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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

richard laymon, das auge

Das Auge

Richard Laymon , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453677036
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten.

Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären.

Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen.

Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken.

Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!

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(33)

62 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

thriller, wulf dorn, horror, mystery, die kinder

Die Kinder

Wulf Dorn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 04.09.2017
ISBN 9783453270947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Im Tal der Eukalyptuswälder

Elizabeth Haran , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 21.07.2017
ISBN 9783431039795
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf der Suche nach Strandlektüre bleibe ich oft bei Büchern hängen, die locker, leichte Geschichten versprechen und am besten auch schon ein sehr sommerliches Cover bieten. Daher bin ich ziemlich schnell auf ‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ gestoßen.

Das Buch bietet genau die richtige Atmosphäre für entspannte Stunden am Strand. Wir begleiten unsere Hauptfigur Matilda, die noch recht naiv und ein wenig steif daherkommt, was vielleicht auch an der Zeit liegen mag, denn wir befinden uns im Jahre 1925. Matildas Ansichten sind für heutige Maßstäbe ein wenig altbacken und was damals schnell aufgestoßen ist, würde heute vielleicht kaum mehr für ein Schulterzucken sorgen. Dennoch war ich sehr schnell im Geschehen drin, denn die Welt von Matilda wurde sehr schön und eingehend beschrieben.

‚Im Tal der Eukalyptuswälder‘ ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Insgesamt gab es vielleicht ein paar kleine Längen im Buch und manche Dinge sind recht klischeehaft abgelaufen, aber dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten von der Story. Wer also eine locker, leichte Sommerstory sucht, der kann getrost zu diesem Buch greifen!

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137 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

familiendrama, thriller, amoklauf, usa, schwestern

Die gute Tochter

Karin Slaughter , Fred Kinzel , Silvia Kuttny-Walser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.08.2017
ISBN 9783959671101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat.

Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen.

‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten.

Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

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44 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

italien, hotel, 19. jahrhundert, mord, 2017

Grandhotel Angst

Emma Garnier
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.08.2017
ISBN 9783328100881
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wir befinden uns im Jahre 1899 und Nell und ihr Mann Oliver verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen Riviera. Sie residieren im Grandhotel Angst, welches eine sehr spezielle Atmosphäre ausstrahlt. Schnell erfährt Nell, dass dem Hotel eine fürchterliche Geschichte zugrunde liegt und schon beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, denn plötzlich wird Nell des Mordes verdächtigt.

'Grandhotel Angst' hat meine Aufmerksamkeit durch das Cover geweckt. Auch der Klappentext klang vielversprechend und ich habe mir einen geheimnisvollen Roman in wunderschöner Kulisse vorgestellt. Das Setting ist in der Tat wunderschön und die Bilder des tatsächlich existierenden Hotels haben mir sehr geholfen, mich in das Setting hineinzufinden. Jedoch hat die Autorin es etwas übertrieben mit der visuellen Beschreibung. Es vergingen viele, viele Seiten, die sich nur mit der Beschreibung des Hotels und der Umgebung befasst haben. Für mich persönlich war es etwas zu viel.

Unsere Hauptfigur, Nell, gehörte leider zu den Personen, die mich nicht überzeugen konnten. Nell wurde als eine sehr unselbstständige und naive Person dargestellt. Viele Verhaltensweisen waren sicherlich der damaligen Zeit geschuldet, trotzdem konnte ich so vieles nicht nachvollziehen und Nell hat mich einige Male zum Augenrollen gebracht.

Lange Zeit passiert im Buch nicht sehr viel, bis die düstere Legende um das Hotel aufgegriffen wird. Der weitere Ablauf der Geschichte war ein ewiges Hin und Her, ständig kamen neue Informationen hinzu, wodurch sich die Ansichten änderten. Das zog sich tatsächlich bis zum Ende, was wohl einen raffinierten Plottwist darstellen sollte, ich fand es auch hier wiedermal einfach nur zu viel.

Spannung sieht für mich leider anders aus. Allerdings hatte ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin zu keiner Zeit das Bedürfnis das Buch abzubrechen. Der Geschichte hätte es trotzdem gut getan, weniger Wert auf Beschreibung der Umgebung zu legen, und dafür etwas mehr Spannung hereinzubringen. Manche Begebenheiten im Buch waren sehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Buch, trotz tollem Schreibstil zwar beendet habe, aber letztlich nicht besonders ernst nehmen konnte.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

zwillinge, psychothriller, mord, vergangenheitsbewältigung, familiendrama

Schläfst du noch?

Kathleen Barber , Maria Zettner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453422087
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

10 Jahre hat sich Josie vor ihrer Vergangenheit versteckt und lebt ein solides Leben. Doch plötzlich wird ihre Vergangenheit durch einen Podcast gelüftet und Josie muss sich den Erinnerungen stellen. 'Schläfst du noch?' könnte man durch das geheimnisvolle Cover für einen Thriller halten, auch der Klappentext lässt etwas in die Richtung vermuten. Das Buch ist jedoch als Roman deklariert und genau das bekommt man hier auch - einen Roman, der in Richtung Familiendrama geht.

Stück für Stück erfahren wir die Geschichte der Familie, welche besonders tragisch zu sein scheint. Dass nun eine Enthüllungsjournalistin den Fall erneut aufrollt, reißt bei allen Beteiligten alte Wunden auf. Besonders tragisch empfand ich die Entfremdung der Geschwister, die sich einst so nahe standen. Die Charaktere der Geschichte waren sehr gut gezeichnet, auch wenn gerade die Schwestern wirklich keine einfachen Personen sind. Im Gegenteil, beide sind äußerst sensibel und benehmen sich sehr unvorhersehbar. Die Story befasst sich nicht nur mit der Frage, wer den Familienvater denn nun tatsächlich umgebracht hat, sondern zeichnet außerdem auch das Leben der Familie, die seit Jahren unter den Begebenheiten leidet.

Die Geschichte wird zwischendurch immer wieder durch die Podcast Folgen aufgelockert, die sehr interessant gestaltet sind und ein wenig an 'Making A Murderer' erinnern. Nach und nach wird die Geschichte aufgelöst und man bekommt vor allem durch die Rückblicke vieles an Informationen, die man zusammensetzen kann. Man könnte sagen, dass die Geschichte relativ vorhersehbar ist, jedoch war ich durch die Story selbst und die fesselnden Charaktere so in der Geschichte versunken, dass es mir nichts ausmachte.

'Schläfst du noch?' ist ein gelungenes Buch, das vor allem dadurch besticht, dass es nicht um die reine Falllösung geht. Vielmehr ist es der Mix aus Fallaufklärung und der Darstellung der Familie, die mich so gefesselt hat.

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179 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, erotik, verlust, trauer, trinity

Trinity - Bittersüße Träume

Audrey Carlan , Graziella Stern
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289373
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Band 4 der Trinity Reihe dreht sich nun um Maria, die zum Freundeskreis von Gillian gehört, welche die Hauptfigur der Bände 1-3 war. Nachdem am Ende des dritten Bandes Marias Freund im Kampf gegen den Stalker gestorben war, trifft diese nun auf den bis dato unbekannten Zwillingsbruder des Toten. Und das ist auch gut so, denn nun hat Maria -  oh, Überraschung - einen Stalker! Da ist es doch recht praktisch, dass wieder ein temperamentvoller, besitzergreifender Höhlenmensch auftaucht, um die hilflose Frau zu beschützen. Das mag jetzt vielleicht ein wenig sarkastisch klingen, aber ich glaube keine Seifenoper hätte sich diese Story besser und vor allem klischeehafter ausdenken können.

Maria war bereits in den vorherigen drei Bänden nicht unbedingt meine Lieblingsfigur. Ehrlichgesagt finde ich diesen Sprachmix, den sie das ganze Buch hinweg durchzieht, etwas nervig. Noch nerviger allerdings war der besagte Zwillingsbruder. Eli oder Red oder wie auch immer er genannt wurde, war tatsächlich noch schwerer zu ertragen als Chase aus den ersten Bänden. So ein rüpelhaftes Verhalten hätte mich ehrlich gesagt sehr schnell auf die Palme gebracht. Unsere Maria hingegen schmilzt natürlich sehr schnell dahin bei der geballten Testosteron-Power.

Insgesamt fand ich die Story um Maria nicht ganz so gelungen. Trotzdem ließen sich die 300 Seiten schnell weglesen, da Audrey Carlan einfach einen sehr flüssigen Schreibstil hat. Am Ende des Buches wird auch schnell klar, um wen sich Band 5 und somit der letzte der Reihe, drehen soll.

Wer etwas seichtes für zwischendurch sucht, ist bei der Trinity Reihe sicherlich ganz gut aufgehoben, allerdings sollte man halt wirklich nicht mit Logik oder gar einem Moralempfinden an die Geschichten herangehen. Trinity ist purer Seifenopern-Stoff und wahrlich keine Geschichte voller Realismus.

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

horror, #jackkilborn, mystery, #jakonrath, #thriller

Das Angstexperiment

J.A. Konrath
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 06.06.2017
ISBN 9781477809242
Genre: Sonstiges

Rezension:

J. A. Konrath hat bereits einige Bücher in der Jack-Daniels-Reihe herausgebracht sowie unter dem Pseudonym Jack Kilborn . Ich habe die Bücher von Jack Kilborn vor einiger Zeit bereits gelesen und fand sie teilweise sehr gut für ihr Genre. Besonders 'Das Hotel' ist mir extrem im Gedächtnis geblieben und hat mir tatsächlich sehr viel Unbehagen beschert.

Daher war ich sehr erfreut darüber, dass im 'Angstexperiment' viele bereits bekannte Gesichter aus den vorherigen Romanen auftauchen. Das macht direkt Lust sich die Jack-Daniels-Reihe mal genauer anzuschauen.

Anfangs werden nach und nach die Personen vorgestellt und man erfährt ein wenig zur Vorgeschichte. Wer die anderen Bücher nicht gelesen hat, und die aber vielleicht noch lesen möchte, braucht sich aber keine Sorgen machen. Es wird zwar quasi gespoilert, wer als Überlebender aus den vorherigen Geschichten hervorgeht, aber trotzdem nimmt es einem nicht zu viel weg. Theoretisch gesehen ist es ja meist sowieso wahrscheinlich, dass der Hauptcharakter lebend aus der Story kommt.

Durch die Vorstellung der Charaktere beginnt die Story recht langsam und kommt tatsächlich erst ab der Hälfte in Fahrt. Jedoch empfand ich die Einführung der Figuren als keineswegs langweilig, ich denke aber trotzdem, dass dies nicht jedermanns Geschmack ist.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es ließ sich sehr schnell durchlesen durch den angenehmen Schreibstil. Oft passieren so viele Dinge Schlag auf Schlag, so dass ab der Hälfte die Story rasant an Fahrt aufgenommen hat.

Viele Szenen sind durchaus etwas absurd und fast schon lachhaft, aber ich finde genau diesen Stil des Autors sehr unterhaltsam. Wer aber z.B. auch nichts mit Richard Laymon anfangen kann, der wird hier wohl auch nicht glücklich.

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189 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 92 Rezensionen

thriller, martin abel, rainer löffler, brutal, gummersbach

Der Näher

Rainer Löffler
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404174546
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach ‚Blutsommer‘ und ‚Blutdämmerung‘ kommt mal nichts mit Blut, sonder ‚Der Näher‘! Ein recht profaner Titel, für einen so geladenen Thriller. Wir begleiten hauptsächlich unseren bereits bekannten Ermittler Abel, der quasi zwangsvermittelt wurde, um in einem beschaulichen Städtchen in bereits ‚erledigten‘ Fällen zu forschen. Doch natürlich findet Abel heraus, dass einiges nichts so ist wie es scheint und somit steht er wiedermal inmitten eines unglaublichen Falles.

Das Buch kann durchaus auch ohne Vorkenntnis der beiden ersten Teile gelesen werden. Es wird zwar selten Bezug genommen auf die früheren Fälle, aber dabei nicht gespoilert oder etwas vorausgesetzt.

Abel erscheint mir im dritten Teil wieder etwas gesetzter und nicht mehr ganz so unruhig und undurchdacht wie im zweiten Teil. Die neue Umgebung hat alles mal wieder etwas aufgelockert und man hat neue Figuren kennen lernen können. Besonders die Kollegin, die Abel zur Seite gestellt wurde, fand ich teilweise urkomisch mit ihrem trockenen Humor. Von Abels Immer-Noch-Freundin (ja, ich hoffe weiterhin, dass diese Beziehung sich auflöst, da die beiden für mich so gar nicht zusammen passen) sieht man im dritten Teil verhältnismäßig wenig, was mich auch nicht sonderlich gestört hat.

Der Fall selbst war wieder mal sehr interessant gestaltet. Wir erleben auch hier die polizeiliche Ermittlungsarbeit, wie sich langsam an die Sache herangetatet wird. Im Gegenstück dazu bekommen wir wieder die Gelegenheit in die Vergangenheit des Mörders einzutauchen, was wirklich sehr interessant und verstörend war. Im Laufe des Buches wird man natürlich zunächst auf eine falsche Fährte geführt. Jedoch ist die letztliche Auflösung ein wenig vorhersehbar, denn so viele Möglichkeiten blieben dann einfach nciht mehr.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil und die spannende Handlung haben wieder mal dazu eingeladen, das Buch in sehr kurzer Zeit durchzulesen. Trotz kleiner Minuspunkte ein Volltreffer für mich!

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80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sex, mississippi, ausreißerin, roman, armut

Fay

Larry Brown , Thomas Gunkel
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453270961
Genre: Romane

Rezension:

‚Fay‘ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Mädchens, die aufgrund schwerer Familienverhältnisse entscheidet, wegzulaufen. Die Geschichte ist eine Kombination aus ‚Coming-of-Age‘ und ‚Roadmovie‘, gespickt mit viel Leid, Perspektivlosigkeit und allgemein der dunklen Seite des Lebens.

‚Fay‘ ist ein Roman aus der Feder des bereits 2004 verstorbenen Autors Larry Brown. Das Buch wurde bereits 2000 veröffentlich, jetzt endlich hat es den Weg auch in den deutschsprachigen Raum gefunden. Inhaltlich konnte ich einige Parallelen zu dem Film ‚Runaway Girl‘ finden, welcher auch auf einem Roman basiert – dem 2007 erschienen ‚Hick‘ von Andrea Portes. Die Ähnlichkeiten beruhen aber vor allem auf der Grundthematik und der gezeigten Gesellschaftsschicht. Sogenannte Bücher aus dem ‚Country Noir‘ Genre üben eine Faszination auf mich aus, die ich nicht mal in Worte packen kann. Mich interessieren die dunklen Flecken einer Gesellschaft. Da das Buch auch noch in einem meiner Lieblingsverlage, Heyne Hardcore, erschienen ist, brauchte ich nicht mehr viel Anreiz und war sofort interessiert.

Bereits zu Beginn der Geschichte wird klar, dass uns hier eine soziale Randgruppe dargestellt wird. Armut, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Drogen, sexuelle Gewalt – all dies scheint in Fays Welt an der Tagesordnung zu stehen. Fay möchte ausbrechen und beschließt, ihrer Familie den Rücken zu kehren. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen, die es tatsächlich nicht immer gut mit ihr meinen. Fay wird als eine sehr gefasste, pragmatische, aber doch naive junge Frau dargestellt, die gerne an das Gute im Menschen glauben will. Doch auch bei ihr hat das verrohte Leben schon Spuren hinterlassen und sie wird zunehmend misstrauischer mit jeder schlechten Erfahrung. Trotz ihrer aufgeschlossenen und netten Art, weiß sich Fay zu helfen, wenn sie in Bedrängnis gerät und ist alles andere als eine leichte Beute.

Doch Fay trifft leider nicht immer gute Entscheidungen, was wohl vor allem an ihrer Naivität liegt. Für mich als Leser nicht unbedingt nachvollziehbar, aber aus Fays Sicht durchaus. So ist es sogar vorgekommen, dass Fay aus meiner Sicht eine total dumme Entscheidung trifft, die ich überhaupt nicht mochte. Im Verlauf der Story verschlechtert sich aber alles so sehr, dass der vermeintliche Fehler vorher, eher einer Rettung gleichkommt. Die Geschichte selbst hat nicht unbedingt hervorstechende Highlights und fließt eher vor sich hin, jedoch war ich niemals gelangweilt, auch wenn das Buch durchaus ein paar Längen aufweist.

Einzig das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da es wohl einfach nicht mein Geschmack war. Ich habe nicht mit einem Happy End gerechnet, da das wohl kaum dem Buch gerecht werden würde, aber etwas weniger offen und ein wenig hoffnungsvoller hätte mir schon gefallen.

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485 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, verrat, prinzessin

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mir Band 1 der Chronik der Verbliebenen schon sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. 'Der Kuss der Lüge' hat mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger geendet, daher konnte ich es kaum erwarten weiterzulesen.

Nachdem nun geklärt wurde, wer von den beiden Herren welche Rolle hat, geht das Liebesdreieck dennoch ein wenig weiter. Wir befinden uns nun im Feindesland Venda. Wir lernen Venda mit all seinen Facetten kennen, die Welt, die hier gezeichnet wurde, war wieder mal sehr bildhaft beschrieben und äußerst eindrucksvoll. Anfangs erscheint Venda sehr düster und regelrecht karg, jedoch schaut Lia nach und nach hinter die harte Fassade und findet sogar einige nett gesinnte Menschen.

Ich fand, dass im ersten Band die Charakterzeichnung etwas besser gelungen ist als hier. Ich hätte mir gewünscht, dass wir unsere Hauptcharaktere noch etwas tiefergehend kennen lernen. Einzig bei Kaden ist mir das ein wenig gelungen, Lia und Rafe blieben für mich etwas auf der Strecke.

Insgesamt betrachtet ist im zweiten Band gar nicht sehr viel passiert. Wir werden in die neue Welt Vendas eingeführt und erleben dort das Geschehen zum Großteil durch Lias Augen. Das Buch hat im Gegensatz zu Teil 1 einige Längen, weshalb ich es etwas schwächer finde. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung und wie die Geschichte weitergesponnen wird.

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123 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

england, geheimnisse, paula hawkins, into the water, thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2017
ISBN 9783764505233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

'Into The Water' hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, als ich gesehen hatte, dass es von der selben Autorin wie 'Girl On The Train' ist. Das Buch habe ich damals sehr gut gefunden, einfach weil es für die damalige Zeit etwas vollkommen Neues für mich war. Umso gespannter war ich natürlich auf 'Into The Water' und meine Erwartungen waren recht hoch gesetzt.

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Wer eine Geschichte wie bei 'Girl On The Train' erwartet, der wird vermutlich, wie ich, enttäuscht werden. Das Buch ist allerdings auch 'nur' als Roman deklariert, auch wenn es einige Thriller Elemente aufweist. Die Story baut sich nur sehr langsam auf und die Stimmung würde ich durchgehend als dahinplätschernd bezeichnen.

Am Anfang steht der Todesfall von Nel, weshalb ihre Schwester Julia in ihre Heimat zurückkehrt. Dort angekommen, wird schnell klar, dass die Todesumstände sehr mysteriös sind und nichts so ist, wie es scheint. Hinzu kommt, dass die Story aus der Sicht von sehr vielen Personen erzählt wird. Diese Personen erzählen im Grunde alle etwas anderes und so weiß man nie genau, woran man nun ist. Durch den stetigen Perspektivwechsel war es für mich auch sehr schwierig an der Geschichte dran zu bleiben. Positiv fand ich jedoch, dass unten neben der Seitenzahl immer der Name der Person stand, die gerade erzählt. Das hat zwar etwas geholfen, trotzdem war es mir insgesamt etwas zu viel. Durch die vielen Personen kam die Geschichte wirklich sehr langsam in Fahrt und ich habe mich durch die ersten zwei Drittel durchkämpfen müssen. Im letzten Drittel nimmt die Story durchaus noch an Fahrt auf, jedoch muss man dafür wirklich Geduld mitbringen.

Dass ich mich trotzdem durch das Buch gekämpft habe, lag wohl zum Großteil am recht angenehmen Schreibstil der Autorin. Außerdem wollte ich natürlich trotzdem gerne wissen, wie sich alles am Ende auflöst und das hat mir dann ketztlich auch ganz gut gefallen. Insgesamt ist 'Into The Water' ein recht durchschnittliches Buch mit einigen Minuspunkten. Ich würde vermutlich trotzdem weitere Bücher von Paula Hawkins lesen, denn 'Girl On The Train' konnte mich auch begeistern, obwohl es ebenfalls kein Buch mit vielen Spannungsspitzen war. Vielleicht war 'Into The Water' einfach nicht meine bevorzugte Art von mysteriösem Mordfall.

*Rezensionsexemplar

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292 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich glaube, kein Klappentext hat mich in letzter Zeit so neugierig gemacht wie dieser. Die Kombination aus einem Freizeitpark und einem umgehenden Mörder klingt einfach grandios, daher war ich wirklich sehr gespannt, was die Geschichte zu bieten hat.

Es klingt beinahe wie ein typischer amerikanischer Horrorfilm. 12 Menschen, die abgeschnitten auf einer Insel warten müssen, bis nach 3 Tagen endlich eine Fähre kommt. Ein Mörder geht um und es gibt kein Entkommen. Natürlich liegen schnell die Nerven blank und im Verlaufe der Geschichte wird jeder mal verdächtigt. Jeder beobachtet jeden argwöhnisch und jede Handlung und Konversation wird kritisch betrachtet. Tatsächlich fängt man schnell an, selbst mitzurätseln. Gänzlich undurchsichtig wird es jedoch, als noch die Vergangenheit eines Protagonisten eingestreut wird. Wer erzählt die Wahrheit und wer verbirgt seine wahren Motive?

Das Buch ist wahrlich ein Katz und Maus Spiel, denn wirklich jeder erzählt etwas anderes. Nichts kann hier für bare Münze genommen werden. Und am Ende kommt es sowieso total anders, als man jemals vermutet hätte.

Das Buch ließ sich relativ schnell lesen, jedoch ist der Schreibstil vielleicht nicht für jeden etwas. Manche Szenen fand ich teilweise etwas abgehakt und überstürzt geschrieben, so dass ich manchmal gar nicht richtig auffassen konnte, was hier genau passiert ist. Der Autor hat außerdem ein ganz eigene Art und Weise Szenen bildlich zu beschreiben. Für mich war die Art nicht sehr gut greifbar und ich musste einiges mehr an Fantasie aufbringen, um mir das Geschriebene bildhaft vorstellen zu können.

Die Story war sehr interessant aufgeteilt in die Geschichte selbst, und zurückliegende Interviews mit den verschiedenen Charakteren. Das Buch bietet eine Fülle an Figuren, insgesamt 12 Stück, da kann es schon mal unübersichtlich werden. Die Interviews haben geholfen die Personen näher kennen zu lernen und man konnte einige interessante Geschichten aus ihrer Vergangenheit hören. Wer Probleme hat sich 12 Personen inklusive ihrer Rolle zu merken, der kann übrigens ganz bequem zur letzten Seite im Buch blättern, dort sind nochmal alle Personen inklusive ihrer Rolle im Buch aufgeführt. Mir hat das im Laufe der Story sehr geholfen, den Überblick zu behalten.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich sehr an 90er Horrorfilme á la "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" erinnert. Eine Gruppe Leute wird von einem Killer gejagt, die Verdächtigungen treffen jeden mal und am Ende kommt es dann doch anders. Und in diesem Buch wirklich anders. Zuletzt hat mich kein Ende einer Story so überrascht wie hier. Ich glaube man muss eine gewisse Vorliebe für Horrorfilme solcher Art haben, um dieses Buch gut zu finden. Wer einen reinen Thriller erwarten, könnte unter Umständen etwas enttäuscht sein. Da ich aber von Anfang an diese kleine Assoziation zu US-Horrorfilmen im Kopf hatte, hat mir das Buch mit ein paar Abzügen wirklich gut gefallen.

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67 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

joe hill, fireman, fantasy, pandemie, dystopie

Fireman

Joe Hill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453318342
Genre: Fantasy

Rezension:

'Fireman' erzählt von einer Welt, in der eine Pandemie ausgebrochen ist. Infizierte Menschen tragen plötzlich Markierungen auf der Haut und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie in Flammen aufgehen und bei lebendigem Leib verbrennen. Wir lernen Harper kennen, die zunächst versucht als Krankenschwester ihr Möglichstes zu leisten, doch die Pandemie greift immer mehr um sich. Als Harper bemerkt, dass sie schwanger ist und auch erste Markierungen der Seuche trägt, versucht sie alles um ihr Kind zu schützen.

In der Story begleiten wir vor allem Harper, lernen aber auch viele andere Menschen kennen, deren Gedanken wir teilen können. Harper jedoch führt uns durch die Geschichte, die schier ausweglos erscheint, jedoch erscheint bald Hoffnung in Gestalt eines Mannes, der sich selbst Fireman nennt und scheinbar das Feuer beherrschen kann.

Trotz der mehr als 900 Seiten kommt man erstaunlich gut durch das Buch, was vor allem am wunderbar flüssigen Schreibstil des Autoren liegt. Joe Hill hat es geschafft, dass ich durch die vielen Seiten nur so geflogen bin. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, und ich hatte das Gefühl die Hauptprotagonistin Harper gut kennen zu lernen. Das Buch lebt für mich aber auch durch seine Dialoge, die oftmals auch erfrischend witzig sind. Für mich gab es im Buch kaum Längen, die Geschichte trampelte nicht auf der Stelle. Einzig das oftmals beschriebene 'Leuchten' wurde vielleicht ein wenig zu oft und ausschweifend erwähnt.

Die Welt, die Joe Hill hier erschaffen hat, war für mich sehr greifbar. Eine düstere Endzeit-Geschichte, die spannungsgeladen war und bei der trotzdem immer ein Hauch Hoffnung bei den Protagonisten mitschwang. Ich habe mich im Laufe der Story oftmals gefragt, wie ich wohl in so manchen Situationen gehandelt hätte. Für mich war es eine stimmige Story, in der es eben nicht um die Pandemie als solche ging, sondern vielmehr um die Menschen und wie diese damit umgingen. Was eine Pandemie unter Menschen ausrichten kann, zeigt sich vor allem an der relativ klar gezeichneten Linie zwischen Gut & Böse. Wer besinnt sich auf Gutes und wer nutzt die Seuche aus, um schlimme Dinge zu tun?

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, einzig das Ende hat mich etwas traurig zurückgelassen, denn so wirklich abgeschlossen empfand ich die Story nicht. Für mich hätte das Buch gerne noch einige Kapitel mehr haben können. So bleibt am Ende weiterhin nur die schwache Hoffnung am Horizont, die einen schon das ganze Buch hinweg begleitet hat.

*Rezensionsexemplar

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(147)

245 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

thriller, haus, psychothriller, london, the girl before

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

'The Girl Before' ist der erste Thriller von JP Delaney, der aber bereits unter anderem Namen erfolgreiche Romane verfasst hat. Das Cover und der Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit erregt, obwohl ich langsam etwas durcheinander komme mit all den Bücher, die irgendwas mit 'Girl' im Titel tragen. Andererseits ist der Buchtitel durchaus passend für die Geschichte.

In der Geschichte begleiten wir Jane, die uns durch die gegenwärtige Zeit führt und Emma, die wir in Rückblicken kennen lernen. Jane hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und hat nun die Chance auf einen Neuanfang in einem technisch hochmodernen Haus. Das Haus ist sehr speziell und stellt gewissermaßen Ansprüche an seine Bewohner - es verfügt kaum über Möbel, strahlt allgemein keine Gemütlichkeit aus und alles funktioniert digital. Als Jane erfährt, dass ihre Vormieterin, Emma, im Haus gestorben ist, fängt sie an zu recherchieren und deckt so ungeahnte Dinge auf.

Durch den Wechsel der Perspektiven lernen wir beide Figuren sehr gut kennen. Allerdings sind sich die beiden nicht unähnlich, es dreht sich oft um ähnliche Begebenheiten, so dass ich manchmal mitten im Kapitel zurückblättern musste, weil unklar war, aus welcher Perspektive ich gerade lese. Beide Frauen haben recht naiv und gutgläubig gehandelt, was mich manchmal schon etwas aufgeregt hat. Wie oft kann man bitte das Schrillen sämtlicher Alarmglocken überhören? Und warum kamen den Damen teilweise erst Monde später Gedanken, die quasi auf der Hand lagen? Nichtsdestotrotz haben mir beide Perspektiven insofern gefallen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Der sogenannte 'charismatische' Besitzer und Architekt des Hauses war mir jedoch die unerträglichste Person des Buches. Edward wies so viele Parallelen zu typischen männlichen Hauptfiguren in New Adult Romanen auf, dass ich nicht umhin kam, ihn als eine Art 'Psycho-Mr.Grey' zu sehen.

Trotz der gewöhnungsbedürftigen Figuren, habe ich die Geschichte in kurzer Zeit durchgelesen. Anfangs war mein Lesefluss etwas gestört von der Tatsache, dass in den Rückblenden die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet war, daran habe ich mich aber schnell gewöhnt.

Im Verlauf gab es einige Überraschungen und auch das Ende gehörte für mich nicht unbedingt zu den vorhersehbarsten. Alles in allem fand ich das Buch durchaus überzeugend. Übrigens ist auch schon eine Verfilmung geplant, die ich mir dann gerne anschauen würde.

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320 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

roman, freundschaft, gail honeyman, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Als ich das Cover und den Klappentext sah, dachte ich zunächst, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Doch unsere Protagonistin ist bereits 30 Jahre alt und wirklich sehr speziell. Anfangs könnte man meinen, dass man hier einen typisch einsamen, grummeligen und schrulligen Charakter vor sich hat, doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Eleanor Oliphant ist seit langem der sympathischste Charakter, der mir untergekommen ist und sie ist mir regelrecht ans Herz gewachsen.

Wir begleiten Eleanor durch ihr anfangs sehr monotones Leben, das aber plötzlich an Fahrt aufnimmt. Die Geschichte ist keineswegs von viel Spannung gekennzeichnet, man könnte fast sagen sie plätschert eher etwas dahin und dennoch fand ich das Buch grandios! Insgesamt betrachtet passiert im Buch gar nicht viel, aber für Eleanor haben halt kleine Dinge schon eine viel höhere Bewandniss als für Otto Normal. Unsere Protagonistin macht im Buch so viele positive Veränderungen durch, dass es einfach Freude macht, ihr dabei zuzusehen wie sie regelrecht aufblüht. Und damit meine ich keine Hässliches-Entlein-wird-zu-schönem-Schwan-Geschichte, sondern viele Kleinigkeiten, die das Leben von Eleanor wirklich lebenswert machen. Sehr erfrischend, dass die Protagonistin am Ende der Story nicht als neugeborener Superheld gezeigt wird, sondern schlichtweg einfach herrlich normal ist.

Der Schreibstil war wunderbar flüssig und man konnte nur so durch die Story fliegen. Besonders gefallen haben mir die inneren Monolage von Eleanor. Eleanors Gedankengänge waren mitunter wirklich sehr witzig, da sie viele Dinge einfach anders sieht als die meisten Menschen. Wahrscheinlich hat jeder so seine Macken und ich habe mich ab und zu doch in Eleanor wiedererkannt. Für mich ist 'Ich, Eleanor Oliphant' ein wahres Highlight. Ich bin sehr begeistert von Gail Honeymans Debütroman und hoffe, dass in Zukunft noch mehr von ihr erscheinen wird.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

jack ketchum, thriller, scar, familie, famielengeschichte

SCAR

Jack Ketchum , Lucky McKee , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jack Ketchum gehört zu meinen liebsten Autoren und das schon über viele Jahre hinweg. Ich liebe seinen schockierenden Schreibstil und finde seine Geschichten immer sehr interessant und flüssig zu lesen. 'SCAR' durfte also auch in meinem Bücherregal nicht fehlen.

Das Cover erregt sofort Aufmerksamkeit und der Klappentext macht extrem neugierig. Wir begleiten in der Geschichte Delia, ein junges Mädchen, das gerade dabei ist ihren schauspielerischen Durchbruch zu erleben. Gleich zu Beginn kann man hinter die heile Familienwelt blicken und feststellen, dass hier gar nichts so rosig ist, wie es nach außen scheint. Wärme und Nähe sucht Delia bei ihrer Hündin Caity, die beiden sind unzertrennlich. Als dann der besagte Unfall geschiet, beginnt die eigentliche Wendung der Geschichte.

Zunächst einmal würde ich gerne anmerken, dass das Buch zwar als 'Roman' deklariert ist, aber dennoch von Heyne Hardcore verlegt wurde. Wer den Verlag kennt, der weiß, dass es hier normalerweise sehr blutig und radikal zugeht, da hier schonungslos über rohe Gewalt geschrieben wird. Bei 'SCAR' fehlt mir das ein bisschen, da lediglich ganz zum Schluss der 'Hardcore-Teil' losgeht. Trotzdem finde ich es für die Story recht passend. Sie beginnt langsam und gipfelt eben in einem Showdown, der auf jeden Fall Hardcore genannt werden darf. Zarte Seelchen sollte nicht unbedingt zu diesem Buch greifen.

Die Geschichte wird uns aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wir begleiten alle Familienmitglieder, wenn auch in verschiedenem Ausmaß. Sogar die Familienhündin Caity kommt quasi zu Wort, diese Abschnitte fand ich allerdings nicht immer notwendig. Jede der Figuren wird so etwas näher beleuchtet und man erfährt, dass anscheinend jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, was jedoch gewisse Personen nicht sympathischer macht. Der Schreibstil von Jack Ketchum ist für mich sehr flüssig lesbar, da die Sprache recht einfach gehalten ist.

Für mich ist 'SCAR' nicht unbedingt das, was ich von Ketchum gewohnt bin, aber dennoch konnte das Buch bei mir punkten. Wer Geschichten über heile Welten mit tiefen Abgründen mag, vor Gewaltszenen nicht zurückschreckt, der sollte sich dieses Buch unbedingt mal angucken.

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240 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

dystopie, mord, kerry drewery, jugendbuch, manipulation

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch habe ich schon seit Anfang des Jahres sehnsüchtig erwartet, denn der Klappentext klang einfach grandios. Wir befinden uns in einer Welt, in der das gängige Rechtssystem, das wir kennen, durch ein Fernsehvoting ersetzt wurde. Diese Welt, die dort gezeichnet wurde und die ganze Idee dahinter fand ich wirklich sehr interessant. Ich bin ein bisschen überrascht, dass die Meinungen zu dem Buch tatsächlichso weit auseinander gehen.

Dem Verlauf der Geschichte können wir aus der Perspektive verschiedener Personen folgen. Mitunter sind einige Kapitel in einer Art Interviewform geschrieben, da wir der zugehörigen TV-Show beiwohnen. Ich fand alle Perspektiven sehr interessant und ich konnte wunderbar flüssig von Kapitel zu Kapitel lesen. Lediglich das Hervorheben der Sprache einer Person fand ich etwas überflüssig. Bei besagter Person wurde eine sehr informelle Schreibweise benutzt und genau so geschrieben, wie die Person eben auch sprechen sollte. Also sehr umgangssprachlich und mit einer Art Dialekt. Ich hatte dann zwar direkt eine Vorstellung im Kopf, aber andererseits stört es mich auch etwas im Lesefluss. Mit unserer Hauptfigur Martha bin ich noch nicht ganz warm geworden, ich fand aber auch generell, dass sie etwas distanziert rüberkam.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wenn auch der Plot durchaus schnell vorhersehbar war. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht das Geschehen zu verfolgen und am Ende wirklich Recht zu behalten, was meine Vorahnung betraf.

'Marthas Widerstand' ist nur der Auftakt einer Reihe und wie zu erwarten bleibt das Ende hier beim ersten Teil sehr offen. Ich hoffe wir müssen nicht zu lange auf den zweiten Teil warten, ich habe gesehen, dass die englische Ausgabe Mitte Juni erscheinen soll. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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183 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

audrey carlan, liebe, erotik, trinity, sex

Trinity - Tödliche Liebe

Audrey Carlan , Christiane Bowien-Böll
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783548289366
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Band 3 der Trinity Reihe knüpft nahtlos an das Ende des zweiten Teils an. Mit diesem Einstieg kommt auch gleich mal wieder etwas Fahrt in die ganze Geschichte, denn die Storyline bietet etwas mehr als nur das typische Liebesdrama und Sex. Wenn man die drei Teile recht nah nacheinander liest, kann es schon mal vorkommen, dass einen die Sexszenen langsam nerven, da sie nunmal recht ähnlich gestrickt sind. Umso erfrischender war dann die Auflockerung durch etwas Spannung und Thrill.

Insgesamt muss ich wieder bemängeln, dass Chase mir mächtig gegen den Strich ging. Absolut affiges Alphamännchen-Gehabe, das ich so noch nie bei einem erwachsenen Mann erlebt habe. Und die Protagonistin findet das auch noch gut. Außerdem waren einige Sachen in der Geschichte nicht ganz logisch, aber wie schon bei den ersten beiden Teilen gesagt - mit Logik sollte man der Trinity Reihe eher nicht begegnen. Für mich war der dritte Teil wieder ein absoluter Pageturner, ich wurde sehr gut unterhalten und werde die Reihe weiterverfolgen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mörderisches Menü

Christof A. Niedermeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288604
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch 'Mörderisches Menü' ist mir zunächst durch sein schönes Landschaftscover aufgefallen. Als ich dann den Untertitel las - ein kulinarischer Krimi - war ich sofort interessiert, denn was gibt es besseres als Mord und leckeres Essen in einem Buch? Dass das Buch bereits ein Teil 2 einer Reihe ist, habe ich erst im Verlauf der Geschichte bemerkt, da öfter mal Hinweise darauf gefallen sind. Mich hat es im Lesefluss und Verständnis nicht beinträchtigt, da das Buch selbst eine abgeschlossene Geschichte ist.

In der Geschichte begleiten wir den jungen Koch Jo, der scheinbar gerne den Hobbydetektiv in seiner Freizeit spielt. Natürlich stolpert er auch praktischerweise immer wieder über Leichen im Zuge seiner Ermittlungen. Immer wieder wird abseits des Kriminalfalles auf seine Tätigkeit im Restaurant eingegangen und man bekommt eine sehr genaue Vorstellung über seine Kochkünste, die er in kreativen Menüs unter Beweis stellt. Die Gerichte werden wirklich sehr appetitanregend beschrieben, ich empfehle also das Buch nicht mit knurrendem Magen zu lesen, denn sonst ist der Gang zum Kühlschrank vorprogrammiert.

Auch das gesamte landschaftliche Setting wird sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Gegend rund um den Rhein klingt wirklich sehr einladend und für mich als unwissenden Leser auch sehr glaubhaft beschrieben, denn persönlich bin ich noch nicht in der Gegend gewesen.

Ich bin nicht unbedingt ein Fan vom "Normalbürger", der plötzlich zum Hobbydetektiv mutiert, jedoch fand ich die Umsetzung hier recht gelungen. Hin und wieder fand ich einige Sachen etwas unlogisch und besagter Hobbydetektiv hatte meiner Meinung nach viel zu viel Glück und auch zu leichten Zugang zu manchen Dingen. Trotzdem fand ich die Gesamtstory relativ stimmig, auch das Ende konnte mich überzeugen. Ich werde sicherlich bald mal den ersten Band um unseren Küchenchef Jo lesen und auf weitere Teile in diesem wunderschönen Setting hoffen.

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436 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 205 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, mord

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach einem kurzem Prolog beginnt die Geschichte gleich sehr rasant mit dem Fund einer Leiche, die aus Körperteilen mehrerer verschiedener Opfer zusammengenäht ist. Die Geschichte dreht sich also erstmal um die Identifizierung. Als dann kurz darauf die Liste mit weiteren zukünftigen Opfern bekannt wird, geht die Suche nach diesen Menschen los. Vieles in der Story ähnelt also dem bekannten Schema einer Schnitzeljagd. Das ist zwar nichts Neues, aber der Autor hat dies hier auf jeden Fall sehr spannend hinbekommen. Generell fand ich den Schreibstil des Autors sehr leicht zugänglich, die Kapitel waren nicht zu lang und teilweise fand in den Kapitel sogar noch ein Perspektivwechsel statt. Nach kurzer Zeit konnte ich die wichtigen Figuren gut auseinanderhalten. Unser Protagonist Wolf stellte mal wieder den Stereotyp eines gebrochenen Ermittlers dar, er handelt recht impulsiv und ist nicht gerade ein Sympathieträger.

Das Ende der Story bleibt recht offen, so dass genug Raum für eine Fortsetzung bleibt. Ich bin gespannt wie dies weitergeführt wird und ob dies eine typische Reihenfortsetzung mit den selben wiederkehrenden Ermittlern wird. Ich werde die Reihe auf jeden Fall gerne weiterverfolgen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

chicago, western, wilder westen, indianer, gewalt

Winter Family

Clifford Jackman ,
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453676923
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext von ‚Winter Family‘ hat mich sofort in seinen Bann gezogen, obwohl die Worte Bürgerkrieg und Söldnertruppe nicht unbedingt in meinen Leseinteressen vorkommen. Trotzdem stellte ich mir sofort einen blutigen Western im Stile von Tarantino oder Red Dead Redemption vor und war Feuer und Flamme. Außerdem gehören viele Bücher aus dem Heyne Hardcore Verlag zu meinen Lieblingen.

Und ‚Winter Family‘ wird dem Hardcore Stempel eindeutig gerecht. Während der insgesamt sehr interessanten Geschichte steht eines im Vordergrund – rohe Gewalt. Hier wird nicht zimperlich miteinander umgegangen und auch kein Blatt vor den Mund genommen. Der Autor schreibt in recht kurzen, einfachen und pragmatischen Sätzen und beschönigt nichts.

Anfangs hatte ich in den recht groß beschriebenen Kriegszenen Probleme die vielen Menschen zuzuordnen. Wer gehörte zu welcher Seite usw. Das hat anfangs zu ein paar Wirrungen geführt, so dass ich mich etwas mehr konzentrieren musste, um am Ball zu bleiben. Viele Personen, die einem im Buch begegnen, verlassen einen schnell wieder. Allerdings bleiben auch die wichtigen Protagonisten recht blass und konnten für mich nur bedingt an Tiefe gewinnen. Sehr interessant fand ich jedoch den Aspekt, dass die Geschichte über eine recht lange Zeitspanne hinweg spielt.

Das Buch ist sicherlich nichts für empfindliche Gemüter, wer aber generell ein Fan von Büchern aus dem Hause Heyne Hardcore ist, das Setting des Bürgerkriegs und stimmungsvolle Landschaften mag, der sollte sich das Buch unbedingt anschauen!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

eve dallas, korruption, j.d.robb, verrat aus leidenschaft, robb

Verrat aus Leidenschaft

J.D. Robb , Uta Hege
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734101472
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

J. D. Robb ist ein Pseudonym, unter dem die bekannte Autorin Nora Roberts schreibt. Die Reihe um Eve Dallas geht mit 'Verrat aus Leidenschaft' bereits in die 32. Runde. Die Bände rund um Lieutenant Dallas erscheinen in regelmäßigen Abständen und meist auch wenige Monate nacheinander, so dass hier keine langen Wartezeiten entstehen. Auch wenn durchaus mal Bezug auf einen vorherigen Fall genommen werden kann, behandeln alle Bände abgeschlossene Fälle, so dass man auch problemlos später einsteigen kann. Ich persönlich habe mit Band 32 'Verrat aus Leidenschaft' den Einstieg gewagt. Die Cover sind mir bereits mehrfach positiv ins Auge gefallen und Nora Roberts mag ich als Autorin auch sehr gerne. Ich kann gut verstehen, dass sie sich mit dem Pseudonym etwas frei machen wollte von ihren sonst so bekannten Liebesromanen.

Die Geschichten um unsere Hauptfigur Eve Dallas spielen in der Zukunft. Im 32. Band bewegen wir uns im Jahr 2060. Trotzdem braucht man hier keine Scheu vor Science Fiction zu haben. Ich bin selbst kein eingefleischter Science Fiction-Leser, aber abgesehen davon, dass die Story nunmal in der Zukunft spielt, kommen kaum futuristische Dinge zum Einsatz. Hin und wieder bemerkt man kleine technische Neuerungen, jedoch nichts wirklich 'abgefahrenes'.

Der Klappentext ist ein wenig irreführend, denn der dort beschriebene Fall ist schnell gelöst und nimmt an sich nur wenige Seiten in Anspruch. Im eigentlich Hauptfall ist schnell klar, was passiert ist und vor allem auch wer dahinter steckt. Als Leser begleitet man quasi die Ermittler bei ihrer Tätigkeit. Trotz der eigentlich heiklen Thematik ging die ganze Auflösung doch einigermaßen glatt über die Bühne, man könnte schon fast sagen aalglatt.

Da die Buchreihe bereits so weit fortgeschritten ist, nehme ich an, dass es durchaus einige Fans von Lieutenant Dallas geben muss. Ich habe sie allerdings erst mit diesem Band kennengelernt und muss leider sagen, dass ich mit ihr noch nicht richtig warm geworden bin. Mir kam sie teilweise sehr kratzbürstig vor und strahlte einfach keine Grundsympathie aus. Ich bin aber zuversichtlich, dass das mit uns Beiden noch etwas werden könnte.

Was das Buch für mich aber so besonders macht ist die Mischung aus vielen Komponenten. Die Charaktere haben alle ihre ganz eigenen Reize, die Unterhaltungen sind oftmals mit viel Humor gemischt, die Story hat Spannung geliefert und neben all dem wurde trotzdem noch Wert auf ein bisschen Romantik gelegt. Im Gesamten kann ich das Buch durchaus empfehlen, und ich würde wirklich gerne noch richtig warm werden mit der Figur Eve Dallas.

*Rezensionsexemplar

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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, lügen, geheimnisse, psychothriller, nina sadowsky

Be my Girl

Nina Sadowsky , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.02.2017
ISBN 9783328100041
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Be My Girl hat in erster Linie mit seinem Cover mein Interesse geweckt. Der Titel sticht direkt ins Auge und der Klappentext verspricht einen spannenden Psychothriller. Gleich auf den ersten Seiten kam sehr viel Spannung auf, da man als Leser direkt in das Geschehen geworfen wurde. Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt - Damals und Heute. Wir lesen also abwechselnd recht kurze Kapitel und springen dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Wer chronologische Vorgehensweisen mag, der wird mit diesem Buch vielleicht nicht glücklich. Ich empfehle auch, das Buch in möglichst einem Rutsch zu lesen, da man sonst durch die Zeitsprünge schnell aus der Geschichte heraus kommt und nicht so leicht wieder hineinfindet. Problem an den zwei Zeitsträngen ist übrigens auch, dass die Protagonisten sich innerhalb dieser Stränge nochmals an weit zurückliegende Begenheiten erinnern. Das Buch war für mich also keines, das ich mal eben nebenbei lesen konnte, sondern ich musste mich ein wenig konzentrieren.

Trotz meiner Probleme mit den Zeitsträngen, fand ich die Story selbst sehr gelungen und auch spannend. Viele kleine Puzzleteilchen werden nach und nach aufgedeckt, so dass sich am Ende ein stimmiges Bild ergibt. Der Schreibstil der Autorin war ebenfalls sehr angenehm und ich kam sehr schnell voran im Buch. Einzig die letzten paar Seiten fand ich wirklich überflüssig, denn dort wurde der eigentlichen Auflösung nochmal ein kleiner Twist gegeben, den ich etwas unnötig fand. Außerdem würde ich 'Be My Girl' nicht als Psychotriller sehen, eher eine Kriminalgeschichte, die eben klassicherweise nach und nach aufgedeckt wird.

*Rezensionsexemplar

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

genmanipulation, berlin, gedächtnisverlust, forschung, action

Cold Reset: Erinnern ist tödlich (German Edition)

Noah Alexander
E-Buch Text: 362 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 14.03.2017
ISBN 9783732537419
Genre: Sonstiges

Rezension:

Noah Alexander ist ein Pseudonym hinter dem fünf deutsche Autoren stehen - Martin Conrath, Sabine Klewe, Ralf Pingel, Anette Strohmeyer und Markus Stromiedel. Bevor die Geschichte startet, bekommt man einen sehr interessanten Einblick in die Entstehung des Buches. Das war wirklich sehr informativ und man hat erfahren wie ein Buch überhaupt entsteht und vor allem wie alles abläuft, wenn eben ganze fünf Autoren die Story schreiben, woraus nochmal ganz andere Herausforderungen enstehen.

Hätte man eben dieses Vorwort nicht gehabt, hätte ich persönlich nicht gemerkt, dass die Geschichte nicht aus der Feder eines Autoren stammt. Die Kapitel waren sehr stimmig, der Lesefluss war nie gestört und die Sprache deutete auch niemals darauf hin, dass hier mehrere Leute geschrieben haben.

Als Leser wird man unmittelbar in die Geschichte geschmissen und man ist genauso ahnungslos wie der Protagonist selbst. Wir decken also nach und nach die Geschichte mit ihm zusammen auf. Hin und wieder versucht man eine falsche Fährte zu streuen, allerdings ist irgendwann zum Ende dann doch ziemlich klar wie alles enden wird. Einige Aspekte fand ich sehr unrealistisch, allerdings fehlt mir auch vielfach das besondere Fachwissen, um das genau beurteilen zu können. Für mich als Laie war es einfach stellenweise abstrus.

Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte wirklich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Die Autoren haben hier wirklich ein sehr spannendes und packendes Werk abgeliefert.

*Rezensionsexemplar

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