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Gebieter der Elemente - Gläserner Sturm

P.C. Cast , Kristin Cast
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2019
ISBN 9783959673099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gläserner Sturm beginnt sofort spannend, sodass man sich problemlos in der Geschichte zurechtfindet. Die Spannung bleibt auch auf den weiteren Seiten vorhanden, was dazu führt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Autorinnen erlauben ihren Charakteren nämlich kaum Ruhemomente, weil immer etwas Aufregendes passiert.
Neben der Spannung überzeugen auch die Charaktere. Foster ist eine starke unabhängige junge Frau, die nicht aufgibt und für sich selbst und ihre Ziele einsteht. Die Stärke, die sie präsentiert macht sie sympatisch und sorgt dafür, dass man ihre Geschichte gerne verfolgt.
Tate wird ebenfalls als sympatisch beschrieben und genauso wie Foster schließt man auch ihn ins Herz. Jedoch wird er auch als ziemlich perfekt dargestellt, weshalb es mir bei ihm etwas an Tiefe fehlt.
Die Liebesgeschichte entsteht langsam, was ich gut finde, da das Tempo für die beiden und die äußeren Umstände angemessen ist. Genauso positiv finde ich, dass die Liebesgeschichte während dem Verlauf im Hintergrund bleibt und die Fantasy-Aspekte dafür im Fokus stehen.
Es kommen auch zahlreiche weitere Charaktere vor und es gibt einige Sichtwechsel. Trotz der Menge an Charakteren kann man sich als Leser schnell ein Bild dieser machen, weil sie anschaulich beschrieben werden. Nach gewisser Zeit gewöhnt man sich auch an die vielen Sichtwechsel, jedoch muss ich zugeben, dass ich es bevorzugt hätte, wenn nur aus Fosters Sicht erzählt worden wäre, damit ihre Geschichte mehr Tiefe bekommt. Es bleibt nämlich eher oberflächlich, was aufgrund der großen Spannung und Action jedoch nicht schlimm ist.
Die Idee gefällt mir ebenfalls. Zwar ist es nichts komplett Neues, weil es zum Thema Elemente bereits viel gibt, jedoch setzen die beiden Autorinnen das Thema außergewöhnlich um. Besonders gelungen finde ich die Bezüge zu biologischen Themen, da immer wieder angeschnitten wird, dass Fosters und Tates Gene manipuliert wurden. Dadurch präsentiert Gläserner Sturm nicht nur viel Action, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Nach dem packenden Finale möchte man auf jeden Fall den nächsten Teil lesen, um zu sehen wie es weitergeht.

Fazit: Eine spannende Geschichte voller Action, die den Leser nicht mehr loslässt. 

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Es muss ja nicht perfekt sein

Krystal Sutherland , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.04.2019
ISBN 9783570165232
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es muss ja nicht perfekt sein ist ein Buch, das mich überrascht hat. Zu Beginn habe ich ein gewöhnliches Jugendbuch erwartet, das eine unterhaltsame Liebesgeschichte erzählt, doch nach einer Weile wird klar, dass das Buch viel mehr Ernsthaftigkeit verbirgt. Die Liebe steht nämlich nicht im Fokus, sondern zahlreiche Themen, die sich mit psychischer Gesundheit auseinandersetzen. Vor allem Ängste werden behandelt, aber auch weitere relevante Themen. 
Das gelingt der Autorin so authentisch, dass mich das Buch sehr berührt hat und es immer wieder Szenen gibt, die den Leser mitten ins Herz treffen. Gleichzeitig zeigt die Autorin, dass keine Familie perfekt ist und beschäftigt sich hier mit der Bedeutung von Liebe auf tiefgründige Weise.
Die außergewöhnliche Geschichte beginnt sofort spannend. Man lernt Esther als ungewöhnliches Mädchen kennen, das sich jeden Tag verkleidet und um ihre Familie sorgt. Auch Jonah hat seine Ecken und Kanten, was ihn sehr sympatisch macht. Die weiteren Charaktere sind ebenfalls besonders. Beispielsweise spricht Esthers beste Freundin nicht und ihr Bruder kann nur bei Licht schlafen. Die Charaktere wirken nicht perfekt, sondern echt. Das verknüpft mit ihren Besonderheiten führt dazu, dass man sie schnell ins Herz schließt. 
Die Geschichte wird hauptsächlich von den Tagen getragen, an denen sich Esther mit Jonah zusammen ihren Ängsten stellt. Jeden Sonntag ist eine andere Angst dran. Die Erlebnisse werden unterhaltsam beschrieben und man fühlt mit Esther mit. Die Autorin präsentiert amüsante Ideen, bei denen man merkt, dass sie sich viele Gedanken gemacht hat. 
Ich muss zugeben, dass sich die Geschichte in der Mitte etwas zieht und stellenweise langweilig wird, weil es dann nur noch um das Abarbeiten der Liste geht, aber das ändert sich gegen Schluss wieder. Die letzten 100 Seiten sind nämlich so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Vor allem, weil etwas Überraschendes passiert und darauf weitere unerwartete Momente folgen. In den letzten 100 Seiten wird das Thema psychische Gesundheit sehr stark aufgegriffen und der ernste und wichtige Unterton des Buchs kommt komplett zum Vorschein.
Bis zum Ende lässt die Autorin alle Charaktere eine Entwicklung durchlaufen, was schön mitanzusehen ist. Vor allem, weil die Charaktere dadurch dem Leser ein Gefühl von Hoffnung vermitteln. Ich habe kein vergleichbares Buch gelesen und finde, dass Es muss ja nicht perfekt sein eins der besten Bücher über psychische Gesundheit ist, das ich bisher gelesen habe. 

Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte hinter der sehr viel Ernsthaftigkeit steckt.

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364 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

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Und wenn es kein Morgen gibt

Jennifer L. Armentrout , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.05.2018
ISBN 9783570311660
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Und wenn es kein Morgen gibt hat mich positiv überrascht. Zuvor habe ich nur den Fantasy-Romanen der Autorin eine Chance gegeben, die mich leider enttäuscht haben. Dennoch wollte ich es noch einmal mit ihren Liebesgeschichten versuchen, weil ich beim Lesen von Obsidian und Dark Elements den Eindruck erhielt, dass ihr das Genre mehr liegt. Nach Beenden von Und wenn es kein Morgen gibt kann ich sagen, dass ich froh darüber bin, Jennifer L. Armentrout noch eine Chance gegeben zu haben. Die Geschichte steckt voller Tiefgründigkeit und Gefühl. Von den vielen Klischees und unsympathischen Charakteren ihrer Fantasy-Bücher ist hier nichts zu finden.
Die Handlung klingt zunächst nach einer typischen Liebesgeschichte über zwei beste Freunde, die zu mehr bestimmt sind. Allerdings wird nach dem ersten Teil klar, dass mehr hinter der Idee steckt. Nach dem zweiten Teil steht die Romantik nämlich nicht mehr im Fokus, sondern ein viel ernsteres Thema. Ich werde nicht erwähnen, worum es wirklich geht, weil ich nicht spoilern möchte. Die Wende hat mich auf jeden Fall überrascht und danach hat die Geschichte mein Herz komplett eingenommen. Es gibt viele Szenen, die mich fast zu Tränen gerührt haben.
An Spannung fehlt es der Geschichte nicht. Zwar stehen in Und wenn es kein Morgen gibt die Gefühle und Entwicklungen der Charaktere im Fokus, aber dennoch möchte man immer weiterlesen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Autorin zieht den Leser in eine komplett andere Welt, in die man gerne zurückkehrt. Manchmal zieht sich die Handlung etwas und es werden nicht alle Fragen bis zum Ende beantwortet, aber das empfinde ich nicht als schlimm, sondern als gut. Dadurch wirkt die Geschichte wie eine Episode aus Lenas Leben und durch die detaillierten Alltagsbeschreibungen real.
Die Charaktere wirken echt und sind mir sympatisch. In Lena konnte ich mich gut hineinversetzen und finde, dass ihr Innenleben nachvollziehbar geschildert wird. Sebastian wirkt nicht perfekt, aber dafür echt. Er ist sehr loyal und hat ein gutes Herz. Auch die Nebencharaktere schließt man ins Herz und sie tragen die Geschichte genauso sehr wie die Hauptpersonen. Die Dialoge zwischen den Charakteren wirken ebenfalls natürlich und so wie Gespräche, die man auch in der Realität mit seinen Freunden führt.

Fazit: Tiefgründig und voller Gefühl! Eine Geschichte, die überrascht und das Herz berührt.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Wir zwei ein Leben lang

Fionnuala Kearney , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.03.2019
ISBN 9783745700008
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich habe bisher kein vergleichbares Buch gelesen. Wir zwei ein Leben lang erzählt keine typische Liebesgeschichte, sondern behandelt die Zeit nach dem Zusammenkommen. Die Idee darüber zu schreiben, finde ich besonders spannend, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, das Buch zu lesen.
Schon von der ersten Seite an steckt man in der Geschichte, die gefühlvoll erzählt wird. Fionnuala Kearney besitzt einen flüssigen Schreibstil, sodass es angenehm ist der Geschichte zu folgen. Die Geschichte wirkt sehr real, weil sich die Autorin auch mit Problemen, die eine Ehe beinhalten kann, auseinandersetzt. Somit steckt Wir zwei ein Leben lang nicht nur voller süßer Momente, sondern zeigt auch ernste Seiten. Das macht die Geschichte besonders authentisch. Vor allem, weil die Probleme nicht aufgesetzt wirken, sondern gut nachzuvollziehen sind. In schwierigen Zeiten zittert man mit beiden mit und spürt auch die Gefühle beider, weil es Fionnuala Kearney gelingt, diese nahbar zu beschreiben. Die schönen Momente wirken dafür umso bezaubernder und zeigen, dass es sich für diese lohnt auch die schwierigen Zeiten durchzustehen. Somit erschafft die Autorin Szenen, die mit dem echten Leben zusammenhängen und begegnet sensiblen Themen mit genug Tiefe.
Die Handlung besteht aus einem Auf und Ab der Gefühle. Dennoch ist die Geschichte spannend, weil man während diesem Gefühlschaos eine Entwicklung bei Erin und Dominic erkennt. Dafür ist der letzte Teil des Buchs umso überraschender und macht das Buch, das anfangs noch gewöhnlich klingt, zu etwas Besonderem. Der letzte Teil bleibt dem Leser auch besonders in Erinnerung - nicht nur, weil er einen überraschenden Wendepunkt enthält, sondern auch, weil er die Botschaft der Geschichte verstärkt.
Die Charaktere werden lebensecht beschrieben. Dominic und Erin haben beide Stärken und Schwächen, die anschaulich dargestellt werden. Sie sind nicht perfekt und zeigen, dass es in der Liebe darum geht seinen Partner mit all seinen Seiten zu lieben und auch Fehler zu verzeihen. 
Gut gefällt mir, dass auch die Nebencharaktere Raum einnehmen und deren Probleme ebenfalls behandelt werden. Dadurch wird gezeigt, dass keine Beziehung perfekt ist und jeder Höhen und Tiefen im Leben erlebt.

Fazit: Wir zwei ein Leben lang steckt voller Tiefgründigkeit und zeigt wie stark die Liebe sein kann.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Sterne über Rom

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.03.2019
ISBN 9783442487783
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sterne über Rom ist ein Buch zum Davonträumen. Die Autorin entführt den Leser nach Rom und beschreibt alles so bildhaft, dass man das Gefühl erhält, selbst in der ewigen Stadt zu leben und alles vor sich zu sehen. Detaillierte Beschreibungen liegen Karen Swan, denn Sterne über Rom steckt voller solcher. Nicht nur Orte der Stadt werden bildhaft beschrieben, sondern auch die Outfits der Charaktere. Das unterstützt den flüssigen Schreibstil der Autorin, der das Lesen sehr angenehm macht. Es ist, als ob man ein Märchen erzählt bekommen würde und man würde am liebsten ewig Cescas und Elenas Geschichte verfolgen. Viel zu schnell kommt das Ende.
Nicht nur der Schreibstil zeigt das Talent der Autorin, sondern auch die gut ausgearbeiteten Charaktere. Sie wirken echt und was mir besonders gut gefällt ist, dass keiner perfekt dargestellt wird. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, was sie sympatisch macht. Vor allem durch Elena wird gezeigt, dass ein Mensch mehrere Facetten hat und man niemanden sofort verurteilen darf. Meine Meinung zu Elena habe ich mehrmals während dem Lesen geändert. Man erfährt durch Kapitel aus ihrer Sicht schrittweise, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Anfangs habe ich sie sehr ins Herz geschlossen, doch je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, sie uneingeschränkt zu mögen, denn sie trifft Entscheidungen aus Liebe, die nicht für jeden nachzuvollziehen sind. Doch genau von dieser Echtheit lebt die Geschichte, da wie bereits erwähnt niemand perfekt ist.
Cesca ist ein sehr aufgeweckter Mensch und hat auch selbst ein Geheimnis, denn zu Beginn weiß keiner ihrer Freunde warum sie ihren Beruf als Anwältin aufgegeben hat. Erst später erfährt man davon. Sie ist bodenständig und man spürt auf jeder Seite, wie sehr sie Rom liebt, was sie mir sympatisch macht. 
Auch die Nebencharaktere schließt man ins Herz und die Dynamik zwischen allen stimmt. Genauso wie die Dialoge natürlich wirken, welche die Geschichte voranbringen.
Die Handlung steckt voller Spannung, obwohl der Klappentext das vielleicht nicht vermuten lässt. Es gibt keine langen Pausen, sondern geht immer weiter, weil man nach und nach mehr über Elenas Vergangenheit erfährt. Ihre Kapitel finde ich am Interessantesten, auch weil sie ein rundes Bild zu ihrer Persönlichkeit abgeben. Cesca durchläuft eine Entwicklung in dem Buch, die ich gut finde. Anfangs lässt sie sich noch fast naiv auf das Projekt ein, doch irgendwann merkt sie, dass Elena etwas verheimlicht und sie dem auf den Grund gehen muss. Das bringt erneute Spannung in die Geschichte. Genauso wie auch ihr Privatleben. Man möchte nicht nur wissen, was in Elenas Vergangenheit passiert ist und ob ihr schlechter Ruf berechtigt ist, sondern auch, warum Cecsa ihren alten Job als Anwältin aufgegeben hat und, ob sie selbst der Liebe eine Chance geben wird. Das macht die Geschichte vielseitig. 
Das Ende ist überraschend, weil die Autorin nach einer Offenbarung noch eine drauflegt, sodass man atemlos zurückgelassen wird. Es lässt nichts offen und liefert ein würdiges Ende für beide Frauen. 
Somit kann ich Sterne über Rom jedem empfehlen, weil das Buch in eine komplett andere Welt entführt, die einen alles um sich herum vergessen lässt.

Fazit: Eine spannende Geschichte voller bildhafter Beschreibungen, die die Schönheit Roms präsentiert. 

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103 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Die Frauen von Salaga

Ayesha Harruna Attah , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.03.2019
ISBN 9783453292192
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte wird aus der Sicht von Aminah und Wurche erzählt, die sich erst später begegnen. Beide leben unterschiedliche Leben, doch träumen letztendlich vom selben: Ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Autorin gelingt es die Unterschiede beider Frauen nachvollziehbar darzustellen, sodass sich der Leser schnell in den Leben beider jungen Frauen zurechtfindet. Im Verlauf der Handlung passieren immer wieder überraschende Dinge, die die Geschichte spannend bleiben lassen und den Leser berühren.
Beide Frauen werden vom Schicksal gezeichnet. Die verträumte Aminah verliert ihr Zuhause und wird als Sklavin verkauft. Ihre Lage wird gefühlvoll beschrieben und ich habe mit ihr gelitten, weil ihre Geschichte unter die Haut geht.
Wurches Leben wirkt auf den ersten Blick perfekt, doch schnell wird dem Leser klar, dass sie es trotz ihres adligen Bluts nicht einfach hat. Sie möchte mitreden, wenn es um Politik geht, doch darf das nicht, weil sie eine Frau ist. Dann wird sie verheiratet und man merkt, wie unglücklich sie das macht. Vor allem, weil sie zuvor sehr selbstbewusst und unabhängig wirkt. Auch ihr Schicksal nimmt den Leser mit, weil sie in einen anderen Mann verliebt ist, aber keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft hat.
Die Geschichte entwickelt sich in einem guten Tempo. Nichts wird zu schnell erzählt und die Autorin lässt sich Zeit dafür, um die Entwicklungen zu beschreiben. Nicht nur vieles an den äußeren Umständen verändert sich, sondern auch im Inneren der Frauen. Man erkennt bei Aminah und Wurche eine Entwicklung, die realistisch dargestellt wird. Besonders schön finde ich, dass vor allem Aminah trotz dem Leid, das sie erfährt, niemals die Hoffnung verliert, sondern stark bleibt, ohne sich unterkriegen zu lassen.
Auf jeden Fall nimmt die Geschichte den Leser mit und berührt. Der Autorin gelingt es, Gefühle zu wecken, sodass man die beiden Frauen gespannt auf ihren Weg begleitet.
Während dem Lesen erfährt man auch Zahlreiches zur afrikanischen Kultur, was ich interessant finde. Man merkt hierbei, dass die Autorin weiß, worüber sie schreibt, weil alles glaubwürdig erzählt wird. Dank ihrem anschaulichen Schreibstil kann man sich auch alles gut vorstellen.
Etwas, das mir an Die Frauen von Salaga ebenfalls gut gefällt ist die Vielseitigkeit des Buchs. Anfangs dachte ich, dass vielleicht eine Dreiecksgeschichte im Fokus stehen würde, aber dem ist nicht so. Die Liebe wird hier eher im Hintergrund behandelt. Stattdessen stehen die Veränderungen beider Frauen im Fokus und besonders interessant finde ich die politischen Aspekte. So wird zum Beispiel auch das Thema Kolonialisierung stark behandelt und von einer anderen Seite beleuchtet.
Das Ende ist nicht vorhersehbar. Es lässt den Leser mit gemischten Gefühlen zurück, weil es kein rundes Happy End ist und eine der beiden Frauen mit Leid zurücklässt. Dennoch verspricht es Hoffnung und wirkt realistisch, weshalb ich es gut gewählt finde.

Fazit: Die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen, die den Leser berührt und nicht mehr loslässt. 

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158 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Wild Hearts

T. M. Frazier , Anja Mehrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.03.2019
ISBN 9783736308312
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Idee zu Wild Hearts - Kein Blick zurück gefällt mir gut, weshalb ich mich sehr auf das Lesen des Buchs gefreut habe. Der Anfang konnte mich sofort begeistern und bereits im kurzen Prolog begeisterte mich der Schreibstil der Autorin. Der tolle Schreibstil trägt die Geschichte bis zum Ende und fesselt den Leser. T. M. Frazier gelingt es den Leser mit ihren Worten komplett in den Bann zu ziehen.
Auch die Handlung zu Beginn der Geschichte gefällt mir sehr gut, denn sie ist untypisch für das Genre und wirkt neben den bekannten klischeehaften New Adult-Romanen neu. Man lernt Saywer als starke junge Frau kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter den Entschluss fasst von ihrem gewalttätigen Vater zu fliehen. Sie ist unter konservativen Verhältnissen aufgewachsen, was ihre Entscheidung umso bewundernswerter macht. Aufgrund Saywers Mut ist sie mir zu Beginn sehr sympatisch gewesen und es ist spannend von ihrem Neuanfang zu lesen.
In Outskirts beginnt schließlich ihr neues Leben und Saywer verliert ihren Optimismus nicht, wodurch die Geschichte spannend vorangeht. Man möchte einfach immer weiterlesen. T. M. Frazier erschafft zudem eine einzigartige Atmosphäre, in der man sich als Leser wohl fühlt. Ihr gelingt es das amerikanische Kleinstadtleben authentisch zu schildern, sodass man das Gefühl erhält, selbst in Outskirts zu sein. Durch die bildhaften Beschreibungen bleibt die Geschichte spannend und auch die Nebencharaktere halten diese lebendig. Vor allem Josh, eine Polizistin, die Saywer den Neuanfang erleichtert, mag ich aufgrund ihrer selbstbewussten Art. Ihre und Millers Geschichte spielt ebenfalls eine Rolle, was das Buch vielseitig macht und nicht eintönig werden lässt.
Saywers Nachbar Finn wird mit Tiefe beschrieben und schnell wird klar, dass in seiner Vergangenheit etwas vorgefallen ist, das ihn verändert hat. Mir gefällt gut, dass daraus kein großes Drama gemacht wird, sondern die Ereignisse so an die Oberfläche kommen, wie es auch in der Realität sein könnte. Finn als Charakter finde ich sehr faszinierend, weil er sich nicht sofort öffnet und man anfangs auch nicht weiß, was für eine Art Mensch er wirklich ist.
Mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und je mehr ich über ihn erfuhr, desto weniger wusste ich, was ich von ihm halten soll. Es gibt Momente, in denen er mein Herz erwärmt hat, weil er sich rührend um Saywer kümmert. Dann gibt es jedoch wieder Szenen, in denen ich nur den Kopf über ihn schütteln konnte, weil er sich Saywer gegenüber respektlos verhält. Beispielsweise gibt es eine Stelle, bei der er ihr sagt, dass er sie immer küssen wird, selbst, wenn sie es nicht möchte. Auch geht er meiner Meinung nach nicht auf richtige Art und Weise mit ihren Ängsten um. Kurz gesagt wirkt er oft zu aufdringlich. Ich konnte mir auch nicht erschließen, warum er an Saywer interessiert ist, weil es meistens so wirkt, als ob es nur ihr Körper ist, den er anziehend findet. Finns aufdringliches Verhalten ist das einzige, das mich an der Geschichte gestört hat.
Saywer hingegen stört Finns aufdringliches Verhalten nicht, was Grund dafür ist, dass sie einige ihrer anfänglichen Symphatiepunkte für mich wieder verliert. Es wirkt auf mich so, als ob sie sich von der starken unabhängigen Frau zu einem hilflosen Mädchen verwandelt, das gerettet werden muss. Das finde ich sehr schade, weil ich es bevorzugt hätte, wenn sie ihre anfängliche Stärke beibehalten hätte. Auch finde ich es stellenweise unglaubwürdig, dass sie sich so schnell auf Finn einlässt, nachdem ihr ganzes vorheriges Leben von konservativen Werten geprägt gewesen ist. 
Die Beziehung beider entwickelt sich allgemein sehr schnell, was ich jedoch nicht störend finde.Genauso stark wie der Schreibstil der Autorin sind nämlich auch die Gefühle, die sich erzeugt. Man spürt die Emotionen, die beschrieben werden und diese ziehen den Leser noch mehr in die Geschichte. Somit stimmen trotz der schnellen Entwicklung die Gefühle zwischen beiden und sie stellen ein süßes Paar dar.
Die Liebe der beiden steht nicht allein im Fokus der Geschichte, was ich sehr gut finde. Da Saywers Mutter das Stück Land in Outskirts gehört hat, stellt sich auch die Frage, was es mit der Vergangenheit dieser auf sich hat und Saywer versucht mehr darüber herauszufinden, was ich spannend finde.
Das Ende des Buchs löste in mir wieder die Begeisterung aus, die ich zu Beginn verspürt habe. Es passiert nämlich etwas mit dem ich nicht gerechnet habe und mich überrascht hat. Auf jeden Fall möchte man danach sofort den zweiten Teil lesen.
Trotz Finns aufdringlicher Art und meiner Meinung nach schwachen Entwicklung Saywers fasziniert die Geschichte den Leser und hat mir somit gut gefallen. Das liegt vor allem an der tollen Idee, den großen Gefühlen und dem starken Schreibstil. Genauso wie das Ende den Leser überrascht.  

Fazit: Eine faszinierende Geschichte, die den Leser nicht mehr loslässt und vor allem durch den starken Schreibstil überzeugt.

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116 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

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On The Come Up

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 04.03.2019
ISBN 9783570165485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

On the come up konnte mich richtig begeistern. Angie Thomas gelingt es Bris Geschichte glaubwürdig zu erzählen und authentisch schildert sie Bris schwierige Lage. Die Geschichte zieht den Leser von der ersten Seite an in den Bann.
Bri lebt in einer schwierigen Gegend und hat aufgrund ihrer Hautfarbe in der Schule mit Vorurteilen zu kämpfen.  Das Thema Vorurteile wird hier stark behandelt und man merkt in Bezug darauf, dass die Autorin weiß worüber sie schreibt, weil nichts aufgesetzt wirkt. Die Situationen wirken echt und so wie aus dem Alltag entsprungen. Deshalb bewegt die Geschichte den Leser auch sehr.
Da Bri Rapperin werden möchte und für die Musik lebt, steht das Thema im Fokus. Bevor ich On the come up gelesen habe, kannte ich mich kaum mit Rapmusik aus, weshalb ich es toll finde, dass ich durch das Buch mehr zu dieser erfahren konnte. Angie Thomas räumt Vorurteile aus dem Weg, zeigt wie Klischees entstehen und wirft ein klares Bild auf die Musikszene.
Auch die Charaktere wirken authentisch und werden lebensecht beschrieben. Bri ist eine selbstbewusste Person, die weiß was sie will und dafür einsteht. Mit ihr ist es nie langweilig, weshalb ich gerne aus ihrer Sicht gelesen habe.Die weiteren Charaktere kann man sich ebenfalls alle gut vorstellen und bringen die Geschichte voran.
Die Handlung entwickelt sich eher langsam, aber das finde ich gut, weil dadurch alles nachvollziehbar geschildert wird. Während der 500 Seiten taucht man komplett in die Geschichte ein und wird Teil von ihr. Die Entwicklung der Handlung gefällt mir sehr gut, weil gezeigt wird, wie sich Bris Leben und sie selbst durch den Song verändern. Dabei werden keine Fragen offen gelassen, weil sich Angie Thomas Zeit lässt, um alles zu beschreiben.
On the come up ist aufgrund der Themen und Bris Erlebnissen sehr bewegend und konnte mich auch in emotionaler Hinsicht berühren. Somit kann ich das Buch empfehlen, weil es einzigartig ist und schwierige Themen nachvollziehbar behandelt. Meiner Meinung nach sollte es mehr Bücher wie On the come up geben.

Fazit: Eine bewegende Geschichte über schwierige Themen, die authentisch erzählt wird.

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518 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Die tausend Teile meines Herzens

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.10.2018
ISBN 9783423740418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die tausend Teile meines Herzens erzählt keine Liebesgeschichte, sondern behandelt viel ernstere Themen. Es geht um Familienprobleme und psychische Gesundheit. Damit zeigt Colleen Hoover, dass sie auch über ernste Themen schreiben kann und mit Die tausend Teile meines Herzens gelingt ihr das so gut wie mit Nur noch ein einziges Mal. Es ist wirklich schön zu sehen, wie sich Colleen Hoover als Autorin weiterentwickelt.
Man findet sich sofort in Merits Geschichte wieder, was unter anderem an Colleen Hoovers tollem Schreibstil liegt. Sie erzählt lebhaft und gefühlvoll, sodass man schon zu Beginn komplett in der Geschichte verloren geht. Genauso wie ihre anderen Büchern macht auch Die tausend Teile meines Herzens süchtig und sorgt für schlaflose Nächte, weil man nicht aufhören kann zu lesen.
Es passieren allerlei Dinge, die den Leser an die Geschichte binden. Selbst ohne erkennbaren Spannunsgsaufbau möchte man immer nur wissen, wie es weitergeht. Im Fokus stehen Merits Gefühle und man merkt während dem Lesen, dass es ihr nicht gut geht und wie sehr sie ihre Familienprobleme belasten. Colleen Hoover gelingt es ihre innere Lage authentisch zu schildern, sodass man sich problemlos in sie hineinversetzen kann. Es wirkt auch nichts aufgesetzt, sondern echt. Da mir die Themen des Buchs sehr nah gehen, hat es mich im Besonderen berührt.
Zudem steckt Die tausend Teile meines Herzens voller einzigartiger Ideen, auf die man erst einmal kommen muss. Beispielsweise leben Merit und ihre Familie in einer früheren Kirche. Immer wieder schafft es Colleen Hoover den Leser mit besonderen Ideen zu überraschen. Sie erschafft Szenen, die einen zum Lachen bringen und dann wieder andere, die einen zu Tränen rühren. Das zeigt, wie emotional die Geschichte ist.
Die Charaktere werden alle mit viel Gefühl beschrieben und wirken echt. Keiner von ihnen wirkt sehr sympatisch. Selbst mit Merit werden manche sicher Probleme haben, die sich nicht in sie hineinversetzen können, aber genau das lässt das Buch echt wirken. Keiner ist perfekt und jeder macht Fehler. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass alles aus Merits Sicht erzählt wird und wir die Charaktere nur aus ihrer Sicht kennenlernen. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte eine ganz Andere wäre, wenn sie von einem anderen Familienmitglied erzählt worden wäre.
Wie bereits gesagt greift Die tausend Teile meines Herzens verschiedene Themen auf. Es dreht sich hauptsächlich um Merits Familie, aber es werden auch Themen wie Depressionen, Suizid, Phobien oder die Lage in Syrien aufgegriffen. Das hört sich nach viel an, aber tatsächlich schafft es Colleen Hoover sie so umzusetzen, dass sie nicht überladen wirken. Die Geschichte wirkt echt und gehört zu den wenigen, die mein Leben verändert haben. Noch immer muss ich über bestimmte Momente aus dem Buch nachdenken, weil sie mich so bewegt haben.
Das Ende finde ich besonders gut gelungen, weil die Autorin in diesem nach und nach die Probleme auflöst und das auf realistische Weise. Es gibt kein zuckersüßes Happy-End, nachdem alles perfekt ist, sondern ein Ende, das die Vergangenheit nicht vergessen lässt und Hoffnung verspricht.

Fazit: Ein bewegendes Buch das zeigt, dass keine Familie perfekt ist und man es schafft aus jeder schwierigen Situation zu kommen, wenn man bereit dafür ist, die Probleme zu erkennen.

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(52)

214 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.02.2019
ISBN 9783846600788
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten beiden Teile konnten mich begeistern, weshalb ich mich sehr auf das Lesen des dritten Teils gefreut habe. Glücklicherweise hat mir auch dieser gut gefallen. Obwohl es eine Weile her ist, seitdem ich den zweiten Teil gelesen habe, fiel es mir leicht mich wieder in Laias Welt zurechtzufinden. Die Geschichte beginnt sofort spannend und die Spannung bleibt während dem weiteren Verlauf der Geschichte erhalten. Dadurch kann man das Buch kaum aus der Hand legen und möchte immer wissen, wie es weitergeht. Vor allem die letzten hundert Seiten sind so nervenaufreibend, dass sie einfach nur verfliegen. Die Geschichte steckt voller interessanter Ideen und ich kenne keine vergleichbare Reihe. Außerdem warten im dritten Teil einige Überraschungsmomente auf den Leser, die ihn noch mehr an die Geschichte binden.
Das Buch wird aus mehreren Sichten erzählt, was ich gut finde, da man dadurch ein rundes Bild über die Ereignisse erhält und die Sichtwechsel und unterschiedlichen Handlungsstränge die Geschichte spannender machen. Dank Sabaa Tahirs flüssigem Schreibstil kann man sich problemlos in die Charaktere hineinzuversetzen und sich alles bildlich vorstellen. Gleichzeitig sorgt sie für eine unverwechselbare Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht.
An Gefühl fehlt es dem dritten Teil auch nicht. Die Handlung wird emotional geschildert, sodass man mit den Protagonisten mitfühlt. Vor allem das Ende hat mein Herz bewegt.
Die Charaktere entwickeln sich auch im dritten Teil weiter und beweisen viel Stärke. Besonders interessant finde ich Helenas Entwicklung, da sie ein sehr komplexer Charakter ist. Auch Elias und Laia werden tiefgründig beschrieben und präsentieren mehrere Seiten, statt nur einseitig beschrieben zu werden.
Nach dem Ende kann ich den vierten Teil schon kaum erwarten, weil man nach diesem unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit: Ein gelungener dritter Teil, der voller Spannung steckt. 

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Alex Wheatle , Conny Lösch
Buch: 280 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 06.03.2019
ISBN 9783956142864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Titel lässt ein typisches Jugendbuch vermuten, doch hinter Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann steckt viel mehr Ernsthaftigkeit und ich habe schon lange kein Jugendbuch mehr gelesen, das so echt wirkt.
Mo wächst in einer schlechten Gegend auf, in der Gewalt keine Ausnahme darstellt. Hinzukommt das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter, das Mo wütend sein lässt. Ich finde, dass der Inhalt sehr aufwühlend ist und den Leser mitnimmt. Der Autor nähert sich schwierigen Themen und schafft es diese realistisch darzustellen, ohne, dass sie aufgesetzt wirken.
Aufgrund der äußeren Umstände ist Mo eine sehr schlagfertige und vorlaute Jugendliche, die Erwachsenen gegenüber kein Blatt vor den Mund nimmt. Man muss bedenken, dass sie in ihrer Familie die Mutterrolle übernimmt und allein gelassen wird. Ich finde, dass ihre schwierige Situation nachvollziehbar geschildert wird. Selbst, wenn man keine ähnlichen Erfahrungen gemacht hat, kann man sich gut in Mo hineinversetzen und fühlt auf jeder Seite mit ihr mit. Bewundernswert finde ich, dass Mo sich nicht unterkriegen lässt, sondern trotz aller Probleme Selbstbewusstsein und Stärke präsentiert.
Grund dafür sind auch ihre guten Freunde. Elaine und Naomi halten zu Mo und sie stellen ein starkes Dreier-Team dar. Die beiden haben auch Probleme, was die Geschichte realistisch macht.
Neben sozialen und familiären Problemen wird jedoch auch die erste Liebe behandelt. Mo ist in Sam verliebt, der so bodenständig beschrieben wird, dass man ihn einfach mögen muss. Da die Liebe nicht im Fokus steht, liefert Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann nicht die tiefsten Gefühle, aber das empfinde ich nicht als schlimm. Ich finde es gut, dass die anderen Themen stattdessen im Mittelpunkt stehen und die Liebe unkompliziert eingebaut wird.
Obwohl zum größten Teil vom Alltag Mos erzählt wird, langweilt man sich beim Lesen nicht. Das liegt an den lebhaften Schilderungen der Ereignisse und einigen Überraschungsmomenten. Vor allem die letzten hundert Seiten sind so spannend, dass man nicht aufhören kann zu lesen. Die Geschichte lässt den Leser einfach nicht mehr los und auch nach Beenden dieser, muss ich noch an den Inhalt denken, weil er so aufwühlend ist. 
Der Schreibstil ist für manche sicher gewöhnungsbedürftig, passt aber perfekt zur Geschichte und Mos Situation. Somit bringt dieser ihr Leben dem Leser näher.
Das Ende hat mich überrascht, weil ich damit nicht gerechnet habe. Ich finde es aber gut gelungen, weil es eine starke Botschaft enthält.

Fazit: Ein aufwühlender Jugendroman über schwierige Themen, der echt wirkt.

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98 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Schamlos

Amina Bile , Sofia Nesrine Srour , Nancy Herz ,
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 11.02.2019
ISBN 9783522305211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schamlos ist ein sehr wichtiges Buch und stellt ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft dar. Über verschiedene Themen kann man Diskussionen und Erfahrungsberichte finden, die dem Leser die Augen öffnen und zeigen, wie schwierig es für Mädchen, deren Eltern einen Migrationshintergrund haben ist in einem Land aufzuwachsen, dessen Werte nicht denen seiner Kultur entsprechen. 
Da das Buch von drei Muslimas geschrieben wurde, wirkt es sehr authentisch. In dem Buch werden Themen wie das Tragen eines Hidschabs oder die Liebe behandelt über die in der Gesellschaft oft diskutiert wird. Schamlos wirft einen klareren Blickwinkel darauf. Beispielsweise gibt es unterschiedliche Gründe für das Tragen eines Hidschabs und man kann das Tragen nicht nur auf einen schieben, wie es bei mir zum Beispiel im Religionsunterricht gemacht wurde, als wir den Islam behandelt haben. 
Besonders interessant finde ich das Kapitel zum Thema psychische Gesundheit, weil ich über den Umgang damit bisher kaum etwas mitbekommen habe und es mich überrascht hat zu sehen, als was für ein großes Tabu das in gewissen Familien gilt.
Besonders gut gelungen finde ich die Aufmachung des Buchs. Jedes Kapitel beginnt mit einer persönlichen Geschichte und anschließend gibt es eine Diskussion darüber. Dadurch wirken die Themen persönlicher und für den Leser nahbar. So wird zum Beispiel über das Gefühl des Andersseins beim Schwimmunterricht gesprochen oder die Abi-Zeit.
Wie bereits gesagt finde ich, dass das Buch wichtig ist. Nicht nur für Mädchen, die sich in den Texten wiederfinden und gezeigt bekommen, dass sie nicht allein sind, sondern auch für andere, um ihnen die Augen zu öffnen. Oft urteilt man nämlich vorschnell über andere Menschen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie das Leben der Personen aussieht. Schamlos liefert in Bezug darauf Klarheit und ein rundes Bild.
Zudem ist Schamlos nicht nur ein Buch über das Leben junger Muslimas in einem westlichen Land, sondern beinhaltet auch Abschnitte, die man auf den Feminismus im Allgemeinen beziehen kann.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das Klarheit über das Leben junger Muslimas in einem westlichen Land liefert.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Liebe ist ein Bauchgefühl

Victoria Brownlee , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.02.2019
ISBN 9783442488452
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mir gefällt die Idee sehr gut, weil es in Liebe ist ein Bauchgefühl nicht nur um die Liebe geht, sondern auch um das Leben in Paris und dem Essen dort. Ella ist eine selbstbewusste Frau, die Paris und Käse liebt. Als Hauptperson ist sie mir sehr sympatisch, weil sie nicht perfekt wirkt, sondern wie jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ihrer Geschichte zu folgen, weil sie als Charakter so lebhaft beschrieben wird.
Die weiteren Charaktere werden ebenfalls gut vorstellbar beschrieben. Vor allem Serge ist mir sympatisch und wirkt echt. Etwas, das mir an den Charakteren besonders gut gefällt ist, dass man nicht alle durchschauen kann. Manche überraschen einen - sowohl positiv, als auch negativ.
Liebe ist ein Bauchgefühl erzählt nicht nur die Dreiecksgeschichte von Ella, sondern ist vor allem eine Liebeserklärung an die Stadt Paris. Es gelingt der Autorin den Leser in die Hauptstadt Frankreichs zu entführen, sodass beim Lesen die Seiten nur verfliegen und man alles um sich herum vergisst. Gleichzeitig lernt man in der Geschichte zahlreiche Käsesorten kennen und mir gefällt die Idee, dass Ella über ein Jahr lang 365 Sorten probieren möchte. Das macht die Geschichte lebhaft und sorgt dafür, dass Ella nicht nur auf ihre Beziehung zu Gaston und Serge reduziert wird, sondern auch eine eigenständige Person mit eigenen Interessen darstellt. Auf jeden Fall bekommt man beim Lesen selbst Hunger und Lust darauf die unterschiedlichsten Käsesorten zu probieren.
Ellas Geschichte ist zudem weniger kitschig als der Titel erwarten lässt. Die Liebe wird hier relativ unkompliziert eingebaut und steht nicht im Fokus. Stattdessen geht es viel mehr um die Entwicklung von Ella und diese wird toll dargestellt. Innerhalb eines Jahres wird Ella nicht nur selbstbewusster und reicher an Erfahrungen, sondern findet auch zu sich selbst und erkennt, worauf es im Leben ankommt. Vor allem aber auch, welcher Sorte von Männern sie trauen kann.
Das Ende ist gut gelungen und kommt relativ schnell. Es lässt den Leser mit einem warmen Gefühl zurück, sodass die lockere Geschichte einen gelungenen Abschluss erhält.

Fazit: Eine lockere Geschichte, die eine Liebeserklärung an Paris und die unterschiedlichen Käsesorten Frankreichs darstellt.

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281 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Always and forever, Lara Jean

Jenny Han , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 12.03.2018
ISBN 9783446258655
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten beide Teile habe ich geliebt und auch der dritte Teil konnte mein Herz erobern. Ich liebe Lara Jeans und Peters Geschichte einfach. 
Der dritte Teil ist der reifste Teil der Reihe. Nicht nur, weil Lara Jean vor großen Entscheidungen steht, sondern auch, weil sie erwachsen geworden ist. Aus dem unsicheren Mädchen, das sich vor allen versteckt hat und Angst vor dem Autofahren hatte, ist eine selbstständige junge Frau geworden. Die Entwicklung, die Lara Jean innerhalb der Reihe durchläuft ist stark und sie wird selbstbewusst. Während sie in P.S. I still love you noch mit Unsicherheiten und Eifersucht zu kämpfen hat, ist davon in Always and Forever, Lara Jean nichts mehr zu spüren. Sie vertraut Peter und er ihr. Damit präsentieren sie eine gesunde Beziehung, die man bewundert. Diese Entwicklung bedeutet jedoch nicht, dass die alte Lara Jean verloren geht. Sie liebt es immer noch zu backen, zu basteln und hängt an ihrer Familie. Wie es so schön heißt, hat sie sich nicht verändert, sondern ist einfach nur erwachsen geworden. 
Die weiteren Charaktere präsentieren ähnliche Entwicklungen. Peter ist immer noch der beliebte Schüler, aber auch ein sehr guter Freund und hängt an Lara Jean. Er zeigt viel Reife in seiner Denkweise über die Beziehung. Selbst die quirlige Kitty wirkt auf einmal erwachsen.
Somit werden die Charaktere lebensecht beschrieben und man verliebt sich im dritten Teil noch mehr in sie. Sie wirken echt und ihre Entwicklungen lassen sie stärker werden.
Die Handlung präsentiert keine große Spannung, aber das stört nicht. Man kann das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen, weil man in Lara Jeans Welt so verloren geht. In Always and Forever, Lara Jean geht es vor allem um die College-Entscheidung. Wird sie an ihrem Traumcollege angenommen oder nicht? Ist sie bereits dafür weit wegzuziehen oder nicht? Das sind alles Fragen mit denen sich jeder, der selbst vor der Uni-Entscheidung steht, beschäftigt und ich konnte ihre Sorgen sehr gut nachvollziehen. Mich hat das Buch an meine eigene Zeit nach dem Abitur zurückversetzt, in der ich nicht wusste, wie ich mich entscheiden soll. Genauso wie Lara Jean war ich eine Zeit lang sogar selbst davon überzeugt gewesen, nach ein oder zwei Semester die Uni zu wechseln, um wieder in der Nähe meiner Heimatstadt leben zu können. Am Ende kam alles anders und auch auf Lara Jean warten Überraschungen, die zeigen, dass sich am Ende alles fügt.
Die Hochzeit von ihrem Vater bringt frischen Wind in die Geschichte und ich finde die Vorbereitungen sehr gut geschildert. Genauso wie die Ängste, die Margot präsentiert, denn sie machen die Geschichte realistisch. Auch in Always and Forever, Lara Jean wird eine lebhafte Familiendynamik präsentiert und das Thema Familie spielt eine genauso wichtige Rolle wie in den ersten beiden Teilen.
Die Beziehung von Peter und Lara Jean ist gefestigt, was ich sehr schön finde. Jedoch müssen sie auch in diesem Teil kleine Hürden überwinden, weil das Schuljahr zu Ende geht und beide aufs College gehen werden. Die Probleme werden nahbar beschrieben und wirken nicht überdramatisiert auf mich.
Neben den tollen Charakteren und den guten Themen punktet die Geschichte aber vor allem auch durch Jenny Hans tollen Schreibstil und die vielen lustigen Momente. Genauso wie To all the boys I've loved before und P.S. I still love you konnte mich auch der dritte Teil oft zum schmunzeln bringen und hat mein Herz erwärmt.
Das Ende finde ich somit sehr gut gelungen und liefert einen runden Abschluss der Reihe.

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Reihe, der echt wirkt und viele gute Themen behandelt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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A Very Large Expanse of Sea

Tahereh H. Mafi
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Electric Monkey, 18.10.2018
ISBN 9781405292603
Genre: Sachbücher

Rezension:

Tahere Mafi gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und ich habe mich sehr darauf gefreut, A very large expanse of sea zu lesen. Mir gefällt die Idee sehr, weil sie nicht klischeehaft ist und es meiner Meinung nach mehr Bücher über Hauptpersonen geben sollte, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben. 
Shirin ist eine sechzehnjährige Muslima, die einen Hidschab trägt und dafür Vorurteilen ausgesetzt ist. Dennoch ist sie ein normaler Teenager, hört gerne Musik und tanzt Breakdance. 
Zu Beginn hat es mich überrascht zu sehen, wie verschlossen Shirn ist. Sie traut niemanden mehr und glaubt, dass jeder Mensch sie verurteilt, ohne jemandem eine Chance zu geben. Die Autorin schafft es ihre Gefühlslage nachvollziehbar zu schildern. Man darf nicht vergessen, dass die Geschichte nach dem Terroranschlag am 11. September spielt und die Autorin persönliche Erfahrungen miteinbezieht. Dadurch wirkt ihre Situation glaubhaft und ich konnte aufgrund persönlicher Erfahrungen ihre Ängste sehr gut verstehen. Somit konnte ich Shirns Empfindungen gut nachvollziehen und finde, dass ihre Lage authentisch geschildert wird.
Im Gegensatz zu ihr steht ihr älteren Bruder Navid, der beliebt ist. Es gibt vor allem viele Mädchen, die für ihn schwärmen und Tahere Mafi schreckt nicht davor zurück zu zeigen, dass es Mädchen gibt, die Jungs nur aufgrund ihres "exotischen" Aussehens interessant finden. Dadurch macht sie deutlich, wie groß die Unterschiede zwischen muslimischen Jungs und Mädchen in dieser Situation sind.
Das Thema Rassismus spielt in A very large expanse of sea eine große Rolle und ich finde, dass es sehr gut behandelt wird. Es geht nicht nur um direkten Rassismus, sondern auch Versteckten. Die Szene, in der Shirin in einem Literatur-Kurs sitzt und der Lehrer mehrmals betont, dass sie vermutlich im falschen Kurs sitzt, hat mich sehr getroffen. Sie zeigt nämlich, dass Menschen jemanden wegen seiner Herkunft nicht direkt beleidigen müssen, sondern auch solche versteckten Vorurteile schmerzhaft sein können. Es stellt sich die schmerzhafte Frage, warum ihr Lehrer sofort davon ausgeht, dass sie kein Englisch und keine Bücher versteht, nur, weil sie nicht "amerikanisch" aussieht und einen ausländischen Namen trägt.
Gleichzeitig finde ich die Szene, in der sie auf einen muslimischen Jungen trifft und sich beide sofort auf einer Wellenlänge befinden, sehr authentisch geschildert. Sie zeigt nämlich, wie befreiend es ist, Menschen zu begegnen vor denen man sich nicht rechtfertigen muss.
Die Beziehung von Navid und Shirn finde ich rührend geschildert. Sie haben ein sehr gutes Verhältnis und Navid kümmert sich rührend um seine kleine Schwester. Zwischen beiden wirkt alles echt.
Besonders gut gefällt mir, dass Shirin eine Entwicklung durchläuft. Sie wird selbstbewusster und erkennt gleichzeitig nach einer Weile, dass es einige offene Menschen gibt. Es ist nicht Ocean allein, der sie verändert, sondern vor allem auch der Breakdance-Kurs, den sie besucht.
Ocean ändert Shirins Leben, weil er ernsthaftes Interesse an ihr zeigt. Anfangs hat er auch noch klischeehafte Vorstellungen, aber mit der Zeit ändert sich das. Ihn mochte ich sehr, weil er ein gutes Herz besitzt und nicht aufgibt. Die Beziehung zwischen ihm und Shirin wird langsam erzählt und meiner Meinung nach realistisch. Shirin muss anfangs ihre Ängste loswerden und es wird deutlich, wie schwer ihr das fällt, weil sie nicht damit aufhören kann daran zu denken, was andere von der Beziehung halten werden. Die Chemie zwischen beiden hat für mich auch gestimmt.
Es kommt in dem Buch auch zu einer Wende, die meiner Meinung nach sehr heftig ist, aber gleichzeitig zeigt, wie schwierig es zur damaligen Zeit für Menschen wie Shirin gewesen ist. Man muss hier jedoch auch betonen, dass jeder andere Erfahrungen macht, was die Autorin auch erwähnt.
Das Ende gefällt mir sehr gut, weil es realistisch und dennoch hoffnungsvoll ist, ohne kitschig zu werden. Somit ist A very large expanse of sea ein sehr authentisches Buch, das mein Herz berührt hat.

Fazit: Eine Geschichte, die authentisch erzählt wird und mein Herz berührt hat.

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(39)

119 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Gegen das Schicksal

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.01.2019
ISBN 9783570165034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mich hat der erste Teil begeistert, weshalb ich die Fortsetzung kaum erwarten konnte. Da ich den ersten Band vor einiger Zeit gelesen habe, fiel es mir anfangs etwas schwer, mich wieder in Cyras und Akos´ Welt zurechtzufinden. Nach einer Weile konnte ich mich in der Welt jedoch wieder gut zurechtfinden und wollte sie gar nicht mehr verlassen.
Veronica Roth gelingt es eine magische Welt voller besonderer Ideen zu beschreiben, die den Leser in den Bann zieht. Durch ihre Schilderungen kann man sich alles gut vorstellen und die Atmosphäre ist einmalig. Ihr Schreibstil ist toll, sodass sich die Geschichte flüssig liest.
Gegen das Schicksal wird aus unterschiedlichen Sichten erzählt, was ich gut finde, weil man dadurch einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse erhält. Etwas, das mir an den Charakteren besonders gut gefällt, ist, dass sie alle sehr stark und selbstbewusst sind. Das trifft vor allem auf Cyra zu, die ich in diesem Teil noch mehr ins Herz geschlossen habe. Man erkennt zudem eine Entwicklung bei den Charakteren.
In Bezug auf die Personen finde ich es auch sehr positiv, dass in dem Buch eine Diversität präsentiert wird, die als normal dargestellt wird.
Die Liebe zwischen Akos und Cyra steht hier weniger im Fokus als erwartet, was ich jedoch nicht schlimm finde, weil dafür der Krieg stärker thematisiert wird. Das macht die Handlung nicht langatmig, sondern bringt sie voran. 
Die Handlung verläuft ebenfalls spannend, sodass man immer nur weiterlesen möchte, um mehr zu erfahren. Veronica Roth hat zudem eine packende Wende eingebaut, mit der ich nie gerechnet hätte und nach der es fast unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Bis zum Ende bleibt es spannend und der Schluss ist ebenfalls gut gelungen und liefert einen würdigen Abschluss der Reihe.

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Reihe, der vor allem durch die starken Charaktere überzeugt.

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(169)

385 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 136 Rezensionen

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The Belles 1: Schönheit regiert

Dhonielle Clayton , Vanessa Lamatsch
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 11.02.2019
ISBN 9783522505833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow, mich hat schon lange nicht mehr ein Buch so begeistert wie The Belles - Schönheit regiert. Die Idee finde ich beeindruckend und glücklicherweise ist auch die Umsetzung gut gelungen. 
Dhonielle Clayton hat eine beeindruckende Welt erschaffen, die den Leser nicht mehr loslässt. Aufgrund der anschaulichen Beschreibungen kann man sich alles in Orléans gut vorstellen. Die Charaktere werden mit genauso viel Liebe beschrieben und man kann sich jeden dieser gut vorstellen. Camelia durchläuft als Hauptperson eine starke Entwicklung. Ich muss zugeben, dass ich anfangs leichte Probleme mit ihr hatte, weil sie nur ein Ziel im Kopf hatte und zwar die Favoritin zu werden und in Bezug darauf manchmal etwas überheblich wirkt. Das ändert sich jedoch im Verlauf der Geschichte, sodass man sie später ins Herz schließt und für ihre Entwicklung und ihre Stärke bewundert.
Die Geschichte wird spannend und ohne lange Pausen erzählt, sodass man immer nur weiterlesen möchte. Als Leser wird man in den Bann gezogen und der Abschluss ist nervenaufreibend gestaltet und bietet ein würdiges Finale.
Auf den ersten Blick erinnert The Belles an Selection, allerdings steckt viel mehr Ernsthaftigkeit dahinter. Hinter den märchenhaften Beschreibungen liegt bitterer Ernst und die Autorin scheut nicht davor zurück, das Thema Schönheit und den verbundenen Wahn ungefiltert zu behandeln. Obwohl die Geschichte an einem fiktiven Ort spielt, lassen sich viele Aspekte auf unsere Gesellschaft übertragen. Dadurch liefert The Belles nicht nur eine spannende Geschichte, sondern regt den Leser auch zum Nachdenken an.

Fazit: Eine beeindruckende Geschichte, die nicht nur spannend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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(2)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hochsensibel - Was tun?

Sylvia Harke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.01.2019
ISBN 9783442222520
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich bin vor zwei Jahren zum ersten Mal auf das Thema Hochsensibilität gestoßen, als ich den Artikel einer Betroffenen dazu gelesen habe. Ich habe mich in vielen Punkten wiedergefunden, weshalb ich nach weiteren Informationen gesucht habe und habe damit endlich Erklärungen für bestimmte Eigenschaften von mir gefunden, weil die meisten Merkmale auf mich zutreffen. Die Erkenntnis darüber, dass es einen Grund für meine starke Sinneswahrnehmung gibt, ist sehr befreiend für mich gewesen. Seitdem suche ich immer wieder nach Informationen zu dem Thema, das mich sehr interessiert.
Sylvia Harke hat mit Hochsensibel - Was tun? ein umfassendes Werk geschaffen, das sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähert. Sie geht zunächst auf Merkmale ein, an denen man Hochsensibilität erkennt und nennt danach Tipps, die Hochsensiblen den Umgang mit ihrer Charaktereigenschaft erleichtern. So spricht sie zum Beispiel über Beziehungen, das Lebensumfeld, Traumatische Erfahrungen oder auch über den Umgang mit hochsensiblen Kindern. Dadurch, dass so viele Themen behandelt werden, findet man auf fast jede Frage eine hilfreiche Antwort.
Ich finde, dass das Buch sehr gut gelungen ist, weil es ein umfassendes Bild zum Thema präsentiert und Hochsensibilität aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Sehr detailliert geht die Autorin auf die Themen ein und dabei lernt man nicht nur mehr über Hochsensibilität, sondern auch weitere psychologische Themen, was ich sehr interessant finde. Somit habe ich durch das Buch viel Neues erfahren, auf das ich in Artikeln und Videos bisher nicht gestoßen bin, da in solchen das Thema meist nur oberflächlich angeschnitten wird.
Das Buch hilft Betroffenen somit die Charaktereigenschaft besser zu verstehen, zu akzeptieren und vor allem auch dabei sich selbst zu akzeptieren. Ich finde es besonders gut, dass die Autorin Hochsensibilität nicht als Schwäche bezeichnet, sondern als Gabe ansieht und vor allem auch die Vorteile in den Fokus stellt.
Die Übungen helfen dabei in sich zu gehen und sich über bestimme Dinge klarer zu werden, die bei der Selbstakzeptanz hilfreich sind. Die Interviews haben mir auch gut gefallen, weil sie eine Abwechslung zum theoretischen Wissen darstellen und zeigen, dass man nicht allein ist und vor allem, wie unterschiedlich sich Hochsensibilität im Alltag bei verschiedenen Personen zeigt.


Fazit: Ein umfassender Ratgeber, der Betroffenen zeigt, wie sie mit ihrer Hochsensibilität umgehen können und vor allem auch sie als Gabe zu erkennen.

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(247)

475 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

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Traumsammler

Khaled Hosseini , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.09.2014
ISBN 9783596198207
Genre: Romane

Rezension:

Khaled Hosseini hat bereits in Tausend Strahlende Sonnen und Drachenläufer gezeigt, dass er Geschichten wie kein anderer erzählt. Traumsammler kann mit seinen ersten beiden Werken mithalten, denn auch die Geschichte steckt voller Tiefe, Gefühl und Nachdenklichkeit.
Durch Khaled Hosseinis unverwechselbaren Schreibstil kommt man gut in die Geschichte rein und kann sich alles bildlich vorstellen. Man taucht ganz in die Atmosphäre der Geschichte ein. Die Charaktere werden mit genauso viel Gefühl beschrieben, sodass man ein rundes Bild aller erhält und jeden ins Herz schließt. 
Traumsammler ist ein sehr vielschichtiges Buch und wird aus unterschiedlichen Sichten über mehrere Jahre hinweg erzählt. Ich muss zugeben, dass es für mich manchmal etwas verwirrend mit den Sichtwechseln gewesen ist, aber man schafft es dennoch immer sich im Geschehen zurechtzufinden. 
Die Idee wirkt simpel, wird aber mitreißend umgesetzt, sodass man immer wieder gerne in die Welt zurückgekehrt und das Ende eigentlich gar nicht erreichen möchte, weil man sich den Charakteren so verbunden fühlt.
Aufgrund der überraschenden Komplexität der Handlung kann man auch nicht vorhersehen, was passiert und das Ende trifft den Leser überraschend. Dennoch ist es das Richtige, weil es alles Geschehene abschließt und stellt den Höhepunkt der emotionalen Reise dar.

Fazit: Vielschichtig und voller Gefühl. Traumsammler nimmt den Leser auf eine Reise mit, die man so schnell nicht wieder vergisst.

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(552)

848 Bibliotheken, 62 Leser, 1 Gruppe, 221 Rezensionen

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Someone New

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei LYX, 28.01.2019
ISBN 9783736308299
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aufgrund des großen Hypes und meiner Begeisterung für Laura Kneidls ersten beiden New Adult-Romane, hatte ich hohe Erwartungen an Someone New.
Zunächst einmal kann ich positiv anmerken, dass sich das Buch dank Laura Kneidls flüssigem Schreibstil gut liest. Die Seiten verfliegen beim Lesen nur und sie hat eine einmalige Atmosphäre geschaffen, in der man sich wohl fühlt und als Leser gerne zurückkehrt. Das Buch besteht aus vielen lebendigen Szenen, die dafür sorgen, dass man sich gut unterhalten fühlt.
Die Charaktere werden alle gut vorstellbar beschrieben und sind mir sympatisch. Micah ist sehr selbstbewusst und nicht auf den Mund gefallen, wodurch sie etwas ganz eigenes erhält. Manchmal wirkt sie in Bezug auf Julian etwas zu ungeduldig, aber aufgrund ihrer erfrischenden Art, habe ich gerne aus ihrer Sicht gelesen. Etwas, das mir an ihr besonders gut gefällt, ist, dass ihre Familie ihr so wichtig ist und sie zu Beginn der Geschichte das Ziel verfolgt, ihre Eltern und ihren Bruder wieder zusammenzubringen. Das ist neu für mich gewesen, da die meisten reichen Mädchen aus New Adult-Geschichten sich zu Beginn des Studiums für den endgültigen Bruch entscheiden und nicht so hoffnungsvoll wie Micah gestimmt sind. In dieser Denkweise zeigt sie viel Reife für mich und sie macht das Buch auch realistischer, weil man trotz solcher Probleme nicht einfach damit aufhört, seine Eltern zu lieben. Als Hauptperson empfinde ich sie somit als sehr gut ausgearbeitet, da man ein rundes Bild von ihr erhält. Außerdem gefällt mir die Idee, dass sie ein so großer Comic-Fan ist und man ihr das auch immer wieder anmerkt. Die Bezüge zu anderen Comics, Serien und Filmen empfand ich zwar als zu viel, weil das das Lesen irgendwann anstrengend macht, wenn man die erwähnten Dinge nicht kennt, aber rundet Micah als Charakter dennoch gut ab.
Julian habe ich schnell ins Herz geschlossen. Man erfährt zu Beginn der Geschichte zwar nicht viel über ihn, aber merkt dennoch, dass er ein gutes Herz besitzt. Er wirkt sehr sensibel und ich finde es authentisch geschildert, wie er langsam immer offener wird. Auch muss ich positiv anmerken, dass er trotz seiner schwierigen Vergangenheit sich nicht zu einem Bad Boy entwickelt, obwohl seine anfangs undurchdringliche Art darauf hindeuten hätte können.
Etwas, das mir besonders gut gefällt ist, dass sich die Liebesgeschichte zwischen ihm und Micah langsam entwickelt. Erst entsteht eine Freundschaft und erst nach einiger Zeit wird daraus mehr, wodurch die Entwicklung glaubwürdig dargestellt wird. Manchmal hätte ich mir mehr Funken zwischen ihnen gewünscht, so wie sie bei ihrer ersten Begegnung zu spüren waren, aber bis zum Ende hin stimmt die Chemie zwischen ihnen und sie präsentieren eine Beziehung, bei der vor allem zum Schluss die Gefühle stimmen.
In den ersten 400 Seiten findet sich nicht viel Spannung, weil hauptsächlich nur Micahs Alltag beschrieben wird, wodurch sich die Handlung sehr zieht. Als Leser habe ich das jedoch nicht als Problem empfunden, weil durch Laura Kneidls lockeren Schreibstil und die lebhaften Charaktere dennoch Dynamik herrscht. Somit langweilt man sich hier trotz des kaum vorhandenen Spannungsaufbaus nicht. Die letzten 100 Seiten stecken dafür voller Spannung und großer Gefühle, so, dass man während dem Lesen dieser das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Die Nebencharaktere sind mir auch sympatisch und ich finde es toll, dass Laura Kneidl deren Hobbys mit aktuellen Themen verknüpft. Auri und Cassie sind zum Beispiel in der Cosplay-Szene unterwegs und Aliza führt einen erfolgreichen Koch- und Backblog. Das macht die Geschichte und die Charaktere nahbarer.
Man merkt beim Lesen schnell, dass Laura Kneidl ein diverses Buch schreiben wollte. Das finde ich in erster Linie gut, weil es meiner Meinung nach mehr Diversität in Büchern geben sollte.
Allerdings muss ich zugeben, dass es auf mich in Verbindung mit den "Problemen" und der präsentierten Intoleranz anderer zu aufgezwungen wirkt und die Nebencharaktere - mit Ausnahme von Aliza, zu sehr durch ihren Hintergrund definiert werden. In anderen diversen Büchern, die ich gelesen habe, wirkt die Atmosphäre natürlicher und die Diversität "normaler", weshalb mir das bei Someone New im Vergleich zu diesen aufgefallen ist. Auch in Bezug auf persönliche Erfahrungen, weil ich selbst ein buntes Umfeld habe, aber das ist eine subjektive Wahrnehmung und empfindet jeder Leser anders.
Micahs beste Freundin Lilly wird zum Beispiel die ganze Zeit als Teen-Mom dargestellt, aber ich habe nicht das Gefühl etwas über richtige Charaktereigenschaften von ihr zu erfahren. Bei Micahs Bruder Adrian geht es, bis darauf, dass er Architektur studieren möchte, immer nur um seine Sexualität. In Bezug auf Cassie und Auri habe ich die Szene, in der Cassie Auris Hautfarbe als Grund dafür nennt, dass sie noch keine Beziehung führen, als überspitzt dargestellt empfunden. Ich bin der Ansicht, dass es ihr egal sein könnte, was andere davon denken, wenn sie ihn wirklich liebt, womit ihre Argumentation nicht ganz Sinn für mich ergibt und mich mit einem mulmigen Gefühl zurück gelassen hat. Die Szene wirkt auf mich aufgezwungen und ich denke, dass sie Personen in Auris Situation nicht das richtige Gefühl vermittelt und sich etwas mit der eigentlichen Botschaft der Geschichte widerspricht.
Wie gesagt finde ich es zwar gut, dass viele wichtige Themen angesprochen werden, aber aufgrund der Menge erhalten die einzelnen meiner Meinung nach leider nicht die Tiefgründigkeit, die sie verdient hätten. Hier wäre es meiner Meinung nach sinnvoller gewesen, diese auf mehrere Bücher zu verteilen, um ihnen gerecht zu werden oder sie nicht mit angeblichen Problemen zu verknüpfen. Beispielsweise wird in Bezug darauf auch die Situation mit Micahs Bruder Adrian zu einfach gelöst, obwohl man viel daraus hätte machen können. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass er der Autorin nur darum ging möglichst viele Gruppen zu vertreten. Das allein reicht für mich jedoch nicht aus, weil ich der Meinung bin, dass man diesen Gruppen auch gerecht werden muss, wenn man sie einbringt.
Auch finde ich es schade, dass die ganze Elterngeneration als intolerant beschrieben wird und es so wirkt, als ob nur Micah und ihre Freunde tolerant wären und das restliche Umfeld nicht. Natürlich ist mir bewusst, dass es leider nach wie vor viele intolerante Menschen gibt und ich finde es gut, dass Laura Kneidl mit Someone New dagegen spricht und zeigt, dass wir mehr Akzeptanz und Toleranz brauchen. Allerdings darf  man nicht vergessen, dass sich die Gesellschaft in einem Wandel befindet und viele Eltern ihre Kinder unterstützen. Genauso wie die meisten jungen Menschen offen sind. Hier hätte ich es als glaubwürdiger und realistischer empfunden, wenn man ein Elternpaar als unterstützend dargestellt hätte und ein paar Freunde aus Julians Vergangenheit erhalten geblieben wären. 
Julians Geheimnis erfährt man erst gegen Ende des Buchs und es wird sicher viele überraschen, weil das Thema in der Literatur bisher kaum behandelt wurde. Ich finde es unglaublich toll, dass sich Laura Kneidl dafür entschieden hat über sein Thema zu schreiben und dadurch Menschen in seiner Situation eine Stimme gibt. Seine Ängste und Gefühle werden authentisch geschildert und ich habe mit ihm mitgefühlt, weil Laura Kneidl sein Geständnis so emotional und nachvollziehbar schildert. Man merkt in Bezug darauf auch, dass sich die Autorin mit dem Thema auseinandergesetzt und viel recherchiert hat. Das Buch wird sicher vielen Menschen in Bezug darauf die Augen öffnen. Es zeigt nämlich, dass wir alle nur Menschen sind und das ist eine wichtige Botschaft, die von mehr Personen gehört werden sollte.
Für mich kam die Hauptthematik dann aber leider etwas zu kurz. Nachdem Micah von Julians Geheimnis erfährt, wird das relativ schnell abgehandelt und auch Micah verarbeitet das zu schnell. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn Julians Thema mehr im Fokus gestanden hätte und man sich mehr Zeit dafür genommen hätte. Ich persönlich hätte es einfach interessant gefunden, mehr darüber zu erfahren, weil das Thema sehr weit geht. Dennoch finde ich es schön, dass Micah so offen reagiert, weil das die Botschaft der Geschichte verdeutlicht.
Alles in allem, hat mir Someone New somit gut gefallen und ich finde, dass es ein wichtiges Buch ist, das von vielen gelesen werden sollte. Ich finde es toll, dass sich Laura Kneidl dafür entschieden hat über das Thema zu schreiben. Ihr Schreibstil ist wie bereits erwähnt super und die Charaktere sind mir sympatisch und halten die Geschichte lebendig. Außerdem trägt das Buch eine wichtige Botschaft und zeigt, wie wichtig Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft sind. Someone New hebt sich auf jeden Fall von anderen Büchern des Genres ab. Es gibt für mich nur kleinere Schwächen bei der Umsetzung und ich hätte mir vor allem gewünscht, dass das Hauptthema mehr im Fokus steht. Aus diesem Grund kommt Someone New für mich trotz der wichtigen Themen leider nicht an Berühre mich. Nicht heran. 

Fazit: Ein wichtiges Buch, das von vielen gelesen werden sollte und sich aufgrund der Thematik auch von anderen Büchern des Genres abhebt. Nur in der Umsetzung gibt es meiner Meinung nach kleinere Schwächen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Promises of Forever

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 622 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 22.10.2015
ISBN 9781518656026
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lines of Yesterday
Ich bin ein großer Fan von Geschichten, in denen es um Kindheitsfreunde geht, die sich als Erwachsene ineinander verlieben. Aus diesem Grund bin ich sofort von der Idee begeistert gewesen und auch die Umsetzung ist gelungen. In den Dialogen der beiden werden nämlich immer wieder Kindheitserinnerungen erwähnt und besonders schön finde ich die Briefe, die nach jedem Kapitelende auftauchen und einen in die Vergangenheit reisen und die besondere Bindung der beiden Hauptcharaktere besser verstehen lassen.
Violet und Devin schließt man schnell ins Herz. Vor allem Devin besitzt viel Sanftmütigkeit und Geduld, wodurch man sich mit jeder Seite ein wenig mehr in ihn verliebt. Violets Innenleben ist etwas komplizierter und mir gefällt die Entwicklung, die sie dank Devin durchläuft. An ihr hat mich nur das Verhalten in einer Szene gestört, was daran liegt, dass ich Treue für das Wichtigste halte. Ansonsten wirkt sie aber sympatisch.
Die Atmosphäre der Geschichte ist das, was ich am Aussagekräftigsten finde. Sie ist entspannt und locker, womit sie perfekt zu Violets und Devins süßer Geschichte passt. Bianca Iosivoni meidet hier überflüssiges Drama, sondern vertraut auf große Gefühle, die die Geschichte tragen. Nicht zu vergessen der gute Humor. 
Das Ende rundet die Geschichte der beiden perfekt ab und hinterlässt ein warmes Gefühl beim Leser.

Pain of Today
In Pain of Today steht Violets beste Freundin Bree im Mittelpunkt und es wird die Liebesgeschichte zwischen ihr und Rob erzählt. Schon in Lines of Yesterday wurde deutlich, dass Bree ein ganz anderer Charakter als Violet ist. Sie ist sehr offen, kümmert sich nicht darum, was andere von ihr denken und hat viele Jungsgeschichten am Laufen.
Ich muss zugeben, dass Bree mir leider nicht sehr sympatisch ist, was der Grund dafür ist, dass mir Pain of Today weniger gut als Lines of Yesterday gefallen hat. 
Zwar finde ich es gut, dass mit ihr einmal ein weniger klischeehafter Mädchencharakter beschrieben wird und gezeigt wird, dass nicht nur Jungs Bad Boys sein dürfen, aber es hat mich dennoch etwas gestört, weil ich mich in ihr überhaupt nicht wiederfinden konnte. Vor allem, weil sie manchmal zu frech, leicht egoistisch und wenig emphatisch erscheint. Ich denke, dass es bei Bree aber einfach auf den Leser ankommt, weil sicher jeder anders mit ihr umgeht.
Dafür habe ich Rob sehr ins Herz geschlossen. Er wird genauso wie Bree lebensecht beschrieben und es wird sofort deutlich, dass er einen weichen Kern besitzt. Vor allem aber auch, dass er etwas verbirgt. Das Geheimnis ist nicht vorhersehbar und hat mich überrascht. Vor allem, weil dieses eine sehr ernste Wendung annimmt.
Die Geschichte zwischen Bree und Rob gleich einem Hin- und Her, wird aber dennoch mitreißend erzählt, so, dass man sich nicht langweilt. Das Ende finde ich besonders gut gelungen, weil es in einem unerwarteten Finale endet. 


Hope of Tomorrow
Die Geschichte von Gillian und Jared hat mir am besten gefallen, obwohl ich anfangs überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Während Gillian in den ersten beiden Geschichten oberflächlich erscheint, lernt man sie in der dritten Geschichte richtig kennen und schafft es hinter ihre perfekte Fassade zu blicken. Tatsächlich ist sie mir sympatisch und aufgrund von Bianca Iosivonis einfühlsamen Erzählen konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.
Ich finde sie als Charakter sehr interessant, weil sie vielschichtig ist, eine positive Entwicklung durchläuft und viel erlebt hat, das sie geprägt hat.
Auch Jared gefällt mir als Charakter sehr gut. Bereits im ersten Teil hat er mir leid getan, weil er Violet an Devin verliert und keine einfache Vergangenheit hat. Besonders gut gefällt mir deshalb, dass man in Hope of Tomorrow mehr über seine familiären Verhältnisse erfährt.
Im Gegensatz zu Rob und Bree, fieberte ich mit Jared und Gillian mit und die Chemie zwischen beiden hat für mich von Anfang an gestimmt. Beide haben ähnliche Dinge erlebt, weshalb es für mich kein besseres Paar gibt.
Auch an Gefühlen fehlt es der Geschichte nicht und Hope of Tomorrow ist die Einzige der drei Erzählungen, die Tränen in mir ausgelöst hat, weil mir die Sorgen beider um ihre jüngeren Geschwister so nah gingen und ich mich oft in Gillian wiederfinden konnte, was ihren Drang nach Perfektionismus angeht.
Die Wende empfinde ich als etwas überdramatisiert, aber dafür wirkt die Entwicklung nach diesem bis zum Ende hin realistisch und bietet nicht nur einen runden Abschluss, was Gillians und Jareds Liebesgeschichte angeht, sondern auch deren familiären Verhältnisse und Schatten.

Somit hat mir "Promises of forever" insgesamt gut gefallen. Man merkt stellenweise am Schreibstil und etwas zu aufgezwungen wirkenden Momenten zwar, dass die Geschichten zu Bianca Iosivonis früheren Werken gehören, aber dafür überwiegen hier die gleichen Punkte, für die ich Bianca Iosivonis anderen Bücher auch liebe: Charaktere, die echt wirken und eine Atmsosphäre, in der man sich zuhause fühlt. 
Damit lohnt es sich meiner Meinung nach "Promises of forever" zu lesen, wenn man mehr über die Vorgeschichte zur Firsts-Reihe erfahren möchte. Vor allem Hope of Tomorrow ist lesenswert und kann mit Bianca Iosivonis neueren New Adult - Geschichten mithalten.

Fazit: Drei gelungene New Adult - Geschichten, die sich voneinander unterscheiden und durch eine tolle Atmosphäre und nachvollziehbare Charaktere punkten.

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200 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ehrlich gesagt eine etwas andere Geschichte erwartet, weil es im Klappentext keinen Hinweis darauf gibt, dass das Thema Zwangsstörung im Mittelpunkt steht, aber wurde dennoch nicht enttäuscht. Holly Bourne schafft es nämlich den Leser in den Bann zu ziehen und besitzt einen lockeren Schreibstil, wodurch sich die Geschichte trotz teilweise erdrückender Szenen, schnell liest.
Das Themen psychische Gesundheit und Zwangsstörungen werden sehr nachvollziehbar dargestellt. Beim Lesen merkt man, dass die Autorin viel zu dem Thema recherchiert hat, wodurch ihr eine realistische Schilderung von Evies Krankheit und ihrem Leben damit, gelingt.
Evie selbst besitzt ein kompliziertes Innenleben, das die Autorin mit viel Einfühlvermögen beschreibt, wodurch man sich als Leser gut in sie hineinversetzen kann - selbst, wenn man keine Erfahrungen mit ähnlichen Problemen gemacht hat.
Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie gut es Holly Bourne gelungen ist, in "Was ist schon normal?" das Thema zu behandeln.
Die Entwicklung, die Evie, in dem Buch durchläuft wird nachvollziehbar geschildert und ist nicht vorhersehbar, wodurch man beim Lesen auch überraschende Momente erlebt. Sie wirkt manchmal etwas naiv und anstrengend, aber man kann ihr nicht wirklich böse sein, da man sie aufgrund ihrer schwierigen Krankheit verstehen kann.
Die weiteren Charaktere werden alle lebensnah beschrieben. Man merkt, dass sich Evies Mitschüler in der Zeit des Erwachsenwerdens befinden und sie wirken echt.
Die Idee für den Spinster-Club finde ich super, vor allem, weil man dadurch jungen Lesern Feminismus näher bringen kann. Die Themen, die die Mädchen dazu besprechen finde ich spannend und eindrucksvoll geschildert. Zwar muss ich zugeben, dass manche Diskussionen zu aufgesetzt und unnatürlich wirken, aber aufgrund des guten Inhalts kann man darüber hinwegsehen.
Eine Sache, die mir sehr gut gefällt, ist, dass das Ende sehr realistisch ist. Es ist kein typisches Happy-End, in dem das Mädchen mit ihrem Traumprinzen gesund und glücklich zusammenlebt, aber zeigt dafür, dass man mit solch einer Krankheit immer kämpfen muss und, dass die Menschen, die einen wirklich lieben, trotzdem zu einem halten. Genauso wie die Bedeutung von Selbstliebe. Man erkennt, dass Evie bis zum Ende hin reifer wird.
Somit bin ich von dem Buch positiv überrascht und kann es jungen Lesern auch nur empfehlen, sofern sie nicht selbst an einer Zwangsstörung leiden, weil das Buch meiner Meinung nach, sonst triggernd wirken kann. 
Trotz meiner ersten Begeisterung für das Buch, gibt es auch ein paar Dinge, die ich etwas schade finde und Grund dafür sind, dass ich dem Buch keine fünf Sterne geben kann.
Zunächst einmal finde ich es schade, dass trotz des vielversprechendes Titels und der untypischen Themen ein klischeehafter Teenager-Alltag gezeigt wird. In dem Buch gehen Evie und ihre Mitschüler ständig auf Partys, trinken Alkohol und reden mehr als genug über Jungs. Es wird vermittelt, dass das normal sei und ich hätte es besser gefunden, wenn stattdessen gezeigt worden wäre, dass man auch als normal gilt, wenn man sich nicht betrinkt und lieber einen gemütlichen Abend verbringt, als ständig auf zu laute Partys zu gehen.
Eine weitere Sache, die mich stört, ist, dass Evie in kürzester Zeit drei Jungsgeschichten am Laufen hat, was nicht realistisch auf mich wirkt. Zwar wird im Buch selbst immer wieder kritisch angemerkt, dass man als Mädchen so versessen auf Jungs ist, aber das ändert trotzdem nichts daran, dass das unrealistisch ist und das Bild vermittelt, es sei normal mit sechzehn mit mehreren Jungs gleichzeitig etwas zu haben. Vor allem, weil das von der Hauptthematik ablenkt.
Das sind jedoch nur kleine Punkte, die nicht schwerwiegend sind, weil das Buch insgesamt gut gelungen ist, vor allem, was die Darstellung von psychischer Gesundheit angeht.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das das Thema Zwangsstörungen nachvollziehbar darstellt und nebenbei Feminismus behandelt.

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566 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext zu "Thalamus" hört sich spannend an und auch die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist extrem interessant und hat mich während dem Lesen in den Bann gezogen.
Ich möchte nicht verraten, was sich genau hinter dieser verbirgt, aber man merkt beim Lesen, dass sich die Autorin viele Gedanken dazu gemacht hat und somit weiß, worüber sie schreibt.
Man wird sofort in Timos Leben hineingeworfen und erlebt seine Entwicklung nach dem Unfall mit. Durch die authentische Schilderung seines Zustands, kann man sich problemlos in ihn hineinversetzen und fühlt mit ihm mit. 
Auch die weiteren Charaktere werden anschaulich beschrieben und man kann sich schnell ein Bild von den anderen jugendlichen Patienten machen. Ich finde es gut, dass die Autorin hier auch familiäre Hintergründe miteinbezieht.
Während der ersten 200 Seiten ist es nicht langweilig und man möchte immer nur weiterlesen. Vor allem dann, als Timo mehr über die eigenartigen Vorfälle erfährt und an sich selbst starke Veränderungen spürt.
Nach der Hälfte des Buchs entwickelt sich die Geschichte meiner Meinung nach leider zu stockend. Die Idee bleibt spannend und als Leser hängt man auch weiterhin an Timos Erlebnissen fest, aber viele Szenen ziehen sich in die Länge und nehmen einem das Gefühl der Spannung, das man auf den ersten 200 Seite erlebte. Genauso wie kein roter Faden mehrt erkennbar ist. Abgesehen davon, wird sprachlich jedoch weiter gut erzählt.
Das Ende ist gut gelungen und bietet einen runden Abschluss, der dem Leser dennoch Raum für eigene Gedanken zu Timos Zukunft und der Grundidee lässt.
Insgesamt gesehen, hat mich die Idee somit begeistert und abgesehen und einigen in die Länge gezogenen Szenen und stockenden Momenten, wird die Geschichte auch mitreißend erzählt.

Fazit: Eine beeindruckende Idee, die interessant umgesetzt wird und den Leser zum Nachdenken anregt.

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310 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

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Der letzte erste Song

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 30.11.2018
ISBN 9783736309135
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Firsts-Reihe gehört zu meinen Lieblingsbuchreihen, weshalb ich mich sehr auf den Abschluss dieser gefreut habe.
Grace und Mason kennt man bereits aus den ersten drei Teilen, weshalb es mir leicht gefallen ist, mich in ihrer Welt zurechtzufinden. Da man den beiden in den anderen Teilen jedoch nur oberflächlich begegnet , erfährt man in "Der letzte erste Song" natürlich viel mehr über sie.
Obwohl beide Charaktere in "Der letzte erste Blick" keinen sympatischen Start erhielten, schließt man sie in "Der letzte erste Song" schnell ins Herz.
Grace ist ein sehr sensibler und einfühlsamer Mensch, wodurch ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Obwohl sie eigene Ängste besitzt, beweist sie immer wieder Mut und Stärke. Ich finde, dass es Bianca Iosivoni sehr gut gelungen ist, ihr Innenleben, das auch von Schatten der Vergangenheit geprägt ist, zu beschreiben. Besonders schön finde ich, dass Grace trotz einiger Tiefpunkte im Verlauf der Geschichte zu sich selbst findet.
Mason lernt man hier als einfühlsamen Menschen, der sehr viel herzlicher ist, als er in den ersten drei Teilen wirkt, kennen. Auch er hat mich für sich gewonnen, weil er einen so guten Charakter besitzt und zeigt, dass er für Grace da ist.
Die Geschichte entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und nicht zu schnell, was mir gut gefallen hat. Sie beinhaltet eine warme Atmosphäre, so, dass man sich in der Welt einfach nur wohl fühlt. Besonders gut gefällt mir, dass Grace und Mason sich nicht sofort ineinander verlieben, sondern erst mit der Zeit Gefühle füreinander entwickeln.
Durch die langsame und realistische Entwicklung, fiebert man mit den beiden mit und die Freude über den Moment, in dem sich beide endlich ihre Gefühle eingestehen können, ist noch größer. Die Chemie zwischen beiden stimmt und es gibt viele süße Momente, die einem das Herz erwärmen.
Bianca Iosivoni besitzt einen flüssigen Schreibstil und weiß, wie man große Emotionen schildert, wodurch die Geschichte das Herz berührt und den Leser mitreißt. Ich habe mit Grace und Mason richtig mitgefühlt und fühlte mich in ihrer Welt wie Zuhause. 
Eine weitere Sache, die mir gut gefällt, ist, dass die anderen Charaktere der Clique viel Raum einnehmen. Das verleiht der Geschichte etwas Besonderes und unterstützt die Wohlfühl-Atmosphäre, weil es einfach schön ist, den bekannten Gesichtern wieder zu begegnen. 
Das Thema Musik spielt in "Der letzte erste Song" eine große Rolle und wird sehr gut umgesetzt. Die Momente, in denen Grace und Mason musizieren oder über Musik sprechen, wirken authentisch. 
Im Verlauf der Geschichte wird Graces Vergangenheit aufgearbeitet und ich finde die Schilderungen davon gut gelungen. Vor allem, weil ihre Familiengeschichte sie so stark geprägt hat und Grund für ihre Unsicherheiten ist.
Nachdem Grace und Mason endlich zusammenkommen, gibt es einen Wendepunkt, der mir persönlich etwas zu überdramatisch gestaltet wurde. Ich kann zwar verstehen, weshalb der Konflikt eingebaut wurde, aber meiner Meinung nach, wirkte dieser eher aufgezwungen und nicht so, als ob er nötig gewesen wäre. Vor allem, weil das nicht mehr zu der Realitätsnahe passt, die in den ersten zwei Drittel des Buchs präsentiert wird. 
Durch den etwas zu aufgezwungenen Konflikt im letzten Drittel kommt für mich "Der letzte erste Song" nicht ganz an "Der letzte erste Blick" und "Die letzte erste Nacht" ran.
Dafür gefällt mir das Ende sehr gut, weil es ein runder Abschluss ist und Grace bis zu diesem zu sich selbst findet und es endlich schafft, sich von ihrer Vergangenheit zu lösen. Der Epilog hat mein Herz nochmals von Neuem erwärmt, weil man sich hier von den liebgewonnenen Charakteren der Firsts-Reihe würdig verabschieden kann.
Abschließend kann ich also sagen, dass mir "Der letzte erste Song" gut gefallen hat, weil Bianca Iosivoni hier wie in den weiteren Teilen der Reihe eine Atmosphäre geschaffen hat, in der man sich einfach wohlfühlt und Charaktere, die man ins Herz schließt. 

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Firsts-Reihe, der durch die nahbaren Charaktere und großen Gefühle punktet.

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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YOU – Du wirst mich lieben

Caroline Kepnes , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 21.12.2018
ISBN 9783736310810
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Idee zu "You - Du wirst mich lieben" hat sofort mein Interesse geweckt und sie wird gut umgesetzt. Carolin Kepnes hat einen Thriller über das Thema Stalking erschaffen, der unter die Haut geht und gleichzeitig zeigt, was die sozialen Medien für Auswirkungen haben können.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe erzählt und es wird die Du-Form verwendet, mit welcher er Beck direkt anspricht. Dadurch erhält die Erzählung eine einzigartige Atmosphäre und als Leser steckt man bis zum Ende in Joes gefährlicher Welt drin. Er wird nachvollziehbar beschrieben und Caroline Kepnes beweist viel Einfühlvermögen, weil es sicher nicht einfach ist, die Geschichte eines Stalkers aus seiner Sicht so authentisch zu schildern. Hier zeigt Caroline Kepnes, wie viel Talent sie besitzt.
Auch der Schreibstil verdeutlicht seinen Charakter, auch, wenn ich die derbe Sprache und Schilderung körperlicher Szenen als unangenehm empfand.
Von Beck erfahren wir alles nur aus Joes Sicht, wodurch man natürlich kein glaubwürdiges Bild von ihr erhält. Bis zum Ende wusste ich nicht so richtig, was ich von ihr halten soll. Man merkt nur, dass Joe von ihr besessen ist und sie trotz ihrer Schwächen liebt. 
Die weiteren Charaktere werden alle gut vorstellbar beschrieben, so, dass man als Leser eine übersichtliche Vorstellung von Becks Umfeld erhält. 
Die Handlung steckt voller schockierender Momente und entwickelt sich in einem guten Tempo. Ich finde es gut, dass sie sich über mehrere Monate abspielt und sich bis auf Joes sofortige Verliebtheit nicht alles zu schnell entwickelt. Man möchte immer nur weiterlesen und das ungewöhnliche Buch zieht den Leser in den Bann. Es wird immer spannender, bis es in einem packenden Finale endet.
Das Ende ist etwas vorhersehbar, allerdings finde ich das nicht schlimm, weil es nichts daran ändert, dass die Geschichte eine Gänsehaut beim Leser auslöst. Vor allem aber, lässt es die Neugier auf die Fortsetzung steigen, die ich auch unbedingt lesen möchte.

Fazit: Ein außergewöhnlicher Thriller über Stalking, der mit viel Einfühlvermögen erzählt wird.

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