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18 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Stella Montgomery und der schaurige See von Wormwood Mire

Judith Rossell , Cornelia Panzacchi , Nina Dulleck
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522184984
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem mir Band 1 schon so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Stella Montgomery weitergeht.

Nach ihrem letzten Abenteuer sehen sich Stellas drei schreckliche Tanten außerstande, sie weiter bei sich zu behalten. Stella ist zu neugierig, ungehorsam, undankbar und überhaupt viel zu undamenhaft – eine echte Schande für die Familie. So wird sie zur Strafe nach Wormwood Mire geschickt, dem Landsitz eines entfernten Cousins, wo sie zusammen mit dessen zwei Kindern von einer strengen Gouvernante unterrichtet werden soll. Stella hat Angst. Außer ihren Tanten kennt sie niemanden in der Familie, und wenn die schon so schrecklich sind, wie soll es dann auf Wormwood Mire werden, vor allem als sich diese als schaurige, alte Villa, weit abseits des Dorfs entpuppt?

Doch die beiden Kinder Theodor und Hortense nehmen Stella sehr herzlich auf und auch der Unterricht bei Miss Araminter stellt sich als äußerst interessant und spannend heraus. Endlich kann Stella richtige Sachen lernen, statt Sticken und Klavierspielen!

Obwohl es scheint, als würde in Stellas Leben nun alles gut, ziehen dunkle Wolken auf. Immer wieder erreichen schaurige Geschichten den einsamen Landsitz und Stella hat ständig das Gefühl, verfolgt zu werden…

Judith Rossell gelingt es, schon von der ersten Seite an eine sehr stimmige und wohlig-gruselige Atmosphäre zu schaffen. Die Nebencharaktere sind wieder sehr liebevoll ausgearbeitet, anschaulich und ein bisschen schrullig.

Ein Lesegenuss der besonderen Art – auch für Erwachsene! Mir persönlich hat dieser Teil noch besser gefallen als Band 1!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Töchter einer neuen Zeit

Carmen Korn , Carmen Korn
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 26.09.2016
ISBN 9783837137088
Genre: Historische Romane

Rezension:

1919: Henny Godhusen ist gerade einmal 19 Jahre alt, als sie mit ihrer Freundin Käthe die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Hennys Vater ist im 1. Weltkrieg gefallen und so kümmert sich Henny alleine um ihre Mutter Else, was durch den Generationenkonflikt nicht immer ganz einfach ist. Käthe, die aus einfachen Verhältnissen stammt, unterstützt schon bald die Kommunisten. Hennys Schwägerin Lina ist Lehrerin, emanzipiert und unkonventionell und schwärmt für Reformpädagogik. Und dann gibt es noch Ida, die aus wohlhabendem Hause kommt und aus finanziellen Gründen zur Heirat mit einem Mann gezwungen wurde, den sie nicht liebt.

Alle vier Frauen, so unterschiedlich sie auch sind, haben das Kaiserreich und den Großen Krieg überlebt und hoffen nun auf ein besseres Leben. Der Roman erzählt episodenhaft, wie sich das Leben der vier Frauen, aber auch das ihrer Familie im Lauf der Zeit verändert.

Da ich immer wieder so begeisterte Stimmen zu der Reihe gehört habe, wollte ich nun auch endlich wissen um was es geht und habe mich für das Hörbuch entschieden. Leider war das ein Fehler!

Gelesen wird das Hörbuch von der Autorin selbst. Manche Autoren können gut schreiben, aber nicht gut lesen. Dies trifft im Fall von Carmen Korn nicht zu. Sie hat eine sehr angenehme, warme Stimme – ich könnte ihr stundenlang zuhören! Das Problem liegt eher an dem sehr umfangreichen Personal und auch daran, dass auf 553 Seiten (in Buchform) 30 Jahre Geschichte abgearbeitet werden. Da die Handlung episodenmäßig nicht nur zwischen den vier Frauen sondern auch noch zwischen vielen weiteren Personen hin und her springt, wäre es hilfreich gewesen, wenn Frau Korn beim Sprechen hier jeweils eine kurze Pause gemacht hätte. So geht der eine Satz zu Ende, der nächste Satz handelt schon von einer anderen Person und bevor man den Zusammenhang bzw. eben keinen Zusammenhang erkennt, ist die Handlung schon wieder weiter. Das Ergebnis: nicht nur einmal musste ich zurückspulen oder eine Pause machen, um wieder mitzukommen oder nachzudenken wer mit wem und weshalb. Was das Hörbuch zusätzlich schwer macht: manche Episoden geschehen gleichzeitig aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, dann findet wieder ein Zeitsprung von mehreren Monaten statt.

Was als Buch vielleicht sehr gut funktionieren mag, verleidet beim Anhören den Spaß. Oftmals plätschert die Handlung doch sehr vor sich hin, dann wieder ist man unkonzentriert und verpasst wichtige Hinweise.

Daher gibt es von mir leider nur zwei Sterne!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Junger Mann

Wolf Haas
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 15.09.2018
ISBN 9783455003888
Genre: Romane

Rezension:

Ein kleines namenloses Städtchen in Österreich, irgendwo am deutschen Eck. Es ist der Sommer 1973 und für unseren namenlosen Protagonisten wird er zum Sommer seines Lebens!

Nach unzähligen Unfällen in der Kindheit, die ihm viel zu viel Trostschokolade eingebracht haben, wiegt unser junger Mann mit 13 Jahren stolze 90 Kilo. Viel zu viel, wie er findet. Und so entschließt er sich mithilfe seiner Mutter zu einer Radikaldiät. Fortan dreht sich alles nur noch ums Kalorienzählen. Der Ferienjob als Tankwart gerät da schon fast zur Nebensache. Bis die schöne Elsa auftaucht! Sie ist bildschön und er verliebt sich auf den ersten Blick. Wenn da nicht zwei Probleme wären: Elsa ist gute zehn Jahre älter und dann auch noch mit dem Fernfahrer Tscho verheiratet. Irgendwie freunden sich die beiden freunden an und mit jedem verlorenem Kilo scheinen seine Chancen zu steigen.

Doch es kommt, wie es kommen muss: Tscho erfährt von den heimlichen Treffen und macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Weiter auf den Inhalt einzugehen, wäre schon arge Spoilerei! Nur so viel: der junge Mann überlebt das Abenteuer!

Sprachlich handelt es sich hier ganz klar um einen Roman "auf österreichisch", der auch ein paar mir bis dato unbekannte Vokabeln enthält. Nordlichter könnten mit diesem Slang so ihre Schwierigkeiten haben, ich fand ihn einfach wunderbar!

Viele kennen Wolf Haas durch die Brenner-Krimis. Mit "Junger Mann" ist ihm jedoch ein überzeugender und warmherziger Coming of Age-Roman gelungen, der mir wirklich sehr gefallen hat.

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163 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783866124523
Genre: Romane

Rezension:

London 1920: Das Leben der 19-jährigen Louisa ist alles andere als glamourös. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, kümmert sie sich zusammen mit ihrer Mutter um die Wäsche reicher Leute. Da ist es nicht besonders hilfreich, dass der Bruder ihres verstorbenen Vaters regelmäßig auftaucht und ihnen auch noch das restliche Geld abknöpft. Als ihr Onkel Stephen eines Tages vor Spielschulden nicht mehr weiter weiß und Louisa dafür „eintauschen“ will, flieht sie und nimmt eine Stellung als Kindermädchen in Mitford Manor an.

Von nun an ist sie für die sechs Töchter des Hauses zuständig und wird die Anstandsdame der fast gleichaltrigen Nancy Mitford. Doch diese Aufgabe hat es in sich: gelangweilt vom Landleben liebt Nancy nichts mehr als das Abenteuer! Ihr kommt es gerade Recht, dass am Tag von Louisas Ankunft auf der nahe gelegenen Bahnstrecke die ehemalige Krankenschwester Florence Nightingale Shore am helllichten Tag ermordert wurde. Endlich kann sie ihrem langweiligen Leben entfliehen und Detektiv spielen - und ausgerechnet die arme Louisa soll ihr dabei helfen.

Außer ihnen interessiert sich noch jemand für diesen mysteriösen Mord: Guy Sullivan. Der junge Bahnpolizist war an diesem Tag für genau diesen Streckenabschnitt zuständig. Nachdem er Louisa ohne es zu wissen bei ihrer Flucht geholfen hatte, war er einer der Ersten am Tatort. Obwohl die Zuständigkeit eigentlich bei der Londoner Metropolitan Police liegt, lässt ihm der Fall keine Ruhe und so strengt er entgegen seiner Dienstanweisung eigene Ermittlungen an.

Während sich die sprunghafte Nancy irgendwann das Interesse zu verlieren scheint, treffen sich Louisa und Guy immer wieder um ihre Erkenntnisse auszutauschen und kommen dem Mörder gefährlich nahe...

Jessica Fellowes, bislang bekannt durch ihre Begleitbücher zur weltberühmten Serie Downton Abbey, hat in ihrem ersten Roman Fakten und Fiktion wunderbar miteinander verflochten. Alle Charaktere sind bis in die kleinste Nebenfigur sehr anschaulich angelegt und laden so zum mitfühlen ein - positiv wie negativ.
Der Verlag hat das Werk als Roman eingestuft, was vollkommen legitim ist. Obwohl der Klappentext einen klassischen Krimi vermuten lässt, kreist die Handlung nicht nur um den Mordfall, sondern beinhaltet zum großen Teil das Alltagsleben der Familie Mitford. Es handelt sich also eher um einen Roman mit kriminalistischen Elementen, im Stile der "Teerose". Man erfährt viel über die Sorgen und Nöte der einfachen Bevölkerung, wie die Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten mit dem Trauma des Ersten Weltkriegs umgegangen sind und natürlich über die Standesunterschiede, die damals vorgeherrscht haben.
Die Handlung erstreckt sich insgesamt über einen Zeitraum von 2 Jahren, und der Fakt, dass so viele Themen behandelt werden, lässt den eigentlichen Mordfall immer wieder in den Hintergrund rücken. Gewisse Längen in der Mitte sind daher nicht zu leugnen. Zum Ende hin wird das Buch aber richtig spannend und entwickelt sich zu einem richtigen Pageturner.

Obwohl ich mir etwas mehr Krimi versprochen hatte, wurde ich im großen und ganzen nicht enttäuscht. Ein echter Wohlfühlschmöker für graue Herbsttage.

Eine kleine Landkarte mit den verschiedenen Örtlichkeiten wäre hilfreich gewesen.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

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In den Fängen des Löwen

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.05.2018
ISBN 9783608503722
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stockholm, kurz nach dem Jahreswechsel. Der Winter ist eisig und hat die Stadt fest im Griff. Da wird auf einem alten Fabrikschlot die Leiche eines Jungen gefunden, praktisch unzugänglich und doch auf eine seltame Art arrangiert. Die Ermittler einer Sondereinheit stehen vor einem Rätsel, vor allem als bekannt wird, dass es sich bei dem Jungen um Ismael, einen unbegleiteten und minderjährigen Flüchtling aus dem Irak handelt. Ismael war Wochen zuvor spurlos aus dem Asylbewerberheim verschwunden, in dem er untergebracht war und niemand scheint ihn vermisst zu haben.

Anonym bekommt die Polizei ein Video zugespielt, das Ismaels letzte Tage zeigt. In einen Käfig ist der Junge eingeschlossen wie ein Tier und im Hintergrund läuft ein Countdown. Als dieser endet, taucht ein als Löwe verkleideter Mensch auf, der Ismael freilässt und anschließend jagt. Wer tut sowas?

Erste Spuren führen zu einem Ring von Kinderhändlern. Es stellt sich heraus, dass diese Ismael zwar tatsächlich mitgenommen hatten, dieser jedoch bei der nächsten Tankstelle davonlief. Viel Zeit bleibt den Ermittlern nicht, denn inzwischen wurde ein weiteres Kind entführt...

Es ist schwierig, diesen Krimi in Schubladen einzuordnen, ist er doch so ganz anders! Es fängt schon an mit dem Personal: Zack Herry hat eine aufstrebende Karriere bei der Polizei durchlaufen und ist jüngster Ermittler in seiner Sondereinheit. Und doch ist er doch der klassische Antiheld! Tagtäglich mit brutaler und organisierter Gewalt konfroniert, sucht er nachts Erlösung in Drogen und Sex. Obwohl er die Hauptfigur ist, wird die Handlung immer wieder aus den Perspektiven seiner Kollegen erzählt, was den Fokus von ihm nimmt. Diese Vorgehensart fand ich sehr interessant, denn oft sind Krimis ja eher auf einen oder zwei Ermittler angelegt. Hier erfährt man auch, was "backoffice" alles so passiert und dass auch diese Kollegen wichtig sind.

Auch die Erzählweise unterscheidet sich von anderen Krimis. Da die Handlung in sehr kurzer Zeit spielt und immer verschiedene Dinge gleichzeitig passieren, sind die Kapitel entsprechend kurz gehalten. Der rasante Erzählstil erlaubt keine Langeweile und führt dazu, dass man einfach immer weiterlesen will.

Im Gegensatz zu anderen Rezensenten finde ich diese Reihe und deren Protagonisten durchaus glaubhaft, es gibt halt nun mal nicht nur Heile-Welt(-Krimis!)

Für mich ein sehr gelungener Thriller, den ich empfindlichen Lesern allerdings nicht empfehlen würde. Ich freue mich schon auf Band 3!

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75 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Dating you, hating you - Hoffnungslos verliebt

Christina Lauren , Ira Panic
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783956498022
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schauspielagentin in Hollywood zu sein ist zwar mehr als stressig, aber Evie lebt für ihren Beruf. Für einen Mann hat sie eigentlich gar keine Zeit. Bei einer Party lernt sie allerdings Carter kennen – smart, attraktiv, einfach unwiderstehlich. Doch Carter arbeitet in der gleichen Branche wie Evie. Jedes Wort zuviel über die Arbeit könnte dem anderen einen Vorteil verschaffen. Trotzdem sind beide voneinander fasziniert.

Nach der ersten heißen Nacht kommt jedoch das böse Erwachen: Evies und Carters Firmen haben heimlich und sehr überraschend fusioniert und beide sollen sich für den gleichen Posten qualifizieren. Ob das gut gehen kann?

Leider nicht! Vielleicht habe ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gestartet, wer weiß? Das erste Kapitel war noch ganz vielversprechend, doch dann sank meine Laune rapide.

Die Charaktere:

Carter ist von New York nach Hollywood gezogen, lebt mehr oder weniger bei seinem besten Freund und dessen Familie und kümmert sich nebenbei noch um seinen missratenen Bruder. Außerdem sieht er natürlich blendend aus. Carter wirkte auf mich immer unglaublich weichgespült, vor allem in den Familienszenen bei Michael Christopher (ernsthaft: welcher Mann nennt seinen besten Kumpel beim vollen Vornamen – und dann hat der Typ gleich zwei davon…), dann aber auch wieder aalglatt. Er wird als knallharter Geschäftspartner und Konkurrent dargestellt, der mit unlauteren Mitteln kämpft und gleichzeitig ärgert er sich darüber, dass Evie sich in ihrem Job viel mehr beweisen muss als ihre männlichen Kollegen. Hm. Das kaufe ich ihm, bzw. der Autorin so nicht ab.

Evie hingegen ist praktisch in Hollywood aufgewachsen. Sie hat die nötigen Kontakte und kennt alle Tricks. Trotzdem hat sie sich in der von Männern dominierten Branche alleine hochgearbeitet und ist eine taffe Frau. Anfangs fand ich sie sehr sympathisch. Nach den ersten Kapiteln wandelte sich das aber. Als Evie ihr Revier bedroht sieht, wird sie schnell zickig und bedient alle möglichen Klischees, obwohl sie doch so professionell sein will. Obwohl sie sich von Carter unglaublich angezogen fühlt, sucht sie unablässig nach Gründen um ihn zu hassen. In anderen Büchern kann man die Leidenschaft in solchen Situationen förmlich spüren. Hier nicht. Ich hab sie gesucht, aber nicht gefunden.

Unabhängig davon wird das Buch von Kapitel zu Kapitel fader und nerviger. Der Konkurrenzkampf der beiden spielt auf Teenie-Niveau statt und driftet schnell ins Lächerliche ab. Die Nebencharaktere sind alles andere als ausgefeilt und bedienen quasi alle Klischees, die man von Hollywood eben so hat: der unausstehliche, unfaire Boss, die fast unkenntlich schönheitsoperierte Plastikbarbie, unausstehliche Badboys und so weiter.

Für mich leider ein absoluter Flopp!

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135 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Der kleine Brautladen am Strand

Jane Linfoot , Inken Kahlstorff
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783956497957
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach der Trennung von ihrem Fast-Verlobten Brett wohnt Poppy mietfrei in einer winzigen Wohnung über dem Brautladen ihrer Freundin Jess. Die einzige Bedingung: Poppy muss bei Jess im Laden aushelfen. Für Poppy eine Win-Win-Situation, denn seit einigen Jahren verdient sie ihren Lebensunterhalt mit dem Backen von Hochzeitstorten. Und wo kann sie leichter Werbung für ihre Torten machen als im Laden?

Doch schon bald kommt es zur Katastrophe. Poppys beste Freundin Cate will auf dem Gutshof von Bauer Rafe heiraten, wo auch Immie, eine weitere Freundin arbeitet. Doch Rafes Hochzeitsplanerin hat überraschend gekündigt. Ohne Planerin wird Rafe keine weiteren Feiern veranstalten und Cate steht ohne Hochzeitslocation da. Da ist guter Rat teuer! Immie vermittelt kurzerhand Poppy als neue Eventmanagerin an Rafe, obwohl sie so etwas noch nie gemacht hat. Fortan muss sich Poppy das Büro mit Rafe teilen, der nicht nur äußerst mürrisch ist, sondern auch überhaupt kein Interesse an ihrer Arbeit hat. Denn wie sich herausstellt, veranstaltet Rafe die Hochzeiten nur, um seinen Bankkredit abzubezahlen. Poppy ist also ganz auf sich allein gestellt, den Laden auf Vordermann zu bringen…

Eigentlich hatte ich schon das Schlimmste befürchtet. Gibt es doch momentan „Mein kleiner Brautladen/Blumenladen/Buchladen/Frisörsalon/Ersetzen-durch-ein-beliebiges-Geschäft“-Bücher wie Sand am Meer. Nach den ersten paar Seiten konnte ich das Buch aber schon nicht mehr aus der Hand legen.

Erzählt wird aus der Sicht von Poppy und zwar frei von der Leber weg, als würde Poppy ihre Geschichte direkt erzählen. Das war mir sofort sympathisch und die Hauptfigur ist mir schnell ans Herz gewachsen und zwar so richtig! Obwohl sie am Anfang sehr niedergeschlagen und selbstkritisch ist, wächst sie mit ihren Aufgaben und wird wohl auch durch die Reibereien mit Rafe richtig selbstbewusst.

Rafe hingegen hat trotz schlechter Laune das Herz am rechten Fleck. Als Leserin wird auch schnell klar, warum Rafe ständig mürrisch ist und dass er ohne den Verdienst durch die Hochzeiten sein Gut wohl aufgeben müsste. Auch wenn er es Poppy gegenüber nicht zeigen kann, merkt er bald, dass er ohne sie aufgeschmissen wäre.

Erfrischend: obwohl die Handlung viel um Hochzeiten und Bräute kreist (was eigentlich so gar nicht mein Thema ist…), ist das Buch bei weitem nicht so kitschig, wie ich anfangs gedacht hatte. Da Poppy eigentlich überhaupt keine neue Beziehung will – und schon gar nicht mit ihrem Chef – entwickelt sich die Liebesgeschichte sehr lange zwischen den Zeilen. Im Vordergrund steht eigentlich eher Poppys Entwicklung.

Mein Fazit: ein absolut empfehlenswerter Ferienschmöker!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Mörderische Teatime

Ivy Paul
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 20.02.2018
ISBN 9783940258830
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Mörderische Teatime“ ist der zweite Krimi um Mae Pennyweather, Anthropologin und Autorin eines Tee-Lexikons. Da ihr Buch inzwischen zu einem Standardwerk geworden ist und Mae in Tee-Kreisen eine kleine Berühmtheit ist, möchte der Verlag von Mae etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit. Was wäre da besser geeignet als ein Auftritt in der berühmten Vorabendshow „Teatime with Annie“?

Für die Vorgespräche der Dreharbeiten reist Annie zusammen mit drei Angestellten nach Badger’s Burrow. Doch was beim Sender niemand ahnt: Annie, alias Anne Cleary, stammt ursprünglich aus dem beschaulichen Dörfchen und Mae hegt seit Jahrzehnten einen Groll gegen sie. Doch damit ist Mae nicht alleine – auch ihre Freundin Clarissa Nelson, die das örtliche Bed and Breakfast mit angeschlossenem Tea-Room betreibt, ist alles andere als erfreut über Annes Rückkehr.

Es kommt, wie es kommen muss: im Tea-Room entbrennt ein heftiger Streit zwischen Annie und Mae, die daraufhin Annie einen qualvollen Tod wünscht.

Prompt wacht Anne am nächsten Tag nicht mehr auf. Mord durch Gift! Ausgerechnet Mae und Clarisse zählen zu den Hauptverdächtigen. Klar, dass Mae das nicht auf sich sitzen lassen kann. Wird es ihr gelingen, den neuen Inspektor von ihrer Unschuld zu überzeugen? Mae beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln…

Wie das Cover schon vermuten lässt, handelt es sich hier um einen sehr stimmungsvollen Cosy-Krimi und man möchte beim Lesen direkt den nächsten Irland-Urlaub buchen. Der Schreibstil der Autorin ist schlicht und einfach, so dass man das Buch wunderbar nebenbei lesen kann ohne viel nachdenken zu müssen.

Der Charakter Mae hat mich stellenweise doch sehr an meine eigene Oma erinnert: eine resolute, etwas schrullige, alte Dame, der es total egal ist, was andere Leute über sie denken und die auch gerne mal aneckt. Aber vielleicht weil ich den ersten Band nicht gelesen habe, konnte ich mich doch nicht so ganz mit ihr anfreunden und viele vermeintlich humorvolle Szenen haben einfach nicht bei mir gezündet.

Auch den Hype um den Tee konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Das liegt aber wohl daran, dass ich so ein Teebeutel- und Früchtetee-Banause bin und nicht zum elitären Kreis der Oolong-Teetrinker gehöre. ;-)

Abgesehen davon ist die Story für routinierte Krimileser eine klare Sache und schnell zu durchschauen.

Daher gibt es von mir leider nur 3 Sterne!

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Dark Obsession - Watch me (Dunkle Begierde 1)

Cynthia Eden
E-Buch Text: 169 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.07.2018
ISBN 9783732555383
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gwens Vater ist der Chef der größten Sicherheitsfirma in Washington. Klar, dass er Gwen seit dem Tod ihrer Mutter vor allem Bösen in der Welt beschützen und sie am liebsten rund um die Uhr überwachen möchte. Gwen hingegen möchte das ganz und gar nicht und hängt seit Jahren jeden Bodyguard ab, den ihr Vater ihr hinterherschickt - jeden außer Chance.

Ausgerechnet jetzt macht ihr ein Stalker zu schaffen. Gwens Vater ist in Sorge und engagiert heimlich ausgerechnet Chance, der sich inzwischen selbstständig gemacht hat. Doch es hat einen Grund, warum Gwen Chance seit Monaten aus dem Weg geht.

Als Gwen nun - wie sie meint zufällig - wieder auf Chance trifft, wallen die alten Gefühle in ihr hoch. Und auch Chance hat Probleme damit, die nötige Objektivität zu wahren.

Inzwischen hat es der Stalker auch auf ihn abgesehen. Steckt hinter den Aktionen tatsächlich Gwens Ex Ethan oder haben es die beiden mit einem noch gefährlicheren Gegner zu tun?

Kaum angefangen zu lesen, war ich schon riesig enttäuscht. Die Story hat mich gleich für sich eingenommen - und dann ist sie NUR 169 Seiten lang? Spaß beiseite: man ist wirklich ab Seite 1 mitten im Geschehen und die 169 Seiten haben es echt in sich. Atemlose Spannung und prickelnde Erotik garantiert! Man spürt förmlich die Anziehungskraft zwischen den beiden und auch wie die Funken fliegen. Das Ende war dann leider doch schneller da als gedacht - in einem Rutsch ausgelesen.

Ich freue mich schon auf weitere Bände!

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Mr Fixer Upper

Lucy Score , Uta Hege
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Forever , 06.07.2018
ISBN 9783958189676
Genre: Romane

Rezension:

Die ehrgeizige Aufnahmeleiterin Paige will mit einem Dokumentationsfilm über die Arbeitsbedingungen von Frauen in der Filmbranche richtig durchstarten. Bis sie die Produktionskosten zusammengespart hat, muss sie allerdings bei einem TV-Sender arbeiten. Ihr derzeitiges Projekt: „Kings of Destruction“ – eine beliebte Renovierungsshow. Die „Kings“ bestehen aus dem Geschwisterpaar Cat und Gannon. Während Cat bei den Dreharbeiten zu Staffel 2 inzwischen Paiges beste Freundin geworden ist, beißt diese sich an Gannon die Zähne aus: der Frauenmagnet ist überaus attraktiv, leidenschaftlich bei der Sache – und extrem temperamentvoll. Wenn ihm etwas nicht passt, lässt der nächste Wutausbruch nicht lange auf sich warten. Wo sie die Show beisammen hält, macht er nur Probleme.

Doch als Gannon merkt, dass Paige nicht nur das willfährige Werkzeug der Studiobosse ist, sondern die Dreharbeiten nur Dank Paiges Warmherzigkeit und Organisationstalent so reibungslos ablaufen, wird er neugierig. Anscheinend steckt hinter ihrer kühlen Fassade ja doch mehr.

Beide fühlen sich mehr und mehr voneinander angezogen. Aber eine Affäre am Arbeitsplatz – ob das gutgehen kann…?

Bevor ich angefangen hatte zu lesen, ging ich von der Inhaltsangabe und dem Cover her aus, dass es sich hier um eine dieser klassischen Instant-Love-Stories handelt. Dabei steckt eigentlich viel mehr zwischen den Buchklappen. Man erfährt sehr viele Hintergrundinformationen darüber, wie ein Dreh dieser Shows abläuft, aber auch vieles über die Schattenseiten im Film- und Fernsehgeschäft.

Auch wenn das Setting interessant und die Liebesgeschichte ziemlich süß war, konnte mich das Buch nicht ganz für sich einnehmen. Obwohl die Autorin gut recherchiert hat, bin ich immer wieder über kleine Logikfehler gestolpert. Abgesehen davon hatte ich mir vom Cover und dem Klappentext wesentlich mehr Erotik erhofft.

Daher gibt’s von mir leider nur drei Sterne!

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Höllenjazz in New Orleans

Ray Celestin , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492060868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

New Orleans ist 1919 ein wahrer Hexenkessel von Einwanderern verschiedenster Nationen und geprägt von Rassentrennung und –feindlichkeit. Korruption ist an der Tagesordnung und mafiöse Strukturen reichen bis ganz nach oben.

Die Polizei hätte also eigentlich schon genug zu tun. Hinzu kommt aber, dass seit Monaten der mysteriöse „Axeman-Mörder“ in der Stadt umgeht. Seine Waffe: eine Axt. Sein Kennzeichen: Tarotkarten am Tatort. Seine Besonderheiten: er kann anscheinend durch Wände gehen, denn die Tatorte sind allesamt von innen verschlossen.

Detective Michael Talbot ist verzweifelt: seine Karriere ist praktisch beendet. Nicht nur, dass er vor Jahren seinen ehemaligen Kollegen und Mentor Luca D’Andrea verraten hat, da dieser für die Mafia arbeitete. Darüber hinaus ist er außerdem heimlich mit seiner großen Liebe Annette verheiratet, die leider die falsche Hautfarbe hat – ein absolutes No-Go in der damaligen Zeit. Für die Kollegen ist er somit ein Ausgestoßener und so legen ihm seine Dienstherren nahe, seinen Arbeitsplatz nach Aufklärung des Axeman-Falls aufzugeben. Da die Toten allesamt italienische Einwanderer sind, ist es für die Polizei nur zu naheliegend, dass es sich um mafia-interne Angelegenheiten handelt.

Wegen guter Führung wird Luca gerade jetzt vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Auch er macht sich auf die Suche nach dem Axeman – ausgerechnet im Auftrag der Mafia. Denn sein Boss weiß, dass es niemand von ihnen gewesen sein kann und ist deswegen überzeugt, dass die Mordserie der Mafia angehängt werden soll. Luca erkennt schnell, dass es sich bei den Tarotkarten um besonders wertvolle, französische Karten handelt, die nicht überall erhältlich sind. Hilfe verspricht er sich von der Voodoo-Heilerin Simone, eine Kreolin, die im Bayou lebt.  

Und dann gibt es auch noch Ida, eine junge Sekretärin. Angestellt bei der Pinkerton Detektivagentur ist es ihr größter Wunsch, eines Tages selbst Detektivin zu werden. Doch als Mischling bleibt ihr dieser Weg in New Orleans versperrt. Nachdem sie an ihrem Arbeitsplatz über einen Hinweis bzgl. des Axemans stolpert,  macht sie sich zusammen mit ihrem besten Freund Louis Armstrong einfach heimlich an die Arbeit.

Als Michael, Luca, Ida und Louis unabhängig voneinander der Identität des Axeman gefährlich nahekommen, holt dieser zum Gegenschlag aus…

Man merkt, dass Ray Celestin gut recherchiert hat. Geschickt verwebt er wahre Begebenheiten mit Fiktion und schafft so eine ganz besondere Atmosphäre. Behutsam führt er uns in den Sündenpfuhl New Orleans ein und macht uns schrittweise mit dem Personal vertraut. Dabei wechselt er die Handlungsstränge der beteiligten Personen kapitelweise und unterbricht diese immer wieder mal mit Zeitungsartikeln und Polizeiprotokollen.

Doch die Detailverliebtheit des Autors hat auch seine Schattenseiten. Das vierseitige Personenregister am Anfang des Buches hat es schon erahnen lassen: diesen Wälzer sollte man wirklich aufmerksam und konzentriert lesen. Nicht nur einmal habe ich die Suchfunktion meines Tolinos bemühen müssen, weil ich den Faden verloren hatte. Die Vielzahl der beteiligten Personen, aufgeteilt auf die verschiedenen Handlungsstränge führt dazu, dass für meinen Geschmack die Handlung für sehr lange Zeit einfach nur dahinplätschert ohne dass ersichtlich wird, wo der Autor eigentlich hin will. Als die Handlung dann nach Dreiviertel des Buches endlich Fahrt aufnimmt, hat mich dieser Schreibstil eher frustriert, denn immer wenn es (endlich) spannend wurde, ging es mit einer anderen Hauptfigur weiter.

Dadurch, dass sich der Autor sehr mit den beteiligten Personen und deren Lebensumständen aufhält, wird die Storyline sehr komplex und immer undurchsichtiger und der eigentliche Kriminalfall rückt leider in den Hintergrund. Gegen Ende hin waren bei mir noch so einige Fragen und Zusammenhänge offen.

Besonders schade fand ich jedoch, dass erst am Ende des Buches ein historischer Stadtplan angehängt war. Wäre der gleich am Anfang mit eingefügt gewesen, hätte ich den nicht übersehen können und hätte mich beim Lesen um einiges leichter getan.

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46 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Schräge Typen

Tom Hanks , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492057172
Genre: Romane

Rezension:

Wer Tom Hanks schön öfters in Talkshows erlebt hat weiß, dass er einen feinen Sinn für Humor aber auch für die leisen Zwischentöne hat. Daher war ich mehr als gespannt auf sein erstes Buch.

Besonders erfrischend: statt einen ewig langer Roman zu schreiben hat er sich für Kurzgeschichten entschieden. Im Mittelpunkt – der Titel verspricht es ja schon! – Schräge Typen!

Für schräge Typen und schräge Bücher habe ich schon immer ein besonderes Faible. Die ersten Geschichten haben mir daher auch sehr gut gefallen. Geschichten aus dem Alltag, etwas schräger Humor, manche witzig, manche ein bisschen traurig, aber doch alles sehr warmherzig erzählt. Einige Charaktere tauchen auch später im Buch nochmal auf. Das kannte ich von Story-Sammlungen bisher noch nicht.

Leider konnten mich die Geschichten auf Dauer jedoch nicht vollkommen überzeugen. (Vor allem die Mondrakete… Naaaaaja.)

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert

Judith Rossell , Cornelia Panzacchi , Nina Dulleck
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522184892
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Stella Montgomery ist 11 Jahre alt und lebt mit ihren drei schrulligen Tanten und deren Dienstmädchen Ada im mondänen Kurhotel Majestic. Obwohl sie versuchen, Stella zu einer vornehmen jungen Dame zu erziehen, ist diese voller Wissensdurst und Abenteuerlust und verbringt heimlich jede freie Minute im Wintergarten, wo sie sich mit einem alten Atlas in ferne Länder träumt.

Eines Tages beobachtet sie dort, wie Mr. Filbert – ein weiterer Kurgast - ein seltsames Päckchen in einem Blumentopf versteckt. Als sie von Ada erwischt wird und in die Suite zurückgeschleift wird, bleibt ihr Atlas mitten im Wintergarten liegen, wo ihn jeder mitnehmen könnte.

So wartet sie ab, bis ihre Tanten schlafen und schleicht nach unten, um ihren geliebten Atlas wieder in Sicherheit zu bringen. Aber schon bald stellt sie fest, dass nicht nur die Zimmermädchen im Treppenhaus eingeschlafen sind, sondern auch die Gäste in der Bar sowie der Nachtportier und dass anscheinend alle außer ihr von einer brennenden Hand verhext wurden.

Ob das alles mit dem mysteriösen Päckchen zusammen hängt? Noch ahnt sie nicht, dass der gruselige Professor Stark alles dafür tun würde, um es zu finden!

Das Buch hat mir schon vom Cover her sehr gut gefallen. Eine wirklich schöne und stimmungsvolle Aufmachung - kein Wunder, dass ich mich praktisch von Seite 1 an verzaubern ließ! Stella hat mich irgendwie gleich an meine Kindheit erinnert: jede freie Minute wird genutzt, um in die Welt der Bücher abzutauchen und jede andere Verpflichtung eine Qual. Aber auch ansonsten hat sie sehr sympathische Wesenszüge: sie ist geradlinig, furchtlos und neigt trotzdem nicht zum Übermut.

Die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben, beinhaltet aber auch allerlei Gruselmomente. Für ängstliche Kinder also vielleicht nicht uneingeschränkt empfehlenswert!

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Das Kaff

Jan Böttcher
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783351037161
Genre: Romane

Rezension:

Michael Schürtz hat mit knapp 20 seinen Heimatort verlassen, und fest vorgehabt, nie wieder zurück zu kehren in dieses Kaff. Nun ist er über 40, Architekt, lebt eigentlich in Berlin und ist irgendwie doch nicht so ganz angekommen. Wie das Schicksal so will – ein neuer Auftrag führt in ausgerechnet dort hin, wo alles angefangen hatte: ins Kaff!

Irgendwo im Einzugsbereich des Hamburger Speckgürtels, zwischen Steinbruch und Fußballplatz, soll er eigentlich hochwertige Reihenhäuschen für Berufspendler bauen. Sein Plan: Auftrag erledigen und zurück nach Berlin! Aber es kommt alles anders: erst Turbulenzen auf dem Bau, dann wird ihm die Trainerschaft für die Fußballjugend aufgedrängt und zu allem Überfluss muss er sich noch mit seinen beiden Geschwistern abplagen. Die Vergangenheit holt ihn ein! Dabei könnte das Leben doch so schön sein!

Jan Böttcher nimmt uns mit ins Kaff, wo alles ein bisschen grauer, enger und spießiger ist. Als Exil-Dorfbewohnerin konnte ich mich mit dem Protagonisten gleich zu Beginn sehr identifizieren. Auch ich wollte damals nur noch weg. Doch Micha wird schon bald – eher widerwillig – von der Dorfgemeinschaft reintegriert. Warum er sich allzu schnell bereit erklärt, Fußballtrainer zu werden? Irgendwie hat er wohl doch nicht so ganz abgeschlossen mit der Vergangenheit, mit dem Kaff. Nach und nach erfahren wir, warum er damals eigentlich so eine Sehnsucht nach Berlin, nach der Anonymität der Großstadt hatte und warum er nicht so schnell zurück möchte…

Schon beim Lesen war ich hin und her gerissen. Micha ist nicht unbedingt die klassische sympathische Hauptperson. Eher so etwas wie ein tragischer Held. Schon aus beruflicher Sicht und dann auch noch aus Privater. Eigentlich mag ich solche Figuren sehr gerne. Im Gesamtpaket konnte mich „Das Kaff“ trotzdem nicht so ganz überzeugen. Zu wirr wirkte der Schreibstil manchmal auf mich, zu unklar die Handlungen. Auf Dauer fehlte einfach der Biss.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Gentlemen vom Sebastian Club

Sophie Oliver
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 06.03.2018
ISBN 9783940855756
Genre: Historische Romane

Rezension:

London, 1895. Im Moloch der Großstadt sind Morde an der Tagesordnung und Scotland Yard ist heillos überfordert. Wie gut, dass der etwas skurrile Sebastian Club einen geheimen Zirkel von Privatermittlern unterhält: Professor Brown hat vier weitere Gentlemen um sich geschart, denen er seine neue These vorstellt. Drei kürzlich verübte Morde sollen vom gleichen Mörder verübt worden sein. Da die Opfer verschiedenen Gesellschaftsschichten angehören und auf verschiedene Arten umgebracht wurden, sieht Scotland Yard aber keinen Zusammenhang.

Lord Philip und sein Neffe Freddie finden schnell heraus, dass die Opfer kurz vor ihrem Tod anscheinend vom Teufel selbst besucht wurden: der Täter trug anscheinend eine Maske des Mephistopheles und hat seine Opfer gefoltert. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter den Morden und wieso ist Professor Brown nur so nervös?

Gleichzeitig haben die beiden aber ihr eigenes Geheimnis, denn Freddie ist in Wirklichkeit eine junge Dame und zwar eine mit überbordender Abenteuerlust und brillanter Logik!

Mir hat dieses Buch optisch schon sehr gut gefallen! Das Cover mit dem grünen Buchblock wirkt für einen viktorianischen Krimi wirklich sehr frisch.

Das Lesen hat von der ersten Seite weg Spaß gemacht! Die Autorin entführt uns stimmig und stilvoll in das viktorianische London und schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Gesellschaftliche Zusammenhänge und feste Begriffe werden ganz nonchalant erklärt und nach so vielen Büchern, die ich über diesen Zeitraum gelesen habe, konnte auch ich noch etwas dazulernen.

Man merkt, dass sich die Autorin wirklich sehr viele Gedanken über ihre Charaktere gemacht hat. Sie sind bis in die Nebenfiguren sehr anschaulich ausgearbeitet, einige Details lassen sich aber noch zwischen den Zeilen herauslesen. Dazu noch eine feine Prise britischen Humor und schon konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Absolute Leseempfehlung von mir – hoffentlich folgen weitere Bände!

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Der Verstoßene

J. R. Ward , Corinna Vierkant-Enßlin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453318946
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Reihe lese ich praktisch schon seit Erscheinen des ersten Bandes. Für mich ist es einfach der perfekte Mix aus Action, Erotik und einer gewissen Prise Humor. Da der Heyne Verlag die Bände beim Übersetzen jedoch teilt, bin ich mittlerweile so schlau, jeweils das Erscheinen des 2. Bandes abzuwarten und die Bücher dann im Doppelpack zu lesen.

Der Kampf gegen die Lesser stockt seit einiger Zeit, doch die Bruderschaft hat keinen Grund zur Langeweile! Xcor, der ein Attentat auf Wrath, dem Oberhaupt der Vampire, geplant hatte wurde von der Bruderschaft gefangen genommen. Die Auserwählte Layla, die schon in den letzten Bänden Gefühle für ihn entwickelt hatte, kann dies nicht länger verheimlichen. Klar, dass diese Offenbarung bei Qhuinn, dem leiblichen Vater ihrer Kinder nicht besonders gut ankommt.

Auch bei Trez, der erst kürzlich seine geliebte Shellan verlor, spielt die Gefühlswelt verrückt. Sein Bruder hat im Restaurant eine junge Frau eingestellt, die seiner Selena bis auf‘s Haar ähnelt. Wie kann das sein?

Doch auch andere Handlungsstränge werden weitergeführt. Ein mysteriöser Blogger veröffentlicht Bilder und Videos, die Vampiraktivitäten in Caldwell dokumentieren…

Wie immer habe ich die beiden Bände verschlungen. Leider muss ich aber anmerken, dass sie mir nicht so gut gefallen haben wie die Vorgängerbände. Zum einen liegt das an der Entwicklung der früheren Traumpaare. Wie das nun mal so ist im Leben, schleicht sich in jeder Beziehung irgendwann der Alltag ein. Angefangen bei Rhage und Mary kriselt es nun schon bei mehreren Paaren.

Zum anderen sind Qhuinn und Layla nicht unbedingt meine Lieblingskonstellation. Klar, sie hat seit ihrem ersten Auftritt eine enorme Entwicklung durchgemacht. Dass sie sich ausgerechnet in den Feind verliebt und so zwischen die Fronten gerät, birgt Zündstoff pur. Trotzdem hat mich dieser Handlungsstrang irgendwie seltsam kalt gelassen.

Was auch auffällt: die frühere Leidenschaft fehlt irgendwie. Es gibt zwar immer noch erotische Szenen, die sind jedoch bei weitem nicht so heiß und prickelnd wie zu Beginn der Reihe.

Mein Fazit: trotz ausuferndem Personal und leichten Schwächen immer noch meine Lieblingsreihe!

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Die Auserwählte

J. R. Ward , Corinna Vierkant-Enßlin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453318939
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Reihe lese ich praktisch schon seit Erscheinen des ersten Bandes. Für mich ist es einfach der perfekte Mix aus Action, Erotik und einer gewissen Prise Humor. Da der Heyne Verlag die Bände beim Übersetzen jedoch teilt, bin ich mittlerweile so schlau, jeweils das Erscheinen des 2. Bandes abzuwarten und die Bücher dann im Doppelpack zu lesen.

Der Kampf gegen die Lesser stockt seit einiger Zeit, doch die Bruderschaft hat keinen Grund zur Langeweile! Xcor, der ein Attentat auf Wrath, dem Oberhaupt der Vampire, geplant hatte wurde von der Bruderschaft gefangen genommen. Die Auserwählte Layla, die schon in den letzten Bänden Gefühle für ihn entwickelt hatte, kann dies nicht länger verheimlichen. Klar, dass diese Offenbarung bei Qhuinn, dem leiblichen Vater ihrer Kinder nicht besonders gut ankommt.

Auch bei Trez, der erst kürzlich seine geliebte Shellan verlor, spielt die Gefühlswelt verrückt. Sein Bruder hat im Restaurant eine junge Frau eingestellt, die seiner Selena bis auf‘s Haar ähnelt. Wie kann das sein?

Doch auch andere Handlungsstränge werden weitergeführt. Ein mysteriöser Blogger veröffentlicht Bilder und Videos, die Vampiraktivitäten in Caldwell dokumentieren…

Wie immer habe ich die beiden Bände verschlungen. Leider muss ich aber anmerken, dass sie mir nicht so gut gefallen haben wie die Vorgängerbände. Zum einen liegt das an der Entwicklung der früheren Traumpaare. Wie das nun mal so ist im Leben, schleicht sich in jeder Beziehung irgendwann der Alltag ein. Angefangen bei Rhage und Mary kriselt es nun schon bei mehreren Paaren.

Zum anderen sind Qhuinn und Layla nicht unbedingt meine Lieblingskonstellation. Klar, sie hat seit ihrem ersten Auftritt eine enorme Entwicklung durchgemacht. Dass sie sich ausgerechnet in den Feind verliebt und so zwischen die Fronten gerät, birgt Zündstoff pur. Trotzdem hat mich dieser Handlungsstrang irgendwie seltsam kalt gelassen.

Was auch auffällt: die frühere Leidenschaft fehlt irgendwie. Es gibt zwar immer noch erotische Szenen, die sind jedoch bei weitem nicht so heiß und prickelnd wie zu Beginn der Reihe.

Mein Fazit: trotz ausuferndem Personal und leichten Schwächen immer noch meine Lieblingsreihe!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Abenteuer der Cluny Brown

Margery Sharp , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783961610044
Genre: Romane

Rezension:

London, 1938: die Gesellschaft ist in strenge Hierarchien eingeteilt, in der jeder seinen festen Platz hat. Das meint jedenfalls Arnold Porritt, seines Zeichens Klempner und als Alleinerziehender verantwortlich für seine Nichte Cluny Brown. Cluny hingegen hat ihren eigenen Kopf und macht, wonach ihr gerade ist. Mal nimmt sie sich frei um Kaffee im Ritz zu trinken (unerhört!), dann wieder liegt sie den ganzen Tag im Bett und macht eine Orangen-Diät. Als sie eigenmächtig einen Auftrag ihres Onkels annimmt und die Spüle eines Klienten repariert, reicht es ihrem Onkel entgültig. Was denkt Cluny Brown eigentlich, wer sie ist?! Um sie zur Vernunft zu bringen, besorgt er ihre eine Stelle als Stubenmädchen auf dem Landgut Friars Carmel in Devonshire.


Während Cluny noch Probleme hat, sich einzugewöhnen, haben die Carmels ihre eigenen Sorgen und Nöte. Sohn Andrew hat ihn London den polnischen Schriftsteller Adam Belinski kennengelernt. Mr. Belinski lebte zuvor in Deutschland, wo er den Nazis unangenehm auffiel und aus Angst um sein Leben, quartiert Andrew ihn kurzerhand in Friars Carmel ein. Zurück in London umwirbt Andrew seine beste Freundin Betty Cream, die ihn aber partout nicht heiraten will. Just in dem Moment, als Andrew seine Niederlage eingesteht und zu seiner Familie heimkehrt, erfährt er jedoch, dass seine Mutter ausgerechnet Betty eingeladen hat, Ferien auf Friars Carmel zu machen. Dumm nur, dass auch heißblütige Mr. Belinski schnell ein Auge auf Betty wirft.


Und Cluny? Nun, die macht immer noch, was sie will!


Margery Sharps Roman über das impulsive und extravagante Stubenmädchen wider Willen liest sich charmant und etwas aus der Zeit gefallen. Kein Wunder, denn erstmals erschien das Buch bereits 1944 und wurde jetzt erst wiederveröffentlicht.


Anfangs habe ich mich ein bisschen schwer getan mit dem Lesen. Die Handlung plätscherte doch sehr vor sich hin und nach dem Einzug Clunys auf Carmel wusste ich auch nicht so recht, worauf die Autorin eigentlich abzielt. Doch das Durchhalten hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Geschichte ist zwar nicht besonders spannend oder lustig wie moderne Frauenromane, aber dennoch humorvoll und vor allem sehr charmant. Einfach typisch britisch!


Zum Lesen würde ich auf jeden Fall eine Kanne Tee sowie Scones mit schön viel Clotted Cream empfehlen!

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

The Room Mate

Kendall Ryan
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 01.03.2018
ISBN 9783736307360
Genre: Sonstiges

Rezension:

Paige und Allie waren schon seit ihrer Kindheit allerbeste Freundinnen. Als Allies vier Jahre jüngerer Bruder Cannon plötzlich ohne festes Zuhause dasteht, lässt sich Paige von ihr überreden, Cannon für 2 Monate als Untermieter aufzunehmen.

Doch aus dem nervigen kleinen Bruder von früher ist inzwischen ein heißblütiger Mann geworden und schon beim ersten Wiedersehen sprühen die Funken. Kann das gut gehen?

Obwohl das Setting vielversprechend klang und sich der Schreibstil lockerflockig las, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln. Aus der toughen Paige wird schon nach wenigen Seiten ein dummes, kleines Hühnchen, dessen Gedanken nur noch um Cannon und seinen Körper kreisen. Dieser hingegen sieht sich als ultimativen Sexgott, dessen Zauberpenis die Frauen durchdrehen lässt. Seine Anspielungen (Dirty Talk) sind alles andere als prickelnd und fallen eher in die Kategorie pubertär-peinlich bis vulgär. Auch der ständige Drang zur Masturbation hat mich jetzt nicht so angeturnt. (Ganz abgesehen davon: Welcher Assistenzarzt mit diesem Arbeitspensum kann so viel Energie übrig haben??)

Von der erhofften Erotik jedenfalls keine Spur!

Nicht nur, dass die Charaktere total blass bleiben – sie werden zunehmend nerviger und die jeweiligen Beweggründe sind einfach nicht nachvollziehbar.

Hier hatte ich mir wesentlich mehr versprochen. Absolut keine Leseempfehlung!

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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Die Königin von Lankwitz

Max Urlacher
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548290195
Genre: Humor

Rezension:

Bea und Irene, beide Anfang 50, haben sich im Knast kennengelernt. Irene hatte 8 Jahre zuvor ihren Mann totgefahren, Bea saß 2 Jahre ein, weil ihr ihr Ex – Steuerberater und gleichzeitig ihr Boss – Betrug untergeschoben hatte.

Nun sind sie draußen und gleichzeitig in der Bredouille. Wer stellt schon ältere Frauen ein? Noch dazu, wenn sie frisch aus dem Knast kommen? Ihre bisherigen Jobs können sie jedenfalls vergessen.

Die einzige Lösung: die Selbstständigkeit. Doch worin haben sie Erfahrung, was treibt sie an? Ganz klar: Rache! Fortan erfüllen sie mit ihrer Ich-AG Rachewünsche zahlungswilliger Klientinnen. Ein gebrochenes Handgelenk? Kein Problem! Komplett-Überfahren? Nur eine Frage des Preises!

Doch gerade als das Geschäft so richtig am Brummen ist, lässt die Konkurrenz nicht lange auf sich warten. Die Agentur „Revanche“ hat es auf sie abgesehen und die beiden müssen sich schnellstens etwas einfallen lassen…

Der Schreibstil ist denkbar einfach und flüssig gehalten, was es leicht macht, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Ernste und eigentlich auch traurige Themen werden durch rabenschwarzen Humor zum bitterbösen Lesevergnügen.

Obwohl mich diese Art von Humor sonst immer sehr begeistern kann, hat mich das Buch zum Schluss hin leider nicht ganz überzeugt. Die anfängliche Leichtigkeit wirkte zunehmend konstruierter und auch der Fäkalhumor war dann doch nicht so ganz mein Ding.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 2

Robert McCammon , Nicole Lischewski
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.10.2017
ISBN 9783958352308
Genre: Historische Romane

Rezension:

Band 2 von "Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal" schließt nahtlos an den fiesen Cliffhanger von Band 1 an, als der junge Gerichtsdiener Matthew mitten in der Nacht heimlich einem Bewohner von Fount Royal in den umliegenden Sumpf folgt. Dort macht er zwar eine interessante Entdeckung, diese bringt ihn aber im Rätsel um die Hexe keinen Schritt weiter.

Und unglücklicherweise läuft ihm die Zeit davon. Denn die Beweisaufnahme ist soweit abgeschlossen und die Hinrichtung der Hexe Rachel Howarth nur noch eine Frage der Zeit. Denn obwohl Richter Isaac Woodward schwer erkrankt ist und dem Tod nahe ist, drängt der Bürgermeister auf eine schleunige Urteilssprechung. Und als ob das nicht genug wäre, ist auch noch ein fanatischer Wanderprediger in der Stadt aufgetaucht. Matthew muss sich schleunigst etwas einfallen lassen. Doch wird er den geheimnisvollen Ränkeschmied, den er den Fuchs nennt, noch rechtzeitig überführen können?

Matthew stockert zunehmend im Trüben und kommt dem Geheimnis von Fount Royal gefährlich nahe. Dabei bleibt es auch für den Vielleser extrem spannend. Auf fast 1000 Seiten hat der Autor Robert McCammon so viele Kniffe und Drehs eingebaut, dass das Gesamtwerk definitv nicht vorhersehbar wird. Es ist fast so wie beim verrückten Labyrinth: kaum denkt man, man hat eine Spur, ist alles schon wieder anders als im Moment zuvor.

Die Atmosphäre bleibt düster und unheilvoll, wenn sie sich nicht sogar noch verstärkt.

Gut gefallen hat mir auch weiterhin, dass die Charaktere wirklich bis in die kleinste Nebenperson ambivalent und sehr schön ausformuliert sind.

Insgesamt wurde ich mehr als positiv überrascht und freue mich auf weitere Abenteuer des jungen Matthew Corbett!

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382 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Paper Party

Erin Watt , Franzi Berg
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492061223
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Meine Beziehung zu den Royals bzw. Erin Watt ist seit dem Beginn etwas ambivalent. Obwohl das Setting an sich nicht schlecht ist, kann ich es bei jedem Band einfach nicht fassen, wie so ein Murks herauskommen kann. Und trotzdem: kommt ein neues Buch, MUSS ich es einfach lesen, weil das Autorinnenteam vielleicht dieses Mal das Ruder herumreißen könnte. So ging es mir auch mit Band 5, der offiziell als Band 3,5 gilt, weil die Handlung halt irgendwie zwischen den anderen Bänden stattfindet.

Wir erinnern uns: der älteste Royal, Gideon, hatte sich damals von seiner Jugendliebe Savannah getrennt und kam später sehr plötzlich doch wieder mit ihr zusammen.

Die Handlung setzt ein, als Savannah an Gideons College auftaucht, um dort an den Orientierungstagen teilzunehmen. Gideon, der sich seit dem Beziehungsende auf keine neue Freundin einlassen wollte, dreht er vor Eifersucht durch und tut alles, um sie zurückzugewinnen. In Rückblenden erfahren wir, wie die große Liebesgeschichte damals eigentlich begonnen hatte.

Der Schreibstil ist gewohnt einfach und das Drumherum leider total oberflächlich und pubertär. Das beginnt schon, als Savannah und Gideon das erste Mal aufeinander treffen. Savannah ist eigentlich nur hinter ihm her, weil – man ahnt es schon – er halt nun mal ein Royal ist. Keine Ahnung, wie alt man auf der Highschool ist (15? 16?) – aber dennoch ist der Stammbaum das allerwichtigste für alle Mädels. Vielleicht bin ich da etwas zynisch, aber sollten Gefühle (vor allem in diesem Alter) nicht erstmal wichtiger sein als Geld? Gideon hingegen ist ein echter Hengst, der sich bei Savannahs Anblick praktisch sofort an sie binden möchte. Das Ganze wird umrahmt von der notgeilen Jungs-Clique und den biestig-gehässigen Mädels.

Und so geht es auch weiter, als sie sich am College wieder treffen. Die Jungs sind immer noch notgeil, die Mädels immerhin schon etwas erwachsener.

Ansonsten bleiben die Hauptcharaktere blass und äußerst unsympathisch. Wieso sie sich eigentlich verliebten? Bleibt rätselhaft. Warum sie wieder zusammen kommen? Wohl eher aus Gewohnheit.

Mein Fazit: Zielgruppe sind wohl 14jährige Mädchen, die den ganzen Tag Schminktutorials auf YouTube gucken. Ich bin zu alt für diesen Mist.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Ein Highlander zur rechten Zeit

Lynsay Sands , Susanne Gerold
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305519
Genre: Historische Romane

Rezension:

Murine hat innerhalb weniger Monate durch Schicksalsschläge ihre komplette Familie verloren und muss seitdem bei ihrem Stiefbruder leben, der die Vormundschaft übernommen hat. Unglücklicherweise wurde der Familienbesitz aufgrund ihrer schwachen Gesundheit anderweitig vererbt und außer ihrer Mitgift verfügt sie über kein Vermögen. Diese aber hat ausgerechnet ihr spielsüchtiger Stiefbruder verzockt.

Als der Pferdezüchter Dougall Buchanan auf der Burg eintrifft und ihr Bruder die Kaufsumme nicht aufbringen kann, bietet er dem stolzen Highlander doch tatsächlich Murine als "Bezahlung" an. Zum Glück lehnt dieser ab, aber Murine wird klar, dass sie bei ihrem Bruder nicht mehr sicher ist und flieht in die Berge, wo sie ausgerechnet von Buchanan aufgegriffen wird. Als sich herausstellt, dass Murine eine gute Freundin seiner Schwester ist, erklärt er sich dazu bereit, Murine sicher zu ihr zu bringen. Doch aus Hilfsbereitschaft entwickeln sich schnell tiefere Gefühle...

Dieses Buch hat richtig Spaß gemacht! Die Hauptcharaktere sind sofort sympathisch und auch Dougalls Brüder habe ich sofort ins Herz geschlossen! Auch wenn Murine stellenweise schon sehr naiv ist, handelt sie intelligent und beherzt.

Die erotischen Szenen sind wirklich prickelnd geschrieben und bei weitem nicht so flach oder vorhersehbar wie in anderen Büchern dieses Genres.

Gerne mehr davon!

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Distraction - Gefesselt (Extreme Love 2)

Emily Snow
E-Buch Text: 239 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 04.01.2018
ISBN 9783736307346
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie in Band 1 schon zu ahnen war, haben beim Aufeinandertreffen von Lucys Freundin Jamie und dem Rechtsanwalt Mateo Bailon ganz schön die Funken gesprüht. Doch während er noch grübelt, wie er Jamie flachlegen kann, hat diese seine Visitenkarte umgehend entsorgt.

Denn Jamie, 28, fühlt ihre biologische Uhr ticken. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als endlich den Mann fürs Leben zu finden und ein Baby zu bekommen. Da passt so ein skandalumwobener Kerl, der in seinem Keller Sexpartys veranstaltet und keine feste Bindung will doch gar nicht - oder?

Aber Mateo ist ein Meister seines Fachs und weiß, schöne Frauen zu becircen. Wird sich Jamie letztendlich doch auf eine unverfängliche Beziehung einlassen?

Beim Lesen war ich irgendwie hin- und hergerissen. Ich fand Jamie als Charakter eigentlich ganz sympathisch. Doch diese Fixierung auf ein Baby war teilweise einfach zu viel, fast schon zwanghaft.

Mateo hingegen hat mich zu sehr an Christian Grey erinnert: manipulativ, herrschsüchtig, arrogant, vereinnahmend. Seine Umwerbungstaktiken schwankten dementsprechend relativ stark zwischen „ziemlich süß“ und Stalking. Seine Lebensgeschichte und anschließende Wandlung war für ziemlich übertrieben bzw. vor allem auch unglaubwürdig.

Der Schreibstil ist locker und einfach, allerdings ist auch hier die Übersetzung - wie bei vielen Lyx-Titeln - nicht besonders geglückt. Vergessene Anführungszeichen kann man ja mal verschmerzen, wenn aber Anspielungen auf Lieder o.ä. gemacht werden, die bereits im nächsten Satz durch Grammatikfehler überhaupt keinen Sinn ergeben, so mindert dies das Lesevergnügen doch ein schönes Stück. Ganz abgesehen davon hätte ich mir doch etwas mehr / stilvollere Erotik gewünscht.

Im Abgang bleibt der Eindruck, dass die Übersetzerin irgendwann wohl auch keine Lust auf das Buch hatte.

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Die Hauptstadt

Robert Menasse
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427583
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman über die EU, gerade zu der Zeit, als Flüchtlings- und Währungskrise einen Höhepunkt erreichen, wo sich einzelne Staaten lieber auf sich selbst als auf das große Ganze besinnen mögen – kann das gut gehen? Ich war sehr gespannt!

Eine knappe Inhaltszusammenfassung ist bei diesem Werk schwer möglich. Denn so wie die EU ein Mosaik aus Staaten, Sprachen, Kultur und Beweggründen ist, so spiegelt sich das auch im Buch wider: wir haben die Karrieristin Fenia Xenopoulou, die möglichst schnell aus Zwangsversetzung entkommen will, den EU-Beamten Martin Susman, der ihr unterstellt ist und eigentlich nur seinen Job machen will. Einen Holocaustüberlebenden, der seine letzten Tage in Ruhe verbringen will und es im Grunde satt hat, über sein Schicksal zu sprechen und zwischendrin ist da noch Kommissar Brunfault, der einen Mord aufklären will, aber nicht darf.

Robert Menasse legt seinen Roman sehr episodenhaft an. So episodenhaft, dass die Perspektiven nicht kapitelweise, sondern teilweise nur einen Nebensatz voneinander getrennt sind. Das ist nicht immer leicht zu lesen, man muss schon konzentriert dabei bleiben. Der Verzicht auf Anführungszeichen in der direkten Rede tut sein Übriges. Wer redet wann was? Gerade bei einem Schlagabtausch wird das schnell unübersichtlich.

Den Schreibstil an sich würde als ich österreichisch-charmant mit unterschwelligem Humor einstufen. Dennoch waren mir bestimmte Abschnitte zu ausschweifend um diesen Stil zu genießen. Zu oft hat der Autor fabuliert nur um des fabulieren willens.

Ein paar Ansätze sind genial, sprachlich sowie inhaltlich, doch insgesamt wirkte der Roman auf mich so wie die EU: schwerfällig und um sich selbst kreisend.

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