Leserpreis 2018

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Das Programm

V. S. Gerling
E-Buch Text: 440 Seiten
Erschienen bei Edition M, 19.09.2018
ISBN 9782919802876
Genre: Romane

Rezension:

Das Programm ist der Auftakt einer Reihe um den BKA-Ermittler Nicolas Eichborn und ist bereits 2014 das erste Mal erschienen.

Die Aufteilung des Buches ist sehr speziell, da es neben Kapiteln auch in Phasen unterteilt ist, was später Sinn ergibt, wenn man mehr über „Das Programm“ erfährt.
Außerdem gibt es noch ein Vor- und Nachspiel, sowie mehrere Zwischenspiele, die jeweils aus der Sicht des Mörders geschrieben sind. Dabei haben das Vor- und Nachspiel den Charakter eines Prologs, beziehungsweise Epilogs.
Man ist in diesen Abschnitten also hautnah am Mörder dran und bekommt dabei teilweise auch die Morde selbst haargenau mit. Diese sind sehr brutal und somit ist das Buch nichts für Leser mit schwachen Nerven.
Die Geschichte wird von Eichborn aus der Ich-Perspektive geschildert und selten war mir ein Protagonist vom ersten Auftreten ab so sympathisch. Er hat einen unheimlich trockenen Humor und immer eine sarkastische Antwort auf Lager. Ich glaube ich habe bei noch keinem Thriller so oft gelacht, wie bei diesem.
Helen Wagner hat zunächst eine ganz andere Rolle, wird durch die Umstände dann aber schnell zu Eichborns Partnerin und war mir nicht weniger sympathisch.
Dann gibt es auch noch viele andere Akteure, auf die ich aber nicht näher eingehen will, da diese erst Stück für Stück ins Spiel kommen. Es gibt durchaus auch Kapitel aus deren Sicht, die dann aber von einem dritten Erzähler geschildert werden.
Der Fall war von Beginn an spannend und die Ermittlungsarbeit wurde realistisch dargestellt. Eichborn und sein Team sind den Tätern langsam auf die Spur gekommen, ohne dabei immer nur das Glück auf ihrer Seite zu haben.
Besonders gefallen hat mir, dass es immer wieder Akteure gab, die scheinbar auf ihrer Seite waren. Man konnte aber niemandem wirklich zu 100% trauen und so hat man alles und jeden hinterfragt. Und trotzdem – am Ende hat mich die Auflösung teilweise überrascht und war nicht zwingend vorhersehbar.
Kleine Abzüge gibt es von mir dafür, dass einige, für mich wichtige, Punkte nicht geklärt werden. So erfährt man zwar wer der Mörder war und warum er die Morde begeht, was es mit der im Klappentext geschilderten Vorgehensweise zu tun hat, bleibt aber größtenteils offen.
Ansonsten konnte mich das Buch aber durchweg begeistern und ich werde die anderen Fälle rund um Eichborn und seine Arbeit beim BKA definitiv noch lesen.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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One Perfect Lie

Lisa Scottoline , Claudia Hahn
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Edition M, 11.09.2018
ISBN 9782919801909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt mit Chris‘ letztem Gespräch vor seiner Einstellung als neuer Lehrer an der Highschool in Central Valley.
Dabei gibt es recht zügig die ersten Andeutungen, die das aus dem Klappentext Bekannte ansprechen und auch schnell immer eindeutiger werden.
Wir erfahren, dass Chris nicht der ist, der er zu sein scheint. Sein Name ist falsch und Lehrer ist er eigentlich auch nicht. Er ist in Central Valley um irgendetwas zu erledigen, für das er nur eine Woche Zeit hat. Dafür muss er sich einem der Jungen annähern und schnell entscheiden wer der Richtige dafür ist.
Durch die Art wie das Alles formuliert ist, ist dem Leser eigentlich gleich klar, dass Chris irgendetwas Großes und Schlimmes plant und die Andeutungen diesbezüglich werden immer konkreter. Trotz dieser vielen Hinweise, bleibt die große Frage nach dem Warum offen und so wirklich sicher kann man sich auch hinsichtlich des Was nicht sein.
Dann kommt nach circa der Hälfte des Buches eine Wendung, die alles bis dahin Gelesene um 180 Grad dreht, der gesamten Geschichte einen komplett neuen Sinn gibt und komplett unvorhersehbar war. Ab diesem Punkt weiß der Leser dann auch was Chris‘ Ziel und Absichten sind, trotzdem geht die Spannung nicht verloren. Denn nun, dass man das weiß, fiebert man mit ob er es denn auch erreicht und hierbei gibt es einige Momente, wo alles verdammt eng aussieht. Außerdem bleibt trotzdem Vieles noch bis kurz vor Ende offen, sodass es durchaus noch Aspekte gibt, die zum Miträtseln anregen.
Einziges Manko war für mich der Schluss. Hier hat sich die Autorin etwas zu sehr an den typischen Hollywood-Actionfilmen orientiert und ziemlich übertrieben. Darüber konnte ich aber, Dank der spannenden Handlung und der überraschenden Wendung, leicht hinwegsehen.
Ebenfalls gefallen hat mir, dass wir nicht nur Chris begleiten, sondern auch die Jungen aus seiner Klasse und deren Mütter. So bekommt man einen Rundum-Einblick in das Geschehen, lernt die Familien und deren Hintergründe kennen und kann diese wiederum mit Chris‘ Eindruck von den Jungen vergleichen.
Insgesamt ein gelungener Thriller, der mich überrascht und gut unterhalten hat. Zwar gibt es auch Gewalt, diese wird aber sehr unblutig geschildert und ist somit auch denjenigen zu empfehlen, die nicht-blutige Thriller bevorzugen.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Gangsterblues

Joe Bausch
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 12.10.2018
ISBN 9783864930560
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eine Sammlung von True-Crime-Kurzgeschichten, die sich weniger mit den Taten, als viel mehr mit den Schicksalen der Täter und Opfer befasst.

In einem Vorwort mach Bausch zunächst klar, dass es sich bei den Geschichten, trotz des True-Crime-Charakters, um Fiktion handelt. Er gibt an, dass die Geschichten der Realität lediglich nachempfunden sind, anonymisiert und von ihm weitergesponnen oder verändert wurden.
So weiß der Leser nie was nun wirklich der Wahrheit entspricht und was der Fiktion. Auf der einen Seite war das sehr spannend, da man so miträtseln und sich seine eigenen Gedanken machen konnte. Auf der anderen Seite störte es mich aber, da ich mich auf True-Crime gefreut hatte und eben nie wusste was davon jetzt wirklich „true“ ist.
Was mir gefallen hat, war die Herangehensweise. Bausch schildert nicht die Taten selbst, und wenn dann nur auf sehr sachlicher Ebene, sondern befasst sich viel mehr mit den Schicksalen der Täter und Opfer. Es geht ihm nicht um Effekthascherei durch die Schilderung besonders grausamer Gewalttaten, sondern darum, was das Leben im Knast mit den Tätern macht. So bekommt man als Leser einen Blick hinter die Kulissen und lernt auch Bauschs Arbeit als Gefängnisarzt näher kennen.
Leider muss man sagen, dass ihm das Erzählerische nicht sonderlich liegt. Zwar erzählt Bausch seine Kurzgeschichten aus Ich-Perspektive, wirklich hineinversetzen kann man sich aber nicht. Er beschreibt die Dinge sehr sachlich und nüchtern, was für ein Sachbuch vielleicht angebracht wäre, aber nicht für eine Kurzgeschichten-Sammlung.
Alles in allem hat mich das Buch nicht umgehauen, war aber auch nicht schlecht. Ich persönlich finde es ideal, um immer mal wieder zwischendurch eine der Geschichten zu lesen. Das Buch am Stück zu lesen, würde ich eher nicht empfehlen, da könnte auch schnell mal Langweile aufkommen. Letztendlich ist es bei diesem Buch vermutlich stark Geschmacksache. Wer sachlichen True-Crime mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer spannende, Thriller ähnliche Geschichten sucht, eher nicht.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die perfekte Unschuld

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404177950
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch ist der zweite Teil einer Thrillerreihe um Detective Luc Callanach, der insgesamt zwar schwächer als der Reihenauftakt war, mich aber dennoch überzeugen konnte.

Die Handlung geht gleich von Beginn an in die Vollen und so startet das Buch damit, dass wir Luc Callanach am Schauplatz des Mordes auf dem Festival begleiten.
Die Schilderungen der Tat sind gewohnt brutal und grausam, sodass gleich klar ist, dass wir und das Team es wieder mit einem ausgeprägten Psychopathen zu tun haben müssen.
Das Team ist hier ein gutes Stichwort. Relativ zügig gibt es ein Widersehen mit allen bekannten Gesichtern aus Teil eins, worüber ich mich sehr freute. Dabei bekommen unsere Protagonisten Luc und Ava genauso viel Platz wie die liebevoll gezeichneten Nebencharaktere Tripp und Salter. Allerdings führt Fields auch neue Charaktere ein, auf die ich jedoch nicht näher eingehen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Gesagt sei aber, dass alle ihren wichtigen Teil zur Gesamtstory beitragen und die Autorin wieder ihr Können beweist, was die detaillierte Ausgestaltung der Charaktere betrifft, sodass ich bei manchen durchaus auf ein Widersehen in weiteren Teilen hoffe.
Zu Beginn scheint die Story etwas schleppend in Gang zu kommen, was daran liegt, dass den Ermittlern schlichtweg keine Ermittlungsansätze vorliegen. So kommt es, dass vor allem dem privaten viel Raum gegeben wird, was für mich auch das Manko an diesem Buch war. Mir war es einfach zu viel und dazu war vor allem Avas Verhalten einfach nicht passend zu ihrem Charakter, beziehungsweise zu dem wie wir sie in Teil eins kennenlernen durften. Hinzu kam ein relativ anstrengendes Hin und Her zwischen ihr und Luc, das mich die meiste Zeit einfach nur genervt hat und auch so gar nicht zu der Freundschaft zwischen den beiden passen wollte.
Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten. Der Fall als solcher wurde von der Autorin wieder bis ins kleinste Detail durchdacht und so fügt sich am Ende alles in ein schlüssiges Gesamtbild ein. Leider kann ich auch hierzu gar nicht so viel sagen wie ich gerne möchte, da sich vieles nicht erklären lässt, ohne zu viel zu verraten. Es werden auf jeden Fall einige falsche Fährten gelegt, es gibt Überraschungsmomente, die mal mehr und mal weniger vorhersehbar waren und am Ende gibt es einen Schluss, der durchaus auch Rückschläge beinhaltet, was ich persönlich besonders mag, denn immer nur Happy-End ist einfach langweilig.
Schlussendlich kann ich das Buch durchaus empfehlen, würde aber raten die beiden Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Charaktere in Teil zwei einige Verhaltensweisen an den Tag legen, die so gar nicht dem entsprehen wollen, wie man sie kennt. Wie schon geschrieben, ist dieser Teil nicht ganz so stark wie der Auftakt, allerdings hatte sich Fields die Messlatte hier selbst auch ganz schön hochgelegt.
Ich werde die Geschichte um Luc, Ava und ihr Team auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe, dass in Teil drei wieder weniger Privates und mehr Ermittlung zu finden sein wird.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Saving Sophie - Ihr letzter Moment könnte auch Deiner sein.

Sam Carrington
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.09.2018
ISBN 9783328102526
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Thriller, der eher ein Psychothriller ist und vielversprechend anfängt. Leider wurde dann schnell alles sehr vorhersehbar, sodass das Ende keine Spannung und Überraschung mehr lieferte.

Das Buch beginnt mit einem recht heftigen Prolog, in dem wir hautnah den Mord an dem jungen Mädchen miterleben, beziehungsweise ihre letzten Minuten vor dem Mord.
Danach beginnt dann die eigentliche Handlung, die uns aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird: Sophie, ihre Mutter Karen und die Ermittlerin im Mord, DI Wade. Alle drei erzählen jeweils aus Sicht eines dritten Erzählers und damit der Leser immer weiß bei wem er sich grade befindet, steht bei einem Perspektivenwechsel der jeweilige Name beim Kapitelanfang dabei. So kommt hier keine Verwirrung auf und insgesamt hat mir dieses Konzept gut gefallen, da man so die unterschiedlichen Ansichtsweisen und Beweggründe kennenlernt.
Zusätzlich gibt es noch immer mal wieder kurze Einschübe von Textnachrichten, die sich zwei Personen hin und her schicken. Wer das ist, ist nicht bekannt, es ist aber offensichtlich, dass es sich um eine romantische Beziehung halten muss.
Zunächst entwickelt sich die Geschichte so wie vom Klappentext geschildert, bis dann nach circa 70 Seiten die erste große Überraschung kommt, mit der ich so nicht gerechnet hatte.
Daraufhin nehmen dann vor allem die Ermittlungen seitens DI Wade ihren Lauf, während Sophie sich an immer mehr zu erinnern scheint. Auch ihre Mutter spielt eine Rolle und welche das ist, wird leider sehr schnell sehr offensichtlich. So kam es, dass das Buch ab diesem Punkt für mich nur noch so vor sich hinplätscherte und Spannung nicht wirklich vorhanden war.
Dem konnte auch der rasante Schluss nicht mehr entgegenwirken, da auch hier schon klar war, wie sich alles auflösen wird. Wo es zu Beginn noch falsche Fährten gab und man rätseln konnte, blieb ab circa der Hälfte nur noch eine Auflösung möglich. Hinzu kommt, dass in diesem Buch eine Frau naiver als die andere zu sein scheint, egal ob Teenager oder Erwachsene. Dieses klischeehafte Frauenbild fand ich dann irgendwann doch ziemlich anstrengend.
Dann kam am Ende noch der Epilog, der für mich das Buch vollends zum Flop gemacht hat, da er das Bild das ich von einem der Protagonisten hatte einfach komplett zerstört und so gar nicht zum Rest passen will. Dies wirkte für mich eher, als wollte die Autorin hier noch einmal mit aller Gewalt einen Schockmoment kreieren.

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274 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

Rezension:

Vox von Christina Dalcher ist eine Dystopie über ein gar nicht so weit in der Zukunft liegendes Amerika. Und auch wenn Manches vielleicht etwas überspitzt dargestellt wird, ist der Grundgedanke erschreckenderweise gar nicht so unvorstellbar.

Der Einstieg in das Buch schildert zunächst einmal die Gesamtsituation in Amerika. Wir erfahren wie die Worte gezählt und wie die Frauen bei Erreichen der 100 zum Schweigen gebracht werden. Das ist aber noch längst nicht alles, denn die strengen Regeln reichen viel weiter: das Fernsehen unterliegt der Staatshoheit, in Schulen lernen Mädchen nur noch das was für die Führung eines Haushaltes wichtig ist, Frauen dürfen nicht mehr reisen und ihre Pässe wurden eingezogen, und und und…
Alles in allem kann man also sagen, dass Jean und ihre Familie in einer Welt leben, die sehr stark an eine frühere Zeit erinnert. An eine Zeit die von Männern dominiert wurde und in der Frauen deutlich weniger oder gar keine Rechte hatten.
Das alles erfahren wir durch Jean, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. So lernen wir auch gleich zu Beginn ihren Mann und die vier Kinder kennen. Hier komme ich auch gleich zum ersten Kritikpunkt. Zwei Kinder spielen tatsächlich eine Rolle: die kleine Sonia verdeutlicht, wie sich die extremen Regelungen auf die Entwicklung eines jungen Mädchens auswirken und der Teenagersohn Steven zeigt, wie der Staat junge Herren anzuwerben versucht und wie leicht diese zu beeinflussen sind. Die beiden Zwillinge spielen aber überhaupt keine Rolle und so frage ich mich, wieso sie überhaupt Teil der Geschichte sind. Hätten dann zwei Kinder nicht gereicht?
Nachdem dem Leser klar ist, wie extrem die Situation ist und verdeutlicht wurde, dass die Regierung die Regeln sogar noch verschärfen will, regt sich in Jean langsam der Gedanke, dass das so nicht weitergehen kann. Dabei spielt vor allem ihre jüngste Tochter Sonia eine entscheidende Rolle, der sie gerne ermöglichen möchte normal aufzuwachsen.
Durch gewisse Umstände, auf die ich wegen Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte, bekommt Jean dann tatsächlich die Chance etwas zu ändern und ab hier verliert das Buch leider etwas an Qualität. Die ganze Entwicklung der Story ist mir ab diesem Punkt etwas zu sehr von Zufällen geprägt und wenn man die extremen Kontrollvorkehrungen der Regierung damit vergleicht was Jean unternimmt, kommt mir das alles zu einfach und dementsprechend unrealistisch vor.
Trotz der schwachen Entwicklung zum Ende hin, kann ich das Buch dennoch empfehlen, was aber mehr an der Thematik liegt. Das Amerika das Dalcher hier skizziert, ist einfach nur erschreckend. Viel erschreckender ist aber, dass Manches (vor allem im Hinblick auf den aktuellen Präsidenten) gar nicht mal so abwegig erscheint. Es geht dabei aber weniger um das Aufzeigen möglicher Entwicklungen der Gesellschaft. Viel mehr macht das Buch klar, dass jeder Einzelne diese Entwicklung mitbestimmt. Die Protagonistin hat sich während ihres Studiums ganz auf Selbiges konzentriert. Wahlen und politische Entwicklungen waren ihr egal – bis es irgendwann zu spät war.
Das Buch macht eines klar: jeder hat eine Stimme und nur wer sie nutzt, kann auch etwas erreichen. Alleine wegen dieser wichtigen Botschaft, ist das Buch schon mehr als lesenswert!

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Mörderinnen

Veikko Bartel
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 20.08.2018
ISBN 9783442393367
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mörderinnen von Veikko Bartel beinhaltet die Schilderungen von vier realen Mordfällen, die so grausam sind, dass man sich kaum vorstellen kann, dass es sich nicht um Fiktion handelt.

Das Buch beginnt mit einem Vorwort, in dem uns der Autor zunächst einmal schildert was seine Ansichten zum Thema Gut und Böse sind. Daraus resultieren seine Beweggründe für die Arbeit als Strafverteidiger. Ich habe mich schon oft gefragt wie Menschen diesen Beruf mit sich selbst vereinbaren können und kann dies nun definitiv besser nachvollziehen.
Leider ist dieses Vorwort teilweise sehr geschwollen formuliert. Dies ist keineswegs negativ gemeint, aber man merkt an dieser Stelle einfach, dass das Buch von einem Anwalt geschrieben wurde. Zwar ist alles verständlich, durch die Wortwahl aber auch etwas anstrengend zu lesen.
Der eigentliche Fokus liegt dann natürlich auf den vier geschilderten Fällen und hier ist Bartel ein kleines Meisterstück gelungen. Ich hatte mich auf schlichte Schilderungen eingestellt und war dementsprechend überrascht, dass die Berichte fast schon Kurzgeschichten glichen.
Veikko Bartel erzählt die Fälle als Geschichten, was sie fast noch grausamer macht. Denn so fällt es einem nur allzu leicht sich gar nicht richtig bewusst zu machen, dass es sich hierbei um die Realität handelt. Was wir hier geschildert bekommen wirkt teilweise so extrem, dass es sich nicht von brutalen (aber fiktiven!) Thrillern unterscheidet. Dementsprechend musste ich mehr als einmal innehalten und schlucken. Man fragt sich mehrfach wie ein Mensch zu so etwas fähig sein kann.
Hier liegt eine weitere Stärke dieses Buches: der Autor schildert nicht nur grausame Fälle, um zu schocken. Er liefert auch Begründungen für die Taten, Hinter- und Beweggründe der Frauen die zu Mörderinnen wurden. Und tatsächlich gibt es einen Fall, bei dem ich die Tat sogar verstehen kann. Das soll keineswegs heißen ich hätte Verständnis dafür. Was ich meine ist, dass ich nachvollziehen kann was die Frau zu ihrer Tat getrieben hat.
Am Ende seines Vorwortes und vor dem ersten Fall, warnt Bartel davor, dass die „grauenhaften Umstände [der Taten] teilweise nur schwer zu ertragen sind“ und dass er „die Dinge, die in den Gerichtsverhandlungen erörtert wurden, um Zweifelsfall eher abgeschwächt hat“. Ich muss ehrlich sagen, als Thrillerfan der auch vor extrem brutalen Büchern nicht zurückschreckt, musste ich darüber ein wenig schmunzeln. Doch schon nach dem ersten geschilderten Fall war mir klar, dass der Autor mit diesem Hinweis kein bisschen übertrieben hat. Zwar gibt es Abstufungen, insgesamt sind die vier Fälle aber alle sehr brutal und heftig. Zwar habe ich schon durchaus Schlimmeres gelesen, das war aber fiktiv. Und genau das ist der springende Punkt, wieso dieses Buch absolut nichts für Zartbesaitete ist.
Für alle anderen gilt: lest dieses Buch! Denn der Klappentext hat absolut recht – kein Krimi oder Thriller ist spannender (und erschreckender) als die Realität.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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The Teacher - Heute wirst du sterben (DS Imogen Grey 1)

Katerina Diamond
E-Buch Text: 331 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.08.2018
ISBN 9783732553730
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

The Teacher von Katerina Diamond bildet den Auftakt einer neuen Thrillerreihe, in der das Ermittlerteam DS Imogen Grey und DS Adrian Miles im Mittelpunkt stehen.

Dieses Buch ist alleine hinsichtlich der Erzählweise schon sehr interessant. Jedes Kapitel hat zusätzlich eine Überschrift. So heißt Kapitel eins zum Beispiel „Der Direktor“ und wir begleiten den Direktor der Eliteschule bei seinem scheinbaren Selbstmord.
Dieses Prinzip führt sich durch das ganze Buch fort. Zwar befasst sich nicht jedes Kapitel mit einer anderen Person, aber jedes hat eine eigene Überschrift. So erfahren wir Stück für Stück mehr über die Charaktereigenschaften der Protagonisten, aber auch der Opfer. Denn die im Klappentext erwähnten grausamen Morde werden alle in einem eigenen Kapitel geschildert.
Allerdings führt dies dazu, dass der Leser relativ schnell sehr viele Infos hat, die dem Ermittlerteam noch fehlen. So ist natürlich klar, dass die Morde zusammenhängen und leider ist auch sehr schnell rauszulesen von welchem dunklen Geheimnis und unvorstellbaren Grauen die Rede sein muss. Zwar weiß man noch nicht alles im Detail, man kann aber doch schon früh erahnen in welche Richtung es gehen wird. Dadurch ist der große Überraschungs- beziehungsweise Schockmoment leider etwas dahin.
Zusätzlich war mir auch noch sehr schnell klar wer der Täter sein muss, denn eigentlich gibt es da nur eine Möglichkeit. In diesem Rahmen gibt es allerdings auch einen Erzählstrang, der gar keine Rolle für die Auflösung der Story zu spielen scheint, dafür aber relativ viel Raum bekommt. Dies war zwar nicht störend oder langweilend, insgesamt aber etwas unnötig.
Das mag jetzt alles sehr negativ klingen, insgesamt hat mich das Buch aber durchaus überzeugt. Es ist nicht der spannendste Thriller den ich je gelesen habe, aber vor allem den Aufbau fand ich sehr angenehm. Es war interessant die Überschrift zu lesen und zu rätseln wer damit gemeint sein könnte. So war man auch gleich begierig auf das Kapitel, weil man die Antwort natürlich rausfinden wollte. Außerdem standen die Morde mehr im Vordergrund als die Ermittlungsarbeit, was eine erfrischende Abwechslung zu den typischen Thrillern darstellt. Vor allem in Reihenauftakten kommt es oft vor, dass die Ermittler und ihr Privatleben wichtiger zu sein scheinen als der Fall, wodurch wenig Spannung aufkommt. Zwar war auch in diesem Thriller das Spannungslevel nicht ultra hoch, was auch daran lag, dass ich relativ früh Vieles durchschaut hatte, aber die Story und Entwicklung war trotzdem interessant. Vor allem das Ende hat es für mich dann noch einmal rausgerissen, da es kein typisches Täter-ermittelt-Täter-verhaftet Ende ist.
Zu guter Letzt hätten wir noch die Protagonisten Imogen Grey und Adrian Miles. Beide sind in Ungnade gefallen und sind nun der neue Partner des Anderen. Zu Beginn sind sie davon natürlich wenig begeistert, freunden sich dann aber doch schnell an. Beide sind mir sehr sympathisch, da sie ihre speziellen Eigenschaften haben, dabei aber nicht überspitzt dargestellt werden. Somit ist das angenehme Duo ein weiterer Grund für mich auch die Fortsetzung zu lesen, die bereits im Oktober erscheint.

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119 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

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Das andere Haus

Rebecca Fleet , Eva Kemper
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442205592
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das andere Haus von Rebecca Fleet ist ein Psychothriller, der sich mit der Zerbrechlichkeit von Beziehungen beschäftigt und aufzeigt, dass einen die Vergangenheit nur allzu schnell wieder einholen kann.

Das Buch ist in drei Erzählstränge aufgeteilt, wobei alle in Ich-Perspektive geschrieben sind:
1. Der Fremde in Carolines Haus, dessen Kapitel ohne Nummer oder Überschrift eingeschoben werden, aber anhand kursiver Schrift sofort ersichtlich gemacht werden.
2. Caroline in der Gegenwart, während ihres Aufenthalts im getauschten Haus.
3. Caroline und Francis in der Vergangenheit.
Die beiden letzten Erzählstränge sind in zusammenhängende Kapitel unterteilt, die aber nicht durchnummeriert sind, sondern mit Überschrift, Ortsangabe, Namen der Erzählenden und einer Zeitangabe versehen sind. So weiß der Leser gleich ob er sich in der Gegenwart oder Vergangenheit befindet und wer gerade erzählt. Hier komme ich auch gleich zu meinem ersten Kritikpunkt. Zwar sind die Kapitel aus Francis‘ Sicht sowieso recht wenige, aber auch diese waren eigentlich unnötig, denn für die Story und deren Entwicklung als solche spielen sie keine wirkliche Rolle.
Vor allem durch die Rückblenden aus Carolines Sicht, scheint relativ schnell klar zu sein was es mit den komischen Vorfällen in dem Haus auf sich hat und wer dahinter steckt. Dass das aber zu einfach und langweilig wäre, war mir gleich klar und so war dann der große Wendepunkt auch nicht wirklich überraschend.
Es gab zwar durchaus noch einige offene Punkte oder Aspekte von denen ich nicht wusste wie sie sich in das Gesamtbild fügen, die Spannung heben konnten diese aber auch nicht. Immer wenn etwas Komisches geschah bei dem man sich fragen konnte wie es mit dem Rest zusammenhängt, gab es relativ zeitnah auch irgendeine Andeutung, die für mich nur einen Schluss zuließ.
Somit war das Buch für mich leider, trotz der Versuche falsche Fährten zu legen, sehr vorhersehbar und entsprechend wenig spannend. Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin wenig sympathisch war. Eine Frau die mit vielem nicht zufrieden ist, sich darüber mehr als deutlich beschwert, dann aber den Mumm nicht hat um selbst etwas zu ändern.
Letztendlich kann man das Buch gut lesen, was sicherlich auch der Kürze geschuldet ist. Man verpasst aber auch Nichts, wenn man es nicht tut. Für einen Psychothriller war das eindeutig zu wenig Spannung.

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107 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Todeskäfig

Ellison Cooper , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783548290768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Todeskäfig von Ellison Cooper ist der Auftakt einer Thrillerreihe um die FBI-Agentin und Wissenschaftlerin Sayer Altair.

Beginnt man mit dem Buch, fällt einem zunächst gleich auf, dass es nicht in klassische Kapitel unterteilt ist. Zwar gibt es einzelne Kapitel, diese sind aber nicht von eins aufwärts durchnummeriert, sondern werden anhand einer Ortsangabe als Überschrift ersichtlich. Dies ist insofern praktisch, dass man als Leser sofort weiß wo man sich befindet und um welchen der Handlungsstränge es sich dabei handelt. Denn wir begleiten nicht nur die Protagonistin und ihr Team bei den Ermittlungen, sondern erleben auch hautnah die Tortur des zweiten entführten Mädchens mit.
Auf den Inhalt selbst will ich gar nicht weiter eingehen, da hier der Klappentext alles Wesentliche verrät und somit jedes weitere Wort zu viel wäre.
Allerdings möchte ich noch erwähnen, dass der Fall bereits nach der Hälfte des Buches gelöst scheint und man einen ersten actionreichen Höhepunkt geliefert bekommt. Dem Leser ist natürlich klar, dass das nicht alles gewesen sein kann und so steigt die ohnehin hohe Spannung noch einmal um Einiges an. Zu diesem Punkt kann man nämlich noch nicht erahnen wohin sich alles entwickelt, man weiß nur, dass noch irgendwas kommt.
Auch das Ende ist dann nicht weniger spannend und die finale Auflösung ist wieder sehr actionreich gestaltet. Langeweile kommt bei diesem Thriller also nicht auf.
Kleinere Kritikpunkte habe ich aber auch: so gibt es eine Stelle im Buch, in der ganz klar deutlich wird, dass ein weiteres Mädchen in Gefahr ist und bei der bei einer erfahrenen Ermittlerin wie Sayer Altair alle Alarmglocken läuten müssten – tun sie aber nicht. Außerdem hat es die Autorin beim Schluss meiner Meinung nach etwas zu gut gemeint. Warum kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern. Ich finde nur in diesem Fall wäre Weniger Mehr gewesen. Dies tat der Spannung zum Glück aber keinen Abbruch und somit war mein Gesamteindruck vom Buch ein sehr positiver.
Dies liegt auch an der äußerst sympathischen Protagonistin. Sie hat einige private Dinge zu verarbeiten und so habe ich mit einer typischen geläuterten Ermittlerin gerechnet… Fehlanzeige! Zwar spielen diese Dinge auch eine Rolle, aber nur soweit wie es nötig ist um Sayer und ihre Lebenssituation zu verstehen. Ansonsten verhält sie sich professionell, ist mit Herzblut bei der Sache und verliert sich nicht wie so manch anderer Protagonist in Selbstmitleid und ihren eigenen Problemen. Auch das Team um sie herum, von dem ich hoffe, dass es auch in den Folgebänden wieder dabei ist, ist bis auf wenige Ausnahmen fast durchweg sympathisch.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Tasty

Tasty , Gerlinde Wiesner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Südwest, 30.07.2018
ISBN 9783517097329
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Kochbuch liefert einfach alles was es braucht, um einfach mal was Anderes zu kochen. Wer kennt es nicht, dass man früher oder später immer wieder das Gleiche isst?
Mir geht es nur allzu oft so. Natürlich sind Kochbücher da generell eine gute Inspirationsquelle. Leider erlebe ich aber immer wieder, dass ich in solchen Büchern zwar ein paar interessante Sachen finde, aber im Großen und Ganzen doch vieles schon kenne oder es mir einfach zu aufwendig ist.
Dieses Kochbuch ist tatsächlich das erste, bei dem ich bei so gut wie jedem Rezept große Lust verspüre es nachzukochen. Klar, es gibt immer mal etwas das Sachen beinhaltet die man nicht isst, aber abgesehen davon klingt alles einfach nur super lecker und interessant.
Dabei sind selbst die Rezepte die auf den ersten Blick kompliziert wirken total einfach nachzukochen und genau das macht Tasty aus. Wer die Videos kennt, weiß, dass hier scheinbar komplizierte Sachen total einfach und für Jedermann nachmachbar gekocht werden. Vor allem bekommt man nicht irgendwelche Standardrezepte geliefert, sondern völlig neue Ideen und Zusammenstellungen, bei denen man sich oft genug fragt „Wie kommt man auf sowas?“. Diese Kreationen sind im Grunde so simpel, dennoch würde man von selbst wohl nie darauf kommen so etwas zu kochen. Beispiele? Chili-con-Carne-Käse-Hotdogs, süße Tortilla-Becher, Speck-Zwiebel-Hackfleisch-Bomben, und und und…
Was mir ebenfalls besonders gefällt, ist die Auswahl der Rezepte. Denn das Buch ist keineswegs nur ein Kochbuch, sondern bietet auch viele Rezepte für Backwaren, Süßspeisen oder Trüffel-Pralinen.
Nach dieser Lobeshymne kommen wir nun aber zu einem Kritikpunkt, den ich dann doch habe: die Aufteilung der Rezepte finde ich so gar nicht gelungen, denn leider muss man trotz Unterteilungen das ganze Buch durchblättern um etwas zu finden, oder das Rezept über das Register suchen.
Das Buch hat neun verschiedene Kapitel auf die die Rezepte aufgeteilt sind. Das sind aber keine typischen Kategorien wie Fleisch, Fisch, Kuchen, etc., sondern sehr spezielle wie Klassiker, aus aller Welt oder Trendiges. Dann gibt es zum Beispiel auch ein Kapitel, das sich Süßes nennt, man findet aber auch in vier anderen Kapiteln Rezepte für Süßspeisen. Dadurch fehlt dem Ganzen leider ein bisschen das nachvollziehbare System.
Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass nicht zu jedem Rezept ein Bild zu finden ist. Normalerweise finde ich dies bei Kochbüchern schon wichtig, da man so einfach auch optisch eine Orientierung hat und sich nicht vollständig auf die Anweisungen verlassen muss. In diesem Fall stört mich das jedoch weniger, denn es sind verhältnismäßig wenige Rezepte ohne Bild und die Auswahl wurde hier sehr gut getroffen. Diejenigen Rezepte die etwas spezieller oder schwieriger sind, sind alle mit einem Bild dargestellt und diejenigen ohne, brauchen es auch nicht zwingend.
Ich kann dieses Kochbuch jedem wärmstens empfehlen, der einfach mal Lust auf etwas Neues hat und in der Küche gerne experimentiert. Langeweile auf dem Tisch ist mit diesem Buch definitiv Fehlanzeige!

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Braut

Anita Terpstra , Simone Schroth
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734105760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Braut von Anita Terpstra ist ein Thriller den ich fast schon eher als Psychothriller spezifizieren würde. Denn in diesem Buch ist nichts so wie es scheint, sodass die Spannung auf sehr subtile Weise hergestellt wird.

Schon die erste Überraschung bei diesem Buch war, als ich es aufschlug und zunächst ein Kapitel aus der Sicht einer Frau las, die im Klappentext noch gar keine Erwähnung findet. Diese Kapitel finden sich auch im Laufe des Buches immer wieder zwischen der „normalen“ Erzählweise und werden durch den Namen der Frau als Kapitelüberschrift und kursive Schrift erkenntlich gemacht.
Auch das zweite Kapitel ist in dem Sinne besonders, dass es den Briefverkehr zwischen Mackenzie und Matt wiedergibt. So erfährt der Leser gleich zu Beginn wie sich die beiden kennengelernt haben. Ab dem dritten Kapitel beginnt dann quasi das eigentliche Buch. Wir begleiten dabei Mackenzie, die uns ihre Geschichte in Ich-Perspektive erzählt. Die Handlung steigt am Tag der Hochzeit ein und schnell wird dem Leser klar, dass die junge Frau es nicht leicht hat. Denn dass sie einen verurteilten Mörder heiratet, kann niemand verstehen. Diese Abneigung geht sogar so weit, dass Mackenzie öffentlich bedroht wird und direkte Auswirkungen auf ihr Leben erfährt.
Doch trotz aller Beweise und Anfeindungen, die Protagonistin ist von der Unschuld ihres Mannes überzeugt und so verhilft sie ihm zur Flucht, die gleichzeitig den großen Wendepunkt der Geschichte darstellt.
Wie der Klappentext schon andeutet, hat Mackenzie jedoch irgendetwas zu verbergen und obwohl eigentlich keine Andeutungen gibt, war mir relativ früh klar was das sein muss. Irgendwie gab es für mich nur eine einzige logische Aufklärung und als es dann soweit war, war diese erste große Wendung für mich weniger überraschend, sondern mehr eine Bestätigung. Dies war jedoch keineswegs nachteilig für die Spannung, denn aufgrund der fehlenden Andeutungen, waren das alles nur Vermutungen und die Entwicklung der Geschichte bis zu diesem Punkt war so gelungen dargestellt, dass das Spannungslevel trotzdem durchweg hoch war.
Hinzu kommt noch die große Frage ob Matt nun unschuldig ist oder nicht. Und diese Auflösung war wirklich eine riesen Überraschung.
Dieser Thriller hat mich durchweg begeistert. Zum einen war die Handlung von Anfang bis Ende spannend und es gab keine Längen oder unnötige Ausschweifungen. Zudem war die Story für mich tatsächlich mal etwas komplett Neues und habe ich in der Art noch nicht gelesen, was bei jemandem der fast ausschließlich Thriller liest gar nicht so leicht ist. Dann war da noch die Protagonistin Mackenzie, die von Anfang an meine volle Sympathie genoss. Eine junge, starke Frau, die genau weiß was sie will und ihr Ziel bis zum Ende nicht aus den Augen verliert. Teilweise mag ihr Handeln etwas fragwürdig gewesen sein, kennt man jedoch erst einmal die Beweggründe, ist es auf gewisse Weise nachvollziehbar.

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159 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

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Ein Teil von ihr

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Teil von ihr ist der neue Stand-Alone-Thriller von Karin Slaughter, die vor allem wegen ihrer Reihen eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Auch dieses Buch konnte mich wieder überzeugen, wobei ich es eher als spannenden Roman bezeichnen würde.

Das Buch startet mit einem Prolog, der zunächst noch sehr verwirrend und zusammenhanglos erscheint. Aufgrund des Klappentextes ist aber klar, dass es etwas mit der Vergangenheit von Andreas Mutter zu tun haben muss.
Vor dem ersten Kapitel befindet sich eine Zeitangabe: 20. August 2018. Somit spielt das Buch genaugenommen sogar in der Zukunft, ich werde diesen Erzählstrang der Einfachheit halber aber trotzdem als Gegenwart bezeichnen.
Wir lernen zunächst Andrea kennen, die mit 31 Jahren über der Garage ihrer Mutter Laura lebt. Zwar ist der Grund dafür, dass Laura Brustkrebs hatte und Andrea sie unterstützen musste, das ist aber nicht alles. Andrea ist mit ihren Anfang 30 sehr unselbstständig, hat noch nichts wirklich erreicht und lebt scheinbar jeden Tag so vor sich hin. Damit ist sie eine sehr anstrengende Protagonistin, die mir zu Beginn einiges abverlangt hat. Man muss sich hier vor allem bewusst machen, dass es sie ist, die man im Buch hauptsächlich begleitet. Zwar macht sie durch das Erlebte eine Wandlung durch, diese findet aber doch eher im letzten Drittel des Buches statt. Ich fand sie aber keineswegs unsympathisch, sondern einfach nur anstrengend.
Das erste Kapitel beginnt mit dem Tag im Diner und zunächst begleiten wir die Unterhaltung von Andrea und Laura, durch die wir beide und ihre Situation ein wenig kennenlernen. Relativ schnell kommt es aber zu dem Punkt, an dem die Schießerei beginnt, die dann in der im Klappentext beschriebenen Tat von Laura endet.
Daraufhin entwickelt sich die Geschichte zunächst „normal“. Laura muss ins Krankenhaus, weil sie bei den Geschehnissen verletzt wurde und die Polizei befragt die beiden Frauen. Doch schon hier zeigt Laura erste komische Verhaltensweisen.
Nachdem sie dann wieder Zuhause sind, geschehen weitere Dinge, die letztendlich dazu führen, dass Laura ihre Tochter zur Flucht zwingt.
Im Folgenden begleiten wir Andrea dann bei dieser Flucht, wobei es immer wieder zu brenzligen Situationen kommt. Gleichzeitig versucht sie herauszufinden wer ihre Mutter wirklich ist und was zu all dem geführt hat. Dabei folgt sie zunächst noch genau den Anweisungen ihrer Mutter, wird dann aber Stück für Stück selbstständiger, wobei sie damit mal mehr und mal weniger erfolgreich ist.
Nach circa 150 Seiten wird der Erzählstrang zum ersten Mal durch einen Zeitsprung in das Jahr 1986 unterbrochen. Was genau dort thematisiert wird, werde ich wegen Spoilern nicht verraten. Der Leser bekommt dadurch aber erste Hinweise wer Laura war und ich hatte es bereits nach dem ersten Rückblick durchschaut. Im weiteren Verlauf wechseln sich Gegenwart und Vergangenheit immer wieder ab und nach 300 Seiten wird dem Leser dann offen verraten wer Laura war.
Während Andrea in der Gegenwart nach der Wahrheit sucht und dabei gleichzeitig auf der Flucht ist, kommt sie in einige gefährliche Situationen, die für mich aber gar nicht die Hauptspannung des Buches ausmachen. Es ist vielmehr die Geschichte von Lauras Vergangenheit, die es so spannend macht. Es ist schwer dies zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. In jedem Fall wollte ich unbedingt wissen, wie sich die Geschehnisse von damals weiterentwickelt haben und wie sich alles Schritt für Schritt auf das zubewegt hat, das letztendlich zu Lauras Verhalten in der Gegenwart geführt hat.
Zwar liebe ich Karin Slaughter, aber eben vor allem wegen ihren Reihen. Bei Einzelbüchern bleibt somit immer ein Restrisiko, dass es mir doch nicht zusagt. Das ist hier aber eindeutig nicht der Fall. Auch wenn es kein klassischer Thriller, sondern eher ein sehr spannender Roman ist, fand ich das Buch absolut gelungen. Besonders gefallen hat mir, dass wir in der Gegenwart zwar die ganze Zeit Andrea begleiten, es aber trotzdem Laura ist, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Was die Spannung angeht, ist es vor allem der Erzählstrang in der Vergangenheit, der diese hoch hält. Aber auch in der Gegenwart fiebert man dem Ende entgegen, in dem letztendlich alles aufgelöst wird und auch noch die letzten offenen Fragen beantwortet werden.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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In 20 Minuten zubereitet: Essen ohne Kohlenhydrate

Alexander Grimme
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.07.2018
ISBN 9783442177615
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Kochbuch verspricht leckere Low-Carb-Rezepte in unter 20 Minuten und ist somit ideal für Berufstätige und Menschen, die nicht gerne lange in der Küche stehen.

Das Buch ist schlicht gehalten und somit auch sehr übersichtlich. Vor den eigentlichen Rezepten findet man eine kleine Einführung, die auf Dinge wie die richtigen Küchenutensilien und Grundvorräte eingeht. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil man hier schon einige Tipps zum effizienteren Kochen bekommt und auch die Grundvorräte sind wirklich sinnvolle Dinge. Hier habe ich bei anderen Kochbüchern schon deutlich Ausgefalleneres gesehen, was für einen Normalbürger definitiv keine Grundzutat ist.
Bevor es mit den Rezepten losgeht, gibt es noch eine kleine Erläuterung der Icons und Angaben bei den jeweiligen Gerichten und so ist man ideal vorbereitet, um direkt durchzustarten.
Die Rezepte sind in fünf Kategorien unterteilt: Frühstück, Vegetarisch, Geflügel, Fleisch und Fisch. Man kann also sowohl das Buch durchstöbern und sich inspirieren lassen, oder gezielt nach etwas suchen, wenn man zum Beispiel Lust auf Fleisch hat.
Alle Rezepte sind super verständlich und Schritt für Schritt erklärt, sodass man wirklich keinerlei Probleme beim Nachkochen hat. (Bis jetzt ist alles, was ich getestet habe, auch gelungen.) Außerdem ist bei wirklich jedem Rezept auch ein Bild dabei und man hat eine Vorstellung davon, wie es am Ende aussehen soll. Was mich bei den Rezepten aber etwas stört, sind die Zutatenangaben, die immer nur für eine Person sind. Da ich eigentlich immer für zwei und dann auch für zwei Tage koche, ist hier jedes Mal Umrechnen angesagt. Das ist jetzt nicht wirklich tragisch, trotzdem ein zusätzlicher Schritt, den man machen muss.
Außerdem finde ich bei manchen Rezepten die Zeitangaben doch etwas optimistisch. Gerade wenn man etwas zum ersten Mal kocht, kann es doch etwas länger dauern. Das finde ich persönlich aber überhaupt nicht schlimm, denn mit ein bisschen Übung wird man sicher auch schneller. Und auch wenn man etwas länger braucht als angegeben, sind die Rezepte trotzdem immer noch schnell umgesetzt.
Mein größter Kritikpunkt ist letztendlich die Auswahl der Rezepte. Hier hat es sich der Autor meiner Meinung nach sehr leicht gemacht. So gibt es zum Beispiel drei Gerichte aus Zucchini-Spaghetti, die für jeden, der sich ein wenig mit dem Thema Low-Carb befasst, absolut nichts Neues mehr sind. Oder als Frühstücks-Gericht Würstchen mit Rührei… das ist für mich keine Mahlzeit für die ich extra ein Kochbuch brauche. Zwischendurch finden sich immer wieder auch wirklich interessante Gerichte, die ich so noch nicht kannte, wie zum Beispiel die Käse-Bärlauch-Tomate, die ich auch schon nachgekocht habe.
Insgesamt würde ich das Buch nur denjenigen empfehlen, die vielleicht gerade erst anfangen sich mit dem Thema Low-Carb auseinander zu setzen. Für diejenigen, die schon etwas Erfahrung in dem Bereich haben, bietet das Buch wenig Neues. Zu viele Rezepte kennt man so oder so ähnlich schon, als dass es sich lohnen würde.

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.: Roman

Karen Hamilton
E-Buch Text
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783641211677
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Perfect Girlfriend von Karen Hamilton ist ein Roman den man auch guten Gewissens als Psychothriller bezeichnen könnte. Wo man aber in der Regel alles aus der Sicht des Opfers erfährt, begleiten wir hier die Täterin, die ihren Ex-Freund um jeden Preis zurückgewinnen will.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der im Jahr 2000 spielt. Dort begleiten wir die zehnjährige Juliette und erfahren dadurch etwas über ein schicksalhaftes Ereignis, das vermutlich der Auslöser für ihr späteres Verhalten war. In der Gegenwart erzählt Juliette ihre Geschichte dann selbst in Ich-Perspektive. So erleben wir nicht nur ihre Taten, sondern auch ihre Gedanken hautnah mit. Und genau das macht diesen Roman so spannend, denn wenn man über Juliette eines mit Sicherheit sagen kann, dann dass sie psychisch komplett durch ist. Sie ist davon überzeugt, dass sie und ihr Ex Nate perfekt zusammenpassen und genau das möchte sie ihm beweisen, ihn zur Besinnung bringen, sodass er seine Entscheidung bereut und wieder mit ihr zusammenkommt. Dabei handelt Juliette aber alles andere als rational. Auf krankhafte Weise schmiedet sie Pläne wie sie sich wieder in Nates Leben drängen kann. Dabei redet sie davon ihm seinen Freiraum zu lassen, während sie bei der gleichen Airline anfängt, ihn stalkt und sogar in seine Wohnung eindringt. Auch bei allem anderen ist Juliette sehr berechnend. Freundschaften schließt sie nicht aus Sympathie, sondern weil sie sich als praktisch erweisen könnten. Dabei gibt es für Juliette aber immer nur ihre Sichtweise und handelt jemand in ihren Augen nicht richtig, wird er sofort zum Erzfeind abgestempelt. Ihre Gefühle kennen scheinbar nur Extreme und so fragt man sich als Leser ständig wie weit sie gehen wird. Immer wieder startet sie Aktionen, die man nur ungläubig zur Kenntnis nehmen kann. Wenn man denkt das kann sie nicht mehr toppen, kommt sie mit dem nächsten perfiden Plan um die Ecke. Das alles klingt nach einer Protagonisten die einem von Grund auf unsympathisch sein muss, doch das ist keineswegs der Fall. Obwohl Juliette so berechnend, egoistisch und eiskalt handelt, fiebert man als Leser irgendwie doch mit und fragt sich ob sie ihr Ziel erreicht. Gleichzeitig empfindet man aber auch Mitgefühl für das Stalkingopfer Nate und wünscht ihm, dass er endlich einfach nur sein Leben weiterleben kann. Nüchtern betrachtet passiert neben den Plänen von Juliette in dem Buch gar nicht so viel. Es sind vor allem ihre Gedankengänge und Psychospielchen, die die Spannung so hoch halten. Insgesamt konnte mich das Buch absolut überzeugen. Lediglich der Schluss könnte dem ein oder anderen nicht so zusagen, für mich hat er aber sehr gut zum Rest gepasst. Es ist nicht das typische Ende, in dem alles aufgelöst wird, sondern lässt dem Leser Raum für Spekulationen und sein eigenes Urteil. Genauso gelungen fand ich auch die
ungewöhnliche Wahl der Perspektive. Selten begleiten wir in solchen Büchern den Täter, sondern meistens das Opfer.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Nichts ist verziehen

Ninni Schulman , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404176977
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nichts ist verziehen von Ninni Schulman ist der dritte Teil der Värmland-Reihe, den ich ohne Vorkenntnisse gelesen habe und damit auch keinerlei Verstädnisprobleme hatte. Hier und da gab es Anspielungen auf die Vorgänger, die aber für das Verständnis des Falls keine Rolle spielen und somit einfach ignoriert werden können.

Der Krimi beginnt mit einem Prolog der Schlimmes erahnen lässt und so ist das Spannungslevel von Beginn an sehr hoch. Leider kann dieses im Laufe des Buches aber nicht gehalten werden.
Zunächst einmal liefert die Story sehr viele verschiedene Ansätze, denn bei dem im Klappentext erwähnten Klassentreffen sind natürlich einige Personen anwesend und diese bekommen vor allem am Anfang alle ihren Raum. Als Leser fällt es einem hier zunächst etwas schwer den Überblick zu behalten, die Autorin hat dies aber meiner Meinung nach gut gelöst, indem sie die Einführung sehr ausführlich gestaltet hat. So werden alle anwesenden Personen vorgestellt und es wird ausführlich beschrieben wer in der Klasse damals welche Rolle hatte, wie er jetzt lebt und was er sich vom Klassentreffen erhofft. Vieles bleibt dabei noch unklar oder wird nur angedeutet, sodass viel Platz zum Rätseln bleibt, was davon eventuell wie mit dem späteren Mord in Verbindung stehen könnte.
Natürlich bleibt durch diese ausführliche Personenbeschreibung die Spannung erst einmal ein wenig auf der Strecke. Für das spätere Verständnis und flüssige Lesen war sie aber durchaus nötig.
Generell erleben wir die Story natürlich hauptsächlich durch die Protagonistin Magdalena und die Ermittler der Reihe, Petra und Christer. Die anderen Namen spielen aber durchaus auch immer wieder eine Rolle und wir erleben bestimmte Szenen durch die Augen von Nebencharakteren.
Dieser Krimi lebt vor allem von der Ermittlungsarbeit. Teammeetings in der Zentrale und Verhöre werden sehr detailliert geschildert, sodass man fast schon das Gefühl einer Echtzeit-Ermittlung bekommt. Dies habe ich an dem Buch sehr geschätzt, denn allzu oft haben die Ermittler in Büchern plötzlich DIE heiße Spur und alles löst sich auf. Hier kommen sie der Auflösung aber sehr realistisch und Stück für Stück näher.
Leider nehmen aber auch die privaten Angelegenheiten sehr viel Raum ein. Klar, es handelt sich um den Teil einer Reihe, da gehört das dazu. Hier wurde dem aber fast schon mehr Beachtung geschenkt als dem eigentlichen Fall. Hinzu kommt, dass wirklich jeder der Protagonisten irgendwelche privaten Probleme hatte, die breit und ausführlich thematisiert wurden – für mich war das zu viel des Guten, auch für einen Reihenteil.
Über diesen Aspekt hätte ich noch hinwegsehen können, da ich die Passagen einfach gelesen und für mich ausgeblendet habe. Was das Buch letztendlich für mich „kaputt“ gemacht hat, war der Schluss. Leider kann ich nicht allzu sehr darauf eingehen, ohne zu viel zu verraten. Die eingebrachte Action war mir einfach zu gewollt und der präsentierte Täter eher unbefriedigend.
Die ganze Handlung hatte so viele gute Ansätze um ein spannendes Ende zu liefern. Leider war die Auflösung dann eher lieblos, fast so als würde der Autorin nicht einfallen wie sie alles zu einem guten Schluss verbinden soll.
Insgesamt war es ein guter Krimi, bei dem mich vor allem die Ermittlungsarbeit überzeugen konnte, jedoch ist es kein Buch von dem ich sagen könnte man muss es gelesen haben. Insgesamt war es nicht stark genug, als dass ich nun Lust darauf habe auch die restlichen Teile zu lesen und die Reihe weiter zu verfolgen.

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34 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Was Alice wusste

T.A. Cotterell , Karin Dufner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205578
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was Alice wusste von T. A. Cotterell ist ein Psychothriller der sich mit der Frage um die Wahrheit, Vertrauen und die eigenen Werte befasst.

Das Buch ist in Ich-Form aus der Perspektive von Alice erzählt, sodass es vor allem sie ist, die man sehr nahe kennenlernt. Denn man erlebt nicht nur die Handlung, sondern auch ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit. Demzufolge ist es nur logisch, dass man mit ihr mitfühlt und ihr in gewisser Weise verbunden ist.
Zunächst erfahren wir etwas über die Grundsituation: Alice ist Porträtmalerin und glücklich verheiratet mit Ed Sheahan (Soll die Namensähnlichkeit zu einem bekannten Musiker ein schlechter Witz sein??). Die beiden haben zwei Kinder, wohnen in einem großen Haus, stehen finanziell gut da und scheinen das perfekte Leben zu führen.
Das Buch beginnt jedoch gleich mit dem Abend vor der im Klappentext beschriebenen Nacht und so bleibt die Familienidylle nicht lange aufrecht. Nach besagter durchzechter Nacht taucht Alices Mann erst am Morgen des nächsten Tages wieder auf, seine Schilderungen der Nacht wirken unehrlich und kurz darauf gibt es einige Misstrauen erweckende Vorfälle, die auch an Alice nicht spurlos vorbei gehen.
In Folge dieser Ereignisse nimmt die Handlung ihren Lauf und dieser war für mich sehr überraschend. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine völlig andere Entwicklung erwartet und so war ich entsprechend überrascht, als alles ganz anders kam.
Das I-Tüpfelchen hat dem Ganzen der Schluss aufgesetzt, der noch einmal eine Szene schildert mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Insgesamt war das Buch für mich ein sehr unterhaltsamer Psychothriller und der Autor hat hier die Länge seiner Story perfekt gewählt. Mit 320 Seiten ist das Buch sehr kurz, aber in diesem Fall ist das genau richtig, da so die Spannung immer hoch bleibt. Zu viele Worte hätten dieser Art von Erzählung schnell den Wind aus den Segeln genommen. Hinzu kam die überraschende Wendung und die gelungen dargestellte Persönlichkeit und Entwicklung von Alice.
Insgesamt ein gelungener, wenn auch nicht überragender Psychothriller, den man aufgrund seiner Länge und dem daraus resultierenden Erzähltempo gut an einem Tag lesen kann.
Anmerken möchte ich noch den verhältnismäßig hohen Preis, den ich mit 15€ für etwas mehr als 300 Seiten nicht angebracht finde. Dies fließt natürlich nicht in die Bewertung ein. Kleiner Tipp für diejenigen die das Buch interessiert: aktuell gibt es das eBook für 1,99€.

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100 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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In deinem Namen

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2018
ISBN 9783442205448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext verspricht eine undurchsichtige und verzwickte Story – und genau das bekommt man hier!
Zunächst beginnt das Buch mit einem Prolog den man noch nicht so recht einordnen kann. Zwar kann man sich schon denken wer die erzählende Person ist (was dann auch im ersten Kapitel bestätigt wird), wie das ganze zum Rest passen soll, wird aber erst viel später klar.
Die Handlung selbst wird uns aus der Sicht von Nap in Ich-Perspektive erzählt. Dabei redet er in Gedanken mit seinem Bruder Leo, was dem ganzen den Charakter verleiht als würde er ihm seine Geschichte erzählen. Diese Erzählform ist auf jeden Fall mal etwas anderes, fügt sich gut in die Handlung ein und ist nicht zu übertrieben dargestellt, sodass dies durchaus positiv hervorzuheben ist. Einmal spricht er jedoch auf einmal direkt den Leser an, was nicht so recht zu dem Rest passen will und für mich einen kleinen Strukturfehler darstellt.
Durch seine Verbindung zu Maura, wird Nap von den im Mordfall ermittelnden Detectives kontaktiert. Er ist sich jedoch von Anfang an sicher, dass mehr dahintersteckt und kann wichtige Hinweise liefern, weshalb die Ermittler ihn in den Fall mit einbeziehen.
Je mehr dabei ans Licht kommt, desto undurchsichtiger und mysteriöser werden die Zusammenhänge. Irgendwie scheint alles was in dem Buch passiert miteinander in Verbindung zu stehen, doch das WIE bleibt bis fast zur letzten Seite ein Rätsel.
Am Ende hat Nap dann eine Spur. Man denkt als Leser man kann langsam erahnen was damals passiert ist und wie dies mit den Ereignissen der Gegenwart zusammenhängt. Als dann jedoch alles aufgelöst wird, beschreibt die Handlung eine Wendung, die ich nie hätte erahnen können. Im Nachhinein betrachtet, gab es durchaus Hinweise, doch Coben hat mich so gekonnt auf die falsche Fährte geführt, dass ich dafür komplett blind war.
Was mir dabei besonders gefällt, ist, dass der Schluss vollständig ohne Action und rasante Szenen auskommt, dabei aber trotzdem unglaublich spannend und nervenaufreibend ist.
Als letztes möchte ich noch den Protagonisten Nap erwähnen, den man durch die Erzählweise natürlich sehr nah kennenlernt. Dass die erlebten Schicksalsschläge nicht spurlos an ihm vorbei gingen, ist nur logisch. Und obwohl Nap ein Einzelgänger zu sein scheint, ist er unglaublich mitfühlend und gerechtigkeitsorientiert. Mir war er damit von Anfang an sehr sympathisch und so habe ich ihn gerne durch seine Geschichte begleitet.
Harlan Coben weiß einfach, wie man spannende Thriller schreibt, bei denen bis zum Schluss nicht ganz klar ist wie sich alles auflösen wird und genau das mag ich an seinen Büchern. All zu oft hat man bereits eine Ahnung und wartet dann nur darauf, ob sich diese am Ende bestätigt. Hier rätselt man jedoch bis zum Ende, nur um dann eine Auflösung geliefert zu bekommen, an die man noch gar nicht gedacht hat – einfach genial! Ich werde Coben definitiv weiterverfolgen und auch seine bereits erschienen Bücher noch Stück für Stück lesen.

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183 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was soll ich zu diesem Buch sagen? Endlich mal wieder ein Thriller, der alles hat was es braucht und somit den Auftakt einer vielversprechenden Reihe darstellt!
Zwar beginnt das Buch gleich mit dem ersten Kapitel, dieses hat aber sehr stark die Funktion eines Prologes inne. Wir bekommen die Qualen eines der Opfer hautnah mit und erfahren dabei, dass es sich nicht um die im Klappentext erwähnten Opfer A-C handelt. Sofort schießen einem die Fragen in den Kopf: Das wievielte Opfer ist diese Person? Wie viele Menschen mussten bereits sterben?
Der Klappentext verrät bereits, dass die ersten drei Leichen in kurzer Zeit entdeckt werden, wodurch der Thriller von Beginn an sehr rasant ist und dieses Tempo auch durchweg halten kann – Spannungseinbrüche? Fehlanzeige!
Dabei sind die Morde sehr brutal, die Leichen verstümmelt und zusätzlich durch die Tätowierungen geschändet. Somit liefert Lars Schütz hier einen Thriller, der eindeutig nichts für Zartbesaitete ist.
Das Können beschränkt sich aber nicht nur auf einen gelungen konstruierten Fall, sondern trifft genauso auch auf die Ausgestaltung der Charaktere und vor allem der Protagonisten zu. Grall und Wyler waren mir beide vom Start weg sympathisch und haben zwar ihre ganz speziellen Eigenschaften, wirken jedoch zu keinem Zeitpunkt unecht oder übertrieben. Somit freue ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit den beiden und hoffe, dass Schütz uns nicht zu lange warten lässt (er hat die Fortsetzung für vsl. Frühjahr 2019 angekündigt).
Am Ende spitzt sich die ganze Handlung dann natürlich noch einmal zu und mündet in einen actionreichen Schluss, bei dem es einige überraschende Wendungen gab, aber auch einige die vorherzusehen waren. Jedoch nicht in dem Sinne, dass sie der Spannung geschadet hätten, ich hatte einfach eine Vorahnung die sich bewahrheitet hat. Zudem wurden Cliffhanger am Ende der Kapitel gekonnt eingesetzt, sodass ich das Buch in zwei Tagen verschlungen habe. Die Perspektiven wechseln zwischen den beiden Protagonisten und so liest man schnell noch ein Kapitel und noch eins und noch eins, um zu wissen wie es weiter geht.
Der Schluss ist stimmig, schlüssig und nachvollziehbar und die Auflösung passt zum Rest des Buches – brutal und skrupellos.
Ich denke anhand meiner Worte wird bereits deutlich was ich von diesem Buch halte: ich liebe es - definitiv schon jetzt eines meiner Jahreshighlights. Wer brutale Thriller mag, muss dieses Buch lesen!

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(66)

104 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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Immer wenn du tötest

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der zweite Teil um die Sonderermittlerin Targa Hendricks spielt nur drei Monate nach dem ersten, dessen Ende der Prolog und Einstieg auch aufgreifen.
Auch sonst findet man hinsichtlich des Aufbaus sehr viel aus dem ersten Teil wieder.
Zunächst erleben wir im ersten Kapitel hautnah den im Klappentext erwähnten, brutalen 3er-Mord mit um dann im zweiten Kapitel das Wiedersehen mit Targa zu erleben. Nach wie vor stellt sie durch ihre Besonderheiten einen sehr interessanten Charakter dar.
Im Folgenden nehmen die Geschehnisse dann ihren Lauf (mehr als im Klappentext steht, möchte ich nicht erwähnen, da dies spoilern würde), die wir im Präsens durch einen 3.-Erzähler aus Sicht von Targa und dem Täter begleiten. Denn auch in der Fortsetzung ist dieser wieder von Anfang an bekannt und kommt Targa gefährlich nah.

Fazit:
Insgesamt konnte mich die Fortsetzung zwar überzeugen, aber nicht so begeistern wie Teil eins. Denn das Grundprinzip ist mir ein wenig zu ähnlich, da haben es sich die Autoren meiner Meinung nach etwas zu leicht gemacht.
Zwar wird ein spannender und brutaler Fall geliefert, der das Herz von Thriller-Fans höherschlagen lässt, insgesamt bekommt man nach Teil eins aber nichts Neues. Wieder ist der Täter von Anfang an bekannt, wieder kommen dieser und Targa sich gefährlich nahe… Ich hätte es erfrischender gefunden, wenn Targa zum Beispiel zunächst auf die falsche Person angesetzt wird.
Was jedoch wieder besonders gelungen ist, ist die Ausarbeitung der Charaktere. Dadurch dass man dem Täter von Anfang an so nahe war und auch seine Hintergrundgeschichte kennenlernt, fühlt man teilweise fast schon mit diesem mit.
Und dann wäre da noch Targa, die durch das Fehlen von Gefühlen und Angst einen ganz speziellen Charakter darstellt.
„Immer wenn du tötest“ ist trotz der Ähnlichkeit zu Teil eins ein gelungener und empfehlenswerter Thriller. Ich würde jedoch raten die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn vor allem hinsichtlich Targas Vergangenheit bauen sie sehr aufeinander auf.

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214 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 108 Rezensionen

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The Wife Between Us

Greer Hendricks , Sarah Pekkanen , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499291173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Das Buch beginnt mit einem sehr beklemmenden Prolog. Eine Frau beobachtet eine andere und hegt dabei Gedanken, die nichts Gutes vermuten lassen…
Das erste Kapitel beginnt dann mit Nellie. Wir begleiten sie aus der Sicht eines dritten Erzählers und lernen sie ein wenig kennen. Wir erfahren etwas über ihre Lebenssituation und ihre Arbeit und bekommen gleichzeitig Andeutungen geliefert, die einen grübeln lassen. Nellie, die junge und neue Frau an Richards Seite, scheint etwas zu verbergen zu haben…
Als nächstes lernen wir dann Vanessa kennen, Richards Ex-Frau, die nach der Trennung psychisch komplett am Ende zu sein scheint und nur einen Gedanken hat: Richards Hochzeit mit der Neuen zu verhindern. Dabei begleiten wir sie aus der Ich-Perspektive und so ist es vor allem Vanessa mit der wir mitfühlen und die wir aus nächster Nähe kennen lernen.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man natürlich auch unterschiedliche Versionen zur Trennung geliefert. Immer wieder fragt man sich wem man glauben soll, was davon die Wahrheit ist und was letztendlich wirklich zur Trennung führte.
Die Antworten auf diese Fragen werden dann mit einer absolut unvorhersehbaren und alles ändernden Wendung in eine bestimmte Richtung gedrängt. Danach erhält man Stück für Stück die fehlenden Informationen und die Handlung arbeitet sich auf ein recht rasantes Ende zu. Dabei bleiben nach der großen Wendung weitere Überraschungen nicht aus und selbst im Epilog ändert sich noch einmal einiges.

Fazit:
Ich denke meine Inhaltsangabe lässt es schon vermuten… ich fand das Buch einfach nur genial!
Tatsächlich ist es gar nicht so spannend im klassischen Sinne, dass viel passiert und ein Ereignis das nächste jagt. Trotzdem konnte ich das Buch fast nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Bis zu der sehr überraschenden Wendung – die einfach nur genial ist und ich so in noch keinem Buch erlebt habe – werfen viele Handlungen und Andeutungen so viele Fragen auf, dass man nie wirklich weiß woran man ist, wem man trauen kann und was man glauben soll. Dadurch entsteht dann eben doch Spannung, aber auf einer sehr subtilen, fast schon psychologischen Ebene.
Und weil das große Überraschungsmoment nicht schon genug war, gibt es selbst danach, wo man denkt zu wissen wohin sich alles entwickelt, doch immer wieder kleinere Wendungen und Überraschungen, sodass es bis zum Ende nicht langweilig oder gar vorhersehbar wird.
Auch sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Trotz der verschiedenen Perspektiven und Erzählweisen verliert man nie den Überblick, weiß immer genau bei wem man sich gerade befindet und wo dies einzuordnen ist. Zudem erlaubt der Schreibstil ein total schnelles Lesen. Woran genau das liegt – keine Ahnung. Aber ich habe das Buch in, für meine Verhältnisse, sehr kurzer Zeit durchgelesen.
Abschließend kann ich nur eines sagen: Für alle Fans von spannenden Romanen, mit unvorhersehbarer Entwicklung der Story, gilt – lest dieses Buch!

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Man kann hier zur Story selbst gar nicht viel mehr sagen als durch den Klappentext bekannt ist, denn jedes weitere Wort würde schon zu viel verraten.
Also direkt zum Aufbau und Ablauf des Buches: es ist in mehrere Teile und innerhalb dieser in Kapitel unterteilt. Zunächst lernen wir die Protagonistin Rea kennen und steigen bei einem ihrer Kämpfe gleich voll ins Geschehen ein. Stück für Stück lernen wir die Welt kennen in der sie lebt, erfahren mehr über die Magdalenen und die strengen Vorschriften und Gesetze. Und davon gibt es einige, denn die Angst vor Gedankenmanipulation ist allgegenwärtig. So kommt es, dass wir uns im Jahr 2054 in einer Welt widerfinden, die mit ihrer strengen Kleiderordnung, dem Verbieten von Theatern und dem Verpönen von Zuneigung in der Öffentlichkeit eher an längst vergangene Zeiten erinnert.
Im Laufe des Buches begleiten wir Rea dann bei ihrer neuen Anstellung als Leibwächter des Kronprinzen, doch was genau sie dabei alles erlebt, dazu möchte ich gar nichts weiter verraten...

Fazit:
Eigentlich sind Bücher dieses Genres gar nicht meins, doch als ich den Klappentext zu Palace of Glass gelesen habe, war ich sofort neugierig – und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hält absolut was es verspricht, hat actionreiche Passagen, tiefsinnige Momente, liebevoll ausgearbeitete Charaktere und überraschende Wendungen. Dabei fühlt man von Anfang an mit der Protagonistin mit und wie sie fragt man sich ständig, was das für eine Welt ist in der sie leben muss und ob es keinen anderen Weg geben kann.
Dabei ist das Netz aus Intrigen und Lügen so verworren gesponnen, dass man nie weiß wem man trauen kann und sich bei jedem Charakter fragen muss ob er vielleicht eine Magdalene ist oder sonst wie böse Absichten hegt.
Kleine Abzüge gibt es für die teilweise fehlende Spannung, wobei das Kritik auf hohem Niveau ist. Denn das Buch war keineswegs unspannend oder gar langweilig. Teilweise hätte aber etwas mehr Spannung einfach noch gutgetan, das ohnehin tolle Buch einfach noch ein bisschen besser gemacht.
Was ich wiederum absolut gelungen fand, war das Ende. Dieses war sehr rasant gestaltet und ich bin geradezu durch die Seiten geflogen. Besonders gefallen hat mir, dass es zwar ein durchaus gutes Ende ist, aber nicht das Happy-End im klassischen Sinne. Nun warte ich gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie, der zum Glück schon Ende Mai erscheint, und spreche für den ersten Teil eine klare Leseempfehlung aus. Wer gerne in fremde Welten abtaucht und die Entwicklung einer jungen und starken Protagonistin mitverfolgt, liegt hiermit genau richtig.

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Zeckenbiss

Sabine Thiesler
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.04.2018
ISBN 9783453271470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Das Buch ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet, da es nicht nur in Kapitel sondern zusätzlich auch noch in größere Abschnitte unterteilt ist. Diese tragen immer den Namen der Person um die es in den zugehörigen Kapiteln größtenteils geht und das sind einige. Insgesamt gibt es neben Faruk nämlich noch viele andere Charaktere. So bekommt zum Beispiel auch jedes Opfer, der im Klappentext angesprochenen Mordserie, einen eigenen Abschnitt.
Der Einstieg in das Buch beginnt mit dem ersten Opfer und spielt in der Toskana. Ab Kapitel elf gibt es dann einen Wechsel nach Deutschland, bei dem wir Faruk, sein Leben im Gefängnis und die Umstände die dazu geführt haben, kennen lernen. Im Folgenden springt die Handlung dann immer wieder zwischen Berlin und der Toskana hin und her, wobei der Fokus jedoch auf Deutschland liegt. Dabei erfahren wir nicht nur etwas über die Person der der jeweilige Abschnitt „gehört“, sondern es gibt immer wieder auch Kapitel die sich mit denjenigen befassen, die wir bereits kennen.
Zu der Story als solche kann ich gar nicht viel mehr sagen als im Klappentext stand. Nur so viel: so „scheinbar wahllos“ waren die Morde nicht und der Plan wird auch nicht „erst allmählich klar“, sondern war von Anfang an total durchschaubar.

Fazit:
Mein letzter Satz zum Inhalt lässt es vielleicht schon vermuten: Spannung sucht man bei diesem Thriller vergeblich. Dabei muss man das Buch nicht einmal besonders aufmerksam lesen, um die Verbindungen der Personen untereinander zu erkennen. Dadurch, dass jede Person gefühlt bis ins kleinste Detail beschrieben wird, sind die Zusammenhänge sofort ersichtlich. Wenn dann doch mal etwas schleierhaft war, oder man sich nicht ganz hundertprozentig sicher sein konnte, wurde einem die Auflösung sehr lieblos und beiläufig in einem Nebensatz präsentiert.
Lieblos, das beschreibt meiner Meinung nach dieses Buch perfekt. Denn die Story an sich ist eine tolle Grundidee und hat durchaus Potenzial. Die Ausarbeitung lässt aber sehr zu wünschen übrig. Falsche Fährten und unerwartete Überraschungsmomente gibt es nicht. Alles ist von Anfang an durchschaubar und so wartet man vergeblich darauf, dass das Buch einen packt und mit sich zieht. Hinzu kommen noch die teilweise über-ausführlichen Beschreibungen der Personen, wo man teilweise Dinge erfährt, die keinerlei Rolle für die Handlung spielen.
Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat dann das Ende. Zum Schluss werden die Kapitel sehr kurz und springen ständig zwischen den einzelnen Personen hin und her. Vielleicht sollte das Ende dadurch rasant wirken, gehetzt trifft es aber besser. Man bekommt den Eindruck, dass das Buch auf einmal gar nicht schnell genug enden konnte, nachdem zuvor auf 500 Seiten alles breit und ausführlich erläutert wurde. Und auch hier trifft das Wort „lieblos“ wieder perfekt zu.
Als letzter Punkt wäre da noch Faruk. Er spielt zwar für die Zusammenhänge eine Rolle, für die Handlung und die beschriebenen Geschehnisse als solche aber überhaupt nicht. Es wäre durchaus ausreichend gewesen zu wissen, dass er existiert und vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos zu bekommen. Seine gesamte Lebensgeschichte, wie er auf die schiefe Bahn geraten ist und was er im Knast so alles treibt, tat aber so gar nichts zur Sache und wurde trotzdem ausführlich beschrieben.
Ich bin mir sicher, wäre die Handlung kürzer, dafür aber mit mehr Überraschungsmomenten gestaltet worden, wäre dies ein erstklassiger Thriller. So bekommt man allerdings ein Buch das von Anfang an durchschaubar ist, keinerlei Spannung beinhaltet und bei dem man das Gefühl hat, die Autorin war nicht bei der Sache. Wie schon mehrfach geschrieben: die ganze Ausarbeitung und Machart wirkt einfach nur lieblos – so kommt leider überhaupt kein Lesespaß auf. Eine Empfehlung kann ich somit nicht aussprechen. Leider, denn von meinem ersten Buch der Autorin bin ich deutlich besseres gewohnt.

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Im Dunkel deiner Seele

George Harrar
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176144
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Der Klappentext verrät eigentlich hinsichtlich der Handlung schon alles Wesentliche.
Nach einer kurzen Einführung in Evan Birchs Alltag und Familienleben, findet besagte Szene mit der Polizei statt und danach dreht sich alles um die Frage ob Evan nun schuldig ist oder nicht.
Dabei liegt der Fokus aber sehr stark auf der psychologischen Seite, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass Evan Philosophieprofessor ist und dementsprechend hinterfragend handelt. Daher würde ich diesen Thriller auf jeden Fall als Psychothriller definieren. Lässt man sich darauf ein, ist das Buch aber nicht weniger spannend, im Gegenteil. Die Spannung ist hier sehr subtil, aber dennoch durchgehend hoch. Immer wieder geschehen komische Sachen, werden nicht ganz eindeutige Gespräche geführt und tauchen neue Beweise und Tatsachen auf. Man weiß als Leser also nie woran man ist.
Zudem erleben wir die Geschehnisse nur aus der Sicht von Evan und können so auch nur das beurteilen, was er uns gibt. Zwar spielt auch seine Frau Ellen eine große Rolle, wir lernen aber auch sie nur durch die Augen von Evan kennen, wobei sie oft ein komisches Verhalten an den Tag legt.
Zum Schluss bleibt dann leider vieles offen, sodass das Buch eigentlich gar keinen richtigen Schluss hat. Viele Vorkommnisse und Zwischenfälle, die Fragen aufwarfen und wichtig erschienen, werden am Ende nicht mehr aufgegriffen und selbst die große Frage eines jeden Thrillers, „Wer war es?“, bleibt unbeantwortet.

Fazit:
Selten habe ich das Ende eines Buches so bedauert wie bei diesem. Für mich macht es leider meinen kompletten Eindruck vom Buch zunichte. Ich war von Anfang an begeistert. Die fehlende Spannung, die so viele Leser bemängeln, kann ich nicht bestätigen. Die Spannung wurde einfach nur auf einem sehr subtilen Weg vermittelt. Es gibt keine Action, dafür aber sehr viele Andeutungen und komische Vorfälle, die Zweifel säen. Man weiß bei Evan und auch bei seiner Familie einfach nicht woran man ist. Ist er unschuldig und einfach nur in eine Reihe von Zufällen verwickelt, oder steckt doch mehr dahinter? Und so ist dieser (Psycho)-Thriller einer der wenigen, der mich beim Lesen und auch noch danach viel beschäftigt hat und mich die ein oder andere Theorie hat spinnen lassen, nur um sie im nächsten Moment schon wieder zu verwerfen.
Alles deutete darauf hin, dass dieses geniale Verwirrungsspiel in einem spannenden Ende seinen Höhepunkt findet, wo alle Vorfälle zusammenfinden und durch die Präsentation des Täters aufgelöst werden.
Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Es wird keine, wirklich gar keine Frage beantwortet. Nach Beendigung des Buches fühle ich mich, als wäre mir nach der Hälfte das Buch weggenommen worden und ich müsste mir denken wie es ausgehen könnte, wobei noch jede Möglichkeit offen ist. Das Ende eines Buches muss für mich zwar nicht jede Kleinigkeit beantworten, aber als Leser sollte man doch zumindest nicht komplett ratlos zurückbleiben.
Beurteile ich die ersten drei Viertel des Buches, würde ich eine Leseempfehlung aussprechen. Durch den Schluss kann ich das nun aber nicht. Das Buch ist sprachlich und stilistisch absolut gelungen und es wird auf subtile Weise gekonnt Spannung aufgebaut. Man fiebert dem Ende entgegen und will endlich Antworten – die große Auflösung bleibt dann aber aus. Für mich ist das leider kein gelungenes Ende, das das zuvor Gelesene kaputt macht.
Aktuell wird das Buch verfilmt und ich bin sehr gespannt ob die bildliche Darstellung der Story mehr Antworten liefern wird. Vielleicht lässt mich das dann anders über das Buch denken. So konnte es mich (leider nur anhand der letzten paar Seiten) leider nicht überzeugen.

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293 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Wir begleiten Anna Fox in ihrem Alltag, dabei ist das Buch in Tage und innerhalb dieser Tage in Kapitel unterteilt. Anhand des Klappentextes ist aber bereits klar, dass Annas Alltag anders abläuft, denn sie kann nach einem traumatischen Erlebnis ihr Haus nicht mehr verlassen. Dass dieses Erlebnis mit ihrer Familie zusammenhängt und der Grund für deren Abwesenheit ist, wird von Anfang an deutlich. Allerdings fragt man sich zu Beginn wie es zu dieser Situation kam und was genau mit Annas Familie passiert ist. Stück für Stück bekommt man dann Hinweise, sodass man sich schnell einen Teil denken kann, wobei trotzdem noch einiges unbekannt bleibt.
Das ganze Geschehen begleiten wir dabei aus der Sicht von Anna in Ich-Perspektive.
Als sie dann den Überfall auf ihre Nachbarin beobachtet, nimmt die Geschichte schnell an Fahrt auf und Stück für Stück wird alles aufgelöst, wobei man, wie Anna, nie weiß wem man trauen kann.

Fazit:
Der Einstieg in das Buch erscheint zunächst sehr langatmig und es dauert eine ganze Weile bis es zu dem im Klappentext beschriebenen Ereignis kommt. Genauso gibt es auch im Buch immer wieder Passagen die unnötig wirken, wenn Anna zum Beispiel ihren Gedanken nachhängt. Ich empfinde diese Gestaltung in Zusammenhang mit Annas Situation jedoch sehr gelungen. Sie verbringt jeden Tag 24 Stunden in ihrem Haus. Irgendwann kann man sich dabei nur noch mit belanglosem beschäftigen und erscheint jede Abwechslung willkommen. Dementsprechend ist es fast schon nachvollziehbar, dass sie ihre Nachbarn beobachtet, denn in ihrem eigenen Haus passiert nichts mehr. Dieser beobachtende Charakter und das Gefangensein werden zusätzlich durch die Ich-Perspektive unterstützt.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass manch einem Leser dieser langsame Spannungsaufbau für einen Thriller ZU langsam ist und so ist dieses Buch wieder ein Thriller, der vom Verlag besser als Psychothriller bezeichnet worden wäre. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich das Buch aber absolut gelungen. Ich muss sagen, es hat mich nicht vom Hocker gehauen oder sprachlos zurückgelassen, was auch daran liegt das die Auflösung für mich persönlich sehr vorhersehbar und der Überraschungsmoment so eher nur eine Bestätigung war. Dies tat der Spannung und dem Lesevergnügen an sich aber keinen Abbruch und so kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen. Vor allem für diejenigen die spannende (Psycho)Thriller mögen, aber kein Fan von blutigen Schilderungen sind, ist dieses Buch ideal.

Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass der Einband bei diesem Buch wirklich sehr schlechte Qualität hat. Das verwendete Material ist sehr dünn und erinnert mehr an dickes Papier als an stabile Pappe und so kam das Buch schon mit einem Riss im Einband bei mir an, obwohl es absolut sicher verpackt war. Beim Lesen hat das normale Halten des Buches dann schon gereicht um die Kanten wie angestoßen aussehen zu lassen und sogar die Farbe hat sich an den Ecken (am Übergang zum Buchrücken) abgelöst.
Da dies keinen Bezug zum Inhalt hat, fließt es nicht in meine Bewertung mit ein, ich möchte es aber erwähnt haben.

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