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(97)

167 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

glück, sommer, liebe, der geschmack von glück, jugendbuch

Der Geschmack von Glück

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314130
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So viel habe ich schon von „Der Geschmack von Glück“ gehört, dass ich mir die Gelegenheit, das Buch zu lesen, nicht entgehen lassen konnte. Ich habe mich sehr darauf gefreut, für ein paar Stunden dem tristen grauen Wetter entfliehen zu können und wieder in eine sonnige Welt am Meer einzutauchen.

Wer solche Geschichten mag, dem wird die Autorin Jennifer E. Smith ein Name sein, schafft sie es doch, immer wieder die Menschen mit ihrer Erzählweise zu begeistern und an ihr Buch zu fesseln. Tatsächlich konnte ich während dem Lesen das Meeresrauschen förmlich hören und die Sonne auf meiner Haut spüren – und das, obwohl draußen sich der Herbst wieder einmal nicht von seiner besten Seite zeigte…

Die Liebesgeschichte zwischen Ellie und Graham ist wahrlich nicht einfach, obwohl die beiden doch eigentlich wie für einander geschaffen wären, was sich schon in ihrem regen Emailverkehr bemerkbar machte. Doch dort blieben sie anonym. Die Realität sieht anders aus und mit dem Aufdecken ihrer wahren Identitäten kommen auch einige Probleme.

Graham ist ein berühmter Teenie-Star aus Hollywood und obwohl er den aufdringlichen Medienrummel eigentlich nicht mag, lassen sich die Fotografen doch nie abschütteln. Jennifer E. Smith zeigt uns die Schattenseiten eines Hollywoodsternchens. Denn obwohl Graham auf den ersten Blick doch so viele Menschen hat, die ihn lieben, ist er eigentlich einsam. Wenig Zeit für wahre Freunde, aufdringliche fremde Menschen und eine Familie, die sich unsicher aus seinem Leben zurückzieht.

Und auch Ellies Leben ist nicht einfach, plagen sie doch Geldsorgen… Letztendlich ist es aber noch ein anderes Geheimnis, das droht, sich zwischen sie zu stellen.

„Der Geschmack von Glück“ konnte mich positiv überraschen, ich fühlte mich wieder in die Sommerzeit zurückversetzt und auch die Liebesgeschichte war nicht allzu klischeebeladen. Dennoch findet man in der Geschichte nicht nur glückliche Sommermomente, sondern auch einige bedrückende Szenen.

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(60)

120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Was würdest du tun, wenn der Fixpunkt aus deinem Leben plötzlich verschwindet würde? Und du dich nun selbst finden und auf eigenen Beinen stehen musst…

Für Middie war ihr Freund Nate alles und sie hat sich für ihn bisher immer zurückgenommen und ihre Wünsche hinten angestellt. Ihre gemeinsame Zukunft war längst geplant, College, verloben, heiraten, Kinder… Doch als Middie erfährt, dass das Dorf, in welchem Nate in seinem Auslandsaufenthalt wohnte, angegriffen wurde und Nate als vermisst gilt, wendet sich ihr Leben um 180°. An ihrer Seite ist Lee, Nates bester Freund. Eigentlich verbinden sie nur die Trauer und der riesengroße Schmerz, doch als sie sich näher kommen, funkt es plötzlich. Doch darf sie sich in den besten Freund ihres vermutlich toten Freundes verlieben?

Middie ist zu Beginn eine zurückhaltende Protagonistin, die ihrem Freund nie im Weg stehen würde, sich selbst dabei aber vernachlässigt. Spontanität ist für sie ein Fremdwort, doch als Lee in ihr Leben tritt und ihr hilft, wieder Spaß zu haben und das Leben auszukosten, ändert sie sich Stück für Stück.

Während Middie mich nicht immer mitgerissen hat, war es Lee, der für die bewegenden Momente sorgte. Dennoch hätte ich mir in Anbetracht des berührenden Themas mehr ergreifende Emotionen gewünscht …

„Der Sommer, der uns trennte“ ließ sich gut lesen und hielt einige berührende Momente für den Leser bereit, blieb mir allerdings manchmal zu vorhersehbar und oberflächlich.

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(87)

182 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

demon road, derek landy, vampire, dämonen, roadtrip

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mich hat Demon Road ja etwas zwiegespalten zurückgelassen, denn obwohl ich teilweise wirklich fasziniert von der Fantasie des Autors war, habe ich drei Seiten weiter nur noch den Kopf über die – zugegeben doch etwas sinnfreie – Geschichte geschüttelt.

„Demon Road“ ist mein erstes Buch des berühmten Autors. Ich kann durchaus verstehen, weshalb er immer wieder in aller Munde ist: ein toller Schreibstil mit viel Humor und Sarkasmus ist ein tolles Fundament für eine solch außergewöhnliche Idee wie hier: Ambers Eltern sind Dämone, die ihre eigene Tochter verspeisen wollen. Amber flüchtet und befindet sich bald auf dem gefährlichen Demon Road. Derek Landy scheut sich nicht vor Blut und Gewalt, das sollte man wissen, wenn man sich der Geschichte widmet. Die blutigen Details waren als Halloween-Einstimmunen allerdings durchaus nicht schlecht…

Gefehlt hat mir manchmal die Logik und der rote Faden, denn diese abstruse Idee hat sich immer wieder auf dem Demon Road verloren. Es hätte der Geschichte mit Sicherheit gut getan, 100 Seiten kürzer zu sein…

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(9)

27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

schnick schnack tot, mord, bücher, klassenfahrt, books

Schnick, schnack, tot

Mel Wallis de Vries , Verena Kiefer
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783846600290
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Schnick, schnack, tot“ ist ein kurzweiliger Krimi, mit welchem ich meinen Lesespaß hatte. Auf einer Klassenfahrt wird das Mädchen Kiki tot aufgewunden und schnell wird klar, dass sie viele Feinde hatte. Kein Wunder, denn Kiki zeigte als Klassenqueen regelmäßig ihre Macht und machte andere Klassenkameraden ohne zu zögern nieder. Als nun ihre Leiche gefunden wird, steht der Leser bald vor einem Rätsel, denn jeder Umstehende hätte ein Motiv…

Dadurch dass man in jedem Kapitel aus einer neuen Perspektive liest, kriegt man schnell einen Rundumblick und bemerkt, wie vielen Kiki mit ihrer Art auf den Schlips getreten ist. Allerdings kam man deswegen auch keinem Charakter wirklich nahe, im Gegenteil: Die meisten Personen waren mir unsympathisch, was insofern nicht verkehrt war, da ich dadurch immer mehrere Verdächtige auf meinem Radar hatte. 

Ansonsten blieb der Krimi recht oberflächlich und sorgte für kurzweiligen Lesespaß. Durch die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel konnte ich das Buch in kurzer Zeit beenden.

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(20)

66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

krimi, liebesroman, new york, liebe, jugendbuch

Kiss & Crime - Küss mich bei Tiffany

Eva Völler
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783846600320
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Teil, „Zeugenkussprogramm“, konnte mich damals gut unterhalten und besonders Oma Gerti habe ich liebgewonnen, weswegen ich mich ziemlich auf den 2. Band der „Kiss & Crime“-Serie gefreut habe.

Wieder konnte mich Eva Völler mit ihrem leichten Schreibstil und der nach wie vor tollen Idee überzeugen; „Küss mich bei Tiffany“ ist ebenfalls eine Geschichte, in der sich Liebe und Krimi abwechseln. Noch dazu spielt der 2. Band in New York, hier kann der Leser ein traumhaftes Setting und viel Kopfkino erwarten.

Ihr seht, Potenzial war eindeutig vorhanden. Dennoch hat mich „Küss mich bei Tiffany“ enttäuscht! Beginnen wir bei Protagonistin Emily, ein Mädchen, das mich damals besonders dadurch überzeugen konnte, dass sie trotz Verliebtheit schlüssig denken und schlussfolgern konnte. Diese Eigenschaften hat Emily in dem Band wohl vollkommen verloren, so kam es mir zumindest vor. Sie war unglaublich naiv, hat alles mitgemacht und auch bei Situationen, in denen bei jedem anderen Menschen die Warnklingeln im Kopf geschrillt hätten, machte sie unbeschwert weiter.

Pascal begegnet man ziemlich selten und wenn, dann vor allem im Bett mit Emily. Doch bevor es zu irgendetwas kommen kann, klopft jemand ans Zimmer. Und das nicht nur einmal, nicht zweimal…     J E D E S MAL AUFS NEUE! Und wo ich beim ersten Mal noch geschmunzelt habe, wurde es irgendwann nur noch lächerlich.

Die ganze Geschichte kam mir so überzogen vor, sei es bei kitschigen Szenen (Emily will sich mit ihren 18 Jahren unbedingt verloben!), bei der vermeintlich bösen Mafia, Oma Gertis Art oder Emilys gutgläubige Ader…

Ich bin enttäuscht von dem 2. Teil der Kiss & Crime-Serie, der wieder viel Potenzial mitbringt, mich mit seinen Übertreibungen letztendlich aber zum Haare-Raufen gebracht hat.

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(61)

163 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

montana, worte für die ewigkeit, indianer, usa, liebe

Worte für die Ewigkeit

Lucy Inglis , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551520876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Idee von „Worte für die Ewigkeit“ konnte mich gleich begeistern. Wir verfolgen hier 2 junge Frauen auf ihrem Weg zur Selbständigkeit, denn ihr Leben lang wurde über ihren Kopf hinweg entschieden, nun wagen sie die ersten vorsichtigen Schritte in das Leben eines Erwachsenen.

Zwischen den Geschichten der 2 Mädchen gibt es einige Parallelen, auch wenn die 16-jährige Hope im Jetzt lebt und die gleichaltrige Emily 1867. Hope verbringt ihren Sommer auf einer einsamen Ranch in Montana, mitten im nirgendwo. Doch wo ihre Mutter, sie nur Feministin zu nennen wäre zu wenig, hinwill, muss Hope folgen. Auf dem Dachboden findet Hope schließlich ein altes Tagebuch, geschrieben von Emily. Diese ist – 1867 – auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, ihrem zukünftigen Mann ist sie noch nie begegnet. Auf dem Weg verunglückt ihre Kutsche und Emily wird als einzige Überlebende von einem Halbindianer gerettet. Nun beginnt für sie ein völlig neues Leben und mit den neuen Freiheiten kommen auch neue Pflichten.

Doch nicht nur die 2 verwobenen Liebesgeschichten sind besonders, auch das Setting und die detaillierten Beschreibungen sind herauszuheben. Während dem Lesen konnte ich die Landschaft Montanas bildlich vor mir sehen und ob beim Pferdereiten oder der täglichen Hausarbeit, ich hatte immer das Gefühl, hautnah mit dabei zu sein.

Besonders Emilys Geschichte hatte es mir angetan, und das, obwohl mir historische Romane sonst nicht oft zusagen. Sie beschreibt ihr Leben aus der Ich-Perspektive und wir begleiten sie auf ihrem Wandel hin zur selbstständigen Frau. Dazu erfährt man durch den Halbindianer Nate von der Situation Montanas und den Indianern. Ich las also von der Rolle der Frau, dem alltäglichen, harten Landleben und schlug mit Emily ganz neue Wege ein.

Auch Hope hat es mit ihrer Mutter nicht leicht. Ständige Bevormundung und totale Ablehnung gegenüber dem männlichen Geschlecht ist bei ihrer Mutter an der Tagesordnung. Wie es auch anders laufen kann, erfährt Hope bei Cal, der auf der Ranch wohnt, durchaus aber auch seine eigenen Probleme hat.

Der Einstieg fiel mir auf Grund des flüssigen Schreibstils leicht, dennoch hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Es dauert einige Zeit, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und da ich auch nicht sofort auf emotionaler Ebene mit den Hauptcharakteren mitfiebern konnte, war ich zugegeben nicht immer ganz bei der Sache. Dazu kam auch, dass mich Hopes Abschnitte nicht überraschen konnte. Im Mittelteil konnte ich zwar richtig mitfühlen, dennoch war mir die Geschichte noch zu ruhig. Erst auf den letzten 80 Seiten habe ich vollkommen mitgefiebert.

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(139)

250 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Goddess of Poison“ klang nach einer tollen Geschichte und auch das Cover hatte mich von Anfang an fasziniert. Also schnappte ich mir kurzer Hand das Buch und begann zu lesen.

Die Idee der Geschichte ist klasse: Twylla wurde als Kind von der Königin ins Schloss geholt, die ihr erklärt hat, dass sie die „Gottgleiche Daunen“ ist, die Verkörperung eines Gottes. Deshalb muss sie nun jeden Monat ein Gift trinken, durch welches jeder, der sie berührt, stirbt. Zwar wird ihr der Prinz versprochen und Twylla fehlt es an wenig, doch letztendlich ist sie nur das Schwert in der Hand der Königin, die Twylla befiehlt, regelmäßig die Verbrecher des Landes durch ihre Berührung hinzurichten. Wenn Twylla in einen Raum kommt, erstarrt die Menge – vor Furcht! Twylla führt ein einsames, isoliertes Leben, bis ihr neuer Wächter auftaucht, durch welchen sie beginnt, ihr Leben zu hinterfragen.

Der Anfang der Geschichte hat mich schnell mitgerissen, immerhin brannte ich vor Neugier und wollte unbedingt wissen, was hinter dem Gift steckt. Schnell machte ich mir ein Bild der ausgearbeiteten Fantasywelt mit ihren eigenen Traditionen und Legenden. Als Leser merkt man schnell, dass am Königshof nicht alles mit rechten Dingen zu geht, doch es dauert noch, bis Twylla auf erste Hinweise stößt.

Twylla kam mir besonders anfangs als blasser, naiver Charakter vor, die zwar nicht mehr aussieht wie das kleine, schüchterne Mädchen von damals, gedanklich aber so geblieben ist, immerhin wurde sie von der Königin über Jahre „weggesperrt“ und hat nur gelernt, ihren Anweisungen zu folgen. So habe ich als Leser mehrere Male gestutzt: Während mir längst klar war, dass da etwas gewaltig schief läuft, hatte sich Twylla mit ihrem Schicksal abgefunden und folgte nur den Befehlen der Königin. Es dauert, bis sie das erste Mal beschließt, über ihre Situation richtig nachzudenken, über den Tellerrand ihrer kleinen Welt blickt und noch länger, bis sie merkt, dass sie eigentlich in einem goldenen Käfig sitzt.

Außerdem hat mich die Vorhersehbarkeit und die vielen Klischees in der Geschichte gestört. Da ist die böse Königin, die nur ihre Ziele im Auge hat, der neue Wächter, durch den die Protagonistin lernt, alles anders zu sehen und die Hauptcharakterin selber, die vom naiven Mädchen zur selbstbewussten Frau heranwächst.

Zwischen einigen langatmigeren Szenen in der Mitte des Buches gab es aber immer wieder Lichtblicke, besonders in Form des Prinzen Merek, den ich lange nicht einschätzen konnte und der deswegen umso interessanter für mich war. Gefallen hat mir ebenfalls die unheilvolle Atmosphäre, die sich über die Geschichte spannt und beim Leser stets ein Ziehen im Bauch auslöst.


Bei „Goddess of Poison“ gab es zwar einige Punkte, die mich nicht ganz überzeugen konnten, dennoch hatte ich im Großen und Ganzen viel Spaß beim Lesen, bin nun sehr auf Band 2 gespannt und hoffe, dass das große Potential der Geschichte dort richtig ausgeschöpft wird.

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(233)

576 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, das juwel, magie, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein knappes Jahr habe ich darauf gewartet, endlich den Nachfolger von „Das Juwel-Die Gabe“ in den Händen halten zu können. Und als der ebenfalls wunderschöne 2. Teil bei mir eintraf, konnte ich gar nicht anders als mich ihm sofort zu widmen.

Obwohl ich nicht mehr genau hätte sagen können, was am Ende des 1. Bandes geschah, war der Einstieg für mich kein Problem. Die Geschichte beginnt nahezu nahtlos am fiesen Ende des Vorgängers, schon nach wenigen Seiten kamen meine Erinnerungen zurück und ich versank in die Geschichte.

Die erste Hälfte des Buches verfolgen wir Violet und ihre Freunde bei der Flucht aus dem Juwel. Dabei war dieser Teil mit nicht ganz so viel Spannung und Überraschungsmomenten gespickt, hat den Charakteren aber viel Platz zum Entwickeln und dem Leser zum Näher-Kennenlernen gelassen. Außerdem kam an dieser Stelle die Dystopie-Seite der Geschichte richtig zum Vorschein, denn man hat die Bürger und ihr Leben erstmals richtig erlebt und mitverfolgt, wie die rebellische Seite in ihnen wächst.

In der 2. Hälfte der Geschichte kommen dann die Fantasyfans zum Zug: Denn die Surrogates umgibt ein noch viel größeres Geheimnis, als man anfangs annimmt… Hier klebte ich wieder an den Seiten und habe mir gewünscht, gleich den nächsten Band hinterherlesen zu können. Amy Ewing hat ein Talent für Cliffhanger, das ist sicher, denn auch der 2. Band endet wieder nervenaufreibend. Und jetzt heißt es wieder warten! 

Auch Band 2 muss sich nicht verstecken! Wo es im 1. Teil noch um verschiedene Machenschaften, Glitzer und Glamour ging, werden hier die Hintergründe der Rebellion beleuchtet, aber auch die verschiedenen Charaktere entwickeln sich.

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(98)

295 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, internet

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich „Fremd“ von dem Autorenduo verschlungen habe, war für mich auch das 2. Buch der beiden ein Muss! Mit „Anonym“ beschäftigen sie sich mit einem Thema, für das ich sowieso immer zu haben bin. Das Internet und die damit kommenden Vorteile und Tücken des Anonym-seins. Denn gerne wird die Möglichkeit genutzt, online unbekannt zu bleiben und es ist bekanntlich so viel einfacher, zu beleidigen und all die Grenzen zu brechen, die man im realen Leben nie anrühren würde. Genau auf das bauen die Macher des Forums „Morituri“. Die Mitglieder können Kandidaten aufstellen, welchen sie den Tod wünschen. Danach wird abgestimmt – dem Gewinner winkt der Tod und die Polizei steht vor einem Rätsel. Wie soll man im unendlichen DarkNet den Betreiber des Forums finden? Wie viele müssen noch sterben?

Eine unheimlich nervenaufreibende Idee die teilweise perverse Ausmaße annimmt –doch war es genau dieser Nervenkitzel, der mich am Lesen gehalten hat. Ganz besonders gefällt mir auch hier, ich habe es nicht anders erwartet, der Schreibstil. Flüssig, packend und detailreich, genau so, damit in meinem Kopf ein wahrer Film ablaufen konnte. Ich habe mehrmals geschaudert, so eindringlich und bildlich wurden manche Szenen beschrieben.

Auch die Hauptcharaktere hatten es in sich: Nina, mit dem losen Mundwerk lässt sich ungern in ihre Schranken verweisen und sich nicht belehren. Ihr Ermittlungspartner ist Daniel Buchholz, stets korrekt und ordnungsliebend. Man kann sich natürlich vorstellen, dass die Beiden oft aneinander ecken und die hitzigen Dialoge brachten mich oft zum Schmunzeln. Über Nina Salomon und ihre Ermittlungsarbeiten habe ich allerdings nicht nur einmal die Stirn gerunzelt: Sie hält sich an keine Regeln, kann sich nicht kontrollieren und wegen ihrer impulsiven Art rutscht ihr das ein oder andere Mal etwas heraus, was sie lieber für sich behalten hätte. Sie ist reizbar und unbeherrscht: Keine Eigenschaften, die ich bei einem Polizistin erwarte und über die ich während den Ermittlungen mehrmals den Kopf schütteln musste.

„Anonym“ hatte viel Potenzial und ich glaube, dass man die Geschichte dennoch spannender hätte gestalten können. Denn den gleichen Nervenkitzel wie bei „Fremd“ habe ich nicht immer gespürt: dafür hat mir die Intensität teilweise gefehlt. Nichtsdestotrotz endete das Buch sehr spektakulär und zum Glück zufriedenstellend. Ich würde mich dennoch über weitere Geschichten der 2 Ermittler freuen!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

dead.end.com

Alice Gabathuler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2016
ISBN 9783522202282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer mich kennt, der wird wissen, dass ich nach dem Klappentext gar nicht anders konnte als das Buch zu lesen! Schon ähnliche Geschichten wie „Erebos“ haben mir sehr gefallen und überhaupt habe ich wohl ein kleines Faible für Thriller, in denen die neue Technik eine Rolle spielt.

Das Buch beginnt spannend, die 24 Jugendliche werden in eine Militäranlage verfrachtet und sollen gegeinander kämpfen. Dabei werden sie ständig überwacht und es dauert nicht lange, da misstraut jeder jedem. Und schon bald läuft das Spiel aus dem Ruder…

Die Erzählweise ist vorallem am Anfang chaotisch, es dauert, bis man sich an die vielen Wechsel gewöhnt hat. In kurzen Kapiteln erzählen verschiedene Beteiligte am Spiel die Geschichte, dazwischen gibt es Szenen aus der Zukunft, in der während einem Interview schon klar wird, dass während dem Test etwas gewaltig schiefgelaufen sein muss… Diese ständig wechselnden Erzählperspektiven waren anfangs anstrengend, doch mit der Zeit hat mir besonders der Blick in die Zukunft gefallen, durch den immer wieder Spannung aufgebaut wurde.

Als Thriller hätte ich die Geschichte nicht unbedingt beschrieben, denn obwohl es einige spannende Stellen gab, wurde ich letztendlich nicht vollständig mitgerissen. Die Charaktere blieben allesamt recht stereotypisch und oberflächlich. Schade, denn ich hätte gerne mehr von ihren Hintergründen erfahren!

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(9)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fischer, 2sterne, jugendprobleme, jugendroman, kinder- und jugendbuch

Zum Glück braucht mich niemand

Liv Marit Weberg , Nora Pröfrock , Nora Pröfrock
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.06.2016
ISBN 9783737352444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Zum Glück braucht mich niemand“ ist der Nachfolgeband von „Zum Glück bemerkt mich niemand“. Ich habe das erste Buch nicht gekannt, doch der 2. Band lässt sich auch unabhängig lesen.

Schüchternheit erreicht mit der Protagonistin Anne-Lise hier ein neues Level, denn sie ist so scheu, dass es im Alltag immer wieder zu einigen Problemen kommt. So ist Anne-Lise nun mit ihrem Freund zusammengezogen, doch es gibt einige Schwierigkeiten. Anne-Lise ist unzufrieden mit der Beziehung und ihrer Rolle in der Tierhandlung, in welcher beide arbeiten, doch sie traut sich nicht, das anzusprechen. Stattdessen zieht sie sich immer wieder in sich zurück und wird von Selbstzweifeln geplagt. Das Ganze geht soweit, dass sie sich fragt, ob ihre Existenz überhaupt noch einen Sinn ergibt und in eine Depression hineinrutscht.

Die Atmosphäre der Geschichte bleibt hauptsächlich gedrückt, doch es gibt immer wieder einige Lichtblicke. Und wer genau hinguckt, findet in den Zeilen einen unheimlich trockenen Humor wieder.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel gegliedert und wirkt ähnlich wie ein Tagebuch. Dabei erzählt Anne-Lise recht emotionslos und es bleibt immer eine Distanz zwischen ihr und dem Leser. Der Schreibstil hat fantastisch in den Stil der Geschichte gepasst und wird mit seiner speziellen Art sicherlich noch einige Zeit in meinem Kopf bleiben.

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

elementar, callie reyes, sophia, jennifer estep, bria

Spinnenfeuer

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280815
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie habe ich mich gefreut, als endlich ein neues Buch aus meiner Lieblingsreihe von Jennifer Estep erschienen ist! Und mit „Spinnenfeuer“ wurde mir wieder klar, warum sich die Reihe diesen Namen reglich verdient hat.

Es waren kaum 3 Seiten vergangen, da befand ich mich schon wieder mitten in Gins Welt und fieberte mit ihr mit. Gins Laune ist anfangs nicht die Beste: Nach dem Tod Mab Monroes wollen sich nun jegliche andere Leute einen besseren Platz erkämpfen und Ansehen erringen, weswegen sich Gin jeden 2. Abend mit Riesen herumschlagen muss, die sie herausfordern.

Es ist für Gin also höchste Zeit, einmal Urlaub zu machen… Doch dieses Vorhaben klappt dann nicht ganz so wie geplant, denn als Gin und ihre Schwester im Urlaubsort ankommen, merken sie schnell, dass auch diese Stadt von einem Herrscher unterdrückt wird. Als Gin hört, dass die beste Freundin ihrer Schwester bedroht wird, und ihr Restaurant hergeben soll, ist für sie klar, dass es Zeit wird, einzugreifen. Doch Gin weiß nicht, worauf sie sich da einlässt.. Der Herrscher der Stadt ist niemand anderes als ein uralter, mächtiger Vampir, der nicht zu unterschätzen ist!

Der Ortswechsel hat mir sehr zugesagt, denn dadurch gab es einige Veränderungen, die die Geschichte aufregender  gemacht haben. Mit Gin habe ich einige Male laut gelacht, aber auch mitgezittert, unteranderem, als sie wieder auf ihren alten Liebhaber Donovan trifft, mit dem bei ihr auch wieder alte Ängste aufkommen.

Wie Gin lernt, mit diesen umzugehen und wie sie am Ende im Hinblick auf Donovan eine Entscheidung treffen muss, war sehr schön zu lesen, denn hier hat man wieder die Entwicklung gesehen, die Gin im Laufe der Bände vollzogen hat.

Wieder einmal hat mich Jennifer Estep nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil! „Spinnenfeuer“ konnte „Spinnenbeute“ noch einmal toppen und ich kann nicht anders, als jetzt schon dem Erscheinungsdatum von „Spinnengift“ entgegenzufiebern!

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(143)

346 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

black blade, monster, jennifer estep, fantasy, magie

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe zu, Jennifer Esteps Büchern bin ich schon lange verfallen. So war auch der Abschluss der Black Blade-Reihe für mich ein Muss und ich habe dieses Buch sofort verschlungen. Wie auch schon in den vorherigen Bänden erzählt Lila Merriweather hier ihre Geschichte, die sich merklich zuspitzt, als Victor Draconi klarmacht, dass er die alleinige Herrschaft über Cloudburst Falls will und die anderen Sinclairs ausschalten wird. Schnell wird klar, dass ein Kampf zwischen Lila und Victor unvermeidlich sein wird, doch bis wir zum Höhepunkt kommen, geschieht noch einiges.

Es bleibt kaum Zeit zum Luftholen, denn ein Ereignis jagt das Nächste und die Spannung flacht nicht ab. So habe ich die ganze Zeit über an den Seiten geklebt und nicht nur einmal die Luft angehalten, als Lila wieder aus einer brenzligen Situation fliehen musste. Doch findet man hier nicht nur Action, auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Und natürlich ist „Black Blade“ wieder mit einem Humor geschrieben, durch den man zwischendurch lächeln MUSS.

Dennoch, Lila wirkte hier auf mich etwas zu perfekt und selbstbewusst, wie eine jüngere Version von Jennifer Esteps Gin Blanco aus der Spinnenkuss-Serie, nur nicht so überzeugend.

Am Ende führten alle Stränge zu Einem und bündelten in einem Höhepunkt, der sich sehen lassen kann.

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(221)

452 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da Ursula Poznanskis Bücher mich bisher immer mitgerissen haben, habe ich mich sehr auf ihr neustes Werk „Elanus“ gefreut! Das Thema „Drohnen“ wird immer aktueller, dennoch hatte ich noch nichts darüber gelesen und war deshalb umso mehr gespannt, wie es Ursula Poznanski umgesetzt hatte.

Hauptcharakter der Geschichte ist der 17-jährige Jona, der trotzt seines Alters schon die Uni besucht. Er ist zweifellos ein Genie und macht vor keiner Gelegenheit Halt, seine Intelligenz zu beweisen. Nicht nur deshalb macht sich Jona schnell unbeliebt – auch fehlt es ihm sonst an sozialer Kompetenz. Zum Glück aber entwickelt sich Jona bald schon vom unsympathischen Angeber hinweg, was besonders an seinem neuen Freund liegt, dem er auch jegliche Geheimnisse anvertraut. So erzählt Jona ihm beispielsweise von der Drohne Elanus, seinem „besten Freund“, die er selbst gebaut hat und mit deren Hilfe er nun andere Leute beobachtet. Doch Jona erfährt auf diesem Weg auch schnell Dinge, die andere lieber geheim gehalten hätten und so befindet er sich bald in Gefahr…

Ursula Poznanski schreibt gewohnt flüssig und lässt den Leser über die Seiten hinweg zittern und mitfiebern. Die vielen offenen Fragen und die stetig steigende Spannung ließ mich an den Seiten kleben, bis hin zu einem Showdown, der sich sehen lassen kann. Nach dem Lesen wird wieder einmal klar, wie viele Gefahren ( und Möglichkeiten) die neue Technik bietet. Drohnenbesitzer sind keine Seltenheit mehr und genau dieses Wissen ließ die Geschichte gleich noch erschreckender wirken..

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, tod, flora, emotionen, spannung bis zum ende

Das Spiel von Liebe und Tod

Martha Brockenbrough , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 25.07.2016
ISBN 9783785582626
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei „Das Spiel von Liebe und Tod“ hat mich besonders die originelle Idee angesprochen und als ich mit dem Lesen begann, hoffte ich sehr, dass insbesondere dieser Aspekt gut ausgearbeitet sein würde. Schon auf den ersten Seiten lernen wir die Personifizierungen von Liebe und Tod kennen, die – wie schon all die Jahrhunderte davor – ihr ausgedachtes Spiel spielen.

Liebe und Tod suchen sich beide ein Säugling aus. Wenn diese sich dann bis zu einem ausgewürfelten Termin verlieben, gewinnt die Liebe, anderenfalls siegt der Tod. Nach Romeo und Julia, Napoleon und Josephine und unzähligen Anderen sind nun Henry und Flora an der Reihe. Und Liebe und Tod setzen alles daran, das Spiel für sich zu entscheiden. Es wird viel manipuliert – und doch behält der Tod die Nase vorne. Werden Henry und Flora keine Zukunft haben? Oder wird die Liebe doch noch siegen?

Neben den ständigen Manipulierungen von Liebe und Tod hatte auch die Liebesgeschichte etwas Besonderes, denn Henry und Flora leben im Jahre 1937, wo die Rassentrennung noch Alltag in Amerika war. Die Beziehung zwischen ihnen, der dunkelhäutigen Frau und dem weißen Mann, steht also unter keinem guten Stern und im Alltag gibt es immer wieder Probleme, welchen sie sich stellen müssen. Besonders diese Szenen gingen mir unter die Haut.

Henry und Flora verbindet vorallem die Liebe zur Musik, die in der Geschichte ebenfalls eine Rolle spielt. Während Henry trotz einigen Schicksalsschlägen offen, selbstlos und sympathisch bleibt, ist Flora noch eine lange Zeit verschlossen und vorsichtig gegenüber neuen Menschen.


„Das Spiel von Liebe und Tod“ hatte einige Aspekte, die mich begeistern konnten. So war für mich besonders anfangs die originelle Idee, Liebe und Tod als zwei Personen darzustellen, interessant. Später dann hat mich besonders die schwierige Liebesgeschichte zwischen Henry und Flora am Lesen gehalten, immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Beiden nur Spielfiguren von etwas viel Größerem sind. Dennoch, es gab einige Längen in der Geschichte, die mir den Lesespaß teilweise genommen haben.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

sarah dessen;, mond, sommer, meer;, liebe

Crazy Moon

Sarah Dessen , Gabriele Kosack
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423716802
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer Sommergeschichten mag, die nicht nur oberflächlich sind und noch eine tiefergehende Story verbirgen, der sollte die Autorin Sarah Dessen unbedingt kennen. Denn in ihren Büchern geht es immer um mehr als nur einen schönen Sommer. So auch in „Crazy Moon“, dessen Idee ich so noch nicht gesehen habe: Colie und ihre Mutter sind früher von einem Ort zum anderen gezogen und haben ihr halbes Leben auf der Autobahn verbracht. Beide waren übergewichtig. Als Colies Mutter in einem Fitnessstudio Aerobic entdeckt, ändert sich ihr ganzes Leben. Sie treibt Sport, nimmt 50 Kilo ab und unterrichtet bald selbst Aerobic-Klassen. Bald ist sie nur noch als Kiki Sparks bekannt, die international Karriere als Schlankheits-Guru macht. Auch Colie nimmt 20 Kilo ab, doch anders als ihre Mutter fühlt sie sich dadurch nicht selbstbewusster. Im Gegenteil! Lange wurde sie gemobbt, sodass sie die nächsten Attacken nur so erwartet und sich verkriecht. Und damit keiner ihr nahe kommt, färbt sie sich ihre Haare schwarz und entscheidet sich für einen Lippenpiercing. So kommt Colie bei ihrer Tante Mira an. Und obwohl Colie eigentlich viel lieber mit ihrer Mutter auf eine Europa-Reise gefahren wäre, ändern die Tage in North Carolina ihr ganzes Leben…

  Wie man sich nach dem Klappentext vielleicht vorstellen kann, bleibt die Geschichte nicht nur oberflächlich und neben Schönheitsidealen und Mobbing geht es auch darum, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist und sich nicht von anderen verunsichern zu lassen.

  Die Geschichte lässt sich flüssig lesen.

  Colie und die anderen Charaktere sind zwar alle nicht ganz einfach, doch gerade durch ihre Besonderheiten wurden sie so außergewöhnlich. Ich werde sie gewiss nicht mehr so schnell vergessen.

 Lange hatte ich das Gefühl, dass hier schön = dünn und hässlich = dick bedeutet. Erst gegen Ende wurde das gewisser Maße widerlegt, doch so eine Richtigstellung hätte ich mir früher gewünscht.

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106 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

tokio, abschied, japan, jugendbuch, umzug

Sieben Nächte in Tokio

Cecilia Vinesse , Stephanie Singh
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Hauptgrund, warum ich neugierig auf die Geschichte wurde, war das Setting. Immerhin liest man nicht alle Tage von einer Geschichte, die in Tokio spielt. Und tatsächlich: Die Beschreibungen der Umwelt haben mir sehr gefallen. Obwohl ich noch nie in Tokio war, hatte ich einige Bilder vor den  Augen und konnte mir das Leben dort gut vorstellen. Dass eine Autorin ein wahres Kopfkino auch in einer Gegend und Kultur erschafft, die uns deutschen Lesern nicht ganz so geläufig ist, ist klasse. Nur haben mich manche japanische Begriffe stutzen lassen. Hier wäre eine Begriffserklärung am Ende des Buches toll gewesen!

   Der Schreibstil ist sehr einfach, sodass man durch das Buch durchrauscht. An den Kapitelanfängen steht dazu auch immer ein Countdown.

 Im weiteren Verlauf wurde die Geschichte immer dramatischer und ein Klischee folgte dem Nächsten. Dieses überspitzte Drama war für meinen Geschmack wirklich nichts.

 Die Charaktere, insbesondere Sophias Freunde, blieben hauptsächlich oberflächlich, doch vorallem unsympathisch. Mit Sophias Clique konnte ich mich von hinten bis vorne nicht anfreunden – und nicht nur, weil sie so stereotypisch gestrickt waren.

  Eigentlich blieben mir jegliche Aspekte der Geschichte zu oberflächlich. Leider!

Abgesehen von den wahrlich tollen Beschreibungen Tokios gab es einiges, was mich an der Geschichte gestört hat.

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100 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

entführung, jugendbuch, familie, spannung, cat clarke

Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klingt das nicht wahnsinnig spannend? Ich zumindest war sofort hin und weg, nachdem ich den Kappentext gelesen hatte. Faith Familie hatte schon lange keinen glücklichen Tag mehr erlebt. Denn seitdem ihre Schwester Laurel im Alter von 6 Jahren verschwand, setzen Mutter und Vater ihre ganze Kraft darauf, in Fernsehsendungen und Zeitschriften die Leute aufmerksam zu machen und zu hoffen, dass so jemand Laurel entdeckt. Faith kennt ihre große Schwestern eigentlich nur von Fotos. Doch der ganze Trubel, der auch nach 13 Jahren noch nicht verschwunden ist, ist ihr dafür umso mehr bekannt. Das Gefühl, immer im Hintergrund zu sein, kennt keiner so gut wie Faith selbst. Als ihre Schwester dann nach all den Jahren wieder auftaucht, weiß sie nicht, ob sie sich darüber freuen soll.

Wieder drängt sich alles um Laurel und Faith wird nicht beachtet. Und dann wird Laurel auch noch immer selbstsicherer, sodass sie nach und nach sogar Faiths Freund ausspannt… Wie soll Faith nun reagieren?

Ich war wirklich unheimlich gespannt auf diese Geschichte, denn nicht nur die Entführung und Laurels Vergangenheit hat mich interessiert,besonders spannend war es auch, das Geschehen aus Faiths Sicht zu lesen. Denn sie hat einen ganz anderen Blick auf das Geschehen als zum Beispiel ihre Eltern, die geblendet von der riesigen Freude Laurel ganz anders wahrnehmen, als Faith, die hinter die Fassade blickt.

„Falsche Schwestern“ könnte gerne noch spannender sein und auch die Entwicklung der Geschichte war recht vorhersehbar, doch besonders haben das Buch für mich die Emotionen gemacht. Denn ich konnte nicht nur Faith verstehen und habe mit ihr mitgefiebert, auch die unendliche Trauer und später dann die große Freude der Eltern waren stets spürbar. Die Geschichte ist sehr emotional geschrieben, die Atmosphäre hat etwas angespanntes, was mich auch teilweise den Atem anhalten lassen hat.

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197 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

liebe, sterne, freundschaft, astrologie, horoskop

Zwischen dir und mir die Sterne

Darcy Woods , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.08.2016
ISBN 9783737353991
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte ist in einem wunderbar leichten Ton geschrieben und zieht den Leser sofort in seinen Bann.

   Wil durchlebt in den 22 Tagen eine wahre Gefühlsachterbahn. Und als Leser fühlt man natürlich mit ihr. Es gibt einige humorvolle Stellen, aber auch ernste Szenen und natürlich steht die Liebe hier an erster Stelle. Wie ihr seht, „Zwischen mir und dir die Sterne“ ist ein Buch zum Mitfühlen!

   Obwohl Wil 2 Verehrer hat, gibt es kein Liebesdreieck, zumindest nicht so, wie wir es alle kennen. Dass sich die Geschichte nicht mit einem ständigen Hin-und-her aufhält, hat mir sehr gut gefallen!

   Wil ist eine sympathische Protagonistin, mit der man auch lachen kann. Manch einmal ist sie ziemlich verrückt, dann aber auch wieder ruhig.

   Letztendlich dreht sich in der Geschichte alles um Astrologie. Wil ist felsenfest davon überzeugt, dass die Sterne ihr das Richtige sagen. Warum ihr soviel am Sternenhimmel liegt, erfährt der Leser später. Die Botschaft hier aber ist: Nur weil jemand der Richtige sein sollte, heißt das nicht, dass er es letztendlich für dich ist.

 Teilweise war Wil mit dem felsenfesten Glauben an die Sternenbilder ziemlich nervig.

  Denn als Leser wusste man schon lange vor ihr, wer der eigentliche Richtige ist. Indieser Hinsicht war die Geschichte mir auch etwas zu vorhersehbar.

„Zwischen dir und mir die Sterne“ ist eine humorvolle, süße Liebesgeschichte, bei der man alles um sich herum vergessen kann.

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510 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckte, war mir klar, dass ich diese Geschichte lesen muss. Und tatsächlich,“Plötzlich Banshee“ hat mich nicht enttäuscht!

Wir lernen Privatdetektivin Alana während einer Rettungsaktion von ihr kennen, bei der sie sich auf einem Zugdach befindet. Alana sieht über den Köpfen der Menschen Zahlen, die die Lebenszeit der jeweiligen Person verdeutlichen. Dass sie eine Banshee ist, will sie allerdings nicht wahrhaben. Und noch ahnt sie gar nicht, wie viele fantastische Wesen es außerdem gibt!

Doch als die ersten Leichen in der Stadt auftauchen, wird klar, dass Alana eingreifen muss. Zusammen mit Detectiv Dylan Shane will sie die Morde aufklären. Dass Alana als Banshee regelmäßig markerschütternd schreit, wenn ihr ein Mensch begegnet, der nur noch kurz zu leben hat, macht die Sache nicht einfacher…

Bei „Plötzlich Banshee“ erwartet den Leser eine sehr unterhaltsame Fantasy Geschichte, die sowohl düstere Szenen, als auch viele lustige Stellen zu bieten hat. Es passiert tatsächlich nicht oft, dass ich bei einem Fantasybuch so viel lache, wie es hier der Fall war. Lustige Sprüche, tollpatschige Momente … Dass Alana als Bansheedas Unglück nur so anzieht und so auf eine peinliche Situation die Nächste folgt, hat dazu auch seinen Teil beigetragen.

Alana ist eine unterhaltsame Protagonistin, die immer einen Spruch auf Lager hat. Zwar sind bei ihr tollpatschige Momente an der Tagesordnung, doch ein hilfloses Mädchen ist sie deshalb keineswegs. Stattdessen zeigt sie sich stets selbstbewust.

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400 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 174 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, magie, jugendbuch

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Secret Fire“ ist Band 1 einer Dilogie aus der Feder von Frau Daugherty, deren Namen einigen von euch vielleicht aus ihrer bekannten „Night School“ Reihe geläufig ist. Zwar habe ich selbst noch nichts von der Autorin gelesen, doch die vielen positiven Stimmen über sie machten auch mich neugierig. Und so ergriff ich die Gelegenheit, als ich gesehen habe, dass „Secret Fire“ erscheint.

Das Buch beginnt spannend: Ein Junge springt von einem Hochhaus – und überlebt! Tatsächlich geht es ihm so gut, dass er ohne Probleme wieder aufstehen kann. Wie man als Leser bald erfährt, liegt ein Fluch auf der Familie und Sacha kann deshalb nicht sterben – noch nicht… Gleichzeitig lesen wir von dem 2. Hauptcharakter: Taylor. Das Mädchen ist auf den ersten Blick das komplette Gegenteil von Sacha, immerhin steht für sie die Schule an erster Stelle und ihre Zukunftspläne stehen fest. Taylor tut alles dafür, an der Oxford angenommen zu werden und als ein Lehrer sie bittet, einem Jungen Nachhilfeunterricht in Englisch zu geben, willigt sie ein.

Doch das der Junge, Sacha, viel größere Probleme als eine schlechte Englischnote hat, weiß sie noch nicht. Und ihr ist auch noch nicht klar, wie sehr ihr Schicksal mit dem von Sacha verbunden ist. Denn nur sie kann ihn retten.

In meinen Ohren klang der Inhalt von „Secret Fire“ sehr spannend. Doch tatsächlich hat sich der Anfang gezogen und auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder einige Längen. Nach einem Höhepunkt fiel die Spannung immer wieder und ich habe mich zugegeben oft dabei ertappt, abzuschweifen. Auch die Charaktere waren durchwachsen. Während Sacha interessant und vielschichtig war, empfand ich Taylor besonders die ersten 100 Seiten als blass. Sie ist unheimlich versessen auf gute Noten, lässt sich von ihrer Freundin herumkommandieren und hält trotzdem immer zu ihr.

Der Schreibstil war flüssig, doch wirklich mitgerissen hat er mich nicht. Abgesehen von der spannenden Idee haben mich aber auch die Fantasy-Elemente überzeugt. Nur blieben diese in Band 1 noch überschaubar. Ich hoffe auf einen spannenderen 2. Band und werde diesem auf jeden Fall noch eimal eine Chance geben, denn „Secret Fire-Die Entflammten“ wirkte auf mich mehr wie eine lange Einleitung als wie ein selbständiges Werk.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

mord, england, internat, detektivgeschichte, ermittlungen

Mord ist nichts für junge Damen

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 18.08.2016
ISBN 9783868739046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon die Aufmachung lässt auf eine besondere Geschichte schließen, denn „Mord ist nichts für junge Damen“ hat nicht nur eine Karte des Deepdean Internats auf den ersten Seiten, auch gibt es ein Personenverzeichnis, ein Glossar und immer wieder zwischen den Seiten die abgedruckte Liste der Verdächtigen, die sich langsam lichtet. Denn Hazel und Daisy, zwei Schüler des Mädcheninternats, haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Mordfall an einer Lehrerin aufzuklären. Schlecht nur, dass sonst keiner an den Tod der Lehrerin glaubt. Denn nur Hazel hat die Leiche gesehen, die einige Minuten später, als Hazel mit Verstärkung wiederkommt, wie von Zauberhand verschwunden ist.

Doch die beiden Detektivinnen geben nicht auf und so begleiten wir Hazel und Daisy durch die Ermittlungen und das Mädcheninternat im Jahre 1934. Daisy und Hazel sind zwei besonders charmante Charaktere mit Biss. Zwar muss die adelige Daisy erst einmal lernen, dass nicht jeder nach ihrer Nase tanzt und die ruhige Chinesin Hazel, für die mein Herz ja insgeheim schlägt, dass sie auch „Nein“ sagen muss, doch im Großen und Ganzen sind die beiden Mädchen  sympathisch und sehr raffiniert.

Das britische Internat der 30 Jahre sorgt für eine ganz besondere Kulisse und der Leser lernt die Sitten und Gebräuche, sowie das tägliche Schulleben der Internatskinder, kennen, das sich in einigen Hinsichten doch ganz schön von dem heutigen Ablauf unterscheidet. Mittlerweile finde ich auch die verwendete ältere Sprache ganz besonders genial, denn auch durch diesen Schreibstil ist das Flair ein ganz besonderes.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dear Nobody

Berlie Doherty
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423430968
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bücher über Jugendschwangerschaften sind mit Sicherheit immer schwierig, haben mich allerdings schon oft überzeugen können, sodass ich mich auch an „Dear nobody“ gewagt habe. Mein Exemplar ist die Neuauflage des erstmals 1991 erschienenen Romans.

Im Buch selbst erfährt der Leser sowohl aus der Sicht von Chris, als auch von Helen, was gerade in dem Leben der beiden geschieht. Und dann sind natürlich auch die Briefe von Helen an ihren „Nobody“, ihr ungeborenes Kind, abgedruckt. In diesen Briefen wird die Wandlung ihres Denkens besonders deutlich, denn während sie anfangs überhaupt nicht akzeptieren kann, was passiert ist, entschließt sie sich später sogar trotz großem Widerstand in ihrer Familie dazu, das Kind zu behalten.

Der Schreibstil steht im Gegensatz zu der Thematik und ist sehr einfach. Die kurzen Sätze und die leichte Sprache ließen sich zwar einfach lesen, doch konnten für mich nicht das Gefühl und die Tiefe vermitteln, wie es mit einem anderen Schreibstil vielleicht möglich gewesen wäre. Vielleicht lag es auch an der Bescheidenheit des Schreibstils, aber auch die Charaktere und ihr Denken haben auf mich einfältig gewirkt. Weder zu Chris, noch zu Helen konnte ich eine Bindung aufbauen und auch das Umdenken Helens kam mir zu plötzlich.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

perfekt ist jetzt, erwachsenwerden, liebe, jugend

Perfekt ist jetzt

Tim Tharp , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423716895
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe zu, dass Shailene Woodley und Miles Teller in der Verfilmung die Hauptrollen besetzen, köderte mich gleich. Doch hatte ich damals schon einige begeisterte Stimmen von der alten Hardcover-Ausgabe von „Perfekt ist jetzt“ gehört, sodass ich die Chance genutzt und das Buch dann in der neuen Ausgabe gelesen habe. Und ich muss sagen, die Geschichte lässt mich zwiegespalten zurück. Es ist schon etwas Zeit verstrichen, seit ich mich „Perfekt ist jetzt“ gewidmet hatte und trotzdem lässt mich das Buch nicht los.

Sutter ist ein schwieriger Protagonist und es war sicherlich nicht die einfachste Wahl, ihn als Hauptcharakter zu wählen. Ich persönlich empfand ihn als einen der unsympathischsten Charaktere, deren Geschichte ich je gelesen hatte, aber genau dadurch funktioniert diese Handlung.

Sutter sieht sich selbst als Held, er reißt gerne einen Witz nach dem anderen und fühlt sich dann wohl, wenn alle Blicke auf ihn gerichtet sind. Immerwieder schafft er es geschickt, sich in den Mittelpunkt zu stellen und wenn er einen guten Tag hat, dann ist er freundlich und großzügig. Doch auch an den guten Tagen greift er schon morgens zu der Flasche und ist spätestens am Nachmittag betrunken. Aber er hat sein Trinkverhalten vollkommen im Griff – denkt er zumindest. Und findet dabei eine Begründung nach der anderen, warum er eindeutig kein Alkoholiker ist. Schnell merkt man als Leser, dass sein Trinkverhalten schon längst vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist.

Im Laufe der Geschichte war ich gleichermaßen traurig über die Entwicklung und hätte Sutter gerne einmal einen kalten Eimer Wasser über den Kopf geschüttet. Er selbst ist für sein Leben verantwortlich, doch dass er auch Aimee mit in sein Alkoholproblem und seine verkorkste Welt zieht, das tat mir wirklich leid. Denn leider ist Aimee so hilflos und unsicher, dass sie sich nur allzu gerne von Sutter leiten lässt.

Das Ende ist zwar für den mitfühlenden Leser nicht wirklich willkommen, aber absolut realistisch und es passt zu Sutter, denn nichts anderes hätte ich von ihm nach den vielen vorherigen Seiten erwartet. Nur frage ich mich jetzt: Was will mir der Autor damit sagen? Eine Message an den Leser zu senden wäre bei einem solchen Buch doch umso wichtiger… „Perfekt ist jetzt“ lässt mich trotz – oder gerade wegen? – dem unsympathischen Protagonisten und dem ungewöhnlichem Handlungsverlauf immer noch grübelnd zurück. Gewünscht hätte ich mir aber eine klare Message, denn gerade bei so einem Thema finde ich es sehr wichtig, eine Nachricht zu senden und nicht nur das Schöngeredete zu bringen.

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, liebesgeschichte, postkarten, entfernung, jugendbuch

Dich immer wiedersehen

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551556592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwar habe ich selbst noch nichts von der Autorin gelesen, doch der Name Jennifer E. Smith und ihre Romane sind mir dennoch ein Begriff. Denn sowohl ihr „Der Geschmack von Glück“ als auch „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ wurden mir schon mehrfach empfohlen.

„Dich immer wiedersehen“ ist in 5 Abschnitte geteilt. Im ersten Teil treffen Owen und Lucy zum ersten Mal während einem Stromausfall in New York aufeinander. Der Fahrstuhl ist stecken geblieben und die beiden sind für einige Minuten dort eingesperrt. Auf dieses Ereignis folgt eine unvergessliche Nacht, die den beiden noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Doch wie es das Schicksal will, ist den beiden ihr Glück nicht gegönnt. Owens Vater wird der Job gekündigt, was einen notgedrungenen Umzug zu Folge hat und Lucys Vater hat ein Jobangebot im Ausland. Beide werden also New York verlassen und ganz neue Erfahrungen machen. Ob sie sich trotzdem noch einmal sehen werden?

Anders als ich angenommen habe ist der erste Abschnitt, in welchem die beiden sich kennenlernen, nur recht kurz. Hauptsächlich verfolgen wir die Protagonisten auf ihrer Reise zu neuen Orten, aber auch zu neuen Erkenntnissen. Wir verfolgen sowohl die Entwicklung von Owen, als auch die von Lucy. Beide verzichten weitgehend auf E-Mails oder SMS, sondern sie halten sich über Postkarten auf dem Laufenden.

Doch das Leben der beiden ist nicht immer einfach: Seit Owens Mutter gestorben ist, versucht Owen, seinen Vater so gut es geht glücklicher zu machen und er hat wahnsinnige Angst, ihn zu verlassen, obwohl er auch an seine Zukunft denken müsste. Und Lucys Eltern haben zwar viel Geld, doch sind ihr halbes Leben um die Welt gejettet, während Lucy und ihre Brüder zu Hause gewartet haben. Das Mädchen fühlt sich besonders seit dem Auszug ihrer Brüder alleine und verlassen.

Obwohl ich beide Protagonisten als aufgeweckt kennengelernt habe, war besonders Lucy die folgende Zeit meist deprimiert und in sich gekehrt. Sie nutzt die Reisen meist nicht, sondern hält in ihren Gedanken nur an Owen fest. So fängt sie nicht an, im „Jetzt“ zu leben, sondern ist stets in Gedanken, was ich sehr schade fand. Auch sonst hatte das Buch in der Mitte einige Längen und die Handlung hat sich angefangen zu wiederholen.

Besonders haben das Buch allerdings die vielen verschiedenen Städte gemacht, in denen die Geschichte spielt. London, Paris, New York – alle diese Orte werden so beschrieben, dass man am liebsten selbst hinreisen würde. Und bei Owens Weg durch Amerika kam das „Road Trip-Feeling“ auf, sodass man beinahe selbst die Sonne auf der Haut spürt.

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