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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

krimi, berlin, gereon rath, geheime staatspolizei, zwischenkriegszeit

Lunapark

Volker Kutscher
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.11.2016
ISBN 9783462049237
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

traumurlaub, roman, jungfrau, callboy to go, ina linger

Callboy to Go

Ina Linger , Cina Bard
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei epubli, 12.11.2016
ISBN 9783741866067
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rom, italien, mutterliebe, zweiter weltkrieg, wurzeln

Im ersten Licht des Morgens

Virginia Baily , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.12.2016
ISBN 9783453359130
Genre: Romane

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

abnehmen, gesund, low carb, ernährung

Das Strunz-Low-Carb-Kochbuch

Ulrich Strunz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453201446
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Trend „Low Carb“ lässt nicht nach und Dr. Strunz ist inzwischen ein bekannter Name für dieses Thema. In seinem neuen Buch wird noch einmal kurzweilig erklärt, worum es bei Low Carb geht, wie gesunde Ernährungsalternativen aussehen können und es gibt gleich zahlreiche Rezepte mit an die Hand, die Lust aufs Ausprobieren machen.
Besonders positiv fällt als erstes die graphische Gestaltung auf, das Buch vermittelt sehr modern und farbenfroh das Basiswissen zu gesunder Ernährung. So kommt gar nicht erst das Gefühl auf, sich jetzt mit langweiligen wissenschaftlichen Fakten beschäftigen zu müssen und die Umsetzung im Informationsteil ist dann auch sehr einfach nachvollziehbar, trotzdem bekommt man alle wichtigen Informationen.

Der Kochbuchteil ist auch sehr schön gestaltet, die Gerichte auf den Fotos sehen alle sehr ansprechend aus und die von mir ausprobierten Rezepte waren auch alle sehr lecker und einfach zuzubereiten. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass mit einem Logo gleich deutlich gemacht wird, welche Rezepte vegetarisch oder vegan sind. Man braucht selten ausgefallene Zutaten, die danach im Vorratsschrank verschwinden und nie wieder gebraucht werden, was ich sehr positiv finde. Mein einziger Kritikpunkt ist, und das ist vielleicht ein sehr persönliches Empfinden, das Empfehlen von Eiweißpulver für die Ernährung. Ein Buch, dass für sich in Anspruch nimmt, gesunde Ernährung zu vermitteln, sollte hierfür nicht künstliche Zusatzstoffe bewerben, sondern Gerichte empfehlen, die dem Körper die benötigten Stoffe geben, ohne künstlich ergänzen zu müssen.

Zusammenfassend ist „Das Strunz-Low-Carb-Kochbuch“ ein interessantes Buch mit tollen Rezepten für alle, die sich für gesunde Ernährung interessieren und Rezepte suchen, für die man nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen muss. Besonders die Suppenrezepte haben mir sehr gut gefallen.  

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81 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

drama, london, mord, hamlet, embryo

Nussschale

Ian McEwan , Bernhard Robben
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257069822
Genre: Romane

Rezension:

Ian McEwan schafft in seinem Roman „Nussschale“ einen ganz besonderen Erzähler. Ein ungeborenes Baby, zwei Wochen vor dem Geburtstermin, berichtet von seinen Beobachtungen. Und was es erlebt, ist wahrlich shakespearscher Stoff, seine Mutter verlässt seinen Vater um mit dessen Bruder zu leben. Ein perfider Mord wird vom Bruder geplant, um den lästigen Ehemann loszuwerden und ganz wie in „Hamlet“ die Witwe zur Frau zu nehmen. Ob und wie das ungeborene Kind auch die Rache ausführt, um Mutter und Onkel in den Untergang zu stürzen, sollte jedoch jeder Leser selbst herausfinden.
Der Autor hat mit seinem Roman eine außergewöhnliche und wie ich finde ungeheuer spannende Idee umgesetzt, indem er als Erzähler keinen Außenstehenden oder eine der handelnden Personen auswählt, sondern das Baby im Bauch seiner Mutter. Es ist wie ein unsichtbarer Beobachter und dennoch Beteiligter, ein Schachzug, der Ian McEwan großartig gelungen ist. Denn Mutter und Onkel nehmen die Schwangerschaft kaum war, das kommende Kind ist nur ein störender Faktor in ihrer Planung und soll möglichst schnell weggegeben werden. Der ausgiebige Alkoholkonsum der Mutter und das Essverhalten wirken, als wollte sie sich schon vor der Geburt an dem Kind für seine bloße Existenz rächen. Doch das Baby hört alles, versteht die Gespräche und berichtet dem Leser von allem, was geschieht und geplant wird. Das ist höchst unterhaltsam, manchmal spannend und witzig zugleich. Trotz der offensichtlichen Existenz eines umfangreichen Babybauchs ist es, als wäre er unsichtbar, nicht-existenz und vor allem irrelevant für alle weiteren Entscheidungen.
Mich hat Ian McEwans Roman „Nusschale“ einfach begeistert, er setzt ein bekanntes Thema so kreativ und einzigartig um, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. 

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

pradas, mode, nuria pradas, historischer roman, spanischer bürgerkrieg

Die Kleidermacherin

Núria Pradas , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.11.2016
ISBN 9783328100775
Genre: Historische Romane

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

ch: niveau 2017

4 3 2 1

Paul Auster , Thomas Gunkel , Werner Schmitz , Karsten Singelmann
Fester Einband: 1.264 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 31.01.2017
ISBN 9783498000974
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Polarfahrt

Hampton Sides , Rudolf Mast
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 07.03.2017
ISBN 9783866482432
Genre: Biografien

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Herz auf Eis

Isabelle Autissier , Kirsten Gleinig
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 07.03.2017
ISBN 9783866482562
Genre: Romane

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30 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

rösler, vietnam, roman, familienepos

Die Töchter des Roten Flusses

Beate Rösler
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632704
Genre: Liebesromane

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

liebe, ddr, deutschland, zweiter weltkrieg, brd

Ab heute heiße ich Margo

Cora Stephan
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048957
Genre: Romane

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, heyne verlag, perlen, geheimnis, japan

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Sophia ist die Enkelin der berühmten Schauspielerin Tilly Beaumont und macht sonst eher als Partygirl in der Londoner High Society von sich reden. Der Kontakt zu den Eltern ist deswegen abgerissen, ihre gefühlte große Liebe hat sie verlassen. Da nimmt ihre Großmutter aus dem Krankenhaus Kontakt zu ihr auf, sie soll die verschwundene Perlenkette wiederfinden, die Tilly einst von ihrem Vater zum Geburtstag bekam. Die Perlen bedeuten alles für die sterbende Frau und so lässt Sophia sich überreden, sich auf die Suche zu machen. Gleichzeitig beginnt damit die Lüftung des einen oder anderen Familiengeheimnisses.
Katie Agnew hat mit „Die Perlenfrauen“ einen sehr warmherzigen und gleichzeitig spannenden Roman über drei Generationen von Frauen und ihre Schicksale geschrieben. Man erfährt gleich zu Anfang viel über das Leben von Tilly Beaumont und ihrer Enkelin Sophia, doch nur Stück für Stück schließt sich die Kette und es wird klar, welche Rolle das Leben von Sophias Mutter Alice für die ganze Geschichte spielt. Die Vergangenheit der Perlen führt die Leser dabei bis ins Japan der 20er bis 40er Jahre ebenso wie nach New York in der Gegenwart, wo sowohl sympathische als auch abscheuliche Figuren auf sie warten. Trotz ihrer Widersprüchlichkeiten hat die Autorin mit Sophia und Tilly zwei sympathische Hauptfiguren geschaffen, die einem ans Herz wachsen. Bei den Charakteren muss besonders Sophias bester Freund Hugo herausgehoben werden, der zunächst wie ein langweiliger Partyboy wirkt, sich aber als wirklicher Freund herausstellt, der nur das Beste für seine Mitmenschen will und Sophia hilft, wo er kann. Das fand ich besonders sympathisch, hat die beiden bisher doch eher ihr oberflächliches Leben verbunden.
„Die Perlenfrauen“ von Katie Agnew ist ein wunderbares, liebevoll geschriebenes Buch, das einen vollständig in eine andere Welt eintauchen lässt. Mich hat es beim Lesen einfach begeistert und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Cheers

Martin Suter
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257300215
Genre: Romane

Rezension:

Menschen sind seltsam und irgendwie berechenbar. So jedenfalls stellt es sich in Martin Suters Kolumnenband „Cheers. Feiern mit der Business Class“ dar. Hier berichtet er von misslungenen Weihnachtsfeiern, feucht-fröhlichen Affären und Bürotratsch, aber genauso von Karriereplänen und Aufstiegswünschen, die die Menschen zu den absurdesten Verhaltensweisen treiben.
All diese Geschichten beschreibt Suter mit einem unglaublichen psychologischen Feingefühl und einer Beobachtungsgabe für die menschlichen Verhaltensweisen, die dazu führen, dass auch der Leser sich das ein oder andere Mal ertappt fühlt. Hatte man nicht selbst auch schon mal so gedacht? Und wie absurd wirkt all das, wenn Suter es in Worte fasst und uns vorführt, wie die Menschen sich auf der Karriereleiter selber vorführen. Manche Geschichten erstrecken sich über mehrere Kolumnen, andere sind nur zwei Seiten lang und beide Varianten unterhalten einen beim Lesen ungemein. Suter durchschaut seine Figuren, dennoch hat man nie das Gefühl, dass er sie der Lächerlichkeit preisgibt, im Kleinen gibt er ihnen doch immer die Möglichkeit wieder in der Masse unterzutauchen und weiterzumachen, nachdem er sie für eine kurze Episode auf ein Podest gehoben hatte.
Martin Suters Kolumnensammlung „Cheers“ ist lustig, zynisch und mitreißend zugleich und eine sehr empfehlenswerte Lektüre über die Psychologie der Menschen und ihr Verhalten, wenn Arbeit und Privates plötzlich aufeinandertreffen. 

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Kleine Geschichte der Malerei

Volker Gebhardt
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.09.2016
ISBN 9783832163815
Genre: Sachbücher

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, kunst, australien, anwalt, eifersucht

Die Frau auf der Treppe

Bernhard Schlink
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.11.2015
ISBN 9783257243338
Genre: Romane

Rezension:

Auf Geschäftsreise in Australien entdeckt ein deutscher Rechtsanwalt im Museum ein Bild wieder, das vor Jahrzehnten sein Leben veränderte, „Die Frau auf der Treppe“. Eben in diese Frau hatte er sich damals verliebt, wurde jedoch, wie auch ihr Ehemann und der Maler selbst, von ihr betrogen und benutzt. Jetzt treffen die vier nach langer Zeit wieder aufeinander und wieder beginnt ein ungleicher Kampf um die Aufmerksamkeit der portraitierten Frau.
Bernhard Schlink beschreibt in seinem Roman „Die Frau auf der Treppe“ den Wunsch nach einer Illusion. Nach Jahren wird die Hauptfigur wieder beherrscht vom Gedanken des „Was wäre wenn“, wenn er damals nicht auf die Frau hereingefallen wäre, wenn es doch funktioniert hätte, wenn sie beide einfach jemand anders gewesen wären. Das Bild ist dabei für ihn wie auch für die beiden anderen Männern ein Fixpunkt, der sie nicht loslässt. Von Irene, der Frau auf dem Bild, wie in Köder im Museum aufgehängt, kommen ihre Opfer brav herangeflogen und müssen, wie schon Jahre zuvor, wieder ihr Spielchen spielen. Sie hat die Macht und die Fäden in der Hand. Dies zu beobachten ist für den Leser äußerst spannend, kann er doch sein voyeuristisches Bedürfnis befriedigen und wie durch ein kleines Schlüsselloch in der Tür dabei zusehen, wie sich die älteren Herren lächerlich machen und mit sich spielen lassen. Doch während zwei schnell die Reißleine ziehen, bleibt einer bei Irene zurück. Ob er es doch noch schafft, sich in eine gleichberechtigte Position zu begeben oder weiter nur wie eine Marionette an langen Seilen agiert, müssen die Leser selbst herausfinden.
„Die Frau auf der Treppe“ von Bernhard Schlink hat mir außerordentlich gut gefallen, es ist zugleich amüsant und ernsthaft und zeigt uns, wie schnell ein Mensch sich, ob aus finanziellen oder emotionalen Gründen, selbst zum Spielball von Anderen macht. Man merkt dem Autor eine große Faszination von Menschen und ihren Abgründen an und eben das macht auch die Lektüre zu unterhaltsam. Daher kann ich diesen Roman nur allen weiterempfehlen, die Beobachter spielen und einen Blick durch dieses Schlüsselloch werfen wollen. 

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49 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

augustus, rom, römisches reich, perspektiven, mensch sein

Augustus

John Williams , Bernhard Robben
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423280891
Genre: Romane

Rezension:

Als Julius Cäsar 44 v. Chr. ermordet wird, ist Gaius Octavius noch ein junger Mann und ein fast unbekannter Neffe des berühmten Julius Cäsar. Doch nach dessen Tod macht er sich auf den Weg aus Appollonia, wo er zur Ausbildung war, nach Rom, um dessen Erbe anzutreten. Bis er zum berühmten Kaiser Augustus werden soll, liegt da noch ein langer Weg vor ihm, der ihn auf viele Menschen treffen lässt, Freunde genauso wie Feinde.
John Williams beschreibt in seinem Roman „Augustus“ das Leben dieser faszinierenden Persönlichkeit nicht als fortlaufende Erzählung, sondern in Briefen und Tagebucheinträgen von Menschen, die ihn kennen oder von ihm gehört haben. Durch diese Berichte erfährt der Leser viel über Augustus, jedoch ausschließlich von Außen und nicht von Augustus selbst. Doch die völlig unterschiedliche Darstellung von Familie, Freunden und Feinden in diesen fiktiven Dokumenten zeigt sehr gut die Streitbarkeit und Widersprüchlichkeit der Figur des Kaiser Augustus. Und gleichzeitig macht dieser Stil das Besondere an diesem Roman aus, man möchte die Hauptfigur Augustus die ganze Zeit genauer fassen, doch bleibt er in den Dokumenten eben immer nur aus Sicht der anderen im Mittelpunkt. Erst ganz am Schluss lässt Williams Augustus zu Wort kommen und vieles noch einmal aus seiner Sicht zusammenfassen. Dies rundet den Roman perfekt ab und als Leser bleibt man so bis zum Schluss gefesselt bei der Lektüre.
Mir hat „Augustus“ von John Williams ausgesprochen gut gefallen, besonders die Idee, einen historischen Stoff als Briefroman mit fiktiven Dokumenten zu schaffen, fand ich großartig. Wer sich für tiefer gehende und ernsthafte historische Roman interessiert, ist bei John Williams Roman „Augustus“ garantiert an der richtigen Adresse. 

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78 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, bunker, tod, weltuntergang, mord

Under Ground

S.L. Grey , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453438101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wohin flüchtet man sich, wenn eine Krankheit weltweit Menschen sterben lässt und es scheinbar keine Heilung gibt? Wer es sich leisten kann, ist vorbereitet und hat eine Wohnung im „Sanctum“ erworben, ein unterirdischer Bunker, in dem die Menschen bis zu einem Jahr unabhängig leben können. Mehrere Familien flüchten sich jetzt also in den Bunker, der jedoch noch nicht endgültig fertig gestellt ist und sehen sich schnell einer ganz anderen Bedrohung gegenüber: Im Kampf ums tägliche Überleben, wird nämlich der Nachbar schnell zum ärgsten Feind.
„Under Ground“ von S.L. Grey basiert auf der spannenden Idee, was mit Menschen passiert, die in einer Extremsituation auf engstem Raum eingesperrt sind und mit fremden Menschen plötzlich im Team arbeiten müssen. Leider entsteht nicht die unglaubliche Spannung, die meiner Meinung nach möglich gewesen wäre. Grund dafür sind die Figuren, die das Autorenduo in den Bunker ziehen lässt. Es sind keine Durchschnittsmenschen, in denen man sich selbst wieder erkennen könnte und die im Verlauf der Zeit zu dem werden, was schon Hobbes in seinem Leviathan vor langer Zeit schon so treffend bemerkte: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“. Vielmehr sind es religiöse Fanatiker, Weltuntergangshysteriker und exzentrische Spinner, die in den Bunker ziehen, so dass von Anfang an klar ist, dass es nicht gut gehen kann und keinerlei Überraschung mehr in den folgenden Handlungen liegt.
Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, es lässt sich zwar gut lesen, die Story hätte meiner Meinung nach jedoch viel mehr Potenzial gehabt, wenn man sich auf die Abgründe der Durchschnittsmenschen eingelassen hätte, statt ein derart ausgewähltes Personal in den Bunker zu schicken. So blieb der Plot leider sehr simpel und vorhersehbar. 

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

paris, liebe, malerei, liebesgeschicht, künstlerszene

Rendezvous im Café de Flore

Caroline Bernard
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632711
Genre: Liebesromane

Rezension:

Frankreich 1928. Die junge Vianne Renard träumt davon, aus dem beschaulichen Leben in einem kleinen Dorf in Südfrankreich auszubrechen und Botanikerin zu werden. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und reist alleine nach Paris, um ein neues Leben anzufangen. In der gleichen Stadt findet Marlène rund 80 Jahre später im Musée d’Orsay ein Bild, auf dem sie selbst abgebildet zu sein scheint. Nur wurde es bereits 1939 gemalt, Jahre vor ihrer Geburt. Sie macht sich auf die Suche nach der Frau, die ihr so ähnlich sieht und will ihren Zusammenhang ergründen. Eine spannende Suche beginnt, die auch ihr Privatleben auf den Kopf stellt.
In ihrem Roman „Rendezvous im Café de Flore“ fängt Caroline Bernard wunderbar die Stimmung von Paris ein, das Künstlerleben der 30er Jahre ebenso wie das moderne Paris des 21. Jahrhunderts, in dem Marlène unterwegs ist. Sie hat zwei starke Hauptfiguren geschaffen, die beide erst lernen müssen, ihren Weg zu gehen und ihr eigenes Leben auf die Beine zu stellen. Sowohl Vianne als auch Marlène sind dabei so sympathisch und ihre Erlebnisse so detailliert beschrieben, dass man sofort mitten in der Geschichte ist und alles gemeinsam mit ihnen erlebt. Die Lektüre macht einfach Freude. Auch wenn zum Ende hin die ernsten Elemente überwiegen, hat Caroline Bernard eine locker-leichte Lektüre geschrieben, die man problemlos runterlesen kann.
„Rendezvous im Café de Flore“ ist eine wunderbare Geschichte, die historische Details auf leichte Art mit zwei tollen Hauptfiguren verbindet. Eine wunderbare Lektüre für lange, dunkle Wintertage, die man gemütlich auf mit einem Schmöker auf dem Sofa verbringen möchte.  

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97 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

freundschaft, neapel, roman, studium, italien

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte von Lenù und Lila geht weiter. Während im ersten Buch noch ihre Kinder- und Jugendjahre im Mittelpunkt standen, sind sie jetzt eindeutig erwachsen geworden. Doch die Entfernung der beiden, die sich schon angedeutet hatte, wird mit dem Alter immer tiefgreifender. Die Ehe, in die Lila sich gestürzt hat, ist keineswegs glücklich und so versucht sie immer wieder, aus der Enge der Beziehung auszubrechen, Grenzen zu überschreiten und Freiräume zu schaffen. Das bringt ihren Mann nur immer mehr gegen sie auf, was Lenù ängstlich zur Kenntnis nimmt, ohne einschreiten zu können. Sie hat ein völlig anderes Leben, geht zum Gymnasium und macht ihr Abitur, aber verliebt sich auch und testet sich aus. Der Wettkampf der beiden geht trotz der Freundschaft weiter und dabei geht es dieses unter anderem auch um einen Mann im Leben der Freundinnen.
Elena Ferrante beschreibt in „Die Geschichte eines neuen Namens“ das Leben im Süditalien der 60er Jahre und stellt der fleißigen, strebsamen Schülerin Lenù mit Lila einen regelrechten Gegenentwurf gegenüber, der sie ständig ermahnt, fleißig zu sein und ein anders Leben zu erreichen. Gleichzeitig bleibt Lila der Fixpunkt für sie, der sie unweigerlich anzieht und auch immer in den Rione zurückzieht. Selbst in Zeiten, in denen sie ihr aus dem Weg geht und die beiden nicht miteinander sprechen, kann sie den ständigen Vergleich mit Lila nicht fallen lassen und misst alle ihre Handlungen an Lilas möglichen Urteil. Gleichzeitig muss diese in ihrer Ehe einen großen Kampf auskämpfen und sucht einen neuen Platz im Leben. Diese Geschichten erzählt Ferrante so aufrichtig und nah, dass man als Leser jede Distanz zu den Figuren verliert und sich fast in der Geschichte aufzulösen droht. Man fühlt mit ihnen, lebt mit ihnen und gleichzeitig sind ihre Leben so weit weg von der Welt, in der wir heute leben. Nur 50 Jahre trennen uns voneinander, doch Lenù und Lila zeigen uns, was heute für alle Frauen möglich ist und wieviel junge Frauen wie sie für uns heute erkämpft haben.
Nachdem ich den ersten Band „Meine geniale Freundin“ noch mit einer leichten Skepsis gelesen habe, hat mich jetzt auch endlich das Ferrante Fever gepackt. Dieses Buch ist ein großartiges Portrait einer Freundschaft und einer ganzen Epoche. Es bleibt am Ende sehr spannend, wie das Leben der beiden im dritten Band weitergeht, der zum Glück schon im Mai 2017 erscheint. 

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

historisc, historischer roman, londo, england

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

Rezension:

London im Jahr 1900: Die junge Lehrerin Mathilda Gray unterrichtet an einer Mädchenschule und versucht, ihren Schülerinnen mehr beizubringen, als brave Ehefrauen zu werden. Sie möchte, dass die Mädchen ihren Weg gehen und eigene Entscheidungen treffen. Als die begabteste Schülerin nach den Sommerferien plötzlich nicht an die Schule zurückkehrt und ihr dann noch einen verschlüsselten Hinweis auf einer Postkarte aus Italien schickt, macht Mathilda sich daran, das Geheimnis um die junge Laura und ihren attraktiven Vormund, der sie aus der Schule genommen hat, zu lösen. Was hat es mit dem Kästchen auf sich, dass Laura in ihrem Zimmer in der Schule versteckt hatte und das schon über 200 Jahre ein Geheimnis zu verbergen scheint?
Susanne Goga hat mit „Das Haus in der Nebelgasse“ einen äußerst spannenden und gut recherchierten historischen Roman vorgelegt. Mit der jungen Mathilda Gray und dem Universitätsprofessor Flemming, der ihr hilft, sind ihr zwei sehr sympathische Hauptfiguren gelungen, die einen als Leser bewegen und auf eine spannende Reise mitnehmen. Besonders gut gefallen hat mir auch Mathildas Vermieterin, eine starke und eigensinnige Frau, die ihr Geld mit dem Schreiben von Groschenromanen verdient und die Leser immer wieder an ihren Ideen teilhaben lässt. Man muss diese Frau einfach mögen, etwas anderes macht einem die Autorin fast unmöglich.
Sehr spannend ist zudem, wie Goga dem Wissenschaftler Flemming immer wieder Details zur Vergangenheit Londons in den Mund legt und die die Geschichte so noch anschaulicher macht. Die Suche nach dem Geheimnis steht dabei die ganze Zeit im Mittelpunkt, es gibt keine unnötigen Nebenhandlungen, die von der Story ablenken, alles ist sehr fokussiert, was ein sehr fließendes Lesevergnügen garantiert.
Mir hat Susanne Gogas Roman „Das Haus in der Nebelgasse“ ausgesprochen gut gefallen, er ist sehr gut recherchiert und bringt einem viele spannende Details zur Geschichte Londons näher. Dabei sind die Hauptfiguren sehr gut beschrieben und nehmen den Leser mit in ihre Geschichte. Von mir gibt es eine Empfehlung für diesen Roman, es lohnt sich auf jeden Fall ihn zu lesen. 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

knaus verlag, shakespeare, judentum, shylock, howard jacobson

Shylock

Howard Jacobson , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813506747
Genre: Romane

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

marita spang, mittelalter, historischer roman, loretta, die frauenburg

Die Frauenburg

Marita Spang
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 02.12.2016
ISBN 9783426441206
Genre: Historische Romane

Rezension:

Loretta von Starkenburg ist eine außergewöhnliche Frau. In jungen Jahren wird sie mit Martin von Starkenburg verheiratet, einem unansehnlichen Mann, der ihr zutiefst unsympathisch ist. Doch als er nach wenigen Jahren der Ehe stirbt, überträgt ihr Schwiegervater ihr die Regentschaft in Vertretung ihres Sohnes Johannes bis zu dessen Volljährigkeit. Plötzlich steht Loretta vor einer großen Aufgabe, im tiefsten Mittelalter muss sie sich als Frau gegen zahlreiche Männer behaupten, die sie entweder nicht ernst nehmen oder zutiefst verachten. Ein langer Kampf um Anerkennung, Stolz und auch Liebe beginnt für die bewundernswerte Frau.
Wieder einmal überzeugt Marita Spang mit einem herausragenden historischen Roman. Das wahre Leben der Loretta von Starkenburg verknüpft sie mit vielen Details zu einem farbenprächtigen und mitreißenden Bild der mittelalterlichen Gesellschaft mit all ihren Kämpfen, Fehden und Affären. Besonders das Bild der Kirche, wie wir es heute haben, passt überhaupt nicht zu den damaligen Gebräuchen, Kirchenmänner waren nicht selten gleichzeitig Kriegsherren und Liebhaber. Die Autorin bringt dem Leser die Hauptfiguren so nahe, dass man glaubt, völlig in Lorettas Welt einzutauchen und an ihrer Seite zu kämpfen und auch zu lieben. Loretta ist gleichzeitig sympathisch und unbedarft, mehr als einmal wollte ich am liebsten hineinspringen in das Geschehen, um sie zu warnen oder von Fehlurteilen abzuhalten.
Marita Spangs neuer Roman „Die Frauenburg“ zeichnet sich durch gut recherchierte Details und eine hochspannende Geschichte aus. Gleichzeitig macht sie wieder einmal deutlich, dass es in der Männerwelt Mittelalter auch Ausnahmepersönlichkeiten gab wie Loretta von Starkenburg, die schon damals als außergewöhnliche Frauen wahrgenommen wurden. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

MARCO POLO Cityguide Berlin für Berliner 2017

Christine Berger , Cornelia Wolter , Juliane Wiedemeier , Thomas Trappe
Flexibler Einband
Erschienen bei MAIRDUMONT, 06.10.2016
ISBN 9783829708890
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Reiseführer für die Stadt in der man lebt – eine großartige Idee und wirklich überfällig. Gerade wenn man in Berlin lebt, ist man schnell erschlagen von den vielen Möglichkeiten und Informationskanälen, die einem sagen, was man unbedingt gesehen, gemacht und gegessen haben muss. Der Marco Polo Reiseführer „Berlin für Berliner“ bündelt alles in einem kleinen Buch, das am Wochenende auch schnell in fast jede Handtasche passt.
Der Reiseführer ist sehr übersichtlich und farblich abgestimmt aufgebaut und man findet Tipps zu Restaurants, Märkten und Veranstaltungen sehr schnell anhand der farbig markierten Seiten. Die Auswahl ist sehr vielfältig, so dass wirklich für jeden etwas dabei sein sollte. Schade finde ich jedoch, dass der Aufbau, gerade bei den Restaurants, rein thematisch erfolgt ist. Zwar steht immer dabei, in welchem Stadtteil sich ein Lokal befindet, doch ich hätte es schöner gefunden, den ganzen Reiseführer nach Stadtteilen aufzuteilen, so dass ich, wenn ich zum Beispiel in Charlottenburg oder Schöneberg wohne, gezielt nachschauen kann, was sich in meiner Nähe befindet. Man hat ja nicht immer Lust, mit der S-Bahn eine Stunde durch die Stadt zu fahren. Mich interessiert besonders, was ich in der Nähe von dem Ort finde, wo ich gerade bin, und da muss ich mich leider in jeder Kategorie erst durchsuchen. Das finde ich etwas schade.
Alles in allem eine großartige Idee, die ich noch besser gefunden hätte, wenn man stärker auf den örtlichen Bezug geachtet und alles direkt nach Ort und nicht nach Thema sortiert hätte. 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

geschenkidee, fotos, deutschlan, unterirdisch, bildband

Unterirdisch (DuMont Bildband)

Hans-Joachim Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 06.10.2016
ISBN 9783770188864
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Untergrund, alles was unter der Oberfläche liegt, ist immer wieder ein spannendes Thema. Hans-Joachim Schneider hat mit seinem Bildband „Unterirdisch: Verborgene Orte in Deutschland“ ein tolles Beispiel dafür vorgelegt. Verschiedenste unterirdische Orte werden in schönen Fotografien und mit kurzen Erklärungen vorgestellt.
Egal ob ein alter Flughafen, Bunker oder Bergwerk – alle Beispiele sind mit wirklich beeindruckenden Fotos vertreten. Meiner Meinung nach hätten es jedoch ruhig weniger unterschiedliche Orte sein können und dafür noch mehr Fotos und Erklärungen. Gerade die doppelseitigen Bilder vermitteln einen tollen Eindruck von den Örtlichkeiten, sind aber leider nicht so oft vertreten.
Der Bildband ist qualitativ jedoch sehr gut gemacht und auch die Bilder, wenn mir auch zum Teil etwas zu klein, von sehr schöner Qualität, so dass es einfach Spaß macht, ihn durchzublättern und das unterirdische Deutschland zu entdecken. An vielen Stellen lädt es auch zu weiterer Recherche ein, um sich vielleicht einige Orte selber einmal anschauen zu können. Alles in allem also eine wirklich runde Sache. 

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australien, waisenhaus, amerika, liebe, hass

Das Land der roten Sonne

Harmony Verna , Marie Rahn
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.10.2016
ISBN 9783352008887
Genre: Historische Romane

Rezension:

Australien Ende des 19. Jahrhunderts: Leonora und James wachsen beide in einem Waisenhaus auf, in der liebenden Obhut eines Priesters, der nur das Beste für seine Schützlinge will. Dennoch kann er nicht verhindern, dass die beiden auseinandergerissen werden. Leonora wächst den Rest ihrer Kinder-und Jugendjahre in den USA auf, wo sie einen wohlhabenden Minenbesitzer heiratet. James bleibt in Australien und versucht, sich als Farmer durchzuschlagen. Doch vergessen konnten sie einander nie und als sie erwachsen sind, stellt sich für sie die Frage, was sie bereits sind zu opfern, um zusammen sein zu können.
Harmony Vernas Roman „Das Land der roten Sonne“ ist ein teilweise etwas kitschiger, aber in sich runder und gut lesbarer Roman. Leider bietet er wenig Überraschendes und die Story ist recht vorhersehbar, das hat mich etwas enttäuscht. Doch die Geschichte lässt sich gut lesen, die Charaktere sind zwar etwas flach, aber man kann mit dem Hauptfiguren mitfühlen und nimmt an ihrer Geschichte Anteil. Der Schreibstil ist sehr flüssig, was eine unkomplizierte Lektüre ermöglicht.
Mir hat „Das Land der roten Sonne“ ganz gut gefallen, auch wenn ich es etwas zu einfach gestrickt fand. Auch auf die Figuren hätte man mehr Mühe verwenden können, sie bleiben sehr grob und eher klischeehafte Hüllen als echte Charaktere. Dennoch lohnt sich der Roman für alle, die auf der Suche nach einem leichten Liebesroman vor schöner Kulisse sind. 

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