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95 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

san francisco, mutter, familie, krimi, entführung

Amandas Suche

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 03.08.2014
ISBN 9783518424100
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Amandas Suche" ist der erste Kriminalroman, den Isabel Allende verfasst hat. Er handelt von Amanda und Indiana, dem nicht ganz so gleiche Mutter-Tochter-Gespann und davon, was eine Tochter alles bereit ist auf sich zu nehmen, wenn die eigene Mutter plötzlich in Gefahr schwebt.

Die Handlung spielt in San Francisco und Isabel Allende ist es gelungen, eine handvoll Charaktere zu schaffen, denen es sogar gelingt, diese schillernde Stadt zu überstrahlen.

Amanda ist Anführerin einer Gruppe von jungen Leuten, die sich ihre Freizeit damit vertreiben, die Geheimnisse von Jack the Ripper zu ergründen. 
Als dann ein Serienmörder in ihrer Stadt sein Unwesen treibt und ihr Vater, leitender Polizeibeamter dieser Ermittlungen, dem Täter einfach nicht auf die Spur kommt, ist ihr Interesse geweckt und Amanda und ihre Freunde setzen alles daran diesen Fall zu lösen. 

Mir selbst hat "Amandas Suche" sehr gut gefallen - Einmal angefangen fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Es ist eben kein 0/8/15 Krimi, sondern ein Buch voller Liebe fürs Detail und anhaltender Spannung.

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131 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, autismus, mord, lüneburger heide, krimi

Das stumme Kind

Michael Thode
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2014
ISBN 9783404169887
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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110 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

judenverfolgung, juden, roman, frankreich, enteignung

Das Haus am Himmelsrand

Bettina Storks
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 15.09.2014
ISBN 9783827012395
Genre: Romane

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(23)

48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

klon, jugendbuch, klone, klonen, thriller

Machine Boy

Andreas Schlüter
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 07.07.2014
ISBN 9783440136843
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Während das Klonen von Menschen für die meisten vollkommen abwegig ist, wird es für Tim und Paulina kurzerhand zur bitteren Realität. 
Während ihres Campingausflugs werden sie ausgeraubt, aber damit nicht genug: als sie den Täter später stellen, gibt dieser sich als Klon aus - Ein 12-Jähriger Junge namens Ari. Auf der Flucht vor denen, die ihn erschufen.
Anfangs noch sehr ungläubig müssen Tim und Paulina nun feststellen, dass Ari doch die Wahrheit sagt und über ihre eigenen Grenzen hinausgehen, um sich selbst und ihn zu retten.

Das Buch angemessen zu beurteilen fällt mir leider schwerer als erwartet, denn ich bin hin und her gerissen. 

Das Lesen fiel sehr leicht, da die Handlung sehr flüssig gestaltet ist und man keine Probleme hat in das Buch hineinzufinden.
Etwas anstrengender fand ich den Wechsel zwischen Aris Sicht der Dinge und der "Allgemeinen", die alle drei umfasst. Der Grundgedanke dazu gefällt mir durchaus gut, jedoch waren Aris Passagen meist so kurz und knapp, dass sie mich eher vom Gesamtgeschehen abgelenkt haben und ich sie von Zeit zu Zeit am liebsten zur Seite gescheucht hätte.

Obwohl die Geschichte als solche so vielversprechend und fesselnd klang, war sie das schlussendlich dann für mich leider nicht. Viel zu oft habe ich mich dabei ertappt, dass ich während des Lesens oft abgeschweift bin, da die Spannung oft sehr nachließ und es kaum Überraschungsmomente gibt.

Auch wenn das alles sehr negativ klingen mag, kann ich dieses Buch doch jedem ans Herz legen, der ein bißchen Fantasie besitzt.
Warum? 

Ich denke, dass mein größtes Problem war, dass ich leider einfach etwas anderes erwartet habe und deshalb etwas enttäuscht war. Ein Thriller, wie ich sie normalerweise liebend gern lese, war es für mich nämlich leider nicht. 
Wenn man von dieser Erwartungshaltung jedoch Abstand nimmt und sich auf die Geschichte rund um Paulina, Tim und Ari einlässt, wird man in eine Welt entführt, die gnadenlos demonstriert, wie weit Menschen zu gehen bereit sind um Macht und Reichtum zu erlangen. 

Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne geben.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

sex, köln, kurzgeschichten, erotik, erotische geschichten

Sexy Cologne

Lena Leevje , , ,
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.06.2014
ISBN 9783499234606
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

.... war alles, was mein Kölsch hergegeben hat, bis ich "Sexy Cologne" lesen durfte.

In ihrem Buch nimmt uns Leny Leevje mit auf eine (erotische) Reise durch die Stadt am Rhein, und lässt uns Köln durch ganz neue Augen sehen. 

Sexy, witzig, nicht immer ganz ernst zu nehmen - Die 10 Kurzgeschichten haben definitiv gehalten, was sie versprachen. 
Durch die kölsche Mundart entsteht ein ganz eigener Charme, der den Leser durch das Buch trägt. 
Leny Levy gelingt es, durch den Dialekt Witz in die Geschichten zu bringen, ohne sie lächerlich zu machen. Das ist meiner Meinung nach eine große Leistung, die das Buch im Vergleich zu manch anderem erfrischend anders macht. 

Leichte Abzüge in der B-Note gibt es von mir einzig und allein wegen des Covers, auch wenn es mir in der Seele weh tut. Farblich finde ich es absolut stimmig, nur leider passt meiner Meinung nach das Bild der Frau einfach nicht ins Gesamtbild. 

"Sexy Cologne" lege ich jedem unbedingt ans Herz, der auf der Suche nach einer piffigen, locker leichten Sommerlektüre ist, die einen in einen Kurzurlaub am Rhein entführt. 

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227 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, karin slaughter, mord, sekte, jeffrey tolliver

Gottlos

Karin Slaughter , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 22.11.2011
ISBN 9783499257865
Genre: Krimi und Thriller

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126 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

thriller, karin slaughter, kindesmissbrauch, krimi, spannung

Vergiss mein nicht

Karin Slaughter
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 19.11.2012
ISBN 9783641084981
Genre: Krimi und Thriller

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363 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

thriller, karin slaughter, dreh dich nicht um, spannung, jeffrey tolliver

Dreh dich nicht um

Karin Slaughter , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.01.2014
ISBN 9783442382682
Genre: Krimi und Thriller

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453 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 28 Rezensionen

thriller, will trent, folter, sara linton, karin slaughter

Tote Augen

Karin Slaughter , Klaus Berr
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.08.2013
ISBN 9783442374786
Genre: Krimi und Thriller

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184 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 21 Rezensionen

entführung, will trent, sara linton, drogen, faith mitchell

Harter Schnitt

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 26.08.2013
ISBN 9783764504151
Genre: Krimi und Thriller

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(265)

535 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, drogen, sara linton, jeffrey tolliver, mord

Zerstört

Karin Slaughter , Klaus Berr
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 09.11.2010
ISBN 9783442372201
Genre: Krimi und Thriller

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799 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, sara linton, mord, belladonna, karin slaughter

Belladonna

Karin Slaughter , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.06.2012
ISBN 9783442379064
Genre: Krimi und Thriller

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254 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 26 Rezensionen

mord, thriller, will trent, sara linton, selbstmord

Letzte Worte

Karin Slaughter , Klaus Berr
Fester Einband: 511 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 29.10.2012
ISBN 9783764504144
Genre: Krimi und Thriller

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143 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 44 Rezensionen

italien, liebe, umbrien, eli, hannah

Der Apfelsammler

Anja Jonuleit
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2014
ISBN 9783423260176
Genre: Romane

Rezension:

Es ist noch gar nicht so lang her, da hat mein Bücherregal neuen Zuwachs bekommen.
„Der Apfelsammler“, so heißt die neue Errungenschaft, die zum Glück schon frühzeitig den Weg zu mir fand. Verfasst wurde das Buch von Anja Jonuleit und seit dem 01. Juni 2014 ziert es nun auch die Regale in den Buchhandlungen.

Auf 368 Seiten entführt Anja Jonuleit den Leser nach Castelnuovo, einem kleinen Ort in Umbrien.
Erzählt werden nicht nur eine, sondern gleich zwei Geschichten: Die Geschichten von Hannah und Eli(sabeth), ihrer Tante. 

Der Beginn des Buches hätte vermutlich nicht trauriger sein können: Nicht nur findet sich Hannah in einer der vielen Diskussionen mit ihrem verheirateten Freund Martin wieder, sie erhält auch einen Anruf von einer Frau aus Italien, die ihr mitteilt, dass ihre Tante Eli verstorben sei.
Kurzum trifft Hannah gleich zwei längst überfällige Entscheidungen: Sie entledigt sich ihrer Beziehung zu Martin, die ohnehin nur in eine Sackgasse zu führen scheint, und macht sich den Weg nach Castelnuovo um dort den Nachlass ihrer Tante zu verwalten.

In Castelnuovo angekommen dauert es nicht lang bis Hannah zu spüren bekommt, dass nicht alle Dörfler von Natur aus freundlich gesinnt sind. Noch dazu stellt sich das Haus ihrer Tante als ein kleinwenig renovierungsbedürftig heraus und Hannah kommt nicht umhin sich zu fragen, was Eli wohl an diesen Ort verschlagen haben mag.
Während sie sich vorerst im Haus einrichtet stößt sie auf einzelne Seiten eines Briefes, den ihre Tante verfasst hat.
Obwohl es sich hierbei nur um ein paar einzelne Auszüge aus einem Entwurf handelt, merkt Hannah jedoch schnell, dass Eli anscheinend ihr ganzes Leben niedergeschrieben hat.

Was sie noch nicht weiß, wir als Leser jedoch schon, ist, dass sie mit ihrer Vermutung genau ins Schwarze getroffen hat.
Während Hannah im laufe des Buches nun also auf der Suche nach dem Rest des Briefes ist und so immer mehr über ihre Tante, Castelnuovo und auch sich selbst erfährt, bekommen wir Kapitel für Kapitel den gesamten Brief zu lesen, den Eli vor ihrem Tod verfasst hat.

Wir erfahren viel über die Umstände darüber, wie sie aufgewachsen ist und wie sie zu einer Weltenbummlerin wurde, die sich erst wieder niederließ, als ihre Schwester und ihr Schwager bei einem Autounfall ums Leben kamen und sie deren Tochter, die damals 9-Jährige Hannah, zu sich nahm.

Elis Geschichte erzählt von Unglücken, die sich scheinbar unaufhaltsam aneinanderreihen und Momenten des Glücks, die die Schatten der Vergangenheit zwar verdrängen, aber niemals ganz auslöschen.
Wir werden Zeugen einer schier unendlichen ersten Liebe und der Grausamkeit einer Familie, die damit einherging.

 Allein rein optisch ist „Der Apfelsammler“ ein echter Hingucker, es kommt in einer wunderschönen, ländlichen Aufmachung daher. Zwischen Autor und Titel prangt ein gold-gelber Apfel, der sich, ebenso wie die Blume in der unteren rechten Ecke, deutlich vom Rest abhebt, wenn man sich seinen Weg über das Cover erfühlt.

Auch hinter dieser einladenden Erscheinung ist das Buch in sich absolut stimmig.
Wenn es darum geht, dass zwei Menschen ihre Geschichten erzählen sollen, ist es mir bisher oft passiert, dass das Lesen sich als eine absolute Erlebnisreise herausgestellt hat, da die Übergänge zumeist sehr holprig waren.
Dieses Problem hat Anja Jonuleit wunderbar gemeistert. Von Holprigkeit ist überhaupt keine Spur, die Geschichte ist auf einer wundervoll einfache Art Detailgetreu, spannend und mitreißend. Egal wie oft man das Buch zur Seite legt (was eigentlich so gut wie gar nicht passiert, sobald man einmal angefangen hat zu lesen), man ist immer sofort wieder im Geschehen.
Die Geschichten von Hannah und Eli fließen absolut flüssig ineinander, verdichten sich bis hin zum großen Ganzen.

Ich muss gestehen, dass ich vom Ende etwas… Nein. Solche Negativworte wie „enttäuscht“ möchte ich nicht einmal im Traum mit diesem Prachtexemplar in Verbindung bringen.
Sagen wir es so: Ich hätte mir das Ende etwas ausführlicher gewünscht. Irgendwie ist es nur sehr einseitig und ließe definitiv Platz für eine Fortsetzung.

Für mich persönlich ist „Der Apfelsammler“ jedoch eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe und hat schon jetzt einen Platz auf der Liste der Lieblingsbücher 2014 sicher.

 

Absolut empfehlenswert!

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143 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

ungarn, sommer, liebe, see, emylia hall

Mein Sommer am See

Emylia Hall , Astrid Finke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei btb, 12.05.2014
ISBN 9783442745555
Genre: Romane

Rezension:

Ungefähr zur selben Zeit, zu der unser Sommer hier abtauchte, bekam ich dank einer Leserunde der tollen Seite Lovelybooks.de die Möglichkeit, das Gleiche zu tun.
Voller Vorfreude tigerte ich Tag für Tag zum Briefkasten und wartete sehnsüchtig auf das Buch.
Dann, endlich, nach wenigen aber doch so langen Tagen, hielt ich es endlich in der Hand. Mein Exemplar von „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall. Hipp Hipp Hurra, dachte ich mir und tauchte ebenfalls ab. Nicht etwa in den scheinbar nicht enden wollenden Regen oder die gefühlt meterhohen Pfützen, die er auf den Straßen hinterließ, sondern geradewegs in die wunderbare Welt Ungarns.

In „Mein Sommer am See“ meistert es Emylia Hall, den Leser an gleich drei Orte zu versetzen: das eher konservative und unscheinbare Devon, das aufregende und fremde Ungarn und, wenn auch nur fast ebenso beiläufig wie Devon, London. Fast genauso verhält es sich mit der Zeit, denn ein Großteil der Erzählung spielt sich in der Vergangenheit ab, gestützt auf Erinnerungen an Devon und die Sommer in Ungarn.

Aber genug geschwafelt, jetzt geht’s ans Eingemachte.

Nach einem kurzen Prolog erfahren wir, dass Beth, die Protagonistin, in England lebt und Besuch von ihrem Vater erwartet.
So weit nichts Ungewöhnliches, mag man meinen, jedoch wird recht schnell klar, dass es sich hierbei durchaus um eine Kuriosität handelt, da ihr Vater sie bisher noch nie in London besucht hat, was zum Großteil daran liegt, dass das Verhältnis der beiden gleichermaßen innig wie kompliziert ist.
Beth gibt sich jedoch große Mühe dafür zu sorgen, dass sie beide ein paar schöne Tage miteinander verbringen können, weshalb ihre anfänglichen Bedenken über den Grund seines Besuches schon bald in den Hintergrund geraten.
Leider stellt sich unmittelbar nach der Ankunft ihres Vaters David heraus, dass man manchmal doch lieber einfach auf sein Bauchgefühl vertrauen sollte, denn es ist nicht so, dass er nur nach London gereist ist um seine Tochter zu besuchen, er bringt auch ein mysteriöses Paket mit, dessen Absender Beth’s Welt unverzüglich auf den Kopf stellt, denn das Paket wurde in Ungarn aufgegeben. Von niemand geringerem als Zoltan, dem Lebensgefährten ihrer Mutter.
Außer sich vor Enttäuschung darüber, dass ihr Vater ihr dieses Paket in die Wohnung bringt wie eine Katze eine tote Maus, tobt und wütet Beth und die beiden beschließen mehr oder minder einvernehmlich, dass es besser ist, wenn David die sofortige Rückreise nach Devon antritt.
Das Paket jedoch lässt David nichtsdestotrotz genau dort, wo es ist.
Nachdem ihr Vater wieder abgereist ist und nach langem hin und her und hadern mit sich selbst kommt es schließlich wie es kommen muss: Beth öffnet das Paket.
Zweierlei Dinge befinden sich darin. Zum einen ein Brief, in dem Zoltan ihr erklärt, dass ihre Mutter, Marika, an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben ist und zum anderen ein selbstgebasteltes Buch von Marika.
Bei dem Buch handelt es sich um ein liebevoll gestaltetes Fotoalbum, das ein Foto für jeden Sommer enthält, den Beth, damals noch Erzsi genannt, bei ihr und Zoltan in Ungarn verbracht hat.

Bild für Bild, Jahr für Jahr, Sommer für Sommer lässt Beth uns nun an ihren Erinnerungen teilhaben und nimmt uns mit auf eine Reise, über welche uns stets die eine Frage begleitet: Was ist nur geschehen, damit eine Familie so auseinandergerissen wird?

Nun, da ich nach ein paar Tagen wieder aufgetaucht bin und Erzis Geschichte revue passieren lasse, muss ich gestehen, dass ich sehr zwiegespalten bin was mein Fazit angeht.
Ebenso wie viele andere aus meiner Leserunde hatte ich das Problem, dass ich mich unheimlich schwer tat in das Buch hineinzufinden. Seite für Seite, Kapitel für Kapitel hoffte ich, er bald kommen würde. Dieser eine Moment. Der Moment, wo du von einem Buch und seiner Geschichte so eingesaugt wirst, dass du es kaum noch aus der Hand legen kannst und nicht erwarten kannst zu erfahren, wie es ausgeht.
Leider blieb dieser Moment irgendwie aus.
Zum eigentlich ersten Mal konnte ich aber folgendes Phänomen beobachten:
Ich liebte das Buch. Von Anfang an. Schon allein wegen des Covers, das atmosphärisch in sich einfach so unglaublich stimmig ist.
Wie sich herausstellte liebte ich sogar die Geschichte. Aber eben nicht auf dieselbe Art wie oben beschrieben, sondern auf eine „Oh mein Gott, ich will unbedingt wissen wie es ausgeht, was passiert ist, wohin das alles führt! Aber bitte… Kannst du nicht für mich lesen und es mir erzählen?“-Art.
Und das ist wirklich schade, einfach weil diese Geschichte so unheimlich viel Potential hat, so viel Nährboden für Dramen, Liebe, Versöhnungen und das ganze Klimbim bietet.
Meiner Meinung nach wurde das jedoch nicht voll ausgeschöpft und ich hätte mir die ein oder andere Wendung definitiv anders gewünscht.

Alles in allem kann ich „Mein Sommer am See“ jedoch guten Gewissens weiterempfehlen.
Hinter diesem wundervollen Cover steckt eine wirklich gute Geschichte über Familienbande, Geheimnisse und die zarten Knospen der ersten Liebe. Und als i-Tüpfelchen wird die Landschaft so liebevoll beschrieben, dass man, ehe man sich versieht, plötzlich selbst am Balaton steht und über das Wasser blickt.

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