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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sherlock holmes, rätsel, detektiv, krimi, comic

Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 01(Hardcover)


Fester Einband
Erschienen bei Pegasus Spiele Gmbh, 15.03.2017
ISBN 9783957891006
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:



Willkommen in der Welt der neuartigen Spiele-Comics!
Was ist ein Spiele-Comic? Eine neuartige Mischung aus Spiel und Comic. Hier bist du der Held, triffst deine eigenen Entscheidungen, bestimmst, wie es weitergeht, und bist dein eigener Held. Du stürzt dich in atemberaubende Abenteuer, löst knifflige Kriminalrätsel, kämpfst gegen unheimliche Werwölfe oder forderst als Western-Held deinen Gegner zum Duell. Jeder Band ist anders, jeder Band stellt dir neue Herausforderungen. Nur mit Intelligenz, Geschick und Mut kannst du sie bewältigen.

Gleich vier Fälle sind es, die du in diesem Band zu lösen hast – sei es als Meisterdetektiv Sherlock Holmes oder als sein treuer Weggefährte Dr. Watson. Eine Katzenbesitzerin – ausgerechnet deine Vermieterin! - wurde überfallen, ein wertvoller Skarabäus aus dem British Museum geraubt, eine bekannte Hellseherin getötet und ein Mann ohne Erinnerung im Wald von Highgate aufgefunden. Und alle diese Rätsel führen natürlich zu einer Person, dem finsteren Verbrechergenie im Hintergrund. Elementar, mein lieber Watson!

Stürze dich in die Kriminalfälle, triff wegweisende Entscheidungen und erlebe deine eigene Geschichte! Quelle: Pegasus Press


Meine Meinung:



Da dies mein erster Spiele-Comic war brauchte ich einige Zeit, um mich an das Konzept und das Spielprinzip zu gewöhnen. Zu diesem Zweck stellt der erste Fall eine Art "Tutorial" dar, um mit dem Buch warmzuwerden. Die Seiten sind in einzelne Abschnitte unterteilt, die jeweils durch eine Zahl markiert sind. Durch die Entscheidungen die man im Verlauf der Geschichte trifft, wie zum Beispiel einen Verdächtigen zu verhören, oder einen Tatort zu untersuchen wird man kreuz und quer durch das Buch geschickt, denn jede Frage oder Aktion ist mit einer Zahl versehen, die einen zum nächsten Abschnitt führt. Dadurch muss man natürlich sehr oft hin und her blättern, was mein einziger Kritikpunkt ist, da die Abschnitte teilweise sehr kurz sind. Die Seiten-/Abschnittszahlen an sich sind sehr dezent und unaufdringlich in die einzelnen Bilder eingebettet, sodass ich sogar des öfteren beinahe die ein oder andere Zahl die mich zum nächsten Hinweis geführt hat übersehen hätte. Generell muss man bei diesem Spielebuch seine kleinen grauen Zellen wirklich anstrengen und genau beobachten, damit einem kein Hinweis entgeht. Denn wer denkt er könnte das Buch ganz entspannt an einem Nachmittag durchspielen, so wie ich zu Beginn, der irrt sich. Die Rätsel sind teilweise sehr Anspruchsvoll und die Fälle an sich nicht so kurz wie man es bei diesem doch recht kleinen und handlichen Buch denken würde, sodass das dem Leser/Spieler ein überraschend langer Spielspaß geboten wird. Zum notieren von Hinweisen, Beobachtungen, usw. stehen am Anfang des Buches zwei Seiten zur Verfügung, die ich mir jedoch kopiert habe, da ich ungern in dieses schöne Büchlein hineinschreiben wollte, das in Haptik und Optik sehr hochwertig gestaltet wurde. Des weiteren positiv anzumerken ist, dass man sich bei jedem Fall entscheiden kann, ob man als Holmes oder Watson ermittelt, sodass es zwei Schwierigkeitsgrade gibt. Die Auflösung der Fälle, die man sich in Form von Zahlen notieren kann, gibt es erst, wenn man alle Fälle durchgespielt hat, deren Reihenfolge man, bis auf den ersten, frei wählen kann.
Insgesamt entsteht durch die vielen Wahlmöglichkeiten, die Möglichkeit einen Tatort auch mehrmals zu untersuchen und die "Comic-Form" der Eindruck, man würde wirklich gerade selbst ermitteln. Ich kann nur sagen "Hut ab", dieser Spiele-Comic ist wirklich super gestaltet und entwickelt worden.


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156 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, sushi, luxemburg, paris, thunfisch

Rotes Gold

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.04.2012
ISBN 9783462044126
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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98 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fbi, nero wolfe, krimi, new york, detektiv

Es klingelte an der Tür

Rex Stout , Conny Lösch , Jürgen Kaube
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608981117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Die reiche Exzentrikerin Rachel Bruner hat die Nase voll vom amerikanischen Geheimdienst. Sie kauft zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuchs und verschickt es landesweit. Klar, dass das Ärger gibt: Das FBI lässt sie auf Schritt und Tritt überwachen. In ihrer Not wendet sich die vornehme Dame an Nero Wolfe, den berühmtesten Privatermittler von New York. Doch wie soll der ihr helfen? Sein Gegenspieler ist immerhin kein Geringerer als J. Edgar Hoover. Ein Scheck über 100 000 Dollar überzeugt ihn, es zumindest zu versuchen. Da kommt ihm ein Mordfall an einem Journalisten sehr gelegen ... 

Cover:

Normalerweise vermeide ich es, in einer Rezension auf das Cover eines Buches einzugehen, da ich der Meinung bin man sollte ein Buch nach dem Inhalt beurteilen und nicht danach, wie schön es im Regal aussieht. Hier muss ich jedoch eine Ausnahme machen, da dieses kleine Büchlein wirklich ein Schmuckstück ist. Das Format ist recht klein und deswegen sehr handlich, aber es war der Einband welcher es mir angetan hat, denn er passt als bedruckter Leinenband wirklich wundervoll zum Buch und liegt toll in der Hand.
Des weiteren erwähnenswert ist das Bonusmaterial am Ende des Buches, welches die Notizen des Autors zur Charakterisierung der beiden Hauptpersonen enthält.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Rex Stout ist passend für die Zeit in der das Buch erstmals erschien (1965). Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Nero Wolfes Ermittler Archie Goodwin in Form eines Berichts erzählt. Dies erklärt den eher nüchternen Ton und die teilweise sehr detaillierten Beschreibungen, was manchem Leser vielleicht langweilig erscheinen mag, aber soweit ich weiß typisch für Kriminalromane dieser Zeit ist. Trotzdem ermöglicht der Schreibstil einen sehr angenehmen Lesefluss und sorgt dafür dass man als Leser sehr gut in die damalige Zeit eintauchen kann.

Charaktere:

"Es klingelte an der Tür" ist nicht der erste Band der Reihe um Nero Wolfe und so verwundert es nicht, dass die Charaktere nicht mehr im Detail vorgestellt werden. Dadurch blieben vor allem einige der Nebencharaktere für mich doch sehr blass und der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwerer. 
Da die Geschichte aus der Perspektive von Archie Goodwin geschildert wird, der die Ermittlungsarbeit für seinen Chef übernimmt, der nur selten das Haus verlässt, ist es Archie dem der Leser am nächsten kommt. Er ist, entgegen der Klischees der meisten "klassischen" Detektivromane nicht der tollpatschige Sidekick, der nur dazu dient den genialen Ausführungen des Detektivs ein Publikum zu bieten und ansonsten im Dunkeln zu tappen, sondern eine eigenständige Person mit Herz und einem Verstand auf den man sich verlassen kann, was mir sehr gut gefallen hat. 
Nero Wolfe gefiel mir als schrulliger Detektiv sehr gut. Er ist stark übergewichtig und verlässt sogut wie nie das Haus, schätzt gutes Essen und verbring täglich Stunden mit der Pflege seiner Orchideen. Über seinen Charakter jedoch erfährt der Leser noch recht wenig, wenngleich er ohne Zweifel ein genialer Kopf ist.

Handlung:

Der Spannungsbogen der Handlung wird wie in einer klassischen Detektivgeschichte üblich nur sehr langsam aufgebaut und kommt ohne große "Action" und Effekthascherei aus.
Auch die Thematik mit dem FBI hat mir sehr gefallen, da sie auch heute noch, wenn nicht mehr denn je aktuell ist.
Das einzige kleine Manko war für mich, dass man, da der "Feind" ja schon bekannt war, als Leser eher wenig Stoff zum mitraten und -rätseln hatte. Trotzdem konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen und zum weiterlesen animieren.

Fazit:

Eine schöne "alte" Detektivgeschichte mit aktueller Thematik, welche mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Ich hoffe, dass die Nero-Wolfe-Reihe weiter neu aufgelegt wird, auch wenn es gut wäre die Bände der Reihe nach zu verlegen, sodass man als Leser die einzelnen Figuren besser kennen lernen kann. 
--> knappe 5 Sterne




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Tags: detektiv, neu aufgeleg, oldschool   (3)
 

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142 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

sci-fi, red risin, dystopie, red rising, spannen

Red Rising - Tag der Entscheidung

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453534438
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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174 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

mars, scifi, dystopie, pierce brown, science fiction

Red Rising - Im Haus der Feinde

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453534421
Genre: Science-Fiction

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1.083 Bibliotheken, 46 Leser, 3 Gruppen, 194 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

"Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren." (dtv.de)

Meine Meinung: Da ich schon die "Throne of Glass"-Reihe der Autorin gelesen und geliebt habe, ging ich mit einigen Erwartungen an das Buch heran.  Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr gut, auch wenn ich nicht umhin kam, das Reich der sieben Höfe ab und an mit der Throne of Glass Reihe zu vergleichen. Da sich die Welten in denen die beiden Bücher spielen, sowie die Handlung und Charaktere grundlegend unterscheiden stellte dies jedoch kein Problem dar. Nachdem die Handlung zu Beginn sehr spannend ist,  wird sie anschließend für einige Zeit deutlich ruhiger, sodass man als Leser die einzelnen Figuren besser kennen lernen kann. Dies empfinde ich im Nachhinein zwar als positiv, war aber auch während dem Lesen etwas anstrengend. Feyre gefällt mir als Protagonistin sehr gut. Sie ist eine starke und mutige junge Frau, die praktisch allein für ihre Familie sorgen muss. Dabei wirkt sie jedoch nicht übertrieben stark, sie hat Fehler und Schwächen, sodass man sich als Leser mit ihr identifizieren kann.  Auch die anderen Figuren sind liebevoll und detailreich gezeichnet, sodass es eigentlich keinen Charakter gab der mir nicht auf seine eigene Art gut gefallen hat. Im letzten Drittel des Buches nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, und entspricht schon eher dem spannungsgeladenen Schreibstil den ich von der Autorin gewöhnt bin, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Hier tritt auch mein heimlicher Lieblingscharakter, Rhys auf den Plan, von dem ich mir in den Folgenden Büchern einiges erwarte. Das Ende konnte mich vollends überzeugen, man stellt sich zwar die Frage wie es weitergeht, aber trotzdem ist das Buch für den Moment abgeschlossen. Das Reich der sieben Höfe konnte mich dank des letzten Drittels doch noch vollauf begeistern, sodass ich leichten Gewissens fünf Sterne vergeben kann.


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Tags: fantas, feen, starke heldi   (3)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

berlin, erbe, hotel, brand, spanne

Das Lächeln des Panthers

Johannes Groschupf ,
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783841503497
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Ein altes Hotel in Berlin, mysteriöse Gäste und eine große, schwarze Katze – Katinka und Finley haben das Gefühl, dass ihr Hotel ein Geheimnis birgt. Hat der eigenartige Skripnik etwas damit zu tun, der das Gemälde Das Lächeln des Panthers so genau mustert? Je weiter Katinka der spektakulären Geschichte des Hotels auf die Spur kommt, desto mehr erfährt sie auch über ihre eigene Vergangenheit – und entdeckt dabei Unglaubliches …

Berliner Flair, ein Panther und ein verborgener Kunstschatz – der neue spannende und äußerst atmosphärische Roman von Johannes Groschupf

(Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/taschenbuecher/neuerscheinungen/details/titel/3-8415-0349-7/19747/0/Agentur/Heike/Brillmann-Ede/Taschenbuch_-_Das_L%E4cheln_des_Panthers.html )

Schreibstil:


Trotz der Einfachheit des Schreibstils (kurze, teilweise knappe Sätze) vermochte dieser mich von der ersten Seite an zu fesseln und in die Geschichte hineinzuziehen. Der Autor erzählt die Geschichte um das Hotel Marabu und Katinka aus der 3. Person und in Vergangenheitsform, allerdings entstand bei mir trotzdem der Eindruck hautnah bei der Protagonistin und ihren Erlebnissen zu sein und es entstand eine ganz besondere geheimnisvolle Atmosphäre.

Charaktere:


Katinka ist für mich eine sehr starke Protagonistin. Sie hat das Herz am rechten Fleck und weist trotz ihrer Stärke eine gewisse Verletzlichkeit auf. Auf der einen Seite merkt man ihr ihr recht junges Alter deutlich an, aber auf der anderen Seite war sie ganz bestimmt nicht das stereotypische "Naivchen", das man in Jugendbüchern so häufig findet, sondern ließ sich nicht so leicht an der Nase herumführen und bewies Durchhaltevermögen und einen starken Willen. 
Finley war mir zwar sehr sympathisch, blieb jedoch leider ein Wenig blass und war während größerer Passagen des Buches von der Bildfläche verschwunden. Trotzdem merkte man auch dieser Figur Groschupfs Talent originelle Charaktere zu zeichnen an.
Ein weiterer dieser originellen Charaktere war Skripnik, einer meiner Lieblingscharaktere, der jedoch nur einen kurzen Auftritt hatte und von dem ich sehr gerne mehr gesehen hätte.
Über meinen Lieblingscharakter, die Baronin möchte ich nicht zu viel verraten, von ihr sollte sich jeder selbst beim Lesen ein Bild machen :)
Auch die restlichen Charaktere, darunter der Antagonist, waren sehr schön gezeichnet und wiesen diese "besondere Art" auf, die so gut zum gesamten Buch passt.

Handlung:


"Das Lächeln des Panthers" spannte einen schönen Spannungsbogen, wodurch es sich für mich sehr flüssig lesen ließ und ich es kaum aus der Hand legen wollte. Die Handlung blieb für mich immer im realistischen Bereich und die Charaktere verhielten sich zu jedem Zeitpunkt für mich nachvollziehbar. Einzig und allein der Showdown war für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten, was seiner Spannung jedoch keinen Abbruch tat. Besonders hervorzuheben ist die ganz besondere Atmosphäre die der Autor entstehen lässt, geheimnisvoll und mysteriös übermittelt er ein etwas anderes Berliner Flair. Auch der kurze geschichtliche Ausflug war schön und interessant zu lesen, hat die Handlung gut unterstützt und dem Leser das nötige Hintergrundwissen präsentiert.

Fazit:


Ein spannendes, atmosphärisch dichtes Jugendbuch mit einem besonderen berliner Flair.

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Tags: atmosphäre, berlin, spanne   (3)
 

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

krieg, fantasy, frieden, schwert, christian von aster

Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:


Aus den Händen seines Vaters empfängt Jaarn, der letzte Nachkomme des Hauses von Stahl, ein sagenumwobenes Schwert, mit dessen Hilfe er dem Reich Frieden bringen soll. Es trägt den Namen »Das Eherne Buch« und ist aus Geschichten geschmiedet. Fürsten und Räuber trachten nach dem Legendeneisen und bald heften sich die gefürchtetsten Meuchelmörder des Reiches an seine Fersen. Seiner Jugend und Unerfahrenheit zum Trotz liegt das Schicksal des Reiches allein in Jaarns Händen. Zwischen Gaunern und Gelehrten ist es ihm bestimmt, zum Helden zu werden. (Quelle: http://www.klett-cotta.de/buch/Weitere_Autoren/Das_Eherne_Buch/61790)


Schreibstil:


Christian von Asters Schreibstil harmoniert perfekt mit der Welt die er entwirft: Die Sprache ist bildhaft mit vielen Metaphern, mutet in manchen Szenen etwas poetisch an und schildert andere Szenen wiederum mit fast trockenem Humor. So vermittelt sie ein märchenhaftes mittelalterliches Flair, was von der unterschiedlichen Sprechweise der Charaktere unterstützt wird. 
Durch Perspektivenwechsel wird die Spannung gesteigert, da der Leser Entwicklungen erlebt, von denen der Protagonist Jaarn noch nichts ahnt.
Insgesamt sorgt Herr von Aster mit seinem Schreibstil für einen schönen Lesefluss, sodass sich "das Eherne Buch" sehr gut lesen lässt. 

Charaktere:


Zunächst einmal sind die vielen außergewöhnlichen Namen für mich positiv hervorzuheben. Auch wenn es am Anfang vielleicht etwas schwer fällt sie alle im Kopf zu behalten, so passen sie doch perfekt zu den Charakteren und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass jeder dieser Namen noch einmal eine eigene Geschichte zu erzählen hätte. 
Jaarn ist als Protagonist kein typischer Held, was mir zunächst sehr gut gefallen hat. Er ist in der Bibliothek unter Büchern aufgewachsen und sehr belesen, hat aber von "wahren Leben" keine Ahnung und muss im Verlauf der Geschichte öfters mal feststellen, dass Bücher die Welt nicht immer eins zu eins beschreiben. Leider hat er sich in meinen Augen nur sehr wenig weiterentwickelt und bleibt für mich eher eine Schachfigur als ein aktiver Protagonist mit eigenem Willen. Das war für mich zwar aufgrund seiner Kindheit und Erziehung verständlich, aber irgendwie hätte ich mir von ihm etwas mehr Pepp gewünscht.
Der Narbensammler mit den vielen Namen war für mich die interessantere Figur. Er war für mich mit seiner geheimnisvollen Aura nur schwer zu durchschauen und ich wusste lange nicht wer er ist und wie ich ihn einzuordnen habe. Dadurch dass er alles schon geplant zu haben und (fast) jede Schwierigkeit vorauszusehen schien nahm er jedoch auch einiges an Spannung aus der Geschichte.
Eine weitere sehr interessante Person war für mich die Eisenmutter, die Söldnerin und Hebamme zugleich ist. Allerdings hätte sie für mich etwas mehr Potential gehabt, denn außer dass sie jeden zu kennen schien und mit dem ein oder anderen geschlafen hat griff sie nur sehr wenig in den Verlauf der Handlung ein.
Die Nebencharaktere, sowie der Antagonist haben mir insgesamt recht gut gefallen auch wenn ich gerne über den ein oder anderen etwas mehr erfahren hätte.

Handlung:


Der Handlung fehlte für meinen Geschmack etwas an Spannung, das sich die meisten Schwierigkeiten sehr schnell aufgelöst haben und generell fast alle Probleme vom Narbensammler schon vorhergesehen wurden. Trotzdem konnte mich das Buch durch seine interessanten Charaktere und schönen Denkanstöße fesseln und mir einen schönen Lesefluss ermöglichen. 
Die drei Geschichten des Ehernen Buches, haben mir sehr gut gefallen, sie passen sehr schön zur Handlung und zum Flair des Buches. 
Der Fantasy-Anteil ist eher gering, es geht mehr um Sagen, Legenden und wie diese überliefert werden, sodass mehr "Fantastisches" für mich auch eher störend gewesen wäre. Die Idee des Ehernen Buches, das ausgerechnet die Gestalt eines Schwertes hat und den Frieden bringen soll finde ich einfach genial und wie der Untertitel schön verrät enthält das Buch einige Denkanstöße zum Thema Krieg bzw. Frieden, sodass es sehr schön zum nachdenken und philosophieren einlädt. 
Über das Ende möchte ich an dieser Stelle nur so viel verraten, dass es mich überraschen konnte :)
Allgemein hat mir die Handlung und die vielen schönen Ideen sehr gut gefallen, allerdings hätte ich mir gegen Ende ein Paar Seiten mehr gewünscht, um die Geschichte noch etwas mehr auszubauen.

Fazit:


Ein solides Fantasybuch, das mich trotz kleiner Schwächen mit seinen schönen Ideen und Denkanstößen überzeugen konnte!

  (4)
Tags: denkanstöße, fantasy, frieden, krieg   (4)
 

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(45)

99 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

dystopie, liebe, zukunft, soul colours, marion hübinger

Soul Colours - Blaue Harmonie

Marion Hübinger
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.09.2015
ISBN 9783646601572
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

**Wenn die Farbe deiner Gefühle zu deinem Schicksal wird **

Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ... (Quelle: http://www.carlsen.de/epub/soul-colours-band-1-blaue-harmonie/71294)


Schreibstil:


Marion Hübinger erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sarina und in der Gegenwartsform. So erlebt man als Leser alles hautnah und kann Sarinas Gefühlswelt und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Durch den locker-leichten Schreibstil liest sich Soul Colours - Blaue Harmonie flüssig und verhältnismäßig schnell.

Charaktere:


Die Charaktere sind im Großen und Ganzen sehr schön ausgearbeitet, vor allem bei der Protagonistin Sarina spürt man dass sich die Autorin viele Gedanken gemacht und so eine sehr plastische und dreidimensionale Protagonistin geschaffen hat. Man merkt der starken Sarina deutlich an wie sie das Leben in der scheinbar perfekten Gesellschaft auf Aeterna geprägt hat, sie ist zwar aufgrund ihrer "unlesbaren" Aura sehr stark, wirkt aber bisweilen noch etwas naiv und jung für ihr Alter. Sarinas Entwicklung wurde glaubhaft und realistisch beschrieben, sie ist ein (fast) normales Mädchen, dass sich nach und nach einer unbequemen Wahrheit stellen muss, wobei auch Zweifel und widersprüchliche Gefühle nicht ausbleiben. 
Durch Vielzahl an Nebencharakteren blieben manche Charaktere eher etwas flach, z.B. Liam, der Neue an der Schule, der zunächst als Bad Boy erscheint, aber im Verlaufe der Handlung etwas auftaut, über den wir jedoch trotzdem recht wenig erfahren. Allerdings hoffe ich dass sich das im Folgeband ändern wird. 
Manche Nebencharaktere jedoch, beispielsweise den intelligenten Jason oder die liebenswerte Sunny, konnte ich sofort in mein Herz schließen und auch Sarina war mir sehr sympathisch, sodass mir die Charaktere und ihre Gestaltung zusammengefasst sehr gut gefallen haben.

Setting:


Das Setting ist meiner Meinung nach eine der größten Stärken des Buches. Die Idee mit den Aurenscans ist mir vorher noch nie untergekommen und hat mir sehr gut gefallen. Die Gesellschaft auf Aeterna wird in sich schlüssig beschrieben und detailreich gezeichnet, sodass ich sie bildlich vor Augen hatte. Die vielen kleinen originellen Ideen hauchen dem Setting noch mehr Leben ein, welches mich dadurch vollends begeistern konnte.

Handlung:


Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da die Autorin sich zu Beginn viel Zeit nimmt die einzelnen Charaktere und das Setting einzuführen. Dadurch nimmt die Handlung zwar erst langsam Fahrt auf, der Leser gewinnt jedoch ein sehr plastisches Bild von Aeterna und seinen Bewohnern. 
Durch einige unvorhersehbare Wendungen und Enthüllungen schaffte es Marion Hübinger mich immer mal wieder zu überraschen und mich durchweg zum weiterlesen zu motivieren. 
Die zarte Liebesgeschichte konnte mich (noch) nicht ganz überzeugen, da Sarinas "Love Interest" für mich eher etwas blass blieb, birgt aber durchaus Potential, welches die Autorin vielleicht in der Fortsetzung ausnutzen wird.
Die Handlung gipfelt nachdem sie nach und nach Spannung aufbaut in einem Finale, in dem Schlag auf Schlag folgt und das mich neugierig auf den zweiten Band zurücklässt (welcher aber schon im November erscheinen wird).

Fazit:


Ein schönes Buch, das vor allem durch seine originellen Ideen und seine Protagonistin glänzt, sodass man auch kleinere Schwächen beim Lesen gerne verzeiht.
Knappe 5 Sterne. 

  (7)
Tags: romantik, spannung, zukunft   (3)
 

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1.216 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 252 Rezensionen

liebe, krankheit, nicola yoon, jugendbuch, leben

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Dressler, 17.09.2015
ISBN 9783791525402
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Wer nichts riskiert, träumt immer nur vom Fliegen.

Wenn ihr Leben ein Buch wäre, sagt Madeleine, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern: Heute ist genau wie gestern und morgen wird sein wie heute. Denn die 18-jährige Madeleine hat einen seltenen Immundefekt und ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Doch eines Morgens fährt vor dem Nachbarshaus ein Umzugswagen vor. Madeleine schaut aus dem Fenster und sieht IHN. Und er sieht SIE. Plötzlich öffnet sich ihr eine bisher unbekannte Welt - und Madeleine weiß, sie will alles, das ganze große, echte, lebendige Leben! Und sie ist bereit, dafür alles zu riskieren. (Quelle: Website des Verlags)



Schreibstil:
Nicola Yoon erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive der Protagonistin Madeline und der Gegenwartsform. So kann man sich als Leser gut in Maddy hineinversetzen und erlebt ihre Gefühle hautnah. 
Durch den leichten Schreibstil und die kurzen Kapitel, die immer wieder durch Zeichnungen und Diagramme aufgelockert werden liest sich das Buch insgesamt sehr gut und schnell.  

Charaktere:
Maddy ist eine sehr sympathische Protagonistin. Obwohl sie durch ihre Immunkrankheit (SCID) praktisch allergisch auf die Welt ist und ihr ganzes Leben in ihrem hochsterilen Zuhause verbringen muss hat sie eine unglaublich positive Lebenseinstellung und eine sehr liebevolle Beziehung zu ihrer Mutter sowie zu ihrer Pflegerin Carla. Durch ihre humorvolle und mutige Art konnte sie mein Leserherz im Sturm erobern und die Autorin schaffte es ihre Gefühle so plastisch rüberzubringen, dass ich mitgelitten -gefiebert und -gelacht habe.

Maddys Pflegerin Carla ist neben ihrer Mutter die einzige richtige Bezugsperson für sie. Sie ist das was für Madeline einer Freundin am nächsten kommt und weit mehr als nur eine Pflegekraft. Auch wenn sie Maddy zu beschützen versucht, so will sie doch auch dass sie das Leben kennenlernt und genießen kann und setzt sich sehr für Maddy ein.

Olly ist meiner Meinung nach ein toller Charakter. Auch er hat es im Leben nicht immer leicht, was er aber mit seinem tollen Humor zu überspielen weiß. Er ist sehr liebevoll und schaut hinter Maddys "sterile Fassade", womit er nicht nur Madelines Herz erobern konnte :)

Einer der wenigen Charaktere mit denen ich nicht so richtig warmwerden konnte ist Maddys Mutter. Sie ist Ärztin und ihre Tochter ist praktisch ihr einziger Lebensinhalt. Mit ihr verbringt sie fast ihre gesamte Freizeit und die beiden haben ein sehr enges Verhältnis. Was sie für mich etwas unsympathisch gemacht hat ist dass sie Maddy, die immerhin schon 18 Jahre alt ist wie ein kleines Kind behandelt und zu viel Kontrolle über Maddys Leben hat, was ich zwar angesichts deren Krankheit verstehen kann, aber für mich doch etwas "viel" war. 

Insgesamt haben mir die Charaktere sehr gut gefallen, sie waren alle sehr plastisch und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Viele Nebencharaktere gibt es nicht, was aber auch verständlich ist da sich die Handlung auf Maddys Haus konzentriert.

Handlung:
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, sie war gespickt mit originellen Ideen und humorvollen Szenen, die mich ein ums andere Mal zum schmunzeln wenn nicht sogar lachen gebracht haben. 
Die Autorin geht sehr sensibel mit Maddys Krankheit und Lebenssituation um und durch die Erzählperspektive erlebt der Leser Maddys Leben direkt mit sodass man gar nicht anders konnte als mit ihr mitzufühlen. 
Die Liebesgeschichte konnte ich sehr gut nachvollziehen, sie erschien mir glaubwürdig und war für meinen Geschmack einfach nur schön.
Durch eine  Wendung, die ich nicht vorhersehen konnte hat mich das Ende sehr überrascht. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich diese Wendung wirklich gut finde, denn sie ist zwar interessant und originell, aber gibt dem Hauptthema der Geschichte eine andere Richtung und die Autorin macht es sich meiner Meinung dadurch etwas leicht.
Trotzdem konnte mich die Handlung begeistern und ich habe geradezu an den Seiten geklebt, weil ich wissen wollte wie es mit Maddy weitergeht.

Fazit:
Ein sensibles und humorvolles Buch, das mich am Ende sehr überrascht hat und sich sehr gut lesen lässt. Leseempfehlung und knappe 5 Sterne von mir!

  (3)
Tags: dramatisc, humo, krankheit, lieb, romantik, überraschend   (6)
 

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(85)

164 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

fantasy, london, dystopie, seher, wächter

The Bone Season - Die Denkerfürsten

Samantha Shannon ,
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 14.09.2015
ISBN 9783827012302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Paige Mahoney lebt. Doch seit ihrer Flucht zurück nach London ist sie die meistgesuchte Person der Stadt. Sie muss sich wehren. Aber dafür braucht sie Verbündete. Wenn sie es schafft, die geheimen Gruppen der Denkerfürsten im Untergrund zu vereinen, könnte die Rebellion gelingen und das diktatorische System von Scion gestürzt werden. Doch diese Gruppen sind zutiefst verfeindet und denken überhaupt nicht an einen gemeinsamen Aufstand. Als plötzlich die Rephaim in London auftauchen, wird die Zeit knapp. Und wo ist eigentlich der Wächter? Seine Hilfe könnte Paige jetzt dringend gebrauchen. Denn die Jagd auf die Seherin hat begonnen ...


Schreibstil:
Samantha Shannon überzeugte mich auch im zweiten Band mit dem einfachen gut lesbaren Schreibstil mit dem uns ihre komplexe Welt näherbringt. Erzählt wird die Geschichte auch hier wieder aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Paige, die dem Leser so sehr nahe kommt. Der schnörkellose Schreibstil, der so perfekt zu Paige passt schaffte es wieder mich komplett zu fesseln und eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die nur ab und an durch etwas Witz oder Romantik aufgelockert wurde.

Charaktere:
Paige war wieder eine sehr sympathische Protagonistin. Zu Anfang noch etwas mitgenommen durch ihre Zeit in Sheol I und die aufregende Flucht wirkte sie ein wenig passiv und musste aus Ermangelung besserer Perspektiven in ihr Leben "davor" als Ganovenbraut des weißen Fesselmeisters zurückkehren. Trotzdem verfolgt sie ihren Plan gegen Scion und die Rephaim anzugehen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Durch eine überraschende Entwicklung und den Auftritt des Wächters kann sie sich jedoch aus ihrer "Lethargie" befreien und gewinnt im Laufe der Handlung an Entschlossenheit und Selbstvertrauen. Sie stellt sich mit Hilfe ihrer starken Fähigkeiten und ihrem Mut den Ereignissen, auch wenn sie bisweilen auf Hilfe angewiesen ist. Trotz allem schafft sie es zu einer starken Anführerin zu reifen, die mit eisernem Willen gegen das Regime kämpft. Dass sie trotz allem auch ihre Fehler und Schwächen hat und auch ihre Gabe, die die mächtigste unter den Sehergaben ist nicht unbesiegbar ist macht sie zu einer sehr glaubwürdigen und gelungenen Protagonistin.

Der Wächter trat erst ca. ab der zweiten Hälfte des Buches wieder auf. Auch er hat mir gut gefallen, da er so etwas wie die ruhige Konstante der Geschichte und auch in Paiges Leben ist. Er wirkt menschlicher und sympathischer als der Rest der Rephaim (was allerdings auch nicht allzu schwer ist) und strahlt eine Art düstere Ruhe und Gelassenheit aus. Die Beziehung zwischen Arcturus und Paige spielt zwar keine Schlüsselrolle in der Reihe, konnte mich aber trotzdem begeistern. Samantha Shannon gelingt es die Chemie zwischen den beiden überzeugend rüberzubringen ohne das Ganze ins Kitschige  und Melodramatische ausarten zu lassen, was für mich einen der größten Pluspunkte der Reihe darstellt.

Jaxon, Paiges Denkerfürst tritt in diesem Band mehr in den Fokus. Er ist für mich einer der stärksten Charaktere, der sehr komplex gezeichnet wurde. So fiel es mir sehr schwer ihn zu durchschauen oder auch nur einen seiner Züge vorauszusehen. Interessant war auch die Dynamik und das Kräftemessen zwischen ihm und Paige, bei dem seine Skrupellosigkeit und Hinterlist Paiges Moral und Stärke gegenüberstanden.

Auch die restlichen Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn sie deutlich als Nebencharaktere zu erkennen waren und somit etwas blasser gezeichnet waren. Trotzdem zeugten auch sie von Einfallsreichtum und waren sehr authentisch und für einige Überraschungen gut.

Handlung und Weltentwurf:
Durch einen Glossar, Karten und eine Übersicht der Seherkasten fiel es mir sehr leicht mich wieder in der sehr komplexen und interessanten Welt von The Bone Season zurechtzufinden. Die Handlung schließt nahtlos an den ersten Band an und auch die Geschehnisse aus die Träumerin werden noch einmal kurz rekapituliert, sodass man direkt wieder in die Geschichte eintauchen kann. 
Gleich zu Beginn an war das Buch sehr spannend (man erlebt den Rest der Flucht) und diese Spannung konnte die Autorin auch fast durchgängig halten, wodurch keinerlei Längen entstanden und ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. 
Auch Band 2 konnte mich wieder mit dem gut durchdachten, unheimlich komplexen und detailreichen Weltentwurf begeistern, legte den Fokus nun jedoch eher auf das Syndikat, dessen Struktur und Denkweise und die Probleme die für Paiges Rebellion daraus entstehen. Die Rephaim rückten eher in den Hintergrund, sodass man SciLo, dessen Unterwelt und Seher besser kennen lernen konnte. Die Ränke und Intrigen innerhalb des Syndikats und auch die übrigen Andeutungen und Geheimnisse boten für mich viel Raum für Spekulationen und es war immer schwer vorauszusehen mit welcher unerwarteten Entwicklung oder Enthüllung mich die Autorin als nächstes schocken wollte.
Die Actionszenen bestehend aus physischen und mentalen Kämpfen waren sehr spannend und gut beschrieben, sodass ich mehr als einmal und vor allem am Ende um Paiges Leben bangen musste.
Das Ende an sich war zwar nicht direkt ein Cliffhanger, aber durch eine finale Enthüllung macht es das Warten auf Band 3 sehr spannend.

Fazit:
Auch Band 2 der Reihe konnte mich mit seiner detailreichen Welt, den originellen Ideen und dem durchgehend hohen Spannungsbogen begeistern. Die Handlung bleibt unvorhersehbar und temporeich, sodass das Buch ein richtiger Pageturner ist, der mir unheimlich gut gefallen hat. 
Eine würdige Fortsetzung für eine tolle und komplexe Fantasy-Reihe und definitiv eines der besten Bücher die ich bisher gelesen habe.

  (11)
Tags: dystopie, fantas, fesselnd, komplex   (4)
 

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116 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

humor, abenteuer, reisen, urlaub, fernreisen

Als Schisser um die Welt

Jan Kowalsky
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442158041
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
In "Als Schisser um die Welt" begleiten wir Autor Jan Kowalsky (auch bekannt als der Schissser) gemeinsam mit seiner reisebeisterten Frau Sarah um die Welt. Von Bali über Japan und Südafrika bis Australien ist alles dabei und auch der Untertitel: "die Geschichte von Einem, der mit musste" ist Programm, denn so ganz freiwillig begleitet der nicht ganz so abenteuerlustige und des öfteren etwas panische Autor seine dafür umso abenteuerlustigere Frau dann nun auch nicht.

Schreibstil:
Der Autor erzählt seine Abenteuer in Ich-Perspektive und Vergangenheitsform, sodass es dem Leser so vorkommt als würde der Schisser einem seine Reiseerlebnisse persönlich schildern. Aufgelockert wird der Text durch Zeichnungen aus seinem "Logbuch des Todes" (= sein Reisetagebuch), die die Geschichte passend untermalen. Auch der Schreibstil ist locker-leicht, lustig und bisweilen etwas ironisch, sodass sich das Buch schnell und einfach liest.

Meine Meinung:
"Als Schisser um die Welt" ist ein etwas anderer Reisebericht, bei dem der Leser das Vergnügen hat, die Reiseerlebnisse einer Person zu lesen, die das Reisen eben nicht locker und entspannt nimmt, sondern mit einigen Ängsten zu kämpfen hat. Dabei dürfen auch so einige peinliche Situationen, aber auch Beschreibungen von Kuriositäten und Landschaft nicht fehlen, sodass durchgehend für Abwechslung gesorgt ist, und man sich beim Lesen an keiner Stelle langweilt. 

Fazit:
Kurzweilig und sehr amüsant. Ein etwas anderer Reisebericht, der mich sehr gut unterhalten hat.

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Tags: lustig, reise, schisse   (3)
 

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188 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

frankreich, versailles, liebe, sandra regnier, vergangenheit

Die Nacht der Lilie

Sandra Regnier
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.08.2015
ISBN 9783646600742
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvan ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde … (Quelle: Carlsen bzw. Impress Verlag)



Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie schon in Band 1 flüssig und leicht zu lesen. Durch Briefe der Klatschbase des Hofes wird die Handlung aufgelockert und der Leser bekommt zusätzliche Informationen. Insgesamt finde ich den Schreibstil sehr gelungen, sodass die Seiten geradezu dahin flogen.

Charaktere:
Die Charaktere sind auch in Band 2 sehr schön ausgearbeitet und handeln immer nachvollziehbar. Man spürt beim Lesen deutlich, dass die einzelnen Figuren eine Entwicklung durchgemacht haben bzw. durchmachen. 
Julia hat zwar ihren Witz und ihr vorwitziges Mundwerk behalten (welches sie des öfteren in Probleme bringt), wirkt aber gleichzeitig erwachsener. Sie fängt an die Intrigen am Hof besser zu durchschauen, auch wenn sie weiterhin manchmal verständlicherweise naiv reagiert. Gleichzeitig lässt sie sich jedoch nichts gefallen, ist tough und will auf eigenen Beinen stehen. So war sie mir weiterhin sehr sympathisch.
Zu Etienne möchte ich nicht zu viel verraten, nur dass er teilweise ein wenig lockerer bzw. entspannter ist, auch wenn er sich weiterhin wie eine kleine Glucke um Julia kümmert.;)
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen, auch wenn es manchmal schwierig war bei den komplexen Familienbeziehungen und den ganzen Namen den Überblick zu behalten, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tat.

Handlung:
"Die Nacht der Lilie" konnte noch einmal mit einigem mehr an Spannung aufwarten als der Vorgängerband. Die Geschichte war durchweg interessant und schön zu lesen, und vor allem das historische Setting wusste mich durch gut recherchierte Hintergrundinformationen und Details zu begeistern. In diesem Band kommt auch der Romantik ein etwas größerer Stellenwert zu, die Liebesgeschichte war glaubwürdig und sehr schön.
Besonders positiv hervorzuheben ist für mich das Ende, welches mich durch seine originelle Idee begeistern konnte und perfekt zur Reihe passt. 
Eine durchweg gelungene Fortsetzung und ein würdiger Abschluss der Lilien-Reihe.

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Tags: romantik, spannun, vergangenheit   (3)
 

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211 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

glück, familie, verlust, trauer, 7

Glück ist eine Gleichung mit 7

Holly Goldberg Sloan ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.07.2015
ISBN 9783446245532
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Inhalt:

Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken. Quelle: Hanser Verlag



Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Klar und mit kurzen Sätzen ist er doch trotzdem etwas besonderes und wartet mit einem hintergründigen Witz und (versteckten) Lebensweisheiten auf. 
Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht von Willow, die den Leser in Ich-Perspektive direkt anspricht, und einigen der anderen Charaktere, deren Hintergründe und Gedanken  in der 3. Person geschildert werden, erzählt. So kann man sich einerseits sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen, erfährt aber andererseits auch einiges über die Denkweise der anderen Charaktere.
 Eine weitere Besonderheit ist der Einsatz von Formatierung und Schriftgröße als stilistisches Mittel, welches besonders wenn Willow erzählt eingesetzt wird. Generell passt der nüchterne, manchmal sogar fast wissenschaftliche, aber doch irgendwie tiefgründige und poetische Schreibstil sehr gut zu der Geschichte und vor allem auch zu Willow und ihrer Art.

Charaktere:
Willow war mir als Protagonistin mit ihrer besonderen Art direkt sympathisch. Sie ist sehr intelligent und hat ihre Marotten (wie z.B. die Zahl 7), welche sie allerdings noch liebenswerter machen. Mit ihrer wissenschaftlichen und recht nüchternen Art zu denken und ihrem Faible für Medizin und das Gärtnern fällt es ihr schwer Freunde in ihrem Alter zu finden, vor allem da sie Gleichaltrige mit ihrem Interesse für Oberflächlichkeiten nicht versteht. Durch diese "soziale Unbeholfenheit" einerseits und ihre Intelligenz andererseits wirkt Willow manchmal älter und  manchmal jünger als ihre 12 Jahre. Auch wenn sie auf den ersten (und zweiten) Blick etwas anders ist, so ist sie doch sehr mitfühlend und liebevoll anderen gegenüber und möchte das, was jedes Kind in diesem Alter insgeheim möchte: irgendwo dazugehören.
So konnte mich Willow als Protagonistin auf ganzer Linie überzeugen.

Auch die anderen Charaktere sind keineswegs 08/15, sondern liebevoll ausgearbeitet und besonders. Sie alle verändern sich in der Begegnung mit Willow und ich habe beim Lesen jeden Einzelnen irgendwie in mein Herz geschlossen.

Insgesamt sind die Charaktere alle sehr gut ausgearbeitet und weisen eine Besonderheit und Dreidimensionalität auf, wie man sie selten findet.

Geschichte:
Obgleich die Geschichte nicht mit einem großen Spannungsbogen aufwartet, so war sie doch fesselnd und hat mich an keiner Stelle gelangweilt. Das Ende war vielleicht etwas voraussehbar und manche "Wunder" vielleicht ein klein Wenig übertrieben, aber trotzdem hat die Autorin eine wundervolle besondere Geschichte voller Hoffnung und tiefsinniger Lebensweisheiten geschaffen, die auch die ein oder andere Prise Witz nicht vermissen  lies.

Fazit:
Eine gelungene und originelle Geschichte mit einer besonderen Protagonistin. Klare Leseempfehlung!

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Tags: besonders, originell, schö, trauri   (4)
 

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

sommer, freundschaft, zukunft, liebe, italien

Dieser Sommer gehört noch uns

Heike Karen Gürtler ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522202176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:"Unsere Unterarme lagen so nah beieinander, hätten wir beide Gänsehaut bekommen, hätten sich die Spitzen unserer Haare berührt." Schon länger ist Franziska heimlich in ihren besten Freund Flo verliebt und sie schreibt alles auf, um mit der Situation zurechtzukommen. Auch ihre Sehnsucht nach einer zufälligen Berührung auf der Fahrt nach Italien. Gemeinsam mit ihren engsten Freunden verbringen sie den Sommer in einem Ferienhaus am Gardasee – es ist der letzte gemeinsame Sommer, bevor sich ihre Wege trennen werden. Mitten in der Unbeschwertheit des italienischen Sommers zieht ein Gewitter auf: Eifersucht und Zukunftsängste trüben die Urlaubsstimmung an den Abenden nach Tagen voller Sonne. In langen nachdenklichen Gesprächen über das, was war, und das, was wird, versuchen die Freunde, ihre widerstreitenden Gefühle zu verstehen." -Quelle: Verlag

Schreibstil:
Der Schreibstil von Heike Karen Gürtler lässt sich passend für ein Jugendbuch leicht und flüssig lesen. Dadurch dass er zusätzlich auch sehr bildhaft und manchmal fast ein wenig poetisch ist, kann man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und sich vor allem auch die schöne Landschaft des Gardasees sehr gut vorstellen. Durch kurze, aber sehr originelle "Tagebucheinträge" (genauer darauf einzugehen würde zu viel verraten), die durch kleine gelungene Gedichte abgerundet werden, lernt man die Ich-Erzählerin Franzi besser kennen.
Allgemein hat der Schreibstil der Autorin dafür gesorgt, dass die Seiten geradezu dahingeflogen sind.


Charaktere:
Franzi war mir als Protagonistin von Anfang an sympathisch, sie hat eine zurückhaltende liebevolle Art, die mir allerdings manchmal etwas zu zögerlich war. Trotzdem konnte ich ihre Gefühle und Handlungsweise gut nachvollziehen.
Über die anderen Charaktere kann ich leider nicht zu viel sagen ohne einen Großteil der Handlung vorwegzunehmen. Jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Probleme, auf die jedoch meiner Meinung nach teilweise etwas zu wenig eingegangen wurde. 
So bleiben die Hintergründe und auch die Figuren allgemein ein wenig blass, wenn sie auch sehr realistisch wirken.


Handlung:
Zur Handlung möchte ich nicht zu viel verraten. Sie war nicht ganz so ereignisreich wie ich es mir erwartet hatte, die klassische Liebesgechichte, wie man sie in so vielen Sommerroman findet fehlt bzw. steht nicht im Mittelpunkt und die Ereignisse nehmen nur langsam ihren Lauf. Stattdessen spricht das Buch viele typische Probleme an, die Jugendliche/Fast-Erwachsene in diesem Alter haben, jedoch ohne das Buch damit zu überladen. 
Das Ende lässt vieles offen, was aber meiner Meinung nach sehr gut zum Roman und dem "Feeling" das er vermittelt passt.


Fazit:
Ein durchaus gelungenes Buch, das mehr ist als der typische "Sommerroman" und mit etwas Tiefgang aufwartet, dessen Charaktere jedoch leider ein wenig blass blieben. Trotzdem vermittelt "Dieser Sommer gehört noch uns" ein leicht melancholisches Sommer- und Urlaubsfeeling und punktet auch durch den leicht poetischen schönen Schreibstil.








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Tags: freund, probleme, sommer, urlaub   (4)
 

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479 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

liebe, zeugenschutzprogramm, eva völler, jugendbuch, kiss & crime

Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.08.2015
ISBN 9783846600153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:Band 1 der neuen Serie Kiss & Crime von Eva Völler. Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land - für Emily der totale Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden - bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz ... (Quelle: Verlag)

Schreibstil:
Eva Völler erzählt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Emily. Durch die jugendliche Sprache und den lockeren Schreibstil lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen und wirkt sehr authentisch.


Charaktere:
Im Großen und Ganzen sind die Charaktere sehr schön ausgearbeitet. Vor allem Emilys Oma Gerti sticht hier heraus. Man kann als Leser gar nicht anders als die etwas schrullige alte Dame, die in jeder freien Minute feurige Adelsromane in ihr Diktiergerät spricht, zu mögen.
Emily wirkt sehr normal. Sie ist nicht die typische superperfekte Romanheldin, die jede Situation spontan im Griff hat, sondern macht Fehler und handelt immer absolut nachvollziehbar. So fällt es dem Leser sehr leicht sich mit ihr zu identifizieren. Des Weiteren hat Emily einfach einen tollen Humor und eine manchmal leicht sarkastische Art, sodass sie so manche Situation auflockert und allgemein einfach sehr sympathisch rüberkommt.
Emilys Mutter war für mich der schwächste Charakter, sie wirkt vor allem zu Beginn recht naiv und unreif, was sich jedoch im Verlauf des Romans bessert. Trotzdem geht sie zwischen all den tollen anderen Charakteren etwas verloren. 
Die restlichen Charaktere haben mir insgesamt auch sehr gut gefallen, sie waren ebenfalls sehr glaubwürdig und liebevoll gezeichnet.


Handlung:
Schon zu Beginn war die Geschichte sehr spannend, was dem Leser den Einstieg sehr erleichtert und auch im weiteren Verlauf der Handlung kam niemals Langeweile auf. So war bis zum Schluss offen welche Figuren vertrauenswürdig sind und welche nicht, sodass man als Leser sehr gut mitfiebern und -raten konnte.
 Auch wenn die Romantik meiner Meinung nach ein kleines Bisschen zu kurz gekommen ist, bzw. die romantischen Szenen etwas detaillierter hätten beschrieben werden können, so war die Liebesgeschichte zwischen Pascal und Emily doch sehr glaubwürdig und auch nicht zu "kitschig". 
Durch Emilys Humor wurde die Handlung immer wieder aufgelockert und konnte mir so manchen Lacher entlocken, besonders die Spitznamen haben mir unter diesem Aspekt sehr gut gefallen.


Fazit:
Ein sehr gelungener Reihenauftakt, der trotz kleiner Schwächen Lust auf mehr macht.
 

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Tags: crim, kiss, romantisc, spannend   (4)
 

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1.023 Bibliotheken, 24 Leser, 7 Gruppen, 131 Rezensionen

bibliomantik, bücher, fantasy, kai meyer, furia

Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.06.2015
ISBN 9783841421661
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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298 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, dystopie, zukunft, seher, london

The Bone Season - Die Träumerin

Samantha Shannon , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 08.06.2015
ISBN 9783833309328
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Arcturus trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…   (Quelle: Verlag)

Schreibstil:
Samantha Shannon hat das Buch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Paige geschrieben, so erlebt der Leser alles hautnah und "aus erster Hand". Allgemein ist der Schreibstil der Autorin sehr gut lesbar, und kommt ohne große Schachtelsätze aus, sodass die Seiden vor allem gegen Ende geradezu dahinfliegen.


Charaktere:
Paige hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie ist stark und unabhängig, aber ist auch in gewisser Weise durch ihr Leben geprägt und dadurch verletzlich. Sie lässt sich nicht unterkriegen und ergeht sich auch nie in Selbstmitleid sondern ist mit einigen kleinen Ausnahmen eine richtige Kämpferin. 
Auch die Figur des Wächters, der sehr geheimnisvoll ist und dem man erst nach und nach auf die Spur kommt ist gut ausgearbeitet, er wirkt zugleich fremd und unnahbar, aber auch irgendwie liebenswert. 
Die zahlreichen Nebencharaktere fand ich im  Großen und Ganzen auch gelungen, da keiner von ihnen stereotypisch oder blass gezeichnet war.


Geschichte:
Samantha Shannons Weltenentwurf ist zunächst etwas schwierig zu durchschauen, aber der Glossar und ein Schaubild sind sehr hilfreich, sodass man sich im Laufe der Geschichte sehr gut in diese neue interessante Welt hineinfindet. Die Komplexität der Anzahl an Sehertypen und Charaktere ist meiner Meinung nach positiv hervorzuheben, da die Autorin nicht einfach 08/15 eine bereits bestehende Idee (Vampire, Hexen, usw) aufgreift sondern selbst etwas fast gänzlich neues schafft. 
Der Einstieg in die Handlung ist schon direkt sehr spannend, in der Mitte des Buches wird es dann etwas ruhiger, sodass man die Charaktere und ihr Leben besser kennenlernen kann, aber gegen Ende hin kann man "The Bone Season" vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen, was am Ende in einem kleinen Cliffhanger gipfelt. 




meine Meinung:
Samantha Shannon hat mit "The Bone Season - Das Lied der Träumerin" ein außergewöhnlich komplexes und originelles Jugendbuch geschaffen, das sich sehr spannend liest und Fantasy und Dystopie sehr gut verbindet. Klare Leseempfehlung.

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Tags: dystopie, fantasy   (2)
 

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272 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, urban fantasy, götter, die chronik des eisernen druiden, vampire

Gehetzt

Kevin Hearne , Alexander Wagner
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 02.12.2016
ISBN 9783608939309
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(450)

853 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 104 Rezensionen

entführung, raum, gefangenschaft, vergewaltigung, emma donoghue

Raum

Emma Donoghue , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492301299
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten als der Klappentext schon preisgibt, da "Raum" eine außergewöhnliche Geschichte ist, die jeder einfach auf sich wirken lassen sollte. Ich habe das Buch im Rahmen des Englischunterrichts sowohl im Original als auch der deutschen Übersetzung gelesen. Da der Leser die Ereignisse aus der Sicht von Jack, der ja noch sehr jung ist und für den "Raum" sowie die darin befindlichen Gegenstände seine ganze Welt darstellen erlebt ist es mir zunächst vor allem im Englischen etwas schwer gefallen in die Geschichte hineinzufinden. Sobald ich mich jedoch in die Gedankenwelt von Jack eingefunden hatte könnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gerade weil Jack alles was er erlebt mit kindlicher Unschuld erzählt bekommt man als Leser ein so umfassendes Bild vom Leben der beiden Gefangenen, das jedoch Ma in bestimmten Situationen eine Art "Privatsphäre" gewährt und einiges der Phantasie des Lesers überlässt. Diese hat mir als Charakter besonders gut gefallen, da sie es schafft trotz der widrigen Umstände viel Freude und Liebe in den Alltag ihres Sohnes zu bringen. Über den Schlussteil möchte ich um Spoiler zu vermeiden nur sagen, dass er für mich zwar theoretisch verzichtbar für die Geschichte aber trotzdem sehr interessant zu lesen war. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich Emma Donoghue mit ihrem Roman schockieren, zum Nachdenken bringen, aber auch gut unterhalten konnte.

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(746)

1.356 Bibliotheken, 41 Leser, 6 Gruppen, 129 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, magie, champion

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

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(457)

782 Bibliotheken, 23 Leser, 5 Gruppen, 69 Rezensionen

magie, fantasy, throne of glass, champion, fae

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(628)

1.173 Bibliotheken, 26 Leser, 4 Gruppen, 234 Rezensionen

fantasy, liebe, masken, sabaa tahir, elias

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 15.05.2015
ISBN 9783846600092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sabaa Tahir entwirft in "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" eine Welt die stark an das alte Rom oder auch an Sparta erinnert, aber auch Spuren von Magie aufweist. Die Geschichte selbst wird wechselnd aus der Perspektive der beiden Protagonisten, dem Martialen Elias und der Kundigen Laia erzählt. Diese Erzählweise ist positiv hervorzuheben, zum einen da sie sehr gut umgesetzt wurde und man deutliche Unterschiede in "Ton" und Denkweise feststellen kann und zum anderen der Unterschied in der Lebenswelt von Martialen und Kundigen sehr deutlich wird. Allgemein lässt sich der Schreibstil der Autorin als sehr flüssig und detailreich, aber nicht überladen beschreiben, sodass sich der Roman sehr gut lesen lässt. Die Geschichte an sich wirkt realistisch, auch bzw. vor Allem durch die von einigen Rezensenten kritisierte Gewalt, die nie übertrieben oder zu sehr "gewollt", sondern immer passend auf mich gewirkt hat. Auch die Charaktere wirken in Denk- und Handlungsweise glaubwürdig, nicht zu perfekt und nachvollziehbar und auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und haben eine gewisse Tiefe. Die Romanze rückt entgegen meiner Erwartung nicht ganz so sehr in den Vordergrund, was der Geschichte jedoch für mich jedoch keinen Abbruch tut, da sie auch so durch Spannung und einen guten Plot brilliert, sodass man gar nicht anders kann als das Buch so schnell wie möglich zu verschlingen.
Alles in Allem kann ich Elias und Laia nicht nur der vom Verlag festgesetzten Zielgruppe (jugendliche Mädchen), sondern jedem der Freude an einer spannenden gut ausgearbeiteten Geschichte hat, wärmstens empfehlen.

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Tags: dystopie, liebe, spannend   (3)
 

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(93)

173 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

jugendbuch, blog, contemporary, high school, liebe

Emily lives loudly

Tanja Voosen
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.08.2014
ISBN 9783646600728
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(480)

807 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 27 Rezensionen

zamonien, fantasy, blaubär, humor, abenteuer

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Walter Moers
Fester Einband: 702 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 01.10.2006
ISBN 9783821829418
Genre: Fantasy

Rezension:  
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