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480 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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P.S. Ich liebe Dich

Cecelia Ahern
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 29.09.2016
ISBN 9783596297153
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine Geschichte zum Weinen , aber auch zum Lachen. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen.
Holly verliert ihren Ehemann durch einen Hirntumor. Sie ist am Boden zerstört und sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben, denn der Mittelpunkt ihres Lebens, Gerry, ist weg. Als sie ihrem Tiefpunkt erreicht zu haben scheint, entdeckt sie, dass Gerry ihr Briefe hinterlassen hat. 10 Briefe, die sie monatlich öffnen soll, in denen einfach kleine Botschaften von Gerry sind oder aber Aufgaben, die Holly im Laufe des entsprechenden Monats erfüllen soll. Mit Hilfe dieser Briefe, aber auch mit der Hilfe ihrer Familie und Freunde findet Holly zurück ins Leben und schafft es, mit neuer Hoffnung in ihre Zukunft zu gehen.
Es gibt wohl kaum einen Roman, der trotz der traurigen Geschichte so viel Hoffnung in sich trägt. Es hat mich sehr bewegt über Holly und ihre Trauer zu lesen. Es gab aber auch kleine Momente voller Freude, die einen zum Lächeln oder Lachen gebracht haben. Es ist eine Geschichte über eine beeindruckende Frau, die ihren Weg zurück ins Leben findet. Was Holly in dieser Geschichte lernt, ist dass ihr Leben weitergeht und dass das auch gut so ist. Natürlich helfen ihr einerseits die Botschaften ihres Mannes, aber das eigentlich entscheidende ist ihre freie Entscheidung für ihre Zukunft, die sie mit neuer Hoffnung angeht.
Ein absolut empfehlenswerter Roman. 

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381 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

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In einer kleinen Stadt

Stephen King , Christel Wiemken
Flexibler Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.09.2009
ISBN 9783453433991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einer kleinen Stadt, die auf den ersten Blick sehr friedlich zu sein scheint, lauern dunkle Abgründe.
Mr. Leland Gaunt eröffnet einen neuen Laden, „Needful Things“,  in Castle Rock. In der kleinen verschlafenen Stadt eine absolute Sensation. Mr. Gaunt ist ein äußerst interessanter Mann, der für jedes Bedürfnis genau das richtige im Angebot zu haben scheint. Jedoch ist die Bezahlung mit Geld nur ein Teil des Handels, jeder Käufer verpflichtet sich dazu, seinen erworbenen Gegenstand auch noch mit einem Streich zu bezahlen, den er einem seiner Mitbürger spielen muss. Mit der Zeit kochen die Emotionen hoch und die Bürger der kleinen Stadt gehen – getrieben von Wut und der Angst, ihre neu erworbenen Schätze zu verlieren – aufeinander los, bis das absolute Chaos ausbricht.
Ich bin kein großer Stephen King-Leser. Bisher haben mich seine Geschichten wenig überzeugt. Allerdings hat mir „In einer kleinen Stadt“ recht gut gefallen. Nach der Einleitung, bei der man sich immer wieder gefragt hat, wer oder was Mr. Gaunt eigentlich ist, kam ein wirklich interessanter Teil, wo die ersten Folgen der Bemühungen von Mr. Gaunt zu Tage traten.  Es war fast komisch zu lesen, welche kleinen Streiche eine solch enorme Wirkung auf die Opfer haben kann und wer wen hinter den Streichen vermutet. Natürlich steckt hinter der ganzen Sache etwas mehr als die natürliche menschliche Emotion, die man in einer solchen Situation empfinden würde. Mr. Gaunt scheint immer genau zu wissen, was die Menschen denken und was sie brauchen, um die nötige Motivation für ihre Taten aufzubringen. Beeindruckend fand ich die Vielfalt an Charakteren, die in der Geschichte vorkamen, die alle mehr oder weniger detailreich beschrieben wurden.

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Die Zeitmaschine

H. G. Wells , Lutz-W. Wolff
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423145466
Genre: Klassiker

Rezension:

Ein absoluter Klassiker, den wohl jeder mal gelesen haben sollte. H. G. Wells Zukunftsvision für die Menschheit.

Der Zeitreisende zeigt seinem engsten Freundeskreis seine neueste Erfindung. Seine Zeitmaschine. Mit einem kleinen Modell führt er seinen Freunden vor, dass Zeitreisen prinzipiell möglich sind. Mit Hilfe eines großen Modells begibt er sich selbst auf eine Zeitreise weit in die Zukunft. Dort trifft er auf einen sanftmütigen Stamm von Menschen, die sich ausschließlich von Früchten ernähren und die in einer absolut friedlichen und harmonischen Gesellschaft leben. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Denn die etwas dümmlich wirkenden Menschen an der Oberfläche werden von einem Stamm von intelligenteren Menschen der Unterwelt gejagt wie Vieh.  Nachdem dem Zeitreisenden in der Zukunft die Zeitmaschine geklaut wird, verbringt er einige Tage mit den Menschen der Oberfläche und verliebt sich dabei sogar. Als die Menschen der Unterwelt ihm aber zu gefährlich werden, stiehlt er sich seine Zeitmschine zurück und fährt – anders als geplant – weiter in die Zukunft. Dort erlebt er nicht nur, dass die Menschheit irgendwann ihr Ende finden wird, sondern die komplette Erde, er sieht der Sonne beim Sterben zu und beobachtet die letzten hartnäckigen Lebensformen. Nach seiner Rückkehr nach Hause erzählt er seinen Freunden von seinen Erlebnissen und wappnet sich direkt im Anschluss für seine zweite Fahrt in die Zukunft, von der er nie wieder zurückkehrt.

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte durchaus gut gefallen. Was mich allerdings am Erzählstil stört, ist, dass H. G. Wells sein Pulver viel zu schnell verschießt. Einige Szenen hätte er viel mehr auskosten und ausschmücken können, allerdings legte er anscheinend Wert auf eine klare und schnörkelfreie Erzählweise, die fast schon mehr einem Bericht als einer Erzählung gleicht. Ansonsten fand ich seine Vision für die Zukunft der Menschheit und der Erde sehr spannend. Er spielt die Möglichkeit durch, dass es irgendwann einmal eine Menschheit geben kann, die ohne Kriege, Konflikte und Gewalt lebt, ohne Wettkampf und Eifersucht. Eine Gesellschaft, in der jeder gleich ist, wo sich sogar Geschlechter äußerlich evolutionär bedingt aneinander anpassen, weil die Unterschiede, die zu Zeiten der Urmenschen von großer Bedeutung waren, inzwischen überflüssig sind. Diese Gesellschaft leidet allerdings darunter, dass gerade Kriege, Konflikte und kulturelle Unterschiede das sind, was die menschliche Intelligenz fördern und fordern. Ohne Konflikte und ohne Probleme gibt es keine Notwendigkeit für Intelligenz mehr, denn das Leben ist so einfach, dass es keinen Anspruch mehr hat. Eine eindeutige Kritik an einer überidealisierten Gesellschaft. Im Vergleich dazu skizziert H. G. Wells eine Gesellschaftsform, die weiterhin um ihr Überleben kämpfen muss und sich durch Technik und Jagd einen notwendigen Rest an Intelligenz bewahrt, um über die dümmlichen, friedlichen Menschen triumphieren zu können. Zudem geht er auch darauf ein, was mit der Erde geschieht, wenn die ersten  Planeten in die Sonne stürzen und diese aber gleichzeitig über viele Milliarden Jahre ihr Leben aushaucht und die Erde zu einem unwirtlichen Ort wird. 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

amru, glück, liebe, verlust

Die Inselfamilie

Jette Hansen
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 31.05.2017
ISBN B072JKF6GW
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach Inselhaus war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil der Amrum-Trilogie und wurde nicht enttäuscht. Schöne, leichte Urlaubslektüre.
Ben erhält überraschend Besuch von seiner Exfreundin. Diese soll bald am Herzen operiert werden und möchte, dass Ben solange auf die gemeinsame Tochter aufpasst, von der er nichts gewusst hat. Anne versucht zusätzlich beruflich auf die Beine zu kommen, wobei ihr auch ein paar Steine in den Weg gelegt werden. 
Die schöne Geschichte rund um Anne und Ben geht weiter. In diesem Buch kommen zu der entspannten Urlaubsatmosphäre die kleinen und größeren Probleme des Alltags hinzu. Endlich mal ein Liebesroman, der sich mit dem „danach“ beschäftigt. Oft fragt man sich ja, wie es mit einem solchen Paar weitergehen könnte, nachdem sie sich gefunden haben. Auch das Verhältnis von Anne und Emma, das sicherlich nicht ganz leicht ist, wird weiter thematisiert und die Entwicklungen der anderen Charaktere kommen auch nicht zu kurz.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das Inselhaus

Jette Hansen
E-Buch Text: 270 Seiten
Erschienen bei null, 19.02.2017
ISBN B06X1FFZYC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein schönes leichtes Buch für zwischendurch, das Lust auf Urlaub am Meer macht.
Anne verliert ihre Eltern bei einem Autounfall und erbt ein Haus auf Amrum. In diesem Haus lebt Emma, die von Annes Vater ein lebenslanges Wohnrecht zugesprochen bekommen hat. Anne macht sich auf nach Amrum, um mehr über diese äußerst merkwürdige Erbregelung zu erfahren und trifft dort einige Entscheidungen über die Zukunft.
Was mir am Buch am besten gefallen hat, war die schöne Inselstimmung, die sofort in mir aufkam. Man sehnt sich sofort nach Strand und Meer und möchte am liebsten sofort die Koffer packen. Die Geschichte von Anne und Ben ist sicherlich etwas vorhersehbar, aber gerade deswegen liest man solche Bücher ja mal zwischendurch, weil man mal etwas leichtes lesen will, dass aber trotzdem Spaß macht. Es gibt viele interessante Charaktere, die alle ihre kleinen und großen Macken haben und ihren ganz eigenen Weg durchs Leben gehen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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667 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 36 Rezensionen

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Drachenläufer

Khaled Hosseini , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 386 Seiten
Erschienen bei Berliner Taschenbuch Verlag BVT, 07.01.2012
ISBN 9783833308116
Genre: Romane

Rezension:

„Drachenläufer“ erzählt die Geschichte eines afghanischen Jungen, der im Kabul der 1970er Jahre aufwächst. Es geht um Freundschaft, Verrat, Vergebung und Wiedergutmachung, aber auch um eine Vater-Sohn-Beziehung. Starke Leistung von Khaled Hosseini!
Amir, ein Paschtune aus reichen Verhältnissen, ist mit Hassan, dem Sohn des Dieners der Familie befreundet. Hassan ist ein Hazara und gehört damit einem diskriminierten Volk an. Nach einem der berühmten Drachenwettkämpfe kommt es zu einem tragischen Zwischenfall mit einem älteren Jungen, was die Freundschaft der beiden Jungen schwer belastet. Amir und Hassan verlieren sich irgendwann aus den Augen. Nachdem die Sowjets in Afghanistan einfallen, fliehen Amir und sein Vater nach Amerika, wo Amir Soraya kennenlernt, die er später heiratet. 2001 wird Amir von einem alten Freund aus Afghanistan angerufen, der ihn bitte, nach Afghanistan zurückzukehren, um dort eine alte Schuld zu begleichen.
Die Geschichte um Amir hat mich sehr berührt. Sie wird absolut schonungslos und ehrlich erzählt und gibt einem einen Einblick in Afghanistans Geschichte des späten 20. Jahrhunderts. Es ist eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Jungen. Es geht vor allem darum, mit seinen eigenen Fehlern zu leben und einen Weg zu finden, diese wieder gut zu machen. Aber auch die Beziehung zwischen Amir und seinem Vater wird thematisiert, die nicht immer leicht war. Ich habe das Buch verschlungen und kann jedem empfehlen, dieses Buch mal zu lesen. Fünf Sterne von mir.

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(2.656)

3.598 Bibliotheken, 45 Leser, 9 Gruppen, 79 Rezensionen

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1984

George Orwell , Michael Walter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.1994
ISBN 9783548234106
Genre: Klassiker

Rezension:

„1984“ ist einer der großen Klassiker der Weltliteratur und das mit absolutem Recht. Ein visionärer Dystopie-Roman, der zeigt, wie leicht Menschen in ihren Taten, aber auch ihrem Denken beeinflusst werden können.

Winston lebt in Ozeanien. Ozeanien wird von einer totalitären Macht beherrscht, die vollständig in das Leben der Bürger eingreift. Es existiert ein Drei-Klassen-System, das zusammen mit einem immerwährenden Krieg die Stabilität dieser Gesellschaftsform garantiert. Winston ist Teil der Mittelschicht, er genießt ein recht problemloses Leben und hat einen solide bezahlten Job. Seine Aufgabe ist es, vergangene Zeitungsartikel und ähnliche Aufzeichnungen zu „korrigieren“, um sie den aktuellen Umständen anzupassen. Es findet also ein Umschreiben der Vergangenheit statt, oder viel mehr ein Neuschreiben der Vergangenheit, denn wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Winston fühlt sich nicht so recht wohl in dieser Gesellschaft, er sucht kleine Ausflüchte und möchte der legendären Gegenbewegenung „Die Brüderschaft“ beitreten. Doch wie soll man gegen eine Macht antreten, die alles kontrolliert?

„1984“ zeigt äußerst eindrucksvoll, wie leicht Menschen dazu bereit sind, sich beeinflussen zu lassen. Selbst Winstons Widerstand wirkt halbherzig, der mehr wie ein Beobachter wirkt, als wie ein tatsächlicher Bestandteil der Gesellschaft. Zwischenzeitlich gab es Stellen, an denen man sich etwas kürzer hätte fassen können, da viele Dinge etwas anders formuliert wiederholt wurden, dennoch sind die Aussagen, die dahinter stecken unglaublich faszinierend und visionär.  Die Parallelen zu unserem heutigen Leben sind vielseitig. Wir lassen ob bewusst oder unbewusst zu, dass wir von diversen Medien kontrolliert werden, dass wir unser Leben teilweise danach ausrichten. Der Roman lässt einen hinterfragen, wo man selber dabei steht. Ein absolutes Must-Read!

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(199)

413 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

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Das Geisterhaus

Isabel Allende ,
Fester Einband: 883 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 31.07.2012
ISBN 9783518463857
Genre: Romane

Rezension:

In „Das Geisterhaus“ geht es um die hellsichtige Clara del Valle, ihren Mann Esteban Trueba und ihre Familie. Es ist eine Familiengeschichte, die mit äußerster Detailliebe geschrieben wurde. Das Buch ist ist absolut empfehlenswert!
Esteban Trueba verliebt sich unsterblich in Rosa del Valle. Um für sie sorgen zu können arbeitet er in einem Bergwerk, wo er nach Gold sucht. Währenddessen stirbt Rosa bei einem Anschlag, der eigentlich ihrem politisch engagierten Vater galt. In seiner Trauer macht Esteban sicvh zu einem alten Familienanwesen auf, den „Drei Marien“. Dieses ist über die Jahre sehr verwahrlost. Esteban macht sich an die Arbeit, es wieder zu altem Ruhm zu führen. Nach einiger Zeit kehrt Esteban zur Familie del Valle zurück und fragt nach einer anderen Tochter, die er heiraten könnte. Die einzige die noch nicht vergeben ist, ist Clara del Valle. Clara ist hellsichtig und kann Gegenstände bewegen, ohne sie zu berühren. Esteban baut für Clara ein pompöses Haus und die beiden bekommen drei Kinder, die Tochter Blanca und die Zwillinge Jaime und Nicholas. Blanca verliebt sich in einen Bauersjungen von den Drei Marien, was aber von ihrem Vater nicht geduldet wird. Sie wird von ihm schwanger und bringt eine Tochter, Alba, zur Welt. Alba hängt sehr an ihren beiden Onkeln, vor allem an Nicholas, einem Lebemann, der wirtschaftlich auf keinen grünen Zweig kommt und nach mehreren Eskapaden vom Vater verstoßen wird. Sein Bruder Jamie arbeitet aufopferungsvoll als Arzt in einem Armenkrankenhaus. Esteban Trueba geht in die Politik, er wird später sogar Senator. Er unterstützt die rechte Partei, die später die Macht mittels Militärputsch in Chile übernimmt. Nach Claras Tod verfällt die Familie immer mehr, der Militärputsch gibt der Familie aber den Rest. Jaimie wird vom Militär getötet und Alba wird festgenommen und in ein Konzentrationslager gebracht, da sie die Geliebte eines Sozialisten ist, der sich der Guerilla anschließt.  Esteban schafft es, seine Enkeltochter zu retten und schreibt am Ende die Familiengeschichte auf, die von Alba nach seinem Tod weitergeführt wird.
Das erste, was mir an dieser Geschichte aufgefallen ist, sind die vielen liebevollen Details, die die Geschichte einer jeden Person dieser Familie ausschmücken. Es ist eine enorme Leistung, eine derart gewaltige und umfangreiche Geschichte zu schreiben, ohne dass der Spannungsbogen abbricht. Ich konnte gar nicht alles in der obigen Zusammenfassung mit einbringen, weil die Geschichte unglaublich vielschichtig ist und die Leben sehr vieler Personen beinhaltet. Esteban Trueba ist alles andere als sympatisch. Er ist jähzornig, eifersüchtig und herrschsüchtig. Dennoch schafft Isabel Allende es, dass man sich für diesen tragischen Charakter wünscht, dass für ihn am Ende doch alles gut wird, obwohl er viele schlechte Dinge getan hat.  Das ist meiner Meinung nach eine absolute Meisterleistung. Zusätzlich erfährt man einen gewissen geschichtlichen und  politischen Hintergund von Chile im 20. Jahrhundert, was ich äußerst spannend fand. Absolute Leseempfehlung von mir!

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(93)

109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Passagier 23

Sebastian Fitzek , null , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 30.10.2014
ISBN 9783785750476
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war das erste Buch von Sebastian Fitzek, das ich gelesen/gehört habe. Anfangs dachte ich, dass mir seine Bücher nicht so sehr zusagen würden, da ich kein großer Krimileser bin, aber "Passagier 23" hat mich überzeugt.
Der Ermittler Martin Schwarz hat vor fünf Jahren seine Frau und seinen Sohn verloren. Sie sind von einem Kreuzfahrtschiff verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Die Reederei stellt es so dar, als hätte seine Frau zunächst den Sohn und dann sich selbst getötet. Als eine leicht schrullige Rentnerin bei Martin Schwarz anruft und ihm sagt, es gäbe neue Erkenntnisse im Fall seiner Frau und seines Sohnes, begibt sich Schwarz auf besagtes Kreuzfahrtschiff. Dort wird ihm klar, dass die Sache sehr viel größer ist, als er gedacht hätte.
Simon Jäger (auch bekannt als Synchronstimme von Matt Damon) konnte mich von der ersten Sekunde an überzeugen. Seine Stimme ist äußerst vielseitig und erzeugt jederzeit die nötige Spannung.
Die Thematik des Buches ist gleichermaßen spannend wie verstörend. Es beschäftigt sich gleich mit zwei großen schwierigen Themen. Die Geschichte ist äußerst fesselnd, ich konnte die Kopfhörer kaum zur Seite legen. Die persönliche Verwicklung des Ermittlers in die Geschichte macht das Ganze noch interessanter. Man konnte sich jederzeit in den Protagonisten hineinversetzen, bei dem es sich um eine recht tragische Figur handelt. Sebastian Fitzek ist es gelungen, einen wirklich spannenden Krimi mit einer tollen Wendung zu schreiben.

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718 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 94 Rezensionen

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Origin

Dan Brown
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 04.10.2017
ISBN 9783431039993
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dan Brown aktuelles Buch "Origin" enthält die typischen Elemente: Eine spannende Frage, eine "Schnitzeljagd" und jede Menge Action. Leider konnte das Buch nicht ganz mit den Vorgängern mithalten. Dennoch finde ich die Thematik sehr aktuell und gut gewählt.

Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Diese beiden Fragen beschäftigen den Futurologen Edmond Kirsch. Als er tatsächlich Antworten auf diese Fragen findet, will er sie der Welt mitteilen, doch bevor er das tun kann, wird er getötet. Robert Langdon und Ambra Vidal, die Frau, die die Veröffentlichung der weltverändernden Antworten mitorganisiert hat, nehmen sich vor, diese Antworten doch noch zu veröffentlichen. 


Die beiden zentralen Fragen dieses Buches haben wohl schon jeden Menschen irgendwann mal beschäftigt. Diese beiden Fragen lassen sich wohl nicht leicht beantworten, auch wenn viele Wissenschaftler zumindest auf unsere Herkunft schon einige Hinweise gefunden haben. Die Frage nach der Zukunft betrifft wohl jeden. Wo wollen wir hin? Wo werden wir hingehen? Dan Brown setzt sich in diesem Buch mit diesen Fragen, aber auch mit künstlicher Intelligenz und Glaubenskriegen auseinander. Gerade den letzten Punkt finde ich aufgrund jüngster Entwicklungen sehr aktuell, hier schwingt natürlich auch eine gewisse Gesellschaftskritik mit. Dennoch war ich am Ende ein klein wenig enttäuscht, weil ich mich sehr auf ein Dan Brown-Buch gefreut hab, das dann allerdings von seiner Auflösung her nicht mit den anderen Büchern mithalten konnte. 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

INSELgold: Liebesroman (INSELfarbe 5)

Stina Jensen
E-Buch Text: 306 Seiten
Erschienen bei null, 17.11.2017
ISBN B076BXL1QV
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe bereits die anderen Teile der Insel-Reihe von Stina Jensen gelesen und ich bin ein großer Fan. Jede Geschichte hatte ihre ganz eigenen kleinen Besonderheiten, mit INSELgold hat Stina Jensen einen würdigen Abschluss der Insel-Reihe geschaffen.


Amanda wird an Weihnachten von ihrer Tochter versetzt und erhält zu allem Überfluss auch noch einen Brief, der ein lange gehütetes Geheimnis aufzudecken droht. Da Amanda keine Lust hat, an Weihnachten schon wieder mit ihrer Freundin und deren Familie zu verbringen, packt sie kurzerhand ihre Sachen und macht sich auf nach Rügen, wo der mysteriöse Brief herkommt. Dort begibt sie sich auf die Suche nach dem Vater ihrer Tochter, denn der scheint - indirekt zumindest - Kontakt zu seiner Tochter aufbauen zu wollen. Doch wenn man währenddessen einen gutaussehenden Fremden kennenlernt, kann ein solches Vorhaben schonmal ins Wanken geraten...


Ich finde das Buch INSELgold war auf seine ganz eigene Art etwas Besonderes. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Protagonistin eine Frau Ende Vierzig ist. Das hebt das Ganze nochmal von den anderen Teilen der Reihe ab. Die Geschichten der beiden Familien, die in diesem Buch vorkommen, sind spannend erzählt und animieren einen zum Weiterlesen. Auch die Location hat mir sehr gut gefallen, ich bin ein großer Fan der deutschen Inseln. Und natürlich kommt noch eine schöne Liebesgeschichte hinzu, die die ganze Geschichte abrundet. Schönes Buch!

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Country Roads

Mila Brenner
E-Buch Text: 425 Seiten
Erschienen bei neobooks, 19.12.2016
ISBN 9783738097207
Genre: Romane

Rezension:

Country Roads ist der fünfte Teil der Boulder Lovestory-Reihe. Habe mir das E-Book angeschafft, da es bei einer Aktion mal kostenlos angeboten wurde. Ist wie viele dieser Young Adult-Bücher zu einem gewissen Grad vorhersehbar, aber es ist trotzdem eine ganz nette Geschichte. Habe die anderen vier Bücher nicht gelesen, was aber nicht weiter schlimm war, da das Buch auch unabhängig lesbar ist.
Heather lebt mit ihrer Mom auf einer Pferderanch und sie kann sich auch nicht vorstellen, jemals etwas anderes zu tun. Sie trägt einen Kampf mit ihrer Mutter aus, die sich wünscht, dass Heather studiert. Heather will aber nichts anderes, als mit Pferden zu arbeiten und Jockey zu werden. Zu Beginn des Buches wird bei einem Unfall ihr Pferd Grace getötet, was sie zunächst schwer mitnimmt. Der Verursacher des Unfalls soll ausgerechnet bei Heather und ihrer Mutter als Entschädigung auf der Ranch arbeiten. Der bringt Heather regelmäßig auf die Palme, doch hier findet natürlich eine Annäherung statt. Eines Tages hilft sie einem verstörten Pferd wieder auf die Beine, was sie allerdings vor ihrer Mutter geheim hält, da diese nicht will, dass Heather ihre Zukunft wegwirft. Während Heather dem Pferd hilft, verarbeitet sie selbst ihr Trauma und trifft ihre Entscheidung für die Zukunft.
Es sind ziemlich viele Details über Pferde in diesem Buch. Ob die alle stimmen, weiß ich nicht, da ich mich nicht besonders gut mit Pferden auskenne. Für jemanden, der sich nicht mit Pferden beschäftigt, war es sehr pferdelastig. Was ich definitv zu bemängeln habe, sind die vielen Grammatikfehler. Besonders das/dass-Fehler wurden ständig gemacht, das hätte besser redigiert werden müssen.  Auch die Kommasetzung wurde leider nicht immer eingehalten. Wie gesagt ist die Geschichte zu einem gewissen Grad vorhersehbar und enthält natürlich auch ein paar Klischees. Ansonsten ist es aber eine ganz nette Geschichte, die sich gut lesen lässt.

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276 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Mädchen

Stephen King , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2012
ISBN 9783426508541
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin eigentlich kein großer Stephen King-Leser. Als mir dieses Hörbuch in die Hände gefallen ist, war ich aber vom ersten Moment an gefesselt. Ein wirklich unglaublich gutes Buch.
Die neunjährige Tricia verläuft sich bei einem Ausflug mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, die sich fortwährend streiten, im Wald. Trotz ihrer anfänglichen Annahme, man könne sich in diesem Wald gar nicht verlaufen und würde den Wanderweg jederzeit wiederfinden, muss sie sich irgendwann eingestehen, dass sie sich tatsächlich verlaufen hat. Sie geht nach dem ersten Schock jedoch recht sachlich und vernünftig mit der Situation um. Sie teilt sich ihren Proviant ein und für den Fall, dass man sie nicht finden würde, folgt sie einem Bachlauf, der sie sicherlich irgendwann zu Menschen führen würde. Tricia wendet das in der Schule Gelernte an und deckt sich mit essbaren Beeren und Pflanzen ein. Doch so vernünftig sie mit der Situation auch umgeht, sie weiß, dass etwas im Wald lauert, etwas Dunkles, das sie holen will.
Tricia ist wohl das faszinierndste neunjährige Mädchen, von dem ich je gehört habe. Sie ist erstens unglaublich vernünftig. Sie weiß, welche Pflanzen essbar sind, schätzt ihre Situation immer sehr treffend ein und geht sehr logisch an die Überlegung heran, wie sie am besten wieder nach Hause kommt. Zweitens hat sie einen köstlichen Humor, den sie auch in einer derart furchtbaren Situation nicht verliert, und der sie auch nicht aufgeben lässt, wo andere das schon längst getan hätten. Zudem finde ich es außergewöhnlich realistisch, welche Situationen Stephen King beschreibt. Zum Beispiel die Tatsache, dass man als Mensch aus einem Industrieland vielleicht das Bachwasser nicht verträgt, oder dass man durch die Mangelernährung und die seelische und körperliche Belastung krank wird. Auch die psychische Komponente wird sehr schön beschrieben, Haluzinationen bleiben nicht aus. Dieses Buch beschreibt den Überlebenskampf eines kleinen Mädchens, in dem ein unglaublicher Wille und eine ordentliche Portion Humor stecken. Absolut empfehlenswert!

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde / Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde (Zweisprachige Ausgabe)

Robert Louis Stevenson , Meike Breitkreutz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783730605486
Genre: Klassiker

Rezension:

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde gehört wohl zu den absoluten Klassikern der Weltliteratur. Daher finde ich es fast schade, dass es bloß eine Novelle ist, die Geschichte ging viel zu schnell vorbei und hätte noch viel mehr ausgekostet werden können. 
Dr. Jekyll ist der festen Überzeugung, dass in einem Menschen mehrere Persönlichkeiten stecken. Er versucht sich zunächst mit einer zweiten, er glaubt allerdings, dass mit noch mehr Forschung und mehr wissenschaftlichem Aufwand noch viele weitere Persönlichkeiten hervorgerufen werden könnten. Mit Hilfe eines Elixiers gelingt es ihm, eine zweite Persönlichkeit von sich selbst hervorzubringen, Mr. Hyde. Mr. Hyde ist allerdings ein dunkler Zeitgenosse, er erfreut sich am Leid anderer und ist bloß auf flüchtige und beunruhigende Vergnügungen aus. Mr. Hyde begeht sogar einen Mord, der von einer Zeugin beobachtet wird. Durch übermäßige Einnahme seines Elixiers gewinnt Mr. Hyde irgendwann die Überhand über Dr. Jekyll und dieser muss das Elixier nun einnehmen, um Mr. Hyde loszuwerden. Natürlicherweise geht ihm das Elixier mit der Zeit aus und Dr. Jekyll versucht verzweifelt, an das spezielle Salz zu gelangen, das er für die Herstellung benötigt. Jedoch kann er das Elixier nicht merh produzieren, weshalb ihm irgendwann klar wird, dass die erste Charge der Substanz verunreinigt gewesen sein muss und dass eben diese Verunreinigung die Herstellung des Elixiers überhaupt erst erlaubte. Ohne das Elixier ist Dr. Jekyll irgendwann vollständig in Mr. Hyde verschwunden. In seinen letzten Momenten schreibt Dr. Jekyll einen Brief an einen Freund, in dem er darüber nachdenkt, ob Mr. Hyde für den begangenen Mord hingerichtet werden oder ob er selber den Mut aufbringen würde, sich selbst zu töten. Nach diesem Brief verschwindet Dr. Jekyll und Mr. Hyde gewinnt für immer die Oberhand. Letzterer entscheidet sich letztendlich für Suizid.
Die Idee hinter Dr. Jekyll und Mr. Hyde ist einfach legendär und unbeschreiblich gut. Daher wurde sie wohl auch so oft in anderen Büchern oder Filmen aufgearbeitet, abgewandelt oder angedeutet. Dass mehrere Persönlichkeiten in einem Menschen stecken könnten, wissen wir heute ja mit absoluter Gewissheit, wie stark diese unterschiedlichen Persönlichkeiten zutage treten, hängt vom Individuum ab. Für die damalige Zeit finde ich den Schreibstil auch recht angenehm, es ist eine leichte Erzählung. Absolut empfehlenswert!

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(1.063)

2.228 Bibliotheken, 19 Leser, 8 Gruppen, 35 Rezensionen

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Tintentod

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Buch: 768 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2012
ISBN 9783841500144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Tintentod findet eine schöne Geschichte ihren würdigen Abschluss, eine spannende und abenteuerliche Geschichte geht zu Ende.
Wir befinden uns noch immer in der Tintenwelt, wenn auch etwas wehmütig, da wir uns von einem tollen Charakter verabschieden mussten. Meggie und ihre Freunde haben sich zu einer Art Untergundbewegung entwickelt, sie versuchen die Geschichte wieder in die Bahnen zu lenken, die Fenoglio für sie geplant hat. Dabei haben sie es nicht leicht, die derzeitigen Machthaber scheinen die Tintenwelt fest in der Hand zu haben und auch eine altbekannte Figur mischt sich in das Geschehen ein. 
Die Entwicklung der Charaktere mag vielleicht natürlich gewesen zu sein, doch leider ist es dabei passiert, dass mir die ein oder andere Figur zeitweise unsympatisch wurde, sogar die Protagonisten. Ich habe einige Entscheidungen der Figuren nicht verstanden oder hätte mir gewünscht, dass sie mit der ein oder anderen Situation anders umgegangen wären. Gegen Ende hin hat sich das gebessert und ich konnte mich mit der Geschichte wieder versöhnen. Die Handlungsstränge teilen sich wieder auf, nachdem sich alle am Ende des zweiten Teils gefunden hatten. Jeder geht dem nach, was er denkt tun zu müssen, um seine Liebsten zu schützen und der Tintenwelt die Rahmenbedingungen zurückzuholen, die sie verdient hat. Dabei macht ihr Vater eine schwerwiegenden Entwicklung durch, die ihn von seiner Tochter distanziert. Auch kurze Sprünge in unsere Welt kommen wieder vor, da Meggies Großtante sich allein gelassen fühlt und sich um ihre Familie sorgt. Während Fenoglio, der Autor der Tintenwelt,  seinen absoluten Tiefpunkt erreicht zu haben scheint, entwickelt sich Meggie weiter und trifft Entscheidungen über ihre Zukunft. Insgesamt hat mir die Stimmung in diesem Buch am besten gefallen, es wurde nochmal richtig spannend und das Ende ist ein würdiger Abschluss für diese insgesamt doch sehr schöne Geschichte. Von mir gibt es vier Sterne.

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(1.362)

2.678 Bibliotheken, 37 Leser, 7 Gruppen, 63 Rezensionen

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Tintenblut

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Buch: 736 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783841500137
Genre: Fantasy

Rezension:

In Tintenblut findet ein entscheidender Wechsel statt: Endlich lernt man die Geschichte kennen, aus der die Figuren stammen, die man im ersten Teil (Tintenherz) kennengelernt hat. Hiermit findet etwas statt, mit dem man als Leser die ganze Zeit gerechnet und auf das man sich gefreut hat.
Meggie ist froh, ihre Mutter wieder bei sich zu haben, schließlich waren sie viel zu lange voneinander getrennt. Sie lässt sich viel von ihr von der anderen Welt erzählen, wodurch in ihr eine so starke Sehnsucht geweckt wird, dass sie sich dazu entschließt, selbst dorthin zu reisen. Es beginnt eine abenteurliche Zeit für sie. Sie lernt all das kennen, was Fenoglio geschrieben hat, darauf hat sie so lange gewartet. Doch sie merkt schnell, dass auch in dieser Welt bei Weitem nicht alles so schön und aufregend ist, wie es im ersten Moment scheint. Die Geschichte scheint sich selbstständig gemacht zu haben und von Fenoglios Idee von dieser Welt ist nicht mehr viel übrig...
Im zweiten Teil der Tintenherz-Trilogie passiert endlich das, womit man als Leser schon früher gerechnet hat: Der Wechsel in die andere Welt. Die große Frage hinter dieser Geschichte, ob die Charaktere in einem Buch wirklich nur an die Vorgaben des jeweiligen Autors gebunden sind, oder ob sie einen freien Willen entwickeln können, finde ich persönlich sehr interessant. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie ein Buch weitergehen könnte, nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Die Geschichte springt zwischen unserer und der Tintenwelt hin und her, doch die Kapitel aus unserer Welt (meistens geschrieben aus Sicht von Meggies Großtante) steigern nur die Sehnsucht nach der Tintenwelt. Es kommen sehr viele neue Charaktere hinzu und man sieht auch einige alte wieder. Etwas schade finde ich, dass Capricorn tatsächlich nicht mehr vorkommt, jedoch wird er durch neue Gegenspieler ersetzt, die sowohl die Protagonisten als auch den Leser ordentlich auf Trab halten. Diese scheinen sich mit der vorgefertigten Geschichte von Fenoglio so gar nicht anfreunden zu können und fordern ihr Recht ein, die Geschichte selber in die Hand zu nehmen. Da auch hier das Lesen aus den Büchern in den Hintergrund rückt, gibt es von mir einen Stern Abzug, das fehlte mir bisher sehr in dieser ganzen Geschichte.

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(6.718)

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Tintenherz

Cornelia Funke ,
Buch: 567 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783841500120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich angefangen habe, Tintenherz zu lesen, habe ich mir etwas anderes vorgestellt, als das, was dann tatsächlich im Buch passiert ist. Doch das soll nicht heißen, dass es mir nicht gefallen hätte. Alles in allem ist es eine gelungene Geschichte.
Die junge Meggie liebt Bücher. Sie teilt diese Leidenschaft mit ihrem Vater Mo. Ihre Mutter hat die beiden verlassen, als Meggie noch sehr klein war. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht, erfährt Meggie, dass ihr Vater dazu in der Lage ist, Menschen, Tiere und Gegenstände aus Bücher in unsere Welt zu lesen. Doch nicht nur das Geheimnis ihres Vaters wird gelüftet, sondern auch was mit ihrer Mutter passiert ist, findet Meggie heraus. Es beginnt eine Geschichte, die nicht nur Meggies Zukunft für immer verändern wird, sondern die auch stark mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist. Und obwohl Meggie Bücher über alles liebt, lernt sie schnell, dass es Figuren gibt, die besser in der Geschichte bleiben, aus der sie stammen...
Zu Beginn eines jeden Kapitels steht immer ein Zitat aus einem anderen Buch. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen und Lust gemacht auf die Bücher, aus der die Zitate stammen. Diese Zitate geben einen Vorgeschmack auf das, was im Kapitel passieren wird.
Ich hätte mir gewünscht, dass ein größerer Fokus auf das Herauslesen aus den Büchern gelegt wird. Der tatsächliche Prozess findet nicht so oft statt, wie ich mir das am Anfang vorgestellt hatte. Es wird ein großer Schwerpunkt auf die Figuren gelegt, die bereits heruasgelesen wurde, was ich persönlich etwas schade finde, auch wenn es wirklich faszinierende Charaktere gibt, wie zum Beispiel den Autor Fenoglio oder den Gentleman-Gangster Capricorn. Die ganze Geschichte entwickelt sich eher zu einem großen Versteckspiel als zu dem Fantasyabenteuer, das ich mir gewünscht hatte. Dennoch handelt es sich bei Tintenherz um eine gelungene Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Daher gibt es von mir 4 Sterne.


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165 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Im Wald" war mein erstes Buch von Nele Neuhaus und vermutlich nicht mein letztes. Obwohl ich kein großer Krimi-Leser bin, hat mich das Buch doch überzeugt.


In einem abgebrannten Wohnwagen wird eine Leiche gefunden. Abgesehen von der ganz offensichtlichen Straftat hängt damit eine Geschichte zusammen, die einen der Ermittler persönlich betrifft. Alte Kindheitserinnerungen werden wach, die so mancher lieber für immer hinter sich gelassen hätte...


Nele Neuhaus versteht es, Geschichten zu erzählen. Obwohl ich eigentlich keine Krimis lese, war ich von Anfang an gebannt und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Die persönliche Note, die durch die Verstrickung des einen Ermittlers in den Fall entsteht, finde ich sehr spannend und gibt der Geschichte noch etwas Besonderes.


Ich habe mir das Hörbuch (gelesen von Julia Nachtmann) angehört. Julia Nachtmann hat den verschiedenen Charakteren eindrucksvoll unterschiedliche Stimmfarben und Emotionen gegeben, was das Hörbuch sehr spannend gemacht hat. Daumen hoch!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Räuber

Friedrich Schiller
E-Buch Text: 148 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 25.09.2017
ISBN 9783744864763
Genre: Klassiker

Rezension:

In "Die Räuber" von Friedrich Schiller geht  es um einen Vater und seine beiden Söhne. Der jüngere Sohn fühlt sich vom älteren in den Schatten gestellt und ist neidisch auf die Ansprüche, die der ältere aufgrund der Gesetzeslage geltend machen darf, und eifersüchtig auf die Beziehung des älteren zu einer jungen Frau. Der jüngere Sohn behauptet deswegen dem Vater gegenüber, dass der ältere Sohn die Familie entehrt habe und sich einer Bande Gesetzloser angeschlossen habe. Der Vater ist tief verletzt und verstößt den älteren Sohn, der sich tief verletzt tatsächlich einer Bande Räuber anschließt und sogar ihr Anführer wird. Der jüngere Sohn wartet auf den Tod des Vaters, um das lang ersehnte Erbe anzutreten. In seiner Ungeduld legt er den Vater bei lebendigem Leibe in die Gruft und zwingt die Frau, die eigentlich dem älteren Sohn versprochen war, ihn zu heiraten. Als der ältere Sohn eines Tages den Namen seiner ehemaligen Geliebten hört, macht er sich auf in seine Heimat, wo es zu einem großen Aufstand kommt.


Da das Buch 1781 geschrieben wurde, verwundert es einen nicht, dass die Sprache etwas schwieriger ist. Es kommen sehr viele Wörter vor, die heute entweder überhaupt nicht mehr oder zumindest nicht mehr in dieser Form verwendet werden. Das erschwert es ungemein, dieses Buch zu lesen. 


Die Geschichte ist an sich nicht schlecht, auch wenn der ein oder andere Mono- oder Dialog durchaus gekürzt werden könnte. Ich finde, dass hier schön gezeigt wird, wenn auch etwas überspitzt dargestellt, zu was ein Mensch getrieben werden kann, wenn er von starken Gefühlen wie Eifersucht oder Verzweiflung geleitet wird. 



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96 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kafka, klassiker, weltliteratur

Der Prozess

Franz Kafka , Christian Brückner
CD-ROM
Erschienen bei ZWEITAUSENDEINS, 01.06.2007
ISBN 9783861506904
Genre: Klassiker

Rezension:


In "Der Prozess" geht es um einen Mann, der angeklagt wird. Wofür? Ja, das weiß er selber nicht, aber das scheint auch keine große Rolle zu spielen, er ist einfach angeklagt. Er selbst ist ständig hin- und hergerissen zwischen Desinteresse und Interesse an seinem eigenen Prozess. Mal nimmt er sich einen Anwalt, mal feuert er ihn wieder. Bis zum Schluss kann er sich kaum entscheiden, aber die wichtigste Entscheidung wird ohnehin ohne ihn getroffen...

Der Prozess ist durchaus nicht uninteressant. Er enthält einige interessante Szenen und Bilder, die einen zum Nachdenken anregen. Zum Beispiel wird viel über das Gesetz und Recht diskutiert. Wie sinnvoll es ist und von wem es gemacht wird und gemacht werden sollte. Dazu enthält das Buch ein wirklich schönes Gleichnis über einen Wächter, der den persönlichen Eingang eines Mannes zum Gesetz bewacht und diesen zu Lebzeiten aber nicht durchlässt. Andere Szenen wiederum erschließen sich mir nicht ganz, was für das Verständnis nicht gerade hilfreich ist. Der Aufenthalt von Josef K. (dem Protagonisten) im Dom würde ich hier als Beispielszene anführen, denn dort trifft er den Gefängnisaufseher, der aber mehr wie ein Pfarrer auftritt. 


Stellenweise ist es schwierig zu lesen und man kann sehr viel hineininterpretieren. Einige Ausführungen über das Gesetz sind sehr lang, wobei die Gedanken schon mal abschweifen können. Das Ende kommt sehr plötzlich, ist etwas verwirrend und ließ mich mit dem Gedanken "Das kann doch jetzt nicht sein..." zurück.

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