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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

krieg, hitler, russland, religion, tagbuch

Signale an der Front

Richard Rommel , Hans-Dieter Frauer
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 19.03.2013
ISBN 9783775154475
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Den Zweiten Weltkrieg hat Richard Rommel vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Mit 19 Jahren wurde er Soldat und war als Funker an vorderster Front im Einsatz. Sein heimliches Tagebuch gibt nicht nur Einblicke in den Krieg und die deutsche Geschichte, sondern beschreibt auch ein bisher wenig bekanntes Netzwerk, das Christen rasch miteinander verbunden hat. Die Tagebucheinträge wurden von Hans-Dieter Frauer zusammengestellt und erläutert. Mit mehr als 50 Fotos und Karten."

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt dieses Buch vom 2. Weltkrieg. Daher ist es nur für Leute geeignet, die Interesse an Geschichte haben und auch 'wahre Begebenheiten' gerne lesen.

In dem Buch geht es um den jungen Richard Rommel, welcher das unsagbare Glück hatte, den Krieg mehr oder minder gut überlebt zu haben. Mit Geschick und seinen Überzeugungen folgend, hangelt er sich durch einen grausamen Krieg und findet dabei zu seiner Bestimmmung - der Kirche.

 

Das Buch ist in kurzen Tagebucheinträgen geschrieben, die oft nicht allzu lang sind. Oft wird nicht sehr genau auf die momentanen Kriegsereignisse eingegangen, daher ist ein gutes Vorwissen zum 2. Weltkrieg von Nutzen. So wird das Buch jedoch auch nicht zum starren Kriegsbuch, sondern bekommt etwas Persönliches - was es, der Tatsache entsprechend, dass es ein Tagebuch ist auch gut ist. Immer wieder erlabt man zusammen mit Rommel die Höhen und Tiefen des Kriegs, die persönlichen Niederlagen und Ereignisse und auch, wie die Soldaten jeder noch so kleine Sache zum Anlass für Freund ansehen. Da die Tagesabschnitte doch recht kurz sind, wird eher weniger auf Details eingegangen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da die Grundsituation aufgegriffen wird und die Situation Rommels. Zudem gibt einem das Buch so die Möglichkeit jederzeit eine kleine Pause beim Lesen einzulegen, um Gelesenes zu verdauen.

Rommel hat die Aufgabe des Funkers, wobei ich fand, dass dieser Aspekt eher weniger zum Tragen kam, wasschade war, da ich das Buch eigentlich gerade der Tatsache wegen lesen wollte.

 

Oft sorgen die Bilder dafür, dass man sich besser in die Zeit hineindenken kann. Was die Leute alles durchgemacht haben verdient höchsten Respekt. Auch selbstgemalte Karten Rommels am Ende des Buches unterstützen ein gutes Bild der Lage. So bekommt der Leser ein gutes Gespür für die damalige Lage vermittelt und schafft es so, die Menschen, besser gesagt Rommel, zu verstehen.

Oft wird beim 2. Weltkrieg nur die Oberfläche angekratzt, es werden die Ursachen, die Folgen und wichtige Daten genannt, doch das zu dieser Zeit fühlende Menschen gelebt haben, die um ihr Leben bangten, wird oft unter den Tisch fallen gelassen. Und genau hier schafft das Buch es, eine Lücke zu füllen und auch mal die Gefühle, die Angst, die Verzweiflung, auf den Tisch zu bringen.

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Tags: deutschland, hitler, krieg, religion, russland, tagebuch   (6)
 

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

pegasus, fantasy, gay, feyk, liebe

Pegasuscitar I - Auf magischen Schwingen

Chris P. Rolls , Michaela Nelamischkies
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Fantasy Welt Zone, 01.06.2012
ISBN 9783942539319
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Schreibstil der Autorin hat mir in Kombiantion mit dem Inhalt sehr gut gefallen. Das Buch ist auf eine sachlich-neutrale Weise geschrieben, was den Fokus mehr auf die wahren Gefühle der Charaktere innerhalb des Buches richtet. Daher fand ich es auch einfacher mich in das Buch bzw. Geschehen hineinzuversetzen. Generell hat es der Schreibstil der Autorin geschafft, eine spannende und emotionale Atmosphäre in dem Buch zu errichten, die nahzu von der ersten Seite an das Buch umgab.

Die Handlung selbst setzt eigentlich von der ersten Seite recht gut in das Geschehen ein. Man erfährt kurz etwas über das Leben des Hauptcharakter Feyks bevor er auf Vigar trifft, wiederrum jedoch nicht so viel, dass es langartmig wird. So schafft es die Autorin in wenigen Seiten kurz die vorherige Lebenssituation des Hauptcharakters zu skizzieren ohne aber in Details zu versinken. Die Autorin verschafft dem Leser so einen kurzen Einblick in die Normalität Feyks, um ihm die Veränderungen besser verständlich zu machen.

Auch die Art, wie immer wieder Hintergrundinformationen über die entstandene High Fantasy Welt eingeflochten wurden, war sehr angenehm zu lesen.  Oft habe ich bei High Fantasy Welten das Problem, dass ich die Welt ansich einfach nicht ganz verstehe, was ich von diesem Buch jedoch nicht behaupten kann. Indem gleich am Anfang die wichtigsten Informationen offen gelegt wurden und dann immer mal wieder keine Infos in die Handlung eingepflochten wurden, wurde die Welt mit der Zeit einfach zu verstehen und abgerundet. Denn gerade durch kleine Details wird eine Sache oft erste realistisch.

 

Die Charaktere in dem Buch waren ebenfalls sehr interessant aufgebaut. Dennoch sind sie für mich vermutlich einer der einzigsten Makel in dem Buch, da sie auf mich ein klein wenig unrealistich gewirkt haben und gerade der Hauptcharakter, Feyk, doch recht klischeehaft war.

Die Charaktere waren schön aufgebaubt und haben ihr gesammtes Potenzial gut ausgenutzt. Die Charaktere waren sehr verständlich, wobei bei einigen die Motivation für ihr Handeln noch im Dunkel liegt. Und obwohl ich die Personen im Buch für verständlich empfand und ihr Innenlebne nachvollziehen konnte, fand ich sie einfach nicht ganz realistisch.

Jeder Charakter in dem Buch ist ein absolutes Individum, was sogut wie jedem einen Charakter zum nachempfinden zur Verfügung stellt. So gibt es den neugierigen Feyk, den schüchternen Aldjar, den starken Vigar und den mysteriösen Thyon. Zudem gibt es in dem Buch eine Vielzahl an kleinen oder großen Nebencharakteren, sodass in dem Buch wirklich für jeden etwas zu finden sein sollte. Die Entwicklungen, die die Charaktere innerhalb des Buches durchmachen sind sehr schön ausgearbeitet und wirken keinesfalls an den Haaren herbei gezogen, sondern laufen auf Ebenen ab, welche die Mehrheit aller Menschen vermutlich selbst schon mitgemacht haben.

Die Handlung kommt sehr rasch in Gange, was das Buch von der ersten Seite an interessant macht. Dennoch kommt neben Action auch die Gefühlsebene nicht zu kurz, was dem Buch etwas spannend Sanftes verleiht.

Die Handlung hat bei mir jedoch den Haken, dass Feyk mit seinem leichten klischee Charakter doch deutliche Klischeezüge in das Buch einpflanzt. So geht es um einen Leibeigenen, der plötzlich wundersame Kräfte hat, was mich irgendwie leicht an Eragon mit Pegasus erinnert... Dennoch schafft es das Buch sich recht bald von einem Pegasus-Eragon zu entfernen und entfalltet eine eigene Geschichte.

 

Fazit:

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist eigentlich für jeden etwas dabei, da sich die Charaktere aus ganz vielen Bausteinen zusammensetzen. Die Handlung baut eine gute Stimmung in dem Buch auf, welche von einem passenden Schreibstil abgerundet wird.

 

P.S. Das Buch hat für mich keine ganzen 5 Sterne, sondern eher 4,5, was jedoch aufegrundet wieder 5 ergibt, daher die 5 Sterne, obwohl das Buch eine kleine Make hatte.

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Tags: aldja, feyk, pegasus, pferde, thyon, viga   (6)
 

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306 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, dystopie, gefängnis, science fiction, schlüssel

Incarceron - Fliehen heißt sterben

Catherine Fisher , Marianne Schmidt
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 18.03.2013
ISBN 9783764530808
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:

Zuerst einmal muss ich sagen, dass mir der Schreibstil wirklich gefallen hat. Die Art wie das Geschehen im Buch beschrieben wird wirkt sehr realistisch und gut umgesetzt. Dennoch gab es ein paar wenige Stelle, wo ich mir nicht sicher war, ob das nun vom Schreibstil her so beabsichtigt war, oder ob die 'Geheimnisse' einfach zu offen angegangen worden sind und somit, zumindest für mich, doch recht schnell klar waren. Damit wurde das Buch im Mittelteil etwas zäh zu lesen.

Der Schreibstil gibt die Handlung spannend und teils recht actionreich wieder und schaffte es so schon nach kurzer Zeit mich in das Geschehen zu saugen und eine tolle Atmosphäre aufzubauen.

 

Die Charaktere in dem Buch fand ich sehr gelungen und ich konnte mich auch recht gut mit Claudia identifizieren. Sie ist von der Art her niemand, dem alles zugeflogen kommt. Gut, durch ihren Vater genießt sich vielleicht Privilegien, dennoch ist das Leben für sich nicht unbedingt leicht. Somit ist sie in der Lage auch für Dinge aktiv zu kämpfen und sich durchzusetzen, macht dies jedoch mit Gehirn. Sie scheint jede Situation erst einmal genau zu überdenken, ehe sich sich kopfüber ins Geschehen wirft. Rational denkende Menschen sind in Bücher für mich immer sehr von Vorteil, da ich sie einfach besser verstehe. Ihre Handlungen wirken echt und realistich. Dennoch spielen bei Claudia auch einige Emotionen eine wichtige Rolle und somit kommt auch die tiefgängige Seite des Buches nicht zu kurz. Manchmal fand ich ihre 'Aufstände' etwas zu weit hergeholt, dennoch kann ich wirklich schwer sagen, was ich an ihrer Stelle getan hätte und somit kann ich mich damit zufrieden geben, da es durchaus als Handlungsart infrage käme.

 

Auch der männliche Hauptcharakter Finn, die Sichten wechseln übrigens Kapitelweise, finde ich sehr sympathisch. Für die Rolle innerhalb des Gefängnisses finde ich ihn jedoch etwas zu seicht, denn eigentlich herrscht dort ja die Regel "Fressen oder gefressen werden". Oft hatte ich auch das Gefühl, dass er zu abhängig von seinem Eidsbruder Keiro war, da dieser eigentlich seine Stellung gesichert hat, da sich niemand mit ihm anlegen wollte. Dies hat seinen Charakter doch stark abgeschwächt und ihn sehr von Claudia unterschieden.

 

Mein absoluter Lieblingscharakter in dem Buch war jedoch Claudias Vater, also der Hüter. Sein Charakter ist wirklich interessant und er legt in dem Buch eigentlich mit die größte Entwicklung hin.

Von den Charakteren bietet das Buch auf jeden Fall einen große Zahl an Auswahl und ich denke, dort kann wirklich für jeden ein Sympathieträger zu finden sein.

 

Die Handlung fand ich sehr... kompliziert. Einerseits wirklich eine tolle Geschichte, sehr kreativ und auch soweit recht interessant umgesetzt, anderseits fand ich gerade den Mittelteil etwas zäh und ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Ich kann leider auch nicht sagen, in wie weit sich dies in Band 2 verändern wird, aber generell fand ich, dass die Welt zwar furchtbar interessant war, jedoch nur hauchzart angekratzt wurde.

In der Zukunftwelt Claudias gibt es ein Protokoll, welches verlangt, dass die Leute wie im Mittelalter leben sollen. Sprich: Fortschritt ist verboten, Mode aus dem 18. Jahrhundert (oder so was um den Dreh) und auch die Verhaltensregeln erinnern doch stark an frühere Zeiten.

Ich finde es jedoch etwas unklar, wieso die Bevölkerung so etwas zulässt. Wieso wärt sich niemand dagegen? Und wie leben die niederen Stände? Man sieht die Welt immer nur aus Claudias Sicht, doch wie ergeht es dem Rest der Bevölkerung?

Und wie kam es überhaupt dazu, dass man so mir nicht, dir nichts mal die Hälfte aller Menschen in ein Gefängnis stecken konnte???

Ich habe wirklich die Hoffnung, dass ein paar der Fragen noch in Band 2 geklärt werden, denn so finde ich die Idee wirklich etwas zu lau umgesetzt.

Dennoch fand ich die Grundidee des Buches wirklich sehr interessant. Ich hatte mir das Buch eigentlich ganz anders vorgestellt, aber es konnte mich trotzdem positiv überraschen.

 

 

Fazit:

Ein wirklich interessantes Buches, welches seinen Grundidee wegens wirklich lesenswert ist, jedoch teils nicht ganz so gut umgesetzt ist. Dennoch kann sich das Buch durchaus sehen lassen, da es sowohl mit Charakteren, als auch mit Schreibstil punkten kann.

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Tags: claudia, finn, gefängni, hüter   (4)
 

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

urban legends, jugendthriller, mord, freundschaft, geschichte

Rosendorfer muss dran glauben

Rüdiger Bertram ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2013
ISBN 9783789131981
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist definitiv mal interessant. Das gesamte Buch ist aus einer Stalker-Sicht geschrieben. Das heißt die Hauptperson, Moritz, wird von einer Person beobachtet, aus deren Perspektive erzählt wird. Somit erfährt man die Geschichte als Außenstehender, welcher jedoch die Hauptperson stalkt und somit wiederum auch mitten im Geschehen ist.

Leider schaft es der Schreibstil nicht so recht, Nervenkitzel aufkommen zu lassen und Spannung aufzubauen. Generell wird die Handlung eher milde angekratzt und wäre gerade zum Ende hin eindeutig ausbaubar gewesen.


Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, von daher ist eigentlich für jeden Lesetyp ein Sympathieträger vorhanden. Ob man nun den Träumer, den Realist, den Geldgierigen oder den leicht Übergeschnappten bevorzugt. Dennoch muss man sagen, dass das Buch eher wenige 'normale' Charaktere auf Lager hat. Das macht das Ganze etwas kompliziert, da man es größtenteils mit Extremen der Charaktereigenschaften zu tun hat. Zudem lässt es die Charaktere unecht wirken, da so viele unnormale Leute eigentlich nicht gebündelt auftreten.

Mit Moritz konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren. Er ist 17 und für das Alter ist er wirklich unterentwickelt. Solch ein weltfremdes Verhalten passt vielleicht zu einem 12-jährigen, doch bei einer Person über 16 erwarte ich doch schon etwas Verantwortungsbewusstsein, oder wenn das schon nicht wenigstens etwas Bodenständigkeit. Er ist von der Art einfach der totale Tagträumer, der eine ziemlich verschrobenen Humor hat und naiv durchs Leben stolpert.

Ich glaube solch eine Person wie Moritz würde in der Realität ziemlich verlacht werden. Das einzige, was ihm etwas Bodenständigkeit verleiht ist seine Freundin Anne und ehrlich, ich verstehe einfach nicht, was sie an ihm findet. Oft werden Träumer als romantisch dargestellt - Fehlanzeige bei Moritz. Er ist einfach nur, hart aber ehrlich, ein Oberloser.

Auch die anderen Charaktere konnten es mir leider nicht so antun. Gerade bei dem Verlegen Hobbe wird viel zu wenig auf den Hintergrund eingegangen. Das Ende klärt den Leser zwar etwas auf, aber dennoch hat er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, da man einfach nichts über seinen wahren Charakter erfährt. Schade, auch hier hätte das Buch Potenzial gehabt.


Über den Stalker erfährt man ebenfalls nichts. Was ist er für ein Mensch? Ich finde es für die Geschichte immer von Vorteil, wenn man etwas über den Erzähler weiß - solange es einen gibt, was hier ja der Fall ist. Denn jede Persönlichkeit würde eine Geschichte anders sehen und wenn man die Persönlichkeit des Stalkers gewusst hätte, hätte man sich besser in die Lage versetzen können und es intensiver wahrnehmen. Zudem hätte so das Buch ein nachdenklich stimmendes Ende gehabt, welches den Leser anregt nochmal über das Gelesene nachzudenken. Doch so habe ich das Buch nach dem Lesen einfach zugeklappt und das wars. Das Buch hat es einfach nicht geschafft mich genug zu fesseln, dass ich mir die Mühe mache nochmal darüber nachzudenken.

Und damit wäre ich auch schon bei dem entscheidenden Problem: Das Buch hat mich nicht gefesselt. In dem Buch wird Anfangs auf Stimmung und langsames heranführen auf das Finale gedrillt. Das Finale floppt dann jedoch auf jeglicher Linie und wird in ein paar Seiten oberflächlich abgehandelt. Es wirft viel mehr neue Fragen auf, als es wirklich beantwortet und selbst die wenigen Antworten sind nur hauchzart angekratzt. Man merkt jedoch, dass das Buch abgerundet sein soll und von daher kann ich das Ende wirklich nur als schlecht ansehen. Der Autor hatte kein offenes Ende beabsichtigt, sondern wollte allen Ereignissen einen Sinn geben. Ich muss mir eingestehen, bei der Vorhandlung ist es wirklich extrem schwer das Ende rund und in sich schlüssig zu gestalten, aber wenn man ein Buch schreibt und solch eine Handlung aufbauen will, sollte man auch in der Lage sein das Ende zurecht zu biegen. Dies ist dem Autor jedoch leider nicht gelungen und das Buch ist rückblickend eher ernüchternd.

Schade, bei so viel Potenzial!


Dennoch muss man der Geschichte lassen, dass die Grundidee wirklich klasse ist. 



Fazit:

Wirklich eine schöne Grundidee, welche eine kompliziert verstrickte Umsetzung benötigte, die leider nicht ganz so glatt gelaufen ist. Das Buch hatte wirklich eine Menge Potenzial, welches leider immer wieder weiter unter den Tisch gefallen ist. Zudem wird vieles einfach zu schwach abgekratzt oder flach abgehandelt. Auch die Charaktere wirken nicht ganz realistisch

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117 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

liebe, briefe, krieg, vergangenheit, strandastern

Salzige Küsse

Tine Bergen , Andrea Kluitmann
Fester Einband: 167 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 02.07.2009
ISBN 9783815797341
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ernsthaft, ich weiß wirklich nicht, was ich zu dem Buch sagen soll.Das Buch ist wirklich süß aufgemacht, dass muss man ihm lassen. Immer wieder sind Blumenzeichnungen und Stücke eines Briefes in dem Buch. Leider kann das die Katastrophe, die das Buch bei mir verzapft hat, auch nicht mehr ausbaden. Der Schreibstil ist total einfach und unanspruchsvoll. Zudem fand ich den Schreibstil einfach nicht wirklich angenehm zu lesen, da er einem ein 'Ich bin dumm Feeling' gegeben hat. Kann sein, dass das Buch einfach nicht für meine Altersklasse geeignet ist, aber es gibt auch eine Menge guter Schreibstile unter Kinderbuchautoren.Die Charaktere haben sich dann schön brav hinter dem Schreibstil eingereiht. Null Tiefgang, so vielseitig wie eine Tiefkühlpizzazubereitungsanleitung und so interessant wie eine alte Socke.Ich hatte nicht mal das Bedürfnis mich in einen von ihnen hinein zu versetzen, da ich nicht wirklich behaupten kann, dass ich gerne so tue, als hätte ich den IQ von einem Brot. Außerdem wäre ich dann Dauer-Schachmatt gewesen, weil mich die Charaktere einfach nur zu Tode gelangweilt haben. Eve fand ich teils noch recht nachvollziehbar, aber auch nur teils, denn sie hatte definitiv einen Hang dazu völlig unlogisch zu handeln. Ich meine, schön und gut, wenn die Charaktere unvorhersehbar handeln, aber bitte so, dass man es: 1. zeitgleich/später nachvollziehen kann.2. irgendeinen Sinn ergibt.3. nicht völlig an den Haaren herbei gezogen ist.Ich verstehe Eves Wut darüber umzuziehen und sich somit von allem was sie kennt zu trennen, Scherz bei der Sache: So wie ich das verstanden habe wohnt sie gar nicht mal so weit von dem Ort weg, an dem sie zuvor wohnte. Zudem hab ich einfach nicht kapiert, wieso sie bei einem Bild eines traurig blickenden Mädchens so einen Aufstand macht. Gut, das Bild ist für den Verlauf der weiteren Handlung entscheidend, aber es so einfließen zu lassen ist doch etwas ungeschickt. Aber mal im Ernst: Wieso hätte das Buch nicht einfach schon dann enden können? Ich zumindest hätte das echt zu schätzen gewusst.Die Briefe, die im Klappentext erwähnt werden tauchen übrigens erst ziemlich zum Ende des Buches auf. Wer auch immer den Klappentext zusammengeschrieben hat, hat es mit zeitlichem Ablauf nicht so ernst genommen.Mir hat Eve jedenfalls nicht wirklich zugesagt. Zudem finde ich Buchcharaktere mit Blitzgefühlen immer recht 'gewollte, aber nicht gekonnt'. Wenn man eine Liebesstory ins Buch einbauen will - meinetwegen. Aber dann bitte eine, bei der man das zunehmen der Gefühle erkennt oder es Liebe auf den ersten Blick ist. Aber nach einiger Zeit liebt man den anderen von einem Tag auf den anderen aus Herz und Seele, finde ich einfach furchtbar. Das hat die Geschichte völlig überzogen und unrealistisch gemacht. Auch die Handlung des Buches konnte die bereits verzapfte Soße nicht auslöffeln. Nein, wenn hat die Handlung die Lage nur noch mehr verschlechtert.Mag ja sein, dass die Autorin sich zum Ziel gesetzt hatte eine dünnes Buch zu schreiben und daher kein bisschen auf Nebenhandlung eingegangen ist, aber mir erschließt sich einfach nicht der Sinn davon, wieso man sie dann überhaupt einbaut. Einmal hat Eves Vater ihr 2 Ballettkarten geschenkt und als sie ihre Freundin fragte, ob sie mit ihr gehen würde meinte diese, dass sie sich mit wem anders trifft. Gut, ich verstehe, dass die Szene einem verdeutlichen soll, dass Eve jetzt, wo sie umgezogen ist, nicht mehr zu ihrem alten Leben gehört und sich neue Freunde suchen soll. Aber Eve ist schlussendlich mit jemand anderes ins Ballett gegangen und aus den beiden wurden daraufhin Freunde, also fände ich persönlich es doch mal interessant zu erfahren, was dort passiert ist. Aber nichts da, es wird nur mal zwischendurch erwähnt, dass sie im Ballett waren und das war's.Eine weitere dieser Stellen gab es, als Eve bei einer alten Freundin übers Wochenende war. Naja, das wusste man eigentlich nicht. Es hieß nur, dass sie bald bei einer alten Freundin übernachten würde und ein paar Seiten weiter stellt sich dann heraus, dass sie da gewesen ist und es dumm war.Tja, aber was soll uns das sagen? Ich meine, schön und gut, dass das Mädel seine Freunde besucht, aber dass man wirklich nichts davon mitbekommt ist wirklich nervend. Zumal wenn dann halt plötzlich eingeworfen wird, dass sie jetzt da gewesen ist und du fragst dich 'Hää? Ich glaub mein Buch fehlen ein paar Seiten...'Ich meine, wieso baut die Autorin so etwas ein, nur um es dann völlig hinten runter fallen zu lassen? Das hat mich wirklich etwas genervt, denn gerade so ein paar Nebenhandlungen, egal wie klein, hätten die anödende Haupthandlung vielleicht etwas aufgelockert, aber so hat es sich nur immer weiter zugekrampft.Zudem liegt so der gesamte Augenmerk auf der Haupthandlung, welche wirklich alles andere als der Wahnsinn ist. Die Idee gibt es im Grunde in so vielen verschiedenen Arten der Umsetzung, dass dieses Buch wirklich das letzte ist, zu dem ich in Zukunft greifen werde, wenn ich etwas in die Richtung lesen will. Wer also die Grundidee gut findet sollte lieber Bücher wie "Der verborgene Garten" lesen. Von der Idee her sehr ähnlich nur tausendmal besser umgesetzt.

Fazit:

Grauenvoll. Der Schreibstill wirkt wie von einer Erstklässlerin und die Charaktere waren einfach nur langweilig, unlogisch und total unsympathisch. Die Handlung hat dem ganzen jedoch den letzten Schliff gegeben. Mit einer Geschichte, die einen nahzu einsaugt, es jedoch nicht wirklich schafft und so haut man nur immer wieder den Kopf auf das Buch, in der Hoffnung, dass es endlich zuende ist.Wirklich ein toller Horrorroman.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

kinderbuch, london, alchemie, young adult, 4 sterne

Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers

Maile Meloy , Ian Schoenherr ,
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 01.01.2013
ISBN 9783649611547
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:


Ich bin vermutlich mit völlig falschen Erwartungen an das Buch gegangen. Dies hat sich jedoch schon nach wenigen Seiten so weit reguliert, dass ich mich dennoch voll auf das Buch einlassen konnte. Sowohl Cover, als auch Inhaltsangabe haben mich eher auf ein Buch für jüngere schließen lassen. Doch ich fand das Buch wirklich gelungen und würde behaupten, dass eigentlich für alle Altersstufen etwas dabei ist. Der Schreibstil war mir von der ersten Seite an angenehm. Nichts Außergewöhnliches, aber dennoch sehr angenehm zu lesen. Zudem hat die Autorin einen wirklich guten Einstieg in das Buch geschaffen, der dem Leser hilft in die Geschichte zu kommen. Am Anfang des Buches erzählt die Hauptcharakterin kurz unspolierhaft etwas über die Zeitspanne, zu der die Geschichte spielt und erst dann beginnt die richtige Handlung. So hatte ich kurz ein paar Seiten mich an den Schreibstil zu gewöhnen, ehe das Buch dann richtig losging. Die Charaktere fand ich sehr interessant. Eine tolle Mischung aus Erwachsen und Kind. So kommt doch immer wieder die Art eines Kindes einfach etwas zu machen ohne groß nachzudenken zum tragen, aber auch das geplante Angehen von etwas, was eher dem Denken eines Erwachsenen entspricht. So fand ich das Buch auch als Jugendliche sehr angenehm zu lesen, da eben weder die kindische noch die erwachsene Seite überlagert. Zudem hat es die Autorin geschafft, dieses Benehmen perfekt auf die Charaktere zu zu schneiden. Die Charaktere waren absolut überzeugend und haben keinesfalls gekünstelt oder unrealistisch gewirkt. Mit Jane konnte ich mich eigentlich fast sofort identifizieren. Sie ist wirklich sympathisch gewesen und wirkte sehr realistisch. Ich hab sie ziemlich gut verstanden, wieso sie so ist, wie sie ist, wieso sie so handelt, wie sie es tut. Sie war wirklich sehr schön ausgearbeitet und toll umgesetzt. Zudem fand ich die Entwicklung, die Janie in dem Buch hingelegt hat, wirklich sehr interessant und gut nachvollziehbar. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. Alle Charaktere sind wirklich verständlich aufgebaut und logisch nachvollziehbar. Ich finde in diesem Buch die Charaktere sehr wichtig, da ein großer Bestandteil des Buches Freudnschaft darstellt. Und hierbei kommt auch wieder das Alter und die Denkweise zum Tragen, da es sich um eine unbeschwerte Kinderfreundschaft handelt.
Auch die Handlung fand ich sehr gelungen. Das Buch ist definitiv ein schönes Abenteuerbuch, was durch den "Apothekenanteil" einen interessanten Touch erhält. Die Spannung hält sich eigentlich das gesamte Buch über recht gut, ist mal mehr mal weniger präsent, aber doch durchgehend spürbar.
Die Atmosphäre wird wirklich wunderbar aufgebaut. Ich denke die Zeit, zu der das Buch spielt hat ebenfalls einen großen Teil dazu beigetragen. Nach dem 2.Weltkrieg ist London noch zerbombt und alles ist einfach noch etwas... altmodisch. Ich fand die Zeit hat sogar das Buch spannender gemacht Die Handlung war sehr abwechslungsreich, wobei es nüchtern betrachtet doch oft das selbe war, nur anders umgesetzt. Dies hat das Buch in gewisser Weise sehr vorhersehbar gemacht. Dennoch hat an jeder Ecke eine neue, überraschende Wendung gelauert.
Im großen und ganzen fand ich das Buch dennoch sehr gut, wobei ich manchmal Probleme hatte mitzukommen, um was es gerade geht. Da ist man doch klar im Vorteil, wenn man Pflanzenkenntnisse hat, Lateinisch kann und Kenntnisse von Arzenein usw. hat.

Der einzige Hacken, den das Buch für mich hatte, und der ziemlich ins Gewicht fällt ist das Ende. Mir ist wirklich die Spucke weggeblieben. Wie kann die Autorin das Buch nur durch das Ende so vermurcksen?
Kurz vor Ende wird das Buch nochmal richtig actionreich und super spannend und dann... Man könnte sagen, alles auf dem das Buch beruht wird auf ein paar Seiten total ausradiert.
Der Epilog klärt die Sache vielleicht noch etwas, aber wirklich rumreißen kann er es dann auch nicht mehr.
Schade, das Buch war sonst wirklich gut.

Fazit:

Ein wirklich schönes Buch für jedes Alter. Die Charaktere sind für das Buch wirklich wichtig und haben mir sehr gefallen. Sie sind logisch und haben eine total passende Denkweise, zudem ist bei den Charakteren sicher für jeden was dabei. Die Handlung ist sehr abenteuerlich und harmoniert perfekt mit der Zeit, zu der das Buch spielt. Das Ende hat jedoch einen großen Teil des Buches zerstört und alles, was das Buch aufgebaut hat in ein paar Seiten zerstört.
Bis auf das Ende jedoch ein wirklich empfehlenswertes Buch und da es sich um den ersten Band handelt kann sich aus dem Ende in Band 2 ja vielleicht noch was ergeben.

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732 Bibliotheken, 14 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:


Der Schreibstil des Buches hat von der ersten Seite gefesselt, wobei ich das wirklich schwer zu beurteilen finde, da ich Band 2 direkt nach band 1 gelesen habe und so keine Anlaufzeit mehr brauchte. Dennoch fand ich den Schreibstil sehr gelungen. Der Leser wird in das Geschehen eingebaut und fiebert nazu von der ersten Seite mit. Zudem schließt die Handlung recht zeitnah an Band 1 an. Die Anfangsspannung, die noch aus Band 1 über bleibt setzt sich in Band 2 wirklich gut fort. Die Atmosphäre ist sehr eigen und man erwartet an jeder Ecke irgendwelche Gefahren.
Die Stimmung im Buch ist einfach toll ausgearbeitet. Auch die wie in band 1 teils überflüssige Brutalität fehlt in diesem Band nicht. Man manchen Stellen war es wirklich zu viel, an deren dachte ich, dass es sehr gut passt, da es sehr förderlich für die Stimmung war. Zudem wird einem durch solche Dinge immer wieder vor Augen geführt, dass es in dem Buch ernst ist. Keine Handlung wird leichtfällig getroffen, denn jeder falsche Schritt kann den Tod bedeuten.
Ich finde es ist in Band 2 schwer etwas über die Charaktere zu erzählen. Dominant ist natürlich wieder Alex, wobei sie eigentlich noch immer wie in Band 1 ist. In Band 2 erfährt man jedoch zudem auch etwas mehr über das Innenleben anderer Personen und damit meinen ich nicht Gedärme etc. die in dem Buch auch nicht fehlen. Durch die rasanten Sichtwechsel finde ich es jedoch kompliziert sich ein Gesamtbild von einer Person zu machen. Zumal dazukommt, dass andere Sichten das Handeln einer Person wieder ganz anders wahrnehmen und du so hin und her gerissen bist, was du denn jetzt genau denken sollst. Alle Charaktere sind ziemlich komplex aufgebaut und nur ganz selten trifft man in dem Buch auf eine Person, die wirklich ist, was sie vorgibt. Ich finde es, wie in Band 1 auch, etwas überzogen, dass die Hauptcharakteren schon vor den EMP-Anschlag in Extremlagen gelebt haben.
Was mich an diesem Band wirklich gestört hat, war der verwirrende Sichtenaufbau. Band 1 hatte 1 Sicht und unbewusst dachte ich an manchen Stellen, dass hier eine 2. Sicht auch mal ganz schön wäre. Was ich damit jedoch nicht gemeint habe war das, was in Band 2 passiert. Das Buch ist aus mehr als 5 Sichten geschrieben und ich fand es an manchen Stellen wirklich schwer zu erkennen, aus wessen Sicht das ganze den jetzt ist. Wenn die Autorin schon dachte, sie könnte bei Band 2 mal das gesamte Schreibkonzept umstülpen hätte sie doch wenigstens dazu schreiben können, aus wessen Sicht das Kapitel ist. Ein weiteres Problem stellte da, dass sich jede Sicht mit einer anderen Handlung befasst hat und durch die teils recht kurzen Kapitel hatte man nicht ansatzweise die Chance sich in die Handlung oder den Charakter zu versetzen. So war man gerade in der Geschichte und am begreifen, was nun gerade passiert, da switcht die Handlung wieder. Zudem hatten die vielen Sichten den Nachteil, dass mehr als das halbe Buch nacherzählt wurde musste, da natürlich alle Handlungen gleichzeitig stattfanden. Durch die vielen Sichten werden zwar gute Zusammenhänge aufgebaut, dafür waren die einzelnen Handlungen etwas fade, da nicht genug Zeit war auch auf Nebensächlichkeiten einzugehen.
Eine weitere Sache, die mich in Band 2 etwas gestört hat war, dass es gegen Mitte etwas durchhing. Die Handlung ging nicht gut voran und hat Wurzeln geschlagen. Anfang und Ende bommen nur so vor Action, aber eben nicht die Mitte. Besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen. Auch hier befindet sich ein Cliffhänger, ähnlich dem von Band 1, jedoch ist das Ende dennoch abgeschlossen und es gibt nicht mitten in der Handlung ein Cut.


Fazit:

Das Buch ist total spannend und schließt gut an Band 1 an. Die verwirrenden Sichten sind jedoch teils etwas störend, da es sich dabei um eine Unmenge Charaktere und Handlungen handelt, bei denen man oft nicht genug Zeit hat sich mit der jeweiligen Situation auseinander zu setzen und zu verstehen. Zudem werden die einzelnen Handlungen so nur grob angeschnitten. Dennoch finde ich Band 2 sehr gelungen. Das Buch kann mich mit der Atmosphäre, der Grundhandlung und den Charakteren überzeugen.

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1.430 Bibliotheken, 17 Leser, 15 Gruppen, 199 Rezensionen

dystopie, liebe, zombies, ashes, endzeit

Ashes - Brennendes Herz

Ilsa J. Bick , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher , Robert A. Weiß
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960056
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist von der ersten Seite an fesselnd und lässt einen auch bis zur letzten nicht mehr los. Die Autorin schafft es, denn Leser in einen schaurigen Weltuntergang zu entführen, der immer wieder neue Überraschungen parat hat.
Der Schreibstil ist in Kombination mit der Handlung wirklich gelungen. Er bringt diegesamte Tragweite erst richtig zur Geltung. Leider fand ich ihn an ein paar Stellen etwas wirr und ich kam nicht mehr ganz mit. Mir haben im letzten Drittel einfach ein paar Erklärungen gefehlt. Zudem wurden die Nebencharaktere nicht sonderlich gut erklärt.
Das Buch ist sehr emotional, was der Schreibstil auf eine nüchterne Art sehr gut zur Geltung bringt.

Die Hauptcharaktere finde ich sehr interessant. Auch ohne den Weltuntergang ist Alex ein Charakter, denn ich sehr interessant finde. Ihr Hintergrund ist mehr als schwierig und ich finde es sehr faszinierend, wie sie sowohl mit ihrem normalen Leben, als auch dem nach der Druckwelle zurechtkommt und es meistert.
Auch wenn es bei mir anfangs den Anschein hatte, als hätte die Autorin bei dem Hintergrund der Protagonistin etwas zu dick aufgetragen, gleicht sich dies im Laufe des Buches wieder aus und bringt noch mehr Dramatik in die Geschichte.
Ich fand Alex hat wie eine echt Person gewirkt und ist demnach wirklich sehr gut umgesetzt. Sie verhält sich verständlich und denkt rational, was ich sehr gelungen finde, da ich wirre Charaktere, deren Denkweise ich nicht verstehe nicht sonderlich mag.

Auch Tom und Ellie halte ich sehr interessante Charaktere. Auch diese beiden haben einen recht ungewöhnlichen Hintergrund.
Bei Alex hat mich dies noch nicht gestört, wobei ich jedoch finde, dass es etwas zu viel ist, da alle drei einen ungewohnten Hintergrund haben. Jeder einzeln wäre okay, aber gleich alle drei?
Dennoch finde ich die beiden nüchtern betrachtet wirklich toll. Auch sie sind eins A umgesetzt und ich würde im 2. Buch gerne mehr von ihnen erfahren.

Bei anderen Charakteren hatte ich anfangs das Problem, dass ich sehr schnell durcheinander kam, wer wer ist, als mehr Charaktere auftauchten. In einem Kapitel wird nur von "Leuten" oder so etwas gesprochen und in nächsten wimmelt es nur so vor Namen. Zu diesen Leuten konnte ich mir auch kein richtiges Bild aufbauen, da sie einfach da waren und man nicht wirklich viel von ihnen erfahren hat. Für mich waren es nicht wirklich einzelne Personen, sondern Gruppen.

Dennoch finde ich alle Charaktere/Gruppen sehr gut umgesetzt. Man nimmt den Charakteren ab, dass sie wirklich so existieren und sie verhakten sich sehr passend zu ihrer Persönlichkeit.
Auch, dass die Charaktere sehr klar in Altersgruppen zu trennen sind finde ich sehr interessant, denn so merkt man erst richtig die unterschiedlichen Denkweisen und versteht sie auch besser.

Die Handlung finde ich sehr gelungen. Anfangs war mir schleierhaft, was mich in dem Buch erwartet und so war von Anfang an eine gewisse Spannung da. Diese baut sich innerhalb des Buches weiter auf und wird immer wieder durch unterschiedliche Faktoren gesteigert. Das Buch hat mich jede Seite von neuem überrascht und ist nur so vollgestopft mit tollen Ideen.
Durch die leicht zur Brutalität neigende Art, wie das Buch geschrieben ist, wirkt die Handlung viel schockierender und noch realer. Denn mal im Ernst: Blümchen und rosa Herzchen - so ist die Welt nun mal nicht.
An ein paar Stellen dachte ich mir "Boar, das musste doch nun wirklich nicht sein." wobei gerade diese Stellen einen gewissen Ekel hervorgerufen haben, der hervorragend die Atmosphäre gestärkt und zum weiterlesen angetrieben hat.
Die Handlung hat mich von der ersten Seite an gefesselt und trotz der etwas wirren Geschichte finde ich alles sehr logisch und gute erklärt. Die Autorin hat für alles eine gute und plausible Erklärung gefunden.
Zudem finde ich es sehr gelungen, dass gegen Mitte des Buches die Geschichte eine andere Richtung einschlägt, denn so bleibt das Buch sehr Abwechslungsreich und beschäftigt sich nicht nur noch mit einem Überlebenskampf.

Fazit:
Das Buch ist wirklich außergewöhnlich. Etwas total neues mit lauter wunderbaren Ideen. Das gesamte Buch ist trotz einer etwas wirren Art sehr nachvollziehbar und logisch. Alle Hauptfragen klären sich. Die Charaktere haben mir sehr gefallen, da jeder wirklich interessant ist und vielseitig, zudem sind sie sehr gut umgesetzt und wirken realistisch.
Wirklich ein tolles Buch!

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Tags: alex, bombe, chuckie, rule, tumor, weltuntergang, zombie   (7)
 

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

katzen, che-nupet, fantasy, finn, magie

Jägermond - Im Auftrag der Katzenkönigin

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 10.12.2012
ISBN 9783764531089
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung wird vielleicht dardurch beeinflusst, dass ich Band 1 nicht kenne, aber mir wurde versichert, dass dies auch nicht zwingend notwendig ist und man Band 2 auch unabhängig lesen kann.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist recht eigenen. Ich brauchte eine gewisse Zeit, um mich daran zu gewöhnen. Ich brauchte aber generell etwas zeit mich in die Geschichte und die Situation hineinzuversetzen.
Ich fand den Schreibstil an manchen Stellen wirklich gewöhnungsbedürftig und auch habe ich nicht immer den selben Humor wie die Autorin geteilt. Dennoch hat mir der Schreibstil gefallen, nachdem ich mich erst einmal daran gewöhnt hatte.

Die Charaktere hätte ich jünger eingeschätzt, als sie wirklich sind. Besonders mit Feli hatte ich anfangs starke Probleme.
Sie verhält sich wie ein kleines Kind. Ich hätte sie auf 12-14 geschätzt, dabei ist sie eigentlich schon deutlich älter. Sie ist ziemlich naiv und denkt auch noch nicht sehr erwachsen. Leider konnte ich mich auch nicht wirklich mit ihr identifizieren. Sie ist einfach viel zu nett um realistisch zu sein. Einen so gutgläubigen Mensch gibt es wirklich echt selten und bei dem, was sie bereits erlebt hat finde ich es etwas unrealistisch.
Sie wurde zwar all die Jahre über wegen eines möglichen Herzproblems verhätschelt, aber ich frage mich ernsthaft, wieso sie das überhaupt zugelassen hat. Gerade in dem Alter, in dem sich Feli befindet sind Regel grundsätzlich da, um gebrochen zu werden. Würden sich meine Eltern so in mein Lebeneinmischen würde ich mich wehren und nicht brav dabei sitzen und es zulassen.

Finn hat mir jedoch recht gut gefallen. Sein Charakter hat etwas an sich, dass ihn sehr interessant macht. Seine Art, wie er mit der Natur und seiner Umwelt umgeht ist wirklich interessant. Ich finde jedoch, man merkt in dem Buch, dass er sich einfach nur danach sehnt von jemand geliebt und anerkannt zu werden.
Sein Charakter ist sehr verschachtelt, aber dennoch realistisch umgesetzt.

Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gefallen. Teils sind sie einfacher gestrickt, mache sehr vielseitig und komplex. Es handelt sich bei den Nebencharakteren aus einer bunt zusammengewürfelten Menge, die zusammen sehr angenehm zu verfolgen ist. So gut wie jeder ist nachvollziehbar und handelt logisch. Zudem hat jeder Charakter seine eigene Persönlichkeit, wobei ich anfangs mit der großen Zahl an Nebencharakteren nicht ganz klar kam. Mit den Trefélingeborenen hatte ich eh meine Probleme, aber genau für solche Verwirrten wie mich hat das Buch am Ende nochmal eine "Charakterliste". Diese hat mir sehr geholfen die Charaktere nicht durcheinander zu bringen.
Bei den Nebencharakteren hat es mir besonders Kord angetan, da er einfach ein total unvorhersehbarer Charakter ist, der einen immer wieder überrascht. Ich finde ihn sehr interessant, da er sehr vielschichtig ist. Er ist sehr gut umgesetzt, obwohl er ein recht schwieriger Charakter ist. Er handelt trotz der Unvorhersehbarkeit recht logisch. Seine Motivation ist eher verworren, wobei dies meine Faszination für seinen Charakter nur steigert.

Auch die Handlung hat bei mir ebenso wie Charaktere zunächst für Verwirrung gesorgt. Hier ist man im Vorteil, wenn man Band 1 kennt, denn ich bin überzeugt, dass dort genauer auf die zwei Welten eingegangen wird. So hatte ich jedoch ohne die Vorkenntnisse etwas Probleme mich zurecht zu finden.
Die Handlung hat mir anfangs etwas zu lange gebraucht, um in die Gänge zu kommen, auch zwischenzeitlich hing sie etwas durch. Richtig Spannung konnte das Buch auch nicht aufbauen und plätscherte eher sacht vor sich her. Um vieles wird ein Geheimnis gemacht, was die Geschichte spannender machen soll, doch oft war die Auflösung nicht sehr komplex und enttäuschend.
Es hat eine wirklich interessante Grundidee, doch die Umsetzung hat mir nicht ganz so zugesagt.


Fazit:
Das Buch hat interessante Charaktere, bei denen für jeder was dabei ist, die Handlung war mir jedoch zu lau. Die Handlung nahm nicht wirklich Fahrt auf und ich kam mit der Welt nicht ganz zurecht.
Dennoch denke ich, dass das Buch für Zwischendurch gut geeignet ist, vorrausgesetzt man kennt Band 1.

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125 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

dystopie, deadline 24, annette john, deadline, jugendbuch

Deadline 24

Annette John
Fester Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.01.2011
ISBN 9783407810816
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Der Schreibstil war anfangs sehr eigen und ich brauchte eine lange Zeit mich daran zu gewöhnen. Dennoch wollte er mir einfach nicht zusagen. Ich finde ein Schreibstil muss nicht unbedingt anspruchsvoll sein, aber etwas Niveau sollte er schon haben. Der Schreibstil, denn ich in diesem Buch angetroffen habe war viel zu flach und konnte ein großen Teil der Geschichte kaum tragen, geschweige denn verständlich machen. Emotionen gingen in diesem Buch komplett verloren.

Ich habe kein Problem damit, wenn der Autor oder die Autorin eines Buches sich etwas schwerer tut, als es ist, etwas zu beschreiben, aber in dem Buch fand ich eine Stelle wirklich übel. Die Autorin lässt Charakter 1 etwas erklären, wo selbst der Leser, der mehr Ahnung hat als der Charakter 2, dem es erklärt wird, kaum etwas versteht. Danach fragt Charakter 1, ob Charakter 2 alles verstanden hat und Charakter 2 verneint und Charakter 1 erklärt es nochmal, diesmal auch verständlich. Aber ich frage mich: Muss das wirklich sein? Wäre die Erklärung kurz gewesen - meinetwegen, aber so einen Monstertext zu lesen und sich verzweifelt zu fragen, was die Autorin einem sagen will nur um es dann nochmal ordentlich erklärt zu bekommen muss doch nicht sein.

Die Charaktere hatten mir leider auch zu wenig Tiefgang. Ihre Gefühlswelt wurde vielleicht ab und an leicht angeschnitten, aber in dem Buch spielen rein theoretisch auch eine Menge Emotionen eine Rolle. Aber eben nur theoretisch, denn praktisch gesehen sind die Gefühle eindeutig auf der Strecke geblieben.

Mit Sally, der Protagonistin, konnte ich mich auch nicht ganz anfreunden. Ihre Art zu denken war mir einfach zu einfach. Sie legt zwar innerhalb des Buches eine schöne Entwicklung hin, in der man merkt, wie sie mehr und mehr erwachsen wird und auch anfängt etwas komplexere Gedankenstränge zu entwickeln, aber um mir zu gefallen hat es einfach nicht gereicht.

Sally war wirklich ausbaufähig. Sie hätte bestimmt auch interessante Sachen zu erzählen gehabt, aber leider war die Autorin zu sehr damit beschäftigt durch die Handlung zu hechten und Erklärungen doppelt zu schreiben. Ich meine, wäre es nicht wichtig gewesen zu erfahren, was für ein Mensch Sally ist und wie vielleicht ihr normaler Alltag aussah?

Auch zu den Beziehungen zu andern Menschen erfährt man recht wenig. Es ist oft erkennbar, wenn sie mag und wenn nicht, aber ich finde es wirklich etwas schräg, dass zum Beispiel nie auf die Beziehung zwischen Sally und ihrer Mutter eingegangen wurde. Die Mutter spielt in der gesamten Geschichte eine Nebenfigur, die sich jedoch eben durch das gesamte Buch zieht und in Anbetracht dessen und das es einfach die Mutter ist hätte es mich interessiert, ob Sally in einer guten oder schlechten Beziehung zu ihr steht. Doch sowohl am Anfang als auch bis zum Ende des Buches wird darüber kein Wort verloren.

Auch die anderen Charaktere waren mir zu flach und nicht vielseitig genug. Ich kann mir durchaus vorstellen, das jeder von ihnen einen wunderbaren Charakter hätte entwickeln können, doch leider ist dies nicht passiert und so blieben sie recht einseitig. Die einzige Charaktereigenschaft, die das Buch aufweist, so wie es mir scheint, ist gut oder böse. Manche Charaktere schwanken dazwischen und sind somit etwas Besonderes, doch der Rest lässt sich nur dardurch trennen, ob er gut oder böse ist.

Auch über die einzelnen technischen Fortschritte hätte ich gerne mehr erfahren, gebe mich jedoch damit zufrieden, dass auch die Bewohner dieser Welt keine Ahnung davon haben. Dennoch hätte es mich durchaus interessiert, woher zum Beispiel die Schweber kamen. Waren sie schon immer da oder wurden sie von dem Dreistern, der Regierung, verteilt? Wie kam es dazu, dass sie auf die Kuppelfarmen kamen?

Zudem finde ich teils die Namen für solche Dinge etwas einfallslos. Etwas "Organismus" zu nennen, nur weil es ein Organismus ist, ist etwas fade. Zudem musste ich bei der Abkürzung "Org" immer an einen ekligen Ork denken und dies hat das Bild, was sich im Laufe des Buches von dem Organismus aufgebaut hat eindeutig verdorben.

Auch die Handlung konnte mich nicht richtig überzeugen. Immermal wieder war etwas dabei, dass ich nicht übel fand, aber dennoch hat sich das ganze Buch eher wie zäher Kaugummi gelesen. Die Szenarien, die in dem Buch vorkommen sind manchmal einfach zu unglaubhaft, oder etwas wiederholt sich zu oft. Mir reicht es, wenn in einem Buch eine Person 2 mal von den gleichen Leuten gefangen genommen wird, aber öfter ist es grenzwertig. Es ist generell so gewesen, dass ich das Gefühl hatte anfangs in etwas wie einer Dauerschleife gefangen zu sein. Immer und immer das selbe nur leicht abgeändert.

Der Grundgedanke des Buches war wirklich schön, auch wenn ich bis zum Ende Probleme hatte ich überhaupt zu begreifen. Leider hat die Autorin die gesamte Sache vielleicht etwas falsch angegangen und bei raus kam für mich ein Haufen komischem Zeug, dass man noch irgendwie zu einem Ende zusammenquetschen muss.

Auch die Handlung wurde wie die Charaktere nur oberflächlich angeschnitten und hätte noch weiter ausgebaut werden können.

Die erste Hälfte des Buches konnte auch nicht mit Spannung trumpfen, Action war einige vorhanden, jedoch war meine Leselust bereits recht früh durch die Charaktere derartig geschwächt, dass ich auch diese nicht als unterhaltsam empfinden konnte. In der zweiten Hälfte entwickelt sich zusammen mit dem Hauptcharakter auch die Handlung etwas weiter, was ich etwas angenehmer fand.

Die Autorin hat es an ein paar Stellen vermutlich etwas zu gut gemeint, diese Stellen haben bei mir jedoch öfters nur Fragen aufgeworfen, die eine Antwort gefunden haben. Wenn etwas nur ins Buch gebracht wird um Spannung aufzubauen, jedoch ohne Erklärung, finde ich dies überflüssig und eher störend.

Eine Atomsphäre konnte das Buch bei mir leider nicht aufbauen, da ich mich weder in die Charaktere noch in die Situationen versetzen konnte.

Fazit:

Absolut nicht meins. Die Charaktere sind viel zu oberflächlich und mir fehlt so etwas wie eigener Persönlichkeit, zudem sind Gefühle für das Buch ein Fremdwort und die Handlung hängt etwas durch. Spannung hat das Buch, welche jedoch durch die schlechte Atmosphäre und den Schreibstil stark zu kämpfen hat.

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Tags: deadline 24, hybrid, kuppel, org   (4)
 

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1.297 Bibliotheken, 22 Leser, 5 Gruppen, 155 Rezensionen

dystopie, sauerstoff, jugendbuch, liebe, kuppel

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zur Aufmachung:
Ich finde das Cover des Buches irgendwie unpassend. Die geteilte Hintergrundfarbe passt ja, die eine Farbe signalisiert die Kuppel und die andere die Außenwelt, aber wieso sind auf dem Cover ein Junge und ein Mädchen abgebildet? Ich finde dieses Cover stiftet Verwirrung. Denn in dem Buch geht es um 3 Personen, nicht nur um 2 und es steht auch keine Liebsschnulze im Vordergrund der Geschichte, wie zumindest mich das Cover vermuten ließ.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich von der ersten Seite an recht gut gefallen. Das Buch ist locker geschrieben und lässt sich recht zugig lesen. Ich würde den Schreibstil mal als einen typischen Jugendfantasy-Schreibstil zuordnen. Sehr schön zu lesen, jedoch auch nichts besonderes, was in Erinnerung bleibt.

Die Charaktere haben mich sehr überrascht. Sie sind sehr komplex aufgebaut und ihre Entscheidungen sind unvorhersehbar. Somit wurde das Buch spannender, da du nie wusstest, was als nächstes passiert.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Bea, Alina und Quinn, aus deren Sicht das Buch auch geschrieben ist. Die Sicht wechselt Kapitelweise zwischen den drei Hauptcharakteren, was ich sehr gelungen finde, da 3 eine wirklich optimale Zahl für einen solchen Wechsel ist. Mehr Sichten ist doch oft schon verwirrend und 2 Sichten sind immer recht ähnlich oder handeln oft nur von Liebe. Mit 3 finde ich hat die Autorin die perfekte Zahl erwischt.
Wer einen der Charaktere nicht so mag oder er ihm nicht zusagt hat noch 2/3 des Buches, der ihm trotzdem gefallen könnte und das ist immerhin schon mehr als die Hälfte. Unter den 3 Charakteren müsste eigentlich für jeden einer dabei sein, der ihm zusagt, wenn nicht gibt es auch noch sehr unterschiedliche Nebencharaktere, die jeder für sich ein schönes Individuum sind.

Die Hauptcharaktere haben jeder einen anderen Grund für ihr Handeln, was das ganze abwechslungsreich macht. Auch von den Charaktereigenschaften gibt es kaum eine Person, die der anderen ähnelt. Und das unter eines solch großen Charaktervielfalt wie in diesem Buch ist wirklich beeindruckend.

Bea ist mehr der ruhige und überdachte Typ, Quinn der wild impulsiv handelnde und Alina die zielgerichtete. Zusammen ergibt das wirklich ein schönes Trio.
Alle drei sind sehr komplex und entwickeln sich innerhalb des Buchs weiter. Ich finde gerade die Entwicklungen, die Alina in dem Buch hinlegt sehr schön beschrieben und verständlich. Zunächst ist sie ein recht verschlossener Charakter.
Ich finde alle Charaktere sehr schön umgesetzt und verständlich. Jeder Charakter hat berechtigte Gründe so zu handeln, wie er es tut.

Die Handlung fand ich auch sehr gelungen. Das "Kuppel-Prinzip" ist zwar recht weit verbreitet, also dass Menschen abgeschottet unter einer Kuppel wohnen, doch ich finde im Zusammenhang mit dem Luftmangel außerhalb der Kuppel die Sache wirklich gruselig. Die Menschen leben zwar, aber sie sind Gefangene. Außerhalb der Kuppel gibt es nicht genügend Sauerstoff zum Atmen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich es sein muss in einer Luftleeren Welt zu leben. Atmen ist für mich etwas Selbstverständliches. Allein der Gedanke, für Luft Geld zu zahlen ist absurd. Deswegen hatte ich anfangs auch Probleme mich richtig in die Situation zu versetzen.
Wenn man sich erst einmal auf diese luftleere Welt eingelassen hat entwickelt das Buch sehr schnell Spannung und eine total eigene Atmosphäre. gerade die beiden Aspekte der Rebellen, die die Welt verbessern wollen und einer zarten Liebe machen das Buch sehr unterhaltsam. Hier ist es auch wieder ein riesiger Vorteil, dass es 3 Hauptcharaktere gibt, denn so fährt sich die Geschichte nie zu sehr in einen Aspekt fest und bleibt abwechslungsreich.

Leider fand ich es etwas schade, dass nicht mehr auf den Hintergrund der Geschichte eingegangen wurde. Wie kam es dazu, dass der Sauerstoffgehalt in der Luft so niedrig wurde? Die Auswahl für die Menschen die in die Kuppel dürfen fand ich da sehr gelungen, weil einfach auch mal etwas auf die Vergangenheit eingegangen wurde.


Fazit:
Eine schöne Geschichte mit toll umgesetzten und durchdachten Charakteren, der es leider etwas an Hintergrund fehlt. In dem Buch ist für jeden was dabei, eine reiche Charaktervielfalt und ganz verschiedenen Aspekte, die die Geschichte beleuchtet. Ob man nun von actionreichen Rebellen oder einer zarten Liebesbeziehung lesen will, dass Buch hat fast alles zu bieten.

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Tags: dystopie, glas, kuppel, luft, rebellen, sauerstoff   (6)
 

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(2.027)

2.884 Bibliotheken, 28 Leser, 5 Gruppen, 291 Rezensionen

liebe, berlin, freundschaft, elyas, kirschroter sommer

Kirschroter Sommer

Carina Bartsch , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.01.2013
ISBN 9783499227844
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist mehr als außergewöhnlich. Ich habe mich von der ersten Seite darin verliebt. Das ganze Buch trieft nur so vor Sarkasmus. Die Autorin lässt keine Chance aus um ihre Charaktere so richtig schön runterzuputzen, was mich einige Male zum Schmunzeln gebracht hat. Dennoch merkt man immer genau, was sarkastisch ist und was ernst gemeint ist. Zudem schafft es die Autorin auch durch den Sarkasmus hindurch immer die wahren Gefühle der Personen auszudrücken.
Das Buch lässt sich schnell lesen und ist sehr locker. Man muss beim Lesen nicht mitdenken und kann sich ganz auf die Handlung und Charaktere einlassen.

Die Charaktere haben mir wirklich super gefallen. Sie waren allesamt toll ausgearbeitet und verständlich. Das ganze Geschehen hat auf mich so gewirkt, alswürde es wirklich passieren und dazu haben die tollen Charaktere einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Die Charaktere haben alle verständlich gehandelt und ich habe mich nie gefragt, was das ganze den jetzt eigentlich soll. Die Autorin hat es an ein paar Stellen vielleicht ein klein wenig überzogen, aber nicht so extrem, dass die gesamte Handlung darunter zu leiden hatte oder die Charaktere einfach nur noch hohl waren.
Die Wünsche der Charaktere lagen klar auf dem Tisch und ich wusste zu fast jedem Zeitpunkt, was einen Person gerade will.Man versteht, wieso die Charaktere, besonders die Hauptcharaktere, so handeln wie sie es tun.

Emely war mir eigentlich von Anfang an sympathisch, sie hat Punkte, mit denen ich mich sofort identifizieren konnte z.B. dass sie andauernd hinfällt. Ihr Charakter ist nicht der Komplexeste aber dennoch ist sie wirklich interessant. Sie tut vieles um ihr Ziel zu erreichen und ist niemand, der auf halben Weg aufgibt.
Ich finde ihre Art mit Elyas umzugehen wirklich zum totlachen. Die beiden sind einfach zu göttlich. Ich frage mich wirklich, wie die Autorin immer wieder auf die Ideen zu den "Gesprächen" kam.
Trotz Emelys Kälte hat mir Elyas kein bisschen Leid getan. Ich denke er ist mit ihrem Verhalten recht gut klargekommen. Natürlich ist es mies, wenn man etwas von wem will und immer wieder gegen eine Wand rennt.

Elyas entwickelt sich im Buch sehr schön weiter. Man merkt sehr gut, wie Spaß langsam zu Ernst wird. Ich finde seinen Charakter wirklich interessant. Er ist genau wie Emely recht einfach aufgebaut und ehrlich herraus.

Von der Handlung hatte ich mir etwas mehr erwartete. Das Buch konnte mich zwar überraschen, indem die Handlung völlig anders verlief, als ich es erwartet hatte, aber richtig in Schwung kam das ganze nicht. Man merkt richtig den Aufbau des Buches. Im 1. Teil werden die Charaktere vorgestellt und ihre Beziehungen zueinander, im 2. Teil dann der Autounfall, im 3. Das Missverständnis und die Vergangenheit, im 4. der Campingausflug. Ich finde es wirkt etwas so, als würde die Autorin die Geschichte nicht zu ende bringen wollen oder auf etwas bestimmtes hinaus, aber unterdessen würde ihr der Stoff ausgehen und deswegen sucht sie sich etwas neues, was frischen Wind in das ganze bringt. Generell ist dies ja bei jedem Buch der Fall, aber ich finde bei diesem hier ist es besonders aufgefallen.

Leider hat das Buch im Nachhinein auch nicht so viel Handlung, im Grunde ist man am Ende des Buches genauso weit, wie am Anfang, nur dass sich die Personen kennen und in etwas veränderten Positionen zueinander stehen. Das ist schade, denn das Buch hat immerhin über 500 Seiten und es passiert auch einiges in dem Buch, aber eben nichts, was die richtige Handlung, also die Liebe, angeht.

Fazit:
Ein grandioser Schreibstil, der einem beim Lesen so manches mal zum Grinsen bringt. Nette und offene Charaktere, die zwar nicht so außergewöhnlich sind aber genau deswegen sehr realistisch wirken. Eine etwas flaue Handlung, die aber dennoch Spaß zu lesen macht.
Rundherum: ein super Buch für Zwischendurch, bei dem man nicht sehr mitdenken muss.

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Tags: elyas, emely, liebe, sarksmus   (4)
 

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(88)

232 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 49 Rezensionen

engel, indie, dawna, liebe, gabe

Dark Angels' Fall - Die Versuchung

Kristy und Tabita Lee Spencer , Tabita Lee Spencer , Beate Teresa Hanika , Susanne Hanika
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2012
ISBN 9783401067858
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
"Wie weit würdest du gehen für den Menschen, den du liebst?
Sam Rossel und seine dunklen Anhänger sind besiegt. Der Herbst hat den Sommer auf Whistling Wing abgelöst. Aber Dawna und Indie wissen, dass der Schein trügt. Auf der verzweifelten Suche nach Miley, dem Mann, den Dawna gegen alle Vernunft liebt, begegnet sie Dusk wieder. Der Wolf mit den goldenen Augen rettet ihr Leben, während sich die Schatten auf Whistling Wing zum zweiten Mal mehren. Und Dawna ahnt, dass Dusk viel mehr ist als nur ein Wolf ..."


Meine Meinung:
Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen, dass Buch ist genauso hübsch wie der Vorband. Man sieht die beiden Schwestern und erkennt klar die Jahreszeit Hebst. Ich finde den Wind sehr schön dargestellt.

Der Schreibstil war wie im Vorband auch bei Band 2 sehr überzeugend. Dawna ist eher ernst geschrieben, während Indie humorvoll vermittelt wird. Das ergibt eine angenehm lesbare Mischung aus ernst und lustig. Durch die 2 Sichten bekommt man gut die Situation aus Indies und Dawnas Seite mit und versteht beide recht gut.

Die 2 Sichten haben, was das Verstehen angeht, klare Vorteile, jedoch finde ich es schade, dass das Buch klar zu denen gehört wo ich gegen Mitte anfange von einem Charakter genervt zu sein und viel viel lieber den anderen lese. So hatte Dawna in Buch 1 bei mir einige Sympathiepunkte gesammelt, in Band 2 hat sie diese jedoch schnell verspielt und Indie wurde mir deutlich lieber.

Dawna ist mir mit ihrer Miley-Sache ziemlich auf die Nerven gefallen. Dann ist er halt weg! Na und? Davon geht doch die Welt nicht unter! Ich meine, sie scheint ihn ja auch nicht so sehr zu lieben, wenn sie sich gleich dem Nächstbesten wieder an den Hals wirft.
Ihr Charakter hat mir eigentlich überhaupt nicht mehr zugesagt, wäre Indie nicht gewesen, wäre das Buch so trocken wie ein 5 Jahre altes Brot gewesen. Dawna wirkt auf mich total langweilig, ja fast spießerig, ist ernst aber dennoch völlig unvernünftig. Ich an Indies Stelle würde schon gar nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, da sie, besonders was das Ende des Buches angeht, nicht gerade nett zu Indie ist und ihre eigenen Interessen klar in den Vordergrund stellt, egal was es kostet. Später hat sie ja einen guten Sündenbock, da ja nicht sie es gemacht hat, sondern Indie und sie, also ist es ja gar nicht ihre Schuld (mal davon abgesehen, dass Indie es von Anfang an nicht tun wollte und so gesehen von Dawna dazu "gezwungen" wurde).
Ihre Art zu handeln fand ich logisch nachvollziehbar, wobei ich mich damit nicht identifizieren konnte und obwohl es logisch war fand ich es nicht so toll.

Indie hat in dem Buch eine schöne Entwicklung hingelegt. In Band 1 fand ich ihre Einstellung teils etwas negativ und gerade gegenüber ihrer Mutter verspürt sie nicht gerade Liebe, doch ich finde in Band 2 ist sie erwachsener geworden und übernimmt sogar den verantwortungsvolleren Part. Auch sie ist verliebt und da Gabe einer eigentlich ihr Feind ist bleibt sie immer vorsichtig und aufmerksam, sie wirft sich ihm nicht vertrauensvoll an den Hals, sondern sieht
die Sache realistisch.

Die Handlung kam meiner Meinung nach in keinster Weise an Band 1 heran. Ich finde sogar, dass Band 2 nicht wirklich Handlung besessen hat. Das ganze Buch handelt von der Suche nach Miley, ab und an machen auch noch die Engel Probleme, aber nur, weil sich die Schwestern auf der Suche nach Miley in Gefahr begeben haben. Was mir an Band 1 besonders gefallen hat, die neuartige Idee, finde ich in Band 2 einfach nur langweilig. Ich finde es ja in Ordnung, wenn sich die Mädels verlieben, aber auf fast 500 Seiten erhoffe ich mir doch etwas Handlung und nicht nur stundenlanges Durchgekaue von Liebesproblemen. Dazu kommt, dass ich es okay finde, wenn eine der Schwestern vielleicht 2 Verehrer hat, aber gleich beide? Das wirkt schon fast wie ein komischer Spencer-Schwestern-Fanclub.

Mehr kann ich zu dem Buch leider nicht sagen, da mir wirklich die Worte fehlen. Ich fand Band 1 so überzeugend, so gut geschrieben und so unglaublich toll von der Handlung her. Leider hat mich Band 2 in all diesen Dingen mehr als enttäuscht.


Fazit:
Der Schreibstil ist wie in Band 1 locker zu lesen, die Charaktere waren wieder sehr verständlich, aber durch ihr ständiges Miley-Gehabe hat Dawna bei mir einiges an Sympathie einzubüßen gehabt. Indie wird erwachsener und reifer und an ihr kann man toll erkennen, dass sie sich weiterentwickelt. Die Handlung wollte mir bei Band 2 jedoch absolut nicht zusagen.

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Tags: dawna, dusk, engel, gabe, indie, liebe, miley   (7)
 

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157 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

japan, freundschaft, jugend, liebe, abschied

Tsugumi

Banana Yoshimoto , Annelie Ortmanns
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.07.1997
ISBN 9783257229738
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
"Auf der Halbinsel Izu erneuern zwei Mädchen jeden Sommer ihre Freundschaft: die Ich-Erzählerin Maria und die wilde Tsugumi, deren Temperament nicht so recht zu ihrer fragilen Gesundheit passen will. Es ist der letzte Sommer einer engen Mädchenfreundschaft.Tsugumi lernt einen jungen Mann kennen, der im Ort heftig angefeindet wird. Er scheint der einzige zu sein, der das eigenwillige Mädchen zu erobern vermag."


Cover:
Ich weiß nciht recht, was ich zu diesem Cover sagen soll... Das Mädchen auf dem Cover sieht asiatisch aus, was gut zum Inhalt passt, da das Buch in Japan spielt, aber ich kann nciht behaupten, dass ich mir einen der Charaktere so vorgestellt habe...
Ich finde das Cover ist nicht wirklich gelungen, da es wirklich sehr speziell ist und mich persönlich nie dazu bringen würde dasBuch zu kaufen.


Meine Meinung:
Zuersthat das Buch überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Ich fand es einfach nur langweilig, da ich auf etwas Spannenderes gehofft hatte. Ab ca. der Hälfte des "Buches" hab ich dann den wirklichen Sinn verstanden. Es soll keine Spannung erzielen sondern einfach nur beschreiben, wie 3 Teenager den Sommer verbringen. Generell nicht übel, aber ich musste mich erst einmal darauf einstellen. Ab dem Moment fand ich das Buch jedoch nicht mehr so langweilig, sondern habe es aus einer anderen Sicht betrachtet und fand es auf eine komische Weise putzig. Das Buch ist wirklich süß geschrieben.
Da das Buch in Japan spielt und die Autorin Japanerin ist kommen ein paar Begriffe vor, die ich persönlich nicht ganz verstanden habe, diese Begriffe wurden jedoch immer am Seitenende erklärt und man konnte allem gut folgen.

Die Charaktere waren sehr verständlich geschrieben und realistisch umgesetzt, man hat ihnen abgekauft, dass es sie irgendwo auf der Welt wirklich gibt.
Nur Tsugumi hat mir manchmal Kopfschmerzen bereitet. Ich konnte mit ihrer Art nichts anfangen. Ich kann verstehen, wieso sie sich so benimmt. Wäre ich gesundheitlich so schwach würde ich meinen Frust darüber vermutlich auch an meinen Mitmenschen, die gesundheitlich stabil sind, auslassen. Oft ist es ja einfacher jemand anderem die Schuld an etwas zu geben um daran nicht kaputt zu gehen, aber Tsugumis Verhalten ging schon in so eine assoziale Richtung. Ihre Scherze und Gemeinheiten haben andere teils sehr verletzt und aus diesem Grund kann ich Maria, aus deren Sicht die Geschichte erzählt ist, nicht ganz verstehen. Sie macht dieses Theater immer wieder mit! Irgendwann reicht es doch mal!
Maria hat gerade ihren Großvater verloren und Tsugumi hat nichts besseres zu tun, als sich auf Marias Trauer auszulassen.
Vielleicht lässte sich Tsugumis Verhalten jedoch auch auf ihre Erziehung zurückführen. Ihre Eltern spielen in dem Buch nicht so eine große Rolle, aber man merkt in den wenigen Auftritten doch schon, dass Tsugumi machen kann, was sie will und NIE Ärger dafür bekommt. Sie wird nie zurechtgewiesen und darf alles.

Wenn ich in dem Buch jedoch absolut nicht verstanden habe war Yoko, Tsugumis Schwester. Sie hängt wie so ein Geist in dem Buch. Da, aber auch wieder nicht wirklich. Wer ist sie? Was empfindet sie, wenn ihre Schwester sie so behandelt? Findet sie das Verhalten ihrer Eltern unfair?
Sie scheint all diese Sachen genau wie Maria einfach so hinzunehmen.

Wie schon erwähnt hat das Buch nicht viel bis gar keine Spannung zu bieten und erzählt eher ein Ereignis. Was ich dem Buch hoch anrechne ist der teils doch recht philosophische Teil, denn die Autorin geschickt in das Buch eingeflochten hat, denn immerhin weiß Tsugumi, dass ihre Lebenserwartung schon längst überschritten ist. Dieser Teil hat dem Buch einen tieferen Sinn gegeben.
Die Moral des Buches finde ich wirklich toll. Der Mensch ist nunmal nicht von Grund aus böse, sondern wird es erst durch die Zeit, aber durch zusammenhalt lässt sich alles besiegen. Außerdem sollte man die Zeit, die man hat genießen und nie aufgeben, egal wie schlecht es gerade läuft.


Fazit:
Ein süßes Buch über Freundschaft und die erste wirkliche Liebe. Leider haben mir die Charaktere nicht richtig zugesagt, da sich mein Charakter nicht wirklich mit ihren Charakterzügen anfreunden konnte. Die Geschichte ist nichts für Actionliebhaber, sondern eher für Leute, die gerne eine nette Geschichte mit tieferem Sinn lesen wollen.

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Tags: japan, maria, sommer, tsugumi   (4)
 

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(92)

243 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, trilogie, mooncaster, young adult, jarvis

Dancing Jax - Zwischenspiel

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 16.01.2013
ISBN 9783839001356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
"An die, die noch immer um jeden Preis Widerstand leisten (ich weiß, ein kleiner, verstreuter Haufen existiert noch), entweder weil ihr einen eisernen Willen habt oder einfach das Glück, so wie ich immun gegen diesen Wahnsinn zu sein: Ich rate euch dringend, das Land zu verlassen! Verschwindet von da. Ihr könnt nichts mehr ausrichten. Vor einigen Monaten tauchte ein merkwürdiges altes Buch in einer britischen Kleinstadt auf und zog all jene, die es lasen, in seinen Bann. Inzwischen wurde das Buch in großem Stil veröffentlicht und ganz Großbritannien ist ihm verfallen. Diejenigen, die sich seinem Einfluss widersetzten, wurden getötet. Doch es gibt einige, auf die das Buch keine Wirkung hat. Sie werden Abtrünnlinge genannt, werden verfolgt und gejagt, auch von ihren eigenen Familien und Freunden. Dies ist ihre Geschichte."


Meine Meinung:
Ich fand Band 2 sogar noch ein kleines bisschen besser als Band 1, was wirklich verdammt schwer ist, da ich dazu neige viel zu hohe Erwartungen an ein Buch zu haben, wenn mir der erste Teil sehr gut gefällt. Umso erfreulicher, dass Dancing Jax 2 meine Erwartungen übertroffen hat.
Der Schreibstil ist, wie in Band 1, einfach total genial zu lesen. Der Text fliegt vor einem entlang. Der Schreibstil ist aus einer perfekten Zusammenstellung aus locker und fesselnd geschrieben und schafft es auf eine einzigartige Weise Gefühl, Spannung, Action und Stimmung in das Buch einzubinden. Man kommt super in den Schreibstil hinein und nimmt die Geschichte ohne Probleme da auf, wo sie beginnt.

In Band 1 war der Mathelehrer Martin Baxter der Hauptcharakter, dessen Sohn von Dancing Jax besessen war in Band 2 hat dieser jedoch nur eine paar kleine Auftritte, was ich sehr gelungen finde, da die Geschichte so abwechslungsreich bleibt. Generell ist die Handlung in Band 2 total anders als die des ersten Bandes. Für Leute, die sich mit Martin vielleicht nicht so gut identifizieren konnten ist Band 2 definitiv geeignet, da dort eine große Zahl an sehr sympathisch und toll ausgearbeiteten Charakteren zur Wahl stehen.
Ich finde es faszinierend, wie der Autor es geschafft hat trotz der großen Zahl an Charakteren dem Leser jeden ans Herz zu legen, die Hintergrundstroy kurz zu erzählen und die einzelnen Individuen zu einem großen Ganzen zusammensetzt. Man fühlt sich, als wäre man selbst vor Ort und würde das ganze so wie es ist miterleben.

Die Kinder und Jugendlichen von 7-16 Jahre werden in dieses Camp gesperrt, was mich stark an ein Boot Camp erinnert, und dort wie die niederste Lebensform behandelt. Da es sich eben um 7-16 jährige handelt ist es besonders ergreifend, da dieses Alter noch ziemlich empfindlich auf Dinge wie Verstoßung und Ungerechtigkeit reagiert. Ich fand es wirklich hoch emotional, wie die Kinder teils nach Liebe lechzen, da ihre Eltern sich unter dem Jaxeinfluss nicht mehr um sie gekümmert haben.
Das Charakterealter hat der Autor wirklich sehr schlau gewählt, da man so die gesamte emotionale Tragweite von Dancing Jax aus den Augen der Generation von Morgen miterlebt, denn immerhin ist es dieses Alter, was sein ganzes Leben mit Dancing Jax verbringen muss.

Bei den Charakteren war wirklich für jeden etwas zu haben, ob völlig durchgedreht oder nett und schlau. Ich finde es wirklich schwer für mich zu sagen, welchen Charakter ich am liebsten hatte, da ich die gesamte Gruppe lieb gewonnen hatte. Sie sind einfach alle zusammen faszinierend, wie sie miteinander auskommen - oder nicht auskommen. Und das gesamte Gruppenverhältnis generell...
Man merkt recht schnell, mit welcher Gruppe sich der Autor besonders beschäftigt, was jedoch nicht schlimm ist, da es doch besser ist eher auf die älteren einzugehen als auf die doch recht kleinen Kinder.

Die Stimmung, die das Buch aufbaut, ist fast greifbar. Man hat das Gefühl, dass dies alles wirklich passiert. Das Buch ist wirklich ergreifend...
Leider fand ich hat der Autor es an einer Stelle etwas übertrieben, was jedoch nicht sehr ins Gewicht fällt, da es wirklich nur eine mickrige Kleinigkeit ist, es mir aber zwischen all dem positiven, dass ich für das Buch empfinde doch aufgefallen ist. Ich kann das schwer beschreiben, was mir so missfallen hat, da ich sonst spolieren würde, aber ich versuche es mal so gut ich kann... Meine Reaktion war nicht entsetzen, wie sie vermutlich hätte sein sollen, sondern eigentlich verspürte ich den Drang zu lachen, weil ich die Stelle so gekünstelt fand. Dies Sache war einfach zu viel des Guten und ich frage mich ernsthaft, wie der Autor drauf ist, dass er überhaupt auf diese Idee kam... Das ist doch nicht mehr normal...

Eine weitere Sache, die mich etwas gestört hat, die jedoch nicht direkt in Band 2 passiert, sondern eher zwischen Band 1 und 2 hängt ist die Sache mit Sheila. Ich fand das Ende von Band 1 wirklich grenzwärtig, da Martin einfach abgehauen ist, als er hatte was er wollte und Sheila, die ihm geholfen hatte, wurde auf den Scheiterhaufen gebracht... Das fand ich etwas dumm von Martin und ich hatte die Hoffnung, dass sich in Band 2 herausstellt, dass er ihr doch geholfen hatte, dies hat sich jedoch nicht bestätigt. Sheila wird mit keinem Wort erwähnt, was mich zu der Annahme bringt, Martin ist einfach abgehauen...

Zum Ende von Band 2 möchte ich sagen, dass ich es wirklich gut finde. Ein Kapitel ist abgeschlossen und mal sehen welches sich in Band 3 öffnet. Die Handlung um das Buch Dancing Jax ist nicht abgeschlossen, aber dennoch ist eine anderen Handlung zumindest abgerundet pausiert.
Ich kann es kaum erwarten, dass Band 3 erscheint, da ich unbedingt wissen möchte wie es weitergeht, zumal die Verbreitung des Buches mittlerweile ja auch zu einem Problem werden könnte... Ich frage mich ernsthaft, wie der Autor es noch schaffen will dieses Desaster in einem Band wieder zu entwirren, wo er doch 2 Bände gebraucht hat um es überhaupt zu verzapfen.


Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Das Buch kann mit allem punkten was es gibt, sowohl mit Charakteren, bei denen sicher für jeden etwas dabei ist, mit Stimmung, die einfach unbezahlbar gut ist und einer Handlung, die dem ganzen die Krone aufsetzt.

  (8)
Tags: buch, dancing jax, ismus   (3)
 

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(169)

369 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

ballett, dämonen, new york, tanzen, dämon

Dance of Shadows

Yelena Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.02.2013
ISBN 9783760799148
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Zuerst stand ich dem Buch eher skeptisch gegenüber - Tanzen ist einfach nicht so meins. Dennoch fand ich, ich sollte dem Buch eine Chance geben, denn immerhin klang der Klappentext mal nach etwas Neuem.

Der Schreibstil war locker und leicht und ich war recht schnell im Buch drin. Die Autorin schafft es den Leser von der ersten Seite mit in das Geschehen einzubinden.

Die Charaktere fand ich etwas eintönig. Sie hatten bis auf der Hauptcharakter Vanesse nicht wirklich Tiefgang und waren recht langweilig. Generell kamen sie kaum zur Geltung, geschweigeden in Situationen, in denen sie Charakter hätten beweisen können. Das finde ich wirklich schade, da das Buch einige wirklich toll ausbaufähige Charaktere zu bieten hatte. Um es auf so eine Eliteschule zu schaffen muss man vermutlich einiges durchgemacht haben, daher hätte ich es wirklich interessant gefunden zu erfahren, wie sie überhaupt dazu gekommen sind zu tanzen, oder wieso sie so handeln, wie sie es tun. Es hätte einfach etwas mehr Charakter in die Personen gesteckt werden müssen.

Zu Vanesse ist meine Meinung gespalten. Einerseits ist sie wirklich nett und ein schöne umgesetzter Charakter, anderseits fand ich, dass ihr zu viele Dinge einfach zugeflogen kamen. Wenn die New York Ballett Academy nur für die Besten ist, wie kommt es, dass sie es auf die Schule geschafft hat? Da schon ihre Schwester im Ballett sehr talentiert war finde ich es etwas übertrieben Vanessa gleich auch noch ein rießen Talent aufzubrummen. Dazu kommt, dass Vanessa ja nicht wirklich Lust auf Tanzen zu haben scheint. Ist es nicht eigentlich so, dass Dinge, an die man mit einer "Keine-Lust" Einstellung ran geht nie etwas werden? Wir kommt es also, dass es bei Vanessa doch geklappt hat und besonders, dass sie so geduldig war, ihr ganzes Leben in das Tanzen zu investieren, wenn sie es doch eigentlich nicht will? Es ist ja bewundernswert, dass sie sich so in Dinge hängt, auch wenn sie ihr nicht unbedingt Spaß machen, aber all die Jahre? Das macht doch kein normaler Mensch mit.
Außerdem hat es mir auch bei ihr manchmal an Tiefgang gefehlt hat. Sie scheint nicht wirklich oft etwas zu hinterfragen, wenn sie etwas gesagt bekommt. Zudem hätte ich gerne mehr erfahren, wie Vanesse mit dem Verschwinden ihrer Schwester klar kommt. Es heißt immer nur, sie würde nicht glauben, dass Vanessa tot ist, aber was empfindet sie? Denkt sie, Vanessa wäre einfach abgehauen oder das ihr etwas passiert ist? Denkt sie, dass ihre Schwester sie einfach im Stich gelassen hat und ist deswegen wütend? Macht sie sich Sorgen um ihre Schwester? All so etwas hätte ich interessant zu erfahren gefunden.
Auch Vanessas Schwärmereien waren für mich etwas kompliziert. Ich hatte immer das Bild von einem großen muskulösen Typ im Kopf, an sich ja schön und gut, aber die Strumpfhose hat das Bild völlig ruiniert. Zumal ich fand, dass die Schwärmereien etwas extrem waren. Vanessa war ja schon halb besessen von Zep.

Auch mit Justin hatte ich an machen Stellen meine Probleme, da er mir etwa zu wirr war. Ich hab nie wirklich verstanden, was er von Vanessa wollte. Er hat ihr immer nur gesagt, von wem sie sich fernhalten soll und was sie nicht tun soll, dann hat er sie mal angeschrien oder ihr Vorwürfe gemacht... also, was will er? Kann er kein Deutsch (oder Englisch, wie auch immer man das Buch sieht) und sagen, was er will? Wäre doch mal eine super Option!

Die Handlung finde ich von der Grundidee wirklich toll. Das ist mal etwas ganz Neues. Leider hatte der Inhalt aus meiner Sicht in der Umsetzung etwas Probleme. Der Anfang führt den Leser sacht in das Buch ein. Vanessa wird vorgestellt und ihr Grund für ihr weiteres Handeln. Der Leser wird nicht mitten in eine Geschichte geworfen und muss selbst sehen, wie er klar kommt, sondern bekommt eine sanfte Einführung in das Geschehen. Auch das Ende hat mir sehr gefallen, es war recht Actionreich. Es geht Schlag auf Schlag und die verschiedenen Gedanken verbinden sich zu einem großen.
Das Problem am ganzen: Der Mittelteil! Die Geschichte kam einfach nicht in Gange und hat Wurzeln geschlagen. Vanessa hat eine Probe, am nächsten Tag hat Vanessa noch eine Probe, dann wieder eine und so weiter uns so fort. Mir persönlich ging es einfach zu langsam voran, weswegen meine Leselust gegen Mitte des Buches auch einen Tiefstand erreicht hatte und ich mich dazu zwingen musste weiter zu lesen.

Auch von der Logik her weist das Buch eine fette Lücke auf. Es verschwinden immer wieder Mädchen von der Schule, aber es scheint keiner zu bemerken oder sich darüber Gedanken zu machen. Ist es nicht etwas auffällig, wenn jedes Jahr ein Mädchen verschwindet? Gut, es ist New York, da passiert so etwas vielleicht schnell als hier und die Ballerinen sind einem großen Druck ausgesetzt dem manche einfach nicht standhalten. Aber dennoch verschwindet doch niemand ohne ein Wort. Da muss man doch merken, dass etwas nicht stimmt.

Die Stimmung in dem Buch fand ich wieder sehr gelungen. Der Druck, welchen eine Ballerina aushalten muss, ist wirklich sehr gut wiedergegeben. Immer die oder der Beste sein und nie Schwäche zeigen. Die Angst zu versagen oder sich vielleicht etwas zu brechen. Ein Fehltritt und der ganze Traum ist dahin. Dazu kommt, dass wirklich nur die Besten wirklich mit dem Tanzen erfolgreich sein werden.


Fazit:
Die Charaktere fand ich etwas flach und hätte mir etwas mehr Persönlichkeit gewünscht, auch die Handlung hat mich in der Mitte nicht so überzeugen können und das Buch hat einen großen Logikfehler. Dennoch hatte das Buch auch seine guten Seiten. Die Stimmung, die in dem Buch vorherrscht, ist super gelungen und fast greifbar und Anfang und Ende des Buches konnten mich in ihren Bann ziehen.

Deswegen ganz, ganz knappe 4 Sterne

  (4)
Tags: ballett, dämon, new york, tanz, vanessa   (5)
 

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(100)

198 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, druide, götter, hexen, kelten

Die Chronik des Eisernen Druiden - Die Hetzjagd

Kevin Hearne , Alexander Wagner
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 21.02.2013
ISBN 9783608939316
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

"Der letzte lebende Druide von keltischen Göttern gejagt
Der junge Ire Atticus hat sich mit seinem Wolfshund Oberon im Südwesten der USA niedergelassen. Er betreibt eine Buchhandlung mit okkulten Schriften und verkauft allerlei magischen Krimskrams. An Arizona schätzt er vor allem "die geringe Götterdichte und die fast vollständige Abwesenheit von Feen." Ein verhängnisvoller IrrtumAtticus O Sullivan führt ein scheinbar friedliches Dasein in Arizona. In seinem Laden bekommt man alles, was man eben so brauchen kann. Nachbarn und Kunden halten ihn für einen netten, tätowierten jungen Mann. Tatsächlich ist Atticus aber nicht 21, sondern über 2?100 Jahre alt: Er ist der letzte lebende Druide. Seine übermenschlichen Kräfte zieht er direkt aus der Erde und außerdem besitzt er ein unsagbar scharfes magisches Schwert namens Fragarach. Zu Atticus Unglück aber ist eine überaus erzürnte keltische Gottheit hinter genau diesem Schwert her. Und sie hat es auf Atticus Leben abgesehen"

Das Cover:

Das Cover finde ich persönlich sehr ansprechend. Der Mann auf dem Cover wirkt auf mich, wenn auch nur gezeichnet, sehr attraktiv. Auch der Hund lädt ein, dass Buch zu kaufen, da er einem das Gefühl gibt, dass man ihn knuddeln muss. Insgesamt finde ich das Cover sehr imponierend.

Toll ich natürlich, dass es eins A zum Inhalt passt. Angafangen bei dem Schwert, dass der Mann, denn ich als Atticus identifizieren würde trägt. Der Mann ist barfuß, was ebenfalls sehr gut passt, da Atticus seine Kraft durch die Erde aufnimmt und barfuß eben genau das gut machen kann. Dann verlaufen die Arme herunter Tattoos. Auch diese ermöglichen es ihm Kraft aufzunehmen. Leider finde ich das Gesicht nicht sonderlich passend, da Atticus für mich NIE so aussah. Das passt einfach nicht. Erst einmal hat Atticus orangene Haare und ich finde auf dem Cover der Mann hat braune, dazu kommt, dass Atticus zwar weit über 21 ist, aber so aussieht und der Covermann ist in meinen Augen älter.

Den Hund finde ich richtig genial, er passt toll zu Oberon und auch die Hintergrundgestaltung passt, da das Buch in der USA spielt und Häuser oft so aussehen wie der Hintergrund zeigt. Die Farben erinnern an Blut und eine alte Karte, was auch zu dem Inhalt passt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, wobei er manchmal dazu neigte zu sehr ins Detail zu gehen, besonders was die Landschaft angeht. Dies hatte natürlich auch den Vorteil, dass es die Atmosphäre auf eine komische Art gesteigert hat. Leider hat der Autor diese Gradwanderung zwischen zu viel Detail und Atmosphäresteigerndem Detail manchmal mehr schlecht als recht gemeistert und es war zu viel des Guten, manchmal ist ihm dies jedoch auch super gelungen.

Was ich als sehr angenehm empfunden habe war, dass der Autor die Namen keltischer Gottheiten oder anderer Fabelwesen komplett in Großbuchstaben geschrieben hat. So ist es einem leichtergefallen diese auch als Name zu erkennen.

Was ich jedoch am Schreibstil noch auszusetzen habe ist, dass der Autor zwar die Landschaft doch recht gut beschrieben hat, was denn jetzt aber genau die Fabelwesen sind, die in dem Buch vorkommen wurde etwas überholpert. Schade, denn genau das hätte mich mehr interessiert.

Die Charaktere in dem Buch fand ich ziemlich kompliziert und ich weiß immer noch nicht, wie ich Atticus am besten beschreiben soll. Er hat definitiv eine eigene Art Humor, die nur wer auf gleicher Wellenlänge mit ihm ist zum wegwerfen finden wird. So hat es mir zwar ab und an ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert, aber mehr auch nicht. Zudem hatte ich das Gefühl, als würde ich Atticus für unwiderstehlich und absolut genial, schlau und cool halten. Ich jedoch konnte mich einfach nicht wirklich mit einem coolen Atticus anfreunden. Der Mann auf dem Cover ließe sich vielleicht so beschrieben, aber ich habe Atticus eigentlich eher für einen recht schmächtigen 21-jähriger, der als Drogendealer durchgehen kann, gehalten. Ich weiß nicht, cool passt einfach nicht.

Ich selbst fand ihn irgendwie manchmal etwas trantüttelig. Ich fand es wirklich mal schräg zu lesen, wie er als an seine tolle Kette denkt, auf die er super stolz ist und für deren Herstellung er 750 Jahre benötigt hat... Ich weiß nicht, dass hat so absolut nicht mit dieser Coolnes, die er an den Tag zu legen versucht gepasst.

Auch fand ich, dass es manchmal so gewirkt hat, als würde er sich lieber mal wieder mit einer der supermegaheiß aussehenden Göttinnen (nicht nur Göttinnen, aber ich pack sie jetzt mal alle darunter zusammen) befassen, als sich mal ernsthaft Gedanken zu machen, in was er da eigentlich hineingeschlittert ist. Aber scheinbar scheint das aufzugehen, denn immer wenn er mal in die Ecke getrieben wird erscheint eine der supermegaheißen Göttinnen, die er dann erst einmal zu begaffen scheint, und verleiht ihm eine tolle Gabe, mit deren Hilfe er sich wieder retten kann.

Die supermegaheißen Göttinnen gingen mir manchmal etwas auf die Nerven. Von der Art könnten sie glatt aus einem Kresley Cole Roman entsprungen sein, sind jedoch um einiges verlogener, waren mächtiger aber dennoch hatten sie komische Hintergründe für ihr Handeln, die mir immernoch nicht ganz klar sind.

Natürlich hatte das Buch auch gute Charaktere, die mir mehr zugesagt haben. Mein Liebling war von der ersten Seite an Oberon. Ich fand ihn total putzig. Seine Gedanken wirkten immer so naiv und dumm und zusammen damit, dass er ein Hund ist, hatte ich das dringende Bedürfnis ihn knuddeln zu müssen. Zudem finde ich Irische Wolfshunde wirklich klasse und faszinierende Tiere. Er hat mich immer wieder mit völlig ernst gemeinten Sachen überrascht, auf die ein Mensch nicht im Traum kommen würde. Wirklich ein toller Hund, so einen hätte ich auch gerne.

Gerade viele kleinerer Charaktere haben mir gut gefallen, da sie mir mit der Art ihres Handelns sympathisch waren und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.

Das größte Problem mit der Geschichte hatte ich oben schon angesprochen. Atticus geht mit der Situation einfach zu leichtfertig um und begibt sich deswegen nicht unbedingt unnötig, aber doch leichtfertig in Gefahr. Die Spannung wird jedoch jedes mal recht schnell vereitelt wenn er eine neue Gabe erhält.

Dennoch hat das Ende mich positiv überracht. Das Buch schafft es auf den letzten Seite nochmal einiges an Spannung nachzulegen.

Fazit:

generell ein sehr schöner Auftakt, an manchem Stellen jedoch etwas platt. Der Hauptcharakter ist gewöhnungbedürftig und die Handlung oft nicht sehr spannungsreich, da es sich jedoch um den ersten Band einer Reihe handelt und das Buch recht "kurz" ist denke ich der Band dient größtenteils dazu die Charaktere kennenzulernen und das ist super gelungen. Zudem vermag es das Ende einige der verlorenen Spannung wett zu machen.

  (11)
Tags: druiden, götter, wolfshund   (3)
 

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

shanghai, fantasy, totenrufer, dämonen, dämon

Meltworld Shanghai

Matthias Matting
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.11.2012
ISBN 9781481072113
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Shanghai. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt, deren auf Zeitungspapier getrocknete blutige Gischt die 16-jährige Hannah Harlof seit einiger Zeit in ihrer Facebook-Chronik postet? Die Berlinerin, die erst seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt, muss sich hier nicht nur einer neuen, komplizierten Sprache stellen. Sie erlebt uralte chinesische Traditionen und seltsame Rituale einer neuen Oberschicht. Sie erforscht düstere Schauplätze wie aus einer Alptraumversion ihrer Heimatstadt. Hannah stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" – doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die ewige Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran.

Das Cover:

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es stellt eine Szene aus dem Buch da, in der Hannah ein rotes Kleid mit goldenen Stickereien trägt. Zudem wirkt sie auf dem Bild sehr asiatisch, was auch gut zu der Szene passt, da Hannah zwar eigentlich deutsche Wurzeln hat, sich aber an dieser Stelle so geschminkt hat, dass sie chinesisch aussieht. Im Hintergrund sieht man die Stadt, was auch passt, da die Handlung in Shanghai spielt.

Ich finde das Cover eigentlich recht ansprechend, wobei das Buch von der Qualität her nicht ganz so gut ist und sich nicht sonderlich angenehm anfassen lässt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil des Buches hat mir anfangs sehr gefallen, leider hatte ich das Gefühl, als würde er mir der Zeit stark nachlassen dies könnte jedoch auch meinen zunehmenden Missfallen über dem Inhalt zufolge passiert sein. Das Buch hat mir mit jeder Seite weniger gefallen. Anfangs ließ sich über die Kleinigkeiten, die ich persönlich nicht mochte, noch hinwegsehen, aber es wurden zunehmend mehr...

Das Buch hat mir einfach nicht zugesagt. Die Grundidee war wirklich super, aber die Umsetzung halt eher weniger.

Die Probleme gingen los, als ich mich nicht richtig in die Hauptcharakterin hineinversetzen konnte. Hannah, 16 Jahre alt, mitten in der Jugend ,wird unfreiwillig aus ihrem normalen Leben gerissen und zieht zusammen mit den Eltern und der kleinen Schwestern nach China. So weit, so gut. Meine Frage: Was empfindet sie dabei? Ist sie nicht stinksauer auf ihre Eltern? Schulwechsel, Freunde weg, neue Sprache, fremdes Land,... Ich glaube ich wäre mehr als etwas stinkig auf meine Eltern und da kann es noch so sehr beruflich sein! Ich meine, ist ja lobenswert, dass sie so aufmerksam ist und ihr gleich auffällt, dass in Shanghai etwas mit den Schatten nicht stimmt, aber hat Hannah auch Gefühle?? Irgendwelche Emotionen?

Hannah meckert kurz minimal, was bei mir nicht wirklich als Meckern zählt (und das will schon was heißen) aber dann scheint sie sich einfach nach 2 Minuten damit abgefunden zu haben und löscht z.B. ihren Facebookacount, was ich irgendwie komisch finde, da ich an ihrer Stelle zumindest versuchen würde weiter in Kontakt mit meinen alten Freunden zu bleiben. Wenn auch nur, um an etwas Gewohntem festzuhalten.

Sorry, aber ich verstehe Hannah einfach nicht. Was geht in ihrem Kopf vor sich?

Sie wirkt einerseits so erwachsen, dann ist sie jedoch wieder total kindisch, naiv, ja sogar richtig dumm! Ein völlig Fremder mit tollen Augen (die wirklich sehr betont werden) tischt ihr etwas auf und jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand würde sich schlapp lachen und sich fragen, was denn mit dem kaputt ist, doch sie glaubt ihm auf der Stelle jedes Wort! Ich finde die Reaktion in Büchern von einem Menschen wenn sie mit etwas Übernatürlichem konfrontiert werden immer wieder spannend, aber was bitteschön war das denn? Ungefähr die Reaktion, wie wenn wer sagt "Hey, bei mir gab's gestern Pizza." Aber das Tollste ist, es kommt noch besser! Dummheit ist jetzt vererblich! Denn wie sich herausstellt haben Hannahs Eltern ebenfalls mit dem Problem zu kämpfen, dass sie auf der Stelle alles glauben was ihnen Leute erzählen.

Auch Hiro, der zweite Hauptcharakter in dem Buch, ist nicht gerade eine Intelligenzbestie. Ihm verdanken wir es überhaupt, dass Hannahs Eltern ihre Leichtgläubigkeit unter Beweis stellen durften. Ich meine die Stelle war ja ganz lustig, als er Hannahs Vater erklärt hat, dass er in echt kein Mensch ist, sondern ein Dämon und dass der Körper, den er gerade hat von wem ist von dem er keine Ahnung hat was mit ihm passiert ist und wo die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch ist, dass er tot ist.

Ich bin kein Vater, aber so wenn würde ich nicht mit meiner Tochter ausgehen lassen...

Leider konnten diese Charakterfehler auch nicht durch die Handlung abgeschwächt werden. Ich fand das ganze Szenario wirklich völlig überzogen. Gut, fast jeder Hauptcharakter kennt Leute, die perfekt zum Helfen geeignet sind, aber:

1. Hannah und Hiro sind beide noch nicht lange in der Stadt.

2. DAS ist echt nicht mehr realistich.

Ich kann gar nicht beschreiben, was der Autor da in dem Buch abgezogen hat, aber das finde ich wirklich nicht mehr normal... Sie kennen eine Person und schwupp die wupp haben sie eine ganze Horde von total wichtigen Leuten auf ihrer Seite die liebend gerne für sie im Dreck wühlen, zumal die auch noch irgendwie alle verwandt sind... So eine ganze Familie an Dreckwegmachern...

Ich kann es wirklich nicht ab, wenn die Hauptcharaktere faul bis sonstwohin sind und sich die Leute nur so darum reißen die Drecksarbeit zu machen. Wenn jemand etwas haben will soll er sich selbst drum kümmern, besonders wenn es eigentlich seine Aufgabe ist sich selbst darum zu kümmern...

Fazit:

Sehr schöne Idee, aber es hätte besser bei einer Idee bleiben sollen. Das Buch hat mir absolut nicht gefallen und ich musste mich dazu zwingen es zu lesen. Es kann weder mit Gefühl, mit Charakteren oder Handlung punkten. Wirklich schade.

  (9)
Tags: dämon, hannah, hiro, shanghai   (4)
 

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

usa, kindstod, reporterin, präsident, first lady

Blindes Vertrauen

Sandra Brown , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.08.1999
ISBN 9783442351343
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Barrie ist eine recht erfolglose junge Journalistin, die in der Öffentlichkeit wenig Glaubwürdigkeit besitzt, doch eines Tages will sich die First Lady der Vereinigten Staaten mit ihr Treffen. Das Treffen lässt Barrie an dem plötzlichen Kindestod des Babys des Präsidentenpaares zweifeln. Was geschah wirklich? Und wie hängt dass alles mit dem Präsidenten, dem Mann in seinem Schatten und dem ehemaligen Berater des Präsidenten zusammen?

Barrie stürzt sich in ein Abenteuer voller Gefahren auf der Suche nach Gerechtigkeit, doch schnell gerät die Sache außer Kontrolle und Barrie muss um ihr Leben fürchten.

Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich der Klappentext zu ca. 0% angesprochen hat und ich es wirklich nur gekauft habe, weil es sonst nichts gab und ich Lesenachschub brauchte. Daher war meine Lesebegeisterung anfangs recht gering und meine Erwartungen ungefähr genausogroß, wie mich der Klappentext angesprochen hat. Doch je weiter ich kam, desto besser wurde das Buch! Ich bin wirklich froh, dass ich es mir doch gekauft habe.

Der Schreibstil ist recht gewöhnlich, wobei er sich dennoch deutlich von dem typischen Jugendbuchschreibstil unterscheidet, da Jugendbücher ja doch oft recht locker geschrieben sind. Da es sich bei "Blindem Vertrauen" jedoch um ein Erwachsenenbuch handelt habe ich den Schreibstil als anspruchsvoller wahrgenommen. Der Schreibstil hat sich gut lesen lassen und man ist schnell ins Buch "reingekommen". Man benötigt jedoch an manchen Stellen seine Zeit um das Gelesene richtig zu verarbeiten. Zudem muss man bei dem Schreibstil ab und an etwas mitdenken und kann den Text nicht so vor sich hintreiben lassen.

Die Charaktere fand ich anfangs ebenfallsrecht gewöhnungsbedürftig. Die Charaktere sind wirklich stadfrk entwickelt und ausgearbeitet und bis zum Haaransatz in irgendwelchen Intrigen verstrickt. Die einzelnen Charaktereigenschaften sind wirklich sehr stark ausgeprägt, was relativ alle Charaktere zu gerade noch realistischen Extremen in den Eigenschaften macht.

Ich fand Barrie wirklich toll, sie hat Charakterstärke und egal wie oft sie daneben liegt, sie gibt nie auf und setzt immer ihren eigenen Kopf durch. Sie weiß, dass es nicht gerade gut ausgehen wird, wenn sie sich in Privatsachen des Präsidentenpaares stürzt, aber sie macht es dennoch, da sie ein sehr gerechter Mensch ist, der will, dass die Leute das bekommen, was sie verdienen. Diese ganze Sache um den Tod des Babys und die ganze Verstrickungssache darum droht ihr Leben vollkommen zu verändern, ja, sogar ihr Leben zu beenden, aber sie macht dennoch weiter. Das könnte man als dumm bezeichnen, aber ich finde im Zusammenhang mit der verworrenen Geschichte des Buches ist das wirklich bemerkenswert. Nazu jeder Charakter hat Dreck am Stecken. Gegen Mitte des Buches weiß man gar nicht mehr wer jetzt in etwas nicht verstrickt ist.

Auch Charaktere wie Gray, Spencer, David und Vanesse waren sehr schon beschrieben. Besonders Spencer mit seiner kalten Berechenheit hat mir sehr gefallen. Ich hätte gerne etwas mehr über ihn erfahren, doch auch so fand ich es in Ordnung. Man versteht besser als in den meisten Büchern die mir je untergekommen sind die Motivation der Charaktere genau so zu handeln, wie sie es tuen. Nichts passiert versehentlich und alles ist mit genauster Berechenheit geplant und zum eigenen Nutzen ausgelegt.

Die Story ist unglaublich verstrickt und kaum glaubt man selbst man weiß jetzt, was passiert ist ändert sich plötzlich wieder alles. Selbst Kleinigkeiten bei denen man sich wirklich zu 100% sicher war, dass sie so stattgefunden haben verändern sich ununterbrochen. Das macht das Buch total unvorhersehbar und spannend. In dem Buch wird gelogen, dass sich die Balken biegen und man hat keine Ahnung, wer in dem ganzen Chaos überhaupt noch vertrauenswürdig ist. Barrie tat mir wirklich Leid, aber ich finde sie hat das Ganze ausgezeichnet gemeistert. Zunächst einmal bedarf es ja mehr als nur ein bisschen Anstrengung um überhaupt nah genug an den Präsidenten und sie First Lady heranzukommen um überhaupt solche Nachforschungen zu stellen.

Auch wenn es sich um fiktive Personen handelt finde ich das Buch wirklich übel, wenn man bedenkt, was eine Macht der Präsident besitzt. Politik ist eigentlich ein sehr faszinierendes Thema, da man erst den wahren Geist einer Person kennenlernt, wenn man ihr Macht gibt. Natürlich kommt es, wenn man jemand Macht gibt, oft dazu, dass diese missbraucht wird und genau das versucht das Buch einem zu zeigen. Den Missbrauch von Macht. Ich finde das ist sehr gut gelungen.

Für Leser, die eher auf Romantik stehen ist das Buch aber auch nicht übel, da sich um den ganzen Rummel, Schuldzuweisungen und Gefahren eine zarte Liebe entwickelt, die immer wieder zu zerbrechen droht.

Fazit:

Ein vollgepackter Spannungsknüller bei dem nichts so ist wie es scheint. Fast jeder kann an dem Buch Spaß haben, ob Actionliebhaber, Krimifan, Lovestoryliker oder einfach nur ein normaler Leser, dem mal nach etwas Spannung ist.

  (9)
Tags: amerika, baby, journalistin, kindestod, präsident   (5)
 

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(170)

383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können bevor es zu spät ist. Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte.


Das Cover:
Ich kann gar nicht genau sagen, weswegen ich das Cover so passend finde. Zuerst einmal finde ich den Schädel mit der Narrenkappe wirklich gelungen. Mein Blick wird immer wie magisch von den Zähnen angezogen...

Das Buch hat das Aussehen eine Spielkarte, was wirklich super zu dem Inhalt passt. Zudem finde ich macht es mit seiner gesamten Gestaltung einen tollen Eindruck, da das Buch in seinen Schwarz-, Rot- und Weißtönen für mich nur so nach Spannung schreit.


Meine Meinung:
Das Buch fängt damit an, dass Jezza, Sheila, Miller und Tommo in ein altes Haus einbrechen um dieses auszurauben um auf schnellem Weg Geld zu machen. Die ganze Stimmung ist recht gedrückt und bis auf Jezza scheint sich dort auch niemand wirklich wohl zu fühlen... Mir eingeschlossen. Ich fand den Buchanfang wirklich gruselig! Die Atmosphäre ist wirklich erste Klasse! Wirklich sehr gelungen. Man fühlt sich wirklich, wie ein teil des Buches. Der Autor schafft es mit einem locker und luftigen Schreibstil den Leser von der ersten Seite an in das Buch einzubinden und lässt ihn bis zum Ende einfach nicht mehr los. So einen Schreibstil habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Die Atmosphäre wird wunderbar wiedergegeben, aber auch gerade nur so stark, dass man es wahrnimmt, wenn man sich zu 100% auf das Buch eingelassen hat. Sie ist eher zurückhaltend und man muss selbst zu ihr finden, aber sie ist dennoch da.
Ich finde das Buch ist wirklich sehr interessant und faszinierend geschrieben, wobei es in mir einen kleinen Widerspruch erzeugt hat. Zum einen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, zum anderen brauchte ich manches mal erst etwas Zeit, damit das Gelesene sich setzen konnte.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sheila war mir von der ersten Seite an sympathisch. Ihre Art fand ich einfach nur toll. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Sie ist aber auch in einer üblen Lage. Alle um sie spielen plötzlich völlig verrückt und sie hat absolut keine Ahnung, was jetzt los ist und was auf einmal jeder von ihr will. Sie ist von der Lage wirklich völlig überfordert und da es nicht aufhört beginnt sie sich richtig zu gruseln... Ich fand ihre Gefühlsregungen wirklich super umgesetzt und sehr verständlich. Mir an ihrer Stelle wäre es nicht anders gegangen.
Ich habe sie mit ihrer gesamten Art wirklich ins Herz geschlossen. Zumal ich es immer wieder traurig und total ergreifend finde zu lesen, wie ein toller Mensch immer mehr abrutscht und was später aus ihm wird...

Auch der eigentliche Hauptcharakter Martin, der als Lehrer die komische Verwandlung seiner Schüler miterlebt. Martin hat mich das ein oder andere mal mit seinen fiesen gedanklichen Bemerkungen zum Lachen gebracht. Lehrer wirken nach Außen ja meistens neutral und höflich, aber eigentlich weiß jeder, dass sie so richtig garstig sein können, demnach fand ich es wirklich lustig einmal "hinter die Fassade" zu blicken, auch wenn es nur in einem Buch ist.
Wirklich genial gemacht, denn genau diesen Humor braucht man in dem Buch, damit es nicht zu gruselig wird und einem die Lust vergeht. So bleibt der Inhalt locker und wird nicht zu einer zähen Masse.
Leider hatte Martin jedoch gerade gegen Ende einen, für mich, wirklich miesen Charakterfehler. Ich kann es absolut nicht ausstehen, wenn der Hauptcharakter mit Hilfe von jemand anderem etwas erreicht und kaum hat er ebendieses Ziel erreicht verschwindet er und die Person, die beim erreichen des Ziels geholfen hat fällt hinten runter. Zumal es wirklich alles andere als sozial ist, wenn die Person die einem geholfen hat wegen einem jetzt so zusagend erst in der Scheiße sitzt. Leider hat sich das mit dem fetten Cliffhänger-Ende verbunden, was bei mir ein wirklich wirklich wirklich unbefriedigendes Ende darstellt.

Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen. Anfangs ist die Sicht immer zwischen Martin und Sheila gesprungen, jedoch nach keinem ersichtlichen Prinzip. So hat man immer die Lage innerhalb der "Veränderten" und als Außenstehender beobachten können. Dies hatte den Vorteil, dass man die ganze Veränderung, die mit den Menschen vor sich ging, super verstanden und Schritt für Schritt nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist aus einem traumhaften Mix aus Märchen, Horror, Humor und Fantasy geschrieben, der mich von der ersten Seite verzaubert hat.

Es sind auch immer wieder Geschichten aus "Dancing Jacks" in dem Buch und vor jedem Kapitel eine kurze Beschreibung von etwas, das meist im Zusammenhang mit dem Kapitel steht. Bei den Geschichten aus "Dancing Jacks" muss ich jedoch sagen, dass ich sie teils wirklich langweilig fand. Sie haben eigentlich überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen, da sie einfach nur komisch waren. Aber im Grunde haben sie super zu dem Buch gepasst und sind sehr kreativ, zudem machen sie wirklich nur einen minimalen Teil des Buches aus.

Die Art der Geschichte erinnert mich oberflächlich stark an Zombies, wobei dort auch kein so großen Zusammenhang besteht, außer, dass sich etwas "Fremdes" in den Betroffenen festsetzt. Aber wie gesagt, nur oberflächlich erweckt es den Anschein. Ich finde Robin Jarvis hat mit "Dancing Jax" eine ganz neue Art von Buch und Inhalt erfunden.


Fazit:
Ein tolles Buch, dass wirklich überall punkten kann. Es überzeugt mit guter Atmosphäre, tollen Charakteren und einer einzigartigen Geschichte, wie sie mir noch nie untergekommen ist. Wirklich sehr gut gelungen!

  (6)
Tags: dancing jacks, dancing jax, ismus, märchen, martin, sheila   (6)
 

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(127)

252 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, mord, unfall, narben, autounfall

Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe

Laura Jarratt , Susanne Klein , Maria Seidel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.08.2012
ISBN 9783791510330
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inahlt:
Und plötzlich ist nichts, wie es war. Jenna ist 14, als sie bei einem Autounfall ihre Freundin Lindsay verliert und selbst schwerste Gesichtsverbrennungen erleidet. Von heute auf morgen ist sie eine Außenseiterin, die in der Schule und auf der Straße angestarrt wird. Auch der junge Ryan, der mit seiner Mutter von Stadt zu Stadt zieht, ist allein. Die beiden geben einander Halt und es entspinnt sich eine zarte erste Liebe. Doch dann wird Unfallfahrer Steve ermordet und Ryan gerät unter Verdacht.


Cover:
Das Cover finde ich sehr passend, es zeigt eine zerbrochene Glasscheibe, die mich stark an ein Narbengeflecht erinnert. So hat die Hauptcharakterin Jenna eine Brandtnarbe im Gesicht. dazu kommt der Farbton des Buches, welcher sich auch schnell mit einer hellrosa Wunde vergleichen lässt. Zudem finde ich auch die Farbe auf den Inhalt bezogen sehr passend, denn das Buch ist eine Liebesgeschichte.
Das Cover trifft sehr gut den Inhalt des Buches.

Meine Meinung:
Ich fand das Buch sehr spannend, da es sich sehr gut mit der menschlichen Psyche auseinander setzt. Jenna kommt sich mit der Narbe im Gesicht vor wie ein Monster, dass von allen angestarrt wird und interpretiert dies völlig falsch. Die Leute starren sie ja nicht an, weil sie hässlich ist, sondern weil es einfach eine Auffälligkeit ist. Dieses Buch beschreibt wundervoll Jennas schwere Weg zurück in ein "normales" Leben. Die Kämpfe, die sie dabei auszufechten hat und die Vergangenheit, die sie immer wieder einzuholen scheint. Das zusammen macht das Buch sehr emotional.
Immer wieder werden Dinge aus Jennas Leben vor dem Unfall eingeflochten und so wird dem Leser gut vor Auge geführt, was sie verloren hat und alles durchmachen musste.

Ich fand Jenna mit ihren 14 Jahren wirklich sehr erwachsen, wobei solch ein prägendes Ereignis vermutlich dazu zwingt schnell erwachsen zu werden. Ich fand die Beziehung von ihr zu Ryan jedoch wegen des Alters etwas unrealistisch, denn im Grunde ist sie obwohl sie sehr erwachsen wirkt noch ein Kind, zudem kommt es wirklich nur extrem selten vor, dass man bereits in so einem jungen Alter die Liebe fürs Leben findet. Die meisten Jugendliche sind ja noch nicht mal in der Lage wirklich verliebt zu sein. Zumal dazu kommt, dass Jennas und Ryans Hintergrundgeschichten ja doch etwas extrem sind. Ich finde, dass ist einfach etwas zu weit hergeholt.
Das beide kein super Leben hatten kann sie verbinden, aber nach solch Erfahrungen müssten die beiden eigentlich so verkorkst sein, dass sie sich wirklich extrem verhalten.
Was mich an den Charaktere noch gestört hat war das doch recht typische Auftreten:

Ryan: stark, gut aussehend, cool, unnahbar und immer auf der Seite der Schwachen.
Jenna: unbeliebt und bis auf ihre Narben total normal.

Daraus ergibt sich, wie in vielen anderen Büchern auch: Tollster Typ geht mit dem unbeliebtesten Mädchen, dass von allen gemobbt wird.
Das fand ich etwas schade, da die Beziehung wirklich Potenzial hatte nicht klischeehaft zu werden. Zudem sind die beiden Charaktere allein auch super einfallsreich, nur zusammen waren sie halt etwas unecht.

Ryan fand ich an manchen Stellen etwas zu aufdringlich. Er und Jenna betonen oft, dass er sie zu nichts drängt, aber ich finde es schon etwas nervend, dass er in ihrer Gegenwart ziemlich oft sexuelle Anspielungen macht. Ist ja schön und gut, dass er schon jede Menge Sex hatte, aber Jenna ist doch erst 14 und psychisch nicht gerade die stabilste. da sind seine Anspielungen wirklich unangebracht.
Was ich an ihm jedoch gut fand war sein doch oft recht edler Charakter und seine Wahrnehmung für Dinge, die unrecht sind. Er entwickelt im Laufe des Buches einen tollen Beschützerinsinkt gegenüber Jenna.

Jenna hat mir wirklich Leid getan, sie muss ihr Leben lang mit einer Narbe im Gesicht herumlaufen, die sie jedes mal wenn sie in den Spiegel schaut sieht an etwas Schlimmes aus ihrer Vergangenheit erinnert. Ich finde sie hat es wirklich nicht leicht, am liebsten würde sie einfach in ihr altes Leben zurück, aber nicht mal bei ihrer Familie, die eigentlich Schutz bieten sollte, kann sie so tun, als ob nichts wäre, weil ihr Vater sie wie eine Schaufensterpuppe zur schau stellt. Zudem finde ich es wirklich niedrigstes Niveau von ihrem Vater, dass er ihr wegen eines dummen Fehlers nicht mehr vertraut. Ist ja nicht so, als hätte sie dafür nicht schon genug bezahlt oder keine Lehre daraus gezogen.

Die wechselnden Sichten des Buches, immer abwechselnd eins aus Jennas Sicht und eins aus Ryans Sicht, fand ich bei diesem Buch wirklich genial, denn so bekommt mein beide Seiten der Beziehung super mit und versteht auch die gründe für das Handeln der Personen viel besser. Zudem lernt man so die Personen besser kennen, da man auch ihre Hintergrundgeschichte erfährt.

Die Handlung des Buches steht stark in Verbindung mit den Hintergründen der Charaktere und ist eigentlich nur dazu da, die Beziehung der beiden besser und spannender wieder zu geben. Die Sache mit dem Mord fand ich wirklich schade, da sie eigentlich nur ein Lückenfüller war, es wirkte auf mich so, als sei der Autorin einfach nichts mehr eingefallen und das Buch war noch nicht lang genug. Der Mord hat ein wenig Drama in das Buch gebracht und die rosarote Blase, in der sich Jenna und Ryan bewegen etwas gereizt, aber wirklich überraschend war es auch nicht...


Fazit:
Eine wirklich süße Geschichte über die erste Liebe und die Hürden, die einem das Leben so manches mal in den Weg stellt. Zudem sagt die Geschichte eine menge über das Verhalten der Mensch miteinander aus. Leider hat mir das Ende nicht so gut gefallen, da der Mord, von welchem ich mir erhofft hatte, er bringe Spannung in das Buch, zu leicht abgehandelt wurde.

  (7)
Tags: liebe, mord, narben, unfall   (4)
 

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107 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

elfen, schrottplatz, oni, dimensionen, liebe

Tinker

Wen Spencer , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.10.2010
ISBN 9783453527805
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Wenn ein mächtiger Feind deine Heimat bedroht ...

... ist es schwierig, sich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren, wie etwa das erste Date. Tinker – achtzehn Jahre alt, Erfindergenie und stolze Besitzerin eines Schrottplatzes – lebt in der magischen Stadt Pittsburgh. Als sie dem Elfenfürsten Windwolf zufällig das Leben rettet, nimmt dieser sie mit an seinen Hof. Tinker kann ihr Glück kaum fassen, schließlich hat sie auf den sexy Elf schon länger ein Auge geworfen. Doch dann ist das Land plötzlich in höchster Gefahr ...



Cover:
Ich finde das Cover nicht sehr passend. In Kombination mit dem Klappentext habe ich das Buch fälschlicherweise zunächst für ein Jugendbuch gehalten, was es jedoch nicht ist.
Das Geschichte an sich finde ich für Tinker recht passend, wobei mich die Augenfarbe ins Zweifeln bringt. Tinker hat braune Augen und Windwolf hat die kobaltblauen... Ist es auf dem Cover also am Ende Windwolf??? Aber ich finde das Gesicht sieht dazu zu feminin aus, zumal das Gesicht doch eindeutig rosa Lidschatten hat... Auch den Lidschatten finde ich ziemlich unpassend. Tinker ist alles andere als ein Mädchen, dass sich schminkt. Sie arbeitet auf einem Schrottplatz und schraubt an Autos rum! Und das sieht man ihr auch an... Also was soll der Lidschatten?
Das das, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es sich um ein Mädchen handelt, Mädchen durch einen Türspalt schaut macht das Cover geheimnisvoller und auch die schnörkelige Verzierung der Tür wirkt geheimnisvoll, aber ich kann mir einfach keinen Zusammenhang zum Buch zusammenreimen. Verstehe ich die Anspielung einfach nicht??

Meine Meinung:
Wie oben schon erwähnt habe ich das Buch zunächst für ein Jugendbuch gehalten. Demnach war ich etwas überrascht, als sich der Hauptcharakter Tinker als 18-jährige erwiesen hat, was an sich ja nicht sooo alt ist, aber das Buch ist dann doch eher an eine etwas ältere Zielgruppe. Von der Art her kommt es, meiner Meinung nach, recht nah an die Mercy Thompson Reihe von Patricia Briggs heran. (Nur von der Art! Nicht vom Inhalt!)

Die Charaktere fand ich wirklich sehr gelungen, wobei ich anfangs doch recht skeptisch war, denn immerhin heißt in dem Buch jemand "Windwolf". Ich meine, was ist das für ein Name? Aber die Elfen heißen nunmal so. Dennoch fand ich es ungewohnt Windwolf als Name zu lesen, der einem "Menschen" gehört und nicht einem Tier... Andernseits machen doch genau solche Veränderungen, die auch im Lesen leicht zu bemerken sind, ein gutes Fabelwesen aus, oder? Man weiß auf der Stelle, dass es sich um etwas nicht-menschliches handelt.

Auch Tinker hat mir sehr zugesagt. An manchen Stellen fand ich es jedoch schwer ihr zu folgen. Tinker ist in Physik sehr begabt und baut gerne Sachen zusammen, dies hatte zur Folge, dass sie so manches mal mit wem anderes ein Gespräch über eine diese Maschinen oder Ähnliches geführt hat, bei dem ich persönlich eigentlich in 90% der Fälle nur Bahnhof verstanden habe. Glücklicherweise haben diese Gespräche eher selten stattgefunden, denn wenn ich etwas nicht verstehe schalte ich automatisch ab, da kann das Buch noch so gut sein.
Dennoch fand ich Tinker sehr sympathisch, da sie auch mal zupacken kann und keine Angst hat sich auch mal die Finger schmutzig zu machen. Lieder habe ich auch immer noch nicht verstanden, wieso sie einen Männername trägt. Ich meine, wer nennt ein Mädchen "Alexander Graham Bell" ??? ich für meinen teil finde nicht, dass der Name zu denen gehört, die sowohl für Mädchen, als auch für Jungen einsetzbar ist, Alexander Graham Bell ist eindeutig ein Jungennamen.

Besonders angetan war ich von dem Charakter Pony. Ich hatte immer einen jungen unsicheren Elfen vor Augen, der einen ziemlich soften Namen hat, wobei er vermutlich eher ein großer Muskelberg ist, der alles andere als soft ist.
Auch Tinker Cousin Oilcan fand ich sehr gut umgesetzt, allerdings finde ich hat er oft etwas "milde" reagiert. Tinker und er sind eher wie Geschwister, aber sein Beschützerinstink ist gleich 0 und das passt dann nicht so, zu seinem restlichen Verhalten. Naja, das liebe Cousinchen kann sich auch gut selbst verteidigen.

Alles in Allem fand ich die Charaktere sehr angenehm, wobei leider alle recht ähnlich waren. Niemand konnte mich durch einen besonderen Charakterzug oder Ähnliches besonders faszinieren und die typische Zicke, die ein Buch eigentlich noch ab und an aufmischt und frischen Wind dazubringt hat auch gefehlt, wenn es die anderen Charaktere wett machen könnten wäre das okay, aber leider haben sie es nicht geschafft.

Bei der Handlung fand ich es etwas schade, dass der Leser anfangs einfach in die Geschichte geworfen wurde, was an sich ja nichts Schlimmes ist, aber die Grunderklärungen fehlen. So hatte ich bis kurz vor das Ende damit zu kämpfen überhaupt zu verstehen wie die Welt aufgebaut ist und das ist ein wichtiges Detail, auf dass das ganze Buch über immer wieder Anspielungen gemacht werden, so ist am "Abschalttag" immer besonders viel Betrieb und ich konnte nichts mit dem Begriff anfangen. Ich komme damit zurecht, wenn ich nicht sicher weiß, wie die Elfen leben, denn immerhin weiß Tinker darüber auch nicht viel und es spielt keine so große Rolle im Buch, aber wichtige Dinge würde ich dann doch lieber vor Seite 550 von 600 erklärt bekommen.
Leider hatte das den Effekt, dass ich zu sehr am überlegen war, wie denn jetzt die Welt genau ist um mich richtig auf das Buch konzentrieren zu können und da dort weiterhin mit Dingen um sich geworfen wurde, dich ich leider nicht verstanden habe ist im ersten Viertel auch ein Teil Spannung abhanden gekommen, da ich sie einfach nicht verstanden habe. Wieso müssen sie sich so beeilen? Was wollen diese mysteriösen Männer als mit dem "Abschalttag" ???
Wenn man das Buch durch hat ergibt das alles einen Sinn, aber es ist eigentlich nicht darauf ausgelegt, dass man zum Schluss diesen "Ahhh" Effekt hat, sonst wäre das Buch anders umgesetzt.

Die Grundhandlung fand ich jedoch, wenn eben auch manchmal nicht sonderlich gut umgesetzt, recht gut gelungen. Die Idee hat mir sehr gefallen und es kam auch mal frischer Wind dazu, indem die Autorin die "Oni" mit in das Buch geworfen hat. damit hat die Autorin kein neues Fabelwesen erfunden, sondern ein, so wie es mir scheint, recht unbekanntes Wesen aus der japanischen Mythologie.


Fazit:
Ein tolles Buch, leider sammeln sich auf 600 Seiten einige Dinge die ich nicht so ansprechend finde. Leider wird auf wichtige Details erst ganz am Ende eingegangen und die Charaktere wirken teils etwas unkreativ...

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, geheimnis, verschwinden, zwangsneurose, kendall

Cryer's Cross

Lisa McMann , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 12.10.2012
ISBN 9783833901621
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inahlt:
In Cryer's Cross gehen seltsame Dinge vor sich. Erst verschwindet die Schülerin Tiffany spurlos und kurz darauf ist auch der 17-jährige Nico wie vom Erdboden verschluckt. Kendall, 16, ohnehin labil wegen ihrer Zwangsneurose, kann den Verlust ihres besten Freundes nicht verkraften. Voller Sorge begibt sie sich auf Spurensuche und entdeckt eine Verbindung zwischen Tiffany und Nico. Hat das etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Und woher kommt die Stimme, die sie um Hilfe anfleht? Kendall glaubt, den Verstand zu verlieren, doch sie muss alles tun, um ihren Freund zu finden. Dabei gerät sie immer tiefer in das Geheimnis von Cryer's Cross und schwebt bald selbst in höchster Gefahr -



Cover:
Das Cover finde ich recht gut gelungen. Das Gesicht des Mädchens ist jedoch etwas überflüssig und hat für mich zu scharfe Gesichtszüge um meiner Vorstellung von Kendall gerecht zu werden. Der Tisch mit dem "Bitte rette mich" eingeritzt finde ich extrem passend, denn schließlich fängt alles mit genau diesem Pult und der eingeritzten Botschaft an...


Meine Meinung:
Der Schreibstil war zuerst recht ungewohnt. Er hat auf mich eher wie aus der Ich-Perspektive gewirkt, war aber dennoch aus der Erzählersicht. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an den ungewöhnlichen Schreibstil zu gewöhnen aber nach ca. 80 Seiten ließ er sich gut lesen und das er komisch ist, ist mir dann gar nicht mehr so aufgefallen... Zudem fand ich, die gelungene Geschichte hat vom Schreibstil recht gut abgelenkt.

Das Buch spielt in einem kleinen Dorf von ca. 250 Einwohnern, wo natürlich das Verschwinden eines Jugendliches so gut wie jedem nah geht. Das macht das Buch um ein ganzes persönlicher. Jeder kennt jeden.
Zudem leben die Menschen in Cryer's Cross noch von Landwirtschaft, was einem irgendwie ein Mittelalter-feeling gibt. Dabei ist das Dorf gar nicht sooo zurückgeblieben (Auch wenn sie kaum Asphalt haben, sondern Kies- und Feldwege...)
Die wenigen Einwohner haben zur Folge, dass alle Teenager in einer Klasse unterrichtet werden, was ich total faszinierend finde. Ich selbst kenne Schule nur als riesiges Gebäude mit 1000 Kindern und nicht als ein Raum mit 28, der dann die gesamte Schule ist. Durch diese Einsamkeit und "Kleinheit" im Dorf sind einem die Charaktere eigentlich von Anfang an sympathisch. Kendell war trotz ihrer Zwangsneurose sehr gut zu verstehen. Auf ihr lastet ja trotz ihres jungen Alters schon eine hohe Verantwortung, da sie ihren Eltern auf der Farm helfen muss und diese auf ihre Hilfe auch angewiesen sind. Sie entspricht in keinster Weise dem typischen Buchcharakter, der so beschäftigt mit seinen "Liebesproblemen" beschäftigt ist, dass er keine Zeit und auch keine Lust hat seinen Eltern unter die Arme zu greifen und halt z.B. auch mal Kartoffeln zu sortieren.
Ich fand man hat sich sich sehr gut in sie hineinversetzen könnenund man hat ihr Handeln so gut wie immer verstanden, obwohl sie das zwanghafte Bedürfnis hatte Tisch, Stühle, Vorhänge und Kreide zu ordnen.

Ich fand es wirklich sehr ergreifend zu lesen wie ihr Freund, den sie seit ihrer Kindheit kennt und ihr Halt gab verschwindet und wie sie darunter zu leiden hat. Besonders schlimm fand ich jedoch, dass Kendall erst später bewusst zu werden scheint, dass sie manchmal alles andere als nett zu Nico war. So scheint es mir jedenfalls.

Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gefallen. Durch die geringe Einwohnerzahl bekommt man sehr gut übermittelt, dass jeder alles oder fast alles über die anderen weiß. Das gibt dem ganzen einen leicht unheimlichen Touch.

Die Idee der Handlung fand ich wirklich gut, wobei sie teils, besonders was die Beziehung zwischen Kendall und Jacian angeht, doch leicht zum Klischee neigend. er, der Typ der aus seinem gewohnten leben gerissen wurde und zu allen dumm ist und sie das typische Mädchen, das Probleme hat. Mit der Ausnahme, dass Kendall wirklich Probleme hat und nicht nur solche "Möchtegernproblemchen". Die Geschichte hat jedoch eine tolle Grundidee, die es schafft den Leser in ein kleines unheimliches Dorf zu entführen.
Auch der emotionale Aspekt kam mir bei diesem Buch nicht zu kurz. Es wird doch recht klar rübergebracht, wie es den Personen geht. Dies wird mithilfe der Atmosspähre noch verstärkt.


Fazit:
Ein tolles Buch, dass nicht nach Schema-F verläuft, sondern mit einer tollen Idee, die gut umgesetzt wurde, und verständlichen und bodenständigen Charakteren punktet. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich kann es jedem der gerne mystische Bücher liest nur empfehlen.

  (6)
Tags: geheimnis, kendall, liebe, zwangsneurose   (4)
 

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

antarktis, abenteuer, henry, suche, forschungsstatio

Frozen - Tod im Eis

Jens Schumacher
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785574713
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen, da es wunderbar die Atmosphäre des Buches wiedergibt. Man sieht sofort, dass das Buch an einem Ort voller Schnee und Eis spielt. Dazu kommt eine einfach tolle Anspielung im Bezug auf den Inhalt, welche jeder, der das Buch gelesen hat sofort verstehen wird. Leider kann ich darüber nicht genauere Auskunft geben, da ich sonst spolieren müsste...
Das Buch ist in beruhigenden Blautönen gestaltet, die durch den Gletscherspalt (?) jedoch ebenso erdrückend und beengend wirken.
Im Grunde finde ich das Buch sehr ansprechend, da es die Gesamtatmosphäre sehr gut wiedergibt und wirklich hübsch ist.

Meine Meinung:

Zuerst einmal möchte ich etwas zu dem Schreibstil sagen...
Der Schreibstil war wirklich toll. Er hat von Anfang an gefesselt und noch während dem in-das-Buch-reinkommen Spannung aufgebaut. Dardurch gab es nicht mal in den Anfangsphasen langweilige Stellen. Das Buch steigt gleich recht gut in die Handlung ein und man erfährt vieles erst im Laufe der Zeit, was ich als sehr gut umgesetzt empfunden habe, da man zu keiner Zeit für die direkt darauf folgenden Ereignisse wichtige Hintergrundinformationen vorenthalten bekommen hat. Die Spannung baut sich zunächst langsam auf, steigt aber nach dem ersten Viertel des Buches stetig.
Der Schreibstill schafft es wie kein andere den Leser in das Geschehen einzubinden und wie im Kino mitfiebern zu lassen.

Die Handlung fängt mit einem Prolog an, denn man erst gegen Mitte bis Ende des Buches richtig versteht, welcher jedochschon am Anfang Spannung aufbaut. Zumal man erst einmal etwas Probleme hat einen Zusammenhang mit der eigentlichen Handlung aufzubauen, da der Prolog im Urwald spielt und die eigentliche Handlung in der Antarktis.
Die Handlung stellt einen gleich am Anfang vor einen Berg Rätsel, die sich aber alle (!!!) im Laufe des Buches klären. Nichts bleibt unklar und dem Leser wird alles gut erklärt. Man hat nachher nicht das Gefühl die Handlung nur lückenhaft gelesen zu haben.
Die Handlung ist mir total neuartig, wobei sie teils etwas vorhersehbar ist, wobei das vermutlich bei jeder Person anders ist. Generell war die Idee wirklich super umgesetzt und glaubhaft. Das Buch ist besteht aus einem guten Mix von fantasy und realer Welt in einer einsamen Schneelandschaft.
Auch die Landschaft ist wirklich toll gewählt. Die Einsamkeit und Weite der Antarktis steigern noch mehr das Gefühl, dass dortetwas nicht stimmt. Zudem bietet sich die Landschaft optimal an, weit und breit nichts als Schnee.
Ich finde der Autor hat alle Vorteile für ein Buch, welche die Landschaft bietet wunderbar genutzt.

Die Charaktere waren alle sehr gut umgesetzt und ihr Handeln verständlich. Man hat ihre Motivation verstanden, die bei jedem einen andere war, und ihr jeweiliges Verhalten.

Henry, der Hauptcharakter, war mir sehr sympathisch, wobei ich ihn für sein Alter wirklich sehr sehr reif fand. Zudem war er mir teils etwas zu perfekt. Er ist ja erst 16 und was er alles schon gemacht hat oder kann... So ein richtiger Vollpowerprotagonist, für den nichts unmöglich und der sein Leben für andere liebendgerne riskiert. Zum einen finde ich es wirklich toll von ihm, dass er alles tun würde um seinen Vater zurück zu bekommen, andernseit finde ich es auch etwas überzogen, dass niemand gesagt hat, er solle bei der Station bleiben, denn immerhin ist er ja erst 16 und kennt sich mit den Antarktisgeräten und den Begebenheiten dort nicht aus und wäre doch eigentlich eher ein Klotz am Bein.

Was mich noch etwas gestört hat war, dass die Personen in dem Buch die typische Einstellung:

Wollen wir was tun bei dem wir vermutlich sterben, oder zurück in die Sicherheit?
Natürlich sterben!!!

Ich verstehe ja, dass ein Buch langweilig wäre, wenn niemand etwas riskiert, aber solle Stellen nerven mich in Büchern einfach. Dann soll man es eben gleich so schreiben, dass die Charaktere gar keine andere Möglichkeit haben als sich in das Abenteuer zu stürzen und nicht wählen können.

Natürlich will ich nicht anklagen, was andere Menschen in solch einer Situation tun würden, aber meine Entscheidung wäre eigentlich recht klar.

Die Handlung fand ich sehr gelungen, da mir solch eine Idee noch nie untergekommen ist. Man kann dazu leider recht wenige sagen ohne zu spolieren, aber die Idee hat mir wirklich gefallen und wurde einfach traumhaft gut niedergeschrieben. Das Buch schafft es mit jeder Seite den Leser mehr zu verzaubern und Spannung aufzubauen.

Noch überzeugen konnte mich die Geschichte mit dem Fachwissen, welches der Autor immerwieder zu dem Thema Antarktis hat einfließen lassen. Das Buch scheint super recherchiert zu sein, was die Handlung nochmal realisticher macht.

Fazit:

Ein tolles Buch, dass Handlung und Landschaft wunderbar kombiniert und für eine spannungsgeladene Atmosphäre sorgt.

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Tags: alien, antarktis, henry   (3)
 

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, freundschaft, cara, alexia, ethan

Caras Schatten

Elizabeth Woods , Anja Hackländer
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 22.06.2012
ISBN 9783833901096
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover lässt sich sehr schwer interpretieren. Man könnte es so deuten, dass die weißen Ranken oder Äste ein Oval bilden, in dem man gefangen ist, es gibt keinen Weg nach draußen. Durch den Titel in der Mitte könnte man auch sagen, dass Cara dort mit ihrem Schatten gefangen ist. Sie wird dort auf ewig sein, aber dennoch kreuzen manchmal andere Leute ihre "Lichtung" was man in die Rose interpretieren könnte...
Aber im ernst: Ich mag die Farbe nicht, aber das Cover ist dennoch sehr hübsch... Aber was es mit dem Inhalt zu tun hat? Das ist wirklich schwer zu sagen.


Meine Meinung:
Ich fand das Buch wirklich hoch faszinierend. Zuerst bewegte es sich auf einem dünnen Grad zwischen Klischee und einer guten Geschichte, dann stürzte es völlig ab und hat so weit im Klischee gesteckt, dass es gar nicht mehr weiter ging. Das Buch hat es geschafft mich total zu überrumpeln. Ich war schon nicht mehr davon ausgegangen, dass die Handlung es noch schaffen würde die Kurve zu bekommen und doch noch einzigartig zu werden, dafür hat das ganze zu tief im Klischee gesteckt, aber dann! Von einer Seite auf die nächste hat die Story sich aufgerappelt und wurde brillant! Dies passierte erst kurz vor dem Ende und ich habe mich eine Zeit ganz schön gequält, aber wenn man erst einmal den Wendepunkt erreicht hat überdenkt man die ganze geschehene Handlung noch einmal neu und erlebt alles ganz anders. Wirklich sehr faszinierend.
Der Schreibstil war nichts, was sonderlich im Gedächtnis bleibt, angenehm lesbar, flüssig, locker und spannend, aber eben auch nichts Weltbewegendes.
Genauso wie mit dem Schreibstil war es auch mit den Charakteren... zumindest anfangs. Ziemlich durchschnittlich, keinen wirklich interessanten Charakter... wie bei jeder High-School-Geschichte, in der sich das Mädchen, auf dem alle rumhacken in den beliebtesten Junge verliebt, der zufällig mit der Schuloberzicke zusammen ist. Einzig und allein Zoe konnte anfangs mein Interesse wecken. Sie hatte etwas Geheimnisvolles und in den Rückblenden in Caras Vergangenheit hatte sie etwas... Unvorhersehbares. Man wusste auch so nie, was sie vorhatte.
Cara dagegen... naja, ich fand es doch etwas komisch von ihr, dass ihre beste Freundin bei ihr Unterschlupf sucht und sie es einfach passieren lässt ohne vielleicht mal zu fragen warum, oder wie es ihr geht, was sie durchgemacht hat und überhaupt irgendetwas, dass zeigt, dass sie Interesse an Zoes Leben hat, aber nein, sie war die ganze Zeit damit beschäftigt von ihrem total klischeehaften Leben zu berichten. Ich fand es schon etwas... gewagt, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken eine Fremde bei sich aufnimmt, denn immerhin haben die beiden sich eine ganze Zeit lang nicht gesehen!

Die Handlung hat mich, wie bereits erwähnt, anfangs nicht wirklich gefesselt. Doch ich fand die Wendung wirklich toll gemacht. Man stellt das ganze Buch infrage! Hätte mir jemand eine Bratpfanne ins Gesicht geklatscht hätte es mich nicht mehr überrascht!
Emotional ist des wirklich schwer etwas zu dem Buch zu sagen, da es einerseits eben stinklangweilig war, aber man auf den letzten Seiten das ganze Buch total anders sieht. Ich würde einmal behaupten, es ist eins der emotionalsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe und ich werde es nicht so schnell wieder vergessen.
Das Ende lässt weiteren Raum zum nachdenken, dennoch ist das Buch abgeschlossen.


Fazit:
Ein überraschendes Buch. Für Leute, die keine Lust haben sich bis zum Ende zu quälen um die ganze Geschichte zu erkennen ist das Buch wohl nicht geeignet, wobei es ja auch nicht sooo viele Seiten hat. Dennoch fand ich, hat es sich wirklich gelohnt, da man nur im Gesamtbild das ganze Buch versteht und begreift, was wirklich in dem Buch los ist.

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Tags: cara, freundschaft, vergangenheit   (3)
 
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