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genmanipulation, gensoja, nahrung, forschung, genmais

Trojanische Saaten

Jeffrey M Smith , Gisela Kretzschmar , Christine von Weizsäcker
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Riemann Verlag, 07.09.2004
ISBN 9783570500606
Genre: Sachbücher

Rezension:

Jeffrey M. Smith erklärt uns verständlich, wie sich konventionelle Züchtung und Genmanipulation unterscheiden und stellt einen Katalog von Kriterien auf, die untersucht werden müssten, um eine sichere Auskunft über die Verträglichkeit der manipulierten Nahrungsmittel zu erhalten. Leider existiert faktische keine Kontrolle, und er geht der Frage nach, warum diese Kriterien nicht geprüft werden. Und zeigt Beispiele auf, die verstehen helfen, warum eine Überprüfung dieser Kriterien absolut notwendig wäre.
Er konzentriert sich deshalb auf Nahrungsmittel, weil es schier unglaublich ist, das in den USA Genmais und Gensoja schnell auf dem Markt waren und bisher kaum Studien über ihre Verträglichkeit existieren. In Europa haben sich die Staaten für eine Kennzeichnung genmanipulierter Nahrungsmittel für Menschen entschieden; interessanterweise sieht man solche Nahrungsmittel nirgends, denn sie sind nicht akzeptiert; welche Tiere dagegen mit genmanipulierten Nahrungsmitteln gefüttert wurden, erfährt man so nicht.
Und das führt zu einem weiteren interessanten Aspekt in Smith's Buch: wenn der demokratische Staat (hier im wesentlichen die USA) und die Medien der eigenen Bevölkerung so wenig Kontrolle auf die Nahrungsmittel und damit über die Gesundheit geben, ist es dann noch eine funktionierende Demokratie?
Wertvoll ist das Buch, weil es nicht einfach Schockstory an Schockstory liefert, sondern den wissenschaftlichen Hintergrund und die wissenschaftliche Arbeit erklärt. Und wie das Bildungssystem mit einem eher verschulten Universitätssystem der BAs und MAs in Gefahr gerät, seine Unabhängigkeit wegen der Notwendigkeit, Mittel durch Forschungsaufträge einzutreiben, verliert. Und wie Regierungen der Lobbyarbeit der Unternehmen erliegen können, und wie die durch ihren guten (oder großen) Namen Zweifel mit ihren PR-Abteilungen beiseite wischen.
Das liest sich nicht trocken und dröge, sondern kann auch fast als Thriller gelesen werden.

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Tags: forschung, genmais, genmanipulation, gensoja, greenpeace, nahrung   (6)
 

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usa, entführung, einsamkeit, 11. september, suche

Woraus wir gemacht sind

Thomas Hettche
Fester Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 21.08.2006
ISBN 9783462037111
Genre: Romane

Rezension:

Hettche wollte zuviel und vergaß über allem etwas zu häufig Liz Kalf, die Frau der Hauptfigur. Sie ist der "rote Koffer" nach Hitchcock-Manier, von der man nichts weiß, die aber immer wieder aus dem Hut gezaubert wird, wenn mal wieder etwas Thrill benötigt wird.
Ansonsten vertreibt er sich Dostojewski und Ovid lesend die Zeit in pittoresken Gegenden der USA und wartet auf Hinweise, die via mail oder von Killern und Emigranten übermittelt in seinen Schoß fliegen.
Der Versuch, einen David Lynch-Roman zu schreiben, ist mißglückt - skurrile Nebenschauplätze, geographische Verweise und die undurchsichtige Verschwörung, als deren Opfer er erscheint, nebeln mehr zu, als dass sie dem Roman helfen. Er hat durch den Titel seine Intention in Blockbuchstaben abgesetzt, aber die Suche nach seinem europäischen Sein oder auf die Rolle, die das Individuum im Welttheater einnimmt, bleiben unklar.
So bleibt man etwas hilflos zurück und weiß nicht recht, was man damit jetzt anfangen soll.

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