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40 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

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Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers

John August , Wieland Freund , Andrea Wandel , Helge Vogt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.08.2018
ISBN 9783401604152
Genre: Kinderbuch

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(34)

78 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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White Maze

June Perry
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2018
ISBN 9783401603728
Genre: Jugendbuch

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4 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Tiergeister AG - Kaninchen-Alarm!

Barbara Iland-Olschewski , Stefanie Jeschke
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 16.08.2018
ISBN 9783845820439
Genre: Kinderbuch

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(55)

66 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Tiergeister AG - Achtung, gruselig!

Barbara Iland-Olschewski , Stefanie Jeschke
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 16.08.2018
ISBN 9783845820422
Genre: Kinderbuch

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(12)

106 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied

Victoria Schwab , Bea Reiter
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785588635
Genre: Jugendbuch

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(21)

84 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt

Tom Llewellyn , Petra Sparrer , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.03.2014
ISBN 9783522183390
Genre: Kinderbuch

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Collins geheimer Channel - Wie ich endlich cool wurde

Sabine Zett , Falk Holzapfel
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588499
Genre: Kinderbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Chiisakobee 3

Minetaro Mochizuki
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.07.2018
ISBN 9783551720979
Genre: Comics

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(41)

68 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

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Emily Bones

Gesa Schwartz , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505659
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag: Emily kann es fassen, aber sie erwacht tatsächlich in einem Sarg. Was eigentlich nur irgendein dummer, ziemlich makabrer Scherz ihrer besten Freundin sein kann, wie sie annimmt. Leider ist es das nicht: Emily wurde ermordet und ist fortan ein Geist, teilt ihr der Irrwicht Cosimo mit. Nicht lebendig, nicht tot - dazu verdammt, auf einem riesigen Friedhof in Paris herumwandeln, unter Werwölfen, Vampiren, Skeletten. Aber Emily will ihr Leben zurück. Nur muss sie dafür ihren Mörder finden, den fiesen Draghar, und sich zur Kriegerin ausbilden lassen.

In bin hin- und hergerissen bei diesem Buch und musste nach dem Lesen erst noch einmal die Altersempfehlung prüfen. Ohne mir ein generelles Urteil anmaßen zu wollen, könnte ich mir vorstellen, dass 10jährige mit dem poetischen, bisweilen sinnlichen und nicht selten ausschweifenden Schreibstil der Autorin nicht gut zurecht kommen. Ich bin erwachsen und mein Fall war Gesa Schwartzs Erzählweise nicht durchgehend. Ich möchte nicht sagen, dass sie mir gar nicht gefallen hat. Nein, zwischendurch gab es viele Passagen, in die ich mich regelrecht habe fallen lassen können. Die düstere, melancholische, morbide Atmosphäre auf dem alten Friedhof, die Schatten und die stille Leere der Nacht, all das fängt die Autorin wunderbar ein und versetzt den Leser in eine schaurig-schöne Halloween-Stimmung (ja, auch mitten im Sommer! :-)).

Leider geht auf diese Weise viel Tempo und Dichte verloren. Auch die Vielzahl an Wesen, die Unterscheidung von Toten und Untoten, die Sache mit dem weißem Krieger und dem finsteren Draghar sowie die Beziehungen und Vorgeschichten der Figuren erscheint mir für die Altersgruppe recht anspruchsvoll und teilweise beängstigend.

Emilys Art kam mir zudem nicht sonderlich kindlich vor. Zu lässig, zu locker ist sie viele Dinge angegangen. Wobei mir das fast schon wieder gefallen hat, weil das Buch andernfalls schon sehr schwermütig gewesen wäre. Im Zusammenspiel mit einigen Nebenfiguren kommt Emilys schlagfertige Art zum Tragen und stellenweise gibt es durchaus Humor. Am Mädchenbild habe ich ansonsten nichts zu kritisieren: Emily ist tough, mutig und hat das Herz am rechten Fleck.

Fazit: Poetisch, atmosphärisch, aber für die Altersgruppe meiner Einschätzung nach zu ausschweifend, beängstigend und erwachsen angelegt.

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Scarlett

Laurel Remington , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551520968
Genre: Kinderbuch

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(102)

310 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Verrückte Lücken - Total abgefahrene Urlaubsgeschichten

Jens Schumacher
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783743201552
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Wortspiel-Buch „Verrückte Lücken – Total abgefahrene Urlaubsgeschichten“ von Jens Schumacher wanderte kurz vor unserem Start in die Ferien noch ins Reisegepäck. Der einzige Haken an unserem jährlichen Sommerurlaub an der schönen Atlantikküste in Frankreich ist ja leider die Fahrt dorthin – zwischen 12 und 18 Stunden sind wir (je nach Verkehrslage und Zwischenstopps unterwegs). Und spätestens ab der Hälfte der Strecke dehnt sich die Zeit merklich. Obwohl meine Kids schon lange aus dem Alter heraus sind, in denen sie zum Leidwesen ihrer Eltern quengeln und streiten, wird ihnen irgendwann langweilig. Wortspiele, Rätsel, Kennzeichenraten usw. sind dann beliebte Beschäftigungen, um die Zeit zu füllen – das Buch „Verrückte Lücken“ kam uns also sehr gelegen.

Vielleicht kann sich noch jemand an dieses alte Kindergeburtstags-Spiel erinnern? Die Kinder erhalten ein Blatt Papier, mit der Aufgabe eine Figur zu zeichnen. Jedes Kind malt jedoch nur einen Teil dieser Figur. Das erste zeichnet die Kopfbedeckung, knickt das Papier so, dass niemand sieht, was sich darauf befindet und gibt es weiter ans nächste Kind, das dann den Kopf zeichnet, knickt, usw.. bis die Figur vollständig ist und das Blatt entfaltet wird. Ein Pirat im Ballerinakostüm, ein Bauarbeiter mit Prinzessinenkrone – das Ergebnis ist oft skurril. Selten passt etwas zusammen und die Kinder haben ihren Spaß. Ähnlich funktioniert auch „Verrückte Urlaubsgeschichten“ – nur werden hier nicht blind Körperteile gesammelt, sondern Wörter.

Die Spielregeln sind übersichtlich erklärt: Man beginnt immer mit der Seite „Wortvorrat“, auf der Wörter aufgeschrieben werden, die später in einen Lückentext übertragen werden. Der Inhalt der Geschichte ist dem Spieler dabei nicht bekannt – er erhält lediglich Vorgaben, welche Art Wörter er sich im Vorhinein ausdenken soll: Nomen, Beruf, Adjektiv, Verb, Name, Sportart und mehr. Anschließend werden die Wörter der Reihe nach in den Text eingesetzt und die Geschichte vorgelesen. Genau wie bei dem Zeichenspiel ist das Ergebnis ziemlich schräg. Für Erwachsene ist es hilfreich, wenn sie sich einen Sinn für kindliche Albernheiten erhalten haben. Den braucht man, um über Sätze wie diesen lachen zu können: „Ein Großteil der Hundehäufchen (Nomen) an Bord sind sehr gesprächig (Adjektiv).“ Uns haben die Geschichten auf jeden Fall oft zum Schmunzeln gebracht.

Jüngere Kinder (10+) frischen dabei gleich nochmal ihre Deutschkenntnisse auf und rufen sich ins Gedächtnis, was Verb, Nomen und Adjektiv sind. Etwas störend sind vereinzelte grammatische Fehler. Bei den oben genannten Hundehäufchen müsste es beispielsweise heißen: „Ein Großteil der Hundehäufchen an Bord IST sehr gesprächig“. Da wäre das Lektorat nochmal gefragt.

25 Wortspiele-Geschichten enthält das Buch. Nicht jedes Ergebnis ist brüllend komisch, nicht jedes Wort fügt sich harmonisch in den Text ein. Manchmal ist einfach so klar, welcher Begriff gefragt ist, dass jeder andere nur zum Augenverdrehen führt, weil er schrecklich unpassend klingt. Wir hatten aber überwiegend unterhaltsame Ergebnisse. Nach jeweils drei, vier Spielen flaute der Spaß zwar regelmäßig ab, jedoch kam das Buch immer wieder während unseres Urlaubs zum Einsatz, so dass wir es als kleinen Zeitvertreib empfehlen können. Prinzipiell kann man es auch alleine verwenden, zu zweit oder mehreren macht es aber mehr Spaß!

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(41)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

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So dunkel der Wald

Michaela Kastel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802936
Genre: Krimi und Thriller

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(106)

197 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Code Black

Kat Carlton , Frauke Meier
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.04.2014
ISBN 9783492703161
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß nicht, wem Kat Carlton diese Geschichte verkaufen will, aber Fakt ist: Was sie sich hier (durchaus flott) zusammenschreibt, kann man nicht mal kleinen Kindern auftischen. Eine Art Mission Impossible über zwei Kids, die sich zusammen mit einigen Freunden nach der Entführung ihrer Eltern munter in die CIA-Zentrale hacken, im Vorbeigehen Autos klauen, wie Ninjas durch die Gegend springen und gestandene Agenten mit einem gekonnten Zwei-Punkte-Griff am Nacken ausknocken (ich höre Mr. Spock im Hintergrund leise kichern).

Der Humor der Geschichte pendelt sich ab der Mitte auf dem Niveau von 80er-Jahren Erotik-Filmchen a la "Eis am Stil" ein. Ich kann jedenfalls nicht lachen, wenn die fiese Schulzicke ihren BH aufknöpft, um einen Wachmann der Agentengeheimzentrale mit Möpsen abzulenken, die so riesig sind, dass zwischen ihnen "ein Helikopter runtergehen" und "nie mehr gesehen werden" könnte.

Die Fortsetzung ist nicht mehr ins Deutsche übersetzt worden. Überrascht mich nicht! Ab in den Bücherschrank damit.

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(132)

192 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

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The Wife Between Us

Greer Hendricks , Sarah Pekkanen , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ernsthaft? Was. War. Das? "The Wife between us" von  Greer Hendricks und Sarah Pekkanen ist in Grundzügen haargenau die gleiche Geschichte, wie "Dein Leben gegen meins" von Liv Constantine. Ein Buch, das ich erst vor kurzem gelesen habe und zu dem es gleich noch eine zweite Parallele gibt: Es ist extrem langatmig. Eines der langweiligsten Bücher, die ich mir in diesem Jahr zu Gemüte geführt habe.

In ähnlich zäher Weise - wenn auch gefälliger geschrieben - erleben wir bei Greer Hendricks und Sarah Pekkanen das Geschehen aus drei verschiedenen Erzählperspektiven: Da ist einmal Vanessa, die nach ihrer Scheidung von Richard seelisch kaputt ist und sich mit Alkoholproblemen plagt (was sonst?). Außerdem gibt es Nellie, die kurz vor ihrer Hochzeit mit Richard steht und im siebten Himmel schwebt. Am Ende gesellt sich noch Emma hinzu. Ab und zu wird angedeutet, die Frauen fühlten sich beobachtet. Daneben drehen sich ihre Gedanken um den fantastisch aussehenden Unsympathen Christian, ach nein, Richard, mit seinem ausprägten Kontrollzwang (huch!), dessen stocksteife Schwester, um Schwangerschaftswunsch und Jobkündigung.

Wir begleiten die Protagonistinnnen in ihrem öden Alltag, der so detaillbesessen erzählt wird, dass sich mir der Eindruck aufdrängt, die Autorinnen hätten sich zum Ziel gesetzt, möglichst geschickt um die eigentlichen Konflikte herumzuschreiben. Konflikte, die so abgedroschen sind übrigens, dass man schon nach den ersten Kapiteln weiß: Hier wird es keine Überraschung geben. Nichts, was  am Ende irgendwie verblüffen könnte. Außer vielleicht dieser einen Sache, wenn man diese nicht gerade erst woanders gelesen hätte.

Die Wendungen werden unelegant im Schnellverfahren an den Hauptteil hinten dran geklebt. Die Bestellung einer Flasche Wein entpuppt sich dabei als "ausgeklügelter" Höhepunkt des Buches, der wohl irgendwie an mir vorbeigegangen sein muss.

Fazit: Leider mal wieder einer dieser Girl-bzw. Wife-Thriller, denen das Psycho-Verwirrspiel nicht glaubhaft gelingt. Einen halben Punkt mehr als für "Dein Leben gegen meins", weil es etwas besser geschrieben ist. 1,5 Pkt.

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(26)

66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Das Ende ist erst der Anfang

Chandler Baker , Gerda Bean , Vivien Heinz
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lake lebt in einer Welt, in der jeder an seinem 18 Geburtstag einen toten Menschen wieder auferstehen lassen darf. Wohlgemerkt: Jeder kann nur einen einzigen Menschen erwecken! In 23 Tagen wird Lake 18 und steht vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens: Wen soll sie erwählen? Ihren Freund Will oder ihre beste Freundin Penny, die beide bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind? Oder ihren Bruder, der Tetraplegiker ist und nach der Auferstehung wieder gesund wäre?

Das Buch war für mich eine echte (sehr positive) Überraschung. Auch, wenn ich mit etwas Kritik beginne: Angekündigt war es als Coming-of-Age-Roman. Der Klappentext liest sich eher wie eine Dystopie. Die science-fiction-artige Idee mit der Wiederauferweckung wirkt jedoch durchgehend undurchdacht. Das politische/medizinische System als solches wird kaum näher beleuchtet und macht einen aus Zeit und Zusammenhang gefallenen Eindruck. Fast scheint es, als sei Lake die erste Person auf der ganzen Welt, die die Entscheidung zur Reanimation eines Menschen treffen muss. Warum steht ihr niemand bei? Sollte es in einer kritischen, demokratischen Gesellschaft sowieso nicht viel mehr ethische Debatten über diese medizinische Revolution geben? Warum nur eine einzige Erweckungsoption? Warum keine Ausnahmeregelungen? Ich hatte zu Beginn sehr viele Fragen, die aber allesamt unbeantwortet blieben. Um mich auf die Geschichte einlassen zu können, musste ich sie irgendwann ausblenden.

Vermutlich ging es der Autorin vor allem darum, bei jungen Lesern Gedanken zum Thema Tod, Behinderungen und Krankheiten anzustoßen und natürlich darum, eine emotionale Geschichte zu erzählen: Beides ist ihr wunderbar gelungen. Das Buch liest sich gefühlvoll, zart und einfach schön. Es ist ein Schicksals-, ein Freundschafts- und zum Teil ein Liebesroman. Einige Geheimnisse, die konstant für Spannung sorgen, sind ebenfalls eingewebt. Ich konnte meinen E-Reader kaum aus der Hand legen.

Wie gesagt, ein dystopisches Setting sollte man nicht erwarten. Trotz der futuristischen Assoziation liest sich Lakes Geschichte vorwiegend sehr realistisch. Bis auf diese eine Ausnahme: Todespartys, auf denen Menschen getötet werden, um bei nächster Gelegenheit wieder erweckt zu werden. Ansonsten ist alles beim Alten: Schule, Hausaufgaben, das Café um die Ecke, Strandausflüge. Hier hat sich seit dem Sieg über den Tod nichts verändert.

So begleitet man Lake bei ihrer Suche nach einer Lösung, bei dem Versuch, ihre Gedanken und Emotionen zu ordnen, bei ihrem Zusammentreffen mit den Familien ihrer toten Freunde und ihrer Annäherung an Ringo, ein charismatischer Junge mit einem Feuermal im Gesicht. Vor allem aber bei ihren Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem Bruder, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und niemanden an sich heran lässt.

Viele Szenen treffen genau ins Herz, trotzdem hat die Geschichte auch einen feinen, teilweise sarkastischen Humor. Eigentlich ist es eine vollkommen unmögliche Entscheidung, die Lake da treffen soll. Das ist dem Leser klar und irgendwie ahnt man auch, wie die Sache endet, weil es eben nur ein einziges sinnvolles Ende geben kann. Das macht allerdings gar nichts. Es bleiben genug Fragen, die neugierig machen und der federnde, lebendige Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen.

Fazit: Eine gefühlvolle, ans Herz gehende, etwas romantische, aber nicht zu zuckrige, schwere Geschichte über den Umgang mit seelischen und körperlichen Verletzungen, Behinderungen, dem Schicksal und dem Tod. Mir hat das Buch sehr gefallen!

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299 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 180 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das wird richtig krass, dachte ich. Gleich auf den ersten Seiten erfährt der Leser von einem verstümmelten Mordopfer und ich erwartete eine ziemlich heftige Geschichte. Aber so heftig wurde es dann nicht. Die Grundidee erinnert stark an den 80er Jahre Streifen „Stand by me“, gemixt mit kleinen (sehr kleinen!) Splatterelementen und einer etwas schwammigen, übersinnlichen Komponente, die an Stephen Kings ES denken lässt. Vielleicht war das ein bisschen das Problem: Es gibt von vielem Etwas, ohne dass C.J. Tudor sich in ETWAS besonders originell hervortut. Letzten Endes fehlt die Einzigartigkeit.

Die Bezeichnung Thriller weckt womöglich falsche Erwartungen. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse einer Gruppe Kinder im Sommer 1986. Erzählt werden sie von Eddie und zwar abwechselnd 1986, als er zwölf war sowie 2016. Da ist Eddie ein erwachsener Mann Anfang 40 und erhält Besuch von seinem alten Kumpel Mickey, der ein Buch schreiben will und damit die Geister der Vergangenheit heraufbeschwört. Das alles liest sich ruhig, streckenweise fast gemütlich.

Der titelgebende Kreidemann taucht eher am Rande auf. Ich hatte mit der klassischen Mordserie und obligaten Mördersuche gerechnet. C.J. Tudor befasst sich jedoch vielmehr mit den Umständen, die zu dem Mord geführt bzw. diesen zeitlich eingerahmt haben. Dabei schafft sie in erster Linie ein gutes Gefühl für die 80er Jahre und die Lebensumstände von Ed und seiner Clique: Fat Gav, Hoppo, Metal Mickey und Nickie. Tudors Beschreibungen wirken authentisch, melancholisch, teilweise mysteriös und ein bisschen gruselig.

Ich mochte die atmosphärischen Schilderungen aus Eddies Kindheit, von seiner Clique und dem Leben in der Kleinstadt, das sich unter der Oberfläche – wie so oft – nicht ausschließlich beschaulich darstellt. Gewalt, Sadismus, geheuchelte Moral. Zwischen sommerlich-idyllischen Szenen wird die Stimmung bisweilen unangenehm, fast klaustrophobisch. Ich war hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, tiefer in Eddies Erfahrungen zu versinken und dem Drang, möglichst schnell wieder aus Eddies Kaff verschwinden zu können.

Wen Ängste vor Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen plagen, dem ist das Buch nicht unbedingt zu empfehlen. Auf der Suche nach Wissen und Wahrheit spielen die Erkrankungen eine besondere Rolle. Zweifelsohne gibt es aber Romane, in denen sie vielschichtiger und geschickter in die Handlung eingebaut werden. Tudor nutzt sie als Mittel, um Ängste zu schüren. Und das nicht mal besonders subtil. Allerdings auch nicht zu aufdringlich – der Aspekt bleibt Randerscheinung und ist nett erdacht, wie so vieles an dem Buch.

Echte Sympathieträger konnte ich unter den Charakteren nicht finden. Manche Figuren sind Kotzbrocken, man muss es so sagen. Selbst zu Eddie – der einige seltsame Marotten besitzt – hatte ich immer eine gewisse Distanz. Jedoch ist er ein guter Erzähler und mit ihren abwechslungsreichen, kurzen Kapiteln und Zeitwechseln lässt sich die Geschichte leicht und schnell lesen. Leider kommt das Ende ziemlich abrupt und trashig daher und bis zuletzt integrierte sich der übersinnliche Teil nicht wirklich schlüssig, weshalb ich „Der Kreidemann“ nicht hundertprozentig zufrieden beendet habe.

Fazit: Nett! Nicht mehr, nicht weniger. Man hätte sicher mehr aus der Idee herausholen können. Trotzdem: Die ruhige Kleinstadt-Stand-by-me-Atmosphäre von 1986 ist gelungen und mir gefiel das Zusammenspiel der Charaktere. Obwohl es dem Buch an Originalität fehlt und das hektisch-übertriebene Ende nicht ganz zum Rest der Geschichte passt, hebt sie sich doch positiv von den vielen immergleichen Girl-Thrillern ab.

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(24)

63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Bloody Weekend

M.A. Bennett , Sonja Häußler
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Okay, von meinen insgesamt drei Urlaubsflops war dieser Jugendthriller noch der beste. Aber so wirklich überzeugend war "Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer" von M.A. Bennett nicht. Gegen die Geschichte ist nichts zu sagen: die ist super. Oder könnte es zumindest sein: Wenn Protagonistin Greer sie nicht in einem einschläfernden Plapperton resümieren würde, ohne wirklich einmal emotional beteiligt zu wirken. Nein, da ist es mit der Spannung leider nicht weit her. Noch dazu, wenn in jedem zweiten Satz Filmvergleiche untergebracht werden, die so prähistorisch anmuten, dass kaum ein Jugendlicher etwas mit ihnen wird anfangen können. Immerhin: Einige Filme kann man sich als Tipp durchaus merken. Und der mitdenkende Shafeen war als Figur auch nicht schlecht. Genau genommen hätte ich die Geschichte sogar lieber aus seiner Perspektive gelesen, als aus der von Greer, die nun wirklich keine Blitzmerkerin ist.

Fazit: Show, don't tell! Das gilt doch eigentlich für alle Romanautoren. Die Sache mit der piekfeinen Medievals-Clique, die Mitschüler auf ein abgelegenes Anwesen lockt, um Jagd auf sie zu machen, war schonmal gut. Was diesem Jugendthriller fehlt, ist etwas "aktive" Spannung.

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(168)

317 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 140 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Cat & Cole: Die letzte Generation“ ist ein schneller Teenager-Roadtrip, eine Dystopie mit vielen Wendungen, schlauen Kids, etwas Zombieflair und starkem Fokus auf technischen Ideen. Sehr unterhaltsam!

Am besten gefallen hat mir die junge Hackerin Cat. Catarina ist super! Sie ist tough und clever, hat oft einen Plan B in der Tasche und ist nicht auf den Mund gefallen. Die junge Hackerin lässt sich nichts vormachen, nichts vorschreiben. Sie denkt logisch und handelt auch so. Meistens jedenfalls!

Es gibt eine Lovestory und ein kleines, meiner Meinung nach überflüssiges Liebesdreieck zwischen Cat und Cole (Beschützertyp mit eisblauen Augen) sowie Cat und Dax (Intelligenzbestie mit smaragdgünen Augen). Der Liebesanteil lässt den Leser zwischen vielen Actionszenen etwas zur Ruhe kommen und fällt zum Glück unaufdringlich aus. Alles andere hätte zu dieser Geschichte auch nicht gut gepasst, denn sie ist ehrlich gesagt kein bisschen so rosig wie ihr Cover. Massensterben, Menschen, die detonieren wie Handgranaten und nur eine giftige, ansteckende, rosa Blutwolke hinterlassen. Die Idee ist schon etwas irre und eklig. Vor allem, wenn dann noch die Sache mit dem Menschenfleisch dazu kommt, das zwecks Immunität gegessen wird.

Ja, es geht hier ziemlich blutig zu. Arme werden aufgeschnitten wie frisches Brot. Und zwar mehr als einmal – weil die unter der Haut implantierten Kabel und Panels eben auch mal repariert und gehackt werden müssen. Die Protagonisten sind allerdings so unfassbar hart im nehmen, dass wenig Schrecken entsteht. Teilweise musste ich grinsen. Da liegen die Hauptpersonen fast im Sterben und im nächsten Moment vollbringen sie wahre (physische) Wunder. Das alles liest sich so unrealistisch, so hollywoodartig, dass die Altersempfehlung (ab 14!) aus meiner Sicht in Ordnung geht. Nötig wäre die wilde Blutspritzerei wahrscheinlich trotzdem nicht gewesen.

Gefallen hat mir das Grundthema. Wissenschaft versus Natur. Was darf Wissenschaft? Was nicht? Wann sollte dem natürlichen Forscherdrang des Menschen ein Riegel vorgeschoben werden? Bei Emily Suvada ist der worst case schon da: Forscher synthetisieren menschliches Erbgut, kombinieren es mit neuen Bausteinen, erschaffen künstliche Super-Menschen. Kommende Generationen werden sich mit diesem Thema wohl irgendwann auseinandersetzen müssen. In den Laboren der Gegenwart wird nämlich fleißg in diese Richtung geforscht. Jugendliche bekommen also nicht nur eine unterhaltsame Actiongeschichte, sondern auch Futter für die grauen Zellen.

Gestört hat mich das hohe Erzähltempo nach immer ähnlichem Muster: 1. Riesenproblem, 2. kurze Phase der Verzweiflung, 3. grandiose Lösung – und wieder von vorne. „Cat & Cole“ ist wie eine Achterbahnfahrt – hoch, runter, Überschlag. Dadurch bekamen die Szenen mit der Zeit für mich einen vorhersehbaren, leicht hektischen Einschlag. Bei meinem zweiten Kritikpunkt schließe ich mich einigen anderen Lesern an: Die technischen Aspekte waren mir bisweilen zu wirr erklärt. Oft hatte ich das Gefühl, Vorgänge nur vage verstanden zu haben. Etliche Fakten werden früh erwähnt, aber spät vertieft. Das hätte man strukturierter lösen können. Trotzdem kann man der Handlung größtenteils gut folgen. Man sollte vielleicht nicht den Anspruch haben, alles bis ins Detail zu verstehen.

Fazit: Klasse ist vor allem die gut aufgelegte, clevere Protagonistin. Die vielen technischen Ideen/Probleme machen auch Spaß, werden aber nicht immer nachvollziehbar erklärt und teilweise zu leicht gelöst. Mit „Ein-bisschen-mehr-Zeit-lassen“ innerhalb der Handlung und einer etwas systematischeren Beleuchtung der technischen Vorgänge wäre das Buch für mich ohne Einschränkung top! Ich bin nicht sicher, ob es eine Trilogie wird. Ein zweiter Teil erscheint auf jeden Fall. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

butterblume, fantasy, fezzik, florin, guldan, guldern, helden, hörbuch, humor, kerker, klippen des todes, liebe, märchen, pirat, wahre liebe

Die Brautprinzessin

William Goldman , ,
Audio CD
Erschienen bei tacheles!, 22.11.2002
ISBN 9783936186079
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Brautprinzessin" von William Goldman ist für mich DAS Kultbuch der Abenteuer-Literatur. Mit 16 Jahren habe ich es zum ersten Mal gelesen, mit Mitte 20 wieder. Und seitdem es die großartige Lesung von Jochen Malmsheimer gibt, läuft das Hörbuch bei uns in regelmäßigen Abständen, meistens während einer langen Fahrt in den Urlaub. Ich bin jedes Mal wieder begeistert...

Eine Inhaltsangabe zu schreiben ist gar nicht so einfach: Ja, es ist ein Abenteuerroman, aber nicht nur. Ist er witzig? Sehr. Geht es um Liebe? Ja, aaaaabber… Goldman erzählt auf zwei Ebenen. Er beginnt mit der Rahmenhandlung (in der Hörbuchfassung leider monoton heruntergeleiert von „Arzt“ Bela B., der in meinen Ohren eine totale Fehlbesetzung ist). Der Anfang erfordert aber auch in Buchform etwas Geduld: Ein klein wenig ausholend berichtet Goldman, der zugleich sein eigener Protagonist ist, von seinem Werdegang als Schriftsteller. Um seinem Sohn die Liebe zur Literatur näherzubringen, beginnt er, diesem aus dem Buch „Die Brautprinzessin“ von einem angeblichen S. Morgenstern vorzulesen, seiner Erinnerung nach eines der spannendsten Abenteuer aller Zeiten. Beim Erzählen stellt er nun aber fest, dass das Buch unerträglich langweilig ist. Wie das sein kann? Ganz einfach: Sein eigener Vater – der ihm in der Kindheit daraus vorlas – hat offensichtlich viele Passagen frei interpretiert und gekürzt, im Grunde also eine ganz andere Geschichte daraus gemacht.

Goldman schreibt diese daraufhin selbst um. Und da setzt der eigentliche Erzählstrang ein, den Jochen Malmsheimer mit einer Stimmenvielfalt vorträgt, die eine wahre Freude ist: Darin geht es um Butterblume, das schönste Mädchen im ganzen Land und um Westley, einen Stalljungen, der ihr treu ergeben ist, um einen sadistischen Prinzen, Degenkämpfe, Giftmischer, Piraten und mehr. Mit viel Humor, wendungsreich und spannend wird ein höchst originelles Märchen erzählt, in dem jede noch so aberwitzige Figur liebevoll gestaltet ist. Dazwischen immer wieder die ironischen Anmerkungen Goldmans zu seinen jeweiligen Änderungen an Morgensterns Vorlage, die es in Wirklichkeit natürlich nie gegeben hat. Als Interaktion mit dem Leser sind diese Zwischenkapitel ziemlich spaßig: Wer zum Beispiel Interesse an einer öden Kussszene hat, die Goldmans Kürzung zum Opfer gefallen ist, der könne den Autor persönlich anschreiben, liest man hier.

Fazit: Ob „Die Brautprinzessin“ konzeptionell noch immer so einzigartig ist, wie 1977, als sie erstmals erschienen ist? Wahrscheinlich nicht. Auch, wenn mir Vergleichbares noch nicht untergekommen ist. Unabhängig davon ist und bleibt das Buch ein großer Spaß und ein tolles Märchen mit unvergesslichen Charakteren, das Alt wie Jung fesselt und zwei Erzähletagen virtuos zu etwas ganz Besonderem zusammenfügt. Mein Sohn liebt diese Geschichte inzwischen ebensosehr wie ich selbst. Die Helden darin sind nicht immer die schlauesten, ebensowenig wie die Bösewichter. Und ob die wahre Liebe am Ende siegt, war selten so ungewiss wie bei Goldman. Gewiss ist nur eines: Dieses Abenteuer ist zeitlos!

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189 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Romane

Rezension:

„Sag den Wölfen, ich bin zuhause“ ist der Debütroman der 48jährigen Autorin Carol Rifka Brunt, der damit in Amerika 2012 ein Überraschungserfolg geglückt ist. Für die deutsche Leserschaft wurde er erst in diesem Jahr übersetzt. Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, bringt das Thema Aids zur Sprache und wird aus Sicht der 14jährigen June erzählt. Mit der charakteristischen Stimme einer Jugendlichen zwischen Kind- und Erwachsensein: verspielt, begeisterungsfähig, schwärmerisch, mit dem starken Wunsch nach Anerkennung.

Bedächtig schildert die Autorin Junes Gefühle nach dem Tod ihres an Aids verstorbenen Onkels Finn, den June über die Maßen bewundert hat und für den sie zarte Liebesgefühle hegte. Offen lässt sie June ihre Erlebnisse erzählen, in einem leichten, angenehmen Schreibstil.

Eigentlich eine wunderbare Geschichte. Aber auch schleppend. Eigenwillig, teilweise eigenartig. Ich habe lange, sehr lange an diesem Buch gelesen. Neben der stillen Schönheit vieler Passagen, weist der Roman doch einige Längen und Wiederholungen auf. Junes Schwärmereien für ihren perfekten, großartigen Onkel Finn waren mir zu zahlreich, zu aufdringlich, fast schon zu kitschig. Aus Sicht einer 14-jährigen mag diese Art der Idealisierung realistisch sein, zu lesen fand ich sie anstrengend. Aber nicht anstößig – Junes aufschauende Liebe zu ihrem Onkel ist im Grunde ganz unschuldig. Und wie ich finde nicht unnormal für ein heranwachsendes Mädchen.

Die Handlung ist insgesamt schwer zu greifen, die Konfliktpunkte werden nur schwach inszeniert und lösen sich am Ende in Wohlgefallen auf. Überraschend für mich war, dass die Stigmatisierung, die mit der Krankheit  Aids einherging, zwar zum Ausdruck kommt, nicht aber im Fokus steht. Vielmehr geht es um das besondere Beziehungsgeflecht innerhalb Junes Familie. Die zentralen Probleme sind nicht auf Finns Homosexualität zurückzuführen, sondern haben andere Ursachen.

Da geht es einmal um Junes verwirrende Gefühle für ihren Onkel. Und um die Beziehung zu ihrer provokanten Schwester Greta. Außerdem um die Weigerung der Mutter (Finns Schwester), Vergangenes zu bewältigen. Die Vielzahl an kleinen, gärenden, aber nicht offen diskutierten Konfliktherde wirkt echt und natürlich – hier wird weder romantisiert, noch überspitzt. In welcher Familie ist schon immer heile Welt? In welcher Familie gibt es keine Kränkungen und keinen Streit?

So kreisen die Kapitel wie ein Helikopter um verfestigte, emotionale Enttäuschungen und Verletzungen. Und um die Sprachlosigkeit, die daraus entsteht. Zaghaft verändern sich dabei die Standpunkte der Schwestern innerhalb des Romans. Angestoßen von einem Porträt, das Finn kurz vor seinem Tod von ihnen gemalt hat. Und auch von dem eigenwilligen Tobi, Finns Lebenspartner, der von den Eltern geschnitten wird, mit dem sich June – in ihrem Wunsch nach Trauerbewältigung – jedoch heimlich trifft.

Die Figuren sind der Autorin gut gelungen. Wobei die problembehafte, störrische Greta der freundlichen, oft unsicheren June schnell die Show stiehlt. Für mich war Greta bei Weitem die interessanteste Figur, die die Geschichte mit ihrem besonderen Konfliktpotenzial stark bereichert hat. Das man - auch das muss ich sagen - etwas stimmiger hätte auflösen können. An ihrem Verhältnis zu June zeigt sich, wie schnell sich Menschen in ihren Gefühlen und Reaktionen verrennen. Wie leicht man sich einander entfremden kann und wertvolle Beziehungen in die Brüche gehen können. Umso wichtiger ist es, sich mitzuteilen und zu versuchen, andere Standpunkte zu verstehen. Eine gute Message, in die sich die Aids-Thematik einfügt!

Fazit: Ein ruhiges, authentisch anmutendes Buch. Interessant, irgendwie. Und eigenwillig. Lesenswert, jedoch mit Längen!

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Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Magellan, 21.07.2014
ISBN 9783734850042
Genre: Jugendbuch

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Slade House

David Mitchell , Volker Oldenburg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 15.05.2018
ISBN 9783498042769
Genre: Romane

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Stechmückensommer

Jutta Wilke
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 15.03.2018
ISBN 9783957281050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Stechmückensommer“ nimmt uns Leser mit in die schwedischen Wälder, wo die 13jährige Madeleine die Sommerferien in einem Jugendcamp verbringen soll. Was sie eigentlich gar nicht will. Ihre Eltern wollen es so. Aber die wissen auch nicht, dass Madeleine ständig von allen nur „Made“ genannt wird. Weil Madeleine dick ist. Nicht so dick, dass sie zum Sitzen zwei Stühle braucht – wie sie selbst sagt – , aber trotzdem … dick. Und da Kinder und Jugendliche sehr gemein sein können, wenn es ums Anderssein geht, beginnen die Ferien für Madeleine mit jeder Menge blöder Sprüche.


Jutta Wilke versetzt sich in „Stechmückensommer“ in ein junges, unsicheres Mädchen hinein, das nicht damit rechnet, dass irgendjemand mehr in ihr sehen könnte als nur „die Dicke“. Aber dann passiert genau das… Beim Ausflug in ein altes Bergwerk, verdrückt sich Madeleine heimlich in den Bus der Teamleiter. Nur ein paar Minuten döst sie weg. Als sie aufwacht, sitzt auf dem Fahrersitz ein 15jähriger Punk, der ihr erklärt, dass sie unterwegs Richtung Norwegen sind. Kurz darauf stößt auch noch Vincent dazu, der das Down-Syndrom hat und unbedingt mitkommen möchte.

Jutta Wilke erzählt einen Roadtrip, bei dem sich drei sehr unterschiedliche Außenseiter näher kommen, der aus meiner Sicht aber zu gewollt auf die Botschaft zugeschneidert ist. Gleich drei deutsche, problembehaftete Jugendliche laufen sich in der schwedischen Wildnis über den Weg und gehen gemeinsam auf die Reise. Nur einer von ihnen hat für diese Reise einen "echten" Grund – der 15jährige Juli. Doch warum Juli nun unbedingt einen Wagen klauen muss (Geld hat er und laut DB-Homepage könnte er bequem mit Bus und Bahn an sein Ziel gelangen), warum Madeleine und Vincent, die zufällig in das Abenteuer stolpern, hartnäckig bei ihm bleiben, diese Umstände kann die Autorin meinem Empfinden nach nur schwer erklären.

Das ungleiche Trio muss zusammenbleiben, damit die Geschichte funktioniert. Aber gerade deshalb funktioniert sie in meinen Augen nicht immer gut. Zu geradlinig entwickelt sich alles Richtung Freundschaft, zu wenig subtil wird die Aussage nach mehr Toleranz und Offenheit vermittelt, indem die Handicaps der Protagonisten plakativ in den Mittelpunkt gerückt werden.

Die erste Hälfte dieses mit 207 Seiten relativ kurzen Büchleins habe ich trotz des eingängigen Schreibstils auch als recht gestreckt wahrgenommen. Im Wesentlichen erfüllt sich der Klappentext und erst im weiteren Verlauf konnte ich gemeinsam mit Madeleine kleine, überraschende Wendungen erleben. Jedoch nicht soviele, wie ich aufgrund der Inhaltsangabe erwartet hätte. Diese versprach ein Abenteuer in der Wildnis. Aber die Natur erwies sich alles in allem als wenig beschwerlich, da sich für die meisten Probleme immer schnell eine Lösung fand.

In den letzten Kapiteln dachte ich: Ja, das ist es! Jetzt wird alles so intensiv und fesselnd, wie ich es mir die ganze Zeit erhofft hatte. Kurz darauf war die Geschichte dann leider vorbei und gipfelte in einem Ende, das für meinen Geschmack zu harmonisch in Szene gesetzt worden ist. Ich fühlte mich in einen Schweden-Urlaub-Heile-Welt-Werbespot versetzt, samt Lagerfeuer, Holzhütte und Sonnenuntergang.

Fazit: Eine Freundschaftsgeschichte mit wertvollen, aber wenig subtilen Botschaften. Für mich hielt das Buch leider zu wenige Überraschungen parat.

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

1577. Die Hexen-Verfolgung ist in vollem Gange. Nachdem ihre Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden ist, schlägt sich die 14jährige Alyce alleine nach London durch. Entschlossen, einen versiegelten Brief zu übermitteln. Der letzte Wunsch ihrer Mutter und ihre einzige Hoffnung auf Hilfe. Wie dringend sie Beistand wirklich benötigt, ahnt Alyce jedoch nicht: Wie könnte sie auch von der Intrige wissen, die Maria Stuart gegen Elisabeth I. plant und bei der Alyce eine wichtige Rolle zufällt. Und auch die zwei üblen Gestalten, die ihr dicht auf den Fersen sind, bemerkt sie zunächst nicht.

Nicholas Bowling erzählt eine magische Mysterygeschichte für junge Leser mit ein paar realistischen Elementen. Zwischen Maria Stuart und Elisabeth I. gab es tatsächlich einen langen Machtkampf und auch die Hexenverfolgung war im 16. Jahrhundert noch ein Thema, obwohl ihr Zenit in Wirklichkeit schon eine Weile überschritten war. Was die Magie betrifft… sie steht bei Bowling nicht unbedingt im Vordergrund. Auch eine Liebesgeschichte gibt es nicht, allenfalls eine kleine Verliebtheit. In erster Linie geht es um ein Geheimnis, das gelüftet werden will. Der Leser erlebt das Geschehen aus der Perspektive eines personalen (Er-/Sie-)Erzählers. In den meisten Kapiteln befindet man sich an der Seite der jungen Alyce und ihres Freundes Solomon, ab und zu nimmt man die Sichtweise der Verfolger ein.

Zweidrittel des Buches war ich wirklich angetan. Alyce gerät in einige gefährliche Situationen, findet Verbündete, sucht den Adressaten des Siegelbriefes und entdeckt eine besondere übernatürliche Begabung. Alles ist sehr düster und undurchsichtig, aber auch fesselnd. Der Autor hat ein Händchen für atmosphärische Spannung. Ich mochte seinen Schreibstil und habe es genossen, mitzurätseln.

Als ich nach mehr als 200 Seiten jedoch immer noch keine konkrete Ahnung hatte, warum Alyce verfolgt wird, wie genau die Sache mit der Magie funktioniert und was es mit der Verschwörung auf sich hat, wurde ich langsam aber sicher ungeduldig. Die Protagonisten wirkten verhältnismäßig planlos und denken kurz vor Schluss ernsthaft darüber nach, London mit einer Schauspielgruppe zu verlassen, statt weiter nachzuforschen. Das Gefühl ziellos mit den Figuren durch die Geschichte zu treiben stellte sich bei mir ein. Und damit leider der Lesefrust.

Hinzu kam, dass einige Vorgänge so schnell abgehandelt wurden, dass ich regelrecht verwirrt war und manches tatsächlich völlig falsch gedeutet habe, wie ich im Nachhinein feststellen musste. Das betraf keineswegs nur Kleinigkeiten, sondern durchaus elementare Entwicklungen. Wurde das Buch für die Zielgruppe gekürzt? Konnte sich der Autor nicht klar ausdrücken? Ist es ein beabsichtigtes Stilmittel, um eine Aura des Mysteriösen aufrecht zu erhalten? Ich weiß es nicht.

Die Auflösung quetscht Bowling dann vollständig in die letzten Kapitel, in denen extrem viel, extrem plötzlich passiert. Nachdem es lange so gut wie kein Vorwärtskommen gab, war das ein bisschen viel des Guten. Schade!

Fazit: Magische Fantasy, der noch der letzte Schliff fehlt. Die Geschichte beginnt spannend und kann die Spannung auch eine Weile halten. Aus meiner Sicht hätte aber schon früher mehr kommen müssen. Die Figuren decken zu wenige Geheimnisse auf, sie führen den Leser nicht nah genug an die Hintergründe heran. Dadurch wirkt das Buch im letzten Drittel seltsam richtungslos und mein Interesse ebbte analog ab. Soviel ich weiß, ist „Witchborn“ ein Einzelband. Für mich ist die Geschichte auch abgeschlossen. Nicht wenige Fragen bleiben aber offen, eine Fortsetzung wäre also denkbar. Würde ich einen zweiten Teil lesen? Ich denke schon. Es ist ein Debüt und man merkt dem Autor sein Potenzial deutlich an. Ausgeschöpft hat er es in „Witchborn“ noch nicht.

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