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95 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Uns gehört die Nacht

Jardine Libaire , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.07.2018
ISBN 9783257300727
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jamey und Elise - reich und umsorgt, sozialschwach und zottelig. Und doch scheint sich eine Liebe zu entwickeln. Das Cover verrät wenig über den Inhalt; und spiegelt wenig über die Persönlichkeit des Charakters der Elise wider. Dennoch versprüht es einen eigenen Charme und macht neugierig. Der Prolog ist hart und deutlich, doch die ersten Kapitel (Monate) lassen anderes hoffen. Zwei zutiefst verschiedene Menschen treffen sich per Zufall und verlieben sich, auch wenn beide wissen, dass es nicht richtig ist - der eine mehr als der andere. Dennoch trotzen sie allem und führen ihr Leben. Ein leicht zu lesendes Buch, das intensiv die Gefühle der Charaktere darstellt, jedoch sich die Schattenseite der falschen Liebe präsentiert.

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(113)

161 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ob es tatsächlich so weit gehen wird, sei an dieser Stelle nicht verraten. Auf jeden Fall fesselt das Buch, sodass man es fast so schnell lesen wird wie man das Alphabet aufsagt.
Das Buch fesselt, das Buch erzeugt Spannung, das Buch saugt einen auf.
Jan und Rabea, Fallanalytiker, werden zu einem Mord gerufen, bei dem dem Opfer ein Buchstabe tätowiert wurde. Auch ein zweites Opfer weist die gleichen Spuren auf. Schnell wird klar, dass man es mit einer Serie zu tun hat. Dass sich die ganze Geschichte in der Heimat von Jan abspielt, die er bisher elegant zu meiden geschafft hat, macht es für ihn nicht einfacher. Doch wie wird er mit der Situation fertig? Immer weiter wird der Leser in die Geheimnisse hineingezogen, ebenso wir Jan in den Fall und in die Verbindungen.
Wie anfangs erwähnte konnte ich das Buch nur schwer zur Seite lesen, so sehr war ich auf nach nächste Kapitel und die nächsten Handlungen gespannt. Ein gutes Buch, das einen mitreist.

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(60)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Als die Tage nach Zimt schmeckten

Donia Bijan , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.07.2018
ISBN 9783548290393
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover lässt Wärme erahnen. Wärme und Glück, dass die kleine Noor damals in ihrer Heimat, dem Iran, erfahren hat. Doch die Geschichte brachte ihren Vater dazu, sie und ihren Bruder aus dem Iran in die USA zum Studieren zu schicken.
Dort findet Noor zwar ihren Weg, kann sich doch nicht wirklich vom Iran lösen. Als sie schließlich beschließt, sich mit ihrer Tochter in den Iran aufzumachen, ist diese alles andere als begeistert und macht Noor das Leben dort zur Hölle - bis etwas geschieht, was ihre Sicht der Dinge verändern wird.
Das Buch bietet nahezu alles Gefühle ab, die möglich sind: Liebe und Zuneigung, Spannung und Angst, Neugier und Resignation. Alles ist sehr gut miteinander verwoben und rundet das Buch sehr gut ab. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und Noor auf der Suche nach ihrem Land und ein bisschen auf der Suche nach sich selbst zu begleiten.

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(51)

63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Helle Tage, helle Nächte

Hiltrud Baier
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.07.2018
ISBN 9783810530387
Genre: Romane

Rezension:

Ein sehr schönes Buch über die Weite des eigenen Lebens, die Suche nach Antworten, über Ängste und Zugeständnisse.
Frederike erfüllt ihrer Tante ihren wahrscheinlich letzten Wunsch: nach Ihrer Krebsdiagnose bittet sie Frederike, nach Schweden zu reisen und einen Brief zu übergeben. Frederike willigt selbstverständlich ein, schnappt sich ihren Bus, doch auf der langen Fahrt stellt sie sich die ersten fragen: Wieso ist dies einer der letzten Wünsche ihrer Tante? Wer ist der ominöse Petter, denn sie den Brief überbringen soll? Und wieso kommt ihr alles so seltsam bekannt vor?
Das Cover ist recht nüchtern gehalten, strahlt für dieses Buch allerdings die richtige Atmosphäre aus. Ruhe und doch Entschlossenheit, genauso, wie Frederike im Buch vorgehen wird.
Allgemein ist das Buch als eine ruhige Urlaubslektüre zu betrachten, bei der man aber nicht außer Acht und vergessen lassen sollte, dass das Buch auch die Schattenseiten der Geschichte ausführt.

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(137)

224 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

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Das Haus der Mädchen

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499275166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer kennt es nicht: in einer fremden Stadt auf der Suche nach einem günstigen Zimmer, bei dem man dennoch eine Verbindung zur Stadt aufbauen kann. Genauso macht es Leni Landei. Durch und durch schüchtern, ohne großer Erfahrungen in der großen Welt von Hamburg. Und doch hat sie sich aus ihrem Heimatdorf rausgewagt.
Und stolpert in Hamburg prompt über Vivien, lebensfroh, nicht auf den Mund gefallen und auf der Suche nach einem Hamburger Millionär. Sie reißt Leni mit in ihr Leben in Hamburg, wird innerhalb von Stunden zu einer, wenn auch erst gegen Lenis Willen, Seelenverwandten und Bezugsperson im anonymen Hamburg.
Doch nach einer Partynacht ist Vivien plötzlich verschwunden. Immer mehr zweifelt Leni an dem ersten Eindruck, Vivien hätte vielleicht doch noch ihren Millionär gefunden.
Um sich Gewissheit zu verschaffen, muss sie aus ihrer kleinen Welt ausbrechen und stolpert prompt über den inzwischen Obdachlosen Freddy. Auch er ist auf der Suche nach der Wahrheit - denn er hat einen Mord beobachtet.
Doch wieso sind die beiden übereinander gestolpert? Sollten die Vorfälle etwas miteinander zu tun haben?

Ein wirklich spannendes Buch! Abwechslungsreich geschrieben, mit einem Hauch einer Wahrheit, die man vielleicht doch allzu genau wahrnehmen will. Man kann sich gut in die Personen einfühlen, nicht nur die, die einem am nächsten erscheinen, sondern allen.

Eine wahre Empfehlung für den Sommer!

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(64)

82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Das Jahrhundertversprechen

Richard Dübell
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289663
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit "Das Jahrhundertversprechen" vollendet Richard Dübell seine Jahrhundert-Sturm-Trilogie.
Otte von Briest und seine Familie versuche in den turbulenten Jahren nach dem 1. Weltkrieg ihr Leben uns ihr Dasein zurückzugewinnen, Wie alle anderen auch leiden sie unter den negativen Auswirkungen des Kriegs. Auch der junge Max Brandow, einst Gossenjunge und ab und an Beschäftigter von Otto, gilt es nach dessen Rettung der Tochter zu versorgen.
Mit viel Hintergrundinformationen zur damaligen Zeit führt Dübell den Leser gekonnt in das alte Deutschland und macht den Leser zu einem Teil davon. Durch einen eingängigen Schreibstil ist das Lesen umso angenehmer, obwohl die Geschichte selbst kaum Längen aufweist.
Auch wenn man die zwei Vorgänger nicht kennt, ist es ein geschlossener Roman und kann auch eigenständig gelesen werden.

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(194)

283 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 174 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover verheißt nichts Gutes. Rot als Warnfarbe, ein kleines Strickmännchen und der Titel des Buches - mit Kreide geschrieben. Gefahr spricht den Leser bereits hier an.

Von Anfang an düster beschreibt die Autorin eine Geschichte, die sich zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten abspielt.
Den Anfang nimmt die Geschichte im Jahr 1986, als der Protagonist Eddie und seine Freunde Kinder waren. Zusammen erleben sie eine Menge. Der Leser wird mit den Freunden bekannt gemacht, auch wenn er alles aus Eddies Sicht erzählt bekommt. Von Unfällen über Jugendstreichen bis zum Tod wird alles geboten. Schließlich endet es damit, dass die Kinder scheinbar bewusst zu einer Toten geführt werden. Doch der Tod des Mädchens kann niemals aufgeklärt werden.

Jahre später, 2016, befindet sich Eddie immer noch in der Kleinstadt - und immer ist der Tod von damals nicht aufgeklärt. Bisher konnte Eddie ganz gut mit allem leben. Doch als auf einmal Dinge geschehen, die an damals erinnern und auch noch ein alter Freund auftaucht, der in der Vergangenheit zu forschen ankündigt, findet sich Eddie in die Vergangenheit zurückversetzt - er will der Sache von damals auf den Grund gehen.

Über das gesamte Buch hinweg springt der Leser in den beiden Handlungssträngen hin und her. Diese Tatsache erweckt Spannung, jedoch kann der Leser beiden Zeiten folgen. Er erlebt die Kindheit und Jungend von Eddie, ebenso wie er später die Gedanken präsentiert bekommt, die bei der Lösung des Falls helfen sollen.
Das Buch ist leicht zu lesen; es ist sowohl im Schreibstil der Autorin zugänglich, als auch in der Geschichte selbst. Es hat Spaß gemacht, Eddie bei der Lösung zu folgen, gerade weil nicht offensichtlich ist, wer hinter allem steckt und viele Geheimnisse tatsächlich bis zuletzt verborgen bleiben.

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(114)

136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Tiefer denn die Hölle

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548290355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich ist Martin Bauer Polizeiseelsorger, doch hält ihn das nicht davon ab, an den Ermittlungen der Hauptkommissarin Verena Dohr teilzunehmen. Das neue Buch des Autorenduos führt zunächst Bauer in die Tiefen eines stillgelegten Bergwerks, wo er seinen katholischen Kollegen retten muss, der mit einem Herzinfarkt neben einer mit Honig überzogenen Leiche zusammengebrochen ist. Dass Verena Dohr im Anschluss zunächst die Ermittlungen an dem Fall übernimmt, ist klar. Doch bald schon arbeiten die beiden an zwei unterschiedlichen Fällen, die im ersten Teil des Buches noch nicht miteinander in Verbindung gebracht werden.
Das Buch ist eingängig und man kommt sehr gut in die Story hinein. Das Lesen fällt leicht und die Geschichte ist mit Witz und Spannung geschrieben. Es hat Spaß gemacht, Bauer und Dohr bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

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(83)

115 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

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Sommernachtstod

Anders de la Motte , Marie-Sophie Kasten
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426306246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch „Sommernachtstod“ begrüßt mit einem typisch schwedischen Motiv auf dem Cover. Es ist ansprechend und lässt auf einen typisch schwedischen Krimi hoffen.
Die Story beginnt spannend: im Prolog wird das Verschwinden des kleinen Billy beschrieben. In einer Sommernacht kommt er nicht nach Hause und die Suche der Polizei und Angehörigen begleitet den Leser durch das gesamte Buch.
Ebenso begleitet Vera, Billys älterer Schwester, den Leser. Jahre nach dem Verschwinden ihres Bruders arbeitet sie als Therapeutin und versucht durch die Sitzungen zum einen, anderen zu helfen, doch auch ihre eigenen Erlebnisse zu verarbeiten. Sie hat sich mehr oder weniger im Griff, bis eines Tages Isaak auftaucht. Isaak, der behauptet, ein Freund von Billy gewesen zu sein, der sich an Dinge aus der Kindheit erinnert, der fast den Anschein macht, als könne er selbst Billy sein. Denn die Leiche des kleinen Jungen wurde damals nie gefunden.
Schließlich macht Vera sich auf in ihr Heimatdorf, um nach der Wahrheit zu suchen. Begrüßt wird das jedoch nicht von allen Anwesenden, sodass sie sich selbst und auch andere ungewollt in Gefahr bringt.
Die Story ist spannend, sowohl die in der vergangenen Sommernacht als auch die Suche nach der Wahrheit. Immer wieder wird zwischen den Handlungssträngen gesprungen, was neues Interesse weckt und gleichzeitig die Spannung aufrecht hält. Gelegentlich verstecken sich kleine Längen, die teilweise überlesen werden können. Der Leser entdeckt mit Vera immer neue Indizien, die darauf hindeuten, was mit ihrem kleinen Bruder passiert sein könnte, jedoch zweifelt der Leser das ganze Buch alle Möglichkeiten an.
Schlussendlich handelt es sich um ein gutes Buch mit einer interessanten Geschichte. Allerdings schafft es das Buch nicht an andere schwedischen Krimis.

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(134)

160 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 129 Rezensionen

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Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das schier Unmögliche und Unfassbare scheint zu geschehen: Vivian, Spionageagentin bei der CIA im Bereich Russland, findet heraus, dass ihr Mann ein russischer Spion ist. Ist das möglich? Zehn Jahre Ehe, ein Haus, vier Kinder und ein gemeinsames Leben – kann alles gespielt und nicht echt sein? Unsicher, aber trotzig begegnet sie Matt und stellt ihn zur Rede. Und was danach alles geschieht, hätte auch sie selbst wohl niemals von sich gedacht.

Das Buch wurde auf der Rückseite gelobt als ein eines, das man nicht mehr aus der Hand legen kann und darüber hinaus selbst das Abendessen vergisst. In der Tat – genau so ein Buch ist es. Hat man den Prolog gelesen, ist man gespannt, ist man ein paar Seiten nach vorne gedrungen ist man Teil der Geschichte. Karen Cleveland baut einen Spannungsbogen auf, um ihn aufzulösen und ihm gleich den nächsten folgen zu lassen. Das Buch ist ein einziges Auf und Ab. Der Leser ist hin- und hergerissen, er fühlt mit. Und er ist sich bis ganz zum Schluss nicht sicher, wie es wohl ausgehen wird. Aber ist es überhaupt ein Ende?

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(79)

95 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

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Das Eis

Laline Paull , Dorothee Merkel
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.03.2018
ISBN 9783608503524
Genre: Romane

Rezension:

Die Arktis - Spitzbergen. Seit eh und je eines der spannendsten und interessantesten Themen und Gebiete für Sean. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Tom und drei weiteren befreundeten Investoren gelingt dem es dem Konsortium, ein Gebiet auf Spitzbergen zu erwerben und einen Rückzugspunkt für reiche und mächtige Menschen der Welt zu etablieren.
Bei einem ersten Besuch, kurz nach dem Kauf des Gebiets, kommt es zu einem Unglück - Sean überlebt knapp, Tom gilt seitdem als vermisst. Bis seine Leiche fünf Jahre später durch den Kalbungsprozess eines Gletschers wieder auftaucht.

Was ist damals passiert? Wie kam es zu dem Unfall? Ist Sean tatsächlich Schuld am Tod seines besten Freundes? All diese Fragen sollen in einem Untersuchungsprozess geklärt werden.

Bis es tatsächlich zu diesem Prozess kommt werden dem Leser die Personen und ihre jeweiligen Verbindungen zu Sean als Hauptperson nähergebracht. Leider birgt dies langatmigem ausschweifende Passagen, denen meist die Spannung fehlt. Ebenso werden solche Abschnitte immer wieder eingeworfen, ohne dass eine tatsächliche Verbindung zum Geschehen deutlich zu erkennen ist. Der Prozess an sich ist sehr spannend geschrieben und lässt den Leser das Buch kaum noch aus der Hand lesen. Mit immer wieder umspringenden Etappen im Hier und Jetzt und in der damaligen Zeit vor fünf Jahren wird der Leser in die Wahrheit eingeführt. Und in die dunkeln Seiten um Sean.
Man muss sich erst ein bisschen durchbeißen, bis man die wahren Früchte des Buches findet, aber dann ist es ein Genuss es zu lesen. Durch eine gut gewählte Art zu schreiben macht es noch mehr Spaß zu lesen. Und auch wenn das Ende ein bisschen utopisch zu sein scheint, wird sich jeder denken, dass auch immer ein Fünkchen Wahrheit am Geschriebenen sein wird.

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(148)

242 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

2017 – 2041
Maja Lunde erzählt zwei Geschichten, von denen von Anfang an klar ist, dass sie irgendwann im Laufe des Buches zu einer verschmelzen werden.
Signe lebt als ältere Frau im Jahr 2017 und war ihr Leben lang Umweltaktivistin. Sie erzählt die Geschichte ihrer Jugend, die sich bis in ihre Gegenwart zieht. Aufgewachsen in der Naturidylle Norwegens direkt an einem Fjord mit Wasserfall beginnt sie, für dessen Erhaltung zu kämpfen. Auch in der nun geschilderten Lebenssituation hat sie den Plan der Erhaltung des Gletschers und den Kampf gegen die Klimaerwärmung und die Industrieansiedelung in ihrer Heimat nicht aufgegeben. Mit Hilfe ihres Bootes, der Blau, versucht sie, ihr damals wichtige Menschen auf den Missstand aufmerksam zu machen und begibt sich auch eine Reise in die Vergangenheit und eine Reise nach Frankreich.
David und dessen gesamte Generation leide unter den Folgen der Klimaerwärmung und haben mit Dürre und Bränden zu kämpfen. Getrennt von Frau und Sohn versucht er, sich und seine Tochter durchzubringen. In einem Lager angekommen beschreibt es die Missstände, die Unannehmlichkeiten und die Qualen, die die beiden durchstehen müssen. Aus lauter Verzweiflung und um seine Tochter auf andere Gedanken zu bringen, erkunden sie die Umgebung und machen mehr als nur eine großartige Entdeckung.

Maja Lunde schreibt gut. Man kann ihr gut folgen, sieht man von einigen Bandwurmsätzen ab, die teilweise über eine Seite lang sind. Doch wenn man sich darauf einlässt und seine eigenen Sätze baut, folgt man den Geschichten ohne wenn und aber. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Geschichten noch mehr als nur eine lose Verbindung auf den letzten Seiten ausweisen.

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(90)

127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Höllenjazz in New Orleans

Ray Celestin , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492060868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war gespannt auf das Buch - es hörte sich spannend an und versprach eine gute Story auf einer wahren Begebenheit zu schildern.
Höllenjazz erzählt die Geschichte eines Serienmörders, der 1919 in New Orleans sein Unwesen trieb. Auf mysteriöse Art und Weise dringt er in die Wohnungen und Häuser seiner Opfer ein, bringt diese auf brutale Weise mit einer Axt um, hinterlässt Tarotkarten und verschließt den Raum nach seiner Tat - von innen.
Die Morde versetzen die gesamte Stadt in Angst und Schrecken und locken neben der Polizei, dem Kommissar Talbot, auch andere Persönlichkeiten auf den Plan, welche sich mit den Ermittlungen beschäftigen: den ehemaligen, verurteilten und wieder freigelassenen Kommissar D’Andrea, welcher in einem früheren Leben Talbots Mentor war, und die Privatdetektiv-Anwärterin Ida. Alle erzählen die Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sichtweisen, vervollständigen das Wissen des Lesers und bringen den Fall schlussendlich zum Abschluss.
Die unterschiedlichen Sichtweisen ermöglichen dem Leser, Einblick in alle Situationen zu gewinnen. Doch auch trotz den Sprüngen in den Handlungen kann man dem Verlauf gut folgen und findet immer wieder gut in die jeweilige Einzelhandlung zurück. Der Schreibstil, in welchen man sich zwar erst einfinden muss, dem man danach aber gut folgen kann, macht die Angelegenheit ebenso einfach. Doch entstehen durch die weitwinkligen Situationsbeschreibungen zeitweise auch Längen, denen es zu trotzdem gilt und durch die teilweise die eigentliche Handlung zunächst in den Hintergrund rückt.
Das Buch hat Erwartungen geweckt, die allerdings nur teilweise gestillt wurden. So hätte ich mir eine etwas mitreißendere Story gewünscht, in der die eigentlich Morde und der angepriesene Axeman deutlicher zur Geltung gekommen wären.

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(69)

94 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Bianca Marais , Heike Reissig , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 12.03.2018
ISBN 9783336547944
Genre: Romane

Rezension:

Beauty und Robin - schwarz und weiß. Theoretische Gegensätze und doch so gleich.
Robin ist ein weißes Kind, das im Südafrika des Apartheitregimes aufwächst. Mit einer schwarzen Kinderfrau und Haushälterin ist sie "die anderen" zwar immer gewohnt, bekommt jedoch auch die negative Art und Weise ihrer Eltern mit, wie diese mit ihrer Angestellten umgehen. Als ihre Eltern eines Abends von Schwarzen ermordet werden und nicht wiederkommen, ist die Kinderfrau zunächst das Einzige, was Robin noch bleibt. Doch auch dieser Zustand soll nur so lange dauern, bis die nächste Polizeistation erreicht ist - Robin verliert auch Mabel.
Beauty ist eine Einheimische schwarzer Hautfarbe, lebt mit ihren Kindern in der Provinz und hat sich zum Fortschritt des Landes überreden lassen, als dass sie ihre Tochter Nomsa in die Stadt ziehen ließ, um dort die Schule zu besuchen. Als sie eines Tages einen Brief von ihrem Bruder bekommt, der schlimmes prophezeit, macht sich Beauty auf, ihre Tochter zu suchen. In Soweto angekommen, findet sich Beauty augenblicklich in die Demonstrationen der Schüler gegen das Regime wider, welches damals blutig und mit zahlreichen Festnahmen endete. Zwischen den blutenden Kindern sucht sie ihre Tochter, findet sie jedoch nicht und macht es sich zur neuen Lebensaufgabe, sie zu finden.

Dass sich die Wege der beiden Charaktere treffen, ist unumgänglich und vorhersehbar - und macht die zwei Geschichten zu einem Schicksal. Es dauert allerdings ein bisschen, bis sie zueinander finden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Geschichte sowohl gepickt mit Spannungen, jedoch auch zeitweise mit ein paar Längen, in denen man hofft, dass etwas neues, spannendes, weiterführendes passiert. Auf einem schier unfassbarem Weg gelangen die Geschichten zueinander und eine verwobene Geschichte aus Hoffnungen, Glaube und Kindheitsträumen, aber auch der Realität nimmt ihren Lauf.

Eindeutig, das Buch vermittelt die damalige Situation. Wahrscheinlich nicht in Gänze, da man lediglich zwei Blickwinkel zu sehen bekommt. Doch zeigt das Buch deutlich die Schmerzen, Wünsche und Hoffnungen, die sowohl Beauty als auch Robin hegen und für die viele gekämpft haben und immer noch kämpfen. Das Buch bewegt. Das Buch ist emotional und lässt den Leser fühlen, was die Charaktere fühlen.
Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und man hangelt sich von Kapitel zu Kapitel, will wissen, wie sich die Geschichte entwickelt, wo man sich wiederfindet und wie letztendlich alles ein Ende nimmt.

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(157)

202 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 142 Rezensionen

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NACHTWILD

Gin Phillips , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423261968
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fesselnd, bewegend und aufwühlend. Eingesperrt in einem Zoo. Allein mit ihrem Sohn. Zusammen mit einem Killer.
Joan will wie oft Zeit mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo verbringen. Sie kennt sich aus, ist schon oft dort gewesen. Nichts scheint anders als sonst - bis sie sich kurz vor Schließung des Zoos auf den Weg zum Ausgang macht, fast über Leichen stolpert und einen vermeintlichen Mörder nur noch von hinten sieht, auf dem Weg zu seinem nächsten Opfer. Und dann läuft und läuft und läuft sie. Sie läuft um ihr Leben und vielmehr um das ihres Sohnes.
Gin Phillips nimmt den Leser mit auf eine Reise. Die Reise der Geschichte an sich ist kurz, untermauert und gefüllt mit Erinnerungen an vergangene Tage und auch unerwarteten Wendungen. Doch die Geschichte wird immer wieder neu entfacht und nimmt ihren Lauf, denn Joans Leben hängt am seidenen Faden. Und ein kleiner Junge hat oftmals seinen eigenen Sinn, egal, was die Eltern ihm sagen.
Ein packendes Buch, das man schwer aus der Hand legen kann, das Spaß am Lesen bereitet und das durch eine zwar fiktive doch irgendwie auch doch so reale Geschichte das Böse im Menschen zeigt.

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217 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

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Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Maddy ist tot. Gesprungen vom Dach der örtlichen Bibliothek. Sie hinterlässt Eve, ihre Tochter, 16 Jahre alt und mitten in der Pubertät, und Brady, ihren Ehemann, der eher einem Workaholic gleicht als dem Mann, den Maddy von vielen Jahren kennengelernt und geheiratet hat.
Doch nun ist sie nicht mehr da und das wird ihrer Familie schmerzlich bewusst - denn Maddy war der Part, der wie heile Welt der Familie zusammenhielt, die für alle und jeden da war und ohne die scheinbar nichts funktionierte.
Doch Maddy ist nicht ganz weg - von oben schaut sie herab und versucht zu retten, was noch zu retten ist. So versucht sie, die ihr lieb gewonnenen Menschen positiv zu beeinflussen und zu leiten: Eve und Brady sollen einen Weg zueinander und ein Leben miteinander finden, ohne an den alltäglichen Hürden des Tochter-Vater-Daseins zu scheitern; Eve soll ihre Phase des Frau-Werdens durch die leichte Hilfe von Maddys bester Freundin Paige meistern; und letztendlich bemüht sich Maddy, eine neue und geeignete Frau für ihren Mann und ein bisschen auch für ihre Tochter zu finden. Doch vor allem will sie, dass niemand der Hauptcharaktere sich Vorwürfe in Bezug auf ihren Tod macht. Denn niemand kann genau sagen, aus welchem Grund Maddy in den Tod gesprungen ist...

Ich muss zugeben, ich war skeptisch, ob ich dieses Buch lesen wollte. Der Text auf der Rückseite überzeugte mich nicht beim ersten Mal. Aber ich muss zugeben, es hat sich definitiv gelohnt. Es ist mehr als ein Buch. Es ist traurig und witzig zugleich, es hat mich gefesselt, wenn auch auf eine andere Art als ein Krimi oder ein Thriller, es beinhaltet alte Weisheiten und sprüht vor frischen und Jugendlichen Ansichten. Und vor allem ist es aufweckend. Es führt einem das eigene Leben vor Augen, lässt einen über das eigene Leben und die eigenen Taten nachdenken. Man sieht und denkt anders, wenn man das Buch beende hat und es wieder zuklappt.

Für mich war es eines der besten Bücher in diesem Bereich, die ich je gelesen habe.

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