marcel110891s Bibliothek

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19 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Zwillingsblut - Der Kampf der Zwerge

Hendrik Lambertus
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404209101
Genre: Fantasy

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146 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Warum kommt es uns manchmal so vor, als ob die Zeit unterschiedlich schnell vergeht? Ophelia hat sich darüber nie wirklich Gedanken gemacht, bis sie eines Tages beginnt, die Zeit zu sehen. Denn Ophelia ist eine Zeitlose und besitzt die seltene Gabe, die Zeitströme zu beeinflussen. Doch kaum hat sie von diesen Fähigkeiten erfahren, spielt die Zeit plötzlich überall auf der Welt verrückt. Gemeinsam mit dem mysteriösen Leander muss Ophelia die Ursache für das Zeitchaos finden. Dabei kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das die gesamte Welt der Zeitlosen auf den Kopf stellen wird.


In diesem Buch entführt uns die Autorin Mechthild Gläser in eine Welt, in der die Zeit nicht nur von Uhren vorgegeben wird, sondern als Staub für die sogenannten Zeiter sichtbar und manipulierbar ist. Der Leser entdeckt durch die Augen von Ophelia Pendulette diese faszinierende Welt und erlebt, wie sie in einen Strudel von Verschwörungen und Geheimnissen gerät.

Durch die Ich-Perspektive entsteht ein intensives Erlebnis der Geschehnisse, wovon vor allem die actiongeladenen Teile der Geschichte sehr profitieren, wie zum Beispiel die rasanten Fahrten auf dem Fluss der Zeit. Die Unwissenheit des Charakters überträgt sich auf den Leser und lädt zum Raten ein. Zwischendurch gibt es erfrischende Perspektivwechsel, welche die Geschehnisse aus der Sicht des Jungen Leander erzählen. Da diese Figur eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt werden so kleinere Geheimnisse und die Hintergrundgeschichte offenbart und auch diese Figur wächst einem dadurch immer mehr ans Herz.

Die wichtigen Charaktere der Geschichte sind überschaubar, doch bis auf Ophelia und Leander gibt es keine wirkliche Hauptperson. Zu oberflächlich wurden die anderen Charaktere in die Geschichte eingebaut, persönliche Hintergrundgeschichten werden meist nur angeschnitten. Es wirkt so, als ob die Charaktere nur für den Zweck erdacht worden sind die Geschichte voranzubringen.
Dies funktioniert jedoch sehr gut. Zwar hätte ein wenig mehr persönliche Geschichte einzelnen Figuren gutgetan, doch so entstehen keine langatmigen Abschnitte und nur selten entsteht das Gefühl etwas vorenthalten zu bekommen. Den beiden Hauptcharakteren tut dies ebenfalls gut, da für ihre eigene Entwicklung genug Zeit genommen wird.

Spannend und actionreich wird die Geschichte selber erzählt. An den spannenden Stellen werden die Szenen ausgiebig beschrieben und Übergänge werden kurzgehalten. Dies führt dazu, dass sich das Buch sehr flüssig und schnell liest. Der Leser will immer wissen, wie es nun weitergehen wird, da jedes Kapitel mit einem neuen Ereignis in Aussicht endet. Die Geschichte wird immer sinnvoll weitererzählt, ohne dass Logiklücken entstehen würden und das Ende rundet die Geschichte stimmig und zufriedenstellend ab.
In der Geschwindigkeit liegt jedoch gleichzeitig auch die Schwäche dieses Buchs. Am Ende hätte es der Geschichte gutgetan noch ein wenig ausführlicher die Folgen der Ereignisse zu schildern. Manche interessanten Geschehnisse wurden als Übergang genutzt, bei denen Potential für mehr Inhalt gewesen wäre. Durch die Geschwindigkeit werden auch die Geschichten mancher Charaktere sehr kurz gehalten. Das Handwerk der Zeitmanipulation wird ebenfalls nur rudimentär erklärt und die genaue Mechanik dahinter vernachlässigt. Hier wäre mehr drin gewesen.

Alles in allem hat mir die Geschichte von Mechthild Gläser über Ophelia und die Welt der Zeiter sehr gut gefallen. Diese Welt, in der Zeit manipuliert werden kann, fand ich spannend und interessant und sie wurde sehr real beschrieben. Es gab in der Geschichte keine Tiefen und obwohl ich als Leser von einem Höhepunkt zum Nächsten gerast bin, ohne wirklich mal Luftholen zu können, wurde ich gut unterhalten. Nur nach Ende der Geschichte hätte ich mir doch mehr Tiefgang, mehr Hintergrundgeschichten der Charaktere und eine Auflösung der Folgen der Geschehnisse gewünscht. Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Fantasy-Geschichten liest, die in unserer Welt und mit einer besonderen Art der Zeitdarstellung spielen.

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Tags: fantasy, reale welt, zeit   (3)
 

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Origin

Dan Brown
Fester Einband: 670 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 04.10.2017
ISBN 9783431039993
Genre: Krimi und Thriller

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659 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

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Magier

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 793 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.12.2007
ISBN 9783570304334
Genre: Fantasy

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(169)

260 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

The Woman in the Window

Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert ...

 

Die Geschichte

In "The Woman in the Window" finden wir uns im Haus von Anna Fox wieder, welche ihr Haus seit längerer Zeit nicht mehr verlässt. Ihr Leben besteht aus Schach spielen, Chatten und dem Beobachten der Nachbarn. Nachdem die Familie Russel nebenan einzieht, wird sie mit ihrem eigenem Leben konfrontiert. Als sie dann noch Zeugin eines Verbrechens wird und ihr niemand glauben schenkt, wird ihr trist wirkendes Leben komplett auf den Kopf gestellt.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Das Buch beginnt langsam und lässt den Leser beinahe vorsichtig in die Welt von Anna Fox eintauchen. So wird die Familie vorgestellt, ihr Haus, ihre Nachbarn und ihr Alltag. Durch die verteilten Informationshäppchen wird dies nicht langweilig, sondern motiviert dazu, Anna Fox näher kennen zu lernen. So ergibt sich nach und nach ein eigenes Bild von dieser Frau.
Ab der Hälfte des Buches beginnt es dann spannend zu werden, nachdem das Verbrechen geschieht. Der Leser wird durch geschickte Plot-Twists und der Tatsache, dass Anna Fox niemand Glauben schenkt, immer wieder auf unterschiedliche Bahnen gelenkt, wodurch das mitraten bis zum Ende spannend bleibt.

Kurz vor Ende gibt es allerdings einen kurzen Abschnitt, indem die Fahrt aus der Geschichte genommen wird. Vielleicht sollte dies dazu dienen, dem Leser eine Pause zu gönnen, doch kommt hier tatsächlich ein wenig Langeweile auf. Hier wäre kürzer besser gewesen meiner Meinung nach.
Das Ende des Buches kann jedoch auf voller Länge überzeugen und die Geschichte  zu einem tollen Abschluss bringen.

Die Charaktere

Der Hauptcharakter ist selbstverständlich Anna Fox und dieser Charakter hat viel zu bieten. Durch ihre Vorgeschichte, die der Leser nach und nach entdeckt, zeigt sich eine vielschichtige Frau, die viel hinter sich hat und mit der ich Mitleid, Freude und Angst gehabt habe, während des Lesens.
Trotz meiner Erwartung erfährt der Leser aber wenig über die anderen Familien der Straße. Nur die Familie Russel wird gut ausgeleuchtet und spielt neben Anna die Hauptrolle.  Alle drei Familienmitglieder rücken immer mal wieder in den Mittelpunkt und nach und nach ergibt sich ein Bild über diese.


Der Schreibstil

Der Autor erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive von Anna Fox. Durch die Präsensform ist der Leser direkt im Geschehen und dies tut vor allem der Spannung in der zweiten Hälfte des Buches sehr gut. Sowohl Angst, Verwirrung, Freude und Verbitterung werden auf diese Weise sehr gut transportiert.
Die einzelnen Kapitel sind außerdem relativ kurz gehalten, wodurch es schwer ist, das Buch wegzulegen. Nach jedem Kapitel will man wissen, wie es weiter geht.
Nur die Übersetzung schien mir teilweise ein wenig verworren zu sein, was am Anfang das reinkommen in den Lesefluss etwas erschwerte.


Fazit

"The Woman in the Window" hat mir persönlich sehr gut gefallen. Durch die kurzen Kapitel und den sehr guten Schreibstil war ich von Anfang an an das Buch gefesselt. Der langsame Einstieg war nötig, um die Spannung für den zweiten Teil aufzubauen und bis zum Schluss habe ich mitgefiebert und gerätselt, was wirklich vorgefallen ist. Jedem Krimi- und Thriller-Fan kann ich dieses Buch nur empfehlen, vor allem Liebhabern von dem Film "Das Fenster zum Hof".

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Thirteen Problems

Agatha Christie
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 04.03.2002
ISBN 9780007120864
Genre: Sachbücher

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52 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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A Dance With Dragons

George R. R. Martin
Flexibler Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Voyager Books, 09.03.2012
ISBN 9780006486114
Genre: Fantasy

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

britische autoren, britische klassiker, das zeichen der vier, detektivgeschichte, ermittlungen, fischer, fischer verlag, holmes, indien, john, john watson, klassiker, krimi, literatur des 19. jahrhunderts, sherlock holmes

Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier

Arthur Conan Doyle , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596035663
Genre: Krimi und Thriller

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156 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

affen, dna, ethik, experimente, forschung, gene, genetik, genforschung, genmanipulation, gentechnik, korruption, thriller, tierversuche, usa, wissenschaft

Next

Michael Crichton , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.07.2008
ISBN 9783442466726
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

echt fantasievoll, fantasy, magie, merli, merlin, überraschende wendung, wales, zauberer, zauberkräfte, zaubern

Merlin. Wie alles begann

Thomas A Barron , Irmela Brender , Ian Schoenherr
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2007
ISBN 9783423210232
Genre: Fantasy

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244 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

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Artemis Fowl - Der Comic

Eoin Colfer ,
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.09.2008
ISBN 9783551357793
Genre: Jugendbuch

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Salem's Lot

Stephen King
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton General Division, 02.08.2011
ISBN 9780340951477
Genre: Fantasy

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(586)

938 Bibliotheken, 40 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

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The Girl on the Train

Paula Hawkins
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 29.01.2015
ISBN 9780857522313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Girl on the Train

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

 

Die Geschichte

In „Girl on the Train“ erleben wir die Geschehnisse aus Sicht von Rachel, einer Frau, die jeden Tag den Zug nach London nimmt und dabei die Bewohner am Rande der Bahnstrecke beobachtet. Eines Tages beobachtet sie etwas, dass sie zu tiefst schockiert und kurz darauf verschwindet auch noch eine Frau, die sie öfter beobachtet hat. Sie meint, dass ihre Beobachtungen bei der Aufklärung des Verschwindens helfen können und so beginnt eine spannende Geschichte.

An der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, dass der Spannungsbogen bis zum Ende sehr hoch ist. Im ersten Teil lernt der Leser Rachel und ihre Geschichte etwas näher kennen und auch ihr Umfeld, vor allem die Bahnstrecke nach London.
Kleine Beobachtungen und Besonderheiten verleiten dazu, schon direkt nach dem Verschwinden der Frau „Jess“, sich Theorien über ihren Verbleib zu überlegen. Dabei entdeckt Rachel immer mehr Indizien, die in unterschiedliche Richtungen führen und damit bleibt die Auflösung des Falls eine Überraschung, bei der sich der Leser denkt: Na klar, darauf hätte man doch kommen können!

Negativ an der Geschichte fand ich, dass es eine kleine Spannungspause gegen Ende des Buches gibt, wo keine neuen Theorien auftauchen, sondern die Theorien in ihrer Glaubwürdigkeit hinterfragt werden. Dies kann zwar auch spannend sein, hat bei mir aber das Gefühl ausgelöst, dass ich nur noch die Auflösung wissen will, da die Spannung etwas nachließ.
Auch die Auflösung an sich gefiel mir von der Länge her nicht so gut. Am Ende ging es ziemlich schnell, wodurch das Lesen sehr hektisch wurde und das Buch plötzlich zu Ende war. Solch abrupten Enden gefallen mir nicht so sehr.

Die Charaktere

Insgesamt gibt es eigentlich fünf Hauptpersonen in der Geschichte, welche regelmäßig auftauchen und deren Charaktere der Leser kennen lernt. Dabei wird nur die Lebensgeschichte von Rachel und „Jess“ ausführlich behandelt, was im Rahmen der Haupthandlung aber vollkommen ausreichend war. Mit Rachel konnte ich sowohl Mitleid als auch Ungeduld empfinden, für Jess Mitleid und Ärgernis über ihr Verhalten. Dementsprechend positiv würde ich die Charakterdarstellung bewerten, da es Charaktere aus dem Leben sind und sie sowohl positive wie negative Gefühle beim Leser auslösen. Dabei verhalten sie sich niemals ungewöhnlich, sondern immer nachvollziehbar in ihrer Rolle.
Nur die drei männlichen Charaktere, von denen zwei Hauptfiguren sind und eine Nebenfigur, empfand ich als sehr überspitzt dargestellt. Es passte zu der Geschichte, keine Frage, aber irgendwie blieben nur negative Gedanken am Ende übrig, was ich im Nachhinein für etwas schade finde. Hier hätte auch eine positive männliche Figur einen Platz finden können.

 

Der Schreibstil

Die Kapitel lesen sich, finde ich, wie ein Tagebuch der jeweiligen Person, wobei sich die erzählende Person immer in der Ich-Perspektive befindet und auch von Kapitel zu Kapitel wechselt. Hierdurch werden unterschiedliche Sichtweisen auf den Fall und die Geschehnisse ermöglicht, was der Spannung guttut.
Durch den Tagebuch-Stil hatte ich immer das Gefühl, den nächsten Eintrag lesen zu wollen, wodurch sich eine enorme Sog-Wirkung entwickelt hat. Wenn der Charakter in einem Eintrag vom Morgen eines Tages seine Pläne für den Tag beschreibt und der nächste Eintrag vom Abend desselben Tages ist, konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen und musste wissen, was passiert war.


Fazit

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine Mischung aus Krimi und Thriller und der Spannungsbogen hält sich beinahe durchgehend hoch. Durch den Tagebuch-Stil liest sich die Geschichte sehr persönlich, wodurch die Charaktere dem Leser sehr „nah“ sind und sowohl positive wie negative Gefühle entwickeln sich mit der Zeit.
Die Auflösung des Falles war mir persönlich zu hektisch und schnell gelöst, doch alles in allem hat mich der Schluss überrascht und daher kann ich es nur wärmsten weiterempfehlen.

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Tags: england, krimi, london, thriller, zug   (5)
 

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(1.298)

2.204 Bibliotheken, 14 Leser, 13 Gruppen, 260 Rezensionen

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Die Therapie

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2006
ISBN 9783426633090
Genre: Krimi und Thriller

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

1930er, 20. jahrhundert, england, geständnis, kirche, krimi, miss marple, mord, mörder, pfarrhaus, roman, schuld, st. mary mead, unterschlagung, verbrechen

The Murder at the Vicarage

Agatha Christie
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 04.03.2002
ISBN 9780007120857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor wenigen Stunden hat Pfarrer Clement noch gesagt, der Menschheit
würde ein großer Dienst erwiesen, wenn jemand Kirchenvorsteher Colonel
Protheroe ins Jenseits befördere - nun ist Protheroe tatsächlich tot und
Pfarrer Clement in einer unangenehmen Situaion. Zum Glück führt das
seitliche Tor der Pfarrei direkt in den Garten von Miss Marple, die die
Ermittlungen aufnimmt....

Der Leser verfolgt aus der Sicht des Pfarrers Clement den Mordfall rund um den Ermordeten Colonel Protheroe. Dies wirkt zuerst verwunderlich, da die eigentliche Hauptperson Miss Marple ist, doch lernt man die alte Dame so auf eine außergewöhnliche Art und Weise kennen und mögen.

Nach einer kleinen Einführung in das Stadtleben von St. Mary Mead und seine Bewohner, die der Pfarrer berufsbedingt gut kennt, geschieht auch schon frühzeitig der Mord. Genau wie der Pfarrer steht der Leser vor vielen Rätseln, doch die detektivische Ader und die vielen bereitwilligen Mithelfer (unter ihnen auch Miss Marple) liefern bald die ersten Ideen und Theorien, wer der Mörder gewesen sein könnte.
So begibt sich der Leser auf eine Berg- und Talfahrt und die Geschichte lässt sehr viel Spielraum, um eigene Theorien aufzustellen und so manchen Hinweis zu entdecken, den der Pfarrer übersieht. Dabei erwischt man sich als Leser selber, wie sich Vorurteile gegenüber den Stadtbewohnern als übereilt herausstellen und ein geradezu perfekter Beweis sich in Luft auflöst.
Durch viele kleine Geschichten und Ereignisse, die den Mordfall begleiten, bleibt die Spannung bis zum Schluss hoch und neue Wendungen überraschen nicht nur den Pfarrer Clement regelmäßig.

Die Charaktere in der Geschichte sind vielschichtig und glaubwürdig, viele kleine Geheimnisse und Charakterzüge führen dazu, dass sich Vorurteile und gezielte Meinungen bilden können. Außerdem verhalten sich die Menschen in St. Mary Mead glaubhaft, wodurch eine atmosphärische Krimigeschichte entsteht.

Alles in allem kann ich diesen Roman nur sehr empfehlen für alle Krimi-Begeisterten und jene, die es noch werden wollen. Ich freue mich jeden Falls schon sehr auf mein nächstes Zusammentreffen mit Miss Marple, um mich ein weiteres Mal von ihr belehren zu lassen, warum meine Theorien total falsch sind.


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(108)

291 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281010
Genre: Fantasy

Rezension:

Einst bewachten die Zwerge den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land mit seinen Menschen und Elben vor den Heeren des Bösen zu beschützen. Verrat bahnt Orks und Ogern den Weg, und das Tote Land breitet sich mit seinen Schrecken aus.

Der Zwerg Tungdil ist bei dem Magier Lot-Ionan unter Menschen aufgewachsen und kennt die Bräuche seines Volkes nur aus Büchern. Da wird der junge Schmied von seinem väterlichen Freund auf die Reise geschickt. Doch aus dem Botengang wird unverhofft das große Abenteuer. Um die Einheit der fünf Stämme zu bewahren, behauptet der greise Zwergengroßkönig Gundrabur, er sei ein verschollener Königssohn. Und plötzlich steht Tungdil an vorderster Front im Kampf gegen das Böse und muss das Geborgene Land retten.

 

Die Geschichte

Die Geschichte rund um Tungdil hat mir sehr gut gefallen. Sie beginnt mit einer harmlosen „Quest“ (engl. Aufgabe), die Tungdil durch das geborgene Land führen wird und sich im Verlauf immer mal wieder ändert. So überrascht die Geschichte mit Wendungen und kleinen Abenteuern, die neben der Hauptgeschichte erzählt werden.
Etwas schade fand ich jedoch, dass das geborgene Land selbst am Ende des Buches einem als Leser noch sehr unbekannt vorkommt. Dies liegt daran, dass die Geschichte des Landes nur selten vertieft wird und die Erzählung sich auf Tungdils Geschichte konzentriert. Hier hätte ich mir mehr Informationen, Geschichten, Legenden und ähnliches gewünscht.

Wie es sich für einen anständigen Zwergen-Fantasy-Roman gehört gibt es auch größere und kleinere Schlachten. Diese sind zwar meistens kurzweilig, doch fügen sie sich gut in die Geschichte ein und vermitteln eine ständige Bedrohung, die das geborgene Land heimsucht und welche sich im Verlauf der Geschichte immer weiter ausbreitet und stärker wird.
Doch auch hier bleiben die Schlachten oberflächlich. Die Geschehnisse werden mir nicht ausführlich genug beschrieben und springen von einer Handlung zur nächsten, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass auch noch eine ganze Armee an der Schlacht beteiligt ist.

Der Spannungsbogen bleibt dennoch konstant hoch und als Leser will man wissen, wie es auf der Reise von Tungdil weitergeht, da auch nie ein Leerlauf in der Geschichte vorkommt. Durch den ein oder anderen Perspektivwechsel werden spannende Intrigen erzählt und beleuchtet und als Leser fiebert man mit, wenn Tungdil von der Folge einer Intrige eingeholt wird.


Die Charaktere

Nicht nur Zwerge gehören zu den Protagonisten in diesem Buch, sondern auch Menschen, Elben, Albe und Magier und noch einige weitere.
Vor allem die Zwerge, welche natürlich die Haupt-Protagonisten sind, entsprechen meinem Bild von Zwergen: Rau, Kampflustig, Handwerklich begabt und sie lieben die guten, deftigen Speisen und ein gutes Bier darf auch nicht fehlen. Nie habe ich das Gefühl gehabt, dass meine Erwartungen an Zwerge enttäuscht wurden, doch neue Eigenschaften, die ich vorher nicht kannte oder erwartet hätte, tauchten auch keine auf.

Auch das Zusammenleben mit anderen Völkern, wie zum Beispiel den Menschen und Elben, ist realistisch dargestellt. Die Menschen haben Vorurteile, doch verstehen sich mit den Zwergen ganz gut, welche wiederum ihre Vorurteile gegenüber Menschen haben. Elben sind die verhassten Gegner der Zwerge und auch die Elben stehen eher auf Kriegsfuß mit ihnen.
Durch die unterschiedlichen Clans der Zwerge verhindert Markus Heitz, dass es nur ein monotones Zwergenvolk gibt. Jeder Clan hat seine speziellen Charakterzüge und Fertigkeiten, wodurch eine gute Mischung entsteht.

 

Der Schreibstil

Markus Heitz hat einen angenehmen Schreibstil zum Lesen und beschreibt die Handlungen und Charaktere in ihrem Rahmen angemessen. Doch für mich hätten mehr Beschreibungen der Landschaften und Orte dem Roman gutgetan, da manchmal das Gefühl auftrat, dass Markus Heitz nur schnell einen Übergang finden wollte und dabei ihm die Beschreibung an sich nicht wichtig war.


Fazit

Alles in allem kann ich jedem dieses Buch wärmstens empfehlen. Wer Fantasy mag wird hier eine gute und spannende Geschichte finden und wer Zwerge toll findet, so wie ich, wird sich daran erfreuen, dass sie in diesem Buch endlich eine Hauptrolle haben und dieser mehr als gerecht werden. Nur über zu wenig Beschreibungen der Landschaft und Umgebung und den oberflächlichen Schlachten sollte man hinwegsehen können.

  (6)
Tags: fantasy, markus heitz, zwerge   (3)
 

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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

comissario brunetti, conductor, donna leon, englische fassung, krimi, venice

Death at La Fenice

Donna Leon
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arrow Books Ltd, 05.02.2004
ISBN 9780434012534
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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(163)

292 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Harry Potter and the Half-Blood Prince

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing PLC, 23.06.2006
ISBN 9787543323438
Genre: Jugendbuch

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(593)

1.042 Bibliotheken, 15 Leser, 9 Gruppen, 44 Rezensionen

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Die Furcht des Weisen Band 2

Patrick Rothfuss , ,
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.02.2015
ISBN 9783608939262
Genre: Fantasy

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arabische welt, biographie, bree, freundschaft, haya, jordanien, jugendbuch, mut, orient, pferd, pferde, prinzessin, prinzessin haya von jordanien, tiere, tochter des windes

Tochter des Windes

Stacy Gregg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 14.09.2016
ISBN 9783440150467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Prinzessin Haya ist drei Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kommt. Ihr Vater, der König von Jordanien, liebt seine Tochter über alles, doch er hat kaum Zeit für sie. Haya fühlt sich einsam und verlassen und schottet sich immer mehr ab. Erst die Liebe zu dem Fohlen Bree, dessen Mutter bei der Geburt stirbt, bringt sie langsam ins Leben zurück. Ohne Haya kann Bree nicht überleben, und so werden die beiden unzertrennlich. Als Haya schließlich ins Internat nach England kommt, begreift sie, dass sie sich ihren lange unterdrückten Gefühlen stellen und einen Neubeginn wagen muss. 



Dieses Buch von der Autorin Stacy Gregg versucht die Lebensgeschichte der Prinzessin Haya Bint Al Hussein von Jordanien mit einer fiktiven Geschichte zu vereinen. Dabei entsteht eine Geschichte, die sich wie ein arabisches Märchen liest, doch scheitert daran die Verknüpfung zwischen Fiktion und Realität. 

Zu oft im Buch verliert der Leser den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Ereignissen. Nur selten, zum Beispiel an ihrem 6. Geburtstag, wird die vergehende Zeit deutlich und das Alter der Prinzessin Haya dem Leser offenbar. 
Dies führt dazu, dass sich während des Lesens kaum das Gefühl einstellt, dass es sich bei der Prinzessin Haya um eine reale Person handelt. Auch historische Bezüge fehlen, welche bei einem Königshaus mit Sicherheit nicht ausbleiben, doch in der Geschichte nur an zwei Stellen auftauchen. Zum Beispiel als Haya die Nachrichten über den Golfkrieg verfolgt. 
Hier wurde Potential verschenkt tiefer in die Geschichte eintauchen  und mehr über das Leben der jordanischen Prinzessin zu erfahren zu können.

Ein weiterer Kritikpunkt liegt in der Geschichte und Charakterdarstellung von Haya. Haya als Charakter wird geradezu überspitzt perfekt dargestellt. Gerade beim Reiten, welches sie und ihr Pferd Bree beide erlernen müssen, erbringt sie als Laie Leistungen, für die selbst professionelle Reiter mehrere Monate oder Jahre benötigen würden, in zu kurzer Zeit. Es kommt dem Leser zwischenzeitlich so vor, als ob Haya keine Schwächen besitzen würde. 
Diese Charakterdarstellung führt beinahe zu Frust beim Lesen und dem ein- oder anderem unglaubwürdigem Moment in der Geschichte.

Die unglaubwürdigen Momente und der leichte Frust, der sich beim Lesen einstellt, sind aber schnell wieder vergessen und hinterlassen nur einen leicht faden Beigeschmack am Ende des Buches. Dafür sorgt die emotional erzählte Geschichte, bei der die Gefühle der Prinzessin Haya im Vordergrund stehen. 
Der Leser kann zu jeder Zeit nachvollziehen, wie sich Haya fühlt, beispielsweise als sie erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist. Eine enge emotionale Bindung zu ihrem Vater erzeugt Momente, in denen die Liebe in der Familie in den Vordergrund rückt. 
Durch Trauer, Liebe und Dramatik wird der Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und erlebt dabei, wie eine starke Bindung zwischen Pferd und Mensch entstehen kann.

Als Kernstück der Geschichte findet sich somit die Bindung zwischen Haya und ihrem Pferd Bree. Die Beschreibung der Entstehung, Entwicklung und den Folgen, die eine solche Bindung für Reiter und Pferd haben kann, ist sehr gut gelungen und spricht ebenfalls die Emotionen des Lesers an.
Spannend werden die einzelnen Stationen der Freundschaft zwischen Haya und Bree miteinander verbunden, ohne Langeweile aufkommen zu lassen, um abschließend in einem gefühlvollen Finale zu enden.

Alles in allem handelt es sich bei dem Buch "Tochter des Windes" um eine fiktive Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Mädchen und ihrem Pferd, welche einige Schwächen in der Charakterdarstellung aufweist und zu wenig das Gefühl aufkommen lässt, dass es sich bei dem Hauptcharakter um eine reale Person handelt.
Für alle Pferdeliebhaber und Leser(-innen), die auf der Suche nach einer emotionalen Geschichte sind, bietet dieses Buch aber eine gute und spannende Geschichte.

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Tags: arabische welt, biographie, freundschaft, pferde, tiere   (5)
 

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archäologie, authentisch, insel mozia, italien, krimi, krimi-reihe, kunstfälschung, kunstraub, lokalkolorit, luca santangelo, luca santangelo ermittelt, marsala, mozia, sizilien, tonnara

Sizilianische Rache

Ann Baiano
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442205134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein junges Paar, Diego und Giulia, fährt nachts mit dem Boot auf die kleine Insel Mozia an der Westküste Siziliens, für romantische Zweisamkeit. Doch die beiden müssen feststellen, dass die Insel nicht so unbewohnt ist, wie sie gehofft hatten: Giulia überrascht Diebe, welche eine berühmte Statue stehlen und Diego findet die Leiche eines Kommilitonen von ihr.
Nun wird Diego des Mordes bezichtigt und nur sein Vater, Luca Sanagelo, scheint ihm helfen zu können. Dieser begibt sich auf Spurensuche und deckt dabei dramatische Geschehnisse aus der Vergangenheit zweier Familien auf.


Mit dem zweiten Band, in dem Luca Sanagelo die Hauptrolle besetzt, versetzt Ann Baiano den Leser nach Sizilien. Durch detaillierte Landschaftsbeschreibungen und das Leben in Sizilien gelingt es gut, in den Roman abzutauchen und sich die Umgebung und Umstände des Lebens dort vorstellen zu können.
Durch eine zweigeteilte Geschichte, die sowohl in der Gegenwart als auch Vergangenheit von Sizilien spielt, erfährt der Leser viele interessante Dinge darüber, wie sich das Leben gewandelt hat. Die Spannung des Buches wird hierüber ebenfalls aufgebaut, da sich nach und nach die Handlungsstränge miteinander verweben und so eine dichte und spannende Geschichte bilden, mit vielen Facetten.
Luca Sanagelo führt auf eine „italienische Weise“ durch den Fall, wodurch der Handlungsort noch realistischer wirkt. Dadurch, dass Luca ein Journalist ist und der Fall ihn persönlich betrifft, fiebert der Leser jederzeit mit und kann die Ängste, Sorgen und die Wut des Vaters jederzeit nachvollziehen.
Am Ende löst sich die aufgespannte Spannung angenehm auf, ohne dabei Handlungsstränge unbeantwortet zu lassen. Dabei wird der Leser nicht nur am Ende noch einmal von der Geschichte überrascht.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Buch „sizilianische Rache“ um einen guten Kriminalfall, welcher in Sizilien spielt. Die Charaktere lernte ich langsam kennen, mögen und hassen und wurde auf einen emotionalen Trip genommen, wie ich ihn in Italien erwarten würde. Vor allem der Hauptcharakter hat es mir angetan, da ich ihn jederzeit nachvollziehen konnte und er eben kein „normaler“ Detektiv ist.
Für mich ein sehr gelungenes Buch und gerade für den Spätsommer eine Empfehlung wert, für spannende, warme Nächte.

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Die Furcht des Weisen Band 1

Patrick Rothfuss , Jochen Schwarzer , Wolfram Ströle
Fester Einband: 859 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 07.11.2014
ISBN 9783608938166
Genre: Fantasy

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Das verlorene Symbol

Dan Brown
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.03.2011
ISBN 9783404160006
Genre: Krimi und Thriller

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Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown ,
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi und Thriller

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Illuminati

Dan Brown , Axel Merz (Übers.)
Flexibler Einband: 716 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.02.2003
ISBN 9783404148660
Genre: Krimi und Thriller

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