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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Literatur-Buch


Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 26.09.2017
ISBN 9783831032884
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer mich schon länger verfolgt, der wird wissen, dass ich mich mittlerweile gerne auch bei den Klassikern ausprobiere. Zwischen den Jugendbüchern tut es mir oftmals einfach gut, zu einem Buch von mehr Bedeutung und anspruchsvollerem Schreibstil zu greifen. Doch da ich mehr Amateur als Erfahrener auf dem Gebiet der Klassik bin, bin ich immer froh über besondere Vorschläge. Da kam mir das Literatur-Buch wie gelegen! Wie ein Zeitstrahl hangelt sich das Buch von „Helden und Legenden“(3000 v.Chr. bis 1300 n.Chr.) über „Von der Renaissance bis zur Aufklärung“(1300-1800), „Romantik und der Triumph des Romans“(1800-1855), „Abbildung der Wirklichkeit“(1855-1900), „Bruch mit der Tradition“(1900-1945), „Nachkriegsliteratur(1945-1970) bis zur „Zeitgenössischen Literatur“(1970-Heute).


Vorgestellt werden hier 100 ausgewählte Bücher, doch schon am Anfang wird dem Leser mitgeteilt, dass es DIE Liste nicht gibt und dass diese 100 Bücher wohl auch problemlos durch andere hätten ersetzt werden können. Ein sympathischer Einstieg! Nach der Einleitung beginnt dann „Helden und Legenden“. Generell startet jede Zeitspanne mit einer Einführung in diese plus einem Zeitstrahl, der einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in dieser Zeit gibt.


Anschließend werden dann ausgewählte Bücher je nach Umfang auf ein, zwei, drei oder vier Seiten vorgestellt. Dabei folgen wichtige Zitate, Schaubilder, kurze Inhaltsübersichten und Schwerpunkte zu besonderen Themen. Um das Buch im Zusammenhang zu verstehen, steht anfangs ein grauer Kasten mit der Überschrift „Im Kontext“, der die Einordnung und Ereignisse früher oder später erläutert. Oftmals wird auch der Autor in einem Kasten beschrieben. Das Kapitel endet mit einer Übersicht über weitere Lektüren, die nur kurz angeschnitten werden.


Gleich stach mir die hochwertige Aufmachung des Buches ins Auge, das Buch ist voll von Graphiken, die den Inhalt näher erläutern. Aber auch das ganze Konzept des Buches ist toll: Übersichtlich, auf den Punkt, verständlich und dennoch sehr informativ. Ich für meinen Teil wurde nicht nur neugierig auf viele neue Lektüren, sondern erhielt auch einen umfassenden Überblick über die Literatur von damals bis heute. Dabei bin ich mir sicher, dass das Lesen des Buches nun, nach einem Durchlauf, noch lange nicht beendet ist. Mit Sicherheit werde zu dem Literatur-Buch noch oftmals greifen, bietet es doch immer wieder passende Überblicke und neue Anregungen. Denn das Buch ist fast unerschöpflich! 



Wie in den vorherigen Zeilen schon durchklang, konnte mich das Literatur-Buch von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen. Durch seine passende Aufmachung wurde das Lesen nicht nur anschaulicher & unterhaltsamer, die Texte waren ebenfalls auf den Punkt gebracht, sodass ich nun eine Liste an neuen Büchern habe, die ich bald lesen will.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

was wichtig ist, carlsen verlag, harvard rede, j. k. rowling, j.k. rowling

Was wichtig ist

J.K. Rowling , Klaus Fritz , Joel Holland
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.11.2017
ISBN 9783551587770
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass ein neues Buch von J.K.Rowling veröffentlicht wird, habe ich nicht lange gezögert und das Buch angefragt. Diesmal handelt es sich um ihre Abschlussrede, die sie 2008 an der Harvard University gehalten hat. Dabei legt sie den Fokus insbesondere auf zwei Themen: die positive Wirkung, die das Scheitern mit sich bringen kann und die Kraft der Vorstellung – unsere Fähigkeit, uns in anderen Menschen wiederzuerkennen.


„Was wichtig ist“ hat nicht mehr als 80 Seiten und selbst auf diesen Seiten gibt es mehr Illustrationen als Text. Wer also erwartet, ein umfangreiches Buch mit Lebensweisheiten zu bekommen, liegt falsch. Vielmehr versucht die Autorin mit möglichst wenigen Worten Eindruck zu machen. Dabei wird sie sehr persönlich, erzählt von der Zeit, in der sie von Armut geplagt, versuchte, „das Richtige“ für sich zu finden. Besonders emotional empfand ich auch die Zeilen über ihre Arbeit bei Amnesty International, sie schildert, wie privilegiert wir doch sind, in einem Rechtsstaat aufwachsen zu dürfen.


Die Illustrationen sorgen dafür, dass den Zeilen noch mehr Bedeutung geschenkt wird und besonders die Sätze über den Nutzen des Scheiterns werde ich nicht vergessen. Dennoch muss ich anmerken, dass das Buch ein bisschen „dünn“ war. Inhaltlich hätte ich mir mehr gewünscht, mehr Tiefe, mehr Intensität. Beim Lesen hatte ich zumindest keinen „Aha“-Moment, was ich mir beim Lesen des folgenden Satzes bei der Inhaltsbeschreibung auf der Verlagsseite gewünscht hätte… „Die Erfahrungen, von denen J.K. Rowling erzählte (…) haben seither zahlreiche Menschen inspiriert, darüber nachzudenken, was wirklich zählt im Leben.“ Nun ja, nicht ganz…


Die berühmte Autorin erzählt in ihrer Rede von Armut und ihrer Arbeit bei Amnesty International, der Bedeutung von Empathie und dem großen Nutzen des Scheiterns. „Was wichtig ist“ ist ein sehr dünnes Buch, das zudem mit vielen Illustrationen gefüllt ist. Diese sind absolut passend und schön, lassen mich aber trotzdem nicht darüber hinwegsehen, dass das Buch mir inhaltlich gesehen zu wenig gab.

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107 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

throne of glass, jugendbuch, vorgeschichte, high fantasy, celaena

Throne of Glass – Celaenas Geschichte Novellas 1-5

Sarah J. Maas , Ilse Layer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423717588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch wenn ich die „Throne of Glass“ Reihe noch nicht gelesen habe, war mir der Titel durchaus ein Begriff – kein Wunder, wenn fast jeder von den Büchern schwärmt. Und ich gebe zu, mittlerweile bin auch ich neugierig auf die Reihe von Sarah J. Maas geworden, insbesondere da die Autorin mir schon in „Das Reich der sieben Höfe“ zeigte, dass sie schreiben kann. Also dachte ich, dass es nicht schaden kann, erst mit der Vorgeschichte der Protagonistin zu beginnen.

In diesem Buch gibt es 5 Geschichten, die alle aufeinander aufbauen. Auch wenn ich normalerweise kein Fan von Kurzgeschichten bin, wirkten sie bisher auf mich zu abgehackt und oberflächlich, hatte ich hier das Gefühl, ein richtiges Buch zu lesen, eben da sie alle zusammen ein gemeinsames Bild ergeben und man dennoch zwischen den Geschichten Pausen machen kann, da sie meist ein zufriedenstellendes Ende haben.

Wie erwartet ist der Schreibstil der Autorin flüssig und bildlich, während den 5 Geschichten führt es uns in alle Ecken des Reiches und als Leser hatte ich jegliche Schauplätze vor Augen.

Protagonistin Celaena war für mich anfangs kein einfacher Charakter, sie ist sehr egozentrisch und von sich selbst überzeugt. Doch im Laufe der Zeit bekam ihr Charakter immer mehr Ecken und Kanten, wurde komplexer und sie immer interessanter. Bis zum Ende habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen.

Die 5 Geschichten sind allesamt spannend und beinhalten dennoch auch eine kleine Liebesgeschichte. Die atemlose Spannung hat mir zwar noch gefehlt, doch Lust auf die Folgebände habe ich nun definitiv!

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Was von mir bleibt

Lara Avery , Nadine Püschel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.11.2017
ISBN 9783551583734
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Protagonistin Sammie ist eine junge Frau voll von Zielen, bei der die unheilbare Krankheit Niemann-Pick Typ C diagnostiziert wird. Diese äußert sich ähnlich wie Demenz und findet ihr Ende im baldigen Tode des Erkrankten. Dabei will Sammie so viel, ist ehrgeizig und stolz auf ihre bisherige Stärke, das Denken. Dass ihr die Selbstständigkeit genommen wird, ist für sie die größte Angst, doch gleichzeitig unausweichlich…

Ich gebe zu, die erste Hälfte des Buches hatte ich Probleme mit der Geschichte. Das lag definitiv nicht an der Art, wie das Buch geschrieben war, denn diese hat mir sehr gefallen. Wir lesen hier praktisch das Erinnerungstagebuch Sammies und sie erzählt uns, was ihr gerade wichtig ist. Das verlieh der Geschichte die persönliche Note. Dennoch war Sammie als Protagonistin in der ersten Hälfte unnahbar und anstrengend, dem Buch fehlte zudem die von mir erhoffte Tiefe.


Dennoch lies sich die Geschichte wunderbar lesen und auf Besserung hoffend blätterte ich also weiter und weiter. Und tatsächlich, je weiter die Krankheit fortschreitet, desto berührender, authentischer und emotionaler wird das Buch! Sammie beginnt sich zu entwickeln und bis zum Ende hatte ich als Leser dann feuchte Augen.


Von der Krankheit hatte ich zuvor noch nichts gehört, doch es hat mich wirklich bewegt, von Sammies Geschichte zu lesen. Besonders die Stellen, welche sie während ihren „Anfällen“ schreibt, sind absolut authentisch…


Während das Buch in der ersten Hälfte nur ganz nett war, entwickelte sich die Geschichte bis hin zum Ende zu etwas absolut Bewegendem.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Lass Konfetti für dich regnen

Lisa-Marie Koroll
Geheftet: 176 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 03.11.2017
ISBN 9783959101387
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eigentlich gehört „Lass Konfetti für dich regnen“ nicht zu den Büchern, zu denen ich normalerweise greife. Doch irgendetwas sprach mich hier an und ich dachte mir, schaden wird es wohl nicht. Lisa-Marie Koroll kannte ich hauptsächlich von Instagram und auch in ihrem Buch machte sie einen sympathischen Eindruck. Sie legt wirklich Wert darauf, Nähe zu ihren Lesern entstehen zu lassen. Aufgemacht sind die Seiten schön, abwechslungsreich und bunt. Von Listen über Experimente – wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte einen Stift bereitgelegt haben.

Die ausgewählten Themen sind gleichermaßen klischeehaft wie nett gestaltet. Und so würde ich auch die ganzen 170 Seiten beschreiben. Nicht herausragend, nicht besonders, sondern süß gemacht und trotzdem schnell wieder vergessen. Mir war das Buch insgesamt doch zu 0815 und die meisten Tipps waren nicht neu. Und so wird mir „Lass Konfetti für dich regnen“ wohl nicht lange in Erinnerung bleiben… Für jüngere Fans ist das Ganze aber vielleicht doch einen zweiten Blick wert.

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(233)

504 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 133 Rezensionen

john green, schlaft gut, ihr fiesen gedanken, freundschaft, johngreen, zwangsneurose

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

John Green steht für besondere Bücher, die den Nerv der Jugend treffen. Alaska habe ich zwar nicht sonderlich gemocht, im Kopf geblieben ist siee mir aber. Hazel hat mich von der ersten Sekunde mitgerissen und begeistert und Margo war ebenfalls außergewöhnlich. Und nun haben wir hier Aza. Ebenfalls eine 16-jährige Jugendliche, die ihren Platz in der Welt sucht. Dabei muss sie mit ihren zwanghaften Ängsten kämpfen, Tag für Tag drohen sie, ihr Leben vollständig zu bestimmen.

Aza hat Angst vor Bakterien und vor allem davor, selbst todkrank zu werden. Immer hat sie das Gefühl, dass sie die ganzen Bakterien auf und in ihrem Körper spüren kann und ekelt sich. Dann muss sie das Pflaster an ihrem Finger wechseln, denn die Wunde dort verheilt nie endgültig.

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist anders, als es der Klappentext vermuten lässt, keine Detektivgeschichte, die Suche nach dem Milliardär ist mehr eine Nebenhandlung. Im Zentrum steht das Alltagsleben Azas, die mit ihren Zwangsneurosen zu kämpfen hat, und ihre Freundschaft zu Daisy, bei der Aza manchmal selbst nicht verstehen kann, warum Daisy mit ihr befreundet sein will.

Insgesamt war mir das Buch doch ein bisschen zu ruhig, ich habe zwar einen beeindruckenden Blick aus der Sicht eines an Angststörungen leidenden Jugendlichen bekommen, doch das Bedürfnis, weiterzulesen, fehlte mir oft. Entweder hätte ich mir noch mehr Intensität in der Beschreibung ihrer Innenwelt gewünscht oder eben mehr äußere Handlung.

Hervorheben will ich doch Greens Schreibstil, der wieder einmal wunderbar metaphorisch und eindrucksvoll ist. Der Schreibstil ist, wie erwartet, wieder mit das Herzstück des Buches.

Ein wunderbarer Schreibstil und ein ungewohntes, aber durchaus spannendes Thema. Azas Zwangsneurosen, machten das Buch trotz einiger Längen zu einem besonderen Leseerlebnis.

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(56)

206 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

magie, fantasy, kampf, verlag loewe, jugendroman

Young Elites - Das Bündnis der Rosen

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 11.10.2017
ISBN 9783785584156
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jugendbücher müssen eine sympathische Protagonistin haben. Das ist mittlerweile fast schon ein ungeschriebenes Gesetz, denn wann findet man schon einmal Protagonisten, die sich komplett von der Masse abheben? Die wirklich böse sind?


In Young Elites gibt es eine solche Protagonistin. Adeline ist von Rache und Hass durchtrieben, ihr Hang zur Gewalt und ihre Freude am Leiden prägen ihren Charakter. Und genau das war etwas so erfrischend anderes, dass mich die Geschichte mitriss. Es ist durchaus ungewöhnlich und befremdlich zu lesen, wie sich jemand am Schmerz anderer ergötzt, wie die Dunkelheit in einer Person überwiegt, doch das hob dieses Jugendbuch von anderen Fantasygeschichten ab.


In Band 2 verliert Adeline fast gänzlich ihren Skrupel und lässt der Schwärze freien Raum. Durch ihr innere Stimme,die immer wieder auftaucht, wirkt sie fast schon psychisch krank und ich bin wirklich gespannt, wie sich das in Band 3 entwickeln wird. Fest steht aber, dass ich Adeline nicht vergessen werde. Die dunklen Fäden in ihr fesselten auch mich an die Geschichte.


Die Handlung bleibt spannend, fantastisch und ereignisreich. Adeline will sich rächen und scheut dabei vor nichts zurück. Gleichzeitig werden die Begabten im Land gejagt…


Ereignisreich und voller Dunkelheit, das war Young Elites. Und damit konnte mich der Folgeband wieder begeistern!

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72 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

unfall, schuld, freundschaft, liebe, liebe; jugendbuch

Viel näher als zu nah

Angela Kirchner
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500577
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Überraschend kam bei mir auch „Viel näher als zu nah“ an. Von dem Buch hatte ich noch gar nicht viel gehört, war aber sehr gespannt, da der Klappentext eine sehr emotionale Geschichte versprach.


Die Geschichte handelt von den Jugendlichen Lucas und Fey, die sich das erste Mal auf einer Party kennenlernen – es funkt zwischen ihnen. Doch dann geraten Fey und ihre Freundin in das Motorradrennen von Lucas und seinem Freund Ben und sie alle landen im Krankenhaus. Nicht jeder von ihnen kommt glimpflich davon und so ist es kein Wunder, dass Fey Lucas eigentlich hassen sollte – und auch will. Doch da ist etwas zwischen ihnen, dass sie nicht ignorieren können….


Das Buch hat mich total positiv überrascht und emotional von der ersten Seite abholen können. Abwechselnd erzählen Lucas und Fey, wobei ich besonders Lucas Parts interessant fand. Er war immer der coole Frauenheld, doch anders als sein Freund Ben erholt sich Lucas nicht einfach so von dem Unfall. Er kämpft mit Schuldgefühlen, Panikattacken und muss sich eingestehen, dass er der Wahrheit ins Auge sehen muss. Fey ist eigentlich ein nettes Mädchen, das verständlicher Weise wahnsinnig sauer auf den Motorradfahrer Lucas ist, der nicht nur Fey verletzt hat, sondern wegen dem auch ihre Freundin im Koma liegt.


Trotzdem  treffen die beiden immer wieder aufeinander und Fey erkennt, dass Lucas den Unfall nicht auf die leichte Schulter nimmt. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und durch die abwechselnden Sichten nimmt die Geschichte an Tempo auf, wobei mich Lucas Parts meist mehr mitreißen konnten. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten und gehofft, dass beide es schaffen, über ihren Schatten zu springen.


Insgesamt hätte das eigentliche Geschehen dann noch etwas spannender oder das Innenleben noch intensiver beschrieben werden können, sodass ich noch mehr an den Seiten geklebt hätte. Das Buch hatte durchaus seine Momente, in denen es mich komplett fesselte, aber auch einige, die gerne noch emotionaler und packender hätten sein können. Von Fey hätte ich ebenfalls gerne noch mehr erfahren, sie blieb mir noch zu blass, und auch von ihrer Freundin hörte man leider nicht viel, dabei hat die Geschichte doch viel hergegeben.


Auch wenn die Geschichte insgesamt noch intensiver hätte sein können, wurde ich doch sehr positiv überrascht. Das Buch hat mich emotional mitgerissen und besonders Lucas konnte mich überzeugen.

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104 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

lauren james, zeitreisen, forever again , liebe, forver again

Forever Again - Für alle Augenblicke wir

Lauren James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785583760
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In meinen Augen klang „Forever Again“ nach einer wunderbar erfrischenden Liebesgeschichte mit Zeitreiseelementen. Als ich den Klappentext las, war ich gespannt, was denn hinter dem Zeitreiseabenteuer steckt.


Zu Beginn handelt es sich eigentlich um vier getrennte Geschichten, die, abgesehen davon, dass es sich offensichtlich immer um die gleichen Personen handelt, nicht viel gemeinsam haben. Eine spielt während des Jakobiteraufstands, eine auf einem Schiff, eine 2019 und eine 2039. 2019 und 2039 müssen sich sich die Charaktere vor einem gefährlichen Gegner behaupten, der die Macht hat, die ganze Bevölkerung auszuschalten.


Mit jedem Kapitel wechselt das Jahr, von der Liebesgeschichte 2019 erfährt man lediglich an Hand Notizzetteln und SMS Nachrichten. Unter jedem Kapitel sind Anweisungen und Bemerkungen gedruckt, die den Eindruck vermitteln, dass jemand die 4 Geschichten überwacht und alle Fäden spinnt. Jemand, der Macht über die Zeit hat.


Die ganze Geschichte war schön geschrieben und auch die Romanttik kam gut zur Geltung. Man hatte nicht das Gefühl, alles nur wiederholt zu lesen, da jede Geschichte ihr eigenes Flair hatte.


Gegen Ende kam es dann zu einigen Wendungen, die mir nicht gefallen haben. So kam es plötzlich zu Ereignissen, die gar keinen Zusammenhang hatten und auch das Ende wirkte hastig. Viele der Handlungsfäden blieben offen und längst nicht alle meine Fragen wurden geklärt.  So bleibt mir nur, auf Band 2 zu hoffen, denn vielleicht löst sich hier das Rätsel auf…


Wer Zeitsprünge und Romantik mag, wird bei „Forever Again“ auf seine Kosten kommen. Dennoch gab es besonders bzgl. der Zeitsprünge einige Fragen, auf die ich keine Antworten bekam.

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

feuer, jennifer estep, romanze, superhelde, superhelden

Hot Mama

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492280389
Genre: Fantasy

Rezension:

Da mich jedes Buch von Jennifer Esten bisher gut unterhalten konnte, war ich sehr gespannt auf ihre neue Reihe rund um Superhelden und Superschurken. Band 1 habe ich zwar nicht gelesen, doch da ich gehört habe, dass sich die Bücher auch unabhängig lesen lassen, griff ich dann zu diesem.


Verständnisprobleme hatte ich keine und wie ich es von Jennifer Esten gewohnt bin, rauschte ich wieder durch ihre Geschichte. An Protagonistin Fiona musste ich mich erst einmal gewöhnen. Sie ist sehr von sich selbst überzeugt und betont ständig ihre Stärken, gleichzeitig hat sie viel Energie und immer ihren eigenen Willen. Fiona lässt mich zwiegespalten zurück… Einerseits war ihre forsche Art erfrischend, andererseits oft schon nervig, so oft wie ihr Talent betont wurde.


Die Grundidee rund um die Helden und Schurken gefiel mir, ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass das Thema mit so viel Humor genommen wurde. Ich konnte die Superschurken lange nicht als ernsthafte Bedrohung wahrnehmen, da ich oft das Gefühl hatte, dass sie auch von den Charakteren nicht wirklich ernst genommen werden.

Desweiteren habe ich auch nicht damit gerechnet, dass die Geschichte so vorhersehbar ist. Mir war ab Seite 100 klar, wer Superheld und Superschurken ist.

Ich habe mir deutlich mehr von Jennifer Esteps Reihe erhofft. Hot Mama ließ sich zwar schnell lesen, allerdings war die Geschichte sehr vorhersehbar, die Schurken konnte ich nicht wirklich ernst nehmen und Fiona war wahrlich keine einfache Protagonistin.

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

elemental assassin, gin blanco, bria, jennifer estep, gin

Spinnenfalle

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2017
ISBN 9783492281164
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit Spinnenfalle geht die Reihe rund um die geniale Gin Blanco, Elementarierin und Ex Profikillerin, schon in die 8. Runde. Ich bin ein großer Fan der Elemental Asassin Bücher und freue mich auf jeden neuen Band, hoffe aber gleichzeitig, dass die Reihe nicht absacken wird. Man könnte meinen, dass die Reihe irgendwann nichts mehr hergeben würde, stattdessen schafft Jennifer Estep es jedes Mal aufs Neue, jeden Band spannend zu gestalten.

Wie erwartet habe ich Protagonistin Gin wieder sehr gemocht, ihre forsche, selbstbewusste Art und ihr Sarkasmus machen sie zu einer unglaublich coolen Protagonistin, die unterstützt wird von ebenso sympathischen Nebencharakteren. Lediglich Owen finde ich immer anstrengender und unsympathischer.


Band 8 ist ebenso spannend und temporeich wie die vorherigen Bücher. Kaum eine Reihe schafft es, mich wirklich durchgehend an ihre Seiten zu fesseln.

Jeder neue Band der Spinnenreihe fühlt sich an wie nach Hause kommen – mit dabei ist wieder alles, was das Leserherz sich wünschen kann.

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333 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

mythos academy, bitterfrost, jennifer estep, fantasy, loki

Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass die Frostbücher eine Spin Off Reihe bekommen! Diesmal geht es nicht um Gwen Frost, mittlerweile überall bekanntes Gypsemädchen, sondern um ihre Cousine Rory Forseti, die in ihrer Schule den Spitznamen Schnittermädchen trägt. Ihre Eltern waren Schnitter und sind in einem Kampf ums Leben gekommen. Seitdem bekommt Rory von allen Seiten Ablehnung zu spüren.

Schon als Rory ihren Auftritt in der Frostreihe hatte, habe ich sie ins Herz geschlossen. Sie ist ein sehr starkes Mädchen, zum einen natürlich, weil sie Spartanerin ist und damit jeden beinahe mühelos umbringen kann, sie schafft es auch, mit erhobenem Kopf in die Schule gehen, auch wenn sie dort mit viel Abneigung umgehen muss.

Bitterfrost hat einige Parallelen zu Frostkuss, im Laufe der Seiten wurde das Buch dann aber zunehmend zu einer eigenen Geschichte und wirkte nicht nur wie ein Abklatsch. Dennoch, die Schnitterkämpfe und Aufstellung des Gegnerteams kennen wir ähnlich schon aus den vorherigen Büchern.

Bitterfrost beginnt ruhig und lässt dem Leser Zeit, in die Geschichte einzusteigen, nimmt dann aber an Fahrt auf und bleibt bis zum Ende spannend. Und die letzten Seiten versprechen einen ebenso fesselnden 2. Band…

Mit Bitterfrost wurde das Rad nicht neu erfunden und einiges an der Geschichte erinnert stark an die Frostbücher, trotzdem entwickelte sich der Band im Laufe der Seiten und bestach mich wieder mit vielen spannenden Passagen und einer starken Protagonistin.

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890 Bibliotheken, 50 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

fantasy, das lied der krähen, leigh bardugo, krähen, grischa

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

„Six of Crows“ müsste jedem, der im Jugendbuchbereich aktiv ist, ein Name sein, so gehypt wurde das Buch. Als ich dann sah, dass es nun auf deutsch erscheinen wird, war für mich klar, „Das Lied der Krähen“ muss ich lesen!

Das Buch spielt in der Welt der „Grischa “ Trilogie der gleichen Autorin. Diese habe ich noch nicht gelesen, doch wurde durch „Das Lied der Krähen“ sehr neugierig darauf gemacht. Die Grischas sind in diesem Buch durchaus ein Thema und nicht unwichtig, im Mittelpunkt stehen aber Kaz und seine weiteren fünf Gruppenmitglieder, die den scheinbar unmöglichen Auftrag angenommen haben, ins Eistribunal einzubrechen, einen Gefangenen zu befreien und allesamt heil wieder herauszukommen.

Dadurch dass ich mit absolut keinem Vorwissen an die Geschichte heranging, fiel mir der Einstieg nicht einfach. Die Autorin hat in „Das Lied der Krähen“ eine sehr komplexe Welt mit vielen Charakteren erschaffen und ist stets ins Detail gegangen.

Zum einen ist das natürlich sehr schön, denn selten habe ich solch komplexes, durchdachtes und ausgearbeitetes Fantasybuch gelesen. Jeder Charakter hatte seine ganz persönliche Geschichte und von den 6 Hauptcharakteren, an deren Spitze Kaz steht, erfahren wir besonders viel. Keine auftretende Person ist in diesem Buch einfach nur ein Lückenfüller, jeder erfüllt eine besondere Rolle.

Das war es auch, was mir den Einstieg erschwerte. Bei so vielen Informationen musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Ungefähr ab Seite 50 lief es dann aber und ich habe die restlichen 500 Seiten absolut genossen und wurde in den Bann der Geschichte gezogen.

Das Buch ist spannend, überzeugte aber mehr durch all die ausgearbeiteten Dinge als durch ein atemloses Tempo. Dennoch habe ich durchaus manchmal die Luft angehalten, denn in der dunklen Welt der Krähen sind Raub, Tod und Betrug an der Tagesordnung.

„Das Lied der Krähen“ überzeugt durch eine ausgearbeitete Welt und vielschichtigen Charakteren, die alle eine ganz eigene Geschichte mit sich bringen. Wenn man eins vergeblich in diesem Buch sucht, dann ist das Oberflächlichkeit.

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131 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

jean webster, königskinder verlag, daddy long legs, lieber daddy long legs, briefe

Lieber Daddy-Long-Legs

Jean Webster , Ingo Herzke , Franz Renger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551560445
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Königskinder Verlag ist für mich immer ein Garant für besondere Geschichten. Keine Überraschung also, dass ich auch hier durch das neue Verlagsprogramm gestöbert habe. Dabei ist mir „Lieber Daddy Long Legs“ besonders ins Auge gestochen. Das Buch ist eine Neuerzählung des 1912 erschienenen Romans „Daddy Long Legs“.

Geschrieben ist der gesamte Roman, nach einem Einführungskapitel, in Briefform, in welchen Judy von ihrem neuen Leben auf dem Collage berichtet. Sie erzählt in einem jugendlich-leichten Ton und ihre spritzige, lebensfreudige Art zieht sich durch das gesamte Buch. Als Leser wird man von diesem Charme, den sie versprüht, sofort mitgerissen und ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen.

Dadurch dass Judy bisher nur das Waisenhaus kannte, eröffnet sich für sie eine ganz neue Welt mit neuen Möglichkeiten. Natürlich ist die Frage nach dem Gönner, der Judy finanziell unterstützt, immer im Hinterkopf des Lesers und auch Judy will wissen, wem sie das alles zu verdanken hat. Natürlich ist sie absolut dankbar für die neue Möglichkeit, aber deswegen trotzdem nicht auf den Kopf gefallen. Sie spricht weiterhin immer gleich das in ihren Briefen aus, was sie denkt.

Mir war schnell klar, wer denn der Unterstützer ist, doch das tat dem Lesespaß keinen Abbruch.

„Lieber Daddy Long Legs“ ist eine wunderbar herzerwärmende Neuerzählung, die mit ihrer jungen, spritzigen Protagonistin mir viel Spaß bereitet.


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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

lgbtq book, freundschaft, aristoteles und dante entdecken die geheimnisse des universums, coming-of-age, benjamin alire sáenz

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Benjamin Alire Sáenz , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423717410
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So viel hatte ich schon von“ Aristoteles und Dante…“ gehört, dass ich wahnsinnig darauf gespannt war. Bis heute habe ich keine einzige negative Rezension zu dem Buch gelesen und so war für mich klar, dass diese Geschichte etwas besonderes sein muss.

Das Buch wird aus der Sicht von Aristoteles, kurz Ari erzählt. Die Kapitel sind meist sehr kurz und der Schreibstil flüssig, sodass sich das Buch wunderbar lesen lässt.
Protagonist Ari ist ein Alleingänger, der mit vielem unzufrieden ist und schon immer etwas anders war. Zu seinen Eltern findet er nur wenig Zugang, da kommt es wie gerufen, dass Dante auf die Bildfläche tritt. Auch er ist ein Einzelgänger und so freunden sich die beiden an und tauschen Bücher und Gedanken aus. Die Welt der beiden beginnt sich langsam zu ändern, doch es warten noch einige Hindernisse auf sie, ehe sie wirklich zu sich selbst finden und akzeptieren können.

Ich muss ehrlich sagen, die erste Hälfte der Geschichte war ich enttäuscht. Das Ganze lief so vor sich hin und ich wartete vergeblich auf dieses besondere knistern oder die ganz tiefgründigen Momente, auf die ich so gehofft hatte.

Die zweite Hälfte des Buches gefiel mir da schon wesentlich besser und es gab deutlich mehr besonders packende Momente. In „Aristoteles und Dante“ geht es in ruhigen Tönen darum, dass Ari zu sich selbst findet und sich so akzeptiert, wie er ist. Es ist nicht einfach, von der Norm abzuweichen, doch man muss sich trauen und diesen Weg gehen, um glücklich zu werden. 


„Ari und Dante“ war zweifellos ein berührendes Buch über Homosexualität und Selbstakzeptanz, dennoch habe ich schon Bücher über dieses Thema gelesen, die mich mehr bewegen konnten.

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439 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

illuminae, liebe, amie kaufman, jay kristoff, künstliche intelligenz

Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Illuminae“ gehört zu den Büchern, an die ich ganz besondere Erwartungen hatte. Wie sehr habe ich mich gefreut, als das Leseexemplar bei mir eingetroffen ist… Wenn ihr „Illuminae“ lest, solltet ihr all eure Vorstellungen von einem Buch über Bord werfen. Denn diese Geschichte hier ist kein normales Buch, das man nur liest, es besteht aus Chatverläufen, Emails, jeglichen Dokumenten und Berichten und vielen Zeichnungen. Aufgebaut ist es in Form einer Akte, in der alles zum Geschehen dokumentiert wurde. Geschriebene Seiten findet man im herkömmlichen Sinne in diesem Buch nicht.

Und gerade das macht den Reiz dieses einzigartigen Werkes aus. Es ist teilweise mehr ein Seite anschauen und umblättern, als nur lesen. Doch ich finde es klasse, dass sich die Autoren getraut haben, vom Standard zu lösen.
Die Geschichte selbst handelt von einem Sci-Fi-Abenteuer: Der Planet von Kady und Ezra, ein Paar, das sich gerade getrennt hat, wird angegriffen und sie können sich auf unterschiedliche Raumschiffe retten. Doch von der sicheren Ankunft trennt sie noch viel.

Ich habe Illuminae wirklich genossen und das Buch war eine willkommene Abwechslung. Ich hatte lediglich ein Problem mit der Geschichte: Dadurch dass man nie einen wirklich Text liest, fehlte mir teilweise die Bindung zu den Charakteren, insbesondere in Hinblick auf deren Emotionen. Ich habe nicht wirklich mitgehofft oder mitgelitten und das, obwohl sich die Charaktere oftmals in kritischen Situationen befanden. Emotional kam die Geschichte also nicht immer bei mir an.

„Illuminae“ ist ein wirklich besonderes Buch, das mich mit seiner Seitengestaltung mitgerissen hat. Lediglich die Emotionen blieben eben durch diese besondere Aufmachung manchmal auf der Strecke.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sarah crossan, jugendbuch, mobbing, schwimmen, außenseiterin

Die Sprache des Wassers

Sarah Crossan , Oliver Jeffers
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 24.07.2013
ISBN 9783939435846
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch Sarah Crossan werde ich auf der Frankfurter Buchmesse treffen. Und da ich seit „Eins“, ein fantastisches Buch von ihr, sowieso noch mehr von Frau Crossan lesen wollte, hat es gut gepasst, dass bei mir auch „Die Sprache des Wassers“ ankam.

„Eins“ ist ein dünnes, kleines Büchlein, doch die Dicke des Buches sagt bekanntlich nichts über deren Qualität aus. Die Kapitel des Buches sind sehr kurz, mitunter nur zwei Seiten lang, doch auch die Art des Geschriebenen unterscheidet sich von anderen Geschichten. Denn Sarah Crossan hat, wie auch schon in „Eins“, die Sprache des Wassers in Versform geschrieben und mich wieder einmal davon überzeugt, dass es nicht viele Worte braucht, um mich mitzureißen.

„Die Sprache des Wassers“ ist eine Geschichte über Einsamkeit in einem fremden Land, über getrennte Eltern, über Mobbing und Verlassenheit, gleichzeitig aber auch ein Buch voller Gefühl und Hoffnung.
„Eins“ hat mich vom Thema noch mehr angesprochen und beschäftigt als die „Sprache des Wassers“, doch im Rahmen seiner Möglichkeiten hat mich das Buch mitgerissen. 

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176 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

jugendbuch, alina bronsky, berlin, buch, roman

Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich eine Einladung zum Meer&Greet mit der Autorin bekommen hatte, wollte ich natürlich auch ihr neustes Buch lesen. „Und du kommst auch drin vor“ klang nach einem unterhaltsamen Jugendbuch – schließlich liest man nicht alle Tage von einem Mädchen, das sich selbst in einem Buch entdeckt. Außerdem habe ich von Alina Bronsky auch schon „Spiegelkind“ gelesen, was mich sehr gut unterhalten konnte…

In „Und du kommst auch drin vor“ kam es mir zeitweise so vor, als hätte ich das Buch einer anderen Autorin vor mir. Bronskys Schreibstil ist hier ganz anders, die Sätze sind sehr einfach, beinahe abgehackt und auch wenn man das Buch so sehr schnell lesen konnte, fiel mir diese Plumpheit sehr negativ ins Auge.

Einerseits ist dieser Schreibstil absolut passend für die Geschichte und fügt sich wunderbar in die Klasse der Protagonistin ein, wo seit Jahren niemand ein Buch in der Hand hatte. Doch ich persönlich fand es absolut anstrengend, so zu lesen.

Die Charaktere sind mal mehr, mal weniger interessant. Protagonistin Kim ist ein egozentrisches Mädchen, das gern über ihr Leben jammert. Umso interessanter war aber Kims Freundin Petrowna, die sich hinter Klischees versteckt, doch eigentlich eine unheimlich interessante und kluge Person ist.

Die eigentliche Idee des Buches wurde dann ziemlich wenig aufgegriffen, vielmehr standen alltägliche Probleme eines Jugendlichen im Vordergrund. 


So hatte das Buch Potenzial, doch besonders der Schreibstil, wie auch die fehlende Tiefe und Komplexität haben mich gestört.

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167 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

amoklauf, 54 minuten, schule, jugendbuch, marieke nijkamp

54 Minuten

Marieke Nijkamp , Mo Zuber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440167
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„54 Minuten“ lag gerade einmal zwei Tage bei mir, da überwiegte schon die Neugier und ich habe mir das Buch geschnappt. Gerade weil ein Amoklauf kein einfaches, dafür aber umso brisanteres Thema ist, hatte ich große Erwartungen an die Geschichte.

Obwohl die Geschichte aus vier Perspektiven geschrieben wird, fiel mir der Einstieg überraschend leicht und es dauert nicht lange, da begann schon der Amoklauf. Ab diesem Punkt kam ich einfach nicht mehr von der Geschichte los und habe erschrocken gelesen, wie der Amoklauf aus Sicht der Betroffenen, aber auch aus der Sicht von außenstehenden Geschwistern geschah. Manche der Hauptcharaktere befinden sich währenddessen im Gebäude und erleben alles hautnah mit, manche sind außerhalb der Schule.

Mein Herz schlug immer schneller und durch die vielen Perspektivwechsel wurde das Tempo des Buches immer höher getrieben. So blieb keine Zeit für Atempausen und ich bekam schon Gänsehaut, als ich von der Schießerei las.

Ein Amoklauf ist wahrlich kein einfaches Thema, trotzdem wurde es von der Autorin gut gelöst und eindringlich beschrieben, ohne überzogen zu wirken. Im Gegenteil, es war ganz authentisch und ich fühlte mich, als würde ich auch in der Aula sitzen und alles miterleben.

Besonders wird das Buch natürlich durch die vielen verschiedenen Blickwinkel auf den Amoklauf, insgesamt hätte ich mir die Charaktere aber noch etwas tiefergehend gewünscht.

Obwohl mir die Ausarbeitung mancher Charaktere teilweise zu oberflächlich war, war „54 Minuten“ doch ein wahrer Pageturner, der mich mit seiner Eindringlichkeit begeisterte.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, england, jugendbuch, robin stevens, mord

Teestunde mit Todesfall

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 16.02.2017
ISBN 9783868739084
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt nur wenige Jugendbücher, die von sich behaupten können, einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charme zu haben und die sich auch in Punkto Stil wunderbar von der Masse abheben. Doch die „Wells & Wong“-Bände gehören zweifellos dazu.

Obwohl die Reihe schon von Kindern ab 11-12 Jahren gelesen kann, hatte ich nie das Gefühl, zu alt für die Bücher zu sein. Denn obwohl die Bände sich allesamt mit einem Mord beschäftigen, liegt der Fokus stets klar auf den Ermittlungsarbeiten und so braucht das Buch kein großes Tamtam um den Leser mitzureißen.

Das heißt aber nicht, dass die Geschichte nicht spannend ist. Denn inmitten des Rätselratens geht es stets um einen Mord mit vielen Verdächtigen, was für die beiden Mädchen nicht ungefährlich werden kann.

Besonders macht die Kriminalromane auch das Setting, denn schließlich spielt die Reihe in den 30er Jahren in England, in Band 1 noch auf dem Mädcheninternat der beiden Hauptpersonen Daisy und Hazel, im Folgeband dann auf dem Familienanwesen Fallingford und in Band 3 schließlich im berühmten Orientexpress. Vom Stil ähneln die Bücher ganz Agatha Christies, sie haben einen unverwechselbaren Humor und zwei ebenso besondere Protagonisten.

Denn während Daisy sehr forsch und selbsteingenommen daherkommt, ist Hazel ganz besonnen und eher der schüchterne Typ. Trotzdem entwickeln sich beide innerhalb der Reihe und während Daisy mehr auf Hazel Acht gibt, wird diese selbstbewusster.

Doch auch die Nebencharaktere sind stets besondere Personen. In Band 2, der auf Daisys Familienanwesen spielt, haben alle Charaktere ihre Eigenarten. Daisys Mutter ist eine dramatische Lady, ihr Mann ganz verplant und hilflos, dafür umso sympathischer. Onkel Felix hat viele Geheimnisse und dann sind da noch die exzentrische Tante Saskia und der ungewollte Besuch des zwielichtigen Mr. Curtis…

In Band 3 begegnen Daisy und Hazel im Orientexpress dann echtem, russischem Adel, einem eigenartigen Magier, einer Erbin und einem Krimiautor, der es besonders blutig mag. Kein Wunder, dass es da zu vielen (bösen) Überraschungen kommen wird…

Die „Wells & Wong“-Bücher haben einen fantastischen Humor, sprühen vor Charme und sind dazu noch sehr spannend. Wer Rätselraten mit zwei besonderen jungen Damen mag, sollte es unbedingt mit dieser Reihe probieren!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, ermittlungen, detektive, kinder, historischer krimi

Mord erster Klasse

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 21.09.2017
ISBN 9783957280534
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt nur wenige Jugendbücher, die von sich behaupten können, einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charme zu haben und die sich auch in Punkto Stil wunderbar von der Masse abheben. Doch die „Wells & Wong“-Bände gehören zweifellos dazu.

Obwohl die Reihe schon von Kindern ab 11-12 Jahren gelesen kann, hatte ich nie das Gefühl, zu alt für die Bücher zu sein. Denn obwohl die Bände sich allesamt mit einem Mord beschäftigen, liegt der Fokus stets klar auf den Ermittlungsarbeiten und so braucht das Buch kein großes Tamtam um den Leser mitzureißen.

Das heißt aber nicht, dass die Geschichte nicht spannend ist. Denn inmitten des Rätselratens geht es stets um einen Mord mit vielen Verdächtigen, was für die beiden Mädchen nicht ungefährlich werden kann.

Besonders macht die Kriminalromane auch das Setting, denn schließlich spielt die Reihe in den 30er Jahren in England, in Band 1 noch auf dem Mädcheninternat der beiden Hauptpersonen Daisy und Hazel, im Folgeband dann auf dem Familienanwesen Fallingford und in Band 3 schließlich im berühmten Orientexpress. Vom Stil ähneln die Bücher ganz Agatha Christies, sie haben einen unverwechselbaren Humor und zwei ebenso besondere Protagonisten.

Denn während Daisy sehr forsch und selbsteingenommen daherkommt, ist Hazel ganz besonnen und eher der schüchterne Typ. Trotzdem entwickeln sich beide innerhalb der Reihe und während Daisy mehr auf Hazel Acht gibt, wird diese selbstbewusster.

Doch auch die Nebencharaktere sind stets besondere Personen. In Band 2, der auf Daisys Familienanwesen spielt, haben alle Charaktere ihre Eigenarten. Daisys Mutter ist eine dramatische Lady, ihr Mann ganz verplant und hilflos, dafür umso sympathischer. Onkel Felix hat viele Geheimnisse und dann sind da noch die exzentrische Tante Saskia und der ungewollte Besuch des zwielichtigen Mr. Curtis…

In Band 3 begegnen Daisy und Hazel im Orientexpress dann echtem, russischem Adel, einem eigenartigen Magier, einer Erbin und einem Krimiautor, der es besonders blutig mag. Kein Wunder, dass es da zu vielen (bösen) Überraschungen kommen wird…

Die „Wells & Wong“-Bücher haben einen fantastischen Humor, sprühen vor Charme und sind dazu noch sehr spannend. Wer Rätselraten mit zwei besonderen jungen Damen mag, sollte es unbedingt mit dieser Reihe probieren!

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185 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, loewe verlag, trauer, traurig, abschied

Deine letzte Nachricht. Für immer.

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Zoë Ingram , typealive
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785586075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das erste Buch der Autorin „Ich wollte nur, dass du noch weißt“ hat mich so beeindruckt und berührt, dass ich mich wahnsinnig auf den Nachfolger gefreut habe. Dieses Mal geht es speziell um Abschiedsbriefe, letzte Nachrichten vor einem Tod, einer Trennung oder Ähnlichem… Unter den letzten Nachrichten sind oftmals noch Erklärungen abgedruckt, die die Nachricht in den richtigen Zusammenhang bringen.

Auch dieses Buch ist wunderbar gestaltet und mit einer Mischung aus vielen Illustrationen und Handlettering sehr erfrischend zu lesen. Doch „Deine letzte Nachricht“ ist nicht nur ein Blickfang, auch der Inhalt konnte mich wieder berühren. Dabei ist dieses Buch deutlich bedrückender als „Ich wollte nur, dass du noch weißt“, da es eben nur letzte Nachrichten enthält, meistens kurz vor schlimmen Trennungen oder Todesfällen.

Emotional hat mich das Buch wieder total abgeholt und mitgenommen, denn wenn man immer im Hinterkopf hat, dass diese Nachrichten nicht fiktiv sind, sondern so wirklich geschrieben wurden, wird das Lesen noch einmal um einiges intensiver. 


Obwohl „Deine letzte Nachricht“ ein dünnes Büchlein mit weniges Text ist, hat es mich emotional doch absolut abgeholt.

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(158)

403 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

coldworth city, mona kasten, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich gesehen habe, dass Mona Kasten sich nun im Bereich Fantasy versucht, war ich total gespannt auf ihre neue Geschichte „Coldworth City“. Bisher kannte ich Frau Kasten nur aus dem Genre New Adult und dort hat sie mich mäßig mitgerissen.  Allerdings bin ich im New Adult Bereich auch weniger zu Hause und erwartete auch wegen dem großen Hype rund um die Autorin einiges von ihrem neuen Buch.

Schon der Einstieg fiel mir leicht und ich kam schnell hinein in die Welt voller Mutanten, die auf der Flucht vor einer skrupellosen Organisation sind. Mona Kasten schreibt durchaus sehr flüssig und bildlich, ihr Schreibstil fiel mir aber sonst nicht weiter als etwas Besonderes auf.

Generell ist das ganze Buch sehr durchschnittlich, was wirklich schade ist, denn die Autorin hat definitiv Potenzial. Allerdings hatte ich während dem Lesen nie das Gefühl, gerade etwas „Neues“ zu lesen, da ich einen ähnlichen Plot  schon aus vielen anderen Werken kannte. Auch wartete ich vergeblich auf atemberaubende Spannung oder unvorhersehbare Wendungen. Vielmehr lief die Geschichte so vor sich hin und ich weiß jetzt schon, dass „Coldworth City“ im Vergleich zu anderen Büchern untergehen wird und ich mich bald nur noch grob an das Buch erinnern werde, da es wenig hat, was hervorsticht.

Dabei unterhält die Geschichte den Leser gut, das ist keine Frage. Die Frage ist vielmehr, was ich denn von einem Buch will. Lediglich Unterhaltung oder auch etwas Neues, Aufregendes?

Wie mit dem Plot ging es mir auch mit den Charakteren, die mir meist zu stereotypisch waren. Raven war eine sympathische Kämpferin mit Identifikationscharakter, aber eben auch die typische Heldin.

So kann ich zusammenfassend sagen, dass Coldworth City eine solide Fantasygeschichte ist, bei der ich durchaus unterhalten wurde. Allerdings fehlte mir das Neue in dieser Geschichte, die ganzen Elemente kannte man so schon aus vielen anderen Büchern.

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(20)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

paris, geistreiche innere monologe, erniedrigung in sozialen netzwerken, freundschaft, königinnen der würstchen

Die Königinnen der Würstchen

Clémentine Beauvais , Annette von der Weppen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556776
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Die Königinnen der Würstchen“ klang ganz nach meinem Geschmack. Eine Geschichte rund um Vorurteile, Mobbing und die Oberflächlichkeiten unserer Gesellschaft gepaart mit Humor und Leichtigkeit. Es klang genial…

Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass mir der Erzählstil gar nicht zusagt. Auch die Art der Protagonistin empfand ich hauptsächlich als anstrengend und sie wirkte vor allem unsympathisch.

Eigentlich bin ich jemand, der selbst gerne sarkastisch ist und nicht nur die klassischen Witze mag. Mireille ist ebenfalls sehr sarkastisch, hat einen Galgenhumor und ist unzufrieden mit ihrem Körper wie mit dem Rest der Welt. Und das lässt sie den Leser auch regelmäßig spüren. Immer wieder gab es von ihr Kommentare, die eigentlich lustig sein sollten, ich aber nur als anstrengend empfand.

Desweiteren hat mich auch gestört, dass die Themen wie Rassismus, Oberflächlichkeiten und Mobbing nur oberflächlich angeschnitten wurden.

Die Geschichte hatte Potenzial und wer sich mit Protagonistin Marielle versteht, wird sicherlich mehr Spaß haben. Mein Humor wurde hiermit allerdings nicht getroffen. 

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(107)

263 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

verrat, hitler, der junge auf dem berg, john boyne, adolf hitler

Der Junge auf dem Berg

John Boyne , Ilse Layer
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.08.2017
ISBN 9783737340625
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe „Der Junge im gestreiften Pyjama“ leider noch nicht gelesen, doch wenn das Buch auch nur halb so gut ist wie „Der Junge auf dem Berg“ – und das ist es, da bin ich mir sicher, ist es schon lesenswert.Es ist nun keine Überraschung mehr, wenn ich schreibe, wie sehr mich „Der Junge auf dem Berg“ bewegt hat. Es beginnt schon auf der ersten Seiten, auf welchen der Autor ein paar Worte für den Leser hinterlassen hat.

Er schreibt davon, wie sich die Welt doch gewandelt hat und dass Hass und Diskrimierung wieder zurückgekehrt sind. In seinem neuen Buch zeigt er nun, wie leicht es ist, sich mitschuldig zu machen. Es folgten sieben Fragen an den Autor und acht Bilder von Adolf Hitler auf Besuch in Obersalzburg. Und bevor die eigentliche Geschichte begann, war ich schon beeindruckt.

Das Buch ist in 3 Abschnitte geteilt, von 1936 bis 1945. Zu Beginn ist Pierrot noch ein kleiner Junge, der alles mit seiner kindlichen Naivität sieht und nach dem Tod seiner Eltern zur Sommerresidenz Hitlers kommt. Man verfolgt, wie schnell es gehen kann, dass ein ganz Unbefangener eingespannt und selbst zu einem Fanatiker wird.

Gerade weil Pierrot oder wie er später genannt wird, Peter, eigentlich nur die Verkörperung des unschuldigen Bürgers ist, erschreckt es doch ungemein zu sehen, wie schnell wir zu Mittätern werden können, wenn wir nicht genau aufpassen. 


Wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ hoffe ich von ganzem Herzen, dass „Der Junge auf dem Berg“ ebenfalls zum Klassiker wird und in vielen Regalen zu finden sein wird. Das Buch hat so viel zu sagen und macht eindrücklich klar, wie schnell man sich verführen lassen kann und wie sehr wir doch aufpassen müssen.

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