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57 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 10 Rezensionen

trauer, familie, tod, verlust, selbstmord

Vom Atmen unter Wasser

Lisa-Marie Dickreiter
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 05.08.2010
ISBN 9783827009456
Genre: Romane

Rezension:

Stirbt ein Kind, so ist dies immer dramatisch. Doch stirbt ein Kind durch einen Mord, so wird die Dimension nochmals eine andere. In „Vom Atem unter Wasser“ zeichnet Lisa-Marie Dickreiter das Bild einer Familie, die inmitten der Verarbeitung des Mordes der 16jährigen Sarah steckt. Das Buch ist schnell gelesen. Die einzelnen Kapitel beleuchten die diversen Sichtweisen auf das Geschehen und die Art und Weise des Umgangs damit. Simon, der Bruder, der voller Wut ist und sich nicht mehr wirklich wahrgenommen fühlt. Jo, der Vater, der versucht als Sozialarbeiter etwas in der Welt wieder geradezurücken und sich für die ihm zugeteilten Straßenkinder sehr engagiert. Und Anne, die Mutter, die wohl am meisten unter der Situation leidet und die Bilder im Kopf noch nicht wirklich loslassen kann. Jedes Familienmitglied geht seinen eigenen Weg durch die Trauer. Gut beschrieben wird meiner Auffassung nach die unterschiedliche Herangehensweise an die Verarbeitung der Trauer, denn Männer und Frauen trauern wohl anders. Es gibt kleine Rückblicke in vergangene, glückliche Tage und dann das Hier und Jetzt. Alles in allem eine Gefühlsachterbahn. Fazit: Das Leben ist nicht vorgezeichnet und es können immer unerwartete und auch schreckliche Dinge passieren. Wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen und an einen Punkt zu kommen, von dem aus man weitermachen kann. Dass dieser Weg für jeden etwas anderes sein kann, wird meiner Ansicht nach in diesem Buch recht gut dargestellt.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

unterbewusstsein, unbewusstes, philosophie, neurologie, psychologie

Das kluge Unbewusste

Ap Dijksterhuis , Hildegard Höhr , Gerhard Roth
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.06.2010
ISBN 9783608945607
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Leben besteht aus einer Menge von zu treffenden Entscheidungen. Manch einer trifft diese zumeist aus dem Bauch heraus, ein anderer wägt ab, beleuchtet jede Möglichkeit von allen Seiten um am Ende zu „der besten Entscheidung“ zu gelangen. Doch kann man sich sicher sein, dass es tatsächlich eine bewusste Entscheidung war? Ap Dijksterhuis beschäftigt sich mit der Frage, wie Entscheidungen getroffen werden, welche Rolle das Unbewusste dabei spielt und auch, ob es den freien Willen tatsächlich gibt. Der Schreibstil ist angenehm, es gibt ein paar Stellen an denen ich schmunzeln konnte und alles in allem liest sich das Buch flüssig und gut. Die Denkansätze sind durchaus interessant und die Studien, die sie unterstreichen, ebenso. Als wirklich neu habe ich das Buch nicht empfunden, dies war wohl aber auch nicht der Grundgedanke. Möchte man sich mit der Thematik „Unbewusstes und die Wirkung auf Entscheidungen“ einmal näher beschäftigen, so ist dies hier auf angenehme Art und Weise möglich. An mancher Stelle ist man durchaus verleitet ein „Ja, so ist es wohl.“ zu denken, da die Dinge schlüssig erklärt werden. Dennoch löst es ein gewisses Unbehagen in mir aus, wenn ich davon ausgehen „soll“, dass die Entscheidungen im Grunde unbewusst getroffen werden und erst im Anschluss daran in mein Bewusstsein gelangen. Das Unbewusste hat auch meiner Auffassung nach ein gutes Gespür für die richtige Entscheidung und es macht durchaus Sinn, nicht alles immer nur mit dem Kopf entscheiden zu wollen. Sprichwörter wie „eine Nacht darüber schlafen“ oder „aus dem Bauch heraus“ kommen nicht von ungefähr und sicherlich hat ein jeder schon einmal eine solche Erfahrung gemacht. Dennoch glaube ich, dass die Klärung des Zusammenspiels aus Unbewusstem und Bewusstsein noch in den Kinderschuhen steckt und es sicherlich in den nächsten Jahren immer wieder neue Interpretationen dessen geben wird, was man heute schon weiß. Fazit: Ein gut geschriebenes Buch über die Rolle des „Unbewussten“. Es kann durchaus als Denkanstoß dafür genommen werden, wieder etwas mehr auf den Bauch zu vertrauen. Dennoch darf man bei der Lektüre des Buches das Denken nicht vergessen und sollte kritisch bleiben beim einfachen Übernehmen von Ansichten, denn wir haben durchaus die freie Wahl zu entscheiden, ob wir die Dinge so glauben oder doch hinterfragen.

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