Leserpreis 2018

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Gespräche auf einem absurden Planeten: Kurzgeschichten in verteilten Rollen

Emil Horowitz
E-Buch Text: 175 Seiten
Erschienen bei neobooks, 30.07.2018
ISBN 9783742727930
Genre: Sonstiges

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(20)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Flucht

Jaden Quinn
E-Buch Text: 419 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.05.2018
ISBN 9783959623544
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn zwei Geschwister als Kinder gemeinsam durch die Hölle gehen. Wenn sie nur einander haben und sonst niemandem vertrauen können. Dann kann man davon ausgehen, dass sie auch später gemeinsam durch Dick und Dünn gehen werden. Aber ist das wirklich so? Bei Blake und Sam nicht. Warum das so ist, erfährt man im Auftakt der Thriller-Reihe um die Gebrüder McLain.

Der Thriller an sich ist irre spannend geschrieben. Er ist brutal und zeitweise sehr blutdrünstig. Schon allein deswegen lohnt es sich für eingefleischte Thriller-Fans dieses Buch in die Hand zu nehmen. Es ist wie in einem Roadmovie: Die beiden Geschwister sind bis ins Erwachsenenleben ständig auf der Flucht und müssen oft genug miterleben, wie Menschen, die ihnen nahe stehen und sie trotz aller Widrigkeiten unterstützt haben, dem grausamen Dr. Martin und seinem noch grausameren Sohn Jack zum Opfer fallen.

Ich möchte an dieser Stelle auf die leisen Zwischentöne aufmerksam machen, die es durchaus gibt und die dieses Buch anders machen, als die üblichen Thriller. Trotzdem man meinen sollte, dass eine solche Handlung sich actionreich durch die Geschichte hetzt, bleibt dennoch genug Zeit, die beiden Brüder Blake und Sam und ihr Verhältnis zueinander, näher kennenzulernen.

Das Autorinnenduo, das unter dem Psydonym Jaden Quinn schreibt, lässt sich viel Zeit mit der Entwicklung der Charaktere und nutzt dafür ausführliche Dialoge. Sie sind altersgerecht (schließlich begleiten wir die beine Jungs durch 13 Jahre ihres Lebens) und sehr realistisch für das Verhalten von Kindern in den beschriebenen Altersstufen. Sie sind auf keinen Fall pädagogisch oder belehrend und erst recht nicht langweilig. Sie sind das stärkste, wenn nicht sogar DAS tragende Element in diesem Roman. Sie transportieren die Emotionen der Protagonisten aus den Buchseiten heraus und direkt in mein Herz. Toll! Da haben sich zwei Autorinnen gefunden, die sich offensichtlich gegenseitig großartig inspirieren.

Es bleibt mir jetzt nur noch eins zu sagen: Lest das Buch, es lohnt sich! Ich werde in der Zwischenzeit
der Fortsetzung dieser Reihe entgegenfiebern.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der Pflegefall

Olivia Monti
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei epubli, 30.04.2018
ISBN 9783746720524
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beschreibt sehr plastisch die Herausforderungen, vor denen eine Pflegekraft in ihrer Arbeit mit älteren Menschen steht -verpackt in einem Krimi.

Anna Zerbst wird von dem Hausmeisterehepaar Schmitts als private Pflegerin des alten Herrn Brunt angestellt, der allein und verbittert auf seinem großen Anwesen lebt. Schon sehr schnell merkt Anna, dass es jede Menge Fallstricke gibt, in die sie sich ahnungslos verheddert. Das Verhalten der Menschen, die im Haus ein und aus gehen, weckt schnell ein Unbehagen und es keimt in ihr ein Verdacht auf, der sie dazu bewegt, die Kriminalpolizei einzuschalten.

Der Pflegefall wird aus der Perspektive der Hauptfigur Anna beschrieben. Es gelingt der Autorin, mich in ihre Gedankenwelt eintauchen zu lassen und die körperlichen wie psychischen Herausforderungen, denen sie sich als Altenpflegerin stellen muss, hautnah mitzuerleben. Sie zerbricht fast an der Zerreißprobe zwischen Empathie und Antipathie gegenüber den anderen Figuren im Haushalt.

Wie geht man mit einem 90jährigen um, der einem in der einen Sekunde demütigende Beleidigungen an den Kopf wirft und dir in der nächsten deutlich macht, dass er darauf angewiesen ist, dass du ihm seine Menschenwürde erhältst? Diese Kernfrage, die sich sicherlich viele Menschen, die in der Pflege tätig sind jeden Tag stellen müssen, beschreibt Olivia Monti sehr eindrücklich in ihrem Roman. Vor den Menschen, die diese Arbeit über lange Jahre verrichten, habe ich sehr großen Respekt. Ich denke, mir würde es so wie der Protagonistin in dem Roman gehen: Ich würde schon nach ein paar Tagen schier an den Aufgaben verzweifeln.

Der Krimi, der den Rahmen für diese Beschreibungen bildet, wird gegen Ende, wenn es auf den kriminalistischen Höhepunkt zugeht, immer dünner und vermag die starke Geschichte von Anna leider nicht zu tragen.

Dennoch empfehle ich dieses Buch weiter, wegen des starken ersten Teils der Geschichte, die mich beeindruckt und berührt hat.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Der Pflegefall: Kriminalroman

Olivia Monti
E-Buch Text: 202 Seiten
Erschienen bei neobooks, 24.04.2018
ISBN 9783742740786
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beschreibt sehr plastisch die Herausforderungen, vor denen eine Pflegekraft in ihrer Arbeit mit älteren Menschen steht -verpackt in einem Krimi.

Anna Zerbst wird von dem Hausmeisterehepaar Schmitts als private Pflegerin des alten Herrn Brunt angestellt, der allein und verbittert auf seinem großen Anwesen lebt. Schon sehr schnell merkt Anna, dass es jede Menge Fallstricke gibt, in die sie sich ahnungslos verheddert. Das Verhalten der Menschen, die im Haus ein und aus gehen, weckt schnell ein Unbehagen und es keimt in ihr ein Verdacht auf, der sie dazu bewegt, die Kriminalpolizei einzuschalten.

Der Pflegefall wird aus der Perspektive der Hauptfigur Anna beschrieben. Es gelingt der Autorin, mich in ihre Gedankenwelt eintauchen zu lassen und die körperlichen wie psychischen Herausforderungen, denen sie sich als Altenpflegerin stellen muss, hautnah mitzuerleben. Sie zerbricht fast an der Zerreißprobe zwischen Empathie und Antipathie gegenüber den anderen Figuren im Haushalt.

Wie geht man mit einem 90jährigen um, der einem in der einen Sekunde demütigende Beleidigungen an den Kopf wirft und dir in der nächsten deutlich macht, dass er darauf angewiesen ist, dass du ihm seine Menschenwürde erhältst? Diese Kernfrage, die sich sicherlich viele Menschen, die in der Pflege tätig sind jeden Tag stellen müssen, beschreibt Olivia Monti sehr eindrücklich in ihrem Roman. Vor den Menschen, die diese Arbeit über lange Jahre verrichten, habe ich sehr großen Respekt. Ich denke, mir würde es so wie der Protagonistin in dem Roman gehen: Ich würde schon nach ein paar Tagen schier an den Aufgaben verzweifeln.

Der Krimi, der den Rahmen für diese Beschreibungen bildet, wird gegen Ende, wenn es auf den kriminalistischen Höhepunkt zugeht, immer dünner und vermag die starke Geschichte von Anna leider nicht zu tragen.

Dennoch empfehle ich dieses Buch weiter, wegen des starken ersten Teils der Geschichte, die mich beeindruckt und berührt hat.

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Fremde Horizonte

Henny Bode
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.06.2017
ISBN 9783745079456
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war unglaublich fasziniert von dem Aethercircus in der Altstadt von Buxtehude vor einigen Wochen. Steampunk zum Anfassen, Jawoll! Es flanierten Reifenröcke, Mieder, Sonnenschirme aus Spitze, ausladende Hüte, Zylinder und Googles, begleitet von dampfbetriebenen Fantasiegefährten und glänzenden Zahnrädern. Als ich dann einen Bücherstand mit Steampunk Romanen entdeckte - inklusive der leibhaftigen dazugehörigen Autorinnen und Autoren, war ich im Fantasyhimmel angelangt.

Das Cover eines Buches sprang mir sofort ins Auge und übte eine fast magische Anziehungskraft auf mich aus.

Fremde Horizonte von Henny Bode ist vielleicht einen Tick zu schmal für einen Roman und etwas zu breit für eine Kurzgeschichte --- ich nenne es hier einfach mal eine Novelle. Passt ja auch in die Zeit. Die Welt, die Henny Bode in ihrer Geschichte zeichnet, ist auf den ersten Blick solider Steampunk: Charmante Herren, die vor den Damen zum Gruß den Zylinder ziehen und mit dampfbetriebenen Kutschen in das nächste Erfinderlabor streben. Luftschiffe, gepuderte Nasen und vieles mehr lässt das Herz des Steampunk-Fans höher schlagen.

Das Besondere an dieser Geschichte ist die Tatsache, dass die verstorbenen Menschen sichtbar und gleichberechtigt - vielleicht ein bisschen blass und transparent - unter den Lebenden weilen.

Privatermittler Horatio Ferroulo erhält von einer so genannten Verblichenen einen pikanten Auftrag. Ihre tote Tochter ist auf mysteriöse Weise getötet worden - ist das denn überhaupt möglich. Der Fall führt ihn in die hintersten Winkel seiner Stadt und erlaubt uns Leserinnen und Leser einen tiefen Einblick in seine recht fragile Welt. Fragil, weil das Gleichgewicht zwischen Lebenden und Toten in großer Gefahr ist.

In kurzen Kapiteln mit ausgeprägten Perspektivwechseln erfahren wir immer mehr von dieser spannenden und interessanten Welt. Es ist, als würde die Autorin mit einer Petroleumlampe erst einen Winkel der Stadt und direkt danach den nächsten ausleuchten, wobei es außerhalb des spärlichen Lichtkegels stockfinster bleibt. Das Interesse, mehr von dieser Welt zu erfahren und Horatio und seiner Auftraggeberin Hannah über die Schulter zu schauen, zieht mich voller Spannung bis an das Ende der Geschichte.

Zwischenmenschlich (oder-tödlich?) passiert in dieser kurzen Geschichte zwischen den Zeilen wesentlich mehr als in ihnen. Henny Bode überlässt der Fantasie der Lesenden sehr viel Raum, ich hätte diesen Part dennoch gerne aus der Feder der Autorin erfahren.

Ihr Schreibstil ist klar und geradeheraus - also genau, wie ich es mag. Trotzdem schafft sie es, mit sparsamen Mitteln eine wilhelminische Atmosphäre heraufzubeschwören mit gespenstischem Flair. Die Geschichte endet für meinen Geschmack etwas zu abrupt und lässt mich ein bisschen im luftleeren Raum hängen.

Dennoch muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, diese Perle von Buch mitgenommen zu haben. Das Cover verspricht was der Inhalt hält. Ich bin begeistert! Vielleicht auch gerade, weil diese Geschichte noch ein paar Ecken und Kanten aufweist. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen und es lohnt sich auch, die Autorin im Auge zu behalten. Ich bin schon sehr gespannt, welche weiteren fantasievollen Welten aus ihrer Feder fließen werden. 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Heidefeuer

Angela L. Forster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548287539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Über ein Jahr ist das Buch in einer Facebook Gruppe gewandert. Durch die ganze Republik, bis es wieder bei mir landete und ich es endlich lesen konnte. Das schöne an dieser Wandergruppe war, dass dem Buch ein kleines Heft beilag, in das die Leserin jeweils einen Gruß an die Autorin eintragen konnte.

Liebe Angela, jetzt ist es endlich soweit und ich kann dir das kleine Heftchen zukommen lassen. :-)

Aber nun zum Buch. Heidefeuer ist ein Regionalkrimi aus der Lüneburger Heide. Eine tolle Urlaubslektüre, nicht zu anspruchsvoll, nicht zu aufregend und voller Lokalkolorit. Das mag ich. Jedes Mal wenn ich das Buch in den letzten Tagen aufgeschlagen habe, umwehte mich der Duft von Heidekraut, Wacholder und Pferdestall. Ich roch förmlich den warmen Wind, der einen um die Nase streicht, wenn man im Sommer durch die Heide wandert.

Ich folgte Kommissarin Inka Brandt durch die Heidedörfer: Undeloh, Handeloh und wie sie alle heißen. Die Landschaftsbeschreibungen sind klasse. Auch die Figuren wirken wie waschechte Unikate aus der Region. Ab und zu habe ich mich zu sehr in der Landschaft verloren und den Faden in der Geschichte verloren. Denn die ist nicht ohne:

Ein Serienkiller geht um und mordet scheinbar ohne Sinn und Verstand, was ihm gerade vor die Füße kommt. Kommissarin Inka Brandt, die gerade nach drei Jahren Abwesenheit wieder in ihr Heimatdorf Undeloh zurückgekehrt ist, muss tief graben, bis sie den Hauch eines roten Fadens findet. Und nur mit Hilfe ihres Kollegen Martin und auch aus unerwarteter Richtung, kann sie den Fall lösen. Eines kann ich jetzt schon verraten: Der Mörder ist nicht der Gärtner!!

Wenn du vor hast in der Lüneburger Heide Urlaub zu machen, oder dort gerade Urlaub gemacht hast und Lust auf ein wenig Nervenkitzel hast, dann lies Heidefeuer! Es lohnt sich.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Dopamin - Das Buch / Parkinson - nie mehr allein!

May Evers et. al. , Christoph De Martin , MP #teamdopamin
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei epubli, 02.04.2018
ISBN 9783746713243
Genre: Biografien

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Bios

Daniel Suarez , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.11.2017
ISBN 9783499291333
Genre: Science-Fiction

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Dopamin - Das Buch / Dopamin

May Evers et. al. , Christoph De Martin , May Evers
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei epubli, 14.01.2018
ISBN 9783745081473
Genre: Biografien

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

götter, mythologie

Die versunkene Stadt

Katharina V. Haderer
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.11.2016
ISBN 9783734760167
Genre: Fantasy

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Nebelmord

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2014
ISBN 9783596030651
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Yrsa Sigurdardottir schafft es innerhalb kürzester Zeit eine spannungsgeladene Stimmung heraufzubeschwören, die mir Gänsehaut macht. 

Schon auf der ersten Seite beschwört sie eine Stimmung, die nichts Gutes verheißt. Vier Personen sitzen in einem Leuchtturm fest, auf engstem Raum, im Nebel. Und irgendwie kippt die Stimmung ins Negative. 

Drei parallel verlaufende Erzählstränge, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben, führen durch den Roman. Jede Geschichte für sich ist spannungsgeladen und könnte einen eigenen Krimi füllen. Das Besondere daran ist, dass Yrsa sich Zeit lässt und jeden Strang detailliert ausleuchtet. Bis zum Schluss hat man als Leser das ungute Gefühl, dass irgendetwas nicht richtig zusammenpasst. Und dann kommt der Überraschungsmoment, der die Puzzleteile neu mischt und sie ein ganzes neues grausames Bild ergeben. 

Ein stimmungsvoller, empfehlenswerter Krimi.





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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Die schwarze Jagd

Dinesh Bauer
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 14.09.2017
ISBN 9783709934043
Genre: Krimi und Thriller

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ...

Lois Pryce
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 05.03.2018
ISBN 9783770166817
Genre: Biografien

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420 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404208838
Genre: Fantasy

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Im Glashaus gefangen zwischen Welten

Devakumaran Manickavasagan , Devakumaran Manickavasagan
Flexibler Einband: 196 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 18.08.2017
ISBN 9783961112609
Genre: Romane

Rezension:


Ein interessantes Fachbuch über die Probleme, die kulturelle und ethnische Inklusion von Jugendlichen in die deutsche Gesellschaft mit sich bringen.

Als mir der Autor dieses Buch anbot, ging ich davon aus, dass es sich um eine klassische Biographie handelt. Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass ich es stattdessen mit einem sehr interessanten Fachbuch über interkulturelle Kommunikation und Inklusion aus der persönlichen Sicht eines Betroffenen in der Hand hielt. Da ich mich zufälligerweise beruflich mit diesem Thema, insbesondere im Zusammenhang mit Menschenrechten beschäftige, setze ich heute den professionellen Hut in meiner privaten Bloggosphäre auf.

Dieses Buch ist eine Perle für alle, die sich mit der Integration junger geflüchteter Menschen beschäftigen. Denn es gibt wenig Fachliteratur, die sich so nah am persönlichen Schicksal mit diesem Thema auseinandersetzt. Der Autor ist kein gelernter Sozialpädagoge, Psychologe oder Ethnologe (hie und da sind diese Defizite dem Buch auch anzumerken), und doch schöpft er seine Expertise aus den Erlebnissen seiner Familie, die durch den Krieg im Heimatland Sri Lanka auseinander gerissen wurde und traumatisiert in einem Gastland zusammenkam, dem es schwer fiel und bis heute immernoch schwer fällt, die Bedürfnisse und Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Autor selber war nicht direkt von Krieg, Flucht und Migration betroffen. Er ist als jüngstes Kind der Familie in Deutschland geboren und aufgewachsen und musste von Anfang an seine Identität zwischen zwei grundverschiedenen Kulturen finden. Dies war nicht ohne professioneller Hilfe möglich, weshalb er jungen kriegs- und fluchttraumatisierten Menschen anrät, sich externe professionelle Hilfe zu holen.

Ich freue mich ganz besonders, dass sich Deva auch mit Fragen zu Gender und den Konflikten zwischen den Generationen auseinandersetzt. Denn gerade in extremen Situationen treten ungerechte Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern besonders stark zutage, insbesondere wenn Kinder, Mädchen und Jungen, im Spiel sind.

Deva schrieb dieses Buch als Ratgeber für junge Migranten in Deutschland. Ich rate Fachleuten dieses Buch zu lesen, denn sie können eine Menge lernen über die Gedanken, Gefühle und Meinungen von geflüchteten jungen Menschen mit streng patriarchalen Hintergründen. Wie auch über die Herausforderungen, denen die jungen Menschen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft gegenüberstehen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugend

Ich war jung und hatte das Geld

Sebastian Lehmann
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2017
ISBN 9783641203696
Genre: Humor

Rezension:

"Zum piepen!" würde meine Mutter sagen. Meine Mutter ist Generation Hippie. Ho Chi Minh, Che Guevarra, Woodstock und all das - eine waschechte Alt-68erin und quasi Jugendkultur Teilnehmerin der ersten Stunde.

Sebastian Lehman ist Generation 90, wo die Jugendkulturen weniger politisch motiviert waren wie damals. Es wurden auch keine Generationenkonflikte in der Intensität ausgetragen wie in den 60ern. Es wurden einem stattdesen unendlich viele verschiedene Identitäten angeboten, in die man als Jugendliche schlüpfen und sich ausprobieren konnte. Jede Jugendkultur kam mit einem Gesamtpaket aus vorgegebener Kleidungsweise, Verhaltenskodex, Musik und Assecoires daher. Man musste nur zugreifen, sie sich überstreifen und schauen, ob man sich darin wohlfühlte.

In kurzen anekdotischen Kapiteln beschreibt Sebastian Lehmann, wie er zusammen mit seinen Freunden Dirk, Flo und Tina die Jugendkulturen wechselt, wie die frischgewaschenen T-Shirts. Und es ist zum wegschmeißen! Skater, Existenzialist, Hippie, Punk, BWLer, Ballermann-Mann - er ist sich für nichts zu schade und macht vor nichts halt. Dabei beschreibt er in frischer Sprache die Hürden, die er und seine Kumpels als mittellose Jugendliche überwinden müssen, um sich einer Jugendkultur zugehörig fühlen zu können. Und sie sind extrem erfinderisch und kreativ, nehmen tapfer viele Unannehmlichkeiten auf sich, um einfach dazugehören zu können, wie den fair gehandelten Karottensaft aus der Uckermark oder das Missverständniss im Biene Maja Kostüm bei einer Cosplay Con aufzutauchen. Immer geht irgendetwas schief und sie beschließen weiterzuziehen, etwas neues auszuprobieren um sich dann Kopfüber in das nächste Jugend-Abenteuer zu stürzen. Fats jedes Kurzkapitel st begleitet von der Illustration einer Papier-Anziehpuppe und den zu dieser Kultur gehörigen Kleidung.

Als Leserin, die diese Generation miterlebt hat, den Höhepunkt der Jugendkulturen, erkenne ich sehr vieles wieder und kriege vor Lachen kaum noch Luft.
Das Gefährliche an diesem Buch ist, dass ich mich in vielen dieser Beschreibungen wiederfinde bzw. vieles nachvollziehen kann. Die sympathischen Figuren, die in ihrem jugendlichen Leichtsinn fast jedes Fettnäpfchen mitnehmen sind dieperfekten Antihelden dieser Beschreibung dieser unbeschwerten Generation. Ich kann nicht anders und kullere mich wieder vor Lachen. Köstlich!

Dieses Buch ist kurzweilig, humorvoll, aber auch liebevoll. Für alle, die wissen wollen, wie es um die Jugendlichen in den 90ern stand, bzw. ihre Erinnerungen an dieser Zeit wieder auffrischen möchten, ein Muss!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Vor dem Glück

Maxi Hill
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei epubli, 04.10.2016
ISBN 9783741854330
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vier Personen, die jede für sich ein schweres Päckchen zu tragen hat. Vier Schicksale, die eng miteinander verwoben sind. Vier Menschen, die nur das Eine wollen und glauben es nicht erreichen zu können. Was macht es eigentlich so schwer, glücklich zu sein?

Da ist Nelli, eine junge Frau, deren Verhältnis zu Männern stark geschädigt ist durch ihr geschwächtes Selbstbewusstsein und einem gewalttätigen Ehemann. Ihre Freundin Mia versucht ihr zu helfen, aber aus welcher Motivation heraus? Ninja ist Tochter von Nelli und ihr Augenstern. Sie wünscht sich um jeden Preis einen Vater. Und schließlich treffen wir Tom, einen ehemaligen Soldaten, der nach einem Einsatz in Afghanistan unter postraumatischen Störungen leidet.

In ihrem Roman "Vor dem Glück" untersucht Maxi Hill den Umgang der sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten mit den großen Eigenschaften im Leben: Schicksal, Unglück und Glück. All diese Personen haben ein mehr oder weniger stark ausgeprägte soziale Störung. Maxi Hill dringt Schicht für Schicht tief in die menschliche Psyche ein und läßt dabei keine Zwischentöne aus. Nacheinander stellt sie die vier Hauptfiguren ihres Romans in den Fokus, um sie am Ende von ihrer schweren Last zu erlösen.

Das hört sich alles nach ganz schön hartem Tobak an, aber Maxi Hill schafft es, diese Problematik locker und leicht zu halten. Sie behandelt ihre Figuren mit Respekt und spielt mit der Vorstellungskraft der Leser*innen, indem sie vieles nur andeutet und den Rest der Fantasie der Leser*innen überlässt. Die Handlung ist interessant und spannend zugleich und man fragt sich als Leser*in, wohin mag das Schicksal diese unglücklichen Menschen führen? Man ahnt auch schon, dass sie am Ende das Glück finden werden, was der Titel des Romans schon verrät: Vor dem Glück - Die wundervollste Geschichte von einem total verrückten Weg zum Glück . Das ist nicht nur ein sehr schöner Titel, das ist auch ganz schön beruhigend - und total verrückt zugleich.

Maxi Hill hat hier einen Roman für ein breites Publikum vorgelegt, der interessant und spannend ist aber auch nachdenklich stimmt. Sie verwebt die Schicksale dieser vier Menschen so geschickt miteinander, dass ich manchmal über ihre Genialität schmunzeln muss. Die Geschichte liest sich wie mitten aus dem Leben gegriffen und lässt auch sozialkritische Töne nicht aus. Ein sehr empfehlenswerter Roman.

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96 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

abenteuer, blut, fantasy, intrigen, jordis lank, könig, krieg, liebe, raukland, raukland-trilogie, ronan, schwert, schwertkampf, thron, zusammenhalt

Rauklands Blut

Jordis Lank
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 01.01.2013
ISBN 9783943596366
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine erste Begegnung mit Ronan von Raukland im ersten Teil der Trilogie liegt schon viel zu lang zurück. Und doch habe ich mich beim Lesen des zweiten Bandes von der ersten Zeile an sofort in der Welt von Ronan, Eila und ihren Freunden heimisch gefühlt.

Band zwei schließt zeitlich direkt an Band eins an und wir lernen das raue und Gefühlskalte Leben in Raukland kennen. Ronan’s Vater führt das Land mit regider Hand. Gewalt, Brutalität und Willkür treibt die Angst in die Glieder seiner Gegner, aber auch seines Volkes. Ronan muss feststellen, dass sein Bruder Broghan – nicht minder kaltherzig wie sein Vater - es auch auf den Thron abgesehen hat und seine Chancen stehen gar nicht mal schlecht, dass es klappt.

In diesem Band der Trilogie geht es neben Freundschaft, Liebe und Familienbande im Hintergrund aber auch um die Sicht eines Volkes auf das befeindete Volk. Ist der Feind tatsächlich ein reißender Wolf, der keine Gnade kennt und seine Gegner am höchsten Turm seiner Burg aufspießt? Hat er wirklich keine Manieren oder ist es tatsächlich das eigene Königshaus, das keine Manieren kennt. Wer ist böse, wer ist gut? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Wollen die befeindeten Länder wirklich Frieden oder brauchen sie die Fehde, um eine Berechtigung für ihr Handeln zu haben? Sehr interessante Fragestellungen, die man in einem Abenteuerroman dieser Art nicht vermutet.

Diese ganze Thematik zieht sich wie ein leichter Hauch durch den Roman und stört in keiner Weise die Spannung und den Handlungsverlauf. Jordis Lank hat einen sehr gefälligen Schreibstil und ich husche durch die Seiten des Buches, angetrieben von der Frage, wie es wohl weitergehen mag mit dem Helden der Geschichte. Selbst die ausführlichen Beschreibungen der Schlachten fesseln mich. Was muss es im Mittelalter für eine Qual gewesen sein, in schweißgetränktem kiloschweren Gambeson oder in der knallend heißen Sonne in einer Rüstung auf dem Schlachtfeld zu stehen und auch noch kämpfen zu müssen?

Eine Besonderheit haben die Romane von Jordis Lank, auf die ich mich immer sehr freue: Am Ende des Buches hat sie die besten Vertipper gesammelt, die „Outtakes“. Herrlich!

Der zweite Band der Trilogie ist mindestens genauso spannend wir der erste. Alle Fans von Jugendromanen in Mittelaltersettings werden hier ein Eins A Lesevergnügen finden. Und ich werde nicht mehr so viel Zeit verstreichen lassen, bis ich den dritten Teil der Trilogie lese. Versprochen!

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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The Martian

Andy Weir
Fester Einband: 587 Seiten
Erschienen bei THORNDIKE PR, 09.07.2014
ISBN 9781410469571
Genre: Fantasy

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Der Zug der Waisen

Christina Baker Kline , Anne Fröhlich
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442481613
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich muss sagen, dieses Buch hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen. Die Aufarbeitung des wenig bekannten Umgangs mit Waisen- und Straßenkindern in den USA des späten 18. Jahrhunderts ist aufschlussreich und auch schockierend. Der Stil und die Rahmenhandlung hat mich allerdings nicht überzeugt, leider.

Der Roman räumt auf mit dem Mythos um die Barmherzigkeit einer privaten Initiative, die Straßenkinder und Waisen aus den Elendsvierteln New Yorks mit dem Zug in den Mittleren Westen zu ländlichen Familien brachte. Raus an die frische Luft, wo sie wachsen und gedeihen können und eine Chance bekommen, sich aus der Spirale der Armut zu befreien. Es bleibt unklar, ob die Initiative einfach nur naiv war und es einfach nicht besser wusste, oder ob sie bewusst so handelte: viele dieser Kinder wurden als billige Arbeitskraft wie auf dem Sklavenmarkt gehandelt und waren schutzlos der Willkür und Aggressivität der betreuenden Familien ausgesetzt.

Hauptperson des Romans ist die 10jährige Niamh, die bei fast jedem Familienwechsel auch ihren Namen wechseln musste und damit nach und nach ihre wahre Identität verliert, das letzte was ihr von ihrer leiblichen Familie geblieben ist. Die Autorin beschreibt sehr eindringlich das Schicksal dieses Mädchens, das wie ein Stück Vieh von einer Familie an die nächste weitergereicht wird. Dieser Teil der Geschichte ist sehr anschaulich und spannend beschrieben, auch wenn es hier und da für meinen Geschmack an Emotionalität und Empathie fehlte. In der Rahmenhandlung erzählt dasselbe Mädchen inzwischen als 90jährige Frau in der Gegenwart ihr damaliges Schicksal einem Teenager, die bei der alten Dame Sozialstunden ableisten muss. Es entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine enge Verbindung, die erst in der zweiten Hälfte des Romans beginnt mich zu berühren.

Mir fehlte an diesem Roman der zündende Funke, um ihn gänzlich spannend finden zu können. Die Autorin reißt interessante Themen rund um die sozialen Beziehungen der Figuren an, aber anstatt diese zu vertiefen, eilt sie weiter zum nächsten Thema. Der nüchtern-distanzierte Schreibstil sprach mich nicht an.

Dennoch empfehle ich diese Geschichte weiter an diejenigen unter euch, die sich für die USA der Jahrhundertwende interessieren und einen guten Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen auf dem Land und in der Stadt zu der Zeit bekommen möchten.

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bakterium, benzin, dystopie, egoismus, experimente, export, fabulus-verlag, genmanipulation, genmanipuliert, geruch, leserunde, roman, seuche, vergrünen, will hofmann

Lebensnacht

Will Hofmann
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788296
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich: „Cool, eine Dystopie, die in Deutschland spielt. Das lese ich!“ Nach den ersten Kapiteln wurde mir aber klar, dass die Fiktion relativ dicht an der Realität bleibt und damit in mir ein mulmiges Gefühl erzeugt.

Der Autor untersucht scheibchenweise und sehr gründlich, wie Deutschland darauf reagieren könnte, wenn eine extrem ansteckende und tödliche Krankheit ausbricht, die sich schnell zu einer Pandemie auswächst. Wie funktioniert der Katastrophenschutz, welche Maßnahmen existieren, um eine Ausbreitung zu verhindern? Wie reagieren Politik, Medizin, Wirtschaft? Was passiert mit den Menschen, wenn der Ausnahmezustand zur Regel wird? Durch EHEC und Ebola haben wir schon erleben dürfen wie reibungslos der Katastrophenschutz funktioniert. Wir können uns auch ausmalen, welchen Unsicherheitsfaktor der Mensch dabei spielen kann, wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, die Gerüchteküche kocht und es zu Panikreaktionen kommt. Es wird philosophisch, wenn die Schuldfrage gestellt wird. Was passiert in dem einzelnen Menschen, wie dem Wissenschaftler, der den Nobelpreis für die geniale Genmanipulation erhalten hat, die das Problem der Verknappung der fossilen Energien löst. Um dann festzustellen, dass ohne ihn dieses Killerbakterium nicht hätte entstehen können.

Der Verlauf der Pandemie wird von einem pensionierten Lehrer erzählt. Sehr nüchtern und präzise, wie in einem Logbuch. Die distanzierte Erzählweise verstärkt noch die Dramatik der Ereignisse, die sich im Kampf gegen die aggressive Krankheit abspielen.

Mittelpunkt der Handlung sind die Gebrüder Kauffmann, der eine Biochemiker und der andere Mediziner, die fieberhaft nach einem Gegenmittel suchen, um die Pandemie eindämmen zu können. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel lassen die starre Erzählung des mit den Brüdern befreundeten Lehrers nicht langweilig werden, wenn wir zum Beispiel hautnah miterleben welche Schuldgefühle den Biochemiker Professor Harry Kauffmann plagen, als er merkt, der Verursacher der dramatischen Ereignisse zu sein. Gegen Ende des Romans lässt die Spannung leider etwas nach. Es kommen zu viele zusätzliche Themen ins Spiel, die sehr knapp abgehandelt werden. Die Handlung zerfasert.

Lebensnacht ist ein stilistisch sehr ungewöhnlicher und deshalb auch außergewöhnlicher Roman, der nicht dem üblichen Pfad der Dystopien folgt. Auch wenn die Spannung zum Ende nachlässt, ein empfehlenswertes Buch.

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glass coffin, märchen, märchenadaption, märchen mit kriminalität gemischt, roter faden

Glass Coffin: Märchen aus der Welt des Verbrechens

David Michel Rohlmann , Maria Engels , Jenny Wood , Cat Lewis
E-Buch Text: 134 Seiten
Erschienen bei null, 15.12.2016
ISBN B01N7IRVL8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen mit den kriminellen Märchenfiguren aus der Saint Falls Serie gefreut. Vor allem in der Hoffnung, mehr über den Machtkampf zwischen den beiden urgewaltigen Bandenchefs Wolf und Beast zu erfahren, die um die Kontrolle über den Drogenmarkt und das Rotlichtmilieu der Stadt Saint Falls kämpfen. Ich wurde nicht enttäuscht! Gesamtkonzept, Plot und Figuren sind differenzierter und wesentlich schärfer ausgearbeitet als im ersten Teil.

Glass Coffin, Teil zwei der Saint Falls Reihe, spielt ebenfalls in der Welt des märchenhaften Verbrechens und schließt direkt an den ersten Teil an. Diese Anthologie aus acht Kurzgeschichten ist aber wesentlich härter, schneller und actionreicher. Die Geschichten haben aber auch eine einfühlsame, nachdenkliche Seite, was die Geschichten weg vom vierfarbig zweidimensionalen comichaften führt – so wie er im ersten Teil dominierte. Da ist zum Beispiel Beast, der eigentlich etwas sympathischere der beiden Konkurrenten, der vor einer einschneidenden Entscheidung steht: hart, bestialisch und kaltherzig oder emotional, empathisch, sensibel. Ihm steht im Machtkampf gegen Wolf seine Sensibilität und emotionale Zerrissenheit gehörig im Wege und er entwickelt, trotz härtester Gegenmaßnahmen, eine emotionale Bindung zu der Prostituierten Schaharazad, die ihm die allerschönsten Geschichten erzählt.

Der Aufbau der Anthologie folgt demselben Muster wie sein Vorgänger: Vier Autoren und sieben in sich abgeschlossene Kurzgeschichten, die dennoch eine gemeinsame Einheit bilden. Viele Figuren, die im ersten Teil kleine Nebenrollen spielten, rücken hier stärker in den Vordergrund und man lernt sie näher kennen. Sie und ihre Motivation für ihre teils unorthodoxen Handlungen. Wie zum Beispiel eine männliche Fee mit magischen Fähigkeiten.

Die Konkurrenz zwischen den beiden Drogenbossen Wolf und Beast steigert sich so sehr, dass sie am Ende zu ungewöhnlichen magisch-teuflischen Mitteln greifen – Mittel, die nur in der Märchenwelt Sinn ergeben. Die Spannung steigert sich bis zum Schluss und hinterläßt mich in derselben Situation wie am Ende der ersten Anthologie: Happy End.

Glass Coffin hat mich begeistert und überzeugt. Die Stimmung düster, halbseiden und doch irgendwie menschlich. Es ist sehr viel Action in den Geschichten und Gewalt. Sie sind also absolut nichts für zartbeseitete Gemüter. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil dieser Reihe.

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dystopie, hamburg, hamburg rain, sci-fi

Hamburg Rain 2085. White Knight: Dystopie

Heike Wahrheit
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 01.12.2016
ISBN 9783426443712
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich öffne den zweiten Band der zweiten Staffel der Reihe Hamburg Rain mit einem Klick auf die Entertaste und werde sofort in das Hamburg des Jahres 2085 katapultiert. Kein Netz, kein doppelter Boden, keine Pausen erlaubt - aber bloß nicht vergessen zu atmen. Ich werde ganz selbstverständlich mit unglaublichen Wortkreationen bombardiert, dass mir die Ohren glühen und ich mich frage, ob Autorin Heike Wahrheit tatsächlich von dieser Welt ist oder ob sie eine kleine Zeitreise aus der Zukunft unternommen hat, um diese Geschichte zu erzählen. Denn ihre Sprache kommt so selbstverständlich daher, dass ich das mulmige Gefühl bekomme, sie hat sie nicht erfunden. Da ist von gewaltfreier Aggressionsprophylaxe die Rede und man steht plötzlich vor einer hyperrealen Inkarnation einer analogen Bildstörung. Das klingt ohne Kontext schräg, erklärt sich aber im Rahmen der Handlung wie von selbst.

Und dann ist da noch Daira, die Protagonistin, der Technikfreak. Was habe ich mich auf das Wiedersehen mit ihr gefreut! Sie ist meine absolute Lieblingsfigur in der Hamburg Rain Serie. Und sie ist sich treu geblieben. Auch wenn sie in die oberen Stockwerke der Stadt rehabilitiert wurde, bleibt sie mindestens genauso direkt, kriegerisch, chaotisch und sympathisch, wie sie es in den Minus-Etagen im Vorgänger-Roman Sundown aus der ersten Staffel war. Ihr ständiger Begleiter ist River, ein Tüftler und Gamer, der ihr gehörig auf die Nerven geht.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um die Gamer-Szene, die sich so weit entwickelt hat, dass die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen und sich sogar gegenseitig beeinflussen. Auch dieses Phänomen hat eine logische Bezeichnung: Transhumanisieren. Parallel - und da kriege ich Gänsehaut ob der Aktualität – dreht sich die Geschichte um die Manipulation der öffentlichen Meinung durch die Verbreitung falscher Meldungen in den digitalen Medien.

Wenn du Interesse hast, diesen Band zu lesen, aber die Hamburg Rain Reihe nicht kennst, solltest du unbedingt vorher das Prequel zur Staffel lesen. Vielleicht auch den Vorgänger "Sundown", da ab und zu Bezüge gesetzt werden. Bist du Gamer, Technikfreak, Science Fiction Fan, Freund*in von Wortakrobatik? Dann kommst du hier bestimmt auf deine Kosten.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

acabus, deutschland, dystopie, endzeit, oliver kyr, thriller, verlag abacus, weltuntergang

Ascheland

Oliver Kyr
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 25.10.2016
ISBN 9783862824489
Genre: Romane

Rezension:

Diese Dystopie bietet nicht nur spannende Unterhaltung. Ascheland geht in die Tiefe und hinterfragt die Existenzberechtigung der Menschheit, nachdem sie sich selbst und ihren Lebensraum komplett zerstört hat. Ganz real, knallhart und fast anklagend. Denn was würde eigentlich in uns geschehen, wenn wir realisieren, dass wir die Zukunft unserer Kinder zugrunde gerichtet haben?

Kurze Episoden, lose aneinandergereiht, wie Perlen auf einer Schnur, tragen die Handlung. Manche sind traurig, manche tragisch, die wenigsten hoffnungsvoll, aber jede einzelne steht für sich allein. Die einzige Verbindung ist die unendliche Einsamkeit, mit der die Figuren zurechtkommen müssen. Jeder Mensch hat seine eigene individuelle Überlebensstrategie, an die er andere nicht teilhaben lassen will oder kann. Die Figuren mögen verrückt geworden sein, bleiben bei näherem Hinsehen aber liebenswert menschlich.

Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch diese Episoden. Er ist auf der Suche und gleichzeitig auf der Flucht. Er ist Hoffnungsträger für andere, aber will es gar nicht sein. Er ist bekannt als der Kindermacher, der einzige zeugungsfähige Mann in der Region und er geht immer wieder gegen seine Überzeugung mit dieser Eigenschaft Tauschgeschäfte ein: Samen gegen Überlebenspaket. Zack, ganz einfach. Aber so einfach nun auch wieder nicht, denn auf seinen einsamen Wanderungen hält er Gericht über sich und seine Taten und landet immer wieder bei derselben Frage, auf die er keine Antwort weiß und die ihn bei Tag und Nacht fast in den Wahnsinn treibt: Hat er das Recht, den Menschen Hoffnung auf eine Zukunft zu geben?

Der Schreibstil von Oliver Kyr unterstreicht die dunkle Stimmung des Buches mit kurzen, knappen stakkatoartigen Sätzen und Kapiteln. Rückblenden in die Jahre rund um die alles vernichtende Katastrophe lassen den Leser die Geschehnisse schemenhaft nachvollziehen. Da war Zacharias Zoowärter, das hatte damals noch eine Bedeutung. Die Klarheit liegt eindeutig im Jahr 2023, fünf Jahre nach dem „Untergang“. Alles ist zerstört, hört auf zu existieren oder verliert seine Relevanz. Hier nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund und beschreibt die Realität in deutlichen und teilweise harschen aber auch sehr bildhaften Worten. Denn es gibt kein Vertun, die Menschheit ist am Ende.

Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Das liegt zum einen an der Nähe zu unserer heutigen Realität. Die Welt, die Oliver Kyr beschreibt ist erschreckend denkbar. Zum anderen beeindruckt mich die Vielschichtigkeit der Geschichte. Action, Philosophie, Aberglaube, Hoffnung: alles drin. In kurzen, knappen Worten schafft es der Autor eine klamme Endzeitstimmung heraufzubeschwören. Am Ende bleibt doch noch ein kleiner Funken Hoffnung. Ein empfehlenswertes Buch.

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beast, gangster, igel und hase, komplett neue idee, mafia, märchenadaption, verbrechen, wolf

Happy End: Märchen aus der Welt des Verbrechens

David Michel Rohlmann , Maria Engels , Jenny Wood , Jonas F. Rohlmann
E-Buch Text: 96 Seiten
Erschienen bei null, 26.10.2016
ISBN B01M72C68D
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was machen flauschige Märchenfiguren in der Unterwelt? Sie beherrschen sie natürlich! Und schaust du genauer hin, so sind sie gar nicht so flauschig, wie man sie aus den Märchen kennt. Hase und Igel zum Beispiel - voller Narben, ausgerissene Stachel, mehrfach gebrochene Ohren und mit allen Wassern gewaschen, liefern sich illegale Autorennen. Der Wolf ist der mächtige Chef eines kriminellen Syndikats, eine männliche Fee wiederum ein kleinkrimineller Betrüger vor dem Herrn (sein Name wird hier nicht verraten).
Der Start der zweiten Runde von Anthologien des Autorenduos Rohlmann und Engels hat es in sich. Es herrscht der raue Ton der Gosse. Knallhart, kompromisslos, Neonspot. Hier ist jeder sich selbst der Nächste, ob Fee, Märchenfigur oder Mensch. Dabei bewahren sich die Autoren dennoch ein leichtes Schmunzeln, ein Körnchen Humor.

Die Figuren sind Popart, wie vierfarbige Comicfiguren, scharf gezeichnet, leicht überspitzt und manchmal auch sympathisch. In der Comicwelt würden wir uns zwischen Sin City und Fables mit einer Prise Inspector Canardo bewegen. An manchen Stellen hätte ich mir von der einen oder anderen Figur mehr Tiefe gewünscht, einen genaueren Einblick in seine Gedanken. So wurden die Geschichten an manchen Stellen ein wenig holprig.

Die kreative Energie, die in den Köpfen von David Rohlmann, Maria Engels und weiteren Autoren der Anthologie steckt, ist unfassbar und unerschöpflich. Sie produzieren Kurzgeschichten im Akkord und eine ist spannender als die nächste. Dabei folgen sie im Aufbau der Sammlung dem gleichen Muster wie beim Vorgänger "Monster und Maschinen“. Die sechs Kurzgeschichten stehen für sich alleine, sind aber dennoch inhaltlich lose miteinander verknüpft. Dadurch entsteht eine interessante Spannung.

Es ist poppig, rau, mit etwas schwarzem Humor gespickt. Wenn du einen Sinn für diese Mischung hast, dann lies die Anthologie. Es lohnt sich.

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