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27 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Die Braut

Anita Terpstra , Simone Schroth
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734105760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Braut von Anita Terpstra ist ein Thriller den ich fast schon eher als Psychothriller spezifizieren würde. Denn in diesem Buch ist nichts so wie es scheint, sodass die Spannung auf sehr subtile Weise hergestellt wird.

Schon die erste Überraschung bei diesem Buch war, als ich es aufschlug und zunächst ein Kapitel aus der Sicht einer Frau las, die im Klappentext noch gar keine Erwähnung findet. Diese Kapitel finden sich auch im Laufe des Buches immer wieder zwischen der „normalen“ Erzählweise und werden durch den Namen der Frau als Kapitelüberschrift und kursive Schrift erkenntlich gemacht.
Auch das zweite Kapitel ist in dem Sinne besonders, dass es den Briefverkehr zwischen Mackenzie und Matt wiedergibt. So erfährt der Leser gleich zu Beginn wie sich die beiden kennengelernt haben. Ab dem dritten Kapitel beginnt dann quasi das eigentliche Buch. Wir begleiten dabei Mackenzie, die uns ihre Geschichte in Ich-Perspektive erzählt. Die Handlung steigt am Tag der Hochzeit ein und schnell wird dem Leser klar, dass die junge Frau es nicht leicht hat. Denn dass sie einen verurteilten Mörder heiratet, kann niemand verstehen. Diese Abneigung geht sogar so weit, dass Mackenzie öffentlich bedroht wird und direkte Auswirkungen auf ihr Leben erfährt.
Doch trotz aller Beweise und Anfeindungen, die Protagonistin ist von der Unschuld ihres Mannes überzeugt und so verhilft sie ihm zur Flucht, die gleichzeitig den großen Wendepunkt der Geschichte darstellt.
Wie der Klappentext schon andeutet, hat Mackenzie jedoch irgendetwas zu verbergen und obwohl eigentlich keine Andeutungen gibt, war mir relativ früh klar was das sein muss. Irgendwie gab es für mich nur eine einzige logische Aufklärung und als es dann soweit war, war diese erste große Wendung für mich weniger überraschend, sondern mehr eine Bestätigung. Dies war jedoch keineswegs nachteilig für die Spannung, denn aufgrund der fehlenden Andeutungen, waren das alles nur Vermutungen und die Entwicklung der Geschichte bis zu diesem Punkt war so gelungen dargestellt, dass das Spannungslevel trotzdem durchweg hoch war.
Hinzu kommt noch die große Frage ob Matt nun unschuldig ist oder nicht. Und diese Auflösung war wirklich eine riesen Überraschung.
Dieser Thriller hat mich durchweg begeistert. Zum einen war die Handlung von Anfang bis Ende spannend und es gab keine Längen oder unnötige Ausschweifungen. Zudem war die Story für mich tatsächlich mal etwas komplett Neues und habe ich in der Art noch nicht gelesen, was bei jemandem der fast ausschließlich Thriller liest gar nicht so leicht ist. Dann war da noch die Protagonistin Mackenzie, die von Anfang an meine volle Sympathie genoss. Eine junge, starke Frau, die genau weiß was sie will und ihr Ziel bis zum Ende nicht aus den Augen verliert. Teilweise mag ihr Handeln etwas fragwürdig gewesen sein, kennt man jedoch erst einmal die Beweggründe, ist es auf gewisse Weise nachvollziehbar.

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62 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Ein Teil von ihr

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Teil von ihr ist der neue Stand-Alone-Thriller von Karin Slaughter, die vor allem wegen ihrer Reihen eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Auch dieses Buch konnte mich wieder überzeugen, wobei ich es eher als spannenden Roman bezeichnen würde.

Das Buch startet mit einem Prolog, der zunächst noch sehr verwirrend und zusammenhanglos erscheint. Aufgrund des Klappentextes ist aber klar, dass es etwas mit der Vergangenheit von Andreas Mutter zu tun haben muss.
Vor dem ersten Kapitel befindet sich eine Zeitangabe: 20. August 2018. Somit spielt das Buch genaugenommen sogar in der Zukunft, ich werde diesen Erzählstrang der Einfachheit halber aber trotzdem als Gegenwart bezeichnen.
Wir lernen zunächst Andrea kennen, die mit 31 Jahren über der Garage ihrer Mutter Laura lebt. Zwar ist der Grund dafür, dass Laura Brustkrebs hatte und Andrea sie unterstützen musste, das ist aber nicht alles. Andrea ist mit ihren Anfang 30 sehr unselbstständig, hat noch nichts wirklich erreicht und lebt scheinbar jeden Tag so vor sich hin. Damit ist sie eine sehr anstrengende Protagonistin, die mir zu Beginn einiges abverlangt hat. Man muss sich hier vor allem bewusst machen, dass es sie ist, die man im Buch hauptsächlich begleitet. Zwar macht sie durch das Erlebte eine Wandlung durch, diese findet aber doch eher im letzten Drittel des Buches statt. Ich fand sie aber keineswegs unsympathisch, sondern einfach nur anstrengend.
Das erste Kapitel beginnt mit dem Tag im Diner und zunächst begleiten wir die Unterhaltung von Andrea und Laura, durch die wir beide und ihre Situation ein wenig kennenlernen. Relativ schnell kommt es aber zu dem Punkt, an dem die Schießerei beginnt, die dann in der im Klappentext beschriebenen Tat von Laura endet.
Daraufhin entwickelt sich die Geschichte zunächst „normal“. Laura muss ins Krankenhaus, weil sie bei den Geschehnissen verletzt wurde und die Polizei befragt die beiden Frauen. Doch schon hier zeigt Laura erste komische Verhaltensweisen.
Nachdem sie dann wieder Zuhause sind, geschehen weitere Dinge, die letztendlich dazu führen, dass Laura ihre Tochter zur Flucht zwingt.
Im Folgenden begleiten wir Andrea dann bei dieser Flucht, wobei es immer wieder zu brenzligen Situationen kommt. Gleichzeitig versucht sie herauszufinden wer ihre Mutter wirklich ist und was zu all dem geführt hat. Dabei folgt sie zunächst noch genau den Anweisungen ihrer Mutter, wird dann aber Stück für Stück selbstständiger, wobei sie damit mal mehr und mal weniger erfolgreich ist.
Nach circa 150 Seiten wird der Erzählstrang zum ersten Mal durch einen Zeitsprung in das Jahr 1986 unterbrochen. Was genau dort thematisiert wird, werde ich wegen Spoilern nicht verraten. Der Leser bekommt dadurch aber erste Hinweise wer Laura war und ich hatte es bereits nach dem ersten Rückblick durchschaut. Im weiteren Verlauf wechseln sich Gegenwart und Vergangenheit immer wieder ab und nach 300 Seiten wird dem Leser dann offen verraten wer Laura war.
Während Andrea in der Gegenwart nach der Wahrheit sucht und dabei gleichzeitig auf der Flucht ist, kommt sie in einige gefährliche Situationen, die für mich aber gar nicht die Hauptspannung des Buches ausmachen. Es ist vielmehr die Geschichte von Lauras Vergangenheit, die es so spannend macht. Es ist schwer dies zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. In jedem Fall wollte ich unbedingt wissen, wie sich die Geschehnisse von damals weiterentwickelt haben und wie sich alles Schritt für Schritt auf das zubewegt hat, das letztendlich zu Lauras Verhalten in der Gegenwart geführt hat.
Zwar liebe ich Karin Slaughter, aber eben vor allem wegen ihren Reihen. Bei Einzelbüchern bleibt somit immer ein Restrisiko, dass es mir doch nicht zusagt. Das ist hier aber eindeutig nicht der Fall. Auch wenn es kein klassischer Thriller, sondern eher ein sehr spannender Roman ist, fand ich das Buch absolut gelungen. Besonders gefallen hat mir, dass wir in der Gegenwart zwar die ganze Zeit Andrea begleiten, es aber trotzdem Laura ist, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Was die Spannung angeht, ist es vor allem der Erzählstrang in der Vergangenheit, der diese hoch hält. Aber auch in der Gegenwart fiebert man dem Ende entgegen, in dem letztendlich alles aufgelöst wird und auch noch die letzten offenen Fragen beantwortet werden.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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In 20 Minuten zubereitet: Essen ohne Kohlenhydrate

Alexander Grimme
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2018
ISBN 9783442177615
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Kochbuch verspricht leckere Low-Carb-Rezepte in unter 20 Minuten und ist somit ideal für Berufstätige und Menschen, die nicht gerne lange in der Küche stehen.

Das Buch ist schlicht gehalten und somit auch sehr übersichtlich. Vor den eigentlichen Rezepten findet man eine kleine Einführung, die auf Dinge wie die richtigen Küchenutensilien und Grundvorräte eingeht. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil man hier schon einige Tipps zum effizienteren Kochen bekommt und auch die Grundvorräte sind wirklich sinnvolle Dinge. Hier habe ich bei anderen Kochbüchern schon deutlich Ausgefalleneres gesehen, was für einen Normalbürger definitiv keine Grundzutat ist.
Bevor es mit den Rezepten losgeht, gibt es noch eine kleine Erläuterung der Icons und Angaben bei den jeweiligen Gerichten und so ist man ideal vorbereitet, um direkt durchzustarten.
Die Rezepte sind in fünf Kategorien unterteilt: Frühstück, Vegetarisch, Geflügel, Fleisch und Fisch. Man kann also sowohl das Buch durchstöbern und sich inspirieren lassen, oder gezielt nach etwas suchen, wenn man zum Beispiel Lust auf Fleisch hat.
Alle Rezepte sind super verständlich und Schritt für Schritt erklärt, sodass man wirklich keinerlei Probleme beim Nachkochen hat. (Bis jetzt ist alles, was ich getestet habe, auch gelungen.) Außerdem ist bei wirklich jedem Rezept auch ein Bild dabei und man hat eine Vorstellung davon, wie es am Ende aussehen soll. Was mich bei den Rezepten aber etwas stört, sind die Zutatenangaben, die immer nur für eine Person sind. Da ich eigentlich immer für zwei und dann auch für zwei Tage koche, ist hier jedes Mal Umrechnen angesagt. Das ist jetzt nicht wirklich tragisch, trotzdem ein zusätzlicher Schritt, den man machen muss.
Außerdem finde ich bei manchen Rezepten die Zeitangaben doch etwas optimistisch. Gerade wenn man etwas zum ersten Mal kocht, kann es doch etwas länger dauern. Das finde ich persönlich aber überhaupt nicht schlimm, denn mit ein bisschen Übung wird man sicher auch schneller. Und auch wenn man etwas länger braucht als angegeben, sind die Rezepte trotzdem immer noch schnell umgesetzt.
Mein größter Kritikpunkt ist letztendlich die Auswahl der Rezepte. Hier hat es sich der Autor meiner Meinung nach sehr leicht gemacht. So gibt es zum Beispiel drei Gerichte aus Zucchini-Spaghetti, die für jeden, der sich ein wenig mit dem Thema Low-Carb befasst, absolut nichts Neues mehr sind. Oder als Frühstücks-Gericht Würstchen mit Rührei… das ist für mich keine Mahlzeit für die ich extra ein Kochbuch brauche. Zwischendurch finden sich immer wieder auch wirklich interessante Gerichte, die ich so noch nicht kannte, wie zum Beispiel die Käse-Bärlauch-Tomate, die ich auch schon nachgekocht habe.
Insgesamt würde ich das Buch nur denjenigen empfehlen, die vielleicht gerade erst anfangen sich mit dem Thema Low-Carb auseinander zu setzen. Für diejenigen, die schon etwas Erfahrung in dem Bereich haben, bietet das Buch wenig Neues. Zu viele Rezepte kennt man so oder so ähnlich schon, als dass es sich lohnen würde.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.: Roman

Karen Hamilton
E-Buch Text
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783641211677
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Perfect Girlfriend von Karen Hamilton ist ein Roman den man auch guten Gewissens als Psychothriller bezeichnen könnte. Wo man aber in der Regel alles aus der Sicht des Opfers erfährt, begleiten wir hier die Täterin, die ihren Ex-Freund um jeden Preis zurückgewinnen will.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der im Jahr 2000 spielt. Dort begleiten wir die zehnjährige Juliette und erfahren dadurch etwas über ein schicksalhaftes Ereignis, das vermutlich der Auslöser für ihr späteres Verhalten war. In der Gegenwart erzählt Juliette ihre Geschichte dann selbst in Ich-Perspektive. So erleben wir nicht nur ihre Taten, sondern auch ihre Gedanken hautnah mit. Und genau das macht diesen Roman so spannend, denn wenn man über Juliette eines mit Sicherheit sagen kann, dann dass sie psychisch komplett durch ist. Sie ist davon überzeugt, dass sie und ihr Ex Nate perfekt zusammenpassen und genau das möchte sie ihm beweisen, ihn zur Besinnung bringen, sodass er seine Entscheidung bereut und wieder mit ihr zusammenkommt. Dabei handelt Juliette aber alles andere als rational. Auf krankhafte Weise schmiedet sie Pläne wie sie sich wieder in Nates Leben drängen kann. Dabei redet sie davon ihm seinen Freiraum zu lassen, während sie bei der gleichen Airline anfängt, ihn stalkt und sogar in seine Wohnung eindringt. Auch bei allem anderen ist Juliette sehr berechnend. Freundschaften schließt sie nicht aus Sympathie, sondern weil sie sich als praktisch erweisen könnten. Dabei gibt es für Juliette aber immer nur ihre Sichtweise und handelt jemand in ihren Augen nicht richtig, wird er sofort zum Erzfeind abgestempelt. Ihre Gefühle kennen scheinbar nur Extreme und so fragt man sich als Leser ständig wie weit sie gehen wird. Immer wieder startet sie Aktionen, die man nur ungläubig zur Kenntnis nehmen kann. Wenn man denkt das kann sie nicht mehr toppen, kommt sie mit dem nächsten perfiden Plan um die Ecke. Das alles klingt nach einer Protagonisten die einem von Grund auf unsympathisch sein muss, doch das ist keineswegs der Fall. Obwohl Juliette so berechnend, egoistisch und eiskalt handelt, fiebert man als Leser irgendwie doch mit und fragt sich ob sie ihr Ziel erreicht. Gleichzeitig empfindet man aber auch Mitgefühl für das Stalkingopfer Nate und wünscht ihm, dass er endlich einfach nur sein Leben weiterleben kann. Nüchtern betrachtet passiert neben den Plänen von Juliette in dem Buch gar nicht so viel. Es sind vor allem ihre Gedankengänge und Psychospielchen, die die Spannung so hoch halten. Insgesamt konnte mich das Buch absolut überzeugen. Lediglich der Schluss könnte dem ein oder anderen nicht so zusagen, für mich hat er aber sehr gut zum Rest gepasst. Es ist nicht das typische Ende, in dem alles aufgelöst wird, sondern lässt dem Leser Raum für Spekulationen und sein eigenes Urteil. Genauso gelungen fand ich auch die
ungewöhnliche Wahl der Perspektive. Selten begleiten wir in solchen Büchern den Täter, sondern meistens das Opfer.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Nichts ist verziehen

Ninni Schulman , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404176977
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nichts ist verziehen von Ninni Schulman ist der dritte Teil der Värmland-Reihe, den ich ohne Vorkenntnisse gelesen habe und damit auch keinerlei Verstädnisprobleme hatte. Hier und da gab es Anspielungen auf die Vorgänger, die aber für das Verständnis des Falls keine Rolle spielen und somit einfach ignoriert werden können.

Der Krimi beginnt mit einem Prolog der Schlimmes erahnen lässt und so ist das Spannungslevel von Beginn an sehr hoch. Leider kann dieses im Laufe des Buches aber nicht gehalten werden.
Zunächst einmal liefert die Story sehr viele verschiedene Ansätze, denn bei dem im Klappentext erwähnten Klassentreffen sind natürlich einige Personen anwesend und diese bekommen vor allem am Anfang alle ihren Raum. Als Leser fällt es einem hier zunächst etwas schwer den Überblick zu behalten, die Autorin hat dies aber meiner Meinung nach gut gelöst, indem sie die Einführung sehr ausführlich gestaltet hat. So werden alle anwesenden Personen vorgestellt und es wird ausführlich beschrieben wer in der Klasse damals welche Rolle hatte, wie er jetzt lebt und was er sich vom Klassentreffen erhofft. Vieles bleibt dabei noch unklar oder wird nur angedeutet, sodass viel Platz zum Rätseln bleibt, was davon eventuell wie mit dem späteren Mord in Verbindung stehen könnte.
Natürlich bleibt durch diese ausführliche Personenbeschreibung die Spannung erst einmal ein wenig auf der Strecke. Für das spätere Verständnis und flüssige Lesen war sie aber durchaus nötig.
Generell erleben wir die Story natürlich hauptsächlich durch die Protagonistin Magdalena und die Ermittler der Reihe, Petra und Christer. Die anderen Namen spielen aber durchaus auch immer wieder eine Rolle und wir erleben bestimmte Szenen durch die Augen von Nebencharakteren.
Dieser Krimi lebt vor allem von der Ermittlungsarbeit. Teammeetings in der Zentrale und Verhöre werden sehr detailliert geschildert, sodass man fast schon das Gefühl einer Echtzeit-Ermittlung bekommt. Dies habe ich an dem Buch sehr geschätzt, denn allzu oft haben die Ermittler in Büchern plötzlich DIE heiße Spur und alles löst sich auf. Hier kommen sie der Auflösung aber sehr realistisch und Stück für Stück näher.
Leider nehmen aber auch die privaten Angelegenheiten sehr viel Raum ein. Klar, es handelt sich um den Teil einer Reihe, da gehört das dazu. Hier wurde dem aber fast schon mehr Beachtung geschenkt als dem eigentlichen Fall. Hinzu kommt, dass wirklich jeder der Protagonisten irgendwelche privaten Probleme hatte, die breit und ausführlich thematisiert wurden – für mich war das zu viel des Guten, auch für einen Reihenteil.
Über diesen Aspekt hätte ich noch hinwegsehen können, da ich die Passagen einfach gelesen und für mich ausgeblendet habe. Was das Buch letztendlich für mich „kaputt“ gemacht hat, war der Schluss. Leider kann ich nicht allzu sehr darauf eingehen, ohne zu viel zu verraten. Die eingebrachte Action war mir einfach zu gewollt und der präsentierte Täter eher unbefriedigend.
Die ganze Handlung hatte so viele gute Ansätze um ein spannendes Ende zu liefern. Leider war die Auflösung dann eher lieblos, fast so als würde der Autorin nicht einfallen wie sie alles zu einem guten Schluss verbinden soll.
Insgesamt war es ein guter Krimi, bei dem mich vor allem die Ermittlungsarbeit überzeugen konnte, jedoch ist es kein Buch von dem ich sagen könnte man muss es gelesen haben. Insgesamt war es nicht stark genug, als dass ich nun Lust darauf habe auch die restlichen Teile zu lesen und die Reihe weiter zu verfolgen.

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26 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Was Alice wusste

T.A. Cotterell , Karin Dufner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205578
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was Alice wusste von T. A. Cotterell ist ein Psychothriller der sich mit der Frage um die Wahrheit, Vertrauen und die eigenen Werte befasst.

Das Buch ist in Ich-Form aus der Perspektive von Alice erzählt, sodass es vor allem sie ist, die man sehr nahe kennenlernt. Denn man erlebt nicht nur die Handlung, sondern auch ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit. Demzufolge ist es nur logisch, dass man mit ihr mitfühlt und ihr in gewisser Weise verbunden ist.
Zunächst erfahren wir etwas über die Grundsituation: Alice ist Porträtmalerin und glücklich verheiratet mit Ed Sheahan (Soll die Namensähnlichkeit zu einem bekannten Musiker ein schlechter Witz sein??). Die beiden haben zwei Kinder, wohnen in einem großen Haus, stehen finanziell gut da und scheinen das perfekte Leben zu führen.
Das Buch beginnt jedoch gleich mit dem Abend vor der im Klappentext beschriebenen Nacht und so bleibt die Familienidylle nicht lange aufrecht. Nach besagter durchzechter Nacht taucht Alices Mann erst am Morgen des nächsten Tages wieder auf, seine Schilderungen der Nacht wirken unehrlich und kurz darauf gibt es einige Misstrauen erweckende Vorfälle, die auch an Alice nicht spurlos vorbei gehen.
In Folge dieser Ereignisse nimmt die Handlung ihren Lauf und dieser war für mich sehr überraschend. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine völlig andere Entwicklung erwartet und so war ich entsprechend überrascht, als alles ganz anders kam.
Das I-Tüpfelchen hat dem Ganzen der Schluss aufgesetzt, der noch einmal eine Szene schildert mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Insgesamt war das Buch für mich ein sehr unterhaltsamer Psychothriller und der Autor hat hier die Länge seiner Story perfekt gewählt. Mit 320 Seiten ist das Buch sehr kurz, aber in diesem Fall ist das genau richtig, da so die Spannung immer hoch bleibt. Zu viele Worte hätten dieser Art von Erzählung schnell den Wind aus den Segeln genommen. Hinzu kam die überraschende Wendung und die gelungen dargestellte Persönlichkeit und Entwicklung von Alice.
Insgesamt ein gelungener, wenn auch nicht überragender Psychothriller, den man aufgrund seiner Länge und dem daraus resultierenden Erzähltempo gut an einem Tag lesen kann.
Anmerken möchte ich noch den verhältnismäßig hohen Preis, den ich mit 15€ für etwas mehr als 300 Seiten nicht angebracht finde. Dies fließt natürlich nicht in die Bewertung ein. Kleiner Tipp für diejenigen die das Buch interessiert: aktuell gibt es das eBook für 1,99€.

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71 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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In deinem Namen

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2018
ISBN 9783442205448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext verspricht eine undurchsichtige und verzwickte Story – und genau das bekommt man hier!
Zunächst beginnt das Buch mit einem Prolog den man noch nicht so recht einordnen kann. Zwar kann man sich schon denken wer die erzählende Person ist (was dann auch im ersten Kapitel bestätigt wird), wie das ganze zum Rest passen soll, wird aber erst viel später klar.
Die Handlung selbst wird uns aus der Sicht von Nap in Ich-Perspektive erzählt. Dabei redet er in Gedanken mit seinem Bruder Leo, was dem ganzen den Charakter verleiht als würde er ihm seine Geschichte erzählen. Diese Erzählform ist auf jeden Fall mal etwas anderes, fügt sich gut in die Handlung ein und ist nicht zu übertrieben dargestellt, sodass dies durchaus positiv hervorzuheben ist. Einmal spricht er jedoch auf einmal direkt den Leser an, was nicht so recht zu dem Rest passen will und für mich einen kleinen Strukturfehler darstellt.
Durch seine Verbindung zu Maura, wird Nap von den im Mordfall ermittelnden Detectives kontaktiert. Er ist sich jedoch von Anfang an sicher, dass mehr dahintersteckt und kann wichtige Hinweise liefern, weshalb die Ermittler ihn in den Fall mit einbeziehen.
Je mehr dabei ans Licht kommt, desto undurchsichtiger und mysteriöser werden die Zusammenhänge. Irgendwie scheint alles was in dem Buch passiert miteinander in Verbindung zu stehen, doch das WIE bleibt bis fast zur letzten Seite ein Rätsel.
Am Ende hat Nap dann eine Spur. Man denkt als Leser man kann langsam erahnen was damals passiert ist und wie dies mit den Ereignissen der Gegenwart zusammenhängt. Als dann jedoch alles aufgelöst wird, beschreibt die Handlung eine Wendung, die ich nie hätte erahnen können. Im Nachhinein betrachtet, gab es durchaus Hinweise, doch Coben hat mich so gekonnt auf die falsche Fährte geführt, dass ich dafür komplett blind war.
Was mir dabei besonders gefällt, ist, dass der Schluss vollständig ohne Action und rasante Szenen auskommt, dabei aber trotzdem unglaublich spannend und nervenaufreibend ist.
Als letztes möchte ich noch den Protagonisten Nap erwähnen, den man durch die Erzählweise natürlich sehr nah kennenlernt. Dass die erlebten Schicksalsschläge nicht spurlos an ihm vorbei gingen, ist nur logisch. Und obwohl Nap ein Einzelgänger zu sein scheint, ist er unglaublich mitfühlend und gerechtigkeitsorientiert. Mir war er damit von Anfang an sehr sympathisch und so habe ich ihn gerne durch seine Geschichte begleitet.
Harlan Coben weiß einfach, wie man spannende Thriller schreibt, bei denen bis zum Schluss nicht ganz klar ist wie sich alles auflösen wird und genau das mag ich an seinen Büchern. All zu oft hat man bereits eine Ahnung und wartet dann nur darauf, ob sich diese am Ende bestätigt. Hier rätselt man jedoch bis zum Ende, nur um dann eine Auflösung geliefert zu bekommen, an die man noch gar nicht gedacht hat – einfach genial! Ich werde Coben definitiv weiterverfolgen und auch seine bereits erschienen Bücher noch Stück für Stück lesen.

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163 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was soll ich zu diesem Buch sagen? Endlich mal wieder ein Thriller, der alles hat was es braucht und somit den Auftakt einer vielversprechenden Reihe darstellt!
Zwar beginnt das Buch gleich mit dem ersten Kapitel, dieses hat aber sehr stark die Funktion eines Prologes inne. Wir bekommen die Qualen eines der Opfer hautnah mit und erfahren dabei, dass es sich nicht um die im Klappentext erwähnten Opfer A-C handelt. Sofort schießen einem die Fragen in den Kopf: Das wievielte Opfer ist diese Person? Wie viele Menschen mussten bereits sterben?
Der Klappentext verrät bereits, dass die ersten drei Leichen in kurzer Zeit entdeckt werden, wodurch der Thriller von Beginn an sehr rasant ist und dieses Tempo auch durchweg halten kann – Spannungseinbrüche? Fehlanzeige!
Dabei sind die Morde sehr brutal, die Leichen verstümmelt und zusätzlich durch die Tätowierungen geschändet. Somit liefert Lars Schütz hier einen Thriller, der eindeutig nichts für Zartbesaitete ist.
Das Können beschränkt sich aber nicht nur auf einen gelungen konstruierten Fall, sondern trifft genauso auch auf die Ausgestaltung der Charaktere und vor allem der Protagonisten zu. Grall und Wyler waren mir beide vom Start weg sympathisch und haben zwar ihre ganz speziellen Eigenschaften, wirken jedoch zu keinem Zeitpunkt unecht oder übertrieben. Somit freue ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit den beiden und hoffe, dass Schütz uns nicht zu lange warten lässt (er hat die Fortsetzung für vsl. Frühjahr 2019 angekündigt).
Am Ende spitzt sich die ganze Handlung dann natürlich noch einmal zu und mündet in einen actionreichen Schluss, bei dem es einige überraschende Wendungen gab, aber auch einige die vorherzusehen waren. Jedoch nicht in dem Sinne, dass sie der Spannung geschadet hätten, ich hatte einfach eine Vorahnung die sich bewahrheitet hat. Zudem wurden Cliffhanger am Ende der Kapitel gekonnt eingesetzt, sodass ich das Buch in zwei Tagen verschlungen habe. Die Perspektiven wechseln zwischen den beiden Protagonisten und so liest man schnell noch ein Kapitel und noch eins und noch eins, um zu wissen wie es weiter geht.
Der Schluss ist stimmig, schlüssig und nachvollziehbar und die Auflösung passt zum Rest des Buches – brutal und skrupellos.
Ich denke anhand meiner Worte wird bereits deutlich was ich von diesem Buch halte: ich liebe es - definitiv schon jetzt eines meiner Jahreshighlights. Wer brutale Thriller mag, muss dieses Buch lesen!

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(57)

84 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Immer wenn du tötest

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der zweite Teil um die Sonderermittlerin Targa Hendricks spielt nur drei Monate nach dem ersten, dessen Ende der Prolog und Einstieg auch aufgreifen.
Auch sonst findet man hinsichtlich des Aufbaus sehr viel aus dem ersten Teil wieder.
Zunächst erleben wir im ersten Kapitel hautnah den im Klappentext erwähnten, brutalen 3er-Mord mit um dann im zweiten Kapitel das Wiedersehen mit Targa zu erleben. Nach wie vor stellt sie durch ihre Besonderheiten einen sehr interessanten Charakter dar.
Im Folgenden nehmen die Geschehnisse dann ihren Lauf (mehr als im Klappentext steht, möchte ich nicht erwähnen, da dies spoilern würde), die wir im Präsens durch einen 3.-Erzähler aus Sicht von Targa und dem Täter begleiten. Denn auch in der Fortsetzung ist dieser wieder von Anfang an bekannt und kommt Targa gefährlich nah.

Fazit:
Insgesamt konnte mich die Fortsetzung zwar überzeugen, aber nicht so begeistern wie Teil eins. Denn das Grundprinzip ist mir ein wenig zu ähnlich, da haben es sich die Autoren meiner Meinung nach etwas zu leicht gemacht.
Zwar wird ein spannender und brutaler Fall geliefert, der das Herz von Thriller-Fans höherschlagen lässt, insgesamt bekommt man nach Teil eins aber nichts Neues. Wieder ist der Täter von Anfang an bekannt, wieder kommen dieser und Targa sich gefährlich nahe… Ich hätte es erfrischender gefunden, wenn Targa zum Beispiel zunächst auf die falsche Person angesetzt wird.
Was jedoch wieder besonders gelungen ist, ist die Ausarbeitung der Charaktere. Dadurch dass man dem Täter von Anfang an so nahe war und auch seine Hintergrundgeschichte kennenlernt, fühlt man teilweise fast schon mit diesem mit.
Und dann wäre da noch Targa, die durch das Fehlen von Gefühlen und Angst einen ganz speziellen Charakter darstellt.
„Immer wenn du tötest“ ist trotz der Ähnlichkeit zu Teil eins ein gelungener und empfehlenswerter Thriller. Ich würde jedoch raten die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn vor allem hinsichtlich Targas Vergangenheit bauen sie sehr aufeinander auf.

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166 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 100 Rezensionen

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The Wife Between Us

Greer Hendricks , Sarah Pekkanen , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Das Buch beginnt mit einem sehr beklemmenden Prolog. Eine Frau beobachtet eine andere und hegt dabei Gedanken, die nichts Gutes vermuten lassen…
Das erste Kapitel beginnt dann mit Nellie. Wir begleiten sie aus der Sicht eines dritten Erzählers und lernen sie ein wenig kennen. Wir erfahren etwas über ihre Lebenssituation und ihre Arbeit und bekommen gleichzeitig Andeutungen geliefert, die einen grübeln lassen. Nellie, die junge und neue Frau an Richards Seite, scheint etwas zu verbergen zu haben…
Als nächstes lernen wir dann Vanessa kennen, Richards Ex-Frau, die nach der Trennung psychisch komplett am Ende zu sein scheint und nur einen Gedanken hat: Richards Hochzeit mit der Neuen zu verhindern. Dabei begleiten wir sie aus der Ich-Perspektive und so ist es vor allem Vanessa mit der wir mitfühlen und die wir aus nächster Nähe kennen lernen.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man natürlich auch unterschiedliche Versionen zur Trennung geliefert. Immer wieder fragt man sich wem man glauben soll, was davon die Wahrheit ist und was letztendlich wirklich zur Trennung führte.
Die Antworten auf diese Fragen werden dann mit einer absolut unvorhersehbaren und alles ändernden Wendung in eine bestimmte Richtung gedrängt. Danach erhält man Stück für Stück die fehlenden Informationen und die Handlung arbeitet sich auf ein recht rasantes Ende zu. Dabei bleiben nach der großen Wendung weitere Überraschungen nicht aus und selbst im Epilog ändert sich noch einmal einiges.

Fazit:
Ich denke meine Inhaltsangabe lässt es schon vermuten… ich fand das Buch einfach nur genial!
Tatsächlich ist es gar nicht so spannend im klassischen Sinne, dass viel passiert und ein Ereignis das nächste jagt. Trotzdem konnte ich das Buch fast nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Bis zu der sehr überraschenden Wendung – die einfach nur genial ist und ich so in noch keinem Buch erlebt habe – werfen viele Handlungen und Andeutungen so viele Fragen auf, dass man nie wirklich weiß woran man ist, wem man trauen kann und was man glauben soll. Dadurch entsteht dann eben doch Spannung, aber auf einer sehr subtilen, fast schon psychologischen Ebene.
Und weil das große Überraschungsmoment nicht schon genug war, gibt es selbst danach, wo man denkt zu wissen wohin sich alles entwickelt, doch immer wieder kleinere Wendungen und Überraschungen, sodass es bis zum Ende nicht langweilig oder gar vorhersehbar wird.
Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Trotz der verschiedenen Perspektiven und Erzählweisen verliert man nie den Überblick, weiß immer genau bei wem man sich gerade befindet und wo dies einzuordnen ist. Zudem erlaubt der Schreibstil ein total schnelles Lesen. Woran genau das liegt – keine Ahnung. Aber ich habe das Buch in, für meine Verhältnisse, sehr kurzer Zeit durchgelesen.
Abschließend kann ich nur eines sagen: Für alle Fans von spannenden Romanen, mit unvorhersehbarer Entwicklung der Story, gilt – lest dieses Buch!

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758 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 183 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Man kann hier zur Story selbst gar nicht viel mehr sagen als durch den Klappentext bekannt ist, denn jedes weitere Wort würde schon zu viel verraten.
Also direkt zum Aufbau und Ablauf des Buches: es ist in mehrere Teile und innerhalb dieser in Kapitel unterteilt. Zunächst lernen wir die Protagonistin Rea kennen und steigen bei einem ihrer Kämpfe gleich voll ins Geschehen ein. Stück für Stück lernen wir die Welt kennen in der sie lebt, erfahren mehr über die Magdalenen und die strengen Vorschriften und Gesetze. Und davon gibt es einige, denn die Angst vor Gedankenmanipulation ist allgegenwärtig. So kommt es, dass wir uns im Jahr 2054 in einer Welt widerfinden, die mit ihrer strengen Kleiderordnung, dem Verbieten von Theatern und dem Verpönen von Zuneigung in der Öffentlichkeit eher an längst vergangene Zeiten erinnert.
Im Laufe des Buches begleiten wir Rea dann bei ihrer neuen Anstellung als Leibwächter des Kronprinzen, doch was genau sie dabei alles erlebt, dazu möchte ich gar nichts weiter verraten...

Fazit:
Eigentlich sind Bücher dieses Genres gar nicht meins, doch als ich den Klappentext zu Palace of Glass gelesen habe, war ich sofort neugierig – und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hält absolut was es verspricht, hat actionreiche Passagen, tiefsinnige Momente, liebevoll ausgearbeitete Charaktere und überraschende Wendungen. Dabei fühlt man von Anfang an mit der Protagonistin mit und wie sie fragt man sich ständig, was das für eine Welt ist in der sie leben muss und ob es keinen anderen Weg geben kann.
Dabei ist das Netz aus Intrigen und Lügen so verworren gesponnen, dass man nie weiß wem man trauen kann und sich bei jedem Charakter fragen muss ob er vielleicht eine Magdalene ist oder sonst wie böse Absichten hegt.
Kleine Abzüge gibt es für die teilweise fehlende Spannung, wobei das Kritik auf hohem Niveau ist. Denn das Buch war keineswegs unspannend oder gar langweilig. Teilweise hätte aber etwas mehr Spannung einfach noch gutgetan, das ohnehin tolle Buch einfach noch ein bisschen besser gemacht.
Was ich wiederum absolut gelungen fand, war das Ende. Dieses war sehr rasant gestaltet und ich bin geradezu durch die Seiten geflogen. Besonders gefallen hat mir, dass es zwar ein durchaus gutes Ende ist, aber nicht das Happy-End im klassischen Sinne. Nun warte ich gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie, der zum Glück schon Ende Mai erscheint, und spreche für den ersten Teil eine klare Leseempfehlung aus. Wer gerne in fremde Welten abtaucht und die Entwicklung einer jungen und starken Protagonistin mitverfolgt, liegt hiermit genau richtig.

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69 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Zeckenbiss

Sabine Thiesler
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.04.2018
ISBN 9783453271470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Das Buch ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet, da es nicht nur in Kapitel sondern zusätzlich auch noch in größere Abschnitte unterteilt ist. Diese tragen immer den Namen der Person um die es in den zugehörigen Kapiteln größtenteils geht und das sind einige. Insgesamt gibt es neben Faruk nämlich noch viele andere Charaktere. So bekommt zum Beispiel auch jedes Opfer, der im Klappentext angesprochenen Mordserie, einen eigenen Abschnitt.
Der Einstieg in das Buch beginnt mit dem ersten Opfer und spielt in der Toskana. Ab Kapitel elf gibt es dann einen Wechsel nach Deutschland, bei dem wir Faruk, sein Leben im Gefängnis und die Umstände die dazu geführt haben, kennen lernen. Im Folgenden springt die Handlung dann immer wieder zwischen Berlin und der Toskana hin und her, wobei der Fokus jedoch auf Deutschland liegt. Dabei erfahren wir nicht nur etwas über die Person der der jeweilige Abschnitt „gehört“, sondern es gibt immer wieder auch Kapitel die sich mit denjenigen befassen, die wir bereits kennen.
Zu der Story als solche kann ich gar nicht viel mehr sagen als im Klappentext stand. Nur so viel: so „scheinbar wahllos“ waren die Morde nicht und der Plan wird auch nicht „erst allmählich klar“, sondern war von Anfang an total durchschaubar.

Fazit:
Mein letzter Satz zum Inhalt lässt es vielleicht schon vermuten: Spannung sucht man bei diesem Thriller vergeblich. Dabei muss man das Buch nicht einmal besonders aufmerksam lesen, um die Verbindungen der Personen untereinander zu erkennen. Dadurch, dass jede Person gefühlt bis ins kleinste Detail beschrieben wird, sind die Zusammenhänge sofort ersichtlich. Wenn dann doch mal etwas schleierhaft war, oder man sich nicht ganz hundertprozentig sicher sein konnte, wurde einem die Auflösung sehr lieblos und beiläufig in einem Nebensatz präsentiert.
Lieblos, das beschreibt meiner Meinung nach dieses Buch perfekt. Denn die Story an sich ist eine tolle Grundidee und hat durchaus Potenzial. Die Ausarbeitung lässt aber sehr zu wünschen übrig. Falsche Fährten und unerwartete Überraschungsmomente gibt es nicht. Alles ist von Anfang an durchschaubar und so wartet man vergeblich darauf, dass das Buch einen packt und mit sich zieht. Hinzu kommen noch die teilweise über-ausführlichen Beschreibungen der Personen, wo man teilweise Dinge erfährt, die keinerlei Rolle für die Handlung spielen.
Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat dann das Ende. Zum Schluss werden die Kapitel sehr kurz und springen ständig zwischen den einzelnen Personen hin und her. Vielleicht sollte das Ende dadurch rasant wirken, gehetzt trifft es aber besser. Man bekommt den Eindruck, dass das Buch auf einmal gar nicht schnell genug enden konnte, nachdem zuvor auf 500 Seiten alles breit und ausführlich erläutert wurde. Und auch hier trifft das Wort „lieblos“ wieder perfekt zu.
Als letzter Punkt wäre da noch Faruk. Er spielt zwar für die Zusammenhänge eine Rolle, für die Handlung und die beschriebenen Geschehnisse als solche aber überhaupt nicht. Es wäre durchaus ausreichend gewesen zu wissen, dass er existiert und vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos zu bekommen. Seine gesamte Lebensgeschichte, wie er auf die schiefe Bahn geraten ist und was er im Knast so alles treibt, tat aber so gar nichts zur Sache und wurde trotzdem ausführlich beschrieben.
Ich bin mir sicher, wäre die Handlung kürzer, dafür aber mit mehr Überraschungsmomenten gestaltet worden, wäre dies ein erstklassiger Thriller. So bekommt man allerdings ein Buch das von Anfang an durchschaubar ist, keinerlei Spannung beinhaltet und bei dem man das Gefühl hat, die Autorin war nicht bei der Sache. Wie schon mehrfach geschrieben: die ganze Ausarbeitung und Machart wirkt einfach nur lieblos – so kommt leider überhaupt kein Lesespaß auf. Eine Empfehlung kann ich somit nicht aussprechen. Leider, denn von meinem ersten Buch der Autorin bin ich deutlich besseres gewohnt.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Im Dunkel deiner Seele

George Harrar
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der Klappentext verrät eigentlich hinsichtlich der Handlung schon alles Wesentliche.
Nach einer kurzen Einführung in Evan Birchs Alltag und Familienleben, findet besagte Szene mit der Polizei statt und danach dreht sich alles um die Frage ob Evan nun schuldig ist oder nicht.
Dabei liegt der Fokus aber sehr stark auf der psychologischen Seite, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass Evan Philosophieprofessor ist und dementsprechend hinterfragend handelt. Daher würde ich diesen Thriller auf jeden Fall als Psychothriller definieren. Lässt man sich darauf ein, ist das Buch aber nicht weniger spannend, im Gegenteil. Die Spannung ist hier sehr subtil, aber dennoch durchgehend hoch. Immer wieder geschehen komische Sachen, werden nicht ganz eindeutige Gespräche geführt und tauchen neue Beweise und Tatsachen auf. Man weiß als Leser also nie woran man ist.
Zudem erleben wir die Geschehnisse nur aus der Sicht von Evan und können so auch nur das beurteilen, was er uns gibt. Zwar spielt auch seine Frau Ellen eine große Rolle, wir lernen aber auch sie nur durch die Augen von Evan kennen, wobei sie oft ein komisches Verhalten an den Tag legt.
Zum Schluss bleibt dann leider vieles offen, sodass das Buch eigentlich gar keinen richtigen Schluss hat. Viele Vorkommnisse und Zwischenfälle, die Fragen aufwarfen und wichtig erschienen, werden am Ende nicht mehr aufgegriffen und selbst die große Frage eines jeden Thrillers, „Wer war es?“, bleibt unbeantwortet.

Fazit:
Selten habe ich das Ende eines Buches so bedauert wie bei diesem. Für mich macht es leider meinen kompletten Eindruck vom Buch zunichte. Ich war von Anfang an begeistert. Die fehlende Spannung, die so viele Leser bemängeln, kann ich nicht bestätigen. Die Spannung wurde einfach nur auf einem sehr subtilen Weg vermittelt. Es gibt keine Action, dafür aber sehr viele Andeutungen und komische Vorfälle, die Zweifel säen. Man weiß bei Evan und auch bei seiner Familie einfach nicht woran man ist. Ist er unschuldig und einfach nur in eine Reihe von Zufällen verwickelt, oder steckt doch mehr dahinter? Und so ist dieser (Psycho)-Thriller einer der wenigen, der mich beim Lesen und auch noch danach viel beschäftigt hat und mich die ein oder andere Theorie hat spinnen lassen, nur um sie im nächsten Moment schon wieder zu verwerfen.
Alles deutete darauf hin, dass dieses geniale Verwirrungsspiel in einem spannenden Ende seinen Höhepunkt findet, wo alle Vorfälle zusammenfinden und durch die Präsentation des Täters aufgelöst werden.
Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Es wird keine, wirklich gar keine Frage beantwortet. Nach Beendigung des Buches fühle ich mich, als wäre mir nach der Hälfte das Buch weggenommen worden und ich müsste mir denken wie es ausgehen könnte, wobei noch jede Möglichkeit offen ist. Das Ende eines Buches muss für mich zwar nicht jede Kleinigkeit beantworten, aber als Leser sollte man doch zumindest nicht komplett ratlos zurückbleiben.
Beurteile ich die ersten drei Viertel des Buches, würde ich eine Leseempfehlung aussprechen. Durch den Schluss kann ich das nun aber nicht. Das Buch ist sprachlich und stilistisch absolut gelungen und es wird auf subtile Weise gekonnt Spannung aufgebaut. Man fiebert dem Ende entgegen und will endlich Antworten – die große Auflösung bleibt dann aber aus. Für mich ist das leider kein gelungenes Ende, das das zuvor Gelesene kaputt macht.
Aktuell wird das Buch verfilmt und ich bin sehr gespannt ob die bildliche Darstellung der Story mehr Antworten liefern wird. Vielleicht lässt mich das dann anders über das Buch denken. So konnte es mich (leider nur anhand der letzten paar Seiten) leider nicht überzeugen.

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261 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Wir begleiten Anna Fox in ihrem Alltag, dabei ist das Buch in Tage und innerhalb dieser Tage in Kapitel unterteilt. Anhand des Klappentextes ist aber bereits klar, dass Annas Alltag anders abläuft, denn sie kann nach einem traumatischen Erlebnis ihr Haus nicht mehr verlassen. Dass dieses Erlebnis mit ihrer Familie zusammenhängt und der Grund für deren Abwesenheit ist, wird von Anfang an deutlich. Allerdings fragt man sich zu Beginn wie es zu dieser Situation kam und was genau mit Annas Familie passiert ist. Stück für Stück bekommt man dann Hinweise, sodass man sich schnell einen Teil denken kann, wobei trotzdem noch einiges unbekannt bleibt.
Das ganze Geschehen begleiten wir dabei aus der Sicht von Anna in Ich-Perspektive.
Als sie dann den Überfall auf ihre Nachbarin beobachtet, nimmt die Geschichte schnell an Fahrt auf und Stück für Stück wird alles aufgelöst, wobei man, wie Anna, nie weiß wem man trauen kann.

Fazit:
Der Einstieg in das Buch erscheint zunächst sehr langatmig und es dauert eine ganze Weile bis es zu dem im Klappentext beschriebenen Ereignis kommt. Genauso gibt es auch im Buch immer wieder Passagen die unnötig wirken, wenn Anna zum Beispiel ihren Gedanken nachhängt. Ich empfinde diese Gestaltung in Zusammenhang mit Annas Situation jedoch sehr gelungen. Sie verbringt jeden Tag 24 Stunden in ihrem Haus. Irgendwann kann man sich dabei nur noch mit belanglosem beschäftigen und erscheint jede Abwechslung willkommen. Dementsprechend ist es fast schon nachvollziehbar, dass sie ihre Nachbarn beobachtet, denn in ihrem eigenen Haus passiert nichts mehr. Dieser beobachtende Charakter und das Gefangensein werden zusätzlich durch die Ich-Perspektive unterstützt.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass manch einem Leser dieser langsame Spannungsaufbau für einen Thriller ZU langsam ist und so ist dieses Buch wieder ein Thriller, der vom Verlag besser als Psychothriller bezeichnet worden wäre. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich das Buch aber absolut gelungen. Ich muss sagen, es hat mich nicht vom Hocker gehauen oder sprachlos zurückgelassen, was auch daran liegt das die Auflösung für mich persönlich sehr vorhersehbar und der Überraschungsmoment so eher nur eine Bestätigung war. Dies tat der Spannung und dem Lesevergnügen an sich aber keinen Abbruch und so kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen. Vor allem für diejenigen die spannende (Psycho)Thriller mögen, aber kein Fan von blutigen Schilderungen sind, ist dieses Buch ideal.

Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass der Einband bei diesem Buch wirklich sehr schlechte Qualität hat. Das verwendete Material ist sehr dünn und erinnert mehr an dickes Papier als an stabile Pappe und so kam das Buch schon mit einem Riss im Einband bei mir an, obwohl es absolut sicher verpackt war. Beim Lesen hat das normale Halten des Buches dann schon gereicht um die Kanten wie angestoßen aussehen zu lassen und sogar die Farbe hat sich an den Ecken (am Übergang zum Buchrücken) abgelöst.
Da dies keinen Bezug zum Inhalt hat, fließt es nicht in meine Bewertung mit ein, ich möchte es aber erwähnt haben.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Looking Good Naked Powerküche

Mark Maslow
Flexibler Einband
Erschienen bei Südwest, 19.02.2018
ISBN 9783517096810
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover:
Simpel und effektiv – der leuchtend gelbe Rahmen zieht den Blick auf sich, gleichzeitig wirkt das Cover durch den hauptsächlich schwarzen Hintergrund trotzdem hochwertig. Der prominent platzierte Titel und die lecker aussehenden Speisen tun ihr Übriges.

Inhalt:
Wer hier ein Kochbuch im klassischen Sinne erwartet, ist fehl am Platz, denn die Rezepte sehe ich mehr als Denkanstöße und erste Tipps. Hier überwiegt ganz klar der Theorieteil und genau das ist der Aspekt der mich an diesem Buch überzeugt hat.
Man bekommt detaillierte Infos die einen zu einer gesünderen und für sein Ziel passenden Ernährung führen sollen. Weg vom Hungern und von Diäten, hin zu gesunder, ausgewogener und dem Lebensstil entsprechender Ernährung. Unterstütz wird die Theorie durch beispielhafte Ernährungspläne, abgestimmt auf verschiedene Ziele und Lebensumstände. Möchte man abnehmen, möchte man Muskeln aufbauen, hat man einen Job mit viel Bewegung oder sitzt den ganzen Tag im Büro? All diese Faktoren werden berücksichtigt und liest man sich in die Thematik mit Hilfe des Buches ein, kann man auch als Anfänger alles optimal auf die ganz eigenen Bedürfnisse abstimmen.
Was ich jedoch ein wenig schade fand, ist die vorwiegende Durchschnittlichkeit der Rezepte. Wo mir der Theorieteil auch als „Fortgeschrittener“ noch etwas mitgeben konnte, bieten die Rezepte wenig Neues. Das Grundprinzip ist Fleisch oder Fisch mit kohlenhydratarmer Beilage und wenn doch Kohlenhydrate dabei sind, dann entsprechend über Vollkornprodukte. Das betrifft jedoch vor allem die Hauptgerichte. Was mir wiederum sehr gefallen hat sind die Rezepte für Snacks und Shakes, wo durchaus auch Neues dabei war.

Fazit:
Nachdem ich mich nun eine Weile mit dem Buch beschäftigt und das ein oder andere Rezept ausprobiert habe, bin ich der Meinung, dass es vor allem für Neulinge im Bereich „gesunde und ausgewogene Ernährung“ interessant ist.
Der Theorieteil ist sehr ausführlich und gut verständlich, sodass man auch ohne Vorkenntnisse alles nachvollziehen kann. Wer gerade erst mit einer Ernährungsumstellung anfängt oder anfangen will, wird dadurch gut an die Hand genommen und die Rezepte bieten die ideale Grundlage für erste Erfahrungen.
Für diejenigen die sich schon länger mit dem Thema befassen, würde ich das Buch weniger empfehlen, da die Rezepte, zumindest mir, nichts wirklich Neues bieten und obwohl der Theorieteil teilweise interessante Aspekte hatte, war mir das insgesamt dann doch zu wenig um hinsichtlich des Preises sagen zu können es würde sich lohnen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Körpersammler (Agent Steps Craig 1)

Spencer Kope
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 13.03.2018
ISBN 9783732551170
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover:
Ein schlichter, gräulicher Hintergrund mit dunklem Rahmen. Darauf in blutroter Schrift der Buchtitel und darunter ein rötlicher Handabdruck. An sich schreit dieses Cover in Kombination mit dem Titel schon nach Thriller und lenkt den Blick auf sich. Kennt man dann den Inhalt, so liegt eine Vermutung, wessen Handabdruck das sein soll, nahe.
Ich mag besonders Cover wie dieses, die zunächst nur Genre-entsprechend gestaltet zu sein scheinen, um dann während dem Lesen langsam ihre tiefere Bedeutung zu enthüllen.

Inhalt:
Vorweg möchte ich anmerken, dass sich der Übersetzer hier einige Fehler erlaubt hat und Klappentext und Buch sich in einem entscheidenden Punkt widersprechen: dem Namen des Protagonisten. Laut Klappentext geht es um „Marcus Steps Craig“, der im Buch dann aber „Magnus Schritter Craig“ genannt wurde. Warum sein Spitzname in diese furchtbare deutsche Version umbenannt wurde, ist mir absolut nicht klar, vor allem weil andere englische Eigennamen beibehalten wurden. Ich werde im Folgenden trotzdem die Namen aus dem Buch verwenden, da ich mich an diese beim Lesen gezwungenermaßen gewöhnt habe.

Wie im Klappentext schon geschildert, hat Schritter eine besondere Gabe. Diese besteht darin, dass er den „Schein“ von Menschen sieht. Dabei ist der Schein so individuell wie ein Fingerabdruck und zeigt sich Schritter in Form von verschieden farbigem Leuchten, überall da wo ein Mensch stand, gegangen ist oder etwas angefasst und berührt hat.
Durch diese Gabe kommen Schritter und sein Kollege Jimmy einem scheinbar hochintelligenten Serienmörder auf die Spur, der außer seinem Schein keinerlei Spuren hinterlässt. So begibt sich das Team der STU auf die Jagd und wird dabei schon bald selbst zum Gejagten.

Fazit:
Der Inhalt klingt nach einem spannenden und innovativen Thriller, genau deshalb wollte ich dieses Buch auch lesen. In der Umsetzung sieht es leider etwas anders aus. Es gibt viele positive Aspekte, denen aber immer auch etwas Negatives gegenübersteht:
Wenn Kope eines kann, dann ist es perfekt ausgearbeitete Charaktere zu schaffen. Selbst die Nebencharaktere sind so liebevoll gezeichnet, dass man sofort Sympathien und Antipathien entwickelt. Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, sind die Charaktere natürlich besonders detailliert beschrieben, immerhin soll der Leser eine Verbindung zu ihnen aufbauen und ihnen im besten Fall in weiteren Teilen folgen. Leider wird es hierbei manchmal zu detailliert und es gibt seitenweise Ausschweifungen auf die man bestens hätte verzichten können. Darunter leiden dann auch die Spannung und die eigentliche Ermittlung. So liebevoll wie die Charaktere gezeichnet sind, so „0815“ sind die Spannungselemente. Der Showdown mit dem Täter: vorhersehbar, ein in die Irre führender Schockmoment: durchschaubar, das Ende: lässt nur einen Schluss zu.
In der Ausarbeitung seines Falls hat Kope meiner Meinung nach zu sehr auf typische Stilmittel zurückgegriffen und so die ohnehin wenigen Spannungsmomente ungewollt entschärft. Besonders Schade finde ich das, weil ihm mit der Grundidee um die Gabe von Schritter etwas Neues eingefallen ist, was ich so noch nicht kannte und definitiv neugierig macht. Ob ich so eine Reihe über mehrere Bände hinweg verfolgen könnte, weiß ich nicht, da es doch wenig Spielraum lässt. Bei klassischen Ermittlern kann man als Autor besser variieren wie die verschiedenen Hinweise ans Licht kommen und man den Täter letztendlich überführt. Bei Schritter ist es doch immer so, dass er den Schein sieht und so den Täter identifizieren kann. Zumindest ist dies aktuell mein Eindruck, vielleicht werden wir hier im zweiten Teil auch überrascht.
Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch zwar nicht gelungen finde, aber auch nicht bedauere es gelesen zu haben. Kope verwendet sehr viel Zeit auf seine Charaktere, was den Fall und die Spannung vernachlässigt, gleichzeitig sind die Charaktere aber so tiefgründig dargestellt, dass sich das in gewisser Weise ausgleicht. Betrachtet man das Buch alleine, würde ich es definitiv nicht empfehlen. Hält man sich jedoch vor Augen, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, sieht das schon wieder anders aus. Durch Schritters Gabe ist die Story auf jeden Fall mal etwas Anderes in dem Meer von Thrillern und hat sehr viel Potenzial.
Ich hoffe, dass im zweiten Teil der Fall mehr im Mittelpunkt steht und Kope seinen Ideenreichtum auch für den Ausbau der Spannung nutzt, dann wäre ich durchaus geneigt ihm noch eine Chance zu geben.
 „Körpersammler“ kann ich somit denjenigen die mal etwas Neues im Bereich Thriller lesen wollen empfehlen, vor allem hinsichtlich des moderaten Preises und der Kürze des Buches macht man damit nichts falsch. Nur allzu viel Spannung sollte man nicht erwarten und sich auf ausführliche Charakterbeschreibungen und –einführungen einstelllen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Warum sie sterben musste

Mindy Mejia , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.02.2018
ISBN 9783442484171
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht, passt aber zu der Story. Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, wo außer Feldern und Landschaft nicht viel ist. Diese Umgebung ist auf dem Cover dargestellt und man sieht ein Mädchen von hinten, das vom Leser wegzugehen scheint, genauso wie Henrietta von ihrem Heimatort weg wollte.

Inhalt:
Das Buch ist aus der Sicht von drei verschiedenen Personen geschrieben: Henrietta, genannt Hattie, Del, der Sheriff und zu guter Letzt Peter, von dem man am Anfang nicht weiß wer er ist und dadurch aber sofort klar ist, dass er irgendwie in alles involviert ist. Die Geschichte beginnt im März 2008 und wir begleiten Hattie bei einem verzweifelten Versuch die Stadt zu verlassen. Sofort ist dem Leser klar, dass irgendetwas vorgefallen sein muss und man fragt sich inwiefern es mit dem Mord zusammen hängen wird. Danach kommt ein Kapitel aus Dels Sicht, das einen Monat später spielt. Wir begleiten ihn beim Fund der Leiche und dem Leser wie auch ihm ist sofort klar, dass es Hattie sein muss. Das nächste Kapitel macht einen Zeitsprung nach hinten zum August 2007 und ist aus der Sicht von Peter geschrieben. Als man dann erfährt wer er ist, ist eigentlich fast klar wie er in alles verstrickt ist. Ob er selbst aber schuldig ist, bleibt natürlich weiterhin offen. Danach kommt dann noch ein Kapitel aus Hatties Sicht, das nun ebenfalls im August 2007 spielt. Im Folgenden begleiten wir diese drei Personen dann immer abwechselnd, wobei wir vor allem durch Hattie und Peter in der Vergangenheit langsam aber sicher erfahren was eigentlich vorgefallen ist. Dabei machen die Kapitel meist Sprünge von circa einem Monat und so arbeitet man sich Stück für Stück auf den Tag des Mordes zu. Gleichzeitig versucht Del in der Gegenwart die Hintergründe der Tat zu entwirren und den Täter zu finden.

Fazit:
Dieses Buch war für mich mal etwas anderes als die klassischen Thriller die ich sonst so lese. Zwar gibt es auch hier einen Mord und die entsprechende Ermittlung, der Fokus liegt aber viel mehr auf den Hintergründen, die zur Tat geführt haben.
Obwohl recht früh klar ist wie manche Personen in alles verstrickt sind, tappt man doch immer wieder im Dunkeln. Die Informationen werden immer nur häppchenweise preisgegeben, sodass immer genug Fragen offen bleiben, um die Spannung hoch zu halten. Mich konnte die Geschichte um Hattie von der ersten bis zur letzten Seite packen und obwohl manches durchschaubar war, war ich doch auch immer wieder überrascht und bin auf die falschen Fährten reingefallen. Ich kann dementsprechend für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen, sowohl für Thrillerfans als auch für diejenigen die blutarme Spannungsliteratur bevorzugen.

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241 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 137 Rezensionen

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Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Das komplett schwarze Cover mit dem simplen aber ausdrucksstarken roten Seil im Hintergrund, wirkt auf den ersten Blick sehr düster und passt perfekt zum Buchtitel. Insgesamt orientiert sich die Gestaltung am ersten Band, was mir gefällt, da die Bücher so auch optisch gut zusammen passen.
Die Schrift wirkt durch die Metallic-Optik wieder sehr hochwertig, dieses Mal jedoch in Silber, statt Roségold. Titel und Untertitel werden zudem durch eine erhabene Schrift noch zusätzlich betont, was mir sehr gefällt.
Insgesamt ein sehr einfaches und doch ausdrucksstarkes Cover, das ich sehr ansprechend finde, wobei Teil 1 der Reihe noch hochwertiger wirkte.

Inhalt:
Das Buch beginnt mit einem Prolog der im Januar 2016 und somit nach den Ereignissen im Buch spielt. Natürlich wirft das dort beschriebene viele Fragen auf und man kann einiges noch nicht so ganz nachvollziehen. Es wird jedoch sofort deutlich, dass vor allem Schlimmes passieren wird, was nicht jeder unbeschadet übersteht. Leider ist dies auch ein ziemlicher Spoiler für den Leser und meines Erachtens nicht ganz gelungen.
Nach dem Prolog machen wir dann einen Zeitsprung von fünf Wochen zurück, sodass wir uns im Buch dann langsam wieder darauf zuarbeiten und Stück für Stück Antworten bekommen.
Wir begleiten dabei Emily Baxter von New Scotland Yard, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen und man merkt sehr schnell, dass die Ragdoll-Morde und die damit zusammenhängenden Vorkommnisse nicht spurlos an ihr vorbei gingen.
Neben ihr lernen wir primär noch Damien Rouche vom CIA und Elliot Curtis vom FBI kennen. Die beiden sind mit dem im Klappentext beschriebenen Mord in New York beschäftigt und besuchen Baxter in London, um ihre Unterstützung anzufordern.
Wer Ragdoll gelesen hat, weiß, dass Coles Thriller nicht gerade harmlos sind. Und so bekommt man auch hier noch bevor die ersten 100 Seiten sind schon mehr als nur einen brutalen Mord geliefert. Von Beginn an geht es hoch her, ein Ereignis jagt das nächste und die ganze Situation spitzt sich rasant zu.
Nach circa 300 Seiten gibt es dann auch immer wieder einzelne Sprünge zu verschiedenen Punkten in der Vergangenheit, die natürlich eine Rolle für die Geschehnisse spielen und dem Leser langsam Informationen und Antworten hinsichtlich der Taten geben.
Im ganzen Buch erwarten uns immer wieder einzelne Spannungs-Höhepunkte, die sich an Brutalität jedes Mal zu übertreffen scheinen und am Ende in einem actionreichen Finale ihren Schluss finden.

Am Ende gibt es dann noch ein Wort von Daniel Cole das an die Leser gerichtet ist. Hier fand ich etwas schade, dass dieses am Ende steht, denn aus dem Inhalt geht eindeutig hervor, dass Cole den Leser adressiert bevor er das Buch gelesen hat.

Fazit:
Bevor ich dieses Buch begann, hatte ich bereits einige Stimmen gehört die gesagt haben es könne mit dem Vorgänger nicht mithalten. Dem kann ich absolut nicht zustimmen, im Gegenteil ich fand es sogar besser.
Der Thriller ist sehr brutal und würde man die Leichen zählen, wäre man sicher im hohen zweistelligen Bereich. Viele mag das abschrecken, mich begeistert es. Ich mag solche extremen Geschichten, die nicht auf Happy-End und Friede-Freude-Eierkuchen ausgelegt sind, sondern wo es, wie im echten Leben, auch Rückschläge und Katastrophen gibt. Wenn das Ganze, wie hier, dann auch noch realistisch und nicht überspitzt dargestellt ist, ist es umso gelungener.
Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin Baxter einfach sehr gut gefällt. Ihre persönlichen Probleme passen einfach, da sie schon so viel mitmachen musste, dass jeder dafür Verständnis haben muss und es zu keinem Zeitpunkt nervig wird. Dazu noch ihre aufmüpfige und vorlaute Art, die mich regelmäßig zum Schmunzeln bringt - einfach nur genial! Und auch die anderen Protagonisten sind, obwohl sie nur in diesem Teil eine Rolle spielen, so detailliert und liebevoll gezeichnet, dass man sofort eine Beziehung zu ihnen aufbaut.
Nach dem ersten Teil war ich nicht sicher ob ich die Reihe weiterlesen sollte, er hatte mir zwar sehr gut gefallen, aber irgendwie war ich trotzdem nicht vollends gepackt. Nachdem ich Teil zwei aber eine Chance gegeben habe, bin ich froh darum, denn ich bin durchweg begeistert und der Cliffhanger am Ende lässt mich schon jetzt nach Teil drei gieren!
Somit gilt: klare Leseempfehlung für Hangman, wobei man den Vorgänger nicht zwingend gelesen haben muss, ich es aber empfehle um Baxters Verhalten nachvollziehen zu können und nicht als störend empfinden zu müssen.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Tödliche Sehnsucht

Sandra Brown , Christoph Göhler
Fester Einband
Erschienen bei Blanvalet, 09.01.2018
ISBN 9783764505639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Rein optisch hat mich das Buch zunächst gar nicht angesprochen, da das Cover auf mich sehr altmodisch wirkt. Die Zusammenstellung der Farben ist einfach nicht modern und zeitgemäß und die dargestellten Baumwollblüten haben für mich absolut keinen Zusammenhang zum Inhalt. Auf den ersten Blick wirkt das Buch auf mich nicht wie ein Thriller und sowohl Buchtitel wie Genre gehen auf dem Cover und neben dem großflächig platzierten, erhabenen Autorennamen unter. Der Klappentext kann dieses, für meinen Geschmack, nicht gelungene Cover zum Glück ausgleichen.

Inhalt:
Bei diesem Buch ist durch den Klappentext inhaltlich schon alles gesagt, was gesagt werden kann, ohne zu spoilern. Die Handlung nimmt nach dem Attentat im Gericht schnell an Fahrt auf. Neben der Suche nach dem Täter spielt natürlich auch Crawfords Kampf um seine Tochter weiterhin eine wichtige Rolle und auch die angedeutete Anziehungskraft zwischen ihm und Richterin Spencer wird nicht minder thematisiert.
Ein besonderes inhaltliches Merkmal, welches ich an dieser Stelle gerne noch erwähnen möchte, ist der Prolog. Dieser schildert eine Szene die später im Buch spielt und wirft gleich zu Beginn sehr viele Fragen auf, wie es dazu kam und was das alles zu bedeuten hat. Man arbeitet sich dann beim Lesen langsam auf diese Stelle zu und all die Fragen die der Prolog am Anfang aufgeworfen hat, werden nach und nach beantwortet.
Außerdem finde ich auch Crawford als Protagonisten erwähnenswert. Es wirkt in dem Buch größtenteils so als hätte sich fast jeder gegen ihn gewandt. In dieser Umgebung kämpft er um das Sorgerecht für seine Tochter und ist ständig auf der Hut auch ja das Richtige zu machen. Für mich ein Charakter, der die volle Sympathie des Lesers gewinnt!

Fazit:
Tödliche Sehnsucht war für mich ein gelungener Thriller, von dem ich jedoch nicht behaupten kann, dass man ihn unbedingt gelesen haben muss. Er war gut, mehr aber nicht. Der Klappentext fasst die wesentlichen Inhalte zusammen, sodass man sehr genau weiß mit welcher Art von Geschichte man es zu tun hat. Dadurch wird der ganze Handlungsverlauf aber auch sehr vorhersehbar. Zwar gibt es hier und da eine Überraschung oder geschickte Wendung, alles in allem bleibt es aber doch durchschaubar. Auch der Täter ist relativ früh bekannt und obwohl versucht wird Zweifel zu säen, will dies nicht so recht gelingen, was auch daran liegen mag, dass die Ansätze hierfür teilweise sehr an den Haaren herbeigeführt werden und man als Leser noch andere Sichtweisen kennt.
Dennoch war dieses Buch durchaus spannend, wobei diese Spannung sich eher auf die Auflösung als solche bezieht und beim Leser ein ständiges mitfiebern und Gefühl von „hoffentlich schafft er es“ erzeugt. In diesem Rahmen sind die scheinbar zusammenhanglosen Erzählstränge von Falllösung, Sorgerechtsstreit und Liebschaft mit der Anwältin geschickt miteinander verwoben, sodass am Ende alles stimmig ist und einen gemeinsamen Schluss findet.
Positiv möchte ich auch hervorheben, dass die im Klappentext angedeutete Beziehung zwar durchaus Thema ist und die ein oder andere körperliche Begegnung auch detailliert beschrieben wird, dies jedoch nicht überhandnimmt oder übertrieben gewollt wirkt. Wer den Klappentext aufmerksam liest, wird mit solchen Passagen rechnen (wo wir wieder beim Thema vorhersehbar wären…), wenn aber Thriller draufsteht, soll auch hauptsächlich Thriller drin sein und das war hier der Fall!
Eine eindeutige Leseempfehlung würde ich hier nicht aussprechen, da ich das Buch nicht als Must-Read sehe. Wer jedoch Thriller mag und auf der Suche nach ein paar unterhaltsamen und spannenden Lesestunden ist, ist damit bestens bedient.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

deutschland, dystopie, genetik, genmanipulation, gentechnik, jens lubbadeh, klone, klonen, neandertaler, neanderthal, roman, science fiction, thriller, utopie, zukunft

Neanderthal

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453318250
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und doch auffällig gestaltet. Komplett schwarz gehalten und zudem noch matt, wirkt das Buch sehr hochwertig, was auch haptisch unterstützt wird. Der Buchtitel selbst ist in türkisener Schrift aufgedruckt, die an eine Neonleuchte erinnert. In derselben Gestaltung befindet sich auch der obere Teil eines Schädels auf dem Cover, der auf simple Weise den Zusammenhang zum Inhalt herstellt. Als zusätzlicher Kontrast sind die türkisenen Elemente in Hochglanz dargestellt.
Insgesamt wirkt das Cover auf mich sehr ansprechend, da ich ein Fan von simplen, unaufgeregten Gestaltungen bin, die trotzdem das Interesse und die Neugierde wecken.

Inhalt:
Wir befinden uns im Deutschland in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Behinderungen und genetisch bedingte Krankheiten gibt es kaum noch, der Verzehr von Fleisch, Alkoholkonsum und Rauchen sind verpönt, Aufzugfahren ist den Älteren und Kranken vorbehalten, wer es trotzdem tut, wird schräg angeguckt. Die Regierung und Gesellschaft strebt nach Perfektion und der absoluten Gesundheit. In diesem Rahmen werden sogar einfachste Dinge wie Tagträumerei therapiert und besonders „optimierungsfleißige“ Bürger durch ein Punktesystem der Krankenkasse belohnt. Schon die Gene von noch ungeborenen Kindern werden korrigiert und durch ein Bonus-Programm noch zusätzlicher Anreiz geschafft: ab 3 Korrekturen von sogenannten Risikogenen gibt es einen Bonus-Edit umsonst (z. B. Haarfarbe des Kindes aussuchen).
Dies alles erfahren wir bereits im ersten Kapitel, in dem wir Kommissar Nix begleiten, der zu der Leiche eines scheinbar Behinderten gerufen wird. Doch bald muss Nix herausfinden, dass dieser Schluss falsch ist und er auf etwas viel Größeres gestoßen ist. Denn bei der Leiche findet er einen Hinweis, der ihn überhaupt erst auf das Massengrab im Neandertal aufmerksam macht.
Im Folgenden lernen wir zunächst mit jedem neuen Kapitel alle handelnden Personen kennen und erfahren so auch schon teilweise mehr über die Hintergründe.
Da wären im zweiten Kapitel Max und Sarah, zwei Anthropologen deren Spezialgebiet die Neandertaler sind und die im Laufe der Geschichte zu den Hauptakteuren werden. Das dritte Kapitel spielt dann in der Vergangenheit und ist aus Sicht des Neandertalers Urudim geschrieben. Dieser zeitliche Sprung wird auch durch die kursive Schrift deutlich gemacht. Kapitel vier ist dann in Form eines Zeitungsberichts geschrieben, der sich mit der „Großen Depression“ befasst. Diese ist eine besonders schwere Form, die mit bekannten Mitteln nicht heilbar ist und von der auch immer mehr junge Menschen und Kinder betroffen sind. Nachdem Kapitel fünf von einer bereits bekannten Person handelt, lernen wir dann in Kapitel sechs noch Eva-Marie kennen, die eine wichtige Rolle im Ministerium für Gesundheit und Glück innehat und zur größten Gegenspielerin von Sarah und Max wird.
Schon innerhalb dieser ersten sechs „Vorstellungskapitel“ entwickelt sich langsam die Story und man erfährt worum es geht und wie die handelnden Personen darin verwickelt sind. Bei dem einen ist das zwar mehr offensichtlich als bei dem anderen, man bekommt aber in jedem Fall mindestens einen groben Überblick. Im Folgenden wechseln die Kapitel dann immer wieder zwischen den Protagonisten, wobei aber Sarah und Max im Fokus stehen.
Auf den genauen Inhalt der Story möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen. Obwohl der Klappentext sehr kurz ist, fasst er das Wesentliche zusammen und somit wäre jede weitere Ausführung von mir ein Spoiler oder eine Wiederholung.

Fazit:
Dieser Thriller ist einfach nur gelungen! Obwohl er hinsichtlich Action nur selten wirklich rasant wird, ist das Spannungslevel durchweg hoch. Hauptsächlich begleitet man Sarah und Max auf ihrer Suche nach Antworten – Antworten zu den gefundenen Knochen, Antworten zu der Leiche die alles ins Rollen brachte und Antworten auf die persönliche Verwicklung in all diese Vorfälle. Ständig kommen neue Details ans Licht, die beim Leser neue Schlussfolgerungen und Vermutungen auslösen und die mögliche Entwicklung wieder in ganz andere Bahnen lenken.
Durch die wechselnden Perspektiven hat man als Leser schon relativ früh sehr viele Informationen und weiß wie alles zusammen hängt. Dennoch fiebert man mit und es gibt mehr als nur einen Überraschungsmoment.
Abgesehen von der Story, sind auch die gesellschaftskritischen Aspekte sehr interessant. Immer wieder regt das Buch einen dazu an über die heutige, nach Perfektionismus strebende Gesellschaft nachzudenken. Hier fand ich viele Details, wie Autos und Smarts (die zukünftigen Smartphones) von Amazon, sehr interessant, da sie gar nicht so abwegig scheinen.
Besonders gelungen fand ich auch das Ende, beziehungsweise den letzten Teil des Buches. Hier begleiten wir die finale Auflösung aus der Sicht einer neuen Person und diese Wendung ist meines Erachtens sehr gelungen, da sie den Kreis perfekt zu schließen scheint. Leider ist dieses Ende gleichzeitig auch mein einziger Kritikpunkt. Die große Frage die hinter allem stand und die all die Geschehnisse überhaupt ausgelöst hat, wird zwar beantwortet und für den Leser hinreichend aufgelöst, die dafür Verantwortlichen müssen aber keinerlei Konsequenzen erwarten. Nun mag das zwar für den ein oder anderen der Realität entsprechen, für meinen Geschmack hat es aber das Ende weniger rund gemacht. Und obwohl mich die gesamte Geschichte so begeistern konnte und auch viel zum Nachdenken anregte, lässt mich dieses kleine Detail am Ende etwas unbefriedigt zurück.
Alles in allem ist dies aber nur ein einziger und sehr subjektiver Kritikpunkt an einem ansonsten für mich rundum gelungenen Thriller, für den ich somit eine klare Leseempfehlung aussprechen kann.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das große Eat-Clean Kochbuch

Tosca Reno , Claudia Callies
Flexibler Einband
Erschienen bei Südwest, 20.03.2017
ISBN 9783517095714
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover:
Das komplett gelbe Buch mit dem stempelartig gestalteten Titel in Türkis zieht natürlich die Blicke auf sich. Ob diese Farbwahl schön ist, sei einmal dahingestellt – auffällig ist sie in jedem Fall. Bei Kochbüchern ist das Cover für mich tatsächlich zweitrangig, daher finde ich diese Aufmachung an sich nicht negativ, ansprechend aber auch nicht. Eine dezente Gestaltung hätte meiner Meinung nach auch besser zum Inhalt gepasst. Denn clean-eating heißt unter anderem auf künstliche Produkte zu verzichten und leider wirkt das grelle Cover sehr künstlich.

Inhalt:
Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut, was mir sofort positiv auffiel. Die Rezepte sind in verschiedene Bereiche gegliedert, wobei es nicht nur die klassische Sortierung nach Frühstück, Fleisch, Fisch und Ähnliches gibt, sondern auch Kapitel wie „Für Unterwegs“, „Proteine“ oder „Zutaten auf Vorrat“. So kann man sich also nicht nur nach der Mahlzeit oder den Gelüsten orientieren, sondern sich auch gezielt Rezepte für seine Ernährungsziele und die Gegebenheiten aussuchen. Und genau dabei geht es in diesem Kochbuch. Nicht um eine klassische Diät in der man hungert und am Ende frustriert zurückbleibt, wenn der Jo-Jo-Effekt einsetzt, sondern um eine bewusste Ernährung und dauerhafte Ernährungsumstellung.
Damit dies gelingt, ist natürlich auch ein gewisses Hintergrundwissen von Nöten. Dafür gibt es neben einem Theorieteil am Anfang auch immer wieder zwischen den Rezepten hilfreiche Infos zu bestimmten Produkten (z. B. Haferflocken) und Ernährungsweisen (z. B. auf was Vegetarier achten sollten).

Fazit:
Wer sich bewusst und gesund ernähren und dabei auch gerne noch das ein oder andere Gramm und Kilo abnehmen möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten. Die Rezepte sind vielfältig, für jede Tageszeit ist etwas dabei und Fleischesser wie Vegetarier werden fündig. Dabei sind die Rezepte verständlich und leicht nachzukochen. Besonders gefällt mir, dass die Gerichte hier nicht mit außergewöhnlichen Zutaten künstlich zu etwas Besonderem gemacht werden, sondern man so gut wie alles in gut sortierten Märkten bekommt.
Neben einer 1-zu-1-Kochvorlage, bieten viele Rezepte auch tolle Anreize, sind leicht anzupassen und abwandelbar. Somit ist das Buch auch für all diejenigen etwas, die sich mit einer cleanen Ernährungsweise schon etwas besser auskennen und nur nach Inspiration suchen.
Ergänzt werden die vielen tollen Rezepte durch den gut strukturierten und leicht verständlichen Theorieteil.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Locked In

Holly Seddon , Astrid Finke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453422377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Das Cover wirkt durch die helle Gestaltung und blauen Akzente sehr kalt und beklemmend. Vor allem das Mädchen am oberen Bildrand wirkt durch die künstlich-blauen Augen und die fast weiße Haut nahezu leblos. Es soll vermutlich Amy darstellen, die in einem Wachkoma liegt. Dadurch ist die Verbindung zum Inhalt geschickt hergestellt und auch insgesamt weckt das Cover sofort das Interesse.

Inhalt:
Alex hat den Auftrag einen Bericht über eine Krankenstation zu schreiben und trifft dabei auf Amy Stevenson, die seit einem schlimmen Überfall in ihrer Jugend im Koma liegt. Doch Amy ist kein gewöhnlicher Komapatient, denn sie liegt auf der Wachkomastation. Das heißt sie kann ihre Umgebung bewusst wahrnehmen und sich über Umwege sogar mitteilen, jedoch nicht sprechen oder sich bewegen. Aus einem Instinkt heraus interessiert sich Alex für die fast gleichaltrige Amy, deren Fall ihr noch von damals in Erinnerung ist. Sie macht sich daran mehr über ihre Geschichte zu erfahren, recherchiert, führt Gespräche und befindet sich so schon bald auf der Suche nach dem Täter, der immer noch ungestraft herumläuft.
Dabei ist das Buch zunächst in verschiedenen Kapiteln aus Sicht von Alex und Jacob geschrieben. Vor allem bei ihm fragt man sich am Anfang erst einmal was es mit ihm auf sich hat. Da es aber auch Kapitel aus Amys Sicht gibt, die am Tag des Überfalls spielen, bei denen immer wieder dir Rede von ihrem Freund Jake ist, ist einem gleich klar, dass dies Jacob sein muss. Offen bleibt jedoch die Frage, ob er irgendwas mit all dem zu tun hat. Während man die Geschehnisse in der Gegenwart durch Alex und Jacob erlebt, bekommt man den Überfall gleichzeitig durch Amy quasi hautnah mit und erfährt wie es überhaupt dazu kam.
Nach circa 100 Seiten erlebt man den Tag des Überfalls dann auch aus der Sicht von Sue, Jacobs Mutter. Nach circa 150 Seiten werden dann die Geschehnisse einen Monat nach dem Überfall geschildert und zwar aus Jakes Sicht. Durch diese Einschübe wird noch einmal deutlich wie die beteiligten Charaktere alles miterlebt haben.
Währenddessen recherchiert Alex in der Gegenwart fleißig weiter, besucht Amy regelmäßig und kommt langsam aber sicher auf die heiße Spur.
Als sich die Ereignisse dann auf den letzten 100 Seiten zuspitzen, werden die Kapitel sehr kurz und die Perspektiven wechseln ständig. Beinahe jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, sodass die ganze Erzählweise sehr rasant wird, an Spannung zunimmt und sich schließlich im auflösenden Höhepunkt entlädt. Diese Auflösung spielt im Oktober 2010.
Wirklich alle Fragen werden dann auf den letzten acht Seiten beantwortet, die einige Monate später im März 2011 spielen. Nicht nur hinsichtlich des Falls findet das Buch einen vollständigen Abschluss, auch Alex‘ Privatleben und ihr Alkoholproblem werden so geschildert, dass der Leser ohne Fragen zurückbleiben muss.

Fazit:
Insgesamt war Locked In auf jeden Fall ein gelungenes Buch, was mir angenehme Lesestunden bereitet hat. Jedoch sehe ich es nicht als Thriller, da dafür zu viele Elemente fehlen. Auch einen Psychothriller sehe ich hier nicht, sondern vielmehr einen sehr spannenden Roman. Denn genau genommen, begleiten wir Alex nur bei ihren Recherchen. Dies mag im ersten Moment banal klingen, Holly Seddon hat es aber geschafft diese Recherchen gekonnt darzustellen, sodass das Spannungslevel durchweg hoch war. Man fühlt mit Alex mit, ist gespannt auf die nächste Enthüllung, rätselt was es mit diesem oder jenem auf sich haben könnte und fragt sich dabei die ganze Zeit wer Amy das angetan hat. Hier muss ich sagen, dass ich von Anfang an einen Verdacht hatte und damit auch goldrichtig lag. Die Hinweise darauf sind eigentlich sehr offensichtlich, man muss aber schon um ein paar Ecken denken, um darauf zu kommen. Als dann im Laufe der Geschichte mehr und mehr Details ans Licht kamen, war ich mir zunehmend sicherer. Dies hat der Spannung und dem Lesespaß aber überhaupt nicht geschadet.
Toll fand ich außerdem auch Alex als Protagonistin. Sie ist kein leichter Charakter und ihre Alkoholsucht wird eingehend thematisiert. Ich fand es aber unheimlich spannend sie bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und zu sehen wie sich der Fall auch auf ihr Privatleben auswirkt.
Alles in allem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen. Die Story hat mich durchweg unterhalten und blieb bis zum Ende spannend. Als Thriller würde ich das Buch aber nicht bezeichnen, da es falsche Erwartungen wecken könnte.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Immer wenn du schläfst

Jaye Ford , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.01.2018
ISBN 9783442486144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Das Buch ist komplett schwarz, lediglich am oberen Rand befindet sich eine weiß-graue Eule mit orangen Augen. Ich interpretiere diese als den unsichtbaren Beobachter in der Nacht und stelle so die Verbindung zum Buchinhalt her.

Ansonsten prangt nur noch in sehr großer, passend zur Eule grau-weißer Schrift der Buchtitel auf dem Cover.
Insgesamt eine sehr schlichte aber gelungene Gestaltung, die auf subtile Weise bedrohlich wirkt.

Inhalt:
Die Protagonistin Carly zieht in eine neue Stadt, in eine neu gekaufte Wohnung – ein Neuanfang eben. Zu Beginn ist natürlich noch unklar welcher Schicksalsschlag sie dazu getrieben hat, doch erste erschreckende Andeutungen lassen nicht lange auf sich warten. Stück für Stück bekommt man kleine Informationshappen, die die Fantasie ganz schön ankurbeln, bevor man dann erfährt was wirklich passiert ist. Und natürlich ist dem Leser von Anfang an klar, dass besagter Schicksalsschlag nicht spurlos an Carlys Psyche vorbeigegangen ist. So kommt es, dass die Polizei starke Zweifel an ihren Schilderungen hat und ihr nicht glaubt, dass ein Mann an ihrem Bett stand und sogar auf ihr lag. Unterstützt wird dies dadurch, dass nirgends Einbruchsspuren zu finden sind, weder am Balkon, noch an der Haustür. Selbst als Carly sich eine zusätzliche Sicherheitskette anbringen lässt, ist diese nach einem weiteren „Besuch“ des geheimnisvollen Mannes unversehrt. Diese Schilderungen rufen auch beim Leser Zweifel hervor, die sich aber, zumindest bei mir, nicht wirklich halten können. Das liegt aber nur daran, dass diese Lösung einfach zu simpel und offensichtlich wäre.
Während Carly also herauszufinden versucht was in ihrer Wohnung vor sich geht, schließt sie erste Bekanntschaften und Freundschaften. Sie fängt an ihr neues Leben zu mögen und sich wohlzufühlen. Dies ist für sie ein Grund mehr ihr Problem zu lösen und so spitzt sich die Handlung langsam aber sicher zu.
Wegen besagter, zu offensichtlicher Lösung, fragt man sich als Leser natürlich ständig wie sich alles auflösen wird. Einbruchsspuren gibt es keine, aber reine Fantasie wäre auch zu einfach – was hat es also mit dem Mann auf sich. Die Antwort auf diese Frage bekommt man erst sehr spät und als das WIE klar ist, wirft dies nur weitere Fragen auf. Einige dieser Fragen konnte ich mir sofort beantworten, sodass das letzte große Überraschungsmoment für mich ausblieb, dennoch war es bis zur letzten Seite spannend.
Seinen Abschluss findet das Buch mit einer Schilderung nach den mysteriösen Vorfällen und der Auflösung. Somit bekommt man als Leser ein rundum abgeschlossenes Buch, das keine Fragen mehr offen lässt.

Fazit:
Vorweg kann ich sagen: das Buch hat mich auf jeden Fall überzeugt. Es ist zwar nichts Außergewöhnliches, doch durchaus lesenswert.
Besonders gefallen hat mir, dass man als Leser so lange im Dunkeln tappt. Die Auflösung ist so abwegig, dass man von selbst nie darauf kommen würde. Gleichzeitig ergibt sie aber, nachdem man sie erst einmal kennt, durchaus Sinn und ist keineswegs unlogisch. Sowohl hinsichtlich dieser Auflösung als auch der privaten Verfassung und Entwicklung Carlys, bekommt man nur häppchenweise Informationen. Man will unbedingt wissen wie es weiter geht, noch ein bisschen mehr erfahren um vielleicht dahinter zu kommen und ruckzuck ist noch ein Kapitel gelesen und noch eins und noch eins… Obwohl der Grundgedanke an sich nichts Besonderes ist, ist das Buch ein wahrer Pageturner und aus so einer simplen Grundidee eine solche Geschichte zu schreiben, muss man erst einmal können!
Mein einziger Kritikpunkt, und das ist Kritik auf sehr hohem Niveau, ist, dass mir die restliche Auflösung, nachdem das WIE bekannt war, zu offensichtlich war. Zuvor war alles so gut versteckt, somit besitzt die Autorin definitiv das schreiberische Können um den Leser an der Nase herumzuführen. Dennoch hat dieses Ende der Geschichte nicht geschadet und die Spannung blieb insofern aufrecht, dass ich wissen wollte ob ich richtig liege.
Insgesamt kann ich hier also eine klare Leseempfehlung aussprechen. Wer gerne Thriller liest und bis zur letzten Seite mitfiebern und miträtseln will, kommt hier voll auf seine Kosten.
Dieses Buch war mein erstes von Jaye Ford, aber mit Sicherheit nicht das letzte!

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Das Jesus-Experiment

Bernd Roßbach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 16.01.2018
ISBN 9783945362334
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover:
Das Cover ist simpel und passend gestaltet. Komplett grau gehalten, sieht man im Hintergrund den Petersdom. In auffallend großer, roter Schrift prangt der Buchtitel mitten auf dem Cover, der wiederum von einer Dornenkrone umgeben ist. Der Bezug zum Inhalt ist hier somit mehr als eindeutig und dementsprechend wirkt das Cover durchaus ansprechend.

Inhalt:
Viel mehr als den Angaben im Klappentext gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen. Ich möchte nur noch hinzufügen, dass Jennings sich am Höhepunkt seiner Karriere auch noch mit einer Patentklage herumärgern muss. Ob er diese nun gewinnt oder nicht, werde ich natürlich nicht verraten. Ansonsten fällt es, wie gesagt, schwer den Inhalt zusammenzufassen ohne den Klappentext zu wiederholen, da dieser das wichtigste bereits verrät.

Fazit:
Das Buch fing absolut viel versprechend an, die Enttäuschung ließ dann aber nicht lange auf sich warten. Das einzig Positive für mich war an diesem Buch die Story selbst, die Grundidee. Diese bietet genug Stoff für einen spannenden und rasanten Wissenschaftsthriller a la Dan Brown. Was der Autor aus dieser tollen Idee in der Umsetzung letztendlich gemacht hat, ließ mich allerdings mehr als nur einmal den Kopf schütteln. Wäre das Buch nicht ohnehin so kurz gewesen, ich hätte es abgebrochen.
Da wären zunächst einmal die sprachlichen und stilistischen Punkte. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen das so viele Rechtschreibfehler beinhaltet. Über zwei drei Fehler in einem Buch sehe ich gerne hinweg. Hier waren es aber eher vier fünf Fehler, und das pro Kapitel. Dabei handelt es sich nicht nur um kleine Vertipper oder falsch konjugierte Verben, nein, da stand auch schon mal dasselbe Wort zweimal hintereinander. Hätte sich Roßbach in seiner Danksagung nicht bei seinem Lektorat bedankt, ich hätte stark bezweifelt, dass es überhaupt eines gab.
Auch inhaltlich gab es einige Fehler und nicht nachvollziehbare Handlungen. So wird in einem Moment eine Handlung „nach dem Essen“ beschrieben, zwei Sätze später heißt es aber „er stocherte lustlos in seinem Essen rum“. Zudem endeten mehrfach Kapitel mit einem Pseudo-Cliffhanger im Sinne von „zu diesem Zeitpunkt wusste XY noch nicht, wie schlimm das und das wirklich werden würde“. Einmal, okay. Aber mehrere Kapitel? Da wusste wohl jemand nicht, wie er die Spannung aufrechterhalten soll.
Auch der Protagonist Jennings selbst war in seinem Handeln alles andere als logisch. Man sollte ja meinen ein Wissenschaftler der gerade die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht hat, wäre nicht gerade auf den Kopf gefallen. Leider war es aber so, dass er an Naivität kaum noch zu übertreffen war, was sehr schnell einfach nur noch nervte. Dazu war er dann auch noch immer genau dann an einem bestimmten Ort, wenn dort gerade etwas Schlimmes oder Wichtiges passiert ist – na was ein Zufall.
Und weil das alles ja noch nicht unlogisch genug war, war Jennings zusätzlich noch zur Fahndung ausgesetzt, wohlgemerkt durch Europol, konnte aber trotzdem bis zum Ende munter zwischen verschiedenen Ländern und Städten hin und her reisen und war „wie vom Erdboden verschluckt“. Die Kameras an den Bahnhöfen waren wohl gerade alle defekt, anders kann ich mir das nicht erklären.
Zu guter Letzt war in dem Buch einfach generell zu viel los. Es gab nicht zwei drei Personen aus deren Sicht man das Geschehen begleitet, sondern ständig war ein Kapitel aus wieder einer neuen Perspektive geschrieben. Da den Überblick zu behalten war für mich nicht möglich. Es fallen so viele Namen, ich wusste oft nicht um wen es da überhaupt gerade ging.
Auch die Sache mit dem Patentrecht war einfach nur unnötig. Für mich wirkte es so, als sollte damit noch zusätzlich Spannung aufgebaut werden. Das Gegenteil war der Fall, es hat alles nur noch wirrer und mühseliger gemacht.
Der Vollständigkeit halber möchte ich sagen, dass ich hier keine Leseempfehlung aussprechen kann, auch wenn das nach diesem Fazit bereits deutlich sein sollte.

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124 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

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Die Optimierer

Theresa Hannig
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404208876
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover:
Das Cover sticht natürlich durch die gelb-schwarze Gestaltung sofort ins Auge. Zu Beginn konnte ich keine wirkliche Verbindung zum Inhalt herstellen, wobei mich das Cover aber sofort an Pixel erinnert hat, die zu der digitalisierten Welt von 2052 passen.
Nachdem ich nun das Buch gelesen habe und somit die offizielle Grußformel der Bundesrepublik Europa (kurz BEU) „Jeder an seinem Platz“ kenne, liegt es nahe das Cover mit Tetris zu vergleichen, wo jedes Steinchen an den Platz gelegt wird, wo es am besten rein passt.

Inhalt:
Bei diesem Buch fällt es mir mal wieder sehr schwer den Inhalt widerzugeben, ohne dabei wichtige Details zu verraten.
Die Geschichte dreht sich um Samson Freitag, der in der BEU im Jahr 2052 als Lebensberater tätig und von dem System der Optimalwohlgesellschaft überzeugt ist. Als Lebensberater hat Samson die Aufgabe seinen Kunden den perfekten Platz in der Gesellschaft zuzuordnen. Dass dieser nicht immer im Interesse der Kunden sein muss, zeigt die Beratung, die ihn letztendlich in den sozialen Abgrund reist. Ein Ereignis folgt dem nächsten, sodass Samson einen rapiden Verlust seiner Sozialpunkte (je mehr Punkte, desto höher das Ansehen) verzeichnet und die Schattenseiten des Systems kennen lernt. Dementsprechend ist es nur logisch, dass sich bei Samson Zweifel bilden.
Insgesamt fand ich den Protagonisten nicht sympathisch, auch nicht nach seiner Wandlung. Mir hatte das zu sehr den Beigeschmack, dass er sich erst Gedanken gemacht hat, als es ihm selbst schlecht ging und solange es ihm gut ging, hat ihn nicht interessiert, dass dies bei anderen Menschen anders sein könnte. Mit diesem Hintergrund war mir die Wandlung dann auch zu plötzlich, es ging nahezu ohne Zwischenschritte von „alles ist super“ zum genauen Gegenteil.
Hinsichtlich des Aufbaus kann man die ersten 100 Seiten als sehr ausführliche Einleitung betrachten, die bei einem Buch mit knapp 300 Seiten auf den ersten Blick zu lang wirken kann. Sie ist aber erforderlich um das System der BEU mit all seinen Funktionen und Regeln zu verstehen. Zwar fehlt hier noch etwas die Spannung im klassischen Sinne, durch die kreierte Welt wird man aber so zum Nachdenken motiviert, dass dies nicht stört. Im Folgenden nimmt durch die Ereignisse in Samsons Leben dann auch die Spannung zu, bis hin zu dem auflösenden Ende. Einige Sachen waren vorherzusehen, andere waren eine echte Überraschung, die ich so niemals vermutet hätte.

Fazit:
Das Buch „Die Optimierer“ entspricht nicht meinem üblichen Beuteschema, dennoch konnte es mich überzeugen – oder gerade deswegen. Die Welt die Theresa Hannig geschaffen hat, liegt nicht nur zeitlich sehr nah an unserer jetzigen. Viele Dinge in der BEU gehen auf Ursachen aus der heutigen Zeit zurück, dementsprechend macht man sich während des Lesens viele Gedanken über unsere Umwelt und wohin sie sich entwickeln wird.
In diesem Zusammenhang stört mich aber das Ende. Während die ersten 2/3 sehr nah an unserer jetzigen Welt sind, schreit das Ende zu sehr nach Sci-Fi. In sich ist das Ende, wie auch die ganze Handlung, schlüssig und die Auflösung macht Sinn. Mich stört aber dieser Wechsel enorm, da er für mich einen Bruch in der Nachricht hinter dem Buch darstellt. Zwar gibt das Ende Antworten auf alle Fragen die während dem Lesen aufkamen, wirft gleichzeitig aber auch neue auf und der zweite Teil wurde bereits angekündigt. Meines Erachtens wäre dieser nicht notwendig und die Geschichte wirkt nach dem ersten Teil schon als wäre sie beendet. Durch die neu aufgeworfenen Fragen bin ich einerseits neugierig auf den Nachfolger, habe andererseits aber Angst, dass die Story dadurch nur unnötig in die Länge gezogen wird. Vermutlich werden dann Klappentext und Leseprobe entscheiden ob ich weiterlese.
Für den ersten Teil „Die Optimierer“ kann ich aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen. Allerdings sollte man hier keine allzu große Spannung erwarten, denn die Stärke des Buches ist definitiv, dass es zum Nachdenken anregt. Durch die Kürze ist es einfach und schnell zu lesen und lohnt sich somit, obwohl mich das Ende nicht überzeugen konnte. Wie bereits erwähnt, ist es trotz des Kritikpunktes aber stimmig, sodass man über diesen hinwegsehen kann.

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