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394 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 87 Rezensionen

schriftsteller, mord, liebe, freundschaft, aurora

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Joël Dicker ,
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492056007
Genre: Romane

Rezension:

"Das letzte Kapitel eines Buches, Marcus, muss immer das Schönste sein."



2008. Die Kleinstadt Aurora an der Ostküste der USA hält den Atem an. Im Garten des zurückgezogen lebenden Schriftstellers Harry Quebert wird die seit dreiunddreißig Jahren vermisste 15jährige Nola Kellergan aufgefunden - tot. Und plötzlich steht Harry unter Mordverdacht.
Was ist damals vor so vielen Jahren passiert?
Marcus Goldman macht sich auf die Suche nach Harrys Geschichte. Denn Harry hat dem jungen Schriftsteller alles über das Schreiben beigebracht, er war sein Mentor. Marcus und Harry stehen sich sehr nahe, für Marcus ist der Schriftsteller der einzige Freund, der ihm wirklich etwas bedeutet. Das wird ihm vor allem bewusst, als er nach dem grandiosen Erfolg seines ersten Buches in einer Schreibblockade landet. Er hat Harry in der Zeit seines größten Ruhmes sträflich vernachlässigt. Als Marcus dann noch von dem Leichenfund in Harrys Garten hört, macht er sich sofort auf den Weg nach Aurora.
Was er dort ent- und aufdeckt ist im ersten Moment so unglaublich, wie aufwühlend. Harry der zu Zeit von Noals Verschwinden Anfang Dreißig war, hatte eine Liebesbeziehung zu der 15jährigen. Als das an die Öffentlichkeit gelangt, ist es in Aurora mit dem Ansehen des Schriftstellers dahin, der Verdacht gegen ihn verhärtet sich.
Auch Marcus ist erst skeptisch gegenüber dieser Geschichte.  Nach vielen Gesprächen mit Harry kommt er schließlich zu den Schluss, dass es wirklich eine wahre unerschüttleriche aber verbotene Liebe zwischen den beiden gegeben haben muss. Harry und Nola wollten sogar zusammen durchbrennen um irgendwo mit ihrer Liebe leben zu können.
Am Abend des 30. August 1975 waren sie in einem Motel verabredet um zu verschwinden. Doch Nola tauch nicht auf. Der nächste Morgen bringt dann Ernüchterung, nola hat ihn nicht versetzt, sie ist Verschwunden. Er kann nicht glauben, dass sie einfach von ihm gegangen ist, er kann sich nicht erklären, was mit Nola passiert ist. Er beschließt auf sie zu warten.
Nur was ist an diesem 30. August wirklich geschehen? Marcus Goldman will Harrys Unschuld unbedingt beweisen und beginnt in der Vergangenheit zu stöbern. Nicht alles, was er erfährt und ans Tageslicht befördert, macht ihn in der kleinen Stadt zu einem beliebten Gast. Ihm werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Seine Ermittlungen gehen in alle denkbaren Richtungen, Marcus lässt (fast) keinen Gedankengang unbedacht. Wer aber will verhindern, dass er etwas über Nolas Verschwinden in Erfahrung bringt?
Marcus schafft es schließlich alle Hindernisse zu überwinden, dank Harry und seinem Glauben an ihn und beider Leidenschaft für das Boxen.
Die Wahrheit über Harry, Nola und die Bewohner Auroras ist überraschend und erschreckend zugleich und ganz anders, als man es vielleicht versucht, anzunehmen. Und auch Harry birgt noch ein tiefes fast unverzeihliches Geheimnis.

Joel Dicker hat einen Roman geschrieben, der einen an das Unmögliche glauben lässt. Es ist eine Komposition, eine Dichtung über das Schreiben, über Wahrheit, ein Kriminalroman und eine Geschichte über die Liebe und den unglaublichen Mut und Zusammenhalt zweier Männer.
Der Autor hat eine so dichte Geschichte komponiert, dass man abwchselnd meint, mit drin zu stecken oder dass die ganze Handlung wirklich geschehen ist.
Trotz der großen Seitenzahl (unglaublichen 719!!!) möchte man das Buch einfach nicht weglegen, man fiebert jedem Kaiptel entgegen.
Die unglaubliche Masse an Charakteren wirkt keinesfalls verwirrend. Jede der Figuren ist ganz klar personalisiert und hebt sich unverwechselbar von den anderen ab. Ich finde es toll, wie ähnlich Harry und Marcus sich sind und doch jeder sein ganz eigener Mensch ist, niemals ein Abklatsch des anderen. Auch Nola ist eine so vielschichtige Person, die sich nur schwer in Worte fassen lässt, wenn man das Geheimnis um sie noch ein bisschen wahren möchte.
Die Geheimnisse, die Marcus währen seiner Recherche zutage fördert, sind auf jeden Fall total überraschend - man muss ab und zu tief Luft holen, um alles zu verarbeiten -  aber niemals unglaubwürdig.
Auch sprachlich ist das Buch eine Wucht! Eine einfache und klare Sprache und doch so poetisch. Joel Dicker hat seine 31 Kapitel abwärts nummeriert, von der Unkenntnis zu Wahrheit. Zu Beginn eines Kapitel steht immer ein kurzer Abriss aus Marcus Lernphase bei Harry als Schriftsteller. Unter diesem Abriss ergibt sich dann auch thematisch das Kapitel. Die Handlung wird größtenteils von Marcus und Harry erzählt, aber auch viele der anderen Personen kommen ab und an zu Wort; eine Geschichte aus vielen Perspektiven.
Die Erzählung springt in keinerlei Ordnung durch die verschiedenen Zeiten in der die Geschichte spielt. Aber vor allem durch Marcus schafft es Joel Dicker, den Leser direkt an den Gefühlen des Protagonisten teilhaben zu lassen.

Ich habe selben bei einem Buch so viel mitgelitten, gehofft, geliebt, verstanden, wie bei diesem Roman. Und ich muss sagen, es steht ja mittlerweile wirklich viel Mist auf den Bestsellerlisten, aber dieses Buch hat seinen Platz und den Hype drumherum wirklich verdient.
Es ist nicht an einem Moment langweilig, man sehnt die Aufklärung mit Spannung und Neugier herbei, ebenso, wie man will, dass es nie endet.
Der Glauben an die Liebe und an das Gute im Menschen wird geheilt und zerstört während der Lektüre, aber sie weckt die Lust darauf, seinen Weg so zu gehen, wie man das selber will, ohne Diskussion und reinreden - und die Lust auf's Leben.

Über den Autor...


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808 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 119 Rezensionen

liebe, freundschaft, uni, manchester, liebesroman

Wir in drei Worten

Mhairi McFarlane , Karin Dufner , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426514535
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Ich liebe dich.“, sagte ich.

„Wirklich?“

„Absolut.“
„Mein Gott, ich fasse es nicht.“


Ben und Rachel. Zu Unizeiten gab es sie nur im Doppelpack. Sie haben zusammen ihren eigenen kleinen Kosmos gehabt, in den niemand von außen eindringen konnte.

Niemals hätte Rachel gedacht, dass sich das irgendwann einmal ändern würde.

Doch in der Nacht vor ihrem Abschlussball geschieht etwas, was beide ziemlich überrascht und sie dermaßen überrollt, dass es zu Missverständnissen und Peinlichkeiten kommt, die Rachel und Ben auseinanderbringen.

Denn genau dieses Geheimnis ihrer letzten Nacht an der Uni sorgt dafür, dass sie sich aus den Augen verlieren.


Zehn Jahre später -

Rachel hat nach 13 Jahren Beziehung ihre Verlobung mit Rhys platzen lassen. Sie wohnt als Untermieterin bei einer Bekannten ihrer Freundin und arbeitet seit ihrem Abschluss an der Journalistenschule als Gerichtsreporterin in Manchester.

Ben ist verheiratet und auf dem besten Weg ein richtiger Anwalt zu werden. Er hat mit seiner Frau ein Haus in Manchester gekauft und nun versuchen sie in der Stadt anzuknüpfen, wobei ihnen Simon, Bens Vorgesetzter helfen soll.

Nicht ganz zufällig treffen Rachel und Ben sich wieder. Zum Verdruss zu Bens Frau Olivia und Simon, der sich insgeheim zu Rachel hingezogen fühlt, stellt sich zwischen den beiden schnell wieder das Gefühl alter Vertrautheit ein. Auch für Rachel bedeutet das neues Gefühlschaos, gerade nach der Trennung von Rhys. Doch sie hat Ben nie ganz vergessen können, nachdem, was an der Uni passiert ist und wie es zwischen ihnen auseinander gegangen ist. Dass Ben und sie sich jetzt öfter sehen, verstärkt ihre Gefühle, die sie während ihrer letzte Beziehung immer im Hinterkopf verschlossen hat.

Auch Ben werden seine unterdrückten Gefühle wieder bewusst, aber er ist nicht gewillt, sein Leben und seine Ehe aufs Spiel zu setzen, für etwas, was schon vor zehn Jahren für ihn unerreichbar war.
Ben und Rachel treffen sich immer wieder, bis Ben aus Manchester wegzieht, weil er die Beziehung zu Olivia retten muss...


Mhairi McFarlane hat eine wundervolle Art so eine Liebesgeschichte zu schreiben. Mit so viel Humor, aber auch Aufregung rechnet man in Frauenromanen selten.
Mit Rachel hat sie eine Protagonistin erschaffen, die zwar etwas naiv, aber deren Gefühle so stark sind und die die Welt so mit Humor ansieht, dass sie einzigartig ist. Man kann gar nicht anders, als sich in sie zu verlieben!
Rachel erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Die Dialoge, vor allem mit ihr als Gesprächspartner sind witzig und einfallsreich.

Zwischen Rachel und Ben besteht ein Band, dass auch nach zehn Jahren noch so stark ist, dass sie sich sofort wieder blind verstehen. Das merkt man als Leser sogleich.

Der Aufbau des Buches ist auch sehr gut durchdacht. Es gibt einen Prolog, in dem Rachel und Ben als Studenten vorgestellt werden. Dann folgen in unregelmäßigen Abständen Kapitel aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit, die aber keine Verwirrung zulassen. Stück für Stück kommt der Leser dem Geheimnis näher, bis er es wirklich unbedingt wissen will. Und die Szene, die diese verhängnisvolle Nacht beschreibt, kommt auf keinen Fall zu früh oder zu spät!
Das Buch ist so erfrischend und kurzweilig, aber auch aufregend und mitreißend. Obwohl ich vorher einige Bedenken hatte, betreffs des Titels mit dem es so oft verglichen wird („Zwei an einem Tag“), muss ich sagen, es ähnelt sich wenn überhaupt nur in der Grundthematik (Freundschaft zur Studienzeit...). „Wir in drei Worten“ ist ein wunderbar leichtes Buch. Da es McFarlanes Debüt ist, hoffe ich, dass es bald noch mehr Lesestoff von ihr gibt, bei dem man so schön mitfühlen kann!


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Tags: knaur, kurzweilig, liebe, roman   (4)
 

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freundschaft, liebe, roman, heimat, nickolas butler

Shotgun Lovesongs

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.11.2013
ISBN 9783608980080
Genre: Romane

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92 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

lebensgeschichte, wien, berlin, frau, leben

Quasikristalle

Eva Menasse
Fester Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.02.2013
ISBN 9783462045130
Genre: Romane

Rezension:

Quasikristalle ist die Lebensgeschichte von Roxane Molin. Die Biografie der aus Wien stammenden Protagonistin entsteht aus dreizehn voneinander unabhängigen Kapiteln. Xane wird in fast jeder ihrer Lebensphasen dargestellt – aber sie selbst kommt nur einmal aus eigener Perspektive an die Reihe. Ihre Geschichte erzählen andere: ihr beste Schulfreundin, ein ehemaliger Vermieter, ihre Ärztin, ihr Liebhaber.

In den wenigsten Kapiteln spielt Roxane eine direkte Hauptrolle. Die jeweiligen Erzähler berichten auch aber sie, aber meistens geht es um ihre eigenen Leben und Roxane ist oft nur eine Randfigur. Die unterschiedlichen Perspektiven sind eine interessante Form, eine Geschichte zu erzählen – denn das passiert trotz all den von einander losgelösten Erzählern: eine Geschichte, eine Biografie entsteht.

Wenn man am Ende das Buch zuschlägt, bleibt eine große Frage: Wer war Roxane Molin? Daraus ergeben sich wie von selbst weitere: Was weiß ich wirklich von mir selbst? Was weiß ich von anderen? Was ist die Wahrheit?
Mir ist nach der Lektüre immer wieder ein Bild aus dem Physikunterricht in den Kopf gekommen. Es ist mit dem Buch ein bisschen wie mit dem Raum-Zeit-Kontinuum. An sich habe ich das ganze nie so richtig verstanden, aus physikalischer Sicht, aber ich habe mich schon im Unterricht immer gefragt, welche der Perspektiven die wirklich wahre ist.

Anfangs war ich, ehrlich gesagt, sehr verwirrt, weil ich nach dem ersten Kapitel, erzählt von Xanes bester Schulfreundin Judith, nicht verstanden habe, warum es nicht weiter um Judith geht. Das zweite Kapitel beginnt aus der Sicht eines jungen Professors, der in Auschwitz Führungen durch das ehemalige Konzentrationslager macht. Er berichtet über seine Beziehungsprobleme. Als nach zwei Seiten immer noch keine Judith auftaucht, habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen.
Zum Glück habe ich es nicht gemacht! Denn plötzlich ist dem Konzentrtionslager-Professor in seiner neuen Touristengruppe Xane über den Weg gelaufen. Und da habe ich verstanden.
Ich habe nach dem Ende des Buches wirklich viel darüber nachgedacht, wer ich bin, was ich bin und vor allem, wer ich für andere bin, wie die engsten meiner Bekannten und Verwandten mich sehen und was ich von ihnen sehe.
Fazit: Ein sehr anregendes Buch und interessant, vor allem durch die verschiedenen Perspektiven. Es ist Eva Menasse ziemlich gut gelungen, den Leser nach Zweifeln dennoch in den Bann zu ziehen und zum Nachdenken anzuregen.

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Tags: biografie, leben, liebe, perspektiv   (4)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Und wenn es die Chance deines Lebens ist?

Caroline Vermalle , Karin Meddekis
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 11.10.2013
ISBN 9783431038842
Genre: Romane

Rezension:

Frédéric hat alles, was er braucht zum Leben. Einen gut bezahlten Job, eine tolle Wohnung im Herzen von Paris und er ist Kunstsammler. Nur auf eine Familie hat er verzichtet. Vor langer Zeit hat er den Entschluss gefasst, niemals eine Familie zu gründen.
Als Frédéric sieben Jahre alt war ist sein Vater kurz vor Weihnachten gegangen und nie wieder nach Hause gekommen. Seine Mutter hat ihm erzählt, das er wegen einer ganz schlimmen Sache ins Gefängnis musste. Alles was Frédéric geblieben ist, sind seine guten Erinnerungen und die Liebe zur Kunst. Sein Vater hat Kalender entworfen, die mit Bildern berühmter Künstler, vor allem Impressionisten hat er am meisten gemocht. Als Frédéric älter wurde hat er die Versuche seines Vater, Kontakt zu ihm aufnehmen abgeblockt. Welches Verbrechen sein Vater auch begangen haben mochte, Frédéric wollte seine Kindheitserinnerungen mit nichts trüben. Er verzichtet gern auf die Schmerzen, die Nähe und Zuneigung zufügen können.

Er lebt sein Leben, ganz so, wie er es sich vorgenommen hat. Er ist ein erfolgreicher Scheidungsanwalt in der High Society und hat sich auch von seiner Verantwortung und von der Nähe zu seiner Freundin Marcia gelöst, indem er sie verlassen hat, weil sie eine Familie gründen wollte und schwanger geworden ist.
Aber hinter seiner zufrieden Fassade liegen auf dem Telefontisch in seiner Wohnung Mahnungen und unbezahlte Rechnungen auf einen großen Stapel.
Eine überraschende Erbschaft macht Frédérics mehr oder weniger gut sortiertes Leben zum Hürdenlauf. Er hofft natürlich auf Geld, damit er seine Schulden abbauen kann, vor allem die, die vor kurzem durch den Erwerb eines teuren Sisley entstanden sind. Doch alles, was der Notar ihm bieten kann ist ein Kistchen mit einer Zugfahrkarte, einer Bootsfahrkarte, einer Eintrittskarte für das Wohnhaus dem Impressionisten Claude Monet und eine Eintrittskarte für das Musée d’Orsay. Und eine gezeichnete Schatzkarte.
Der enttäuschte und wütende Frédéric kehrt nach Hause zurück, wo so langsam sein Leben wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Das einzige, was ein bisschen Hoffnung bringt ist die Suche nach Fabrice Nile, der ihm das Kästchen mit den Karten vermacht hat. Er beauftragt seine persönliche Assistentin Pétronille sich auf die Suche nach Informationen über Monsiuer Nile zu machen. Er nennt ihr auch den Namen seines Vaters, das er glaubt, es besteht eine Verbindung zwischen den beiden.

So machen sich Pétronille – mit Hilfe der ihr genannten Namen- und Frédéric -mit Hilfe der Schatz- und Eintrittskarten- auf die Suche.
Was sie finden ist eine bewegende Geschichte aus Frédérics Vergangenheit. Dabei begegnet Pétronille der Liebe en “coup de foudre” und Frédéric erkennt so langsam, wofür es sich zu Leben lohnt.
Beide machen die Entdeckung wahrer Freundschaft, Zusammenhalt, einer unerlaubten versteckten Liebe und eines Missverständnisses, dass man hätte beheben können.
Frédéric findet seinen Vater, dass ist dem Leser fast von der ersten Seite an klar. Er ist todkrank, liegt im Sterben. Für Frédéric und seinen Vater hält das Leben keine Chance mehr in der Hinterhand, aber Frédéric weiß, dass es noch eine Beziehung gibt die er retten kann. Der seiden Faden der Chance des Lebens. Wie oft hat man schon die Möglichkeit, diesen zu ergreifen.

Ich habe schon die beiden vorhergehenden Romane von Caroline Vermalle gelsen und muss sagene, beide waren im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernd.
Und wenn es die Chance deine Lebens ist steht diesen beiden in keinem Punkt nach. Ganz anders, dieses Buch hat mich so richtig berührt. Ich habe es an einem Tag verschlungen und habe große Lust, es schon wieder zu lesen. Es ist ein kluger, berührender aber auch amüsierender Roman. Es ist fantastisch, wie jeder Pinselstrich eines Original-Monets.
Frédéric und Pétronille sind zwei Menschen, ihr Leben lang auf der Suche nach dem Glück. Durch Zufall kommen sie zusammen und machen die Entdeckung ihrer wahren innersten Gefühle.
Im Laufe der Geschichte brechen ihre Herzen auf.
Ein Buch das glücklich macht.

Noch drei Worte: Je suis heureux!

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magersucht, prostitution, vergewaltigung, lilly lindner, missbrauch

Splitterfasernackt

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783426784884
Genre: Biografien

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Magermilch und lange Strümpfe

Bernd-Lutz Lange
Flexibler Einband: 218 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.10.2003
ISBN 9783746615240
Genre: Sonstiges

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Nackt schwimmen

Carla Guelfenbein , Angelica Ammar
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2013
ISBN 9783596195282
Genre: Romane

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afghanistan, pflichtlektüre, drachenläufer, zeitgenössic

Drachenläufer / Tausend strahlende Sonnen

Khaled Hosseini , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei BT Bloomsbury Taschenbuch Verlag, 01.08.2013
ISBN 9783833309151
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tod, schicksal, unfall, seitensprung, das hotel und die vernisage im engadin;

Nacht ist der Tag

Peter Stamm
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 25.07.2013
ISBN 9783100751348
Genre: Romane

Rezension:

Gillian erwacht im Krankenhaus. Es sind immer nur kurze verschwommene Phasen, die sie wahrnimmt. Als es ihr besser geht, erinnert sie sich langsam, aber bruchstückhaft. Matthias und Gillian hatten Streit, kurz bevor sie zu einer Silvesterfeier aufgebrochen sind. Es ging um Aktfotografien, die Gillian hat machen lassen. Matthias hatte den Film gefunden und die Bilder zum entwickeln gebracht.
Bei dem Unfall war Matthias total betrunken, sie haben ein Reh gestreift. Dabei ist er ums Leben gekommen.
Gillian hat schwere Verletzungen davon getragen. Ihr Gesicht muss größtenteils rekonstruirt werden.
Als sie alle Operationen hinter sich hat, beschließt sie nicht mehr als Kulturmoderatorin vor der Kamera zu stehen und vorübergehend in Ferienhaus ihrer Eltern in die Berge zu ziehen.

Hubert ist Künstler. Er hat einmal relativ erfolgreich Aktmodelle gezeichnet. Um Modelle zu finden hat er Frauen auf der Straße angesprochen, von denen er das Fotos gemacht hat. Er lernt Gillian bei einem Fernsehinterview kennen. Insgeheim fühlen sie sich voneinander angezogen. Doch seine Freundin Astrid erwartet ein Kind. Er gibt seinen Weg als freier Künstler auf und wird Kunstprofessor an einer Hochschule. Astrid trennt sich von ihm, er hat eine Affäre mit einer Studentin.
Und dann wird er in ein Bergdorf eingeladen um selbst auszustellen.

Dort treffen sich Jill, die sich ein neues Leben aufgebaut hat und Hubert wieder. Sie beginnen eine Beziehung und Jill glaubt, dass sie jetzt ein richtiges Leben gefunden hat. Aber als Hubert plötzlich wieder in dieStadt muss, um sich um seine Ex-Freundin zu kümmern, zweifelt sie an ihrer Beziehung und an sich selbst.

Fazit:
Peter Stamm hat einen dichten gefühlvollen Roman geschrieben.
Er ist poetisch und fesselt den Leser. Mich hat vor allem die Zeit nach Gillians Unfall sehr gerührt. Sie ist gut beschrieben und man kann sie voll und ganz nachvollziehen. Sie ist viel mit sich beschäftigt und kann Michaels Tod lange einfach nicht begreifen, nicht wahrnehmen.
Hubertss Charakter ist mit dahingegen etwas rätselhaft. Aber er ist eben Künstler und deswegen wirkt er auch ein wenig, wie von einem anderen Stern. Er ist sympathisch aber eigen. Als Leser bekommt man nicht heraus, was er eigentlich wirklich will!
Ein bisschen seltsam finde ich auch die Beziehung zwischen Gillian und Matthias. Man kann sich davon kein Bild machen. Abrisse werden im Roman erzählt, aber die Geschichte beginnt nach dem Unfall und die Beziehung ist sozusagen vorbei. Ich konnte keine Trauer in der Geschichte wahrnehmen.

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Tags: künstler, peter stamm, poetik   (3)
 

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krimi, peter brandt, julia durant, offenbach, frankfurt

Teufelsbande

Andreas Franz , Daniel Holbe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783426513576
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julia Durant wird am frühen Sonntagmorgen durch das Klingeln ihres Handys geweckt. Auf der Kaiserleibrücke, einem wichtigen Verkehrsträger steht ein brennendes Motorrad mit Fahrer. Als Durant am Tatort eintrifft, findet sie dort nicht nur eine gefesselte Leiche auf dem verbrannten Motorrad vor sondern auch einen alten Bekannten: Peter Brandt, Kriminalkommissar aus Offenbach.

Die Kaiserleibrücke führt mit der A661 von Frankfurt nach Offenbach und damit überschneiden sich die Ermittlungsgebiete bei der Kommissariate. Eine relativ verzwickte Situation für Durant und Brand, die sich im Großen und Ganzen gut leiden können, aber Sticheleien über die verfeindeten Städte bleiben natürlich nicht aus.

Die Ermittlungen laufen mühsam an. Die Kommissare finden heraus, dass der Tote, Martin Kohlberger, ein hohes Tier in einem Motorradclub war und machen seine Schwester ausfindig.

Dann gibt es zweiten Mord. Kohlbergers größter Feind Johannes Grabowski wird aus nächster Nähe ermordet. Das passt zuerst nicht zu dem ersten Mord. Trotzdem hat die Polizei Angst, dass sich der Fall zu einem richtigen Bandenkrieg zwischen den verfeindeten Bikerclubs hochschaukelt. Denn dann müssten die Kommissare den Fall ans Landeskriminalamt abtreten, aber die Aufklärung wollen sie sich auf keinen Fall nehmen lassen.

Durant und Brandt ermitteln in die verschiedensten Richtungen ohne wirklich einen Schritt weiterzukommen. Die Mitglieder der Clubs hüllen sich in Schweigen.


Tatsächlich entwickeln sich beide Morde in verschiedene Richtungen.

Der kaltblütige Mord an Grabowski wird schnell durch einen Zeugen aufgeklärt.
Aber die Sache mit Kohlberger ist verwickelter. Die beiden Kommissare müssen sogar in den eigenen Reihen nachforschen.
Als schließlich klar ist, wer Kohlbergers Mörder ist, stoßen sie auf einen verzweifelten Mörder, der Rache schwor, nachdem seine Frau vor viel Jahren bei einem Unfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl saß und schließlich starb.


Für eine unerfahrene Krimi-Leserin wie mich, war es ein angenehmer Roman, nicht zu gruselig, aber doch mit einem sehr interessanten Thema.Es gibt sehr viele Personen im Verlauf der Geschichte, aber das ist sicher normal durch die Ermittlungsarbeiten.

Schreibtechnisch hat mich das Buch nicht überzeugt, aber irgendwie hat der Autor es geschafft, dass ich am Ende sogar einen Funken Mitleid mit dem Mörder hatte.
Positiv überrascht hat mich auch, dass man beide Kommissare auch als Quereinsteiger in die Serie sehr gut kennengelernt hat.
Ich glaube, der Krimi ist ein sehr gutes Buch für Frauen mittleren Alters, die gern auch mal beim Tatort ein bisschen mitermitteln. Obwohl ich damit nicht sagen will, dass ich nicht mal wieder etwas über Julia Durant lesen würde...


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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

amerika, los angeles, l.a, wild life, abgehauen

Pink Hotel

Anna Stothard , Hans M. Herzog , Astrid Arz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.09.2013
ISBN 9783257242720
Genre: Romane

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

beziehung, sehnsucht, liebe, schluss

Die Kunst, Schluss zu machen

Anna Stothard
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.07.2013
ISBN 9783257300192
Genre: Romane

Rezension:

Eva lebt in ihrer eigenen Welt. Sie ist auf den Flughäfen dieser Welt groß geworden und lebt nun, mit Ende zwanzig, in der Wohnung ihrer verstorbenen Großmutter in London. Als Lektorin arbeitet sie in einem kleinen Londoner Verlag, der erotische Liebesromane herausgibt. Die meiste Zeit verbringt Eva in ihrer Fantasie. Und dann gibt es da noch Luke.

Beziehungen waren für Eva nie von Dauer, länger als ein Jahr hat es bisher nicht gehalten. „In einem Abschied lag so ein großes Potential. Er war viel aufrichtiger, und während man sich voneinander entfernte, verschwanden einfach alle Fehler, die man gemacht, und alles, was man mit dieser Person zusammen geworden war, so dass man neu anfangen und das sein konnte, was man sein wollte.“ Davon ist Eva überzeugt. Wenn sie eine Beziehung eingeht, stellt sie sich zuerst vor, wie das Ende aussehen könnte. Sie malt sich richtige Szenarien aus. Für Eva ist klar: 'Es wird einem nie gelingen, einen Menschen voll und ganz zu verstehen, bis zu dem Moment in dem man ihn verlässt.'
Doch bei Luke ist das etwas ganz anderes. Sie sind drei Jahre zusammen, zweimal hat sie versucht ihn zu verlassen. Und zweimal ist sie gescheitert. Denn das erste Mal in ihrem Leben spürt sie Sehnsucht, wenn Luke nicht bei ihr ist.

Luke ist für Eva ein Mensch aus sehr vielen Facetten. Es gibt hellere und dunklere, aber eine glatte Oberfläche der Persönlichkeit Luke ist einfach nicht zu erkennen. Monat für Monat entdeckt sie neue Seiten an ihm. Sie sind grundverschieden. Luke ist ein Ordnungsfreak, er legt sogar Evas Höschen zusammen, die sie einfach überall herumliegen lässt. In ihrer ersten Nacht hat Eva sich ihm ganz und gar geöffnet, Lukes Kindheit ist ihr hingegen ein riesiger Flickenteppich.

Dann taucht Grace auf. Ein Schatten aus Lukes Vergangenheit, den er eigentlich vergessen wollte. Grace mischt sich in Evas Beziehung ein, wo es geht. Egal, ob mit heimlichen Treffen mit Luke oder merkwürdigen Gesprächen mit Eva, sie reibt Evas Misstrauen soweit auf, dass sie Nächte im Büro verbringt und Luke nicht mehr sehen will.
In Lukes Jugend gibt es eine Geschichte, die Eva zutiefst verstört, auf die Grace unaufhaltsam aufmerksam machen will und die Luke einfach nur abschließen wollte...



Ich bin mit einer sehr großen Erwatungshaltung an die Lektüre dieses Buches gegangen,da ich von Pink Hotel sehr begeistert war. Sprachlich und inhaltlich hat mich Anna Stothard wieder überzeugt!

Evas Geschichte ist eigensinnig und ein bisschen poetisch. Der Charakter von Eva ist bis ins Detail ausgereift und Luke ist für den Leser genauso undurchsichtig wie für Eva. Die Orte, an denen die Geschichte handelt sind ganz real und man kann alles nachgehen, falls man einmal in London ist.
Anna Stothard regt natürlich mit ihrer Thematik zum Nachdenken an, aber es ist auf gar keinen Fall ein Appell an die Menschen, allein zu leben, wenn Beziehung scheitern. Im Gegenteil, wenn man die letzte Seite umschlägt ist man erst enttäuscht, dass es nicht weitergeht, aber dann überkommt einen ein Gefühl von Wärme und Verständnis.


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Tags: beziehung, liebe, schluss, sehnsucht   (4)
 
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