lilli_geeksantiquess Bibliothek

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Alice hinter den Spiegeln

Lewis Carroll , Christian Enzensberger
Flexibler Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2011
ISBN 9783458362036
Genre: Klassiker

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Lady Trents Memoiren 3

Marie Brennan , Andrea Blendl
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 18.07.2018
ISBN 9783959816601
Genre: Fantasy

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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Varia: City of Magic

Anika Ackermann
E-Buch Text: 543 Seiten
Erschienen bei null, 08.08.2018
ISBN B07FKL6ZKR
Genre: Sonstiges

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111 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hazel Wood

Melissa Albert , Frauke Schneider
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Moondust

Gemma Fowler
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Chicken House, 21.03.2018
ISBN 9783646921618
Genre: Jugendbuch

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51 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Der dunkle Wald

Cixin Liu , Karin Betz
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453317659
Genre: Science-Fiction

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Da haben wir den Salat!

Rolf-Bernhard Essig , Regina Kehn
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260597
Genre: Sachbücher

Rezension:

Guten Tag, Axtstiel! Da haben wir den Salat… Was wie wirres Gebrabbel klingt, hat tatsächlich einen Sinn. Dem geht Rolf-Bernhard Essig in seinem Buch „In 80 Sprichwörtern um die Welt“ auf den Grund. In 80 kurzen Geschichten lernen wir, wieso der König der Xhosa in Südafrika Schwänze verteilt, was die Hochzeit des Maulwurfs mit Stärke zu tun hat und warum man in Bangladesch Affen schmeicheln sollte. Klingt verrückt? Ist es auch! Und irre witzig.

Auch wenn das Buch auf den ersten Blick klar nach Kinderbuch aussieht (was es auch durchaus ist), können Erwachsene ebenso einen enormen Spaß mit den kurzweiligen Geschichten haben. Die Erzählungen sind in der Regel ein bis zwei Seiten lang und schnell gelesen. Nach Ländern bzw. Völkern und Stämmen sortiert, werden hier unbekannte Sprichwörter aus aller Welt vorgestellt. Am Ende jeder Geschichte finden sich vergleichbare Sprichwörter aus dem Deutschen und kindgerechte Illustrationen, die den charmanten sprachlichen Charakter des Buches liebevoll unterstreichen.

Europa

Auf den ersten Seiten reisen wir quer durch Europa. In Anlehnung an Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ starten wir in…? England natürlich! Über Irland, Schottland und Skandinavien geht es in den Osten Europas und anschließend über Griechenland in den Süden.

Das irische Sprichwort vom Fuchs und der Napfschnecke ist neben der schwedischen „Guten Tag, Axtstiel“-Geschichte mein Liebling! Beim Lesen habe ich überlegt, auf welches Ende und vor allem, welches Sprichwort die Geschichte hinauslaufen soll und war dann umso überraschter, als die Pointe folgte. Bei den Tsonga in Süden Mosambiks gibt es ein ähnliches Sprichwort: Eine Ameise tötete einen Elefanten. Mehr möchte ich allerdings nicht verraten, um niemandem den Spaß an der Geschichte zu verderben.

Afrika, Arabien und der Nahe Osten

Im zweiten Teil des Buches stehen die afrikanischen Sprichwörter und ihre Herkunft auf der Agenda. Hier gibt es die größten Unterschiede vor allem zwischen den Stämmen und Stammesgebieten, weniger zwischen den einzelnen Ländern, weshalb die Sprichwörter auch größtenteils nach ersteren sortiert sind. Im weiteren Verlauf geht es außerdem in den Jemen, nach Israel und Palästina.

Die Geschichte, die mir in diesem Abschnitt der Weltreise (und wahrscheinlich im gesamten Buch) am besten gefallen hat, ist die ghanaische Erzählung von den Topfguckern und den Auswanderern. Wie man auf so eine brillant-lustige Weise die Menschheitsgeschichte in wenigen Sätzen karikieren kann, hat mich wirklich fasziniert und zum Lachen gebracht. Vor allem, weil sich der eine oder andere Europäer hier vielleicht ertappt fühlen mag...

Vorderasien und Fernost

Abschnitt Nummer 3 führt uns neben den fernöstlichen Gebieten in Asien auch in das Gastland der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2018: Georgien! Welches zugleich auch das Herkunftsland meiner liebsten Erzählung aus Vorderasien und Fernost ist.

Die Geschichte vom Kleinen Wein aus Georgien trifft den Nagel auf den Kopf: Die Georgier lieben ihren Wein eben sosehr wie ihre Kinder. Allerdings ist mir (trotz der Vorschläge im Buch) keine wirklich adäquate Entsprechung im Deutschen eingefallen. In diesem Fall sollte man im täglichen Sprachgebrauch vielleicht einfach auf das georgische Original zurückgreifen.

Ozeanien, Nord- und Südamerika

Die letzte Etappe der Reise führt uns nach Ozeanien und schließlich nach Nord- und Südamerika.

Hier begegnen wir, im Gegensatz zum restlichen Buch, vielen modernen und sogar bekannten Sprichwörtern. Womit wir auch bei meinem Highlight wären:

Der Klassiker „Houston, wir haben ein Problem!“ ist zwar spätestens seit dem Filmstart von „Apollo13“ im Jahr 1995 überall bekannt, dennoch wissen viele Menschen nicht, woher dieser Ausspruch ursprünglich kommt und welche lebensbedrohliche reale Geschichte dahinter steckt.


Kleines Manko: Das Inhaltsverzeichnis empfinde ich persönlich als etwas unübersichtlich und ich hätte mir direkt eine Einteilung in Hauptkapitel (Kontinente) und Unterkapitel (Länder) gewünscht. Eine Art Rückwärtssuche wäre zudem ebenfalls schön. Vor allem, da es sich um ein Buch handelt, dass man nicht nur einmal in die Hand nimmt, sondern bei Bedarf immer mal wieder aus dem Regal fischt. Sei es um zu stöbern oder um ein bestimmtes Sprichwort oder eine Geschichte nachzuschlagen. Und gerade, wenn man zwar das Sprichwort noch im Kopf hat, aber leider nicht mehr das Herkunftsland, wäre eine zusätzliche Nachschlagemöglichkeit nach den einzelnen Sprichwörtern toll!

Alles in allem ist „Da haben wir den Salat!“ ein amüsantes Buch, das sich für Groß und Klein als Repertoire für Gutenachtgeschichten oder eine kurze Schmunzelei zwischendurch eignet.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Große Wildnis

Piers Torday , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.03.2015
ISBN 9783570225264
Genre: Kinderbuch

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Im Bann des Ozeans

Robert Hofrichter
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 26.03.2018
ISBN 9783579086781
Genre: Sachbücher

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Frauen und Bücher

Stefan Bollmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 10.08.2015
ISBN 9783442749805
Genre: Sachbücher

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bibliophilie, bücher, emanzipierte frauen, lesen

Büchernärrinnen

Brigitte Ebersbach , Sascha Simon
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ebersbach & Simon, 13.03.2015
ISBN 9783869150994
Genre: Biografien

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ein Haus mit vielen Zimmern

Sophia Jungmann , Karen Nölle , Sophia Jungmann , Karen Nölle
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei edition fünf, 26.08.2015
ISBN 9783942374712
Genre: Romane

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Frauen, die lesen, sind gefährlich

Stefan Bollmann , Elke Heidenreich
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Elisabeth Sandmann Verlag, 06.07.2012
ISBN 9783938045060
Genre: Sachbücher

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wo Frauen ihre Bücher schreiben

Tania Schlie , Elke Heidenreich , Elke Heidenreich
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 13.10.2014
ISBN 9783851791945
Genre: Sonstiges

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Follower

Eugen Ruge
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499271717
Genre: Romane

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515 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Metro 2033

Dmitry Glukhovsky , M. David Drevs
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2012
ISBN 9783453529687
Genre: Science-Fiction

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114 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

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Auslöschung #1 Southern-Reach-Trilogie

Jeff VanderMeer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426518045
Genre: Science-Fiction

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Die Memoiren einer Überlebenden

Doris Lessing , Rudolf Hermstein
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.1981
ISBN 9783596252022
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Legende von Atia

Sarah A. Herweg
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 05.06.2018
ISBN 9783752862591
Genre: Fantasy

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Nichts, um sein Haupt zu betten

Françoise Frenkel , Elisabeth Edl , Patrick Modiano
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei btb, 12.02.2018
ISBN 9783442716081
Genre: Biografien

Rezension:

Eine jüdische Buchhändlerin flieht 1939 aus Berlin über Frankreich in die Schweiz. Mit sich führt sie wenig Gepäck, viele Erinnerungen und die französische Literatur im Herzen. Ein Erfahrungsbericht, der lange verschollen war und nun erstmals in deutscher Übersetzung erscheint. Zu erwarten war ein bewegender Bericht, der einen authentischen Blick in die Vergangenheit offenbart. Und doch ist es mir selten so schwer gefallen, eine Rezension zu verfassen.

Inhalt
Die polnische Jüdin Francoise Frenkel eröffnet nach Abschluss ihres Studiums und eines Praktikums in Paris 1921 die erste französische Buchhandlung in Berlin. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kann sie die literaturaffine Berliner Gesellschaft für sich gewinnen und baut einen festen treuen, wenn auch kleinen Kundenstamm auf, der ihr während der ersten Unruhen des aufkeimenden Nationalsozialismus zur Seite steht. Doch 1939 muss sie getrieben von der Furcht vor einer Deportation fliehen – über Paris quer durch Frankreich bis nach Nizza.

Zugegeben: Mit dem Vorwort von Literatur-Nobelpreisträger Patrick Modiano und der kurzen Anekdote zur (Neu-)Entdeckung des Buches hat man fast den Eindruck, den Flohmarktschatz selbst aufgestöbert zu haben. Dementsprechend erwartungsfroh begegnet der Leser auch den ersten Seiten und Worten des Berichts von Françoise Frenkel, der in der Presse in den höchsten Tönen gelobt wurde. Leider führt gerade die hohe Erwartungshaltung schnell zu einer Ernüchterung, denn die Geschichte hätte sich gut und gerne auch auf 100 Seiten weniger erzählen lassen. Da das Thema – die Flucht und Vertreibung der Juden in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts – ein sehr heikles, aber nicht weniger wichtiges Thema ist, wagt man es kaum, das Werk zu kritisieren. Denn schließlich handelt es sich hier um die Lebensgeschichte einer geflüchteten Jüdin und über ein gelebtes Leben urteilt man nicht ohne weiteres. Es fällt also schwer, bei diesem Buch von „mögen“ oder „nicht mögen“ zu sprechen, man muss bei der Betrachtung definitiv den historischen Inhalt vom Rest der Erzählung trennen. Zeitgeschichtlich gesehen besitzt das Buch, so wie alle Dokumente einer bestimmten Epoche, eine hohe Relevanz. Flucht, Deportationen und Verhaftungen werden ebenso thematisiert wie der Schrecken, den der Nationalsozialismus in Europa verbreitete. Rein stilistisch hat es mir allerdings nicht wirklich gefallen.

Eine Buchhändlerin auf der Flucht
Wir begegnen einer hochgebildeten Frau, die belesen und für damalige Verhältnisse weit gereist ist, die studiert und sich eine eigene Existenz geschaffen hat. Alles Dinge, die im Interbellum in der Damenwelt eher selten anzutreffen waren. So ist es anzunehmen (auch wenn dies in der Erzählung nicht explizit erwähnt wird), dass Françoise Frenkel aus einer wohlhabenden und mehr oder weniger einflussreichen jüdischen Familie stammt. Wie sonst hätte sie als polnische Jüdin ein Studium in Frankreich und die Eröffnung einer Buchhandlug in Deutschland finanzieren können? Dementsprechend erachtet sie während ihrer Flucht, die erzähltechnisch mehr wie eine Reise denn ein erzwungenes Ereignis anmutet, einen gleichbleibend hohen Lebensstandard als selbstverständlich. Bis zum Schluss flüchtet sie sich auch geistig in die Welt der schönen Dinge und der Literatur, die zwar in der Erzählung eine nebensächliche Rolle spielt, im Hintergrund aber stets präsent ist.

Das Buch liest sich eher wie ein Roman und nicht wie ein Erfahrungsbericht. Die Sprache ist leicht, teils humorvoll und vermittelt den Eindruck einer authentischen Erzählerstimme, was dem Inhalt und dem schwer vermittelbaren Thema gut tut. Allerdings verwundert der lockere Plauderton im Kontext der tatsächlichen äußeren Umstände doch ein wenig und auch die stete Anklang ihrer betont unpolitischen Haltung wirkt befremdlich. Zudem werden markante Begriffe – als Beispiel sei hier das Wort „frappant“ genannt – überdurchschnittlich häufig wiederholt. Das mag an der Übersetzung liegen, als Stilmittel gedacht oder einfach einem persönlichen Spleen geschuldet sein, mich hat es leider im Lesefluss massiv gestört.

Fazit
Es war schön, nach längerer Pause wieder etwas von einer nicht-zeitgenössischen Autorin zu lesen. Vor allem da der Zeitgeist vor 70 Jahren doch ein ganz anderer gewesen ist und der Zweite Weltkrieg für die zweite und dritte Nachkriegsgeneration unvorstellbar weit entfernt erscheint. Emotional und historisch ist die Geschichte von Françoise Frenkel bedeutend und sollte nicht erneut in Vergessenheit geraten. Rein literarisch bietet das Werk mir persönlich dennoch zu wenig Anreiz, um es weiterzuempfehlen oder erneut zu lesen. Wer sich fernab von reinen Geschichtsbüchern mit der Judenverfolgung und den Folgen des Nationalsozialismus beschäftigen möchte, dem würde ich nach wie vor eher zum „Tagebuch der Anne Frank“ oder Markus Zusaks Roman „Die Bücherdiebin“ raten.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Das Buch der Schurken

Martin Thomas Pesl , Kristof Kepler
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2018
ISBN 9783442716036
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer ist der schlimmere Bösewicht im Harry-Potter-Universum? Die zuckersüß-sadistische Dolores Umbridge oder doch Lord Voldemort, das nasenlose Grauen? Kann die Herzkönigin es in Sachen Abscheulichkeit mit Fräulein Knüppelkuh aufnehmen? Und was haben eigentlich Moby Dick und Shir Khan gemeinsam? Martin Thomas Pesl versammelt auf 256 Seiten die „100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur“ und folgt dabei nicht immer dem zu erwartenden Muster. Werfen wir also einen Blick auf die Bösesten der Bösen: die Schurken aus Literatur, Mythologie und erzählender Dichtung.

Von Egoschweinen, Psychopathen und verrückten Wissenschaftlern

Aus einer Kolumne für das österreichische Magazin WIENER, in der Pesl von 2008 bis 2015 den Lesern humoristisch, kurz und knapp Klassiker der Weltliteratur vorstellte, wurde die Idee geboren, sich in einem Buch der besonderen Charaktersorte der Schurken zu widmen. Das kleine Nachschlagewerk ist in zwölf Kategorien unterteilt, in denen sich die Antagonisten in ihrer Bosheit den Rang ablaufen: Egoschweine und verrückte Wissenschaftler mit Hang zum Wahnsinn treffen auf Psychopathen, Despoten und etwas fragwürdige Erziehungsberechtigte. Neben den klassischen Bösewichten begegnen uns auch unbekannte, aber nicht weniger fiese literarische Schurken und Schurkinnen. Denn ja, auch die Weiblichkeit ist in der Szene vertreten, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie die Herren der Schöpfung. In der Literatur ist das Böse bisher eben eher maskulin. Zu guter Letzt gibt es da auch noch die, die weder Männlein noch Weiblein oder überhaupt von menschlicher Natur sind: die Monster, Wesen und Schreckgestalten, die das Lesen erst zu einem richtigen Vergnügen machen.

Denn wer liebt sie nicht, die Bösen, die Undurchschaubaren, die Strippenzieher im Hintergrund? Sie verpassen jedem Werk die nötige Würze und geben dem Leben der Helden erst einen Sinn! Was wäre Tolkiens „Der Herr der Ringe“ ohne Sauron und seine dunklen Heerscharen? Ein nettes Kaffeekränzchen im Auenland und ein friedliches Nebeneinander der Völker Mittelerdes? Langweilig! Dank Sauron kommt erst Schwung in die Geschichte, auch wenn er selbst nur als dunkle Bedrohung über allem schwebt. Egal ob böse Stiefmütter (Gebrüder Grimm), die Westhexe aus Oz (L. Frank Baum), Graf Dracula (Bram Stoker) oder die bürokratieversessenen Vogonen aus Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ – das Böse hat viele Gesichter.

Dem Schurkentum auf den Grund gehen

Mit lustigen Anekdoten, Hintergrundinformationen und Fakten zu Autor, historischem Kontext und Adaptionen stellt Pesl die unterschiedlichsten Schurken vor. Wir lernen beispielsweise, dass Captain Hook in der ersten deutschen Übersetzung noch Kapitän Haken hieß und dass das Fräulein Rottenmeier aus „Heidi“ am liebsten bewaffnet mit Lebertran und Turmfrisur auf ihre Zöglinge losgeht. Garniert wird jeder Beitrag mit einer netten Illustration von Kristof Kepler und einem Steckbrief, in dem unter anderem Stärken, Schwächen, Waffen und Erzfeinde der Bösewichte aufgeführt werden. Als kleines Plus kann man am Ende in eine vorgefertigte Liste sein eigenes Schurkenranking eintragen. Besonders hilfreich, wenn man einen bestimmten Charakter sucht, sind das umfangreiche Literaturverzeichnis am Ende und die Auflistung aller behandelten Schurken nach Kategorie.

Das Büchlein ist kurzweilig geschrieben, lehrreich und amüsant. Es lässt sich in einem Rutsch durchlesen – oder, wie ich eher empfehlen würde – portionsweise zum Frühstück verschlingen, um mit dem „Schurken des Tages“ und einem Schmunzeln in den Morgen zu starten. Man blättert sich durch, entdeckt fast vergessene Schurken aus Kindheitstagen wieder oder stößt überrascht auf einen interessanten Anti-Helden, den man noch gar nicht kannte. Egal wie man es liest, das Buch macht Lust, die alten Klassiker erneut auszupacken und den Fieslingen in den dazugehörigen unbekannteren Werken einen Besuch abzustatten.

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Der Kult

Marlon James , Wolfgang Binder
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 21.05.2018
ISBN 9783453677180
Genre: Romane

Rezension:

Bereits 2009 erschien Marlon James‘ Romandebüt „John Crow‘s Devil“ in deutscher Übersetzung, damals noch mit dem Titel „Tod und Teufel in Gibbeah“, und bekam leider (!) nicht die verdiente Aufmerksamkeit. Mit der aktuellen Neuübersetzung erreicht das literarische Debüt des Jamaikaners nun hoffentlich ein größeres Publikum – denn der Roman ist durchaus die Lektüre wert: der Leser wie auch die Charaktere sehen sich Fanatismus, Gewalt und menschlichen Abgründen ausgeliefert. Doch worum geht es eigentlich? Und was macht das Buch überhaupt lesenswert? Ein Blick unter den charismatischen Deckmantel von „Der Kult“.

*** Gott ist tot ***
„Ich weiß, wer Ihr Gott ist. Er ist in meinem Küchenschrank und es steht vierzig Prozent drauf. Gott ist ein Teufel.“
- Marlon James „Der Kult“, S.99 -

Wir befinden uns in einem fiktiven karibischen Dorf namens Gibbeah, Ende der 1950er Jahre. Es herrscht monotone Stille, die Bewohner gehen ihrem täglichen Trott nach und jeder trägt seine dunkelsten Geheimnisse (mal mehr, mal weniger) unbemerkt mit sich. Doch die zarte Blase des falschen Friedens zerplatzt, als ein Geier durch das Fenster der örtlichen Kirche kracht und die Besucher der Morgenmesse im wahrsten Sinne des Wortes wachrüttelt. Kurze Zeit später übernimmt der selbst ernannte Apostel York die spirituelle Führung der Gemeinde und verdrängt damit den amtierenden Pastor Hector Bligh. Zwischen dem charismatischen Apostel und dem alkoholabhängigen Pastor, aber auch innerhalb des kleinen Dorfes, entbrennt ein erbitterter Glaubenskrieg, in dem es bald um mehr als nur religiöse Fragen geht.

*** Nichts für Zartbesaitete ***
Ich muss zugeben, zu Beginn der Lektüre war ich zunächst geschockt und etwas überfordert. Vor allem, weil dieser Roman so ganz anders ist, als das, was ich sonst lese. Mir war auch recht schnell klar, wieso Marlon James die Widmung für seine Mutter mit dem Zusatz versehen hat, dass ebenjene das Buch nicht lesen dürfe. Die Geschichte beginnt abrupt, schmerzlos und ohne jede Vorwarnung. Der Stil ist mal realistisch, mal bizarr und fragmentarisch. Die Schauplätze und Sichtweisen wechseln sich rasant ab und ich brauchte einige Seiten, um mich an die ungewohnte Erzählweise heranzutasten. Doch es lohnt sich! Nach etwa 60 Seiten teilweiser bis gänzlicher Verwirrung ist man endlich in der Geschichte angekommen, hat die Chronologie der Ereignisse und die Personen erfasst und kann sich ganz dem Spiel zwischen Gut und Böse widmen.

Archetypische Repräsentanten dieser Gegensätze sind die männlichen Protagonisten Bligh und York, denen jeweils zwei starke, aber kontroverse weibliche Figuren beistehen: Pastor Bligh erhält nach seiner „Auferstehung“ die Hilfe und den Rückhalt der Witwe Greenfield, der Apostel York wird von der fanatischen Voodoo-Dame Lucinda unterstützt. Die Gemeinde wird Opfer einer spirituellen Schlacht, in der es um die Rückkehr zu Jesus auf der einen Seite und Vergeltung auf der anderen Seite geht. Wir erleben alle Facetten der Menschlichkeit von Reue über Zorn bis hin zum Wahn, der in Selbstzerstörung gipfelt. Was hat der Gemeinde bisher gefehlt, dass sie so bereitwillig in die offenen Arme des Verdammnis predigenden Apostel treibt?

*** Wenn es nicht mehr tiefer geht ***
Man fühlt sich von der Aneinanderreihung von Handlungsfetzen, Bibelzitaten und Metaphern manchmal ebenso unwissend, hilflos und benebelt zurückgelassen wie der betrunkene Pastor Bligh selbst. Die Figuren leiden und wanken, die Gesellschaft zerbricht förmlich an dem Konflikt und weiß nicht recht, wem sie folgen soll. Man beginnt als Leser selbst zu zweifeln und am Ende kann man sich dem Verlauf der Geschichte doch bloß fügen. Marlon James schafft es, mir einer bildhaften, fast abstoßenden Genauigkeit den inneren Konflikt der Religiosität zu erfassen und den Leser von Seite zu Seite in seinen Bann zu ziehen – selbst wenn man das Buch manchmal lieber zur Seite legen möchte.

*** Fazit ***
Der Roman ist einerseits (hyper-)realistisch, unangenehm ehrlich und erschreckend grausam, andererseits aber auch bizarr, surrealistisch und hysterisch. Man muss der Erzählung sehr aufmerksam folgen und ich konnte oft nur wenige Kapitel am Stück lesen, was nicht der Spannung sondern der schieren Flut an sprachlichen Bildern und Inhalten geschuldet war, die teilweise überfordernd wirkten. Doch dafür vergisst man dieses Buch nicht so schnell.

Unabhängig von der zeitlichen und lokalen Einordnung der Geschichte wirft der Roman Fragen auf, die sich jeder einmal stellen sollte: Wo fängt Fanatismus an und wo hört der Glaube auf? Kann Rache eine Lösung sein? Welche Rolle spielen dabei Kirche und Moral? Und was ist überhaupt der Unterschied zwischen Vergeltung und Vergebung? Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden und man als Leser häufig mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zurückgelassen wird, so regt „Der Kult“ doch zum Nachdenken an.

Das Buch hat mich positiv überrascht, jedoch kann ich aufgrund der recht harten und gewöhnungsbedürftigen Sprache keine uneingeschränkte Leseempfehlung erteilen. Wer Grausamkeiten á la Stephen King (insbesondere sein Werk „Die Arena“) und die gewaltlastige Bildsprache von Quentin Tarantino mag, wird dieses Buch zu schätzen wissen. Alle anderen seien an dieser Stelle vor der schonungslosen Art des Autoren gewarnt – oder dazu eingeladen, ihren Horizont zu erweitern, auch wenn es etwas ungemütlich werden könnte.

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Tags: der kult, heyne, marlon james   (3)
 

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Die 11 Gezeichneten - Das dritte Buch der Sterne

Rose Snow
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Independently published, 16.07.2017
ISBN 9781521850787
Genre: Jugendbuch

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Die Legende von Enyador

Mira Valentin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.09.2017
ISBN 9783743117600
Genre: Fantasy

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Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

Nina MacKay
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783959919890
Genre: Fantasy

Rezension:

Nina MacKay, Autorin von Jugendbüchern wie „Plötzlich Banshee“, „Dämonentage“ und „Teenie Voodoo Queen“, ist Teil eines großen Autoren-Netzwerks und wie viele Jungautoren aus dem YA-Bereich in der Bookstagram-Community sehr aktiv. Dementsprechend populär sind ihre Titel bei der jüngeren Leserschaft, die ihre eigene urbane, digitale Lebenswelt in den Büchern wiederfindet. Zu Recht!

Das Buch habe ich beim Stand des Drachenmondverlag auf der Phantastika entdeckt und war sofort überzeugt von der Idee: Märchenwald, Neverland, das Morgenland und die seltsame Welt von Alice im Wunderland – gepaart mit bloggenden Social-Media-Prinzessinnen, Smartphones, Tinder und einem Hirse-Hipster. Klingt vielversprechend und ist es auch. Zumindest die Grundidee an sich: die Märchenprinzen (und somit auch die Happy Ends) wurden gestohlen. Rotkäppchen, Cinderella, Rapunzel und Co. begeben sich auf eine beschwerliche Suche. Dabei treffen sie auf altbekannte Märchencharaktere und neue Figuren wie den Hipster-Wolf. erschlagen einige Hexen und gehen ansonsten auch nicht allzu zimperlich mit ihrem Gegenüber um.

Leider verliert sich der anfängliche Charme im Laufe der Geschichte etwas, Schneewittchen geht dem Leser mit ihrem Selfiestick gehörig auf die Nerven und das erhoffte Happy End bekommen wir auch nicht! Es gibt nämlich schlichtweg kein richtiges Ende. Die Story wird in mehreren Folgebänden fortgesetzt: Band 2 trägt den Titel „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“, Band 3 ist in Arbeit und erscheint im Dezember 2018 als „Rapunzel und die Genmais-Verschwörung“. Für jüngere Leser, die Fantasy mögen, aber in Romanen auch nicht ganz auf ihre moderne Welt verzichten möchten, ist dieses Buch bestens geeignet. Für alle anderen gilt: es lässt sich schnell weglesen, ist witzig geschrieben und man kann sich über die grandiose Grundidee freuen.

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