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47 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

psychothriller, reihe, entführung, thriller

Die Rivalin

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.12.2017
ISBN 9783442314096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Agatha lebt kein unbekümmertes Leben. Sie findet sich nicht sonderlich hübsch, hat einen sehr unangenehmen Chef im Supermarkt und wurde auch in ihrer Vergangenheit sehr vom Leben gebeutelt. Aus der Ferne beobachtet sie Meghan, die scheinbar alles hat, was Agatha sich schon immer erträumt hat. Ein attraktiver Ehemann, zwei süße Kinder – einfach ein perfektes Leben. Agatha freundet sich nach einiger Beobachtungszeit mit Meghan an. Meghan jedoch hat keinerlei Ahnung, auf was sie sich damit eingelassen hat…

‚Die Rivalin‘ war mein erstes Buch von Michael Robotham und ich war sofort Feuer und Flamme, als ich das Cover und den Klappentext gesehen hatte. Die Story klang einfach wie für mich gemacht. Im Klappentext wird es nicht erwähnt, jedoch verrät das Cover bereits ein weiteres Detail der Geschichte – der Kinderwagen im Hintergrund steht dort nicht umsonst. Bereits auf den ersten Seiten der Geschichte wird dem Leser klar, dass beide Frauen, Agatha und Meghan, schwanger sind. Dieser Umstand trägt erheblich zur Geschichte, aber natürlich möchte ich nicht zu viel verraten.

Über die ganze Story hinweg lesen wir abwechselnd ein Kapitel aus Meghans und Agathas Sicht. Manchmal überschneiden sich die Ereignisse hier, so dass wir diese aus zwei Sichten erzählt bekommen, meistens jedoch sind die Kapitel fortführend in der Story. Ich fand den Wechsel zwischen den beiden Perspektiven sehr gelungen, ich hatte das Gefühl beide Frauen gleich gut kennen zu lernen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da ich ihn sehr leicht zugänglich und flüssig fand.

Für einen Thriller hat ‚Die Rivalin‘ recht viele Seiten, jedoch fand ich keine einzelne davon unnötig. Ich war fortwährend von der Story gefesselt und konnte den Ausgang der Geschichte kaum erwarten. Im Laufe der Story werden noch ein paar kleinere und größere Geheimnisse der beiden Frauen gelüftet, was enorm dazu beigetragen hat, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt war ‚Die Rivalin‘ ein sehr gelungener Thriller, der schon viel mehr in Richtung Psychothriller geht. Das Buch war sicherlich nicht das letzte, was ich von Michael Robotham gelesen haben werde.

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(44)

84 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

kuba, judenverfolgung, juden, zweiter weltkrieg, flucht

Das Erbe der Rosenthals

Armando Lucas Correa , Ute Leibmann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783785726020
Genre: Romane

Rezension:

Unsere Geschichte beginnt 1939 in Berlin, wo die Lage stetig gefährlicher wird für Hannah und ihre Familie, denn sie sind Juden. Hannah muss mitansehen wie ihrer Familie immer mehr genommen wird und schnell wird klar, dass sie Berlin verlassen müssen, bevor sich die Lage weiter zuspitzt. Hannah wird als ein sehr empathisches Mädchen dargestellt und auch sie begreift, dass Berlin keine Sicherheit mehr bietet. Ihre Familie versucht daraufhin Berlin zu verlassen und es wird sehr genau beschrieben, welchen Hürden sie sich dabei stellen müssen.

Parallel erfahren wir die Geschichte von Anna, die in der Gegenwart versucht ihre eigenen Wurzeln zu ergründen. Sie erhält Anhaltspunkte, dass ihre Vorfahren damals von Berlin nach Kuba geflüchtet sind. Sie macht sich auf den Weg nach Kuba, um mehr herauszufinden.

Ich mochte den Stil des Buches, beide Handlungsstränge abwechselnd darzustellen, sehr. Beide Zeitlinien waren sehr spannend und emotional geschrieben, wobei ich mit Hannah etwas mehr mitgefiebert habe. Der Autor hat es mit viel Fingerspitzengefühl geschafft Geschichte und Fiktion zu verbinden, sodass ein Buch mit viel Emotionsgewalt entstanden ist.

Neben der Familiengeschichte der Rosenthals, erfahren wir auch viel über andere Schicksale, die nicht weniger interessant als die der Familie Rosenthal waren. Der Schreibstil des Autoren war sehr flüssig zu lesen. Es wurde nicht davor gescheut Dinge beim Namen zu nennen, um die Grausamkeit jener Zeit zu unterstreichen. Durch diese sehr direkte Art und Weise, konnte ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen. Man spürt deutlich die Hoffnungslosigkeit und Angst, die zu jener Zeit geherrscht haben.

Insgesamt war ‚Das Erbe der Rosenthals‘ eine sehr gelungene Geschichte für mich, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich für Historical Fiction zum Thema Krieg- und Nachkriegszeit interessiert.

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(22)

48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, das apartment, horror, gruseli, s. l. grey

Das Apartment

S.L. Grey , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453438880
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

S.L. Grey ist ein Pseudonym, hinter dem die Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenberg stecken. ‚Das Apartment‘ hat vom Klappentext her viel versprochen und auch das Cover fand ich durch den minimalistischen Stil sehr ansprechend.

In diesem Buch geht es um Mark und Steph, denen wir in abwechselnden Kapiteln folgen können. Schnell wird klar, dass ihre Ehe nicht mehr ganz so rosig läuft. Die beiden haben ein Kind, doch Mark kümmert sich nicht genügend darum. Außerdem war die kleine Familie kürzlich Opfer eines Überfalls im eigenen Haus, was weiterhin wie eine dunkle Wolke über den beiden schwebt. Daher soll quasi als Tapetenwechsel eine kleine Reise den Haussegen wieder richten. Da das Geld eher knapp ist, entscheiden sie sich für einen sogenannten Häusertausch. Während Steph und Mark in einem hübschen Apartment in Paris weilen, wohnt die Pariser Familie in ihrem Haus in Südafrika.

Das alles könnte ein traumhafter Tip werden, doch leider ist das Apartment gar nicht so traumhaft wie versprochen. Im Gegenteil – albtraumhaft trifft hier eher zu. Steph und Mark versuchen das beste daraus zu machen, doch die seltsamen Begebenheiten häufen sich…

Bis hierhin klang alles so vielversprechend, doch leider ist die Story dann etwas versumpft und vor allem ganz anders gewesen als ich es mir vorgestellt habe. Es wurden immens viele Fragen eröffnet, die leider niemals beantwortet wurden. Ich habe mich am Ende des Buches total ratlos und etwas verloren gefühlt, da das Ende gefühlt so gar nichts mit der angeteaserten Story zu tun hatte.

Auch würde ich das Buch nicht dem Thriller Genre zuordnen, denn abgesehen von einem etwas ’schlimmeren‘ Ereignis in der Pariser Wohnung, passiert nicht viel in Paris. Gerne hätte ich mir gewünscht, dass hier mehr auf die ganzen mysteriösen Elemente eingegangen worden wäre. Doch dies bleibt alles ungeklärt und die beiden Eheleute sind schnell wieder zurück in Südafrika, wo sich die Geschichte dann weiter schleppt bis zu einem Ende, das viele weitere Fragen aufwirft.

Insgesamt weiß ich auch nicht so recht, wo ich dieses Buch einordnen würde, Mystery-Drama trifft es wohl noch am ehestens. Abgesehen von den vielen Fragezeichen, bin ich jedoch super durch das Buch gekommen. Der Schreibstil der Autoren regt auf jeden Fall zum Weiterlesen an, auch wenn es letztlich auf ein unbefriedigendes Ende zusteuerte. Für mich war die Story nicht das, was ich mir durch den Klappentext erhofft hatte.

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(44)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

berlin, mord, thriller, folter, spannung

Der Todesmeister

Thomas Elbel
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Der Todesmeister‘ ist nicht das erste Buch von Thomas Elbel, jedoch sein Debüt im Thriller-Genre. Bereits im Vorfeld hat mich das Buch neugierig gemacht, da es vom Cover und Klappentext her genau in meine bevorzugte Leserichtung passt. Zu Beginn der Story lernen wir unsere Hauptfigur Viktor Puppe kennen. Er ist gerade frisch zum LKA Berlin gewechselt und bereits hier werden Andeutungen gemacht, dass sein Wechsel wohl nicht ganz uneigennützig geschehen ist, wie wir auch später noch erfahren werden. Viktors neuer Vorgesetzter scheint ein sehr angsteinflößender und dominanter Mann zu sein, mit dem nicht gut Kirschen essen ist. Auch seine beiden Kollegen sind sehr speziell. Zwischen den beiden fliegen immer mal wieder etwas schärfere Worte, gewürzt mit viel Sarkasmus und schwarzem Humor. Es wird recht flapsig miteinander umgegangen und es fallen viele flache Kommentare. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber wenn es um schwarzen oder flachen Humor geht, bin ich ganz vorne mit dabei. Schnell erfährt man, dass sowohl Viktor Puppe als auch seine Kollegen ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen haben. Man bekommt einiges an Hintergrundinformationen, so dass man alle drei Figuren gut kennen lernen konnte. Klassischerweise sind alle drei vom Schicksal deutlich gebeutelt worden, ich fand die Hintergrundgeschichten aber sehr interessant. Der Fall, der in diesem Buch gelöst werden soll, ist ebenso sehr interessant gestaltet. Zwar ist es kein Thema, dass ich so noch nie gelesen hätte, jedoch wurde alles sehr spannend umgesetzt. Wir nähern uns Stück für Stück der Wahrheit, und selbst als prinzipiell alle Fakten auf dem Tisch liegen, geht es weiter spannend zur Sache. Thomas Elbel hat einen sehr angenehmen Schreibstil, so dass ich die gut 500 Seiten an gerade mal 2 Tagen durchgelesen hatte. Zwischendurch gab es ein paar Nebenstränge, die für mich nicht unbedingt hätten sein müssen. Trotzdem bin ich insgesamt gesehen sehr begeistert von dem Buch. Ich hoffe, dass man in Zukunft noch mehr von den 3 Ermittlern lesen kann, denn ich fand sie mitsamt ihren Hintergrundgeschichten wirklich sehr interessant und bin ich neugierig auf mehr. In Anbetracht des flapsigen Humors ist ‚Der Todesmeister‘ wohl nicht für jeden geeignet, aber man bekommt hier eine spannende Story mit Charakteren, die Ecken und Kanten haben.

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(55)

156 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

horror, hexe, heyne, usa, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein düsteres Horrorbuch, mit einer Hexe als Thema und empfohlen von
George R.R. Martin und Stephen King? Na, wenn das mal nicht
vielversprechend klingt!


‚Hex‘ spielt in einem kleinen Städtchen, umgeben von viel Natur. Man
könnte meinen hier sei alles idyllisch und sehr beschaulich – wenn die
Dorfgemeinde nicht ein düsteres Geheimnis bewahren würde. Seit 300
Jahren treibt die Hexe Katherine hier ihr Unwesen. Katherine streicht
durch die Stadt und die Gemeinde tut ihr Möglichstes, damit
Nichtortsansässige nichts von der Existenz der Hexe erfahren. Es ist
kaum Besuch erlaubt und das Internet wird auch überwacht. Jedoch haben
ein paar Jugendliche die stetigen Einschränkungen satt und durch eine
Verkettung verschiedener Dinge überschlagen sich bald die Ereignisse.


Zwar begleiten wir über die Story hinweg mehrere Person, am
häufigsten verfolgen wir jedoch den Familienvater Steve und seinen Sohn
Tyler. Trotz des regelmäßigen Wechsels zwischen den Charakteren, konnte
man Steve und Tyler, aber auch andere wichtige Charaktere gut kennen
lernen. Ein paar (unwichtige) Personen blieben etwas auf der Strecke.


Der Beginn der Geschichte verlief zunächst sehr verwirrend, da man
einfach mitten in die Story geworfen wurde. Ich fand den Einstieg etwas
konfus und überhaupt nicht horrorartig, im Gegenteil – es hatte etwas
komikartiges. Nach einigen Seiten legte sich dies jedoch und man bekam
ein Gefühl für die Story. Da die Bewohner sehr erfinderisch sind, die
Hexe zumindest optisch verschwinden zu lassen, werden je nach Situation
einfach Lappen über sie gehängt, im Supermarkt werden einfach neue
Regale um sie herumgestellt oder sie verschwindet gar ganz unter einer
hohlen Pappfigur. Diese humorvolle Ader zog sich durch das gesamte Buch
und gab dem Ganzen einen tollen Pfiff. Dennoch kamen genug
Gänsehautmomente auf, um das Buch dem Horrorgenre zuordnen zu können.
Hier findet man zwar keine brutalen oder blutigen Szenen, doch die
bildhafte Beschreibung und die geschaffene Atmosphäre geben dem Buch
eine gruselige Grundstimmung. Ich hatte mehr als ein Mal das
eindringlich beschriebene Gesicht der Hexe vor Augen.


Der Autor hat es geschafft eine sehr spannende und atmosphärische
Geschichte zu schreiben. Hierbei hat er ein ganzes Dorf erschaffen,
welches so bildhaft beschrieben wurde, dass ich es förmlich vor Augen
hatte. Das Zusammenspiel aus einer düsteren Hexenstory und modernen
Elementen empfand ich ebenfalls als sehr gelungen.


Falls ihr Fans von ungewöhnlichen Hexenstories seid und nicht auf
blutige Splatterszenen besteht, dann solltet ihr euch ‚Hex‘ unbedingt
mal anschauen. Für mich gibt es hier quasi nichts zu beanstanden, denn
ich fand die Kombination aus flüssigem Scheibstil und unerwarteter Story
grandios!

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(32)

85 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

musso, das papiermädchen

Das Papiermädchen

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492308564
Genre: Romane

Rezension:

Guillaume Mussos Romane haben mich schon eine Weile angesprochen und es wurde endlich Zeit mal zu einem Buch des beliebten Autors zu greifen. ‚Das Papiermädchen‘ ist Anfang diesen Monats ganz frisch erschienen und klang äußert ansprechend. Das Cover ist nicht unbedingt meins, aber ich  lese tatsächlich gerne Bücher über Menschen, die Bücher schreiben.

Zu Beginn der Story bekommt man einzelne Zeitungsausschnitte präsentiert, die einem zu dem Punkt führen, an dem die Geschichte ansetzt. Wir lernen Tom kennen, ein Autor, der momentan durch eine sehr dunkle Zeit geht und sich zu nichts motivieren kann. Wie bereits der Klappentext verrät, steht Tom vor einer gescheiterten Beziehung. Dies hat ihm den Boden unter den Füßen weggezogen und ihm jegliche Kraft geraubt. Eigentlich müsste er längst den dritten und letzten Band seiner Erfolgsreihe geschrieben haben, jedoch hat Tom eine massive Schreibblockade. Kurz gesagt – Tom fühlt sich, als würde sein Leben in Trümmern liegen. Plötzlich taucht eine fremde Frau bei ihm auf und behauptet tatsächlich, dass sie eine seiner Figuren aus seinen Romanen sei. Und schon geht das Abenteuer los…

Zu Beginn wird sehr stark auf Toms Gefühlslage eingegangen, weshalb ich mich dem Charakter schon recht verbunden fühlte. Seine beiden Freunde blieben jedoch ein wenig blass für mich, obwohl hier auch mit Hintergrundinfos versucht wurde, Tiefe zu erzeugen.

Ich verstehe warum Mussos Bücher so beliebt sind, denn der Autor hat einen wunderbar leichten Schreibstil, so dass man nur so durch die Seiten rauschen kann. Das Lesen der Geschichte hat wirklich Spaß gemacht und ich würde die Rezension sehr gerne so positiv abschließen… wenn nicht das Ende gewesen wäre. Ich werde natürlich nicht spoilern, aber es hat mir schlichtweg überhaupt nicht gefallen. Sicherlich ist das natürlich Geschmackssache, aber ich fand es wirklich ganz furchtbar. Für mich waren es zum Ende hin auch zu viele Szenenwechsel, so dass ich letztlich etwas enttäuscht war.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller

Sag, wer stirbt

Samantha King , Elke Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man könnte meinen, dass Maddie ein perfektes Leben führt. Sie ist verheiratet und hat zwei wunderbare Zwillinge. Zum Geburtstag der Zwillinge steht plötzlich ein Mann vor der Tür, der sie vor eine grausame Entscheidung stellt - sie muss sich für eines ihrer Kinder entscheiden.

'Sag, wer stirbt' ist der Debütroman der Autorin und spielt in England. Die Story ist in mehrere Teile aufgeteilt, so dass man nicht gleich zu Beginn, die auf dem Klappentext beschriebene Szene zu lesen bekommt. Man rollt die Story gewissermaßen von hinten auf, denn das Buch beginnt damit, dass Maddie aus dem Koma aufwacht und sich nur schemenhaft an die Ereignisse erinnern kann. Die erste Hälfte des Buches ist quasi ein ellenlanger innerer Monolog von Maddie, die sich fragt, was nun eigentlich geschehen ist und sich außerdem mit großen Schuldgefühlen plagt, da sie sich offensichtlich tatsächlich für eines ihrer Kinder entschieden hat. Hat sie dieses Kind schon immer bevorzugt? Warum genau hat sie dieses Kind gewählt? Solche Fragen geistern ihr durch den Kopf, während sie versucht zu realisieren, was wirklich geschehen ist.

Bis zur Hälfte des Buches war ich daher etwas resigniert, da mir diese ganzen Gedankengänge von Maddie irgendwann zu viel und vor allem zu langatmig wurden. Dann jedoch nahm die Geschichte durch einen Twist extrem an Fahrt auf, so dass ich durch die letzte Hälfte nur so durchgerauscht bin. Der Schreibstil der Autorin war außerdem sehr flüssig, so dass ich eben auch in den längeren Passagen am Ball bleiben konnte.

'Sag, wer stirbt' ist definitiv eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Wäre der Beginn nicht so monoton und langatmig gewesen, wäre es ein Kandidat für 5 Sterne gewesen, so jedoch musste ich einen Stern abziehen.

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(310)

892 Bibliotheken, 44 Leser, 0 Gruppen, 156 Rezensionen

laura kneidl, liebe, berühre mich. nicht., new-adult, angst

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

‚Berühre mich. Nicht‘ ist mein erstes Buch von Laura Kneidl. Bereits im Vorfeld habe ich mitbekommen, dass das Buch anscheinend sehr gehypt wird. Deswegen war ich sehr gespannt, ob mich der Hype mitreißen kann.

Die Story klingt auf den ersten Blick recht typisch für eine New Adult Geschichte. Wir begleiten Sage, die gerade erst neu in der Stadt ist, um dort zum College zu gehen. Sie ist quasi mit leeren Taschen angereist, schläft in ihrem Auto und sucht dringend einen Job. Sehr schnell begreift man, dass Sage wohl vor irgendetwas aus der ihrer Heimatstadt geflohen ist, denn es verfolgt sie wie ein dunkler Schatten.

Natürlich trifft unsere Protagonistin schnell auf einen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt, auch wenn dies einiges an Zeit beansprucht. Generell ist die Story nicht gerade vollgestopft mit brisanten Ereignissen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich sehr gut durch das Buch gekommen bin, denn es ließ sich einfach locker und flüssig lesen. Vielleicht bin ich aber auch die falsche Zielgruppe für solche New Adult Stories. Mittlerweile bin ich ja doch ein paar Jährchen älter als die Protagonisten und was für diese ein mittleres Drama ist, würde bei mir nur noch ein zartes Schulterzucken auslösen.

Trotzdem lese ich solche Geschichten immer noch gerne, denn wenn sie gepaart sind mit einem flüssigen Schreibstil, kann ich damit einfach wunderbar abschalten. ‚Berühre mich. Nicht‘ ist demnach kein Buch was zum Nachdenken anregt, aber es hat mich gut unterhalten und genau das habe ich von ihm erwartet. Lediglich das Ende war nicht ganz mein Geschmack, es wirkte etwas aufgeblasen und halt ein wenig überdramatisiert. Vom fiesen Cliffhanger natürlich mal abgesehen. Das steigert die Vorfreude auf Band 2 enorm.

Die Fortsetzung der Story erscheint Ende Januar und ich werde mit Sicherheit die Geschichte um Sage weiterverfolgen.

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(58)

138 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

thriller, boston, mord, vergangenheit, missbrauch

Blutzeuge

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 20.11.2017
ISBN 9783809026389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lange musste ich auf den 12. Band der Rizzoli & Isles warten, doch am 20. November ist es nun so weit – die Fortsetzung einer meiner liebsten Reihen steht in den Läden. Ich durfte das Buch bereits vorab lesen und kann euch nun schon meine Einschätzung geben.

Die Stories der jeweiligen Bücher sind alle abgeschlossen, jedoch empfehle ich die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, erleben Höhen und Tiefen im Privatleben und oftmals wird Bezug genommen auf vergangene Fälle.

Im 12. Band ‚Blutzeuge‘ ermitteln wir in einem besonders grausamen Fall. Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden, ihre Augen wurden ihr entfernt und in ihre Hände gelegt. Nach einiger Zeit bemerkt man, dass ein weiterer Mord mit diesem in Verbindung steht, auch wenn beide Tote vermeintlich nichts miteinander gemein haben.

Wir begleiten Detective Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Isles bei den Ermittlungen und kommen wie immer der Wahrheit Stück für Stück näher. Doch dieser Fall scheint besonders komplex, denn manche Dinge sind nicht so wie sie scheinen. Natürlich kann sich die Wahrheit nicht lange vor Rizzoli verbergen.

Besonders schön empfinde ich in diesem Teil die Charakterentwicklung. Maura Isles Privatleben rückt wieder etwas in den Fokus, aber auch bei in Rizzolis Familienleben tut sich einiges.

Der Schreibstil von Tess Gerritsen war wie immer sehr flott und flüssig, so dass man nur so durch die Seiten geflogen ist. Auch der Fall selbst war sehr interessant und hat dazu geführt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Insgesamt eine sehr gelungene Fortsetzung und ich hoffe wir können noch lange auf neue Teile in der Rizzoli & Isles Reihe hoffen.

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(25)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

tagebuch, mörder, mord, memory game, felicia yap

Memory Game - Erinnern ist tödlich

Felicia Yap , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Welt wie unsere, nur ganz anders – Felicia Yap hat hat mit ‚Memory Game‘ eine Welt erschaffen, in der es zwei Klassen von Menschen gibt. Monos, die sich nur an den direkt vorangegangenen Tag erinnern und Duos, deren Gedächtnis zwei Tage umfasst. Alles woran sich die Menschen erinnern wollen, muss in ein Tagebuch eingetragen werden, was heutzutage alles elektronisch funktioniert. Nun steht plötzlich die Polizei vor der Tür von Mark und Claire, weil eine Leiche gefunden wurde, die offenbar Marks Geliebte war. Claire weiß nicht mehr, ob sie Mark noch trauen kann…

Die Story von ‚Memory Game‘ umfasst genau einen Tag. Wir begleiten abwechselnd verschiedene Figuren und Ereignisse, die teilweise in der Vergangenheit liegen. Das bietet sich natürlich insbesondere an, da die Kommunikation oftmals alte Tagebucheinträge umfasst. Die Monos und Duos müssen quasi nahezu alles in ihren Tagebüchern nachschlagen, wenn sie etwas über vergangene Tage gefragt werden. Dieser Fakt lässt die Ermittlungen recht zäh werden. Auch kann man durch den häufigen Figurenwechsel keine große Bindung zu den Personen aufbauen, da alles nur etwas an der Oberfläche kratzt.

Die Idee selbst, dass es Monos und Duos gibt, war eine gute Vorlage, um generelle Probleme zwischen den Klassen darzustellen. Die Monos gelten als dümmer, da sie sich nur an einen Tag erinnern können und werden demnach immer etwas belächelt und degradiert. Hier wurde meiner Meinung etwas Potential verschwendet, da man diese Rivalität noch etwas besser hätte ausbauen können. Auch generell hat sich die anfänglich gute Idee in eine etwas zähe Story entwickelt. Ein Großteil der Story besteht darin, dass jemand etwas fragt und der Gefragte dann zunächst sein Tagebuch zückt und nachliest.

Auch wenn ich zunächst von der Idee sehr angetan war, hat es für mich etwas an der Umsetzung gefehlt. Viele Passagen waren recht langatmig. Einzig der sehr flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin hat es geschafft, dass ich trotzdem gut durch die Seiten gekommen bin.

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(55)

117 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, dorfgemeinschaft, mord, freundschaft

Im Wald

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289793
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Dorf im Taunus wird eine Leiche aus einem abgebrannten Wohnwagen geborgen, kurze Zeit später wird eine todkranke Frau ermordet. Hängen diese Ereignisse zusammen? Die Ermittlungen führen Bodenstein in seine eigene Vergangenheit und es dauert nicht lange bis sich die Ereignisse noch weiter zuspitzen.

‚Im Wald‘ war mein erster Kriminalroman von Nele Neuhaus, die auch nach und nach verfilmt werden. Zwar ist es bereits Band 8 der Reihe, jedoch kann man die Teile prima unabhängig voneinander lesen. Lediglich ab und zu gab es Anspielungen auf bereits vergangene Ereignisse, was aber den Lesefluss nicht gestört hat.

Die Story nimmt recht langsam an Fahrt auf, da sich die Ermittlungsarbeiten sehr hinziehen, bis endlich etwas Schwung in die Sache kommt. Ich glaube, die dazugehörige Verfilmung muss ich mir unbedingt anschauen, wenn sie erschienen ist, denn gefühlt hätte diese Verfilmung bei mir 4 Stunden. Nele Neuhaus‘ Schreibstil hat mir jedoch sehr gut gefallen, denn dadurch konnte ich auch trotz der gelegentlichen Langatmigkeit an der Story dranbleiben.

Neben unseren beiden Ermittlern haben wir es hier mit einer Vielzahl an Nebencharakteren zu tun. Mir schwante es bereits, als zu Beginn des Buches 3 Seiten die Charaktere zusammenfassten. An sich ist das ganz hilfreich, jedoch blättere ich in einem E-Book selten zurück, sodass ich mich doch auf mein Gedächtnis verlassen musste. Da Nele Neuhaus hier ein ganzes Dorf mit Leben gefüllt hat, sind manche Figuren eben weniger wichtig als andere, jedoch muss man schon ganz schön am Ball bleiben, um sich alle halbwegs zu merken. Manche Figuren konnte man sich dabei besser merken als andere, die eher ein wenig blass blieben. Auch die Verstrickungen im Ort, wer mit wem, wer ist mit wem verwandt etc. waren sehr komplex.

Insgesamt war ‚Im Wald‘ für mich ein solider Krimi, der einige Längen hatte, aber insbesondere im letzten Drittel an Fahrt aufnahm.

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(92)

149 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

bodensee, vertreibung, brigitte riebe, sudetenland, flüchtlinge

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Seit dem ich Lucinda Riley für mich entdeckt habe, habe ich eine kleine Vorliebe für Geschichten um Familiengeheimnisse, die vorzugsweise auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Als ich dann das neue Buch von Brigitte Riebe entdeckt habe, war sofort klar, dass ‚Marlenes Geheimnis‘ genau meinen Geschmack treffen könnte.

Wir begleiten Nane, die in ihren Heimatort zurückkehrt und dort auf ihre Familie und alte Freunde trifft. Dort angekommen, erhält sie Aufzeichnungen ihrer Großmutter. Durch diese Aufzeichnungen werden wir mit in die Vergangenheit genommen und erfahren wie es der Familie zu Kriegsbeginn erging. Die Familie wurde aus dem Sudetenland vertrieben und die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr einfühlsam und feinfühlig zu beschreiben. Doch auch in der gegenwärtigen Zeitebene schafft es die Autorin eine Familie zu zeichnen, die sich durch so manche Umstände voneinander entfernt hat. Unsere gegenwärtige Hauptfigur Nane macht keine leichte Zeit durch, und man merkt förmlich wie sie langsam wieder etwas Halt findet. Beide Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt und ich könnte nicht sagen, welche Zeitebene ich interessanter fand, denn beide hatten ihren Reiz.

Brigitte Riebe hat, wie oben schon erwähnt, eine sehr einfühlsame Art auch grausame Dinge zu schildern, außerdem kann man durch ihre sehr bildhafte Sprache sehr gut in das Geschehen eintauchen. Ihr Schreibstil liest sich sehr flüssig und lebendig.

Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt, vor allem die grausamen und nicht beschönigten Erlebnisse aus der Kriegszeit beziehungsweise Nachkriegszeit. Letztlich könnte man dem Buch wohl auch den Titel ‚Geheimnis mehrerer Generationen‘ geben, denn im Endeffekt hängt in der Familiengeschichte natürlich alles zusammen.

Für mich war ‚Marlenes Geheimnis‘ ein rundum gelungener Familienroman, der berührt und auch nachdenklich macht.

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(172)

327 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

sklaverei, flucht, amerika, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

‚Underground Railroad‘ hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil es mit dem diesjährigen Pulitzer Preis augezeichnet wurde. Das Buch ist ein Roman mit geschichtlichen Bezügen zu dem gleichnamigen Hilfsnetzwerk, welches bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Sklaven aus der Gefangenschaft half, damit diese in Staaten flüchten konnten, in denen sie nicht als Sklaven deklariert waren.

Ich lese sehr gerne Romane mit historischen Bezügen und gerade das Thema der Sklaverei empfinde ich als äußerst interessant und hat mich schon längere Zeit gereizt. Natürlich kann man sich auch über Geschichtsbücher über das Thema informieren, jedoch stößt man hierbei oft an Grenzen. Gerade so ein Thema wie Sklaverei lässt sich besonders gut erfassen, wenn man es aus der Hand einer Betroffenen erfährt. In unserem Fall ist es die Hauptfigur Cora, die dem Leser von ihrem Leben und der Flucht und den damit einhergegangen Abenteuern erzählt. Doch das Wort ‚Abenteuer‘ wird der ganzen Geschichte des Buches nicht annähernd gerecht.

Der Autor Colson Whitehead hat es mit seinem Roman geschafft, das Geschichtliche mit dem Emotionalen zu verbinden. Wir verfolgen Cora, die in die Sklaverei hineingeboren wurde. In Grundzügen bekommen wir ebenfalls die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter erzählt. Coras Leben in der Sklaverei wird als eine sehr grausame Zeit beschrieben, die mich sehr ergriffen hat. Doch auch nach ihrer Flucht wendet sich ihr Leben nicht zum Positiven, Cora muss viele harte und erbarmungslose Etappen überstehen.

Colson Whitehead nutzt für seine Geschichte eine recht ungewöhnliche Sprache. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mich mit seinem Sprachstil anzufreunden, da er hierbei seine ganz eigene Sprache verwendet. Die Sätze kommen oftmals sehr unrund und abgehackt daher, jedoch konnte ich mich nach einiger Zeit daran gewöhnen. Whitehead erzählt recht unverblümt und direkt von Coras Werdegang, was manchmal etwas abgestumpft wirkt, jedoch sehr gut zur Geschichte selbst passt.

Insgesamt war ‚Underground Railroad‘ ein sehr außergewöhnliches und einzigartiges Buch, welches ich so noch nie erlebt habe. Es macht betroffen und fassungslos. Wer Interesse an amerikanischer Geschichte hat, dem kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen. Man braucht leider nicht immer fiktive Umstände, um Grausamkeit zu zeichnen, manchmal reicht das ganz ’normale‘ Leben dafür aus. Zwar ist auch ‚Underground Railroad‘ nicht biografisch, jedoch ist es so greifbar geschrieben, dass man beinahe meint ein biografisches Werk zu lesen.

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(165)

452 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

liebe, die gabe der auserwählten, fantasy, kaden, mary e. pearson

Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit Mai mussten wir nun auf die Fortsetzung der Chronik der Verbliebenen warten. Allerdings bekommen wir mit ‚Die Gabe der Auserwählten‘ nicht den letzten Teil präsentiert. Für den deutschen Markt wurde der dritte Teil in 2 Bände gesplittet, so dass uns noch eine weitere Fortsetzung erwartet. ‚Die Gabe der Auserwählten‘ kommt daher auch mit etwa 200 Seiten weniger als seine Vorgänger daher. Für mich hätte diese Splittung nicht unbedingt sein müssen.

Auch im dritten Teil erleben wir die Geschichte zwar hauptsächlich aus Lias Sicht, doch auch die anderen beiden Herren kommen wieder zu Wort. Nachdem mir im zweiten Teil die Weiterentwicklung von Rafe etwas gefehlt hat, so passiert nun doch einiges mit ihm. Jedoch kommen nicht unbedingt seine besten Seiten zum Vorschein, ich war zwischendurch etwas genervt vom gegenseitigen Anzicken zwischen Rafe und Lia. Dies erschien mir in diesem Band etwas übertrieben und dick aufgetragen.

Zwar ist auch in diesem Band die Geschichte nur bedingt weitergebracht wurden, allerdings kam ich sehr gut durch die Seiten, da es für mich kaum Längen gab. Ich bin immer noch begeistert von Welt, die Mary E. Pearson da geschaffen hat. Ich hoffe im letzten Band auf einen Showdown, auch wenn mir ein Happy End natürlich am liebsten wäre.

Nachdem ich den zweiten Teil der Reihe bereits etwas schwächer als den ersten gefunden hatte, reiht sich der dritte Teil bei seinem schwächeren Vorgänger ein. Die Story ist immer noch gut, doch besonders viel ist schlichtweg nicht passiert und das Ende lässt mich etwas ernüchtert zurück. Trotzdem habe ich ein paar schöne Stunden mit diesem Buch verbracht. Leider konnte ich für die Fortsetzung noch keinen Termin finden, ich hoffe jedoch, dass es nicht allzu lange dauern wird.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

hexe, usa, prozess, historischer krimi, richter

Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal

Robert McCammon
E-Buch Text
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783958351981
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Autor Robert McCammon war mir bis dato nicht bekannt und ich konnte mich somit ganz frisch in seine Geschichte um den Gerichtsdiener Matthew Corbett stürzen. Matthew reist zusammen mit dem Richter, der gleichzeitig sein Vormund ist, in das beschauliche Städtchen Fount Royal, um einer vermeintlichen Hexe den Prozess zu machen. Bereits auf dem Weg nach Fount Royal beginnt das Abenteuer für die beiden Männer. Fount Royal selbst scheint sehr unter der Hexe zu leiden, Bewohner fliehen, es gibt Missernten und Menschen sterben – all dies wird der Hexe ‚zu Gute geschrieben‘. Der Richter und sein Gerichtsdiener Matthew werden also sehnlichst erwartet.

Der Autor hat eine wirklich sehr bildhafte Sprache verwendet, um die Landschaft, da Dorf und auch die Bewohner zu beschreiben. Trotz der vielseitig auftauchenden Figuren, konnte ich mir jeden Bewohner sehr gut vorstellen. Zeitweise hatte ich sogar regelrecht die beschriebenen Gerüche in der Nase hängen. Matthew wird außerdem als eine sehr sympathische Person beschrieben, und es macht Spaß ihn im Dorf zu begleiten. McCammon hat es hier wunderbar geschafft, eine sehr detailreiche Welt zu kreieren, ohne zu langatmig zu werden.

Abgesehen vom Ende, besticht das Buch nicht unbedingt durch extreme Höhen. Vielmehr hat mich die Atmosphäre verzaubert und das Thema rund um die Hexenverfolgung fand ich schon immer sehr interessant. Das Cover ist dahingehend auch sehr gelungen, da es diese düstere und atmosphärische Stimmung perfekt eingefangen hat.

Ich bin ganz froh, dass ich Band 1 erst jetzt gelesen habe und nicht sofort zur Erscheinung. Da das englische Original für die deutsche Ausgabe in zwei Bände geteilt wurde, endet Band 1 mit einem immensen Cliffhanger. Etwas ärgerlich, aber so macht es natürlich nur noch mehr Lust auf die Fortsetzung.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

new york, mord, roman, psycho, buchladen

YOU - Du wirst mich lieben

Caroline Kepnes , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.09.2017
ISBN 9783736304444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für Joe ist es quasi Liebe auf den ersten Blick als Beck seine Buchhandlung betritt. Was so romantisch klingt, entpuppt sich aber bald als wahrer Alptraum, denn Joe beginnt sich in Becks Leben zu schleichen – auf eine äußerst erschreckende Art und Weise.

YOU ist für ein Thriller der anderen Art, denn wir bekommen die Geschehnisse aus der Sicht von Joe geschildert, was dem Ganzen einen gewissen Pepp gibt, da man solche Geschichten sonst meist aus der Perspektive der gestalkten Person liest. Joe erzählt in einer recht nüchternen und sachlichen Art wie er Beck kennen lernt und beginnt sie zu stalken. Hierbei geht er äußerst raffiniert vor, wobei es jedoch einige Gegebenheiten gab, die ich in der Realität als nicht sehr wahrscheinlich einstufen würde. Joe schleicht sich in Becks Leben und schafft es tatsächlich ein Teil dessen zu werden. Beck ahnt jedoch nicht, dass der nette Joe ihr Leben vollkommen kontrolliert.

Durch die Perspektive herrscht in der Story eine ganz besondere Atmosphäre. Joe schildert seine Taten sehr pragmatisch und man merkt deutlich, dass seine Taten für ihn selbst absolut Sinn ergeben. Dass es für einen Außenstehenden vollkommen irre wirken würde, darauf kommt Joe nur bedingt. Und obwohl Joe wirklich sehr seltsam und eindeutig nicht ganz richtig im Kopf ist, bekommt man durch die Dynamik des Buches fast schon etwas Mitleid mit ihm.

Insgesamt ist die Story um Joe kein nervenaufreibender Thriller. Die Geschichte kommt generell sehr unaufgeregt daher, man spürt förmlich Joes ruhige Art. Es gibt einige Höhen im Buch, auf den meisten Seiten plätschert die Geschichte jedoch etwas dahin. Dennoch bin ich sehr gut durch die gut 500 Seiten gekommen, denn letztlich war klar, dass es die Ruhe vor dem Sturm war. Der ‚Sturm‘ zum Ende fiel zwar auch verhältnismäßig ruhig aus, es passte jedoch zur Gesamtatmosphäre.

Die Geschichte um Joe Goldberg könnte zwar auch nach diesem Buch auserzählt sein, jedoch gibt es bereits einen 2. Teil ‚HIDDEN BODIES – Ich werde dich finden‘, der sich weiter mit Joe beschäftigt. YOU empfinde ich als recht solide, daher wird die Fortsetzung sicherlich irgendwann mal gelesen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

delfine, thriller, u-boot, michael grumley, john clay

Breakthrough

Michael Grumley , Wally Anker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453318755
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Kennt ihr das, wenn euch bereits ein Cover und der Klappentext so überzeugen, dass ihr sicher seid, dass dieses Buch grandios werden muss? ‚Breakthrough‘ hat genau diesen Gedanken in mir ausgelöst! Das Cover ist thematisch wirklich sehr schön getroffen und gefällt mir sogar sehr viel besser, als im englischen Original.

‚Breakthrough‘ ist der Auftakt einer Science-Thriller Reihe. Wir haben also typische Thriller Elemente, wie den groß ausgebauten Spannungsbogen, mit vielen interessanten Infos aus der Wissenschaft, dazu eine Portion Science-Fiction und sogar noch eine Prise Umweltkritik. Das Zusammenspiel mag im ersten Moment gar nicht so passend klingen, das Ergebnis jedoch war einfach großartig!

Ziemlich zügig kamen mir Vergleiche zu manchen Filmen in den Sinn. ‚Breakthrough‘ ist für mich eine gelungene Mischung aus Katastrophen- und Actionfilmen wie ‚The Day After Tomorrow‘, ‚Independence Day‘ und ‚Interstellar‘. ‚Breakthrough‘ wirkt aber trotzdem keinen Deut abgekupfert, sondern sehr eigenständig. Generell empfinde ich die Story des Buches als ideale Filmvorlage. Grumley hat es mit seiner bildhaften Sprache geschafft, dass ich sofort alles gut vor Augen hatte und mich somit richtig in die Geschichte fallen lassen konnte.

Durch diese bildhafte Sprache ließ sich das Buch nur so weglesen. Wir verfolgen mehrere Handlungsstränge, die später aufeinander treffen. Ich war hin- und hergerissen, welchen Handlungsstrang ich am interessantesten fand, vor allem wenn sie auch noch so spannend jeweils endeten am Kapitelschluss. Die Charaktere des Buches haben zugebenermaßen keinen immensen Tiefgang wie z.B. zuletzt bei ‚Es‘ von Stephen King, aber trotzdem kamen mir die Figuren sehr echt vor und ich konnte mit ihnen mitfiebern.

Insgesamt war ‚Breakthrough‘ für mich ein grandioses Buch, das vor allem mit seiner Mischung an Themen punkten konnte. Es gibt einige nicht ganz klar gewordene Aspekte in der Story, die mich natürlich ganz neugierig auf die Fortsetzung machen.

Übrigens besteht die Reihe im Englischen bereits aus 4 Bänden, man könnte sich also auf noch mehr Fortsetzungen in Zukunft freuen. Band 2 ‚In der Tiefe‘ erscheint am 12. Februar 2018.

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1.169 Bibliotheken, 77 Leser, 4 Gruppen, 62 Rezensionen

horror, stephen king, clown, es, pennywise

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stephen King ist zur Zeit in aller Munde, was wohl vor allem an der heiß ersehnten Neuverfilmung von ‚Es‘ liegen dürfte. Bisher hatte ich ‚Es‘ noch nicht gelesen, es stand aber auf meiner Muss-Ich-Unbedingt-Lesen-Liste. Als dann die Neuigkeit der Verfilmung die Runde machte, stand für mich fest, dass ich bis zum Kinobesuch definitiv das Buch lesen möchte. Pünktlich vorm Kinobesuch Anfang Oktober hatte ich ‚Es‘ nun endlich ausgelesen.

Stephen King hat sich mit seiner Charakterentwicklung enorm viel Zeit gelassen, so dass wir alle Protagonisten sehr gut kennen lernen konnten. Diese Details machen Stephen King Bücher für mich aus, denn kaum ein Autor schafft es mir die Figuren so nahe zu bringen. Normalerweise habe ich bei vielen Protagonisten oftmals das Problem, mir zu merken, wer wer ist und was wen ausmacht. Bei King jedoch fiel es mir sehr leicht, eine Beziehung zu allen Kindern aufzubauen. Jeder hatte seine ganz eigenen Eigenschaften und Dinge, die ihn ausmachen, eben weil sie so detailreich beschrieben wurden.

Die Geschichte selbst spielt auf zwei Zeitebenen. Wir begleiten die Clique in den 50er Jahren und später in den 80ern. Zwischendurch ergeben sich einige Rückblenden in weiter zurück liegende Jahre, um die Geschichte von ‚Es‘ zu thematisieren.

Auch wenn die Dicke des Buches mich zunächst etwas abgeschreckt hat, so bin ich doch wunderbar durch die Seiten geflogen, was einfach am tollen Schreibstil Kings liegt. Für mich war die Geschichte von der Länge her genau richtig, ich würde keine Seite missen wollen. Auch hat mich fasziniert, dass ‚Es‘ definitiv kein klassisches Horrorbuch ist, wie es die Beschreibung der Geschichte vielleicht vermuten lassen würde. ‚Es‘ lebt nicht von den klassischen Horrorelementen, wenngleich definitv einige Szenen dabei sind, die einem Gänsehaut bereiten. Es ist vielmehr die gesamte Atmosphäre, die das Buch ausmacht. Das Hauptaugenmerk liegt nicht nur auf der Gestalt ‚Es‘. Es thematisiert viele Bereiche des Lebens und des Erwachsenwerdens, die allein schon ihren ganz eigenen Horror ausstrahlen. Es ist eine Geschichte über eine Gruppe von Kindern, die sich selbst finden, die Freundschaft finden und man lann ihnen dabei zuschauen, wie die Freundschaft wächst. King hat mit seinen Beschreibungen klassische Kinderängste zum Leben erweckt und hat damit wohl nicht nur bei mir ins Schwarze getroffen.

Warum es keine 5 Sterne geworden sind? Nun, ich war kein großer Fan davon, wie sich das Ende des Buches abgespielt hat. Ich weiß, dass mich die Enden von Stephen King manchmal etwas ratlos zurücklassen, denn King hat einfach seine sehr eigene Art. Trotzdem war mir das Ende etwas zu abgedreht und manche Dinge fand ich einfach so unnötig, dass sie mich sprachlos zurückgelassen haben.

Trotzdem insgesamt ein sehr gutes Buch, das mich trotz seiner vielen Seiten absolut gefesselt und nie gelangweilt hat.

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153 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

audrey carlan, trinity, erotik, liebe, reihe

Trinity - Brennendes Verlangen

Audrey Carlan , Christiane Sipeer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548289380
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Band 5, und damit der letzte Band der Reihe, dreht sich um Kat, die zum bekannten Freundeskreis gehört. Nachdem Kats Leben durch die ganzen Verwicklungen ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde, begleiten wir zunächst eine recht unzufriedene und deprimierte Kat.
Doch natürlich ist das nicht von langer Dauer, denn es kommt ein Mann herbei, und plötzlich hat ihr Leben wieder einen Sinn! Dass das ganze aber natürlich nicht reibungslos und ohne Probleme abläuft, sollte klar sein...

Klingt ein bisschen stumpf und ist es leider auch. Band 5 hat insgesamt die wenigste Handlung für mich bzw. das was an Handlung da ist, ist enorm vorhersehbar. Man konnte quasi schon die Augen rollen bevor der Augen-Roll-Moment kam.

Kat gehörte generell nicht zu meinen liebsten Figuren der Reihe, aber Band 5 wurde gut und klischeehaft gelöst. Damit ist die Reihe nun beendet uns insgesamt muss ich schon sagen, dass ich gut unterhalten wurde. Ich habe die einzelnen Teile der Trinity Reihe teilweise an einem Tag gelesen und habe mich zu keiner Sekunde wirklich gelangweilt. Solche Geschichten sind für mich einfach No-Brainer, d.h. ich kann prima abschalten und einfach mal vor mich hin lesen. Sowas brauche ich einfach mal zwischendurch zum Abschalten.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

richard laymon, das auge, usa

Das Auge

Richard Laymon , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453677036
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten.

Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.

Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen.

Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken.

Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!

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(64)

113 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

wulf dorn, thriller, die kinder, mystery, kinder

Die Kinder

Wulf Dorn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 04.09.2017
ISBN 9783453270947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

australien, familie, bestseller, trauer, skandal

Im Tal der Eukalyptuswälder

Elizabeth Haran , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 21.07.2017
ISBN 9783431039795
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf der Suche nach Strandlektüre bleibe ich oft bei Büchern hängen, die locker, leichte Geschichten versprechen und am besten auch schon ein sehr sommerliches Cover bieten. Daher bin ich ziemlich schnell auf ‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ gestoßen.

Das Buch bietet genau die richtige Atmosphäre für entspannte Stunden am Strand. Wir begleiten unsere Hauptfigur Matilda, die noch recht naiv und ein wenig steif daherkommt, was vielleicht auch an der Zeit liegen mag, denn wir befinden uns im Jahre 1925. Matildas Ansichten sind für heutige Maßstäbe ein wenig altbacken und was damals schnell aufgestoßen ist, würde heute vielleicht kaum mehr für ein Schulterzucken sorgen. Dennoch war ich sehr schnell im Geschehen drin, denn die Welt von Matilda wurde sehr schön und eingehend beschrieben.

‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Insgesamt gab es vielleicht ein paar kleine Längen im Buch und manche Dinge sind recht klischeehaft abgelaufen, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten von der Story. Wer also eine locker, leichte Sommerstory sucht, der kann getrost zu diesem Buch greifen!

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199 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

thriller, familiendrama, amoklauf, trauma, familientragödie

Die gute Tochter

Karin Slaughter , Fred Kinzel , Silvia Kuttny-Walser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.08.2017
ISBN 9783959671101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat.

Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten.

Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

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(47)

76 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

italien, flitterwochen, 19. jahrhundert, hotel, mord

Grandhotel Angst

Emma Garnier
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.08.2017
ISBN 9783328100881
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wir befinden uns im Jahre 1899 und Nell und ihr Mann Oliver verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen Riviera. Sie residieren im Grandhotel Angst, welches eine sehr spezielle Atmosphäre ausstrahlt. Schnell erfährt Nell, dass dem Hotel eine fürchterliche Geschichte zugrunde liegt und schon beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, denn plötzlich wird Nell des Mordes verdächtigt.

'Grandhotel Angst' hat meine Aufmerksamkeit durch das Cover geweckt. Auch der Klappentext klang vielversprechend und ich habe mir einen geheimnisvollen Roman in wunderschöner Kulisse vorgestellt. Das Setting ist in der Tat wunderschön und die Bilder des tatsächlich existierenden Hotels haben mir sehr geholfen, mich in das Setting hineinzufinden. Jedoch hat die Autorin es etwas übertrieben mit der visuellen Beschreibung. Es vergingen viele, viele Seiten, die sich nur mit der Beschreibung des Hotels und der Umgebung befasst haben. Für mich persönlich war es etwas zu viel.

Unsere Hauptfigur, Nell, gehörte leider zu den Personen, die mich nicht überzeugen konnten. Nell wurde als eine sehr unselbstständige und naive Person dargestellt. Viele Verhaltensweisen waren sicherlich der damaligen Zeit geschuldet, trotzdem konnte ich so vieles nicht nachvollziehen und Nell hat mich einige Male zum Augenrollen gebracht.

Lange Zeit passiert im Buch nicht sehr viel, bis die düstere Legende um das Hotel aufgegriffen wird. Der weitere Ablauf der Geschichte war ein ewiges Hin und Her, ständig kamen neue Informationen hinzu, wodurch sich die Ansichten änderten. Das zog sich tatsächlich bis zum Ende, was wohl einen raffinierten Plottwist darstellen sollte, ich fand es auch hier wiedermal einfach nur zu viel.

Spannung sieht für mich leider anders aus. Allerdings hatte ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin zu keiner Zeit das Bedürfnis das Buch abzubrechen. Der Geschichte hätte es trotzdem gut getan, weniger Wert auf Beschreibung der Umgebung zu legen, und dafür etwas mehr Spannung hereinzubringen. Manche Begebenheiten im Buch waren sehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Buch, trotz tollem Schreibstil zwar beendet habe, aber letztlich nicht besonders ernst nehmen konnte.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

zwillinge, psychothriller, mord, vergangenheitsbewältigung, familiendrama

Schläfst du noch?

Kathleen Barber , Maria Zettner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453422087
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

10 Jahre hat sich Josie vor ihrer Vergangenheit versteckt und lebt ein solides Leben. Doch plötzlich wird ihre Vergangenheit durch einen Podcast gelüftet und Josie muss sich den Erinnerungen stellen. 'Schläfst du noch?' könnte man durch das geheimnisvolle Cover für einen Thriller halten, auch der Klappentext lässt etwas in die Richtung vermuten. Das Buch ist jedoch als Roman deklariert und genau das bekommt man hier auch - einen Roman, der in Richtung Familiendrama geht.

Stück für Stück erfahren wir die Geschichte der Familie, welche besonders tragisch zu sein scheint. Dass nun eine Enthüllungsjournalistin den Fall erneut aufrollt, reißt bei allen Beteiligten alte Wunden auf. Besonders tragisch empfand ich die Entfremdung der Geschwister, die sich einst so nahe standen. Die Charaktere der Geschichte waren sehr gut gezeichnet, auch wenn gerade die Schwestern wirklich keine einfachen Personen sind. Im Gegenteil, beide sind äußerst sensibel und benehmen sich sehr unvorhersehbar. Die Story befasst sich nicht nur mit der Frage, wer den Familienvater denn nun tatsächlich umgebracht hat, sondern zeichnet außerdem auch das Leben der Familie, die seit Jahren unter den Begebenheiten leidet.

Die Geschichte wird zwischendurch immer wieder durch die Podcast Folgen aufgelockert, die sehr interessant gestaltet sind und ein wenig an 'Making A Murderer' erinnern. Nach und nach wird die Geschichte aufgelöst und man bekommt vor allem durch die Rückblicke vieles an Informationen, die man zusammensetzen kann. Man könnte sagen, dass die Geschichte relativ vorhersehbar ist, jedoch war ich durch die Story selbst und die fesselnden Charaktere so in der Geschichte versunken, dass es mir nichts ausmachte.

'Schläfst du noch?' ist ein gelungenes Buch, das vor allem dadurch besticht, dass es nicht um die reine Falllösung geht. Vielmehr ist es der Mix aus Fallaufklärung und der Darstellung der Familie, die mich so gefesselt hat.

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