lenasbuecherwelt

lenasbuecherwelts Bibliothek

464 Bücher, 439 Rezensionen

Zu lenasbuecherwelts Profil
Filtern nach
464 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

119 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

endzeit, oetinger, james frey, fantasy, alien

Endgame. Die Entscheidung

James Frey
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 14.11.2016
ISBN 9783789104046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endgame ist wirklich eine besondere Trilogie. Das liegt zum einen natürlich an den Krypto Rätseln, bei welchen derjenige, der sie löst, Gold erwarten darf, aber auch an der Brutalität der Geschichte – immerhin geht es hier um jugendliche Killer – und dem besonderen Schreibstil.

Dieser war es auch, der den Einstieg in den 3. Band für mich nicht einfach gemacht hat. James Fray schreibt in kurzen, abgehackten Sätzen, beinahe gefühllos. Bei jeder anderen Geschichte hätte ich das vermutlich als negativ empfunden, doch zu der ganzen Welt aus Endgame passt es einfach.

Dennoch, es dauerte einige Zeit, bis ich mich wieder an Freys Art zu schreiben und die Einschübe bei einem Charakter wie BLINZEL oder ZUCK gewöhnte. Anmerken muss ich aber auch, dass ich die Geschichte des 2. Bandes hier nur noch grob im Kopf hatte…

War ich dann einmal in der Geschichte drin, erwarteten mich wieder eine Mengr Gewalt und Action. Im 3. Band von Endgame geht es aber nicht nur um die Spieler, die das Spiel für sich gewinnen wollen, sondern auch um die, die für die weitere Existenz der Menschen kämpfen. Doch ob die Menschheit wirklich gerettet werden kann, das müsst ihr selber lesen…

Der 3. Band von Endgame ist deutlich dünner als seine Vorgänger. Damit konnte ich zwar schneller die Geschichte beenden, doch ich hätte mir vor allem auch beim großen Showdown ein „Bääm“ gewünscht und kein Ende, das nur dahin fließt.

Auch musste ich mich in dieser Geschichte von liebgewonnenen Charakteren trennen, deren Tod ich mir ganz anders vorgestellt hätte. Spektakulärer. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass der Autor nur noch irgendwie das Buch beenden und die Spielerzahl verkleinern wollte.


Alles in allem ist bei mir der finale Funke beim Abschluss dieser außergewöhnlichen Trilogie nicht übergesprungen, dennoch ist das Buch für jeden, der wissen will, wie Endgame ausgeht, natürlich wieder ein Muss… ;)

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

355 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, young elites, marie lu, lohnenswert

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Young Elites“ mag vielleicht nach einer Fantasygeschichte klingen, wie wir sie alle schon gelesen haben, doch das ist das Buch ganz gewiss nicht. Marie Lu hat hier etwas kreiert, dass mich faszinierte, erschreckte, überraschte.

Die Geschichte spielt in einer Fantasywelt, die sich vor Brutalität nicht scheut. Seit das mysteriöse Blutfieber, das den Familien viele Angehörige genommen hat, ausgebrochen ist, hat sich viel verändert. Denn das Fieber hat nicht nur viele Tote, sondern auch Kinder mit übernatürlichen Begabungen zurückgelassen. Solche „Malfettos“ werden verachtet und gejagt.

Adeline hat das Blutfieber wie ihre Schwester überlebt, doch anders als sie wurde sie davon gezeichnet. Ihre Haare sind fortan silber und ihr Auge vernarbt. Als Malfetto ist sie für ihren Vater wertlos, was er sie mehrmals am Tag spüren lässt. In Adeline wächst eine Dunkelheit, die von täglichen Ungerechtigkeiten, Ängsten und Misshandlungen genährt wird. Als sie dann flieht und zu einer Gruppe Malfettos hinzustößt, hofft sie, dass sich alles ändert. Doch in Adeline brodelt die Finsternis…

Beim Lesen war ich ständig hin- und hergerissen: Zwischen Begeisterung und Faszination und Abscheu und Schrecken. Einen Charakter zum Protagonisten zu wählen, der Antagonisten Konkurrenz machen kann, war ein geschickter Schachzug, brannte sich das Buch deshalb doch in mein Gedächtnis. Man liest nicht alle Tage von einem Charakter, der gleicher Maßen faszinierend, aber auch abstoßend ist.

Anfangs hatte Adeline schnell mein Mitgefühl, war sie doch ständiger Gewalt ausgesetzt und musste wegen ihres Makels viel Leid ertragen. Doch das, was ich zu Beginn als ihre Unsicherheit wahrgenommen habe, entwickelt sich schnell zu einer rebellischen Seite, die Dunkelheit in Adeline wächst und wächst. Sie erfreut sich zunehmend an dem Leid der Anderen, will Rache für die Verbrechen, die ihr angetan wurden. Dabei kann sie sich allerdings nicht zügeln und wird skrupelloser, rachsüchtiger, verbitterter.

Der ungewöhnlichen Protagonistin war es auch zuzuschreiben, dass ich trotz eines ruhigeren Mittelteiles am Ball blieb und las und las… Dennoch, ein etwas höheres Tempo hätte ich mir auch nach Adelines Flucht gewünscht. Im 2. Teil des Buches wird die Geschichte allerdings schon wieder von jeder Menge Action und Spannung geprägt.


Ich kann nur empfehlen, sich „Young Elites“ einmal näher anzuschauen, denn solch eine Protagonistin findet man nicht alle Tage. Wer sich nicht vor Brutalität scheut und gerne einmal lesen würde, wie es eigentlich in den Schurken aussieht, nun, der sollte unbedingt zu „Young Elites“ greifen!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

jugendbuch, missbrauch, freundschaft, ballet, spannung

My Life in Circles

Brandy Colbert , Nina Frey
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423740197
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich den Klappentext las, erwartete ich eine Entführungsstory, in welcher das Hauptaugenmerk auf Donovan liegt. Stattdessen war „My Life in Circles“ ganz anders als erwartet. Die Geschichte dreht sich rund um das Leben von Theodora – kurz Theo -, die die beste Freundin von Donovan war und nun, nach 4 Jahren, endlich wieder halbwegs normal leben kann, bis sie die Nachricht erhält, dass der damals entführte Donovan wieder aufgetaucht ist.

Mit dieser Nachricht stürzt Theos Kartenhaus in sich zusammen und ihre Essstörung bahnt sich wieder einen Weg ans Licht. Wie auch Erinnerungen von damals, die sie so angestrengt zu verdrängen versucht hatte. Doch mit ihnen könnte sie sich und Donovan retten…

Theo ist mit Sicherheit nicht die Protagonistin, die sich einen Weg in das Herz jedes Lesers bahnen wird. Sie hat einen unglücklichen Hang dazu, sich immer in die falschen Jungen zu verlieben, die, die schon längst vergeben sind, Theo kämpft mit einer Esstörung, verdrängt ihre Probleme gerne einmal mit Alkohol, hat Kontakt zu Drogen und zudem schleppt sie eine Erinnerung mit sich herum, von der sie weiß, dass sie Entscheidendes zu Donovans Fall beitragen könnte. Gleichermaßen ist sie nur ein Mädchen mit dem Wunsch nach Liebe, für die Ballett das Größte ist. Eine zarte Seele, die mit mehr kämpfen musste, als sie mit umgehen konnte.

Die Geschichte und die Protagonistin sind absolut authentisch und begeisterten mich mit ihrer Nachdenklichkeit und der ständigen Frage nach richtig und falsch. Wir begleiten einen jungen Menschen, der Schreckliches erleben musste und jeden Tag damit kämpfen muss. Und darum dreht sich auch das gesamte Buch: nicht um viel Action, nicht um ein hohes Tempo, sondern um den schweren Weg des Erwachsenwerdens, bei dem Missbrauch, Essstörungen, Alkohol und Co hier eine nicht unwichtige Rolle spielen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

95 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, zwillinge, familie, zeichnen, kunst

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die englische Ausgabe von „Ich gebe dir die Sonne“ hatte ich auf Instagram und Co ständig betrachtet, weswegen ich wirklich gespannt war, als das Buch auf Deutsch erschien. Der Klappentext hat mich mit seinen wagen Andeutungen neugierig gemacht und nachdem ich die ersten positiven Stimmen zu der deutschen Fassung las, wollte ich mich dem Buch ebenfalls gerne widmen.

Was „Ich gebe dir die Sonne“ zu so einem großen Schmuckstück macht, war zum einen natürlich der Schreibstil, der mit seiner Bildhaftigkeit und seiner Poesie wirklich einzigartig ist. Dazu passend ist die Geschichte geschmückt von vielen Metaphern.

Die Geschichte wird aus 2 sich abwechselnden Sichten erzählt: Noah erzählt von ‚damals‘, Jude aus dem ‚Heute‘, die beiden Erzählstränge kommen sich immer näher und letztendlich kommt heraus, was damals alles gescehehn ist. Noah war damals der Außenseiter, ein ganz besonderer Junge mit der großen Liebe zur Kunst, der gerne schon im Kopf malt und in Metaphern denkt. Sein größter Traum war es, an die Kunstakademie zu kommen.

Jude war damals die laute Draufgängerin, nun ist sie auf der Akademie, an die ursprünglich ihr Bruder wollte. Ihr Herz schlägt ebenfalls für die Kunst und auch sie hat ihre Eigenarten: Eine davon ist ihr Hang zur ‚Geisterwelt‘.

Dass die Kunst hier an erster Stelle steht, fand ich wirklich großartig, findet man sonst doch wenige Jugendbücher, die sich intensiver damit beschäftigen. Doch in „Ich gebe dir die Sonne“ bekommt der Leser die Liebe zur Kunst zu spüren. Dabei gibt es ganz verschiedene Wege, sich künstlerisch auszudrücken und seinen Emotionen freien Lauf zu lassen.

„Ich gebe dir die Sonne“ ist kein Buch von großer Action, dafür vielmehr von Emotionen, Beziehungen und jeder Menge Liebe zur Kunst. Es ist eine Geschichte von Liebe und Trauer, von Problembewältigungen, Familie und Freundschaft.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blind, freundschaft, blinde menschen, liebe

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bücher mit einer blinden Protagonistin habe ich bisher selten gelesen, weswegen ich sehr gespannt auf „Wie ich dich sehe“ war…

„»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!«

 

Dieses Zitat beschreibt die Protagonistin Parker Grant ziemlich gut. Parker ist zwar blind, mag aber keine Sonderbehandlungen, wie sie es auch in ihren zahlreichen „Regeln“ notiert hat – wer mit Parker befreundet sein will, sollte diese Grundsätze unbedingt einhalten. Zudem ist das Mädchen selbstbewusst und sagt jedem die Wahrheit ins Gesicht.

Parker wirkt auf den ersten Blick so taff, ja fast schon bissig, dass man gerne vergisst, was sie alles schon erleben musste. Bei einem Autounfall, in welchem sie ihre Sehkraft verlor, starb ihre Mutter, ihr Vater stirbt einige Wochen bevor die Geschichte beginnt. Nun zieht Parkers Tante mit ihrer Familie in das Haus mit ein und Parker muss sich neu einstellen. Ihr Herz schlägt für das Laufen und so trainiert sie jeden Morgen alleine vor der Schule. Das Sprinten lässt sie sich von niemandem nehmen. Parker hat einen kleinen Freundeskreis, dafür aber Freunde, die alles für sie tun würden. Was außerdem noch fest zu ihr gehört, sind die Augenbinden, die Parker immer trägt. Seit dem Tod ihres Vaters hat Parker beschlossen, stark zu bleiben und gibt sich für jeden erfolgreich gemeisterten Tag ein Sternchen. Doch wie lange wird sie diese Fassade noch aufrechthalten können?

„Wie ich dich sehe“ dreht sich um so viele ernste Themen, doch trotzdem wird die Geschichte mit solch einer Leichtigkeit und einem Humor erzählt, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Durch Parkers direkte, impulsive Art manöveriert sie sich immer wieder in Situationen, bei der andere schon längst reißaus genommen hätten. Dazu habe ich ihren trockenen Humor wirklich gemocht.Wer denkt, „Wie ich dich sehe“ bleibt eine oberflächliche Geschichte, der irrt gewaltig. Das Buch entwickelt eine Tiefe, die ich der Geschichte auf den ersten Seiten gar nicht zugetraut hätte.

Wir lernen, was es eigentlich heißt, zu „sehen“ und wie blind manche Menschen mit intakten Augen sein können. Wir lesen von Freundschaft und Liebe, Trauer und Schmerz, Einschränkungen, harten Fassaden, die das Leid zu verstecken versuchen und natürlich erfahren wir, wie es sich mit einer Behinderung lebt. Wie man selbst lernt, damit umzugehen, aber vorallem auch, wie andere Menschen darauf reagieren.

Dabei gibt es in „Wie ich dich sehe“ auch noch eine Liebesgeschichte, die vielleicht nicht mit großen Überraschungen glänzt, dafür aber wirklich süß war. Letztendlich war sie für mich aber mehr ein Add-on als der größte Pluspunkt. Dafür war Parker selbst zu einnehemend…;)


Eine besondere Protagonistin, die sich ein ganzes Stück weiterentwickelt, emotionale Themen und dennoch stets eine Prise Humor. Was will man mehr?!  ;)

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(182)

383 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

frigid, liebe, piper, new adult, jennifer l. armentrout

Frigid

J. Lynn , Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492309851
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was könnte besser zu einem Winterabend passen, als eine neue Geschichte von Jennifer L. Armentrout, die während einem Schneesturm spielt? So kam es, dass ich, diesen Gedanken im Hinterkopf, zu der New-Adult Geschichte griff und es dauerte nicht lange, da flogen die Seiten nur so dahin. Keine Frage, den Leser an die Seiten zu fesseln kann die Autorin mit links, ws sie in ihren zahlreichen Büchern immer wieder beweist.

Durch ihren flüssigen Schreibstil verflogen die rund 330 Seiten im Nu, doch da ich Frau Armentrouts emotionsgeladene „Wait for You“-Reihe kenne, war ich doch von „Frigid“ enttäuscht – die Geschichte war für mich im Großen und Ganzen einfach zu flach.

Anstrengend waren auch die Protagonisten, die so viele von ihren Problemen hätten lösen können, wenn sie einfach miteinander geredet hätten. Und auch die Freundschaft zwischen Sydney und Kyler war doch etwas … komisch dargestellt, sind die Grenzen zwischen Liebe und Freundschaft von Anfang an doch verschwommen. Und als mir Sydney auf den ersten Seiten durchgehend nur erzählte, wie gut Kyler doch aussehe, hätte ich sie am Liebsten einmal zur Seite genommen und mitgeteilt, dass ich es nun wirklich verstanden habe und nicht schwerhörig bin…

Aber nun gut, blättern wir einige Seiten nach hinten, tauchen erstmals Thriller-Elemente auf, die die ganzen Gefühlsdramen umschlingen. Vor allem auf diesen Aspekt der Geschichte war ich gespannt. Im Nachhinein war es tatsächlich ein sehr wichtiger Teil für die Handlung, die sonst ohne Zweifel von ständigen Wiederholungen und Langeweile geprägt wäre. Dass diese Spannungselemente für eingefleischte Thriller-Fans mit ihrer Vorhersehbarkeit nicht überzeugend sein werden, sei an dieser Stelle aber auch erwähnt.

So kritisch ich „Frigid“ gerade betrachtet habe, letztendlich war es eine nette Liebesgeschichte für einige Stunden. Mehr aber auch nicht und ehrlich gesagt war ich doch ganz froh, als ich das Buch beendet hatte.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(155)

424 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, elias, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elias & Laia-Die Herrschaft der Masken“ hat mich damals sehr beeindruckt und nach dem fiesen Ende habe ich die Tage zum Erscheinungsdatum des 2. Bandes gezählt. Als ich mit dem Lesen begann, war ich voller Vorfreude. Tatsächlich knüpft die Handlung sofort an den Abschluss des 1. Bandes an und auch Frau Tahir hält sich nicht lange mit Wiederholungen auf. „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ beginnt rasant und schon die Verfolgungsjagd lässt die Herzen der Leser schneller schlagen.

Auch im Mittelteil bleibt dem Leser nicht viel Zeit zum Luftholen. Wie schon der 1. Band ist diese Geschichte wieder so spannend und actiongeladen geschrieben, dass man gar nicht anders kann, als das Buch sofort zu verschlingen. „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ zeichnet sich aber gleichermaßen durch diese Härte und Brutalität aus, wie man sie selten in einem Jugendbuch findet. Doch diese Schonungslosigkeit ist in meinen Augen keineswegs etwas schlechtes, sondern macht die Geschichte rund um die Masken  und das unbarmherzige Imperium nur umso authentischer.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena, Elias und Laia erzählt und ist noch magischer als Band 1. Besonders Helena war ein total interessanter Charakter. Sie ist nun die rechte Hand des Imperators und bekommt eine Aufgabe, die ihr alles abverlangt. Zwischen Treue zum Imperium  und der Liebe zu Elias zerrissen, muss sie sich immer wieder neu entscheiden. Auf sie und die anderen Hauptcharaktere warten viele neue Herausforderungen, die bei einem Versagen nicht selten viel Blut nach sich ziehen.


Spannend, brutal und schonungslos – mindestens so genial wie Band 1!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(102)

321 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

fantasy, hexen, liebe, magie, everflame

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ungefähr vor einem Jahr habe ich den 2. Band der „Everflame“-Trilogie gelesen und war danach sehr gespannt auf Teil 3. Nun endlich konnte „Verräterliebe“ bei mir einziehen und ich überlegte nicht lange, sondern fing sofort mit dem Lesen an.

Leider fiel mir der Einstieg sehr schwer, denn dadurch dass sich Autorin Josephine Angelini gar nicht mit Erinnerungsstützen oder kurzen Erklärungen aufhält, sondern das Geschehen sofort weiterlaufen lässt, kam ich gar nicht in die Geschichte und es hat einige Zeit gedauert, bis ich alles wieder verstehen konnte, waren meine Erinnerungen an Band 2 doch nicht mehr ganz so frisch.

Dazu kam, dass sich die Geschichte anfangs ziemlich gezogen hat und ich einfach nicht das Bedürfnis hatte, weiterlesen zu wollen. Erst um Seite 150 herum nahm das Buch an Fahrt auf und ich las aufmerksamer. Im Mittelteil gab es einige Wendungen und Überraschungen, doch im Großen und Ganzen wurde ich noch nicht so gefesselt, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür war dann das Ende da, welches für mich mit seiner Spannung noch einmal einiges herausgerissen hat. Hier konnte ich dann wirklich nicht mehr mit dem Lesen aufhören und habe an den Seiten geklebt.

Nun, Lily hatte ich auch als sympathischer in Erinnerung und besonders am Anfang haben wir einfach keinen Draht zueinander gefunden. Ihre Beziehung zu Rowan konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Die Autorin hat es in diesem Buch leider nicht geschafft, mich Emotionen spüren zu lassen. Weder hat mich die Liebesgeschichte mitgerissen, noch konnte ich beim Tod eines relativ wichtigen Charakters  wirklich mitfühlen. Die Handlung ist mehr an mir vorbeigezogen, als dass ich wirklich bewegt wurde.

Dadurch dass der Einstieg mir leider sehr schwer fiel, wurde Everflame 3 leider nicht das Highlight für mich, von welchem ich gehofft hatte. 

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

schule, kurt dinan, jugendliche, streiche, freunde

Wir sind nicht zu fassen

Kurt Dinan , Petra Hucke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850233
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich gebe zu, als ich den Klappentext gelesen habe, war es um mich geschehen. „Wir sind nicht zu fassen“ klang einfach zu originell und lustig, als dass ich mir die Chance hätte entgehen lassen können, das Buch zu lesen.

Max ist ein stinknormaler Teenager, einer, der in der Masse untergeht, der mit dem Strom schwimmt und auch sonst unauffällig ist. Doch als er die Chance bekommt, das zu ändern, kann er sich dies natürlich nicht entgehen lassen. Also folgt er der Einladung des berüchtigten Chaos-Clubs, der an der Highschool mit Streichen sein Unwesen treibt, selbst Mitglied der Truppe zu werden. Doch schon bald merkt Max, dass da etwas gewaltig schief läuft und die Mitglieder ihm und 4 anderen Teenagern einen Streich gespielt haben.  Das wollen die 5 natürlich nicht auf sich sitzen lassen und beschließen, den Anderen eins auszuwischen.  Denn Rache ist ja bekanntlich süß… ;)

Das Buch schlägt unterhaltsame Töne an und es hat viel Spaß gemacht, von den Streichen und natürlich der ganzen Planung, die dahintersteht, zu lesen. Später hinterfragt Max dann auch einige seiner Aktionen, was dem ganzen noch etwas Nachdenklichkeit verleiht, doch im Großen und Ganzen bleibt „Wir sind nicht zu fassen“ ein kurzweiliger Lesespaß.

Dennoch, ich war ganz überrascht, als ich gelesen habe, dass die Protagonisten schon 16 sind, kamen sie mir doch um einiges jünger und kindlicher vor. Auch hätte der Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen mehr Tiefgang gut getan, sei es bei der Story an sich oder bei den Charakteren…

Eine lustige, voll mit Streichen gespickte Geschichte, der etwas mehr Tiefgang gut getan hätte.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

121 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

bluescreen, science fiction, dan wells, jugendbuch, zukunft

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem mich Dan Wells bereits mit seiner „Partials“-Trilogie begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf sein neues Werk: „Blue Screen“. Diesmal verschlägt es uns in eine Welt, in der Protagonistin Marisa nicht direkt mit dem Weltuntergang zu tun hat, sondern die Tücken der ausgeklügelten Welt der Technik im Jahre 2050 kennenlernt.

Das Szenario ist sicher nicht mehr neu: Den Menschen in der Zukunft werden hier Implantate in den Kopf gesetzt, durch welche man 24/7 online ist. Ein Miteinander, wie wir es heute kennen, gibt es schon längst nicht mehr. Nur die wenigsten Menschen leben abgeschottet ohne Implantate, von den Anderen geächtet und nicht verstanden.

Ich gebe zu, der Einstieg fiel mir nicht ganz so einfach. Der Leser verfolgt erst über einige Seiten Marisas Alltag und die zahlreichen Computerspiele, die sie mit ihren Freunden spielt. Doch sobald die Droge das erste Mal ins Spiel kam, zog das Tempo und die Spannung schlagartig an und endlich geschah das, worauf ich so am Anfang gehofft hatte: Ich habe die Seiten verschlungen und wollte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Wer zu „Blue Screen“ greift, sollte sich nicht vor neuen Technologien und Wissenschaften scheuen. Das Buch ist gespickt von technischen Begriffen und zu Beginn lässt sich die Geschichte unteranderem deswegen nicht ganz so leicht lesen, doch je weiter man kommt, desto besser fügen sich die Begriffe in die Geschichte ein und machen das Ganze nun um einiges anschaulicher.

Das Buch hat einiges an Gesprächswert und bietet viel zum Überlegen und Nachdenken, vor allem was unseren Umgang mit der Technik betrifft. Dan Wells hat mit „Blue Screen“ keine Welt aus Schwarz und Weiß geschaffen, sondern vielmehr ein durchmischtes Grau, was sich auch an den Charakteren bemerkbar machte. Es gab nicht die typischen Bösewichte und die strahlenden Helden. Jeder hatte sowohl aufrichtige, als auch dunklere Seiten.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

zeitreise, zeitreisen, 23 minuten, jugendthriller, banküberfall

Nie mehr zurück

Vivian Vande Velde , Regina Jooß
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492704151
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Nie mehr zurück“ hatte zweifellos eine spannende Idee: Zoe springt in der Zeit! Allerdings hat sie nur 23 Minuten, bis sie wieder in die Gegenwart reist und sie kann ein Geschehen auch nur 10x wiederholen lassen. Diese Gabe bringt sie zum Einsatz, als sie Zeugin eines Banküberfalls wird. Mit allen Mitteln will sie das Sterben unschuldiger Menschen verhindern, doch das stellt sich als sehr schwierig heraus. Was steckt hinter dem Überfall? Wird Zoe einen Verbündeten finden?

Da ich immer für Zeitreisegeschichten zu haben bin, begann ich freudig mit dem Lesen und es dauerte nicht lange, da war ich schon in der Mitte des Buches angelangt. Kein Wunder, hat die Geschichte doch nur rund 200 Seiten. Doch genau das war meiner Meinung nach das Problem. Nicht die Länge an sich, sondern der dadurch fehlende Tiefgang. Die vielen Zeitreisen wurden für meinen Geschmack viel zu oberflächlich abgehandelt und auch über Zoe hätte ich gerne noch mehr erfahren. So blieb sie für mich zwar eine recht sympathische Protagonistin, doch bewegen konnte sie mich nicht.

Als Thriller würde ich das Buch auch nicht betiteln, denn dafür fehlten der Geschichte einfach der Nervenkitzel, die Spannung und das Fesselnde. „Nie mehr zurück“ war vielmehr eine unterhaltsame, kurzweilige Geschichte, die nicht mehr als eine Häppchen für mich war. Und während es im Mittelteil einige Durchhänger gab, konnte mich das Ende doch noch einmal mitreißen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kieran, raven stone

Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind

Joss Stirling , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um Raven Stone gab es vor einiger Zeit ja einen regelrechten Hype, doch aus irgendeinem Grund griff ich damals nicht zu der Geschichte, was ich im Nachhinein definitiv bereue. Joss Stirling konnte mich schon mit dem 1. Teil ihrer „Die Macht der Seelen“-Reihe begeistern, dennoch war mir im Folgeband zu viel Kitsch und Klischee enthalten, als dass ich das Bedürfnis verspürt hätte, gleich zu einem weiteren Buch aus ihrer Feder zu greifen.

Dabei hat Raven Stone viel mehr zu bieten als nur eine Liebesgeschichte, die im Übrigen gar nicht so kitschig war, wie ich es erwartet hatte. Raven geht als Stipendiatin auf ein Eliteinternat, in dem komische Dinge von statten gehen. Ravens beste Freundin taucht aus dem Seminar nicht mehr auf, niemanden scheint das Verschwinden zu beunruhigen und die Jugendlichen, die aus dem Persönlichkeitsseminar zurückkommen, scheinen wie verändert.

Raven gerät dabei immer mehr in die Rolle des Übeltäters und wird von ihren Mitschülern bis aufs Übelste gemobbt, dabei hat sie eigentlich gar nichts veranstaltet. Das Mobbing nimmt Außmaße an, die man sich gar nicht vorstellen möchte, doch zum Glück sind die zwei neuen Mitschüler, Joe und Kieran, an ihrer Seite. Kieran ist hochintelligent und weiß alles, doch oftmals mangelt es ihm an Einfühlungsvermögen und Feingefühl, was Raven ziemlich auf die Nerven geht. Doch langsam entwickelt sich etwas zwischen den Beiden…Was Raven nicht weiß: Joe und Kieran gehören zu einer geheimen Organisation von Jugend-Agenten und befinden sich gerade auf Mission: Denn an der Eliteschule geht einiges nicht mit rechten Dingen zu!

Die Mischung zwischen witziger Liebesgeschichte und actionreichen Szenen hat Frau Stirling wunderbar gemeistert. Kieran schafft es mit seinen Kommentaren dabei immer wieder, den Leser zum Schmunzeln zu bringen, doch gleichermaßen klebte ich an den Seiten und verfolgte die spannende Aufklärungsjagd der Dreien. Dabei flogen die 400 Seiten im Nu dahin und viel zu schnell war ich schon wieder am Ende angelangt.

Ich habe viel gelacht, Gänsehaut gekriegt und mit der sympathischen Protagonistin Raven mitgefiebert. Doch dadurch, dass nicht nur sie die Geschichte erzählt, sondern auch Szenen aus Joes und Kierans Sicht geschrieben sind, wird die Spannung immer aufrechterhalten. Fazit: Absolut lesenswert!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

zombie, jugenbuch

Anyone Dies in Paradise

Laura Newman
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.08.2016
ISBN 9783741241277
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Während der letzte Band damit endete, dass Naya und Co fliehen konnten, steigt der Leser hier mit dem neuen Charakter Miles wieder ein, der in einer Siedlung lebt, die abgeschottet von den Deadheads liegt. Dieser Perspektivwechsel kam überraschend, doch es dauert nicht lange, bis wir der alten Truppe wieder begegnen.

 Insgesamt wird die Handlung aus 3 Perspektiven (Nayas, Miles und ein weiterer Charakter, der wichtig für das kommende Geschehen ist) erzählt, was frischen Wind in die Geschichte brachte und für Spannung sorgte.

 Laura Newman schreibt auch hier atmosphärisch und passend zur Jahreszeit bekam ich regelmäßig eine Gänsehaut, als ich von der verschneiten Siedlung in Kanada las.

 Gefreut habe ich mich auch, dass die Reihe nichts von ihrer Spannung verloren hatte. Eigentlich bin ich wahrlich kein Zombie-Fan, doch mit den Deadheads konnte die Autorin mich packen und schaudern lassen.

 Im letzten Band hat mir unteranderem der Roadtrip sehr gefallen, der hier leider nicht mehr in dem Ausmaß vorhanden war.

Obwohl Zombies eigentlich gar nicht meins sind, schaffte Laura Newman es auch mit dem Abschluss ihrer Dilogie mir einen Schauder den Rücken herunterlaufenzulassen und mich an die Seiten zu fesseln. Spannend und atmosphärisch wie auch schon Band 1!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Stone Rider

David Hofmeyr , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423761505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Idee ist wirklich klasse: Ein Endzeitroman mit trockenem Boden, staubiger Luft und hohen Temperaturen. Der Alltag der dort lebenden Menschen ist nicht einfach und von Gewalt geprägt. Sie alle wollen zur Sky-Base, dem Ort, an dem alles besser sein soll. Ein Ticket dahin kriegt, wer das härteste Motorradrennen der Welt gewinnt: den Blackwater-Trail! Adam denkt, dass er sowieso nichts zu verlieren hätte und beschließt, sein Glück zu versuchen. Doch noch weiß er nicht, was wirklich auf ihn zukommen wird…

 Die Geschichte war actionreich und es wurde sich auch nicht vor brutalen Szenen gescheut.

 Der Autor beschrieb das Setting so bildhaft und die Geschichte so atmosphärisch, dass sich bei mir ein wahres Kopfkino mit aufwirbelndem Sand und trockener Luft abgespielt hat.

 Der Protagonist unterschied sich von vielen anderen: Adam ist ein ruhiger Junge mit großem Herz und Menschlichkeit, aber mit wenig Selbstvertrauen und Robustheit. Damit ist er eine gute Zielscheibe für Angriffe der anderen Jugendlichen und es dauert, bis sich Adam verändert…

 Der Einstieg fiel mir schwer und es dauerte einige Zeit, bis ich die Geschichte wirklich genießen konnte. Vielleicht lag es an den kurzen, abgehackten Sätzen, doch ich habe einfach keinen Zugang zum Buch gefunden.

 Der Schreibstil war wohl einfach nicht meins, denn diese sehr kurzen, abgehackten Sätze bewirkten, dass mir nicht nur der Einstieg schwer fiel, sondern dass ich auch den restlichen Teil der Geschichte nicht verschlingen konnte.

„Stone Rider“ hatte viel Potenzial, denn nicht nur die Idee war genial, auch der Protagonist war außergewöhnlich. Und es gab auch einige actionreiche Szenen, die mich mitgerissen haben. Dennoch konnte ich im Großen und Ganzen die Geschichte nicht immer genießen und habe einige Pausen zwischen dem Lesen gemacht, was sicherlich auch am ungewöhnlichen Schreibstil des Autors lag.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(98)

172 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

glück, sommer, liebe, der geschmack von glück, jugendbuch

Der Geschmack von Glück

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314130
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So viel habe ich schon von „Der Geschmack von Glück“ gehört, dass ich mir die Gelegenheit, das Buch zu lesen, nicht entgehen lassen konnte. Ich habe mich sehr darauf gefreut, für ein paar Stunden dem tristen grauen Wetter entfliehen zu können und wieder in eine sonnige Welt am Meer einzutauchen.

Wer solche Geschichten mag, dem wird die Autorin Jennifer E. Smith ein Name sein, schafft sie es doch, immer wieder die Menschen mit ihrer Erzählweise zu begeistern und an ihr Buch zu fesseln. Tatsächlich konnte ich während dem Lesen das Meeresrauschen förmlich hören und die Sonne auf meiner Haut spüren – und das, obwohl draußen sich der Herbst wieder einmal nicht von seiner besten Seite zeigte…

Die Liebesgeschichte zwischen Ellie und Graham ist wahrlich nicht einfach, obwohl die beiden doch eigentlich wie für einander geschaffen wären, was sich schon in ihrem regen Emailverkehr bemerkbar machte. Doch dort blieben sie anonym. Die Realität sieht anders aus und mit dem Aufdecken ihrer wahren Identitäten kommen auch einige Probleme.

Graham ist ein berühmter Teenie-Star aus Hollywood und obwohl er den aufdringlichen Medienrummel eigentlich nicht mag, lassen sich die Fotografen doch nie abschütteln. Jennifer E. Smith zeigt uns die Schattenseiten eines Hollywoodsternchens. Denn obwohl Graham auf den ersten Blick doch so viele Menschen hat, die ihn lieben, ist er eigentlich einsam. Wenig Zeit für wahre Freunde, aufdringliche fremde Menschen und eine Familie, die sich unsicher aus seinem Leben zurückzieht.

Und auch Ellies Leben ist nicht einfach, plagen sie doch Geldsorgen… Letztendlich ist es aber noch ein anderes Geheimnis, das droht, sich zwischen sie zu stellen.

„Der Geschmack von Glück“ konnte mich positiv überraschen, ich fühlte mich wieder in die Sommerzeit zurückversetzt und auch die Liebesgeschichte war nicht allzu klischeebeladen. Dennoch findet man in der Geschichte nicht nur glückliche Sommermomente, sondern auch einige bedrückende Szenen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

125 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Was würdest du tun, wenn der Fixpunkt aus deinem Leben plötzlich verschwindet würde? Und du dich nun selbst finden und auf eigenen Beinen stehen musst…

Für Middie war ihr Freund Nate alles und sie hat sich für ihn bisher immer zurückgenommen und ihre Wünsche hinten angestellt. Ihre gemeinsame Zukunft war längst geplant, College, verloben, heiraten, Kinder… Doch als Middie erfährt, dass das Dorf, in welchem Nate in seinem Auslandsaufenthalt wohnte, angegriffen wurde und Nate als vermisst gilt, wendet sich ihr Leben um 180°. An ihrer Seite ist Lee, Nates bester Freund. Eigentlich verbinden sie nur die Trauer und der riesengroße Schmerz, doch als sie sich näher kommen, funkt es plötzlich. Doch darf sie sich in den besten Freund ihres vermutlich toten Freundes verlieben?

Middie ist zu Beginn eine zurückhaltende Protagonistin, die ihrem Freund nie im Weg stehen würde, sich selbst dabei aber vernachlässigt. Spontanität ist für sie ein Fremdwort, doch als Lee in ihr Leben tritt und ihr hilft, wieder Spaß zu haben und das Leben auszukosten, ändert sie sich Stück für Stück.

Während Middie mich nicht immer mitgerissen hat, war es Lee, der für die bewegenden Momente sorgte. Dennoch hätte ich mir in Anbetracht des berührenden Themas mehr ergreifende Emotionen gewünscht …

„Der Sommer, der uns trennte“ ließ sich gut lesen und hielt einige berührende Momente für den Leser bereit, blieb mir allerdings manchmal zu vorhersehbar und oberflächlich.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(96)

198 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

demon road, derek landy, vampire, dämonen, roadtrip

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mich hat Demon Road ja etwas zwiegespalten zurückgelassen, denn obwohl ich teilweise wirklich fasziniert von der Fantasie des Autors war, habe ich drei Seiten weiter nur noch den Kopf über die – zugegeben doch etwas sinnfreie – Geschichte geschüttelt.

„Demon Road“ ist mein erstes Buch des berühmten Autors. Ich kann durchaus verstehen, weshalb er immer wieder in aller Munde ist: ein toller Schreibstil mit viel Humor und Sarkasmus ist ein tolles Fundament für eine solch außergewöhnliche Idee wie hier: Ambers Eltern sind Dämone, die ihre eigene Tochter verspeisen wollen. Amber flüchtet und befindet sich bald auf dem gefährlichen Demon Road. Derek Landy scheut sich nicht vor Blut und Gewalt, das sollte man wissen, wenn man sich der Geschichte widmet. Die blutigen Details waren als Halloween-Einstimmunen allerdings durchaus nicht schlecht…

Gefehlt hat mir manchmal die Logik und der rote Faden, denn diese abstruse Idee hat sich immer wieder auf dem Demon Road verloren. Es hätte der Geschichte mit Sicherheit gut getan, 100 Seiten kürzer zu sein…

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

schnick schnack tot, mord, bücher, klassenfahrt, books

Schnick, schnack, tot

Mel Wallis de Vries , Verena Kiefer
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783846600290
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Schnick, schnack, tot“ ist ein kurzweiliger Krimi, mit welchem ich meinen Lesespaß hatte. Auf einer Klassenfahrt wird das Mädchen Kiki tot aufgewunden und schnell wird klar, dass sie viele Feinde hatte. Kein Wunder, denn Kiki zeigte als Klassenqueen regelmäßig ihre Macht und machte andere Klassenkameraden ohne zu zögern nieder. Als nun ihre Leiche gefunden wird, steht der Leser bald vor einem Rätsel, denn jeder Umstehende hätte ein Motiv…

Dadurch dass man in jedem Kapitel aus einer neuen Perspektive liest, kriegt man schnell einen Rundumblick und bemerkt, wie vielen Kiki mit ihrer Art auf den Schlips getreten ist. Allerdings kam man deswegen auch keinem Charakter wirklich nahe, im Gegenteil: Die meisten Personen waren mir unsympathisch, was insofern nicht verkehrt war, da ich dadurch immer mehrere Verdächtige auf meinem Radar hatte. 

Ansonsten blieb der Krimi recht oberflächlich und sorgte für kurzweiligen Lesespaß. Durch die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel konnte ich das Buch in kurzer Zeit beenden.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

72 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

mafia, new york, krimi, witzig., liebesroman

Kiss & Crime - Küss mich bei Tiffany

Eva Völler
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783846600320
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Teil, „Zeugenkussprogramm“, konnte mich damals gut unterhalten und besonders Oma Gerti habe ich liebgewonnen, weswegen ich mich ziemlich auf den 2. Band der „Kiss & Crime“-Serie gefreut habe.

Wieder konnte mich Eva Völler mit ihrem leichten Schreibstil und der nach wie vor tollen Idee überzeugen; „Küss mich bei Tiffany“ ist ebenfalls eine Geschichte, in der sich Liebe und Krimi abwechseln. Noch dazu spielt der 2. Band in New York, hier kann der Leser ein traumhaftes Setting und viel Kopfkino erwarten.

Ihr seht, Potenzial war eindeutig vorhanden. Dennoch hat mich „Küss mich bei Tiffany“ enttäuscht! Beginnen wir bei Protagonistin Emily, ein Mädchen, das mich damals besonders dadurch überzeugen konnte, dass sie trotz Verliebtheit schlüssig denken und schlussfolgern konnte. Diese Eigenschaften hat Emily in dem Band wohl vollkommen verloren, so kam es mir zumindest vor. Sie war unglaublich naiv, hat alles mitgemacht und auch bei Situationen, in denen bei jedem anderen Menschen die Warnklingeln im Kopf geschrillt hätten, machte sie unbeschwert weiter.

Pascal begegnet man ziemlich selten und wenn, dann vor allem im Bett mit Emily. Doch bevor es zu irgendetwas kommen kann, klopft jemand ans Zimmer. Und das nicht nur einmal, nicht zweimal…     J E D E S MAL AUFS NEUE! Und wo ich beim ersten Mal noch geschmunzelt habe, wurde es irgendwann nur noch lächerlich.

Die ganze Geschichte kam mir so überzogen vor, sei es bei kitschigen Szenen (Emily will sich mit ihren 18 Jahren unbedingt verloben!), bei der vermeintlich bösen Mafia, Oma Gertis Art oder Emilys gutgläubige Ader…

Ich bin enttäuscht von dem 2. Teil der Kiss & Crime-Serie, der wieder viel Potenzial mitbringt, mich mit seinen Übertreibungen letztendlich aber zum Haare-Raufen gebracht hat.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

194 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

montana, worte für die ewigkeit, indianer, jugendbuch, liebe

Worte für die Ewigkeit

Lucy Inglis , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551520876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Idee von „Worte für die Ewigkeit“ konnte mich gleich begeistern. Wir verfolgen hier 2 junge Frauen auf ihrem Weg zur Selbständigkeit, denn ihr Leben lang wurde über ihren Kopf hinweg entschieden, nun wagen sie die ersten vorsichtigen Schritte in das Leben eines Erwachsenen.

Zwischen den Geschichten der 2 Mädchen gibt es einige Parallelen, auch wenn die 16-jährige Hope im Jetzt lebt und die gleichaltrige Emily 1867. Hope verbringt ihren Sommer auf einer einsamen Ranch in Montana, mitten im nirgendwo. Doch wo ihre Mutter, sie nur Feministin zu nennen wäre zu wenig, hinwill, muss Hope folgen. Auf dem Dachboden findet Hope schließlich ein altes Tagebuch, geschrieben von Emily. Diese ist – 1867 – auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, ihrem zukünftigen Mann ist sie noch nie begegnet. Auf dem Weg verunglückt ihre Kutsche und Emily wird als einzige Überlebende von einem Halbindianer gerettet. Nun beginnt für sie ein völlig neues Leben und mit den neuen Freiheiten kommen auch neue Pflichten.

Doch nicht nur die 2 verwobenen Liebesgeschichten sind besonders, auch das Setting und die detaillierten Beschreibungen sind herauszuheben. Während dem Lesen konnte ich die Landschaft Montanas bildlich vor mir sehen und ob beim Pferdereiten oder der täglichen Hausarbeit, ich hatte immer das Gefühl, hautnah mit dabei zu sein.

Besonders Emilys Geschichte hatte es mir angetan, und das, obwohl mir historische Romane sonst nicht oft zusagen. Sie beschreibt ihr Leben aus der Ich-Perspektive und wir begleiten sie auf ihrem Wandel hin zur selbstständigen Frau. Dazu erfährt man durch den Halbindianer Nate von der Situation Montanas und den Indianern. Ich las also von der Rolle der Frau, dem alltäglichen, harten Landleben und schlug mit Emily ganz neue Wege ein.

Auch Hope hat es mit ihrer Mutter nicht leicht. Ständige Bevormundung und totale Ablehnung gegenüber dem männlichen Geschlecht ist bei ihrer Mutter an der Tagesordnung. Wie es auch anders laufen kann, erfährt Hope bei Cal, der auf der Ranch wohnt, durchaus aber auch seine eigenen Probleme hat.

Der Einstieg fiel mir auf Grund des flüssigen Schreibstils leicht, dennoch hätte ich mir mehr Spannung gewünscht. Es dauert einige Zeit, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und da ich auch nicht sofort auf emotionaler Ebene mit den Hauptcharakteren mitfiebern konnte, war ich zugegeben nicht immer ganz bei der Sache. Dazu kam auch, dass mich Hopes Abschnitte nicht überraschen konnte. Im Mittelteil konnte ich zwar richtig mitfühlen, dennoch war mir die Geschichte noch zu ruhig. Erst auf den letzten 80 Seiten habe ich vollkommen mitgefiebert.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(150)

288 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 130 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Goddess of Poison“ klang nach einer tollen Geschichte und auch das Cover hatte mich von Anfang an fasziniert. Also schnappte ich mir kurzer Hand das Buch und begann zu lesen.

Die Idee der Geschichte ist klasse: Twylla wurde als Kind von der Königin ins Schloss geholt, die ihr erklärt hat, dass sie die „Gottgleiche Daunen“ ist, die Verkörperung eines Gottes. Deshalb muss sie nun jeden Monat ein Gift trinken, durch welches jeder, der sie berührt, stirbt. Zwar wird ihr der Prinz versprochen und Twylla fehlt es an wenig, doch letztendlich ist sie nur das Schwert in der Hand der Königin, die Twylla befiehlt, regelmäßig die Verbrecher des Landes durch ihre Berührung hinzurichten. Wenn Twylla in einen Raum kommt, erstarrt die Menge – vor Furcht! Twylla führt ein einsames, isoliertes Leben, bis ihr neuer Wächter auftaucht, durch welchen sie beginnt, ihr Leben zu hinterfragen.

Der Anfang der Geschichte hat mich schnell mitgerissen, immerhin brannte ich vor Neugier und wollte unbedingt wissen, was hinter dem Gift steckt. Schnell machte ich mir ein Bild der ausgearbeiteten Fantasywelt mit ihren eigenen Traditionen und Legenden. Als Leser merkt man schnell, dass am Königshof nicht alles mit rechten Dingen zu geht, doch es dauert noch, bis Twylla auf erste Hinweise stößt.

Twylla kam mir besonders anfangs als blasser, naiver Charakter vor, die zwar nicht mehr aussieht wie das kleine, schüchterne Mädchen von damals, gedanklich aber so geblieben ist, immerhin wurde sie von der Königin über Jahre „weggesperrt“ und hat nur gelernt, ihren Anweisungen zu folgen. So habe ich als Leser mehrere Male gestutzt: Während mir längst klar war, dass da etwas gewaltig schief läuft, hatte sich Twylla mit ihrem Schicksal abgefunden und folgte nur den Befehlen der Königin. Es dauert, bis sie das erste Mal beschließt, über ihre Situation richtig nachzudenken, über den Tellerrand ihrer kleinen Welt blickt und noch länger, bis sie merkt, dass sie eigentlich in einem goldenen Käfig sitzt.

Außerdem hat mich die Vorhersehbarkeit und die vielen Klischees in der Geschichte gestört. Da ist die böse Königin, die nur ihre Ziele im Auge hat, der neue Wächter, durch den die Protagonistin lernt, alles anders zu sehen und die Hauptcharakterin selber, die vom naiven Mädchen zur selbstbewussten Frau heranwächst.

Zwischen einigen langatmigeren Szenen in der Mitte des Buches gab es aber immer wieder Lichtblicke, besonders in Form des Prinzen Merek, den ich lange nicht einschätzen konnte und der deswegen umso interessanter für mich war. Gefallen hat mir ebenfalls die unheilvolle Atmosphäre, die sich über die Geschichte spannt und beim Leser stets ein Ziehen im Bauch auslöst.


Bei „Goddess of Poison“ gab es zwar einige Punkte, die mich nicht ganz überzeugen konnten, dennoch hatte ich im Großen und Ganzen viel Spaß beim Lesen, bin nun sehr auf Band 2 gespannt und hoffe, dass das große Potential der Geschichte dort richtig ausgeschöpft wird.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(269)

659 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, fantasy, liebe, magie

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein knappes Jahr habe ich darauf gewartet, endlich den Nachfolger von „Das Juwel-Die Gabe“ in den Händen halten zu können. Und als der ebenfalls wunderschöne 2. Teil bei mir eintraf, konnte ich gar nicht anders als mich ihm sofort zu widmen.

Obwohl ich nicht mehr genau hätte sagen können, was am Ende des 1. Bandes geschah, war der Einstieg für mich kein Problem. Die Geschichte beginnt nahezu nahtlos am fiesen Ende des Vorgängers, schon nach wenigen Seiten kamen meine Erinnerungen zurück und ich versank in die Geschichte.

Die erste Hälfte des Buches verfolgen wir Violet und ihre Freunde bei der Flucht aus dem Juwel. Dabei war dieser Teil mit nicht ganz so viel Spannung und Überraschungsmomenten gespickt, hat den Charakteren aber viel Platz zum Entwickeln und dem Leser zum Näher-Kennenlernen gelassen. Außerdem kam an dieser Stelle die Dystopie-Seite der Geschichte richtig zum Vorschein, denn man hat die Bürger und ihr Leben erstmals richtig erlebt und mitverfolgt, wie die rebellische Seite in ihnen wächst.

In der 2. Hälfte der Geschichte kommen dann die Fantasyfans zum Zug: Denn die Surrogates umgibt ein noch viel größeres Geheimnis, als man anfangs annimmt… Hier klebte ich wieder an den Seiten und habe mir gewünscht, gleich den nächsten Band hinterherlesen zu können. Amy Ewing hat ein Talent für Cliffhanger, das ist sicher, denn auch der 2. Band endet wieder nervenaufreibend. Und jetzt heißt es wieder warten! 

Auch Band 2 muss sich nicht verstecken! Wo es im 1. Teil noch um verschiedene Machenschaften, Glitzer und Glamour ging, werden hier die Hintergründe der Rebellion beleuchtet, aber auch die verschiedenen Charaktere entwickeln sich.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

346 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, ursula poznanski

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich „Fremd“ von dem Autorenduo verschlungen habe, war für mich auch das 2. Buch der beiden ein Muss! Mit „Anonym“ beschäftigen sie sich mit einem Thema, für das ich sowieso immer zu haben bin. Das Internet und die damit kommenden Vorteile und Tücken des Anonym-seins. Denn gerne wird die Möglichkeit genutzt, online unbekannt zu bleiben und es ist bekanntlich so viel einfacher, zu beleidigen und all die Grenzen zu brechen, die man im realen Leben nie anrühren würde. Genau auf das bauen die Macher des Forums „Morituri“. Die Mitglieder können Kandidaten aufstellen, welchen sie den Tod wünschen. Danach wird abgestimmt – dem Gewinner winkt der Tod und die Polizei steht vor einem Rätsel. Wie soll man im unendlichen DarkNet den Betreiber des Forums finden? Wie viele müssen noch sterben?

Eine unheimlich nervenaufreibende Idee die teilweise perverse Ausmaße annimmt –doch war es genau dieser Nervenkitzel, der mich am Lesen gehalten hat. Ganz besonders gefällt mir auch hier, ich habe es nicht anders erwartet, der Schreibstil. Flüssig, packend und detailreich, genau so, damit in meinem Kopf ein wahrer Film ablaufen konnte. Ich habe mehrmals geschaudert, so eindringlich und bildlich wurden manche Szenen beschrieben.

Auch die Hauptcharaktere hatten es in sich: Nina, mit dem losen Mundwerk lässt sich ungern in ihre Schranken verweisen und sich nicht belehren. Ihr Ermittlungspartner ist Daniel Buchholz, stets korrekt und ordnungsliebend. Man kann sich natürlich vorstellen, dass die Beiden oft aneinander ecken und die hitzigen Dialoge brachten mich oft zum Schmunzeln. Über Nina Salomon und ihre Ermittlungsarbeiten habe ich allerdings nicht nur einmal die Stirn gerunzelt: Sie hält sich an keine Regeln, kann sich nicht kontrollieren und wegen ihrer impulsiven Art rutscht ihr das ein oder andere Mal etwas heraus, was sie lieber für sich behalten hätte. Sie ist reizbar und unbeherrscht: Keine Eigenschaften, die ich bei einem Polizistin erwarte und über die ich während den Ermittlungen mehrmals den Kopf schütteln musste.

„Anonym“ hatte viel Potenzial und ich glaube, dass man die Geschichte dennoch spannender hätte gestalten können. Denn den gleichen Nervenkitzel wie bei „Fremd“ habe ich nicht immer gespürt: dafür hat mir die Intensität teilweise gefehlt. Nichtsdestotrotz endete das Buch sehr spektakulär und zum Glück zufriedenstellend. Ich würde mich dennoch über weitere Geschichten der 2 Ermittler freuen!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

dead.end.com

Alice Gabathuler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2016
ISBN 9783522202282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer mich kennt, der wird wissen, dass ich nach dem Klappentext gar nicht anders konnte als das Buch zu lesen! Schon ähnliche Geschichten wie „Erebos“ haben mir sehr gefallen und überhaupt habe ich wohl ein kleines Faible für Thriller, in denen die neue Technik eine Rolle spielt.

Das Buch beginnt spannend, die 24 Jugendliche werden in eine Militäranlage verfrachtet und sollen gegeinander kämpfen. Dabei werden sie ständig überwacht und es dauert nicht lange, da misstraut jeder jedem. Und schon bald läuft das Spiel aus dem Ruder…

Die Erzählweise ist vorallem am Anfang chaotisch, es dauert, bis man sich an die vielen Wechsel gewöhnt hat. In kurzen Kapiteln erzählen verschiedene Beteiligte am Spiel die Geschichte, dazwischen gibt es Szenen aus der Zukunft, in der während einem Interview schon klar wird, dass während dem Test etwas gewaltig schiefgelaufen sein muss… Diese ständig wechselnden Erzählperspektiven waren anfangs anstrengend, doch mit der Zeit hat mir besonders der Blick in die Zukunft gefallen, durch den immer wieder Spannung aufgebaut wurde.

Als Thriller hätte ich die Geschichte nicht unbedingt beschrieben, denn obwohl es einige spannende Stellen gab, wurde ich letztendlich nicht vollständig mitgerissen. Die Charaktere blieben allesamt recht stereotypisch und oberflächlich. Schade, denn ich hätte gerne mehr von ihren Hintergründen erfahren!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fischer, 2sterne, jugendprobleme, jugendroman, kinder- und jugendbuch

Zum Glück braucht mich niemand

Liv Marit Weberg , Nora Pröfrock , Nora Pröfrock
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.06.2016
ISBN 9783737352444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Zum Glück braucht mich niemand“ ist der Nachfolgeband von „Zum Glück bemerkt mich niemand“. Ich habe das erste Buch nicht gekannt, doch der 2. Band lässt sich auch unabhängig lesen.

Schüchternheit erreicht mit der Protagonistin Anne-Lise hier ein neues Level, denn sie ist so scheu, dass es im Alltag immer wieder zu einigen Problemen kommt. So ist Anne-Lise nun mit ihrem Freund zusammengezogen, doch es gibt einige Schwierigkeiten. Anne-Lise ist unzufrieden mit der Beziehung und ihrer Rolle in der Tierhandlung, in welcher beide arbeiten, doch sie traut sich nicht, das anzusprechen. Stattdessen zieht sie sich immer wieder in sich zurück und wird von Selbstzweifeln geplagt. Das Ganze geht soweit, dass sie sich fragt, ob ihre Existenz überhaupt noch einen Sinn ergibt und in eine Depression hineinrutscht.

Die Atmosphäre der Geschichte bleibt hauptsächlich gedrückt, doch es gibt immer wieder einige Lichtblicke. Und wer genau hinguckt, findet in den Zeilen einen unheimlich trockenen Humor wieder.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel gegliedert und wirkt ähnlich wie ein Tagebuch. Dabei erzählt Anne-Lise recht emotionslos und es bleibt immer eine Distanz zwischen ihr und dem Leser. Der Schreibstil hat fantastisch in den Stil der Geschichte gepasst und wird mit seiner speziellen Art sicherlich noch einige Zeit in meinem Kopf bleiben.

  (2)
Tags:  
 
464 Ergebnisse