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(223)

502 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

stefanie hasse, fantasy, bücher, liebe, elemente

BookElements - Die Magie zwischen den Zeilen

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2015
ISBN 9783551300423
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Buchliebhaber nicht von dem Klappentext von „Book Elements“ angefixt wird! Ich für meinen Teil hatte das Buch schon lange auf meiner Wunschliste und da ich nicht viele Ebooks lese, kam die Taschenbuchausgabe für mich wie gerufen!
Ich bin immer noch hin und weg von der Idee, dass Menschen die Buchcharaktere aus ihren Geschichten lesen können und es einige Wächter gibt, die diese wieder einfangen müssen.

So begegnet man beim Lesen altbekannten Protagonisten aus Twilight, Obsidian und Co.

Die Charaktere in Book Elements selber waren „nett“ und auch Lin, die Protagonistin, war meist sympathisch, aber mir hat eindeutig ihre Greifbarkeit gefehlt! Und so wirkte auch das ganze Buch auf mich: Sehr konstruiert und in die Länge gezogen, manchmal mit Situationen, die mich runzeln lassen haben. Irgendwie wirkten sie so, als wären sie einzig und allein da, um das Ende hinauszuzögern….

Ein bisschen zu klischeebeladen war mir auch das Liebesdreieck. Und wo wir gerade bei den 2 Kandidaten sind, Zac ist eigentlich ein sehr wichtiger Charakter, blieb mir aber zu deutlich zu oberflächlich. 

Ich wollte „Book Elements“ lieben, letztendlich gab es aber einige Dinge, die mich gestört haben. Das Buch hat unheimlich viel Potenzial und ich bin mir sicher, dass für die Folgebände noch viel Luft nach oben ist.

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(39)

171 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, laura kneidl, 4 sterne, jugendroman, spannend

Water & Air

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551315441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Light&Darkness“ hat mich damals gut unterhalten, weshalb ich dem neuen Buch Laura Kneidls auch eine Chance geben wollte. Der Schreibstil war, ganz wie ich es aus ihrem ersten Buch gewohnt war, einfach und sehr flüssig zu lesen. So war ich, ehe ich mich versah, schon in der Mitte des Buches angelangt.

Der Weltenentwurf mit den Kuppeln war vielleicht nicht neu, aber gut umgesetzt. Die Idee, dass Frauen in der Wasserkolonie hauptsächlich dafür da sind, Kinder zu kriegen, war absolut überzeugend und ein Punkt, der mich mit der Protagonistin gleich zu Anfang nahe gebracht hat, konnte ich ihre Rebellion dagegen doch absolut verstehen.

Im weiteren Verlauf des Buches wird die Geschichte immer spannender, da ein Mörder auf freiem Fuß ist und immer mehr Leichen hinterlässt. Das Buch strotzt den meisten Teil der Geschichte zwar nicht vor Aktion, hat aber durchaus einige Überraschungen parat und steigert sich über die Seiten!


Alles in allem war mir „Water&Air“ zwar teilweise zu oberflächlich und die Liebesgeschichte war mir zeitweise zu einfach, doch ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden und bin voll und ganz in Kenzies Welt eingetaucht.

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(17)

57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Zimt und zurück

Dagmar Bach
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340489
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Schwester lag mir lange mit der Fortsetzung von Zimt und weg in den Ohren und auch ich war gespannt, wie es mit Vicky weitergeht. Als Band 2 dann bei mir ankam, haben wir beide das Buch verschlungen – erst sie, dann ich.

„Zimt und zurück“ ist wieder so unterhaltsam und chaotisch geschrieben, dass ich manchmal gar nicht anders als schmunzeln konnte. Ich mag den Schreibstil, der mich so an Kerstin Giers erinnert, wirklich sehr gerne, nur ist die Zimt&Weg-Reihe praktisch die Kinderversion von Kerstin Giers Büchern. Mit viel Witz, Charme und Herz geschrieben, konnte mich auch Band 2 an seine Seiten fesseln.

Vickys Leben und ihre Familie ist total chaotisch, jedes Familienmitglied hat seine komischen Eigenarten, welche die Geschichte erst so richtig unterhaltsam machen.

Dabei hätte ich zwar gerne noch mehr über die Parallelwelten und die Sprünge erfahren, doch so bleibt Zimt und zurück mehr ein unterhaltsames Kinderbuch und schneidet den Fantasybereich nur leicht an.

Zwar wurden am Ende nicht alle meine Fragen geklärt, doch Spaß hatten ich und meine Schwester beim Lesen trotzdem.

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(13)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

jennifer estep, spinnengift, bria, gin blanco, vampir

Spinnengift

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492280723
Genre: Fantasy

Rezension:

Es gibt Reihen, die strecken sich ins Endlose und die Bücher nehmen mit jedem voranschreitenden Teil an Qualität ab. „Spinnengift“ ist zwar schon Band 7 der Elemental Asassin Reihe, doch ich habe das Gefühl, noch ewig über Gins aufregendes Leben lesen zu können.

Es gibt Wiederholungen, natürlich, doch anders als in den vorherigen Bänden gab es in „Spinnengift“ so viel Neues und Unbekanntes in der Welt der Elementarier, dass mir diese gar nicht negativ auffielen.

„Spinnengift“ strotzt vor Aktion und Spannung und behält dabei immer eine Portion Witz, sodass ich das Buch viel zu schnell wieder ausgelesen hatte. Ich habe das Gefühl, all das schon einmal geschrieben zu haben, da ich in jeder bisherigen Rezension zu der Reihe immer zu überschwänglichen Wörtern gegriffen habe, doch es muss einfach gesagt werden. 


Wer Jennifer Estep noch nicht kennt, sollte unbedingt zu einem ihrer Bücher greifen und wer mit der Elemental Asassin Reihe beginnt, muss damit rechnen, nicht mehr von ihr loszukommen…

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(31)

52 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

daten, retusche, geheimorganisationen, mystisch, düster

Dark Noise

Margit Ruile
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584460
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Dark Noise“ hat mich sofort angesprochen und als ich las, dass es ein Buch ganz nach Ursula Poznanskis Geschichten sein soll, war es um mich geschehen.
Der Einstieg gelang mir problemlos, die Geschichte ist aus der 3. Person beschrieben, zwischendurch macht ein auktorialer Erzähler Andeutungen und erhöht so die Spannung. Später wechselt die Erzählsicht dann und Emily erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive weiter.

Dadurch dass ich voller Neugierde war und unbedingt wissen wollte, in welche Machenschaften Zafer gerät und wie er überhaupt arbeitet vergingen die ersten Seiten wie im Nu. Die Idee der Geschichte finde ich nach wie vor klasse: Zafer, ein Bildbearbeiter, setzt einen anderen Menschen in ein Überwachungsvideo. Er arbeitet so exakt, dass selbiges Video bald im Fernsehen auftaucht und der Mann im Video beschuldigt wird, jemanden umgebracht zu haben. Niemandem fällt auf, dass der Clip manipuliert worden ist…

Zafer verstrickt sich mehr und mehr in ein böses Spiel, aus welchem er kein Entrinnen mehr findet! Eine sehr spannende Idee… Letztendlich fehlte mir in dem Buch wohl eines: Der Thriller! Denn was als All-Age Thriller angepriesen wurde, hat sich hauptsächlich ziemlich gezogen und als die erste Euphorie erst einmal bei mir verklungen war, begann die Geschichte mich stellenweise wirklich zu langweilen. Ein bisschen mehr Tempo, Aktion und Spannung hätten der Geschichte wirklich gut getan! 

So bleibt „Dark Noise“ eine Geschichte mit wahnsinnig viel Potenzial, die sehr spannend hätte werden können, mir für einen Thriller letztendlich aber zu ruhig und langsam war.

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(52)

267 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, liebe, anspruchsvol

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ war eines der Bücher, die ich wirklich lieben wollte. Die Idee ist außergewöhnlich, ich habe schon viele begeisterte Stimmen zu dem Buch gelesen und das Cover verspricht viel – ich war mir alles in allem also ziemlich sicher, dass das Buch zumindest „gut“ wird.

Letztendlich war „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ wohl einfach nicht meins, das merkte ich schon am Anfang. Die Geschichte konnte mich einfach nicht in ihren Bann ziehen, im Gegenteil, ich fand das Geschehen doch recht langweilig und die Geschichte hat sich gezogen.

Ich bin vielleicht nicht das Physik-Genie wie Gottie es ist, dennoch finde ich die Naturwissenschaften immer sehr interessant und besonders das Thema rund um die Wurmlöcher hat mich interessiert. Die Erklärungen rund um die Wurmlöcher konnte man gut verstehen, dennoch fand ich die Idee der Geschichte, als ich einmal dahintergekommen bin, ehrlich gesagt ziemlich schlecht und dementsprechend war auch die Umsetzung. Das Buch lässt sich wohl am besten mit den Adjektiven „verwirrend“ und „suspekt“ beschreiben.

Dabei war der Punkt nicht, dass ich nicht verstanden habe, wie die Autorin sich ihre Geschichte gedacht hat, die ganze Idee konnte mich schon nicht überzeugen und obwohl die Auflösung letztendlich einige Erklärungen gab, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass Gottie (SPOILER) aus ihrer Trauer ein Wurmloch entstehen lässt. Ich hatte erhofft, dass die folgenden Zeitsprünge mehr Spannung in die Geschichte bringen, aber das war leider nicht der Fall.

Der Schreibstil war „okay“, nicht herausragend, aber flüssig zu lesen. Am spannendsten fand ich die Charaktere, die alle ganz und gar keinem Klischee entsprachen, sondern ganz außergewöhnlich waren und dabei von den restlichen Charakteren ohne Wenn und Aber so angenommen wurden.

Ich habe mir deutlich mehr von „Ein bisschen wie Unendlichkeit“ erhofft und bin doch ziemlich enttäuscht.

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(100)

143 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

Die letzten kalten Wintertage wollte ich noch einmal ausnutzen, um ein passendes Buch zu der Jahreszeit zu lesen. Da kam „Sweetgirl“ wie gerufen! Das Buch kam als Überraschung vom Verlag und ich war ziemlich überrascht, als ich den Klappentext las. Eine Geschichte um Drogen, vernachlässigte Kinder und Verfolgungsjagden wurde als „irrwitzig“ angepriesen. Das alles machte mich so neugierig, dass ich mit dem Lesen begann.

Anders als es der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch nicht vorderrangig  eine dramatische, actionreiche Flucht. Die Geschichte hat seine Spannungshöhepunkte, lässt den Leser aber nicht atemlos zurück. Das braucht es auch gar nicht, denn „Sweetgirl“ lässt das Herz des Lesers nicht mit hohem Tempo, sondern mit erschreckenden Inhalten klopfen.

So ist „Sweetgirl“ die Geschichte der 16-jährigen Percy, die sich und ihre Mutter verpflegen muss und dabei längst schon die Schule abgebrochen hat, um Geld verdienen zu können. Ihre Mutter ist alkohol- und drogensüchtig und Percy ist daran gewöhnt, dass sie ab und an verschwindet. Als sie wieder einmal auf der Suche nach ihrer Mutter ist, findet sie im Haus des Drogendealers Shelton ein halb erfrorenes Baby, dem man ansieht, wie vernachlässigt es wurde. Percy kann nicht anders, sie nimmt das Baby mit und ist entschlossen, es ins Krankenhaus zu bringen. Doch es ist tiefster Winter in Michigan, draußen ist es bitterkalt und gerade wütet ein Schneesturm. Noch dazu sind Verfolger ihr dicht auf den Fersen…

Als Leser verfolgt man einmal Percy, die mit aller Kraft versucht, das Baby zu retten, aber auch den Drogendealer Shelton, der alles daran setzt, es zurückzubekommen, dabei aber mitten in einem Drogenrausch ist.

So bewegend die Situation eigentlich ist, sorgt die Situationskomik in diesem Buch durchaus dafür, den Leser ein paar Mal schmunzeln zu lassen. Gepaart mit Travis Mulhausers Schreibstil, der atmosphärisch ist und mich fast schon zittern ließ, so authentisch wirkten die Beschreibungen des verschneiten Michigans, bescherte mir die Geschichte einige interessante Lesestunden.

Für mich persönlich  hätten es gerne noch einige mehr Seiten sein können, denn an manchen Stellen, besonders zum Ende hin wurde die Geschichte für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt.

Ich bin begeistert von Mulhausers atmosphärischer Geschichte, die mich zittern ließ und mit ihrer Skurrilität so nicht alle Tage zu finden ist.

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(354)

716 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 218 Rezensionen

erin watt, liebe, paper princess, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Eigentlich bin ich kein Fan von New Adult-Geschichten und meistens schnell genervt von den vielen Klischees, doch dass schon vor dem Erscheinen so ein großer Hype um  „Paper Princess“ war, machte mich neugierig. Ich wollte wissen, was das Buch von Geschichten wie der „After“-Reihe unterscheidet und bald darauf traf „Paper Princess“ bei mir ein. Von außen ist das Buch ein wahrer Hingucker und genauso königlich und luxuriös, wie es bald Ellas Leben sein wird.

Was mir besonders gefallen hat, war Protagonistin Ella. Sie ist ein sehr toughes Mädchen, das es schon immer schwer hatte.  Seit Ellas Mutter gestorben ist, hält sie sich mit 3 Jobs über Wasser.  Unteranderem arbeitet Ella als Stripperin, um sich ihre Mahlzeiten leisten zu können. Ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt, als ihr eröffnet wird, dass sie ein Vormund namens Callum Royal hat, welcher sie in eine ganz neue Welt entführt. In die Welt der Reichen und Schönen, wo einer oberflächlicher und unfreundlicher ist als der andere. Ella lebt in einem Anwesen mit Callums 5 Söhnen, die sie von Anfang an  unfreundlich behandeln. Allen voran steht Reed Royal, der Gemeinste – und Attraktivste.

Ellas Vorgeschichte verlieh dem Buch einen nachdenklichen Touch und auch die Gegensätze des Lebens der Armen und der Reichen kamen hier gut heraus. Herauszuheben ist auch der Schreibstil, der mich in die Geschichte zog, nicht mehr losließ und es mir ermöglichte, das Buch in Windeseile zu beenden.

„Paper Princess“ ist eine Geschichte mit mindestens so viel Luxus wie Klischees. Und obwohl ich zugeben muss, dass das Buch wirklich ganz großes Suchtpotential hatte und ich gut unterhalten wurde, habe ich im gleichen Atemzug manchmal die Augen zusammengekniffen – ja, ich habe schon am Anfang verstanden, wie attraktiv alle Royal-Brüder sind, das muss nicht 20 Mal erwähnt werden!

Das Ende war wirklich ganz gemein und ich war sehr erleichtert, als ich gesehen habe, dass Band 2 schon im April 2017 erscheinen wird. Dennoch habe ich die Vorahnung, dass die Liebesgeschichte in „Paper Prince“ noch viel mehr im Vordergrund stehen wird und das Buch dann noch mehr in Richtung der New-Adult Geschichten gehen wird, die wir alle schon oft genug gelesen haben. Aber ich werde mich überraschen lassen und sehe Band 2 mit einem freudigen und einem skeptischen Auge entgegen.

 „Paper Princess“ macht süchtig – und ist trotzdem voll mit Klischees.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

rezension, magellan, jugendbuch, überliebenin10schritten, sternschnuppenstunden

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Überlieben in 10 Schritten“ kam als Überraschungspost vom Verlag bei mir an und ich habe mich wirklich sehr über das Buch gefreut. Das quietschrosa Cover kann gar nicht anders, als alle Blicke auf sich zu ziehen, aber auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Blickfang, dafür sorgen zahlreiche Blütenblätter. 

Noch am selben Tag, an dem ich „Überlieben in 10 Schritten“ entgegennahm, begann ich auch das Lesen. Der Einstieg verlief problemlos, gleich aufgefallen ist mir der flüssige, humorvolle Schreibstil der Autorin, welcher mich auch im weiteren Verlauf der Geschichte an die Seiten gefesselt hat.

Protagonistin Daisy ist von der Highschool zu einem College gewechselt und freut sich nun auf einen Neuanfang. Mit der alten Schule war einfach zu viel Schlechtes verbunden – nun, hauptsächlich wollte Daisy sich dort nicht mehr an ihren Ex-Freund erinnern. Am College läuft zwar auch nicht alles rund, doch bald begegnet Daisy Toby und schnell schwebt sie im 7. Himmel. Geblendet von den schönen Momenten und gefangen in ihrer Wunschvorstellung merkt sie nicht, dass Wolken am Liebeshimmel aufziehen.

Es gab einige Dinge, die mir an dem Buch gefallen haben. Darunter fällt Daisys Humor, ihre sympathischen Freunde und wie oben schon erwähnt der Schreibstil der Autorin. Die Liebesgeschichte war hingegen nur eines: Anstrengend! Für mich war es so offensichtlich, in welche Richtung die Geschichte gehen wird und dazu war mir Toby wirklich gar nicht sympathisch, sodass ich Daisy manchmal gerne zur Vernunft gerüttelt hätte. Stattdessen saß ich manchmal wirklich kopfschüttelnd vor der Geschichte und habe mich gefragt, wie Daisy es schafft, das auszuhalten und warum sie in manchen Hinsichten doch so naiv ist.

Auch blieb mir die ganze Geschichte zu oberflächlich. Sicher, das Buch ist dafür ausgelegt, hauptsächlich zu unterhalten, doch ich hätte mir wirklich gewünscht, dass einzelne Themen tiefer gehen würden. So stehe ich nun vor einem kleinen Dilemma: Den Inhalt im Kopf würde ich das Buch allen 14-jährigen empfehlen. Wenn ich mir nun allerdings anschaue, wie oberflächlich die Geschichte geschrieben ist, dürften auch 12-jährige keine Probleme beim Lesen haben…

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, faun, mechthild gläser, fabelwesen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei „Die Buchspringer“ begeisterte mich nicht nur der Schreibstil, sondern auch das kreativ gewählte Thema,  weswegen ich wirklich gespannt war, was Mechthild Gläser in ihrem neuen Buch gezaubert hat. Frau Gläser hat in „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ einige ihrer Charaktere an berühmte Personen aus Jane Austens Werken angelehnt.

So begegnen wir bald Darcy de Winter, der an das Internat Schloss Stolzenburg kommt, um seine damals verschwundene Schwester Gina zu suchen. Protagonistin dieser Geschichte ist allerdings das Mädchen Emma, die nur auf dem Internat der Reichen und Betuchten ist, weil ihr Vater das Amt des Direktors besetzt. Gemeinsam mit 2 Freundinnen findet Emma in einer Bibliothek ein ganz besonderes Buch, das nicht, wie Emma es anfangs annimmt, eine Chronik der Schule ist, sondern das wahr werden lässt, was man auf die Seiten schreibt. Nun ist Chaos vorprogrammiert! Doch Emma ist nicht die erste, die die Chronik genutzt hat. Auch Gina hat damals sich der Chronik anvertraut – und ist danach verschwunden.

Die Idee finde ich wieder genial und besonders die Idee mit der Chronik konnte mich überzeugen. Es gab einige fantastische Elemente in der Geschichte, die ich so nicht erwartet habe. Gewünscht hätte ich mir dafür etwas mehr Spannung, denn lange plätschert es nur so vor sich hin – einige Ausschläge in der Spannungskurve hätten hier sicher nicht geschadet.

Abgesehen hiervon war „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ aber wieder schön geschrieben und leicht zu lesen. Dazu ist Emma eine wirklich sympathische Protagonistin und in Verbindung zu Darcy de Winters gibt es einige unterhaltsame Momente. Die Liebesgeschichte hier drängt sich allerdings nie in den Vordergrund, sondern läuft mehr am Rande – sozusagen ein „Add-on“!

„Emma, der Faun und das vergessene Buch“ ist eine schöne Fantasy Geschichte, die ich vor allem den jüngeren Lesern ans Herz legen würde. 

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(118)

234 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, familie

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Ich wollte nur, dass du noch weißt“ ist kein Buch, das man alle Tage liest. Es ist vielmehr eine Briefsammlung und ich, die noch nie ein solches Buch gelesen hat, war sehr neugierig. Ich erwartete nette Geschichten, die man häppchenweise liest und die zum Lachen bringen, aber auch Nachdenklich machen.

Was ich bekommen habe? So viele Emotionen, dabei vor allem aber Trauer, Schmerz, Wut und Verlust, die durch die Briefe verarbeitet wurden. Die Texte waren allesamt so wunderschön geschrieben, wie ich es mir nicht erträumt lassen habe. So berührend und stimmig und oft hat man auch sich selber zwischen den Zeilen erkannt. Die Absender haben das, was sie sagen wollten, in so schöne Worte gepackt, dass egal wie nahe mir das Thema auf den ersten Blick gegangen ist, letztendlich ich ihnen immer am liebsten zurückschreiben wollte.


Ich bin ganz begeistert von den zahlreichen Texten, die viel emotionaler waren, als ich anfangs annahm. Hervorzuheben ist unbedingt auch die tolle Gestaltung der Innenseiten, eine kreativer als die andere. Klasse!

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(234)

625 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

prinz, prinzessin, fantasy, attentäter, der kuss der lüge

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer sich ein bisschen in der Welt der Jugendbücher auskennt, der wird vielleicht wissen, dass es um die englische Ausgabe des Schmuckstücks einen beachtlichen Hype gab, der zugegeben auch mich neugierig gemacht hat. Schließlich wollte ich wissen, warum ausgerechnet „Der Kuss der Lüge“ so viele Leser mitreißt.

Als ich die Geschichte begann, war Fantasy bei mir nicht unbedingt hoch im Kurs, doch tatsächlich schaffte die Autorin es schnell, mich mit einem ruhigen Einstieg zu fesseln. Abgesehen von einem Stück am Anfang und den letzten 100 Seiten hat das Buch ein doch eher gemütliches Tempo, was mich aber wirklich nicht störte. Stattdessen fand ich es sehr interessant, wieder eine Geschichte zu lesen, die sich auf die Gefühlswelt der Protagonistin fokussiert und sich Zeit lässt.

Protagonistin Lia ist ein sympathischer Charakter, der sich dagegen wehrt, zwangsverheiratet zu werden. In ihrer Angst flieht sie und lebt fortan nicht mehr als Prinzessin, sondern als einfache Arbeiterin in einer Taverne. Ihr Leben dreht sich also um 180°, doch im Hinterkopf ist immer die Furcht, gefunden zu werden. In der Taverne lernt sie zwei Männer kennen, die mehr mit ihrem Leben zu tun haben, als sie glaubt.

Einer davon ist der Prinz, mit dem sie verheiratet werden sollte und der sich nun auf die Suche nach ihr gemacht hat. Der andere Mann ist ein Attentäter, der den Auftrag hat, Lia zu töten… Und hier kommt der Clou der Geschichte: Auch als Leser weißt du nicht, welcher Mann wer ist! Ich riet also, stellte meine Vermutungen auf und verwarf sie wieder. Ich muss sagen, das hat die Autorin wirklich geschickt gemacht! Denn ohne das Rätselraten und die Ungewissheit wäre es sicherlich irgendwann langweilig geworden – also, lasst euch nicht spoilern!

Erwähnenswert ist auch, dass die Geschichte zum Glück nicht in ein anstrengendes Liebesdreieck abdriftet. Lia ist sich der Situation bewusst und über ihre verschiedenen Gefühle zu den Männern im Klaren…

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und es dauerte nicht lange, da klebte ich schon an den Seiten. Trotz alledem strotzt die Geschichte besonders in der ersten Hälfte nicht vor Spannung, was in meinen Augen als Einstieg nicht störte, dennoch hoffe ich, dass Band 2, der übrigens noch dieses Jahr erscheint, ein Stückchen rasanter sein wird. ;)

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

usa, jugendbuch, thriller, rainer wekwerth, bootcamp

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich sah, dass von Rainer Weckwert ein neues Buch erscheint, war ich Feuer und Flamme. Und als ich dann den Klappentext las, war für mich klar: Das will ich lesen! Die Geschichte rund um ein Boot Camp, das überaus harte Methoden benutzt, versprach viel Spannung und Action.

Erzählt wird die Geschichte aus der 3. Person, Mike und Kayla sind die Protagonisten. Beide werden unter Umständen in das Camp geschickt, die mich stutzen lassen haben, haben sie doch gar nichts so schlimmes verbrochen, das solch harte Maßnahmen fordert. Doch von den Eltern einmal in das Bootcamp geschickt, erwarten die Jugendlichen harte 6 Monate, erst im normalen Camp, dann werden sie in das härtere „Camp 21“ verlegt.

Die Idee ist vielleicht nicht neu, konnte mich aber wieder überzeugen. Bootcamps sind vor allem in Amerika nichts Außergewöhnliches mehr und auch härtere Methoden werden in manchen Camps angewandt. Hier präsentiert uns der Autor natürlich die Extremform, doch abwegig ist die Vorstellung leider nicht mehr…

Die Geschichte ist von Spannung geprägt und es liegt stets eine unheilvolle Anspannung in der Luft. Bald wird klar, dass im Camp einiges nicht mit rechten Dingen vor sich geht, doch können Mike und Kayla tatsächlich abhauen? Und wird ihnen im Falle einer Flucht überhaupt jemand Gehör schenken?
Kayla und Mike sind zwei sympathische Charaktere, doch die Liebesgeschichte zwischen Ihnen ging mir definitiv zu schnell! Von einem auf den anderen Augenblick wechselt der Hass plötzlich zur Liebe. Auch hätte ich gerne noch etwas mehr über das Camp und die Hintergründe der Figuren erfahren.


„Camp 21“ hält ein großes Maß an Spannung für den Leser bereit und konnte mich damit mitreißen. Gewünscht hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe, nichtsdestotrotz habe ich aber eine spannende Geschichte über die schrecklichen Ausmaße eines „Bootcamps“ bekommen!

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen?

Andrea Gentile , Johannes von Vacano , Marco Goran Romano
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783455700213
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eigentlich fällt „Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen“ gar nicht in mein Beuteschema, doch der Inhalt klang zu genial und schon der Titel hat mich angezogen, sodass ich es doch einmal probieren wollte.

Das Buch beschäftigt sich mit 13 Serien, von Breaking Bad bis zu Game of Thrones, und beleuchtet sie von der wissenschaftlichen Seite. Dabei werden Fragen wie „Was tun bei einer Zombie-Epidemie?“, „Kann man durch die Zeit reisen?“, „Wie klont man einen Menschen?“ oder eben „Kann mein Chemielehrer Crystal Methode herstellen“ geklärt.

Einige der Fragen fand ich wirklich spannend und auch die Aufmachung des Buches war klasse: Erst wird ein Überblick über die Serie gegeben, dann werden die Fragen geklärt und am Schluss findet man 10 allgemeine Dinge, die man über die jeweilige Serie wissen sollte. Verziert ist das ganze mit einigen Bildern, aber auch die allgemein bunte Gestaltung hebt die Laune beim Lesen.

Wissen sollte man, dass sich der Autor vor Spoilern nicht scheut, gefragt habe ich mich aber auch, wo die Quellenangaben bleiben. Ansonsten wird einen sicherlich nicht jedes Thema interessieren, auch ich habe einige Seiten nur überflogen und bin zu der nächsten Serie übergegangen, über die ich mehr wissen wollte. 

Grundsätzlich ist „Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen“ ein ziemlich interessantes Buch für alle Serienjunkies, die ihre Lieblingsserien gerne auch einmal von der wissenschaftlichen Seite beleuchtet sehen wollen. Trotz dass mich nicht alle Fragen interessierten und einige Abschnitte ganz schön zäh waren, gab es auch einige sehr spannende Themen und ich bin mir nun sicher, dass ich einige der vorgestellten Serien anfangen werde.

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153 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

oetinger, endgame, endzeit, james frey, schlechter schreibstil

Endgame. Die Entscheidung

James Frey
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 14.11.2016
ISBN 9783789104046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endgame ist wirklich eine besondere Trilogie. Das liegt zum einen natürlich an den Krypto Rätseln, bei welchen derjenige, der sie löst, Gold erwarten darf, aber auch an der Brutalität der Geschichte – immerhin geht es hier um jugendliche Killer – und dem besonderen Schreibstil.

Dieser war es auch, der den Einstieg in den 3. Band für mich nicht einfach gemacht hat. James Fray schreibt in kurzen, abgehackten Sätzen, beinahe gefühllos. Bei jeder anderen Geschichte hätte ich das vermutlich als negativ empfunden, doch zu der ganzen Welt aus Endgame passt es einfach.

Dennoch, es dauerte einige Zeit, bis ich mich wieder an Freys Art zu schreiben und die Einschübe bei einem Charakter wie BLINZEL oder ZUCK gewöhnte. Anmerken muss ich aber auch, dass ich die Geschichte des 2. Bandes hier nur noch grob im Kopf hatte…

War ich dann einmal in der Geschichte drin, erwarteten mich wieder eine Mengr Gewalt und Action. Im 3. Band von Endgame geht es aber nicht nur um die Spieler, die das Spiel für sich gewinnen wollen, sondern auch um die, die für die weitere Existenz der Menschen kämpfen. Doch ob die Menschheit wirklich gerettet werden kann, das müsst ihr selber lesen…

Der 3. Band von Endgame ist deutlich dünner als seine Vorgänger. Damit konnte ich zwar schneller die Geschichte beenden, doch ich hätte mir vor allem auch beim großen Showdown ein „Bääm“ gewünscht und kein Ende, das nur dahin fließt.

Auch musste ich mich in dieser Geschichte von liebgewonnenen Charakteren trennen, deren Tod ich mir ganz anders vorgestellt hätte. Spektakulärer. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass der Autor nur noch irgendwie das Buch beenden und die Spielerzahl verkleinern wollte.


Alles in allem ist bei mir der finale Funke beim Abschluss dieser außergewöhnlichen Trilogie nicht übergesprungen, dennoch ist das Buch für jeden, der wissen will, wie Endgame ausgeht, natürlich wieder ein Muss… ;)

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(227)

620 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

fantasy, marie lu, jugendbuch, young elites, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Young Elites“ mag vielleicht nach einer Fantasygeschichte klingen, wie wir sie alle schon gelesen haben, doch das ist das Buch ganz gewiss nicht. Marie Lu hat hier etwas kreiert, dass mich faszinierte, erschreckte, überraschte.

Die Geschichte spielt in einer Fantasywelt, die sich vor Brutalität nicht scheut. Seit das mysteriöse Blutfieber, das den Familien viele Angehörige genommen hat, ausgebrochen ist, hat sich viel verändert. Denn das Fieber hat nicht nur viele Tote, sondern auch Kinder mit übernatürlichen Begabungen zurückgelassen. Solche „Malfettos“ werden verachtet und gejagt.

Adeline hat das Blutfieber wie ihre Schwester überlebt, doch anders als sie wurde sie davon gezeichnet. Ihre Haare sind fortan silber und ihr Auge vernarbt. Als Malfetto ist sie für ihren Vater wertlos, was er sie mehrmals am Tag spüren lässt. In Adeline wächst eine Dunkelheit, die von täglichen Ungerechtigkeiten, Ängsten und Misshandlungen genährt wird. Als sie dann flieht und zu einer Gruppe Malfettos hinzustößt, hofft sie, dass sich alles ändert. Doch in Adeline brodelt die Finsternis…

Beim Lesen war ich ständig hin- und hergerissen: Zwischen Begeisterung und Faszination und Abscheu und Schrecken. Einen Charakter zum Protagonisten zu wählen, der Antagonisten Konkurrenz machen kann, war ein geschickter Schachzug, brannte sich das Buch deshalb doch in mein Gedächtnis. Man liest nicht alle Tage von einem Charakter, der gleicher Maßen faszinierend, aber auch abstoßend ist.

Anfangs hatte Adeline schnell mein Mitgefühl, war sie doch ständiger Gewalt ausgesetzt und musste wegen ihres Makels viel Leid ertragen. Doch das, was ich zu Beginn als ihre Unsicherheit wahrgenommen habe, entwickelt sich schnell zu einer rebellischen Seite, die Dunkelheit in Adeline wächst und wächst. Sie erfreut sich zunehmend an dem Leid der Anderen, will Rache für die Verbrechen, die ihr angetan wurden. Dabei kann sie sich allerdings nicht zügeln und wird skrupelloser, rachsüchtiger, verbitterter.

Der ungewöhnlichen Protagonistin war es auch zuzuschreiben, dass ich trotz eines ruhigeren Mittelteiles am Ball blieb und las und las… Dennoch, ein etwas höheres Tempo hätte ich mir auch nach Adelines Flucht gewünscht. Im 2. Teil des Buches wird die Geschichte allerdings schon wieder von jeder Menge Action und Spannung geprägt.


Ich kann nur empfehlen, sich „Young Elites“ einmal näher anzuschauen, denn solch eine Protagonistin findet man nicht alle Tage. Wer sich nicht vor Brutalität scheut und gerne einmal lesen würde, wie es eigentlich in den Schurken aussieht, nun, der sollte unbedingt zu „Young Elites“ greifen!

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jugendbuch, missbrauch, freundschaft, ballet, spannung

My Life in Circles

Brandy Colbert , Nina Frey
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423740197
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich den Klappentext las, erwartete ich eine Entführungsstory, in welcher das Hauptaugenmerk auf Donovan liegt. Stattdessen war „My Life in Circles“ ganz anders als erwartet. Die Geschichte dreht sich rund um das Leben von Theodora – kurz Theo -, die die beste Freundin von Donovan war und nun, nach 4 Jahren, endlich wieder halbwegs normal leben kann, bis sie die Nachricht erhält, dass der damals entführte Donovan wieder aufgetaucht ist.

Mit dieser Nachricht stürzt Theos Kartenhaus in sich zusammen und ihre Essstörung bahnt sich wieder einen Weg ans Licht. Wie auch Erinnerungen von damals, die sie so angestrengt zu verdrängen versucht hatte. Doch mit ihnen könnte sie sich und Donovan retten…

Theo ist mit Sicherheit nicht die Protagonistin, die sich einen Weg in das Herz jedes Lesers bahnen wird. Sie hat einen unglücklichen Hang dazu, sich immer in die falschen Jungen zu verlieben, die, die schon längst vergeben sind, Theo kämpft mit einer Esstörung, verdrängt ihre Probleme gerne einmal mit Alkohol, hat Kontakt zu Drogen und zudem schleppt sie eine Erinnerung mit sich herum, von der sie weiß, dass sie Entscheidendes zu Donovans Fall beitragen könnte. Gleichermaßen ist sie nur ein Mädchen mit dem Wunsch nach Liebe, für die Ballett das Größte ist. Eine zarte Seele, die mit mehr kämpfen musste, als sie mit umgehen konnte.

Die Geschichte und die Protagonistin sind absolut authentisch und begeisterten mich mit ihrer Nachdenklichkeit und der ständigen Frage nach richtig und falsch. Wir begleiten einen jungen Menschen, der Schreckliches erleben musste und jeden Tag damit kämpfen muss. Und darum dreht sich auch das gesamte Buch: nicht um viel Action, nicht um ein hohes Tempo, sondern um den schweren Weg des Erwachsenwerdens, bei dem Missbrauch, Essstörungen, Alkohol und Co hier eine nicht unwichtige Rolle spielen.

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kunst, zwillinge, familie, liebe, jugendbuch

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die englische Ausgabe von „Ich gebe dir die Sonne“ hatte ich auf Instagram und Co ständig betrachtet, weswegen ich wirklich gespannt war, als das Buch auf Deutsch erschien. Der Klappentext hat mich mit seinen wagen Andeutungen neugierig gemacht und nachdem ich die ersten positiven Stimmen zu der deutschen Fassung las, wollte ich mich dem Buch ebenfalls gerne widmen.

Was „Ich gebe dir die Sonne“ zu so einem großen Schmuckstück macht, war zum einen natürlich der Schreibstil, der mit seiner Bildhaftigkeit und seiner Poesie wirklich einzigartig ist. Dazu passend ist die Geschichte geschmückt von vielen Metaphern.

Die Geschichte wird aus 2 sich abwechselnden Sichten erzählt: Noah erzählt von ‚damals‘, Jude aus dem ‚Heute‘, die beiden Erzählstränge kommen sich immer näher und letztendlich kommt heraus, was damals alles gescehehn ist. Noah war damals der Außenseiter, ein ganz besonderer Junge mit der großen Liebe zur Kunst, der gerne schon im Kopf malt und in Metaphern denkt. Sein größter Traum war es, an die Kunstakademie zu kommen.

Jude war damals die laute Draufgängerin, nun ist sie auf der Akademie, an die ursprünglich ihr Bruder wollte. Ihr Herz schlägt ebenfalls für die Kunst und auch sie hat ihre Eigenarten: Eine davon ist ihr Hang zur ‚Geisterwelt‘.

Dass die Kunst hier an erster Stelle steht, fand ich wirklich großartig, findet man sonst doch wenige Jugendbücher, die sich intensiver damit beschäftigen. Doch in „Ich gebe dir die Sonne“ bekommt der Leser die Liebe zur Kunst zu spüren. Dabei gibt es ganz verschiedene Wege, sich künstlerisch auszudrücken und seinen Emotionen freien Lauf zu lassen.

„Ich gebe dir die Sonne“ ist kein Buch von großer Action, dafür vielmehr von Emotionen, Beziehungen und jeder Menge Liebe zur Kunst. Es ist eine Geschichte von Liebe und Trauer, von Problembewältigungen, Familie und Freundschaft.

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freundschaft, blind, blinde menschen, liebe, jugendbuch

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bücher mit einer blinden Protagonistin habe ich bisher selten gelesen, weswegen ich sehr gespannt auf „Wie ich dich sehe“ war…

„»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!«

 

Dieses Zitat beschreibt die Protagonistin Parker Grant ziemlich gut. Parker ist zwar blind, mag aber keine Sonderbehandlungen, wie sie es auch in ihren zahlreichen „Regeln“ notiert hat – wer mit Parker befreundet sein will, sollte diese Grundsätze unbedingt einhalten. Zudem ist das Mädchen selbstbewusst und sagt jedem die Wahrheit ins Gesicht.

Parker wirkt auf den ersten Blick so taff, ja fast schon bissig, dass man gerne vergisst, was sie alles schon erleben musste. Bei einem Autounfall, in welchem sie ihre Sehkraft verlor, starb ihre Mutter, ihr Vater stirbt einige Wochen bevor die Geschichte beginnt. Nun zieht Parkers Tante mit ihrer Familie in das Haus mit ein und Parker muss sich neu einstellen. Ihr Herz schlägt für das Laufen und so trainiert sie jeden Morgen alleine vor der Schule. Das Sprinten lässt sie sich von niemandem nehmen. Parker hat einen kleinen Freundeskreis, dafür aber Freunde, die alles für sie tun würden. Was außerdem noch fest zu ihr gehört, sind die Augenbinden, die Parker immer trägt. Seit dem Tod ihres Vaters hat Parker beschlossen, stark zu bleiben und gibt sich für jeden erfolgreich gemeisterten Tag ein Sternchen. Doch wie lange wird sie diese Fassade noch aufrechthalten können?

„Wie ich dich sehe“ dreht sich um so viele ernste Themen, doch trotzdem wird die Geschichte mit solch einer Leichtigkeit und einem Humor erzählt, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Durch Parkers direkte, impulsive Art manöveriert sie sich immer wieder in Situationen, bei der andere schon längst reißaus genommen hätten. Dazu habe ich ihren trockenen Humor wirklich gemocht.Wer denkt, „Wie ich dich sehe“ bleibt eine oberflächliche Geschichte, der irrt gewaltig. Das Buch entwickelt eine Tiefe, die ich der Geschichte auf den ersten Seiten gar nicht zugetraut hätte.

Wir lernen, was es eigentlich heißt, zu „sehen“ und wie blind manche Menschen mit intakten Augen sein können. Wir lesen von Freundschaft und Liebe, Trauer und Schmerz, Einschränkungen, harten Fassaden, die das Leid zu verstecken versuchen und natürlich erfahren wir, wie es sich mit einer Behinderung lebt. Wie man selbst lernt, damit umzugehen, aber vorallem auch, wie andere Menschen darauf reagieren.

Dabei gibt es in „Wie ich dich sehe“ auch noch eine Liebesgeschichte, die vielleicht nicht mit großen Überraschungen glänzt, dafür aber wirklich süß war. Letztendlich war sie für mich aber mehr ein Add-on als der größte Pluspunkt. Dafür war Parker selbst zu einnehemend…;)


Eine besondere Protagonistin, die sich ein ganzes Stück weiterentwickelt, emotionale Themen und dennoch stets eine Prise Humor. Was will man mehr?!  ;)

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484 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

frigid, new adult, liebe, jennifer l. armentrout, piper

Frigid

J. Lynn , Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492309851
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was könnte besser zu einem Winterabend passen, als eine neue Geschichte von Jennifer L. Armentrout, die während einem Schneesturm spielt? So kam es, dass ich, diesen Gedanken im Hinterkopf, zu der New-Adult Geschichte griff und es dauerte nicht lange, da flogen die Seiten nur so dahin. Keine Frage, den Leser an die Seiten zu fesseln kann die Autorin mit links, ws sie in ihren zahlreichen Büchern immer wieder beweist.

Durch ihren flüssigen Schreibstil verflogen die rund 330 Seiten im Nu, doch da ich Frau Armentrouts emotionsgeladene „Wait for You“-Reihe kenne, war ich doch von „Frigid“ enttäuscht – die Geschichte war für mich im Großen und Ganzen einfach zu flach.

Anstrengend waren auch die Protagonisten, die so viele von ihren Problemen hätten lösen können, wenn sie einfach miteinander geredet hätten. Und auch die Freundschaft zwischen Sydney und Kyler war doch etwas … komisch dargestellt, sind die Grenzen zwischen Liebe und Freundschaft von Anfang an doch verschwommen. Und als mir Sydney auf den ersten Seiten durchgehend nur erzählte, wie gut Kyler doch aussehe, hätte ich sie am Liebsten einmal zur Seite genommen und mitgeteilt, dass ich es nun wirklich verstanden habe und nicht schwerhörig bin…

Aber nun gut, blättern wir einige Seiten nach hinten, tauchen erstmals Thriller-Elemente auf, die die ganzen Gefühlsdramen umschlingen. Vor allem auf diesen Aspekt der Geschichte war ich gespannt. Im Nachhinein war es tatsächlich ein sehr wichtiger Teil für die Handlung, die sonst ohne Zweifel von ständigen Wiederholungen und Langeweile geprägt wäre. Dass diese Spannungselemente für eingefleischte Thriller-Fans mit ihrer Vorhersehbarkeit nicht überzeugend sein werden, sei an dieser Stelle aber auch erwähnt.

So kritisch ich „Frigid“ gerade betrachtet habe, letztendlich war es eine nette Liebesgeschichte für einige Stunden. Mehr aber auch nicht und ehrlich gesagt war ich doch ganz froh, als ich das Buch beendet hatte.

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fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elias & Laia-Die Herrschaft der Masken“ hat mich damals sehr beeindruckt und nach dem fiesen Ende habe ich die Tage zum Erscheinungsdatum des 2. Bandes gezählt. Als ich mit dem Lesen begann, war ich voller Vorfreude. Tatsächlich knüpft die Handlung sofort an den Abschluss des 1. Bandes an und auch Frau Tahir hält sich nicht lange mit Wiederholungen auf. „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ beginnt rasant und schon die Verfolgungsjagd lässt die Herzen der Leser schneller schlagen.

Auch im Mittelteil bleibt dem Leser nicht viel Zeit zum Luftholen. Wie schon der 1. Band ist diese Geschichte wieder so spannend und actiongeladen geschrieben, dass man gar nicht anders kann, als das Buch sofort zu verschlingen. „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ zeichnet sich aber gleichermaßen durch diese Härte und Brutalität aus, wie man sie selten in einem Jugendbuch findet. Doch diese Schonungslosigkeit ist in meinen Augen keineswegs etwas schlechtes, sondern macht die Geschichte rund um die Masken  und das unbarmherzige Imperium nur umso authentischer.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena, Elias und Laia erzählt und ist noch magischer als Band 1. Besonders Helena war ein total interessanter Charakter. Sie ist nun die rechte Hand des Imperators und bekommt eine Aufgabe, die ihr alles abverlangt. Zwischen Treue zum Imperium  und der Liebe zu Elias zerrissen, muss sie sich immer wieder neu entscheiden. Auf sie und die anderen Hauptcharaktere warten viele neue Herausforderungen, die bei einem Versagen nicht selten viel Blut nach sich ziehen.


Spannend, brutal und schonungslos – mindestens so genial wie Band 1!

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hexen, fantasy, magie, liebe, everflame

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ungefähr vor einem Jahr habe ich den 2. Band der „Everflame“-Trilogie gelesen und war danach sehr gespannt auf Teil 3. Nun endlich konnte „Verräterliebe“ bei mir einziehen und ich überlegte nicht lange, sondern fing sofort mit dem Lesen an.

Leider fiel mir der Einstieg sehr schwer, denn dadurch dass sich Autorin Josephine Angelini gar nicht mit Erinnerungsstützen oder kurzen Erklärungen aufhält, sondern das Geschehen sofort weiterlaufen lässt, kam ich gar nicht in die Geschichte und es hat einige Zeit gedauert, bis ich alles wieder verstehen konnte, waren meine Erinnerungen an Band 2 doch nicht mehr ganz so frisch.

Dazu kam, dass sich die Geschichte anfangs ziemlich gezogen hat und ich einfach nicht das Bedürfnis hatte, weiterlesen zu wollen. Erst um Seite 150 herum nahm das Buch an Fahrt auf und ich las aufmerksamer. Im Mittelteil gab es einige Wendungen und Überraschungen, doch im Großen und Ganzen wurde ich noch nicht so gefesselt, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür war dann das Ende da, welches für mich mit seiner Spannung noch einmal einiges herausgerissen hat. Hier konnte ich dann wirklich nicht mehr mit dem Lesen aufhören und habe an den Seiten geklebt.

Nun, Lily hatte ich auch als sympathischer in Erinnerung und besonders am Anfang haben wir einfach keinen Draht zueinander gefunden. Ihre Beziehung zu Rowan konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Die Autorin hat es in diesem Buch leider nicht geschafft, mich Emotionen spüren zu lassen. Weder hat mich die Liebesgeschichte mitgerissen, noch konnte ich beim Tod eines relativ wichtigen Charakters  wirklich mitfühlen. Die Handlung ist mehr an mir vorbeigezogen, als dass ich wirklich bewegt wurde.

Dadurch dass der Einstieg mir leider sehr schwer fiel, wurde Everflame 3 leider nicht das Highlight für mich, von welchem ich gehofft hatte. 

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schule, kurt dinan, jugendliche, streiche, freunde

Wir sind nicht zu fassen

Kurt Dinan , Petra Hucke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850233
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe zu, als ich den Klappentext gelesen habe, war es um mich geschehen. „Wir sind nicht zu fassen“ klang einfach zu originell und lustig, als dass ich mir die Chance hätte entgehen lassen können, das Buch zu lesen.

Max ist ein stinknormaler Teenager, einer, der in der Masse untergeht, der mit dem Strom schwimmt und auch sonst unauffällig ist. Doch als er die Chance bekommt, das zu ändern, kann er sich dies natürlich nicht entgehen lassen. Also folgt er der Einladung des berüchtigten Chaos-Clubs, der an der Highschool mit Streichen sein Unwesen treibt, selbst Mitglied der Truppe zu werden. Doch schon bald merkt Max, dass da etwas gewaltig schief läuft und die Mitglieder ihm und 4 anderen Teenagern einen Streich gespielt haben.  Das wollen die 5 natürlich nicht auf sich sitzen lassen und beschließen, den Anderen eins auszuwischen.  Denn Rache ist ja bekanntlich süß… ;)

Das Buch schlägt unterhaltsame Töne an und es hat viel Spaß gemacht, von den Streichen und natürlich der ganzen Planung, die dahintersteht, zu lesen. Später hinterfragt Max dann auch einige seiner Aktionen, was dem ganzen noch etwas Nachdenklichkeit verleiht, doch im Großen und Ganzen bleibt „Wir sind nicht zu fassen“ ein kurzweiliger Lesespaß.

Dennoch, ich war ganz überrascht, als ich gelesen habe, dass die Protagonisten schon 16 sind, kamen sie mir doch um einiges jünger und kindlicher vor. Auch hätte der Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen mehr Tiefgang gut getan, sei es bei der Story an sich oder bei den Charakteren…

Eine lustige, voll mit Streichen gespickte Geschichte, der etwas mehr Tiefgang gut getan hätte.

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130 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

bluescreen, science fiction, dan wells, jugendbuch, zukunft

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem mich Dan Wells bereits mit seiner „Partials“-Trilogie begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf sein neues Werk: „Blue Screen“. Diesmal verschlägt es uns in eine Welt, in der Protagonistin Marisa nicht direkt mit dem Weltuntergang zu tun hat, sondern die Tücken der ausgeklügelten Welt der Technik im Jahre 2050 kennenlernt.

Das Szenario ist sicher nicht mehr neu: Den Menschen in der Zukunft werden hier Implantate in den Kopf gesetzt, durch welche man 24/7 online ist. Ein Miteinander, wie wir es heute kennen, gibt es schon längst nicht mehr. Nur die wenigsten Menschen leben abgeschottet ohne Implantate, von den Anderen geächtet und nicht verstanden.

Ich gebe zu, der Einstieg fiel mir nicht ganz so einfach. Der Leser verfolgt erst über einige Seiten Marisas Alltag und die zahlreichen Computerspiele, die sie mit ihren Freunden spielt. Doch sobald die Droge das erste Mal ins Spiel kam, zog das Tempo und die Spannung schlagartig an und endlich geschah das, worauf ich so am Anfang gehofft hatte: Ich habe die Seiten verschlungen und wollte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Wer zu „Blue Screen“ greift, sollte sich nicht vor neuen Technologien und Wissenschaften scheuen. Das Buch ist gespickt von technischen Begriffen und zu Beginn lässt sich die Geschichte unteranderem deswegen nicht ganz so leicht lesen, doch je weiter man kommt, desto besser fügen sich die Begriffe in die Geschichte ein und machen das Ganze nun um einiges anschaulicher.

Das Buch hat einiges an Gesprächswert und bietet viel zum Überlegen und Nachdenken, vor allem was unseren Umgang mit der Technik betrifft. Dan Wells hat mit „Blue Screen“ keine Welt aus Schwarz und Weiß geschaffen, sondern vielmehr ein durchmischtes Grau, was sich auch an den Charakteren bemerkbar machte. Es gab nicht die typischen Bösewichte und die strahlenden Helden. Jeder hatte sowohl aufrichtige, als auch dunklere Seiten.

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zeitreise, banküberfall, zeitreisen, vivian vande velde, nie mehr zurück

Nie mehr zurück

Vivian Vande Velde , Regina Jooß
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492704151
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Nie mehr zurück“ hatte zweifellos eine spannende Idee: Zoe springt in der Zeit! Allerdings hat sie nur 23 Minuten, bis sie wieder in die Gegenwart reist und sie kann ein Geschehen auch nur 10x wiederholen lassen. Diese Gabe bringt sie zum Einsatz, als sie Zeugin eines Banküberfalls wird. Mit allen Mitteln will sie das Sterben unschuldiger Menschen verhindern, doch das stellt sich als sehr schwierig heraus. Was steckt hinter dem Überfall? Wird Zoe einen Verbündeten finden?

Da ich immer für Zeitreisegeschichten zu haben bin, begann ich freudig mit dem Lesen und es dauerte nicht lange, da war ich schon in der Mitte des Buches angelangt. Kein Wunder, hat die Geschichte doch nur rund 200 Seiten. Doch genau das war meiner Meinung nach das Problem. Nicht die Länge an sich, sondern der dadurch fehlende Tiefgang. Die vielen Zeitreisen wurden für meinen Geschmack viel zu oberflächlich abgehandelt und auch über Zoe hätte ich gerne noch mehr erfahren. So blieb sie für mich zwar eine recht sympathische Protagonistin, doch bewegen konnte sie mich nicht.

Als Thriller würde ich das Buch auch nicht betiteln, denn dafür fehlten der Geschichte einfach der Nervenkitzel, die Spannung und das Fesselnde. „Nie mehr zurück“ war vielmehr eine unterhaltsame, kurzweilige Geschichte, die nicht mehr als eine Häppchen für mich war. Und während es im Mittelteil einige Durchhänger gab, konnte mich das Ende doch noch einmal mitreißen.

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