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131 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

dystopie, juli zeh, leere herzen, geschäft mit dem tod, roman

Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Hoch hinaus

Tom Schamp
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.09.2017
ISBN 9783446254909
Genre: Kinderbuch

Rezension:

nach ganz oben.
Dieses Motto inspirierte den Illustrator und Künstler Tom Schamp möglicherweise bei seinem aktuellen Titel „Hoch hinaus“.  Das Pappbilderbuch kann man sich nicht nur Doppelseite für Doppelseite ansehen, man es auch ganz aufklappen. Vor dem Leser entsteht somit ein Hochhaus mit seinen acht Stockwerken.
Tom Schamp schickt seine „Leser“ mit zwei Kindern durch die einzelnen Etagen des Wolkenkratzers. Dabei lernt man nicht nur das Hutgeschäft im Erdgeschoss oder den Matrosen mit der Meerjungfrau in der Badewannen kennen, auch ein lustiges Abendessen mit allen Hausbewohnern im obersten Stock erwartet den „Besucher“.
Die Bilder haben sowohl unsere dreijährige Tochter als auch mir gut gefallen. Die jeweiligen Szenen sind sehr farbenfroh aber auch fantasie- und detailreich illustriert. Man kann sich die Bilder unzählige Male ansehen und entdeckt immer wieder ein Detail, das einem bisher noch nicht aufgefallen ist. In jeder Etage gibt es übrigens eine kleine Maus sowie einen weißen Hasen zu entdecken. Da entwickelt sich schnell ein Wettstreit daraus, wer die beiden Tiere zuerst findet.
Der Seitenrand ist zudem noch mit einer Zentimeterskala versehen. Da man das Buch ganz aufklappen und am oberen Ende aufhängen kann, kann man die schönen Bilder im Kinderzimmer auch als Messlatte nutzen. Eine sehr nette Idee.

Fazit:
Ein detailreiches und farbenfrohes Bilderbuch!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bilderbuch, traktor

Trecker kommt mit

Finn-Ole Heinrich , Dita Zipfel , Halina Kirschner
Fester Einband
Erschienen bei mairisch Verlag, 15.09.2017
ISBN 9783938539484
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch dreht sich, wie der Titel schon vermuten lässt, um einen Traktor. Eine Familie zieht mit ihrem Sohn von ihrer Wohnung auf dem Land in die Stadt. Ganz klar, dass der Traktor den Jungen begleiten muss. Schließlich will man ja in der neuen Umgebung nicht alleine sein. Außerdem hat so ein Trecker ja ungeahnte Vorteile – auch in der Stadt. Jetzt muss man nur noch die Eltern davon überzeugen.

Die Farbgestaltung des Buches ist, vergleicht man sie mit anderen Kleinkinderbüchern, auffällig. Sind die Bilder doch ausschließlich in den Farben, orange, türkis, hellblau, weiß und schwarz gehalten. Der Junge, die Tiere, der Traktor, die Landschaft sowie die jeweiligen Gegenstände werden sehr groß dargestellt. Das gefällt mir gut. Details sind für Kinder dadurch gut erkennbar. Zudem spiegelt es vermutlich auch die kindliche Perspektive, aus der heraus, manchen Dinge sicherlich bisweilen riesig erscheinen. Die Farbtöne, die sich durch die ganze Geschichte ziehen, gefallen mir dahingegen nicht. Die einzelnen Szenen verschmelzen regelrecht zu einem „Einheitsbrei“. Die Aufmerksamkeit unserer dreijährigen Tochter konnten die Bilder, leider nicht länger als bis zur dritten Seite gewinnen.

Die Textpassagen, sind aus der Perspektive des Kindes heraus geschrieben, der seine Argumentation an die Eltern richtet. Diese sind relativ kurz und knapp gehalten. Für meinen Geschmack waren sie absolut ausreichend. Der „Vorleser“ kann die Geschichte ja ohnehin ein bisschen mit eigenen Worten erzählen. Die jeweiligen Gefühle des Kindes sind daraus gut ableitbar. So erkennt man schnell, ob der Junge trotzig, wütend oder enthusiastisch ist.

Fazit:

Ein Kinderbuch, das sowohl durch seine Darstellung als auch durch seinen Text polarisiert. Entweder man liebt es oder man mag es nicht.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

Hôtel Atlantique

Valerie Jakob
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.04.2017
ISBN 9783805251341
Genre: Romane

Rezension:

Delphine, la commissaire, ist pensioniert und kehrt zurück in ihr früheres Elternhaus in das kleine Dorf St. Julien de la mer. Dort vertreibt sie sich nun ihre Zeit mit Gärtnern, besucht ab und zu Freunde und trifft sich regelmäßig mit ihrer guten Freundin Aurélie zum Tee.

Die Idylle wird gestört, als Aurélie plötzlich nicht zum Tee erscheint. Delphine macht sich auf dem Weg zu ihrem Hotelzimmer, dass ihre Freundin vorrübergehend bewohnt und plötzlich ist auf der Terrasse, einen Stock tiefer, ein Aufprall zu hören. Aurélie ist von ihrem Balkon gestürzt und ist tot. Zufall? Daran glaubt die ehemalige commissaire nicht. Auch wenn es kein Fremdeinwirken zu geben schien. Gemeinsam mit Karim, ihrem 15jährigen Bekannten und Flaubert, einem Bewohner aus dem Dorf nimmt Delphine wieder die „Ermittlungen“ auf.

 Der Krimi beginnt recht „gemütlich“. Dem Leser werden zuerst einmal alle Beteiligten vorgestellt, Verbindungen zwischen ihnen sowie die Landschaft drum herum ausführlich dargestellt bzw. anschaulich beschrieben. Ich konnte mich gut in die Szenerie „einleben“. In St. Julien herrscht eben eine ganz eigene Stimmung, die mir gut gefiel. Kaum hat man es sich allerdings so richtig schön gemütlich gemacht, wird man jäh wieder herausgerissen.

Aber auch kurz nach dem Vorfall, dauert es ein bisschen, bis der Verlauf der Geschichte so richtig Fahrt aufnimmt. Doch dann gibt es kein Halten mehr. Ab diesem Zeitpunkt, habe ich das Buch nicht mehr weggelegt. Aufhören konnte ich erst, als das Buch zu Ende war.


Fazit:

Ein spannender Krimi mit französischem Küstenflair.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Das Wunder der wilden Insel

Peter Brown , Uwe-Michael Gutzschhahn , Stefan Kaminski
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783742402400
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Frachtschiff sinkt mit einer großen Ladung an Robotern vor einer einsamen Insel in der Wildnis. Einige der Kisten werden an die Küste getrieben und zerschellen an der steinigen Felsküste. Nur eine Kiste gelangt einigermaßen unversehrt an Land. Neugierige Otter, die sich der Verpackung nähern, gelingt es durch Zufall, den darin verpackten Roboter zu aktivieren. Wie ein Küken aus seiner Schale, klettert das Computermädchen „Rozzum“ aus ihrer Kiste hinein in eine unbemannte Wildnis. Auf ihrem Streifzug über die Insel stellt Roz schnell fest, dass sie nicht alleine ist. Mit ihr befinden sich eine Menge Tiere auf dem Eiland. Da sie den tierischen Bewohnern durch ihre Erscheinung aber zunächst einmal Angst einjagt, muss Roz vielen Gefahren trotzen und stellt mit der Zeit fest, dass Anpassen und Tarnen hilfreiche Methoden sind um unbeschadet über die Runden zu kommen. Nach und nach erlernt der Computer die Sprache der Tiere und kann sich so mit ihnen austauschen. Das Vertrauen wächst. Bald ist Roz aus der Inselgemeinschaft nicht mehr wegzudenken. Doch ihr „Überleben“ des Frachter Unglücks ist den Computerherstellern nicht verborgen geblieben. Sie setzen alles daran um den verloren geglaubten Roboter zurückzubekommen.

Der Autor Peter Brown erschafft einzigartige Charaktere, die sowohl durch ihre Charaktereigenschaften als auch durch ihre Verhaltensweisen bestechen. Neben dem lustigen Opossum, den hilfsbereiten Bibern und dem eifrigen Eichhörnchen, ist mir natürlich auch Roz gleich ans Herz gewachsen. Durch ihr Verhalten vermittelt  Peter Brown seinen Lesern was es heißt für jemanden da zu sein, gebraucht zu werden und dass es nicht auf das Aussehen oder auf die Spezies ankommt, sondern nur auf das jeweilige Individuum an sich und seine Taten.nIch muss zugeben, dass ich während dem Verlauf der Geschichte, gelacht, geweint, geschimpft, gebangt, geschrien, geschmunzelt und schwer geseufzt habe. Alles war dabei.Die jeweiligen Spannungsbögen werden gekonnt aufgebaut und flachen eigentlich nie wirklich ab. Der Leser bzw. der Zuhörer folgt gebannt dem Handlungsverlauf vom ersten Satz bis zum letzten Wort.

Im Hörbuch ist dies allerdings nicht zuletzt dem Sprecher Stefan Kaminski geschuldet. Er verleiht den „Darstellern“ nicht nur eine Stimme, Herr Kaminski erweckt sie und die Landschaft, in der sie sich bewegen zum Leben. Besonders begeistert hat mich z.B. die Vertonung der Bären. Als die Bärenmutter ihre Kinder zu Recht weist, bin ich selbst etwas zusammen gezuckt und in meinem Autositz etwas nach unten gerutscht. Ihm ist es zu verdanken, dass mir die Geschichte auf jeden Fall lange im Gedächtnis bleiben wird.

Fazit:

Eine fantastische Geschichte, fantastisch vertont!

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lügnerin, roman, lüge, ch: niveau 2017

Lügnerin

Ayelet Gundar-Goshen , Helene Seidler
Fester Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 27.09.2017
ISBN 9783036957661
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Alle meine Tierlieder und -gedichte

Martin Pfeiffer , Jürgen Fritsche , Martin Pfeiffer , Martin Pfeiffer
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 22.05.2017
ISBN 9783844525601
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der CD befinden sich insgesamt 41Titel, die abwechselnd aus einem Gedicht, einem Lied bzw. einem Reim bestehen. Dabei handelt es sich um eher klassische Stücke von Großen Dichtern, wie Theodor Storm, Annette von Droste-Hülshoff, Rainer Maria Rilke oder Joachim Ringelnatz. Vorgetragen werden sie von der Rezitatorin Anna Magdalena Bössen, dem Sprecher Jürgen Fritsche sowie dem Sänger Martin Pfeiffer. Die Interpreten tragen ihren jeweiligen Beitrag sehr gekonnt und extrem ausdrucksstark vor. Dies ist, so denke ich, gerade für Kleinkinder gut geeignet, da sie die Worte gut verstehen und Stimmungen gut einschätzen können. So scheint mir, die vom Verlag ausgegebene Altersempfehlung, ab drei Jahren stimmig.

Meiner beinahe drei jährigen Tochter und mir haben die enthaltenen Stücke jedoch nicht so gut gefallen. Die Textpassagen konnten ihre Aufmerksamkeit leider nicht gewinnen und auch die Lieder animierten sie nicht sonderlich zum Mitmachen oder zum Mittanzen.

Mir persönlich haben viele Gedichte und Lieder von den Texten her nicht zugesagt. So gefällt mir z.B. das Gedicht mit der Schlange, die sich selbst beißt und dadurch umbringt, überhaupt nicht. Die CD enthält ohnehin viele Passagen, in denen es um das Töten oder das Sterben geht.

Fazit:
Eine sehr klassische Titelauswahl, die gut vorgetragen wird, die ich mir aber fröhlicher gewünscht hätte.  

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

italien, zen, japan, origami, falten

Herr Origami

Jean-Marc Ceci , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 12.09.2017
ISBN 9783455001518
Genre: Romane

Rezension:

„Denn jedes Origami hinterlässt auf dem Papier die Spur der Falten, deren Komposition und Struktur bei jedem Modell einzigartig sind. Wie die einzigartigen Kristalle einer Schneeflocke. Seine Fingerabdrücke.“

Dieser Satz ist einer von vielen in Jean-Marc Cecis Buch „Herr Origami“, den ich einige Male hintereinander gelesen habe und den ich nachwirken lassen musste. Einfach schön!

Doch zuerst noch etwas zur eigentlichen Handlung.

Das Buch handelt von Meister Kurogiku, der in Japan auf eine italienische Reisende trifft, sie nicht mehr vergessen kann und ihr kurzer Hand nach Italien folgt. Finden kann er die schöne Unbekannte zwar nicht, doch er findet einen Platz, an dem er sich niederlassen und seiner Berufung – der Herstellung von Washi – nachgehen kann. Washi, so lernen zum einen die Leser aber auch der junge Mann, der eines Tages bei Herr Kurogiku um eine Unterkunft bittet, nennt man handgeschöpftes Papier, das zur Herstellung von Origami-Figuren verwendet wird. Casparo, der junge Mann bleibt und beide Männer erkennen bald, dass die Anwesenheit des jeweils anderen, Spuren bei ihnen selbst hinterlassen wird.

Doch nicht nur die Handlung des Autors auch das Format des Textes an sich ist eigen. Jede Sequenz ist mit einem Wort in japanischen Schriftzeichen überschrieben. Die Schrift beginnt etwa in der Mitte des Blattes und der Abschnitt besteht meist nur aus ein paar Sätzen, selten aus mehreren Seiten. Zu Beginn des Buches befürchtete ich daher, dass die einzelnen Szenen abgehackt wirken und für den Leser schwer in Zusammenhang zu bringen sein könnten. Doch das bewahrheitete sich zum Glück nicht. Die Geschichte ist zwar reduziert auf die wichtigsten Momente, doch fließt sie harmonisch vor sich hin. Viel eher musste ich an einigen Stellen inne halten, um mir selbst ein paar Gedanken zu bestimmten Sätzen machen zu können, bevor ich mich gedanklich wieder von dem sanften Strom des Romans davon tragen lies.

Fazit:

Eine Geschichte, mit eigenwilligem Format und philosophischer Note, die ihre Spuren hinterlässt.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

magersucht, klinikaufenthalt, anorexia nerovsa, pari, mädchen

Tage ohne Hunger

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.08.2017
ISBN 9783832198374
Genre: Romane

Rezension:

Tortue- Schildkröte, so nennen die Patienten auf der ernährungsmedizinischen Abteilung den Essenswagen. Wenn sein Klappern über den Gang hinweg zu hören ist, bekommen es einige von ihnen mit der Angst zu tun. Die Station, die sich fast unter dem Dach der Klinik befindet, beherbergt „Dicke, Magere, Unterernährte, Magenkranke, Menschen mit kaputter Darmschleimhaut, Diabetiker. Solche–die-zu-viel-fressen, Solche-die-sich-erbrechen, Solche-die-nicht-mehr-schlucken-könne.“ Und unter ihnen befindet sich Laure, die sich kurz vor dem „kalten“ Ende, zu einer stationären Behandlung entschließt.

Das junge Mädchen ist neunzehn Jahre alt und magersüchtig. Nun befindet sich Laure im Krankenhaus und muss langsam ihren Körper wieder an Nahrung und sich selbst an das Leben gewöhnen.

Ich muss gestehen, dass ich mich vor der Geschichte ein wenig gegruselt habe. Befürchtete ich doch eine dramatische Handlung, die man nicht in der Lage sein würde ohne eine Großpackung Taschentücher zu lesen. Doch meine Befürchtungen bestätigten sich nicht.Delphine de Vigan gelingt es wieder einmal sowohl die Geschehnisse als auch die Gefühlswelt der Protagonistin auf unspektakuläre, aber präzise Weise darzustellen. Lässt man die einzelnen Sätze auf sich wirken oder liest manche Absätze ein zweites Mal, gehen dem Leser die Geschehnisse sehr nah. Ist man jedoch nicht in einer „Nachdenk-Stimmung“ kommt man dennoch gut durch das Buch und erfährt einiges über diese heimtückische Erkrankung aus der Sicht einer Betroffenen.
Dem Leser geht es wie einem Besucher der ernährungsmedizinischen Abteilung. Man kann in angemessener Entfernung an den Zimmern vorbei gehen und die Schicksale der Betroffenen erahnen. Man wird in einigen Vermutungen, die man selbst zu einer Essstörung hat, bestätigt oder erfährt sogar etwas Neues. Man kann sich aber auch die Zeit nehmen, stehen bleiben und vielleicht an die eine oder andere Zimmertür klopfen. Vielleicht hat man Glück, wird herein gebeten und erfährt was bei dem Erkranktem wirklich hinter seiner verzweifelten Handlung steht.

Fazit:

Ein gelungener Roman zu einem problematischen Thema.

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

schildkröte, märchen, freundschaft, phantasie, roman

Die Phantasie der Schildkröte

Judith Pinnow
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 24.08.2017
ISBN 9783810530356
Genre: Romane

Rezension:

„Die Phantasie der Schildkröte“ ist inzwischen der dritte Roman von Autorin Judith Pinnow, der bei Fischer Verlage im August erschienen ist.

Ich kannte bereits Frau Pinnows vorangegangenes Buch „Versprich mir, dass es großartig wird“. Daher sagte mir zwar der Name der Schriftstellerin etwas, doch ganz ehrlich, verliebt habe ich mich eigentlich in das sehr ansprechend gestaltete Cover des Buches. Die blaue Schildkröte mit den rosa und gelben Tupfen zog mich, sozusagen, magisch an. Es machte mich neugierig welche Geschichte wohl zwischen den beiden Buchdeckeln auf mich warten würde.

Und die Handlung beginnt wirklich vielversprechend. Der Leser lernt zunächst Edith, alleinstehend, Anfang vierzig und ihr etwas eintöniges Leben kennen. Ihr Alltag ist angefangen bei der Kleider-, Schuh- und Essenswahl, bis hin zu den Fernsehsendungen und den Treffen mit ihrer Mutter präzise durchstrukturiert und auf den jeweiligen Wochentag abgestimmt. Ungeplante Zwischenfälle sind Edith ein Graus. Daher ist sie auch nicht erfreut, als sie eines Montagmorgens mit einem unbekannten, zehnjährigen Mädchen, im Aufzug ihres Wohnhauses, stecken bleibt. Vor allem als diese „Göre“ sie dann auch noch nötigt ihr beizubringen wie man eine perfekte Kaugummiblase macht und ihr zum Schluss allen Ernstes auch noch eine Aufgabe stellt. Edith soll nämlich heute irgendeine Person in der Bahn ansprechen. „Pfff, so ein Blödsinn“, denkt sich die erwachsene Frau. Doch damit beginnt sich ihr Leben ganz schön zu verändern.

Judith Pinnow erschafft mit Edith einen Charakter, der mich als Leserin, einerseits beeindruckt und gut unterhalten hat. Andererseits ist sie teilweise derartig spießig, dass man schreien könnte. Aber es hat mir Spaß gemacht die Hauptakteurin Seite um Seite zu begleiten und ihre Entwicklung mitverfolgen  zu dürfen.
Neben Edith gibt es natürlich noch weitere Figuren, die der Autorin ebenfalls glaubhaft mit ihren eigenen Ecken und Kanten gelungen sind. So ist mir vor allem die alte Frau Knoppel ans Herz gewachsen. Gerne würde ich einmal mit ihr eine Runde flippern und auf meinem Speiseplan stehen nun öfter Pfannkuchen.
Zu Beginn des Buches gibt es viele, schnelle Handlungswechsel, wie ich finde. Die meisten davon gefielen mir gut, passierte doch immer etwas Neues. Es wurde nicht langweilig. Nur die Suche nach dem Mörder fand ich zu schnell abgehandelt. Wurde zunächst jemand verdächtig, war der genaue Sachverhalt eigentlich schon klar und es wurde zum nächsten „Tagesordnungspunkt“ übergegangen. Diese Stelle hätte Frau Pinnow für meinen Geschmack etwas ausführlicher gestalten können.
Zum Ende hin wurde es allerdings nicht besser. So begeistert wie ich 2/3 der Geschichte folgte, so genervt war ich im letzten Teil. Es schien als sei der Handlung die Luft „ausgegangen“. Die Spannung was wohl als nächstes passieren wird, war irgendwie weg und hätte ich das Buch nicht weiter lesen dürfen, hätte es mich auch nicht gestört. Das war wirklich schade.

 Fazit:Eine unterhaltsame Geschichte mit viel Gefühl, der leider zum Schluss hin die „Puste“ ausgeht.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Literatursalon

LovelyBooks ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Anthea-Verlag, 10.08.2017
ISBN 9783943583854
Genre: Sonstiges

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

england, roman, party, freundschaft, neid

Die Party

Elizabeth Day , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.09.2017
ISBN 9783832198671
Genre: Krimi und Thriller

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

angst, liebe, ada, roman, fische

Wurfschatten

Simone Lappert
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Metrolit Verlag, 18.07.2014
ISBN 9783849300951
Genre: Romane

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131 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 67 Rezensionen

alter, freundschaft, sibirien, roman, bäume

Betrunkene Bäume

Ada Dorian
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 24.02.2017
ISBN 9783961010011
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mittelmeer, inseln, leuchtturm, wetter, maritim

Der Leuchtturm

Paolo Rumiz
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Folio, 21.02.2017
ISBN 9783852567167
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Das Mädchen und der Träumer

Dacia Maraini
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Folio, 21.02.2017
ISBN 9783852567150
Genre: Romane

Rezension:

Dacia Maraini, setzt sich vor allem für die Rechte der Frauen ein und war in Italien die erste Schriftstellerin, die sich mit so brisanten Themen wie Prostitution oder Vergewaltigung beschäftigte.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte sie ihr aktuelles Buch „Das Mädchen und der Träumer“. Auch in diesem Buch stehen die Frauen bzw. in diesem Fall die Mädchen im Mittelpunkt. Leider mag man an dieser Stelle schon fast schreiben, denn die Geschichte dreht sich um Kinderbordelle oder um Arten der Pädophilie.

Maraini packt diese schwierigen Thematiken in eine ansprechende Geschichte. Der Hauptprotagonst Nani Sapienza ist Lehrer und wohnt in einer kleinen italienischen Stadt. Das Schicksal hat ihm übel mitgespielt, denn das Ehepaar Sapienza verlor ihre gemeinsame Tochter durch eine schwere Krankheit. Nach diesem tragischen Ereignis verlässt ihn auch seine Frau Anita und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus.

Als er eines Tages krank zu Hause im Bett liegt, träumt er von einem Mädchen mit rotem Mantel, das sich zwar nach ihm umblickt, aber in dem Moment verschwindet, als Nani mit ihr sprechen möchte. Kurz darauf erfährt er durch die Nachrichten im Radio, dass am Morgen ein achtjähriges Mädchen auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden ist. Sie trug einen roten Mantel und weiße Stiefel. Der Lehrer ist fassungslos, hat er doch genau von diesem Mädchen geträumt. Doch wie kann das sein? Er ist besitzt doch keine hellseherischen Fähigkeiten, oder?
Die Geschichte lässt Sapienza nicht mehr los und als diese Meldung, dann auf Grund mangelnder neuer Erkenntnisse, wieder langsam aus den Medien verschwindet, beginnt er selbst Nachforschungen anzustellen, nach Spuren zu suchen und Betroffene zu befragen. Aber es dauert nicht lange, bis ihn seine obsessive Suche selbst in Bedrängnis bringt.

 

„Das Mädchen und der Träumer“ ist mein erstes Buch der bekannten Schriftstellerin. Mir hat vor allem ihr einnehmender und leichter Schreibstil gefallen, der mich bereits nach den ersten Seiten in Beschlag genommen hat. An den einen oder anderen Textstellen hatte ich dann aber doch ein bisschen zu „knabbern“. Schließlich dreht es sich ja nicht um rein erfundene Szenen, sondern um den realistischen Wahnsinn, den es in der Welt gibt und mit dem man sich sonst, zum Glück, nicht beschäftigen muss.

Ein anderes Thema, von der die Geschichte handelt, ist generell die Stellung der Kinder in der Gesellschaft und die Frage ob Schulbildung die Heranwachsenden nicht zu mündigen, selbstbewussten und selbst denkenden Menschen befähigen sollte. Eine Fragestellung, die spätestens nach der nächsten Bildungsstudie, auch bei uns im Land, wieder zum hochbrisanten Thema wird.

Fazit:

Ein facettenreicher Roman, der seine Leser durch einen ansprechenden Schreibstil und der richtigen Portion Spannung durch die Seiten trägt.

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(197)

430 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

siena, jugendbuch, ursula poznanski, thriller, italien

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

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81 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

oxford, roman, englische literatur, literatur, catherine lowell

Die Kapitel meines Herzens

Catherine Lowell , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 16.08.2017
ISBN 9783455650860
Genre: Romane

Rezension:

Alles fing an mit den drei Bronté Geschwistern. Charlotte, Anne, Emily und ihr Bruder Branwell lebten in einer Zeit, in der es vor allem für Frauen nicht schicklich war eine eigene Meinung zu vertreten, sich zu gesellschaftlichen Missständen zu äußern oder sie sogar noch öffentlich zu Papier zu bringen. Schon gar nicht beschwerte man sich über sein Schicksal, man ertrug es. Doch diese Grundsätze brachen die drei Schwestern und begannen sich mit ihren Romanen, zumindest in der späteren Zukunft, einen Namen zu machen.

Ihre Nachfahren Tristan Whipple sowie seine Tochter Samantha tragen allerdings schwer am Bronté Erbe. So versucht Tristan Whipple, bis zu seinem frühen Tod, die Geheimnisse der Bronté Romane zu erkunden. Selbst danach noch, schickt er Samantha auf eine Schnitzeljagd in seine, auf die Vergangenheit der Brontés.

Die Kurzbeschreibung des Romans hörte sich für mich nach einer spannenden Geschichte, in der Literaturszene an.

Die Hauptprotagonisten werden auch von Catherine Lowell überzeugend charakterisiert. Es gelingt dem Leser gut, sich die einzelnen Figuren bildhaft vorzustellen. So besticht z.B. Samantha mit ihrem unglaublichen Selbstmitleid das „schwere“ Erbe der Brontés „tragen“ zu müssen, abgewechselt mit ihrer Enttäuschung darüber, selbst kein schriftstellerisches Talent zu besitzen. Ihr merkt, Samantha mochte ich nicht so gerne. Aber es gab auch andere Figuren, wie Hans oder Samanthas Mutter, deren "Einsätze" ich gerne verfolgt habe.

Mit den Zusammenhängen mancher Textpassagen jedoch hatte ich manchmal zu "kämpfen". Das bezog sich vor allem auf die Abschnitte, in denen es um die Romane an sich als auch über vergangene Erlebnisse der Bronté Geschwister ging.

Aber auch die Gespräche zwischen Dr. Orville und seiner Schüler ließen regelmäßig Fragezeichen über meinen Kopf erscheinen.

Fazit:

Grundsätzlich eine interessante Handlung, die ich an manchen Stellen etwas langatmig und verworren erlebte.

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