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52 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

1997, freundinnen, freundschaft, geheimnisse, meer, missbrauch, missing, niemand sagt die ganze wahrheit, psychothriller, spannung, thriller, verbrechen, vergangenheit, verschwinden, vertrauen

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328101697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Francesca und Sophie leben in einem kleinen Städtchen direkt am Meer. Im Sommer bevölkert von vielen Touristen, ansonsten ein eher trostloser Ort. Die beiden Mädchen sind sehr eng befreundet, gehen jedoch nach dem Schulabschluss ihre eigenen Wege. Als sie sich in ihrem Heimatstädtchen wiedertreffen ist jedoch alles so, als wären sie nie getrennt gewesen. Doch in einer Partynacht verschwindet Sophie plötzlich spurlos. Als 18 Jahre später eine Leiche am Strand angespült wird, kehrt Francesca nach Hause zurück, um endlich herauszufinden, was in jener Nacht geschehen ist…

Die Story wird auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. In der Gegenwart folgen wir Francesca, die in ihren Heimatort zurückkehrt und in der Vergangenheit Sophie. Wir setzen relativ weit in der Vergangenheit an, denn zunächst wird erzählt, wie die beiden sich kennen gelernt haben und wie ihre Freundschaft verlief. Bereits sehr früh zeichnete sich dort eine gewisse Dynamik ab. Francesca gab immer den Weg vor, und Sophie folgte ihr. Neben Francesca hatte Sophie keine anderen Freunde. Dies änderte sich erst als Francesca das letzte Schuljahr auf ein Internat ging. Sophie war nun auf sich allein gestellt, knüpfte neue Kontakte und blühte auch in ihrer Collegezeit merklich auf. Als beide Mädchen sich Jahre später nach der Uni wiedertreffen, knüpfen sie schnell wieder an ihre alte Freundschaft an. Bis Sophie jedoch in einer Nacht verschwindet. Jahrelang ging man davon aus, dass sie betrunken von einem baufälligen Pier gefallen ist. Doch wie kann das sein, wenn Jahre später nun Teile, die wahrscheinlich zu Sophie gehören, angeschwemmt werden? Francesca versucht nun zusammen mit Sophies Bruder die Ereignisse jener Nacht aufzuklären.

Beide Frauen fand ich wirklich gut gezeichnet. Jede hatte ihren ganz eigenen Charakter, der sowohl in den Beschreibungen als auch in ihren Handlungen sehr gut herausgearbeitet wurde. Auch der flüssige Schreibstil der Autorin trug dazu bei, dass es einfach Spaß machte, der Story zu folgen. Auch durch die vielen Spannungsmomente, die eingebaut wurden, flog man nur so durch die Seiten. Die Autorin hat geschickt einige Schockmomente eingebaut, ohne dass diese zu gezwungen wirkten.

Schnell vermutete ich, dass am Ende ein riesen Plottwist warten würde, und genau so passierte es auch. Allerdings wirkte der recht durchdacht und wurde auch sinnvoll erklärt, so dass es nicht gezwungen wirkte. Die Story selbst war in einem recht ruhigen Tempo geschrieben, was sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte passte. Daher kam mir das Ende dann etwas überstürzt vor, hier hätte man sich vielleicht ein paar mehr Seiten Zeit lassen können.

Abgesehen davon, bin ich wirklich angetan von dem Buch und ich werde meine Augen offen halten, ob es bald mehr von der Autorin zu lesen gibt.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Die Saat des Killers

Paul Cleave , Anke Kreutzer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453439245
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paul Cleave ist ein mir bisher unbekannter Autor aus Neuseeland. Er hat bereits viele erfolgreiche Thriller auf den Markt gebracht und als ich nun über sein neuestes Werk „Die Saat des Killers“ stolperte, wunderte ich mich ein wenig, dass seine Bücher scheinbar so sehr an mir vorbei gegangen sind. Es wurde also Zeit, ein Werk von ihm zu testen!

In „Die Saat des Killers“ begleiten wir hauptsächlich Joshua. Joshuas Vater kommt bei einem Polizeieinsatz ums Leben und sein größter Wunsch war es, dass im Todesfall sein blinder Sohn Joshua seine Augen transplantiert bekommt. Als Joshua mit den neuen Augen aufwacht ist er zunächst vollkommen fasziniert von der Welt, die er nun sehen kann. Doch schon bald beginnt Joshua Dinge zu sehen, und weiß Sachen, die er gar nicht wissen könnte. Hat er mit den Augen seines Vaters auch ein Stück seiner Erinnerung transplantiert bekommen? Doch leider stellt sich auch bald heraus, dass mit seinen Augen irgendetwas nicht stimmt…

Zunächst habe ich aufgrund der Beschreibung geglaubt, dass das Buch ein wenig ins mystische und übernatürliche Genre abdriften könnte, jedoch wurde hier stattdessen mit äußerst interessanten wissenschaftlichen Theorien gespielt, so dass es für alles eine „natürliche“ Begründung gab.

Der Einstieg ins das Buch war zunächst etwas holprig, denn ich hatte erwartet, aus der Sicht von Joshua zu lesen. Das machen wir auch hauptsächlich, doch wir lesen immer wieder aus der Sicht von anderen Personen und haben auch so gestartet. In diesen Wechsel kommt man jedoch recht gut rein nach ein paar Seiten und auch der wichtige Personenkreis hält sich in Grenzen. Insgesamt liest sich die Story sehr flüssig, denn der Autor verwendet eine sehr eingängige Sprache und versteht es mit der Spannung zu spielen.

Es war schön Joshua dabei zu begleiten, wie er langsam seine Welt erforscht, nachdem er endlich sehen kann. Er hat sich fast ein bisschen schnell an all die neuen Eindrücke gewöhnt, so dass seine neue Sehkraft schnell alltäglich wurde.

Die eigentliche Geschichte um die Augen steht jedoch nicht alleine. Bedingt durch die Transplantation setzen sich Dinge in Bewegung, die wohl keiner geahnt hat. Joshua beginnt also auf eigene Faust zu ermitteln und ist bald mitten drin. Wie bereits erwähnt lesen wir auch viel aus der Sicht von anderen Personen, was wirklich sehr gut zur Geschichte gepasst und Spaß gemacht hat.

Für mich ist es also definitiv nicht der letzte Thriller, den ich von Paul Cleave gelesen haben werde.

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46 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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In deinem Namen

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2018
ISBN 9783442205448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Nap verlor in einer Nacht vor 15 Jahren seinen Zwillingsbruder Leo bei einem mysteriösen Unfall. Tragischerweise verschwand in dieser Nacht ebenso seine damalige Jugendliebe Maura spurlos. Bis heute hat Detective Nap daran zu knabbern und ist stetig dabei Antworten zu suchen. Aber Maura scheint wie vom Erdboden verschluckt. Doch nun tauchen auf ein mal Mauras Fingerabdrücke an einem Tatort auf und Naps Spürsinn wird erneut geweckt. Immer tiefer rutscht er in den aktuellen Fall hinein, der weitaus verzwickter ist, als er zu Anfang scheint.

Ich habe nun schon einige von Harlan Cobens Büchern gelesen, und eines haben sie alle gemeinsam – es geht immer um mehr oder weniger verschwundene Personen. Auch hier haben wir wieder mit dem Verschwinden einer Person zu tun. Mauras Verschwinden hat Nap so fragend zurückgelassen, dass er noch 15 Jahre später nach ihr sucht. Dass Mauras erste Spur nach all den Jahren ausgerechnet mit einem Mordfall in Verbindung steht, bringt die nötige Spannnung herbei.

Detective Nap entspricht dem Stereotyp eines grummeligen Ermittlers, der nur so trieft vor schwarzem Humor. Nap richtet sich in Gedanken oft an seinen verstorbenen Bruder. Für mich wirkte das etwas holprig, da mich das oft aus dem Lesefluss geworfen hat. Trotzdem mochte ich Nap ganz gerne, was wohl vor allem an seinem Humor lag. Auch die Nebencharaktere waren allesamt gut gezeichnet, so dass ich trotz der Fülle an Namen nicht durcheinander kam, was mir sonst schnell mal passiert.

Harlan Coben baut gerne mal den einen oder anderen Plottwist ein, bei “In deinem Namen” konnte er mich jedoch nur bedingt überraschen. Es gab keine großen Wendungen, jedoch war die Auflösung letztendlich nochmal etwas anders als vermutet. Doch auch ohne große Twists fand ich die Story in sich stimmig.

Dass ich Harlan Cobens Schreibstil sehr mag, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, denn er schreibt wirklich sehr spannungsgeladen und eindrucksvoll. Bei “In deinem Namen” hat der Autor eine recht düstere Stimmung geschaffen, ohne jedoch von blutigen Szenen Gebrauch zu machen. Coben schafft Hochspannung ohne Blut und große Gewalt, was viele Autoren nicht so leichtfertig zu schaffen scheinen. Daher werde ich auch in Zukunft gerne wieder zu seinen Werken greifen.

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70 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Blutschatten

Kathy Reichs , Heike Schlatterer
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 05.03.2018
ISBN 9783896676214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Blutschatten” ist laut Verlag der erste Teil einer neuen Reihe von Kathy Reichs, die den meisten wohl als die Schöpferin von “Bones” bekannt ist. Mittelpunkt der neuen Reihe ist wieder eine Frau, die den seltsamen Namen Sunday Night trägt. Gleich zu Beginn wird klar, dass Sunday Night eine sehr eigenwillige Person ist. Sie lebt sehr zurückgezogen und sie als unfreundlich zu bezeichnen, wäre wohl noch schmeichelhaft. Doch wie so oft – hinter der harten Schale steckt ein etwas weicherer Kern. Im Laufe der Story bekommt man stückchenweise Dinge aus ihrer Vergangenheit präsentiert, doch die gesamte Tragweite kommt erst zum Ende der Story heraus. Sunday Night wurde aus dem Polizeidienst entlassen und wird nun von einer älteren Dame angeheuert ein Verbrechen zu klären, bei dem ihre Tochter und ein Enkel ums Leben gekommen sind. Nach etwas Zurückhaltung nimmt Sunday den Auftrag an und stürzt sich in ein Abenteuer, das weitaus größer ist als sie anfangs dachte. Ich muss sagen, dass Sunday mir nicht unbedingt sympathisch war, aber sie hat durchaus was auf dem Kasten und macht ihren Job sehr gut, so dass sich anfängliche Zweifel etwas auflösten. Dass Kathy Reichs wunderbar fesselnd und spannend schreiben, ist wohl für niemanden mehr neu. Ich mag ihren Schreibstil sehr, er hat mich wunderbar durch die Story getragen – denn so insgesamt war die Story eigentlich nicht mein Fall. Die Umsetzung etc. war wirklich gut, aber mich hat das Thema, das sich dann herauskristallisierte einfach nicht so brennend interessiert. Für mich ist “Blutschatten” daher ein Buch, das ich zwar nicht bereue gelesen zu haben, aber ich würde es wohl nicht nochmal lesen. Dennoch würde ich die Reihe gerne weiterverfolgen, man muss ja nicht immer jeden Fall mögen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

In der Tiefe

Michael Grumley , Wally Anker
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453318885
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da ich bereits vom 1. Teil “Breakthrough” so begeistert war, stand es natürlich außer Frage, dass ich auch die Fortsetzung lesen werde. Ich habe in anderen Meinungen zu dem Buch mehrfach gehört, dass man es auch unabhängig vom 1. Teil lesen könnte. Dem stimme ich nicht ganz zu, da sich doch einige Gegebenheiten auf Dinge im 1. Teil beziehen, wenngleich die Handlung des Buches eine eigene Story ist. Manche Sachen werden durchaus auch nochmal erklärt, aber für ein wirkliches Verständnis empfehle ich wirklich, die Reihe als ein Ganzes anzusehen.

Im 2. Teil treffen wir wieder auf vertraute Charaktere, wie Alison, Clay und Cesare. Bei Alison folgen wir wieder dem vertrauten Handlungsstrang um die Delfine Dirk und Sally. Besonders erfreulich fand ich, dass ich diesem Buch noch mehr Aufmerksamkeit auf die beiden gelenkt wird. Das bekannte Sprachsystem kommt wieder zum Einsatz, was ich wirklich beeindruckend finde. Als Neuerung haben wir dieses Mal noch eine weitere Frau, die das Sprachsystem auf eine Gorilladame umfunktioniert hat.

Unsere beiden Ermittler Clay und Cesare kommen natürlich auch wieder zum Einsatz. Die beiden befinden sich zu Beginn auf einer Mission, um herauszufinden, warum ein lange verschollenes U-Boot plötzlich wieder auftaucht, und vor allem warum es an einer ganz besonderen Stelle auftaucht. Hieraus ergibt eine wirklich brisante Geschichte, die man wahrlich als “Science-Thriller” bezeichnen kann.

Im ersten Teil hatte ich noch etwas Schwierigkeiten mit den Hauptpersonen, jetzt jedoch bin ich weitaus vertrauter mit ihnen. Auch wenn man natürlich noch nicht von wirklichem Tiefgang reden kann, denn für mich liegt der Fokus eindeutig auf der Story. Die Story ist auch hier wieder sehr bildgewaltig und erinnert stark an einen Hollywoodblockbuster. Nicht aufgrund von irgendwelchen Ähnlichkeiten, sondern weil ich mir die Story verfilmt einfach gigantisch vorstelle!

Die Story war für mich eine gelungene Mischung aus Wissenschaft, Abenteuer und Action. Einzig die manchmal recht langen technischen Passagen über die U-Boote und Schiffe fand ich etwas schwierig, aber vielleicht auch einfach weil mir da das technische Verständnis fehlt. Es gab keine langatmigen Actionszenen, die mich schnell mal stören können, und auch die politischen Verwicklungen waren in einem guten Verhältnis zur Story eingebaut.

Für mich ist “In der Tiefe” eine gelungene Fortsetzung des Auftakts und für mich steht fest, dass ich definitiv weiterlesen möchte. Das Ende des Buches deutet bereits an, dass uns im dritten Teil eine sehr interessante Story erwartet.

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90 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Sturm

Uwe Laub , Heiko Arntz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453419803
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Überall auf der Welt kommt es plötzlich zu Wetterphänomenen, die niemand erwartet hat. In Australien verschwindet über Nacht ein See, während in Russland plötzliche Temperaturanstiege den Boden auftauen lassen, was dazu führt, dass eine ganze Stadt zerstört wird. Die USA sehen sich einem unberechenbaren Wirbelsturm gegenüber und auch Teile Deutschlands versinken im Chaos durch Schneestürme und Tornados.

Mit jedem Kapitel springen wir an einen anderen Ort und erfahren so die immensen Zerstörungen, die die Naturkatastrophen jeweils hinterlassen. Manche Charaktere lernen wir so nur kurz kennen, andere hingegen begleiten uns über das ganze Buch hinweg. So zum Beispiel Laura, die zusammen mit ihrem Sohn in Hannover in einen gewaltigen Hagelsturm gerät. Obwohl wir manche Charaktere länger begleiten und auch etwas besser kennen lernen, blieb meine Bindung zu ihnen doch eher oberflächlich.

„Sturm“ ist ein Wissenschaftsthriller, der mich eher durch seine Bildgewalt überzeugen konnte, denn der Autor versteht es sehr gut durch seine Sprache ein richtiges Kopfkino entstehen zu lassen. Auch allgemein erinnert mich das Buch an diverse Katastrophenfilme, und ich könnte mir die Story prima als Film vorstellen. Das Buch enthält außerdem einiges an Action-Szenen, denn unsere beiden Hauptprotagonisten kommen einem großen Komplott auf die Spur und geraten so natürlich schnell ins Fadenkreuz der bösen Gegenfraktion.

Die Grundidee des Buches finde ich wirklich sehr interessant und die Story hat mich auch inspiriert mich im Nachhinein ein bisschen über das Thema zu informieren. Das Thema ist natürlich sehr weitläufig, doch Uwe Laub hat es geschafft einen thematisch interessanten, gut recherchierten und auch actiongeladenen Thriller zu schreiben. Der besondere Kick kommt hierbei vor allem dadurch, dass Uwe Laub sich hier zwar eine fiktive Geschichte ausgedacht hat, das Thema der Wettermanipulation jedoch sehr real ist. Auch die politischen Verstrickungen, die hier (hoffentlich) überspitzt dargestellt wurden, hat Laub sehr gut einfließen lassen.

Generell glaube ich, dass man das Genre selbst schon mögen muss, denn ich kenne viele Menschen, die allgemein keine Thriller mögen, die Richtung Wissenschaft oder Umwelt gehen. Ich selbst mag sowohl Bücher als auch Filme mit so einem Thema sehr gerne.

Das Szenario, das erschaffen wurde, war zugleich interessant als auch angsteinflößend, so dass ich in nur wenigen Stunden durch das Buch gerast bin. Für Genrefans eine klare Empfehlung!

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496 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

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One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An „One of us lying“ kommt man ja im Moment kaum vorbei, da für das Buch anscheinend kräftig die Werbetrommel gerührt wurde. Ich hatte den Jugendroman bereits bei meiner Recherche zu den monatlichen Neuerscheinungen entdeckt und war generell schon mal ganz angetan vom Klappentext und Cover.

In „One of us is lying” begleiten wir 5 Schüler zum Nachsitzen, jedoch gehen danach nur 4 von ihnen nach Hause, denn ein Teenager stirbt durch ungeklärte Umstände. Schnell werden die 4 übrigen Teenies verdächtigt mit dem mysteriösen Tod des Mitschülers etwas zu tun zu haben. Alles artet zu einer Art Hetzkampagne gegen sie aus, wobei auch nicht vor dem Waschen schmutziger Wäsche zurückgeschreckt wird.

Generell konnte ich nicht entdecken, dass „One of us is lying“ einem Genre zugeordnet wurde, ich würde sagen, dass es sich um einen Jugendroman mit Thrillerelementen handelt. Das Ganze ist generell ein ziemlicher Mix aus Pretty Little Liars, Gossip Girl und Breakfast Club. Wer mit den genannten Serien bzw. Film nichts anfangen kann, für den wäre „One of us is lying“ vermutlich auch nichts.

Wir haben so ziemlich jeden Klischeecharakter einer High School vertreten, jedoch machen alle 4 Charaktere über das Buch hinweg eine kleine Wandlung durch. Das geschieht bei manchen recht glaubwürdig und bei anderen wiederum eher nicht.

Wir erfahren die Geschichte abwechselnd aus allen 4 Perspektiven und natürlich hat jeder der Teenager ein kleines oder größeres Geheimnis, das im Laufe der Zeit ans Tageslicht drängt. Interessant ist hier vor allem wie die Person selbst damit umgeht und auch wie die Umgebung darauf reagiert, was dann tatsächlich aber eher klischeemäßig abläuft. Außerdem hat man ja ständig im Hinterkopf, dass, wie der Titel schon sagt, einer aus der Gruppe vermutlich lügt.

Karen McManus Schreibsstil ist sehr angenehm zu lesen, man fliegt wunderbar durch die Seiten. Da immer wieder neue und interessante Details ans Licht kamen, konnte ich auch keine langatmigen Passagen feststellen.

Insgesamt hat mir „One of us is lying” recht gut gefallen. Es ließ sich prima lesen, ich wurde gut unterhalten und konnte miträtseln. Wenn man eine Geschichte schreibt, die an einer High School spielt, kommt man vermutlich nicht an den gängigen Stereotypen vorbei, trotzdem hätte das ruhig etwas einfallsreicher ausfallen können. Auch das Ende hat mich nicht so sehr überrascht, wie es wohl angedacht war.

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230 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

2. weltkrieg, behinderung, die vergessenen, ellen sandberg, euthanasie, familiengeschichte, gerechtigkeit, hungerhäuser, inge löhnig, krieg, mord, münchen, roman, verbrechen, zweiter weltkrieg

Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ellen Sandberg ist das Pseudonym der Autorin Inge Löhnig, die bereits mit der Kommissar Dühnfort Reihe sehr erfolgreich ist. Da sie nicht wollte, dass man mit falschen Erwartungen an ihren neuen Spannungsroman herangeht, hat sich Inge Löhnig für ein Pseudonym entschieden, was durchaus nachvollziehbar ist.

„Die Vergessenen“ spielt auf zwei Zeitebenen und wird uns aus der Perspektive von mehreren Personen geschildert. In der Gegenwart begleiten wir Journalistin Vera und Manolis, der eine Art Privatermittler ist. In der Vergangenheit, die zu Zeiten des Nationalsozialismus spielt, erfahren wir die Geschehnisse aus der Sicht von Veras Tante Kathrin. Kathrin erleidet in der Gegenwart einen Schlaganfall und durch Zufall stößt Vera auf ein Geheimnis, das sich mehr und mehr zu einer brisanten Story entwickelt. Gleichzeitig wurde Manolis beauftragt, dafür zu sorgen, dass Vera nicht auf ganz bestimmte Informationen stößt.

Zwar konnte ich mir durch den Klappentext denken, dass es sich thematisch um Nazi-Zeiten drehen würde, jedoch hat sich das gesamte Ausmaß und der Tiefgang des Buches erst im Laufe der Story gezeigt. Auch wurde mit der Vergangenheit um Manolis Familie ein weiterer kleiner Handlungsstrang eingeführt, der äußerst informativ war. „Informativ“ ist wohl ein Wort, das eigentlich für das gesamte Buch stehen kann, denn die Autorin hat zwar ein fiktives Werk geschaffen, aber dennoch ist es mit vielen geschichtlichen Informationen gespickt. Die Geschehnisse und Orte gleichen nicht zufällig tatsächlichen Ereignissen und realen Orten, man hat sich hier sehr genau an historischen Fakten orientiert.

Bei denen Charakteren fühlte ich mich etwas zwiegespalten. Reporterin Vera blieb mir etwas blass und Manolis war wieder mal der Stereotyp des gequälten Ermittlers. Tante Kathrin hingegen blieb mir bis zuletzt ein Rätsel. Doch ihr Charakter hat mir vor allem gezeigt, dass es eben nicht immer nur Schwarz oder Weiß gibt. Dass auch Menschen, die eigentlich das Richtige tun, aus unerfindlichen Gründen merkwürdige Entscheidungen treffen. Von der anfänglichen Heldin wurde Kathrin zum Häschen und die dargelegte Begründung war für mich einfach nur dämlich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand so handelt, wie sie es tat.

„Die Vergessenen“ ist mein erstes Buch der Autorin und trotz der gut 500 Seiten bin ich bemerkenswert gut durch die Story gekommen. Ich kann nicht behaupten auf irgendwelche Längen gestoßen zu sein – im Gegenteil: ich habe förmlich an diesem Buch geklebt und konnte es kaum aus den Händen legen.

Auch wenn ich ein wenig mit den Charakteren gehadert habe, ist „Die Vergessenen“ bereits jetzt ein absolutes Jahreshighlight für mich, das ich so absolut nicht erwartet habe. Mich hat das Gesamtpaket des Buches einfach so mitgerissen, dass ich nichts anderes als begeistert sein kann!

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137 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

england, entführung, geheimnis, geheimniss, gewalt, goldmann, kind, kinder, kindesentführung, kindsentführung, leben, liebe, michael robotham, neid, thriller

Die Rivalin

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.12.2017
ISBN 9783442314096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Agatha lebt kein unbekümmertes Leben. Sie findet sich nicht sonderlich hübsch, hat einen sehr unangenehmen Chef im Supermarkt und wurde auch in ihrer Vergangenheit sehr vom Leben gebeutelt. Aus der Ferne beobachtet sie Meghan, die scheinbar alles hat, was Agatha sich schon immer erträumt hat. Ein attraktiver Ehemann, zwei süße Kinder – einfach ein perfektes Leben. Agatha freundet sich nach einiger Beobachtungszeit mit Meghan an. Meghan jedoch hat keinerlei Ahnung, auf was sie sich damit eingelassen hat…

‚Die Rivalin‘ war mein erstes Buch von Michael Robotham und ich war sofort Feuer und Flamme, als ich das Cover und den Klappentext gesehen hatte. Die Story klang einfach wie für mich gemacht. Im Klappentext wird es nicht erwähnt, jedoch verrät das Cover bereits ein weiteres Detail der Geschichte – der Kinderwagen im Hintergrund steht dort nicht umsonst. Bereits auf den ersten Seiten der Geschichte wird dem Leser klar, dass beide Frauen, Agatha und Meghan, schwanger sind. Dieser Umstand trägt erheblich zur Geschichte, aber natürlich möchte ich nicht zu viel verraten.

Über die ganze Story hinweg lesen wir abwechselnd ein Kapitel aus Meghans und Agathas Sicht. Manchmal überschneiden sich die Ereignisse hier, so dass wir diese aus zwei Sichten erzählt bekommen, meistens jedoch sind die Kapitel fortführend in der Story. Ich fand den Wechsel zwischen den beiden Perspektiven sehr gelungen, ich hatte das Gefühl beide Frauen gleich gut kennen zu lernen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da ich ihn sehr leicht zugänglich und flüssig fand.

Für einen Thriller hat ‚Die Rivalin‘ recht viele Seiten, jedoch fand ich keine einzelne davon unnötig. Ich war fortwährend von der Story gefesselt und konnte den Ausgang der Geschichte kaum erwarten. Im Laufe der Story werden noch ein paar kleinere und größere Geheimnisse der beiden Frauen gelüftet, was enorm dazu beigetragen hat, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt war ‚Die Rivalin‘ ein sehr gelungener Thriller, der schon viel mehr in Richtung Psychothriller geht. Das Buch war sicherlich nicht das letzte, was ich von Michael Robotham gelesen haben werde.

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121 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

familie, flucht, flucht im 2. weltkrieg, flüchtling, flüchtlinge, gegenwartsliteratur, generationen, hannah und anna, havanna, jude, juden, judenverfolgung, kuba, st.louis, zweiter weltkrieg

Das Erbe der Rosenthals

Armando Lucas Correa , Ute Leibmann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783785726020
Genre: Romane

Rezension:

Unsere Geschichte beginnt 1939 in Berlin, wo die Lage stetig gefährlicher wird für Hannah und ihre Familie, denn sie sind Juden. Hannah muss mitansehen wie ihrer Familie immer mehr genommen wird und schnell wird klar, dass sie Berlin verlassen müssen, bevor sich die Lage weiter zuspitzt. Hannah wird als ein sehr empathisches Mädchen dargestellt und auch sie begreift, dass Berlin keine Sicherheit mehr bietet. Ihre Familie versucht daraufhin Berlin zu verlassen und es wird sehr genau beschrieben, welchen Hürden sie sich dabei stellen müssen.

Parallel erfahren wir die Geschichte von Anna, die in der Gegenwart versucht ihre eigenen Wurzeln zu ergründen. Sie erhält Anhaltspunkte, dass ihre Vorfahren damals von Berlin nach Kuba geflüchtet sind. Sie macht sich auf den Weg nach Kuba, um mehr herauszufinden.

Ich mochte den Stil des Buches, beide Handlungsstränge abwechselnd darzustellen, sehr. Beide Zeitlinien waren sehr spannend und emotional geschrieben, wobei ich mit Hannah etwas mehr mitgefiebert habe. Der Autor hat es mit viel Fingerspitzengefühl geschafft Geschichte und Fiktion zu verbinden, sodass ein Buch mit viel Emotionsgewalt entstanden ist.

Neben der Familiengeschichte der Rosenthals, erfahren wir auch viel über andere Schicksale, die nicht weniger interessant als die der Familie Rosenthal waren. Der Schreibstil des Autoren war sehr flüssig zu lesen. Es wurde nicht davor gescheut Dinge beim Namen zu nennen, um die Grausamkeit jener Zeit zu unterstreichen. Durch diese sehr direkte Art und Weise, konnte ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen. Man spürt deutlich die Hoffnungslosigkeit und Angst, die zu jener Zeit geherrscht haben.

Insgesamt war ‚Das Erbe der Rosenthals‘ eine sehr gelungene Geschichte für mich, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich für Historical Fiction zum Thema Krieg- und Nachkriegszeit interessiert.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

2017, familie, frankreich, geister, gruseli, horror, mystery, mystik, paris, reise, rezension, s.l. grey, südafrika, thriller, urlaub

Das Apartment

S.L. Grey , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453438880
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

S.L. Grey ist ein Pseudonym, hinter dem die Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenberg stecken. ‚Das Apartment‘ hat vom Klappentext her viel versprochen und auch das Cover fand ich durch den minimalistischen Stil sehr ansprechend.

In diesem Buch geht es um Mark und Steph, denen wir in abwechselnden Kapiteln folgen können. Schnell wird klar, dass ihre Ehe nicht mehr ganz so rosig läuft. Die beiden haben ein Kind, doch Mark kümmert sich nicht genügend darum. Außerdem war die kleine Familie kürzlich Opfer eines Überfalls im eigenen Haus, was weiterhin wie eine dunkle Wolke über den beiden schwebt. Daher soll quasi als Tapetenwechsel eine kleine Reise den Haussegen wieder richten. Da das Geld eher knapp ist, entscheiden sie sich für einen sogenannten Häusertausch. Während Steph und Mark in einem hübschen Apartment in Paris weilen, wohnt die Pariser Familie in ihrem Haus in Südafrika.

Das alles könnte ein traumhafter Tip werden, doch leider ist das Apartment gar nicht so traumhaft wie versprochen. Im Gegenteil – albtraumhaft trifft hier eher zu. Steph und Mark versuchen das beste daraus zu machen, doch die seltsamen Begebenheiten häufen sich…

Bis hierhin klang alles so vielversprechend, doch leider ist die Story dann etwas versumpft und vor allem ganz anders gewesen als ich es mir vorgestellt habe. Es wurden immens viele Fragen eröffnet, die leider niemals beantwortet wurden. Ich habe mich am Ende des Buches total ratlos und etwas verloren gefühlt, da das Ende gefühlt so gar nichts mit der angeteaserten Story zu tun hatte.

Auch würde ich das Buch nicht dem Thriller Genre zuordnen, denn abgesehen von einem etwas ’schlimmeren‘ Ereignis in der Pariser Wohnung, passiert nicht viel in Paris. Gerne hätte ich mir gewünscht, dass hier mehr auf die ganzen mysteriösen Elemente eingegangen worden wäre. Doch dies bleibt alles ungeklärt und die beiden Eheleute sind schnell wieder zurück in Südafrika, wo sich die Geschichte dann weiter schleppt bis zu einem Ende, das viele weitere Fragen aufwirft.

Insgesamt weiß ich auch nicht so recht, wo ich dieses Buch einordnen würde, Mystery-Drama trifft es wohl noch am ehestens. Abgesehen von den vielen Fragezeichen, bin ich jedoch super durch das Buch gekommen. Der Schreibstil der Autoren regt auf jeden Fall zum Weiterlesen an, auch wenn es letztlich auf ein unbefriedigendes Ende zusteuerte. Für mich war die Story nicht das, was ich mir durch den Klappentext erhofft hatte.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Der Todesmeister

Thomas Elbel
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Der Todesmeister‘ ist nicht das erste Buch von Thomas Elbel, jedoch sein Debüt im Thriller-Genre. Bereits im Vorfeld hat mich das Buch neugierig gemacht, da es vom Cover und Klappentext her genau in meine bevorzugte Leserichtung passt. Zu Beginn der Story lernen wir unsere Hauptfigur Viktor Puppe kennen. Er ist gerade frisch zum LKA Berlin gewechselt und bereits hier werden Andeutungen gemacht, dass sein Wechsel wohl nicht ganz uneigennützig geschehen ist, wie wir auch später noch erfahren werden. Viktors neuer Vorgesetzter scheint ein sehr angsteinflößender und dominanter Mann zu sein, mit dem nicht gut Kirschen essen ist. Auch seine beiden Kollegen sind sehr speziell. Zwischen den beiden fliegen immer mal wieder etwas schärfere Worte, gewürzt mit viel Sarkasmus und schwarzem Humor. Es wird recht flapsig miteinander umgegangen und es fallen viele flache Kommentare. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber wenn es um schwarzen oder flachen Humor geht, bin ich ganz vorne mit dabei. Schnell erfährt man, dass sowohl Viktor Puppe als auch seine Kollegen ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen haben. Man bekommt einiges an Hintergrundinformationen, so dass man alle drei Figuren gut kennen lernen konnte. Klassischerweise sind alle drei vom Schicksal deutlich gebeutelt worden, ich fand die Hintergrundgeschichten aber sehr interessant. Der Fall, der in diesem Buch gelöst werden soll, ist ebenso sehr interessant gestaltet. Zwar ist es kein Thema, dass ich so noch nie gelesen hätte, jedoch wurde alles sehr spannend umgesetzt. Wir nähern uns Stück für Stück der Wahrheit, und selbst als prinzipiell alle Fakten auf dem Tisch liegen, geht es weiter spannend zur Sache. Thomas Elbel hat einen sehr angenehmen Schreibstil, so dass ich die gut 500 Seiten an gerade mal 2 Tagen durchgelesen hatte. Zwischendurch gab es ein paar Nebenstränge, die für mich nicht unbedingt hätten sein müssen. Trotzdem bin ich insgesamt gesehen sehr begeistert von dem Buch. Ich hoffe, dass man in Zukunft noch mehr von den 3 Ermittlern lesen kann, denn ich fand sie mitsamt ihren Hintergrundgeschichten wirklich sehr interessant und bin ich neugierig auf mehr. In Anbetracht des flapsigen Humors ist ‚Der Todesmeister‘ wohl nicht für jeden geeignet, aber man bekommt hier eine spannende Story mit Charakteren, die Ecken und Kanten haben.

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196 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

fluch, hex, hexe, hexen, heyne, horror, hudson valley, kleinstadt, kultwerke des horrors, mord, mystery, phsycho, selbstmord, thomas olde heuvelt, thriller

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein düsteres Horrorbuch, mit einer Hexe als Thema und empfohlen von
George R.R. Martin und Stephen King? Na, wenn das mal nicht
vielversprechend klingt!


‚Hex‘ spielt in einem kleinen Städtchen, umgeben von viel Natur. Man
könnte meinen hier sei alles idyllisch und sehr beschaulich – wenn die
Dorfgemeinde nicht ein düsteres Geheimnis bewahren würde. Seit 300
Jahren treibt die Hexe Katherine hier ihr Unwesen. Katherine streicht
durch die Stadt und die Gemeinde tut ihr Möglichstes, damit
Nichtortsansässige nichts von der Existenz der Hexe erfahren. Es ist
kaum Besuch erlaubt und das Internet wird auch überwacht. Jedoch haben
ein paar Jugendliche die stetigen Einschränkungen satt und durch eine
Verkettung verschiedener Dinge überschlagen sich bald die Ereignisse.


Zwar begleiten wir über die Story hinweg mehrere Person, am
häufigsten verfolgen wir jedoch den Familienvater Steve und seinen Sohn
Tyler. Trotz des regelmäßigen Wechsels zwischen den Charakteren, konnte
man Steve und Tyler, aber auch andere wichtige Charaktere gut kennen
lernen. Ein paar (unwichtige) Personen blieben etwas auf der Strecke.


Der Beginn der Geschichte verlief zunächst sehr verwirrend, da man
einfach mitten in die Story geworfen wurde. Ich fand den Einstieg etwas
konfus und überhaupt nicht horrorartig, im Gegenteil – es hatte etwas
komikartiges. Nach einigen Seiten legte sich dies jedoch und man bekam
ein Gefühl für die Story. Da die Bewohner sehr erfinderisch sind, die
Hexe zumindest optisch verschwinden zu lassen, werden je nach Situation
einfach Lappen über sie gehängt, im Supermarkt werden einfach neue
Regale um sie herumgestellt oder sie verschwindet gar ganz unter einer
hohlen Pappfigur. Diese humorvolle Ader zog sich durch das gesamte Buch
und gab dem Ganzen einen tollen Pfiff. Dennoch kamen genug
Gänsehautmomente auf, um das Buch dem Horrorgenre zuordnen zu können.
Hier findet man zwar keine brutalen oder blutigen Szenen, doch die
bildhafte Beschreibung und die geschaffene Atmosphäre geben dem Buch
eine gruselige Grundstimmung. Ich hatte mehr als ein Mal das
eindringlich beschriebene Gesicht der Hexe vor Augen.


Der Autor hat es geschafft eine sehr spannende und atmosphärische
Geschichte zu schreiben. Hierbei hat er ein ganzes Dorf erschaffen,
welches so bildhaft beschrieben wurde, dass ich es förmlich vor Augen
hatte. Das Zusammenspiel aus einer düsteren Hexenstory und modernen
Elementen empfand ich ebenfalls als sehr gelungen.


Falls ihr Fans von ungewöhnlichen Hexenstories seid und nicht auf
blutige Splatterszenen besteht, dann solltet ihr euch ‚Hex‘ unbedingt
mal anschauen. Für mich gibt es hier quasi nichts zu beanstanden, denn
ich fand die Kombination aus flüssigem Scheibstil und unerwarteter Story
grandios!

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(60)

117 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

autor, bookcrossing, bücher, freundschaft, krankheit, liebe, musso, mut zum leben, mystery, paris, roman, san francisco, usa

Das Papiermädchen

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492308564
Genre: Romane

Rezension:

Guillaume Mussos Romane haben mich schon eine Weile angesprochen und es wurde endlich Zeit mal zu einem Buch des beliebten Autors zu greifen. ‚Das Papiermädchen‘ ist Anfang diesen Monats ganz frisch erschienen und klang äußert ansprechend. Das Cover ist nicht unbedingt meins, aber ich  lese tatsächlich gerne Bücher über Menschen, die Bücher schreiben.

Zu Beginn der Story bekommt man einzelne Zeitungsausschnitte präsentiert, die einem zu dem Punkt führen, an dem die Geschichte ansetzt. Wir lernen Tom kennen, ein Autor, der momentan durch eine sehr dunkle Zeit geht und sich zu nichts motivieren kann. Wie bereits der Klappentext verrät, steht Tom vor einer gescheiterten Beziehung. Dies hat ihm den Boden unter den Füßen weggezogen und ihm jegliche Kraft geraubt. Eigentlich müsste er längst den dritten und letzten Band seiner Erfolgsreihe geschrieben haben, jedoch hat Tom eine massive Schreibblockade. Kurz gesagt – Tom fühlt sich, als würde sein Leben in Trümmern liegen. Plötzlich taucht eine fremde Frau bei ihm auf und behauptet tatsächlich, dass sie eine seiner Figuren aus seinen Romanen sei. Und schon geht das Abenteuer los…

Zu Beginn wird sehr stark auf Toms Gefühlslage eingegangen, weshalb ich mich dem Charakter schon recht verbunden fühlte. Seine beiden Freunde blieben jedoch ein wenig blass für mich, obwohl hier auch mit Hintergrundinfos versucht wurde, Tiefe zu erzeugen.

Ich verstehe warum Mussos Bücher so beliebt sind, denn der Autor hat einen wunderbar leichten Schreibstil, so dass man nur so durch die Seiten rauschen kann. Das Lesen der Geschichte hat wirklich Spaß gemacht und ich würde die Rezension sehr gerne so positiv abschließen… wenn nicht das Ende gewesen wäre. Ich werde natürlich nicht spoilern, aber es hat mir schlichtweg überhaupt nicht gefallen. Sicherlich ist das natürlich Geschmackssache, aber ich fand es wirklich ganz furchtbar. Für mich waren es zum Ende hin auch zu viele Szenenwechsel, so dass ich letztlich etwas enttäuscht war.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller

Sag, wer stirbt

Samantha King , Elke Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man könnte meinen, dass Maddie ein perfektes Leben führt. Sie ist verheiratet und hat zwei wunderbare Zwillinge. Zum Geburtstag der Zwillinge steht plötzlich ein Mann vor der Tür, der sie vor eine grausame Entscheidung stellt - sie muss sich für eines ihrer Kinder entscheiden.

'Sag, wer stirbt' ist der Debütroman der Autorin und spielt in England. Die Story ist in mehrere Teile aufgeteilt, so dass man nicht gleich zu Beginn, die auf dem Klappentext beschriebene Szene zu lesen bekommt. Man rollt die Story gewissermaßen von hinten auf, denn das Buch beginnt damit, dass Maddie aus dem Koma aufwacht und sich nur schemenhaft an die Ereignisse erinnern kann. Die erste Hälfte des Buches ist quasi ein ellenlanger innerer Monolog von Maddie, die sich fragt, was nun eigentlich geschehen ist und sich außerdem mit großen Schuldgefühlen plagt, da sie sich offensichtlich tatsächlich für eines ihrer Kinder entschieden hat. Hat sie dieses Kind schon immer bevorzugt? Warum genau hat sie dieses Kind gewählt? Solche Fragen geistern ihr durch den Kopf, während sie versucht zu realisieren, was wirklich geschehen ist.

Bis zur Hälfte des Buches war ich daher etwas resigniert, da mir diese ganzen Gedankengänge von Maddie irgendwann zu viel und vor allem zu langatmig wurden. Dann jedoch nahm die Geschichte durch einen Twist extrem an Fahrt auf, so dass ich durch die letzte Hälfte nur so durchgerauscht bin. Der Schreibstil der Autorin war außerdem sehr flüssig, so dass ich eben auch in den längeren Passagen am Ball bleiben konnte.

'Sag, wer stirbt' ist definitiv eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Wäre der Beginn nicht so monoton und langatmig gewesen, wäre es ein Kandidat für 5 Sterne gewesen, so jedoch musste ich einen Stern abziehen.

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1.860 Bibliotheken, 71 Leser, 0 Gruppen, 337 Rezensionen

angst, ängste, berühre mich. nicht., college, freundschaft, laura kneidl, liebe, liebesroman, luca, missbrauch, nevada, new-adult, sage, usa, vergangenheit

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

‚Berühre mich. Nicht‘ ist mein erstes Buch von Laura Kneidl. Bereits im Vorfeld habe ich mitbekommen, dass das Buch anscheinend sehr gehypt wird. Deswegen war ich sehr gespannt, ob mich der Hype mitreißen kann.

Die Story klingt auf den ersten Blick recht typisch für eine New Adult Geschichte. Wir begleiten Sage, die gerade erst neu in der Stadt ist, um dort zum College zu gehen. Sie ist quasi mit leeren Taschen angereist, schläft in ihrem Auto und sucht dringend einen Job. Sehr schnell begreift man, dass Sage wohl vor irgendetwas aus der ihrer Heimatstadt geflohen ist, denn es verfolgt sie wie ein dunkler Schatten.

Natürlich trifft unsere Protagonistin schnell auf einen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt, auch wenn dies einiges an Zeit beansprucht. Generell ist die Story nicht gerade vollgestopft mit brisanten Ereignissen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich sehr gut durch das Buch gekommen bin, denn es ließ sich einfach locker und flüssig lesen. Vielleicht bin ich aber auch die falsche Zielgruppe für solche New Adult Stories. Mittlerweile bin ich ja doch ein paar Jährchen älter als die Protagonisten und was für diese ein mittleres Drama ist, würde bei mir nur noch ein zartes Schulterzucken auslösen.

Trotzdem lese ich solche Geschichten immer noch gerne, denn wenn sie gepaart sind mit einem flüssigen Schreibstil, kann ich damit einfach wunderbar abschalten. ‚Berühre mich. Nicht‘ ist demnach kein Buch was zum Nachdenken anregt, aber es hat mich gut unterhalten und genau das habe ich von ihm erwartet. Lediglich das Ende war nicht ganz mein Geschmack, es wirkte etwas aufgeblasen und halt ein wenig überdramatisiert. Vom fiesen Cliffhanger natürlich mal abgesehen. Das steigert die Vorfreude auf Band 2 enorm.

Die Fortsetzung der Story erscheint Ende Januar und ich werde mit Sicherheit die Geschichte um Sage weiterverfolgen.

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(113)

201 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Blutzeuge

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 20.11.2017
ISBN 9783809026389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lange musste ich auf den 12. Band der Rizzoli & Isles warten, doch am 20. November ist es nun so weit – die Fortsetzung einer meiner liebsten Reihen steht in den Läden. Ich durfte das Buch bereits vorab lesen und kann euch nun schon meine Einschätzung geben.

Die Stories der jeweiligen Bücher sind alle abgeschlossen, jedoch empfehle ich die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, erleben Höhen und Tiefen im Privatleben und oftmals wird Bezug genommen auf vergangene Fälle.

Im 12. Band ‚Blutzeuge‘ ermitteln wir in einem besonders grausamen Fall. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden, ihre Augen wurden ihr entfernt und in ihre Hände gelegt. Nach einiger Zeit bemerkt man, dass ein weiterer Mord mit diesem in Verbindung steht, auch wenn beide Tote vermeintlich nichts miteinander gemein haben.

Wir begleiten Detective Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Isles bei den Ermittlungen und kommen wie immer der Wahrheit Stück für Stück näher. Doch dieser Fall scheint besonders komplex, denn manche Dinge sind nicht so wie sie scheinen. Natürlich kann sich die Wahrheit nicht lange vor Rizzoli verbergen.

Besonders schön empfinde ich in diesem Teil die Charakterentwicklung. Maura Isles Privatleben rückt wieder etwas in den Fokus, aber auch bei in Rizzolis Familienleben tut sich einiges.

Der Schreibstil von Tess Gerritsen war wie immer sehr flott und flüssig, so dass man nur so durch die Seiten geflogen ist. Auch der Fall selbst war sehr interessant und hat dazu geführt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt eine sehr gelungene Fortsetzung und ich hoffe wir können noch lange auf neue Teile in der Rizzoli & Isles Reihe hoffen.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

england, felicia yap, gedächtnis, memory game, mord, mörder, tagebuch

Memory Game - Erinnern ist tödlich

Felicia Yap , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Welt wie unsere, nur ganz anders – Felicia Yap hat hat mit ‚Memory Game‘ eine Welt erschaffen, in der es zwei Klassen von Menschen gibt. Monos, die sich nur an den direkt vorangegangenen Tag erinnern und Duos, deren Gedächtnis zwei Tage umfasst. Alles woran sich die Menschen erinnern wollen, muss in ein Tagebuch eingetragen werden, was heutzutage alles elektronisch funktioniert. Nun steht plötzlich die Polizei vor der Tür von Mark und Claire, weil eine Leiche gefunden wurde, die offenbar Marks Geliebte war. Claire weiß nicht mehr, ob sie Mark noch trauen kann…

Die Story von ‚Memory Game‘ umfasst genau einen Tag. Wir begleiten abwechselnd verschiedene Figuren und Ereignisse, die teilweise in der Vergangenheit liegen. Das bietet sich natürlich insbesondere an, da die Kommunikation oftmals alte Tagebucheinträge umfasst. Die Monos und Duos müssen quasi nahezu alles in ihren Tagebüchern nachschlagen, wenn sie etwas über vergangene Tage gefragt werden. Dieser Fakt lässt die Ermittlungen recht zäh werden. Auch kann man durch den häufigen Figurenwechsel keine große Bindung zu den Personen aufbauen, da alles nur etwas an der Oberfläche kratzt.

Die Idee selbst, dass es Monos und Duos gibt, war eine gute Vorlage, um generelle Probleme zwischen den Klassen darzustellen. Die Monos gelten als dümmer, da sie sich nur an einen Tag erinnern können und werden demnach immer etwas belächelt und degradiert. Hier wurde meiner Meinung etwas Potential verschwendet, da man diese Rivalität noch etwas besser hätte ausbauen können. Auch generell hat sich die anfänglich gute Idee in eine etwas zähe Story entwickelt. Ein Großteil der Story besteht darin, dass jemand etwas fragt und der Gefragte dann zunächst sein Tagebuch zückt und nachliest.

Auch wenn ich zunächst von der Idee sehr angetan war, hat es für mich etwas an der Umsetzung gefehlt. Viele Passagen waren recht langatmig. Einzig der sehr flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin hat es geschafft, dass ich trotzdem gut durch die Seiten gekommen bin.

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155 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

deutschland, dorfgemeinschaft, ende, freundschaft, friedhof, fuchs, geheimnis, gewissen, hessen, im wal, krimi, mord, nele neuhaus, taunus, vergangenheit

Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Dorf im Taunus wird eine Leiche aus einem abgebrannten Wohnwagen geborgen, kurze Zeit später wird eine todkranke Frau ermordet. Hängen diese Ereignisse zusammen? Die Ermittlungen führen Bodenstein in seine eigene Vergangenheit und es dauert nicht lange bis sich die Ereignisse noch weiter zuspitzen.

‚Im Wald‘ war mein erster Kriminalroman von Nele Neuhaus, die auch nach und nach verfilmt werden. Zwar ist es bereits Band 8 der Reihe, jedoch kann man die Teile prima unabhängig voneinander lesen. Lediglich ab und zu gab es Anspielungen auf bereits vergangene Ereignisse, was aber den Lesefluss nicht gestört hat.

Die Story nimmt recht langsam an Fahrt auf, da sich die Ermittlungsarbeiten sehr hinziehen, bis endlich etwas Schwung in die Sache kommt. Ich glaube, die dazugehörige Verfilmung muss ich mir unbedingt anschauen, wenn sie erschienen ist, denn gefühlt hätte diese Verfilmung bei mir 4 Stunden. Nele Neuhaus‘ Schreibstil hat mir jedoch sehr gut gefallen, denn dadurch konnte ich auch trotz der gelegentlichen Langatmigkeit an der Story dranbleiben.

Neben unseren beiden Ermittlern haben wir es hier mit einer Vielzahl an Nebencharakteren zu tun. Mir schwante es bereits, als zu Beginn des Buches 3 Seiten die Charaktere zusammenfassten. An sich ist das ganz hilfreich, jedoch blättere ich in einem E-Book selten zurück, sodass ich mich doch auf mein Gedächtnis verlassen musste. Da Nele Neuhaus hier ein ganzes Dorf mit Leben gefüllt hat, sind manche Figuren eben weniger wichtig als andere, jedoch muss man schon ganz schön am Ball bleiben, um sich alle halbwegs zu merken. Manche Figuren konnte man sich dabei besser merken als andere, die eher ein wenig blass blieben. Auch die Verstrickungen im Ort, wer mit wem, wer ist mit wem verwandt etc. waren sehr komplex.

Insgesamt war ‚Im Wald‘ für mich ein solider Krimi, der einige Längen hatte, aber insbesondere im letzten Drittel an Fahrt aufnahm.

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162 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

bodensee, brigitte riebe, familie, familiengeheimnis, familiengeschichte, flucht, flüchtlinge, geheimnis, krieg, liebe, marlenes geheimnis, neuanfang, roman, sudetenland, vertreibung

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Seit dem ich Lucinda Riley für mich entdeckt habe, habe ich eine kleine Vorliebe für Geschichten um Familiengeheimnisse, die vorzugsweise auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Als ich dann das neue Buch von Brigitte Riebe entdeckt habe, war sofort klar, dass ‚Marlenes Geheimnis‘ genau meinen Geschmack treffen könnte.

Wir begleiten Nane, die in ihren Heimatort zurückkehrt und dort auf ihre Familie und alte Freunde trifft. Dort angekommen, erhält sie Aufzeichnungen ihrer Großmutter. Durch diese Aufzeichnungen werden wir mit in die Vergangenheit genommen und erfahren wie es der Familie zu Kriegsbeginn erging. Die Familie wurde aus dem Sudetenland vertrieben und die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr einfühlsam und feinfühlig zu beschreiben. Doch auch in der gegenwärtigen Zeitebene schafft es die Autorin eine Familie zu zeichnen, die sich durch so manche Umstände voneinander entfernt hat. Unsere gegenwärtige Hauptfigur Nane macht keine leichte Zeit durch, und man merkt förmlich wie sie langsam wieder etwas Halt findet. Beide Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt und ich könnte nicht sagen, welche Zeitebene ich interessanter fand, denn beide hatten ihren Reiz.

Brigitte Riebe hat, wie oben schon erwähnt, eine sehr einfühlsame Art auch grausame Dinge zu schildern, außerdem kann man durch ihre sehr bildhafte Sprache sehr gut in das Geschehen eintauchen. Ihr Schreibstil liest sich sehr flüssig und lebendig.

Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt, vor allem die grausamen und nicht beschönigten Erlebnisse aus der Kriegszeit beziehungsweise Nachkriegszeit. Letztlich könnte man dem Buch wohl auch den Titel ‚Geheimnis mehrerer Generationen‘ geben, denn im Endeffekt hängt in der Familiengeschichte natürlich alles zusammen.

Für mich war ‚Marlenes Geheimnis‘ ein rundum gelungener Familienroman, der berührt und auch nachdenklich macht.

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364 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 147 Rezensionen

19. jahrhundert, amerika, colson whitehead, flucht, freiheit, gewalt, pulitzer preis, rassismus, roman, sklaven, sklaverei, südstaaten, underground railroad, unterdrückung, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

‚Underground Railroad‘ hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil es mit dem diesjährigen Pulitzer Preis augezeichnet wurde. Das Buch ist ein Roman mit geschichtlichen Bezügen zu dem gleichnamigen Hilfsnetzwerk, welches bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Sklaven aus der Gefangenschaft half, damit diese in Staaten flüchten konnten, in denen sie nicht als Sklaven deklariert waren.

Ich lese sehr gerne Romane mit historischen Bezügen und gerade das Thema der Sklaverei empfinde ich als äußerst interessant und hat mich schon längere Zeit gereizt. Natürlich kann man sich auch über Geschichtsbücher über das Thema informieren, jedoch stößt man hierbei oft an Grenzen. Gerade so ein Thema wie Sklaverei lässt sich besonders gut erfassen, wenn man es aus der Hand einer Betroffenen erfährt. In unserem Fall ist es die Hauptfigur Cora, die dem Leser von ihrem Leben und der Flucht und den damit einhergegangen Abenteuern erzählt. Doch das Wort ‚Abenteuer‘ wird der ganzen Geschichte des Buches nicht annähernd gerecht.

Der Autor Colson Whitehead hat es mit seinem Roman geschafft, das Geschichtliche mit dem Emotionalen zu verbinden. Wir verfolgen Cora, die in die Sklaverei hineingeboren wurde. In Grundzügen bekommen wir ebenfalls die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter erzählt. Coras Leben in der Sklaverei wird als eine sehr grausame Zeit beschrieben, die mich sehr ergriffen hat. Doch auch nach ihrer Flucht wendet sich ihr Leben nicht zum Positiven, Cora muss viele harte und erbarmungslose Etappen überstehen.

Colson Whitehead nutzt für seine Geschichte eine recht ungewöhnliche Sprache. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mich mit seinem Sprachstil anzufreunden, da er hierbei seine ganz eigene Sprache verwendet. Die Sätze kommen oftmals sehr unrund und abgehackt daher, jedoch konnte ich mich nach einiger Zeit daran gewöhnen. Whitehead erzählt recht unverblümt und direkt von Coras Werdegang, was manchmal etwas abgestumpft wirkt, jedoch sehr gut zur Geschichte selbst passt.

Insgesamt war ‚Underground Railroad‘ ein sehr außergewöhnliches und einzigartiges Buch, welches ich so noch nie erlebt habe. Es macht betroffen und fassungslos. Wer Interesse an amerikanischer Geschichte hat, dem kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen. Man braucht leider nicht immer fiktive Umstände, um Grausamkeit zu zeichnen, manchmal reicht das ganz ’normale‘ Leben dafür aus. Zwar ist auch ‚Underground Railroad‘ nicht biografisch, jedoch ist es so greifbar geschrieben, dass man beinahe meint ein biografisches Werk zu lesen.

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659 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

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Die Chroniken der Verbliebenen - Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit Mai mussten wir nun auf die Fortsetzung der Chronik der Verbliebenen warten. Allerdings bekommen wir mit ‚Die Gabe der Auserwählten‘ nicht den letzten Teil präsentiert. Für den deutschen Markt wurde der dritte Teil in 2 Bände gesplittet, so dass uns noch eine weitere Fortsetzung erwartet. ‚Die Gabe der Auserwählten‘ kommt daher auch mit etwa 200 Seiten weniger als seine Vorgänger daher. Für mich hätte diese Splittung nicht unbedingt sein müssen.

Auch im dritten Teil erleben wir die Geschichte zwar hauptsächlich aus Lias Sicht, doch auch die anderen beiden Herren kommen wieder zu Wort. Nachdem mir im zweiten Teil die Weiterentwicklung von Rafe etwas gefehlt hat, so passiert nun doch einiges mit ihm. Jedoch kommen nicht unbedingt seine besten Seiten zum Vorschein, ich war zwischendurch etwas genervt vom gegenseitigen Anzicken zwischen Rafe und Lia. Dies erschien mir in diesem Band etwas übertrieben und dick aufgetragen.

Zwar ist auch in diesem Band die Geschichte nur bedingt weitergebracht wurden, allerdings kam ich sehr gut durch die Seiten, da es für mich kaum Längen gab. Ich bin immer noch begeistert von Welt, die Mary E. Pearson da geschaffen hat. Ich hoffe im letzten Band auf einen Showdown, auch wenn mir ein Happy End natürlich am liebsten wäre.

Nachdem ich den zweiten Teil der Reihe bereits etwas schwächer als den ersten gefunden hatte, reiht sich der dritte Teil bei seinem schwächeren Vorgänger ein. Die Story ist immer noch gut, doch besonders viel ist schlichtweg nicht passiert und das Ende lässt mich etwas ernüchtert zurück. Trotzdem habe ich ein paar schöne Stunden mit diesem Buch verbracht. Leider konnte ich für die Fortsetzung noch keinen Termin finden, ich hoffe jedoch, dass es nicht allzu lange dauern wird.

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

1699, hexe, hexen, hexenprozess, hexenverfolgung, historischer krimi, historischer thriller, historisches, horror, krankheit, krimi, luzifer verlag, prozess, richter, usa

Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal

Robert McCammon
E-Buch Text
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783958351981
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Autor Robert McCammon war mir bis dato nicht bekannt und ich konnte mich somit ganz frisch in seine Geschichte um den Gerichtsdiener Matthew Corbett stürzen. Matthew reist zusammen mit dem Richter, der gleichzeitig sein Vormund ist, in das beschauliche Städtchen Fount Royal, um einer vermeintlichen Hexe den Prozess zu machen. Bereits auf dem Weg nach Fount Royal beginnt das Abenteuer für die beiden Männer. Fount Royal selbst scheint sehr unter der Hexe zu leiden, Bewohner fliehen, es gibt Missernten und Menschen sterben – all dies wird der Hexe ‚zu Gute geschrieben‘. Der Richter und sein Gerichtsdiener Matthew werden also sehnlichst erwartet.

Der Autor hat eine wirklich sehr bildhafte Sprache verwendet, um die Landschaft, da Dorf und auch die Bewohner zu beschreiben. Trotz der vielseitig auftauchenden Figuren, konnte ich mir jeden Bewohner sehr gut vorstellen. Zeitweise hatte ich sogar regelrecht die beschriebenen Gerüche in der Nase hängen. Matthew wird außerdem als eine sehr sympathische Person beschrieben, und es macht Spaß ihn im Dorf zu begleiten. McCammon hat es hier wunderbar geschafft, eine sehr detailreiche Welt zu kreieren, ohne zu langatmig zu werden.

Abgesehen vom Ende, besticht das Buch nicht unbedingt durch extreme Höhen. Vielmehr hat mich die Atmosphäre verzaubert und das Thema rund um die Hexenverfolgung fand ich schon immer sehr interessant. Das Cover ist dahingehend auch sehr gelungen, da es diese düstere und atmosphärische Stimmung perfekt eingefangen hat.

Ich bin ganz froh, dass ich Band 1 erst jetzt gelesen habe und nicht sofort zur Erscheinung. Da das englische Original für die deutsche Ausgabe in zwei Bände geteilt wurde, endet Band 1 mit einem immensen Cliffhanger. Etwas ärgerlich, aber so macht es natürlich nur noch mehr Lust auf die Fortsetzung.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

band 1, buchhandlung, buchladen, caroline kepnes, mord, new york, obsessive liebe, psycho, roman, stalking

YOU – Du wirst mich lieben

Caroline Kepnes , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.09.2017
ISBN 9783736304444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für Joe ist es quasi Liebe auf den ersten Blick als Beck seine Buchhandlung betritt. Was so romantisch klingt, entpuppt sich aber bald als wahrer Alptraum, denn Joe beginnt sich in Becks Leben zu schleichen – auf eine äußerst erschreckende Art und Weise.

YOU ist für ein Thriller der anderen Art, denn wir bekommen die Geschehnisse aus der Sicht von Joe geschildert, was dem Ganzen einen gewissen Pepp gibt, da man solche Geschichten sonst meist aus der Perspektive der gestalkten Person liest. Joe erzählt in einer recht nüchternen und sachlichen Art wie er Beck kennen lernt und beginnt sie zu stalken. Hierbei geht er äußerst raffiniert vor, wobei es jedoch einige Gegebenheiten gab, die ich in der Realität als nicht sehr wahrscheinlich einstufen würde. Joe schleicht sich in Becks Leben und schafft es tatsächlich ein Teil dessen zu werden. Beck ahnt jedoch nicht, dass der nette Joe ihr Leben vollkommen kontrolliert.

Durch die Perspektive herrscht in der Story eine ganz besondere Atmosphäre. Joe schildert seine Taten sehr pragmatisch und man merkt deutlich, dass seine Taten für ihn selbst absolut Sinn ergeben. Dass es für einen Außenstehenden vollkommen irre wirken würde, darauf kommt Joe nur bedingt. Und obwohl Joe wirklich sehr seltsam und eindeutig nicht ganz richtig im Kopf ist, bekommt man durch die Dynamik des Buches fast schon etwas Mitleid mit ihm.

Insgesamt ist die Story um Joe kein nervenaufreibender Thriller. Die Geschichte kommt generell sehr unaufgeregt daher, man spürt förmlich Joes ruhige Art. Es gibt einige Höhen im Buch, auf den meisten Seiten plätschert die Geschichte jedoch etwas dahin. Dennoch bin ich sehr gut durch die gut 500 Seiten gekommen, denn letztlich war klar, dass es die Ruhe vor dem Sturm war. Der ‚Sturm‘ zum Ende fiel zwar auch verhältnismäßig ruhig aus, es passte jedoch zur Gesamtatmosphäre.

Die Geschichte um Joe Goldberg könnte zwar auch nach diesem Buch auserzählt sein, jedoch gibt es bereits einen 2. Teil ‚HIDDEN BODIES – Ich werde dich finden‘, der sich weiter mit Joe beschäftigt. YOU empfinde ich als recht solide, daher wird die Fortsetzung sicherlich irgendwann mal gelesen.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

delfine, intrigen, john clay, katastrophe, kostenloses rezensionsexemplar, meer, michael grumley, militär, navy, rezension, science, science fiction, science thriller, thriller, u-boot

Breakthrough

Michael Grumley , Wally Anker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453318755
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kennt ihr das, wenn euch bereits ein Cover und der Klappentext so überzeugen, dass ihr sicher seid, dass dieses Buch grandios werden muss? ‚Breakthrough‘ hat genau diesen Gedanken in mir ausgelöst! Das Cover ist thematisch wirklich sehr schön getroffen und gefällt mir sogar sehr viel besser, als im englischen Original.

‚Breakthrough‘ ist der Auftakt einer Science-Thriller Reihe. Wir haben also typische Thriller Elemente, wie den groß ausgebauten Spannungsbogen, mit vielen interessanten Infos aus der Wissenschaft, dazu eine Portion Science-Fiction und sogar noch eine Prise Umweltkritik. Das Zusammenspiel mag im ersten Moment gar nicht so passend klingen, das Ergebnis jedoch war einfach großartig!

Ziemlich zügig kamen mir Vergleiche zu manchen Filmen in den Sinn. ‚Breakthrough‘ ist für mich eine gelungene Mischung aus Katastrophen- und Actionfilmen wie ‚The Day After Tomorrow‘, ‚Independence Day‘ und ‚Interstellar‘. ‚Breakthrough‘ wirkt aber trotzdem keinen Deut abgekupfert, sondern sehr eigenständig. Generell empfinde ich die Story des Buches als ideale Filmvorlage. Grumley hat es mit seiner bildhaften Sprache geschafft, dass ich sofort alles gut vor Augen hatte und mich somit richtig in die Geschichte fallen lassen konnte.

Durch diese bildhafte Sprache ließ sich das Buch nur so weglesen. Wir verfolgen mehrere Handlungsstränge, die später aufeinander treffen. Ich war hin- und hergerissen, welchen Handlungsstrang ich am interessantesten fand, vor allem wenn sie auch noch so spannend jeweils endeten am Kapitelschluss. Die Charaktere des Buches haben zugebenermaßen keinen immensen Tiefgang wie z.B. zuletzt bei ‚Es‘ von Stephen King, aber trotzdem kamen mir die Figuren sehr echt vor und ich konnte mit ihnen mitfiebern.

Insgesamt war ‚Breakthrough‘ für mich ein grandioses Buch, das vor allem mit seiner Mischung an Themen punkten konnte. Es gibt einige nicht ganz klar gewordene Aspekte in der Story, die mich natürlich ganz neugierig auf die Fortsetzung machen.

Übrigens besteht die Reihe im Englischen bereits aus 4 Bänden, man könnte sich also auf noch mehr Fortsetzungen in Zukunft freuen. Band 2 ‚In der Tiefe‘ erscheint am 12. Februar 2018.

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