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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sophie, dystopie, ölkatastroph, wasserknappheit, hilger

PHYSIS

Sophie Hilger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783946172475
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine verheerende Ölkatastrophe hat die Wasserreserven auf der Erde stark dezimiert und eine Zeit der Einschränkungen und Angst beginnt. Inmitten des Chaos ist die toughe Systementwicklerin Emma Winter an einem bahnbrechenden Projekt beteiligt, welches die Wasserbestände der Welt wieder auffüllen soll. Dass sie dabei in eine übermächtige Verschwörung hineingeraten ist, bemerkt sie viel zu spät. Eine Gruppe Terroristen will das Projekt mit aller Macht verhindern. Doch dann beginnen die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verschwimmen und vor Emmas Augen eröffnet sich eine neue, unbekannte Welt.
Welches Geheimnis hütet der wortkarge Terroristenanführer Sean? Woher stammt die futuristische Ausrüstung der Männer? Und ist Emma bereit, für das Schicksal der Erde ihren moralischen Grundsätzen zu entsagen?

kurze Einblicke:


Geld regiert die Welt, ganz egal wie marode sie ist.
Seite 13

"Also ich passe auf dich auf. Nicht mehr und nicht weniger", sagte er und nahm einen tiefen genüsslichen Schluck. Dunkles Haar und helle Augen. Die Natur hatte es wirklich gut mit ihm gemeint. Leider hatte sie die Ecken und Kanten vergessen und ihn rundgelutscht wie ein Bonbon.
Seite 74

Ich saß mit einer Horde Drogenjunkies mitten im Wald fest. Das machte die Sache nur schlimmer. Das Zeug senkte die Hemmschwelle bis zur Auflösung. Ich wusste, wovon ich sprach. Man haut es sich in die Synopsen, es rast wie ein Feuersturm durch die Venen, man will schreien, fliegen und rennen zugleich. Und dann ist man nur noch ein Körper, der alles tun kann. Einfach alles.
Seite 124

Alles, was ich wusste, und dies Erkenntnis traf mich härter, als irgendetwas sonst, war, dass diese sterbende Spezies zu allem fähig war. Zu einfach allem. Das der Mensch grausame Dinge tat, um sich aus dem Morast zu zerren und am Ende alles, was er zu greifen bekam, mit sich in die Tiefe riss.
Seite 216

"Na? Alles gut?", fragte er.
Der Mann nickte eifrig. "Sie wissen doch, schlechten Menschen geht es immer gut."
Seite 246

meine Meinung:


Dieses Buch beschert uns Wahrheiten die wir alle kennen!

Wir befinden uns in einer gar nicht allzu weiten Zukunft und die Wasserreserven sind so gut wie verbraucht. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind somit tabu und die Menschheit verzweifelt daran - wie es wahrscheinlich jeder von uns tun würde. Allein der Gedanke, das ich beim Zähneputzen auf die Wasserration achten muss, oder bei der Toilettenspülung - da muss ich schon mal schlucken.
Und genau dieses Bild setzt die Autorin sehr gut um indem sie mir als Leser sehr schnell klar macht, dass dieser Roman alles andere als ein Roman sein könnte- denn wer weiß wie es in ein paar Jahren um Mutter Natur auf unserem "blauen Planeten" den so steht?

Hiermit hat Sophie Hilger also schon mal punkten können und mich einer erschreckenden Realität ausgesetzt.
Die Wahl der Protagonisten hat einen weiteren Punkt verdient da nicht nur die Geschichte untypisch echt ist, sondern auch die Protagonistin Emma Winter.
Emma ist sowas von untypisch!

Sie ist eine Frau die mitten im Leben steht, in ihrer besten Zeit und man könnte meinen sie genießt es - wäre die gesamte Lebensituation nur nicht so aussichtslos.
Emma trinkt gerne Whisky, sie raucht und flucht und wenn sie abends mal in die Kneipe nebenan geht, nimmt sich sich n lecker Kerl mit heim um ihn morgens wieder zu verlassen. Den was bringt es, eine feste Beziehung einzugehen? Gefühle zuzulassen?

Diese Protagonistin namens Emma Winter ist perfekt und ich mochte sie total!

Der Schreibstil der Autorin ist ein weiterer Punkt, der perfekt in den Plot passt. Aber wie kann ich ihn euch beschreiben ohne das es abwertend klingt? Den das ist er garantiert nicht!
Ich finde Sophie Hilger hat den Schreibstil dem Stetting und der Protagonisten angepasst und somit das Gesamtpaket sehr gut umgesetzt.

Manchmal etwas rotzig, dann wieder sehr emotional und auch etwas skurril
- so wie Emma!

Weiterhin eine Ernennung hat der Werdegang der Geschichte, da wir hier nicht nur eine Dystopie als Zukunftsszenario der heutigen Zeit haben, sondern auch das es schon sehr viel mit einem Thriller zu tun hat.

Den dort wo große Menschen sich einmischen und viel Geld fliesst - dort können Mord, Intrigen und Verrat nicht weit sein!
Eigentlich so gar nicht meins, aber hier genau passend - authentisch und fesselnd.

Und was ich ebenfalls noch erwähnen möchte ist das Ende der Geschichte!
Völlig anders und trotzdem ein HappyEnd (was ich teilweise manchmal echt anzweifelte) könnte der Roman auch durchaus alleine dastehen. Aber gerade da wir den ein oder anderen Strang hier verlieren finde ich es total toll, das es eine Fortsetzung geben wird.

Ja, ich als geborener Fantasyleser muss sagen, dass mir das hier sehr gut gefallen hat und die Mischung sehr gut umgesetzt ist.

Und ich kann euch sagen, das sobald die Geschichte weiter geht ich hier weiter lesen muss. Klar, das dies für euch bedeuteten, dass ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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392 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, worte, amy harmon

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann …


meine Meinung:


Mit Bird & Sword ist mir ein wahrer Glücksgriff gelungen.

Ein wunder – wunder – wunderschönes Buch!

Und mein neuestes Lesehighlight welches es seiner Konkurrenz sehr sehr schwer macht, es zu toppen.

Dieses Buch ist Emotion pur-
durch eine stumme Protagonistin die um ihr Leben kämpft und durch eine Autorin, die erkannt hat was dies für eine Bürde sein muss!

Lark die Protagonistin in dieser Geschichte wirkt zart wie ein Vogel. Nicht umsonst hat sie ihren Namen einer Lerche zu verdanken. Aber sie kann auch anders, indem sie für ihre Rechte, ihr Wissen und für sich als Mensch kämpft wie ein Raubvogel.
Sie zeigt sich auch ohne Stimme sehr dominant indem sie keine Scheu davor hat mit ihrer Mimik und Gestik zu bekommen was sie möchte. Auch wenn es anfangs nicht so scheint ist sie einer der stärksten Charaktere die ich bisher kennenlernen durfte!
Sie fürchtet sich selbst vor Ihrer Stimme und birgt somit ein großes Geheimnis von dem sie selbst bisher keine Ahnung hatte.

Auch Tiras, ihr Entführer und König von Jeru City ist ein sehr großes Mysterium und ein attraktiver Mann. Sein Geheimnis ist tiefer begraben als man anfangs denkt und auch dieses bringt weitreichende Folgen. Nicht nur für Ihn, sondern auch für Lark und sogar für das ganze Land.
Trotz das er über seine Stimme verfügt ist es ihm nicht möglich sich jemandem anzuvertrauen da die Angst, Schande und die Konsequenz einfach zu groß wäre.

Die Beiden sind wie füreinander geschaffen auch wenn sie es nicht sehen und selbst nicht wahr haben wollen. Und doch geben Sie sich halt in einer Zeit in der es sehr gefährlich sein kann „Anders“ zu sein, zu denken und zu handeln.
Aber nicht nur ihre Geheimnisse sind es die sie miteinander verbinden sondern man merkt auch schnell, dass beide charakterlich ebenfalls sehr gut zueinander passen, da beide ihren Sturrkopf haben und immer mit ihm durch die Wand möchten.

Ein perfektes Paar.

Amy Harmons Schreibstil ist sehr ausgeprägt und detailiert was mir einen wunderschönen historischen Roman mit Fantasyelementen beschert hat. Sie transportiert mit ihren geschrieben Worten so viel Gefühl das die Emotionen mit mir völlig durchgegangen sind.

Da wir es mit einer stummen Protagonistin zu tun haben, zählt nicht nur für uns als Leser das Wort sondern noch viel mehr für Lark, die kleine Lerche. Sie bekam ihre Stimme genommen und kann nicht mehr reden. Aber dadurch wird dem Buch noch mehr Leben eingehaucht.
Da Lark ihre Gefühle anders zum Ausdruck bringen muss ist es Ihre Mimik und Gestik dir mir den ein oder anderen Schmunzler beschert – aber auch die ein oder andere Träne entweicht.
Und glaubt mir wenn ich sage Lark ist eine sehr emotionale junge Frau!
Egal ob sie sich daran erfreute lesen und schreiben zu lernen, ob sie wutendbrannt und stinkesauer auf Tiras oder auch auf sich selbst ist. Ihre Angst gegenüber Fremden und ihrem Vater. Und ihre Neugier – die sollte auch noch benannt werden da diese neugier sie das ein oder andere mal in Situationen bringt, mit der man als „Redner“ so nicht rechnet.

Was die Autorin mir hier auch sehr gut vermitteln konnte ist die Tatsache wie schwerwiegend „ungesagte“ Wörter sein können!
Wie verletzend sie sind, auch wenn man sie nie gehört hat. Und was sie letztendlich auch anrichten können obwohl sie nie gesagt wurden. Das „ungesagte“ Wort kann vielleicht sogar schlimmer sein, als das „gesagte“ da man nicht weiß woran man ist und vieles auf Vermutungen und Lügen basieren die sich jemand selbst zusammenspinnt, egal ob sie der Wahrheit entsprechen oder nicht.

Amy Harmon hat es geschafft, einer fiktiven Geschichte so viel Wahres zu geben das es mich echt sprachlos macht dieses Buch weiter zu beschreiben. Einzig das ich euch eine absolute Leseempfehlung geben muss und euch garantieren kann, das ihr es lieben werdet

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373 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

mona kasten, coldworth city, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Bestseller-Autorin Mona Kasten mischt coole Superhelden-Action mit einer großen Lovestory.

Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, denn schon bald sehen sich Raven und Wade einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen kann.

Ein Superhelden-Roman für die riesige Fangemeinde erfolgreicher Serien wie Jessica Jones, Agents of S.H.I.E.L.D., X-Men oder Supranatural.

Quelle: Droemer-Knaur

kleine Einblicke:


Nun hob er seine andere Hand und wackelte mit den Fingern. Oder vielmehr mit dem, was von ihnen übrig war. Blutige Stummel waren zu erkennen, ein vergilbter Verband zog sich über seinen Handrücken und die Stellen, wo Harrison seine Wut abgelassen hatte. An den verbliebenen Fingern hatte man ihm die Nägel heraus gerissen, sie waren blutverschmiert und wirkten im fahlen Schein nahezu schwarz.
Seite 60

"Das, was du machst, ist nicht gesund. Aber ich kann dir keine Stahlrüstung bauen, hinter der du dich verstecken kannst. Ich bin dafür da, dir zu zeigen, wie du mit dieser Kraft leben kannst, ohne ..." Er holte tief Luft. "... ohne zu sterben."
Eine Pause entstand, in der sich Wade Ravens Atem und ihres Körpers dicht neben seinem bewusst wurde.
"Ich will nicht sterben", flüsterte sie nach einer Weile.
Mit ihren Worten traf sie etwas tief in ihm. "Wirst du auch nicht."
Seite 146

Raven hatte immer gedacht, dass sie mit ihrer Gabe wenigstens nachts für Gerechtigkeit sorgen konnte. Aber sie hatte sich versteckt - immer war sie auf der Flucht gewesen, ganze drei Jahre lang. Das, was sie eben erfahren hatte, tat weh, aber gleichzeitig gab es ihr einen neuen Sinn und Zweck.
Die Zeit des Versteckens war vorüber.
Seite 210

meine Meinung:


Auch hier habe ich wieder ein Buch zu präsentieren, welches für mir das erste der Autorin war!
Mona Kasten hat zwar bereits das ein oder andere Buch zu Papier gebracht, doch konnte mich bisher keines vom Klappentext so mitreisen wie dieses hier.

Und ich kam voll und ganz auf meine Kosten.

Gerade die Beschreibung, der Superhelden wie X-Men oder auch Supernatural haben mich für dieses Buch interessieren können - auch wenn es für andere ein Kritikpunkt war!

Und das Cover sollte auch nicht unbenannt bleiben, da es wirklich ein Meisterstück ist. Es verrät nicht sehr viel über die Geschichte und ist doch sehr mystisch und geheimnisvoll. Auch eine gewisse Stärke lässt sich erkennen und gleich darauf schließen das man in der Protagonisten etwas ganz besonderes erwarten können als Sanftheit.

Der Schreibstil von Mona Kasten ist sehr flüssig, bildlich und heizt dem Kopfkino mächtig ein, was ich sehr toll fand - gerade in den Trainings- u. Kampfszenen kam ich voll auf meine Kosten und hatte sehr detaillierte Bilder vor mir.
Das Setting in Form einer zukünftigen Stadt in der Menschen und Wesen miteinander leben ist ebenfalls ein Konstrukt, das sehr gut beschrieben und realistisch wirkte. Wir befinden uns in einer Zukunft und sind trotzdem im hier und jetzt. Also einfach sehr spartanisch und trotzdem klar definiert was für mich auch sehr gut gelungen ist.
Das Hotel als Leitzentrale mitten in der Stadt - völlig ungesehen von anderen Menschen und Wesen - das war allerdings etwas das für mich nicht so glaubwürdig rüber kam. Den sicher gibt es viele die vor lauter Stress völlig planlos und zielorientiert durch die Gegend laufen. Aber es gibt auch aufmerksame Menschen die trotz allem alltäglichen nicht blind durchs Leben gehen und so etwas mitbekommen würden. Deshalb hier für mich etwas unüberlegt oder vielmehr nicht realistisch.

Raven, Wade, Knox und alle anderen Protagonisten allerdings sind super!
Alle haben sie eine ganz eigene Geschichte ihrer Vergangenheit die sie geprägt und geformt habt. Ich konnte für alle etwas postitives empfinden und mit ihnen fühlen. Raven und Wade - die Hauptakteure sind natürlich im Fokus und somit für die Geschichte hier verantwortlich. Aber auch in den anderen steckt so viel Potenzial, das ich durchaus zu hoffen wage das es sich hier um kein Einzelteil handeln könnte!

Die Darstellung der besonderen Kräfte oder auch Mächte - je nachdem wie man es nennen mag sind sehr einfallsreich von der Autorin gewählt. Auch hier beweist sie einen sehr detaillierten Stil der Darstellung und es kommt zu keiner offenen Frage die bleibt.

Für mich war es, trotz des ein oder anderen Punktes, eine gelungene Geschichte die ich sehr gerne gelesen habe und wirklich Lust auf mehr habe!

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437 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, zukunft, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie!
Schutzumschlag mit Metallic-Folien-Veredelung


Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

©Quelle: Fischerverlage - Sauerländer



meine Meinung: 


Hier handelt es sich um das erste Buch welches ich von dem Autor bisher gelesen habe!

Die Idee von "Scythe - die Hüter des Todes" hat für mich etwas sehr faszinierendes, da ich das Thema interessant finde wer den wohl über Tot oder Leben entscheiden darf/sollte. Deshalb habe ich mich dafür entschieden es zu lesen und wurde enttäuscht.

Es handelt um eine Geschichte in der Zukunft in der mich die Umsetzung der Zukunft zwar begeistern konnte, doch tatsächlich sehr fad und langatmig war.
Das Potenzial war gegeben, nur leider für mich erfolgreich umgesetzt.

Aus den Protagonisten bin ich nie wirklich schlau geworden da der Aufbau von Nähe und Verstehen, völlig gefehlt hat sobald sie in die großen Fußstapfen der Ausbildung zum Scythe getreten waren.
Rowan war anfangs ein Rebell, der sich nicht dem Volke und der Gemeinschaft gebeugt hat und sein Ding durchzog - danach war er nichts mehr!
Auch in Citra steckte das potenzial zum Rebell, das sich aber mit ihr nicht im Einklang fand da sie sehr familienbezogen handelte. Aber auch hier war plötzlich nichts mehr zu sehen.


Letztendlich habe ich nach 200 Seiten abgebrochen...

... und vielleicht auch somit die tatsächliche Geschichte verpasst. Aber ein Buch das mich nicht bei sich behalten kann ist in meinem Augen, so hart das klingen mag, vergeudete Zeit.


Und doch gebe ich dem Buch 2 Sterne, einen für das absolut gelungene Cover was wirklich ein absoluter Eyecatcher ist - und einen weiteren für die grandiose Idee hinter dem Buch!

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

feuer, dämonen, rebell, waage, rom

Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein neues Fantasy-Abenteuer der Bestsellerautorin Veronica Rossi

Gideon Blake stirbt bei einem Unfall – eigentlich. Und doch findet er sich schwer verletzt im Krankenhaus wieder. Weitere merkwürdige Dinge geschehen: Seine schweren Knochenbrüche sind schon nach wenigen Stunden vollkommen ausgeheilt. Und wenig später überbringt ihm das geheimnisvolle Mädchen Daryn eine Botschaft: Er sei einer der vier Reiter, die die Welt retten müssen …
Denn ein fieser Haufen Dämonen ist direkt aus der Hölle gekommen, um die Erde zu ihrem zweiten Zuhause zu machen.

© Quelle Fischerverlage

kleine Einblicke:


"Gideon, lauf", stieß sie hervor und schob mich zurück.
Sofort heftete der großbewachsene Typ seine Aufmerksamkeit auf sie, als wäre sie die einzige Person im ganzen Raum. Dann raunte er den beiden anderen etwas zu, woraufhin diese sich ebenfalls umgehend auf Daryn einschossen.
Daryn drängte mich, endlich wegzurennen, aber ich hatte nicht vor, mich vom Fleck zu rühren.
Rückzug war nicht mein Stil, und Daryn schwebte irgendwie in Gefahr. Dabei dachte ich keine Sekunde darüber nach, dass sie eine Fremde war, dass sie die Typen an der Tür möglicherweise verdient hast und dass ich mich vielleicht nicht einmischen sollte.
Stattdessen schaltete ich gleich auf Action-Modus um.
Seite 81

"Ruf dein Pferd, Gideon!" Sebastian packte meinen Arm.
"Das ist unsere einzige Chance!"
"Ich soll mein ... Was hast du gerade gesagt?"
"Dann mach ich das eben." Einen Sekundenbruchteil schloss Sebastian die Augen; dann tauchten mitten auf der Straße zwei Pferde auf.
Erst sein. Dann meins.
Sie stürmten direkt auf die Sippschaft zu und standen wie zwei knallharte Typen da - die beste Pferdekampftruppe, die man sich vorstellen konnte. Und das verschaffte Sebastian und mir genug Zeit, uns schleunigst aus dem Staub zu machen.
Seite 172

Es ist erstaunlich, wie viele Redewendungen es zu Hand und Händen gibt.
Etwas in der Hand haben - In guten Händen - Von langer Hand - Seine Hände in Unschuld waschen.
Ständig fallen mir neue auf. Inzwischen hab ich eine Liste angelegt, damit ich Bastian eines Tages damit zum Lachen bringen kann. Denn eines Tages wird der Moment kommen - dafür leg ich mein Hand ins Feuer.
Seite 520

meine Meinung:


Veronica Rossi ist es hier gelungen mich von der ersten Seite an zu packen und mich voll in die Geschichte zu ziehen.

Bereits in ihrer Gebannt- Trilogie konnte ich ja bereits feststellen, dass ihr Schreibstil sehr fesselnd, bildlich und gut ausgearbeitet ist, so dass mein Kopfkino keinerlei Probleme hat sich auf ihre Geschichten einzulassen.
Aber hier mit dem ersten Teil der Riders- Serie hat sie wahrlich noch einen drauf gelegt!
Den wir befinden uns eigentlich (fast) das ganze Buch im "Verhörmodus" da Gideon geschnappt und verhört wird. Hier muss er nun seine Geschichte den Beamten erzählen und darf kein Detail auslassen! Aber keine Angst, das tut er auch nicht.
Gelegentlich wechselt die Perspektive und wir befinden uns mit im Verhörraum - aber größtenteils erzählt Gideon seine erlebte Geschichte nicht nur den Beamten sondern auch uns.
Hierbei transportiert er so viele Emotionen in Form seiner Wut, seine Zweifel und seiner Zuneigung für Daryn - die auf einer ganz merkwürdigen Verbindung beruht und weit über Freundschaft, Zuneigung und Liebe hinaus geht. Die beiden verbindet etwas, das nicht greifbar ist und doch sehr gut in dem Buch transportiert wird!

Auch wenn der Erzählstil dazu beiträgt, dass man die anderen Charakteren wie Sebastian, Markus; Jodes, Samrael und viele weitere direkt aus Gideon´s Emotionen kennenlernt, konnte ich sie doch sehr gut einschätzen und mir selbst eine Meinung bilden, die sich sogar nicht immer mit Gideon deckt.

Aber unter genau diesem Schreibstil leidet auch etwas die Faszination der Geschichte, da man auch wenn die Storie weiter erzählt wird eigentlich nur auf einem Stuhl in einem Verhörraum sitzt und das Klick Klick Klick der Heizung hört. Man tritt irgendwie doch auf der Stelle und hat das Gefühl nicht weiter zu kommen. Hierunter leidet der Spannungsfaktor etwas, aber die Faszination bleibt.

Auch wenn das neue Buch eine wirklich tollen Autorin von mir nicht die volle Punktezahl erreicht bin ich auf viele weitere Geschichte genau zu dieser Serie gespannt da mich der Plot doch sehr überzeugt hat und ich wissen möchte wie es weitergeht ....

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

dämonen, engel, fantasy

Timeless Chance

Vivienna Norna
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 12.07.2017
ISBN 9783946446385
Genre: Fantasy

Rezension:

»Nimmt man einem Engel die Flügel, so ist es das Herz, welches weiterkämpft.«


Die Welt liegt in Schutt und Asche. Grausame Wesen haben alles zerstört, was Caylor je geliebt hat. Ihre Heimat, Freunde und Familie existieren nicht mehr. Doch sie hat eine Chance alles zu verändern. Mit Hilfe ihrer machtvollen Gabe flieht Caylor in die Vergangenheit vor der Vernichtung, doch der Preis ist hoch.

Wird es ihr gelingen, das ihr entgegengebrachte Misstrauen ihrer Geliebten zu besiegen und ihre Welt vor dem nahenden Krieg und der totalen Zerstörung zu bewahren?



Vivienna Norna offenbart uns mit ihrem Debütroman »Timeless Chance« eine düstere Welt voller Verzweiflung und Missgunst.

Eine zerbrechliche Welt, die von vier Völkern zusammengehalten wird, und in der eine junge Engelsfrau um das Leben ihrer Geliebten kämpfen muss, die nichts von ihrer Existenz und der drohenden Gefahr ahnen.
Herausgezerrt aus einer Jahrhunderte währenden Gefangenschaft in die noch fast friedliche Heimat, fordern nicht nur ihre Ängste sie heraus. Was ist die Kehrseite der Medaille? Die Konsequenz für ihre Gabe, das Schicksal zu verändern?


kurze Einblicke:


Ich räusperte mich und sah erneut zu Liberta und Elium die mich gebannt anstarrten.
"Was ist?", fragte ich.
"Du hast gelacht", erwiderte Elium leise.
Verlegen schaute ich auf meinen Teller hinab und fuhr mit dem Essen fort. Sie hatten mich zuvor nie so lachten sehen, dachte ich bekümmert. Es war vielleicht das erste richtige Lachen nach Jahrhunderten. Wie viel Zeit doch vergangen war, seit ich glücklich und wohl behütet gelebt hatte. Auch wenn die Kriege schon früher stattgefunden hatte, so hatte es immer einen Funken Hoffnung gegeben.
44%



"Mir ist aufgefallen bei unserer Show, dass du mich bemerkt hast, bevor du mich sehen oder gar hören konntest. Wirklich sehr hilfreich dieser zusätzliche Sinn", murmelte Viper in Gedanken und sah zu Andrew hinüber.
"Also könnt ihr uns spüren, bevor wir euch erreichen? Wie weit könnt ihr mit diesem Sinn denn wahrnehmen?", hakte er nach.
"Bis auf mich können sie etwas einen Radius von zehn bis dreißig Meter abtasten. Bei mir ist der Raus etwas weitläufiger.", antwortete ich.
Elium sah mich überrascht an.
"Wie weit denn?", fragte er mich.
Nachdenklich strich ich mir durchs zerzauste Haar, das beim Flug durcheinander geraten war.
"So etwa vier bis fünf Kilometer."
Alle Anwesenden rissen ungläubig die Augen auf.
49%



Obwohl mir Adrenalin durch die Venen schoss, als seien sie von nichts anderem Gefühl, verspürte ich keine Nervosität oder Stress. Im Gegenteil, eine Stille breitete sich in mir aus, je näher wir den Höhlen kamen, in denen ihr Versteck war. Felskanten, Vorsprünge, Spalten und Abgründe überflogen wir. Der Nebel verdichtete sich, je weiter wir kamen. Langsam stieß ich den Atem aus, der in der Luft einen leichten Dampf hinterließ. Kalter Wind, der in ruhigen Zügen an uns vorbei strich, erleichterte uns den Weg.
Da ist es, sagte Iman nach einigen Flügelschlägen.
Vor uns türmte sich ein riesiger Berg, an dessen Seiten mehrere kleine Felsvorsprünge zu erkennen waren, auf.
77%



"Mama sagt immer, ich muss denen zur Seite stehen, die einsam sind. Deswegen ist Ilix für mich wichtig. Er ist immer so allein im Hort. Die anderen haben Angst vor ihm, weil er so schwarze Kreise auf seinem Kopf hat."
Sie deutete an ihre Stirn und schaute ihn erwartungsvoll an.
"Dort werden die Hörner bei ihm wachsen", erklärte ich ihr geduldig auf ihren verstohlenen Blick hin.
"Ich wollte ihn nicht fragen, weil er sich dann vielleicht verletzt gefühlt hätte", gab sie beschämt zu und sah wieder zu ihm auf.
Er kam nicht davon weg, ihr aufmunternd über den Kopf zu streichen.
"Bei dir würde er sich nicht verletzt fühlen", beruhigte er sie und kniete sich zu ihr hinunter.
Ihr Blick haftete sich an seine Hörner. Er konnte sehen, wie sie voller Beherrschung darum rang, nicht die Hand nach ihnen auszustrecken. Er brachte ein leichtes Lächeln zustande.
"Wenn du möchtest, darfst du sie mal berühren", bot er ihr an, während sie noch immer den Blick nicht abwandte.
Sie schluckte schwer und steckte zaghaft die Hand nach einem seiner Hörner aus.
Als sie ihn berühre, ging eine Welle der Wärme durch seinen Körper. Erstarrt spürte er, wie sie die Ornamente auf ihnen entlang fuhr.
"So schön!" murmelte sie abwesende und hielt ihre andere Hand an die Brust gepresst, als müsste sie an sich halten, um sie nicht ebenfalls auszustrecken.
Er hielt angespannt die Luft an und versuchte, die Wärme zu ignorieren, die von ihrer Berührung ausging. Niemand zuvor hatte seine Hörner je berühren dürfen. Er wusste nicht, warum er es ihr gestattete, aber er genoss den faszinierten Ausdruck, der in ihren Augen glitzerte.
97%


meine Meinung:



Mit ihrem Debüt hat Vivienna Norna genau meinen Geschmack getroffen!

Der Schreibstil ist sehr angenehm wenn auch gelegentlich etwas holprig, was ich aber dem Lektorat in die Schuhe schiebe. Den wie wir alles wissen kann ein fehlendes Komma oder auch eins zufiel eine ganz andere Bedeutung ausmachen :)
Aber nichts desto trotz ist das Kopfkino hier sehr gelungen und es war sehr gut ausgeprägt. Auch die Emotionen wusste die Autorin sehr gut zu transportieren.
Vielleicht war es manchmal sogar etwas zu ausgeprägt, was zu manchen Längen führte. Aber auch mit Ihnen konnte ich leben.

Obwohl wir es hier mit Engel zu tun haben - welche nicht unbedingt meine persönlichen Lieblingswesen sind, haben wir hier eine sehr schön definierte Form von Ihnen, welche sich unter den Menschen, Formwandlern und Vampiren zu Hause fühlen.
Man kommt nicht drum herum, dass Engel immer eine Art Monopolstellung erhalten, da sie als Himmelswesen immer etwas "Höheres" verkörpern.
Die auch hier in "Timeless Chance" ganz klar bezogen wird.
Allerdings sind sie ein sehr nettes Volk, das mit wenig Arroganz die Herrschaft übernimmt und über die Welt regiert indem Sie alle beschützen.
Mitten in der Menschenwelt ziehen sie Stellung im "Angelus" und wachen über uns!
Diese Vorstellung empfand ich als sehr angenehm und sehr gut vorstellbar!

Aber ausmachen tut die Geschichte eigentlich nicht die Tatsache um welche Form von Wesen wir es zu tun haben, sondern ganz klar die Hauptdarstellerin. Caylor ist ein phantastischer Protagonist der sehr schwer zu greifen ist!
Aufgrund ihrer Vergangenheit - Gegenwart und der Zukunft war sie für mich nicht wirklich einschätzbar, aber durchaus sympathisch. Denn alles was sie tut, macht sie durch ihre festen Überzeugung das richtige zu tun und zu helfen!
Den das will sie: helfen.
Alleine dieser Grundsatz ist es, der sie bisher am Leben gehalten hat und ihren Weg bestreiten lässt und der ihr vorher bestimmt zu sein scheint.

Doch je mehr ich in die Storie eintauchte, fehlte mir etwas!
Ich kann es nicht beschreiben und letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das auch nicht möchte, denn --- das muss jeder selbst heraus finden, da ich mir unsicher bin ob ich gedanklich den richtigen Weg gehe.
Ich weiß, das hört sich sehr merkwürdig an aber das macht die Geschichte aus, glaubt mir.

Das ganz Buch über dachte ich wir verfolgen Caylors Weg, treffen Elium der von einem brüderlichen dasein plötzlich ihr Mann für´s Leben wird und gemeinsam mit allen anderen Engeln, Formwandlern und Vampiren gehe ich in den Krieg gegen die 4. unbekannte Wesensart die alles zerstören möchte.

ABER nach den letzten 20 % des Buches bin ich mir da nicht mehr so sicher ob dieser rote Faden, der sich hier durch das Buch zieht richtig ist oder ob ich nicht vielleicht lieber den anderen hätte nehmen sollen. Der rote Faden der ganz blass nebenher lief und eigentlich von Anfang da war, und ich mich tatsächlich auch fragte wo er hinführen könnte, ich ihn allerdings blind ignoriert habe!
UND das ist es, was das Buch aus macht - den jetzt nachdem ich es beendet habe denk ich das der "blasse rote Faden" ein viel interessanterer Weg sein könnte, und die Geschichte einen völlig anderen Weg einschlagen wird als erwartet.



Liebe Vivienna, ich hoffe du lachst dich jetzt nicht tot über mich und meine verrückten Ideen rund um deine Geschichte und wie sie mir jetzt den Kopf verdreht hat. Denn eins ist mal klar, du musst dich dringest um die Fortsetzung kümmern - für mich & für andere Leser denen es genauso geht wir mir!

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

marie weißdorn, tochter der träume, high fantasy, tochter, eisermann verla

Tochter der Träume

Marie Weißdorn
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783961730148
Genre: Fantasy

Rezension:

Leyna und ihre Begleiter haben Zuflucht im Palast des Widerstandes gefunden. Jeden Tag lernt Leyna hier mehr über ihre Kräfte, jeden Tag schöpfen die Menschen um sie herum neue Hoffnung.
Nun aber muss sie mit ihren Gefährten Tarin, Urs und der Lichtlenkerin Alessa den Norden verlassen, um bei einem neuen Lehrmeister das Erschaffen lebendiger Illusionen zu lernen.



kurze Einblicke:


"Komm schon, erzähl es mir. Ich habe bei eurem Tanz nicht weggesehen, also sag mir die Wahrheit. Schon seit langer Zeit hat niemand mehr so lange getanzt."
"Was hat es denn zu bedeuten, wie lange wir getanzt haben?"
Ales verdrehte die Augen. "Leyna, so etwas musst du doch wissen! Je länger man miteinander tanzt, desto besser passen die Magien zusammen. Und bis zum Ende ist schon seit Ewigkeiten niemand mehr zusammengeblieben. Vor mir stand nicht einmal jemand, als ich die Augen geöffnet habe!"
24%



"Manchmal wünschte ich, er hätte mich niemals gerettet." Sie sah zu Ronor und erkannte Überraschung in seinen Augen.
"Ja, er hat mir seine Gestalt gezeigt. Ja, er hat mir das Leben gerettet und ja, er hat mir das Kämpfen beigebracht - aber er hat mich mehr verletzt, als jeder Soldat es gekonnt hätte." Und damit stand sie auf und ging.
59%



Mit ihrem Atem beschleunigten sich auch ihre Schritte und doch wollten ihr die Beine ihren Dienst versagen. "Ich will mich von dir feenhaften, so wie du es verlangst, aber ich kann nicht ohne dich sein. Ich will dich nicht verlieren, aber dich ... dich zu lieben, hat mein Herz gebrochen." Ihre Stimme wurde immer leiser. "Ich kann es mir nicht leisten, dich weiter zu lieben", flüsterte sie. "Ich muss meine Aufgabe erfüllen und ... auch wenn ich eine andere Möglichkeit finden könnte, du ... all das hält mich von dem ab, was ich tun muss. Ich kann einfach nicht mehr. Es ... es wird einfacher sein, wenn ich dich nicht mehr liebe. Ich kann nicht mehr dagegen ankämpfen. Dafür bin ich nicht stark genug. Ich muss ... dich loslassen."
72%



"In dieser Bibliothek", sprach der Wächter ungerührt fort, "wird die Geschichte Mirandors festgehalten. Die Stränge der Magie finden ihren Ursprung tief im Herzen dieser Erde, durch sie existiert diese Bibliothek wie alles andere auch. Hier wird jede Veränderung, jedes Ereignis festgehalten. In diesem Moment füllt sich eines der unzähligen unter uns liegenden Bücher mit unserem Gespräch. Ein anderes füllt sich gerade mit dem Streit, den der, der sich König nennt, soeben führt. Ein sehr interessanter Wortwechsel übrigens.
Jeder Moment wird niedergeschrieben. Die Bücher dieser Bibliothek bewahren uns und unsere Taten, sie bewahren das Vergangene."
78%


meine Meinung:



Ziemlich nahtlos geht es hier im zweiten Teil der "Tochter der Träume" weiter.
Es ist nicht viel Zeit vergangen und wir befinden uns fast direkt am Ende des ersten Teils wieder seitdem nicht nur in der Gegenwart nur wenige Wochen vergangen sind.

Dieser Aspekt schien mir hier sehr von Vorteil da die Geschichte noch sehr präsent für mich ist und ich direkt einsteigen und weiterlesen konnte. Den so weiß ich noch genau mit welchem Knistern ich es in der Luft zu tun habe sobald ich auf Leyna oder Sinan treffe - ich weiß noch das Urs der vorlauter aber recht witzige und direkte Varnier ist und auch Talin unser Priesterjunge ist mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben.



Leyna ist ein Charakter der bereits im ersten Teil an ihrer Aufgabe wächst. Hier allerdings fordert sie sich regelrecht selbst heraus und versucht über ihre Grenzen hinweg so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen. Sie fordert sich verbissen und geht bis ans Ende ihrer Kräfte. Und sie macht Fortschritte - immer mehr und mehr kann sie ihre Magie lernen, fühlen und benutzen bis es ihr selbstverständlich in Fleisch und Blut übergeht. Nur ihre Herzensangelegenheit, mit denen steht sie auf dem Kriegsfuss und schafft es nicht sie zu kontrollieren. Und als dann auch noch ungewöhnliches so gewöhnlich erscheint - Sivan sich zurückzieht und ihr somit keinerlei Angriffsfläche bietet scheint es so als wäre genau das, was sie zum scheitern bringt.
So kennt man unsere Leyna gar nicht und es schockte mich etwas, da nicht schon bewusst war das sie ihr Herz verloren hat - aber das es so schlimm ist ...

Sivan hingegen scheint es nichts auszumachen, Leyna die kalte Schulter zu zeigen und sich ihr zu entziehen. Aber die Kapitel die wir aus seiner Sichtweise lesen dürfen zeigen uns, das es der klassische Mann ist der keine Gefühle zulassen kann und nicht möchte. Nur kann er dieses Spiel ewig spielen? Kann er ihr wirklich aus dem Weg gehen trotz der Anziehungskraft die über beide herrscht und sie zu kontrollieren scheint?



Hier hat mich die Autorin doch sehr überrascht. Nicht, weil sie ein liebendes Paar in die Geschichte eingebaut hat, die so wie es scheint keine gemeinsam Zukunft zu haben. Sondern weil sie diese Gefühle sehr gut transportiert.
Egal ob es Liebe, Sehnsucht, Wut, Zorn oder Hass war - es wurde von mir tatsächlich empfunden. Aber mit der Emotion Verzweiflung hat sie mich wirklich überwältigt.
Dieses Empfinden das schirr keinen Ausweg kennt und dich zu taten verleitet über die man nur den Kopf schütteln kann wurden hier so toll rübergebracht das ich nicht nur einen Knoten im Hals hatte sondern auch feuchte, schwitzige Hände.

Ausserdem ist die Geschichte so vielschichtig, dass sie aus mehreren Perspektiven erzählt werden muss, was Sie auch tut.
Wir lernen Mirandor und ihre Prophezeiung hauptsächlich zwar aus Leyna ´s Augen kennen indem sie uns ihre Geschichte erzählt, sondern auch Sivan darf seine Sichtweisen zu Papier bringen. Und da es zu guter Letzt natürlich auch um die Sichtweise eines bösen Königs und seinem Heer geht, lernen wir auch aus den Augen von Lodon um was es eigentlich wirklich geht.
Lodon hat hier in dem zweiten Teil - zum Vorteil für mich- nur einen kleinen Teil des Buches eingenommen, was mich sehr gefreut hat da er mir nicht unbedingt sympathisch in Erinnerung geblieben ist. Allerdings muss ich meine Meinung über ihn zumindest etwas positiver entgegenbringen, da er hier im zweiten Teil doch eigentlich sehr positiv rüber kommt.
Ein neuer Darsteller zeigt sich in der rechten Hand des Königs namens Dranoel. Er überrascht mit seiner Präsenz und seinem eigentlichen Charakter. Hier versteckte sich für mich eine weitere Überraschung der Autorin für mich!
In Alessa haben wir eine weitere Wegbegleiterin die doch sehr positiv wirkt und zu Leyna´s Freundin und Weggefährtin wird. Sie als Lichtlenkerin kann noch einmal sehr von nutzen sein wenn es irgendwann in den Kampf gegen den König geht ....

Und da habe ich auch schon das Stichwort genannt - wann?

Liebe Marie, wann geht es weiter?

Denn nachdem im ersten Teil das Ende des Buches doch sehr stimmig abgerundet war und man hätte warten können - so kann man es hier definitiv nicht!
Dieses Ende das zweiten Teils ist böse - wie ein dichter schwarzer Nebel der sich um das Ende gelegt hat nehme ich hier erstmal Abschied aus Mirandor und hoffe das wir uns bald wiedersehen!

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, abenteuer, zeitreise, piraten, meer

Das wilde Herz des Meeres

Elena Morgan
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783931989927
Genre: Fantasy

Rezension:

-Golf von Mexiko, 1717
William Hunter – Pirat, Frauenverführer und berüchtigter Kapitän der Scowerer – kennt weder Gnade noch Furcht. Ruhelos reist er über die Meere der Welt und macht reiche Beute, bis ihn ein schrecklicher Fluch das Leben kostet. Fortan ruhen Williams Knochen in einer Höhle, dazu verdammt, alle hundert Jahre in einer Vollmondnacht zu neuem Leben zu erwachen. So lange, bis eine Frau sein grausames Herz erweicht und ihn spüren lässt, was wahre Liebe bedeutet.
-Fuerteventura, 2017
Hannah flieht nach dem Ende einer desaströsen Beziehung zu ihrer Schwester, um zu vergessen. An der wilden Atlantikküste macht sie einen seltsamen Fund: Uralte Knochen liegen neben Goldmünzen in einer vom Meer umspülten Höhle. Einhundert Jahre sind seit Williams letztem Erwachen vergangen… und die nächste Vollmondnacht steht unmittelbar bevor.
© Quelle: Drachenmondverlag



kurze Einblicke:



"Willkommen im Dorf der Dreadlocks und der Jesuslatschen", kicherte Marie. "Wer hier lebt, der lächelt den ganzen Tag, blinzelt in die Sonne und ist wunschlos zufrieden. Lass dich davon anstecken. Plane nichts. Erwarte nichts. Dann kommt das Glück von ganz allein. Falls du Startschwierigkeiten hast, kann ich dir auch ein paar Joints vorbeibringen."
Seite 42



"Habt ihr Dirnen ...", William räuspert sich, "ihr Wei ... ich meine, ihr Frauenzimmer heutzutage alle ein derart loses Mundwerk?"
"Ja." Ich steckte mir den Keks in den Mund und kaute darauf herum. "Haben wir."
Seite 139


"Seht euch das an", lallte der sternhagelvolle Timothy. "Die Segel hängen runter wie die Titten meiner Großmutter."
"Du?" gackerte Ferris. "Du hast doch gar keine Großmutter. Ebenso wenig, wie du eine Mutter und einen Vater hast."
"Ach? Und wo komm ich dann her?"
"Du wurdest geboren aus stinkendem Meerschaum",grunzte Ferris, "und aus einem Möwenschiss."
Seite 287


"Was macht dich so sicher, dass wir überhaupt in der Zeit zurückreisen? Wir hatten bisher keinen Beweis für diese Theorie."
"Ja aber die Welt, in der ich aufgewachsen bin, besaß ein ganz eigenes Gefühl. Einen bestimmten Geruch. Einen Geschmack. Ein Aroma, das ... ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Jedes Mal, wenn wir eine Nebelbank passiert haben, fühlte es sich an, als kämen wir meinem Meer näher. Als würde ich Schritt für Schritt in meine angestammte Welt zurückkehren. Und is dir nicht aufgefallen, wie viele Delfine und Wale wir in den letzten Zeit gesehen haben? Es waren Hunderte. Ach was, Tausende. Das Meer deiner Zeit war leer. Beinahe ausgestorben. Aber jetzt ist es wieder so, wie ich es kenne."
Seite 305


meine Meinung:



Wir beginnen in Fuerteventura und begeben uns auf eine Reise, die Schöner nicht sein könnte.

Hannah, liebt alte Bücher - alte Geschichte und insbesondere alte Logbücher die sie in eine Zeit bringen von der man nur Träumen kann. Sie erlebt die Gefühle der Kapitäne auf hoher See und Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ihre Vorstellungskraft ist enorm und ihr Wissensdurst unbegrenzt. Wen könnte es also besser treffen als Sie, die auf unglaublich Art und Weise auf William Hunter trifft. Einen Piraten des 1800 Jahrhunderts, der als große Erscheinung in ihr Leben tritt und sie für sich einnimmt und ihre Liebe gewinnt.
Aber der Fluch, der Anfangs nur auf William zu liegen scheint ist größer als angenommen und so nimmt die Geschichte nicht nur einen leichten vorhersehbaren Gang ein. Sondern sie führt uns auch in unbekannte Gewässer die uns zum Ursprung des Fluches führen. In eine ganz andere Welt, einer anderen Zeit - zur gewaltigen, bösen Hexe Marifa - der Fluchweberin.

Aber ist es wirklich ein Fluch wenn seiner Liebe seines Lebens begegnet?
Sind die Gefühle echt oder gehören sie vielleicht zu den positiven Umständen, die ein Fluch mit sich bringen kann?
Das alles und viele Fragen mehr stellte ich mir beim "inhalieren" dieses Piratenromans.




Im Pseudonym Elena Morgan schreibt hier unser liebe Britta Strauß einen sehr schönen, spannenden, emotionalen und knisternden Liebesroman der mir richtig unter die Haut ging.

Ganz in ihrem gewohnten Schreibstil, kommt die Geschichte sehr reel und unglaublich witzig rüber. Wer an einen düsteren Piratenroman denkt, indem die Frauen wie Dreck unter den Fingernägel behandelt werden ist hier völlig fehl. Klar, kennt ein Pirat des 18. Jahrunderts es erstmal nicht anders - aber wenn er auf eine Frau des 20. Jahrhunderts trifft wird ihm dieser Zahn ganz schnell gezogen.
Die Kombination der Zeiten und die daraus resultierenden charakterlichen Welten die aufeinander treffen sind fantastisch umgesetzt.
Wir fluchen auf "piratisch" und im Gegenzug wird aber auch der Humor in dieser Form erzählt. Aber auch in unserer heutigen Sprache werden Anekdoten in einem sehr lockeren Schreibstil erzählt.
Je nachdem welcher Charakter uns gerade Sicht der dinge schildert.

Es vergeht kaum ein Kapitel indem es nicht knistert, bis es endlich zur Sache geht.

Die Kapitel wechseln zwischen Hannah und William wodurch man eine tolle Einsicht in beide Zeiten, beiderlei Ansichten und Charakter bekommt.

Und als krönenden Abschluss hat die Geschichte ein Ende was ich wirklich Unglaube schön und sehr gelungen fand. Allein die Tatsachen die dieser kurze Epilog darlegt sind so schön und gehen runter wir Öl.

Wieder einmal hat Britta es geschafft mich zu begeistern, fesseln und zu unterhalten. So gut das ich glatt sagen würde "Ich will auch einen Piraten!" :)

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476 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, die bibliothek der besonderen kinder, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:


Der dritte Band der "Besonderen Kinder"-Trilogie von Random Riggs

Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen – so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder – zu befreien.
Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil’s Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu …

© Droemer-Knaur.de


kurze Einblicke:


Das Problem mit der Grenze zwischen unklug und leichtsinnig besteht darin, dass du oft erst dann weißt, auf welcher Seite zu dich befindest, wenn es zu spät ist. Wenn du endlich dazukommst, in Ruhe über eine Entscheidung nachzudenken, ist der Knopf schon gedrückt, hat das Flugzeug den Hangar verlassen oder -in unserem Fall- das Bott den Anlegesteg. Als ich sah, wie Sharon es mit dem nackten Fuß abstieß, der nicht wirklich menschlich aussah - er hatte Zehen, die so lange waren wie Mini-Hotdog, und dicke gelbe, wie Krallen gebogene Nägel-, wurde mir klar, auf welcher Seite der Grenze wir uns befanden und dass es zu spät war, um viel dagegen zu unternehmen.
Seite 73




Der Nacht, bevor der Dieb gestreckt
Der Henker ihn geschwind geweckt
Ich bin gekommen, dich zu warnen
Werd dich ersticken
zum Teufel schicken
Werd dir den Arm abschneiden
Dich dann lassen Schmerzen leiden
Werd dir die Haut abziehen
Und dich dann bring´n zu Pferde ....




Wir kämpften ständig ums Überleben und wussten nicht, was der folgende Tag für uns bereithielt. Ich bin von Natur aus vorsichtig, ein Planer - jemand, der gern weiß, was ihn hinter der nächsten Ecke erwartet und auch hinter der übernächsten -, doch diese ganze Erfahrung, von dem Moment an, als ich die Ruine von Miss Peregrines Haus betrat, bis zu diesem Moment, war ein freier Fall ins Leere gewesen. Um das zu überleben, hatte ich ein neuer Mensch werden müssen, flexibel, selbstsicher und mutig. Jemand auf den Großvater stolz gewesen wäre.
Seite 301


meine Meinung:


Das Finale der "besondere Kinder- Trilogie" steht seinen Vorgängern in nichts - absolut nichts nach!

Er hält das spannende und mitreißende Level konstant durch und es gab keinen einzige Seite in allen drei Teilen die mich langweilte.
Diesmal begeben wir uns direkt in die Höhle des Löwen da es nur noch einen Weg gibt den man nehmen könnte:

Direkt an die Kampffront zu den Wights & den Hollows!

Und so geht es in die bisher älteste Zeitschleife die wir besucht haben und direkt in die Hölle - Devil´s Acre.

Die Reise dorthin ist schon sehr interessant und spannend, ein wenig erinnert erst auch an viel Piratenfilme die man schon gesehen hat. Man hat es richtig vor Augen wie die Piraten misstrauisch den Neulingen gegenüberstehen und den Kautabak ausspucken. Man nicht förmlich den fauligen Atem!
Aber das alles ist nichts auf der Suche nach Kindern, Miss Peregrine und so scheint es als ob etwas Langeweile aufkommt, da sie einfach nicht weiter wissen.
Doch selbst in den ruhigeren Passagen des Buches stecken viele Hinweise die man nicht verlieren sollte um das Rätsels Geheimnisse zu entlüften.

Auch die Seelenbibliothek Abaton ist ein wahrer Augenschmaus! Wer hätte gedacht, das wir weiter Reisen und zum tatsächlichen Ursprung kommen, zu den Seelen der Besonderen? Und wie weit doch die besonderen Magie von Jacob reicht, die sich wohl nicht nur auf die Hollows spezialisierst. Seine Macht beinhaltet so viel mehr, was man sich auch Anfang dieses dritten Teils nicht zusammenreimen könnte!

Man wird selbst hier immer wieder überrascht und vor Tatsachen gestellt die man nicht auf dem Schirm hatte!

Ich kann es wirklich kaum erwarten, dass der Autor Ransom Riggs ein neues Buch veröffentlicht da er für mich ein wirklich außergewöhnliches Talent besitzt, einen zu fesseln und zu begeistern!

Die Illustrationen sind diesmal etwas anderes, da sich diesmal nicht um unsere Protagonisten handelt, sondern viele Besondere die wir nur einmal im Buch lesen und dann nie wieder.
Das macht die Illustrationen zwar nicht weniger wert, aber sie laufen neben der Geschichte her was sehr schade ist! Den solch eine Aufmachung ist wirklich sehr selten und sehr besonders.
Sie verdient definitiv mehr als nur einen kurzen Blick!

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459 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, die stadt der besonderen kinder, kinder, zeitschleifen

Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426517185
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Fortsetzung von "Die Insel der besonderen Kinder" von Bestseller-Autor Random Riggs

Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann.
Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat.

© Quelle: droemer-knaur.de

kurze Einblicke:


"Verabschiedet euch von unserer Insel", sagte Emma, stand ebenfalls auf und nahm ihren Hut hab. "Wir werden sie vielleicht nie wieder sehen."
"Lebe wohl, Insel", sagte Hugh. "Du warst so gut zu uns."
Horace legte das Ruder aus der Hand und winkte, "Auf Wiedersehen, Haus. Ich werde alle deine Zimmer und den Garten vermissen. Aber vor allem werde ich mein Bett vermissen."
"Mach´s gut, Zeitschleife", schniefte Olive. "Danke, dass du uns in all den Jahren beschützt hast."
"Gute Jahre", sagte Bronwen. "Die besten, die ich hatte."
Ich verabschiedete mich schweigend.
Seite 24

"Nichts passiert ohne Grund", sagte ich.
Ich konnte nicht glauben, dass diese Worte aus meinem Mund gekommen waren, aber kaum hatte ich sie ausgesprochen, da spürte ich die Wahrheit darin, die laut wie eine Glocke in mir nachhalte.
Es hatte seinen Grund, dass ich hier war. Es gab etwas, das ich nicht einfach nur zu sein, sondern zu tun bestimmt war - und das war nicht, wegzulaufen, mich zu verkriechen oder aufzugeben, sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchten.
Seite 121

Mein Gehirn schrie: Lauf weg!, aber meine Beine weigerten sich zu gehorchen.
Es war eine Pyramide aus Köpfen. Sie waren dunkel verfärbt und eingefallen, die Münder weit geöffnet, die Augen verquollen. Sie lagen in der Gosse wie der hydraköpfige Horror.
Seite 266

"Seid ihr jemals während eines Bombenangriffs in ein offenes Grab gestiegen und habt euch gewünscht, ihr wärt im Bett geblieben?" fragte ich.
Enoch trat mir von den Schuh. "Hör auf, Zeit zu schinden."
Ich hielt mich am Rand des Sarkophags fest und stellte den Fuß au die Leiter.
Mir schossen all die angenehmen, langweiligen Dinge in den Kopf, die ich diesen Sommer hätte unternehmen können, wenn mein Leben anders verlaufen wäre.
Seite 287

meine Meinung:


Die Reise der besonderen Kinder geht weiter ....

... und auch der zweite Teil der Trilogie ist ein wahres Meisterwerk für mich!

Die Geschehnisse nehmen hier im Folgeband rasant seinen Lauf da die Kinder mich auf eine Suche mitnehmen, die von Anfang an doch sehr holprig und ungewiss scheint - sind sie doch auf sich alleine gestellt. Woher sollen Sie wissen, wo weitere Zeitschleifen sind? Wie genau funktioniert Jakobs´s "Besonderheit" und was genau müssen sie tun wenn sie eine neue Zeitschleife finden?
Miss Peregrine ist in ihrer Tierform, kann sich nicht zurückverwandeln. Sie steckt somit fest und ist keine große Hilfe und so müssen sie, völlig auf sich gestellt, selbst handeln und Entscheidungen treffen.
Hinzu kommt, dass sie auf der Flucht sind und stetig von den Wights und den Hollowcast´s gejagt werden.

Sehr packend, fesselnd, mitreißend und ohne auch nur einen Hauch von Langeweile geht es weiter auf eine sehr unbestimmte Reise da keiner weiß wohin genau sie führt und was sie bringen wird.

Und natürlich, nicht zu vergessen befinden wir uns im Jahr 1940!
Die Dramatik des Krieges liegt hier sehr hoch auf der furchtlosen Wanderung durch England. Das Leid, die vielen Schicksale und die Ereignisse in diesem Buch sind wieder sehr detailliert und sehr traurig. Ich hatte viele Klösse, die ich zu verdauen hatte in einem durch Bomben zerstörtes London und bei einem direkten Anflug der über mir statt fand - bereit zu Abschuss. Aber es gibt auch Überraschungen - wir treffen auf weitere "Besondere" und lernen sie kennen und lieben.

Ransom Riggs ist für mich ein wirklich bemerkenswerter Autor, der in jedem Wort - Satz - Seite -- eigentlich im ganzen Buch! -- Gefühle frei setzt mit denen man zwar rechnet, sie einen dann aber doch unvorbereitet treffen. Auf der einen Seite liest man von der Lockerheit der Kinder, ihren flapsigen Umgang miteinander und den Sticheleien - auf der anderen Seite geht ein Kugelhagel mitten durch die Gruppe hindurch und nur mit Glück gibt es keine Schwerverletzte oder gar Tote.
Aber selbst vor dem Tot nimmt er keine Rücksicht, den auch den hatte ich zu verdauen und zu akzeptieren. Und auch wenn alles seinen Sinn und seine Bestimmung hat, ist es einfach schwer, eine lieb gewonnene Figur zu betrauern.

Das Zusammenspiel von nackter, vergangener Realität und Fantasy ist einfach toll! Die Illustration, die bisher in beiden Büchern vorhanden waren sind sehr schön und geben diesem Buch einen ganz besondern Hauch von Realität. Für mich ein wahrer Schatz für mein Buchregal!

Am Ende schafft er es sogar, mich zu überraschen mit einem genialen Schachzug den ich keine eine Sekunde vorhersehen konnte. Ransom Riggs hält die Spannung enorm hoch ohne Cliffhanger und macht mich wahnsinnig neugierig auf den dritten und letzten Teil der Trilogie.

Auch hier kann ich wieder nur von einem Highlight sprechen wenn ein Autor es schafft mich mit allen 480 Seiten, die das Buch hat vollends zu begeistern!

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, göttertochter, götter, royal blood, alexander der große

Göttertochter - Royal Blood

Eleanor Herman , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841422316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Du gewinnst keine Kriege, ohne andere zurückzulassen.
Und Freundschaft ist nichts,was alles verzeiht.

Wie der dicke Rauch eines Schwelbrandes liegt Krieg über dem Reich. Alex hat seine erste Schlacht mit Hilfe von Kats Blutmagie gewonnen. Doch erst nach einer öffentlichen Hinrichtung erkennt der Rat ihn als Herrscher an. Er ahnt nicht, dass seine Familie bereit ist, seine engsten Vertrauten aus dem Weg zu räumen, um die eigenen Interessen durchzubringen. Und dass er den Menschen, der ihn töten soll, längst viel zu nah an sich herangelassen hat.
Während Kat weiter versucht, den Mord an ihrer Mutter zu rächen, gerät sie selbst in höchste Gefahr, denn es gibt einen Menschen, für den sie tot mehr wert ist als lebendig. Wie mächtig ist Alexander wirklich – und wie grausam muss er sein, um Respekt zu gewinnen?

Was ist am Ende stärker?
Das Schicksal?
Dein Herz?
Oder deine Feinde?

kurze Einblicke:


Als Zo von der Straße aufschaut, sieht sie, dass sie von einem Wald aus Steinen umgeben sind; aus dem Boden ragen hohe weiße Felsnadeln wie die Speere von Giganten. Sie leuchten im Sonnenlicht, und ihr Anblick verschlägt Zo den Atem. Der Wind streicht wispernd zwischen ihnen hindurch wie Stimmen, die tausend uralten Sprachen flüstern.
Seite 72

Auf die Reling des schmalen, flachen Binnenschiffes gestützt lässt Heph den Blick schweifen und muss sich wieder einmal eingestehen, dass ersuch geirrt hat. Er dachte immer Ägypten wäre eine endlose Wüste, nichts als verdorrte Erde und Sand. Doch stattdessen bietet sich ihm ein Bild, mit dem er nie gerechnet hätte: wogendes Wasser, so weit das Auge reicht - ein Ozean, so tiefblau wie Lapislazuli, der sich von Ost nach West bis zum Horizont erstreckt. Aus seiner Zeit in Mieza wusste er, dass der Nil jedes Jahr vier Monate lang über seine Ufer tritt und fruchtbaren schwarzen Schlamm auf den Feldern hinterlässt, der die Äcker auf natürliche Weise düngt. Aber eine solche Überschwemmung hätte ersuch selbst in seinen wildesten Träumen nicht vorstellen können.
Seite 268

Hastig weicht Kat zurück und tritt hinter Heh, am ganzen Körper zitternd. Sie hat das Gefühl, als müsse sie sich jeden Moment übergeben.
Leise fluchend ruft sie sich in Erinnerung, wer sie ist. Eine Prinzessin. Ein Schlangenblut. Die Zwillingsschwester von Prinz Alexander. Ein sechzehnjähriges Mädchen, dessen Schlauheit und Mut in der Schlacht gegen die Aasarischen Fürsten das Blatt zu ihren Gunsten gewendet haben. Doch jetzt würde sie lieber allein mit einer ganzen Horde Aasarier aufnehmen, als sich der dunklen Magie dieses verfluchten Ortes zu stellen.
Seite 379

Er verlässt den Kerker mit dem Gefühl, etwas erreicht zu haben. Sein neuer Rat setzt sich aus ganz verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen, die alle ihre eigenen Erfahrungen mitbringen. Er wird eine Menge Standpunkte, Strategien und Sichtweisen zur Verfügung haben, die ihm helfen werden, mit Umsicht und Weitblick zu herrschen. Das würden die Götter sicher gutheißen.
Und außerdem, denkt Alex mit einem Lächeln, wäre sein alter Lehrer Aristoteles absolut begeistert.
Seite 513

meine Meinung:


Hier im zweiten Teil haben wir bereits die Erfahrungen machen können, das wir das Land - die Götter - die Mythen und die Charaktere kennen, was sehr von Nutzen ist.

Aber auch die Autorin hält sich nicht großartig mit Rückblicken auf, was sehr gut ist und die Geschichte voran treibt. Ebenfalls von Vorteil, das es nicht allzu lange her ist, das Band 1 auf meiner Leseliste stand und ich somit noch gut Erinnerung habe was alles bisher geschah...
So wie es derzeit scheint warten wir auf den dritten oder gar den vierten Teil jetzt etwas länger, was einen Rückblick definitiv brauchen wird um sich diese Geschichte in ihren ganzen verzweigten Windungen und Verästelungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Was im ersten Teil noch im Aufbau war und uns den Charakteren und ihren Geschichten näher gebracht hat, nimmt hier nun eine andere Wendung indem wir tiefer in die einzelnen Weggabelungen der gesamten Storie eintauchen. Somit lernt man die göttlichen Fügungen, die Intrigen und die Charaktere im einzelnen sehr gut kennen und kann sie nun einschätzen und einordnen.

Das Buch ist, wie bereits das Erste auch wieder in Vier Akte aufgeteilt welche die Wege genau anzeigen und sinnbildlich für die darin enthaltene Entwicklung stehen.

Insgesamt ist dieses Buch, sehr blutig - brutal und zeigt eine starke Härte der damaligen Zeit. Wer hier Gefühl sucht, wird sie nicht finden. Denn auch wenn es scheint, als ob sich die ein oder andere Liebelei annähert bleibt diese völlig auf der Strecke!
Was ich persönlich bisher sehr gut finde, da das Hauptaugenmerk wirklich auf der Entwicklung und Entstehung der Geschichte basiert.

Auch dieser zweite Teil schrammt knapp an der 5 Punktgrenze und scheitert letztendlich daran, das ich nach dem beenden einfach noch viel zu viele offenen Fragen mit mir herum tragen werde bis ich von Teil 3 erlöst werde!

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

götter, magie, träume, fantasy, high fantasy

Tochter der Träume

Marie Weißdorn
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783946172574
Genre: Fantasy

Rezension:

„Nach einhundert Jahr’n sich die Möglichkeit zeigt,
Auf ein baldiges Ende des Volkes‘ Leid.
Denn der, der entkommt seiner dunklen Hand
Trägt in sich die Macht, zu beherrschen dies‘ Land.“
Seitdem sich die Götter vor langer Zeit von Mirandor abgewandt haben, wird das Land von einem grausamen König unterdrückt. Um seine Herrschaft zu sichern, nimmt er in jedem Jahr vier erwählte Kinder gefangen, die den Menschen anstelle der Götter beistehen sollen. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie die Kraft der Herbstgöttin in sich trägt. Doch ihr Mal bleibt verborgen.
Leyna gelingt die Flucht und sie gerät in große Gefahr. Schon bald nimmt sie die Magie der Welt um sich herum wahr und spürt die Macht, die in ihr liegt. Doch sie weiß nicht, wem sie ihren Glauben schenken soll; der uralten Prophezeiung und dem geheimnisvollen Fremden, der ihr Leben rettet – oder dem, was sie seit ihrer Kindheit zu glauben gelernt hat.
Nur eines ist sicher: In der Welt der Illusionen ist nichts, wie es scheint.

kurze Einblicke:


Er beschützte sie, wie er es gesagt hatte. Aber das schloss nicht ein, dass er nicht mit ihr reden sollte. Selbst wenn es nicht zu seiner Aufgabe gehörte, wer auch immer ihm diese aufgetragen hatte. Sie würde ihn nicht dazu zwingen und einfach auch nicht mit ihm sprechen. Eine leise Stimme in ihr flüsterte, dass das ein kindischer Gedanke war. Ja, das stimmte. Aber das war ihr egal. Entschlossen hob sie den Kopf, ließ Sivan zurück und folgte Tarin, der den Hof schon beinahe überquert hatte.
31%

"Können wir mal kurz´ne Pause machen?" murmelte Urs. "Normale Leute wie wir müssen irgendwann auch mal schlafen, zumindest ein bisschen."
"Urs, sei still", ermahnte Tarin ihn leise.
Sivan wandte sich um und musterte den Variier, der seinen Blick trotzig erwiderte. Für einen Moment schien Sivan mit sich zu ringen, sagte dann aber nichts. Stattdessen sah er Tarin an.
"Wir können weitergehen", sagte dieser sofort. "Ich brauche keine Pause. Du kennst Urs´Geschwätz."
56%

"Wir ... wir müssen ihm helfen!"
"Nein", antwortete er ungerührt.
"Warum nicht?"
Er hob nur eine Augenbraue.
"Es ist mir egal, wie viel Aufsehen wir erregen! Du hast schon mindestens zwei Soldaten-Trupps aus dem Weg geschafft, Sivan, was ist da einer mehr?" Beinahe war sie überrascht, dass sie plötzlich so leichtfertig mit dem Tod umging.
Sivans Miene wirke wie versteinert. "Tote Männer legen eine Spur. Die letzten Teile unserer Spur sind in einem anderen Teil des Gebirges gefunden wurde. Wie lange, glaubst du, dauert es, bis der König herausfindet, wer du bist und wo du hinwillst, wenn ich diese Soldaten hier töte?"
60%

"Ihr wollt also sagen, dass der König weiß, wo der Palast ist?"
Wieder schüttelte Yuron den Kopf und in seinem Blick standen Bedauern, Sorge und Entschuldigung. "Nein, Gotteskind", antwortete er mit leiser Stimme. "Er weiß es nicht, noch nicht genau. Doch wir sind nicht länger sicher. Er wird uns bald finden."
99%

meine Meinung:


Marie Weißdorn hat hier eine sehr fantastische Welt erschaffen, die ziemlich einzigartig ist. Mit vielen Fantasyelementen die man so bisher noch nicht gelesen hat schafft sie Wesen die neu in ihrer Gestalt und ihrer Art sind.
So liest man hier von Varniren, Thiane, ein Nahdrin oder auch die Fheenyas die es zu entdecken gilt.

Gemeinsam mit unserer Hauptdarstellerin Leyna, die das erste mal überhaupt eine Fußspitze aus ihrem Dorf macht, begibt man sich auf eine schicksalshafte Reise.
Den Leyna ist die Eine - die für Änderungen und Bewegung in Mirandor steht!
Und so kommt es, das ich mich als Leser mit Leyna den Herausforderungen, Gefahren und den Entdeckungen stellen muss.
Leyna ist ein Charakter der mir gleich sehr gut gefallen hat da sie sehr eigen ist. Sie ist willensstark und kämpft für ihre Ziele bis Sie sie erreicht hat. Auch wenn sich unangenehmen Situationen ergeben, die vieles Fordern, scheut sie nicht davor, auch sich selbst hinten anzustellen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Was hier auch manchmal etwas stur wirkt, ist sehr nett beschrieben und zu lesen da es Sie einfach aus macht!

Sivan, Tarin und Urs lernt sie auf ihrer Reise kennen und lieben. Als ihre treuen Weggefährten, die auf ihrer Reise wirklich sehr gute Freunde werden kann sie sich immer verlassen. Und diese drei sind so unterschiedlich - was wirklich sehr amüsant ist und stetig für Abwechslung sorgt!
Sivan der Schweigsame, ist ein Krieger. Mit zwei Schwertern bewaffnet sorgt er für die Sicherheit Leynas und führt sie auf den richtigen Weg. Er ist in diesem Buch der allzeitbeliebte böse Bube - und durch seine Schweigsamkeit wirkt er nur noch interessanter und weckt eine Neugier die es zu stillen gilt.
Tarin der Weiße, hat auf alles eine Antwort. Er ist ein sehr belesener junger Mann der im Tempel groß geworden ist. Hieraus resultiert sein ungemeines Allgemeinwissen was schier unbegrenzt scheint,
und Urs der .... für ihn gibt es glaub ich keine Synonym. Urs liebt man oder ist ganz schnell genervt - mich konnte er als neue Freundin gewinnen da er immer für ein flapsiges Kommentar gut ist und sehr klugscheisserisch daher kommt. Das pappte für mich die Storie nochmal richtig auf.

Auch wenn die Geschichte anfangs etwas schleppend wirkte, entwickelte sie sich sehr gut und teilweise ganz anders als erwartet - den jeder der hier eine Liebesgeschichte sucht wird sie nicht finden.
Die Priorität dieser Geschichte ist die Reise durch das Land und das Zusammentreffen der einzelnen Darsteller. Auch die Entstehung & Entwicklung der Geschichte ist ein wichtiger Aspekt um die Götter, Götterkinder und den König zu verstehen und zu lernen.
Freundschaft ist ein sehr wichtiger Aspekt, der die Liebe weit abschlägt - auch wenn man sie durchaus zwischen den Zeilen vermuten kann geht es in erster Linie um Freundschaft und Vertrauen!
Was daraus wird, zeigt uns sicherlich der zweiter oder gar er der dritter Teil dieser Trilogie.

Ab der Hälfte hatte die Geschichte mich dann völlig gefangen genommen und die anfänglichen Stolpersteine waren total vergessen. Ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Umso entsetzter war ich über das Ende - das mit etwas abstand betrachtet allerdings kein schlimmes ist - es ist einfach nur besser wenn man direkt weiterlesen könnte, den man will einfach mehr :)
Aber wenn alles gut läuft dauert es ja bis zum derzeit geplanten 01.07. gar nicht mehr so lange!

Für mich hat die Autorin hier mit ihrem sehr angenehmen Schreibstil eine tolle Geschichte geschaffen in der es auf jeden Fall ein muss ist - erneut nach Mirandor zu begeben und gemeinsam mit Leyna, Sivan, Tarin und Urs weiter zu kämpfen und für Gerechtigkeit zu sorgen!
Deshalb eine ganz große Leseempfehlung von mir ....

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jugendbuch, fantasy, eis wie feuer, sara raasch, meira

Eis wie Feuer

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.01.2017
ISBN 9783570311202
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie ist pure Magie

Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

© Quelle: Randomhouse

kleine Einblicke:


In dieser Wand befindet sich etwas, bei dessen Anblick mir der Atem stockt.
Ich trete einen Schritt vor, vorbei an den abgebröckelten Felsstücken, und stelle meine Laterne an der Schwelle des Durchbruchs ab, da die Laternen der Männer hinter mir diesen neuen Raum in ausreichend Licht tauchen. Als ich ihn betrete, prickelt die Luft auf meiner Haut, ähnlich wie bei einem Gewitter, das gleich seine Blitze aufladen wird. Ich fröstele, Gänsehaut bildet sich auf meinen Armen.
Seite 47

Ich vermisse ihn. So sehr, dass mir das Herz wehtut und ich mich wundere, dass mich dieser Schmerz noch nicht getötet hat. Ich möchte so gerne die richtigen Worte finden, ihn lachen und über das Sparring mit Sir Witze machen hören. Ich muss mit ihm reden, damit es zwischen uns wieder so wird, wie es früher war, und wir wieder beide Kinder sein können, die fest zusammenhielten und gemeinsam einem Krieg die Stirn boten. Genauso fühle ich mich jetzt, aber .... ich bin kein Kind mehr. Und wir halten nicht länger zusammen. Ich bin allein.
Seite 97

Mather landete mit Schwung auf dem Dach der Hütte - gerade noch rechtzeitig, denn im nächsten Augenblick vernahm er Feiges Schrei.
Es war der Schrei, den jeder Winterianer tief in seinem Inneren verbarg, ein Schrei, der von wiederholtem endlosem Leiden herrührte. In Mathers Ohren klang er wie Wolfsgeheul, das ihm unter die Haut ging und im ganzen Körper widerhallte, und alles in ihm sträubte sich vor Angst und Hass, da er diese Furcht einerseits nachempfinden konnte und andererseits zugleich wusste, dass die Dinge, die Feige zugestoßen waren, bei Weitem schlimmer waren als alles, was er durchgemacht hatte.
Seite 311

"Aber Nessa, ich bin Winters Magsignie." Mir versagt die Stimme. "Ich bin die Einzige, die ..."
"Das reicht!", unterbricht mich Nest barsch und deutet auf die Anwesenden. "Ihr seid nicht die Einzige. Winter ist genauso mein Königreich, wie es Eures ist Das ist auch mein Krieg!"
"Sir, das ist auch mein Krieg. Ihr müsst mich kämpfen lassen. Ich kann helfen, ich weiß, dass ich es kann."
Ich höre meine eigene Stimme in Nests Worten widerhallen, und ich kann nichts andres tun, als sie anzusehen. Ich denke, an die vielen Male, die ich Sir angeschrien haben, mit exakt denselben Worten.
Seite 382

meine Meinung:


mit diesem zweiten Teil der Trilogie hat die Autorin eine tolle Fortsetzung geschaffen, die niemals langweilig wurde.

Ich hatte ja bereits in der Rezension zum ersten Teil von dem Weltenentwurf mit seinen Jahreszeiten geschwärmt, so das ich dies hier nicht noch einmal muss. Allerdings ist es wirklich fantastisch, welch eine bunte Welt Sara Raasch hier geschaffen hat. Und auch wenn wir die Fantasieelemente gelegentlich suchen müssen, sind sie jederzeit präsent und vorhanden!

Nachdem im ersten Teil das Königreich Winter erfolgreich zurück erobert werden konnte, steht Meira nun aber vor ganz anderen Problemen, von denen sie sich nicht hätte vorstellen könnte das es sie wirklich gibt, den ihr Königreich muss nicht nur geführt werden sondern auch aufgebaut werden mit dem wenigen was ihr zu Verfügung steht. Den auch eine Allianz mit Cordell ist zwar schön und hilfreich - aber nicht zwingend das was ihr vorschwebt. Viel zu groß ist Meira Angst abhängig zu werden. Den diese Abhängigkeit ist nicht das was ihr von ihrem Königreich vorschwebt. Doch Anfangs wird ihr wohl nicht viel übrig bleiben und muss so versuchen, mehr Verbündete - außer Cordell - zu finden.
Hinzu kommt, das Mather alles andere als eine Unterstützung für sie ist, da er sich von ihr zurück zieht. Theron allerdings mit ihr an einem Strang zieht - aber andere Ziele verfolgt. Und so steht sie doch alleine da!
Meira muss ohne Mather auf eine Reise gehen, die zu weiteren Bündnissen führen muss um zu überleben!
Und auch wenn Theron sie begleitet spürt Sie, das sie auf sich alleine gestellt ist wenn es um das Beste für ihr Königreich geht.

Auf dieser Reise besuchen wir nun aber die anderen Königreiche, die wir nicht aus dem ersten Teil der Trilogie kennen. Wir bereisen hier Sommer mit seiner bunten bracht den wir bisher nur aus Erzählungen kannten. Auch Ventralli oder Yakim ist auf jedenfall ein sehr interessantes Land, welches die Reise interessant und vielseitig macht.
Doch desto mehr wir uns von Winter entfernen, desto größer werden die Zweifel - Ängste - Intrigen und Befürchtungen.
Meira erkennt, dass sie alleine an Grenzen stößt die sie gemeinsam schneller lösen könnte und so kommt es das sie sich doch das ein oder andere mal in Gefahren bringt. Keiner hat ihr beigebracht, wie man als Königin in dieser neuen Rolle wächst und sich verhält und so glaubt sie, alleine gegen alles und jeden antreten zu müssen.
Doch so ist es nicht - den ihre wahren Freunde kommen und helfen ihr genau dann wenn es brenzlig wird.

Die befürchtete Dreiecksbeziehung zwischen Meira, Mather und Theron blieb unerwartet unausgesprochen da sehr schnell klar ist für wen Meira Herz schlägt, sie es aber nicht erreichen kann.

Und auch wenn dieser zweite Teil nicht wirklich einen Cliffhanger hat, ist das Ende hier gemein!
Aber durchaus gut gewählt - den ich muss wissen wie es weitergeht ....

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düster, erotik, spannend

The Point - Unbändige Begierde

Jay Crownover , Ira Panic
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 07.11.2016
ISBN 9783956496288
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Titus King weiß, dass in The Point kein Platz für Helden ist. Dennoch will der Detective seine Stadt vor den Kriminellen beschützen – selbst, wenn er zu diesem Zweck die Grenzen des Gesetzes überschreiten muss. Dafür ist er gezwungen, mit der aufregenden Reeve Black zusammenzuarbeiten. Einer Frau mit dunkler Vergangenheit. Schnell wird der Kampf um das unbarmherzige Viertel persönlich, denn Titus und Reeve kommen sich immer näher … Manche Typen sind eben gerade gut, wenn sie alles riskieren!

kurze Einblicke:


Niemand hat je so zu mir passt wie Reese, und das brachte mich nur noch mehr auf die Palme.
Alles an ihr war ein Test für meine Willensstärke. Wie ihre dunklen Augen blitzen, als ich mich auf ihre Lippen zubewegte. Wie ihre Hand über meine Brust strich und sich dann, während ich mich näherte, um meinen Nacken legte. Wie ....
Seite 71

Das verdiente sie. Und nachdem ich jetzt so klar erkannte, was das Richtige war, hatte ich das Gefühl, dass ich eine Chance verdiente, ihre Freundin zu sein und auch das, was Titus brauchte, was immer es war. Der Polizist noch mich bloß als Köder benötigen, aber der Mann, ... der Mann und die Dinge in seinem Inneren, die er so strikt unter Kontrolle hielt, brauchten so viel mehr.
Seite 167

"Ich hab dich nie unterschätzt", sagte er. "Ich hab mich überschätzt. Ich dachte, ich könnte dieses Spiel spielen, dich alles riskieren lassen, um ans Ziel zu kommen, aber ich habe mich geirrt. Du bist mehr als mehr für mich Reese. Du bist jetzt alles."
Seite 301

meine Meinung:


Auch der dritte Band ist eine absolute Glanzleistung ganz nach meinem Geschmack.

Die Protagonisten Reeve und Titus könnten gegensätzlicher nicht sein - so scheint es zumindest anfangs. Aber je mehr man in dieses Buch eintaucht erkennt man das sie wie füreinander geschaffen - das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" greift hier nur anfangs, den am Ende gibt es sie nicht mehr und man stellt fest das es sie nie gab!

Die weibliche Rolle übernimmt hier Reeve, die derzeit im Zeugenschutzprogramm verweilt aber jede Menge Dreck auf sich geladen hat. Doch was anfangs hart und charakterlos erscheint wächst mit ihrer Geschichte zu einer völlig neuen Persönlichkeit - den auch wenn es vielleicht nicht der richtige Weg war den sie einschlug ist er durchaus nachvollziehbar und tragisch. Für mich absolutes Tränendrüsenpotenzial!
Sie ist ein starker Charakter, der aber erst durch ihre Taten, Entscheidungen und Konsequenzen so geformt wurde.
Titus hingegeben - der zwar auch durch seine Vergangenheit geprägt wurde - steht auf der "guten" Seite des Gesetzes und auch wenn seine Mittel und Wege Gerechtigkeit walten zu lassen nicht unbedingt die richtigen sind, versucht er The Point besser zu machen. Und gerade weil er hierdurch sehr oft an die Grenzen des legalen stößt macht es ihn als Protagonist und die Geschichte aus.

Den auch wenn wir in bisher jedem Band wechselnde Charaktere haben, die immer eine neue Lovestorie beinhalten, geht es im The Point um eine Fortsetzung der Verhängnisse, des Verbrechens und der Taten. Alle Protagonisten die wir bisher kennenlernten sind weiterhin Präsent und der schreckliche, dreckige, brutale und gewaltbreite Tatort bleibt gleich. Letztendlich wird hier ein einziger Widersacher zur Strecke gebracht der alles andere als nett über illegales, korruptes und sogar über Leichen geht.

Und es gibt weitere Nebencharaktere die diese Geschichte lesenswert und interessant macht!
In Booker; Nasir oder auch Keelyn finden sich weitere, tolle Charaktere die eine eigene Geschichte mit bringen die auch erzählt werden sollte.

Der Schreibstil und wie die Autorin einem unverblümt ihre Story nahe bringt ist einfach toll. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund um die Szenen aufzughübschen oder zu pimpen. Sie sagt wie es ist, egal ob es eine Fäkalsprache ist die nicht jedem gefallen mag oder nicht. Aber dadurch bringt sie mich als Leser dein Schauplatz wieder sehr nahe und auch die erotischen Szenen werden sehr direkt und freizügig dargestellt.

Für mich hier wieder ganz klar nichts anderes als eine absolute Leseempfehlung an jeden der auf dreckige, eckige Charaktere seht die unverschämt gut aussehen, sagen was sie denken und alles andere als "nett" sind.
Alle die auf Bad-Biker-Boys stehen, sollten vielleicht mal hier rein schnuppern und eine Nase voll Muscel-Car-Boys nehmen :)

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435 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

venedig, liebe, julie heiland, unsterblichkeit, fantasy

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.
„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?

Unendlich romantisch und absolut spannend – der neue phantastische Roman von Julie Heiland!

©Fischerverlag

kurze Einblicke:


Zweihundert Jahre lang hab ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere - nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt. Nicht mal meine Mitte konnte mich ertragen. Sie hat mich als Säugling im Wald zurückgelassen, in der Hoffnung, dass ich von wilden Tieren gefressen werde.
Seite 11

"Jetzt hab ich deine Nummer, ob du willst oder nicht."
"Großartig." Meine Mundwinkel prickeln, weil ich versuche ein Lächeln zu unterdrücken.
"Ja, das ist es. Denn ab jetzt wird es total spannend für dich. Werde ich mich melden oder nicht? Und wenn ja, wann melde ich mich? Heute, morgen oder übermorgen?" Sein Grinsen ist das eines gerissenen Gauners, der weiß, dass er problemlos aus dem eigentlich so fest verschlossenen Tresor das teure Kunststück erbeuten kann: mein Herz.
Seite 112

Noahs Lachen ist so unglaublich ansteckend, dass ich gar nicht anders kann, als einzustimmen. Erst leise, dann immer lauter, bis mein Bauch schmerzt. Da spüre ich es, das Leben. Klar und deutlich. Spüre es, wie ich es noch nie zuvor gespürt haben. Es ist, als würde es mich umarmen. Mich küssen. In diesem Augenblick verstehe ich, warum es so schön ist, zu leben.Seite 165

"Immer wieder versuche ich euch Zeichen zu geben oder euch zu helfen" sagt er. "Aber ihr seht nur das, was ihr sehen wollt. Liebe ist so einfach - so war sie zumindest von mir gedacht, aber die Menschen haben ein ungemeines Talent darin, sie kompliziert zu machen oder gar vor ihr zu flüchten."
"Weil man Angst hat", rechtfertige ich mich.Seite 330

meine Meinung:


Pearl - Liebe macht sterblich ist ein sehr ungewöhnliches Buch!

Als erstes haben wir hier "Suchende", eine sehr interessante Spezies. Nicht Untot aber Unsterblich - und zwar so lange bis sie ihrer wahren Liebe -ihrem Seelenverwandten- begegnen, sich verlieben und die Liebe auch erwidert wird. Erst dann, wenn es für beide die wirkliche wahre Liebe ist, werden Suchende wieder zu Menschen und können ein normales Leben führen.

Pearl, unsere Protagonistin lebt bereits seit 200 Jahren als Suchende. Immer ruhelos geht sie auf Erkundungstour - ihr ganzes unsterbliches Leben ist darauf ausgerichtet irgendwann ihren Seelenverwandten zu finden. Klar, das man hier nach einer gewissen Zeit das Gefühl der Resignation und der Enttäuschung verspürt. Ausserdem wird man früher oder später wirklich aufgeben und sich, wie eine Droge den Liebenden hingeben um wenigstens für kurze Zeit ein Hochgefühl zu verspüren. Aber Pearl ist tapfer!
Sie unterliegt nie der Versuchung, auch wenn sie sich oftmals am Rande des Bösen befindet. Aber sie hat sich geschworen das sie nie zu diesen gefühllosen Monstern wird, die den Menschen die Gefühlen stehlen.
Sie ist ein zarter Charakter, der leicht zu brechen droht. Umso erstaunlicher empfand ich ihren Mut und ihre Tapferkeit das sie immer wird die Kurve bekommen hat um auf dem Pfad der Suchenden zu verweilen, trotz der Niederlagen die sie schon einstecken musste.
Zusammen mit Damien und Alexa lebt sie seit nun mehr 3 Jahren in Venedig und versucht dort, ihre Liebe zu finden.

Noah, unser männlicher Part der Geschichte lebt ebenfalls seit 3 Jahre in Venedig. Allerdings ist er ein Mensch - auch wenn er es nicht immer war!
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Jagd nach den Suchenden zu gehen. Als Jäger ist er somit der größte Feind für Pearl.
Aber er ist derjenige der eine fantastische Geschichte birgt, die ich so nicht ganz erwartet hätte. Hier konnte mich die Autorin doch etwas überraschen - nicht mir dem Was sondern mit dem Wie ...

Venedig ist ein Ort, der für mich nicht gerade der Schauplatz für Liebende darstellt. Aber die Autorin Julie Heiland macht es zu einem.
Mit einem gewissen Glamour, Charme und sehr vielen Details der Schauplätze wirkt Venedig in ihrem Buch nicht als dreckige, ungepflegte Stadt sondern als eine romantische Insel auf der es sich lohnt die Augen auf zu halten.
Sehr detailliert bringt Sie Venedig mit ihren kleinen Windungen und Gängen, den Brücken und den Gondeln dem Leser als eine wahre Liebeshochburg für Singles oder Verliebte dar.

Das Cover ist dem Verlag sehr gelungen!
Es drückt die Geschichte in ihrer ganzen Schönheit aus, die im Verborgenen existiert und doch selten erkannt wird.
Die Liebe so wie wir Sie uns alle wünschen, rein und ohne Makel.
Aber nicht nur das Cover, auch die Geschichte geht sehr auf das für uns so verständliche ein und birgt Zweifel. Wo hört "das mögen" auf und fängt "Liebe" an?
Kann man das wirklich an etwas fest machen?
Gibt es sie, die Liebe auf den ersten Blick?
Oder entwickelt sie sich und braucht einfach nur Zeit? Bei dem einen mehr, und bei anderen wiederum weniger.
Und warum ist das so?

Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch damit nicht völlig begeistern und mit sich reisen konnte. Mag es an Venedig oder auch an der Protagonistin gelegen haben kann ich hier nicht einordnen. Vielleicht liegt es auch einfach daran das ich die Meinung vertrete das Liebe einfach kommt und sie nicht erklärbar ist. Sie muss sich entwickeln und wachsen und ist -auch wenn es anfangs Sympathien gibt- für mich definitiv nicht von Anfang an spürbar!

Wahrscheinlich ein bisschen hiervon und ein bisschen davon - hat es für mich nicht wirklich gezündet.
Die Geschichte verläuft sehr flüssig und reißt auch niemals ab, aber irgendwie kam es nicht gänzlich bei mir an.
Es lief einfach nicht so ganz rund für mich ohne das ich jetzt ausmachen kann weshalb!

Aber die düstere, beklemmenden Stimmungen die eine Menschenseele beherbergt aufgrund ausbleibender Liebe - die Gefühlswelt im negative als auch im positiven wenn die Schmetterlinge da sind und man sie nicht kennt und sie völlig unerklärbar sind war sehr schön beschrieben und konnten mich als Leser mitfühlen lassen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Wolfsmal

Aurelia L. Night
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783946172703
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurz nach Emilias achtzehntem Geburtstag, an dem sich ihr persönlicher Fluch offenbart, muss sie auf ein Internat wechseln.
Dort eröffnen ihre Mitschüler etwas Unglaubliches:
All die Mythen und Legenden über fantastische und unheimliche Kreaturen sind wahr. Und ihre neuen Freunde sind ein Teil davon!
Die schweben jedoch in höchster Gefahr, denn niederträchtige Dämonen versuchen, alle Wesen auszulöschen. Nur Emilia scheint die Dämonen aufhalten zu können. Aber der Preis dafür ist hoch….

kurze Einblicke:

Er bedeutete, zu warten und schlich zur Hausecke, von der aus man auf die Straße sehen konnte. Kurz verschwand er, kam dann aber wieder.
"Nein, die Wölfe sind nicht weg." Er holte einen langen Draht aus seiner Hose. Ich sah ihn erstaunt an, was hatte er wohl noch in seiner Hose? Doch dann schüttelte ich den Kopf, falscher Gedanke! Er bog das eine Ende des Drahtes zu einer Schlaufe und führte sie in den Fensterspalt. Was er dann machte, sah ich nicht, aber nachdem er mit einem Ruck an der Schlinge gezogen hatte, schwang das Fenster auf.
11%

"Alles gut?" fragte er.
Ich sah ihn traurig an. "Momentan ist alles so viel auf einmal. Anscheinend gibt es alle möglichen Wesen, von denen ich dachte, sie seien bloß verrückte Fantasien. Und plötzlich ist was wahr! Ich bin irgendwie noch gar nicht richtig in der Welt, die sich mir eröffnet hat, angekommen. Ich mag dich, sogar sehr, aber ich brauche wirklich Zeit. Ich habe gesehen, wie jemand umgebracht wird und irgendwie ist sogar das nicht wirklich durchgekommen, ich bin immer noch ziemlich geflachst. Und ich weiß noch nicht, wohin das alles führen wird."
49%

meine Meinung:

Der Grundgedanke, die Geschichte und ihre Charaktere sind echt gut. Anfangs war ich etwas Zwiegestalten da ich hier das zweite Buch in einem Monat von unseren nordischen Göttern, Loki und seiner Brut vor mir hatte. Aber es lief dann doch in eine völlig andere Richtung die weder besser noch schlechter - sondern einfach anders - war.
Und das ist gut!
Den einen direkten Vergleich ziehen zu müssen wäre wahrlich schlecht.

Die Idee hinter Lokis Nachfahren hier ist echt toll und konnte mich von Anfang an fesseln. Die Dynamik in diesem Buch lässt auch keiner Platz für irgendwelche Abschweifungen, da es schon sehr durchdacht ist somit eine ganz eigene Linie bekommt.

Emilia, Finn, Valentin und alle anderen Charaktere konnten mich ebenfalls sehr von sich überzeugen und waren sehr authentisch. Die Liebelei in einem der also beliebten Dreiecksgeschichten empfand ich ebenfalls als angenehm und hatte von Anfang an meinen Favoriten - aber hier korrigierte ich meine Meinung dann doch zum Schluss als eine vierte Person mit hineingezogen wurde! Und hier kommt dann ganz klar mein "Bösewichgen" zum Vorschein, da er nach dem Ende des Buches immer noch mein Favorit ist.

Schlecht hier ganz klar, die Fehler in Form und Schrift. Das Buch strotzt vor Fehler, die selbst mich als Laie doch gelegentlich sehr ins straucheln brachte. Da macht es dann auch keinen Sinn wenn der Schreibstil echt gut ist, den automatisch stolpert man und von Flüssigkeit ist nicht die Spur zu sehen. Hier sollte man aber klar sagen, dass das nicht ausschließlich ein Fehler der Autorin ist, da so ein Buch bis zur Veröffentlichung ja schon mehr Wege überwältigen muss und es somit sehr schade ist, da es echt potenzial hat.

Dem Ende nach zu schließen kann man hier durchaus mit einer Fortsetzung rechnen auf die ich sehr gespannt bin. Und man kann es glauben, bin ich doch sehr auf das Ende der Dreiecks- u. Vierergespann wahrlich gespannt.

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871 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

fantasy, das juwel, liebe, dystopie, jugendbuch

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:

+++ Trilogieende - Spoilergefahr !!! +++ Trilogieende - Spoilergefahr !!! +++ Trilogieende - Spoilergefahr !!! +++ Trilogieende - Spoilergefahr !!! +++


Violet Lasting kehrt ins Juwel zurück – die Entscheidung.
Der dritte Teil des dystopischen Fantasy-Bestsellers ›Das Juwel‹ von Amy Ewing.
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

kurze Einblicke:


"Begreifst due den gar nicht, dass du mit zweierlei Maß misst? Wie unfair es ist, dass du alles aufs Spiel setzen darfst und ich nicht? Was für dich die Surrogate sind, sind für mich meine Gefährten, Violet. Sie sind meine Familie, und sie leiden auch, aber da sie keine magischen Fähigkeiten haben, kümmert es niemanden. Wen interessiert es schon, dass diese klugen, fähigen jungen Männer missbraucht und manipuliert werden? Sind ja nur hutaussehende Typen, die nichts anderes können als bumsen, oder? Was haben die schon zu sagen?"
Seite 64

Ich halte die Hand auf, will das Arkanum fangen, doch es schwebt weiter vor mir.
"Violet?", fragt Lucien vorsichtig.
"Ja?"
"Ich bin sehr stolz auf dich."
Die Stimmgabel fällt in meine Hand, ich umklammere sie mit der Faust und drücke sie an mich, bevor ich in dem stillen, kalten Gang weitergehe.
Seite 270

"Du bist also wieder da", sagt die Herzogin, offenbar zufrieden, weil sie mich mit dem Leben meiner Schwester unter Druck setzen kann. "Habe mich schon gefragt, wann du kommst. Das ist einer der Gründe, warum ich sie geholt habe. Dachte mir, du wirst vielleicht bei einem Rettungsversuch gefasst." Sie hebt die Augenbraue. "Du hast dich gut getarnt, das muss ich dir lassen."
Seite 353

meine Meinung:


Was ich im zweiten Teil als rasant empfand war hier noch eine Stufe höher angesetzt! Amy Ewing schafft es doch tatsächlich dem supertollen zweiten Teil, der mich wirklich fesselte noch einen drauf zu setzen und es handelt sich hier für mich um eines der wenigen "Serien- Highlight´s".
Hier im dritten und letzten Teil kehren wir wieder zum Ursprung - dem Juwel - zurück.
Violet hat geplant was sie planen konnte, alles mit den beteiligten Surrogaten und dem Schlüssel durchgesprochen - aber jetzt muss sie sich um ihre Schwester kümmern!
Immer ein Ziel vor Augen reist sie also so schnell es geht zurück auf der Suche nach ihrer Schwester und den Putsch vielleicht sogar von Innen zu steuern.
Schneller, rasanter und spannender wird im dritten Teil ein vorhaben greifbar was die Mauern regelrecht schon vorab zum erzittern bringt da ich als Leser es kaum erwarten konnte, den Adel selbst stürzen zu wollen. Auch wenn ich mich Anfangs mal für die Gräfin ausgesprochen habe und sie auf gewisserweise mit ihren Lichten Momentan verstehen konnte, entwickelte sie sich nichts desto trotzt als Biest sondergleichen welches aufgehalten werden muss. Aber der Adel ist voll von solchen gewissenlosen, Gräfinnen und Grafen - Fürstin und Fürsten.
Also los in den Kampf!

Sehr schön war im ersten Teil das düstere und dunkle der Hauptteil der dominierte - im zweiten haben wir einen hellen und wunderschönen Liebesroman, auch wenn es den ein oder anderen Ausreisser gibt.
Im dritten Teil - hier - verbindet die Autorin alles miteinander und es handelt sich somit um einen Abschluss der alles zu bieten hat.
Ein Abschluss der uns zeigt, das Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Zuneigung tausend mal stärker ist als der ganze Hass, Arroganz und Unterdrückung.

Für mich wirklich ein absolut gelungenes Ende mit einer mega Leseempfehlung!

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186 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, götter, asuka lionera, fenrir, island

Fenrir

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959912259
Genre: Fantasy

Rezension:

»Wir leben in der Dunkelheit und warten auf den einen Tag, an dem wir endlich strahlen können.«
Für die ehrgeizige Archäologie-Absolventin Emma zählt nach der Trennung von ihrem Ex nur eins: die finanzielle Unabhängigkeit. Von der ist sie jedoch durch die schlecht bezahlten Praktikantenjobs meilenweit entfernt.
Während einer Expedition auf einer isländischen Vorinsel wird sie von ihrem Ausgrabungsteam getrennt und trifft auf den mysteriösen Mann Wulf, dessen Erscheinung nicht ganz menschlich ist, und sie sofort fasziniert. Emma wittert ihre Chance, mit Wulf eine sensationelle Entdeckung gemacht zu haben, die ihr die Türen zur Welt der reichen und erfolgreichen Wissenschaftler öffnen wird. Doch auf die Gefühle, die der seltsame Fremde in ihr hervorruft, ist sie nicht vorbereitet.
Als Emma schließlich erkennt, wer Wulf wirklich ist, gerät nicht nur ihre Welt ins Wanken. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges, und schnell lernt sie, dass nicht jeder, der in der Dunkelheit kämpft, gleichzeitig ein Schurke ist.
© Quelle: Drachenmondverlag

kurze Einblicke:

Dies ist keine Geschichte, in der sich das Mädchen in den strahlenden Helden verliebt und alle glücklich bis ans Ende der Tage leben. Liebe ist nicht immer wundervoll. Manchmal ist sie auch zerstörerisch, und die, die lieben, sind bereit, alles zu vernichten, was ihnen im Weg ist.
1%

Schon wieder kann ich nur zustimmend nicken. Zwar kenn ich die anderen Völker und auch die Götter nicht, aber mit dem, was Wulf gesagt hat, hat er durchaus recht: Wir Menschen stehen uns oft selbst im Weg. Anstatt das wir alle einem großen Ziel folgen, verfolgt jeder sein eigenes - und legt dabei dem anderen Steine in den Weg.
35%

Harms Blick folgt der Bewegung meiner Hand. "Nur weil ich es im Moment nicht spüre, heißt es nicht, dass sich meine Gefühle geändert haben", sagt er in einem versöhnlichen Tonfall, den ich ihm gar nicht zugetraut hätte. "Ich weiß, dass meine Königin mein Herz heilen wird, und ich weiß, wo ich sie finden werde, wenn mein Auftrag erfüllt ist. Was ist mit dir?"
Großartig. Noch mehr so dämliche Feng-Shui-Weisheiten, auf die ich im Moment keinen Wert lege. Ich glaube, ich weiß woher die Glückskeks-Industrie ihre oberschlauen Sätze herkriegt. Wenn sie nicht weiterwissen, müssen sie einfach nur Hels Wächter fragen. Der hat garantiert auf jede Lebenslage eine Antwort.
76%

Meine Geschichte ist nicht so eine, in der sich der strahlende Helden verliebt und alle glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Liebe ist nicht immer wundervoll. Manchmal ist sie auch zerstörerisch, und die, die lieben, sind bereit, alles zu vernichten, was ihnen im Weg steht.
95%

meine Meinung:

Jeder der Asuka Bücher kennt weiß welch ein tollen, bildlichen Schreibstil sie besitzt. Und jedes Mal bin ich aufs neue davon fasziniert.

Diesmal schafft sie es, mich an die Seiten zu kleben in dem sie hier eine Geschichte aus ihrer Feder zaubert die mich völlig unerwartet trifft - da ich einfach nicht mit dem rechnete was sie bietet!

Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet, als das was sich hier zwischen 800 Seiten verbirgt. Aber so hat es mich nur noch mehr überraschen und begeistern können.

Ich begab mich in eine Welt der Götter, die sehr detailliert ausgearbeitet ist. Mir war nicht bewusst was sie alles hier aus sich heraus holte - auch wenn mir durchaus die Verfilmung/en nicht unbekannt sind. Aber auch wenn sich die Autorin in dem Buch darauf stützt, kann man es einfach nicht miteinander vergleichen.
- Und ich würde das Buch immer der Verfilmung vorziehen - definitiv !!!

Die erschaffene Welt ist sehr ausgeprägt, ausgearbeitet und bis ins kleinste Detail durchdacht. Die Wege die ich als Leser zurücklegen musste waren sehr gut durchdacht und in keins der Weise unrealistisch. Die Wesen neben den Göttern, die Verzweigungen der Welten und die Schicksale die miteinander verwoben sind, waren spannend zu lesen und ergaben immer einen Sinn. Mega ...

Das Buch an sich ist in 5 Teilen untergliedert, in denen wir in den ersten Beiden lediglich aus der Sicht unserer Protagonistin und Archäologin Emma in die Geschichte eintauchen. Man lernt sie kennen, ihre Arbeit und ihr Leben. Schnell wird klar, das Emma für ihre Arbeit lebt, nachdem sie eine misslungen Partnerschaft hinter sich gebracht hat. Außerdem steht sie immer im Schatten ihrer besten Freundin, was auch keine gelungene Voraussetzung für einen stabilen Charakter ist, der genau weiß wie er auf andere reagiert und in Szene setzt.

Ab dem dritten Teil lernen wir die Geschichte auch aus der Sicht des Protagonisten Wulf kennen, der uns natürlich seine Welt, seinen Lebenswandel und seine Bestimmung besser näher bringen kann als jeder andere. Wir wechseln zwischen den beiden, bekommen Erklärungen vom Einen und Ansichten vom anderen geliefert.
So lässt sich die Geschichte sehr gut nachvollziehen und beide Charaktere besser verstehen!
Man weiß nicht nur warum etwas passiert sondern man kann es auch besser erspüren.

Zwischendrin verlieren wir Wulf und Emma muss sich auf eine Reise begeben, die sehr spannend und abenteuerlich gestaltet ist.

Rundherum ein sehr gelungenes Buch, was mich glücklich und zufrieden zurücklässt.
Einzig mit Emma hatte ich Anfangs einen sehr schlechten Start da ich einfach Probleme damit hatte, wie sie ihr "Projekt" angeht und benennt.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

drache, fantasy, fluch, magie, besondere wesen

Diamantdrache

Marie-Luis Rönisch
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783946172598
Genre: Fantasy

Rezension:

Nichts als Staub und Asche bedeckt das Königreich Candiora, über welches Ewalyn eines Tages herrschen soll. Auf ihren Schultern lastet die Bürde eines hungernden Volkes, das schon seit vielen Jahrhunderten von einem Drachen terrorisiert wird. Die Bestie von Dorion verbrennt Getreidespeicher, tötet ohne Reue und ist außerdem der Hüter einer fremden Welt. Denn im Schatten der Berge von Dorion befindet sich Dahana. Dort gibt es einen Überfluss an Nahrung, fruchtbaren Boden und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Um ihren Untertanen zu helfen, begibt sich Ewa auf eine gefährliche Reise. Sie stellt sich der Bestie und erkennt, dass sich hinter den goldenen Augen ein Mann verbirgt, der einst einem mächtigen Fluch zum Opfer fiel. Nicht einmal die Liebe kann seinen Panzer durchdringen, denn sein Herz ist umschlossen von Diamant. Bereits ein einziger Kuss könnte für sie beide tödlich enden.

kurze Einblicke:


Thor begehrte sie wie nichts anderes in seinem Leben. Doch etwas hielt sie voneinander fern: Sie kamen aus unterschiedlichen Welten. Nie würde er sie besitzen, lieben und verführen können.
6%


Sie fuchtelte vor ihrem Gesicht herum, stolperte rückwärts und floh vor dem kleinen, niedlichen Pummelchen, das ihr zeigte, wer hier das Sagen hatte. Ewa war sich zuvor noch überlegen vorgekommen und jetzt, da ihre Kleidung nach dem Mief einer mit Nadel verzierten Fellballs stank, wusste sie wieder, dass sie für diese Welt nicht geboren war. Und eine Jägerin war sie schon gar nicht. Das würde ihr Darcon gewiss unter die Nase reiben. Wobei er sich von ihr fernhalten und sie verspotten würde, so wie sie roch.
28%


"Sie hat uns zusammengebracht und mich die Wahrheit erkennen lassen"
Thor horchte auf. "Welche Wahrheit?"
Shiva lächelte. "Ich brauche keine Krieger, keinen Sklaven, keinen Feind. Alles, was ich je wollte war eine Familie, treue Freunde an meiner Seite und ein wenig Glück, um mit den Menschen und Wesen, die ich liebe, so viel Zeit wie möglich zu verbringen."
91%


meine Meinung:

Die Welt, die die Autorin hier erschaffen hat ist wahrlich der Oberhammer!
Alles findet sich auf eine Art und Weise in unserer derzeitigeWelt wieder - und in vielerlei Arten kombinierter und trotzdem anders.
Ich konnte mich hier völlig fallen lassen und auch ein Spur zu Hause fühlen - auch wenn ich Angst haben musste was mich hinter dem nächsten Baum für ein Wesen erwartet - hinterließ diese fantastische Welt einen tollen Nachgeschmack.


Auch mit der Auswahl der Protagonisten hat Marie-Lius voll ins Schwarze getroffen!
Egal ob Ewa - unsere Prinzessin oder Dracon, Thor, Shiva oder Pan alle konnten mich für sich einnehmen. Zusammen waren sie ein Gespann von Freunden die unterschiedlicher nicht sein konnten, aber trotzdem zusammen passten und füreinander einstanden.


Die Geschichte und ihr Verlauf in der es in diesem ersten Teil der Feuerrosentrilogie geht ist sehr vollgepackt!
Es gibt kein Kapitel indem nichts passiert - kein Handeln was nichts nach sich zieht.
Und das ist eine Menge ....
Die Kapitel an sich sind wahnsinnig lang gehalten und beinhalten viel zu viel - vielleicht fällt das nur einem Kapitelleser wie mir auf, aber wenn dein E-Reader bei beginn des Kapitels anzeigt das zu noch 45 min. in dem Kapitel verbleibend liest, schockt mich das schon. Ich mag es eher kurz und knackig :)
Aber auch, weil sie so voll gepackt sind und immer noch mehr passiert erscheint das Buch unendlich. Es hat einfach zu viele verästelte Zweige - die zwar letztendlich zusammenführen - aber bei 20 Kapitel 20 Abzweigungen zu lesen bevor man im Ziel angelangt ist, war für mich sehr langatmig und irgendwann gab es auch Lustlosigkeit da ich einfach wusste mit dem nächsten Kapitel nähere ich mich nicht dem Ende sondern nehme eine weitere Seitenstraße.

Was ich im Verlauf zu bemängeln habe macht wiederum der super flüssig Schreibstil fast wieder gut. Allerdings war er manchmal für die Geschichte zu locker und zu modern. Also muss ich auch leider hier wieder etwas pinkelig sein.
Das bildliche an der Art des Stil lässt mich voll auf meine Kosten kommen-
Das moderne passte für mich einfach nicht in die Geschichte, da sie als Fantasyroman eher im älteren Bereich der Könige und Königreiche - also dem historischen, angesiedelt sein sollte. Da passen einfach manche Ausdrücke nicht.


Gepackt hat mich die Geschichte schon, allerdings muss ich gestehen dass ich solch einen verschachtelten Verlauf nicht gerne lese. Da es dann eher ein Buch für den Urlaub, damit man einfach dran bleiben kann...

... den wissen wie es weiter geht möchte ich ja schon!

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145 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

bloody mary, liebe, nadine roth, mary, hass

Bloody Mary

Nadine Roth
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.03.2017
ISBN 9783906829340
Genre: Fantasy

Rezension:

»Mein Name ist Mary. Bloody Mary. Sie rufen mich, und ich töte sie. Doch dieses Mal nicht. Er hat mich gerufen. Und das hat alles verändert.« Im Jahr 1990 wird die sechzehnjährige Mary Jane Wyler von einem Serienmörder auf grausame Art und Weise umgebracht und findet sich in der Totenwelt wieder. Gefangen hinter Spiegeln, wartet sie darauf, dass jemand nach ihr ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen.Der siebzehnjährige Avian glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles reine Fiktion ist, ruft er den Rachegeist – und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber ist sie tatsächlich so blutrünstig, wie die Legende behauptet? Oder steckt hinter der Furcht einflößenden Gestalt nur ein einsames Mädchen, das sich nach Mitgefühl und Wärme sehnt?Avian versucht, zu Mary Jane Wyler durchzudringen, doch er spielt dabei mit seinem Leben. »In der Welt der Toten gibt es drei Regeln: Zeige keine Gnade, zeige keine Schwäche, zeige keine Gefühle. Ich habe jede einzelne gebrochen.«

© Quelle: Sternensandverlag

kurze Einblicke:


Ich hatte alles schon erlebt. Verachtung, Neugier, Hohn, Unsicherheit. Und ja, auch Anne.Die meisten Menschen empfanden Furch vor dem Unbekannten. Mir schien es, als fürchtete er das Bekannte. Er wusste ganz genau, dass es mich gab und dass ich hier war. Trotzdem hatte er mich wieder gerufen und ich begriff nicht, warum.
Seite 126

"So ein dunkles lila kann sehr schön sein!" verteidigte ich meine Antwort."Natürlich. Nichts gegen lila.", lenkte Avian mit einem amüsierten und glücklichen Funkeln in den Augen ein. Dabei hob er beide Hände, als wollte er sich vor mir schützen. "Nicht, das du mich deswegen noch erwürgst", sagte er ausgelassen, stockte aber, als ihm klar wurde, was er gerade gesagt hatte."Ich meinte, ... ich meinte ...", begann er, doch unterbrach sich als ich ein zweites Mal am heutigen Tag lachte. Es war in Ordnung, Das, was er gesagt hatte, tat mir nicht weh, es machte mich nicht wütend. Vielleicht lag es an meiner ausgelassenen Stimmung, an dem Kompliment, das er mir gemacht hatte, oder an der Leichtigkeit, die ich mit ihm teilte, aber ich fand es wahnsinnig komisch.
Seite 283

Herrgott, ich war so egoistisch, dass ich wollte, dass er keine andere Frau liebte, wie er mich geliebt hatte."Bitte lebe dein Leben weiter und mach das Beste daraus. Es kann so kurz sein", hauchte ich und hob erneute meine Hand. Ich wollte ihn berühren, ein letztes Mal noch. Wollte mich daran erinnern, wie sich seine Haut anfühlte und wie sie roch, falls ich ins Licht ging, wie ich es hoffte.
Seite 456


meine Meinung:



"Bloody Mary" ist mein ersten Jahreshighlight 2017!

Nadine Roth hat es geschafft mich mit in die Welt einer sagenumwobenen Storie zu ziehen die zu unglaublich gefühlvoll ist, was ich nicht erwartet hatte.
Was habe ich erwartet?
Nach kurzen nachdenken muss ich gestehen, dass ich ein düsteres Erlebnis mit viel Blut und wenig Zwischenmenschlichem erwartete, was mir hier eine Legende nahe bringt und ihren tragischen, sehr schmerzhaften Tod vor Augen führt.
Diese Erwartung hat die Autorin erfüllt - aber auch so viel mehr!

Der Beginn der Geschichte ist tragisch, düster und kalt. Immer wenn jemand vor dem Spiegel stand um "Bloody Mary" zu rufen, bekam ich eine Gänsehaut als wäre ich es selbst, die diesen fatalen Fehler begeht und meinen Henker selbst rufen würde.
Aber bereits nach ein paar Kapitel wendet sich die Geschichte und von Kapitel zu Kapitel wird es gefühlvoller und wärmer. Manchmal sogar so emotional, das mir förmlich das Herz stehen blieb und der Knoten im Hals mich am schlucken hinderte.
Denn klar ist, es kann kein Happy End unter Liebenden werden - immerhin ist Mary sein 25 Jahren tot.
Also wir dieses Buch ein HappyEnd haben? oder wie schafft Nadine Roth es, diesem Buch ein Ende zu schenken welches einen Leser zufrieden zurücklässt?



Die Geschichte war für mich wahrlich atemberaubend!



Avian und Marie Jane nähern sich in kleine Schritten einer Freundschaft, und sie kann dadurch so vieles Erleben was ihr verwehrt wurde. Sie findet sich selbst nach und nach wieder und "Bloody Mary" rückt immer mehr in den Hintergrund.
Sie verschwindet zwar nicht gänzlich, den der Deal zwischen Ihnen ist klar definiert - aber dominierender Charakter ist Marie Jane Wyler, die wirklich bestialisch und tragisch ermordet wurde. Sie wird immer menschlicher und blüht auf. Sie erlebt Gefühle die längst vergessen waren und erkennt, dass sie nicht nur Tod sondern auch ein Monster ist. Keinen Deut besser als ihr Mörder, da sie selbst unzählige Morde begangen hat auf ihrem Weg der Vergeltung.

Nebencharaktere wie Joe, Joeline oder Zoe sind tolle Menschen die es vielleicht sogar in einem Buch lohnt einzeln zu beleuchten.
Ihnen vielleicht eine eigene Geschichte zu geben.

Es ist für mich schwer zu glauben, dass wir es hier mit dem Debüt der Autorin zu tun haben, da der Schreibstil wahnsinnig fein, bildlich, mitreißend und sehr emotional ist. Mit 560 Seiten ist "Bloody Mary" nicht unbedingt ein kurzes Vergnügen, aber es erscheint so da die Seiten einfach so dahin fliegen und mich meine Aussenwelt völlig vergessen ließen.
Das ist etwas, das sehr selten passiert und einer absoluten Anerkennung meinerseits schon einmal voran geht.
Der Stil, die Geschichte und ihr Werdegang bis hin zum Ende ist ein weiteres was mich völlig faszinierte.
Ich könnte auch falsch liegen, aber ich könnte mir vorstellen das es ein Autor mit einem realen Plot schwerer hat den es zu umschmücken gilt. Ich stelle es mir zumindest um ein vielfaches schwerer vor als eine reine Geschichte die auf Gedanken und Ideen basiert. Aber auch das hat Nadine Roth wirklich 1A umgesetzt und es gab während des Lesens bis zum Ende keine Lücken die geschlossen werden mussten.

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211 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

hexen, magie, freundschaft, prophezeiung, fantasy

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ember und Poppy kommen in derselben Gewitternacht in weit entfernten Teilen des Landes zur Welt. Und durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei.
Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmen wird, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeinem Städtchen im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.


kurze Einblicke:


Doch trotz allem empfand Raven noch immer eine tiefe und unerschütterliche Liebe für ihre kleine Schwester. Außerdem war Mord plump und grob und gänzlich ohne Magie. Nur die Unwerten - die gewöhnlichen Menschen der Draußenwelt - bedienen sich solcher Mittel, nicht jedoch die Hexenschwestern. Und Raven war fest entschlossen, alle anderen Hexen zu übertreffen, um künftig die würdige Mutter einer Königin zu sein. Einen Zauber wollte sie ersinnen, der so raffiniert und mächtig war, dass er alle anderen Schwestern sprachlos machte vor Staunen. Denn in ihrer Welt zählt der Weg viel mehr als das Ergebnis.
Seite 13



"Tut mir ... furchtbar leid", weinte Poppy undichte sich Nase und Augen mit ihrem Mantelärmel, worauf ihr ganzes Gesicht mit Erde beschmiert war. "Weiß nicht, was mit mir los ist. Ich weine sonst nie. Niemals."
Amber spürte, wie ihr selbst Tränen in die Augen traten, und blinzelte heftig. "Ich weine ganz oft", gestand sie.
Seite 101



Danach war Raven stundenlang über den Häusern und Straßen geschwebt, hatte das Geschehen beobachtet, die Gewohnheiten und Eigenheiten der Stadtbewohner studiert.
Besinnungslos hasteten sie von einem Ort zum anderen und von einer Verpflichtung zur nächsten, gönnten sich keine Ruhe, um die Welt überhaupt wahrzunehmen, in der sie lebten.
Seite 161




Im unberührten Schnee erschienen jetzt Linien, ritzten sich in die weiße Fläche. die Linien berührten und verbanden sich, bis zwei Wörter entstand waren:

Die Prophezeiung

Nun trat Poppy doch hinter Charlock. Beim Anblick dieses Zauberwerks, in der Weite der Landschaft, kam sich Poppy furchtbar klein und wie eine Aufschneiderin vor.
Seite 352


meine Meinung:


Die Prophezeiung der Hawzweed - dieser Titel lässt einen Vermuten das es mit den beiden Mädels Poppy und Ember in unserem Buch einzig und alleine um eine Prophezeiung geht.

Aber eigentlich gab mir dieses Buch etwas ganz anderes.

Dreiviertel von dem Buch befinden wir uns ausschließlich in der Menschenwelt- bei den Unwerten. Ich erlebte wie in der Inhaltsangabe beschrieben, wie schwer Poppy´s Leben ist, dass sie wieder einmal von der Schule geflogen ist, dass sie mit ihrem Vater umziehen muss. Wieder einmal eine neue Stadt, neue Schule und neue Mitschüler und Lehrer. Leider kann sie sich zwar für ihre Verhältnisse gut einbringen, aber letztendlich landet sie mutterseelenallein in einem Waldstück, da ihr Vater nur auf der Arbeit ist und so gar keine Zeit für sie hat.

Mich berührte dieses Buch mit dem Zwischenmenschlichen, den Gefühlen und der Wertschätzung. Das machte die eigentliche Geschichte für mich völlig umrelevant und ich vergaß dass es eigentlich hier eine Geschichte um eine Prophezeiung einer Hexenkönigin gehen sollte. Da ja auch von Anfang an klar ist wer hier die Hexe und wer das Unwertemädchen ist, rückte dieser Punkt völlig in den Hintergrund.
Mein Fokus legte sich einzig auf die Gefühle die sich zwischen den Zeilen aufbauten und die mich sehr berührten.
Wie die Mädchen aufeinandertreffen, wie sie miteinander umgehen und wie glücklich sie auf einmal sind als sie sich gefunden hatten. Und dann der Absturz als ein Junge ihr Leben kreuzt und es scheint, als ob all das Glück, all die Freundschaft auf dem Spiel steht da es plötzlich ein neues Gefühl gibt das beide so nicht kennen- Begierde, Verlangen - Liebe.

Und hier gebührt es einmal ganz klar, nicht nur der Autorin einen Dank auszusprechen sondern auch der Übersetzerin, den die ganzen transportierten Emotionen, die mich durch das Buch begleitet haben, waren sehr Emotional und stellten mich auch vor ein Problem. Den wo war die Geschichte über Hexen und der Prophezeiung geblieben?
Alles was wir bisher über die Hexenwelt kennengelernt haben, kam bei mir nicht wirklich an und ich empfand sie als sehr unglaubwürdig.
Die schulische Ausbildung mitten im Wald und Jahre lang merkt keiner das Ember gar nicht hexen kann. Ja richtig, den wie soll sie den auch den sie ist ja keine! Und gerade mit der Zeit und dem näherrücken der Prophezeiung sollte doch jemandem mal ein Licht aufgehen, dass sie nicht nur schlecht in Hexenkunst ist sondern dass sie einfach gar nichts kann. Und da haben wir schon einen Punkt der mich störte - hier in dem fantastischen Part unseres Buches fehlte es völlig an Logik. Hier gab es Fragen in meinem Kopf, die nicht beantwortet wurde, wie z. B. kann einen ganze Hexengemeinschaft im Wald in Wohnwagen wohnen, ohne bisher gesehen zu werden?
Davon muss ich ja in erster Linie mal ausgehen, da sie nie jemandem begegnet sind und Amber aber auch noch nie Unwerten begegnet ist - obwohl sie "ein und den selben Wald" nutzen.

Aber auch die Brutalität, die dieses Buch mit sich bringt, ist eine Emotion die mir eine Spur zu heftig war und für mich nicht in dieses Gerne und gar in dieses Buch passt. Es erschütterte mich immer sehr, wenn ich mit Poppy oder auch Ember eine sehr tiefe Emotion durchlebt hatte und dann *bähm kam so etwas sehr brutales, was auch noch sehr detailliert beschrieben war.

Für mich ist das eine reine fifty-fifty Entscheidung das Buch zu bewerten, da mich die Geschichte von Poppy und Ember sehr wohl mitnehmen und verzaubern konnte - aber der Part des Buches um die Prophezeiung, der Hexen und ihre Lebensweise empfand ich als sehr träge und konnte mich nicht mit nehmen geschweige den abholen.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

historischer roman, bluthund, historisc, prophezeihung, stöcke

Bluthund

Julia Lalena Stöcken
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 10.12.2016
ISBN 9783946172581
Genre: Historische Romane

Rezension:

»Eine Entscheidung, die nur den Tod hervorbringen wird.«
Sussex im Jahr 811: Die junge Cynuise soll dem Herrn von Hlew versprochen werden, doch am Tag ihrer Verlobung erfährt sie, dass ihr totgeglaubter Bruder Cuthwulf noch am Leben ist. Er braucht dringend ihre Hilfe, denn er hat einen dänischen Plünderer gefangen und seine Schwester spricht die Sprache der Nordmänner. Cynuise trifft eine folgenschwere Entscheidung und verlässt noch in der selben Nacht das Gut ihres Vaters, um sich auf den Weg zu Cuthwulf zu machen. Sie ahnt nicht, dass ihr Verlobter ihr bereits dicht auf den Fersen ist. Und er ist nicht der Einzige, der ein Interesse an Cynuise hat.

kurze Einblicke:


Die Arbeit bereitete ihr viel Freude, aber in den vergangenen Wochen hatte sie wenig Zeit dafür gehabt und es plagte sie das schlechte gewissen - nur will sie von morgens bis abends damit beschäftigt war, ihre Aussteuer fertigzustellen! Ihren zukünftigen Ehemann Falktoh ap Gwyn, den Adlermann des Königs von Mercien und Herrn von Hlew hasst sie jetzt schon. Das war alles, was sie über ihn wusste, und im Grunde genommen reichte ihr das auch. Es war ein Wunder, das Cutha überhaupt jemanden gefunden hatte, der seine Tochter trotz ihres losen Mundwerkes heiraten wollte. Selbst schuld! dacht sie voller Genugtuung.
1%

"Ich werde euch töten, Junge, auch wenn ihr aus dem Schoß meiner Schwester gekrochen seid!"
Er quetschte die Luftröhre fester zusammen, sodass die braunen Augen Hervorquollen und der Junge seine Hände berührte. Falkoth beugte sich näher zu ihm, lockerte seinen Griff um seine Kehle.
"Sagt mir, hat sie auch Gefallen bereitet?"
Cenwalch wich seinem Blick aus, aber sein Onkel packte seinen Kiefer, sodass er sich nicht abwenden konnte.
"Los, sagt es mir! Hat es sich gut angefühlt, Euren Schwanz zwischen die weichen Schenkel zu schieben?"
43%

"Falkoth", rief eine schrille Stimm und Eirik bemerkte eine Bewegung aus den Augenwinkeln, dann stürzte Cynuise auf die Lichtung. Fassungslos beobachtete er, wie der Mann vom Rücken seiner Stute sprang, die Arme öffnete und im nächsten Moment war sie sich an seine Brust. Sie barg ihr Gesicht in seinem Umhang und Eirik meinte, sie trotz des Lärms schluchzen zu hören. Der Däne war wie gelähmt. und musste voller Entsetzen mitansehen, wie der schwarzhaarige Hüne Cynuise Kopf in beide Hände nahm, sich weit hinunter beugt und sie küsste. Zorn und Eifersucht wallten in ihm auf - er spannte alle Muskeln in seinem Körper an, bis sie surrten.
64%

meine Meinung:


Hier handelt es sich um einen historischen Roman, der seine Wurzeln nicht zwingend auf eine Liebesgeschichte legt - obwohl diese der eigentliche Ursprung von allem ist.

Cynuise wird von ihrem Vater Cutha dem Aldermann Falkoth ap Gwen versprochen, den sie weder kennt noch bisher jemals zu Gesicht bekommen hat. Das alleine reicht schon aus, das sie darauf eigentlich keine wirklich Lust hat, den wer mag so jemand sein, der ungesehen jemanden heiraten möchte? Letztendlich denkt sie auch nicht im geringsten daran, sich dem Schicksal einfach so zu ergeben, auch wenn sie aufgrund ihres losen Mundwerks wohl sehr froh darüber sein kann, das jemand sich für sie interessiert.
Und was wäre sie für eine keifende Ehefrau wenn sie sich dem Schicksal einfach so stellen würde?Sie plant ihre Flucht, wird entführt und letztendlich ist es ihr zukünftiger Ehemann der sie zu retten scheint.
Sie verliebt sich in ihn und steht zu ihren Gefühlen. Sie steht mit ganzen Bewusstsein hinter ihrem Mann, seinen Gräueltaten und seinem Charakter - was für ihn völlig unverständlich ist. Den er ist ein grausamer Mensch, der seinem Namen als Bluthund völlig gerecht wird und dieser ihm auch weit vorauseilt.Umso interessanter, das gerade eine Frau ihn für sich gewinnen kann und den weichen Kern - zumindest etwas- herauskitzeln kann.

Soviel zum eigentlichen was aber längst nicht alles ist und sich hier wirklich nur um einen sehr kurzen Auszug des Buches handelt.
Den dieses Buch ist ab der ersten Seite voll von Geschichten die alle ihren Weg finden und letztendlich zu einer werden, die bis zur letzten Seite spannungsgeladen und sehr bildlich erzählt wird. Es gab keine Seite, keinen Absatz an dem es nur einen Hauch nach Langeweile schien.

Nein, dieses Buch hat alles - aber garantiert keine Langeweile!
Und das sage ich als Leser, der eigentlich mit historischem gar nichts am Hut hat. Aber ich musste mich hier entschieden belehren lassen von der Autorin die mir diesen Roman als einen tragischen, ereignisreichen, schmerzhaften und auch liebevollen historischen Roman näher gebracht hat.

Die Charaktere sind sehr authentisch und ich mochte sie alle!
Ich liebe Cynuise, ihre sanfte Art und ihr loses Mundwerk, das zwar gerne öfters mal gibt hätte spritzen können aber auch so ein sehr ergiebiges Ergebnis erzielt.
Ich liebe Falkoth, der als Bluthund ein brutaler Rächer und Schlächter des Königs ist. Den auch seine Kindheit und Vergangenheit prägte und Cynuise es geschafft hat, das seine harte Schale hierr und da einen Riss erhalten hat.
Ich liebe Eirik, den großen Hünen der aus Liebe handelt und tagtäglich seinen Schmerz mit sich tragen muss.

Die Ausarbeitung der Autorin ist ernom!
Jedes kleine Detail finden wir in einem historischen Hauch, die Namensgebungen - die Waffen und die Kampfausrüstungen - die Kräuter und Pflanzen und auch die begehren der Darsteller wurden hier wirklich in mühevoller kleinstarbeit in eine Vergangenheit gepackt, die rundum zufriedenstellend war.

Dieses Gesamtpaket an Buch hat es geschafft mich zu fesseln, zu faszinieren und wirklich zu begeistern.

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573 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

fantasy, magie, jugendbuch, sara raasch, schnee wie asche

Schnee wie Asche

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.04.2015
ISBN 9783570309698
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für alle Mädchen, die Fantasy und starke Heldinnen lieben!

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …
© Quelle: cbt


kurze Einblicke: 


Wenn ich die Augen schließe, mir die Ohren zuhalte und alles andere ausblende, kann ich den Hof, wie ihn Dendera beschrieb, vor mir sehen. Ich kann mir auch die Stadt vorstellen, über die mir Sir berichtet hat. Jannuaris großer weißer Palast thront hoch über mir, in seinem ausgedehnten Hof befinden sich Eisbrunnen. Es ist so kalt, dass sich Fremde in dicke Pelze hüllen müssen, um von einem Gebäude zum nächsten zu gehen, während uns Winterianer unser Blut selbst unter den härtesten Bedingungen warm hält.
Seite 80


In einem normalen Kleid zu rennen, ist schon schwierig genug, aber in einem Ballkleid fühlt man sich, als versuche man zu laufen, während man in ein Zelt gehüllt ist. Schließlich gebe ich mich geschlagen und hebe die vielen Stofflagen meines Seidenrocks in die Höhe. Ein paar vorbeigehende Höflinge runzeln die Stirn, aber ich rase an ihnen vorbei, bin viel zu froh, meine Beine frei zu haben, als dass mich ihre schockierten Blicke kümmern würden.
Seite 145


Und der Jubel der Winterianer nimmt kein Ende.
Anger kann sie hören, davon bin ich überzeugt. Er kann die Veränderung in der Luft spüren, die Freude, die sich wie Schneegestöber im Arbeitslager von April verbreitet. Mein Grinsen kehrt zurück, breitet sich auf meinem Gesicht aus.
Bald wird er erfahren, dass ich es war, die diesen Schneesturm ausgelöst hat.
Seite 376



"Nein, meine Königin", sagt Alyson. "Wir tun es, natürlich tun wir es. Winter braucht uns. Wir werden unser Kind so aufziehen, als wäre es das Eure."
Seite 396



meine Meinung: 



Ein Buch mit einer Landkarte im Innern ist für mich immer etwas ganz besonderes, da es eine ganz besondere Geschichte verspricht.

So auch hier!

Sara Raasch hat sich die Jahreszeiten zu nutzen gemacht und hieraus Königreiche kreiert, die sind wie sie sind.
Im Reich des Frühlings ist es immer schön bunt und die Blumen sprießen, der Herbst ist noch bunter in seinen typischen rot und braun Tönen gehalten.
Im Winter wäre immer eine Schneelandschaft mit eisigen Temperaturen und Eiskristallen
- eine sehr schöne Vorstellung wie ich finde.
Und als wäre das noch nicht genug sind deren Bewohner ebenfalls den Jahreszeiten passend geboren. Mit blonden Haaren und braunen Augen, der Frühling. Und mit weißen Haaren und blauen, eisigen Augen der Winter. Aber nicht nur optisch scheinen die Bewohner in ihre Königreich zu passen, sondern auch charakteristisch - und brauchen man sich nicht wundern das der Frühling sehr launisch erscheint. Wie der April, mal absolut gefühlskalt und gelegentlich aber auch mit einem Hauch eines sonnigen Gemüts!
Bis wirklich ins kleinste Detail konnte man sich hier die Geschichte mit vielen Eindrücken der Autorin vorstellen und es war, wenn es auch vielleicht einseitig klingen mag, je nachdem in welchem Königreich der Jahreszeiten man sich gerade aufhält, sehr abwechslungsreich.

Daraus lässt sich schon schließen, dass unsere Wintergefährten um die es in dem Buch geht viel unterwegs sind. Man bedenke außerdem, dass Meira und Mather unsere Hauptdarsteller das Königreich Winter so wie es mal war gar nicht kennen da es schon so lange nicht mehr existiert. Aber ihre tiefe Verbundenheit hierzu ist sehr gut nachfühlbar und lässt den Leser hoffen, dass man es gemeinsam schafft die fehlende Magsignie -was jeder Herrscher seiner Jahreszeit besitzt- wieder zu beschaffen. Und wie das Wort schon nennt ist es geradezu Magie, was diese Geschichte formt und wieder gibt.

Im groben begeben wir uns hier mit einer kleinen Anzahl von 7 Winterianern auf die Suche der nach Magsignie des Königreichs Winter, welche mit der Vernichtung des Landes vor 16 Jahren verschwunden ist. Man weiß, das Frühling eine große Rolle an dem damaligen Krieg spielte und vermutet Sie auch dort - nur finden konnte sie bisher keiner!
Meira und Mather, beide im zarten Alter von Siebzehn Jahren waren noch Säuglinge als Winter damals überrannt und vernichtet wurde. Sie kennen es also beide gar nicht, sind aber so damit verbunden - obwohl wirklich nichts mehr übrig ist von ihrer Heimat- das es eine große Sehnsucht in Ihnen hervorruft.

Natürlich hat man als Leser auch hier wieder diesen berühmten siebten Sinn, der sich bereits zu Anfang bildet und letztendlich auch bestätigt wird - aber die Autorin hat hier auch noch etwas ganz besonderes, so nebenbei, auf Lager.
Den es gibt keine Liebesgeschichte - sie versucht sich zwar durch das Buch zu schlängen und den Leser auf eine Fährte zu locken, aber immer wenn ich dachte "jetzt" gab es etwas das alles über den Haufen geworfen hat.
Und so gehen wir aus dem ersten Teil, ohne Liebenden - aber mit einer Hoffnung darauf (nur mit wem ist die Frage, den es gibt ja mehrere).

Ich fand dieses Buch sehr, wirklich sehr unterhaltsam und habe es regelrecht inhaliert!
Umso schöner finde ich, das ich gewartet habe mit dem Lesen bis der zweite Teil erschienen war.
Meistens hat man es ja, das man -wenn auch kein Cliffhanger vorhanden ist- weiterlesen muss .... und genau das ist hier der Fall!


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309 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, schattenkrone

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ...

Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.

Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.

Wem kannst du trauen?
Und was ist am Ende stärker?
Das Schicksal?
Magie?
Oder deine Feinde?


© Quelle: Fischerverlage


kurze Einblicke:


"Wusstest du, dass es heute Abend zur Feier deiner Regentschaft ein Festessen gibt? Das ist eine große Ehre." Alex schweigt.
Eine Ehre? Eher eine Beleidigung. Er sollte wahrscheinlich besser gehen, bevor er sie beide wissen lässt, was er von all dem hält.
Seite 36




Das Mädchen lässt Cyn nicht nur wie ein Dummerchen dastehen, sie tut es auch noch vor Heph!
"Tut mir leid", sagt sie und mustert voller Verachtung Katerinas Schminke und ihren Schmuck. In diesem Augenblick ist es ihr vollkommen gleichgültig, dass das Mädchen dem Prinzen gehört. Noch nie hat sie sich Sorgen darüber gemacht, was ihn beleidigen könnte. Was soll er ihr schon anhaben? "Tut mir leid, ich bin es nicht gewohnt, Ratschläge von irgendwelchen Landpomeranzen zu bekommen, selbst wenn die betreffende aufgetakelt ist wie ein Paradepferd. Jemand mit solch ausgeprägtem Interesse an Tieren sollte wahrscheinlich lieber bei ihnen leben und nicht in einem Palast".
Seite 172

Immer noch an Ochs gefesselt, musste Zo ihn begleiten, den Gestank aushalten und mithören, wie das Fell in Urin eingeweicht und mit tierischer Hirnmasse und Funk gewalkt würde. Die Übelkeit, die sofort in ihr aufstieg, erinnerte sie daran, dass sie ein Kind unter dem Herzen trägt.
Seite 483



meine Meinung: 



Die Geschichte von Royal Blood ist sehr interessant und obwohl sie geschichtlich an Alexander dem Großen angelegt ist, ist sie doch sehr modern und schön zu lesen.

Leser, die hier eine ereignisreiche Geschichtenerzählung von dem griechischen König Alexander erwarten sind hier fehl am Platz. Den auch wenn das Ein oder Andere aus unseren Geschichtsbüchern wiedergeben wird, ist der Hauptbestandteil hier eigentlich erstmal - oder bisher - der junge Werdegang des Prinzen. Handelt von seinen Gebrechen, Gefühlen und Empfindungen und nicht zu letzt auch von seinen Wünschen.
Eigentlich ist es in erster Linie ein Jugendroman, der im alten Griechenland anzusiedeln ist.

Wir lernen andere, starke Charaktere kennen die ebenfalls einen Hauptbestandteil von "Royal Blood" einnehmen. Den früher oder später werden sich alle Geschichten sicherlich zu einer großen zusammenfinden.

Das Buch ist in 4 Akte untergliedert, die so nach und nach die Charaktere formen und in verschiedene Richtungen führt. Klar ist, das diese alle irgendwann wie bereits oben erwähnt aufeinandertreffen werden. Den eigentlich geht es ja darum das eine Geschichte erzählt wird. Und scheint als wird sie richtig groß!

Aber bis Eleanor Herman an diese Punkt kommt, gibt es viele kleine Äste die im ganzen einen Baum ergeben, was unter umständen zu längen und langatmigen Kurzepisoden führt.

Magie in Form von Erdmagie und Blutmagie spielt eine Rolle, welche von Göttern verliehen oder sogar aus der Abstammung solcher hervortritt und Fragezeichen platziert, die sich bis zum Ende des ersten Teils nicht ganz in Luft auflösen. Umso interessanter fand ich es, als ich das Ebook zur Schlangenkönigin entdeckt habe, da gerade Sie eines meiner größten und dicksten Fragezeichen hervor gebracht hat.

Am Anfang wird die Geschichte sehr schnell und sehr rasant spannend da es darum geht ein Blutturnier zu gewinnen. Leider flaut diese Spannung immer mal wieder etwas ab und macht Langatmigkeit platz. Manche Erzählungen und Beschreibungen waren für mich einfach zu trocken. Aber vielleicht sind es gerade diese staubigen Informationen, die später Wertvoll werden!

Alexander, Katharina, Jakob und auch Zo sowie Heph und Cyn sind sehr sehr spannende Charaktere die viel potenzial mit sich bringen und über sich hinaus zu wachsen scheinen. Alle konnten mich überzeugen und für sich gewinnen da jeder sein eigenes, geschnürtes Paket schultert und es abzuwerfen versucht.
Hier verspricht es noch sehr spannend zu werden - gerade auch in Bezug auf das Zusammentreffen und die Zusammengehörigkeit.

Nebencharaktere, wie die Königin Olympias, der König Philipp und die Zofe Helena sind ebenfalls sehr interessant und machen die Geschichte aus - da auf deren Vergangenheit das ganze Konstrukt gebaut ist.
Das war für mich auch die wahre Geschichte die mich wirklich fesseln konnte. Hier waren die Erzählungen für meinen Geschmack etwas zu dürftig und löchrig - aber auch hier denke ich das es so gewollt ist damit es spannend bleibt.
Den auch ich als erfahrener Leser habe bis dato noch nicht wirklich eine Vermutungen in welche Richtung das Buch gehen wird.

Und der letzte Teil - der vierte Akt- sprüht dann gerade so vor Spannung, Erzählungen und vielen Fragezeichen die sich lichten und logische Erkenntnis bringen. So sehr, das ich befürchtete hier mit einem Cliffhanger enden zu müssen. Aber dem war Gott sei Dank nicht so, und der erste Teil schließt insoweit mit einem guten Ende ab das er uns viel Spannung und weitere Überraschungen für seinen Folgeteil verspricht.

Es bleibt also spannend, trotz der trockenen Zwischenfälle ....


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fantasy, prinz, der kuss der lüge, prinzessin, attentäter

Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um...


kurze Einblicke:


Ich staunte über all die farbenfrohen Wohnhäuser und Geschäfte, und Pauline erzählte, dies sei eine Tradition, die man vor Hunderten von Jahren begonnen hatte. Die Frauen des kleinen Fischerstädtchens strichen die Häuser knallbunt an, damit ihre Männer auf See ihr eigenes Haus aus der Ferne erkennen und sich daran erinnern konnten, dass dort eine Frau auf ihre Rückkehr wartete. Man glaubte, so könnte man ihre Liebe davor schützen, auf See verloren zu gehen.
Seite 130




Stattdessen sah ich zu, wie sich der Himmel veränderte und das Weiß zu Schwarz zerschmolz; die Sterne waren so groß, so nah, dass ich dachte, ich könnte sie berühren. Vielleicht konnte ich dann ja alles verstehen. Was war nur schiefgelaufen?
Ich wollte doch nur ungeschehen machen, was ich angerichtet hatte, und meiner Pflicht nachkommen, damit Walther nichts passierte und damit nicht noch mehr Unschuldige wie Greta und das Kind starben. ich hatte alles aufgegeben, was ich liebte, um dafür zu sorgen - Terravin, Berdi, Pauline, Rafe. Aber nun war ich hier, irgendwo im Nirgendwo, unfähig, irgendjemandem zu helfen, nicht einmal mir selbst.
Seite 377




Ich sah einen jungen Mann, der auf einem weiß-braunen Tobiano verwärtsstürmte. Einen jungen Mann, den ich als stark und tapfer kannte. Einen jungen Mann, der noch immer liebte, aber sich vor Kummer verzehrte. Den mit dem lässigen, schiefen Lächeln, der mich zum Kartenspielen mitgenommen, in die Nase gezwickt, gegen Ungerechtigkeit verteidigt und mir gezeigt hat, wie man ein Messer wirft.
Seite 523


meine Meinung:


Diesen Buch ist genau nach meinem Geschmack!

Eine Geschichte, die sehr modern erzählt wird und sehr ausgeprägt ist. Aber trotzdem auch einen Hauch Historik in Form seines Settings - den Königshäuser, seiner Gebräuche und der Lebensweise hat. Ich liebe solche Stories <3

Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil. Er ist auf eine bestimmte Art malerisch ausgeprägt und legt die Bedeutungen in das Schöne, so das ich mich auf eine sehr bildliche Reise zusammen mit Lia und Pauline begeben habe! Alleine das schöne bunte Fischerdorf Terravin ist eine Reise wert!
Ich fühlte mich dort sofort zu Hause und lies gemeinsam mit Lia und Pauline die Sorgen zurück.

Etwas konfus war die Kapiteldarstellung, da Sie in erster Linie von Lia erzählt werden und manche Kapitel aus Sicht des Prinzen oder des Attentäters. Hier ergab es für mich aufgrund der fehlenden Namensnennungen eindeutige Zuordnungsprobleme beim Zusammentreffen der Protagonisten. Aber ich könnte mich durchaus vorstellen, dass dies so gewollt ist da man als Leser einer gewissen typischen Leseweise folgt und so hier in die Irre geführt werden kann.

Denn natürlich -wie sollte es auch anders sein- muss so eine Geschichte auch Liebende mit sich führen - aber hier haben wir etwas sehr spezielles da Pauline nicht gerade ein glückliches Händchen erwiesen hat und Lia mich total erstaunt hat!
Den ihre beiden Verehrer - einer Gut und einer Böse, natürlich - bleiben lange verborgen wer eigentlich wer ist, bleibt wie oben bereits beschrieben lange verborgen. Und so kam es, das die Autorin mich hier gewaltig auf´s Korn nehmen konnte, gerade weil man immer vom selbstverständlichen ausgeht.
Aber ich wurde überrascht!
Überrascht in zweierlei Hinsicht - den einerseits entschied sich Lia nicht für meinen Favoriten und andererseits stellte sich heraus das mein Favourit nicht der ist der er meiner Meinung nach zu sein scheint!
Also hat sie sich ja doch für meinen Helden entschieden :) komplizierte Sache.

Ihr seht also, auch wenn die Geschichte etwas klischeehaftes an sich hat, kann sie durchaus überraschen.

Das Buch fesselte mich und ich war wirklich sehr glücklich, das ich hier nicht mit einem Cliffhanger enden muss. Den auch wenn der zweite Teil bereits im Mai erscheint, ist es bis dahin doch noch eine sehr lange Zeit wenn man wissen möchte wie es weiter geht ....
Und das will ich, den das Ende ist sehr spannend und ebnet den Weg zu einer tollen Fortsetzung. Aber trotzdem ist das Ende dieses ersten Teils sehr gut gewählt und lässt mich erstmal beruhigt zurück - ohne Fragen ....

Aber ich spüre, da geht noch mehr und deshalb hier heute nur ....

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