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168 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

schicksalsbringer, stefanie hasse, schicksalsbringer - ich bin deine bestimmung, romantasy-geschichte, phoenix und hayden

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie habe ich mich auf „Schicksalsbringer“ gefreut! Die Geschichte wurde nicht nur hoch gepriesen, sondern klang auch unheimlich spannend. Bücher, die sich um das Schicksal drehen, sind bei mir doch recht selten aufzufinden, was meine Neugier auf dieses Werk allerdings nur gesteigert hat.

In dieser Geschichte wird mit Hilfe einer Münze mit dem Schicksal gespielt, was natürlich nicht gut ausgehen kann… Und so befindet sich Protagonistin Kiera bald in Gefahr! Wie ich erwartete, war das Konzept der Geschichte wirklich sehenswert und neu. Die Umsetzung kam da leider nicht ganz heran – irgendwie habe ich einfach keinen Zugang zu dem Buch gefunden!

Durch die vielen Erläuterungen tauchten immer wieder einige Längen auf, die das flüssige Lesen nicht unbedingt unterstützten. Für mich hat sich die Geschichte an einigen Stellen sehr in die Länge gezogen und so geschah es, dass, obwohl die Protagonistin gerade um ihr Leben zitterte, ich einfach nicht mitgerissen wurde.

Manche Charaktere haben mir mehr, manche weniger gefallen. Herausstechend waren allerdings die wenigsten. Protagonistin Kiera würde ich mit dem Wort „gewöhnlich“ für eine Jugendbuchprotagonistin beschreiben. Leider hatte ich das Gefühl, dass ihr Biss im Laufe der Geschichte schwand…

Nun aber genug gemeckert! Denn schlecht war die Geschichte definitiv nicht. Es gab auch einige spannende Stellen, das Buch ließ sich wirklich flüssig lesen und machte teilweise auch ziemlichen Spaß.


Eine fantastische Idee, da gibt es keine Frage! Leider konnte mich die Geschichte unteranderem wegen einiger Längen nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.

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544 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

sandra regnier, magie, elemente, liebe, fantasy

Die Zeitlos-Trilogie - Das Flüstern der Zeit

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551314222
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von diesem Buch hatte ich im Vorfeld schon so viel Positives gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte und mir viel von der Geschichte versprach. „Das Flüstern der Zeit“ gehört zu einer Trilogie, die sich mit Zeitreisen beschäftigt.

Anders als ich es allerdings erwartet hatte ging es im 1. Band nur wenig um die Zeitreisen. Tatsächlich wurde das ganze Thema nur kurz angeschnitten und meine Fragen blieben unbeantwortet. Vielmehr tauchen in „Das Flüstern der Zeit“ mystische Ereignisse und viele merkwürdige Dinge auf, bei denen man lange auf eine Antwort wartet. Obwohl die Geschichte als „Zeitreisebuch“ deklariert wurde, kam es mir nicht wie solch eine vor.

Der Schreibstil der Autorin ist eines der Highlights der Geschichte: Sie schreibt flüssig, leicht und dazu sehr humorvoll, was mir Spaß beim Lesen bereitete. Auch ihre Charaktere sind sympathisch und interessant gewesen. Besonders gefallen hat mir, wie abwechslungsreich sie dargestellt waren.

Insgesamt hat sich die Geschichte in meinen Augen allerdings viel zu lange gezogen und von den gut 450 Seiten waren, und das ist nicht übertrieben, 350 Seiten die Einleitung. Im sich lange ziehenden Mittelteil habe ich einige Seiten nur noch überflogen, da einfach nichts passierte. Die eigentliche Handlung spielte sich insgesamt wohl nur auf 50 Seiten ab.

„Das Flüstern der Zeit“ birgt viel Potenzial, leider ging es aber einfach nicht voran. Mir fehlte es an Spannung und Handlung!

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156 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

krankheit, epidemie, tod, schottland, flucht

Infiziert

Teri Terry , Petra Knese
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 04.07.2017
ISBN 9783649625995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich vor einiger Zeit erfuhr, dass von Teri Terry in Kürze ein neues Buch erscheint, war mir klar, dass ich dies unbedingt lesen will. Zwar hat mir ihr letztes Buch „Book of lies“ nicht unbedingt zugesagt, aber ihre „Gelöscht“-Reihe hatte ich noch als so überzeugend in Erinnerung, dass ich wohl jedes neue Buch von Frau Terry gelesen hätte. Doch „Infiziert“ war nicht nur irgendein Buch, es klang auch ganz nach meinem Geschmack. Eine neue Dystopie: „packend, mystisch, infizierend“ wird sie vom Verlag beschrieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der 3 Hauptcharaktere erzählt. Shay ist eigentlich ein ruhiges Mädchen, der nun auffällt, dass sie das mittlerweile vermisst gemeldete Mädchen Callie als eine der letzten gesehen hat. Ihre Informationen meldet sie an Kai, der seine Schwester Callie retten will. Während die beiden alles daran setzen, Callie zu finden, wird diese als Forschungsobjekt missbraucht. Durch einige Unglücke breitet sich unterdessen ein Erreger mit wahnsinniger Geschwindigkeit in Großbritannien aus. Fast jeder wird infiziert, die Ärzte stehen vor einem Rätsel und der Erreger fordert unheimlich viele Tote. Als dann auch noch Shay krank wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit… Fest steht zumindest, dass sie nie wieder die gleiche sein wird, die sie vor ihrer Infizierung war!

„Infiziert“ war wirklich eine packende Geschichte und auch wenn das Buch vielleicht nicht mit absoluter Unvorhersehbarkeit glänzt, es ist doch recht offensichtlich, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, hat sich doch von den ersten Seiten an Spannung aufgebaut und ich war an die Seiten gefesselt.

 Gefallen hat mir ebenfalls, dass das Buch nie stillstand. Es gab immer mindestens einen Handlungsstrang, der mich gefesselt hat, sodass mir das Lesen sehr einfach viel. Während Kai und Shay vor einem großen Rätsel stehen, bekommt der Leser durch Callie und ihre Erzählungen einen größeren Einblick hinter die Kulissen des schrecklichen Erregers.

Sowieso waren ihre Erzählstränge immer am spannendsten, da sie eine außergewöhnliche Protagonistin ist. Doch was mit ihr geschah und was sie so besonders macht, das versteht man erst im Laufe des Buches…

Mir persönlich hat der übernatürliche Aspekt der Geschichte einfach nicht so zugesagt. Ich bin ein Fan von Dystopien, doch dadurch dass immer wieder übernatürliche Elemente in die Geschichte eingebunden wurden, hat das Buch in meinen Augen einiges an realitätsnähe eingebüßt. Doch das mag im Auge des Betrachters liegen, manch einen werden sicherlich besonders diese Elemente erfreuen. Ich persönlich brauchte eine lange Zeit, um mich an das Mystische, Übernatürliche in dieser Geschichte zu gewöhnen. Schließlich wurde es dann nicht mehr zum Stolperstein, sondern zu einem weiteren interessanten Nebenteil des Buches.

„Infiziert“ verspricht seinem Leser nicht zu viel. Ein sprechender Buchtitel, wird man beim Lesen doch wirklich „infiziert“ und kommt nicht mehr von der Geschichte los!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

alexandra fischer - hunold, sachbuch

66 Bücher, von denen alle sagen, dass du sie gelesen haben musst #Niegelesen #Kennichtrotzdem #Ichdenkealsobinich

Alexandra Fischer-Hunold
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783733502799
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wenn man das Buch aufklappt, sticht dem Leser als erstes die besondere Aufmachung ins Auge. Skizzen am Rande tauchen in den verschiedenen Kapiteln auf. Hier geht es von „Achtung, Hochspannung“! zu „Auf die Freundschaft“ und „Auf ins Abenteuer!“, um nur ein paar Kapitel zu nennen. Jedes einzelne Buch wird dem Leser mit einem Grund vorgestellt, warum man dieses Buch lesen muss. Es folgt eine Inhaltsangabe, die sich unterteilt in einen Abschnitt ohne und einen mit Spoiler. Unter „Wer hat’s geschrieben?“ erfährt man noch etwas über den jeweiligen Autor, dann kann man im Abschnitt „Klugscheißerwissen“ und „Übrigens…“ noch einige interessante Fakten lesen. Am Ende gibt es einen Tipp für ein ähnliches Buch, dann beendet die Vorstellung ein passender Hashtag.

Das gesamte Buch über merkt man, wie viel Mühe man sich damit gegeben hat, dem Leser die Bücher besonders ansprechend vorzustellen. Dabei ist „66 Bücher…“ sehr jugendlich geschrieben, was zum einen dafür sorgte, dass sich die gut 300 Seiten locker-leicht lesen ließen, mir persönlich war es teilweise aber schon fast zu viel Jugendsprache. Man merkt eben, dass die Zielgruppe besonders Jugendliche sind, die sich selbst nicht an die Klassiker wagen wollen.

Nicht jedes der 66 vorgestellten Bücher sagte mir im Vorfeld  etwas und ich persönlich hätte die Auswahl an Büchern, „von denen alle sagen, dass man sie gelesen haben muss“ wohl etwas anders getroffen, dennoch war es sehr interessant, neue Empfehlungen zu kriegen.

Ich bin definitiv neugierig auf viele der vorgestellten Bücher geworden und hatte unterhaltsame Lesestunden!

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392 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

fantasy, liebe, verrat, attentäter, jugendbuch

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie habe ich mich auf den 2. Band der Reihe gefreut! Ich konnte gar nicht anders als sofort zu „Das Herz des Verräters“ zu greifen, als es bei mir ankam, so gespannt war ich. Und auch meine Erwartungen an das Buch waren dementsprechend hoch…

Es brauchte nur einige Seiten, dann war ich wieder in der Geschichte drin und habe das Lesen genossen. Wie auch schon in Band 1 las sich das Buch flüssig und einfach und ich tauchte in der Geschichte ab…

Die Charaktere haben mir ebenfalls wieder gefallen. Lia ist eine tolle Protagonistin, die zwar nicht unglaublich originell ist, irgendwie ähneln sich viele Hauptcharaktere in Jugendbüchern ja doch, dennoch ist sie einfach sympathisch.

Die Geschichte war spannend und ich las sie gerne, dennoch trat die Handlung insbesondere im Mittelteil oftmals auf der Stelle. Dadurch dass sich beinahe das gesamte Geschehen an einem Ort abspielt, fehlte mir manchmal das Überraschende, das Originelle.

Band 1 hat insbesondere von dem hohen Tempo gelebt, was im 2. Band deutlich gedrosselt wurde. Dennoch muss sich das Buch nicht unbedingt verstecken, auch wenn es in meinen Augen nicht ganz an den Vorgänger herankommt. In Band 2 versucht die Autorin mehr mit Psychospielchen den Leser zu fesseln, was ihr oft sehr gut gelingt.

Das Ende ist ein Cliffhanger, der fieser nicht sein könnte. Das Erscheinungsdatum zu Band 3 – übrigens der 26.10.17  – ist rot in meinem Kalender markiert!

Nicht ganz so gut wie Band 1, für Fans der Reihe allerdings wieder ein absolutes Muss!

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

detektiv, sherlock, sherlock holmes, jugendbuch, dtv

Holmes und ich – Unter Verrätern

Brittany Cavallaro , Anja Galič
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423761642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Obwohl ich nicht der größte Sherlock Fan bin, musste ich nach Band 1 unbedingt zu „Unter Verrätern“ greifen. Und was soll ich sagen – auch mit diesem Band hat die Autorin mich wieder begeistern können!

Da das Buch sofort beginnt und sich nicht lange mit Erklärungen aufhält, wurde ich erst einmal ins kalte Wasser geworfen, wusste ich doch nicht mehr alles aus Band 1. Doch nach einigen Kapiteln war ich dann wieder richtig in der Geschichte drin und genoss das Lesen.

Watson – oder auch Jamie – erzählt die meiste Zeit der Geschichte vom aktuellen Geschehen. Er ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss. Während er eindeutig die Rolle des Sympathieträgers übernimmt, bleibt Charlotte Holmes unnahbar, kalt und ein bisschen „kaputt“. Es ist nicht ganz so einfach und leicht, mit ihr zu Recht zu kommen, dafür aber umso spannender! Und ihre Auffassungsgabe ist natürlich wieder beeindruckend…

Es stimmt, in Band 2 liegt der Fokus deutlich auf der Beziehung zwischen Holmes & Watson, was teilweise etwas anstrengend war, gab es doch immer ein ständiges Hin und her zwischen den beiden. Dennoch, es gab auch viele witzige Momente, Wortgefechte, bei denen ich an den Seiten geklebt habe, und viele Funken, die zwischen den beiden sprühten.

Natürlich kommt auch der Kriminalfall nicht zu kurz und es geht ans Rätsel raten und ermitteln.

„Unter Verrätern“  ist eine Geschichte mit erstklassigen Wortgefechten, spannenden Charakteren und einer mitreißenden Handlung. Die Reihe kann sich sehen lassen!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Nachts am Fluss

Trish Doller , Ann Lecker
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551315007
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gab hauptsächlich einen Grund, warum ich „Nachts am Fluss“ lesen wollte: Das war die Autorin. Ihr Buch „Sternenhimmeltage“ hat mir damals so gut gefallen, dass ich unbedingt mehr von ihr lesen wollte. Da bot sich „Nachts am Fluss“ einfach an…

Trish Doller beherrscht es auch hier, den Leser mit dem Hauptcharakter mitfühlen zu lassen. Cadie war eine sympathische Protagonistin, mit der ich besonders mitfühlte. Sie hat es wahrlich nicht einfach, seit ihre Mutter gestorben ist. Cadie, eigentlich Teenagerin, übernimmt immer mehr die Mutterrolle, dabei will sie all die Lasten auf ihren Schultern am liebsten ablegen und einfach weit weg reisen.

Als sie die Chance bekommt, ein paar Tage mit Matt und Noah auf einem Kanu durch Florida zu verbringen, nimmt sie das Angebot an und macht sich auf den Weg.

„Nachts am Fluss“ hat mich mit der Protagonistin mitfühlen lassen und ich las die Geschichte schnell. Man wird von der Autorin immer wieder in eine Sommerstimmung gebracht, dafür sorgt auch das Setting.

Als Thriller würde ich das Buch dennoch nicht beschreiben, dafür fehlt es der Geschichte deutlich an Spannung.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Lifers - Es gibt kein Entkommen

M.A. Griffin , Ann Lecker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551520920
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Nervenzerfetzende Spannung“ stand auf der Internetseite und tatsächlich klang auch der Klappentext nach einem tollen Buch voller Action. Meine Erwartungen an „Lifers“ waren nicht niedrig, das gebe ich zu.

Tatsächlich hat die Geschichte wirklich meine „Nerven zerfetzt“, ganz wie es das Buch versprochen hatte. Allerdings meine ich dies wirklich nicht positiv! „Lifers“ war in meinen Augen unheimlich anstrengend zu lesen.

Die Charaktere blieben oberflächlich und viel zu oft konnte ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen. Auch der Schreibstil war oberflächlich und knapp, eben so, dass mich die Geschichte weder fesseln konnte, noch sonst wie emotional mitriss.

Die Handlung verspricht viel Aktion, tatsächlich kam ich mir oftmals eher vor wie in einem schlechten Film. Nicht wirklich realistisch und viel zu aufgesetzt, so nahm ich das Ganze war. Und obwohl die Charaktere eigentlich gerade um ihr Leben kämpften, habe ich die Seiten abwesend überflogen.


Obwohl die Handlung viel Potenzial hatte und sehr spannend klang, war „Lifers“ eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

2017, damaris liest

Das Glück hat vier Farben

Lisa Moore , Maren Illinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737354806
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Glück hat vier Farben“ ist eine Geschichte mit einer spannenden Idee: Flannery hat es wirklich nicht einfach. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter ist mehr Teenager als sie selbst und verprasselt das wenige Geld, mit dem die Familie leben muss, mit unwichtigen Dingen und für ihre beste Freundin Amber ist Flannery abgeschrieben, seit sie Gary immer näher kommt. Zudem ist Flannery unglücklich verliebt. Ob das Schulprojekt dies ändern wird?

 Das Buch lässt sich wirklich gut lesen und fesselte mich nach dem Beginn endgültig an seine Seiten.

 Flannery ist eine sympathische Charakterin, authentisch und mit vielen Problemen, die sie auf ihrem Weg erwarten.

 Lisa Moores Charaktere sind allesamt ungewöhnlich und entsprechen so gar keinem Klischee.

 Es dauerte etwas, bis ich wirklich das Gefühl hatte, in der Geschichte zu sein und mit den Charakteren mitzufühlen. Der Schreibstil ist eher kühl und knapp als ausschweifend und emotional und dementsprechend habe ich nicht gleich Zugang zu den Charakteren gekriegt.

Eine nachdenkliche Geschichte, die in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich ist.

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Schatten über Elantel

Brandon Sanderson , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704359
Genre: Fantasy

Rezension:

Branson Sanderson war für mich bisher immer ein Garant für gute Bücher, weswegen ich auch „Schatten über Elantel“ eine Chance geben wollte. Eigentlich ist dieses Buch tatsächlich Band 5 der Nebelgeborenen, doch ich vertraute der Verlagsbeschreibung, die anmerkte, dass sich dieses Buch auch problemlos als erster Band lesen lassen würde.

Dabei fiel mir der Einstieg aber nicht einfach und es dauerte, bis ich mich in der Welt zu recht fand. Die Magie ist hier recht speziell, bezieht sich das Buch doch immer wieder auf die Gesetze der Natur. „Allomantie“ heißt die Gabe, die unsere Charaktere besitzen.

Was mir im Laufe der Geschichte immer besser gefallen hat, das war der erfrischende Mix aus Krimi, Fantasy und Westernelementen, die mir sonst selten in einem Buch unterkommen. Sanderson schafft es wie kaum ein anderer, eine High Fantasy Geschichte überraschend neu und genreübergreifend zu erzählen. So steht hier sowohl die Magie, als auch die Technik immer wieder im Vordergrund.

Der Autor brachte immer wieder Humor in seine Kapitel und so habe ich beim Lesen durchaus einige Male geschmunzelt. Spannend ist die Geschichte dabei auch und obwohl ich anfangs erst Sorge hatte, flüssig durch das Buch zu kommen, war das dann eigentlich kein Problem. Stattdessen habe ich mich in „Schatten über Elantel“ verloren und gelesen und gelesen, bis ich auf der letzten Seite angekommen war.

Und so kann ich nicht anders, als jedem Fantasyfan dieses Buch zu empfehlen!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Nearly Dead

Elle Cosimano , Stefanie Frida Lemke
Flexibler Einband
Erschienen bei Kosmos, 09.03.2017
ISBN 9783440146552
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach „Auf immer gejagt“ entschied ich mich für einen Thriller: „Nearly dead“. Spannend klang das Buch allemal und auch hier begann ich mit einem guten Gefühl die Geschichte.

Nearly ist eigentlich ein recht sympathisches Mädchen, das es keineswegs immer einfach hatte. Sie lebt in einer ärmlichen Gegend, ihre Mutter arbeitet als Stripperin und Nearlys einzige Chance ist ein Stipendium, auf das sie seit Ewigkeit hinarbeitet. Sie ist ein schlaues Mädchen, doch das Rätsel um die Toten bringt auch sie an ihre Grenzen.

Irgendwie wollte es zwischen mir und Nearly nicht so recht klappen, denn wirklich Zugang habe ich zu ihr nicht bekommen. Das lag besonders daran, dass mich im Laufe des Buches ihre Oberflächlichkeit und ihr Egoismus gestört haben. Zudem hat sie auf mich einfach nicht so schlau gewirkt, wie es die Autorin doch immer wieder betonte…

Der Thriller an sich hatte durchaus ein spannendes Konzept, war mir aber zu oberflächlich und nicht eindringlich genug… Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin das Buch hätte deutlich packender schreiben können, denn die vielen Morde hätten noch einiges mehr hergegeben!

Was ich bis heute nicht ganz nachvollziehen kann ist Nearlys paranormale Gabe, denn irgendwie wurde diese nie wirklich behandelt. Stattdessen war sie einfach immer da und machte die Geschichte nur merkwürdig anstatt spannender.

So wie ich mir einen guten Thriller vorstelle, war „Nearly Dead“ leider nicht. Dafür fehlte es der ganzen Geschichte an Intensität.

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75 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, durchschnittlich, auf immer gejagt, erin summerill, magie

Königreich der Wälder - Auf immer gejagt

Erin Summerill
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783646928402
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf „Auf immer gejagt“ habe ich mich wahnsinnig gefreut, nicht zuletzt deswegen, weil das Buch vom Verlag immer wieder angepriesen wurde. Dementsprechend waren meine Erwartungen auch nicht niedrig – leider aber wurden sie nicht erfüllt. Das heißt nicht, dass dieses Buch schlecht war, es war eben okay, doch okay ist manchmal einfach nicht gut genug…

Das Buch beginnt spannend und temporeich, denn Tessa muss gleich um ihr Überleben bangen. Doch so vielversprechend die Geschichte angefangen hat, so flaute es dann auch wieder ab. Das Buch hat sich an einigen Stellen gezogen und obwohl so viel Potenzial da war, die überlegte Handlung ist wirklich gut und spannend, war mir die Umsetzung einfach zu schwach und langatmig.

Wir haben es hier mit einer Fantasygeschichte zu tun, die viel Action verspricht. Dafür war mir das Buch einfach zu ruhig und – pardon – langweilig, denn auf emotionaler Ebene hat mich die Geschichte eben auch nicht umgehauen.
Der Weltenentwurf war interessant, der Schreibstil flüssig und zum Ende hin gab es einige Wendungen, die wirklich spannend waren, doch das Potenzial dieser Geschichte ist noch lange nicht ausgeschöpft!

Letztendlich las ich die Geschichte schnell und es gab einige fesselnde Stellen, doch ich bin überzeugt davon, dass die Autorin noch mehr kann!

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644 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fantasy, liebe, dystopie, amy ewing, das juwel

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Der schwarze Schlüssel“ war wohl eine der Neuerscheinungen, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Zu gerne wollte ich wissen, wie es mit Violet, ihrer Schwester und den übrigen Surrogates weitergeht. Gleichzeitig hieß es aber auch Abschied nehmen, denn mit Band 3 schließt die Reihe ab.

Nach dem Cliffhanger aus Band 2 geht die Geschichte spannend weiter. Eine Revolution wird geplant und die Vorbereitungen dazu sind im Gange. Doch Violet zieht es zurück ins Juwel, immerhin wird dort ihre Schwester festgehalten und das Gerücht geht um, dass sie schwanger ist, was einem Todesurteil gleichen würde.

Kein Wunder, dass sich Violet selbst auf die Suche macht und diesmal als Bedienstete ins Juwel kehrt. Band 3 war so spannend, mitreißend und bewegend wie die letzten Bände, besonders gefallen hat mir aber, dass wir das Juwel noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen. Wir erfahren, wie es den untersten Kasten geht, wir lesen von den Unzufriedenheiten und dem dringenden Wunsch nach einer Revolution, gleichzeitig ist natürlich immer im Hinterkopf, dass die Mächtigen stark und keineswegs auf den Kopf gefallen sind.

„Der schwarze Schlüssel“ steht seinen Vorgängern in nichts nach und ich bin glücklich, dass ich die Reihe mit so einem positiven Gefühl abschließen konnte. In Band 3 dreht sich alles um die bald anstehende Revolution und die vielen Opfer, die sie erfordert.



Die „Juwel-Trilogie“ ist absolut empfehlenswert!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sachbuch, feminismus

Ene, mene, Missy!

Sonja Eismann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.03.2017
ISBN 9783733502584
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Feminismus ist leider immer noch ein Begriff, der für die meisten in irgendeiner Art negativ behaftet ist. Wer sich selbst als Feminist/in bezeichnet, wird nicht selten schief angeschaut. Die Umstehenden haben Bilder von hysterischen Frauen, die nackt über die Straßen rennen vor Augen. Dabei bezeichnet Feminismus doch nur die Gleichstellung von Frauen und Männern. Etwas absolut erstrebenswertes!

„Ene, mene, Missy“ beleuchtet viele Seiten des Feminismus und erklärt dabei in einer leichten, flüssigen Sprache, die auch für junge Jugendliche gut zu verstehen ist.

Wir erfahren von den verschiedenen Arten des Feminismus, aber auch von den Anfängen der Frauenbewegung bis hin zur heutigen Zeit. Wichtige feministische Themen werden hier beleuchtet und neben allen Daten, Fakten und Erklärungen gibt es Zitate von berühmten Größen und ihrer Einstellung zum Feminismus.

Für jeden verständlich und auch in einzelnen Happen zu lesen kann ich „Ene,mene,Missy“ absolut empfehlen. Für Feministen, die, die es werden wollen oder einfach nur die, die einmal wirklich hinter die Fassaden des Feminismus blicken wollen.

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(20)

46 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

historisch fundiert, humorvoll, fantasy

Die Lilien-Reihe: Das Herz der Lilie

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551316349
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich lese nicht viele historische Romane und wenn, dann haben sie es schwer, mich wirklich zu begeistern. Für Zeitreisegeschichten hingegen  hatte ich schon immer ein Faible und als ich sah, dass „Das Herz der Lilie“ endlich als Taschenbuch herauskommt, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und so kam es, dass ich die Geschichte noch am Ankunftstag verschlang. Und was soll ich sagen… Ich bin absolut hingerissen und wünsche mir gleichzeitig nichts sehnlicher als einen 3. Band!

Dabei ist das Buch viel weniger eine Zeitreisegeschichte, als ich anfangs annahm. Einmal im 17. Jahrhundert angekommen schafft Julia es nämlich nicht mehr zurück und muss sich mit ihrer Situation am Versailler Hof abfinden.

Es war wirklich zauberhaft mit Julia das Schloss zu erkunden und sich in diesem Jahrhundert zu Recht zu finden. Ich bin begeistert, wie authentisch die Autorin die Geschichte doch erzählt hat. Und dank ihres bildlichen Schreibstils habe ich mich beinahe selbst gefühlt, als würde ich neben Julia in Frankreich stehen.

Dabei ist die Geschichte wirklich spannend, denn unter den Adligen und Betuchten gibt es viele Intrigen und Neid und das Giftmischen ist in Mode gekommen. Julia muss sich also nicht nur mit der neuen Etikette und der anderen Sprache auseinandersetzen, auch ist ihr nicht jeder so wohlgesonnen wie König Ludwig der XIV.

Und dann ist da auch noch eine wunderbar herzerwärmende Liebesgeschichte, die dem Buch den letzten Schliff gegeben hat.

Ich las und las also und die Seiten flogen nur so dahin. Gleichzeitig wollte ich kein Ende und immer weiter in der damaligen Zeit versinken. Aber als das Ende kam, war es wirklich nicht so, wie ich es mir vorstellen hätte können. Obwohl die Autorin versucht hat, die Geschichte mit einem Happy End abzuschließen, war mir das Ende einfach nicht gut genug. Es wirkte irgendwie so, als hätte die Autorin versucht, aus all den offenen Fäden noch irgendwie schnell ein Strickmuster zusammenzubasteln.


Nie hätte ich gedacht, dass es so wundervoll sein kann, den Bau des Schloss Versailles mitzuerleben und mit Julia das 17. Jahrhundert besser kennenzulernen. Wer eine sowohl spannende, als auch warme Zeitreisegeschichte lesen will, ist hiermit bestens bedient – und frischt noch einmal seine Geschichtskenntnisse bezüglich Frankreichs auf.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der Sommer, in dem alle durchdrehten außer mir

Endre Lund Eriksen , Maike Dörries
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 09.03.2017
ISBN 9783440149041
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Der Sommer, in dem alle durchdrehten“ kam überraschend bei mir an und da sich das Buch nach einer witzigen Sommerlektüre anhörte, griff ich die Tage danach.

Das Buch ist in tagebuchform vom 13-jährigen Arvid geschrieben und dabei genauso offen, direkt und ein bisschen komisch wie manch ein Junge seinem Tagebuch die Geschehnisse des Tages erzählen würde.

Die Story ist unterhaltsam, gleicher Maßen kriegt sie durch die „2 schwulen Papas“ aber einen ganz neuen Touch und ermutigt die Kinder dazu, sich auszuprobieren und offen für alles zu sein.

Ich habe „Der Sommer, in dem alle durchdrehten“ gemocht. Die Geschichte war vielleicht ein bisschen abgedreht und komisch, aber gleicher Maßen wirkte sie total aus dem Leben gegriffen und echt und vermittelt den jungen Lesern eine wichtige Botschaft. Wir begleiten einen 13jährigen Jungen, der sich im Urlaub gerade neu finden und mit der Situation zu recht kommen muss, einen schwulen Vater zu haben. Seine Geschichte erzählt er unterhaltsam und leicht und so macht das Buch alles in allem Spaß beim Lesen. 

Ich persönlich habe beim Lesen einfach gemerkt, dass ich schon lange nicht mehr zur Zielgruppe gehöre.

Deshalb eine empfehlenswerte Lektüre für alle Kinder und für alle Älteren: Vielleicht schaut ihr noch weiter…

Es fällt mir hier schwer, mich für eine Note zu entscheiden. Deshalb gebe ich dem Buch für die Zielgruppe eine „2“, auch wenn mir das Buch persönlich zu ‚jung‘ war.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

freundschaft, mutismus , jugendbuch

Stumme Helden lügen nicht

Simon Packham , Katja Frixe
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423717243
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Stumme Helden lügen nicht“ klang nach einer total guten Geschichte und ich war wirklich gespannt auf die Umsetzung. Die Geschichte hat Potenzial, das steht fest.

Letztendlich war das Buch aber lediglich eine seichte Unterhaltung und das, obwohl das Thema alles andere als seicht ist. Der Schreibstil war okay und flüssig, alles in allem aber sehr einfach und wie auch die ganze Geschichte: Dahinplätschernd.

Auf den 200 Seiten wurden viele Klischees bedient und auch sonst wollte die Geschichte einfach nicht in die Tiefe gehen. Chris „Geheimnis“, übrigens mein einziger Leseansporn, so böse es auch klingen mag, war am Ende weniger erschreckend als ich es nach den ganzen Seiten erwartet hätte.

Und so muss ich leider sagen, dass ich das Buch nicht unbedingt empfehlen kann. Ich habe mir einfach mehr erwartet und vielleicht braucht es einfach mehr als 200 Seiten, um eine solche Geschichte auch mit Tiefgang zu erzählen…

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

kurzgeschichten, spirale, schauerroman

Ghosts of Heaven

Marcus Sedgwick , Reinhard Tiffert
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423650274
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Konzept des Buches sprach mich einfach so an, dass ich es mit „Ghosts of Heaven“ versuchen wollte. Das Buch vereint 4 Geschichten, die durch alle Jahrhunderte spielen. Es geht um die Geschichte eines Mädchens, das in der Steinzeit lebt, um ein Mädchen, das Jahrhunderte später für eine Hexe gehalten und angeklagt wird, um einen jungen Arzt, der in einem Irrenhaus arbeitet und um eine Mission in der Zukunft: die Besatzung des Raumschiffes ist auf dem Weg zu einem neuen Planeten.

Das Buch wird als moderner Schauerroman betitelt und hält dieses Versprechen auch. Denn eine Gemeinsamkeit zieht sich durch alle 4 Geschichten: eine wabernde Atmosphäre, dunkel und unheimlich, schaurig, verstörend und doch will man trotzdem immer weiter lesen.

Was sich auch durch das Buch zieht, sind Spiralen. In jeder Geschichte taucht das schneckenförmige Gewinde in einer Form auf. Herr Sedgwick schreibst atmosphärisch, flüssig und direkt. Es gab eine Geschichte, die sich etwas gestreckt hat, nicht jedes Thema wird jeden Leser ansprechen, dennoch finde ich seine Auswahl gut gelungen. Es geht um die Abgründe und um die Träume der Menschen und auch darum, was uns zwischen allen Jahrhunderten verbindet.

Dabei hat mir die erste Geschichte, die in Gedichten geschrieben ist, am besten gefallen. Auch sonst gab es immer wieder spannende Stellen, aber auch ein paar langatmige Passagen.

Es waren vielleicht keine 24 Arten, dieses Buch zu lesen, spanend war das Konzept aber trotzdem.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

london, ende der 1980er, waisenkinder, derhimmelüberappeltonhouse, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Himmel über Appleton House sprang mich tatsächlich sofort in der Verlagsvorschau an. Es war eines der Bücher, von denen man, bevor man sie überhaupt in der Hand hält, Großes erwartet. Dabei ist die Buchausgabe selbst ganz klein und zierlich und erinnert an seine jungen Protagonisten, die sich nach einer Familie sehnen.

Ira berichtet in Tagebuchform über ihr Leben im Kinderheim mit Zac und über ihre Ausflüge zu Martha und dem Appleton House. Dabei schreibt sie natürlich sehr kindlich, schließlich ist sie teilweise erst 9 Jahre. Trotzdem schaffte sie eine emotionale Nähe und gerade ihre kindliche Offenheit und Direktheit machten sie besonders.

„Der Himmel über Appleton House“ ist eine ruhige Geschichte, die auf knapp 250 Seiten erzählt wird. Obwohl man das Buch in kurzer Zeit lesen kann, klingt die Geschichte noch länger nach. Wie wenig schätzen wir es im Alltag doch, eine Familie zu haben? Ira und Zac habe ich beim Lesen alles Glück der Welt gewünscht, damit sie endlich irgendwo angekommen und geliebt werden.

Das Buch strotzt nicht vor Spannung, aber es hat mich trotzdem berührt und bewegt und genau das ist es doch, was ein gutes Buch ausmacht.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, selbstfindung, freundinnen, damaris liest

Du & Ich - Best friends for never

Hilary T. Smith , Jenny Merling
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei „Du & Ich“ hatte ich keine großen Erwartungen, ich ließ mich einfach überraschen. Geschichten über Freundschaften sind meistens schön, doch hier geht es nicht um eine sich entwickelnde Freundschaft, sondern um eine, die schon längst nicht mehr die ist, die sie einmal war. Mit dem Älter werden verändert man sich und da kann es passieren, dass Freunde sich auseinanderleben und einfach nicht mehr zusammen passen.

In Annabeths und Noes Freundschaft ist es ganz ähnlich, doch anders als Noe will Annabeth das nicht wahrhaben und klammert an ihrer alten Freundin. Sie ist total unsicher und ihre Freundschaft ist für sie alles. Zurückstecken und Sachen für Noe aufgeben steht für sie auf der Tagesordnung. Anders als Noe, die schon längst nicht mehr viel in ihre Beziehung zu Annabeth investiert.

Im Laufe des Buches muss Annabeth lernen, zu sich selbst zu stehen und sich mit allen Fehlern und Makeln so zu akzeptieren, wie sie ist. Das fällt ihr besonders schwer. Warum das Mädchen oft an sich zweifelt, wird in der Geschichte auch aufgedeckt.

„Du und Ich“ ist auf der einen Seite eine typische Highschoolgeschichte über das Erwachsenwerden, beleuchtet aber auch Seiten, die man nicht in jedem solchen Buch findet. An einigen Stellen war die Naivität Annabeths doch ziemlich anstrengend und überhaupt ist das ganze Buch sehr amerikanisch, was man zum Beispiel an dem Totschweigen von allem Sexuellem und der damit verbundenen überschaubaren Aufklärung merkt. 
Letztendlich war „Du & Ich“ eine schöne Geschichte mit einem ansprechenden Thema. Ganz überzeugt hat mich das Buch allerdings nicht.

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172 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

liebe, jugendbuch, amnesie, young adult, familie

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es hat nicht mehr gebraucht als die ersten paar Sätze des Klappentextes und ich wusste, dieses Buch will ich lesen! Schließlich liest man nicht alle Tage von einer Protagonistin, die an einer Amnesie leider und sich nur noch daran erinnern kann, was vor ihrem 10. Lebensjahr passiert ist. Von vorneherein war also klar, dass dieses Buch außergewöhnlich werden wird.

Flora ist eine ganz besondere Protagonistin, die gleicher Maßen anstrengend und naiv, wie auch faszinierend und mutig ist. Dadurch dass sie ständig wieder alles vergisst, sind Notizzettel zu ihrem besten Freund geworden und sie nutzt sie ständig, um sich so viel wie möglich zu merken. Trotzdem trifft sie immer wieder sehr naive und „aus dem Bauch heraus getroffene“ Entscheidung, die ein normaler 17-jähriger wohl so nicht getroffen hätte. Doch irgendwie macht genau das die Geschichte ja auch so spannend. Denn obwohl Flora immer wieder zurückgeworfen wird, ist sie ein mutiges Mädchen, das nicht nur eingesperrt zu Hause sitzen will.

Ich fand es absolut interessant von Flora und ihrer Krankheit zu lesen, allerdings gab es im Mittelteil immer wieder einige langatmige Passagen und die Handlung wirkte teilweise auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Insgesamt hätte ich mir auch gewünscht, etwas mehr mitgerissen zu werden, auch emotional. Denn das Buch hat in dieser Hinsicht unheimlich viel Potenzial gehabt, ließ mich teilweise aber leider kalt.
 Eine absolut interessante Idee, dessen Umsetzung mich gerne noch mehr hätte mitreißen können!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

freundschaft, erwachsenwerden, pubertät, erste liebe, peinliche situationen

ItsColeslaw: Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen

Lisa Sophie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783733503802
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich in der Programmvorschau sah, dass eine YouTuberin, die ich selbst kenne und mag, ihr erstes Buch herausbringt, war ich sofort neugierig. In ihren Videos erzählt sie oft von zahlreichen Fettnäpfchen, in die sie bisher getreten ist und gibt ihren Zuschauern Ratschläge.

Im Buch ist das ganz ähnlich: Lisa erzählt ihr Leben von der 5. Klasse an und berichtet dabei von allerlei peinlichen Situationen auf dem Weg zum Erwachsen werden. Unteranderem zeigt sie, dass man zu sich und seinen Leidenschaften stehen und nicht nur an Vertrautem festhalten sollte, das vielleicht längst nicht mehr zu einem passt.

Es gab zahlreiche Momente, in denen ich schmunzeln musste, aber Lisa erzählt auch von einigen Momenten in ihrem Leben, die alles andere als einfach waren, ihre Panikattacken zum Beispiel. Dabei schreibt sie die Geschichte sehr flüssig und einfach, sodass auch Jüngere absolut keine Probleme beim Leben haben werden.

Allerdings gab es auch einige Stellen, an welcher sich die Geschichte gezogen hat und insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Buch die meiste Zeit vor sich hinplätschert, dabei durchaus nett ist, aber eben nicht mehr…

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334 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

dystopie, liebe, infernale, sophie jordan, mördergen

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 1 gehörte zu meinen Jahreshighlights 2016 – kein Wunder also, dass ich mich sehr auf „Rhapsodie in Schwarz“ gefreut habe! Dabei fiel mir der Einstieg hier nicht ganz so leicht, es dauerte, bis die Geschichte Fahrt aufnahm, mir war nicht mehr jedes Einzelteil aus dem Vorgängerband bekannt und so kam ich ins Stocken.

Doch dann beginnt die Geschichte sich in eine Richtung zu entwickeln, die ich so nicht erwartet hätte. Es geht viel weniger um Davys Flucht mit ihren alten Freunden, sondern sie kommt zu einer Widerstandsgruppe und muss lernen, Frieden mit sich selbst finden, denn momentan ist sie von Schuldgefühlen und Angst geplagt.

Ich habe zwar vorher erwartet, dass Davys und Seans Geschichte hier weiter ausgeführt wird, doch das war nicht der Fall – und das war auch gar nicht schlimm! Als Leser hat man schnell gemerkt, dass zwischen ihnen das Knistern verloren gegangen ist und ein neuer junger Mann namens Caden der Geschichte Aufwind gibt.

Davy ist in diesem Band keine einfache Protagonistin, sie lässt niemanden an sich heran, reduziert sich völlig auf das „Mörder Abzeichen“ an ihrem Hals und kommt nicht damit zu recht, dass sie jemanden umgebracht hat. Doch ihre starken Zweifel haben sie für mich auch noch einmal um einiges greifbarer gemacht und auch, wenn man beim Lesen teilweise einen längeren Atem brauchte, wirkte ihre Angst doch absolut authentisch.

 Ich bin sehr froh, damals zu „Infernale“ gegriffen haben, sonst wäre mir eine packende Reihe entgangen!

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

märchen, lovestory, helden, magie, fantasy

The School for Good and Evil, Band 3: Und wenn sie nicht gestorben sind

Soman Chainani , Ilse Rothfuss , Iacopo Bruno
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2017
ISBN 9783473401451
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 3 der „The School for Good and Evil“ Reihe trägt den passenden Namen „Und wenn sie nicht gestorben sind“. Dieses Mal begleiten wir Agatha und ihren Prinzen, die versuchen wollen, Sophie zu retten. Die Schule von Gut und Böse ist nun eine Schule des Bösen geworden und Sophie soll dort als Lehrerin arbeiten.

Mir hat die Reihe bisher immer ziemlich gut gefallen, da ich zum einen das märchenähnliche Setting klasse fand, aber auch, weil die Frage um „Wer ist gut und wer jetzt böse“ beleuchtet wurde. Das Buch zeigt nämlich ziemlich klar, dass es DAS Gut und das Böse nicht gibt. In uns allen schlummern helle und dunkle Seiten. Das Buch vermittelt den Lesern, dass es an uns ist, zu entscheiden, wie wir sein wollen – eine tolle Message!

Agatha war zusammen mit ihrem Prinzen besonders anfangs allerdings sehr anstrengend. Dauernde Streitereien und das wegen kleinsten Dingen erwarten den Leser auf den ersten 100 Seiten. Es dauert seine Zeit, bis sich die zwei wieder zusammenraufen…

Auch band 3 ist wieder sehr umfangreich und manch einmal hatte ich das Gefühl, dass der Geschichte ein paar Seiten weniger gut getan hätten. Die Geschichte ist definitiv interessant, hat viele Wendungen und Überraschungen – eine Große war am Ende des Buches definitiv, dass es einen 4. Teil geben wird. Doch ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die Geschichte auserzählt wurde. Manchmal muss man als Autor auch einen Schlussstrich ziehen… 

Auch im 3. Band gab es durchaus viele spannende Momente, doch habe ich insgesamt das Gefühl, dass man bei der Reihe langsam ein Ende setzen sollte.

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500 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 168 Rezensionen

magie, caraval, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um „Caraval“ gab es ja einen ziemlich großen Hype, die Filmrechte wurden, wie ich hörte, wohl auch schon gesichert und ein 2. Teil wird kommen – wer mich kennt, der wird wissen, dass ich bei solchen Büchern immer schnell neugierig werde und mir meine eigene Meinung bilden will.

Die Idee finde ich total interessant: Scarlett flieht vor ihrem gewalttätigen Vater und beschließt, bei einem verzauberten Spiel mitzumachen, das von dem sagenumwobenen „Legend“ veranstaltet wird. Doch für die Teilnehmer ist es unheimlich schwer zu erkennen, was Realität und was nur eine Illusion ist. Der Wahnsinn wird bald ein Vertrauter Begleiter….

Scarlett ist ein verschüchtertes Mädchen, das glaubt, ihre Rettung in einer Heirat gefunden zu haben. Während dem Spiel lernt sie ganz neue Facetten an sich kennen, aber auch ihre Schwester entpuppt sich als sehr wichtiger Charakter. Auch für eine Liebesgeschichte ist gesorgt, doch hat besagter Julien doch einige Geheimnisse.

Scarlett will, nein muss das Spiel gewinnen und so wird eine Spielnacht rasanter als die andere. Dabei locken im Spiel ständig Händler mit ihren Waren, doch bezahlt wird hier mit geheimen Wünschen und Lebenstagen. 


Ein spannendes Abenteuer, das mich zwar nicht vom Hocker gerissen hat, aber durchaus überraschte.

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