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The Invisibles

Grant Morrison
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Sos Free Stock, 01.12.2002
ISBN 1401200192
Genre: Sonstiges

Rezension:

(auf Englisch gelesen , ziemlich anspruchsvoll)

Hör mal, echt gut, dass The Invisibles – The Invisible Kingdom nun zu Ende ist. Ich konnte auch echt nicht mehr. Und allein an der anspruchsvollen englischen Sprache wird es nicht gelegen haben. Dieser letzte Band macht einen Strich unter die Serie. Gut so.

Irgendwann vorher hatte ich geschrieben, dass The Invisibles zu meiner Lieblingscomicserie werden könnte; ist es nicht geworden.

The Invisibles – The Invisible Kingdom weicht im Zeichenstil (leider!) von den Vorgängern ab. Es ist flächiger, einfacher und – in meiner Sprache – weniger weg von realistischen Bilder hin zu Illustrationen. Ein auch sehr feiner Stil, aber ich hätte die Genossen/Innen auf dem Ende Ihrer Reise gerne in der gewohnten, tollen Optik gesehen.

Die Story von The Invisibles – The Invisible Kingdom ist in identischer Weise zu den 6 vorausgehenden Bänden. Also liefere ich Euch im Folgenden ein Fazit über die gesamte Reihe:

Ich habe bei The Invisibles drei Modi empfunden:

1) Konkrete Handlungen: es wird geredet, geschossen, überlegt, überlebt, weggelaufen, hingelaufen, gefoltert, gerettet, gesext, geschossen, geschossen und geschossen. Das war immer so saugeil; insb. in The Invisibles (Band 2) – Apocalipstick. Jauchz.

2) Zeitreisen und so: King Mob und seine Gang reisen und springen hier und da durch die Zeit und die Dimensionen, dass man nicht hinterher kommt:

“Wo sind wir denn jetzt schon wieder?!”

Oder ist das wieder einer dieser …

3) Psychotrips: Ihr kennt diese Frage:

“Ist das jetzt ein Traum oder passiert das da (im Comic, im Film, im Buch, im Leben) wirklich?”

In The Invisibles – The Invisible Kingdom wird die Frage zwar immer ganz gut beantwortet, aber Traumwelt, Psychotrip und Comicwirklichkeit fügen sich manches Mal nur zweifelhaft für mich zusammen.

“Oder bin ich zu doof?”

Die Serie hat mich überfordert. Es war mir nicht immer möglich, die drei o.g. Modi zu einem roten Faden, zu einer klammernden Geschichte zusammenzufügen. Mir nicht. Immer wieder konnte ich Fahrt aufnehmen, Tief eindringen; doch insgesamt wurde ich zwei-, dreimal zu oft abgehängt oder links liegen gelassen.

Ich verspreche Euch aber:

“Das liegt an mir!”

The Inivisibles ist ganz große Comickunst und ich freue mich auf den weißen Moment Langeweile oder weite Muße, an dem ich die Reise ein zweites Mal buche und mit King Mob, Fanny, Jack “Dane” Frost u.a. für viele Stunden abhaue. In eine ganz andere Welt: dualistisch, bunt, mysteriös, aufregend und immer noch verdammt sexy. Dann vielleicht auch besser auf Deutsch.

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comic

The Best Defense [WALKING DEAD V05 BEST DEF]

Robert(Author) ; Adlard, Charlie(Illustrator); Rathburn, Cliff(Illustrator) Kirkman
Flexibler Einband
Erschienen bei Image Comics, 30.09.2006
ISBN B001TKUX98
Genre: Sonstiges

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The Pro 1

Garth/ Conner, Amanda (ILT)/ Palmiotti, Jimmy (ILT) Ennis
Flexibler Einband
Erschienen bei Diamond Comic Distributors, 05.09.2007
ISBN B001E7I9YM
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was für ein Highlight! The Pro ist eine Geschichte, die zwar nach 80 Seiten wieder vorbei ist, aber dafür ist jeder Panel, jede Sprechblase der pure Hammer. So viel Lesespaß schaffen andere nicht auf 1.000.000 Seiten.

Plot: die Riege der Superhelden – The League of Honor – mit The Saint, The Knight, The Lime, Speedo usw. wird um ein Mitglied reicher: The Pro, eine Prostituierte, nö, eine Nutte. Diese setzt ihre neuen Kräfte dann auch genauso schamlos ein, wie zuvor ihren gesamten Körper. Die ganze Welt wird zu ihrem Strich.

Jeder der Superhelden ist dabei eine brillante Persihomage einer Eurer Superlieblinge; insb. Robins Pendant The Squire lässt Euch wegschreien. Und dann noch die ganzen anderen …

The Saint: “As The Knight says, there are some things we [Superheroes] just don’t do, and -”

The Knight: “We do not urinate over a vanquished foe on the floor of the United Nations! In full view of the assembled ambassadors!”

Es ist herzerfrischend, endlich mal eine Superheldin (die obendrein Mutter ist) zu erleben, die es einfach mal wagt “Fuck off!” zu kreischen, weil sie das eigentlich immer so macht. Darüber hinaus ist die Story saucool und das ganze Comic ein bunter Zeichenspaß. The Pro ist legendär gut.

Kaufen! Lesen! Freuen!

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comic

The Walking Dead 2: Miles Behind Us

Robert Kirkman , Charlie Adlard
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Diamond Comic Distributors, 30.12.2004
ISBN 9781582404134
Genre: Comics

Rezension:

(auf Englisch gelesen, kein Problem)

Nun, da wir die Wahrheit “Tod” angenommen haben, können wir uns auf die Reise “Leben” machen. In The Walking Dead (Band 2) – Miles behind us machen sich Rick Grimes uns Konsorten auf eben diesen Weg. Vom Tod/Zombies umgeben, zum ÜberLeben verdammt.

The Walking Dead (Band 2) – Miles behind us ist die nahtlose und konsequente Fortsetzung des ersten Bandes. Es handelt auch davon, dass Hoffnung keinen Sinn macht, es aber nur weitergehen kann, wenn es Hoffnung gibt. Alles andere steht entweder oben bei Band 1 oder wäre ein Spoiler.

“ALL DEAD DO NOT ENTER”

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graphic novel, comic, thriller, zombies

Days Gone Bye

Robert Kirkman , Tony Moore
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Image Comics, 07.09.2006
ISBN 1582406723
Genre: Comics

Rezension:

(auf Englisch gelesen, kein Problem)

Zombies sind Horror. Stimmt. Falsch. Auch.

Horror, egal ob viel Blut fliest oder es einfach immer nur dunkel und unheimlich ist, konfrontiert uns mit unserer Angst vor dem Bösen, vor dem unkalkulierbar Bösen. Horrorfilme, -bücher und -comics geben uns die beste Möglichkeit, uns dieser Verwurzelten Angst aus sicherer Distanz zu widmen und sie als unser eigen zu pflegen.

Thriller machen das ähnlich. Sie spielen aber nicht mit der Angst vor dem Bösen, sondern mit der Fremdenangst vor dem Unbekannten und Unerwarteten. Niemand weiß, was als nächstes passieren kann und wird.

Zombies, die guten alten, schleichenden, traurigen Gesellen, übernehmen eine viel fiesere Aufgabe: sie stehen vor uns wie der leibhaftige Tod. Der Zombie, wie langsam er auch sein mag, steht für den unausweichlichen Tod. Ein Zombie in Film, Buch oder Comic konfrontiert uns frontal mit der Angst vor dem (eigenen) Tod.

Zum Beispiel hat George A. Romero die Zombies perfekt auf die Leinwand gebracht. Seine drei (wesentlichen) Werke Night of the Living Dead, Dawn of the Dead und Day of the Dead kommen zunächst als ekelige Leinwandfledderei mit Hektolitern an Blut daher, entpuppen sich aber für den Zuschauer, der das aushält, als pfiffige Karikatur der Gesellschaft und psychologische Penetration unserer faktischen Ängste. Oder als psychologische Penetration unserer faktisch einzigen Angst.

Und da setzt die Comicserie The Walking Dead von Robert Kirkman mit dem ersten Teil The Walking Dead (Band 1) – Days gone bye an.

Das klappt wunderbar. Zunächst macht Kirkman im Vorwort klar, worum es ihm geht. Kurz und knapp: Zombiegeschichten haben kein Ende, kein wirkliches. Ich kenne keinen ernstzunehmen Film aus dem Genre, an dem am Ende die “normalen” Menschen die Zombies besiegt und komplett vernichtet hätten. Das wäre ja so, als hätte das Leben den Tod besiegt: geht ja gar nicht. Zombiefilme enden stereotyp: die Menschen können den Zombies noch einmal in irgendein Exil entwischen, aber nach dem Abspann bleibt eines sicher: nicht für immer, nicht für lange.

Kirkman sagt, dass er mit The Walking Dead (Band 1) – Days gone bye den Anfang für eine unendliche Zombiegeschichte setzt.

Das macht er mit Bravour. Nach kürzester Zeit ist man in Zombieland, die allgegenwärtige Bedrohung ist da und schlägt den zunächst Ahnungslosen regelmäßig ein Schnippchen. Es wird gebissen. Es wird gestorben. Es wird wiedergelebt. Es wird gelitten, geflucht und geweint. Es wird gehofft.

Verschiedene Überlebende treffen aufeinander. In der Mitte Rick Grimes, die zentrale Figur der Serie, dessen Psychogram sich mit der Geschichte entwickeln soll, und den Finger ständig in die sabbernde Wunde der Kluft zwischen Leben und Tod hält. Manchmal sogar mit Druck.

Am Rande: die entstehende Clique und die umgebende Atmosphäre erinnert hier und da gerne mal an The Stand. Eine feine Geschichte von Stephen King, die auch als Comic erscheint.

Da es gleich mit Band 2 weitergeht, sei zu The Walking Dead (Band 1) – Days gone bye noch folgendes gefazit:

“Wer Zombies mag, den Tod fürchtet, lesen kann und im besten Fall einen Kamin hat: unbedingt kaufen! Es geht um Euer Leben.”

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nationalsozialismus, ss, holocaust, hitler, krieg

Die Wohlgesinnten

Jonathan Littell , Hainer Kober
Fester Einband: 1.392 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 23.02.2008
ISBN 9783827007384
Genre: Romane

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