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29 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

entspannung, gedanke, gedanken, gedankenkarussell, grübeln, lebenshilfe, mentale stärke, persönlichkeitsentwicklung, poitivegedanken, psychologie, ratgeber, rumination, sachbuch, selbstcoaching, weiterentwicklung

Das Anti-Grübel-Buch

Bona Lea Schwab
E-Buch Text: 127 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 28.08.2017
ISBN B075755J67
Genre: Sachbücher

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(5)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Denn alles ist vergänglich

Irvin D. Yalom , Liselotte Prugger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714735
Genre: Romane

Rezension:

Ähnlich wie bei 'In die Sonne schauen' geht es bei 'Denn alles ist vergänglich' um den persönlichen Umgang mit Verlust, den Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit und der damit verbundenen Trauer. Yalom gibt hier ausführliche Einblicke in Gespräche mit Patienten, die an gewissen Lebensabschnitten seine Hilfe aufgesucht haben, um über obige Punkte zu sprechen. Besonders schön dabei ist, dass Yalom auch seine eigenen Ängste zur Sprache bringt, seinen Umgang mit Verlust beschreibt und sich dabei auch seiner eigenen, begrenzten, Lebenszeit bewusst wird. Zwar finde ich ebenso wie bei 'In die Sonne schauen' schade, dass zwischen Todesängsten und solchen vorm Sterben nicht wirklich unterschieden wird, die Kernaussage bleiben dennoch gleich: das bewusste Verharren in der Gegenwart.

'Denn alles ist vergänglich' liest sich praktisch in einem Rutsch. Auch wenn ich kein großer Freund der Analyse bin, so hat mich auch dieses Buch in einigen meiner Gedankengänge bereichert. Der Schreibstil ist so angenehm gestaltet, dass man sich die beschriebenen Szenarien schnell vors Auge führen kann. Selbst dem Leser erscheinen diese dann als sehr vertraut. Wer generell gerne im Bereich der Psychotherapie stöbert, dem kann ich Yalom ans Herz legen.

4,5/5 Punkte

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(160)

298 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

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Geständnisse

Kanae Minato , Sabine Lohmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.03.2017
ISBN 9783570102909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lehrerin Moriguchi tritt an ihrem letzten Tag an ihre Schulklasse heran und berichtet vom Verlust ihrer kleinen Tochter, welche tot im Schwimmbecken der Schule aufgefunden wurde. Was sich zunächst als Unfall herausstellt, entpuppt sich mit der Zeit als Intrige zwischen zwei Schülern. Die Schulklasse sieht sich plötzlich mit Mördern innerhalb ihres eigenen Gefüges konfrontiert...

Ich bin anfänglich nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann. Vielmehr handelt es sich bei 'Geständnisse' um eine Aneinanderreihung von Monologen aus verschiedenen Perspektiven. Der Todesfall wird aus mehreren Blickrichtungen wiedergegeben, wobei auch die beiden minderjährigen Täter zu Worte kommen. Zum Ende hin schließt sich der Kreis.

Die Sprache fällt, streckenweise, unheimlich statisch aus. Ohne jede Emotion rattert Lehrerin Moriguchi den Tod ihrer kleinen Tochter vor ihrer Klasse herunter. Als Leser hatte ich ständig das Gefühl, ich würde einem ferngesteuerten Roboter folgen - völlig seelenlos. Auch wenn man sich mit der Zeit an den Schreibstil gewöhnt, so betrachte ich ihn hier als einen riesigen Schwachpunkt. Charaktere und Story fallen schlichtweg nur belanglos aus. Ein kleines Kind kommt zu Tode - egal. Zwei Halbwüchsige, die ins Visier geraten - egal. Erst, als dem Leser Seeleneinblicke von seiten der Täter gewährt werden, wird das Interesse leise geweckt. Aber auch hier muss man sich natürlich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass es Kinder sind, Motivationen entsprechend kindisch sowie haarsträubend ausfallen.

'Geständnisse' hat mir kaum gefallen. Dafür fallen mir die Charaktere viel zu eindimensional aus. Die Kritik an der Übersetzung, die hier bereits in einigen Rezensionen erwähnt wurde, kann ich durchaus nachvollziehen.

2,5/5 Punkte

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freude, hitler, ilse tielsch, indianer, juden, kindheit, krieg, leserunde, nationalsozialismus, österreich, roman, soldaten, trauer, tschechoslowakei, umbruch

Das letzte Jahr

Ilse Tielsch
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Edition Atelier, 05.09.2017
ISBN 9783903005334
Genre: Romane

Rezension:

1938 - Die neunjährige Elfie lebt mit ihren Eltern in Mähren. Sie liebt ihr Fahrrad, die Indianergeschichten um Winnetou und den Zirkus. Später möchte sie sogar zu den Indianern nach Amerika ziehen oder am Zirkus arbeiten. Ihre Kindheit erscheint zunächst idyllisch und unbeschwert. Bis Elfi immer mehr und mehr Veränderungen um sich erfahren muss, aus denen sie sich keinen Reim machen kann...

'Das letzte Jahr' gibt die Umbruchsstimmung vor Beginn des Zweiten Weltkrieges aus Kindersicht wieder. Die beschriebenen Veränderungen spielen sich damit nur im direkten Umfeld von Elfi ab. Sie erzählt von Umständen, die sie tatsächlich beobachtet oder persönlich erzählt bekommt. Für einen politischen Überblick hat sie in dem Alter noch nicht den Weitblick. So geben ihr das plötzliche Verschwinden von Freunden natürlich Rätsel auf. Sie erkennt deutlich, dass etwas schief läuft, bekommt aber kaum Erklärungen, so dass sie Vieles mit sich selbst ausmachen muss und damit auch allein mit ihren Sorgen zurück bleibt.

'Das letzte Jahr' wirkt in seinen Beschreibungen sehr realistisch. Die Erzählperspektive hat mir insgesamt sehr gut gefallen, auch wenn mir Elfi manchmal etwas zu reif für eine Neunjährige erscheint. So kann sie sich überdurchschnittlich gut ausdrücken. Auch sind Beschreibungen hier und da redundant, was bei Darstellungen aus Kindersicht allerdings durchaus realistisch wirkt.

Insgesamt eine schöne Lektüre aus einer unsicheren Zeit. Einer Zeit voller Umbrüche und Ängsten.

4,5/5 Punkte

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247 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die Berufene

M. R. Carey , Charlotte Lungstraß-Kapfer , Momo Evers
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783426515136
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine gefährliche Pilzkultur breitet sich rasend schnell in Großbritannien aus. Sie frisst sich durch das Gehirn des Wirts und nimmt ihm dabei jede menschliche Eigenschaft. Zurück bleibt ein Zombie, ein 'Hungernder', auf der ständigen Suche nach Nahrung...

Ich war zunächst schon recht angetan von der Geschichte, da der Roman verspricht, das Thema rund um Zombies deutlich subtiler anzugehen. Dem ist auch so. Die Anfänge um Melanie und die anderen Kinder, die sich als Infizierte deutlich von den anderen unterscheiden, ist interessant aufgebaut. Der Schwerpunkt wird mal nicht auf die gängigen Klischees à la 'beißen' und 'gebissen' werden gelegt. Zudem schießt hier zunächst kein literweises Blut durch die Geschichte.

Leider aber erleidet die Story mit dem Ausbruch auf der Militärbasis einen stilistischen Bruch und es kommen die gängigen Elemente aus dem Zombiegenre zum Vorschein. Auch mangelt es der Geschichte ab diesem Zeitpunkt deutlich an Spannung. Stattdessen erleben wir die Protagonisten wie üblich auf der Flucht in die nächst 'sichere' Stadt. Der Mittelteil zieht sich damit merkbar in die Länge. Erst das Ende kann inhaltlich wieder punkten, auch wenn viel Blut fließt, da es recht unkonventionell endet. Dennoch werde ich auch beim Ausgang der Geschichte das Gefühl nicht los, dass es irgendwie gehetzt wirkt und damit auch leicht unzufriedenstellend endet.

Der Schreibstil ist simpel. Hier zeigt sich keine Offenbarung. Dafür lässt sich das Buch schnell herunterlesen. Ein großartiges Leseereignis kann ich letztlich nicht erkennen. Dafür richtet sich das Buch doch etwas zu sehr an den Genre-Liebhaber, zu dem ich mich nicht wirklich zähle.

3,5/5 Punkte

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(624)

1.288 Bibliotheken, 81 Leser, 4 Gruppen, 72 Rezensionen

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Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe in meiner Jugend Stephen King Bücher in der Regel verschlungen, wobei ich mich als Teen schon bei 'Es' durchgequält habe. Damals war es noch die rote Version. Vor kurzem hatte ich mich an die Neuübersetzung herangewagt, um mir die Geschichte, im Zuge der Neuverfilmung, erneut ins Gedächtnis zu rufen. Nunja, es hat sich eigentlich nicht viel zu damals geändert.

Ein Meisterwerk kann ich hier leider nicht erkennen. Das Buch zieht und zieht sich. Mir geht es dabei auch weniger um die Übersetzung an sich bzw. Fehler in dieser, sondern um den Aufbau der Story als solche. Das erste Chapter ist so etwas von mühselig. Wenn man nicht gerade Fan von vielen Charakteren ist, so wird man hier doch recht schnell von diesen erschlagen. Für eine doch recht simple Horrorgeschichte, in der es im Kern um die Urängste von Kindern/Menschen geht, sind es, meiner Ansicht nach, viel zu viele Figuren, die hier auftauchen, um dann auch nicht selten in der Versenkung zu verschwinden. Das Buch verliert sich in so viele Nebenhandlungen. Dazwischen quetscht King die Geschichte Derrys und nüchterne Polizeireports. Im Resultat bedeutet dies, dass man ständig aus der Geschichte um die Gruppe der 'Loosers' herausgerissen wird, der Lesefluss oftmals penetrant gestört wird. Für mich hat dies auch bedeutet, dass ich keine festes Gefüge bei den 'Loosers' erkennen konnte. Eine emotionale Ebene hat mir bei der Perspektive gefehlt. Die eigentliche Coming of Age Geschichte bleibt somit eher nüchtern und sachlich, wirkt aber nie herzerwärmend. Natürlich kann ich auch den Fortgang der Story kritisieren. Die haarsträubende Sexthematik unter den Kindern habe ich schon als Teen nicht nachvollziehen können. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert

Einzig die Beschreibung von 'Es' fand ich damals und auch heute noch sehr ansprechend, einfallsreich und natürlich auch horrorlastig. Hier ist King klar in seinem Element und zieht alle Register.

Hätte man den Roman um Einiges gekürzt, sich auf eine kleine Anzahl an Charakteren beschränkt und einen durchgehenden Lesefluss gefördert, so würde ich Spaß an dieser Geschichte finden. So aber bleibt sie für mich, damals wie heute, einfach nur ein quälendes Leseereignis mit einer geballten Ladung an Langeweile.

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(284)

573 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 123 Rezensionen

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The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Teenager Starr wächst in Garden Heights auf. Hier gehören Gewalt, Waffen und Drogen zur Normalität. Bereits vor einigen Jahren musste sie menschlichen Verlust durch kriminelle Banden ertragen und nun wird sie Zeugin, wie ihr bester Freund Khalil bei einer Polizeikontrolle vor ihren Augen erschossen wird. Fortan wird Starr mit Rassenunruhen konfrontiert, wobei auch die kriminelle Vergangenheit ihres Vaters die gesamte Familie einholt...

Berücksichtigt man die Diskussionen um Waffengewalt und Rassenunruhen in den USA, so ist 'The Hate U Give' sowohl sehr aktuell als auch zeitlos, da sich diese Themen wie ein roter Faden durch die Geschichte der USA ziehen. Als Leser hat man von Beginn an den Eindruck, dass man sich durch eine 'wahre Begebenheit' liest. Das Aufzeigen der menschlichen Tragödien durch Waffengehalt und Vorurteilen, lassen die Geschichte an keiner Stelle auch nur ansatzweise unglaubwürdig erscheinen. So wirken die beschriebenen Rassenunruhen auch nie übertrieben dargestellt. Bei dem Thema Rassenkonflikt stellt Starr zuweilen sogar ihre Beziehung in Frage, schließlich ist ihr Freund weiß.

Für ein Young-Adult-Roman finde ich 'The Hate U Give' äußerst gelungen. Die Sprache oder besser der Slang, klingen hier gut heraus. Die Charaktere fallen vielseitig aus und spiegeln die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen 'schwarz' und 'weiß' gut wieder. Gefallen tut mir zudem, dass sich die Geschichte nicht einzig auf die Perspektive einer schwarzen Protagonisten beschränkt, sondern auch die Gegenseite reflektiert wiedergibt.

Mein einziger Kritikpunkt liegt im Verlauf der Geschichte selbst. Prozess und Urteil um den angeklagten Polizisten fallen nahezu weg. Schlussendlich muss man sich als Leser mit einem Urteil ohne großartige Begründung auseinandersetzen. Das mag auf dem ersten Blick der Realität in den USA entsprechen. Ein bisschen mehr Feinarbeit um den Prozess herum, hätte ich mir aber persönlich sehr gewünscht.
Kommentar

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128 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella , Anja Galić
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.09.2017
ISBN 9783570403617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Teenager Audrey leidet unter Panikattacken, trägt daher permanent eine Sonnenbrille und geht nicht mehr aus dem Haus. Bei ihrer Familie geht es zudem drunter und drüber. Ihr Bruder Frank ist computersüchtig und treibt damit die neurotische Mutter geradezu um den Verstand. Audreys Therapeutin rät ihr, das Familienleben, zu therapeutischen Zwecken, vor der Kamera festzuhalten, woran Audrey mit der Zeit gefallen findet. Auch hat sie ein Auge auf Franks Kumpel Linus geworfen, der ihr dazu verhilft, ihr Schneckenhaus nach und nach zu verlassen.

Die Gründe für Audreys Panikattacken bleiben, bis zuletzt, weitestgehend im Dunkeln. Ihre Geschichte wird nur angerissen. Was genau passiert ist, bleibt für den Leser ein Geheimnis. Das liest sich zunächst unzufriedenstellend, im Nachhinein sind der Auslöser für die Attacken gar nicht mal so wichtig, auch wenn zum Schluss noch mal ein Spannungsbogen um das bestimmte Ereignis gesponnen wird.

Gut gelungen ist der Umgang mit dem Thema Panikattacken. So wie Audreys Therapeutin versucht deren Ich-Fokus um ihre Erkrankung herum auf ihre Umgebung zu lenken, so verliert auch der Leser nach und nach den Fokus auf diese Krankheit und lernt dabei mehr Audreys Familienleben als solche kennen. Weniger interessant finde ich in diesem Zusammenhang allerdings die ewigen Diskussionen zwischen Frank und dessen Mutter um seine Spielsucht. Zwar sorgen einige Vorfälle für unerwartete Lacher beim Lesen. Im Großen und Ganzen wird mir aber das Thema viel zu sehr ausgereizt, das praktisch ein gefühltes Dreiviertel der Geschichte einnimmt.

'Schau mir in die Augen, Audrey' liest sich wirklich sehr flüssig, so dass ich das Buch in drei Tagen beendet habe. Über eine nette und seichte Sommerlektüre reicht diese Geschichte aber nie hinaus, denn im Großen und Ganzen bleibt sie eine einfache Teenie-Liebesgeschichte, die hier thematisiert wird. Und diese sollte man dann eben auch mögen, wenn man denn zu dem Buch greifen sollte.

3,5/5 Punkte

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

Christoph Wortberg
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.04.2018
ISBN 9783407746597
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Welt des jungen Lenny gerät aus den Fugen, als Lennys älterer Bruder Jakob für Hirntod erklärt wird. Ein Unfall, so heißt es zunächst, aber Lenny überkommt mehr und mehr ein mulmiges Gefühl. Er beginnt Fragen zu stellen und erhält dabei mögliche Antworten aus fiktiven Gesprächen zwischen ihm und Jakob.

'Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß' von Christoph Wortberg fällt mit 190 Seiten sehr überschaubar aus und liest sich flüssig. Die Sprache unterscheidet sich deutlich von aktuellen Jugendbüchern. Die Sprache versucht nicht verkrampft modern oder auch cool zu wirken. Gleichzeitig wirkt sie aber auch nicht altbacken, sondern tatsächlich poetisch wie anspruchsvolle Jugendliteratur aus der etwas früheren Zeit. Sprachlich gesehen habe ich die Geschichte dabei regelrecht verschlungen.

Einzig der Verlauf der Geschichte wirkt zum Ende doch etwas leicht konstruiert. Ebenso wird bei der ersten Liebe etwas dick aufgetragen, was mir persönlich nicht ganz so gut gefällt. Dies spiegelt aber wirklich nur meinen Geschmack wieder. Andere wiederum blühen bei solch einer Liebesschmacht förmlich auf.

'Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß' fasst Themen auf, die eine Vielzahl von Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden durchleben. Um Fragen zu beantworten geht es hierbei nicht. Die muss schließlich jeder selbst für sich finden. Vielmehr stößt die Geschichte dazu an, etwas aus den gegebenen Umständen zu machen, auch wenn dabei ein möglicher Generationskonflikt herbeigeschworen wird. Oftmals ist solch ein Konflikt nichts anderes als ein natürlicher Bestandteil eines Abnabelungsprozesses, den allerdings immer noch genügend Heranwachsende scheuen.

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(169)

438 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

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Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280716
Genre: Sachbücher

Rezension:

Matt Haig, britischer Journalist und Autor, kennt den Zustand der Depression, das Stehen am Abgrund, sehr gut. Er weiß wie man sich bei der Entscheidung fühlt: springe ich oder springe ich nicht. 'Ziemlich gute Gründe, am leben zu bleiben' ist eine kleine Ode an die schönen Seiten des Lebens, trotz der vielen dunklen Schatten, die einen, als Depressiver, immer mal wieder einholen.

Haigs Buch ist eigentlich kein Ratgeber im eigentlichen Sinne. Zwar beschäftigt sich Haig mit den Aspekten, die helfen können, letztendlich sind dies aber immer Dinge, die IHM geholfen haben. Denn eines wird hier immer wieder betont - die Universallösung aus der Depression wird es für Niemanden geben. Am Ende sind es immer Teillösungen, die, summiert, zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führen können, nicht aber unbedingt zu einer dauerhaften Heilung führen müssen. Wie letztendlich diese Teillösungen aussehen, muss dann aber doch jeder Betroffene für sich selbst herausfinden. Ohne Eigeninitiative geht es nicht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich das Buch nicht so sehr auf die eigentliche Erkrankung und deren möglichen Ursprung fixiert, sondern den Fokus auf die positiven Dinge um den Erkrankten herum legt. Das Gefühlsleben eines Depressiven wird dabei aber nicht vernachlässigt. Liebe, Zeit, gute Gespräche und Achtsamkeit sind einige Aspekte, auf die sich Haig konzentriert und die ihn letztlich Kraft schöpfen lassen. Und geht man den langen Weg durch den Tunnel dabei nicht allein, sieht man irgendwann tatsächlich auch wieder etwas Licht.

Positive Abendlektüre, sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige!

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(20)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

autobiografie, erfahrungen, erfahrungsbericht, kindheit, krankheit, krebs, leben, reflexion, roman, rückblick auf das leben, sterbebegleitung, sterben, tod, unheilbar krank, wichtige fragen über das leben

Sterben: Eine Erfahrung

Cory Taylor
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843715614
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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(65)

121 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Nightmares! - Die Stunde der Ungeheuer

Jason Segel , Kirsten Miller , Simone Wiemken
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791519494
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Für Charlie und seine Freunde geht es turbulent weiter. Nachdem sie sich eigentlich in Sicherheit wiegen taucht nun die Zwillingsschwester INK plötzlich in Charlies Schule auf und verhält sich verdächtig. Zudem findet sich Charlie immer öfter in einem Albtraum einer ihm fremden Person wieder. Was genau hat INK vor? Wird sie ihrer Schwester ICK helfen aus der Anderwelt zu fliehen? Erst spricht Vieles dafür, doch Charlie muss erkennen, dass nicht alles so ist wie es zunächst erscheint.

'Nightmares! Die Stunde der Ungeheuer' ist der abschließende Band der 'Nightmares-Trilogie. Dieser Band knüpft nahtlos an den vorherigen Band an und rundet die Geschichte um die beiden Geschwister ICK und INK ab. Demnach sollten die beiden vorherigen Bänder bekannt sein, auch wenn ein kompakter Rückblick am Anfang des Buches viele Rückblenden des vorigen Bandes einwirft.

Die Sprache orientiert sich an den Vorgängern: einfach und kindgerecht. Die behandelten Themen sind vielfältig und konzentrieren um die Kernpunkte Angst und Freundschaft. Für junge Leser ist hier wieder ein lehrreiches Abenteuer garantiert, frei nach dem Motto: keine Macht den Albträumen!

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

2017, daniel is different, football, freundschaft, high school, jugendbuch, krankheit, magellan verlag, ocd, ocdaniel, panikattacke, psychische krankheit, wesley king, zwangsstörung, zwangsstörungen

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Daniel ist anders. In der Schule fällt er weniger auf, wirkt eher unscheinbar und hat zudem ein Auge auf die hübsche Raya geworfen. Zu Hause allerdings durchläuft er jeden Aband ein mehrstündiges und anstrengendes 'Programm', das ihm aufzeigt, dass irgendetwas nicht mit ihm stimmen kann. Als er auf Sara trifft, die davon überzeugt ist, dass ihr Vater ermordet wurde und Daniels Hilfe benötigt, lernt er, dass er mit seinen Problemen nicht alleine ist...

Themen wie Angst- und Panikstörungen werden, meiner Erfahrung nach, eher selten in Jugendbüchern thematisiert, wenn es sich nicht gerade um autobiographische Werke handelt. Autor Wesley King hat sich mit seinem Erstlingswerk zwar sehr unbequemen, dafür aber äußerst wichtigen Themen gewidmet: den psychischen Erkrankungen bei jungen Heranwachsenden. Auch hier spielen Erfahrungen des Autors eine wesentliche Rolle, da er selbst betroffen ist.

Die Sprache ist, einem Jugendbuch entsprechend, einfach gehalten. Die Geschichte liest sich recht flüssig. Die Charaktere werden ausführlich beschrieben und besonders Daniel wird eine Menge Zeit gewidmet. Auch als Leser merkt man ziemlich schnell, dass Daniel eher introvertiert auftritt und sich generell viele Gedanken macht. Das wirkliche Ausmaß seiner Erkrankung hat mich dann doch etwas überrascht. Man könnte auch sagen, so wie Daniel seine Erkrankung vor seiner Umwelt verheimlicht, so tut er dies auch dem Leser gegenüber bis zu einem gewissen Zeitpunkt.

'Daniel is different' ist ein wichtiges Buch zum Thema Angst- und Zwangsstörungen, welches sich an Jugendliche richtet. Einzig in den einzelnen Handlungssträngen sehe ich ein kleines Defizit, da es mir persönlich dann doch zu viele sind. So wird zB dem Thema Football, verhältnismäßig, sehr viel Zeit gewidmet. Ebenso sehe ich dies bei dem Punkt 'Raya, die anfänglich viel Raum einnimmt, zum Ende aber gar keine Rolle spielt und insgesamt nur eine sehr oberflächliche Figur in der Geschichte bleibt.



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(21)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die wirkliche Wahrheit

Dan Gemeinhart ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2015
ISBN 9783551560155
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der junge Mark macht sich los, um einen einen Berg zu erklimmen. Zusammen mit seinem Hund Beau begibt er sich auf eine gefährliche Reise. Gefährlich auch, da Mark Krebs hat...zum wiederholten Male. Seine Eltern und seine beste Freundin Jess lässt er bei seinem Vorhaben unwissend zurück.

'Die wirkliche Wahrheit' ist ein Jugendbuch mit einem ernsten Grundton. So muss sich Protagonist Mark, der ja selbst noch ein Kind ist, früh mit dem Thema Vergänglichkeit auseinandersetzen, den eigenen Tod dabei immer vor Augen. Die Sprache ist einem Jugendbuch entsprechend einfach gehalten. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und angenehm. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod ist aber bei weitem nicht das einzige Thema, das hier angesprochen wird.

Es ist Marks besonderes Vorhaben, dass mich hier zwiespältig zurückgelassen hat, denn er verfolgt ein Ziel ohne Widerkehr. Oftmals habe ich mich beim Lesen gefragt, ob er sich überhaupt mit den Konsequenzen seiner Handlung richtig auseinandergesetzt hat. Mark geht nicht im Streit. Sein Vorhaben beruht auf rein egoistischen Gründen. Zwar reflektiert er hier und da, was er seinen Eltern, zu denen er ein tolles Verhältnis pflegt und seiner besten Freundin gerade für Kummer bereitet, von seinem Vorhaben hält ihn das aber nicht ab. Letztlich kann man am Ende nur von einem glücklichen Zufall sprechen, was ich moralisch gesehen, betrachtet man die Geschichte als Ganzes, mehr als grenzwertig finde. Für ganz junge Leser kann die Geschichte vielleicht noch zum Nachdenken anregen. Ich habe mich allerdings stellenweise sehr geärgert!

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92 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Libellen im Kopf

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Limes, 14.11.2016
ISBN 9783809026341
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Journalistin Abby findet eines Tages ihren Nachbarn Simon tot in seiner Wohnung auf. Dieses Ereignis noch kaum richtig verarbeitet, landet sie kurze Zeit später mit der Kolumne über die Dichterin Miranda Frost oder eigentlich doch 'nur' den Tod ihres Nachbarn einen Überraschungserfolg. Es folgen turbulente Tage, die Abby an ihren persönlichen Abrgund heranführen...

Auch beim zweiten Buch von Gavin Extence ist es schwierig den Inhalt einigermaßen verständlich herüberzubringen, ohne nicht großartig zu spoilern ähnlich wie bei seinem ersten Überraschungserfolg, den ich regelrecht verschlungen habe. Den genauen Inhalt wiederzugeben wäre hier eingentlich nur schade, denn die Stärken des Autors liegen besonders darin, den Leser komplett im Dunkeln tappen zu lassen. Oftmals hat man zunächst das Gefühl, das Geschriebene würde überhaupt keinen Sinn ergeben - völlig zusammenhanglos, wenn auch klar erzählt. Pustekuchen, denn irgendwann ergibt hier wirklich alles seinen Sinn.

Wie auch Gavins ersten Roman habe ich 'Libellen im Kopf' schnell verschlungen. Extence erzählt nicht einfach nur eine Geschichte. Diese hier weist auch autobiographische Züge auf und spricht sicherlich vielen anderen Betroffenen aus der Seele. Es ist eine Geschichte über die fragile Psyche eines Menschen und ihr Resultat. Und da wohl jeder erwachsene Mensch gewisse Erfahrungen mit seinem Seelenleben im Laufe der Jahre erfahren darf, wird auch jeder mit Abby irgendwie mitfühlen können.

Ich habe das Buch sehr genossen!

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203 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

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Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

Rezension:

Samuel Anderson ist noch ein kleiner Junge, als seine Mutter die Familie schweigend verlässt. Jahre später, als Samuel bereits als Literaturprofessor unterrichtet, erhält er einen Anruf einer Anwaltskanzlei. Samuels Mutter soll einen Anschlag auf den Gouverneur aus Wyoming verübt haben und benötige nun Hilfe. Für Samuel kann hier nur eine Verwechslung vorliegen. Doch er muss schnell erkennen, dass seine Vergangenheit dabei ist, ihn einzuholen...

Hills Debüt auf Anhieb zu beschreiben, fällt mir persönlich nicht sehr leicht. Sicher ist aber, dass man bei einem Roman von 864 Seiten keine leichtfüßige Kost erwarten kann. Sein Schreibstil ist im Vergleich zu einem Franzen, trotz hoher Seitenanzahl, recht angenehm. Zwar habe ich die deutsche Übersetzung an wenigen Stellen als etwas unglücklich empfunden, der Schreibstil aber ermüdet an keiner Stelle. Beim Lesen kam dabei schnell eine große Freude bei mir auf.

Den Figuren wird viel Raum zur Entfaltung gegeben, nicht nur den Hauptpersonen. Besonders amüsiert habe ich mich über die Studentin Laura Pottsdam, der ich während meines Studiums auch so einige Male über dem Weg gelaufen bin. Hill gelingt es ausgesprochen gut alltägliche Personen und Begebenheiten mit Fiktion zu vermengen, ohne dabei groß zu übertreiben. Bei der Figur des Gouverneurs Sheldon Pecker werden bestimmt so einige Leser an Donald Trump gedacht haben. Mir erging es jedenfalls so.

Was die Geschichte selbst angeht, so hat sie sicherlich auch ihre Längen. Bei Samuels Ausflügen in seine Onlinewelt 'Elfscape' habe ich mich auch gelangweilt, da ich mit Onlinespielen generell nichts anfangen kann. Sie sind aber zweifelsfrei ein Teil unserer Gesellschaft, die zudem alle möglichen gesellschaftlichen Schichten in ihren Bann zieht.

Im Großen und Ganzen stufe ich Nathan Hills 'Geister', trotz einiger Längen und einem leicht konstruiertem Ende, als sehr lesenswert ein. Es ist die Geschichte einer einfachen Familie und deren Wegbegleiter und eine Geschichte über Geister, die einen nicht so einfach loslassen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

8-10 jahre, außenseiter, cliquen, freundschaft, freundschaft & familie, kinderbuc, kinderbuch, lustig, magische begleite, mobbing, rüdigerbertram, rüdiger bertram, stinktier, tiere, totemtier

Stinktier & Co - Gegen uns könnt ihr nicht anstinken

Rüdiger Bertram , Thorsten Saleina
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.09.2016
ISBN 9783570173381
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der zehnte Geburtstag von Zora steht vor der Tür. Zora ist sehr aufgeregt, denn ab dem 10. Lebensjahr sollte sich Einiges ändern: Endlich mit den coolen Mädchen aus der Klasse abhängen dürfen, das hat sie sich schon so lange gewünscht. Doch wie so oft kommt es an diesem großen Tag ganz anders. Zora lernt wie es ist, einen ständigen, tierischen Begleiter zu haben, den man sich nicht einmal gewünscht hat und der zudem auch noch riecht. Ebenso muss sie feststellen, dass der Schein oftmals trügt...

'Gegen uns könnt ihr nicht abstinken' ist ein tierisches Abenteuer für die jungen Leser und ihre Vorleser. Die Sprache ist für junge Leser angemessen, der Inhalt der Geschichte ist leicht verständlich. Besonders überrascht hat mich hier, dass ich mit dem Verlauf der Geschichte so gar nicht gerechnet habe. Somit war auch für mich Zoras großer Tag eine echte Überraschung, im positiven Sinne. Denn hier sind die tierischen Helden mal ausnahmsweise keine Stereotypen.

'Gegen uns könnt ihr nicht anstinken' ist, wie Titel und Cover verraten, ein lustiges Kinderbuch mit pädagogischem Anspruch. Fein umgesetzt und auch für junge Leser nachvollziehbar. Gefällt mir!

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

galeere, gefangenschaft, glaube, griechenland, identitätssuche, intrigen, jerusalem, jesus, judäa, judah ben hur, juden, rom, sklave, verrat, wagenrennen

Ben Hur

Carol Wallace
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783863341220
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Jahr 26 nach Christi Geburt: Der junge Jude Judah Ben-Hur wird, fälschlicherweise, von seinem einst besten Freund Messala des versuchten Mordes an einen römischen Prokurator bezichtigt. Judah wird daraufhin von den Römern verhaftet, seine zurückgebliebene Familie, Mutter und Schwester, werden ohne sein Wissen eingekerkert und vergessen, das Anwesen wird beschlagnahmt. Ohne gerichtliche Verhandlung muss sich Judah die kommenden Jahre als Galeerensklave durchschlagen. Das Schicksal will es, dass Judah diese Zeit überlebt und in seine Heimat zurückkehren kann. Hier trifft er ernuet auf Messala und sinnt nach Rache...

In meiner Kindheit habe ich eine alte Übersetzung des Romans in meinem Regal zu stehen gehabt. Gelesen habe ich sie zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht, da ich für die Geschichte noch viel zu jung war. Allerdings hätte ich wohl auch im reiferen Alter Probleme mit der Sprache gehabt wie ich durch diese Neu-Übersetzung erfahren konnte.

'Ben Hur' liest sich, trotz der alten Geschichte, sehr angenehm und spannend. Die Sprache hier wurde der aktuellen Zeit gut angepasst. Sie klingt nicht hip, aber dennoch modern, so dass auch jüngere Leser dem Geschehen sehr gut folgen können, sofern sie sich für das alte Rom um die Geburt Jesu Christi und die Zeit danach interessieren.

Beginnen tut die Geschichte mit der Geburt Jesu, der dann allerdings erst wieder zum Ende des Romans in Erscheinung tritt. Vordergründig geht es hier um den jungen Judah – seine kraftaufreibende Zeit als Galeerensklave, die sehr packend beschrieben wird, seine Suche nach seiner Familie und natürlich die Rache an Messala.

'Ben Hur' ist eine Geschichte voller Intrigen, Gier und Macht. Das Buch ist aber auch eine Geschichte voller Glauben und Hoffnung. In jedem Fall sehr lesenswert!

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Wir Kassettenkinder

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur, 04.10.2016
ISBN 9783426655986
Genre: Sachbücher

Rezension:

Vom Titel her wird einem ziemlich schnell klar, was den Leser bei 'Wir Kassettenkinder' erwartet: eine Reise durch die Achtziger, zurück zu Marty McFly und Alf, VoKuHiLa, Stirnbändern und Leggins. Auch ich bin eines dieser Kassettenkinder. Habe förmlich an meiner Anlage geklebt, um meine Lieblingssongs aus dem Radio aufzunehmen. Auch musste ich mich regelmäßig durch Bandsalat kämpfen, wenn mein Ghettoblaster sich einmal wieder gegen mich und meinen Musikgeschmack verschworen hat. Die 80er eben...

Bonner und Weiss nehmen den Leser mit auf die Reise durch eine Zeit, die sie nachhaltig geprägt hat. Wer in diesem Jahrzehnt aufgewachsen ist und, rückblickend, dieses Jahrzehnt sehr zu schätzen weiß, wird sich zwischen den Zeilen immer mal wieder selbst finden. Natürlich, viele dieser Aufzählungen sind Stereotypen. Allerdings waren die 80er tatsächlich voll von diesen.

Sicherlich waren auch die 80er nicht immer nur schön (wobei ich das in meiner Kindheit immer so wahrgenommen haben). So rufen Bonner und Weiss dem Leser ungemütliche Zeiten wie die zu Tschernobyl und die häufigen Smog-Alarme wieder ins Gedächtnis. Auch die ständige Angst vorm Drücken des roten Knopfes wird hier nicht beschönigt. Dennoch, die 80er Jahre waren etwas ganz Besonderes. Der technische Fortschritt in Form von Walkman und Videorekorder war im vollen Gange, setzte den Benutzer aber noch lange nicht so unter Stress wie die heutigen elektronischen Geräte, die die ständige Erreichbarkeit des Menschen zur Folge haben.

Mich hat diese Zeitreise zurück in meine Kindheit, zu meinen Helden und Idolen, sehr amüsiert. Eine Zeitreise zurück in die Sorglosigkeit. Und so auch würde ich dieses Buch auffassen. Lesen, erinnern und gut aufbewahren!

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

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Nie wieder New York: 2 Jahre New York City von Wolfgang Ga(e)bler

Wolfgang Gabler
E-Buch Text: 606 Seiten
Erschienen bei Wolfgang Gabler, 23.08.2016
ISBN B01KY78S1Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin selbst noch nie in New York gewesen, kann es mir aber durchaus mal als Urlaubsziel vorstellen. Das Buch 'Nie wieder New York' ist mir dabei ganz zufällig ins Auge gefallen und hat mich gleich neugierig gemacht. Schließlich stellen sich Erfahrungsberichte dieser Art oftmals als besonders erheiternd und sehr bunt heraus.

Auf eine sehr lockere Art und Weise nimmt Gabler seine Leser mit auf eine abwechslungsreiche Entdeckungstour durch New York. Mit dabei, seine nicht ganz kleine Familie mit Frau und drei Kindern. Bei Kindern kann man sich generell schnell ausmalen, das auch kleinere Ausflüge nur mit großen Hürden unternommen werden können. Da ist Stress, in einer ohnehin rastlosen Stadt, natürlich vorprogrammiert. Die Sprache ist dabei sehr einfach gehalten. Als Leser fühlte ich mich oft direkt involviert, ähnlich wie ein 6. Familienmitglied, das sich die Begebenheiten aus sicherer Entfernung mitansehen durfte. Hier und da ein paar Rechtschreibfehler, jedoch nichts, was den Lesefluss großartig stören würde.

Ich habe mich über so einige Anekdoten köstlich amüsiert: das in New York fehlende 13. Stockwerk, die Formularwut der Amerikaner und natürlich über die vielen Fahrstuhlfahrten in prominenter Begleitung. Den Humor fand ich hier sehr angebracht. In einer Stadt, in der Menschen wie in einem Ameisenhaufen leben, ist dieser sogar lebensnotwendig. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass Gabler hier ausschließlich über die Metropole herziehen würde, im Gegenteil. Ähnlich wie hier beschrieben, habe ich mir die Stadt immer vorgestellt: toll für Singles und Paare mit viel Geld. Für Familien aber sicherlich eine Herausforderung!

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

alltag, autobiographisch, erfahrungen, familie, gedanken, hardcover, heidi julavits, langeweile, leben, leserunde, tagebuch

Heute

Heidi Julavits , Britt Somann-Jung
Fester Einband
Erschienen bei Atrium Zürich, 23.09.2016
ISBN 9783855350056
Genre: Romane

Rezension:

In 'Heute: Dem Leben auf der Spur' beschreibt Julavits Alltägliches. Sie schreibt von ihren Reisen, ihren Aufenthalten in Maine, New York und auch mal Deutschland, von Ausstellungen, ihren Ex-Freunden - schlichtweg, über ihr Leben. Ihre Erlebnisse/Gedanken sind dabei in hierbei in Tagebuchform zusammengetragen.

Schaut man genauer hin, fällt einem gleich auf, dass die Tagebucheinträge nicht chronologisch gehalten sind. Der nähere Grund hierfür ist für mich nicht ganz einleuchtend, denn mich haben manche Einträge, in denen sie sich, von Eintrag zu Eintrag, plötzlich in New York oder auch Deutschland aufhält, schon etwas verwirrt.

Grundsätzlich mag ich es, wenn Autoren über ihr eigenes Leben philosophieren, ihre eigenen Gedanken/Verhaltensweisen reflektieren. Julavits versprüht dabei auch einen gewissen derben Humor, den ich passend finde. So zeigt mir dieser, dass sie sich selbst nicht zu ernst nimmt. Über ihre Therapeuten-Anekdoten, zB, konnte ich sehr gut schmunzeln.

Als ärgerlich und auch schwierig empfinde ich allerdings den Schreibstil. So springt sie innerhalb eines Eintrags oftmals von Thema A nach B, um dann doch beim Thema C zu enden. Gedanken werden oft gar nicht zu Ende gedacht bzw. abgebrochen, wenn es für sie schwierig wird. So spricht sie selbst das Thema 'Glaube' an, hat aber selbst dann doch keine Meinung dazu. Bei den Ausführungen zu ihrer eigenen Krankheit, die sie anscheinend etwas länger begleitet hat, verweigert sie beharrlich, diese beim Namen zu nennen oder sich überhaupt näher zu diesem Lebensabschnitt zu äußern. Schwammige und oberflächliche Ausführungen, zudem gespickt mit Vorurteilen, haben meinen Lesefluss leider nachhaltig gestört.

Fazit: Einmal gelesen, in Erinnerungen bleiben werden mir Julavits Gedanken damit aber wohl nicht!

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181 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

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Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

Rezension:

Der 4jährige Noah bereitet seiner Mutter Janie Sorgen. Ständig fragt er sie nach seiner richtigen Mutter, wünscht sich, wieder in sein richtiges Zuhause zurückzukehren und leidet zudem unter wiederkehrenden Albträumen. Janie tut diese Vorfälle zunächst als Hirngespinst ab, bis Noah auch im Kindergarten Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legt. Es ist reiner Zufall, dass Janie auf Dr. J. Anderson stößt, der sich mit dem Thema Wiedergeburt auseinandersetzt. Und plötzlich steht ein folgenschwerer Verdacht im Raum...

Ich hatte zunächst etwas Bedenken, denn an Reinkarnation glaube ich persönlich nicht. So befürchtete ich, dass die Geschichte stark esoterisch angehaucht sein könnte. Streng genommen handelt es sich bei 'Noah will nach Hause' nicht einfach nur um eine Geschichte. Erlebnisberichte über wiedergeborene Menschen, die zwischen einzelnen Kapiteln gestreut sind, lassen das Buch nicht zu einem rein fiktiven Leseereignis aufkommen. Manch Leser könnte durch diese Berichte in seinem Lesefluss gestört werden. Bei mir war dies nicht der Fall, da ich dem Thema gegenüber sehr neutral positioniert bin.

Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Das Gelesene hat sich wie ein Film vor meinem geistigen Auge abgespielt. Den Charakteren wird insgesamt viel Zeit gewidmet, so dass man sich gut ein Bild von ihnen machen kann.

Einzig der Fortlauf der Geschichte ist in Teilen etwas vorhersehbar, weswegen ich einen Punkt abziehe. Insgesamt aber bildet 'Noah will nach Hause' ein sehr flüssiges und intensives Leseereignis, welches zum Nachdenken anregt.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

drache, fledermaus, freundschaft, geis, gespenst, grusel, rufus und nicki, rufus und nicki gegen den schwarzen drachen / band 2, selbstbewußtsei, vertrauen

Rufus und Nicki gegen den schwarzen Drachen

Markus Bellmann
E-Buch Text: 134 Seiten
Erschienen bei null, 18.08.2016
ISBN B01KOVPCCA
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im zweiten Band der 'Kopfüber ins Chaos' – Reihe machen sich die beiden Freunde, Gespenst Rufus und Fledermaus Nicki, auf die Suche nach Rufus Eltern, die am Leben sind, allerdings gefangen gehalten werden. Nichtsahnend stürzen die beiden dabei kopfüber in die nächsten chaotischen Abenteuer, denn auch Gespenst Knut hat wieder seine Finger mit ihm Spiel. Es zeigt sich, dass selbst in den gefährlichsten Situation Rufus und Nicki nicht alleine sind und Freunde finden, auf die sie sich verlassen können.

Der zweite Band der 'Kopfüber ins Chaos' – Reihe beginnt sehr abenteuerreich. Eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes bildet die Einleitung. Anschließend aber erleben die beiden Freunde aufregende Zeiten. Rufus, dem es etwas an Selbstwertgefühl mangelt und der seine Gefühle nicht richtig kontrollieren kann, kann sich dabei voll auf die freche Fledermaus Nicki, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, einlassen.

Die einzelnen Kapitel sind von der Länge übersichtlich gehalten. Auch hier wird wie im ersten Band jedes Kapitel mit Fragen zum Inhalt abgeschlossen, die anschließend auch beantwortet werden.

In diesem Band tauchen noch einmal deutlich mehr Charaktere auf, die ihre Eigenarten mitbringen. Trotz der Vielzahl, konnte ich die Übersicht bewahren, zumal einige Figuren wirklich schräg ausfallen und zum Schmunzeln anregen. Die Figur Greta, eine Moorhexe, erschient mir sogar auf Anhieb sympathisch, was bei Hexen ja generell nicht typisch ist.

Insgesamt hatte ich beim Lesen eine Menge Spaß, auch wenn es mir hier und da etwas zu viele, aneinandergereihte Abenteuer waren, welche die Freunde erlebt haben. Zum Verschnaufen bleibt hier kaum Zeit. Dafür kommen wichtige Themen wie Freundschaft und das Überwinden der eigenen Ängste hier nicht zu kurz.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

1930er, 30er jahre, ab 10, alltag, armut, autobiographie, biographie, erinnerungen, familie, früher, geschichten, gudrun pausewang, kinderbuch, kindheit, sachbuch

So war es, als ich klein war

Gudrun Pausewang
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.07.2016
ISBN 9783473524426
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Gudrun Pausewang, Kinder- und Jugendbuchautorin, erzählt in 'So war es, als ich klein war' von prägenden Erlebnissen aus ihrer Kindheit. Herausgekommen ist dabei ein kleines Büchlein mit kurzen und übersichtlichen Anekdoten, die den Leser zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen.

1928 in Ostböhmen geboren, wächst Pausewang als ältestes Geschwisterkind in ärmlichen Verhältnissen auf. Auch wenn die Eltern nur wenig Geld besaßen, beschreibt Pausewang ihre Kindheit als idyllisch. Es sind vor allem die kleinen Dinge, die ihr große Freude bereitet haben - ein frisch gewaschenes und gebügeltes Kleid anziehen zu dürfen, der aufregende Schulweg durch die Natur, dem Nachgehen der Sammelleidenschaft auf einem Schrottplatz, das freie Spielen in der Natur. Als ich mich durch die einzelnen Anekdoten gelesen habe, hatte ich oftmals die Stimme meines Vaters im Ohr, der mir früher von ähnlichen Kindheitserlebnissen berichtet hat. So zeigen mir die Geschichten, dass man auch ohne materielle Güter Glück und Freude empfinden kann. Während wir im Zuge des technologischen Fortschritts, besonders im privaten Bereich, immer häufiger gestresst wirkt, hat man damals das beste aus den Dingen gemacht, die gerade zur Hand waren. Und es hat dennoch immer gereicht sogar eine Großfamilie zu ernähren und durchzubringen wie man es an Pausewangs Beispiel schön erkennen kann.

Schönes Büchlein mit wertvollen Kindheitserinnerungen, von denen jung und alt profitieren können!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

ampel, auflehnen, autoverkehr, deutsch, esel, freunde, freundschaf, freundschaft, gesellschaft, hannover, kettensäge, kunst, liebe, lustig, männerfreundschaft

Stadtrebellen

René Korte
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.05.2016
ISBN 9783741204234
Genre: Romane

Rezension:

Rob – Anfang 30, beruflich erfolgreich, eine hübschen Freundin. Das Leben meint es gut mit ihm. Vermeintlich. Denn Rob fühlt eine gewisse Leere. Es folgt ein dummer 'Jungenstreich' im Suff, der eine ganze Bewegung zur Folge hat. Mittendrin Rob, der dies alles hat kaum kommen sehen. Und schließlich kommt es auch noch zum großen Knall an seinem Arbeitsplatz, der die, ohnehin schon wackelige, Beziehung zu seiner Freundin Jasmin infrage stellt.

Der Schreibstil ist angnehm flüssig zu lesen. Man kann sich das Setting gut vor Augen halten. Im Grunde eine günstige Ausgangslage und dennoch hat mich die Geschichte nicht mitgenommen.

Betrachtet man Cover und Titel des Romans, so assoziiert man damit skurille und freche Charaktere, die kein Blatt vor dem Mund nehmen. So erging es mir zunächst jedenfalls. Vergleichsweise aber schlägt die Geschichte tatsächlich eher leise und gewöhnliche Töne an. Mit den Charakteren bin ich dabei überhaupt nicht warm geworden. Es sind hier eher die Stereotypen, die beschrieben werden. Keiner fällt groß aus der Reihe. Die 'Ampelabsäge-Aktion' im Rausch betrachte ich als spätpubertären Ausrutscher, die dummerweise gleich mal einen ganzen Rattenschwanz mit sich zieht. Als Leser habe ich allerdings zu keinem Zeitpunkt dagesessen und gedacht: wow, Respekt – im Gegenteil. Mit der Zeit hat sich ein Gefühl von Langeweile bei mir eingestellt. Da konnte mich auch der dramaturgische Höhepunkt der Geschichte nicht mehr abholen.

Das Ende der Geschichte wiederum sticht stilistisch positiv heraus. Es hebt sich wohlwollend von üblichen Romanenden ab und kann damit als 'Sonderling' betrachtet werden. Insgesamt aber sind Geschichte und Charakterzeichnung hier einfach nicht meins.

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