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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

himmels, schacht, es, andrea, triumph

Triumph des Himmels

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.07.2015
ISBN 9783734101137
Genre: Historische Romane

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83 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

bretagne, krimi, frankreich, dupin, georges dupin

Bretonisches Leuchten

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 27.06.2017
ISBN 9783462050561
Genre: Krimi und Thriller

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65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

oliver pötzsch, historischer roman, serie, band 7, reihe

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548288376
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Schongauer Henker Jakob Kuisl wird erstmals zum Scharfrichtertreffen nach München eingeladen. Dies ist eine große Ehre für ihn und da es die Tradition verlangt, dass er seine Familie vorstellt, reist diese mit ihn.
Zudem will er für seine Tochter Barbara einen Ehemann finden. Was er dabei nicht weiß: Barbara ist ungewollt schwanger.
Gerade in München angekommen, wird die Familie Kuisl sogleich in eine Reihe von Mädchenmorde verwickelt und Jakob Kuisl wäre nicht er selbst, wenn er seine große Nase nicht in die Ermittlungen stecken würde. Da die Morde die Handschrift eines Scharfrichters tragen, geraten auch die Mitglieder des Rats der Zwölf in Verdacht.
Nachdem ich alle Vorgängerromane um die Henkerstochter Magdalena und ihren starrköpfigen Vater Jakob Kuisl gelesen habe, stand natürlich Oliver Pötzschs neustes Werk schon längst auf meiner Wunschliste. Und auch wenn es sich mittlerweile um den siebten Teil dieser Reihe handelt, steht er seinen Vorgängern in nichts nach. Oliver Pötzsch versteht es ausgezeichnet Spannung zu erzeugen. Geschickt legt er falsche Spuren oder wechselt den Handlungsstrang und hält den Leser so bei der Stange und lässt ihn mitten im Geschehen sein.
Aus meiner Sicht ist es für das Verständnis des Falles nicht erforderlich die Vorgängerbände zu kennen. Da sich die einzelnen Figuren aber stets weiterentwickeln und auch die anderen Bände lesenswert sind, empfehle ich die Einhaltung der Reihenfolge.
Sehr gut gefallen mir zudem die Karte Münchens und die Übersicht der handelnden Personen zu Beginn des Buches So kann man, wenn erforderlich, sofort nachschauen. Ein sehr ausführliches und interessantes Nachwort sowie ein kleiner Münchner Stadtführer „Auf den Spuren der Henkerstochter“ runden den Roman ab.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

nationalsozialismus, hamburg 1926, psychiater, behinderung, gebärdensprache

Im Lautlosen

Melanie Metzenthin
E-Buch Text: 526 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 11.07.2017
ISBN 9781542095969
Genre: Historische Romane

Rezension:

Hamburg 1926: Paula und Richard studieren Medizin, verlieben sich ineinander, malen sich eine gemeinsame Zukunft aus und gründen eine Familie. Das Glück scheint perfekt zu sein. Als sich herausstellt, dass ihr Sohn Georg gehörlos ist, versuchen Paula und Richard alles, ihn eine normale Kindheit zu ermöglichen.
Doch in Deutschland haben die Nazis die Macht ergriffen und haben eine menschenverachtende Ideologie.
Richard, der mittlerweile als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann und will sich mit den Euthanasiegesetzen der Nazis nicht arrangieren. Er erstellt falsche Gutachten und versucht so viele Menschen wie möglich vor den sicheren Tod zu retten. Doch als er auffliegt, ändern sich sein Leben und das seiner Familie, denn plötzlich ist auch Georg in Gefahr.
Ohne Effekthascherei und ohne mit erhobenen Zeigefinger daherkommend, erzählt Melanie Metzenthin ihre fiktive Geschichte, die jedoch auf vielen historischen Ereignissen und Begebenheiten aufbaut. Dabei greift sie auch auf private Erzählungen und berufliche Erfahrungen zurück, da sie selbst als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet.
Trotz des schwierigen Themas hat mir „im Lautlosen“ sehr gut gefallen. Alle Figuren sind Menschen mit Ecken und Kanten. Sie müssen teilweise schwere Entscheidungen treffen und mit Verlusten kämpfen, bleiben dabei aber eben menschlich. Als Leser identifiziert man sich gern mit ihnen. Man freut, hofft und bangt mit ihnen und wünscht ihnen alles Gute. Dabei macht es das Schicksal der Protagonisten den Leser schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, auch wenn manche Szenen dies erfordern und man erstmal tief durchatmen muss. Dabei ist „Im Lautlosen“ trotz des Themas durchaus kein schwermütiges Buch, denn, wie im wahren Leben, kommt auch in schwierigen Situationen der Humor nicht zu kurz.
Ich wünsche den Roman viele begeisterte LeserInnen und empfehle ihn sehr gern weiter.

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42 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

roth

Bis wieder ein Tag erwacht

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426518403
Genre: Romane

Rezension:

In den 1930iger Jahren wachsen in der Provence fünf Kinder gegen alle gesellschaftlichen Schranken miteinander auf. Nathalie, die Bürgerstochter, die adligen Brüder Didier und Fabrice, das Mauerblümchen Delphine sowie Nathalies Diener Salah. So unterschiedlich sie sowohl vom Stand als auch vom Charakter her sie sind - wie die fünf Finger einen Hand gehören sie zusammen. Doch sie sind Kriegskinder, der erste Weltkrieg hat in den Familien und den Köpfen der Franzosen tiefe Wunden geschlagen. Auf den Weg zum erwachsen werden, begleiten wir die fünf über die Jahre hinweg.
Zur gleichen Zeit lebt Alwin in Berlin. Nach den Tod seines Vaters und den Verlust des Familiengutes versucht Alwin seine Schwester und seine Mutter durchzubringen. Er fühlt sich der Familientradition verpflichtet und geht zum Militär. Doch in Deutschland übernehmen die Nazis die Macht.
Als es Nathalie in ihrem Dorf zu eng wird, geht sie nach Paris. Dort trifft sie auf Alwin und die beiden erleben einen bittersüßen Sommer. Doch was keiner wahrhaben und glauben wollte trifft ein: Deutschland und Frankreich stehen im Krieg!
Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus der Sicht gleich mehrerer sehr unterschiedlich gestrickter Romanakteure und treibt sie so voran.
Zudem ist es der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen das Grauen des Krieges beinahe greifbar zu machen. Man fiebert mit den Personen, hofft und bangt um sie.
Sehr geschickt bindet sie zudem reale Personen und Begebenheiten in die Geschichte ein. Die Chansonsängerin Fréhel, Abbe Franz Stock (den ich bis dahin nicht kannte), den französischen Résistance - Anführer Jean Moulin, General Charles de Gaulle und andere kommen in Nebenrollen zu ihren Auftritten.
Wer „Als wir unsterblich waren“ kennt, wird auf einige bekannte Gesichter treffen, die ebenfalls Gastauftritte haben.
Mir hat „Bis wieder ein Tag erwacht“ wieder sehr, sehr gut gefallen. Es ist kein Buch zum runterlesen, unweigerlich bangt, leidet, freut oder trauert man mit den Akteuren. Manche Szenen erforderten eine Pause, aber für Lange konnte ich das Buch nie aus der Hand legen.
Ein Nachwort sowie ein Glossar runden das Buch perfekt ab.
Charlotte Roth: Bitte unbedingt mehr davon!!!

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64 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

liebe, sizilien, trauer, familie, adel

Piniensommer

Stefanie Gerstenberger
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diana, 22.05.2017
ISBN 9783453291614
Genre: Romane

Rezension:

Stella und Nicola werden am gleichen Tag im gleichen Ort geboren, doch ihre Lebensgeschichte könnte nicht unterschiedlicher sein.
Doch gegen die Widerstände ihre Familien lieben sie sich, haben die Schule zu Ende gebracht und wollen nun Architektur studieren und sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch Nicola hat ein gefährliches Hobby – er ist leidenschaftlicher Apnoetaucher, liebt das Meer, wird sogar sizilianischer Meister. Doch auch eine alte Radiostation weckt sein Interesse und auf einen heimlichen Sender prangert er die Machenschaften der Oberen an.
Auch wenn „Piniensommer“ nach „Das Sternenboot“ der zweite Roman der Autorin Stefanie Gerstenberger über Stella und Nicola ist, kann er auch unabhängig davon gelesen werden. Ich hatte zwar am Anfang einige Schwierigkeiten, konnte dann aber wunderbar in die Geschichte eintauchen.
Der Autorin gelingt es wunderbar, das sizilianische Flair einzufangen - das glitzern des Meeres, der Duft der Pinien, die Mentalität der Bewohner. All das lässt sie bildhaft im Kopf des Lesers entstehen und man merkt der Geschichte die Liebe der Autorin zu Sizilien an. Auch wenn Trauer und Trauerbewältigung einen großen Teil des Buches einnehmen, mir hat „Piniensommer“ sehr gut gefallen und dass dem Roman eine wahre Begebenheit zu Grunde liegt, macht ihn für mich noch berührender.
Auch wenn das Cover einen leichten Urlaubs- und Liebesroman suggeriert – es ist mehr als dies. Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung – und Taschentücher bereithalten.

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193 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

historischer roman, otto der große, rebecca gablé, ottonen, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit „Die fremde Königin“ nimmt Rebecca Gable den Leser zum zweiten Mal mit in die Geschichte Deutschlands kurz vor der ersten Jahrtausendwende.
Die junge Adelheid von Burgund wird nach den Gifttod ihres Mannes Lothar zusammen mit ihrer Tochter Emma von Markgraf Berengar von Ivrea gefangen gehalten, der eine Hochzeit seines Sohnes Adalbert mit Adelheid erzwingen und so die Macht über Italien übernehmen will. Mit Hilfe des Panzerreiters Gaidemar kann Adelheid entkommen. Auf der Flucht verliebt sich Gaidemar in Adelheid, die jedoch eine Ehe mit König Otto I eingeht. Gaidemar steigt im Vertrauen der Königin auf und steht ihr und König Otto I loyal zur Seite.
Den fiktiven Charakter Gaidemar verwebt Rebecca Gable gekonnt mit den Begebenheiten dieser Zeit. Sie vermittelt den Leser die politischen und persönlichen Verhältnisse und Bündnisse, ist bei der Schlacht auf den Lechfeld und den Sieg über die Ungarn dabei und lässt den Leser die Kaiserkrönung in Rom miterleben.
Auch wenn ich manchmal den Überblick verloren habe, wer gerade mit wem verbündet ist bzw. rebelliert, ist „Die fremde Königin“ doch ein historischer Roman nach meinen Geschmack. Beim Lesen bekommt man ganz nebenbei einen Einblick in das Leben der damaligen Zeit. Auch die Personen haben ihre Stärken und Schwächen.
Auch wenn dieser Roman der zweite Teil nach „Das Haupt der Welt“ ist, kann er vollkommen unabhängig gelesen werden. Wer den ersten Teil gelesen hat, wird allerdings einige bekannte Gesichter wiedertreffen.
Eine Übersichtskarte, ein Stammbaum sowie ein interessantes Nachwort runden dieses Buch für mich ab.
Auch wenn ich die Warningham-Reihe von Rebecca Gable sehr mag, hoffe ich doch auf eine Fortsetzung. Jede Menge Stoff dazu gibt es allemal.

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120 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

mord, schweden, psychothriller, stockholm, thriller

Wenn das Eis bricht

Camilla Grebe , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2017
ISBN 9783442757176
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Haus des Geschäftsmanns Jesper Orre wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden, den Kopf auf bizarre Weise platziert. Von Jesper selbst fehlt jede Spur. Peter Lindgren und sein Kollege werden mit den Ermittlungen beauftragt. Unterstützung bekommen sie dabei von der Kriminalpsychologin Hanne Lagerlind, die an beginnender Alzheimer leidet.
Das Brisante - vor 10 Jahren gab es einen ähnlich Fall, an dem Peter und Hanne gearbeitet haben. Der Täter wurde nie gefasst.
Eine weitere Figur ist Emma. Sie ist Verkäuferin und die heimliche Freundin von Jesper. Doch warum will er die Beziehung geheim halten?
Aus ihrer und der Sicht von Peter und Hanne wird der Roman abwechselnd in drei Handlungssträngen erzählt, wobei Emma´s Geschichte zwei Monate vorher einsetzt.
Ich kenne von Camilla Grebe bereits die Reihe um Siri Bergmann und hatte an „Wenn das Eis bricht“ große Erwartungen. Leider wurden diese nicht ganz erfüllt.
Die Handlung selbst kommt nicht so richtig in Fahrt, die privaten Probleme von Peter und Hanne nehmen für mich einen zu großen Raum ein und doch bleiben die Figuren selbst farblos. Einzig Emma konnte mich überzeugen.
Für einen Psychothriller fehlt es mir an etwas an Spannung und dieses Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht Gefühl kam leider selten auf. Nichts desto trotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt, hoffe nun aber auf eine Fortsetzung der Siri-Bergmann-Reihe.

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krieg, london, emotional, berlin, herzklopfen

Die verbotene Zeit

Claire Winter
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453359215
Genre: Romane

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

berlin, ddr, spionage, juniaufstände, geschichte

Der Tag X

Titus Müller
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blessing, 27.02.2017
ISBN 9783896675040
Genre: Romane

Rezension:

„Der Tag X“ ist der erste Roman von Titus Müller, den ich gelesen habe.
Wie viele andere Wissenschaftler und Ingenieure aus der DDR wird auch der Vater von Nelly als Wissenschaftler 1946 in die Sowjetunion verschleppt, Mutter und Tochter bleiben zurück.
1953 steht Nelly kurz vor dem Abitur, doch sie geht zur Jungen Gemeinde, einer christlichen Organisation, die Staat und Partei ein Dorn im Auge ist. Nelly wird von der Schule und vom Abitur ausgeschlossen. Sie lernt den jungen Uhrmacher Wolf kennen, der sich in Nelly verliebt. Als er bei einen Einbruch in das Parteiarchiv erwischt wird, zwingt ihn die Stasi, Nelly und andere Mitglieder der Jungen Gemeinde zu bespitzeln.
Zeitgleich lebt Lotte als alleinerziehende Mutter mit ihren drei kleinen Kindern in Halle/S. Trotzdem sie frühmorgens zur Arbeit geht, gehen die Kinder oft hungrig zu Bett, denn die Versorgungslage in der DDR ist schlecht und in den Läden bleiben die Regale leer. Das und die Normerhöhung durch den Staat schüren den Unmut unter den Arbeitern, die ihrer Wut am 17. Juni 1953 freien Lauf lassen. Doch der Volksaufstand wird von den Russen blutig niedergeschlagen.
Und dann ist da noch der Russe Ilja. Er arbeitet als Spion für den russischen Geheimdienst und versorgt Nelly mit Briefen und Informationen über ihren Vater.
Titus Müller versteht es gekonnt, die verschiedenen Handlungsstränge aufzubauen und den Leser einen Blick in das Leben der Menschen der ehemaligen DDR und in die Machtzentrale der Russen werfen zu lassen und so ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden zu lassen. Mit seiner klaren und präzisen Sprache nimmt der Autor den Leser mit in das Jahr 1953, als die Menschen der DDR ein Stück Freiheit gewittert haben. Meine Frage beim Lesen war immer wieder: Wie hätte alles sein können, wenn andere Menschen an der Macht gewesen wären und andere Entscheidungen getroffen worden wären?
Ein umfangreiches und sehr interessantes Nachwort inkl. eines kurzen Dankes runden den Roman ab.

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198 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 126 Rezensionen

hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Alexa Petri und ihre Mutter Cornelia haben kein gutes Verhältnis zueinander. Doch als Cornelia nach einen Schlaganfall im Koma liegt, wird Alexa von einen Arzt gebeten, nach einer Patientenverfügung zu suchen bzw. sich um eine Vormundschaft zu kümmern. Dabei findet sie in den Unterlagen ihrer Mutter einen Brief, den diese vor vielen Jahren geschrieben hat.
Zur gleichen Zeit unternimmt der bekannte Autor Richard Henderson mit seinen Sohn Ethan eine Lesereise in Hamburg. Es stellt sich heraus, dass Richard und Cornelia eine große Liebe verbindet und beiden durch die damaligen Umstände getrennt wurden. Mit Hilfe von Richards Erzählungen und den Aufzeichnungen ihrer Mutter erscheint Cornelias Leben für Alexa nun in einem völlig anderen Licht.
Bei vielen Büchern, die wie hier in zwei Handlungsstränge gegliedert sind, lese ich einen Strang lieber wie den anderen. Dies ist bei diesen Roman nicht der Fall. Beide Geschichten konnten mich fesseln und überzeugen.
Leider kommt mir das Thema der großen Sturmflut zu kurz. Alles wird innerhalb weniger Seiten abgehandelt. Auch wenn natürlich hier das Schicksal von Cornelia und Richard im Vordergrund steht, hätte ich gern mehr darüber gelesen.
Dass die Autorin mit der Sprache umzugehen weiß, merkt man auf jeder Seite und der Aufkleber „Kopfkino Edition“ hat seine absolute Berechtigung.
Corina Bomann hat mit „Sturmherz“ wieder einmal einen Roman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat und den ich sehr gern empfehle.

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

fliegen, frauenbewegung, pilotinnen, nationalsozialismus, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Wie so viele Romane derzeit, gliedert sich auch „Unsere Hälfte des Himmels“ von Clarissa Linden in zwei Zeitschienen.
Ein Handlungsstrang spielt 1971. Während die Frauen für Gleichberechtigung und Eigenbestimmung auf die Straße gehen, ist Lieselotte in ihrer Ehe mit Eduard gefangen. Ihr Mann tut keinen Handschlag im Haushalt, lässt sich von ihr bedienen und bestimmt ihr Leben. Als Lieselotte´s Mutter Amelie nach einen Unfall im Koma liegt, will sie zu ihr, auch wenn sie eigentlich kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hat. Lieselotte weiß nicht, wer ihr Vater ist, ihre Mutter hat ihrer Tochter keine Liebe entgegengebracht. Als Lieselotte in Amelie´s Unterlagen den Brief einer gewissen Hanni findet, beginnt für sie eine Reise zurück in die Vergangenheit.
Der zweite Handlungsstrang spielt 1935. Amelie und Hanni sind beste Freundinnen und Segelfliegerinnen mit Leib und Seele. Zusammen wollen sie ihr Hobby zum Beruf machen und als Fliegerinnen ihr Geld verdienen. Als sich jedoch Amelie in Hanni´s Fluglehrer Felix verliebt, bekommt die Freundschaft Risse und gipfelt in einen folgenschweren Verrat.
Für mich ist es bedauerlich, dass sich die Autorin nicht ganz auf die Geschichte im Jahr 1935 konzentriert, denn dies ist der eindeutig überzeugendere und bewegendere Teil, als der Handlungsstrang um Lieselotte. Gerade die sehr interessante Zeit des aufstrebenden Nationalsozialismus, wo die Frauen am Herd stehen und Kinder bekommen sollen. Viele der Flugpionierinnen wurden zu Propagandazwecken eingesetzt und so haben es auch Amelie und Hanni nicht leicht, ihren Traum zu verwirklichen.
Mit ihren Schreibstil und den wechselnden Handlungen, hält die Autorin den Leser gekonnt bei der Stange. Die Handlungsweisen und Entwicklungen der Figuren ist für mich absolut nachvollziehbar, auch wenn mich Lieselottes Verhalten manchmal etwas genervt hat.
Der Roman gliedert sich in 41 Kapitel und einen Epilog, wobei jedes Kapitel mit einer Datums- und Ortsangabe versehen ist. Ein Personenregister befindet sich am Anfang des Buches, so kann man gegeben falls nochmal nachschlagen. Ein ausführliches Nachwort, umfangreiche Hintergrundinformationen sowie ein kurzes Dankeswort runden den Roman perfekt ab.
„Unsere Hälfte des Himmels“ hat mir ausgezeichnet gefallen, so dass ich ruhigen Gewissens einen Kauf- und Leseempfehlung aussprechen kann.

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

dübell, historisch, luftfahrt, fliegen, zeppelin

Der Jahrhunderttraum

Richard Dübell
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288277
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Der Jahrhunderttraum“ ist nach „Der Jahrhundertsturm“ der zweite Teil aus der Feder des Autors Richard Dübell. Da dieser Roman ca. 20 Jahre nach den Vorgängerband ansetzt, kann er auch unabhängig davon gelesen werden.
Hauptfiguren sind dieses Mal die Kinder der Familie von Briest.
Da wäre Otto, der älteste Sohn. Er studiert in Berlin, möchte aber gern Detektiv werden. Levin, inspiriert durch Otto Lilienthal, will unbedingt fliegen. Und Amalie, die Tochter und jüngstes Kind der Familie, steht an der Grenze vom Kind zur jungen Frau. Skeptisch beäugt sie den Einsatz ihrer Mutter für die Frauenbewegungen dieser Zeit. So hat jeder der Protagonisten seinen eigenen Traum vom Leben und versucht diesen, immer mit der Unterstützung der Eltern, zu verwirklichen.
Richard Dübell verbindet das Leben der Geschwister sehr gekonnt mit der Entwicklung der damaligen Zeit. So fliessen immer wieder technische Neuerung und Errungenschaften in die Geschichte ein. Das Hauptthema und der rote Faden in diesen Roman liegen natürlich auf dem Traum vom Fliegen. Sowohl Otto Lilienthal, Ferdinand Graf von Zeppelin als auch die Brüder Wright sind mit den Lebensweg der Familie verbunden. Hier erkennt man auch die umfangreiche Rechere des Autors.
Mit seinen Schreibstil gelingt es Richard Dübell mühelos den Leser von Anfang an in die Geschichte einzubinden und mitfiebern zu lassen. Auch wenn gerade die Beschreibungen der Technik der Flugapparate einige Längen aufweisen, entwickelt das Buch einen Sog, so dass man immer weiterlesen will.
Der Roman umfasst die Zeit von 1891 – 1909 und gliedert sich in 6 Bücher. Dabei sind diese mit einen Vorsatzblatt, ähnlich den Cover, voneinander getrennt. Dies wertet das Buch in meinen Augen sehr auf. Denn auch das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und passt perfekt zum Vorgängerroman.
Einen Minuspunkt gibt es allerdings von mir für die Auflage. Während „Der Jahrhundertsturm“ als Taschenbuch aufgelegt wurde, wurde für „Der Jahrhunderttraum“ eine broschierte Auflage gewählt, die um einiges höher ist. Ich als Leser möchte meine Schätze aber gern auch im Regal präsentieren und dazu gehört für mich auch ein einheitliches Design einer Reihe.
Dies hat aber nichts mit den Inhalt des Buches zu tun, welches ich sehr gern gelesen habe und das ich sehr gern empfehle.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

italien, sichelgaita, 11. jahrhundert, 4 buch einer reihe, abwasserkanal

Der Sturm der Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516416
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Der Sturm der Normannen“ ist bereits der vierte Teil der Serie aus der Feder von Ulf Schiewe. Da ich auch die anderen Bände gelesen habe, war es für mich fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Natürlich Gilbert und Thorne, die Brüder Robert, Onfroi und Roger Hauteville, die Fürstin Gaitelgrima, Gerlaine und Loki.
Im Mezzogiorno brodelt es. Die Barone wollen mehr Macht und mehr Land, die Brüder Hauteville sind zerstritten, die einfachen Leute hungern und der Papst sinnt auf Rache. So entbrennt ein bitterer Streit um die Herrschaft, in dem die Brüder Hauteville auf verschiedenen Seiten stehen. Dies alles bietet für Gilbert und seine Gefährten jede Menge Abenteuer.
Ulf Schiewe ist es wieder einmal sehr gut gelungen, mich als Leser zu fesseln. Man fiebert mit Gilbert und seinen Gefährten, bangt und freut sich mit ihnen, möchte sie am liebsten manchmal rütteln und ihnen zurufen. Auch die schwierigen politischen Gegenheiten vor Ort werden vom Autor gut dargestellt.
Auch wenn der Autor wichtige Anhaltspunkte wiederholt und die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können, empfehle ich die Lektüre aller Bände in der richtigen Reihenfolge. Denn so hat man einen Überblick über die politische Situation und die Handlungsweisen der Personen erschließen sich einen besser.
Leider hat der Autor bekanntgegeben, dass es sich hier um den (vorerst) letzten Teil der Normannenserie handelt. Als Leser finde ich dies sehr schade, dann die Eroberung Siziliens durch Roger Hauteville bietet noch jede Menge spannenden Stoff. Ich hoffe sehr, dass sich der Verlag noch besinnt und diese tolle Reihe fortgesetzt wird.

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220 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

münchen, zwillinge, familiengeschichte, holunder, rezepte

Die Holunderschwestern

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453419230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Teresa Simon ist das geschlossene Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin.
Mit „Die Holunderschwestern“ halten wir nun ihren zweiten Roman in den Händen.
Die Münchenerin Katharina Raith betreibt zusammen mit ihrer Freundin Isi ein Restaurationsgeschäft. Eines Tages steht der Brite Alex Bluebird vor ihrer Tür und übergibt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny, die 1918 nach München ging und bei der jüdischen Familie Rosengart eine Anstellung als Köchin fand. Und auch Fanny´s Zwillingsschwester Fritzi geht nach München um ihr Glück zu finden. Dabei gestaltet sich das Leben der beiden sehr unterschiedlich. Während Fanny in Alina, der Tochter der Familie Rosengart, eine echte Freundin findet und durch ihre Kochkünste mit Bohemekreisen in Kontakt kommt, sympathisiert Fritzis Arbeitgeber mit den aufstrebenden Nationalsozialisten.
Wie bereits in ihren Vorgängerroman bedient sich die Autorin zweier Zeitschienen um ihre Geschichte zu erzählen. Dabei hat sie sich natürlich eine sehr interessante Zeit ausgesucht. So geraten die Zwillinge nach Ende des großen Krieges in ein München des Aufbruchs und der Veränderung. Das Weltbild verändert sich gerade. Die Moderne bahnt sich ihren Weg (stellvertretend sei hier Paul Klee genannt, der im Buch seinen Auftritt hat), das Frauenwahlrecht wurde umgesetzt, die Menschen begannen wieder zu leben. Dabei bindet die Autorin die politischen Verhältnisse sehr geschickt in das Leben der Zwillingsschwestern ein.
Durch die wechselnde Erzählweise hält die Autorin den Leser bei der Stange und man will wissen, wie es weitergeht. Dabei hat mir persönlich die Geschichte um Fanny besser gefallen, doch auch die Geschichte um Katharina hat ihren Reiz, auch wenn sie an einigen Stellen vorhersehbar war.
Mit „Die Holunderschwestern“ ist Teresa Simon wieder ein wunderbarer, leicht und flüssig zu lesender Roman gelungen, der mir sehr gut gefallen hat und den ich sehr gern weiter empfehle.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

köln, kolumbien, krimi, judith krieger, pendo verlag

Die Toten, die dich suchen

Gisa Klönne
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.10.2016
ISBN 9783866124004
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Toten, die dich suchen“ ist der sechste Teil der Autorin Gina Klönne um die Mordermittlerin Judith Krieger.
Judith ist nach einen Sabbatjahr und einer Weiterbildung als Chefin der Vermisstenabteilung zurück. Und der Einstieg für sie und auch den Leser ist knallhart. Ein Vermisster wird tot aufgefunden - qualvoll verdurstet, eine Wasserflasche außerhalb seiner Reichweite. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen kolumbianischen Geschäftsmann handelt. Auch die Zusammenarbeit mit ihren neuen Kollegen gestaltet sich schwierig. Joobst Herbst, der sich selbst um die Leitung des Vermisstenabteilung beworben hatte, Judiths ehemaliger Kollege Manni, gerade zu zweiten mal Vater geworden und mit privaten Problemen beschäftigt. Und natürlich Dina, mit sich und ihrer Arbeitsweise hadernd, massenhaft private Probleme im Kopf. Gerade mit ihr hatte ich meine Probleme. Manchmal einfach nur desinteressiert erscheinend, schießt sie im nächsten Moment vollkommen über das Ziel hinaus.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Geschickt wechselt sie die Handlungsstränge und erhöht so die Spannung. Leider fand ich den Roman an manchen Stellen zu überlastet, einige Handlungsszenen wirken wie Fremdkörper und haben mit der Lösung des Falles nichts zu tun.
Gelungen fand ich den Blick in die leidvolle Geschichte Kolumbiens, die nun mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der Regierung und Farc hoffentlich besser wird.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

krimi, frankreich, roussillon, mord, entführung

Dreimal schwarzer Kater

Philippe Georget ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.05.2014
ISBN 9783548286143
Genre: Krimi und Thriller

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(33)

49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

algerienkrieg, krimi, frankreich, roussillon, wetterleuchten im roussillon

Wetterleuchten im Roussillon

Philippe Georget , Corinna Rodewald
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2015
ISBN 9783548286150
Genre: Krimi und Thriller

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(43)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

krimi, mord, roussillon, ehebruch, eifersucht

Rabenschwarzer Winter

Philippe Georget , Corinna Rodewald
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783548288482
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Rabenschwarzer Winter“ ist der dritte Teil der Serie um Inspecteur Gilles Sebag aus der Feder von Philippe Georget
Gilles Sebag hat es schon vermutet und nachdem er eine SMS an seine Frau Claire
gelesen hat, hat er nun Gewissheit, Claire betrügt ihn mit einen ihrer Kollegen. Als er sie zu Rede stellt, streitet sie es nicht ab, behauptet aber, dass es vorbei sei und sie Gilles noch immer lieben würde.
Und auch beruflich hat es Sebag mit untreuen Ehepartnern zu tun. Eine Frau wird beim Seitensprung von ihren Ehemann erschossen, ein gehörnter Ehemann stürzt sich aus dem Fenster, ein anderer will sich und seine untreue Ehefrau in die Luft sprengen.
Durch die privaten Sorgen und den häufigen Griff zu Whiskyflasche beeinträchtigt, treten in diesen Roman Sebag´s Kollegen mehr in den Vordergrund, doch letztendlich ist es wiederum Sebag´s Bauchgefühl, der diese Fälle lösen wird.
Philippe Georget verbindet sehr geschickt Sebag´s Privatleben mit seiner Arbeit, so dass für mich keine Langeweile aufkam. Sebag wird als Ermittler mit Stärken und Schwächen beschrieben, der zweifelt, grübelt und doch besonnen vorgeht.
Das Cover passt perfekt zur Thematik des Buches und auch zu den beiden Vorgängerbändern.
Das Lesen der Vorgängerbände ist aus meiner Sicht nicht unbedingt erforderlich, auch wenn es zum Begreifen natürlich von Vorteil wäre die Reihenfolge einzuhalten.
Mir hat „Rabenschwarzer Winter“ wieder ausgezeichnet gefallen und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

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100 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

swing, hamburg, musik, paris, liebe

Wie ein fernes Lied

Micaela Jary
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.08.2015
ISBN 9783492306133
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich wollte ich nach der Enttäuschung mit „Die Bucht des blauen Feuers“ kein Buch von Micaela Jary mehr lesen. Aber ich kannte ja auch „Sehnsucht nach Sansibar“, welches mir sehr gut gefallen hat und wusste somit, dass die Autorin schreiben kann.
Bei „Wie ein fernes Lied“ haben mich aber Thematik und Handlungsort so sehr interessiert, dass ich es einfach nochmal versucht habe. Dies war mein absolutes Glück, denn es ist mein bestes Buch dieser Autorin.
Micaela Jary teilt den Roman in zwei Handlungsstränge.
Zunächst haben wir Marga, ein Swingkid aus Hamburg, deren Jugendliebe Michael mit den Orchester Bobby Schwan und den Original Bobbys in Richtung Schweiz ausreist. Dies gerade noch rechtzeitig, denn wir haben das Jahr 1939 und Michael ist Halbjude. Marga und Michael verbindet aber auch die Liebe zur Musik und besonders zum Swing. Marga will Sängerin werden. Als sie eines Tages keine Nachrichten mehr von Michael bekommt, unternimmt sie alles, um ihn wiederzusehen.
Im zweiten Handlungsstrang, welcher 1999 spielt, haben wir Andrea. Sie ist Deutsche und Musikstudentin in Paris. Für ihren Lebensunterhalt spielt sie in Hotels.
Dort fällt ihr ein älterer Herr auf, der sich auffällig für ihr Spiel und sie zu interessieren scheint. Als sie ihn zur Rede stellen will, wird er in einen Unfall verwickelt. Zusammen mit den Journalisten Frank Renner versucht Andrea hinter seine Absichten zu kommen und stößt dabei auf die Lebensgeschichte der Sängerin Marga.
Mit „Wie ein fernes Lied“ hat mich Micaela Jary mehr wie überzeugt. Auch wenn ich von Margas naiven und rücksichtslosen Verhalten manchmal genervt war, war sie mir doch sympathisch. Sie interessiert sich nur für ihre Musik, lässt die politischen Verhältnisse vollkommen außer Acht und bringt dadurch sich und andere in Gefahr. Aber auch die anderen Personen, wie der Orchesterleiter Harry Alsen, sind facettenreich geschildert. Der Wechsel zwischen den Handlungen erhöht die Spannung und lässt das Buch in einen so von mir nicht erwarteten Schluss enden.
Ein sehr ausführliches und interessantes Nachwort und ein toll gestaltetes Cover machen den Roman für mich rund.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

kreuzzug, astrid fritz, kinderkreuzzug, mittelalter, unter dem banner des kreuzes

Unter dem Banner des Kreuzes

Astrid Fritz , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.07.2016
ISBN 9783805251006
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 1212. Nach diversen verlustreichen Kreuzzügen scheint das Heilige Land und damit auch Jerusalem für die Christenheit verloren.
Doch ein gewöhnlicher Hirtenjunge soll in Köln den himmlischen Auftrag erhalten haben, einen weiteren, diesmal waffenlosen, Kreuzzug anzuführen. Den Kreuzzug der „unschuldigen Seelen“.
In Freiburg leidet die 17jährige Anna unter ihren jähzornigen Vater. Als sie von den jungen Leuten hört, die ins Heilige Land ziehen, ergreift sie die Möglichkeit zur Flucht und schließt sich mit einigen anderen Kindern aus Freiburg diesen Zug an. Ihnen schließt sich bald der angehende Priester Konrad an, der ein besonderes Augenmerk auf die Freiburger Gruppe legt. Zunächst zieht die Gruppe mit Gesang und Gebet durch die Lande und die Schar wächst. Sie werden bejubelt und von den Anwohnern der Ortschaften versorgt. Doch bald folgen nicht nur Hunger, Durst und andere Gefahren, müssen auf den Weg nach Süden doch auch die Alpen überquert werden, auch ihren Anführer steht ein Teil die Pilger bald kritisch gegenüber.
Astrid Fritz nimmt sich mit ihren neusten Roman um den Kinderkreuzzug einen sehr interessanten Teil der Geschichte heraus. Leider bekam ich zu den Anna, Konrad und vielen anderen keinen richtigen Zugang. Viel zu naiv und gutgläubig handelt gerade Anna und begibt sich so immer wieder in Gefahr.
Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen, aber leider kam bei mir nicht dieses Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht Gefühl auf.
Gut gefallen hat mir hingegen der geschilderte Gegensatz zwischen Befürwortern und Gegnern des Kreuzzuges.
Anhand der im Innenteil abgebildeten Karte kann man den Weg der Pilger gut nachverfolgen. Ein ausführliches Nachwort und ein Glossar runden das Buch ab.

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

stockholm, schweden, mord, organhandel, fabian risk

Herzsammler

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.05.2016
ISBN 9783548613147
Genre: Krimi und Thriller

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184 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, schulklasse, schweden, versetzung, konstruierte handlung

Und morgen du

Stefan Ahnhem ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 26.06.2015
ISBN 9783548612904
Genre: Krimi und Thriller

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

historisch, historischer roman, taxis, tote herzogin, anschauliche darstellung

Die Postmeisterin

Helga Glaesener
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351321
Genre: Historische Romane

Rezension:

Aliz arbeitet als Kammerzofe bei Herzogin Jakobe und kümmert sich um deren Sohn. Als die Herzogin ermordet wird, flieht Aliz zusammen mit dem Kind.
Die eigentliche Handlung setzt 15 Jahre später ein. Aliz leitet mittlerweile eine Herberge und um sich und die drei Kinder nach den Tod ihres Mannes durchzubringen, betreibt sie nebenher eine illegale Poststrecke. Da die Familie Taxi im Jahre 1597 das Monopol für die Briefbeförderung innehatte, ist dies nicht ungefährlich und so gerät Aliz in den Blick derer von Taxi und auch Verwandten des verschwunden Kindes sind auf der Suche nach diesen.
Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn für mich manche Handlungsstränge ein wenig zu konstruiert und unrealistisch wirkten.
Aliz ist für ihre Zeit eine ziemlich taffe Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, aber manchmal auch einfach nur viel Glück hat.
Der historische Hintergrund scheint gut recherchiert, auch wenn er mir für einen historischen Roman zu wenig Raum einnimmt.
Leider finde ich das Cover nicht so glücklich gewählt, auch wenn es zum Inhalt des Buches passt. Meiner Meinung nach gibt es mittlerweile zu viele Bücher mit ähnlichen Covern, so dass „Die Postmeisterin“ nicht unbedingt heraus sticht. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einen Initial und stimmen den Leser somit in die damalige Zeit ein. In einen kurzen Nachwort erklärt die Autorin, was Wahrheit und was Fiktion ist.

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paris, weltausstellung, historischer roman, historisch, 1889

Der Turm der Welt

Benjamin Monferat
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 26.08.2016
ISBN 9783805250931
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mit „Der Turm der Welt“ liegt nun der zweite Roman des Autors Benjamin Monferat vor.
Hauptschauspielplatz der Handlung ist die Pariser Weltausstellung 1889, deren „Überbleibsel“ wir alle kennen – den Eiffelturm.
Die politische Lage ist hochexplosiv, die Nationen beäugen sich misstrauisch und taktieren um Bündnisse.
Dann werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes auf dem Gelände der Weltausstellung tot aufgefunden, aufgespießt auf die Berneau'sche Uhr. Sie waren einer Verschwörung auf der Spur. Die Legende des Deuxième Bureau Alain Marais und der Jungspund Pierre Trebut beginnen zu ermitteln. Und was haben der Fotograf Lucien, die Kurtisane Madeleine, die Vicomtesse, der deutsche Offizier Friedrich von Straten. Der Brite Basil und die Hotelbesitzerin Celeste mit all dem zu tun?
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, die verschiedenen Personen und Handlungsstränge auseinander zu halten, weil sie offenbar nichts miteinander zu tun haben. Doch dem Autor gelingt es, diese geschickt zusammenzuführen und den Leser so mitzunehmen. Am Ende konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ein übriges tut der Sprachstil.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Auf den Innenseiten ist ein Stadtplan von Paris mit den Handlungsorten eingearbeitet, der den Leser die Orientierung erleichtert. Der Roman gliedert sich in acht Teile und umfasst den Zeitraum vom 29. – 31.Oktober. Jedes der Kapitel beginnt mit einen Countdown, der zum großen Finale führt.
Das Nachwort des Autors rundet den Roman perfekt ab.               

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