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52 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

vatikan, abenteuer, wien, nostradamus, thriller

Der Nostradamus-Coup

Gerd Schilddorfer
Flexibler Einband: 796 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404174256
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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52 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

flüchtlinge, schlepper, menschenhandel, mord, thriller

Als der Teufel erwachte

Jennifer B. Wind
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Packend, erschütternd, brisant und grausam real!

Bei einer Autoreparatur entdecken Mechaniker zwei Leichen im Kofferraum eines Wagens. Die Toten weisen zahlreiche Verletzungen und Narben auf. Die Ermittler Jutta Stern und Thomas Neumann kommen einem Schlepperring auf die Spur, der mit grausamen Methoden arbeitet. Und die beiden Toten sind erst der Anfang ...


Die Autorin:

Jennifer B. Wind wurde 1973 in Leoben geboren und lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Die ehemalige Flugbegleiterin mit einem Faible für Australien schreibt Romane, Drehbücher und Kurztexte, die bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Ihr Debütroman »Als Gott schlief« entwickelte sich aus dem Stand zum Bestseller.


Meine Meinung:

Viele Autoren schreiben ein gutes Debüt und danach kommt nicht mehr viel.

Ganz anders bei Jennifer B. Wind. Bereits von ihrem ersten Thriller „ Als Gott schlief“ war ich mehr als angetan und jetzt weiss ich gar nicht so recht wie ich meine Begeisterung über ihr neues Buch in Worte fassen soll.

Sie hat die Figuren aus dem ersten Buch reifen und sich stetig entwickeln lassen. Es macht einfach nur Spass die verschiedenen Charaktere beim Lesen zu beobachten und zu begleiten.

Die Geschichte ist geprägt von dem Thema Flüchtlinge / Schlepperbanden und die Autorin hat uns Lesern eindringlich beschrieben was Menschen in ihren Ländern und auf der Flucht erleben müssen. Dabei hat sie aber nichts verherrlicht, sondern immer wieder gezeigt, dass es wie überall auch bei diesem Thema schwarze Schafe gibt.

Sehr ansprechend fand ich die verschiedenen Handlungsstränge, die Jennifer B. Wind sehr geschickt zusammenführt. Auch die Wechsel zwischen den einzelnen Handlungsorten sind ihr extrem gut gelungen. Immer wenn ein neues Kapitel begann konnte ich das erst gar nicht fassen, denn ich wollte doch unbedingt wissen wie die jeweilige Handlung weitergeht.

Wer nun denkt im Buch gehe es nur um Flüchtlinge liegt vollkommen falsch. Die Autorin hat das Thema Flucht aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Es geht nicht nur um Menschen, die ihre Heimat, Angehörige, Freunde und ihr Hab und Gut verloren haben, es geht auch um Flucht vor sich selbst und vor Menschen deren Gefühle nicht so erwidert werden können wie man es sich wünscht.

Es sind nicht nur Personen, die auf der Suche nach einem neuen, sicheren Platz für ihr Leben sind, sondern auch die Suche nach den eigenen Wurzeln findet ihren Platz im Buch.

Fazit:

Jennifer B. Wind kann gar nicht so schnell ein neues Buch schreiben wie ich es gerne lesen möchte.

Ich bin schon jetzt gespannt wie es mit den verschiedensten Personen aus diesem hervorragenden Thriller weitergeht und deshalb kann es nur verdiente 5 Sterne von mir geben.


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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

demenz, pflegeheim, alter, altersheim, schweiz

Hier können Sie im Kreis gehen

Frédéric Zwicker
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 22.08.2016
ISBN 9783312009992
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch:

Im Alter von 91 Jahren kommt der demente Witwer Johannes Kehr ins Pflegeheim. Nur: Seine Demenz ist vorgetäuscht. Im Heim hofft Kehr, seine Ruhe zu finden. Aber so einfach ist es nicht. Er beobachtet die schrulligen, nicht selten aggressiven Mitbewohner und die Nachlässigkeit der Pfleger. Seine vorgetäuschte Demenz nutzt er, um Desserts zu stehlen und Gehhilfen unliebsamer Nachbarn zu verstecken. Bald aber wird seine Schauspielerei anspruchsvoller; je vertrauter ihm das Heim wird, desto größer ist die Gefahr einer Enttarnung. Als zufällig seine Jugendliebe Annemarie auftaucht, flackert die alte Zuneigung erneut auf. Ein literarisch feinfühliges Debüt, beobachtungsstark und intensiv.


Der Autor:

Frédéric Zwicker, wurde 1983 in Lausanne geboren und wuchs in Rapperswil-Jona am Zürichsee auf, wo er heute wieder lebt. Während seines Studiums der Germanistik, Geschichte und Philosophie trat er regelmässig an Poetry Slams auf. 2006 gründete er mit dem Jazzmusiker Matthias Tschopp die Band Knuts Koffer, die seine Texte musikalisch umsetzt. Zwicker arbeitete als Werbetexter, Journalist, Pointenschreiber für die Satiresendung Giacobbo/Müller, als Moderator von Lesungen, Musiklehrer und Leiter von Literaturworkshops an Schulen. Während einer Afrikareise schrieb er für die Zeitung Südostschweiz den Blog „Zu Tee bei Mutter Afrika“. Neben seinen Auftritten arbeitet Zwicker heute für die Kulturzeitschrift Saiten.


Meine Meinung:

Dem Autor ist mit seinem Debüt ein Roman der Spitzenklasse gelungen. Geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil, mit viel Gefühl und einer schönen Portion Humor erlebt der Leser den Einzug von Herrn Kehr ins Pflegeheim und seinen Aufenthalt dort. Mitunter hatte ich den Eindruck, dass der Autor den ein oder anderen Satz recht zynisch bzw. provokant eingestreut hat, bei mir hat er damit genau meinen Geschmack getroffen. Er versucht nichts zu beschönigen, sondern legt manchmal bewusst den Finger in die Wunde.

Frédéric Zwicker wurde bei seinem Zivildienst in einem Pflegeheim zu dieser Geschichte angeregt, somit erklärt sich auch wie ein so junger Mensch realistisch über dieses Thema schreiben kann.

Das Buch lebt von einem stetigen Wechsel der Perspektive. Mal erzählt Herr Kehr aus seinem Leben, mal erzählt ein unerkannter Beobachter die Szenen von aussen. Gerade diese Wechsel haben mir sehr gut gefallen. Dem Autor ist es gelungen die verschiedenen Personen so zu zeichnen, dass ich sie mir direkt sehr gut vorstellen konnte.

Während ich das Buch las wurden die verschiedensten Gefühle in mir geweckt. Mal musste ich herzhaft lachen, kurz darauf aufpassen, dass ich nicht in Tränen ausbreche und sehr oft habe ich über die Erlebnisse des Herrn Kehr im Pflegeheim und in seinem vorherigen Leben lange nachgedacht.

Der Autor hebt nie den moralischen Zeigefinger und trotzdem hat er mich angeregt mal wieder mein Verhältnis zu alten Menschen zu überdenken.


Fazit:

Verdiente 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.


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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

salzkammergut, krimi, mord, bnd-agent, österreich

Tod im Salzkammergut

Edwin Haberfellner
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.06.2016
ISBN 9783954518180
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Der deutsche Honorarkonsul in China wird am Beinhaus in Hallstatt vor den Augen seiner Lebensgefährtin und seiner hilflosen Leibwächter ermordet. Kriminalkommissar Michael Schröck ermittelt und deckt unschöne Machenschaften des Konsuls aus dessen Zeit im Nahen Osten auf. Als weitere Morde geschehen, bekommt es Schröck mit den Eigenheiten der Bevölkerung des Salzkammerguts zu tun und muss erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint.


Der Autor:

Edwin Haberfellner wurde 1957 im oberösterreichischen Steyr geboren. Nach langjähriger Tätigkeit im Krankenhaus und einem Jura- und Datentechnikstudium ist er heute Beamter und Autor.


Meine Meinung:

Dieser Krimi ist inzwischen der sechste Fall für Kommissar Schröck und Edwin Haberfellner ist damit eine sehr lesenswerte Reihe gelungen. Man muss die Vorgänger nicht gelesen haben und kann jederzeit einsteigen.

Bereits der sehr eindringliche Prolog hat für mich eine Sogwirkung entwickelt und mich direkt in die Geschichte gezogen.

Geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil hat mich der Autor auf die Reise nach Hallstatt mitgenommen. Wie gewohnt hat er die handelnden Personen so geschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte, auch die Örtlichkeiten sind so beschrieben, dass ich spontan Lust bekommen habe diese Region zu besuchen.

Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und Edwin Haberfellner hat mal wieder sehr geschickt verschiedenste Fäden gesponnen und immer wenn ich dachte ich weiss wie es weitergeht kam wieder eine neue Wendung.

Fazit:

Wieder ein Kriminalroman der Spitzenklasse von Edwin Haberfellner und verdiente 5 Sterne, ich hoffe, dass uns Lesern Kommissar Schröck und seine Fälle noch lange erhalten bleiben.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

mord, freizeit, krimi, niederösterreich, betroge

Wer mordet schon in Niederösterreich?

Jennifer B. Wind , Veronika A. Grager
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Mord im Industrieviertel!  Von Hainburg bis zum Schneeberg morden in elf Kurzkrimis »Die Triestingtaler Mordsfrauen«, zwei Autorinnen, denen die ausgeklügeltsten Mordfälle nie ausgehen. Das Industrieviertel wird nicht nur Schauplatz fieser und gewiefter Verbrechen, sondern bietet viele Sehenswürdigkeiten, die in diesem Band vorgestellt werden. Freuen Sie sich auf eine todernste Sightseeing-Tour durch eines der schönsten Viertel Niederösterreichs mit viel rabenschwarzem Humor und einem fulminanten satirischen Showdown im schönsten Casino Österreichs.

Mit einem Vorwort von Gerhard Tötschinger und einer satirischen Einführung von Andreas Gruber.


Die Autorinnen:

Veronika A. Grager wurde in Wien geboren, lebt aber seit dreißig Jahren in Niederösterreich, wo sie auch ihre Krimis ansiedelt. In dieser friedvollen Landschaft, zwischen Feldern, Wiesen und Wäldern, kommen ihr die mörderischsten Ideen. Zusammen mit Jennifer B. Wind bildet sie die »Triestingtaler Mordsfrauen«.


Jennifer B. Wind wurde 1973 in Leoben geboren und wohnt mit ihrer Familie bei Wien. Die ehemalige Flugbegleiterin schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene, Drehbücher und Kurztexte. Zahlreiche Kurzgeschichten, Ratekrimis, Rezensionen und Gedichte hat Jennifer B. Wind in Literaturzeitschriften, Zeitungen, Anthologien und Magazinen veröffentlicht. Ihre Texte wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie ist auch als Rezensentin und Jurorin tätig und führt eine erfolgreiche Bücherkolumne im Blog-Stil auf dem online Portal der Frauenzeitschrift WOMAN. In ihrer spärlichen Freizeit liest, taucht, klettert, walkt, zeichnet oder malt sie. Umwelt- und Tierschutz ist ihr Steckenpferd. Sie startet stets gutgelaunt mit Yoga, Qi Gong und grünen Smoothies in den Tag.


Zusammen mit Veronika A. Grager bildet sie die »Triestingtaler Mordsfrauen«.


Meine Meinung:

Als ich von dem Buch las war ich sehr überrascht, denn solch eine Mischung aus Krimikurzgeschichten und Reisetipps hatte ich noch nie gelesen, deshalb war ich umso gespannter wie es den Autorinnen gelungen ist das zusammenzubringen.

Um es vorwegzunehmen: hervorragend !! Jeder Kurzkrimi, von beiden Autorinnen abwechselnd geschrieben, enthält die verschiedensten Tipps zu dieser Region für die Themen Kultur, Ausflüge, Museen, Sport, Wellness und auch die kulinarischen Schmankerl fehlen nicht. Die Spannung kommt dabei nicht zu kurz und auch der schöne, schwarze österreichische Humor lugt dabei immer wieder um die Ecke.

Noch besser wäre es gewesen wenn ich jetzt spontan dort hinreisen könnte und die verschiedensten Tipps ausprobieren und die Tatorte besichtigen könnte. Auf jeden Fall hat dieses Buch extrem Lust auf Urlaub in dieser Region gemacht und wenn ich irgendwann dort sein werde habe ich durch dieses Buch jetzt schon viele Ideen was man dort unternehmen könnte.

Fazit:

5 verdiente Sterne und eine Empfehlung für alle, die gerne Kurzkrimis lesen und interessiert sind an Tipps für einen Urlaub in der Region.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

amnesie, mädchen, das mädchen vom bethmannpark, gedächtnisverlust, krimi

Das Mädchen vom Bethmannpark

Pete Smith
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Societäts-Verlag, 06.05.2016
ISBN 9783955421915
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Unweit des Bethmann-Parks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt, wo sie wohnt, noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen... Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. So verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein oder Coco Chanel, um neuen Lebensmut zu schöpfen. Als die unbekannte junge Frau in die Reha verlegt wird, kreuzen sich ihre Wege. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert...


Der Autor:

Pete Smith wurde 1960 als Sohn einer Spanierin und eines Engländers in Soest geboren. An der Universität Münster studierte er Germanistik, Philosophie und Publizistik. Nach seinem Magister-Examen arbeitete er zunächst als Kulturredakteur, bevor er sich als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main niederließ. Er schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Für seinen Roman „Endspiel“ wurde er 2012 mit dem Robert-Gernhardt-Preis des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.


Meine Meinung:

Nachdem mich bereits „Endspiel“ von Pete Smith begeistert hat war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk. Um es vorweg zu nehmen, auch hier wurde ich wieder nicht enttäuscht, im Gegenteil !

Geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil nimmt der Autor den Leser mit in die Welt eines Menschen, der von jetzt auf gleich keine Erinnerung mehr hat. Direkt als ich zu lesen begann hatte ich das Gefühl mich in die Lage der Protagonistin versetzen zu können. Pete Smith hat bei mir die verschiedensten Gefühle hervorgerufen, mal musste ich lachen, mal war es beklemmend, auch das hat mir sehr gut gefallen.

Der Roman lebt von den verschiedensten Charakteren, die nicht immer auf Anhieb zu durchschauen sind, aber immer zum Nachdenken anregen.

Pete Smith hat wieder ein Thema angepackt, das alles andere als leichte Kost ist. Ihm ist es wieder gelungen dies so in eine Geschichte einzubetten, dass ich als Leser gefordert bin mitzudenken und gleichzeitig die Spannung zu halten, so dass ich immer weiter lesen wollte.

Fazit:

Pete Smith ist wieder ein Roman gelungen der mich begeistert  und zum Nachdenken angeregt hat, deshalb erhält er von mir 5 verdiente Sterne.


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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

serienmörder, oberschwaben, mord, psychologie, thriller

Die Spur des Jägers

Matthias Ernst
E-Buch Text: 401 Seiten
Erschienen bei Midnight, 06.11.2015
ISBN 9783958190535
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Zuerst ist es nur ein Vermisstenfall, in dem die Kriminalkommissarin Inge Vill ermittelt. Doch dann wird die verschwundene Lokalpolitikerin tot aufgefunden - und sie wurde vor der Ermordung offenbar gefoltert, ihre Leiche ist grauenvoll zugerichtet. Wer in der schwäbischen Kleinstadt ist zu so etwas fähig? Als kurz darauf der Rektor des örtlichen Gymnasiums verschwindet, bestätigen sich Inge Vills Befürchtungen: Sie haben es mit einem Serientäter zu tun. Inge und ihr vierköpfiges Team stoßen auf unangenehme Wahrheiten, die alles gefährden, was der Kommissarin wichtig ist: Ihre Freunde, ihre Karriere und ihr Leben.

Der Autor:

Matthias Ernst wurde 1980 in Ulm/Donau geboren. Bereits in seiner Jugend begeisterte er sich für Literatur und verfasste Romane und Kurzgeschichten. Nach dem Studium der Psychologie begann er eine Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und arbeitete in mehreren Akut- und Rehakliniken in Süddeutschland. In seinem ersten Kriminalroman »Die Spur des Jägers« verbindet er seine beiden größten Leidenschaften miteinander, das Schreiben und die Psychotherapie. Matthias Ernst lebt und arbeitet in Oberschwaben.


Meine Meinung:

Die Geschichte handelt in drei verschiedenen Erzählsträngen. Es wird der eigentliche Fall und seine Aufklärung beschrieben, immer wieder liest man Tagebucheinträge des späteren Täters und es wird beschrieben wie die Kommissarin versucht in einer Reha-Klinik die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Mir hat diese Aufteilung sehr gut gefallen, so sieht man die Geschichte immer wieder aus einer anderen Perspektive. Der Schreibstil ist sehr gut und mir hat der feine Humor, den der Autor Matthias Ernst der Kommissarin Inge Vill mitgegeben hat extrem gut gefallen.

Mit dieser Kommissarin hat der Autor eine neue Figur geschaffen, von der ich bitte noch viele Bücher lesen möchte. Sie ist nicht der für viele Krimis typische Übermensch, der mal so nebenbei einen Mörder überführt und an dem alle Erlebnisse abperlen, sondern sie ist eine Frau die fest im Leben steht und trotzdem aufgrund verschiedener Ereignisse aus der Bahn geworfen wird.

Matthias Ernst hat alle handelnden Personen so gut beschrieben, dass ich sie beim Lesen förmlich vor mir sah. Die Spannung war sofort nach den ersten Seiten da und hat sich bis zum Schluss gehalten. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch das menschliche Miteinander. Ein neuer Kollege, der in die Gruppe finden muss, eine Mutter, die versucht ihre Kinder in ihre eigenen Vorstellungen vom Leben zu pressen und Vieles mehr, auch das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:

Ein Kriminalroman nach meinem Geschmack, der von mir verdiente 5 Sterne erhält.

Und ich freue mich, dass ich wieder einen neuen Autor für mich entdeckt habe und hoffe noch viele Fälle mit Inge Vill klären zu dürfen.

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108 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

garten, liebe, ellen berg, schrebergarten, mobbing

Mach mir den Garten, Liebling!

Ellen Berg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.11.2015
ISBN 9783746631462
Genre: Humor

Rezension:

Das Buch:

Die Lust am Gärtnern – und am Gärtner … Zur Hölle mit dem Job! Statt der überfälligen Beförderung bekommt Luisa einen arroganten Fiesling vor die Nase gesetzt. Sie ist frustriert. 14-Stunden-Arbeitstage und Bürointrigen – wofür das alles? Ausgerechnet jetzt muss sie sich um den Schrebergarten ihrer Tante Ruth kümmern. Komposthaufen statt Karriere, geht gar nicht. Doch dann stellt Luisa fest, dass Gärtnern sogar glücklich machen kann. Wenn nur nicht dieser rasend charmante Mann im Nachbargarten wäre, der so gar nicht in ihr Leben passt …

Die Autorin:

Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.

Ihre bisherigen Romane "Du mich auch. Ein Rache-Roman", "Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman", "Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman", "Ich koch dich tot. (K)ein Liebesroman", "Gib's mir Schatz. (K)ein Fessel-Roman", "Zur Hölle mit Seniorentellern. (K)ein Rentner-Roman" und "Ich will es doch auch.(K)ein Beziehungsroman" liegen im Aufbau Taschenbuch und als E-Book vor und sind große Erfolge.


Meine Meinung:

Da ich bisher noch kein Buch von Ellen Berg gelesen hatte war ich sehr gespannt auf meinen „Erstling“ von ihr.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich kann jetzt schon sagen, dass dies nicht das letzte Buch der Autorin in meinem Bücherschrank sein wird.

Mit einem sehr angenehmen Schreibstil hat mir Ellen Berg einige schöne und unbeschwerte Lesestunden beschert. Der Roman hat genau die Erwartung erfüllt, die ich in ihn hatte, ich wurde extrem gut unterhalten.


Die verschiedensten Charaktere sind mit den unterschiedlichsten Eigenschaften in der Geschichte zu finden. Manche sympathisch, manche eher nicht. Die Autorin hat mit ihrem Humor meinen Geschmack getroffen und ich finde er passt wie die Faust aufs Auge zu dieser Geschichte.


Fazit:


Von mir verdiente 4 Sterne und die Vorfreude auf die anderen Bücher von Ellen Berg.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

norwegen, mord, merette schulman, freda wolff, psychologin

Töte ihn, dann darf sie leben

Freda Wolff
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 21.09.2015
ISBN 9783352006746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Ein perfides Spiel: Kann man wirklich seinen Mann töten – um die Tochter zu retten?

Die Psychologin Merette Schulman und ihr Exmann, der Polizist Jan-Ole nehmen eine Auszeit auf einer einsamen Hütte in der Wildnis Norwegens. Doch schon in der ersten Nacht wird Jan-Ole bei einem Überfall schwer verletzt. Während er bewusstlos im Krankenhaus liegt, erfährt Merette: Aksel, einer ihrer früheren Patienten, ist aus der Forensik ausgebrochen. Merette ist überzeugt, dass er für den Überfall auf Jan-Ole verantwortlich ist. Noch am selben Tag erhält sie von ihm eine SMS mit einem Foto ihrer Tochter Julia. Kurz darauf folgt eine weitere Nachricht: „Töte ihn, dann darf sie leben.“


Die Autoren:

Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftstellerpaares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel. Ulrike Gerold und Wolfram Hänel (beide Jahrgang 1956) haben Germanistik in Berlin studiert und an verschiedenen Theatern gearbeitet, bevor sie gemeinsam zu schreiben begannen. Heute leben und arbeiten sie meistens in Hannover – und schreiben seit über zwanzig Jahren im selben Raum und am selben Tisch, ohne sich dabei mehr zu streiten als unbedingt nötig.


Meine Meinung:

Bereits beim ersten Band „Schwesterlein muss sterben“ war ich begeistert Freda Wolff neu für mich entdeckt zu haben. Nun war ich etwas skeptisch, denn jetzt hatte ich eine Erwartungshaltung und habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass man dann auch schnell enttäuscht werden kann. Nicht so bei „Töte ihn, dann darf sie leben“, die Autoren haben es wieder geschafft mich von der ersten Seite an in die Handlung zu ziehen und ich bin wieder begeistert von ihrem Schreibstil und der ganzen Geschichte. Da die gleichen Personen wie im ersten Band eine Rolle spielen hat das Autorenpaar die Handlung so in den nächsten Band eingeflochten, dass man nicht das Gefühl hat etwas verpasst zu haben. Die einzelnen Charaktere sind wieder so gut gezeichnet, dass ich sie mir bildhaft vorstellen konnte. Freda Wolff ist nicht nur ein extrem spannender Thriller gelungen, sondern sie haben es auch wieder geschafft mich hier und da über die Personen mit ihren Eigenarten nachdenken zu lassen. „Töte ihn, dann darf sie leben“ lebt nicht nur von seiner Spannung, sondern greift auch Themen auf wie z.B. Freundschaft und Vertrauen.


Fazit:

Wieder vergebe ich Freda Wolff verdiente 5 Sterne und freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch. Auch wenn der norwegische Touristenverband vielleicht nicht begeistert sein wird, auch ich überlege mir wie Dietmar Bär ob ich in einer einsamen Hütte in Norwegen Urlaub machen möchte.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fussball, scout, berlin, bundesliga, fußball

Mroskos Talente - Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts

Ronald Reng
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.08.2015
ISBN 9783492055932
Genre: Biografien

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158 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, bestatterin, blum, bernhard aichner, mord

Totenhaus

Bernhard Aichner
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 17.08.2015
ISBN 9783442754557
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt …


Der Autor:


Bernhard Aichner (geb. 1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck/Österreich. Aichner schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. "Totenhaus" ist die Fortsetzung des Thrillers "Totenfrau", für den er begeisterte Kritiken erntete, er stand damit sowohl in Österreich als auch in Deutschland auf der Bestsellerliste, der Roman wurde in elf Länder verkauft, eine sechsteilige Fernsehserie ist in Vorbereitung.


Meine Meinung:

Bereits in „Totenfrau“ durfte ich die sehr ungewöhnliche Blum kennenlernen und war begeistert von diesem Buch. Deshalb konnte ich es kaum erwarten bis ich „Totenhaus“ lesen durfte.

Das Cover, für meinen Geschmack perfekt gelungen, passt ideal zum Vorgängerband, der hauptsächlich schwarz gehalten ist und die beiden ergänzen sich wunderbar in meinem Bücherregal.

Auch dieses Buch ist wieder geprägt von dem aussergewöhnlichen und für manche Leser sicher auch gewöhnungsbedürftigen Schreibstil des Autors. Schafft man es als Leser sich auf diesen Stil einzulassen fühlt man sich von Bernhard Aichner regelrecht durchs Buch getragen.

Bereits nach wenigen Worten war die Protagonistin Blum für mich wieder präsent und vertraut, also hat der Autor für mich alles richtig gemacht.

Auf dem Cover wird mit dem Wort „Thriller“ geworben. Da bin ich noch unschlüssig ob es für mich einer ist. Über eine lange Strecke hätte ich eher gesagt es ist eine Psychostudie über eine unglückliche Mutter, die von einem Unglück ins andere stolpert und sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht als mit ihren beiden Töchtern in Ruhe und Frieden leben zu können. So richtig spannend und nervenaufreibend wurde es im letzten Drittel. Auch sind für mich einige Fragen offen geblieben, aber da bereits der dritte Band angekündigt wurde habe ich die Hoffnung, dass ich dort alle Antworten finden werde.

Wie bereits bei „Totenfrau“ gehen die Meinungen zu „Totenhaus“ sehr weit auseinander. So wie bei den Covern (schwarz und weiss) scheint es auch bei den Beurteilungen der Leser zu sein, Grautöne gibt es bei Blum und ihrer Geschichte nicht.


Mein Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon jetzt darauf zu erfahren wie es mit Blum in Band 3 weitergeht.

Ich habe mit Blum gelitten, um sie gebangt und manchmal hat sie mich einfach nur genervt.

Für diese Gefühle, die Blum bzw. der Autor Bernhard Aichner bei mir hervorgerufen haben gibt es von mir 5 wohlverdiente Sterne.


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163 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

schweiz, thriller, krimi, rache, mord

Das große Schweigen

Katja Montejano
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516575
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

»Atme, so lang du noch kannst!« – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung...


Die Autorin:

Katja Montejano wurde 1967 in Aarau (Schweiz) geboren und lebt mit ihrem Ehemann und Hund in Zofingen. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Kreditinstituten und Unternehmen tätig. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer größeren Bankengruppe. Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazu bewogen, selber Geschichten und Thriller zu schreiben.


Meine Meinung:

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Die Spannung war sofort spürbar und hat sich bis zur letzten Seite nicht verloren. Im Gegenteil, immer wenn ich dachte mehr geht nicht hat es Katja Montejano geschafft  noch mehr Gänsehaut zu erzeugen.

Die Protagonisten wurden allesamt so gut beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir gesehen habe.

Verschiedene Handlungsstränge werden nach und nach zusammengeführt und Fragen die sich während des Lesens stellen werden alle beantwortet.

Die einzelnen Kapital haben für meinen Geschmack die perfekte Länge und genau im richtigen Moment wechselt die Geschichte zu einem anderen Handlungsort.

In einem hervorragenden Schreibstil gehalten hat mich dieses Buch zu einem traurigen Teil Schweizer Geschichte geführt, von dem ich sonst wahrscheinlich nie erfahren hätte.

Mit seinem für mich perfekt gelungenen Cover kommt das Buch eher harmlos als Kriminalroman daher. Nach der letzten Seite habe ich für mich beschlossen, dass ich einen Thriller der Extraklasse gelesen habe und hoffe, dass sich die entstandene Gänsehaut irgendwann wieder legen wird.


Fazit:

Endlich mal wieder ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und folglich erhält es von mir verdiente 5 Sterne.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

warschau, polen, krimi, staatsanwalt, therapie

Warschauer Verstrickungen

Zygmunt Miloszewski , Friedrich Griese
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 13.07.2015
ISBN 9783833310102
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Inhalt:

Weil einem Mann ein Bratspieß durchs Auge ins Hirn getrieben wurde, muss Staatsanwalt Szacki – groß, schlank, eisgraue Haare, nicht uneitel – den heiligen Sonntag opfern und die Ermittlungen aufnehmen. Der Tote war Teil einer Therapiegruppe, und, da sind sich alle einig, der unglücklichste Mensch auf dieser an Unglücklichen nicht armen Welt. Der Mörder wird wohl trotzdem nicht gerade ein Wohltäter sein. Zur Lösung des Falls muss sich Szacki durch ein Dickicht aus Korruption und politischen Verstrickungen kämpfen. Und sein Engagement stößt nicht gerade auf Gegenliebe…


Der Autor:

Zygmunt Miłoszewski, geboren 1976 und früher Journalist bei Newsweek Polen, katapultierte sich mit »Die Verstrickung« in die erste Reihe der osteuropäischen Autoren, die gerade die internationale Krimiszene aufmischen. Für das Buch erhielt er den Preis Wielki Kaliber, die höchste polnische Auszeichnung für Kriminalliteratur.


Meine Meinung:


Staatsanwalt Szacki gefällt mir als Hauptfigur sehr gut. Er hat mich bei seinen Ermittlungen auf eine Reise durch seine Stadt mitgenommen und so wurde mir ein sehr gutes Bild vermittelt.

Bei anderen Büchern ist der Handlungsort oft recht anonym und austauschbar, das ist hier nicht der Fall und hat mich positiv überrascht.

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen, nur am Anfang hat es eine Weile gedauert bis ich mich daran gewöhnt hatte. Vielleicht liegt es an der Ausdrucksweise des Autors, aber vielleicht liegt es auch an mir.

Der Spannungsbogen wurde nicht ständig gehalten, so dass es einige Längen gab und die Verstrickungen hätten für meinen Geschmack nicht ganz so verstrickt sein müssen.

Insgesamt hat mir der für mich neue Autor jedoch gut gefallen und ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne und hoffe, dass sich Zygmunt Miloszewski den 5. Stern mit einem Nachfolgeband bei mir verdient.

Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass mir sehr gut gefallen hat wie der Autor jedes Kapitel mit Nachrichten zum jeweiligen Tagesgeschehen begonnen hat.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kitzbühel, krimi, bnd, edwin haberfellner, droge

Kitzbühel Ice

Edwin Haberfellner
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.05.2015
ISBN 9783954515523
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Nach einer spektakulären Explosion, bei der ein junger Mann ums Leben kommt, ermittelt Kommissar Schröck im Tiroler Nobelort Kitzbühel. Als sich herausstellt, dass in der Wohnung des Toten Crystal Meth hergestellt wurde, vermutet er das Motiv im Drogenmilieu. Damit liegt er aber nur fast richtig...


Der Autor:

Edwin Haberfellner wurde 1957 im oberösterreichischen Steyr geboren. Nach langjähriger Tätigkeit im Krankenhaus und einem Jura- und Datentechnikstudium ist er heute Beamter und Autor.


Meine Meinung:

Nachdem ich bereits „Tod in Kitzbühel“ lesen durfte und mich Edwin Haberfellner mit der Geschichte, den handelnden Personen und seinem Schreibstil überzeugt hatte war ich nun sehr gespannt auf seinen neuesten Kriminalroman „Kitzbühel Ice“.

Neben der Hauptfigur Kommisar Schröck durfte ich nun auch Bruce Caleb Coleman kennenlernen, der mir sofort sympathisch war. Edwin Haberfellner gelingt es immer wieder die Personen so zu zeichnen, dass sie mir spontan vertraut werden und jeder für sich ein eigener Typ ist.

Die Handlung ist von Anfang an spannend und bis kurz vor Schluss ergeben sich für die Leser Fragen, die jedoch alle beantwortet werden.

Edwin Haberfellner beschränkt sich in seinem Kriminalroman nicht nur auf den Fall, den es aufzuklären gilt, sondern er beschreibt auch sehr eindringlich verschiedene gesellschaftliche Themen.

Wie sagt man so schön ? Die Mischung machts !! Und die ist Edwin Haberfellner für meinen Geschmack perfekt gelungen. Tolle Geschichte gepaart mit sympathischen (und auch unsympathischen) Personen, eingebettet in einem sehr guten Schreibstil und zu guter Letzt auch noch ein Ende, das mich überzeugt hat. Was will das Leserherz mehr ?

Fazit:

5 von 5 möglichen Sternen und die Frage: wann kommt endlich der nächste Fall für Kommisar Schröck ?


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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

familie, familienunternehmen, hamburg, flut, schiff

Die Abendgesellschaft der Quartiersleute

Thomas Christen
E-Buch Text: 360 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 11.03.2015
ISBN 9783862823451
Genre: Romane

Rezension:  
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397 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

thriller, norwegen, engelskalt, spannung, rache

Engelskalt

Samuel Bjørk , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482252
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird ...

Der Autor:

Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. „Engelskalt“ ist sein erster Thriller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo.


Meine Meinung:

Die Antwort auf die Frage was einen guten Thriller auszeichnet ist sehr individuell.

Mir hat „Engelskalt“ sehr gut gefallen. Die Geschichte ist durchweg spannend. Im Verlauf häufen sich zwar die Zufälle, aber daran habe ich mich nicht gestört, denn es hat dem Lesevergnügen und der Spannung keinen Abbruch getan.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, wobei mir die sehr kurzen Sätze manchmal auch zuviel wurden. Vielleicht liest sich das Buch in der Originalsprache anders, vielleicht liegt es mitunter auch an der Übersetzung, denn die fand ich nicht immer gelungen.

Fazit:

Lesenswert und nach erfolgter Überarbeitung der Übersetzung sicher sehr lesenswert.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für „Engelskalt“.

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kiel, krimi, mord, kieler woche, lisa sanders

Kiellinie

Angelika Svensson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426514016
Genre: Krimi und Thriller

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

schwetzingen, mannheim, 90er jahre, verheerende silvesternacht, matze blitz

Die letzte Nacht des Matze Blitz

Aleks Wiercinski
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 01.02.2015
ISBN 9783945662021
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch:

Schwetzingen in den 90er-Jahren: Beschaulich, barock, ein Paradies für Senioren – und so gar nicht zu den stürmischen Jahren des jungen Polen Matze Blitz passen wollend, der als Kind im Schlepptau seiner Mutter in die Bundesrepublik gekommen ist.

Seine Freunde: Ein Türke, ein Skinhead, ein Russlanddeutscher und Daniel, dessen Mutter aus Thailand stammt. Ihre Aktionen sind eine einzige Provokation. Bis alles in einer letzten, verheerenden Silvesternacht zum Jahrtausendwechsel in einer Karaokebar in Mannheim gipfelt…

Die letzte Nacht des Matze Blitz – ein witziger, spannender und authentischer Roman über die Herausforderungen einer neuen Heimat und des Erwachsenwerdens.

Der Autor:

Aleks Wiercinski (*1985 in Olsztyn, Polen) wohnt in Mannheim, arbeitet in Viernheim und hat seit seiner Ankunft in Deutschland Mitte der Neunziger alles mitgenommen, was so zu holen war: einen Hauptschulabschluss, eine mittlere Reife, ein Abitur, einen Studienabschluss mit Auszeichnung, eine solide Staatsbürgerschaft und eine etwas schräge Perspektive auf das Leben selbst. Er ist Konzeptentwickler im Digitalbereich sowie in Sachen 3D Animation und Filmschnitt tätig. Für seine Arbeit gewann er gemeinsam mit Ron Flehmer, dem Gestalter von Die letzte Nacht des Matze Blitz den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2013.


Meine Meinung:

Ein wunderbares Buch, das ich nur empfehlen kann.

Aleks Wiercinski ist bei dieser Geschichte ein Drahtseilakt gelungen. Geschrieben voller Wortwitz und sehr unterhaltsam wird der Schreibstil nie platt und hält immer ein sehr gutes Niveau.

Ich durfte Matze Blitz bei seiner Suche nach seinem Platz im Leben begleiten und hatte viel Freude dabei. Wie im richtigen Leben geht es nicht immer nur lustig zu, manchmal wird die Geschichte sogar recht melancholisch, aber auch dabei ist des dem Autor hervorragend gelungen mich als Leser anzusprechen. Da ich selbst als Jugendliche in Schwetzingen gewohnt habe kann ich bestätigen, dass die Stadt einerseits wunderschön ist, andererseits jedoch die Beschreibung im Buch zu 100% zutrifft.

Fazit:

Ein sehr lesenswertes Buch und ich vergebe dafür sehr gerne 5 von 5 möglichen Sternen.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

ddr, zirkus, berlin, musik, polen

Pakete an Frau Blech

Rolf Bauerdick
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei DVA, 09.03.2015
ISBN 9783421046451
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch:

Gerade hat Maik Kleine seinen väterlichen Freund, den exzentrischen Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, mit viel Pomp zu dessen letzter Ruhestätte begleitet, da tauchen verstörende Meldungen über eine angebliche Stasi-Vergangenheit des Toten auf. Zusammen mit Szymbo, dem Kapellmeister, und Albina, der schwebenden Jungfrau, begibt Maik sich auf eine abenteuerliche Spurensuche – nicht ahnend, dass er sich nun auch seiner eigenen Familiengeschichte stellen muss: der Wahrheit über die schreckliche Tragödie, die in jener eisigen Winternacht 1978/79 in Leipzig seine beiden Geschwister das Leben und seine Mutter die Freiheit kostete.


Der Autor:

Rolf Bauerdick, Jahrgang 1957, lebt im Münsterland. Seine Text- und Bildreportagen erscheinen u.a. in Stern, Brigitte, Spiegel, GEO, Playboy und wurden vielfach preisgekrönt, u.a. mit dem Natali-Award (für Menschenrechtsjournalismus) der Europäischen Union und beim Hansel-Mieth-Preis. Sein vielbeachteter Debütroman »Wie die Madonna auf den Mond kam« (2009) wurde in zwölf Sprachen übersetzt und 2012 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2013 erschien sein Sachbuch »Zigeuner. Begegnungen mit einem ungeliebten Volk«, auch bei DVA. »Pakete an Frau Blech« ist sein zweiter Roman.


Meine Meinung:

Als ich dieses Buch entdeckte war ich nicht sicher ob die Geschichte hält was sie verspricht. Nach wenigen Sätzen wusste ich, dass dieses Buch ein absoluter Glücksgriff ist.

Sofort hat mich der Autor geschickt in die Geschichte gezogen und ich habe förmlich mitgelebt, mitgelitten und mitgelacht.

Ich habe viel vom Leben in der ehemaligen DDR gelernt, war mit Maik beim Zirkus, habe einer sehr ungewöhnlichen Beerdigungszeremonie beigewohnt und einen Jungen bei der Suche nach seinem Platz im Leben und später bei der Suche nach seiner Vergangenheit begleitet.

Rolf Bauerdick hat das Buch in einem wunderbaren Erzählstil geschrieben und ein Stück deutsch-deutsche Geschichte in einen sehr unterhaltsamen Roman gepackt.Man merkt, dass der Autor nach dem Fall der Mauer viel Zeit in der damals noch existierenden DDR verbracht hat und weiss wovon er schreibt.

Mein Fazit:

Schade, dass ich nicht mehr als die wohlverdienten 5 Sterne vergeben kann und eine absolute Leseempfehlung an alle, die gute Unterhaltung und einen hervorragenden Schreibstil schätzen und die gerne wissen möchten wer Frau Blech ist und an wen die Pakete verschickt werden.

Mich hat dieser wunderbare Roman begeistert.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

krimi, spezialeinheit, ermittlungen, schlechte recherche, berlin

Der Marionettenspieler

Senta Meyer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Spica Verlags- & Vertriebs GmbH, 01.03.2015
ISBN 9783943168693
Genre: Krimi und Thriller

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auschwitz, flucht, schuld, 2. weltkrieg, prozesse

Endspiel

Pete Smith
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Societäts-Verlag, 31.01.2015
ISBN 9783955421205
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch:

Frühsommer 2010: Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika um den WM-Titel spielt, befindet sich Lionel, ein junger Geschichtsstudent, kurz vor Abschluss seiner Doktorarbeit in einer Sinnkrise. Ein Freund vermittelt ihm einen Job in einer Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, um den Bewohnern der Einrichtung das Internet näher zu bringen. Dort lernt er die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die sich auf leisen Sohlen in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer mit Tagebüchern und Briefen in die Hand. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens. Im Mittelpunkt der Aufzeichnungen steht der Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallusviertel, der Licht auf Seraphins Leidensweg wirft und Elena dazu ermutigt, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen.


Der Autor:

Pete Smith wurde 1960 als Sohn einer Spanierin und eines Engländers in Soest geboren. An der Universität Münster studierte er Germanistik, Philosophie und Publizistik. Nach seinem Magister-Examen arbeitete er zunächst als Kulturredakteur, bevor er sich als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main niederließ. Er schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Für seinen Roman „Endspiel“ wurde er 2012 mit dem Robert-Gernhardt-Preis des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.


Meine Meinung:

Ein grossartiges Buch, das jede Schulbibliothek in ihr Regal stellen sollte.

Pete Smith hat grandios die Geschichte von Elena mit der von Lionel und somit Vergangenheit und Gegenwart verwoben.

Ich durfte Elena bei ihren Erinnerungen begleiten und Lionel bei der Suche nach seinem Platz im Leben. Der Autor hat mich in eine Seniorenresidenz mitgenommen und dort durfte ich die verschiedensten Charaktere kennen- und liebenlernen.

Der Roman ist in einem hervorragenden Schreibstil verfasst und immer wieder bin ich an Sätzen hängen geblieben, die auf mich wie Poesie gewirkt haben.

Meine Eltern haben beide Weltkriege erlebt, aber mit mir nie darüber gesprochen. Der Krieg war endlich vorbei, man wollte nach vorne schauen und nicht mehr an diese Zeit erinnert werden.

Und genau darum geht es in „Endspiel“, um die Unfähigkeit über Dinge zu reden und wie wichtig es ist, daß wir es tun. Nicht nur über Kriegserlebnisse, auch über Ängste und Wünsche. Pete Smith hat mir mit seinem Roman bewusst gemacht wie wenig Zeit wir noch haben uns mit Menschen zu unterhalten, die wir als Zeitzeugen bezeichnen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann ist niemand mehr da der uns persönlich von Auschwitz berichten kann. Es werden uns die Bücher und Filme bleiben, aber es ist sicher etwas ganz Anderes sich mit jemandem persönlich zu unterhalten.

Auf dem Cover sehen wir einen Koffer, der für mich Sinnbild ist für die vielen Koffer, die uns unsere Eltern, Großeltern und bei manchen sogar schon die Urgroßeltern hinterlassen haben. Lionel durfte Elenas Koffer öffnen, was vielen von uns versagt bleibt. Entweder weil es die Zeitzeugen nicht zulassen oder weil uns der Mut dazu fehlt.

Leider höre ich von älteren Menschen immer wieder: „Das muß doch mal aufhören, damit muß doch endlich mal Schluß sein“. Nein, das darf es nie und Pete Smith zeigt uns das mit „Endspiel“ sehr deutlich. Er hebt nicht den moralischen Zeigefinger, aber er legt sehr bewusst den Finger in die Wunde. Ich habe diese Zeit zum Glück nicht erleben müssen und kann nicht sagen wie ich mich damals verhalten hätte. Ich fühle mich auch nicht schuldig, aber ich weiß, daß ich eine große Verantwortung habe mit dafür zu sorgen, daß das nie wieder geschehen kann.


Mein Fazit:

Ein wunderbares und sehr wichtiges Buch, das von mir verdiente fünf Sterne erhält.

Und es erinnert mit daran, daß es höchste Zeit wird mal wieder die Cousine meines Mannes im Altersheim zu besuchen.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

wien, mord, krimi, mafia, korruption

Donauwölfe

Hans-Peter Vertacnik
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.02.2015
ISBN 9783954514885
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch:

Der Chef der Wiener Russenmafia wird brutal ermordet, und der Landeskriminaldirektor höchstpersönlich gerät unter Verdacht, mit der organisierten Kriminalität gemeinsame Sache zu machen. Ausgerechnet der in die Technikabteilung entsorgte Major Radek Kubica soll als geheimer Ermittler Licht ins Dunkel bringen. Doch kaum beginnt er zu recherchieren, fallen seine Widersacher wie ein Rudel Wölfe über ihn her. Nicht nur jene aus der Unterwelt, sondern auch die aus den eigenen Reihen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Der Autor:

Hans-Peter Vertacnik lebt als Kommunikations- und Medientrainer in Krenglbach/Oberösterreich. Der Leitende Polizeibeamte, der wegen eines Dienstunfalls seine Laufbahn beenden musste, absolvierte eine Ausbildung an der Master School Drehbuch Berlin, veröffentlichte zwei Lyrikbände und drei Kriminalromane und wurde mit dem Luitpold-Stern-Preis ausgezeichnet.


Meine Meinung:

Mit Hans-Peter Vertacnik durfte ich wieder einen für mich neuen, wunderbaren Autor entdecken.

Wie der Titel bereits vermuten lässt, zieht sich das Thema „Wolf“ als roter Faden sehr gelungen durch das ganze Buch und dem Autor ist es gelungen dies im richtigen Mass in die Geschichte einzubetten.

Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten und oft beschränken sich die Informationen auf das Wesentliche. So wird die Geschichte nie langatmig, trotzdem sind die handelnden Personen so gezeichnet, dass man sie sich lebhaft vorstellen kann und der Spannungsbogen wird stetig weiter gespannt.

Mit Major Kubica ist dem Autor eine Hauptfigur gelungen die mir extrem gut gefällt und von dem ich bitte noch viel lesen möchte. Er ist ein Typ, der nicht auf den ersten Blick sympathisch wirkt, aber im Verlauf entwickelt sich seine Persönlichkeit und ich hoffe, dass ich ihn noch oft bei seinen Ermittlungen begleiten darf. Hans-Peter Vertacnik hat in seinen Kriminalroman einen bunten Strauss an Charaktere eingeflochten und lässt zu, dass sich der Leser ein Bild von den einzelnen Personen machen kann, welches sich aber jederzeit wieder ändern kann. Besonders erwähnen möchte ich noch Pater Wozzek, der mir sehr gut gefällt und von dem ich hoffe, dass er bei den folgenden Ermittlungen eine noch grössere Rolle spielen darf.

„Donauwölfe“ spielt hauptsächlich in Wien und es hat mich sehr gefreut, dass mich der Autor im Buch auf einen Streifzug durch diese wunderbare Stadt mitgenommen hat. Bei meinem nächsten Besuch werde ich die ein oder andere Örtlichkeit sicher mit anderen Augen sehen.

Die Geschichte, geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil, ist bis zur letzten Seite spannend und die Handlung ist durchweg schlüssig. Auch das Ende ist dem Autor hervorragend gelungen, sodass ich nach der letzten Seite froh war die Auflösung zu wissen, gleichzeitig jedoch enttäuscht war das Buch nun aus der Hand legen zu müssen.


Fazit:

Ein toller Kriminalroman, der von mir uneingeschränkte Leseempfehlung erhält und selbstverständlich verdiente 5 Sterne.

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244 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

frankreich, zweiter weltkrieg, saint-malo, 2. weltkrieg, deutschland

Alles Licht, das wir nicht sehen

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 519 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 27.04.2016
ISBN 9783406680632
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch:

Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am „Muséum National d’Histoire Naturelle“ arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen.
Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt …
Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.

Der Autor:

Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, hat die Erzählungsbände "The Shell Collector" und "Memory Wall" sowie den Bericht "Four Seasons in Rome" und die Romane "About Grace" und "All the Light We Cannot See" veröffentlicht. Mit "All the Light We Cannot See" hat Anthony Doerr in den USA einen überragenden Erfolg gefeiert. Das Buch wurde unter die Finalisten des National Book Award 2014 gewählt und von der New York Times Book Review als eines von 10 Büchern als Bestes Buch 2014 ausgezeichnet. Es stand auf Platz eins der New York Times Bestsellerliste und war Buch des Jahres bei den Hudson Booksellers - insgesamt wurden über eine Million Exemplare verkauft. Darüber hinaus wurde "All the Light We Cannot See" von den Buchhandelsriesen Powell’s Books und Barnes & Noble sowie den Redaktionen des San Francisco Chronicle, der Washington Post, der Seattle Times, des Oregonian, des Guardian und von Kirkus zum "Besten Buch des Jahres 2014" gekürt. Die Übersetzungsrechte wurden bisher in 38 Länder verkauft, die Filmrechte gingen an 20th Century Fox, als Produzent konnte Scott Rudin (No Country for Old Men) gewonnen werden. Bereits vor diesem Buch wurde Anthony Doerr mit dem "Barnes & Noble Discover Prize", dem "Rome Prize", dem "New York Public Library´s Young Lions Fiction Award" und zwei Mal mit dem "Pushcart Prize" ausgezeichnet. Für seine Erzählungen hat er bislang vier Mal den renommierten "O. Henry Prize" erhalten. Im Jahr 2007 wurde Anthony Doerr von der britischen Literaturzeitschrift "Granta" auf die Liste der "21 Best Young American Novelists" gesetzt.


Meine Meinung:

Anthony Doerr ist ein grossartiger und sehr bewegender Roman gelungen. Geschrieben in einem wunderbaren und oft sehr berührenden Schreibstil hat mich der Autor mit diesem Buch sofort in seinen Bann gezogen.

Zunächst lernt man die blinde Marie-Laure und ihre Geschichte kennen und in einem zweiten Erzählstrang trifft man Werner Hausner und erfährt seine Lebensgeschichte.

Später im Buch treffen sich diese beiden Erzählstränge im Jahr 1944.

Da mich dieses Buch sehr begeistert hat kann ich es uneingeschränkt empfehlen.

Gründe hierfür sind u.a. der feine Schreibstil, die sehr berührenden Lebensläufe, die geschickte Verknüpfung der verschiedensten menschlichen Schicksale während des Krieges und die Tatsache, dass man als Leser von der ersten bis zur letzten Seite von der Geschichte gefangen genommen wird.

Eigentlich lese ich ein Buch nur einmal, aber bei diesem Roman kann ich mir vorstellen ihn noch einmal zu lesen. In diesem Buch sind so viele wunderbare Sätze enthalten, wie z.B.

"...Die Zeit ist ein glitschiges Ding: Verliere sie einmal aus den Händen und du bekommst sie womöglich nie wieder zu fasssen..."

"Manchmal ist das Auge des Sturms der sicherste Ort."

"Man kann Glück haben oder auch Pech, eine leichte Neigung der Tage zu Erfolg oder Scheitern erleben: Flüche gibt es nicht".

Ich bin jetzt schon gespannt wie viele schöne Sätze ich dann lesen werde, die mir beim ersten Mal gar nicht aufgefallen sind.


Fazit: Uneingeschränkte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

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serie, fernsehen, 80er, erinnerun, ndhei

Fernsehen gernsehen

Alexander Emmerich
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 01.02.2015
ISBN 9783945662007
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Autor Alexander Emmerich schickt uns mit Ben Kaspari auf eine Zeitreise in unsere eigene Fernsehgeschichte. Ben lernt als Kind Fernsehen kennen und lieben. Bis er erwachsen wird und sich weitgehend vom Fernsehen löst begegnen ihm viele Serien, Helden, sympathische und unsympathische Figuren.

Mir gefällt das Buch so gut, weil ich ständig in Erinnerungen schwelgen kann, auch wenn ich nicht jede Sendung oder Fernsehserie selbst gesehen habe. Ob das Fernsehen heute besser oder schlechter ist als damals kann ich nicht beurteilen, denn sicher hat sich im Laufe der Jahre auch mein persönlicher Fernsehgeschmack sehr verändert. Aber es es macht einen Riesenspass in Gedanken nochmal die Serien von früher zu sehen, obwohl ich nicht glaube, dass ich sie heute nochmal sehen möchte.

„Fernsehen gernsehen“ ist in einem sehr guten Schreibstil verfasst, unterhält sehr gut und voll von gutem Humor.

Schon beim Cover fühlt man sich direkt an die Zeit erinnert, als in den Radio- und TV-Geschäften noch die Fernseher im Schaufenster aufgebaut waren.

Von mir gibt es für dieses Buch verdiente 5 Sterne, da es mich sehr gut unterhalten hat und mir viele Erinnerungen zurückgebracht hat, die sonst vielleicht verschüttet gegangen wären.

Empfehlen würde ich es allen, die die Fernsehwelt der 70er, 80er und 90er Jahre miterlebt haben.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

piloten, diana von kopp, lebenshilfe, warum piloten die glückliche(re) menschen sind, 201

Warum Piloten glückliche(re) Menschen sind ...

Diana von Kopp , Diana von Kopp
Flexibler Einband: 147 Seiten
Erschienen bei Springer Berlin, 23.01.2015
ISBN 9783662453384
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch:

Piloten sind eine sehr geschätzte, oft bewunderte Spezies

Weil sie Fähigkeiten haben und erlernen, die für alle von uns wertvoll sein können, schaut sich dieses Buch das Pilot-Sein näher an und zieht daraus Lehren für den Alltag

Ein kleines, mit einem Augenzwinkern geschriebenes Lebenspraxis-Buch für Vielflieger, Pilotenbewunderer und Flughafenbesucher

MIt 23 charmanten Zeichnungen von Sonja Hansen

Piloten sind cool – und tun erstaunliche Dinge  

Sind Piloten Helden? Haben sie so viele Freundinnen, wie die Leute denken, und verdienen sie so viel, wie die Nachbarn annehmen? Was machen Piloten eigentlich da vorne im Cockpit? Und warum fliegen sie zu zweit? Wie halten sie sich auf einer Langstrecke fit und wie behalten sie in Turbulenzen die Nerven? Sind weiche Landungen wirklich besser? Und warum streiken Piloten gelegentlich? Schließlich: Können wir „Normalsterbliche“ uns etwas von ihnen abschauen – für unseren eigenen Flug durchs Leben?  

Mit einem Augenzwinkern liefert dieses Buch Antworten auf solche Fragen. Die Geschichten, die Diana von Kopp darin erzählt, verraten Ihnen so Einiges über Piloten – und geben Ihnen zugleich praktische Tipps für Ihren Alltag, ob es nun darum geht, Prioritäten zu setzen oder zügig Entscheidungen zu treffen, systematisch an Aufgaben heranzugehen oder klar zu kommunizieren. Lehnen Sie sich also entspannt zurück und profitieren Sie von dieser heiteren Navigationshilfe.​ Vieles, was Piloten können, können Sie auch!  

(Quelle: www.springer.com)

Die Autorin:

Diana von Kopp ist Diplom-Psychologin und selbstständig als Dozentin, Coach und Leadership-Trainerin tätig; unter anderem trainiert sie Piloten in Führungskompetenzen. Sie lebt und arbeitet in Heidelberg und Berlin.


Meine Meinung:

Da ich oft und gerne in Urlaub fliege, dies aber immer mit einem unguten Gefühl, musste ich dieses Buch einfach lesen. Für mich waren die Piloten immer eine unsichtbare Spezies in deren Hände ich mich ausliefere. Diana von Kopp ist es gelungen dieses Bild zu ändern und bei meinem nächsten Flug werde ich die Durchsagen aus dem Cockpit sicher anders wahrnehmen.

Wer unter Flugangst leidet darf nicht denken, dass dieses Buch ein Allheilmittel ist, aber die vielen Erklärungen über die Mentalität eines Piloten, die Ausbildung und das Training stärken mein Vertrauen auf jeden Fall sehr.

Der Titel des Buches lässt darauf schliessen, dass es nur um die Fliegerei geht. Weit gefehlt, denn alle Informationen rund um den Beruf des Piloten überträgt Diana von Kopp am Ende jedes Kapitels in unser tägliches Leben und motiviert den Leser auch mal über den gewohnten Tellerrand hinauszuschauen, Sichtweisen und Handlungen zu hinterfragen.

Sehr schön sind auch die Zeichnungen von Sonja Hansen, mit denen jedes Kapitel beginnt.

Bei meinem nächsten Flug werde ich sicher an die ein oder andere Geschichte denken und hoffe, dass die Piloten bei defekten Glühbirnen immer schön an die Alligatoren denken.

Fazit:

Ein sehr lesenswertes Buch, das von mir verdiente 5 Sterne erhält.


Nachtrag:

Mit diesem wunderbaren Büchlein bin ich gerade fertig geworden als die ersten Nachrichten über das furchtbare Flugzeugunglück der Germanwings-Maschine eintrafen.

Ich dachte: schnell die Bewertung schreiben, bevor die unfassbare Nachricht mein Urteil negativ beeinflusst.

Die ganze Zeit war mir klar, dass ich meine Bewertung zum Buch nicht einfach so stehen lassen kann und wollte nach einiger Zeit noch etwas dazu schreiben. Wann ist "einige Zeit" um ? Nicht so einfach zu beantworten, denn das Unglück wird nie vergessen werden und viele von uns werden die Gedanken an die Nachricht beim nächsten Flug mit an Bord nehmen.

Ich für meinen Teil werde versuchen das Geschehene als tragischen Einzelfall zu sehen und habe beschlossen weiterhin Vertrauen in die sehr gute Ausbildung unserer Piloten zu haben.

Sollten sich doch während eines Fluges unangenehme Gedanken einschleichen werde ich versuchen an Diana von Kopp und dieses wunderbare Buch zu denken und wünsche ihr bei ihrer Arbeit mit den Piloten von Herzen weiterhin viel Erfolg und Freude.



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