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emily, katinka, freunde, see, suche

Nautis - Stadt ohne Wiederkehr

Isabelle Melone
E-Buch Text
Erschienen bei epubli GmbH, 08.02.2013
ISBN 9783844244120
Genre: Sonstiges

Rezension:

Isabelle Malone stellt sich mit ihrem Erstling, einem Fantasyroman, vor, der unterhält und Potential zu mehr aufweist. 

Die Geschichte um Mick, der dank eines Stipendiums auf das College St. Jonns gehen darf, scheint zu Beginn etwas schlicht. Scheinbar zu schnell und zu leicht gewinnt er das Stipendium und gelangt so an den Ort, der geheimnisvoll und magisch erscheint. Schon bald erkennen Mick und seine Freunde, dass alle Magie mit dem totgeglaubten Vater von Mick zu tun haben muss. 

Hier nimmt die Geschichte nun an Tempo auf, liest sich flüssiger und auch spannender. Die Kinder gelangen mittels magischem Transport (wie genau soll zwecks der Spannung nicht verraten werden :) ) nach Nautis, einer diktatorisch regierten Unter-Wasser-Stadt. Die Herrscherin Kadobara lässt Männer aus der realen Welt entführen und macht sie zu ihren Sklaven. Auf der Suche nach Micks Vater haben sie Freunde einige Abenteuer zu bestehen und dabei tatkräftige Unterstützung von allerlei Phantasie-Wesen. Das Ende schließt sie vorliegende Handlung zwar ab, ermöglich, ja provoziert geradezu aber auch eine Fortsetzung, da der Diktatorin die Flucht gelingt. 

Der Erstling von Isabelle Malone besticht durch eine durchdachte und wohl konstruierte Geschichte und Phantasiewelt. Die Hauptfigur Mick sowie die verschiedenen magischen Fähigkeiten und Verknüpfungen in die Realität sind gut ausgearbeitet. Die Charaktere der Freunde bleiben eher vage, sind aber für den Transport der Handlung auch nicht von großer Bedeutung. Teilweise ist der Spannungsbogen etwas flach, die Reaktionen und Handlungen werden so leicht vorhersehbar. Die Anspielungen an die erste entstehende Verliebtheit unter den Freunden wirkt erzwungen, für junge Leser aber nachvollziehbar. Der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl in der Abenteuer-Gruppe sprechen an und wirken glaubwürdig. 

Dennoch alles in allem eine gelungene erste Publikation, die trotz kleiner Schwächen gut zu lesen ist, jüngeres Publikum ansprechen kann und Lust auf eine Fortsetzung der Geschichte um Nautis macht.

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1.183 Bibliotheken, 14 Leser, 7 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, vampire, house of night, jugendbuch, internat

House of Night - Bestimmt

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596193073
Genre: Jugendbuch

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208 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

entführung, familie, liebe, vater, freundschaft

Die Wahrheit meines Vaters

Jodi Picoult , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2008
ISBN 9783492251723
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

barcelo, fantasy

Die Stimmen der Vergangenheit

Elia Barceló , Elia Barcelo
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2009
ISBN 9783492257169
Genre: Fantasy

Rezension:

Dem Roman liegt das Konzept zugrunde über Gegenstände und Gemälde durch verschiedene Zeitebenen reisen zu können. Natürlich verfügen nicht alle Menschen über diese Fähigkeit, sondern nur ein ausgewählter Kreis von älteren Herren und die Germanistin Katja Steiner, die davon jedoch zunächst nichts ahnt. Als Verwalterin des Nachlasses eines Professors in Rom kommt sie mit dem Club der Dreizehn in Kontakt und erfährt nach uns nach viele wichtige Dinge über sich selbst und ihr bisheriges Leben. Das Final auf der Insel Alma löst Spannung und Verwirrung fast kitschig auf. 


Blumige, beschreibende, detaillierte Sprache, die den Leser entführt nach Rom und anschließend nach Alma, der Insel, die mal existiert und dann wieder nicht. Besonders gelungen ist die Beschreibung der Todesszene von Jose Valcarcel de Luna. Grandioser Gedanke, über Gemälde oder Gegenstände Zeitreisen unternehmen zu können. 



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135 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

allmen, schweiz, krimi, kunst, diebstahl

Allmen und die Libellen

Martin Suter
Flexibler Einband: 194 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.03.2012
ISBN 9783257241778
Genre: Krimi und Thriller

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

ehe, familie, dialoge, alter, liebe

Alte Liebe

Elke Heidenreich , Bernd Schroeder
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.02.2011
ISBN 9783596187492
Genre: Romane

Rezension:

Szenen einer fast 40-jährigen Ehe in einer Montage aus Gesprächen und Gedanken von Lore und Harry. Harry, Rentner und glücklich über seinen Lebensabend, ist ganz zufrieden mit seinem Leben, Lore fürchtet nicht mehr gebraucht zu werden, arbeitet deshalb weiter. Als Gloria, die im Sinne der 68er Gedanken erzogene Tochter beschließt einen alten Industriellen zu heiraten, befinden sich die Beziehung von Lore und Harry und ihr Wertekonzept auf dem Prüfstand. 


Das Buch berührt und macht nachdenklich: Warum und worum bemühen wir uns im Leben? Wozu leben wir unser Leben so wie wir es für uns entscheiden? Durch die Gespräche und das Miteinander-Reden erleben Lore und Harry im Alter einen zweiten Frühling. Als einer der beiden gehen muss, gelingt es den Autoren tiefe Gefühlsregungen beim Leser hervorzurufen, ohne platt und kitschig zu wirken. Die Berührung und das Mitleiden sind echt. Aufgelockert und angenehm zu lesen durch den trockenen Humor Harrys. 


Fazit: unbedingt empfehlenswert! 

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528 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, melissa marr, feen

Gegen das Sommerlicht

Melissa Marr , Birgit Schmitz
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2011
ISBN 9783551311030
Genre: Jugendbuch

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158 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

elfen, liebe, krieg, sommerlicht, freundschaft

Aus dunkler Gnade

Melissa Marr , Birgit Schmitz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2012
ISBN 9783551582638
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der fünfte und letzte Teil der Elfen-Reihe von Melissa Marr bringt alle Irrungen und Wirrungen der vorangehenden Teile zu einem guten, gelungenen Ende.


Der Roman beginnt mit dem Tod des Königs der Finsternis, Irial, dessen lebloser Körper von Niall, seinem besten Freund am Hof der Finsternis bewacht wird. Niall scheint wahnsinnig vor Wut und Trauer um den gefallenen König zu sein. Irial selbst ist noch nicht tot:


"Gabriel schaute Niall an und sagte:>> Ich glaube, ich kann Hilfe für meinen König bekommen.<<

Niall nickte. >>Ja. Die anderen Heiler haben sich geirrt. Sie müssen sich geirrt haben.<< (S.91)


Im Verlauf des Romans wird deutlich, dass Irial sich im Körper von Niall befindet und sich sozusagen weigert, endgültig zu sterben. Dieser Trick des Königs bringt Niall fast zum ausflippen, er kann Irial in seinem Kopf hören und Nialls Verhalten scheint für die Elfen um ihn herum teilweise extrem unverständlich. Die Lösung bringt schließlich Keenan, als er Niall am Hof der Finsternis aufsucht, um ihm beizustehen. Er erkennt, dass im Körper Nialls tatsächlich Irial und Niall stecken.

Am Ende des Romans verlässt Irial den Körper Nialls, jedoch nicht um endgültig zu sterben. Er entscheidet die durch Bananachs Tod frei gewordene Position der Zwietracht zu besetzen und weiterhin am Hof der Finsternis bei Niall zu leben. So wird das Gleichgewicht zu Sorchas Hof des Lichts wieder hergestellt. 


Keenan selbst befindet sich zu Beginn des Romans auf der Suche nach verbündeten Elfen, die seinen Sommerhof unterstützen könnten, da dieser immer noch geschwächt ist, da Ashlyn und er nicht wie König und Königin zusammenleben. Unterstützung findet er bei den Wasserelfen, die im Meer leben und deren König Innis. Innis nimmt Keenan ein bedingungsloses Versprechen ab:


">>Als Gegenleistung gebe ich dir mein Wort, dir jeden Dienst den du mir erweist, im gleichen Maße zu vergelten.<<" (S. 34)


Die Wasserelfen spielen im Verlauf des Romans zunächst keine weitere Rolle, erst am Ende, im finalen Kampf mit Bananach, der Kriegselfe, tauchen sie auf und bringen die nötige Unterstützung und Übermacht, um die Kriegselfe und ihre Anhänger zu vernichten.


Alle Fans der Reihe, die im letzten Teil doch noch auf ein Happy End von Ashlyn und Keenan hofften, werden leider oder auch zum Glück enttäuscht. Doch Marr gestaltet die endgültige Trennung der beiden taktisch klug für den Sommerhof und ohne großen Abschiedsschmerz. Beide wissen und akzeptieren, dass sie nur wegen des Sommerhofes an einer Bindung interessiert waren und Keenan zieht daher eine sehr mutige Konsequenz: Er übergibt Ashlyn seinen Teil des Sommerhofes. Fortan vereint sie die ganze Kraft und alle Fähigkeiten des Sommerhofes in ihrer Person und der Sommerhof und die Elfen des Sommerhofes erstarken, wie es eigentlich schon länger sein sollte. Dieser erstarkte Sommerhof ist im Kampf gegen Bananach und vor allem im Schlusskampf in der Lagerhallte ein entscheidender Vorteil. Ashlyn verfügt über unglaublich große Kräfte in Form von Sonnenlicht, Feuer und Erde. In Verbindung mit Far Dorcha, dem Tod, der Huntsdale und die Elfen durch seine Anwesenheit verunsichert, gelingt Ashlny und den anderen der Sieg über Bananach:


"Erdreich. Weinreben brauchen Erdreich. Also zog Ashlyn Erde zu sich heran, hörte sie leise grollend hinter sich heranrollen, sah zu, wie sie um sie herumfloss und Bananach unter sich begrub.

Die Rabenelfe wurde von dem Gewicht des nun brennenden Schlamms erdrückt, dem weiße Miniaturrosen entsprossen, die sich um ihren Körper wanden.

>>Jetzt kann sie nicht mehr töten<<, verkündete Ashlyn.

Der König der Finsternis trat an den Erdhügel und trieb sein aus Schatten geschmiedetes Breitschwert bis zum Heft hinein.

>>Blut nährt meine Magie<<, sagte eine Stimme so trocken wie eine Maishülse.

Im Umschauen erblickte Ashlyn Far Dorcha, der sie beobachtete.

>>Und Tod nährt die Erde>>, fügte er hinzu.  (S.300)


Seth hält sich zunächst im Elfenreich bei seiner Mutter Sorcha auf. Diese will ihn ungern in die "normale" Welt zurücklassen, sie fürchtet um sein Leben. Doch Seth ist überzeugt davon, seinen Freunden und vor allem Ashlyn zur Seite stehen zu müssen:


"Er küsste sie auf die Wange. >>Deine Sorgen und dein Wunsch, denen nahe zu sein, die du liebst, sind sehr menschlich. Obwohl du nicht meine leibliche Mutter bist, haben wir offenbar einige Charakterzüge gemeinsam. Ich kehre in die Welt der Sterblichen zurück, um mit denen zusammen zu sein, die ich liebe.>>" (S.58)


Als Seth auf Niall trifft, um ihm beizustehen und ihn zu beruhigen, befolgt er Sorchas Rat nicht. Er bestätigt Niall dass er über die Sehergabe verfügt und gesehen hat, dass Irial sterben wird. Niall hält ihn daraufhin als einen Gefangenen und verletzt ihn sogar. Seth gelingt es jedoch auch Niall mitzuteilen, dass Bananach mit vereinten Kräften getötet werden kann, ohne dass die ganze Welt zusammenbrechen wird und alle anderen ebenfalls sterben müssen. Den Kampf gegen Bananach verbringt Seth in einem Käfig aus Schatten in der Lagerhalle. Ashlyn und er verlassen den Kampfplatz und ziehen sich am Ende des Romans glücklich vereint in das Loft der Sommerkönigin zurück, nicht ohne dass sie ihm eröffnet hätte nun vollkommen ihm zu gehören. Doch es scheint, dass Marr für den Sohn der Königin des Lichts mehr als nur die Rolle des Liebhabers der Sommerkönigin geplant hat: 


">>Nein, ich bin überhaupt kein König. Ich fürchte, ich werde im Elfenreich von höfischen Strukturen und Pomp mehr als genug bekommen. << Bei der Vorstellung, ein König sein zu wollen, verdrehte Seth die Augen. >> Aber ich bin trotzdem dein Gegengewicht.<<

Niall lächelte.

>>Es wäre doch nicht das Schlechteste, wen die ungebundenen Elfen jemanden zum Reden hätten, wann immer einer von euch mal wieder völlig durchdreht<<, fuhr Seth fort." (S.315)


Die zweite Liebesgeschichte, die Geschichte von Donia und Keenan, nimmt ebenfalls ein gutes Ende. Die Winterkönigin wurde im Kampf gegen Bananach schwer verwundet. Doch Keenan gelingt es Far Dorcha, den Tod, dazu zu überreden, einen Tauschhandel einzugehen: Keenans unsterbliches Leben gegen Donias Leben als Winterkönigin. Donia ersteht quasi zu neuem Leben, während Keenan verwundet und sterblich zurückbleibt und von ihr mit an den Winterhof genommen wird. Der Leser fragt sich hier, ob es wohl möglich sein wird, dass die beiden doch noch zusammenleben können? Ein Menschlicher am Hof des Winters als Geliebter der Winterkönigin scheint zunächst schwer vorstellbar. Doch Marr hat auch hier einen genetischen Kunstgriff zur Hand: da Keenan das Produkt aus Winter und Sommer ist, der Sohn des Sommerkönigs und der Winterkönigin, trägt er beides in sich. Er hatte sich nur zuvor für den Sommer entschieden. Dennoch schlummert der Winter in ihm. Der Roman schließt mit der Szene, in der Keenan das Zepter der Winterkönigin annimmt und so zu ihrem Gemahl und fortan zum Winterkönig wird: 


"Er nahm ihre freie Hand in seine. Eisbänder wickelten sich um ihre Arme und banden ihre Handgelenke zusammen. (...) Und die Winterkönigin und ihr Gemahl ließen weißen Schnee wie eine Decke auf ihren winterlichen Garten rieseln." (S.331)


Mein Fazit: Ein wirklich gelungener Abschluss der Serie, obgleich die Konstellation der Figuren am Ende des Romans eine eventuelle Fortsetzung möglich machen würde, die Melissa Marr auf ihrer Homepage nach aktuellen und kommenden Projekten gefragt, jedoch anzweifelt: 


"My publishers have asked the same thing, and right now, my answer is "I doubt it." It could happen, but I'm not planning to write any more right now." (http://www.melissa-marr.com/)


Bleibt wohl nur abzuwarten und sich unterdessen an der ganz eigenen, phantasievollen und farbenreichen Welt zu erfreuen, die Marr für die Wicked Lovely-Reihe erfunden hat. 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gedanken, leben, menschenhasser, realismus, psychopath

Unsympath

Robin Felder
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 08.02.2010
ISBN 9783941376144
Genre: Romane

Rezension:

Meine erste besser-die-Finger-von-Lassen-Empfehlung: 


Die Hauptperson, der Unsympath, bemüht sich zu unterstreichen, warum er besser ist als andere, sein Leben schöner ist als andere und er meint es sich leisten zu können, andere Menschen (in den meisten Fällen Frauen) eher herablassend als wertschätzend zu behandeln. Dabei gelingt es dem Autor nicht, glaubhaft herauszuarbeiten und zu unterstreichen, dass einem Charakter dieser Prägung eine psychische Störung zugrunde liegen muss.  

Ein inhaltlicher roter Faden, eine Story oder auch nur ein kleines Stück Inhalt blieb mir leider nicht im Gedächtnis. Die Story kreist um One-Night-Stands und das Gelangweilt-sein am nächsten Morgen, Bars und Diskotheken, Frauen und krankhaften Ehrgeiz im Berufsleben der Hauptperson, die jede Gefühlsregung oder Nachdenken im Keim erstickt. Dieses Bloß-Nicht-Nachdenke und fehlende Reflektieren macht das Buch zu einem seichten, nichts-sagenden Roman, der keinen Tiefgang hat. 


Mein Fazit: Ich habe wirklich schon viel gelesen und dabei jedes Buch bis zum Ende, auch wenn es mich nicht immer ganz überzeugt hat. Hier habe ich leider nicht bis zum Ende durchgehalten. 

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117 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

japan, liebe, handel, niederlande, roman

Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

David Mitchell , Volker Oldenburg
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 07.09.2012
ISBN 9783498045180
Genre: Historische Romane

Rezension:

David Mitchell, vielen als Autor des erfolgreich verfilmten Buches "Der Wolkenatlas" bekannt, widmet sich in seinem im September 2012 erschienenen Roman "Die tausend Herbste des Jacob de Zoet" einem Stück Geschichte aus dem Jahr 1799.


Die Story spielt im Hafen Nagasakis, genauer auf der Insel Dejima im damals komplett abgeschotteten Japan. Lediglich einigen europäischen Händlern ist es erlaubt sich auf der Insel aufzuhalten, jedoch wird der Kontakt mit den Einheimischen streng geregelt. Unter ihnen befindet sich die Hauptfigur Jacob, niederländischer Handelsangestellter und Freund von Dr. Marinus. Ungeplanterweise entwickelt Jacob Gefühle für Orito, die Tochter eines Samurai und Schülerin Marinus'. Damit nimmt das Unheil und Chaos seinen Lauf: Als Oritos Vater stirbt, verschwindet Orito urplötzlich. Auf der Insel erzählt man sich, die angehende Hebamme sei in die Sklaverei verschleppt worden,um noch ausstehende Schulden des toten Vaters zu begleichen.

Jacob beginnt Orito zu suchen, recherchiert, sammelt Informationen und gerät dabei immer tiefer in die Machenschaften zwielichtiger Gestalten, die unlautere Geschäfte auf der Insel betreiben.


Zunächst scheint der Roman von Mitchell einem historischen Roman sehr zu ähneln. Die exotische Färbung durch den Schauplatz und dessen Beschreibung fügen sich sehr gut in dieses Bild. Die interkulturelle Liebesproblematik zwischen einem Niederländer und einer Japanerin scheint die obligatorische Liebesgeschichte zu sein, die historischen Romanen oft inhärent ist.


Doch der Roman ist eigentlich viel mehr. Er beschreibt einen Kulturkonflikt, ja eine Kulturkrise, in der sich Japan in der damaligen Zeit befunden hat. Die Abschottung gen Westen soll mit allen Mitteln aufrechterhalten werden, doch gerade in den Bereichen der Medizin,Wissenschaft und Handel wünscht man sich und will man von westlichem Fachpersonal profitieren. Wie weit öffnet man sich da dem Westen? Und was gibt man von seiner eigenen kulturellen Identität preis?


Die Fremdheitserfahrung der Hauptperson Jacob ist aufwühlend und prägend. Zuhause hat er Anna bereits das Verlobungsversprechen gegeben, wird jedoch von Orito so stark angezogen, dass sich Gefühle für sie nicht leugnen lassen. Orito selbst erwidert die Gefühle jedoch nicht. Nach Oritos Verschwinden erkennt Jacob den Handelsposten als Platz der Korruption und der Habgier. Die Händler sind nur auf Profit aus, egal mit welchen Mitteln sie ihn erreichen. Jacob, der versucht fair zu bleiben, wir ausgegrenzt und übers Ohr gehauen. Es grenzt an Mobbing was ihm dort teilweise widerfährt.


Mitchell verwendet durchweg das Präsens, der Leser fühlt sich dadurch als wäre er live dabei auf Dejima. Die Welt um Jacob ist reich illustriert, bunt, exotische und gefällt leicht. Viele Adjektive unterstützen diesen beschreibenden narrativen Stil zusätzlich.


Mir hat der Roman sehr gut gefallen, vor allem die bildliche Sprache und die interkulturell problematische Situation, sowie die Entwicklung, die Jacob vollzieht, hat mich nicht mehr losgelassen, so dass das Buch schnell gelesen war. Stellenweise wirkt der Roman jedoch auch etwas überladen und ich hätte mir noch etwas mehr Geschichte von bzw. über Orito als weibliche Hauptperson des Romans gewünscht. Alles in allem aber ein anregender, hochwertiger Roman, der unbedingt zu empfehlen ist.

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244 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

schweiz, synästhesie, hotel, krimi, spannend

Der Teufel von Mailand

Martin Suter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.10.2007
ISBN 9783257236538
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich mich gerade durch das Gesamtwerk von Martin Suter lese, hier die zweite Rezension eines Suter-Romans :) 


"Der Teufel von Mailand" reiht sich in die Schweiz-Roman Suters ein. Obwohl schon 2006 im Diogenes Verlag erschienen, ist die Geschichte um Sonia und ihre Flucht aus dem Leben der schweizerischen Oberschicht ein Lesegenuss. 


Sonia, geschieden von Frederik, der versucht hat, sie umzubringen, da sie seine Welt aus Geld, alleiniger Macht, Affären und Kontrolle durch die Mutter nicht mehr teilen wollte, hält es in er gemeinsamen Wohnung nicht mehr aus und entschließt sich zu einem Neuanfang im Oberland. Dort hat sie eine Stelle als Physiotherapeutin im neu renovierten und von den Dorfbewohnern Val Grisch' abschätzig beäugten Hotel "Gamander" angenommen. Neu für Sonia ist nicht nur der Versuch ihr Leben in den Griff zu kriegen, sondern auch dass sie offenbar Synästhetikerin ist: Sie kann Farben hören, Geräusche sehen. Seit einem letzten verzweifelten Versuch des Vergessens mit Acid bemerkt sie diese Veränderung an sich. 


Sie freundet sich schnell mit Manuel an, einem weiteren Physiotherapeuten, ohne zu erkennen, dass er ein falsches Spiel mit ihr spielt. Schon bald ereignen sich merkwürdige Dinge in Val Grisch. Sonia bringt die Dinge sofort mit dem Gamander und ihrer neuen Chefin Barbara Peters in Verbindung, die jedoch davon nichts wissen will und auf die Strategie des Ignorierens setzt. Sonia stößt auf ein Buch, in dem die Sage des"Teufel von Mailand" erzählt wird und erkennt, dass offenbar jemand dabei ist, diese Sage in Val Grisch in die Realität umzusetzen: 


"Wenn es Herbst wird im Sommer,

wenn es Nacht wird am Tag,

wenn die Glut brennt im Wasser,

wenn es tagt beim zwölften Schlag.

Wenn zum Fisch wird der Vogel,

wenn zum Mensch wird das Tier, 

wenn das Kreuz zieht nach Süden,

erst dann gehörst du mir."

                             (S. 147)


Nach und nach erfüllen sich all diese Bedingungen im Roman: der Fikus verliert über Nacht alle Blätter bei einem Säureanschlag, der Nachtportier erscheint zum Tagdienst, Leuchtstäbe werden im Pool gefunden, die Kirchturmuhr schlägt morgens um 5 Uhr 12 Mal, Sonia Vogel wird tot im Aquarium gefunden, der Hund der Chefin wird mit T-shirt und Hut bekleidet aufgefunden, das Kreuz an der Wand hängt falsch herum. Der Koch Bezzola aus dem Steinbock, einem Dorfrestaurant, eröffnet Sonia schließlich, dass Manuel hinter all diesen Dingen steckt und beobachtet. Doch hinter Manuel steht Frederik, der über Sonias Freundin Malu den neuen Aufenthaltsort seiner Ex-Frau herausgefunden hat und nun vollenden möchte, was er mit einer schweren Körperverletzung begonnen hatte: Sonia soll in der Turm-Wohnung ihrer Chefin, zu der sie angeblich zum Tee kommen soll, sterben. Doch Sonia ist zu früh dran, überrascht ihren Ex und sprengt selbst die Wohnung in die Luft. So stirbt Frederik statt Sonia. 


Die Geschichte von Sonia Flucht verbindet Krimi und Transzendenz in Sonia als Hauptfigur des Romans. Sie ist durch ihr letztes Acid-Erlebnis extrem empfindlich und sensibel geworden. Oft ist sie angsterfüllt, zweifelt an sich selbst und ihrem Leben. Zugleich empfindet sie ihre neuen "Fähigkeiten" als interessant und lässt sich antreiben vom Glauben, dass es ihr gelingen wird ein normales Leben zu führen. 


Besonders gut hat mir die Untermalung der Gruseligkeiten durch Natur und Wetter gefallen. Es regnet die ganze Zeit, ist kalt und düster, nebelig, dunkel - passend zu Sonias Stimmung und den Ereignissen. Zwischendurch lief es mir kalt den Rücken runter, als Sonia die Sage findet und sie sich nach und nach zu bewahrheiten scheint. Die gespenstische Natur unterstreicht Kribbeln und Angst. 


Fazit: Unbedingt empfehlenswert, spannend bis zum Schluss und gruselig! 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Onkel Oswald und der Sudankäfer

Roald Dahl , Sybil Gräfin Schönfeldt
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Süddeutsche Zeitung, 24.09.2011
ISBN 9783866159358
Genre: Comics

Rezension:

Ein Klassiker unter den Klassikern! 


Bereits im Untertitel des Romans wird man auf eine "haarsträubende Geschichte" vorbereitet, die dann tatsächlich alles hat, was es für das gelungene Lese-Erlebnis braucht: die richtige Portion Humor, die richtige Mischung aus Realität und Phantasie, präsentiert in einer unverwechselbaren Sprache. Natürlich darf ein kleines bisschen Erotik auch nicht fehlen, doch das eigentliche Ziel des Romans ist wohl etwas, was selbst bis heute nicht an Gültigkeit eingebüst hat: 


"Bei seinen Worten begann mir schon frühzeitig klarzuwerden, wie wichtig es ist, daß man Leidenschaft für das Leben empfindet. Mein Vater zeigte mir, daß man sich mit Leib und Seele hineinstürzen muß, wenn man sich für etwas begeistert, gleichgültig, um was es sich handelt. Umschling es mit beiden Armen, drück es an dich, schenk ihm deine Liebe und vor allem deine Leidenschaft. Lau ist des Teufels. Warm ist auch nicht viel besser. Glühend vor Leidenschaft, das ist das einzige, was gilt."

                                                                                                                  ( S.43)


Mein Fazit: Rauskramen oder kaufen - und nochmal oder zum ersten Mal lesen! 

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(167)

254 Bibliotheken, 2 Leser, 6 Gruppen, 15 Rezensionen

kochen, sri lanka, schweiz, tamilen, liebe

Der Koch

Martin Suter
Flexibler Einband: 311 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2011
ISBN 9783257239997
Genre: Romane

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(119)

199 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

kunst, schweiz, betrug, auktion, liebe

Der letzte Weynfeldt

Martin Suter
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.09.2009
ISBN 9783257239331
Genre: Romane

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(203)

348 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

liebe, betrug, schweiz, autor, schriftsteller

Lila, Lila

Martin Suter
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.11.2009
ISBN 9783257063868
Genre: Romane

Rezension:

Liebesgeschichte um den unscheinbaren Kellner David und die Abiturientin Marie.

Durch den Erwerb eines Nachttisches gelangt David in den Besitz eines Roman-Manuskripts. Er scannt es ein und gibt es einem Stammgast, Marie, zum Probelesen. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit von Marie zu bekommen, was ihm bisher nicht gelungen ist. Marie interessiert sich vielmehr für die Clique um Ralph Grand, die jeden Abend in der Bar sitzt und in die sie sehr bald aufgenommen wird.

Doch der Roman, die Liebesgeschichte Peter und Sophie, gefällt Marie und sie sieht David fortan mit anderen Augen: er avanciert zum Schriftsteller, den sie schätzt und mit dem sie sich auf eine Liebesbeziehung einlässt. Sie weiß nicht, dass hinter dem Roman ein Autor namens Alfred Duster steckt, der sich das Leben aus unerfüllter Liebe genommen hat und David sich mit falschen Federn schmückt.

So beginnt zunächst gut, was aufgrund der Lüge und des Betruges schlecht enden muss. Marie schickt das Manuskript heimlich an einen Verlag, der Roman wird ein Bestseller und David zu einem gefeierte Autor, der mit dem Ruhm nicht umgehen kann, nervös Lesungen hält und sich zudem noch vom angeblichen Autor des Romans erpressen lässt. David gelingt es nicht dem Strudel aus Erpressung und Lüge zu entkommen, er beginnt sich zu verändern. Marie sieht nicht mehr länger den Autor des anrührenden Liebesgeschichte in ihm, sondern ist vielmehr genervt und gelangweilt. Sie zieht sich zurück, was David alarmiert, doch auch jetzt schafft er den Absprung nicht. Nach einem letzten Zusammentreffen bei dem eine Aussprache der beiden an überhöhtem Alkoholkonsum Davids scheitert und Marie sich angewidert auf die Couch verzieht, verlässt sie ihn endgültig.

Ein gut zu lesender Roman, unterhaltsam und mit der richtigen Portion Sarkasmus und Ironie gewürzt. Deutliche Figurenzeichnung vor allem des Erpressers Jacky und des hilflosen Davids. An vielen Stellen hätte ich ihn gerne geschüttelt und mit ihm geschimpft, doch endlich die Augen zu öffnen! Der Spannungsbogen gewinnt erst in der zweiten Hälfte so richtig, gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

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