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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Flucht

Jaden Quinn
E-Buch Text: 419 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.05.2018
ISBN 9783959623544
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn zwei Geschwister als Kinder gemeinsam durch die Hölle gehen. Wenn sie nur einander haben und sonst niemandem vertrauen können. Dann kann man davon ausgehen, dass sie auch später gemeinsam durch Dick und Dünn gehen werden. Aber ist das wirklich so? Bei Blake und Sam nicht. Warum das so ist, erfährt man im Auftakt der Thriller-Reihe um die Gebrüder McLain.

Der Thriller an sich ist irre spannend geschrieben. Er ist brutal und zeitweise sehr blutdrünstig. Schon allein deswegen lohnt es sich für eingefleischte Thriller-Fans dieses Buch in die Hand zu nehmen. Es ist wie in einem Roadmovie: Die beiden Geschwister sind bis ins Erwachsenenleben ständig auf der Flucht und müssen oft genug miterleben, wie Menschen, die ihnen nahe stehen und sie trotz aller Widrigkeiten unterstützt haben, dem grausamen Dr. Martin und seinem noch grausameren Sohn Jack zum Opfer fallen.

Ich möchte an dieser Stelle auf die leisen Zwischentöne aufmerksam machen, die es durchaus gibt und die dieses Buch anders machen, als die üblichen Thriller. Trotzdem man meinen sollte, dass eine solche Handlung sich actionreich durch die Geschichte hetzt, bleibt dennoch genug Zeit, die beiden Brüder Blake und Sam und ihr Verhältnis zueinander, näher kennenzulernen.

Das Autorinnenduo, das unter dem Psydonym Jaden Quinn schreibt, lässt sich viel Zeit mit der Entwicklung der Charaktere und nutzt dafür ausführliche Dialoge. Sie sind altersgerecht (schließlich begleiten wir die beine Jungs durch 13 Jahre ihres Lebens) und sehr realistisch für das Verhalten von Kindern in den beschriebenen Altersstufen. Sie sind auf keinen Fall pädagogisch oder belehrend und erst recht nicht langweilig. Sie sind das stärkste, wenn nicht sogar DAS tragende Element in diesem Roman. Sie transportieren die Emotionen der Protagonisten aus den Buchseiten heraus und direkt in mein Herz. Toll! Da haben sich zwei Autorinnen gefunden, die sich offensichtlich gegenseitig großartig inspirieren.

Es bleibt mir jetzt nur noch eins zu sagen: Lest das Buch, es lohnt sich! Ich werde in der Zwischenzeit
der Fortsetzung dieser Reihe entgegenfiebern.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

authentisch, hauspflegerin, krimi, kriminalroman, roman, selbstjustiz

Der Pflegefall

Olivia Monti
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei epubli, 30.04.2018
ISBN 9783746720524
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beschreibt sehr plastisch die Herausforderungen, vor denen eine Pflegekraft in ihrer Arbeit mit älteren Menschen steht -verpackt in einem Krimi.

Anna Zerbst wird von dem Hausmeisterehepaar Schmitts als private Pflegerin des alten Herrn Brunt angestellt, der allein und verbittert auf seinem großen Anwesen lebt. Schon sehr schnell merkt Anna, dass es jede Menge Fallstricke gibt, in die sie sich ahnungslos verheddert. Das Verhalten der Menschen, die im Haus ein und aus gehen, weckt schnell ein Unbehagen und es keimt in ihr ein Verdacht auf, der sie dazu bewegt, die Kriminalpolizei einzuschalten.

Der Pflegefall wird aus der Perspektive der Hauptfigur Anna beschrieben. Es gelingt der Autorin, mich in ihre Gedankenwelt eintauchen zu lassen und die körperlichen wie psychischen Herausforderungen, denen sie sich als Altenpflegerin stellen muss, hautnah mitzuerleben. Sie zerbricht fast an der Zerreißprobe zwischen Empathie und Antipathie gegenüber den anderen Figuren im Haushalt.

Wie geht man mit einem 90jährigen um, der einem in der einen Sekunde demütigende Beleidigungen an den Kopf wirft und dir in der nächsten deutlich macht, dass er darauf angewiesen ist, dass du ihm seine Menschenwürde erhältst? Diese Kernfrage, die sich sicherlich viele Menschen, die in der Pflege tätig sind jeden Tag stellen müssen, beschreibt Olivia Monti sehr eindrücklich in ihrem Roman. Vor den Menschen, die diese Arbeit über lange Jahre verrichten, habe ich sehr großen Respekt. Ich denke, mir würde es so wie der Protagonistin in dem Roman gehen: Ich würde schon nach ein paar Tagen schier an den Aufgaben verzweifeln.

Der Krimi, der den Rahmen für diese Beschreibungen bildet, wird gegen Ende, wenn es auf den kriminalistischen Höhepunkt zugeht, immer dünner und vermag die starke Geschichte von Anna leider nicht zu tragen.

Dennoch empfehle ich dieses Buch weiter, wegen des starken ersten Teils der Geschichte, die mich beeindruckt und berührt hat.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Der Pflegefall: Kriminalroman

Olivia Monti
E-Buch Text: 202 Seiten
Erschienen bei neobooks, 24.04.2018
ISBN 9783742740786
Genre: Sonstiges

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

band , inka brandt, lüneburger heid, niedersachsen-krimi

Heidefeuer

Angela L. Forster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548287539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Über ein Jahr ist das Buch in einer Facebook Gruppe gewandert. Durch die ganze Republik, bis es wieder bei mir landete und ich es endlich lesen konnte. Das schöne an dieser Wandergruppe war, dass dem Buch ein kleines Heft beilag, in das die Leserin jeweils einen Gruß an die Autorin eintragen konnte.

Liebe Angela, jetzt ist es endlich soweit und ich kann dir das kleine Heftchen zukommen lassen. :-)

Aber nun zum Buch. Heidefeuer ist ein Regionalkrimi aus der Lüneburger Heide. Eine tolle Urlaubslektüre, nicht zu anspruchsvoll, nicht zu aufregend und voller Lokalkolorit. Das mag ich. Jedes Mal wenn ich das Buch in den letzten Tagen aufgeschlagen habe, umwehte mich der Duft von Heidekraut, Wacholder und Pferdestall. Ich roch förmlich den warmen Wind, der einen um die Nase streicht, wenn man im Sommer durch die Heide wandert.

Ich folgte Kommissarin Inka Brandt durch die Heidedörfer: Undeloh, Handeloh und wie sie alle heißen. Die Landschaftsbeschreibungen sind klasse. Auch die Figuren wirken wie waschechte Unikate aus der Region. Ab und zu habe ich mich zu sehr in der Landschaft verloren und den Faden in der Geschichte verloren. Denn die ist nicht ohne:

Ein Serienkiller geht um und mordet scheinbar ohne Sinn und Verstand, was ihm gerade vor die Füße kommt. Kommissarin Inka Brandt, die gerade nach drei Jahren Abwesenheit wieder in ihr Heimatdorf Undeloh zurückgekehrt ist, muss tief graben, bis sie den Hauch eines roten Fadens findet. Und nur mit Hilfe ihres Kollegen Martin und auch aus unerwarteter Richtung, kann sie den Fall lösen. Eines kann ich jetzt schon verraten: Der Mörder ist nicht der Gärtner!!

Wenn du vor hast in der Lüneburger Heide Urlaub zu machen, oder dort gerade Urlaub gemacht hast und Lust auf ein wenig Nervenkitzel hast, dann lies Heidefeuer! Es lohnt sich.

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124 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Nebelmord

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2014
ISBN 9783596030651
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Yrsa Sigurdardottir schafft es innerhalb kürzester Zeit eine spannungsgeladene Stimmung heraufzubeschwören, die mir Gänsehaut macht. 

Schon auf der ersten Seite beschwört sie eine Stimmung, die nichts Gutes verheißt. Vier Personen sitzen in einem Leuchtturm fest, auf engstem Raum, im Nebel. Und irgendwie kippt die Stimmung ins Negative. 

Drei parallel verlaufende Erzählstränge, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben, führen durch den Roman. Jede Geschichte für sich ist spannungsgeladen und könnte einen eigenen Krimi füllen. Das Besondere daran ist, dass Yrsa sich Zeit lässt und jeden Strang detailliert ausleuchtet. Bis zum Schluss hat man als Leser das ungute Gefühl, dass irgendetwas nicht richtig zusammenpasst. Und dann kommt der Überraschungsmoment, der die Puzzleteile neu mischt und sie ein ganzes neues grausames Bild ergeben. 

Ein stimmungsvoller, empfehlenswerter Krimi.





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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

bayern, krimi

Die schwarze Jagd

Dinesh Bauer
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 14.09.2017
ISBN 9783709934043
Genre: Krimi und Thriller

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

deutschland, hannover, hiv, journalistin, kiew, kinderheim, kinderprostitution, korruption, lügen, mädchenhandel, mord, prostitution, thriller, ukraine, zwangsprostitution

Weggeworfen

Tina Voß
E-Buch Text: 425 Seiten
Erschienen bei edel & electric, 05.10.2015
ISBN 9783960290001
Genre: Krimi und Thriller

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119 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

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Leons Erbe

Michael Theißen
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.05.2016
ISBN 9783732525102
Genre: Krimi und Thriller

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berlin, björn, eindunklertrieb, ein dunkler trieb, ermittlung, knaur, krimi, mord, morde, nutten, thriller, trieb, ulder, ulder l.u, www.die-rezensentin.de

Ein dunkler Trieb

L.U. Ulder
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426216019
Genre: Krimi und Thriller

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

die akte zodiac, fallanalytiker, folge 1, killer, köln, krimi, linus geschke, mord, parkplatz, serienkiller, spannung, thriller, usa, zodiac, zodiac-killer

Die Akte Zodiac 1

Linus Geschke
E-Buch Text: 68 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 07.10.2016
ISBN 9783955308186
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wow, was für ein spannender Thriller! Dabei fängt er ganz harmlos an und wirkt auf den ersten Seiten eher wie ein klassischer 0815 Krimi: Ein Pärchen wird ermordet, das Ermittlerteam tritt auf der Stelle und es wird ein externer Analytiker hinzugeholt. Aber dann entfernt sich die Handlung vom ausgetretenen Pfad der Kriminalliteratur und entwickelt eine Dynamik, die mich bis zur letzten Seite fesselt und zu einem grandiosen Thriller wird.

Das liegt in erster Linie an der engen Verknüpfung eines fiktiven Falls mit dem realen Fall um den berühmten Zodiac-Killer, der Ende der 60er Jahre in San Fransisco kaltblütig und extrem brutal junge Liebespaare ermordete und nie gefasst wurde. Der fiktive Killer wütet im heutigen Kölner Raum als cleverer und penibler Nachahmer des realen Zodiac-Killers.

Nach und nach rollen sich die beiden Fälle vor uns auf und es wird schnell klar, das der aktuelle Fall ohne den alten Fall nicht gelöst werden kann. Schicht um Schicht zieht uns der Autor in die kranke Psyche eines intelligenten Serienkillers hinein und untersucht seine Beweggründe, diesen Weg zu beschreiten und sich darin zu verlieren. Auf der anderen Seite verfolgen wir die Arbeit des Ermittlerteams, das immer stärker unter Druck gerät, den Täter schnell dingfest zu machen, bevor er erneut zuschlägt. Und wir erfahren, welche Fehler in den 60er Jahren gemacht wurden, die dazu führten, dass der damalige Täter nie gefasst werden konnte.

Wir haben es hier mit einem einmaligen Mix aus Spannung und interessanten Analysen zu tun. Ein bisschen Sex ist auch dabei. Die Charaktere sind ausführlich gezeichnet, ich fühle mit der leitenden Ermitlungsbeamtin Eva, die den arroganten externen Analytiker Brock überhaupt nicht leiden kann und doch auf seine Unterstützung angewiesen ist.

Ich kann diese Reihe "Akte Zodiac" nur empfehlen und bin gespannt auf weitere Enthüllungsthriller dieses Autors.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Zwei Sekunden

Christian v. Ditfurth
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei carl's books, 08.08.2016
ISBN 9783570585672
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

l.u. ulder, thriller, tödliche zeiten

Tödliche Zeiten

L.U. Ulder
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.03.2014
ISBN 9783426432365
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein solider Thriller, spannend und actionreich. Mit gnadenlosen Killern, die vor nichts zurückschrecken, Ermittlern, die immer einen klitzekleinen Schritt zu spät kommen, Entführung, Erpressung, Mord, Mord, Mord und kreative Computerspezialisten. Was will man mehr?

Klappentext: „Wem kannst du noch trauen? Eine junge Frau wird ermordet. Schnell wird ein Mann als Täter identifiziert, der sich selbst scheinbar umgebracht hat. Doch dann findet die Privatdetektivin Valerie heraus, dass die Polizei ihre Ermittlungen in dem Fall auf politischen Druck eingestellt hat. Gemeinsam mit dem ehemaligen Mitglied der Mordkommission Bergstätter macht sie sich an die Nachforschungen und gerät in eine Spirale aus Intrigen, Korruption und Gewalt. Ein Thriller, der die Diskussion über Fracking und seine Gefahren für die Umwelt neu entfacht.“

Das Besondere an diesem Thriller sind die beiden Hauptcharaktere. Die Privatdetektivinnen Valerie und Anna sind keine Superfrauen, sondern ganz normale Menschen mit gängigen Alltagsproblemen: Zum Beispiel Müttern, die sie in den ungünstigsten Momenten verkuppeln möchten. Sie sind sympathisch und liebenswert. Nun stecken sie mitten in einem Kriminalfall, der immer komplizierter wird, je tiefer sie graben und der so weit geht, dass sie und ihre Familie in den Fall hineingezogen werden. Die anderen Figuren in dem Roman sind im Vergleich zu Anna und Valerie eher skizzenhaft dargestellt.

Ich war sehr gespannt auf die Beschreibungen und Informationen rund um das Fracking, inklusive der Auseinandersetzungen zwischen den mächtigen Ölmultis und den Umweltaktivisten. Der Autor legt aber den Schwerpunkt auf die Lösung der Mordserie und die Aufdeckung der Bestechlichkeit von Staatsanwaltschaft und Kripobeamten. Er geht der Frage nach, wie man als Privatdetektivin in einem Kriminalfall erfolgreich ermitteln kann, trotz der Hürden, die ausgerechnet Polizei und Politik ihr in den Weg legen. Damit rückt der eigentliche Auslöser des Falls im Verlauf des Romans immer mehr in den Hintergrund.

Dieser Thriller ist sehr spannend aufgebaut und gerade die Details in den Ermittlungen zeigen deutlich, dass der Autor sein Handwerk sehr gut versteht. Ihm gelingt es, in mir ein mulmiges Gefühl entstehen zu lassen mit der treibenden Frage: „Wem kann man, verdammt nochmal, in diesem Fall tatsächlich noch trauen?“ Wenn du einen soliden Thriller lesen möchtest, liegst du mit diesem bestimmt nicht verkehrt.

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450 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 120 Rezensionen

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Bird Box - Schließe deine Augen

Josh Malerman , Fred Kinzel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 16.03.2015
ISBN 9783764531218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich weiß nicht warum das Buch Bird Box heißt, aber egal, das Buch ist der Hammer. Es ist gruselig im Stil des Alfred Hitchcock. Es wird mal mehr, mal weniger subtil mit den menschlichen Urängsten gespielt. Dunkelheit, die Kontrolle abgeben zu müssen, den Ursprung der Angst nicht kennen zu dürfen. Das Buch ist auch nicht gerade innovativ. Aber muss das immer sein? Solange die Geschichte die richtigen Akkorde anschlägt, ist das doch mehr als ok.

Ja, Birdbox hat bei mir die richtigen Akkorde angeschlagen. Ich konnte das Buch einfach nicht beiseite legen. Es kommen Wesen auf die Erde, deren Anblick dazu führt, dass die Menschen durchdrehen und andere oder sich selbst in den Tod treiben. Der einzige Weg sich davor zu schützen, ist weg zu sehen, am besten noch die Augen zu schließen. Malorie hat zwei kleine Kinder und tut alles, um ihr Leben zu schützen. Sie trainiert sie darauf zu überleben, sich nur auf das Gehör zu verlassen, Stunden lang Augenbinden zu tragen und still zu sein. Mucksmäuschen still, zu jeder Zeit.

Um die Spannung zu steigern, verwendet der Autor einen bekannten stilistischen Trick. Er lässt zwei Erzählstränge chronologisch gegeneinander laufen. Der eine startet mit der Vorbereitung der Flucht von Malorie und den Kindern aus dem Haus, das nicht mehr sicher ist. In dem anderen wird beschrieben, wie es dazu kam, dass Malorie in diesem Haus Zuflucht fand.

Der Autor ist Frontmann einer bekannten amerikanischen Indie-Band. Vielleicht ist es die Musik, die in dem Buch mitschwingt. Die Beschreibung der Tristesse, in der die überlebenden Menschen stehen und worauf sie ihre Hoffnungen setzen. Wie Stimmungen umschlagen, von fröhlich zu hasserfüllt und zurück. Und wie sensibel Tiere auf Stimmungswechsel und drohende Gefahr reagieren.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Stimmungen in der Geschichte schwingen immer noch in mir nach. Ich lade alle Freunde des subtilen Grusels a lá Alf Hitchcock, dieses Buch zu lesen

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blüten aus babylon, günther klößinger, krimi, kriminalroman, rezension

Fox & Crime / Blüten aus Babylon

Günther Klößinger , Yvonne Prekop
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei epubli, 12.04.2016
ISBN 9783741802928
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was habe ich mich auf das Wiedersehen mit der Familie Prancock gefreut! Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Erzählstrang rund um die etwas chaotische und äußerst liebenswerte Patchwork Familie, hat mir auch in diesem ersten Band der Prancock-Reihe am besten gefallen. Aber auch der Kriminalfall, den Inspektor Prancock mit seinem Team lösen muss, ist sehr spannend aufgebaut. Seine Komplexität zeigt sich erst im Verlauf der Geschichte und bringt das Ermittlerteam fast an seine Grenzen. Auch hier setzt der Autor einen Fokus auf das soziale Gefüge im Team. Der Konkurrenzkampf zwischen Fox und seinem alten Rivalen Steffens führt sogar fast zum Scheitern des Teams.

Auszug aus dem Klappentext:
Eine Leiche im Dachzimmer, die eigene Tochter verschwunden: Zwei Fälle zur gleichen Zeit bringen Inspektor Prancock ans Limit. Der Tote war Mitglied im „Bund der Asketen“, einer Glaubensgemeinschaft, die Verzicht und Bescheidenheit predigt. Bei der gerichtsmedizinischen Obduktion stellt sich jedoch heraus, dass der vorgebliche Asket kurz vor seinem Ableben noch Gänsebraten genossen hatte!

Günther Klößinger startet das Buch mit einer Einleitung, in der er die Entstehungsgeschichte des Romans und der Protagonisten, sowie den Prozess des Schreibens, in sehr persönlichen Worten beschreibt. Dieser Einstieg hat mich sehr berührt. Der Roman liegt unter einer dezenten Patina von Retro. Er wurde zu einer Zeit geschrieben, als es noch keine Smartphones gab und die Musik von der Kassette und mit Walkman gehört wurde. In meinem Kopf entstanden beim Lesen Bilder im warmen Kolorit eines zerkratzte Super8 Films.

Der Erzählstil des Romans ist humoristisch und liebevoll, wenn es um die Familie Prancock geht. Er wird aber kantig und eiskalt, je tiefer die Ermittler in den Kriminalfall eindringen. Hier haben mir die Actionszenen sehr gut gefallen und regelrecht in den Bann der Geschichte gezogen. Wie beim zweiten Band der Reihe, "Schnee von Gestern … und Vorgestern", verliert sich die Handlung manches Mal im Detail. Das hat mich aber nicht daran gehindert, das Buch in einem Rutsch durchzulesen und meine Neugierde auf das Ende zu stillen.

Die Hauptcharaktere in Blüten aus Babylon sind so facettenreich beschrieben, dass es mich nicht wundern würde, wenn ich die 16jährige Jasmin Prancock und ihre Freunde in der Eisdiele um die Ecke real treffen würde. Leider fallen einige Nebenfiguren, wie zum Beispiel die Mitglieder der asketischen Glaubensgemeinschaft etwas flach aus.

Es mag seltsam klingen, aber der erste Band liest sich für mich besonders interessant mit dem Vorwissen aus dem zweiten Band. Die Geschichte hat damit mehr Tiefe und ist in ihrer Komplexität verständlicher. Ich habe nicht das Gefühl in der falschen Reihenfolge gelesen zu haben, wie es manchmal bei anderen Buchreihen der Fall sein kann. Im Gegenteil, ich würde allen sogar raten, die Bücher in der rückwärtigen Reihenfolge zu lesen, sonst geht euch ein Stück Lesevergnügen verloren.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es mir Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Für mich ist der erste Band der Reihe eine Art Prequal zu der ganzen Serie. Hier werden die Meilensteine gesetzt, für weitere Kriminalfälle sowie für die spannenden Entwicklungen in der Familie Prancock. Ich bin sehr gespannt auf Band drei.

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droge, eva lirot, frankfurt, jim devcon, jim devcon-reihe (1), kommissar, krimi, labor, livestyldroge, lust, lustdroge, medikament, paradise, spannung, thriller

Seelenfieber

Eva Lirot
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei null, 17.12.2015
ISBN B019JIGBUG
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es dauerte zunächst eine kleine Weile, bis ich mich mit dem Buch anfreunden konnte, aber schon nach ein paar Kapiteln hatte mich das "Seelenfieber“ fest im Griff und fast bis zum Schluss nicht mehr losgelassen! Der erste Band der Thriller-Serie rund um Hauptkommissar Jim Devcon ist vielversprechend - ich finde, da geht aber noch mehr.

Frankfurt am Main, Hauptkommissar Devcon ermittelt gerne mit unkonventionellen Mitteln und manches Mal am Rande der Legalität. Der gebürtige Amerikaner ist frustriert, weil ihm viel zu oft die großen Fische durch das Gesetzesnetz schlüpfen. Sein Team ist klein, die Mittel gekürzt, es reicht nicht mal, um für jedes Team-Mitglied eine schusssichere Weste anzuschaffen. Ausgerechnet am ersten Arbeitstag der Jungpolizistin Tatjana Kartan, die als Verstärkung in das Team kommt, landet ein sehr komplexer Fall auf den Schreibtisch von Jim Devcon: Die neue Partydroge „Paradise“ fordert erste Tote.

Eva Lirot gelingt es, die Spannung im Verlauf des Buchs mit Hilfe unerwarteter Wendungen hoch zu halten. Mir hat besonders gut gefallen, wie detailliert und realistisch sie die Polizeiarbeit darstellt, mit Meinungsverschiedenheiten und Reibereien im Team, Sackgassen in den Ermittlungen, Fehler, die korrigiert werden müssen, etc. So stelle ich mir Polizeiarbeit in der Realität vor. Darüber hinaus hat sie über die neuesten Entwicklungen der Forschung im Feld der synthetischen Drogen und Lustdrogen recherchiert, mit erschreckendem Ergebnis.

Es hat mir großen Spaß gemacht, das Tauziehen zwischen dem kantigen Hauptkommissar und dem nicht minder willensstarken und unbequemen Neuling Tatjana Kartan zu verfolgen. Tatjana lässt sich nichts vormachen und erkämpft sich im Laufe der Geschichte Respekt bei dem Team. Jim Devcon fällt es wiederum schwer anzuerkennen, dass die jüngere Generation durchaus nützliche Expertise einbringen kann.

Es steckt eine Menge Potenzial in dieser Serie. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie es mit Tim und Tatjana weitergeht, und ob es der Autorin gelungen ist, ihren Stil in den Folgeromanen zu verfeinern. Ein empfehlenswerter Thriller.

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günther klößinger, komplexe handlung, krimi

Schnee von gestern ...und vorgestern

Günther Klößinger
E-Buch Text: 616 Seiten
Erschienen bei epubli GmbH, 11.12.2014
ISBN 9783737520829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Krimi oder Thriller, womit haben wir es hier zu tun? „Schnee von gestern… und vorgestern“ ist Krimi UND Thriller mit einem Sahnehäubchen Historie und einer Prise Humor. So komplex sich das Genremix für diesen Roman gestaltet, so komplex ist auch die Handlung, denn Günther Klößinger schafft es, auf natürliche Art die Brücke von der heutigen Zeit in die dunkle Nazivergangenheit Deutschlands zu schlagen. Und ich werde bis kurz vor Schluss im Dunklen gelassen, wo die genauen Zusammenhänge und Motive für die Mordserie liegen.

Die Klammer um die Geschichte bildet die sympathische Patchwork-Familie rund um den englischstämmigen Kriminalbeamten John Prancock. Alle Familienmitglieder, inklusive Ex-Frau, sind jeweils in scheinbar ganz unterschiedliche Kriminalfälle verwickelt. Seine Tochter ist zum Beispiel in ein Integrationsprojekt für Asylanten involviert, das plötzlich von Unbekannt attackiert wird. Die Ex-Frau hat von der lokalen Zeitung den Auftrag bekommen, einen Artikel über den längst verjährten ungeklärten Mord an einem respektablen Gemeindemitglied zu schreiben. Prancock selbst erhält im Urlaub in Frankreich einen Hilferuf, den er nicht ignorieren kann. Klingt ziemlich verworren? Das ist es auch. Gerade das ist auch das Spannende an diesem Roman. Ich fragte mich beim Lesen immer wieder, wie der Autor es bloß schaffen will, diese Erzählstränge zusammenzubringen. Es funktioniert tatsächlich - logisch und nachvollziehbar.

Leider verliert sich der Roman an manchen Stellen zu sehr im Detail und es fällt mir schwer, die Spannung wie auch den roten Faden wieder zu finden. Ich werde in solchen Situationen meist ungeduldig und blättere heimlich vor (womit ich mich jetzt als ungeduldige Leserin geoutet habe). Sehr interessant dagegen, fand ich die Erläuterungen über den Nazi-Filz, der von einer kleinen Ortschaft von den Kriegsjahren bis heute schweigend geduldet oder sogar unterstützt wird. Mir gefiel der Erzählstrang rund um die Jugendlichen und  ihre Hilfs-Initiative für Asylanten sehr gut. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig und derart lebendig beschrieben, dass ich schnell ganz viele Bilder dazu im Kopf habe.  

Ja, das Buch ist dick. Ja, es lohnt sich auf jeden Fall es zu lesen. Insbesondere, wenn du dich für die Nazivergangenheit Deutschlands und für Krimi-Thriller rund um dieses Thema interessierst. Ach ja, die Geheimdienste habe ich vergessen zu erwähnen und die Nonnen und...

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Geständnisse des Sekretärs: Ein klassischer Kriminalroman

Henry Hounting
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei null, 01.06.2015
ISBN B00Y376TYW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die „Geständnisse des Sekretärs“ ist ein klassischer Krimi. Es geht hier nicht um die Aufklärung von Mordfällen, wie bei den meisten modernen Krimis, sondern um die auf Logik basierende Indizienanalyse eines Verbrechens, die schließlich zur Aufklärung des Falles führt. Also etwas für Tüftler. Ganz im Sinne der klassischen Krimi-Literatur. Zeit und Ort des Krimis ist, wie könnte es auch anders sein, Großbritannien im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ich empfehle dieses Buch allen Liebhabern von klassischen Krimi-Autoren, wie Agatha Christie und Arthur Conan Doyle.

Victor Hounting ist ein emeritierter Mathematikprofessor. Und als Mathematiker tüftelt er sehr gerne - am allerliebsten an scheinbar unlösbaren Kriminalfällen. In Polizeikreisen gilt er als skurril und schrullig, wegen seiner ungewöhnlichen Art an den Fall heran zu gehen. Seltsamerweise gelingt es ihm immer wieder, und nur auf Grund der Indizienlage, die vertracktesten Fälle erfolgreich zu lösen. Deshalb wird er dann doch und etwas wiederwillig zur Unterstützung herangezogen, wenn die Polizei in einer Sackgasse steht. In dieser Geschichte geht es um einen wichtigen Kaufvertrag des Lord Wallingham, der scheinbar auf dem Postweg (damals noch per Kutsche) zwischen Liverpool und London verschwunden ist.

Der Krimi ist im  Stil der Agatha Christie und Arthur Conan Doyle Romane geschrieben, inhaltlich wie sprachlich an das 19. Jahrhundert angepasst. Allerdings trägt er ein leichtes Augenzwinkern mit sich und treibt die Analyse und Herleitung zur Aufklärung des Falls, auf die äußerste Spitze. Verdächtigt wird der Sekretär des Lord Wallingham, der aus Versehen das verschwundene Dokument mit nach Liverpool genommen hatte. Dieser legt im Laufe der Geschichte mehrere Geständnisse ab, jedes näher an der Wahrheit als sein Vorgänger und immer angepasst an den neuesten Ermittlungsstand. Das Ermittlerteam, bestehend aus Mathematikprofessor Hounting, Polizeiinspektor Burdy und die junge Assistentin des Polizeipräsidenten Emely L‘Saint, legt minutiös die einzelnen “Zwiebelhäute“ frei, bis sie zum Kern der Sache kommen, der für mich überraschend war.

Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Kriminalroman zu lesen. Am schönsten waren die Stellen, wo der Humor des Autors hier und da aufblitzte.  Die geheimnisvolle Geschichte um die Entstehung des Romans und wie es dazu kommt, das der Autor den gleichen Namen trägt, wie der Mathematikprofessor, ist ähnlich geheimnisvoll gestaltet und kann auf der Autorenseite bei Amazon nachgelesen werden. Wenn du ein Liebhaber klassischer Kriminalromane bist, dann lohnt es sich allemal, „Die Geständnisse des Sekretärs" zu lesen.

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2.094 Bibliotheken, 31 Leser, 11 Gruppen, 205 Rezensionen

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Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Eleria-Trilogie stand schon lange auf meiner Wunschliste – zu lange. Als "Die Verratenen" im Rahmen einer Wanderbuch-Aktion auf die Reise geschickt wurde, beschloss ich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wanderbuch testen und endlich dieses Buch lesen. Ich frage mich, warum ich das Buch nicht viel früher in die Hand genommen habe, denn "Die Verratenen" ist ein starker Start in die dystopische Welt von Ria und ihren Freunden und macht Lust auf mehr.

Ria gehört zur Elite der aus dem All auf die Erde zurückgekehrten Menschen. Sie sollen testen, ob ein Leben auf der Erde wieder möglich ist. Sie sind Teil einer stark reglementierten Gemeinschaft, die vermeintlich auf Gerechtigkeit aufgebaut ist. Ihre Freiheit ist stark eingeschränkt, denn sie müssen in so genannten Sphären leben. Das sind riesige Kuppeln, die sie erst endgültig verlassen dürfen, wenn die Erde ausreichend bewohnbar ist. Außerhalb der Sphären leben die Nachkommen der nach der Zerstörung der Erde zurückgelassenen Erdenbewohner unter sehr primitiven und schwierigen Bedingungen. Die heile geregelte Welt von Ria fällt in sich zusammen, als ihr und weiteren fünf Jugendlichen vorgeworfen wird, sie seien Teil eine Verschwörung. Sie werden verfolgt und sind plötzlich auf die Hilfe der „Außenbewohner“ angewiesen.

Trotz des klassischen Dystopien-Aufbaus (zwei gegensätzliche Gesellschaftsformen treten gegeneinander an, bzw. werden unterlaufen), packt mich die Handlung und es bleibt spannend bis zum Schluss. Es baut sich ein wahrer Thriller auf, in der es um Intrigen und Macht geht. Die Charaktere werden sehr vielschichtig beschrieben und die besonderen Umstände der Welt, in der Ria lebt, werden erst nach und nach preisgegeben. Ria ist Vorzeigestudentin, die Nummer sieben im offiziellen Ranking der Studenten. Ihre Stärke ist, dass sie die Emotionen der Menschen sehr gut an ihrer Körperhaltung und Mimik lesen, analysieren und daraus Schlüsse ziehen kann. Als erste Zweifel an der Ehrlichkeit ihrer Sphärenwelt aufkommen, versucht sie den äußeren Schein aufrechtzuerhalten, was ihr im Laufe der Geschichte immer weniger gelingt. Interessant.

Der Auftakt der Trilogie hat mich überzeugt. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt in dem Thriller, dem Machtkampf, dem Erkennen von Wahrheit und Unwahrheit. Es lässt sich in einem Rutsch durchlesen, hat eine angenehme Sprache und das Setting bietet wenige Überraschungen. Der Fokus der Autorin liegt auf der gesellschaftlichen, sozialen und zwischenmenschlichen Ebene und der Aufklärung der Verschwörung. Ich bin sehr neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird, welche Rolle die einzelnen Protagonisten in ihr spielen werden, insbesondere Ria. Teil zwei und drei stehen schon ganz oben auf meiner Weihnachtswunschliste.

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berlin, fesseln, grenzen, kick, krimi, masochistisch, mord, mörder, ole tänzer, siegfried langer, sklave, sm, sm-szene, sm-thriller, thriller

Nachschlag - Ich bin dein Herr und Mörder

Siegfried Langer
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 30.08.2015
ISBN B014P8Y8DC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Thriller, der in der SM-Szene Berlins spielt - das versprach spannende Unterhaltung. Also nahm ich  das Angebot des Autors an, seinen Roman zu lesen und ließ mich in diese faszinierende Parallelwelt entführen. Der Thriller ist interessant und spannend zu lesen. Insbesondere, da er an einigen Stellen schon fast dokumentarische Züge hat. Er ist nicht pornografisch, auch wenn der Verlag und das Pseudonym es vermuten lassen. Ole Tänzer ist Siegfried Langer, der das Buch schrieb bevor Shades of Grey die Thematik in den Mainstream spülte.

In dem Thriller stehen zwei Brüder im Mittelpunkt des Geschehens. Auf der einen Seite der stille Ole, der tief in die SM-Szene eingetaucht ist und auf der Suche nach dem ultimativen Kick alle Vorsicht und Sicherheitsvorkehrungen in den Wind schlägt. Auf der anderen Seite ist sein Bruder Björn, der sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Bruder macht und völlig Ahnungslos in diese fremde Welt stolpert.

Der Wechsel zwischen den beiden Perspektiven ist ein gelungenes Stilmittel, um mich gemeinsam mit Björn aus der Ahnungslosigkeit abzuholen und an seiner Hand in diese Welt zu entführen. Die Einbindung der E-Mail Korrespondenz von Ole mit potenziellen Spielgefährten gibt dem Thriller schon fast einen dokumentarischen Charakter. Beeindruckend fand ich die Ausarbeitung der Nebenfiguren. Der schillernde und sensible Transvestit Ulli, die beste Freundin von Ole zum Beispiel, oder die furchteinflößende und auch menschliche Domina wirkten weder klischeehaft, noch bedienten sie Vorurteile. Ich hatte fast den Eindruck, der Autor hatte bei der Entwicklung dieser Figuren sehr reale Persönlichkeiten im Sinn.

Der Thriller ist im Aufbau spannend bis zum Schluss, auch wenn sich schon früh erahnen lässt, in welche Lage sich der verschwundene Ole manövriert hat. Auf der Suche nach seinem Bruder begegnet Björn einigen interessanten Vertretern der SM-Szene und wir lernen deren Motivation, diese Spielart zu leben, kennen und ein Stückweit verstehen. 

Mit Nachschlag hat Ole Tänzer einen lehrreichen und spannenden Thriller hingelegt, der mich die Luft des SM schnuppern lässt, ohne dabei allzu aufklärerisch oder aufdringlich zu sein. Er kreiert Figuren, die so real sind, als könnten sie mir jederzeit auf der Straße begegnen. Wenn du mehr über die Welt aus Bondage und Unterwerfung  erfahren und auch noch einen spannenden Thriller lesen möchtest, bist du hier genau richtig.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jan p. zille

Sprudel und Puste: Die Tote Reihe: Heft 2

Jan P. Zille
E-Buch Text: 25 Seiten
Erschienen bei null, 08.05.2014
ISBN B00JYDPS60
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit diesem Kurzkrimi geht es genauso interessant weiter wie beim ersten Teil der Toten Reihe „Messer und Herz“. Mit geschickter Sprache und klarem Stil zieht mich der Krimi schon mit dem ersten Satz in seinen Bann.

Dieses Mal ist es ein ermordeter Familienvater und Autohändler, der zu mir spricht. Auch hier haben wir es mit einem sehr unangenehmen Zeitgenossen zu tun. Aber dieses Mal verspüre ich keinerlei Mitleid mit dem Toten. Sein Ego ist so groß, dass er selbst im Tod daran zweifelt, tatsächlich ermordet worden zu sein.

Und wieder taucht Kriminalkommissar Kryszek auf, der mit den Leichen spricht und glaubt darüber wichtige Hinweise auf den Täter zu bekommen. Wir haben es auch mit dem gleichen Mörder zu tun. Herr Weiss ist Berufspokerspieler und fühlt sich in seiner wohlverdienten Ruhe extrem gestört. Er ist ein mindestens genauso unangenehmer Typ wie sein Opfer.

Der Schreibstil ist knapp und klar gehalten. Die Sprache ist die eines Machos und Besserwissers, der es nicht fassen kann, dass ausgerechnet sein Nachbar, der Loser, ihn ermordet hat. In dieser Geschichte liegt der inhaltliche Fokus auf der Auseinandersetzung des Ermordeten mit seinem Zustand als Toter. Durch diese Verschiebung der Perspektive gegenüber Teil eins der Reihe, entstehen keine Wiederholungen und die Spannung bleibt bestehen. Vielmehr baut dieser Krimi auf den ersten Teil auf, greift einzelne Fäden aus seinem Vorgänger auf und füttert mich dazu mit weiteren Informationen. Wir haben es hier auch mit dem gleichen Setting zu tun - einer kleinen Vorstadtsiedlung. Ich muss an den Stil der klassischen Krimis á la Agatha Christie denken: Wir bewegen uns in einem überschaubaren Personenkreis.

Jan P. Zille überzeugt auch hier mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer einzigartigen Erzählperspektive. Auch wenn sie dieselbe ist, wie im ersten Heft der Reihe, kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil, wir können noch tiefer in die Welt des Mörders eintauchen und erfahren Details aus der Vorstadt-Siedlung, der Kulisse dieser eiskalten Morde. Ich bin deshalb sehr gespannt auf den dritten Teil der Reihe und darauf, wie sich diese Mordserie weiter entwickeln wird.


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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jan p. zille, messer und herz

Messer und Herz: Die Tote Reihe: Heft 1

Jan P. Zille
E-Buch Text: 20 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 08.04.2014
ISBN B00JJLTUPM
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ok, vielleicht stecke ich momentan etwas zu tief im Krimi-Modus, es fangen nämlich schon die Toten an mit mir zu sprechen. Aber … sie tun es ja tatsächlich!! Daraufhin lese ich zuerst die Geschichte in einem Rutsch durch und mache dann ein dickes „unbedingt merken“ Kreuz an die „Tote Reihe“ von Jan P. Zille. Die werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

Es spricht also ein Toter mit mir: Ein toter 15jähriger Junge, der von einem Unbekannten ermordet wurde und selbst aus dem Vorraum zum Jenseits wissen möchte, wer das war. Er beginnt trotz seiner „Einschränkung“ zu ermitteln und bekommt Hilfe von einem Kriminalbeamten, der die Angewohnheit hat, den Ermordeten den neuesten Ermittlungsstand zu erzählen. Der Junge weiß aber auch, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um den Fall zu lösen.

Wir haben es hier nicht mit Zombie-Horror oder weichgespülter Esoterik zu tun. Der Junge erzählt in nüchtern und direkter Art die Begebenheiten aus seiner persönlichen Perspektive – der eines toten Jugendlichen. Und das ohne Umschweife und in kurzen, klaren Sätzen. Wenn es sich hier nicht um einen Toten handelte, würde ich sogar sagen: Frisch und knackig. Dabei setzt der Autor sehr geschickt, weder übertrieben noch aufgesetzt, die Jugendsprache inklusive einer Prise Humor als wesentliches Stilmittel ein. Um eines mal klar zu stellen, wir habe es in diesem Fall mit einer waschechten Nervensäge zu tun. Einem Jungen, dem es großen Spaß macht sein Umfeld zu terrorisieren. Und dennoch wirkt er ein stückweit sympathisch. Es gibt eben kein Gut und Böse im Totenreich.

Auf nur 20 Seiten zaubert der Autor eine tiefgründige und ungewöhnliche Kriminalgeschichte, die eine völlig unerwartete Perspektive einnimmt. Der Protagonist wirkt sehr realistisch und hinterlässt bei mir einen starken Eindruck.

Ich behaupte mal, wir haben es bei dieser Geschichte mit einem Goldstück zu tun. Wer also schon immer wissen wollte, wie Tote ticken, und keinen Sinn für überflüssige Umschweife hat, sollte sich dieses kurze Erzählstück zu Gemüte führen. Es lohnt sich unbedingt. Jan P. Zille, diesen Namen werde ich mir merken und in der Zwischenzeit Teil 2 der Reihe lesen.

Mein Dank an den Autoren für das Rezensionsexemplar.

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163 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Das große Schweigen

Katja Montejano
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516575
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wozu sind Menschen fähig, wenn sie psychisch an den Rand des Abgrunds getrieben werden? Oder wie weit gehen sie, um ihre dunkelsten Geheimnisse im Verborgenen zu halten? Diesen Fragen geht Katja Montejano mit ihrem Krimi „Das Große Schweigen“ nach. Schonungslos und brutal ist er und bereitet mir spannende Lesestunden mit Gänsehautfeeling. Nicht zuletzt, wenn ich mir vor Augen führe, dass ein dunkles Kapitel der Schweizer Justiz in dem Buch mitschwingt.

Der Krimi beruht auf der Frage nach den Konsequenzen, die aus totgeschwiegenen Geheimnissen der Vergangenheit entstehen, bei Familien, unter Freunden und beim Staat. Die „administrativ Versorgten“, mir schaudert bei dieser kalten Amtssprache, waren tausende von Jugendlichen, die ohne Grund ins Gefängnis gesteckt wurden und so genannten fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen ausgesetzt waren. Erst Anfang der 80er Jahre wurde dieses System auf Drängen des europäischen Menschenrechtsrats abgeschafft, die Akten vernichtet und die Begebenheit totgeschwiegen. Die Opfer waren auf sich gestellt und mussten zusehen, wie sie mit ihrem Trauma zurecht kommen,

Totgeschwiegenes kann Monster ausbrüten, und das geschieht in diesem Krimi auf besonders makabre Art. Eine brutale Mordserie erschüttert Bern. Und es trifft ausgerechnet Familie und Freunde von Primrose, einer ehemaligen Kriminalbeamtin. Sie merkt, dass sie selbst Ziel des Mörders wird und versucht gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kollegen Luc dem Mörder zuvor zu kommen. Dabei stolpert sie über ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das sie aber bis zum Ende des Krimis nie gänzlich aufklären kann. Das große Schweigen zieht sich durch den ganzen Roman. Und gleichzeitig legt sich eine Schicht des schrillen Entsetzens über die Handlung.

Die Autorin spielt gekonnt mit Stil und Spannung und zieht mich bis zur letzten Seite - ach was - bis zum letzten Satz in ihren Bann. Mit Einstreuungen von Schweizerdeutschen Begriffen bringt sie unauffällig das Kolorit des Alpenstaates ins Spiel. Die Figuren sind sehr plastisch dargestellt und ich kann mich gut in ihr Handeln einfinden. Es gibt kein Schwarz, kein Weiß, sondern Menschen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben, mal groß und mal klein. Im Vergleich zum Vorgänger „Zerrspiegel“ ist dieser Krimi stilistisch wesentlich ausgefeilter. Dieser Krimi bewegt sich auch stark in Richtung Thriller. Es stehen nicht nur die Ermittlungen im Mittelpunkt, sondern auch das Spiel des Mörders mit seinen Opfern, die er bis in den Tod brutal quält und foltert.

Das große Schweigen ist ein spannender Krimi mit starken Thriller-Anteilen. Er ist wahrlich nichts für schwache Nerven, strahlt aber auch menschliches und sensibles aus. Das Schweigen mit all seinen Konsequenzen zieht sich bis zum Schluss durch die ganze Geschichte und hinterlässt bei mir einen bitteren Beigeschmack. Wenn du Lust auf Gänsehaut und spannende Unterhaltung hast, ist dieses Buch genau das Richtige für dich.

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fantasy

Erkar Bodin: Ein Yrangir-Fantasy-Krimi (German Edition)

Jan Viebahn
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei null, 10.06.2014
ISBN B00KXE6UKW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Krimi im Fantasyroman? Was für eine spannende Kombination! Als der Autor mir dieses Buch zur Rezension anbot, musste ich einfach zugreifen. Leider war mir vor lauter Neugier entgangen, dass es sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie handelt. Diese Info fehlte mir tatsächlich ein bisschen beim Lesen, aber ich werde das bei der Bewertung des Buches mit berücksichtigen und den ersten Teil „Schwarzes Licht“ auf jeden Fall noch lesen.

Die Geschichte  ist sehr spannend aufgebaut, mit unerwarteten Wendungen, gerade zum Ende des Krimis. Jan Viebahn entführt uns nach Yrangir, ein mittelalterlich anmutendes Kaiserreich voller dunkler Magie und lebensgefährlichen Geheimnissen. Erkar Bodin, Leutnant der Stadtwache ist beauftragt, einen Doppelmord unter Priestern aufzuklären. Scheinbar handelt es sich um einen einfachen Raubmord. Jedoch kommt alles anders und Erkar gerät immer tiefer in die Welt der Intrigen und Machtkämpfe im Reich, wo niemand ist was er scheint und am Ende nicht mal vor der Ermordung des ersten Kaisers Halt gemacht wird. Erkar Bodin ist ein kluger Kopf und wird oft von seinen Gegnern unterschätzt, wenn er nicht gerade wieder im Vollrausch steckt. Diese Schwäche und seine unerwiderte Liebe zu Rina sind leider die einzigen herausstechenden Charakteristika des Hauptprotagonisten, was ich sehr schade finde, da er ein sympathischer Kerl zu sein scheint. Für meinen Geschmack wird seine Alkoholsucht zu sehr in den Vordergrund gestellt und muss immer wieder für das Versagen von Erkar herhalten. Andere Figuren sind da wesentlich differenzierter ausgestaltet. Vor allem die Beschreibung der Bösewichte, die in der schwarzen Magie bewandert sind, ist sehr gelungen und lässt mich immer wieder schaudern.

Die Kombination der beiden Genres gelingt dem Autor leider nur zum Teil. Das mag unter anderem an der wechselhaften Sprache des Romans liegen. Manchmal schleicht sich hier und da die moderne Umgangssprache ein, die für meinen Geschmack nicht in diese Fantasy-Welt passt.

Ich finde immer noch, dass Krimi und Fantasy unbedingt zusammen passen. Vielleicht experimentiert der Autor im Verlauf der Trilogie noch ein bisschen mit dieser Kombination. Das würde mir gefallen. Der Abschluss des Romans macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf den ersten Band, der hier schon auf mich wartet (und vergebe 3,5 Sterne).

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1888, ein dunkel lich, ermitteln, jack the ripper, krimi, manuzio, mat, matí, mord, rezension, scotland yard

Ein dunkel Licht

matì
E-Buch Text: 473 Seiten
Erschienen bei null, 09.08.2014
ISBN B00ML3UXF6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Thriller, der mich sofort packte. Schon allein das Setting ist klasse: London und „Das Ende der Welt“ in Wales. Wahrscheinlich auch, weil ich mit diesen beiden Orten ganz viel Verbinde. Aber auch, weil sie sich einfach genial als Setting für Thriller mit Mystikanteilen eignen. Düster, verschwörerisch und voller Intrigen. Ich finde mich atmosphärisch in der Umgebung von Frankenstein, Jack the Ripper und Jackyll und Hyde wieder. In diesem Thriller jagt eine Überraschung die nächste. Ich werde von Puzzleteil zu Puzzleteil geführt und rätsele gemeinsam mit Oscar Falters, dem kauzigen Ermittler mit dem steifen Bein um die Wette, was denn jetzt hinter der verworrenen Geschichte um das verschlüsselte Tagebuch der Elena Cross stecken mag.

Wir befinden uns in den 60er Jahren. Oscar Falters ist ruhmreicher Kommissar bei Scotland Yard und bekommt einen Sonderauftrag, der ihn ausgerechnet in das allerletzte Nest von Wales verschlägt. Er gerät in ein Spinnennetz aus Intrigen, ungewöhnlichen Mordfällen, Kindesentführungen und eigenwilligen Dorfstrukturen. Es geschehen die wundersamsten Dinge, die mit klarem Verstand einfach nicht erklärbar sind. Ich gebe schnell auf und nehme sie einfach hin.

Der Thriller besteht aus lauter kleinen Puzzleteilen, die sehr geschickt im Laufe der Geschichte zusammengefügt werden. Zeitenwechsel machen die Handlung noch komplexer und sehr interessant. Ich frage mich zum Beispiel sehr lange, was die Jahre 1887 und die 60er Jahre gemeinsam haben? Erst am Ende, im Epilog, als das letzte Puzzleteil seinen Platz gefunden hat, entweicht mir ein „Aha!“ Und die Frage aller Fragen des Thrillers wird annähernd beantwortet. Ich muss zugeben, dass es mir an einigen Stellen schwer fiel, der Geschichte zu folgen und die Protagonisten einzuordnen. Man muss sich verdammt konzentrieren bei diesem Buch. Ich mag das. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ich kann mich schnell in die Handlung hinein versetzen und folge gespannt Oscar Falters auf Schritt und Tritt (inkl. Fehltritte).

Dieser Thriller ist ungewöhnlich, rätselhaft, dunkel. Er fordert dem Leser, zumindest mir, sehr viel ab. Geheimorganisationen und Verschwörer tummeln sich im London und Wales der 60er Jahre. Und mitten drin Oscar Falters, der eisern versucht den Knoten zu entwirren. Zwischendrin habe ich den Faden verloren, weil die Konzentration nachließ, konnte ihn aber glücklicherweise wieder aufgreifen. Wenn du ein Puzzler bist, dann ist dieses Buch für dich genau richtig!

 

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Tödliches Wasser

Xiaolong Qiu , Susanne Hornfeck
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423214292
Genre: Krimi und Thriller

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