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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Hexensaat

Margaret Atwood , Brigitte Heinrich
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Knaus, 17.04.2017
ISBN 9783813506754
Genre: Romane

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82 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

jodi picoult, holocaust, vergebung, roman, geschichte

Bis ans Ende der Geschichte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100515
Genre: Romane

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32 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

medici, florenz, renaissance

Medici - Die Macht des Geldes

Matteo Strukul , Christine Heinzius , Ingrid Exo
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486625
Genre: Historische Romane

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27 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

serie, kochwettbewerb, trennung, reihe: maierhofen, fortsetzun

Die Blütensammlerin

Petra Durst-Benning
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734100123
Genre: Liebesromane

Rezension:

Endlich sind das zauberhafte Dorf Maierhofen im Allgäu und seine wunderbaren Bewohner zurück! Nachdem Christines Mann Herbert sie verlassen hat und ausgezogen ist, will er seine Frau jetzt aus dem Haus werfen, wenn sie nicht für die Kosten aufkommt. Eine Idee muss her und wie so oft in Maierhofen sind es Therese und Greta, die Christine auf die Sprünge helfen: Ein Bed & Breakfast muss her! Jahrelang hat sich Christine umsonst um ihre Familie gekümmert, jetzt soll sie endlich Geld für ihre Gastfreundschaft bekommen. Der in Maierhofen stattfindende Kochwettbewerb der Zeitschrift „Landliebe“ ist der perfekte Anlass, ihre Pension mit der Einladung eines Single-Kochteams in Szene zu setzen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch noch Schmetterlinge im Bauch gratis dazu?
Ich war schon von „Kräuter der Provinz“ und „Das Weihnachtsdorf“ hellauf begeistert, die Geschichten sind flüssig und mitreißend geschrieben und die Figuren wachsen einem einfach sofort ans Herz. Bei jeder anderen Autorin würde die Geschichte dieses Single-Kochwettbewerbs vielleicht kitschig wirken, aber Petra Durst-Benning schafft es wunderbar, allen Charakteren zu ihrem Glück zu verhelfen, ohne dass es langweilig oder zu vorhersehbar wird. Die Lektüre ist ein wirkliches Wohlfühlerlebnis, man hat einfach Spaß mit den Figuren und den Geschichten und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich dieses Mal in viele neue Figuren verliebt und hoffe, dass es in Maierhofen bald weitergeht und ich wieder einen Leseausflug ins Allgäu machen darf.
Petra Durst-Bennings neuer Maierhofen-Roman „Die Blütensammlerin“ ist das perfekte Buch zum Entspannen, auf jeder Seite scheint einem die Sommersonne entgegen und man erholt sich regelrecht beim Lesen. Dieses Buch ist einfach wie ein kleiner Urlaub.  

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12 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

literatur, biographie, auto, schnitzler

Arthur Schnitzler

Max Haberich
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 03.03.2017
ISBN 9783218010641
Genre: Biografien

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nordfriesland, de hidde kist, bjarne mädel, frisörsalon alexandra, fredenbüll

Rote Grütze mit Schuss (mp3-Ausgabe)

Krischan Koch , Bjarne Mädel
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.09.2014
ISBN 9783862314324
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Miffy

Dick Bruna , Anna-Nina Kroll
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257011913
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Miffy“ von Dick Bruna ist ein zauberhaft illustriertes Buch über Herrn und Frau Hase, die ein glückliches Leben führen mit Haus und Garten, doch zu ihrem Glück fehlt ein Hasenbaby. Als dann Miffy zu der Familie kommt, freut sich nicht nur die Hasenfamilie, auch Kühe und Hühner kommen um zu gratulieren.
Diese Geschichte darüber, wie Miffy überhaupt auf die Welt kommt, ist quasi das Startbuch für die Miffy-Reihe mit zahlreichen Bänden. Dieses Buch ist größer als „Wer ist das im Zoo, Miffy“ und hat auch mehr Text. Dadurch ist es auch sehr gut zum Vorlesen geeignet. Die Geschichte ist dabei trotzdem kurz und leicht verständlich, die Bilder sind wieder sehr niedlich und passen perfekt zu der Geschichte.
„Miffy“ ist also wieder ein wunderbares kleines Kinderbuch von Dick Bruna, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Durchblättern und Bilder anschauen eignet, einfach sehr gelungen!

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42 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

mammut, kinderbuch, haustier, knut krüger, lustig

Nur mal schnell das Mammut retten

Knut Krüger , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761697
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Henry hätte so gerne einen Hund, doch seine Eltern lassen sich einfach nicht überzeugen. Wütend fährt er mit dem Fahrrad durch den Wald, als er plötzlich das Gleichgewicht verliert. Sein Fahrrad ist irgendwo hängen geblieben und Henry gestürzt. Das Hindernis am Waldboden entpuppt sich als Stoßzahn eines kleinen Mammuts, das offensichtlich fast erfroren ist. Klar, dass Henry ihm helfen muss. Schnell holt er seine Freunde Finn und Zoe dazu und gemeinsam verstecken sie das Mammut in Henrys Zimmer. Zum Glück sind Ferien, seine Eltern fahren in den Urlaub und nur seine Großmutter ist da, um auf ihn aufzupassen. Doch wie soll es jetzt weitergehen, mit einem kalten Mammut im Kinderzimmer?
Knut Krüger hat mit „Nur mal schnell das Mammut retten“ ein ganz zauberhaftes Buch für große und kleine Leser geschaffen. Das kleine Mammut muss man einfach lieben und Henry, Finn und Zoe entpuppen sich als wirklich gute Freunde, die zusammenhalten und gleichzeitig das Beste für das Mammut wollen. Dabei bleibt auch der moralische Aspekt nicht auf der Strecke, viele Themen werden angesprochen, zum Beispiel was eigentlich wirklich gut für ein Haustier ist, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und dass man nicht immer glauben darf, was über andere Menschen erzählt wird. Dazu gibt es noch einige niedliche Illustrationen des Mammuts, die immer zu Beginn des Kapitels stehen und einfach großartig sind. Schon bei der Betrachtung muss man lachen und das kommt während des Lesens immer wieder. Zu süß und manchmal auch schräg ist es, was die drei Freunde versuchen, um das Mammut vor der Oma zu verstecken und es gleichzeitig zu retten.
„Nur mal schnell das Mammut retten“ von Knut Krüger ist meiner Meinung nach ein tolles Buch, das nicht nur Kinder begeistert. Es vermittelt wichtige Werte, ohne mit der moralischen Keule daherzukommen und ist sehr lustig und spielerisch, einfach eine tolle Geschichte für junge und alte Leser. 

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87 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

mexiko, spanien, kuba, liebesgeschichte, ruin

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:

Mauro Larrea ist schon vor langer Zeit aus seinem Heimatland in die Kolonie Mexiko ausgewandert, dort hat er sich vom Minenarbeiter zum erfolgreichen und wohlhabenden Unternehmer hochgearbeitet. Seine Tochter ist gut verheiratet und für seinen Sohn auch schon die richtige Partie gefunden, alles könnte kaum besser laufen. Doch dann erfährt er, dass eine Investition, in die er all sein Vermögen gesetzt hat, geplatzt ist. Plötzlich muss er noch einmal bei null anfangen und damit im heimatlichen Mexiko niemand von dieser Schande erfährt, macht er sich auf den Weg nach Kuba. Dort wird er jedoch schnell in unvorhersehbare Turbulenzen verwickelt, die ihn bis in die alte Heimat verschlagen. Ob Mauro es schafft, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, ist mehr als fraglich.
Zunächst einmal hatte ich beim Cover einen leidenschaftlichen Liebesroman erwartet, wurde jedoch sehr positiv überrascht, denn „Wenn ich jetzt nicht gehe“ von María Dueñas ist sehr viel vielschichtiger und spannender als vermutet. Am Ende geht es natürlich auch um die Liebe, aber in erster Linie geht es um das Leben von Mauro Larrea und wie er versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Daher muss er auch selbst abwägen, wie weit er gehen würde, um wieder an Geld zu kommen und wo seine moralischen Grenzen sind. Dabei geht es ihm gar nicht nur um seinen eigenen Lebensstandard, sondern hauptsächlich um das Wohlergehen seiner Kinder, denen er durch seinen Ruin nicht die blühende Zukunft zerstören will, die er sich für sie ausgemalt hat. Mauro ist ein sehr bodenständiger Typ, der sowohl den Minenarbeiter wie auch den gewieften Geschäftsmann je nach Bedarf herausstellen kann. Die Geschichte ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und mir ist Mauro von Anfang an schnell ans Herz gewachsen. Umso mehr leidet und freut man sich mit ihm auf seiner aufregenden Reise rund um die Welt.
María Dueñas hat mit „Wenn ich jetzt nicht gehe“ eine tolle Erzählung geschaffen, die einen wahrlich mitnimmt auf eine große Reise. Die Geschichte ist sehr leidenschaftlich geschrieben, so dass man sich nur schwer von ihr losreißen kann und das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen will, daher kann es nur weiterempfehlen. Und man sollte sich keinesfalls abschrecken lassen, auch wenn es eine schöne Liebesgeschichte gibt, dominiert sie nicht die ganze Geschichte, sondern lässt viel Raum für andere spannende Handlungsstränge. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

essen, gesundheit, kohlenhydrate

Cleverer als No Carb: Die Carb-100-Formel

Marion Grillparzer
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453604155
Genre: Sachbücher

Rezension:

Marion Grillparzer hat wieder ein neues Buch herausgebracht und ich war sehr gespannt, ob es noch etwas Neues bringen kann, da ich bereits einige Glyx-Bücher kannte und auch von der „All you can eat-Diät“ sehr begeistert war. Das Buch heißt „Cleverer als No Carb – Die Carb-100 Formel“ und der Titel fasst eigentlich schon zusammen worum es geht. Statt auf Kohlenhydrate völlig zu verzichten, soll man sie sinnvoll konsumieren, in Form von guten Kohlenhydraten aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten statt aus einfachen Zuckern, die unseren Körper durchdrehen lassen.
Die Aufmachung des Buches ist graphisch wieder sehr gelungen, die Optik ist sehr ansprechend und auch sehr übersichtlich gestaltet. Es gibt Kapitel die sich mit Ernährung oder Bewegung auseinandersetzen und eine tolle Liste mit 100 Lebensmitteln, die die Basis für eine gesunde Ernährung darstellen können. Das positive an diesem Buch ist für mich der pädagogische Ansatz, der dahinter steht. Statt wie viele Diäten mit einem „Du darfst nicht“ daherzukommen, vermittelt Grillparzer ein positives Gefühl für Ernährung und Lebensmittel. Statt Dinge zu verbieten, wird Gutes empfohlen, immer mit dem positiven Anreiz, es selbst auszuprobieren und festzustellen, wie gut es funktioniert. Schon nach kurzer Zeit bekommt man selbst ein gutes Gefühl für Lebensmittel, wie viel wo von einem gut tut oder auch eben nicht.
Marion Grillparzers Buch richtet sich an gesundheitsbewusste, selbstbestimmte Menschen, die selbst herausfinden können, was ihnen gut tut- dieses Buch ist dafür jedoch ein großartiger Leitfaden und Ideengeber. Am wichtigsten für mich ist die Erkenntnis, dass es kein grundsätzlich verboten oder falsch gibt, sondern ein Durchhänger sich auch immer wieder ausgleichen lässt und dass die Pizza, auf die man eigentlich verzichten wollte, einem als einmalige Ausnahme sicher nicht die ganze Einstellung kaputt machen darf. Daher kann ich „Cleverer als No-Carb – Die Carb-100 Formel“ allen empfehlen, denen es nicht um das bloße Abnehmen, sondern um eine gesunde und ganzheitliche Ernährung und Lebensweise geht. 

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129 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

glühbirne, edison, stromkrieg, westinghouse, erfinder

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Thomas Edison gilt gemeinhin als Erfinder der Glühbirne, so wie Bell als Erfinder des Telefons. Doch zeitgleich arbeiteten viele Wissenschaftler und Erfinder an Innovationen, die sich teilweise kaum unterschieden, die Frage war nur noch, wer das Patent zuerst eingereicht hatte. In diesem Roman geht es um den „Stromkrieg“, der Ende des 19. Jahrhunderts zwischen den Erfindern Westinghouse und Edison stattfand und in dem es um die Patentnutzung für die Glühbirne und die Vor-und Nachteile von Gleich- und Wechselstrom ging. Während Edison das ältere Patent hat, glaubt Edison eine neue Glühbirne gefunden zu haben, die sich von Edisons unterscheidet. Helfen, diesen Prozess zu gewinnen, sollen ihm der junge Anwalt Paul Cravath, der bisher kaum Erfahrung hat, und der exzentrische serbische Wissenschaftler Nikolas Tesla, von dem er sich den Durchbruch bei der Entwicklung einer neuartigen Glühbirne erhofft.
Der Stromkrieg tobt also und Graham Moore nimmt uns als Leser mit in das Herz des Orkans, denn wir sind die ganze Zeit Seite an Seite mit dem jungen Anwalt Paul in den Prozess verwickelt. Zwar hat er wenig Erfahrung, aber Mut und Durchsetzungskraft, die er zu Westinghouses Gunsten einsetzen will. Paul ist sicher kein Heiliger, aber er ist sympathisch und als Leser fiebert man mit ihm mit, auch wenn er die gefühlte moralische Grenze gelegentlich überschreitet. Der Aufbau ist gut gemacht, viele kurze Artikel mit tollen Zitaten darüber, die einen immer wieder in das Zentrum der Geschichte bringen. Am Rande wird auch die Geschichte von Paul und Agnes, einer Sängerin, erzählt, die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund spielt und den Plot meiner Meinung nach sehr gut begleitet. Die Hauptstory ist nicht nur unglaublich spannend geschrieben, sie schafft es auch jede Menge Wissen über physikalische Entwicklungen ganz nebenbei einfach zu vermitteln, woran schon so mancher Physiklehrer in meinem Leben gescheitert ist. Moore zeigt, dass Wissenschaft für jeden zugänglich und verständlich sein kann, was noch einmal ein besonderes Plus an diesem Buch ist.
Moore ist mit „Die letzten Tage der Nacht“ ein außergewöhnliches Buch gelungen, das historischen Roman mit Wissenschaft zusammenbringt und es dann noch wie einen fulminanten Krimi wirken lässt, was wirklich ein einmaliges Geschick ist. Ich kann diesen Roman nur allen ans Herz legen, auch wenn man sich für Physik so gar nicht interessiert, wird einen diese Geschichte mitreißen. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wer ist das im Zoo, Miffy?

Dick Bruna , Kati Hertzsch
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257011982
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nach Jahrzehnten hat jetzt der Diogenes Verlag die berühmten Miffy-Bücher von Dick Bruna auf Deutsch herausgegeben. „Wer ist das im Zoo, Miffy?“ erzählt in sehr schlichten Bildern vom Zoobesuch von Miffy und den Tieren, die sie dort kennenlernt.
Die Bilder sind dabei wirklich sehr süß gezeichnet und die Kinder werden dazu angehalten, erst einmal zu raten, was für ein Tier Miffy wohl gerade sieht, bevor auf der nächsten Seite die Auflösung kommt. Durch die schöne Grafik ist das Vorlesen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen schön, auch die Haptik habe ich als sehr positiv empfunden. Das Buch hat eine schöne kleine Größe und ist dabei sehr stabil, die Seiten können nicht leicht umknicken, so dass man sehr lange etwas von dem Buch.
Mir hat „Wer ist das im Zoo, Miffy?“ als Kinderbuch ausgesprochen gut gefallen, eine schöne kurze Geschichte mit tollen Bildern, die Kinder begeistern können. 

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

shakespeare, vergebung, jeanette winterson, das wintermärchen, adoption

Der weite Raum der Zeit

Jeanette Winterson , Sabine Schwenk
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813506730
Genre: Romane

Rezension:

Leons Frau MiMi ist schwanger, doch er ist sich sicher, dass das Kind das Ergebnis einer Affäre mit seinem besten Freund Xeno ist. Nach Perditas Geburt soll das Kind zu Xeno geschafft werden, er will es nicht sehen und glaubt den Unschuldsbeteuerungen seiner Frau kein Wort. Doch Perdita kommt nicht bei Xeno an. Jahre später will Perdita mit ihrem Freund Zel mehr über ihre Vergangenheit herausfinden und stößt auf Leons Geschichte.
In „Der weite Raum der Zeit“ bearbeitet Jeanette Winterson Shakespeares „Wintermärchen“ neu und sehr modern. Trotzdem bleibt das Grundkonzept erhalten, die Namen erinnern an die Originale und die Story ist auch sehr ähnlich, wird jedoch in eine moderne, sehr kapitalistische Welt katapultiert. Mir hat der Schreibstil von Winterson besonders gut gefallen, die Story wird dadurch spannend und beim Lesen taucht man völlig ein in die Welt von Perdita und Leon. Die blinde Eifersucht, die ihn treibt und damit MiMi sogar fast das Leben kostet, ist beängstigend und nur schwer nachvollziehbar für mich, aber er zerstört damit nicht nur sein Leben, sondern auch das aller Menschen um sich herum. Nach diesem speziellen Tag, an dem er Perdita weg gibt, ist nichts mehr wie es je war, weder für seine Frau, noch für Xeno oder Leons Sohn Milo. Sehr gut beschreibt Winterson die umfassende Gewalt, die in der der destruktiven Kraft der Eifersucht wohnt. Perdita bildet einen regelrechten Gegenpol, behütet aufgewachsen glaubt sie an die Kraft von Liebe und Vertrauen und ist von ihrer Vergangenheit sehr schockiert.
Jeanette Wintersons Bearbeitung von Shakespeares „Wintermärchen“ für das Hogarth Shakespeare Projekt ist spannend, bewegend und sehr modern geschrieben. Auch ohne die Kenntnis vom Originalstoff ist das Buch absolut empfehlenswert. 

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46 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

berlin, terror, spezialeinheit, verraten, thriller

Verraten

Florian Schwiecker
Geheftet: 312 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 02.02.2017
ISBN 9783841905055
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Agent Luk Krieger wollte sich eigentlich nur mit einem Informanten treffen, als er sich mitten in Berlin in einem Terrorszenario wiederfindet. Kurz bevor er den Treffpunkt betreten konnte, explodierte eine Bombe und katapultiert Deutschland in eine Reihe mit Frankreich und Belgien, die schon zahlreiche Anschläge im eigenen Land erlebt haben. Gemeinsam mit der Kriminalkommissarin Cole ermittelt Krieger und setzt sich schnell auf die Spur der Attentäter. Jetzt gilt es, weitere Anschläge zu verhindern.
Florian Schwieckers Thriller „Verraten“ beginnt schon hochspannend und so geht es auch weiter. Das Buch ist nicht besonders dick, von vielen Thrillern ist man es ja gewohnt, dass sie ihre Story auf mindestens 500 Seiten ausbreiten, doch das schadet dieser Geschichte gar nicht. Schlag auf Schlag geht es voran und ich konnte das Buch sehr schnell nicht mehr aus der Hand legen, weil ich es so spannend fand. Die Story ist meiner Meinung realistisch und war für mich als Leser sehr gut nachvollziehbar, die Figuren waren sympathisch und gut beschrieben. Man konnte sich gut in sie einfühlen und daher war die Geschichte umso spannender. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor eben nicht auf die simple Erklärung eines islamistischen Terroranschlags hingearbeitet hat, sondern die Lösung sehr viel vielschichtiger aufgebaut hat, was am Ende noch einige Überraschungen bereit gehalten hat.
Mit hat „Verraten“ von Florian Schwiecker sehr gut gefallen, ein spannender und sehr aktueller Thriller zur Terrorbedrohung in Deutschland und die Reaktionen der Politik in so einer Situation. 

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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sachbuch, geschichte, kultur

Homo Deus

Yuval Noah Harari , Andreas Wirthensohn
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 09.03.2017
ISBN 9783406704017
Genre: Sachbücher

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

berlin, mord, krimi, 1920er jahre, historischer krimi

Noble Gesellschaft

Joan Weng
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632766
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der noblen Gesellschaft im Berlin der 20er Jahre kommt es zu gehäuften Todesfällen, auf den ersten Blick Selbstmorde, doch der berühmte UFA Schauspieler Carl von Bäumer glaubt nicht daran. Das wäre viel zu einfach. Sein Lebensgefährte Paul ist bei der Polizei und so ist Carl dicht dran an den Ermittlungen und stellt auch eigene Nachforschungen an. Zu dem ersten Todesfall kommen noch ein verschwundenes Hausmädchen und ein hinterrücks erschossener Stricher eines Ringerverbandes hinzu und ganz langsam kann Carl die Verbindungen herstellen.
In „Noble Gesellschaft“ zeichnet Joan Weng ein sehr schönes Porträt der Gesellschaft Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Besonders die wohlhabenderen Leute führen ein fast schon dekadentes Leben mit Hauspersonal, Feiern und Champagner während andere sich sehr abrackern müssen. Ein wichtiges Thema ist auch das Verbot von homosexuellen Beziehungen, was immer wieder am Beispiel von Carl und Paul dargestellt wird, die nicht zu ihrer Liebe stehen dürfen, im Familienkreis aber sehr offen damit umgehen. Diese Darstellungen einer Gesellschaft in einer bestimmten Zeit sind sehr gelungen und machen das Lesen zu einem Vergnügen.
Ich finde den Begriff des Krimis für dieses Buch jedoch sehr schwierig. Es wird zwar in einem Mordfall ermittelt, doch alles sehr nebenbei und ohne größere Bedeutung, auch die Polizeiarbeit von Paul spielt kaum eine Rolle, was ich in einem Krimi jedoch erwarten würde. Carl schlendert eher als Hobbydetektiv durchs Leben, dem ein paar Hinweise in den Schoß fallen, wie der Fall zu lösen ist. Spannung entstand für mich beim Lesen jedoch nicht wirklich, was ich sehr schade fand. Als großer Fan der Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher hatte ich mir hier mehr erhofft, als die gelegentliche Erwähnung des berühmten Namens Ernst Gennart.
Alles in allem empfinde ich „Noble Gesellschaft“ von Joan Weng als schöne Gesellschaftsbeschreibung, jedoch fehlte mir die Spannung, die ich von einem Krimi erwarte. Es plätscherte für mich etwas zu sehr dahin, ohne treibende Kraft in der Kriminalhandlung. 

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73 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

krimi, münchen, brauerei, mord, dialekt

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Sophie Rosenhuth ist sowohl beruflich als Rechtsmedizinerin als privat stark gefordert. Mit ihrem Ex-Mann und Polizeikommissar Joe Lederer nähert sie sich zwar wieder an, doch so schnell wie der wieder mit ihr zusammenziehen will, ist Sophie skeptisch. Und die Wohnungssuche in München ist bekanntlich auch nicht einfach. Zeitgleich sind beide eingebunden in die Ermittlungen in einem Mordfall: Die Verlobte des Brauereierben Tobias Roßhaupter und gleichzeitig Sekretärin im Betrieb wird nach ihrem Junggesellenabschied tot in der Wohnung gefunden. Und so nett wie die Kolleginnen am Anfang noch alle getan haben, fand sie wohl doch keiner, wie sich bei den Ermittlungen schnell herausstellt. Denn der gut situierte Erbe hat allen Damen in der Firma schon einmal schöne Augen gemacht. Da ist der Mörder oder die Mörderin nicht leicht zu finden.
„Zapfig“ von Felicitias Gruber ist zwar nicht der erste Fall für die Kalte Sophie, aber der erste den ich gelesen habe. Dennoch ist der Einstieg schnell und einfach gelungen und man war sofort mittendrin in der Story. Das liegt auch an den tollen Figuren, denn Sophie ist unglaublich sympathisch und ihren Freund Joe mochte ich gleich, auch wenn manchmal ein bisschen eifersüchtig ist. Doch ebenso all die Nebenfiguren wie Spike, der Helfer in der Rechtsmedizin oder die Chefin von Sophie (genannt Dr. Iglu), die an Ignoranz und Kälte kaum zu überbieten ist, sind sehr detailliert beschrieben und machen die Geschichte richtig lebendig. Obwohl ich zu München eigentlich keinen Bezug habe, hat mir das Lokalkolorit sehr gut gefallen und der bayrische Dialekt war für mich als Nordlicht sehr gut zu verstehen.
Mir hat „Zapfig“ von Felicitas Gruber ausgesprochen gut gefallen, die Geschichte ist humorvoll und gleichzeitig spannend geschrieben und die Zeit flog bei Lektüre nur so dahin. Blitzschnell hatte ich das Buch durch, zum Glück kann ich die noch die vorhergehenden Bände der Kalten Sophie nachholen. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die All-you-can-eat-Diät: Immer satt, immer glücklich, für immer schlank (Körper, Geist & Seele)

Marion Grillparzer
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 20.12.2013
ISBN 9783833837524
Genre: Sachbücher

Rezension:

„All you can eat“ klingt erst einmal nach Hotelanlagen mit überladenen Buffets und Menschenmassen, die mit Bergen von Essen an einem Tisch sitzen. Marion Grillparzer propagiert mit ihrem Buch „Die All-you-can-eat-Diät“ jedoch eine Gegenkonzept, eine Art „All you can eat- clever“. Die Grundaussage des Buches ist, man kann fast alles essen, wenn man es klug und durchdacht macht.
Der Aufbau des Buches ist sehr angenehmen, die Lektüre macht Spaß , es ist locker geschrieben und vermittelt gleichzeitig eine Menge Wissen über Ernährung und gesunde Lebensweise. Was mir an Grillparzers Buch besonders gut gefällt ist, dass sie so wenig dogmatisch daherkommt. Sie schreibt nicht darüber, was verboten und erlaubt ist, sondern schafft ein Gesamtkonzept, das vieles möglich und nur wenig unmöglich macht. Das setzt natürlich voraus, dass man bereit ist, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Es braucht ein wenig Geduld, sich in das Thema einzulesen. Doch meiner Meinung nach ist all das so logisch und nachvollziehbar geschrieben, dass die Grundregeln schnell in Fleisch und Blut übergehen, ohne einen im Leben wirklich einzuschränken.
Mir hat das Buch einfach sehr gut gefallen, gar nicht unbedingt um abzunehmen, sondern um sich mit dem eigenen Lebensstil und der Ernährungsweise auseinanderzusetzen. Zu leicht lässt man sich von der Werbung zahlreicher Industrienahrungsmittel mitreißen, Marion Grillparzers Buch „Die All-you-can-eat-Diät“ holt einen da immer wieder ab und bringt einen auf einen guten Weg zu durchdachter und gesunder Ernährung. 

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(55)

101 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

leipzig, hotel, schatten, münchen, familiengeschichte

Die unsterbliche Familie Salz

Christopher Kloeble
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423280921
Genre: Romane

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(31)

84 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

china, historisch, automatenbauer, kaiser, kaiserlicher hof

Cox

Christoph Ransmayr
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 27.10.2016
ISBN 9783100829511
Genre: Romane

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(52)

110 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

elefant, gentechnik, genmanipulation, zirkus, diogenes

Elefant

Martin Suter
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 18.01.2017
ISBN 9783257069709
Genre: Romane

Rezension:

In seiner Schlafhöhle findet der Obdachlose Schoch etwas, was er zunächst für ein Spielzeug hält, dann für eine alkoholbedingte Vision: einen kleinen rosa Elefanten, der aussieht wie eine Spielzeugausführung eines echten Elefanten und im Dunkeln leuchtet. Mit einem Unterschied: dieser Elefant lebt. Schoch erkennt schnell, dass dieses Wunderwerk geschützt werden muss und hat ebenso schnell den Schöpfer – wenn man ihn so nennen will- des kleinen Elefanten auf den Fersen. Dr. Roux will endlich berühmt und reich werden und dieser Miniaturelefant soll sein Schlüssel dazu sein.
„Elefant“ von Martin Suter ist zunächst einmal wunderschön geschrieben. Man verliert sich als Leser in Sprache und Handlung und muss sich unweigerlich auf die Geschichte des rosa Mini-Elefanten einlassen. Dabei trifft man auf wirklich herzensgute Menschen, die Sabu vor dem Schicksal, als Spielzeug für Kinder zu enden, die sonst schon alles haben retten wollen und gleichzeitig auf kalte Karrieristen, für die der kleine Elefant nur das Produkt eines wissenschaftlichen Experiments ist, das man besitzen und vermarkten kann, wie man möchte. Damit baut Suter gleichzeitig eine Drohkulisse vor uns auf und zeigt, was Genmanipulation schon heute bewirken kann. Unausgesprochen schwingt für mich dabei auch die Frage mit, was mit dem Ergebnis des Experiments passiert wäre, wenn es eben nicht ein niedlicher rosa Elefant geworden wäre, sondern etwas Beängstigendes, vielleicht Hässliches, Abstoßendes. Hätten sich dann auch so schnell Menschen gefunden, um das Wesen zu schützen und zu retten?
Martin Suters Roman „Elefant“ ist eine zauberhafte Geschichte, die auf das Gute im Menschen setzt, ein Kampf Gut gegen Böse um den putzigsten Protagonisten, der sich momentan auf der Bestsellerliste tummelt. Nur, dass das Böse eben nicht mehr wie in alten Märchen ein dunkler Zauberer oder eine schrumpelige Hexe ist, sondern ein außer Kontrolle geratenes wissenschaftliches Forschungszentrum, dass nur auf Profit und Popularität ausgerichtet ist und nicht auf gesundheitliche Aspekte der Genforschung. Für mich ist „Elefant“ von Martin Suter ein Ausnahmebuch, großartig zu lesen, mit einer tollen Idee und spannenden Umsetzung. Dieses Buch sollte ohne Einschränkung auf jede Leseliste.

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band 1

Das Mädchen aus dem Norden

Katarzyna Bonda , Paulina Schulz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453270749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sasza Zaluska war früher bei der polnischen Polizei, doch heute arbeitet sie als Profilerin und promoviert an der britischen Universität Huddersfield. Für ihr Forschungsprojekt geht sie zurück nach Polen und wird prompt in einen seltsamen Fall verstrickt. Sie wird als Profilerin angeheuert, um einige Unklarheiten rund um den Club „Nadel“ aufzuklären, bei dem der bekannte Musiker Jan Wisniewski Teilhaber ist, der mit dem Lied „Das Mädchen aus dem Norden“ seinen großen und einzigen Hit hatte. Als der plötzlich erschossen wird, bindet die Polizei Sasza in ihre Arbeit ein und schnell ist sie tiefer in den Fall verstrickt, als sie sich am Anfang vorstellen konnte.
Die Autorin Katarzyna Bonda nimmt einen von der ersten Seite des Buches an mit in die Geschichte und dann lässt sie einen schnell nicht wieder los. Dies liegt besonders an der sehr gut konstruierten Hauptfigur, die gar nicht langweilig daherkommt. Stück für Stück erfahren wir immer mehr über Sasza, warum sie den Polizeidienst quittierte und was es mit dem Vater ihrer Tochter Karolina auf sich hat. Der Stoff bietet sich wirklich an für eine Reihe, umso besser dass hinter dem Titel bei der Onlinerecherche gleich „Band 1“ auftaucht. Die Hoffnung auf mehr Fälle für Sasza Zaluska ist also berechtigt. Der Krimi selber ist sehr spannend geschrieben, es geht um mafiöse Strukturen in der Danziger Geschäfts- und Finanzwelt und die lang zurückliegenden Tode zweier Geschwister. Nur langsam klärt sich für den Leser die Verbindung auf. Teilweise empfand ich es etwas schwer nachzuvollziehen, welche Person gerade wo genau steht, da es ein sehr großes Personal ist, das Bonda in diesem Roman nutzt um die ganze Geschichte zu erzählen. Doch man kommt immer schnell wieder in die Story rein und mit der Zeit klären sich alle Verbindungen, so dass man der Geschichte immer besser folgen kann.
Katarzyna Bondas „Das Mädchen aus dem Norden“ war der erste polnische Krimi, den ich gelesen habe und er hat mir ausgesprochen gut gefallen. Stellenweise hätte ich mir eine etwas klarere Struktur gewünscht, aber alles in allem sehr spannend geschrieben mit einer tollen Protagonistin. Gerne mehr davon!

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sachbuch reise & abenteuer

DuMont BILDATLAS Toskana

Rita Henss , Toni Anzenberger , Christina Anzenberger
Flexibler Einband
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 13.03.2017
ISBN 9783770194476
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was für ein wunderschönes Heft! Dazu muss man sagen, dass ich selber ein Jahr lang in der Toskana gelebt und studiert habe, der Region bin ich also sowieso verbunden. Im Dumont Bildatlas werden jetzt spannende Informationen rund um Essen, Leben und Feste in der Toskana vorgestellt und mit wunderbaren Bildern untermalt, die die Schönheit von Siena, Florenz und der Landschaft noch einmal unterstreichen.
Die Informationen sind dabei vielfältig, man sollte sich jedoch keinen Reiseführer-Ersatz darunter vorstellen. Für alle, die zu Hause auf dem Sofa schon etwas träumen möchten, bevor es losgeht oder die, die sich an die schöne Zeit erinnern möchten, ist der Bildatlas auf jeden Fall perfekt. Die Restaurant-/Hoteltipps können aber auf keinen Fall einen ausführlichen Reiseführer ersetzen.

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krimi, nordirland, irland, adrian mckinty, mord

Rain Dogs

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.02.2017
ISBN 9783518467473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neueste Band um den irischen Kommissar Sean Duffy heißt „Rain Dogs“ und spielt in Nordirland im Jahr 1987. Eine tote Frau wird in einer Burg gefunden und alles deutet darauf hin, dass sie Selbstmord begangen hat. Besonders da wie es scheint nachweislich niemand in der fraglichen Zeit die Burg betreten oder verlassen konnte, da ein schweres Gitter am einzigen Eingang heruntergelassen war. Doch die Gerichtsmedizin findet deutliche Hinweise für einen Mord und Duffy muss sich schon das zweite Mal in seiner Karriere mit dem Phänomen des „Locked Room“ auseinandersetzen.
Adrian McKinty hat für seinen Ermittler Duffy wieder einen hochspannenden Fall geschaffen. Doch nicht nur die Ermittlungen reißen einen als Leser mit, die ganze Szenerie rund um den Protagonisten Sean Duffy ist einfach hervorragend angelegt. Seine beiden Kollegen Crabbie und Lawson sind sehr unterschiedlich, dabei jedoch beide sehr sympathisch und zu dritt ergänzen sie sich großartig und sind ein tolles Team. Von anderen Krimis hebt sich auch die Idee ab, die Krimi-Reihe während der Unruhen in Nordirland spielen zu lassen und so ein ganz besonderes Umfeld zu schaffen. McKinty lässt sich jedoch nicht dazu verführen, Duffy in rein politischen Morden und Anschlägen ermitteln zu lassen, im Gegenteil, gerade die alltägliche Polizeiarbeit in solch schwierigen Zeiten zeigt er am Beispiel von Sean Duffy und macht seine Bücher dadurch besonders mitreißend. So muss Duffy zum Beispiel jedes Mal bevor er in sein Auto steigt, kontrollieren, ob darunter auch keine Bombe versteckt ist. Was diese Situation mit der Psyche der Polizisten in der Zeit macht, kann sich jeder Leser anhand der Beschreibungen schnell denken.
„Rain Dogs“, der inzwischen fünfte Band der Reihe um den Ermittler Sean Duffy von Adrian McKinty ist ein spannender und mitreißender Krimi, der einem gleichzeitig ein gutes Gefühl für die unruhige Situation in Nordirland in den 80er Jahren vermittelt. Für alle Krimi-Fans ist die Sean-Duffy Reihe von Adrian McKinty ein Muss

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berlin, krimi, gereon rath, nationalsozialismus, 6. fall

Lunapark

Volker Kutscher
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.11.2016
ISBN 9783462049237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inzwischen ist der sechste Band der Krimi-Reihe um Gereon Rath erschienen und „Lunapark“ spielt im Jahr 1934. Als ein SA-Mann tot aufgefunden wird und dazu noch eine kommunistische Parole über ihm an der Wand prangt, ist für das simple Schwarz-Weiß-Denken der Sicherheitspolizei sofort klar, dass hier Kommunisten gezielt Jagd auf –natürlich unschuldige- SA-Männer machen. Rath muss in diesem Fall mit seinem alten Kollegen Gräf zusammen ermitteln, der inzwischen bei der Sicherheitspolizei arbeitet. Dies stellt Rath vor große Probleme, denn die simplen Verurteilungen der politischen Polizei kann er nicht akzeptieren und begibt sich, wie so oft, auf eigene Ermittlungen. Das bringt ihm einmal wieder mehr Ärger ein, als er eigentlich gedacht hatte und auch sein altes Feindbild Dr. Marlow taucht wieder auf.
Der neue Band von Volker Kutscher rund um den Berliner Kriminalkommissar Gereon Rath übertrifft meiner Meinung nach alle vorhergehenden Bände noch einmal an Qualität und besonders an historischer Auseinandersetzung mit dem Umfeld des Protagonisten. Mit viel Sinn für Details und Stimmungen beschreibt Kutscher, wie der Nationalsozialismus sich langsam auch in den Alltag der Familie Rath einschleicht. Neben der Kriminalermittlung nimmt dies den Hauptteil der Geschichte ein und macht auch den besonderen Reiz des Buches aus. Natürlich ist auch die Kriminalhandlung wieder spannend beschrieben, doch Raths Arbeit lässt sich nicht mehr losgelöst von der politischen Situation sehen, was für die Hauptfigur selbst am schwierigsten zu sein scheint. Er will eigentlich nur in Ruhe seiner Arbeit nachgehen, so das Gefühl beim Lesen, doch inzwischen ist alles politisch und besonders der Tod eines SA-Mannes ist nicht mehr objektiv zu untersuchen.
Volker Kutscher zeigt in „Lunapark“ auf eindrucksvolle Weise, wie der Nationalsozialismus sich immer weiter verbreitet und wie er das Leben aller Menschen beeinflusst. Diese gesellschaftlichen Veränderungen packt er dabei in einen spannenden Krimi, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein großartiger Roman, der weit mehr ist als ein Krimi, sondern uns einen detaillierten Blick auf die gesellschaftlichen Umbrüche der 30er Jahre werfen lässt. 

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