängt an, seine Schwester und auch den Jungen zu schikanieren, jedoch immer wieder gebremst von Marys Vater. Als dieser "stirbt" und abgeschaltet wird, zeigt Kent sein wahres Gesicht. 

So weit, so gut. Doch dann wird es total verworren. Abwechselnd gibt es Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart, jedoch erst erkennbar, wenn man schon einige Zeilen oder gar Absätze gelesen hat. Dabei wird aus Mr. Sapien, der ja laut Titel anscheinend eine Hauptfigur ist, immer mehr an den Rand gedrängt. Er ist eigentlich gar nicht wichtig für die Geschichte.

Außerdem verwirrten mich die Aussagen der einzelnen Charaktere. Mary zum Beispiel kümmert sich rührend um Beachstone und beschützt ihn, ist aber zeitgleich so naiv, nicht zu sehen, dass ihr Bruder Kent etwas im Schilde führt, obwohl er keinen Hehl daraus macht, dass er Beachstone nicht mag.

Dann ist mir auch der Sinn der ganzen Geschichte nicht so klar. Es gab viele Ungereimtheiten und auch meist keine Erklärungen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Roboter aussehen. Die Beschreibung des Dörfchens Barren Cove war auch sehr spärlich. Außer dem Strand und einer Straße mit Geschäften im Dorf sowie einer "Kneipe" für Roboter erfuhr man fast gar nichts.

Außerdem ergaben manche Szenen für mich einfach keinen Sinn. So lernt Mr. Sapien eine Roboter-Clique kennen, die ihn dazu verleitet, "Drogen" zu nehmen (Drogen in Form von Chips bzw. Sims, die in den dafür vorgesehen Slot eingeführt werden und Halluzinationen verursachen). Warum ist das für die Geschichte wichtig? Welche Aussage steckt dahinter?

Ich kam einfach mit der Erzählweise des Autors nicht klar. Ständige Zeitenwechsel, ungenaue Erklärungen, konfuse Szenen. Es war einfach nicht meins.

Im Grunde wird eine Familiengeschichte erzählt, eine tragische Geschichte voll Eifersucht, Liebe, Zuneigung, Neid, Intrigen. Und doch wird wiederum gar nichts erzählt, da einfach nicht richtig etwas passiert. Zusammenhanglose Szenen werden aneinandergereiht. Es entsteht der Eindruck, als hätte der Autor vergessen, den roten Faden einzubauen. 

Fazit:
Die Grundidee fand ich sehr ansprechend, die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.

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dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Thomas wird als kleiner Junge von seinen kranken Eltern weggeholt. Bei der Organisation ANGST wird er daraufhin verschiedenen Tests unterzogen, den Thomas ist immun gegen "Den Brand", einen Virus, der auf der Erde die Menschen in zombieähnliche Verrückte verwandelt. Zusammen mit einigen anderen Kindern wird er auf die kommende Zukunft vorbereitet. Doch je mehr Zeit Thomas bei der Forschungseinrichtung verbringt, umso mehr wird ihm klar, das ANGST nicht das verfolgt, was sie ihm glauben machen. Auch Teresa, die mit ihm ausgebildet wird, hat ihre Zweifel, doch wird sie immer mehr in die Fänge von ANGST gezogen. Als eine Gruppe von Kindern in ein Experiment geschickt wird, das Thomas und Teresa mitentwickelt haben, versucht Thomas alles, um die Kinder zu retten.

Mit „Phase Null“ hat sich der Autor nun an die Vorggeschichte seiner Trilogie „Die Auserwählten“ herangetraut. Er erklärt, wie es dazu kam, dass die Kinder im ersten Teil „Im Labyrinth“ überhaupt im Labyrinth gelandet sind.

Dabei geht es hauptsächlich im Thomas, der schon als kleines Kind von der Organisation ANGST rekrutiert wird. Er bekommt eine spezielle Ausbildung, wird Tests unterzogen und dahingehend getrimmt, dass er ja jemand besonderes ist, weil er gegen den Virus Der Brand immun ist. Mit seiner Hilfe könne ein Heilmittel gefunden werden, welches die Menschheit vor dem Aussterben rettet. Thomas hat nie etwas anderes gelernt und fängt an, den Angestellten und Ärzten von ANGST zu vertrauen. Auch Teresa, die ebenfalls etwas besonderes zu sein scheint, unterstützt ANGST in ihrem Bemühen.

Die Geschichte fängt damit an, dass Thomas sich zurechtfinden muss in seinem neuen Leben. Dabei ist sehr auffällig, dass er ja mit fünf oder sechs Jahren in die Forschungseinrichtung geholt wird, jedoch sein Verhalten schon einem größeren Kind zugeordnet werden kann. Dies ist schon etwas besonderes, denn normalerweise würde ein so kleines Kind doch nach seinen Eltern fragen. Doch Thomas macht dies nicht. Er nimmt es als gegeben hin, dass er nun Teil eines Experiments ist. Nur eins kann er nicht verstehen, warum er anfangs keinen Kontakt zu den anderen Kindern aufnehmen darf. 

Es wird ein langer Zeitraum abgehandelt und Thomas und Teresa werden immer weiter in die Machenschaften von ANGST verstrickt. Und so wird man selbst auch auf den ersten Teil der Trilogie „Im Labyrinth“ vorbereitet. 
Wie es zu allem kommt, ist sehr interessant. Vor allem, wenn man die Trilogie schon kennt. Insoweit gebe ich auch den Rat, zuerst die Trilogie zu lesen und dann die Prequels „Kill Order“ und „Phase Null“ zu lesen, da man sich sonst einiges vorweg nimmt.

Auch wenn sich angeblich gar nicht so viel in der Geschichte tut, ist es auch Dank des Schreibstils des Autors sehr spannend, Thomas Werdegang zu verfolgen und selbst herauszufinden, wie es zu allem kam.

Da das Buch in kurze Kapitel aufgeteilt ist, kommt einem die Geschichte sehr kurzweilig vor. Und doch kommt es auch in einer sehr düsteren Art daher. Passend zu der apokalyptischen Stimmung, die vorherrschend ist.

Fazit:
Die Vorgeschichte zur Trilogie. 

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341 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

dystopie, virus, prequel, maze runner, die auserwählten

Die Auserwählten - Kill Order

James Dashner , Anke Caroline Burger , Katharina Hinderer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.08.2015
ISBN 9783551520760
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Sonneneruptionen haben das Leben auf der Erde zu einem Graus gemacht. Wer nicht bei dem Ausbruch ums Leben kam, sucht nach anderen Überlebenden. Alec, Mark und Trina haben sich in eine Siedlung gerettet und versuchen, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Doch eines Tages tauchen Berks am Himmel auf. Aus den Flugzeugen heraus schießen Soldaten auf die flüchtende Menschenmenge der Siedlung. Kleine Pfeile treffen Dutzende von Menschen. Alec, Mark und Trina schaffen es zusammen mit ein paar Freunden, nicht getroffen zu werden. Doch müssen sie feststellen, dass die Getroffenen sich sofort verändern. Sie mutieren zu Franks, die mit ihrem irrationalen Verhalten sogar vor Mord nicht zurückschrecken. Mark und seine Freund machen sich auf den Weg zu einem sicheren Ort und müssen bald feststellen, dass alles aus dem Ruder läuft.

Nachdem ich vom ersten Teil „Die Auserwählten - Das Labyrinth“ sehr begeistert war, mich die nächsten beiden Teile „Die Brandwüste“ und „Die Todeszone“ schon nicht mehr so begeistern konnten, war ich trotzdem gespannt, wie der Autor denn nun erklärt, wie es denn überhaupt zu dem Ausbruch des Virus gekommen ist, der die Hälfte der Menschheit in sog. Cranks verwandelt. 
Und ich muss sagen, dass es ihm sehr gut gelungen ist, mich in eine Welt zu versetzen, in der der nackte Kampf ums Überleben in jeder Minute stattfindet.

Wir lernen die Charaktere Alec, Mark und Trina kennen. Drei sehr unterschiedliche Personen, die sich jedoch zusammengerauft haben, um ihr Überleben zu sichern. Alec ist ein ehemaliger Soldat, kennt sich sehr gut in militärischen Belangen aus und übernimmt auch die Führung der Gruppe. Mark und Trina waren Studenten, die ihr Leben in vollen Zügen genossen hatten, durch die Katastrophe dann jedoch schlagartig erwachsen werden mussten.

Die drei haben sich sehr gut mit ihrer neuen Situation arrangiert, versuchen auch, andere dazu zu bewegen, sich in das neue Leben einzufinden. Nach Ausbruch des Virus jedoch überschlagen sich die Dinge und es müssen neue Lösungen her. Für Alec ist dies eine neue Herausforderung. Er nimmt sich gleich der Problemlösung an und führt Mark und Trina sowie weitere Überlebende an, um die Lösungen auch durchzuführen.

Weitestgehend geht es jedoch um Mark, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Man bekommt hautnah mit, was Mark durchmacht, was ihn quält, erfreut, traurig macht und vor allem, wie er versucht, selbst eine Lösung zu finden. Dabei ist er Alec eine große Hilfe. Seine Liebe zu Trina lässt Mark auch über sich hinauswachsen und führt zu manchen Situationen, in denen man zeitweise nur mit dem Kopf schütteln kann, weil sich Mark unüberlegt in Gefahren stürzt.

Zu Trina dagegen konnte ich keine Verbindung aufbauen. Sie war zeitweise sehr teilnahmslos, hat sich an nichts beteiligt, sondern einfach darauf verlassen, dass Mark und Alec schon dafür Sorge tragen, dass ihnen nichts passiert. 

Der Schreibstil des Autors ist jedoch fesselnd und so konnte ich mich von dem Buch fast nicht loseisen. Ich musste wissen, wie die drei ihren Weg finden, um ihr Überleben zu sichern und dabei kamen ständig neue Wendungen ins Spiel. So führte ein solider Spannungsbogen durch das ganze Buch. Die Vorgeschichte zu „Die Auserwählten“ hat damit für die später spielende Trilogie so einiges Neues erklären können. Trotzdem würde ich empfehlen, erst die Trilogie zu lesen und sich dann den Prequels („Kill Order“ und „Phase Null“) zu widmen, sonst nimmt man sich für die Trilogie doch einiges vorweg.

Insgesamt konnte ich für „Kill Order“ wieder mehr Begeisterung aufbringen, als für den zweiten und dritten Teil der Trilogie.

Fazit:
Ein spannendes Prequel, welches viele offenen Fragen aus der Trilogie beantworten kann. 

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