mama2009s Bibliothek

148 Bücher, 100 Rezensionen

Zu mama2009s Profil
Filtern nach
151 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

44 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"kriminalroman":w=1

Die fehlende Stunde

Dinah Marte Golch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 04.10.2018
ISBN 9783462046120
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"liebe":w=2,"freundschaft":w=2,"mord":w=2,"krimi":w=1,"krieg":w=1,"verrat":w=1,"vater":w=1,"zweiter weltkrieg":w=1,"nationalsozialismus":w=1,"2. weltkrieg":w=1,"historischer krimi":w=1,"nazis":w=1,"2.weltkrieg":w=1,"ss":w=1,"nazizeit":w=1

Wer das Schweigen bricht

Mechtild Borrmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783426304181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1998 findet Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters einen SS-Ausweis und ein Foto einer jungen unbekannten Frau. Er findet einen Hinweis auf dem Foto und macht sich auf den Weg, in die Vergangenheit seines Vaters aufzutauchen. Dabei begegnet er der taffen Journalisten Rita Albers, die sich sofort in die Nachforschung stürzt. Hierbei wird dann die Geschichte von 6 Freunden erzählt, die 1939 mit dem Anfang des 2. Weltkriegs beginnt. Immer im Wechsel mit den aktuellen Ermittlungsgeschehnissen in der Gegenwart von 1998. Doch mehr soll zum Inhalt nicht gesagt werden Fazit: Der Roman ist wundervoll erzählt, die Sprachwahl gefällt mir genauso gut, wie der Wechsel zwischen 1939 und 1998. Es macht dieses Buch noch lebendiger, tiefgehender. Mit diesem Roman schafft es Mechtild Borrmann eine Geschichte um Freundschaft, unschuldige nichterfüllter Liebe im Hintergrund des Geschehens des Faschismus zu entwickeln. Auch hier wird deutlich, wie sehr manche Menschen vom Faschismus Gebrauch genommen haben, um sich Vorteil zu verschaffen oder ihre Macht an anderen auszulassen. Menschen, die anders sind, die nicht ins Regime passen wurden ausgegrenzt, es durfte halt einfach nicht sein. Auch hier leidet die Freundschaft darunter, wobei doch jeder unter Freundschaft auch Treue versteht. Nicht ohne Grund hat dieses Buch den "Deutschen Krimi Preis 2012" erhalten. Mechtild Borrmann kommt auf meine "Autorenbeobachtungsliste" 5 von 5 Sternen

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

"mord":w=1,"thriller":w=1,"entführung":w=1,"drogen":w=1,"vergewaltigung":w=1,"ermittlung":w=1,"psychopath":w=1,"gefangenschaft":w=1,"www.die-rezensentin.de":w=1

Die letzte Fahrt

Petra Mattfeldt
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Edition M, 13.03.2018
ISBN 9781503947207
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung und Fazit: Mit "Die letzte Fahrt " schafft es Petra Mattfeld einen sehr spannenden und temporeichen Thriller vorzulegen. Besonders gut haben mir die nicht zulangen Kapitel gefallen und natürlich die Szenenwechsel, dies hat den Thriller so enorm spannend gemacht. Carla Bornkamp wird mitten am Tag entführt und ist nun seit Monaten verschwunden, da taucht ganz in der Nähe eine Tote auf. Auf dem ersten Blick könnte man denken, dass es sich hier um Carla handelt, doch es ist eine andere Frau. Dich bei der Recherche entdeckt die Hauptprotagonisten, dass es Parallelen gibt, die kein Zufall sein können. Wer steckt hinter den Entführungen und wo hält der Täter diese fest. Die beiden Hauptprotagonisten sind Kriminalhauptkommissar Marcus Labrenz und Journalist David Cramer. Ein ungewöhnliches "Ermittlerpaar", aber sehr gelungen und beide ergänzen sich hervorragend. Cramer ist emotional sehr an der Aufklärung interessiert, da seine Cousine vor 30 Jahren entführt wurde, aber auch weil ihn das Leid der Angehörigen sehr beschäftigt. Marcus lässt David an den Treffen der SOKO teilnehmen, was nicht jedem Polizisten gefällt, es herrscht eine Art "Polizisten-Journalisten-Konkurrenz". Aber durch seine akribische Recherche erlangt David Cramer schnell Anerkennung bei den SOKO-Mitgliedern. Als Leser ist man immer Teil der Ermittlungen, der Fortschritte. Gleichzeitig nimmt man durch die Szenenwechsel auch Teil an den Gedanken und dem Handeln des Täters. Man begibt sich mit ihm dorthin, wo er seine Welt aufgebaut hat. Dies hat mir sehr gut gefallen . Außerdem finde ich den Titel des Buches sehr gut gewählt, sehr treffend. Und noch ein Zitat des Buches von Seite 232 "ein alter Spruch sagt: Die Bösen nehmen erlittenes Leid als Rechtfertigung, anderen Leid zuzufügen. Die Helden nehmen es als Ansporn, weiteres Leid zu verhindern." Vielen Dank für das Rezi-Exemplar von netgalley. Eindeutig Leseempfehlung.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"thriller":w=1,"leiche":w=1,"nachkriegszeit":w=1,"mor":w=1,"historical":w=1,"thrille":w=1,"thriller-roman":w=1,"hist. roman":w=1,"zeichnerin":w=1,"krankenschweste":w=1,"historischer rahmen":w=1

Die Leichenzeichnerin

Raiko Oldenettel
E-Buch Text: 260 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 17.07.2018
ISBN 9783960873907
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung und Fazit:


Mit „Die Leichenzeichnerin“ entführt der Autor Raiko Oldenettel den Leser in das Jahr 1919, kurz nach dem Ende des 1. Weltkriegs. Minna zeichnet gern, grundsätzlich ein normales Hobby, doch das ungewöhnliche daran ist, dass sie auch gern Leichen malt und somit den letzten Moment „aufnehmen“/festhalten will. Ein sehr interessantes Thema, umso mehr war ich gespannt, wie dem Autor die Umsetzung gelingt. 
Der Buchbeschreibung ist zu entnehmen, dass Minna sich in ein kleines Dorf begibt, wo es Ungereimtheiten gibt und alles geheimnisvoll zugeht. Die Bevölkerung ist gegenüber Neuen reserviert? Alle verraten etwas, aber nur das nötigste. Das merkt Minna schnell und sie mag sich damit nicht abfinden. Für mich ist Minna eine starke junge taffe Frau, für damalige Zeiten untypisch, weil auch vor hundert Jahren Frauen kurz gehalten wurden und selten auf eigenen Beinen stehen durften. Ihr Ehrgeiz und akribische Zeichenkunst bringen den Leser in der Mordserie weiter nach vorn. Das Zeichnen von Leichen ist verboten, doch sie lässt sich mit den Unfalltheorie nicht abspeisen und so sind ihre Aufzeichnungen sehr hilfreich. Dies wird grundsätzlich gut beschrieben, doch für mich irgendwo zu wenig präsent bzw. im Verlauf des Buches nur noch am Rand. Beim Titel und der Buchbeschreibung habe ich mir mehr davon erwartet. Also wie Minna so den Toten nahe ist, wie ganz am Anfang des Buches gelungen beschrieben. 

Minna kann gut ermittelt und hinterfragt Dinge, so dass man schon von einem Krimi sprechen kann, der in historischen Mantel gebetet ist. 

Leider sind bei der Kontrolle des Buches einige „falsche“ Buchstaben nicht aufgefallen und auch ein logischer Fehler ist nicht gesehen wurden, dass ist für mich ein Kritikpunkt und sollte bei der nächsten Auflage überarbeitet werden. Sonst habe ich Minna gern auf ihrer Aufklärungsreise begleitet und mich gut unterhalten gefühlt. Denn es war spannend bis zum Schluss. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 

Mein Dank geht an den Autor Raiko Oldenettel und den Verlag Digital Publishers für das Reziexemplar.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

"1. weltkrieg":w=4,"berlin":w=2,"familiengeschichte":w=2,"historie":w=1,"feminismus":w=1,"hist. roman":w=1,"erster weltkrieg 1914-1918":w=1,"ypern":w=1,"saalfeld":w=1,"1912-1919":w=1

Was wir zu hoffen wagten

Michaela Saalfeld
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177073
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Menschen und der 1. Weltkrieg Meine Meinung und Fazit: Mit „Was wir zu hoffen wagten“ legt Michaela Saalfeldt einen umfassenden, die damalige Zeit wiedergebenden Roman über die Tücken des 1. Weltkriegs vor. Klar, den 1. Weltkrieg habe ich damals im Geschichtsunterricht behandelt, doch bis auf Anlass und Ursache ist bei mir nicht hängen geblieben, auch nicht wie es den Menschen damals erging, wie die Gesellschaft an sich funktioniert hat. Ich finde es immer wieder schade, wie wenig man auf so was essentielles Wert legt. Der Krieg hinterlässt nur Opfer, egal auf welcher Seite und jeder Bürger hat mit den Folgen zu kämpfen. Und eins ist zu dem Zeitpunkt auch klar, niemand weiß, wo es hingeht, dazu passt gut das Zitat aus dem Vorspann von Seite 17 - „Das Alte ist fort. Aber wie sah das Neue, das jetzt kam?“ Das Buch spiegelt für mich sehr gut die Situation der Menschen vor, während und nach dem Krieg wieder. Zeigt auf mit welcher Hoffnung und Fehlinformationen die jungen Männer damals, oft freiwillig“ in den Krieg gezogen sind, die armen Männer bzw. sind es ja noch Heranwachsende. Und jeder, der im Krieg ist, bereut, sich freiwillig gemeldet zu haben. Zitat Kapitel 29 Seite 339: „... es gab nur diesen todmüden, verängstigten, jeglichen Halt beraubten Mann in einer aus den Fugen geraten Welt, ...“ Und beim Lesen habe ich mich gefragt, Warum wird der belgischen Bevölkerung so ein Leid angetan? Und war sehr über die Gräueltaten erschüttert. Viele historische Ereignisse werden passend und gekonnt eingebaut, sehr gelungen. Die verschiedenen Wirrungen vor dem 1. Weltkrieg waren mir gar nicht mehr in Erinnerung und auch wie die Finanzierung des Krieges erfolgte. Sehr sehr gut. Meine Lieblingsfigur ist Felice, eine junge starke Frau. Sie möchte sich nicht anpassen, nicht das machen, was alle machen oder von Frauen erwartet wird. Sie möchte studieren und nicht akzeptieren, dass Frauen nur schön sein müssen, Kinder kriegen und den Haushalt versorgen. Und sie kann nicht nachvollziehen, dass zur damaligen Zeit die zwar studieren durfte, aber keinen Vorbereitungsdienst absolvieren konnte, der für den Abschluss des Jurastudiums erforderlich gewesen ist. Meine Meinung ist nach wie vor, dass die Männer Angst vor den Frauen und deren Wissen hatten. Das wird in folgendem Satz aus Kapitel 4 ein typischer Satz von ihr ist auf Seite Seite 46 zu finden: „Weil ich ich bin.“ Was ich auch an ihr mag, ist, dass sie ihren Prinzipien/Leitlinien treu geblieben ist. Sicherlich nicht immer unbedingt nachvollziehbar, aber standhaft. Sie öffnet sich auch nicht der Liebe, es passt irgendwie nicht in ihr Lebensbild. Obwohl Moritz mir ganz sympathisch ist, vielleicht nicht der Draufgänger, aber dies muss ja nicht sein. Moritz hilft ihr und macht alles was sie möchte, doch sie empfindet Freundschaft für ihn, keine Liebe. Ihr geliebter Bruder Willi ist im Filmgeschäft eingestiegen und erfolgreich und unsterblich verliebt in Recha. Auch er würde alles für seine Liebe tun. Eine sehr interessante Figur, die mir mit der Beschreibung der Kriegstage noch näher wurde. Und Felice erkennt zum Ende, welchen Wert/Stellenwert Liebe hat. Folgendes Zitat zum Thema Liebe hat mir sehr gut gefallen „Liebe braucht Mut, Felice, und sein Glück kann man nicht beliebig oft wegwerfen. Irgendwann zerplatzt es, und ich gehöre nicht zu den Leuten, die Scherben zusammenkleben.“ Kapitel 36. Abschließend möchte ich nich gern erwähnen, wie sehr ich das geniale super gut recherchierte Buch genossen habe, vor allem die Zitate von Kurt Tucholsky sind mir sehr in Erinnerung und so aktuell - Eingangszitat Kapitel 33 „Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein. Vielen Dank für das Reziexemplar, der Autorin für das tolle Buch und die Begleitung der Leserunde. Eine eindeutige Leseempfehlung.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Hexenkreuz

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492309622
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung und Fazit "Das Hexenkreuz" ist das 4. Buch und der Seelenfischer-Reihe. Als Leser habe ich mich auf eine Reise begeben, um ab dem Jahre 1767 den Kampf der Mächtigen beizuwohnen, auf Seiten des Klerus und der Monarchen Europas. Die Handlungen sind überwiegend in Italien und zu kleinen Teilen in Versailles angesiedelt. Von den Vorgängerromanen bekannt, habe ich auch im "Das Hexenkreuz" wieder diese tolle bildhafte Sprache wiedergefunden. Hanni Münzer kann herrlich mit Worten spielen und hat soviele wundersame schöne Zitate aufgeführt, dass das Lesen ein Genuss war. Eine zentrale Rolle hat die Hauptprotagonistin Emilia, Zwillingsschwester von Emanuele. Eine tolle junge Frau, die sich durch nichts unterkriegen lässt und sich tapfer den Wendungen des Schicksals stellt und diesem auch die Stirn bietet. Was mich beeindruckt hat ist die Verbindung der Zwillinge, wenn es einem von beiden schlecht geht, dann merkt das der andere. Hier ist ein großer Wiedererkennungswert zu den anderen Teilen der Reihe. Die Freundschaft zu Serafina, eine Freundin aus Kindertagen rundet dies gekonnt. Tja und Liebe darf auch nicht fehlen, dich warum muss sich Emilia gerade in Francesco, einen Jesuit verlieben? Zitat Seite 398: "Bei uns in Russland, mein Freund, gibt es ein Sprichwort: Je weiter man von ihr flieht, umso näher kommt die Liebe." Als Teile der Handlung in Versailles gespielt haben, hat mich doch zunächst der Zustand bzw. der lasterhafte Hofalltag gestört. Das Verhalten Königs Louis XV. hat mich extrem abgestoßen, so ein alter Gockel, naja, aber was blieb der Autorin anderes übrig, wenn es damals halt am bourbonischen Hof so zu ging, muss es auch so beschrieben werden. Und das macht ja wiederum ein gutes Buch und perfekte Recherchearbeit aus. Zitat zum Thema Macht Seite 451 "Was geschieht nur mit dieser Welt? Alles gerät aus den Fugen. Die Mächtigen beiden uns unsere Erfolge. Und warum ? Weil der Mächtige nichts mehr fürchtet als die Macht, die anderen erwächst". Auch ein sehr aktuelles Thema, oder? Ein kleinen Kritikpunkt gibt es für mich, das Buch ist strikt in Kapitel eingeteilt, da sich jedoch die Handlung über einen gewissen Zeitraum zieht, hat mir da irgendwo die Angabe zu den Monaten/Jahren gefehlt, z.B.Rom Mai 1770 oder so. Zum Überblick für mich besser geeignet, wenn dies für mich so als Leser untersetzt ist. Abschließend möchte ich noch sagen, dass mir die Seelenfischer-Reihe sehr gut gefallen hat, dass ich sehr viel gelernt habe, egal zu welchem Thema, sei es Religion, Freundschaft, Vertrauen oder auch die Situation am Versailles Hof. Vielen Dank an kriminetz.de und den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar, dass ich diese Reihe genießen durfte.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"rom":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"spannung":w=1,"thriller":w=1,"geheimnisse":w=1,"schweiz":w=1,"erbe":w=1,"nürnberg":w=1,"ryan":w=1,"luca":w=1,"jules":w=1,"neuanfänge":w=1,"hanni münzer":w=1,"akte rosenthal":w=1

Die Akte Rosenthal – Teil 2

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492309646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Buchbeschreibung buecher.de ROM: Der Papst tritt überraschend zurück, seine Motive lässt er im Unklaren. Sofort sprießen in Rom die wildesten Gerüchte. Spekulationen über Geschäfte der Vatikanbank, Erpressung und Missbrauch machen die Runde. Ein gefundenes Fressen für die Medien. Der neue Papst sieht sich einer schier unlösbaren Aufgabe gegenüber. Er nimmt den Kampf auf, stößt auf die weltumspannende Verschwörung eines Wirtschaftssyndikats - und bringt sich damit in Lebensgefahr. NÜRNBERG: Lukas erhält völlig unerwartet ein Angebot aus dem Vatikan. Während er über seine Rückkehr nach Rom nachdenkt, treten gleich zwei interessante Männer in das Leben seiner Zwillingsschwester Lucie. Beide kämpfen um sie. Bald muss sie sich fragen, ob einer von ihnen ein falsches Spiel mit ihr treibt. Lukas' Frau Magali verstrickt sich durch das Erbe ihrer Mutter in dunkle Machenschaften, aus denen es scheinbar kein Entkommen gibt. Und sie sorgt sich um ihre Ehe - sie weiß, Lukas hat seine Jugendliebe Rabea nie vergessen. MÜNCHEN: Jules Lafitte ist gezwungen, vor dem Terroristen Yussuf unterzutauchen. Quer durch Europa jagt er Beweisen nach, um sich endgültig von seiner Vergangenheit zu befreien. Keiner der fünf ahnt, dass sie ins Visier eines gefährlichen Gegners geraten sind - denn alle Ereignisse sind miteinander verknüpft. Und am Ende führen alle Wege nach Rom. Meine Meinung und Fazit: Carlotta van Campen ist tot und für die meisten eigentlich ein Grund zur Freude, da von ihr keine Gefahr mehr aus geht. Doch auch nach ihrem Tod hat sie mit ihrem Vermächtnis für ordentlich Unruhe gesorgt, sei es, dass sie mit ihrem Testament erneut Magali in ihre "Machenschaften" zieht und somit wieder über sie bestimmt oder anderseits nach Bekanntwerden ihres Testament zugleich die verschiedene Kontrahenten um Wissen, Macht und Geld kämpfen. Das allgemeine Verwirrspiel und die vorherrschende Intrigen der katholischen Kirche gehen auch in diesem Teil weiter. Gekonnt schafft es Hanni Münzer aktuelle Probleme die mit den Skandalen um Missbrauch von Schutzbefohlenen und Geldverschwendung in die Geschichte einzubinden. Der Skandal um die Neugestaltung und Herrichten eines bestimmten deutschen Bischofspalast findet in Akte Rosenthal Teil 2 Showdown eine zentrale Betrachtung. Die Namenswahl fand ich sehr gelungen und nicht zu verwechseln mit tatsächlichen Geschehnissen ;-). Rabea stößt bei Nachforschungen im Internet auf verschiedene Theorien und stelzt dabei das fest, was auch mir schon lange aufgefallen ist. Im Netz kann jeder seinen Senf dazu geben, egal wie sinn- oder gehaltvoll dies ist. Sie meint dazu: "... Kein Wunder, dass sich der Umgangston immer mehr radikalisiert und vielfach Sachlichkeit und Höflichkeit missen ließ, als würden die Leute Stacheldraht frühstücken". Rabea ist für mich nach wie vor die Protagonistin, für mich am meisten beeindruckt hat. Die weiß über so ziemlich alles Bescheid, kann genial gut argumentieren und nimmt nur ein Blatt vor dem Mund. Sie sagt ihre Meinung, sie ist stark und selbstbewusst, irgendwie wünsche ich mir ein Stück davon. Um an Interviews zu kommen, kann Rabea mit umfassendem Wissen auftrumpfen, um so zu Erfolg zu kommen. Hierbei ist mir ihr erwähntes Zitat von Ghandi in Erinnerung: "Er sagte einst: Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann hast du gewonnen". Passt gut zum Geschehen und allgemein zur Politik. Neben den Geschehnissen in Rom finde ich es sehr gelungen, dass Hanni Münzer auch Themen aufgreift, die nicht so im Fokus stehen. Wie die freie Raumenergie. Dazu werden im Nachwirt noch einmal Links zur Verfügung gestellt, so dass man sich als Leser, wenn man möchte, einen guten Überblick verschaffen kann. Vielen Dank für dieweitere Reise mit Rabea und ihren Freunden durch Rom und Begegnung mit alten Bekannten. So nun geht es ans Hexenkreuz, damit ich den Anschluss oder Beginn der Tetralogie nicht verpasse.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"thriller":w=2,"spannung":w=1,"usa":w=1,"historisch":w=1,"kirche":w=1,"spionage":w=1,"cia":w=1,"piper":w=1,"barcelona":w=1,"irak":w=1,"nürnberg":w=1,"verschwörungstheorie":w=1,"jules":w=1,"geheime dokumente":w=1,"hanni münzer":w=1

Die Akte Rosenthal – Teil 1

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492309639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Lukas von Stetten ist nach den folgenschweren Ereignissen in Rom nur eine kurze Atempause vergönnt: Sein Sohn Matti wird entführt. Unvermittelt findet sich der junge Vater inmitten einer Verschwörung wieder, die bis in höchste Regierungskreise reicht. Die Entführer verlangen kein Lösegeld, sondern die Übergabe einer Akte, die ihm die Journalistin Rabea kurz vor ihrem Tod überlassen hat - eine Akte, deren Inhalt so brisant ist, dass sie die amerikanische Regierung stürzen kann. Doch Lukas ist nicht mehr im Besitz dieser Geheimdokumente. Auch ein mächtiges Wirtschaftssyndikat, deren Interessen durch die Akte ebenfalls in Gefahr sind, hat die Jagd auf ihn eröffnet. Verzweifelt sucht Lukas nach einer Lösung, wie er sein Kind aus den Händen der Entführer retten kann. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit .... Meine Meinung und Fazit: Falsche Informationen werden gestreut, um Lukas in die Irre zu führen und seine Gedanken zu vergiften. Zitat Seite 154 "nichts wächst so schnell wie der Keim des Misstrauens" und Seite 195 Nichts flüstert so laut wie die Stimme des Misstrauens. Wem kam er noch Glauben schenken bzw vertrauen? Das Wechselbad der Gefühle wird sehr gut dargestellt. Was hat es mit dem Verschwinden seiner Frau Magali auf sich? Warum gar sie keine Angst, hat sie was damit zu tun? Eines ist jedoch sicher, seiner Zwillingsschwester kann er immer trauen. Als Leser "reist" man von Nürnberg über Barcelona nach London, man glaubt, dass sich etwas geklärt hat, so wurde man doch wieder auf eine falsche Fährte gelockt oder man hat den Anschein vermittelt bekommen. Der Fortgang der Geschehnisse entwickelt sich zu einem Katz- und Mausspiel. Die Autorin hat beim Fortgang der Geschehnisse den Weg gewählt, dass der Leser mehr weiß, als die Zwillinge Lukas und Lucie und somit dem Keim des Zweifels zumindest bei Lukas nährt. Für mich ein gelungenes Stilmittel. Zwischendrin habe ich mir beim Lesen gedacht, dass es mitunter ein "zu viel" an Aktion ist und es irgendwie arrangiert wirkt, etwas weniger hätte auch gereicht. Nicht desto trotz hat mir auch der 2. Teil der Seelenfischer-Reihe sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie es im 3. Teil weitergeht und sich die Protagonisten entwickeln. Erwähnen möchte ich noch, dass mir ja bereits im 1. Teil die bildhafte vergleichende Sprache sehr gut gefallen hat und dies auch in der Akte Rosenthal 1 fortgesetzt und zur Situation passend Zitat gewählt wurden. Mein Dank gilt dem Team von kriminetz.de und dem Piper-Verlag für das Rezi-Exemplar.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

100 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

"thriller":w=4,"roman":w=2,"kirche":w=2,"rom":w=2,"verschwörungstheorien":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"deutschland":w=1,"historischer roman":w=1,"historisch":w=1,"religion":w=1,"italien":w=1,"gefahr":w=1,"glaube":w=1,"verschwörung":w=1

Die Seelenfischer

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492309615
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
NÜRNBERG: Renovierungsarbeiten in einer alten Villa fördern einen sensationellen Fund zutage. Er ruft den Bischof von Bamberg auf den Plan. Kurz darauf reist der Bischof nach Rom. Einen Tag nach seiner Rückkehr wird er bestialisch ermordet aufgefunden. ROM, drei Monate später: Der junge Jesuit Lukas wird zum Generaloberen des Ordens zitiert. Der erteilt ihm einen geheimen Auftrag. Noch bevor Lukas diesen ausführen kann, geschieht ein weiterer Mord und er findet sich unvermittelt als Tatverdächtiger wieder. Da taucht plötzlich seine Jugendliebe, die Journalistin Rabea Rosenthal bei ihm auf und bietet ihm ihre Hilfe an. Gemeinsam fliehen sie aus Rom und es beginnt eine Jagd quer durch Italien. Nicht nur die Polizei, auch der unbekannte Mörder ist den beiden dicht auf den Fersen. Dann erfährt Lukas, dass seine Zwillingsschwester Lucie spurlos verschwunden ist. Jäh fragt er sich, ob es ein Zufall war, dass Rabea just an jenem Tag in Rom auftauchte, als er zum Generaloberen gerufen wurde. Was weiß Rabea? 
Meine Meinung und Fazit zum Buch:
Mit „Die Seelenfischer“ legt Hanni Münzer einen temporeichen und spannenden Thriller mit gelungenen Szenenwechseln vor. Die Hauptprotagonisten Rabea und die Zwillinge Lucie und Lukas sind seit Kindertagen befreundet. Rabea und Lukas waren sogar in Liebe vereint, was der Grund der Trennung war, ist zunächst unklar, man merkt nur, dass beide auf ihre Art darunter leiden. Sie können unterschiedlicher kaum sein, Rabea eine unerschrockene Journalistin, die Atheistin ist, und Lukas, der sich für das Priesteramt der Jesuiten entschieden hat. Zentrales Thema ist ganz klar der Glauben der Welt, der Hass der Glaubensrichtungen, denn nichts verbindet mehr als Hass. Das Thema konnte mich unheimlich fesseln, ich selbst bin Atheistin und beschäftige mich nichts desto trotz sehr mit den verschiedenen Glaubensansätzen und der Entstehung der Religionen. Das Buch bietet hier viele Thesen und regt zum Nachdenken an und ist vor allem aktueller denn je. Was wurde alles im Namen des Glaubens getan und für gut befunden, egal welches Leid damit verbunden war. Im Buch habe ich dazu folgende Zitate gefunden, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben: Bentivoglio: "Die Menschheit muss endlich begreifen, dass es kein größeres Verbrechen gibt, als im Namen Gottes zu töten." Und Rabea: "was gibt es Schlimmeres als religiöse Intoleranz, die versucht, dem Menschen die geistige Freiheit zu stehlen?" Dieses Buch ist das erste Werk, was ich von Hanni Münzer gelesen habe und ich bin sehr von ihrem bildhaften beschreibenden Schreibstil überzeugt. Die Geschichte rund um die Seelenfischer-Tetralogie finde ich sehr stimmig und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Dass das Buch mich begeistert hat, kann man den Vorzeilen entnehmen. Es regt in Sachen Glaubensfragen oder allgemein Glauben zum Nachdenken an und es wird mich weiter beschäftigen. Und Hanni Münzer hat einen ans Herz gehenden Schreibstil, denn zum Schluss musste ich die ein oder andere Träne verdrückt, denn es gibt im Buch auch Verluste. Hervorheben möchte ich auch die gelungene Covergestaltung, Silhouette von Rom und eine Blüte im Zentrum. Wer das Buch liest, weiß warum. Und das Cover hat Wiedererkennungswert, weil die Fortsetzungen im gleichen Stil gehalten sind. Im Innenteil wartet eine tolle Straßenkarte von Rom auf den Leser, hier hat Piper sehr mitgedacht, denn damit kann der Leser leicht die Protagonisten auf ihrem Weg begleiten. Mein Dank gilt dem Team von kriminetz.de und dem PIPER-Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

133 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 88 Rezensionen

"thriller":w=14,"schweden":w=7,"skandinavien":w=4,"wolf":w=4,"stockholm":w=4,"drogen":w=3,"wölfe":w=3,"krimi":w=2,"mord":w=2,"polizei":w=2,"rassismus":w=2,"brutal":w=2,"prostitution":w=2,"ermittler":w=2,"menschenhandel":w=2

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Musik, Partyexzesse, Drogen. Zack Herry liebt Stockholms Nachtleben. Er ist das jüngste Mitglied einer Sondereinheit und einer der unberechenbarsten Ermittler. Als vier Frauen aus einem Massagesalon ermordet, ja hingerichtet werden, macht sich Zack auf die Suche nach dem oder die Killer. Meine Meinung und Fazit: Mit "Die Fährte des Wolfes" legen die Autoren Kallentoft und Lutteman einen packenden und temporeichen Hardcore-Thriller vor. Es zeigt mit Gewaltexzessen, rund um Drogen, Sex und verbotene Clubs, die dunkle Seite Stockholms, ja die Abgründe der Gesellschaft. Beim Lesen braucht man starke Nerven, ja ein hartes Fell, um sich beim Anblick der Opfer der Opfer nicht zu weit hineinversetzen. Wer steckt hinter den abscheulichen Taten? Ist es ein Frauenhasser oder dominiert der Hass auf Asiaten oder sind sich hier Banden in die Quere gekommen? Im Zentrum der Ermittlungsarbeit stehen Zack und Deniz. Zack Herry ist zur Polizei gegangen, weil sein Mutter Anna im Einsatz ermordet wurde. Zack trauert seiner Mutter nach, er hängt an ihr. Er versucht weiterhin den Täter zu findet, der ungeklärte Mord beschäftigt ihn, er kann sich nicht damit abfinden, dass ein Mörder ungestraft draußen rumläuft. So dass ich stark davon ausgehe, dass die Ermittlungsserie rund um Zack und Deniz weitergeht und es eine Fortsetzungsserie wird. In meinen Augen ist Zack ein eher untypischer Polizist, der öfters Drogen nimmt, sich nicht an Regeln hält und mit Alleingänge "glänzt". Das stört mich schon an ihm, da die Ermittlungsarbeit meiner Meinung nach Teamarbeit ist und somit Deniz öfters vor den Kopf gestoßen bekommt. Mit seinem alleinigem Handeln kann auch ein Spur gefährdet werden oder auch ein Kollege sein Leben lassen. Deniz ist mir sehr sympathisch, eine junge starke Frau, durch Zack gerät sie leider binden Hintergrund. Dem Leser an den Gedanken des Täters teilhaben zu lassen, finde ich einen gelungenen Schachzug des Autorenduos. Der Täter verfügt über keine Tateinsicht, hat so eine verdrehte frauenverachtende Meinung, dass man. Ur mit dem Kopf schütteln kann. Er redet sich noch ein, dass er Gutes getan hat, was für ein Machos.... Die Sache mit Frauen aus armen Ländern und den Versprechungen in Europa gute Anstellungen zu bekommen, um dann bei Menschenhändlern zu landen, lässt mich nachdenklich zurück, da es nicht nur eine Geschichte ist, sondern real. Das Buch weist viele Szenenwechsel auf und somit wird die Aufklärung mit hoher Spannung voran getrieben. Ein für mich stimmiges sehr gelungenes Werk, wenn auch an einigen Stellen mit einem Stück zu viel Gewalt(-beschreibung). Auch findet ein zentrales Thema im Geschehen Gehör, der ständige mit Vorurteilen behaftete Hass auf Ausländer. Die Standardaussage "kriegen alles und wir nichts" ist immer mal zu lesen und wird allen, die nicht blond und blauäugig sind, angedichtet. Debatte um Neid und Ungleichbehandlung, so real und vergleichbar mit Flüchtlingsdebatte hier in Deutschland. Eine klare Leseempfehlung. Mein Dank gilt dem Team von vorablesen.de und dem Tropen-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Gärten von Istanbul: Kriminalroman

Ahmet Ümit
E-Buch Text: 737 Seiten
Erschienen bei btb Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783641184452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Buchbeschreibung buecher.de Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkap Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten - und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt ... Meine Meinung und Fazit: Ahmet Ümit hat mich von Anfang an mit seinem Kriminalroman überzeugen können. Für mich ein gelungener Kriminalroman, der nebenher enorm viel Wissen über diese faszinierende Stadt vermittelt. Doch nun zur Geschichte. An historischen Stätten werden innerhalb kürzester Zeit Leichen abgelegt. Alle haben den gleichen Tathergang gemein, durchschnittene Kehle, aber kein Blut am Tatort und dann hat jedes Opfer eine zur Epoche passende Münze in der Hand. Die Ermittlungen beginnen schnell, doch wo soll angefangen werden? Hauptkommissar Nevzat und seine beiden Ermittler Ali und Kriminalbiologin Zeynep stehen zunächst vor einem Rätsel. In ihrem Verhalten erst sonderbar, ja typische Einzelkämpfer, zumindest die beiden Nevzst unterstellten Ermittler, die sich gegenseitig mit Wissen oder Lösungsansätze übertrumpfen wollen. Doch diese geniale Eigenart bringt Fortschritt und die Ermittlungen weiter. Besonders gelungen finde ich, dass beim Hauptkommissars Nevzat die ich-Erzählform zum Tragen kommt. So kann ich als Leser direkt am Geschehen teilhaben. Genau wie die Ermittlungen falschen Spuren folgen, so habe ich mich oft auf Irrwegen befunden. Neben der historischen Betrachtung Istanbuls steht auch das Thema Freundschaft im Fokus. Nevzat, Demir und Yekta sind bereits zusammen in die Schule gegangen und waren unzertrennlich, bis berufliche Dinge dies zunächst beendet haben. Doch jetzt haben sie sich durch Schicksalsschläge wieder zusammengerauft und hier erkennt Nevzat auch, wie wichtig Freunde sind und wie gut es tut, mit ihnen zusammen zu sein. Neben der Mörderischen Handlung spielt die Entstehung und Geschichte von Istanbul eine zentrale Rolle und es ist eine Bereicherung soviel über diese traumhafte Stadt zu erfahren. Istanbul ist die Stadt, die ich schon seit Jahren besuchen möchte. Istanbul hat schon immer in ihren Nann gezogen und ich hoffe sehr, dass die politische Lage sich soweit beruhigt, dass ich bedenkenlos dorthin reisen kann. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kapitel immer mit einem Zitat bzw. Satz überschrieben waren, den ich dann im Verlauf wieder gefunden habe. Beim Lesen habe ich mir einige schöne Zitate markiert, die für mich sehr bedeutsam sind, da sie die Probleme der heutigen Welt widerspiegeln: Zum Beispiel Seite 54: "Nicht wissen ist keine Schande, aber nicht lernen wollen ist schlimm." oder Seite 319 "Jeder,der in dieser Stadt lebt, sollte die Geschichte lieben." und noch Seite 355 "Doch Frieden war nie mit uns gewesen und würde es, wenn es so weiterginge, auch nicht sein. Seit es Menschen gab, töten sie, in Massen oder einzeln." Für mich ist die Geschichte und Aufklärung sehr stimmig und ich habe dieses Buch genossen, eine klare Leseempfehlung. Für eine weitere Auflage empfehle ich dem Verlag einen Stadtplan von Istanbul an den Beginn des Buches zu setzen. Da man viel auf den Straßen der Stadt unterwegs ist, kann man dies als Leser mit dem Finger auf der Karte gleich nachverfolgen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(122)

213 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

"thriller":w=15,"chicago":w=5,"the fourth monkey":w=4,"serienmörder":w=3,"serienkiller":w=3,"blanvalet verlag":w=3,"mord":w=2,"usa":w=2,"reihe":w=2,"kindheit":w=2,"j.d.barker":w=2,"4mk":w=2,"krimi":w=1,"spannung":w=1,"spannend":w=1

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

J.D. Barker , Leena Flegler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.12.2017
ISBN 9783764506247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsbeschreibung: 5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. ... Meine Meinung und Fazit: Was für ein genialer stellenweise brutaler Thriller. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, J. D. Barker hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe mich mit auf die Spur nach dem Täter, dem Four Monkey Killer, begeben. Die Klasse des Buches zeichnet sich für mich durch die wechselnden Blickwinkel der Protagonisten aus. Kurz gehaltene temporeiche Kapitel, entweder aus der Sicht der Ermittler, dem aktuellen Opfer Emory oder dem Tagebuch des Täters. Somit konnte ich nicht nur die aktuellen Ereignisse verfolgen, sondern nahm Teil an der sich entwickelnden Fantasie des jungen Serienmörders. Was hat ihn dazu gebracht so zu werden? Wie oben geschrieben, machen die kurzen wechselnden Kapitel das Buch so genial spannend. Ich selbst hatte oft das Gefühl hinter dem Team herzuhetzen und den Druck das aktuelle Opfer Emory nicht rechtzeitig zu finden. Die Ermittler haben rund um die Uhr versucht den Fall zu lösen. Und da sind wir schon beim Team. Porter befindet sich auf Grund eines tragischen Verlustes nicht im Dienst und wird jedoch von seinem ehemaligen Partner Nash über die aktuellen Ereignisse in Kenntnis gesetzt. Der Täter ist es wieder da, seit 5 Jahren hält er die Chicago Police in Atem. Doch der Täter scheint tot und das letzte Opfer lebt noch, ein 15 jährigem Mädchen. Und so allem hat der Täter auch sein Tagebuch hinterlassen und verhöhnt somit die Polizei zusätzlich. Das Team hat viele kluge Köpfe, sie kabbeln sich, aber dadurch erreichen Fortschritte, weil jede/r mit seinen speziellen Fähigkeiten dazu beiträgt, diesen teilweise an Brutalität nicht zu überbietenden Fall zu lösen. Für mich ist der Fall sehr stimmig und ich denke schon an eine Verfilmung und eine mögliche Fortsetzung? Von mir eine klare Leseempfehlung, aber für mich gehört die Erwähnung Hardcore Thriller dazu, denn er ist an vielen Stellen sehr brutal und ich musste einige Male schlucken, obwohl ich nicht zartbesaitet bin.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"thriller-roman":w=1

Das Böse in deinen Augen: Psychothriller

Jenny Blackhurst
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 27.04.2018
ISBN 9783732556496
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Böse in deinen Augen Meine Meinung und Fazit: "Das Böse in deinen Augen" ist für mich das erste Buch der Autorin Jenny Blackhurst. Die Hauptprotagonistin Imogen hatte keine gute Kindheit, sie war meist auf sich allein gestellt und hat keine Liebe erfahren. Nach einem Vorfall bei ihrem alten Arbeitgeber zieht sie wieder in ihre Heimat nach Gaunt, um dort mit Kindern zu arbeiten, die Probleme oder auffällig in der Schule sind. Die erste Begegnung mit ihr und Ellie ist abstrakt, doch man merkt gleich, wie einfühlsam Imogen ist. Was sehr auffällig ist, dass die Bewohner von Gaunt eine verschworene Gemeinschaft zu sein scheint und Gerüchte sprechen sich schnell rum, wer nicht reinpasst, wird schlecht geredet. Der Ort ist sehr von Vorurteilen geprägt ist und Dinge, die passieren, werden immer gleich Ellie zugeschrieben. Ellie, die zweite Hauptprotagonistin lebt in einer Pflegefamilie, nach dem ihre Familie bei einem Brand ums Leben gekommen ist. Sie hat es in der Schule nicht leicht, sie wird beschimpft und herausgefordert. Es geschehen dann Dinge, dich kann dafür ein 11-jährigem Mädchen verantwortlich sein? Hier wird Imogen einfühlsame Art sichtbar, sie glaubt an nichts übernatürliches und versucht das normal zu klären. Die relativen kurzen Kapitel machen das Buch spannend und abwechslungsreich, es finden viele Szenenwechsel statt. Es sind viele spannende Momente und erschreckenden Situationen, die abwechselnd stattfinden. Die Szene im verlassenen Wohnblock ist mir noch in Erinnerung, diese fand ich klasse beschrieben, packend, bei mir lief richtig ein Film ab und ich glaub, ich hab kaum geatmet. Was das Buch grundsätzlich interessant macht, ist dass man nicht immer weiß, ob dies real passiert oder dem Leser nur so suggeriert werden soll. Imogens Sicht wird aus der Ich-Perspektive erzählt, diese Wahl fand ich gut und hat die Eigenschaften dieser Person noch mehr hervorgehoben. Dies wird vor allem darin deutlich, dass Imogen alles richtig machen möchte, lässt Ellie aber sehr an sich ran, den rechten Abstand gelingt ihr nicht. Es passiert viel und die Szenenwechsel folgen Schlag auf Schlag, da finde ich es sehr stören, dass hier zu den Kapiteln keine Tagesangaben/ Datumsangaben vorhanden sind, mir fällt es so schwer, einzuschätzen, wie viel Zeit z.B. seit Ereignis A und Ergebnis B liegen. Was mich auch gestört hat, ist, dass zum Beispiel die Frage zu Imogens Vorgängerin Emily geklärt wurde, es aber den Anschein hatte, dass einfach was dazu geschrieben werden musste, es hat nicht so recht gepasst. Die Aufklärung des Falls, das Ende lässt mich trotzdem noch mit Fragen zurück. Vielen Dank für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

"thriller":w=3,"kathy reichs":w=3,"sunday night":w=3,"rezension":w=2,"anschlag":w=1,"auftrag":w=1,"rezensionsexemplar":w=1,"sekten":w=1,"miissbuch":w=1,"miissbuchblog":w=1,"beschattung":w=1,"bloggerin":w=1,"bloggen":w=1,"#bloggerportal":w=1,"blessing":w=1

Blutschatten

Kathy Reichs , Heike Schlatterer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blessing, 05.03.2018
ISBN 9783896676214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blutschatten Man mag es kaum glauben, aber es ist für mich das erste Buch von Kathy Reichs, ich habe mich bisher noch nicht an die Brennan-Reihen getraut, weil es schon so viele Teile sind. Gefallen hat mir die lockere witzige Sprache, oftmals auch sehr sarkastisch und derb. Hier vermute ich, dass sie so reagiert, um ihre innere Angst und ihr Leiden zu überspielen. Interessanter Charakter und eine schlimme Kindheit, hier bin ich sehr auf Fortsetzung gespannt. Zwischen den Ereignissen läuft eine Art Countdown, man fühlt von der Sprache her mit den Kind/Jugendlichen? mit und weiß, dass sie in den Fängen einer Sekte ist. Der Anführer hält alle Sektenmitglieder klein, sie wissen kaum was über die Außenwelt, so dass sie dort nicht zurecht kommen würden und somit gar nicht der Fluchtgedanke entsteht. Das Buch ist grundsätzlich spannend geschrieben, eine interessante Ermittlerin mit einer sehr speziellen Art. Durch Sunday Night ist das Buch, das Geschehen irgendwie anders, dass hat mich aber nicht weiter gestört. Leider fand ich es an einigen Stellen sehr langwierig, verwirren, was sicher auch teilweise an der Art von Sunday lag. Doch das Warten auf Handlung, hat mir nicht gefallen, ich habe mich stellenweise durchgequält, wollte aber auch wissen wie es ausgeht. Einer Fortsetzung gebe ich auf jeden Fall eine Chance, muss aber deutlich besser werden. Ich vergebe 3 von 5 Sterne. Mein Dank gilt dem Team von kriminetz.de und dem Verlag für das Reziexemplar.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"19. jahrhundert":w=3,"hamburg":w=3,"familiensaga":w=3,"kamerun":w=3,"ellin carsta":w=3,"die ferne hoffnung":w=3,"kakao":w=2,"familie":w=1,"historisch":w=1,"familiengeschichte":w=1,"band 1":w=1,"afrika":w=1,"wien":w=1,"neuanfang":w=1,"brüder":w=1

Die ferne Hoffnung

Ellin Carsta
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 20.02.2018
ISBN 9781542047883
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Die letzte Fahrt - Thriller

Petra Mattfeldt
E-Buch Text: 284 Seiten
Erschienen bei Edition M, 13.03.2018
ISBN 9781503947627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung und Fazit: Mit "Die letzte Fahrt " schafft es Petra Mattfeld einen sehr spannenden und temporeichen Thriller vorzulegen. Besonders gut haben mir die nicht zulangen Kapitel gefallen und natürlich die Szenenwechsel, dies hat den Thriller so enorm spannend gemacht. Carla Bornkamp wird mitten am Tag entführt und ist nun seit Monaten verschwunden, da taucht ganz in der Nähe eine Tote auf. Auf dem ersten Bluck könnte man denken, dass es sich hier um Carla handelt, doch es ist eine andere Frau. Dich bei der Recherche entdeckt die Hauptprotagonisten, dass es Parallelen gibt, die kein Zufall sein können. Wer steckt hinter den Entführungen und wo hält der Täter diese fest. Die beiden Hauptprotagonisten sind Kriminalhauptkommissar Marcus Labrenz und Journalist David Cramer. Ein ungewöhnliches "Ermittlerpaar", aber sehr gelungen und beide ergänzen sich hervorragend. Cramer ist emotional sehr an der Aufklärung interessiert, da seine Cousine vor 30 Jahren entführt wurde, aber auch weil ihn das Leid der Angehörigen sehr beschäftigt. Marcus lässt David an den Treffen der SOKO teilnehmen, was nicht jedem Polizisten gefällt, es herrscht eine Art "Polizisten-Journalisten-Konkurrenz". Aber durch seine akribische Recherche erlangt David Cramer schnell Anerkennung bei den SOKO-Mitgliedern. Als Leser ist man immer Teil der Ermittlungen, der Fortschritte. Gleichzeitig nimmt man durch die Szenenwechsel auch Teil an den Gedanken und dem Handeln des Täters. Man begibt sich mit ihm dorthin, wo er seine Welt aufgebaut hat. Dies hat mir sehr gut gefallen . Außerdem finde ich den Titel des Buches sehr gut gewählt, sehr treffend. Und noch ein Zitat des Buches von Seite 232 "ein alter Spruch sagt: Die Bösen nehmen erlittenes Leid als Rechtfertigung, anderen Leid zuzufügen. Die Helden nehmen es als Ansporn, weiteres Leid zu verhindern." Vielen Dank für das Rezi-Exemplar von netgalley. Eindeutig Leseempfehlung.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

"berlin":w=10,"thriller":w=7,"mord":w=6,"folter":w=6,"spannung":w=3,"grand guignol":w=3,"ermittlungen":w=2,"brutal":w=2,"misshandlung":w=2,"darknet":w=2,"snuff-videos":w=2,"lka-berlin":w=2,"todesmeister":w=2,"krimi":w=1,"tod":w=1

Der Todesmeister

Thomas Elbel
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsbeschreibung: Er fängt sie. Er filmt sie. Er foltert sie. Er ist der Meister des Todes Meine Meinung und Fazit: Thomas Elbel legt mit „Der Todesmeister“ einen packenden und spannenden Thriller vor. Das Buch wechselt zwischen Opfersicht, Mördersicht und Ermittlungsarbeit. Für mich gekonnt gewählt, so fühlt man sich als Teil der Aufklärung. Hauptermittler ist Viktor von Puppe, der gerade frisch vom Innenministerium zum Berliner LKA gewechselt ist. Neben dem Wechsel des Arbeitsgebietes hat er auch noch ein Geheimnis, was ihn zur Ermittlung treibt. Zitat von Seite 23: „Die beste Lüge kleidet sich in das Gewand eines Geständnis.“ An seiner Seite stehen Kenji Tokugawa und Begüm Duran. Mit Kenji kommt er gut klar, er ist ein zwar ein Sprücheklopfer, aber fair im Einsatz. Begüm ist alleinerziehend und ständigem Stress auf Arbeit ausgesetzt, eine Frau im gehobenen Polizeidienst und dann noch eine Türkin. Sie muss sich Respekt verschaffen, gegenüber Viktor ist sie immer gereizt, er kann machen, was er will, es ist immer falsch. Ihre mürrische Art ging mir zum Ende mächtig auf die Nerven und sie wurde zum Eigenbrödler und hat somit viel riskiert und meiner Meinung nach auch Anfängerfehler begangen. Viktor und Kenji‘s Angehörige haben ein dunkles Geheimnis und beide haben in jungen Jahren darunter gelitten, dass hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass sich beide gut verstanden haben. Sie haben sich gut ergänzt und sind so der Aufklärung näher gekommen und haben den Mörder in die Enge getrieben. Einiges vom Ablauf her war meiner Meinung nach konstruiert, zum Beispiel als eine falsche Fährte gelegt wurde und jemand fliehen musste. Bei der Covergestaltung hat sich der Verlag sehr viel Mühe gegeben, der Titel erhaben eingestanzt und eine Fliege, die den Leser betrachten zu scheint, wie der Mörder und Psychopath. Da die Ermittlungsarbeit quer durch Berlin erfolgt, bietet sich meiner Meinung nach ein Stadtplan an, um dem Ermittlertrio besser folgen zu können. Vielen Dank an das Team von kriminetz.de und an Blanvalet für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Punkte.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(175)

333 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

"mord":w=11,"köln":w=10,"80er jahre":w=10,"bergisches land":w=8,"vergewaltigung":w=7,"clique":w=6,"krimi":w=4,"jugend":w=4,"journalist":w=4,"doppelmord":w=4,"blockhütte":w=4,"spannung":w=3,"thriller":w=3,"vergangenheit":w=3,"sommer":w=3

Die Lichtung

Linus Geschke
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.10.2014
ISBN 9783548286365
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsbeschreibung zu „Die Lichtung“ Damals wurde dein bester Freund getötet - jetzt jagst du seinen Mörder. Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt ... Meine Meinung und Fazit Seit ich Anfang des Jahres von der Neuerscheinung „Das Lied der toten Mädchen“ gelesen hatte, wollte ich mit der Reihe rund um Jan Römer anfangen, weil ich gern die Reihenfolge einhalte, um die Entwicklung der Personen verfolgen zu können. Und für mich bedeutet Urlaubszeit endlich Lesezeit. Was für ein temporeicher atemraubender Kriminalroman, tolle Charaktere und eine gelungene Handlung mit erfolgreicher Umsetzung im Verwirren des Lesers. ;-) Ich war auch beim Lesen immer auf der falschen Fährte/Spur und habe mich in die Irre führen lassen. Sehr gut, Herr Geschke. 27 Jahre später wird der Journalist Jan Römer von seiner Vergangenheit eingeholt. Damals wurden zwei Teenager ermordet und er soll jetzt darüber berichten, über seine Freunde, seine verdrängte Vergangenheit, ja Jugend. Jan Römer, 43 Jahre, Journalist, glücklicher Ehemann und Vater, der die jugendliche Vergangenheit bisher erfolgreich verdrängt hat. So nach dem Motto der Zitate: „Hatten wir damals das Falsche aus dem richtigen Grund getan oder das Richtige aus dem falschen Grund“ (Seite 111) oder „... irgendwann war die Lüge zur Wahrheit geworden.“ (Seite 208). Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, in der Gegenwart und im August 1986. Die Erzählform ist perfekt gewählt, somit bekommt die Unsicherheit, die Gedanken von Jan perfekt mit, man spürt die Verwirrung/Unsicherheit des verliebten Jugendlichen und des 44-jährigem Journalisten, der erkennt, dass die Vergangenheit nicht vergangen ist. An seiner Seite befindet sich „Mütze“, Stefanie, eine ehemalige Kollegin. Mit ihr begibt er sich auf die Spuren der Vergangenheit und die Ermittlungen beginnen. Keine typischen Ermittlungen im Rahmen der Polizeiarbeit, aber dennoch gelungen, da anders umgesetzt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und zum Glück habe ich schon den 2. und 3. Teil, so dass ich bald weiß, wie es mit Jan Römer weitergeht, ich freue mich auf tolle Lesestunden.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"historischer roman":w=1,"rungholt":w=1,"okarina":w=1

Die Flöte von Rungholt

Gerit Bertram
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 12.06.2018
ISBN 9782919801244
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung und Fazit: Mit dem Prolog bin ich als Leser gleich mit den Okarinas - Tonflöten vertraut gemacht worden. Es gibt diese seit zwölftausend Jahren und eine Legende berichtete davon das ein alter Mann ein Dutzend davon angefertigt hat und durch Weiterverschenken sollten sie dem neuen Besitzer Glück bringen. So ist auch der Einstieg ins Buch gewählt, kurz vor Ende des 2. Weltkriegs stürzt ein britischer Flieger ab und wird von der Halliggräfin von Südfall - Diana von Reventlow-Criminil gerettet. Eine Adlige, die wirklich gelebt hat. Dies dient der Überleitung zur Geschichte rund um Endres und Levke. Endres musste vor Jahre eine neue Identität annehmen, da in seiner Heimat durch Progrome die ganze jüdische Bevölkerung getötet wurde. Er reist als Tolmetsch durch die Lande und so erfährt man als Leser viel über die verschiedenen Lebensweisen und Ansichten der Bevölkerung. Das bisherige Schicksal hat es nicht gut mit Endres gemeint, schließlich hat er seine ganze Familie verloren, an Liebe hat er schon lange nicht mehr geglaubt, doch seine Wege kreuzten die von Levke. Gerit Bertram schafft eine schöne Atmosphäre, eine bildhafte Sprache und gelungene, nicht fehlerfreie Charaktere und schafft es so, den Leser mitzunehmen. Für die Geschichte zu begeistern. Das Schicksal meint es weitere nicht gut mit Endres, so dass man sich weiter mit ihm auf Reise begibt und für ihn hofft, dass sich das Schicksal auch zum Guten entwickelt. Deutlich wird, dass es Juden zur damaligen Zeit nicht einfach hatten, immer das Ziel von falschen Anschuldigungen waren und in vielen Städten einfach ausgelöschtes worden. Ein sehr gut und anschaulich recherchiertes Buch. Am Ende des Buches ist ein ausführliches Glossar zu finden, was viele verwendete Begriffe oder Ortschaft näher beleuchtet. Auch die verwendete Literatur enthält wichtige Tipps für mich. Interessant für mich war zusätzlich beim Lesen, dass einerseits Personen mit der ähnlichen Schreibweise meines Nachnamens auftauchten und das die kleinere versunkene Insel von Rungholt ebenso hieß ☺️. Für mich das erste Buch von Gerit Bertram, aber sicher nicht das letzte, denn ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt mit diesem sehr gut recherchierten Buch. Vielen Dank, ans das Autorenpaar und an netgalley für das Reziexemplar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(203)

307 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 171 Rezensionen

"schweden":w=8,"familiensaga":w=4,"historischer roman":w=3,"erbe":w=3,"saga":w=3,"agnetas erbe":w=3,"löwenhof":w=3,"familie":w=2,"band 1":w=2,"corina bomann":w=2,"die frauen vom löwenhof":w=2,"freundschaft":w=1,"geheimnis":w=1,"frauen":w=1,"schicksal":w=1

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über Liebe, Frauenrechte, Wirren des 1. Weltkriegs und den Erwartungen der Familie, des Standes. Im Zentrum steht Agneta, die Tochter von Stella und Thure. Sie wird durch einen traumatischen Schicksalsschlag fast über Nacht zur Gräfin des schwedischen Landguts. Das Leben und Leiden von ihr wird in der
Ich-Erzählweise wiedergegeben. ich liebe diese Art der Erzählkunst, so bin ich der Protagonistin besonders nah. Dadurch kann ich als Leser ihre Gefühle gegenüber ihrer Mutter besonders gut nachvollziehen, ihre Zerissenheit, ja Suche nach Nähe und Mutterliebe.
Agneta wächst in einem alten Adelsgeschlecht auf. Grundsätzlich glücklich, doch hat sie nie Mutterliebe erfahren, Gefühle waren nicht erlaubt. Dies wird in folgendem Zitat Seite 101 deutlich:„Zerriss es sie vor Schmerz? Fühlte die sich betäubt? In Familie wie der unsrigen wurde nie über persönliche Befindlichkeiten und Gefühle gesprochen. Es wurde erwartet, dass man funktioniert. Das war ein Grund, warum ich vom Löwenhof wegwollte.“

Das Buch beginnt im Jahr 1913, der Kampf der Frauen um Rechte beginnt, die Suffragetten treten in Erscheinung und Agneta hatte mit ihrer Familie gebrochen, da sie unabhängig von Männern in Stockholm lebte und Kunst studierte, doch dann kam das Unglück und sie musste sich um ihr Erbe, den Löwenhof kümmern.
Eine tapfere junge Frau, die sich ihrem Schicksal beugt und sich aufopferungsvoll ums Erbe kümmert, in dem sie sich Wissen aneignet. Und mit Hilfe Anderer schafft sie es, den Hof am Leben zu erhalten und Pferdezucht erfolgreich weiter zu führen. Hierzu ein Zitat von Seite 243 „Ja, das habe ich. Ich möchte die Zügel so schnell wie möglich in der Hand haben. Jeder Tag, der verstreicht, kostet das Gut Geld.“

Sie entscheidet sich klug und trotz auch ihrer Mutter, das sie im Zeitalter der Frauenbewegung nicht an alten Handlung festhalten möchte.

Sie ist eine starke Frau, die sich nach Liebe sehnt und diese auch erhält, aber immer, wenn sie denkt, dass sie ihr Ziel erreicht, merkt sie, dass sie sich in ihren Gefühlen getäuscht hat oder getäuscht wurde. Was ist Liebe?

Die Autorin schafft es mich mit ihrer bildhaften Sprache mitzunehmen, so ging ich mit Agneta über den Hof, im Wald spazieren, an den Pferdekoppeln vorbei und erlebt den Wandel in der Gesellschaft, der mit der Frauenbewegung, dem Fortschritt des Automobils einherging. Und was mir auch noch besonders gut gefallen hat, dass Agneta und ihre Zife gelesen haben und die Liebe über oder zu Büchern deutlich wird. Siehe auch hier: „Wir sollten auch nicht lesen, um uns die Zeit zu vertreiben, sondern um unseren Geist zu erbauen... Sie sind der Schlüssel zu einem besseren Leben.“

Mit „Die Frauen vom Löwenhof“ hat mir Corina Bomann wunderschöne atemraubende Lesestunden beschert. Was für ein Buch, kann ich da nur sagen. Ich spreche eine deutliche Leseempfehlung aus.

Vielen Dank an den Ullstein-Verlag für das Reziexemplar.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

"historischer roman":w=3,"intrigen":w=2,"schloss":w=2,"17. jahrhundert":w=2,"hannover":w=2,"hofleben":w=2,"liebe":w=1,"familie":w=1,"geschichte":w=1,"liebesroman":w=1,"macht":w=1,"intrige":w=1,"romanze":w=1,"erfolg":w=1,"bastei lübbe verlag":w=1

Das Mätressenspiel

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176984
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung und Fazit:

Durch Schicksalsschläge ist Helena daran gehalten, so schnell wie möglich zu heiraten und um dies gut zu verwirklichen, begibt sie sich somit an den Herzoglichen Hof von Hannover. Denn getroffene Vereinbarungen werden gebrochen. Geld entscheidet, wie so oft, über das weitere Leben von Helena. Hier passt das Zitat von Seite 128 Kapitel „Was für ein Jammer, dass ein großes Vermögen heutzutage immer häufiger über den Wert alten Adels siegt.“

Kaum ist Helena am Hof angekommen, so dreht sich das Schicksalsrad für Helena weiter und sie befindet sich mitten in den Ränkespielen der Mächtigen. Herzogin Sophie und die Mätresse von Ernst August versuchen mit Helena ihre Position am Hof zu festigen - was für ein treffender Buchtitel. Beim Lesen habe ich mit dem Schicksal von Helena gehadert. Sie ist so ehrlich und liebevoll, sie versucht einen Heiratswilligen zu finden, damit sie ihre Familie Geld zukommen lassen kann und dann ist Clara von Platen so kalt. Sie möchte Helena als Mätresse für Georg Ludwig und bringt dieses Arrangement mit einer Hochzeit in Verbindung. Und erpresst damit gleichzeitig Helena, wenn sie nicht mitmacht, dann geht ihr Wunsch nach Heirat nicht in Erfüllung, denn sie ist es, die das Sagen und Einfluss hat. Zu allem Überfluss hat Adrian auch geredet und sein Freund Viktor von Briesen weiß, dass Helena nicht mehr unberührt ist.

Clara von Platen ist extrem kalt, sie berechnet jeden Schritt und dieser ist immer zu ihrem Vorteil.
Die Intrigen von Clara von Platen sind einfach nur unbeschreiblich und falsch.

Es zeigt auch, wie viele am Hof falsch sind und es genießen andere in Dreck zu ziehen und Gerüchten Glauben schenken, es bringt ihnen ja nur Vorteile.
Freundschaft bedeutet nichts, obwohl Helena zu niemanden eine enge Freundschaft schließen konnte.

Doch einen Verbündeten hat sie, Floriano. Die Liebe zwischen ihr und Floriano ist so toll und so herzlich.
Meine Lieblingszitat auf Seite 277 Kapitel 28:“ Die Worte verstehe ich nicht, aber du solltest den ganzen Tag singen. Die Welt würde dadurch schöner. - Helena und seine Antwort „Ich muss singen, im das zu erreichen. Du hingegen musst einfach nur sein.“

Der Alltag und die verschiedenen Pflichten am Hof werden sehr gut und plausibel erläutert. Auf was man alles achten muss und was die Etikette vorschreibt/verbietet (das man mitunter nicht auf Toilette gehen darf - so dass einem gleich die Erzählungen von Schloss Versailles und dessen Gerüchen einfallen). Um den Durchblick bei all den Höflingen und Personen zu wahren, ist das Personenregister sehr gelungen.

In die wunderschöne Geschichte konnte ich unheimlich schnell eintauchen. Ich habe es genossen, mit Helena die Begebenheiten am Hof gemeinsam zu erleben. Einfach nur toll geschrieben und die Information im Nachwort sind ganz klasse, so lässt mich die Autorin an weiterem Wissen teilhaben. Ich bin sehr von diesem Buch beeindruckt, sehr sehr gelungen. Einziger Kritikpunkt, es ist schon zu Ende. Eine klare Leseempfehlung. Und ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt.

Mein Dank gilt dem Verlag für das Reziexemplar und natürlich Martha Sophie Marcus für dieses Buch und die gelungene Begleitung der Leserunde.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(76)

81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

"norwegen":w=4,"krimi":w=3,"spannung":w=2,"oslo":w=2,"mord":w=1,"serie":w=1,"kriminalroman":w=1,"düster":w=1,"fortsetzung":w=1,"band 3":w=1,"sekte":w=1,"ritual":w=1,"abgründig":w=1,"skandinavien-krimi":w=1,"verlag list":w=1

Der einsame Bote

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783471351505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung und Fazit: Gard Sveen legt mit „Der einsame Bote“ schon den 3. Band rund um den Ermittler Tommy Bergmann vor. Erneut schafft er es mich mit dem abwechslungs- und temporeichen Kriminalroman zu begeistert. Ich hatte tolle Lesestunden, jedoch konnte er mich diesmal nicht ganz so mitnehmen wie in den Vorgängerromanen, irgendwie war mir Tommy nicht so nah. Richtig beschreiben kann ich es gar nicht. Sicherlich war Tommy weiterhin sehr speziell in seiner Eigenheit, irgendwie stur und uneinsichtig gegenüber seinem Vorgesetzten. War er schon immer, aber diesmal hat es mich gestört, weil so meiner Meinung nach, die Aufklärung ins Stocken gerade ist. Und Diejenigen, die für die erneuten Morde und Entführung der jungen Amanda verantwortlich sind, haben eine Überzeugung oder Weltanschauung, die mir beim Gedanken daran, Gänsehaut beschert. Der Weg zur Aufklärung war langwierig, ja steinig, doch die letztendlich Klärung wirkte für mich etwas zu inszeniert. Was mir jedoch gefallen hat, dass erneut die Ermittlerin Susanne wieder mit an Bord gewesen ist. Ihre Art gefällt mir, sie hat auch den unbedingten Willen den Fall aufzuklären und macht sich auch abends noch zu Befragungen auf, obwohl sie zeitweise noch mit den traumatischen Erlebnissen des letzten Falls zu kämpfen hat. Das Buch endet erneut mit einem Cliffhanger, auf die wahrscheinliche Fortsetzung freue ich mich bereits. Danke an den Verlag für das Reziexemplar.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"england":w=2,"historischer roman":w=2,"tudor":w=2,"mari griffith":w=2,"liebe":w=1,"geschichte":w=1,"frankreich":w=1,"historisch":w=1,"historischer liebesroman":w=1,"bastei lübbe":w=1,"owen":w=1,"englische geschichte":w=1,"lesejury":w=1,"historische begebenheiten":w=1,"tudor-dynastie":w=1

Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman

Mari Griffith
E-Buch Text: 405 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 22.05.2018
ISBN 9783732551323
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung und Fazit:

Catherine wird schon in jungen Jahren von ihren Eltern ins Kloster „abgeschoben“. Ihre Mutter Isabeau ist sehr von sich eingenommen und liebt Macht und Intrigen, ihr Vater Karl VI. ist geisteskrank und Isabeau lässt keinen Moment aus, ihm dies merken zu lassen. Gefühle für ihre Tochter sind kaum vorhanden, sie ist nur daran interessiert, Catherine gut zu verheiraten. Sicherlich dient die Hochzeit dazu eine Allianz beider Reiche, zwischen Frankreich und England, zu bilden. Nach ihrer Meinung wird Catherine nicht gefragt, sie muss sich fügen. Dies ändert sich auch kaum im Laufe ihres Lebens.
Mitunter konnte ich mich gut in Catherine hineinversetzen, wie es ihr geht, wie die Gedanken Achterbahn fahren, z.B. beim der Aussicht den berüchtigten Heinrich V. zu heiraten. Sie ist sehr liebevoll und herzlich, vor allem im Umgang mit ihrer Zofe Guillemote. Standesunterschiede sind ihr egal.

Nach dessen Tod war sie abhängig von denen, die die Machtzügel in der Hand hatten und wurde wieder durch andere bestimmt, bzw. bestimmten andere über ihren Sohn. Ich stelle es mir unheimlich schwer vor, wenig Kontakt zum eigenen Kind zu haben. Sie hadert mitunter mit ihrem Schicksal, doch für meine Begriffe mit zu wenig Einsatz. In folgendem Zitat von Seite 256 wird ihr Schicksal meiner Meinung nach deutlich: „...einsame junge Frau in der Fremde, die von Menschen umgeben war, die sich nicht im Geringsten für sie interessierten.“ Es ist doch schließlich ihr Erstgeborener gewesen.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie sich mit dem Glück, was sie mit Owen genießen konnte, zufriedengeben hat.

Grundsätzlich war sie stark, aber bis zum letzten hat sie nicht gekämpft.
Grundsätzlich stand dann ihre Liebe zu Owen im Mittelpunkt, hier hätte ich mir noch mehr Einblick in das Leben von Wales gewünscht, das kam mir zu kurz, auch der geschichtliche Bezug. Bei der Übersicht der Stammbäume war ja die walisische Seite abgebildet und so bin ich davon ausgegangen, dass ich hier mehr erfahre.

Über ihren Sohn Heinrich VI. erfahren wir immer mal etwas darüber, wer gerade über ihn bestimmt und so versucht seine Macht am Königshof zu festigen. Auf die Gefühle des Kindes Heinrich VI hat kaum einer Rücksicht genommen, hier ist eindeutig eine Parallele zu seiner Mutter zu sehen. Grundsätzlich war klar, dass die Königin Catherine im Mittelpunkt steht, doch ein Stück weit habe ich gehofft, dass auch etwas mehr über sein Leben in der Geschichte an sich zu erfahren ist.

Besonders gelungen finde ich die Stammbäume am Anfang des Buches. Damit hat man als Leser einen guten Überblick über die handelnden Personen, wer mit wem usw. Hier hat der Verlag sehr viel Mühe investiert und die historischen Anmerkung am Ende des Buches haben mir sehr zugesagt. Ich habe auch noch was hinzugelernt, denn ich wusste zum Beispiel nicht, dass am englischen Hof nach wie vor Französisch gesprochen wurde.

Ich vergebe 4 von 5 Punkte für das Buch und bedanke mich beim Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar und die Erkenntnisse in der Leserunde.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

hitorischer roman, judenverfolgung, morde, spannung

Der Teufel von Straßburg

Heidrun Hurst
E-Buch Text: 372 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 28.02.2018
ISBN 9783961481446
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung und Fazit 


Lange Zeit habe ich schon Bücher von Heidrun Hurst auf meiner Lese-Wunschliste und immer ist ein anderes Buch dazwischen gekommen. Nun frage ich mich ernsthaft WARUM? Denn mit "Der Teufel von Straßburg" hat mich Heidrun Hurst überzeugt, sie schreibt wundervolle, gelungene, fesselnde und spannende historische Bücher. 

Besonders hervorheben möchte ich, dass man einfach beim Lesen soviel lernt oder Wissen verfestigt wird. Zum Beispiel erfährt man, dass es auch vor Weihnachten eine Fastenzeit gab (gibt) und das Jahr nicht schon immer zu Silvester zu Ende ging. Aber das ist nicht alles, man erfährt soviel über den Alltag der damaligen Zeit, den Weisheiten oder auch Vorurteilen. So dass ich öfters den Kopf schütteln musste, über soviel Starrsinn. Das Wissen, die Erläuterung werden nicht oberlehrerhaft hingeworfen, sondern sind in die Stränge der Geschichte eingewoben. 

In Straßburg geht eine Bestie um, kleine Jungs werden tot aufgefunden. Zunächst Gassen-oder Waisenjungs, dann Kinder von angesehenen Bürgern. Ein Schuldiger muss schnell gefunden werden und schön findet wir uns als Leser in der mittelalterlichen Wahrheitsfindung wieder. Sehr beeindruckend und auch bedrückend geschrieben. Deutlich wird hier die Stellung des Henkermeister/Scharfrichter. Sie galten als Unehrliche und mussten weit von dem Stadtgeschehen leben, niemand suchte mit ihnen Kontakt, sehr traurig. 

Heidrun Hurst schreibt sehr bildhaft, was in diesem Satz von Seite deutlich wird "Ein Schauer lief wie ein pelziges Tier über ihren Rücken.". Dadurch werden die Szenen sehr lebendig. Ich erinnere mich mit Graus an die Szene mit dem Judenprogrom. Einfach schlimm und übel, wie für das eigene (drohende) Schicksal Andere verantwortlich gemacht werden. Und wie viele von dem Tod der Juden profitiert haben und immer weitergeht der Hass, brandaktuell denn je. 

Die Hauptprotagonisten sind sehr menschlich dargestellt worden, mit ihren Fehlern und Eigenheiten und sie sind mir ans Herz gewachsen. Was mache ich jetzt ohne Adelheid, Martin, Gerdrudis und Levi? Hier noch zwei Zitate aus dem Buch, die mir sehr gefallen haben und viel ausdrücken. Gertrudis Seite 154 "vielleicht solltest auch du ein paar Dinge ändern, bevor es zu spät ist." Martin Seite 274: "Bist du noch nie auf die Idee gekommen, dass man sich das eigene Schicksal nicht immer aussuchen kann?" 

Mein Dank gilt Heidrun Hurst für dieses tolle Buch und dem Verlag dotbooks.de für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. 

Ich spreche hier eine deutliche Leseempfehlung aus. Lest dieses Buch! 

Und ich hole mir die bereits erschienen und hoffe auf viel Lesezeit.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(112)

177 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

"thriller":w=6,"jenny blackhurst":w=3,"spannung":w=2,"psychothriller":w=2,"unheimlich":w=2,"hexerei":w=2,"bestrafung":w=2,"unfälle":w=2,"pflegekind":w=2,"unheimliches":w=2,"buch: das böse in deinen augen":w=2,"mord":w=1,"mobbing":w=1,"bastei lübbe":w=1,"waisenkind":w=1

Das Böse in deinen Augen

Jenny Blackhurst , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.2018
ISBN 9783404176892
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung und Fazit:
"Das Böse in deinen Augen" ist für mich das erste Buch der Autorin Jenny Blackhurst. Die Hauptprotagonistin Imogen hatte keine gute Kindheit, sie war meist auf sich allein gestellt und hat keine Liebe erfahren. Nach einem Vorfall bei ihrem alten Arbeitgeber zieht sie wieder in ihre Heimat nach Gaunt, um dort mit Kindern zu arbeiten, die Probleme oder auffällig in der Schule sind.
Die erste Begegnung mit ihr und Ellie ist abstrakt, doch man merkt gleich, wie einfühlsam Imogen ist.
Was sehr auffällig ist, dass die Bewohner von Gaunt eine verschworene Gemeinschaft zu sein scheint und Gerüchte sprechen sich schnell rum, wer nicht reinpasst, wird schlecht geredet. Der Ort ist sehr von Vorurteilen geprägt ist und Dinge, die passieren, werden immer gleich Ellie zugeschrieben.

Ellie, die zweite Hauptprotagonistin lebt in einer Pflegefamilie, nach dem ihre Familie bei einem Brand ums Leben gekommen ist. Sie hat es in der Schule nicht leicht, sie wird beschimpft und herausgefordert. Es geschehen dann Dinge, dich kann dafür ein 11-jährigem Mädchen verantwortlich sein? Hier wird Imogen einfühlsame Art sichtbar, sie glaubt an nichts übernatürliches und versucht das normal zu klären.

Die relativen kurzen Kapitel machen das Buch spannend und abwechslungsreich, es finden viele Szenenwechsel statt. Es sind viele spannende Momente und erschreckenden Situationen, die abwechselnd stattfinden. Die Szene im verlassenen Wohnblock ist mir noch in Erinnerung, diese fand ich klasse beschrieben, packend, bei mir lief richtig ein Film ab und ich glaub, ich hab kaum geatmet.
Was das Buch grundsätzlich interessant macht, ist dass man nicht immer weiß, ob dies real passiert oder dem Leser nur so suggeriert werden soll.

Imogens Sicht wird aus der Ich-Perspektive erzählt, diese Wahl fand ich gut und hat die Eigenschaften dieser Person noch mehr hervorgehoben. Dies wird vor allem darin deutlich, dass Imogen alles richtig machen möchte, lässt Ellie aber sehr an sich ran, den rechten Abstand gelingt ihr nicht.

Es passiert viel und die Szenenwechsel folgen Schlag auf Schlag, da finde ich es sehr stören, dass hier zu den Kapiteln keine Tagesangaben/ Datumsangaben vorhanden sind, mir fällt es so schwer, einzuschätzen, wie viel Zeit z.B. seit Ereignis A und Ergebnis B liegen.

Was mich auch gestört hat, ist, dass zum Beispiel die Frage zu Imogens Vorgängerin Emily geklärt wurde, es aber den Anschein hatte, dass einfach was dazu geschrieben werden musste, es hat nicht so recht gepasst. Die Aufklärung des Falls, das Ende lässt mich trotzdem noch mit Fragen zurück.
3,5 von 5 Sternen.

Vielen Dank für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

  (1)
Tags:  
 
151 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.