Leserpreis 2018

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Lethal White: Cormoran Strike Book 4 (Cormoran Strike 4)

Robert Galbraith
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Sphere, 18.09.2018
ISBN 9780751572858
Genre: Sonstiges

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Tombland (The Shardlake series Book 7)

C. J. Sansom
E-Buch Text
Erschienen bei Mantle, 18.10.2018
ISBN 9781447284529
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit "Tombland" legt C.J. Sansom den bereits 7. Roman seiner Reihe um den in der Tudor-Zeit praktizierenden Rechtsanwalt Matthew Shardlake vor. Und was für ein gewaltiges Werk dieser Band geworden ist!


Die 16jährige Elizabeth Tudor, die spätere Königin, schickt den Anwalt auf eine Mission nach Norwich. Einer ihrer entfernten Verwandten wird beschuldigt, seine Frau ermordet zu haben. Doch während Shardlake ermittelt, braut sich in Norfolk eine Rebellion zusammen und ehe er es sich versieht, ist er mitten im Getümmel. Und was er dort miterlebt, wird nicht nur sein Leben für immer verändern.

Sansoms große Stärke war schon immer das Einweben einer spannenden Handlung in einen beispielhaft recherchierten historischen Kontext. So auch hier. Sei es die Mordermittlung, die mit vielen rechtshistorischen Details gespickt ist, oder die epische Darstellung der letztlich gescheiterten Rebellion der einfachen Leute gegen die Grundherren im Sommer 1549 - Sansom schafft es scheinbar mühelos, die Tudor-Zeit zum Leben erstehen zu lassen.   Abschließend gibt der Autor in einem umfangreichen Essay einen Überblick über die Vorgeschichte und den Ablauf von Kett's Rebellion.

Fazit: "Tombland" ist ein historisches Epos, das seinesgleichen sucht. Schon jetzt mein persönliches Lesehighlight 2018.

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Tags: c.j. sansom, historischer roman, kett's rebellion, krimi, matthew shardlake, tudor-england   (6)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Schwarzer Rost

Axel Hollmann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.11.2018
ISBN 9783752880106
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Schwarzer Rost“ legt Axel Hollmann nach seiner Julia-Wagner-Reihe einen ambitionierten Umweltthriller vor, der es in sich hat. Der Titel ist die Bezeichnung für eine Getreideseuche, die die weltweite Weizenernte massiv gefährdet und zu Hungerkatastrophen und Ausschreitungen führt. Mittendrin treffen wir auf Finn, einen Fotojournalisten, der über die Auswirkungen der Ernteausfälle berichten soll und dabei auf eine Mordserie an namhaften Genforschern stößt, deren Arbeit mit dem Auftreten der Seuche zu tun haben könnte.

Besonders spannend fand ich die Wahl und Behandlung des Themas. Axel Hollmann greift mit der Gentechnik ein kontroverses, heißes Eisen auf und schafft es auf beeindruckende Art und Weise darzustellen, wie nahe dabei Chancen und Risiken liegen können. Nicht ohne Grund hat mir der Amazon-Algorithmus „Der Schwarm“ von Frank Schätzing angeboten, nachdem ich mir „Schwarzer Rost“ gekauft hatte.

Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und bildhaft. Mit wenigen Worten erschafft Axel Hollmann Atmosphäre und die exotischen Schauplätze lassen sich mit allen Sinnen erfahren. Die Dialoge sind sehr gut ausgearbeitet und die Actionsequenzen temporeich und spannend.

Der Plot konnte mich dagegen weniger packen. Handwerklich ist das sehr gut gemacht, es kommt alles vor, was in einen Thrillerplot hineingehört, so beispielsweise auch „Sex at 60“ (wobei das hier bei 57% stattfindet). Ich habe den Rahmen, den die Handlung dadurch bekommt, als sehr schnell genretypisch wiedererkannt und dadurch hat mir das Buch keine großen Überraschungen mehr geboten. So war ich mir über die Identität des Antagonisten auch schon recht früh im Klaren, weil es zum einen wenig bis keine Alternativen gab und der entsprechende Twist seit Dan Brown gefühlt in jedem zweiten Thriller verwendet wird. Hier war mir der Plot zu konventionell, da hätte ich mir mehr Mut zum Spiel mit den Lesererwartungen gewünscht.

Auch die Psychologie der Figuren konnte mich nicht überzeugen. Finn bleibt als Held genauso blass wie der Martini liebende Geheimagent oder der Symbolologe mit der Mickey-Mouse-Uhr. Sein Vater-Komplex hat auf mich recht klischeehaft gewirkt, ebenso wie die Traumatisierung des Schurken. Finns Motive waren für mich nicht so richtig nachvollziehbar. Auch den im Hintergrund wirkenden Antagonisten hätte ich mir etwas mehrdimensionaler gewünscht, eine Szene zur Mitte, die wohl zu diesem Zweck dienen sollte, hat mich eher verwirrt.

Als sehr positiv habe ich dagegen die hohe Qualität der Veröffentlichung empfunden. Mir ist kein einziger Rechtschreibfehler aufgefallen und Buchsatz und Cover sind so professionell wie ich es mir von vielen Verlagsveröffentlichungen wünschen würde. „Schwarzer Rost“ ist ein Aushängeschild für das Self Publishing!!!

Fazit: Ich habe „Schwarzer Rost“ gerne und mit Vergnügen gelesen. Thema, Stil und Verpackung habe ich als außergewöhnlich empfunden, Plot und Figuren waren mir in einigen Aspekten zu vorhersehbar und konventionell. Ich empfehle den Thriller gerne weiter und hoffe, dass er viele Leser (und was die Qualität des Self Publishings angeht) Nachahmer findet.

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Tags: politik, spannung, thriller, umwelt, wissenschaft   (5)
 

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1Q84 (Buch 1, 2)

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei btb, 10.09.2012
ISBN 9783442743629
Genre: Romane

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Kluftinger: Kriminalroman (Kluftinger-Krimis 10)

Volker Klüpfel , Michael Kobr
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 27.04.2018
ISBN 9783843717120
Genre: Sonstiges

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Waiting for Wednesday. Schwarzer Mittwoch, englische Ausgabe

Nicci French
Buch: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin UK, 30.01.2014
ISBN 9781405916509
Genre: Krimi und Thriller

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alternative history, cornwall, london, napoleon, waterloo, wellington

False Lights

K.J. Whittaker
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Head of Zeus, 07.09.2017
ISBN 9781786695345
Genre: Sonstiges

Rezension:


Was wäre, wenn Napoleon die Schlacht von Waterloo gewonnen und danach Großbritannien besetzt hätte? 


Ich finde alternative Zeitlinien faszinierend und deswegen war ich sofort Feuer und Flamme, als ich durch einen Tweet auf diesen eben erst im englischen Original erschienenen Roman aufmerksam wurde.


Die Handlung des Romans setzt 1817 ein. Auf den Scilly-Inseln ermorden französische Besatzungstruppen den John Harewood, einen Helden der Schlacht von Trafalgar und Vater von Hester, einer jungen, dunkelhäutigen Frau, der die Flucht aufs Festland gelingt. Hier trifft sie auf den Earl auf Lamorna, der mit seinen Schuldgefühlen ringt, da er die Niederlage der Briten bei Waterloo verschuldet hat. Das ungleiche Paar schlägt sich nach London durch, wo Napoleons Ex-Frau Josephine und sein Bruder Jerome Hof halten und die besiegten Massen unterjochen. In der Stadt gärt es, Widerstandsbewegungen und Revolutionäre warten auf das Signal für den Aufstand. Der Duke of Wellington, den die Franzosen auf den Scilly-Inseln weggesperrt haben, versucht derweil, zu den verbliebenen britischen Streitkräften nach Amerika zu entkommen.


Leider hat mich das Buch überhapt nicht fesseln können und ich habe mich redlich abgemüht, es bis zum Ende zu lesen. Vor allem unter drei Aspekten hat meine Lesefreude gelitten:


Die Sprache. Wahrscheinlich um dem Roman den Flair des beginnenden 19. Jahrhunderts zu verleihen, müht sich die Autorin ab, den Stil von Jane Austen zu imitieren. Seitenweise wechseln sich Beschreibungen und lange Passagen in erlebter Rede ab. Mit der Zeit fand ich das zunehmend ermüdend, weil im Grunde kaum etwas geschieht, außer dass wir das Innenleben der Figuren erkunden oder zum gefühlt 18. Mal lesen, dass in Cornwall Narzissen wachsen. Leider fehlt zudem ein wichtiges Stilmittel aus dem Austen-Katalog: die Ironie. Der Roman ist vollkommen humorfrei.


Der Plot. Die Handlung des Romans empfand ich als wirr. Selten kommt Spannung auf und aufgrund der Fülle der Perspektivfiguren musste ich oft erst einmal sortieren, wo wir uns gerade befinden und wessen Sicht gerade geschildert wird. Das Ende empfand ich zudem nicht zur düsteren Stimmung des Buches passend.


Die Figuren. Obwohl die Autorin das Innenleben ihrer Figuren so breitwalzt wie eine Londonder Stadtautobahn, konnte ich mich in keinen der Charaktere wirklich einfühlen und mitleiden. Der Earl von Lamorna ist ein von Flashbacks und Albträumen gequältes Wrack. Aber die 37. Wiedergabe der immer gleichen traumatischen Erinnerung konnte ihn mir nicht näher bringen. Ich empfand eine große Distanz zu den Figuren und das hat mein Interesse an dem Buch stark abkühlen lassen.


Positiv hervorzuheben ist die Darstellung der Kriegsgräuel und der Situation der Bevölkerung. Da sind der Autorin einigen unter die Haut gehende Schilderungen gelungen.


Fazit: Die Idee hat mich begeistert, die Ausführung empfand ich als unbefriedigend. ich hätte mir mehr Abenteuer und weniger Jane-Austen-Kopie erhofft.

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Tags: alternative history, cornwall, london, napoleon, scilly, waterloo, wellington   (7)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

anne kirsch, krimi, krimi-reihe, mareike albracht, mittelalter, mittelalterlicher markt, mittelaltermarkt, obermarsberg, pranger, regionalkrimi, reitersturz, sagen, sagen und legenden, sauerland, seminar

Erzähl mir vom Tod

Mareike Albracht
E-Buch Text: 297 Seiten
Erschienen bei Midnight, 04.09.2017
ISBN 9783958191280
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit “Erzähl mir vom Tod“ ist der mittlerweile dritte Sauerlandkrimi um die eigenwillige, aber ungemein sympathische Kommissarin Anne Kirsch erschienen. Diese hat aufgrund ihrer Dickschädeligkeit die Auflage bekommen, sich in Teamfähigkeit zu fortzubilden. Anstatt dafür die Polizeischule zu besuchen, organisiert sie sich auf eigene Faust einen Intensivkurs in Erlebnispädagogik. Gemeinsam mit den nicht ganz einfachen Mitgliedern ihrer kleinen Selbsterfahrungsgruppe unter Leitung eines Psychologen mit ungesund narzisstischen und sadistischen Zügen stolpert sie dann jedoch in einen waschechten Kriminalfall:
Auf dem Mittelaltermarkt in Obermarsberg werden mehrere Körperverletzungsdelikte und schließlich sogar ein Mord begangen. Bald wird ein Muster erkennbar - der Täter orientiert sich bei den Verbrechen an alten Sagen aus der Region. Und Anne muss sich entscheiden, ob sie ihre Karriere aufs Spiel setzen will, um ihrem Ermittlertrieb nachzugehen.
Nach dem nervenaufreibenden Psychospiel in „Dornentod“ führt Mareike Albracht uns in „Erzähl mir vom Tod“ in die Welt des Mittelalters. Ich fand die Verquickung der Sagenwelt mit den Mordfällen ungemein gelungen. Ein wenig musste ich dabei an „Erntedank“, den zweiten Kluftinger-Roman, denken, dem eine ähnliche Thematik zugrundeliegt. Der Kriminalfall ist spannend bis zum Showdown, die Atmosphäre teils lustig, teils düster, teils auch ein wenig beklemmend, insbesondere, wenn die Konflikte der Dorfbewohner untereinander dargestellt werden. Dem Roman liegt zudem eine gründliche Recherche zugrunde, sowohl was die Polizeiarbeit als auch kleine, aber wichtige Details (z.B. das Rohypnol) angeht. Mein persönliches Highlight waren aber die vielen, wunderbar gezeichneten Figuren der Dorfgemeinschaft, allen voran der Psychologe.
Das einzige Manko an dem Buch war, dass ich es so schnell gelesen habe und nun schon sehnsüchtig auf Band 4 der Reihe warte. Klare Leseempfehlung!

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Tags: krimi   (1)
 

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Legenden des Krieges: Das blutige Schwert

David Gilman , Anja Schünemann
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.07.2017
ISBN 9783499290763
Genre: Historische Romane

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Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meiner Rezension muss ich vorausschicken, dass ich ein großer Fan der ersten drei Waringham-Romane der Autorin bin. Besonders gelungen fand ich dabei stets die Einbettung der Charaktere in das bunt und genau geschilderte historische Panorama.


Die beiden letzten Bände der Reihe fand ich nicht mehr so gelungen. Das lag zum einen daran, dass es intensivere Romane über die Tudor-Zeit gibt (z.B. von Sansom, Mantel oder Parris). Zum anderen ist aber m. E. auch etwas deutlich geworden, das ich einmal „Schema W“ nenne möchte, wobei das „W“ für „Waringham“ steht. Die Grundstruktur dieser Romane, die Plotlinien, die Konflikte der Charaktere sind nämlich im Grunde genommen immer die gleichen. Es geht um Generationenkonflikte innerhalb einer Adelsfamilie, die mit den Herrschenden der Zeit enge Verbindungen pflegen. In den ersten Bänden war dies wie gesagt noch spannend, in den letzten beiden waren mir die Charaktere und ihre Motive nicht mehr eigenständig genug. Ich hatte das Gefühl, alles schon einmal gelesen zu haben.

Deswegen war ich auch sehr erfreut darüber, dass sich Rebecca Gablé inzwischen einer neuen Epoche zugewandt hat, dem Zeitalter der Ottonen. In „Das Haupt der Welt“ erleben wir die ersten Regierungsjahre Ottos I. aus der Sicht des Slawen Tugomir. Ich fand den Roman ziemlich gelungen, die Figur des hinkenden Heilers Tugomir war mir jedoch ein wenig zu sehr an den damals noch sehr populären „Dr. House“ angelehnt.

Nun ist mit „Die fremde Königin“ ein zweiter Teil dieser Reihe erschienen. Und leider hat mich dieser so gar nicht begeistern können. Schon während des Lesens war ich mehrmals nahe daran, das Buch abzubrechen, einmal aufgrund einer m.E. ziemlich furchtbaren Erotikszene („Er pflügte in sie hinein“ – Hallo gehts noch?), die anderen Male aber, weil ich sowohl mit dem Plot als auch mit den Perspektivfiguren meine Probleme hatte.

„Die fremde Königin“ wird aus der Sicht von drei Charakteren erzählt: Königin Adelheid, Luidolf (Ottos Sohn) und Gaidemar, ein Bastard. Während die ersten beiden historische Figuren sind, ist der letztere fiktiv. Schon die Wahl der Königin und des Königssohnes als Perspektivfiguren hat aus meiner Sicht negative Auswirkungen auf die Gestaltung der Handlung. Schicksal und Handlungen einer historischen Figur sind zu beinahe 100 Prozent festgelegt. Und so ist dann der Roman auch leider nur eine vorhersehbare Parade von bekannten Ereignissen von Adelheids Flucht über Luidolfs Rebellion zur Lechfeldschlacht und schließlich zu Ottos Italienfeldzug. Der Plot ist von vornherein determiniert, es gibt keine Überraschungen.

Ein Großteil der Handlung spielt sich direkt in der Königsfamilie ab. Und zwar nach Schema W. Ich hatte ganz oft den Eindruck, einen Waringham-Roman zu lesen. Luidolf ist als ein klassischer Waringham-Rebell angelegt, seine Schwiegermutter entspricht ebenfalls dem Frauentyp dieser Werke. Auch die Geistlichkeit könnte mit wenigen Änderungen in „Das Lächeln der Fortuna“ vorkommen. Was jedoch in der ursprünglichen Reihe funktioniert, stößt hier an Grenzen. Die Waringhams sind eine fiktive Familie. Ihre Schicksale, Gedanken, Worten und Taten waren relativ frei gestaltbar. Die Ottonen waren real. Und hier funktioniert Schema W einfach nicht mehr.

Man kann reale Figuren zu Protagonisten historischer Romane machen. Das haben sowohl Hilary Mantel als auch Alexandre Dumas meisterhaft bewiesen. Zwar sind Dumas Figuren eher Kinder seiner eigenen Zeit, doch durch das Stilmittel der romantischen Ironie schafft der Erzähler die notwendige Distanz und macht aus einem reinen historischen Bericht ein literarisches Werk, z.B. in „La reine Margot“. Dass er auch anders kann, zeigt er v.a. in „Die drei Musketiere“. Dort setzt er historische Figuren nur sehr sparsam ein, wirklich einprägsam sind die fiktiven Figuren.

Hilary Mantel arbeitet noch wesentlich kunstvoller. Die psychologische Durchdringung ihrer Figuren ist m.E. beispiellos. Zudem arbeitet sie mit verschiedenen Zeitebenen und setzt ganz viel (teils recht sarkastische) Ironie ein. Bei Rebecca Gablé fehlt diese Distanz zwischen Erzähler und Figuren. Wir bekommen ohne viel Beiwerk die Taten und Gedanken der Protagonisten serviert. Bei den Waringham Romanen funktioniert das gut, weil wir dadurch unmittelbar in die mittelalterliche Welt eintauchen. Bei den Otto-Romanen scheitert dieses Vorgehen m.E. völlig. Sowohl Luidolf als auch Adelheid bleiben blass und austauschbar und noch schlimmer: vorhersehbar.

Leider kann auch Gaidemar nichts mehr an diesem Eindruck ändern. Er ist zwar fiktiv, erinnert aber so sehr an das schwarze Schaf nach Schema W, dass auch sein eng an die Herrscherfamilie geknüpftes Schicksal mich nicht mehr packen konnte. Zudem ist er m.E. einer der unsympathischsten Charaktere im Werk von Rebecca Gablé.

Das alles führt auch dazu, dass bei mir nie das Gefühl aufkam, in die spezifische Epoche des 10. Jahrhunderts einzutauchen. Wenn man die Namen und historische Details ändern würde, könnte der Roman auch im späteren Mittelalter spielen. Und das habe ich schmerzlich vermisst, denn gerade bei den ersten Waringham-Romanen ist mit dieses Eintauchen in die Epoche wunderbar gelungen.

Für den nächsten Roman der Reihe würde ich mir wünschen, dass Rebecca Gablé Schema W einmal vollkommen über Bord wirft und sich auf fiktive Charaktere fokussiert. Dass sie auf diese Weise einen wunderbaren historischen Roman schreiben kann, hat sie mit dem überraschenden und packenden „Hiobs Brüder“ bewiesen.


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Tags: historischer roman, mittelalter, rebecca gablé   (3)
 

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Mississippi Blood

Greg Iles
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei William Morrow, 21.03.2017
ISBN 9780062311153
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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419 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

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Selfies

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281072
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seitdem vor nunmehr 7-Jahren der erste Band der Reihe um das Sonderdezernat Q erschienen ist, bin ich ein Fan. Die Mischung aus ungelösten Mordfällen und den teilweise recht skurrilen Charakteren, die ich an den Vorgängern bereits geschätzt habe, setzt sich auch in "Selfies" fort. Neben einem ziemlich komplexen aber schlüssig verwobenen Geflecht aus mehreren ungelösten Verbrechen steht dieses Mal vor allem Rose im Mittelpunkt. Nach den dramatischen Ereignissen im letzten Band ist sie psychisch dekompensiert und der Leser durchlebt mit ihr eine Krise, die sich gewaschen hat. Wir erfahren viel über ihre Lebensgeschichte und das hat mir gut gefallen. Weniger überzeugt haben mich manche psychiatrische Details und auch das Vorgehen der Kollegen empfand ich gelinde gesagt als fragwürdig, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Herausragend fand ich dagegen den teilweise tiefschwarzen Humor, mit dem der in der Gegenwart spielende Fall der rachedurstigen Sozialamtsmitarbeitern durchtränkt ist. Ich habe mich schon lange nicht mehr so blendend amüsiert.


Fazit: Ein Thriller, der Spaß macht. Abzüge in der B-Note, aber klare Leseempfehlung.

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Tags: dänemark, krimi, sonderdezernat q, thriller   (4)
 

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

der trojanische krieg, götter, hockenberry, ilium, jupitermonde, mars, moravec, nachmenschen, nanotechnologie, odysseus, olymp, quantenteleportation, science fiction, scifi, troja

Ilium

Dan Simmons , Peter Robert , Wolfgang Jeschke , Peter Robert
Flexibler Einband: 827 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.10.2007
ISBN 9783453523548
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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87 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Konklave

Robert Harris , Wolfgang Müller
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453270725
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem der alte Papst - ein Reformer - gestorben ist, versammeln sich die Kardinäle in Rom, um seinen Nachfolger zu bestimmen. Wir erleben das sofort einsetzende Ränkespiel aus der Sicht Kardinal Lomellis, dem Dekan des Kardinalskollegiums, der das Konklave leitet.

Robert Harris gelingt es auf eine faszinierende Art und Weise die politischen Manöver darzustellen, mit denen die Favoriten auf das Papstamt sich die Stimmen ihrer Kardinalskollegien sichern. Die Atmosphäre des Romans ist andächtig, alles vollzieht sie leise und würdevoll und trotzdem reißt die Spannung keinen Moment lang ab. Das ist meisterhaft ausgeführt. Zudem sind die Hintergründe bis ins kleinste Detail recherchiert. Das geschilderte Konklave könnte in der Realität wahrscheinlich exakt so ablaufen, wie im Roman.

Einen Stern Abzug gibt es für den unerwarteten Twist am Schluss, der wie ein (aus meiner Sicht) unnötiger Fremdkörper wirkt.

Klare Leseempfehlung!

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Tags: intrigen, kardinäle, papst, thriller, vatikan   (5)
 

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141 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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1813 - Kriegsfeuer

Sabine Ebert
Flexibler Einband: 928 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783426505830
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit "1813 - Kriegsfeuer" legt Sabine Ebert einen glänzend recherchierten Roman zu den Befreiungskriegen vor. Im Nachwort schreibt sie, dass sie zwischen 20000 und 30000 Seiten an Fachliteratur gewälzt habe und das merkt man dem Buch auch auf jeder Seite an. Der Detailreichtum ist verblüffend und hilft dabei, ein sehr realistisches und lebendiges Bild jener dramatischen Epoche vor 200 Jahren vor dem Inneren Auge zu erwecken. 

Leider ist diese große Stärke des Buches m.E. auch sein entscheidender Nachteil, denn bei alle der Liebe zu den Kleinigkeiten geht verloren, was einen historischen Roman ausmacht: Die Charaktere. 

Sabine Ebert schildert das Geschehen zunächst vor allem aus der Sicht Henriettes, einer jungen Frau, die Schlimmes erlebt hat. Und auf den ersten Seiten funktioniert das auch wunderbar. Doch dann weitet sich die Handlung auf Dutzende andere Personen aus, die teilweise nur für wenige Seiten ihre Sicht der Dinge darlegen, um dann gleich wieder von jemand anderem abgelöst zu werden.

Dass die meisten dieser Personen tatsächlich einmal gelebt haben, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Mit Ausnahme der Erlebnisse von Henriette besteht die Handlung des Romans aus dem unveränderten Ablauf der historischen Ereignisse. Das hat mich beim Lesen ganz oft an eine dieser ZDF-Dokus erinnert, bei der Spielszenen in historische Erläuterungen eingebettet sind. Genauso liest sich auch "1813" eher als ein historisches Sachbuch mit eingestreuten Augenzeugenberichten als ein Roman.

Das führt dann leider dazu, dass die meisten Charaktere blutleer und manchmal auch erschreckend eindimensional ausfallen. Zudem handeln sie oft wie Marionetten, da der Ablauf der Ereignisse von vornherein festlegt, was wer wann tun muss. Das ist natürlich bei historischen Romanen oft so, aber die Kunst ist es ja gerade, eine eigenständige Handlung in eine vergangene Zeit so realistisch wie möglich einzuweben. Und das fehlt mir bei "1813".

Die einzige Ausnahme ist wie schon gesagt Henriette, aber auch mit der wurde ich nicht war. Ich konnte gerade zum Ende des Buches hin die Motive ihrer Handlungen nicht mehr nachvollziehen. Sie ist ein passives, armes Hascherl und ich empfinde eher Mitleid als Sympathie für sie.

Zudem empfand ich bei all der plastischen Wucht, mit der Sabine Ebert die Kriegsfolgen beschreibt, das eigentliche Schlachtgeschehen eher dürftig ausgearbeitet. Da kam bei mir keine Spannung auf und an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, sie hätte Bernard Cornwell angerufen und ihn gebeten, diese Passagen zu schreiben. 

Trotz dieser kritischen Anmerkungen gebe ich eine Leseempfehlung für das Buch. Es ist informativ und spannend und eine gute Einführung in die Zeit der napoleonischen Kriege.

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Tags: blüche, frankreich, historischer roman, metternich, napoleon, österreich, preußen, russland, sachsen, völkerschlacht   (10)
 

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antike, europa, geistesgeschichte, mittelalter, moderne, neuzeit, philosophie, philosophiegeschichte, postmoderne

Das Wissen des Abendlandes

Richard Tarnas , Eckhard E. Sohns
Fester Einband: 671 Seiten
Erschienen bei Patmos, 15.01.2006
ISBN 9783491961593
Genre: Sachbücher

Rezension:

In das "Wissen des Abendlandes" unternimmt Richard Tarnas nichts weniger als den Versuch, die Entwicklungslinien der Geistesgeschichte der westlichen Welt auf gerade einmal 560 Seiten nachzuzeichnen. Und das gelingt ihm auf eine souveräne Weise.

Es ist kein einfach zu lesendes Buch und ohne Vorkenntnisse in der Philosophiegeschichte sollte man es nicht zur Hand nehmen. Den mit der Materie vertrauten Leser verschafft es jedoch beispielhaft präzise und einsichtige Darstellungen der wichtigsten Denker aus den letzten drei Jahrtausenden. Tarnas stellt die Entwicklung der westlichen Geistesgeschichte als eine Geschichte gegensätzlicher Strömungen dar, die sich aneinander reiben, sich aber auch gegenseitig befruchten können. 

Hervorheben möchte ich insbesondere die Abschnitte, in denen Platon und Aristoteles einander gegenübergestellt werden. Ich habe bislang nirgendwo eine bessere und verständlichere Einführung in das aristotelische Denken gefunden als bei Tarnas. Ebenso großartig sind die Brüche dargestellt, die zu Paradigmenwechseln führten. 

Das Ende, in dem der Autor sein Fazit zieht und einen Ausblick gibt, hat mich jedoch weniger überzeugt. Nachdem er dargelegt hat, dass jeder Wissenschaftler in seinem eigenen Paradigma gefangen ist, versucht er, die Geistesgeschichte aus seinem eigenen Paradigma, der Tiefenpsychologie, zu erklären. Dazu zieht er eine sehr gewagte psychoanalytische Theorie heran, was ich als überzogen und unpassend empfand. Das mag allerdings wiederum an meiner Abneigung gegenüber dem Paradigma der Psychoanalyse liegen, insofern bestätigte es vielleicht die Thesen, die Tarnas zu postmodernen Positionen aufstellt :-).

Mein Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung, für alle, die nach der Lektüre einer Einführung in die Philosophie nach mehr verlangen.

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Tags: antike, europa, geistesgeschichte, mittelalter, moderne, neuzeit, philosophie, philosophiegeschichte, postmoderne   (9)
 

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Nächte der Toten

Tim Vogler
Flexibler Einband: 472 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.10.2016
ISBN 9781539464266
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Nächte der Toten“ setzt Tim Vogler seine Metropolis-Reihe fort. Die Handlung setzt ein paar Wochen nach den dramatischen Geschehnissen des Finales von „Stunde der Rache“ ein. Und wie sie einsetzt. Wow. Es gibt Leichen noch und nöcher und das Tempo zieht dermaßen an, dass mir beinahe schwindelig geworden ist. Schnell kristallisieren sich 3 Handlungsstränge heraus: Das Normalstadt-Ermittlerteam versucht, dem Meisterkiller Newski auf die Spur zu kommen, Levy und Manolo suchen die verschwundene Elisa und im Wilhelminischen Viertel bekommt es der korrupte Vasquez mit einer geheimnisvollen Schießerei zu tun.

Endlich erfahren wir auch Einzelheiten zu der geheimnisvollen Katastrophe, die weite Teile der Welt verwüstet hat und lernen neue, spannende Charaktere wie etwa Frucht-Helene oder den Schleimer Kevin Schindler kennen, ehe in einem gewaltigen Finale alle Handlungsstränge zusammengeführt werden.

„Nächte der Toten“ ist im Vergleich zum ersten Band noch eine Spur konzentrierter, man merkt in jeder Zeile, wie sicher sich Tim Vogler inzwischen in seiner Zukunfts-Welt bewegt, die so exotisch, durch wichtige Themen wie Drogenmissbrauch oder Machtgier unserer eigenen aber beängstigend ähnlich wirkt. Man kann das Buch sicher auch ohne Kenntnis von "Stunde der Rache" lesen, aber ich empfehle, es trotzdem nicht zu tun. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil man sich dadurch um das große Vergnügen bringen würde, Band 1 zu lesen.

 Ein großartiges Buch. Ich freue mich schon auf Band 3! Schreib, Tim, schreib!

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Tags: berlin, drogen, dystopie, krimi, macht, politi, thriller   (7)
 

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Himmelhorn

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Droemer, 29.09.2016
ISBN 9783426199398
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Himmelhorn" ist der mittlerweile neunte Fall um den kauzigen Altusrieder Kommissar Kluftinger. Seitdem ich die Autoren bei einer ihrer ersten Lesungen zu "Milchgeld" gesehen haben, verfolge ich ihre erstaunliche Karriere und habe alle Bände mit Vergnügen gelesen.

Auch der neue "Kluftinger" fügt sich nahtlos in die bekannte und heimelige Kässpatzenbutzelelanghammerwelt ein. Das Buch beginnt stark und die Krimihandlung hat mich anfangs auch gepackt. Ich bin selbst gerne in den Allgäuer Alpen unterwegs und das ungelöste Bergsteigermysterium fand ich spannend. Die Auflösung ist schlüssig und überraschend zugleich. Trotzdem hätte man aus diesem Teil des Romans m.E. noch mehr herausholen können.

Leider wird der Fluss der Krimihandlung nämlich immer wieder durch Nebenstränge unterbrochen: Der Kommissar wird Opa, spekuliert an der Börse, wird Soap-Fan, kuriert das Liebesleben der Langhammers, entdeckt sein E-Bike usw.. Das ist alles durchaus witzig und wer die beiden Autoren einmal live gesehen hat, kann sich vorstellen, wie sie diese Szenen zelebrieren werden. Aber mir war es des Guten zuviel. 

Fazit: Natürlich werde ich den nächsten Band auch lesen. Für Fans der Reihe ist das Buch sowieso ein Muss. Neueinsteigern würde ich eher zu "Milchgeld" oder "Erntedank" raten, da ist deutlich mehr Krimi drin...

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Tags: allgäu, kempten, krimi, oberstdorf, regiokrimi   (5)
 

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Marcel Proust , Peter Matic , Ralph Schäfer
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.10.2010
ISBN 9783867176828
Genre: Romane

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berlin, dystopie, krimi und thriller, science fiction, spannung, thriller, tim vogler

Stunde der Rache

Tim Vogler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.09.2016
ISBN 9783739216799
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Stunde der Rache“ ist der erste Teil einer in einer dystopischen Zukunft angesiedelten Thriller-Reihe. Der Roman spielt im Berlin des Jahres 2049. Ein Politiker wurde auf grausame Art und Weise ermordet und die beiden Ermittler Maxim und Bachir versuchen, Licht ins Dunkel der Intrigen und Verschwörungen zu bringen, die sich bis in die höchsten Ränge des Staatsapparates erstrecken.

Die Handlung ist spannend und komplex, ein Roman, der volle Aufmerksamkeit fordert. Die mehrdimensionalen Charaktere und die sehr originelle und die nachdenklich stimmende, dystopische Welt, in die uns Tim Vogler entführt, sind in sich stimmig. Die Sprache ist kraftvoll und bildreich. Und das actiongeladene Finale lässt keine Wünsche offen.

Fazit: Ein toller Einstieg in eine Reihe, die noch auf viele spannende Lesestunden hoffen lässt!

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Tags: berlin, dystopie, science fiction, spannung, thriller   (5)
 

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Todesgruß vom Meisterkiller: Ein Berlin-Metropolis-Thriller

Nächte der Toten
E-Buch Text: 614 Seiten
Erschienen bei null, 11.09.2016
ISBN B01LX5FEAC
Genre: Krimi und Thriller

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Zwietracht - Mörderische Freundschaft

Tanja Hanika
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 03.09.2016
ISBN B01LJUIEPC
Genre: Krimi und Thriller

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Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2012
ISBN 9783423213417
Genre: Fantasy

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Tags: krimi-reihe, london, urban fantasy   (3)
 

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Slade House

David Mitchell
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Sceptre, 27.10.2015
ISBN 9781473616684
Genre: Romane

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Dornentod

Mareike Albracht
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 12.08.2016
ISBN 9783958190818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Dornentod" ist der zweite Teil einer im Sauerland angesiedelten Krimireihe um die Kommissarin Anne Kirsch. Ich habe "Katz und Mord", den ersten Teil, ebenfalls gelesen, finde aber, dass man "Dornentod" gut auch ohne diese Vorkenntnisse verstehen und genießen kann.


Aufgrund des Klappentextes  hatte ich eine Geschichte im Stil der Hannibal-Lecter-Romane von Thomas Harris erwartet: Ein schwer persönlichkeitsgestörter Täter, der von der forensischen Psychiatrie aus einen unmöglichen Mord begeht, das perfekte Verbrechen. Diese Erwartung erfüllte der Roman nicht. Stattdessen schenkte er mir eine Geschichte, die mich noch viel mehr in ihren Bann zog, als es eine Superschurkenstory je geschafft hätte.

In "Dornentod" haben wir es mit zwei Fällen zu tun, zum einen mit dem Fenstersturz einer Studentin, zum anderen mit einer Stalking- Geschichte. Während Anne Kirsch im ersteren Fall ermittelt, nimmt sich Anton Hellmann, den wir schon aus "Katz und Mord" kennen, der Bedrohung einer ehemaligen Schulfreundin durch einen Stalker an. An beiden Fällen scheint Rainer Dorn beteiligt zu sein, der jedoch in einer forensischen Psychiatrie inhaftiert ist und dadurch unmöglich der Täter sein kann. Besonders gut hat mir gefallen, wie Mareike Albracht die beiden Handlungsstränge immer wieder überkreuzt, sie zusammenführt und dann jedoch wieder auf eine sehr stimmige und spannende Weise entwirrt.

Was diesen Roman jedoch aus der Masse der Krimis hervorstechen lässt, ist die Zeichnung der Charaktere, insbesondere des an einer Borderline-Störung erkrankten Rainer Dorn und der ebenfalls psychisch deutlich angeschlagenen Grundschullehrerin Pia Berger. Psychische Erkrankungen in Krimis darzustellen, ist ist eine heikle Angelegenheit. Oft werden Charaktere mit psychischen Störungen überzeichnet, ihre Symptomatik wird nicht realitätsgetreue abgebildet und letztendlich erinnern sie eher an freakshowhafte Karikaturen als eine echte, mehrdimensionale Menschen.

Nicht so in "Dornentod". Man merkt dem Buch an, dass die psychologischen Hintergründe sehr gut recherchiert sind. Ich arbeite selbst im klinisch-psychologischen Bereich und finde, dass insbesondere das Störungsbild der Borderline Störung, das in den Medien häufig auf selbstverletzendes Verhalten reduziert wird, sehr gut wiedergegeben ist. Rainer Dorn leidet verzweifelt an seiner inneren Zerrissenheit, er ist kein eiskalter Superschurke sondern ein schwer kranker Mensch.  Auch die Angstsymptomatik, unter der Pia Berger leidet, wird sehr realistisch dargestellt. Sogar die speziellen Probleme, die in einer Forensik auftreten können, finden ihren Platz, so etwa die Schwierigkeiten, die eine langjährige therapeutische Beziehung zwischen Arzt und Patient mit sich bringen kann. Aber nicht nur die psychologischen Hintergründe, sondern auch die Abläufe bei der Kriminalpolizei sind extrem gut recherchiert. 

Fazit: Mit Dornentod ist Mareike Albrecht ein spannender, realistischer und psychologisch tiefsinniger Krimi gelungen, den ich nicht nur Krimifans ans Herz legen möchte, sondern – aufgrund der sensiblen Darstellung der psychisch erkrankten Charaktere – auch allen Krimiautoren, die darüber nachdenken, psychische Störungen zum Thema ihrer Werke zu machen.

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Tags: borderline, krimi, psychologie, sauerland   (4)
 
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