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82 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

fantasy, schach, grusel, horror, dämon

Die Spiegel von Kettlewood Hall

Maja Ilisch
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426520789
Genre: Fantasy

Rezension:

Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!

Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.



kleine Einblicke in´s Buch:


Ich nickte langsam. Mr. Whitham fuhr mit dem Finger an der vorderen Reihe der Figuren entlang, die kleiner und schlichter waren als der Rest, eine wie die andere, nicht viel mehr als ein Kegel mit einem Knebel drauf. Er lächelte. "Schach ist das Spiel der Bauern", sagte er leise. "nur beim Schach kann ein Bauer einen Bischof schlagen, einen Turm zu Fall bringen, einen König stürzen. Nur beim Schach. Und jetzt pass auf."
Seite 53

Der Moment, als ich hinter den Bäumen das Herrenhaus aufblitzen sah, war trotz Kälte, Erschöpfung und durchweichter Schuhe großartig. Ich hatte mir eine Villa vorgestellt wie die, in der der Fabrikbesitzer wohnte und die ich immer nur von fern gesehen hatte. Doch Kettlewood Hall war ein Schloss, groß, eindrucksvoll, der Queen selbst würdig.
Seite 89

Vor die Tür wagte ich mich nicht, bis ich wusste, wie ich mich Victor gegenüber verhalten wollte. Die Wahrheit war, ich liebte Victor, selbst jetzt noch. Nicht ganz und gar, nicht Hals über Kopf, aber ich hatte mich noch nie verliebt, und das hieß, ich liebte Victor mehr als jemals irgendeinen anderen Menschen. Ich liebte ihn so, dass ich ihn anfassen wollte, seine weiche Haut, seine dunklen Haare ...
Bei diesem Gedanken hätte ich gleich zur Kirche zurücklaufen und wieder in den Beichtstuhl springen müssen.
Seite 256

meine Meinung zum Buch:


Eigentlich würde ich behaupten, dass dieses Buch auf den ersten Blick nicht zwingend in mein Beuteschema passen sollte. Aber auf den zweiten Blick war ich sehr angetan von dem Geheimnis welches sich in Kettlewood Hall verbirgt und so konnte mich dieses Buch doch auf sich aufmerksam machen und ich bereute keine eine Seite!

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, da es einen tollen Lesefluss mit einer grandiosen Umsetzung birgt. Der Schreibstil der Autorin ist ganz den Jahren angepasst indem die Geschichte spielt - und doch sehr detailliert, witzig und der Gegenwart angepasst. Es ist für mich schwer zu beschreiben, aber wenn man ein Buch liest welches im 18 Jahrhundert spielt trifft man sehr selten auf so einen modernen Schreibstil! Und dieser Schreibstil war für mich etwas besonderes da er mich fesseln konnte, die Emotionen super transportierte und wirklich sehr authentisch war! Alles was Iris, unsere Protagonistin fühlte wurde auf eine geheimnisvolle Art auf mich als Leser übertragen - einschließlich den Gänsehautmomenten.
Das ist etwas sehr aussergewöhnliches!

Unsere 14 jährige Protagonistin wirkt hier sehr erwachsen, was es mir sehr leicht machte ihr tatsächliches Alter wirklich zu vergessen! Nichts desto trotz war es sehr realistisch dass Sie aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrem bisherigen Leben nicht dem Alter entspricht. fürchterlich schlimm, wenn Kinder keine Kinder sein können. Aber nicht nur allein dass, ist es auch wirklich schrecklich wenn man als Kind die Hand die einen "füttern" sollte füttern muss und dafür nur Häme und Schuldzuweisungen erntet. Deshalb war ich zu 100 % auf ihrer Seite als sie es sich in den Kopf setzte abzuhauen und sich auf die Suche nach ihrem Vater und ihren anderen Wurzeln zu machen, auch wenn sie nicht wußte was sie zu erwarten hatte! Hatte doch diese Seite ihrer Familie bisher keinen Finger krumm gemacht um nach ihr zu suchen oder sie kennen zu lernen. Diese Gefühle des Zwiespaltes, der Aufregung und auch Angst wurden sehr deutlich und direkt nach Ankunft in Kettlewood Hall von der Enttäuschung, der Verzweiflung, dem Mut und dann auch von der Entschlossenheit und auch von der Macht abgelöst nachdem Iris erstmal erkannt hatte in welchem Spiel sie sich hier befindet und das alles von ihr abhängt.

Letztendlich ist es auch die Idee des Schachspiels, der Schachzüge und der Fluch die diese Geschichte einfach perfekt machen.
Alles ist bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt und stimmig. Die Story ist fließend ohne jeglichen Stolperstein und alles andere als zählfüssig.

Kurzum war es für mich der reinste Genuss in die Geschichte einzutauchen und mich mitreisen zu lassen - eine absolute Leseempfehlung!

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129 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

jugendbuch, space opera, fantasy / science fiction, sci-fi, weltall

Herrscherin der tausend Sonnen

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.10.2017
ISBN 9783570164709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Prinzessin, so mutig wie Area Stark

Prinzessin Rhee Ta´an beherrscht das Schwert meisterhaft und will nur eins: Rache. Nachdem ihre Familie ausgelöscht wurde, ist sie für den korrupten Kornregenten lediglich eine Marionette. Jetzt, mit fast 16, wird sie die Kaiserkrone tragen und hofft, endlich die Mörder ihrer Angehörigen zu bestrafen. Doch dann entkommt Rhee selbst nur knapp einem Anschlag und muss untertauchen. Zur gleichen Zeit verschwindet ihr vermeintlicher Mörder - Pilot Alyosha, aber noch galaktischer Superstar, nun von der Regierung gejagter Verbrecher. Als und Rhee ahnen noch nicht, dass das Schicksal der ganzen Galaxie in ihren Händen liegt: Eine dunkle Macht droht ihre Welt in einen interplanetaren Krieg zu stürzen ...


klein Einblicke:


"Zuilie", schnaubte Julian. "Wirst du auch als Kaiserin so herrisch sein?"
Er scherzte. Sie war immer so herrisch, ob sie im Bogenschießen gegeneinander antraten, Mondpflaumen stahlen oder dem Personal, da Rhae Tag und Nacht aufwartete, Streiche spielten. Aber dieses Wort - Kaiserin- schmeckte wie dicker Rauch, der ihre Lunge füllte. Ein ganzes kalusianisches Tal würde seiner Blumen beraubt werden, um an ihrem sechzehnten Geburtstag, dem Tag ihrer Krönung, die Hauptstadt zu schmücken.
Seite 22



Dann heftete sich das glitschige, eigenartige Ding mit einem saugenden Geräusch an ihre Haut und Schmerz explodierte in ihrem Kopf. Sie sah Sterne und fragte sich, ob es patzende Blutgefäße waren. Es fühlte sich an, als würde das Ding ihr das Hirn an die Schädeldecke schlürfen, sie konnte nicht klar denken. Durch die zarte Haut ihrer Lider spürte sie, dass es auch an ihren Augäpfeln saugte.
Seite 148



Sie wandten sich einem Rednerpult zu, hinter dem niemand anderer als Nero stand. Und er sah ziemlich verärgert aus. Alle drehten sich zu ihnen um. Alyosha stand da wie gelähmt. Er war der meistgesuchte Verbrecher des Universums, und nur ein paar dünne Stoffstreifen trennten ihn von einem Raum voller Leute, die seinen Kopf wollten. Buchstäblich.
Seite 264



Alles konnte unter ihr zusammenbrechen - nicht nur die Treppe, sondern die ganze Geschichte ihrer Familie. Sie, die allerletzte Ta´an, kletterte auf diesem trostlosen und unwirtlichen Planeten zu einem Kloster und einem Orden hinauf, der ihren Tod wollen könnte.
Seite 311






meine Meinung:


Dieses Buch ist eine sehr schöne Dystopie und für jeden der dies auch noch gerne mit Science Fiction haben möchte, genau richtig.
Jeder Star wars Fan - gerade von den neueren Teilen - wird dieses Buch mögen.

Warum?
Weil wir uns mit der zukünftigen Kaiserin auf eine Flucht durch die Galaxie begeben. Wir bereisen viele Planeten und lernen viele Nationen kennen, die sehr unterschiedlicher Herkunft und noch unterschiedlicher Optik erscheinen.
Kurz um, die Autorin hat sich hier echt was einfallen lassen!

Außerdem haben wir hier die Konstellation, das die Geschichte aus zweierlei Sicht erzählt wird!
Klar, das ist nichts neues und auch immer mal wieder ein sehr packendes Buch wert da es einen mitten rein katapultiert in die Geschichte.
Hier allerdings ist das anders - den hier haben wir die Geschichte der letzten Ta´an welche gejagt und ermordet werden soll - und von Anfang an steht fest das ein riesen Komplott dahinter steckt und der Mörder in den eigenen Reihen zu finden ist. Aber die andere Sicht der Geschichte wird uns von dem Superstar Alyosha erzählt, welcher genau von diesem Komplott auserwählt wurde der Mörder zu sein und ihn somit zum Meistgesuchtesten in der Galaxy macht.

Diese Sichtweise animierte mich als Leserin dazu, hinter jedem nächsten Kapitel darauf zu warten, wann die beiden Handlungsstränge endlich aufeinander treffen - den eigentlich ist Rhee die einzige die Alyoshas Unschuld beweisen könnte!
Ganz logisch geht man auch davon aus, dass sich das Opfer in den Mörder verliebt und sie am Ende glücklich bis an ihr Lebensende regieren werden. Aber keine Angst, das werdet ihr hier im ersten Teil der Dilogie nicht finden!
Die Geschichte ist viel umfassender und deckt viel mehr auf als man vorher ahnen kann. Viel verstrickter, verzwickter und komplizierter.

Und kurz vor dem Ende, als ich dann schon wieder den Blick über den Tellerrand hinaus geworfen hatte wird mir klar, was sich im Epilog dann auch bestätigt.
Aber es ist sehr interessant wie lange die Autorin mich hin halten konnte - ohne überhaupt einen Gedanken von meiner Seite daran zu haben!

Ich kann nur sagen, lest es und ihr werdet sehen was ich meine.

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40 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

andere welt, chaos, dasspieldesdunklenprinzen, das spiel des dunklen prinzen, albträume

Das Spiel des dunklen Prinzen

Ney Sceatcher
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 19.04.2018
ISBN 9783946955078
Genre: Sonstiges

Rezension:

Willkommen beim Albtraumschach.
Kannst du deine schlimmsten Ängste besiegen? Nein? Dann fürchte um dein Leben.
Als Taija durch einen Spiegel in eine schneebedeckte Welt stürzt, hält sie das für einen bösen Traum. Schon bald stellt sich heraus, dass jenes Märchen, von dem ihre Tante immer erzählt hat, nicht nur ein Mythos ist. Das Mädchen befindet sich mitten in der seltsamen Welt der weißen Königin und des dunklen Prinzen, in der sich alles um ein grausames Spiel dreht. Nur, wer das Albtraumschach gewinnt, darf zurück in seine eigene Welt. Wer scheitert, verliert sich in seinem Albtraum – für immer!



kleine Einblicke:


Mitten auf dem Zeltplatz der Jäger lag ein Mädchen mit flammendem Haar. Sie hatte Angst, und das war auch besser so. Die weiße Königin rast vor Zorn und sandte sogleich Späher aus, welche ihr diesen kostbaren Schatz zurückbringen sollten.
Und Farrun, der dunkle Prinz? Der beobachtete von seinem Zelt die Wälder, mit einem siegessicheren Lächeln auf den Lippen. Er besaß fünf Schachfiguren, die weiße Königin nur vier.
12%

Doch zuerst musste sie den Weg zur Bibliothek finden. Denn dort befanden sich womöglich Antworten auf all ihre Fragen. Wie viele Tage ihr noch blieben, bevor die weiße Königin mit ihren Figuren eintraf? Wie viele Stunden hatte sie noch, ehe auch sie ihren Namen vergaß? Und wie viele Minuten blieben ihr, bevor der dunkle Prinz erfuhr, was sie hinter seinem Rücken trieb? Wo blieb der weiße Hase mit der Stoppuhr, der dem flammenden Mädchen erklärte, dass sie bereits zu spät war?
35%

Namen mögen noch so einfach und unbedeutend sein, doch sie machen uns zu dem, was wir sind. Sie verleihen unserem Körper eine Seele, schenken anderen Menschen Macht über uns. Dank ihnen tauchen wir in Geschichten auf, geraten nicht in Vergessenheit. Durch sie wissen die Leute, von wem man spricht. Sie sind weit mehr als eine einfache Aneinanderreihung von Buchstaben. Sie sind ein Teil von uns und ein Teil dieser Welt.
61%




meine Meinung:


Ganz entschieden muss ich sagen, das ich etwas ganz anderes erwartet habe!
"Willkommen beim Alptraumschach!" - so der erste Satz der Inhaltsangabe, der mir hier verspricht das es düster, böse, ängstlich, unheimlich, spannend und vielleicht auch etwas (mehr als sonst) blutig werden wird. Ok es ist düster und auch etwas spannend - aber das unheimliche, blutige und ängstliche habe ich bis zum Schluss nicht finden können. Und das Böse schon mal gar nicht.

Taija, unsere rothaarige Protagonistin glänzt durch ihre Sturheit dies sie nicht ganz langweilig macht. Immer wieder wird in dem Buch auf das "flammende" Mädchen (bezogen auf ihre Haare) hingewiesen. Aber was sollte das bedeuten? Ich dachte, dass dies vielleicht immer wieder ein Hinweis sein könnte auf ihre Herkunft, die vielleicht versteckt im Spiegel sein könnte und sie dadurch eine ganz besondere Stellung bekommt. Aber da habe ich mich getäuscht, den das einzige was hier flammend war, war gelegentlich ihr Temperament, wenn sie nicht einfach alles so angenommen hat wie man es ihr sagte oder erzählte. Irgendwie dachte ich das ganze Buch über da kommt noch was - aber es kam nichts. Besonders gut kennen gelernt hab ich sie auch nicht, das sie doch sehr flach gehalten wird und nicht weiter von sich preis gibt, was ich sehr schade finde.
Tarrun, der dunkle Prinz stellte ich mir vor als Bösewicht wie er im Buch steht. Mag sein, dass er das vielleicht mal war. Aber mehr als "böse" schauen durch seine dunklen Augen hat er hier nicht von sich gezeigt. Kein listiger kleiner Drecksack, kein Bösewicht. Eher ein verständnisvoller junger Mann, der vollstes Verständnis dafür hatte das Taija seine Einrichtung durchs Fenster schmeisst und ihn wohlweisslich belügt. Zum Dank bekommt sie noch Freigang als Gefangene - so etwas hab ich noch nie gelesen.
Alle anderen Charaktere waren ebenfalls alles andere als hervorhebend! Die Königin war halt eine Königin, Rascha eine Mitspielerin genauso wie Tarin.
Was aber dieses Buch hat, ist so viel was es meiner Meinung nicht haben sollte!
Ich mochte es zum Beispiel gar nicht das es doch zu sehr an Alice im Wunderland angelehnt war. Klar war, das es ähnlich ist. Aber muss deshalb ein Hutmacher vorkommen? Muss Taija in ein dunkles Loch fallen? Muss es eine Teeparty geben? Klar, wir spielen kein Kricket sondern Alptraumschach, aber das wäre hier für mich egal gewesen, da ich mir unter Alptraumschach doch etwas ganz anderes als dieses gähnige Spiel vorgestellt habe.
Und dabei ist doch die Idee so unglaublich gut. Was ist hier nur passiert?
Alleine das Wort Alptraumschach hatte mich dermaßen überzeugt von dem Buch, dass ich denke, dass ich genau deshalb so enttäuscht bin. Alpträume sind gruselig und unheimlich und lassen einen schweissgebadet aufwachen. In einem Alptraum kann man nicht rational denken wie man handeln muss sondern man tut es einfach - und dann auch noch garantiert das Falsche damit es noch grusliger wird. Hier streicheln wir Wölfe, die uns den Weg aus dem Traum zeigen, fallen in ein dunkles Loch und landen auf den Füßen und wissen genau durch welche Tür wir gehen müssen. Was hat das mit Alptraum zu tun? Kein Clown der uns fressen will? keine reißende Bestie die uns verfolgt und zur Strecke bringt.
Mag sein, das ich den Sinn des Buches einfach nicht verstanden habe, aber mehr als einen Stern für die geniale Idee und einen, dass ich bis zum Schluss hoffte das noch "mehr" kommt, kann ich hier leider nicht geben.

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444 Bibliotheken, 40 Leser, 1 Gruppe, 127 Rezensionen

schwestern, fantasy, liebe, jugendbuch, dystopie

Iron Flowers / Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfte eisern für Freiheit und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serine schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihre von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen - und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

Die neue Serie für alle "Selektion-Fans": ein aufregendes Stettin, junge starke rebellische Frauen, mitreißende Spannung und viel Romantik!

kleine Einblicke:


Mama Tessaro hatte Serina so hart angetrieben, seit sie erkannt hatte, dass ihre Tochter zu einer Schönheit heranwachsen würde. Sie hatte Serina nie erlaubt, an sich oder ihrer Fähigkeit, eine Grace zu werden, zu zweifeln. Hatte nie zugelassen, dass sie ihre Schutzmauern fallen ließ, dass sie den Blick hob oder irgendetwas anderes war als anmutig, beherrscht und gehorsam. Und weil ihre Mitte so auf Serena fokussiert gewesen war, war ihr entgangen, was aus Naomi wurde.
Seite 48

Er erwiderte ihren Blick mit einem verschmitzten Funkeln in den Augen. "Hab ich", erwiderte er. "Held des Premio Belaria. Ich habe einen goldenen Pokal. Gelegentlich trinke ich Wein daraus, um mir in Erinnerung zu rufen, wie unvergleichlich begabt und talentiert ich bin."
Seite 161

Irgendwann beruhigte sie sich. Ihre Augen waren verquollen, Tränen verklebten ihre Wimpern, und ihr Kopf dröhnte immer noch. Draußen vor der Höhle zeichnete sich die erste Morgenröte am Himmel ab. Ihr ganzer Körper tat weh, ein Schmerz, der knochentief saß.
Wie konnte Heimweh so viel schmerzhafter sein als eine Schusswunde?
Seite 318

meine Meinung:


Iron Flowers hat mich beim Lesen anfangs doch sehr an das Märchen Aschenputtel erinnert. Auch wenn wir hier zwei Schwestern haben, die sich aufeinander verlassen können und immer füreinander einstehen besteht die Geschichte aus einer für Märchen klassischen Goldmarie und einer Pechmarie. Die Eine, ausgebildet seit kindestagen als einer der zukünftigen Regentinnengattinen – hier Grace genannt. Und die Andere zur Dienstmagd auserkoren um der zukünftigen Grace zu dienen.

Entscheidend für die Geschichte und den Werdegang ist der Rollentausch, den die Beiden vollführen müssen und sie so vor dem nichts stehen. Serina muss lernen wie es sich anfühlt in der Nahrungskette ganz unten zu stehen. Nomi, die alles andere als eine Grace sein möchte muss lernen sich königlich zu verhalten. So lernen Beide, dass die andere Seite der Medaille auch nicht gerade ein tolles Leben ist und für beide steht fest, dass sie sich vermissen und der jeweilig anderen helfen müssen. Aber wie? Getrennt voneinander und ohne jegliche Chance das sie sich jemals wiedersehen.

Das Buch umfasst sehr kurze Kapitel, die sich mit den Charakteren Serina und Nomi abwechseln. Die Unterhaltung und der Spannungsfaktor werden hierdurch sehr hoch gehalten da die Dinge ziemlich zeitgenau passieren und aufeinander aufbauen. Hinzu kommt ein sehr flüssiger, schneller Schreibstil, der die Geschichte gut und sehr realistisch rüber bringt.
Auch sehr detailiert und teilweise auch schockierend waren die Kampfszenen. Hier hat die Autorin nicht nur bewiesen, dass es blutig sein kann sondern sie hatte auch keine Scheu liebgewonne Nebencharaktere umzubringen.

Die Charaktere der Beiden Protagonistinnen Serina und Nomi schwimmen anfangs etwas so dass es schwer war einen ausfindig zu machen die mir besser gefiel. Doch dann war für mich ganz klar Nomi diejenige, die mich für sich gewinnen konnte. Da ich Charaktere die ihren eigenen, starrsinnigen Kopf haben und aus dem Bauch heraus handeln sehr mag.
Allerdings dauerte es nicht lange und Nomi rückte in den Hintergrund und Serina wurde diejenige, die für mich durch ihr besonnenes Handeln und ihrer Stärke dominierte. Ich muss gestehen, dass ich ihr das nicht zugetraut hätte, gehe aber sehr stark davon aus, dass dies auch bewusst von der Autorin so gewollt war!
Die Geschwister sind Beide so weit von Ihrem eigentlichen Ziel entfernt wie nur möglich und müssen lernen mit den Situationen umzugehen was ebenfalls an Spannung aufbaut.

Für mich hat dieses Buch unterhaltungswert gezeigt indem es mich überraschen konnte und ich ganz stark vermute, dass der Folgeband der Entscheidende sein wird. Den dort sollte es möglich sein, das Beide sich wieder in die Arme schließen können.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, verlag knaur

Das dunkle Wort

Sylvia Englert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426521076
Genre: Fantasy

Rezension:

Das große magische Fantasy-Epos um Liebe, Moral und die Rettung eines exotischen Reiches von Bestseller-Autorin Sylvia Englert

Das Orchideenreich Skaidar schwebt in höchster Gefahr: An seiner nördlichen Grenze ist ein Heer aufmarschiert, das von unheimlichen Glasklingen-Kriegern begleitet wird, während gleichzeitig ein seltsamer Zauber von der Hauptstadt ausgehend immer weitere Teile des Landes zu Kristall erstarren lässt. Nur einer kann jetzt noch helfen, und so schickt Idassa, oberste Magierin und Beraterin des Königs, einen verzweifelten Hilferuf an ihren ehemaligen Mentor Terwyn. Doch der hat sich geschworen, nie wieder Magie einzusetzen, seit er eine nicht wiedergutzumachende Schuld auf sich geladen hat …

kleine Einblicke:


"Und was genau hast du eigentlich gemacht?" Auch Jobar blickte ihn nun durchdringend an. "Es stimmt doch, dass du dunkle Magie eingesetzt hast, oder? Wir haben di Erschütterungen gespürt, aber nicht gewusst, ob da gerade ein Gott geschissen hat oder ob Taracondé einstürzt oder so was."
Seite 79

Weg hier, ich musste weg, so schnell ich konnte! Ich wollte gar nicht wissen, was passierte, wenn ich zu lange hieblieb! Hatte ich schon Schaden genommen, der sich nicht rückgängig machen ließ?
Doch als ich umkehren wollte, stellt ich fest, dass ich den Durchgang zu den anderen Höhlen, mein Rückweg, nicht fand.
Seite 200

Dann waren sie da, zum ersten Mal sah Rai sie mit eigenen Augen. Sie fegten herein, wie eine eisige Sturmböe, lautlos und mit unmenschlicher Schnelligkeit. Auf den ersten Blick fast menschlich, auf den zweiten Blick kaum noch, ihre Körper durchscheinend, ihre Gesichter ein verschwommenes, helles Oval. In den Händen trugen sie gläserne Schwerter, deren Schneide ein weißes Glühen war. Kurz sondierten sie den Raum ... recht, links ... und erfassten ein Ziel - die beiden Weber, deren Augen sich erschrocken geweitet hatten, die schnell noch versuchten, die Klappe hinter sich zu schließen.
Dann glitten die Schatten auf sie zu, die gläsernen Klingen erhoben. Der ersetzte Schrei, den Padric Mutters ausstieß, brach ganz plötzlich ab.
Seite 223

meine Meinung:


Lange ist es her, dass ich ein Buch gelesen habe das mich so mitreißen - aber auch etwas langweilen konnte!
Das Buch teilt sich in drei Geschichten auf, die alle das gleiche Ziel und das gleiche Schicksal haben. Die Wege, die sie bestreiten müssen allerdings nicht unterschiedlicher sein könnten.

Die eigentliche Hauptgeschichte für mich war die von Terwyn.
Terwyn ist, bzw. einer der Magier des Regenten. Oder sollte ich besser sagen DER Magier, der Einzige der sieben Ströme beherrscht. Durch ein durchaus tragisches Schicksal, welches ihn in der Vergangenheit heimsuchte, hat er der Magie abgeschworen und wird nun aufgrund der Geschehnisse zurück aus dem Exil zurück nach Taraconde gerufen um für sein Volk und sein Land zu kämpfen. Und das macht er verdammt gut!
- Ter ist ein gezeichneter Mann, der einen Fehler machte der ihn seine Zukunft kostete. Dieses schwere Schicksal zu tragen belastet ihn sehr. Außerdem ist er der festen Überzeugung dass das Volk und das Land ohne ihn besser dran ist, da die Gefahr so großer Magie einfach zu groß ist. Aber er erkennt, dass genau dieses Land ihn jetzt mehr braucht als den je und so begibt er sich in den Zirkel seiner alten Freunde und bricht seinen Schwur niemals mehr Magie zu wirken.

Rhi´s Geschichte führt uns auf eine Reise, die ebenfalls nach Taraconde führt, da sie sehr aufmerksam etwas beobachtet hat, was für den Zirkel der Magier sehr wichtig sein könnte. Deshalb macht sie sich allein, durch ihr Pflichtgefühlt getrieben auf die Reise durchs Land um den Magiern zu helfen und ihnen von Ihrer Entdeckung zu berichten.
Ihre Geschichte konnte mich am meisten fesseln!
Sie hat mich quer durch das Land geführt und Abenteuer erlebt, die sehr schlimm waren. Sie hat, trotz das sie alleine war alles auf sich genommen um ihrem Land zu dienen und helfen! Als Händlerin ist sie das Reisen gewohnt und wusste von Anfang an welche Gefahren auf sie zukommen können. Und trotzdem hat sie es getan!
Außerdem ist Rhi ein Charakter der auffällt. Als HÄNDLERIN fällt sie schon alleine durch ihre Optik auf, das sie doch sehr bunt erscheint und auftritt. Ausserdem ist sie ein sehr offener Mensch und konnte mit ihrer Sympathie gleich bei mir glänzen.

Die letzte Geschichte handelt von Inyra und Mig.
Auch ihr Weg führt nach Taraconde zum Zirkel der Magier, allerdings startet ihre Reise zu einem Zeitpunkt indem noch keine Gefahr drohte und deshalb eigentlich in eigener Sache Abhilfe schaffen sollte.
Ich muss gestehen, das mich dieser Teil der Geschichte am wenigstens interessiert hat und am wenigsten begeistern konnte. Einfach weil sich mir hier noch nicht so genau der Sinn erschlossen hat, weshalb es ihn eigentlich gibt!
Aber gerade am Ende kommt hier sehr schön zu Geltung, das Magie nicht alles im Leben ist und das Leben zu leben eine viel wichtigere und schönere Aufgabe ist!
Das hat mir dann doch sehr gut gefallen.

Das Land Taraconde ist toll!
Durch die Vielfalt der Orchideen, da es sich hier um ein Orchideenland handelt bekommt es etwas sehr buntes, gut duftendes und einzigartiges. Es macht das Land zu etwas ganz besonderem, gerade weil die Orchideen hier nicht nur für das Land sondern auch für die Menschen steht.
Den zur Volljährigkeit eines Menschen bekommt er eine eigene Orchidee die für ihn alleine steht und nur ihn darstellt.
Dies machte es sehr einmalig und wunderschön!
Schade, das in diesem Buch keine Landkarte von Taraconde zu finden ist. Diese hätte es perfekt gemacht.
Die Magie in diesem Buch ist faszinierend!
Die Darstellung in "Strömen", die sich in sich in ihrer Kraft und ihren Farben unterscheiden ist ein sehr schöner Gedanke und konnte mich sehr gut durch das Buch führen.
Auch die Darstellung der schwarzen Magie war hier sehr faszinierend und wurde sehr schön als düster, mysteriös und böse dargestellt.
In diesem Buch lebt die Magie als ein Element das man sehen, hören und anfassen konnte was mich total begeistern konnte.

Dieses Buch konnte mich wirklich überraschen, trotz seiner "kurzen" längen die es hatte. Letztendlich war es eine Geschichte die mich begeistert und unterhalten hat auf ihre ganz besondere weise.

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(20)

58 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, flucht, freundschaft, glaube, blut

Wächter und Wölfe - Das Ende des Friedens

Anna Stephens , Michaela Link
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734161308
Genre: Fantasy

Rezension:

Krieg wird kommen, Verrat wird lähmen, Tod wird herrschen …

Dom ist ein Seher, doch seine Gabe ist mehr Fluch als Segen, denn seine Visionen sind ungenau und körperlich auszehrend. Da begegnet er der geflohenen Sklavin Rillirin. Sie warnt ihn und sein Volk vor einer Invasion der Barbaren. Aber kaum jemand glaubt ihr. Da ereilt Dom eine Vision von erschreckender Klarheit. Er muss Rillirin vertrauen und den Klan der Wächter und Wölfe auf den Krieg vorbereiten, sonst wird nicht nur er sterben, sondern sein ganzes Volk.


meine Meinung:


Wächter und Wölfe – irgendwie habe ich mir darunter was anderes vorgestellt!

Auch die Inhaltsangabe kratzt eigentlich nur leicht an der Oberfläche des Buches an, welches es mir unheimlich schwer gemacht hat.

Schwer, weil der Lesefluss aufgrund des Schreibstils nicht so gegeben war wie ich es gewohnt bin.
Schwer, weil ich einfach mehr erwartet habe als Kriege und Kämpfe.
Schwer, weil ich viele Charaktere kennen gelernt habe – aber keinen den ich wirklich mochte oder gar eine Verbindung aufbauen konnte.

Irgendwann war für mich das Buch nur noch langweilig und ich habe wirklich angefangen Absätze und Seite auszulassen, da ich es einfach nicht mehr lesen konnte.


Ich denke die Geschichte könnte viel mehr geben wenn sie einen gescheiten, flüssigen Stil hätte der vielleicht unserer Zeit angepasst ist und nicht der damaligen!

So, sieht für mich derzeit kein Start einer Trilogie aus.

Ich denke zwar, dass ich mich bestimmt dem Buch nochmal annehmen werde – irgendwann – wenn ich denke das ich ihm gewachsen bin und es mir vielleicht Spaß machen könnte.
Vielleicht hat es mich auch einfach nur auf dem falschen Fuß erwischt!

Schade,

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(55)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

magie, spannung, familie, liebe, fantasy

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie (Nevada-Baylor-Serie 1)

Ilona Andrews
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 05.04.2018
ISBN 9783736308459
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn Vertrauen zur Feuerprobe wird
In einer Welt, in der Magie alles bedeutet – Reichtum, Macht und Ansehen.
Eine Welt, in der Familiendynastien das Schicksal der Menschen bestimmen, Kriege führen und Politik beeinflussen.
Seit dem Tod ihres Vaters ist Nevada Baylor die Hauptverdienerin in ihrer Familie. Als Privatdetektivin übernimmt sie jeden Fall, um alle über Wasser zu halten – sie lässt sich sogar auf einen Auftrag ein, der sie in Lebensgefahr bringt. Nevada soll einen mächtigen Feuermagier dingfest machen, als ihr Weg den von Connor "Mad" Rogan kreuzt. Rogan ist tödlich, sexy, eiskalt und auf der Suche nach demselben Verdächtigen wie Nevada. Um am Leben zu bleiben, muss sie mit ihm zusammenarbeiten – hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch zu fliehen und der Leidenschaft, die zwischen ihnen beiden brennt. Denn Rogan geht ihr unter die Haut … aber Liebe ist in dieser Welt so gefährlich wie der Tod!

"Ilona Andrews' Name auf dem Buch ist die bombensichere Garantie auf ein überragendes Leseerlebnis!" Romantic Times

Der Auftakt zur Hidden-Legacy-Reihe!

kleine Einblicke:


Ich öffnete eine Text-App und schrieb zusammen, was ich über Pierce wusste.
Eitel. Todesangst vor T-Shirts oder jedem anderen beliebigen Kleidungsstück, das seine Brustmuskulatur bedecken könnte.
Tödlich. Tötet ohne zu zögern. Ihm eine Waffe unter die Nase zu halten würde mich in ein Brathähnchen verwandeln. Begeisterung.
Liebt es, Sachen zu verbrennen. Und das ist noch untertrieben. Alles interessante Informationen, aber nichts davon würde mir bei der Suche helfen.
11%

"Ich bin das Ergebnis eines langfristig angelegten Zuchtprogramms", sagte Mad Rogan. "Ich wurde gezeugt, weil es für mein Haus gut war, einen Erben zu haben, und weil die vermischten Gene meiner Eltern genau den Erwartungen entsprachen. Du wurdest vermutlich gezeugt, weil deine Eltern sich liebten."
56%

Es war vermutlich eine Falle, oder er versuchte mich wieder zu manipulieren. Vielleicht war es eine Entschuldigung. Ich hatte keine Ahnung. Aber ich war mir sicher, egal, wie lange ich lebte, würde mir kein Mann mehr fünftausend Nelken schenken. Es war pure Magie, die nur einmal gewirkt werden konnte. Also stand ich einfach nur da, atmete den Duft tief ein und erlaubte mir selbst zu träumen.
78%

Dieser Kuss war aus Nelken und Tränen gemacht, aus heimlichen Blicken und brennendem Verlangen. Ich küsste ihn, als ob ich ihn liebte. Ich küsste ihn, als ob es der einzige Kuss wäre, der jemals von Bedeutung gewesen wäre.
96%

meine Meinung:


Mit dem Auftrag, den Feuermagier dingfest zu machen bekommt Nevada eine schier unmöglich Aufgabe gestellt da sie nicht über die nötige Magie verfügt um solch einen mächtigen, aber auch total durchgeknallten Typen zur Strecke zu bringen. Aber genau das weiß ihr Auftraggeber und es kommt der Verdacht auf, dass er ihr genau deshalb diesen Auftrag erteilt hat. Nur hat dieser eines übersehen, den Nevada verfügt vielleicht nicht über die nötige Magie - aber sie hat das Durchhaltevermögen und den gewissen Biss der es ihr unmöglich macht zu scheitern. Alleine der Gedanke, dass nicht nur Sie sondern auch ihre Familie alles verliert lässt ihr keinen Spielraum. Und so kommt es das sie sich in einen tödlich Fall verwickeln lässt, der diesmal wirklich unlösbar scheint.

Nevada ist ein sehr zielstrebiger, verbissener Charakter. Sie weiß mit ihrem jungen Alter genau worauf es im Leben ankommt und was man hierfür opfern muss. Sie ist kein verhätscheltes, magisches, neureiches Kind sondern musste sich schon immer durchsetzen und kämpfen. Aber nicht für sich, sondern für die Gerechtigkeit.
Dieser Charakterzug macht sie unheimlich stark als Protagonistin und sie schafft es bereits auf den ersten Seiten mich von sich zu überzeugen. Den auch wenn sie ein schweres Paket auf ihren Schultern trägt, hat sie doch nie ihren Witz und Charme verloren. Sie lacht auch mal über sich selbst und lässt sich durch nichts und niemanden ablenken wenn sie ein Ziel vor Augen hat. Nur Connor "Mad" Rogan, könnte es vielleicht schaffen, sie etwas abzulenken :)

Pierce, unser Bösewicht und in dieser Geschichte der Feuermagier ist das direkte Gegenteil. Auch wenn er anfangs etwas in mir als Leserin berühren konnte, war mir doch sehr schnell klar, dass er eigentlich nur ein verwöhntes Muttersöhnchen ist das aus dem Schatten heraus möchte indem er Böses tut. Egal, ob die Menschheit der er sich beweisen möchte es dann vielleicht gar nicht mehr geben könnte!
Er ist arrogant, hochnäsig und sehr selbstverliebt.
Aber unter dem Scheffel seiner Familie zu stehen macht erweckt auch in mir als Leser ein Mitgefühl, das mich doch bei ihm immer wieder mal etwas wanken lässt ob er wirklich so böse ist wie es scheint.

Mad Rogan hingegen, wirkt anfangs sehr maschinell. Ausgebildet als Kampfmaschine von seinen Eltern und später vom Militär hat er nie erfahren, was es heißt Gefühle zu haben oder sie gar zu zeigen oder zuzulassen. Klar, das er sobald er auf Nevada trifft erstmal gehörig den Kopf verdreht bekommt. Aber womit er nie gerechnet hat, dass sie ihm nicht nur die nötige Kopfwäsche erteilt sondern auch sein Herz erweicht und Gefühle in ihm weckt, die er eigentlich nie zulassen wollte. Sein Problem ist die "Züchtung" der Magie, der er ausgesetzt war. Liebe, gab es hier nie und deshalb kennt er es auch nicht. Aber es scheint auch unnötig da es einen nur weich macht und ablenkt.
Aber was anfangs sehr hart rüberkommt weicht in dem Buch von Kapitel zu Kapitel auf. Es ist nicht so, das Nevada im lernt Gefühle zu zeigen - aber sie zeigt ihm, wie man sie richtig einsetzt und zulässt.
Diese knisternde Magie zwischen den Beiden wird von Seite zu Seite kribbeliger.

Nicht nur die Geschichte den Übeltäter dingfest zu machen hat mich überzeugen können, sondern auch die romantische Liebesgeschichte, die anders als erwartet und mit sehr viel Krach hier langsam wächst und gedeiht.

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt was ja nichts Neues ist. Manchmal wirkt sie allerdings nicht und bringt nicht den gewünschten Effekt.
Aber hier sticht sie durch eine Tiefe besonders, die mich alles neben dem lesen vergessen lies, besonders hervor und zeigt Wirkung
Ich bin eingetaucht und habe an der Seite von Nevada und Mad den Feuermagier gesucht, gefunden und wieder verloren. Anschließend war ich dabei, wie er wirklich nicht mehr entkommen konnte und festgenommen wurde.
Auch bei den romantischen Szenen war ich so tief in der Geschichte drin, das ich mir fast schon als Stoker vorkam!
Alle Emotionen wurden so grandios transportiert das es ein wahres Gefühlschaos in mir war, das ich beim lesen empfunden habe.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist so überwältigend, fesselnd und mitreissend das es mir hier (mal wieder) unheimlich viel Spaß gemacht hat, eine Geschichte aus ihrer Feder zu lesen.

Durch Zufall hab ich beim stöbern dieses Buch entdeckt und war schon alleine bei dem Autorenname begeistert, das es etwas Neues gibt.
Das der Verlag eine neue Serie des Autorenehepaars rausbringt wusste ich vorher nicht aber es war klar, dass ich es nun haben musste!
Den die Beiden schreiben so tolle Bücher, die mich wirklich bisher alle überzeugen und begeistern konnten. Und zwar so sehr, das ich alle gelesen und alle mein Bücherregal verschönern. Wenn ich Recht überlege gibt es keines, das für mich kein Highlight war!

Deshalb finde ich es sehr schade, das dieser neue Reihenauftakt nur als Ebook erhältlich ist. Klar hält es mich nicht vom lesen ab, aber nicht nur wegen der Autoren sondern auch das wunderschöne Cover dürfte eigentlich nicht in den tiefen des Ebookreaders verschwinden. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt und so hoffe ich, dass wir dieses Schätzchen vielleicht doch noch als Taschenbuch irgendwann in Händen halten dürfen.

Wenn ich alleine beim lesen des Autorennamens weiß, dass es nur ein Highlight sein kann:
Nicht nur ein Buch, sondern es war für mich vorherbestimmt ein Lesehighlight zu sein bevor ich es überhaupt gelesen habe!

Für jeden der auf Fantasy steht.
Nicht nur die Geschichte ist magisch, sondern es verzaubert den Leser und nimmt ihn mit auf eine Reise der Emotionen.

Absolute Leseempfehlung ....

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

fantasy, bücherliebe, #büchernerd, bücherwurm, bloggerin

Die Legenden der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Andrew Davidson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426226568
Genre: Fantasy

Rezension:

Die langerwartete Rückkehr in die Welt von Jacob, Emma und Miss Peregrine - SPIEGEL-Bestseller-Autor Ransom Riggs erzählt in diesem Band mit einzigartigen Fantasy-Erzählungen die wunderbaren, unheimlichen und herrlich skurrilen "Legenden der besonderen Kinder"

Die Geschichte der ersten Ymbryne und der Entstehung der Zeitschleifen, die Sage vom Mädchen, dessen beste Freundin seine tote Schwester ist, oder das Märchen vom Wald der besonderen Tiere – jedes besondere Kind kennt die berühmten Erzählungen, die über Generationen in aller Welt gesammelt wurden.
Nun liegen die faszinierenden »Legenden der besonderen Kinder« endlich auch in schriftlicher Form vor - in hochwertiger Geschenk-Ausstattung mit zahlreichen Illustrationen

Ein Muss für Fans der Bestseller-Reihe und der Verfilmung von Tim Burton - und ein atmosphärischer Einstieg für alle, die die Welt der »besonderen Kinder« noch entdecken möchten.

kurze Einblicke:


...Genießen Sie also bitte die Lektüre - vor einem knisternden Feuer in einer frostigen Nacht, einem schnarchenden Trimmbären zu Ihren Füßen. Und sollten Sie die Geschichten laut vorlesen (was ich sehr empfehle), dann bedenken Sie deren heikle Natur, und vergewissern Sie sich, dass Ihre Zuhörer ausschließlich Besondere sind.

Millard Neulings, Dr. rer. nat., Gelehrter

Obschon wir sicher sein können, dass viele der in den Geschichten vorkommenden Personen tatsächlich gelebt haben und auf dieser Erde weilten, ist es manchmal schwierig, darüber hinausgehende Fakten zu bestätigen. Bevor unsere Geschichten aufgeschrieben wurden, erfolgte ihre Überlieferung jahrhundertelang mündlich, und da jeder Erzähler die Geschichten so ausschmückte, wie er es für angemessen hielt, waren sie starken Veränderungen unterworfen. Deshalb entsprechen diese Geschichte heute eher Legenden als wahren Ereignissen, und ihr Wert - abgesehen davon, dass es fesselnde Geschichten sind - besteht hauptsächlich in ihrer Funktion als moralische Lehrstücke.

Seite 57

meine Meinung:


Die Legenden der besonderen Kinder ist ein Buch, welches für Leser der Trilogie ein muss ist!
Andere werden es vielleicht sogar nicht verstehen welch ein wahres Schmuckstück man hier in Händen hält.

Das Buch ist mit seinen goldenen Schmuckzeichnungen auf dem Cover ein sehr schöner Hingucker.
Die Aufmachung im Inneren mit Illustrationen die wir bereits aus den anderen Büchern kennen, wurde hier nochmal übertroffen. Den bisher haben wir Fotos zu sehen bekommen der Besonderen - hier sind es Zeichnungen zu jeder Geschichte.

Insgesamt kann das Buch optisch schon mal Einiges bieten!

Und auch der Inhalt dieser Buches ist Besonders - wie die Geschichten der Kinder.

Die Geschichten haben alle insgesamt versteckte Botschaften und zeigen dem Leser auf, wie Oberflächlich manches betrachten wird/ werden kann. Egal, ob es die Menschen um die Besonderen sind, oder gar die Besonderen selbst alle ereilt diese Botschaft auf den ein oder anderen Weg in jeder Geschichte.
Mir persönlich hat die Geschichte "Die Heuschrecke" am besten gefallen. Da hier die Lektion ganz klar ist und einem geliebte Menschen sehr weh tun können, wenn man manchmal einfach nicht vorher nachdenkt was man sagt oder tut. Aber ein Geschichte wäre keine schöne Geschichte wenn sie kein Happy End hätte. So wurde auch hier aus der Lektion gelernt und am Ende waren alle glücklich.

Alle anderen Geschichte sind ebenfalls sehr lehrreich für uns, gerade in der heutigen Zeit!

Deshalb kann dieses Buch nur seinen Vorgängern auf Besondere Weise folgen und mich ganz überzeugen!

Auch wenn ich dieses Buch nicht vom Verlag bekommen hätte wäre es bei mir eingezogen, da es einfach die Trilogie der besonderen Kinder sehr schön abrundet und ein absoluter Eyecatcher ist.

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143 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

götter, fantasy, asgard, bücherfreude, bücherwurm

Die Götter von Asgard

Liza Grimm
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426522523
Genre: Fantasy

Rezension:

Liza Grimms mitreißende Urban Fantasy-Saga für alle Fans von Marvels »Thor« oder den »Avengers«

Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.

kleine Einblicke:

Sobald ein Gott eine andere Welt betrat, wurde er lebendiger. Er fühlte dann zwar Freude, doch ebenso Leid. Das war schmerzhaft. und zugleich schmerzhaft schön. In Asgard hatte er ganz vergessen, dass solche Gefühle überhaupt existieren konnten. Dort war es angenehm warm, und man musste sich nicht körperlich überanstrengen.
Seite 57

"Entschuldige" murmelte Ray und rieb sich verzagt über das Gesicht. "Ich bin wohl doch nicht die Heldin, auf die du hoffst."
"Bitte hör endlich auf zu zweifeln." Mit wenigen Schritten überbrückte Kára den Abstand zwischen ihnen und nahm Rays Hände in Ihre. "Weshalb tust du das immer wieder?"
Káras vertrauen tat Ray unheimlich gut. Umso bitterer war die Erkenntnis, dass sie dieses Vertrauen enttäuschen musste, dachte Ray.
Seite 134

"Was ist geschehen?" fragte er alarmiert und griff nach seiner Waffe, während sie ihn lediglich wortlos anstarren konnte.
Gekuschelt. Ich habe mit ihm gekuschelt. Nein, er mit mir. Er hat seinen Arm um mich gelegt und mich festgehalten.
Ihre Gedanken rasten.
Seite 210

meine Meinung:

Die Götter von Asgard ist ein Buch welches sich sehr flüssig und schnell lesen lässt.
Ausserdem ist es in Bezug auf die Götterwelt/en, die Dimensionen und der Fähigkeiten sehr gut recherchiert und ausgearbeitet. Man spürt, das die Autorin Liza Grimm hier ihr Herzblut reingesteckt hat und es ihr unheimlich viel Spaß gemacht hat.

Die einzelnen Welten der Nornen, Zwerge, Hexen oder auf Riesen haben mir sehr gut gefallen und waren sehr detailliert dargestellt so dass mein Kopfkino richtig bunt aufblühen konnte. Auch die Erzählung der Zusammenhängenden Welten haben mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere der Götter sind gut ausgearbeitet und bis ins kleinste Detail dargestellt, so dass man ohne Probleme sofort erkennt wer hier wirklich auf Ray´s Seite ist und wer nicht.

Kara ist ein Charakter, der mich sehr überzeugen konnte da sie ein starker Charakter mit eigenem Willen ist. Sie weiß war Recht und was Unrecht ist und verurteilt Menschen nicht vorschnell.

Loki oder auch Thor waren ebenfalls sehr gute ausgearbeitete Charaktere, bei denen man gespürt hat welche Probleme die Beiden Halbbrüder miteinander haben.
Tyr, als weiterer Bruder stand etwas außen vor - allerdings war er mit der Stärkste da er, anfangs davon überzeugt das Richtige zu tun, erkannte was falsch war und sich der Auslegung der Prophezeiung beugte und Ray auf ihrer Reist zur Seite stand und half.

Nur Ray, unsere Menschenskind welches in der Prophezeiung der "goldene Faden" ist, ließ etwas zu wünschen übrig da sie der heutigen Zeit entsprechend einfach zu unüberlegt handelt. Dies fängt schon damit an, das Sie einer wildfremden Frau der sie gerade eben ihr Herz ausgeschüttet hat gutgläubig vertraut und ihr folgt. Nicht, das ich was gegen Spontanität hätte, aber in unserer Zeit sollte so etwas nicht selbstverständlich sein, auch wenn es sich hier um einen Charakter in einer Geschichte handelt.
Weiter "Bauchentscheidungen" von Ihr mögen vielleicht nachvollziehbar und intuitiv sein, aber diese Beiden Handlungsstränge, die ziemlich am Anfang stattfinden, haben sie für mich als eigentlicher Hauptcharakter sehr fragwürdig gemacht und ich musste feststellen das es ein sehr schmaler Grad ist zwischen "Intuitiv" oder einfach nur "unüberlegt dumm" ist :)
Allerdings waren Ihre Gefühle immer echt!
Und genau diese haben sie letztendlich auch die richtigen Entscheidungen treffen lassen, womit es doch gut ausgegangen ist und die Geschichte auch vielleicht um ein neues Liebespaar reicher ist.
Aber das werden wir sicherlich im nächsten Teil erfahren, den nach diesem Ende des Buches ist klar, das es sich hier nicht um einen Einzelband handelt. 

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, sara raasch, frost wie schatten, cbt

Frost wie Schatten

Sara Raasch , Katja Hald
Flexibler Einband: 533 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570311219
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Drei verlangt das Labyrinth
Die eintreten in geschlossener Absicht
Sich zu stellen der Prüfung des Führens
Dem Irrgarten der Demut
Der Reinigung des Herzens
Vollendet durch nichts als die Wahrheit



++++ Spoilergefahr da es sich um einen Abschlussband der Trilogie handelt +++


Der gigantische Weltenentwurf der Autorin Sara Raasch bekommt hier Finale einen Schatten des Bösen angehängt, der sich durch das ganz Buch zieht.
Angra steht in den Startlöchern zum Angriff auf die einzelnen Königreiche und zur Machtübernahme um Herrscher der Welt zu werden!
Meira, die viele Verbündete finden konnte ist erstmal abgetaucht, da sie ihre Magie lernen muss zu kontrollieren und steuern. Mather und seine Taus setzen zum Angriff an - als Ablenkungsmanöver für Angra. Den Angra weiß, wenn ihm jemand gefährlich werden kann dann ist es Meira!

Der Finale Band ist sehr abwechslungsreich und bietet von allem etwas!

Meira lernt in Paisley mit ihrer Macht zu kämpfen, sie zu kontrollieren und zu steuern. Aber auch, das sie mit dieser Macht gegen Angra nicht wirklich was machen kann, da sie nicht zum eigenen Nutzen eingesetzt werden darf - der schmale Grad zwischen guter und böser Magie ist einfach zu klein und die Gefahr zu groß, dass sie hiermit selbst in den Schatten des Bösen rutschen kann.
Aber sie lernt was auch, was außerhalb der Magie wichtig ist und das sie nicht nur für ihr Königreich lebt sondern auch für sich selbst. Sie steht zu ihren Gefühlen und erkennt, dass sie sie leben muss - egal in welchen Situationen. Und so steht fest, dass sie ihm endlich sagen muss, wie sehr sie ihn liebt!


Mather erkennt durch sein Ablenkungsmanöver wie sehr er Meira vermisst, vermisst hat und immer für sie einstehen wird. Er erkennt seine Gefühle und nimmt sich ganz fest vor, das er sobald sich die Gelegenheit bietet er endlich dazu stehen muss. Jede Sekunde kann es zu spät sein!
Er hat schon so viel Leid erfahren müssen als seine Mutter starb und wenn er jetzt auch noch Meira verlieren würde, wäre das sein Untergang da sie ihn immer wieder erdet.
Das Königreich Winter, die Taus und Meira - das ist seine Familie für die er einstehen muss und wofür er kämpft!


Ceridwen, Nessa, Sir, Jesse und so viele mehr liegen bereits auf der Lauer und warten auf den Startschuss von Meira um in den Kampf zu ziehen!
Den Kampf um ihr Königreich - der Kampf um die Welt zu einer besseren zu machen und den Kampf um ihr eigenes Leben.

Dieses Buch lebt vom dunklem Schatten Angras, dem Kampf und der Dunkelheit! Nichts mehr ist zu sehen von den Königreichen von Sommer, Herbst oder Winter. Auch die Rhythmuskönigreiche haben ihre Verluste melden und schliessen sich dem Kampf an!

Dieses Buch transportiert dunkle Gefühle von Hass, Macht, Leid und Tot. Ja, wir haben auch Tote zu vermelden die wir seit der ersten Seite kennen und lieben gelernt haben müssen hier auf tragische Weise ihr Leben lassen.

Aber die kurzen Augenblicke von Sonne, Liebe und ganz viel Gefühl bringen das Böse gewaltig ins Wanken!
Mit vielen Gefühlen und ganz viel Liebe. Freundschaft und Verlässlichkeit bringt uns Meira und ihre Verbündeten Seite um Seite aus dem grauen Nebel in eine Zukunft die es wert ist zu leben und zu hoffen!

Ein sehr gelungener Abschluss für die Jahreszeiten und ihre Bewohner!

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193 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

sultan, rebellion, demdji, liebe, amani

AMANI - Verräterin des Throns

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.09.2017
ISBN 9783570164372
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es geht um alles: Macht. Liebe. Verrat.

Seit fast einem Jahr kämpft Amani für den Rebellenprinzen, als sie aufs Schlimmste verraten und an den Sultan ausgeliefert wird – ihren Todfeind. Ihrer Djinni-Kräfte beraubt und getrennt von ihrer großen Liebe heißt es für das Wüstenmädchen überleben um jeden Preis. Denn der Sultanspalast ist eine wahre Schlangengrube, in dem Intrigen und mysteriöse Todesfälle an der Tagesordnung sind. Amani riskiert ihr Leben, indem sie als Spionin den Rebellen Botschaften zukommen lässt. Doch je mehr Zeit sie in Gesellschaft des berüchtigten Sultans verbringt, desto öfter kommen Amani Zweifel: Steht sie wirklich auf der richtigen Seite?

kleine Einblicke:


Der Sand, der zwischen meinen Fingern kleben geblieben war, als ich am Tor so getan hatte, als würde ich stolpern, geriet in erwartungsvolle Bewegung. Er war auch in den Falten meiner Kleider, in meinem Haar und klebte fast überall an meiner verschwitzten Haut. Das war das Schöne an der Wüste. Sie durchdrang alles, bis hinein in deine Seele.
Seite 34

Wie die Frauen aus dem Harem erzählten, hatte hier vor tausend Jahren Sultima Sabiya auf Sultim Aziz gewartet. Er war an die ferne östliche Grenze in den Krieg gezogen und hatte seine Liebste im Harem zurückgelassen. An der Weinenden Wand war sie ihm am nächsten gewesen, während er im Krieg war. Jeden Tag stand sie da und wartete auf ihn, und ihre Tränen versorgten den Baum mit Wasser, so dass er jeden Tag ein Stück größer wurde. Bi er eines Tages endlich groß genug war, dass sie hinaufklettern und über die Haremsmauern bis dorthin schauen konnte, wo die Armee ihres Mannes stand.
Seite 212

Außer Kontrolle geratenes Djinni-Feuer. "Man muss den Djinni erlösen, nicht loslassen. Die Energie lösen." Dann blickte Leyla mich direkt an. "Amani hat ihn gebunden. Nur sie kann die Bindung wieder aufheben."
Und plötzlich richteten sich alle Blicke auf mich. Hätte ich gewusst, dass mir so viel Aufmerksamkeit zuteilwürde, hätte ich mir vielleicht vorher die Haare gebürstet.
Seite 464

meine Meinung:


Es ist noch gar nicht so lange her das ich den ersten Teil der Trilogie gelesen habe –
Und trotzdem war es anfangs echt schwer wieder in die Geschichte zu finden da am Ende des ersten Bandes einfach zu viel passiert ist.
Das Gerüst der Geschichte durchaus gedanklich noch vorhanden, doch viele kleine Details fehlten einfach und machten es jetzt doch schwer, wieder in die Geschichte zu finden.

Doch nach ca 75 Seiten war ich wieder voll anwesend und hatte die verlorenen Puzzleteile in meinem Kopf wieder zusammen gefügt.

Der zweite Teil lies mich Amani nicht nur von ihrer rebellischen Art kennenlernen. Den jetzt, da sie nicht nur mit Jin sondern auch Ahmed, Sharazar, Halal und noch viel mehr Rebellen befreundet ist weckt eine ganz neue Seite an ihr, die sie wahrscheinlich auch so nicht von sich kennt. Durch die Vielzahl ihrer Freunde hat sie mehr Rückhalt und kann sich darauf verlassen, niemals alleine zu sein. Auch wenn sie in Tamir zu Dustfalls-Zeiten auch einen sehr guten Freund hatte, wird ihr jetzt erst bewusst was es heißt zu einer Gemeinschaft „dazu zu gehören“.

Aus
Amani, die Rebellin die für sich kämpft und für sich einsteht gibt es nicht mehr!
Aus ihr wird
Amani, die Rebellin die für sich und ihre Freunde kämmpft. Für ein ganzes Land und für die Freiheit aller!

Dieser mittlere Teil der Trilogie hat mir sehr gut gefallen, da er von allem etwas bietet:
Amani, unsere starrköpfige Rebellin –
Amani, unsere hoffnungsvolle Rebellin –
Amani, unsere kritische Rebellin &
Amani, unsere liebende Rebellin

Ich hatte hier so viele Seiten von Ihr zu entdecken, die so viele Emotionen frei lassen und sehr toll von der Autorin umgesetzt und dargestellt wurde. Auch wenn es zwischendrin gelegentlich vorkam das ich das Gefühl von stillstand hatte, wurde ich kurze Zeit darauf belohnt in Form von einer Kehrtwendung, einer Überraschung, einer actiongeladenen Befreiungsaktion oder durch den Verlust eines geliebten Menschen.

Auch die neuen Charaktere, die ich hier kennenlernen durfte waren sehr gut ausgearbeitet, durchdacht und sehr angenehm – sogar sympathisch. Ramir z. B. ist ein Charakter von dem ich doch sehr hoffe mehr lesen zu dürfen!

Ich kann nur hoffen, dass ich nicht all zulange auf den letzten, finalen Teil warten muss!

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

gaming, zukunft, dystopie, fantasy, drogen

Arena

Holly Jennings , Christine Blum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520215
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine neue Heldin erobert die Fans von Ready Player One und Die Tribute von Panem

Im Jahr 2054 ist das Sterben Alltag in Kali Lings Job: Sie ist eine virtuelle Gladiatorin, eine der besten in der Profi-Liga, die jedes Wochenende die Massen vor die Bildschirme zieht und Milliarden einspielt. Zwar beendet ein virtueller Todesstoß nicht wirklich Kalis Leben, doch der Schmerz ist höchst real. Zum Ausgleich winken Ruhm, schnelles Geld und wilde Partys.
Als ihr Teamkapitän Nathan an einer Überdosis stirbt, wird Kali zum ersten weiblichen Kapitän befördert. Mit dem attraktiven, arroganten Rooke stellt man ihr jedoch auch einen neuen Kollegen an die Seite, der sie in mehr als einer Hinsicht herausfordert. Dann begeht Kali den Fehler, Fragen nach Nathans Tod zu stellen …

Leben und Sterben in der virtuellen Welt - Holly Jennings temporeiche Dystopie garantiert ein Leseerlebnis auf der Überholspur

kurze Einblicke:


Es wäre nicht das erste mal gewesen, dass ich starb. Und todsicher auch nicht das letzte Mal.
- Trotzdem -
während die meisten Leute sich diese Welt nur vom sicheren Hafen der Realität anschauten, gab es keinen Ort, an dem ich Samstagabends lieber gewesen wäre.
Satz des Buches!

Wann war Nathan gestorben? Hatte er noch geatmet, als ich ins Bett zurückgekehrt war? Ich dachte nach, zwang mein Gehirn, alle Bilder und Eindrücke wieder aufzurufen. Ich fand nur einzelne, miteinander verschwimmende Fetzen.
Seite 62

Sie tippte auf ihrem Bildschirm herum. Die Kapsel öffnete sich, und ich kletterte hinein. Hier mir schloss sich die Tür. Allein in der Dunkelheit lächelte ich endlich. Hier gab es keine Kameras. Keine Klatschblätter. Keine gespielte Beziehung. Die virtuelle Welt wurde zunehmend ehrlicher und wahrer als das, was sich Realität nannte.
Seite 146

Zwei Wochen.
Zwei Wochen blieben uns bis zum Finale. Vierzehn Tage Training, verrammelt in unserer Anlage, um uns auf das Ende vorzubereiten. Zwanzig Jahre hatte ich darauf gewartet, mein ganzes Leben lang. Als wäre ich einzig und allein hierfür geboren worden - um genau jetzt genau hier zu sein.
Seite 303

meine Meinung:


Eine sehr interessante Inhaltsangabe und weniger das Cover welches mich auf dieses Buch aufmerksam machte und ich es lesen wollte.

Das in der Angabe eine Nachfolge von TvP oder von RPO angewiesen wird, interessierte mich hierbei nicht, da dies immer geschmacklich sehr variieren mag und auch nicht von Bedeutung sein sollte. Für mich war es Wort die
- Gladiatoren
- ProfiLiga
- Virtuell
die mich interessierten, da ich so etwas sehr gerne mag, wenn man nicht nur in der Zukunft ein Buch liest, sondern sich auch noch in einer virtuellen Welt befindet. Eine virtuelle Welt ist ähnlich einer Fantasiewelt in der es keine Grenzen zu geben scheint und in der alles möglich ist. Deshalb interessierte mich es sehr, was diese Dystopie wohl zu bieten hat.

Und ich wurde nicht enttäuscht, so wie man es in anderen Rezensionen liest!

Kali, unsere Protagonistin ist in einem virtuellen Spiel eines der Aushängeschilder für viele Sponsoren. Sie wird ständig beobachtet und kann weder privat noch virtuell nie die sein, die sie wirklich ist. Aber das Interessante daran ist, dass sie es auch selbst gar nicht so recht weiß da sie einfach nur funktioniert und ihrem Traum hinterlegt, Profi zu sein.
Bis das einschneidende Erlebnis passiert und Nathan, ihr Teamkollege stirbt und sie dadurch wachrüttelt.
Schlimm, das es soweit kommen musste - aber wichtig das es dann wirklich klick bei ihr gemacht hat, da sie geradewegs selbst auf eine Überholspur war in der es sehr schwer ist das echte Leben und die virtuelle zu unterscheiden.
Der neue Teamkollege, der Ersatzmann für Nathan tut sein übriges und so kommt es das er ihr bewusst und auch unbewusst vor Augen hält was sie immer wieder verliert, auf´s Spiel setzt. Bedeutungen, von noch so kleinen Dingen werden plötzlich wieder präsent und diese stumpfe Abgebrühtheit, die eigentlich in der ganzen virtuellen Welt schon Besitz von jedem einzelnen ergriffen hat, reißt auf und lässt wieder bewusst werden das Menschen auch virtuelle Menschen sind die atmen, bluten und lieben.

Dieser Part war für mich sehr gut umgesetzt und ich mochte Kali auch!

Allerdings ist dieses Buch sehr umfangreich auf seinen hierfür wenigen Seiten und büsst deshalb viel Detailarbeit ein.
Viele Dinge, die mir beim lesen auffielen die einfach mehr ausgebaut hätten sein müssen wurden doch sehr schnell abgehandelt und hatten nicht die nötige Tiefe für mich.

Aber nichts desto trotz würde ich sehr gerne erfahren, wie es mit Kali und ihrem Team weitergeht und würde mich deshalb freuen, wenn wir den zweiten Teil auch übersetzt bekommen würden.

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1.131 Bibliotheken, 60 Leser, 1 Gruppe, 143 Rezensionen

fantasy, leigh bardugo, das lied der krähen, grischa, krähen

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission
Der Nr.-1-Bestseller aus den USA - Leigh Bardugos temporeiche Saga über den tollkühnsten Coup der Fantasy-Geschichte

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

»Faszinierend … Bardugos "Six of Crows" lässt die Leser im besten Sinn des Wortes mitfiebern. Dafür ist die Fantasy gemacht!«

- The New York Times

kurze Einblicke:


Kaz lehnte sich zurück. "Was ist der einfachste Weg, einem Mann die Brieftasche zu rauben?"
"Messer durch die Kehle?" fragte Inej.
"Pistole im Rücken?", mutmaßte Jesper.
"Gift im Becher?", schlug Nina vor.
"Ihr seid alle abscheulich", sagte Matthias.
Kaz verdrehte die Augen. "Der einfachste Weg, einem Mann die Brieftasche zu rauben, ist, ihm zu sagen, dass man seine Uhr klauen wird. Du ziehst seine Aufmerksamkeit auf dich und lenkst sie dann dahin, wo du sie haben willst. ....
Seite 168

Er war eine Legende, das Monster, das im Dunkeln auf dich wartete. Die Drüskelle existierten seit Hunderten von Jahren, aber unter Brums Führung hatte sich ihre Macht verdoppelt und war unendlich tödlicher geworden. Er hatte ihr Ausbildung verändert, hatte neue Techniken entwickelt, um Grischa in Fjerda auszumerzen, hatte die Grenzgebiete von Rawka infiltriert, und er hatte damit begonnen, unabhängige Grischa in anderen Ländern zu verfolgen, hatte sogar Sklavenschiffe gejagt, die Grischa-Gefangenen von ihnen 'befreit', mit dem einzigen Ziel, sie wieder in Ketten zu legen und nach Fjerda zu schicken, damit sie dort vor Gericht gestellt und exekutiert wurden. Sie hatte sich vorgestellt, Brum eines Tages als rächende Kriegerin oder als schlaue Spionin gegenüberzustehen. Sie hatte nicht vorhergesehen, dass sie ihm begegnete, eingesperrt und am Verhungern, die Hände gefesselt und in Lumpen gekleidet.
Seite 222

"Warum ist dann noch nie eine Grischa am Ende einer deiner angeblich so gerechten Verhandlungen für unschuldig befunden worden?"
"Ich ..."
"Weil unser Verbrechen existiert. Unser Verbrechen ist das, was wir sind."
Matthias wurde still, und als er sprach, war er gefangen zwischen der Scham über das, was er sagen würde, und dem Drang, die Worte sagen zu müssen, die Worte, mit denen er großgezogen worden war, die Worte die für ihn immer noch richtig klangen.
"Nina, ist es dir jemals in den Sinn gekommen, dass es auch vielleicht ... nicht bestimmt ist zu existieren?"
Ninas Augen glitzerten in grünem Feuer. Sie machte einen Schritt auf ihn zu, und merk konnte die Wut spüren, wie sie von ihr abstrahlte.
"Vielleicht seid ihr diejenigen, die nicht existieren sollten, Helvar. Schwach und weich, mit eurem kurzen Leben und euren traurigen kleinen Vorurteilen. Ihr verehrt Waldgeister und Eisgeister, die keine Lust haben, sich euch zu zeigen, aber dann seht ihr echte Macht, und ihr könnt es gar nicht erwarten, sie zu zertreten.
Seite 300

meine Meinung:


Anfangs hatte ich die Befürchtung das ich mich hier etwas ohne Vorkenntnisse an die Geschichte gewagt habe, da sie analog der Grischa-Trilogie der Autorin sehr auf die Grischas und ihre Fähigkeiten eingeht.
Da ich diese Trilogie aber nicht gelesen habe, hatte ich echt Angst das mir Kenntnisse und Wissen hierzu fehlt.
Aber das erwies sich ganz schnell als Finte, da die Autorin wohl einfach nur eine gewisse Sympathie hierfür hegt!
Alles was ich über Grischas wissen muss, erfahre ich in den Buch und die Protagonisten sind auch andere - als das für mich klar war, konnte ich mich völlig unvorbelastet auf die Geschichte einlassen und diese Wirken lassen.

Und die Story hat mich gepackt!

Mit 6 Protagonisten an der Zahl sind es nicht gerade wenig "Krähen" die es kennenzulernen und auseinander zu halten gilt.
Da die Kapitel aber aus deren Perspektive erzählt wird und der Leser somit alle noch näher kennenlernen kann brauchte es nicht all zu lange bis ich wusste das Kaz der Meisterdieb, Nina die Grischa oder Inej der Schatten war.
Den diese Kombination aus den 6 Krähen macht die Story lebendig und bringt sie voran in einer Mission die wirklich unmöglich scheint.

Leigh Bardugo ist nicht zimperlich und lässt es richtig krachen und der ein oder andere Part wird auch blutig und widerlich. Aber auch hier wirkt hierdurch die Geschichte nur intensiver und echter.
Den was hier klein und vielleicht etwas unspektakulär mit einer toten Grischa anfängt hört mit einem großen - ganz großen Knall auf. Und da die Motive der Charaktere so unterschiedlich sind, macht das Ende des Buches dieses nur vielschichtiger und reeller für jede einzelne Krähe!

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und lässt keinerlei Fragen offen. Ausserdem ist sie sehr vielseitig und erzählt viel mehr Geschichte als anfangs gedacht! Den jeder Protagonist bringt seine eigene Geschichte, seine Vergangenheit und Gegenwart - seine Probleme und seine Fehler mit. Das ist von der Autorin super umgesetzt worden und es wurde nicht das kleinste Detail nicht zu ende gedacht! Super !!!

Auch wenn der Stil der Geschichte recht schwer scheint, da es lange verschachtelte Sätze birgt, haben sie doch einen Sinn und ich konnte mich recht schnell an den nicht ganz so flüssigen Stil gewöhnen und war selbst mitten in Ketterdam.

Die Geschichte ist geheimnisvoll, spannend & fantastisch
- genau das was gutes Fantasy ausmacht!

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sophie, dystopie, ölkatastroph, wasserknappheit, hilger

PHYSIS

Sophie Hilger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783946172475
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine verheerende Ölkatastrophe hat die Wasserreserven auf der Erde stark dezimiert und eine Zeit der Einschränkungen und Angst beginnt. Inmitten des Chaos ist die toughe Systementwicklerin Emma Winter an einem bahnbrechenden Projekt beteiligt, welches die Wasserbestände der Welt wieder auffüllen soll. Dass sie dabei in eine übermächtige Verschwörung hineingeraten ist, bemerkt sie viel zu spät. Eine Gruppe Terroristen will das Projekt mit aller Macht verhindern. Doch dann beginnen die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verschwimmen und vor Emmas Augen eröffnet sich eine neue, unbekannte Welt.
Welches Geheimnis hütet der wortkarge Terroristenanführer Sean? Woher stammt die futuristische Ausrüstung der Männer? Und ist Emma bereit, für das Schicksal der Erde ihren moralischen Grundsätzen zu entsagen?

kurze Einblicke:


Geld regiert die Welt, ganz egal wie marode sie ist.
Seite 13

"Also ich passe auf dich auf. Nicht mehr und nicht weniger", sagte er und nahm einen tiefen genüsslichen Schluck. Dunkles Haar und helle Augen. Die Natur hatte es wirklich gut mit ihm gemeint. Leider hatte sie die Ecken und Kanten vergessen und ihn rundgelutscht wie ein Bonbon.
Seite 74

Ich saß mit einer Horde Drogenjunkies mitten im Wald fest. Das machte die Sache nur schlimmer. Das Zeug senkte die Hemmschwelle bis zur Auflösung. Ich wusste, wovon ich sprach. Man haut es sich in die Synopsen, es rast wie ein Feuersturm durch die Venen, man will schreien, fliegen und rennen zugleich. Und dann ist man nur noch ein Körper, der alles tun kann. Einfach alles.
Seite 124

Alles, was ich wusste, und dies Erkenntnis traf mich härter, als irgendetwas sonst, war, dass diese sterbende Spezies zu allem fähig war. Zu einfach allem. Das der Mensch grausame Dinge tat, um sich aus dem Morast zu zerren und am Ende alles, was er zu greifen bekam, mit sich in die Tiefe riss.
Seite 216

"Na? Alles gut?", fragte er.
Der Mann nickte eifrig. "Sie wissen doch, schlechten Menschen geht es immer gut."
Seite 246

meine Meinung:


Dieses Buch beschert uns Wahrheiten die wir alle kennen!

Wir befinden uns in einer gar nicht allzu weiten Zukunft und die Wasserreserven sind so gut wie verbraucht. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind somit tabu und die Menschheit verzweifelt daran - wie es wahrscheinlich jeder von uns tun würde. Allein der Gedanke, das ich beim Zähneputzen auf die Wasserration achten muss, oder bei der Toilettenspülung - da muss ich schon mal schlucken.
Und genau dieses Bild setzt die Autorin sehr gut um indem sie mir als Leser sehr schnell klar macht, dass dieser Roman alles andere als ein Roman sein könnte- denn wer weiß wie es in ein paar Jahren um Mutter Natur auf unserem "blauen Planeten" den so steht?

Hiermit hat Sophie Hilger also schon mal punkten können und mich einer erschreckenden Realität ausgesetzt.
Die Wahl der Protagonisten hat einen weiteren Punkt verdient da nicht nur die Geschichte untypisch echt ist, sondern auch die Protagonistin Emma Winter.
Emma ist sowas von untypisch!

Sie ist eine Frau die mitten im Leben steht, in ihrer besten Zeit und man könnte meinen sie genießt es - wäre die gesamte Lebensituation nur nicht so aussichtslos.
Emma trinkt gerne Whisky, sie raucht und flucht und wenn sie abends mal in die Kneipe nebenan geht, nimmt sich sich n lecker Kerl mit heim um ihn morgens wieder zu verlassen. Den was bringt es, eine feste Beziehung einzugehen? Gefühle zuzulassen?

Diese Protagonistin namens Emma Winter ist perfekt und ich mochte sie total!

Der Schreibstil der Autorin ist ein weiterer Punkt, der perfekt in den Plot passt. Aber wie kann ich ihn euch beschreiben ohne das es abwertend klingt? Den das ist er garantiert nicht!
Ich finde Sophie Hilger hat den Schreibstil dem Stetting und der Protagonisten angepasst und somit das Gesamtpaket sehr gut umgesetzt.

Manchmal etwas rotzig, dann wieder sehr emotional und auch etwas skurril
- so wie Emma!

Weiterhin eine Ernennung hat der Werdegang der Geschichte, da wir hier nicht nur eine Dystopie als Zukunftsszenario der heutigen Zeit haben, sondern auch das es schon sehr viel mit einem Thriller zu tun hat.

Den dort wo große Menschen sich einmischen und viel Geld fliesst - dort können Mord, Intrigen und Verrat nicht weit sein!
Eigentlich so gar nicht meins, aber hier genau passend - authentisch und fesselnd.

Und was ich ebenfalls noch erwähnen möchte ist das Ende der Geschichte!
Völlig anders und trotzdem ein HappyEnd (was ich teilweise manchmal echt anzweifelte) könnte der Roman auch durchaus alleine dastehen. Aber gerade da wir den ein oder anderen Strang hier verlieren finde ich es total toll, das es eine Fortsetzung geben wird.

Ja, ich als geborener Fantasyleser muss sagen, dass mir das hier sehr gut gefallen hat und die Mischung sehr gut umgesetzt ist.

Und ich kann euch sagen, das sobald die Geschichte weiter geht ich hier weiter lesen muss. Klar, das dies für euch bedeuteten, dass ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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fantasy, magie, liebe, worte, amy harmon

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann …


meine Meinung:


Mit Bird & Sword ist mir ein wahrer Glücksgriff gelungen.

Ein wunder – wunder – wunderschönes Buch!

Und mein neuestes Lesehighlight welches es seiner Konkurrenz sehr sehr schwer macht, es zu toppen.

Dieses Buch ist Emotion pur-
durch eine stumme Protagonistin die um ihr Leben kämpft und durch eine Autorin, die erkannt hat was dies für eine Bürde sein muss!

Lark die Protagonistin in dieser Geschichte wirkt zart wie ein Vogel. Nicht umsonst hat sie ihren Namen einer Lerche zu verdanken. Aber sie kann auch anders, indem sie für ihre Rechte, ihr Wissen und für sich als Mensch kämpft wie ein Raubvogel.
Sie zeigt sich auch ohne Stimme sehr dominant indem sie keine Scheu davor hat mit ihrer Mimik und Gestik zu bekommen was sie möchte. Auch wenn es anfangs nicht so scheint ist sie einer der stärksten Charaktere die ich bisher kennenlernen durfte!
Sie fürchtet sich selbst vor Ihrer Stimme und birgt somit ein großes Geheimnis von dem sie selbst bisher keine Ahnung hatte.

Auch Tiras, ihr Entführer und König von Jeru City ist ein sehr großes Mysterium und ein attraktiver Mann. Sein Geheimnis ist tiefer begraben als man anfangs denkt und auch dieses bringt weitreichende Folgen. Nicht nur für Ihn, sondern auch für Lark und sogar für das ganze Land.
Trotz das er über seine Stimme verfügt ist es ihm nicht möglich sich jemandem anzuvertrauen da die Angst, Schande und die Konsequenz einfach zu groß wäre.

Die Beiden sind wie füreinander geschaffen auch wenn sie es nicht sehen und selbst nicht wahr haben wollen. Und doch geben Sie sich halt in einer Zeit in der es sehr gefährlich sein kann „Anders“ zu sein, zu denken und zu handeln.
Aber nicht nur ihre Geheimnisse sind es die sie miteinander verbinden sondern man merkt auch schnell, dass beide charakterlich ebenfalls sehr gut zueinander passen, da beide ihren Sturrkopf haben und immer mit ihm durch die Wand möchten.

Ein perfektes Paar.

Amy Harmons Schreibstil ist sehr ausgeprägt und detailiert was mir einen wunderschönen historischen Roman mit Fantasyelementen beschert hat. Sie transportiert mit ihren geschrieben Worten so viel Gefühl das die Emotionen mit mir völlig durchgegangen sind.

Da wir es mit einer stummen Protagonistin zu tun haben, zählt nicht nur für uns als Leser das Wort sondern noch viel mehr für Lark, die kleine Lerche. Sie bekam ihre Stimme genommen und kann nicht mehr reden. Aber dadurch wird dem Buch noch mehr Leben eingehaucht.
Da Lark ihre Gefühle anders zum Ausdruck bringen muss ist es Ihre Mimik und Gestik dir mir den ein oder anderen Schmunzler beschert – aber auch die ein oder andere Träne entweicht.
Und glaubt mir wenn ich sage Lark ist eine sehr emotionale junge Frau!
Egal ob sie sich daran erfreute lesen und schreiben zu lernen, ob sie wutendbrannt und stinkesauer auf Tiras oder auch auf sich selbst ist. Ihre Angst gegenüber Fremden und ihrem Vater. Und ihre Neugier – die sollte auch noch benannt werden da diese neugier sie das ein oder andere mal in Situationen bringt, mit der man als „Redner“ so nicht rechnet.

Was die Autorin mir hier auch sehr gut vermitteln konnte ist die Tatsache wie schwerwiegend „ungesagte“ Wörter sein können!
Wie verletzend sie sind, auch wenn man sie nie gehört hat. Und was sie letztendlich auch anrichten können obwohl sie nie gesagt wurden. Das „ungesagte“ Wort kann vielleicht sogar schlimmer sein, als das „gesagte“ da man nicht weiß woran man ist und vieles auf Vermutungen und Lügen basieren die sich jemand selbst zusammenspinnt, egal ob sie der Wahrheit entsprechen oder nicht.

Amy Harmon hat es geschafft, einer fiktiven Geschichte so viel Wahres zu geben das es mich echt sprachlos macht dieses Buch weiter zu beschreiben. Einzig das ich euch eine absolute Leseempfehlung geben muss und euch garantieren kann, das ihr es lieben werdet

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coldworth city, mona kasten, fantasy, mutanten, knaur

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Bestseller-Autorin Mona Kasten mischt coole Superhelden-Action mit einer großen Lovestory.

Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, denn schon bald sehen sich Raven und Wade einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen kann.

Ein Superhelden-Roman für die riesige Fangemeinde erfolgreicher Serien wie Jessica Jones, Agents of S.H.I.E.L.D., X-Men oder Supranatural.

Quelle: Droemer-Knaur

kleine Einblicke:


Nun hob er seine andere Hand und wackelte mit den Fingern. Oder vielmehr mit dem, was von ihnen übrig war. Blutige Stummel waren zu erkennen, ein vergilbter Verband zog sich über seinen Handrücken und die Stellen, wo Harrison seine Wut abgelassen hatte. An den verbliebenen Fingern hatte man ihm die Nägel heraus gerissen, sie waren blutverschmiert und wirkten im fahlen Schein nahezu schwarz.
Seite 60

"Das, was du machst, ist nicht gesund. Aber ich kann dir keine Stahlrüstung bauen, hinter der du dich verstecken kannst. Ich bin dafür da, dir zu zeigen, wie du mit dieser Kraft leben kannst, ohne ..." Er holte tief Luft. "... ohne zu sterben."
Eine Pause entstand, in der sich Wade Ravens Atem und ihres Körpers dicht neben seinem bewusst wurde.
"Ich will nicht sterben", flüsterte sie nach einer Weile.
Mit ihren Worten traf sie etwas tief in ihm. "Wirst du auch nicht."
Seite 146

Raven hatte immer gedacht, dass sie mit ihrer Gabe wenigstens nachts für Gerechtigkeit sorgen konnte. Aber sie hatte sich versteckt - immer war sie auf der Flucht gewesen, ganze drei Jahre lang. Das, was sie eben erfahren hatte, tat weh, aber gleichzeitig gab es ihr einen neuen Sinn und Zweck.
Die Zeit des Versteckens war vorüber.
Seite 210

meine Meinung:


Auch hier habe ich wieder ein Buch zu präsentieren, welches für mir das erste der Autorin war!
Mona Kasten hat zwar bereits das ein oder andere Buch zu Papier gebracht, doch konnte mich bisher keines vom Klappentext so mitreisen wie dieses hier.

Und ich kam voll und ganz auf meine Kosten.

Gerade die Beschreibung, der Superhelden wie X-Men oder auch Supernatural haben mich für dieses Buch interessieren können - auch wenn es für andere ein Kritikpunkt war!

Und das Cover sollte auch nicht unbenannt bleiben, da es wirklich ein Meisterstück ist. Es verrät nicht sehr viel über die Geschichte und ist doch sehr mystisch und geheimnisvoll. Auch eine gewisse Stärke lässt sich erkennen und gleich darauf schließen das man in der Protagonisten etwas ganz besonderes erwarten können als Sanftheit.

Der Schreibstil von Mona Kasten ist sehr flüssig, bildlich und heizt dem Kopfkino mächtig ein, was ich sehr toll fand - gerade in den Trainings- u. Kampfszenen kam ich voll auf meine Kosten und hatte sehr detaillierte Bilder vor mir.
Das Setting in Form einer zukünftigen Stadt in der Menschen und Wesen miteinander leben ist ebenfalls ein Konstrukt, das sehr gut beschrieben und realistisch wirkte. Wir befinden uns in einer Zukunft und sind trotzdem im hier und jetzt. Also einfach sehr spartanisch und trotzdem klar definiert was für mich auch sehr gut gelungen ist.
Das Hotel als Leitzentrale mitten in der Stadt - völlig ungesehen von anderen Menschen und Wesen - das war allerdings etwas das für mich nicht so glaubwürdig rüber kam. Den sicher gibt es viele die vor lauter Stress völlig planlos und zielorientiert durch die Gegend laufen. Aber es gibt auch aufmerksame Menschen die trotz allem alltäglichen nicht blind durchs Leben gehen und so etwas mitbekommen würden. Deshalb hier für mich etwas unüberlegt oder vielmehr nicht realistisch.

Raven, Wade, Knox und alle anderen Protagonisten allerdings sind super!
Alle haben sie eine ganz eigene Geschichte ihrer Vergangenheit die sie geprägt und geformt habt. Ich konnte für alle etwas postitives empfinden und mit ihnen fühlen. Raven und Wade - die Hauptakteure sind natürlich im Fokus und somit für die Geschichte hier verantwortlich. Aber auch in den anderen steckt so viel Potenzial, das ich durchaus zu hoffen wage das es sich hier um kein Einzelteil handeln könnte!

Die Darstellung der besonderen Kräfte oder auch Mächte - je nachdem wie man es nennen mag sind sehr einfallsreich von der Autorin gewählt. Auch hier beweist sie einen sehr detaillierten Stil der Darstellung und es kommt zu keiner offenen Frage die bleibt.

Für mich war es, trotz des ein oder anderen Punktes, eine gelungene Geschichte die ich sehr gerne gelesen habe und wirklich Lust auf mehr habe!

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dystopie, fantasy, tod, neal shusterman, scythe

Scythe / Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie!
Schutzumschlag mit Metallic-Folien-Veredelung


Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

©Quelle: Fischerverlage - Sauerländer



meine Meinung: 


Hier handelt es sich um das erste Buch welches ich von dem Autor bisher gelesen habe!

Die Idee von "Scythe - die Hüter des Todes" hat für mich etwas sehr faszinierendes, da ich das Thema interessant finde wer den wohl über Tot oder Leben entscheiden darf/sollte. Deshalb habe ich mich dafür entschieden es zu lesen und wurde enttäuscht.

Es handelt um eine Geschichte in der Zukunft in der mich die Umsetzung der Zukunft zwar begeistern konnte, doch tatsächlich sehr fad und langatmig war.
Das Potenzial war gegeben, nur leider für mich erfolgreich umgesetzt.

Aus den Protagonisten bin ich nie wirklich schlau geworden da der Aufbau von Nähe und Verstehen, völlig gefehlt hat sobald sie in die großen Fußstapfen der Ausbildung zum Scythe getreten waren.
Rowan war anfangs ein Rebell, der sich nicht dem Volke und der Gemeinschaft gebeugt hat und sein Ding durchzog - danach war er nichts mehr!
Auch in Citra steckte das potenzial zum Rebell, das sich aber mit ihr nicht im Einklang fand da sie sehr familienbezogen handelte. Aber auch hier war plötzlich nichts mehr zu sehen.


Letztendlich habe ich nach 200 Seiten abgebrochen...

... und vielleicht auch somit die tatsächliche Geschichte verpasst. Aber ein Buch das mich nicht bei sich behalten kann ist in meinem Augen, so hart das klingen mag, vergeudete Zeit.


Und doch gebe ich dem Buch 2 Sterne, einen für das absolut gelungene Cover was wirklich ein absoluter Eyecatcher ist - und einen weiteren für die grandiose Idee hinter dem Buch!

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87 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

apokalyptische reiter, anna, apokalypse, action, abenteuer

Riders / Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein neues Fantasy-Abenteuer der Bestsellerautorin Veronica Rossi

Gideon Blake stirbt bei einem Unfall – eigentlich. Und doch findet er sich schwer verletzt im Krankenhaus wieder. Weitere merkwürdige Dinge geschehen: Seine schweren Knochenbrüche sind schon nach wenigen Stunden vollkommen ausgeheilt. Und wenig später überbringt ihm das geheimnisvolle Mädchen Daryn eine Botschaft: Er sei einer der vier Reiter, die die Welt retten müssen …
Denn ein fieser Haufen Dämonen ist direkt aus der Hölle gekommen, um die Erde zu ihrem zweiten Zuhause zu machen.

© Quelle Fischerverlage

kleine Einblicke:


"Gideon, lauf", stieß sie hervor und schob mich zurück.
Sofort heftete der großbewachsene Typ seine Aufmerksamkeit auf sie, als wäre sie die einzige Person im ganzen Raum. Dann raunte er den beiden anderen etwas zu, woraufhin diese sich ebenfalls umgehend auf Daryn einschossen.
Daryn drängte mich, endlich wegzurennen, aber ich hatte nicht vor, mich vom Fleck zu rühren.
Rückzug war nicht mein Stil, und Daryn schwebte irgendwie in Gefahr. Dabei dachte ich keine Sekunde darüber nach, dass sie eine Fremde war, dass sie die Typen an der Tür möglicherweise verdient hast und dass ich mich vielleicht nicht einmischen sollte.
Stattdessen schaltete ich gleich auf Action-Modus um.
Seite 81

"Ruf dein Pferd, Gideon!" Sebastian packte meinen Arm.
"Das ist unsere einzige Chance!"
"Ich soll mein ... Was hast du gerade gesagt?"
"Dann mach ich das eben." Einen Sekundenbruchteil schloss Sebastian die Augen; dann tauchten mitten auf der Straße zwei Pferde auf.
Erst sein. Dann meins.
Sie stürmten direkt auf die Sippschaft zu und standen wie zwei knallharte Typen da - die beste Pferdekampftruppe, die man sich vorstellen konnte. Und das verschaffte Sebastian und mir genug Zeit, uns schleunigst aus dem Staub zu machen.
Seite 172

Es ist erstaunlich, wie viele Redewendungen es zu Hand und Händen gibt.
Etwas in der Hand haben - In guten Händen - Von langer Hand - Seine Hände in Unschuld waschen.
Ständig fallen mir neue auf. Inzwischen hab ich eine Liste angelegt, damit ich Bastian eines Tages damit zum Lachen bringen kann. Denn eines Tages wird der Moment kommen - dafür leg ich mein Hand ins Feuer.
Seite 520

meine Meinung:


Veronica Rossi ist es hier gelungen mich von der ersten Seite an zu packen und mich voll in die Geschichte zu ziehen.

Bereits in ihrer Gebannt- Trilogie konnte ich ja bereits feststellen, dass ihr Schreibstil sehr fesselnd, bildlich und gut ausgearbeitet ist, so dass mein Kopfkino keinerlei Probleme hat sich auf ihre Geschichten einzulassen.
Aber hier mit dem ersten Teil der Riders- Serie hat sie wahrlich noch einen drauf gelegt!
Den wir befinden uns eigentlich (fast) das ganze Buch im "Verhörmodus" da Gideon geschnappt und verhört wird. Hier muss er nun seine Geschichte den Beamten erzählen und darf kein Detail auslassen! Aber keine Angst, das tut er auch nicht.
Gelegentlich wechselt die Perspektive und wir befinden uns mit im Verhörraum - aber größtenteils erzählt Gideon seine erlebte Geschichte nicht nur den Beamten sondern auch uns.
Hierbei transportiert er so viele Emotionen in Form seiner Wut, seine Zweifel und seiner Zuneigung für Daryn - die auf einer ganz merkwürdigen Verbindung beruht und weit über Freundschaft, Zuneigung und Liebe hinaus geht. Die beiden verbindet etwas, das nicht greifbar ist und doch sehr gut in dem Buch transportiert wird!

Auch wenn der Erzählstil dazu beiträgt, dass man die anderen Charakteren wie Sebastian, Markus; Jodes, Samrael und viele weitere direkt aus Gideon´s Emotionen kennenlernt, konnte ich sie doch sehr gut einschätzen und mir selbst eine Meinung bilden, die sich sogar nicht immer mit Gideon deckt.

Aber unter genau diesem Schreibstil leidet auch etwas die Faszination der Geschichte, da man auch wenn die Storie weiter erzählt wird eigentlich nur auf einem Stuhl in einem Verhörraum sitzt und das Klick Klick Klick der Heizung hört. Man tritt irgendwie doch auf der Stelle und hat das Gefühl nicht weiter zu kommen. Hierunter leidet der Spannungsfaktor etwas, aber die Faszination bleibt.

Auch wenn das neue Buch eine wirklich tollen Autorin von mir nicht die volle Punktezahl erreicht bin ich auf viele weitere Geschichte genau zu dieser Serie gespannt da mich der Plot doch sehr überzeugt hat und ich wissen möchte wie es weitergeht ....

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engel, fantasy, formwandler, freundschaft, krieg

Timeless Chance

Vivienna Norna
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei SadWolf Verlag, 12.07.2017
ISBN 9783946446385
Genre: Fantasy

Rezension:

»Nimmt man einem Engel die Flügel, so ist es das Herz, welches weiterkämpft.«


Die Welt liegt in Schutt und Asche. Grausame Wesen haben alles zerstört, was Caylor je geliebt hat. Ihre Heimat, Freunde und Familie existieren nicht mehr. Doch sie hat eine Chance alles zu verändern. Mit Hilfe ihrer machtvollen Gabe flieht Caylor in die Vergangenheit vor der Vernichtung, doch der Preis ist hoch.

Wird es ihr gelingen, das ihr entgegengebrachte Misstrauen ihrer Geliebten zu besiegen und ihre Welt vor dem nahenden Krieg und der totalen Zerstörung zu bewahren?



Vivienna Norna offenbart uns mit ihrem Debütroman »Timeless Chance« eine düstere Welt voller Verzweiflung und Missgunst.

Eine zerbrechliche Welt, die von vier Völkern zusammengehalten wird, und in der eine junge Engelsfrau um das Leben ihrer Geliebten kämpfen muss, die nichts von ihrer Existenz und der drohenden Gefahr ahnen.
Herausgezerrt aus einer Jahrhunderte währenden Gefangenschaft in die noch fast friedliche Heimat, fordern nicht nur ihre Ängste sie heraus. Was ist die Kehrseite der Medaille? Die Konsequenz für ihre Gabe, das Schicksal zu verändern?


kurze Einblicke:


Ich räusperte mich und sah erneut zu Liberta und Elium die mich gebannt anstarrten.
"Was ist?", fragte ich.
"Du hast gelacht", erwiderte Elium leise.
Verlegen schaute ich auf meinen Teller hinab und fuhr mit dem Essen fort. Sie hatten mich zuvor nie so lachten sehen, dachte ich bekümmert. Es war vielleicht das erste richtige Lachen nach Jahrhunderten. Wie viel Zeit doch vergangen war, seit ich glücklich und wohl behütet gelebt hatte. Auch wenn die Kriege schon früher stattgefunden hatte, so hatte es immer einen Funken Hoffnung gegeben.
44%



"Mir ist aufgefallen bei unserer Show, dass du mich bemerkt hast, bevor du mich sehen oder gar hören konntest. Wirklich sehr hilfreich dieser zusätzliche Sinn", murmelte Viper in Gedanken und sah zu Andrew hinüber.
"Also könnt ihr uns spüren, bevor wir euch erreichen? Wie weit könnt ihr mit diesem Sinn denn wahrnehmen?", hakte er nach.
"Bis auf mich können sie etwas einen Radius von zehn bis dreißig Meter abtasten. Bei mir ist der Raus etwas weitläufiger.", antwortete ich.
Elium sah mich überrascht an.
"Wie weit denn?", fragte er mich.
Nachdenklich strich ich mir durchs zerzauste Haar, das beim Flug durcheinander geraten war.
"So etwa vier bis fünf Kilometer."
Alle Anwesenden rissen ungläubig die Augen auf.
49%



Obwohl mir Adrenalin durch die Venen schoss, als seien sie von nichts anderem Gefühl, verspürte ich keine Nervosität oder Stress. Im Gegenteil, eine Stille breitete sich in mir aus, je näher wir den Höhlen kamen, in denen ihr Versteck war. Felskanten, Vorsprünge, Spalten und Abgründe überflogen wir. Der Nebel verdichtete sich, je weiter wir kamen. Langsam stieß ich den Atem aus, der in der Luft einen leichten Dampf hinterließ. Kalter Wind, der in ruhigen Zügen an uns vorbei strich, erleichterte uns den Weg.
Da ist es, sagte Iman nach einigen Flügelschlägen.
Vor uns türmte sich ein riesiger Berg, an dessen Seiten mehrere kleine Felsvorsprünge zu erkennen waren, auf.
77%



"Mama sagt immer, ich muss denen zur Seite stehen, die einsam sind. Deswegen ist Ilix für mich wichtig. Er ist immer so allein im Hort. Die anderen haben Angst vor ihm, weil er so schwarze Kreise auf seinem Kopf hat."
Sie deutete an ihre Stirn und schaute ihn erwartungsvoll an.
"Dort werden die Hörner bei ihm wachsen", erklärte ich ihr geduldig auf ihren verstohlenen Blick hin.
"Ich wollte ihn nicht fragen, weil er sich dann vielleicht verletzt gefühlt hätte", gab sie beschämt zu und sah wieder zu ihm auf.
Er kam nicht davon weg, ihr aufmunternd über den Kopf zu streichen.
"Bei dir würde er sich nicht verletzt fühlen", beruhigte er sie und kniete sich zu ihr hinunter.
Ihr Blick haftete sich an seine Hörner. Er konnte sehen, wie sie voller Beherrschung darum rang, nicht die Hand nach ihnen auszustrecken. Er brachte ein leichtes Lächeln zustande.
"Wenn du möchtest, darfst du sie mal berühren", bot er ihr an, während sie noch immer den Blick nicht abwandte.
Sie schluckte schwer und steckte zaghaft die Hand nach einem seiner Hörner aus.
Als sie ihn berühre, ging eine Welle der Wärme durch seinen Körper. Erstarrt spürte er, wie sie die Ornamente auf ihnen entlang fuhr.
"So schön!" murmelte sie abwesende und hielt ihre andere Hand an die Brust gepresst, als müsste sie an sich halten, um sie nicht ebenfalls auszustrecken.
Er hielt angespannt die Luft an und versuchte, die Wärme zu ignorieren, die von ihrer Berührung ausging. Niemand zuvor hatte seine Hörner je berühren dürfen. Er wusste nicht, warum er es ihr gestattete, aber er genoss den faszinierten Ausdruck, der in ihren Augen glitzerte.
97%


meine Meinung:



Mit ihrem Debüt hat Vivienna Norna genau meinen Geschmack getroffen!

Der Schreibstil ist sehr angenehm wenn auch gelegentlich etwas holprig, was ich aber dem Lektorat in die Schuhe schiebe. Den wie wir alles wissen kann ein fehlendes Komma oder auch eins zufiel eine ganz andere Bedeutung ausmachen :)
Aber nichts desto trotz ist das Kopfkino hier sehr gelungen und es war sehr gut ausgeprägt. Auch die Emotionen wusste die Autorin sehr gut zu transportieren.
Vielleicht war es manchmal sogar etwas zu ausgeprägt, was zu manchen Längen führte. Aber auch mit Ihnen konnte ich leben.

Obwohl wir es hier mit Engel zu tun haben - welche nicht unbedingt meine persönlichen Lieblingswesen sind, haben wir hier eine sehr schön definierte Form von Ihnen, welche sich unter den Menschen, Formwandlern und Vampiren zu Hause fühlen.
Man kommt nicht drum herum, dass Engel immer eine Art Monopolstellung erhalten, da sie als Himmelswesen immer etwas "Höheres" verkörpern.
Die auch hier in "Timeless Chance" ganz klar bezogen wird.
Allerdings sind sie ein sehr nettes Volk, das mit wenig Arroganz die Herrschaft übernimmt und über die Welt regiert indem Sie alle beschützen.
Mitten in der Menschenwelt ziehen sie Stellung im "Angelus" und wachen über uns!
Diese Vorstellung empfand ich als sehr angenehm und sehr gut vorstellbar!

Aber ausmachen tut die Geschichte eigentlich nicht die Tatsache um welche Form von Wesen wir es zu tun haben, sondern ganz klar die Hauptdarstellerin. Caylor ist ein phantastischer Protagonist der sehr schwer zu greifen ist!
Aufgrund ihrer Vergangenheit - Gegenwart und der Zukunft war sie für mich nicht wirklich einschätzbar, aber durchaus sympathisch. Denn alles was sie tut, macht sie durch ihre festen Überzeugung das richtige zu tun und zu helfen!
Den das will sie: helfen.
Alleine dieser Grundsatz ist es, der sie bisher am Leben gehalten hat und ihren Weg bestreiten lässt und der ihr vorher bestimmt zu sein scheint.

Doch je mehr ich in die Storie eintauchte, fehlte mir etwas!
Ich kann es nicht beschreiben und letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das auch nicht möchte, denn --- das muss jeder selbst heraus finden, da ich mir unsicher bin ob ich gedanklich den richtigen Weg gehe.
Ich weiß, das hört sich sehr merkwürdig an aber das macht die Geschichte aus, glaubt mir.

Das ganz Buch über dachte ich wir verfolgen Caylors Weg, treffen Elium der von einem brüderlichen dasein plötzlich ihr Mann für´s Leben wird und gemeinsam mit allen anderen Engeln, Formwandlern und Vampiren gehe ich in den Krieg gegen die 4. unbekannte Wesensart die alles zerstören möchte.

ABER nach den letzten 20 % des Buches bin ich mir da nicht mehr so sicher ob dieser rote Faden, der sich hier durch das Buch zieht richtig ist oder ob ich nicht vielleicht lieber den anderen hätte nehmen sollen. Der rote Faden der ganz blass nebenher lief und eigentlich von Anfang da war, und ich mich tatsächlich auch fragte wo er hinführen könnte, ich ihn allerdings blind ignoriert habe!
UND das ist es, was das Buch aus macht - den jetzt nachdem ich es beendet habe denk ich das der "blasse rote Faden" ein viel interessanterer Weg sein könnte, und die Geschichte einen völlig anderen Weg einschlagen wird als erwartet.



Liebe Vivienna, ich hoffe du lachst dich jetzt nicht tot über mich und meine verrückten Ideen rund um deine Geschichte und wie sie mir jetzt den Kopf verdreht hat. Denn eins ist mal klar, du musst dich dringest um die Fortsetzung kümmern - für mich & für andere Leser denen es genauso geht wir mir!

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

tochter der träume, fantasy, marie weißdorn, magie, dunkler könig

Tochter der Träume

Marie Weißdorn
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783961730148
Genre: Fantasy

Rezension:

Leyna und ihre Begleiter haben Zuflucht im Palast des Widerstandes gefunden. Jeden Tag lernt Leyna hier mehr über ihre Kräfte, jeden Tag schöpfen die Menschen um sie herum neue Hoffnung.
Nun aber muss sie mit ihren Gefährten Tarin, Urs und der Lichtlenkerin Alessa den Norden verlassen, um bei einem neuen Lehrmeister das Erschaffen lebendiger Illusionen zu lernen.



kurze Einblicke:


"Komm schon, erzähl es mir. Ich habe bei eurem Tanz nicht weggesehen, also sag mir die Wahrheit. Schon seit langer Zeit hat niemand mehr so lange getanzt."
"Was hat es denn zu bedeuten, wie lange wir getanzt haben?"
Ales verdrehte die Augen. "Leyna, so etwas musst du doch wissen! Je länger man miteinander tanzt, desto besser passen die Magien zusammen. Und bis zum Ende ist schon seit Ewigkeiten niemand mehr zusammengeblieben. Vor mir stand nicht einmal jemand, als ich die Augen geöffnet habe!"
24%



"Manchmal wünschte ich, er hätte mich niemals gerettet." Sie sah zu Ronor und erkannte Überraschung in seinen Augen.
"Ja, er hat mir seine Gestalt gezeigt. Ja, er hat mir das Leben gerettet und ja, er hat mir das Kämpfen beigebracht - aber er hat mich mehr verletzt, als jeder Soldat es gekonnt hätte." Und damit stand sie auf und ging.
59%



Mit ihrem Atem beschleunigten sich auch ihre Schritte und doch wollten ihr die Beine ihren Dienst versagen. "Ich will mich von dir feenhaften, so wie du es verlangst, aber ich kann nicht ohne dich sein. Ich will dich nicht verlieren, aber dich ... dich zu lieben, hat mein Herz gebrochen." Ihre Stimme wurde immer leiser. "Ich kann es mir nicht leisten, dich weiter zu lieben", flüsterte sie. "Ich muss meine Aufgabe erfüllen und ... auch wenn ich eine andere Möglichkeit finden könnte, du ... all das hält mich von dem ab, was ich tun muss. Ich kann einfach nicht mehr. Es ... es wird einfacher sein, wenn ich dich nicht mehr liebe. Ich kann nicht mehr dagegen ankämpfen. Dafür bin ich nicht stark genug. Ich muss ... dich loslassen."
72%



"In dieser Bibliothek", sprach der Wächter ungerührt fort, "wird die Geschichte Mirandors festgehalten. Die Stränge der Magie finden ihren Ursprung tief im Herzen dieser Erde, durch sie existiert diese Bibliothek wie alles andere auch. Hier wird jede Veränderung, jedes Ereignis festgehalten. In diesem Moment füllt sich eines der unzähligen unter uns liegenden Bücher mit unserem Gespräch. Ein anderes füllt sich gerade mit dem Streit, den der, der sich König nennt, soeben führt. Ein sehr interessanter Wortwechsel übrigens.
Jeder Moment wird niedergeschrieben. Die Bücher dieser Bibliothek bewahren uns und unsere Taten, sie bewahren das Vergangene."
78%


meine Meinung:



Ziemlich nahtlos geht es hier im zweiten Teil der "Tochter der Träume" weiter.
Es ist nicht viel Zeit vergangen und wir befinden uns fast direkt am Ende des ersten Teils wieder seitdem nicht nur in der Gegenwart nur wenige Wochen vergangen sind.

Dieser Aspekt schien mir hier sehr von Vorteil da die Geschichte noch sehr präsent für mich ist und ich direkt einsteigen und weiterlesen konnte. Den so weiß ich noch genau mit welchem Knistern ich es in der Luft zu tun habe sobald ich auf Leyna oder Sinan treffe - ich weiß noch das Urs der vorlauter aber recht witzige und direkte Varnier ist und auch Talin unser Priesterjunge ist mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben.



Leyna ist ein Charakter der bereits im ersten Teil an ihrer Aufgabe wächst. Hier allerdings fordert sie sich regelrecht selbst heraus und versucht über ihre Grenzen hinweg so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen. Sie fordert sich verbissen und geht bis ans Ende ihrer Kräfte. Und sie macht Fortschritte - immer mehr und mehr kann sie ihre Magie lernen, fühlen und benutzen bis es ihr selbstverständlich in Fleisch und Blut übergeht. Nur ihre Herzensangelegenheit, mit denen steht sie auf dem Kriegsfuss und schafft es nicht sie zu kontrollieren. Und als dann auch noch ungewöhnliches so gewöhnlich erscheint - Sivan sich zurückzieht und ihr somit keinerlei Angriffsfläche bietet scheint es so als wäre genau das, was sie zum scheitern bringt.
So kennt man unsere Leyna gar nicht und es schockte mich etwas, da nicht schon bewusst war das sie ihr Herz verloren hat - aber das es so schlimm ist ...

Sivan hingegen scheint es nichts auszumachen, Leyna die kalte Schulter zu zeigen und sich ihr zu entziehen. Aber die Kapitel die wir aus seiner Sichtweise lesen dürfen zeigen uns, das es der klassische Mann ist der keine Gefühle zulassen kann und nicht möchte. Nur kann er dieses Spiel ewig spielen? Kann er ihr wirklich aus dem Weg gehen trotz der Anziehungskraft die über beide herrscht und sie zu kontrollieren scheint?



Hier hat mich die Autorin doch sehr überrascht. Nicht, weil sie ein liebendes Paar in die Geschichte eingebaut hat, die so wie es scheint keine gemeinsam Zukunft zu haben. Sondern weil sie diese Gefühle sehr gut transportiert.
Egal ob es Liebe, Sehnsucht, Wut, Zorn oder Hass war - es wurde von mir tatsächlich empfunden. Aber mit der Emotion Verzweiflung hat sie mich wirklich überwältigt.
Dieses Empfinden das schirr keinen Ausweg kennt und dich zu taten verleitet über die man nur den Kopf schütteln kann wurden hier so toll rübergebracht das ich nicht nur einen Knoten im Hals hatte sondern auch feuchte, schwitzige Hände.

Ausserdem ist die Geschichte so vielschichtig, dass sie aus mehreren Perspektiven erzählt werden muss, was Sie auch tut.
Wir lernen Mirandor und ihre Prophezeiung hauptsächlich zwar aus Leyna ´s Augen kennen indem sie uns ihre Geschichte erzählt, sondern auch Sivan darf seine Sichtweisen zu Papier bringen. Und da es zu guter Letzt natürlich auch um die Sichtweise eines bösen Königs und seinem Heer geht, lernen wir auch aus den Augen von Lodon um was es eigentlich wirklich geht.
Lodon hat hier in dem zweiten Teil - zum Vorteil für mich- nur einen kleinen Teil des Buches eingenommen, was mich sehr gefreut hat da er mir nicht unbedingt sympathisch in Erinnerung geblieben ist. Allerdings muss ich meine Meinung über ihn zumindest etwas positiver entgegenbringen, da er hier im zweiten Teil doch eigentlich sehr positiv rüber kommt.
Ein neuer Darsteller zeigt sich in der rechten Hand des Königs namens Dranoel. Er überrascht mit seiner Präsenz und seinem eigentlichen Charakter. Hier versteckte sich für mich eine weitere Überraschung der Autorin für mich!
In Alessa haben wir eine weitere Wegbegleiterin die doch sehr positiv wirkt und zu Leyna´s Freundin und Weggefährtin wird. Sie als Lichtlenkerin kann noch einmal sehr von nutzen sein wenn es irgendwann in den Kampf gegen den König geht ....

Und da habe ich auch schon das Stichwort genannt - wann?

Liebe Marie, wann geht es weiter?

Denn nachdem im ersten Teil das Ende des Buches doch sehr stimmig abgerundet war und man hätte warten können - so kann man es hier definitiv nicht!
Dieses Ende das zweiten Teils ist böse - wie ein dichter schwarzer Nebel der sich um das Ende gelegt hat nehme ich hier erstmal Abschied aus Mirandor und hoffe das wir uns bald wiedersehen!

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, piraten, meer, fantasy, abenteuer

Das wilde Herz des Meeres

Elena Morgan
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783931989927
Genre: Fantasy

Rezension:

-Golf von Mexiko, 1717
William Hunter – Pirat, Frauenverführer und berüchtigter Kapitän der Scowerer – kennt weder Gnade noch Furcht. Ruhelos reist er über die Meere der Welt und macht reiche Beute, bis ihn ein schrecklicher Fluch das Leben kostet. Fortan ruhen Williams Knochen in einer Höhle, dazu verdammt, alle hundert Jahre in einer Vollmondnacht zu neuem Leben zu erwachen. So lange, bis eine Frau sein grausames Herz erweicht und ihn spüren lässt, was wahre Liebe bedeutet.
-Fuerteventura, 2017
Hannah flieht nach dem Ende einer desaströsen Beziehung zu ihrer Schwester, um zu vergessen. An der wilden Atlantikküste macht sie einen seltsamen Fund: Uralte Knochen liegen neben Goldmünzen in einer vom Meer umspülten Höhle. Einhundert Jahre sind seit Williams letztem Erwachen vergangen… und die nächste Vollmondnacht steht unmittelbar bevor.
© Quelle: Drachenmondverlag



kurze Einblicke:



"Willkommen im Dorf der Dreadlocks und der Jesuslatschen", kicherte Marie. "Wer hier lebt, der lächelt den ganzen Tag, blinzelt in die Sonne und ist wunschlos zufrieden. Lass dich davon anstecken. Plane nichts. Erwarte nichts. Dann kommt das Glück von ganz allein. Falls du Startschwierigkeiten hast, kann ich dir auch ein paar Joints vorbeibringen."
Seite 42



"Habt ihr Dirnen ...", William räuspert sich, "ihr Wei ... ich meine, ihr Frauenzimmer heutzutage alle ein derart loses Mundwerk?"
"Ja." Ich steckte mir den Keks in den Mund und kaute darauf herum. "Haben wir."
Seite 139


"Seht euch das an", lallte der sternhagelvolle Timothy. "Die Segel hängen runter wie die Titten meiner Großmutter."
"Du?" gackerte Ferris. "Du hast doch gar keine Großmutter. Ebenso wenig, wie du eine Mutter und einen Vater hast."
"Ach? Und wo komm ich dann her?"
"Du wurdest geboren aus stinkendem Meerschaum",grunzte Ferris, "und aus einem Möwenschiss."
Seite 287


"Was macht dich so sicher, dass wir überhaupt in der Zeit zurückreisen? Wir hatten bisher keinen Beweis für diese Theorie."
"Ja aber die Welt, in der ich aufgewachsen bin, besaß ein ganz eigenes Gefühl. Einen bestimmten Geruch. Einen Geschmack. Ein Aroma, das ... ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Jedes Mal, wenn wir eine Nebelbank passiert haben, fühlte es sich an, als kämen wir meinem Meer näher. Als würde ich Schritt für Schritt in meine angestammte Welt zurückkehren. Und is dir nicht aufgefallen, wie viele Delfine und Wale wir in den letzten Zeit gesehen haben? Es waren Hunderte. Ach was, Tausende. Das Meer deiner Zeit war leer. Beinahe ausgestorben. Aber jetzt ist es wieder so, wie ich es kenne."
Seite 305


meine Meinung:



Wir beginnen in Fuerteventura und begeben uns auf eine Reise, die Schöner nicht sein könnte.

Hannah, liebt alte Bücher - alte Geschichte und insbesondere alte Logbücher die sie in eine Zeit bringen von der man nur Träumen kann. Sie erlebt die Gefühle der Kapitäne auf hoher See und Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ihre Vorstellungskraft ist enorm und ihr Wissensdurst unbegrenzt. Wen könnte es also besser treffen als Sie, die auf unglaublich Art und Weise auf William Hunter trifft. Einen Piraten des 1800 Jahrhunderts, der als große Erscheinung in ihr Leben tritt und sie für sich einnimmt und ihre Liebe gewinnt.
Aber der Fluch, der Anfangs nur auf William zu liegen scheint ist größer als angenommen und so nimmt die Geschichte nicht nur einen leichten vorhersehbaren Gang ein. Sondern sie führt uns auch in unbekannte Gewässer die uns zum Ursprung des Fluches führen. In eine ganz andere Welt, einer anderen Zeit - zur gewaltigen, bösen Hexe Marifa - der Fluchweberin.

Aber ist es wirklich ein Fluch wenn seiner Liebe seines Lebens begegnet?
Sind die Gefühle echt oder gehören sie vielleicht zu den positiven Umständen, die ein Fluch mit sich bringen kann?
Das alles und viele Fragen mehr stellte ich mir beim "inhalieren" dieses Piratenromans.




Im Pseudonym Elena Morgan schreibt hier unser liebe Britta Strauß einen sehr schönen, spannenden, emotionalen und knisternden Liebesroman der mir richtig unter die Haut ging.

Ganz in ihrem gewohnten Schreibstil, kommt die Geschichte sehr reel und unglaublich witzig rüber. Wer an einen düsteren Piratenroman denkt, indem die Frauen wie Dreck unter den Fingernägel behandelt werden ist hier völlig fehl. Klar, kennt ein Pirat des 18. Jahrunderts es erstmal nicht anders - aber wenn er auf eine Frau des 20. Jahrhunderts trifft wird ihm dieser Zahn ganz schnell gezogen.
Die Kombination der Zeiten und die daraus resultierenden charakterlichen Welten die aufeinander treffen sind fantastisch umgesetzt.
Wir fluchen auf "piratisch" und im Gegenzug wird aber auch der Humor in dieser Form erzählt. Aber auch in unserer heutigen Sprache werden Anekdoten in einem sehr lockeren Schreibstil erzählt.
Je nachdem welcher Charakter uns gerade Sicht der dinge schildert.

Es vergeht kaum ein Kapitel indem es nicht knistert, bis es endlich zur Sache geht.

Die Kapitel wechseln zwischen Hannah und William wodurch man eine tolle Einsicht in beide Zeiten, beiderlei Ansichten und Charakter bekommt.

Und als krönenden Abschluss hat die Geschichte ein Ende was ich wirklich Unglaube schön und sehr gelungen fand. Allein die Tatsachen die dieser kurze Epilog darlegt sind so schön und gehen runter wir Öl.

Wieder einmal hat Britta es geschafft mich zu begeistern, fesseln und zu unterhalten. So gut das ich glatt sagen würde "Ich will auch einen Piraten!" :)

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542 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, roman, die bibliothek der besonderen kinder, bibliothek

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:


Der dritte Band der "Besonderen Kinder"-Trilogie von Random Riggs

Nachdem ihre Freunde von den feindlichen Wights entführt wurden, machen Jacob und Emma sich auf eine gefährliche Suche, um sie und die gefangenen Ymbrynen – so nennen sich die Schutzpatroninnen besonderer Kinder – zu befreien.
Die Spurt führt sie in die Zeitschleife Devil’s Acre, wo der Abschaum der Gesellschaft der Besonderen lebt, und schließlich zur geheimen Festung der Wights. Dort decken sie ein noch größeres Geheimnis auf: Caul, Miss Peregrines böser Bruder, will die sagenumwobene „Seelenbibliothek“ Abaton finden und sich mithilfe der dort verborgenen Kräfte zum Herrscher der Besonderenwelt aufzuschwingen. Und Jacob ist der Schlüssel dazu …

© Droemer-Knaur.de


kurze Einblicke:


Das Problem mit der Grenze zwischen unklug und leichtsinnig besteht darin, dass du oft erst dann weißt, auf welcher Seite zu dich befindest, wenn es zu spät ist. Wenn du endlich dazukommst, in Ruhe über eine Entscheidung nachzudenken, ist der Knopf schon gedrückt, hat das Flugzeug den Hangar verlassen oder -in unserem Fall- das Bott den Anlegesteg. Als ich sah, wie Sharon es mit dem nackten Fuß abstieß, der nicht wirklich menschlich aussah - er hatte Zehen, die so lange waren wie Mini-Hotdog, und dicke gelbe, wie Krallen gebogene Nägel-, wurde mir klar, auf welcher Seite der Grenze wir uns befanden und dass es zu spät war, um viel dagegen zu unternehmen.
Seite 73




Der Nacht, bevor der Dieb gestreckt
Der Henker ihn geschwind geweckt
Ich bin gekommen, dich zu warnen
Werd dich ersticken
zum Teufel schicken
Werd dir den Arm abschneiden
Dich dann lassen Schmerzen leiden
Werd dir die Haut abziehen
Und dich dann bring´n zu Pferde ....




Wir kämpften ständig ums Überleben und wussten nicht, was der folgende Tag für uns bereithielt. Ich bin von Natur aus vorsichtig, ein Planer - jemand, der gern weiß, was ihn hinter der nächsten Ecke erwartet und auch hinter der übernächsten -, doch diese ganze Erfahrung, von dem Moment an, als ich die Ruine von Miss Peregrines Haus betrat, bis zu diesem Moment, war ein freier Fall ins Leere gewesen. Um das zu überleben, hatte ich ein neuer Mensch werden müssen, flexibel, selbstsicher und mutig. Jemand auf den Großvater stolz gewesen wäre.
Seite 301


meine Meinung:


Das Finale der "besondere Kinder- Trilogie" steht seinen Vorgängern in nichts - absolut nichts nach!

Er hält das spannende und mitreißende Level konstant durch und es gab keinen einzige Seite in allen drei Teilen die mich langweilte.
Diesmal begeben wir uns direkt in die Höhle des Löwen da es nur noch einen Weg gibt den man nehmen könnte:

Direkt an die Kampffront zu den Wights & den Hollows!

Und so geht es in die bisher älteste Zeitschleife die wir besucht haben und direkt in die Hölle - Devil´s Acre.

Die Reise dorthin ist schon sehr interessant und spannend, ein wenig erinnert erst auch an viel Piratenfilme die man schon gesehen hat. Man hat es richtig vor Augen wie die Piraten misstrauisch den Neulingen gegenüberstehen und den Kautabak ausspucken. Man nicht förmlich den fauligen Atem!
Aber das alles ist nichts auf der Suche nach Kindern, Miss Peregrine und so scheint es als ob etwas Langeweile aufkommt, da sie einfach nicht weiter wissen.
Doch selbst in den ruhigeren Passagen des Buches stecken viele Hinweise die man nicht verlieren sollte um das Rätsels Geheimnisse zu entlüften.

Auch die Seelenbibliothek Abaton ist ein wahrer Augenschmaus! Wer hätte gedacht, das wir weiter Reisen und zum tatsächlichen Ursprung kommen, zu den Seelen der Besonderen? Und wie weit doch die besonderen Magie von Jacob reicht, die sich wohl nicht nur auf die Hollows spezialisierst. Seine Macht beinhaltet so viel mehr, was man sich auch Anfang dieses dritten Teils nicht zusammenreimen könnte!

Man wird selbst hier immer wieder überrascht und vor Tatsachen gestellt die man nicht auf dem Schirm hatte!

Ich kann es wirklich kaum erwarten, dass der Autor Ransom Riggs ein neues Buch veröffentlicht da er für mich ein wirklich außergewöhnliches Talent besitzt, einen zu fesseln und zu begeistern!

Die Illustrationen sind diesmal etwas anderes, da sich diesmal nicht um unsere Protagonisten handelt, sondern viele Besondere die wir nur einmal im Buch lesen und dann nie wieder.
Das macht die Illustrationen zwar nicht weniger wert, aber sie laufen neben der Geschichte her was sehr schade ist! Den solch eine Aufmachung ist wirklich sehr selten und sehr besonders.
Sie verdient definitiv mehr als nur einen kurzen Blick!

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547 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, die stadt der besonderen kinder, besondere kinder, kinder

Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426517185
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Fortsetzung von "Die Insel der besonderen Kinder" von Bestseller-Autor Random Riggs

Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann.
Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat.

© Quelle: droemer-knaur.de

kurze Einblicke:


"Verabschiedet euch von unserer Insel", sagte Emma, stand ebenfalls auf und nahm ihren Hut hab. "Wir werden sie vielleicht nie wieder sehen."
"Lebe wohl, Insel", sagte Hugh. "Du warst so gut zu uns."
Horace legte das Ruder aus der Hand und winkte, "Auf Wiedersehen, Haus. Ich werde alle deine Zimmer und den Garten vermissen. Aber vor allem werde ich mein Bett vermissen."
"Mach´s gut, Zeitschleife", schniefte Olive. "Danke, dass du uns in all den Jahren beschützt hast."
"Gute Jahre", sagte Bronwen. "Die besten, die ich hatte."
Ich verabschiedete mich schweigend.
Seite 24

"Nichts passiert ohne Grund", sagte ich.
Ich konnte nicht glauben, dass diese Worte aus meinem Mund gekommen waren, aber kaum hatte ich sie ausgesprochen, da spürte ich die Wahrheit darin, die laut wie eine Glocke in mir nachhalte.
Es hatte seinen Grund, dass ich hier war. Es gab etwas, das ich nicht einfach nur zu sein, sondern zu tun bestimmt war - und das war nicht, wegzulaufen, mich zu verkriechen oder aufzugeben, sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchten.
Seite 121

Mein Gehirn schrie: Lauf weg!, aber meine Beine weigerten sich zu gehorchen.
Es war eine Pyramide aus Köpfen. Sie waren dunkel verfärbt und eingefallen, die Münder weit geöffnet, die Augen verquollen. Sie lagen in der Gosse wie der hydraköpfige Horror.
Seite 266

"Seid ihr jemals während eines Bombenangriffs in ein offenes Grab gestiegen und habt euch gewünscht, ihr wärt im Bett geblieben?" fragte ich.
Enoch trat mir von den Schuh. "Hör auf, Zeit zu schinden."
Ich hielt mich am Rand des Sarkophags fest und stellte den Fuß au die Leiter.
Mir schossen all die angenehmen, langweiligen Dinge in den Kopf, die ich diesen Sommer hätte unternehmen können, wenn mein Leben anders verlaufen wäre.
Seite 287

meine Meinung:


Die Reise der besonderen Kinder geht weiter ....

... und auch der zweite Teil der Trilogie ist ein wahres Meisterwerk für mich!

Die Geschehnisse nehmen hier im Folgeband rasant seinen Lauf da die Kinder mich auf eine Suche mitnehmen, die von Anfang an doch sehr holprig und ungewiss scheint - sind sie doch auf sich alleine gestellt. Woher sollen Sie wissen, wo weitere Zeitschleifen sind? Wie genau funktioniert Jakobs´s "Besonderheit" und was genau müssen sie tun wenn sie eine neue Zeitschleife finden?
Miss Peregrine ist in ihrer Tierform, kann sich nicht zurückverwandeln. Sie steckt somit fest und ist keine große Hilfe und so müssen sie, völlig auf sich gestellt, selbst handeln und Entscheidungen treffen.
Hinzu kommt, dass sie auf der Flucht sind und stetig von den Wights und den Hollowcast´s gejagt werden.

Sehr packend, fesselnd, mitreißend und ohne auch nur einen Hauch von Langeweile geht es weiter auf eine sehr unbestimmte Reise da keiner weiß wohin genau sie führt und was sie bringen wird.

Und natürlich, nicht zu vergessen befinden wir uns im Jahr 1940!
Die Dramatik des Krieges liegt hier sehr hoch auf der furchtlosen Wanderung durch England. Das Leid, die vielen Schicksale und die Ereignisse in diesem Buch sind wieder sehr detailliert und sehr traurig. Ich hatte viele Klösse, die ich zu verdauen hatte in einem durch Bomben zerstörtes London und bei einem direkten Anflug der über mir statt fand - bereit zu Abschuss. Aber es gibt auch Überraschungen - wir treffen auf weitere "Besondere" und lernen sie kennen und lieben.

Ransom Riggs ist für mich ein wirklich bemerkenswerter Autor, der in jedem Wort - Satz - Seite -- eigentlich im ganzen Buch! -- Gefühle frei setzt mit denen man zwar rechnet, sie einen dann aber doch unvorbereitet treffen. Auf der einen Seite liest man von der Lockerheit der Kinder, ihren flapsigen Umgang miteinander und den Sticheleien - auf der anderen Seite geht ein Kugelhagel mitten durch die Gruppe hindurch und nur mit Glück gibt es keine Schwerverletzte oder gar Tote.
Aber selbst vor dem Tot nimmt er keine Rücksicht, den auch den hatte ich zu verdauen und zu akzeptieren. Und auch wenn alles seinen Sinn und seine Bestimmung hat, ist es einfach schwer, eine lieb gewonnene Figur zu betrauern.

Das Zusammenspiel von nackter, vergangener Realität und Fantasy ist einfach toll! Die Illustration, die bisher in beiden Büchern vorhanden waren sind sehr schön und geben diesem Buch einen ganz besondern Hauch von Realität. Für mich ein wahrer Schatz für mein Buchregal!

Am Ende schafft er es sogar, mich zu überraschen mit einem genialen Schachzug den ich keine eine Sekunde vorhersehen konnte. Ransom Riggs hält die Spannung enorm hoch ohne Cliffhanger und macht mich wahnsinnig neugierig auf den dritten und letzten Teil der Trilogie.

Auch hier kann ich wieder nur von einem Highlight sprechen wenn ein Autor es schafft mich mit allen 480 Seiten, die das Buch hat vollends zu begeistern!

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

fantasy, götter, royal blood, göttertochter, eleanor herman

Göttertochter - Royal Blood

Eleanor Herman , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841422316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Du gewinnst keine Kriege, ohne andere zurückzulassen.
Und Freundschaft ist nichts,was alles verzeiht.

Wie der dicke Rauch eines Schwelbrandes liegt Krieg über dem Reich. Alex hat seine erste Schlacht mit Hilfe von Kats Blutmagie gewonnen. Doch erst nach einer öffentlichen Hinrichtung erkennt der Rat ihn als Herrscher an. Er ahnt nicht, dass seine Familie bereit ist, seine engsten Vertrauten aus dem Weg zu räumen, um die eigenen Interessen durchzubringen. Und dass er den Menschen, der ihn töten soll, längst viel zu nah an sich herangelassen hat.
Während Kat weiter versucht, den Mord an ihrer Mutter zu rächen, gerät sie selbst in höchste Gefahr, denn es gibt einen Menschen, für den sie tot mehr wert ist als lebendig. Wie mächtig ist Alexander wirklich – und wie grausam muss er sein, um Respekt zu gewinnen?

Was ist am Ende stärker?
Das Schicksal?
Dein Herz?
Oder deine Feinde?

kurze Einblicke:


Als Zo von der Straße aufschaut, sieht sie, dass sie von einem Wald aus Steinen umgeben sind; aus dem Boden ragen hohe weiße Felsnadeln wie die Speere von Giganten. Sie leuchten im Sonnenlicht, und ihr Anblick verschlägt Zo den Atem. Der Wind streicht wispernd zwischen ihnen hindurch wie Stimmen, die tausend uralten Sprachen flüstern.
Seite 72

Auf die Reling des schmalen, flachen Binnenschiffes gestützt lässt Heph den Blick schweifen und muss sich wieder einmal eingestehen, dass ersuch geirrt hat. Er dachte immer Ägypten wäre eine endlose Wüste, nichts als verdorrte Erde und Sand. Doch stattdessen bietet sich ihm ein Bild, mit dem er nie gerechnet hätte: wogendes Wasser, so weit das Auge reicht - ein Ozean, so tiefblau wie Lapislazuli, der sich von Ost nach West bis zum Horizont erstreckt. Aus seiner Zeit in Mieza wusste er, dass der Nil jedes Jahr vier Monate lang über seine Ufer tritt und fruchtbaren schwarzen Schlamm auf den Feldern hinterlässt, der die Äcker auf natürliche Weise düngt. Aber eine solche Überschwemmung hätte ersuch selbst in seinen wildesten Träumen nicht vorstellen können.
Seite 268

Hastig weicht Kat zurück und tritt hinter Heh, am ganzen Körper zitternd. Sie hat das Gefühl, als müsse sie sich jeden Moment übergeben.
Leise fluchend ruft sie sich in Erinnerung, wer sie ist. Eine Prinzessin. Ein Schlangenblut. Die Zwillingsschwester von Prinz Alexander. Ein sechzehnjähriges Mädchen, dessen Schlauheit und Mut in der Schlacht gegen die Aasarischen Fürsten das Blatt zu ihren Gunsten gewendet haben. Doch jetzt würde sie lieber allein mit einer ganzen Horde Aasarier aufnehmen, als sich der dunklen Magie dieses verfluchten Ortes zu stellen.
Seite 379

Er verlässt den Kerker mit dem Gefühl, etwas erreicht zu haben. Sein neuer Rat setzt sich aus ganz verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen, die alle ihre eigenen Erfahrungen mitbringen. Er wird eine Menge Standpunkte, Strategien und Sichtweisen zur Verfügung haben, die ihm helfen werden, mit Umsicht und Weitblick zu herrschen. Das würden die Götter sicher gutheißen.
Und außerdem, denkt Alex mit einem Lächeln, wäre sein alter Lehrer Aristoteles absolut begeistert.
Seite 513

meine Meinung:


Hier im zweiten Teil haben wir bereits die Erfahrungen machen können, das wir das Land - die Götter - die Mythen und die Charaktere kennen, was sehr von Nutzen ist.

Aber auch die Autorin hält sich nicht großartig mit Rückblicken auf, was sehr gut ist und die Geschichte voran treibt. Ebenfalls von Vorteil, das es nicht allzu lange her ist, das Band 1 auf meiner Leseliste stand und ich somit noch gut Erinnerung habe was alles bisher geschah...
So wie es derzeit scheint warten wir auf den dritten oder gar den vierten Teil jetzt etwas länger, was einen Rückblick definitiv brauchen wird um sich diese Geschichte in ihren ganzen verzweigten Windungen und Verästelungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Was im ersten Teil noch im Aufbau war und uns den Charakteren und ihren Geschichten näher gebracht hat, nimmt hier nun eine andere Wendung indem wir tiefer in die einzelnen Weggabelungen der gesamten Storie eintauchen. Somit lernt man die göttlichen Fügungen, die Intrigen und die Charaktere im einzelnen sehr gut kennen und kann sie nun einschätzen und einordnen.

Das Buch ist, wie bereits das Erste auch wieder in Vier Akte aufgeteilt welche die Wege genau anzeigen und sinnbildlich für die darin enthaltene Entwicklung stehen.

Insgesamt ist dieses Buch, sehr blutig - brutal und zeigt eine starke Härte der damaligen Zeit. Wer hier Gefühl sucht, wird sie nicht finden. Denn auch wenn es scheint, als ob sich die ein oder andere Liebelei annähert bleibt diese völlig auf der Strecke!
Was ich persönlich bisher sehr gut finde, da das Hauptaugenmerk wirklich auf der Entwicklung und Entstehung der Geschichte basiert.

Auch dieser zweite Teil schrammt knapp an der 5 Punktgrenze und scheitert letztendlich daran, das ich nach dem beenden einfach noch viel zu viele offenen Fragen mit mir herum tragen werde bis ich von Teil 3 erlöst werde!

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108 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

magie, götter, fantasy, träume, tochter der träume

Tochter der Träume

Marie Weißdorn
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783946172574
Genre: Fantasy

Rezension:

„Nach einhundert Jahr’n sich die Möglichkeit zeigt,
Auf ein baldiges Ende des Volkes‘ Leid.
Denn der, der entkommt seiner dunklen Hand
Trägt in sich die Macht, zu beherrschen dies‘ Land.“
Seitdem sich die Götter vor langer Zeit von Mirandor abgewandt haben, wird das Land von einem grausamen König unterdrückt. Um seine Herrschaft zu sichern, nimmt er in jedem Jahr vier erwählte Kinder gefangen, die den Menschen anstelle der Götter beistehen sollen. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie die Kraft der Herbstgöttin in sich trägt. Doch ihr Mal bleibt verborgen.
Leyna gelingt die Flucht und sie gerät in große Gefahr. Schon bald nimmt sie die Magie der Welt um sich herum wahr und spürt die Macht, die in ihr liegt. Doch sie weiß nicht, wem sie ihren Glauben schenken soll; der uralten Prophezeiung und dem geheimnisvollen Fremden, der ihr Leben rettet – oder dem, was sie seit ihrer Kindheit zu glauben gelernt hat.
Nur eines ist sicher: In der Welt der Illusionen ist nichts, wie es scheint.

kurze Einblicke:


Er beschützte sie, wie er es gesagt hatte. Aber das schloss nicht ein, dass er nicht mit ihr reden sollte. Selbst wenn es nicht zu seiner Aufgabe gehörte, wer auch immer ihm diese aufgetragen hatte. Sie würde ihn nicht dazu zwingen und einfach auch nicht mit ihm sprechen. Eine leise Stimme in ihr flüsterte, dass das ein kindischer Gedanke war. Ja, das stimmte. Aber das war ihr egal. Entschlossen hob sie den Kopf, ließ Sivan zurück und folgte Tarin, der den Hof schon beinahe überquert hatte.
31%

"Können wir mal kurz´ne Pause machen?" murmelte Urs. "Normale Leute wie wir müssen irgendwann auch mal schlafen, zumindest ein bisschen."
"Urs, sei still", ermahnte Tarin ihn leise.
Sivan wandte sich um und musterte den Variier, der seinen Blick trotzig erwiderte. Für einen Moment schien Sivan mit sich zu ringen, sagte dann aber nichts. Stattdessen sah er Tarin an.
"Wir können weitergehen", sagte dieser sofort. "Ich brauche keine Pause. Du kennst Urs´Geschwätz."
56%

"Wir ... wir müssen ihm helfen!"
"Nein", antwortete er ungerührt.
"Warum nicht?"
Er hob nur eine Augenbraue.
"Es ist mir egal, wie viel Aufsehen wir erregen! Du hast schon mindestens zwei Soldaten-Trupps aus dem Weg geschafft, Sivan, was ist da einer mehr?" Beinahe war sie überrascht, dass sie plötzlich so leichtfertig mit dem Tod umging.
Sivans Miene wirke wie versteinert. "Tote Männer legen eine Spur. Die letzten Teile unserer Spur sind in einem anderen Teil des Gebirges gefunden wurde. Wie lange, glaubst du, dauert es, bis der König herausfindet, wer du bist und wo du hinwillst, wenn ich diese Soldaten hier töte?"
60%

"Ihr wollt also sagen, dass der König weiß, wo der Palast ist?"
Wieder schüttelte Yuron den Kopf und in seinem Blick standen Bedauern, Sorge und Entschuldigung. "Nein, Gotteskind", antwortete er mit leiser Stimme. "Er weiß es nicht, noch nicht genau. Doch wir sind nicht länger sicher. Er wird uns bald finden."
99%

meine Meinung:


Marie Weißdorn hat hier eine sehr fantastische Welt erschaffen, die ziemlich einzigartig ist. Mit vielen Fantasyelementen die man so bisher noch nicht gelesen hat schafft sie Wesen die neu in ihrer Gestalt und ihrer Art sind.
So liest man hier von Varniren, Thiane, ein Nahdrin oder auch die Fheenyas die es zu entdecken gilt.

Gemeinsam mit unserer Hauptdarstellerin Leyna, die das erste mal überhaupt eine Fußspitze aus ihrem Dorf macht, begibt man sich auf eine schicksalshafte Reise.
Den Leyna ist die Eine - die für Änderungen und Bewegung in Mirandor steht!
Und so kommt es, das ich mich als Leser mit Leyna den Herausforderungen, Gefahren und den Entdeckungen stellen muss.
Leyna ist ein Charakter der mir gleich sehr gut gefallen hat da sie sehr eigen ist. Sie ist willensstark und kämpft für ihre Ziele bis Sie sie erreicht hat. Auch wenn sich unangenehmen Situationen ergeben, die vieles Fordern, scheut sie nicht davor, auch sich selbst hinten anzustellen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Was hier auch manchmal etwas stur wirkt, ist sehr nett beschrieben und zu lesen da es Sie einfach aus macht!

Sivan, Tarin und Urs lernt sie auf ihrer Reise kennen und lieben. Als ihre treuen Weggefährten, die auf ihrer Reise wirklich sehr gute Freunde werden kann sie sich immer verlassen. Und diese drei sind so unterschiedlich - was wirklich sehr amüsant ist und stetig für Abwechslung sorgt!
Sivan der Schweigsame, ist ein Krieger. Mit zwei Schwertern bewaffnet sorgt er für die Sicherheit Leynas und führt sie auf den richtigen Weg. Er ist in diesem Buch der allzeitbeliebte böse Bube - und durch seine Schweigsamkeit wirkt er nur noch interessanter und weckt eine Neugier die es zu stillen gilt.
Tarin der Weiße, hat auf alles eine Antwort. Er ist ein sehr belesener junger Mann der im Tempel groß geworden ist. Hieraus resultiert sein ungemeines Allgemeinwissen was schier unbegrenzt scheint,
und Urs der .... für ihn gibt es glaub ich keine Synonym. Urs liebt man oder ist ganz schnell genervt - mich konnte er als neue Freundin gewinnen da er immer für ein flapsiges Kommentar gut ist und sehr klugscheisserisch daher kommt. Das pappte für mich die Storie nochmal richtig auf.

Auch wenn die Geschichte anfangs etwas schleppend wirkte, entwickelte sie sich sehr gut und teilweise ganz anders als erwartet - den jeder der hier eine Liebesgeschichte sucht wird sie nicht finden.
Die Priorität dieser Geschichte ist die Reise durch das Land und das Zusammentreffen der einzelnen Darsteller. Auch die Entstehung & Entwicklung der Geschichte ist ein wichtiger Aspekt um die Götter, Götterkinder und den König zu verstehen und zu lernen.
Freundschaft ist ein sehr wichtiger Aspekt, der die Liebe weit abschlägt - auch wenn man sie durchaus zwischen den Zeilen vermuten kann geht es in erster Linie um Freundschaft und Vertrauen!
Was daraus wird, zeigt uns sicherlich der zweiter oder gar er der dritter Teil dieser Trilogie.

Ab der Hälfte hatte die Geschichte mich dann völlig gefangen genommen und die anfänglichen Stolpersteine waren total vergessen. Ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Umso entsetzter war ich über das Ende - das mit etwas abstand betrachtet allerdings kein schlimmes ist - es ist einfach nur besser wenn man direkt weiterlesen könnte, den man will einfach mehr :)
Aber wenn alles gut läuft dauert es ja bis zum derzeit geplanten 01.07. gar nicht mehr so lange!

Für mich hat die Autorin hier mit ihrem sehr angenehmen Schreibstil eine tolle Geschichte geschaffen in der es auf jeden Fall ein muss ist - erneut nach Mirandor zu begeben und gemeinsam mit Leyna, Sivan, Tarin und Urs weiter zu kämpfen und für Gerechtigkeit zu sorgen!
Deshalb eine ganz große Leseempfehlung von mir ....

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