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(107)

174 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

schweden, krimi, fjällbacka, kriminalroman, flüchtlinge

Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Und wieder ist ein kleines Mädchen verschwunden. Schon vor 30 Jahren verschwand Stella, die auf dem gleichen Hof gelebt hat. Nach intensiver Suche wurde sie im Wald in einem See tot aufgefunden. Sie schnell war klar, dass Stelle ermordet wurde und schnell geraten zwei 13-jährige Mädchen, nämlich Marie und Helen, in Verdacht, Stella umgebracht zu haben. Diese gestehen die Ermordung zuerst, doch wenige Tage später ziehen beide ihr Geständnis zurück.

Auch Nea wird nach intensiver Suche genau an derselben Stelle tot aufgefunden. Die Polizei nimmt ihre umfangreichen Ermittlungen auf. Doch jede Spur ist irgendwie eine Sackgasse. Bei der Suche nach Nea haben sich auch ein paar Asylanten aus Syrien beteiligt. Und ausgerechnet einer von ihnen findet sie noch. Sind sie ev. Schuld am Tot von Nea? Schon vorher brachte die Bevölkerung grosses Misstrauen gegenüber den Asylanten und jetzt erst recht. So kommt es wie kommen muss.

Erica Falk, die gerne über ungeklärte Todesfälle schreibt, recherchiert ausgerechnet über den nicht aufgeklärten Mordfall „Stella“.
Zum gleichen Zeitpunkt kehrt Marie, die inzwischen ein gefeierter Hollywood-Star ist, nach Fjällbacka zurück. Auch sie und Helen geraten erneut unter die Verdächtigen.

In einem weiteren Handlungsstrang wird das Schicksal von Elin Jonsdotter erzählt, die im 17. Jahrhundert als Hexe schlussendlich verurteilt und hingerichtet wird.

Für den Leser stellt sich nun die Frage, was haben diese drei Fälle miteinander zu tun? Für mich war die historische Geschichte einfach zusätzlich. Erst ganz am Schluss wird eine Beziehung zu den beiden obigen Fällen beschrieben.

Auch die drei Handlungsstränge allein sind teilweise sehr anstrengend. Ich musste höllisch aufpassen, dass ich den Faden nicht verlor. Dadurch kam bei mir einfach keine richtige Spannung auf. Das viele Hin und Her empfand ich mühsam.

Fazit: Camille Läckberg hat mit „die Eishexe“ einfach zu viele Themen miteinander verknüpft Dadurch wirkte es für mich einfach zu komplex und teilweise zu konstruiert. Ich habe von ihr alle Bücher gelesen, „Eishexe“ leider hat mich jedoch nicht völlig überzeugt. Die Geschichte hat mich nicht gepackt.

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(209)

325 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 180 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, journalistin, norwegen

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lo Blackwood ist Reisejournalistin. Sie wartet schon lange darauf, dass sie für eine Aufgabe eingesetzt wird, wo sie beweisen kann, was in ihr drinsteckt. Ihre schwangere Chefin glaubt an sie und überträgt ihre eine spezielle Reise; eine Jungfernfahrt auf einem privaten luxeriösen Kreuzfahrtschiff an der norwegischen Küste. Eine Herausforderung auf die Lo schon lange gewartet hat.
Bevor sie die Reise antritt, fühlt sie sich in der Nacht von einer männlichen Gestalt bedroht, die ihre schon lange andauernden Angst- und Panickattacken erneut zu schaffen machen. Doch dafür gibt es Tabletten und Anderes.
Schon in der ersten Nach an Bord wird sie von einem Geräusch geweckt, das aus der Nachbarkabine kommen muss. Irgendwas Schweres wurde über Bord ins Wasser geworfen. Weiter sieht sie, dass die Reling blutverschmiert ist. Was ist geschehen? Schnell ruft sie den Sicherheitsoffizier. Doch die Kabine Nr 10 ist leer, aufgeräumt und unbewohnt. Lo versucht auf ihre Art herauszufinden, wo die Frau aus dieser Kabine abgeblieben ist, mit der sie sich am Vortag noch unterhalten hat. Niemand unterstützt sie bei ihren Recherchen, da alle glauben, dass dies ein Hirngespinst von Lo ist.

Anfänglich hat mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen und ich fand es spannend. Doch mit der Zeit ging mir das Verhalten von Lo ziemlich auf den Wecker. Ihre Art, wie sie alle versucht zu überzeugen, dass da eine Frau verschwunden ist. Zudem wird sie immer unglaubwürdiger, trinkt zu viel Alkohol und schluckt laufend Pillen. Das Ganze artet immer mehr in Selbstmitleid aus mit einer labilen Protagonistin. Die Story verliert so den Schwung und ich fühlte mich gelangweilt.
Im letzten Drittel wird es wieder etwas spannender und dramatischer. Das Ende war für mich jedoch zu konstruiert. Die Autorin versucht den Leser mit verschiedenen Spuren und Wahrnehmungen auf eine falsche Fährte zu führen, was ihr zwar teilweise gelingt.
Was ich mich auch gefragt habe ist, warum wurde kein deutscher Titel für dieses Buch gewählt?

Fazit: Für mich ist dieses in Ich-Form geschriebene Buch kein Thriller. Doch habe ich mich trotz gewisser Durststrecken gut unterhalten.

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(309)

516 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 216 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, serienkiller

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective William Oliver Layton-Fawkes auch Wolf genannt ist ein aussergewöhnlicher erfolgreicher Ermittler. Vor vier Jahren wurde er vom Polizeidienst suspendiert, da er im Gerichtssaal den freigesprochenen Serienmörder Khalid angriff und fast umgebracht hatte.

Seine Suspendierung wurde aufgehoben und schon wird die Metropolitan Police zu einem neuen sehr brisanten Mordfall gerufen. Vis-à-vis von Wolfs Wohnhaus wurde eine Leiche gefunden, die an mehreren Fäden am Fenster des anderen Hauses aufgehängt wurde. Beim genaueren Hinsehen stellen die Ermittler fest, dass diese aus sechs verschiedenen Leichenteilen wie eine Flickenpuppe zusammengenäht wurde. Das spezielle daran ist, dass diese mit dem Zeigefinger auf das Fenster von Wolfs Wohnung gegenüber zeigt.
Zur gleichen Zeit erhält Wolfs Ex-Frau Andrea, die als Journalistin tätig ist eine Liste. Darauf sind sechs Namen aufgelistet, die in den folgenden Tagen umgebracht werden sollen. Das Brisante daran ist, der letzte Name; Detective Layton-Fawkes selbst.

David Cole hat mit seinem Debütroman einen Thriller geschrieben, der schonungslos ja teilweise sehr brutal die einzelnen Szenen beschreibt. Spannend und grausam von Anfang bis zum Schluss. Die einzelnen Protagonisten wirken authentisch. Ihre Stärken und Schwächen sind ausgezeichnet beschrieben. Detective Layton-Fawkes auch „Wolf“ genannt, macht seinem Übernamen alle Ehre, da er als Einzelgänger bekannt ist, sich nicht immer an die Regeln hält und von Teamarbeit nicht viel hält. Besonders gefiel mir der junge Edmunds, der noch nicht sehr lange bei der Truppe ist. Mit grossem Engagement und übereifrig kniet er sich in die Ermittlungen. Dies gefällt selbstverständlich seinen Kollegen nicht allen. Doch ausgerechnet er ist derjenige, der zur Lösung des Falles beiträgt. Ich habe richtiggehend mitgefiebert, ob es gelingt, die angekündigten Kandidaten zu retten und wer der Drahtzieher ist. Die Partnerin von Wolf, Emily Baxter gefiel mir nicht so richtig, zu taff und vor allem schnoddrig und besser wissend.

Der Schluss ist zwar hochdramatisch, doch für meinen Geschmack zu übertrieben. Dass Wolf nach seinem Psychiatrie Aufenthalt wieder in den Polizeidienst zurückkehren konnte, verstehe ich überhaupt nicht. Bei verschiedenen Szenen hatte ich oft das Gefühl, dass sein Wahnsinn ihn immer noch voll im Griff hat.

Grundsätzlich ein gelungenes Debüt, das ich gerne an nervenstarke Leser weiterempfehlen möchte.

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(88)

109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

krimi, berlin, havelland, profiler, strichermilieu

Dunkel Land

Roxann Hill
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit dem Tod von Verena’s Schwester kümmert sie sich um deren Tochter Amelie, ein sehr aufgewecktes Kind. Da Verena Geld verdienen muss, entschliesst sie sich für den 3-monatigen Job als Betreuerin des Neffen der Gutsbesitzerin. Sie ist überrascht, dass es dabei um einen erwachsenen Mann handelt, der vor einiger Zeit wegen einer Schussverletzung sein Kurzzeitgedächtnis verlor. Carl ist von Beruf Kriminalist und Profiler, der bis anhin immer wieder Aufträge von der Berliner Staatsanwaltschaft übernommen hat. Verena soll ihn bei zukünftigen Verbrechen unterstützen, was ihr anfänglich überhaupt nicht gefällt. Als Literaturwissenschaftlerin kann sie sich dies überhaupt nicht vorstellen. Da sie jedoch helfen will, geht sie mit Carl einen Deal ein. Und schon werden die beiden zu einem Tatort gerufen. Ein junger Mann wird tot auf einer Baustelle aufgefunden, der vorgängig brutal misshandelt wurde.

Der in Ich-Form geschriebene Krimi liest sich flüssig. Die teilweise sehr kurzen Abschnitte passen zu diesem Erzählstil, so dass es einem leicht fällt, mitzurätseln.
Mich hat erstaunt, wie schnell sich Verena mit Mord und all die damit verbundenen Untersuchungen und Ermittlungen eingelebt hat. Sie schreckt nicht einmal vor der ersten Leiche zurück und bricht auch nicht in der Pathologie zusammen, im Gegenteil, sie will unbedingt überall dabei sein. Auch weiss sie als Laie meistens immer die richtigen Fragen zu stellen oder sich zu verhalten. Dazwischen möchte sie jedoch ab und zu alles hinschmeissen, andererseits reizt sie das Ganze doch mehr als sie zugibt.
Carl von Wuthenow verblasst teilweise fast gegenüber Verena. Passend zu ihm ist höchstens sein wortkarges, steifes Verhalten. Da aber auch erkennen muss, was er an Verena hat, taut er im Laufe des Krimis etwas auf. Ja er interessiert sich sogar für Amelie und die weiteren Hausbewohner. Die weiteren vorkommenden Personen sind sehr authentisch und überzeugend ausgearbeitet.
Der Schluss hat mich leider nicht so überzeugt. Wer der Täter sein könnte, der all diese Morde verübt hat, ahnte ich schon ein paar Kapitel vorher.
Cover: Das einsame Haus mit den Gewitterwolken finde ich nicht ganz glücklich gewählt. So wie es beschrieben wurde, eher ein ruhiger idyllischer Ort, wo man sich gerne aufhalten möchte und die liebliche Landschaft geniessen.
Insgesamt gesehen ein spannender mitreissender Krimi mit einem ungewöhnlichen Ermittler-Duo. Die Autorin lässt es offen, ob es eine Fortsetzung gibt.

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(86)

134 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

thriller, blind, berlin, jenny aaron, blindheit

Niemals

Andreas Pflüger
Fester Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518427569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jenny Aaron arbeitete früher in einer Sondereinheit der Polizei. Während eines Einsatzes in Barcelona verliert sie ihr Augenlicht. Mit viel Engagement, Training und Übung versucht sie, ihr verlorenes Augenlicht mit ihren anderen Sinnesorganen zu ersetzen. Dies gelingt ihr immer besser. Ihr Ziel heisst nämlich zurück zu ihrer Abteilung. Viele ihrer Kollegen unterstützen sie bei diesem Vorhaben tatkräftig, allen voran Pavlik. Zudem erhofft sie sich mit Hilfe eines weiteren Therapeuten ihr Augenlicht zurückzuerhalten, da er überzeugt ist, dass der Schaden mehr psychischer denn physischer Natur ist.

Eines Tages erhält sie die Nachricht, dass ihr Erzfeind ihr ein Vermögen von 1 Milliard US$ auf einem Bankkonto in Marakesch hinterlassen hat. Zudem wird sie weitere Informationen im Banksafe auffinden. Sie ist schnell entschlossen, diese neue Herausforderung anzunehmen. Nur in Begleitung von Pavlik macht sie sich auf den Weg.

Eine aufregende, temporeiche und gefährliche Jagd beginnt. Der Autor versteht es, in seiner Sprache einen hochdramatischen und actiongeladenen Thriller zu schreiben, dass man als Leser manchmal fast ausser Atem gerät. Die eindrücklich beschrieben Szenen sind sehr nachhaltig. Unglaublich wie sich Jenny jeweils gegenüber ihrer Feinde wehrt, obwohl sie nichts sieht, welche Treffsicherheit sie mit schiessen hat. Dies kann ich mir nicht so einfach vorstellen. Auf dieser Jagd gibt es nicht nur Sieger auch Verlierer, doch Jenny ist ihrem Ziel wieder ein Stück näher gerückt.

Das zweite Buch hat mir einiges besser gefallen. So warte ich gespannt, welches weitere Schicksal und neuen Herausforderungen Jenny im dritten Teil erwartet. 


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(60)

69 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

südtirol, brenner, mord, krimi, commissario grauner

Nachts am Brenner

Lenz Koppelstätter
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 05.10.2017
ISBN 9783462050080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frühmorgens am Brenner, wenn alles noch schläft und nur wenige Menschen unterwegs sind wurde ein alter Mann grausam ermordet. Commissario Grauner und sein Assistent Saltapepe werden umgehend zum zum Tatort gerufen. Der Ermordete ist einer von vier Männern, die schon lange auf dem Brenner zu Hause sind. Und schon beginnen umfangreiche Ermittlungen. Dabei entdeckt Grauner Hinweise, die wahrscheinlich mit der Tötung seiner Eltern vor mehr als zwanzig Jahren zu tun haben. Weitere mysteriöse Todesfälle beschäftigt die Polizei aus dem Südtirol sowie aus Österreich. Die Spuren führen teilweise bis ans Ende des zweiten Weltkrieges. Doch Grauner will eigentlich nur eines wissen, wer hat seine Eltern seinerzeit ermordet?

Lenz Koppelstätter’s Alpenkrimi hat wiederum eine ganz eigenwillige Sprache, teilweise sehr düster und tragisch, das Ganze aufgemischt mit typisch südtirolischen Ausdrücke. Grauner eher altmodisch und Saltapepe mit seinem süditalienischen Temperament verstehen sich inzwischen und ihre Zusammenarbeit harmoniert in diesem 3. Teil besser. Kommissar Grauner wird in seiner Gefühlswelt richtiggehend überrollt. Seine Angst vor der Wahrheit betreffend seiner Eltern hat der Autor hervorragend ausgearbeitet.

Obwohl verschiedene spannende Handlungsstränge aufgezogen wurden, wird am Schluss alles geklärt. Und wer die Gegend am Brenner etwas kennt, weiss welche Geschichten damit verbunden sind. Von Schmugglerware, Drogenhandel und neuerdings Schlepperbanden für Ausländer, alle wollen ihren finanziellen Zustupf. Zur Unterstützung des Geschehens sind zwei Landkarten im Buch abgebildet.

Ein Krimi, der wiederum ein paar spannende tiefgründige Lesestunden verspricht, den ich gerne weiterempfehle.

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(85)

114 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

krimi, gesine cordes, bestatter, friedhofsgärtnerin, friedhof

Wildeule

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548612591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wildeule ist der dritte Fall mit der Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes.
Eine aufwändig gestaltete Bestattung ist im Gange. Trauergäste nur ein alter Mann, der sich von seiner Zwillingsschwester verabschieden möchte und ein Pfarrer, der mit seiner lauthalsen Zeremonie beginnt. Bei der Überführung des Sarges fällt Gesine auf, dass der Deckel nicht vorschriftsgemäss befestigt ist. Diese Unstimmigkeit gefällt ihr gar nicht. Sie besteht darauf, dass dies umgehend nachgeholt wird. Bevor dies geschieht, fällt der Deckel runter. Doch im Sarg liegt nicht die alte Dame sondern ein sehr bekannter Bestatter – er wurde ermordet.
Schnell gerät auch ihr bester Freund Hannes, ebenfalls ein Bestatter, unter Verdacht. Obwohl Gesine und er momentan Meinungsverschiedenheiten haben, setzt sie undercover alles daran, Hannes zu helfen. Auch die Polizei wiederum unter der Leitung von Marina Olbert setzt alles daran, den wahren Täter zu entlarven. Bis es soweit ist, gibt es weitere Opfer und Verdächtige. Die grosse Frage bleibt jedoch bis zum Schluss offen, wie stark Hannes wirklich in das ganze Geschehen involviert ist.

Inzwischen sind 10 Jahre vergangen, seit Gesine vom Schicksal stark getroffen wurde, als sie ihren Sohn verlor und sie als Kommissarin aus dem Polizeidienst ausgetreten ist. Ihre Gefühle gegenüber dem Bestatter Hannes versucht sie zwar nach wie vor im Zaum zu halten. Keiner wäre wahrscheinlicher glücklicher als er, wenn aus der Freundschaft mehr werden würde. Doch Gesine ist einfach zu ängstlich, um über diesen Schatten zu springen. Als Friedhofsgärtnerin hat sie jetzt endlich die innere Ruhe gefunden, oder doch nicht?.....

Von Marina Olbert bin ich in diesem Buch etwas enttäuscht, ihr ganzes Verhalten sowie ihre Ermittlungen finde ich einfach nicht professionell. Einerseits sucht sie das Vertrauen zu Gesine zu finden, andererseits nützt sie dieses egoistisch aus. Hat mich genervt.

Die einzelnen Kapitel sind zwar in sich geschlossen, doch das Hin und Her ist manchmal verwirrend. Dies ist mir in den ersten beiden Bücher weniger aufgefallen. Das Cover wurde passend zur Reihe gewählt.

Fazit: „Wildeule“ ist ein guter Krimi, der für ein paar spannende Lesestunden sorgt.

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(10)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, thriller

Die Lieferantin: Thriller (suhrkamp taschenbuch)

Zoë Beck
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 10.07.2017
ISBN 9783518751190
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit Mini-Drohnen die Auslieferungen von Drogen auszuführen, eine Versandart der Zukunft? Für die Lieferantin und ihre Crew jedoch ein sehr lukratives Geschäft. Doch die Konkurrenz bleibt nicht untätig und setzt alles daran, Ellie zu schaden.
Ein wichtiger Geldeintreiber des einen Familien-Clans verschwindet eines Tages. Der Boss will natürlich wissen, warum sein loyaler Mitarbeiter verschwunden ist und wo er jetzt ist. Zum gleichen Zeitpunkt wird ein Drogenhändler tot in Themse aufgefunden.
Ellie hat natürlich ihre Gründe, warum sie dieses Geschäft aufgebaut hat, nämlich Rache.
Nachdem ich die LP gelesen habe, erwartete ich hier einen spannenden und nervenverbrauchenden Thriller zu lesen. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Für mich ist dies eher ein Krimi, der hauptsächlich in der Unterwelt des Drogenhandels spielt. Zoe Beck hat einen angenehmen und teilweise fast zu temporeichen Schreibstil. Die Kapitel sind kurz. Ab und zu fehlte mir manchmal der richtige Zusammenhang.

Fazit: Ein Krimi dem die Spannung etwas fehlte, sonst ok.

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(56)

75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

thriller, catherine shepherd, spannung, julia schwarz, nachtspiel

Nachtspiel

Catherine Shepherd
Buch: 348 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.11.2017
ISBN 9783944676098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julia wird nach wie vor von Alpträumen geplagt. Darin hört sie Michaels Weinen und Schreie. Als Gerichtsmedizinerin wird sie jedoch jeden Tag gefordert. Florian Kessler, Kriminalkommissar bei Florian Kessler mag es, wenn er Julia zu seinen Fällen hinzuziehen kann, der ihr Rat und Beobachtungen sind ihm sehr wichtig. Zudem fühlt er sich zu der taffen und nach Aussen sehr selbstsicheren Frau hingezogen, was auch Julia gefällt.
Ein erneutes Verbrechen liegt vor. Kim Wiesinger, ebenfalls Polizistin und Kollegin von ihm ist ermordet und übel zugerichtet im Kofferraum ihres Autos aufgefunden worden. Die ersten Spuren, die sie verfolgen, führen sie in das „Organisierte Verbrechen“. Weitere Morde im Umfeld von Kim geschehen. Welche Gemeinsamkeiten diese Morde auf sich haben, entdeckt Julia rein Zufällig und dabei gerät sie selbst in Gefahr.

Erneut schaffte es Catherine Shepherd mich mit diesem Thriller total einzufangen. Spannend, nervzerreissend und grausam, das sind nur einige Schlagwörter. Mit Lesen spürte ich förmlich Julias Angst in ihren Alpträumen. Speziell der Überfall in dem sie fast gestorben wäre ging mir total unter die Haut. Gottseidank gelingt es Florian, sie rechtzeitig aus den Klauen dieses Perverslings zu retten.
Gekonnt wird der Leser immer wieder mit Ereignissen konfrontiert, wo man glaubt, dies ist die echte Spur, ein wahres Katz und Maus-Spiel.

Als Catherine Shepherd-Fan ist es ihr erneut gelungen, mich mit diesem Thriller super zu unterhalten. Es fiel mir schwer, das Buch nur für kleinere Unterbrüche aus der Hand zu legen. Ihre Ideen und ihr Schreibstil überzeugen mich immer wieder. Das Cover und der Titel „Nachtspiel“ sind gut gewählt.

Fazit: einfach spannend und empfehlenswert!

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177 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

island, thriller, mord, sog, missbrauch

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor zwölf Jahren wurde in einer Schulklasse Aufsätze geschrieben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen könnten. Darunter ist auch ein Schreiben, in welchem ein Schüler zukünftige Morde prognostiziert. Alle Schreiben wurden in eine Zeitkapsel gesteckt und vergraben. Diese Kapsel wurde nun gefunden und geöffnet. Das spezielle Schreiben liegt jetzt nun auf dem Tisch von Huldar. Da er sich darunter nichts vorstellen kann, bittet er die Psychologin Freyja um Hilfe.

Und schon ruft ein neuer blutiger Einsatz, unter der neuen Leitung von Erla, da Huldar inzwischen degradiert wurde. In einem Garten in einem Bottich werden zwei abgeschlagene Hände gefunden. Zuerst geht die Polizei davon aus, dass es sich um verschiedene Ermittlungen handeln könnte, bis sie eines besseren belehrt werden.

Erneut ist es der Autorin gelungen einen spannenden, jedoch ziemlich blutigen und scheusslichen Thriller zum Besten zu geben. So allmählich ist mir klar geworden, dass es sich hier um einen Racheakt handeln könnte nur wer dahinter steckt, das ist das grosse Rätsel. Eines ist jedoch klar, spannend und tiefgründig geschrieben und vielen Wendungen und Abers. Das teilweise sehr blutige und grausame Vorgehen des Mörders zieht eine richtiggehende Spur durch das ganze Buch. Die genauen Beschreibungen sind nicht für Jedermann und doch gehört es zur dieser Art Thriller. Sigurdardottir versteht es einfach, den Leser absolut in ihren Bann zu ziehen, auch wenn es teilweise sehr tiefgründig beschrieben ist. Und wie schon in DNA, der Fall wird geklärt, zurückbleiben jedoch mehr oder weniger nur Opfer. Mich hat auch dieses Buch erneut sehr angesprochen.

Kommissar Huldar versucht auf seine Art, wiederum mit Freyja zusammen zu arbeiten. Doch seine Annäherungen werden von ihr nicht verstanden. Sie unternimmt alles, um möglichst wenig mit ihm zu tun zu haben. Seine Beziehungen zu Frauen vor allem wenn er zu viel getrunken hat, geraten fast jedes Mal aus dem Ruder. Und Freyja verhält sich sehr stur und unerbittlich gegenüber ihm. Bin gespannt wie das Zwischenmenschliche zwischen den beiden weiterläuft.

Auch das zweite Buch hat mich total angesprochen und empfehle es gerne an Thriller Fans weiter.

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(48)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

krimi, joe fischler, tirol, alpenkrimi, veilche

Veilchens Rausch

Joe Fischler
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.10.2017
ISBN 9783709978894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch der vierte Alpen-Krimi von Joe Fischler beginnt mitten im Leben von der Hauptprotagonistin Valerie Mauser. Neu für mich war ihre grosse Verliebtheit für Sandro den Musiker und 15 Jahre jünger. Und neu war für mich auch, dass sie die Leitung im LKA Innsbruck an ihren ehemaligen Mitarbeiter Geyer aus displinarischen Gründen abgeben musste. Eine Herausforderung, die Valerie nicht so leicht wegsteckt. Mit von der Partie sind auch wieder ihr guter Freund Stolwerk und natürlich die „böse Souffleuse. Obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen ist, empfehle ich, die vorgehenden Bände zuerst zu lesen. So versteht man die einzelnen Figuren und deren Handlungen und Gedankengänge besser.

Nach einer ausgelassenen Party auf der Umbrüggler Alm wird am frühen Morgen die Serviertochter Viktoria Schwarz ganz in der Nähe tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass sie ermordet wurde. Geyer und Mauser übernehmen die Ermittlungen. Der Veranstalter der Party die TYROVALUE sowie die illustre Gästeschar haben keine Erklärung, warum Viktoria sterben musste. Doch schnell ist klar, dass Tyrovalue, ein Immobilienunternehmen mit lukrativem Gewinn nicht nur Freunde sondern auch Feinde hat und zu diesen zählte auch Viktoria.

Dieser Fall beschäftigt halb Innsbruck, denn Tyrovalue, ein Hai in der Immobilienbrache, deren Gier fast unbegrenzt zu sein scheint. Doch Joe Fischler ist auch bekannt für seinen humorvollen Schreibstil mit vielen witzigen Ausdrücken, die man auch als Nicht-Tiroler gut versteht. Aufgefallen sind mir die teilweise speziellen Nachnamen (Oberstaatsanwalt Krotlackner), den ich mir bildlich vorstellt habe, wenn er seine Wutanfälle hatte. Ueber die ganzen 320 Seiten ist die Spannung gut verteilt und sorgt für gute Unterhaltung. Der Autor versteht es nämlich, den Leser immer wieder in die Irre zu führen, so bin auch ich überrascht worden, wer der Mörder ist und was seine Beweggründe sind.

Insgesamt gesehen ein humorvoller Krimi mit viel Lokalkolorit. Vielleicht fehlte mir ab und zu die richtige Spannung. Darum gebe ich nicht die volle Punktzahl 5, jedoch 4,5. Auf den nächsten Fall freue ich mich heute schon.

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(48)

58 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

istanbul, krimi, geschichte, türkei, mord

Die Gärten von Istanbul

Ahmet Ümit , Sabine Adatepe
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715138
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats und sein Team werden zu einem speziellen Mordfall herbeigerufen. An sehr bekannten Statuen in Istanbul werden die jeweiligen Mordopfer aufgefunden. Das erste Opfer ein Professor der Kunstgeschichte. Gemeinsamkeiten gibt es höchstens in Form einer beigelegten Goldmünze. Obwohl Nevzat’s Frau und Kind vor nicht allzu langer Zeit selbst einem Verbrechen zu Opfer gefallen sind, welches nie aufgeklärt wurde, beginnt er mit den Ermittlungen.

„Gärten von Istanbul“ wurde vom bekannten türkischen Autor „Ahmet Ümit“ geschrieben. Seine Kenntnisse über die jahrtausendalte Geschichte über Istanbul sind hervorragend. Die Morde in Verbindung mit der Entstehung Istanbuls, seiner Regenten und weiteren historischen Hintergründe sind hervorragend zusammengeführt. Das ist die eine Seite, die andere wäre dann der Krimi. Für meinen Geschmack kommt er aber in diesem Buch einfach zu kurz, eher wie ein Zufall. Es gibt zwar viele Tote doch die Ermittlungen gestalten sie zäh und teilweise auch unglaubwürdig. Vor allem Ali mit seinem Verhalten und rumbrüllen hat mich öfters genervt. Auch die Informationen über das neue Privatleben Nevzats sind zu lang. Schlichtweg gesagt, bei mir kam keine richtige Spannung auf und animierte mich zu wenig zum miträtseln.

Fazit: Gut aufgebauter historischer Roman mit einem Anteil an einem Kriminalfall. 

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(72)

85 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

krimi, montana, mord, drogen, entführung

Finster ist die Nacht

Karin Salvalaggio , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783471351574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Und wieder ist es Karin Salvalaggio gelungen, einen spannenden, authentischen Krimi zum Besten zu geben. Detective Macy Greeley, inzwischen zum Special Investigator befördert, wird zu einem besonderen Entführungsfall gerufen. Der in der Region bekannte Radiomoderator Philip Long wurde entführt. Auf dem Weg zum Ort des Geschehens läuft Macy ein Mann ihr direkt vor das Auto. Sie wird in ihrem Auto eingeklemmt, als ein Motorradfahrer am Unfallort auftaucht. Hilflos muss sie mitansehen, wie der schwer Verletzte erschossen wird. Später stellt sich heraus, dass es sich um den entführten Philip Long handelt. Ganz in der Nähe findet die Polizei Spuren, wo der Entführte gefangen gehalten wurde.

Kurze Zeit später trifft Longs Tochter Emma zu Hause ein. Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter ist nicht gerade das Beste, jedoch zu ihrem verstorbenen Vater schon. In den zwölf Jahren ihrer Abwesenheit haben sich die beiden immer wieder irgendwo getroffen. So fällt es ihr überhaupt nicht leicht, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen. Zudem weiss sie, dass ihr Vater akribisch über Jahre die Fehltritte seiner Mitbürger notiert hat und diese veröffentlichen wollte. Diese Wahrheiten gefällt einigen von ihnen überhaupt nicht, sind sie wahrscheinlich so brisant, dass für manch einer die „Welt untergehen“ könnte.

Karin Salvalaggio Schreibstil ist sehr umfassend und flüssig. Sie versteht es auch im dritten Buch dem Leser eine detaillierte, spannungsgeladene Geschichte zu präsentieren. Macy und ihren Mitarbeitern gelingt es auf ihre Art, das Gespinst von Lügen und Intrigen zu durchdringen und der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Und so blieb es bis zum Schluss. Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi. Ihr Ziel über den Drogenmissbrauch und verschreibungspflichtigen Schmermittel zu berichten, hat sie hervorragend eingebunden. Viele verschiedene Charaktere kommen darin vor und doch verliert man als Leser nie den Überblick.

Auch über Macy’s Privatleben erfährt man wiederum so einiges. Ihr inzwischen 2 ½ jähriger Sohn Luke lebt zusammen mit ihrer Mutter in Helena. Ihre noch geheime Beziehung zu Sheriff Aiden Marsh steht diesmal unter einem besonderen Prüfstein.

Auch diesmal habe ich das Buch mit Begeisterung verschlungen und wurde nicht enttäuscht. Von mir bekommt die Autorin 4 ½ Sterne.

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(72)

99 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 65 Rezensionen

krimi, norwegen, frankreich, mord, munch

Kreuzschnitt

Øistein Borge , Andreas Brunstermann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426306048
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gleich zu Beginn erfährt der Leser vom schweren Schicksal des Hauptprotagonisten Bogart Bull, Kommissar bei der norwegischen Mordkommission. Ein schwerer gewollter Autounfall reisst seine geliebte Familie mitten aus deren Leben. Zurück bleibt ein verzweifelter Bogart Bull. Bis anhin war Bull ein erfolgreicher Ermittler, doch dieser Schicksalsschlag hat ihn total aus der Bahn geworfen. Mit Tabletten und viel zu viel Alkohol versucht er seinen Schmerz zu betäuben. Das bleibt seinem Vater und auch seiner Chefin nicht verborgen. Bevor noch etwas Schlimmeres geschieht, begibt er sich in eine Entzugs-Klinik. Physisch erholt er sich. Nach seiner Entlassung bietet sich Bogart Bull eine Herausforderung bei Europol an. Skeptisch nimmt er diesen Job an.

An der südfranzösischen Küste Côte d’Azur wird der reiche Axel Krogh ermordet und geschändet. Spuren werden keine gefunden, einzig ein Bild, das seinerzeit von Munch gemalt und mit einer 7 signiert wurde fehlt. Seine einzige Tochter Ella wird kurze Zeit später ebenfalls auf gleiche Art hingerichtet und mit einem Kreuzschnitt auf dem Rücken geschändet. Bull und sein französischer Kollege Moulin stehen vor einem absoluten Rätsel. Die Ermittlungen gestalten sich anfänglich sehr mühsam bis es bei Bull rein zufällig Klick macht.

Ein spannender Krimi, der mich total in seinen Bann gezogen hat. Was der Auslöser dieser Morde ist, ja der beginnt bereits im Jahre 1906 und findet seinen Höhepunkt im 1943 als die Deutschen Frankreich besetzten und die SS mit ihren Gräueltaten keine Grenzen kannten. Der Zusammenhang mit den späteren Mordtaten ist wichtig, um das Ganze zu verstehen. Der Autor beschreibt die Hauptfiguren sehr menschlich, sympathisch und nicht überdimensioniert. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Bull und Moulin und seinem Team, gelingt es Klarheit zu schaffen. So Mitte Buch hatte ich das Gefühl, dass es sich um einen Racheakt handelt, nur wer der oder die Mörder sind, darauf kam ich nicht. Der Spannungsbogen beginnt hoch und es ist Borge gelungen, ihn auch hochzuhalten. Sein Erzählstil gefällt mir, nicht zu viel und ziemlich schnörkellos.

Für mich ein gelungener Auftakt in den norwegischen Krimi-Reihen. Ich würde mich freuen, schon bald ein weiteres Buch zu lesen

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200 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

thriller, dänemark, mord, geheimbund, geheimdienst

Oxen - Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Niels Oxen, hochdekorierter Ex-Elitesoldat lebt zusammen mit seinem Hund Mr White am liebsten einsam und allein. Traumatisiert von seinen früheren Kriegseinsätzen, beschliesst er, sich in die dunklen Wälder von Dänemark zurückzuziehen. Dort hofft er endlich Ruhe zu finden. Zufällig wird er Zeuge, wie der ehemalige Ex-Botschafter Hans-Otto Corfitzen ermordet wird. Corfitzen war auch Gründer einer bekannten und einflussreichen Thinkthanks. Und schon steht Oxen mitten im Geschehen und zusätzlich unter Verdacht. Auch der Geheimdienst PET unter der Leitung Mossman ist an Oxen sehr interessiert. Er setzt alles daran, Oxen für dessen Ziele einzusetzen und geheime Ermittlungen über die mysteriösen Todesfälle aufzunehmen. Nur widerwillig stimmt Oxen dieser Aufgabe zu, natürlich nur unter seinen Bedingungen. Margarethe Franck, Assistentin Mossman’s, übernimmt die Aufgabe, Oxen zu unterstützen, was ihm anfänglich gar nicht gefällt. Ganz allmählich gelingt es ihr, sein Vertrauen zu gewinnen. Zusammen beginnen sie das gefährliche Abenteuer zu ergründen. Dabei stossen sie immer mehr auf Spuren eines übermächtigen Geheimbundes, die vor nichts zurückschrecken. Sobald sie glauben, eine heisse Spur aufgenommen zu haben, schon gibt es wieder Leichen. Ein sehr schwieriges Unterfangen, vor allem da sie niemandem trauen können.

Geschickt versteht es der Autor gleich von Anfang an eine Spannung aufzubauen, die einem nicht mehr loslässt. Die einzelnen Figuren allen voran Oxen sind sehr lebendig und glaubwürdig beschrieben. Als ehemaliger Elitesoldat kommt er sehr menschlich rüber, mit all seinen Fehlern. Und wie tiefer man als Leser in diesen Thriller eintaucht umso grösser wird der Sog. Ich konnte es manchmal kaum erwarten, wie alles zusammenhängt und welche Geheimnisse dahinter liegen. Bis zum Schluss ist es nicht wirklich klar, wer jetzt hinter all diesen Machenschaften steht und welche Ziele verfolgt werden. Da es sich um eine Trilogie handelt, bin ich jetzt schon gespannt, wie diese Geschichte weiterläuft. Neben der Handlung gibt es immer wieder geschichtliche Erklärungen über das frühere Dänemark, welche ich sehr gut finde.

Dieses Buch hält was es verspricht, nämlich Spannung und Action. Ich empfehle es gerne weiter.

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(73)

107 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

portugal, krimi, algarve, mord, autismus

Lost in Fuseta

Gil Ribeiro
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 31.03.2017
ISBN 9783462048872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein etwas ungewöhnlicher Kriminal-Roman.
In Brüssel wird ein entschieden, dass innerhalb Europas ein Austauschprogramm für Kriminal-Kommissare lanciert wird. Leander Lost wird für die Aufgabe gewählt und für ein Jahr nach Portugal in die Algarve versetzt.
Schon bei seiner Ankunft im Flughafen fällt Graciana und Carlos, zwei Kriminalkommissare in Fuseta, auf, dass der deutsche Kriminalkommissar eine etwas auffällige Figur macht. Starres Gesicht, blass und irgendwie seltsam. Ihre Meinung müssen sie schnell ändern, denn Lost spricht fast perfekt portugiesisch und auffällig ist sein fotografisches Gedächtnis sowie er kann nicht lügen. Dies ist nur zu erklären, da er mit dem Asperger-Syndrom gezeichnet ist.
Nachdem sie ihren Gastkommissar abgeholt haben, werden Graciana und Carlos zu einem merkwürdigen Todesfall gerufen. Nach genaueren Untersuchungen entpuppt sich dieser als Mordfall.
Im Zuge ihrer Ermittlungen wollen die drei auch das Büro des Todesopfers untersuchen. Dabei werden sie brutal von einem Schwarzen angegriffen. Auch Lost versucht sein Bestes und schiesst Carlos ins Bein, aber auch der Angreiffer wird verletzt. Carlos nimmt diese Aktion Losts sehr übel. Graciana’s Vermittlungskünste gelingt es, Carlos zu besänftigen und Lost zum Bleiben zu überreden.
Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen führt sie die Spuren zu einem Verbrechersyndikat, das es in sich hat. Perfid hat sich dieses mit dem Trinkwasser aus der Region ein Geschäft unter den Nagel gerissen mit dem sie zukünftig Millionen gewinnen können. Bis sie dies alles geklärt haben, gibt es aber weitere Opfer und ein Maulwurf bei der Polizei wird auch entdeckt.

Der Autor liess es nicht nehmen, auch über die sehr schöne und idyllische Landschaft rund um Fuseta zu schreiben (kann dies nur bestätigen). Das schadet aber überhaupt nicht der spannenden Kriminalgeschichte. Auch der autistische Lost bringt sich bestens in das Team ein und gibt sich alle Mühe, seine Kollegen möglichst wenig vor den Kopf zu stossen. Menschen mit Asperger Syndrom sind nämlich sehr einfühlsam, nur können sie dies uns Mitmenschen nicht so zeigen.

Mich hat das Buch gleich von Beginn total in Bann gezogen. Spannend, abwechslungsreich mit einem super Schluss. Vor allem, wer der Maulwurf ist. Das Cover ist gut gewählt, mich hat es auf alle Fälle inspiriert, die Algarve wieder mal zu besuchen.

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, schweden, skandinavien, stockholm, wolf

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tatort Stockholm: In einem Massagesalon mitten in der Nacht unterhalten sich vier asiatische Frauen über Vieles aber auch über ihre Familien zu Hause. Plötzlich ist nichts mehr so wie es sein sollte. Alle wissen, jetzt schlägt der Tod brutal zu.

Zack Herry, Ermittler bei der Stockholmer Mordkommission sowie weitere Spezialisten werden mit diesem Fall betraut und nehmen ihre Spurensuche auf. Die grosse Frage ist, warum sind diese Frauen auf so brutale Art hingerichtet worden, was steckt dahinter, wie Frauenhass, Prostitution, Ausbeutung etc.

Der Hauptprotagonist ist ein ganz spezieller junger Mann, der in seiner Jugend schwere Schicksalsschläge einstecken musste. Diese holen ihn immer wieder ein und so frönt er zusammen mit seinem Jugendfreund immer wieder ein ausschweifendes Nachtleben mit wildem Tanz, Drogen und Frauen. Seine Ermittlungs- und Verhörmethoden sind öfters grenzwertig. Seine Team-Kollegen, ebenfalls Spezialisten, haben jeder einzelne ebenfalls schon schwere Schicksalsschläge einstecken müssen. Im Laufe des Buches erfährt man mehr über deren Fähigkeiten und Macken. Der Leiter dieser Spezialgruppe versucht mit seiner ruhigen Art einen kühlen Kopf zu behalten. Nicht einfach mit Zack.

Nach dem die Ermittlungen aufgenommen wurden, nimmt das Ganze ziemlich an Tempo zu. In relativ kurzen Abschnitten wird der Leser mit einem Verbrechen konfrontiert, das einem total unter die Haut geht. Gänsehaut und Abscheu ist garantiert. Der Schreibstil klar und schnörkellos. Ich habe das Buch fast in einem Zug gelesen, weil mich das Geschehene so gefangen genommen hat. Zack, ein schwieriger Charakter mit vielen Fassetten.

Und plötzlich fallen alle Puzzleteile an den richtigen Ort und der Fall ist geklärt. Doch das Ganze lässt noch einige Fragen offen, die hoffentlich im nächsten Buch beantwortet werden.

Ein spannender schwedischer Thriller, den ich gerne weiter empfehlen kann.

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(61)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

krimi, nordirland, irland, adrian mckinty, mord

Rain Dogs

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.02.2017
ISBN 9783518467473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vorab, dies ist mein erstes Buch von Adrian und ich bin hell begeistert.

Gekonnt baut Adrian McKinty einen hohen Spannungsbogen in seinem 5. Band auf. Eigentlich fängt es ziemlich und unspektakulär an. Muhammad Ali besucht einmal mehr Irland, zur Freude vieler aber nicht aller.

Ueber den Inhalt der Geschichte muss ich nicht viel schreiben, das haben andere bereits zu genüge getan. Nur so viel, 1986/87 war eine sehr bewegte Zeit in Nordirland. Es gab viele Tote auf beiden Seiten. Immer wieder kam es zu Bombenanschlägen. Und andere Gräueltaten und Sexualdelikte
kamen öfter vor als nicht. Und mit diesem Stoff hat McKinty wiederum einen spannenden aber auch düsteren Krimi zum Besten gegeben.

Sein Hauptprotagonist Sean Duffy, katholischer Polizist mitten unter all den reformierten Kollegen ist stark gefordert. Der Selbstmord oder Mord an der englischen jungen Journalistin Lily Bigelow wirft bei ihm und seinem kleinen Team viele Fragen auf. Und als es ein weiterer Todesopfer, ein höherer Polizeibeamter, gibt fühlt er sich noch mehr verpflichtet, die ganze Angelegenheit näher zu untersuchen. Dabei gerät er selbst in Lebensgefahr.

Auch sein Privatleben erlebt ein paar Turbulenzen, die ihm teilweise sehr ans Herz gehen. Doch ein guter Whisky oder mal ein Joint ,warum auch nicht, dazu seinem Geschmack entsprechend gute Musik, bringt ihm die nötige Ruhe, um an dem verflixten Fall dranzubleiben. In diversen Kapiteln konnte ich regelrecht spüren, wie nah ihm die ganze Geschichte ging. Auch der gewisse Humor und Zynismus blieb nicht aus, typisch für einen nordirischen Krimiautor.

Der Ermittlungen erstrecken sich bis in die höchsten politischen und wirtschaftlichen Kreise, ja es wird sogar international. Die Lösung des Falles bringt eine gewisse Befriedigung, überrascht mich jedoch nicht.

Adrian McKinty hat mich mit diesem 5. Band total vereinnahmt. Die 400 Seiten hatte ich regelrecht verschlungen. Der abgebildete einsame Wolf in einem klirrenden kalten Waldstück, psychologisch gesehen passend gewählt. Bei Gelegenheit werde ich auch noch die vier vorgehenden Bänder lesen.

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178 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

thriller, john katzenbach, cold cases, usa, mord

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gabriel Dickinson, erfolgreicher Polizei-Beamter am Schreibtisch, verfällt nach dem Tod seines Schwagers komplett dem Alkohol. Seine Familie verlässt ihn schlussendlich, was ihn noch mehr zum Glas greifen lässt.
Marta Rodriguerez-Johnson, erschiesst bei einem Einsatz aus Versehen ihren Partner. Psychisch sehr angeschlagen, versucht wie wieder in ihrer Einheit (Drogenfahndung) Fuss zu fassen. Da beide vor deren Schicksalsschläge erfolgreich waren, werden sie von ihren Vorgesetzten nicht entlassen sondern in eine neu gegründete Abteilung „Cold Case“ abgeschoben.
Bei ihrer Durchsicht von alten nicht gelösten Akten um verschwundene oder ermordete Personen stossen sie auf die Akte „Tessa“ und „die Vier“. Vor 20 Jahren verschwand die 12-jährige Tessa zwischen dem Haus ihrer besten Freundin und ihrem Zuhause. Gefunden wurde nur ihr Rucksack mit etwas Blut von ihr und sonst nichts. Die beiden Detektive, die dazumal ermittelten waren bis dahin sehr erfolgreich. Nur bei der verschwundenen Tessa blieben sie Erfolglos. Im Weiteren ermittelten sie auch in den vier ungelösten Mordfällen. Deren Vorgesetzten beschlossen, die Akten als ungelöst zu schliessen und im Archiv zu „entsorgen“.
Und genau diese beiden Akten fallen Gabe und Martha in die Hände. Einmal, zweimal, mehrmals durchgelesen finden sie darin verschiedene Ungereimtheiten. Vor allem die verschwundene Tessa. Wie Bluthunde verbeissen sie sich in diese Fälle und lassen nicht mehr los, bis die Wahrheit auf dem Tisch liegt.
John Katzenbach hat mit diesem Buch einen absoluten Hit geschaffen. Langsam fängt es an und stetig nimmt das Ganze richtig Fahrt auf. Was mir besonders gefallen hat sind die eingeschobenen Gedankengänge der beiden Ermittler. So nach dem Motto ‚die Gedanken sind frei‘. Genau diese Situation nutzen sie vollumfänglich aus. Als Leser kennt man natürlich beide Seiten und das macht es ja spannend.
Der Schreibstil ist angenehm und nicht zu ausführlich. Ich wurde richtiggehend in die Geschichte hineingezogen und fieberte mit, ob es den beiden gelingt, die Fälle zu lösen.
Auch der Titel ist gut gewählt, passt er doch hervorragend zum Inhalt. Das Cover mit dem Spinnennetz wiederspiegelt ebenfalls die Story.
Viele überraschende Wendungen und ein Ende, das ich so nicht erwartet habe.
John Katzenbach hat mich mit diesem Buch total überzeugt. Ich bin sicher, dass ich noch weitere Bücher von ihm lesen werde. Darum vergebe ich gerne 5 Punkte.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, david sedlaczek, rezension, krimi, mord

Runaway

David Sedlaczek , David Sedlaczek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 21.08.2017
ISBN 9783961115006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich fängt die ganze Geschichte ganz harmlos an. Ein Ehepaar, beide beruflich erfolgreich und auch im Privaten läuft es „äusserlich“ ganz harmonisch. Bis der Ehemann eines Abends auf eine unglaubliche Geschichte stösst, die mit dem Beruf seiner Frau zusammenhängt. Er versucht alles, sie von diesem Weg abzubringen, doch alles kommt anders als man denkt.
18 Jahre in der geschlossenen forensischen Psychiatrie und dies bis an das Lebensende? Unglaublich, wenn ich mir das nur so vorstellen müsste. Vollgepumpt mit Medikamenten, damit ja immer schön ruhig bleibt und einfach keinen eigenen Willen mehr haben darf. Genau dagegen Frederick Hagen an, denn er hat nur ein Ziel, raus, raus, raus.
Dieser Abschnitt wird von David Sedlaczek eindrücklich und sehr grausam beschrieben. Dieses Szenario ging mir wirklich unter die Haut.
Tatsächlich gelingt Frederick die Flucht. In seinen vergangenen 18 Jahren hatte es genügend Zeit, sich auf seinen Rachfeldzug vorzubereiten. Er hat nur ein Ziel, seine bis ins innerste verdorbene Ex-Ehefrau sowie deren Partner zu finden und sich zu rächen. Seine Flucht führt ihn über mehrere Staaten und Städte, immer begleitet von der Angst entdeckt zu werden.
Ich habe förmlich mitgefiebert, ob es Frederick gelingt, seine Mission zu erfüllen. Mit Runaway ist David Sedlaczek ein spannendes und nervenaufreibendes Erstlingswerk gelungen. Gewisse Artikel hätten sind für meinen Geschmack etwas zu lang und wiederholend ausgefallen.
Das in schwarz/weiss gehaltene Cover ist gut gewählt zur Story (Licht im Dunkel?) Eine Leseempfehlung von mir ist es allemal wert. 

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

england, krimi, the fox, dorfgemeinschaft, geheimnisse

Eine von uns

Harriet Cummings , Walter Goidinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.07.2017
ISBN 9783552063358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie blind muss man sein, wenn man nicht einmal realisiert, wenn ein guter Freund oder Freundin in Not ist und um Hilfe schreit. Familienbeziehungen können schwierig sein.

Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit diesem Buch. Die Autorin erzählt irgendwie eine sehr ausführliche und auf persönliche Art eine Dorfgeschichte und deren Einwohner. Fast jeder Bewohner wurde von ihr akribisch beschrieben hinsichtlich deren Charakter und Lebensgewohnheiten. Für meinen Geschmack etwas zu detailliert. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass in einem kleinen Dorf wie Heathcote mysteriöse Gegebenheiten vorkommen. Da die Bewohner glauben, sich gegenseitig zu kennen oder sich vieles zusammenreimen, kommt es sicherlich irgendwann zu Streitereien und Missverständnisse.

Was mir an Harriet Cummings Erstlingswerk gefallen hat, ist, wie sie es geschaft hat, aus dieser gewissen Langatmigkeit ein guter Krimi zu schreiben. Denn der zweite Teil war für mich viel spannender und temporeicher. Sogar das Ende und die damit verbundenen Aufklärungen fand ich wirklich toll. Und die Idee aus der Harriet Cummings ihr erstes Buch als Krimi präsentiert, finde ich sehr gut.

Fazit: Ein spannendes Buch für mich Familiendrama als Krimi, das ich gerne weiterempfehle.

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329 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 148 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, freizeitpark, vergnügungspark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwölf Personen aus verschiedenen beruflichen Sparten haben die Ehre, vorab den bald wiedereröffnenden Vergnügungspark zu besuchen und ihre Meinung darüber abzugeben. Vor 20 Jahren wurde dieser beliebte Freizeitpark geschlossen, nachdem ein Serienmörder drei Frauen bestialisch umgebracht hat. Die Auserwählten werden mit der Fähre auf die Insel gebracht, wo sie das ganze Wochenende Zeit haben, sich die renovierte Anlage genau zu besichtigen. Was ihnen jedoch nicht möglich ist, vorzeitig abzureisen, da die Fähre sie erst wieder am Montag abholt. Mit gewissen gemischten Gefühlen aber auch neugierig stürzen sie sich in das Abenteuer.

Paul Greenblatt, Journalist, ist einer von den Testbesuchern, da er eine besondere grausame Erinnerung an diese Vergnügungsstätte hat. Als Vierjähriger besuchte er mit seiner Mutter diesen Park und war dabei, als seine Mutter ermordet wurde. Nach diesem Ereignis kam alles an die Öffentlichkeit, die Park wurde geschlossen und der Mörder gefasst und zum Tode verurteilt und vollstreckt.

Auch die weiteren Teilnehmer hatten diesen Park schon vor 20 Jahren kennengelernt. Und jeder hat dabei seine eigene Geschichte erlebt. Früher hiess der Park „Zodiac-Park“ wie die Insel. Der neue Investor ist selbst dabei und setzt alles daran, dass sein neuer Vergnügungspark spektakulär und wieder berühmt wird. Dafür scheut er vor nichts zurück. Kaum sind Teilnehmer auf der Insel angekommen und haben sich etwas eingelebt, wird schon die erste Person ermordet. Wenige Stunden später ein weiteres Opfer. So nach und nach bricht unter den restlichen Teilnehmern Panik aus. Keiner traut dem anderen und alle fragen sich, wer wird der nächste sein.

Spannend fängt die ganze Geschichte an. Die einzelnen Protagonisten sind gut beschrieben, speziell die einzelnen Interviews mit dem Psychologen lockern das Ganze auf. Ich wurde so richtig in das Geschehen eingezogen und fieberte heftig mit, wer jetzt schlussendlich der neue Killer ist oder gibt es einen Nachahmungstäter? Für grosse Verwirrungen, Unsicherheit und Überraschung ist gesorgt und die Nerven werden teilweise stark strapaziert. Was mir weniger gefallen hat ist Paul’s ausführliche Rückblende (ist in meinen Augen unnötig).

Das Buch verspricht ein paar spannende und nervenaufreibende Lesestunden, das ich gerne weiterempfehlen möchte. Passend ist das Cover gewählt worden. Das Negativ-Bild mit dem Riesenrad und der Achterbahn dazu die gelbe Schrift, genau das richtige zu diesem Psycho-Thriller.

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

thriller, gerechtigkeit, mord, band 6, folter

Du sollst nicht leben

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548613512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gleich brutal startet dieser Thriller. Ein Mann wird vor die Wahl gestellt, aufgrund eines vergangenen Verbrechens, für das er nie verurteilt wurde, sich selbst oder seine Lebensgefährtin mit seinem Kind zu richten. Der Rechtsprecher, wie er sich selbst nennt, kennt kein Erbarmen. Weitere Fälle nimmt er ins Visier und führt seine eigene Justiz aus. Bei ihm herrschen andere Gesetze, Auge um Auge, Zahn um Zahn, ganz seinem eigenen Gutdünken. Für das Team mit Phil Brennan beginnt ein Wettlauf auf Teufel komm raus. Sein ihm direkt unterstellten DS geht bei den Ermittlungen gerne immer wieder eigene Wege, was nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Marina Esposito kann ihren Mann in diesem Fall nicht so unterstützen wie sie es gerne möchte. Sie wird angeblich mit einem alten Fall konfroniert. Fiona Welch liess sich freiwillig in die Psychiatrie einweisen, angeblich um eine eigene Studie zu verfolgen. Doch sie hat es allein auf Marina abgesehen und versucht alles, diese zu verunsichern und zu manipulieren. Für ihre Zwecke geht sie bis aufs Äusserste.

Auch in diesem Buch geht es brutal und schonungslos zu. Beide Handlungsstränge führen gegen Ende zu einem gewissen gemeinsamen Ende, jedoch gibt es auch Verlierer.

Der Schreibstil ist wiederum klar und flüssig und man verliert zwischen den einzelnen Kapiteln nicht die Übersicht. Was mich etwas gestört hat, ist ab und zu das naive Handeln seitens der Polizei. Speziell machte mir der Einstieg zu schaffen, als Darren Richards zwischen sich, seiner Frau und dem Kind wählen musste. Unvorstellbar, mir lief es kalt den Rücken runter. Mein Kopfkino habe ich für diese Szene versucht, auszublenden.

Dass es sich beim Rechtsprecher um einen absoluten gefühllosen und gestörten Irren handelt, war mir schnell klar. Überhaupt die einzelnen Figuren sind wieder gut ausgearbeitet worden.

Mir hat der Thriller wiederum gefallen, denn Spannung und Action kamen nicht zu kurz. Ich hoffe, dass ich von diesen Autoren bald eine weitere Brennan/Esposito Reihe lesen kann. 

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224 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

thriller, serienkiller, spannung, berlin, targa

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Falk Sandman, ein gutaussehender charistmatischer Serienkiller der besonderen Art. Junge Mädchen, die in seine Fänge geraten, haben keine Chance, wieder daraus zu kommen. Seinen speziellen Kick bekommt er, wenn er dem Opfer tief in die Augen schauen kann, bevor es stirbt und seine letzten Worte aufzeichnen kann.

Targa – eine junge Polizistin, arbeitet als Undercover-Ermittlerin. Speziell an ihr ist, dass sie keine Angst und keine Gefühle hat. Ihr gestecktes Ziel, dem Serienkiller sein Handwerk zu beweisen und zur Strecke zu bringen. Für diese Aufgabe geht sie ein hohes Risiko ein.

Die neue Serie des Duo-Autorenpaares Schiller startet actionreich, brutal und schonungslos. Mit Targa als eine etwas aussergewöhnliche Protagonistin geben die beide einen besonderen Psycho-Thriller zum Besten. Actionreich, rasant und viele Ueberraschungen, mit allem wird der Leser konfrontiert. Angenehmer Schreibstil und nicht all zulange Kapitel mit grossen Erklärungen. Das in verschiedenen Rottönen mit silberigen Schriftzug Targa , weist in meinen Augen darauf hin, dass es sich um blutige und unerträgliche Mordtaten handeln könnte.

Auch die neue Serie gefällt mir ausgezeichnet. Schon jetzt bin ich gespannt, wie es weiterläuft

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

tony braun reihe, stille, stalker-thriller, schmetterlinge, stiller beobachter

Stiller Beobachter

B. C. Schiller
E-Buch Text
Erschienen bei Keine Angabe, 28.05.2017
ISBN 9783950395464
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch dieser Thriller mit Chefinspektor Toni Braun und seinem Team vermochte mich wiederum total in seinen Bann zu ziehen. Hochspannend und nervenaufreibend nimmt Braun die Spur eines ganz speziellen „Stalkers“ auf. Die verschiedenen Hinweise und Tipps sind so gekonnt beschrieben, dass ich als Leser erst in den letzten ca. 25 % glaubte, wer der Täter sein könnte. Und wenn dann alles klar ist, gibt es einfach nochmals eine zusätzliche spannende Zusatzschlaufe.
Ein geniales Lesevergnügen, der besonderen Klasse und absolut empfehlenswert für nervenstarke Leser.

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