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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hamburg, thriller, mord, krimi, jan fabel

Auferstehung

Craig Russell
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 15.08.2016
ISBN 9783841211675
Genre: Sonstiges

Rezension:


Seit Jahren begleiten mich die Thriller von Craig Russell um den sympathischen Hamburger Kommissar Jan Fabel. So verwundert es kaum, dass ich mich voller Erwartungen und Begeisterung auf seinen neuesten Fall stürzte.
 Schon der erste Satz auf der Rückseite des Buches trifft ins schwarze : Jan Fabel, Chef der Mordkommission in Hamburg, hat sich verändert". Doch in keinster Weise kann dieser simple Satz den treuen Jan Fabel  - Leser auf das vorbereiten, was ihn in diesem Buch erwartet. Die Nahtot - Erfahrung hat nicht nur den privaten Jan Fabel, sondern auch sein berufliches Umfeld verändert. Die skeletierten Überreste einer seit 15 Jahren vermissten Frau, und gleichzeitig Fabels erster Fall bei der Mordkomission werfen  ihn teilweise aus der Bahn. Aktuelle Morde im Hamburger Stadtgebiet scheinen in einem bisher unbekannten Zusammenhang mit der skelletierten Frauenleiche zu stehen. Die Komplexität der Fälle hält nicht nur die Mordkomission , sondern auch den Leser in Atem.  Spannend und abwechslungsreich gestaltet sich die Jagd nach dem unbekannten Mörder, stetige  Perspektivwechsel verlangen die Aufmerksamkeit des Lesers und sorgen gleichzeitig für ein angenehmenes Tempo. Dennoch hatte ich während des Lesens  permanent das Gefühl, dass der Autor mit diesem Buch irgendwie "zu viel" wollte: zu viel Veränderung des Hauptcharakters, zu viele schaurige und ungeklärte Mordfälle und zu viel an Spannung. Auch wenn bis nahezu fast zum Schluss der Täter unbekannt bleibt, erscheint mir der Thriller zu gewollt und unrealistisch, um nicht zu sagen konstruiert.Auch das Thema der Nahtod-Erfahrung welches einen großen Raum einnimmt, erinnert mich eher an einen esoterischen Roman, als die spannungsgeladenen Thriller, die ich bisher von Craig Russell gewohnt bin. 
Die ungewohnten Längen und die detailreichen Ausführungen des Autors mindern das Lesevergnügen . Auch der gewohnt flüssige Schreibstil und das symphatische Team um den Chefermittler Jan Fabel können die Schwächen des Buches leider nicht wett machen. Meiner Meinung nach der schwächste Jan Fabel Fall. Dennoch sollte das bei treuen Craig-Russell Fans nicht im Buchregal fehlen.

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Tags: mord   (1)
 

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159 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

fußball, schweden, freundschaft, neuanfang, humor

Britt-Marie war hier

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.06.2016
ISBN 9783810524119
Genre: Romane

Rezension:

Dank des Gewinns bei lovelybooks konnte ich in den letzten Tagen den neusten Roman von Frederik Backman lesen,der mich schon mit seinem ersten Buch "Ein Mann Namens Ove" begeistern konnte. Einigen Lesern dürfte die Protagonistin Britt-Marie bereits aus "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" kennen, jedoch ist es kein Muss dieses Buch im Vorfeld gelesen zu haben. Britt Marie ist ein echtes Original könnte man sagen. Mit Ihren 63 Jahren hat sie ganz konkrete Vorstellungen davon, wie die Dinge in Ihrem, aber auch in dem Leben anderer, abzulaufen haben. Neben Ihren ausgeprägten Ordnungssinn, hat sie eine pedantische Neigung Listen zu führen und verlässt niemals das Haus ohne Natron und eine Flasche Faxin (Ihr Lieblingsreinigungsmittel) in Ihrer Handtasche. Das sie mit Ihrer ganzen Art und Weise bei Ihren Mitmenschen für hochgezogene Augenbrauen und Kopfschütteln sorgt, bemerkt sie dabei oftmals gar nicht. Doch als sie von heute auf morgen aus Ihrem gewohnten Umfeld gerissen wird und eine Arbeitsstelle in dem kleinen , verschlafenen Örtchen Borg annimmt, beginnen Ihre Prinzipien und Ihre Fassade nach und nach zu bröckeln.

Dem Autor ist mit diesem Buch ein humorvoller und anrührender Roman zugleich gelungen. Lustige Szenen , gespickt mit Ironie werden oftmals durch leise, traurige Momente abgelöst, die zu Herzen gehen. Gelungen ist auch der langsame Charakaterwandel den Britt Marie auf den knapp 400 Seiten des Buches durchlebt. Von einer zunächst nervigen , pedantischen Person entwickelt sie sich allmählich zu einer liebenswürdigen , alten Dame die man liebend gerne in der eigenen Nachbarschaft hätte.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Glaubwürdigkeit der Handlung, die vor allem in der zweiten Hälfte meiner Meinung nach zu wünschen übrig lässt. In diesem Teil des Buches löst ein Ereignis das nächste ab, so dass der Leser für meinen Geschmack etwas zu rasant durch die Geschichte geführt wird und kaum Gelegenheit zum Luft holen erhält. Auch dem Vergleich mit dem Erstlingswerk "Ein Mann Namens Ove" hält Britt Marie leider nicht stand. Meine Erwartungen wurden teilweise enttäuscht, was hart klingen mag, aber in Anbetracht der Tatsache, dass der Autor mit seinem ersten Roman die Messlatte sehr hoch gesetzt hat, nicht überraschen mag.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

schwangerschaft, sachbuch, klassiker, spermien, samenzelle

Ein Kind entsteht

Lennart Nilsson , Lars Hamberger , Lothar Schneider
Fester Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2003
ISBN 9783442390502
Genre: Sachbücher

Rezension:


Mit diesem Buch können sich werdende Eltern anschaulich mit faszinierenden Fotos zu den verschiedenen Entwicklungsstufen über den Entwicklungsstand Ihres ungeborenen Kindes informieren. Die Bilder des Fotografen sind einzigartig und atemberaubend zugleich, zeigen sie uns doch, welch Wunder in unserem Bauch heranwächst. Ich liebe es Abends mit dem Buch im Bett zu liegen und mir ganz genau vorstellen zu können wie unser Baby Lou aussieht. Wieder einmal wird mir bewusst welche Leistung der eigene Körper in den letzten 20 Wochen vollbracht hat und welche er in den noch anstehenden vollbringen wird.

Jeder kennt sie , diese niedlichen Zeichnungen einer Schwangeren oder eines Babys in den unterschiedlichen Stadien der Schwangerschaft. Wer darüber hinaus gerne erfahren möchte wie das eigene Kind tatsächlich aussieht, wie weit die einzelnen Organe entwickelt sind und gleichzeitig auf nützliche und fundierte Kenntnisse rund um das Thema Geburt & Schwangerschaft nicht verzichten möchte, der ist mit dem Buch an der richtigen Adresse.

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Unter dem Herzen

Ildikó von Kürthy , Stefan Werthmüller , ZERO Werbeagentur
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.12.2013
ISBN 9783499630019
Genre: Biografien

Rezension:


Ildiko von Kürthys Buch ist eine Offenbarung für jede Schwangere. Vor allem wenn du mit dem ersten Kind schwanger bist ist alles unbekannt und neu, teilweise sogar beängstigend. Nicht nur die hormonellen Veränderungen , sondern vor allem die eigenen körperlichen Veränderungen können diesen Angstzustand zeitweise hervorrufen. Dank dem Buch "Unter dem Herzen" weiß ich nun, dass dies alles ganz normal ist. 

Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet authentisch von Ihrer eigenen ersten Schwangerschaft. Mit viel Witz und Humor, aber vor allem auch Ehrlichkeit (sie beschönigt nichts) hat sie es geschafft sich in mein Mutterherz zu schreiben. Bei vielen Szenen im Buch habe ich mich selbst wiedergefunden und gedacht "Wenn es Millionen anderen Frauen auch so geht, dann scheint das die normalste Sache der Welt zu sein". Und tatsächlich schreibt Sie mir teilweise aus der Seele. Vor allem der Satz „Es ist absolut nichts besonderes, wenn ein Baby zur Welt kommt. Außer, es ist das eigene!“ ist mir dabei in Erinnerung geblieben. Als Schwangere denkst du, du wärst der Nabel der Welt und niemand könnte deine Gefühle, Emotionen und Ängste nachvollziehen. Das es Millionen anderen Frauen ebenso geht, wird dabei völlig verdrängt.

Gemeinsam mit dem Leser nimmt sie die Hürde jeder einzelnen Schwangerschaftswoche und schreibt in einer Art Tagebuchformat Ihre Gedanken, Sehnsüchte und Erfahrungen nieder. Mit Ihrer selbstironinschen Art schafft sie eine positive und witzige Atmosphäre die ansteckend ist.

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

usa, bücher, iowa, schwede, buchladen

Ein Buchladen zum Verlieben

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442713929
Genre: Romane

Rezension:


Zunächst tat ich mich mit dem Einstieg in das Buch etwas schwer. Für meinen Geschmack passierte einfach zu wenig. Das lag weder an den Charakteren, die meiner Meinung nach wirklich gelungen waren , noch an der Atmosphäre ( ich mag diese Kleinstadtatmosphäre, in der man nie weiss was als nächstes passieren wird). Erst nach den ersten 100 Seiten wurde das Buch dann für mich wirklich interessant und lesenswert. Die Einwohner der kleinen amerikanischen Stadt Broken Wheel haben Ihre Eigenarten und sind mitunter ziemlich schrullig. Dennoch kann man sich als Leser Ihrem Charme ebenso wenig entziehen, wie Sara. Sara schloss ich sofort ins Herz. Sie liebt Bücher mehr als Ihre Mitmenschen und versteht es wunderbar stundenlang in deren Welten zu versinken. Ihr Idealismus ist bemerkenswert und auch Ihre Hartnäckigkeit ist immer wieder beeindruckend. Sie ist ein absoluter Buchnarr der Bücher den Menschen vorzieht – in meinen Augen absolut sympathisch und nachvollziehbar.

Wer in diesem Buch Spannung und Abenteuer erwartet wird enttäuscht sein, denn das Buch lebt vor allem von der Atmosphäre der amerikanischen Kleinstadt und ihren Bewohnern, dank denen es zu allerlei skurrilen Begebenheiten kommt. Tatsächlich wirkt das Ende dann auch ein wenig konstruiert, aber wen stört es schon großartig, wenn es dafür ein unerwartetes Happy End gibt? Mich für meinen Teil nicht. Auch von einer realistischen Handlung ist das Buch sehr weit entfernt, die beschrieben Charaktere wird man kaum in unserer realen Welt wieder finden . Aber genau das macht für mich den Reiz dieses Buches aus. Ich liebe es dem Alltag mit Hilfe eines Buches zu entfliehen und genau das ist der Autorin mit Ihrem Debüt gelungen.

Buchliebhaber unter Euch werden begeistert sein, denn immer wieder gibt es wahrhaft schöne Anspielungen auf Bücher, welche  die Autorin wunderbar in die Geschichte hat einfließen lassen. Das Buch entzückt durch die Ode an das geschrieben Wort und am Ende stellt man sich als Leser dann tatsächlich die Frage „Was liebe ich mehr? Bücher oder Menschen?“.

Mein Fazit

„Ein Buchladen zum verlieben“ ist ein Debüt welches polarisiert: entweder man liebt das Buch oder eben nicht. Auch wenn ich mir Anfangs etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt hatte , komme ich nicht umhin zuzugeben, dass ich dieses Buch mag. Mit jeder gelesenen Seite stahl es sich ein kleines Stückchen mehr in mein Buchhändler-Herz. Atmosphärisch dicht verpackt bietet dieses Buch außergewöhnliche Charaktere, skurrile Begebenheiten und zwischen den Zeilen eine große Portion Liebe, die sich nicht nur auf die Liebe zu Büchern bezieht. Das Happy End , wenn auch nicht ganz realistisch, rundet dieses außergewöhnliche Buch meiner Meinung nach perfekt ab.

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1.354 Bibliotheken, 27 Leser, 4 Gruppen, 74 Rezensionen

schattenjäger, chroniken der unterwelt, liebe, cassandra clare, fantasy

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.02.2015
ISBN 9783401066745
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Seit der Harry Potter Reihe habe ich keine Buchreihe mehr so verschlungen wie Cassandra Clares "Chroniken der Unterwelt". Ursprünglich hatte ich mir nur den ersten Band gekauft, um in die Reihe hineinzuschnuppern. Binnen kürzester Zeit hatte ich dann aber auch die Teile zwei bis fünf gelesen. Das große Finale "City of heavenly fire" habe ich mir schließlich bis zum März aufgehoben.

Ich bin zunächst skeptisch gewesen, ob das Buch mit seinen knapp 900 Seiten meine Erwartungen an ein Finale einer 6 Bändigen Reihe erfüllen kann. Nun kann ich sagen, meine Erwartungen wurden zwar nicht übertroffen, aber sie wurden erfüllt, und das ist immerhin nicht schlecht.

Neben altbekannten Figuren schafft die Autorin auch mit diesem Band wieder sympatische und realistisch wirkende Charaktere, wie die der jungen Emma Carstairs oder Julian Blackthorn. Die altbekannten Charaktere können mit teilweise überraschenden Gedankengängen und Handlungen überraschen, auch wenn man dachte sie bereits durch die ersten fünf Bände in- und auswendig zu kennen. Clary, Simon und Jace waren für einige Überraschungen gut.

Dennoch wies das Buch hinsichtlich der Handlung einige Längen auf, und ich bezweifele , dass gerade das jüngere Lesepublikum das Durchhaltevermögen besitzt um diese Längen zu würdigen bzw. als Teil des Buches zu akzeptieren ohne sich zu zeitweise zu langweilen.

Das Ende war zwar überraschend, aber dennoch für mich nicht in sich schlüssig und etwas zu kitschig bzw. Teen-Romance. Hier dürften die jüngeren Leser wieder voll auf Ihre Kosten gekommen sein.

 

Mein Fazit

Ein gelungenes Finale, das trotz einiger Längen hinsichtlich der Handlung überzeugen konnte und einen runden Abschluss einer durchweg spannenden Reihe darstellt.

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574 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

träume, fantasy, liebe, kerstin gier, silber

Silber - Das dritte Buch der Träume

Kerstin Gier
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 08.10.2015
ISBN 9783104029900
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der dritte Teil der Silber-Trilogie, ist für mich ein absolutes Muss gewesen, nachdem mich bereits der erste und der zweite Teil binnen weniger Seiten begeistern konnten. Dementsprechend hoch sind natürlich auch meine Erwartungen gewesen. Leider konnte der letzte Teil und das versprochene "große Finale" nicht halten was es verspricht. Aber von vorne...

Den bisher gewohnten Humor aus den beiden vorangegangen Teilen suchte man in diesem Band  über lange Strecken vergebens. Zwar gab es auch hier einige amüsante Szenen, diese waren aber nicht Ansatzweise vergleichbar mit den bisher gewohnten. Hier hätte ich wenn schon keine Steigerung des Niveaus, zumindest ein gleich bleiben erwartet.

Auch einige Charaktere und Handlungsstränge blieben für mich völlig überraschend ohne Tiefe und wurden nur schemenhaft dargestellt. So bleibt der neue Nachbar Matt lediglich eine Randfigur, auf den nicht näher eingegangen wird. Die Wandlung von Arthur hingegen ist so drastisch und krass , dass sie völlig unrealistsich wirkt.

Die Handlung zieht sich teilweise sehr in die Länge und einige Geheimnisse und Fragen bleiben auch zum Ende hin unbeantwortet oder werden nur teilweise gelöst. Für das versprochene große Finale  ist dies meiner Meinung eindeutig zu wenig. Selbst die Enthüllung, wer sich hinter der geheimnisvollen Secrecy verbirgt ist alles andere als spannend und wirkt letzendlich nahezu lächerlich .

Mein Fazit

Ein großes versprochenes Finale, welches einige Schwachpunkte hat und leider nicht überzeugen konnte. Schade, wo die Trilogie doch so vielversprechend begonnen hatte.

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(2.897)

4.397 Bibliotheken, 52 Leser, 13 Gruppen, 252 Rezensionen

träume, silber, kerstin gier, liebe, jugendbuch

Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nach dem mich bereits der erste Teil der Trilogie so begeistern konnte, stand für mich sofort fest, dass ich auch den zweiten Teil lesen muss. Gesagt, getan. 

Ebenso wie im ersten Band kann die sympathische Liv mit Ihrer humorvollen Art überzeugen. In Ihrer Patchwork-Familie läuft nicht alles rund, doch dank Ihrer Schwester Mia meistert sie auch hier einige Hürden, die größte davon taucht  in Form der Stief-Granny auf, die kurzer Hand von den beiden  in Bocker (Biest in Ocker) umbenannt wird. Vor allem die Schwestern sorgen in diesem Band für eine ausgelassene Stimmung und sorgen mit Ihrem Wortwitz für ein Lese-Erlebnis der ganz besonderen Art.

Auch in diesem Band ist Liv fasziniert von der neu entdeckten Traumwelt und lässt es sich nicht nehmen weiter durch die Korridore voller Traumtüren zu schweifen , immer auf der Suche nach einer neuen Entdeckung . Ihre Fähigkeiten werden von Traum zu Traum besser, und vor allem Ihre Versuche hinsichtlich der Verwandlungsfähigkeit ließen mich herzlich schmunzeln.

Der Einstieg in die Fortsetzung fiel mir nicht schwer, was vor allem an dem gewohnten Schreibstil  der Autorin, sowie den bereits bekannten und durchaus sympathischen Charakteren lag. Dennoch kommt keine lange Weile auf, da es einige neue Begebenheiten gibt. Und auch der Bösewicht, den ein gutes Fantasybuch meiner Meinung nach unbedingt benötigt, lässt nicht lange auf sich warten (wobei ich hier nicht allzu viel verraten möchte).

Mein Fazit

Eine gelungene Fortsetzung , die mit Wendungen und Überraschungen , sowie dem bekannten Humor des ersten Teils überzeugen kann. Wer jedoch auf eine Aufklärung hinsichtlich der übersinnlichen Traumfähigkeiten hofft, wird enttäuscht werden.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

shanghai, judenverfolgung, roman, andrea maria schenkel, dachau

Als die Liebe endlich war

Andrea Maria Schenkel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 10.03.2016
ISBN 9783455403824
Genre: Romane

Rezension:


MEINUNG

Nach den bisher eher knapp gehaltenen Büchern der Autorin wie Tannöd oder Kalteis bin ich zunächst skeptisch gewesen, ob und wie der Autorin die Umsetzung einer solch umfangreichen Handlung gelungen ist. Mit “ Als die Liebe endlich war“ betritt Andrea Maria Schenkel ein für sie bisher unbekanntes Genre.

Der Titel und auch die Inhaltsangabe mag zunächst nach einem Liebesroman klingen, der seine Wurzeln während des Zweiten Weltkrieges entfaltet. Dieses Buch ist jedoch weitaus mehr als einfach nur ein Liebesroman. Zwei Handlungsstränge werden geschickt und spannend miteinander verwoben, ohne das dies dem Leser zunächst in voller Gänze klar ist.  Zum einen wird die Geschichte des jungen Carl erzählt, der mit Mutter und Schwester kurz vor Beginn des Krieges nach Shangai auswandert. Zum anderen erfahren wir mehr über die junge Erna, die ungefähr  zur selben Zeit zu Ihrer Tante nach München geschickt wird . Dort lernt sie ein völlig neues Leben kennen: Ihre Tante führt dort ein „Institut für Lebensberatung“ . Neben Kontakten zu bekannten Persönlichkeiten und Schauspielern gibt es auch immer wieder Berührungen mit der SS. Beide Leben scheinen zunächst nichts miteinander gemein zu haben….

Andrea Maria Schenkel gelingt es mit einer ausgesprochenen Leichtigkeit der Sprache eine spannende und dennoch emotionale Geschichte zu erzählen. Sie verzichtet dabei nicht nur auf eine überladene Sprache , sondern auch auf die bekannten Klischees im Zusammenhang mit dem Thema Nationalsozialismus . Die Charaktere glänzen durch ihre ganz individuellen Merkmale und Eigenheiten. So gibt es einen Ehemann, der seine Familie zurücklässt, weil er sich trotz jüdischer Wurzeln seinem Heimatland Deutschland aufs tiefste verbunden fühlt, oder auch eine Frau in den Vierzigern, die sich nichts sehnlicher wünscht als endlich Ihren Geliebten heiraten zu dürfen und dafür selbst vor Kindesentführung nicht zurück schreckt.

 

Mein Fazit

Die Autorin hat einen vielschichtigen Roman mit knapper und präziser Sprache geschaffen, der mehrere Jahrzehnte umfasst und ein vorhersehbares , aber dennoch bewegendes Ende bietet. Eine überraschende Andrea Maria Schenkel , die auch fern ab Ihres üblichen Genres begeistern kann.

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224 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

london, krimi, cormoran strike, england, robin ellacott

Die Ernte des Bösen

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.02.2016
ISBN 9783764505745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich war wirklich gespannt auf den 3. Teil der Cormoran-Strike Reihe, die aus der Feder der britischen Autorin Joanne K. Rowling stammt.  Auch ohne die beiden ersten Teile gelesen zu haben gelang mir auf Anhieb ein guter Einstieg in das Buch.
Vor allem die Tatsache, dass die junge Robin die eher zufällig in dem Detektivbüro von Cormoran Strike gelandet ist, ein abgetrenntes Frauenbein per Post erhält machte einen gewissen Reiz für mich aus. Ich mag Stories, die mit ungewöhnlichen Ideen und Ansätzen aufwarten. Ebenso ungewohnt ist die Konstellation der beiden ermittelnden Figuren Robin und Cormoran. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch bilden sie ein sympatisches Ermittlerduo. Einen Großteil des Buches begleitet der Leser die zwei auf Ihren Ermittlungen, wobei sie lange im dunkeln tappen. Die Durststrcken hinsichtlich der Ermittlungen werden meiner Meinung dadurch wieder wett gemacht, dass wir viel aus dem privatleben und der Vergangenheit der beiden erfahren. Da ich wie gesagt die beiden ersten Bände nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob der Leser hier viel Neues erfährt, oder Altbekanntes neu erzählt wird. Besonders gelungen fand ich die Einschübe des Mörders, in denen die Leser Einblicke in das Seelenleben des Mörders erhalten, ohne jedoch zu ahnen wer er wirklich ist.  Bis zum Ende bleibt es tatsächlich hinsichtlich der Identität des Mörders spannend, und die Auflösung kam nicht nur für mich, sondern auch für einige andere Teilnehmer der Leserunde sehr überraschend.
Da es sich bei dem Buch um einen ausgewiesenen Kriminalroman handelt, wurden meine Erwartungen hinsichtlich der Spannung erfüllt. Zwar gab es wie gesagt einige Durststrecken bei den Ermittlungen, die meiner Meinung nach von der Autorin allerdings gut dazu genutzt wurden um den Fokus auf andere Dinge wie z.B. das Privatleben der Charaktere oder auch das Seelenleben des Mörders zu legen.
Der Cliffhanger am Ende (hier möchte ich nicht zu viel verraten) führt dazu, das ich zumindest die ersten Seiten des Folgebandes unbedingt lesen muss. 
Wer keine blutrünstigen Ermittlungen erwartet, sondern einen fundierten , spannenden Kriminalroman zu schätzen weiß der wird mit diesem Buch viel Freude haben.

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165 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, entführung, krimi, usa, karin slaughter

Harter Schnitt

Karin Slaughter , Klaus Berr
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.02.2015
ISBN 9783442378173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


MEINUNG

Der dritte Band von Karin Slaughters Georgia-Serie klingt nach einem ganz persönlichen Horrorszenario für die toughe und selbstbewusste Polizistin Faith Mitchell. Zwar kann das Buch unanbhängig von den zwei Vorgänger-Büchern gelesen werden, aber auf Grund des sehr persönlichen Hintergrundes der agierenden Charaktere empfehle ich Euch dennoch die zwei anderen Teile im Vorfeld zu lesen. Da Faiths Partner Will Trent Ihr in dieser schwierigen Zeit zur Seite steht, erfährt der Leser auch mehr über dessen schwierige Kindheit im Kinderheim und bei Pflegeeltern , sowie seiner krankhaften Abhängigkeit von seiner Ehefrau. Gemeinsam mit der Ärztin Sara Linton nimmt er eine tragende Handlung während des Geschehens um Faith Mutter ein. Eigentlich mag ich die ausgefeilten Charaktere Karin Slaughters mit all Ihren Ecken und Kanten. Doch beim lesen dieses Buches hatte ich zum ersten Mal das Gefühl das die Autorin es etwas zu gut gemeint hat und mit den vielen Nebenschauplätzen und Handlungssträngen von dem Hauptgeschehen um das Verschwinden von Faiths Mutter ablenkt. Gut gefallen hat mir die Tatsache, dass hier mit den Ängsten der Protagonisten gespielt wird und Verzweiflung, Wut und die damit verbundene Hilflosigkeit im Vordergrung stehen. Dadurch erhält die Handlung eine ungewohnte Schärfe und Ernsthaftigkeit. Gleichzeitig fühlt und zittert man mit Faith mit und kann sich gut in Ihre Situation hineinversetzen. Es bleibt spannend bis zum Schluß, für den sich die Autorin eine überraschende Wendung (die an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird) aufgehoben hat. Ein toller Wow-Effekt zum Ende des Buches.

 

Mein Fazit

Ein rasanter Thriller mit einer enormen Dramatik und Dynamik. Spannungsgeladen bis zum Schluss und für alle Karin Slaughter Leser ein unbedingtes Muss. 

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490 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

narbenkind, psychothriller, schweden, stockholm, thriller

Narbenkind

Erik Axl Sund , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.09.2014
ISBN 9783442481187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


MEINUNG

Nachdem ich begeistert den ersten Teil der Trilogie “Krähenmädchen” gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich unbedingt wissen muss wie es mit der Ermittlerin Jeanette Kihlberg in Stockholm weiter geht. Der Übergang zwischen den beiden Büchern ist fließend, denn “Narbenkind” setzt genau dort an, wo “Krähenmädchen” endete. Um den zweiten Teil wirklich verstehen zu können, muss der erste Band im Vorfeld gelesen werden, da die vielen Charktere und Handlungsstränge trotz der Kürze der Kapitel sehr komplex sind.  Die Erzählperspektive wechselt häufig und die einzelnen Kapitel sind teilweise sehr kurz gefasst, was ich beim lesen als sehr störend empfand. Ich hatte das Gefühl , nie so wirklich in der Handlung anzukommen und mich auf das Geschehen einstellen zu können. Eine wirkliche Abwechslung boten allerdings die Rückblenden in die Vergangenheit, die mir als Leser aufschlussreiche Details lieferten und halfen Victoria Bergmann besser zu verstehen. Auch in diesem Band erfährt der Leser viel aus dem Privatleben der ermittelnden Polizisten Jeanette, die der Täterin scheinbar viel näher kommt , als sie selber ahnt. Auf Grund der Thematik – über Jahre anhaltender Kindesmissbrauch, Menschenhandel und Kinderpornografie  – dürfte die Reihe allerdings nichts für schwache Nerven sein.  

 

Mein Fazit

Im zweiten Band fehlte mir nicht nur die versprochene Spannung. Das ganze Buch über hatte ich das Gefühl mich eher durch die Handlung zu kämpfen, als die Lektüre  des Buches tatsächlich genießen zu können. Für meinen Geschmack tanzt das Autorenduo eindeutig auf zu vielen Hochzeiten, sowohl hinsichtlich der Charaktere , als auch der Handlungsstränge. Den dritten Band werde ich wohl nur lesen, weil ich ihn sowieso schon im Buchregal stehen habe und  dennoch wissen möchte wie die Trilogie endet.

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106 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

graeme simsion, liebesroman, baby, der rosie effekt, beziehungskomödie

Der Rosie-Effekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596031856
Genre: Liebesromane

Rezension:


MEINUNG

Nachdem mich bereits im Sommer 2014 das Rosie-Projekt vollends begeistern konnte, stand für mich fest, dass ich auch den zweiten Roman von Graeme Simsion um den außergewöhnlichen, pedantischen und introvertierten Australier Don Tillmann lesen muss. Nachdem er und Rosie im ersten Buch zueinander fanden  bin ich gespannt gewesen wie es nun weitergeht.

Während der erste Band vor skurrilen und humorvollen Ereignissen nur so strotzte und ich teilweise Bauchschmerzen vor Lachen hatte kommt die Fortsetzung zwar wesentlich ruhiger, aber dennoch nicht unsympathischer daher. Während Don und Rosie eine gefestigte Beziehung in Ihrer Wahlheimat New York führen droht ein unvorhersehbares Ereignis  vor allem Don völlig aus der Bahn zu werfen: Nach dem Rosie ihm überglücklich verkündet dass sie schwanger ist, schrillen bei Don die Alarmglocken los. Sofort setzt er alles daran einen seiner berühmten Notfall-Pläne zu entwerfen, wobei seine Beziehung zu Rosie auf eine harte Probe gestellt wird: Eine zeit voller Missverständnisse, Unwahrheiten und chaotischen Begebenheiten scheinen die Beziehung der beiden ernsthaft zu gefährden. Gerade diese Thematik nimmt dem Buch die gewohnte und teilweise auch von mir erwartete Leichtigkeit.

Das Konstrukt aus Lügen, in das sich Don immer mehr verwickelt scheint so gar nicht zu dem sonst so ehrlichen und treuen Don zu passen. Leider führte das, und der Umstand das der Fokus der Handlung zu 90% auf Rosies Schwangerschaft lag dazu, dass ich bis zum Ende des Buches nicht gänzlich in die Geschichte fand. Natürlich gab es auch in diesem Buch wieder wunderbar herrlich skurrile und witzige Einlagen, aber dennoch schwang immer ein negativer Unterton mit.

Leider vielen mir dann auch einige Gegebenheiten im Buch negativ aus, wie z.B die Tatsache das Rosie während Ihrer Schwangerschaft weiterhin regelmäßig Rotwein trank, obwohl Don nach ausgiebigen Recherchen davon abriet.

 

Mein Fazit

Alles in allem ist dem Autor mit der Fortsetzung ein witziger und unterhaltsamer Roman gelungen, der jedoch in Punkto Originalität und Wortwitz bei weitem nicht an den ersten Band heran reicht. Dennoch würde ich jedem Leser, der ebenso wie ich vom ersten Band überzeugt gewesen ist, dazu raten auch dieses Buch zu lesen. Allerdings solltet Ihr nicht allzu Hohe Erwartungen mitbringen. Ein gelungener, unterhaltsamer Roman, der zum schmunzeln einlädt.

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, brasilien, aloysius pendergast, verfolgung, lincoln child

Fear - Grab des Schreckens

Douglas Preston , Lincoln Child , Michael Benthack
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Droemer, 03.06.2013
ISBN 9783426199008
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


MEINUNG

Für den Februar habe ich mir ein ganz persönliches Schmankerl aufgehoben: Mit Fear, dem bereits zwölften Band um den ebenso genialen wie eigenen FBI Agenten Pendergast findet die “Helen-Trilogie” endlich Ihren Höhepunkt.

Vor allem Leser, die bereits andere Bücher um den ebenso eigensinnigen wie auch scharfsinnigen Pendergast gelesen haben ,werden wenn nicht begeistert, so doch zumindest überrascht sein über einen FBI Agenten wie wir ihn bisher nicht kannten. Noch nie waren seine Ermittlungen so persönlich und so emotional wie in dieser Reihe. So verwundert es kaum, dass wir völlig neue Seiten an dem sonst so toughen und knallharten Agenten zu sehen bekommen. Tatsächlich hatte ich am Anfang meine Schwierigkeiten mit diesem ungewohnten Bild von meinem Lieblingsermittler. Andererseits lernen wir hier vielleicht den wahren und persönlichen Pendergast kennen, der so viele Tiefschläge einstecken muss wie nie. Wird er es schaffen die eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu bekämpfen?

Wer den ersten und zweiten Teil der Helen-Trilogie nicht gelesen hat wird es Recht schwer haben einen Einstieg in das Buch zu finden, so dass ich empfehle diese unbedingt im Vorfeld zu lesen.

Thriller – Fans werden hier auf Ihre Kosten kommen, denn das Autoren-Duo liefert eine komplexe und gut durchdachte Geschichte, die bis zum Schluss spannend bleibt und den Leser mitfiebern lässt wie selten. Die unorthodoxen Ermittlungsmethoden, die Pendergast auch hier wieder anwendet, und mit denen er letztendlich immer wieder durchkommt, scheinen auf den ersten Blick unglaubwürdig und unrealistisch. Doch genau diese Methoden und die Hartnäckigkeit mit denen sie angewendet werden sind charakteristisch für diesen außergewöhnlichen Ermittler. Entweder man liebt ihn, oder eben nicht.

Ohne allzu viel zu verraten möchte ich erwähnen, dass ich vor allem die Tatsache gelungen fand, dass hier das Thema Genforschung eine große und tragende Rolle einnimmt, wobei die Ermittlungen teilweise bis in das Dritte Reich und die perfiden genetischen Versuchen an Menschen zurückreichen. Das Autoren-Duo schlägt einen in geschichtlicher Hinsicht unerwartet großen Bogen und macht den dritten Teil der Trilogie zu einem echten Lesegenuss.

 

Mein Fazit

Für Pendergast-Fans ein absolutes Muss!

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(89)

203 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, liebesroman, juliet ashton, freundschaft, beziehung

Immer wieder du und ich

Juliet Ashton , , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.01.2016
ISBN 9783499271229
Genre: Liebesromane

Rezension:


MEINUNG

Ehrlich gesagt fällt es mir nach 400 Seiten , die ich als Leserin mit Kate, von Jahr zu Jahr, von Katastrophe zu Katastrophe, von Familienereignis zu Familienereignis mitgefiebert habe etwas schwer meinen Leseeindruck in Worte zu fassen. Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, dass wir die Protagonistin Kate, eine liebenswürdige Junge Frau die in beruflicher Hinsicht fest im Leben steht und eine Frau ist die weiss was sie will, bereits im zarten Alter von 5 Jahren kennen lernen. Auf der Geburtstagsparty zu Ihrem 5. Geburtstag macht Charlie Ihr bereits die erste Liebeserklärung, ohne zu wissen, das sie knapp 14 Jahre später auch Ihr erstes Mal miteinander erleben werden. Als Leser hangelt man sich von Ereignis zu Ereignis, da jedem Kapitel kleine Einladungskärtchen vorangestellt sind, auf denen man erfährt, in welchem Jahr und bei welchem Ereignis man sich gerade befindet. Das Buch lebt von seinen Zeitsprüngen, so dass es einem eigentlich nie langweilig wird. Kate ist eine sympathische Protagonistin, die jedoch in Ihrem Privatleben von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Dabei immer an Ihrer Seite: Ihre Jugendliebe Charlie, den sie einfach nicht vergessen kann. Der Roman bietet somit eine wunderbare Vorlage für einen witzigen Liebesroman. Meiner Meinung nach gibt es allerdings ein einziges und dabei riesengroßes Manko: In Kates Leben kommt es zu dermaßen vielen skurrilen Begebenheiten und Begegnungen mit anderen Menschen. Ob nun die Tatsache, dass sie mit Ihrer Cousine Becca einen Partnertausch begeht, sie sich später in einen egozentrischen Alkoholiker verliebt oder auch zwischendurch auf einer hemmungslosen Sexparty wiederfindet. An einem gewissen Punkt gewinnt man als Leser den Eindruck das Kates Leben geradezu überquillt vor Zufällen und das ganze wirkt nicht mehr realitätsnah , sondern konstruiert und überfrachtet. Die Glaubwürdigkeit der Geschichte leidet darunter so sehr, dass ich am Ende froh gewesen bin das Buch zu Ende gelesen zu haben.  In diesem Fall stimmt der Satz "Weniger ist manchmal mehr". Die vielen Nebenschauplätze lenkten den Blick weg von Kate und Ihrem Leben, und auch die Charaktere kommen meiner Meinung nach dadurch eindeutig zu kurz.





Mein Fazit

Ein netter Frauenroman für zwischendurch, der durchaus das Potential besitzt die Leserinnen zu begeistern. Wer jedoch Wert legt auf eine realitätsnahe Liebesgeschichte die einem bis zum Ende fesselt wird enttäuscht sein. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

aufarbeiten, beziehung, studium, berlin, beziehungen

Gegenspiel

Stephan Thome
Flexibler Einband: 457 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.02.2016
ISBN 9783518466506
Genre: Romane

Rezension:


MEINUNG


Vor allem zu Beginn konnte mich das Buch in erzählerischer Hinsicht begeistern. Mit dem Plot schafft der Autor es den Leser in seinen Bann zu ziehen: man begleitet ein streitendes Ehepaar bei der Autofahrt und im nächsten Augenblick befindet man sich mitten in einer Berliner Straßenschlacht zu Beginn der Achtzigerjahre. schon zu beginn wird klar, dass viele Schauplätze auf den Leser warten und fast ebenso viele Zeitebenen. Die geschichte wird aus sicht der gebürtigen Portugiesin Maria erzählt, die den Leser mitnimmt in Ihre ganz persönliche Geschichte. Gegenwärtig befindet sie sich nach 20 jahren mitten in einer Ehekrise mit Ihrem Ehemann Hartmut. Dabei wendet sie den Blick immer wieder zurück in Ihre Vergangenheit: auf Ihre Jugend in Portugal und ihre Studienjahre in Berlin. Die Wechsel der Zeitebenen sind zwar nicht als solche erkenntlich gemacht wurden in dem Roman, dem aufmerksamen Leser erschließen sich diese allerdings sehr leicht durch den Kontext. Maria nimmt den Leser mit auf eine atmosphärisch Dicht verpackte Reise , nicht nur in die Geschichte Berlins sondern ebenso in die Geschichte Portugals. Dabei werden grundlegende Fragen gestellt, wie z.B. nach dem Vermögen der Selbstreflexion, der Treue zu sich selbst, und nicht zuletzt der Fähigkeit die eigene Wahrheit für sich als solche zu erkennen und vor allem auch anzunehmen. Stephan Thome ist ein zeitgenössischer Roman über die ,geschichtlich für uns Deutschen sehr bedeutenden, Wendejahre gelungen. Dabei greift er auf facettenreiche Figuren wie Maria zurück, die nicht nur zwischen Ihrem heimatland Portugal und Ihrer Wahlheimat hin- und hergerissen ist, sondern mit 50 Jahren immer noch Ihren Platz in der Gesellschaft sucht.





Mein Fazit

Zwischenzeitlich wies der Roman einige Durststrecken hinsichtlich der Spannung und des Plots auf. Wer sich für die Deutsche Geschichte im Allgemeinen, und die Wendejahre im Besonderen interessiert, der wird sich auf diesen Roman einlassen und von ihm mitreißen lassen können. Ohne das angesprochene historische Interesse dürfte dieser Roman allerdings nur mittelmässig bei den Lesern abschneiden, auch wenn er in sprachlicher Hinsicht auf ganzer Ebene überzeugen konnte.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

thriller, kopenhagen, rebekka holm, dänemark, vermisst

Todessommer

Julie Hastrup , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492301657
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


MEINUNG


Mit “Todessommer “ ist Julie Hastrup eine erfolgreiche und in jeder Hinsicht spannende Fortsetzung Ihrer Rebekka-Holm-Reihe gelungen. Spannend vor allem in Hinsicht auf die Problematik, mit der sich die symphatische Ermittlerin Rebekka Holm bei Ihrer neuesten Ermittlung konfrontiert sieht: Innerhalb kurzer Zeit verschwinden mehrere Mädchen spurlos. Alles weist auf einen Täter aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis hin, doch irgendwie scheint diese logische Schlussfolgerung nicht so recht ins Bild und zu Rebekkas Bauchgefühl zu passen. Während die Protagonisten immer mehr ins grübeln gerät, wird auch der Leser immer unsicherer und fängt an sich eigene Gedanken zum Täter und dessen möglichen Motiven zu machen. Auch wenn die einzelnen Figuren sehr gut skizziert sind, spielt die Autorin in diesem Teil für meinen Geschmack etwas zu sehr mit den Klischees. Wenn ich eines nicht mag, dann sind es klischeehafte Figuren. Und davon gibt es in diesem Buch leider ein gutes Dutzend. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang und Fantasie Seitens der Autorin gewünscht. Dennoch ist der Thriller von Anfang bis Ende fesselnd um am Ende mit einem kleinen Showdown und einer überraschenden Wendung doch sehr überraschend.





Mein Fazit

Eine Leseempfehlung für alle Leser skandinavischer Thriller. Sicher wird auch der vierte Band um die symphatische Ermittlerin Rebekka Holm seinen Weg in mein Buchregal finden.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

hexen, halberstad, hexe, krimi, mythen

Im Schatten der Hexen

Kathrin R. Hotowetz
Buch: 322 Seiten
Erschienen bei Geistmühle, 01.10.2011
ISBN 9783943455007
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als gebürtige Harzerin habe ich voller Vorfreude den ersten Teil von Kathrin Hotowetz “Im Schatten der Hexen ” – Trilogie begonnen. Nach dem lesen des Klappentextets erwartete ich einen spannenden und mystischen Krimi, der mich mitnehmen würde in die Orte meiner Kindheit. Tatsächlich beginnt das Buch mit einem rätselhaften Prolog der mich als Leserin neugierig auf mehr machte. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen erfahren wir die schicksalhafte Geschichte einer jungen Frau im 17. Jahrhundert, die der Hexerei bezichtigt vor Ihren Verfolgern fliehen und alles Ihr Vertraute und Bekannte hinter sich lassen muss. 300 Jahre später ermittelt der beruflich unzufriedene aber durchaus sympathische Kommissar Breitner in einem mysteriösen Fall, in dem immer mehr junge Mädchen nacheinander spurlos und auf mysteriöse Art und Weise verschwinden. So weit eine plausible und spannende Geschichte, die eine Menge Potential geboten hätte. Doch leider verpufft dieses Potential für meinen Geschmack allzu schnell. Unnötig lange Dialoge unterbrachen meinen Lesefluss und auch die sprachlichen Unzulänglichkeiten konnte ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr ignorieren. Es gab eine Menge Rechtschreib- und Grammatikfehler die mich als Leserin sehr enttäuscht zurückließen. Natürlich ist das Buch in einem kleinen Verlag erschienen, dennoch hege ich den Verdacht , das es keinen Lektor gab. Auch die versprochene mystische und gruselige Stimmung kam beim lesen nicht wirklich auf. Ich hatte mehr sagenumwobene Elemente erwartet, als ich dann letztendlich gefunden habe. Alles in allem muss ich sagen, dass sowohl die Handlung als auch die Sprache mich nicht überzeugen konnten. Auch fühlte ich mich meiner Heimat, in der ich immerhin knapp über 20 Jahre gelebt habe, durch das Buch nicht näher – was ich mir im Vorfeld erhofft hatte. Die Geschichte wirkte letztendlich sehr konstruiert und ließ es an Glaubwürdigkeit mangeln.


 


 


Mein Fazit


Da ich der Autorin und der Buchreihe eine zweite Chance geben wollte, fing ich im Anschluss schließlich mit der Fortsetzung “Hexenjahr” an. Nach knapp 150 Seiten legte ich es allerdings enttäuscht zur Seite. Ich kam nicht annähernd in die Geschichte rein, und empfand das Buch sprachlich noch schlechter als das erste. Diesmal gibt es also keine Leseempfehlung von mir.


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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schmetterlingsflüstern

Petra Franziska Killinger , Petra Franziska Killinger
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 19.09.2012
ISBN 9783451064760
Genre: Sachbücher

Rezension:


MEINUNG


Ich entschied mich vor allem dieses Buch zu kaufen und zu lesen, weil mir der Ansatz der Autorin gefiel: die Vorstellung und Hoffnung, dass ein verstorbenes Kind zwar nicht mehr in unserer diesseitigen Welt lebt, uns aber mit kleinen Zeichen und Gesten im Alltag zu verstehen gibt, dass die Seele eines verstorbenen Kindes nie gänzlich von dieser Welt verschwindet, sondern ein Stück davon zurückbleibt.

Als bekennende Atheistin fiel es mir vor allem schwer mich mit dem Gottvertrauen der Autorin zu identifizieren. Da das Buch im Herder-Verlag erschienen ist, war mir von Anfang an klar, dass es hinsichtlich der religiösen Prägung einen besonderen Augenmerk geben wird. Dennoch war bei mir persönlich leider sehr schnell ein Punkt erreicht, wo ich die Vorstellung von göttlicher Vorhersehung und einem Plan Gottes einfach nicht mehr ertragen konnte, weswegen ich das Buch über mehrere Wochen gelesen habe. Immer wieder habe ich es zur Seite gelegt, und immer wieder auch zur Hand genommen. Dennoch habe ich einiges aus dem Buch für mich mitnehmen können. Tatsächlich habe ich mich schon kurze Zeit nach dem lesen des Buches dabei "erwischt" wie ich selber kleine Zeichen wahrnahm, wie z.B. eine Ansammlung von Laubblättern, die ein Herz darstellten. Ich sehe solche scheinbaren Kleinigkeiten nun mit völlig anderen Augen und gehe bei Spaziergängen beispielsweise viel bewusster durch die Natur. Es ist unheimlich tröstlich sich vorzustellen, dass dies tatsächlich kleine Zeichen meiner Sternenkinder sein könnten. Ich denke es wird dem Leser des Buches einiges an Offenheit abverlangt um sich auf die Sichtweise der Autorin einlassen zu können. Wenn einem dies allerdings gelingt, kann man sehr wohl etwas für die eigene Trauerbewältigung  aus dem Buch mitnehmen. Auch wer nicht den Verlust seines geliebten Kindes erlitten hat wird viel aus diesem Buch mitnehmen können. Frau Killinger beschreibt die ersten 20 Monate mit Ihrer Tochter so liebevoll und intensiv, dass einem überhaupt erst bewusst wird, welch ein Segen Kinderseelen überhaupt sind.



FAZIT


Petra Franziska Killinger ist ein sehr persönliches Buch gelungen, welches Betroffenen Mut macht . Dabei setzt sie vor allem auf Ihr Gottvertrauen und schreibt Ihre ganz persönlichen Erfahrungen nieder.

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

tod, freundschaft, selbstmord, schweden, trauer

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596197804
Genre: Romane

Rezension:


Auf eine persönliche Empfehlung hin, habe ich mir dieses Buch gekauft, und wieder einmal stellte sich heraus: persönliche Empfehlungen von Menschen die einen und vor allem den eigenen Lesegeschmack kennen, sind die besten. Frederik Backman ist ein unglaublich tiefschürfender aber dennoch humorvoller Roman gelungen, der vor allem mit seiner Hauptfigur Ove die Herzen der Leser erobert. Der stetige Szenenwechsel zwischen Gegenwart der schnörkelloser Schreibstil des Autors haben den Einstieg in das Buch wirklich leicht gemacht. Typisch skandinavisch liegt der Schwerpunkt vor allem auf den Charakteren und nicht unbedingt auf der Sprache, was ich in den letzten Jahren bei diversen Büchern schätzen lernte. Während der Leser in der Gegenwart hautnah miterlebt wie Ove trotz perfekt geplanter und vorbereiteter Selbstmordversuchen immer wieder daran scheitert seinem Leben ein Ende zu setzen, erfährt er in Rückblenden auf eine sehr emotionale und anrührende Art wie Ove einst zu dem Mann wurde , der er in der Gegenwart ist. Ove ist schrullig , mürrisch und nervtötend, aber dennoch ein Mann vom alten Schlag - man muss ihn einfach lieben. Neben einer humorvollen Erzählweise werden immer wieder sozialkritische Themen angesprochen wie die Abschiebung von Pflegebedürftigen in Heime oder aber auch Homosexualität. Dies gelingt dem Autor fast wie nebenbei, so dass man als Leser nicht das gefühl des erhobenen und belehrenden Zeigefingers hat. Im Gegenteil, die Probleme und Schwierigkeiten von Oves Mitmenschen schmiegen sich wunderbar harmonisch in dessen Leben, und bieten meiner Meinung nach einen guten Querschnitt durch die Sozialschichten. Ove eckt mit seiner komplizierten und Unzeitgemäßen Art und Weise immer wieder bei seinen Mitmenschen an. Dennoch bleibt er sich selbst und seinen Prinzipien größtenteils Treu und lent den Blick des Leser damit auf die wesentlichen Dinge, fernab von unser Konsumgesellschaft des 21 Jahrhunderts ("Heutzutage erneuern die Leute ihre Sachen so schnell, dass all das Wissen, darüber, wie man Dinge herstellt, die halten, völlig überflüssig geworden ist". (S.95) ): Loyalität, Toleranz und ein liebevolelr Umgang mit seinen Mitmenschen.



Mein Fazit

Fredrik Bachmann ist ein außergewöhnliches Buch gelungen mit einem ganz besonderen Charme und einer Weitsicht die heutzutage leider allzuselten ist. Wer zwischen den Zeilen liest wird neben einem fabelhaften Lesegenuss auf wundersame Weise an die Menschlichkeit und das Menschsein an sich erinnert. Ein Fabelhaftes Buch - eines der Besten im letzten Jahr. Eine absolute Leseempfehlung , egal ob Männlein oder Weiblein, alt oder jung.

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361 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

stephen king, vergnügungspark, joyland, mord, freizeitpark

Joyland

Stephen King , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.01.2015
ISBN 9783453437951
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Viele Jahre habe ich als Leseratte einen Bogen um die Bücher von Stephen King gemacht. Warum? Ich hatte Angst, Angst vor Enttäuschungen. Denn ich fragte mich, wie ein Autor der in höchsten Tönen gelobt wird, den eigenen Erwartungen und Ansprüchen als Leser gerecht werden kann. Vor einigen Tagen nun, habe ich mich seinem Roman “Joyland” gewidmet. Der Klappentext klang ansprechend und nicht allzu sehr nach Horror( denn Horror ist wirklich nicht mein Lieblings-Genre, wie ich an dieser Stelle gestehen muss). So kam es also dazu, dass ich mein erstes Stephen King Buch in den Händen hielt.

Bei der Vorstellung ein Buch zu lesen, welches in einem Vergnügungspark spielt, kam bei mir ehrlich gesagt wieder das Kind im Erwachsenen zum Vorschein. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, einfach weil ich schon so viel positives über Stephen King gehört und vor allem gelesen hatte. Ich habe das Buch nach dem Lesen zur Seite gelegt, und mich sofort gefragt,warum ich mit der Lektüre eines Kings so lange gewartet habe. Er hat einen rasanten Roman mit leichten Gruselelemnten geschrieben. Wer einen typischen Gruselschocker ala King erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Ich hingegen bin begeistert. Das Buch bietet zahlreiche Facetten: humorvolle Töne auf der einen, traurige auf der anderen Seite anschlagend ist dem Autor hier ein abwechslungsreicher Roman gelungen, der den leser bis zum Ende fesseln kann. Vor allem die Charaktere sind glaubhaft gestaltet, realistisch wie ich es in diesem Jahr selten in den gelesenen Büchern wiederfand. Auch die Dialoge sind alles andere als platt. Stephen King konnte mich vor allem mit einer Leichtigkeit in Punkto Erzählstil überzeugen. Die Handlung flog nur so an mir vorbei , wobei die Spannung nie zu kurz kam, auch wenn es nicht wirklich atemraubende Momente in der Handlung gab, so ist es Steohen King doch irgendwie gelungen mich als Leser vond er ersten bis zur letzten Seite mit der Geschichte zu fesseln. Für mich ist es ein gelungenes , persönliches Stephen King Debüt gewesen.

 

Mein Fazit

Ein spannungsgeladener , atmosphärisch dichter Roman mit gelungenen Charakteren., der den Leser mitnimmt in eine Welt, die heute Niemand mehr kennt: In einen Vergnügungspark der 70 er Jahre, in dem nicht nur der Besitzer um das Überleben seines Kindheitstraumes kämpft, sondern sich auch ein junger Mann für immer und unwiderruflich verändern wird.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

weihnachten, amerikaner, mut, feinde, jagdhütte

Die Nacht der Versprengten

Iris Muhl
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 15.12.2015
ISBN 9783038480594
Genre: Romane

Rezension:

Mit "Die Nacht der Versprengten” hat Iris Muhl eine wunderbare weihnachtliche Erzählung, die auf einer wahren Geschichte beruht, geschaffen. Das kleine schmale Büchlein ist tiefsinnig und anrührend geschrieben. Dem Mut und der Stärke einer Frau ist es zu verdanken, das etwas das schier unmöglich erscheint in einer kleinen Hütte in den Ardennen wahr wird: amerikanische und deutsche Soldaten verbringen gemeinsam und ohne Blut vergießen die heilige Nacht , eine Nacht, die alle Beteiligten für immer verändern wird. Die knappen Ausführungen der Autorin und die kurzen Kapitel ermöglichen dem Leser dabei den Blick auf das Wesentliche: die verborgenen Gefühle der Soldaten , die sich gewöhnlich als Feinde gegenüber stehen, und sich nun wieder auf das Mensch sein besinnen müssen und dürfen. Ein schmales Büchlein , welches tief berührt und nicht nur auf Grund der Jahreszeit und der Thematik wunderbar zur Weihnachtszeit passt. Nicht nur die Charaktere im Buch werden daran erinnert , was wichtig und wesentlich ist: Glaube, Mut und Hoffnung selbst in ausweglosen Situationen.


Auch wenn es sich um eine Erzählung handelt, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle längere Passagen und Kapitel gewünscht. Dennoch ist Iris Muhl eine emotionale und berührende Geschichte geschrieben, die den Leser in seinen Bann zieht. Mein Lesetipp zu Weihnachten.


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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Fehlgeburt - und dann...: Wieder nicht mehr guter Hoffnung

Anja Reif
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.02.2013
ISBN 9783848238842
Genre: Sachbücher

Rezension:


MEINUNG

Dieses Buch bekam ich nach der Geburt meines zweiten Sternenkindes Henry geschenkt. Wenn man bereits 2 Sternenkinder im Herzen trägt, beginnt man zu zweifeln am Schicksal, am eigenen Leben und vor allem an der Möglichkeit jemals das eigene Kind in den Händen zu halten. Man sucht nach Leidensgenossinnen , die das gleiche Schicksal teilen, und schließlich doch noch mit einem gesunden Kind beschenkt wurden, um Kraft, Mut und Hoffnung zu schöpfen. Anja Reif spricht betroffenen Frauen aus der Seele. Sie beschreibt haargenau die Gefühle die einen nach diesem schmerzhaften Verlust zu überwältigen drohen: die Wut, der Neid und die Angst, die zum ständigen Begleiter werden . Es tut gut, über mögliche Therapien und Untersuchungen zu lesen, die nach der möglichen Findung einer Ursache helfen können zukünftige Schwangerschaften zu festigen und das Fehlgeburtenrisiko zu senken. Betroffene Frauen sollten Ihr Schicksal nicht einfach als gegeben hinnehmen, sondern einen Weg aus der tiefen Trauer die Fehlgeburten auslösen, suchen. Auch wenn dies, wie im Falle der Autorin, durchaus einen wahren Untersuchungsmarathon bedeuten kann (aber nicht muss), zeigt dieses Buch, dass es sich lohnt für sein Glück zu kämpfen. Ein wahres Mutmacher-Buch, welches einen Kraft schöpfen und wieder nach Vorne blicken lässt.

MEIN FAZIT

Mir hat dieses Buch nach der stillen Geburt meines 2. Sternenkindes wieder die Möglichkeit gegeben nach Vorne zu schauen, sich selber nicht in der Lethargie der Trauer zu verlieren und ein klein wenig Mut zu fassen, für das was kommen kann. Ein kleines Mutmacher-Buch ,welches betroffene Frauen unbedingt lesen sollten.

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149 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, mord, profiler, james carol, jefferson winter

Watch Me - Ich werde es wieder tun

James Carol ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.06.2015
ISBN 9783423215954
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


MEINUNG

Endlich mal wieder ein Thriller, wo mich die Covergestaltung und Klappentext gleichermaßen angesprochen haben. Seit Cody Mc Fadyen bin ich immer wieder auf der Suche nach Büchern mit guten und symphatischen Profilern als Hauptcharaktere. In diesem Fall ist es der intelligente und sehr exentrische Jefferson Winter, der sich in das ländliche Louisiana begibt um dort einen, wie es scheint, perfiden Serienmörder zu fassen. Während Jefferson den Serienmörder mit Hilfe eines Kleinstadtpolizisten und einer jungen Hotelbesitzerin jagd, erfährt man leider immer nur in Ansätzen einiges aus Jeffersons Vergangenheit. Leider bleibt er dabei schemenhaft und der Leser bleibt auf Distanz zu ihm. Seine ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden entbehren teilweise jeder Realität, was den Thriller für mich leider trotz der anhaltenden und steigenden Spannung eben nur zu einem mittelmäßigen Buch macht. Auch einen Wechsel des Blickwinkels hätte ich als positiv empfunden, denn leider wird die Handlung komplett aus der Sicht Winters erzählt. Es wäre interessant gewesen zu erfahren , wie andere Charaktere die Morde in der Kleinstadt erleben.

MEIN FAZIT

Auf Grund des Covers und der Inhaltsangabe hatte ich mir tatsächlich einen tiefgründigeren und rasanteren Thriller vorgestellt. Leider schwächelte vor allem der ermittelnde Profiler. Dennoch ein guter Thriller ,der für Spannung sorgt.

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(83)

124 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

familie, nordsee, insel, tod, wintergäste

Wintergäste

Sybil Volks
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423260800
Genre: Romane

Rezension:


Nachdem Oma Inge irrtümlicherweise von Ihrer Schwiegertochter für tot gehalten und erklärt wurde, macht sich deren 3 Generationen umfassende Verwandtschaft auf den Weg um Ihr ein letztes Mal “Lebewohl” zu sagen. Doch während ein Wintersturm über die Idylle am Meer hereinzubrechen droht, erfreut sich die totgeglaubte Inge  bester Gesundheit.  Dieser Tragigkomische Ausgangspunkt ist nur der Angfang einer Reihe von tragisch-komischen Momenten in Sybil Volks neuestem Familienroman, bei denen man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. So verschieden wie die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder sind auch deren Ansichten und Meinungen. Schon bald sorgen erste Spannungen für Reibungspunkte zwischen den Personen, und sorgen für einen spannenden und überraschenden Plot. Mit Ihrem poetischen, aber verständlichen Schreibstil dürfte sie eine Vielzahl der Leser ansprechen. Hinzu kommt ein stetiger Perspektivwechsel, der zwar einige Aufmerksamkeit abverlangt, aber dennoch dem Buch und der Handlung gut tut. Da das Ende dann doch etwas überraschend kam, und teilweise unglaubwürdig schien, ziehe ich einen Bewertungsstern ab.

MEIN FAZIT

“Wintergäste” ist ein Roman über Familie & Liebe, über Hoffnung & Neid, über das Erinnern & Verzeihen. Wer in diesen kalten Tagen eine außergewöhnliche Familiengeschichte lesen möchte, befindet sich  mit Sybil Volks Roman in bester Gesellschaft.

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Tags: familengeheimnisse   (1)
 
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